Es ist Wahlkampf: Unfug via Handelsblatt

by f.luebberding on 16. März 2012

Griechenland wird ganz sicher im kommenden NRW-Wahlkampf ein Thema werden. Aber Griechenland ist eigentlich kerngesund. Erstaunt? Hier der Beleg mit den Daten zur Staatsverschuldung in vier OECD-Ländern.

USA: 15 Billionen $

Japan: 9,6 Billionen €

Deutschland: 2 Billionen €

Griechenland: 0,36 Billionen €

Alle Zahlen stammen vom Ende 2011. Diese Statistik sagt alles: Griechenland muss den drei anderen Staaten ein Rettungspaket schnüren.

Das nehmen wir einmal an, weil sich das Handelsblatt heute Morgen mit dieser Statistik zur Staatsverschuldung des Landes NRW geäußert hat. Die Verschuldung der Bundesländer in absoluten Zahlen. Ich habe nichts dagegen, wenn Politiker in Wahlkämpfen plakativen Unsinn erzählen. Ganz sicher wird bis zum Wahltermin im Mai in NRW auch das Wort “Griechenland” fallen. Aber wenn eine Wirtschaftszeitung damit (dem Unsinn) hantiert, ist das schlicht eine Frechheit. Oder soll ich die Auflage der “Bild” mit der des Handelsblatts vergleichen? Oder daran den Erfolg der Chefredaktion messen? Stefan Laurin von den Ruhrbaronen meinte übrigens heute auch schon, in NRW von “Überschuldung” reden zu müssen. Interessant sind seine Vorschläge in den Kommentaren, wie man diese Überschuldung beseitigen kann.

Er will mit einem Zahnputzbecher einen Wohnungsbrand löschen. Aber zum Glück brennt es ja auch nicht. Insoweit hält sich wenigstens der Wasserschaden in Grenzen.

update

Sie nehmen die  Zahlen aus dem Jahr 2010 als Beleg, um von einer “Schuldenkönigin” namens Kraft zu reden. Es ist aber der Schuldenstand beim Ende der Regierung Rüttgers. Und damit das auch klar ist: Rüttgers ist in der Beziehung nichts vorzuwerfen. Es war mehr als überfällig gewesen, dass die SPD in NRW im Jahr 2005 in die Opposition geschickt worden war.

{ 152 comments }

Jens März 16, 2012 um 11:39

Ändert nichts daran, dass NRW sich leider im freien Fall befindet. Und das in sehr vielen Bereichen.

Eagon März 16, 2012 um 11:39

Wenn die Linke klug wäre, würde sie den rentnern erklären, dass sparen jetzt bedeutet, dass sie in ZUKUNFT in kalten Wohnungen sitzen werden.

Denn jetzt müssen die nicht genutzten Ressourcen in die Verbesserung der Energieeffizienz gesteckt werden.

Und wenn Weidmann frech wird, und nicht das benötigte Geld bereitstellt, wird er halt ausgetauscht.

Aus welchem Grund und wann haben die ENgländer die Notenbank erfunden?

Warum steht Island wieder so relativ gut da?

Aber solche Gedanken wirst Du nie in den Medien finden.

Horst Schmidt März 16, 2012 um 11:40

Ein anderer Hoffnungsträger der “FDP” Frank Schäffler spricht schon von den griechischen Verhältnissen oder dem Versuch sie durch Rot/Grün in NRW eingeführt zu haben.
Also wird (nicht nur) die FDP ihren Wahlk(r)ampf ganz mit diesem Schlagwort bestreiten wollen.

Übrigens fällt es dem Frank Schäffler – deutlich hörbar – doch sehr schwer, diesen Christian Lindner voller innerer Überzeugung dem werten Hörer und Wähler schmackhaft zu machen.
http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/201203/16/171395.html

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 11:47

Was auch sehr schön ist: Dieses Zitat in dem Artikel des Handelsblatts:

“In diesem Jahr mache die rot-grüne Landesregierung so viele Miese wie Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zusammen. „NRW ist damit das Schuldenland Nummer eins in der Bundesrepublik“, sagt Cloesges im Gespräch mit Handelsblatt Online.”

Alle drei Bundesländer haben etwa die gleiche Einwohnerzahl wie NRW. Auch das BIP ist vergleichbar. Die Aussage des von mir so geschätzten RWI ist also folgende: Die drei Länder haben in etwa die gleichen Probleme wie NRW. Was für eine Erkenntnis. Die im Vergleich hohe Verschuldung NRWs hat einen einfachen Grund. Sie mussten ab 1990 den Aufbau Ost mitfinanzieren – und zugleich den Strukturwandel im Ruhrgebiet bewältigen. Aber wir sind ja beim Handelsblatt im Wahlkampf … – oder man hat halt in Düsseldorf einen schlechten Tag.

Aber wie gesagt: Wir werden bis Mai noch viel Unfug zu hören bekommen.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 11:49

Jens

NRW befindet sich im freien Fall? Also ich sitze noch. Das war übrigens auch unter Rüttgers schon so gewesen. Der war übrigens besser als viele Leute meinen.

Jens März 16, 2012 um 11:54

@ luebberding
Ich bin letztens mal durch Gelsenkirchen gefahren. Ich war wirklich entsetzt. Die Stadt hat in den letzten 5 Jahren rasant weiter abgebaut. Sah aus wie Leipzig Ende der 80er Jahre.

Horst Schmidt März 16, 2012 um 11:59

Wolfram Weimer geht aber in die Vollen und beklagt deutlich.

“Ein Blick in die Einzeletats von NRW zeigt Abenteuerliches: Da entdeckt man so wunderliche Dinge wie einen Zuschuss für die Errichtung eines Fußballmuseums in Dortmund: 1,7 Millionen Euro. Das könnten die reichen Bundesligavereine der Region mit dem noch reicheren DFB auch selbst zahlen und daraus sogar Geschäfte machen. Nicht so in NRW, da wird lieber die staatliche Schuldenmaschine angeworfen. Originell ist auch der Zuschuss an die „Technologieberatungsstelle des Gewerkschaftsbundes“: mal eben 1,356 Millionen Euro – kräftig aufgestockt natürlich. 863.400 Euro sind außerdem für den Titelposten 75 da: „Förderung der Politik für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle“, auch der ist um 30 Prozent aufgestockt worden.

und weiter gehts “griechisch”:
“Mit einem derartig griechischen Scherbenhaufen der Finanzpolitik dürfte Rot-grün bei den Neuwahlen eigentlich keine zweite Chance bekommen. Und doch spielt die gescheiterte Landesregierung dreist die rettende Feuerwehr, wo sie eben noch als Brandstifter unterwegs gewesen ist.

Das Kalkül könnte wegen zweier Umstände sogar aufgehen: Zum einen ist Hannelore Kraft als Person und Landesmutter so beliebt, dass man ihr sogar einen ouzo-trunkenen und sirtaki-tanzenden Finanzminister verzeihen würde.”
http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/weimers-woche/weimers-woche-gescheiterte-landesregierung-spielt-rettende-feuerwehr/6335540-2.html

Man da gehts aber argumentativ lustig, ja geradezu karnevalistisch in NRW zu.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 12:04

Jens

Vielleicht sollte man auch einmal aussteigen … ? Gelsenkirchen ist nun wirklich nicht repräsentativ für NRW. Aber es geht nicht darum, Probleme zu leugnen, sondern sie wenigstens adäquat zu beschreiben. Und dann muss man über den Sinn einer Schuldenbremse reden, die offenkundig für die Lösung dieser Probleme nicht zielführend ist. Es wurde in den vergangenen 20 Jahren in allen Bundesländern konsolidiert, sprich die Ausgaben begrenzt. Das gilt vor allem für den Westen, weil wir ansonsten den Aufbau Ost überhaupt nicht hätten finanzieren können. Dass man dann gleichzeitig die Steuerbasis systematisch beschränkte, hat uns erst in diese Situation gebracht. Und NRW hatte eben besondere Probleme zu bewältigen, weil die Modernisierung des Montansektors eine Aufgabe gewesen ist, die in der Dimension kein anderes westdeutsches Bundesland hatte. Ausnahme war tatsächlich nur das Saarland als Sonderfall.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 12:07

Unter uns gesagt: Weimer ist ein Hohlkopf.

Frankie Bernankie März 16, 2012 um 12:09

@Lübberding

“Er will mit einem Zahnputzbecher einen Wohnungsbrand löschen. Aber zum Glück brennt es ja auch nicht. Insoweit hält sich wenigstens der Wasserschaden in Grenzen.”

Sehr schöne high – level-Sottise.
I’m amused. Lohnt sich doch immer wieder, der blog.

Frankie Bernankie März 16, 2012 um 12:19

@Lübberding

“Und NRW hatte eben besondere Probleme zu bewältigen, weil die Modernisierung des Montansektors eine Aufgabe gewesen ist, die in der Dimension kein anderes westdeutsches Bundesland hatte.”

Nix da, keine Ausreden!

Die Sozen sind schuld, immer, basta.
Hat mir mein Finanzminister Söder erst kürzlich wieder gesagt, und dann muss es auch wahr sein.

Und er sagt auch, daß es nicht sein kann, daß im Länderfinanzausgleich die Starken dauernd für die Schwachen zahlen müssen.

Allerdings forderte er kürzlich, daß im innerbayrischen Kommunalausgleich die Starken künftig sehr wohl mehr für die Schwachen zahlen sollen – “Lex München” nannte er das.

Das war sogar dem Seehofer zuviel , denn soviel Widersprüchliches innerhalb kurzer Zeit darf nur er absondern, nicht seine Minister.

Horst Schmidt März 16, 2012 um 12:44

@ f.luebberding

Ich befürchte der Weimer ahnt es, nur ist er noch nicht so weit, um sich zu outen. :-)

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 13:06

Nur zur Debatte um den Handelsblatt Artikel. Für Politikum in WDR 5 habe ich das Thema des ersten Nachtragshaushalts der Regierung Kraft damals kommentiert. Hier der Text. Damit man weiß, worum es überhaupt gegangen ist:

“Neue Regierungen finden gerne starke Worte – über die Abschlussbilanz der gerade abgewählten Vorgänger. Das kann man „katastrophales Erbe“ nennen, so etwa CDU Finanzminister Helmut Linssen im Jahr 2005 über Rot-Grün. Oder man spricht von „Bilanzbetrug“ wie Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im September 2010 zum Erbe von Schwarz-Gelb. Dieser Theaterdonner gehört zum politischen Betrieb.

Ein Blick hinter die Kulissen bringt allerdings die nackten Tatsachen ans Licht.

Nehmen wir zum Beispiel den „Abschlussbericht zur Landeshaushaltsrechnung“. Der ist normalerweise unwesentlich spannender als es sich anhört. In diesem Bericht steht was in einem Jahreshaushalt eingeplant war und was tatsächlich umgesetzt wurde. Aus verschiedenen Gründen klaffen Plan und Wirklichkeit immer auseinander. Das wird aber dann besonders interessant, wenn von einem auf das andere Jahr ein Regierungswechsel stattgefunden hat. In den letzten Jahren waren im Abschlussbericht Überschüsse üblich. So verkündete Helmut Linssen am 25. Januar 2006 in seiner Pressemitteilung eine frohe Botschaft. Er musste nämlich 733 Mio. € weniger Schulden machen als ursprünglich geplant. Es ging um den ersten Haushalt der schwarz-gelben Regierung in Düsseldorf:

„Der Jahresabschluss belegt, dass der von der neuen Landesregierung eingeleitete Sanierungskurs auf einen guten Weg ist.“

So schmückt sich ein Minister mit fremden Federn. Nur löst exakt fünf Jahre später der gleiche Geldsegen bei der schwarz-gelben Opposition und den Medien helle Empörung aus. Schon sonderbar. Der neue Finanzminister Walter Borjans muss nämlich 1,3 Mrd. € weniger Kredite aufnehmen als ursprünglich geplant. Der Vorwurf: Er habe diese Information in der Landtagsdebatte vom 19. Januar verschwiegen, so etwa der finanzpolitische Sprecher der CDU Fraktion, Christian Weisbrich. Der CDU Mann kann kaum überrascht gewesen sein. Er hatte schon am 24. November des vergangenen Jahres sowohl die Mehreinnahmen als auch die Minderausgaben der Abschlussbilanz recht gut prognostiziert.

