Politische Botanik

by h.huett on 17. Februar 2012

Die Rücktrittsrede Christian Wulffs illustriert ein letztes Mal seine schräge Rhetorik.

Die ersten Worte bezeugen einen historischen Filmriss im Tempus der vollendeten Gegenwart:

gerne habe ich die Wahl zum Bundespräsidenten angenommen und mich mit ganzer Kraft dem Amt gewidmet.

Wie so oft schreit der nackte nüchterne Indikativ danach, durch Verneinungsprobe geprüft zu werden. “Ungern habe ich die Wahl…. angenommen und mich mit halber Kraft usw.” Tatsächlich ist das ein Satz aus dem Advokatesischen. Er begründet Wulffs Rechtsanspruch auf den Ehrensold.

Hinter der Fassade lauert die Tücke des Details. Der Satz kommt aus dem rhetorischen Bausatz für Nachrufe. Nachrufe zu Lebzeiten, die einer auf sich selbst hält, sind Zombierhetorik. Aus Wulffs Binnensicht der eigenen Affäre die einzige Möglichkeit, Rache an den Medien für die Kampagne gegen ihn zu nehmen. Ihr habt mich zu dem gemacht, der ich heute bin: ein Untoter.

Es war mir ein Herzensanliegen, den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu stärken. Alle sollen sich zugehörig fühlen, die hier bei uns in Deutschland leben, eine Ausbildung machen, studieren und arbeiten – ganz gleich, welche Wurzeln sie haben. Wir gestalten unsere Zukunft gemeinsam.

Wenn die politische Rhetorik im Organischen Zuflucht sucht (das tat vor einem Jahr auch der Freiherr), so einen Verwaltungsvorgang (“Anliegen”) in surreale Verquickung mit dem “Heehrzen” bringt, stimmt nichts, bleibt der Sinn, noch bevor der Satz die Zuhörer erreicht, auf der Strecke. Hierzu ist ein kleiner Ausflug in die Sprachgeschichte hilfreich. Noch bis ins 16. Jahrhundert stand “Anliegen” gleichbedeutend für “Anlügen”, wie die Grimms feststellen. Sodann kamen neue Bedeutungen hinzu, das enge Anliegen der Kleidungsstücke etwa, also dass einem Körper das Hemd näher als das Sakko anliegt.

So tritt das Oxymoron deutlicher hervor. Wulff wendet in dem Satz das Innerste (nehmen wir dafür das Herz) in etwas ihm außen Anliegendes.

Warum aber wählt Wulff dafür die Vergangenheitsform? Weil das Herz nicht mehr mit macht, das Anliegen von gestern ist, Anderes ihm jetzt näherliegt?

Die Idee des Zusammenhalts hat ihre eigene gesellschaftspolitische Geschichte. Ralf Dahrendorf gebrauchte zu seiner Illustration den Begriff der Ligaturen, die mehr und mehr verschwinden, einer Anomie Platz machen. Je mehr die Bindungen sich auflösen, desto größer die politische Zauberei-Rede, das größer werdende Vakuum durch den Zusammenhalts-Wunsch zu bändigen.

An wen richtet Wulff in seinen letzten Worten als scheidender Bundespräsident die Zusammenhaltsidee? An alle? Das hätte gereicht. Wulff aber relativiert: Er lässt einen Relativsatz folgen, der “alle” von “uns” unterscheidet und “alle” auf die beschränkt, die eine Ausbildung machen, studieren und arbeiten. Nun könnte man die Frage stellen, was es für weitere Daseinsformen gäbe, die nicht unter diese drei Kategorien fallen. Aber wie das Ende von Wulffs Satz zeigt, ist das egal, weil Wulff nach dem Ausflug in seine Herzkammern erneut rhetorisch in der Biologie wildert und die zuvor irgendwie leibhaftig scheinenden Menschen (die studieren, eine Ausbildung machen, arbeiten) in pflanzliche Gewächse mit Wurzeln verwandelt. Wulff unternimmt einen Ausflug in die politische Botanik, die unter dem Vorwand allergrößter Nähe tatsächlich “uns” von den “Gewächsen” unterscheidet, wo auch immer die ihre Wurzeln haben mögen.

Was an der Oberfläche des folgenden Satzes wie ein Syllogismus erscheint, wie eine Schlussfolgerung, eine Klammer, ein Appell, der aus den vorhergehenden Sätzen seinen Sinn entfaltet, wird tatsächlich so völlig leer, führt zu einer Implosion des Sinns. Das Habitat, das er zuvor wie Dr. Frankenstein aus uns und den Gewächsen formte, gestaltet nichts, schon gar nicht eine gemeinsame Zukunft. Ein Zombiereservat.

