Di Lorenzo unterwandert den Journalismus

by f.luebberding on 23. November 2011

Zeit online hat heute morgen eine interessante Meldung getwittert. Neonazis unterwandern soziale Netzwerke. Mal subtil, mal haarsträubend. Das ist eine gute Feststellung. Was macht eigentlich der Zeit Chefredakteur di Lorenzo? Handelt er subtil oder haarsträubend? Es ist schon bemerkenswert, wie der Schrecken der Kanzlerin namens Guttenberg mit dem Steigbügelhalter in Gestalt des Zeit-Chefredakteurs seine wenig subtile Rehabilitierung betreibt. Erst die Ankündigung des Halifax Auftritts, der Auftritt selbst, die Ankündigung des Buches, heute die Einstellung des Ermittlungsverfahrens, morgen vier Seiten Vorabdruck in der Zeit plus eines sicherlich vor Pathos triefenden Leitartikels des Chefredakteurs. Am kommenden Dienstag dann das Erscheinen des Buches. Es ist bisher mit keinem Wort von Inhalten die Rede gewesen. Aber ganz sicher werden wir von Lorenzo/Guttenberg mit Worthülsen wie “Prinzipien” und “Führung” drangsaliert werden. Der Bundesverteidigungsminister de Maiziere teilte uns dafür mit, dass es allein Guttenbergs Entscheidung sei, ob dieser in die Politik zurückkehre. Die Öffentlichkeit solle das respektieren. Wer ist Herr de Maiziere, dass er so eine Aussage formulieren kann? Die Öffentlichkeit muss gar nichts respektieren. Vor allem nicht, wenn sich eine der wichtigsten deutschen Zeitungen so subtil für eine Kampagne einspannen lässt, wie es bei Lorenzo/Guttenberg der Fall ist. Oder ist diese Abfolge im Rehabilitierungsverfahren Guttenberg ein Zufall? Ist die Einstellung des Ermittlungsverfahrens heute vom Himmel gefallen, auch wenn man sie rechtlich gar nicht bewerten will?

Di Lorenzo unterwandert den Journalismus.

Vielleicht sollte sich Zeit online damit beschäftigen. Aber man kann sich natürlich auch alles bieten lassen.

update

Weil Wolfgang Münchau so schön etwas über Narrative als Lügen erzählt. Ob Guttenberg dazu etwas zu sagen hat? Und damit wir nicht die falschen Debatten führen. Udo Vetter zur Einstellung des Verfahrens. Es geht um das Narrativ Guttenberg.

Mark Schieritz hat einen guten Artikel im Herdentrieb.

Ansonsten ist heute eine Auktion deutscher Staatsanleihen desaströs gescheitert. Den Hintergrund erläutert man in London.

Albert Schäffer in der FAZ: Im Jahr 1 KT.

“Eine adventliche Hochstimmung ist in Bayern ausgebrochen. Aus mehreren untrüglichen Zeichen wird geschlossen, dass die Ankunft des Herrn, genauer gesagt des Freiherrn, noch genauer Karl-Theodor zu Guttenbergs, KT genannt, unmittelbar bevorsteht. Der Auftritt des früheren Verteidigungsministers auf einer Konferenz in Kanada, die Einstellung des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen den früheren Doktor, das angekündigte Gesprächsbuch des früheren CSU-Heros mit dem vielsagenden Titel „Vorerst gescheitert“ – was sollte das anderes bedeuten, als dass die Finsternis, die sich über das Land gelegt hat, mag sie nun Seehofer oder Söder heißen, weichen wird. Manche arbeiten schon an einer neuen Zeitrechnung: Für sie beginnt im Januar das Jahr 1 KT.”

“Genussvoll wird in der CSU geraunt, Guttenberg arbeite schon wieder an einer Dissertation, dieses Mal beschränkt auf seine eigene Gedankenwelt; ob es schon Vorbestellungen gibt, ob gar findige Banker erwägen, Kaufoptionen als Wertpapiere in den Handel zu bringen – Kurzbezeichnung „Guttenbergs Zweite“ -, ist allerdings ungewiss. Mit schnöden Zahlen haben sich die Bayern bei ihren Heroen aber noch nie lange aufgehalten, diese Traditionslinie reicht von Ludwig II. bis zu Guttenberg. Sie verlangt es gerade in Krisenzeiten nach Ästhetik und Grandezza. Sie erregen weniger die hoheitsvollen Worte, die Guttenberg in Kanada zu den Turbulenzen des Euro fand, unter besonderer Berücksichtigung der Klasse der europäischen Politiker, die während der Zeit seines amerikanischen Exils ohne ihn auskommen muss.”

{ 130 comments }

14 November 23, 2011 um 12:36

Jetzt ist der deutsche Betrüger voll rehabilitiert, kein Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis.
Er kann in Ruhe von den Zeit-Gouvernanten und dem restlichen Medienkombinat mit viel Geld zum neuen Staatsratsvorsitzenden aufgebaut werden. Lorenzo macht dabei die FDJ-Sekretärin. “Vorerst” gescheitelt, seit heute wissen wir warum..

A. G. November 23, 2011 um 12:39

Deutliche Worte. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Reinhard November 23, 2011 um 12:41

Ja und? Soll er doch machen … Fackeln und Heugabeln stehen bereit JEDER Pomadenfrisur den Garaus zu machen. Gutti als Politik-Zombie wird Deutschland so herrlich polarisieren, dass wir eine massiven Zulauf zur parlamentarischen und ausser-parlamentarischen Opposition sehen werden. Das wird kein Zuckerschlecken. Zudem seine Fans in der Republik auch nicht gerade jünger werden und immer mehr die biologische Verfallsgrenze erreichen.

Goodnight November 23, 2011 um 13:05

Do not panic.

Lass ihn nur kommen.

Wir warten hier auf Ihn.

Und was ihm viel mehr Sorgen machen sollte:

Merkel wartet auch schon….

“I do repent; but heaven hath pleas’d it so
To punish me with this, and this with me,
That I must be their scourge and minister.
I will bestow him, and will answer well
The death I gave him. So again good night.
I must be cruel only to be kind.
Thus bad begins and worse remains behind.”
Hamlet Act 3, scene 4, 173–179

Doktor D November 23, 2011 um 13:27

Wenn ich jetzt mal die Headline zum Comeback-Versuch als Orakelspruch nehme: “Plagiator Guttenberg kauft sich frei” – das wird kein Spaziergang, auch nicht für die ZEIT.
Aber warum über die ZEIT? Die haben schon die Kanzlerkandidatur von Steinbrück vergeigt – und der gilt immerhin in bürgerlichen Kreisen als integer.

topi November 23, 2011 um 13:46

Doktor D

Das sind die subversiven Reste des ehemals linksliberalen Zeit-Geistes. ;-)

Doktor D November 23, 2011 um 13:51

Die Headline ist vom Handelsblatt, hatte ich vergessen zu schreiben.

h.huett November 23, 2011 um 13:59

Doktor D
Die ZEIT wird immer mehr zum Zwitter. di Lorenzo, das habe ich schon vor fast einem Jahr geschrieben, macht den Eindruck, als wolle er die Nachfolge von Frau Riekel bei der Bunten antreten

Morph November 23, 2011 um 14:01

Di Lorenzo verhält sich im Kontext der Massenmedien völlig systemkonform. Prominenz, Schicksal, schöne Story. Was ist die ZEIT? Die Stammzeitung der deutschen Lehrerschaft. Was ist die deutsche Lehrerschaft? Ein Haufen Wannabes.

So there!

Die Lehrerschaft ist ja nicht Teil des Wissenschaftssystems, sondern des Bildungssystems. Sie kann sich daher mit den Usancen, wie Wissenschaft operiert und exkludiert, nicht identifizieren (im Grunde handelt es sich bei Lehren in sehr vielen Fällen um nichts weiter als exkludierte Wissenschaftler).

Di Lorenzo hat das von Anfang an gespürt. Bewundernswert!

Nur man sollte auch sehen: Die Rekrutierungsmechanismen des politischen Personals sind Teil von politischer Machttechnik, nicht von medialer Aufmerksamkeitstechnik. Der mediale Hype um zG ist Ornament. Entscheidend ist, ob zG in das Machtkalkül maßgeblicher Funktionseliten passt. Tut er das?

Notabene: Berlusconi ist nicht von den Massenmedien aufgebaut worden, Belusconi hat die Massenmedien BEHERRSCHT; ein Unterschied ums Ganze!

Q. November 23, 2011 um 14:03

Also “will” er wohl doch? Hätte ich so nicht erwartet.

Aber warum über die ZEIT?
Auch wenn ich Verschwörungstheorien eigentlich abhold bin, — so könnte man sich das zusammenreimen:
Die Zeit ist eine bedingungslose EURO-Tröte. Für weitere Rettungsmaßnahmen ist in der Union nicht mehr Stimmung, wie weit Merkel zu gehen bereit ist, bleibt einstweilen unklar. Also die erhoffte Stimmungskanone Guttenberg in Stellung bringen, für den Fall der Fälle, daß man jemanden braucht, der die Souveränitätsabgabe an Brüsssel populär macht …..

Das würde auch den Zeitpunkt erklären, für ein “überlegtes” Comeback ist es viel zu früh, die Lachnummer, die er geboten hat, noch viel zu frisch!

Wer bei Guttenberg über “rechte Gefahr” schwadroniert, hat Tomaten auf den Augen.
Der Mann will die Vereinigten Staaten von Europa!

Morph November 23, 2011 um 14:13

Im Rahmen des Bildungssystems, in dem es um Prüfungen geht (für einen Lehrer) hat zG geschummelt (clever). Im Rahmen des Wissenchaftssystems, in dem es um originale Beiträge zum Fachdiskurs geht (für einen Wissenschaftler) hat zG vollendeten Schwachsinn getrieben (unzurechnungsfähig).

Entscheidend aber ist das politische System. Hat zG eine Hausmacht im etablierten Parteienbetrieb? Nein. Gibt es eine Interessengruppe, die zG als Aushängeschild brauchen könnte? Hm. Mir fällt keine ein.

A. G. November 23, 2011 um 14:17

@Q
“Der Mann will die Vereinigten Staaten von Europa!”

Der Mann ist auch Kriegsminister (gewesen). Zu Guttenberg hat eine andere Einstellung als Schröder damals und Westerwelle heute.

Fischer in der Zeit:

„ZEIT: …werden Sie die Ängste vor mehr Europa kaum in den Griff bekommen. Wie schaffen Sie Akzeptanz für mehr Europa, bei den Griechen und hierzulande? Sie müssen Mehrheiten für Ihre Volksabstimmung organisieren.

Fischer: Ich organisiere gar nichts. Ich mache die Alternativen klar. Für mich ist die Frage von Krieg und Frieden nicht erledigt. Ich bin politisch und biografisch viel zu nah an den neunziger Jahren und den Kriegen auf dem Balkan. Ich sage nicht, dass wir auf einen neuen Weltkrieg zusteuern… „

http://www.zeit.de/2011/46/Interview-Fischer/seite-4

Q. November 23, 2011 um 14:19

morph
Di Lorenzo hat das von Anfang an gespürt. Bewundernswert!
Also …. wenn die Leserkommentare bei der Zeit irgendwie repräsentativ sind, dann liegt er ziemlich daneben.
Die “führenden Köpfe (?)”, z.B. auch Joffe, werden selbst von der eigenen Leserschaft kaum noch ernst genommen.

Doktor D November 23, 2011 um 14:22

Eben, meine Lieben – das ist doch alles viel zu früh! Den braucht doch gerade wirklich keiner! Warum die ZEIT das macht, lässt sich super aus den massenmedialen Mechanismen erklären. Aber zG? Das Verhalten ist doch ein Monument politischer Instinktlosigkeit – und das dann auch noch am selben Tag, an dem die Einstellung des Verfahrens verkündet wird. Hat der Entzugserscheinungen?

Morph November 23, 2011 um 14:23

@Q.

“Der Mann will die Vereinigten Staaten von Europa!”

Ja genau, der Weltgeist hat bekanntlich Humor und wird an die Spitze der USE einen setzen, der mit der Simulation einer staatsrechtlichen Analyse Europas auf die Klappe gefallen ist. Das wär’s! :-)

f.luebberding f.luebberding November 23, 2011 um 14:25

Morph

“Ja genau, der Weltgeist hat bekanntlich Humor und wird an die Spitze der USE einen setzen, der mit der Simulation einer staatsrechtlichen Analyse Europas auf die Klappe gefallen ist.”

Satz des Jahres.

Morph November 23, 2011 um 14:25

@Q.

Weiß nicht, kann sein. Könnte aber auch sein, dass sich die zG-Anhänger unter den ZEIT-Lesern nicht so gern outen…

Doktor D November 23, 2011 um 14:30

@morph: Homerisches Gelächter aus den Tiefen des Netzes! Großartige Beobachtung! Leider muss ich jetzt meinen Bildschirm und die Tastatur putzen.

Q. November 23, 2011 um 14:36

Könnte aber auch sein, dass sich die zG-Anhänger unter den ZEIT-Lesern nicht so gern outen…
Sicherlich wahr, auch anderswo.
Aber die, die schreiben, sind die Meinungsführer. Denen werden sich die eher Meinungslosen meistens anschließen.

Das ist eines der faszinierendsten Dinge mit dem Internet: man kann den Prozeß der öffentlichen Meinungsbildung in statu nascendi beobachten! Und bei den meisten neuen Fragen oder Diskussionspunkten war es so, daß die veröffentlichte Meinung in den Medien dem hinterherhinkt!

f.luebberding f.luebberding November 23, 2011 um 14:37

Poetic Justice: BuBa buying 39% of Bunds primary bonds auction while criticizing ECB’s SMP program of secondary market bond purchases.

