In Stahlgewittern

by h.huett on 8. Januar 2012

Noch wuchtet der Schatten des Ungeheuren über uns. Der gewaltigste der Kriege ist uns noch zu nahe, als daß wir ihn ganz überblicken, geschweige denn seinen Geist sichtbar auskristallisieren können.

Mit diesen Sätzen leitet Ernst Jünger das Vorwort zur ersten Ausgabe seines Tagebuchs IN STAHLGEWITTERN ein. Bundespräsident Wulff hielt am Freitag die Metapher der Stahlgewitter für ein zutreffendes Bild für die Situation, in der er sich aktuell befindet. Es scheint sich bei dem Mann um einen Optimisten zu handeln. In einem Jahr sei alles vorbei, habe er auf dem internen Neujahrsempfang des Bundespräsidialamts gesagt.

Es ist nicht das erste Beispiel dafür, wie systematisch der Mann mit Missverständnissen hantiert. In einem Jahr sei alles vorbei. Das erhebt die Metapher des Stahlgewitters zu einer lässigen Belastung, die man bald und irgendwie abstreifen könne. Wulff verkennt die Tiefenwirkung des Bildes, seine Verstricktheit in den Großen Krieg, das bis heute nicht vergangene Trauma, an das man sich in Frankreich und Großbritannien als Feiertag an jedem 11. November seit 1918 erinnert.

Dieser Monat war für mich, obwohl der härteste des ganzen Krieges, doch eine gute Schule. Ich hatte den Wacht- und Arbeitsdienst in seiner schwersten Form gründlich kennengelernt. Das bewahrte mich später, als ich selbst führte, davor, von meinen Leuten Unmögliches zu verlangen.

Jüngers ersten Monat in Orainville und seine Lehren kennt der Bundespräsident offenbar nicht. Er verheizt sein Personal in einem aussichtslosen Kampf.

Der Geist des preußischen Kasernenhofes verfehlte auch in dieser Einöde nicht seine mächtige Wirkung. Mit dem fatalen Gefühl eines Mannes, der sich in ein sehr ungewisses Abenteuer eingelassen hat, hörte ich neben mir das trockene Knistern der herausgerissenen Zündschnur und sah, wie Wohlgemut, um sich möglichst wenig zu zeigen, die Handgranate ganz flach über den Boden rollen ließ. Sie blieb im Gestrüpp, beinahe zwischen den Engländern, liegen, die nichts bemerkt zu haben schienen. Es vergingen einige Momente höchster Spannung. „Krrrach!“ Ein Blitz beleuchtete taumelnde Gestalten. Mit dem Angriffsgebrüll: „You are prisoners!“ stürzten wir uns wie Tiger in die weiße Wolke. Eine wüste Szene wickelte sich in Bruchteilen von Sekunden ab. Ich hielt meine Pistole mitten in ein Gesicht, das mir wie eine blasse Maske aus der Dunkelheit entgegenleuchtete.

Wulff verkennt, dass in der Situation, in der er sich befindet, keine Gefangenen gemacht werden. Er ist selbst längst gefangen und weiß es nicht. Seine Mitarbeiter aber wissen das. Auch deshalb wirkt der Optimismus unter dem Signum des Stahlgewitters so frappierend.

ich stand ganz allein, meine Leuchtpistole in der Hand, mitten in dem unheimlichen Trichtergelände, das am Boden lagernde weiße Nebelschwaden in ein noch drohenderes und rätselhafteres Aussehen hüllten. Hinter mir ertönte ein andauerndes, unangenehmes Geräusch; ich stellte mit merkwürdiger Objektivität fest, daß es von einem riesenhaften, in Zersetzung übergehenden Leichnam herrührte.

Die nüchternen Notate des Tagebuchs entfalten ihr eigenes metaphorisches Trauma. Die Idee, so etwas könne in einem Jahr vorbei und vergessen sein, entspringt nackter Hybris.

Daher wurde nie wieder mit solch verbissener Erbitterung gekämpft wie damals, wo man wochenlang um zerschossene Waldstücke oder unkenntliche Ruinen rang. Der Name auch des kleinsten pikardischen Nestes erinnert an unerhörte Heldenkämpfe, die wahrhaft einzig in der Weltgeschichte dastehen. Erst dort sank die Blüte unserer disziplinierten Jugend in den Staub. Erhabene Werte, die das deutsche Volk groß gemacht hatten, leuchteten dort noch einmal in blendendem Glanze auf, um langsam in einem Meere von Schlamm und Blut zu erlöschen.

Wie will dieser Amtsschauspieler je wieder eine Rede, zum Beispiel vor Afghanistan-Veteranen, halten, wenn er glaubt, solche Erfahrungen seien in einem Jahr vergessen und vorbei?

Du kauerst zusammengezogen einsam in deinem Erdloch und fühlst dich einem unbarmherzigen, blinden Vernichtungswillen preisgegeben. Mit Entsetzen ahnst du, daß deine ganze Intelligenz, deine Fähigkeiten, deine geistigen und körperlichen Vorzüge zur unbedeutenden, lächerlichen Sache geworden sind. Schon kann, während du dies denkst, der Eisenklotz seine sausende Fahrt angetreten haben, der dich zu einem formlosen Nichts zerschmettern wird. Dein Unbehagen konzentriert sich auf das Gehör, das das Heranflattern des Todbringers aus der Menge der Geräusche zu unterscheiden sucht.

Dabei ist es dunkel. Du mußt alle Kraft zum Aushalten aus dir allein schöpfen. Du kannst nicht einmal aufstehen und dir mit blasiertem Lächeln eine Zigarette anzünden, dich an den bewundernden Blicken deiner Kameraden aufrichtend. Du wirst nicht ermutigt durch deinen Freund, der sich das Monokel einklemmt, um einen Einschlag auf der Schulterwehr neben dir zu betrachten. Du weißt, wenn es dich trifft, wird kein Hahn danach krähen.

Ja, warum springst du nicht auf und stürzt in die Nacht hinein, bis du in einem sicheren Gebüsch wie ein erschöpftes Tier zusammenbrichst? Warum hältst du noch immer aus, du und deine Braven? Kein Vorgesetzter sieht dich.

Und doch beobachtet dich jemand. Dir selbst vielleicht unbewußt, wirkt der moralische Mensch in dir und bannt dich durch zwei mächtige Faktoren am Platze: die Pflicht und die Ehre. Du weißt, du bist zum Kampfe an diesen Ort gestellt und ein ganzes Volk vertraut darauf, daß du deine Sache machst.

Es bleibt  der Schluss, dass das Selbstbild des unter medialem Beschuss stehenden Staatsoberhaupts auch nicht im entferntesten zu vergleichbaren Bildern findet. In seiner Mutmacherrede an die eigenen Mitarbeiter entblößt sich das Selbstmitleid als Hohn auf die Geschichte, welcher er die Metapher verdankt.

Fast 94 Jahre nach dem Ende des Großen Kriegs verwandelt der Bundespräsident eine Metapher über den Schrecken des Großen Kriegs in eine Durchhalteparole.

Er wird ihr selbst zum Opfer fallen.

Update 1

Wulffplag kompiliert die Mailboxnachricht des Bundespräsidenten an Herrn Diekmann.

Update 2

Frühkritik Hart, aber Fair. Ist am Aschermittwoch alles vorbei?

Update 3

Don Alfonso beschäftigt sich mit Fäkalgewittern. Wer sich in sie begibt, kommt darin nicht um, aber am Ende wohl doch um sein Amt.

Update 4

Alan Posener berichtet über einen O-Ton Wulffs zu VW.

 

{ 234 comments… read them below or add one }

Benjamin Januar 8, 2012 um 18:49

Vielen Dank fürs Aussprechen!

Horst Schmidt Januar 8, 2012 um 18:53

Mich erschreckt vielmehr die Drohung ein weiteres Jahr dieses Gemeinwesen quälen, nerven zu wollen.
Es zeigt aber auch mehr als deutlich, wie stilbildend solch Personen wie Helmut Kohl noch in der CDU nachwirken.

wowy Januar 8, 2012 um 19:19

Wenn man sich einmal von dem hohen Roß herunterbewegt und nicht unentwegt allen anderen unterstellt Deppen zu sein, also davon ausgehend, Herr Wulff weiß, dass Mitarbeiter das Gespräch an die Presse weitergeben und er weiß durchaus, was der Begriff “Stahlgewitter” bedeutet, was würde uns das dann sagen?
Dass er bewußt das Bild des verheerenden Krieges gewählt hat? Als Botschaft seinerseits?

Horst Schmidt Januar 8, 2012 um 19:22

Drohte er nicht schon auf dem AB mit irgendeiner noch zu besprechenden Kriegerei?

Liegt also durchaus auf Linie. :-)

holger Januar 8, 2012 um 19:26

Horst Schmidt

in erster Linie drohte er erstmal DEM AB. Dem digitalem Band. Er dachte, der Person zu drohen. Weil er eine Person hinter dem AB vermutete. Beim CIA haben die sich sicherlich gedacht, was machen wir mit dem Factbook bloß?

Horst Schmidt Januar 8, 2012 um 19:28

Dann nehme ich alles zurück. So habe ich das noch nicht gesehen.
Danke für den Hinweis @ holger

h.huett Januar 8, 2012 um 19:30

Metaphern haben ihr eigenes Leben.

Die zitierte Passage lautete, er hoffe, dass das Stahlgewitter in einem Jahr vorbei sei.

Damit hat Wulff eine Metapher entführt, das Trauma in eine Hoffnung verwandelt, in Staub, den man abschüttelt. So fällt man Bildern zum Opfer, die man nicht verstanden hat.

Horst Schmidt Januar 8, 2012 um 19:34

Wenn er jetzt noch das Schloß Bellevue in eine “Wolfsschanze” verwandelt, bin ich aber nahe dran mir Gedanken zu machen.

h.huett Januar 8, 2012 um 19:39

Horst Schmidt

Wie ich gerade sehe, hat das FAZ-Feuilleton den richtigen Riecher für die Location gehabt. Nicht Wolfsschanze, sondern eine Ruine namens Bellevue:

Auf der einsamen Höhe am Wege nach Ransart lag eine Ruine, ein ehemaliges Estaminet, wegen des weiten Ausblicks auf die Front Bellevue genannt, ein Ort, der mich trotz seiner gefährlichen Lage besonders anzog. Die Verlassenheit und das tiefe Schweigen, ab und zu vom dumpfen Ton der Geschütze unterbrochen, verstärkten den traurigen Eindruck der Zerstörung. Zerrissene Tornister, abgebrochene Gewehre, Zeugfetzen, dazwischen in grausigem Kontrast ein Kinderspielzeug, Granatzünder, tiefe Trichter der krepierten Geschosse, Flaschen, Erntegeräte, zerfetzte Bücher, zerschlagenes Hausgerät, Löcher, deren geheimnisvolles Dunkel einen Keller verrät, in dem vielleicht die Gerippe der unglücklichen Hansbewohner von den überaus geschäftigen Rattenschwärmen benagt werden, ein Pfirsichbäumchen, das seiner stützenden Mauer beraubt ist und hilfesuchend seine Arme ausstreckt, in den Ställen die noch an der Kette hängenden Skelette der Haustiere, im verwüsteten Garten Gräber, dazwischen grünend, tief im Unkraut versteckt, Zwiebeln, Wermut, Rhabarber und Narzissen, auf den benachbarten Feldern Getreidediemen, auf deren Dächern schon die Körner wuchern; all das durchzogen von einem halbverschütteten Laufgraben, umgeben vom Geruch des Brandes und der Verwesung. Traurige Gedanken beschleichen den Krieger, dessen Fuß auf den Trümmern einer solchen Stätte ruht, wenn er derer gedenkt, die noch vor kurzem hier friedlich lebten.

wowy Januar 8, 2012 um 19:40

Hofft man auf ein Jahr, wenn man wirklich nur die eigene Person meint? Dann sagt man doch eher sowas wie: in einem Jahr redet da kein Mensch mehr drüber. Auf ein einjähriges Stahlgewitter kann kein Mensch hoffen, selbst wenn es danach vorbei ist.
Ich halte es für vermessen, Wulff zu unterstellen, dass er den Begriff, auch in seiner Bedeutung, nicht kennt. Deshalb vermute ich, dass er ihn bewusst gebraucht hat.

Nanuk Januar 8, 2012 um 19:41

Wenn ich zu meinem Sohn sage dann kommt Diablo und hohlt dich du Lausbub dann denkt der das ist ein amerikanisches Computerspiel…

Nanuk Januar 8, 2012 um 19:44

Also Ernst Jünger…
Muss nicht sein Bundespräsident..
http://www.youtube.com/watch?v=SwaNpwaPNSo
Aber die CDU hat es mit Stahlgewittern irgendwie…

Nanuk Januar 8, 2012 um 19:46

und das Claudia Roth die Pazifistin gibt fand ich zum kotzen btw!!!1

h.huett Januar 8, 2012 um 19:48

wowy
Informier uns bitte darüber, wie der wissende Gebrauch der Metapher zu deuten ist.

wowy Januar 8, 2012 um 19:52

@Hütt
So, wie ihn Ernst Jünger gebraucht hat, als Zeichen für einen verheerenden Krieg, von dem man hofft, dass er in einem Jahr vorbei ist.

Horst Schmidt Januar 8, 2012 um 19:52

Gehe ich recht in der Annahme, Christian Wulff hat gar nicht gedient? Auch solch Krieger wir Schröder und Fischer was?

Nanuk Januar 8, 2012 um 19:53

@Hütt
Da ist für mich auch ne Grenze erreicht jetzt soll er zurück treten!!!!

Morph Januar 8, 2012 um 19:54

@wowy

“Ich halte es für vermessen, Wulff zu unterstellen, dass er den Begriff, auch in seiner Bedeutung, nicht kennt. Deshalb vermute ich, dass er ihn bewusst gebraucht hat.”