Ich bin davon überzeugt, dass Deutschland seine wirtschaftliche und gesellschaftliche Kraft am besten entfalten und einen guten Beitrag zur europäischen Einigung leisten kann, wenn die Integration auch nach innen gelingt.

Lassen wir die Frage beiseite, was Überzeugungen dem Bundespräsidenten a.D. noch helfen werden. Fragen wir auch nicht danach, was er unter der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kraft Deutschlands versteht (Zahlen, Daten und Fakten sind ohnehin nicht sein Ding). Das “auch” am Ende aber unterstellt etwas, was alles andere als gewährleistet zu sein scheint. Denn tatsächlich mehren sich zwischen Irland und Griechenland die Zweifel an der deutschen politischen Integration in Europa. Dass in Europa deutsch gesprochen werde, wie Herr Kauder mal bemerkte, wer wollte das bestreiten? Aber dass der Eindruck entstehen konnte, dass Deutschland das Kommando übernommen habe, konterkariert die Idee der europäischen Integration. Wenn wir also den Sinn der ersten Satzhälfte so ernst nehmen, wie Wulff das zu tun scheint, plädiert er auch im Inneren für die Übernahme des Kommandos anstelle von zivilgesellschaftlichen Prozessen des Aushandelns.

Unser Land, die Bundesrepublik Deutschland, braucht einen Präsidenten, der sich uneingeschränkt diesen und anderen nationalen sowie den gewaltigen internationalen Herausforderungen widmen kann. Einen Präsidenten, der vom Vertrauen, nicht nur einer Mehrheit, sondern einer breiten Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger getragen wird. Die Entwicklung der vergangenen Tage und Wochen hat gezeigt, dass dieses Vertrauen und damit meine Wirkungsmöglichkeiten nachhaltig beeinträchtigt sind. Aus diesem Grund ist es mir nicht mehr möglich, das Amt des Bundespräsidenten nach innen und nach außen so wahrzunehmen, wie es notwendig ist.

Wulff bleibt undeutlich. Das Gewaltige, wo immer er ihm bisher begegnet sein mag, bleibt das ihm am nächsten Liegende. Denn auch dieser Absatz begründet seinen Anspruch auf den Ehrensold durch einen einfachen Syllogismus. Mein politisches Anliegen (A) braucht, um wirksam zu werden, Vertrauen (B). Weil ihm das durch Dritte (Entwicklungen der vergangenenTage und Wochen: C) abhanden gekommen ist, sieht er seine politische Wirkungsmöglichkeit beeinträchtigt und zieht die Konsequenz: Rücktritt aus politischen Gründen.

Was die anstehende rechtliche Klärung angeht, bin ich davon überzeugt, dass sie zu einer vollständigen Entlastung führen wird. Ich habe mich in meinen Ämtern stets rechtlich korrekt verhalten. Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig. Die Berichterstattungen, die wir in den vergangenen zwei Monaten erlebt haben, haben meine Frau und mich verletzt.

Die rechtliche Klärung sind Ermittlungen einer Strafverfolgungsbehörde. Sie richten sich gegen die eigene Person. Die aber lässt der Redner in diesem Satz draußen vor der Tür stehen. Indem er die Entlastung von dem Belasteten trennt, vergrößert er den Zweifel nicht nur an der Behauptung, sondern auch am eigenen Mitwirken zur Aufklärung der ihm vorgehaltenen mutmaßlichen Verfehlungen. Immerhin räumt Wulff ein, er habe Fehler gemacht. Wie aber sollen wir das “ich war immer aufrichtig” verstehen? Ihren Ausgang genommen haben die gegen ihn erhobenen Vorwürfe von vorsätzlich unvollständigen und damit einen unzutreffenden Eindruck erweckenden Antworten der von ihm geführen Landesregierung auf Anfragen eines Oppositionsabgeordneten. Das kann man beim besten Willen nicht als aufrichtig, und schon gar nicht als “immer aufrichtig” bezeichnen.

Der Rest der Rede sind Bausteine aus der Wiedervorlage. Es erstaunt nur noch der persönliche Dank an seine Frau. Er klingt wie eine Abschiedsformel.

Furchterregend.

update

Bei Martin Haase finde ich noch ein paar Aspekte, die ich in meiner Analyse der Rede nicht berücksichtigt habe. Deshalb hier eine kurze Ergänzung.

Zuerst fällt bei der Analyse des Videos auf, dass Wulff  vor jedem Satzende unwillkürlich zögert, als ob er vor der Konsequenz der eigenen Entscheidung zurückschreckt und ihre Finalität aufschieben will. Dieser Aspekt des Vortrags der Rede steht in einer besonderen Beziehung zu der seltsamen Verwendung der Zeiten. Die politische Welt Wulffs scheint in der Verwirrung der tempi Zeiten wie auf den Kopf gestellt.

