Wulffs Freunde

by f.luebberding on 22. Dezember 2011

Darauf hat der Bundespräsident gestern noch einmal hingewiesen. Wie wichtig ihm seine Freunde sind, denen er aber nur berechtigte Vorteile eingeräumt habe. So sind seine Ausführungen von heute zu verstehen. Der Spiegel hat kurz vor Wulffs Erklärung und dem Rücktritt seines Sprechers Glaeseker neue Erkenntnisse über seine Kredite veröffentlicht, allerdings jetzt bei einer befreundeten Bank. Aber auch andere Freunde fanden Erwähnung.

So etwa der Party-Manager Manfred Schmidt. Wir wissen nicht, mit wem Herr Schmidt befreundet ist, ob mit Herrn Wulff oder dessem nun ehemaligen Sprecher Glaeseker. Bekanntlich hat ihm Herr Wulff alles Gute für seine weitere berufliche Zukunft gewünscht. Vielleicht sollte er die Zeit nutzen, um vorher noch einmal Urlaub zu machen? Nach diesen aufregenden Tagen haben wir alle Verständnis dafür. Daher bleiben wir bei Herrn Schmidt. Die Deutsche Welle beschrieb ihn als verschwiegen. Der Spiegel wies auf eines seiner zahllosen Events hin:

“Kritisch könnte für Wulff zudem seine enge Verbindung zu dem Party-Veranstalter Manfred Schmidt werden. Schmidt hatte den “Nord-Süd-Dialog” organisiert, eine Veranstaltungsreihe in den Jahren 2007 bis 2009. Für diese hatte neben Wulff der baden-württembergische Ministerpräsidenten Günther Oettinger die Schirmherrschaft übernommen. Allein mit dem letzten “Nord-Süd-Dialog” im Dezember 2009 soll Schmidt mehrere hunderttausend Euro verdient haben, die von Unternehmen für die Veranstaltung gesponsort worden waren. Am Einwerben dieser Sponsorengelder soll die Staatskanzlei beteiligt gewesen sein, was Wulff allerdings bestreitet. Schmidt wiederum hatte am 30. Juni 2010 – dem Tag, an dem Wulff zum Bundespräsidenten gewählt worden war – in Berlin auf eigene Kosten eine Party für Wulffs Freunde organisiert. Zu diesem Fest war Wulff am späteren Abend erschienen, um sich feiern zu lassen.”

Was unter diesem Nord-Süd Dialog zu verstehen gestehen ist, hat die Stuttgarter Zeitung unter dem Titel Länder-Party unter neuen Vorzeichen beschrieben. Merkwürdigerweise gab es bei der Bankfinanzierung von Herrn Wulffs Eigenheim eine weitere Art des “Nord-Süd-Dialogs”. Willy Brandt, manche erinnern sich, verstand darunter noch etwas anderes. Aber so ändern sich halt die Zeiten. Heute geht es um wichtigere Fragen, wie uns der amtierende Bundespräsident in seiner Stellungnahme noch einmal versicherte. Etwa um das Vertrauen in eine solide Eigenheim-Finanzierung mit Sonderkonditionen. Und um Gradlinigkeit, die bisweilen fehle. Das tue ihm leid, so meinte der Bundespräsident, und bedauerte es.

“Ich sehe ein, nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig.”

So ist das. Oder haben Herr Wulff und sein ehemaliger Sprecher einfach nur die Orientierung verloren? Zwischen Hausbau, Urlaube, Bücher, Dialoge und Partys? So muss das wohl gewesen sein. Es war halt alles nur ein Kommunikationsproblem.

update

Wo zur Besinnlichkeit aufgerufen wird, gesalbte Worte aus berufenen Munde. Ursula von der Leyen über Christian Wulff. Sie wird doch nichts gewusst haben?

“Christian Wulffs Erfolg ist alles andere als ein Zufall. Er beruht auf Klugheit und der seltenen Fähigkeit, sich selbst zurückzunehmen. Wulff hat im Laufe der Jahre viele Menschen dazu bewegt, sich nicht nur für Politik zu interessieren, sondern sich auch selber einzubringen und unserer Land aktiv mit zu gestalten. Viele haben an seiner Seite in Niedersachsen gewirkt und dabei selbst an Statur gewonnen. Christian Wulff hat die Gabe, in seinen Erfolgen mit anderen das Scheinwerferlicht zu teilen. Ich weiß, wovon ich spreche. Das ist eine seltene Gabe. Wer seine Bescheidenheit zur Schwäche umdeutet, ist unfair oder hat keine Menschenkenntnis.”

23.12  14:20 Uhr

Wer hätte das gedacht? Hat der Herr Glaeseker doch Urlaub gemacht, und das bei Freunden. Natürlich umsonst.

 

 

 

 

{ 152 comments… read them below or add one }

ntroP Dezember 22, 2011 um 23:16

Orientierung verloren?

Gehts noch?

Deren “Ordnungspolitischer Kompass” war durchaus geeicht.

Was nun plötzlich anrüchig wird war doch schon lange offenbar.
Der einzige Unterschied zu der Zeit, in der Schröder die Nutte gab, ist doch nur der, dass mittlerweile eine kritische Masse der Bevölkerung nicht mehr weiss, wie es gut gehen soll.

Schröder konnte noch von engeren Gürteln faseln, aber mittlerweile geht es für einen guten Teil der Bevölkerung nicht mehr mit Weniger.

Wulff ist nur ein weiterer Paria.

Wo “Occupy” weder Programm noch Definition der Probleme noch sonstwas bieten kann, wird immer gehässiger nach oben gebissen.

Die Wulff-Kritiker sind die Wadenbeisser der Moderne.
Sie möchten ihm Korruption nachweisen wo Symbiose die Korruption ersetzt hat.

Wulff lebt, wie jeder andere Entscheidungsträger auch, parasitisch von der arbeitenden Klasse und symbiotisch mit der Hochfinanz.

So what?

Sollte er zurücktreten?

Wozu?

Er hat sich nicht einmal dumm angestellt, was leider ein aktuelles Argument ist.

Es wird halt nur gerade genauer hingeschaut und sich mehr erregt.

Ob Wulff kommt, geht, grün anläuft, zum Himmel fährt oder tot umfällt spielt doch überhaupt keine Rolle!

Moralisch ist diese Republik so oder so am Ende. Politisch ist sie festgefahren.

Scheiss auf Wullf.
Scheiss drauf, was er macht.

Scheiss auf die “Würde” eines Amtes, das ja doch nur einen Wulff anzieht.

hacedeca Dezember 22, 2011 um 23:37

War der Artikel, aus dem zitiert wurde, der welcher den Kredit der BW-Bank an Wulff erläuterte? Man verliert ja den Überblick!

Auf alle Fälle hat Wulff von der staatlichen(!) BW-Bank einen sehr verbilligten Kredit bekommen.

Soviel zum Thema “Monetative”. Hat sich en passant gleich miterledigt. Auch die Ideen der Geldschöpfung in staatliche Hand überhaupt!

Das funktioniert nur mit dem “Neuen Menschen”. Und das mit dem “Neuen Menschen” funktioniert nie.

gelegentlich Dezember 22, 2011 um 23:40

Ist denn Weihnachten? Ja, denn jetzt kommt noch ein Hauch Kir Royal-Aroma in die Stube:

,,”Ebenso wie Claudia Roth und Klaus Wowereit ist Christian Wulff mit David Groenewold bekannt”, erklärt sein Sprecher. Ansonsten gelte: “Privates ist privat.”

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-71123460.html – zit.n. dem Gephi-Projekt-Link

Jetzt drücken wir Landeier uns die Nasen platt bei Leuten, die ihre Sprecher erklären lassen: ,,Privates ist privat”… und es kann nicht hingenommen werden, deshalb vulgär zu werden, nicht wahr, @ntroP?

(Offenbar ist der Original-Macher von Kir Royal auch mit denen ,,bekannt”)

f.luebberding f.luebberding Dezember 22, 2011 um 23:45

hacedeca

Das mit dem Kredit war der oben verlinkte Spiegel Artikel. Auf Herrn Schmidt sollte nur noch einmal besonders aufmerksam gemacht werden. Bevor der arme Mann einfach so untergeht. Und dass die Zeit auch noch den vorbildlichen Erwerb von 2.500 Wahrheits-Exemplaren – zur politischen Bildung sicherlich – durch Herrn GHH/RWE Großmann hingewiesen hat, sollte noch extra erwähnt werden. Für ihn waren das sicherlich peanuts.

Und das ist wahr. Alles sehr kompliziert. Wahrscheinlich sucht der Herr Wulff auch gerade nach seinen 80 Disketten.

f.luebberding f.luebberding Dezember 23, 2011 um 06:32

ntroP

Und jetzt noch einmal die Frage von gelegentlich beantworten. Danke.

gelegentlich Dezember 23, 2011 um 07:19

@ntroP
Sicher, das Sittengemälde ,,Wulffs Freunde” kann nicht mit Aquarellfarben gemalt werden. Die passen nicht zum Gegenstand. ,,Kir Royale” eben, aber mit Konzentraten und ohne Winzersekt.

Max Dezember 23, 2011 um 08:17

Ist ja schick das Geseiere über Wuff.

Nun aber mal zurück zur Marktwirtschaft.
War eben in 3 Kaufhallen im Zentrum der Bundeshauptstadt.
2 Kaufhallen sagten mir, daß man Kaninchen vorbestellen muß.
Marx sei Dank hatte dann Kaisers noch ein Karnickel für mich.

Soviel zur Planwirtschaft in der BRD.

Genauso wie das Märchen von der Marktwirtschaft ist auch die sogenannte FDGO ein Märchen.
Mensch – redet mal Klartext. Ihr könnt uns nichts vorschauspielern.

gelegentlich Dezember 23, 2011 um 08:26

@Max
Das heißt doch bloß dass 2 von 3 Kaufhäusern ihr Publikum für prekärer halten als es, jedenfalls jetzt zu Weihnachten, wirklich ist: die optimistischere Firma ,,Kaiser” hat gesiegt.
Ist Wulff jetzt glaubwürdiger, zählen die Leute von ,,Kaiser” zu seinen Freunden? Ich weiß es nicht…

Nanuk Dezember 23, 2011 um 08:27

Na diesen Masstäben ist die ganze Republik korrupt… dann können wir die Politische Klasse austauschen… welcher Politiker war denn noch auf der Party?

Merkwürdigerweise gab es bei der Bankfinanzierung von Herrn Wulffs Eigenheim eine weitere Art des “Nord-Süd-Dialogs”Willy Brandt, manche erinnern sich, verstand darunter noch etwas anderes.

Da ist der Ost West Dialog ja auch viel interessanter der fand ja ganz Freundschaftlich im Büro von Willy Brandt statt…
http://www.youtube.com/watch?v=8QxILURQbgs

Nanuk Dezember 23, 2011 um 08:41
Nanuk Dezember 23, 2011 um 08:48
Andreas Kreuz Dezember 23, 2011 um 09:07

Wenn ein Stück Fleisch von Maden durchsetzt ist,
schmeißt man es weg.

Wer kommt denn auf die Idee,
da noch “gute Stücke” heraus schneiden zu wollen?

Reinhard Dezember 23, 2011 um 09:39

@Andreas:
Wenn Fleisch nahezu unerschwinglich und teuer ist, rettet man davon so viel es nur geht.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 09:44

“Wenn Fleisch nahezu unerschwinglich und teuer ist, rettet man davon so viel es nur geht.”

Wir sind aber nicht in Somalia da hätte es in diesem Fall tote gegeben!

