Wulff möchte müssen

by h.huett on 4. Januar 2012

Oliver Kalkofe hat den Metatext der zu erwartenden Erklärung Christian Wulffs aufgesetzt und vorgetragen.

Der Text ist alternativlos.

Warum? Weil er den durch das Verhalten offenkundigen inneren Monolog des amtierenden Bundespräsidenten zu Gehör bringt.

Aus Kalkofe sprechen das Unbewusste des Präsidenten und medialer Reaktionen der Fassungslosigkeit auf den Präsidenten im O-Ton.

Hans-Jochen Vogel hat heute Morgen im Deutschlandfunk das Nötige gesagt. Kalkofes Vortrag illustriert die Unmöglichkeit eines hinreichend erklärbaren persönlichen Tons in dieser Causa.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der immerhin noch an der Seite seiner Frau zornbebend den Text seiner augenblicklichen Rücktrittserklärung vortrug, bleibt Wulff, wenn noch so etwas wie der Versuch der Rettung seiner persönlichen Würde unternommen würde, nur noch der wortlose Abgang.

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holger Januar 4, 2012 um 10:26

—>>>nur noch der wortlose Abgang.”

Ja was soll er denn auch noch sagen? Der Rubikon ist überschritten alea iacta est… Irgendwas war ja mit den Würfeln. Ich bin ja schon am überlegen, Kappen zu machen: “Auch du bist ein Wuff… Du bist Deutschland” Oder T-Shirts. “Der mit dem Wuff tanzt” oder so. Im Prinzip müsste man doch Kohle aus der Situation schöpfen können.

Frankie Bernankie Januar 4, 2012 um 10:34

@holger

“Im Prinzip müsste man doch Kohle aus der Situation schöpfen können.”

Das wär wie bei einer Bank – aus dem Nichts (Wulffi) Geld schöpfen.
Du bist mir einer – und dann wieder den craftsman-Realökonomen geben – pfui!

holger Januar 4, 2012 um 10:40

@ Frankie

wo wir wieder beim Kredit des Wuffs wären. Schulden=Guthaben oder so. :D

holger Januar 4, 2012 um 10:44

Schau mal der Kalkofe macht dat ja auch nicht für Umme. Selbst der Luebberding nichte mal, wer verschuldet sich denn nun für Wuffs Eskapaden? QE Wuff wenns so weiter geht.

rainer Januar 4, 2012 um 10:44

…….Rücktritt….hatte ich auch befürwortet….aber nun denke ich anders:

er möge Präsident bleiben und nun ohne Rücksicht auf Verluste das System kritisieren und in Verlegenheit bringen(unterschiftsverweigerung)…denn Unterstützung hat er ja nun bei niemanden in den Parteien…..

somoit könnte er wirklich den “unabhängigen” Präsidenten spielen

Reinhard Januar 4, 2012 um 10:52

@rainer:

1. Wulff hat nicht das Zeugs dazu, um so etwas zu tun, sonst hätte ihn Merkel nicht in dises Amt befördert, sonst hätte er dieses Amt ja gar nicht angenommen, blöde wie er ist.
2. Selbst wenn er das Zeugs dafür hätte, wer soll ihn jetzt noch ernst nehmen, wie glaubwürdig wäre er denn noch? Wulff wäre dann nur einer von vielen, die sich im alltäglichen Medienfeuerwerk herumtreiben und “auch was” sagen wollen.

Horst Schmidt Januar 4, 2012 um 11:02

@ rainer

Dachten Sie etwa dabei an die Rolle, die auch Sebastian Nerz mit dem guten Herrn Wulff besetzen würde?
http://www.tirsales.de/blog/tirsales/2011/12/30/von-der-staatskrise-ruecktritt-oder-kein-ruecktritt-das-ist-nicht-die-frage

“Was also sollte Wulff tun? Er sollte wenigstens versuchen die Trendwende doch noch einzuleiten. Er selbst wird niemals zur Speerspitze der neuen politischen Ehrlichkeit werden. Aber er könnte ihr Steigbügelhalter werden und sich somit wenigstens eine positive Fußnote in der Geschichte sichern.

Dafür müsste er nur eins tun. Er müsste schonungslos – brutalstmöglich, wie es Koch so nett nannte – ehrlich sein. Er müsste tatsächlich vollständig aufklären, was wie und wo vorgefallen ist. Welche Verbindungen er in die Wirtschaft hatte. Von welchen er weiß. Woher der Kredit beispielsweise wirklich kam, warum sein Sprecher entlassen wurde, welche Geschäfte es gab, etc
Dabei dürfte er nicht nur das erzählen, was wir eh schon wissen. Er muss sich auch nicht entschuldigen. Diese Reue kann man ihm eh nicht wirklich abnehmen. Nein: Es darf kein Zweifel daran entstehen, dass alles offen gelegt wurde.

Das wird wehtun. Und ich bin mir sicher, dass es nur ein erster Schmerz sein wird, weitere werden folgen. Denn ein sinkendes Schiff zieht einen Strudel nach sich, trübes Wasser ist die Folge … aber vielleicht gelingt es uns danach tatsächlich für klares Wasser zu sorgen. Und nicht nur für eine dünne Ölschicht über einem Tümpel aus Schlamm.”

Also tätige Reue, Opposition gegen sich selbst wäre angesagt. Das Bundespräsidentenamt mit der Aufgabe einer “Resozialisierungsstation” verquicken und zur Pilgerstätte für gestrauchelte Angehörige dieser Elite erheben!

f.luebberding f.luebberding Januar 4, 2012 um 11:19

Wulff wird sich heute noch äußern. Kalkofe hat den realen Kern Wulffs herausgearbeitet, jenseits der zu erwartenden Deklaration. Im Grunde braucht man Wulffs Erklärung von heute schon nicht mehr zu hören, wenn er nicht das sagt, was Kalkofe zum Ausdruck bringt. Kalkofe hat damit das geleistet, was herausragende Satire leisten kann: die Wahrheit zu sagen, wo andere lügen.

Horst Schmidt Januar 4, 2012 um 11:19

Auch Staatsrechtler dieses Landes offenbaren ein seltsames Demokratie-/Staatsverständnis.

Hier ein Beispiel:

Ist der Präsident unter diesen Umständen noch haltbar?

“Sein Verhalten gegenüber der Springer-Presse ist ihm als Bundespräsidenten zuzurechnen und daher nicht tolerierbar. Ein Rücktritt würde dem Amt und seiner Partei gut tun.”

http://www.freitag.de/politik/1151-ein-ruecktritt-wuerde-dem-amt-gut-tun

Hoppla möchte man sagen, wäre es nicht Ziel, dass der Rücktritt diesem Staat, diesem Gemeinwesen und unserer Demokratie gut tun würde und sollte?

Noch ein “netter” Beitrag aus dem “Tagesspiegel”

Anleitung zum Unfähigsein

http://www.tagesspiegel.de/kultur/wulff-guttenberg-und-co-anleitung-zum-unfaehigsein/6016384.html

“Dass die Dilettanten von dem, was sie tun, meist nichts verstehen, weiß jeder Dilettant und hält es den anderen gern vor. „Dilettant“, reimte Paul Heyse Ende des 19. Jahrhunderts, „heißt der kuriose Mann. / Der findet sein Vergnügen daran, / Etwas zu machen, was er nicht kann.“ Dass es auch etwas gibt, das die Dilettanten sehr wohl beherrschen, wird leicht übersehen. Dabei ist genau das, die Kunst, sich und der Welt etwas vorzumachen, ihr Metier. Erfolgreiche Dilettanten sind Meister der Blendung.”

[...]“Wenn der Bundespräsident einer Zeitung den „Krieg“ androht, sollte sie sich erlauben, kritisch über seine privaten Geschäfte zu berichten, dann lässt sich das nicht mehr als Fauxpas abtun. Das potentatenhafte Gebaren offenbart den politischen Gernegroß. Es demaskiert einen Amateur, dem das Format zur Ausfüllung eines Amtes fehlt, um dessen Darstellung er sich ehrgeizig beworben hat, über drei peinliche Wahlgänge hinweg.”

rainer Januar 4, 2012 um 11:29

…@reinhard…ja…er hat keine Arsch in der Hose…

@Hosrt Schmidt….ja…sinngemäss stimme ich generell zu…..

h.huett Januar 4, 2012 um 11:43

Ehrenbezeugung mit kaputtem Daumen

muschi blas Januar 4, 2012 um 11:43

naja. kalkofe ist schon lange nicht mehr witzig.

h.huett Januar 4, 2012 um 12:04

Der erste Satz der Mailboxnachricht lautet übrigens: “Ich bin auf dem Weg zum Emir.”

Hellmuth Karasek äußert sich dazu bei der Süddeutschen. Ein Satz wie von Karl May.

Karasek variiert den Satz:

“Jetzt rauchen wir noch ‘ne Emir, und dann geh’n wir.”

Doktor D Januar 4, 2012 um 12:16

Ich sag’s ja shon die ganze Zeit: Da steckt ein großartiger Roman drin!

Sunny Januar 4, 2012 um 12:21

Der wird nicht zurücktreten … weil, der muss ja ‘ne halbe Million zurückzahlen … und hat ‘ne kostspielige Frau … ‘ne geldwollende Ex-Frau auch noch. Der zieht das durch … auf biegen und brechen. Die kriegen den da nur raus wenn sie es schaffen ihm eine Straftat nachzuweisen.

holger Januar 4, 2012 um 13:32

@ Sunny Januar 4, 2012 um 12:21
Der wird nicht zurücktreten … weil, der muss ja ‘ne halbe Million zurückzahlen …”

Sandy Mandy… solche Intelligenzbestien wie Du gehören echt bestraft. Für dich ist das BGE schon mal gestrichen. Und komm mir ja nicht mit Gleichberechtigung oder so.

holger Januar 4, 2012 um 13:33

Und Sandy Mandy komm mir nicht mit unglücklicher Kindheit oder so. Das zieht nicht.

holger Januar 4, 2012 um 13:40

Das ZDF teilte über Twitter mit: “Wir werden das Interview am Abend ausstrahlen. Genauer Zeitpunkt folgt noch.”

Ahhh Twitter ZDF… klar… Zeitpunkt folgt noch. Frei Reden ist nicht mehr drin. Wegradieren und umsetzen und Guido Knopp Geschichte machen. Da redet gar nicht Wuff… der hat garantiert Doppelgänger. Wer hat denn die Ehre Messerscharfe Fragen zu stellen? Wuff selber? Ach der sitzt ja im Erdloch und vergrabt Massenvernichtungswaffen. Oder demokratisiert ganz Libyen. Oder Nordafrika oder führt im Kongo den Euro ein.

Doktor D Januar 4, 2012 um 14:21

ZDF erst heute abend: In anderen Worten: er tritt nicht zurück (die Gründe hat schon Sunny genannt) – und mit dem ZDF hat er sich ja auch die Aktuelle Kamera ausgesucht.

holger Januar 4, 2012 um 14:39

@Doktor D Januar 4, 2012 um 14:21
ZDF erst heute abend: In anderen Worten: er tritt nicht zurück (die Gründe hat schon Sunny genannt)”

Was für Gründe? der hat über 200k Ocken im Jahr BGE. Steuerfrei. Lebenslange sofort Rente… “Aktion Mensch der ARD Fernsehlo…”

Doktor D Januar 4, 2012 um 14:48

Genau, Holger! Er hat ca. 200.000 gute Gründe, nicht zurückzutreten. Und passieren kann ihm ja quasi nix, außer natürlich der völlige Verlust der Gesellschaftsfähigkeit in den wichtigeren Berliner Kreisen, aber hey: Als BuPrä macht er dann lauter Feiern, zu denen er ehrenamtlich engagierte Bürger einlädt.

Sunny Januar 4, 2012 um 14:57

Boah, Holger, Du bist ja fies zu mir.

Zitat von irgendeiner Website:
“Nach derzeitiger Regelung bekommt Wulff eine Basis -Vergütung von 199.000 Euro pro Jahr. Damit erhält der Bundespräsident etwa 11 Prozent mehr Lohn als die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zusätzlich erhält Wulff eine “Aufwandsentschädigung” in Höhe von 78.000 Euro pro Jahr. Dieses Geld wird dafür verwandt, um die eigenen Haushalts-Bediensteten zu bezahlen. Zudem wohnt der Bundespräsident Mietfrei in der Amtsvilla und verfügt über einen Dienstwagen plus Chauffeur. Etwa 800.000 Euro pro Jahr steht Christian Wulff für “außergewöhnliche Leistungen aus dienstlicher Veranlassung” bereit. Dieses Geld wird beispielsweise für Staatsbesuche, Anlässe sowie Feierlichkeiten verwendet. Für Patenschaften kann Wulff bis zu 325 000 Euro im Jahr ausgeben. Für “Sonderausgaben” steht dem Bundespräsidenten eine Million Euro im Jahr zur Verfügung.”

Du siehst, es macht schon einen Unterschied ob er jetzt schon geht oder noch ein Weilchen bleibt.

Gruss von der “Intelligenzbestie”

f.luebberding f.luebberding Januar 4, 2012 um 15:05

Eilmeldung. Das Amt des Bundespräsidenten ist gerade nach der Wulff Erklärung zurückgetreten.

Goodnight Januar 4, 2012 um 15:36

Wir schauen in einen Abgrund.

Der Bundespräsident wird sich erklären.

Wofür?

Wofür muss sich ein Bundespräsident erklären?

Der Bundespräsident muss sich niemals erklären.

Der Bundespräsident ist das höchste deutsche Amt.

Sobald sich der Inhaber dieses Amtes erklären muss, muss er sich von dem Amt trennen.

Um es zu schützen.

GENAU deswegen bekommt er eine lebenslange Vollverpflegung vom Steuerzahler.

Die Politiker unseres Landes haben vergessen was sie zu tun haben, was die Verfassung ist, was der Staat ist.

Die POLITIKER UNSERES LANDES!

Frost: “Are you really saying the President can do something illegal?”
Nixon: “I’m saying that when the President does it, it’s *not* illegal!”
Frost: “…I’m sorry? ”
(Frost/Nixon)

egal Januar 4, 2012 um 15:43

Wulff ist nicht der erste Präsident, den die MSM mit fragwürdigen Mittel beseitigen wollen.

Wikipedia zu Heinrich Lübke:

Zu einer modernen Sage entwickelte sich die unbelegte Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger“, die Lübke bei einem Staatsbesuch 1962 in Liberia benutzt haben soll. Auch wird ihm zugeschrieben, dass er einem englischen Gesprächspartner „Gleich geht’s los!“ sagen wollte und damit das berühmte „Equal goes it loose“ geprägt habe. Der damalige Spiegel-Mitarbeiter Hermann L. Gremliza offenbarte 2006, dass dieses Zitat, wie viele andere auch, eine Erfindung der Spiegel-Redaktion war.[5] Es fand ein starkes Echo in der deutschen Kabarett-Szene

konkret (3/2006: 74): In Wahrheit ist das angebliche Lübke-Zitat ‚Equal goes it loose‘ […] eine Erfindung des Bonner Spiegel-Korrespondenten Ernst Goyke, genannt Ego […]. Auch alle anderen Beiträge zum »Lübke-Englisch« haben in der Woche nach Egos Story Redakteure des Spiegel unter falschen Absendern für die Leserbrief-Seiten des Magazins verfaßt.

Die Befürworter einer großen Koalition hatten sich auf Lübke festgelegt, deshalb hielten sie ihn trotz seiner schweren gesundheitlichen Probleme im Amt. Die Mehrheit der MSM wollte die sozialliberale Koalition und attackierte Lübke stellvertretend.
1968 war die Machtfrage in SPD und FDP entschieden. Für ein passendes Wahlergebnis sorgten die Medien. Lübke konnte gehen.

Anlass war eine Enthüllung des Sterns über Lübkes Mitwirkung am Bau eines KZs. Hätte Lübke nicht zurücktreten sollen, nur weil es eine Medienkampagne gab? Die politische Klasse, damals in der ersten großen Legitimitätskrise der Bundesrepublik, war ja eh schon mit ihrer Vergangenheit bemakelt. Eines Lübkes, der im Amt bleibt, hätte es zu ihrer weiteren Entlegitimierung nicht bebraucht.

Also, was lernen wir daraus? Meine Spekulation: BILD will mit der Installation Gaucks die große Koalition in der SPD absichern, damit die neoliberalen Reformen fortgeführt werden können. Mit der FDP ist das nicht mehr möglich und gegen Rotgrün sprechen aus BILDsicht kulturelle Gründe.
Für ein passendes Wahlergebnis muss diesmal niemand sorgen.

lona Januar 4, 2012 um 15:56

Was gibts denn Neues vom BundesWuff?

egal Januar 4, 2012 um 15:57

Fakten stammen aus meinem Gedächtnis. Ich habe sie vor dem Schreiben nicht nochmal überprüft. Gerade kommt mir der Verdacht, dass es auch umgekehrt gewesen sein könnte: Lübke der Mann der Befürworter einer sozialliberalen Koalition. Weiß es jemand? Wenn nicht, googel ich nochmal.

h.huett Januar 4, 2012 um 15:58

egal

Stimmt. Ein anderer Klassiker war “there stand one yes the hairs to mountain”. Die Pardonleute haben eine Langspielplatte mit O-Tönen Lübkes erfolgreich vertrieben. Ähnlich wie Greta Burmester für Herbert Wehner war das eiserne Rückgrat Lübkes seine Ehefrau Wilhelmine.

holger Januar 4, 2012 um 16:06

@ Sandy Mandy Handy

oder Sunny

—>>>Gruss von der “Intelligenzbestie””

Wenn Du nicht alle 2 Sekunden den Code wechslen würdest ginge es auch.

h.huett Januar 4, 2012 um 16:08

egal
Bevor die sozialliberale Koalition gewählt wurde, stimmte die FDP in der Bundesversammlung für Gustav Heinemann. Gegenkandidat der CDU/CSU war der frühere Außenminister Gerhard Schröder.

lona Januar 4, 2012 um 16:09

Außer Rumgeeier gibt es also nix zu berichten.

h.huett Januar 4, 2012 um 16:13

egal
“Die politische Klasse, damals in der ersten großen Legitimitätskrise der Bundesrepublik, war ja eh schon mit ihrer Vergangenheit bemakelt.”