Nur zum Hintergrund. Die neue rot-grüne Landesregierung hat wie früher Helmut Linssen bei seinem Amtsantritt einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2010 vorgelegt. Die Neuverschuldung wurde im abgelaufenen Haushaltsjahr 2010 aufgeblasen – und alle zukünftigen Risiken schon einmal vorsorglich in den Haushalt eingestellt. Wer will sich schon mit den Kosten schmücken, die die Finanzmarkt-Dilettanten der West LB dem Landeshaushalt hinterlassen haben? Unangenehmes lastet man lieber der Vorgängerregierung an. Das war 2005 nicht anders als heute. Nun dürfte eigentlich kein Experte über diese erfreulichen Zahlen des voraussichtlichen „Abschlussberichtes zur Landeshaushaltsrechnung 2010“ überrascht gewesen sein. Es gibt aber einen Unterschied zum Jahr 2005: das politische Getöse ist heute lauter als vor fünf Jahren. Der Sachverhalt ist an sich ohne jede Dramatik. Die hat allerdings die neue Landesregierung erzeugt. Sie wollte das katastrophale Erbe der Vorgängerregierung herausstellen, koste es was es wolle. Nur deshalb wurde die gute Nachricht namens weniger Schulden plötzlich zu einer schlechten Nachricht, vor allem für den Finanzminister Walter Borjans. Zur Freude der alten Regierung. Ihre Bilanz sieht plötzlich besser aus als sie selbst gedacht hätte.”

keiner März 16, 2012 um 13:41

Du, Onkel Lübbi, bist du eigentlich sowas wie der Steffen-Seibert-Blog von der Tante Hannelore?

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 13:58

Wer ist Hannelore?

neuling März 16, 2012 um 14:01

Was hilft gegen Staats-/Landesschulden? Einnahmen!

In dem Film zu Mr. Karstadt

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1593642/Vorschau-maybrit-illner-am-15.-Maerz#/beitrag/video/1591226/ZDFzoom:-Mister-Karstadt

ab ungefähr 39:00 sagt der niederländische Journalist mit Blick auf das gegenüberliegende Bürogebäude, welches 2500 Briefkastenfirmen beherbergt, dass dort jährlich 10.000 Mrd. Euro (10 Billionen Euro) steuermindernd ausgeschleust werden.

enrico März 16, 2012 um 14:21

Staatsschulden pro Einwohner:
Japan 9,6B€/126804000E = 75707€
USA 15B$/310233000E = 11,4€/310233000E = 36747€/E
Griechenland 0,36B€/10750000E = 33488€/E
Deutschland 2B€/82283000E = 24306€/E

Schulden pro Bürger in Euroland: 18079€/E
Die USA sind also doppelt so hoch verschuldet wie die Eurozone!

Staatsschulden werden in der Regel (in der Endbilanz) nicht getilgt und nehmen laufend zu. Das gilt vor allem für die USA. Das Theater um Griechenland ist also nichts anderes als das “Haltet-den-Dieb”-rufen der US-Amerikaner und ihrem Flugzeugträger UK.

Staatsverschuldung ist ein Betrugsschema. Das wissen alle oder könnten zumindest alle wissen (außer natürlich die SPD). Je mehr Betrug es gibt, desto geschützter sind die Betrüger. Das ganze Affentheater um den Euro ist nichts als eine amerikanische Inszenierung, an welcher die europäische Marionetten-Politiker devot mitmachen müssen.

Nochmal: Es gibt keinen Grund warum sich Staaten verschulden sollten! Jeder Staat dieser Erde hat alle Möglichkeiten sich selbst zu finanzieren. Wer dies ignoriert und “Staatsverschuldung” als etwas ganz Normales bezeichnet, ist ein Volksverräter!

neuling März 16, 2012 um 14:22

Und ich nehme mal an, diese 10 Billionen Euro sind nicht das Vermögen selbst, sondern der Ertrag des selben. Mal grob spekuliert existiert also in Holland ein legales Leck, um 100 Billionen Euro europäisches Geldvermögen steuerfrei zu stellen.

Da sieht man, warum @Holger mit seinem Vorschlag 10% Steuer auf alles (erinnert mich irgendwie an biblische Steuerpolitik) nicht sehr weit kommen wird.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 14:36

Enrico

Nur ein Einwand: Wann ist der Stichtag für Deine Endbilanz? Und Du musst Staatsschulden immer im Kontext der sonstigen Verschuldung betrachten. In den USA – und auch in der Eurozone – werden private Schulden abgebaut. Den Mechanismus erklärt Fritzsche im FTD Blog sehr gut. Deine Argumente sind statisch, aber der Kapitalismus ist ein dynamisches System. Aus dem Grund konnte er auch nur überleben – und die Sowjetunion nicht.

enrico März 16, 2012 um 14:57

@Luebberding

das mit der Endbilanz habe ich eingebracht, weil ja zwar schon laufend Staatsschulden getilgt werden, aber in der Regel mittels Geld aus Neuverschuldung. D.h. wenn man heute einen Saldo fixiert, und diesen mit der Ausgangsposition vergleicht, dann kann man erkennen, dass -eben in der Bilanz- die Schulden zunehmen. Es kommen mehr Staatsschulden hinzu als getilgt werden. So war das gemeint. Der Stichtag kann also immer sein.

Staatsverschuldung kann wohl im Kapitalismus stattfinden, das ist aber nicht Voraussetzung. Kapitalismus ist nicht automatisch Staatsverschuldung. Staatsverschuldung ist im Grunde genommen sogar ein fast nicht-kapitalistischer Vorgang.

Staatsverschuldung muss man überhaupt nicht im Kontext mit anderen Schulden sehen. Staatsschulden kann man nur im Kontext krimineller Vorhaben oder Ignoranz sehen. Die private Verschuldung, welche sich wieder in Unternehmensschulden und Schulden der Haushalte aufteilen lassen sollten eigentlich in ausreichenden Maße die Geldbasis bilden. Das tut sie aber nicht. Aber das ist eine andere Baustelle.
Nochmal: Staatsverschuldung hat nichts mit “Kapitalismus” an sich zu tun. Staatsverschuldung ist ein Betrugsschema, das Reichen ermöglicht auf der einen Seite von Staatsausgaben zu profitieren und auf der anderen von Steuerlasten zu befreien. Staatsverschuldung ist Privatisierung von Gewinnen bei gleichzeitiger Vergesellschaftung der Verluste, welche diese Gewinne hervorgebracht haben.

Staatsverschuldung ist ein Betrugsschema! Ein gottverdammtes Betrugsmodell. Ein Hütchenspiel, bei welchem Gewinner und Verlierer von Anfang an bekannt sind. Kann man das nicht einfach einmal kapieren?

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 15:12

Das ist die Vorstellung der Austrians, sich den Kapitalismus ohne Staat zu denken. Der kann ohne den Staat nicht existieren, weil er aus sich selbst heraus über die Kapitalakkumulation erst die Verschuldung produziert, die letztlich in der Krise im Bankrott enden. Das waren die typischen Krisen im 19. Jahrhundert. Die damit verbundenen sozialen Kosten würden ihm sein Überleben unmöglich machen. Zwar kann ein Wirtschaftssystem Instabilität vertragen – es ist sogar nichts anderes als ein Ausdruck für Dynamik und Anpassungsfähigkeit – aber jedes Sozialsystem (dazu gehört übrigens die Familie) braucht Stabilität. Und um diese zu gewährleisten, muss der Staat intervenieren – und das hat er entsprechend gemacht.

Die Austrians waren immer gut in der Analyse. Ihre Rezepte waren aber schlicht untauglich.

enrico März 16, 2012 um 15:15

@Frank Luebberding

Frank, warum und wieso gibt es in einer Volkswirtschaft Kredite? Welche Rolle spielen sie? Was bedeuten sie für die Volkswirtschaft als Arbeitsteilung gesehen?

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 15:17

Ein Herr Strobl hat dazu ein Buch geschrieben.

enrico März 16, 2012 um 15:27

@F. Luebberding

Kapitalismus ohne Staat ist unmöglich. Richtig. Nur benötigt der Kapitalismus den Staat nicht als Schuldner, sondern nur als funktionierendes Rechtssystem.

Warum erzeugt der Kapitalismus via Kapitalakkumulation eine Verschuldung die immer wieder im Groß-Bankrott endet?
Doch nicht weil sich der Staat zu wenig verschuldet hat! Sondern einzig und alleine, weil Guthaben stehen bleiben und Schulden vergrößernd weitergegeben werden (GWG’). Das muss aber nicht sein und das ist auch nichts speziell kapitalistisches. Das ist einfach eine Folge der Geldillusion. Schulden können problemlos entlang den Produktionsketten vom Rohstoff zum Endprodukt vergrößernd weitergegeben werden, aber genau am Ende dieser Kette müssen sich die weitergegebenen und vergrößerten Schulden auflösen können.Das ist aber nur möglich, wenn sich das Ziel des Wirtschaftens, nämlich der Bedarf der Haushalte im Voraus, zinslos finanzieren kann. Der Bedarf der Haushalte muss die Drehzahl der Wirtschaft bestimmen und nicht umgekehrt! Das geht aber auch nur dann, wenn die Einkommen untereinander in einem gerechten Verhältnis stehen.

enrico März 16, 2012 um 15:30

@F. Luebberding

Ein Herr Strobl hat dazu ein Buch geschrieben.

das habe ich gelesen und musste leider feststellen, dass Strobls Ansichten sehr eindimensional und offensichtlich ungenügend sind.

Arnold Voß März 16, 2012 um 15:43

Ja, bei euch hier ist eindeutig Wahlkampf. Um Staatsschulden seriös zu vergleichen, muss man sie nicht nur auf die Einwohner umrechnen sondern auch noch die Produktivität der Volkswirtschaft mit in Rechnung stellen.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 15:55

Arnold Voß

Und was will uns jetzt der Autor damit sagen?

Nanuk März 16, 2012 um 16:05

@Arnold Voß
und vor allem abziehen was die Welt uns Schuldet…

enrico März 16, 2012 um 16:18

@Arnold Voß

Ja, bei euch hier ist eindeutig Wahlkampf. Um Staatsschulden seriös zu vergleichen, muss man sie nicht nur auf die Einwohner umrechnen sondern auch noch die Produktivität der Volkswirtschaft mit in Rechnung stellen.

Die Produktivität? in was soll man die messen? Was aber Sinn machen würde, wäre die jeweilige Außenhandelsbilanz der einzelnen Staaten im Verhältnis zu Schulden pro Einwohner.

Nimmt man da wieder Gesamt-Euroland im Verhältnis zu den USA, dann zeigt sich um so mehr wie dick die Amis in der Soße stecken.
Und vor allem auch, wie parasitär sie Europa für sich arbeiten lassen. Da ist die Sache mit Griechenland nur peanuts dagegen.

keiner März 16, 2012 um 16:19

@Nanuk

Einbringbares oder alle Phantasieschnipsel, die da draußen rumschwirren?

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 16:19

Nanuk

Wir müssen erst einmal klären, worum es geht. Warum das jetzt im Vergleich westlicher Bundesländer eine Rolle spielen soll, ist mir aber ein Rätsel … .

BB März 16, 2012 um 16:26

Ach der Stefan Laurin, der hofft doch, dass die Liberalen reinkommen, damit die SPD mit denen Koalition macht, weil, die Grünen sind ihm zu “volkserzieherisch”. weil die ihm in jeder Kneipe das Rauchen vermiesen.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 16:30

BB

Endlich ein Grund, FDP zu wählen … .

sally herb März 16, 2012 um 16:41

Die Rechenspielchen mit öffentlichen Schulden sind immer unseriös. BIP ist doch letztlich nur relevant, wenn es staatlich abgeschöpft werden kann. Und was nutzen dem Fiskus produktive Unternehmen, wenn sie keine Steuern zahlen.

Wenn ich als Gläubiger einer öffentlichen Körperschaft unbesichert Geld leihen wollte, würde mich interessieren:
Wie hoch und wie zuverlässig sind die Steuereinnahmen meines Schuldners?
Wie hoch sind seine nicht mehr ohne politischen Widerstand reduzierbaren Ausgaben, insbesondere der Anteil des Schuldendienstes am Haushalt?
Wie groß ist das Aktivvermögen, z.B. Beteiligungen, die noch verscherbelt werden können?
Welche Perspektive und Risiken (z.B. durch Schattenhaushalte) hat mein Schuldner ?

Aus diesen Daten, die sich Journalisten und Politiker ja besorgen könnten, müsste man die maximale Schuldendienstfähigkeit und den schon erreichten Verschuldungsgrad errechnen. Will aber wohl lieber niemand so genau wissen.

Dipfele März 16, 2012 um 16:42

Wer wird denn gleich in die Luft gehen, greife lieber zum HB.
Meinungsseite vom 15.12.2011:

Beckert, Jens/Christoph Deutschmann,:
Es gibt zu viel Vermögen. In: Handelsblatt, 15.12.2011, S. 8.

Hier als PDF:
http://www.mpifg.de/people/jb1/downloads/2012%20Es%20gibt%20zuviel%20Vermoegen_handelsblatt.pdf

Eagon März 16, 2012 um 17:12

“Was hilft gegen Staats-/Landesschulden? Einnahmen”

Das Ruhrgebiet wird NICHT durch mehr Einnahmen seine ungenutzten Ressourcen in genutzte zukunftsträchtige Arbeitskraft umwandeln.

WAS BEDEUTET ES WENN EINE REGION ÜBERBESCHÄFTIGT IST?

UND DIE GELDPOLITIK NICHT RESTRIKTIV IST?