An einigen Stellen weicht der Vortrag der Rede vom Wortlaut des Manuskripts ab. Ich gehe hier auf drei Stellen ein:

Aus diesem Grund wird es mir nicht mehr möglich, das Amt des Bundespräsidenten nach innen und nach außen so wahrzunehmen, wie es notwendig ist.

Im Manuskript steht “ist”. Im Vortrag gebraucht Wulff die Zukunft. Ein letztes Mal fällt er hinter den eigenen Beschluss zurück, klammert er sich in dem Gebrauch des Futurs an eine Zukunft, die für ihn tatsächlich vergangen ist.

Ich habe in meinen Ämtern stets rechtlich korrekt mich verhalten.

Der Satz beginnt im Vortrag  so, als wollte Wulff ihn mit “gehandelt” beenden. Das tut er aber nicht. Deshalb wirkt das “mich”, das im Manuskrpt syntaxgerecht vorne steht, nachgeschoben so seltsam. Im Vollzug des Amtes und seiner Bewertung kommt es auf das Handeln an. Das Verhalten ist weiter gefasst und unspezifischer, als wollte der Redner sich im Rückblick auf die Wahrnehmung seiner Ämter eine Kopfnote geben. Er nimmt rhetorisch Ausflucht vor den Vorwürfen, die nun die Staatsanwaltschaft prüfen wird. Von ferne weht ein Echo in den Satz hinein, das jetzt zu weit hergeholt wäre, dennoch höre ich da auch das berüchtigte Immeranständiggebliebensein …

Und ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürger, denen ich mich vor allem verantwortlich fühle, eine gute Zukunft. und schließe Sie alle dabei ausdrücklich mit ein.

Dieser Schlusssatz illustriert, ähnlich wie in der einleitenden Passage, eine kaum maskierte Beißhemmung.  Bitte nicht vergessen: Der Redner steht vor einem Pulk von Kameras, Mikrophonen, Journalisten, vor  all denen, die ihn und seine Frau in den “Medienberichterstattungen”, wie er zuvor sagt, verletzt haben. Insofern wirkt das dreifach gemoppelte “allen”, “vor allem” und “Sie alle” wie eine erzwungene Selbstkorrektur.

Wulff wünscht allen Bürgern eine gute Zukunft. Ihnen fühle er sich vor allem verantwortlich. So geht er zu dem Journalistenpulk, zur Vierten Gewalt, auf Distanz und greift sie zugleich an. Er beobachtet rechtzeitig diese Entgleisung und fügt in den Schluss des Satzes die Heilung der aggressiven Geste ein: “und schließe Sie alle dabei ausdrücklich mit ein”. Indem er dies nachschiebt, dementiert er es zugleich.

Schließlich aber ist in diesen letzten Worten eine religiöse Formel maskiert enthalten, als hätte Wulff sagen wollen “und schließe Sie alle ausdrücklich in meine Gebete mit ein”, eine Anspielung auf eine Passage aus dem Vaterunser: “und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern”.

Das Fazit bleibt: Furchterregend. Und ich füge hinzu: Gut, dass dieses Kapitel einer politischen Fehlbesetzung damit zu Ende ist.

{ 52 comments… read them below or add one }

f.luebberding f.luebberding Februar 17, 2012 um 16:25

“Furchterregend.”

Kein Kommentar.

vera Februar 17, 2012 um 16:30

Nein, eher als furchterregend Ausdruck einer völlig angepassten erstarrten Staatsrhetorik. Betonsprache.

Wilma Februar 17, 2012 um 16:32

Das erinnert mich an Sauerland:
“Ich habe mich in meinen Ämtern stets rechtlich korrekt verhalten. Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig. Die Berichterstattungen, die wir in den vergangenen zwei Monaten erlebt haben, haben meine Frau und mich verletzt.”

Der gleiche”Redenschreiber” ?????

C.K. Februar 17, 2012 um 16:35

naja, wie klingen denn sonst abschiedsreden von leuten, die nicht gehen wollen und unehrenhaft gehen muessen?
gnadenlos, hans.

h.huett Februar 17, 2012 um 16:37

vera

Staatsrhetorik folgt ihren eigenen Gesetzen. Auch gegen die die hat Wulff fast immer verstoßen, weil seine Reden einen Unsichtbarkeitsmantel der Verlogenheit tragen

Bloggerkeule Februar 17, 2012 um 16:39

http://www.youtube.com/watch?v=ihzpTqmpNMo&feature=related

“Hinter dem Steuerrad”

Putin schau die weisse Rose an … 4. März

Doktor D Februar 17, 2012 um 16:40

“Immer aufrichtig gewesen” habe ich so verstanden, dass er für sich das reine Herz reklamiert. Das gehört m. E. in dieselbe Kiste wie seine Auslegung des Konzepts “Freundschaft” im Ard/Zdf-Interview. Das scheint mir einerseits Nebelkerzenwerfen zu sein, ich glaube aber auch, dass er es zumindest teilweise auch ganz ernst meint.
Ich fürchte, er weiß wirklich nicht, was er getan hat. Hoffentlich passt seine Bettina gut auf ihn auf.

