Die Bundesversammlung live im deutschen Fernsehen

by f.luebberding on 18. März 2012

Bemerkungen über die Berichterstattung im deutschen Fernsehen zur heutigen Bundesversammlung sind in der FAZ zu lesen. Wir gratulieren dem neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck zu seiner Wahl. Wie sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert in seiner Eröffnungsrede? Es gelte, «die politische Realität wieder näher an die Verfassungsnorm zu bringen». Nach dem Grundgesetz werde der Bundespräsident für fünf Jahre gewählt und das solle auch so bleiben.

So soll es sein. Aber die Bemerkung sorgte dann doch im Plenarsaal des Reichtages für eine gewisse Heiterkeit – und wohl nicht nur dort.

{ 279 comments }

Horst Schmidt März 18, 2012 um 18:25

Etwas fiel mir auf.
Als der Bundestagspräsident Lammert das Ergebnis verkündet hatte, wandte er sich Dr. hc. Joachim Gauck zu und stellte ihm die wohl wichtigste Frage.
Er sprach ihn aber folgendermaßen an: Ob der <Bundespräsident Gauck die Wahl annehme?
Moment einmal, ab wann ist denn jemand im Amt und trägt dann die Amtsbezeichnung?
Was wäre denn geschehen, wenn Dr. hc. Joachim Gauck wider erwarten die Frage verneint hätte?
Wäre er dann vom Amt des Bundespräsidenten durch Nichtannahme der Wahl zurückgetreten, ohne es angetreten zu haben?
Also wenn jemand zum Bundeskanzler gewählt wird, ohne vorher dieses Amt schon inne gehabt zu haben, dann wird er vom Bundestagspräsidenten gefragt, ob die Abgeordnete/der Abgeordnete die Wahl annehme, erst nach der Bejahung dieser Frage ist er/sie es und darf auf dem Stuhl/Sessel des/der Bundeskanzler/in sich niederlassen, Platz nehmen.

Hatte das alles so seine Richtigkeit?

rainer März 18, 2012 um 18:45

….lach….die haben ihre Volksverarsche alle schon so verinnerlicht……

wowy März 18, 2012 um 18:48

Wenn er nicht annimmt, gilt die Wahl als abgelehnt
§ 9 Absatz 4
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bpr_swahlg/gesamt.pdf

Blogerkeule März 18, 2012 um 19:22

Was nun?
Vom Saulus zum Paulus?
Was hat der JG eigentlich falsches heute gesprochen oder kann er die Nichtwähler zur Urne bringen?
Habt ihr die Gesichter von Schausten und Frey gesehen?
Nur klasse ;-)

Stephan März 18, 2012 um 19:37

>Wir gratulieren dem neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck zu seiner Wahl.

Hmmm … wer ist WIR? Ich gratuliere dem Joachim Gauck nicht. Warum auch? Und zu welcher Wahl? Das pflichtschuldige Abnicken durch die KED? Wollte das nur mal kurz festhalten;~)

Blogerkeule März 18, 2012 um 19:41

Habt ihr den Haufen Elend beim Singen der Nationalhymne gesehen :

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schaeubles-haushaltsplaene-was-heisst-hier-sparen-11688277.html

Der grosse christlichdemokratische Volksverschulder aus dem Schwabenland – ob der auch am Gottesdienst vor de BuPräwahl teilgenommen hat?
Wer glaubt immer noch doe Mär, dass Konservative und Liberallos die besseren Haushälter sind?

Hans Hütt März 18, 2012 um 19:56

Das “Wir” steht für Frank Lübberding und mich. Dissenting votes tun als politische Unhöflichkeit nichts zur Sache.

Die Interviews von Gauck mit ARD und ZDF sind beeindruckend. Sie zeigen, dass die Interviewer dem Politsprech und seinen Formeln zu nahe sind, während Gauck die Floskeln nicht durchgehen lässt.

Das allein macht schon Hoffnung auf mehr.

Blogerkeule März 18, 2012 um 20:02

@ Wir oder die eine Hälfte : HH

“während Gauck die Floskeln nicht durchgehen lässt.”

nicht schlecht der Specht …

heute noch mal Jauchen mit EDE und Co.?

Stephan März 18, 2012 um 20:06

@HH
Das wollte ich wissen. Danke. Dass du Gauck SUPI findest überrascht mich sowieso nicht ;~) Bei deinem Drogen Konsum. Ich sag nur: Burundanga.

f.luebberding f.luebberding März 18, 2012 um 20:12

Werde Jauch besprechen. Was den Eindruck Hütts über die Gauck Interviews betrifft. Den teile ich.

gaga März 18, 2012 um 20:13

Der Siechmar Gabriel ist so blöd wie er aussieht. Gerade in der Tagesschau: “Gauck ist super. Gauck will Brücken bauen”.
Dabei war doch ein anderer schon großer Brückenbauer:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-07/wulff-vereidigung

gaga März 18, 2012 um 20:14

Die Interviews von Gauck heute waren doch nur typisches belangloses BLABLA.

Nanuk März 18, 2012 um 20:17
Stephan März 18, 2012 um 20:17

@FL
Na dann haben wir wahrscheinlich hier bald eine Orgie an Gauck Berichterstattung. Dabei hab ich mich gerade an Wulff gewöhnt. Mir ist alles recht solange ich meckern darf ;~)

gaga März 18, 2012 um 20:22

“Werde Jauch besprechen.”
Dann hast Du bestimmt auch DSDS gesehen. Wer ist gestern rausgeflogen?

Blogerkeule März 18, 2012 um 20:22

mensch nanuk, du verlangst aber das beste
http://www.youtube.com/watch?v=V7yxA9vt2-c
;-)
in memory of tony jasper and his hm-show …

Nanuk März 18, 2012 um 20:23

@fl und Hütt
Die Zipfelmütze schön übers Gesicht ziehen!

f.luebberding f.luebberding März 18, 2012 um 20:25

Stephan

Sicher, aber nur wenn Lammert heute schon wieder daneben gelegen haben sollte … .

Nanuk März 18, 2012 um 20:33

@gaga
Brücken wohin?

altautonomer März 18, 2012 um 20:36

Gauck wird von schleimenden Journalisten jetzt mit “Herr Bundespräsident” angeredet. Fiel mir auch schon immer bei “Frau Bundeskanzlerin” und “Herr Minister” auf.

Ich bestehe konsequenterweise dann auch darauf, dass die “Brot- und Backwaren-Fachverkäuferin” in Talk-Shows auch entsprechend angeredet wird.

Balken März 18, 2012 um 20:48

Fridrich Schorlemmer hat im Interwiev mit dem DLF http://www.wiesaussieht.de/2012/03/09/rites-de-passage/#comment-21952 die Einseitigkeit des Freiheitsbegriffs Gaucks aufgezeigt, aber auch die Hoffnung ausgedrückt, er könne noch dazulernen (und den sozialen und ökologischen Aspekt von Freiheit nicht länger vernachlässigen). Diese Hoffnung immerhin darf man hegen. Es gibt immer wieder Situationen, in denen Persönlichkeiten, gerade WEIL man es von ihnen am wenigsten erwartet hätte, der Gesellschaft neue Richtungen geben. Das scheint paradox, aber gerade diese Konstellation kann gelingen, und Widerspruch kommt nicht auf. Dafür gibt es Beispiele in jede Richtung:
Schröder: Öffnet die Gesellschaft endgültig für den Neoliberalismus und für die Massenverarmung. Wer hätte das gedacht? Eben! Deshalb funktionierte es. Die gesellschaftliche Gegenkraft gegen eine solche Entwicklung, die Linke, die SPD zumal, war paralysiert. Denn links, SPD – das war doch er selber!
Merkel: Ausstieg aus dem Ausstieg vom Atomausstieg. Wer hätte gedacht, das das ohne nennenswertes Murren durchgeht? Bei Merkel klappte es (jedenfalls bislang. Das Thema ist noch recht frisch.)
Johannes XXIII. Ein alter Mann, als harmlose ungefährliche Interimslösung gedacht, krempelte zum Erschrecken der Kurie den Vatikan um.
Benddikt XVI. Nein. Die leise Hoffnung, gerade er als Großinquisitor (o.k., Raider heißt jetzt twix und die heilige Inquisition heißt jetzt Glaubenskongregation) würde es sich leisten wollen und können, erneut die alten Gemäuer zu lüften, hat sich nicht bestätigt.
Gauck? Schaun mer mal … Man soll nie nie sagen.

John Fystikis März 18, 2012 um 20:51

@Nanuk März 18, 2012 um 20:17

Gallischer Hahn vs. Freiheitsgockel

Dipfele März 18, 2012 um 21:30
wowy März 18, 2012 um 21:34
trousrouges März 18, 2012 um 21:36

… when conspiration theory becomes truth …

= > … seit Tagen berichten die russischen Medien, dass es in Wahrheit wohl nicht EIN US-Attentäter war, sondern eine ganze Truppe US-Mordschergen!

= > … heute nun wird aus dieser VT … so langsam “Nachrichten-Realität” auch in der BRDDR:

“Amoklauf bei Kandahar: Afghanen glauben nicht an Einzeltäter-These

Das Parlament in Kabul widerspricht den Amerikanern: Die Abgeordneten kommen zu dem Schluss, dass hinter dem Massaker an Zivilisten kein Einzeltäter steckt, sondern ein Dutzend US-Soldaten. Sie hätten gelacht, seien betrunken gewesen und hätten Leichen anschließend verbrannt.”

= > … man mußß inzwischen “Feindsender” lesen! … wie in der DDR ! … wie im Dritten Reich! … was für eine widerliche Schweinebande, unsere sogenannten Qualitätsmedien :-(

“Inzwischen befragten die Abgeordneten des afghanischen Parlaments und die Mitglieder des Rates der Provinz Kandahar, in der es zu dem grausamen Vorfall gekommen war, Augenzeugen. Ihnen zufolge habe es sich nicht um einen, sondern um mehrere US-Soldaten gehandelt, die am 11. März schlafende Dorfbewohner erschossen haben.

http://de.rian.ru/politics/20120313/263044077.html

(Von mir wurde der letzte Absatz gestrichen. W-ING weiß warum.) F. Lübberding

Nanuk März 18, 2012 um 21:37

@wowy
Das ist der eine Krieg zuviel wenn er kommt…

wowy März 18, 2012 um 21:42

@Nanuk
Das wird der dritte Weltkrieg

aifran März 18, 2012 um 21:51

… die “Guten” basteln hektisch an einem neuen Sender Gleiwitz

Blogerkeule März 18, 2012 um 22:02

aber aifran, höre doch einfach das

http://www.2112.net/powerwindows/main/PoWlyrics.htm

wowy März 18, 2012 um 22:04

@Nanuk
Gauck hat in seiner kurzen Rede heute Dolf Sternberger zitiert.
Das mache ich jetzt auch (mit einem anderen Zitat):
„Der Gegenstand und das Ziel der Politik ist der Friede. Das Politische müssen und wollen wir zu begreifen versuchen als den Bereich der Bestrebungen, Frieden herzustellen, Frieden zu bewahren, zu gewährleisten, zu schützen und freilich auch zu verteidigen. Oder, anders ausgedrückt: Der Friede ist die politische Kategorie schlechthin. Oder, noch einmal anders ausgedrückt: Der Friede ist der Grund und das Merkmal und die Norm des Politischen, dies alles zugleich.“

gaga März 18, 2012 um 22:04

“Was für ein schöner Sonntag”
Wie recht der neue Grüßaugust hat. Schalke hat gewonnen!

topi März 18, 2012 um 22:06

altaotuonomer
“Ich bestehe konsequenterweise dann auch darauf, dass die “Brot- und Backwaren-Fachverkäuferin” in Talk-Shows auch entsprechend angeredet wird.”

Dann schau doch Gerichtshows; da gibts immer die Berufsbezeichnung. ;-)

Oder Ösi-Fernsehen; Gute Nacht, Herr Diplomingenieur.

wowy März 18, 2012 um 22:14
Blogerkeule März 18, 2012 um 22:23

in der zdfmediathek kann das nachtstudio bereits vorgsehen werden – diesmal mit Scholle und Todi sowie M. Zimmermann auch zum Thema Umgang mit dem Iran bzw. der Kultur Persiens
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,8490995,00.html

Dipfele März 18, 2012 um 22:54

Bei Jauch gelernt:
links+liberal+konservativ=rechter Sozialdemokrat

Mars836 März 18, 2012 um 22:59

Deutschland will unbedingt Gauck, und das deutsche Volk, zusammen mit der deutschen Politik erwartet sehr sehr viel von ihm.

