Ist das noch Tektonik?

by h.huett on 28. Oktober 2011

Jetzt also Beckmann. Ihr kennt das Thema, Taler, Taler, du musst wandern. Jetzt diskutierten sie zu später Stunde mit Augenbrauen-Steuerzahler Theo Waigl und in einer dekorativen Sidekick-Rolle der amtierende Bundeswirtschaftsminister. Lübberding hats angesehen und darob hat sich ihm der Boden unter den Füßen verflüssigt.

Was das eine, das dauerhafte Brodeln und Kochen in der irdischen Ursuppe, tief da unten unter uns, mit dem anderen, nämlich chronisch misslingender Kommunikation zu tun hat, trat mittelbar, also ohne den Moderator Beckmann vor Augen. Es ist ja nicht nur die Zeit, die uns fehlt, davonrennt oder ewig lange braucht, bis ihr Kochen unter unseren Füßen zu einem veritablen Erdbeben, zu ausbrechenden Vulkanen führt oder Schlamm spuckende Löcher öffnet.

Herr Rösler gehört zu den Menschen (in der FDP häufiger als anderswo anzutreffen, denken Sie an Brüderleschen Pfalzsilbenschlucksound, das kommt von dem sauren Wein, wie Harald Schmidt vor vielen Jahren feststellte), die hundertsilbige Wörter fachgerecht zu einer Silbe zusammenschießen lassen. Nicht Sta-bi-li-täts-u-ni-on. Stbltnn. So geht das. (Übrigens erinnert er sich gelegentlich an die Medientrainings und betont dann besonders langsam, was dem Sinn genauso abträglich ist.)

So verschluckt der Ordnungspolitiker den Sinn, den er stiften will, bis der eben stiften geht und unter seinen Füßen der Boden verschluckt, was verschluckt gehört.

Entkoppeln, neudeutsch: disconnect, irgendwann reconnect, das kann zur Folge haben, dass wir nicht mehr großväterlichen Briefverkehr mit der Kanzlerin pflegen. Schnippisch gibt die zur Antwort, Theo, kuck doch ins Intanet. Es müsste eines nicht zu fernen Tages in den Redaktionen dieser Sendeplätze ein anderes Regime einkehren.

Grillmeister, Höllenhunde, Satansbraten sind von Nöten, Traiteure, die das zähe Wildbrett so lange spicken, bis das Fleisch willig, der Braten saftig, gut tranchiert endlich serviert werden kann. Es geht nicht mehr darum, die Gäste auf die eine abgestimmte These festzunageln, bis der letzte Zuschauer zu schnarchen beginnt. Es geht darum, die Zeitenwende dieser Tage als die Chance für einen Einstellungswandel (Rösler: nstllngswndl) begreiflich zu machen.

Dann entspricht dem Boden, der sich unter unseren Füßen verflüssigt, ein wieder fließendes Verstehen. Die einen geben dann Fersengeld.

Die anderen scharren mit den Füßen, dass es endlich so weit ist.

{ 109 comments… read them below or add one }

aifran Oktober 28, 2011 um 11:26

(I-Link entfernt um Spam Filter nicht zu ärgern)
… Sie Lieber Herr Lueberding sollten nicht über mangelnde Zeit – in der FAZ – die Herrn Hörmann im TV gegönnt wurde jammern ….
Es steht Ihnen frei jederzeit hier über das von Herrn Hörmann beschriebene/Thematisierte Betrugsmodell “Kreditgeldschöpfung – Giralgeldschöpfung durch Geschäftsbanken” Aufklärend zu berichten, zu schreiben …….

Warum tun Sie es also nicht?
Angst vom Nutzmenschenhaltersystem Exkludiert zu werden? (Nutzmenschen/Sklavenhaltung ist ja so einfach ….)

Kreditgeldsystem – Geld ist Kredit – ohne Schulden kein Geld –(die über den Köpfen schwingende Peitsche …)
Ein guter Arzt wird nicht nur die Symptome sondern auch die Krankheitsursachen bekämpfen. Ein Staat der das Privileg der Geldschöpfung – Giral/Buchgeld – an Private abgibt gibt damit auch seine Politische Handlungshoheit an diese ab – Die Demokratie/Wirtschaft/Politik unterwirft sich den vom Kredit-Geldsystem ausgehenden Sachzwängen. Wachstumszwänge!
Folge: “Demokratie – eine Java-Applikation für das Volk, ohne Zugriff auf das Betriebssystem der Welt.” Demokratie verdient/braucht ein Geldsystem welches ihr erlaubt Demokratie zu sein (F. Aigner)
Eine Diskussionswürdige Alternative: ” Schuldfrei Geschöpftes Vollgeld” – allerdings von den Fürsten und Regelmachern gehasst, gefürchtet wie die Pest, wie der Teufel das Weihwasser – findet sich unter monetative.de oder auch monetative.ch

http://www.banken-volksbegehren.at

“Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, daß aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die grosse Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmassen, daß das System ihren Interessen feindlich ist.” (Jakob Rothschild, London, am 28. 6. 1863 an US-Geschäftspartner”)
(Unsere) großartige Industrienation wird jetzt von ihrem Kreditsystem kontrolliert. Unser Kreditsystem ist privat konzentriert. Deshalb liegen das Wachstum der Nation und all unsere Aktivitäten in den Händen weniger Männer, … die zwangsläufig durch ihre eigenen Beschränkungen wahre ökonomische Freiheit einschränken, kontrollieren und zerstören. Wir werden so eines der am schlechtesten regierten, meist kontrollierten und beherrschtesten Länder der zivilisierten Welt. Wir haben keine Regierung der freien Meinung mehr, keine Regierung der Überzeugungen und der Mehrheitsentscheide mehr, sondern vielmehr eine Regierung der Ansichten und Nötigungen einerkleinen Gruppe dominanter Männer”. Woodrow Wilson (Ex. US-Räsident)
es gibt zwei Wege eine Nation zu erobern und zu versklaven. Entweder durch das Schwert oder durch Schulden. (John Adams 1735-1826)
“Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.” (Henry Ford)
„Niemand ist ein hoffnungsloserer Sklave als jene die irrtümlich denken frei zu sein!“ (nach J. W. Goethe – Wahlverwandtschaften)

14 Oktober 28, 2011 um 11:51

Kerner-Bundeslilapause-Beckmann?
Also hatte holger doch recht, daß wir alle im passiven Abseits stehen..

und einen (Löffel) noch für unseren ehemaligen Gastgeber..

http://www.der-postillon.com/2011/10/umfrage-mehrheit-wurde-verheerenden.html

Nanuk Oktober 28, 2011 um 12:02

Wenn es Treibsand ist ja wenn es heiss unter den Schuhen wird nein…
;)

Ich bin amüsiert…
Ordnungspolitiker??? Wo sind die?
Das ist doch auch nur noch ne hohle Phrase…

Nanuk Oktober 28, 2011 um 12:08

Man kann die Politiker in Gläubiger oder Schuldnerpolitiker einteilen… Ordnungspolitiker gibt es nicht mehr… Freund Feind denken ohne ausweg…

holger Oktober 28, 2011 um 12:11

Es geht darum, die Zeitenwende dieser Tage als die Chance für einen Einstellungswandel (Rösler: nstllngswndl) begreiflich zu machen.

Gerade habe ich mir auf 3 Sat. Die Sendung in Ausschnitten verfolgt. Für eine Zeitenwende braucht man andere Gesichter. Rösler ist in der Runde der kleine Schulbub, was will man dem in einer Zeitenwende. Ob Dirk seine Weisheiten der letzte Schluss sind, sei dahin gestellt. Aber man sollte Dirk nicht unterschätzen. Der ist nämlich nicht nur ein Schwätzer, der meint seine Worte so, wie er diese auch sagt. Die Elder Fraktion unter Kohl-Theo´s Gnaden dankt eh irgendwann mal ab.

Luebberding schreibt das in der „FAZ“

Oder wie konnte Dirk Müller sonst von einer Rede des Weltbank Präsidenten in Sydney wissen? Dort hatte Robert Zoellick den Euro als den Preis des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Mitterand für die Zustimmung zur Wiedervereinigung benannt. Das hatte Waigel vorher als Legende zurückgewiesen.

Genau diesen Punkt, den Zoellick ausgesprochen hat, der ist enorm wichtig. Ich weiß ja, wenn klein holger so etwas schreibt ist es ja Mumpitz. Hier liegt aber das ganze Dis-Astro drinne, was wir erleben. Die Deutsche Bindung an die große Nation noch nicht mal die vormals beschriebene „Westbindung“. Trau keinem Franzosen den du nicht selbst erschossen hast. (natürlamente une Scherz).

Frankreich ist und bleibt der Brandbeschleuniger Festland-Europas. Und mich würde es nicht wundern, das aus der Kloake Paris in den nächsten 2 Jahren wieder Modder Geruch aufsteigt.

Nanuk Oktober 28, 2011 um 12:15

@Holger
Gläubiger?

holger Oktober 28, 2011 um 12:22

@ Nanuk

nehms mir bitte nicht übel, wenn Du das Wort “Glaube” bringst, stehe ich echt auf dem Schlauch. Da würde ich dich doch bitten, in welchem Zusammenhang das Wort gemeint ist. Monetär oder Kreuz?

Nanuk Oktober 28, 2011 um 12:34

Moneten um was anderes geht es doch bei der “Krise” garnicht.

Keynesianer Oktober 28, 2011 um 12:57

Das Format der Talkshow ist eine der übelsten und wirksamsten Propagandaschleudern des Systems. Würde ein Schwarzer Kanal mit Theo Waigel zu den Themen “Wir müssen jetzt alle kräftig sparen” und “Wie Merkel den Euro gerettet hat” und “Wie das dem Bürger noch besser erklärt werden muss” abends in der Glotze laufen, wüsste jeder Zuschauer, dass er wieder verscheißert wird.

