Es werden jetzt Nägel mit Köpfen benötigt

by h.huett on 9. Januar 2012


MerKozy haben gesprochen. Das Presse- und Informationsamt hat die PK der Chimäre für akkreditierte Journalisten verfügbar gemacht. Die wesentlichen Aussagen zitiere ich hier im Wortlaut (ohne link). Kurios sind manche Aussagen, die aus der Simultanübersetzung übernommen wurden. Sie sind bildhafter, als es Frau Merkel je erlauben würde.

Was sind aus Sicht der Chimäre die wesentlichen Ergebnisse:

- Der Fiskalpakt komme voran. Eventuell könne schon Ende Januar der Vertrag unterzeichnet werden, spätestens aber im März.

- Die “Rettungsinstrumente” sollen effizienter werden, namentlich der EFSF. Wie soll das geschehen? Jetzt wird es kurios. Ich zitiere BK Merkel:

Das erste Stichwort ist die EFSF. Die EFSF muss neben der Unterstützung der Programmländer ‑ Portugal und Irland, in Zukunft dann auch Griechenland ‑ auch in der Lage sein, durch die flexibleren Instrumente, die wir der EFSF gegeben haben, in Notsituationen zum Beispiel auf dem Primärmarkt zu intervenieren. Wir haben deshalb die EZB gebeten, uns mit ihrer Fachkunde zu helfen, die Operationsfähigkeit der EFSF zu erhöhen. Wir freuen uns, dass die EZB an dieser Aufgabe ganz intensiv arbeitet.

Wie auch immer diese Zusammenarbeit aussehen mag, können wir noch nicht beurteilen. Diesem Wortlaut nach sieht es allerdings so aus, als habe MerKozy durch einen deutsch-französischen Schlieffenplan die Unabhängigkeit der EZB umgangen. Der “Kooperationspartner” ist gefangen und umgangen. Er leistet Beihilfe zu einer Form der Rettung, die die eigenen Statuten verbieten.

Immerhin könnte so unter der Regie der Chimäre MerKozy die Chimäre eines Lender of Last Resort entstehen.

- Der ESM soll schneller in Kraft gesetzt werden, die Kapitaleinzahlungen sollen früher als vorgesehen erfolgen. Ob das tatsächlich vertrauensbildend wirken wird, bleibt abzuwarten.

- MerKozy hat natürlich auch über Griechenland gesprochen. Inzwischen hört man hier und da, dass der bisher verabredete Schuldenschnitt hinten und vorne nicht ausreiche, sondern eher bei 70 Prozent liegen müsse. Frau Merkel drückt auf der vorletzten Sekunde aufs Tempo:

Aus unserer Sicht muss das zweite Griechenland-Programm inklusive der Umschuldung jetzt schnell realisiert werden; denn ansonsten wird es nicht möglich sein, die nächste Tranche für Griechenland auszuzahlen.

Im Klartext heißt das Verlängerung der Hängepartie, es sei denn, das hybride Völkerrechtssubjekt namens Troika käme zu dem Befund, die griechische Regierung, diese Technokraten-Junta ohne Verwaltungsunterleib habe nicht geliefert. Wie aber soll in zwei Monaten geliefert worden sein, was in Jahrzehnten nicht zustande gekommen ist?

Kurios, wie immer, wenn Frau Merkel aus dem Stegreif formuliert, klingt ihre dynamische europäische Körperkunde:

Wir haben dann darüber gesprochen, dass Haushaltskonsolidierung und solide Finanzen das eine Bein sind, auf dem die Zukunft Europas aufgebaut werden muss, dass wir aber natürlich ein zweites Bein brauchen. Dieses zweite Bein ist das wirtschaftliche Wachstum und ist die Frage von Jobs und Beschäftigung. Hierzu haben Deutschland und Frankreich vorgeschlagen, eine Übersicht über die verschiedenen Arbeitsmarktregelungen in Europa zu machen und zu schauen, womit welches Land welches Land welche Erfolge hat erreichen können, um dann auch von den Besten lernen können. Deutschland und Frankreich fühlen sich dem Thema Wettbewerbsfähigkeit ‑ ich erinnere an den Euro-Plus-Pakt ‑ und dem Thema Wachstum und Jobs verpflichtet.

Die Stegreifanatomie erinnert mich an ein rheinisches Karnevalslied, das hier ohne Diskriminierungsabsicht zitiert wird, um die Absurdität zu illustrieren:

Maskenball im xxxheim, alles tanzt auf einem Bein, und wer keine Beine hat, tanzt auf seinem Schulterblatt.

Rettung ist ohne Hohn auf die Notleidenden offenbar nicht möglich. Denn wonach klingt diese Ankündigung, nachdem Sarkozy vor kurzem in Paris Gerhard Schröder-Festwochen zum Thema der Hartz-Reformen veranstaltet hat? Gibts Ideen dazu? Die Franzosen sind schon jetzt außer Rand und Band vor Freude.

Damit das hier nicht gleich wieder lunatisch entgleist, kommt Frau Merkel mit einer erstaunlichen Idee:

Wir glauben auch ‑ und werden die Kommission bitten, dass die Mittel, die wir in Europa noch zur Verfügung haben, mit Blick auf das Wachstum jetzt schnell eingesetzt werden.

Auf frühere budgetäre Unsitten übertragen, lautet ihr Vorschlag an die Kommission, noch nicht im letzten Haushaltsjahr abgerufene Mittel schleunigst unter die Leute zu bringen. Dezemberfieber auf Januar verschieben.

Jetzt übernimmt Sarkozy. Der Beginn seines Statements ist so kurios, dass ich ihn ausführlicher zitiere:

Dieses Bündnis, dieses Verständnis, diese Meinungsgleichheit zwischen der größten und der zweitgrößten Volkswirtschaft in Europa ist wirklich der Eckpunkt für Europa. Es gibt keine Zukunft für Europa, wenn Deutschland und Frankreich sich nicht einig sind. Ich setze großes Vertrauen in Frau Merkel.

Immerhin das. Ich frage mich (und muss das später mal beim Elysée überprüfen, wie die Eckpunkte da tatsächlich heißen.) Eckpunkte sind ja eine ikonische deutsche Politikvokabel. Eine andere, dazu ein anderes Mal mehr, ist ja der Stabilitätsanker, den die Franzosen so kurios finden, dass diese Ingenieurs- und Mathematikerkultur daraus Stabilitätssäulen gebastelt hat, sie scheinen ihre Statikausbildung besser zu beherrschen als die deutschen Fabulierungskünstler.

Frankreich habe, sagt Sarkozy stolz, das Jahr 2011 mit einem um 4 Mrd. € niedrigeren Defizit als geplant abgeschlossen. Da schau her. Rettung am eigenen Schopfe, denn wie hätte dieses Defizit ausgesehen, wenn die eigenen Banken in Serie an den Tropf gegangen wären? Da wird gewiss ein ähnlicher Helfer ans Werk gegangen sein, wie man ihn zuvor bei den Griechen gebraucht hat.

Endlich kam irgendwann die Rede auch auf die Finanztransaktionssteuer. Dieser Eckpunkt scheint zwischen MerKozy insofern strittig zu sein, als noch keine Einigung darüber erzielt worden ist, wofür denn das Aufkommen dieser Steuer künftig verwendet werden soll.

Die Frage zu dem Thema ging an beide Köpfe der Chimäre, und ich möchte die schöne Antwort Frau Merkels nicht vorenthalten:

Ich halte es für eine gute Initiative, dass Frankreich sagt: Es werden jetzt Nägel mit Köpfen benötigt, wir müssen jetzt handeln.

Was für eine feine politische Differenz Frau Merkel zwischen benötigen und machen trifft, wer weiß, vielleicht beschreibt diese Differenz sogar die Unterschiede zwischen den beiden Ökonomien Deutschlands und Frankreichs insgesamt. Die einen machen, die andern habens nötig.

Es folgt ein Wortwechsel, der die politische Nüchternheit der Bundeskanzlerin illustriert, die einmal auf eine Interviewfrage antwortete, sie habe grundsätzlich keine Albträume. Hier Frage und Antwort aus der Pressekonferenz im Kanzleramt im O-Ton:

Frage: Frau Bundeskanzlerin, fürchten Sie in nächster Zeit eine Herabstufung weiterer Euro-Länder wie Frankreich oder Deutschland durch die Rating-Agenturen, die angekündigt haben, im Laufe des Monats Januar darüber nachzudenken?

BK’in Merkel: Ehrlich gesagt, Furcht ist nicht das Motiv meiner politischen Tätigkeit. Wir als Politiker haben unsere Arbeit zu tun.

Worin diese Arbeit besteht, worauf sie hinausläuft, das wird kurz vor Ende der PK noch einmal am Beispiel der “Rettung” Griechenlands angesprochen:

Frage: Herr Präsident, Frau Bundeskanzlerin, sind die Brandschutzmauern, die Sie jetzt in Europa hochgezogen haben, stark genug beziehungsweise hoch genug, um eine Insolvenz Griechenlands auszuhalten, ohne dass es dann zu Verwerfungen auf dem Finanzmarkt kommt oder weitere Länder aus dem Euroraum ausscheiden müssten?

BK’in Merkel: Unsere Absicht ist, dass kein Land aus dem Euroraum ausscheiden muss, um das erst einmal vorweg zu sagen. Zweitens haben wir immer wieder gesagt: Griechenland ist ein Sonderfall. Ich glaube, wenn man sich mit den Daten Griechenlands befasst, dann sieht man auch, dass die Beteiligung der privaten Gläubiger hierbei eine notwendige, aber natürlich noch keine hinreichende Voraussetzung dafür ist, dass Griechenland wieder auf einen vernünftigen Pfad kommt. Hinzu kommen auch die Maßnahmen, die seitens der Troika mit Griechenland vereinbart wurden. Die müssen umgesetzt werden, die müssen implementiert werden, die müssen Realität werden.

Wir haben eine freiwillige Umschuldung mit den Banken vereinbart, und wir glauben, dass wir diese freiwillige Umschuldung so vorbereitet und auch die dafür notwendigen Beschlüsse gefasst haben, dass das Signal klar sein wird. Griechenland soll eine Chance bekommen, aber Griechenland bleibt ein Ausnahmefall.

P Sarkozy: Wenn wir absolut beruhigt wären, würden wir uns nicht so intensiv und häufig treffen. Die Lage ist sehr komplex. Ich übernehme gern den Satz der Bundeskanzlerin, die sagte: Die Lage ist angespannt, wie es vielleicht nie zuvor im Euroraum der Fall war.

Deshalb müssen wir sehr viel Phantasie an den Tag legen.

Mit diesem Schlusssatz Sarkozys möchte ich diese schnelle Information dann auch beenden.

Wünsche uns eine kontroverse Diskussion. Anders gehts auch gar nicht.

Update

Hier ein sehr lesenswerter Artikel von Harald Schumann über Das große Kräftemessen zwischen Staat und Banken

{ 247 comments… read them below or add one }

Nachruf Januar 9, 2012 um 20:40

“Armageddon it …”

Nachruf Januar 9, 2012 um 20:44

Kommentariatfeuer frei aus allen vollen Rohren ;-)

h.huett Januar 9, 2012 um 20:47

Nachruf
Sie sind auf Wulff gedopet. Das haben wir nun davon :-D

Nachruf Januar 9, 2012 um 20:54

Was sagt den denn die Khoriphäe HW Sinn zur Rettung nach Merkozy?

E. Bonse Januar 9, 2012 um 21:03

Schöne Analyse. Merkozy haben gesprochen und wieder nur Luftblasen produziert. Ich plädiere ja schon lange dafür, die Merkozy-Show zu ignorieren. Kaum dass Merkel geendet hatte, wurde bekannt, dass die Märkte Deutschland jetzt Geld dafür zahlen, Deutschland Geld leihen zu dürfen. Dabei erfüllt Deutschlands keines der Kriterien, die Merkozy derzeit in der “Fiskalunion” für alle Zeiten festklopft. Das war nun wirklich die lustigste Meldung des Tages! Die Märkte widerlegen Merkel und belohnen sie dafür! Ich bin ihrer Bedeutung übrigens hier http://lostineurope.posterous.com/der-markt-widerlegt-merkel nachgegangen…

h.huett Januar 9, 2012 um 21:04

Die Bayern sind noch im Winterschlaf. Die Preußen schießen schneller

h.huett Januar 9, 2012 um 21:06

E. Bonse

Früher hätten die Überwachenundstrafenökonomen gebarmt und gebarmt. Jetzt kommen die Anleger und wollen zahlen, statt Zinsen zu verlangen. Immerhin ein Krisenindiz und zugleich Vertrauensbeweis in den stabilsten Stabilitätsanker mit einer erstaunlichen Augenblickstabilität

Nachruf Januar 9, 2012 um 21:17

@ E.Bonse

Reziprozität der Eurozinsbonitäten durch die Märkte?
Wertberichtigung versus Zinsdifferenzierung?

Nachruf Januar 9, 2012 um 21:39

Stabilitätsanker als slowpuncture für bubbles and defaulteconomies

Verlustminimierung im Sauseschritt :

http://www.youtube.com/watch?v=GAwEJbvI-_Y

Nachruf Januar 9, 2012 um 21:54

Finanztransaktionssteuer ohne FDP auf Euro 17 Basis?
Oder nur wieder hohle Selbstverblendung mit AZUBI Rösler?

topi Januar 9, 2012 um 21:58

@ Nachruf

Merkel mauert noch, ggü. Sarkozy.
FDWas? :roll:

topi Januar 9, 2012 um 22:01

Maas ist genau das richtige Saarnapoleonchen, der das hingehaltene Stöckchen greifen könnte, nur, um dem richtigen Saarnapoleon keine Bühne zu bieten.

Dann alle Signale auf Grün; auf der Fahrt zu Schwarz7Rot.

Es könnte sein, dass sich dagegen Widerstand bildet; sicher ist das nicht.

Hochmut_kommt_vor_dem_Fall Januar 9, 2012 um 22:12

“P Sarkozy: Wenn wir absolut beruhigt wären, würden wir uns nicht so intensiv und häufig treffen. Die Lage ist sehr komplex. Ich übernehme gern den Satz der Bundeskanzlerin, die sagte: Die Lage ist angespannt, wie es vielleicht nie zuvor im Euroraum der Fall war.”

1 + 1 = 2. LOL

Nachruf Januar 9, 2012 um 22:28

Finanztransaktionssteuer gegen Wallstreet und London bzw. new Singapur Offshoring ?

“Genau”

Frankreich und die Bundesrepublik side by side .
Wollen sich die Banken vor dem Ende von Sarkozy und Merkel noch rechtzeitig retten, weil in der Nachfolge schlimmeres droht?

FTS mit Euro 17 : die CSU ist dabei ;-)

Natalius Januar 9, 2012 um 22:32

“Endlich kam irgendwann die Rede auch auf die Finanztransaktionssteuer. Dieser Eckpunkt scheint zwischen MerKozy insofern strittig zu sein, als noch keine Einigung darüber erzielt worden ist, wofür denn das Aufkommen dieser Steuer künftig verwendet werden soll.”

Genau HIER fehlt es Merkozy an Durchsetzungs- und Vorstellungskraft. Wenngleich man darüber streiten kann, ob die Tobin-Tax die beste Lösung ist, virtuelles Kapital der “Märkte” wieder an die Realität von BIP-”Werten” anzukoppeln – Tobin packt den Tiger an den Schwanz. Eigentlich schade, weil Angela Physikerin (oder vielleicht Physikochemikerin ist) – sie kann die Formeln doch mal “durchspielen”. Tobin zielt auf “Verlangsamung” – jede Iteration des Kapitaleinsatzes kostet, wer’s pro Zeiteinheit übertreibt (wie beim Abpipsen im Forex-Trading heute) der zahlt halt. Ist doch gut gedacht und fair.

Nachruf Januar 9, 2012 um 22:48

Merkel :
“Ich glaube, wenn man sich mit den Daten Griechenlands befasst, dann sieht man auch, dass die Beteiligung der privaten Gläubiger hierbei eine notwendige, aber natürlich noch keine hinreichende Voraussetzung dafür ist, dass Griechenland wieder auf einen vernünftigen Pfad kommt.”

Und das ohne soufflierenden Aeckerman ?
Gesellinnenstück oder verschleierter Trojaner mit Troika?

Schatten der Differenz Januar 9, 2012 um 22:49

@Natalius

Tobin:”wer’s pro Zeiteinheit übertreibt (wie beim Abpipsen im Forex-Trading heute) der zahlt halt”

Hmm, aber führt das nicht dazu, dass der Arbitragehandel dann wieder zunimmt? Dass überhaupt richtige Kursdifferenzen erst entstehen? Dann würden die Märkte ja ineffektiver, oder?

@Fiskalunion

Das wird noch spannend! Denn ist es nicht der Weg in eine europaweite Steuerharmonisierung. Werden Iren und Luxemburger nicht so gerne sehen.

Nachruf Januar 9, 2012 um 23:08
Nachruf Januar 9, 2012 um 23:10
Natalius Januar 9, 2012 um 23:17

@Schatten der Differenz

“..dann wieder zunimmt.” So würde es Schumpeter wohl sehen wollen. Hmm, vielleicht, weiss nicht, da fehlt mir noch die Einsicht, die mich selbst überzeugt. Hab ja gesagt, daß man über die Tobin-Tax streiten kann, vielleicht gibt es was Besseres. Man stelle sich vor: Etwas, was gar nicht per Tax “nachgefordert” wird – sondern etwas was a priori per EZB/Notenbank “vorbewertet” wird. Da hab ich drüber nachgedacht – es existiert ein Manuskript – aber ich traue mich noch nicht, es zu publizieren…

Zumal Notenbanken keine öffentlichen Einrichtungen sind (oder nur zum Teil).

topi Januar 9, 2012 um 23:22

@ Natalius

Raus damit! ;-)

Nachruf Januar 9, 2012 um 23:27

Merkel und Lagarde
FDJ meets Goldman-Saxony

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fdp-beendet-die-deutsch-franzoesische-euro-eintracht/6049082.html?p6049082=3

Tobin Tax Transparenz Total transnational ;-)
Tarif and Trade

Nachruf Januar 9, 2012 um 23:39
topi Januar 9, 2012 um 23:44

@ Schatten

“Hmm, aber führt das nicht dazu, dass der Arbitragehandel dann wieder zunimmt? Dass überhaupt richtige Kursdifferenzen erst entstehen? Dann würden die Märkte ja ineffektiver, oder?”