Doktor D November 23, 2011 um 14:44

BuBa kauft Bunds?! Aber ist das nicht VERRRBOTTEN?

matt_us November 23, 2011 um 14:47

“Weil Wolfgang Münchau so schön etwas über Narrative als Lügen erzählt.”

Na toll, Medien Pluralismus. Muenchau ist nun einmal in der Woche im SPON, FT und FTD zu finden. Wo er seine Narritive aus seinem Ministry of Truth in Bruessel austeilt.

Gibt es keine anderen Kommentatoren?

Muenchau, der m.E. bis jetzt vor allem fuer die Hedgefonds Panik gemacht hat, schreibt auf einmal was ueber Narrative als Luege.

Sachen gibts!

Egal, Lorenzo unterwandert den Journalismus.
Muenchau unterwandert vielleicht auch Journalismus.

Da lob ich mir doch die Blogs, da gibt es noch Journalismus.

f.luebberding f.luebberding November 23, 2011 um 14:51

matt_us

Münchau bringt die Sache auf den Punkt. Jenseits dessen, dass wir das hier oder bei Weissgarnix schon tausendmal erzählt hatten.

Q. November 23, 2011 um 14:52

@FL
Poetic Justice:
Süß! :-)
Das setzt ein ziemlich unerschüttertes “Wissen” voraus, wer hier der Bösewicht ist, dem nun “Gerechtigkeit” widerfährt. :roll:

Laß Dich nur nicht beirren!

f.luebberding f.luebberding November 23, 2011 um 15:01

Ach ja. Belgien hat wohl auch ein Problem mit seinen Staatsanleihen. Dort gehen die Zinsen durch die Decke. Wie sagen die Deppen in unserer Regierung so schön: Man braucht den Druck durch die Märkte zur Disziplinierung. Dabei hat Belgien in den vergangenen 15 Jahren enorme Konsolidierungsleistungen erbracht. Aber vielleicht interveniert ja die Bundesbank.

Q. November 23, 2011 um 15:20

die Deppen in unserer Regierung
sorry, wenn ich noch mal nachlege:
Du stimmst also in der Sache ganz und gar mit unserer Lichtgestalt überein:
“Es ist nicht nur eine Eurokrise oder eine Schuldenkrise”, sagte Guttenberg. “Es ist vor allem eine Krise des Verständnisses und eine Krise der politischen Führung.”
“Die Deutschen haben keine Vorstellung davon, wie die Europäische Union funktioniert, wie es zu dieser Krise gekommen ist und was sie bedeutet.” Die Schuld sieht er bei den Politikern. “Die Politiker erreichen die Öffentlichkeit nicht, sie erreichen die Menschen nicht.”
Guttenberg sprach davon, dass Entscheidungen “panisch” getroffen würden. Es gebe keine Idee davon, wie die Europäische Union in vielen Jahren aussehen könne.

Ja oder Nein?

topi November 23, 2011 um 15:28

Also die BuBa-Bunds sollte man bei diesem Zinssatz nun nicht überbewerten.

Belgien dagegen ist nun klar aus der Reihe der PFIBIGS, um die es von Anfang an ging (die ganz kleinen Inseln und so lassen wir mal weg).

matt_us November 23, 2011 um 15:38

@fl
“Münchau bringt die Sache auf den Punkt.”

Stimmt, aber warum nicht vorher?

Und dass auf inmal ein Autor 3 Kolumnen hat in 2 einflussreichen Medien in D und einer in GB, ist neu. So einen Einfluss hat sonst keiner!

S.Ewald November 23, 2011 um 15:49

Wenn man FT Alphaville (Danke. Frank) glauben darf dann gibt es für die Bundesbank Käufe auch eine zweite Erklärung. Die BuBa behält traditionell bei jeder Auktion Bund ein. Die braucht sie für ihre Offenmarktgeschäfte. Allerdings nicht in diesen epischen Proportionen. Da im Interbankengeschäft für Repos momentan erstklassiges Kollateral gefordert wird würden zu viele BUND die Repo-Rate nach oben schicken. Anders ausgedrückt: wenn nur wenige Repo-Geschäfte mit BUND machen können oder wollen sinken die Kosten für Repo-Geschäfte mit Bund. Die Kosten sind die Repo-Rate. Der Euro Overnight Index Average (EONIA) bleibt niedrig. Sieht man schön an der Grafik.

Nanuk November 23, 2011 um 15:57

http://www.youtube.com/watch?v=TV7weYGV6W8#t=4m03s
Eine Nebel Maschine als Kanzler die Konservativen in Deutschland müssen doch kotzen vor Ekel oder…

carlos manoso November 23, 2011 um 16:01

@ f.luebberding on 23. November 2011
„wenn sich eine der wichtigsten deutschen Zeitungen so subtil für eine Kampagne einspannen lässt, wie es bei Lorenzo/Guttenberg der Fall ist. Oder ist diese Abfolge im Rehabilitierungsverfahren Guttenberg ein Zufall? Ist die Einstellung des Ermittlungsverfahrens heute vom Himmel gefallen, auch wenn man sie rechtlich gar nicht bewerten will?
Di Lorenzo unterwandert den Journalismus.“

Lübberding, na dann heul schon mal ! Selbst ein Niklas Luhmann hatte bereits in einem bahnbrechenden Aufsatz abschließend systemtheoretisch festgestellt, dass Erwartungen in „Gesellschaften“ sich nicht am Recht, sondern neuerdings an den Kurzschlusslogiken sozialer Netzwerke orientieren.

Als angeblichstes Bollwerk gegen den Zeitgeist gelang es der „Zeit“ immerhinque, sich mit dieser verlogenen immer-ein-wenig-gegen-den-ZEITgeist-Masche als Marke Vertrauenskapital aufzubauen in einer schrecklich unbürgerlichen Zeit, in der sogar auch “Bürgerliche” die unter dem generellen Vertrauensverlust und unter der Effekthascherei z.B. eines zG unterhalb ihres “bürgerlichen” Niveau angeblich ganz tief leiden.

Kurzum, Herr Lorenzo betreibt einen konsequenten kathartischen Versuch mit dem ZEITschen-Zeitgeist, eine hohle Luftblase Guttenberg zum Heiland aufzublasen. Wie zutiefst wird wohl die „bürgerliche“ ZEIT-Klientel unter dem Guttenbergschen bling-bling-Glamour leiden ?

Wann darf die „bürgerliche“ ZEIT-Klientel ihren Tag von Potsdam 2.0 live erleben ?
http://www.preussenweb.de/preussen/potsdam.jpg

h.huett November 23, 2011 um 16:08

matt_us
Münchau ist das neue Sturmgeschütz für die Demokratie. So einfach kann man das sehen. Er war ja in der Tat schon vorher nicht gerade unbekannt, aber angesichts der Stocktaubheit Merkels & co. muss er jetzt die dicke Bertha geben und volles Rohr schießen.

Morph November 23, 2011 um 16:22

@Hans Hütt

“So einfach kann man das sehen”

Tja.

Horst Schmidt November 23, 2011 um 16:35

Nun ich staune auch über Wolfgang Münchau und bin sogar positiv überrascht, wenn ich seine heutigen Beiträge lese.
Doch halt.
Da war doch noch der Münchau und der Keese, die beiden Chefredakteure aus der Anfangszeit der “ftd”.
Damals machten sie auf “dicke Hose”, schossen mit ihrer “dicken Berta” auf die SPD/Grüne – Koalition und “trieben” diese immer zu wieder und weiter in die neoliberale Ecke.

Nicht unerwähnt bleiben sollte ihr damaliger “Tabubruch”, nämlich eine Wahlempfehlung auszusprechen. Wenn ich mich recht erinnere, war das 2002.

Wenn er also schon als “Sturmgeschütz der Demokratie” herhalten muss, dann steht es in der Tat um uns sehr, sehr schlecht.

Nanuk November 23, 2011 um 16:39

@Horst Schmidt
Wenn er also schon als “Sturmgeschütz der Demokratie” herhalten muss, dann steht es in der Tat um uns sehr, sehr schlecht.

“Wenn man in die Tiefe sieht sieht man das wirkliche und das ist immer einfach.Ob das angenehm ist das ist eine andere Frage.”
Konrad Adenauer

egal November 23, 2011 um 17:07

Irgendwo habe ich mal gelesen, Guttenberg erreiche die höchsten Zustimmungswerte im prekär-autoritätsfixierten Millieu. Das wähle aber sowieso schon CDU. Sein Wert läge darin, dass er CDUnahe, wenn auch eigentlich apolitische Wähler aus dem konsummaterialistischen Millieu der unteren Mitte, das immer diese Adelsgeschichten in der Bunten liest, mobilisieren könne. Vermutlich ist seine Popularität in diesen Millieus ungebrochen. Deshalb ist ein Comeback über die Zeit, und nicht über die BILD, aus seiner Sicht logisch, denn er muss ja Zustimmung zugewinnen.

@ morph

Ich stimme dir zu, dass Guttenbergs Comebackaussichten auch davon abhängen, inwieweit er die Interessen der maßgeblichen Eliten bedienen kann, ich bezweifle aber, dass der Medienhype nur Ornament war. Der Medienhype war vielmehr der Beweis dafür, dass Teile der maßgeblichen Elite Guttenberg wollte. Die wirtschaftlich prekäre Lage von Medienkonzernen läßt nicht zu, dass diese ausschließlich nach Eigenlogik operieren.

Weitere Indizien. Das industriepolitische Gesamtkonzept bediente die Interessen der klassischen Industrielobbys: Arbeitgeber, Automobilwirtschaft, Stromkonzerne. Auszug.

52 Seiten umfasst das “Industriepolitische Gesamtkonzept” aus dem Hause von CSU-Wirtschaftsminister Theodor zu Guttenberg. Mit seinen Forderungen nach einer Flexibilisierung des Arbeitsmarkts, der Senkung der Lohnnebenkosten und einer weiteren steuerlichen Entlastung der Unternehmen entspricht das Konzept, das die FR am Samstag veröffentlicht hatte, weitgehend den Vorstellungen des Wirtschaftsflügels von CDU/CSU.

Der Finanzindustrie war er auch ergeben.

Mit maroden Banken scheint man sich bei Linklaters auszukennen: Die international tätige Großkanzlei – sie beschäftigt weit über 2000 Anwälte – beriet beispielsweise über Monate die Deutsche Industriebank IKB, zuletzt Ende Februar 2009 beim Verkauf von Kreditprodukten in Höhe von 2,6 Milliarden Euro. Die IKB hatte im Herbst 2007 vor der Zahlungsunfähigkeit gestanden. Möglicherweise haben sich aus Sicht von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Linklaters-Leute gerade deshalb für die Aufgabe qualifiziert, die ihnen sein Haus im Frühjahr antrug: Das Ministerium bat die Kanzlei – nur ein paar Wochen nach dem letzten Job für die IKB – um den Entwurf für ein “Gesetz zur Ergänzung des Kreditwesengesetzes”. Darin geht es im Kern darum, wie der Staat kriselnden Banken künftig helfen kann.

Inzwischen liegt der Gesetzentwurf vor – und CSU-Mann Guttenberg war davon offenbar so begeistert, dass er die Vorlage unverzüglich an seine Kabinettskollegen verschicken ließ: 28 Seiten, auf jeder davon der Linklaters-Schriftzug.

Zur außenpolitischen Interessensgruppen muss ich nichts schreiben. Die Frage wird sein, ob die maßgeblichen Funktionseliten noch die selben sind wie 2008 und noch das gleiche Wollen.

Zu dem Streitpunkt von gestern schulde ich dir noch eine Antwort. Ich sollte es eigentlich dabei bewenden lassen, zu sagen, ich würde mich in den nächsten Tagen noch mal äußern, wenn du Interesse hast, kann mir aber nicht verkneifen, dir die Abwertung der Gruppe hierachisch unter dir (der Lehrer) vorzuhalten.
Dieses Distinktionsbemühen ist es, was dir oft die Perspektive aufdrängt, der demos der Demokratie seien die anderen.

. Der demos der Demokratie, das sind die anderen.

Andreas Kreuz November 23, 2011 um 17:13

@Goodnight November 23, 2011 um 13:05

You made my day. :-)

Hans Hütt November 23, 2011 um 17:23

Morph
tja

Die Bundeswehr wollte mich trotz Astigmatismus zum Richtschützen im Marder ausbilden. Seither hat die Metapher der dicken Bertha mich rettungslos im Griff. Ist so ein Leuchtfeuer undogmatischer Debatte wie Münchau im Spiel, durchzuckt es mich wie Dr Seltsam. Aber tröstlich zu sehen, dass Fremd- und Sekbstbild endlich mal kongruent zu sein scheinen

Doktor D November 23, 2011 um 17:35

Guttenberg als practical joke des Weltgeistes und dann Münchau als Dicke Bertha, die aus allen Rohren als Leuchtfeuer schießt und dabei Dr. Seltsam trifft….
Ich nominiere diesen Thread für den Bachmann-Preis.