Aber irgendwie bekomme ich das Gefühl das alle gemeinsam von ihm sowas wie eine Demokratie-Therapie wünschen, durch ihm alleine soll soll wieder allen gezeigt werden was gelebte Demokratie ist. Und komischerweise steigen grade die Politiker auf den gleichen Zug ein und schüren quasi alle Hoffungen auf ihn ins unermessliche.

Mag sein das er es schafft, aber ist ein Bundespräsident nicht eigentlich ein Repräsentant – nach außen? Was ist denn damit? Als ob das völlig vergessen wurde, und so gut wie die Idee mit dem quasi Staats-Papa sein mag, ich kann mir nicht vorstellen das er gegenüber dem Chef von Uganda die gleichen Fähigkeiten hat wie wie gegenüber der deutschen Gesellschaft (zumindest was sie von ihm erwarten).

Und diese Erwartungen an ihn als großen Staatsmann kann und will ich irgendwie nicht teilen – So in Light müssen sich wohl diese Sehnsüchte der Weimarer Republik angefühlt haben….

Hans Hütt März 18, 2012 um 23:25

Zuviel Unfug in den letzten zwei Stunden … Wowy es gehört mehr dazu, Politik zu verstehen, als unausgegorenen Unfug mit noch unausgegorenerem Unfug zu kombinieren.

Halbgott verzieh Dich

wowy März 18, 2012 um 23:34

@HH
Geht das auch sachlich oder ist das um die Uhrzeit nicht mehr drin?

topi März 18, 2012 um 23:35

Danke Keule.da kann man ja viel eher ins Bett gehen.

Die treffen sich da zum nachmittäglichen Kaffeklatsch? Das hätte ich nicht erwartet; wie doch die Form die Erwartung prägt. :roll:

Hans Hütt März 18, 2012 um 23:43

Paranoide Autodidakten, die ständig von Mainstreammedien schwafeln und nach Lust und Laune genau von dort den größten Blödsinn verlinken, kann ich nicht ernst nehmen.

Es gibt kein strategisches Interesse der amtierenden US- Regierung an einem Krieg gegen den Iran.Das ist nach dem Netanyahu Besuch in Washington deutlich geworden. Dass ein paar Lunatiker auf Seiten der Republikaner das anders sehen, bestätigt das Bild.

wowy März 18, 2012 um 23:48

Ich fragte, ob es auch sachlich geht.
Offensichtlich nicht!

Hans Hütt März 18, 2012 um 23:50

Unfugverbreiter, die eine sachliche Diskussion fordern, sollten selbst damit anfangen und aufhören, Unfug zu verbreiten

aifran März 18, 2012 um 23:56

Provokation???
http://derstandard.at/1331779940655/Israel-Ueberweisungs-Sperre-schwerer-Schlag-fuer-Teheran

18. März 2012 16:40

Finanzminister Steinitz sieht Erschwernis für Ein- und Ausfuhren

Jerusalem – Der israelische Finanzminister Yuval Steinitz hat den internationalen Überweisungsstopp an iranische Banken als “schweren Schlag” für Teheran eingestuft. Steinitz sagte am Sonntag in Jerusalem, dieser Schritt werde den Import in den Iran und den Export von Öl sehr erschweren. Man könne jetzt nur noch mit Bargeld oder Gold Handel führen, und bei Milliardenbeträgen sei dies unmöglich. Dieser Zustand könne sogar zum “Zusammenbruch der iranischen Wirtschaft” führen, sagte der Minister vor der wöchentlichen Kabinettssitzung.

Die Europäische Union hatte den internationalen Finanzdienstleister SWIFT angewiesen, keine Überweisungen an iranische Banken mehr vorzunehmen. Das Unternehmen bestätigte am Freitag in Brüssel, es müsse dieser Anweisung Folge leisten, weil es belgischem Recht unterliege. Mit dem Stopp der Überweisungen, der am Samstag in Kraft trat, verschärft die EU die Sanktionen gegen den Iran im Konflikt um dessen Atomprogramm. SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) wickelt täglich rund 15 Millionen Überweisungen zwischen mehr als 9.000 Finanzinstitutionen in mehr als 200 Ländern ab.

……..
Good Night, and Good Luck

wowy März 18, 2012 um 23:57

Mensch @HH, immernoch eingeschnappt wegen der Reienfolge?
Zeit ins Bett zu gehen.
N8

trousrouges März 18, 2012 um 23:59

@Mars836

= > … GAUCK … ist nur ein Spin. Ja, er soll die Scheindemokratie revitalisieren. Weil die Strippenzieher gemerkt haben, daßß der Pöbel was gemerkt hat. GAUCK … is halt so’n niedlicher Schwätzeonkel, der mit seiner dominanten – besser überheblichen – Art bei manchem Sheeple für einen weisen, souveränen “Elder Statesman” gehalten wird – darauf setzen die Strippenzieher.

= > … wenn du wißßen willst, was die Hintertanen so in der Pipeline haben, wirtschaftlich, militärisch aber gerade auch “gesellschaftpolitisch”, dann mußßt du dir nur öfter mal diese Truppe hier anschauen …

http://www.stiftung-nv.de/Sonstiger-Inhalt/Aktuelle-Associates/146959,1031,141253,-1.aspx

= > … schau dir die “Projekte” an – man ist da ziemlich offen im Ausdruck, so dass man nicht mal zwischen den Zeilen lesen muss. Und vergleiche auch nur mal die Ausbildung dieser Leute mit den Ausbildungen die die Politclowns im Deppodrom haben …

Hans Hütt März 19, 2012 um 00:02

Wowy

Du darfst nicht von Dir auf andere schließen. Du verbreitest Unfug. Mach das, wenn Du das brauchst. Aber nicht hier.

Sven März 19, 2012 um 00:54

War den ganzen Tag unterwegs. Vorhin kurz bei “heute” reingeschaut. Kurzer Kameraschwenk in die Reihen der Bundesversammlung. Einen Ingo Appelt (zusätzlich zu anderen Größen aus Show & TV) erspäht. Kann mich jemand mal rücksichtsvoll aufklären, wie Mitbürger wie er da hinkommen und der Lammert dennoch mehr Respekt vom Urnenpöbel [Schramm] einfordert?

Wat. März 19, 2012 um 01:17

@Sven

Wenn Du Dich nicht durch die Gesetze quälen möchtest, tut es vielleicht auch ein kurzer Blick in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesversammlung_%28Deutschland%29

“Die Bundesversammlung besteht aus den Mitgliedern des Deutschen Bundestages (als sogenannte Mitglieder von Amts wegen) und einer gleichen Zahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder (Landtage, Berliner Abgeordnetenhaus, Hamburgische und Bremische Bürgerschaft) gewählt werden. ”

Was den Hr. Lammert betrifft, kann ich aber nicht weiterhelfen…

Sven März 19, 2012 um 01:29

@wat: Danke. Das Prinzip ist schon klar. Senta Berger schickte die bayrische SPD, die Berliner CDU schickte Otto Rehagel. Aber wer schickt, bei unterstelltem Respekt vor dem Amt, einen Ingo Appelt? ;)

holger März 19, 2012 um 09:06

An das deutsche (sofern vorhanden) Volk

Nun ist es soweit, der 11te Ritter edler Gauckler von zum Schluß, zieht als Bundesgrüßhanswurscht in Bellegauck ein, brumm brumm brumm immer im Kreis herum. Erstmal mit dem Bobby-Car ne Runde drehen. Aber wo ist die First Lady. Deutschland braucht ne First Lady wegen der Quote. Ist das nicht sogar Sittenwidrig, ohne First Lady. Wie stehen wir bloß wieder da. Nun haben wir wieder einen Monarchen, gottgleich. Der Staat bin ich oder so. Ich fühle mich unter repräsentiert. Ich fühle mich von einem 72jährigen ohne First Lady nicht im Ausland genügend vertreten.

Ahhh. Das ist Deutschland? Leben da nur Elder Statesmänner? In Timbuktu werden die doch wieder ein Bild vom hässlichen Deutschen bekommen. Was??? das sind die Deutschen! Nee, da ziehe ich nicht hin. Gut, wenn man nicht will, dass der Zustrom an Asylanten zunimmt, droht man mit dem Bild vom Gauckler. Hier mein kleiner JomBob, das ist der Chef dort. Im högschtem Amte, was als beschädigt wird.

Man sollte evtl. die Sendungen von Jauch auch im Ausland zeigen. Wenn der Vogel den Vogel abschießt. Es laufen doch nur noch abschreckende Beispiele im Fernsehen. Wer keine Weiber mehr befruchten will, den zeigt man Alice. Ist ja kein Wunder das mit der Demographie. Schaut man Fernsehen, hat man echt kein Bock mehr auf Sex. Die Erektion verschwindet sobald man das TV anschaltet. Selbst wenn es nicht an ist. Mäuse melken, das geht noch, aber Sex?

Und nun auch noch der Erotikbolzen schlecht hin, als Boss der Bosse, Moses in Bellegauck ohne First Lady mit Bobby-Car. Man was waren die Weibchen früher geil, als noch James Dean im Porsche auf der Mattscheibe flimmerte. Selbst als Heino noch trällerte, nagut, dann kamen ja die Fischer Chöre und dann der Pferdearsch aus der Uckermark. Es ist kein Wunder das wir aussterben.

Wer hat denn noch Bock mit der Ollen in die Kiste zu steigen, wenn der Jauch durch ist? Oder wenn ich diese fiesen Möppese Nachrichtensprecher(in) sehe. Dann ist gleich das Blut wieder aus dem Glied wech.

W E C H… wech. Ich fühle mich als Mitvierziger nicht ordentlich im Ausland vertreten, von dem Erotikbolzen. Der ist ein archaisches Gebilde aus der Steinzeit. Vermutlich geht auch die Geburtenrate in Afrika und Asien zurück, wenn er diese Länder bereist. Ein wandelndes Kondom.

Dieses Amt ist schon wieder beschädigt. Wäre es auch mit Gesine. Oder Renate K. Oder Claudia und Cem in Love. Ich hätte ja Dragoslav Stepanovic vorgeschlagen. Aber doch nicht den Bolzen. Nun haben wir mal wieder die Merde.

Meine besser Hälfte aller Hälften hat mich gefragt, haste nicht mal wieder Lust? Wie denn? Wie kann man denn als „Mann“ noch Lust verspüren, wenn man so im Ausland vertreten wird? Und Vogel bei Jauch sitzt? Wir haben kein Demographie Problem. Die Alten störben einfach nicht mehr, genügend weg. 10 Jahre wird der Gauckler nun sein Werk verrichten. Im Rollstuhl zu Weihenachten an die Völker appellieren. Seit fruchtbar und mehret Euch. Mir graust es.

Ich könnte ein Bild von meiner Ur-ur-ur-ur Oma hier einstellen, und wunder mich, diese Zeilen tippen zu können. Wir Leben in einer vollkommen archaischen Welt, alternativlos, ohne Sex. Jetzt verstehe ich auch, warum es in den anderen Erdteilen mit der Bevölkerung klappt.

Die haben keinen Gauck, keine Alice, keinen Gasometer. Keine fette Henne, keine Bundesversammlung, nicht überall TV. Kurz um: Sie gönnen sich noch ein Stück Freiheit. Wenn ich es mir leisten kann, werde ich das auch wieder machen. Dann sitze ich irgendwo auf Sizilien, beobachte Weintrauben beim wachsen, oder setzte mich in die zerfallenen Tempel. Dort jedenfalls, wo es keinen Empfang aus dem Gasometer gibt. Dort bin ich vermutlich Mensch, dort darf ich es vermutlich auch sein.

Toller Montag! Echt…

topi März 19, 2012 um 09:12

Mensch Holger, das hättste mal eher schreiebn sollen.

Libidoverlust durch Gasometerbetrachtung, was für ein AufHänger (brüll!) für Franks Frühkritik. :roll:

topi März 19, 2012 um 09:17

@ Frank

Meinst du Sarkozys rechtspolitischen, oder rechtspopulisitschen Wahlkampf?

Vielleicht nicht ganz unwesentlich, der Unterschied?