Abnehmender Arbitragehandel durch zu zahlende Steuer führt zu zunehmendem Arbitragehandel? Erschließt sich nicht zwingend.

Um welchen Satz geht es denn aktuell, ein halbes Promille?

Das macht bei Wulffens Hauskauftransaktionen 250 Euro; also verschwindend, im Vergleich zum möglichen Zinsgewinn.

“Arbitrage” wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Preisdifferenzen unter einem Promille sind doch völlig irrelevant; ich würde auch sagen, eine Steuer von ein Prozent auf den Umsatz ist aus Effizienzgründen wegen “ungenauer” Preise wegen verlangsamten Arbitragehandel egal.

Nachruf Januar 9, 2012 um 23:47

@ topi

Schon in Akkus investiert statt in apokalypstische Anleihen?

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/renault-will-e-autos-rentabel-machen/6023972.html

FTS für Anschubfinanzierung der Economy of Scale…

You want Phantasy Sarkozy – we`ve got it man !!!

Nachruf Januar 10, 2012 um 00:00
neuling Januar 10, 2012 um 00:37

Welt online “Investoren zahlen dem deutschen Staat erstmals eine Prämie, um ihm Geld zu leihen. Bei der Versteigerung von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von sechs Monaten lag die durchschnittliche Rendite bei minus 0,0122 Prozent, teilte die mit dem Schuldenmanagement des Bundes betraute Finanzagentur mit.”

Was heißt hier Investoren? Das sind “arme” Hunde die einen Parkplatz suchen für ihre Schäfchen die sie gerade noch aus Griechenland retten konnten! Üben für die Transaktionssteuer? Laßt mal das Komma zwei Stellen nach links rücken, kennt ihr doch aus den Innenstädten, wer Parkplatznöte hat zahlt jeden Preis.

Wenn dann mal eine nette Zahl nach dem minus und vor dem Komma auftauchen würde, schwups könnte man von Tilgung sprechen. Wär doch mal was, oder?

neuling Januar 10, 2012 um 00:39

tschuldigung, Komma zwei stellen nach rechts, bitte.

xefix Januar 10, 2012 um 01:19

MerKozy sind auf einem genialen Trip.
Sie planen die Enteignung der “Reichen”
über einen kleinen Umweg.

98% werden in Armut getrieben,
Aber mit garantierter Existenzsicherung.

Verlierer:
Einzelhandel,
Lebensmittelkonzerne,
Immobilienkonzerne
Nippes-Produzenten,
Banken, etc.

2% haben keine Investitionsmöglichkeit mehr.

Erste Anzeichen:
Durchschnittliche Rendite bei minus 0,0122 Prozent;)
Flucht aus der Privaten KV, etc.

waltereggers Januar 10, 2012 um 01:56

@Hans Huett
Nur eben am Rande,
“Eine andere, dazu ein anderes Mal mehr, ist ja der Stabilitätsanker, den die Franzosen so kurios finden, dass diese Ingenieurs- und Mathematikerkultur daraus Stabilitätssäulen gebastelt hat, sie scheinen ihre Statikausbildung besser zu beherrschen als die deutschen Fabulierungskünstler.”,
der ‘Stabilitätsanker’ ist so verschwiemelt-veraltetes Ingenieursdeutsch für die Beton-Dinger, die unter (oder hinter) den Baukränen stehen.
Also eine Art mobiles Gegengewicht für die Nutzlast am Kranarm. Und Windlasten. I. d. R. in 1,0 t – Einheiten gestückelt.
Die Leute auf’m Bau sagen dazu aber lieber: ‘Toter Mann’.

holger Januar 10, 2012 um 08:05

In 3-4 Monaten hat sichs ausgekuschelt mit Pärchen Merkozy. Dann geht der Sonnenkönig in Rente oder nach Elba. Dann werden die Karten eh neu gemischt. Wo bleibt denn S&P eigentlich? Wollten die nicht neu bewerten?

Das Investoren nun Geld mitbringen, um es irgendwo Parken zu können zeigt doch hübsch, dass die nicht mehr Wissen, wohin mit der Kohle. Was ich seit langem vermute ist wohl schon im vollen Gange. Es gibt zu wenig neue Anlagemöglichkeiten. Stagnation. Die Märkte sind gesättigt, das Wachsdumm entschleunigt sich.

Was die Tobin Tax betrifft, wird es wohl keine Lösung geben und wenn, ist die mal wieder halbseiden. Enteignung ist auch nicht gut, also was machen? Wie wäre es, wenn die Top-Guthabenhalter mal 3 Jahre auf die Verzinsung verzichten würden? Für Deutschland würde das bedeuten, dass ca. 160 Mrd. Frei werden, die im eigenen Land eingesetzt werden könnten. Ausschließlich Geld für die Binnenwirtschaft. Das könnten alle anderen auch machen.

Wie und wo das Geld verpulvert wird, das sollte dann mal über eine „Kommission“ national entschieden werden. Und zwar nicht von Politikern, sondern von Fachkräften aus der Wirtschaft. Da können dann die Vertreter des deutschen Städtetages ausgearbeitete Anträge einreichen, was zu machen ist. Auch hier werden nicht Verwaltungsfachangestellte eingesetzt, sondern Fachkräfte aus der Wirtschaft vor Ort.

Es wird keine öffentliche Ausschreibung dafür eingesetzt, sondern die Firmen können Arbeitsgemeinschaften vor Ort gründen. Die zweckgebunden ist. Dann werden die Anträge mit einer Dringlichkeitsnote versehen und abgearbeitet. Um unnütze Dinge zu vermeiden. Priorität haben in der Infrastruktur Schulen/Bildungseinrichtungen. Betriebe über 50 Arbeitnehmer, sind ausgeschlossen. Die Mindestentlohnung muss bei 10 Euro/Netto/Stunde liegen. „Ausländische“ Unternehmen (Sub Sub Sub) sind ebenfalls nicht zulässig. Bei Missbrauch geht’s ohne langes Verfahren 10 Jahre in den Knast und zwar der Chef himself + Bürgermeister, kein anderer. Die Vermögen, auch privates und des Lebenspartners wird gepfändet.

So könnte eine mögliche erste Alternative aussehen, auf die man dann aufbauen könnte. Und zwar mit richtigen Reformen. Dann gilt es, den Teppichklopfer zu nehmen und den Teppich mal ordentlich zu verprügeln.

Nanuk Januar 10, 2012 um 08:10

“europäische Körperkunde und stehgreif Anatomie”

http://www.youtube.com/watch?v=OZU0mpvQJ1U
Griechen Griechen Griechen wo sind all die Römer hin?

h.huett Januar 10, 2012 um 08:19

holger
Die Tobin-Tax erfüllt, bis deine Vorhersagen eintreffen, noch eine Nebenfunktion. Die Idee, sie eventuell auch bloß in der Euro-Zone einzuführen, empört die FDP so über alle Maßen, dass das wie eine Einladung dazu aussieht, unter Absingen schändlicher Lieder die Koalition zu verlassen.

Sozusagen eine innenpolitische Morgengabe für beide Köpfe der MerKozy-Chimäre: In Frankreich hilft sie Sarkozy gegen die Opposition, in Deutschland hilft sie Merkel, die Altlast FDP zu entsorgen wie diese saarländische Kollegin.

Bürger Januar 10, 2012 um 08:21

Dank an Hütt für die Aufhebung der Blog-Blockade ;)

“…wofür denn das Aufkommen dieser Steuer künftig verwendet werden soll.”

Komische Frage. Die Steuer fällt an dem (Börsen)-Platz an, wo gehandelt wird. Der dortige Finanzminister darf sich freuen. Ist doch bei der “normalen” Umsatzsteuer auch so.

Es geht bei der Tobin-Tax ja auch nicht darum, groß abzusahnen, sondern langfristige Anlagen sollen begünstigt werden gegenüber den HFT-Zocks. Letztere fallen dann weg, weil unrentabel.

@Holger hat mal wieder nette Visionen, aber da scheint mir die Einführung einer Finanztransaktionssteuer doch noch wahrscheinlicher. Obwohl auch da (noch) geblockt wird, wie die Scheindiskussion um deren Verwendung wieder zeigt.

h.huett Januar 10, 2012 um 08:21

waltereggers

Danke für den Hinweis

h.huett Januar 10, 2012 um 08:29

Bürger

Gern geschehen. Der Überdruss beschränkt sich nicht auf den Aussitzer, sondern auch auf die Nötigung, darüber zu schreiben. Das betrifft Lübberding genau so wie mich.

Die Einführung der Tobin-Tax erfolgt nach Maßgabe einer europäischen Richtlinie, mithin liegt es nahe, hier eben nicht eine nationale Säckelidee draufzusetzen, sondern daraus die künftige Finanzierung der Kommission oder der Rettungsfonds oderoderoder zu basteln.

Eben sehe ich übrigens, kein Wunder, dass haben ja andere auch gesehen, dass Her Schäuble bereits an weiteren Umgehungstatbeständen in eigener Sache bastelt. Nun geht es gegen die Schuldenbremse, die in anderen Ländern wie Frankreich zB Goldene Regel genannt wird. Mman kann sich mit ihr schmücken, im schlimmsten Falle wird sie zu einem Betonanker für lange Depressionen unter der Währungsunion.

Der Spiegel schreibt heute morgen:

Nun sucht der amtierende Finanzminister offenbar schon wieder nach Mitteln und Wegen, die Schuldenbremse zu umgehen. Wenn “die nach der Schuldenregel zulässige Kreditaufnahme überschritten worden ist”, soll ein Plan angefertigt werden, wie die Schulden wieder getilgt werden können, berichtet die “Bild”-Zeitung am Dienstag. Diesem soll der Bundestag dann zustimmen. Damit wäre das Überschreiten abgesegnet.

Das Finanzministerium war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Zeitung beruft sich auf einen Entwurf zur Änderung des sogenannten Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes. In diesem sind Maßnahmen geregelt, um den Finanzmarkt in schwierigen Zeiten zu stabilisieren. Es trat im Oktober 2008 in Kraft, rund einen Monat nach dem Crash der US-Investmentbank Lehman Brothers.

Mit der Anpassung des Gesetzes rüstet sich Schäuble offenbar gegen neue Turbulenzen. Die Euro-Krise könnte sich in den kommenden Monaten verschlimmern. Im Extremfall droht die Pleite Griechenlands und der Austritt des Staats aus der Euro-Zone. Möglicherweise müssen bald auch wieder europäische Banken gestützt werden. Schäuble wolle die Bremse deshalb zur Not umgehen können, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Nanuk Januar 10, 2012 um 08:32

http://www.youtube.com/watch?v=CNg0UNTsOYY
Was man mit dem Geld machen kann?
Justice ist ein französischer Flugzeugträger… ich bin für Europäische Manöver im Taunus…

holger Januar 10, 2012 um 08:33

hans huett

ja, die FDP… ich habe so das Gefühl, man wird Neuwahlen erzwingen wollen. In diesem Jahr noch. Um auf die “politische” Zeitschiene wie Frankreich zu kommen. Es würde ja keinen Sinn machen, wenn sich die beiden Länder, gegenseitig “politisch” Blockieren. Immer in der Annahme, das Frankreich im Gegensatz zur BRD wirklich Souverän ist. Was ich nun mal vermute. So ganz überzeugend ist das aber alles noch nicht für mich. Was gerade vorgeht. Wer nun das Sagen hat. Ich bin immer noch der Meinung, dass Frankreich sich nur unter dem Sonnenkönig in die “Weltgemeinschaft” einfügt. Oder eingefügt wird.

h.huett Januar 10, 2012 um 08:37

Nanuk
Du willst den Rhein durch die Nordsee fluten und Kronberg als Konkurrenz zu Duisburg zum größten Binnenhafen der Welt ausbauen?

Maritimes occupy? Das wäre ein erstaunlich großes ABM-Programm. Die ersten Manöver könnten in 50 Jahren stattfinden. Oder ginge das schneller?

holger Januar 10, 2012 um 08:38

@ Bürger

—>>>@Holger hat mal wieder nette Visionen”

Einer muss ja schließlich diesen Knochen-Job machen :D Prophet Visionär Seher Schamane etc. pp. ist nicht so einfach…

Nanuk Januar 10, 2012 um 08:41

Das geht auch Schneller bei den reichweiten Moderne Jets ist das alles kein Problem mehr… und die dicke Berta die kannste in Essen aufstellen und die trift trotzdem im Taunus jemanden auf dem Klo…

Nanuk Januar 10, 2012 um 08:42

Da ist solides Soldaten Handwerk gefragt!
Dann ist das Problem gelöst…

Nanuk Januar 10, 2012 um 08:48

Einfach mal 50 Leopard bei denen da im Taunus durch den Vorgarten fahren lassen Problem gelöst.Da bin ich ganz optimist wie der Schlotter… Das ist die neue Elite die findet andere Antworten.

Nanuk Januar 10, 2012 um 08:51

Genossinnen und Genossen auf gehts…

Nanuk Januar 10, 2012 um 09:12

„Auf der Erde wird man Geschöpfe sich unaufhörlich bekämpfen sehen, mit sehr schweren Verlusten und zahlreichen Toten auf beiden Seiten. Ihre Arglist kennt keine Grenzen. In den riesigen Wäldern auf der Welt fällen ihre grausamen Mitglieder eine riesige Zahl an Bäumen. Sind sie erst mit Nahrung vollgestopft, wie wollen sie ihr Bedürfnis befriedigen, jedem lebenden Wesen Tod, Trübsal, Verzweiflung, Terror und Exil zuzufügen … O Erde! Worauf wartest du, um dich zu öffnen und sie in die tiefen Spalten deiner großen Abgründe und deiner Höhlen zu reißen und dem Angesicht des Himmels ein so grausames und furchtbares Monster nicht mehr zu zeigen!

Leonardo da Vinci

h.huett Januar 10, 2012 um 09:12

Nanuk

In Deiner niederrheinischen Nachbarschaft gab es zur vorletzten Jahrhundertwende einen Baron von der Leyen, der ein großes Terrain durch einen weitsichtigen Planer und Architekten parzellieren ließ. Weißt Du zufällig, wie groß das größte Villenrgundstück war (60 Jahre später war ich da mal sechs Wochen Briefträger)? Rate mal, und dann denk bitte über die Zahl der Leoparden neu nach.

Nanuk Januar 10, 2012 um 09:14

@Hütt
Das ist ja noch besser VEB Panzerbau… Attacke!

Nanuk Januar 10, 2012 um 09:17

Ausserdem kann man heute mit Sateliten Ameisen zählen da sind nur noch feinmechanische Eingriffe nötig…

konrad Januar 10, 2012 um 09:35

Ein Bekannter von mir hat mal bei einer kontroversen Diskussion behauptet, ein Kredit wäre ohne Zinsen überhapt kein Kredit :-).

Fragen in die Runde: Wer darf bei einer Staatsanleihen Emission zeichnen? Welche Rolle haben dann hinterher diese Anleihen im Geldsystem? Was geschieht wenn keine Staatsanleihen mehr emittiert werden?

topi Januar 10, 2012 um 10:07

konrad
“Was geschieht wenn keine Staatsanleihen mehr emittiert werden?”

Kassenkredit. Anschließend Zahlungsunfähigkeit.

Bei der Diksussion um den Schuldenhimmel wurden ja diverse Varianten durchgespielt, was passiert, wenn der Staat mit seinen Einnahmen auskommen muss.

Man kann noch drei Fälle unterscheiden:

a) Das Land hat keine Neuverschuldung. Dann kann es auf “die Märkte” pfeiffen, muss natürlich mit der Aussetzung der Anleihenemission auch die laufende Tilgung stoppen, kann aber die eigentlich auslaufenden Anleihen prolongieren mit bestehendem Zinssatz.

a) Das Land hat Neuverschuldung, aber einen Primärüberschuß
Dann reicht es nicht, die Tilgung auszusetzen, sondern muss auch die Zinszahlung für bestehende Anleihen einstellen/einschränken.

c) negativer Primärsaldo
Dann reichen die bisherigen laufenden Einnahmen nicht, um die Ausgaben ohne Schuldendienst (Zins und Tilgung) zu decken.
Ohne Neuemmission heißt das also selbst bei Einstellung des Schuldendienst Ausgabenkürzungen, oder Einnahmenerhöhungen, subito.

Am einfachsten ist es natürlich, man schafft sich einen Direktzugang zur Geldproduktion. Man könnte ja wieder auf Münzen umsteigen. :roll:

topi Januar 10, 2012 um 10:10

Die nicht vorhandenen Anleihen “fehlen” natürlich dann als sicheres Collateral zur Geldschöpfung.

Allerdings sieht man beim Blick auf die vorhandenen Geldmengen, dass da die Notenbanken offenbar schon seit längerem Wurschtpapiere akzeptieren.
(ein Kommentator im Herdentrieb sagt “vollgeschissene Windeln”; ich glaube, dass ist etwas zu weit gegriffen).

h.huett Januar 10, 2012 um 10:13

topi
Die vollgeschissenen Windeln als Kollateral habe ich am 9. Dezember in Verkehr gebracht.

Die Parallelaktion sieht so aus: Die Regierungschefs beraten über das Überwachen und Strafen. Die Zentralbanker zwinkern mit beiden Augen und belohnen diejenigen, die am schlitzohrigsten volle Windeln an der EZB-Pforte als Sicherheit für üppige dreijährige Kreditlinien abgeben.

h.huett Januar 10, 2012 um 10:15

topi
Schöner Hinweis. Den sollten wir hier als Regel adaptieren. Nicht Schuldenbremse, nicht règle d´or sondern Schuldenhimmel, das Wattewort, durch das die Schulden in den Himmel wachsen.

konrad Januar 10, 2012 um 10:30

@topi
Betreffend Zentralbanken: Ist das tatsächlich so? Wo liegt dann das aktuelleProblem? Oder gibt es keins?

Nochmal die Frage: Wer darf zeichnen bei einer Emission?

holger Januar 10, 2012 um 10:44

@ topi

—>>>Die nicht vorhandenen Anleihen “fehlen” natürlich dann als sicheres Collateral zur Geldschöpfung.”