Nanuk November 23, 2011 um 17:44

@Dr D.
Weltgeist und dicke Berta sind für mich ein klares Zeichen das selbst den grösten Metaphernschleudern irgendwan die Munition ausgeht…

Horst Schmidt November 23, 2011 um 18:14

Sollte allerdings Wolfgang Münchau in den nächsten Tagen seinen Kolumnen dieses Lied beilegen, bin ich gewillt, ihm auch den von H.Huett verliehenen Titel “Sturmgeschütz der Demokratie” zu zubilligen. Aber erst dann. :-)

http://www.youtube.com/watch?v=ci76cKwFLDs&feature=related

Aber vielleicht erinnert sich wenigstens das portugiesische Volk noch einmal daran, wie man Regime hinwegfegt. Zum Beispiel auf die Jetztzeit übertragen, auch Finanzsysteme.
Wird allerdings sehr schwer. Wer schon einmal betrogen wurde, dieses bemerkt und unmittelbar erfahren hat, lähmt sich selbst, resigniert.
Obwohl, sind wir nicht eigentlich schon in der postdemokratischen Phase? Es ist ja schon vorbei. Oder doch nicht?

carlos manoso November 23, 2011 um 18:19

@ egal November 23, 2011 um 17:07
„Irgendwo habe ich mal gelesen, Guttenberg erreiche die höchsten Zustimmungswerte im prekär-autoritätsfixierten Millieu. Das wähle aber sowieso schon CDU.“

Guttenbergs Opferrechtsanwalt wollte sich auf Anfrage zu dieser minderschweren herabsetzenden Beleidigung („prekär-autoritätsfixierten Millieu“’) noch nicht äußern. Die Schwesternpartei CSU und ihre Staatsanwaltschaft Hof waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

„20.000 Euro hat der 39-Jährige an die Kinderkrebshilfe gezahlt, im Gegenzug stellte die Staatsanwaltschaft Hof das Ermittlungsverfahren gegen ihn ein. Damit ist seit Mittwoch sicher: Guttenberg, … gilt er als nicht vorbestraft – was ihn für hochrangige politische Posten disqualifiziert hätte.“
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/seehofer-guttenberg-ist-uns-willkommen-1.2613541

„Der Medienhype war vielmehr der Beweis dafür, dass Teile der maßgeblichen Elite Guttenberg wollte.“

http://teresaohneh.files.wordpress.com/2011/01/guttenberg.jpg
http://www.bildblog.de/wp-content/sexekelguttenberg.jpg
http://www.bildblog.de/wp-content/guttenberg_sexekel.gif
http://www.bildblog.de/wp-content/gutt.jpg
http://blogs.taz.de/vollandsblog/files/2009/02/bild-guttenberg-1.jpg
http://delivery1.dam.contentpool.evangelisch.de/DeliveryServer/get?id=040IJuCU29Awy4woDS8KXP3ePkKgiLt-iI5qfrVkE-8M2go6O47Rqh2KApIj9EDG2Iyt_SSb6CBFi-G34JwRGAsF0WRX_clAt4xtagHNczwngTiAKrGbCtM-5t-GG311p8bcI-VcLhSJWfbVlrC_OxfQN9uP285ca61KKeMhyMu94hiIU8_7zqxU57Cajtwt

keiner November 23, 2011 um 18:34

@Lübberdings:

Belgien hat ganz andere Probleme:

http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:krisenbank-dexia-rettung-auf-der-kippe/60132642.html

…soviel können die in den nächsten 100 Jahre nicht mit Pralinen verdienen.

Linus November 23, 2011 um 18:43

@Doktor D:
“Aber warum über die ZEIT?”

Die ZEIT ist mE DAS Presseorgan der Atlantikbruecke in Deutschland. Daher wundert mich das nicht. Ob Di Lorenzo mir jetzt leid tun muss?

Q. November 23, 2011 um 18:51

@Dr D
:-) I second that!

Zu dem neuen “Schwergeschütz” Münchau (wofür eigentlich, darf man sich mal fragen):
der Rekonstruktion der ersten Lüge (“Fiskal-Lüge, die Reduzierung aller Ursachen auf eine unverantwortliche Haushaltspolitik”) ist weitgehend zuzustimmen.
(Woraus sich allerdings noch keine Lösungen ergeben.)

Nicht so, jedoch, der Rekonstruktion der angeblichen zweiten Lüge, der “Inflationslüge”, über den Rückgriff auf die “Erinnerung” an 1923, die angeblich die Deutschen so im Griff hält.
Das ist ja ein beliebtes Spiel, hier auch schon öfters gelesen.

Es unterschlägt aber den eigentlichen Grund, warum die Deutschen so inflationsavers sind: die überaus gute Erfahrung mit der stabilen, starken D-Mark! Die Erfolgsgeschichte der alten Bundesrepublik ist mit dem raschen wirtschaftlichen Wiederaufstieg und damit der D-Mark eng verbunden, und man sollte nicht so ignorant sein, deren Einfluß auf die erstaunliche auch politische Stabilität zu unterschätzen.
Keine D-Mark ohne unabhängige Bundesbank und deren Stabilitätspolitik!

Das ist schlichtweg eine breite, gut fundierte historische Erfahrung. An deren simpler Evidenz geht jeder Versuch der Finanzheinis und Ökonomo-Erklärer vorbei, die das jetzt für vernachlässigbar erklären. Da können sie sich auf den Kopf stellen und mit Modellerklärungen um sich werfen, sie sind sozusagen apriori im Irrtum, wenn sie diese historische Erfahrung ignorieren.

Q. November 23, 2011 um 18:57

Mit anderen Worten: die Dicke Bertha schießt eher Nebelbomben in die Luft! ;-)
Aber angesichts der derzeitigen dicken Herbstnebel ist das auch nicht verwunderlich.

A. G. November 23, 2011 um 19:08

Die Einstellung des Verfahrens gegen Auflage wäre wahrscheinlich auch anderen Blendern bei ähnlicher Sachlage gelungen ( http://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__153a.html ). 

Dass zu Guttenberg in der Öffentlichkeit steht, ist grds. strafrechtlich unerheblich. Was alles im Strafrecht gegen mitunter saftige, sechsstellige Geldauflagen eingestellt wird, ist nicht zu fassen. Wer einen guten Anwalt hat, wird rausgehauen, ist nicht mal vorbestraft. 

White-collar crime: http://en.wikipedia.org/wiki/White-collar_crime 

Di Lorenzo unterwandert nicht nur den Journalismus, er hofiert einen Baron mit weißem Kragen. Wer dazugehören möchte zur Blender-Elite, naja, der prostituiert sich auch in seinem Beruf, oder?

Nanuk November 23, 2011 um 19:10

@Q.
Ist aber doof das die D-Mark in den 90ziger Jahren teilweise Inflationsraten von über 3% hatte… und Deutschland der kranke Mann Europas war.Weil die Deutsche Industrie die Digitalisierung fast vollständig verschlafen hatte… und wir sind heute noch ein IT Entwicklungsland.Im vergleich zur einzig vergleichbaren Ökonomie den Japanern.

Doktor D November 23, 2011 um 19:19

@Q. #Inflationslüge/narrativ: Interessanter Einwand, der aber Münchaus Rekonstruktion doch nicht falsch, sondern unvollständig macht. Erst aus der Differenz zwischen Inflationserzählung (Damals! Als wir mit Schubkarren Brot kaufen gingen!) und D-Mark-Wirtschaftswunder-Erzählung (Und dann haben wir uns den Käfer kaufen können und sind nach Italien in den Urlaub!) wird “die Inflation” zur Dicken Bertha im deutschen populären ökonomischen Diskurs, um mal im Bild zu bleiben.

Nur am Rande bemerkt: Das Inflationsnarrativ bzw. dessen Mächtigkeit wirft auch ein wenig schmeichelhaftes Bild auf das, was man früher mal die deutsche Volksseele nannte: Nach der Inflation hatten wir eine Blütezeit der Kultur, nach Brüning das Tausendjährige Reich. Aber wir haben Angst vor der Inflation.

Systemfrager November 23, 2011 um 19:29

@ DoktorD
>>> Nach der Inflation hatten wir eine Blütezeit der Kultur, nach Brüning das Tausendjährige Reich. Aber wir haben Angst vor der Inflation.

Richtig. Es fehlt eigentlich nur das, was wir mit der Inflation hatten:

In Deutschland hatte sich das Niveau der Industrieproduktion in den Inflationsjahren von 1919-1922 sehr stark gehoben, …

Die inflationsbelebte deutsche Volkswirtschaft spielte insofern als einzige unter den bedeutenden Industriestaaten die Rolle einer ,,Lokomotive“ für die Weltwirtschaft. Die inflationäre Politik in Deutschland dürfte insofern eine Erklärung dafür sein, daß der scharfe Einbruch in der Weltkonjunktur 1920/21 schon 1922 überwunden war und nicht – wie der viel gemäßigtere Einbruch in der Weltkonjunktur nach 1929 – in einer lang anhaltenden Weltwirtschaftskrise mit all ihren politischen Konsequenzen endete.

Holtfrerich, C.-L.: Die deutsche Inflation 1914-1923, Walter de Gruyter, Berlin, 1980, S. 200 u. 239

Q. November 23, 2011 um 19:50

Nanuk
Ist aber doof das die D-Mark in den 90ziger Jahren teilweise Inflationsraten von über 3% hatte… und Deutschland der kranke Mann Europas war.
Wiedervereinigungs”schock”, und Buba zieht Zinsen auf 9% hoch!
Man darf das alles nicht so kurzfristig sehen.

@Doktor D
ich bezweifele, daß die alten Geschichten da eine so große Rolle spielen, — jedenfalls für die Generationen, für die das Großväter-”es war einmal” ist.
Eher der Vergleich mit anderen (vor allem europäischen) Nationen.
GB in den 80/90er Jahren teils 10% Inflation, daneben vermodernde Industriestruktur.
Von der immer wunderbar weichen Lira wollen wir nicht weiter sprechen, oder von der Drachme …

f.luebberding f.luebberding November 23, 2011 um 20:08

Wir empfehlen den Text von Albert Schäffer, verlinkt im update.

Morph November 23, 2011 um 20:14

Spiegel-Online berichtet vorab über das Interview, das morgen in der ZEIT erscheinen wird. Guttenberg bleibt bei seiner Version: kein Betrug, Überblick verloren, Hektik usw. Das ist eine so hanebüchene Geschichte, dass man wohl davon ausgehen muss, dass sie keinem strategischen Kalkül geschuldet ist, sondern tatsächlich als Lebenslüge zur subjektiven Wahrheit Guttenbergs geworden ist.

Er trägt keine Brille mehr, weil ihm eine Ärztin klar gemacht hat, dass er gar keinen Sehfehler hat.

Das ist sehr sehr peinlich. Vermutlich wirklich ein klinischer Fall. Aber warum hat er keine Leute in seiner Nähe, die ihn schützen?

Das wird noch ziemlich übel enden…

Nanuk November 23, 2011 um 20:24

@Q
und vor den 90zigern hatten wird die 80ziger mit Deflation und Stahlkrise…

A. G. November 23, 2011 um 20:24

“Das wird noch ziemlich übel enden…” @Morph, das kann gut sein. Er sollte an seine beiden Töchter denken, sich zurück ziehen…

f.luebberding f.luebberding November 23, 2011 um 20:25

morph

“Aber warum hat er keine Leute in seiner Nähe, die ihn schützen?”

Das liegt am investigativen Journalisten di Lorenzo. Er wollte Guttenberg unterbewusst dekonstruieren. Das Wunder der indischen Ärztin in den USA ist tatsächlich bemerkenswert. Es war der Geist Mutter Theresas, der eine tiefe Erschütterung auslöste und so die Sehkraft rekonstruierte.

Morph November 23, 2011 um 20:32

O-Ton zG: “Dass ich ein politischer Mensch, ein Zoon politicon bleibe, steht außer Frage.”

Wahnsinn! “Dass ich ein politischer Mensch, ein Zoon politicon bleibe” Hahaha! – Unglaublich!

Sie werden ihn mit seinem Geltungsdrang volle Pulle vor die Wand knallen lassen, den armen Kerl! Vielleicht darf er vorher noch irgedwem helfen, eine Wahl zu gewinnen.

A. G. November 23, 2011 um 20:35

Gut möglich, Morph, interessante, andere Sichtweise.

Nanuk November 23, 2011 um 20:36

und zum update Advent Advent ein Lichtlein brennt…
http://www.youtube.com/watch?v=wgUolOiIiko

holger November 23, 2011 um 20:45

Und nun noch einen Fisch dazu

http://www.n-tv.de/politik/Steinbrueck-malt-Krisenszenario-article4845391.html

Warum habe ich immer noch die FAZ vom 30. Juli 2011 vor mir liegen? Wo drei Menschen mit dem Peer palavert haben. Irgendwann werde ich daraus mal zitieren, wenn ich Lust habe.

f.luebberding f.luebberding November 23, 2011 um 20:49

morph

Wie hieß noch dieser griechische Begriff aus seinem Vorwort? Dem authentischen Beitrag, wo er noch den Überblick bewahrt hatte? Ansonsten sieht es ja in seinem Geiste aus wie in meinem Büro. Tausende Bücher, nur leider nicht sortiert, wenn ich auch bisweilen noch die Bücher wiederfinde, die ich auch tatsächlich gelesen habe, ohne zu glauben, dass sie doch alle von mir sein müssten. Genau, mir fällt es wieder ein. Eine göttliche Eingebung. Ich spüre regelrecht die Erschütterung. Kairos hieß dieser Begriff, der die Grundlage seines Denkens geblieben ist. Immer den richtigen Zeitpunkt finden, göttlich schien das früher zu sein, und dann doch daneben zu liegen, weil man nicht weiß wofür? Vielleicht liegt hier sein Schicksal?

f.luebberding f.luebberding November 23, 2011 um 20:51

Holger

Gegen ein Interview ist nichts zu sagen. Wir sind ja alle gespannt, was in dem Interview zu lesen sein wird. Morgen und am kommenden Dienstag. Dann darfst Du gerne vergleichen.

nocheinbuerger November 23, 2011 um 20:52

@Nanuk:
“Ist aber doof das die D-Mark in den 90ziger Jahren teilweise Inflationsraten von über 3% hatte… und Deutschland der kranke Mann Europas war.Weil die Deutsche Industrie die Digitalisierung fast vollständig verschlafen hatte… und wir sind heute noch ein IT Entwicklungsland.Im vergleich zur einzig vergleichbaren Ökonomie den Japanern.”