Mars836 März 19, 2012 um 09:29

@trousrouges
interessanter link…

Wenn du noch “edler Statesman” auf seine ach so großen moralischen Werte beziehst dann seh ich das so ähnlich, genau darum reißen sich ja alle. “Edel”, wie Wulff “Edel” präsentiert hat, ist ja genau das wovor sich jeder Deutsche inzwischen ekelt (Das ist gleichzeitig der größte verdienst Wulffs: schmierige Neureiche oder Proleten und leistungslose Reiche die wirklich glauben das es “cool” ist ins Sonnenstudio zu gehen, haben in diesem Land einen derben Imageschaden hinnehmen müssen).
Für ein Amt das an einem Punkt beinahe hätte abgeschafft werden wollen von den Deutschen, sind die Erwartungshaltungen für diese Neubesetzung Phänomenal, als obs jetzt nen Bismarck für die Innenpolitik gibt, und 120 Jahre nach dem Untergang seines Vaters hat das deutsche Volk sehnsüchtigst genau darauf gewartet endlich wieder einen neuen Papa zu haben.

@holger
Dragoslav Stepanonvic…?!
Wenn du ihn einbeziehst, dann richtig, denn was hat er immer gesagt? Genau:
“Lebbe geht weida”

holger März 19, 2012 um 10:22

@ Mars836

—>>>“Lebbe geht weida””

Genau. 1992 Eintracht Frankfurt in Rostock. :-(

holger März 19, 2012 um 10:30
Mars836 März 19, 2012 um 11:04

@holger

Haha, mit nem Autoschieber in der Mannschaft und nem Serben auf der Trainerbank gibt es schon sehr viele Zufälle und vermutlich auch Bereicherungen nach so einem Spiel;)

NKB März 19, 2012 um 11:05

Interessant an der gestrigen Veanstaltung war doch vor allem, welche Fragen an die FDP/CDU Volksvertreter nicht gestellt wurde:
Wenn ihr den Gauck so suupi findet, wieso habt ihr das nicht schon vor 18 Monaten gewusst?
Und: Wenn ihr euch da leider so geirrt habt (kann ja mal vorkommen), woher eure Sicherheit, dass ihr jetzt richtig liegt??

Erstaunlich schon, dass es nicht einen dieser hochkarätigen Voksvertreter und Journalisten eingefallen ist, dies zu thematisieren. Das hätte jedenfalls ein wenig mehr zur notwendigen, aber völlig abwesenden Demut der gestrigen Veranstaltung beigetragen.

Erstaunlich aber auch, dass sich die CDU/CSU/FDP Vertreter so demütigen haben lassen, geschlossen einen Mann zu wählen, den sie noch vor 18 Monaten vehement ablehnten. Das hatte sogar BILD (bei Jauch) vor vier Wochen für undenkbar gehalten.

Sagt viel über den Zustand unserer herrschenden Klasse aus…

topi März 19, 2012 um 11:17

NKB

“Erstaunlich aber auch, dass sich die CDU/CSU/FDP Vertreter so demütigen haben lassen, geschlossen einen Mann zu wählen, den sie noch vor 18 Monaten vehement ablehnten. Das hatte sogar BILD (bei Jauch) vor vier Wochen für undenkbar gehalten.”

:lol: :rofl: :lol:

“undenkbar gehalten”; na klar. Wie wäre es mal mit: durchgedrückt?

14 März 19, 2012 um 11:18

Der beste Präsident in D seit Otto dem Großen und den man für €uro kaufen konnte..

http://www.youtube.com/watch?v=VNTQT9gvWNQ&feature=related

holger März 19, 2012 um 11:21

@ Mars836

man hätte ja auch Skibbääää nehmen können. Zum Buprä. Der war doch erst kürzlich in Berlin und in FFM.

holger März 19, 2012 um 11:26
egal März 19, 2012 um 11:33

Ach Hütt, es ist aber auch schwer, deine Gnade zu finden. Links auf „unseriöse“ Quellen sind nicht OK, Links auf Den Spiegel und The Atlantic aber auch nicht, wenn dort „unausgegorener Schwachsinn“ steht. Was unausgegorener Schwachsinn ist, darf nicht auf Basis von autodidaktisch erarbeitetem Wissen beurteilt werden, die politische Wahrheit durch den heiligen Savonarola zu empfangen, soll aber auch fragwürdig sein.

Paranoid ist, wer einen Krieg gegen den Iran fürchtet, besorgt, wer sich vor Pillen gegen Rassismus fürchtet (obwohl die gar nicht funktionieren).

Die Deutungskompetenz des Spiegels würdigst du mit dem „unausgegorenen Schwachsinn“ (zu recht) selbst herab. Der Halbgott, der auch die Fakten in Frage stellt, soll abhauen.

Den Vogel schießt aber dein Kollege ab. Kennt drei Monate lang nur ein Thema. Entblödet sich nicht mal, das Bobbycar zu erwähnen. Und heute verfügt er: „Jauchs Sendung zur Bundesversammlung war hoffentlich die Letzte zum Thema Bundespräsident. ES IST NICHT MEHR ZU ERTRAGEN!“

Ich sag ja nicht, dass ich keine kognitiven Dissonanzen habe. Im Gegenteil. Ich weiß, dass ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen habe. Aber gerade deshalb würde ich nie jemandem so über den Mund fahren, wie es hier gegenüber einigen Kommentatoren üblich zu werden scheint.

Mars836 März 19, 2012 um 11:48

Wenns unbedingt ein Frankfurter sein soll, dann Feldkamp!
Der, als türkischer Meister, kann nochmal unser Integrationsthema nach vorne bringen!

Ich würd aber sagen Frankfurter sind raus, plus alles Bayuvarische, denn den Matthäus-Verschnitt haben wir ja grad aus dem Amt gejagt!

Btw, ich hab mir grad nochmal die Liste aller Eintracht-Trainer reingezogen…. 3/4 dieser Trainer sprechen nicht grade für eine wahnsinns sportlich-stragische Fähigkeit des Managements;) Kein Wunder das man da seit 94 eher seiner Tradition hinterherläuft!

holger März 19, 2012 um 11:57

@ Mars836

huett zieht mich ja schon runter, aber das jetzt auch noch. :-( Die launische Diva lebt doch davon. Jupp Heynkes… Topfmöller. Ha…. wo ist der Kübel.

Mars836 März 19, 2012 um 12:10

@holger

Erst als ich verstanden habe das man als Fußballfan sich einen Verein aussucht der einem Charakterlich am besten passt, habe ich verstanden wie man S04-Fan werden kann: man erwartet eigentlich das realistische, aber die komische Tragik (ob gewollt oder ungewollt sei dahin gestellt) endet immer in ein unerfülltes Drama. ;)

Aber die Eintracht funktioniert im Management ähnlich wie S04 – alte Erfolge führen zu einer “man muss doch eigentlich oben mitspielen”-Mentalität, die als Resultat genau diese Reihenfolge als Trainer vorweisen lässt. Jeder neue Trainer soll schnell Erfolge versprechen, man hat ja keine Zeit zu verlieren oben mitzuspielen!
Irgendwann wird hoffentlich jedes Management begriffen haben dass als Reaktion auf gloreiche Vergangenheiten Trainer zu holen die selbst eine haben, nicht mehr funktioniert. Siehe BVB, Tradition ist ne feine Sache, aber aufm Platz hat sie nix zu suchen.
Hoffentlich begreift die Eintracht das auch schnell genug…!

holger März 19, 2012 um 12:24

@ Mars836

wobei wir wieder beim Gauckler wären. :D

holger März 19, 2012 um 12:30

@ Mars836

—>>>Erst als ich verstanden habe das man als Fußballfan sich einen Verein aussucht der einem Charakterlich am besten passt, habe ich verstanden wie man S04-Fan werden kann”

Das letzte überlasse ich @Nanuk, das hat mit der kirche was zu tun. Und das erste ist: Stimmt. Man weiß nie, was passiert. Auch S06 nicht. :D

wowy März 19, 2012 um 12:32

@HH
Geht es einmal mit Inhalt, oder ist das was Touretthaftes?

holger März 19, 2012 um 12:34

Wobei… Assauer hätte auch als Buprä kandidieren können. hat der nicht Demenz?

Mars836 März 19, 2012 um 12:37

Haha, ja! :D

Nun, gut das mein Verein nicht wie die Bundesregierung den Typ Matthäus (Wulff) versucht hat :)

Auf das die Eintracht wiederkommt und 2013 in einem Entscheidungssderby am letzten Spieltag die TSG 1899 in die untere Spielklasse schickt!

holger März 19, 2012 um 12:39
h.huett März 19, 2012 um 12:49

wowy
Es ist ganz einfach. Es gibt, wie hier seit vergangenem September zu beobachten, unterschiedliche Formen der Beteiligung. Eine, die sich im Verlauf der Diskussion am Austausch der Argumente beteiligt – und eine Form des Verlinkens, bei der Argumente kaum erkennbar sind. Die links bezeugen mitunter Bildungserlebnisse (die ich niemandem, auch mir nicht, abspreche), deren diskursive Qualität nicht immer erkennbar ist. Besonders absurd wird das bei Beispielen, die mit dem Thema der Diskussion nichts zu tun haben und dann zu einem zweifelhaften Videoauftritt eines noch zweifelhafteren “Experten” führen.

Ich nenne das Insinuationskommunikation. Der kann ich nichts abgewinnen. Ich möchte sie auch nicht ermuntern. So einfach ist das.

wowy März 19, 2012 um 13:10

@HH
Geht doch ;-)
Ansonsten sehe mich in beiden Feldern. Wenn zu viele Links nicht gewünscht sind, dann kann man das sagen. Geht ja auch jetzt.

Den Link zu Herrn Hörstel hatte ich mit der Anmerkung versehen, es möge jeder selbst entscheiden. Es ist sicher nicht falsch, sich auch mal eine andere Meinung anzuhören. Auch wenn man sie nicht teilt, was man nicht muss, so bringt der Mann doch Hintergrund mit ( Scholl Latour und Todenhöfer haben gestern Abend nichts anderes gasagt).
Was die MSM betrifft, so rege ich mich hie und da über die falsche Gewichtung auf, ja! Im Verhältnis zur Causa Wulff finde ich die Berichterstattung zu EFSF, ESM, Grundgesetz, Volksentscheid, Europa, …..mehr als bescheiden! Hier werden die Menschen nicht genug informiert und aufgeklärt. Wenn die ARD von Sonntag zu Sonntag in 4 Talkshows das Thema “Bundespräsident” bespricht, dann kann man wohl von Ablenkung sprechen.
Das heißt aber nicht, dass ich alle Artikel der MSM idiotisch finde.

Mars836 März 19, 2012 um 13:14

@holger

Wenns um die Zigarre geht täts auch Werner Lorant;)
http://sport.t-online.de/b/40/22/73/92/id_40227392/tid_da/index.jpg

ach nee, is ne Zigarette, aber einfach ein Klasse-Typ ;)

holger März 19, 2012 um 13:56

@ Mars826

ohh… ich muss mal unter Schreibtisch gucken obe da jetzt noch platz ist :D

Albgott März 19, 2012 um 14:33

ey, @Leute!

Heute Lektion in Rhetorik.

Performt by wahre Großßmeister in Rhetorik: HansHütt himselves!

“Es gibt kein strategisches Interesse der amtierenden US-Regierung an einem Krieg gegen den Iran.”

= > … was ist das? … eine Lüge? … hm? … not …exAAAActly !

= > … HH hat also mit deisem Satzt NICHT DIREKT “gelogen”! … abba … es ist auch allet andere … als … die WAHRHEIT !

= > … glaubt ihr net? … isch zeig dir:

1.) … kein “strategisches” Interesse — > d.h. ein womöglisches “nicht-strategisches” Interesse bleibt hier exkludiert! Sachliche Einschränkung der Kernaussage.

2.) … der “amtierenden” US-Regierung — > die “amtierende” Regierung von Obama mußß sich ja bekanntlich BALD zur Wahl stellen. D.h. mit dem “amtierende” schränkt HH seine Kernaussage (“kein Kriech der USA gegen Iran”) wiederum massiv ein. Diesmal zeitlich.

3.) … “US-Regierung” — > die “US-Regierung” hat gar nix zu melden! … denn bekanntlich sind die USA seit ~1900 gar kein souveräner Staat mehr. Weitere sachliche Einschränkung der Kernaussage, die im Grunde sogar den ganze Satz komplett Bode unter Füßße wegzieht! Denn wenn die Israeliten Krieg machen wollen, dann mußß Obama mitmachen.

4.) … die implizite Aussage “Wenn die USA kein Interesse an einem Krieg haben, findet auch keiner statt!” unterstellt, daßß alle beteiligten RATIONAL handeln. Und genau das kann hier das grose Problem sein! … Krieg neigt grundsätzlich gerne dazu aus dem rationalen Bereich in den emotionalen überzuschießßen.

