Abschaffung des Geldes via EZB

by f.luebberding on 22. Februar 2012

Die Kollegen von der FAZ Wirtschaftsredaktion haben uns jetzt seit zwei Jahren jeden Tag neu erklärt, warum man einen Schuldenschnitt in Griechenland machen müsste. Aus ordnungspolitischen Gründen sollten private Anleger daran beteiligt werden und die EZB dürfte nichts anderes machen als gar nichts zu machen. Außerdem konnten wir jeden Tag etwas über die suboptimale Performance des griechischen Staates lesen. Man drückte das nur nicht so nett aus. Heute Morgen dürfen wir bei Heike Göbel lesen, welche Folgen das hat.

Sie beschreibt das griechische Drama in dürren Worten.

“Denn mit dem Euro kann Griechenland seine Wettbewerbsfähigkeit, Voraussetzung für solide Steuereinnahmen, nicht wieder erlangen. Um gegenüber seinen Handelspartnern konkurrenzfähig zu werden, müssten Löhne und Preise der Handelsgüter rund die Hälfte billiger werden. Daran werde das Land zerbrechen, bestimmte Dinge seien ökonomisch nicht möglich, hat der Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, in der F.A.Z. gesagt.”

So hat er das gesagt, wie wir wissen. Aber geht es wirklich noch um die “Wettbewerbsfähigkeit”? Was bedeutet diese Phrase in Athen? Der Griechenland Korrespondent der Zeit Gerd Höhler berichtet heute über eine Situation, deren Konsequenzen offenkundig niemandem klar ist. Allerdings kann er es auch nicht vermeiden auf den Sozialleistungsmißbrauch hinzuweisen, der tatsächlich aus Griechenland einen Selbstbedienungsladen gemacht hatte. Nur ist das heute unser Problem? Das Geld ist weg. Eine Volkswirtschaft lebt vom Geldumlauf. Richard Koo hat häufig beschrieben, was es heißt, wenn eine Volkswirtschaft in einen Modus des knappen Geldes fällt.

“Denn die Spareinlagen des einen sind ja der Kredit des anderen. Stellen Sie sich einen Haushalt vor, der 1?000?Euro verdient und davon 100?Euro spart: Die 900?Euro, die er ausgibt, fließen direkt wieder in den Kreislauf, und die 100 Euro gehen zu einer Bank, die sie an jemanden weitergibt, der sich Geld leihen will.  Aber wenn alle nur noch ihre Schulden zurückbezahlen wollen und niemand sich Geld leiht, bleiben die 100 Euro bei der Bank stecken, selbst bei Nullzinsen, wie wir sie derzeit haben. Im Kreislauf sind also nur 900?Euro, und weil der nächste davon auch noch einmal zehn Prozent zur Bank bringt, sind es nur noch 810, und so weiter.”

Er zieht daraus folgende Konsequenzen:

“Und was ist dann zu tun? Der Staat muss das Geld, das im Bankensystem feststeckt, leihen und wieder in Umlauf bringen. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Der Staat muss diesen Stimulus so lange aufrecht erhalten, bis die Unternehmen und Haushalte ihre Schulden abgebaut haben und sich selbst wieder Geld zu leihen beginnen. Der schlimmste Fehler, den eine Regierung in dieser Phase begehen kann, besteht darin, selbst zu sparen.”

Jetzt müssen wir diesen Mechanismus einmal nur auf Griechenland anwenden. Hier geht es nicht mehr um eine “Bilanzrezession”, wie wir sie in Japan nach dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 1990 erlebt hatten. Griechenland ist vielmehr im Modus des Zerfalls ihrer Volkswirtschaft angekommen. Wenn die Einkommen und Ausgaben weiter gekürzt werden, landen wir in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union in einer Art Geldlosen Subsistenzökonomie. In Griechenland ist nämlich nichts so knapp wie Euros geworden. In einem einzigartigen Experiment zur Zerstörung einer Volkswirtschaft können nicht einmal die Preise sinken: sie werden durch das Preisniveau in der gesamte Währungszone bestimmt. Griechenland muss nämlich einen großen Teil seines täglichen Bedarfs importieren. Weil viele Griechen aber immer noch Verbindlichkeiten in Euros haben, wären sie sofort in Konkurs, wenn sie die Preise entsprechend der reduzierten Einkommen ebenfalls senken müssten. Ihre Lage ist hoffnungslos geworden. Die Importe können in diesem Regime auch nicht substituiert werden, weil die ausländischen Produzenten in der gleichen Währung produzieren. Wir haben also eine Deflationsspirale mit sinkenden Einkommen und gleichbleibenden Preisen bei steigenden Verbindlichkeiten. Mir ist in der Wirtschaftsgeschichte kein vergleichbarer Fall bekannt. Und welche Sorgen macht sich Frau Göbel?

“Letztlich untergräbt ein permanenter Beistandsfonds die Haushaltsdisziplin im Euroraum, weil er verhindert, dass die Märkte exzessive Schuldenpolitik entsprechend sanktionieren. Mit der Fiskaldisziplin aber steht und fällt eine Währung. Für die Stabilität des Euro-Fundaments ist mit dem neuen Griechen-Paket daher nichts gewonnen. Und nur mühsam scheint es der Europäischen Zentralbank gelungen, nicht noch weiter vor den Karren der Politik gespannt zu werden.”

Damit hat Frau Göbel das Rätsel erklärt, was sie gleichzeitig beklagt. Es geht um die Ersetzung ökonomischer Logik durch Moralphilosophie. Mit der Fiskalpolitik steht und fällt die Währung? Was hat das mit der Wirklichkeit in Griechenland zu tun? Nichts. In Griechenland ist nicht die Fiskalpolitik das Problem, sondern der durch die EU erzwungene absehbare Zusammenbruch des Geldumlaufs. Das geschieht übrigens unter den Augen der EZB. Die Aufgabe dieser Zentralbank scheint die Abschaffung des Geldes in einem Mitgliedsstaat zu sein.

Was muss eigentlich noch geschehen, damit wir diese Politik beenden?

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Wilma Februar 23, 2012 um 22:18

Eine Frage an die Experten hier:

Soll der ESM-Fond jetzt die EZB entlasten?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/konjunkturprognose-druck-auf-deutschland-wegen-esm-ausweitung-11660354.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ezb-praesident-draghi-
warnt-vor-risiken-des-griechenland-hilfspakets-11660409.html
“Mario Draghi, will sich aber nicht in die Rolle einer europäischen Rettungsinstitution drängen lassen.”

Gibt es da einen Zusammenhang ?

Stephan Februar 24, 2012 um 00:05

Mensch. Mensch. @Wilma. >Soll der ESM-Fond jetzt die EZB entlasten?

Die EZB ist unsere Zentralbank. Die kann Geld kreieren wie sie gerade lustig ist. Die braucht keine Fonds um sie zu entlasten. Woher glaubst du kommen die Euros für den Fond um die eigene Zentralbank zu entlasten?

Linus Februar 24, 2012 um 00:10

@Morph:
Puuh – ich versuch mal, wieder auf den Boden Realität zu kommen, also noch mal von vorn ;-)

Du kannst die Preise für ein Produkt alle in einer Reihe aufstellen: Ein Euro, einsfufzisch, zwo Euro, dreimal derselbe(!) Reis (oder Benzin). Du kaufst erstmal den für 1 Euro, wenn der alle ist, dann den für 1,50, schießlich den für 2 Euro. Du kauft also nicht etwa den für 1,50 zuerst, dann den für 2 und dann den für 1 Euro.
Dies Verhalten hat den Status eines Naturgesetzes (statistisch gesehen, denn einer greift immer aus Versehen ins falsche Regal). Damit ist die “Präferenz” prognostizierbar.

Durch die aufsteigende Sortierung erst wird der Preis zu einer “Größe”. Die Gesamtheit dieser Größen gibt in Summe eine Skala, aka Dimension, und zwar genau eine. NB: Wären Preise keine sortierte, ordinale “Größe”, dann würden Preisverhandlungen und -anpassungen keinen Sinn machen.

Anders ist es mit Joghurtsorten. Der eine mag lieber Apfel, der andere lieber Birne, der dritte lieber Citrus, also rot, grün gelb. Diese Begriffe gehören zwar alle zu einer Menge, Joghurtsorten bzw. Farben, sie sind aber nicht sortiert. Sie sind völlig voneinander unabhängig (Präferenzen sind nicht prognostizierbar). Also genügt eine Dimension nicht, sondern man benötigt für jedes Objekt eine eigene.

NB: Selbst die vieldimensionale Joghurt-Metrik ist eigentlich noch zu einfach für die Wirklichkeit, wie man an der folgenden schrägen, aber alltäglichen Logik sehen kann: Frage an meinen Sohn. Welchen Joghurt möchtest du?
Apfel oder Birne? – Birne.
Birne oder Citrus? – Citrus.
Citrus oder Apfel? – Apfel.
(NB: ich hatte nur Apfel ;-))

Jetzt sollte eigentlich klar sein, was ich mit eindimensionaler Metrik meine. Dein wiederholt angeführtes Argument, daß Preise nicht fix seien, greift nicht. Denn selbst wenn Preise sich bewegen, wo entlang bewegen sie sich denn, an was orientieren sie sich denn? Eben, an genau der Skala. Das ist die Metrik.

NB: Im alltäglichen Leben als Verbraucher (um diese 99% geht´s) sind Preise ziemlich fix. Du fängst an der Tanke nicht das Feilschen um den Liter Sprit an, sondern fährst zur nächsten.

Jetzt kann es sein, daß darüber die letzte freie Tankstelle pleite geht. Schlimm, aber verschmerzbar. Es kann aber auch sein, daß sich ein großer Teil der Bevölkerung von Junk-Food ernährt, weil die vorrangige Metrik das Geld ist. Oder die Leute zunehmend schlechte Zähne haben, weil die vorrangige Metrik das Geld ist. Oder Schule und Bildung herunterkommen, weil die vorrangige Metrik das Geld ist. Oder Kinder in Tagesstätten abgegeben werden, weil die vorrangige Metrik das Geld ist und beide Eltern arbeiten müssen ….

Irgendwie doof, weil wir leben ja nicht vom Geld, sondern von den Gütern, die wir schaffen. Was spricht eigentlich gegen akzeptables Essen, gegen gute Zähne, gegen ausreichend Lehrer, gegen Kinder zuhause? Das liebe Geld, die Kosten -> die Metrik des Geldes. Wären wir nicht so auf diese Metrik fixiert, dann würden wir uns erinnern, daß Bildung und Gesundheit nicht mit Geld aufzuwiegen sind. Sie sind trotzdem durchaus erreichbar, die Gesellschaft HAT die physischen Mittel, um das bereit zu stellen. Es ist Schwachsinn, diese ‘Kosten’ in Geld aufrechnen. Er muß der der gesellschaftliche Aufwand betrachtet werden, den es braucht, um z.B. Alte halbwegs menschenwürdig zu versorgen. Und dieser ‘gesellschaftliche Aufwand’ ist dann auch keine eindimensionale Metrik mehr, sondern ein komplexes Abwägen zwischen verschiedenen konkurrierenden Zielen, die in der Gesellschaft halt so anfallen (Frage: sind die ‘gesellschaftlichen Kosten’ einer überalterten Bevölkerung mit Geld kompensierbar?). Nebenbei würden es dann auch keinem mehr einfallen, keynesianische Löcher zu graben.

Alles in allem ist der Satz ‘Geld ist ein eindimensionales Medium’ also gar nicht so kompliziert. Er ist per se auch nicht wertend gemeint. Es kommt schlicht darauf an, was man aus dem Medium macht.

Ich belasse es mal dabei. Mit deiner Sprachbasis bin ich übrigens überhaupt einverstanden! Morgen mehr dazu – vielleicht :-)

So long

Wilma Februar 24, 2012 um 00:27

Natürlich kann die EZB so viel Geld drucken, wie sie will. Ist aber nicht so populär.
Deshalb meine Vermutung, dass ein höherer ESM-Fond die EZB beim Gelddrucken erst einmal entlastet, wenn benötigtes Kapital erst einmal vom ESM-Fond abgezogen wird.

War auch nur ne Frage.

wepoc Februar 24, 2012 um 01:00

@Linus

Mit der Metrik ist alles in Ordnung. Geld muss eindimensional sein, sonst verliert Geld die Fähigkeit zum Vergleich und die Resourcenallokation würde nicht mehr funktionieren.
Fast Food ist nun mal in der Produktion effizienter und billiger als gesundes Biolebensmitel. Noch billiger wäre es, Abfälle mit Geschmacksstoffen aufzupeppen und als Nahrungsmittel zu verkaufen. Das geht nicht, weil das gegen bestehende Gesetze verstößt. Will man bessere Lebensmittel, dann braucht man keine andere Metrik, sondern entweder bessere Gesetze oder ein Bewusstsein bei den Konsumenten, dass sich der Mehrwert der teuren Lebensmittel lohnt.

Mork vom Ork Februar 24, 2012 um 07:48

@Stephan ( Februar 24, 2012 um 00:05)

Mensch. Mensch. @Stephan. Die EZB ist unsere Zentralbank. Die KÖNNTE Geld kreieren wie sie gerade lustig ist.

Tut sie aber nicht. Stabilität und so. Noch im Jeckenmodus?