Stimme zwar letzterem nicht ganz zu. Was aber die Inflationsraten in DM-Zeiten angeht, so vergißt man gern (bzw. will man von interessierter Seite aus vergessen machen) , daß die bundesdeutsche Wirtschaft in den 70er und 80er Jahren Inflationsraten weit über den Euro-Zeiten kannte und sehr gut damit gelebt hat.

nocheinbuerger November 23, 2011 um 20:57

@Systemfrager:
>In Deutschland hatte sich das Niveau der Industrieproduktion in den Inflationsjahren von 1919-1922 sehr stark gehoben, …

Die inflationsbelebte deutsche Volkswirtschaft spielte insofern als einzige unter den bedeutenden Industriestaaten die Rolle einer ,,Lokomotive“ für die Weltwirtschaft. Die inflationäre Politik in Deutschland dürfte insofern eine Erklärung dafür sein, daß der scharfe Einbruch in der Weltkonjunktur 1920/21 schon 1922 überwunden war und nicht – wie der viel gemäßigtere Einbruch in der Weltkonjunktur nach 1929 – in einer lang anhaltenden Weltwirtschaftskrise mit all ihren politischen Konsequenzen endete.>

Fakt bleibt jedenfalls, daß die Weimarer Republik 1933 in einer deflationären und nicht in einer inflationären Phase wie 1922/23 zugrunde ging, wobei letztere meines Wissens annähernd Vollbeschäftigung kannte. Das ist selbstverständlich von meiner Seite kein Plädoyer für Hyperinflation wie damals. Aber die dürfte ja auch nicht zu befürchten sein.

holger November 23, 2011 um 21:04

Schirrmacher: ” Was spräche eigentlich dagegen, dass ein Politiker sich hinstellt und sagt: Wir stecken Unsummen in die Bildung, wir machen eine Staatsverschuldung nur dafür, wir werden angesichts einer Gesellschaft, deren Psychologie sich dramatisch verändert, darauf setzen, dass wir das entwertende Geld in Bildung investieren. Ist das naiv?”

Peer: ” Das ist nicht naiv, das werden Sie im Herbst erleben als eine Kernbotschaft eines Generationskonzepts der SPD, allerdings nicht schuldenfinanziert”

holger: ” Morgen gibts Freibier”

A. G. November 23, 2011 um 21:12

Mit dem Göttlichen liegt man gar nicht verkehrt, @FL:  http://www.mediathek.ard.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5972844

Die zu Guttenbergs glauben offenbar, zu Höherem berufen zu sein. Gefährlich. Von daher kann eintreten, was Morph geschrieben hat. Oder: Göttliche Ziele dürfen mit allen Mitteln verfolgt werden. (Handels-)Krieg etc. Mir ist das alles nicht geheuer.

topi November 23, 2011 um 22:14

“Das liegt am investigativen Journalisten di Lorenzo. Er wollte Guttenberg unterbewusst dekonstruieren. Das Wunder der indischen Ärztin in den USA ist tatsächlich bemerkenswert. Es war der Geist Mutter Theresas, der eine tiefe Erschütterung auslöste und so die Sehkraft rekonstruierte.”

Ja, der subversive ZEIT-Geist.

Aber zum Wunder: 2 Dioptrien habe ich schon durch einfache Wahrnehmungsübungen (und einer Lösung des Oberkiefers, interessantes Gefühl, wenn der sich bewegt) schwinden sehen; und darum ging es gar nicht, dass war nur der Nebeneffekt eine anderen Wahrnehmung der Welt an sich,welches zu anderen Spannungsverhältnissen inder Bewegungsmuskulatur führen kann.

Nun wäre es aber erstaunlich, wenn der zuGute nun seine verquere Selbstwahrnehmung geändert haben sollte, und dann mit diesem Übersichtsverlustgeschurbel weitermacht.

Da könnte man doch den einfachen Laser in Betracht ziehen.

egal November 23, 2011 um 23:09

Aus SPON: “Ich habe den Blödsinn wirklich selber verfasst, und ich stehe auch dazu.“

Ich fasses nicht! Bei 371 Plagiaten hat der Spast den Blödsinn eben nicht selber verfasst.

Morph November 23, 2011 um 23:25

@egal

“Bei 371 Plagiaten hat der Spast den Blödsinn eben nicht selber verfasst.”

Die Paradoxie seiner Diss., dass nichts, aber eben doch alles auf seinem Mist gewachsen ist, und man ihn deshalb einen Spast heißen muss (gar nicht anders kann), ist nicht aus der Welt zu schaffen. Und das hat er offenkundig noch nicht begriffen (und Leute wie di Lorenzo auch nicht).

Trotz aller Systemdifferenzierung: Es gibt im Sinnmedium, das alle psychischen und sozialen Systeme gleichermaßen grundiert, die Marke: Schwachsinn, und wer mit der einmal markiert ist, kann in kaum einem System mehr anschlussfähig kommunizieren. Allenfalls Religion, Kunst und Massenmedien können prozessieren, was nach Maßgabe aller anderen Codes und Programme Schwachsinn ist. Politik jedenfalls nicht.

neuling November 24, 2011 um 00:30

@egal + @morph
Spastiker leiden an verkrampften Spannungszuständen der Muskulatur und leiden nicht an einer Geisteskrankheit! Wenn Sie an der Auffassungsgabe von zG zweifeln, finden Sie sicher noch ein passenderes Schimpfwort ohne Behinderte zu diskriminieren. Danke

Hans Hütt November 24, 2011 um 00:35

Morph
Ein Thema für zGs Aufenthalt in den USA sind die derzeit laufenden Vorbereitungen auf die republikanischen Primaries im nächsten Jahr. Gegenstand seiner vergleichenden Analyse: ab welchem Grad lunatischen Schwachsinns signalisieren die Messungen den Verlust der Anschlussfähigkeit? Dazu gehört auch das Studium der spindoctors und ihrer Wirkung, also Deine Frage nach den fehlenden Helferlein, die ihn vor Schaden bewahren könnten. Wieviel Korrektur gelingt durch rückwirkende Reinterpretation live ausgestrahlten Schwachsinns?

So und jetzt schaut man sich mal die Kandidaten an und fragt sich, welcher denn von seiner “Strahlkraft” am ehesten dem mutmaßlichen Selbstbild zGs nahe kommt. Huntsman? Perry? Romney? Gingrich?

Ich vermute, er trifft seine Wahl zwischen den beiden am meisten lunatischen, also Perry und Gingrich, und überträgt seine Beobachtungen auf den deutschen politischen Betrieb. Übersieh dabei bitte nicht einen Sachverhal, über den wir schon im März gelegentlich gestritten haben. Seine Selbsttäuschung ist ja ihrerseits Resultat und Voraussetzung eines Phänomens, das ich als Täuschungsseligkeit des deutschen Publikums bezeichnet habe.

Da ist ein Halbreuiger anschlussfähig in Potenz, was auch darin seinen Ausdruck findet, dass di Lorenzo sich dem Manöver als “investigatives” Werkzeug zur Verfügung stellt.

Morgen mehr.

no way November 24, 2011 um 02:10

Die asoziale Person hat das bundesdeutsche Volk im Parlament belogen und betrogen. Der kann mit seinem Bambie auf ner Schonung weiden.

Systemfrager November 24, 2011 um 06:32

@ nocheinbuerger
>>> Das ist selbstverständlich von meiner Seite kein Plädoyer für Hyperinflation wie damals. Aber die dürfte ja auch nicht zu befürchten sein.
Natürlich braucht man keine Inflation, minimale (1-3%) würde ausreichen, wenn andere Maßnahmen (Regelungen) automatisch und kontiniuerlich für eine ausreichende Nachfrage sorgen würden. Aber wir haben diese Maßnahmen (Regelungen) nicht, weil:
- die Vollbeschäftigung und das Wachstum den Reichen schaden würden
- weil die ganze WiWi auf falschen (idiotischen) Grundlagen (das partikel-mechanische Modell der Dampflokingenieure Walras & Pareto) liegt
wobei das eine mit dem anderen sehr wohl was zu tun hat

Bogus November 24, 2011 um 08:07

Na, der Münchau weiß ja Bescheid:

“Und es war die historische Lehre aus der amerikanischen Bankenkrise im Jahre 1907, dass man eine Zentralbank braucht, die als Käufer der letzten Instanz dient.
Damals rettete ein wohlhabender Bankier – J.P. Morgan – das System. Das war offensichtlich keine dauerhafte Lösung. Als Konsequenz schuf man die Federal Reserve – die heutige Zentralbank.”

Was damals passierte könnte man durchaus als Putsch bezeichnen. Gerüchte streuen, um das Bankensystem zu destabilisieren, dann großmütig als Retter auftreten. Das alles, um Akzeptanz zu schaffen für die Installation der wahrscheinlich größten Ausbeutungsmaschinerie aller Zeiten – des Federal Reserve Systems. Schon der Name ist gelogen.

Ich denke auch, dass die EZB jetzt Geld drucken sollte. Und zwar um “den Märkten” zu sagen: “Ihr könnt uns mal”. Aber die historienverdrehende Argumentation von M. ist ja wohl weit daneben. Demnächst kommt einer daher und argumentiert mit dem “Konjunkturprogramm Autobahnbau” von A. Hintern.

holger November 24, 2011 um 08:19

Bogus

—>>>Ich denke auch, dass die EZB jetzt Geld drucken sollte. Und zwar um “den Märkten” zu sagen: “Ihr könnt uns mal”.”

Genau. Die Regierungschefs(innen) Euro-Zone brauchen nur in einer gemeinsamen Erklärung erklären, dass es notwendig sei, ein 6 monatiges Konjunktur-Paket in Höhe von X-Billionen aufzulegen, um den Euro zu stabilisieren. Dieses Konjunktur Paket fließt in 6 Tranchen in die europäischen privaten Haushalte. Ist zunächst zeitlich begrenzt, und dient zur Startfinanzierung. Ist als sonder Note zu betrachten, die nicht hortbar ist. Den Banken wird verboten auf diese Summe Zinsen zu erheben und zu geben. Werden die Mittel von den privaten Haushalten nicht abgerufen, verfallen diese.

Systemfrager November 24, 2011 um 08:32

@ Bogus
>>> Ich denke auch, dass die EZB jetzt Geld drucken sollte.
Ja, so weit – nach 3 Jahren – sind auch die (sich bei den Reichen geistig prostituierten) Ökonomen – die deutschen ausgenommen. Wenn das Haus brennt, muss man doch löschen – hat man jetzt herausgefunden. Die Flamme war doch kein Prozess, wie sich ein Haus ganz spontan revitalisiert

>>> Demnächst kommt einer daher und argumentiert mit dem “Konjunkturprogramm Autobahnbau” von A. Hintern.
Tja!
Das Problem ist, dass die (laissez faire) Marktwirtschaft nicht funktionsfähig ist. Sie ist eine falsche Konstruktion. Sie verliert periodisch die Nachfrage und dann kollabiert sie. Was von dem geretteten Haus übrig bleiben wird, wird ohne staatliche Konjunkturprogramme in sich zusammenbrechen.

Linus November 24, 2011 um 08:53

@Morph:
“Trotz aller Systemdifferenzierung: Es gibt im Sinnmedium, das alle psychischen und sozialen Systeme gleichermaßen grundiert, die Marke: Schwachsinn, und wer mit der einmal markiert ist, kann in kaum einem System mehr anschlussfähig kommunizieren.”

Muhaha :-D Schoen waer’s!

Linus November 24, 2011 um 08:55

@Morph:
So’n Schwachsinn!

Gruss

Nanuk November 24, 2011 um 09:01

Der olle Goethe war zb bekennender Anhänger des Neptunismus der glaubte Vulkane seien durch Kohlebrannt entstanden soviel zum Thema Schwachsinn ist nicht anschlussfähig… :)

holger November 24, 2011 um 09:27

—>>> die Marke: Schwachsinn, und wer mit der einmal markiert ist, kann in kaum einem System mehr anschlussfähig kommunizieren.”

Eine völlig neue Betrachtungsweise. Wer vergib eigentlich die Auszeichnung/Marken? Du glaubst ja gar nicht wie inspirierend es in der Geschlossenen ist. Sind beim Schwachsinn die Grenzen nicht fließend? Mir sind Leute lieber, die einen (na sagen wir) Hang zur “Schwachsinnigkeit” zeigen, wobei ich noch am überlegen bin, wer nun Schwachsinnig sein könnte, also Ihr Worte Geschwurbler seit genau so in meinen Augen Schwachsinnig, wie ich auch. Nur mit dem Unterschied, ihr bekennt euch nicht dazu. Euch fehlt so ein “Coming-Out”.

Doktor D November 24, 2011 um 09:45

Gingrich scheint mir – so weit ich mir von jenseits des Atlantiks und vor allem vom Daily Dish und FiveThirtyEight informiert, überhaupt erlauben kann – in Bezug auf Selbst-Grandiositäts-Wahrnehmung ganz passend zu sein. Aber Perry? Obwohl: Der hat ja in den ganzen Regierungsagenturen (oder waren es gar keine Agenturen?), die er als Präsident abschaffen will, auch ehm… den Überblick verloren.

Morph November 24, 2011 um 09:45

@neuling

hast Du eine Spastik und fühlst Dich durch den Ausdruck “Spast” im Zusammenhang mit zG herabgesetzt? Dann entschuldige bitte, dass ich mit der derben Redensart Deine Gefühle verletzt habe!