Diesen Satz habe ich ja nun mal gar nichte mal verstanden.

Linus Januar 10, 2012 um 10:47

“vollgeschissene Windeln”
Das Bild ist schief. Vollgeschissene Windeln haben einen deutlich höheren Brennwert.
PS: Ist ja wie bei Lucky Luke hier …

h.huett Januar 10, 2012 um 10:54

Linus
Kennst Du die Lucky Luke Episode über die Kindheit des Kopfgeldjägers?

holger Januar 10, 2012 um 10:55

@ Linus

—>>>Vollgeschissene Windeln haben einen deutlich höheren Brennwert.” :D Yep… Overunity Windeln. so zu sagen. Wieso bekomme ich hier (Fulda) kein G3 Standard. The Ih-Phone is in the ICE a Lame Duck.

konrad Januar 10, 2012 um 10:57

@Holger
Habe mal empfohlen das Schriftstück der BuBa zu lesen. Hättest jetzt topis Satz verstanden :-)!

holger Januar 10, 2012 um 11:02

@ konrad

Nee… ich weiß ja wie Geld und Hebel und so gemacht werden. Die fallen einfach vom Himmel. Woher sollte es sonst kommen beim Teutates :D Mir ist das Wurscht was die BuBa schreibt. Oder der Verein deutscher Banken. Ich habe das Buch verbrannt… Dümmer gehts nimmer sag ich nur. Die Scheixxe wird einem so lange eingetrichtert, bis man daran auch noch glauben mag. Nix… ;-) Mit mir nicht… nie nicht.

Linus Januar 10, 2012 um 11:04

@huett:
http://de.wikipedia.org/wiki/Totmannanker
Allein stilistisch ein echtes Fundstück.

“die Kindheit des Kopfgeldjägers” kenne ich noch nicht.
NB: Wie sieht eigentlich eine korrekte Quellenangabe bei Comics aus. Es muß doch irgendwas analog zu … Psalm VII, Vers 8 geben.

holger Januar 10, 2012 um 11:06

topi

genau topi… der ist es… topi und die Kammer des Stützel Strümpfe Schreckens. Der will uns ja immer beibringen, wie was läuft. Der und DTischer im Herdentrieb. Und auch der Buschi Buschbeck. :D Wo steckt der eigentlich? Hat der sich entspart?

Linus Januar 10, 2012 um 11:08

Nochmal zu Stabilitätsanker alias Totmannsanker:
“Anzumerken ist noch, dass diese Art der Verankerung eine Form der kurzfristigen Verankerung ist, da im Laufe der Zeit die eingegrabenen Teile des Seiles sowie des Baumstammes ihre statische Festigkeit aufgrund von Korrosions- und Verrottungsvorgängen verlieren.”

h.huett Januar 10, 2012 um 11:11

Linus
Der Lehrer verlässt kurz den Klassenraum und fordert den künftigen Kopfgeldjäger dazu auf aufzupassen. Das macht das frühe Häkchen. Als der Lehrer zurückkommt und einsilbig fragt: “Wer?” Sagt der kleine Kopfgeldjäger: “Der, der und der.”

Comic-Literatur wie jede andere auch: Autor, Titel, Jahr, Seite, der Rest muss gesucht werden.

h.huett Januar 10, 2012 um 11:12

Linus
Danke für den Hinweis. Die politische Zweckentfremdung des Worts wird immer kurioser.

snozin Januar 10, 2012 um 11:21

Wenn ein Staat Geld zu negativem Zinssatz aufnehmen kann, dann braucht er keine Schuldenbremse.

Hinwink: Ich meine das oben geschriebene und das nachfolgende natürlich nicht ernst.

Wie sieht es auf der anderen Seite aus, bei den vorsorgesichernden Fonds, die sich die Anleihen dieses Staates einverleiben? Die müssen zum Hochglanz ihre Prospekte zusätzlich noch mit Honig bestreichen.

Vor langer Zeit beschwerte ich mich einmal mit folgendem Erstkommentar an ein Blog:

“Schiefe Ebene das hier. Finde keine Haftfläche für meinen Senf…”

Ich sammle nun Honig und Senf wieder ein und harre der neuen Erleuchtungen, die da ganz sicher kommen werden.

konrad Januar 10, 2012 um 11:26

Also ich habe mich mit der Materie seit 2007 (angeregt durch “das gelbe”) intensiv befasst.
Festzustellen ist dass die Funktion des Geldsystems (so wie sie tatsächlich stattfindet) von der Mehrheit nicht wahrgenommen wird.
Die meisten hängen noch im Monetarismus und kommen mit Aussagen wie:
- “Die” drucken schon wieder Geld
-Wenn ich Geld brauch hole ich es mir von der Bank
usw.
Tatsache ist das Staatsanleihen, solange in Bankbesitz die Basis der Geldmenge darstellen.

1 Staatsanleihen => Basis Geldmenge
2 Geld => Basis des Wirtschaftens

Und jetzt bitte ich um Afklärung, wer für den Staat in die Lücke springt???

konrad Januar 10, 2012 um 11:34

Ergänzend zu oben:
Kein Wachstum = GAAANZ SCHLIMM
Wie funktioniert Wachstum bei einer reduzierung der Geldmenge?

Nanuk Januar 10, 2012 um 11:51

“Wie funktioniert Wachstum bei einer reduzierung der Geldmenge?”

Garnicht wenn wir pech haben funktioniert es nicht mal mehr mit einer Erhöhung der Geldmenge….

konrad Januar 10, 2012 um 11:54

Aber wie kommt das Publikum ans Geld? Die Firmen? Wir wollen doch alle keine Schulden haben!!!

Nanuk Januar 10, 2012 um 11:58

@konrad
Wir reduzieren die Geldmenge und dann kommt das Finanzamt und treibt die Mikroben alle in die Pleite und dann senken wir die Steuern paradiesische aussichten…

snozin Januar 10, 2012 um 12:17

Wachstum ist eine Frage der Statistik, der Müllverwertung, und insofern, ja, hat es auch mit der Geldmenge etwas zu tun. Wobei Müll eine realwirtschaftliche Kategorie ist und ein Beweis, dass diese Wirtschaftsform weiterhin lebt.

egal Januar 10, 2012 um 12:20

Übrigens, mittlerweile bin ich von der Schockstrategiethese vollkommen überzeugt. Wie anders sollten solche Nachrichten sonst erklärbar sein?

Vor der Ankunft der „Troika“ gab es Informationen, dass die Geldgeber weitere harte Sparmaßnahmen fordern. Darunter sollen auch Kürzungen im privaten Sektor sein. 150 000 Staatsbedienstete sollen bis 2015 gehen. Gehälter im privaten Sektor sollen um 20 Prozent reduziert werden. Auch die 13. und 14. Monatsgehälter im privaten Sektor sowie der Mindestlohn von 751 Euro sollen abgeschafft werden. „Es geht nicht, dass wir mehr Mindestlohn als Spanien haben. Die Hälfte der anderen EU-Staaten hat gar keinen Mindestlohn“, sagte Kapsis.focus

Nanuk Januar 10, 2012 um 12:22

@snozin
Die gute alte Mülltonne heist ja jetzt auch Wertstofftonne Genossen.

konrad Januar 10, 2012 um 12:33

@nanuk
Ich finde es gar nicht lustig wenn dabei eine “Verelendung” in Kauf genommen wird. Oder wissen “DIE” nicht was sie tun?

Nanuk Januar 10, 2012 um 12:40

@konrad
“Verelendung”?
Das ist eine Übung und eine Erhöhung der Vertikalspannung… wir müssen uns fit machen…

http://www.youtube.com/watch?v=0fIBcooR8fA&feature=related

h.huett Januar 10, 2012 um 12:40

egal & all
Danke für den link. Eben habe ich den Beitrag um einige Links ergänzt, unter anderem auch um den geleakten Entwurf des Fiskalunionvertrags

carlos manoso Januar 10, 2012 um 12:46

@ konrad Januar 10, 2012 um 12:33
„Ich finde es gar nicht lustig wenn dabei eine “Verelendung” in Kauf genommen wird. Oder wissen “DIE” nicht was sie tun?

Was heißt „in Kauf genommen wird“ ? Dieser geradezu epochale Gewaltprozess der globalen Selbstzerstörung des “Kapitals” nebst seiner „kapitalistischen Arbeit“ ist nun wirklich völlig alternativlos.

Wie es aussieht, hat das System Kapitalismus jetzt definitiv den Kolbenfresser und wenn das „System“ mit dem Rücken an der Wand steht, werden wohl ALLE Mittel zum Einsatz gelangen.

Da die sog. „demokratischen“ politischen Institutionen völlig absehbar immer handlungsunfähiger werden, wird die Rolle der EZB als einzigem verbleibenden weiter noch handlungsfähigem Akteur zunehmen. Beispielsweise wird zunehmend das Argument zum Einsatz kommen müssen, dass die EZB unbegrenzt Euros schöpfen muß und gegen Staatsanleihen tauschen muß, da diese Käufe von Staatsanleihen die einzig noch verfügbare Option zur Krisenbekämpfung und zur Stabilisierung der Euro-Zone sind. „Staatsanleihen-Käufe der EZB seien die einzige Alternative, dem sog. „Auseinanderbrechen der Euro-Zone“ –so die Sprachregelung- entgegen zu wirken. Die Käufe der EZB müssten unlimitiert sein, meinetwegen zuerst auch zeitlich „limintiert“, um jede Spekulation der „Märkte“ gegen die Staaten der Euro-Zone sinnlos zu machen.

Natürlich wird Angela Merkel nur sehr vermittelt über die exponentielle Zahl der ausbrechenden Brandherde von der Tatsache „Kolbenfresser“ etwas mitbekommen und sie wird vorerst ganz richtig ankündigen, dass der Weg in die sog. „Vereinigten Staaten von Europa“, bzw die Sprachschöpfung „Euroland“, lang, schwierig und chaotisch wird. In der Tat wird dieser Prozess Europa zu einem entscheidenden Faktor einer neuen Welt der universellen Krise machen, in der als weiterer demnächst kommender Akt die morscher werdende Dollarmauer, auf der sich die US-Macht der USA –der allerletzten Weltmacht- gründet, 2011 – 2013 einstürzt und die marode USA von Eruptionen geschüttelt im Prozess der Auflösung der Gesellschaftsstruktur vollends unregierbar werden wird..

topi Januar 10, 2012 um 13:04

@ Hans

Ehre wem Ehre gebührt.

:hut: (einfach zu wenig smileys hier ;-)

@ egal
“Schockstrategie”
Sicher.
Was unsicher ist, mE., wer dies wirklich als Strategie betreibt, und wer nur in Schockstarre in seinen dümmlichen Theorien hängt und die Schockkonzepte als alternativlos (nicht) versteht.

@ Konrad

Der Debitismus bietet die Gefahr, von einer zweckmäßigen Theorie für bestimmte Umstände zu einer gerade untergangssehnsüchtigen Weltanschauung zu werden; weil viel zuviel c.p..

Kehre um! ;-)
Schau dir die schieren Mengen an; es ist einfach unmöglich, dass das ganze “Geld” wirklich sicheres Kollateral zu Grunde liegt; geht nicht.

Die regeln sind von Menschen gemacht, und unter gewissen Umständen sehr lurzfristig zu ändern. Vollgeschissene Windeln, Heizwert hin oder her, werden wohl noch nicht genommen; aber welchen “Wert” das abgegebene “Papier” haben muss, ist doch schon längst verhandelbar.

(außerdem muss nur e.o. 111110 rausgeholt werden #räusper# )

Nanuk Januar 10, 2012 um 13:17
h.huett Januar 10, 2012 um 13:26

Die Isländer machen es vor: 93% sind gegen Bailouts für die Banken.

konrad Januar 10, 2012 um 14:12

@topi
Es geht nicht um die “Fantastiliarden” der “Finanzindustrie”, sondern um das Geld, welches in der Realwirtschaft ankommt.

waltereggers Januar 10, 2012 um 14:27

@ Hans Huett

Gerne.
Kleine Ergänzung:
Solche Stabilitätsanker finden natürlich auch Anwendung bei sog. ‘fliegenden Bauten’, d.h. Zirkuszelte, Tribünen etc., temporäre Architekturen also, die per definitionem ohne Fundament sind.
Dürfen in D ohne ordentliche Baugenehmigung errichtet werden, da greifen dann spezielle Bestimmungen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegende_Bauten

Nanuk Januar 10, 2012 um 14:31

@konrad
“Es geht nicht um die “Fantastiliarden” der “Finanzindustrie”, sondern um das Geld, welches in der Realwirtschaft ankommt.”

Es geht eher darum das die nicht in den Händen der Bedürftigen ankommen… weil sonst muss man sich sorgen machen das die Galeeren nicht mehr laufen weil wir alle dekadent werden… und uns Asiatische 75 Zoll Fernseher in die Wohnzimmer stellen… und dann erreichen wir nie die Weltherrschaft.

http://www.youtube.com/watch?v=_aMbFnymvqg

Lina Januar 10, 2012 um 14:33

Assoziationen (1)

Die Chimäre war ein schreckliches Ungeheuer, das einen Löwen- und einen Ziegenkopf und einen Schlagenkopfschwanz hatte. Dieses Ungeheuer drangsalierte alle Wesen in seiner Umgebung.

Dem Enkel des Sisyphos, Bellerophon, gelang es dieses Monster zu töten. Mit Hilfe von Pegasus, dem geflügelten Pferd, stieg er in die Lüfte empor und beschoß das Ungeheuer mit einem Speer, dessen Spitze mit einem Bleiklumpen versehen war.

Pegasus ist übrigens im Wappen des Templerordens als Zeichen der Armut abgebildet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pegasus_(Mythologie)

Lina Januar 10, 2012 um 14:39

Assoziationen (2)

Der Froschmäusekrieg

“(es) wird erzählt, wie einst der Mäuseprinz Krumendieb (griechisch Psicharpax: alle Namen sind „sprechend“) seinen Durst an einem Teich stillte, als der Froschkönig Pausback (Physignathos) auftaucht und ihn nach Herkunft und Geschlecht fragt (13–23). Die gegenseitige Vorstellung, die genau den Begegnungen der Helden Homers nachgebildet ist, endet im Selbstlob Krumendiebs für die Kultur der Mäuse, welche jener der Frösche überlegen sei (24–55).

Als Antwort lädt Pausback ihn zur Besichtigung seines Reiches ein: Er will ihn auf seinem eigenen Rücken über den Teich tragen, was die beiden auch beginnen (56–81). Plötzlich erscheint jedoch eine Wasserschlange, weshalb Pausback erschrocken wortwörtlich abtaucht und der arme Krumendieb jämmerlich, doch Rache schwörend ertrinkt (82–99). Das ganze Geschehen verfolgt vom Ufer aus der Mäuserich Tafellecker (Leichopinax), der das Unglück den Mäusen meldet, die von großem Zorn ergriffen werden, vor allem Krumendiebs Vater, der König Brotnager (Troxartes; 100–107).

In der Volksversammlung beschließen die Mäuse einen Rachefeldzug unter Brotnagers Führung gegen die Frösche und rüsten sich dafür (108–131). Der Froschkönig Pausback weist derweil jede Schuld von sich, so dass die Frösche im Rat ebenfalls die Rüstung beschließen (132–167). Wie es sich nach homerischer Tradition gehört, folgt nun eine parallele Götterversammlung: Zeus fordert die Götter pathetisch auf, einer der beiden Seiten zu helfen, Athene dagegen, die von unerwartet irdischen Sorgen gequält wird, welche ihr beide Tierarten verursachen (Mäusefraß im Tempel, Geldsorgen und Kopfschmerzen durch das Gequake der Frösche), plädiert dafür, die Schlacht nur neutral zu verfolgen (168–201). Die Götter stimmen Zeus zu, so dass er den Krieg eröffnet.

Nun folgt eine ausgiebige Schlachtenschilderung (202–259), die wie bei Homer v. a. aus Zweikämpfen einzelner Helden besteht und wortreich Wunden- und Todesarten aufzählt. Die Beschreibung ist jedoch insgesamt verworren, so dass die Forschung auch schon eine ursprünglich unabhängige Entstehung des Textes angenommen hat, der dann erst nachträglich in das Epyllion eingefügt worden wäre.

Nach vielem Hin und Her der Schlacht scheint diese durch die „Hochleistung“ (Aristie) des Mäuserichs Bröckchenräuber (Meridarpax) entschieden zu werden, der „das Geschlecht der Frösche auszutilgen“ droht und deren Front in die Flucht treibt (260–269). Zeus erbarmt sich nun der Frösche, deren vollständige Vernichtung er voraussieht, und fordert die Götter zum Eingreifen auf, aber ausgerechnet der Kriegsgott Ares bekennt, die Kraft einzelner Götter reiche nicht aus, dieser Schlacht Einhalt zu gebieten (270–284). Auf Ares’ Vorschlag hin schleudert Zeus seinen furchtbaren Donnerkeil, aber obwohl „der ganze Olymp erbebte“, lassen sich die Mäuse nicht aufhalten (285–292). Endlich schickt Zeus ein Heer von gepanzerten Krebsen oder Krabben zur Hilfe, denen es gelingt, die Mäuse in die Flucht zu schlagen (293–303). ”

http://de.wikipedia.org/wiki/Froschmäusekrieg

waltereggers Januar 10, 2012 um 14:42

Die Isländer, ein grundvernünftiges Volk.

Fast 40 Prozent der Bevölkerung werden von einem Mann regiert, den man als eine Mischung aus Helge Schneider und Georg Schramm beschreiben könnte.

thumbs up.

Nanuk Januar 10, 2012 um 14:45

Musischer Geschichtsunterricht mit Prof Brain

http://www.youtube.com/watch?v=yf5jkLq3j1E&feature=related

h.huett Januar 10, 2012 um 14:55

Lina
Du deutest damit an, dass Rettung vor dem Unsinn nicht von den Ökonomen zu erwarten ist, die die Chimäre hegen und pflegen, sondern von den Dichtern, deren Galionsfigur Pegasus ist? Seine Mutter war Medusa. Hier ein Gedicht meines Berliner Professors Klaus Heinrich aus dem Jahr 1979:

I
Wer Medusa sei? Perseus geriet ins Schwärmen. Eine ganz
entzückende Person sei das gewesen. Freilich am Schluß
habe er sie erlegen müssen. Aber das Köpfchen habe er mit-
gebracht und es ziere seitdem artig in Gold gefaßt den
Schild der Athene.