Muß Geldpolitik den Strukturwandel unterstützen?

vorbeischauer März 16, 2012 um 17:17

hab mir den handelsblatt-kommentar von beckert durchgelesen. darin wird u.a. eine einmalige vermögensabgabe thematisiert. hat´s da nicht vor kurzem auch eine studie der boston consulting (oder einer anderen “consultancy”) dazu gegeben. wie ernsthaft wird denn das diskutiert? ich hätt nix dagegen … und den ertrag davon investieren wir in asien für die demographievorsorge, oder in den usa (immos und dergleichen). :-)

vorbeischauer März 16, 2012 um 17:47

nachtrag: dumme frage von mir, die ich selbst beantworten hätte können. sorry.

gh März 16, 2012 um 17:53

@eagon

“Denn jetzt müssen die nicht genutzten Ressourcen in die Verbesserung der Energieeffizienz gesteckt werden.”

= > … wie meinen, @eagon ! … die Soz’n veruntreuen aus der BRDDR-Wertschöpfung jedes Jahr 20% und verschieben die ins Ausland!

=> … die einzigen “nichtgenutzten Ressourcen” die wir Griechenland noch zur Verfügung stellen könnten, heißßen @Flübberding, @Hanshütt und @Morph. Abba … ob die Griechen damit was anfangen können ?

“Warum haben die Engländer die Zentralbank erfunden? Warum steht Island wieder so relativ gut da?”

= > … weil es nie dem Euro beigetreten ist! Halbgott, Hankel und alle die wo Ahnung haben, fordern schon seit 2010 den Austritt Grieschenschlands aus dem Euro (plus 50-80% Schuldenerlass).

= > … Dann können die Grieschen endlich mit dem “(Kaputt- Tod-)Sparen” aufhören und fleissigst nachfrageorientierte Waxdumms-Politik machen (“fiskalpolitik”, “geldpolitik”) – abba … bitte in Drachme !

“Aber solche Gedanken wirst Du nie in den Medien finden.”

= > … nicht alle Gedanken, die man nicht in den gleich geschalteten Orwell-MSM findet, sind auch schlaue Gedanken …

gh März 16, 2012 um 18:13

Dem Margot Kraft sein Schildbürgerkalifat Nordrhein-Westosmanien schunkelt seinem wohlverdienten G.O. entgegen.

Mir soll’s egal sein. Bayern, Württemberch und’s Badnerland werden eh demnäxt als Kantone der Schweiz beitreten.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 18:15

W-ING

“=> … die einzigen “nichtgenutzten Ressourcen” die wir Griechenland noch zur Verfügung stellen könnten, heißßen @Flübberding, @Hanshütt und @Morph. Abba … ob die Griechen damit was anfangen können ?”

Also mit mir schon … . Es kommt halt auf die Griechin an … .

Eagon März 16, 2012 um 18:36

“Mir soll’s egal sein. Bayern, Württemberch und’s Badnerland werden eh demnäxt als Kantone der Schweiz beitreten.”

Ja. Dann kann die schweizer Nationalbank gleich weitere Franken drucken, damit Dollar kaufen und den Landesbanken ihren Schrott abkaufen. Wie vormals der UBS

PS: Wo bleibt die Inflation in der Schweiz. Wo bleibt der soziale Niedergang.
Bestimmt sind alle Griechen arbeitsscheu. So wie die Schweizer.
Wollen die doch einen Mindestlohn von 18,50.

Nanuk März 16, 2012 um 18:48

“Warum das jetzt im Vergleich westlicher Bundesländer eine Rolle spielen soll, ist mir aber ein Rätsel … ”

Ich frage mich sowieso wieso man Bundesländer ständig vergleicht…

Stephan März 16, 2012 um 18:56

>Mir soll’s egal sein. Bayern, Württemberch und’s Badnerland werden eh demnäxt als Kantone der Schweiz beitreten.

Davon quasseln die Vorarlberger auch schon seit Jahrzehnten. Aber irgendwie will die Schweiz ihr alemannisches Brudervolk nicht unter die eidgenössischen Fittiche nehmen? Mir soll’s egal sein. Was der liebe Gott durch einen Berg getrennt hat soll der Mensch halt nicht durch einen Tunnel verbinden.

holger März 16, 2012 um 19:09

f.luebberding

—->>>Also mit mir schon … . Es kommt halt auf die Griechin an …”

Der Schalk der Woche… :D

Dipfele März 16, 2012 um 19:22

>… arbeitsscheu. So wie die Schweizer. Wollen die doch einen Mindestlohn von 18,50.

Na, na, die haben doch gerade erst mehr Urlaub per Volksentscheid abegelehnt. Ob die wohl ahnen, dass das Geschäftsmodell bröckelt?

Carlos Manoso März 16, 2012 um 19:49

@ f.luebberding März 16, 2012 um 18:15
„Also mit mir schon … . Es kommt halt auf die Griechin an … .“

Tss, der W-ING checkts mangels seiner „nichtgenutzten Ressourcen” in Hirn nun wirklich nicht:
„= > … (…) Halbgott, Hankel und alle die wo Ahnung haben, fordern schon seit 2010 den Austritt Grieschenschlands aus dem Euro (plus 50-80% Schuldenerlass).“

Nehmen wir mal an, Halbgott hat mal „2010“ für schlappe € 40€ als Bänker eine Griechenlandanleihe im Nennwert von z.B. 100€ gekauft. Die wird aktuell leider nur noch mit für ihn „unbefriedigenden“ z.B. 10€ gehandelt.

Da kommt Mr. Schuldenschnitt als Retter von Bänker Halbgott um die Ecke und zwingt ihn brudal zum Umtausch seiner alten (z.B.Nennwert 100€, z.B.Kaufpreis 40€) in eine neue Griechenlandanleihe (z.B. Nennwert 50€ neu statt € 100€ alt)

Die 50€ (statt 100€) Nennwert sind natürlich auch ein Kredit, den die Griechen verzinsen und für den sie an Bänker Halbgott regelmäßig Zinsen zahlen und tilgen müssen. Weil Bänker Halbgott soooo großzügig und auf 50% des Nennwerts verzichtete, wird diesmal das schon halbtrockene griechische Handtuch noch viiiieeellll härter ausgewrungen, damit Bänker Halbgott endlisch rischtisch „befriedigt“ werden kann.

FAZ März 16, 2012 um 19:58

“s war die Regierung mit der kürzesten Amtszeit in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen, sie hat den Haushalt mit der höchsten Neuverschuldung belastet und wie keine vor ihr die Kulturpolitik vernachlässigt: Mindestens diese drei Superlative gehören zur Bilanz der rot-grünen Minderheitsregierung von Hannelore Kraft, die vorgestern, nach genau zwanzig Monaten, in Düsseldorf gescheitert ist.”
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kulturpolitik-in-nrw-im-gemischtwarenladen-11685564.html

HAM März 16, 2012 um 20:01

@Dipfele März 16, 2012 um 19:22
>… arbeitsscheu. So wie die Schweizer. Wollen die doch einen Mindestlohn von 18,50.
Na, na, die haben doch gerade erst mehr Urlaub per Volksentscheid abegelehnt. Ob die wohl ahnen, dass das Geschäftsmodell bröckelt?

Das war eine kluge, weil wirtschaftlich rationale Entscheidung.
Aber dies verstehen die Deutschen nicht.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 20:31

Nur zu dem Faz Zitat:

“Wird diese ein zweites Mal nicht angenommen, droht der dichtesten Museums- und Theaterlandschaft Europas das Ende auf Raten.”

Die Schlussfolgerung ist richtig. Nur leider ist der Hinweis auf die höchste Neuverschuldung falsch. Selbst Borjans hatte das im Boom nicht hinbekommen. Der Skandal war, dass Borjans mehr Geld hatte als er in seiner Etatplanung angegeben hatte. Es wäre niemals zu dem Urteil beim Verfassungsgerichtshof gekommen, wenn er realistische Annahmen gemacht hätte. Das war ja seine Blödheit. (Hier liest keiner mit: Aber es soll Leute geben, die meinen, Borjans wäre in seinem Ministerium über das Ohr gehauen worden … .). Was ihm jetzt vorgeworfen wird, ist etwas anderes: Er nutze nicht die Konsolidierungsspielräume im Boom. Dann kommt man wie Weimer mit irgendwelchen Haushaltsposten über 800.000 € – oder Laurin bastelt sich eine Verwaltungsreform … . Das Problem, was in dem Artikel diskutiert wird, ist ein anderes: Die Kommunen in NRW können sich ihre Kultureinrichtungen nicht mehr leisten, weil diese als “freiwillige Leistungen” gelten und Kommunen unter Haushaltssicherung entsprechend von den Bezirksregierungen zu Kürzungen gezwungen werden. Deshalb wird in NRW darüber diskutiert, daraus gesetzliche Leistungen zu machen. Das hätte aber die Konsequenz, den Kommunen die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen. Die können nur vom Land kommen. Das blockiert der Finanzminister, weil ihm alle etwas von “Überschuldung” erzählen. Das ist völlig unabhängig vom Parteibuch der jeweiligen Regierung. Insoweit ist der finanzpolitische Teil in dem FAZ Artikel etwas suboptimal … .

Eagon März 16, 2012 um 21:01

@Dipfele

Grenzproduktivitätsweh der Entlohnung.

Es geht um die Verteilung, um die Lohnspreizung.

Ein bestimmtes Warenangebot steht eine bestimmte Kaufkra´ft gegenüber.

Du behauptest, je höher die Lohnspreizung desto größer das Warenangebot.

Böse Böse für die Ökonomen.
Wenn die Schweizer ganz anderes beweisen.

Der Franz rotiert dann ohne Flügel.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 21:01

An diesem Beispiel sieht man übrigens auch, dass es nicht darauf ankommt, was passiert, sondern wie ein Ereignis wahrgenommen wird. Kraft hatte nämlich entsprechend rhetorisch aufgerüstet – und ein Ende des Sparwahns verkündet. Also dass die Defizite für alle möglichen wichtigen Sachen (Bildung, Bildung) in Kauf genommen werden. In Wirklichkeit hätte sie natürlich gerne verkündet, dass das Land erfolgreiche Politik gemacht habe – und sogar die Haushalte sich günstiger entwickelt hätten als geplant. Weil jetzt aber alle dieses Urteil aus Münster im Kopf haben – und die Hintergründe gar nicht kennen – erzählen jetzt alle möglichen Leute etwas über die Verschuldungspolitik in NRW, die angeblich so desaströs gewesen sie. Dabei gab es tatsächlich einen Kommunikationsgau. Und wie sich der Zyklus nach der Krise entwickeln würde, dafür gab es ziemlich gute Frühindikatoren. In Wirklichkeit können sie also nicht zwischen Rhetorik und Realität unterscheiden. Es kann natürlich auch keinen NRW Keynesianismus geben. Der zukünftige Konsolidierungspfad entscheidet sich in Frankreich und beim Fiskalpakt.

gh März 16, 2012 um 21:21

@Carlos Manoso März 16, 2012 um 19:49
“Tss, der W-ING checkts mangels seiner „nichtgenutzten Ressourcen” in Hirn nun wirklich nicht:”
——————————–

= > … CM, du checkst es nicht.

“Die 50€ (statt 100€) Nennwert sind natürlich auch ein Kredit, den die Griechen verzinsen und für den sie an Bänker Halbgott regelmäßig Zinsen zahlen und tilgen müssen. ”

= > … im FJ 2010 waren die GR-Anleihen wohl noch nicht bei 40?

= > … ich beziehe mich auf eine TV-Sendung, die ich im FJ 2010 auf BR3 gesehen habe. Hankel erklärte damals glasklar, dass GR seine Schulden nie wird zurückzahlen können. Dass GR mit diesen absurden “Euro-Rettungen” vielmehr zum einen immer an der strangulierenden Hundeleine der Satansbänkster und der EUdSSR-Faschisten hängt und zum anderen, dass GR so auch realwirtschaftlich unmöglich auf die Beine kommen kann – also selbst, wenn die Griechen das wöllten! (eine Motivation, die ja leider nicht gegeben ist … ). Seine Lösung war also damals schon: umgehender Austritt GR aus dem Euro. Mit einem Default / erzwungenen Schuldenschnitt (Rest ist bei sowas ja immer Verhandlungssache) und Wiedereinführung der Drachme. Ab hier stehen die GR dann natürlich auf eigenen Füssen. Natürlich haben sie dann niemanden mehr, der ihre Rechnungen zahlt (wie jetzt weiterhin die BRDDRistanis und die Slowenjers). D.h. ihr Wohlstandsniveau hätte sich über Nacht halbiert (ein inner-griechaler Lastenausgleich wäre wünschenswert). So sieht’s aus!

“Weil Bänker Halbgott soooo großzügig und auf 50% des Nennwerts verzichtete, wird diesmal das schon halbtrockene griechische Handtuch noch viiiieeellll härter ausgewrungen, damit Bänker Halbgott endlisch rischtisch „befriedigt“ werden kann.”

= > … du , äh, @CM, … ich bin gar kein Bänker. Und im Gegenteil, ich bin hier derjenige, der gegen die Bänkster hetzt! Wenn du den Bänkstern auch kritisch gegenüberstehst, dann musst du deine Kritik an die Freunde der Bänkster richten: insbesodnere die “Sozial”-”Demokraten”, hier vertreten durch @Hanshütt und @flübberding! … die Soz’n wollen den Euro retten koste es was es wolle. Die haben den den GoldmanSachs-Paten im Euro-Tower installiert ebenso wie GS-Monti und GS-Papademos. Und sie wollen dass der Transfairrub€l weiter fleissig Richtung Bänkster rollt bis in alle Ewüschkeit! Die “SPD” ist eine reinrassige Bänksterveranstaltung !