Morph Februar 24, 2012 um 08:44

@Linus

Aha, steckt also in Deiner Eindimensionalitätskiste einfach nur die altbekannte Wertmess- und Verrechnungsfunktion des Geldes. Bon. Ist ja auch mal ganz nützlich, das Altbekannte zu wiederholen.

Aber das, was Du daraus zu ziehen suchst, nämlich die Erklärung der modernen Schnäppchen- und Luxuskultur, lässt sich nicht daraus ziehen. Dazu braucht es noch die Tauschfunktion. Und die Tauschfunktion verwirklicht sich nur, wenn die Wertaufbewahrungsfunktion verwirklicht ist, also kollektiv verbindlich die ILLUSION stabilisiert werden kann, dass ein (eigentlich unendlich und verlustfrei reproduzierbares) Symbol ALS knappes Objekt GILT.

Das funktioniert über den RECHTLICH verbindlich gemachte und POLITISCH machtmäßig gestützten Kreditkontrakt. Es ist in letzter Instanz die SCHULDfunktion des Geldes, die im Zentrum der Überlegung stehen muss. Sie MOTIVIERT zur Schnäppchen- und zur Luxusjagd. Nur ist aber gerade die Schuldfunktion dasjenige am Geld, was das System immer wieder im Kleinen und im Größeren durch Bilanzkrisen führt, in denen das Illusionäre des Geldes gleichsam auffliegt.

Dass es sowas überhaupt geben kann, dass sich die Gesellschaft auf eine so aberwitzige Konstruktion einlässt, ist schon wirklich erstaunlich. Leute wie Du oder @topi würden vermutlich sagen, dass das nicht erstaunlich, sondern Ausdruck unfassbarer Dummheit sei. Ich glaube, dass man sich mit einer solchen (im Übrigen ziemlich selbstgerechten) Diagnose den Blick auf Gesellschaft normativ verstellt.

Bzw. ich habe bei nicht nur bei Deinen Überlegungen zum Geld sehr oft das Problem, dass die zu thesenhaft rausgehauen sind. Mir fehlt da oft die argumentative Vermittlung.

Stephan Februar 24, 2012 um 08:51

@Mork vom Ork
Stimmt. Das hab ich ganz vergessen. Wie stabil die Eurozone seit Jahren ist.

Morph Februar 24, 2012 um 08:52

@Linus

noch ein Gerdanke:

Die ‘Vieldimenionalität’ der Güter und die ‘Eindimensionalität’ des Geldes – dahinter verbirgt sich doch vor allem die Marxsche Unterscheidung von Gebrauchs- und Tauschwert, oder? Ist es das, was Dir vorschwebt und was Du irgendwie ‘moderner’ ausdrücken möchtest?

Wenn das der Fall sein sollte, dann erinner Dich daran (oder recherchiere es), dass Marx es nicht geschafft hat, seine Werttheorie der Geldwirtschaft mit einer Preistheorie der Geldwirtschaft zu verbinden. Genau das, was Du zum Ausgangspunkt Deiner Überlegungen machst: die Realität von Preisen, lässt sich mit der Unterscheidung ‘vieldimensionaler’ Gebrauchswerte und ‘eindimensionaler’ Tauschwerte NICHT erklären (das konzidieren auch die reflektierteren unter den Kapitalismuskritikern).

Joerg Buschbeck Februar 24, 2012 um 09:00

MvO
>Mensch. Mensch. @Stephan. Die EZB ist unsere Zentralbank. Die >KÖNNTE Geld kreieren wie sie gerade lustig ist.

Nein, die Zentralbank kann zwei Dinge tun,

1.bei Geschäftsbanken bestehende Schuldtitel wie z.B. verbriefte Staatsschuldentitel ankaufen und in Bankenzahlungsmittel verwandeln.

2. Staatsschuldentitel direkt aufkaufen(Aktivieren) gegen Passivierung in Zentralbankgeld. (QE zur Senkung von Risikoaufschlägen auf Staatsanleihen)

Das Totalversagen der EZB bei Punkt2 auf deutsches Drängen hin, lässt die Euro-Krise eskalieren, deren Ursache aber die zu hohe Nachfrage nach Geldvermögen und die Exportsalden zur Vertuschung sind.

In beiden Fällen entsteht nichts aber nichts neues an Nachfrage. Maximal indierekt, wenn dadurch staatliche Nachfrage bzgl. des Zinsnivaus wieder finanzierbar wird oder Banken ihre Kreditvergabe zu Nichtbanken nicht wegen Knappheit der Zahlungsmittel untereinander einstellen müssen.

Prinzipiell ensteht aber inländisches Zahlungsmittel mit jeder Kreditvergabe an Nichtbanken automatisch. Wenn die Banken also synchron Kredite vergeben, hat dies mit dem Zentralbankgeld wenig bis nichts zu tun, da sich der bedarf daran saldiert und damit marginalisiert.

Was immer tendenziell fehlt, ist der eigentliche Geldschöpfer, der der freiwillig mehr ausgibt als einnimmt, weil nur so unkritisches Geldvermögen entsteht. Und dazu fehlt der Notenbank heute das Mittel, also echt freiwillig etwas auszugeben ohne aktuelle Einnahme. Dies wäre das Werkzeug B in meinem Monetative Konzept. Soll aber nur die Ausnahme sein, weil die Nachfrage nach privaten Geldvermögen(Verkaufsüberschüssen) bei dauerhaften Erwartungen von Nullsparzins tendenziell negativ ist, was Staatsschuldenabbau ermöglicht.

Wer dass nicht versteht, hat noch nicht verstanden, dass Geldvermögen ein Phänomen von realwirtschaftlichen Kauf/Verkaufsalden und nicht von Zahlungsmittelbetrachtungen ist.

Werkzeug B: der „Sicherheitszaun“ an der Defla-Schlucht

Am Steuerelement B der Monetative, einer bedarfsweisen monatlichen Steuergutschrift an jeden Bürger, ist vor allem wichtig, dass dieser Mechanismus glaubhaft installiert ist und quasi sofort wirken könnte. Er ist das heute fehlende Steuerelement für die Unternachfrage/Deflation. Die Existenz des Werkzeugs B schafft das Vertrauen, es nicht einsetzen zu müssen. Denn normalerweise reichen dauerhafte Nullzinserwartungen bei zu erwartender wirtschaftlicher Stabilität aus – in dem Sinne, dass im Regefall die variable Staatsschuldentilgung als das vorrangige Mittel der Globalsteuerung der Monetative funktioniert.

http://www.global-change-2009.com/blog/ein-grundlegender-losungsansatz-fur-die-systemkrise-%E2%80%93-notenbanken-werden-zur-%E2%80%9Emonetative%E2%80%9C/2012/01/

topi Februar 24, 2012 um 09:49

@ Morph Februar 23, 2012 um 19:08

Es ist ja bekannt, dass Ironie im Netz nicht funktioniert; ist mir ziemlich wumpe, es gibt ja auch Adressaten, bei denen dies nicht stimmt.
Dich hätte ich eigentlich dazugezählt. ;-)

Linus Februar 24, 2012 um 10:17

@wepoc:
“Mit der Metrik ist alles in Ordnung.”
Aber ja doch! Genau!

“Geld muss eindimensional sein, sonst verliert Geld die Fähigkeit zum Vergleich und die Resourcenallokation würde nicht mehr funktionieren.”
Das stimmt so schon nicht mehr in Gänze. Der Vergleich in der Geldmetrik erfolgt über den Preis. Eine Ressourcenallokation wird daher NUR in Hinblick auf die Preise optimiert. Was aber, wenn der Preis die Notwendigkeiten / Wertbeziehungen nicht hinreichend abbilden kann, wenn also bestimmte Wertaspekte nicht “eingepreist” werden können? Dann läßt man sie unter den Tisch fallen, so einfach ist das (alternativ zur Blindheit geht auch Chuzpe: man behauptet einfach, sie wären einpreisbar, z.B. CO2-Zertifikate, Riester, Bildung). Und fertig ist das Problem.

Diese blinden Flecken beziehen sich meist auf ‘soft’-Faktoren, die nicht sofort sichbar werden, z.B. Familienleben, Selbstbestimmung, Zukunft. Letztere ist aus zwei Gründen schwer handhabbar. Erstens sind Preise immer mehr oder weniger tagesaktuell. Sie ändern sich relativ kurzfristig, denn sie bilden den aktuellen(!) Ressourcenstand ab. Zum zweiten hat Geld nicht wirklich eine wertbewahrende Funktion. Es verschafft dir zwar die Option des Zugriffs auf aktuelle(!) Ressourcen. Was aber, wenn übermorgen die Ressourcen nicht mehr vorhanden sind?

Es hilft alles nichts. Wir müssen uns damit abfinden, daß Geld zu einer Vielzahl von Werten / Wertbeziehungen inkommensurabel ist Daher KANN darüber die Ressourcenallokation nicht ‘optimal’ funktionieren (ein echtes Optimum gibt es in vieldimensionalen Wertesystemen eh nicht). Also hilft in diesen Fällen die Geldmetrik nicht, sondern man muß für jeden konkreten Fall seinen gesunden Menschenverstand einschalten und die konkreten Wertebeziehungen abwägen. Eine Vereinfachung auf die Geldmetrik führt hier in den Wald.

Das gilt besonders auch für gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Hier sind viele ‘soft’-Faktoren quasi gebündelt (welfare, Freiheit, sozialer Friede …). Hier hilft also keine Geld-”Wirtschaft”, sondern nur Planwirtschaft. Und das ist wohl richtig so. Denn aus der Sicht der Gesellschaft / des Staates braucht es erstmal kein Geld. Es geht um die Bewältigung gemeinsamer Aufgaben (mit Blick auf die vorhandenen physischen Ressourcen). Dazu muß jeder seinen Teil beitragen. Wie die Arbeit dann intern organisiert wird, ist aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive erstmal nachrangig.

Das war jetzt der Kommentar zu deinen ersten zwei Sätzen :-D. Zum Rest später mehr …

topi Februar 24, 2012 um 10:42

@ morph
“Bzw. ich habe bei nicht nur bei Deinen Überlegungen zum Geld sehr oft das Problem, dass die zu thesenhaft rausgehauen sind. Mir fehlt da oft die argumentative Vermittlung.”

Das kam mir bei deinen Thesen auch so vor.

“Aber das, was Du daraus zu ziehen suchst, nämlich die Erklärung der modernen Schnäppchen- und Luxuskultur, lässt sich nicht daraus ziehen. Dazu braucht es noch die Tauschfunktion.”

Ist das wirklich die Antwort auf Linus’ These, die Geldfunktionen zu differenzieren? Und wieso jetzt die Tauschfunktion, nur weil getauscht wird?

” Und die Tauschfunktion verwirklicht sich nur, wenn die Wertaufbewahrungsfunktion verwirklicht ist”

Ach.
Differenzierung in Tauschgeld und Wertaufbewahrungs”geld”,hatten wir doch schon X Vorschläge.

“also kollektiv verbindlich die ILLUSION stabilisiert werden kann, dass ein (eigentlich unendlich und verlustfrei reproduzierbares) Symbol ALS knappes Objekt GILT.

Das funktioniert über den RECHTLICH verbindlich gemachte und POLITISCH machtmäßig gestützten Kreditkontrakt. ”

Das ist die Beschreibung der aktuellen Situation, aber sie MUSS natürlich nicht so sein.

“Es ist in letzter Instanz die SCHULDfunktion des Geldes, die im Zentrum der Überlegung stehen muss. Sie MOTIVIERT zur Schnäppchen- und zur Luxusjagd.”

These; Argumentation?

” Nur ist aber gerade die Schuldfunktion dasjenige am Geld, was das System immer wieder im Kleinen und im Größeren durch Bilanzkrisen führt, in denen das Illusionäre des Geldes gleichsam auffliegt.

Dass es sowas überhaupt geben kann, dass sich die Gesellschaft auf eine so aberwitzige Konstruktion einlässt, ist schon wirklich erstaunlich. Leute wie Du oder @topi würden vermutlich sagen, dass das nicht erstaunlich, sondern Ausdruck unfassbarer Dummheit sei. ”

Nicht Dummheit; diese Konstruktion fiel nicht vom Himmel, sondern wurde installiert.
Natürlich gibt es Gründe, die bei einer wachsenden Wirtschaft mit begrenzten Edelmetallen für eine Papierwährung sprechen, und auch für Kredite gibt es gute Begründungen.
Daraus folgt aber noch lange keine FIAT-Welt mit unbegrenzter Verschuldung, und schon gar nicht mit der Saigniorage in privater Hand, also einem unmittelbarem ANreiz für immer höhere Verschuldung schon von dieser Seite.

Man kann sich ja mal vorstellen, welche “Experten” denn von der Politik befragt wurden, als dies so organisiert wurde.

wepoc Februar 24, 2012 um 10:44

@Linus

Eine Wirtschaft basierend auf einem multidimensionalen Vergleich ist im Grunde die theoretische Beschreibung einer Tauschwirtschaft – diesen Gedanke finde ich sehr interessant ;-) Mit diesem Ansatz kann man sehr schön erklären, weshalb der Tausch Ware gegen Ware schwieriger ist als ein Kauf. Ich muss nämlich eine Marktsituation herstellen, in der die Tauschobjekte in mehreren Dimensionen übereinstimmen müssen.
Gut, noch eine Konkretisierung zu meinem Post. Das jetzige Geldsystem bildet die Effizienz ab und das auch aus einem ganz bestimmten Grund. Die Softfaktoren oder erst zukünftig eintretenden Ereignisse sind nicht messbar, die Effizienz schon. Sie besteht aus den Herstellungskosten pro Stück bzw. Bereitstellungskosten einer Leistung und wird in der Einheit Geld gemessen. Ein Weg, Softfaktoren zu berücksichtigen, ist ja, wie du sagts, die Einpreisung. Die Einpreisung scheitert aber nicht daran, dass sie prinzipiell falsch wäre, sondern daran, den Softfaktor bestimmen bzw. messen zu können.
Noch ein Satz: eine Kaufentscheidung ist stets multifaktoriell, wobei der Preis nur einer der Faktoren ist, dass dieser aber so dominant geworden ist, hat etwas mit der Geiz-ist-geil-Mentalität zu tun.