= > … an diesem eine Satz von HH kann man – böswillig – eine sogenannte “defamation professionelle” diagnostizieren! … man mußß befürchten, daßß jemand der lange lange Jahre Rethorik-Brater gemacht hat … am Ende keinen einzigen geradeausgraden Satz mehr spreschen kann …

h.huett März 19, 2012 um 15:52

Albgott

Nicht so engstirnig hinter Deinen Möglichkeiten bleiben. Die USA haben kein Interesse an einem Krieg mit dem Iran. Im Wahlkampf sagen manche Repbublikaner anderes und mussten sich durch den Präsidenten gefallen lassen, als unglaubwürdig und unverantwortlich qualifiziert zu werden. Sowohl in den USA als auch in Israel sagen die besonnenen Politiker, dass ein Krieg gegen den Iran einem Selbstmord gleichkäme. Nicht einmal Hamas und Hizbollah haben ein Interesse daran (von der Rhetorik abgesehen), weil sie als Kollateralschaden selbst verschwänden.

Eine ganz andere Frage ist es, wer daran Interesse hat und warum, den Krieg als Gespenst an die Wand zu malen. Zu der Fraktion gehörst Du Alb

flummi März 19, 2012 um 15:58

´@ Hans Hütt

natürlich hat kein klardenkender besonnener Mensch, weder in den USA noch in Israel, Iran oder sonstwo, ein Interesse an einem Krieg. Es gibt aber durchgeknallte, unbesonnene und ganz und gar unterbelichtete Kräfte, die an solchen Szenarien Gefallen finden und beharrlich Öl ins Feuer gießen und diese Kräfte kenntlich zu machen, sollte schon erlaubt sein

flummi März 19, 2012 um 16:03

ps.
soll heißen soche Spinner müssen endlich demokratisch kontrolliert werden, in Israel /Palästina genauso wie in den USA und Iran. Ebenso wie die Kriegs- Geschäftemacher demokratisch kontrolliert werden müssen, nämlich indem man offen legt, was die tatsächlich anrichten im Namen des Fetsche Wirschaftswaxtum

flummi März 19, 2012 um 16:05

sorry, das Fetsche sollte Fetisch heissen^^

topi März 19, 2012 um 16:06

“natürlich hat kein klardenkender besonnener Mensch, weder in den USA noch in Israel, Iran oder sonstwo, ein Interesse an einem Krieg”

Das ist doch Quatsch, flummi.
Es gibt Menschen, die ganz besonnen klar denken, dass ein Krieg für sie persönlich Vorteile hat.

Beim Waffenproduzenten ist das nun selbsterklärend, aber daneben fallen doch auch dir sicherlich diverse Gruppen ein, oder?

flummi März 19, 2012 um 16:10

@ topi

ja und nennst du das klares u. besonnenes denken?

flummi März 19, 2012 um 16:11

es sollte doch wohl mittlerweile jedem klar sein dass es hier um einen atomkrieg geht

wowy März 19, 2012 um 16:12

An einem solchen Krieg können die verschiedensten Kräfte ein Interesse haben.
Ganz oben steht sicher Israel, und damit wären die USA automatisch eingebunden. Das Dilemma der USA besteht darin, dass es auf ihren strategischen Willen nur bedingt ankommt.
http://www.derwesten.de/politik/israels-plaene-fuer-einen-angriff-auf-den-iran-id6474479.html

flummi März 19, 2012 um 16:14

Nein ganz oben steht sicher nich Israel, Mein Gott. Israel wäre vernichtet und zwar genau wie es H.Hütt sagt, als Kollateralschaden. Welcher Mensch in Gottes Namen sollte in Isarel Intersse an einem Krieg, noch dazu an einem Atomkrieg haben? Nur völlig durchgeknallte Irre habe daran ein Interesse

wowy März 19, 2012 um 16:19

@flummi
“Nur völlig durchgeknallte Irre habe daran ein Interesse”
War das je anders?

flummi März 19, 2012 um 16:21

Mein Gott hier findet doch ein ganz anderer Krieg statt, immer mehr Menschen haben es satt, sich von selbsternannten oer gewählten Machthabern unterdrücken und entrechten zu lassen. Immer mehr Menschen weigern sich Feinde zu sein und verbünden u. organisieren sich. Diese globale Befreiungsbewegung ist ja gerade erst am entstehen. Es geht hier nicht um “Israel” gegen “Iran” es geht hier um diesen unseren Befreiungskampf um diesen transformatorischen Prozess, der diese ganze, perverse bestehende Weltordnung bedroht

Morph März 19, 2012 um 16:21

@Hans Hütt

“Eine ganz andere Frage ist es, wer daran Interesse hat und warum, den Krieg als Gespenst an die Wand zu malen.”

Der Auftritt Netanjahus in Washington war gespenstisch, und genau deshalb ist die Kriegsgefahr alles andere als ein an die Wand gemaltes Gespenst. Ab einer gewissen Dezibelzahl muss dem Säbelrasseln der Hieb folgen, wenn der Rassler nicht sein Gesicht verlieren will. Entweder Du ignorierst das, dann stellt sich die Frage Deiner politischen Zurechnungsfähigkeit, oder Du willst uns mit einem solchen Satz für dumm verkaufen, auch nicht viel besser…

flummi März 19, 2012 um 16:41

Und dieser Bundespfarrer hier, der soll das Vertrauen der Bürger in die Obrigkeit wieder herstellen – er soll Brückenbauer sein, der wieder die Lust an der “Demokratie” weckt u. am “bürgerschafltichen Engagements” made in Gütersloh. Damit hier auch alles in geordneten veralteten u. auf modern gestylten Bahnen seinen Lauf nimmt … Dazu brauchte es natürlich einen Vorläufer, den Anpräsidenten “Wulff”

flummi März 19, 2012 um 16:41

ANTIpräsident sollte das heißen, sorry

h.huett März 19, 2012 um 16:44

Morph
Weder – noch. Wer die Vorgeschichte Netanyahus und Obamas kennt, die unglückliche Koinzidenz, dass sie zeitgleich ihre Ämter antraten und seither Politik gegeneinander machen, konnte den PR-spin erkennen. Immerhin wurde vor wenigen Wochen erst in einer israelischen Zeitung sogar von einem Mordkomplott gegen Obama berichtet. Die Lippenbekenntnisse auf der AIPAC-Konferenz wurden gleich nach Netanyahus Abreise einkassiert. cf. Obamas Pressekonferenz mit Ansage an die Republikaner, sie sollten doch bitte ihren Wählern die mutmaßlichen Folgen und Kosten eines Kriegsgangs erläutern.

Anders sieht es aus, wenn die Iraner aus Gründen des Containments durch die Sanktionen ihrerseits zu den Waffen greifen. Das wäre aber nicht ein Beschluss Ahmedinedschads, sondern des Wächterrats. Und dessen politisches Credo ist denkbar einfach: Erhaltung des politischen status quo in der Region. Der Rest ist Rhetorik. In Israel gibt es auch in der Armeeführung dezidierte Gegner eines Kriegs. Viel Rhetorik als mimetische Aneignung aus Zeiten des Kalten Kriegs, in welcher der prekäre status quo der wechselseitigen Vernichtungsdrohung ausreichte, es darauf nicht ankommen zu lassen.

Nanuk März 19, 2012 um 17:05

@Mars836
Erwarte das Schlimmste und hoffe auf das Beste!

Morph März 19, 2012 um 17:09

@Hans Hütt

“Anders sieht es aus, wenn die Iraner aus Gründen des Containments durch die Sanktionen ihrerseits zu den Waffen greifen. Das wäre aber nicht ein Beschluss Ahmedinedschads, sondern des Wächterrats. Und dessen politisches Credo ist denkbar einfach: Erhaltung des politischen status quo in der Region.”

Ich halte die Vorstellung, nach denen irgendwelche Personen Kriege beschließen, für von vornherein abwegig. Zwar glaubt das Medienpublikum das, da die Massenmedien so personalisiert darstellen, und sogar die Politiker in charge wissen es nicht besser und stellen in ihren Memoiren das gedankliche Hin und Her in ihren dicken Köpfen lang und breit dar. Das ist ein Weltenlenkerpathos, das weitab von aller realistischen Organisationslogik operiert. Kriege sind Zufall. Immer. Sie finden nicht statt, weil irgendwelche Politiker sie aufgrund irgendwelcher Kalküle beschließen, sondern weil sie als Option nicht unbedingt ausgeschlossen sind und ab einer bestimmten Eskalationsstufe unvermeidlich werden.

“Der Rest ist Rhetorik.”

Nein, Rhetorik ist der klägliche Spielraum, der der Politik in der Moderne bleibt, und in diesem letzten Spielraum hat sie nur die EINE politisch nachvollziehbare Option: Moderieren! Jede Falkenrhetorik entbindet instantan (ob ihr Sprecher das will oder nicht ist ziemlich gleichgültig) Konfliktdynamiken, die dann oft nicht mehr eingefangen werden können.

Das alte Problem, dass ich mit Deiner Denke habe, Hans: Du siehst Politiker als Macher und nicht als das, was sie sind: Schaniere und Transmissionsriemen mit minimalem Spiel.

holger März 19, 2012 um 17:15

h.huett

—>>>Anders sieht es aus, wenn die Iraner aus Gründen des Containments durch die Sanktionen ihrerseits zu den Waffen greifen.”

Aha die Perser warns. Nicht das die Zionisten ihre Arsenale voller Atom hätten. Weil se als bedroht sind. Sollte man sich mal Fragen, warum Fälschungen als bedroht sind.

@ heiliger Morph

—>>>Ich halte die Vorstellung, nach denen irgendwelche Personen Kriege beschließen, für von vornherein abwegig. ”

Irgendwer sendet da schon ne Botschaft: Ab heute wird zurück geschossen. Isnt it? Wer macht eigentlich noch ne Kriegserklärung, wenn es nicht eine Person ist. Du hast doch echt einen schwer am Schädel.

aifran März 19, 2012 um 17:16

Ach wie gut doch die “Guten” sind – was die so alles Unterschreiben

http://www.heise.de/tp/artikel/36/36179/1.html

oder – wir brauchen keine Gerichte – WIR KILLEN EINFACH WENN ES UNS IN DEN KRAM PASST ….
http://www.heise.de/tp/blogs/8/149778
…. Offiziell gibt es kaum kritische Stimmen, auch die deutsche Regierung macht deutlich, dass sie gezielte Tötungen billigt, also die Ermordung von Verdächtigen, ohne dass deren Schuld gerichtsfest bewiesen wird. …..

…. wo sind die Kritischen Wortmeldungen zu solchen Themen der Herren H. und L. – ??? Ist kein Thema für euch?

Warum schreibt Ihr dann nicht über:
Die Küchenschlacht (ZDF Mittwoch, 21.03.2012 14:15)
Alfons Schuhbeck sucht den Spitzenkoch
Jede Woche treten von Montag bis zum Finale am Freitag Hobbyköche gegeneinander an. Dabei steht ihnen jede Woche ein prominenter Kochprofi von Markus Lanz’ Köchen zur Seite. Sechs Kandidaten treten am Montag gegeneinander an, bis sich schließlich am Freitag im Finale nur noch zwei Kandidaten ein Duell liefern.

Am Ende jeder Sendung entscheidet ein fachkundiger Feinschmecker und Experte, welcher Hobbykoch sein Kochfeld räumen muss und wer am nächsten Tag einen Gang zulegen darf.

Der Wochensieger wird als VIP-Gast bei “Lanz kocht!” von den Spitzenköchen verwöhnt. Jetzt kann der Traum eines jeden Hobbykochs in Erfüllung gehen.

holger März 19, 2012 um 17:17

Wenn der Blödheini aus Israel meint, und der Judas in den USA, die Perser werden ausgerottet, dann werden die ausgerottet. IRAN ist ja das Land der Arier.

wowy März 19, 2012 um 17:20

@Morph
Den Satz kann man wohl dazuzählen (Konfliktdynamiken):
“We all prefer to resolve this issue diplomatically.
Having said that, Iran’s leaders should have no doubt about the resolve of the United States just as they should not doubt Israel’s sovereign right to make its own decisions about what is required to meet its security needs.”
-Obama beim AIPAC-

Morph März 19, 2012 um 17:29

@holger

Es mag den sehr seltenen Ausnahmefall geben, dass ein durchgeknallter Psychopath in höchste Ämter kommt und mir nichts dir nichts einen Krieg beginnt.

Ich persönlich halte das für einen freak case, von dem ich annehme, dass es für ihn kein einziges historisches Beispiel gibt.