Also dürfen bekannte “Querdenker” aus allen Bereichen auch mit in die Runde, damit der Michel meint, wir hätten doch Demokratie und Meinungsfreiheit. Auch die besser Informierten schauen sich das an in der Hoffnung, dass die wirklich Oppositionellen jetzt aber mal richtig das Wort ergreifen können.

Können sie aber nicht, haha, das ist ja die Aufgabe des Moderators. Während der Theo für sein Geschmarre jetzt ein großes und breites Publikum hat, dürfen die bekannten Oppositionellen mal kurz Luft holen und werden dann vom Moderator unterbrochen. Wieder nichts, außer so viel, wie es eh schon die Spatzen von den Dächern pfeifen.

Die Sendung darf dann in der Presse auch noch durchgekaut werden. Es darf sogar kritisch angemerkt werden, dass die Diskussion aber auch hier wieder an der spannendsten Stelle vom Moderator abgewürgt wurde, was ja auch der dümmste Zuschauer noch gemerkt hat. Sonst aber darf auch nur das Nuscheln der letzten Wirtschaftsminister vertieft werden. Sonst schreibt den nächsten Artikel jemand anders.

Und schon läuft die nächste Talkshow nach denselben Bedingungen der heutigen Mediengesellschaft. Ist der Einsatz von Massenmedien als Massenverdummungswaffen Körperverletzung oder gar Folter?

14 Oktober 28, 2011 um 13:12

Ist das noch Tektonik? klare Antwort: Ja, denn es geht weiter um Platten…..

….Verschiebung….

holger Oktober 28, 2011 um 13:17

@ Nanuk

Deswegen fragte ich ja, le Grand Nation ist nicht ein Gläubiger, sondern historisch gesehen, ein Schmarotzer, na gut, ein stinkender Gläubiger Schmarotzer. Deswegen wird auch nicht öffentlich darüber diskutiert, wer den EFSF verwaltet. Und für le Grand Nation zu zahlen hat. Und irgendwann, werden die US Ratingagenturen le Grand Nation zerlegen. Dann möchte ich aber sehen, wie Festland-Europa darauf reagiert. Und ob das Händchenhalten von Mitterrand und Kohl noch Bestand hat. Denn wenn es Frankreich zerledert, zerledert es den Euro. Und das ist das, was Mutti auch weiß. Deswegen säuselt sie auch von “Krieg und Frieden”. Das Schicksal Europas ist nicht DE, sondern Frankreich. Das wissen ja auch mittlerweile die Briten.

14 Oktober 28, 2011 um 13:28

holger, sagen wir es so, die mediterranen Länder lassen ihr Volk weniger gern bluten. Ich finde das sympathisch.

14 Oktober 28, 2011 um 13:33

(Wirtschafts)Krieg und (Wirtschafts)Frieden?

Schall-ten Sie auch demnächst wieder ein, wenn es heißt:

Alle Kopf bis Füße folgen dem…..”Wollt ihr das totale Geld? Wollt ihr ES, wenn nötig, to-Taler und radier-Taler, als wir ES uns heute überhaupt noch vorstellen können?”

To-Taler Grieg, kürzester Grieg, gell

14 Oktober 28, 2011 um 13:42

(Mitte-Rand hatte übrigens am 26. Oktober Geburtstag…äh Gedenktag. An dieser Stelle noch mal die besten Wünsche, Gedanken nachträglich)

holger Oktober 28, 2011 um 13:44

@14 Oktober 28, 2011 um 13:28
holger, sagen wir es so, die mediterranen Länder lassen ihr Volk weniger gern bluten. Ich finde das sympathisch.”

Natürlich, ars vivendi eben. Aber Frankreich ist ja weniger mediterran es ist zentralistisch in Paris gemauert. Auch wenn es eine Mittelmeerküste hat. Genau genommen müsste Frankreich aus dem Euro austreten. Es hat aber mal wieder wie ein Blut-Egel die sogenannte Wiedervereinigung genutzt. Und Kohl hat wie ein unterwürfiger Dachshund mir dem Schwanz gewedelt. Duetschland ist geteilt. Einerseits müssen sie mit der USA, und auf der anderen Seite mit Frankreich. Ob das so alles richtig ist, naja, die Zukunft wird es zeigen.

holger Oktober 28, 2011 um 13:45

mit dem Schwanz gewedelt und nicht mir :D

14 Oktober 28, 2011 um 13:54

holger, die lateinische Münzunion ist Geschichte und so wirds wohl auch mit dieser gehen. Da kann Hebelangie (+ Exportfreunde + Banken) sonstwas beschwören..

14 Oktober 28, 2011 um 13:58

Die Frage wird nur sein, wieviel Papi(mutti) am Ende dazubezahlt hat..

Doktor D Oktober 28, 2011 um 14:04

Das Große an der Grand Nation ist ja ihre Fähigkeit, sich dysfunktionaler Regierungsformen selbst zu entledigen – und das mit großem Aplomb. Da man das auch unter den Regierenden weiß, regiert es sich da sicher etwas anders als bei Michels, wo selbst die Opposition nur staatstragend kann – und sich die angeblichen Non-Konformisten in biologistischen Metaphernsumpf vergangener Monstrositäten suhlen.

14 Oktober 28, 2011 um 14:07

für das klarere Sehen natürlich (sog. EFSMFRESEMF-Transparenz)

holger Oktober 28, 2011 um 14:27

Ich möchte es noch gerne mal wiederholen

Oder wie konnte Dirk Müller sonst von einer Rede des Weltbank Präsidenten in Sydney wissen? Dort hatte Robert Zoellick den Euro als den Preis des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Mitterand für die Zustimmung zur Wiedervereinigung benannt. Das hatte Waigel vorher als Legende zurückgewiesen.

Darüber wird nicht diskutiert, es wird noch nicht mal irgendwo großartig erwähnt. Aber das war der Preis… Es wird einfach unter den Tisch gefegt. Und wenn Dirk das nicht angesprochen hätte, würde das auch nicht von f.luebberding in der FAZ stehen. Weil es ja Zoellick gesagt hat. Und das macht mich rasend, dass man einfach gewisse Passgen tot schweigt. Das macht ein Müller Dirk nicht. Ich habe hier immer noch die Doppelseite (FAZ) so gar gekauft 34/35 vom 30.Juli an der Wand hängen. Da hatte keiner der Protagonisten mal den Mumm so etwas öffentlich anzusprechen. Pranger also.

Und mir ist ein Dirk Müller tausendmal lieber, als ein Waigel oder Rösler. Und ich bin gewiss nicht mit dem Dirk immer einer Meinung. Doch wenn einer was klar sagt, und es auch belegen kann, und es auch noch im Fernsehen macht, da erkenne ich einen Fortschritt. Auch wenn er mal für die “Blöd” schreibt. Aber genau solche Typen fehlen in der ach so korrekten Politik-Landschaft.

14 Oktober 28, 2011 um 15:19

holger, daß das Ganze Thema schon die öffentlich-rechtlichen Fuß-Brot-und-Ballspiele-Fuzzis erreicht hat, ist doch eigentlich ein gutes Zeichen. Freuen wir uns also auf die kommenden privaten Veras-am-Mittag-Sendungen mit “Verpiss dich, €URO, du alte Schlampe..!” und “Du hast mir so wehgetan, warum ent-SCHULD-igst du dich nicht..?” usw..

[+ lübberdingscher IndieRöhre-Presseschau + Hütts anschließender Anneliese]

Doktor D Oktober 28, 2011 um 16:00

Aber das ist doch garnix Neues, Holger. Zumindest die angelsächsische Presse war doch damals voll davon. Und auch in Deutschland sind die Euro-Gegner durch die Medien gereicht worden, es gab sogar Parteigründungen deswegen. Die wurden von den MSM oft als rechtsnationale Krakeler bezeichnet, aber das waren (und sind) sie schlicht auch. Außer Ressentiments, mangelndem Verständnis, wie bei uns nun mal Politik geht, und einer für mich absolut unerträglichen Selbstmitleid (“Die PC-Mafia schließt uns aus. In Deutschland darf man nicht mehr die Wahrheit sagen. etc. pp. blabla, heul, heul) hatten die nix zu bieten – und viel besser stehen sie heute inahltich auch nicht da. Nur spielt ihnen jetzt die Situation in die Hände, aber selbst da sind sie zum Zupacken zu doof.
Außerdem seh’ ich das Problem an dem von Zoellick angesprochenen Deal auch nicht: ein ganz normaler politischer Deal, bei dem die Franzosen noch nicht mal besonders viel herausgeholt haben, schließlich stammt ja die gesamte (Fehl-)Grundkonstruktion von den Lordsiegelbewahrern der Schuld- und Sühne-Finanzmetaphysik der Bundesbank und des deutschen Finanzministeriums. Wir haben doch den Mist am Hals, weil da zuwenig Frankreich aka politische Integration drinsteckt. Die EU/Euro-Zone degeneriert gerade zu einer Sonderwirtschaftszone für die deutsche Konzerne, schöner hätte es sich die Herren Schacht und Speer nicht ausdenken können.

topi Oktober 28, 2011 um 16:18

holger
“Genau genommen müsste Frankreich aus dem Euro austreten. Es hat aber mal wieder wie ein Blut-Egel die sogenannte Wiedervereinigung genutzt. Und Kohl hat wie ein unterwürfiger Dachshund mir dem Schwanz gewedelt”

Frankreich hat sich also mit einem genalien Schachzug den Euro geichert.

Um jetzt als Südland dazustehen, obwohl es doch für seine Verhältnisse sehr “stabilitätsorientierte” Politik betrieben hat; aber neben Supersparmoloch D kann man nur blöd aussehen.

Ok, die Endabrechnung ist noch nicht da; vielleicht schafft es Frankreich, die Europa-Regierung zu stellen.