Hermann Lübbe hat die Verdrängung des NS in der politischen Kultur der 50er und frühen 60er Jahre mit dem Begriff des kommunikativen Beschweigens beschrieben. Lange vor Lübke war 1953 mit Hans Globke der juristische Kommentator der NS-Rassegesetze zum Chef des Bundeskanzleramts berufen worden.

gelegentlich Januar 4, 2012 um 16:44

@egal
Gegen rot-grün für dieses Vorhaben sprächen nicht nur ,,kulturelle Gründe”. Wenn im Wahlkampf einigermaßen klar würde dass man die Fortsetzung des Schröder/Fischer-Kurses vorhat (mit ,,Reformen” und so) bezweifle ich dass es dafür hinreichend viele Stimmen gäbe. Ein nicht geringer Teil der damaligen Grünwähler z.B. würde dann nicht mehr mitmachen. Und noch einmal wird die SPD es sich nicht leisten können, wie zu Beginn von ,,rot-grün” war, ein Programm aufzustellen, um dann hinterher in Basta-Manier das Gegenteil zu tun.

Nur möchte ich die Frage stellen:
wozu muss man einen Wulff abschießen? Wäre der einer großen Koalition im Wege? Ist das nicht ein wenig um die Ecke gedacht?

Sunny Januar 4, 2012 um 16:51

@Holger
Ich hab hier das letztemal vor ‘nem halben Jahr oder so geschrieben (bzw. bei wgn, und dann nicht mehr weil ich mich nur noch über den aufgeregt hab). Ok, war ein anderes Pseudonym … aber werde Dir zuliebe versuchen mich an dieses zu halten.

Nochmal zum Thema:
Einer, der keine Skrupel hat, eine Prostituierte zur Fist Lady zu machen, und dann noch einen solch zweifelhaften Freundeskreis hat, über den kann die Presse schreiben was sie will. Das juckt den nicht.
Also gebt alle Hoffnung auf dass der freiwillig geht. Nächstes Thema, bitte.

Hier könnte Ihr Name stehen Januar 4, 2012 um 16:59

Es ist egal was Wulff heute Abend sagt, er ist durch. Seine Zukunft ist vorbei, sein Kredit verspielt. Darum solltet ihr lieber Mitleid haben. Geht er, verschwindet er im gesellschaftlichen und politischen Nirwana. Bleibt er, wird er zum zweiten Sauerland.

Teilzeitsarkast Januar 4, 2012 um 17:09

@Sunny
Naja. Die Behauptung, dass die First Lady anschaffen gegangen sei, ist nun wirklich Kloakenbloggerei. Es ist gute Tradition is D, dass solche Unterleibsgeschichten auf denjenigen zurück fallen, der sie öffentlich macht. Unter Yellowpress-Gesichtspunkten ließe sich daraus sogar noch Kapital schlagen, à la “Pretty Woman”…

+++Kurzticker+++Kurzticker+++ Januar 4, 2012 um 17:09

@Hier könnte Ihr Name stehen

Der Witz ist doch, dass er nie erfahren wird, weshalb.

egal Januar 4, 2012 um 17:11

Die Kampagne gegen Lübke war ähnlich intensiv wie die gegen Wulff.

Im Februar 1968 fand sich kein anderes Thema so regelmäßig auf den Politik- und Kommentarseiten deutscher Zeitungen. …
Schließlich entschied sich Lübke für eine Fernsehansprache – und tat sich damit keinen Gefallen. Denn ein großer Redner war er nie gewesen. So kam seine Argumentation in der Öffentlichkeit als teilweises Schuldeingeständnis an. Nur 18 Prozent der repräsentativ ausgesuchten Deutschen einer Allensbach-Umfrage fanden Lübkes Auftritt „überzeugend“ oder „gut“; 43 Prozent dagegen antworten, die Ansprache habe sie „nicht überzeugt“. 17 Prozent waren unentschieden, und 22 Prozent hatten von der Ansprache nichts mitbekommen. …
Im Frühsommer 1968 begannen immer mehr CDU-Spitzenpolitiker und von ihnen angesprochene Vertrauenspersonen des Bundespräsidenten, auf Lübke einzuwirken und ihn zum vorzeitigen Amtsverzicht zu drängen. …
Sachlich war an den Vorwürfen gegen Heinrich Lübke übrigens nichts. Die tatsächlich von seiner Arbeitsgruppe angefertigten Pläne für Barackenlager hatten mit KZs nichts zu tun, wie 1992 die an der Anti-Lübke-Kampagne beteiligten Stasi-Desinformationsexperten Günter Bohnsack und Herbert Brehmer einräumten.

Auch damals wurdenstaatsrechtliche Mysterien bemüht. Z. B. beim Spiegel:

Wortkarg deckten die Parteien den Mann, den sie zum Bundespräsidenten gewählt hatten — gewählt nicht aus Staatsräson, sondern aus parteipolitischem Kalkül und weil sie nicht von der lieben Gewohnheit lassen mochten, ihr eigenes Interesse mit dem des Staates zu verwechseln.

Aber eigentlich ging es um die Koalitionsfrage. Bin ich ziemlich sicher. Eine gute Quelle habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Aber wikipedia schreibt über die Wahl des Nachfolgers (Artikel zu Heinemann):

Dieser erschien dem späteren Bundeskanzler Willy Brandt erst 1969 als der geeignete SPD-Kandidat, weil er die junge Generation, besonders die Studentenbewegung, erreichte und ihr Anliegen einer umfassenden Demokratisierung der Gesellschaft und aller politischen Institutionen teilte. Seine Aussichten stiegen, nachdem die Union von drei Gegenkandidaten den als konservativ geltenden Gerhard Schröder (CDU) anstelle des liberalen Richard von Weizsäcker nominierte und die FDP jede Festlegung vermied.

In einer dramatischen Wahl erreichte Heinemann im ersten Wahlgang 513 von 1036 Wahlmännerstimmen, im zweiten nur noch 511, Schröder 507. Erst im dritten Wahlgang am 5. März 1969 wählte ihn die Bundesversammlung mit 512 zu 506 Stimmen zum dritten Bundespräsidenten. Ausschlaggebend waren die Stimmen der FDP, deren Wahlmänner sich auf Anraten von Walter Scheel im letzten Wahlgang mehrheitlich für Heinemann entschieden. Dies wurde allgemein als erster Schritt in Richtung eines künftigen Koalitionswechsels der FDP und Beginn einer neuen politischen Ära gewertet. Für Carlo Schmid beseitigte Heinemanns Wahl „das letzte Vorurteil über die Regierungsfähigkeit der SPD“ und bewirkte damit einen Stimmungsumschwung, der den SPD-FDP-Wahlsieg im folgenden Herbst ermöglichte.

Spricht für das, was ich oben geschrieben habe.

+++Kurzticker+++Kurzticker+++ Januar 4, 2012 um 17:18

Ich weiss nicht, ob es einen Zusammenhang gibt, aber es gibt meines Wissens nur ein einziges kontroverses Thema zu dem Wulff Stellung bezogen hat und leider, wirklich leider, hat er damals die Debatte auch nicht fortgeführt. Gerade vor dem Hintergrund der kürzlichen Enthüllungen über die rechten Szene sowie über die Verwicklungen zum Verfassungsschutz hätte Wulff hier eine bedeutende Rolle spielen können. Er hatte den Ball aber damals nur angespielt und mangels Unterstützung aus dem politischen Umfeld ist das Thema damals leider sehr schnell wieder eingeschlafen. Echt schade, hier:

Bürger beschweren sich bei Christian Wulff Warum hofieren Sie den Islam so, Herr Präsident?
Gehört der Islam zu Deutschland oder nicht?
06.10.2010 — 10:18 Uhr
Von S. JUNGHOLT, A. BALDAUF und A. THEWALT

Bundespräsident Christian Wulff (51) hat mit seinem Satz aus der Einheits-Rede eine neue Islam-Debatte ausgelöst. Gehört der Islam zu Deutschland oder nicht?

Und immer mehr Bürger fragen sich: Warum reden wir eigentlich so viel über Minderheiten – und so wenig über die Mehrheit? Müssen wir künftig etwa auch die Werte des Islam achten? Wer denkt eigentlich an uns?

Quelle derselbe Verlag, der jetzt Wulff in Bedrängnis bringt:
http://www.bild.de/politik/2010/politik/wuetende-buerger-schreiben-an-den-bundespraesidenten-14203828.bild.html

Horst Schmidt Januar 4, 2012 um 18:24

Sollte sich Christian Wulff tatsächlich so geäußert haben, wie “Spiegel-Online” vorab vermeldet, dann allerdings empfehle ich die Hinzuziehnung eines Amtsarztes.

“Bundespräsident Christian Wulff tritt nicht zurück. In einem Interview von ARD und ZDF räumte er am Mittwoch zwar Fehler ein, lehnte einen Rücktritt aber ab. “Ich nehme meine Verantwortung gerne wahr”, sagte Wulff. Er übe sein Amt mit Freude aus und wisse, dass er nichts Unrechtes getan habe. Er habe in den vergangenen Wochen große Unterstützung von den Brügern und seinen Mitarbeitern erlebt.

Wulff bezeichnet den umstrittenen Anruf bei der “Bild”-Zeitung selbst als “unwürdig” für einen Bundespräsidenten. Der Anruf sei ein “schwerer Fehler” gewesen, der ihm sehr leid tue und für den er sich entschuldige.”

Also, er Wulff bezeichnet den Anruf bei “Bild” für unwürdig, aber nicht den Anrufer, also ihn selbst, also den, der den Anruf bewußt und gewollt getätigt hat.

Er spricht von sich, als wäre er eigentlich jemand anderes, außen vor.

topi Januar 4, 2012 um 18:27

Dar Anruf war unwürdig, aber der Anrufer tat nichts Unrechtes.

Goodnight Januar 4, 2012 um 18:47

Gleich gibt es Präsidentencamp statt Dschungelcamp.

Früher hat der Mensch versucht den Ansprüchen des Amtes gerecht zu werden.
Nannte sich “Erziehung”.

Heute passt man das Amt den Bedürfnissen des Menschen an.
Wie nennt man das? Ich weiss es nicht.

Ritter: “You are *such* a Boy Scout! You see everything in black and white! ”
Jack : “No, no, no! Not black and white Ritter, *right* and *wrong*!”
(clear and present danger)

f.luebberding f.luebberding Januar 4, 2012 um 18:53

Goodnight

Allein die Aussage, dass er sich eher als Opfer gesehen habe, ist infam. Selbst in der Aussage zu seinem Anruf bei Diekmann hat er sich eben schon in heillose Widersprüche verstrickt.

Doktor D Januar 4, 2012 um 19:01

“Heute passt man das Amt den Bedürfnissen des Menschen an.
Wie nennt man das? Ich weiss es nicht.” (goodnight)
Vielleicht: Korruption? Laut Joseph S. Nye ist Korruption ein “Verhalten, das von den normalen Pflichten einer öffentlichen Rolle aus Grcünden privater Interessen (Familie, enge private Cliquenbil- dung) oder um eines Geld- oder Statusgewinns willen abweicht oder das Regeln zugunsten der Anwendung unterschiedlicher Typen von privat verpflichtetem Einfluss bricht.”

holger Januar 4, 2012 um 19:02

Ok machen wir mal hier weiter….

holger Januar 4, 2012 um 19:00
Doktor D.

habe schon verstanden.

@ Frank Luebberding…

wie siehts denn nun mit der Pressefreiheit aus? Wenn man die “Privaten” nicht zulässt?

+++Kurzticker+++Kurzticker+++ Januar 4, 2012 um 19:05

@topi

Dar Anruf war unwürdig, aber der Anrufer tat nichts Unrechtes.

Oder so:
Das Amt ist würdig, der Amtsinhaber ist es nicht. Aber das ist kein Unrecht.

f.luebberding f.luebberding Januar 4, 2012 um 19:13

Wer das Interview gehört hat, wird feststellen, dass er nicht begriffen hat, welche Rollen er als Minsterpräsident und Bundespräsident hat. Er hat als Mensch geredet. Nur hat das niemanden interessiert. Über die Widersprüche in diesem Interview wird man noch reden müssen. Es wird ihm auf die Füße fallen.

Goodnight Januar 4, 2012 um 19:18

@Lübberding

Was glaubt die Kanzlerin eigentlich?

Dass die Presse jetzt aufhört. Wo ihr Wulff ins Gesicht lacht?

Für Wulff hat sie schon das Amt des Bundespräsidenten geopfert.
Was noch?
Wie wichtig ist dieser Platzhalter?

Nimmt langsam alles groteske Züge an… und wir haben mal über George.W und Berlusconi und so gelacht…..mir wird schlecht…

Journalist: “Mr. President, what place do you think you will have in history? ”
George W.: “History? In history we’ll all be dead!”
(W.)

+++Kurzticker+++Kurzticker+++ Januar 4, 2012 um 19:22

Er hat als Mensch geredet. Nur hat das niemanden interessiert.
Nein, dass ist etwas, das er nicht kann. Dieses Mensch-Sein. Nun ist er aber Politiker und straftrechtlich ist er nicht zu belangen. In seiner jetzigen Situation könnten ihm Sympathien aus der Bevölkerung helfen, aber dazu müsste er Mensch sein, was er nicht kann, da er stets bemüht war Politiker zu sein und er darauf bedacht ist, dass er strafrechtlich in seinem Handeln nicht belangbar ist, weil er sich stets wie ein Profi an die Regeln hielt, die ihm von den Sympathien der Menschen unabhängig machen sollten, in einer Welt, in der er glaubte nicht die Sympathien der Menschen zu benötigen, weil er ja strafrechtlich nicht belangbar wäre für eine Sache, die er als Mensch tat.

topi Januar 4, 2012 um 19:26

goodnight

“Nimmt langsam alles groteske Züge an… und wir haben mal über George.W und Berlusconi und so gelacht…..mir wird schlecht…”

Den rahm ich mir ein.

W.die Sau; daneben verblassen hochgradige Obermafiosis oder Massenmörder, nebenbei noch die Staatsfinanzen aufs Gründlicheste ruinierend (und die pikanten Details sind ja dein Gebiet), aber sowas von!!!

Aber was soll rauskommen, wenn der Funktionslogiker moralisch wird. :roll:

Hans Hütt Januar 4, 2012 um 19:32

topi
Gehst Du denn gelegentlich noch auf meine Antwort bei Freundliche Provokationen ein?

topi Januar 4, 2012 um 19:34

Hans; aber sicher.

Goodnight Januar 4, 2012 um 19:35

Das “Mensch” -sein rettet ihn ja gerade, selbst hier im Blog. Da wird die Justiz eingefordert um den armen Menschen Wulff vor den bösen Menschen von der Bild zu schützen.
“Mensch” ist das, wo wir alle anschließen können, besonders dann, wenn es kompliziert und anstrengend wird, d.h. solche Sachen wie Amt und Würde und so. Nope, wir verstehen eher, wenn einer ohne Knete ne fette Hütte, Sonne, Strand, Party für lau, total coole Kumpels und ne geile junge Braut haben will. Wir Menschen. Das ist real, so Gier und so. Und da der Bundespräsident nun mal sein Land und seine Wähler vertritt …so haben wir vielleicht den Präsidenten, den wir verdienen.

Voll geil …. ich geh jetzt k*tzen.

Charlie: “Well, Jesus, Donnelly. Everyone in town knows I’m on the other side of that issue.”
Donnelly: “Ethics? ”
Charlie: “Yeah!”
(Charlie Wilson’s war)

Horst Schmidt Januar 4, 2012 um 19:37

Vielleicht liegen doch die “Optimisten” richtig und es ist schon “Viertel nach Wulff”!

Wenn jetzt das Dauerfeuer eingestellt wird, lacht sich diese Person und die eigentlich Verantwortliche wieder einmal ins Fäustchen.

Hier könnte Ihr Name stehen Januar 4, 2012 um 19:42

Wulff benötigt dringend eine Behandlung seiner Dyskalkulie. Er kann einfach nicht rechnen. Jeder einzelne Fehler ist so klein, dass er alleine vielleicht entschuldbar wäre, aber wenn man die Fehler alle summiert wird die Zahl gewaltig und er ist anscheinend nicht in der Lage es zu erkennen.

Er scheint noch nicht einmal zu erkennen, dass er keine Chance mehr hat. Das Überdruckventil wurde geöffnet und mit viel Dampf entlädt die Masse ihren emotionalen Stau und was macht er, er bietet sich an. Wie blind muss er sein?

+++Kurzticker+++Kurzticker+++ Januar 4, 2012 um 19:48

Das Mensch-Sein rettet ihn gerade nicht. Der Typ ist zu borniert. Das ist doch zum kotzen, wenn ausgerechnet der Typ Wulff den sympathischen Menschen aus Deutschland darstellen sollte. Und an Würde fehlt es ihm auch. Was ihm rettet, ist das Gesetz. Er hat nichts unrechtliches getan. So bleibt er, was er ist, Bundespräsident kraft Gesetzes.

Horst Schmidt Januar 4, 2012 um 19:53

Heribert Prantl formuliert es köstlich:

“Der deutsche Bundespräsident übt, so steht es im Grundgesetz, das Gnadenrecht aus. Christian Wulff ist der erste in diesem Amt, der sich selbst begnadigt. Die ganze Kreditaffäre zeigt, dass er im höchsten Staatsamt nicht gewachsen, sondern geschrumpft ist. Mitleid mit ihm kann man, Mitleid dem Amt muss man haben.”

Ehrlich kann man sich das vorstellen, dieses ertragen, wenn einem bewußt wird, wieviel quälende Jahre uns noch bevorstehen?

holger Januar 4, 2012 um 19:58

Ja… Jetzt ist Poppen mit Gummimuttis bei den Landesbanken angesagt. Seminare ausgebucht. :D

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Sparkassen-steigen-ein-article5136276.html

Die schleswig-holsteinischen Sparkassen sind bei dem Flensburger Erotikhändler Beate Uhse eingestiegen. Sie halten über eine Tochtergesellschaft seit kurz vor Weihnachten 13,11 Prozent der Aktien an dem Unternehmen, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung der Beate Uhse AG hervorgeht. Damit sind die Sparkassen der zweitgrößte Aktionär. >/b>

holger Januar 4, 2012 um 19:59

Test

holger Januar 4, 2012 um 19:59

Gott sei Dank…. ufff….

majori Januar 4, 2012 um 20:02

Ist denn Wuffi nun zurückgetreten worden oder ja?
Wie ist di Lage an der Front??

Jackle Januar 4, 2012 um 20:04

Eigentlich doch Klasse. Ein Wulff im Amt schadet der gesamten Politik, der CDU, den bisher nicht groß angezweifelten Machtansprüchen der modernen Parteienplutokratie.
Auf lange Sicht könnten Wulff da historische Dienste gelingen. Ich wünsche ihm viel Erfolg!