Morph Februar 24, 2012 um 11:17

@topi

“These; Argumentation?”

Hatte ich schon vor längerer Zeit mal ausführlicher aufgeschrieben und gepostet. Kurzfassung: Nur durch machtbewährte Kreditkontrakte kann Geld so attraktiv werden, dass alle alles tun, um an Geld zu kommen. Und weil für (eine hinreichende Menge von) Geld alle alles tun würden, sind alle bereit, für (eine hinreichende Menge von) Geld alles herzugeben, auf das sie irgendwie verzichten können.

Nur Schuldgeld lässt die Wirtschaft brummen, und die unterm Schuldgeld brummende Wirtschaft fegt alle anderen, weniger aggressiven Formen des Wirtschaftens hinweg.

Und weil Geld das Tollste ist, was sich besitzen lässt, gibt man es tendenziell nur für billigste Schnäppchen und für teuerste Prestigeprodukte her.

Glaubst Du, @topi, dass erst Du so schlau bist, die Fatalität des fiat-money-Systems zu durchschauen? Alle, de sich dafür interessieren, durchschauen es. Nur ändert das nichts.

Einem Suchtkranken kann man sagen, dass er suchtkrank ist. Damit ist ihm aber so wenig geholfen wie der Gesellschaft mit Deinen schlauen verteilungspolitischen Argumenten.

Die Gesellschaft muss genau wie der Suchtkranke durch schmerzhafte Krisen motiviert werden, etwas anders zu machen. Einsicht allein bleibt ohne jeden Effekt. Anderes glauben nur ‘Humanisten’.

Stephan Februar 24, 2012 um 11:30

Die Fatalität des Fiat-Money-Systems? Na, jetzt bin ich aber sehr gespannt. Welches alternative Money-System schwebt denn dem Experten @Morph so vor? Lass bitte hören!

Carlos Manoso Februar 24, 2012 um 11:44

@ Morph Februar 24, 2012 um 08:44
„Nur ist aber gerade die Schuldfunktion dasjenige am Geld, was das System immer wieder im Kleinen und im Größeren durch Bilanzkrisen führt, in denen das Illusionäre des Geldes gleichsam auffliegt.
Dass es sowas überhaupt geben kann, dass sich die Gesellschaft auf eine so aberwitzige Konstruktion einlässt, ist schon wirklich erstaunlich.
Leute wie Du oder @topi würden vermutlich sagen, dass das nicht erstaunlich, sondern Ausdruck unfassbarer Dummheit sei. Ich glaube, dass man sich mit einer solchen (im Übrigen ziemlich selbstgerechten) Diagnose den Blick auf Gesellschaft normativ verstellt.“

Um zu verstehen, warum sich eine Gesellschaft auf „eine so aberwitzige Konstruktion einlässt“ kann man z.B. u.a. bei Hobsbawns „Sozialrebellen: Archaische Sozialbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert“ nachlesen. Hobsbawn unterscheidet z.B zwischen archaischen Sozialbewegungen und modernen Sozialbewegungen. Archaischen Sozialbewegungen gelang es nicht, den aufkommenden Kapitalismus zu verhindern, da dies einer strategisch geplanten Machtübernahme seines Staates bedurft hätte. Archaische Sozialbewegungen machen sich aber über solche Fragen keine großen Gedanken, im Unterschied etwa zur Französischen Revolution, die als „moderne“ Sozialbewegung recht genaue Vorstellungen entwickelte. Psychologisch betrachtet bestand aber auch für die archaischen Sozialrebellen die Gefahr darin, dass das Töten zur Sucht werden kann, wenn keine emanzipatorische Perspektive erkennbar wird.

Kurzum, die Geschichte des Widerstands gegen die ursprüngliche Akkumulation der kapitalistischen Produktionsweise wird im normalen Bewußtsein verengt auf die offizielle „Geschichte der (sozialistischen, marxistischen) Arbeiterbewegung“, die in Wirklichkeit nur ein immanenter Bestandteil der Durchsetzung der kapitalistischen ursprünglichen Akkumulation war. Gewisse archaische Sozialbewegungen aber in ihrem radikalen Rebellentum so weit, z.B. lieber zu verhungern und unterzugehen, als sich „freiwillig“ der kapitalistischen Produktionsweise zu unterwerfen.

So gesehen schließt sich heute am Ende des “aberwitzigen” Amoklaufs des Kapitalismus durch die neuzeitliche Geschichte der große Kreis des Kapitalismus zwingend logisch, indem der Kapitalismus an seinem systemischen Ende auch die sich freiwillig Unterwerfenden UND die Excludierten gleichermaßen mit Extinktion bedroht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Extinktion

Morph Februar 24, 2012 um 12:02

@stephan

“Die Fatalität des Fiat-Money-Systems? Na, jetzt bin ich aber sehr gespannt. Welches alternative Money-System schwebt denn dem Experten @Morph so vor? Lass bitte hören!”

Mir schwebt kein anderes vor. Es gibt auf der Welt Zusammenhänge, die fatal sind, gleichwohl keine nicht-fatale Alternative kennen. Z.B. führt Leben immer und unausweichlich zum Tod. Das ist fatal. Mir schwebt dennoch kein alternatives System des Lebens vor, das wäre ja albern. (So albern wie der religiöse Glaube an das ‘ewige Leben’ oder die verzweifelten Bestrebungen von Kryonikern.

Nun gibt es natürlich auch fatale Zusammenhänge, für die es nicht-fatale funktionale Äquivalente gibt: Man kann z.B. den Glücksrausch, den gesundheitsgefährdende Drogen ermöglichen, auch auf gesunde Weise verwirklichen (nicht so easy freilich).

Ob es sich beim fatalen fiat-money-System um etwas handelt, für das eine nicht-fatale funktionale Alternative gibt, weiß ich nicht. Alle mir oberflächlich bekannten Alternativen sind wohl doch wohl Scheinalternativen, die keine wirklich substitutive Kraft haben und nur unter ‘Laborbedingungen’ funktionieren.

Aber Du bist, wenn ich das richtig erinnere bzw. rausgelesen habe, durchaus der Ansicht, im Rahmen eines fiat-money-Systems eine krisenfreie und einigermaßen verteilungsgerechte Wirtschaft hinzubekommen, stimmt’s?

Natürlich muss man im Koppelungsbereich von Wirtschaft und Politik, im Zentralbank-Management, genau davon überzeugt sein, sonst könnte man den Job nicht machen.

aifran Februar 24, 2012 um 13:18

Nicht das Fiat-Money-System ist ein Problem! Die Geldschöpfung mittels Kredit innerhalb des Fractional-reserve banking Systems macht ein Problem daraus ……

Und ja nicht Vergessen: Schuldfrei durch die Monetative geschöpftes Vollgeld ist Teufelswerk sagt euch euer Fürst, euer Herr und Meister – Wufff, Wufff – sagt der mit dem Schwanz wedelnde und zu seinem Herrchen aufschauende Pawlowsche Menschenhund ….

Geld als Kredit, Geld aus Kredit garantiert vor allem eines – es lässt die Talerchen/Scheinchen AUTOMATISCH von unten nach oben zu den Fürsten und Regelmachern wandern!!! Ist Ihr GOLDENE EIER LEGENDES HUHN!
… und obendrein
Ein Staat der das Privileg der Geldschöpfung – Giral/Buchgeld – an Private abgibt gibt damit auch seine Politische Handlungshoheit an diese ab – Die Demokratie/Wirtschaft/Politik unterwirft sich den vom Kredit-Geldsystem ausgehenden Sachzwängen, Wachstumszwängen!
Folge: “Demokratie – eine Java-Applikation für das Volk, ohne Zugriff auf das Betriebssystem der Welt.” Demokratie verdient/braucht ein Geldsystem welches ihr erlaubt Demokratie zu sein (F. Aigner)

Geld regiert die Welt – wer aber regiert das Geld? (… es ist übrigens ganz sicher nicht das Volk Mosaischen Glaubens!!! Auch bei Ihnen sind da die 99,9% und dieser lieblichen o,1% Rest )

“Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, daß aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, daß das System ihren Interessen feindlich ist.” Jakob Rothschild, London, am 28. 6. 1863 an US-Geschäftspartner”

Propaganda, Konditionierung ist doch etwas wunderbares –

Würde heute Niccolò Machiavelli wieder auf Erden erscheinen, hier wandeln – er würde ob des zu sehenden, all diesen neuen Fähigkeiten der “Fürsten” im Umgang mit den Leibeigenen ein begeistertes “Hurrraaaa” in die Welt hinausschreien.

Aber Angesichts des von den “Fürsten” Initiierten Systems der “Kapitalistischen, Schuldgeld basierten Marktwirtschaft” zum Zwecke einer “Selbstorganisation” von Unterwerfung und Tributleistung würde er in Ekstasen, Verzückungen, des Glücks aufgehend zurück in den Himmel der glücklichen Götter entschweben ……… vielleicht noch, mit lächelndem Mund, ein letztes, leise in die Welt hinausgehauchtes “Hurrraaa … es ist vollbracht” (F.Aigner)

Noch nie war Nutzmenschen/Sklavenhaltung effizienter ….. es macht richtig Spaß Fürst zu sein ….. ob ich mir nicht doch noch einige Medien/TV Stationen kaufen sollten? – Sklaven Konditionieren macht Spass – bringt Geld, sichert mir meine Machtposition – Ob ich nicht doch auch mal eine neue Vorabendserie starten sollte? Arbeitstitel: “Laßt alle Hoffnung fahren – (mein) Luhmännchen erklärt (den Sklaven/Nutzmenschen) die Welt, das System” ….. meine Welt!

und schon bin ich wieder weg, genug des “Steinewerfens” für heute – Good Night, and Good Luck

Carlos Manoso Februar 24, 2012 um 14:30

@ Morph Februar 24, 2012 um 12:02
„Mir schwebt dennoch kein alternatives System des Lebens vor, das wäre ja albern. (So albern wie der religiöse Glaube an das ‘ewige Leben’ oder die verzweifelten Bestrebungen von Kryonikern…. Ob es sich beim fatalen fiat-money-System um etwas handelt, für das eine nicht-fatale funktionale Alternative gibt, weiß ich nicht. Alle mir oberflächlich bekannten Alternativen sind wohl doch wohl Scheinalternativen, die keine wirklich substitutive Kraft haben und nur unter ‘Laborbedingungen’ funktionieren.“

Morph, natürlich wirst du niemals wissen, ob es sich „beim fatalen fiat-money-System um etwas handelt, für das eine nicht-fatale funktionale Alternative gibt“. Denn für Leute wie dich existiert „kein alternatives System des Lebens“.

Figuren wie dir bleibt am Ende nur noch die Naturalisierung des Sozialen als „natürlicher“ Glaube, der „natürliche“ Glaube an die kapitalistische Marktwirtschaft als „natürliche Wirtschaftsordnung“, an ihre pseudo-naturalistische Durchsetzung sozialer Selektion.

Kurzum, verbuchen wir dergleichen haltloses Gelalle unter: „Philosophisches Endstadium: Neolibeale Redarwinisierung des Ökonomischen und Sozialen“.

kurms Februar 24, 2012 um 14:49

Die EZB schafft nicht nur das Geld ab, sondern auch den Sozialstaat. Müssen wir jetzt unsere Verfassung ändern?

aifran Februar 24, 2012 um 14:57

http://derstandard.at/1329870252237/Sparen-sparen-sparen-EZB-Chef-sieht-Ende-des-Sozialstaates

…. Sparen, sparen, sparen
EZB-Chef sieht Ende des Sozialstaates
24. Februar 2012 14:31
Den Zweiflern am Spardiktat erteilt Mario Draghi eine Absage, es gebe keine schnellen Lösungen für Europas Zukunft
Frankfurt – Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, mahnt nicht nur eine anhaltend strikte Sparpolitik in den europäischen Krisenstaaten ein, sondern sieht auch den europäischen Sozialstaat als Auslaufmodell an. ——
………
Fürchtet euch nicht – die Fürsten und Regelmacher suchen noch den einen oder anderen Schuhputzer zur Aufstockung ihrer Dienerschaft – Kost und Logis als angemessener “Lohn” – Die Hütten hinter den Schlössern für euch sind bereits in Bau (in der Dienstfreien Zeit dürft ihr natürlich auch die wunderbare alte Lieder singen ….)

holger Februar 24, 2012 um 15:02

@ Carlos

—>>> Denn für Leute wie dich existiert „kein alternatives System des Lebens“.”