Die Regel dürfte sein, dass diejnigen in charge GRÜNDE angeben müssen für die Kriegsentscheidung. Diese Gründe müssen im Kontext organisatorischer Entscheidungspläne PLAUSIBEL sein.

Und – gerade in so gravierenden Fragen wie Krieg darf man davon ausgehen – wenn GRÜNDE vorliegen, die nach den organisatorischen Entscheidungsplänen einen Kriegseinsatz PLAUSIBEL erscheinen lassen, dann MUSS der Entscheider in charge den Einsatzbefehl geben, ihm bleibt gar nichts anderes übrig.

Und jeder Politiker, der die Notwendigkeit eines Kriegseinsatzes beschwört, trägt dazu bei, dass eine Lage entsteht, in der für alle beteiligten Seiten nach Maßgabe ihrer CODIFIZIERTEN Verteidigungs- und Angriffslogiken NUR die Kriegsoption bleibt.

(Nebenbei: Ich weiß, dass Du Deine pampige Sprache für etwas ganz Großartiges hältst. Ich find’s eher peinlich. Wegen mir musst Du das nicht tun. Ich hätte mehr Respekt vor Dir, wenn Du mit mehr Respekt schreiben würdest. Aber egal, mach mal wie Du denkst…)

h.huett März 19, 2012 um 17:31

Morph

“Ich halte die Vorstellung, nach denen irgendwelche Personen Kriege beschließen, für von vornherein abwegig.”

Erstaunlich. Die Historikerdebatte zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist an Dir vorbeigegangen? Die Kriegswirtschaft und Aufrüstung 1933-1939 dito? Was ist mit der Containment-Formel vom “Gleichgewicht des Schreckens” – eine Legende? Was wäre, um ein Buch Demandts aufzugreifen, gewesen, wenn es sie nicht gegeben hätte? Deiner These der Kontingenz steht der empirische Befund zahlloser Planungsgruppen und ihres mehr oder weniger austarierten Beeinflussungsversuchs der Politik entgegen. Wenn sich die Politik des unaufgeforderten Rats bedient oder Expertisen in Auftrag gibt, ist das selbst ein in der Schwebe Halten der konkurrierenden Entscheidungsoptionen.

Du kommst nicht darum herum: Ja, es gibt auch heute Entscheidungsoptionen, sogar konkurrierende, aber Du hast meistens zwischen Shit und Scheiße zu wählen.

Erstaunlich auch, dass Du am Ende zu den Metaphern “Scharnier” und “Transmissionsriemen” greifst. Aus welcher Kraft oder durch welchen Hebel werden die Mechanismen ausgelöst? Das Problem, das Du an die Wand malst, hat mit dem Arkanum der Spitzenpolitik wenig zu tun. Die Machtmechanik von Merkels Politik zB ist durch eine Konstante geprägt, die in Deinem Modell gar nicht existiert: ein hohes Maß an Reversibilität der eigenen Beschlüsse, auf einer langen Strecke sehr kurzer Etappen. Die Falkenrhetorik aus der Zeit der Nato-Nachrüstungsbeschlüsse hast Du wohl nicht mitbekommen. Am Ende haben damals die Antagonisten, die ihre Rüstungsbeschlüsse durchgesetzt haben, den Rückzug angetreten. Instantan nicht. Aber die Gefahr des Krieges war nie so hoch wie damals, ohne dass die Rhetorik instantan materiell wirksam geworden wäre.

h.huett März 19, 2012 um 17:34

wowy

Wieder so ein Beispiel des zu eng interpretierten Buchstabens. -Das ist O-Ton Containment-Rhetorik. In Jahrzehnten zwischen 1945 und 1990 erprobt und raffiniert. Kein mal hat das zu einem Kriegsbeschluss geführt.

wowy März 19, 2012 um 17:37

@HH
Wieder zu eng unterstellt!
Es geht nicht um den Kriegsbeschluss, sondern darum, dass die USA (Obama als Präsident) die Entscheidung Israel allein überlässt und sich damit in Israels Hände begibt w e n n (nochmal: w e n n) es zu einem Kriegseinsatz kommt.
Obama hat keine Abstimmung mit den USA formuliert.

h.huett März 19, 2012 um 17:46

wowy

nachweislich nicht verstanden. Das ist ein großartiges Beispiel für alles offen haltender Formelsprache mit implizitem Appell an rationale Selbstbindung.

“Having said that, Iran’s leaders should have no doubt about the resolve of the United States just as they should not doubt Israel’s sovereign right to make its own decisions about what is required to meet its security needs.”

Erstens: Zweifelt nicht an unserer Entschlossenheit. (Welcher?)
Zweitens: Zweifelt nicht an der politischen Souveränität Israels! (Dem Primat der Selbsterhaltung!)
Drittens: Zweifelt nicht daran, dass Israel die zur Verteidigung seiner Sicherheitsinteressen nötigen Beschlüsse fasst (eine Selbstzerstörung infolge eines Angriffskriegs zu vermeiden!)

wowy März 19, 2012 um 18:01

@HH
Wo widerspricht das dem, was ich gesagt habe?
…Israel’s sovereign right to make its own decisions….

h.huett März 19, 2012 um 18:04

wowy
Dein Ambivalenzgespür ist gleich Null. Das ist ein veritables analytisches Handicap. Nicht verhandelbar. Mit Tendenz zu Nonsense

wowy März 19, 2012 um 18:19

@HH
Und wieder von der Sache weg und ad hominem. Argumentiere doch einmal inhaltlich zu Ende!
Außerdem befinde ich mich mit meinem “Handycap” in guter Gesellschaft. In der internationalen Presse wurde das auch so interpretiert.
Deine Ambivalenz verleitet dich offensichtlich immer wieder zur gleichen Einbahnstraße: eigentlich willst du nicht kommunizieren/diskutieren, sondern nur senden, da ausschließlich du deinen Äußerungen gerecht wirst. Schwierige Voraussetzungen für ein Blog.

holger März 19, 2012 um 18:21

@ Morph

—>>>(Nebenbei: Ich weiß, dass Du Deine pampige Sprache für etwas ganz Großartiges hältst. Ich find’s eher peinlich. Wegen mir musst Du das nicht tun. Ich hätte mehr Respekt vor Dir, wenn Du mit mehr Respekt schreiben würdest. Aber egal, mach mal wie Du denkst…)”

Morph ich bin ein Gossen Kind, was immer nachweislich ne 5 oder ne 6 in Deutsch hatte. Ok inner Berufsschule auch ne drei. warum auch immer. Ich habe keinen Respekt vor irgendwen, der rum trillert. Ich habe es nicht gelernt. Und zur Frau vom Hauptmann habe ich auch nicht Frau Hauptmann gesagt. Meine Devise ist, ich bin lieber ein ehrliches Schwein, als gar keins. Es mag oft grob daher kommen, wie und was ich schreibe. Und auch das, was ich in Realität sage. Wenn du meinst, meine Sprache wäre peinlich! Dann sage ich dir, sie wird mir eines Tages hilfreich sein. Dann, dich vor der Laterne zu bewahren. Wenn Säuselbart Morph aufgeknüpft werden soll. Weil er voller Respekt den Underdogs nichts mehr erklären kann, die verstehen ihn dann nicht mehr. Die wissen noch nicht mal, was die Moderne oder Luhmännchen ist. Oder eine Kommunikation oder eine Reflektion. Kannst ja gerne dann deine Bibelverse abspulen. Check it out and come with me, to the underground. Da gibts auch Philosophen. But the Slang is another one

h.huett März 19, 2012 um 18:25

wowy
Du begreifst das rhetorische Konzept von Ambivalenz nicht. Du unterstellst Eindeutigkeit, wo andere Auslegungen möglich sind.

wowy März 19, 2012 um 18:32

@HH
Ich interpretiere es anders als du, das ist alles. Das ist meine Meinung, dass es so zu lesen ist. Da ich nicht der einzige bin, ist das wohl eine mögliche Variante.
Unterschiedliche Meinungen haben nichts mit “Nonsense” zu tun, sie sind normaler Bestandteil des täglichen Lebens.

Kopfsteherversteher März 19, 2012 um 19:51

@morph

= > … da sieht man mal wieder besonders krass, wie absurd Deine These von der Systemschuld ist! Geh doch allein mal die Kriege durch, die die Amis in den letzten Jahren durchgezogen haben:

- Jugoslavien
- Afghanistan
- Irak
- Liebjen
- Sürjen

= > … ÜBERALL !!! … wurden VORHER aufwändig maßßgeschneiderte Propaganda-Lügenprogramme aufgelegt! … nur um den Krieg zu beginnen! … das ist VORSATZ !!

Jugoslawien – > Hufeisenplan
Afghanistan – > 9/11-Insidejob
Irak – > Weapons of massdestruction
Libejen – > “Flugverbotszone” wg. “Krieg gegen das eigene Volk”
Sürjen – > “Krieg gegen das eigene Volk”, Greuelpropaganda von morgens bis abends auf alle West-Sender …

- > … es ist ja auch längst bekannt, dass sowohl in Liebjen als auch jetzt in Sürjen Specialforces-Söldnereinheiten von der Al-CIAda im Einsatz sind. Ausgebildet von den USA im Nazireich von Katar.

- > und dann kömmt der Waschbär, glubscht aus Bullauge auf Erden hernieder und behauptet doch tatsächlich:

“Kriege sind Zufall. Immer. Sie finden nicht statt, weil irgendwelche Politiker sie aufgrund irgendwelcher Kalküle beschließen, sondern weil sie als Option nicht unbedingt ausgeschlossen sind und ab einer bestimmten Eskalationsstufe unvermeidlich werden.”

holger März 19, 2012 um 19:56

Ahh… Sürjen… habe vorhin mal mit meinem Daten Scheick Achmed geplaudert am Telefono. Wenn der schon von MSM Lügen Propaganda spricht, muss da was dran sein. Er meinte, wenn die Balken, die sich biegen, Energie erzeugen würden, könnten wir alle Atomkraftwerke abschalten.

Mars836 März 19, 2012 um 20:09

@ Nanuk

Wenn du so nach dem Prinzip eine Saison bestreitest wärst du schonmal kein (zumindest typischer) Herne-Westler ;-)

Morph März 19, 2012 um 20:29

@holger

“Die wissen noch nicht mal, was die Moderne oder Luhmännchen ist.”

Weiß ich. Das wissen ja noch nicht mal die sogenannten Gebildeten.

“Wenn du meinst, meine Sprache wäre peinlich! Dann sage ich dir, sie wird mir eines Tages hilfreich sein. Dann, dich vor der Laterne zu bewahren.”

Ich weiß, Du hast eine hohe Meinung von Dir, gerade wenn Du Dich als ein ‘ehrliches Schwein’ bezeichnest. Die Arroganz des selbsternannten Underdogs. Ist daselbe wie die Arroganz der selbsternannten humanistischen Eilte (@HAM), nur in grün (oder welche Farbe Du willst).

Der Punkt ist einfach der: Ich (oder irgendwer) schreibt einen Kommentar, und Du bratzt raus: Idiot, Arschkrampe, whatever… – Ich finde das peinlich, unnötig, respektlos. Das hat mit ‘underground’ oder was Du dafür hältst nichts zu tun.

Aber, wie gesagt, mach mal, wie Du denkst.

@Hans Hütt

“Erstaunlich auch, dass Du am Ende zu den Metaphern “Scharnier” und “Transmissionsriemen” greifst. Aus welcher Kraft oder durch welchen Hebel werden die Mechanismen ausgelöst?”

Aus der normativen Kraft des Faktischen, Baby. Musst mir auch keine rhetorischen Fragen stellen, die Deine historische ‘Bildung’ vorzeigen. Mir ist sehr wohl bewusst, dass die Geschichtsdebatten und die Geschichtsschreibung sich nur schwer von den Plotstrukturen des bürgerlichen Trauerspiels zu lösen bereit sind. Aber Du weißt auch, dass es eine funktionalistische Geschichtsschreibung gibt, das muss ich gar nicht in rhetorische Fragen packen.

“Aber die Gefahr des Krieges war nie so hoch wie damals, ohne dass die Rhetorik instantan materiell wirksam geworden wäre.”

Okay, zugegeben. Aber wir sind uns einig, dass Netanyahus Auftritt vor dem AIPAC-Kongress Kriegstreiberei war, nichts anderes, oder? Selbst wenn Netanyahu aus anderen als kriegstreiberischen Gründen so agiert, ist das schlicht verantwortungslos.