Nanuk Dezember 23, 2011 um 10:05

btw Lübberding whats the news Pussycat…
http://www.youtube.com/watch?v=Tmh03Av-3NU

gelegentlich Dezember 23, 2011 um 10:10

@Nanuk

,,Wir sind aber nicht in Somalia da hätte es in diesem Fall tote gegeben!!”
Nein, wir reden über Wulffs Freunde.
http://www.fr-online.de/politik/wulffs-kreditaffaere–das-ist-das-system-maschmeyer-,1472596,11342198,view,printVersion.html
Und erinnern uns an eine Sternstunde. So handelt man nur wenn man gute Freunde hat: monatelang jeden Interviewunsch abblocken, dann einen gut vernetzten Promi-Anwalt losschicken: ,,Mein Mandant ist nie gehört worden!” – Als Staatsbürger gefällt mir bisher gut:
- er hat sich damit nicht durchsetzen können
- BILD hat ein weiteres Mal bei einer Kampagne keinen Erfolg gehabt
- Maschmeyer hat jetzt das öffentliche Image eines Rotlicht-Zuhälters. Es wird langsam überlegenswert sich mit ihm öffentlich zu zeigen, für einen Politiker, zumindest.

Den kleinen Leuten ihr Geld wegnehmen läßt sich schwer ,,vermitteln”, den Leuten ,,da draußen”, ,,vor Ort”.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 10:15

Den kleinen Leuten ihr Geld wegnehmen läßt sich schwer ,,vermitteln”, den Leuten ,,da draußen”, ,,vor Ort”.

Da gibt es nix zu vermitteln so wird man Reich.Wir müssen uns entscheiden wollen wir Kapitalismus oder nicht wenn ja muss man damit Leben das alle Korrumpiert werden…

Nanuk Dezember 23, 2011 um 10:18

Das ganze Bürgertum ist so erst die Taschen vollstopfen und dann von oben Moral Predigen…

matt_us Dezember 23, 2011 um 10:20

250 Fragen, aber was mich interessiert wird nicht beantwortet. Hier zwei Fragen.

aus dem Spiegel:

“Am 21. März 2010 vereinbarte die BW-Bank mit Wulff einen Kredit-Rahmenvertrag über 520.000 Euro – eine Art Dispo, der bis zum 31. Dezember 2024 laufen sollte. Die Zinsen waren variabel. Die Höhe richtete sich nach dem Zinssatz, zu dem Banken am Geldmarkt Geld leihen können. Der Zins habe zwischen 0,9 und 2,1 Prozent gelegen, wie die Anwälte des Bundespräsidenten dem SPIEGEL bestätigten. Derartige Finanzierungen vermittelt die BW-Bank nur an “gehobene Privatkunden”, wie es in einer Stellungnahme des Geldinstituts heißt.”

Warum zahlt der Wulff seinen Kredit nicht zurueck? Der hat sich seit 2008 nicht verkleinert, sondern vergroessert? Anscheinend jetzt anstatt einer halben Million, nun 520.000! Fuer einHaus was 400.000 gekostet hat?

Und wieso bekommt der guenstigere Zinsen als auf Grund seiner guten Bonitaet, die aber nur vom Steuerzahler finanziert ist?

Was der macht der Wulff mit seinem Gehalt von rund 200.000 im Jahr, (also unserem) Geld? Das ist eine berechtigte Frage. Seinen Immokredit scheint er nicht abzuzahlen. Er gibt auch kein Geld aus wofuer Otto Normalverbraucher Geld ausgibt. Auto und Urlaub. Denn er hat Dienstwagen und macht zum Teil unbezahlten Urlaub bei Freunden.

Frage Nummer 1:
Sind solche Deals fuer Immobiienkredite an der Tagesordunung fuer Politiker bei Banken. Sich Geld teilweise fuer 0,9% leihen, also weniger als Banken bei der EZB je zahlen mussten in den letzten paar Jahren.

Wenn ja, erklaert das dann warum Banken immer noch nicht vernuenftig reguliert worden sind? Sind also alle Politker so von Banken bestochen? Mit billigen Krediten??? Sollte man mal alle Politiker nach ihren Bankkonditionen befragen?

Jetzt zur zweiten Frage.

Aus der Zeit:

“Nach Informationen von ZEIT ONLINE ist auch die Verbindung zwischen Wulff und Manfred Bissinger – dem Mann, der damals das Buchvorwort schrieb – enger als bekannt. Bissinger war von 2001 bis 2010 Geschäftsführer Corporate Publishing von Hoffmann und Campe. Während der Feier zu Bissingers 70. Geburtstag im vergangenen Jahr soll Wulff die Laudatio gehalten haben – zu einer Zeit also, als er bereits Bundespräsident war. Auch dieser Freundschaftsdienst passt nicht so recht zur Würde des Amtes.”

Passt nicht zur Wuerde des Amtes? Passt auch nicht zu seiner Erklaerung dass er nicht ueber die 43.000 Euro wusste die Maschmayer fuer seine Buchpromotion gezahlt hat.

Diese Erklaerung hat er als Bundespraesident abgegeben, dass er nichts von den 43.000 wusste.

Ich halte das jetzt fuer noch unwahrscheinlicher als vorher, denn wieso wusst Wulff nichts davon, wenn Maschmeyer davon wusste, und Manfred Bissinger, der sein “Wahrheits” Buch herausbrachte. Bissinger schrieb auch das Vorwort zu seinem Buch.

Genuegt das, um als Bundespraesident das Laudation zu Bissingers 70. Geburtstag zu halten? Oder sind die wirklich befreundet miteinander , oder wollte sich hier Wulff dafuer bedanken, dass er die Finanzierung ueber Maschmeyer fuer seine Buchwerbung finanziert hatte. Die Behauptung, dass Wulff nichts von der 43.000 Werbekampagne gewusst habe, wird immer unhaltbarer.

Frage Nummer 2:
Wie genau ist die Beziehung Bissinger-Wulff und wie glaubwuerdig ist nun Wulffs Behauptung dass sein Freund Maschmeyer von der Werbekampagne gewusst haben, und sein Freund(?) Bissinger, es beide ihm aber niemals gesagt haben in den letzten 4 Jahren?

Also, das ist absolut unglaubwuerdig jetzt fuer mich – der Bundespraesident scheint als Bundespraesident uns alle angelogen zu haben, wenn er sagte er wusst nichts ueber die 43.000.

Ruecktreten sollte er immer noch nicht, damit die Journalisten weiter ihren Job machen, und wir mal wirklich sehen in welcher Bananenrepublik wir leben. Das ist viel wichtiger!

Dann kann man dann mal was dagegen unternehmen, wenn so alles ans Tageslicht gekommen ist.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 10:21
Nanuk Dezember 23, 2011 um 10:26

@gelegentlich
Was hast du gedacht was Bürgerliche sind Mönche die in Zellen sitzen und gut gegen böse abwägen? Wie die Jungs hier?
http://www.youtube.com/watch?v=p1lfOWFHry8

matt_us Dezember 23, 2011 um 10:29

@Nanuk
“noch Fragen?”

Du hattest das Preisschild vergessen, fuer das Grosse Bundesverdienstkreuz – Hier ist es ja:

Die dicksten Parteispenden 2009 – Johanna Quandt, Bad Homburg: 150.000 Euro am 1. Oktober © CDU

http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/fotostrecke-dicksten-parteispenden-grosse-liste-596803.html

gelegentlich Dezember 23, 2011 um 10:34

@matt_us

Oh Gott! Wie billig! Kein Wunder dass der ganze Nahe Osten über uns lacht – weil wir Korruption nicht können. Oder aber: das ist ein Teilelement, die wirklichen Kosten für die Infrastruktur der dafür nötigen Symbiose sind für die Begünstigten viel höher? Dafür bräuchten wir aber was es noch nicht gibt: eine Volkswirtschaft, die ihren Namen verdient, als Wissenschaft, welche die Stoffwechselaufwendungen für diesen Teil der politischen Verdauung mal quantifiziert. Müßte ja gehen – im Prinzip.

Klaus Dezember 23, 2011 um 10:36

Ich will mein Karnickel an Wihnachten!!!

Kein Wuff auf dem Teller! Capito?

f.luebberding f.luebberding Dezember 23, 2011 um 10:37

matt_us

Sehr gute Fragen. Wulff hat übrigens angegeben, dass den Kontakt zur BW Bank Geerkens als guter Kunde hergestellt habe – und zwar vor der Anfrage im Landtag in Hannover. Offenkundig hatte das den Grund, dass jeder Zusammenhang mit einem “Nord-Süd Dialog” vermieden werden sollte. Nur dann muss der Kredit bei der BW Bank noch unter den Bedingungen des Ministerpräsidenten von Niedersachsen abgeschlossen worden sein. Also mit der im Vergleich zur Kredithöhe schwachen Bonität Wulffs und den wegen der Unterhaltszahlungen reduzierten Nettobezügen. Wie schafft es eigentlich der Herr Geerkens, die BW Bank dann von diesem Kredit zu überzeugen? Es muss ja aussichslos gewesen sein, wenn man es nüchtern betrachtet. Oder war die Aussage von Wulff falsch und Herr Geerkens hatte damit gar nichts zu tun?

Es ist wirklich fatal. Herr Wulff gerät beim Aufklären von Widersprüchen jeweils in die nächsten Widersprüche. Woran das wohl liegt? So hat er übrigens auch über seine Anwälte gegenüber Welt online erklären lassen, dass der ursprüngliche Zinssatz von 4,5 % auf 4 % aus einem Grund reduziert worden wäre: wegen einer Leitzinssenkung. Bekanntlich ein entscheidendes Kriterium für einen sogenannten Privatkredit unter Freunden. Das machen die dann alle so.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 10:53

@gelegentlich
und selbst die Mönche warten vom Prinzip her nur hier drauf…
http://www.youtube.com/watch?v=-JFu_8E76rE

sollen wir sie jetzt selbst machen die Flut?

topi Dezember 23, 2011 um 10:58
f.luebberding f.luebberding Dezember 23, 2011 um 11:07

topi

Das werden sicherlich einige Kollegen wissen. Es ist ja alles so wahnsinnig transparent. Die 4,5 % sollen aber durchgestrichen worden sein, um dann 4 % zu schreiben. Das ist nämlich total schwierig so einen Wulffschen Privatkredit zu fabrizieren. Denn einerseits darf der Herr Wulff nicht zu große Vorteile haben. Das könnte ja den Anschein erwecken gegen das Ministergesetz zu verstoßen. Andererseits darf er sich nicht als ein Nachteil zu Lasten Wulffs entpuppen. Dann fragt sich natürlich jeder: was soll der Unsinn? Man muss also die Balance halten. Wobei Herr Geerkens das Haus ja auch hätte kaufen und an Wulff vermieten können. Zu einer marktüblichen Miete. Und dann muss man auch noch an die Leitzinsen denken! Man kann natürlich auch denken, dass das alles nur wichtig gewesen ist, um den Anschein zu erwecken, den Wulff gerne haben will. Das kann man übrigens zu jedem Zeitpunkt machen, nicht wahr Herr Wulff? Oder sollen wir Herrn Glaeseker fragen?

Keynesianer Dezember 23, 2011 um 11:12

4,5% oder 4%? Das ist ja ungeheuerlich! Für ein Klinkerhäuschen? In Griechenland sind gerade 40% der Jugendlichen erwerbslos und kriegen bald kein Geld mehr zum Leben. Oder sind es jetzt schon 40,5 Prozent?

topi Dezember 23, 2011 um 11:18

Das interessante ist ja das hier:
” Die Zinsen waren variabel. Die Höhe richtete sich nach dem Zinssatz, zu dem Banken am Geldmarkt Geld leihen können. Der Zins habe zwischen 0,9 und 2,1 Prozent gelegen, wie die Anwälte des Bundespräsidenten dem SPIEGEL bestätigten. Derartige Finanzierungen vermittelt die BW-Bank nur an “gehobene Privatkunden”, wie es in einer Stellungnahme des Geldinstituts heißt.”

Und der Dispo für Klein-Erna liegt dann zwischen 12 und 18 Prozent.