Das ist durchaus nicht vermessen, sondern realistisch. Die Erwähnung der Jüngerschen Stahlgewitter ist einfach eine Stilblüte. Totaler Quatsch. Typisch Hochstapler. Genau wie Guttenberg.

In seinem Stumpfschädel haben einfach “Donnerwetter”, “Stahlbad” und das irgendwo in einem irgendwie ‘coolen’ Zusammenhang gehörte “Stahlgewitter” assoziativ gezündet.

Der Mann ist außer sich, ein Roboter des eigenen Aufstiegs. Focus kolportiert die Geschichte, dass Wulff vor Journalisten damit angegeben hat, dass seine Frau ein bestimmtes Kleid bei dieser Promihochzeit in Monaco getragen habe: “So wie Nicolas Sarkozy sie damals anschaute, schien sie ihm gefallen zu haben.”

Leute, die öffentlich so über ihre Frau reden, verfügen nicht über keine literarische Bildung, wowy.

Mach Dir keine Illusionen: Wulff ist eine argwöhnische, aber sehr dumme Nuss.

Goldkäferhochzeit Januar 8, 2012 um 19:55

52.| 13.III.16| Monchy| Vormitt.| Aphodius fimetarius| an Kot| Warm

holger Januar 8, 2012 um 19:58

Horst Schmidt

ich geb dir meine Nummer. lege die per Rufumleitung wann und wo ich will um. Jeder der anruft, haste nen Handy mandy oder nen Ih-Phone? bekommt seine eigen Kennung. Und wenn el Präsidente anruft, gehen viele Voice Recorder auf Record. Ist nicht schwer zu verstehen. Und El Präsidente kotzt sich aus, und alle halten sich den Bauch vor lachen. Wulff ist Katholik, der rechnet damit nicht. Einen Moslem oder radikal rechtsradikalen Moslem wäre das nicht passiert. Also ab zum beichten…

Nanuk Januar 8, 2012 um 19:58

Im übrigen ist die Wunde nach 100 Jahren noch nicht verheilt man sieht das Schlachtfeld heute noch in der Landschaft! Herr Ex Bundespräsident!

Morph Januar 8, 2012 um 19:59

die doppelte Verneinung ist natürlich auch schön. Besser und deutlicher gesagt also: Leute, die so über ihre Ehefrauen reden, haben ein Zuhälterbewusstsein. Und so ein Zuhälter, der hat noch nie keinen Ernst Jünger nicht gelesen, sonst gibt’s was auf die Fresse, eeey!!!

neuling Januar 8, 2012 um 20:02

Zermürbungskrieg ist sinnlos, wie übrigens jeder andere Krieg auch.

h.huett Januar 8, 2012 um 20:02

Morph

Für die unbewusst ins Feuer zuckende Hand gibt es dieses wunderbare Klemperer-Zitat, das Martin Haase kürzlich bei 28c3 in Berlin verwandte:

Was jemand willentlich verbergen will, sei es vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewusst in sich trägt: Die Sprache bringt es an den Tag.

peak Januar 8, 2012 um 20:05

@Hans Huett
“Damit hat Wulff eine Metapher entführt, das Trauma in eine Hoffnung verwandelt, in Staub, den man abschüttelt. So fällt man Bildern zum Opfer, die man nicht verstanden hat.”

Vielleicht hat der Think Tank um Wulff bei Baudrillard nachgelesen und hofft darauf, dass Original und Kopie nicht mehr zu unterscheiden sind. Oder sie haben ihm eine stahlgewittrige Win-Win Situation eingeflüstert. Dass der amtierende Bundespräsident weniger real als vielmehr virtuell, eben als “ein in ein feingeschnittenes Stück Wurst verwandelt” wahrgenommen wird, könnte dazu beitragen. Ich bin gespannt ob der Amtsinhaber nicht doch noch eine Form von Amok mit verbrannter Erde als Abgang wählt. Anders als Köhler.

h.huett Januar 8, 2012 um 20:05

wowy
So wie Du Dich über Jünger und dieses Werk äußerst, kennst Du beides nicht. In Stahlgewittern ist beyond any hope.

h.huett Januar 8, 2012 um 20:10

peak

Die Dynamik dieser Tragödie ist beunruhigend, weil sie den tragischen Antihelden so unausweichlich und so dauerhaft demontiert (wozu er selbst die Werkzeuge und Kompromate liefert), dass ich mich schon mit Grausen an eine andere Demontage erinnere, die ihr Ende in einer Genfer Hotelbadewanne fand.

Reinhard Januar 8, 2012 um 20:11

@peak:
Ich gehe nicht mehr davon aus, dass es um Wulff noch Berater gibt, auf die er hören würde. Wulff ist auf seiner persönlichen Wolke 9 und hält das Geräusch der abregnenden Tropfen für Applaus.

wowy Januar 8, 2012 um 20:13

@Hütt
Ich kenne beides, auch wenn Du nicht ohne Diffamierung in jedem dritten Kommentar auskommst.
Deshalb gefällt Dir auch der FAZ Text so gut, der nichts als pure Diffamierung ist (wahrscheinlich deshalb vielleicht Autor) und Wulff übrigens anders zitiert als Du.

wowy Januar 8, 2012 um 20:14

Korrektur: (wahrscheinlich deshalb ohne Autor)

TH Januar 8, 2012 um 20:15

Horst Schmidt

>”Wenn er jetzt noch das Schloß Bellevue in eine “Wolfsschanze” verwandelt, bin ich aber nahe dran mir Gedanken zu machen.”

In dem nebenan von Dir verlinkten, für welt.de außergewöhnlich langen Artikel der Welt fällt fünfmal der Begriff “Apparat*” und zweimal der Begriff “Hauptquartier”.

Dies dürfte an mancher Stelle als wenigstens Stinkbombe aufgefaßt werden.

h.huett Januar 8, 2012 um 20:21

wowy

Wenn Du Jünger und Stahlgewitter kennst, wie kommst Du dann auf so eine hoffnungsvolle Gänseblümchenidylle?

Nanuk kennt die vernarbten Schlachtfelder und ihre historische Infamie.

Du verkämpfst Dich am falschen Objekt.

Linus Januar 8, 2012 um 20:21

Interessant, daß Wulff zum zweiten Mal ein kriegerisches Bild verwendet hat. Sieht er sich selbst als Helden? Ein Mann, der im wilhelminischen Junker-Codex hängengeblieben ist? Ich dachte, diese Generation sei ausgestorben.

peak Januar 8, 2012 um 20:22

@Reinhard
“Wulff ist auf seiner persönlichen Wolke 9 und hält das Geräusch der abregnenden Tropfen für Applaus.”
… und denkt: cool ich bin übelst gut in meiner i amt i cloud…

wowy Januar 8, 2012 um 20:24

@Hütt
Lass es einfach, dieses ewige manipulieren und Wort im Mund rum drehen.
Die Idylle kommt von Dir nicht von mir, ist damit also Dein Problem nicht meins!

neuling Januar 8, 2012 um 20:26

“Offensichtlich fühlt sich das Staatsoberhaupt wie im Kugel- und Granatenhagel und setzt darauf, gehärtet und unbeschadet daraus hervorzugehen.”

Was ist das für ein Schwachsinn? Wie kommt der Autor auf diese Interpretation, ist dort irgend jemand gehärtet und unbeschadet entkommen?

h.huett Januar 8, 2012 um 20:27

wowy
Stell Dir vor, da sind zwei Leute auf Grund ihrer Kenntnisse unabhängig von einander auf den gleichen Gedanken gekommen. Ich hier, und ein Redakteur oder eine Redakteurin in Frankfurt (ich vermute Julia Encke, die bei Gerd Krumeich über das Thema promoviert hat)

Aber schön zu sehen, woran Du so glaubst.

wowy Januar 8, 2012 um 20:29

@Guru, Baghwan
Manipulation von Jünger(n) passt doch hier auch sehr gut.

h.huett Januar 8, 2012 um 20:30

Linus
Sie wächst im Zombiemodus nach. In Herrenzimmern, schnarrendem Tonfall, schweren Zigarren und uraltem Rotwein schnappt man den einen oder anderen Ton, irgendein Stichwort auf, das man kongruent zur eigenen Heroik missbraucht – und fertig ist die Laube

Thelonious Januar 8, 2012 um 20:30

Siehste morph, ey, weil der Wulff eine solche hohle Nuß ist, darf er auch “cool” sagen. :)

Passt einfach zu seiner Person. Der Mann ist nicht nur ein leeres Gefäß. Er hat zudem auch noch ein Loch. Deswegen sind alle Füllversuche zum Scheitern verurteilt. Und solche Leute haben ein erstaunliches Beharrungsvermögen. Damit unterscheidet er sich kaum von vielen anderen Parlamentariern, die Politik als Beruf und weniger als Berufung sehen.

Stephan Januar 8, 2012 um 20:33

Also so viel sehr weit hergeholtes, völlig überdrehtes und hysterisches Geschwafel hab ich schon lang nicht mehr gelesen.

Linus Januar 8, 2012 um 20:35

@huett:
“Sie wächst im Zombiemodus nach. In Herrenzimmern, schnarrendem Tonfall, schweren Zigarren und uraltem Rotwein schnappt man den einen oder anderen Ton, irgendein Stichwort auf, das man kongruent zur eigenen Heroik missbraucht – und fertig ist die Laube”

Tut mir leid, das klingt nach einem Roman für Heranwachsende :-D. Schön, das wir so einen jungen Präsidenten haben. Er ist über die Pubertät offensichtlich nicht hinausgekommen.

gelegentlich Januar 8, 2012 um 20:44

@Stephan

,,Also so viel sehr weit hergeholtes, völlig überdrehtes und hysterisches Geschwafel hab ich schon lang nicht mehr gelesen.”

Ist das als Antrag auf Qualitätssicherung an die Ermöglicher gemeint?

Stephan Januar 8, 2012 um 20:50

@gelegentlich
Wie meinst du das? Und was ist das denn für ein Schwachsinn: Qualitätssicherung an die Ermöglicher? Das ist nur meine Meinung. Die darf man hier doch noch äußern oder?

Linus Januar 8, 2012 um 20:57

Der kleine Stephan möchte bitte von seinen Eltern an der Information abgeholt werden!

Nu hab dich nicht so! Das verspricht ein kunterbunter Abend mit Hans Hütt zu werden ;-)

gelegentlich Januar 8, 2012 um 20:58

@Stephan
Das war als Spott gemeint. Die Formulierung stammt nicht von mir. Deiner Meinung habe ich übrigens nicht widersprochen. ;-)

Stephan Januar 8, 2012 um 21:03

@gelegentlich
Kein Problem. Wer auch immer diesen Schwachsinn formuliert hat spricht in Rätseln. Wer sind denn die Ermöglicher? Und was genau ermöglichen die Ermöglicher? Und warum bedarf das einer Qualitätssicherung? Und was genau ist die Qualität der Sache die die Ermöglicher ermöglichen? Keine Ahnung woher du das hast?

gelegentlich Januar 8, 2012 um 21:07

@Stephan

Im Nebenthread ,,Eine Salami…”, 12:29 Uhr heute. Es sollte wohl eigentlich darum gehen welche Funktion dieses Blog hat (haben kann).

,,Kunterbunt” im Sinne von @Linus würde ich schon mal ausscheiden. Ich bemühe mich zwar darum Spaß zu verstehen aber muss doch auch auf meine Zeit achten.

Stephan Januar 8, 2012 um 21:09

@Linus
Gegen einen kunterbunten Abend mit Hans spricht nichts! Wie gesagt das ist nur meine bescheidene Meinung. Über wie genau kunterbunt definiert wird scheiden sich halt die Geister. Wie sagt man so schön: Gusto und Watschen sind verschieden ;~)

C.K. Januar 8, 2012 um 21:10

@Hans Du liegst mit einer Grundannahme falsch. Die Kriegsmetapher passt, denn Bild hat eine Vereinbarung gebrochen – und das war die Kriegserklaerung seitens Bild.

nurich Januar 8, 2012 um 21:15

Egal ob der Begriff aufgeschnappt und unwissentlich mißbräuchlich oder in Kenntniss dessen Bedeutung verwandt wurde, er ist einfach nicht opportun in diesem Zusammenhang. Darüber scheint man sich einig, oder?

Nun kann man weiter rätseln – finde ich ja auch ganz spannend irgendwie;-)

Und nicht dass ich den Wulff mag, aber den Artikel fand ich auch ganz gut:

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/34798/

Hans Hütt Januar 8, 2012 um 21:19

CK
Du wirst mich in dieser Geschichte nicht als Parteigänger der Bildzeitung sehen.

Selbst wenn Wulff in Kongruenz zur historischen Quelle zur Metapher gegriffen haben sollte, dann wäre die Idee – ebenso wie die kolportierten AB-Nachrichten – untauglich für eine postheroische Kultur. Er ist Gefangener seiner Kolportage geworden. Nichts stimmt mehr. Das Stahlgewitter nicht und die Hoffnung nicht.