II
Noch einmal Medusa. Das ganz kleine Erzittern des Haar-
ansatzes der Schlummernden. Das Wort Perseus das sie in
Trance versetzt.

III
Übrigens wir haben dich nicht vergessen. Morgen ist Medusa-
Tag. Da backen die Bäcker Plätzchen mit deinem Namen. Zärt-
lich zergeht der Hauer im Mund.

IV
Medusa? Medusa ist tot. Ihr Pferdesöhnchen? Galoppiert
über den Helikon. Und Perseus? Schwärmt von Medusa. Wie
sie den Kopf verlor? Wie sie den Kopf verlor.

V
Ein letztes Mal Medusa. Trocken vor Erregung umarmte sie
mich. Ihre Schlangen zischelten dabei. Da wußte ich was
mir bleiben wird wenn ich mich von der Klippe stürzen
werde ins Meer

1979, K. H.

waltereggers Januar 10, 2012 um 14:56

Na also.
Die Verschlankung des Staates befördert private Initiativen:

http://diepresse.com/home/kultur/kunst/722580/Athen_Sicherheitsstreit-nach-PicassoDiebstahl

Lina Januar 10, 2012 um 15:07

Nanuk Januar 10, 2012 um 12:40

Noch etwas mehr Pathos, gefällig? ;)

Der berühmteste Ausspruch des Leonidas ist unter seinem Denkmal eingraviert:
μολὼν λαβέ – molon labe (komm und hol sie Dir)

http://www.youtube.com/watch?v=jpUVQ_z6Zcs&feature=fvsr

Xerxes: “Spartans, lay down your weapons.”
Leonidas: “Come and get them!”

brrrrrrrrrrrrrrrrr

h.huett Januar 10, 2012 um 15:12

konrad
“Es geht nicht um die “Fantastiliarden” der “Finanzindustrie”, sondern um das Geld, welches in der Realwirtschaft ankommt.”

Wie diese Meldung andeutet, wird selbst dieser Weg inzwischen umgedreht und die auf riesigen Cashreserven sitzenden Unternehmen springen der EZB mit eigenen Rettungspaketen für die Banken bei.

Nachruf Januar 10, 2012 um 15:17

Kubicki – wir lieben dich …
oder
der Norden taut auf :

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fdp-contra-union-finanztransaktionssteuer-spaltet-koalition-11600104.html

F I N A N Z T R A N S A K T I O N S S T E U E R für alle .

konrad Januar 10, 2012 um 15:20

@h.hütt
Ich sagte keine “Fantastiliarden”. Würden diese Ansprüche auf Geld in Geld umgewandelt werden, bliebe da nich mehr viel übrig von diesen “Fantastiliarden”.

h.huett Januar 10, 2012 um 15:22

Nachruf
Kubicki verspricht sich natürlich durch einen Koalitionsbruch in Berlin Aufwind für seine S-H-Wahlen. Anderswo heißt das cutting losses. Soviel zur liberalen Harmonie nach den Stuttgarter Weihespielen mit Totentanzcharakter.

waltereggers Januar 10, 2012 um 15:29

@Lina
Da deuten Sie was an …
Aber was solls, aus Fehlern lernt man bekanntlich, wie man sie besser macht.

Otto (der Bayer) war 20 Lenze jung, als er die besagte Gravur ignorierte.

Genau wie Maastricht-Europa heute.

http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_%28Griechenland%29#Verfassung

Lina Januar 10, 2012 um 15:31

Hans

“Du deutest damit an, dass Rettung vor dem Unsinn nicht von den Ökonomen zu erwarten ist, die die Chimäre hegen und pflegen, sondern von den Dichtern, deren Galionsfigur Pegasus ist?”

Nein, Hans. Das deute ich nicht an. Wie kommst Du darauf?

Nach ellenlangen Diskussionen in diesem Blog hier, stelle ich fest, dass man die Chimäre auch so beschreiben könnte:

Der Löwenkopf = Das Groß-Kapital

Der Zigenkopf = Die Politik (und alle bezahlten Ökonomen)

Der Schlangenschwanz (Katzenartige Tiere verwenden den Schwanz sowohl zum Balancieren als auch für die Kommunikation) = Das System und die Presse

Pegasus = Armut

Bellerophon, Enkel des Sisyphos = Das Volk

P.S.:
“Ursprünglich war Medusa eine betörende Schönheit. Als aber Pallas Athene diese bei einem Techtelmechtel mit Poseidon überraschte, war sie so erzürnt, dass sie die Buhlerin in ein geflügeltes Ungeheuer mit Schlangenhaaren, langen Eckzähnen, Schuppenpanzer, glühenden Augen und heraushängender Zunge verwandelte…”
http://de.wikipedia.org/wiki/Medusa_(Mythologie)

P.P.S:
Während der französischen Revolution hat man den Kampf mit dem Kampf gegen die Hydra, die Schwester der Chimäre, verglichen.

P.P.P.S.:
Meine Assoziationen haben NIX mit meiner Einstellung zu tun. Ich beobachte nur.

Lina Januar 10, 2012 um 15:35

Und, Hans……sorry….aber das Gedicht Deines Profs finde ich schrecklich. :D

topi Januar 10, 2012 um 15:38

holger
“Das Investoren nun Geld mitbringen, um es irgendwo Parken zu können zeigt doch hübsch, dass die nicht mehr Wissen, wohin mit der Kohle. Was ich seit langem vermute ist wohl schon im vollen Gange. Es gibt zu wenig neue Anlagemöglichkeiten. Stagnation. Die Märkte sind gesättigt, das Wachsdumm entschleunigt sich.”

Wechsel doch mal die Perspektive, Holger.

Wenn du mit einer 10-Liter-Kanne 4 kleine Bonsai-Töpfchen gießen willst, fehlen dir dann die Gießwasserverwendungsmöglichkeiten?

Wenn du mit 20 Kilo Blaukorn ein 10 m^2 Beet düngen willst, fehlen dir dann die Düngerverwendungsmöglichkeiten?

Es gibt nicht zuwenig Anlagemöglichkeiten, es gibt einfach viel zu viel Kohle.

oder, wer eher optisch orientiert ist, hier
http://www.cleanmpg.com/photos/data/500/total-credit-debt-percentage-gdp.jpg

Mit dem realen Wachstum hat das nichts mehr zu tun, höchstens mit dem gemessenen.
Ob es mehr “Geldvermögen” gibt, ist völlig unerheblich für den materiellen Wohlstand, und welche “Erträge” mittels Derivatgeschäften oder sonstwas, die ja im BSP enthalten sind, aus diesen Geldvermögen entstehen und wiederum auf Konten geparkt werden, ebenso.

Für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs bräcuhte man “Geld” von einem Viertel des BSP; der Rest dient nicht als Zahlungsmittel, sondern als Geldanlage, Wertaufbewahrungsmittel ( funktioniert natürlich nur bis zur letztlichen ABrechnung :roll: )

waltereggers Januar 10, 2012 um 15:51

@ Kubicki

Und natürlich ist die Große Koalition auch ein elegantes Tapetentürl für den Jüngerjünger aus der Bellwüh-Ruine.

topi Januar 10, 2012 um 15:52

nanuk, konrad, …
>>>“Wie funktioniert Wachstum bei einer reduzierung der Geldmenge?”

Garnicht wenn wir pech haben funktioniert es nicht mal mehr mit einer Erhöhung der Geldmenge….”

Es geht um die Zahlungsmittel in den Händen von Zahlungswilligen; was auf den Konten im Dornröschenschlaf liegt (besser gesagt auf die nächste Blase lauert), ist doch völlig egal.

Die Politik muss das nur verstehen und die Maßnahmen entsprechend in Gang setzen.
Am einfachsten sind natürlich Steuern auf Geldvermögen, die dann in bspw. Investitionen fließen, real wirksam werden

Reduziert die “Geldmenge”, erhöht die Zahlungsmittel, schafft Wachstum.

topi Januar 10, 2012 um 15:55

“Die Isländer, ein grundvernünftiges Volk.

Fast 40 Prozent der Bevölkerung werden von einem Mann regiert, den man als eine Mischung aus Helge Schneider und Georg Schramm beschreiben könnte.”

Also gegen die “Vernunft”, sich von Merkel, Rösler, Seehofer etc. regieren zu lassen, äußerst beachtenswert.

waltereggers Januar 10, 2012 um 16:01

@topi

Oh, das war ausnahmsweise kein doppelbödiger post.
Sondern tiefempfunden.

topi Januar 10, 2012 um 16:17

Die FDP muss also springen.

Die Frage ist, ob übers Stöckchen, oder ob einfach ab.

Die Gefahr ist, dass dieser oder auch jener Sprung nur der Ansatz für den nächsten Sprung, den finalen über die Klinge, ist.

Meine These war ja, dass die FDP nicht abspringt; der riesige Apparat, der mit den aus heutiger Sicht unvorstellbar vielen Bundestagsabgeordneten verbunden ist, will einfach nicht (Es bieten sich ja auch keine ersatzweisen großen Landesverbandkarrieren an).

Mit dem Lindner/Döring-Wechsel hist zwar die zart aufkeimende Programmdiskussion wieder beendet und es hat ein Dummsprecher der “Markenkern”ler übernommen (die doch tatsächlich von den “investigativen” Medien ständig mit Ordnungspolitik zitiert werden, wenn sie Vetternwirtschaft betreiben).
Trotzdem wiegt ersteres m.E: noch stärker.

Der Bruch kommt erst dann, wenn die Posten eh bald abgelaufen sein werden, und man sich verzweifelt nochmal als das Häuflein Aufrechter stilisieren will, um vielleicht doch noch vor der Tierschutzpartei zu landen. :roll:

topi Januar 10, 2012 um 16:18

@ waltereggers

Sorry. Was sagt das nur über mich? :roll:

topi Januar 10, 2012 um 16:31

Die Saar könnte dann zum Schicksalsstrom “hochsterilisiert” werden.

Unter normalen Umständen kann es kein Schwarz/Rot jetzt geben.
Dies Koalition ist ja damals nicht knapp gescheitert, sondern es ging um klare Richtungsbestimmung, welche die Grünen letztlich entschieden.

Selbst wenn die SPD bei der Neuwahl nicht die stärkste Partei würde, gäbe es noch einige Konstellationen, den MP zu stellen. (während schwarz/gelb etwas belastet sein dürfte :roll: ).

Springt man dagegen als Juniorpartner bei, dann wird es jetzt nicht, wie manche meinen, einen langen Vorwahlkampf geben.
Nein, Frau Dings wird ganz kooperativ sauber und ordentlich bis zum Ende regieren, sehr höflich und zuvorkommend ggü. dem neuen Juniorpartner.

Das Volk liebt die Harmionie, und schreibt sie natürlich der eh sympatischeren Chefin zu.

Aber ich sehe es vor mir, wie diverse Strategen Schwarz/Rot als Optionsstärkung und FDP-Schwächung auslegen, außerdem eine Neuwahlvermeidung zur weiteren LINKSmarginalisierung in der Öffentlichkeit wünschen.

waltereggers Januar 10, 2012 um 16:32

@topi
… keine Ahnung, aber vielleicht sagt es mir, ich solle mehr smilies setzen?

:-)

carlos manoso Januar 10, 2012 um 16:44

@ topi Januar 10, 2012 um 15:38
„Es gibt nicht zuwenig Anlagemöglichkeiten, es gibt einfach viel zu viel Kohle.“

Unsinn. Es gibt immer weniger Anlagemöglichkeiten in der sog. “Realwirtschaft“, die dem Kapital noch „befriedigende“ Renditen erwirtschaften könnten. Deshalb mußte das Kapital „virtuelle“ Spielcasinos mit Myriaden von Pyramidenspielen rund um den Globus eröffnen.

Die sog. Geldmenge M1 (das Geld des Normalbürgers) hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum kaum bewegt oder ist sogar teilweise rückläufig. Dagegen entwickelte sich die Geldmenge M3 exponentiell und ist aktuell auf einem Höchststand. Das Finanzsystem hat milliardenfach Geld in virtuelle Güter gesteckt, virtuelle Finanzinnovationen erfunden und mulliardenfach virtuelles Geld generiert. Das alte Spiel des untergehenden Finanzsystem ist bekanntlich, am Ende so schnell wie möglich virtuelle Werte in reale Werte umzuschichten, denn die Allerletzten beißen die Hunde, so der Bänkerspruch. Für die Banken gilt der Spruch übrigens auch. Immerhin sind in den letzten Jahren angeblich erst weltweit rund 50’000 Mrd. US-Dollar (virtuelle) Vermögenswerte vernichtet worden.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Deflation-ist-eine-reale-Gefahr–aber-nicht-im-Stil-der-Dreissiger/story/22574265

carlos manoso Januar 10, 2012 um 16:48

@ h.huett Januar 10, 2012 um 15:22
„Kubicki verspricht sich natürlich durch einen Koalitionsbruch in Berlin Aufwind für seine S-H-Wahlen. Anderswo heißt das cutting losses. Soviel zur liberalen Harmonie nach den Stuttgarter Weihespielen mit Totentanzcharakter.“

Kubicki hat es mit seinem Spruch geschafft, dass die Entscheidung über die Einführung der Finanztransaktionssteuer schnellstens noch vor Ende Januar 2012 fallen muß. Ein Scheitern der Schwarzgelben wg. der läppischen „Finanztransaktionssteuer“ wäre nämlich nicht nur für die FDP tödlich. Mit Eurokrise und so hat diese Steuer wg. der Ausklammerung von Großbritannien (City of London) eh nix zu tun, es is eh nur wie warme Luft wedeln.

Chart 17:
http://www.thecityuk.com/assets/Uploads/Fund-Management-2011.pdf

Nachruf Januar 10, 2012 um 17:32
Nachruf Januar 10, 2012 um 17:33

Umsatzsteuer – Karussellgeschäfte
http://www.spormann.de/banken.htm
hier wird geholfen ;-)

holger Januar 10, 2012 um 17:41

@ topi

—>>>Es gibt nicht zuwenig Anlagemöglichkeiten, es gibt einfach viel zu viel Kohle.”

Henne Ei? :D du bist mir so eine Schlingel ;-) Nach 4 harten Erklär-Stunden bei einem Weltkonzern (Entwicklungsabteilung), kann ich dir sagen, die Kohle wird nur in “konservatives” Wachsdumm”gesteckt. In den Verbrauch. Nicht weil se nicht ihr Geld nicht verpulvern wollen, die Strukturen sind verkrustet.

Also der Investor steckt sein Geld in die Tradition. Wache auf ohhh Topi wache auf :-))) Nachdem ich gefragt wurde, wie wann und wo, und ich 6-8 Monate sagte, ist die Blässe gekommen… So schnell? Höre oh Topi… Weltkonzerne sind so flexibel wie ein Amboss. Mein Gütester ohhh topi :D Wir sind von lame Ducks umgeben physisch, und das Geld ist viel schneller ohhh topi :D Das Geld ist schneller als die Materie…

:D Hosianna

holger Januar 10, 2012 um 17:49

Und @ ohhh topi

gehe er in der Zeit zurück, als die Brieftaube das Gold von A zu B geflogen hat. Dann wird er den Transport Zeit Unterschied erkennen, was die Eierbäcker und PCM aus dem Gelben nie begreifen werden. Und auch die Stützel Stütz Strümpfe nicht. Guthaben = Schulden :D Hach was liebe ich das Thema. Komme er mal auf die Böden der Tatsachen. Geld ist das Feine in Lichtgeschwindigkeit übertragbar. Wie meine Buchstaben… so lange ich Empfang in the ICE habe. :D Aber die Materie (Dichte) braucht im Jahre 2012 immer ein wenig länger.

Wozu bin ich eigentlich Prophet Seher Schamane Knochen und Runenwerfer? :D Zürne er mich nicht ;-)

Doktor D Januar 10, 2012 um 17:51
holger Januar 10, 2012 um 17:59

@ Doc D

Yep… hatten wir schon mal mit Faust uno et due aber da war der Strobl noch aktiv…

Doktor D Januar 10, 2012 um 18:03

Ah, stimmt! Ich erinnere mich wieder. Der Schirrmacher (oder war das jetzt odch jemand anderes?) hat recht: Internet macht Gedächtnis kaputt!

holger Januar 10, 2012 um 18:11

@ Doc D

da hülfet nur ein photographisches Hirn. :D Immer schön abscannen und im RAM ablegen. ;-) Ekelhaft diese Begabung, ist wie diese blöde Wolke. Ein Stichwort und es rappert und klappert die Mühle am rauschenden Bach klipp klapp.

peak Januar 10, 2012 um 18:24

@Holger

“Dann wird er den Transport Zeit Unterschied erkennen, was die Eierbäcker und PCM aus dem Gelben nie begreifen werden.”

Geht das auch in nicht EIS-Train-Geschwindigkeit. Ich verstehe es nicht. Also gerne nochmals ausführlicher in Bummelzugzeit.

holger Januar 10, 2012 um 18:39

@ peak

gerne auch mal ausführlich. Nehme er heutige Zahlungsvorgänge und betrachte er nicht die Schulden, sondern nur den Umsatz und die Zeit. Was geht da schneller vor sich? Die Guthaben Vermehrung oder die Schuld Vermehrung? Und dann Frage er sich, von was eine Urschuld abhängig ist. Von der Materie. Und von nix anderem. Letzten Endes eine Frequenz Umwandlung. Mehr nicht. Nun sollten wir mal 2 Dinge trennen. Das Feine und das Dichte. Da ich aber gleich aussteigen werde und das Hefe noch aussaufen muss, reicht die Zeit nicht dazu. So in ca. 2 Stunden ausführlicher.

peak Januar 10, 2012 um 19:14

@holger
Danke. Netter Trailer. Bin gespannt. Wird sich das “Gelbe” jemals vom Hefeweizen-Paradigma erholen können?

snozin Januar 10, 2012 um 20:11

@ holger

Dein schnelles Geld. Bevor die Schweinehälfte aus Montevideo als Kilo bei dir auf den Tisch kommt, wird sie vielleicht sechs oder neuneinhalb Mal ge- und verkauft. Mit Geld oder Kredit, der unterwegs aussteigt, CDS kauft, leuchtende, blinkende, giftige Teddynasen und Zertifikate, der sich tilgt und neu erschafft, dann ist er wieder beim Schwein und bei dir auf dem Tisch. Wo auch das Hefeweizen steht, mit sagen wir dreißig Zinsprozenten. Holger, das schaffst du ab, wenn du das Kilo beim Schlachter auf dem Bauernhof kaufst, gleich hinter der Brauergenossenschaft. Geh gleich los und vergiss den Beutel mit den Regiotalern nicht.

