Nicht jeder Eventveranstalter hat die gleichen Probleme wie ein Manfred Schmidt. Es gibt nämlich auch Eventveranstalter wie Klaus Schwab im beschaulichen Davos. Dort ist zur Zeit von einem Upgrade der Schwabschen Art die Rede. Wenn ich die diversen Meldungen richtig gelesen habe, sucht Herr Schwab mit lauter Entscheidern aus Politik und Wirtschaft nach dem Kapitalismus 2.0. So muss es sein.
Klaus Schwab.
"Auch die Politiker haben versagt und letztlich wir alle, denn wir haben als Gesellschaft die Exzesse im Finanzsystem zugelassen. Wir haben es nicht rechtzeitig geschafft, die notwendigen Regeln zu etablieren, um eine Pervertierung des Systems zu verhindern. Man kann durchaus sagen, dass das kapitalistische System in seiner jetzigen Form nicht mehr in die heutige Welt passt."
Diesen Eindruck habe ich auch schon gehabt. Nun kümmerte sich Herr Schwab schon immer um die Zukunft von Führung und Elite, wie so manche andere Eventveranstalter um die Geburtstage von Bundesgesundheitsministerinnen. Allerdings gelten Schwabs Dialoge als Elaborierter als die des Kollegen Schmidt. So macht sich Herr Schwab in Davos große Sorgen. Lauschen wir seinen Worten, die er uns schon im Vorfeld der Veranstaltung mitgeteilt hat. Er ist halt ein begnadetes Marketing Talent.
"Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir müssen nicht nur neue Modelle finden, um unsere weltweiten Herausforderungen gemeinsam anzugehen, sondern darüber hinaus ein neues Leadership-Modell entwickeln, das in der modernen Welt greift: Leadership, basierend auf Visionen und Werten, um die derzeitigen Probleme zu überwinden. Diese Kombination kann Führungspersönlichkeiten als Kompass dienen, der ihnen bei der Entscheidungsfindung die Richtung weist."
Diese schönen Worte hätte sogar unser Bundespräsident sprechen können. Leider hat er aus terminlichen Gründen seine Reise nach Davos absagen müssen. So wird er dieses Upgrade in die erste Liga der Eventveranstalter verschieben müssen. Dafür brütet man in Davos bekanntlich jedes Jahr über das Große und Ganze, über den Weltschmerz, den der globale Kapitalismus bei den Führungskräften hinterlässt. Daher hier mein Upgrade für Davos. Wir steigern das Niveau. Ich kann mich dummerweise nicht so gewählt ausdrücken wie Herr Schwab. Daher zitiere ich die FAZ.
"Finanzvorstand Peter Oppenheimer sagte, Apple sei in „aktiven Gesprächen“ zum Einsatz des Liquiditätspolsters, das in den vergangenen drei Monaten von 81,6 Milliarden auf 97,6 Milliarden Dollar wuchs. Er kündigte keine konkreten Schritte an, nannte aber Akquisitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe als Optionen."
Was melden diese Zahlen nach Davos für eine Botschaft? Eine echte Herausforderung für die Führungskräfte des globalen Kapitalismus, so ist zu vermuten. Da sucht man doch lieber mit Herrn Schwab nach den wahren Werten.
"Werte sind erforderlich, um Vertrauen aufzubauen und jede eingeleitete Maßnahme zu untermauern. Die Werte echter Führungsqualitäten müssen dabei über kurzfristige Aktionärsinteressen oder die nächsten Wahlen hinausgehen. Nur so kann zwischen den Menschen und den Führungsverantwortlichen eine echte Verbindung und bedeutende Interaktion entstehen. In der heutigen Welt sind sowohl Macht als auch Informationen breit gestreut. Entscheidungen können daher nur umgesetzt werden, wenn die Menschen die Gründe verstehen. Während Visionen das langfristige Argumentarium bilden, geben Werte eine Richtung und einen Sinn."
Ist das der richtige Kommentar zu den harten Fakten, die aber komischerweise im Davos der vielen Worte nie eine Rolle spielen? Wahrscheinlich werden die Buchhalter der Führungskräfte nie eingeladen. So müssen wir helfen. Wir sind schließlich Idealisten!
Kein Konzern kann ein Liquiditätspolster von 97,6 Mrd. $ sinnvoll investieren.
Hier wird die im globalen Kapitalismus erzeugte Wertschöpfung sprichwörtlich liegen gelassen. Niemand nutzt dieses Kapital, um ein einziges unserer globalen Probleme zu lösen: Ob es Investionen in die Infrastruktur betrifft oder Investitionen in das Humankapital. Stattdessen landet das Geld auf den globalen Finanzmärkten und sucht händeringend nach Anlageformen, die es aber nicht gibt. Woran das wohl liegt? Doch nicht am Kapitalismus - und unser aller Versagen? Es würde sicherlich niemanden überraschen, wenn diese sogenannte "Liquidität" über das Bankensystem letztlich bei der EZB geparkt wird.
Ein solches System ist abenteuerlich.
Und was wäre die Alternative? Etwa Konzerne wie Apple angemessen zu besteuern? Weil diese Investitionen, die wir brauchen, im System des globalen Kapitalismus leider nicht mehr vorgesehen sind? Hat sich Herr Schwab in Davos zu dieser Frage geäußert? Oder Frau Merkel? Oder Herr Cameron? Der warnt dafür vor dem Wahnsinn, dieses System ändern zu müssen.
Wahrscheinlich habe ich die Debatte über solche trockenen Zahlen nur nicht mitbekommen. Aber dafür hat uns Gabor Steingart in seinem heutigen Newsletter wieder etwas mitzuteilen. Er ist in Davos, andere im Sauerland.
"Wer viel arbeitet, darf viel essen, hat Lenin gesagt. Vielleicht deshalb wird beim Weltwirtschaftsforum in Davos nachts so ausgiebig gefeiert. Gestern Abend lud Jürgen Großmann seine 100 engsten Freunde zum Hummer-Essen, der Verleger Hubert Burda lieferte sich mit Bill Gates ein Duell um den glamouröseren Empfang, den Burda deutlich gewann. Sein Vorteil: Die effizienzbesessenen Amerikaner (Bill Clinton war nicht in Davos) lagen schon um Mitternacht in den Betten. Heute Abend bittet McKinsey zum Tanz, am Freitag dann hält die Deutsche Bank Hof. Josef Ackermann ist der Einladende, aber der Star des Abends wird sein Nachfolger Anshu Jain sein. Und unser vierköpfiges Reporterteam? Feiert mit und fahndet unter den Eliten in Politik und Wirtschaft nach Menschen, die als Vorbild taugen. Das Ergebnis werden wir Ihnen in unserer Wochenendausgabe präsentieren"
Es ist ein Nord-Süd-Dialog in den Schweizer Bergen. Leider hatte der Herr Bundespräsident keine Zeit. Er hätte sich sofort heimisch gefühlt. Ganz bestimmt.
Nicht jeder Eventveranstalter hat die gleichen Probleme wie ein Manfred Schmidt. Es gibt nämlich auch Eventveranstalter wie Klaus Schwab im beschaulichen Davos. Dort ist zur Zeit von einem Upgrade der Schwabschen Art die Rede. Wenn ich die diversen Meldungen richtig gelesen habe, sucht Herr Schwab mit lauter Entscheidern aus Politik und Wirtschaft nach dem Kapitalismus 2.0. So muss es sein.
Klaus Schwab.
“Auch die Politiker haben versagt und letztlich wir alle, denn wir haben als Gesellschaft die Exzesse im Finanzsystem zugelassen. Wir haben es nicht rechtzeitig geschafft, die notwendigen Regeln zu etablieren, um eine Pervertierung des Systems zu verhindern. Man kann durchaus sagen, dass das kapitalistische System in seiner jetzigen Form nicht mehr in die heutige Welt passt.”
Diesen Eindruck habe ich auch schon gehabt. Nun kümmerte sich Herr Schwab schon immer um die Zukunft von Führung und Elite, wie so manche andere Eventveranstalter um die Geburtstage von Bundesgesundheitsministerinnen. Allerdings gelten Schwabs Dialoge als Elaborierter als die des Kollegen Schmidt. So macht sich Herr Schwab in Davos große Sorgen. Lauschen wir seinen Worten, die er uns schon im Vorfeld der Veranstaltung mitgeteilt hat. Er ist halt ein begnadetes Marketing Talent.
“Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir müssen nicht nur neue Modelle finden, um unsere weltweiten Herausforderungen gemeinsam anzugehen, sondern darüber hinaus ein neues Leadership-Modell entwickeln, das in der modernen Welt greift: Leadership, basierend auf Visionen und Werten, um die derzeitigen Probleme zu überwinden. Diese Kombination kann Führungspersönlichkeiten als Kompass dienen, der ihnen bei der Entscheidungsfindung die Richtung weist.”