Linus Januar 8, 2012 um 21:22

Volles Risiko!
“[...] Es ist nicht das erste Beispiel dafür, wie systematisch der Mann mit Missverständnissen hantiert. In einem Jahr sei alles vorbei. Das erhebt die Metapher des Stahlgewitters zu einer lässigen Belastung, die man bald und irgendwie abstreifen [sic] könne.
[...] Jüngers ersten Monat in Orainville und seine Lehren kennt der Bundespräsident offenbar nicht. Er verheizt sein Personal in einem aussichtslosen Kampf[Anm: Wer jetzt?].
[...] Wulff verkennt, dass in der Situation, in der er sich befindet, keine Gefangenen gemacht werden. Er ist selbst längst gefangen und weiß es nicht. Seine Mitarbeiter aber wissen das. Auch deshalb wirkt der Optimismus unter dem Signum des Stahlgewitters so frappierend.
[...] Die Idee, so etwas könne in einem Jahr vorbei und vergessen sein, entspringt nackter Hybris [Anm: Vgl. "es ist ein Ros' entsprungen"].
[...] Wie will dieser Amtsschauspieler je wieder eine Rede, zum Beispiel vor Afghanistan-Veteranen, halten, wenn er glaubt, solche Erfahrungen seien in einem Jahr vergessen und vorbei?
[...] Es bleibt der Schluss, dass das Selbstbild des unter medialem Beschuss stehenden Staatsoberhaupts auch nicht im entferntesten zu vergleichbaren Bildern findet. In seiner Mutmacherrede an die eigenen Mitarbeiter entblößt sich das Selbstmitleid [Anm: noch mehr Nacktheiten] als Hohn auf die Geschichte, welcher er die Metapher verdankt .
Fast 94 Jahre nach dem Ende des Großen Kriegs verwandelt der Bundespräsident eine Metapher über den Schrecken des Großen Kriegs in eine Durchhalteparole.

Nimm´s mir nicht übel, aber das hat was von Strip-Poker.
Meine Meinung: In der Sache richtig, im Format etwas üppig.

Schatten von Rechts Januar 8, 2012 um 21:23

Und was, wenn Wulff das Wort “Stahlgewitter” absichtlich benutzt hat? Als Code für Taten von Mächten, denen Merkel und Der-Islam-gehört-zu-Deutschland-Wulff zu links geworden sind?

topi Januar 8, 2012 um 21:24

morph
“Das ist durchaus nicht vermessen, sondern realistisch. Die Erwähnung der Jüngerschen Stahlgewitter ist einfach eine Stilblüte. Totaler Quatsch. Typisch Hochstapler. Genau wie Guttenberg.

In seinem Stumpfschädel haben einfach “Donnerwetter”, “Stahlbad” und das irgendwo in einem irgendwie ‘coolen’ Zusammenhang gehörte “Stahlgewitter” assoziativ gezündet.”

Am plausibelsten.

“Ich leide physisch”, genau so dumm als Spruch, in dem damaligen Zusammenhang.

Wahrscheinlich fragt er im Urlaub auch Betti und die Vroni, ob sie mal “ein paar Pigmente haschen” sollen. :roll:

h.huett Januar 8, 2012 um 21:25

nurich
Die Quelle erinnert mich an andere Erwähnungen … Für die in der DMZ erwähnte Situation habe ich das von Termiten zerfressene Haus erwähnt, von dem nur noch die Fassade steht. Das ist das Frappierende und Bildhafte der Affäre: Zeitgleich zur großen Krise mit der trügerischen deutschen Sonderkonjunktur wie auf der Titanic kurz vor dem Eisberg

Horst Schmidt Januar 8, 2012 um 21:26

Kein schlechter Artikel.
Alexander Gauland bringt es im “Tagesspiegel” wie so oft auf den Punkt.

“Nein, es sind nicht die vielen kleinen menschlichen Schwächen des Aufsteigers, die ihn für das Amt des Bundespräsidenten ungeeignet erscheinen lassen. Es ist seine mangelnde politische Intelligenz. Zu glauben, dass man als Politiker einem Medienkonzern den Krieg erklären kann, um wie einst Cäsar mit seinen Legionen dem Senat von Rom seinen Willen aufzuzwingen, verrät ein so großes Maß an Einfalt und Selbstüberschätzung, dass es da nichts mehr aufzuklären oder geradezurücken gibt, und auch Entschuldigungen die verlorene Kompetenz nicht zurückbringen.

Die Gnade einer zweiten Chance mag ein Lernender beanspruchen, einem langjährigen Berufspolitiker gebührt sie nicht. Für den Drohanruf des Bundespräsidenten bei Kai Diekmann gilt das zynische Wort Talleyrands über die Ermordung des Herzogs von Enghien durch den Ersten Konsul: Es war schlimmer als ein Verbrechen, es war eine Dummheit. Allerdings einen dummen ersten Repräsentanten unseres Staates brauchen wir so wenig wie einen von „Bild“ getriebenen. Nicht sein Rückzug, sein Bleiben könnte so zur Staatskrise werden.”

http://www.tagesspiegel.de/meinung/meinblick-kein-caesar-wulff-fehlt-es-an-politischer-intelligenz/6045020.html

Nun glaube ich, wir sollten uns Gedanken machen, welche Musik den Abschied begleiten wird.
Um im Bild zu bleiben, hoffe ich nicht, dass er dieses Lied auswählt.
http://www.youtube.com/watch?v=sYnxLSwQSeI

Hans Hütt Januar 8, 2012 um 21:31

Linus
Danke für die Entkleidung des Textes. Jetzt ist der Ersatzkaiser nackt

Balken Januar 8, 2012 um 21:33

So allmählich scheint die Zitrone aber ausgequetscht, und dass nach dem vierhundertundwievielten Kommentar im Vorthread ein neuer aufgemacht wurde, scheint daran wenig zu ändern. Hier wird prima vista nur noch nachgetreten. Auch das letzte tapfere Scnehiderlein möchte seinen Degen in das Opfer gepiekt haben.
Duie Anspielung auf das Beau Rivage gibt dem weitere Nahrung. Das ist ausnahmsweise eiunmal nicht geistreich, sondern unfein. Zudem schief. Es unterstellt als Tatsache den Selbstmord Barschels, was immer noch offen ist und vermutlich bleiben wird. Muss man wirklich eine solche Prophetie mit wohligem Grausen in die Welt setzen?

Linus Januar 8, 2012 um 21:41

@Balken:
“Muss man wirklich eine solche Prophetie mit wohligem Grausen in die Welt setzen?”
Gute Frage. So wohlig ist das Grausen nicht. Und so abwegig scheint mir die Befürchtung auch nicht, wenn ich mir die “psychische Struktur” von Herrn Wulff so anschaue. Wobei ich das weissgott kein Fachmann bin.

topi Januar 8, 2012 um 21:42

Schöner Artikel in den DMN.

Barschels Geist Januar 8, 2012 um 21:44

Wie, Selbstmord?

Immer diese VT.

topi Januar 8, 2012 um 21:46

So, Jauch eröffnet den Talkshow-Reigen.

Wieviele werden in der kommenden Woche folgen?

Nanuk Januar 8, 2012 um 22:01

Jetzt mal im Ernst ein deutscher Bundespräsident muss wissen was die Metapher heist.

Cäsar Legionen das geht ja alles noch… da kann er im testosteron Rausch an den Heldenhaften kampf Mann gegen Mann mit Schild und Schwert gedacht haben oder an irgend einen historien Schinken aber Stahlgewitter das ist ein Schlachthaus da gibt es keine Helden mehr…

Wenn er es denn gesagt hat was ich nicht überprüfen kann…

Hans Hütt Januar 8, 2012 um 22:02

Schirach ist mit seiner Würdigung der Mailboxnachricht präziser als die Hobbyjuristen. Der Tatbestand einer versuchten Nötigung durch einen Amtsträger – das ist starker Tobak.

gelegentlich Januar 8, 2012 um 22:13

@h.huett

Mit präzise meinen Sie diejenige Interpretation von mehreren möglichen, der Sie auch anhängen. Die anderen stammen nicht nur von Hobbyjuristen. Soviel Genauigkeit muss sein.

stehlampe Januar 8, 2012 um 22:17

Mein ehemaliger Geschichtslehrer sagte zu FAZ-lesenden Kollegen immer: “Seit wann liest Du eigentlich den Stürmer?”

muschi blas Januar 8, 2012 um 22:20

Naja. Schirach steht ja beim Spiegel auf der Gehaltsliste.

h.huett Januar 8, 2012 um 22:20

Schirach
Ich bin nicht euer Vorbild. Ich bin euer Abbild. Zum Fürchten.

holger Januar 8, 2012 um 22:27

Eines habe ich festgestellt, mit 42 bin ich zu jung für diesen Blog. Hier laufen nur Tattergreise rum. Jauch habe ich ausgestellt, als VT gefallen ist. Der scheintote Vogel schießt eh jeden Vogel ab, genauso wie der Spiegel Fritze ach… alle die da sitzen. Ich möchte mal wissen, was die Morgens vor dem Spiegel denken. Wenn se sich selbst in die Augen schauen müssen. Die Mayas haben recht. Es wird rauchen. Smoking Gun.

Wilma Januar 8, 2012 um 22:28

Der Überbringer der schlechten Nachrichten….

In der Schweiz ist das gerade Thema:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/banken-informant-wollte-sich-das-leben-nehmen/6044818.html

waltereggers Januar 8, 2012 um 22:29

Vielleicht frißt sich im Streß auch nur eine Wortfindungsstörung durch die Reihen der Union.
Norbert Geis wollte damals bestimmt auch lieber “Stahlbad” gesagt haben.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,747169,00.html

holger Januar 8, 2012 um 22:32

Gut nacht…

mir wäre es peinlich, so mein Geld verdienen zu müssen. Ich würde mich jeden Tag schämen. Journalist wäre nix für mich. Ein wenig Ehre habe ich noch. Da hab ich lieber Durchfall…

holger Januar 8, 2012 um 22:33

Eine durch und durch abgewixte Bande.

muschi blas Januar 8, 2012 um 22:35

jauch ist wirklich mit abstand der schlechteste “talkmaster” im deutschen fernsehen. das könnte sogar percy hoven besser!

peak Januar 8, 2012 um 22:46

Holger,
die Mayas hatten dummerweise ihr eigenes Ende nicht auf dem visonären Schirm. Die zählten in ein paar anderen Visonen angeblich noch ein paar Jahrtausende weiter. Das ganze ist daher eher eine apokalyptische Bildstörung des christlichen Projektors.

Linus Januar 8, 2012 um 22:47

@holger:
Was willste eigentlich? Wir stehen alle Abgrund und du sagst: “Habt euch nicht so, springt!”. Isses so? Du hast leicht reden mit deiner Nahtod-Erfahrung. In IceAge 2, da gibt es so’n Typen, der mit VT Geschäfte macht, der redet immer von der großen Flut. Und? Er hat recht! Sie kommt wirklich.

gelegentlich Januar 8, 2012 um 22:55

@Linus

,,Sie kommt wirklich”. Wirklich oder im Film? Wie gingen die Geschäfte mit VT? Ich frage aus Eigeninteresse.

- h A l B g O t T - Januar 8, 2012 um 23:01

@holger Januar 8, 2012 um 22:27
“Eines habe ich festgestellt, mit 42 bin ich zu jung für diesen Blog. Hier laufen nur Tattergreise rum.”
———————–

===> … klaro!

===> … isse “SPD”-Blog! … die ganz überwiegende Mehrheit der “SPD”-Anhänger verfault bekanntlich gerade im Altersheim. Die wenigen Sozis hingegen, die jünger sind als sagen wir 66 Jahre, die sind nach ~Halbgott~ vorliegenden Informationen fast alle Alkis.

===> … und ja, Jauche-Günni ist schon ein ganz besonders unappetitlicher K-Brocken! … und wir müßßen den Dreck mit unseren Zwangsgebühren bezahlen :-( … aber nicht mehr lange! … das Imperium der “Westen” is bald … Game Over :-)

( … dann werden sich die Nato-”Journalisten” mit den “SPD”-Rhetorikbratern auf dem Dach um den letzten Platz im Heli prügeln … :-) … )

topi Januar 8, 2012 um 23:04

Linus

Kam die Flut WEGEN des Typen?

topi Januar 8, 2012 um 23:07

PEAK

” die Mayas hatten dummerweise ihr eigenes Ende nicht auf dem visonären Schirm. Die zählten in ein paar anderen Visonen angeblich noch ein paar Jahrtausende weiter. Das ganze ist daher eher eine apokalyptische Bildstörung des christlichen Projektors.”

Kalenderwechsel bedeutet tiefgreifende Veränderungen, nicht Ende; was sollte auch ein Ende bei einem Zirkulärem Zeitbegriff?

Projektor, sicher.
Aber man unterschätze auch nicht selbstprophetische Wirkungen.

- h A l B g O t T - Januar 8, 2012 um 23:07

@Linus … ey …

===> … @du … wolltest dich doch um die Frage nach der MACHT kümmern !

===> … und? … hast du dir Gedanken gemacht? … hast du was herausgefunden? … hast du PLÄNE ?

===> … es kömmt nämlich jetzt die Zeit, wo die Zeit langsam knapp kömmt …

===> … ~ Halbgott ~ hat sich um Juli 2007 gesagt:
“~@ Halbgott~, schießßet er erst … wenn er das Weißße in den Augen der Faschisten sieht!” … und JETZT kann man es sehen, das Weißße !

Linus Januar 8, 2012 um 23:14

@gelegentlich:
Wieso? Biste auch VT´ler. Ich sach dir, das is durch. Vor lauter VT weißte heute nicht mehr, wer von denen falsch liegt. Da ist die Konkurrenz einfach zu groß inzwischen, das is wie´n Gemischtwarenladen mit Räumungsverkauf. Kannst dir deine persönliche VT maßgeschneidert aussuchen und kriegst noch drei dazu. Nur in einem sind sich alle einig. Das Ende kommt bestimmt. Und so war´s auch im Film.

Teilzeitsarkast Januar 8, 2012 um 23:14

Na? Gibt’s morgen eine Frühkritik zu Jauch in der FAZ? Ansonsten kommt ja morgen noch Plasberg zu dem Thema. Und Jauch kann auch nicht versprechen, dass nächste Woche nicht schon wieder über den Bundespräsidenten getalkt wird…
Die Medien scheinen sich auf einen langen Stellungskrieg vorzubereiten. Da passt “Stahlgewitter” schon ganz gut.

Was gab’s zu sehen?
Einen Verteidiger namen Bernhard Vogel, der seine Rolle eher teilnahmslos distanziert wahrnahm und eine Freundin Wulffs, die nie ein Thema in der Berichterstattung war. Was hat das Ehepaar Geerkens heute Abend eigentlich gemacht?

f.luebberding f.luebberding Januar 8, 2012 um 23:19

” … eine Freundin Wulffs, die nie ein Thema in der Berichterstattung war.”