Wilma Februar 17, 2012 um 16:58

Es scheint für Politker keinen Unterschied mehr zu geben zwischen
“rechtlich korrekt” und “moralisch korrekt”.

h.huett Februar 17, 2012 um 17:12

Lübberding
“Kein Kommentar” – Das Furchterregende dieser Rede ist ihr insgesamt anomischer Subtext, sie ist ein Implosionsdokument.

Frankie Bernankie Februar 17, 2012 um 17:17

Aua.

Rücktritt Wulff –> höchst ungünstig für meinen geliebten bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer.

Denn jetzt muss er die Aufgaben des Bundespräsidenten wahrnehmen, mit dem gebotenen Auftritt, der eher zurückhaltend ausfallend muss.

Was macht Horst dann am politischen Aschermittwoch , dem Hochamt bayrischer Holterdipolter- , Haudrauf- und Saufaus – Politikvermittlung?

Das wird hart, Kamillentee statt Bier.
Und der Revolver war sicher schon geladen für den Aschermittwoch, wahrscheinlich in erster Linie mit griechischen Schmähungspatronen ( “kein euro für Schummelrentner!” “…endlich mal was arbeiten!..” “…ganzen Tag in der Taverne, und wir sollen zahlen!” …mit mir nicht!” etc. )

h.huett Februar 17, 2012 um 17:20

Frankie Bernankie
Beim vorletzten Aschermittwoch hatte Seehofer ja sogar mit “bis zur letzten Patrone” aufgetrumpft. Dieses mal muss er bis zum letzten Kreidestück Mehl reden.

Carlos Manoso Februar 17, 2012 um 17:44

@ h.huett on 17. Februar 2012
„Immerhin räumt Wulff ein, er habe Fehler gemacht. Wie aber sollen wir das “ich war immer aufrichtig” verstehen?

Hmm, Herr Wulff zitiert doch nur aus seiner schon am 24. Januar 2012 nicht haltbaren Rede zum 300. Geburtstag vom “Alten Fritz”:

Ein nun kleiner Auszug aus der Rede unseres Bundespräsidenten Wulff:
„Aufrichtigkeit zählt wie Bescheidenheit und Sparsamkeit zu den preussischen Tugenden. Schon für meinen Vorgänger, den Alten Fritz, war aufrichtig klar, die preussische Aufrichtigkeit erlaubt dem preussischen Staatsdiener, zu verschweigen, was einem Staatsdiener keine besondere amtliche Pflicht gebietet, zu entdecken. Verständlich für mich als deutscher Bundespräsident, dass nichts unsere britischen, französischen, amerikanischen und russischen Freunde nach dem Ende des 2. Weltkrieges aufrichtiger vereinen konnte, als das dringende aufrichtige Bedürfnis, Preussen aufrichtig zu zerschlagen.“
http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2012/02/120217-Erklaerung.html

Wilma Februar 17, 2012 um 18:00

Wer hält jetzt die Rede am Donnerstag zur Trauerfeier der NSU-Opfer?

Die Rede ist wahrscheinlich schon fertig. Wer liest sie vor ?

Andreas Kreuz Februar 17, 2012 um 18:01

Die Rede hält Frau Merkel, wie verlautbarte.

holger Februar 17, 2012 um 18:03

h.huett

Ich danke meiner Familie, vor allem danke ich meiner Frau, die ich als eine überzeugende Repräsentantin eines menschlichen und eines modernen Deutschland wahrgenommen habe .

Das hat mich am meisten erschüttert. Er hat sie, seine besser Hälfte “wahrgenommen”. Ich glaube meine Frau hätte mir eine in die Fresse gehauen, wenn ich das gesagt hätte. Hat er sie beim erzeugen des Kindes auch “wahrgenommen” ? Oder hatte er mit seinen Kniestrümpfen im Bett gerade zu tun.

“wahrgenommen habe” Nun nicht mehr?

Doktor D Februar 17, 2012 um 18:04

Frau Merkel übernimmt die Rede – und so geschieht, zumindest auf symbolischer Ebene genau das, was einer der Kommentatoren hier schon prophezeite: BuPrä und BuKa fallen ab sofort zusammen.

A. G. Februar 17, 2012 um 18:05

Da ist sie, die Analyse vom Profi. :)

Ich denke auch, dass die Rede mittelbar auf den Ehrensold abzielt. 