Diese schönen Worte hätte sogar unser Bundespräsident sprechen können. Leider hat er aus terminlichen Gründen seine Reise nach Davos absagen müssen. So wird er dieses Upgrade in die erste Liga der Eventveranstalter verschieben müssen. Dafür brütet man in Davos bekanntlich jedes Jahr über das Große und Ganze, über den Weltschmerz, den der globale Kapitalismus bei den Führungskräften hinterlässt. Daher hier mein Upgrade für Davos. Wir steigern das Niveau. Ich kann mich dummerweise nicht so gewählt ausdrücken wie Herr Schwab. Daher zitiere ich die FAZ.
“Finanzvorstand Peter Oppenheimer sagte, Apple sei in „aktiven Gesprächen“ zum Einsatz des Liquiditätspolsters, das in den vergangenen drei Monaten von 81,6 Milliarden auf 97,6 Milliarden Dollar wuchs. Er kündigte keine konkreten Schritte an, nannte aber Akquisitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe als Optionen.”
Was melden diese Zahlen nach Davos für eine Botschaft? Eine echte Herausforderung für die Führungskräfte des globalen Kapitalismus, so ist zu vermuten. Da sucht man doch lieber mit Herrn Schwab nach den wahren Werten.
“Werte sind erforderlich, um Vertrauen aufzubauen und jede eingeleitete Maßnahme zu untermauern. Die Werte echter Führungsqualitäten müssen dabei über kurzfristige Aktionärsinteressen oder die nächsten Wahlen hinausgehen. Nur so kann zwischen den Menschen und den Führungsverantwortlichen eine echte Verbindung und bedeutende Interaktion entstehen. In der heutigen Welt sind sowohl Macht als auch Informationen breit gestreut. Entscheidungen können daher nur umgesetzt werden, wenn die Menschen die Gründe verstehen. Während Visionen das langfristige Argumentarium bilden, geben Werte eine Richtung und einen Sinn.”
Ist das der richtige Kommentar zu den harten Fakten, die aber komischerweise im Davos der vielen Worte nie eine Rolle spielen? Wahrscheinlich werden die Buchhalter der Führungskräfte nie eingeladen. So müssen wir helfen. Wir sind schließlich Idealisten!
Kein Konzern kann ein Liquiditätspolster von 97,6 Mrd. $ sinnvoll investieren.
Hier wird die im globalen Kapitalismus erzeugte Wertschöpfung sprichwörtlich liegen gelassen. Niemand nutzt dieses Kapital, um ein einziges unserer globalen Probleme zu lösen: Ob es Investionen in die Infrastruktur betrifft oder Investitionen in das Humankapital. Stattdessen landet das Geld auf den globalen Finanzmärkten und sucht händeringend nach Anlageformen, die es aber nicht gibt. Woran das wohl liegt? Doch nicht am Kapitalismus – und unser aller Versagen? Es würde sicherlich niemanden überraschen, wenn diese sogenannte “Liquidität” über das Bankensystem letztlich bei der EZB geparkt wird.
Ein solches System ist abenteuerlich.
Und was wäre die Alternative? Etwa Konzerne wie Apple angemessen zu besteuern? Weil diese Investitionen, die wir brauchen, im System des globalen Kapitalismus leider nicht mehr vorgesehen sind? Hat sich Herr Schwab in Davos zu dieser Frage geäußert? Oder Frau Merkel? Oder Herr Cameron? Der warnt dafür vor dem Wahnsinn, dieses System ändern zu müssen.
Wahrscheinlich habe ich die Debatte über solche trockenen Zahlen nur nicht mitbekommen. Aber dafür hat uns Gabor Steingart in seinem heutigen Newsletter wieder etwas mitzuteilen. Er ist in Davos, andere im Sauerland.
“Wer viel arbeitet, darf viel essen, hat Lenin gesagt. Vielleicht deshalb wird beim Weltwirtschaftsforum in Davos nachts so ausgiebig gefeiert. Gestern Abend lud Jürgen Großmann seine 100 engsten Freunde zum Hummer-Essen, der Verleger Hubert Burda lieferte sich mit Bill Gates ein Duell um den glamouröseren Empfang, den Burda deutlich gewann. Sein Vorteil: Die effizienzbesessenen Amerikaner (Bill Clinton war nicht in Davos) lagen schon um Mitternacht in den Betten. Heute Abend bittet McKinsey zum Tanz, am Freitag dann hält die Deutsche Bank Hof. Josef Ackermann ist der Einladende, aber der Star des Abends wird sein Nachfolger Anshu Jain sein. Und unser vierköpfiges Reporterteam? Feiert mit und fahndet unter den Eliten in Politik und Wirtschaft nach Menschen, die als Vorbild taugen. Das Ergebnis werden wir Ihnen in unserer Wochenendausgabe präsentieren”
Es ist ein Nord-Süd-Dialog in den Schweizer Bergen. Leider hatte der Herr Bundespräsident keine Zeit. Er hätte sich sofort heimisch gefühlt. Ganz bestimmt.
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Klaus Schwab.,
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>Kein Konzern kann ein Liquiditätspolster von 97,6 Mrd. $ sinnvoll investieren.
Wer sagt das?
Du mir?
“Liquiditätspolster von 97,6 Mrd. $ ”
freue mich schon auf die Erklärungen, wessen Schulden diese knapp 100 Mrd sind
“Wer viel arbeitet, darf viel essen, hat Lenin gesagt. ”
Da wird ne Kaderschulung im Gulag fällig für den Genossen Steingart Genosse Lübberding. Glück auf ins Sauerland! Kommunisten sind in solchen Fragen Humorlos…
Komm wir singen…
http://www.youtube.com/watch?v=X6dl-1cybvU
Das Gebrabbel von Herrn Schwab ist doch nur die 103. Auflage der momentan angesagten, feuchten Träume unserer Lenker, Vor”denker” u. Mitverdienenden : Aufgeklärte Autokratie bitte !! Dann wird alles gut ….
@Nanuk
>“Wer viel arbeitet, darf viel essen, hat Lenin gesagt. ”
>>Glück auf ins Sauerland!
Markiert die Müntefering-Variation nach Bebel und Bibel – wir erinnern uns – den Fortschritt?
Ich hoffe ja das der nächste Franz. Präsident bei solchen gelegenheiten Truppen nach Davos entsendet… so schnell könnte man die Finanzmärkte beruhigen!
LEAP spricht ja von der Auferstehung des Gaulismus da währe das doch eine wunderbare gelegenheit… das schaffen wir doch mit rechts!
@ f.luebberding on 26. Januar 2012
“Wer viel arbeitet, darf viel essen, hat Lenin gesagt“. Vielleicht deshalb wird beim Weltwirtschaftsforum in Davos nachts so ausgiebig gefeiert Heute Abend bittet McKinsey zum Tanz, am Freitag dann hält die Deutsche Bank Hof. Josef Ackermann ist der Einladende, aber der Star des Abends wird sein Nachfolger Anshu Jain sein. ”
Lübberding, dein fälschlich Lenin zugeschriebenes Zitat ist ein abfälschtes Zitat aus dem 2. Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher. Umgedeutet wurde das Paulus-Zitat u.a. von August Bebel (SPD)und von Adolf Hitler (NSdAP) : „Wer nicht arbeitet, soll nicht essen. Und wer nicht um sein Leben kämpft, soll nicht auf dieser Erde leben. Nur dem Starken, dem Fleißigen und dem Mutigen gebührt ein Sitz hinieden.“
Anarchistische Jünger der Oktoberrevolution pflegten „scherzhaft“ zu deklamieren: “Wer nicht arbeitet, soll wenigstens gut essen“. Weniger „scherzhaft“ wurde in der „Stalin-Verfassung der UdSSR von 1936“ der heilige Paulus richtig zitiert:
„Artikel 12. Die Arbeit ist in der UdSSR Pflicht und eine Sache der Ehre eines jeden arbeitsfähigen Bürgers nach dem Grundsatz: “Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”.
http://www.verfassungen.net/su/udssr36-index.htm
Kein Wunder, dass Josef Ackerman und McKinsey es in Davos noch mal so richtig krachen lassen wollen, denn wiesaussieht, könnte heuer wahrhaftig der allerletzte Totentanz des Kapitalismus anstehen.
Nun die Schwabs und andere wenden sich doch nicht vom Kapitalismus ab, warum auch. Nur sie haben bemerkt “ihr Kapitalismus” wird von innen, ja von INNEN, nicht von “AUßEN”, von einem “Virus” bedroht. Einem Virus, den sie selbst im Labor gezüchtet haben. Den “Virus” Finanzkapitalismus, der sie jetzt überrollt, von innen aufzufressen droht, den sie nicht unter Kontrolle bekommen, es sei denn, der Staat, der viel Gescholtene leistet “Amtshilfe”.