Unterkompex? Ja, sicher. Das ist aber für jeden nicht verschwendeten Gedankenbaustein einfach die Grundvoraussetzung. Überflüssig zu sagen, dass mir dieser Text,
schnell mal so hingeworfen, selbst nicht besonders gefällt.

neuling Januar 10, 2012 um 20:18

@snozin
nett erklärt und sogar die Zahlen stimmen

waltereggers Januar 10, 2012 um 20:40

@carlos manoso Januar 10, 2012 um 16:48

Das hier sieht aber schon ziemlich nach geordnetem Rückzug aus:
http://www.heise.de/tp/blogs/8/151193
bzw:
http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/presse/pressemeldung-fdp100.html

peak Januar 10, 2012 um 20:51

@snozin / neuling
sind die 30 % Zins auf ein Jahr Laufzeit gerechnet oder auf die Zeit von der Schlachtung bis zur Bratpfanne also ca. 10 Wochen. Bei 10 € pro Kilo aslo 3 € Zins oder 60 Cent Zins? Stark 5% Versicherungprämie gegen lokale/regionale/nationale Mißernten wären aus meiner Sicht ok. 20 Prozent, das wären meopotamische oder auch Dispo-Verhältnisse. Die ersteren endeten dann manchesmal mit Schuldenerlass.

Aber, wenn ich Holger richtig verstehe geht er trotzdem von einer unausweichlichen Bewegung aus. Zwar liegt PCM falsch, game over kommt trotzdem.

einbunkerfürdichbusiness bietet daher schon mal den benötigten “shelter from the storm”; und macht Nägel mit Köpfen!

peak Januar 10, 2012 um 20:52

Hier der vergessene Link zum einbunkerfürdich:

http://www.terravivos.com/

holger Januar 10, 2012 um 21:03

@ snozin

—>>> Holger, das schaffst du ab, wenn du das Kilo beim Schlachter auf dem Bauernhof kaufst, gleich hinter der Brauergenossenschaft. ”

So… das Telefon auf Null gestellt. Yep… @snozin ich bin auf dem Dorf “groß” geworden, lebe dort noch, mein Schwiegervater hat ne Jagd Pacht, und ich kann auch Tecker fahren. All dieser ganze Krams ist mir bekannt. Auch wie dort bezahlt wird.

ich habe aber kein Bock ein Buch über die “Zeit” zu schreiben. Gibt genügend. Ich tausche mit Geld nix, und ich kann mit Geld auch nix mehr speichern, und Geld ist auch keine Forderung. Weil Geld ist von dem Dichten (Gold) schon lange in das Feine (Psychologie) transformiert worden. Und ich schreibe auch nix neues, wenn ich behaupte, dass Geld der jetzt Zeit eine Frequenzumwandlung ist. Oder eben einen Energietransfer darstellt. PCM seine Studien von wegen Urschuld und so, haben einen anderen Background der aber nicht mehr gegeben ist. Wir Du Er Sie Es wir haben keine Urschuld und wir sind nicht schuldig. Hört doch einfach mal auf, in Tauschgeschäften zu denken. Das Geld ist einfach da. Selbst wenn das Huhn von alleine ein Ei legt. Und nun gehe ich noch weiter… was wäre aus allem Geld?

Wenn Morgen die Sonne den Arsch zu kneift?

Darauf möchte ich eine Antwort haben.

holger Januar 10, 2012 um 21:21

@ peak

—>>>Aber, wenn ich Holger richtig verstehe geht er trotzdem von einer unausweichlichen Bewegung aus. Zwar liegt PCM falsch, game over kommt trotzdem.”

Warum? Warum soll ein GO kommen? Es ist kein GO! Es kommt nur darauf an, wer darunter ein GO versteht. Für mich kommt kein GO. Selbst wenn das Abendland meint, unter zugehen. Das ist für mich Hirnrissig. Das ist doch kaputt im Hirn. Ja… meinetwegen GO. Gold auf 40.000 Dollar und mehr… Pfff. Und? Wech is Wech! Ich habs aufgegeben mich mit Gold&Silber Bunnys zu “streiten”… mögen ihre Berechtigung haben, aber nicht bei mir. Komischer Weise viele Ossis darunter. Die Edelmetaller. Sollen se Gold und Silber anhäufen, aber das Hirn wird dadurch nicht größer. Selten dämliche Rasse die Bugs Bunnys. Materie Idioten.

peak Januar 10, 2012 um 21:33

@holger
als Antwort: Ringsgwandl mit einem Dylansong:
http://www.youtube.com/watch?v=GcYzaHy813k

“…wir sind nicht schuldig”. Könnte sein.

GO war als Synonym für den Mayabohei gemeint. Das Mayazeugs ist nur Attitüde?

Linus Januar 10, 2012 um 21:57

Mal ‘ne blöde Frage: Ist dieser Debitismus eigentlich zu irgendwas nütze?

MNB Januar 10, 2012 um 23:00

Holger: “Für mich kommt kein GO.”

PCM meint mit GO: Das Spiel unter den aktuelles Spielregeln ist aus. Und damit hat er auch recht, seit den 1980er Jahren. Erst kam die Sonderkonjunktur Ostblock-Zusammenbruch dazwischen bis hin zum QE. Jedesmal wurde die Randbedingungen geändert. Insofern war sein GO keine Fiktion. – Andersherum wird es natürlich auch nie ein absolutes GO geben, da es immer einen neuen Morgen geben wird und ein paar Nasen, die diesen Erleben (wollen). Und sei es, wie Zara, im Stammesverband.^^

topi Januar 11, 2012 um 01:37

@carlos manoso Januar 10, 2012 um 16:44

Es ist ja immer schön, einen Beitrag mit “Unsinn” zu beginnen; da weiß man, was man hat. ;-)

Aber man sollte dann doch zumindest dem Zitierten widersprechen.
Ansonsten ist es reichlich albern, so zu beginnen, oder?

topi Januar 11, 2012 um 01:57

@ holger
“Henne Ei?”
Nee, zwei Seiten der Medaille. ;-)

“Diche, Feine”
Voll Knorke.
Du solltest doch ein Buch schreiben. Und jetzt als Direktor (oder Vice President?) haste doch bald genug Kohle, um es dir schreiben zu lassen.
Aber wehe, du lässt dir die Anzeigen vom schmierigen Maschi bezahlen!!

Dicht/fein, Schuld/Guthaben, Macht, Eigentum, Zahlungsmittel, Wertaufbewahrung, Recheneineit; alles beleuchtet einzelne Aspekte vom Geld, keines kann alles erklären und deshalb als alleinige Deutung sinnvoll bestehen.

Aber eines ist sicher: was zuviel ist, ist zuviel!

topi Januar 11, 2012 um 02:23

snozin
“Holger, das schaffst du ab, wenn du das Kilo beim Schlachter auf dem Bauernhof kaufst, gleich hinter der Brauergenossenschaft. Geh gleich los und vergiss den Beutel mit den Regiotalern nicht.”

Rückst du damit wirklich schon den Zinsen zu Leibe?
Betriebswirtschaftlich ist es ja erstmal egal, ob du Kapitalkosten zahlst, oder mit einem kalkulatorischen Zins rechnest.

Als Genossenschaftler kriegst du dann auch die Erträge, wenn sich daraus eine rein genossenschaftliche Regionalwirtschaft entwickelt, dürfte sich das etwas ausgleichen.

Sehr gut am Regiogeld ist natürlich, dass die Sinnlosigkeit, Guthaben anzuhäufen, viel eher zu Tage tritt.

holger Januar 11, 2012 um 06:34

@ topi

—>>>“Dichte, Feine”
Voll Knorke.”

:D habe noch nen (t) gekooft

Das schöne daran ist ja, mit dir kann man noch streiten :D Natürlich hat das Feine “Geist” und das Dichte “Materie” etwas mit dem Geld zu tun. Grain…Gold…Papier…Bit… Na gut, Kamele und Frauen waren auch noch dazwischen.

Schulden sind fiktiv Guthaben können beides sein fiktiv (Konto) real ( Happa happa Auto mein Baum mein Haus meins) Das Geld hat einen Wandel durch gemacht. Von Dicht (Grain mit kcal in sich Wetter abhängig) über Dicht (Gold ohne kcal in sich, aus der Erde puhlen, begrenzt) zu Dicht (Papier Baumwolle CO2 Neutral) zu Fein (Bit unendlich kommt auf den Rechner drauf an Stromverbrauch)

Dh das allermeiste Geld ensteht nur im Kopf und benötigt keinen physischen Geldspeicher ala Dagobert D. aus Entenhausen. Auch die Panzerknacker haben es heute “schwieriger”. Es sei denn, sie sind Hacker. Die ganzen Altmeister von Hayek bis Keynes oder Smith oder Rauschebart Marx, haben damit nicht gerechnet mit der Zeitbeschleunigung. Und ich wiederhole mich, der Startpunkt muss um 1881 gewesen sein. Und ein neuer Startpunkt 130 Jahre später um 2011. Es ist kein Wunder, dass wir in solchen wirren Zeiten umher stolpern. Und dabei gepflegt uns in Lichtgeschwindigkeit unterhalten können. Ein Übergangsphase.

Mit Hochleistungsrechnern wird es erstmals möglich, dynamische Formeln (Physik) plastisch dar zu erstellen. Die alte Welt war statisch gefangen. Q=m x c x delta T

Schulden=Guthaben ist ebenfalls statisch. Es gibt nun mal kein = oder einen Nullpunkt. Ausgeschlossen. Wenn das so wäre, würdest Du kein Wort tippseln.

Das bisherige Leben wurde nur Aufgrund statischer (“falscher”) Annahmen gelebt. Auch das Geldsystem und die Theorien basieren darauf. Was im kompletten Gegensatz zur dynamischen Realität steht. Wir brauchen kein System Geld mehr, was eine “Verschuldung” und “Aaaaabeit” benötigt. Das können wir in die Ablage legen. Es ist jetzt erstmal Stagnation angesagt. Bis die neuen Design-Konzepte in der Industrie Einzug halten. Und so langsam aber sicher, wird mir das klar, was gerade passiert. Lass es laufen, es wird alles Gut werden.

Nur die archaisch denkenden Menschen werden auf der Strecke bleiben. Gold Bugs usw. Und eines habe ich Gestern auch gemerkelt… Das Notebook ist ein feines Hilfsmittel, aber kann nicht einen Stift und einen Flip-Chart ersetzen. Ich bin mit dem Malen (Gedankenübertragung auf Papier) viel viel schneller und dynamischer. Das haben selbst die Anwesenden kapiert. Und das sind keine Dumme.

Ich “kann” (kein Bock) aber nicht eine dynamische Formel auf das Flip-Chart produzieren minimum 3 Millionen Seiten. Dafür brauche ich den Rechner. Dh es entsteht die “Mensch-Maschinen-Synergie” Und somit bin ich dann wieder dabei, bei dem Feinen (Geist) und dem Dichten (Materie). Der Rechner ist Materie und kann nur vom Feinen beeinflusst werden unter Einsatz von Strom (Licht-Energie).

Wir werden eine statische Epoche verlassen. Da kann sich die Kirche auf den Kopf stellen und weiterhin mit dem Arsch Fliegen fangen. Wir werden dank der Rechnergeschwindigkeiten “Neues” Land betreten. Und ein ganz anderes Verhältnis zu der lieben Pinke Pinke.

holger Januar 11, 2012 um 07:22

@MNB Januar 10, 2012 um 23:00
Holger: “Für mich kommt kein GO.”

PCM meint mit GO: Das Spiel unter den aktuelles Spielregeln ist aus.”

Nein… er meint die Urschuld (katholischer Glaube?) bleibt ständig beständig. Und das ist der einzige Kritikpunkt von mir an PCM. Zara kann sich sein Stamm sonst wohin… meinetwegen kann er ja sich das Wünschen. Soll er mal mit über 3 Milliarden Asiaten darüber sprechen, wie die so denken. Der Wicht.

Nägel mit Köpfen Januar 11, 2012 um 07:53
holger Januar 11, 2012 um 07:59

Ein Interview der besonderen Art mit Monti (Godmänner Sucks)

http://www.welt.de/politik/ausland/article13808298/Warum-Italien-mehr-wie-Deutschland-sein-sollte.html

erstaunliche Dinge sind da zu lesen.

holger Januar 11, 2012 um 08:27
Sargnagel Januar 11, 2012 um 08:32

@Holger

Bitte um Erklärung. Wo ist der Zusammenhang Mafia-ESM?

h.huett Januar 11, 2012 um 09:14

topi

Hier der link zu einem Hintergrundbeitrag von FT Alphaville über die vollen Windeln und woher sie kommen.

kurms Januar 11, 2012 um 10:35

Wie genau haften die Staaten denn für die Bankanleihen? Geht das in Deutschland über den Soffin oder darf das Parlament da mitreden? Über was für Instrumente erschaffen die französichen Banken ihren gewaltigen Zuwachs an Sicherheiten?
Jedenfalls scheint mir daß über diese 3-Jahres-Bank/Staatsfinanzierung durch die Brust ins Auge die Risken im Finanzsektor massiv erhöht worden sind.

Natalius Januar 11, 2012 um 13:11

@Holger 12011306:34

Eine wahre Geschichte: Ich kannte mal einen, der sowohl an Reich als auch an Schauberger glaubte, von Thermodynamik aber nicht viel verstand. Eigentlich gar nichts. Und was sah ich: Der Mann war einfach nur glücklich.

Dipfele Januar 11, 2012 um 14:12

FTS nur Symbolpolitik? Hat der Münchau recht?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,808451,00.html

BTW: Die tagesschu meldetet doch tatsächlich, dass eine FTS nach Auskunft von Experten nicht von den Banken gezahlt werde, sondern an die Kunden weitergereicht. Wer hätte das ohne Experten gedacht oder womöglich darin sogar den Sinn der Sache vermutet?!

h.huett Januar 11, 2012 um 14:58

OT

Hat einer von Euch gestern spät bei 3sat das Hartz-Porträt gesehen?

Irgendwie verblüffend, auch bestürzend und auch irre, wie der auf seine alten Tage mit neuen Projekten so etwas wie sein Lebenswerk zu retten versucht.

Natalius Januar 11, 2012 um 15:07

@Topi 12010923:22
Danke für das encouragement!
Nächste Woche wird es soweit sein.

@Alle
In aller Kürze: Ich glaube, daß die Tobin Tax alleine nicht ausreicht. Durch die Besteuerung wird dafür gesorgt, daß die Zahl der Iterationen/Geschäfte pro Zeiteinheit verringert wird. Vielleicht mit dem Effekt, daß virtuelles Kapital auf den sog. Märkten (ca. 500 Tera-USD weltweit) wieder z.Tl.in die Realwirtschaft (Summe BIP weltweit: ca. 50 Tera-USD) zurückgeht, was nicht ungefährlich ist.

Ich glaube, daß man etwas braucht, das die Genesis des fiat money angeht – den Zins. Hinter der exponentiellen Entwicklung von Vermögen und Schulden steckt nämlich etwas FURCHTBAR einfaches: Dass nämlich der Zins linear vom Kapital abhängt. NaWis sagen, das Kapitalwachstum erfolgt nach erster Ordnung [dc/ct = i c mit dc/dt = Zins, i = Zinssatz (absolut, d.h. 1% = 0.01) und c = Kapital] und meinen mit c: c hoch eins. Die – definieren wir mal monetäre Wachstumsordnung (später p für power = Ordnung) – ist in unserem Geldsystem (seit dem es Verleihgeschäfte gibt) auf eins fixiert: dc/dt = i c^1; EINFACH WEIL MAN SO DEN ZU ZAHLENDEN ZINS dc/dt AM EINFACHSTEN AUSRECHNEN KANN.

Bsp: c = 100000, i = 0.01 – dann ist dc/dt = 100000 * 0.01 = 1000.
Einfach oder?

NaWis verstehen den Ausdruck dc/dt nun eben nicht als Zins, oder Reaktionsrate, oder was auch immer, sondern als dc nach dt. Aha. Schulmathematik in Erinnerung zurück – als sog. gewöhnliche Differentialgleichung mit t = time. Was war noch mal die Lösung, wenn man’s umformt und integriert: Na klar, die Exponentialfunktion:

c(t) = c(t=0) exp (i t).

Finanzmenschen: Rule of 72 – Es braucht 72 Jahre um bei 1% Zinssatz das Kapital zu verdoppeln (c(t) = 2 c(0)). Oder 7.2 Jahre bei 10%. Oder 14.5 Jahre bei 5%. Steckt da drin, wenn man nach t auflöst.

So, und jetzt kommt’s: Ich wünsche mir, daß die EZB in Zukunft an zwei (statt einer) numerischen Stellschraube dreht. Die heutige Stellschraube ist der Leitzins (prime rate). Was wäre wenn die Zentralbank eine Stellschraube p bekommt, die sog. monetäre Wachstumsordnung, mit der man die EXPLOSIVITÄT des Geldwachstums einstellen kann?

Statt dc/dt = i c^1 also dc/dt = i c^p

Hmmm…. und wo soll p liegen?

Die Antwort kommt aus der Biologie und Chemie selbstreplizierender Systeme. Da gibt es nämlich Wachstum ausserhalb der Exponentialität. Und das Interessante ist: Jede Form von Wachstum hat ihre eigenen evolutiven Konsequenzen. Der Darwin’sche Wettbewerb (zum “survival of the fittest” führend) setzt exponentielles Wachstum voraus (p = 1). Ist p kleiner als 1, nennt man das Wachstum parabolisch. Bei parabolischem Wachstum ist Koexistenz angesagt: Der stärkste Replikator kann seinen Konkurrenten nicht alles “wegfuttern” womit diese aussterben, sondern stark bleibt stark, aber Schwächere können überleben.