Tja, das müssen wohl die Könige auch gedacht haben. Die dachten auch sie wären Alternativlos. Die Sache mit den Alternativen ist ja auch so ein Dingen. Ich denke Alternativen muss man wohl erleben. Und da geb ich Morph recht. Irgendwie muss es erstmal durch die Merde gehen. Das schließt er ja nicht aus. Deshalb hatte ich ja mal gefragt, wie es sein könnte, bei all den großen und kleinen Katastrophen, dass es tatsächlich schon 7 Milliarden Ördlinge gibt. Irgendwas passt doch da nicht zusammen. So ganz erschließen tut sich mir das noch nicht. Bei all den Hungersnöten Kriegen etc.pp. Irgendwas muss doch da nicht richtig sein. Ich mein, jeden Tag eine Horrormeldung nach der nächsten, hui das Abendland geht unter. (Naja, könnt ja sein) Die Welt liegt im Störben. Nicht mehr wie 2°C mehr.

Wird nun rund 3-4-5 Milliarden Asiaten/Afrikanern fick verbot erteilt oder nicht? Oder müssen wir wegen dem CO2 durch deutsche Verpackungsverordnung der Häuser die Welt retten? Ich weiß es nicht. Das grenzt für mich an Paranoia. Kann man den Weltweiten Rindviechern nicht das Furzen verbieten? Auch hier bin ich überfragt. Vermutlich nicht. Wer um Himmelswillen, hat den deutschen nur das detsche eingehämmert, die Welt retten zu müssen?

Die Frage die sich mir stellt, hält der derzeitige “Kapitalismus” diesen Irrsinn stand? Nee… nie und nimmer. Er wird sich wandeln müssen. Wann? Bis dahin hats wohl noch Zeit. Wichtig ist nur, dass die Griechen jetzt erstmal sparen, und das Aaaabeiten lernen.

Morph Februar 24, 2012 um 15:13

@aifran

sage mal, Du wackerer Streiter, was machst’n so – ich meine, ganz praktisch gesprochen – gegen die Würstchen- und Regenmacher, außer sie todesmutig unter Psuedonym im hintersten Winkel des Internet anzuprangern? Bzw. was schlägst Du Weltweiser denn so vor zu tun? Hm? … @aifran? … Hallo?

@carlos manoso

Desgleichen an Dich die Frage, der Du so geistesklar und welterfahren das Gelalle aber sowas von zack zu identifizieren verstehst, da musst Du nur das erste Wort lesen, ach was, allein der Nickname reicht schon, um zu wissen, was kommt (der Rest muss Dich dann erkennbarerweise nicht mehr interessieren, was immer da an vermutlich gelallten Pseudoargumenten kommt, ha ha, das ignorierst Du einfach von vornherein, jawollja! Mal wirklich Überlegen und Auseinandersetzen mit Sachen, die man nicht sofort kapiert, gibt’s für Dich nicht, der eh schon alles kapiert hat, ho ho!).

Also, Big CM, Frage: Was tust Du, was schlägst Du vor zu tun. Jenseits Deiner intellektuell natürlich überaus wertvollen publizistischen Tätigkeit hier im blog?

Hä? Kommt da mal was? (Ich meine außer dem Esoterikquatsch von wegen Zeitenwende, den Du manchmal bringst, strukturell auf Zeugenjehovasniveau).

Carlos Manoso Februar 24, 2012 um 15:33

@ Morph Februar 24, 2012 um 15:13
„Hä? Kommt da mal was? (Ich meine außer dem Esoterikquatsch von wegen Zeitenwende, den Du manchmal bringst, strukturell auf Zeugenjehovasniveau).“

Hmm, über einen gewissen Morph, von Jesaja „ihm“ genannt, heißt es schon beim janz ollen Jesaja auf dem bibleserver:

„Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht. Er richtet nicht nach dem Augenschein und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er, sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes. Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib.

Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.

Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.“
http://www.bibleserver.com/text/EU/Jesaja11

aifran Februar 24, 2012 um 15:35

was mach ich so – Hinweise verbreiten, hier und da und dort —- und manchmal hört mir sogar jemand zu …. und beginnt Hinweise zu verbreiten, hier und da und dort — und manchmal hört auch Ihm/Ihr sogar jemand zu …. und beginnt Hinweise zu verbreiten, hier und da und dort —

Stephan Februar 24, 2012 um 15:56

Gut zu wissen (Dank @Aifran). Unser Überchef Mario Draghi hat nachgedacht und ist zu dem Schluß gekommen: “Das europäische Sozialstaatsmodell gibt es nicht mehr”. Das ist nämlich ein Auslaufmodell. Na dann.

Carlos Manoso Februar 24, 2012 um 16:04

@ holger Februar 24, 2012 um 15:02
„—>>> Denn für Leute wie dich existiert „kein alternatives System des Lebens“.”
Tja, das müssen wohl die Könige auch gedacht haben.“

Tja, wenn König Morph zum Urteil kommt: „Für Leute wie dich existiert kein alternatives System des Lebens“, ja dann siehts zappenduster aus.

„Und da geb ich Morph recht. Irgendwie muss es erstmal durch die Merde gehen. Das schließt er ja nicht aus.“

Korrektur, immer schön systemtheoretisch durch die Merde. König Morph glaubt nämlich immer noch den Glauben seines Luhmanns, nach dieser kapitalistischen Welt könne immer wieder nur eine kapitalistische Welt kommen, ergo sei dieses Diesseits die ewig einzige, d.h. die ewig allerletzte Welt.

holger Februar 24, 2012 um 16:18

@ Carlos

—>>>König Morph glaubt nämlich immer noch den Glauben seines Luhmanns, nach dieser kapitalistischen Welt könne immer wieder nur eine kapitalistische Welt kommen, ergo sei dieses Diesseits die ewig einzige, d.h. die ewig allerletzte Welt.”

Da irrt er aber. Das haben die Dinosaurier in der damaligen Moderne ja auch gedacht. Oder auch nicht. Jedenfalls der Trockennasenaffe (Primat). Oder der etwa auch nicht? Also der erste “denkende” Mensch muss es irgendwie schwer gehabt haben. Noch nicht mal ne Geschichte da. Was hat der bloß seinen Kindern erzählt so vor dem zu Bett gehen? :D

Morph Februar 24, 2012 um 16:24

@CM

“Morph glaubt nämlich immer noch den Glauben seines Luhmanns, nach dieser kapitalistischen Welt könne immer wieder nur eine kapitalistische Welt kommen, ergo sei dieses Diesseits die ewig einzige, d.h. die ewig allerletzte Welt.”

Was Du alles so weißt über mich, erstaunlich! Das ist mir ja selbst völlig neu! Aber Du weißt ja sehr viel und vermutlich also auch das.

Whatever: Tun wir doch mal zur Abwechslung so, als würde ich nicht glauben, was ich ausweislich Deiner analytischen Durchdringungskraft meines Lallgeistes offenkundig glaube. Mit welchen Argumenten würdest Du mich dann davon überzeugen, dass ich mich nicht an das gegenwärtige Wirtschaftssystem anpassen, sondern es zu Gunsten eines alternativen Systems bekämpfen sollte. Worin bestünde genau die Alternative und mit welchen meiner Handlungen würde ich zu ihrer Verwirklichung beitragen?

Ich glaube, in dieser Richtung uns Unwissenden Informationen zu geben, wäre gesellschaftskritiktechnisch von dehr viel größerem Wert als immer wieder kundzutun, dass Du den Beiträger @Morph für eine Lallbacke hältst – gilt natürlich auch für @aifran und seine wirklich sehr gewitzten Gebrauch des Deminuitiv, Mann, Mann, bei solchen Großkalibern scharfer Formulierungskunst legt man echt die Ohrwaschel an! Bzw. wie Samson von der Sesamstraße sagen würde: Uiuiuiuiui! :-)

holger Februar 24, 2012 um 16:32

@ carlos

—>>> Mit welchen Argumenten würdest Du mich dann davon überzeugen, dass ich mich nicht an das gegenwärtige Wirtschaftssystem anpassen, sondern es zu Gunsten eines alternativen Systems bekämpfen sollte. Worin bestünde genau die Alternative und mit welchen meiner Handlungen würde ich zu ihrer Verwirklichung beitragen?”

Genau… da hat der Morph ne berechtigte Frage.

Ich wiederhole nochmal: Worin bestünde genau die Alternative und mit welchen Handlungen würde Morph zu ihrer Verwirklichung beitragen können?”

Da sehe ich nämlich auch die große Unbekannte. Wie kann das Individuum zu einer merklichen Umstülpung beitragen?

Morph Februar 24, 2012 um 16:39

@aifran

“was mach ich so – Hinweise verbreiten, hier und da und dort —- und manchmal hört mir sogar jemand zu …. und beginnt Hinweise zu verbreiten, hier und da und dort — und manchmal hört auch Ihm/Ihr sogar jemand zu …. und beginnt Hinweise zu verbreiten, hier und da und dort —”

Ja, echt super! Blöd nur, dass das auch die Würstchen- und Regenmacher tun. Die sagen Nutzmenschenhaltung ist fein und nennen es Dienstleistungsgesellschaft. Wat nu?

Ob Du Dich mit Deiner Überzeugung oder ob sich die bösen Würstchen- und Regenmacher mit ihrer Überzeugung beim ‘Publikum’ durchsetzen, liegt woran – c.p. -? Eben, an den besseren Argumenten.

Nur argumentierst Du aber gar nicht, sondern prangerst immer nur auf dieselbe Weise den Unverstand an, der sich von den Würstchen- und Regenmachern ausnutzen lässt.

Ich würde mir wünschen, dass Du nicht nur ‘Hinweise, hier und da und dort’ verbreitest, sondern dass Du ARGUMENTIERST, Dich mit den Argumenten anderer auseinandersetzt, vielleicht hört Dir dann tatsächlich mal einer zu und trägt weiter, was an Deinen Überzeugungen Substanz hat.

So ist das einfach nur eine etwas dünne und selbstgerechte Inszenierung des vagen Uneinverstandenseins mit den herrschenden Verhältnissen. So what? Uneinverstanden sind praktisch alle da draußen. Nur eben auf sehr unterschiedliche Weise…

aifran Februar 24, 2012 um 17:05

Morph Februar 24, 2012 um 16:39
… einige Hinweise für Dich ….. (schon bei Weissgarnix war es eine Todsünde darüber zu sprechen, sich damit auseinander zu setzen ….)

http://vollgeld.files.wordpress.com/2011/05/handout-binswanger_13-mai-2011.pdf

http://vollgeld.files.wordpress.com/2012/01/cash-kurs_huber-interview_zur_monetative2.pdf

Ein Gespenst geht um in der Welt …. Wissen – und es ist sogar schon bei “Mister Dax” angekommen ….. und was macht er so damit? Hinweise auf die genannten Alternativen verbreiten, hier und da und dort —- und manchmal hört Ihm sogar jemand zu …. …. und beginnt Hinweise auf die genannten Alternativen zu verbreiten, hier und da und dort …..

aifran Februar 24, 2012 um 17:15

Morph Februar 24, 2012 um 16:39
Hinweise für Dich …..
http://vollgeld.files.wordpress.com/2012/01/cash-kurs_huber-interview_zur_monetative2.pdf

Ein Gespenst geht um in der Welt …. Wissen – und es ist sogar schon bei “Mister Dax” angekommen ….. und was macht er so damit? Hinweise auf die genannten Alternativen verbreiten, hier und da und dort —- und manchmal hört Ihm sogar jemand zu …. …. und beginnt Hinweise auf die genannten Alternativen zu verbreiten, hier und da und dort …..

aifran Februar 24, 2012 um 17:21

Morph Februar 24, 2012 um 16:39
Hinweis für Dich ….. Die Monetative – Im Gespräch mit Prof. Dr. Huber (bei Mister Dax)

http://vollgeld.files.wordpress.com/2012/01/cash-kurs_huber-interview_zur_monetative2.pdf

so – jetzt aber Schluss für Heute – schöne Tage

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 17:43

@ Stephan Morph Linus

Wenn Ihr die “Mehrdimensionaltät” unsere Elite sehen wollt schaut noch schnell die letzte Seite der heutigen Bild an.
As Times go by

http://www.bild.de/unterhaltung/kultur/heinz-mack/danke-fuer-dieses-bild-in-bild-22802430.bild.html

Was der kluge Professor seinem Schüler Hunold riet

„Air Berlin“-Gründer Joachim Hunold verehrte Heinz Mack schon als Kind: „Er war mein Kunstlehrer in der 6. Klasse auf dem Leibniz-Gymnasium in Düsseldorf. Wir bewunderten ihn für seine Lässigkeit. Einmal sollten wir ein Bild von uns malen, auf dem wir in der Badewanne liegen. Er riet uns: Da, wo der Schniedelwutz ist, malt einfach einen Schwamm.“

Umverteilung soll doch Freude bereiten…

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 18:29

Die Zeit zur Entzauberung der Lügenbarone ist gekommen.
Schäuble, Ackermann, Weidmann ihr habt fertig.
Die Märchengeschichten sind gesammelt und werden gegen eure Gesinnung verwandt.
Verschwindet einfach, die Welt wird besser ohne Euch.
http://www.dradio.de/aktuell/1686245/

holger Februar 24, 2012 um 18:37

Macht alles nix. Da sind 130 B noch nicht durch, schon kommt das nächste Paket angekündigt

http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE81N09420120224

Drei Tage vor der Bundestags-Abstimmung über das zweite Notpaket mit 130 Milliarden Euro schloss Finanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag eine dritte Geldspritze nicht aus. “Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt”, räumte er in einem Brief an die Abgeordneten ein.