ABer das ist unwahrscheinlich; und bisher profitieren sie nun nicht sonderlich vom schönen durch Deutschland gehärtetem Geld, sie müssen sogar selber die wirklichen Südis ausbailen.

holger Oktober 28, 2011 um 16:55

@ Dr. D

mir ist es recht egal geworden, wer wo partizipiert. Weil die Völker in der Masse eh nicht partizipieren. Nicht der Jean und nicht der Otto und erst recht nicht Guiseppe und/oder Costas oder Miguel. Ich bleib dabei: Fällt Frankreich, ist es mit dem Burgfrieden aus die Maus. Deutschland rettet nicht Griechenland, sondern französische Banken, die in Griechenland investiert sind. Fallen die französischen Banken mon dieu.

holger Oktober 28, 2011 um 17:04

@ topi

wir werden sehen. Ich habe mir aber deinen Post abgelegt. :D Kann ich dir ja dann, mal wieder vor die Augen führen. Das ist jetzt nichts persönliches… euch geborenen Ossis fehlt etwas. Ihr könnt einfach nicht bescheixxen.

Nonno Oktober 28, 2011 um 17:04

Tja, nur, daß der Otto diese Nichtpartizipation auch noch für eine Tugend hält, stolz drauf ist….

holger Oktober 28, 2011 um 17:07

Die Europäische Zentralbank (EZB) kauft immer wieder italienische Anleihen am Markt, um einen weiteren Zinsanstieg zu verhindern.

Italien mache große Sorgen, sagte Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. “Wenn Italien fällt, ist es sehr schwierig, Frankreich zu retten”, ergänzte er. Gehe Italien verloren, sei es sehr schwer den Euro so zu erhalten, wie wir ihn kennen.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Italien-muss-hohe-Zinsen-zahlen-article4642001.html

Wir werden uns alle wiederschreiben… ;-)

Doktor D Oktober 28, 2011 um 17:24

Na, das sind ja jetzt auch keine grundstürzenden Neuigkeiten, die du da verkündest. Die kann man sogar in den gedruckte MSM seit Wochen lesen – und in diesem INternet, auf das die Kanzlerin so gerne verweist.
Um mal wieder auf den ursprünglichen Post zurück zu kommen: Was würde sich ändern, wenn Beckmann/Kerner/Jauch tatsächlich mal richtig dranbleiben würden? Wenn ein Ex-Commerzbänker mal nach seiner Murxerei und seinen Boni gefragt würde? Herr Rösler mal gefragt werden würde, ob er außer Plastiksprech aus einer vergangenen Welt auch mal was zur gegenwärtigen Welt sagen könne…
Könnten wir dann ernsthaft politisch diskutieren? Oder bräche dann die totale Panik aus?

Stephan Oktober 28, 2011 um 17:41

Gruselig. Die Kommentare. Der Erzfeind Frankreich ist auf einmal wieder da? Die “gemeinsame” Währung schafft es scheinbar Europa ins 19. Jahrhundert zurück zu katapultieren. Die alten Ressentiments sind auf einmal wieder sehr lebendig.

holger Oktober 28, 2011 um 17:43

Dr.D

—>>>Könnten wir dann ernsthaft politisch diskutieren? Oder bräche dann die totale Panik aus?”

Ich denke beides ist nicht möglich. Frag bitte nicht nach dem Warum? Es ist nur ein Bauchgefühl. Rösler/ Waigel/ Müller / Beckmann.

Was will man damit bezwecken?

“wie hat man sich das vorzustellen?” geklaut bei “Switch”.

—>>>Na, das sind ja jetzt auch keine grundstürzenden Neuigkeiten, die du da verkündest”

Warum auch? Ich wundere mich nur, dass es selbst in den MSM jetzt publiziert wird. Wo das ja vor einigen Jahren nur VT war. Sagt ja selbst der Waigel. Das hatte Waigel vorher als Legende zurückgewiesen.

Dr.D

mir geht es gar nicht mehr darum zu Missionieren. Ich staune nur, wie doch einige Dinge immer manipuliert werden müssen. Und die Diskussionen auf ein Abstellgleis geführt werden. Sobald sie nicht in die Mengenlage passen. Ich werde vielleicht mal bei der EM Messe in München wieder vorbei schauen. Obwohl ich selber keines habe, bekommt man da dort doch einige Informationen, außerdem muss ich doch mal mit dem Hellmeyer sprechen. ;-)

holger Oktober 28, 2011 um 17:53

@ Stephan Oktober 28, 2011 um 17:41
Gruselig. Die Kommentare. Der Erzfeind Frankreich ist auf einmal wieder da? Die “gemeinsame” Währung schafft es scheinbar Europa ins 19. Jahrhundert zurück zu katapultieren. Die alten Ressentiments sind auf einmal wieder sehr lebendig.”

Tja… Stephan, so scheint es wohl zu sein. Vielleicht kommt ja auch noch die K.u.K. dabei heraus. Was du als “gruselig” bezeichnest, scheint aber irgendwo zu stimmen. Sonst würden die MSM nicht so fleißig darüber schreiben. Nicht direkt, aber indirekt. Das beste scheint aber zu sein: Den Kopf mal wieder in den Sand zu stecken und nicht da zu sein. Entweder redet man (Politik) mal richtig darüber, oder man lässt es sein. Da ich ersteres bevorzuge, gehören die Verhältnisse einfach mal auf den Tisch. Ob das nun politisch Korrekt ist oder nicht. Und dann gemeinsam ein Lösungsweg gesucht. Dann muss man eben mal die Hosen runter lassen. Wo ist das Problem?

h.huett Oktober 28, 2011 um 17:56

Stephan
Das ist die Folge der Metaphern. Redet man erst einmal von Tektonik und Vulkanen, fühlen sich die inkarnierten Explosionspotentiale ermuntert. Das braucht nicht repräsentativ zu sein, war immer da. Und dann gibt es diesen Herrn Henkel. der noch so zartfühlend ist, von seiner légion d´honneur zu erzählen, während er dazu beiträgt, die Idee der Erbfeindschaft wieder auszugraben.

holger Oktober 28, 2011 um 17:56

So… und “gruselig” wird es erst, wenn man alles unter den Teppich kehren möchte. Ich verlange nichts anderes, dass man den Völkern reinen Wein einschenkt. Mehr nicht. Ich kann mit einem Capone komischer Weise besser leben, als mit diesen Lügnern auf der Kanzel. Den möchtegern Capones.

14 Oktober 28, 2011 um 18:03

Wenn wir in der Eurozone bleiben, werden die Franzosen von Monat zu Monat mit zunehmendem Mißwillen die Härte der durch Deutschland aufgezwungenen Verpflichtungen empfinden. Anti-Deutsche Gefühle werden wachsen und die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern werden immer schwieriger zu bewältigen werden. Wenn wir uns jetzt dazu bringen können, uns von uns selbst abzuwenden und die Sichtweise der Deutschen anzunehmen, müssen wir erkennen, daß es die Sichtweise eines Landes ist, dessen Bevölkerung in einen Niedergangsprozess geraten ist, der nicht mehr relativ ist, sondern absolut. Für die Deutschen ist es ein Imperativ, wenn sie ihren Lebenstandard in der Zukunft aufrechterhalten wollen, dass keine neue Last sich den öffentlichen Haushälten hinzufügen darf…

Das Erhalten der Eurozone würde es nötig machen, um die schon vorhandenen Risse zu verdichten, und um zu vermeiden, daß neue entstehen, dass Deutschland jährlich zwischen 3,5 und 4% seines BIP freisetze um die südeuropäischen Ländern, darunter auch in einem gewissen Masse Frankreich, zu subventionieren. Ein Minimum an Ehrlichkeit zwingt uns, einzusehen, dass Deutschland in eine solche Anstrengung nicht einwilligen kann und es wäre falsch, es den Deutschen zu verübeln. Das ist aber auch der Grund, weshalb Deutschland seinen Partnern einen “Kompetitivitäts Pakt” aufgezwungen hat, der ein Pakt nur bei Namen ist, und der nichts anderes bedeutet als eine Verpflichtung der anderen Staaten, drastische Sparprogramme durchzuführen. Der Verbleib im Euro bringt mit sich die Zutaten zu einem neuen Französisch-Deutschen Konflikt. Im Gegenteil würde ein Rausgang aus dem Euro, für Frankreich sowie für Deutschland, es erlauben, unsere Beziehungen zu entschärfen.”

von Jacques Sapir, Juni 2011

Inzwischen haben unsere Export->Boni->Bank->Medien->Kombinate und die ihr angeschlossene ->Uckermärklerin ja scheinbar eingewilligt. Drastische Sparprogramme nach innen und jetzt außen verordnen, was anderes kann der geizgichtige, deutsche getietmeyerte Märklin eh nicht, oder?

Vorschlag: Für jeden aufgenommenen deutschen Schuldeneuro für das €-Export-Ausland (das ist es nach wie vor), werden drei deutsche Import-Schuldeneuro aufgenommen, um hier das allgemeine Wohlstandsniveau wieder zu heben und die gröbsten Schlaglöcher reparieren zu lassen.
___________

Nachsatz: Wenn es allerdings stimmt, daß wir uns wirklich in einer Zeitenwende befinden, dann wird es bald drunter und drüber gehen und da werden viele Gesichter wechseln..

14 Oktober 28, 2011 um 18:07

“die inkarnierten Explosionspotentiale”

hahaha…(aber auch bei sich selbst prüfen, gell)

http://www.youtube.com/watch?v=YJRxNhq0zVE

holger Oktober 28, 2011 um 18:45

Man hat sich ja, vermutlich bei der HRE nur um ca. 56 Milliarden verrechnet. Passiert mir grundsätzlich. :D Die sind Quasi auch inkarniert.

holger Oktober 28, 2011 um 18:54

Ach so… der Link fehlte ja… http://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutschlands-Schulden-sinken-article4642841.html

Muss man ja dran machen.

holger Oktober 28, 2011 um 18:59

Was ist eigentlich Tektonik?