Blogerkeule März 19, 2012 um 20:30

@ Mars947

Der heisst bei mir Wernééé Loooraaan (frz.) ;-)

http://www.11freunde.de/img/fotostrecken/1311335178_original.jpg

holger März 19, 2012 um 20:43

@ Morph

—>>>Ich weiß, Du hast eine hohe Meinung von Dir, gerade wenn Du Dich als ein ‘ehrliches Schwein’ bezeichnest. Die Arroganz des selbsternannten Underdogs. Ist daselbe wie die Arroganz der selbsternannten humanistischen Eilte (@HAM), nur in grün (oder welche Farbe Du willst).

Nein Ja, ich nenne es Selbstbewusstsein. Quasi die Narben zählen, die mir oder von mir selber seelisch zugefügt worden sind im Laufe der Zeit.

—>>>Der Punkt ist einfach der: Ich (oder irgendwer) schreibt einen Kommentar, und Du bratzt raus: Idiot, Arschkrampe, whatever… – Ich finde das peinlich, unnötig, respektlos. Das hat mit ‘underground’ oder was Du dafür hältst nichts zu tun

Mach ich nun wirklich nicht immer. Aber… ich finde es witzig mittlerweile, ich schreibe Arschkrampe, und ihr Gebildeten beschimpft euch anders. Da kann ich nicht mithalten, wenn du mit HAM und umgedreht. Aber mal ganz ehrlich… Ihr seid beides Arschkrampen. Hmmm??? Nicht? Nur weil ihr nicht das Wort Arschkrampe benutzt, in eurem elitären Gesäusele, meint ihr echt, dass das auch noch imponiert das Geschwurbele.

Mach aber ruhig weiter so. Ich habe hier viel an Fachbegriffen lernen dürfen. Auch von Huett. Muss zwar immer erst nachschauen, was wollen die denn jetzt schon wieder. Aber das hat was. Da werden einen Perspektiven aufgezeigt, die ich so nicht kannte. Wie gesagt, macht weiter und haut Respektvoll einen vor den latz. Ich bleibe lieber bei der Arschkrampe. Die scheint universell verstanden zu werden.

Morph März 19, 2012 um 20:43

@HG

“ÜBERALL !!! … wurden VORHER aufwändig maßßgeschneiderte Propaganda-Lügenprogramme aufgelegt! … nur um den Krieg zu beginnen! … das ist VORSATZ !!”

Sicher. Eine Weltmacht ist eine Weltmacht ist eine Weltmacht. Die Propagandalügen zeigen uns aber nicht, wer der ‘Böse’ / ‘Schuldige’ ist, sondern dass Politik nicht Wissenschaft ist, und damit: sich nicht an ‘Wahrheit’ orientiert, sondern an ‘Macht’.

Es geht in der Politik IMMER um Macht. Und wenn Krieg zu führen eine Option ist und die entsprechenden Programme feststehen (diese Programme machen Fachleute, keine Spitzenpolitiker!), dann gibt es situative Umstände, welche die Entscheidung zum Krieg nahezu unausweichlich werden lassen.

Darüber, wann und unter welchen Umständen Krieg eine Option ist, gibt es eine ziemlich elegante Theorie von Gunnar Heinsohn.

wowy März 19, 2012 um 20:44

Angeblich will Iran als Reaktion auf SWIFT die Straße von Hormus schließen und Russland schickt Truppen in den Süden
http://www.businessinsider.com/russia-dagestan-troops-iran-2012-3

holger März 19, 2012 um 21:07

SPD Münte bei dem Blasberg

Der hat doch einen an der Waffel. Er als Politiker, wäre nicht in der Bringschuld. Man könnte ja schließlich Wählen gehen.

kassberg März 19, 2012 um 21:10

@trousrouges aka @HG 23:59

Danke für den Link. Diese Stiftung war mir bisher unbekannt, aber man kann ja nicht jede üble Propagandaschleuder neben der INSM kennen….
Wer wissen will, was an PR in Gazetten von taz bis F.A.Z. abgekippt wird, sollte sich ruhig mal den Pressespiegel durchlesen.

holger März 19, 2012 um 21:12

Und mein Namensvetter von der 3% Splitterpartei… Oh nee… Man gut das noch nen Weibchen in der Runde ist. Aber die schwafelt Politiker sind auch Menschen… Sittler ist ein und er kommt aus Stuttgart. Oh ein Einspieler…

holger März 19, 2012 um 21:15

So wie Münte guckt, der hat auch Erektionsprobleme oder die Prostata.

holger März 19, 2012 um 21:17

Aha die FDP hat ein Quotenproblem mit die Weibchen.

holger März 19, 2012 um 21:27

Bruhahahaha

Luebberding schreibst du Frühkritik? :D Ich habe den Text schon fertig. :D

holger März 19, 2012 um 21:32

Münte will bestimmt nach Hause zum jungen Weibchen.

flummi März 19, 2012 um 21:34

59 Promille der Deutschen würden glauben dass Gauck das Vertrauen in die Politiker zurückgewinnen könnte.

Darau trinken wir dann einen, ne?

kann man diesen Guruckel nicht endlich mal vergessen. Wahlrecht, Freheiit der Changsen…

und was ist mit der Freiheit der Changesenlosen?

und der Sittler darf nur Stichworte einwerfen?

Hans Hütt März 19, 2012 um 21:36

wowy

Schon mal selbst auf eine Karte des “russischen” Süden geworfen? Was liegt südlich von Dagestan?

Morph März 19, 2012 um 21:40

@Holger

“Aber mal ganz ehrlich… Ihr seid beides Arschkrampen. Hmmm???”

@HAM bezeichnet Meinesgleichen als Handlanger von Sadisten und Menschenfeinden. Und stilisiert sich selbst als Elite. Das ist historisch falsch, persönlich unglaubwürdig und eine Selbsterhöhung auf Kosten von Mitdiskutanden. Das markiere ich. Und @HAMs Reaktionen von wegen: was ich kleiner WiMi mir erlauben würde, nehme ich gern in Kauf, weil es überdeutlich macht, wes Geistes Kind der Typ ist.

Du demontierst Dich jedenfalls selbst durch Deine pampige, zotige Art. Ich sag jetzt mal nichts weiter dazu. Aber ich weiß sehr genau, dass Du Dir damit nicht gut tust.

wowy März 19, 2012 um 21:49

@HH
Steht im Artikel:
“Dagestan is only 124 miles north of Iran”

holger März 19, 2012 um 22:02

@ Morph

—>>>Du demontierst Dich jedenfalls selbst durch Deine pampige, zotige Art. Ich sag jetzt mal nichts weiter dazu. Aber ich weiß sehr genau, dass Du Dir damit nicht gut tust.”

Ich bin ja auch kein Prof.Dr.Dr. Lauterbach. Und wenn es nach mir gegangen würde sein. Würden wir beiden Hübschen uns jetzt nicht schreiben. Wie gesagt, ich war schon mal über den Jordan. Sollte aber da nicht bleiben. Warum auch immer. Morph ich werde mich auch nicht einen Millimeter bewegen, um irgendeinem zu gefallen. Das mir deswegen auch die Axt ins Kreuz gerammt werden kann oder das Auge rausgerissen, ist mir bewusst. Und? Bitte! Immer drauf schlagen. Ich werde mich wegen Geld Ruhm und Anerkennung nicht verhuren lassen. Das habe ich nicht nötig. Eher gehe ich lieber über den Jordan. Also komm mit etwas, mit Substanz. Du schreibst hier eigentlich einem Toten. Der leider noch hier verweilen muss.

Hans Hütt März 19, 2012 um 22:03

wowy
Und dazwischen? Sieh Dir selbst die Karte an. Aserbeidschan. In welcher Bündnislogik zu Iran und Russland?

Dieser link ist ein typisches Beispiel für argumentfreie Insinuation. Raunen und Dräuen

Blogerkeule März 19, 2012 um 22:03

@ kassberg

hab mir mal die Personenbeschreibungen reingezogen, da gibt es richtig Komplexe, wenn die früher klassische Form des Lebenslaufs verglichen wird.
was aus einer Lehre so alles formuliert werden kann :

“Mitglied der Revisionsabteilung” …

die wissen was sie verkaufen wollen !!!

flummi März 19, 2012 um 22:12

Off Topic- Terroranschlag in Frankreich gegen jüdische Schule
http://blog.fefe.de/?ts=b199593d
Und hier labern sie über die Wiedereinführung der Monarchie

wowy März 19, 2012 um 22:14

@HH
Bevor du hier dein Oberlehrerquiz weitermachst, lies es doch einfach nach:
http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fenpolitik_Aserbaidschans

“argumentfreie Insinuation. Raunen und Dräuen”
Jetzt müsste das aber langsam mal wieder nachlassen, bei dem Output der letzten 24 Stunden. Ist diesmal ziemlich heftig.

wowy März 19, 2012 um 22:19
Hans Hütt März 19, 2012 um 22:20

wowy
Es ist gezielte Vergrämung

wowy März 19, 2012 um 22:23

Ich hoffe, das kann man behandeln. Gute Besserung!

Hans Hütt März 19, 2012 um 22:26

PS: Denn was soll dieser link sagen? Was will wowy damit sagen? Cool down und beschränk Deine Beteiligung auf Gelegenheiten, die eigene Argumente beitragen

Kopfsteherversteher März 19, 2012 um 22:42

@morph

= > … für ein Waschbär bistu aber erstaunlich flink auf den Beinchen! :-)

“Sicher. Eine Weltmacht ist eine Weltmacht ist eine Weltmacht.”

“Es geht in der Politik IMMER um Macht. Und wenn Krieg zu führen eine Option ist und die entsprechenden Programme feststehen”

= > … eben, da standest du noch da vorne, weit im Luhmann-Off und hast Männchen gemacht. Auf der Position “Kriege entstehen durch Zufall!”.

= > … Und plötzlich stehst du direkt hinter mir und anerkennst, dass die USA – in verzweifeltem Trennungsschmerz ihrem vergehenden Weltmachtstatus nachweinend – mit vollem Vorsatz Angriffskriege mit vorgetäuschten oder provozierten Rechtfertigungstatbeständen begehen.

” Die Propagandalügen zeigen uns aber nicht, wer der ‘Böse’ / ‘Schuldige’ ist, sondern dass Politik nicht Wissenschaft ist, und damit: sich nicht an ‘Wahrheit’ orientiert, sondern an ‘Macht’. ”

= > … ich habe zunehmend den Eindruck, dass sich mittlerweile ziemlich viele Menschen, die im “Westen” leben, von dieser verlogenen, verbrecherischen und kriegsverbrecherischen Politik der USA (& Hintertanen) abgestossen fühlen. Diese menschen scheinen sich doch etwas aus “Wahrheit” zu machen und mehr am “Guten” sich zu orientieren, als am “Bösen”. Das bleibt nun ganz gewißß nicht folgenlos, @morph.

= > … Bedenke er: … was den “Westen” stark gemacht hat, das war – neben dem relativen Wohlstand – die relative Freiheit! Das war die Vorstellung von Rechtstaatlichkeit. Das war die Vorstellung von Demokratie – und zwar der echten, also der , wo es heißt, gemacht wird, was die Mehrheit des Volkes will unter Beibehaltung von garantierten Grundrechten für die jeweiligen Minderheiten, nicht der falschen “Demokratie” (Soros, Popper, Ulbricht, “SPD”-ler, …). Ich sehe im “Westen” eine aufklaffende Spaltung zwischen den totalitärwärts-orientierten Bestands-”Eliten” und der Bevölkerung. Die Bevölkerung kann man natürlich unterdrücken. Mit Gewalt. Stalin hat das versucht – mit zeitlich & sachlich beschränktem Erfolg …

“Es geht in der Politik IMMER um Macht. Und wenn Krieg zu führen eine Option ist und die entsprechenden Programme feststehen (diese Programme machen Fachleute, keine Spitzenpolitiker!), dann gibt es situative Umstände, welche die Entscheidung zum Krieg nahezu unausweichlich werden lassen.”

= > … daßß die Politclowns nur Politclowns sind ist seit eh und je mein Reden, @morph. Das wird aber von @Hütt & @flübberding nach wie vor bestritten. Hütt tut immer noch so, als ob dieses merkwürdige “Obama”-Dingens irgendwas zu melden hätte …

= >… “Alternativlosigkeit”, ist wohl kaum die Ursache für die Kriege der Amis in den letzten 15 Jahren.

“Darüber, wann und unter welchen Umständen Krieg eine Option ist, gibt es eine ziemlich elegante Theorie von Gunnar Heinsohn.”