Macht ja nix. :D Kommt jetzt auch nicht mehr drauf an.

Wilma Februar 24, 2012 um 18:37

Eine Salami für Herrn Wulff, gut geschnitten

Neuer Titel:
Eine Salami für Herr Schäuble, gut geschnitten

holger Februar 24, 2012 um 19:00

Wenn das so weiter geht, kommt dat Kanzlerin von Pferdesgnaden zu Regierungserklärungen nicht mehr persönlich. Das wird dann von Lammert vorgespielt und vom Parlament für gut befunden. Auf auf sprach Löwenstein und schob die… mit hinein. :D

Linus Februar 24, 2012 um 19:18

@all: ????

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 19:24

@ holger

Montag schaltet Phönix ab, die haben keinen Bock mehr auf Regierungserklärungen ;-)
alternativ läuft das Sandmännchen mit Pittiplatsch

http://www.youtube.com/watch?v=vHhaIkwEjAM&feature=related

holger Februar 24, 2012 um 19:37

Bloggerkeule

Pittiplatsch. Warum erinnert mich das immer an die Aufkleber die auf der Pril Flasche waren. Und Bahama Beige. Früher war alles besser :D So, jetzt ist es raus. Wir hatten ne Mauer, nen kalten Krieg, und nebenbei gings uns gut. Die Kaufkraft war da, und die Griechen Spanier @ all western waren nicht faul. Und nu, kommen die Ostbirnen rübergedödelt und erklären, alle Faul. Präser Pfarrer Ossi, Mutti Tochter Pfarre. Europa als faule Schweine. Ich würd mich nicht wundern, wenn morgen irgendwelche Arbeitsnormen erhöht werden im real existenzlosen Sozialismus.

holger Februar 24, 2012 um 19:59

Die griechische Presse geht davon aus, dass Unternehmer – vor allem Reeder – zwischen 200 und 600 Mrd. Euro im Ausland haben. Finanzminister Venizelos sagte im Parlament, es sei nicht leicht zu unterscheiden, welche dieser Gelder legal seien und welche nicht.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Venizelos-will-Geld-zurueck-article5590191.html

Muhahahaha :D Unter welcher Flagge surfen die denn? Gibts da nicht auch deitsche Reeder? Fragt doch mal bei der HSH Nordbank an. Vielleicht wissen die mehr.

Aber es kommt ja noch viel besser:

Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) rief den Politiker auf, sofort zurückzutreten. Das Geld sei zwar allen Anzeichen nach legal außer Landes überwiesen worden – was aber legal sei, sei nicht auch moralisch,

Wuff lässt Grüßen. Eine Weltordnung voller Moral

Morph Februar 24, 2012 um 20:01

@Linus

“@all: ????”

ich habe mich jetzt gedanklich ungefähr 1 Minute intensiv damit beschäftigt, was wohl in einem vorgeht, der sowas postet.

Gruselig!

Aber, hey, (um mal aus Spaß @weissgarnix zu zitieren), wir sind alle gruselig, from time to time, nicht wahr?

Stephan Februar 24, 2012 um 20:08

@Morph
Damit beschäftige ich mich nicht mal 10 Sekunden. 99% der Kommentare auf diesem Blog sind GRUSELIG. Im Vergleich zu anderen DE Blogs, die ich so besuche, haben wir sehr viele Kommentare. Aber eben auch 99% Müll-Kommentare. Ich persönlich könnte darauf verzichten und hätte lieber nur <10 interessante Kommentare pro Posting. Aber das kann ich mir wohl nicht aussuchen :~)

Ach so: sollte ich vielleicht hinzufügen. DAS ist meine Privatmeinung!

Linus Februar 24, 2012 um 20:23

@Morph: !!!!

holger Februar 24, 2012 um 20:24

Stephan

dann sabbel und schreib doch einfach wo anders. Was hält dich denn hier? 99% Bekloppte? Vielleicht gehst ja wieder nach Vienna zurück. Oder moderierst “Wetten DASS” soll ja noch nen Nachfolger gesucht werden. :D 99% des Lebens sind Humbug. Ne, 99,99999%

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 20:25

“Wer dreimal am Tag lügt wird zum Monster.”
130 Mrd., ne 155 Mrd. ach was 250 Mrd. wieviel Mrd. ?
Gruselig – eher hoffnungslos rational noch Worte für die Zahlen zu verschwenden .
Stell dir vor du bist Verfassungsrichter und sollst ein Urteil darüber treffen . Grotesk, absurd, real oder nur noch beschreibend?
Welches ist die Zahl die differenziert?

Stephan Februar 24, 2012 um 20:30

@Holger
>Was hält dich denn hier?

Das ist ausnahmsweise mal eine gute Frage. Volltrotteln wie du, die scheinbar den ganzen Tag nichts zu tun haben, sicher nicht. Ich muss mal mit eFlation reden — der kennt die Statistik — ob es auch eine intelligente stumme Leserschaft gibt?

neuling Februar 24, 2012 um 20:30

Die Welt ist nun mal GRUSELIG – nimm Eintritt, dann bist Du schnell mit Deinen 10% Expertenkommentaren alleine.

neuling Februar 24, 2012 um 20:33

sorry hab mich um 90% verschrieben, Du wolltest ja nur 1% der Kommentare lesen – wahrscheinlich nur Deine eigenen.

aifran Februar 24, 2012 um 20:34

Gruselgeschichten aus England ?????

http://www.welt.de/politik/ausland/article13885678/Die-unglaubliche-15-Billionen-Dollar-Verschwoerung.html

… Was immer mögliche Ermittler herausfinden – eines steht schon jetzt fest: Lord Blackheath ist ein großartiger Geschichtenerzähler. Und nicht alle seine Geschichten müssen frei erfunden sein. …..

Morph Februar 24, 2012 um 20:37

@stephan

“Im Vergleich zu anderen DE Blogs, die ich so besuche, haben wir sehr viele Kommentare. Aber eben auch 99% Müll-Kommentare.”

:-)

Ich weiß auch, woran das liegt. In der Urgeschichte dieses blogs (d.h. in der Geschichte seines Vorgängers) treibt ja das Programm sein Unwesen, die Form des Wirtschaftsboulevardblogs zu etablieren und Aufmerksamkeitsmanagement jenseits von Gut und Böse zu pflegen.

Das bringt Reichweite, aber sonst auch nichts…

Stephan Februar 24, 2012 um 20:44

@Morph
Das war auch legitim! Hätte ich auch so gemacht wenn ich ein Buch schreibe. Aber ich schreibe kein Buch. Deshalb muss ich auch nicht einen potentiellen Kunden a’la Holger huldigen wenn er zum 10.000x hier seinen Schwachsinn absondert.

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 20:44

Kann auf dem derzeitigen Niveau Virtual Wealth noch ernst genommen werden?

“Was muss eigentlich noch geschehen, damit wir diese Politik beenden?” war die Frage .

Wir bilden uns doch ein rational handelnde Wesen zu sein – wieso soll es dann am Montag so weitergehen?

Moratorium und Nachdenken – wenn ich nicht weiss was ich tun soll, tue ich garnix.

f.luebberding f.luebberding Februar 24, 2012 um 20:49

“DAS ist meine Privatmeinung!”

Es gibt hier nur Privatmeinungen. Im übrigen sind alle Kommentare hervorragend, außer meine.

Andreas Kreuz Februar 24, 2012 um 20:51

@Bloggerkeule

>>Moratorium und Nachdenken – wenn ich nicht weiss was ich tun soll, tue ich garnix.<<

Recht so.
Früher hieß das – Generalstreik. ;-)

holger Februar 24, 2012 um 20:52

@ Stephan

—>>>Das ist ausnahmsweise mal eine gute Frage. Volltrotteln wie du, die scheinbar den ganzen Tag nichts zu tun haben, sicher nicht.”

Das ist zu viel der Ehre. :D

Morph Februar 24, 2012 um 20:52

@Stephan

“Das war auch legitim! Hätte ich auch so gemacht wenn ich ein Buch schreibe.”

Ich hätte es legitim gefunden, wenn es um die Erwirtschaftung eines existenzsichernden Einkommens gegangen wäre. Aber das war wohl nicht der Fall. Mich wundert immer, wenn Leute ohne Not etwas Sinnloses tun…

holger Februar 24, 2012 um 20:54

@ Stephan

—>>>Deshalb muss ich auch nicht einen potentiellen Kunden a’la Holger huldigen wenn er zum 10.000x hier seinen Schwachsinn absondert.”

Nahe zu geniale Ausführung :D

Stephan Februar 24, 2012 um 20:59

@Morph
Don’t underestimate the lure of fame. Ich glaube darum ging es Thomas im wesentlichen. Was überhaupt nicht verwerflich ist meiner Meinung nach. Brauchen wir uns nur Schumpeter anschauen. Und sein Buch ist GUT und sehr LESENSWERT! Mission accomplished. Na ja … so berühmt wie Schumpi wird er vielleicht doch nicht.

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 21:11
Morph Februar 24, 2012 um 21:15

@Stephan

“Don’t underestimate the lure of fame.”

Gottchen, was ist schon ‘fame’ in Zeiten von Casting-Shows?

“Ich glaube darum ging es Thomas im wesentlichen. Was überhaupt nicht verwerflich ist meiner Meinung nach.”

Verwerflich sicher nicht. Aber auch nichts, was man toll finden muss.

“Und sein Buch ist GUT und sehr LESENSWERT!”

Pro captu lectoris habent sua fata libelli. Ob ein Buch ‘gut’ und ‘lesenswert’ ist, entscheidet sich nach dem Auslaufen der Werbemaßnahmen, härter gesprochen: nach dem Tod des Autors. Ich persönlich kenne nur einen Text eines mir bekannten Autors, von dem ich erwarte, den test of time zu bestehen, ein Kafka-Kommentar, mit dem Kafka-Interessierte vermutlich noch in hundert Jahren arbeiten werden. Sehr gelehrt, sehr amüsant. Ich glaube nicht, dass Thomas’ Büchel das schafft…

neuling Februar 24, 2012 um 21:37

Stephan Februar 24, 2012 um 20:08
ändern sich Posts noch nachträglich?

Stephan Februar 24, 2012 um 21:40

>Gottchen, was ist schon ‘fame’ in Zeiten von Casting-Shows?
Seit ich mit meinem Söhnchen “The Voice of Germany” schauen musste frage ich mich das auch? Aber ob Bücher gut sind ist auch reine Geschmacksfrage. In der Schule von meinem kleinen Bengel haben sie Kafkas “Die Verwandlung” aufgeführt. Ich fand die dramatische Gestaltung nur zum Gähnen. Andere waren total begeistert. Wie sagt der Österreicher: Gusto und Watschn sind verschieden.

Stephan Februar 24, 2012 um 21:43

@Neuling
>ändern sich Posts noch nachträglich?

Keine Ahnung. Das hängt von deinen telepathischen Kräften ab.

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 21:44
Morph Februar 24, 2012 um 21:47

@Stephan

“In der Schule von meinem kleinen Bengel haben sie Kafkas “Die Verwandlung” aufgeführt.”

Großartig! Bzw. Schauerlich! Da hat der größte Autor deutscher Sprache seit Goethe der Wirklichkeit mal wirklich etwas zu kauen gegeben, etwas, an dem die Wirklichkeit ihre eigene Wahnhaftigkeit erkennen könnte, und was macht die Wirklichkeit daraus? Schulbuchlektüre und ‘Material’ für eine Theater-AG. Tja, so läuft’s…

Aber wahrscheinlich hätte Kafka gesagt: Sag ich doch, die Wirklichkeit ist kafkaesk!

snozin Februar 24, 2012 um 21:48

Wo habt ihr den überhaupt her? Durch welchen Riss ist der hier eingedrungen? Macht hier einen auf 1, auf 10 und auf 99%.

Spendiert dem mal ´ne Bahnsteigkarte. Damit der mal sieht, was zu sehen ist, wenn ein Zug abgefahren ist.

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 21:52

verdoppele nochmal auf 500 Mrd.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/schuldenkrise-separater-gipfel-beraet-ueber-esm-aufstockung/6253042.html

„Wir werden sehen, was wir tun können, um Frau Lagarde und die Amerikaner zufriedenzustellen“, sagte ein EU-Diplomat.

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 22:02
Stephan Februar 24, 2012 um 22:02

@snozin
Hallo? Ich gehöre zu den 1%. Mit Proleten wie dir rede ich eigentlich nicht ;~)

Wilma Februar 24, 2012 um 22:06

@ Bloggerkeule

Wilma Februar 23, 2012 um 22:18
Eine Frage an die Experten hier:

Soll der ESM-Fond jetzt die EZB entlasten?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/konjunkturprognose-druck-auf-deutschland-wegen-esm-ausweitung-11660354.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ezb-praesident-draghi-
warnt-vor-risiken-des-griechenland-hilfspakets-11660409.html
“Mario Draghi, will sich aber nicht in die Rolle einer europäischen Rettungsinstitution drängen lassen.”

Gibt es da einen Zusammenhang ?

Das war eine dumme Frage, wie mir Stephan schon erklärte.
Die EZB kann drucken so viel sie will.

snozin Februar 24, 2012 um 22:06

@ Step Hahn

Wo hast du die Bahnsteigkarte her?

Stephan Februar 24, 2012 um 22:14

@Wilma
Tja, so bin ich halt. Ich gebe immer Auskunft :~) Und: es gibt keine dummen Fragen! Nur arrogante Antworten. Dafür bin ich Spezialist.