Auch mal zur Einordnung, wie denn eine Ausweitung der Kreditvergabe auf die Verteilung wirkt.

gelegentlich Dezember 23, 2011 um 11:20

@topi
Klein-Erna ist aber auch nicht auf die jahrzehntelange Ochsentour gegangen und sie hat, nun ja, auch nicht die richtigen Freunde.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 11:24

@gelegentlich
Ochsentouren haben es so an sich das am ende nurnoch Ochsen da stehen…

Klaus Dezember 23, 2011 um 11:35

Frohes Fest allen!!!
wuff..wufff
Auch von meinem Hund. ;-)

matt_us Dezember 23, 2011 um 11:40

Zinsen hin oder her.

Was macht der Wulff mit seinem Geld? Seitdem er das Haus hat, hat er mehr als eine halbe Million verdient.

Der Kreditbetrag ist gestiegen, anstatt gesunken? Er zahlt fast keine Zinsen fuer Haus, nichts fuer Urlaub, nichts fuer Auto!

Was macht der Wulff mit seinem Geld? Investiert der das irgendwo? Wenn ja wo? In irgendwelchen windigen Geschaefte seiner windigen Freunde?

Jeder Hartz4 Bezieher muss vorlegen, wie seine Heizkostenrechnung aussieht. Aber der Wulff streicht Geld ein, unser Geld, gibt kaum was aus (ausser vielleicht 100.000 fuer Hausrenovierung??) , und hat einen 520.000 Dispokredit zu 0,9%? Und sagt uns gar nichts!

Geht es noch da drueben in der Bananenrepublik, dass das nicht mal aufgeklaert wird – das will ich jetzt mal wissen.

Was macht der Wulff mit seinem (unserem) Geld???

Klaus Dezember 23, 2011 um 11:43

Der Neid der Besitzlosen ist unerträglich.
Laßt uns Weihnachtslieder singen. :-)

Nanuk Dezember 23, 2011 um 11:52

Au ja… Weihnachtslieder.
http://www.youtube.com/watch?v=lYwiDHKJ-7M

topi Dezember 23, 2011 um 12:03

gelegentlich

” Klein-Erna ist aber auch nicht auf die jahrzehntelange Ochsentour gegangen und sie hat, nun ja, auch nicht die richtigen Freunde.”

Wie genau kennst du die Tour von Klein-Erna?

Schichten im Supermarkt, mit zwangsweisen unbezahlten Überstunden, dann Kinder, keine Kinderbetreuung, zwangsweise Hausfrau.
Mal einpaar Jahre Ruhe vorder Knochenmühle, aber dafür keine Knete, deswegen ja knietief im Dispo.

Und wenn der Alte abhaut, bleibt noch hartzen, mit 400-Euro-Job,für den man heutzutage schonmal locker20 Wochenstunden undmehr abreißen darf; damit wenigstens noch 160 Euro übrigbeleiben, um den Kindern noch einen Anschein von Normalität ggü. den Nachbarkindern zu bieten.

Und wenn die Kinder größer sind, dann darf sie wieder Vollzeit,sogar mit Überstunden (ohne Bezahlung natürlich). Bei Spätschicht kommt sie dann halb Neun nach Hause; um sich dann noch eine Talkshow anzuhören, in denen ihr DUmmquatscher erzählen, dass der Schulerfolg ja wohl vom eigenen Engagement abhängt, nicht von der Ausgestaltung der Schulen.

Leistung muss sich ja schließlich lohnen!!!

matt_us Dezember 23, 2011 um 12:04

@Klaus
“….Neid …Besitzlosen…”

Irgendeiner hier besitzlos? Irgendeiner neidisch?

Was macht der Wulff mit unserem Geld, ist eine berechtigte Frage, denn er macht nicht was Otto Normalverbraucher damit macht, Immokredit abzahlen, Urlaub bezahlen, Auto finanzieren!

ziggi Dezember 23, 2011 um 12:05

@matt_us: Das Geld könnte auch an den Ex-Arbeitgeber von Bettina gegangen sein. Verdienstausfall sozusagen.

topi Dezember 23, 2011 um 12:07

Die “Eliten” haben bei den feinen Banken Zugang zu Krediten knapp über Leitzins.

Darüber sollte mal ein Shitstorm im Pressewald losrauschen.

topi Dezember 23, 2011 um 12:07

Und unsere lieben Geldpolitikfreunde sollten endlichmal zur Kenntnis nehmen, welche Verteilungswirkung “lockere Geldpolitik” letztlich hat.

topi Dezember 23, 2011 um 12:08

@ziggi

Welche Ablösen zahlt man denn so bei Conti?

Läna Dezember 23, 2011 um 12:12

Bi-Ba-Butzemann um das Haus herum…

Sven Dezember 23, 2011 um 12:13

@Nanuk

Das hier ist aber auch schön besinnlich:
http://www.youtube.com/watch?v=BqfZUX5svCg ;)

Läna Dezember 23, 2011 um 12:14

Heilige Narcht, fröhliche Nachrt…
wuff, wuuf

Balken Dezember 23, 2011 um 13:10

Ich bin immer noch nicht bereit, die jetzt und ausgerechnet jetzt, warum auch immer, Zufall oder Absicht, lancierte Wulff-Affäre als Aufreger zu empfinden, auch nicht nach dem nun wohl zwölften einschlägigen thread hier. Und ich bin entsetzt über die Rekordzahl der Kommentare ausgerechnet hierzu. Fleißig wird über das hingehaltene Stöckchen gesprungen. Allerdings und immerhin: ein erheblicher Teil der Kommentare bemüht sich, “vom Thema abzukommen” (was die Blogherren dann und wann auch, z.B.gegenüber @matt-us, beanstanden, da er gegen das Einthema anschreibt: Er sein ein Ein-Themen-Vertreter ). Also besser gesagt: ein erheblicher Teil der Kommentare bemüht sich, gegenanzubürsten und auf das eigentliche Thema zu kommen:
Es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Es gibt keine Demokratie in der Plutokratie. Das wäre der wirkliche Aufreger. Statt dessen sollen wir uns über ein Symptom der Krankheit aufregen?
Einkommensunterschiede gehen in Ordnung. Aber: Welche Unterschiede sind noch normal? Wann und inwieweit ist einer noch Leistungsträger, ab wann ist er einer, der bloß die Leistung anderer Leute wegträgt? Wenn Eigentum dazu berechtigt, andere dem Eigentümer dafür zahlen zu lassen, dass sie auf der Welt sind, die leider schon vergeben ist, dann ist Eigentum auch nur noch eine Transferzahlung und der Eigentümer ist ein Harz-IV-Empfänger vom anderen Ende, nur mit dem Unterschied, dass man zu ihm, warum auch immer, ehrfürchtig aufsieht, während man auf dem vom gegenüberliegenden Ende herabsieht. Es ist lächerlich, unter solchen Verhältnissen über Moral einzelner streiten zu wollen. Aber o.k., über die Verhältnisse ist ja nicht zu streiten …

hacedeca Dezember 23, 2011 um 13:13

@matt_us

Gute Fragen! Ja, der erste Kredit, der von Geerkens, über 500.000 Euro, der wurde im Herbst 2008 vergeben.
http://www.welt.de/politik/article13777685/Wulff-gibt-Verhandlungen-mit-Egon-Geerkens-zu.html

Der zweite Kredit, der von der staatlichen BW-Bank, auf Vermittlung von Geerkens, über 520.000 Euro, ist von Anfang 2010, sagt obiger Spiegel-Artikel.

Ein Jahr ohne Tilgung. Punkt.

Nun könnte man als Erklärung annehmen, er hat da das Haus eingerichtet. Aber ein Kredit ohne Tilgung: klingt fragwürdig.

Zumal da eben Fragen offenbleiben, die Wulff schon als ausgeräumt darstellt.

hacedeca Dezember 23, 2011 um 13:25

@Balken

Noch mal die Positionen:

ganz links: Im Kapitalismus sind alle gierig und eigennützig – also kann man Wulff eigentlich nix spezielles vorwerfen.

Sozialdemokraten: Der Kapitalismus kann zum Sozialen verbessert werden – Wulff konterkariert diese Bemühungen, das ist die Vorwerfbarkeit.

Konservative: Der Kapitalismus beruht nicht nur auf dem Markt, sondern auch auf dem Menschenbild der Aufklärung, auf Kant und John Locke. Wulffs handeln stimmt mit deren moralischen Normen nicht überein.

gelegentlich Dezember 23, 2011 um 13:38

@Sozialdemokraten @Konservative
Ihr wart/seid Beide mit diesem Maschmeyer im Bett. Wieviel Leute seines Schlages davon profitiert haben – tja, darüber bringen die Burschen, die Wulff skandalieren möchten, leider nichts. Der Schaden durch die propagierte Privatisierung der Altersvorsorge geht in die Milliarden, von den menschlichen Trümmern abgesehen.
Vor diesem Hintergrund jetzt diesen kleinen Domestiken dämonisieren zu wollen mit pea nuts ist ein erzählerisches Problem. Die Geschichte fällt nicht auseinander damit – sie baut sich bisher nicht zureichend auf. Sich kritisch äußern (Nahles) geht mal gar nicht, wenn dann in Niedersachsen die eigenen Leute den Untersuchungsausschuss verwehren.

@hacedeca: die Geschichte stottert bisher, weil Diejenigen, die sie erzählen möchten, irgendwie nicht frei sprechen können/dürfen.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 13:59

@gelegentlich

Zum zweiten mal in ihrer Geschichte haben die Sozialdemokraten die Verraten die sie eigendlich vertreten wollen.

matt_us Dezember 23, 2011 um 14:00

Ich moechte mal alle Antworten auf alle 250 Fragen sehen, die gegeben worden sind. Wo ist das uf der Webseite von bundespraesident.de?

Genau sowas gehoert da hin.

Der Wulff sollte gar nichts anderes machen, als die 250 Fragen und Antworten mal veroeffenlichen , und alle anderen tausend Fragen, die jeder hat, denn jede Antwort, wirft, wie F. Luebberding sagt, wirft neue Fragen auf.

Der Wulff hat in den letzten 3,5 Jahren weit ueber 0,5 Millionen von unseren Steuergeldern an Besoldung erhalten, seitdem er das Haus hat, es ist legitim nachzufragen, was der mit dem Geld macht, wenn man sich seine windigen Freunde ansieht.

Und wenn ich Frau vdL lese – wird mir leider uebel:

“Wer seine Bescheidenheit zur Schwäche umdeutet, ist unfair oder hat keine Menschenkenntnis.”

Dann wird ja wohl klar, dass die Politiker Elite nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. 5 Euor Erhoehung von Hartz 4 Saetzen. Aber jetzt will die uns hier verkaufen, dass ein 200.000 Jahresgehalt bescheiden ist! (Plus Schloss Bellevue, Villa Hammerschmidt in Bonn, Dienstvilla in Berlin Dahlen. Dienstwagen, Chauffeur, und hundertzwanzig Angestellte). Mir kommen die Traenen!

Wo investiert der Wulff sein Geld? Wie hoch ist sein Immokredit heute, nachdem er nichts davon abbezahlt hat? Wie es scheint?

Und wie ist sein Verhaeltnis zu Manfred Bissinger, warum hat er das Geburtstagsrede gehalten, aber warum soll ihm Bissinger nichts ueber 43.000 Euro gesagt haben.

Und bekommt jeder Politiker Kredite von der Bank zu Sonderkonditionen, und sind deshalb die Banken noch nicht anstaendig reguliert worden? Das waere ja wirklich Korruption!

Nanuk Dezember 23, 2011 um 14:02

und das einzige was ihnen einfällt ist Zynisch zu rufen seht her die anderen sind noch schlimmer…

Nanuk Dezember 23, 2011 um 14:03

als ob das die 40% die nicht mehr zur Wahl gehen nicht schon längst gewust haben…

matt_us Dezember 23, 2011 um 14:18

Jetzt wo es interessant wird- wo man mal langsam die systemische Korruption aufdeckt.

FAZ:

Führende Unionspolitiker haben sich abermals hinter Christian Wulff gestellt. Finanzminister Schäuble verlangte in der Diskussionen um den Bundespräsidenten mehr Zurückhaltung. Die gegenwärtigen Debatten seien eine „Belastung für das Amt.