(1) Die Medien sind schuld. 
(2) Wulff ist Opfer. 
(3) Bewiesen ist bisher nicht. 
(5) Merkel wird sich nicht gegen Wulff stellen: Im Zweifel für den Ex-Präsidenten, Ehrensold.
(4) Wulff beauftragt teure Anwälte, die ihn raushauen können. Eine Einstellung gegen Auflage, wenn es denn überhaupt soweit kommt, ist keine Verurteilung.
(5) …

A. G. Februar 17, 2012 um 18:09

Das hat alles auch was Positives: http://www.taz.de/!87942/ .

Andreas Kreuz Februar 17, 2012 um 18:12

Ja, ich sehe es förmlich vor mir:

Clement hilft Wulff beim Ausfüllen des ALG-II-Antrags
und von der Leyen erläutert der “wahrgenommenen” Gattin Wulffs die Vorteile des Bildungspakets für’s Kind… ;-)

A. G. Februar 17, 2012 um 20:04

” Wulffs Vorgänger, Horst Köhler, hingegen trat zurück, weil er einmal in der Öffentlichkeit zu ehrlich war und die (offensichtliche) Wahrheit nicht mehr zurückzunehmen war.” aus http://www.freitag.de/community/blogs/kruschwitzp/wie-mans-auch-macht-ists-verkehrt

Bernt Februar 17, 2012 um 20:04

Ein ganz normales westdeutsches Großmaul ist auf die Schnauze gefallen.

Fehlen noch die anderen a la Schröder/Fischer/Schäuble…

Bernt Februar 17, 2012 um 20:08

P.S.

Die Hetzkampagne der Wessis gegen einen der Ihren war erfolgreich.
Das stärkt doch die Demokratie…

LOL!!!

Bloggerkeule Februar 17, 2012 um 20:53

Achtung für die politischen Gäste bei Mainz bleibt Mainz wurde gerade folgender Flieger ohne Upgradepreis zum Einsatz bereitgestellt

http://www.derwesten.de/img/incoming/crop6094530/76785011-cImg0273_543-w656-h240/1321885805.jpg

Ankunftsziel ist der Mars bzw. soweit der Treibstoff reicht …

Horst Schmidt Februar 17, 2012 um 21:03

@ Doctor D

“Frau Merkel übernimmt die Rede – und so geschieht, zumindest auf symbolischer Ebene genau das, was einer der Kommentatoren hier schon prophezeite: BuPrä und BuKa fallen ab sofort zusammen.”

Danke wenigstens einer der meine Beiträge gelesen hat. Kommt nicht oft vor, deshalb mein emotionaler Ausbruch. :-) :-)

taxus Februar 17, 2012 um 21:04

‘Und ewig lockt das Weib’ oder die Versuchung …,
dem ist Wulff imho etwas auf den Leim gegangen.

Hätte er damals nicht so moralinsäuerliche Spitzen ‘ich leide physisch’ etc.
von sich gegeben …

Nun, nach seinem ‘Emporkommen’ haben sich seine moralischen Ansprüche etwas verschoben,
erst kommt das Fressen, danach die Moral, so in etwa.
Nur nach dem Fressen kam nichtmal mehr eine Moral.

Mir scheint, Wulff sah sich nach dem ‘Rubikon’ und dem ‘Stahlgewitter’ in der Rolle:
‘Im Krieg und in der Liebe ist jedes Mittel erlaubt’.

Nur so kann ich mir seine (ver)harmlosen(den) Argumentationen noch erklären,
die teils bar jedes gesunden Menschenverstandes klangen.

Weil: ‘Im Krieg und in der Liebe ist jedes Mittel erlaubt’ die einzige Phrase ist,
die ihn rechtfertigen könnte.

Den (Diekmann-Presse) ‘Krieg’ hat er verloren, wenngleich es einen schalen Beigeschmack
bei ‘Bild dich blöd’ hinterlassen sollte.

Aber genausowenig wie nach dem Fressen des Wulffs die Moral eintrat,
wird sie einen Diekmann nicht ereilen.

Fazit: Der olle Brecht ist überholt.
‘Erst kommt das Fressen – und danach der wahlweise Ruhm (Diekmann) oder Ehrensold (Wulff).

Und die Moral von der Geschicht? Keine – Moral ist unmodern und out.