Nur ähnlich dem “AIDS-VIRUS” haben wir zur Zeit nur Mittel – wenn überhaupt – eine flächendeckende Ausbreitung, eine Pandemie zu verhindern oder nur zu zeitlich begrenzt aufzuhalten.
Also die Kapitalisten sind nicht in der Lage, systembedingt unfähig, diesen selbsterzeugten Virus wieder in die Flasche/dieses Reagenzglas zurück zu befördern und bitten um Hilfe. Aber nicht um die Gesellschaften, die Länder, die Staaten zu rettten, sondern um ihrer selbst willen.
Krokodilstränen. Selbst wenn der Arsch auf Grundeis gehen würde, abschwören würden diese Typen niemals. Warum auch, denn sie kennen ihre Gegenüber und wissen, die folgen.
Gemäß dem alten Song, dass wir weiter marschieren werden, bis/selbst wenn alles in Scherben fällt.
Ja, der arme Wuff ist nun allein in Goslar zu Haus.
Nach langen Tagen im Kongresszentrum stürzen sich WEF-Teilnehmer oft direkt ins Partyleben. Den grossen Auftakt macht dabei jeweils die Burda-Party am Mittwochabend im Hotel Steigenberger Belvédère, dem Party-Epizentrum am WEF. Gemessen am Blitzlichtgewitter war das Stargast-Paar heuer eindeutig AWD-Gründer Carsten Maschmeyer mit Partnerin Veronica Ferres.
http://www.cash.ch/news/alle/cashwefsplitter_howard_buffett_jr_gast_bei_der_cs-1126943-448
Er hätte sich auch was anhören müssen nach Davos. Übrigens Phillip Rösler wurde da auch gesehen. Bei die Maschwuffmeyers.
@ Nanuk Januar 26, 2012 um 18:16
“Wer viel arbeitet, darf viel essen, hat Lenin gesagt. ”
Da wird ne Kaderschulung im Gulag fällig für den Genossen Steingart Genosse Lübberding. Glück auf ins Sauerland! Kommunisten sind in solchen Fragen Humorlos…“
Hmmm, Lübberding hat Lenin wegen seiner üblichen Vorurteile Lenin lediglich humorlos missverstanden. Lenin in „Staat und Revolution“:
„Solange es einen Staat gibt, gibt es keine Freiheit. Wenn es Freiheit geben wird, wird es keinen Staat geben. Die ökonomische Grundlage für das vollständige Absterben des Staates ist eine so hohe Entwicklung des Kommunismus, daß der Gegensatz von geistiger und körperlicher Arbeit verschwindet, folglich eine der wichtigsten Quellen der heutigen GESELLSCHAFTLICHEN Ungleichheit beseitigt wird, und zwar eine Quelle, die durch den bloßen Übergang der Produktionsmittel in Gemeineigentum, durch die bloße Expropriation der Kapitalisten keinesfalls mit einem Schlag aus der Welt geschafft werden kann. Diese Expropriation wird eine enorme Entwicklung der Produktivkräfte ERMÖGLICHEN.
Und wenn wir sehen, wie schon jetzt der Kapitalismus in unglaublicher Weise diese Entwicklung AUFHÄLT, wie vieles auf Grund der heutigen, bereits erreichten Technik vorwärtsgebracht werden könnte, so sind wir berechtigt, mit voller Überzeugung zu sagen, daß die Expropriation der Kapitalisten unausbleiblich eine gewaltige Entwicklung der Produktivkräfte der menschlichen Gesellschaft zur Folge haben wird. Wie rasch aber diese Entwicklung weitergehen wird, wie schnell sie zur Aufhebung der Arbeitsteilung, zur Beseitigung des Gegensatzes von geistiger und körperlicher Arbeit, zur Verwandlung der Arbeit in “das erste Lebensbedürfnis” führen wird, das wissen wir nicht und KÖNNEN WIR NICHT wissen (….)
Der Staat wird dann völlig absterben können, wenn die Gesellschaft den Grundsatz “Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen” verwirklicht haben wird, d.h. wenn die Menschen sich so an das Befolgen der Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens gewöhnt haben werden und ihre Arbeit so produktiv sein wird, daß sie freiwillig NACH IHREN FÄHIGKEITEN arbeiten werden. Der “enge bürgerliche Rechtshorizont”, der dazu zwingt, mit der Hartherzigkeit eines Shylock bedacht zu sein, nur ja nicht eine halbe Stunde länger zu arbeiten als der andere und keine geringere Bezahlung zu erhalten als der andere – dieser enge Horizont wird dann überschritten sein. Die Verteilung der Produkte wird dann von der Gesellschaft keine Normierung der jedem einzelnen zukommenden Menge erfordern; jeder wird frei “nach seinen Bedürfnissen” nehmen. (…)
Bis die “höhere” Phase des Kommunismus eingetreten sein wird, fordern die Sozialisten die STRENGSTE Kontrolle seitens der Gesellschaft UND SEITENS DES STAATES über das Maß der Arbeit und das Maß der Konsumtion, aber diese Kontrolle (…) darf nicht von einem Beamtenstaat durchgeführt werden.“
Lenin, „Staat und Revolution“
http://www.mlwerke.de/le/le25/le25_470.htm
Steht zwar nicht in Wiki @cm, aber auch Lenin/Staat und Revolution: “Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.”
ah, jetzt hast Du nachgereicht, sorry @cm
“Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen”
Ja eben Truppen schicken! Da hab ich das Bedürfnis nach gerade…
Ich habe Lenin nicht zitiert. Das war Herr Steingart. Der Hinweis auf Herrn Maschmeyer und Frau Ferres war nicht schlecht. Hat er eigentlich auch ein paar Bücher nach Davos mitgebracht? Er ist in der Branche ja sehr aktiv.
@ Carlos Manoso
Wenn Lenin dort schreibt:
“Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”, dieses sozialistische Prinzip ist SCHON verwirklicht; “für das gleiche Quantum Arbeit das gleiche Quantum Produkte” – auch dieses sozialistische Prinzip ist SCHON verwirklicht.
dann ist völlig klar, dass diese Art von Sozialismus scheitern muss.
Wenn der Wert der Arbeit nach einem „Arbeitsquantum“, also nach abstrakter Arbeitszeit, und nicht nach der Qualität der Arbeit und des Arbeitsproduktes zu bemessen wird, kann nichts Vernünftiges dabei herauskommen.
Das widerspricht jedem intelligenten Prinzip von Ökonomie, auch wenn dieser Unsinn von Marx höchstselbst stammt.
Damit werden Menschen zu berechnenden Wesen gemacht, Entfremdung und Verdinglichung fortgeschrieben.
Es geht auch nicht um Qualität der Arbeit, es geht darum, wem sie gehört bzw. wer über sie bestimmt. Marx’ Arbeitszettel von wegen des gleichen Quantums an Arbeit usw. mögen aus heutiger Sicht (wenigstens meiner bei unserer heutige Produktivität) Unsinn sein, daß die Expropriation der Expropriateure eine enorme technische Entwicklung möglich machte nicht, aber eben auch keine höhere, als in tatsächlich kapitalistischen Staaten. Was mir sagt: Überholen ohne einzuholen – iss nich.
Im Alten entsteht das Neue oder das Neue gibt es nicht.
Es gibt sicherlich Blogs, auf denen sich Exegeten des Marx-Engels-Lenin-Stalin-Gesamtwerks austoben können. Vermutlich läuft es letztlich wie bei den Theologen der heiligen Kirche: Streit um des Kaisers Bart, Exkomminikation der Ketzer. Oder als Alternative: Eklektizismus, der das gute und richtige der vier Evangelisten Marx Engels Lenin Stalin bewahren will, wobei jeder Eklektizist genau weiss, welches das richtige und wahre ist. Oder drittens: Fachleute, die die mühsame Arbeit des Kennens auf sich nehmen, historisch-kritische Bibelauslegung frei nach Rudolf Bultmann, und dem interessierten Publikum aus den Schriften der Alten bleibend bedenkenswerte gesellschaftliche Ansätze in ihrem Zeithorizont darstellen: “Was lernt uns dies?”
@Wat. Januar 26, 2012 um 20:11
Wenn Du geschrieben hättest:
Es geht auch nicht NUR um Qualität der Arbeit, es geht AUCH darum, wem sie gehört bzw. wer über sie bestimmt.
dann würde ich dem zustimmen.
“Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen” – Franz Müntefering
http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner
So sind sie eben, unsere Sozialdemokraten aus dem Sauerland. Aber wenn man dem unsäglichen Kauder so lauscht und was er für eine Rhetorik gegenüber Griechenland anwendet, wünscht man die sich fast schon wieder zurück. Wahrscheinlich bekommen wir sie dann beide. Prima!
Währenddessen schafft sich der Kapitalismus von ganz alleine ab! Daran werden die Herrschaften in Davos nichts ändern können, sodass sie lieber den Hummer nochmal genießen sollten. Wenn erstmal der Mob vor der eigenen Haustür steht, hätten sie wenigstens ausschweifend gelebt. Das wusste selbst der Göring.
Der Kapitalismus 2.0 – wie es aussieht – geht ganz in Richtung eines Faschismus 2.0.
@HAM
“Wenn Du geschrieben hättest:
Es geht auch nicht NUR um Qualität der Arbeit, es geht AUCH darum, wem sie gehört bzw. wer über sie bestimmt.
dann würde ich dem zustimmen.”
Sorry, es geht zuallererst darum, wem sie gehört bzw. wer darüber bestimmt – daraus ergibt sich dann nämlich mE Quantität und Qualität. Es braucht ja immer beides.
@ Horst Schmidt
Song für die, die Geld, Ruhm und Exzessen widerstanden haben und sich dem künsterischen widmeten – nicht weiter marschierten
http://www.youtube.com/watch?v=Z3CNQ53nQ2s&feature=related
Schreibt bitte die gepielte Note bei 5:48 auf Papier …
Mag sein, daß Eigentum nicht mehr als Kapital verwertet werden kann (sich insofern Kapitalismus selbst abschafft), aber Eigentum könnte sich dann trotzdem noch gut in Szene setzen, Essen und Leben wollen ja immer noch alle.
“Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir müssen nicht nur neue Modelle finden, um unsere weltweiten Herausforderungen gemeinsam anzugehen, sondern darüber hinaus ein neues Leadership-Modell entwickeln, das in der modernen Welt greift: ”
Die ALTE Führung muß ein NEUES Leadership-Modell entwickeln!
“Leadership, basierend auf Visionen und Werten, um die derzeitigen Probleme zu überwinden. ”
Visionen und Werte – eine neue Religion! Das zieht allemal besser als stichhaltige Argumente?
–>>”Diese Kombination kann Führungspersönlichkeiten als Kompass dienen, der ihnen bei der Entscheidungsfindung die Richtung weist.”
Bevor die noch ins Grübeln kommen.
Guttenberg als LEADER mit neuem LEADERSHIP ist erst einmal ausgefallen.
@ Holger
http://www.youtube.com/watch?v=UTc_uvlx_Q8&feature=related
nucleus
@Wat. Januar 26, 2012 um 20:33
Mag sein, daß Eigentum nicht mehr als Kapital verwertet werden kann (sich insofern Kapitalismus selbst abschafft), aber Eigentum könnte sich dann trotzdem noch gut in Szene setzen …
Nichts Neues, nennt sich Faschismus.
Alte Eigentumsordnung, neues politökonomisches Prinzip.
@HAM: Das wäre ja immer noch innerhalb des kapitalistischen Systems, mit Lohnarbeit und so.
Geht sicher auch ohne Kapital, aber eben nicht ohne Arbeit. Insofern ginge es auch ‘oberhalb’ des Kapitalismus nicht ohne Arbeit, wohl aber ohne Lohnarbeit, wenn das private Eigentumsrecht bestehen bleibt – irgendeine Form von Zwangsarbeit… für dann nur noch ganz wenige.
Wie sich diese Barbarei dann nennt, k.A., aber Faschismus wäre dafür dann sicherlich noch ein beschönigender Ausdruck.
@Wat.
Barbarei?
Krieg ist Barbarei und wird auch so erlebt.
Aber erlebt der 1-Euro-Jobber seine Zwangsarbeit als „Barbarei“?
@ Nanuk
Davos – Truppen – muss vorgezogen werden – Sarkotzy ist am Zug …
bevor Griechenland noch neue Sonder-, Sonder-, Sonder-,Sonder-, Sonder-, Sonder-,Sonder-, Sonder-, Sonderhilfen auf Sonder-, Sonder-, Sonder-,Sonder-, Sonder-, Sondergipfeln benötigt.
http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-griechen-brauchen-noch-mehr-euros/60160368.html
@HAM: Einige ja, was nicht heißen soll, daß allein die Androhung von 1-Euro-Jobs von einigen mehr als Barbarei empfunden wird. Diese fühlen das auch als Krieg, kriegen aber immer gesagt: Sei doch froh daß…. und dann kommt die Landkarte.
Nur um das mit dem Zitat durch Steingart zu klären: Stalin sagte: “Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.” Ist zwar wer anders, aber in unserem pragmatischen Zeitalter, in dem Ideologien überwunden wurden, um nun die computergestützte, objektive Wahrheit blosszulegen, stören solche Details nur. Obwohl man mit der Bitte zum Tanz schon ein subversives Element entdecken könnte, wenn man will.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht… als ich 1989 meinen Dienst bei den Marinefliegern (Sylt) antrat, da war die Welt noch in Ordnung. Das aber die Bolschewisten so einfach und friedlich die ganze Struktur zerstören konnten, das war mir bis dato nicht klar. Jetze werden mir auch die Kampfbegriffe klar “Wir sind das Volk”. Klar… wir Westler waren ja außen vor. Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass die Bolschewikis mit Trabbis vorrücken ohne Feinstaubplakette. Ich werde doch Auswandern. Nepal oder in den Kongo.
Davos wir kommen :
http://www.youtube.com/watch?v=oFmMUu7cgSc
more and more
@Wat. Januar 26, 2012 um 21:28
kriegen aber immer gesagt: Sei doch froh daß…. und dann kommt die Landkarte.
Aus diesem Grunde werden die Herrschenden auch verhindern, dass es den Menschen in diesen Ländern besser geht – denn ansonsten würde die die Drohung mit der Landkarte nicht mehr funktionieren.
Aber wahrscheinlich reichen demnächst eine Westeuropakarte und der Hinweis auf z. B. griechische Verhältnisse aus.
Wird etwas härter …
http://www.youtube.com/watch?v=TFl2cBk1rgo
Davos goes gothic
Darf auf … Parties nicht fehlen
http://www.youtube.com/watch?v=8rdjHZ1ZhkA&feature=related
@HAM: So viele 1-Euro-Jobs gibt es grad gar nicht, hier jedenfalls ist alles zusammen gestrichen worden. Es wird wohl darauf hinaus laufen, daß es, wie ich lange vermute, H4 nur noch gibt, wenn man da morgens wenigstens zum ‘Richtappell’ antritt…
klingen sie nicht herrlich warm die 12″
http://www.youtube.com/watch?v=oI1JV5ODZmA&feature=related
zur Erinnerung an
Vadim Glowna
tolle Tastenklänge und Streicher fast wie bei Silver Convention
“Da sucht man doch lieber mit Herrn Schwab nach den wahren Werten.”
Demnächst wahre Werte helfen auch bei DAX absturz… es ist 8Uhr und immer noch keine Truppenbewegungen an der Schweizer Grenze… müssen wir sehr wahrscheinlich wieder nen Jahr warten bis sich die Gelegenheit bietet…
Die Brüder hier aus Polen haben bestimmt auch lust… die lassen sich auch Garantiert nicht von Hummer von der Arbeit abhalten.
http://www.youtube.com/watch?v=mhIsJTHf7G0
Man muss halt Global denken und Lokal handeln…
Genossinen und Genossen!
http://www.youtube.com/watch?v=uRAHFbBjCCM
Mit Lenin nach Davos!
und Wat dich nehmen wir auch mit…
http://www.youtube.com/watch?v=C_A7Hu0uKNw
Heute gedenken wir ja den Opfern des Nationalsozialismus!
Ostdeutschland , das Ruhrgebiet, Bremen, die Gips-Länder, … werden nie zu den anderen Regionen aufschliessen ohne eine unterstützende makroökonomische Politik.
Schade die Region Europa ist gross genug.
Es gibt KEINERLEI FINANZIELLE Restriktionen (es gibt Restriktionen die zur Zusammenarbeit zwingen) für die Entwicklung dieser Region.
Die Region ist davon unabhängig, die Diktatur Apples (WIR WARTEN MIT DEN INVESTITIONEN BIS IHR ALLE UNSERE BEDINGUNGEN ERFÜLLT) anerkennen zu müssen.
Soviel zum Geschwätz über Paradigmen.
Und die Angeblichkeit 100 Milliarden Dollar seien nicht sinnvoll zu investieren , auszugeben.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,155085,00.html
Sonntagsreden wohin man schaut.