Oder auch die ZEIT:

Beurteilt Amtsführung, nicht Privatmarotten!
Rücktritte wegen privater, nicht politischer Verfehlungen sind in Mode gekommen. Die fehlende Trennung zwischen Amt und Privatperson aber destabilisiert den Staatskörper.

Der ganze Laden muesste mal ausgemistet werden, vom Koffertraeger der nicht weiss wo die 100.000 dareinkommen, bis Wulff, alle Weg.

Am besten alle Piraten oder Links waehlen.

Balken Dezember 23, 2011 um 14:21

Hacedeca: “Sozialdemokraten: Der Kapitalismus kann zum Sozialen verbessert werden – Wulff konterkariert diese Bemühungen, das ist die Vorwerfbarkeit.”
… kann …
Die Sozialdemokraten sind spätestens seit Schröderfischer so etwas wie das AIDS-Virus in der Politik: Neoliberalismus, eingeschlichen ins Immunsystem, in die Sozialdemokratie, in der das Virus ungestört wüten kann, weil das Immunsystem, selbst vom Virus befallen, dieses nicht einmal mehr erkennt.
Schröder-Blair-Papier? “Dritter Weg”? The new road to serfdom. Die Sozialdemokraten haben mit Hartz-IV die unentgeltliche Zwangsarbeit bei AMAZON ermöglicht, bei Strafe des Entzugs der Überlebensmittel. Ich bin gerührt. Frohe Weihnacht. Und weiterhin fröhliches Halali bei der Verfolgung eines einzelnen Herrn. Der wars!

f.luebberding f.luebberding Dezember 23, 2011 um 14:26
gelegentlich Dezember 23, 2011 um 14:32

Aha, Glaeseker (CDU) wählt die ,,Engholm”-Lösung (SPD). Schön auch wie im verlinkten Artikel, danke!, Herr Schmidt als ,,Promi-Netzwerker” bezeichnet wird.
Wer einen feuchten Schwamm neben dem Bildschirm liegen hat kann mal hier reinschauen:
http://www.am-ende-des-tages.de/photos/081218-nord-sued-dialog/
Nein, @nanuk, die Ochsentour erzeugt keine Ochsen sondern Models…

Nanuk Dezember 23, 2011 um 14:42

Nein, @nanuk, die Ochsentour erzeugt keine Ochsen sondern Models…

Früher nannte man die Pfingstochsen…

http://3.bp.blogspot.com/_VWlCtn2vJzU/S_mtWPOwpvI/AAAAAAAAPl0/NeLIvoxMmLU/s1600/pfingstochsen.jpg

Nanuk Dezember 23, 2011 um 14:46

Bis ins 19. Jahrhundert gab es auch den Brauch, den Pfingstochsen für das anschließende Pfingstessen zu schlachten, möglicherweise geht dieser Brauch noch auf die Darbringung von Tieropfern zurück.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 14:47

Ne Wullfi… Frohes Fest…

Nanuk Dezember 23, 2011 um 14:50
gelegentlich Dezember 23, 2011 um 14:51

@Nanuk
Ist nun wirklich OT: aber erinnern die verlinkten Bilder nicht an die Mitternachtsballszene in dem Meisterwerk ,,Tanz der Vampire”? Da ist auch eine Dame mit dabei (ich kenne sie nicht), die offenbar für die Hauptrolle in Nosferatu II kandidiert. Irgendetwas, das glibbriger ist als diese Reportage habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Dafür braucht man nicht Weihnachten, sondern Pfingsten…

flummi Dezember 23, 2011 um 15:05

@ gelegentlich

fucking wired!

aber dieseNosferatufrau ist der hammer. sozusagen die einzige echte lichtgestalt auf dieser veranstaltung. sie dekonstruiert die ganze maskerade mir ihrer eigenen. großartig!

Quo vadis Dezember 23, 2011 um 15:22

eure armut kotzt mich an!
verschont mich an weihnachten mit eurem elend.

Doktor D Dezember 23, 2011 um 15:48

Hmm, da hätten wir ja auch die Verbindung nach BaWü: Öttinger, der alte Freund der italienischen Oper. Und in Sachen Urteilsvermögen und Selbstreflexion von ganz ähnlichen Problemen verfolgt wie Herr Wulff. Hier wäre es aber mehr das ECE-Imperium als AWD. Und natürlich von Frau Merkel nach Brüssel befördert (was aber wirklich ein Gefallen für ihn war). Noch so ein CDU-Alphatierchen-Loser.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 16:10
Doktor D Dezember 23, 2011 um 16:16

@nanuk: Schönes Foto…
Wenn ich das richtig interpretiere, hat ECE sogar Öttingers Lebensgefährtin mir fällt kein besseres Wort ein:… geliefert.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 16:18

Festzuhalten bleibt Bundeshorsti muste kräftig die Zähne zusammen beissen…

Doktor D Dezember 23, 2011 um 16:19

Wobei ich sagen muss: Der alte Otto (und auch seine Söhne) sind noch ein anderes Format als Maschmeyer.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 16:19

Wieso kennste die Persönlich?

Doktor D Dezember 23, 2011 um 16:20

Der guckte doch immer so, als wären im die Leute vom Sendero Luminoso auf den Versen. Oder ein paar echte Gespenster aus seiner Vergangenheit.

Doktor D Dezember 23, 2011 um 16:24

Nur den alten Otto als Kunstmäzen und das auch nur flüchtig… aber wenn man mal Habitus als Statusanzeiger anlegt, dann ist Otto ein echter großbürgerlicher Machtmensch (mit dem Charme und dem Glanz, den das auch hat) und Maschmeyer richtig halbseiden. Wer von Otto protegiert wird, dem kann wirklich nicht viel passieren, dagegen Maschmeyers Hündchen zu sein….

Nanuk Dezember 23, 2011 um 16:29

Wer von Otto protegiert wird, dem kann wirklich nicht viel passieren, dagegen Maschmeyers Hündchen zu sein…

Ach so das wirft man dem Wulf vor seine Freunde sind nicht Mächtig genug na dann..

Doktor D Dezember 23, 2011 um 16:38

Korruption ist eben nicht gleich Korruption – ich denke, man kann schon was über Menschen und das Machtsystem, in dem sie operieren, lernen, wenn man sich genauer anschaut, von wem sie sich korrumpieren lassen. Aus allgemeinem Händeringen; Oh das ist alles so schlimm! lernt man ja garnix. Deswegen ist l’affaire Klinkerbau-Kredit doch so interessant für den Polit-Ethnologen: Details galore, aus denen man ein schönes Sittengemälde schreiben kann. Vielleicht nimmt sich Dominik Graf der Sache an. Oder Ulrich Peltzer.

Nanuk Dezember 23, 2011 um 16:49
Doktor D Dezember 23, 2011 um 17:07

Danke!
Zum Thema Korruptionstypen-Stile: http://frank.geekheim.de/?p=1993

HAM Dezember 23, 2011 um 17:21

Die guten alten Zeiten, als Affären noch Affären waren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Starfighter-Aff%C3%A4re

Bis 1991 waren mehr als 900 Starfighter bei der Bundeswehr im Einsatz, 292 gingen durch Unfälle verloren. 116 Soldaten kamen dabei ums Leben.

Berlusconi ist dagegen ein Amateur.

Und nach ihm wurde sogar ein Flughafen benannt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_M%C3%BCnchen

Da sage einer, die Schwarzen hätten keinen Humor!

matt_us Dezember 23, 2011 um 17:27

@Doktor D
“Korruption ist eben nicht gleich Korruption ….”

Naja, das ist aber absolut Korruption:

Aus dem SPIEGEL:

“Allein mit dem letzten “Nord-Süd-Dialog” im Dezember 2009 soll Schmidt mehrere hunderttausend Euro verdient haben, die Sponsoren für die Veranstaltung bereitgestellt hatten. Am Einwerben dieser Sponsorengelder soll die Staatskanzlei in Hannover beteiligt gewesen sein, was Wulff allerdings bestreitet.

Schmidt besitzt in Südfrankreich und in Spanien Immobilien, unter anderem im südfranzösischen Banyuls-sur-Mer. Dort soll Glaeseker, damals noch als Regierungssprecher Wulffs, kostenlos Urlaub gemacht haben. Auf detaillierte Fragen des SPIEGEL antwortete auch Schmidt bislang nicht. ”

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,805558,00.html

Der Glaeseker sollte noch mal schoen Weihnachten feiern mit seiner Familie, und dann geht es wohl in den Knast naechstes Jahr!

Oder hab ich da was uebersehen?

HAM Dezember 23, 2011 um 17:42

Die guten alten Zeiten, als Affären noch Affären waren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Starfighter-Aff%C3%A4re

Bis 1991 waren mehr als 900 Starfighter bei der Bundeswehr im Einsatz, 292 gingen durch Unfälle verloren. 116 Soldaten kamen dabei ums Leben.

HAM Dezember 23, 2011 um 17:42

Und nach ihm wurde sogar ein Flughafen benannt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_M%C3%BCnchen

Da sage einer, die Schwarzen hätten keinen Humor!

Nanuk Dezember 23, 2011 um 18:10

@Ham
Hätte man sofort sehen müssen
Ugly planes dont fly…

Hannes Dezember 23, 2011 um 18:50

Hey Lübberdingens,

gibts was neues an der Front?
Als embedded Journalist bist Du ja mittendrin.

Hannes Dezember 23, 2011 um 18:52

Tragt ihr wirklich Schußwesten?
Wieviele wurden schon getötet bei diesen Einsätzen?
Hast du manchmal Angst?

Horst Schmidt Dezember 23, 2011 um 19:00

Es ist geschafft. Endlich Klarheit. Wulffi hat unterschrieben:

“http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,805652,00.html

“Lange wurde es kritisiert, doch am Ende gab es keine verfassungsrechtlichen Bedenken: Bundespräsident Christian Wulff hat das geänderte Stasi-Unterlagen-Gesetz unterzeichnet. Nun droht 45 ehemaligen Stasi-Mitarbeitern die Zwangsversetzung. Kritiker warnen vor einer Klagewelle.”

Immer diese Kritiker. Auf den Rechtsstaast darf doch geschis…. werden, Hauptsache die Richtung stimmt.
Nun konnte er , der amtierende BP, nicht mehr anders. Weich, weichgekocht, geklopft und über dem Abgrund stehend, schwebend.

Der Nächste bitte, das Nächste bitte. Der unterschreibt nun ALLES!

snozin Dezember 23, 2011 um 19:06

Lumpp kenterte 1993 in einer Bucht auf Ibiza mit einem Schlauchboot (schwarz-rot) und verlor dabei einen Beutel aus Plastik. Darin sein Portemonnaie und Papiere. An die fünfzig Urlauber schnorchelten nach Lumpps Utensilien; wer sie fand, weiß niemand.

Darauf erbot sich Bruchmüller, Lumpps restlichen Urlaub zu finanzieren. Man wispert, dass Bruchmüller schon damals mit G. bekannt war (schöne Festtage), dem späteren Sprecher von W.

fort. (Und so) Wir retten das samt unserem Rutsch hinüber.

Hannes Dezember 23, 2011 um 19:17

Heizkosten werden zu 50 % auf den Verbrauch umgelegt.
Der Rest auf Quadratmeter.

Nur mal so. Wer denkt sich so einen Scheixx aus.
Meine Quadratmeter heizen nämlich nicht.
Wer hat das unterschrieben?

Kein BP. Aber einer aus der versifften BRD-Familie.

carlos manoso Dezember 23, 2011 um 19:48

@ Horst Schmidt Dezember 23, 2011 um 19:00
„Es ist geschafft. Endlich Klarheit. Wulffi hat unterschrieben:…
Der Nächste bitte, das Nächste bitte. Der unterschreibt nun ALLES!“

„21. Dezember 2011 – USA: Militärische Vollmachten durch das neue „Ermächtigungsgesetz“
Vergangene Woche hat das Repräsentantenhaus der USA den National Defense Authorization Act 2012 (NDAA – Nationales Verteidigungsbevollmächtigungsgesetz) verabschiedet, der bereits am 1. Dezember auch im Senat mit 93 zu 7 Stimmen Zustimmung fand. Dabei handelt es sich um das Budgetgesetz für das US-Verteidigungsministerium, das jährlich neu beschlossen werden muss.