= > … haben wir uns jetzarta vertanden, @carlos??

Carlos Manoso März 16, 2012 um 21:27

@ f.luebberding März 16, 2012 um 21:01
„An diesem Beispiel sieht man übrigens auch, dass es nicht darauf ankommt, was passiert, sondern wie ein Ereignis wahrgenommen wird. Kraft hatte nämlich entsprechend rhetorisch aufgerüstet – und ein Ende des Sparwahns verkündet. Also dass die Defizite für alle möglichen wichtigen Sachen (Bildung, Bildung) in Kauf genommen werden.“

Der neoliberale Angriff unter dem „liberalen“ Logo „radikaler Umbau eines erstarrten und gefräßigen Subventionssystems“ ist schon lange am Laufen. Aus dem Contra gegen die totale neoliberale Ökonomisierung der Kultur (z,B, bundesweit 6 300 Museen, 140 Staatsbühnen, 8 200 Bibliotheken) könnte Kraft mit viel Geschick viele neue Zentren von Gegenmacht schaffen, der durch die Finanzen der Kommunen erzwungene Umbau der Kulturförderung müsste kreativ und ohne Scheuklappen so gestaltet werden laufen, dass für breite emanzipatorische gesellschaftliche Gegenbewegungen neue Bewegungsräume geschaffen werden.

„Die Hälfte der subventionierten Theater, Museen und Bibliotheken in Deutschland kann weg. Diese These stellen vier Autoren in dem Buch „Der Kulturinfarkt“ auf, vorab im Spiegel (12. März 2012) zusammengefasst. Der Krach in Kultur und Medien ist erwartungsgemäß groß und schön. (…) Allerdings verlangen die Autoren …nicht etwa eine Halbierung der Kulturausgaben, sondern den radikalen Umbau eines erstarrten und gefräßigen Subventionssystems..(…) dass der Staat die gewaltig gewachsene Institutionalität nicht mehr angemessen finanzieren kann. Alle Bundesländer sind von denselben Finanzproblemen geplagt. Es gibt übelste Ausfallerscheinungen: Eine Bibliothek ohne Ankaufsetat hat den Namen nicht verdient. Ein Museum mit eingeschränkten Öffnungszeiten, Theater im Würgegriff tariflicher Personalkosten, die nur noch en suite spielen können, sind nicht zukunftsfähig.“
http://www.berliner-zeitung.de/kultur/stephan-opitz-im-inerview-die-haelfte-der-theater–museen-und-bibliotheken-kann-weg,10809150,11914160,item,0.html

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 21:35

W-ING

Ein Austritt im Jahr 2010 wäre politisch schlicht nicht zu kontrollieren gewesen. Das ist heute anders. Was ich eben anders als Hankel gesehen habe: Der Euro war für mich immer ein politisches Projekt mit ökonomischen Implikationen (die er übrigens sehr gut beschrieben hat). Was die Sozis wollen, ist mir übrigens auch nicht immer klar. Das ist aber nun nicht wirklich mein vordringlichstes Problem. Ich kann Dir aber sagen, was ich will: Europa als ein politisches Projekt zu retten, auch gegen die Wirrköpfe von links und rechts. Der entscheidende Baustein ist dafür das deutsch-französische Verhältnis. Ich betrachte es als Verrat an unserer historischen Verantwortung, daran zu rütteln. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht alle so sehen … .

Michael März 16, 2012 um 21:36

Die Griechen sind pleite. Und zwar so pleite wie es überhaupt möglich ist. Totz der jahrzehntelangen Kontrolle durch EU und EZB. Das ist es, was mich zur Weißglut bringt. Wenn die “Griechen” ein Einzelfall wären, hielte sich meine Wut auf die “Politiker” ja noch in Grenzen….

Lübberding, Sie sind nicht mal für die Abteilung Agitation und Propaganda gut genug.

Carlos Manoso März 16, 2012 um 21:36

@ gh März 16, 2012 um 21:21
= > … du , äh, @CM, … ich bin gar kein Bänker. Und im Gegenteil, ich bin hier derjenige, der gegen die Bänkster hetzt! Wenn du den Bänkstern auch kritisch gegenüberstehst, dann musst du deine Kritik an die Freunde der Bänkster richten: insbesodnere die “Sozial”-”Demokraten”, hier vertreten durch @Hanshütt und @flübberding! … die Soz’n wollen den Euro retten koste es was es wolle.“

Du, äh … Bänkster Halbgott, NIEMAND HAT DIE ABSICHT, dich an die „strangulierenden Hundeleinen der Satansbänkster und der EUdSSR-Faschisten“ zu hängen.
http://www.erinnerungswerkstatt-norderstedt.de/artikel/236_fs.htm

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 21:37

Michael

“Lübberding, Sie sind nicht mal für die Abteilung Agitation und Propaganda gut genug.”

Völlig richtig. Den Job haben nämlich schon andere … .

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 21:42

Michael

Was ich übrigens am W-ING schätze: Er argumentiert – und bisweilen noch nicht einmal schlecht … .

vorbeischauer März 16, 2012 um 21:45

@michael und lübberding,

ja und die könnens auch, so wie BDA hundt:

Die Regierung sei auf einem guten Weg, “und diesen sollten wir jetzt unbedingt fortsetzen und nicht eine Diskussion über prekäre Beschäftigungsverhältnisse führen. Dies alles geht nur zu Lasten der Geringqualifizierten, der Langzeitarbeitslosen und der Jugendlichen

http://www.presseportal.de/pm/6511/2217499/hundt-bda-regierung-auf-gutem-weg-wir-sollten-jetzt-nicht-ueber-prekaere-beschaeftigung-reden/gn

wie war das noch einmal im blog über den alturisten: “Es ist die Masche der PR Industrie, die unsere Diskurse vergiftet, in dem indem sie Eigeninteressen verschleiert und als die der Gesellschaft ausgibt.”

gh März 16, 2012 um 21:47

@eagon
“PS: Wo bleibt die Inflation in der Schweiz. Wo bleibt der soziale Niedergang.”

= > … es kann sich nur um eine Verflexelung handeln. ICH war nicht derjenige wo gesagt hat, dass es den Schweizern schlecht gehen würde! Das war der @Frank! erinnerst du dich nicht an seinen Artikel, wo er gesagt hat, dass die Schweizer jetzt alle störben müßßen, wegen ihr’m starken Franken?? … abba … der Frank kann nix dafür! Er war halt jung und brauchte das Geld! an dem Tag haben übrigens alle gleich geschalteten Orwell-Medien die Nummer mit dem bösen starken Franken gebracht. Es war wohl eine zentrale Vorgabe aus dem NATO-MiniWahr.

= > … und gerade die Inflation wird durch den starken Franken doch abgefedert (Import-Öl).

” Bestimmt sind alle Griechen arbeitsscheu. So wie die Schweizer.
Wollen die doch einen Mindestlohn von 18,50.”

= > … eben die Schweizer profitieren von ihrer Leistung! … die Deutsen werden von der Besatzungsmacht und den “Sozial”-”Demokraten” abgemolken!

= > … was die GRiechen angeht. Klar gibt es hart arrrbeitende Griechen. Abba warum soll’n die denn umbedüngt mehr verdienen, als die hart arrrbeitenden Türken, Rumänen, Bulgaren, Slowenjers, Slowakis und Koreanistanis ???

= > … wenn du das “Leistungsprinzip” aus dem Kapitalismus rausnimmst, dann hast du defacto Sozialismus. Und über den hat G. Orwell die “Animal Farm” geschrieben …

= > …. und JA ! … NATÜRLICH wurde das “Leistungsprinzip” nicht nur am unteren Ende, also etwa bei den Griechen rausgenommen, sondern auch am oberen: bei den Satansbänkstern ! … und … GENAU DAGEGEN … also die Abschaffung des Leistungsprinzips bei den Bänkstern richtet sich ja auch der wahsinnige Zorn der Retroliberalen Armee Fraktion! Wir sind ordoliberal! D.H. wir sind und waren immer für eine “Restriktive Regulierung der Geld- & Kreditschöpfung” … also eine restriktive Regulierung der Bänkster – weil … das ist ja dasselbe !!!

Michael März 16, 2012 um 21:52

@gh
Auch Deutschland wird seine Schulden NIE bezahlen (können)… . Das ist eine Frage der Struktur auf der Zeitschiene. Mehr nicht. Aber eins darf nicht passieren. Das ist der Verlust des Vertrauens in die “Knappheit” des “Geldes”. Nämlich den “Wert” des “Geldes”. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass de nur durch das “Vertrauen” in die Wirtschaft UND Politik begründet ist, ansonsten wäre der “Wert” des Papiergeldes mit Toilettenpapier vergleichbar.

Das VERTRAUEN (die EU ist definitiv in der Rezession, die USA erholen sich auf niedrigem Niveau, die Asiaten haben ernste Probleme) ist stark angeschlagen, das spräche dann für Gold. Na dann mal frohe Fuhre.

Aus der Sicht sind die Sozens nicht tolerierbare Risiken.

Michael März 16, 2012 um 21:57

@f.luebberding
Ihr stehr für “Agenda2010″. Für “Reformen”. Die ich IMMER für grundfalsch gehalten habe. Wie wer “wählt” ist nicht mein Problem. Von Sklaverei gegen andere Völker halte ich noch weniger als von “Agendas”.

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 22:10

W-ING

Du weisst auch, wie die Schweizer ihre Aufwertungsproblematik in den Griff bekommen? Nur als Hinweis dieser Chart. Und die Buba will ich sehen, die das macht … .

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 22:20

Michael

Übrigens schön, einmal wieder etwas hier von Michael zu lesen. Das wollte ich nur sagen.

gh März 16, 2012 um 22:24

@Michael
“Totz der jahrzehntelangen Kontrolle durch EU und EZB. Das ist es, was mich zur Weißglut bringt. Wenn die “Griechen” ein Einzelfall wären, hielte sich meine Wut auf die “Politiker” ja noch in Grenzen….”
———-

- > … YäpGäll!!! … das ist die Oberunwucht in Tüten ! … dieselben Totalversager-Gratingniden die uns sehenden Auges in die Schaißße geritten haben – SSChäuble, Junkers, Draghi, Asmussen, Foltermeier, Steinbrücki, usw – hocken immer noch an den Schalthebeln der Macht !! … und nicht etwa in der Zitterdelle Spandau … wo sie eigentlisch hingehören !!! … Der blanke Wahnwitz !!

- > @Michael, du hast doch immer ne konkrete Meinung zu “den Märkten”? … kannst ja mal wieder ne Ansage machen … wenn du Zeit & Lust hast. Gold habe ich inzwischen die grossen Stücker ganz nah am Top verkauft … es kömmt ja bald eine 1.000-Grenze … Und bei den Aktien ist’s schwierig. Zwar werden sie noch ne Weile mit den Geldbomben vom Draghi & thebenbernank über die Runden kommen, Unternehmen melden alle “Rekordergebnisse der Unternehmensgeschichte” ;-) , abba … wer weißß was die Israeliten mit dem Iran vorhaben. Und in Afrika tobt auch schon der WKIII an allen Ecken und Enden. RU & CHN haben jetzt begriffen, dass die Amis mit dem Rücken zur Wand stehen und im Angriffskrieg ihr Heil suchen. RU & CHN werden darauf jetzt entsprechend reagieren müssen … zunächst nur mit Nadelstichen … abba es eskaliert halt immer mehr …

gh März 16, 2012 um 22:40

@fl
“W-ING

Du weisst auch, wie die Schweizer ihre Aufwertungsproblematik in den Griff bekommen? Nur als Hinweis dieser Chart. Und die Buba will ich sehen, die das macht … .”

= > … klar, ist bekannt. Wie lautet der Lehrsatz:

“Geld entsteht aus Kredit!

… odda … durch den Ankauf von Assets durch die ZB!” …

( … den zweiten Teil haben wohl viele vergeßßen. Z.B. die “Debitisten” … )

= >… @Frank, weistu … ich hab da auch ne VT anzubieten:

… Du weisst, dass die Schweiz die einzige echte Demokratie auf Erden ist (Island muss sich erst noch ein paar Jahre beweisen …). Und dass die Schweiz ein leuchtendes Symbol für alle ist … die von Demokratie und Freiheit träumen. Und das auch noch mittenmang in der totalitären, fremdgesteuerten EUdSSR !

… DAS … geht natürlich für gewisse Kreise gar nicht i.O. so !!! … deswegen wird die Schweiz zweifelsohne … “spekulativ” … ATTACKIERT! … auch und gerade durch das “internationale” Bankensyndikat. Ein solcher “exogener monetärer Schock” hat natürlich durchaus realwirtschaftlichen Anpassungsdruck für die Schweiz zur Folge. Abba … was China kann, kann die Schweiz doch auch. Odda?

gh März 16, 2012 um 22:42

Nachtrag:
“Nur als Hinweis dieser Chart. Und die Buba will ich sehen, die das macht … .””