= > … Heinsohn macht alles an der “youth bulge” fest, odda. Diese Auffassung teile ich nicht. Sicher ist das EIN Einflußß. Aber nur einer unter vielen. Merkwürdig ist auch, daßß H. den youth bulge sowohl als Ursache für Kriege, als auch als unerläßßliche Grundsubstanz für Wachstum ansieht. Die Empirie ist da m.E. doch sehr widersprüchlich (Arabien, Afrika, Indien, usw.)

holger März 19, 2012 um 22:43

Komisch… immer vor Wahlen passiert irgend was.

http://www.n-tv.de/politik/Sarkozy-reagiert-auf-Serienmoerder-article5804841.html

Hätte man nicht einfach Flugzeuge Richtung Eifelturm… nee, verwerfen… VT

Morph März 19, 2012 um 23:03

@HG

“= > … eben, da standest du noch da vorne, weit im Luhmann-Off und hast Männchen gemacht. Auf der Position “Kriege entstehen durch Zufall!”.”

“Kriege entstehen durch Zufall” soll heißen: Nicht durch persönliche Kriegsgeilheit eines Würtchen und Regenmachers (jedenfalls nicht in 99,9% der Fälle), sondern durch z.T. schwer zu rekonstruierende Gemische aus Wirtschaftsinteressen, Ideologie, Dummheit (Informationsmangel). Ich meine, es ist denkbar, dass irgendeine Gruppe komplett kenntnisfreier Großgeldgeber in einem Wahlkampf aus ihren Stammtischlaunen heraus irgendein unfinished business erledigt sehen wollen und Druck machen. Wir wissen aus den Wikileaks-Dossiers wie atemberaubend trivial die gesammelten Information sind, die offenbar entscheidungsleitend sein sollen. An die Expertise von Politikern, politischen Beratern und think tanks glauben ja nur die selbst (+ @Hans Hütt). Wir wissen, das der Afghanistan-Einsatz praktisch ins Blaue erfolgte. Noch nicht einmal genügend Sprachkundige hatten die Amis.

Wenn es in einer solchen Situation absoluter Unkenntnis (der Risiken und Chancen) zum Kriegsbefehl kommt, kann man m.E. von Zufall sprechen.

“= >… “Alternativlosigkeit”, ist wohl kaum die Ursache für die Kriege der Amis in den letzten 15 Jahren.”

Das ist eben das Merkwürdige an der Irrationalität der Kriege: Sie sind weder zwangsläufig und schon gar nicht werden sie im Namen einer guten Sache geführt. Gleichwohl sind sie, weil die US-Regierung quasi chaotisch funktioniert (wo big money regiert, regiert das Chaos), in ihrer Zufälligkeit zwangsläufig. Dass es nicht zur nuklearen Weltkatastrophe gekommen ist, haben wir bekanntlich der etwas zurechnungsfähigeren Regierungsweise der Sowjetunion zu verdanken (der Preis dieser relativen Zurechnungsfähigkeit war die gruseligste Selbstzerfleischung des sozialistischen Motivs im Gestalt des Stalinismus – so ‘ambivalent’ ist Weltgeschichte!).

“= > … Heinsohn macht alles an der “youth bulge” fest, odda. Diese Auffassung teile ich nicht. Sicher ist das EIN Einflußß. Aber nur einer unter vielen. Merkwürdig ist auch, daßß H. den youth bulge sowohl als Ursache für Kriege, als auch als unerläßßliche Grundsubstanz für Wachstum ansieht. Die Empirie ist da m.E. doch sehr widersprüchlich (Arabien, Afrika, Indien, usw.)”

Ganz einverstanden.

Morph März 19, 2012 um 23:08

@Hans Hütt

“Cool down und beschränk Deine Beteiligung auf Gelegenheiten, die eigene Argumente beitragen”

Ich fand @wowys Argumente durchaus nicht überhitzt und seine Bitte durchaus nachvollziehbar, Du mögest doch mal einen Punkt wirklich ausdiskutieren. Im Gegenteil fand ich Deine Repliken gereizt, wie als würdest Du merken, dass Deine Position nicht zu halten ist.

wowy März 19, 2012 um 23:21

@Morph
Danke, aber mit Logik kommt man da nicht bei. Das ist was Irrationales, das @Hütt da umtreibt.

Hier gibt es noch das Interview von Klaus Kleber mit Ahmadinedschad:
http://www.youtube.com/watch?v=P2VJIOR8I3s&feature=youtu.be

Morph März 19, 2012 um 23:22

@HG

nochmal zur Youth bulge:

Auf jeden Fall kann man sagen, dass vergreisende Bevölkerungen wie die europäischen keine Kriege mehr gegeneinander führen werden, weshalb ja die Steinbrück-Version der EU (nie wieder Krieg) so albern wirkt. Als wenn er selbst noch mal die Kavallerie anführen würde. Der Weltgeist zu Pferde, sicher, im Rahmen der Ponyhof-Senioren-Therapie. Es ist alles so lächerlich.

Und Auf jeden Fall kann man sagen, dass eine Bevölkerung mit vielen jungen Männern, denen nur wenige gesellschaftliche Positionen gegenüberstehen, ein Monster-Problem hat. Die bestehenden sozialen Gefüge dieser Bevölkerung können nur dann erhalten werden, wenn der Druck des Nachwuchses irgendwie auf einen äußeren Feind gelenkt wird. Und aus systemtheoretischen Gründen glaube ich, dass man die Prägekraft und das Beharrungsvermögen des gesellschaftlichen Gefüges gar nicht hoch genug veranschlagen kann.

Wie sagte ein Freund von mir: die Palästinenser haben keine guten Argumente, aber sie können über-zeugen.

flummi März 19, 2012 um 23:27

“Wie sagte ein Freund von mir: die Palästinenser haben keine guten Argumente, aber sie können über-zeugen.”

Morph, gehts noch? Wieviele Palästinenser kennt dein Freund? Kennt er palästinensiche Friedensaktivisten, palästinensische Frauen?

Diese ganze Scheißdebatte dreht sich ständig im Kreis. Mal spricht man von “Israel” dann wieder von “den Palästinensern die keine Argumente hätten” .Worum gehts denn in diesem Konflikt?

Worum geht es hier in diesem Krieg?

flummi März 19, 2012 um 23:29

Und welche Argumente hat Deutschland, wenn es U-Boote und Lenkwaffen an Israel verkauft?

flummi März 19, 2012 um 23:30

Und welche Argumente hat Deutschland wenn es Panzer an Saudi Arabien liefert

Welche Argumente hat “Deutschland” wenn es jeden Konfliktherd dieser Erde mit Waffen befeuert?

Morph März 19, 2012 um 23:37

@flummi

“Diese ganze Scheißdebatte dreht sich ständig im Kreis.”

Ja, sie dreht sich im Kreis. Auf der Ebene von Kollektividentitäten (‘die Palästinenser’, ‘die Israelis’) gibt es offenbar keine Lösung. Mir fällt angesichts dieser Lage nur der ‘böse Blick’ ein, der diese ganzen Kollektive als Trugbilder behandelt. Wer kann, sollte sich von diesen Identifikationen frei machen, glaube ich. Dass das auf breiter Front gelingt, ist sehr unwahrscheinlich. Aber etwas besseres fällt mir nicht ein. Hast Du eine Idee?

flummi März 19, 2012 um 23:38

Natürlich bietet sich auch der Iran sehr gut als Bombengeschäftspartner. Wie sieht es da mit Argumenten aus? Was sagt dein Freund dazu?

Und was sagt dein Freund zu Herrn Gaucks Ansichten, die Erinnerung an den Holocaust wäre zu einer Ersatzreligion der Deutschen geworden, weil die ihren Gott vergessen hätten? Und dass der Bundesprarrer auch der Meinung war, dass unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt werden müsse? Wie findet er diese Argumentation des Herren Gaucks, ist Freiheit überhaupt ein Argument oder ist diese Freiheit des Herrn Gauck eine über-zeugung des Jehova?

flummi März 19, 2012 um 23:49

off topic aber worum es doch eigentlich geht ist doch das hier, oder nicht?

Angus and Butler hope to alter this trend and suggest an action plan to move the world in a more environmentally respectful direction: cease all military operations at home and abroad; begin phasing out fossil fuels and biofuels and replace them with wind, geothermal, wave and solar power; bolster efforts by farmers to convert to ecological agriculture; eliminate factory farms and agribusiness; support local food production; increase public transportation networking; regulate corporations to eliminate waste, planned obsolescence, pollution, and manipulative advertising; and ensure that women everywhere have access to birth control and abortion.

Unfortunately, Too Many People? – sane, clear, and forthright as it is — doesn’t tell us how to push this agenda forward. That’s our job — and we’ll need every last soul to push the naysayers out of the way and make it happen.

http://climateandcapitalism.com/2012/03/19/truthout-review-too-many-people/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=truthout-review-too-many-people

Morph März 19, 2012 um 23:51

@flummi

vermutlich können wir uns ziemlich schnell darüber einigen, dass Waffengeschäfte eine Schande sind.

Gaucks Überlegungen zur Rolle des Holocaust im deutschen Selbstverständnis finde ich etwas einseitig, aber er hat da einen Punkt getroffen, glaube ich.

Über Afghanistan kann Gauck vermutlich nicht sachgerecht reden, schätze ich. (Ich auch nicht, aber zumindest könnte ich den Zweifel daran begründen, dass Gauck es kann).

Und Gaucks Freiheitspathos: Auch das finde ich nicht völlig verkehrt.

Gauck ist für mich wie Sloterdijk: Im Grunde möchte ich ständig sagen: Ja, aber! – Und das ist ja schon was, oder? Kann man eigentlich mehr verlangen, mehr erreichen?

flummi März 19, 2012 um 23:52

sorry, nur um folgendes nochmal ganz deutlich zu machen:

“Those who claim [that] slowing population growth,” Angus and Butler write, “will stop or slow environmental destruction are ignoring these real and immediate threats to life … Corporations and armies aren’t polluting the world and destroying ecosystems because there are too many people, and they won’t stop if the birth rate is reduced. If Afghan women have fewer babies, the US military won’t stop firing shells made of depleted uranium into their villages. Nor will military bases in Afghanistan stop dumping toxic wastes into open burn pits.”

flummi März 20, 2012 um 00:08

@ Morph

ja und mir wäre es am liebsten, wir müssten uns gar nicht über diesen Herrn Gauck unterhalten sondern uns wirklich mal die ganze Scheiße vor Augen führen, in der wir hier schwimmen. Die muss uns keiner schön reden, da helfen auch keine Pillen. Auch unser Land muss uns keiner heilig sprechen, solange es hier noch so dermaßen stinkt

Morph März 20, 2012 um 00:29

@flummi

na, aber für verschiedene Leute ist es auch eine ganz unterschiedliche Scheiße, in der sie schwimmen. Wir beide z.B. haben uns noch nie gesehen, wissen nahezu nichts voneinander, AUSSER der Tatsache, dass wir an der Öffentlichkeit teilnehmen, die uns die Massenmedien zeigen. Wir brauchen Figuren wie Gauck, Bohlen, um angesichts solcher Themen feststellen zu können, in welcher Hinsicht wir einer Meinung sind oder nicht.

Insofern: Klar ist das alles Fake und Quatsch, was uns die Medien zeigen; anderseits: wie sollen Leute, die keine gemeinsam geteilte Lebenswelt haben, zueinander kommen ohne solche Themen?