Wenn Du aber selbst keine Spastik hast, sondern lediglich eine vorsorgliche linguistische Stellvertreterschutzmaßnahme mitteilst, dann frage Dich bitte, wer von uns beiden gerade diskriminatorischer unterwegs ist!

Nanuk November 24, 2011 um 09:45

http://www.youtube.com/watch?v=Tmh03Av-3NU
Wie man einen Guttenberg macht hier nochmal die Anleitung…

snozin November 24, 2011 um 09:52

@ Morph

“Allenfalls Religion, Kunst und Massenmedien können prozessieren, was nach Maßgabe aller anderen Codes und Programme Schwachsinn ist. Politik jedenfalls nicht.”

Diese Aussage erschüttert mein Weltbild, und ich kann wieder nur hoffen, dass ich was falsch verstanden habe. (Was ja mein Hobby ist). Jedenfalls ist mein Politikverständnis berührt.

@ holger

Ganz anders bei dir und deinem Post von 8 Uhr 19. Es erschreckt mich, wenn jemand frühmorgens, mein Zeitgefühl gehört mir, etwas schreibt, das ich meine verstanden zu haben. Es beschäftigt mich den ganzen Tag.

Von deinem Geld kaufe ich eine Wasserpistole.

Und bringe sie in Anschlag, wenn so ein Ökonull des Weges kommt.

holger November 24, 2011 um 09:55

Wer mal was wissen möchte, wie der Schwachsinn so weiter gehen könnte, ist hier gut aufgehoben

http://www.bionik.tu-berlin.de/institut/bionik2099/bibu13ex.htm

erz November 24, 2011 um 10:01

@Morph Ohne hier groß ins Derailing der bisweilen brillianten Kommentare einsteigen zu wollen: Wenn ein berechtigter Hinweis auf verletzende Sprache kommt, besteht die Möglichkeit, sich zu hinterfragen, ob man zum Wohle aller, die sich davon verletzt oder diskriminiert fühlen, nicht etwas Empathie und guten Willen beweisen mag – und auf das Beharren auf diskriminierender “derbe Redensarten” zu verzichten. Grundsätzlich. Die Antwort auf deine Frage lautet angesichts deines Beißreflexes nämlich sonst akut: Du!

Hans Hütt November 24, 2011 um 10:17

Doktor D
Ich muss mich kurz etwas zurückhalten (sitze noch an der zG/diL-Analyse). Aber versuchen wir doch einmal, mit einer biographischen Methode plausible Defizit-Kompensations-Ideen abzuleiten.

Alles, was er nicht ist, aber womöglich sein oder werden sollte, lockt besonders. In der Schmierenkomödie hilfts schon, wenn einem der dicke Bauch fehlt, ins Hohlkreuz zu biegen, wenn der Geist fehlt, eine Brille aufzusetzen, wenn die Wörter fehlen, sie zu verquirlen.

Wenn diese Zutaten auf eine politische Situation treffen, die überschattet und aufgeladen von einer insuffizienten Rettungsrhetorik, kippt der Grad der politischen Ent-Täuschung um in eine hochpotente Täuschungsseligkeit.

Hier werden Sie versprochen! Das ist zGs Ver-Sprechen.

Nanuk November 24, 2011 um 10:24

@Hütt
Its the PR stupid… und Guttenberg kann in dem Spielchen nicht verlieren entweder er macht ne Million mit seinem Buch und wenn er besonders viel “Leistet” wird er als Bonus Kanzler… so läuft das war bei Sarrazin nicht anders.

Das hat man sich aus der Pop Industrie abgeschaut jetzt gibt es ne Politik Industrie.
“Its the industrialisation of politics” das ist überall das gleiche schema F… ob Iphone Mac Book oder Guttenberg so lange es Kohle bring.

Doktor D November 24, 2011 um 10:29

@HH: Ich bin schon sehr gespannt auf den Text!

C.K. November 24, 2011 um 11:33

@Lübbeerding:
Zustimmung, aber:
Sie sollten das Zitat von de Maziere nochmal im Wortlaut lesen und sich vergegenwärtigen, dass er über seinen Vorgänger spricht.
Diese zwei Sätze sind sehr karg, keine Freundlichkeit und heissen auf deutsch: “Ich kann zG nicht hindern. Zerrt seine Auftritte nicht in die Öffentlichkeit.”

hacedeca November 24, 2011 um 12:07

Beschädigte Ware. Immerhin hat zG das erste Staatsexamen, Fischer hatte nicht einmal Abitur. Aber egal! Wann kann ein Führer der Liebe des Volkes sich sicher sein? Wenn er das Volk selbst verkörpert, seine lebende Fahne ist.

Die BRD selbst wird zur Zeit ganz wunderbar von Merkel und Schäuble verkörpert. Die erstere ganz Mutti, aber kinderlos, ganz streng mit Herz, dumm, überfordert, liebevoll. Schäuble, der eiskalte, gut ausgebildete Rollstuhlfahrer, seelisch und körperlich behindert, ihre perfekte Ergänzung.

Es ist schon glaubhaft, dass die Generation, die sich ihre umlagefinanzierte Rente nicht von eigenen Kindern, sondern vom Rütlischulen-Mehmet mit seinem kleinen Klappmesser finanzieren lassen will – und die private Altersvorsorge von den Griechen, dass diese Generation da also perfekte Identifikationsfiguren hat.

Aber die Jugend! Man kriegt doch wieder Kinder! Man ist doch so tüchtig, irgendwo im tertiären Sektor. Man weiß auch Bescheid, dass im Kapitalismus jeder sowieso erst mal an seinen eigenen Vorteil denkt, auch als Politiker. Und man hat Chuzpe. Man ist doch ganz zG!

Ertappt? Eine neue Frisur und weiter geht es!

Diese eigentlich typisch weibliche Verhaltensweise passt auch ganz wunderbar ins gender Konzept.

Wir sind alle zG. Halbseiden, verweiblicht, aber mit rhetorischen Fähigkeiten. Wir sind modern!

Wer soll unser Führer sein? Der Lügenbaron!

Morph November 24, 2011 um 12:47

@erz

ich möchte nicht auf verletzender Rede beharren, ich bin nur anderer Ansicht darüber, was verletzende Rede ist.

Ich glaube, dass Sprache grundsätzlich nicht von den Ausdrücken ‘gereinigt’ werden kann, die andere Personen u.U. in ihren Gefühlen verletzen.

Stimmst Du mir zu?

Wenn nicht, dann würde ich gern wissen, mittels welcher Methode Deines Erachtens Sprache derart gereinigt werden kann.

Wenn Du mir aber zustimmst, wenn Du also auch glaubst, dass die groben, verletzenden Ausdrücke zur Sprache unvermeidlich dazugehören, bist Du dann nicht auch der Ansicht, dass es nicht um den möglicherweise verletzenden Ausdruck per se, sondern nur um die akute Verletzung gehen kann?

Ich meine jedenfalls, dass in der Handlungslogik dessen, der, ohne selber von einer Verletzung betroffen zu sein, die Verwendung potenziell verletzender Mittel bekämpft, ein Haken ist. Gerade im Kontext von PC.

KAIROS November 24, 2011 um 13:37

@ Morph November 23, 2011 um 20:14
„Vermutlich wirklich ein klinischer Fall. Aber warum hat er keine Leute in seiner Nähe, die ihn schützen?
Das wird noch ziemlich übel enden…“

Die größte Gefahr droht Freiherr zu Guttenberg nach seinem Rücktritt von seinen größten Anhängern.

Bei diesem Tätertyp handelt es sich meist um sehr uneinsichtige Personen mit schwerer Realitätsverzerrung und sozialer Inkompetenz, die als „Intimitätshungrige“ („intimacy seekers“) versuchen, eine intime Beziehung mit ihrem glamourösen Opfer Gutti aufzubauen. Sie sind besessen von einer wahnhaften Zuneigung zur unerreichbaren Person Freiherr zu Guttenberg und glauben nach dessen Typwechsel (keine 80er Jahre Gelfrisur mehr, 15 kg fülliges Mehrgewicht) um so mehr, dass ihr adeliges Opfer sie jetzt um so mehr liebt.

Dadurch, dass Systemmedien wie BILD Freiherr zu Guttenberg gerade erst jetzt immer mehr lieben, bekommen auch die Täter den ehrlichen Eindruck, ihrem Idol Guttenberg immer intimer näher zu kommen und möchten deshalb ihrem Gutti ihre „Liebe“ auch ganz praktisch „gestehen“.

Jedenfalls weiß selbst das Wissenschaftsmagazin „New Scientist“, dass die Causa zG „ziemlich üben enden“ wird, da Guttenberg es nun nicht mehr gelingen willt, die Liebe seiner Jünger rückstandslos durch Selbstattentate zu enttäuschen: „Wenn ich die Absicht gehabt hätte zu täuschen, dann hätte ich mich niemals so plump und dumm angestellt, wie es an einigen Stellen dieser Arbeit der Fall ist (…) Wer die ersten Zeilen seiner Einleitung komplett aus einem Zeitungsartikel abschreibt, dann aber gleichzeitig so doof ist, die Autorin dieses Textes im Literaturverzeichnis zu benennen, der handelt nicht absichtlich, sondern aus Überforderung und weil er den Überblick verloren hat.“
http://www.bild.de/politik/inland/karl-theodor-zu-guttenberg/guttenberg-die-groesste-dummheit-meines-lebens-21183524.bild.html

Guttenberg weiter: „Ich habe mit dem Abfassen dieser Doktorarbeit die denkbar größte Dummheit meines Lebens begangen.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Chronik_wichtiger_Attentate

erz November 24, 2011 um 14:36

@Morph Ich will die ansonsten schöne Diskussion um den kurioskairotischen Sprachzweitverwerter nicht unterbrechen. Belassen wir es dabei, dass ich dir in der Bewertung von diskriminierender Sprache und dem Sinn von emphatischem Verzicht auf verletzende Ausdrücke ausdrücklich widerspreche. Über meine Expertise in dieser Frage mag sich, wer will, zu gegebener Zeit selbst ein Bild machen.

@hacedeca für diesen misogynen Quatsch gilt das gleich nochmal! Verweiblicht…

gelegentlich November 24, 2011 um 14:38

Kommen wir auf di Lorenzo zurück. Der hatte damals die unselige Lügilanti-Kampagne des Mainstreams mit einem Artikel names ,,Ein linker Putsch…” losgetreten. Offenbar als ,,Sprecher” eines oder mehrerer Herausgeber dr ZEIT. Ein ganz normaler Subalterner, der den rechten Flügel der SPD und Andere bedient.

neuling November 24, 2011 um 15:07

@morph
Mit jeder einzelnen Verwendung des Begriffes Spast, vertiefen Sie das Vorurteil Spastiker seien blöd. Um dies klar zu stellen braucht es keine persönliche Verletzung.

Sie verwenden den Begriff weiter, ich werde ihn wieder anmerken. Sie
lassen es in meinem “Beisein” und alles ist für mich in Ordnung. Darüber will ich nicht diskutieren und ich will auch keine Sprache reinigen.

Morph November 24, 2011 um 15:11

@erz

Diskussionen laufen nach meiner Erfahrung in den allerseltensten Fällen so, dass man sich einigt oder einer der Kontrahenten seine Position aufgibt. Nach außen hin bleibt jeder bei seiner Position. Aber indem man Gründe für die je eigene Position mitgeteilt hat und diese Gründe wechselseitig mehr oder weniger detailliert erwogen wurden, hat sich subkutan etwas verändert.
D.h. auch wenn ich mich mit Deinem Widerspruch vermutlich nicht identifizieren würde, interessieren mich die Gründe, und, wer weiß, vielleicht sind die so stark, dass ich mir demnächst grobe Redensarten verkneife, auch wenn ich nach außen hin so täte, als hätten mich Deine Gründe nicht überzeugt.

Und was die misogyne Rede von der ‘Verweiblichung’ betrifft. Nötige doch @hacedeca, zu erläutern, was er damit meint. Möglicherweise schlummert ja unter der Oberfläche des von Dir beanstandeten Sprachgebrauchs ein interessantes Argument.

Und wiederum: Lass’ doch die Frauen sich selbst verteidigen. Oder glaubst Du, die seien dafür nicht Manns genug? ;-)

Morph November 24, 2011 um 15:28

@neuling

“Mit jeder einzelnen Verwendung des Begriffes Spast, vertiefen Sie das Vorurteil Spastiker seien blöd.”

Ich glaube, dass sich Vorurteile stärker durch diskriminierendes Verhalten reproduzieren als durch diskriminierende Rede. Gegen Vorurteile Behinderten oder anderen Gruppen gegenüber hilft m.E. nicht die gruppenfreundliche Rhetorik. Im Gegenteil hilft die ‘korrekte’ Rhetorik dabei, diskriminierendes Verhalten zu verschleiern.

Die Sprache wird kommunikativ überschätzt. Nonverbale Kommunikationsstrukturen sind subtiler und wirksamer. Gerade bei einer ansonsten sprachlich ‘sauberen’ Oberfläche. Nicht umsonst pflegen Minderheiten intern oft die offiziell verfehmten Sprachformen ihrer Diskriminierung, um die offizielle Heuchelei zu markieren.

Deddi November 24, 2011 um 15:34

Als ich heute Morgen im Spiegel die Überschrift las

“Guttenberg kokettiert mit schneller Rückkehr”

hätte ich fast mit dem Schluck Kaffee im Mund einen Kurzschluss des PC verursacht. Entweder weiß der Spiegel nicht was er da schreibt oder er weiß mehr als wir:

“Kokettierie” – “Der Begriff leitet sich von französisch coquet („kleiner Hahn“, im übertragenen Sinne „Verhalten einer Person, die einer Person des anderen Geschlechts gefallen möchte“[1]) ab und wurde früher auch mit gefallsüchtig gleichgesetzt[2]. Er wird häufig für weibliches Verhalten gebraucht, wovon sich auch Kokette für „gefallsüchtige Frau“ und wortstammverwandt, indes selten geworden Kokotte (franz. cocotte, kindersprachlich „Henne, Hühnchen“ zu französisch coq „Hahn“) ableiten. Häufig bezeichnet es euphemistisch eine elegante Halbweltdame (demi-mondaine) mit „loser Sittenauffassung“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Koketterie

.