= > … hat die BuBa nicht – vor Jahrzehnten – vergleichbares mal mit “Karusellgeschäften” mit Swaps gemacht? Gegen die Dollar-Abwertung?

f.luebberding f.luebberding März 16, 2012 um 22:48

W-ING

Das war zu Zeiten von Bretton Woods? Kann jetzt nicht nachsehen.

Blogerkeule März 16, 2012 um 22:55
gh März 16, 2012 um 22:55

@Michael März 16, 2012 um 21:52
“@gh Auch Deutschland wird seine Schulden NIE bezahlen (können)… . Das ist eine Frage der Struktur auf der Zeitschiene. Mehr nicht. Aber eins darf nicht passieren. Das ist der Verlust des Vertrauens in die “Knappheit” des “Geldes”. Nämlich den “Wert” des “Geldes”. ”
—-

=> … ja! … exakt meine Meinung schon seit … Anfang an.

= > … Aber Frank, Hans, Stefan usw. … die glauben ja immer noch … dass eine ZB … “Kapital” … “einfach drucken kann” … :-(

Blogerkeule März 17, 2012 um 00:16

Verlust Vertrauen Knappheit/Wert des Geldes -
kriegen die Antibankster geregelt ;-)
13.05.2012 :
Sargnagel-Termin zur Beerdigung der STAMOKAP-Elite.

xefix März 17, 2012 um 01:44

@FL

„“Die Kommunen in NRW können sich ihre Kultureinrichtungen nicht mehr leisten, weil diese als “freiwillige Leistungen” gelten und Kommunen unter Haushaltssicherung entsprechend von den Bezirksregierungen zu Kürzungen gezwungen werden. Deshalb wird in NRW darüber diskutiert, daraus gesetzliche Leistungen zu machen. Das hätte aber die Konsequenz, den Kommunen die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen. Die können nur vom Land kommen. Das blockiert der Finanzminister, weil ihm alle etwas von “Überschuldung” erzählen. Das ist völlig unabhängig vom Parteibuch der jeweiligen Regierung. Insoweit ist der finanzpolitische Teil in dem FAZ Artikel etwas suboptimal …“

Kommunal- und Landespolitik aus erster Hand.
Das hast du gelebt!

Mach da mehr draus, Frank.
Die Zukunft gehört den Kommunen!

Analytischen Momentanismus kann Hans Hütt besser.
Er ist das dynamische Element in diesem blog.
Micro- und Teleskop immer im Tornister.
Vita- aber nicht berufsbedingt.

Unser Rhetoriker als solcher, ahnt um die Macht der Kommunikation
und dokumentiert das auch:

http://www.adatiaverlag.de/die-rede-der-macht

Die Volontäre, mal juvenil (eFlation) oder schon mit mit Kondom ausgestattet (Stephan),
lernen hier die ersten Schritte. Dazu gehört primär, auf die Nase zu fallen.

Aber es gibt Hoffnung:

Solange das Masturbatorium der Novizen in absoluter Nachbarschaft zum Labor
und Dieses gegenüber vom Chefzimmer liegt,

nixfürungut ;)

Grüße und Dank an Frau Lübberding-Mutter!

holger März 17, 2012 um 06:54

Post an W-ING von fl

—>>> Ich kann Dir aber sagen, was ich will: Europa als ein politisches Projekt zu retten, auch gegen die Wirrköpfe von links und rechts. Der entscheidende Baustein ist dafür das deutsch-französische Verhältnis. Ich betrachte es als Verrat an unserer historischen Verantwortung, daran zu rütteln. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht alle so sehen … .

Erstmal kann man nicht retten, was es noch nicht gibt. „politisches Projekt“. Auch wenn du es nicht zur Kenntnis nimmst, der Euro war nix anderes als Ermächtigungsgesetz, das im Vertrag zu Lissabong die Krönung erhalten hat. Du sprichst das DE-F Verhältnis an. Schön… Da frag doch mal die Franzmänner, wie die mal abgestimmt haben über Europa im Volk. Soll es ja da geben, dass das Volk abstimmen darf. Auch wenn wir Volldemokratten das net dürfen.

In DE arbeiten mittlerweile (danke der Hilfe der SOZIAL demokratten) ca. 25% für sieben Euronen und weniger die Stunde und das Brutto. Normalerweise müsste man jedes SPD Ortsbüro in die Luft jagen. Und Adecco Clement gleich mit. Da redest du von linken und rechten Wirrköpfen?

—>>>Ich betrachte es als Verrat an unserer historischen Verantwortung, daran zu rütteln.“

Wie meinen? Historische Verantwortung? UNSERER? Deine oder Meine oder die vom HG? Oder gar die, meiner Kinder? Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, in Europa irgendeinen Krieg losgetreten zu haben. Historische Verantwortung ich kann das Gebabbele darum nicht mehr hören. Aber rede du dir das nur fleißig ein. Irgendein Pöstchen und einen Orden gibt’s dann auch von irgendeinem Zentralrat.

Und kaum einer, würde heute daran denken, irgendwie sich wieder unbedingt einen auf die Nuss zu hauen. Das lohnt sich selbst in Europa nicht mehr. Deswegen muss man ja die Perser bedrohen. Ich persönlich habe nichts gegen Europa und auch nicht dagegen, das man mal friedlich miteinander auskommt. Aber nicht so ein Europa, wie es praktiziert werden soll. Das haben wenigstens die Norweger erkannt. Als sie vom Wikinger zum Menschen mutierten.

Luebberding… es empirisch und historisch nach zu lesen, was in Europa passiert, wenn Sozialisten das Sagen haben. Internationale und Nationale. Das bedeutet früher oder später Krieg.

DE BIP ca. 3.500 Mrd Euronen davon noch nicht mal 10% Bundeshaushalt ca. 310 Mrd. Euronen. ca.25% gehen Malochen für ca. 7 Euronen die Stunde. Weitere Millionen Rentner und H4 abhängige leben auf unterstem Level. ca. 2 Millionen Kinder leben unter der „Armutsgrenze“ Greise durchwühlen Mülleimer. Schulen vergammeln.

Und da redest du von EUROPA? Wenn die Sozial Spacken es noch nicht mal politisch zu Hause geregelt bekommen? Soll ich dir was sagen? EUROPA wäre gut beraten, dass die Sozial Spacken aus DE nicht das Ruder übernehmen. Da faselst Du von historischer Verantwortung? Am besten ist, wir bleiben mit dem Arsch zu Hause, und lassen die anderen in Ruhe.

Dieser Größenwahn muss doch auch mal ein Ende haben. Europa braucht alles, aber keine politischen Vollpfosten aus DE besonders die Sozialen Sozialisten nicht.

Nanuk März 17, 2012 um 07:28

Rankings sind der Penis des Konservativen… kommt immer nur heisse Luft raus.

holger März 17, 2012 um 09:06

Und da reden die Spacken von Sozial? Was ist denn in der Politik überhaupt „Sozial“ ? Ganz große Leistung. Applaus Applaus Applaus… Es gibt nichts schlimmeres, als die sozialistischen Vollpfosten aus der Agenda 2010. Den DGB kann man gleich mit Verbrennen in der neuen Heimat. Aber über Europa schwafeln. Das was die Spacken da oben veranstalten ist unverantwortlich. Das ist keine Politik, dass ist eine Saubande sondergleichen. Ich freue mich schon auf die „Wahlkampfhelfer“ 2013 oder dieses Jahr noch die von Haus zu Haus ziehen. Noch mehr, als auf die Zeugen Jehovas. Die „Wahlkampfhelfer“ werden nämlich mal merken, wenn der Knüppel auf dem Kreuz zerbrechen wird. Das ist nämlich nur Sachbeschädigung. Und nur zur Info. Der Chef von der Samtgemeinde kennt mich. Der weiß aus eigener Erfahrung, dass ich da keinen Spass mehr kenne.

Vielleicht sehen ja die Vollpfosten mal ein, was sie anrichten oder angerichtet haben. Ich halte jedenfalls nicht mein Maul. Es sind die aller letzten Hurenböcke unter der fetten Henne. Ich sehe das Umfassend. Weil diese Spacken nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe bekommen. Seit über 20 Jahren verfolge ich nun das. Und was macht man? Man raubt der Jugend die Perspektiven. Zum Studieren, muss man nebenbei noch als Hure arbeiten. Heil Sozialisten. Jemand der ne Ausbildung macht in einer H4 Familie, dem bleiben nur noch 100 Euronen Selbstbehalt. Heil Sozialisten. Heil Schröder.

Familien werden industriell zu Grunde gerichtet. Heil Ursula Heil allen. Und darüber sitzen die Fettsäcke wie der Bimbes Oggersheim und der unfi..bare Pferdearsch. In der Mitte sitzen Claudi und Cem in love. Daneben mein Freund der Oppermann und der Harzer Fettwanst Roller nebst den Affenartigen Peer der Karpfen und Steinblödheini. Nebenbei kann der Schmidt auch noch seinen Scheiss abrunzen. Warum verreckt der eigentlich nicht?

Hat hier überhaupt keiner mehr, irgendeinen Funken Anstand? Nein, kann man ja nicht… weil man ist ja nicht selbst betroffen.

Was ich mir wünsche? Dass das ganze Dingen richtig vor die Wand fährt. Das die Leute, die das zu verantworten haben, gehäutet und gepfählt werden. Öffentlich. Brauch mir auch keiner mit Moral zu kommen. Und dann werden wir unseren Kinder an den gepfählten vorbeiführen. Und ihnen sagen, siehste mien Jung, so endest Du, wenn du von Sozial sprichst und es nicht lebst.

3.500 Milliarden BIP und wir leisten uns Armut, Billionen werden jeden Tag von A zu B OTC HFT was weiß ich transferiert. Es ist für keinen Geld da. Gott ich danke dir, kein sozialistisches Arschloch zu sein. Denn diese Sozialen die ich kennen gelernt habe, sind absolute Hornochsen. Die nix in der Rübe haben. 310 Milliarden ist der Bundeshaushalt, und sie schwafeln von Gerechtigkeit. Sie schwafeln von einer Spitzensteuer. Da liegt aber nicht das Problem. Das Problem liegt in der Perspektive, die unseren Nachkommen geboten wird. 2 Millionen Kinder und viele andere leben an der Armutsgrenze. Und keiner kann ihnen die Perspektive bieten. Während der Bimbes immer fetter wird, und der Bundesbruder Pferdearsch unfi…barer.

Nix können sie, außer Orffinstrumente zu spielen. Bla bla bla den ganzen Tag von sich zu Leyern. Man müsste dies um ein zwei % und jenes um ein zwei % regulieren. Und da ich mir diese Scheisse nicht mehr geben kann. Soviel Alk gibt es gar nicht, habe ich echt fertig.

Macht ihr Saftsäcke was ihr wollt. Träumt von einem Europa oder sonst was. Träumt von einer Sozialistischen Revolution. Schwerter zu sonst was. Ihr habt noch nicht mal begriffen in welch prekärer Situation wir uns befinden. Aber Europa basteln. Selbst wenn der Herr Hirn vom Himmel regnen lassen würde. So lange könnt ihr gar nicht draußen stehen.

Ich habe fertig :-(

Joerg Buschbeck März 17, 2012 um 09:08

heute hätte Silvio Gesell 150. Geburtstag – er musste den großen Krieg nicht mehr erleben, den er schon 1918 vorhergesagt hat:

http://www.global-change-2009.com/blog/der-geld-sparer-ist-der-morder-europas-gesell-sah-wie-ich-den-kommenden-krieg/2012/03/

wowy März 17, 2012 um 10:40
wowy März 17, 2012 um 10:41
wowy März 17, 2012 um 10:42
Blogerkeule März 17, 2012 um 10:44

@ Nanuk

heisse Luft der Konservativen :

http://www.youtube.com/watch?v=sXUmRVEAQf4&feature=related

Facing the wind ;-)
what a feeling !

Horst Schmidt März 17, 2012 um 11:29

Wo liegt das Problem dieses nicht auch durch die deutsche Sozialdemokratie auf die Agenda zu setzen?

“SPD-Chef Gabriel: Präsidentenwahl in Frankreich ist auch für Europa wichtig

Der SPD-Vorsitzende Gabriel hat dem Präsidentschaftskandidaten der französischen Sozialisten, Hollande, erneut seine Unterstützung zugesagt. Die Wahl sei nicht nur für Frankreich wichtig, sagte Gabriel im Deutschlandfunk. Es gebe nun endlich eine sichtbare Alternative zu dem, was derzeit in Europa geschehe. Wirtschaftliche Entwicklung und sozialer Zusammenhalt müssten wieder zusammengehören, betonte Gabriel in Paris bei einer Konferenz der Sozialisten.”
http://www.dradio.de/nachrichten/201203171100/1

Wenn man diese Schwätzer hört, es würgt einem im Hals.