Sozial blinken, um umso besser asozial abblinken zu können.
Schröders Schlusssatz oben, 2001: “Mit mir ist eine Amerikanisierung der deutschen Gesellschaft nicht zu machen.”
Zehn Jahre der Selbstzerlegung einer Gesellschaft. Freiluftexperiment zum Schaden vieler und zum Nutzen weniger – als wenn nicht jeder nur ein Leben hätte.
Roosevelt gehört unter Verfassungsschutzbeobachtung gestellt:
http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&ids=1527586&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&destination=search&mask=search
“Lissabon-Strategie” der EU 2000 – 2010, “Sozialagenda der EU” immer mal wieder, zuletzt 2008, das neuesste seit 2011: “EU-Strategie 2020″ – und immer mit dabei: “Bekämpfung der Armut”, “Halbierung der Armut”. Man ist schon froh, wenn es bei solcher folgenlosen Ankündigungspolitik bleibt und nicht in der nächsten Strategie von Bekämpfung der Armen oder von Halbierung der Armen die Rede sein wird …
Nun eigentlich sind Strategien etwas langfristig angelegtes Erreichen, bechreiben eines Zieles. Das hat sich erledigt. Die Verfallzeiten werden immer kürzer. Allein zwei Langzeitstrategien scheinen zu überleben.
Die eine ist des Neoliberalismus (jetziger Ausprägung), die andere war und ist die, der geistig, moralischen Wende. Diese nie als eine solcher Erkannte, stets belächelte aber in der heutigen Zeit in ihrer ganzen Schönheit, Auswirkung zu genießen ist.
Ob nun Rolle rückwärts oder vorwärts, kommt auf den Betrachter an, aber eine Wende muß her.
Wenn ich David Rubinstein richtig verstanden habe, dann will er in die vor Kohl-Zeit zurück.
Damals nannte man das noch “soziale Marktwirtschaft in einer Deutschland AG”.
“The world’s high net worth individuals (HNWIs)1 expanded in population and wealth in 2010 surpassing 2007 pre-crisis levels in nearly every region…
The global HNWI population remained highly concentrated in the U.S., Japan and Germany, which together accounted for 53.0% of the world’s HNWIs. The U.S. is still home to the single largest HNW segment in the world, with its 3.1 million HNWIs accounting for 28.6% of the global HNWI population.
Asia-Pacific posted the strongest regional rate of HNWI population growth in 2010, among the top 3 markets. While HNWI wealth had already overtaken Europe in 2009, Asia- Pacific has now surpassed Europe in terms of HNWI population, expanding 9.7% to 3.3 million, while Europe grew 6.3% to 3.1 million. Asia-Pacific HNWIs’ wealth gained 12.1% to US$10.8 trillion, exceeding Europe’s HNWI wealth of US$10.2 trillion, where the wealth increase was 7.2% in 2010. Asia-Pacific is now the second largest region for both HNWI wealth and population, second only to North America….
Looking forward, HNWIs are expected to increase their equity and commodities allocations even more in 2012 while reducing their allocations to real estate and cash/deposits. Regional preferences are less certain as the extent of emerging market opportunities will depend on whether those markets can push to new highs while economies are being weaned of government stimulus….”
http://www.capgemini.com/news-and-events/news/merrill-lynch-global-wealth-management-and-capgemini-release-15th-annual-world-wealth-report/
Wir leben in einer oligarchischen Gesellschaft.
Moderne Maschinen (internet etc.) haben dafür gesorgt, dass Oligarchen sehr schnell und global agieren können.
“Was für eine Staatseinrichtung verstehst Du denn unter der Oligarchie”, fragte er.
Ich meine die Verfassung, die auf der Einschätzung des Vermögens beruht, erwiderte ich, wo die Reichen herrschen, der Arme aber keinen Anteil an der Regirerung hat.
“Ich verstehe”, sagte er…
(Wie kommt sie zustande?)
…Zuerst ersinnen sie sich Gelegenheiten, um Aufwand zu treiben und dann biegen sie die Gesetze danach um und gehorchen ihnen nicht mehr…..
Dann, glaube ich, sieht einer auf den anderen und eifert ihm nach, und so machen sie bald das ganze Volk ähnlich.
Und dann, fuhr ich fort, suchen sie sich immer weiter zu bereichern. Und je mehr sie daruaf Wert legen, desto weniger achten sie auf die Tüchtigkeit. Oder verhält sich nicht Tüchtigkeit zum Reichtum so, als läge jedes auf einer Waagschale; sinkt das eine, so steigt das andere empor?
“Ja, gewiß,” sagte er.
Ehrt man also in einer Stadt den Reichtum und die Reichen, so werden die Tüchtigkeit und die Tüchtigen um so geringer geachtet.
“Offenbar.”
Was aber immer geachtet wird, das wird geübt, während man das, was man geriing schätzt, auch vernachlässigt.
“So ist es.”
Aus streitlustigen und ehrsüchtigen Männern werden sie also zu gewinnsüchtigen und geldgierigen. Sie rühmen und bewundern den Reichen und bringen ihn zu den höchsten Ämtern; den Armen aber verachten sie.
“Ja, gewiß.”
Und dann erlassen sie also das Gesetz, mit dem sie den Grundzug der oligarchischen Verfassung festsetzen. Sie bestimmen eine Vermögenssumme, je stenger die Oligarchie ist, um so größer je weniger streng sie ist, um so niedriger, und stellen die Vorschrift auf, dass keiner an der Regierung teilhaben soll, dessen Vermögen die festgesetzte Höhe nicht erreicht. (Bilderberger und Co. = VTs lassen grüßen). Das führen sie entweder mit Waffengewalt durch oder schüchtern die Bürger schon vorher so ein, dass sie diese Verfassung einrichten können. Ist es nicht so?
“Doch, gerade so.”
…
Dass eine solche Stadt keine Einheit darstellt, sondern dass es in ihr zwei Städte geben muß, die der Armen und die der Reichen, die beide am selben Ort wohnen, aber einander ständig beobachten.
“Beim Zeus, dieser Fehler ist gar nicht etwa geringer.”
…..
Sieh nun zu, ob nicht das folgende von all diesen Übeln das größte ist und ob es nicht gerade in der Oligarchie am ehesten vorkommt.
“Welches denn?”
Dass einer seinen ganzen Besitz veräußern und dass ein anderer ihn erwerben kann. Und dass er nachher weiter in der Stadt wohnt, ohne dass er eigentlich noch recht dazu gehört, ist der doch weder Geschäftsmann, noch Handwerker….sondern heißt eben nur noch ein Armer und Mittelloser.
“Ja, das hier am ehesten.”
So etwas wird eben in den Oligarchien nicht verhindert, sonst wären die einen nicht überreich und die anderen ganz arm.
“Richtig.”
Erwäge aber auch das: als so ein Mann noch reich war und seinen Aufwand trieb, wa er da für die Stadt etwa nützlicher in Bezug auf die Berufe, die wir vorhin genannt haben? Oder gehörte er nur scheinbar zu den Regierenden, war aber in Wahrheit weder Herr noch Diener der Stadt, sondern nur ein Verschwender dessen, was vorhanden war?
“So ist es….”
Wir können also wohl dasselbe von ihm sagen wie von der Drohne, fuhr ich fort. Wie diese in der Zelle entsteht, als eine Krankheit des Bienenstocks, so wird solch ein Mensch als eine Drohne in seinem Haus geboren, als eine Krankheit der Stadt.
“Ja, gewiß…”
Die geflügelten Drohen hat der Gott doch alle ohne Stachel geschaffen, während von diesen Drohnen, die zu Fuß gehen, wohl einige ohne Stachel sind, andere aber furchtbare Stachel haben. Aus denen ohne Stachel werden, wenn sie alt sind, zuletzt Bettler, aus denen mit Stachel kommen alle die, die man Verbrecher nennt.
- Platon, “Der Staat”
(550 d – 552 b)
Ich denke, dass Politiker Drohnen mit Stacheln sind, die die Oligarchen umschwirren um auch einen Schluck vom Nektar abzukriegen.
Nachdem ich Steingarts Buch “Weltkrieg um Wohlstand” gelesen habe, bin ich der festen Überzeugung, dass er auch in diese Kategorie fällt.
Korrektur:
Ich denke, dass Politiker Drohnen mit Stacheln sind, die die Oligarchen umschwirren um auch einen Schluck vom Nektar abzukriegen – sofern nicht sie nicht zum “festen Personal” der Oligarchen gehören. Dann können sie auch als Statthalter, Steuereintreiber etc. fungieren (siehe Statthalter Griechenland und Italien)…..