Dem 682 Seiten langen Gesetzesentwurf wurden einige Passagen neu hinzu gefügt, die es in sich haben, denn sie brechen mit Grundsätzen der US-Verfassung.

Es handelt sich dabei um die Sektionen 1031 und 1032 des Gesetzes. Laut diesen können Ausländer als auch US-Bürger wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung unbegrenzt und ohne Verfahren vom Militär unter Kriegsrecht inhaftiert werden, sollten sie unter die Kategorie einer „covered person“ fallen.

Als solche werden in Sektion 1031 definiert: „Eine Person, die die terroristischen Anschläge am 11. September 2001 geplant, autorisiert, begangen oder dabei geholfen hat, oder die Verantwortlichen beherbergt hat.“ Diese Definition wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 eingeführt und nun erneuert.

Sie wurde aber um folgende Passage ergänzt, die wesentlich schwammiger formuliert wurde und einen viel größeren Personenkreis umfasst. Unter Absatz B heißt es: „Eine Person, die ein Mitglied oder substantieller Unterstützer von al-Qaeda, den Taliban oder verbündeten Kräften war, die an Feindseligkeiten gegen die USA oder ihren Koalitionspartnern beteiligt waren, einschließlich jeder Person, die feindselige Akte begangen hat oder direkt solche Feindseligkeiten zur Hilfe feindlicher Kräfte unterstützt hat.“

Wer unter eine dieser Kategorien fällt, kann praktisch auf unbegrenzte Zeit – bis zum „Ende der Feindseligkeiten“ – ohne Verfahren vom Militär inhaftiert werden. Dem Gefangenen steht auch kein Rechtsbeistand zur Verfügung oder die Möglichkeit, eine Berufungsinstanz anzurufen. Damit werden den Inhaftierten sämtliche Verfassungsrechte, die ein normales Gerichtsverfahren garantieren, entzogen. Das Prinzip des „Habeas Corpus“, das besagt, dass jede Inhaftierung einer richterlichen Überprüfung bedarf, wurde damit ad acta gelegt. Justiziell begeben sich die USA damit zurück ins Mittelalter.

Trotzdem fand diese Änderung nur wenig Beachtung in den deutschen Medien….

Das nun verabschiedete Bevollmächtigungsgesetz gibt dem US-Militär bzw. dem Weißen Haus die Macht, Menschen eigenmächtig ohne jeglichen Beweis für immer wegzusperren. Daher bezeichnen Kritiker den NDAA auch als Ermächtigungsgesetz…. Die Krieger gegen den Terror haben damit die Flucht nach vorne ergriffen: Aushebelung des Grundrechtekatalogs der US-amerikanischen Verfassung von 1787 und zurück die voraufklärerische Zeit des frühen 17. Jahrhunderts.“
http://www.hintergrund.de/201112211841/politik/welt/vorwaerts-in-die-vergangenheit.html

HAM Dezember 23, 2011 um 20:02

@carlos manoso

Die einzige der etablierten Zeitungen, welche in der Headline einen klaren Hinweis gab, war die WELT.

USA verwehren Verdächtigen grundlegende Rechte
http://www.welt.de/politik/ausland/article13769981/USA-verwehren-Verdaechtigen-grundlegende-Rechte.html

Systemfrager Dezember 23, 2011 um 20:10

@ Balken
>>> Die Sozialdemokraten sind spätestens seit Schröderfischer so etwas wie das AIDS-Virus in der Politik.

Falsch, die sind es schon seit 1918.

Ich frage mich nur, was für ein Idiot man sein muss, dies nicht zu begriffen?

Ups! Ich war doch zehn Jahre bei der SPD – und auch noch die Schröder-Plakaten geklebt

Tja!

carlos manoso Dezember 23, 2011 um 20:26

@ HAM Dezember 23, 2011 um 20:02
„Die einzige der etablierten Zeitungen, welche in der Headline einen klaren Hinweis gab, war die WELT.“

„Der Verteidigungsetat hat einen Umfang von 662 Milliarden Dollar (509 Milliarden Euro)“
http://www.welt.de/politik/ausland/article13769981/USA-verwehren-Verdaechtigen-grundlegende-Rechte.html

2012 beträgt der gesamte Staatshaushalt Deutschlands 306,2 Mrd. Euro . Größter Etatposten sind die Ausgaben für Arbeit und Soziales (126,5 Mrd. Euro), gefolgt vom Schuldendienst des Bundes (38,3 Mrd. Euro) und dem Verteidigungshaushalt (31,9 Mrd. Euro)..

Die WELT könnte im Artikel noch schreiben, dass allein der Verteidigungshaushalt der USA 509 Milliarden € beträgt, während der gesamte Staatshaushalt Deutschlands 305,8 Milliarden € erreicht, der Verteidigungshaushalt Deutschlands nur 31,9 Milliarden €. Mit anderen Worten 509 Milliarden € geben die USA 2012 fürs Militär aus plus ihr Satellit Deutschland 31,9 Milliarden € fürs Militär. Was steht 2012 für das Militär an ?

HAM Dezember 23, 2011 um 21:00

@Systemfrager

Zur Sozialdemokratie und jenen Söldner im Dienste der Aufrechterhaltung von Herrschaft, Ausbeutung und Erniedrigung:

Einer der ganz großen Irrtümer von Karl Marx war die Annahme, dass die Eigengesetzlichkeit des Kapitalismus dazu führe, dass in Zukunft nur noch zwei antagonistische Klassen existieren, nämlich Bourgeoisie und Proletariat.
Der einen Klasse gehört dann alles, die zweite hat nichts zu verlieren als ihre Ketten, aber eine Zukunft zu gewinnen.

Bekanntlich verlief die Entwicklung anders, denn die Herrschenden schufen eine neue Klasse, nämlich eine neue Mittelklasse, lohnabhängig wie die Proletarier, aber privilegiert gegenüber den Proletariern.

Es sind nicht die Feudalherren selbst, welche die Sklaven mit der Peitsche zur Arbeit antreiben, sondern es sind ihre Vorarbeiter und Kapos.

In der kapitalistischen Demokratie wird niemand mit der Peitsche zur Arbeit getrieben. Herrschaft und Ausbeutung erfolgen über das juristische und ökonomische Arrangement von Bedingungen sowie über ideologische und psychologische Manipulation.

Wer nicht arbeiten will, muss es nicht. Niemand zwingt ihn. Er muss halt selbst sehen, wie er am Leben bleibt. So ist das, zumindest in liberalistischen Zeiten.

Im modernen Kapitalismus hält sich die Kapitalistenklasse Dienstklassen, die Herrschaft und Ausbeutung vermitteln, dafür erhalten sie gewisse Privilegien.

Damit kommen wir zur Sozialdemokratie.

Nach 1918 wird die SPD als Regierungspartei zum „Grenzträger“ kapitalistischer Herrschaft, wie Sohn-Rethel es nennt. Die Parteispitzen können in höchste Regierungsämter aufsteigen, zugleich müssen sie kapitalistische Herrschaft und Ausbeutung aufrechterhalten und dabei bereit sein, den Widerstand der Lohnarbeiter gegebenenfalls blutig niederzuschlagen.

Bekanntlich hasste der SPD-Führer Ebert die Revolution wie die Sünde, war an der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch Tun oder Unterlassen beteiligt, und ein Noske machte bereitwillig den „Bluthund“, wie er es selbst nannte.

Bebel und Liebknecht charakterisieren als Personen die SPD vor 1914, Ebert und Noske danach.

Bebel und Liebknecht waren noch Vertreter der Interessen der arbeitenden Bevölkerung, echte Arbeiterführer.

Ebert und Noske hatten hingegen im Klassenkampf die Fronten gewechselt, sie waren ins Establishment aufgestiegen und ihre Funktion war es nun, das kapitalistische Herrschafts- und Ausbeutungssystem aufrechtzuerhalten, vor allem die arbeitende Bevölkerung pazifizieren und gegen revolutionäre Strömungen in der Arbeiterschaft vorzugehen, gegebenenfalls als „Bluthund“.

Um nicht als Arbeiterverräter und Arbeiterbetrüger erkannt zu werden, mussten sie das Image von Reformern bekommen, welche Verbesserungen für die arbeitende Bevölkerung herausholen.

Der herrschenden Klasse war schon lange bewusst, dass es die Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft ohne herrschaftssichernde Kompromisse nicht mehr gelingt.
Zu den sozialdemokratischen Lügen gehört, dass die Sozialdemokratie den Sozialstaat erkämpft habe.
Völlig falsch, der Sozialstaat wurde „von oben“ durch die Bismarckschen Sozialreformen ab 1883 eingeführt.

So wie das Gewerkschaftsestablishment in der Wirtschaft den „Co-Manager“ für die Kapitalisten macht. so üben Sozialdemokraten in der Politik Managementfunktionen fürs Kapital aus. Genau so ist die Funktion von Sozialdemokraten in den Medien.

Nun ist es selbstverständlich so, das ALLE etablierten Parteien Managementfunktionen ausüben. Bei der CDU/CSU und bei der FDP war das schon immer klar, man bezeichnete diese früher auch als „Unternehmerparteien“.

Seitdem Schmidt Kanzler wurde, hat sich die SPD-Politik nicht mehr von der Politik der „Unternehmerparteien“ CDU/CSU und FDP unterschieden. Der Kanzler Kohl hat die Schmidtsche Politik weitgehend unverändert weitergeführt.
Unter Schröder hat die SPD ihr früheres Image als „Partei der Arbeit“ offenkundig aufgegeben.

So ist auch die frühere Differenzierung zwischen „rechts“ und „links“ obsolet geworden, alle Parteien, auch sog. „linke“, üben Managementfunktionen fürs Kapital aka „Sachzwang-Politik“ aus, wenn sie an der Regierung sind.

Kommen wir nun zu den Medien. Ihre Funktion ist ideologisches und psychologisches Management im Interesse des Kapitals.
Eine ganz wichtige Funktion ist es, Reformillusionen zu verbreiten. Sie müssen ja so tun, als ob sie die Interessen des Volkes vertreten. Um so mehr, wenn in ihrer Leserschaft das Volk vertreten ist. Da gibt es die Rubrik „BILD kämpft für Sie!“
Aber weil die in Wahrheit die Interessen des Kapitals vertreten, werden alle großen Zeitungen der BILD-Zeitung immer ähnlicher. So wie eine intelligente FAZ-Leserin schreibt:
Vor Jahren hatten die Bürger wenigstens noch die Wahl. Da konnten sie sagen: BILD = Boulevard = unseriös, FAZ, ZEIT, SZ, … = seriös. Heute ist überall der gleiche Nonsense zu lesen.
http://www.wiesaussieht.de/2011/12/19/delegitimation-durch-verfahren/#comment-11145

Damit ist die Rolle von Journalisten beschrieben. Sie wissen, wofür sie bezahlt werden, sogar extrem gut bezahlt werden, wenn sie zu den Chefs und Stars in der Medienbranche gehören.
Sie wissen, was ihre Funktion ist. Genauso wie Ebert und Noske wussten, was ihre Funktion ist. Und genau so funktionieren sie.

Systemfrager Dezember 23, 2011 um 21:08

@ HAM
Jetzt bin ich ein bisschen durcheinander. Ich weiß nicht wo ich unterschreiben soll

Aber jetzt ganz ernst.
Je älter ich bin, desto mehr schient mir diese These als die beste Erklärung der Geschichte:
Die Völker und die Kulturen gehen unter, wenn es ihren Eliten gelungen ist, sie total zu beherrschen.