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 22:40

@ Wilma

Der Zusammenhang sind die Fristigkeiten und rechtlichen Zustimmungsvorbehalte, die zur Finanzierung der fälligen Schuldenaufnahmen der Eurostaaten – spiegelbildlich die virtuellen Vermögenshingaben der Geldeigner zur Zinserzielung – abgestimmt und festgelegt werden sollen. Planungssicherheit für drei Jahre Zinsauszahlung aus dem NICHTS. Garantie durch den normalen ortsgebundenen EU- Steuerzahler.
Mehr nicht – also für die nur eine Lachnummer – für uns eine Existenzfrage.

Bloggerkeule Februar 24, 2012 um 23:06

@ Wilma

Du kannst Dir das Denken der Vermögenden = Schuldenermöglicher so vorstellen, überall werden Haufen von Kot verteilt, aber den will eigentlich gar keiner weiter benutzen – es kommt auf den zusätzlichen Dampf an der permanent erzeugt werden muss.
Immer wieder frische “duftende” Exkremente zu erzeugen ist die Herausforderung. Diese Geruchsfahne verlässlich wehen zu lassen, bleibt zu erreichen. ;-)

...= H A L B G O T T =... Februar 24, 2012 um 23:33

GRIECHENLAND …

… braucht … KEIN(!) … Waxdumms-Programm!

Was GRIECHENLAND braucht, ist ein … Schrumpfungs-Programm* !

… und zwar ein … sozial gestaffeltes … wenn’s nach mir geht! … das forder ich ja schon seit Jahre !

AMEN !

* … also den schnellstmöglichen Staatsbankrott & Einführung der Drachme & innergriechaler, ggf. brechstangengestützter Lastenausgleisch!

… hat der Starökonom Hankel schon im Frühjahr 2010 allen auf allen Kanälen erklärt!

… das “Leiden” der Griechen (auf immer noch hohem & künstlich überhöhten Niveau!) wurde also durch die schwerstlunaktiven Schildbörgerbolschewisten der BRDDR verursacht (und tagtäglich fortperpetuiert), die sich nach wie vor gegen jede ökonomiche Vernunft mit Händen & Füßßen sträuben … nur um ihr gemeingefährliches … “Politisches Projekt” … die faschistischen “Vereinigten Staaten von Europa” … nach dem abstoßßenden “Vorbild” der faschistischen “Vereinigten Staaten von Amerika” umzusetzen.

semideus Februar 25, 2012 um 00:02

test
test
test

semideus Februar 25, 2012 um 00:06

GRIECHENLAND …

.. braucht .. KEIN(!) .. Waxdumms-Programm!

Was GRIECHENLAND braucht, ist ein …Schrumpfungs-Programm* !

… und zwar ein … sozial gestaffeltes … wenn’s nach mir geht! … das fordere ich ja schon seit Jahre !

AMEN !

* … also den schnellstmöglichen Staatsbankrott & Einführung der Drachme & innergriechaler ( ggf. brechstangengestützter … ) Laschtenausgleisch!

… hat der legendäre Starökonom Hankel – der schon den Untergang des Euros VOR seine Geburt genau vorher gesagt hat – schon im Frühjahr 2010 allen auf allen Kanälen erklärt!

… das “Leiden” der Griechen (auf immer noch hohem & künstlich überhöhten Niveau!) wurde also durch die lunaktiven Soossialisten der BRDDR verursacht (und wird tagtäglich fortperpetuiert), die sich nach wie vor gegen jede ökonomiche Vernunft mit Händen & Füsen sträuben … nur um ihr gemeingefährliches … “Politisches Projekt” … die faschistischen “Vereinigten Staaten von Europa” … nach dem abstoßßenden “Vorbild” der faschistischen “Vereinigten Staaten von Amerika” umzusetzen.

semideus Februar 25, 2012 um 01:00

@wilma
“Das war eine dumme Frage, wie mir Stephan schon erklärte.
Die EZB kann drucken so viel sie will.”
————————

Is ja witzisch. Denn ich seh’s genau andastaherum:
Die Frage war o.k..
Was dumm war, war die Antwort von @Stephan.

hier kann man schauen, was passiert, wenn die Hobbyökonomen die Druckerpresse erobern … und nach dem Motto “Die EZB kann drucken so viel sie will” handeln …

http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/walker/ka25walk.htm

semideus Februar 25, 2012 um 01:04

Und noch einen Nachschlag zum Selberdenken für alle von der … “Der-Eruo-ist-ein-Politisches-Projekt”-Fraktion:

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=33619

und hier noch von good-old-shoe @miesepeter:

http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=33635

topi Februar 25, 2012 um 01:34

Morph
“Hatte ich schon vor längerer Zeit mal ausführlicher aufgeschrieben und gepostet. ”

Dann link doch mal; vielleicht finden sich neben den Unter-Thesen auch noch Argumente. ;-)

“Kurzfassung: Nur durch machtbewährte Kreditkontrakte kann Geld so attraktiv werden, dass alle alles tun, um an Geld zu kommen. ”

Reine Behauptung.

“Und weil für (eine hinreichende Menge von) Geld alle alles tun würden, sind alle bereit, für (eine hinreichende Menge von) Geld alles herzugeben, auf das sie irgendwie verzichten können.”

Mit Sicherheit nicht; es sei denn, du verwendest eine sehr spezielle Definition von “auf das sie irgendwie verzichten können”.

“Nur Schuldgeld lässt die Wirtschaft brummen, und die unterm Schuldgeld brummende Wirtschaft fegt alle anderen, weniger aggressiven Formen des Wirtschaftens hinweg.”

Reine Behauptung; wann gab es denn Wettbewerbe zwischen verschiedenen Geldwirtschaften, die dann wettbewerblich entschieden wurden?

Die Menschen wollen Geld; auf welcher Grundlage das entstanden ist, ist ihnen doch völlig wumpe.
Kredite können die wirtschaftliche Aktivität erhöhen (wenn auch nur in einem gewissen Umfang, nicht unbegrenzt, wie die meisten fehlschließen); dafür braucht es aber keineswegs Fiat.

“Glaubst Du, @topi, dass erst Du so schlau bist, die Fatalität des fiat-money-Systems zu durchschauen? Alle, de sich dafür interessieren, durchschauen es. Nur ändert das nichts.”

Das ist eine komplett andere Baustelle, mein Lieber!
Du wechselst mal schwuppdiwupp von der Funktionalität zur Fatalität der Nichtveränderungsmöglichkeit wegen Gewöhnung; Argumenthopping.
Und völlig falsch. “Alle, die sich dafür interessieren”; also der ganze Mainstream interessiert sich gar nicht?

“Einem Suchtkranken kann man sagen, dass er suchtkrank ist. Damit ist ihm aber so wenig geholfen wie der Gesellschaft mit Deinen schlauen verteilungspolitischen Argumenten.”

Was für ein Käse.
Der Suchtkranke ist als Suchtkranker eine Person; wer ist “die Gesellschaft”?
Wenn es eine Analogie sein sollte, müsste “die Gesellschaft” von der Droge abhängig sein, die sie zerstören wird, aber trotzdem nicht davon lassen können, weil sie sie braucht (zu brauchen w´meint).

Wer braucht DIESES Geldsystem?
Selbst wenn man FIAT für eine gute Idee hält, also neuer Supermakroianer bspw.; wer kann denn behaupten, es ist für “die gesellschaft” gut, dass einige wenige Private sich die Saigniorage sichern?
Die steht dem Souverän zu!

Ok, jetzt wird der Einwand kommen, dass die Geldschöpfer doch offenbar der Souverän der Gesellschaft ist.
Aber doch nicht von dir, oder?

Und “schlaue verteilungspolitische Argumente” verbessern die materielle Situation von deutlich über 90% der Menschen; die sind nicht suchtkrank nach einer kranken EInkommens- und Vermögensverteilung, die sind höchstens sediert.

“Die Gesellschaft muss genau wie der Suchtkranke durch schmerzhafte Krisen motiviert werden, etwas anders zu machen. Einsicht allein bleibt ohne jeden Effekt. Anderes glauben nur ‘Humanisten’.”

Nein. Logischerweise auch hier die falsche Analogie.
Die Profiteure der privaten Geldschöpfung brauchen die schmerzhaften Krisen.

Aber zugegeben, in diese werden sie wahrscheinlich nur kommen, wenn das System zusammenkracht, und dann genug Teile “der Gesellschaft” in richtige Krisen gestürzt werden.

Wobei, es geht auch der Weg von oben; executive order 11110 ist kein Gerücht, auch wenn sie nicht umgesetzt wurde.

topi Februar 25, 2012 um 01:39

@ semidings

“hier kann man schauen, was passiert, wenn die Hobbyökonomen die Druckerpresse erobern … und nach dem Motto “Die EZB kann drucken so viel sie will” handeln …”

Die Assignaten wurden unters Volk gebracht.
Die EZB bringt die Kohle unter die Banken.

Aber davon ab: eine kleine Hyperinflation mit anschließendem Neustart wäre in der jetzigen Situation sicher besser, als die Vernichtung der europäischen Sozialstaaten, mit anschließendem…

Jackle Februar 25, 2012 um 02:57

in other news:

http://www.zeit.de/vorabmeldungen/neu-in-der-aktuellen-zeit/seite-7

“In der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wächst deshalb die Kritik am bisherigen Umgang mit den wohlhabenden Mitgliedern. „Die Kirche hat oftmals nur mit dem Finger auf Verantwortungsträger gezeigt“, erklärt EKD-Ratsmitglied Marlehn Thieme, die Direktorin der Deutschen Bank ist. Die Kirche müsse einsehen, dass es „Funktionseliten in dieser Gesellschaft“ gibt. Es gelte, das Evangelium ihren Bedürfnissen entsprechend zu verkündigen.”

So schaut es aus! Was Jesus dazu wohl sagen würde?

Bloggerkeule Februar 25, 2012 um 03:58

@ topi

SIR Frederick Soddy erläutert dass und wie das virtuelle Vermögen eingesammelt werden soll und Inflation gesteuert werden kann.

Warum sagst Du nee dazu?
Mache ich einen Denkfehler?

Bloggerkeule Februar 25, 2012 um 04:11

@ topi

Stell Dir vor alle Professoren für Finanzwissenschaften stimmen über 100% Eigenkapitaldeckung und unabhängige Zentralbanken mit Geldschöpfungsmonopol ab.

Was würden passieren?
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/internationaler-bankenverband-bankenregulierung-schadet-der-gueterwirtschaft/6253532.html

G20 : Merkel, Schäuble und Weidmann kommen?

Joerg Buschbeck Februar 25, 2012 um 08:06

@SF
man muss nicht den bösen Neoliberalen Stützel nehmen, wir können auch in die Keynes-Schublade greifen, um das Geldsparproblem zu erkennen:

Unternehmergewinn = Unternehmerkonsum + Nettoinvestition abzgl. Einnahmeüberschüsse der Nichtunternehmer

@all – besonders die Vollverar… äh “Vollgeldler”

Da könnt ihr noch so am Geldsystem rumfummeln wollen, es geht um Einnahmeüberschüsse(geldsparen), die bei wachsender Abschreibungsfinanzierung der Investitionen zum Problem werden.

Das einzige was gegen Staatsüberschuldung hilft ist, das Sachwertsparen der Nichtunternehmer fördern. Natürlich auch das der Unternehmer, deren Geldsparen steckt ja in der Formel indirekt als fehlende Investition.

Joerg Buschbeck Februar 25, 2012 um 08:10

Unternehmergewinn gegenüber Geldhaltung braucht es zum Ausgleich der Risiken einer Sachwertinvestition, bzw. der Vorfinanzierung des Wirtschaftens.

ohne Unternehmergewinn keine Investition, Nettoinvestitionen werden deutlich negativ, abwärtspirale – DeDe, Investitionsfalle.

Mit Gesellgeld könnte man den Unternehmergewinn übrigens abschaffen, da brächte Geldhaltung dann eben minus 5%.

Aber wer will den so was?

holger Februar 25, 2012 um 09:20

@Buschi

ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich weiß jetzt wo es dran liegen könnte. Du denkst nicht Industriell, sondern eben wie der kleine Handwerksmeister. Das ist mir schon damals aufgefallen als ich den technischen Betriebswirt gemacht habe. Zwischen Industrie und Handwerk liegen feinstoffliche Differenzen, die größer nicht sein könnten. Während ich mit abenteuerlichen Kennzahlen operieren musste, und dafür sorgen musste, Just in Time rein, Just in Time raus, dazwischen noch ein wenig Kalkulation und ein wenig REFA. Weißte was das Ist? Da waren die Kollegen aus dem Handwerk schon überfordert. Die konnten zwar die Buchungssätze auswendig aber mehr auch nicht.

Von dem Geschehen im Lager zu schweigen. Von dem Flow ganz zu schweigen. Das sehe ich immer bei den Diskussionen, die wir im Bekanntenkreis führen. Man merkt immer wer auf die Industrie gepolt ist, und wer auf das Handwerk und wer das kommt noch dazu, beim Staat „arbeitet“. Auch wenn es um das Thema VWL oder VoWi geht. Die aus der Industrie kapieren die Problematik eher, als die aus dem Handwerk. Das soll keine Ab-Wertung sein.