Exakt. Nur meine Frage: ist das deutlich geworden?

muschi blas Januar 8, 2012 um 23:22

- h A l B g O t T –
“===> … isse “SPD”-Blog! … die ganz überwiegende Mehrheit der “SPD”-Anhänger verfault bekanntlich gerade im Altersheim. Die wenigen Sozis hingegen, die jünger sind als sagen wir 66 Jahre, die sind nach ~Halbgott~ vorliegenden Informationen fast alle Alkis. ”

das ist auch meine beobachtung.
jemand hat im neben-thread auch schon nach huetts alkoholkonsum gefragt…
und dem luebberding sieht man den jahrzehntelangen alkoholmissbrauch auf dem kleinen profilbild sogar an.

Linus Januar 8, 2012 um 23:26

@topi:
Jetzt taut´s – kennste echt nicht!? Wo ich so drüber nachdenk, find ich, du bist dem Manni ähnlich. Ein echter Thriller für 4-Jährige. Deswegen werden auch alle gerettet, sogar der VTler. Mehr verrat ich nicht.

- h A l B g O t T - Januar 8, 2012 um 23:28

@Linus

… wegen “VT”:

===> … es geht letztlich um nur … EINE Frage … die du dir stellen und rischtisch beantworten mußßt:

“Sind die “Demokratien” des “Westens” … WIRKLICH(!) … Demokratien, odda … sind sie es NICHT?”

===> … denn alle (sinnvolle) “VT” manifeschtiert sich letztlich in der Feststellung, daßß wir keine eschte Demokratien sind, sondern Scheindemokratien, die von einer selbstauserwählten Herrschermafia regiert und ausgeplündert werden.

===> … zusätzlich kannst du dir auch dir Frage stellen, ob … in der GESCHÜSCHTE(!) … die Verschwörung …

a) … die Ausnahme … odda

b.tens) … die Regel(!) …

… war. Denn wahr ist was wahr war …

===> … um die Sache jetzt etwas abzukürzen suche ich dir demnächst mal eine perfekte Zusammenfassung raus, wie unsere “Demokratien” funktionieren. Paßßt auf ein DIN A4 Blatt … kannst du dir dann ausdrucken und in den Spind hängen.

===> … noch was … die These vom @Mörphi, nämlich “Das Syschtäm is schuld! (nicht die Menschen)” … is bullshit! … kann der @Mörphi abba nett wißße, weil er nie sein pisawärtsgeneigtes, steuerkneschtgestütztes Ölfenbeintürmchen verlaßße hat …

sk8erBLN Januar 8, 2012 um 23:28

Stahlgewitter?

Da gibts doch so ne Nazi-Band mit dem Namen. Und sicher ist nur Zufall dass die seinerzeit im 2006er Verfassungsschutzbericht des Landes Niedersachsen Erwähnung findet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stahlgewitter_(Band)

weiter in Teil 2 wegen des zweiten Links…

sk8erBLN Januar 8, 2012 um 23:29

Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport: Verfassungsschutzbericht Niedersachsen 2006 (PDF) , S. 94f.

http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C39717140_L20.pdf

Der Ty hat echt einen an der Waffel.

Teilzeitsarkast Januar 8, 2012 um 23:36

@ Hütts Text
Ich befürchte, es ist viel banaler. Die Stahlgewitter-Metapher bewegt sich ungefähr auf dem historisch-literarischen Bewusstseinsniveau, das historisch ungebildete Zeitgenossen bei gegebenen Anlässen zu Äußerungen wie “jedem das Seine” hinreisst.
Denn sie wissen nicht, was sie tun / sagen…

snozin Januar 8, 2012 um 23:40

@ Linus, Januar 8, um 21:22

Du musst da nicht so vorsichtig hineinblasen. Dieser Luftballon ist unzerplatzbar.

- h A l B g O t T - Januar 8, 2012 um 23:44

@Blasmuschi

===> … @hütt & @Flübber sind wieder eine ganz andere Kategorie. Sie gehen der “Sozial”-”Demokratie” … gewerblich nach!

( … wobei sie freilich ihr verderbliches Hobby durchaus zum Berufe gemacht haben … ich kenne von der Sorte leider mehrere im privaten Umfeld …)

===> … und bei @HansHütt … tippe ich in der Drogenfrage eher auf … körpereigene Stimmulantien, die freigesetzt werden, wenn es in Richtung Hochverrat an Deutsland und den Deutsen geht …

===> … abba … jetzt lassen wir das. Wir mögen ja nicht persönlich werden.

Wilma Januar 8, 2012 um 23:45

@ muschi blas

Fand ich jetzt unter der Gürtellinie.
Außerdem was spricht gegen das Schreiben unter Alkoholeinfluss.
Die fahren hier nicht Auto.

- h A l B g O t T - Januar 8, 2012 um 23:52

@skatertoyboy aus Berlin:

===> … biste zufällig dieser @Flübber-Kumpel “Jörg Lau” von der Bilderberger-Zeit ???

topi Januar 8, 2012 um 23:53

@ linus

Und wer sind dann Sid, Diego und Scrat?

topi Januar 8, 2012 um 23:57

@fl

Sie war doch Teil der “30 Luxusurlaube in 4 Jahren”, oder?
Die Presse sollte halt auf solche Überhöhungen verzichten, dann kann auch diese Nebenschauplatzscheinexkulpierung nicht stattfinden.

jk Januar 8, 2012 um 23:58

wenn, sagen wir mal, das Geld nicht ueber Eigenwert definiert ist, sondern ueber Funktion der Rueckzahlwahrscheinlichkeit – der Nutzenaspekt dadurch eine steigende Bedeutung inner Gesellschaft zwangslaeufig erhaelt; wie kann unter solchen Umstaenden das Gute jemals vor dem Nuetzlichen greifen – systemisch jetzt

Natalius Januar 9, 2012 um 00:01

Oh je – das Martialische musste kommen – und zwar sowas von daneben…
Selbst Gügü Jauch befürchtet die Wiederholung des Ganzen (und eine Abnahme der Einschaltquote).
Ich stell den Poll also am Ende des Tages noch mal rein:
http://www.doodle.com/7dpm7k5xai2qzuuq

Linus Januar 9, 2012 um 00:04

@HG:

a) “Sind die “Demokratien” des “Westens” … WIRKLICH(!) … Demokratien, odda … sind sie es NICHT?”

NICHT!

b) “zusätzlich kannst du dir auch dir Frage stellen, ob … in der GESCHÜSCHTE(!) … die Verschwörung … die Regel(!) ”

IST!

c) “Das Syschtäm is schuld! (nicht die Menschen)”

Schwierig!

In a) und b) sind wir uns also einig, c) ist für mich fraglich.
Ich mach das mal so, um abzukürzen.
Ich schätze, für dich stellt sich die Frage nach der Macht ebenso – in der Beziehung sind wir also gleichauf – und fang einfach mal an:

Die ‘globale’ Macht, von der wir reden, funktioniert auf drei Ebenen:
- Gewalt (offensichtlich)
- Geld (halb offen)
- Information (verdeckt)
Information steht dabei ganz oben. Macht funktioniert dabei durch das Vorenthalten von Information. Das ist banal. Aber: Vorenthalten von Information ist Konspiration und Konspiration ist Verschwörung. Damit ist klar, daß eine Verschwörung vorliegt (NB: ist das vielleicht systemimmanent). Jedoch: Der Haken von VTs ist nicht, daß sie eine Verschwörung postulieren, sondern daß nicht klar ist, ob sie die richtige postulieren.

Jetzt du …

snozin Januar 9, 2012 um 00:10

@ topi

Im Salamifaden (17:54) hatte ich mir erlaubt, dir eine Frage zu stellen.

Wenn det under deine Würde als Haubdschtaddtherapheut is, hassde mich (Saxxe) natürlich für alle Zeiten vom Hals.

f.luebberding f.luebberding Januar 9, 2012 um 00:19

Die Dame aus Norderney wurde von Wulff in die Liste mit seinen kostenlosen Urlauben aufgenommen. Niemand hat etwas überhöht. Es hat auch niemand darüber berichtet – oder skandalisiert. Es sollte auch deutluch geworden sein, dass weder Mascolo, noch Blome mit der Dame ein Problem gehabt haben. Eher mit den Urlauben beim Talanx AR und bei Maschmeyer. Beide kannte Wulff übrigens nicht aus der Schüler Union. Warum sie Jauch eingeladen hat? Weil es offenkundig niemanden mehr git, der ansonsten den Freund Wulff verteidigen will. Insofern muss man ihr die Loyalität zu Wulff hoch anrechnen. Er würde bei ihr auch nach einem Rücktritt willkommen sein, so mein Eindruck. Ansonsten hält sich das wahrscheinlich in Grenzen.

Wie gesagt: die Dame hat Wulff auf die Liste setzen lassen. Ich glaube kaum, dass jemand ansonsten einen Anstoß daran genommen hätte.

Linus Januar 9, 2012 um 00:24

@Manni:
Der Manni hat als erster begriffen, daß das keine VT ist, sondern daß das stümmt! (war aber reiner Zufall, daß der VTler recht hatte). Was die anderen anbetrifft: Die haben ihm geholfen! Kannst du dir also aussuchen :-D.

snozin Januar 9, 2012 um 00:27

Eilmeldung

Wulff trat gestern nicht zurück.

Schnellmeldung

Auch Jauch trat gestern nicht zurück.

topi Januar 9, 2012 um 00:37

Wer genug vom Wulff hat: im Nachtstudio geht es gerade um “das Recht auf sexuelle Exzesse”.

- h A l B g O t T - Januar 9, 2012 um 01:04

@Linus
“c) “Das Syschtäm is schuld! (nicht die Menschen)”
Schwierig!
In a) und b) sind wir uns also einig, c) ist für mich fraglich.”
———————

… dazu:

===> … natürlich sind die (auf der medialen Projektionsfläche) handelnden HampelmännerInnen durchaus in ein Syschtäm verkettet! … genau so soll es ja auch sein!

===> … abba folgendes: … ich erinnere mich zB, daßß @morph vor einigen Wochen … “Ackermann und Blankenfein” … als Diejenigenwelchen Strippenzieher angeführt hat. Das ist natürlich grundverkehrt und belegt, daßß @morph gar nicht wirklich begriffen hat, worum es bei den einschlägigen “VTs” und der “Modernen Empirischen Machttheorie” (MEMT) – wie sie sich die @Selbstdenker im WWW phänomenalerfolgreich zusammen gepußßelt haben – geht!

===> … denn Ackermann und Blankenfein … sind natürlich nur kleine Stricher-Schwengelbengel!!! … Offiziere auf der operativen Ebene! … nicht mehr! … natürlich KEINE “großßen Strippenzieher”, =>@morph !!! … ihre Aufgabe ist es nur, die vorgegebenen Rahmenbedingungen lukrativ zu verwerten – ein Verwaltungsjob. Kapos. Genau wie die Soz’n.

===> … die wahren Strippenzieher sind natürlich Diejenigenwelchen, welche diese “Rahmenbedingungen” gestalten. Und die schaffen damit auch das “Syschtäm” indem sich Figuren wie Ackermann, Blankenfein, Stasikasi, Foltermeier, Gollum & Co. bewegen müßßen … welche dann durchaus auch gelegentlich (Wulffi!) als “Opfer” des Syschtäms erscheinen mögen …

“Die ‘globale’ Macht, von der wir reden, funktioniert auf drei Ebenen:
- Gewalt (offensichtlich)
- Geld (halb offen)
- Information (verdeckt)
Information steht dabei ganz oben. Macht funktioniert dabei durch das Vorenthalten von Information. Das ist banal. ”
————

===> … Yepp, Yepp ! … das ist doch schon ganz ausgezeichnet!

“Jedoch: Der Haken von VTs ist nicht, daß sie eine Verschwörung postulieren, sondern daß nicht klar ist, ob sie die richtige postulieren. ”

===> … darüber kann man ja diskutieren. Die “VT” die ich für gegeben sehe, ist letztlich die von dottore PCM:

“Der Staat ist die Mafia!” …

( … wobei ich im Gegensatz zu dottore das nicht als Ewigkeitsprinzip sehe, sondern der Meinung bin, daßß man auch einen Staat schaffen kann, der nicht von der Mafia gestellt wird: Eschte Demokratie jetzt! … )

===> … ich behaupte ja auch nicht, daßß die Faschistenschweine, die den “Westen” (noch) regieren … “allmächtig” … sind odda so. Im Gegenteil, sie stehen m.E. zur Zeit durchaus mit dem Rücken an der Wand vor dem Abgrund! … deswegen … bemühe ich mich ja auch nach Kräften sie dazu zu bewegen einen Schritt nach vorne odda hinten zu unternehmen :-)

===> … alles was ich will, ist zunächst, daßß man anerkennt, daßß wir keine Eschte Demokratie sind, sondern daßß der BuTa und das tagtägliche Medienfeuerwerk … nichts anderes als Ablenkung von den wahren Verhältnissen ist: Selbsterkenntnis … ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung! … wenn das erstmal allgemein anerkannt ist, progessivieren wir die Nextstepps !!

Teilzeitsarkast Januar 9, 2012 um 01:14

@f.luebberding Januar 8, 2012 um 23:19
Nö. Blome hat’s ledigleich mal kurz angerissen. Aber die Debatte scheint mir mittlerweile eh schwer verwirrt…

@sk8erBLN
Was war da? Bei mir kommt nur:
“Objekt nicht gefunden!”…”Error 404″

Teilzeitsarkast Januar 9, 2012 um 01:17

Nur mal so zur Info:
Was würdest Du eigentlich wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?