Andreas Kreuz Dezember 23, 2011 um 21:18

@Systemfrager
Die Völker und die Kulturen gehen unter, wenn es ihren Eliten gelungen ist, sie total zu beherrschen

Ganz unabhängig von aller Theoorie bin ich zu ähnlicher Erkenntnis gelangt.

HAM Dezember 23, 2011 um 21:31

@Systemfrager

Imperien gehen unter.

Wenn die Menschen als Träger einer bestimmten Kultur nicht ausgerottet werden, bilden sich “Überlagerungskulturen”.

Systemfrager Dezember 23, 2011 um 21:33

>>> “Überlagerungskulturen”
hilf mir. was ist das?

guang Dezember 23, 2011 um 21:42

@Systemfrager und @HAM

Ihr seht das zu pessimistisch. Das Problem ist wohl auch, dass wir in im Zeitgeist gefangen sind. Wir können die Probleme immer nur aus der Gegenwart betrachten und aus der jetzigen Zeit heraus analysieren.

Es geht mir auch nicht darum den Konflikt zwischen Herrscher und Beherrscten aufzulösen. Interessant finde ich aber beispielsweise die Frage, weshalb Nord-Korea trotz der Nähe zu China und trotz der grossen Erfolge der KPChina auf dem kapitalistischen Weg dem alten Gesellschaftssystem treu geblieben ist. Nun wird Nord-Korea vom Westen verteufelt und selbst kritisch denkende Menschen bei uns glauben, dass dort die Menschen hungern müssten und dass die Menschen unterdrückt würden. Bei einigen interlektuellen Chinesen wird dies allerdings anders gesehen. Es stimmt, dass jedes Jahr Nord-Koreaner nach China flüchten. Es handelt sich hierbei aber insbesondere um die weniger gebildeten Menschen, die davon gehört haben, dass man in China schnell reich wird. Der Traum vom eigenen Pkw, eine Reise in den Westen, eine neue Wohnung…die ganze Palette der vom Westen geschaffenen TRaumwelt kapitalistischer Früchte harten Arbeitens in einer Gesellschaft, in der sich Leistung lohnt…(Ironie aus) übt eine enorme Anziehungskraft aus. Das ist es, das den Kapitalismus am Laufen hält. Der Wert eines guten Buches, saubere Luft und menschlicher Werte lassen sich halt viel schwieriger vermitteln und benötigen (leider) der Erklärung, während sich die kapitalistischen Güter mit ihrer Anziehungskraft auf die Menschen von selbst erklären.

@HAM
Statt nach China zu reisen, rate ich Dir, fahre lieber nach Nord-Korea. Dort gibt es vielmehr zu entdecken als in Shanghai. China ist nur die Fortführung des westlichen Kapitalismus. Die wahren Geheimnisse aber findest Du abseits des kapitalistischen Mainstreams.

Sven Dezember 23, 2011 um 22:05

@HAM “Bekanntlich verlief die Entwicklung anders, denn die Herrschenden schufen eine neue Klasse, nämlich eine neue Mittelklasse…” Frei nach Goethe: Breit getretener Quark wird breiter, nicht stark. – Wiederholungen machen es nicht besser. Marx differenzierte nicht nach Einkommen, sondern nach Eigentum an Produktionsmitteln. Deine “Mittelklasse” ist eine Chimäre, welche sich immer wieder ins Bockshorn jagen läßt. Fog 2.0?

topi Dezember 23, 2011 um 22:21

@ guang

Jetzt setzt hier ja eine Retro-Welle ein. ;-)

Warst du dort?

HAM Dezember 23, 2011 um 22:39

Zu den Eliten:

Die Eilten setzen sich immer aus unproduktiv-parasitäten Anteilen und hochkompetenten produktiven Anteilen zusammen. Ohne diese produktiven Eliten in der Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und gibt es keinen gesellschaftlichen Fortschritt, sondern Erstarrung und Niedergang.

Entscheidend ist, wie das Machtverhältnis zwischen den parasitären und produktiven Eliten ist bzw. wie sich dieses in Krisen entwickelt.
(z. B. Jelzin vs. Putin)

Im Augenblick dominieren hier die parasitären Eliten (Bankster etc.).
Aber werden sich das die produktiven Eliten auf Dauer bieten lassen?

Überlagerungskultur:
Z.B. als das römischer Imperium unterging, dann verschwand nicht völlig die römische Kultur, sondern es gab kulturelle Überlagerungen.

HAM Dezember 23, 2011 um 22:46

@ Sven Dezember 23, 2011 um 22:05
Marx differenzierte nicht nach Einkommen, sondern nach Eigentum an Produktionsmitteln. Deine “Mittelklasse” ist eine Chimäre, welche sich immer wieder ins Bockshorn jagen läßt.

Hört sich schwer nach der DKP-Klassentheorie oder Ähnlichem an. So nach dem Motto: Alle Lohnarbeiter sind Proletarier.

Mich tangiert das nicht. Ich war nie Marxist.

HAM Dezember 23, 2011 um 22:52

@guang Dezember 23, 2011 um 21:42
Die wahren Geheimnisse aber findest Du abseits des kapitalistischen Mainstreams.

Das gilt überall, auch und besonders hier.

Hallo Guang, freut mich immer, von Dir zu lesen.

wowy Dezember 23, 2011 um 23:11

Jetzt war ich schon fast im Weihnachtsurlaub, lese hier mit und bin irritiert!
@HAM
Ein gutes historisches Hintergrundwissen ist grundsätzlich sicher hilfreich, nur müssen wir (als conclusio) jetzt auch mal im hier und jetzt ankommen!
Würde mich freuen, Du würdest das mal verknüpfen.
Ansonsten bleibst Du dort, wo @holger seine Kritik angesetzt hat: im Alten verhaftet ohne Bezug zur Aktualität!
Will ich n i c h t unterstellen, frage nur.

HAM Dezember 23, 2011 um 23:27

@wowy Dezember 23, 2011 um 23:11
Ein gutes historisches Hintergrundwissen ist grundsätzlich sicher hilfreich, nur müssen wir (als conclusio) jetzt auch mal im hier und jetzt ankommen!
Würde mich freuen, Du würdest das mal verknüpfen.
Ansonsten bleibst Du dort, wo @holger seine Kritik angesetzt hat: im Alten verhaftet ohne Bezug zur Aktualität!

Diese Gesellschaft ist im Alten gefangen und unfähig sich vorwärts zu entwickeln, im Gegenteil, sie entwickelt sich trotz wissenschaftlich-technischen Fortschritts rückwärts.

Es gilt zu verstehen, warum dies so ist.

Warum die Sozialdemokratie und die Gewerkschaften von progressiven Elementen zu reaktionären geworden sind.

Warum Marktwirtschaft nicht die Zukunft sein kann.
Etc.

Stimme Dir zu, neben der Verteidigung der Restbestände von individuellen Freiheitsrechten etc. gegen den aufkommenden Neo-Faschismus sollte vermehrt postkapitalistische Zukunft thematisiert werden.

gelegentlich Dezember 23, 2011 um 23:32

@guang

Bevor ich weiter an den Osterurlaub vielleicht in Nordkorea denke möchte ich gerne wissen: warst Du da? Weißt Du das aus
1.
oder aber
2. Hand?

Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht dass man ziemlich lange in einem fremden Land sein kann ohne Irgendetwas von Bedeutung mitzubekommen. Bist Du Koreaner?

Sven Dezember 23, 2011 um 23:34

@HAM Geografische Restriktionen machten Gedanken an eine Mitgliedschaft in der DKP obsolet. Auch Marx konnte weder DKP-Mitglied sein, noch hätte er das gewollt. Vermute ich nach Misik. Aber wenn Du schon Marx ins Feld führst, lies ihn so, wie er es gemeint hat. – Da ist kein Irrtum in dieser Hinsicht. Eigentümer an Produktionsmitteln handeln als Klasse. Völlig Bockwurst ob als Krösus oder Aufstocker, ob als nett-hilfsbereiter Nachbar oder mit bluttriefendem Messer im Maul, ob finanziell erfolgreich oder auch nicht. Sie haben alle gleichartig gelagerte Interessen: Profitmaximierung und Kosten(inkl. Lohn-)senkung. Worin besteht der Sinn, den Unterschied zwischen diesen Klassen zu negieren? Es sind nun einmal ökonomisch unterschiedliche Interessen. Ob man Marxist ist, oder auch nicht. Weiße Tapete ist nun einmal nicht Nichtweiß. Deine Mittelschicht belügt sich doch nach Strich und Faden selbst.

HAM Dezember 23, 2011 um 23:34

Bin jetzt offline und wünsche ein

SCHÖNES WEINACHTSFEST!!!!!!!!!

wowy Dezember 23, 2011 um 23:45

@HAM
Warum abstrahiertst Du? Warum nimmst D U nicht konkret Stellung, das frage ich mich.
Du verschanzt Dich! Vielleicht ist Dir das nicht bewusst.

gelegentlich Dezember 23, 2011 um 23:52

@guang
Bitte, bitte sei nicht offline! Ich brauche Deine Antwort, weil ich sonst nicht weiß ob ich von Nordkorea träumen darf. Das klingt ein bißchen wie das Grüne Blatt – aber was kann ich sonst tun?

Nachruf Dezember 23, 2011 um 23:58

@ matt_us

Jetzt wird schön öffentlich, welche “Connections” so geknüpft werden. Und Frau Murkel setzt die manipulierbaren Hirnies auf die jeweiligen Positionen!
BettelWulffi und BurgwedelBetti sponsored by …
Das ist unsere Funktionselite in Aktion – was der Vaclav Havel denen verpasst hätte?

Gekotzt wird später :
http://www.youtube.com/watch?v=ZaOjGcw1hDw&feature=related

Keynesianer Dezember 24, 2011 um 00:00

@HAM

“Einer der ganz großen Irrtümer von Karl Marx war die Annahme, dass die Eigengesetzlichkeit des Kapitalismus dazu führe, dass in Zukunft nur noch zwei antagonistische Klassen existieren, nämlich Bourgeoisie und Proletariat.
Der einen Klasse gehört dann alles, die zweite hat nichts zu verlieren als ihre Ketten, aber eine Zukunft zu gewinnen.”

Das war nach meiner Überzeugung kein Irrtum, sondern Absicht, damit die Anhänger seiner Theorie auch immer schön brav mit dem Kopf gegen die Wand rennen, statt sinnvoll mit den realen Fraktionen der Gesellschaft zu Politik zu treiben. Wer auf der einen Seite nur Proleten und auf der anderen Seite nur Kapitalisten sieht, kann nur noch auf die Weltrevolution warten.

Da warten die ewig, das brauchen die Autokraten und Oligarchen nicht zu fürchten. Gefährlich waren die Anarchisten mit ihren Ideen.

Ebenfalls allen ein schönes Fest.

gelegentlich Dezember 24, 2011 um 00:13

@Keynesianer
Aha, Marx war ein Stricher der Autokraten und Oligarchen, die ihn noch mal wie dafür bezahlten?
Und: wie würden/hätten sich Anarchisten mit Keynesianern vertragen? Der Lebensentwurf von Keynes war ja nur in Teilen irgendwie ,,anarchistisch”. – Dies ist OT, natürlich, nur neugierig.

wowy Dezember 24, 2011 um 00:19

Okay, jetzt wiklich zum Abschluss.
Mein Ansatz war: “Warum jetzt?” Ungefähr 5 Freds ago.
Horst Schmidt hat da gerade was zitiert, was ich gar nicht – inhaltlich – kommentieren möchte.
M.E. ging es von Anfang an darum, das ist hier auch nachzulesen, dass Wulff in seiner Funktion als Gesetzesratifizierer gefragt ist.
Er soll Sachverhalte bestätigen – nothing more, nothing less -.
Solange er das tun wird, wird er Bundespräsident sein.

Schöne Weinachten!

wowy Dezember 24, 2011 um 00:21

Uups, sorry
Schöne Weihnachten!