Hans Hütt Januar 4, 2012 um 20:12

Das sieht so aus, als habe Wulff sich dazu entschieden, dem Vorbild Kurt Waldheims zu folgen. Right or wrong my castle.

Die Situationisten texteten in den frühen 60er Jahren “Lübke und die Mauer sind Kurzweil auf die Dauer”

Im dlf diskutieren Schwennicke, Minkmar, Leicht, Blome und Detjen

f.luebberding f.luebberding Januar 4, 2012 um 20:15

Wulff ist schlecht beraten gewesen oder er hat ein schlechtes Erinnerungsvermögen. Er darf sich bald bei den privaten Fernsehsendern entschuldigen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/faz-net-fernsehkritik-wir-sind-doch-nicht-seine-mailbox-11592721.html

holger Januar 4, 2012 um 20:15

Hans

—>>>Im dlf diskutieren Schwennicke, Minkmar, Leicht, Blome und Detjen”

Hans lass sie doch… ich muss die T-Shirts und Kaffeetassen noch verscheuern.

holger Januar 4, 2012 um 20:17

Ich brauche noch Wuffs Tagebücher…

peak Januar 4, 2012 um 20:18

@fl
der “Nichael Hanfeld und Stephan Löwenstein” -Link verlinkt nicht.

holger Januar 4, 2012 um 20:19

Kann jemand hier die Tagebücher von Wuff fälschen? Ich stelle euch ein auf 400 Euro Basis.

f.luebberding f.luebberding Januar 4, 2012 um 20:25

peak

Jetzt aber.

BananenOssi Januar 4, 2012 um 20:26

Wuffi benimmt sich nur so, wie alle Wessis hier im Osten seit 22 Jahren. Das ist doch i.O.
Was habt ihr bloß gegen den?

wowy Januar 4, 2012 um 20:28
Hier könnte Ihr Name stehen Januar 4, 2012 um 20:33

Der “Nichael Hanfeld und Stephan Löwenstein” -Link verlinkt immer noch nicht.

holger Januar 4, 2012 um 20:34

Surfin’ ain’t easy, and right now, you’re lost at sea. But don’t worry; simply pick an option from the list below, and you’ll be back out riding the waves of the Internet in no time.

:D

wowy Januar 4, 2012 um 20:35

@HkiNs
Ich habs doch verlinkt!

peak Januar 4, 2012 um 20:40
Jackle Januar 4, 2012 um 20:44

Die nächsten Tage noch eine kleine Fernsehkampagne ala BP-Chef und Deutschland wir dem Mensch Christian schon verzeihen:

http://www.youtube.com/watch?v=rDqatJPvOfk&feature=related

flummi Januar 4, 2012 um 20:52

tja, so schnell kanns gehn

vom Grüßaugust zum Hau den Lukas
der Nation

wir haben ja sonst keine Probleme, ne?

Hans Hütt Januar 4, 2012 um 20:53

Die Kabaretts der Republik haben soeben ein Sonderkonjunkturpaket bekommen.
Wenn W sich einbunkert, sind 40 Staffeln West Wing 2.0 im Kasten. Episode 2 illustriert das private Besuchsprogramm im Anschluss an eine Rede zur Pressefreiheit. Schaunse mal, was mir mit den Kollegen der Meute machen, die Sie zu Hause so plagen. Welchen Journalisten aus Ihrem Begleittross sollen wir hier behalten?

Er kann sagen, was er will. Die Unbefangenheit ist dahin. Kein seriöses Medium wird sich zu Wulffs verbleibender Amtszeit einbinden lassen. Allein schon die Wortwahl dokumentiert den Realitätsverlust.

Wir müssen zu einem Aspekt aus der Diskussion nach Köhlers Rücktritt zurückkehren. Damals wurde Wulffs Kandidatur ua damit begründet, dass ein gut geerdeter Berufspolitiker Krisen anders abwettern kann.

Dieser Vorteil Wulffs verwandelt sich in einen Mühlstein um den Hals der Kanzlerin

topi Januar 4, 2012 um 20:56

bzgl faz

Buhu,buhu, der spielt nicht mit uns;
dabei ist er doch das Schmuddelkind.

Menno!

Dafür mach ich ihm sein Lego kaputt!!!

Hans Hütt Januar 4, 2012 um 21:02

holger Bis die Fracht hier eintrifft, ist das Thema durch. Die Ware landet bei kikk auf dem Grabbeltisch. Will Dein Chinese Vorkasse? Also rechne besser mit nem Totalverlust

holger Januar 4, 2012 um 21:04

Hört ihr jetzt mal auf??? Ich will noch T-Shirts und Kaffeetassen verscheuern. “Papa Wuff ante Portas” oder so. Beate Uhse legt grad ne neue Kollektion auf, “Mach mir den Wuff” oder so. Die LBs und die Sparkassen… das wird der Renner. Ihr habt aber auch keinen Sinn fürs Geschäft.

holger Januar 4, 2012 um 21:08

Hans Huett

ich hab einmal auf dich gehört, und die Merkel Kollektion nicht auf den Markt eingeführt. Weil Delphi ja meinte, Merkel ist schon weg. Das passiert mir garantiert nicht noch mal. Wuff läuft auch wie uns Adolf aus Braunau.

topi Januar 4, 2012 um 21:09

Die richtigen Fragen hätten die Milliardärsschreiber nun sicher auch nicht gestellt.

Es geht nicht darum,ob denn ein Bupräsi Zugang zu einem absurd niedrig verzinstem “Geldmarktdarlehen” haben sollte.

Richtige Frage: Wie finden sie es als Bundespräsident aller deutschen Bürger, dass Klein-Erna bei der “Volks”bank oder der Sparkasse um’me Ecke für ihren Dispo 19 Prozent zahlen muss, die wirklich Vermögenden und die aufgestiegene Topklasse der Funkionselite dagegen Zwischenfinanzierungen für 1bis 2 Prozent kriegt.
Was, Herr Bundespräsident, sagt das über unser Geldsystem, über seine Vereilungswirkung?
Sollte die Politik in diesem Bereich nicht aktiver die Rahmen setzen?

Oder die fast lächerliche Frage nach der Rechnung für Übernachtung bei Freunden. Will noch jemand die Schausten als Freundinhaben? :roll:

Richtige Frage: Sollten Menschen, die Freunde mit konkreten wirtschaftlichen Absichten, die den Interessen der Mehrheit der Bevölkerung diametral gegenüberstehen, haben, wirklich Spitzenpolitiker werden können?
Welche Transparenzregelnbrauchen wir, umdiese Verflechtungen zumindest völlig offenzulegen?

Völlig wumpe, ob da nun Rtsatfoxnews dagesessen hätten; die kommen noch viel weniger auf die richtigen Fragen.

holger Januar 4, 2012 um 21:12

Topiiiiiiiiiiiii

es geht nicht um die richtige Frage… sondern warum wurden RTL Sat Uno Exkludiert? Du glaubst doch wohl nicht, dass man Wuff ne Frage stellt oder doch.

Hans Hütt Januar 4, 2012 um 21:14

topi
Du hast recht. Und sei Dir sicher, diese Fragen werden gestellt

holger Januar 4, 2012 um 21:16

Ich beantrage den gesamten Bundestag diese Frage zu stellen, und auch den Stiftungen. Allen. Und nicht nur Wuff.

f.luebberding f.luebberding Januar 4, 2012 um 21:21

topi

Gute Fragen.

holger Januar 4, 2012 um 21:22

Dann stellt diese Fragen öffentlich…

holger Januar 4, 2012 um 21:23

Doppelseite FAZ

topi Januar 4, 2012 um 21:28

Hans, Frank

Die kommen dann wohl im Kapitel 36 der Soap-Opera hier?

#preiff#

h.huett Januar 4, 2012 um 21:33

topi
Bis zu Kapitel 43 ist noch Zeit

DerLaie Januar 4, 2012 um 21:37

Wundervoll alles zusammen ….. Dispo, Kontokorent, Hypothekenkredit, alles in einen Topf umrühren aufkochen und schon habe ich einen wunderbaren Kapitalismuseintopf. Wem es schmeckt
Topi und Holgi bestimmt nur gut das sie nicht für die Küche zuständig sind sonden nur fürs schwadronieren

topi Januar 4, 2012 um 21:57

Ich glaub jetzt weiß ich wer du bist.

Ganz groß,in jedem Fall. :roll:

Linus Januar 4, 2012 um 21:58

@topi:
Die selben richtigen Fragen könntest du so ziemlich jedem Politiker stellen. Und?

Alles in allem ist es ziemlich gut gelaufen für die “Eliten” (ich mag diesen Ausdruck nicht). Denn das war die eigentliche Gefahr. Daß an den anderen was kleben bleibt. Das Ansehen der Politik muß unter allen Umständen gewahrt bleiben. Da wurde nichts dem Zufall überlassen.

DerLaie Januar 4, 2012 um 22:18

“Ich glaub jetzt weiß ich wer du bist”
Ne wie süß, jetzt kommt auch noch der liebe Gott ins Spiel …. wissen statt glauben sollte die Maxime sein.

Aber ich wundere mich schon über welche Petitesse hier diskutiert wird … ich glaube, ne ich weiß ….. einige lachen sich kaputt über die Diskussion hier und anderswo ….

Aber dazu ist mehr als nur die Recherche nach “kleinen Fischen” notwendig. Aber wo der Goldesel hinscheißt … ist mancher nicht weit

topi Januar 4, 2012 um 22:19

@linus
“Die selben richtigen Fragen könntest du so ziemlich jedem Politiker stellen. Und?”

Die Fragen müsste man allen Politikern stellen, richtig. Vielleicht würde dann mal auffallen, dass die “moderne” Funktionslogik einfach nur eine Theorie, und kein Gesetz, ist; in Island regiert das Äquivalentvon Sonneborns “Die Partei”.

Darum ging es mir doch von Anfang an in dieser Causa: Die Einordnung von Wulffs Verfehlungen und die allgemein üblichen Verflechtungen von Politik und Lobbyverbänden, mit direkt ablesbarer Einflußnahme allerortens.

Insofern: bestens, dass er noch im Amt ist; der Teppich wird zwar so wahrscheinlich auch nicht gelüftet, aber der Dreck darunter zeichnet sich deutlicher ab.

h.huett Januar 4, 2012 um 22:20

und so ganz nebenbei ist die FDP dabei, sich am Vorabend ihres Dreikönigstreffens vollends zu zerlegen.

wowy Januar 4, 2012 um 22:48

@topi
Und in welchem Kapitel kommt ein Beitrag zur Opposition? Oder wird hier über die SPD grundsätzlich nicht geschrieben?

topi Januar 4, 2012 um 23:01

@ wowy

Was für ein Beitrag schwebt dir vor?

“Ja, die Marxisten hatten doch Recht. Die Sozialdemokratie ist ein Horde von Systemapologeten und nur installiert, um weiße Salbe zu verkaufen; in die man dann im Falle der Notwendigkeit auch den gröbsten Dreck mischenkann.”

So etwa? Und dann?

wowy Januar 4, 2012 um 23:08

@topi
Ach quatsch, nix Marx.
Das habe ich doch nun schon 100 fach hier erzählt:
Warum tun die nix? Opposition und so?

topi Januar 4, 2012 um 23:41

wowy

Warum die NS-SPD die Füße stillhält, weiß nun jeder, der sich den Maschsumpf anschaut.

Den anderen Punkt haben die Blogherren nicht auf dem Schirm, weil sie viel zu sehr in kurzfristiger parteilicher Machtlogik denken.

Es war für die Linke völlig richtig,den Gauck nicht zu wählen, wie lächerlich hätten sie nach diversen seiner Einlassungen danach dagestanden?

Das haben inzwischen auch andere Teile von Rot/Grün verstanden.

Die Großkopferten haben natürlich keinerlei Böcke auf eine solche Dikussion. Aber sicherlich die Signale, dass die Gauck-Begeisterung im eigenen Lager abgekühlt ist.

Dafür haben sie ja jetzt schon Teile der Union auf ihrer Seite, ein sicheres Zeichen. :roll:

uschi blas Januar 4, 2012 um 23:52

schönes lied:
the newspaper man
http://www.youtube.com/watch?v=hKBusvfq0eM

konradi Januar 5, 2012 um 00:02

@ topi Januar 4, 2012 um 21:09
Bingo! Du wirst mir noch sympathisch! ;)

topi Januar 5, 2012 um 00:43

Verdammt!

;-)

DerLaie Januar 5, 2012 um 00:52

NS-SPD

Genau Anhänger des NaturSektes im Maschsee ertränken. Es lebe die Einfältigkeit

topi Januar 5, 2012 um 00:59

@ laienhafter multinickender Kapitalismusfan

Wenn du mir was zu sagen hast, sag es.
Ansonsten lass es einfach.

DerLaie Januar 5, 2012 um 01:13

@topi
Dir was sagen hilft nicht … Dummheit ist nur schwer heilbar
Die SPD in den Zusammenhang mit NS zu setzen zeugt nicht nur von menschenverachtender Ignoranz, sondern erlaubt auch jede noch so blöde Replik
Ansonsten empfehle ich zur Erkenntnis .. u.a. Die Bibel, Kant und Karl Marx

Allerdings fehlt mir der Glaube oder doch das Wissen

Nanuk Januar 5, 2012 um 07:51

Wir können zumindest davon ausgehen das Politiker nicht mehr mit Chefredakteuren Telefonieren werden… was ein Fortschritt für die unabhängigkeit der Presse ist und Schirmacher wird dann nicht mehr Partys im Bundeskanzleramt Feiern der Ärmste…

Wir sind auf dem Weg die Bananen Republik hinter uns zu lassen.

Nanuk Januar 5, 2012 um 07:58

Gesine Lötzsch hat ja mitteilen lassen das Wulf ein gestörtes Verhältnis zur Presse habe.Das Problem ist wohl eher das Journalisten überhaupt ein Verhältnis mit Politikern haben.

topi Januar 5, 2012 um 08:36

“Die SPD in den Zusammenhang mit NS zu setzen”

Sagt der Laie.

Und war offenbar noch nie in N ieder – S achsen.

Den Kontext, dass nur die niedersächsische SPD-Fraktion einen Untersuchungsausschuß zur Frage, ob W. den Landtag belogen hat, in Gang setzen kann, sollte man eigentlich kennen, wenn man sich an der Diskussion beteiligt.:roll:

Frankie Bernankie Januar 5, 2012 um 08:49

@Nanuk

“Gesine Lötzsch hat ja mitteilen lassen das Wulf ein gestörtes Verhältnis zur Presse habe.Das Problem ist wohl eher das Journalisten überhaupt ein Verhältnis mit Politikern haben.”

Right You are, danke für den Hinweis.
Es fällt schon garnicht mehr auf, wie entlarvend sich manche Politiker äussern.

Das ist vielleicht auch Wulffs Problem gewesen bei der Anrufaffäre.

Schliesslich ist “der Kai” ja Teil der Community, man kennt sich und ist noch dazu aus dem selben Lager: “…und dem Kai hab ich noch beim letzten Staatsbesuch vom Obama einen Logenplatz verschafft! jetzt behandelt der mich so! Unglaublich!”

Da ruft man den Kumpel schon mal an und quatscht verärgert auf den AB , wenn man ihn nicht erreicht; jeder kennt das, man ist sauer auf den Kumpel, weil der in der Clique rumerzählt, man würde keine 4 Schnaps vertragen.

Warum sollte das in dieser konservativen Mischpoke anders sein? Die kennen sich alle seit Jahrzehnten, jeder stützt den anderen beim Regieren dieses Deutschlands ( dass naturgemäß den “Bürgerlichen” zusteht, wem sonst?).

Und jetzt gibts Cliquenstreit.

Joerg Buschbeck Januar 5, 2012 um 08:59

Wulff, Wulff, Wulff, haben wir keine anderen Sorgen?

“Korruptionsverdacht, klagt nicht den Wulf an, sondern die Volkswirte.”

http://www.global-change-2009.com/blog/korruptionsverdacht-klagt-nicht-den-wulff-an-sondern-die-volkswirte/2012/01/

wowy Januar 5, 2012 um 09:13

@topi Januar 4, 2012 um 23:41

Natürlich weiß das jeder! Aber ist es nicht Aufgabe von Journalisten da nachzuhaken??? Das genau war meine Frage!

topi Januar 5, 2012 um 10:12

wowy

Natürlich. Die Fragen sollten ja auch an alle Politiker gehen.

Wenn die Schausten statt ihrer Freunde-Rechnungs-Verirrung die obige Frage über prinzipielle Verquickungen zwischen Politik und Wirtschaft an Wulff gestellt hätte, dann wäre sie in der Welt und könnte wirken.

KL Januar 5, 2012 um 10:43

@egal

“Meine Spekulation: BILD will mit der Installation Gaucks die große Koalition in der SPD absichern …”

Ich warte schon längere Zeit darauf, daß die versammelte analytische Intelligenz dieses blogs, von h.huett bis Morph, hier einmal weitergräbt. Ich kann nämlich noch immer nicht glauben, daß Herr Diekmann et al. eine Kampagne für die Würde des Präsidentenamts und/oder die Freiheit der Presse führen. Irgendwie kommt mir das ‘unterkomplex’ vor ;-)

Ich erwarte ja keine VT. Ich erwarte etwas wie “Libra” von Don DeLillo.

Bürger Januar 5, 2012 um 11:36

Wollte der Bundespräsident die ESM-Gesetze stoppen?

Wulff am 24. August 2011:
“Wer heute die Folgen geplatzter Spekulationsblasen allein mit Geld und Garantien zu mildern versucht, verschiebt die Lasten zur jungen Generation und erschwert ihr die Zukunft. All diejenigen, die das propagieren, handeln nach dem Motto: Nach uns die Sintflut.”

h.huett Januar 5, 2012 um 11:44
Lina Januar 5, 2012 um 11:57

@ topi Januar 4, 2012 um 21:09

“Richtige Frage: Sollten Menschen, die Freunde mit konkreten wirtschaftlichen Absichten, die den Interessen der Mehrheit der Bevölkerung diametral gegenüberstehen, haben, wirklich Spitzenpolitiker werden können?”

Gute Frage, topi!
Ich analysiere sie auf meine Art:

Zum Thema FREUNDSCHAFT
fällt mir ein Zitat von Jean Paul Getty ein:
“Uneigennützige Freundschaft gibt es nur unter Leuten gleicher Einkommensklasse.”

Ergo: Politiker, die Millionäre/Milliardäre ihre “Freunde” nennen, sind nix Anderes als deren Angestellte.