Sven März 17, 2012 um 12:00

“Hannemann geh du voran…” oder “Mir nach, ich folge…” – Mal abgesehen davon, dass Gabriel sich fragen sollte warum er für die französischen Sozialisten kein Lichtblick ist, könnte er nach einer Antwort suchen auf die Frage: Wer hat denn seine Spaltung von wirtschaftlicher Entwicklung und sozialem Zusammenhalt zugelassen oder durch H4 auch noch befördert?

Dipfele März 17, 2012 um 12:33

@FL

>Ich kann Dir aber sagen, was ich will: Europa als ein politisches Projekt zu retten, auch gegen die Wirrköpfe von links und rechts.

Und das geht nur – Merkel-Doktrin – mit dem Euro? Wieso eigentlich nur “politisches Projekt” und nicht soziales?
Von dem politischen Wirrkopf Pierre Bourdieu ist überliefert, der europäische Sozialstaat sei so unwahrscheinlich und kostbar wie Kant, Beethoven, Pascal und Mozart”. Muss der nicht gerettet werden?
Oder meinst Du eine Repolitisierung der Politik im Sinne seines “Aufrufs gegen die Politik der Entpolitisierung”?

HAM März 17, 2012 um 13:39

@Dipfele März 17, 2012 um 12:33
Von dem politischen Wirrkopf Pierre Bourdieu ist überliefert, der europäische Sozialstaat sei so unwahrscheinlich und kostbar wie Kant, Beethoven, Pascal und Mozart”. Muss der nicht gerettet werden?

Auch wenn ich einige Werke Bourdieus schätze, so ist es keineswegs falsch, ihn als „politischen Wirrkopf“ zu bezeichnen.

Das Projekt eines EUROPÄISCHEN Sozialstaats gab es NIE, sondern der Sozialstaat war immer ein NATIONALER Sozialstaat.

Warum haben die Sozen 1914 die Kriegskredite bewilligt?

Wollten die Nazis – diese NATIONALEN SOZIALISTEN – einen „europäischen Sozialstaat“ schaffen?

Nope, nur politische Wirrköpfe aus dem Lager der Sozen träumen und schwätzen von einem europäischen Sozialstaat auf kapitalistischer Basis.

HAM März 17, 2012 um 14:11

Wer Marktwirtschaft = Kapitalismus will, muss auch akzeptieren, dass die „Ware Arbeitskraft“ marktwirtschaftlichen Bedingungen unterworfen wird.

Logischerweise nivellieren sich in einem offenen Wirtschaftsraum wie der neoliberalen EU bei einem Überangebot der Ware Arbeitskraft die Löhne nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage nach UNTEN.

Das sozialdemokratische Konzept von Europa war nie ein sozialistisches.
Sondern seit 1914 geht es der Sozialdemokratie IM GEGENTEIL IMMER darum, eine sozialistische Entwicklung in Europa zu verhindern.

So hat auch nach Ende des portugiesischen Faschismus 1974 die SPD unter Führung von Willy Brandt alles getan, um eine sozialistische Entwicklung in Portugal zu verhindern.

HAM März 17, 2012 um 14:21

In Deutschland wurde der SOZIALSTAAT durch den Anti-Demokraten BISMARCK eingeführt und durch den Sozialdemokraten SCHRÖDER abgebaut.

keiner März 17, 2012 um 16:59

An dieser Stelle is mal wieder Zeit für ihn hier:

http://www.youtube.com/watch?v=8vFL0QWxugI

Lina März 17, 2012 um 20:52

Ah…..haben die Oligarchen wieder die Propagandamaschinerie angeworfen? LOL!

Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
Ob die auch irgendwelche Rassentheorien rauskramen? Könnten wir demnächst in den Springermedien solche Sätze lesen wie:

“Der kölsche Klüngel und der Düsseldorfer Filz kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: die Bevölkerung ist von den Römern geprägt worden……” bla bla bla….

Ich bin äußerst amüsiert.

HAM März 17, 2012 um 20:53

Von dem Anti-Demokraten BISMARCK stammt das erste Sozialistengesetz von 1878, welches „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ genannt wurde.

Das „Sozialistengesetz“ von 1972 hat der Sozialdemokrat BRANDT zu verantworten, es wurde als „Radikalenerlass“ oder „Extremistenbeschluss“ bezeichnet.

So wenig wie die die Bestrebungen der Sozialdemokratie im Jahre 1878 „gemeingefährlich“ waren, so wenig dienten die Berufsverbote von 1972 dem Schutz der „freiheitlichendemokratischen Grundordnung“ im Sinne des Grundgesetzes.

holger März 17, 2012 um 20:58

@HAM März 17, 2012 um 20:53
Von dem Anti-Demokraten BISMARCK stammt das erste Sozialistengesetz von 1878, welches „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ genannt wurde.”

Der einzige 33° der das gerafft hat.

Lina März 17, 2012 um 21:11

@ Frank

Wenn Du schon dabei bist OECD Daten zu zitieren, wäre es schön, auch die Vergleichsdaten zur

a) Steuerquote gemessen am BIP
b) Abgabenquote gemessen am BIP

veröffentlichst. Und zwar angefangen mit daten VOR 2008 bis 2010. Vergiss nicht, die skandinavischen Staaten als Referenz zu nehmen und dann Griechenland, Deutschland und Amerika gegenüberzustellen.

Sekundärdaten findest Du übrigens beim Schäuble….. :)

Lina März 17, 2012 um 21:13

@ HAM

Die Sozialsysteme in Deutschland hatten sich die Zünfte und Gilden aufgebaut. Und dann kam Bismarck.

„Mein Gedanke war, die arbeitenden Klassen zu gewinnen, oder soll ich sagen zu bestechen, den Staat als soziale Einrichtung anzusehen, die ihretwegen besteht und für ihr Wohl sorgen möchte“

– Otto von Bismarck: Gesammelte Werke (Friedrichsruher Ausgabe) 1924/1935, Band 9, S.195/196

Damit sollte einerseits sozialen Unruhen und dem Sozialismus begegnet werden, andererseits sollte bereits bestehenden, freiwilligen Sozialversicherungen der Gewerkschaften und der kirchlichen Arbeiterverbände die wirtschaftliche Grundlage entzogen werden.”

http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialversicherung

f.luebberding f.luebberding März 17, 2012 um 21:17

Lina

Ich habe von OECD Staaten gesprochen, nicht von deren Daten … . Den Hinweis auf das Bundesfinanzministerium werde ich das Handelsblatt weiterleiten … .

Lina März 17, 2012 um 21:19

:o) @Frank

holger März 17, 2012 um 21:22

Ne holger

Albert Pike (oggersheimer in perfetto) hat das auch gesehen. Wie der auch? Ja, der Albert Pike (KKK). auch 33°. Und da war noch der Clown Harry Dexter White. Nöööö Ohhhhh. Der Harry Dexter White? Is ja nicht möglich. Boahhh ey. Hat der Amschel etwa auch? Nööö… nieeeeeemals. Boahhhh ey. War da was 1881… 1776 1789 nö nieeeemals. Alles VT. Rosenkreuzer? Ach Quatsch. Gabs nicht. Alles VT Boahhhhh eyyyy. Was du nicht alles weisst? Goethe und Steiner und Haeckel auch noch? Boaahhhh ey…. Blavatski Helena? Uhhhhhhhhh… Arrrrghhhhhhh. Jakob Lorber? Uhhhhh… Deschner… Jesuiten.. Framer Fraternitatis. oder so. Egal. Gabs nicht. Monita Secreta auch nicht. Allles nicht da. Reichskonkordat auch nicht. Boahhhh eyyyy. War niemals vorhanden. VT. Habe ich was vergessen? Ahhh klar, da waren ja noch Marx mit seinem Engel und ein paar die genug Blut im Genital hatten. GWG Boygroup. Ah,,, fehlt ja noch der Stricher beim G Punkt.

Aber was solls. Gold und Silber scheffeln bis zum umfallen. Heil Sozialist.

Wat. März 17, 2012 um 21:22

@HAM @Lina

… und da müßten wir (wieder) hin, zur Selbstverwaltung der Sozialkassen. Nicht daß es uns darum unbedingt gleich besser ginge, aber wir entschieden, ob wir was versicherungsfremdes bezahlen… eher wohl nicht… und einfach 2 Milliarden aus der Kassen stehlen, könnte uns dann auch niemand.

keiner März 17, 2012 um 21:35

@Wat

Keine Kinderjahre für Frauen in der Retnenversicherung mehr? Keine kostenlose Mitverischerung von Kindern? ***glotz***

holger März 17, 2012 um 21:36

Jeder sabbelt von Keynes. Und vor wem musste Keynes seine Beine Strecken (Bretton Woods)? Vor Harry Dexter White. Kennt den einer ? Kennt den einer von den Ökognomen? Vermutlich nicht. Aber der war das!

holger März 17, 2012 um 21:46
Lina März 17, 2012 um 21:49

@ Wat.

Die Sozialkassen verwalten sich selbst.
Sie haben nur keine Lobby. Und somit auch keine Presse.

Lina März 17, 2012 um 21:50

@ Holger

Beruhige Dich.

Wat. März 17, 2012 um 21:53

@keiner

“Keine Kinderjahre für Frauen in der Retnenversicherung mehr? Keine kostenlose Mitverischerung von Kindern?”

Gern, aber dann, wenn das die Versicherten selbst so entscheiden. Es macht für mich immer noch einen gewaltigen Unterschied, ob mir das so vorgegeben wird oder ob das ein solidarischer Beschluß der Versicherten ist.

Außerdem… wenn Staat meint, wir lösen ‘seine’ Probleme – nö – eine selbstverwaltete Sozialkasse löst die Probleme ihrer Versicherten durch ihre Versicherten. Und eines davon ist sicherlich, daß Kinder von Versicherten mitversichert sind.

Kinderjahre, einfach so? Öhm, wie bitte. Wenn sich der Staat einschleimen will, dann soll er mal machen.

Wenn sich dagegen die Versicherten in der Sozialkasse entschließen, den Versicherten Frauen für die Anzahl der geborenen Kinder was extra zu geben, seis drum, es ist ihre Entscheidung und allein deshalb ok.

Rente ist doch Absicherung fürs Alter. Und ausgezahlt kann immer nur werden, was in der jeweiligen Periode gerade erwirtschaftet wird… (was das mit den irgendwann mal geborenen Kindern zu tun hat, erschließt sich mir rein wirtschaftlich nicht, fragt doch niemand danach, ob die Kinder noch leben, ob sie selbst in dieser Kasse Versicherte sind, usw.)

Wat. März 17, 2012 um 21:59

@Linus, die Sozialkassen verwalten sich eben nicht selbst. Ok, besser ausdrückt: Selbstverwaltung der Sozialkassen durch die Versicherten.

Versicherte wohlgemerkt, nicht ‘Einzahler’. Wat sitzen da Arbeit’geber’vertreter drin, weil sie etwa einzahlen? Dann muß da auch die Sparkasse drin sitzen, die leitet die Zahlungen auch nur weiter. Die Gesetzliche Pflichtversicherung ist Lohnbestandteil. Sie gehört dem Arbeit’nehmer’.

Wat. März 17, 2012 um 22:00

Sorry Lina… ging natürlich an Dich ;-)

Lina März 17, 2012 um 22:06

nun, Wat……

“Wat sitzen da Arbeit’geber’vertreter drin, weil sie etwa einzahlen?”
Das sind die ersten Gedanken eines Philosophen……um nicht sagen zu müssen “eines Sklaven auf dem Weg zum Freien”
:D

Lina März 17, 2012 um 22:09

Aber kommen wir lieber zurück zum Thema, das Frank auf den Näglen brennt:

NRW und die “freie Presse” dazu.

Lina März 17, 2012 um 22:09

NÄGELN

shit, dass man nicht nachträglich korrigieren kann

Wat. März 17, 2012 um 22:10

@Lina: Irgendwann hab ich mal rausgekriegt, daß Emanzipation was anderes ist, als mir bisher ‘vorgeführt’ wurde :lol:

Lina März 17, 2012 um 22:11

@ Wat

ach, ja? LOL!

Wat. März 17, 2012 um 22:12

… und freie Presse ohne Aufführungszeichen gäbe es nicht nur in NRW nur mit dieser.

Btw. Pffffffffft, hoffe die Kurve aus dem Mäandertal klappt.

holger März 17, 2012 um 22:16

@Lina März 17, 2012 um 21:50
@ Holger

Beruhige Dich.”

Ich beruhige mich überhaupt nicht mehr. Warum denn? Nur weil die Affen es nicht raffen? Ein Luebberding lieber Frühkritik an des Nachbars Unterhose abhält anstatt… aber egal… vielleicht weiß der auch nicht mehr weiter.. Ich beruhige mich gar nicht. Harry Dexter White hat Bretton Woods gemacht und den Morgenthau Plan. Und jeder Spast sabbelt über Keynes. Oder den andern Ochsen aus Ösi Land. Hayek nennt der sich oder so. Keiner redet über Harry Dexter White. Der hat aber Bretton Woods gemacht. Und durchgesetzt. Soll ich mir jetzt noch den Finger in den Arsch stecken, zweimal atmen, und sagen, das war ja gar nicht so? So langsam aber sicher habe ich die Schnauze voll.