Nachruf Dezember 24, 2011 um 00:35

@ matt_us + alle Believer

Es besteht die historisch einmalige Gelegenheit den Sumpf trockenzulegen und die Confirmer von den Füllfederhaltern zu vertreiben – denke nach, denn siegen kannst Du nur …

No ESFS oder ESM – no more money for marauders!

http://www.youtube.com/watch?v=iwDDswGsJ60

Nachruf Dezember 24, 2011 um 00:50

ATTACKE
aus vollem Rohr :

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-finanzen-der-bundespraesidenten-theodor-heuss-baute-mit-wuestenrot-11576871.html

Bin in der VH am Schreibtisch des BP gesessen – mit der Unterschriftsmappe zur Ausfertigung.
Folgen wir den Zahlungsströmen und die Trutzburgen fallen.

Keynesianer Dezember 24, 2011 um 07:39

@gelegentlich

“Aha, Marx war ein Stricher der Autokraten und Oligarchen, die ihn noch mal wie dafür bezahlten?”

Der preußische Innenminister (1850-58) Ferdinand von Westphalen (der Schwager von Karl Marx) hatte für die Bezahlung von Regierungsagenten wie später auch Bismarck (mit seinem berüchtigten Reptilienfond) schwarze Kassen. Marx war vom Vater des Innenministers als Jugendlicher politisch ausgebildet worden. Sein erster Einsatz zur Übung dürften seine Lehrer in Trier gewesen sein, die von der preußischen Polizei überwacht wurden. Der erste große Einsatz als Regierungsagent war dann seine “Freundschaft” mit dem Dissidenten der Theologie Bruno Bauer. Für den Rest (Weitling bis Bakunin) empfehle ich mein Buch. Engels hat die Reichsverfassungskampagne mit seinen Sendboten ans preußische Militär verraten. Wer sich mit sowas auskennt, wird es Dir sofort bestätigen.

Keynesianer Dezember 24, 2011 um 08:01

Anarchisten wurden von Autokraten und Oligarchen als große Gefahr betrachtet. Es gab ja nicht wenige Anschläge etwa auf den Zaren, so dass die Ochrana den legalen Marxismus in Russland gefördert hat. Marxisten sind keine Gefahr, die analysieren die Wertform und warten auf die Weltrevolution, wenn sie nicht gerade vom deutschen Militär und Geheimdienst in Petrograd an die Macht gebracht werden, weil die Engländer vorher den kriegsmüden Zaren durch eine liberale Regierung gestürzt haben.

Könnte alles in den Geschichtsbüchern stehen, wenn wir sowas wie Demokratie und Freiheit hätten. So steht halt nur Käse drin, an dem die Leute auch noch heute mit ihrem Herzblut hängen, statt sich zu informieren, was inzwischen ja dank Internet möglich wäre.

Systemfrager Dezember 24, 2011 um 09:40

@ Keynesianer
Ich weiß es wirklich nicht, ob du es nötig hast, dich mit dem Marx zum richtigen Narren zu machen
(Das ist so traurig.)

gelegentlich Dezember 24, 2011 um 10:24

@guang: ach, jetzt habe ich schlecht geschlafen und von nachrangigigen Dingen geträumt. Willst Du nicht doch…?
@Keynesianer: wieder OT – ,,…empfehle ich mein Buch”. Die Titelzeile des Buches zum googeln?

@alle
Irgendwelche Vorhersagen/Vermutungen, ob und wie diese Geschichte nach den Feiertagen weitergeht?

Keynesianer Dezember 24, 2011 um 11:01

@gelegentlich

Du stellst Dich ja an wie die Jungfrau bei der Geburt:

Der preußische Regierungsagent Karl Marx
Wie der Schwager des preußischen Innenministers Ferdinand von Westphalen der berühmte Theoretiker des Sozialismus wurde

@Systemfrager

Traurig ist, wenn ich sehen muss, wie die Leute, die eigentlich ernste Gegner des Systems sind, dann auf einen so dreisten Schwindel wie den mit Marx und Engels reinfallen. Dabei ist das ja wirklich nicht sooo schwierig.

Und die Herrschenden, die das ja alles wissen und schon als Kinder erzählt bekommen, die lachen sich einen Ast über all die glühenden “Marxisten”, die sich überhaupt nicht vorstellen können, wie sie in Schulen und Universitäten und von den Medien belogen und verarscht wurden.

gelegentlich Dezember 24, 2011 um 11:42

@Keynesianer:
OT:
,,Du stellst Dich ja an wie die Jungfrau bei der Geburt” – Na ja, ich hoffe der Inhalt des hier gefundenen Buches wird nicht so sein wie das Kind, das eine Jungfrau gemeinhin so gebärt:
http://www.wolfghttp://www.wolfgang-waldner.com/meine-bücher/regierungsagent-karl-marx/ang-waldner.com/meine-bÃŒcher/regierungsagent-karl-marx/
Habe mir erst mal den Link gespeichert, weil ich wenig Zeit habe. Danke erstmal.
Das klingt auf den ersten Blick nach dem gaaaanz großen Durchblick, das macht mich immer zu Beginn ein wenig mißtrauisch, wie die Wundermedizin, die alle Krankheiten heilt.

@guang
Ich wünschte es würde Abend – oder Deine Antwort käme!

@alle
Dann meine Vorhersage:
bei diesem Konflikt ist der eigentliche Anlass, das bewegende Motiv, nicht gezeigt worden. Es wurde auch nicht sichtbar bei welchem politischen Details Wulff ernsthaft im Wege ist/war.
Für die Beteiligten sind die bisher veröffentlichten ,,Anklagepunkte” PillePalle (im Rahmen der Maßstäbe, die die selber haben). Wulff hat Alles bisher einfach ausgesessen. Die Angreifer haben bisher nichts errecht.
Also werden die weiter machen. Und nach geeigneter Zeit wird Wulff, wie Glaeseker jetzt schon, die Engholm-Lösung wählen.
Das Alles unter der Voraussetzung, dass nicht irgendetwas weltbewegend Großes passiert, das die Causa Wulff absolut nachrangig stellt.
Ich hoffe es ist jetzt so formuliert dass man hinterher wird sagen können: traf zu – traf nicht zu.

superguppi Dezember 25, 2011 um 19:25

http://www.berliner-zeitung.de/politik/kredit-affaere-wulff-bedauert,10808018,11314656.html

»Bild: “Lassen Sie die Hosen runter”«
»Am Donnerstag setzte Chefkolumnist Franz Josef Wagner nach: „Lassen Sie die Hosen runter. Stellen Sie sich vor die Presse. Sagen Sie uns, wer Sie sind.“

Drohung aus der Redaktion

Wenn Wulff nicht bald folge, so wurde in Berlin gemunkelt, könne das Blatt mit einer Geschichte über das frühere Leben Bettina Wulffs aufwarten. Angeblich verfügt die Redaktion über Informationen, die bisher auf Weisung von ganz oben nicht gedruckt werden dürfen. Aus Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten. Doch den hat die Bild-Zeitung, die sich im Sommer 2010 weniger als die anderen Springer-Blätter für den Wulff-Konkurrenten Joachim Gauck stark gemacht hatte, ohnehin schon aufgegeben.«

Es ist schon fies, dass Wulff sein Amt nicht wegen seines Lobbyistenhandelns für reiche sein Amt aufgeben soll, sondern weil seine Frau nicht den richtigen Stallgeruch hat.

Tim Schäfer Dezember 26, 2011 um 05:52

Mensch ist der Christian Wulff ein toller Typ. Der nimmt, was er kriegen kann. Und der sitzt zudem fest im Sattel. Die Merkel hebt ihn fest, damit er nicht vom Gaul fällt.
Der schwäbische Strippenzieher Lothar Späth musste nach ein paar Segel-Törns als Ministerpräsident zurücktreten. Der Christian wird mit noch mehr Reisen sogar Präsident. Bundespräsident! Was ein Vorbild.

Systemfrager Dezember 26, 2011 um 07:26

Wulff soll unbedingt bleiben
Er präsentiert unsere “Demokratie” am ehrlichsten
SO FUNKTIONIERT UNSERE DEMOKRATIE, NICHT ANDERS
Wir brauchen keine Huechler und schon gar keine Wahnsinnigen aus der SPD-Umgebung wie Gauk usw.

Warum will man ihn unbedingt wegputschen?
Weil unsere rrr-Eliten von Zeit zu Zeit die Untertane mit Bauernopfern beglücken wollen
NEIN, DANKE!

Nachruf Dezember 26, 2011 um 09:47

Nothing else matter`s

http://www.youtube.com/watch?v=g-x3gttZYTM

Occupy your own elite

Horst Schmidt Dezember 26, 2011 um 10:05

Und ALLE!

http://www.youtube.com/watch?v=1ZPHWMhiggo

Sind wir nicht auch ein wenig Niedersachse? Meint zumindest Sigmar der Gabriel und redet dem Sitzfleisch das Wort.
Fürs Große und Ganze versteht sich.

gelegentlich Dezember 26, 2011 um 10:34

@Horst Schmidt

Danke für den Hinweis auf dieses vergiftete Lob! ;-)
Ein florentinischer Meisterkoch wie Mitterand wird der dicke Siggi aber wohl nicht mehr – zu durchsichtig einfach:
http://www.morgenpost.de/politik/inland/article1865093/Gabriel-haelt-Wulffs-Ruecktritt-fuer-verheerend.html

Wir erinnern uns: irgendein SPD-Mitglied, das einen Blog betrieb, hatte eine satirische Fotomontage gebastelt, auf der Siggi als Schüler dargestellt war, der sich artig meldet und meint: ,,”Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz!” – woraufhin ihn Gabriel per Rechtsanwalt verfolgen ließ.
Ich muss lediglich einräumen nicht zu wissen, welche Maßstäbe sich die SPD heute gestellt hat:
,,Der SPD-Chef erinnerte daran, dass Wulff „seinen moralischen Anspruch sehr klar formuliert“ habe. Sein Buch „Besser die Wahrheit“ sei ein schönes Beispiel dafür. „Daran muss er sich jetzt messen lassen“, sagte Gabriel.”

Nachruf Dezember 26, 2011 um 15:43

Was gibt es praktischeres als erpressbare Funktionsträger, um eigene Interessen möglichst verschleiert durchzusetzen?

Das gesamte Umfeld wird der Bundespräsident offenlegen müssen.
Ein Staatsamt kann persönliche Abhängigkeiten nicht tragen.

“Wahrheit und Liebe siegen über Lüge und Hass.”
Vaclav Havel

Horst Schmidt Dezember 26, 2011 um 17:13

Es gab ja einmal eine Zeit, da war das Lesen der “taz” etwas, was eben die Mehrheit, nicht die “schweigende” – sondern die, der Leser nicht tat.Lange vorbei. Doch nun finde ich eine sehr treffende Beschreibung von Bettina Gaus auf der “taz-Online”-Seite.

“Das steht uns doch zu.” Mit diesem Satz lässt sich jenes Normensystem zusammenfassen. Was “uns” zusteht: das Gedankengut anderer ohne Quellenangabe für die eigene Doktorarbeit zu nutzen. Die Zeitung, deren Chefredakteur man ist, zur Werbung für ein – zu Recht umstrittenes – eigenes Buch zu missbrauchen. Das Vermögen reicherer Freunde zum eigenen Vorteil einzusetzen. Anders ausgedrückt: eine Krähe unter anderen zu sein.

Wer all das unanständig findet, ist ein neiderfüllter Kleingeist, ist ein Spießer, ist – der schlimmste aller vorstellbaren Vorwürfe – ein “Gutmensch”. Der oder die gehört nicht “zu uns”. Zwischen Bundespräsident Christian Wulff, dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und dem neuen EU-Ratgeber Karl-Theodor zu Guttenberg verläuft eine gerade Linie. Auffallend ist übrigens, dass ihnen allen stets vor allem daran gelegen war, persönliche “Steherqualitäten” nachzuweisen. Als ginge es nur und ausschließlich um sie persönlich, als könne es um gar nichts anderes gehen.