Teilzeitsarkast Januar 9, 2012 um 01:18

@halbgott

hg Januar 9, 2012 um 01:28

@Teilzeitsarkast Januar 9, 2012 um 01:17
” Nur mal so zur Info:
Was würdest Du eigentlich wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahlen wären?”
——————————

===> … in letzter Zeit habe ich tatsächlich die Piraten gewählt.

===> … allerdings war der Parteitag doch eine recht herbe Enttäuschung. Und wenn sie wirklich eine Koalition mit den Roten und den Grünen eingehen wollen, sind sie natürlich völlig unwählbar!

===> … nein, die PIRATEN müßßen sich zur Partei für Eschte Demokratie jetzt! … ohne wenn und abba … fortentwickeln. Alles andere ist Käse !

Teilzeitsarkast Januar 9, 2012 um 01:53

Mit wem sollten die Piraten denn sonst koalieren wollen? Mit der CDU und der vaporisierten FDP? Mit der ÖDP und der NPD?

Dschiiisches Kraist!
Was ist eigentlich Dein politisch realistischer Ansatz?

Bei allem Verständnis für Deinen Frust:
Wenn Du ein wenig weniger über Entdeutschungsphantasmen fabulieren würdest, könnte man Dich deutlich ernster nehmen…

Nanuk Januar 9, 2012 um 08:06

http://stahlgewitter.wordpress.com/

Aufklärung über Menschliche Schutzschilde gibt es auch so alt ist die Propagada schon was haben Journalisten eigendlich in der Schule gelernt frag ich mich im übrigen jedes mal wenn ich den scheiss höre…

holger Januar 9, 2012 um 08:10

Doch Schirach sprach nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, als Verteidiger, wohl aber als Jurist, indem er auf einen Punkt aufmerksam machte, der bislang kaum eine Rolle spielte: Die Drohungen Wulffs am Telefon könnten als versuchte Nötigung gewertet werden, und wenn sie ein so hoher Repräsentant des Staates ausspricht, ist es noch schlimmer. Der Bundespräsident hätte sich möglicherweise strafbar gemacht

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/faz-net-fruehkritik-guenther-jauch-wulffs-einmannbewegung-occupy-bellevue-11598139.html

Nun stehts da auch, was Herr Luebberding hier ja schon anmerkte… So langsam aber sicher wunder ich mich nicht mehr über den Stamm der Advokaten und Rechtsverdreher. Potz Blitz Donnerkeil… ich habs ja Gestern auch vernommen. Yep… Bundespräsi Wuff ist ein schwerst Krimineller. Von Schirach: Mag ja sein, dass der Jurist Schirach recht hat, juristisch womöglich einwandfrei. Aber ich finde es schon an Lächerlichkeit nicht zu überbieten darauf hinzuweisen.

Herr Hauptmann… Herr Hauptmann (schnippt heftigst mit den Finger der Rekrut) ich weiß was, im Keller brennt noch Licht.

Zu der Sendung kann man nur Gratulieren. Ich würde fast jedem, der Runde, das große Bundesverdienstkreuz umhängen. Mit Eichenlaub und Schwertern… dürften es noch ein paar Diamanten sein? Gerne. Versuchte Nötigung! war mal wieder die dummquatsch Runde. Welche Zielgruppe soll eigentlich da angesprochen werden? Die ewig Doofen? Na gut, ich habs mir ja auch ne halbe Stunde angetan, insofern liege ich vermutlich schon richtig.

Die Medien haben aber knallhart Recherche betrieben. Ich dachte bis jetzt ist es Kunst, in einem Kugelförmigen Raum in die Ecke zu Scheixxen. Nee… Kunst ist es, bei dem ganzen Vortragen von Sabber, dabei noch ein wichtiges Gesicht zu machen. Anders beim elder Statesman Vogel… wenn der keine Ohren hätte, würde der im Kreise grinsen.

So bleibt die Frage von „Bild“-Mann Blome im Raum: Warum riskiert ein Bundespräsident so viel, spricht minutenlang auf das Band eines Journalisten, droht und lockt, wenn es ihm nur um die Verschiebung der Veröffentlichung eines Artikels um einen Tag geht? Hierzu reicht gewöhnlich ein Fax, wenn nicht eine Kurzmitteilung.

Ja… warum macht er das? Und ausgerechnet Blome stellt diese Frage. Und keiner geht darauf ein. Das muss man sich mal überlegen… Davor habe ich ja schon wieder Respekt. Es geht nicht so um den Inhalt vom AB, sondern um das WARUM. Und da hätte ich mir mal mehr Entertainment gewünscht. ZB Kai und Wuff in Love. Bauer sucht Sau. Nein… da kommt mal wieder nix. Es geht gleich im Weichspülgang weiter. Das ist keine Kultur mehr. Da haben die Simsons mehr Niveau.

Ist das knallharter Journalismus? Da ist ja in Grevenbroich beim Tageblatt mehr los.

Ist die kommende Haushaltsabgabe für diese Formate nicht auch ne Nötigung.

Vielleicht wäre es besser, ab 21:45 das „Testbild“ wieder zu senden. Dann können sich die Leute wieder um das Wesentliche kümmern.

Ich persönlich bin dafür die ÖR zu verbieten. Oder sie machen es Gebührenfrei. Das „Traumhotel“ oder die „Schwarzwald Klinik“ finanziere ich nicht mehr. Oder ich bezahle für die Sendung direkt. Mache ich gerne. Dann bekommt der „Tatort“ aus Münster und Alberich mehr Kohle. Und natürlich auch Thiel und Boerne.

Aber was solls, wer ist Morgen dran mit Wuff?

h.huett Januar 9, 2012 um 08:13

topi
Das Recht auf sexuelle Exzesse setzt die Pflicht voraus, den Beckenboden zu achten, zu pflegen und seine Muskeln zu stärken

llse Januar 9, 2012 um 08:41

obacht vor den stahlgewittervaginismen

Nanuk Januar 9, 2012 um 09:01

@topi
Die Katholiken wieder nicht poppen kochen… :)

Keynesianer Januar 9, 2012 um 09:09

Bei der Überschrift dachte ich zuerst, es gäbe hier tatsächlich wieder ein neues Thema.

Aber nein! Er hat doch “Stahlgewitter” gesagt – der Wulff.

Das muss jetzt aber aufgeregt und empört kommentiert werden! ;-)

Ist doch Journalistenpflicht, das Publikum tagtäglich mit irgendwelchem Unsinn an der Nase durch das Affenhaus zu schleifen. Sonst könnten die Leute doch noch zu wichtigen Einsichten kommen.

Morgen geht es dann weiter – mit Wulff. … Bis die Oligarchen ein neues Thema anweisen.

holger Januar 9, 2012 um 09:10

Habe ich gerade bei meinen Heimatrundfunk „FFN“ gehört von Franky dem Morgenmän. Ich gebs mal frei wieder:

„Wuff hat bei ihm Franky auf dem Mobil angerufen und wollte vor ca. 1 ½ Jahren eine Comedy (über Wuff) Veröffentlichung verhindern. Ob man denn so mit dem zukünftigen Bundespräsidente umgehen könnte. Sprach danach auch mit der Cheffin von FFN“

„FFN“ hat aber trotzdem gesendet.

Man kann also davon ausgehen, dass Wuff eine Flatrate hat. So oft, wie der das Telefon nutzt… Ich habe echt das Gefühl, dass der ein wenig Gaga ist, und tatsächlich glaubt er sei der Präsidente.

Und nun stehe ich vor einem weiteren Rätsel. Ist der tatsächlich nicht gebrieft worden? Größenwahn? Das wäre nen Dingen. Hat der irgendeine Mission und Vision gehabt? Ist das wirklich Wuff oder steht der unter Hypnose oder Medikamenten seitdem er zum Bundespräsi vorgeschlagen worden ist und gewählt?

Huett hast du zufällig eine Liste, welche Worte er genutzt hat? Chronologisch? Ich blicke da nämlich nicht mehr durch. Irgendwie hat das bei dem Klick in der Rübe gemacht nach dem Job Wechsel. Das ist doch nicht der NDS Wuff als Ministerpräsident. Das war ein anderer Wuff. Dr.Wuff und Mr.Hyde… Der Fall ist ein Fall für Psychologen.

Ich glaube das wird noch ernsthafter als ernst. Das Verhalten ist Ab-“Normal“. Was immer auch „Normal“ ist. Ich weiß, dass man in einen Wahn verfallen kann. Das ist auch nicht lustig. Sondern gefährlich, wenn man den Grenzgang nicht under control hat. Besonders, wenn er künstlich provoziert wird.

h.huett Januar 9, 2012 um 09:21

Keynesianer

Japan. Geheimdienst. Yakuza. Hai!

sally herb Januar 9, 2012 um 10:30

“Japan.Geheimdient.Yakuza.Hai!”

Wie wär´s denn damit:
“Israel annouced the largest ever missile defense exrcise in its history. US-military will be stationed throughout Israel”

Selbst der Müller auf den Nachdenkseiten hat das mittlerweile verstanden und den link gesetzt. Man muss nicht halbgott sein, um zu sehen, welche agenda da gerade gesetzt wird. Obama hat es Sylvester unterschrieben.

Spannend ist auch die Schweiz, wo ein noch unabhängiger Notenbankchef über den kleinen Insiderhandel seiner Frau stolpern soll. Welche Informationen werden uns da vorenthalten?

Keynesianer Januar 9, 2012 um 11:47

Ja, die Nachdenkseiten machen bei dem Schmierentheater um Wulff nicht mit:

“Der skandalöse Vorgang, dass die EZB die Banken mit rund einer halben Billion Euro rettet und den Völkern die direkte zwischenzeitliche Finanzierung der Staatsverschuldung verweigert, ist zumindest in der deutschen Öffentlichkeit hinter Wulff verschwunden.”
http://www.nachdenkseiten.de/?p=11791

Zu der halben Billion der EZB kommen noch die 0,3 Billio0nen der Bundesbank. Aber das Häuschen vom Wulff ist den FAZ-Journalisten selbstverständlich wichtiger, wenn sie ihre Jobs behalten und bei den Oligarchen nicht in Ungnade fallen wollen.

Ich hatte mir das ja rein theoretisch immer so vorgestellt, wie der Journalismus bei FAZ und überall so funktioniert. Aber irgendwie glaubt man als Mensch ja immer noch, dass das kein Journalist mit sich machen lassen könne.

Hier kann man es dann live erleben, wenn der nächste “wichtige” Kommentar zu Wulff abgesondert wird – und man selber sich für sowas in Grund und Boden schämen müsste. Die nicht!

h.huett Januar 9, 2012 um 11:50

Keynesianer

Schämen reicht auch ohne Grund und Boden. Nutzen Sie Ihre Allmacht am eigenen Herd.

f.luebberding f.luebberding Januar 9, 2012 um 12:02
Keynesianer Januar 9, 2012 um 12:21

Apropos Stahlgewitter:

“While touching on the Soviet Union and China, and mentioning the post-VJ Day surrenders, Straus focuses upon the 35,000 Japanese captives taken by the Western Allies between December 8,1941 and August 15, 1945, 5,000 of whom were held in the continental United States.”
http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=12797

Das wird immer so dargestellt, als ob diese verrückten japanischen Soldaten halt bis zum Tod gelämpft hätten, aber auf jeden Toten kommen in der Realität mehrere kampfunfähig Verwundete, die ganz sicher in ihrem Zustand nicht alle Selbstmord begehen konnten..

Das heißt also, dass die US-Army im Krieg gegen Japan praktisch keine Gefangenen gemacht, sondern auch die Verwundeten umgebracht hat. Oder hat jemand für nur 35.000 gefangene Japaner bis August 1945 eine andere Erklärung?

Ist zwar ganz OT, wäre aber ein bisher dem Publikum verschwiegener Massenmord der USA im Krieg gegen Japan und damit sicher wichtiger als das, was hier gerade sonst so wichtig gemacht wird.

h.huett Januar 9, 2012 um 12:34

Keynesianer
Wenn es nur eines einzigen Beweises bedurft hätte, dass Sie die von Ihnen verbreiteten Albernheiten frei aus dem Nichts schöpfen und bereitwillig darauf verzichten, verfügbare Fakten zu recherchieren, dann wäre das ein Beispiel.

Ich rate Ihnen ein letztes Mal, sich von meinen Beiträgen hier fern zu halten.

egal Januar 9, 2012 um 12:47

Stahlgewitter? “Ach Gottchen” sagte Strobel, nachdem Müller Hohenstein “innerer Reichsparteitag” gesagt hatt, und die Sache war gegessen. M. E. zu recht – war innerer Reichsparteitag in ihrer Jugend wohl ein gebräuchlicher Ausdruck.
Vor allem Echaufieren sollte man vielleicht mal die Verbreitung von Stahlgewittern in den 60ern abklären.