Und:
Politiker, die Millionäre/Milliardäre SIND, haben andere Interessen als die Mehrheit der Bevölkerung.

Aber:
Millionäre/Milliardäre haben immer das nötige Kleingeld und die Macht, um ihr “Personal” auszuwählen, zu etablieren, zu feuern und die Meinung der Massen mittels der Medien, die sie besitzen, ensprechend zu lenken.

Und
Millionäre/Milliardäre schließen sich zusammen und helfen sich gegenseitig – ganz selbstlos (siehe Getty-Zitat), um ihre “Kaste” zu erhalten. ;)

Beispiel Wulff:
- Nähe zu VW –> Porsche –> Sitz in BW —> Kredit! Bingo!

- Was Frau Wulff angeht, sollte man in Richtung “Rossmann” und ihre Halbtagsstelle, die sie dort seit der Geburt ihres Kindes mit Christan, bekleidet. Arbeitet sie wirklich dort, oder steht sie nur auf der Gehaltsliste?

- Die BILD ist keine Zeitung. Sie betreibt – neudeutsch – Kampagnenjournalismus.
Altes Wort: Propagandajournalismus.
Sie ist also ein Propagandaorgan. Die Nähe der Kanzlerin zu Friede Springer ist allgemein bekannt.

Bei wem und warum Wulff in Ungnade gefallen ist, werden wir nie erfahren. Fakt ist: Er bleibt im Amt und sein Wort hat überhaupt kein Gewicht mehr.

Zu Deiner Frage:
“Welche Transparenzregelnbrauchen wir, umdiese Verflechtungen zumindest völlig offenzulegen?”

Wir brauchen keine neuen Regeln. Was wir brauchen ist:
1. Gesunder Menschenverstand
2. Neue Medien, die nicht profitabhängig sind und NIEMANDEN gehören.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 12:14

Es werden sicherlich die meisten Leser schon wissen. Aber die Bild wird jetzt das Protokoll des Wulff Anrufes veröffentlichen, wenn denn Wulff zustimmen sollte. Er redet ja immer von Transparenz. Es kann sich dann jeder ein eigenes Bild machen … . Er hätte allerdings seine Stellungnahme, die er heute in das Netz hat stellen lassen, schon vor der Erstveröffentlichung der Bild, den recherchierenden Journalisten zur Verfügung stellen können. Stattdessen hat er angerufen. und um das klar zu sagen: es ging bei der Erstveröffentlichung der Bild um den Zusammenhang des Kredits von Geerkens mit seiner Aussage vor dem niedersächsischen Landtag.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 12:20
Horst Schmidt Januar 5, 2012 um 12:33

Also nun stelle man sich vor, die Veröffentlichung des AB-Protokolls bestätigt den von Diekmann und Bild verbreiteten Eindruck und überführt den Herrn Wulff der Lüge, was und wie soll die Öffentlichkeit und die politische Klasse denken und angemessen reagieren?

Glaubt denn tatsächlich jemand Angela Merkel wüßte von diesem Inhalt nichts? Läßt Bild und der Springer-Verlag die von ihr so liebevoll gestützte und gepflegte Kanzlerin in offene Messer laufen?

Also nochmals zurück zur eigentlichen Kernfrage?
Wer soll getroffen werden?

Bürger Januar 5, 2012 um 12:35

Ich glaube Diekmann und Konsorten kein Wort. Wenn die es ernst meinen mit der Transparenz sollen sie nicht den “Wortlaut” veröffentlichen, sondern die Nachricht selber.

Obwohl man auch dann nicht ausschließen kann, dass geschnitten oder sonstwie manipuliert wurde.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 12:39

Aust sagte in der Sendung Treffpunkt auf NDR 90,3, Bundespräsident Wulff habe den Eindruck erweckt, als habe er den Chefredakteur der Bild angerufen im Affekt und ihn beschimpft und seiner Wut freien Lauf gelassen. Stefan Aust dazu:

“Das ist nicht der Fall. Diese Tirade, die ja mehrere Minuten dauerte, ist nicht etwa im erregten Ton abgelaufen. Es sind auch keine unflätigen Worte gefallen. Das weiß ich definitiv. Sondern sie ist in geradezu ruhigem, sachlichem, strengem, sozusagen Anwaltsjargon fast auf diese Mailbox gewandert. Das heißt: Es ist keine Tat im Affekt gewesen, kein emotionaler Wutausbruch. Sondern es war eine sehr klare, präzise und nüchterne kontrollierte Kampfansage. So ist es gewesen. Das weiß ich definitiv”.

http://www.bospace.de/nachrichten/welt/politik/aust-nennt-einzelheiten-zu-wulff-anruf-bei-bild-chef-kai-dieckmann-5278?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 12:41

Bürger

Man kann es mit seiner Skepsis auch übertreiben.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 12:45

Horst Schmidt

Es geht nicht darum, jemanden zu treffen, sondern einen von Wulff gestern behaupteten Sachverhalt aufzuklären. Niemand hat Wulff gezwungen gestern so zu argumentieren, wie er es gemacht hat. Es wusste sicherlich auch niemand, was er denn in diesem Interview sagen würde. Im übrigen sollte jeder die beiden Anlagen lesen, die Diekmann mit veröffentlicht hat. Aber wahrscheinlich wird jetzt Wulff behaupten, dass er davon nichts wusste.

Nanuk Januar 5, 2012 um 12:50

@Frankie
“Right You are, danke für den Hinweis.”

Kost ja nix ;)

Nanuk Januar 5, 2012 um 12:52

@fl
Die können auffahren wen sie wollen ich will es selbst hören wenn das von belang ist… Ich kann mir doch so kein Urteil bilden…

Horst Schmidt Januar 5, 2012 um 12:56

f.luebberding

Also ich bin der Meinung, diese ganze “Affäre Wulff” ergibt als solches keinen Sinn, wenn hier nicht jemand anders das eigentliche Ziel ist.
Selbst wenn Wulff gestern zum besagten Sachverhalt etwas anderes gesagt hätte, Bild und Springer-Verlag hätten ihn sowieso nicht mehr vom Haken gelassen.

Bürger Januar 5, 2012 um 12:58

Skepsis? Übertreiben? Gegenüber der BILD???

Na hör mal…

Hans Hütt Januar 5, 2012 um 13:06

Die schlimmstmögliche Wendung wäre nach dem Brief Diekmanns an Wulff eine Strafanzeige von Wulffs Anwälten gegen Bild wegen versuchter Erpressung und Nötigung eines Verfassungsorgans mit der Folge, dass der frisch installierte Generalbundesanwalt das Kompromat beschlagnahmt und für 50 Jahre beim Bundesarchiv versargt.

Reinhard Januar 5, 2012 um 13:06

@Horst:
Menschliches Fehlverhalten ist nie rational erklärbar. Deswegen gedeihen VTs auch so prächtig, wenn man ums Verrecken im ganz normalen menschlichen Chaos eine Struktur, eine geplante und durchdachte Absicht erkennen möchte.

Nein, NATÜRLICH ergibt diese Affäre keinen Sinn.
Und warum nicht? Weil Wuffi einfach inkompetent ist.

Nanuk Januar 5, 2012 um 13:09

Ich will auch keine Abschrift von den Holzmedien…

Doktor D Januar 5, 2012 um 13:09

Im Prinzip hat der Küppersbusch sicher recht, nur bei Diekmann zieht das Argument m. E. nicht: Wenn jemand in der weiten deutschen Pressewelt garantiert nicht auf Buddy-Dienste von irgendeiner der sich als politsch handelnd vorstellenden Personen in Berlin angewiesen ist, dann ist es Kai Diekmann.

Nanuk Januar 5, 2012 um 13:12

“Wenn jemand in der weiten deutschen Pressewelt garantiert nicht auf Buddy-Dienste von irgendeiner der sich als politsch handelnd vorstellenden Personen in Berlin angewiesen ist, dann ist es Kai Diekmann.”

Du überschätzt die Bild… nur weil die TAZ denen das Wasser nicht reichen kann heist das nicht das Bild der Allmächtige ist.

Doktor D Januar 5, 2012 um 13:23

Allmacht ist nicht der Punkt, sondern schlicht Funktion: der Mann ist ChefRed der immernoch auflagenstärksten deutschen Zeitung und einer der wichtigsten Funktionsträger im größten deutschen Medien-Unternehmen. Und man kann Diekmann viel vorwerfen, aber eines sicher nicht: Unprofessionalität und Dummheit.

Nanuk Januar 5, 2012 um 13:29
f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 13:30

Hütt

Genau. Wulff sollte aber vorher bei Diekmann auf die Mailbox sprechen. Darin hat er ja Übung.

Nanuk Januar 5, 2012 um 13:31

@Doktor D.
Ab einer gewissen Ebene ist das Politik und da kann man auch verdammt dämlich sein und trotzdem weiter kommen…

gelegentlich Januar 5, 2012 um 13:41

@Nanuk
Ein Freund von mir ist Journalist geworden und hat es auch ziemlich weit gebracht in diesem Metier. Der sagte mir mal, die Wenigsten könnten sich vorstellen, wie viele und vor Allem wie gute Journalisten bei Springer auf der Lohnliste stehen und wie gut die recherchieren können. Was dann gedruckt wird stehe auf einem anderen Blatt – und da geht es nicht um Begrenzungen des Formats.
Was Niederlagen angeht hat natürlich auch ein Dieckmann ein wenig Übung: wie man den exklusiven Zugang zum inneren Kreis der Fussballnationalmannschaft mit Klinsmann verlor und wohl nicht wieder erlangen konnte, die beiden Guttenberg-Kampagnen – es dürften doch einige mehr sein. Dennoch glaube ich der Aussage, dass Dieckmann Buddy-Zuarbeiten weniger nötig hat als die meisten Anderen dort.
Wie dem auch sei: Wulff hat sich als die symbiotisch-halbseidene Figur erwiesen als die er dieses Amt auch antrat. Aber wenn er fällt möchte man als Staatsbürger einfach, dass er zurück tritt weil er z.B. den Landtag angelogen hat (ist ja noch eine Frage) oder auf ähnlichem Wege, aber auf gar keinen Fall deshalb, weil Irgendjemand hinter den Kulissen beschlossen hat ihn wegschreiben zu lassen. Denn danach sieht es nach wie vor aus – unabhängig davon, dass Journalisten, egal wer, lieber etwas zu schreiben haben als nichts zu berichten haben.
Meine Nase, nicht mein Verstand, sagt mir, dass h.huett um 11:32 Uhr im Parallelthread mit dem Verweis auf Poschardt wohl in die richtige Richtung zeigt. Lustiger kann es eh nicht mehr werden: ein Parvenü beschimpft einen anderen Parvenü – als Parvenü! Küppersbusch, geben Sie auf!

Doktor D Januar 5, 2012 um 13:47

Nö, Nanuk, wie morph ja sehr schön an den Personalien Wulff und Döring aka Patrick Lindner beispielhaft gezeigt hat, ist die Politik anscheinend das einzige Funktionssystem, wo die Kombination Unprofessionalität, Dummheit/Dämmlichkeit – und noch nicht genannt, aber elementar: hypertrophes Selbstbild – noch zu so erfolgreichen Karrieren führen kann.
Große Medienkraken machen auf mich – als Beobachter und als ab und an partizipierendes Nano-Rädchen – den Eindruck, dass das Führungspersonal zwar an gering ausgebildeter moralischer Begabung leidet, aber sonst ziemlich komplex gestrickt denken und handeln kann.

Lina Januar 5, 2012 um 13:55

@ gelegentlich

“Lustiger kann es eh nicht mehr werden: ein Parvenü beschimpft einen anderen Parvenü – als Parvenü!”

Habe den Text in der “welt online” eben auch gelesen und mußte laut lachen!

Vielleicht will der Springer-Konzern doch noch Guttenberg im Amt des Präsidenten sehen?

Alles Realsatire pur!

Nanuk Januar 5, 2012 um 14:05
egal Januar 5, 2012 um 14:12

@KL

Es gab eine Kampagne der MSM gegen Lübke.
Es gibt eine Kampagne der MSM gegen Wulff.

Bei der Kampagne gegen Lübke bediente sich der SPIEGEL fragwürdiger Mittel. Belastungsmaterial wurde sogar ERFUNDEN.
Bei der Kampagne gegen Wulff bedient sich BILD fragwürdiger Mittel. Z. T übliche Vorgänge werden skandalisiert.

Bei Lübke ging es um die Zusammensetzung der Regierungskoalition.
Bei Wulff geht es um… ? Merkel?

Tja. Eine richtig gute Theorie habe ich nicht. Zur Klärung dieser Frage hatte ich auf die Schwarmintelligent gehofft. Bisher keine Resonanz. In den ersten Artikel zu Wulff wurde noch über mögliche Motive spekuliert. Mittlerweile wird die Disskusion geführt, als fände die Wulffaffäre im politikleeren Raum statt.

Dabei: Springer droht die große Koalition. Die SPD könnte einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn durchsetzen. PIN gehört meines Wissens nach wie vor Springer. Je stärker der Mindestlohn die Lohnlücke zur Post schließt, desto massiver die wirtscahftlichen Probleme Springers. Mit Branchenmindestlohn (vorm Verwaltungsgericht zu Recht gekippt) machte PIN, glaube ich mich zu erinnern, Verlust.
Springer hat also möglicherweise ein eigenes wirtschaftliches Interesse, die SPD von kleinsten Zugeständnissen an Wähler- und Bevölkerungswillen abzuhalten.

Die anderen Printverlage vielleicht ebenfalls. Zeitungszusteller verdienen deutlich unter 5 Euro (nominell in bei der Berliner Zustellagentur um die 4,50, davon gehen aber noch Strafzahlungen ab, so dass der Lohn im Durchschnitt maximal bei 3,50 liegt (viele Zusteller sind Illegale)). Wie teuer werden Zeitungsabos, wenn sich der Lohn des Zustellers verdreifacht?

Was war denn die letzte große Kampagne, die alle MSM fuhren? Die für Steinbrück!!!


Ich habe übrigens Rainer Land mit großem Interesse gelesen. Gerade lese ich Abelshauser. Wenn fertig, werde ich nochmal was sagen.

waltereggers Januar 5, 2012 um 14:15

@Huett 13.06

Oh, malen Sie den Teufel nicht an die Wand.

Habe keine Lust, so lange auf Ihre Textanalyse zu warten.

gelegentlich Januar 5, 2012 um 14:15

@Nanuk:
Ein Mißverständis! Poschardt ist Popfeschist, kein Postfaschist!
Eine Hilfe:
Am besten fasste es Rattelschneck in der SZ zusammen:
“Ulf Poschardt beim Großen Meister.
Poschardt: Guten Tag, ich heiße Ulf Poschardt und bin neokonservativ. Mein Problem: Die Leute lachen über mich.
Meister: Du musst dafür sorgen, dass die richtigen Leute über Dich lachen.
Poschardt: Soll ich mich Posch Ulfardt nennen?
Meister: HAHAHA”

Nanuk Januar 5, 2012 um 14:16

“Lustiger kann es eh nicht mehr werden: ein Parvenü beschimpft einen anderen Parvenü – als Parvenü! Küppersbusch, geben Sie auf!”

Der Himmel ist zart, die Erde blaß.
Die Welt ist ein Aquarell mit dem Titel April.
Ödön von Horváth

Doktor D Januar 5, 2012 um 14:20

@egal: Interessantes Verständnis von Schwarmintelligenz – wenn die Ideen, Erfahrungen, Beobachtungen und das Wissen, was so eingebracht wird, nicht zum eigenen Vorurteil passen, dann hat natürlich die Schwarmintelligenz versagt. Schon mal über eine Partei-Karriere nachgedacht?

Nanuk Januar 5, 2012 um 14:24

@Doktor D.
“Nö, Nanuk, wie morph ja sehr schön an den Personalien Wulff und Döring aka Patrick Lindner beispielhaft gezeigt hat, ist die Politik anscheinend das einzige Funktionssystem, wo die Kombination Unprofessionalität, Dummheit/Dämmlichkeit – und noch nicht genannt, aber elementar: hypertrophes Selbstbild – noch zu so erfolgreichen Karrieren führen kann.”

Das geht überall das ist auch nix neues… Peter Prinzip…

Nanuk Januar 5, 2012 um 14:25

Das wunder ist ja nicht wie die Welt ist sondern das sie überhaupt noch ist…

Morph Januar 5, 2012 um 14:40

@egal

ich denke auch, dass staatspolitische Verantwortung, Aufklärung und Pressefreiheit die Presseberichterstattung nicht hinreichend motivieren, so wenig wie die Menschenrechte irgendwelche Out-of-area-Einsätze des Militärs.

Allerdings bin ich ebenso überzeugt, dass Pressekampagnen ebenso wie Kriegseinsätze über eine außerordentlich starke Eigendynamik verfügen. Die Personen und organisierten Akteure eine solchen Kampagne stehen in einem komplizierten Kollegial- und Konkurrenzverhältnis zueinander, was Allianzen immer prekär macht.

D.h. wenn wir von Pressekampagnen reden, reden wir von einem ziemlich vagen Begriff. Was ist stillschweigendes Einverständnis, was ist wirklich explizit konzertierte Aktion. Im Zweifelsfall werden das selbst die Akteure nicht so genau wissen.

Insofern ist das gemeinschaftliche Suchen nach einem plausiblen Kampagnenplot vergebliche Liebesmüh. – Nach meiner Deutung ist schon die Entscheidung der BILD, den Mailbox-Anruf zu lancieren, keine autonome Aktion im Rahmen eines agendamäßigen Ziels, sondern eine systemische Reaktion im Rahmen organisiserter Selbstreproduktion.

Wulff hatte es vor Weihnachten noch in der Hand, das Blatt zu wenden. Nach seiner fadenscheinigen Pressekonferenz mit dem Bekenntnis zur Pressefreiheit MUSSTEN alle Beteiligten, die von dem Mailbox-Anruf wissen, ihrem systembedingten Selbstverständnis nach, reagieren; alles andere wäre ein Selbstwiderspruch gewesen, den vielleicht ein einzelner performen kann, aber nicht eine Organisation.

Und seither läuft das Drama wie eine mechanische Uhr ab. Die BILD MUSS darauf dringen, den Mailbox-Anruf zu veröffentlichen. Wulff KANN sich dem nicht widersetzen (die Bitte um Zustimmung kann keineswegs als Nötigung ausgelegt werden, @Hans Hütt, sondern ist ein professionell makelloser Schachzug).