Doktor D November 24, 2011 um 15:53

Kokettieren trifft es doch super. Es bedeutet nämlich:
1. sich jemandem gegenüber kokett benehmen und erotisches Interesse zu erregen suchen
2. mit etwas nur spielen; sich nicht wirklich auf etwas einlassen
3. auf etwas im Zusammenhang mit der eigenen Person hinweisen, um sich damit interessant zu machen

Im Englischen könnte man zGs Verhalten aber noch schöner beschreiben: flirting with disaster.

neuling November 24, 2011 um 15:59

@morph
“Nicht umsonst pflegen Minderheiten intern oft die offiziell verfehmten Sprachformen ihrer Diskriminierung, um die offizielle Heuchelei zu markieren.”

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, das Minderheiten eigentlich ganz normale Leute sind. Daher auch den üblichen, wenn auch teilweise schwachsinnigen, Sprachgebrauch pflegen.

Aber Sie sind ja Fachmann und können mir sicher erklären was Sie zur Nutzung des Begriffs Spast bewogen hat. Wäre taube Nuss nicht treffender gewesen?

Morph November 24, 2011 um 16:13

@neuling

“…können mir sicher erklären was Sie zur Nutzung des Begriffs Spast bewogen hat. Wäre taube Nuss nicht treffender gewesen?”

Ich habe den Begriff vom Vorpost übernommen. Ich benutze den Begriff selber eigentlich nicht. Wie gesagt, ich find’s nicht so tragisch, finde aber das Thema politisch korrekter/inkorrekter Sprache sehr interessant und verwickelt. Deshalb bin ich darauf eingestiegen.

topi November 24, 2011 um 16:22

neuling
“Ich bin bisher immer davon ausgegangen, das Minderheiten eigentlich ganz normale Leute sind. Daher auch den üblichen, wenn auch teilweise schwachsinnigen, Sprachgebrauch pflegen.”

Wenn sich schwarze “Nigger” nennen, dann sicherlich nicht aus dem allgemeinen Sprachgebrauch heraus.

Und: ich finde es nicht gut, wenn sie hier die Schwachsinnigenharabwürdigen. ;-)

“Aber Sie sind ja Fachmann und können mir sicher erklären was Sie zur Nutzung des Begriffs Spast bewogen hat. Wäre taube Nuss nicht treffender gewesen?”

Und jetzt auch noch gegen die armen Nüsse, was haben die denn getan?
Fragte Monty Python.;–)

@morph

“grob”

Grob gegen zuGut, warum nicht?
Aber warum grob gegen Spastiker? Ich bin nun keiner, habe aber mehrere behandelt.
Meines Erachtens haben die kein Problem mit dem Begriff, wenn sich ein “Gesunder” auf “spastische” Art bewegt.
Iss halt so.

Aber darum ging es ja eben nicht.

konradi November 24, 2011 um 16:25

@erz

Kommentare in Weblogs leben im Wesentlichen von der Polemik. Und zu einer Polemik gehören nun mal auch persönliche Angriffe. Eine saubere Trennung zu justiziablen Äußerungen ist definitiv nicht möglich. Die Grenze für eine Zensur legt der Blogbetreiber fest – lose flankiert von einem Urteil des OLG Hamburg. Darüber hinaus blamiert sich hier jeder so gut er kann, denn selbst dann, wenn er anonym postet, läßt sich seine IP-Adresse im Regelfall zurückverfolgen.

Jeder der hier @morph kennt, weiß das er im Grunde ein sehr freundlicher und rücksichtsvoller Mensch ist. Wenn er wirklich mal “ausrastet” dann war das – aus meiner Sicht – stets absolut berechtigt. Im Übrigen werden die Tötungen hier metasprachlich und “high sophisticated” vorgenommen. Ein Experte auf diesem Gebiet ist zum Beispiel Hans Hütt ;) (HH – ich weiß um Deinen begrenzten Humor, deshalb bitte den Smiley nicht übersehen!)

ganz allgemein gilt:

“…was jeder weiss, der Texte ins Netz stellt: Wie einfach es ist, mit wenig Aufwand viele Reaktionen auszulösen. Solange die Anklickquote von Texten ihr wichtigstes Erfolgskriterium bleibt, wächst auch die Versuchung, einen Artikel auf seine möglichst grosse Zustimmung und Ablehnung hin zu konzipieren. Das beste Mittel gegen die Hoffnung auf möglichst viele Reaktionen ist ihr Niveau…”

http://www.tagesanzeiger.ch/ipad/wissendigital/Die-Heckenschuetzen-des-Internets/story/14405829

carlos manoso November 24, 2011 um 16:34

@ hacedeca November 24, 2011 um 12:07
„Ertappt? Eine neue Frisur und weiter geht es!
Diese eigentlich typisch weibliche Verhaltensweise passt auch ganz wunderbar ins gender Konzept.
Wir sind alle zG. Halbseiden, verweiblicht, aber mit rhetorischen Fähigkeiten. Wir sind modern!
Wer soll unser Führer sein? Der Lügenbaron!“

Offenbar hat eine ganzheitlich verweiblichende Schönheitsberaterin auch Freiherr zu Guttenberg in einer Imageberatung überzeugt, dass die Wirkung einer Botschaft zu 55 % von der äußeren Erscheinung (Frisur, Brille, Schuhe, Gürtel, Uhr und Schals etc.), zu 38 % von der Stimme (erotischer Tonfall, etc.), zu 7 % vom Inhalt des gesprochenen Wortes,n zu 1 % vom selbst Geschriebenen beeinflusst und zu 0,00 % von einer Auftrags-Doktorarbeit eines gedungenen Ghostwriters namens “Kairos” beeinflußt wird.

Beispielsweise würde ein Vergleich der veröffentlichten Fotografien Guttenbergs (vorher / nachher) ergeben, dass Guttenbergs individuelle Farbharmonien sich offensichtlich in den letzten diversen Phasen (Aufstieg, Sünde, Fall, Reue) verändert haben wie auch seine entsprechend abgestimmten farbigen Gesichtsausdrücke. Darin spiegeln sich Guttenbergs ehrliche Bemühungen, seine tatsächliche Substanz, den wahren und echten Guttenberg zu präsentieren und auch durch typgerechtes Make-up das Image “Guttenberg” phasengerecht umzudefinieren.

Guttenberg las offenbar inspiriert von der Sichtweite der transatlantischen Eliteuniversität Yale auch das 6-bändige Werk „Farbenlehre“ von J.W. von Goethe, was Guttenberg offenbar zu einer transatlantisch ganzheitlich verweiblichenden Schönheitsberaterin führte, die zG das Ziel auftrug, das wahre und echte Innere des Image “Guttenberg” noch authentischer nach außen zu transportieren. Dieses wahre und echte Innere des Image “Guttenberg” wurde durch Farbberatung, Stilberatung, Kastencheck, Klamottenplanung, Make Up, Brillen- und Frisurenberatung hervorgegraben. Denn Baron Guttenberg hatte bisher zwar einen proppevollen Kleiderschrank in seinem Schloss, aber trotzdem nie Sachen zum Anziehen.

Und so wird sich sein grünes Volk sich jetzt auf einen ganz neuen Baron Guttenberg einnorden müssen, den Guttenberg des „Aura-Reading“, der „Bach-Blüten“, des „Channeling“, des „Holistic Pulsing“, des „Huna-Schamanismus, das Image “Guttenberg” auf „Reisen ins das wahre und echte Innere“.

neuling November 24, 2011 um 16:44

ok, Nachahmer bekommen die Häfte und ich gebe zu, ich bin blond!

holger November 24, 2011 um 17:00

@ topi

—>>>Und jetzt auch noch gegen die armen Nüsse, was haben die denn getan?”

GENAU… Ich hab noch nie ne schwachsinnige Nuss gesehen. Schon gar nicht in Verbindung mit einer Taube. Ich weiß auch gar nicht wie man auf: Taube Nuss kommen kann?

Wenn, dann sind das feinstoffliche, Synapsen befreite Äther-Zonen. Im Mittelquadrant der 4ten Welle orthographischer Versuchsanordnungen des Jenseits, in Verbindung mit feststofflichen Körpern der ersten Generation. So siehts nämlich aus.

holger November 24, 2011 um 17:19

Übrigens… Der Volkstribun “BILD” gibt bekannt, dass der Verfassungsschutz keine Zeit mehr hat, fürs Volk. Er muss sich selbst überwachen.

http://www.bild.de/news/inland/verfassungsschutz/thueringen-traut-eigenen-leuten-nicht-21197052.bild.html

holger November 24, 2011 um 17:42

Wenn übrigens einer noch wissen will warum wieso und weshalb und so… Ich kenne den Film nicht. Aber ich werde ihn mir anschauen.

http://www.arte.tv/de/programm/242,day=6,dayPeriod=evening,week=47,year=2011.html

England, im Jahr 1983: Der zwölfjährige Shaun hat es nicht leicht. Im Falklandkrieg verlor er seinen Vater, in der Schule wird er gehänselt. Doch als er auf eine Gruppe von Skinheads um den sympathischen Woody trifft, ändert sich sein Leben. Endlich fühlt Shaun sich zu einer Gruppe zugehörig und ohne Vorbehalte akzeptiert.

Mit “This Is England – Ende einer Kindheit” hat Regisseur und Drehbuchautor Shane Meadows (“Mit geballter Faust”) seine eigene Kindheit und seine eigenen Erfahrungen mit der Skinheadszene in England verarbeitet. Zum einen porträtiert der Film jene Zeit, als sich die Skinheadbewegung in einen unpolitischen und einen rechtsradikalen Flügel aufgeteilt hat. Zum anderen spielt der Falklandkrieg eine wesentliche Rolle, der einerseits auf strikte Ablehnung mancher Teile der Bevölkerung traf, andererseits aber zu einer Stärkung des radikalen Nationalismus geführt hat.

Da bin ich mal gespannt. Vielleicht kann ja Luebberding da mal ne Frühkritik schreiben. Mein Vater ist zwar nicht auf den Falklands verreckt, dafür habe ich gerne öfters einen auf die Schnauze gekloppt bekommen. Tja… und meine Familie waren damals auch die Skins. Mit weißen Schnürbändern in den Martens. 1983-1988 danach war Schluß. Mal sehen wie hier der Schluß sein wird.

Degnaphta November 24, 2011 um 23:05

Wenn nicht, dann würde ich gern wissen, mittels welcher Methode Deines Erachtens Sprache derart gereinigt werden kann.

In der Öffentlichkeit mittels FSK und in der heiligen Privatsphäre wie auch immer.
In meinen Kumpelkreisen war vor ca drei Dekaden Bimbo-Mucke ein Ausdruck für Qualitätsfunk. Keiner war Rassist oder sowas, eher im Gegenteil wurde Multikulti für angesagt gehalten.
Doch als Ausdruck außerhalb des inneren Kumpelkreises hätte man nur Ärger aller Art heraufbeschworen. Wozu? Um zu beweisen, wie frei und unabhängig man ist? Um zu zeigen, wie wenig man die Macht der Höflichkeit verstanden hat?
Das sehe ich ähnlich wie beim ‘gepflegten Herrenwitz’, der aus egal welchem geschlechtlichen Lager möglichst in trauter Runde dieselbe machen sollte. In der Öffentlichkeit geraten sie zumeist daneben.
Und nicht nur Behinderte dürfen Behindertenwitze machen. Das müßte klar sein… aber eben nicht immer und überall.. GZSZ für Witze sozusagen.

Die zuGuttenberg-Kampagne ist auch an den Raab-Zuschauer getragen worden. Er hätte immer ausgesehen wie Loddar M nur mit Brille und Gel in den Haaren. Jetzt sehe er aus wie Loddar M.
Also gut kam der Graf nicht dabei weg.
Eigentlich hätte er wegignoriert werden müssen von den MSMs, oder eben die Ablaßbrief basierte Verfahrensweise gerhörte an den großen Pranger, ohne dabei groß die Person zG zu fokussieren.

Leider ist der Journalismus mit Kodex und so nem Krempel bereits lange nur noch ein theoretisches Konzept. Da bedarf es keines DiLorenzos als Symptom für eine neue Eskalationsstufe des Verfalls. Ist der Bursche nicht bereits durch seine Aktivitäten als TV-Talker hinlänglich kompromittiert?
Der Fluch des Profitzwangs hat die ganze vierte Säule der Demokratie ja leider zerbröseln lassen. Schade eigentlich.

~ Halbgott ~ November 24, 2011 um 23:31

“Di Lorenzo unterwandert den Journalismus”
———————————————-

… ach @fluebberdingsens !!! … du nun wieder … :-(

===> … du WILLST … es nicht verstehen. Gelle ?

===> … di Lorenzinjo … ist bei der BILDERBERGER-Zeit !!!

===> … und die HOCHFINANZ-/BILDERBERGER-/FREIMAURER-Faschos … haben eine … NEUE … Ursupationsstrategie am Start. Sie wollen ihre Marionetten jetzt DIREKT installieren! …. also nicht mehr den umständlichen, zeitraubenden und potentiell fehleranfälligen Weg über die Kaspervereine (“Parteien”), sondern DIREKT über die von ihnen kontrollierten Propaganda-Medien !!!