Spießrutenlauf, Lunte riechen, zurück ins Glied treten – die militärischen Metaphern sind nie ganz verschwunden. Manchmal ist die Sprache veräterisch – wie beim war on drugs. Aber, wenn Löw mehr Pässe in die Tiefe des Raums fordert, oder Krugman die big bazooka (die übrigens keine Wunderwaffe ist), was ist an ihrer Sprache dann veräterisch? Will Krugman die amerikanische Energiekrise gegen den Iran genauso beKÄMPFEN wie die Staatsschuldenkrise in Europa? Ist seine Sprache Ausdruck dafür, dass nur noch in militärischen Mittel denken kann? Geh…

Wulff weiß nicht, was er sagt, und das ist gut so. Der letzte Politiker mit Jüngerkenntnisen war der Ausnahmepolitiker Joschka Fischer. Ohne den hätte es den ersten deutschen Krieg nach 45 vielleicht nicht gegeben. Oder kann sich jemand vorstellen, dass Claudia Roth die Nie-wieder-Auschwitz-Rede überzeugend hätte halten können? In einer Demokratie werden halt eher die hohleren Nüsse Politiker. Die Aufregung darüber ist ähnlich dämlich wie die über die Biederkeit von Wulffs Haus.

egal Januar 9, 2012 um 12:52

Nachtrag: Für Hütt war die 1,8 Mrd. Euro Klage die dicke Bertha. Mein Gott, Hütt. Weißt du wieviel Leid die dicke Bertha unter der pariser Zivilbevölkerung angerichtet hat? Wie kannst du Wulffs Probleme mit dieser aussichtslosen Klage bloß mit den Leiden der französischen Zivilbevölkerung im ersten Weltkrieg vergleichen? Wenn du ihn verteidigen willst – OK. Aber nicht mit diesen Mitteln.
Fünf Euro in die Godwinkasse und eine Woche schämen!

h.huett Januar 9, 2012 um 12:53

egal
Du vergisst Helmut Kohl, der Jünger gut kannte und manchmal mit ihm und Mitterand zusammen dinierte. Neben Fischer war Kohl übrigens der intensivste Nutzer der Bibliothek des Deutschen Bundestags, ein intellektueller Randaspekt seiner Person, der von vielen “Birne”-Kritikern immer übersehen wurde.

h.huett Januar 9, 2012 um 12:54

egal

touché!

Keynesianer Januar 9, 2012 um 12:58

@h.huett

In Ihrem Link steht im Prinzip nichts anderes:

“It has been estimated that between 19,500 and 50,000 Japanese military personnel surrendered to Allied forces prior to the end of the Pacific War in August 1945.”
https://en.wikipedia.org/wiki/Japanese_prisoners_of_war_in_World_War_II

Und diese Erklärung für die niedrige Zahl kann eben nicht gültig sein, sondern ist völlig lachhaft, allein wenn man an Verwundete mit Schock denkt:

“The number of Japanese soldiers, sailors and airmen who surrendered was limited by the Japanese military indoctrinating its personnel to fight to the death…”

Sondern es kann nur dies bedeuten:

“Allied personnel often being unwilling to take prisoners”

Und die jap. Soldaten vermuteten zu Recht und aus Erfahrung:

“and many Japanese soldiers believing that those who surrendered often were killed anyway.”

Das musste ich jetzt schon richtigstellen, nachdem Sie versuchten, den Eindruck zu erwecken, als ob ich meine Beiträge “frei aus dem Nichts schöpfen” würde und in ihrem Link dies bewiesen wäre.

“Ich rate Ihnen ein letztes Mal, sich von meinen Beiträgen hier fern zu halten.”

Tztztz.

h.huett Januar 9, 2012 um 13:00

wowy
Beleidigungen werden gelöscht. Reg Dich ab und erinnere Dich daran, dass andere Blogkommentatoren ohne mein Zutun eine gewisse Auffälligkeit in Deinen Reaktionen auf meine Nachfragen gesehen haben.

PS: In meinen Beiträgen bist Du nach mehreren Beleidigungen bis auf weiteres unwillkommen. Verkämpf Dich woanders.

Nanuk Januar 9, 2012 um 13:00

Naja dicke Berta ist ja schon eine Verniedlichung und ein Stück Selbstironie die hatte Jünger nicht einen Tag in seinem Leben… das ist einfach ein Unterschied…
dicke Berta ist Lustig Stahlgewitter nicht…

sk8erBLN Januar 9, 2012 um 13:04

@ Teilzeitsarkast Januar 9, 2012 um 01:14
“Was war da? Bei mir kommt nur:
“Objekt nicht gefunden!”…”Error 404″”

das War der Verfassungsschutzbericht Niedersachsen 2006 zum Thema Stahlgewitter siehe S. 93/94

korrigierter Link
Verfassungsschutzbericht Niedersachsen 2006
http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/download/51872

h.huett Januar 9, 2012 um 13:07

Keynesianer

Hier noch eine weitere Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsgefangene_im_Zweiten_Weltkrieg, im übrigen haben Sie den letzten Verweis nicht vollständig gelesen. Kein Wunder.

Das ist die letzte Ansage: In meinen Beiträgen sind Sie als Kommentator bis auf weiteres unwillkommen.

holger Januar 9, 2012 um 13:09

An die Blog-Master-Commanders

hätte einer von Euch die Möglichkeit einen Fred zu der Eurozone Merkozy zu eröffnen? Vielleicht auch mal einen zum Iran?

Danke…

P. Nuts Januar 9, 2012 um 13:33

Oder hierzu:

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/35081/

Kleiner Vorgeschmack zum Thema Fiskalunion.

Linus Januar 9, 2012 um 13:37
Frankie Bernankie Januar 9, 2012 um 14:22

@holger

“hätte einer von Euch die Möglichkeit einen Fred zu der Eurozone Merkozy zu eröffnen? Vielleicht auch mal einen zum Iran?”

Stimmt.
Der Wulff hat uns gut über die Saure-Gurken-Weihnachtsfeiertage gebracht, aber jetzt is auch wieder gut.

Und deshalb nochmal die Abschrift eines Anrufs vom Maschmeyer auf den AB von Wulff , die mir zufälligerweise vorliegt:

“Ah , hallo Chrissi, Maschmän hier.
Du, ich ruf an wegen dem Osterurlaub auf Malle, den wir Ostern machen wollten – das geht jetzt doch nicht, jetzt will die Schwiegeromma mitkommen, und da wirds ein bisschen eng midm Platz in der Villa. Die belegt ja immer gleich den ganzen Westflügel!Das ist jetzt echt saublöd – aber die liebe Verwandschaft, ich kann da jetzt nicht aus. Hoffe , Du bist nicht gross sauer. Wir sehen uns – halt die Ohren steif, Gruss an die Tina, tschüssi!”

Wie gesagt, es wird einsam um Wulff.

Reinhard Januar 9, 2012 um 14:26

Neinneinnein. Hier muss sich stellvertretend für den Kampf wider das Schweinesystem an diesem kleinen Blog abgearbeitet werden. Denn fällt “wiesausieht.de”, fällt auch die Wall Street, weil “wiesausieht.de” DAS Manipulationswerkzeug der Bilderberger schlechthin ist!!!! Sind Luebberding und Huett erstmal offline, wird der japanische Geheimdienst ganz schön blöde aus der Wäsche schauen!

Natalius Januar 9, 2012 um 14:29

Stellen wir uns einmal Daniel Dennett’s “brain in a jar” vor, das nach der anfänglichen Trainingsphase zwei Wochen lang mit Springer-Presseinformationen zum Thema Wulff gefüttert wird. Das Experiment wäre nach kürzester Zeit zu Ende. Warum? Weil es politische Pornographie ist, an der man sich nicht bis zur Bewusstlosigkeit aufgeilen kann. Da kommt nicht wirklich Neues mehr, mit dem das Gehirn beschäftigt werden könnte. Auch dem klammheimlich onanierenden Zuschauer einer öffentlichen Auspeitschung geht es irgend wann ab – dann kommt nur noch der clockwork orange Effekt: Übelkeit.

Deshalb unterstreiche ich die Bitte von Holger (13:09) und P. Nutts (13:33).

waltereggers Januar 9, 2012 um 14:30
Muster ohne Wert Januar 9, 2012 um 14:33

“Trotzdem verbeißen sich hoch bezahlte Journalisten in diese Bagatelle. An die Stelle der Gewichtung ist Korinthenkackerei getreten. Sie hat diarrhötische Ausmaße angenommen. ”
“Man mag nicht glauben, dass seriöse Organe nicht bemerken, wie sie von Diekmann eingespannt werden. Die Bürger bemerken das schon. Das erstaunlichste Ergebnis dieser Affäre ist wohl, dass die Mehrheit der Menschen ganz andere Schlussfolgerungen zieht als die Medien.”
http://post-von-horn.de/2012/01/06/herr-diekmann-ubt-die-metamorphose/

Natalius Januar 9, 2012 um 14:51

Auflage = Geld. Diekmann verdient halt mit – Geld ist geil.
Das “leidende Staatsoberhaupt” wird beim Leser irgendwann so rüberkommen wie Jesus, der “für uns ans Kreuz genagelt wurde”. Dann ergäbe die Kampagne endlich einen Sinn. Stabilisierung eines nicht sonderlich talentierten Helden der Nation, der aber einer sein WILL, und den man auch braucht.

holger Januar 9, 2012 um 15:41

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihenmarkt-deutschland-leiht-sich-geld-zu-negativen-zinsen-11598427.html

Und immer schön auf das Bild achten.

P.S. selbst die FAZ ist in der Berichterstattung schon einen Schritt weiter.

Luebberding das gibt zu denken.

gelegentlich Januar 9, 2012 um 15:47

Nachdem ich auf Arbeit einige, natürlich nicht repräsentative Teile der Bevölkerung gesprochen habe kann ich Folgendes zur Rezeption des Problems dort vermelden:

Das ist eine Kampagne, ausgehend von Springer, andere haben sich einspannen lassen.
Wulff ist eher eine zweifelhafte Figur, auch was diese Hausfinanzierung angeht. Woher das Geld wirklich kommt weiß man nicht.
Wer Moral will läßt keine aktive Puffmutter diese predigen.

Um weitere Einzelheiten bemüht man sich nicht, da man einen harten Alltag zu bewältigen hat. Die hier gezeigte Genauigkeit, sogar in Fragen der Lyrik, wäre dort nicht zu vermitteln. Meine Neugier geht nicht soweit auszuprobieren, wie das kommentiert würde.

Doktor D Januar 9, 2012 um 15:58

Zurück zum Thema: Herr Wulff und die unangemessene Metapher
Der Mann, an den ja einige messianische kapitalismuskritische Hoffnungen richten, trug 2008 das zur Debatte um die Regulierung der Finanzmärkte und die Krise des Kapitalismus bei:
“Ich finde, wenn jemand zehntausend Jobs sichert und Millionen an Steuern zahlt, gegen den darf man keine Pogromstimmung verbreiten.” Nachdem das nicht so gut ankam, hat er sich natürlich pflichtschuldigst und mit den entsprechenden Floskeln entschuldigt: “Nichts kann und darf mit der Judenverfolgung und den schrecklichen Pogromen gegen die Juden verglichen werden.”

Natalius Januar 9, 2012 um 16:03

Schweizerische Nationalbank – Präsident der SNB tritt zurück – 09.01.2012 – 14:58 Zürich (RPO).

Der Präsident der Schweizer Nationalbank (SNB), Philipp Hildebrand, hat seinen Rücktritt erklärt. Hildebrand werde mit sofortiger Wirkung sein Amt niederlegen, teilte die Zentralbank am Montag mit. Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag werde Hildebrand “eine Anzahl Dokumente veröffentlichen”, hieß es weiter. Hildebrand steht seit Wochen wegen des Verdachts des Insiderhandels bei Devisengeschäften in der Kritik. Vergangene Woche hatte er sich als Opfer “politischer Ziele” bezeichnet. Hildebrand hatte vergangene Woche erklärt, seine Frau habe am 15. August ohne sein Wissen 400.000 Franken in Dollar getauscht und angelegt. Erst einen Tag später habe er selbst von der Transaktion erfahren. Drei Wochen später legte die Notenbank als Mittel gegen die anhaltende Aufwertung des Franken einen Mindestwechselkurs zum Euro fest, woraufhin nicht nur der Euro, sondern auch der Dollar gegenüber dem Franken stark anstieg. Nach dem umstrittenen Devisengeschäft der Familie Hildebrand hat der Wirtschaftsausschuss des Parlaments über neue Vorschriften für das private Finanzverhalten in der Führung der Nationalbank beraten.

400000 CHF = 500000 EUR – welch ein Zufall;-)
Hildebrand als Schweizer Pendant zu Wulff – uff

Natalius Januar 9, 2012 um 16:05

PS: Blödsinn – anders rum: 500000 CHF = 400000 EUR

gelegentlich Januar 9, 2012 um 16:10

Ein mutiger Mann (?) mit einer unerzogenen Frau. Kann die dumme Gattin nicht mit australischen Erz-Aktien statt mit Devisen spekulieren wenn der Gatte ebendort arbeitet und sogar Entscheidungen trifft?
Auf der Strecke blieb offenbar ein Mitarbeiter (Selbstmordversuch), der zuerst wohl intern versucht hat das anzuzeigen. Ob die Bank den entschädigt?

topi Januar 9, 2012 um 16:21

Weil wir ja bei rhetorischen Ausfällen sind:

Früher hätts das nicht gegeben!

Selbst wenn Mutti aus der Küche lauscht, was die Männer besprechen, hat sie ja kein nennenswertes eigenes Geld. :roll:

holger Januar 9, 2012 um 16:23

Das gibt doch zu denken. Immer 500k in Euronen. Und immer stolpert man über die Weibchen. Mein Dozent im Steuerrecht vom FA Hannover (ehemals Steuerfahndung) hat damals echt recht gehabt. :D

Natalius Januar 9, 2012 um 16:24

@gelegentlich

Kashya Hildebrand ist Kunsthändlerin, die Werke von US-Künstlern in Zürich verkauft – so gesehen keine Devisenspekulation im eigentlichen Sinne.

gelegentlich Januar 9, 2012 um 16:34

@Natalius

Ja dann… bleibt nur die Frage nach dem Schicksal des Whistleblowers. Da sieht man wohin reiner Neid die kleinen Leute in schlechten Zeiten verführen kann!

Doktor D Januar 9, 2012 um 16:38

Frau Hildebrand ist eher auf aufstrebende Künstler aus den BRIC-Regionen des Kunstmarktes spezialisiert: China, vorderer Orient und Südostasien, außerdem der eine oder andere Russe.

Natalius Januar 9, 2012 um 16:53

@Doktor D. Kann auch sein – wird ebenfalls in USD abgewickelt. Sie hatte zuvor eine Galerie in der Wall street.