Stephan Oktober 28, 2011 um 19:07

@Holger
Von mir aus kannst du deine Ansichten hier sehr gerne publizieren. Interessiert mich auch! So hab ich das in letzter Zeit noch nicht gehört und eigentlich nur in Geschichtsbüchern gelesen.

h.huett Oktober 28, 2011 um 19:11

holger
Aufbau der Erdkruste und ihrer Bewegung, also alles, was in der Seismographie beobachtet wird.

Stephan
Herr Rogoff sagt übrigens, dass der Brüssel-Deal nur ein paar Monate Zeit kaufe, am Ende aber Griechenland die EWU verlassen werde: http://www.bloomberg.com/news/2011-10-27/rogoff-europe-pact-only-buys-time.html

cm Oktober 28, 2011 um 19:11

@holger Oktober 28, 2011 um 17:53
>> Entweder redet man (Politik) mal richtig darüber, oder man lässt es sein. Da ich ersteres bevorzuge, gehören die Verhältnisse einfach mal auf den Tisch. Ob das nun politisch Korrekt ist oder nicht. Und dann gemeinsam ein Lösungsweg gesucht. <<

Genau das schlug der Frankreich-Korrespondent der FTD gestern vor:
" In der Corrèze, der Wahlheimat von François Hollande, gibt es gutes Essen und guten Wein aus nahe gelegenen Anbaugebieten. Peer Steinbrück könnte ein Schachspiel mitbringen. Ein Treffen der beiden Sozialdemokraten, allein oder mit ein paar Beratern, eine Diskussion ohne Entscheidungszwänge, könnte am Anfang stehen." (http://www.ftd.de/politik/international/:deutsch-franzoesisches-verhaeltnis-fangt-noch-mal-von-vorn-an/60121295.html Paywall) Er sieht die deutsch-französischen Gegensätze nicht so groß wie Sapir (von 14 zitiert)- Für das jetzige zerrüttete Personal Merkel und Sarko sieht er jedoch keine Zukunft mehr.

Obs jetzt Steinbrück sein muß, kann man sicher auch anders sehen. Ein miteinander Reden ohne das aktuelle Getriebensein könnte aber schon dazu beitragen die Explosionspotentiale zu entschärfen.

h.huett – Wie sehen das z.Zt. eigentlich die Franzosen?

Stephan Oktober 28, 2011 um 19:31

@Hans
Mal ehrlich. Wenn DE so weiter macht ist der Euro Geschichte. Da ist Griechenland nur eine historische Randnotiz.

14 Oktober 28, 2011 um 19:34

holger, schöne Ironie! (Tektonik ist natürlich griechisch und die (*Schwindel)-Baukunst betreffend…frag deinen Bankberater, der wird es am besten wissen)

zur H y p o Realität…

ja, traurig, welchen Zahlen/Nullen kann man heutzutage noch trauen? 56 Milliarden Trinkgeld wie durch Geisterhand wieder aufgetaucht, huh, das nenn ich gruselig!
Wie ich unsere Sonntagspolitiker kenne, wird das aufgefundene, eingesparte Buch-Geld jetzt sicher in die Bildung und renovierte Schulen gesteckt, oder?

[Impressum und Disclaimer fehlt noch: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, Bankenpolittürme aber schon!]

holger Oktober 28, 2011 um 19:35

In den letzten 12 Jahren soll die Erdbevölkerung um eine Milliarde angestiegen sein auf nun doch 7 Milliarden. Und das schlimme ist, die wollen alle Geld. Teufel aber auch. Ist einfach zu wenig Gold und Silber da.

14 Oktober 28, 2011 um 19:41

Bei Stephan scheint was inkarniert zu sein, hau es einfach raus, wir lesen dich!

keiner Oktober 28, 2011 um 19:43

@Lübbi

Schön geschrieben! Wo steckst du? Mal drüber nachgedacht, wer den system change in Europa will? Mit all den hirnlosen, entwurzelten Kredit- und Konsumzombies? Mal ein Nacht drüber schlaflos nachgedacht?

h.huett Oktober 28, 2011 um 19:48

cm
Wies die Franzosen sehen? Schau mal bei Paul Jorion rein. http://www.pauljorion.com/blog/

Steinbrück hat über seine Kinder einen sehr direkten Draht nach Frankreich.

Stephan Oktober 28, 2011 um 19:58

@14
Da liegst du nicht ganz falsch. Nach jedem Krisengipfel kriege ich die Krise. Man hat den Eindruck da treffen sich ein paar Patienten und besprechen ihre Phobien und was man so machen könnte dagegen. Zum Glück finden die Gespräche im gediegenen Rahmen statt. Da trifft man sich doch gerne wieder zur nächsten Therapiesitzung.

Aber noch hab ich nicht aufgegeben. Ich werde also weiter Beiträge schreiben wie man den Euro retten kann und dann erst abstimmt ob man den geretteten Euro überhaupt will. Wenn ich aufgebe wirst du es hier auf dem Blog lesen. Dann ist der Herr Henkel nur eine europhile Mimose im Vergleich.

14 Oktober 28, 2011 um 20:10

nett von Dir, Stephan, ich denke, die Dinge sind längst am rollen und nicht mehr aufzuhalten…. das Beste ist, man holt sich eine Tasse Tee bei Nanuk ab und sagt: Bitte, danke, gerne….

Balken Oktober 28, 2011 um 20:15

Ein Gewinn, hier Artikel und Kommentare mitzulesen und ehrfürchtig zu schweigen. Nur eben ein Lebenszeichen:
Der Blogherr auf seiner rhetorisch-analytischen Meta-Ebene bereitet das Diskussions-Feld und reizt mit Metaphern und Assoziationen. Hier würde ich nicht sagen: Er wirft ein Stöckchen. Denn ich finde nicht, dass eine Voreingenommenheit, eine bestimmte Ausrichtung, in seinem Themenaufriss liegt, keine Absicht, die verstimmt macht. Hier ist es einfach die Lust am Gedanken – und nun macht mal, Kommentatoren. Er beantwortet seine Frage nicht selbst: Ist das noch Tektonik? Wenn nicht mehr, was ist es dann?
Gleich der erste Kommentator bringt neben seinen schon bekannten ein paar weitere Zitate, die in den Ohren gellen. Und fragt sich (rhetorische Frage), warum Lübberding in der FAZ die Oberflächlichgkeit eines Beckmann oberflächlich kritisiert und dem Hörmann ebensowenig Platz einräumt wie Beckmann.
Keynesianer 12:57: Isch lach mech dot! Wunderbar! Die Vorstellung, Polit-Talkshows zu übersetzen in das Format des Schwarzen Kanals eines Karl Eduard von Schnitz (wie der Name weitergeht, wussten die Ossis nicht, denn da war der Fernseher schon aus oder umgeschaltet), würde ihre Vergleichbarkeit endlich offenbar machen! Ja wenn Ulbricht und Honecker auch schon das bunte Einerlei von heute zur Verfügung gestanden hätte, wäre doch ihre Botschaft viel unbemerkter verinnerlicht worden …
Dann der von Holger eröffnete thread über die Grande Nation und den Euro. Der zu Dr. D’s Feststellung führt, dieEuro-Zone degeneriere gerade zu einer Sonderwirtschaftszone für die deutschen Konzerne. Bis hin zu 14 um 18:03!! “Vorschlag: Für jeden aufgenommenen deutschen Schuldeneuro für das €-Export-Ausland (das ist es nach wie vor), werden drei deutsche Import-Schuldeneuro aufgenommen, um hier das allgemeine Wohlstandsniveau wieder zu heben und die gröbsten Schlaglöcher reparieren zu lassen.”
Ich bin begeistert. Wie sollte ich in diesem Chor einen eigenen (Miß)ton einzubringen wagen? Höchstens ein hier passendes Zitat einfügen, schon ein Jahr alt! http://derstandard.at/1288659545002/ITV-Uno-Oekonom-Flassbeck-Harakiri-wenn-alle-die-Etats-zusammenpruegeln.
- Leute, macht weiter, obgleich ich fürchte Suchpotential. Und frage mich, inwieweit inzwischen auch Joe Sixpack, also Leute wie ich, nicht nur ein paar Blog-Intellektuelle, zu spüren begonnen haben, dass unter den Füßen (der Röslers und unter den eigenen) womöglich schon nicht mehr Tektonik, sondern bereits Verflüssigung (Liqudität, Liquidierung der Grundannahmen) stattfindet, und wenn ja, was das bedeutet. H.C.Anderson, des Kaisers neue Kleider? Massenhafte innere Emigration wie in der DDR Anfang 1989, als erstes Anzeichen der Implosion des Systems?

Balken Oktober 28, 2011 um 20:18

… Suchpotential… , mag auch sein, ich meinte natürlich Suchtpotential. Dieses Blog macht mich noch mediensüchtig …

Nanuk Oktober 28, 2011 um 20:25

http://www.youtube.com/watch?v=mfHdrX0e5mg
und dann singen wir… beim Tee am Lagerfeuer…

keiner Oktober 28, 2011 um 20:27

@Balken

Klar, und abends immer der verklausulierte Unfug in der aktuellen kamera über 205% Übersollerfüllung in der LPG GelddruckHellas… Ich kannn die Glotze gar nicht mehr einschalten, ohne Brechreiz.

cm Oktober 28, 2011 um 20:50

@h.huett Oktober 28, 2011 um 19:48

Danke für den Link. Das mit Steinbrück wußte ich nicht.

wowy Oktober 28, 2011 um 21:30

Was Helmut Schmidt/Peer Steinbrück und Frankreich betrifft, so möchte ich kurz an den Natoeinsatz in Libyen erinnern. Schmidt hatte hier 2 Dinge beklagt: 1.dass die Partner (er meinte die USA) sich nicht auf Deutschland verlassen könnten und 2. sprach er das Verhältnis zu Frankreich an (Sarkosy war derjenige, der die offizielle Führerschaft beim Libyeneinsatz hatte).
http://www.youtube.com/watch?v=QMPCt-8FFNU
Weitere Teile ebenda
Kurz nach diesem Beckmannauftritt von Schmidt, hielt Steinbrück im Rahmen seiner Buchvorstellung eine seiner Reden vor privatem/geschäftlichem Publikum. Dort betonte er besonders das Verhältnis zu Frankreich, welches nicht vernachlässigt werden dürfe.
Libyen ist aus den meisten Köpfen schon wieder draußen. Zuletzt hörte man, dass die “Rebellen” Massenmorde begangen haben sollen. Zu allerletzt, dass die Nato dort jetzt doch (nach kurzem Zögern – wir gehen raus, wir gehen nicht raus-) jetzt doch rausgeht.