Balken Februar 17, 2012 um 21:08

Oh, da hat sich meine Erwartung ja schnell erfüllt: http://www.wiesaussieht.de/2012/02/17/ehrensold-in-drachme/#comment-18158
“Der Rest der Rede sind Bausteine aus der Wiedervorlage.”
Nur der Rest? Ich sehe insgesamt nur Textbausteine einer Politikerrede, erwartbar, abgegriffene Münze, entwertet. Lustloser trauriger Spiegel eines Politikbetriebes, der sich überlebt hat. Der entleert ist, nichts mehr gestaltet. Der sich von “den Märkten” und ihren Vollstreckern, den Goldmann-Technokraten, die Richtung vorschreiben lassen muss, der sich per schriftlicher Zusicherung gleich noch über die nächste Wahl hinaus verpflichten muss, auf Linie zu bleiben. Und da bricht kein Gelächter aus? Die Einzel-Exegese tut der Rede noch zuviel Ehre an, als sei nicht das Ganze hoffnungslos.
Es bleibt mir immer noch dunkel, was dieser Mann falsch gemacht hat, dass man ihn derart maßgenommen hat, und was ein Steinbrück, Riester, Fischer, Koch, Bouffier nicht falsch gemacht haben … Kann es doch die Lindauer Rede vom 24. August 2011 gewesen sein?

Horst Schmidt Februar 17, 2012 um 21:17

@ Balkan
“Es bleibt mir immer noch dunkel, was dieser Mann falsch gemacht hat, dass man ihn derart maßgenommen hat, und was ein Steinbrück, Riester, Fischer, Koch, Bouffier nicht falsch gemacht haben … Kann es doch die Lindauer Rede vom 24. August 2011 gewesen sein?”

Ach wäre es doch diese Rede gewesen, dann würde es dem Ganzen eine Hauch von Sinn geben.
Doch wer will, wer kann, wer soll nun noch Licht in dieses Dunkel bringen?
Mutti ist tabu, sakrosant!
Wären wir MANNS genug, würden wir uns für Friede Springer oder Liz Mohn stark machen und dem Volk zeigen, wo der eingentliche Hammer hängt.
Letztendlich wird es auf Quentin Tarantino hinauslaufen. :-)

kassberg Februar 17, 2012 um 21:26

Balken

Es wird wohl ähnlich sein wie bei der Mafia: Wenn man bestimmten Leuten die Geschäfte vermasselt, sich nicht an die Spielregeln hält, dann ist Schluss mit lustig.

Genaueres wissen nur Journalisten. Aber die halten ihre Klappe.

Wilma Februar 17, 2012 um 21:29

Verwechselbar die Rücktrittsreden, eben wie Neujahrsansprachen.
Mannomann, die geben sich wirklich keine Mühe mehr, die Redenschreiber, die

Wilma Februar 17, 2012 um 21:39

Als Nachfolger schlage ich Sauerland vor, der tritt bestimmt nicht zurück.
Und abwählen kann man den Präsi ja nicht.

Andreas Kreuz Februar 17, 2012 um 21:45
gelegentlich Februar 17, 2012 um 22:32

@A.G.

Da bin ich anderer Meinung. Das ist erste meiner Meinung nach schwache Kommentar, den ich in den letzten 10 Jahren von Frau Herrmann, deren Fan ich normalerweise bin, gelesen habe.
Wulff geht doch wohl nicht weil er korrupt war und das jetzt rauskam. Absurd – weil das dann für Alle gelten müßte, und erst recht für die dicken Fische. Dergleichen wird aber gerade nicht passieren.
Lediglich Diejenigen, deren Geschäft es ist Konsens herzustellen, haben jetzt zu tun. Es gibt nur ein ,,Vermittlungsproblem” – was bedeutet, der Gegenstand des Anstoßes soll sich gerade nicht ändern. Und damit es so bleiben kann ist er gegangen.

Oder ist hier Jemand der ernsthaft glaubt die sponsoristische Umgehung des Parteiengesetzes würde jetzt aufhören, dass wir ganz neue und eherne Stiftungsgesetze erhalten, dass die Öffentlich-Rechtlichen ,,öffentlich” (im Sinne von nicht parteiengebunden) werden?

Bloggerkeule Februar 17, 2012 um 22:46

@ gelegentlich

“ernsthaft glaubt”
lustig praktiziert

“And I laugh to myself at the men and the ladies
Who never recieved those billion dollar babies.”

http://www.youtube.com/watch?v=b0wS3hwYUwQ

DerAbiturient Februar 17, 2012 um 23:41

nackte nüchterne Indikativ .. dem Advokatesischen .. Zombierhetorik .. politische Rhetorik im Organischen Zuflucht ..
das Oxymoron .. Begriff der Ligaturen .. rhetorisch in der Biologie wildert .. politische Botanik .. Syllogismus .. Das Habitat, das er zuvor wie Dr. Frankenstein aus uns und den Gewächsen formte, gestaltet nichts, schon gar nicht eine gemeinsame Zukunft. Ein Zombiereservat. ..