Der Vorschlag wäre plug-in-kompatibel zum heutigen – auf Zins basiertem – Geldsystem, würde aber voraussetzen, daß man eine Zentralbank als öffentliche Einrichtung versteht. Wenn nicht der EU-Wähler (wir schreiben das Jahr 2023 – die Grenze wischen NaWis und HuWis existiert nicht mehr) über die monetäre Wachstumsordnung bestimmt – wieviel Wachstum wollen wir? – dann muss es der Zentralbanker tun. Das wäre ein Machtzuwachs, über den zuvor politisch diskutiert werden muss………

sally herb Januar 11, 2012 um 15:43

@ dipfele
FTS ist nützliche Symbolpolitik:
Hilft Merkozy in den Meinungsumfragen (vielleicht auch um die FDP loszuwerden/ noch kleiner zu halten)
Nützt dem Bürger in keiner Weise, denn zerstörerische Spekulationen werden nicht verhindert, nur minimal gehemmt.
Lenkt von den eigentlichen Problemen ab und ist die Beruhigungspille für die Linken. Ebenso wie die bald kommende Vermögenssteuer. Wird dann die 2. Stufe nach den Regierungsneubildungen in D+F.

Ich bin zwar kein “Experte”. Die Steuerberaterin meines Vertrauens sagt mir aber, dass das Kernargument von Münchau, die Umgehung sei leicht möglich, nicht zutrifft. Wäre ja auch gegen die allgemeine Tendenz, das Steuernetz immer enger zu ziehen.

Wollte die Politik wirklich die Finanzindustrie bändigen, bräuchte man keine neue Steuer, sondern nur das Recht:

Alle sinnvollen Finanzprodukte werden katalogisiert. Jedes Produkt bedarf der staatlichen Zulassung, die intransparenten, gefährlichen und lediglich der Spekulation dienenden Produkten verweigert wird. Der Handel mit Staatsanleihen wird beschränkt oder verboten.
Von der Realwirtschaft abgekoppelte Wetten und Handel mit Wetten nur noch bei Wettbüros.
Pleitebanken übernimmt der Staat zur Sanierung und zum anschließenden Verkauf. Eventuell hierfür ein speziell angepasstes Insolvenzrecht.
Alles nicht neu und nicht spektakulär. Würde aber die Krisengewinnler verschrecken, die mit ihrem Insiderwissen auf der Volatilität surfen.

@sargnagel
So verstehe ich auch den sybillinischen holger:
Die Mafia und die Spekulanten werden in der Krise immer fetter. Eine direkte Folge der Politikverweigerung seit 2008, wobei ich Monti sogar zutrauen würde, dass er die Mafia zurück drängen wird, sobald die Oligarchencliquen den Staat vollständig okkupiert haben. Seine Liebe zu Schäuble und zur teutschen Orrrdnung ist ehrlich. Man muss nur noch einen schönen Namen für die moderne Stabilitätsdemokratie erfinden. Haben wir spätestens in 24 Monaten zusammen mit den Stabilitätsfonds. TINA!

PS: Gibt es eine Hintergrundstory zu Monti? Goldman-Sachs reicht mir nicht, um Italien ohne Parteien zu regieren. Ist das wieder so eine Logengeschichte?

kurms Januar 11, 2012 um 15:43

@Natalius

Ganz so leicht anschlußfähig ist das dc/dt = i c^p leider nicht. Wenn ich clever bin verteile ich mein Vermögen auf mehrere separat verzinste Konten und kassiere dann insgesamt höhrere Zinsen als wenn alles auf einem Konto wäre. Das zu unterbinden dürfte nicht so leicht werden. Trotzdem insgesamt eine schöne Idee, aber die Superreichen wären wohl nicht begeistert.

Frankie Bernankie Januar 11, 2012 um 16:13

@Dipfele

“Die tagesschu meldetet doch tatsächlich, dass eine FTS nach Auskunft von Experten nicht von den Banken gezahlt werde, sondern an die Kunden weitergereicht. Wer hätte das ohne Experten gedacht oder womöglich darin sogar den Sinn der Sache vermutet?!”

Und das muss nicht mal stimmen, das mit dem Weiterreichen.

Solange es noch einen Wettbewerb gibt entscheidet immer noch der Markt, welche Kosten in welchem Umfang das Unternehmen an einen Kunden “weitereichen” kann.

Der Max Otte hat mal für attac ausgerechnet:

“Bei einer jährlichen Einzahlung von 1200 Euro über eine Laufzeit von 20 Jahren würde bei einer Finanztransaktionssteuer von 0,05 % lediglich ein Betrag von 74 Euro fällig, wohingegen die Belastung durch Gebühren der Finanzbranche bei etwa 8000 Euro liegen würde.”

Das hört sich an, als wäre da noch Luft in der Preisgestaltung bei den Finanzinstituten. Luft, die bei einem einigermassen transparentem Markt auch dazu genutzt werden kann, daß man die FTS eben nicht weiterreicht, wenn man gegenüber dem Konkurrenten einen Vorteil haben will.

Aber die Markttransparenz in der Finanzbranche , das ist wahrscheinlich der Pferdefuss.

Linus Januar 11, 2012 um 16:15

@Natalius:
Ich habs noch nicht zu Ende gedacht. Mir dünkt aber, daß für “parabolisches Wachstum” c^p kleiner 1 sein muß. Das wäre dann eine fallende Profitrate für den Rentier, oder? Was hätte das für Konsequenzen?

Frankie Bernankie Januar 11, 2012 um 16:28

@Dipfele

“FTS nur Symbolpolitik? Hat der Münchau recht?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,808451,00.html

Münchau hat eigentlich immer recht, hier aber nicht, oder ich verstehe ihn nicht.
Er sagt, man kann der FTS entgehen , wenn man neue Produkte macht, die nicht der FTS unterliegen – diese Logik versteh ich nicht.
Wenn ein Industrieunternehmen neue Produkte macht , dann unterliegen die schliesslich auch automatisch der Umsatzsteuer, ganz einfach weil sie fakturiert werden ( das ist schliesslich der umsatzsteuerrelevante Vorgang ) und ähnlich wäre es doch mit den Finanzprodukten: bei Vertragsabschluss wird abgeführt ( und ohne Stempel geht der Rechtsanspruch noch nicht mal auf den Käufer über – siehe stamp duty taxation in UK ).

Man muss nur wollen. Natürlich gibt’s Steuervermeidungs- und -umgehungsstrategien, aber die gibt’s ja immer bei der Besteuerung, das ist nichts Neues.

holger Januar 11, 2012 um 16:41

@ Natalius Januar 11, 2012 um 13:11

Über die Thermodynamik werde ich kein Wort verlieren :D Orgon und Repulsine sind ebenfalls ausgeschlossen :D

Nur soweit dazu… Die Thermo”Dynamatiker” Oder besser die Thermo “Statiker” sollen da bleiben wo der “Pfeffer” wächst. Die haben nämliche einen Heiden Respekt vor Dampf”schlägen”… ich übrigens auch, und das Material ebenfalls. Aber ansonsten ist das auch ein verrottete Gesellschaft ;-)

Natalius Januar 11, 2012 um 16:45

@Kurms

Danke für Ihren Kommentar – Sie sehen es genau richtig!

Die Cleverness gilt für den subexponentiellen/parabolischen Fall (p < 1). Die Zentralbank ist deswegen gut beraten, meistens p 1 (hyperbolisch) einzustellen. Dann ist es genau umgekehrt. Die monetäre Wachstumsordnung p muss also von Zeit zu Zeit (ebenso wie der Leitzins) umgestellt werden. Wird p sogar täglich bis wöchentlich verändert und für jede Vermögensumschichtung eine Tobin Tax erhoben, wird es sich irgendwann nicht mehr rechnen, ständig Konten aufzulösen und neu einzurichten.

Den Superreichen sei gesagt: Ihr müsst ja nicht zusätzlich etwas abgeben (ausser der Tobin Tax). Ihr dürft alles Geld behalten!!!! (Nur ist kleines Geld ab heute “vermögenswirksamer” als großes – jedenfalls meistens). Bleibt reich, aber laßt die Armen nicht noch weiter verarmen.

Ich sehe den Vorschlag also komplementär und nicht als Alternative zur Tobin-Tax.

Natalius Januar 11, 2012 um 16:50

PS: Blödsinn: Meistens parabolisch (p 1)!!!!! Sorry!!

Natalius Januar 11, 2012 um 16:53

PPS: Ich habe es nicht falsch geschrieben – DER EDITOR VERSCHLUCKT ZEICHEN!

ALSO NOCHMAL: MEISTENS PARABOLISCH (PEH KLEINER EINS) UND MANCHMAL HYPERBOLISCH (PEH GRÖSSER EINS)

Natalius Januar 11, 2012 um 16:59

@Holger

Hast recht! Wohin mit der Wut? Ein mir sehr sympathischer Held der Arbeit sagt: Stück Wald kaufen, Holz hacken, und so bleiben wie man ist.

Natalius Januar 11, 2012 um 17:07

@Linus
Genau so ist es. Hab ne kleine Tabelle in dem Paper drin, die ich zur Illustration hier gerne einstellen würde.

Test:
0000 0000 0000 0000 0000
1111 1111 1111 1111

Schluß: geht nicht – werde den Link auf das paper später reinstellen.

holger Januar 11, 2012 um 17:23

OT (Ist da noch alles klar?)

“Nach dem Entwurf soll es künftig verboten sein, das Wort Nazi oder ähnlich klingende Wörter sowie Begriffe zu benutzen, die mit dem Nationalsozialismus, dem Dritten Reich oder einer seiner führenden Vertreter verbunden sind. Strafbar würde sich auch machen, wer gestreifte Kleidung trägt, die an die Kluft der Insassen von Konzentrationslagern erinnert, oder einen gelben Judenstern sowie ähnliche Symbole benutzt.”

http://www.n-tv.de/politik/Israel-bestraft-Nazi-Vergleiche-article5188326.html

Das sind mal Nägel mit Köpfen. Könnte man ja auch in Deutschland mal einführen. Die haben doch alle einen an der Waffel.

Und @ nanuk würde lebenslänglich bekommen. Da verbietet ein “rechtsradikaler antisemitischer” Staat… Wer hat eigentlich das Copyright?

Natalius Januar 11, 2012 um 17:36

@Holger

Ich habe Freunde in Rehovot, die finden die Privilegien der Ultraorthodoxen gar nicht gut! Die dürfen sich sowas rausnehmen, und müssen z.B. nicht dienen wie jeder andere Israeli. Und da herrscht ständig Krieg.

snozin Januar 11, 2012 um 17:42

(:D
Hans Hütt,
(betrifft Hartz-Porträt gestern, nächtlich)
Zunehmend fließt der Faktor t (Zeit) in die Diskussionen ein, (Holger, Nataliusus, andere) Was mich zu der Frage führt: Haben Sie eine Apparatur zur Dehnung oder gar Krümmung von t erfunden?

Sie lesen,schreiben, hören, gl…, Pardon, ich meine sehen, zitieren, rezitieren, rezensieren…, sagen Sie, ist Ihnen bei all dem bewusst geworden, dass Silvester und Neujahr schon hinter uns liegt?

p.s. Hätte beinahe bloggen vergessen.

(:D

holger Januar 11, 2012 um 17:43

Natalius

darum gehts mir gar nicht. Habe zu oft “Das Leben des Brian” gesehen. Und was die Ultras da veranstalten ist nicht mein Bier. Ich finde die Empörung darüber nur lächerlich. Da verbieten “Zionisten” den Ultras den Stern zu tragen. Krass…

Natalius Januar 11, 2012 um 18:37

@Holger

Na ja, Israel ist komplizierter (manche würden sagen komplexer) als viele andere Länder (einschl. D). Israel ist das Ergebnis einer (völkerrechtlichen) Synthese – und irgendwie hat man zwischendurch nicht aufgepasst und es entstand etwas, was man jetzt eigentlich gar nicht mehr haben will: In Israel. Heute. Man hat es toleriert – sogar gefördert – aber inzwischen mag man es nicht mehr: Es, das Religiöse. Ich denke, daß meine Freunde repräsentativ sind. Säkularisierungsmangel?: Der israelische Weltmensch versus dem ewigen Juden? (Verfassungsschutz: Ist nicht als Antisemitismus gemeint – bin nämlich kein Antisemit). Der Begriff Zion ist sehr politisch zu sehen in Israel.

Übrigens: Es lohnt sich, das Land zu besuchen!

holger Januar 11, 2012 um 18:39

Wer es immer noch nicht kapiert hat, schaue sich bitte das Video an…

http://www.youtube.com/watch?v=S4cm0bs17D8

holger Januar 11, 2012 um 18:44

Natalius

—>>>Übrigens: Es lohnt sich, das Land zu besuchen!”

Natürlich… warum auch nicht? Ich habe auch nix gegen Israelis. Ich würde auch gerne da mal hin http://de.wikipedia.org/wiki/Tempel_von_Baalbek

Oder in den Iran. Ich kenne einige Perser. Die Welt ist einfach nur bekloppt.

h.huett Januar 11, 2012 um 18:50

snozin

t krümmt sich unter meinen schrägen Blickachsen. Welches Jahr ist vorbei?

Natalius Januar 11, 2012 um 19:33

@Holger 1201111839

So was nennt man Phänomenologie. Bin mir ziemlich sicher, daß es als Resonanzphänomen physikalisch simulierbar ist und daher weder “Ur” noch “Leben” (weil Wasser) zum Ausdruck bringt.
Phänomenologie verstehe ich heute als Kunstform, und als Kunst ist es schön anzusehen – keine Frage.
Der Vorläufer waren sog. Chladny’sche Klangfiguren – es ging hier um Knotenlinien bei stehenden Wellen auf schwingenden Glasplatten, die mit Holzmehl bedeckt waren.

holger Januar 11, 2012 um 19:57

natalius

—>>> Bin mir ziemlich sicher, daß es als Resonanzphänomen physikalisch simulierbar ist und daher weder “Ur” noch “Leben” (weil Wasser) zum Ausdruck bringt.”

Klasse :D Klasse echt Klasse… :D Ich sehe schon Du weißt Bescheid… und ciao

h.huett Januar 11, 2012 um 21:43

Breaking News

Regierungssprecher Seibert arbeitet noch handschriftlich. Dieses Photo zeigt ihn mit einem Sprechzettel, auf dem u.a. Volksbefragung >€ zu lesen ist. Was sagt uns das?

Natalius Januar 11, 2012 um 21:58

@H. Huett:

Das ist ein Original – wer hat es gemacht?

gelegentlich Januar 11, 2012 um 22:00

@h.huett
Hmmh, nicht ,,Volksbefragung |DE”?

waltereggers Januar 11, 2012 um 22:01

Vielleicht steht ja drauf:
“Der Name Wulff muß nun völlig vergessen werden.”

tourist Januar 11, 2012 um 22:04

Klasse Foto!

Stumme Gesichter. Die Verengung des Blicks auf das Handy. Man kann die Verkrampfung in den Finger spüren, wie sie versuchen auf dem winzigen Tastaturfeld ihre Nachricht zu tippen. Getrieben von der Zeit. Grosses kann so nicht entstehen…

waltereggers Januar 11, 2012 um 22:08

… ich lese:
“EU-Konstruktion
Volksbefragung DE
(ein?) dramatisches Ereignis”

Hans Hütt Januar 11, 2012 um 22:08

Das Photo fand ich via Stefan Schulz bei Cicero – und es steht hinter Volksbefragung ein deltaähnlicher Pfeil und dann folgt ein €

waltereggers Januar 11, 2012 um 22:15

Oh no, da steht “dramatischstes” – – – verdammt, das ist ein Wisch von dem Guttenberg!!!

Wie kommt denn der da hin?
(Bzw.: wann wurde das geknippst?)

Hans Hütt Januar 11, 2012 um 22:22

Kürzlichst

John Fystikis Januar 11, 2012 um 22:25

€-Krise dramatischstes Ereignis?
+ Ziele bis 2013

waltereggers Januar 11, 2012 um 22:32

@John F.

stimmt, so ist es lesbar.

waltereggers Januar 11, 2012 um 22:37

Weiter oben steht “… keine monopole mehr” ???

waltereggers Januar 11, 2012 um 22:40

1. Zeile:
“€ / Frieden in Gefahr” ???

John Fystikis Januar 11, 2012 um 22:40

@ waltereggers
Ja. Was heißt das darunter?

Die ersten beiden Zeilen vielleicht:
€ Frieden in Gefahr
ITA

ITA=Italien

John Fystikis Januar 11, 2012 um 22:42

Habe ich auch!

Ich glaube nich, dass dieses “Delta” ein Pfeil ist, da es zu eng an dem € steht. Eher Volksbefragung in DE zur EU-Konstruktion.

Hans Hütt Januar 11, 2012 um 22:45

Was ebenso dramatisch wie sensationell und notwendig wäre

waltereggers Januar 11, 2012 um 22:47

“Ich glaube nich, dass dieses “Delta” ein Pfeil ist, da es zu eng an dem € steht. Eher Volksbefragung in DE zur EU-Konstruktion.”

Seh ich genauso.

@Hans Huett,
Wo bleiben die sodoku-Pics der Linken-Fraktion im Plenum?

waltereggers Januar 11, 2012 um 23:00

@John F.

Bei “ITA” gehe ich mal noch mit.
Alles Andere müßte ich raten. Furchtbare Klaue, der Mann.

Aber mal was Anderes, Schreibanlaß und so. Ort. Auf welchem Flur zwischen welchen zwei Terminen.
Einfach zur Relevanz des Wischs … ??

waltereggers Januar 11, 2012 um 23:03

… ha, Zeile 2:

“DE /…. keine Monopole mehr im
Währungsraum”

waltereggers Januar 11, 2012 um 23:04

???

Hans Hütt Januar 11, 2012 um 23:05

Im Kanzleramt

waltereggers Januar 11, 2012 um 23:09

Wo der Ärmel ist, wird’s interessant.

waltereggers Januar 11, 2012 um 23:13

@ Hans Huett

Keine wirkliche Überraschung, das. :-)
Ich meinte, ist der Bursche auf dem Weg in die Pressekonferenz, dann ist sein Zettel doch mittlerweile längst durch den Shredder.