Erschwerend kommt hinzu, dass Theorie meistens an der Praxis scheitert. Und da habe ich eben mehrere Felder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während ein Industrieller an der Kostenoptimierung interessiert ist, zu 90% ca. Da kommt der Handwerker und redet vom Sparen. Selbst große Volkswirte kommen mit dem Humbug I=S. Und ich sage, die haben keine Ahnung von der Industrie. Die sind Handwerker mit Bartwickelmaschine. Die haben den Sprung in die globale industrielle Fertigung noch gar nicht gepeilt. Die sind noch in 18 Schieß mich tod, bei den Altmeistern.

Man kann es auch anders sagen: Sie sitzen in der Zeitschleife des Mittelalters fest. Für die gibt’s keine Roboter. Oder die vollautomatische Fertigungsstraße. Das ist in ihren verstaubten Büchern noch nicht vorhanden. In ihren Büchern gibt es kein Internet. Der ganze technologische Fortschritt wird nicht berücksichtigt. Während die einen auf der Datenautobahn unterwegs sind, sind die anderen noch mit der Kutsche unterwegs.

Auch Du mein Lieber sitzt oben auf des Kutschers Bock. Und vor dir zwei tote Pferde. Vielleicht sind deine Überlegungen auch richtig. Aber dann passen sie leider nicht in diese Zeit. Es wird echt an der Zeit, dass sich das Geldwesen den Umständen anpasst und nicht umgedreht. Aber… es soll wohl noch nicht die Zeit dafür gekommen sein. Wie auch, wenn man sich in dieser Zeit an Bücher von vor 130 Jahren klammert, mehr als ne Bartwickelmaschine kommt dabei nicht raus.

Mork vom Ork Februar 25, 2012 um 09:39

Schier unglaublich, was der Holger alles kann: Just-in-time-Produktion, Kalkulation, REFA, den Betriebswirt machen, Strömungsexperimente und überhaupt die Welt erklären…

und jetzt hat er sogar gelernt, die Rechtschreibprüfung zu nutzen.

Respekt!

holger Februar 25, 2012 um 09:54

@ Mork

Tja, lieber Mork… bei ca.5 “erlernten” Berufen, und den ganzen beruflichen Stationen, sowie “Weiterbildungen” bleibt so etwas nicht aus. Kann ja nix dazu, wenn andere nicht wissen, mit ihrer Freizeit was anzufangen. Aber Deutsch… das ist reine Glückssache.

aifran Februar 25, 2012 um 10:03

Hallo Jörg
Erhöhung der Drehzahl ….. Raus aus dem Guthabensparen. rein ins
Sachwertsparen der Nichtunternehmer = Kaufen, Kaufen Kaufen Kaufen Kaufen Kaufen = Wachstum Wachstum Wachstum Wachstum Wachstum

Bäume wachsen aber nicht in den Himmel – ein Schuldgeldsystem erfordert aber genau dies um nicht zusammenzubrechen ….. (so ist es nun mal mit der “legalen Wechselreiterei”)

Ist es Tatsächlich Mut/Intelligenz in einem Auto zu fahren in dem das Gaspedal nur eine Bedienungsrichtung zulässt – Gasgeben/Beschleunigen und Wachstum der Geschwindigkeit …. … ist es Tatsächlich Mut/Intelligenz in einem Auto zu fahren welches bei einem Nachlassen der durch die Beschleunigung Auftretenden “G” Kräfte auseinander fällt da es weder geschraubt oder geschweißt, sondern nur zusammengesteckt wurde und nur durch diese “G” Kräfte zusammengehalten wird (eine Höchstleistung Perverser Ingenieurskunst) Schwer unter Kontrolle zu halten so ein “Superrenner” (F.Aigner)

“Die Wachstumsspirale: Geld, Energie und Imagination in der Dynamik des Marktprozesses” Hans-Christoph Binswanger

“Vorwärts zur Mäßigung: Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft” Hans-Christoph Binswanger

(warum wohl verwendet ein Geigenbauer nur sehr lange abgelagertes Holz zu Herstellung seiner Instrumente? Es ist stabil – führt kein “Eigenleben” mehr welches seine Arbeit zerstören würde. Baut doch mal eine Geige aus grünen, jungen, frischem Holz …. Kreditgeldsystemholz aus dem Fractional reserve banking System)

Viel Spaß – (übrigens – nicht alles ist falsch was Jörg so verbreitet!)

aifran Februar 25, 2012 um 10:27

…. hab ich doch glatt den Goethe vergessen – Ihm war das “Kreditgeldsystem” suspekt genug um es in “Faust 2″ zu thematisieren …..

“Geld und Magie. Eine ökonomische Deutung von Goethes Faust” Hans-Christoph Binswanger
“Von Alchemie redet heute niemand mehr. Niemand braucht heute mehr Gold künstlich herzustellen, behauptet Hans Christoph Binswanger, weil sich die moderne Geldwirtschaft als so erfolgreich erwiesen hat, dass es des mühsamen Zusammenbrauens in dunklen Küchen nicht mehr bedarf. Binswanger zieht in ‘”Geld und Magie’ Querverbindungen zwischen der Experimentierfreudigkeit der Alchemisten und den zart anlaufenden Geldmärkten zu Goethes Zeit. In beiden Fällen wird etwas Neues kreiert, aus Ingredienzien wird ein neuer Stoff, im besten Fall Gold, aus Papier wird Papiergeld und noch mehr Geld. Süffisant weist Binswanger darauf hin, dass die Alchemisten die Suche nach dem Stein der Weisen, der Gold, Gesundheit und ewiges Leben versprechen soll, seit einiges Zeit den Ökonomen überlassen haben. In diesem 1985 erstmals veröffentlichten Buch gelingt es Binswanger, die Weitsicht und Skepsis Goethes bezüglich der modernen Ökonomie hervorzuheben. Die wundersame Geldvermehrung entpuppt sich als mephistophelische Blendung und die Wirtschaft als Nullsummenspiel.” (Financial Times Deutschland, 15. März 2005)

“Den ‘Faust’ und namentlich dessen zweiten Teil als Abhandlung über das Wirtschaftswachstum – die Ultima Ratio der modernen Gesellschaft – zu lesen, ist ein kühnes, aber keineswegs abwegiges Unterfangen. Das große Menschheitsdrama ist eben auch die Geschichte eines Investors, dessen Bemühung auf die tendenziell unendliche Vermehrung seines Kapitals zielt. Der Nationalökonom Hans Christoph Binswanger deckt in seiner Abhandlung ‘Geld und Magie’ eine Fülle von Motiven auf, die zeigen, wie wichtig für Goethe die Alchemie ist und was diese wiederum für die moderne Wirtschaft bedeutet. Die ursprüngliche alchemistische Verwandlung ist die ‘Transmutation’ von Blei zu Gold. Denkt man an die durchaus irrationalen Sensibilitäten der heutigen Börse, dann erkennt man, wie modern ‘Faust’ gerade in dem ist, was sich nicht der bloßen Rationalität verdankt – zum Beispiel im Blick auf die Magie des Geldes.” (Neue Züricher Zeitung, 11./12. Juni 2005)

Bloggerkeule Februar 25, 2012 um 10:32

Monopoly wird wieder gestartet – es beginnt die Geldausgabe, -verteilung für die nächste Runde.

“Zudem blicken Investoren auf die für Mittwoch erwartete zweite gigantische Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB). Bei dem Tender können sich europäische Banken zum Niedrigzins von einem Prozent für drei Jahre mit Liquidität eindecken. Die meisten Analysten rechnen damit, dass Europas Geldinstitute diesmal zwischen 300 Mrd. und 500 Mrd. Euro bei der Notenbank abrufen werden. Den ersten Tender von Dezember eingeschlossen, hätten die EZB damit Liquidität im Umfang von rund zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Euro-Raums. Wilde Schätzungen gehen sogar soweit, dass diesmal sogar bis zu 1000 Mrd. Euro bei den Geschäftsbanken landen.”

aus :
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/:marktausblick-investoren-warten-auf-iwf-und-ezb/60173605.html

“Insgesamt dürften in dieser Woche in der Euro-Zone neue Staatsanleihen im Wert von etwa 25 Mrd. Euro auf den Markt kommen – darunter Emissionen von Belgien, Italien und Spanien: Belgien stockt bereits am Montag Anleihen mit Laufzeiten zwischen fünf und 29 Jahren auf. Am Dienstag folgt Italien mit zehnjährigen Papieren; das Gesamtvolumen der neuen römischen Anleihen wird auf sechs Mrd. Euro geschätzt. Spanien kommt am Donnerstag mit neuen Papieren. Das Volumen ist noch offen, Analysten gehen von rund 5 Mrd. Euro aus. ”

Fait vous jeux si vous plait!

Bloggerkeule Februar 25, 2012 um 10:38
Bloggerkeule Februar 25, 2012 um 11:21

Was lehrt das Drama?

Es macht keinen Sinn über z.B. 3 Mrd. Hartz XY zu beschliessen, wenn XYZ Mrd. bzw. X% des BIP zum Zocken durch Öffentliche Haushalte gesichert werden.
Oder – das Bundesverfassungsgericht kann diese Überdehnung der Finanzwirtschaft entgegen dem Grundgesetz nicht mehr laufen lassen. Die Selbstbindung auf eine soziale Marktwirtschaft des wirtschaftspolitisch neutral gestaltbaren Grundgesetzes ist verletzt und erfordert kurzfristiges Eingreifen. Ein durch Rechtsbrüche ausgelegter EU-Vertrag ist nicht mehr demokratisch legetimiert.

14 Februar 25, 2012 um 11:25

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/verschuldetes-griechenland-deutsche-finanzbeamte-wollen-griechische-steuern-eintreiben-11662073.html

Ostzone Griechenland.
Viel Spaß beim Ein-Treiben.
Warum wird bei den hiesigen Boni-Banken (z. B. Commerzbank) eigentlich nicht “von deutschen Finanzbeamten eingetrieben”, “Aufbauhelfer” aus dem Ruhestand aktiviert und stattdessen Milliarden Rettungsgelder auf dem Silbertablett gereicht? Too big to jail?

14 Februar 25, 2012 um 11:39

Ist auch schon deutsche (EU-)Polizei unterwegs?

(bin ich froh, wenn wir hier wieder grüne Streifenwagen haben)

aifran Februar 25, 2012 um 11:40

„Es fehlt das Geld. Nun gut, so schaff es denn!“

Ja aber warum fehlt es denn? Wohin ist es denn Verschwunden?
Kreditgeld entsteht aus Kredit und Verschwindet bei Kredittilgung! —-
Folge: “Wechselreiterei” als Geldsystemnotwendigkeit

Schuldfrei geschöpftes Vollgeld löst dieses Problem — Bei einem Darlehen – Verborgen von VORHANDENEM – wird kein “Geld” geschöpft – bei der Rückzahlung des Darlehens bleibt das “Verliehene” bestehen. Das Geldvolumen bleibt stabil – erzwingt keine “Neuschöpfung” (Wachstum) um Deflation zu verhindern …..

Die Wirtschaft, die Gesellschaft kann Atmen …. Wachsen, Schrumpfen, oder auch im Aktuellen Ist Zustand verharren —– ganz den Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechend. Und dies alles ohne Krisenzustände auszulösen …..

Schuldfrei Geschöpftes Vollgeld löst natürlich NICHT die derzeitige EXTREM ungleiche Verteilung der Vermögen/Geldvermögen – das zu lösen ist dann DRINGENDE Aufgabe der Politik innerhalb der Demokratie.
+++
Ein Staat der das Privileg der Geldschöpfung – Giral/Buchgeld – an Private abgibt gibt damit auch seine Politische Handlungshoheit an diese ab – Die Demokratie/Wirtschaft/Politik unterwirft sich den vom Kredit-Geldsystem ausgehenden Sachzwängen. Wachstumszwänge!
Folge: “Demokratie – eine Java-Applikation für das Volk, ohne Zugriff auf das Betriebssystem der Welt.” Demokratie verdient/braucht ein Geldsystem welches ihr erlaubt Demokratie zu sein (F. Aigner)

http://www.monetative.de

“Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.” (Henry Ford)

Bloggerkeule Februar 25, 2012 um 11:51

Revolution – Montag im Bundestag ?
Das Zeitfenster öffnet sich immer nur für Augenblicke – aber die haben es in sich ;-)

aifran Februar 25, 2012 um 12:06

und nochmals kurz zu: EZB-Chef sieht Ende des Sozialstaates

Zur Denkweise der Markradikalen:
F.A.Hayek Zitiert in “Die Herrschaft des Geldes – Geschichte und Systematik” – 2.Auflage (Karl-Heinz Brodbeck) Seite 144

“Alles was dem Mandeville-Schüler Hayek zum Hunger deshalb einfällt, ist der Gedanke, eine direkte Hilfe an Hungernde würde zu ihrer weiteren Vermehrung beitragen – unser wirkliches Geschenk an sie sei der Marktmechanismus, der die richtige Zahl schon durch Verhungern reguliere. Durch Eingriffe (=Hilfen) dagegen “übernehmen wir eine schreckliche Verantwortung” ….