Der Rest der Rede sind Bausteine aus der Wiedervorlage

Knapp bestanden …

Michael Februar 18, 2012 um 09:21

Als Redenschreiber für Politiker müsste man dem Autoren eine Weiterbildung in der deutschen Sprache nahelegen. Bis zum Abschluss kann er sich in der Abteilung Agitation und Propaganda nützlich machen.

Horst Schmidt Februar 18, 2012 um 09:55

Endlich mal ein Kommentar, der nicht diese Merkel auch noch als eigentliche Präsidentin sieht und es auf den Punkt bringt!

http://www.tagesschau.de/kommentar/wulff974.html

“Dass sich ausgerechnet Angela Merkel derzeit zu Höhenflügen der Demoskopie aufschwingen darf, ist nicht gerade ein Ausweis politischer Reife der Bürger. In kollektiver Amnesie scheinen viele zu vergessen oder zu verdrängen, dass die Machtpolitikerin Merkel mit Wulff schon die zweite Fehlbesetzung im Schloss Bellevue zu verantworten hatte.

Erst Horst Köhler, den sie brachial durchsetzte, um die großartige Alternative Wolfgang Schäuble zu verhindern, weil der ihr zu mächtig geworden wäre. Köhler erwies sich als so nervenschwach, dass er wegen öffentlicher Kritik einfach hinschmiss, als sei er nicht der höchste Repräsentant, sondern ein kleiner Angestellter der Bundesrepublik Deutschland gewesen.

Entsorgungsanstalt Bellevue
Und mit Wulff im Schloss Bellevue entsorgte Frau Merkel einen möglicherweise lästigen innerparteilichen Rivalen und konnte gleichzeitig der Opposition mit deren Kandidaten Gauck eins auswischen. Es ging der Kanzlerin und CDU-Vorsitzenden also keinesfalls um das Wohl des deutschen Volkes, sondern es regierte schieres Machtkalkül und politischer Egoismus.

In Ihrem Amtseid hatte Angela Merkel vor Gott und den Menschen geschworen, “dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden” werde. Zwei Mal – mit Köhler und Wulff – hat sie dieses Versprechen nicht gehalten. Hoffentlich tut sie es beim dritten Mal.”

So einfach und ohne Verrenkungen kann es doch sein, etwas zu kommentieren und bei der Wahrheit zu bleiben.
Eine schon fast als schier unmögliche Anstrengung für deutsche Journalisten wie man in anderen Kommentaren der Qualitätspresse,aber auch der Heimatblätter lesen darf.

A. G. Februar 18, 2012 um 10:32

@gelegentlich, ich finde den TAZ-Kommentar idealistisch und mag ihn deshalb. Wer ist denn nicht für eine bessere Gesellschaft? Und wenn jemand meint, dass die Gesellschaft besser geworden ist, warum nicht? Die Richtung passt.

Wulff ist abgezockt. Ob er das wirklich aushält, wage ich zu bezweifeln. Ich hoffe, dass die Medien diverse fachlich fundierte Gründe (s. Spiegel) heranführen, warum er keinen Anspruch auf den Sold hat, die Kanzlerin einem öffentlichen Druck ausgesetzt wird…

Nanuk Februar 18, 2012 um 10:39

@Horst Schmidt
Ja so einfach kann das sein.
Man müste nur mal die Zitate von Merkel über Wulf auflisten…
http://www.youtube.com/watch?v=uYMMwPy6xp8

Nanuk Februar 18, 2012 um 10:42

Lass uns schnell die 55 Milliarden vergessen wir regen uns lieber über den Ehrensold auf…

A. G. Februar 18, 2012 um 10:44

Wenn die Zahlen zu groß werden, setzt es aus, das Hirn. ;)

Nanuk Februar 18, 2012 um 10:54

http://www.wiwo.de/politik/ausland/spd-finanzexperte-macht-platz-fuer-peer/6226298.html

Jep der ist ungefährlich der hat keine Eier in der Hose wie WGNX und co schon festgestellt hat.

holger Februar 18, 2012 um 12:12

@ Horst Schmidt Februar 18, 2012 um 09:55
Endlich mal ein Kommentar, der nicht diese Merkel auch noch als eigentliche Präsidentin sieht und es auf den Punkt bringt!”

Ja, der Kommentar erstaunt mich. Zeigt er doch von einer Strategie Bewertung. Aber das geht ja den Star-Journalisten am Allerwertesten vorbei. Nämlich die Frage, warum gerade Wuff ins Amt befördert wurde. Aber ist ja auch egal. Warum sollte man auch mal Nachdenken wollen. Soweit ich weiß, habe ich ähnliches schon geschrieben, als er Nominiert worden ist zum Grüß August. Aber war ja auch nicht politisch korrekt.