>strong>Es besteht die Gefahr, dass sich die Geisteshaltung der Wulffs, der Guttenbergs und der Lorenzos dieses Staates bemächtigt. Ganz allmählich. Unabwendbar ist diese Gefahr nicht.”
http://www.taz.de/Kommentar-Wulff-und-seine-Geisteshaltung/!84382/

Nun, dem wäre also nichts hinzuzufügen, wenn nicht der letzte Absatz wäre.
Ist denn nicht dieser beschriebene Zustand schon seit Jahren eingetreten, staatstragend und nicht zur Meisterschaft erhoben worden durch Rot/Grün?
Anders läßt sich doch dieses “Gesülze” von Sigmar den Gabriel nicht erklären. Wie seit ewigen Zeiten, die “Kapitulation’” vor sich selbst. Die Sorge um den “STAAT” dürfte nur ein vorgeschobenes Argument sein, denn wer dieses Staatwesen samt Amt des Bundespräsidenten schützen will, dieses vorgibt für sein Handeln oder Nichthandeln, der schützt es präventiv. Man hebt durch Wahl einen solchen Man/Frau nicht ins Amt!
Was ja nicht mehr heissen kann als das die Kandidatenauswahl offen, nachvollziehbar und dem angemessen erfolgen sollte und muß.
Doch von solch Beweggründen ist Sigmar der Gabriel weit entfernt.

Was aber noch erschreckender zu Tage tritt, ist der Umstand, dass die politische Klasse offensichtlich nicht mehr in der Lage ist – oder zu seien scheint- einen respektablen Kandidaten, der nicht aus ihren Reihen stammt, ins Rennen schicken zu können.

Nachruf Dezember 26, 2011 um 17:59

Gabriel war als MP Vorgänger auch im VW-Aufsichtsrat.
Geht mal eine Woche in der Kantine von Volkswagen inkognito essen, dann wisst ihr alle, was dort hinter den Türen in den Dunkelzimmern abläuft … ;-) egal ob SPD oder CDU !

gelegentlich Dezember 26, 2011 um 18:19

@Nachruf
Eben! Und darauf geht nach meinem Eindruck auch die Bemerkung von @Luebberding zurück, die zerlegen sich alle, wir bemerken es bloß nicht. Wenn Spring et.al. insistieren Wulff abzuschießen wird das so kommen – und er weiß das wohl auch. D.h. die werden und müssen kleine Dreckigkeiten nachlegen, so lange, bis der Mann entnervt aufgibt. Was sie nachlegen wird aber Alle beschmutzen.
Ob ,,wir Alle” den ,,Nord-Süd-Dialog”, diese geschlossene Party zum Wohle Vieler, aber auch Party-Schmidts, mitbezahlt oder nicht ist ja wohl noch offen. Da wird es viele ähnliche Events geben, @Horst Schmidt: das deutet Frau Gaus eher an als dass sie es prunkend ausmalt. Nur ein Satz von ihr ist wohl Schwindel – und ich vermute, dass sie das auch weiß:
,,Es besteht die Gefahr, dass sich die Geisteshaltung der Wulffs, der Guttenbergs und der Lorenzos dieses Staates bemächtigt.”
Es ist ja längst so, dieser ,,Dialog” ist nur ein Beispiel. Die Rolle der Schröders und Wulffs bei der Vitalisierung der privaten Altersversorgung zum Wohle der Versicherer und Drückerkolonnenbefehlshaber ist ja ungleich schlimmer.

Horst Schmidt Dezember 26, 2011 um 19:05

In Deutschland gruselte man sich jüngst über das Häuschen unseres Bundespräsidenten. Gibt es denn nichts Wichtigeres als den Wulff und sein Haus?

“Die durchtriebenste Parallelgesellschaft wohnt immer noch im Villenviertel. Ich freu mich auf das Musical “Der Bettelpräsident” mit Veronica als Ferres und Til Schweiger in allen anderen Rollen. Wir hatten jetzt die Versionen Roman “der über alles Soziale herzog”, Johannes “wenn schon krank, dann wenigstens im Amt” Rau und Horst “beleidigte Laberwurst” Köhler. Wenn es noch eines weiteren Beweises bedurft hätte, dass es schon ziemlich egal ist, wer da rumpräsidiert – et voilà. Selbst die SPD will jetzt Wulff halten, denn Jauch hat noch 2 Jahre Vertrag bei der ARD, deutlich mehr Immobilien und steht eher rechts von Wulff. ”

Ehrlich, das ist köstlich formuliert! Danke Küppersbusch, Friedrich

Horst Schmidt Dezember 26, 2011 um 19:17

@ gelegentlich

Nicht gelesen? Auf diesen Satz weise ich auch hin und habe damit meine “Schwierigkeiten”.
Sie allerdings nennen es beim Namen. Schwindel! Dennoch, Bettina Gaus weiß es auch und “schwindelt” nicht. Es fehlt ihr lediglich an Deutlickeit. :-)

Horst Schmidt Dezember 26, 2011 um 19:20

Kaufe ein “h”! Deutlichkeit!

flummi Dezember 26, 2011 um 19:27

@ gelegentlich
oder hier, Veronica als Kartoffelverkäuferin im Wirtschaftsstandort NRW
http://youtu.be/235Xiljh6b0

Nachruf Dezember 26, 2011 um 19:52

@ flummi

morgen auf dem Wochenmarktangebot die Solinger Ferreskartoffel – NRW ist überall ;-)

chabis Dezember 26, 2011 um 20:28

OT – und doch passend – eine Weihnachtserzählung
aus einem südlichen Nachbarland
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Christoph-Blocher–der-Profi/story/30928937

Kalle Del'Haye Dezember 26, 2011 um 20:31

Nur der Vollständigkeit halber. Wulf hat seit heute einen neuen Freund: SIECHMAR GABRIEL!
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,805793,00.html

Was für ein billiges Manöver von unserem Schweinchen Dick…

gelegentlich Dezember 26, 2011 um 20:43

,,Es besteht die Gefahr, dass sich die Geisteshaltung der Wulffs, der Guttenbergs und der Lorenzos dieses Staates bemächtigt.”
Sorry, Frau Gaus schätze ich enorm. Dennoch gehe ich davon aus dass sie genau weiß, dass diese Gefahr längst eingetreten ist. Ich unterstelle, dass sie diesen Zustand genauso wenig schätzt wie die Meisten von uns. Dann ist es besser zu sagen die Gefahr hat angeklopft und ist ins Zimmer getreten…
Mich bewegt immer noch das Problem, ob z.B. VW den Zuschuss an den ,,Nord-Süd-Dialog” als Betriebsausgabe absetzen konnte (womit wir Alle diesen makabren Totentanz mitbezahlt hätten) oder nicht.
Gegen das angelogen und bestohlen werde vermag ich nicht so viel zu tun – aber öffentlich anspucken lassen muss nicht sein.

Hier könnte Ihr Name stehen Dezember 26, 2011 um 21:40
Nanuk Dezember 27, 2011 um 10:43
Nanuk Dezember 27, 2011 um 10:44

Man sieht sich Herr Otto…
http://www.youtube.com/watch?v=KDWCbTEdbXc

Nachruf Dezember 27, 2011 um 23:23

Occupy Bellevue ?

Goodnight Dezember 28, 2011 um 12:35

El presidente will nicht. Einhalten. Die Regel der Regeln. Zu Schützen seine Familie, Privat- und Geschäftsfreunde. Nein, nicht dieser Präsident. Er will es darauf ankommen lassen. Er will sehen.

Sehen können wir jetzt alle. Einen Faden. Von Hanover nach Berlin nach Stuttgart. Bisher. Nach 2 Wochen.

Ein Pressesprecher weniger. Gefallen für den Präsident.
Wer wird folgen? Zur Auswahl stehen:
Ein Unternehmer, ein Ex-Schrotthändler, ein “Veranstalter”, ein Ex-Kanzler, ein SPD-Chef, ein Anwalt, ein Motorrad-Club-Chef, ein Ex-VW-Vorstand, eine Bundes-Ministerin, ein “Rentenexperte”, ein EU-Kommissar und eine Bank.
Bisher.

Alle sind bereit sich zu opfern. Für el presidente.

Dieser Schwiegermutter-Traum. So nett, so unauffällig.
Er hat die Macht in diesem Lande.
Weil keiner ihn stoppen kann. Das Amt, die Personen und die Republik opfern sich …. um el presidente zu schützen.

“Paulie may have moved slow, but it was only because Paulie didn’t have to move for anybody. ”
Henry (Good Fellas)

h.huett Dezember 28, 2011 um 13:05

Goodnight

Wie wahr. Der Mann war immer sehr gradlinig, wenn es um seine Interessen ging. Das ist das Kurioseste an seiner Einlassung zum Thema. Dass er nicht gradlinig gewesen sei.

gelegentlich Dezember 28, 2011 um 13:50

@h.huett
Korrektur: er hat ja nur bedauert, dass er in der öffentlichen Wahrnehmung für einen Moment nicht geradlinig genug erschienen ist. Und dass er nicht immer daran gedacht hat, wie das Richtige (juristisch richtig), das er getan hat, kommuniziert werden könnte.
Es handelt sich also um ein Wahrnehmungsproblem, nicht um ein reales.
Immerhin wird auch am 28.12.2011 damit noch geköchelt…

Nachruf Dezember 29, 2011 um 00:45

Mit der Neujahrsansprache wird sich der Nebel um die Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland verziehen.

Transparenz wird den Sumpf trocken legen und die Basis vorbildhafter Führung werden.

http://www.youtube.com/watch?v=69qE6VFL5rI&feature=related

2012

h.huett Dezember 29, 2011 um 09:56

gelegentlich

Das Bedauern des amtierenden Bundespräsidenten war gewiss das untauglichste Element seiner Einlassungen. Es zählt nicht das Wahrnehmungsproblem, das er aus der Welt schaffen will, sondern der Eindruck, der bleibt. Das hat weder sein Bauernopfer Glaeseker noch der amtierende Bundespräsident bisher verstanden.

gelegentlich Dezember 29, 2011 um 11:16

@h.huett

Einduck bei wem? Wo zählt was wie?

Die letzten Umfragen sagen rund 70% seien gegen seinen Rücktritt, aber nur 50% ,,glauben” ihm.
50% der Befragten sind offenbar der Meinung, das sei eh ein durch und durch korruptes Völkchen, diese Politiker, deshalb sei ein Rücktritt wegen so etwas unnötig/unfair/unangebracht, was weiß ich.
Das sind noch mehr Leute als die, welche die größte Partei, die der Nichtwähler, ausgemacht haben.
Warum sollte man annehmen Glaeseker und Wulff hätten das nicht verstanden?

gelegentlich Dezember 30, 2011 um 18:03

Die Welt ist ja ein kleines Dorf. Ich sortierte gerade Unterlagen über ,,Denkfabriken”.
Dabei stieß ich auf das CAP, die Prof. Weidenfeld leitet. Wer ,,C” für Zentrum schreibt will hoch hinaus, damit das klar ist. So fällt Einem dann das hier vor die Füsse:
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/23.12.2011-06.05/b/wullf-leugnet-weiter-wie-gut-ist-er-beraten.html
Ich habe es nicht gehört (habe am PC grundsätzlich keine Lautsprecher) – aber ich rate wohl nicht falsch, wenn ich annehme, dass Herr Wulff mit dem CAP noch viel besser beraten gewesen wäre?
Ich drücke die Daumen dass man zusammen kommen kann. Dann säßen zwei mit dem gleichen Brandzeichen stigmatisierte in einem Boot:
http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Weidenfeld
Und das wäre sicher ein vielversprechender Beginn eines neuen Jahres: Springer gibt Gas, bewährte Kräfte bremsen aus…

Nachruf Dezember 31, 2011 um 00:38
Nachruf Dezember 31, 2011 um 19:42

Partymusikgruss für alle Wulffi-freunde ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=68ePU-qvJnI

Die Original Love Machine

AHUGA …Reggaemen

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