Kapitalismus herrscht, wenn jeder stets bestrebt ist, andere für sich arbeiten zu lassen. Das Ziel des Kapitalismus ist somit eine unerreichbare Fata Morgana, die nur solange am Horizont verführend bleibt, solange immer mehr an diesem Spiel mitmachen.
Jeder gegen Jeden.
Alle gegen Jeden.
Jeder gegen Alle.
Wie wäre es aber, wenn jeder stets bestrebt wäre, für andere zu arbeiten? Und wie nennt man so eine Gesellschaftsform eigentlich? Was wäre wohl für alle das Angenehmere für Alle, der eine oder der andere Weg?
Jeder für Jeden.
Alle für Jeden.
Jeder für Alle.
@ enrico
Jeder für Jeden.
Alle für Jeden.
Jeder für Alle.
Das wäre in der Tat wunderbar. Wenn dies aber sogar den Christen in 2 Jahrtausenden grundlegend misslungen ist, wird es bestimmt keinem je gelingen:
Die positive Anthropologie als paradigmatische Grundlage der Vormoderne
Der Dreißigjährige Krieg als die Bruchstelle der zivilisatorischen Entwicklung
weiter >>>
@Systenfrager
Dass die “Christen” mit ihrem primitiven Religionsgehabe viel, sehr viel mehr Leid als Gutes auf die Welt gebracht haben, wird auch für Dich nichts Neues sein. Vergessen wir einfach diese Gruppe. Wäre nur Zeitverschwendung.
Jeder für Jeden, Alle für Jeden, Jeder für Alle, ist zum Glück aber nicht nur eine Utopie. Es gibt zumindest:
Ein bisschen Jeder für Jeden.
Ein bisschen Alle für Jeden.
Ein bisschen Jeder für Alle.
Denn würde es dieses bisschen nicht geben, dann würden wir sicher unter viel widrigeren Bedingungen leben müssen. Das Enttäuschende ist dabei allerdings, dass “dieses bisschen” sich meist nur unbewusst ergibt und die bisherige Erklärung, warum es uns eigentlich (noch) recht gut geht, die Tatsache ignoriert, dass es eben nur das Prinzip “Jeder für Jeden. Alle für Jeden. Jeder für Alle.” ist, welches die Ursache des Wohlstandes ist – und nicht irgend eine unsichtbare Hand.
Das führt dann dazu, dass man sich gar keine Gedanken macht, was wohl die Voraussetzung ist um das genannte Prinzip gedeihen zu lassen.
Nehmen wir z.B. das Geldwesen, wie müsste es beschaffen sein, sodass es allen drei Geboten des Prinzips ausreichend gerecht würde?
Jeder für Jeden. -> Finanzierung des Arbeitstausches.
Alle für Jeden. -> Finanzierung der Arbeitsausrüstungen.
Jeder für Alle. -> Finanzierung der Gemeinschaftsarbeit.
Da liegt wohl der Schluss nicht all zu fern, dass dieses neue, bessere Geldsystem wohl ein dreigegliedertes Aggregat sein wird…
(Kaufen, Leihen, Schenken)
@ enrico Januar 28, 2012 um 16:23
„Da liegt wohl der Schluss nicht all zu fern, dass dieses neue, bessere Geldsystem wohl ein dreigegliedertes Aggregat sein wird…“
Das soziale Hauptgesetz der sozialen Dreigliederung hat Rudolf Steiner so beschrieben:
„Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist umso größer, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt.“
Der Warencharakter der kapitalistischen Arbeit ist nach Ansicht Steiners eine Restform der Sklaverei. Arbeit ist aber prinzipiell nicht bezahlbar, prinzipiell nicht kaufbar wie auch ein Unternehmen insgesamt prinzipiell nicht bezahlbar, prinzipiell nicht kaufbar ist.
Die Arbeitszeit sollte sich laut Rudolf Steiner nicht nach dem pro Zeiteinheit erzielbaren Einkommen richten, umgekehrt sollte sich das Einkommen nach der demokratisch festgelegten Arbeitszeit richten. Die verfügbare Menge an Arbeit muß das Ergebnis einer demokratischen Entscheidung sein, die von der gesamten Bevölkerung getroffen wird. Maximal- und Minimalarbeitszeit des Individuums entscheidet die Gemeinschaft demokratisch, nicht das Individuum, was durchaus eine etwas andere, demokratische Sicht auf das Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ wäre.
@carlos manoso
Dem soziale Heilgesetz kann ich voll zustimmen. Es ist logisch.
Auch, dass Arbeit eigentlich unverkäuflich ist, ist leicht verständlich, da es sich ja um einen abbauenden Prozess handelt, an dessen Ende Arbeitsergebnisse entstehen. Käuflich können somit nur Arbeitsergebnisse sein.
Was ich aber nicht verstanden habe ist folgender Abschnitt:
Die Arbeitszeit sollte sich laut Rudolf Steiner nicht nach dem pro Zeiteinheit erzielbaren Einkommen richten, umgekehrt sollte sich das Einkommen nach der demokratisch festgelegten Arbeitszeit richten. Die verfügbare Menge an Arbeit muß das Ergebnis einer demokratischen Entscheidung sein, die von der gesamten Bevölkerung getroffen wird. Maximal- und Minimalarbeitszeit des Individuums entscheidet die Gemeinschaft demokratisch, nicht das Individuum, was durchaus eine etwas andere, demokratische Sicht auf das Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ wäre.
Warum sollte das so sein? Wie ist das gemeint?
@ enrico Januar 28, 2012 um 19:00
„Dem soziale Heilgesetz kann ich voll zustimmen. Es ist logisch.
Auch, dass Arbeit eigentlich unverkäuflich ist, ist leicht verständlich, da es sich ja um einen abbauenden Prozess handelt, an dessen Ende Arbeitsergebnisse entstehen. Käuflich können somit nur Arbeitsergebnisse sein.“
Käuflich/verkäuflich sollen „Arbeitsergebnissse“ natürlich sein, sie sind es im Kapitalismus auch für den Eigentümer der Produktionsmittel, der alleiniger Eigentümer der „Arbeitsergebnisse“ ist. Der Verkäufer der Arbeitskraft bekommt vom Eigentümer der Produktionsmittel und Käufer natürlich den Wert seiner an ihn verkauften Ware Arbeitskraft bezahlt. Der Wert seiner Ware Arbeitskraft ist der Wert der unter den jeweiligen natürlichen/historischen Bedingungen zur Erhaltung seiner Ware Arbeitskraft notwendigen „Lebensmittel“, d.h. seine Kosten für Wohnung, Essen, Auto, TV, Ausbildung, etc.
„Was ich aber nicht verstanden habe ist folgender Abschnitt:
Die Arbeitszeit sollte sich laut Rudolf Steiner nicht nach dem pro Zeiteinheit erzielbaren Einkommen richten, umgekehrt sollte sich das Einkommen nach der demokratisch festgelegten Arbeitszeit richten. Die verfügbare Menge an Arbeit muß das Ergebnis einer demokratischen Entscheidung sein, die von der gesamten Bevölkerung getroffen wird. Maximal- und Minimalarbeitszeit des Individuums entscheidet die Gemeinschaft demokratisch, nicht das Individuum, was durchaus eine etwas andere, demokratische Sicht auf das Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ wäre.
Warum sollte das so sein? Wie ist das gemeint?“
Rudolf Steiner meint das vermutlich so ähnlich wie sein Zeitgenosse Lenin in „Staat und Revolution“, dass sich das zu verteilende Einkommen nach der von der Gemeinschaft demokratisch festgelegten Arbeitszeit richten sollte. Das bedeutet erstmal -im Prinzip- „gleicher Lohn für gleiche Arbeits(zeit)“, also gesamte Arbeitszeit dividiert durch die gesamte Zahl der Arbeitenden ist gleich Anteil des einzelnen Arbeitenden am Gesamteinkommen der Gemeinschaft. Eine mißbräuchliche Zuspitzung wäre die Formel: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht esssen.“
Wenn eine Gemeinschaft demokratisch über die Menge der einzusetzenden oder benötigten Arbeitszeit entscheidet, muss sie die Zahl der arbeitenden Personen und das zu verteilende Gesamteinkommen in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Der Ort dieser Entscheidungen können nur politische Körperschaften der Gemeinschaft sein.
Das isolierte Individuum könnte das nicht entscheiden. Beispiel wäre ein steuer oder umlagefinanziertes „bedingungsloses Grundeinkommen“, das immer unter dem Vorbehalt stehen würde, dass die Gemeinschaft unter bestimmten Umständen demokratisch gegen das isolierte Individuum entscheiden muß.