Und wenn der Text erst einmal einsehbar ist, mit Emir, Krieg und Rubikon, dann MUSS Wulff zurücktreten, denn dann ist das Stimmungsbild in der Bevölkerung endgültig gegen ihn gekippt, dann wird die operative Politik eine andere Kostenabwägung machen. Und Wulff kann die totale Isolation nicht verkraften, bei allen Steher- und Nehmerqualitäten, die er in seinem unbeirrbaren Aufstiegswillen eingeübt haben mag.

Schätze ich mal.

Doktor D Januar 5, 2012 um 14:40

@nanuk: Stimmt! Aber wenn ich bei mir gerade aus dem Fenster schaue, drängt sich mir der Eindruck auf, G.O.D. hat die Faxen dicke. Die Mayas haben doch Recht! :-)

topi Januar 5, 2012 um 15:15

morph

” Nach meiner Deutung ist schon die Entscheidung der BILD, den Mailbox-Anruf zu lancieren, keine autonome Aktion im Rahmen eines agendamäßigen Ziels, sondern eine systemische Reaktion im Rahmen organisiserter Selbstreproduktion.”

Bis jetzt ‘wissen’ wir nur, dass der Kai in feuchtfröhlicher Rundefür Schenkelklopfer gesorgt hat.
Die Frage ist: wusster er nicht mehr genau, was er macht,oder wusste er es ganz genau.

Ansonsten mak abwarten; der Wulff schaut jetzt nur noch ARD und ZDF, wenn die ihn stützen, sitzt er die Veröffentlichungsaufraufe vielleicht auch aus.

Und dass nun Rubicon und Krieg etc anders wirken, wenn sie in der exakten Reihenfolge stehen, sehe ich auch nicht zwingend.
(wo steckt goodnight?;-))

Kann man eigentlich Wetten, hat jemand Quoten?

topi Januar 5, 2012 um 15:17

Sprach der Scheich zum Emir:
bezahln wir und dann gehn wir.

Sprach der Emir zum Scheich:
ach gehn wir lieber gleich.

egal Januar 5, 2012 um 15:18

@morph
Sicherlich entwickelt die Affäre eine Eigendynamik. Aber warum wurde über Wulffs Fehlverhalten berichtet und über das anderer nicht? Steinbrück erhält Hunderttausende von Banken für Vorträge, nachdem er die Banken gerettet hat. Erzählt sich das nicht leichter als der Zinsvorteil beim Privatkredit? Theorien, die ohne “Verschwörung” auskommen, sind natürlich plausibel. Der Bundespräsident ist ein isolierter Gegner, die Affäre ist rein politisch, kein Anzeigekunde wird vergrätzt, die Medien haben bedarf, sich als moralische Instanz zu inszenieren…
Aber Verschwörungen gibt es ganz offensichtlich auch.
Wir können spekulativ zum jetzigen Zeitpunkt nicht herausfinden, worum es bei Wulff geht. Wir können aber Hypothesen bilden, auf die wir bei Fortgang der Affäre zurückgreifen können. Ex post kann man Erzählungen bilden.

@Doktor D
Parteikarriere. Haha. Ich weiß doch, dass es hier Leute gibt, die auf meine Hypothese ansprechen könnten.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 15:18

Morph

“D.h. wenn wir von Pressekampagnen reden, reden wir von einem ziemlich vagen Begriff. Was ist stillschweigendes Einverständnis, was ist wirklich explizit konzertierte Aktion. Im Zweifelsfall werden das selbst die Akteure nicht so genau wissen.”

So sehe ich das auch. Du kannst so einen Prozeß nicht steuern. Das unterschätzen die meisten völlig. Die Reaktion der Bild heute war unausweichlich geworden, weil sie der Bundespräsident dazu gezwungen hat. Was sollen sie auch machen? Nichts? Nur konnte eben niemand wissen, was Wulff gestern sagen würde. Was immer verkannt wird: Wulff handelt eben nicht dilettantisch, sondern mit seiner Salamitaktik konsequent. Wenn er am 15. Dezember alles auf den Tisch gelegt hätte, was wir heute wissen – oder auch schon vor den ersten Veröffentlichungen – hätte er sofort zurücktreten müssen. Allein dass er vor dem Landtag nicht die Wahrheit gesagt hatte, nach dem er schon vorher bei der Upgrate Geschichte einen Fehler einräumen musste: nämlich den Verstoß gegen das Ministergesetz. Man muss sich das nur vorstellen. Die Urlaubsreisen, der dubiose Privatkredit, die dubiose Umfinanzierung mit der BW Bank, die Subvention seines Buches durch Maschmeyer und Grossmann. Er kann eben nur alles abstreiten – bis zum Beweis des Gegenteils. Und dann sein Handeln als normal deklarieren, also zu versuchen, seine Standards für einen deutschen Spitzenpolitiker durchzusetzen. Zusammengefasst: man darf sich aushalten lassen. Als ob er mit seinem Gehalt nicht hätte vernünftig leben können, trotz Scheidung. Man war ja überrascht, was im Laufe der letzten Wochen alles von Wulff eingeräumt werden musste. Wenn er das alles klar zum Ausdruck gebracht hätte, und vielleicht auch noch die Dinge, die wir noch gar nicht kennen, wäre er keine zwei Tage im Amt geblieben. Das ist sicher. Eben genauso wie Guttenberg, wenn er gleich am Anfang gesagt hätte: ich habe abgeschrieben. Sein Anruf auf der mailbox ist doch gar nicht anders zu erklären als so wie es die Bild deutlich macht. Dass er befürchten musste, dass jetzt alles herauskommt – und er genau das verhindern musste. Um fast jeden Preis. Er hätte ja auch einfach eine Stellungnahme schicken können. Die hat er aber zurückgezogen, wie wir alle wissen. Er hat ja nicht nur Diekmann angerufen, sondern auch bei Döpfner und Friede Springer. Ob er auch beim Stern, den Spiegel oder der FAZ angerufen hätte? Gute Frage. Wahrscheinlich hätte er seine Erfolgsaussichten anders eingeschätzt, so nehme ich einmal an. Wahrscheinlich hatte Wulff eine Vorstellung von Bild, die dem entsprach wie es auch hier immer formuliert wird. Es wären eben keine Journalisten. So kann man sich offenkundig irren.

h.huett Januar 5, 2012 um 15:19

Morph
“die Bitte um Zustimmung kann keineswegs als Nötigung ausgelegt werden”

Mit dem Rest d´accord, mit diesem Satz nicht. Ich weiß nicht, ob Du Schach spielst, oder Du gewisse strategische Episteme kennst. In diesem Fall haben Wulffs Berater eine Anleihe beim Paten gemacht und durch die leichte Dissonanz zwischen “verzögern” und “verhindern” ein “Angebot” gemacht, das tatsächlich als Falle funktionieren könnte. Könnte.

Warum? Weil Wulffs Anwälte mit mehreren Argumenten operieren werden: dem für vertrauliche Äußerungen des Staatsoberhaupts in Anspruch genommenen Schutz- und Vertraulichkeitserfordernis, die Salamitaktik der Gegenseite mit zum Teil indiskreten Andeutungen, die den Schutzanspruch der Privatsphäre berühren – und der öffentlichen Ankündigung der Bild-Zeitung, das Kompromat veröffentlichen zu wollen, was das Staatsoberhaupt unter einen kommunikativen Zugzwang setzt, der in der politischen Strafjustiz (überzogen natürlich) als Nötigung gewertet werden könnte.

Ich mach mir das nicht zu eigen, kenne aber solche Ränkespiele – und finde, dass Wulffs dokumentierte Selbstgerechtigkeit genau dazu paast.

topi Januar 5, 2012 um 15:27

@egal

Das Interesse der Presseverlage und natürlich der Betreiber von Pin&co gegen einenMindestlohn ist klar.

Zumal da ja scheinbar einiges schief gelaufen ist: statt eines allgemeinen,an der Zeitarbeit orientierten Mindestlohnes hat Frau M. sich an den “Werten” des eigenen Lagers orientiert und will nun flexible.
Hüther wusste schon, warum er auf den Allgemeinen umschwenkte: dadurch müsste es einiges teurer werden, wenn man sich nicht lächerlich machen will (die Zusteller sollten in etwa den alten Post-ML kriegen); ok, lächerlich machen vermeiden steht bei der Koalition nicht weit oben auf der Agenda.

Aber ich schweife ab.

Die Frage ist doch aber, wie soll das Wulff-Theater Mindestlöhne unwahrscheinlicher machen?

Die Union musste das Thema abräumen, vor der nächsten Wahl, das gilt auch weiterhin.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 15:29

Wulff will es bei der Entschuldigung bei Diekmann belassen. Will er sich etwa noch einmal dafür entschuldigen, dass er gestern wider besseren Wissens seinen Anruf falsch dargestellt hat?

Doktor D Januar 5, 2012 um 15:32

@h.huett: Interessante Theorie, aber müsste in diesem Schachspiel nicht auch noch eingebaut sein, dass BILD den Text dann gerade veröffentlicht? Geht ja heute ratzfatz. Und das es ja offensichtlich mehrere Menschen gibt, die den Text gehört haben – und die komplette deutsche Print-Medien-Elite mit Redeverbot zu belegen… das sehe ich eigentlich nicht.
Mein Tipp: Wulffs Verhalten wird dermaßen gut vom GG geschützt, dessen Eltern sich offensichtlich sinistre Machtmenschen und Putschs als Gefahr für das Amt vorstellen konnten, aber nicht einen Spesenritter, der sich da nen lauen macht, – dem kann nix passieren. Außer gesellschaftlichem Ostrazismus, aber wie er uns schon gestern in seiner milden Art mitgeteilt hat, wird er das auch abwittern, den die vielen unterstützende Briefe aus der Bevölkerung und der Zuspruch bei persönlichen Begegnungen – die helfen ihm da schon drüber weg. Das wird die größte Schwemme an Verdienstorden, die jemals über die ehrenamtlich arbeitenden Menschen der Republik hereingebrochen ist – damit Herr Wulff nicht so allein zuhause ist.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 15:34

Hier Wulffs Antwort:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807405,00.html

“Der Redakteur hatte aber nur Verlängerung bis zum Nachmittag des Montag, 12. Dezember, zugesagt. Es gab für mich keinen ersichtlichen Grund, warum die Bild-Zeitung nicht noch einen Tag warten konnte, wo die erfragten Vorgänge schon Jahre, zum Teil Jahrzehnte zurückliegen. Das habe ich nach meiner Erinnerung auf der Mailbox-Nachricht trotz meiner emotionalen Erregung auch zum Ausdruck gebracht. Angesichts der Veröffentlichung Ihres Schreibens an mich mache ich auch meine Antwort öffentlich.”

Nur als Hinweis:

http://www.hr-online.de/website/derhr/home/presse_meldung_einzel.jsp?rubrik=54989&key=presse_lang_43613915

Morph Januar 5, 2012 um 15:36

tja, so kann man sich täuschen… aber letztlich ist es auch egal, was er jetzt macht. Fakt ist schon mal: Die Abschrift würde ihn stärker desavouieren als seine Ablehnung der Bitte veröffentlichen zu dürfen, und: dauert eh nicht mehr lange, bis die geleaket im Netz steht…

Goodnight Januar 5, 2012 um 15:47

Die Moderne.

Wie immer.

Eine Welt voller Profis.

Und die besten Profis der Medienwelt sitzen bei der Bild.

Es sind nicht die Gebildetsten, die Klügsten oder Kultiviertesten. Die sitzen bei der FAZ, Süddeutsche und Spiegel….und vielleicht noch Zeit…und ich persönlich mag auch die FTD und…yep..auch die Welt…wenigstens online ;-)
Whatever, die BILD-Macher sind die, die das Medium perfektioniert haben. Weil sie sich radikal funktionalisierten, weil sie gerade keine Rücksicht auf Bildung, Intelligenz und Kultur legen sondern sich ausschließlich auf die Funktion der Medien konzentrieren:
Informationen produzieren.

Wer meint weil die nackte Brüste auf die Titelseite setzen, müsse man die nicht ernst nehmen, der hat nicht verstanden.
Nackte Brüste sind für die Bild gleichwertig mit Aktienkursen, Klimakatastrophen und Steuererhöhungen. Und gerade nicht weil dies alles den Blutdruck treibt sondern weil alles “nur” Informationen sind. Wie Geld für einen guten Banker nur zahlen sind. Man lässt sich nicht mehr von systemfremde Kontingenzen (Gefühle, Werte, Meinungen) ablenken, sondern konzentriert sich auf sein Medium und seine Aufgabe, d.h. wie ein Mathematiker sich auf die Gleichungen und nicht die Zahlen konzentriert.

Wenn man folglich mit der Bild in den Ring steigt, dann sollte man mindestens einen erfolgreichen Medien-anwalt zur Seite haben, ansonsten … goodnight.

Und Goodnight kommt nun…spät… über Wulff.

Die Bild wird ihn erlegen, und zwar ohne Bettinas-Geschichte auch nur ein einziges mal zu erwähnen, ohne auch nur einen einzig rechtlich relevanten Vorwurf zu erheben.
Nope, sie erlegen ihn nicht mal selbst, sondern das macht er selbst.
Sie haben ihm das Werkzeug zugeworfen und er hat es gestern Abend ergriffen….und sich selbst gerichtet.
Sie haben ihm die “Lüge” ermöglicht. Und er hat sie begangen.
Das ist der traurige Witz.

Was jetzt noch kommt ist nur noch Schlussakt….Bild wird die Mailbox-Aufnahme veröffentlichen und alle werden die Diskrepanz zwischen seiner “Erklärung” und der “Tatsache” erkennen.
Vorhang.

“Isn’t that just like a wop? Brings a knife to a gun fight. ”
Malone (the untouchables)

gelegentlich Januar 5, 2012 um 15:51

@morph, luebberding
(Meine Arbeitshypothese ist ja, dass Springer ihn wegschreiben/-intrigieren will aus Gründen, die nicht auf den Tisch gelegt werden)
Ich vermute mal auf dieser Basis dass Wulff jetzt jeden möglichen Trick einsetzt um die Eigendynamik dieser Geschichte irgendwie zu stoppen, sie aus dem Tritt kommen zu lassen. Die Presse wird vermutlich weiterhin täglich nachlegen; an Wulffs Stelle, falls er entschlossen ist nicht zurücktreten zu wollen, würde ich das den Anwälten überlassen, zumal man ihn ja nicht zu Stellungnahmen zwingen kann. Dass man ihm vorwirft er habe gemenschelt, wo er als Bundespräsident hätte auftreten sollen, kann er als Argument dafür sogar zurückgeben. Das wird er wohl auch machen.
,,Wir wollen die Geschichte nicht mehr hören” kann auch die Antwort der ,,Öffentlichkeit” sein.

h.huett Januar 5, 2012 um 15:51

Lübberding
Das ist die Stunde des Lecks und damit zugleich aus Gründen der Hygiene die Anstiftung zu einer Straftat, für die der vermeintlich Geschädigte (oder sein Nachfolger) eines Tages durch Gnadenrecht entscheiden muss.

Die Aufnahme ist ein Zeitdokument eigener Bedeutung, die es infolge der Würde des Amtes erzwingt, die privaten Schutzbedürfnisse seines gegenwärtigen Inhabers vielleicht zu verletzen. Vielleicht auch nicht.

Lina Januar 5, 2012 um 15:54

@ f.luebberding

Du hast in allen Punkten recht.

“Er hat ja nicht nur Diekmann angerufen, sondern auch bei Döpfner und Friede Springer.”

Aber diese Tatsache – macht sie Dich nicht nachdenklich? Haben alle deutschen Politiker die Privatnummern dieser Leute? Und wieviele deutsche Politiker lassen sich vom Springerpersonal ihre Biographien schreiben? Fragen über Fragen, die ins Nichts führen.

@ alle
Wie stehen nun die Wetten? Geht er oder bleibt er?

Wenn er gehen sollte, wer wird dann Nachfolger(in)?
Ich schlage Friede S. vor! Und zwar auf Lebenszeit. ;)

h.huett Januar 5, 2012 um 15:55

Die juristisch interessante Alternative wäre es, einem zur Vertraulichkeit verpflichteten Gremium wie zB ein gewisser Ausschuss des Deutschen Bundestages oder mehreren höchst ehrenwerten Notaren die Aufnahme vorzuspielen und ihr wortloses Mienenspiel nach Verlassen des Geheimraums abzulichten.

Sie dürfen nichts zum Inhalt der Aufnahme sagen. Aber sie können sagen, dass der Bundespräsident bei dem Interview nicht die Wahrheit gesagt hat.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 16:02

Hütt

Rechtlich wäre das kein Problem, denke ich. Das Telefongespräch ist nicht heimlich aufgenommen worden. Und Wulff hat es gestern in seiner Sichtweise dargestellt. Es besteht ohne Zweifel ein öffentliches Interesse an der Klarstelluntg des von Wulff aufgeworfenen Sachverhalts.

Nanuk Januar 5, 2012 um 16:06

@Lina
“Wenn er gehen sollte, wer wird dann Nachfolger(in)?
Ich schlage Friede S. vor! Und zwar auf Lebenszeit. ”

Ich schlage Ödön von Horváth vor der ist zwar schon gestorben aber nach diesem Schauspiel kann man das Amt nurnoch mit Verstorbenen besetzen…

Doktor D Januar 5, 2012 um 16:08

Diekmann veröffentlicht, “aus Sorge um die politische und mediale Kultur in diesem Lande … und weil es die Wahrung seiner eignenen persönliche und professionelle Ehre und der seines Redaktionsteams verlangt” (sinngemäß diviniertes Zitat). Vorher oder parallel wird es eine echte Kampagne unter BILD-Lesern geben, denen BILD die Gelegenheit gibt sich (online, telefonisch) zum Verhalten des Mannes, der unser Bundespräsident ist, zu äußern. Und dann hat Frau Merkel ein echtes Problem.

Goodnight Januar 5, 2012 um 16:13

Wulff macht weiterhin alles falsch.
Die nächste Falle der Bild…und er ist wieder voll rein, und zwar sofort und öffentlich.

Der Präsident will die Veröffentlichung einer von ihm selbst im öffentlichen Fernsehen zur besten Sendezeit erwähnten Aufnahme, auf die er als Bundespräsident gesprochen hat, unbedingt verhindern.

Was denkt sich das Volk, wenn es das gerade liest?

Schuldig!

Der Mann muss vor sich selbst geschützt werden.

Schnellstens.

“Fame has a fifteen minute half-life, infamy lasts a little longer.”
Mike (the insider)

Morph Januar 5, 2012 um 16:17

tschüß für heute! – Ich bin auf dem Weg zu Emir. :-) Geiler Satz!