Lina März 17, 2012 um 22:52

LOL @ Holger

Kennst Du eigentlich den Vater von Henry Morgenthau? Das war Henry Morgenthau? Und der war der amrikanische Botschafter in Konstantinopel kurz vor und während des ersten Weltkrieges. Darüber hat er ein Buch geschrieben: “Ambassador Morgenthau’s Story” Sehr interessant und aufschlusschreich.

Aber trotz alldem fällt mir dazu nur ein Spruch von Schiller ein:

“Die ganze Weltgeschichte ist ein ewig wiederholter Kampf der Herrschsucht und Freiheit.”

Lina März 17, 2012 um 22:53

Henry Morgenthau sen.

Ich schalte jetzt die Kiste ab.

Gute Nacht.

flummi März 17, 2012 um 23:46

So und wenn wir schon dabei sind, dann schäme ich mich mal wieder überhaupt nicht, auch hier meinen ganz persönlichen Bericht einer schwerst geschädigten von Amtswegen schikanierten insolventen Ex-Kleinunternehmerin und Noch-Mutter reinzustellen

http://gruenegummizelle.blogspot.de/2012/03/pillentagebuch-3-und-erstmal-ende.html

es ist nämlich so, wer glaubt hier ginge es nur um mich, der täuscht sich.

~ Halbgott ~ März 17, 2012 um 23:46

@Frank

Nochmal wegen Karussell-Geschäft der BuBa mit SWAPS:

http://www.zeit.de/1969/20/der-billigste-dollar-den-es-je-gab/komplettansicht

= > … hat dem ComBa-Blessing (500.000) sein Alter gemacht und – oh Wunder – hat net gefunzt :-)

= > … abba again:

Warum soll der Schweizer nicht können, wat der Kineser kann ??

( ich bin jetzt Franken short)

flummi März 17, 2012 um 23:47

@ Holger
Hartz IV ist eine menschenverachtende Vernichtungsmaschinerie, ein Unterdrückungsapparat und Freiheitsberaubung, Hartz IV beschneidet Grundrechte und jegliche Entfaltungsmöglichkeiten seiner Opfer. Und die so gepriesene “Eigenverantwortung” welches dieses bürokratisches Monster sich auf seine Fahnen schreibt wird defacto sabotiert und nicht gefördert, die freie Berufswahl wurde abgeschafft und Zwang, Kontrolle, Erpressung und Schikane stehen jedem ins Haus, der es wagt, seine Souverenität nicht an dem ihm zugewiesenen “Fallmanager” abzutreten und von ihm ad acta legen zu lassen.

~ Halbgott ~ März 18, 2012 um 00:40

@Lina
“Vergiss nicht, die skandinavischen Staaten als Referenz zu nehmen und dann Griechenland, Deutschland und Amerika gegenüberzustellen.”
———-

-> Vergiss es, die skandinavischen Staaten als Referenz zu nehmen!

-> … Norwegen hat Öl.Und ist ein souveräner Staat, der nicht vom Ausland oder vom Ausland geführten Hochverrätern im Inland dazu gezwungen wird, “Verantwortung für Europa” zu übernehmen. Schweden und Dänemark genauso. Bei Dänemark muss man auch an die vorbildlichen Einwanderungsgesetze erinnern – das spart massig Geld und Lebensqualität für’s eigne Volk ( abba ist jetzt perdu, weil die Soz’n die Macht ergriffen haben und Dänemark binnen 5-Jahresplan vernichten werden). Die Finnen waren so naiv-doof beim Euro freiwillig mit zu machen …

topi März 18, 2012 um 01:00

Na wat, da lese ich aber einen Kinderlosen-Reflex raus; tröste dich, von dem sind viele befallen. ;-)

Aber deine Argumentation ist unsinnig; offensichtlich wird gar nichts produziert, wenn gar keiner irgendwann mal Kinder gekriegt hat.

Wenn du auf diesem Gleis fahren willst, dann musst du silche Figuren einführen wie: Kinder kriegt man ja nicht, damit die in die SOzialkassen einzahlen, sondern zur Selbstverwirklichung.

Das hat dann zwar nichts mit dem Thema zu tun, ist aber zumindest stringent.

topi März 18, 2012 um 01:01

Soviel mein Dreifacher-Vater-Reflex. :roll:

topi März 18, 2012 um 01:17

Aber diese Slebstverwaltung, meine Liebe, muss generell mal durchdacht werden.

Wie funktionierte denn eine Zunft oder Gilde?

Rein kam nur, oder gar drinnen war nur, wer ungefähr die gleiche Wahrscheinlichkeit für die EInkommenserzielung hatte. Und die haben sich dann untereinander gegen verschiedene Lebensrisiken abgesichert. Sehr vernünftig.

Aber was ist denn mit Nichtmitgliedern, also “Versicherungsfremden”?

Die sitzen im Armenhaus, oder unter der Brücke.
Oder gründen ihre Ein-Euro-Jobber-Gilde; was für ein Fortschritt.

Soziale Sicherung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb ist die Lösung ja auch so simpel, wie auch in Praxis bewährt: echte Bürgerversicherung, über alle Einkommensarten, un dalle Einkommenshöhen.

So wie im sozialistischen Musterländchen, der Schweiz.

In der Diskussion wird immer die Zahl der Einzahler als kritische Größe genannt, an der das System krankt.
Bullshit; es geht um den Anteil der Einkommen am BSP, die die Sozialkassen tragen.

topi März 18, 2012 um 01:21

@ Holger

Harry Dexter White.

Und nun, gehts dir besser? ;-)

altautonomer März 18, 2012 um 09:30

flummi: Die Allparteienkoalition (außer PDL) der notorischen Zwangssparer im NRW-Landtag hat sich doch erst vor kurzem ganz Hartz-4-solidarisch die Diäten in Gestalt eines Versorgungszuschusses in Höhe von 500,–Euronen trotz massiver Proteste aus der Bevölkerung gegönnt.

Diese wirklich notleidenden und erbarmungswürdigen “Geringverdiener” bekommen nun monatlich 10.700 Euro.

Marktgerechter Demokrat März 18, 2012 um 09:41

Zitat f.luebberding (März 16, 2012 um 21:35)

“Ein Austritt im Jahr 2010 wäre politisch schlicht nicht zu kontrollieren gewesen. Das ist heute anders.”

Stimmt. Heute geht es den meisten Griechen so dreckig, dass sie sich den Austritt als das kleinere Übel selber wünschen.

Sauber.

Aber wichtiger: Ersetzen wir das Wort “politisch” durch “ökonomisch” – was in Zeiten der marktgerechten Demokratie ebenso zulässig wie geboten ist – dann wurde inzwischen mittels billionenschwerer Schirme und Zentralbank-Geschenke Vorsorge getroffen, die Banken zu stützen, die bei einem Austritt 2010 wahrscheinlich gekippt wären.

Gut gemacht. Der Dax wieder über 7000. Weiter so.

flummi März 18, 2012 um 09:47

@altautonomer

zur Linken in NRW hab ich hier noch einen leselink

Ein richtiger Schritt

16. März 2012 | Lutz Brangsch

Das Abstimmungsverhalten der Fraktion der LINKEn im Landtag von NRW wird kontrovers diskutiert. Die Financial Times Deutschland zeigt die Partei neben der FDP in der Pose eines Selbstmörders. Man spricht von Dämlichkeit und Sektiererei. Politik wird in dieser Sichtweise auf Rechenkunststücke und parlamentarische Präsenz reduziert. Das Haushaltspolitik auch Politik ist, geht dabei irgendwie verloren. Die Position der LINKEn-Fraktion zum Landeshaushalt resultierte nicht aus Prinzipienreiterei sondern aus der Herausforderung einer politischen Weichenstellung. Es ging ihr um eines der Kernanliegen linker Politik – um ein wenig mehr Gerechtigkeit. Es ging nicht um eine Umwälzung des Haushaltes, sondern um eine veränderte Prioritätensetzung. Damit war die Entscheidung, dem Haushalt nicht zuzustimmen, richtig. Und es ist auch den Fraktionsmitgliedern hoch anzurechnen, dass sie sich in diesem Falle nicht von Umfragewerten haben beeinflussen lassen – und auch nicht vom drohenden Verlust ihrer Diäten.”

http://ifg.rosalux.de/2012/03/16/ein-richtiger-schritt/#more-5283

ps. konnte bislang nicht auf deine comments bei mir reagieren habe ich aber jetzt getan. thx.

Natalius März 18, 2012 um 10:28

Moin,
bin neu hier. Ist das’n loser-blog spezialisiert auf Tourette? Oder ne Jammerano-Heulwut-Therapiepage? Oder ne Vorhölle für Demokratie-Gläublinge? Oder feiern wir hier ne party unter dem Motto “Elend totaal”? Oder sitzen wir in einem Brechter-Göthel-Stück “Da vorne die Pöhsen mitter Kohle, Untertitel: Wer H4 haben will, (d)er kriecht es auch”? Wo mitten inner performänce Körbe mit Gammeltomaten durch die Reihe gehen, die dann als am Ende – sozusagen als Kollektivtherapie – auf die Politikschauspieler geworfen werden (türfen)? Oder ist das hier ne reality live TV documentary “Intellektuelle in D-Land: Die Revolution der Neidbraven”?

Was is hier los?

Horst Schmidt März 18, 2012 um 10:47

@ flummi

Diese Rechtfertigung ist doch totaler Blödsinn, weil die FDP doch genauso argumentiert, nur ging es ihr angeblich den “mangelnden Sparwillen”, “gegen griechische Verhältnisse” in NRW.

Da scheint mir die Analyse in der heutigen “FAS” schlüssiger, dass die Grünen die Chance genutzt haben, sich der Konkurrenz der FDP zu entledigen.

holger März 18, 2012 um 11:04

@topi März 18, 2012 um 01:21
@ Holger

Harry Dexter White.

Und nun, gehts dir besser?”

Mir gings noch nie so gut, bis auf die geprellte Rippe. :D Aua aua. Bretton Woods, war der Stein, um den USD zu etablieren worldwide. Und das war HDW. Der Lügenbold hat es sogar geschafft, den mit Gold zu decken. Was er sich geklaut hatte, der russische Spy. Und wenn ich den Lächerler Keynes daneben sehe, könnte ich kotzen. Naja, egal. die Franzmänner haben das erkannt, und im Vietnam Krieg ne Schaluppe nach NYC segeln lassen, um das Franzmänner Gold zu holen. War das nicht so? Wenn nicht, stecke ich mir die Finger wieder in den Anus. Weil es war ja nicht so. Alles VT. Lunatisch bedingte Reaktion. Das heißt, die Franzmänner sind durchaus in der Lage ihre Forderungen gegenüber den USA und AIPAC durch zu setzen. Warum? Weil die Franzmänner schon Algerien gerne eingesetzt haben. Der Franzose ist ein verkapter Muselmane. Check it out! Isnt it? Dh der Franzmann ist historisch gesehen, ein ausgewichster Hund. Schon in den Kreuzzügen. Warum hatte es denn Napoelon zu den Russkis gezogen? Und den anderen Spastiker national sozialistischer Zunft? Und nun kömmt ein HDW ins Spiel. Gesteuert vom Russia Empire. Und bestimmt die Geschicke in Europa. Über Bretton Woods. Keynes muss doch nur noch… vielleicht auch nicht… gedacht haben, wo bin ich eigentlich gelandet. Dann die andere sozialistische Sau Hayek (ähh liberal). Schööööööler von wem? Von Mises. Soll ich mir schon wieder den Finger in den Anus führen?

29. September 1881 da hat der Knirps das Licht der Welt erblickt 1881 und 18 Jahre später Hayek der Haderlump. 1899

1892 HDW 13 Jahre später als Mises. Und wenn ich die Lebensläufe so mir anschaue, frag ich mich, woher hatten die das Geld um Reisen zu können? Wie kann man sich ne Existens von heut auf Morgen woanders aufbauen? Können die einfach so Sprachen? Dann gibt es noch andere Vögel, die einfach ihren Namen wechseln können, so wie es gerade passt. Esperanto? Sprechen die Esperanto?

altautonomer März 18, 2012 um 11:35

natalius: Gehen Sie direkt zurück zur FDP, gehen Sie nicht über Los und ziehen Sie keine 4.000 Euro ein.

Blogerkeule März 18, 2012 um 12:28

@ natalius

“was ist hier los?”

janz eeenfach : Bundesversammlung anschauen und erkennen wie die vermeintlich demokratische Elite im eigenen Sumpf verrottet.

wo ist fs – wurde noch nicht im Bild eingefangen.

proletarische Demokraten Europas wählt diese verlogene scheinheilige Brut der selbstverlorenen Lügner ab in die Bedeutungslosigkeit.

das ist hier los!

Wat März 18, 2012 um 12:49

@topi

“Na wat, da lese ich aber einen Kinderlosen-Reflex raus; tröste dich, von dem sind viele befallen.”