Natalius Februar 25, 2012 um 12:31

Irgendwo hab ich das hier gelesen:
(leider kann ich keinen fixed font einstellen)

“Zur monetären Wachstumsordnung

Wir schlagen eine Reform des Geldsystems im Euroraum vor, die auf der Einführung einer monetären Wachstumsordnung basiert. Unter der monetären Wachstumsordnung verstehen wir einen von der Zentralbank festzulegenden Parameter p, der die monetäre Wirksamkeit von Vermögen und Schulden in der Zins- und Zinseszinsrechnung beinflusst. Im gegenwärtigen Geldsystem ist dieser Parameter auf den Wert 1 fixiert, was ein exponentielles Anwachsen von Vermögen und Schulden verursacht und damit unausweichlich zu Problemen in der Verteilungsgerechtigkeit und zu Finanzkrisen führt.

Nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich die monetäre Wachstumsordnung p auf unterschliedliche Vermögen und Schulden auswirkt:

——————————————————————————————–
Vermögen/Schulden C Effektivvermögen/Effektivschulden C^p
bei p = 1.1 bei p = 1.0 bei p = 0.9
——————————————————————————————–
1.000,00 € 1.995,26 € 1.000,00 € 501,19 €
10.000,00 € 25.118,86 € 10.000,00 € 3.981,07 €
100.000,00 € 316.227,77 € 100.000,00 € 31.622,78 €
1.000.000,00 € 3.981.071,71 € 1.000.000,00 € 251.188,64 €
10.000.000,00 € 50.118.723,36 € 10.000.000,00 € 1.995.262,31 €
100.000.000,00 € 630.957.344,48 € 100.000.000,00 € 15.848.931,92 €
1.000.000.000,00 € 7.943.282.347,24 € 1.000.000.000,00 € 125.892.541,18 €
10.000.000.000,00 € 100.000.000.000,00 € 10.000.000.000,00 € 1.000.000.000,00 €
100.000.000.000,00 € 1.258.925.411.794,17 € 100.000.000.000,00 € 7.943.282.347,24 €
1.000.000.000.000,00 € 15.848.931.924.611,20 € 1.000.000.000.000,00 € 63.095.734.448,02 €
——————————————————————————————–

Unser Vorschlag ist gleichbedeutend mit der Übertragung von politischer Macht an die Zentralbank. Die angeschlossenen Geschäftsbanken werden verpflichtet, die monetäre Wachtumsordnung bei der Schöpfung von Giralgeld anzuwenden. In der momentanen Phase unseres Geldsystems ist eine monetäre Wachstumsordnung p < 1 angezeigt, die zu einem subexponentiellen Wachstum von Schulden und Vermögen führen wird. Es sei ausdrücklich betont, daß unser Vorschlag keine radikale Änderung des Finanzsystems impliziert – mit einer verantwortungsbewussten Fixierung der monetären Wachstumsordnung kann erreicht werden, daß große Vermögen in Zukunft lediglich etwas langsamer anwachsen als bisher, während der Aufbau kleiner Vermögen erleichtert wird. Wir erwarten für Wachtumsordnungen p < 1, daß sich stationäre Lorenz- bzw. Pareto-Verteilungen ergeben, während für p = 1 ein weiteres Aufklaffen der Schere zwischen arm und reich nicht verhindert werden kann.

Der Vorschlag entspringt einer allgemeinen Betrachtung der Konsequenzen verschiedener Wachstumsformen für das Überleben selbstreplizierender Systeme. Die Autoren kommen aus den Naturwissenschaften und sind sich ihrer Grenzen bewusst, Aussagen über komplexe makroökonomische Zusammenhänge aus der Verallgemeinerung des Verhaltens einfacher molekularer und protobiologischer Systeme abzuleiten. Sie sehen sich aber auch in der Verantwortung, auf einen Lösungsansatz hinzuweisen, an dem möglicherweise "etwas dran sein könnte". Sie bitten daher Ihre Kollegen aus den Wirtschaftswissenschaften, den Ansatz kritisch zu prüfen und auf seine Schwächen – vielleicht aber auch Stärken – hinzuweisen. "

No appeal to authority – ein anonymisiertes Manuskript der Autoren kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Es wurde im November 2011 per Email an die vermutete Adresse von Joerg Asmussen bei der EZB gesandt und erhielt einen Eingangsvermerk
durch die Deutsche Bundesbank.

Bloggerkeule Februar 25, 2012 um 12:34

“Unklar ist, wie stark sich der IWF an dem zweiten Paket beteiligt. Im Gespräch sind zehn Prozent. Zum ersten Paket hatte der Weltwährungsfonds noch ein Drittel beigesteuert. Ohne den IWF würden die deutschen Steuerzahler für Hellas insgesamt mit 44 Mrd. Euro haften, mit dem IWF wäre die Summe geringer.

Im Entwurf für einen Entschließungsantrag, auf den sich Union und FDP einigten, machen die Regierungsfraktionen ihre Zustimmung zum neuen Griechenland-Hilfspaket nicht von einer finanziellen Beteiligung des Währungsfonds abhängig. Der IWF solle sich an dem Paket “so weit wie möglich finanziell” beteiligen, heißt es in dem Papier, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Damit folgen die Fraktionsspitzen Schäubles Linie.

Der Entschließungsantrag soll den Beschluss des Bundestages über die Griechenland-Hilfen am Montag begleiten. In der Koalition hieß es, man rechne fest auch mit neuen IWF-Krediten für das hoch verschuldete Land.”

aus :

http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-euro-retter-rechnen-mit-hellas-paket-nummer-drei/60173690.html

1, 2 oder 3 – Du musst Dich entscheiden?
Wie käme ein fraktionsübergreifender Antrag zur Tagesordnung?
Keine Entscheidungsreife !

Natalius Februar 25, 2012 um 12:52

PS: Ich kriege die Tabelle nicht vernünftig rüber – wer einen Trick kennt, der möge mir bitte helfen.

holger Februar 25, 2012 um 12:59

@ aifran @ Bloggerkeule
Goethe – Ackermann – Binswanger

Ich habs mir durchgelesen. Und bin zum Schluß gekommen:

Geheimnisvoll am lichten Tag,
läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben,
und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag,
das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben.
(Faust I)
Johann Wolfgang von Goethe

So muss es den beiden Herren Ackermann und Binswanger auch ergangen sein. :D

Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man etwas daraus lerne, sondern damit man wisse, daß der Autor etwas gewußt hat.

Wat. Februar 25, 2012 um 13:23

@holger

“ich muss dir [Buschi] ganz ehrlich sagen, ich weiß jetzt wo es dran liegen könnte. Du denkst nicht Industriell, sondern eben wie der kleine Handwerksmeister.”

12 points. :-D

Ok, ich würd es anders ausdrücken, nicht Handwerk gg. Industrie, aber im Prinzip ist das das Kernproblem.
Frühkapitalismus gegen Spätkapitalismus. Tiefere Entwicklungssphase gg. höhere.
Rolle-rückwärts zum Vorwärtskommen… ^^

Andreas Kreuz Februar 25, 2012 um 16:18

Ihr werdet es schon noch merken,
dass bei einem RESET nicht nur der RAM gelöscht wird,
sondern auch das Betriebssystem neu zu laden ist.

Bloggerkeule Februar 25, 2012 um 16:31

“Bis November 1985 wurde der Atari ST mit dem Betriebssystem auf Diskette ausgeliefert (TOS 1.0), spätere Modelle hatten das Betriebssystem fest im ROM eingebaut.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Atari_ST

Das war eine praktische Sache …

topi Februar 25, 2012 um 19:09

Andreas Kreuz

Sicher.
Aber man kann auch das alte neu laden, oder noch “besser”: ein weiteres update des alten nehmen. ;-)

Joerg Buschbeck Februar 25, 2012 um 21:40

@Holger,

kann Dir leider nicht folgen, die von mir regelmäßig angeführten Zusammenhänge von Einnahmeüberschüssen und Ausgabeüberschüssen gelten universell, in Industrie und Handwerk, in Frü- und Spätkapitalismus und sogar in @Wat’s gelobten Sozialismus.

Nur braucht man da keine Risikoprämien für privates Vorfinanzieren des Wirtschaftens. Dass die Unternehmer diese Prämie wert sind, hat die Geschichte längst bewiesen. Dass der Markt nicht ohne MARKTFÖRDERNDE Staatseingiffe funzt, hat die Geschichte auch bewiesen.

Stephan Februar 25, 2012 um 21:49

@Joerg
Dieses ganze Thema “Monetative” ist total stressig. Wir sollten das mal grundsätzlich klären. Ich würde vorschlagen: ich mach ein Interview mit dir über das Thema “Was heisst eigentlich Monetative?” Das veröffentlichen wir dann auf dem Blog.

topi Februar 25, 2012 um 22:12

Guter Vorschlag!

Wobei es natürlich etwas problematisch ist, da Buschi den Begriff Monetative ja ausleiht, und offenbar in anderer Bedeutung als die Originalen.

holger Februar 25, 2012 um 22:13

@ Stephan

http://www.global-change-2009.com/blog/interview-auf-der-webseite-von-mr-dax/2011/09/

müsste gehen der Link :D Och mal auf de Kommentare schauen.

holger Februar 25, 2012 um 22:16

@ Buschi

und nu mach mal den Link auf das Pödcasting hier rein, mit dem Frank. Bitte Danke.

Stephan Februar 25, 2012 um 22:26

@Topi
Die Website http://www.global-change-2009.com macht scheinbar keinen wirklich schlau was Jörg eigentlich will. Viel heiße Luft. Ich bin dafür das mal grundsätzlich zu besprechen. Dann ersparen wir uns in Zukunft lange Dialoge zwischen Holger und Jörg. Auf diesem Blog ist die Funktion von global-change-2009 bisher nur: ein Holger kann ganz viel Unfug als Antwort faseln.

holger Februar 25, 2012 um 22:33

@ Stephan

—>>> ein Holger kann ganz viel Unfug als Antwort faseln.”

:D Yep, das kann er. Wenn er auch nichts kann, das kann er. Kannst du ähnliches vorweisen?

Joerg Buschbeck Februar 25, 2012 um 22:40

@Stephan,

> ich mach ein Interview mit dir über das Thema

Da springen die Alt-gesellen der “Geld-wird ein schuldloses Ding-Monetative” aber im Kreis. :-)

eigentlich wären erst mal Basics wichtiger
Was ist Geldvermögen und was Zahlungsmittel?
Warum gilt private Geldvermögen = Staatsverschuldung?
wie ist der genaue Zusammenhang Geldsystem/Konjunktur?
Was ist der Unterschied zwischen realem Sparen und Geldsparen?
Warum sind solche Themen so nervig? Warum lernen wir trivialste Dinge weder in der Schule noch in der Hochschule?
Wie ist es möglich, dass wir 1Mio Transistoren auf ein Chip packen, das Genom entschlüsseln, ins All fliegen, aber auch nach einem ökonomischen Hochschulstudium oft nicht genau wissen was Geld ist und wie es genau funzt?

Aber natürlich beantworte ich Dir auch gern kritische Nachfragen
zu meinem Monetative Konzept, welches sich als EIN Vorschlag innerhalb der generellen und sehr aktuellen Fragestellung versteht:

WIE WOLLEN WIR SPAREN?

Die breite Diskussion dieser Grundfrage(n) wäre die “halbe Miete” für den Erhalt des Friedens in Europa:
http://www.global-change-2009.com/blog/wie-wollen-wir-sparen-ein-aufruf-zur-gesellschaftlichen-diskussion/2012/01/

Also, danke für das Angebot und freue mich auf Deine Fragen.

Joerg Buschbeck Februar 25, 2012 um 22:54

@topi

wobei Monetative ja einfach eine unabhängige Staatsgewalt für die “Geldfragen” im Sinne der Gewaltenteilung meint. Auch wenn meine “Monetative” andere Dinge tut als die hubersche, ist der Begriff ja nicht doppeldeutig verwendet?

@Stephan

zu Luft trage ich bestimmt nicht vor, aber zu in der Sache trivialen Dingen. Nur war ich der fast Einzige in diesem Land, der mit zur grundgesetzlichen Schuldenbremse eine private Guthabenbremse gefordert hat. Die Trivialitäten, wie z.B.
Staatsschulden = private Geldvermögen

sind also wohl eher schwer wie Blei….?

Also, wenn Du fragst was ich will, dass einfachste triviale dinge auch bewusst werden…weil die ganze Eskalation auf dieser Ebene der verdrängten Zusammenhänge kommt.

Stephan Februar 25, 2012 um 22:59

@Jörg
Abgemacht. Das Ganze funktioniert so. Ich schicke dir eine Email mit der Bitte um Links zu den Pillar Posts “Monentative”. Dann kann ich mich einlesen. Dann starten wir die Fragestunde. Am Ende schicke ich dir die Zusammenfassung und du kannst sie absegnen oder auch nicht.

topi Februar 26, 2012 um 00:34

Jörg
“wobei Monetative ja einfach eine unabhängige Staatsgewalt für die “Geldfragen” im Sinne der Gewaltenteilung meint. Auch wenn meine “Monetative” andere Dinge tut als die hubersche, ist der Begriff ja nicht doppeldeutig verwendet?”

Schon richtig; aber trotzdem. ;-)

Ich bekunde mal volles Vertrauen in Stephan und dich, dass ihr das entsprechend darstellt.

Stefan Wehmeier Juli 22, 2012 um 14:05

“Alles was dem Mandeville-Schüler Hayek zum Hunger deshalb einfällt,…”

Bei der so genannten “Österreichischen Schule der Nationalökonomie” handelt es sich nicht um Volkswirtschaftslehre (diese war mit der Erstveröffentlichung von “Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld” im Jahr 1916 abgeschlossen), sondern um Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern):

http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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