Nun ist EFSF auf dem Schirm, und Schmidt, der über die tatsächlichen Verhältnisse des Rettungsschirms besser informiert sein dürfte als jeder von uns, lanciert mal eben, dass China eine große Staatsmacht sei und man es eben akzeptieren müsse, wie die ihr Ding machen, wir denen nicht die Demokratie vorzuschreiben hätten. Und – wir staunen ein paar Tage nach der Jauch-Sendung nicht wirklich – China soll d e r Investor des Rettungsschirmes werden.

Es geht um das, was aktuell politisch opportun ist. Um nicht mehr und nicht weniger. Sarkozy können die, glaube ich, alle nicht leiden. Vielleicht hoffen sie auf Hollande, aber darum geht es nicht.

Es geht um das transatlantische Bündnis (die USA – mit ihren Banken – dürfen nicht untergehen) und um ein politisches Europa (Stichwort Fiskalunion).

wowy Oktober 28, 2011 um 21:31

Eurozone wird eigenständige Institutionen erhalten

Vom Gipfelnebel verdeckt hat sich auch die EU verändert, nämlich nun definitiv zu einer Gemeinschaft der zwei Geschwindigkeiten. Die Eurozone wird künftig nicht mehr nur faktisch der innere Kern der Integration sein, sie wird auch eigenständige Institutionen erhalten. Die sogenannte Wirtschaftsregierung der Regierungschefs unter dem Vorsitz des Präsidenten Van Rompuy (der formal die Verbindung zum Europäischen Rat der 27 Mitglieder herstellt), ist dabei gar nicht die entscheidende Größe. Dagegen ist ein ständiges Gremium von Staatssekretären mit einem hauptamtlichen Vorsitzenden, der einen Mitarbeiterstab bekommt, zweifellos der Grundstein einer künftigen „Fiskalunion“ (Finanzminister Schäuble).

http://www.faz.net/aktuell/politik/kommentar-deutschland-im-fokus-11508355.html

wowy Oktober 28, 2011 um 21:47

Der letzte Absatz zieht m.E. allerdings die falschen Konsequenzen:

Politische Auswirkungen hat die Schuldenkrise auch in Deutschland. Kaum je zuvor hat das Parlament, angespornt vom Bundesverfassungsgericht, einer Regierung so viele Kompetenzen abringen können, wie das im Verlauf dieses Prozesses geschehen ist. Es ist zu hoffen, dass dies – über die Europapolitik hinaus – die Legitimität politischer Entscheidungen in Deutschland stärkt.

Denn das genaue Gegenteil ist der Fall

topi Oktober 28, 2011 um 21:51

@ wowy

Es ist nun kein besonderes Geheimnis, dass China in massivem Anlagenotstand ist.
Und wichtige Vertreter lassen schon lange durchblicken, dass sie nur auf eine solide Konstruktion warten, um ordentlich einzusteigen.

Eine Billion Zuwachs an Dollarn letztes Jahr, da ist man froh über jede gut besicherte (und da ist die Dollaranlage die Benchmark) Euro-Alternative.

Also da muss man dem Schmidt nichts untergeheimnissen.

wowy Oktober 28, 2011 um 21:56

@topi

Ich habe dem Schmidt nichts untergeheimnisst. ich sagte ja, dass uns das nicht gewundert hat.
Man darf nur die Informationen die wir hier austauschen (oder anderswo ausgetauscht werden) nicht mit dem vergleichen, was der “Durchschnittszuschauer”, der an Schmidts Lippen hängt, am Sonntag Abend beim Lieblingsschwiegersohn der Nation geboten bekommt.

Und das vielleicht ein weiteres Zeichen der Angleichung für Europa? Werden da schon die ersten Pöstchen verteilt?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,794716,00.html

wowy Oktober 28, 2011 um 21:58

@topi
…die Stimmen gegen zu viel Mitbestimmung werden doch allerorten immer lauter. Da kommt sowas gut!

Nanuk Oktober 28, 2011 um 22:01

@wowy
Erstens kommt es anders und zweitens als Merkel die Bild und die FAZ denkt…

http://www.querschuesse.de/leistung-aus-leidenschaft/

hatte ich schon angedeutet oder hier mal genau aufgelistet…

Keynesianer Oktober 28, 2011 um 22:03

Es ist ja trivial: Des einen Landes Überschüsse sind der anderen Länder Defizite. Wenn die Länder mit den Defiziten ihre Ökonomie jetzt auch noch kaputtsparen, dann erhalten wir ein gesamteuropäisches Binnenkonjunturproblem.

Also müssten die Löhne in Deutschland kräftig steigen. Wo bleiben die Gewerkschaften? Der Einzige, der das sinnvoll argumentiert, ist Flassbeck:

“Alle Überschussländer haben gefälligst dafür zu sorgen, dass auch andere Länder einmal ihre Defizite in den Außenhandelsbilanzen abbauen können. Das gilt für Deutschland, für China und für Österreich. Daran führt kein Weg vorbei. Die Defizitländer haben recht, wenn sie sagen, wir können nicht immer mehr Schulden machen und ihr könnt nicht immer weiter Forderungen gegenüber uns aufbauen. Das muss wieder einmal ausbalanciert werden. Das ist das, was die Amerikaner fordern und das ist vollkommen richtig. Die Neigung der Überschussländer zu sagen “Wir müssen Überschüsse haben, selbst wenn alle paar Jahre die Defizitländer pleite sind” ist eine absurde Position. Vor allem Deutschland spricht die ganze Zeit von den bösen Defizitsündern.”
http://derstandard.at/1288659545002/ITV-Uno-Oekonom-Flassbeck-Harakiri-wenn-alle-die-Etats-zusammenpruegeln

Alles andere4 ist dummes Geschwätz, vor allem eine angebliche Rivalität zwischen Deutschland und Frankreich. Das sind so die Nebelgranaten für das Publikum, damit niemand über die Notwendigkeit steigender Löhne und einer Belebung des deutschen Binnenmarktes redet.

Anscheinend hatte Dirk Müller die wichtige Aufgabe des Nebelgranatenwerfers (ich habe mir den Quatsch aj nicht nangeschaut):

Luebberding: “Oder wie konnte Dirk Müller sonst von einer Rede des Weltbank Präsidenten in Sydney wissen?”

Darauf stürzt sich dann der Doofmichel, statt für sich höhere Löhne und einen besseren Lebensstandard zu fordern, wenn die Argumente nicht besser sein könnten. Da wollen wir doch lieber unsere alte Erbfeindschaft mit den Franzmännern aufköcheln, statt mehr Lohn.

Dafür haben die den Dirk Müller in die Sendung eingeladen.

wowy Oktober 28, 2011 um 22:06

May be … ich beschrieb ja auch nur, was gewünscht ist…

wowy Oktober 28, 2011 um 22:07

war @Nanuk

Eagon Oktober 28, 2011 um 23:37

Je höher der Fernsehkonsum, desto geringer der Gemeinsinn.

Letztlich hat das Privatfernsehen die SPD erledigt.

no way Oktober 28, 2011 um 23:59

Deutschdummies erwachet!

55 Milliarden : Rerekapitaisierung des Konsumenten ;-)

topi Oktober 29, 2011 um 00:13

@ holger

Ich sehe noch nicht die Konsistenz in deiner Argumentation;
die Franzosen haben sich also den Euro erzwungen, um dann genau was?
Die Deutschen militärisch zu besiegen, oder ökonomisch?
Wie denn?

Ich sprach ja nun seit Anbeginn nicht von PIIGS, sondern von BFIBIGS.Da sieht man schon die Bewertung der Währungsunion für die Franzosen, ein gewaltigfer Schuß ins Knie.

spinne Oktober 29, 2011 um 00:14

“Bankenverstaatlichung ist ein Gebot minimaler Vernunft”
Jean Ziegler

topi Oktober 29, 2011 um 00:21

@ Stephan

Wie siehst du denn die Chancen, dass die MMT übernimmt?

Es sieht ja so aus, dass “die Märkte” dann doch das Endspiel suchen, siehe Italien. Es ist ja auch so leicht, mit selbsterfüllender Prophezeiung treibt man noch jedes Land in Sparpakete, die zu Rezession führen, die dann zum abraten führt, was zu neuen Sparpaketen zwingt,…

Aber die abgebissenen Wurschtelstücke sind ja deutlich größer geworden, es sieht wohl nicht danach aus, als ob sich D, Fr und I trennen wollen.

topi Oktober 29, 2011 um 00:31

Momentan liegen die schwäbischen Hausfrauen in der EWU klar in Führung.

Aber das muss nicht so bleiben. Selbst Sarkozy denkt an Steuererhöhungen, ab April kann das noch ganz anders aussehen.
Berlusconi wird sich nicht mehr lange halten, eine Abgabe auf die Eurozonenweit größten Privatvermögen zur Stabilisierung der erozonenweit fastgrößten öff. Verschuldung könnte doch ein schöner Anfang für die neue Regierung sein (statt Mehrwertsteuer erhöhen).
Und in D?
Derzeit 60 Prozent “links” gegen 35% “bürgerlich”. Es bräuchte nur ein paar Aufrechte, die den Kandidaten P.S. absägen, nach der Wahl, weil er aus ideologischen Gründen lieber Superminister für Wirtschaft und Finanzen werden will als sozialdemokratische Politik zu gestalten.