Der wird jedenfalls bleiben.

Man könnte glatt die Geschichte der BRD so nacherzählen:

“Was geht mich mein dumms Geschwätz von vorgestern an, mei saudumms! Meine Damen und Herren, liebe Neger, ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig! Hoch auf dem gelben Wagen ist das Wandern ist des Müllers Lust, denn der 8. Mai war ein Tag der Befreiung, gleichwohl: es muss ein Ruck durch Deutschland gehen: Wenn wir auch Versöhnen statt Spalten sollten, ist meine Einschätzung aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind doch auch in der Breite der Gesellschaft zu bestehen, dass ein Land unsrer Grösse mit dieser Aussenhandelsorientierung und damit auch Aussenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist um unsere Interessen zu wahren, ich bin auf dem Weg zum Emir!

Lina Januar 5, 2012 um 16:24

@ goodnight

“Was denkt sich das Volk, wenn es das gerade liest?”

Ich denke: Zeige mir Deine Freunde und ich sage Dir, wer Du bist.

carlos manoso Januar 5, 2012 um 16:29

@ Goodnight Januar 5, 2012 um 15:47
„Die Bild wird ihn erlegen, und zwar ohne Bettinas-Geschichte auch nur ein einziges mal zu erwähnen, ohne auch nur einen einzig rechtlich relevanten Vorwurf zu erheben.
Nope, sie erlegen ihn nicht mal selbst, sondern das macht er selbst.
Sie haben ihm das Werkzeug zugeworfen und er hat es gestern Abend ergriffen….und sich selbst gerichtet….. Was jetzt noch kommt ist nur noch Schlussakt….Bild wird die Mailbox-Aufnahme veröffentlichen und alle werden die Diskrepanz zwischen seiner “Erklärung” und der “Tatsache” erkennen.“

Sehe ich nach Wulffs gestrigem Interview überhaupt nicht so.

Wulff zitierte Harry Truman: „Wem es in der Küche zu heiß wird, der darf nicht Koch werden“, d.h. Wulff wird kämpfen. BP Wulff wird jetzt möglicherweise das Amt des Bundespräsidenten ganz neu ausschöpfen müssen und möglicherweise sogar die Ausfertigung von als von ihm als verfassungswidrig angesehenen Gesetzen ablehnen. Wulff hat viel mehr Trümpfe in der Hand, als die meisten Medienleute glauben und eine seiner stärksten Waffen ist die Zeit.

Allerdings machte Wulff möglicherweise doch noch einen (bewusst ?) eingebauten Fehler, als er zwar ankündigte, alle relevanten Dokumente der Causa Wulff ins Internet stellen zu wollen, aber zum Thema BILD-Mailbox behauptete, es habe mit dem Anruf erreichen wollen, dass die Veröffenlichung „um einen Tag verschoben“ wird. Also zwingt er BILD, die Mailbox-Nachricht zu veröffentlichen. Wulff müsste dann konkretisieren, er habe das mit dem „um einen Tag verschoben“ nicht gesagt, sondern nur als gedankliche Absicht gemeint, um dann sofort gegen BILD zur Ablenkung Klage zu erheben.

Q. Januar 5, 2012 um 16:30

Tja, wie´s aussieht sind “wir alle” nun in eine ziemlich blöde Situation geraten …………….. :roll:

Es gibt nun mal keine abstrakt-moralischen Rücktrittsregeln für einen BuPrä. Es ist gewollt, daß er nicht einfach entlassen oder aus dem Amt gedrängt werden kann (nur im extremen Fall, daß sich eine 2/3 Mehrheit im Bundestag oder -rat findet).

All die Kleckereien summieren sich mittlerweile zwar, daß man schon finden kann: mit der Würde des Amtes unvereinbar.
Aber immer noch weit entfernt von handfesten Sauereien ….

… und so hat es sich aufgeschaukelt, das Klein-klein von W.s Verteidigung führt zu weiteren Enthüllungen, Empörungen ….
—–> ohne daß eine irgendwie klare “sinnvolle” Lösung in Sicht wäre!
Außer eben einem geschwächten Bundespräsidenten, der auf seine Weise weiterwurschtelt wie eh.

Da hat niemand was von.

Außer vielleicht die Initiatoren?
Ich glaube ja auch, daß die “Affaire” nun weitgehend einer Eigendynamik folgt.
Aber es läßt sich nun mal nicht leugnen, daß die Springer-Presse auf “Feuer frei!” geschaltet hat.
Es ist ein Faktum, daß Berlin summte von Gerüchten, die Bild hätte eine “Wilde-Bettina”-Geschichte in der Hand. Völlig egal, was da dran ist, dieses Faktum allein reicht als klares Indiz für eine Interessensteuerung ….
Und auch wenn der schmierige Anruf, nach allem was bekannt ist, sich in der Tat nur auf die Kreditgeschichte bezieht, sollte man berücksichtigen, daß die präsidiale Erregung (Rubicon, Krieg) vielleicht doch mehr durch solche “Hintergründe” genährt wurde ….. (Man beachte: W. spricht von “ich und meine Frau” …)

Linus Januar 5, 2012 um 16:30

@Morph: 12 Points! Das ist wie Daumenkino :-D

holger Januar 5, 2012 um 16:30

Die in einer außergewöhnlich emotionalen Situation gesprochenen Worte waren ausschließlich für Sie und für sonst niemanden bestimmt. Ich habe mich Ihnen gegenüber kurz darauf persönlich entschuldigt. Sie haben diese Entschuldigung dankenswerterweise angenommen. Damit war die Sache zwischen uns erledigt. Dabei sollte es aus meiner Sicht bleiben.

Ich denke bald, dass es hier um persönliche Eitelkeiten geht. Irgendwas “zwischen” “menschliches” muss vorgefallen sein. Das “Alphatierchen” führt das “nicht “Alphatierchen” (sagt er von sich ja selber so ähnlich ) vor (siehe Goodnight 16:13). Immer unter der Prämisse, das der Buprä eben politisch nicht wichtig ist, und es egal wer dort Sitzt. Das Amt ist eh Mumpitz und nur zur Selbstdarstellung und Sofortrente gedacht.

holger Januar 5, 2012 um 16:36

Was war Hottes Grund nochmal zurück zu treten?

Ich bedaure, dass meine Äußerungen in einer für unsere Nation wichtigen und schwierigen Frage zu Missverständnissen führen konnten. Die Kritik geht aber so weit, mir zu unterstellen, ich befürwortete Einsätze der Bundeswehr, die vom Grundgesetz nicht gedeckt wären. Diese Kritik entbehrt jeder Rechtfertigung. Sie lässt den notwendigen Respekt für mein Amt vermissen. Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten – mit sofortiger Wirkung.

Nicht der Respekt für mein Amt (Etikette), sondern den Respekt vor seiner Person.

Kindergeburtstag Januar 5, 2012 um 16:37
holger Januar 5, 2012 um 16:41

Beide waren zu dem Zeitpunkt im Ausland… Nur im Gegensatz zu Wuff, wusste wohl IWF Hotte was gespielt wird. Und Hotte hat Konsequent gehandelt. Und so seinen Schaden minimiert. Über Wuff wird man aber Lachen. Es scheint so, wenn solche Freunde und Telefonnummern hat, braucht man keine Feinde mehr.

carlos manoso Januar 5, 2012 um 16:42

@ holger Januar 5, 2012 um 16:36
„Was war Hottes Grund nochmal zurück zu treten?“

„Hottes Grund“ bleibt ja bis heute im Nebulösen und deshalb könnte Wulff jetzt endlich seine ultimative Rolle als präsidialer Kämpfer für das Grundgesetz gefunden haben, noch mindestens fünf Jahre lang.

holger Januar 5, 2012 um 16:47

Letztlich müssten die Medien den Kai huldigen, nicht ans Telefon zu gehen und den AB vergolden… wegen der Einschalt-Quote. das hat noch nicht mal der Thommy geschafft beim Abgesang.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 16:48
holger Januar 5, 2012 um 16:56

@ carlos

nach langem hin und her, bin ich zur Überzeugung gelangt, dass nix politisches hinter der Causa steckt. Des Kanzlerins verhalten ist auch so komisch.

h.huett Januar 5, 2012 um 17:01

Stefan Aust:

Der Anruf bei Diekmann sei so etwas wie ein “politisches Selbstmordkommando”, so Aust in einem weiteren Interview mit WDR 2. Dass jemand Drohungen auf einer Mailbox hinterlasse, habe er noch nicht erlebt. “So etwas Irres, ehrlich gesagt, ist mir noch nie vorgekommen”.

Doktor D Januar 5, 2012 um 17:08

http://www.bild.de/politik/inland/wulff-kredit-affaere/bild-bittet-wulff-um-transparenz-21916856.bild.html

Obwohl ich als Christenmensch das nicht sollte, wünsche ich Herrn Wulff, dass er nun einmal erleben darf, was es tatsächlich bedeutet, Opfer einer BILD Medienkampagne zu sein.

Linus Januar 5, 2012 um 17:10

Wulff hätte gestern abend so oder so niemals eingestehen können, daß er die Veröffentlichung verhindern wollte. Als blieb ihm nur die Möglichkeit, von Aufschiebung zu sprechen. Dieser Zug war also schon erzwungen. Präsidenten-Matt in 3. Warum machte er trotzdem weiter? War das der Mut des Verzweifelten? Hatte er gehofft, daß seine alten Freunde wirklich die Bild zum Stillhalten überreden würden und damit die Situation unter Kontrolle bekämen?

Doktor D Januar 5, 2012 um 17:17

@Linus: Vielleicht weil er muss? Aus dem gleichen inneren Zwang heraus, aus dem auch Guttenberg nicht sehen wollen können darf, wer er ist? Delusions / Dillusion sof grandeur?
So wirklich verstanden, dass er weder mit Diekmann, noch mit Maschmeyer, noch mit Döpfner, noch mit Springer etc. befreundet ist noch jemals war, hat er ja wohl auch nicht.

Goodnight Januar 5, 2012 um 17:18

Whatever, lehnen wir uns zurück und genießen den Schlussakt….obwohl, kann man das noch…nach all dem?
Ein Mann ohne Eigenschaften…konnte Präsident in Deutscheland werden.

Mir wird schon wieder schlecht….wenn ich an die Nachbearbeitung denke.

Und selbst dieses Finale versaut Herr Wulff. Kein klarer schneller Abgang sondern eine langgezogene Selbstzerstückelung…..der Person…und des Amtes…

“You’re so fucked. Here let me get a picture while I’m at it.”
Michael (Michael Clayton)

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 17:22

Kohler gerade in der FAZ. Man achte auf den zweiten Absatz:

“Man könne „an diesem schönen kleinen Beispiel sehen, wie im Moment mit der Lupe Klein- und Kleinstdifferenzen vergrößert und aufgeblasen werden“, sagt der CDU-Politiker Hintze. Er meint die „Kleinstdifferenz“ zwischen den Darstellungen, was Bundespräsident Wulff mit seinem Monolog auf der Mailbox des Chefredakteurs von „Bild“ habe bewirken wollen. An Hintzes schönem kleinen Beispiel kann man sehen, dass Wulff nur noch um den Preis der Lächerlichkeit zu verteidigen ist. Auch CSU-Generalsekretär Dobrindt unterstrich das in bewährter Weise mit seiner Wortmeldung. Wer solche Unterstützer hat, muss sich natürlich anderswo wirkliche Freunde suchen.

Hätte Wulff tatsächlich nur um die weitere Verschiebung eines bereits aufgeschobenen Artikels bitten wollen, dann hätte er nicht schon gegenüber dem Anrufbeantworter schwerstes Kaliber auffahren müssen, von der Ankündigung eines Strafantrages und dem „endgültigen Bruch mit Springer“ bis hin zur Überlegung, „wie wir den Krieg führen“. Wäre es nur um weitere Erläuterungen zu einer bereits abgegebenen Stellungnahme gegangen, dann hätte Wulff auch nicht einen „schweren Fehler“ zugeben müssen, der im Hinblick auf die Pressefreiheit mit seinem eigenen „Amtsverständnis nicht vereinbar“ sei.

Trotz des Bekenntnisses des Bundespräsidenten, „lebensklüger“ geworden zu sein, findet er nicht aus der selbstverschuldeten Krise heraus, sondern immer noch tiefer in sie hinein. Diese ist an dem bisher nicht vorstellbaren Punkt angekommen, an dem sich die Deutschen fragen müssen, ob sie einem Boulevardblatt glauben oder dem Staatsoberhaupt. Wulff manövrierte sich durch einen katastrophal schlechten Umgang mit der Affäre in eine Lage, in der sein Wort nicht mehr als ausreichend glaubhaft angesehen wird. Das ist ein verheerender Befund für einen Bundespräsidenten, der noch dadurch verschlimmert wird, dass Wulff nun trotz seines wiederholten Transparenz-Gelöbnisses der Veröffentlichung der Gesprächsabschrift widerspricht. Wulff rief nicht bei seiner Tante an: Er sprach wissentlich, länglich und offenbar ohne Vorbehalte auf das Aufnahmegerät eines Journalisten. Sollte durch das Gespräch mit der Maschine eine intimere Beziehung begründet worden sein als durch den Kredit zum Ehepaar Geerkens, den Wulff nun auch im Internet darstellt? Diese Kleinstdifferenz kann uns wohl nur Pfarrer Hintze erklären.”

http://www.faz.net/aktuell/politik/bundespraesident-unter-druck-der-unvorstellbare-punkt-11593990.html

holger Januar 5, 2012 um 17:24

@ goodnight

ich habs :D warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen. Für mich ist der Fall nun klar wie Klosbrühe. Wuff ist aus einem renomierten “Verein” Exkludiert worden. Und trotzig wie er nun mal ist, will er dieses Exklusion nicht wahrhaben. Er wird von seinem “ehemaligen” Vorstand der die Oggersheimer Memoaren geschrieben hat, abgeschossen. Der Daumen wurde gesenkt.

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 17:25

Goodnight

Wulff erörtert gerne Dinge. Mit wem auch immer.

h.huett Januar 5, 2012 um 17:27

Die verfassungspolitische Rolle des Bundespräsidenten, seine prozedurale Unentfernbarkeit, ist mit der republikanischen Idee des “last man standing” verbunden (h/ Christoph Kappes). Köhler hat mit ihr durch seinen Rücktritt gebrochen. Wulff bricht mit ihr durch sein Festhalten am Amt.

Der Verlust der persönlichen Glaubwürdigkeit, die bezweifelte Integrität Wulffs macht die Vertrauensfigur des last man standing, genauer gesagt: den damit verbundenen Verteidigungsgedanken, zunichte.

Die Republik entkernt sich durch ihr Spitzenpersonal wie von selbst, macht sich sturmreif. Das ist das Fatale der Situation.

Doktor D Januar 5, 2012 um 17:27

@holger: Das Lustige an der Sache: er war nie Mitglied.

carlos manoso Januar 5, 2012 um 17:30

@ h.huett Januar 5, 2012 um 17:01
„Stefan Aust: Der Anruf bei Diekmann sei so etwas wie ein “politisches Selbstmordkommando”, so Aust in einem weiteren Interview mit WDR 2. Dass jemand Drohungen auf einer Mailbox hinterlasse, habe er noch nicht erlebt. “So etwas Irres, ehrlich gesagt, ist mir noch nie vorgekommen”.

„Bin gerade auf dem Weg zum Emir“ wird künftig eine Art geflügeltes Wort von Amokläufer und Amokläufer werden, in diesem Falle von Bundespräsident Wullf und Herrn Diekmann von BILD. Ehrlich gesagt fürchte ich, BILD wird sich bei diesem Amoklauf juristisch erstmal selbst ins Knie schießen und dann sich als populistisches Machtinstrument final selbst demontieren.

„Das Präsidialamt veröffentlichte ein Schreiben Wulffs, in dem er darauf hinweist, dass er sich bei Diekmann persönlich bereits entschuldigt habe. “Damit war die Sache zwischen uns erledigt. Dabei sollte es aus meiner Sicht bleiben”, schrieb Wulff. Diekmann habe die Entschuldigung angenommen. Es erstaune ihn daher, dass Teile der Mailbox-Nachricht “über andere Presseorgane den Weg in die Öffentlichkeit gefunden” hätten. “Die in einer außergewöhnlich emotionalen Situation gesprochenen Worte waren ausschließlich für Sie und für sonst niemanden bestimmt”, erklärt Wulff in dem Schreiben.“
http://www.sueddeutsche.de/politik/umstrittene-mailbox-nachricht-an-bild-chef-diekmann-wulff-lehnt-veroeffentlichung-von-anruf-ab-1.1251354

Ehrlich gesagt steht zu fürchten, dass dabei nur eine langgezogene Selbstzerstücklung der BILD-Zeitung und dann des Hauses Springer hinten rauskommt, während Bundespräsident Wulff zum Präsidenten der Herzen über 5 lange Jahre heranreift.

holger Januar 5, 2012 um 17:30

@ Doktor D

doch bei den young leaders.

Linus Januar 5, 2012 um 17:33

@Doktor D:
Ähnlich bei beiden die Kluft zwischen Sein und Schein. Imo darf zu Wulffs Entlastung gesagt werden, daß seine ursprünglichen Vergehen ‘salonfähig’ waren, so zynisch das auch klingt. Er hat den Fehler begangen, nicht sofort reinen Tisch zu machen und war damit gefundenes Opfer für eine Treibjagd. Dabei ist von einer Falle in die nächste gestolpert. Und so wurde aus einem Präsidenten mit einem Häuslebauer-Privatkredit ein Präsident, der seinem Volk offen ins Gesicht gelogen hat.
Das soll ihn in keinster Weise frei sprechen. Aber die Bild darf sich rühmen, ihn zu Tode gehetzt zu haben. Hoffentlich bleibt es nur bei einem Bild.

Doktor D Januar 5, 2012 um 17:36

Bei denen ist doch Krethi und Plethi Mitglied! Eine Lakaienorganisation von Graden. Die haben seit Jahren keinen wirklich nach oben gebracht, sondern scheinen mit großer Sicherheit die Knalltüten mit den größten Psycho-Problem zu erwischen. Wer dabei ist, der sollte eigentlich wissen, dass er nur angestellt ist.

holger Januar 5, 2012 um 17:36

@ Doc D

das ist eine interne Auseinandersetzung, öffentlich geführt.

chabis Januar 5, 2012 um 17:37
holger Januar 5, 2012 um 17:39

@ Doc D

—>>> Die haben seit Jahren keinen wirklich nach oben gebracht, sondern scheinen mit großer Sicherheit die Knalltüten mit den größten Psycho-Problem zu erwischen.”