Das einzige was man (noch nicht mal wirklich, er kam ja von unten) Wuff vorwerfen kann, ist seine Blödheit, darauf reingefallen zu sein. Macht aber nix. Wenn es soweit ist, wird die Königin der Königinnen auch entsorgt. Es lebe der König.

h.huett Februar 18, 2012 um 12:34

Alle

Es gibt ein Update zu meiner Analyse.

llse Februar 18, 2012 um 12:46

“furchterregend”

Friedrich Küppersbusch: Wulff weg, na und?

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/02/18/drk_20120218_1115_a99ab845.mp3

14 Februar 18, 2012 um 13:30

Dieses Kostüm besteht aus strukturierter feinfädiger Virgin Wool mit weißen Paspeln aus Seidencady und Schleifendetails…
Und wie jeder gelungene Look, so weist auch dieses Kostüm – wahrscheinlich unbewusst gesetzt, aber ikonographisch schlagend – über sich hinaus. Denn viertens ist dem Outfit auch eine politische Botschaft eingewebt. Die weiße Paspelierung rahmt das Kleid ein wie im Hintergrund auf der Bundespräsidenten-Standarte der rote Rand das goldene Viereck mit dem schwarzen Adler. Der Adler reißt den Schnabel in Farbe auf. Bettina Wulff schweigt in Schwarz-Weiß. Auch ihr stilisiertes Tier – das Tribal-Tattoo am rechten Oberarm – lässt sie nicht raus. Sie will stärker sein an diesem Tag als dieser Bund mit seinem Adler.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/mode/bettina-wulffs-versteckte-botschaften-schweigen-in-schwarz-weiss-11653215.html

Horst Schmidt Februar 18, 2012 um 16:43

@ holger

Was die damalige Präsidentenwahl betrifft. Ich schrieb, “Spring Linke spring oder so ähnlich” und forderte sie auf, diesen Gauck aus allerlei taktischen Gründen mitzutragen. Selbst wenn er der “Linken” unheimlich wehtun würde. Kaum jemand verstand es, die Linke schon gar nicht.

Bei allem Streit, der sich entwickelt hätte, dieses Debakel, diese Peinlichkeiten wären der Republik erspart geblieben.
Nun ist alles bei NULL angelangt und wir harren der Dinge die, die “Führerin” ausheckt.
Egal wer es wird, es dürfte nur ein Aufguss sein.

Daraus wurde nichts, wird nichts und wird nichts werden.

maha Februar 18, 2012 um 16:51

2 kleine Hinweise, die zugegeben etwas oberlehrerhaft klingen, wofür ich um Entschuldigung bitte:

(1) Tempi ist der Plural von Tempo (Geschwindigkeit in der Musik); hier ist wohl Tempora (Plural von Tempus) gemeint.

(2) wird in „wird … nicht mehr möglich“ ist kein Futur, sondern das Vollverb werden. Das beißt sich ja gerade mit „nicht mehr“.

Ansonsten stimme ich voll zu: Die Rhetorik ist verquer und langweilig. Es kann nur besser werden!

h.huett Februar 18, 2012 um 17:10

maha
Schande über mein Haupt, natürlich meinte ich nicht die laaaaaangsaaaaame Geschwindigkeit des Redners, sondern die Zeiten, was zumindest in der Einleitung auch so steht. Im übrigen handeln Oberlehrer fast immer aus eigenem Recht, danke für den Hinweis.

Das werden betrachte ich als beschnittenes Futur. Wulff hat das “sein” verschluckt. Im Manuskript der Rede steht nicht “wird”, sondern “ist”.

Horst Schmidt Februar 18, 2012 um 17:21

Diesen Beitrag aus der Presseschau möchte ich dem erlauchten Foristen nicht vorenthalten, auch wenn er aus Italien kommt.

“Die Mailänder Zeitung Corriere della Sera versucht, den Fall Wulff in einen europäischen Kontext einzubetten. Zwar habe man schon “Schlimmeres” gesehen als die Vergehen Wulffs. Allerdings erteile die Kanzlerin in der Schuldenkrise mit “Arroganz” Griechenland und anderen europäischen Ländern Lektionen “öffentlicher Moral” – die Maßstäbe seien also andere. Wenn Deutschland jetzt ein “Bad der Bescheidenheit” nehme, hätte Europa “mehr Luft zum Atmen”, urteilt die Zeitung.”

In der Tat ,so ist es.

TH Februar 18, 2012 um 18:04

Hütt

>”“und schließe Sie alle ausdrücklich in meine Gebete mit ein””

Exakt! Wohl ein alter Reflex…

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1208840/

Andreas Kreuz Februar 18, 2012 um 18:53

Nein, nicht OT,
auch mal in die Botanik schauen – mit heutigem Datum:

http://www.egon-w-kreutzer.de/

A. G. Februar 18, 2012 um 19:09

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