Dann könnte schnell wumpe sein mit schwäbischer Hausfrau, eine fette Eurozonenpartie läuft an, Nord und Ostsee werden zum Mittelmeer. :roll:

Aber nein.
Aber Schluß mit den Steuerschenkungen könnte sein, und auch symmetrische Maßnahmen für Überschußsünder, also Verordnung fetter Partie in D, könnte kommen.

enrico Oktober 29, 2011 um 01:24

les allemandes sont bon en plongée… parce qu’au fond ils sont pas mal.

http://mecanoblog.files.wordpress.com/2009/07/tous-les-jours-je-lave-mon-cerveau-avec-la-tele-pochoir.jpg?w=299

schön, dass ich kein TV habe…und (hier) Frankreich näher ist als Hauptsadt von Dödelland….

holger Oktober 29, 2011 um 08:13

@topi Oktober 29, 2011 um 00:13
@ holger

Ich sehe noch nicht die Konsistenz in deiner Argumentation;
die Franzosen haben sich also den Euro erzwungen, um dann genau was?
Die Deutschen militärisch zu besiegen, oder ökonomisch?
Wie denn?”

Topi… ich sehe dieses Deutsch-Französische Verhältnis ein wenig anders. Den Franzosen geht es nicht um den Profit, sondern um das Prinzip “mit reden zu können”. Dafür brauchten die Franzosen den Euro. Damit und das ist so, das “wiedervereinigte” Deutschland nicht wieder in Allmacht Zustände fällt, davor hatte man auf seiten der Westallierten tatsächlich Angst. Die Einführung des Euros hatte nämlich auch einen politischen Hintergrund. Was für Auswirkungen der Euro politisch hat, sehen wir ja jetzt.

Wenn ich nun das Gequatsche höre, uns ginge es mit der DM schlechter, dann kommt mir das Würgen. Mit der französischen Einführung des Euros hatte man nun Deutschland wirtschaftlich unter der Knute. Und konnte so die anderen Teilnehmer in ihrer Bonität hebeln. Deutschland hat sich seiner möglichen Souveränität mit Einführung des Euros selbst beraubt. Auch deswegen ist es nie zu Artikel 146 GG gekommen. Das hat Kohl in den 2+4 Protokollen ausdrücklich genannt. Mit Einführung des Euro durch die Forderung der Franzosen, hat sich Deutschland isoliert integriert. Der Sozialist Mitterand war hier die treibende Kraft. Nicht die USA, nicht die Briten, nicht die Russen (die sogar einen Friedensvertrag mit Deutschland schriftlich haben wollten), nein, es waren die Franzosen. Kann man aber alles in den Protokollen zu 2+4 nachlesen. Wenn ich hier von den Franzosen spreche, meine ich nicht das Volk. Das wie bekannt ja gegen die Einführung des Euros war. Nein, ich meine die politischen Lichtgestalten zu der Zeit. Der Euro ist die moderne Form der Sklavenkette. Das einzige Volk, was ständig in den Löhnen nachteile Erlitten hat, waren eben die Ottos. Und wenn jetzt mir einer erzählen möchte: “Wettbewerbsfähigkeit” dann kommt das :D

Oben ruft ein @ Keynesianer nach den sozialistischen Einheitsgewerkschaften… dazu äußer ich mich gar nicht mehr. Kein Land in Europa hat in den letzten rund 20 Jahren so einen sozialen Kahlschlag erlebt, wie Deutschland. Und keine Volk hat für die Einheitswährung so viel blechen müssen wie der Deutsche. Und weil er toll mitspielt darf er sogar in den Sicherheitsrat.

Und nun wird dem Dummdödel auch noch der EFSF aufs Auge gedrückt. Unlimitiert. Und was machen unsere Abgeordneten? Ich habe nichts gegen eine Europäische Idee. Aber nicht so und auch nicht in dieser Form. 1918 wurde dieses Land gebeutelt. 1945 die Folge aus 1918 ebenso. 1990 wurde noch einer drauf gepackt. Mit dem Euro kam dann der Sargnagel. Während Milliarden da und da hinkommen, reicht es in unseren Schulen noch nicht mal fürs Heizöl und und und. Während Milliarden da und da hinkommen, hat der Michel sich in Demut zu üben. Ein Europa ohne Deutschland wäre vermutlich schon verlaust, verrottet und wirtschaftlich hinüber. Wer Deutschland besitzt, besitzt Europa. Und nur deswegen ist der Euro eingeführt worden.

Nanuk Oktober 29, 2011 um 08:18

@14
http://www.youtube.com/watch?v=xrIYT-MrVaI&feature=related
Das passt eher… zur Politischen Lage in Deutschland.

Grieg selbst schrieb: “Für die Halle des Bergkönigs habe ich etwas geschrieben, das so nach Kuhfladen stinkt, ultra-Norwegertum, und Selbstzufriedenheit, das ich kaum ertragen kann es zu hören, obwohl ich hoffe, dass die Ironie offensichtlich ist.”

Systemfrager Oktober 29, 2011 um 08:43

Die tektonischen Prozesse in Deutschland haben auch Frankreich erreicht. Ein Kommentar von Joe (querschuesse.de):

Systemfrager: “Wenn ein armes und hungerndes Volk durch Export zu verhindern versucht , dass es nicht verhungert, lässt sich sein Exportterror moralisch verstehen. Ein anderer Fall ist Deutschland. Man hat gesehen, dass sich bei der gemeinsamen Währung die produktivitätsschwächeren Nachbarn und Partner nicht schützen und währen können. Dann hat man eine großeangelegte Lohndumping-Aktion gestartet (Agenda 2010) um diese Länder richtig zu ruinieren. ”

Nun wird es aber erst ernst, denn “Sarkozy nimmt sich Deutschland zum Vorbild”:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-10/frankreich-wirtschaft-wachstum-krise

Im Grunde verlangen deutsche Politiker vom Rest der EU, dass sie Hartz-IV Reformen durchführen. Klar ist aber auch, dass die Agenda 2010 die Geldbeutel deutscher Exporteure nur deshalb XXL-mässig gefüllt haben, weil die anderen Nationen eben keine Hartz-IV Reformen über sich haben ergehen lassen. Daran führt jetzt wohl kein Weg mehr vorbei. Der einzige Unterschied ist nur der, dass Deutschland die Reformen freiwillig durchgeführt hat, während die anderen nun von den Regeln des profitorientiereten Marktes dazu gezwungen werden. Erst jetzt beginnt der race to the bottom (Abwärts-Wettlauf). Ein Klassiker im Kapitalismus. Aber die Deutschen sind halt in allem Perfektionisten: entweder der totale Krieg oder die totale Marktwirtschaft, Hauptsache total.

PS
Unterstrichen von mir

holger Oktober 29, 2011 um 08:46

@ Nanuk

dann frag doch mal die Portugiesen, Spanier, Italiener, Griechen, wann es ihnen am besten ging. Sie werden dir sagen: Als der blöde national Teutone noch Geld in der Tasche hatte und es im Urlaub bei uns verbraten hat. Aufgrund der starken DM konnten wir mehr Produkte ins Reich der Germanen schicken. Und zum Dank, haben sie ihr Schwarzgeld bei uns in schicke Villen angelegt. Und wir konnten gut mit den Devisen leben.

Systemfrager Oktober 29, 2011 um 08:50

Bemerkung zu
Systemfrager Oktober 29, 2011 um 08:43
>>> Wenn ein armes und hungerndes Volk durch Export zu verhindern versucht , dass es nicht verhungert …

das Thema war China, also da habe ich China gemeint

Systemfrager Oktober 29, 2011 um 09:03

@ holger Oktober 29, 2011 um 08:46
Ja, Holger, so sieht DE aus, wenn man es von draußen betrachtet

Und vielleicht meisnt du – weil du WiWi nicht studiert hast -, das müssten die Ökonomen verstehen. Hmmm …
Alles spricht aber dafür, dass man gerade WiWi studieren muss, dass man die offensichtlichsten empirischen Zusammenhänge nicht mehr verstehen kann. Dann kann man böse ohne Gewissensbisse sein, und im Dienste der rrr-Eliten Kariere machen
PS
Wenn dies ein Witz wäre, wäre dies lustig, ist aber kein Witz

Nanuk Oktober 29, 2011 um 09:03

@holger
Ich sag es immer wieder schmeist Deutschland raus aus der EU…

Nanuk Oktober 29, 2011 um 09:07

Bevor die deutschen Eliten Steuern zahlen und die Sozialleistungen erhöhen fahren sie lieber nach China zum betteln…

Nanuk Oktober 29, 2011 um 09:08

und was sagen die Konservativen dazu hahaha das sind die Konservativen :)

Systemfrager Oktober 29, 2011 um 09:09

>>> Bevor die deutschen Eliten Steuern zahlen und die Sozialleistungen erhöhen fahren sie lieber nach China zum betteln … | Nanuk

Chapeau!

Sie würden lieber Pakt mit dem Teufel persönlich schließen, als etwas fürs Volk tun

holger Oktober 29, 2011 um 09:48

@ Systemfrager

ich gehe ganz einfach von dem Prinzip aus: ein Land, was Qualitätsware produziert, kann auch eine Qualitätswährung haben. Dann hat eben die Ware ihren Preis. Und ich kann ja nun nix dazu, dass Made in Germany, aufgrund der tüchtigen Menschen und Ausbildungssysteme, immer noch einen weltweit guten Ruf hat. Das hatte man sich aber erarbeitet. Und man bekam für diese Arbeit eine „gerechte“ Entlohnung, mit der dementsprechenden Kaufkraft im Ausland.

Leistung hat sich quasi gelohnt. All das ist in Europa mit dem Eurotz vernichtet worden. Länder die eben nicht über diese Begabung verfügen, wurden künstlich in ihrer Kaufkraft gehebelt. Sie haben Quasi über den Euro den Stempel „Made in Germany“ erhalten und das Gezielt für umsonst. Europa hat das Qualitätssiegel übernommen, ohne auch nur einen Fatz oder Finger dafür krumm zu machen.