Ja klar G.W.Bush Junior… Gutti… Westerwelle… Wuff… Walter leisler Kiep…

aber les doch selber: http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Br%C3%BCcke

holger Januar 5, 2012 um 17:42

@ Doc D

jetzt sag mir aber nicht, dass die nur in der Nase bohren und Löcher stopfen. Das die keinen vernünftigen Nachwuchs mehr haben, ist mir ja klar. Nur schau mal wer oben steht, und wer ganz unten in der Auflistung.

carlos manoso Januar 5, 2012 um 17:43

@ h.huett Januar 5, 2012 um 17:27
„Die verfassungspolitische Rolle des Bundespräsidenten, seine prozedurale Unentfernbarkeit, ist mit der republikanischen Idee des “last man standing” verbunden (h/ Christoph Kappes). Köhler hat mit ihr durch seinen Rücktritt gebrochen. Wulff bricht mit ihr durch sein Festhalten am Amt.“

Unsinn.

Wulff wird ab Gestern die „republikanische Idee des “last man standing” nach der Wende auf dem Anrufbeantworter erstmals mit glaubhaftem Leben füllen.

Der Schwiegersohn reift gerade zum wahren Krieger mit Killerinstinkt, der den Rubicon längst überschritten hat: „Bin gerade auf dem Weg zum Emir“.

Doktor D Januar 5, 2012 um 17:46

@Holger: Wer sind denn da deiner Meinung nach die Parteien in der Auseinandersetzung?
(Ich glaube aber wirklich, die großen Zeiten der Atlantik-Brücke sind vorbei. Die hängen einem Politik- und Machtmodell an, das die gegenwärtige Komplexität nur noch unzureichend erfasst. Und genau solche Leute haben sie ja auch am Start: Tattergreise, Bierdeckel-Ökonomen und Jungs, denen sie so lange eingebläut haben, dass Spin Doctoring alles ist, bis denen das eigene Hören und Sehen gründlich vergangen ist. Unter Machtgesichtspunkten rühmliche Ausnahme: Diekmann)
OT: Meine Mutter fand Leisler Kiep früher total sexy ;-)

Horst Schmidt Januar 5, 2012 um 17:49

Ich schrieb es schon oft, aber erst jetzt läßt sich ermessen, spüren, welch Schaden diese Langzeitstrategie der geistig moralischen Wende eines Helmut Kohl diesem Land zugefügt hat. Immer mehr Jünger dieses alten Strategen glauben ihm nacheifern zu können, wenn sie seine wahrscheinlich prägendste Eigenschaft immitieren, kopieren, die des Aussitzens.
Aber selbst diese Hürde scheint nicht nur zu hoch, nein sie ist zu hoch.
Aber Gott sei dank wird unsere Freiheit, unsere Demokratie am Hindukusch, am Horn von Afrika und im Kosovo verteidigt, so daß wir im eigenen Lande über den Abbau, der Demontage nicht mehr oder nicht mehr so intensiv und offensiv nachzudenken brauchen.

Genau aus diesem Grunde ist der Satz von h.huett uneingeschränkt zu unterstreichen:
Die Republik entkernt sich durch ihr Spitzenpersonal wie von selbst, macht sich sturmreif. Das ist das Fatale der Situation.

gelegentlich Januar 5, 2012 um 17:52

Wenn die Süddeutsche recht hat stimmt Wulff der Veröffentlichung ja nicht zu und gibt als Begründung an, mit der akzeptierten Entschuldigung sei die Sache aus der Welt. Guter Zug.
Ob man das jetzt als Kampfansage (Ziel, die Veröffentlichung ganz zu verhindern) oder als Mittel zu einer Verschiebung (was ich persönlich nicht glaube) ansehen mag oder nicht: egal. Sowas gibt es 20x am Tag, nach Küppersbusch. Wenn Wulff jetzt die Füße still hält, sich nicht provozieren läßt und zur Not seine Anwälte vorschickt wird da nicht mehr viel Honig in der Geschichte bleiben.

Dass ,,die Öffentlichkeit” einfach nur diese Geschichte nicht weiter hören will kann auch ihr Ausgang sein. Mit BILD-Kampagnen würde man das auch nicht ändern können, siehe Guttenberg, wobei es für diesen Schmalzkopp ja sogar eine reale ,,Massenbewegung” auf Twitter gegeben hat. Und irgendein Geschrei a la Pressionen, die die Pressefreiheit bedrohen: geschenkt, nicht bei Wülffchen gegen Springer.

Die eigentlich interessante Frage, wie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu solchen ,,Freunden” kommen, wird auch nach wie vor nicht gestellt wereden. Der Fall Brender war ja trotz prominenter Unterstützung auch so verpufft. Der Fall hatte etwas mehr Substanz, wie ich persönlich finde.

Goodnight Januar 5, 2012 um 17:52

Stellen wir uns vor:

Der Präsident reißt sich die liebliche Maske herunter…und zum Vorschein kommt ein böser unsicherer Junge.

Ein Mensch der uns alle getäuscht hat.

Der sich nie geliebt fühlte und dessen einziges Ziel die Inklusion war, d.h. von allen geliebt zu werden, der zu allen ja sagte, der ohne Inklusion keinen Sinn mehr sieht und sich deshalb an der Inklusion festklammert, der schreit und weint und beisst….und den man losreißen muss.

Yep, Küchenpsychologie…sorry…aber anders kann ich mir diesen Mangel an sozialer Kompetenz nicht mehr erklären.

“Yes you do. Now come on. No matter how many awards or column inches are written about you, or how high the elected office is, it’s still not enough. We still feel like the little man. The loser. They told us we were a hundred times, the smart asses in college, the high ups. The well-born. The people who’s respect we really wanted. Really craved. And isn’t that why we work so hard now, why we fight for every inch? Scrambling our way up in undignified fashion. If we’re honest for a minute, if we reflect privately, just for a moment, if we allow ourselves a glimpse into that shadowy place we call our soul, isn’t that why we’re here? Now? The two of us. Looking for a way back into the sun. Into the limelight. Back onto the winner’s podium. Because we can feel it slipping away. We were headed, both of us, for the dirt. The place the snobs always told us that we’d end up. Face in the dust, humiliated all the more for having tried. So pitifully hard. Well, to *hell with that*! We’re not going to let that happen, either of us. We’re going to show those bums, we’re going to make ‘em choke on our continued success. Our continued headlines! Our continued awards! And power! And glory! We are gonna make those mother fuckers *choke*! ”
Nixon (Nixon/Frost)

Q. Januar 5, 2012 um 17:52

goodnight
Und selbst dieses Finale versaut Herr Wulff. Kein klarer schneller Abgang sondern eine langgezogene Selbstzerstückelung
Nein nein nein, — gerade unter dem Aspekt des Schauspiels muß das so sein ……
Der BuPräs ist eben nicht mehr ein normaler Politiker, den man einfach so ….
Und die Selbstzerlegung betrifft ja alle, auch das Publikum. Keiner weiß mehr so recht, wo die Sache “hin” soll ….

CM eine langgezogene Selbstzerstücklung der BILD-Zeitung und dann des Hauses Springer hinten rauskommt, während Bundespräsident Wulff zum Präsidenten der Herzen über 5 lange Jahre heranreift.
selbst dieses Szenario ist nämlich, auf die Länge, nicht auszuschließen ;-)

Trotz des Bekenntnisses des Bundespräsidenten, „lebensklüger“ geworden zu sein, findet er nicht aus der selbstverschuldeten Krise heraus, sondern immer noch tiefer in sie hinein.
Wie auch anders?
Kann mir irgendjemand mal sagen, wie W. “amtsangemessen”, präsidial reagieren könnte?
Was erwarten die Leute eigentlich?
Daß da aus dem Menschen W., wie wir ihn “kannten” (kennen konnten), urplötzlich ein begnadeter Redner und Aufklärer von Format wird?
Was eine Illusion!
Jetzt haben wir im Amt den Anblick des Menschlein Wulff, der sich, ganz määäänschlich, auf seine Menschenrechte beruft :roll:
Das war ziemlich absehbar.
Welch Irrwitz!

f.luebberding f.luebberding Januar 5, 2012 um 17:53
holger Januar 5, 2012 um 17:53

@ Doktor D Januar 5, 2012 um 17:46
@Holger: Wer sind denn da deiner Meinung nach die Parteien in der Auseinandersetzung?
(Ich glaube aber wirklich, die großen Zeiten der Atlantik-Brücke sind vorbei (…)

Ja… das sehe ich ja auch so. Weil es eben nur halbseidigen Nachwuchs ohne Killerinstinkt gibt. Wuff sagte doch selber so ähnlich, dass er nicht zum Alphatierchen tauge. Und schau dir Rohwedder oder Herrhausen an… das waren Alphatierchen im Business. Nur mit den falschen Gedanken ausgestattet. Und? Ausradiert. Das ist keine VT. Die Generation mit Killerinstinkt stirbt aus. Weichgespülte Schwiegersöhne.

carlos manoso Januar 5, 2012 um 17:55

@ gelegentlich Januar 5, 2012 um 17:52
„ Wulff jetzt die Füße still hält, sich nicht provozieren läßt und zur Not seine Anwälte vorschickt wird da nicht mehr viel Honig in der Geschichte bleiben.“

„Bin gerade auf dem Weg zum Emir“ …

„Neben dem Thema Wulff gibt es seit dem Interview ein neues Schlagwort, das die Diskussion der Webgemeinde domininiert: “Frau Schausten”. Grund dafür ist folgende Passage aus dem TV-Interview:
Bettina Schausten: „Aber da hätten Sie natürlich auch sagen können: Ich gebe Euch mal pro Nacht 150 Euro. Sowas. Was spricht dagegen eigentlich?“
Christian Wulff: „Machen Sie das bei Ihren Freunden so?“
Bettina Schausten: „Ja.““
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13799485/Wehr-Wulff-und-Frau-Schaustens-150-Euro-Freunde.html

Andreas Kreuz Januar 5, 2012 um 17:59

@Horst Schmidt Januar 5, 2012 um 17:49

‘Genau aus diesem Grunde ist der Satz von h.huett uneingeschränkt zu unterstreichen:
Die Republik entkernt sich durch ihr Spitzenpersonal wie von selbst, macht sich sturmreif. Das ist das Fatale der Situation.’

Ja, WER zum Teufel , stürmt hier WAS?

Die übelste Mischpoke hat doch schon überall das Sagen…

Doktor D Januar 5, 2012 um 18:04

@Holger: Die neuen Leute mit dem Killerinstinkt findet man heute eben woanders als da, wo AB sie sucht. Und sie sehen vermutlich auch ganz anders aus.

topi Januar 5, 2012 um 18:05

Wo sind wir jetzt also:

“Wenn sie das morgen bringen, ist der Rubicon überschritten, für mich und meine Frau!”

vs.

“”Wenn sie das bringen, ist der Rubicon überschritten, für mich und meine Frau!”

Wie der Absender angibt (allerdings Stefan Aust vom “danz sicheren Hörensagen” bestreitet) in der Stunde höchster Erregung.

Das soll also der, euer, Rubicon sein?

Gar hier MUSS dieFunktionslogik endlich doch noch zuschlagen, nachdem sie sich so lange zierte. :roll:

snozin Januar 5, 2012 um 18:06

Diese, gemessen an den Alltagsinteressen von zig Millionen Alltagsbürgern völlig inhaltsleere Soap zerfasert sich nun und wird sich weiter zerfasern bis zur Landung im Nichts. Bei jedem möglichen Ausgang. Was die vorweihnachtliche Futterausgabe für ein Fressfestival ausgelöst hat, ist gruselig, ist bizarr; so stelle ich mir eine Hühnerschar im Angesicht einer riesigen Puddingschüssel vor, in die ein Scharlatan einen Sack Körner ausgestreut hat. Die Briefkastenmedien, die Glotzen, alle Blogs einschließlich diesem: ein Bild watender Füße, flatternder Flügel voll von Pudding und Glück über noch und noch ein gefundenes Korn. Nicht gezählt all die armen Würstchen in der Provinz, die voll Hast getippt und es doch nicht in die Spalte am Rand geschafft haben, weil ein anderes Finkelchen noch geübter in der Verdünndickung des letzten Brühwürfels vom Agenturticker war.

Und doch, noch geht was. Noch geht ein Hinweis, dass der renommierte Wortsetzer Qu im Blatt Kru eine Andeutung gemacht hat. Demnach scheint Puh vom Sender Muh im Besitz einer ultimativen Tüte, in der Puddingpulver gewesen zu sein scheint.

Inzwischen steht fest, es war Puddingpulver. Ich übergebe an Dr. D., den gefühlten Spitzenreiter.

Horst Schmidt Januar 5, 2012 um 18:08

@ andreas kreuz

Wenn Sie schon überzeugt sind, dass die übelste Mischpoke bereits und überall das Sagen sagen, dann verstehe ich ich ihre Frage nach dem WER und dem WAS überhaupt nicht.

Ein Blick in die Geschichte würde Sie eines Besseren belehren. Die Fahnenstange ist noch nicht erreicht oder der Abgrund.

Doktor D Januar 5, 2012 um 18:09

Holger, was machen eigentlich die T-Shirts und die Kaffeetassen?

gelegentlich Januar 5, 2012 um 18:13

@snozin

,,Diese, gemessen an den Alltagsinteressen von zig Millionen Alltagsbürgern völlig inhaltsleere Soap zerfasert sich nun und wird sich weiter zerfasern bis zur Landung im Nichts.”

Genau. Deshalb muss dieser Herr Wulff jetzt einfach nur eine Weile stillhalten und nichts tun, wirklich nichts. Nur die Kupplung treten. Der Wagen wird somit nicht aus der Kurve schleudern. Die Zeit wird dann gegen Springer arbeiten.

waltereggers Januar 5, 2012 um 18:15

Kennt Diekmann sich bei wikileaks aus?

Schaut Assange noch regelmäßig seine emails nach?

h.huett Januar 5, 2012 um 18:16

Lukas Heinser: Wulff hat “Bild” die Macht zurückgegeben, die die Zeitung eigentlich nicht mehr hatte

Goodnight Januar 5, 2012 um 18:16

Was, wenn unter der Maske der hier steckt:

“Come on, I want you to do it, I want you to do it. Come on, hit me. *Hit me!* ”
The Joker (the dark knight)

Horst Schmidt Januar 5, 2012 um 18:17

@ gelegentlich

Woher wissen Sie was Springer noch im Köcher hat?

Übrigens, wenn es nur Springer wäre, nein es sind eben mehr seriöse Presseorgane die sich angewidert abwenden, jedoch nicht durch ihr Schweigen.

Nanuk Januar 5, 2012 um 18:22

@hütt
Das ich das anders sehe ist dir schon klar oder…

topi Januar 5, 2012 um 18:26

@Bild-Macht.

Abwarten.

carlos manoso Januar 5, 2012 um 18:28

@ gelegentlich Januar 5, 2012 um 18:13
„Deshalb muss dieser Herr Wulff jetzt einfach nur eine Weile stillhalten und nichts tun, wirklich nichts. Nur die Kupplung treten. Der Wagen wird somit nicht aus der Kurve schleudern. Die Zeit wird dann gegen Springer arbeiten.“

So isses. Wulff hat mit dem TV-Interview BILD nur noch die Offensive offen gelassen. BILD muß jetzt liefern und Wulff kann ganz nett aus der Rolle des ungerecht behandelten Schwiegersohns kontern, wenn da nix Intimes kommen sollte. Wullf hätte dann die Runde für sich entschieden und Wulff kann sich dann eiskalt als der Hüter der Verfassung gegen Merkel & Schäuble profilieren und das „Volk“ hinter sich bringen. BILD müsste sich dann allerdings auf einmal entscheiden, für oder gegen das „Volk“. Der Rest von Springer müsste BILD nach der Pfeife von BP Wulff folgen.

A. G. Januar 5, 2012 um 18:29

Wulff hat noch kein neues Job-Angebot. Was soll er denn den ganzen Tag machen, wenn er uns nicht mehr repräsentiert? Schnöder Anwalt? Geht nicht!

Dann hat di L. bei ihm bisher nicht angerufen…

Wulff muss schon was geboten werden, damit er das Schloss (endlich) verlaesst.

holger Januar 5, 2012 um 18:35

@Doktor D Januar 5, 2012 um 18:09
Holger, was machen eigentlich die T-Shirts und die Kaffeetassen?”

Ich bin noch am überlegen. Nachdem ich nun weiß, “wer” da wieder mauschelt, wäre das kein gutes Geschäft. (Zur Zeit). Es tut mir ja leid, aber ich habe einen gewissen Einblick mal gewinnen dürfen in gewisse Organisationen (nicht die angesprochene).

Die unwichtigste Person des Landes, sitzt auf den unwichtigsten Posten des Landes. Und ich nehme an, (im Gegensatz zu Gutti), wenn er keine Einsicht zeigt, dass er auf dem unwichtigsten Posten sitzt als unwichtigste Person, dann wirds bestimmt noch richtig schmutzig. Man dient der Sache, da sind Personalien unwichtig. Vergleichbar mit dem schwulen Ernst Röhm der SA. Was dienlich war, war dienlich, was weg muss, muss weg.

Doktor D Januar 5, 2012 um 18:35

@cm: Das wäre ja mal ne spannende Entwicklung, aber ist der Mann, der Carsten Maschmayer für seinen Freund hält, aus diesem Holz geschnitzt?
In meiner Umgebung sind die meisten Leute, und zwar gerade die mit dem Häuschen-Kredit am Hals, garnicht so begeistert von Herrn Wulffs Kreditgebaren. Und die armen Telefonberater der BW-Bank können über die Anrufe mit “Ich will auch so ein rollierendes Geldmarkt-Kreditdings wie der Wulff” auch nicht mehr so recht lachen.

gelegentlich Januar 5, 2012 um 18:36

@Horst Schmidt
Im Gegensatz zu Herrn Wulff war ich ja transparent: ohne es zu wissen, nein, nur der Nase nach kam ich zu der Auffassung, das hier sei eine Intrige, die Jemand aus einem Grund beginnt, den er nicht vorzeigen mag. Ist bei Intrigen wohl meistens so.