Vielleicht 1 Exzerpt von Voranfragen?

Hans Hütt Januar 11, 2012 um 23:21

Man bräuchte eine Durchleuchtungstechnik für photographierte Körperteile

waltereggers Januar 11, 2012 um 23:24

:-)

waltereggers Januar 11, 2012 um 23:29
neuling Januar 11, 2012 um 23:36

wie geht’s denn weiter, wenn Europa nach chinesischem Vorbild zu einer schlagkräftigen Wirtschaftsmacht zusammen”geschustert” wurde?

Wiesiehtsdennaus mit USA, Russland, China, Indien und Europa im großen Ganzen, wenn’s nicht mehr für alle reicht? Kann ja nicht sein, dass Afrika die ganze Schose bezahlen soll.

waltereggers Januar 11, 2012 um 23:38

“Monopole” ist glaub ich nicht richtig.
Eher irgendeine Politik (“….pol.”)

Was soll’s.

waltereggers Januar 12, 2012 um 00:23

Naja, am Mittwochmorgen war die erste Kabinettssitzung des Jahres …

http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Homepage/home.html

topi Januar 12, 2012 um 00:25

@ Holger

Organische Bildschirme gerade in den Tagesthemen. ;-)

topi Januar 12, 2012 um 00:43

neuling

“Wiesiehtsdennaus mit USA, Russland, China, Indien und Europa im großen Ganzen, wenn’s nicht mehr für alle reicht? Kann ja nicht sein, dass Afrika die ganze Schose bezahlen soll.”

Dass die Ausbeutung der Kolonien den Wohlstand der Kolonialherren ergab, kann schon für die alte Kolonialzeit diskutiert werden (disclaimer: das ist KEINE Relativierung der Verbrechen).

Heute kann man das ausschließen. Es sind Konzerne, die von den Hungerlöhnen der Näherin in Bangladesh profitieren, nicht Volkswirtschaften.

Rohstoffe werden knapper; aber nicht schlagartig, nur bei einzelnen Stoffen, die dann substituiert werden, langfristig werden Preissteigerungen zu Effizienzsteigerungen und komplettem Recycling führen; Energie gibts frei Haus, man muss sie nur nehmen.

Natalius Januar 12, 2012 um 01:28

Zwei/drei Monate her oder so – es gab mal wieder so ein Investorentreffen im pheinen Geneve mit 2000 CHF Eintrittsgebühr – die Presse kam nicht rein. Die Presse (und attac) erhoben den “Verdacht”, daß das (day)trading von commodities zu einer Verteuerung der Preise von Grund-Nahrungsmitteln (z.B. Reis) geführt hat. Zeitgleich erschien der world wealth report der Allianz. Tja, der Verdacht ist wohl Realität. Die Märkte machen Investoren immer hungriger – gleichzeitig steigt echter Hunger (z.B. nach Reis). Leute: Laßt uns Angie küssen, daß sie es wagt, Tobin einzufordern – Tobin ist besser als gar nix. Flowers and Kisses to Angie – verbunden mit “Mach es wahr” – unabhängig von der Sarkozy-Wahlsache und den FDP-Nervköppen. Deren Einwand zur City (of London) ist zwar richtig – dann muß Cameron eben davon überzeugt werden, daß das Stadtstaatprivileg ein monarchistisches Relikt ist. Genau so antidemokratisch wie Brüsseler Verhältnisse, die von Nigel Farage angeprangert werden. Engländer (mit akademischem Bildungsstand) sind proud auf ihre Bank of England, weil die ja seit 47 “national” (und nicht mehr privat) operiert. Falsch: Die Bank of England gehört der BOEN (Bank of England Nominee Ltd), und deren Besitzverhältnisse sind per Gesetz für die Öffentlichkeit nicht einsehbar. Von wegen alles besser in England, FDP!

holger Januar 12, 2012 um 06:46

Moin topi

—>>>Organische Bildschirme gerade in den Tagesthemen”

übelste VT in der Röhre :D Geht nicht, gibts nicht…

OLED Januar 12, 2012 um 07:38

Eine organische Leuchtdiode (englisch organic light emitting diode, OLED) ist ein dünnfilmiges leuchtendes Bauelement aus organischen halbleitenden Materialien, das sich von den anorganischen Leuchtdioden (LED) dadurch unterscheidet, dass Stromdichte und Leuchtdichte geringer sind und keine einkristallinen Materialien erforderlich sind. Im Vergleich zu herkömmlichen (anorganischen) Leuchtdioden lassen sich organische Leuchtdioden daher kostengünstiger herstellen, ihre Lebensdauer ist jedoch derzeit geringer als die herkömmlicher Leuchtdioden.

Die OLED-Technologie ist vorrangig für Bildschirme (z. B. Fernseher, PC-Bildschirme, Monitore) und Displays geeignet. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die großflächige Raumbeleuchtung. Aufgrund der Materialeigenschaften ist eine mögliche Verwendung der OLEDs als biegsamer Bildschirm und als elektronisches Papier interessant

Quelle: Wikipedia

holger Januar 12, 2012 um 07:59

Ich kann nur noch mal betonen, geht nicht gibts nicht. Gabs vor 150 Jahren auch noch nicht. Verstößt gegen die Gesetze Thermodynamik, Fallgeschwindigkeit 9,81 im Vakuum und somit ein Fake. Außerdem ist das Tierquälerei und gehört verboten. Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht. Stand auch noch nicht in der “Bild” und somit kein Allgemeingut.

h.huett Januar 12, 2012 um 08:29

Topi & Holger

Es geschehen Zeichen und Wunder. Was lese ich heute Morgen auf Seite 1 der FAZ rechts oben? FAZ Herausgeber Holger Steltzner schreibt:

Wieso sollten allein italienische Arbeiter und Rentner Opfer bringen? Warum greift Rom nicht auf die extrem hohen Finanzvermögen zu? (…)Setzte Monti eine einmalige Vermögensabgabe von 16 % durch, drückte die auf einen Schlag die Staatsschuld Italiens unter die Marke von 100 % der Wirtschaftsleistung. Monti sollte sich das trauen, statt Steuerzahler aus ärmeren Euroländern noch stärker in Haftung zu nehmen.

Sargnagel Januar 12, 2012 um 08:48

Die FAZ sagt Monti, was er tun soll? Dürfte ungefähr so wirkungsvoll sein wie ein Beitrag in diesm Blog.

Natalius Januar 12, 2012 um 08:55

Moin,
manchmal werden Begriffe falsch assoziert. Z.B. “organisch”.
Da denken einige sofort an “vis vitalis” – diese magisch-mythische Urkraft, die das Lebende vom Nicht-Belebten unterscheidet. Vor 200 Jahren war “organisch” tatsächlich eine Art “Konzept”, mit dem z.B. Chemie klassifiziert wurde: Organische Chemie vs. anorganische Chemie. Selbst Chemiker haben diesen magisch-mythischen Unsinn geglaubt, daß organische Materie nur aus pflanzlichem oder tierischem Leben entspringen kann. Dann aber kam Wöhler und zeigte, daß Ammoniumisocyanat (etwas Anorganisches) in organischen Harnstoff überführt werden kann. Ich glaub, das war so 1830 – ich will jetzt nicht nachgucken.

Bis heute hält sich ES (vis vitalis) hartnäckichst – wenngleich ES auf VT Seiten, bei orthodox-religiösen Menschen und solchen die unter “freier Energie” nicht F = U – TS verstehen – versteckt ist.

Manche sind halt “bewegt” . Sie haben nach einer Hypnosebehandlung in ihrer Kindheit (durch Eltern, Pfaffen oder Lehrer) “tiiiiiiiiiefe Eeeeeeehrfurcht voooor deeeem Leeeeeeben!”, so tief, daß sie’s gar nicht wissen wollen, wie’s funktioniert.

Natalius Januar 12, 2012 um 09:05

PS: Organisch = Verbindung/Substanz, die Kohlenstoff (neben anderen Elementen) enthält.
PPS: Manche Grüne haben so’n Schlag davon abbekommen – vermutlich auch solche, die Christ.. im Namen führen, wie unser Bundespräsident.
666

h.huett Januar 12, 2012 um 09:06

Sargnagel

Unterschätze den Wirkungsgrad dieser Nische nicht, das betrifft zwar nicht unbedingt alles, was hier so erscheint. Manches ist gut versargt, anderes gut versorgt.

Im übrigen ist Holger Steltzner als Herausgeber zuständig für das Wirtschaftsressort der FAZ und deshalb richtet sich sein Vorschlag gewiss nicht als Einschreiben an Herrn Monti (so sehr der sich darüber freuen dürfte).Die aufmerksamsten Leser dürfte Herr Steltzner heute bei der deutschen Linken und den Gewerkschaften finden.

holger Januar 12, 2012 um 09:09

h.huett

—>>>Setzte Monti eine einmalige Vermögensabgabe von 16 % durch, drückte die auf einen Schlag die Staatsschuld Italiens unter die Marke von 100 % der Wirtschaftsleistung.”

Das sind ja so Vor-schläge, wo ich mich immer Frage: Was soll das für einen Nutzen haben?

Sagen wir mal, wir reden von 300.000 (was weiß ich) und die werfen magere 6% an Rendite ab. Dann sind das per Anno 18.000
bei 16% einmaliger Beschlagnahme sind das 48.000 und nur einmalig. Wenn ich nun die Junx dazu verdonnere, auf die 6% zu verzichten für ca. 3 Jahre, und sie Monti zu spenden, dann sind das 54.000

Wobei ich da den Stamm von 300k erhalte. Also kein Verlust. Nun kommen aber die Cleverle aus dem Haus und wollen die 300k reduzieren auf nun 252k. Bitte einfach nur Versuchen.

Mit was fahre ich nun besser? In the Long run? Den Stamm verkleinern, oder den Stamm lassen?

topi Januar 12, 2012 um 09:18

@ holger

Du alter Betriebswirt du. ;-)

Volkswirtschaftlich gibt es keine Rendite über dem Wachstum, nur Umverteilung.

holger Januar 12, 2012 um 09:23

Ich hatte nicht umsonst das:

holger Januar 11, 2012 um 18:39
Wer es immer noch nicht kapiert hat, schaue sich bitte das Video an…

http://www.youtube.com/watch?v=S4cm0bs17D8

eingestellt. Und wenn sich die Ökonomen damit mal beschäftigen würden, dann würden sie auch ein Theorie finden, wie es auch mit dem Nachbarn klappen würde. Aber auch in der grauen Theorie, alles nur statisch denkende Einheiten. Keine dynamische Einheiten. Das Geldsystem muss wechselseitig, in einer bestimmten Geometrie “pumpen” damit es funktionieren kann, in the long run… ist nämlich nur die Materie weiterhin tot.

holger Januar 12, 2012 um 09:28

Moin topi jetzt schon Wach? ;-)

—>>>Volkswirtschaftlich gibt es keine Rendite über dem Wachstum, nur Umverteilung.”

Es gibt überhaupt keinen Renn-Dieter. Auch nicht über den Wachsdumm, welches ja kein Wachsdumm sein kann, nach dem Energieerhaltungssatz. Renn-Dieter ist eine rein fiktive Veranstaltung. Eine Vorstellung. Eine Art Religion.

h.huett Januar 12, 2012 um 09:28

holger

Du weißt, dass die Italiener für jedes politische Ressort ihre eigene Polizei haben. Die hohen Finanzvermögen erfassen ja noch nicht mal im Ansatz die Beträge, die noch nicht gewaschen in den Koffern von ndrangheta bis Cosa Nostra und wie sie alle heißen stecken. Die Finanzpolizei könnte sich als effektiver gegen die Mafia erweisen als die Sonderkommissionen.

Aber vielleicht träume ich ja bloß?

holger Januar 12, 2012 um 09:36

h.huett

—>>> Die Finanzpolizei könnte sich als effektiver gegen die Mafia erweisen als die Sonderkommissionen.”

:D als alter Fan von Sizilien kann ich nur sagen, der Flughafen von Palermo “Falcone” (höhöhö) ist im Besitz von…? Ich sachte schon vor vielen Monden Bella Italia in die PIGS zu stecken geht nicht. Das weiß Draghietta und Monticorleone auch.

topi Januar 12, 2012 um 09:38

Natalius

“Manche sind halt “bewegt” . Sie haben nach einer Hypnosebehandlung in ihrer Kindheit (durch Eltern, Pfaffen oder Lehrer) “tiiiiiiiiiefe Eeeeeeehrfurcht voooor deeeem Leeeeeeben!”, so tief, daß sie’s gar nicht wissen wollen, wie’s funktioniert.”

Bei vielen war es auch ein Medizinstudium, oder ähnliches.
Mit Descartes nahm der Unsinn seinen Lauf, den Menschen als Maschine, immerhin komplex, beschreiben zu wollen.

“Nichtwissenwollen” ist kein Alleinstellungsmerkmal der Esos.

Manches ist auch einfach ein anderer Betrachtungswinkel; wenn man als Mungrung auf dem Teppich der Erkenntnis herumwuselt, sind manchmal andere Blickwinkel gar nicht schlecht, um der Realität etwas näher zu kommen.

topi Januar 12, 2012 um 09:50

@ holger

Selber Morgen. (6:38 Uhr klingelt der Wecker, mein Lieber. ;) )

Den Renn-Dieter von 6% hattest du eingeführt, nur mal zur Klarstellung.
Wir können ja auch von “etwas mehr Ordnung in die Welt bringen “sprechen? ;-)

Der “Stamm”, von dem du sprichst, ist ja, um in deinen Worten zu bleiben, eine Mischung ausd Dicht und Fein.

Das “Feine”, also virtuelles Geld(potenzial), macht nur Probleme, wenn es in zu großem Ausmaß vorhanden ist.
Es will nämlich verzinst werden, bspw. mit deinen 6%, egal wie (natürlich größtenteils durch Neuschöpfung).

Reduziert man diesen Mist, und gleichzeitig die Staatsschulden, dann hat man eine Bilanzverkürzung; real änerdt sich gar nichts, die Häusken und Maschinen etc. bleiben erhalten.

holger Januar 12, 2012 um 09:50

h.huett

—>>>Die hohen Finanzvermögen erfassen ja noch nicht mal im Ansatz die Beträge, die noch nicht gewaschen in den Koffern von ndrangheta bis Cosa Nostra und wie sie alle heißen stecken.”

Die halten aber gewisse Schichten (Unterschichten) in der “sozialen” Marktwirtschaft. Glaub man ja nicht, dass die das horten. Die haben ihren Mindestbestand, und was darüber hinausgeht, wird investiert. Guardia de Fin… :D

holger Januar 12, 2012 um 09:59

@ topi (du hast nen Wecker? Du neureicher Kapitalist du… :D )

—>>>Den Renn-Dieter von 6% hattest du eingeführt, nur mal zur Klarstellung.”

Nein, das ist die Durchschnittliche Staatsverschuldung der USA. In the long run.

http://www.sgipt.org/politpsy/finanz/schuldp/usa/usa0.htm

—>>>Das “Feine”, also virtuelles Geld(potenzial), macht nur Probleme, wenn es in zu großem Ausmaß vorhanden ist.
Es will nämlich verzinst werden, bspw. mit deinen 6%, egal wie (natürlich größtenteils durch Neuschöpfung).”

Wobei wir mal wieder an Henne und Ei scheitern werden. Ich sagte ja, man sollte den Renn-Dieter mal nicht einsetzen. Und darauf verzicht üben. 3 Jahre Renn-Dieter und 3 Jahre keinen Renn-Dieter. Auf die virtuellen “Vermögen”.

—>>>Reduziert man diesen Mist, und gleichzeitig die Staatsschulden, dann hat man eine Bilanzverkürzung; real änerdt sich gar nichts, die Häusken und Maschinen etc. bleiben erhalten.”

Also wenn die Reduzierung keine Auswirkungen hat, auf das Reale, warum reduziert man dann?

topi Januar 12, 2012 um 10:16

Hier der Steltzner
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mario-monti-roms-vermoegen-11602364.html

“Wieso sollen allein italienische Arbeiter und Rentner Opfer bringen? Warum greift Rom nicht auf die extrem hohen Finanzvermögen zu?”

Es geht also Steltzner nur um die Finanz”vermögen”, dem Gegenstück der Staatsverschuldung.

Ein Vorschlag zur Bilanzverkürzung, wie er auch von mir kommen könnte. Guter Mann! ;-)

Bald werden die Juristen auftauchen, und erklären, dass eine Vermögensabgabe nur für eine Vermögensart verfassungswidrig ist.
Das wäre für Montis ganz große Koalitio allerdings kein Problem.

Man sollte aber auch die Wirkungen auf die Altersvorsorge bedenken.

Wenn der Steltzner das auch noch kapiert und gleich eine wirkliche Umlageversicherung a la schweizer AHV vorschlagen sollte, kauf ich das Blatt. #whistle#

holger Januar 12, 2012 um 10:28

Ja ja topi

du alter Stehler… Verkürz du man alles. :D Steht eh nur auf dem Papier. Wenn Du so weiter machst, verkürzt Du sogar die Erdumlaufbahn um die Sonne :D

h.huett Januar 12, 2012 um 10:38

topi

Du hast Steltzner überzeugt.

topi Januar 12, 2012 um 10:40

holger
“Also wenn die Reduzierung keine Auswirkungen hat, auf das Reale, warum reduziert man dann?”

Keine negativen Auswirkungen, meinte ich.

Die Reduzierung der Fantastillionen unde ihrem Gegenpart, der Schulden, hat positive Aspekte (wenn man es richtig macht, natürlich).

Einmal das Zinsproblem; die Zinsen müssen entweder aus den real erzielten Einkommen herausgebissen werden, oder kommt aus Neugeschöpftem, mit Problemvergrößerung.
Wichtiger: der Rettungswahnsinn, der nicht nur Klein-Ernas Groschen, sondern vor allem die Milliarden für unverlierbar erklärt hat (wenn sie denn in die richtigen Schrottpapiere gesteckt wurden), für die dann allerdings Klein-Erna höhere MWSt und neue Kopfsteuern zahlen soll.