===> … also … GENAU SO! … wie sie es seit Jahrzehnten in den USA erfolgreich praktizieren !! … es ist einfach umtsändlich und doof, wenn du in allen deinen FILIALEN UNTERSCHIEDLICHE KOMMANDOSTRUKTUREN bzw. Arbeitsabläufe hast! … deswegen schalten sie jetzt einfach ihr Protektorat BRD bzw EUDSSR … GLEICH !!! … verwenden DIESELBEN Politclownsteuerungsmechanismen … wie bei ihnen zuhause …

1.) Steinbrücki (SPD-Bilderberger)
2.) Schmaltolli (CDU/CSU-Bilderberger)

===> … CAPICE ???

~ Halbgott ~ November 24, 2011 um 23:33

… musse heisse: … Schmalztolli!

f.luebberding f.luebberding November 25, 2011 um 06:42

W-ING

Ob Guttenberg eine Marionette ist, wage ich zu bezweifeln. Er ist wahrscheinlich sogar für begabte Strippenzieher eine nicht berechenbare Größe.

DT November 25, 2011 um 09:34

DIE ZEIT ist nichts anderes als Sprachrohr und Propagandaorgan der NWO und Bilderberger. Guttenberg wurde von CSIS aufgebaut und lanciert, als Trojaner, genau wie Cem Özdemir von der Atlantikbrücke. Der ZEIT Chefredakteur darf regelmäßig bei den Bilderbergtreffen dabei sein.

Im CSIS haben Leute wie Brzezinski und Kissinger die Fäden in der Hand.
http://csis.org/about-us/board-trustees

Man schaue sich einmal den Lebenslauf des ZEIT Herausgebers Josef Joffe an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Joffe
Das spricht für sich.

DIE ZEIT wird als “seriöses” Blatt benutzt, um Guttenbergs Rückeinstieg zu lancieren. Eine Schande!

f.luebberding f.luebberding November 25, 2011 um 09:49

DT

Du scheinst ja genau zu wissen, was etwa Kissinger über Guttenberg denkt. Natürlich gibt es Transatlantiker, ich bin auch einer, wenn auch über den Umweg Paris. Dass Guttenberg in Georgetown angefangen hat, ist tatsächlich nur ein Ausdruck dafür gewesen, dass er schon in seiner Zeit im Auswärtigen Ausschuss einer der wenigen MdBs gewesen ist, der sich um die deutsch-amerikanischen Beziehungen regelmäßig gekümmert hat. Guttenberg ist – ausdrücklich gesagt – kein Vollidiot. Er hat seine Qualitäten. Der Bundestag ist heute viel provinzieller als noch vor 30 oder 40 Jahren. Das gilt in gleicher Weise für den Kongress in den USA. Man muss nur das Kissinger Interview vorgestern in der FAZ lesen. Was meinst Du, was ein Kissinger über diese Gurkentruppe bei den Republikanern denkt? Guttenberg war eben in dieser Hinsicht durchaus eine Ausnahme. Es gibt heute keine strukturierten Lager mehr, wie noch vor Jahrzehnten. Es ist viel mehr in Bewegung gekommen, als ihr immer unterstellt. Im Grunde analysiert ihr die Welt mit dem Instrumentarium der deutschen Politik im Kalten Krieg. In gewisser Hinsicht finde ich das auch beruhigend. Sonst kommt ihr noch auf dumme Ideen … .

egal November 25, 2011 um 11:40

@ FL
Ich verstehe nicht, warum du die Transatlantikkritik als VT abtust.

Meiner Meinung nach ist Guttenbergs Transatlantikherkunft eine plausible Hypothesem, um seine anfängliche Unterstützung in den Medien mitzuerklären.

Mittlerweile – nach Öffnung der Archive – ist doch bekannt, dass die Dienste im Kalten Krieg ein Netz von Beeinflussungsagenten auch in den Medien unterhielten. “Konkret” war größtenteils STASIfinanziert. Den “Monat” (Michael Naumann, Theo Sommer…) bezahlte die CIA. Was sollte heute anders sein, außer dass die Arbeit staatlicher Dienste durch die privatfinanzierter thinktank (mit ihrer eigenen Agenda) stärker ergänzt wird?

Was waren das für Zeiten, als der Verfassungsschutz bei der Wochenzeitung “Die Zeit” in der Redaktionskonferenz saß

Peter Ferdinand Koch, Enttarnt

Frances Stonor Saunders, Wer die Zeche zahlt – Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg (Link zu Dieter Dehm, Ex- MfS, der es also wissen muss.)

Ich habe nichts gegen die internationale Elitenvernetzung. Die Schwelle zur Korumpierbarkeit ist aber überschritten, wenn Amtsträger ihre Funktion solchen Netzwerken verdanken.

Es wäre VT zu verkennen, dass der bürgerliche Staat Klassenstaat ist, Oligarchie und Ungleichheit also lediglich dem Einfluss finanzstarker Lobbys zuzuschreiben. Allerdings ist – die drei sozialdemokratischen Nachkriegsdekaden haben es bewiesen – das Klassenverhältnis gestaltbar. Zur Kündigung des Klassenkompromisses durch die Politik wesentlich beigetragen haben bürgerliche Lobbys, deren Einfluss daher nicht zu kritisieren dümmer als VT.

Ebenso sind die Übel der Welt, die auf die Staatenkonkurrenz zurückgehen, nicht das Produkt von Geheimdienstverschwörungen. Wenn aber die thinktanks von geisteskranken Neocons Deutschlands Rohstoffstrategie mitzubestimmen drohen, dann sollte man sich schon überlegen, ob man nicht vielleicht den Raum für alternative, nichtmilitärische Konfliktlösungen offenhält und kriegsgeile Verteidigungsminister sowie Transatlantiker generell nicht wählt.

Mein Verdacht ist ja, dass die Diskreditierung von Transatlantikkritikern als VTler Werk der Transatlantiker ist. Angesichts von NWOlern, Bilderbergern etc. haben die es leicht… (obwohl: jahrzentelang wurde bestritten, dass es die Bilderbergkonferenz überhaupt gibt; heute sind Journalisten geladen zu berichten; die Tendenz spricht also für die VTler;) Wer weiß, was man in 50 Jahren so in den Archiven findet).

~ Halbgott ~ November 25, 2011 um 14:11

“W-ING. Ob Guttenberg eine Marionette ist, wage ich zu bezweifeln. Er ist wahrscheinlich sogar für begabte Strippenzieher eine nicht berechenbare Größe.”
————————–

… “berechenbar” …

?????

===> … du nix verstehn in Athen !!!

===> … ist US-Präsident Will Smith etwa … “berechenbar” ???

===> … Will Smith … ist ein Horizontalwackeldackel. Ein Horizontalwackeldackel mit Waschbrettbauch … und läßßig wippendem Gang. Als Horizontalwackeldackel mußß er Lesen können und gute Augen haben! … damit er den Teleprompter ablesen kann. Rechnen mußß er nicht können! … das Rechnen macht eine andere Abteilung. Womit wir wieder bei Kissinger wären …

===> … das HQ des “Westens” in Langley hat allerdings ein neues Kandidatenprofil für seine “Führer”-Sprechpuppen vorgegeben. Es häuften sich in den letzten Jahren nämlich doch die Klagen des Urnenpöbels, daßß die Politclowns so scheißße aussehen täten ….

===> … darauf hat man jetzt reagiert. Der Typus “unfikkbarer Pferdearsch” ist ein Auslaufmodell im “Westen”. Man setzt jetzt auch in EUDSSR-Europa auf mehr Sexiness … appelliert an das Subcelebrale. Denn nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der führenden 623 US-Think-Tanks für “Psycholocigal Warfare & Global Governance” steckt in jedem Störblichenweibchen auch ein schwanzgesteuertes Sexmonster. Diese Erkenntnis wollen sie für die von ihnen verantworteten “freien demokratischen Wahlen” ausnutzen. Bedenke: schon Rothschild-Gerd wurde nur Bundeskanzler weil er so unheimlich gut aussieht!

===> … und der Karl-Theodor ?

.
.
.
.
.

… der hat die Haare schön … :-)

Goodnight November 25, 2011 um 14:55

@HG

Nope, diese ganzen Versuche, den perfekten Politiker zu kreieren sind doch alle gescheitert. Welcher amerikanischer Präsident war denn wirklich attraktiv? Vielleicht J.F.K….. Das ist der gleiche Blödsinn wie diese Psychologen, die immer behaupten, attraktive Menschen hätten es einfacher bei Karriere, im Leben und überhaupt. Schon mal einen attraktiven CEO gesehen?
Die Menschen (!) beobachten die Welt durch den Fernseher und wünschen sich natürlich Ken und Barbie als Leader…und die Empirischen Studien führen diese Experten in den Thinktank dann natürlich in diese Richtung.
Dabei wird übersehen, dass die “reale Welt” ein ausdifferenziertes Monster ist, in dem schöne Menschen schon ganz früh in die Medien und Machtmenschen in die Politik und Experten in die Organisationen gelenkt werden. Wer dann als Schönling versehentlich in der Politik landet, der wird da ganz schnell gefressen, weil da Schönheit nutzlos ist.

Was Schroeder immer vermittelte war “Raubtier” … weniger Gigolo….und weiblichen Wähler präferieren halt immer das Raubtier im Mann, schön sind die selber….aber das ist ein anderes Thema.

Whatever, einen farbigen Hussein hat bestimmt kein Thinktank für die US-Wähler konzipiert….und nach dem Scheitern Mrs Clintons ist eine Palin auch ein hohes Risiko….Nope…..Systeme haben ihre eigenen Regeln und die kann man von Außen nicht steuern.

Whatever, zG wurde einmal gefressen….beim nächsten Mal wird es wieder so enden.

“Lord, what fools these mortals be!”
A Midsummer Nights Dream Act 3, scene 2, 110–115

~ Halbgott ~ November 25, 2011 um 18:58

@goodnight

… Natürlich ist das mit dem Sexappeal nur ein Vertriebs-Argument von vielen. ~ Isch ~ habe ja auch Marketing gelernt :-).

===> … im Falle von Erklärpeer wäre das ja auch ziemlich an den spärlichen Haaren herbeigezehrt, oder. Bei der SPD müßßen sie halt nehmen, was da ist :-) …

( … für die Zukunft versuchen die Sozn ja jetzt u.a. die Manulea aufzubauen. Sie hat die Haare blond, das Lächeln nett (die Zähne gut!). Und eine Ausbildung zur Finanzamtsangestellten ist ja auch nicht nichts, oder ? … )

===> … Wirklich ulkig, wie sie den Peer als Helmut Schmidt sein Sohn vermarktet haben (SPIEGEL-Titel mit gleicher Körperhaltung und Peer versucht, dem Helmut sein Gesichtsausdruck nachzumachen: … totkomich … :-) :-) :-) ) . Und dann die grenzdebilen Dialoge dazu, die ihnen irgend ein Propagandapraktikant in die Münder gelegt hat (bei Jauche-Günni und im ZEIT-Interview ) :-)

===> … Marketing ist ein zielgruppenbezogener Prozeßß. Und die SPD-Wählerschaft sitzt bekanntlich längst mehrheitlich im Pflegeheim. Das erklärt ausgezeichnet dem Erklärpeer seine Erbschleicher-Tonlage/-Habitus …

===> … generell geht es aber eben um die Amerikanisierung der Wahl-Schauveranstaltungen. Das Bestimmen der Führer-Sprechpuppe über die gleichgeschalteten Propagandamedien. Peer statt Siggi, Karl-Theodor statt Horst, Cem statt Jürgen, usw. Dazu passt auch, dass das transatlantische SPD-Präsidium jetzt durchsetzen wollte, dass “Vorwahlen” nach ameriknischem Muster eingeführt werden. Linksrheinisch, bei den Gänsestopfern, übrigens genau dasselbe …

===> … Schröder als Raubtier ?? … Hu ? … na wenn du meinst. Gut, aus der Perspektive einer Hillu oder einer Doris kann das womöglisch schon sein.

===> … Generell, was den Erfolg bei Frauen angeht: gibt es alles. Aussehen, Geld, Macht, Sexuelle Performanz, Ehrlichkeit, Verlogenheit, Charmantsein, Intelligenz, Dichterkunst, die richtigen Drogen dabei haben, usw, usf, … alles kann gehen. Aber eben nicht alles bei jeder.

( … eine Ex-Gottesanbeterin sagte zu mir oft: “~ @Halbgott ~, halt den Mund und sieh gut aus!”. Ich habe bis heute noch nicht ganz verstanden, wie sie das gemeint haben könnte …)

===> … Auch sind die Hintertanen natürlich nicht zwingend auf den KTG angewiesen. Man hat einfach in JEDEM Lager seine Leute (KTG, Peer, Steini, Cem, Kasi, usw. ). So funktioniert ja gerade die gelenkte Scheindemokratie: egal wen du wählst, du wählst immer die Marionetten der Strippenzieher. Gysi hat doch die Woche erklärt, daßß die FDP wohl aus antieuro-populistischer Motivation aussteigt. Dann wird die grosse Koalition mal eben schwubb die wupp Deutschland abwickeln und als Industriegebiet in die EUDSSR einbuchen. Dann kaufen sich die Tatbeteiligten von ihren Silberlingen eine Butze auf Malle.

===> … Probleme treten in der gelenkten Scheindemokratie nur dann auf, wenn kurzfristig neue Bewegungen aus dem dauerverarschten Volke entstehen. Wie die Piraten. Oder die Grünen damals. Petra Kelly wurde ermordet (Anti-Nato-Proteste und Friedenspolitik konnte man nunmal unmittelbar nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in Deutschland wirklich überhaupt nicht gebrauchen …). Dem Albright sein adiböser Taxifahrer, der ja in Untersuchungshaft (Mordverdacht) von den Mitarbeitern von der „Kölner Behörde“ angefixt wurde, hat den Laden übernommen … und gut war ett wieder!