Ja, das mußte jetzt kommen, warum fällt so vielen Menschen immer gleich so was ein wie: Hast keine Kinder, also halt die Klappe.
Wenn ich heute in eine Rentenkasse einzahle, dann für Eure Eltern, denn meine Eltern, Großeltern und alle anderen, die aus meiner Familie da heute Nutznießer sein könnten, sind nämlich lange auf einsachtzig.

“Aber deine Argumentation ist unsinnig; offensichtlich wird gar nichts produziert, wenn gar keiner irgendwann mal Kinder gekriegt hat.”

Sie wäre es, wenn ich für “Gesellschaft” gesprochen hätte.
Es ging aber nicht um die ganze Gesellschaft, es ging um die Sozialkasse “Rentenversicherung”.

Du hast also zwei Möglichkeiten: Du siehst die ganze Gesellschaft, dann kannst Du mit Deiner Bürgerversicherung kommen, warum die unbedingt vom (anonymen) Staat verwaltet werden muß, entzieht sich aber auch hier meiner Einsicht, könnten ja auch dann die einzahlenden Bürger selbst verwalten.
Oder Du siehst eine Kasse, dann sollten die dort Versicherten selbst entscheiden, zu dem, zu was sie sich dort versichert haben:
Der Absicherung in Alter.

Natalius März 18, 2012 um 13:36

“Der Absicherung in Alter.”

Mal im Ernst, FDP – F..ck Die Polit..k – hat’s doch wenigstens begriffen: Diese Diskussion ist doch völlig überflüssig. Rrrraus mit den Alten (sagen wir mal ab fuffzig) – rrrrein die gaaaanz Jungen. Von wegen Rente. Viiiiiel zu kostspielig für die jungen Leistungsträger. Rrrrrr…Ende statt Rente. Alten-Apoptose. Nützen doch eh nix mehr – kosten doch nur. Natürlich kein Zwang – wer unbedingt noch leben will, der kriegt H4-Niveau und ne monatliche Busreise dazu – aber dann ist der Freitod eben nicht mehr frei. Beides geht nicht. Erst auf Kosten unserer Leistungsträger leben, und dann auch noch die eigenen Beerdigungskosten erstattet bekommen, wo kommen wir denn da hin?

Wat März 18, 2012 um 16:29

@Natalius: “wo kommen wir denn da hin?” Vielleicht zu einer anderes gestalteten Gesellschaft, wenn wir diesen Irrsinn hier mal als Irrsinn verstehen – wir sind nämlich mehr, als die, die unsere Leistung tragen…

Blogerkeule März 18, 2012 um 16:50

Wenn doch nocheinmal 1972 wäre :

http://www.youtube.com/watch?v=s1mfiD9TW7E&feature=related

vielleicht würde einiges ander geworden sein

Natalius März 18, 2012 um 18:19

Wat’n Sonntag!
Erst wird einem klar, warum man als Blog-Zocker (=Propanolol-User) beim Millisekunden-Anblick einer Burka-Dame weder spontan mit dem Schwanz wedeln noch spontan sarrazinieren kann, dann wird ein Ostgoten-Kaiser gekrönt, der allen Frei-Heiden aus dem goldenen Westen den Wert des Echtlederhuts ein-missionieren wird und zuguterletzt schliesst man, daß das Parteivolk der Grünen per Beloc-Zoc auf die geplante Liebesheirat per Urwahl vorbereitet werden muss….

Natalius März 18, 2012 um 18:27

PS: Dann landet’s auch noch im falschen Thread.

Blogerkeule März 18, 2012 um 19:00

18. März – immer für eine Überraschung gut.

topi März 19, 2012 um 00:14

@ wat

“Ja, das mußte jetzt kommen, warum fällt so vielen Menschen immer gleich so was ein wie: Hast keine Kinder, also halt die Klappe.”

Liebe wat, lies noch mal nach.

” Wenn ich heute in eine Rentenkasse einzahle, dann für Eure Eltern, denn meine Eltern, Großeltern und alle anderen, die aus meiner Familie da heute Nutznießer sein könnten, sind nämlich lange auf einsachtzig.”

Womit du ein untypischer “Fall” bist.
Ein Drittel kinderlose Akademikerinnen (und entsprechende Männer) sind nicht Einzelfälle, sondern haben einen großen Einfluß.

Je kleiner deine “Zunft” ist, in der du dich zusammenschließt, um so eher kommt es auf ein direktes Dreigenerationenmodell heraus.

Und je weniger Kinder nachkommen, desto ärmer im Alter (außer bei der Finanzer-Gilde; solange den Schuldzetteln noch geglaubt wird).

“Du hast also zwei Möglichkeiten: Du siehst die ganze Gesellschaft, dann kannst Du mit Deiner Bürgerversicherung kommen, warum die unbedingt vom (anonymen) Staat verwaltet werden muß, entzieht sich aber auch hier meiner Einsicht, könnten ja auch dann die einzahlenden Bürger selbst verwalten.”

Verwalten von mir aus, ordentliche Kontrolle, bürgernah, ließe sich auch machen.
Aber: du brauchst den Staat, um den Zugriff auf die Einkommen zu haben. In der Schweiz zahlt der Villenbesitzer einen errechneten Betrag für seinen Quasi-Mieteinnahmen in die Rentenkasse, las ich kürzlich (etwas überrascht). Wer soll das regeln?

” Oder Du siehst eine Kasse, dann sollten die dort Versicherten selbst entscheiden, zu dem, zu was sie sich dort versichert haben:
Der Absicherung in Alter.”

Ohne Kinder?
Mit Finanzanlagen in Vietnam?

Aber der Punkt ist gar nicht entscheidend, sondern: was ist mit den NICHTVERSICHERTEN???

Rausschmeißen verischerungsfremder Leistungen heißt rausschmeißen von Menschen.

Wat. März 19, 2012 um 00:29

@topi

Das wegen Kinder, Nicht-Kinder und noch lebende oder nicht lebende Ältere der eigenen Familie sollte nichts weiter heißen als: Aufrechnen bringt hier gar nichts.

Du scheinst hier einen Knoten in der Argumentation nach wie vor zu haben.
Selbstverständlich sollte es in einer Gesellschaft um alle gehen, kann eine Gesellschaft nur ‘verteilen’ was erarbeitet wurde, bedarf es für die Sicherung von Gesellschaft Kinder.

Die Gesellschaft/der Staat übernimmt das hier aber die Absicherung seiner Gesellschaftsmitglieder/Bürger nicht, er hat diese Aufgabe an die Sozialkassen ‘delegiert’ und auch erst (siehe Bismarck), als diese sich nicht nur in den Zünften, auch von ganz ‘normalen’ Arbeitern im 19. Jh. bereits schon gebildet hatten bzw. anfingen sich selbst zu bilden.

Eine Rentenversichertenkassen ist eine Kasse eben dieser Versicherten, da hat Staat nullkommagarnix mit seinen Aufgaben drin zu suchen.

Wenn er (berechtigt) meint, dieses oder jenes solle getan werden – bitte – niemand hindert ihn. Aber hier gibt er diese Aufgabe, die er für die Gemeinschaft richtig findet an eine Versichertengemeinschaft von dort Versicherten weiter.

“Rausschmeißen verischerungsfremder Leistungen heißt rausschmeißen von Menschen.”

Ja, weil es sich Staat mal so einfach macht, die Absicherung nicht als er zu übernehmen. Wozu brauchts den dann eigentlich^^

topi März 19, 2012 um 00:33

Natürlich sind die “Demografie!!!” – Schreier oft verdummend, oder Idioten, oder beides.

Aber die Antworten: pah, Demografie, wir haben doch tf und Produktivitätsfortschritt, sind genau so dümmlich.

Die Grundaussage des “Demografie-Problems”, dass das Verhältnis Einzahler/Rentenempfänger (in der Pflegekasse ist es das gleiche, in der KK gibt es Parallelen) entscheidend ist, ist ERSTMAL nicht falsch.

Wenn der Durchschnittsrentenempfänger nur 50% vom Durchschnittseinzahler kriegen soll, muss bei einem Verhältnis 4:1 jeder 12,5% abgeben, bei 1:2 schon 25%, bei 1:1 sinds 50%.

Irgendwann offenbar untragbar.

Der Verweis auf Produktivitätsfortschritte etc. ist prinzipiell richtig.

Aber dafür müsste entweder die Masse der Einkommen im Bereich des beitragspflichtigen Einkommen erzielt werden, oder es MUSS ZWINGEND das Rentensystem verändert werden.

Nun ist es nicht falsch, sich für besser bezahlte “Normalarbeitsplätze” statt Minijobs und Armutslöhne einzusetzen; solange die oberen EInkommen aus abhängiger Beschäftigung (Manager, Boni etc.) und nochmehr die anderen EInkommensarten stark zunehmen, wird man damit aber die Rentenkasse nicht retten.

Wer “Demografie!!!”- Geschreie entschärfen will, muss auch konsequent sein, Bürgerversicherung; sonst ist er auf der gleichen Ebene wie der Schreier selber.

Wat. März 19, 2012 um 00:37

@topi: Du hast jetzt hoffentlich nicht mich gemeint. Mit einer Bürgerversicherung käme diese repräsentative Demokratie ihrer Aufgabe als ‘Staat für alle zu sorgen’ wohl am nächsten, ich habe also alles andere als was dagegen, daß sich auch alle beteiligen.
Gibt sicher noch besseres, aber unter den gegebenen Umständen wäre das schon mal ganz ordentlich.

topi März 19, 2012 um 00:37

@ wat

Den Knoten hast du, meine Liebe.

Denk an die Zunft der Ein-Euro-Jobber, und du kannst ihn vielleicht erkennen.

Es geht um Verteilung der Wertschöpfung; je kleiner du deine Grüppchen siehst, um so erbärmlicher wird es für die unteren.

Das ist ja genau das jetzige System, vollständiges Äquivalenzprinzip (die vf Leistungen sind roundabound durch Steuern ausgeglichen).

topi März 19, 2012 um 00:39

Eh, antworte mal nicht so schnell. ;-)

Wat. März 19, 2012 um 00:41

@topi: laß mich doch mal schnell sein, ein bisken weiß ich doch, wo Dir das Herz blutet ;-)

neuling März 19, 2012 um 01:31

@topi
” In der Schweiz zahlt der Villenbesitzer einen errechneten Betrag für seinen Quasi-Mieteinnahmen in die Rentenkasse, las ich kürzlich (etwas überrascht).”

Wir haben einen Anlage Notstand !!!!!!!!

Auch die Privilegierten wollen Teilhabe (nach @morph und mir)!

Gibt es was befriedigenderes, als für den Überfluss in die Sozialkassen einzuzahlen und dazu zu gehören?

Wo siehst Du ein Problem, außer dem dämlichen Vorurteil, dass der “Reiche” zu förderst geizig wäre?

Gebt “jedem” eine Chance mitzumachen!

topi März 19, 2012 um 07:29

@ neuling

Aha.
War letztens ein Artikel in der Zeit, in dem die Journalisten die Reaktionen von 200 “Reichen” berichteten auf die Frage, ob sie sich denn mehr beteiligen wollen.

Das las sich jetzt ein wenig anders. :roll:

ABer natürlich hast du recht: es ist befriedigend.

Und wenn sie das nicht selbst erkennen, dann macht man eben ein Gesetz, quasi im noch unentdeckten Interesse der “Reichen”.

Sag ich doch.

Jens März 19, 2012 um 15:21

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/der-unbequeme-praesident-gauck-schlaegt-erste-pfloecke-ein/6345604.html
Die Solidarität dürfe nicht nur richtungsmäßig und geografisch verortet werden. „Sondern da wo wirklich eklatante Notstände sind, da muss etwas passieren“, sagte der parteilose Theologe. Bei seinen Reisen etwa nach Nordrhein-Westfalen habe er „Zustände gesehen, die ich aus Ostdeutschland nicht mehr kenne im öffentlichen Raum“.

Deckt sich mit meinen Beobachtungen.

Blogerkeule März 19, 2012 um 19:52

@ topi + alle Sozialdemokraten

Mit der Abstimmung zum Fiskalpakt und den Rettungsfonds hat die SPD die poltische Chance die Regierung schwarzgelb in Person Merkel abzuwählen .
Dies hier, damit hinterher keiner sagt er hätte dies nicht gewusst.
Nein zum Fiskalpakt und ESM .
http://www.handelsblatt.com/politik/international/boersensteuer-praesident-des-eu-parlaments-attackiert-merkel/6347280.html

Ehrlichkeit->Glaubwürdigkeit->
Nachhaltigkeit->Gemeinschaftlichkeit

Blogerkeule März 19, 2012 um 19:59

Sticheln und Keulen gegen eine Große Koalition

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-03/kraft-nrw-spd

Blogerkeule März 19, 2012 um 20:03
Blogerkeule März 23, 2012 um 18:51

Die Stunden des Lügens beginnen wieder :

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-03/finanzsteuer-eu-schaeuble

Die Drohung an die SPD wird nach der Wahl im Saarland zu einer Umkehrung führen.

Ohne Finanztransaktionssteuer läuft nichts mehr !
Und hört endlich auf mit der unsäglichen Schlupflochargumentation wider besseren Wissens und Möglichkeiten.

Blogerkeule März 23, 2012 um 19:10

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