Genau so gut könnte man den Euro auch im Kongo einführen.

Deutschland war/ist eine Wissensmanufaktur. Wir hatten hervorragende Universitäten, die International von höchster Bedeutung waren. Wir hatten die meisten Nobel-Preis Träger zu verzeichnen. Wir haben die meisten Patente anmelden können. Selbst Mc Donalds Hamburger ist Deutsch. Auch die Jeans. All das hat man im Laufe der Zeit ruiniert und drauf uriniert. Pech aber auch, dass es nicht zur Gänze untergegangen ist.

Und der Zustand ruft immer Neider hervor. Besonders die Grand Nation. Es hat bei denen noch nicht mal zur „Weltsprache“ gereicht. Nein… im Rennen waren Deutsch und/oder Englisch. Bis auf ein paar Schwarze in Afrika und ein paar Kanadier, versteht doch kaum einer diese Sprache. Das wurmt die Grand Nation bis dato. Na klar gab es mal ne Zeit, da war auch in Deutschland die französische Sprache en vogue. Hat sich aber nicht lange gehalten.

Ich versuche mir die Welt auch eben über die Sprachen zu erklären. Und da sind nun mal die Franzosen immer am Arsch in Europa. Die Diskrepanz zwischen Frankreich und Deutschland hat ihre Wurzel auch in der Sprache. Wenn man sich erstmal bewusst ist, was die Sprache für ein Machtfaktor sein kann, dann wird das Bild ein wenig klarer.

Und bei der Sprache wird die Präsenz des Deutschen vollkommen klar. Wenn er will, wird er alle Sprachen erlernen können. Und er weiß auch, jedenfalls einige, dass er es muss. Er ist in der Sprache nicht borniert. Jedenfalls die, die im Ausland beruflich tätig werden.

Kurz um:Der Deutsche ist eigentlich weltoffen. Was die Sprachen betrifft.

Und nun kommt der eingebildete Franzose, der eben meint, seine Sprache sei die Beste. Und er hätte die Menschenrechte erfunden. Und nun steht er aber isoliert in Europa da. Was liegt da näher, als seinen Erzfeind sich zu schnappen. Wobei unter Erzfeind auch die Briten sich befinden. Misstöne vielen unlängst. Die Normandie heißt Normandie, weil da mal die Normannen waren. Und die angelnden Sachsen kommen nun mal aus Norddeutschland. Das alles hat der Franzose bis dato nicht verkraftet. Er spielte eben eine untergeordnete Rolle im Hause Europa. Mit Sonnen-König oder auch nicht. Nur über den Euro konnte sich die Grand Nation in Europa etablieren.

Mit Mode Kreationen alleine kommt auch nicht weiter. Und mit Atomwaffen auch nicht.

H.K.Hammersen Oktober 29, 2011 um 11:21

Ich gebe Holger recht, wenn er sagt, der Euro war der Versuch, D in Europa einzubinden. Und diese Intention kam von beiden Seiten, also von den sich für ihr Deutschsein schämenden deutschen Politikern und den bornierten franz. Politikern.

Ich denke aber, der Schuss ist für die anderen europäischen Länder nach hinten losgegangen. Denn die wirklichen Folgen wurden dabei von beiden Seiten übersehen. Agenda 2010 konnte nur dank Euro seine volle Wirkung erzielen. Der Rest Europas wurde und wird immer weiter deindustrialisiert. Und die anderen Ländern können sich dagegen nicht mehr durch Abwertung wehren. Für den anderen möglichen Weg, eine Agenda 2020 fehlt den meisten von ihnen dei politische Disziplin. Was noch fehlt, ist die Vollendung des gemeinsamen Binnenmarktes in allen Bereichen, also auch im Arbeitsmarkt. Den anderen Ländern, auch Frankreich, wird nichts anderes übrig bleiben, als ihren Sozialstaat an ihre verringerten Möglichkeiten anzupassen. Und wenn dort erst einmal die Einkommen sinken, werden sich die jungen Menschen in die europäischen industriellen Zentren, vorzugsweise in D, aufmachen müssen. Wo die Industrie erst einmal weg ist, entsteht sie auch nicht mehr neu.

Damit hat D dann auch sein Demographieproblem gelöst. Wir brauchen schließlich Zuwanderung, vorzugsweise natürlich aus EU-Ländern.

Eine ganz andere Frage ist, welche Bevölkerungsgruppen in Europa davon profitieren werden. Vermutlich diejenigen, die immer profitieren.

Keynesianer Oktober 29, 2011 um 11:32

@H.K.Hammersen

“… von den sich für ihr Deutschsein schämenden deutschen Politikern …”

Wer sollte denn das gewesen sein?

Außerdem würde ein Politiker mit Anstand und Gewissen zuerst seinen Job als Politiker hinschmeißen. Für das Deutschsein braucht sich niemand zu schämen. Ein Politiker, der jeden Tag aktiv an neuen Verbrechen mitwirkt, schon gleich gar nicht. Oder wird die Politik etwa vom Volk gemacht?

14 Oktober 29, 2011 um 12:57

Schäuble sollte damit anfangen. An seinen (Minister)Stuhl gehört eine elektronische Fußfessel und sein Aktenkoffer sollte alle drei Stunden gefilzt werden!

[Für 55 Milliarden Euro müssen etwa 1 Million Menschen 1 Jahr arbeiten. Eine ganze deutsche Großstadt (250.000 Einfamilienhäuser) ist unter dem neoliberalen Bankerbombenteppich mal eben wieder aufgetaucht. (ist aber auch gut möglich, daß morgen 2, 3, 10 oder 100 wieder darunter verschwinden, gell)]

http://www.youtube.com/watch?v=hGV7plhEQJ0

holger Oktober 29, 2011 um 13:24

Tektonik part II

Peking (Reuters) – Die Anleihen des Euro-Rettungsschirms EFSF könnten ihrem Chef Klaus Regling zufolge auch in der chinesischen Landeswährung Yuan ausgegeben werden.

Dem EFSF stehe es frei, die Bonds in beliebiger Währung anzubieten, sagte Regling am Samstag während einer Diskussion an der Tsinghua-Universität in Peking. Vorraussetzung sei jedoch die Genehmigung der chinesischen Behörden.

http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE79S02F20111029

Juhu… es ist soweit. :D Nicht das der Chinese noch seine Dollar versaubeutelt die eh schon weltweit versaubeutelt sind, nein… Jetzt kommt auch noch der Renminbi ins Gespräch. Nachtigall you are trap so loud

egal Oktober 29, 2011 um 13:58

“Wir hatten die meisten Nobel-Preis Träger zu verzeichnen.”
Stimmt, bis die Franzosen 36 Einstein, Bohr, Meintner, Dellbrück, Teller und andere viele andere Wissenschaftler aus Deutschland vertrieben haben. Von diesem Schlag hat sich die deutsche Wissenschaft nicht mehr erhohlt, wie ein Blick auf die Liste der Nobelpreisträger vor 36 und nach 45 beweist.

“Selbst Mc Donalds Hamburger ist Deutsch. Auch die Jeans.” Stimmt. Der Hamburger ist nach wie vor ein weltweit bewundertes Produkt deutschen Ingenieursgeistes. Jeans kommt von Geanes, dem alten englischen Namen für die deutsche Stadt Genua. Der Jeansstoff heißt Denim, kurz für Stoff De Nîmes, einer anderen deutschen Stadt, die im 18. Jhdt Zentrum des Baumwollhandels war.

“Und der Zustand ruft immer Neider hervor. Besonders die Grand Nation. Es hat bei denen noch nicht mal zur „Weltsprache“ gereicht. Nein… im Rennen waren Deutsch und/oder Englisch. Bis auf ein paar Schwarze in Afrika und ein paar Kanadier, versteht doch kaum einer diese Sprache. ”
Stimmt. Das Deutsche verlor seinen Status als Weltsprache ab dem ersten Weltkrieg, den die Franzosen aus diesem Grund angezettelt haben. Das Diktat von Versailles tat sein übriges, das Deutsche, besonders in Osteuropa, zu diskreditieren.

“Und bei der Sprache wird die Präsenz des Deutschen vollkommen klar. Wenn er will, wird er alle Sprachen erlernen können.”
Während der Franzose sich besonders mit den in Europa so wichtigen romanischen Sprachen schwertut. Zu beachten ist auch, dass bei französischen Muttersprachlern bestimmte Sprechmuskeln erwiesenermaßen degeneriert sein, weil französisch eine muskulär eben einseitig belastende Sprache ist.

Usw. Ich gebe zu, dass meine Gegenargumente nicht sonderlich überzeugend klingen. Sie sind halt auf Augenhöhe, wenn mir diese kleine Boshaftigkeit erlaubt ist.

Holger, denk dir doch mal, du bist der Henkel. Dann weißt du genau: die Leute haben kein Geld, weil das Geld bei der Plutokratie ist, mit all den wirtschaftlichen Folgeproblemen, die eine soche Konzentration im Kapitalismus immer mit sich brachte. Damit die Plutokratie, deren Interessen du vertrittst, als Henkel, das Geld aber behalten können, muss du erzählen, das Geld sei woanders: bei den hinterhältigen Welfen.