~ Halbgott ~ November 25, 2011 um 19:57

@flüebberding
„Es ist viel mehr in Bewegung gekommen, als ihr immer unterstellt. Im Grunde analysiert ihr die Welt mit dem Instrumentarium der deutschen Politik im Kalten Krieg.”
——————————————————-

===> … also bis 1999 war ich überzeugter SPD-Wähler und leidenschaftlischer CDU-Hasser. So wie ich euch heute mit meinem SPD-Hass auf die Nerven gehe, ging ich damals meinen CDU-Kommilitonen auf den Keks. Ich habe mich also schon erheblich verändert.

===> … auch bin ich keineswegs als „Anti-Amerikaner“ auf die Welt gekommen. Im Gegenteil bis etwa 2003 war ich den Amis durchaus freundlich gesonnen und habe mich dem sogenannten „Westen“ zugehörig und in der BRD wohl gefühlt. Aber dann, aber dann … naja … ihr wißßt ja, was ihr alles getan habt … und das Internet hat es möglich gemacht, dass so viele eurer Leichen nach oben gespült wurden an die Oberfläche … wo sie jetzt treiben und stinken und jeder kann, jeder mußß sie sehen !

===> … das mit dem „Kalten Krieg“ ist übrigens lustig. Denn genau das Gegenteil ist wahr: … der Russe ist jetzt seit 20 Jahre friedlich und kooperativ! … der Kineser auch! … IHR seid die Ewiggestrigen! … ihr seid die Kalten Krieger! … IHR gehört ins 20 Jahrhundert! LOS! … verschwindet! … verschwindet endlich zurück in euer Jahrhundert !! … wir wollen euch in unserem Jahrhundert nicht mehr sehen !! … das hier ist UNSER Jahrhundert !!! … eures ist das 20.te !!!

„In gewisser Hinsicht finde ich das auch beruhigend. Sonst kommt ihr noch auf dumme Ideen … .“

===> … erst alles in die Merde reiten … und dann die großße Ängscht kriegen vor der Rache der Enterbten ??? … na dann laßß dir schon mal langsam einen Text einfallen, den du aufsagen kannst, wenn eines Tages die SPD-SParer mit ihrer Riester-Urkunde vor deinem Reihenhaus stehen und ausbezahlt werden wollen … ~ Isch ~ … aber bin KEIN SPD-Sparer.

===> … WER … ist der legendäre Meister aller Klassen im „Dumme-Ideen-haben“ ??? … Euro, Afghanistan, Eudssr, Massenimmigration in die Sozialsysteme, Harz4, steuerbefreiter Ausverkauf der Deutschland AG ans Ausland, Riester, Liebjen, … na ? … klingelt es langsam ??

Balken November 25, 2011 um 21:50

Ja nun, das ist ja geradzu Zorn a la Georg Schramm, wehe, wenn Gott zürnt, schon ein (Halb)gott ist schrecklich in seinem Zorn! Mein Kommentar bei “Bambivalenz) 24.11., 21:40 findet hier eine Entsprechung (wenn dieser Anlehnungsversuch an einen halbgöttlichen Kommentator ausnahmsweise einmal erlaubt sein mag). Ich fühle mich nun nicht mehr so einsam, wie da nebenan. Doch halt, dort gibt es weiter unten auch noch Holger in Hochform, spricht von Transatlantikern, was Lübberding sofort rügt. Da werde eine Rationalität vermutet, die es nicht gibt. Aha. Alles Zufälle. Die neuen besser englisch als griechisch parlierenden neuen Griechen sind keinesfalls späte Chicago-Boys. Und der Monti hat null komma nix mit Goldman sucks zu tun und zu tun gehabt. Nie im Leben. Also Freunde. Ich werfe wieder einmal den Begriff “Querfront” hin. Es tut sich was. Das Imperium (Hardt/Negri) ist reif dafür. Demokratie war nur als Schönwetterveranstaltung gemeint. Jetzt sind wieder nicht nur enhanced interrogations dran, auch enhanced politics müssen her. Die Postmoderne ist die Rückkehr des Mittelalters. Die vierte Gewalt ist längst Boulevard. Politik ist Pop. Der Popbeauftragte Sigi oder der vom Boulevard populär geschriebenen zG. Eigentlich egal. Weil: no alternative. Di Lorenzo unterwandert gar nichts. Der Vorgang zeigt nur die Unterwanderung, die längst geschehen ist.
Warum ist das alles möglich? Es ist möglich, weil die Geldelite die Globalisierung nutzen konnte, um die “Arbeiteraristokratie” der Kernländer des Westens wieder an die Kandare zu nehmen. Es herrscht in dieser Klasse wieder die pure Angst und der reine Überlebensk(r)ampf. So soll es sein. So war es immer für das gemeine Volk. Nur für kurze Zeit war es einmal ein bißchen anders, weil der Geldelite die Sache mti diesem Revoluzzer, den man im plombierten Zug zur weiteren Destabilisierung eines schönen großen failed state losgeschickt hatte, ein wenig aus dem Ruder gelaufen war. Der hatte da ein unzugängliches Staatswesen errichtet, Mist! Siebzig Jahre hat der Spuk gedauert! Und was hat man dem in diesen Jahren hier für Demokratiespielchen entgegensetzen müssen! Richtig aufmüpfig wurden die verwöhnten Domestiken dadurch, unglaublich! Aber jetzt, jetzt wird die Ordnung wiederhergestellt! Wir haben die Leute soweit. Sie sind reif für einen zG. Den lassen wir ihnen die Welt erklären. Die Politik machen wir .

no way November 25, 2011 um 21:56

Mensch Halbgott, so viel wahre Selbsterkenntnis und Transparenzokratie?

Mit dem Zurückbeamen ins 20.te hätte etwas. Nur wer soll die alle aussuchen – ne Volksbefragung?
Und vergess mal diesen Schäubletto nicht – seid über 20ig Jahren, wenn der auf seine Taten zurückblickt : da kommt doch der Konfirmationskaffee hoch.

holger November 25, 2011 um 22:09

~HG~

===> … also bis 1999 war ich überzeugter SPD-Wähler und leidenschaftlischer CDU-Hasser. So wie ich euch heute mit meinem SPD-Hass auf die Nerven gehe, ging ich damals meinen CDU-Kommilitonen auf den Keks. Ich habe mich also schon erheblich verändert.

Nanu… überzeugter Wähler… Ich bin durch mein Elternhaus so einschlägig erzogen worden, und die waren alle SPDÄler, schon damals kurz nach der Geburt, dass ich die Taktik der Sozialisten und Schein-Sozialdemokraten unter strengsten Sicherheitsauflagen schon durchschauen musste. Schon damals spürte ich häufig, was es bedeutet in einer Arbeiterfamilie aufwachsen zu müssen. Wo die Herrschaften Eltern mit sich selbst sozial überfordert waren. Der Alte auf dem Bau, später auf Schicht. Aber immer fleißig die SozialistenSozialdemokraten gewählt. Incl. Gewerkschaftspack.

Mein Vater war schon immer ein Sozi. Sozial wählen, eigenes Kind eins auf die Fresse hauen, wenn Argumente fehlten. Das hat bei den proletarischen Sozialdemokratischen Sozialisten Tradition. Bis in die hohen Ämter der Politik. Bei meinem Opa genau das gleiche. Erst wurde er Entnationalsozialistisch desinfiziert mit Puder, und was macht der? Er wählt die Internationalensozialisten SPD. Bis eines Tages Schröder kam. Das war ihm dann doch zu Sozial. Seitdem wählt er nicht mehr.

Da ich ja nun in jungen Jahren den Nationalensozialisten in die Falle gegangen bin, ist mir spät aber immerhin rechtzeitig, doch noch ein Licht aufgegangen. So lauschte ich mal der Rita Süssmuth ein wenig zu. Und seitdem ich tieferen Einblick in diese Strunz dumme Politik Maschinerie Einblick bekommen hatte, lehne ich sämtliche jetzig agierenden Parteien ab incl. Verfassungschutz. Die Rechten die Linken die Mittigen und auch die Außerirdischen.

holger November 25, 2011 um 22:40

~HG~

Hitlar zB war kein Nationaler Sozialist, der hatte von den real existierenden Internationalen Sozialismus den Auftrag (den er gar nicht kannte), die Schätze im Reich zu dokumentieren, akribisch zu trennen, der eine den gelben Stern, der andere zu späteren Entnazifizierung das Hakenkreuz. Bei den richtigen Einheimischen wurde noch ne Nummer unter Arm eintätowiert. So, dass man erfolgreich verfolgen konnte. Deswegen wurde uns Adolf nie aufgehalten. Er hatte den Auftrag, ein Tätervolk indentifizierbar zu machen. Dafür wurde er bezahlt. Von der Finanzlobby. Weil dieses Volk erfolgreich war. In der Technik Meilenweit enteilt. Siehe Patentämter und Nobelpreisträger. Das konnte man nun nicht durchgehen lassen. Darum hat General Patton und ich habe mich lange mit einem Nachfahren den Chris Patton darüber unterhalten, den Auftrag, Patente zu beschlagnahmen. Deswegen wurden Orte wie Göttingen fast verschont. Und Kassel ausradiert. Panzerbau etc.pp. Erst durch die Operation Paper Clip, die ausschließlich zur Wissenschaft in die USA verbracht wurde, incl. Der selbst von der „BILD“ vermissten Gold-Reserven. Konnte die USA so etwas ähnliches, wie die V1 bauen.

Das war der National-Sozialistische Hammer. Erst Hitlar hat diesen Zustand ermöglicht. In dem er wie Aschenpuddel getrennt und das deutsche Volk in die Vernichtung getrieben hat. Er hat ja nicht nur J+den auf den Gewissen, die Leute, die das erkannt hatten, wurden wie Ernst Röhm aus dem Weg geräumt. Und auch Stauffenberg. Die Engländer konnten es gar nicht zulassen, dass die Attentate Erfolg hatten. Ebenso wenig die Russen.

Der ist immer so offen im Wagen durch die Gegend gefahren, das traut sich ja noch mal unsere Bürgermeisterin. Hätte man ihn nicht einfach um nieten können? Nein… konnte man nicht. Ich denke, dass die Aufwendungen viel höher waren, ihn den Addi am Leben zu erhalten als alles andere.

Cui bono uns Addi? Den internationalen Sozialisten und der Kapital-Verwertung natürlich. Wer weiß denn schon, wie viel Milliarden das Reichspatentamt Wert war? Und unter welcher Kontrolle das heutige Patentamt steht? Wenn da nicht Wiener-Neustadt wäre. :D

Der ganze Kapitalismus ist auf dem Sozialismus als Fundament aufgebaut. Sozialisten Rauben, Morden, Plündern. Und nun kommt aber der ober Sozialist China, der kopiert nur. Ist einfacher. ;-)

S.Ewald November 25, 2011 um 23:01

@Holger
Meine Empfehlung. Kauf dir mal ein Geschichtsbuch und lies es auch. Oder schreib ein Buch über deine Dialoge mit den Nachfahren von Chris Patton. Das wird sicher ein Bestseller.

holger November 25, 2011 um 23:11

@ S.Ewald

da ich genügend Geschichte mir angetan habe (macht Spaß :D ), und auch eine große Tapete gemalt habe, wer mit wem und warum und wieso und weshalb, komme ich leider nur auf solche dummen Ideen. Aber vielleicht solltest Du Dir mal auch ne Tapete malen, wer mit wem und warum wieso weshalb. Und nicht nur ein Geschichtsbuch lesen. Und vielleicht solltest Du auch mal Lesen, und nicht nur deuten.

—>>>mit den Nachfahren von Chris Patton”

Typischer Fehler aller nicht Leser. Chris Patton hat keine Kinder. Wie soll ich da in einen Dialog treten können? Mit den Nachfahren? Ich nehme an, schon recht deutlich zu schreiben und auch relativ einfach. Scheint aber auch nix zu bringen.

S.Ewald November 25, 2011 um 23:26

@Holger
OK. Dann reden wir scheinbar aneinander vorbei. Ich rede von General George S. Patton und der hatte 3 Kinder. Von wem genau redest du?

Nachtrag: Hier noch der Wiki-Link: General George S. Patton

holger November 25, 2011 um 23:43

Von Chris Patton, einem Neffen. Den ich zufällig mal über http://www.peswiki.com kennen gelernt habe. Der hat mir Uncle Pattons Geschichte erzählt, so wie sie in der Familie erzählt wird/wurde. Oder wie auch immer. Nicht umsonst, rätselt man immer noch über den Tod von General Patton.

holger November 26, 2011 um 00:00

Den Wiki-Link kenne ich. Nur fehlt da noch eine Passage drin :D nämlich was er alles für Dokumente noch so geschmuggelte hatte, außer Nuremberg. Er hatte nämlich nicht alles ordnungsgemäß übergeben. ;-)

Aber mal zurück in die Zukunft. Da war doch noch die Akte Mitterrand. Den alten Sozialisten. :D Und in dieser Akte liegt viel drin, was man in erster Augenscheinnahme nicht so für möglich halten würde. Man muss da nicht diversifiziert rangehen, sondern mal tiefer bohren. Quasi Erdwärme nutzen. Eine Schlüsselfigur in Europa.

Synapsenkitzler November 30, 2011 um 23:18

Lustiges Anagramm auf Guttenberg – Zufall? ;-)
Aus “Karl-Theodor zu Guttenberg”
wird “Eleganz ruht- Doktorbetrug”.
Bildbeweis:
http://www.synapsenkitzler.de/guttenberg-anagramm

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