Außerdem kann der Virtuelle Mistberg jederzeit an jedem Ort real aufschlagen und Blasen erzeugen; ineffizient, verzerrend, wohlstandmindernd, armutserschaffend.

Die Vermögenskonzentration nimmt durch das Scheingeld zu, und zwar so, dass Klein-Fritzchen dass gar nicht realisiert.
Und die Pläne werden längst propagiert, die öffentlichen Wertgegenstände zu verkloppen, um aus dem virtuellen Feingeld reale Werte zu zaubern.

Endspiel.

holger Januar 12, 2012 um 10:45

@ topi

ich kann dir mindestens 130 Adressen geben, die mit dem überflüssigen Geld was machen könnten.

—>>>Die Reduzierung der Fantastillionen unde ihrem Gegenpart, der Schulden, hat positive Aspekte (wenn man es richtig macht, natürlich).”

Wir sind schon wieder da… lass doch mal diesen Aspekt weg, Schulden=Guthaben… der ist Humbug, weil es kein Minus gibt. Ich habe keine Minus Äpfel sondern nur am Baum Plus Äpfel. Euer Minus ist nur in einer Bilanz virtuell. Erzähl einem Baum mal er hat Minus Äpfel… der sacht sich, kommt der Ördling noch klar?

topi Januar 12, 2012 um 11:38

holger, nur weil ein Gerichtsvollzieher vor einnem Haus steht und nicht die richtige Seite zum pfänden findet, verschwinden die Schulden doch nicht.

Dein Feingeld könnte völlig virtuell sein; ist es aber nicht.

Kauf dir ein einfaches Buchhaltungsprogramm, und buch einfach mal ein bisschen herum. Das taucht einfach auf beiden Seiten auf, egal wie du es anstellst.

Und natürlich könnten Millionen mit dem Geld etwas anfangen.
Nur hamses nich, und kriejns nich. Egal, wieviel davon auf den Guthabenkonten lagert.

holger Januar 12, 2012 um 11:43

@ topi

—>>>Und natürlich könnten Millionen mit dem Geld etwas anfangen.
Nur hamses nich, und kriejns nich. Egal, wieviel davon auf den Guthabenkonten lagert.”

Jenau… und warum kriegen die nix? Weil se nicht das Militär für Kriege haben. Sie müssten es bekommen können ohne Kriege führen zu müssen um kriegen zu bekommen.

holger Januar 12, 2012 um 11:45

@ topi

—>>>Kauf dir ein einfaches Buchhaltungsprogramm, und buch einfach mal ein bisschen herum. Das taucht einfach auf beiden Seiten auf, egal wie du es anstellst.”

auf der linken und rechten Seite steht immer dasselbe. nur – und + Zeichen davor… der Rest ist Käse. Normalerweise dürften die im Minus stehenden Zeichen gar nicht da sein. Warum kann man die aber sehen? Wenn se doch gar nicht da sein dürften?

Natalius Januar 12, 2012 um 11:49

Topi + Holger

@Topi: “Mit Descartes nahm der Unsinn seinen Lauf, den Menschen als Maschine, immerhin komplex, beschreiben zu wollen.”
Mit Darwin wurde uns der Chauvinismus geraubt, uns über alles Biologische hinwegsetzen zu können.
Eigentlich will ich mich noch nicht outen – aber es gibt einen Grund dafür, warum ich hier schreibe und Freunde suche.
Mir geht die “Vision” nicht aus den Kopp – daß wir in vielleicht 10 Jahren so weit sind, einen künstlichen Unterschied im Verständnis von Wissenschaft aufzugeben. Den zwischen Natur- und Geisteswissenschaften – sagen wir vielleicht besser Humanwissenschaften.

@Holger: Deswegen glaube ich, daß der schwingende Wassertropfen kein gutes Modell ist, um makroökonomische Abläufe besser verstehen zu lernen. Was man aus dem zugegeben schönen Video lernen kann, ist paradoxerweise aber etwas über Chemie und ihre quantenphysikalische Beschreibung. Man versteht mit dem Modell, daß Schwingungsformen für stehende Wellen immer in ganzen Zahlen “gequantelt” sind. Das gilt für den Wassertropfen genau so wie für Elektronen.

@Beide: Biologie ist im Moment deshalb so eine enorm wichtige Wissenschaft, weil sie Physik und Chemie mit dem zusammenführt, was erst dann auftreten kann, wenn wir auf der Skala der Evolution beim Menschen angelangt sind. Ich habe seinen langjährigen Freund, mit dem zusammen ich auch das Finanzpapier geschrieben habe, das hier zerrissen werden sollte (meine teuflische Absicht). Googled man nach “The major transitions in evolution” findet man seinen Namen. Nennen wir ihn hier ES. ES sieht “the origin of language” als letzte “major transition”. Mit der Sprache erst entsteht Weltverständnis – und der Grund dafür ist, daß erst die Erfindung der kognitiven (vermutlich Grammatik-basierten) Prozessierlogik einem begrenzten Vokabular von “Signallauten” zu unendlich vielen Ausdrucksmöglichkeiten verhilft. Die Macht des Wortes und die Macht des Verstandes sind also verkoppelt. Die schöpferischen und kulturellen Leistungen des Menschen sind daher immer auch Sprachleistungen. Wenn man das so betrachtet, tut sich ein irrer neuer Forschungsraum für beide Gruppen auf – zur Zeit haut man sich an den Universitäten noch die Köppe ein ;-)

Entmystifizierung ist nichts Schlimmes, wenn man dabei anerkennt, wie wenig man weiss und wie viel die nächsten Generationen noch vor sich haben.

holger Januar 12, 2012 um 11:56

Natalius

—>>>@Holger: Deswegen glaube ich, daß der schwingende Wassertropfen kein gutes Modell ist, um makroökonomische Abläufe besser verstehen zu lernen.”

Nicht? Dann eben nicht. Bilder von der ISS zeigen eindeutig, dass auf der Erde keiner Arbeitet.

holger Januar 12, 2012 um 12:07

Daraufhin kam es zu Massendemonstrationen auf dem Mars. “Vier sind das Euro …” Auch auf anderen Planeten probt man den Aufstand. “Vier sind auch der Euro” Und wenn sie nicht demokratisiert worden sind, so Leben sie noch heute.

Frankie Bernankie Januar 12, 2012 um 12:08

@Natalius

“Falsch: Die Bank of England gehört der BOEN (Bank of England Nominee Ltd), und deren Besitzverhältnisse sind per Gesetz für die Öffentlichkeit nicht einsehbar.”

???

Ich dachte , es ist umgekehrt? BOEN gehört der BoE ?
So sagt es zumindest Wikipedia:

“…In 1977, the Bank set up a wholly owned subsidiary called Bank Of England Nominees Limited (BOEN), a private limited company, with 2 of its 100 £1 shares issued. ..BOEN has 2 shareholders: the Bank of England, and the Secretary of the Bank of England…”

holger Januar 12, 2012 um 12:11

Andere arbeiten aber an einem Planetenfinanzausgleich. Und an einer Wachsdumm Beschleunigung des Universums. Worauf die Bayern unter Seehofer heftigts protestieren. Und haben gleich eine Protestnote beim Planetengerichtshof eingereicht. Diese wurde aber abgewiesen, wegen Blödheit. Der Präsident der Planeten Föderation blieb im Amt.

holger Januar 12, 2012 um 12:24
topi Januar 12, 2012 um 12:37

Für ein prozent von der Notenbank zugeschissen werden, bis man keinen Platz mehr auf der Festplatte findet, und dann für 2,7 Prozent totsicher verleihen; ja, Bankgeschäfte sind wirklich nur was für die high potentials.

Natalius Januar 12, 2012 um 12:40

@Holger
Ich flieg mit meiner Haunebu -
die Luft wird dünn – ich geb es zu.

@Frankie
Dear XXXX,
it was a sole pleasure to meet you in Tokyo and to discuss with you a number of issues relating either to chemistry or to economics.
Here is the link from which the attached document (BOEN) came from: http://forumnews.wordpress.com/about/bank-of-england-nominees/
The blog ends in a petition to Her Majesty to disclose the purpose of BOEN: http://epetitions.direct.gov.uk/petitions/6107
Please find also the draft of a paper written with E.S.
With best wishes for the New Year,
YYYY

neuling Januar 12, 2012 um 13:40

@ Topi
und ich bleibe dabei, dass sind 270% Aufschlag.

Natalius Januar 12, 2012 um 15:12

@Frankie

OK – Möglicherweise ist das Statement 1201120128 “Die BoE gehört der BOEN” falsch und die offizielle Darstellung a la Wiki ist richtig. Die im o.a. Forum genannte Konstruktion einer “cyclic ownership” zwecks Verschleierung der Besitzverhältnisse hört sich tatsächlich seltsam an. Wesentlich ist, dass es aus irgendwelchen Gründen verschleiert wird.

Es wäre interessant, entsprechende Details einmal für die EZB zu eruieren. Wenn nämlich eine Zentralbank mehr Macht bekommen soll, dann ist die Offenlegung der Besitzverhältnisse unverzichtbar.

topi Januar 12, 2012 um 16:02

@ Neuling

Verstehe ich nicht; gehts um die Anleihen, oder um Afrika, oder Ägypten?

neuling Januar 12, 2012 um 17:49

@ topi
wenn ich die Diskussion über starke/schwache Staaten innerhalb Europas richtig verstanden habe, resultiert z.B. “unser” deutscher Wohlstand aus den Schulden z.B. der Griechen.

Wenn man Europa “nur” zusammenschließt, und eine Transferunion daraus macht, wird der dann entstehende durchschnittliche Wohlstand unterhalb des jetzt durchschnittlichen deutschen Wohlstandslevels liegen.

Wenn “unser” jetziger deutscher Wohlstand mit der gesamten EU erreicht werden soll, muss ein zukünftiges Europa doch im Wettbewerb mit China, USA, Indien, Russland usw. um neue Märkte außerhalb Europas kämpfen.

Wo sollen diese Märkte liegen?

neuling Januar 12, 2012 um 22:08

22 Mrd. Staatsanleihen an Italien und Spanien mit einem Aufschlag von 270 % gezeichnet, macht bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 Jahren (grob vereinfacht) mal einen Benefit von 1,1 Mrd. für die Unterschrift eines Strohbankers.

Wieviele Jahre Staatsbudget sind dass für einige kleine Hungerstaaten?

Aber wir müssen uns ja heute über die Verwulffheit eines Anwalts brüskieren.

Herman Januar 12, 2012 um 22:52

@neuling

->”resultiert z.B. “unser” deutscher Wohlstand aus den Schulden z.B. der Griechen.”

Inzwischen sind das unsere Schulden. D.h. unser Wohlstand resultiert aus unseren Schulden. Das Problem ist nur das unser Wohlstand und unsere Schulden nicht in der Hand derselben Menschen sind. D.h. wir und wir sind nicht mehr dieselben.

neuling Januar 12, 2012 um 23:19

@herman
exakt, daher glaube ich auch nicht, dass das Zusammenlegen von mehreren Kranken in ein Zimmer Heilung bringen wird.

neuling Januar 12, 2012 um 23:32

meine letzte Hoffnung ist, Merkel ist die loose cannon – Nacht zusammen.

topi Januar 13, 2012 um 01:14

@ neuling
“wenn ich die Diskussion über starke/schwache Staaten innerhalb Europas richtig verstanden habe, resultiert z.B. “unser” deutscher Wohlstand aus den Schulden z.B. der Griechen.”

Nein.
Der exorbitante deutsche Exportüberschuß resultiert aus den Schulden anderer; der Wohlstand des Landes wäre natürlich ohne diesen Unsinn größer.
Inländische reale Wertschöpfung ist schon nicht schlecht, nur ohne inländischen Konsum/Investition im gleichen Ausmaß nur was für Merkantilisten.

“Wenn man Europa “nur” zusammenschließt, und eine Transferunion daraus macht, wird der dann entstehende durchschnittliche Wohlstand unterhalb des jetzt durchschnittlichen deutschen Wohlstandslevels liegen.”

Was ist denn der durchschnittliche Wohlstand zwischen Bayern und Meck-Pomm?
Auch eine gesamteuropäische Währungsunion, die nicht annähernd das Niveau der deutschen Finanzausgleiche erreicht, wird den Wohlstand der Deutschen und der Griechen nicht nivellieren.

Das schafft nur die deutsche Politik, wenn sie weiter die Austeritätslokomotive spielt.

“Wenn “unser” jetziger deutscher Wohlstand mit der gesamten EU erreicht werden soll, muss ein zukünftiges Europa doch im Wettbewerb mit China, USA, Indien, Russland usw. um neue Märkte außerhalb Europas kämpfen.
Wo sollen diese Märkte liegen?”

Siehe oben, merkantilistischer Ansatz. (natürlich Mainstream, machts ja aber nicht besser.)

Die echten Merkantilisten bekamen ja wenigstens noch schönes Metall für ihre Schatzkammern, das konnte man wieder rausholen und was schönes kaufen; wir kriegen Lehmannzertifikate, spanische Wüstenhausanlagenanteile und griechische Staatsanleihen.

topi Januar 13, 2012 um 01:31

Nehmen wir mal ein paar Subsistenzgehöfte, kleine Dörfer.

Die wirtschaften da vor sich hin; der Wohlstand hängt davon ab, wie gut sie arbeiten, welche Technologien sie verwenden, welche natürlichen Ressourcen vorhanden sind, wieviel Kapitalgüter sie erstellt haben, etc.

Nun fangen die an, Handel miteinander zu treiben.
Ricardo zeigte, dass es damit allen besser gehen sollte, durch Spezialisierung, selbst wenn man Handel mit einem Gehöft mit in allen Produkten ineffektiverer Produktion (komparative kostenvorteile).

Das lässt sich heute, in der Zeit des Scheingelds, natürlich nicht mehr aufrechterhalten.
Da kann es auch dauerhafte riesige Exportungleichgewichte geben, weil sich ja Deppen (Steuerzahler) finden, die den Exportunterehmen ihre Fantastillionen sichern.

Nun ist die EU als Wirtschaftsraum groß genug, und könnte sich auch auf reinen Handel zur Deckung des Rohstoffbedarfs beschränken, und könnte ein sehr hohes Wohlstandsniveau für alle erreichen.

Weiterer Außenhandel zur Spezialisierung wäre auch gut;
aber was es nicht braucht, sind Absatzmärkte, die man mit Prodzkten überschwemmen kann, um dafür uneinbringliche Schrottpapiere zu bekommen .

Private Unternehmensgewinne ungleich Wohlstand des Landes.

Dipfele Januar 13, 2012 um 11:42

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-ein-pinguin-wollte-fliegen-1.1255782

Zu einem immer größeren Problem wird die Rolle der Hedgefonds. Diese haben sich in den vergangenen Wochen stark mit griechischen Anleihen und entsprechenden Kreditausfallversicherungen eingedeckt, heißt es in Finanzkreisen. Damit würden sie an einer Pleite Griechenlands verdienen. Folglich sind Hedgefonds offenbar gar nicht daran interessiert, dass es zu einer Lösung kommt. Analysten der Bank of America schätzen, dass bereits die Hälfte der Griechen-Anleihen privater Investoren bei Hedgefonds liegen. “Da wird bilateral viel Überzeugungsarbeit nötig werden”, erklärt ein Banker.

Verstehe ich nicht, das wäre ja klassisches hedgen. Wo soll da der große Profit herkommen? Kommt natürlich auch darauf an, zu welchen Kurs sie gekauft haben.

Lina Januar 13, 2012 um 16:50

“….die Hälfte der Griechen-Anleihen…”

Gibt es auch “Deutschen-Anleihen” oder “Italiener-Anleihen” oder “Franzosen-Anleihen”?

Verräterische Rhetorik seit über 2 Jahren. Und es nimmt kein Ende.

Dipfele Januar 14, 2012 um 15:28

Nachtrag:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,808811,00.html

Auch wenn hier andere Motive genannt werden, konsisten klingt das mE immer noch nicht.

Lina Januar 19, 2012 um 14:06

Nägel mit Köpfen machen heißt den Teufelskreis durchbrechen:

- Griechenland kündigt im März an, die Kreditzahlungen einzustellen, bis eine nachhaltige Problemlösung gefunden wird. Diese Lösung soll sich sich nicht nur auf Griechenlands Probleme fokussieren sondern auch die Probleme von Irland, Portugal, Italien, Spanien UND die Probleme deutscher und französicher Banken mit einschließen.

- Eine unkontrollierte Pleite Griechenlands wird nämlich Merkozy Feuer unterm Arsch machen. Und verhindern, dass die wahren Probleme der Eurozone weiterhin unter dem großen schmutzigen Teppich gekehrt werden. Sie werden nämlich sofort ans Tageslicht treten denn

- CDS werden fällig.
Das wiederum wird die Banken dazu bringen mit heruntergelassenen Hosen in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Sie müssen Rekapitalisieren. Sie müssen offiziell den ESFS um Hilfe bitten.

- Die EZB wird eine klare Position einnehmen müssen und nicht mehr so tun, als ob sie nix mit der europäischen Fiskalpolitik zu tun hätte.

Ach ja. Und Griechenland müßte nicht einmal den Euroraum verlassen. Es steht NIRGENDWO geschrieben, dass ein Land der Eurozone, das “pleite macht”, seine Währung aufgeben MUSS.

“To those who take for granted that a Greek default leads naturally to a Greek exit from the eurozone, I have a simple question: Why? Why can Greece not default within the eurozone? Why can the official sector (the EU-ECB-IMF troika, together with the EFSF) not fund the banks directly (without giving the hedge funds a penny and, instead, letting private investors benefit from the CDSs they have bought)? Indeed, why would the surplus countries want to throw Greece out of the eurozone when it is abundantly clear that this move would start a short, sharp process of disintegration (with Portugal and Ireland following suit)? By what legal means will the surplus countries force Greece out, even if they choose to do so? And why would Greece choose to leave if it can default within the eurozone?”

http://yanisvaroufakis.eu/2012/01/17/why-for-greeces-and-europes-sake-the-psi-ought-to-fail/#more-1585

Lina Januar 19, 2012 um 14:21

Die Antwort auf das “WHY” findet sich übgrigens hier:

“The Global Minotaur: The Crash of 2008 and the Euro-Zone Crisis in Historical Perspective”

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=iVxaTC7Qp44

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