@carlos menoso
Da kommt mir immer wieder der Gedanke, dass im Verhältnis zwischen den Arbeitenden und den Unternehmen, die Gemeinschaft noch dazwischen geschaltet sein müsste. D.h. die Unternehmen entrichten dann die Arbeitskosten, welche von Branche zu Branche verschieden ausfallen können, nicht direkt an die Beschäftigten, sondern an die Gemeinschaft und die Gemeinschaft übernimmt die individuellen Lebenskosten der Arbeitenden auf der anderen Seite. Das hätte den Vorteil, dass z.B. die Arbeitskosten der Unternehmen in der Landwirtschaft weit geringer ausfallen können als die Gehälter der dort Arbeitenden und dafür umgekehrt die Arbeitskosten in den hochindustrialisierten Bereichen wesentlich höher sind bei gleichen Gehältern für die Arbeitenden. Auch könnten die Arbeitseinkommen je nach Haushaltsgröße (Kinder, Pflegefälle etc.) unabhängig von den Arbeitskosten der Unternehmen angepasst werden. Zudem hätte dann der Staat auch einen direkten Einfluss, wie hoch die Arbeitskosten jeweils anzusetzen wären.
Das erfordert dann natürlich eine demokratische Instanz, welche darüber entscheidet, wie hoch die Arbeitskosten angesetzt werden und wie sie von Bereich zu Bereich verschieden verteilt werden.
Grob gesagt: Je “naturnaher” die Arbeit ist, desto mehr wird sie subventioniert und je technisierter sie ist, desto mehr wird sie besteuert. Ob die Unternehmen dann zusätzlich noch etwas an ihre Beschäftigten zahlen wollen, sollte ihnen freigestellt bleiben.
Ein zusätzliches (bescheidenes) Grundeinkommen an alle Bürger, unabhängig ob diese nun arbeiten, arbeitsfähig sind oder nicht, macht Sinn, einfach deshalb schon, weil man sich damit eine Menge Bürokratie spart und dies IMHO in der gesellschaftlichen Gesamtbilanz fruchtbringender wirkt als ein kleingeistiges “Wer nicht arbeiten will soll auch nichts essen”. Ich bin überzeugt, dass eine durch ein Grundeinkommen ermöglichte, freiwillige Arbeit für die Gemeinschaft, die man sich jeder selber suchen kann, weit effektiver ist als eine durch öffentliche oder private Institutionen organisierte, bezahlte Tätigkeit.
@ carlos
tu mir ein Gefallen… hör auf von Steiner (Sozialer Organismus) zu sabbeln. Sonst springt dir gleich Blavatzki ins Gesicht. Und Goethe eh. Denn Steiner spricht von einem “Staat” der auf 3 Säulen beruht. Unabhängig von einander. Er meinte gar nix wie sein Zeitgenosse Lenin.
Gut Nacht… ist mir echt zu doof geworden.
—>>> Der Ort dieser Entscheidungen können nur politische Körperschaften der Gemeinschaft sein.”
Dann lieber Carlos… haste Steiner nicht verstanden. Da gehts nämlich um die Erbfolge.
„Die Menschheit strebt im Anfange der Kulturzustände nach Entstehung sozialer Verbände; dem Interesse dieser Verbände wird zunächst das Interesse des Individuums geopfert; die weitere Entwicklung führt zur Befreiung des Individuums von dem Interesse der Verbände und zur freien Entfaltung der Bedürfnisse und Kräfte des Einzelnen.“
—>>> Der Ort dieser Entscheidungen können nur politische Körperschaften der Gemeinschaft sein.”
Klar soweit?
carlos nur für dich nochmal
„Die Menschheit strebt im Anfange der Kulturzustände nach Entstehung sozialer Verbände; dem Interesse dieser Verbände wird zunächst das Interesse des Individuums geopfert; die weitere Entwicklung führt zur Befreiung des Individuums von dem Interesse der Verbände und zur freien Entfaltung der Bedürfnisse und Kräfte des Einzelnen.“
—>>> Der Ort dieser Entscheidungen können nur politische Körperschaften der Gemeinschaft sein.”
Klar soweit?
Nochmal?
“die weitere Entwicklung führt zur Befreiung des Individuums von dem Interesse der Verbände”
Verstanden?
Was schreibst du oh heiliger Carlos
—>>>Das isolierte Individuum könnte das nicht entscheiden.”
Da klappen mir die Fußnägel hoch.
@ FLuebbe
Neues von der Realofront der normalen haushälterischen Politik :
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1662876/
Gibt ganz einfache praktische Massnahmen, wenn man/frau wollen und diese dann förderal umsetzen
stay on course – wird noch viele Überraschungen geben im Laufe der Zeit …
Auszug aus: http://anthroposophie.byu.edu/aufsaetze/s103.pdf
Aus anderen Lebensgrundlagen, aber aus gründlicher Erfahrung heraus hat Goethe zwei Sätze geprägt, die aber vollgültig für viele soziale Forderungen unserer Zeit sind.
Der eine ist: «Ein unzulängliches Wahre wirkt eine Zeitlang fort;
statt völliger Aufklärung aber tritt auf einmal ein blendendes
Falsche herein; das genügt der Welt und so sind Jahrhunderte
betört.»
Der andere ist: «Allgemeine Begriffe und großer Dünkel
sind immer auf dem Wege, entsetzliches Unglück anzurichten.»
Wahrhaftig, der nicht von unseren Zeitverhältnissen belehrte
Marxismus ist ein «unzulängliches Wahre», das trotz seiner
Unzulänglichkeit in der proletarischen Weltanschauung wirkt;
aber nach der Weltkriegskatastrophe wird es gegenüber den
wahren Zeitforderungen ein «blendendes Falsches», das
verhindert werden muss, «Jahrhunderte zu betören».
Diesem Streben nach Verhinderung wird derjenige zuneigen, der
erkennt, in welches Unglück das Proletariat durch sein
«unzulängliches Wahres» rennt. Aus diesem «unzulänglichen
Wahren» sind wirklich «allgemeine Begriffe» geworden,
deren Träger aus einem wahrlich nicht kleinen Dünkel alles als Utopie
ablehnen, was bemüht ist, an die Stelle ihrer utopischen
Allgemeinheiten Wirklichkeiten des Lebens zu setzen.
Anstatt Marxismus kann man auch Sozialismus einsetzen (egal ob Rot/Braun). Hat Goethe es nicht schon geschrieben gehabt? „blendendes Falsches… Jahrhunderte betört“ wohl wahrhaftig geworden. Und genau das, zieht sich wie ein rot-brauner Faden bis in das Hier und Jetzt durch. Im gesamt Kontext löst Steiner den Sozialismus nämlich „auf“. Weil bei Steiner das freie Geistesleben im Vordergrund steht. Der Mensch sich nicht der Wirtschaft unterzuordnen hat, sondern die Wirtschaft sich dem „freien“ Menschen unterzuordnen hat.
Steiner beschreibt nicht des letzten Weisheit Schluss, aber die Eckpfeiler stehen schon lange geschrieben. Sollten sich Steiners Gedanken aber mal irgendwann durchsetzen, wird es eine neue Epoche für die Menschheit geben. Vielleicht bedarf es ja dafür der dritten, vierten, fünften… ultimativen „Katastrophe“.
Wie es farbenblinde Menschen gibt, welche die Welt «grau in grau» sehen, so gibt es psychologieblinde Sozialreformer und Sozialrevolutionäre, welche den sozialen Organismus als
Wirtschaftsgenossenschaft ausgestalten möchten, in der die Menschen selber wie mechanisierte Wesen leben. Und diese psychologieblinden Agitatoren wissen selbst nichts von ihrer Blindheit. Sie wissen ja nur das, dass es ein Rechts- und ein Geistesleben neben dem Wirtschaftsleben immer gegeben hat; und sie glauben, wenn sie das Wirtschaftsleben nach ihrem Ermessen gestalten, dann komme alles andere «von selbst». Es wird nicht kommen; es wird ruiniert werden. Darum ist die
Verständigung mit den Psychologie-Blinden recht schwierig; darum ist es leider auch notwendig, dass der Kampf mit ihnen aufgenommen werde, der nicht von den Psychologie-Sehenden,
sondern von ihnen ausgeht.
Habt ihr die Freude mit Autorität und den Humor bei Fachlichkeit der “selbsternannten Sparkönigin” gehört und gespürt.