BILD als moralische Instanz? Sorry, den Witz müßte man mir erklären. Das habe ich von Anfang an nicht ernst genommen. Ich räume aber ein, dass in diesem Fall BILD wohl keinen Fehler gemacht hat – bis zu dem Moment, wo man ohne Einverständnis das mit der Mailbox an Dritte weitergab, als die Dynamik der Geschichte nach Weihnachten nachzugeben drohte. Das verstärkte natürlich mein (Vor-)Urteil.
Dass es also Springer bei dem Ganzen um Wahrheit, Würde des Amtes pipapo gehen könnte schließe ich von vorneherein aus. Und => weil ich das ausschließe glaube ich zwar die Details dieser Soap, aber nicht an das mitgeteilte Motiv der Hauptagierenden. Gegenüber diesen Leuten ist Wulff für mich ein (ekliges, unerfreuliches) Milchgesicht. Der Schaden, den er mir als Steuerzahler und Staatsbürger angetan hat, liegt aber woanders, nicht in seiner Kreditnummer. Worauf @luebberding ja verschiedentlich hier auch hingewiesen hat: er hat sich zwecks Aufstieg ,,Freunde” beschafft und als Politiker deren Interessen bedient, was ,,uns” im Allgemeinen geschadet hat (Förderung der Privatisierung der Rente – Maschmeyer, einen Innenminister Schünemann machen zu lassen, und und und).

Was die noch im Köcher haben können? Weiß ich nicht.
Die anderen Presseorgane? Ich nehme den FAZ-Leuten ab dass die tatsächlich Wulffs Verhalten unmöglich finden; die bei der Süddeutschen vielleicht auch. Das taz-Team dürfte bestimmt nicht von Wulff überrascht worden sein. Und für alle gilt, wie Jemand dieser Tage sagte: da kein Tsunami da ist usw. ist eine Geschichte besser als keine Geschichte. Die müssen doch auch leben.

Goodnight Januar 5, 2012 um 18:36

Die Geschütze der Presse drehen in Richtung Kanzleramt…war nur eine Frage der Zeit…

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,807353,00.html

Henri: “What are you doing? ”
Bruce: “What is necessary, my friend. ”
(Batman begins)

A. G. Januar 5, 2012 um 18:37
carlos manoso Januar 5, 2012 um 18:39

@ A. G. Januar 5, 2012 um 18:29
„Wulff hat noch kein neues Job-Angebot. Was soll er denn den ganzen Tag machen, wenn er uns nicht mehr repräsentiert? Schnöder Anwalt? Geht nicht!
Dann hat di L. bei ihm bisher nicht angerufen…
Wulff muss schon was geboten werden, damit er das Schloss (endlich) verlaesst.“

Mal ehrlich, warum zum heiligen Teufel sollte Wulff jetzt auch noch den Bundeshorst machen ? Wulff hat doch gerade ein erstklassiges Blatt in der Hand. Er muß das Blatt jetzt nur noch ganz cool, souverän und lässig ausspielen und ein großes Spiel machen.

Horst Schmidt Januar 5, 2012 um 18:45

@ carlos manoso

“Deutschland ist das einzige Land, wo Mangel an politischer Befähigung den Weg zu den höchsten Ehrenämtern sichert. So wie gewisse Naturvölker Schwachsinnigen göttliche Ehren entgegenbringen, so verehren die Deutschen den politischen Schwachsinn und holen sich von dorther ihre Führer.”

Carl von Ossietzky, Die Weltbühne, 6. November 1928

@ gelegentlich
Diese Geschichte wurde erst zu der gemacht, die sie jetzt ist, durch den, dem die Geschichte gewidmet wurde. So einfach.

A. G. Januar 5, 2012 um 18:47

@Carlos Manoso
“Wulff hat doch gerade ein erstklassiges Blatt in der Hand. Er muß das Blatt jetzt nur noch ganz cool, souverän und lässig ausspielen und ein großes Spiel machen.”
Als “alte” Skat- und Schachspielerin behaupte ich mal, dass die Bild die besseren Karten hat, taktisch cleverer ist. Wulff hat sich mit seinem gestrigen Transparenz-Geschwafel lächerlich gemacht, s. Reuters-Link. Bin gespannt wie’s weitergeht – jetzt ist die Partie in den Endzügen. 

Goodnight Januar 5, 2012 um 18:55

Übrigens..falls das jemand vergessen hat:

Wir reden immer noch über das Amt des Bundespräsidenten.
Dieser kleine, geschützte heilige Ort, wo die Republik das sein sollte, was sie eigentlich sein will.

Und jetzt ist müssen wir erkennen:

Merkel hat den Maskenmann ins Allerheiligste geführt.

“Et tu, Brute?”
Julius Caesar III, i

Lina Januar 5, 2012 um 18:56

@ fl .
Der interessanteste Satz im SPON Text:

“Eigentlich könnte der Deutsche Bundestag das Amt des Bundespräsidenten auch gleich ganz abschaffen.”

Daher könnte der Wind wehen. Wie ich schon hier am 15.12.2011 geschrieben habe: Europa wird im Moment umgebaut…..Vielleicht bekommen wir bald EINEN EU-Präsidenten und alle nationalen werden Schritt für Schritt entfernt.

Ich habe jetzt keine Lust mehr auf Spekulationen.
Wir werden sehen, was passiert.

@ h.h.
“Die Republik entkernt sich durch ihr Spitzenpersonal wie von selbst, macht sich sturmreif. Das ist das Fatale der Situation.”

Vielleicht hat sich aber auch nur eine einzige Sache geändert:
Im Informationszeitalter erreichen “Schweinereien”, wenn sie ans Tageslicht gezerrt werden (warum auch immer) ein viel größeres Publikum. Somit wird die Republik zwar nicht ganz zum Dorf aber zur (Groß-)Stadt. ;)

carlos manoso Januar 5, 2012 um 18:56

@ A. G. Januar 5, 2012 um 18:47
„Als “alte” Skat- und Schachspielerin behaupte ich mal, dass die Bild die besseren Karten hat, taktisch cleverer ist. Wulff hat sich mit seinem gestrigen Transparenz-Geschwafel lächerlich gemacht, s. Reuters-Link. Bin gespannt wie’s weitergeht – jetzt ist die Partie in den Endzügen.“

Eine bloße Behauptung über Spielkarten ist natürlich eine bloße Behauptung. Aber wir werden m.E. schon bald sehen, dass die Partie seit Gestern mitnichten in den Endzügen ist.

Die Chancen stehen sogar jetzt recht gut, dass Wulff das Duell zwischen BILD und dem Bundespräsidenten für sich entscheiden kann. Angela Merkel wird sich dann schon bald damit vertraut machen müssen, wer nach der Verfassung der Koch und wer der Kellner ist.

holger Januar 5, 2012 um 18:59

Nun noch mal kurz fürs Hirn.

Kai war im Vorstand von Atlantik, und Wuff Young Leader. Und da soll es nicht mal krachen, weil man Interna hat ? Wer mir diesen Bären aufbinden möchte, gerne. Nur zu… Es geht hier nicht um das Amt, und es geht auch nicht um die Presse. Das ist eine interne Auseinandersetzung. Der eine beschädigt das Amt, und der andere hat den Stein ins rollen gebracht, das Amt zu beschädigen. Wuff ist nix anderes als ein dummer Young Leader im Kleid des Bundeswuff. Wuff. Wuff.

Der Meister hat seinem Zögling gezeigt, wer das Sagen hat. Und Mutti? Die schweigt lieber…

A. G. Januar 5, 2012 um 19:02

@Carlos Manoso, derweil sinken Wulffs Umfragewerte weiter, die Presse bleibt am Ball… Wir werden sehen. Wer für Transparenz steht, kann nicht einen Tag später das Gegenteil für sich beanspruchen.

Doktor D Januar 5, 2012 um 19:02

@CM: Der BuPrä ist der Notar. Der hat weder im Restaurant noch in der Küche was verloren.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass Herr Wulff wirklich schnell weg vom Fenster ist, wenn er tatsächlich glaubt, seine Kompetenzen überschreiten zu können.

A. G. Januar 5, 2012 um 19:10
TuringMachine Januar 5, 2012 um 19:12

Ob Wulff nun geht oder nicht, macht eigentlich keinen Unterschied mehr. Von den 200k€ für die nächsten 40 Jahre mal abgesehen. Tritt der eine ab, kommt halt der nächste Systemling.

Von denen ist keiner wirklich an Demokratie interessiert, die vertreten die Interessen von dem/n Unternehmen, bei denen Sie nach Ablauf Ihrer politischen Karriere als Berater/Vorstandsmitglied/AR-Mitglied etc. tätig werden können und dafür DANN jede Menge Kohle direkt oder indirekt über überbezahlte Vorträge einstreichen (siehe Müller/Tacke/Clement/Schröder/Riester etc.).

Sollte Wulff gehen müssen, haben wir nur den nächsten von der Sorte an der Backe mit erneuten 200k+ im Jahr (aktuell Scheel, Weizsäcker, Herzog, Raus noch junge Witwe, Köhler und Wulff). Bei Wulff wissen wir jetzt wenigstens WIRKLICH, was wir an ihm haben. Einen Politiker im Amt, von dem wir WISSEN, dass er korrupt ist. Bei den anderen können wir es immer nur vermuten.

carlos manoso Januar 5, 2012 um 19:13

@ A.G. Januar 5, 2012 um 19:02
„derweil sinken Wulffs Umfragewerte weiter, die Presse bleibt am Ball… Wir werden sehen. „

Umfragewerte sind nur Schall und Rauch, völlig nebensächlich. Wulff lernt das gerade in echt.

gelegentlich Januar 5, 2012 um 19:16

@Horst Schmidt

,,Diese Geschichte wurde erst zu der gemacht, die sie jetzt ist, durch den, dem die Geschichte gewidmet wurde. So einfach.”
Klar, aber nicht: so einfach. Bei jeder Intrige, bei jedem Mobben ist es so, dass man das ,,Opfer” erst mal reizt, gerne auch unter dem Tisch, unsichtbar für die Außenstehenden. Und dann, wenn es sich kopflos-panisch wehrt, schreit man laut ,,Aua!” – die Umstehenden sehen dann eine Furie, die offenbar grundlos lauten Ärger macht.

Selbstredend weiß ich nicht wie das ablief. Vielleicht hat schon die Spiegel-Anfrage wegen dem Kredit genügt den Mann die Nerven verlieren zu lassen. Warum auch will gerade der Spiegel eine so bewährte neoliberale Kraft beschädigen? Wegen einer Petitesse?

Ich weiß es nicht wer da welche Fäden gezogen hat, was der wirkliche Anlaß ist. Nur: wenn ich mir den Ablauf ansehe komme ich zu der Einschätzung, dass es um diese Kreditaffäre nicht gehen kann und dass nach meiner Meinung ,,Werte”, ,,Würde des Amtes” usw. Dinge sind, die Springer gegenüber deren eigenen Interessen egal sind. Meine Lektion war die ,,Lügilanti”-Kampagne. Da hatte ich im Rückblick richtig gelegen – sogar meine Hypothesen, dass und wie man die ,,Aufrechten Vier” kompensiert trafen zu. Ein Beweis ist das nicht. Den wird man aber in solchen Fällen nicht finden. Da muss man abwarten. Wie lange weiß ich nicht…

carlos manoso Januar 5, 2012 um 19:16

@ Doktor D Januar 5, 2012 um 19:02
„@CM: Der BuPrä ist der Notar. Der hat weder im Restaurant noch in der Küche was verloren. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Herr Wulff wirklich schnell weg vom Fenster ist, wenn er tatsächlich glaubt, seine Kompetenzen überschreiten zu können.“

Der BuPrä ist nicht nur einfach der Notar, einfach mal das Grundgesetz aufschlagen.

carlos manoso Januar 5, 2012 um 19:27

@ holger Januar 5, 2012 um 18:59
„Nun noch mal kurz fürs Hirn.
Kai war im Vorstand von Atlantik, und Wuff Young Leader. Und da soll es nicht mal krachen, weil man Interna hat ?“

Nun ja, die Atlantikbrücke ist gerade dabei, einzustürzen, weil die USA gerade dabei sind, abzunippeln. Die alte Nachkriegsordnung ist längst Makulatur. Da kracht es nun mal im Gebälk.

Würde mich ehrlich wundern, wenn Wulff aus seiner Stellung als Bundespräsident den Atlantikvorstand und BILD Chefredakteur Diekmann nicht nach allen Regeln der Kunst fertig machen kann.

holger Januar 5, 2012 um 19:36

@ carlos

—>>>Würde mich ehrlich wundern, wenn Wulff aus seiner Stellung als Bundespräsident den Atlantikvorstand und BILD Chefredakteur Diekmann nicht nach allen Regeln der Kunst fertig machen kann.”

WIE denn? Wie sollte Wuff… Diekmann fertig machen? Paolo Pinkel darf ja auch im TV sabbeln.

Doktor D Januar 5, 2012 um 19:40

Eben, cm, eben. Als staats- und verfassungsrechtlichem Total-Laien, der sich mal ein bisschen durch die GG-Kommentare gegoogelt hat, scheint mir das hier die Mehrheitsmeinung zu sein:

“Das beschlossene Gesetz wird von der Bundesregierung (vom Bundeskanzler oder vom fachlich zuständigem Minister) unterschrieben (Gegenzeichnung) und danach vom Bundespräsidenten ausgefertigt.

Er fertigt die Gesetze aus (Artikel 82 I S 1 GG), indem er die Originalurkunde datiert und unterzeichnet und anschließend das neue Gesetz im Bundesgesetzblatt verkündet. Bei der Ausfertigung prüft der Bundespräsident das Gesetz auf formelle und materielle Rechtmäßigkeit. Dieses Prüfungsrecht ist im materiellen Bereich allerdings auf offensichtliche Fehler beschränkt (Evidenzkontrolle).

Er hat kein sachliches oder politisches Prüfungsrecht (Artikel 82 I S 1 GG) und darf aus persönlichen Gründen die Ausfertigung nicht verweigern.”
Quelle: http://staatsrecht.honikel.de/de/gesetzgebung1.htm

Da scheint es wenig Spielraum zu geben, außerdem tritt dann doch dieser Prozess ein: http://dejure.org/gesetze/GG/93.html

Damit kann man das Verfahren bestimmt ziemlich aufhalten, bei sowas wie dem ESM wäre der politische Druck aber richtig ordentlich (nicht so ein laues Lüftchen wie gerade).
Vor allem fehlt mir aber der Glaube daran, dass der Mann, dessen “Freunde” sich mit den Finanzmarkt-Deregulierungen, die uns nun den ESM bescheren, mehrere goldene Nasen und die Villen verdient haben, in der er so gerne seine Ferien verbringt, dass ausgerechnet der mehr drauf hat als ein paar warme Worte zum Thema “Es braucht mehr Werte in der Finanzbranche – und bei der EU mehr Demokratie”, um dein Szenario für überzeugend halten zu können. Es wäre schön, wenn Wulff die BILD / Springer-Presse mit in den Untergang nähme, aber schön für die politische Kultur ist das alles nicht.

Doktor D Januar 5, 2012 um 19:41

Mein Kommentar möchte gerne moderiert werden ;-) !

egal Januar 5, 2012 um 19:56

Ich dachte deswegen an PIN.

Der Berliner Briefdienstleister Pin AG schließt seine firmeneigenen Filialen.
24.11.2011 Nach eigenen Angaben reagiert das Unternehmen damit auf die drohende Wiedereinführung von Mindestlöhnen. Den Kunden sollen aus dieser Schließung keine Probleme erwachsen, weil der Service von Partnerfilialen übernommen werde. Neben den sieben hauseigenen Zweigstellen gibt es mehr als 250 Partnershops der Pin AG in Berlin. Der Chef der Christlichen Postgewerkschaft CGPT, Ulrich Bösl, kritisierte die Schließungen als unsozial: „Nur weil die CDU am Montag die Möglichkeit von Lohnuntergrenzen beschließt, braucht die Pin AG nicht am Freitag die Schließung ihrer Filialen bekannt zu geben!“

Aber hält Springer noch Anteile an PIN? 2008 machte Springer, auch wegen des Mindestlohns, fast eine halbe Milliarde Verlust und wollte seine Anteile verkaufen. Geklappt hat das aber doch nicht, oder? Im Geschäftsbericht sind aber keine PIN-Anteile mehr aufgeführt.

PIN war für mich nur ein beliebiges Beispiel. Medienkonzerne folgen keineswegs nur den Gesetzen des Medienbetriebs. Sie sind vielmehr Mischkonzerne mit wirtschaftlichen Interessen, die über das Verkaufen von Zeitungen weit hinausgehen. Holzbrink hält immer noch einen relevanten Anteil an der PIN Group.
Die Aktien der Axel-Springer AG sind zu 40% im Streubesitz. 11% gehör(t)en einer privare-equity Gesellschaft, 8% der Deutschen Bank, einem Unternehmen, das kurz vor der Insolvenz steht und daher existenziell von politischen Entscheidungen abhängt.

Was das alles mit Wulff zu tun hat? Ein Privatkredit hier, eine verdeckte Buchsubvention dort, welcher Politiker ist sauber? Mit Wulff demonstriert Springer seine Macht, Karrieren zu beenden und erzwingt so präventiv Wohlverhalten. Politik und Springer sind, wie wir gerade sehen, gut vernetzt, auch Springer wird seine Interessen informell artikulieren…

Und jetzt sagt nicht, dies sei VT. Interessen werden dort akkomodiert, wo sie teilweise konkgruent sind. Der Springeraufsichtsrat könnte so ein Ort sein (schon geringere Anteile reichen aus, um in einem Unternehmen Einfluss auszuüben). Medienkonzerne nur nach medienlogik zu beurteilen, ist einfach dumm.

topi Januar 5, 2012 um 20:26

@A.G.

Wechsel zum Gospiel!

Überraschende Wendungen bis zumSchluß möglich (und außerdem ist noch nicht mit schierer Rechenkraft derMensch besiegbar).

A. G. Januar 5, 2012 um 21:54
Horst Schmidt Januar 6, 2012 um 13:37

Geschafft. Endlich Oliver Kalkofe in seiner neuen Rolle als Sprecher des Herr Wulff, seines Zeichens Noch-Bundespräsident.

http://www.radioeins.de/programm/sendungen/die_schoene_woche/_/spott_und_haeme_ueber.html

KL Januar 22, 2012 um 23:49

@egal Januar 5, 2012 um 14:12

War lange nicht hier, da die Diskussion um das vom Schleim attackierte Nichts mich anödete, darum keine Replik, pardon.

Gedanken zu R. Lands Text würden mich interessieren. Vielleicht findet sich mal ein Forum, wo das Thema paßt ?

Grüße, KL

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