Erfolgreicher Mann, dieser Henkel. In Frankreich schimpfen sie über den deutschen Imperialismus. Französische Henkels scheint es also auch zu geben.

egal Oktober 29, 2011 um 14:28

Die verschlagenen, missgünstigen Welfen sind wirklich unser kleinstes Problem. Mit denen sind wir bisher immer fertig geworden.
Nein, der britische Krämergeist ist mit jüdischer Geldobsession eine unheilvolle Allianz eingegangen. Gerade die deutsche Treu und Redlichkeit, auf die ich ja stolz bin, ist den Bankern schutzlos ausgeliefert. Und von Osten drücken die asiatischen Horden auf unseren Wohlstand.
Ich glaube nicht, dass sich der deutsche Geist noch einmal zur Bewahrung von Kultur und Anstand wird erheben können. Denn Deutschland selbst ist von Niederem und Fremden durchseucht. Der deutsche Arbeiter ist dick vom Döner, in unseren Schulen erklingt nicht mehr die Sprache Goethes und Hölderlins, sondern die Bushidos und KIZs, und deutsche Frauen vermengen deutsches Blut sogar mit dem von Negern.
Wenn Deutschland nicht untergehen will, müsste es sich erstmal selber reinigen.
Das Problem ist und bleibt die Unterschicht.

holger Oktober 29, 2011 um 14:34

Lieber egal.

Mir ist es durchaus bewusst, dass Manche nur von 33-45 denken können. Aber, das es davor auch noch ein Deutschland gab, insbesondere vor 1913 scheint den Meisten entgangen zu sein. Sobald irgendwer mir mit Zahlen zwischen 33-45 kommt, kloppe ich die getrost ins Phrasenschwein. Ich wohne nun mal in der Nähe von Göttingen, wo auch ein Lübberding studiert hat, und nicht nur der.

Nanuk Oktober 29, 2011 um 15:00

@14
Romantisieren romantisieren.

Atlantis ist wieder aufgetaucht klingt doch viel besser oder…

Systemfrager Oktober 29, 2011 um 15:01

@ egal
>>> Ich glaube nicht, dass sich der deutsche Geist noch einmal zur Bewahrung von Kultur und Anstand wird erheben können.

Noch einmal? So gut in der Geschichte war ich offensichtlich nicht. Wann war es bitte “einmal” mit der “Kultur und Anstand des deutschen Geistes”? Hilf mir bitte, dass ich nicht dumm sterben muss.
:(

>>> Das Problem ist und bleibt die Unterschicht.

Und ich dachhte immer, die deutschen rrr-Eliten waren schon immer unser Problem. Sie haben die Untertanen mit der ganzen Welt immer wieder verfeindet und sie gegen die ganze Welt aufgehetzt.

Mein Gott, was ich noch alles lernen muss !!!!
:(

PS
Fast bekommt man Eindrurck, dass man hier auf das rechte Auge blind ist

Nanuk Oktober 29, 2011 um 15:03

Wer sorgt sich da noch um die Demographie wenn wir auf eine ganze Grosstadt verzichten können.

14 Oktober 29, 2011 um 15:04

wie oben so unten

diese sog. Unterschicht (neudeutsch: hiv-sekretariat-ejakulat, was weiß ich) wurde doch von oben gesät

aber egal

14 Oktober 29, 2011 um 15:12

@Nanuk

zur Politischen Lage in Deutschland

“Mein Meisterwerk, natürlich! Schade nur, daß es überhaupt keine Musik enthält.”

http://www.youtube.com/watch?v=-7ZBzIXoJDM&feature=related

(also nur Muti, schauen wir schon mal aufs Neue Ja, der Tee ist ganz schön belebend, wie lang hast du den ziehen lassen..)

Nanuk Oktober 29, 2011 um 15:18

@14
2 minuten dann hat er eine schöne grüne farbe… machen cdu und fdp ja seit neustem auch so…

14 Oktober 29, 2011 um 15:29
14 Oktober 29, 2011 um 15:37
14 Oktober 29, 2011 um 17:28

Ist das noch Tektonik? – Nein, Musik..

no way Oktober 29, 2011 um 19:11
Dipfele Oktober 29, 2011 um 19:57

Zurück zum Anfang der Kommentare:

>Es steht Ihnen frei jederzeit hier über das von Herrn Hörmann beschriebene/Thematisierte Betrugsmodell “Kreditgeldschöpfung – Giralgeldschöpfung durch Geschäftsbanken” Aufklärend zu berichten, zu schreiben ……

Das kann sich @f.luebberding sparen, das hat der Bundestag schon abschließend erledigt:
https://epetitionen.bundestag.de/files/1024.pdf

Es handelt sich da um die “Begründung”, warum eine Petition, die gefordert hatte, das Finanzsystem so umzugestalten, dass nicht mehr die privaten Banken, sondern nur noch der Staat Geld schöpfen darf, abgelehnt werden musste.

Da wird der Petitionsausschuss aber staunen, wenn in naher Zukunft die EZB als „Kreditgeber der letzten Zuflucht“ notgedrungen auf einem der nächsten Euro-Gipfel ausgerufen wird.

Eagon Oktober 29, 2011 um 20:17

Den Banken in Deutschland ist es gelungen , die deutsche Regierung zu Kürzungen im öffentlichen Dienst, dem Sozialetat, den Renten, … zu zwingen.

Jetzt soll Italien zu den entsprechenden Kürzungen gezwungen werden.

Wie ist es den Banken gelungen die Verwaltungsräte der öffentlich-rechtlichen Medien für sich zu gewinnen?

Eagon Oktober 29, 2011 um 20:29

Unser Schröder, unser Fischer, … was wäre ihr EGO ohne die Großkonzerne, die es mit riesigen Geldbeträgen unterfüttert haben?

“Was also bleibt nach der Finanzkrise vom Neoliberalismus? Die Antwort: so gut wie alles.”

http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2011/november/das-lange-leben-des-neoliberalismus

VW, Bertelsmann, … sind schon längst ein Staat im Staate.

Und Politiker stehen Schlange Hofnarren zu werden.

topi Oktober 29, 2011 um 21:03

@ Dipfele

Danke für den Link.

Kann mir mal jemand die Begründung erläutern, warum die Geschäftsbanken keine Seigniorage erhalten?

topi Oktober 29, 2011 um 21:21

@ Holger

Die Franzsoen wollten “mitreden”, richtig; deshalb der Euro, wohl auch aus anderen Gründen.

Aber was du schreibst, ist doch einfach Käse (bei allem Respekt natürlichm, mein Bester ;-)).

Der deutsche Michel bekam die Arschkarte, richtig.
Aber doch nicht wegen des Euros, sondern weil die deutsche Politik, unterstützt von Medien und sonstigen, völlig freidrehte, und Dödel Normalwähler sie gewähren ließ.

Die anderen EWU-Länder würden doch nur profitieren, wenn es den deutschen Exportwahnsinn als Geschenk gäbe; aber es gibt ihn nur gegen Verschuldungskrisen, Arbeitsplatzabbau, und letztlich massiven Sparplänen.

Eine ganz klare loose-loose-Situation.

holger Oktober 29, 2011 um 23:01

@ topi

—>>>Aber was du schreibst, ist doch einfach Käse (bei allem Respekt natürlichm, mein Bester ”

Gütester… Gütester… so viel Time muss sein. Und sogar Lactose frei. :D Na klar… topi ich schreibe doch gerne Bull Shit. Hab ja sonst nix anderes mehr zu tun. Bin nicht mehr so sexuell begabt wie du… ;-) Weiß sowieso nicht, wie man das in deinem Alter noch so macht… ;-)

holger Oktober 29, 2011 um 23:02

@ topi

es heißt “lose” nicht “loose” und das hat noch nicht mal was mit der neuen Rechtschreibung zu tun.

topi Oktober 30, 2011 um 00:21

Du Loser du; das klingt einfach nur nach wackeln, wenn man schon Fremdsprachenwörter integriert, dann muss man schon Anpassungen vornehmen dürfen. ;-)

Aber sag doch mal, wieso der böse Euro, gar die Franzosen als Initiatoren, an dem Deuteschen Steuerschenkungs- und anschließendem Sparwahn Schuld sind? Zumal das ja allen anderen Normalsparern direkt in die Fresse haut?

SMK Oktober 30, 2011 um 11:20

@topi
Sind sie auch nicht. Die Umstände, die du anprangerst, sind einfach das Ergebnis einer Währungsunion mit heterogenen VoWis. Inflation und Abwertung des Wechselkurses gibt’s da halt nicht mehr, bleiben nur die Löhne die man zusammenstreichen kann. Die Deutschen haben das in vorauseilendem Gehorsam bereits durchexerziert und dafür ca. 8 Jahre gebraucht. Dasselbe dürfen alle anderen (PIIFGS) jetzt je nach Land in 2-4 Jahren im Turbomodus machen.

Aus dem Grund bin ich auch für eine Rückkehr zu nationalen Währungen, der Euro ist nämlich tatsächlich nur ein lose-lose für alle Europäer, die ihren Lebensunterhalt durch Arbeitseinkommen bestreiten müssen. Die Nordländer haben das direkt nach Einführung begonnen (nicht nur Deutschland, auch Österreich), die Südländer dachten, dass man sich um diese Gesetzmäßigkeiten von Währungsunionen herumdrücken könnte. Dafür merke(l)n die das jetzt massiv und im Zeitraffer.

Diejenigen, die allerdings durch leistungslose Kapitalerträge ihren Lebensunterhalt bestreiten, feiern seit Euro Einführung nur win-wins.
Ich bezweifle daher auch, dass der Euro in der jetzigen Form bestehen bleiben wird. Griechenland, Portugal, Spanien und Italien müssten jeweils intern um 20-40% abwerten. Griechenland genaugenommen um 66% um wieder auf dem Niveau direkt vor der Euro Einführung anzukommen. Bisland haben sie um ca. 8-10% abgewertet und das Land steht jetzt schon vor dem Bürgerkrieg.

In Spanien ist bald jeder zweite arbeitslos, die müssten um ca. 25% runter. Guter Witz.
Das schafft keines der Länder, niemals nicht. Deutschland hat mit Hartz IV und Agenda 2010 übrigens um 25% intern abgewertet, in 8 Jahren und ebenfalls unter Schmerzen, aber von einem viel höheren Niveau ausgehend. Die Südländer brauchen ihre Schrottwährungen wieder, denn jetzt sind sie sogar als Urlaubsländer viel zu teuer.

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