Der Westen kommt wieder …
Wieviel Zinsen hättens denn gern?
http://www.myvideo.de/watch/6749282/Stephan_Remmler_Keine_Sterne_In_Athen
@ holger Januar 29, 2012 um 11:05
„Steiner beschreibt nicht des letzten Weisheit Schluss, aber die Eckpfeiler stehen schon lange geschrieben. Sollten sich Steiners Gedanken aber mal irgendwann durchsetzen, wird es eine neue Epoche für die Menschheit geben. Vielleicht bedarf es ja dafür der dritten, vierten, fünften… ultimativen „Katastrophe“.“
Rudolf Steiner: „Marxismus ist ein «unzulängliches Wahre», das trotz seiner Unzulänglichkeit in der proletarischen Weltanschauung wirkt; aber nach der Weltkriegskatastrophe wird es gegenüber den wahren Zeitforderungen ein «blendendes Falsches», das verhindert werden muss, «Jahrhunderte zu betören».(,,,) Aus diesem «unzulänglichen Wahren» sind wirklich «allgemeine Begriffe» geworden, deren Träger aus einem wahrlich nicht kleinen Dünkel alles als Utopie ablehnen, was bemüht ist, an die Stelle ihrer utopischen Allgemeinheiten Wirklichkeiten des Lebens zu setzen.“
http://anthroposophie.byu.edu/aufsaetze/s103.pdf
Holger, beim „Marxismus“ müßte man unterscheiden zwischen der exoterischen und esoterischen Perspektive von Marx. Exoterisch bedeutete etwa für die Pythagoreer die Erklärung der Qualität durch die Quantität; esoterisch hingegen hieß die Gestaltung der Qualität aus der Kenntnis der Quantität.
„Wissenschaftliche“ Aufklärer sehen wegen ihrer einseitigen, auf Erkenntnis gerichteten Einstellung am Wesen einer Sache vorbei, denn aus der esoterischen Sicht geht es überhaupt nicht um Erkenntnisweisen im wissenschaftlichen Sinn, sondern um Gestaltungsmethoden; den Versuch, die vielfaltige Welt der Wirklichkeit über die Kunst zu vermenschlichen.
Somit geht es der esoterischen Sicht nicht um Wissenschaft, sondern um eine denkerische Methode, wie der Mensch durch Kenntnis der vereinigenden Gesetze der Wirklichkeit zu einer persönlichen Gestaltung kommen kann, die gleichzeitig auch die Individuen aus einer Vielheit in eine Einheit verwandelt. Ziel der pythagoräischen Esoteriker war somit ein neues Bewußtseins; heute würden wir sagen der biologisch-geistigen Mutation, um zum Meister seiner selbst aufzusteigen.
@ carlos
—>>>Holger, beim „Marxismus“ müßte man unterscheiden zwischen der exoterischen und esoterischen Perspektive von Marx.”
Bei Marx kann und werde ich gar nichts unterscheiden wollen. Ich setze mich mit offensichtlichen Blödsinn nicht auseinander. Wenn man Steiner gelesen hat, braucht man sich Marx nicht mehr antun. Und Steiner hat 1919-22 schon das jetzige Bild von Europa aufgezeigt, ebenso die Konflikte die entstehen werden, weil sie einfach müssen. Und er hat ebenso klar beschrieben, wie das global im Kontext zu sehen ist. Aber wenn man eben nur Marx kennt, kann ich ja auch nix dazu. Die Zukunft wird keinen Marx mehr lesen wollen. Wann das ist? Das weiß ich nicht.
@ holger
da woofed der bass
http://www.youtube.com/watch?v=OOeHGFPOW5g&feature=related
” Die Ökonomen haben traditionell gesagt: Das eigentliche Problem ist die Allokation, also die Effizienz einer Anordnung, und über die Verteilung kann man sich dann nachher Gedanken machen. Und das ist eben ganz falsch. Die Verteilungsfragen haben unmittelbar eine Konsequenz auf die Effizienz einer Gesellschaft.
Das Dogma, dass ungleichere Gesellschaften besser funktionieren, weil sie stärkere Anreize zum Aufstieg generieren, ist einfach nicht mehr haltbar.
In der Regel machen Menschen Fehler. Das hat damit zu tun, dass es in schwierigen Entscheidungssituationen einfach unmöglich wäre, alle Entscheidungsprozesse auf rationale Weise zu lösen. Stattdessen bedienen wir uns Heuristiken oder Daumenregeln. Wir müssen schnelle und einigermaßen richtige Entscheidungen treffen. Das hat auch die Evolution von uns gefordert, und darin sind wir auch sehr, sehr gut.
Ich wünsche mir, dass die Politik den Mut, die Gelassenheit und auch die Verantwortung hätte, sich auf einen Dialog einzulassen mit Wissenschaftlern, denen es um die Sache geht und nicht darum, irgendwelche Interessen zu vertreten und durchzusetzen.
”
http://stifterverband.info/publikationen_und_podcasts/webtv/falk/index.html
@ Holger Januar 29, 2012 um 14:28
„Bei Marx kann und werde ich gar nichts unterscheiden wollen. Ich setze mich mit offensichtlichen Blödsinn nicht auseinander. Wenn man Steiner gelesen hat, braucht man sich Marx nicht mehr antun. Und Steiner hat 1919-22 schon das jetzige Bild von Europa aufgezeigt, ebenso die Konflikte die entstehen werden, weil sie einfach müssen. Und er hat ebenso klar beschrieben, wie das global im Kontext zu sehen ist. Aber wenn man eben nur Marx kennt, kann ich ja auch nix dazu. Die Zukunft wird keinen Marx mehr lesen wollen. Wann das ist? Das weiß ich nicht.“
Schon klar, dass sowohl der materialistische „Kapitalismus“ als auch der materialistische „Marxismus“ als okkupierende Gedankensysteme verhängnisvolle zerstörerische Wirkungen für das Bewusstsein des Einzelnen und die Sozialordnung der Gesellschaft haben können. Das, was zunächst bloßes Wissen sein sollte, wird wirkliches materielles Geschehen werden, wird tatsächlich materielle Wirklichkeit werden.
Rudolf Steiner war im Unterschied zu dir durchaus in der Lage, Karl Marx differenziert zu bewundern: „Wahrhaftig, ich bewundere Karl Marx …, wegen seiner gewaltigen kritischen Einsicht in den Selbstzersetzungsprozess des modernen Kapitalismus.“ Marx selbst betonte einmal, als er über den Marxismus sprach, daß er, Karl Marx, jedenfalls kein Marxist sei.
Im Grunde macht es überhaupt keinen prinzipiellen Unterschied, ob ein in die Dekadenz gekommener Schwarz-Afrikaner einen Holzklotz anbetet und zu seinem Fetisch macht, ob ein in die Dekadenz gekommener Weiß-Europäer einen „kapitalistischen Markt“ anbetet und zu seinem Fetisch macht oder ob ein in die Dekadenz gekommener Gelb-Asiate einen „materialistischen Marxismus“ anbetet und zu seinem Fetisch macht. All dieses ist nur die letzte Phase des Unglaubens an den Menschen und des wirklichen Glaubens an einen materialistischen Fetisch., die letzte Phase einer abergläubischen Denkweise.
@ carlos
—>>>Rudolf Steiner war im Unterschied zu dir durchaus in der Lage, Karl Marx differenziert zu bewundern”
Die er dann im dritten oder vierten Satz oder im nächsten Kapitel wieder relativierte. Weil Karl es nicht ganzheitlich betrachtet hat/konnte.
Hier steht es schön drin. http://anthroposophie.byu.edu/vortraege/340.pdf
National Ökonomischer Kurs.
Die EU ist eine geschlossene Volkswirtschaft.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:unerwartete-einnahmeloecher-fuer-energiewende-fehlt-das-geld/60161282.html
ES GIBT KEINERLEI FINANZIELLE RESTRIKTIONEN FÜR EINE ENERGIEWENDE!
Können das nationale Regierungsführer ihrer Generation noch realsieren?
http://www.youtube.com/watch?v=42qgxTa9gK8&feature=related
Merkel schau dies
http://www.youtube.com/watch?v=M_6rlI1Pfrs&feature=related
Wann fanden Revolutionen statt?
http://www.youtube.com/watch?v=2aVlR_Oe3v0&feature=player_embedded#!
Bürger von Europa es tut sich etwas – wenn das Catering in Brüssel durch Streik nicht im EU-Ministerrat angeliefert werden könnte, stehen kalte belegte Brütchen von um die Ecke auf dem Tisch
Tisch – sitzt der Cameron mit seinem gegen die FTS noch am Tisch oder hat er sich bereits verabschiedet?
http://www.youtube.com/watch?v=M0gtwUpxkGg
@ FLuebbe
Was machen Gabriel, Steinbrück und Steinmeier ?
Europa muss gerettet werden – Troika reloaded !
Jetzt Potsdam – live im Radio :
Gleichzeitigkeit : sparen und steuern : FTS zur Abstimmung im Junktim zur ESM-Bazooka …
Europa-Treuhand zur Privatisierung – ???
Problemlösung = Personenwahl ???
Gut frühstücken Brüsselgipfler
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