@gelegentlich: Was ich mit “eigentlich” meinte ist, daß Devisenspekulationen im Forex-Handel typisch mit einem Hebel von 100 ablaufen – Frau Hildebrand also eher “ein kleines bischen” partizipieren wollte. So ein “kleines bischen” günstiger wie auch bei den Wulffs.

Doktor D Januar 9, 2012 um 17:09

@natalius: Ich dachte in Genf – die Galerie, meine ich. Und Bänkerin war sie auch, Frau Hildebrand jetzt wieder.
Meine eigentliche Frage an dich: Willst du mit den Hinweis auf ihren Galerieschwerpunkt sagen, dass ihre Devisenspekulationen da einfach dazugehören, zum Beispiel um Währungsschwankungen im Griff zu behalten? Frau Hildebrand ist ja auch Finanzfachfrau.

Muster ohne Wert Januar 9, 2012 um 17:28
Muster ohne Wert Januar 9, 2012 um 17:42

Auch nicht schlecht:
“Am Tropf von BILD”
http://www.sprengsatz.de/?p=3791

Natalius Januar 9, 2012 um 17:49

@Doktor D. Die Genfer Galerie wurde 2004 nach Zürich verlegt – die in NY wurde 2003 eröffnet. Es gab also einen Grund für USD-CHF-Devisengeschäfte. In New York hatte sie in den Jahren vor 2001 etwas mit einem Hedge-Fond zu tun. Die Eheschliessung und der Aufstieg von Philipp Hildebrand zum SNB-Chef kamen erst viel später.

Wie gesagt, zu einem günstigen Zeitpunkt zu tauschen bringt “ein bischen” Extra-Profit – das gilt für alle in USD abgewickelten Geschäfte – also auch für den Kunsthandel. Mit dem Insiderwissen ihres Mannes hätte ihr Bruder (Miteigentümer der NY-Galerie) richtig “zocken” können, das ist m.W. nicht geschehen.

Doktor D Januar 9, 2012 um 18:03

Danke, Natalius! Frau Hildebrand badet also aus, dass Herr Blocher und ein paar Leute in der Sarasin-Bank sowie anscheinend der zuständige Compliance-Code nicht darauf vorbereitet sind, dass die Frau eines hochgestellten Bankers kein Trophy-Wife ist, sondern ein selbstständig handelndes Wirtschaftssubjekt. (Sowas soll ja immer öfters vorkommen. Vielleicht wäre es sinnvoll, dass in der nächsten Compliance- und Transparency Rules-Runde zu berücksichtigen.)
Im Fall Wulff ist das Frau Geerkens ja auch irgendwie, dann aber auch gleichzeitig wiederum nicht. Denn wenn sie wirklich selbstständige Geschäftsfrau ist, stimmt die Geschichte von der kleinen Hilfe unter Freunden ja auch wieder nicht.

Natalius Januar 9, 2012 um 18:35

@Doktor D

Die Sache spitzt sich zu:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/01/09/Schweiz/Blocher-Werde-Datenquellen-zu-Hildebrand-nie-offenlegen

..in 18 Fällen läßt die Angelegenheit weit weniger harmlos erscheinen als bisher ich bisher vermutet habe.

holger Januar 9, 2012 um 18:39

@ Muster ohne Wert Januar 9, 2012 um 17:28

Das verlangt mal Respekt Danke für den verlinkten Link zu Niggemeier. Genau so, sehe ich das auch. Kann es aber so nicht schreiben.

Doktor D Januar 9, 2012 um 18:58

Puh, das sieht ja aus, als wäre es mit der Konsens-Demokratie in der Schweiz auch langsam zuende. Gibt es den Belege für die 18 Transaktionen außer Herrn Blochers Wort?

HAM Januar 9, 2012 um 19:09

Ohne Insiderwissen hätte zum damaligen Zeitpunkt doch wohl niemand CHF gegen USD oder gegen EUR getauscht.

Insider Januar 9, 2012 um 19:12

Müsste besser heißen:

Mit Insiderwissen hätte zum damaligen Zeitpunkt doch wohl niemand nicht CHF gegen USD oder gegen EUR getauscht.

holger Januar 9, 2012 um 19:27

—>>>Du kannst nicht schreiben, was Du siehst?

Manchmal schwer, es verständlich zu schreiben.

—>>>Oder Du siehst es nachdem es andere schreiben?

Nein… es ist die Umsetzung der Gedanken in die Schriftform. Das kann ich nicht. Da habe ich Probleme. Sagen, zeigen und erklären ja, aber tippseln bin ich noch ein Anfänger Vorschule. Konnte ich noch nie, dass es im schriftlichen einen “Fluß” gibt. “Legastheniker” eben. Ich bemühe mich aber. Huett stellt die größte Hürde für mich dar. Ich dacht immer das wäre Rudolf Steiner, aber der war ja nett in seinen Beschreibungen.

Natalius Januar 9, 2012 um 19:31

Noch nichts zu finden.

Scheint aber die gesamte SNB zu betreffen und nicht nur Herrn Hildebrand. So gesehen ein Riesenskandal, der die Causa Wulff in einer anderen Liga spielen läßt. Nach der “erfolgreichen” Intervention der SNB, die September/Oktober zur Fixierung des CHF/EUR-Kurses führte, wurde Hildebrand von den Schweizern als Nationalheld gefeiert – heute kommt raus, daß sich die Geldmenge M3-Eq.? von 77 auf über 250 Mrd CHF erhöht hat. In drei Monaten wurden also etwa 200 Mrd CHF neu gedruckt – kein Pappenstiel bei einem 8.5 Mio Volk. Von der Hälfte wurden EUR gekauft.

Möglicherweise ist die Schweizer SNB Grund dafür, daß deutsche Anleihen heute mit negativen Zinsen emittiert wurden.

Natalius Januar 9, 2012 um 19:46

Kontext Holger:
Wer im Blog kann seinen Namen tanzen?
(Eintrittskarte für die Wissensmanufaktur)

holger Januar 9, 2012 um 19:52

—>>>Probier’s mal mit Alkohol. Manchmal hilft auch vögeln.”

Ha… :D Wie viel Liter? Vögeln? “Wenn ich ein Vöglein wär, dann flög ich zu Dir, aber da ich nicht fliegen kann, so Vögel ich hier”

Linus Januar 9, 2012 um 20:28
sk8erBLN Januar 10, 2012 um 10:21

Dabei hätte alles so einfach sein können……

Während einer Pressekonferenz zum Kaczynski-Flugzeugunglück vor zwei Jahren, bei dem der polnische Präsident starb, wollte sich der Militärstaatsanwalt Przybyl erschiessen – während eine Kamera lief.

http://www.blick.ch/news/ausland/selbstmordversuch-vor-laufenden-kameras-191555

sk8erBLN Januar 10, 2012 um 10:27

DIe Schwarmintelligenz wird es richten :)

WulffPlag: Bundespräsident wird zum kollaborativen Online-Fall

http://de.wulffplag.wikia.com/wiki/Wulffplag_Wiki

Horst Schmidt Januar 10, 2012 um 11:36

und hier exklusiv (?) die

Rücktrittsrede von Bundespräsident Wulff

Muster ohne Wert Januar 10, 2012 um 15:40

Danke für die Updates!
Zur besseren Übersicht wäre es nicht schlecht, wenn ihr die updates mit datum/uhrzeit versehen könntet.

Natalius Januar 10, 2012 um 19:21

Das Meinungsbild im Doodle-Poll http://doodle.com/7dpm7k5xai2qzuuq wurde heute, 10.01.12, zwischen 11:51 und 11:53 von einem Unbekannten scherzhaft verändert. Dabei wurden alle “Wulff geht” – Einträge gelöscht. Vor der Veränderung stand es für “Wulff bleibt” zu “Wulff geht” bei 8:7. Die Abstimmung enthielt einen Doppeleintrag.

sk8erBLN Januar 10, 2012 um 19:39

ein sehr nützlicher Link mit alleine 100 Fragen zum Kredit an Wulff:

“Kleine Anfrage
100 Fragen zur Kreditaffäre des Bundespräsidenten
Dienstag, 10. Januar 2012 17:32

Insgesamt 100 Fragen hat der Grünen-Abgeordnete Stefan Wenzel zu Christian Wulffs Kreditaffäre an die Landesregierung gestellt. Morgenpost Online dokumentiert den Fragenkatalog.

http://www.morgenpost.de/politik/inland/article1877251/100-Fragen-zur-Kreditaffaere-des-Bundespraesidenten.html

Jackle Januar 10, 2012 um 20:26
topi Januar 10, 2012 um 21:21

Hey sk8er, die Anfrage hab ich doch schon am Wochende verlinkt. ;-)

h.huett Januar 11, 2012 um 08:17

Hier ein kurioses Plakat von Igor Arslan

holger Januar 11, 2012 um 08:34

h.huett

welchen Montag meintest Du eigentlich? :D

h.huett Januar 11, 2012 um 08:52

holger
Montag? Oder Montage?

holger Januar 11, 2012 um 09:12

Dann würde es sich ja um die Demontage handeln :D Die am Montag passieren sollte. Übrigens hat Harald Schmidt (ich mag ihn nicht) hat einen guten Aspekt gebracht… Wuff kann mit seiner Stimme (Sound) keinen Krieg erklären, weil man das nicht ernst nehmen würde.

chabis Januar 11, 2012 um 11:47

@Schweiz u. Insiderhandel

Vorsicht vor vorschnellen Urteilen. Mit wem man es bei Blocher
zu tun hat, kann man hier nachlesen (hatte den Artikel in anderem
thread schon mal verlinkt)
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Christoph-Blocher–der-Profi/story/30928937?track
Dass eine Frankenabwertung bevor stand, wusste zu diesem Zeitpunkt Hinz+Kunz, d.h. jeder der in der Schweiz und im Grenzgebiet mit offenen Augen und Ohren durch die Welt ging.
Viele Schweizer haben zu diesem Zeitpunkt ihre Guthaben in
CHF in EUR umschreiben lassen. Als 14 Tage vor der Abwertung in einer Talkshow im SF1 der Vertreter des Schweizer Gewerkschaftbundes und der des Schweizer Unternehmer-verbandes diesbezüglich sowas von einig waren, wars offensichtlich. Wer wirklich Geld verdienen wollte, machte das
mit Optionsscheinen.

A. G. Januar 11, 2012 um 19:44
A. G. Januar 11, 2012 um 19:49
h.huett Januar 11, 2012 um 20:08

A.G.

Das Honorar des Herrn Groenewold war wohl Schmerzensgeld für die unendliche Langeweile, die das Schreiben der “Biographie” bereitet haben muss.

h.huett Januar 11, 2012 um 20:43

A.G.

Danke für den link zu dem Zementanlagenhersteller. Da haben sich die richtigen gefunden. Wer fragte hier kürzlich nach Betonschuhen?

A. G. Januar 11, 2012 um 20:52

Ich staune nur noch, @Hans Hütt. Ich hoffe, dass sich demnächst ein Mutiger weigert, einen Orden o.ä. von Wulff verliehen zu bekommen. Wann gibt es die ersten Pfiffe bei einer Rede? 

h.huett Januar 11, 2012 um 21:17

A.G.

Ich habe heute vorgeschlagen, so weit es nach den jüngsten Indiskretionen aus dem Mördergrubenherz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion noch nötig sein sollte, eine zivilgesellschaftliche ars oblivionis zu praktizieren und den Mann einfach zu vergessen, also auch alle Termine, zu denen er eingeladen hat oder eingeladen worden ist, alle zu vergessen. Ihn in Ruhe zu lassen. Keine Silbe mehr. Kein Interview. Tiefes Schweigen. Wer wollte sich die Peinlichkeit antun, gegen die Idee des Vergessens zu verstoßen?

Morph Januar 12, 2012 um 01:01

@Hans Hütt

mit Verlaub, das habe ich schon vor Wochen vorgeschlagen. Mit Schirrmachers erstem Artikel in der FAZ ist der Fall bündig, abschließend beschrieben worden: Ein wandelnder Widerspruch, als Staatsoberhaupt inakzeptabel.
Nun haben die Massenmedien die gesellschaftliche Funktion, die Gesellschaft gesellschaftsweit, also massenattraktiv zu beschreiben. Daher können Massenmedien nicht diskret und geschmackvoll sein, sondern müssen den kleinsten gemeinsamen Nenner menschlicher Aufmerksamkeit anspielen, die anthropologisch tief wurzelnde Bereitschaft, auf das Gewalttätige, das Sexuelle und das Niedliche zu achten.
Aber neben den gesamtgesellschaftlichen Informationsdiensten, welche die Massenmedien besorgen, gibt es natürlich noch das politische System himself (unabhängig davon, was die Massenmedien von ihm berichten).

Die Massenmedien haben die causa Wulff solange traktiert, solange sie eine hinreichend gute Geschichte war, reichweitenstark zu informieren. Aber die causa Wulff wird nicht von den Massenmedien entschieden (wie überhaupt nichts von den Massenmedien entschieden wird, die können nur anregen). Die causa Wulff wird im politischen System entschieden.

Und trotz der massenmedialen Ermüdungserscheinungen bin ich davon überzeugt, dass das politische System einen wandelnden Widerspruch nicht zulassen kann und wird.

Die Gesellschaft – wenn Luhmann Recht hat – experimentiert mit Formen. Der Fall Wulff ist, gesellschaftlich betrachtet, ein Experiment: Was passiert, wenn einer nicht zurücktritt? – Er verliert seine Ehre komplett. Q. e. d. – Es ist fast so, als habe die moderne Gesellschaft ihrer deutschen Fraktion mit den Fällen Käßmann (Rücktritt subito) und Wulff (wer, ich?) etwas mitteilen wollen.

Morph Januar 12, 2012 um 01:18

Falls die Erläuterung notwendig ist: Käßmann (die ich, weiß Gott, nicht wirklich überzeugend finde!) gilt als eine der lautersten Personen, die in Dland herumlaufen; Wulff dagegen (der viel zu bieder ist, um so böse zu sein, wie die Massenmedien ihn zeigen) wird seine öffentliche Integrität nicht mehr wiedergewinnen können.

Womit die moderne Gesellschaft sagen will: personelles Klammern ist die dümmste Strategie, die man verfolgen kann. Um in der modernen Gesellschaft zu bestehen, muss man die gesellschaftliche Beschreibung von einem selbst – so sehr sie auch dem Selbstbild widersprechen mag – annehmen.

Der Fall Käßmann zeigt eine Art gesellschaftlichen Judos: Indem sie den LÄCHERLICHEN Rücktrittsgrund einer Alkoholfahrt offensiv akzeptiert, geht sie gestärkt, ja geradezu unangreifbar daraus hervor.

Wulff hat keine Ahnung von Judo. Das ist sein Problem.

h.huett Januar 12, 2012 um 08:37

Morph

Die eine illustriert die Idee der Auferstehung, der andere den Untergang. Easy as fuck. Beides ist nicht neu im Angebot, aber gerade steigt symbolisch nach beidem die Nachfrage. Warum wohl?

A. G. Januar 12, 2012 um 08:37

Gute Idee, @Hans Hütt. Derweil decken die Medien heimlich alles auf. Undercover. 

Dann kommt der große Wulff-Wurf: In einer gebündelten, abgestimmten Aktion bringen alle Medien die bestens recherchierten Fakten zielgenau an einem Tag, dass selbst Angela Merkel aus ihrem Trott gerissen wird und von Wulff den sofortigen Rücktritt fordert. Nach dem unspektakulär vollzogenen Rücktritt wieder Schweigen, niemand interessiert sich mehr für unteres Mittelmaß mit dem Hang, dazu (?) gehören zu wollen. 

Nanuk Januar 12, 2012 um 08:41

Was Wulfs Anwalt von sich gibt stimmt wenn Wulf die Fragen veröffentlicht ist das ein Verstoß gegen das Urheberrecht und somit ein Vergehen…

Nanuk Januar 12, 2012 um 08:45

Wulf kann aber die Antworten Online stellen ohne die dazu gehörenden Fragen…
http://www.youtube.com/watch?v=iwWNOFQ8S0A

h.huett Januar 12, 2012 um 09:07

Nanuk
Glänzende Idee. Heiteres Frageraten.

Nanuk Januar 12, 2012 um 09:10

@Hütt
Ich hab die Gesetze nicht gemacht…

Doktor D Januar 12, 2012 um 09:38

Eine macht schon mal Ernst mit dem Boykott: http://www.transparency.de/2012-01-11-Neujahrsempfang-Bun.2040.0.html

A. G. Januar 12, 2012 um 09:40

@Nanuk, Wulff kann die Fragen + Antworten online stellen. Die Personen, die gefragt haben, nicht.

Goodnight Januar 12, 2012 um 09:47

@Morph

“Aber die causa Wulff wird nicht von den Massenmedien entschieden (wie überhaupt nichts von den Massenmedien entschieden wird, die können nur anregen). Die causa Wulff wird im politischen System entschieden.”

Yep, aber nach eigenen Regel, d.h. erst nachdem die das mit dem Nachfolger geklärt haben.

http://www.bild.de/politik/inland/christian-wulff/rueckhalt-broeckelt-22023474.bild.html

Deshalb mussten wir alle warten ;-)

“Politics is knowing when to pull the trigger. ”
Don Lucchesi (the godfather III)

h.huett Januar 12, 2012 um 10:06

Goodnight
Der CDU-MdB Wellmann mag vielen sehr unbekannt sein. Christian Wulff aber kennt ihn aus der Zeit (1979/80), in der beide dem Bundesvorstand der Jungen Union angehörten. Das prägt – Wellmanns Rat könnte von Wulff eher gehört, verstanden und akzeptiert werden als die Gesamtauflage deutscher Tages- und Wochenzeitungen.

Horst Schmidt Januar 12, 2012 um 10:31

@ h.huett

Werter h.huett also nun sollte die Stimme, die Äußerung eines MdB der CDU aus Berlin nicht überwertet werden. Der spielte auch in der nicht gerade von Spitzenkräften übersäten Berliner CDU so gut wie keine übergeordnete/-ragende Rolle. Bitte nicht solch alte “Schul”-Verbindungen so hoch hängen.
Auch wenn er Recht in der Sache hat. Unbestritten. Ein Ende mit Schrecken war schon immer besser als ein Schrecken ohne Ende.

So und nun 5,-€ ins Phrasenschwein.

Nanuk Januar 12, 2012 um 10:48

@A.G.
“Wulff kann die Fragen + Antworten online stellen. Die Personen, die gefragt haben, nicht.”

Kann er nicht die Fragen sind Geistiges Eigentum des Fragestellers…

Nanuk Januar 12, 2012 um 10:53

Ein Beispiel… gefällig?
“Sind wir nicht alle ein bischen Bluna?”

A. G. Januar 12, 2012 um 10:57

Bitte einen Beleg hierfür, @Nanuk. Der Kern einer Frage kann nie urheberrechtlich geschützt sein, allenfalls bei umfangreichen Fragen die Formulierung. Hilfsweise könnten diese Fragensteller ihr Einverständnis erklären. Was sollte sie hindern? …

A. G. Januar 12, 2012 um 10:58

Reicht nicht… Bluna…

topi Januar 12, 2012 um 10:58

Der Frank Walter also; na kann nicht lange dauern, bis es wieder eine kleine Tirade gibt. :roll:

Die Nachfolger-Probleme waren von manchem schon ganz zu Anfang als wichtiger Grund für das Nichtagierens der Politik (auf beiden Seiten) genannt worden;
Wieso braucht es Wochen, bis das ins Funktionslogikkalkül einfließen kann?.

Nanuk Januar 12, 2012 um 11:01

@A.G.
Was sollte sie hindern ja dann sollen sie es doch tun… ich glaube das Problem ist eher das die Fragesteller gar nicht mehr wissen was sie gefragt haben… weil das so absurde Fragen waren.

h.huett Januar 12, 2012 um 11:03

Horst Schmidt

Die Berliner CDU war in der Zeit eine Diaspora-Gurkentruppe, sie mussten ja Weizsäcker einfliegen, der dann auch noch weitere Importe aus Rheinland-Pfalz mitbrachte.

Nanuk Januar 12, 2012 um 11:04

Es geht ja nicht um den Kern einer Frage sondern um Ausformulierte…

topi Januar 12, 2012 um 11:04

http://www.youtube.com/watch?v=G2pG5ac950M

Da sitzt er aber immer noch
der Präsident ist noch da, den die Meute nicht will
Der Wulff, der sitzt, der sitzt und sitzt, weil er sich einfach traut.

A. G. Januar 12, 2012 um 11:06

@Nanuk, kann sein. Wulff kann sie über seine Anwälte fragen, die komplizierten Fragensteller. Grundsätzlich spricht nichts gegen die Veröffentlichung der Fragen, wenn die Fragenden in der Veröffentlichung nicht genannt werden.

Nanuk Januar 12, 2012 um 11:08

“Grundsätzlich spricht nichts gegen die Veröffentlichung der Fragen, wenn die Fragenden in der Veröffentlichung nicht genannt werden.”

Das ist ja noch schlimmer ohne Namens Nennung…

A. G. Januar 12, 2012 um 11:09

@Nanuk, Wulff hat’s versprochen, vor vielen Millionen Zuschauern, war auch darunter… ;)

Nanuk Januar 12, 2012 um 11:13

“Wulff hat’s versprochen”

Der Grosse Diktator hat das einfach versprochen…
http://www.youtube.com/watch?v=CMezadIUnK8

topi Januar 12, 2012 um 11:14

An den FraWa glaubt doch aber keiner im Ernst?

Nach dem Wulff-Shitstorm soll sich der mit seinem randvollen Kompromatekoffer auf den STuhl setzen?

Ich sehe schon die Kurnaz-Homestories, wenn denn jemand mal ein Interesse hat.

Wenn Merkel mit Verstand agiert, dann akzeptiert sie Gauck (um dessen Vorschlag die SPD kaum herumkommt, wie mehrfach erläutert).
Die Pseudo-macht-Deuter werden aufjaulen, aber einen ungünstigeren Präsi kann es für Rot/Grün quasi gar nicht geben.

Horst Schmidt Januar 12, 2012 um 11:16

@ h.huett

Nun eine Gurkentruppe ist diese CDU Berlin eigentlich immer noch, nur wurde sie von Klaus Wowereit wieder hoffähig gemacht. So läuft es nun einmal in Berlin. Seit Jahrzehnten . ja ich möchte es so ausdrücken – ein Schrecken ohne Ende. Aber so heimelig. :-)

P.S. Selbst ein Dregger findet sich in ihren Reihen!

sk8erBLN Januar 12, 2012 um 11:19

Der Deutsche Journalistenverband hat seine
Teilnahme am Neujahrsempfang ebenso
abgesagt.
BRAVO!

“Kein Business as usual
12. Jan. 2012 – Übergang zur Tagesordnung? Business as usual? Das ist es, was Bundespräsident Christian Wulff eine Woche nach seinem Fernsehinterview zu praktizieren versucht. Die völlige Transparenz, die er herstellen wollte über seine Immobilienfinanzierung, seinen Anruf bei der BILD und seine Urlaube bei vermögenden Freunden schrumpfte zusammen auf knapp sechs Seiten, die sein Anwalt veröffentlichte. Dessen Begründung: Er könneaus Gründen des Datenschutzes nicht die von Journalisten gestellten Fragen publizieren. Auf den ersten Blick perfide, weil nicht nachprüfbar. Den fragenden Kollegen gegenüber dürfte er kaum auskunftsfreudiger gewesen sein. Journalisten sind nicht dafür bekannt, dass sie Informationen bunkern. Wären die oft erwähnten 400 Fragen beantwortet, würde die Öffentlichkeit die Antworten kennen. Kein Medium hätte seine “Geheimnisse” eine Woche lang verborgen. Also wieder nur eine “Halbwahrheit” des Bundespräsidenten, diesmal auf Kosten der Journalisten? Weil es auf diese Frage kein eindeutiges Nein als Antwort gibt, hat sich DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken entschlossen, dem heutigen Neujahrsempfang von Christian Wulff fern zu bleiben.

Kein Business as usual.”

http://www.djv.de/Diskussion.2995+M54e30ad0163.0.html

A. G. Januar 12, 2012 um 11:22

@sk8erBLN, die haben hier die Tipps gelesen. Sehr gut! :)

Nanuk Januar 12, 2012 um 11:27

@Journalistenverband
“Kein Medium hätte seine “Geheimnisse” eine Woche lang verborgen.”

Was ist das denn für ein Argument?
Der hat noch nie nen Mord begangen darum ist der unschuldig?

Nanuk Januar 12, 2012 um 11:28

Also bei Kachelmann haben sie das mit der Unschuldsvermutung aber nicht ganz so genau genommen…

Horst Schmidt Januar 12, 2012 um 12:09

Edda Müller auf “radio1″

“Die Vorsitzende von Transparency International Deutschland will nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und fordert Wulff auf, sich an sein Transparenzversprechen gegenüber den Bürgern zu halten.”

http://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/_/Wo_ist_die_versprochene_Transparenz_.html

Auch auf die besonders dussligen Fragen eines Moderator achten.

sk8erBLN Januar 12, 2012 um 12:29

Boykottiert Wulff :)

Korruptionswächter boykottieren Neujahrsempfang
Der Bundespräsident hat geladen – doch nicht alle Gäste wollen zum Neujahrsempfang kommen.Der Deutsche Journalisten-Verband und Transparency International haben ihre Teilnahme abgesagt. Sie protestieren damit gegen die “Desinformationspolitik des deutschen Staatsoberhaupts”.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,808681,00.html

sk8erBLN Januar 12, 2012 um 12:29

Journalisten-Verband beklagt „Desinformationspolitik“DJV-Chef boykottiert den Empfang der Wulffs…
Der Chef des Deutschen Journalisten-Verbands aber bleibt demonstrativ fern. Er wirft Wulff bewusste Desinformation der Öffentlichkeit vor….
http://www.focus.de/politik/deutschland/wulff-unter-druck/journalisten-verband-beklagt-desinformationspolitik-djv-chef-boykottiert-den-empfang-der-wulffs_aid_701960.html

sk8erBLN Januar 12, 2012 um 12:40

Wulff bricht sein Schweigen
http://www.youtube.com/watch?v=xgQpM02SeKg

egal Januar 12, 2012 um 14:42

Symbolbild: Bettina Wulff und Veronica Ferres (Frau von Maschmeier) innig in der AWD-Arena. http://www.welt.de/multimedia/archive/01166/wulff_3_DW_Politik_1166800s.jpg

via: http://www.firstlady-skandal.com/

waltereggers Januar 12, 2012 um 14:50
waltereggers Januar 12, 2012 um 14:57

Frivole Bildunterschrift:
“Werner Herold überreichte einen Wappenteller der Vereinigung der Kehlkopflosen.”

A. G. Januar 12, 2012 um 15:48

@egal, selbst dazu taugt Wulff nicht?

A. G. Januar 12, 2012 um 15:51

Geht doch, Zustimmungen zur Veröffentlichung: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1260818

petervonkloss August 11, 2013 um 10:52

Auch als Zeitschleife, ich finde es einigermaßen dummdreist, sogar widerlich, einen Sparkassenangestellten mit E. Jünger in ein Schicksalsboot zu stellen, in dem sich nicht der geringste Scherenschnitt von Bedeutung ereignet.

petervonkloss August 11, 2013 um 10:59

Vielleicht ist es einfach nur eine neurotische Form des Dekonstruktivismus.

petervonkloss August 11, 2013 um 11:16

Nur wegen der Metapher, des Wortes, ist es vice versa.

petervonkloss August 11, 2013 um 11:31

und ich möchte mich entschuldigen. pvk.

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