Wir brauchen Zentren der Selbigkeit um zueinander kommen zu können, und die können total profan sein, so what? Hauptsache, es funktioniert, oder nicht?

flummi März 20, 2012 um 00:34

@ Morph

ich dachte ich hätte da oben ein paar Themen aufgeführt, die uns zueinander bringen könnten? Wozu brauchen wir da bitte einen Gauck? Der lenkt doch nur ab.

flummi März 20, 2012 um 00:39

bzw. naja, hier z.b ist es ein Bahnhof, welcher die unterschiedlichsten menschen zusammenbringt. Der ist ja letzlich zwar konkret, bzw. dieses risen Loch hier im Herzen der Stadt und dieser blutende, entbäumte Park, aber er ist auch ein Symbol. Es ist schon spannend das hier mitzuerleben, wie die Thematik sich ausweitet, wie immer mehr Aspekte mit integriert werden in diesen Prozess. Ich weiss jetzt nicht ob ich das richtig rüber gebracht habe, aber mich hat schon gefreut das der Sittler heute mal das Thema Armut mit eingebracht hat und das Wort Bahnhof gar nicht gebrauchte.

flummi März 20, 2012 um 00:54

auch wenn er sich von diesem fdp fuzzi das wort “Leiharbeit” gleich hat wieder schön reden lassen. unerträglich diese talk shows
ich hatte dem Großen Ratschlag deswegen auch das Thema Arbeit ans Herz glegt mit diesen link hier von Lutz Brangsch
http://www.brangsch.de/arbeit/welchearbeit.htm

(…)”Der Fokus sollte also weniger auf dem Beschwören des Endes der Arbeit liegen, sondern auf der menschgemäßen Gestaltung der tatsächlich notwendigen Arbeit und der Schaffung von Arbeitsplätzen in den Bereichen der Lebensgestaltung, in denen Defizite gut bekannt sind. Es geht um gesellschaftliche Arbeit, um Arbeit die einen gesellschaftlichen Bezug und gesellschaftliche Anerkennung erfährt, die gesellschaftlich organisiert ist, gesellschaftliche Anerkennung einschließt, von und mit der Mensch leben kann. Das schließt einen Ausbau sozialer Sicherung und eine Verkürzung der Arbeitszeit nicht aus, ist vielmehr Bedingung für menschgemäße Arbeit. Zu diesem Ideal gehört auch die Vielfalt von Arbeit, der Wechsel von Arbeitsfunktionen als normales Moment von Leben, als Bereicherung, nicht als Bedrohung. Nicht der Ausstieg aus dem Regime von gesellschaftlicher Arbeit sondern die bewusste Gestaltung gesellschaftlicher Arbeit ist das Gebot. Die Diskussion muss sich aus der Gleichsetzung von gesellschaftlicher bzw. vergesellschafteter Arbeit und Lohnarbeit lösen – der Fetisch Lohnarbeit sarf nicht durch den Fetisch Eigenarbeit abgelöst werden.

Nur in einem solchen Kontext macht “das Recht auf Faulheit” Sinn. Arbeit nicht als Selbstzweck, sondern als gesellschaftlichen, solidarisch-kooperativen Prozess gestalten und damit Muße allen möglich machen.”

Grade hier, wo doch soviele tolle Arbeitsplätze und die Ingenieurskunst der Rüstungsindustrie und dem Tunnelbau zum Opfer fallen ist das ein Thema das unbedingt auf die S21Agenda gesettet gehört.

flummi März 20, 2012 um 00:56

was ich persönlich über gesellschaftliche Anerkennung denke soll hier kein Widerspruch sein ;-)

flummi März 20, 2012 um 00:57

Sorry für meine fürchterliche Geschwätigkeit heute, ich halte mich jetzt zurück.

Hans Hütt März 20, 2012 um 01:15

Morph

Es ist ganz einfach- ein bescheidener Versuch, das wahllose kontextlose Posten von links mit einem Fragezeichen zu beantworten. Auf die Frage nach eigenen Motiven, Kontextkenntnissen geht wowy nicht ein. Da postet er einen link zum businessinsider mit vagem Hinweis auf russische Truppenbewegungen. Und was heißt das? wowy wirkt mit diesen Einwürfen auf mich wie Fabrizio del Dingo in der Schlacht bei Waterloo, a priori erfahrungslos, aber irgendwie dazu entschlossen, sich einen Reim zu machen.

Ich bin alles andere als gereizt und wiederhole die Frage nach dem analytischen Kontext. Den scheint es nicht zu geben und schon zieht er die Karte des zu unrecht Beleidigten. Dann soll er es doch einfach lassen. Was ist sein Motiv, sich hier zu beteiligen? Meins ist klar – und ich erlaube mir gelegentlich, die Motive unserer Gäste auf die Probe zu stellen, mit dem Risiko, dass einer gleich zu schreien anfängt und mich beschimpft.

Also noch mal wowy: Was ist das Motiv für Dich, hier zu kommentieren, welche Erkenntnis liefert der businessinsider-link?

Hans Hütt März 20, 2012 um 01:31

By the way: Schon der Auftakt von Klebers Interview ist Blödsinn: Ahmadinedschad als den gefährlichsten Mann der Welt zu bezeichnen, überschätzt die politische Macht des Mannes im System des Iran. Die faktische Macht liegt in den Händen des Wächterrats. Das so anzufangen erzeugt den Eindruck eines embedded journalism, der eine eigene politische Agenda bedient.

Ich habe vor ein paar Jahren mal an einer Konferenz des AA zur Sicherheit im Mittleren Osten teilgenommen. Da waren alle Anrainer des Iran, die Emirate, die Saudis und die Iraner präsent, teilweise durch Mitglieder der Herrscherfamilien, beim Iran durch einen gut vernetzten Politologen. Der Konsens lautete, dass die 50 oder 60 alten Männer im Wächterrat den status quo erhalten wollen: ihrer eigenen Macht und in der Region. es kann dazu kommen, dass die jetzt schärferen Sanktionen aus ihrer Sicht den status quo gefährden. Aber welche Option haben sie? Zurück an den Verhandlungstisch und Kontrollzugang für die IAEA. Das geht ohne Gesichtsverlust.

Klebers Auftakt ist unseriös

TH März 20, 2012 um 05:27

A. hat mE treffend bemerkt, daß Klebers Ton sich demjenigen eines politischen Repräsentanten annäherte. Klebers Mimik war zu Beginn kontrolliert, gab sich aber spätestens eine Blöße, als A. Irans Auffassung darlegte, europäischen Staaten wirtschaftlich schaden zu können.

@”unseriös”:

Wenn das, was ich eben bei youtube angesehen habe, die Sendung in der Form ist, die über den Sender gegangen ist, dann teilt diese Sendung ein Gebrechen einer großen Zahl von Sendungen praktisch aller Kanäle der heutigen Zeit: der Journalist (der vorab (umfassend, vielleicht nicht vollständig) informierte Makler von Informationen, die im Interview der befragte selbst vortragen, verraten soll) stellt seiner Arbeit als Motto ein Urteil voran.

Dieser Stil nimmt mittlerweile ein Ausmaß an, das ich enervierend nennen muß und die Frage aufwirft, warum diejenigen, die eine solche kommunikative Taktik zur Strategie erhoben haben, ihre eigene Position offensichtlich als so ungünstig (häßliches Wort: schwach) einschätzen, daß sie den Pfad von Aufklärung und Überzeugung verlassen. Siehe das (nun schon nicht mehr ganz so) neue Motto der ARD “Wir sind eins.” – ich erlaube mir, darin keinen Claim zu sehen, der die Chronistenfunktion dieser Sendergruppe herausstriche.

Hast Du, Hans Hütt, mal erhoben, wie häufig in den Merkelkabinetten in der politischen Rede & Verlautbarungen die Wendungen “ich/wir glauben” benutzt werden, im Vergleich zu früheren Kabinetten? Etwa im Vergleich zu hergebrachter Diktion wie “überzeugt” – bis hin zu der Figur der “felsenfesten Überzeugung”, wo das Ergebnis logischer Operation bereits mit Glaubensidiomatik verwachsen ist.

h.huett März 20, 2012 um 06:53

Morph

Ich habe nichts gegen überhitzte Argumente. wowy verlinkt argumentfrei. Das habe ich gestern angesprochen und deutlich gemacht, dass er das besser lassen solle.

h.huett März 20, 2012 um 08:07

Zugegeben, ich übertreibe manchmal gerne ;-) In diesem Fall mag ein Vergleich den Nutzen illustrieren. Was würde ein Seminarleiter X oder Y dazu sagen, wenn die Diskussion zu einem gewissen Thema immer wieder von einem zweifellos sehr wendigen Teilnehmer mit dem Hinweis unterbrochen wird: Hier gibt es diesen link oder jenen?

Was will uns das sagen?

Wenn der eifrige Teilnehmer die Antwort darauf schuldig bleibt, kann man schonend darüber hinwegsehen oder durch wiederholte Nachfrage auf Einsicht setzen.

Also noch einmal die freundliche am Erkenntnisfortschritt dieser Seite interessierte Aufforderung an alle hiesigen Teilnehmer, wenn sie zu laufenden Debatten einen link beisteuern, dann bitte mit einem kurzen Hinweis darauf, warum er die Debatte bereichert.

Wer die Antwort schuldig bleibt und zudem besonders zweifelhafte links zu wüsten VT-Seiten bringt, bekommt ein Problem. Das betrifft die “Blogherren” übrigens auch rechtlich. Denn der schönste Disclaimer schützt sie in Konfliktfällen nicht vor der eigenen Verantwortung zu prüfen, in welchen Abgrund der eine oder andere link mitunter führt.

Meine Bitte an wowy (und alle anderen) appelliert an die Vernunft und Kooperationskultur. Sie kann durchaus besser werden. Und so, wie Kommentator @morph gewisse Probleme mit einer Ausdrucksweise äußert, wie sie der hauseigene alttestamentarische Prophet @holger mitunter an den Tag legt, so habe ich gewisse Probleme damit, wenn der Eindruck einer egalitären Debatte durch Beiträge gestört wird, deren Nutzen einer diskursiven Prüfung nicht standhält.

wowys Kommentar mit dem link zu dem Kleber-Interview zum Beispiel enthielt keinen Hinweis auf den Inhalt und die Form des Interviews. Man kann ja mal die Frage stellen, ob er sich die 45 Minuten selber angesehen hat. Wenn das nicht der Fall gewesen sein sollte, dann könnte er selbst zur Einsicht kommen, dass das suboptimal war.

holger März 20, 2012 um 08:14

h.huett

—>>> Aber welche Option haben sie? Zurück an den Verhandlungstisch und Kontrollzugang für die IAEA.”

Genau hier liegt das Problem. Weil “Israel” mag die IAEA auch nicht. Und die Frage ist: Wer könnte denn wen nun gefährlich werden? Das Problem im “nahen” Osten ist, das “Israel” nicht mit offenen Karten gespielt hat und auch nicht spielen wird. “Israel” steht über dem Gesetz. Nur darum geht es. Das weiß die Führung von “Israel” auch. Und auch der Wächterrat der Perser. Wenn sich “Israel” an die “normalen” Richtlinien halten würde, wäre schon längst ein Friedensplan da. Und dieses Verhalten geht auf die Balfour Deklaration zurück. Die einen Semiten haben die anderen “Semiten” willkommen mit offenen Armen aufgenommen. Nur was haben die “Semiten” daraus gemacht? Sie haben fast alle Verträge gebrochen. Da muss ich mich nicht wundern, wenn da mal den Anrainern die Hutschnur platzt. Und ich mache da echt einen Unterschied zwischen Juden und den auserwählten “Semiten”. Die vorwiegend aus “Osteuropa” stammen.

holger März 20, 2012 um 08:21

h.huett

—>>>Und so, wie Kommentator @morph gewisse Probleme mit einer Ausdrucksweise äußert,

kann er ja gerne :D Was meinste was los ist, wenn wir Weihnachten Scrabble spielen… da gibts immer Haue für klein holgi.

—>>>wie sie der hauseigene alttestamentarische Prophet @holger mitunter an den Tag legt

Bitte… alles… aber nicht alttestamentarisch. Prophet ist i.O. das hab ich auch drauf.

h.huett März 20, 2012 um 08:23

holger
Es gibt einen gewichtigen Unterschied. Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet. Iran schon. Und daraus ergeben sich Pflichten – für den Iran. Eine regionale Deeskalationsstrategie müsste mittel- bis langfristig darauf setzen, dass alle Waffenarsenale in der Region reduziert werden und Israel im Gegenzug zu einer Existenzgarantie den Einsatz von Nuklearwaffen auf den Fall eines Angriffs seiner territorialen Integrität beschränkt.

holger März 20, 2012 um 08:30

Was meinste was passiert, wenn ich den Begriff “STYX” auf ein dreifach Feld lege. Da geht wieder ein Raunen durch die Runde und meine Mutter auf Toilette :D

holger März 20, 2012 um 08:33

@h.huett März 20, 2012 um 08:23
holger
Es gibt einen gewichtigen Unterschied. Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet. Iran schon. ”

Du sagst es. Das meinte ich eigentlich. Da liegt etwas, was den “Nachbarn” nicht gefällt. Ich habe mich Quasi dazu verpflichtet den Drilling ohne Munition im Waffenschrank zu lassen, und neben an, ballert mein Schwiegervater los, wann er will.

Morph März 20, 2012 um 09:05

@Hans Hütt, @Holger

“Und so, wie Kommentator @morph gewisse Probleme mit einer Ausdrucksweise äußert, wie sie der hauseigene alttestamentarische Prophet @holger mitunter an den Tag legt (…)”

Ich habe nicht ‘gewisse Probleme’, so als würde ich mich fremdschämen und erröten wenn @Holger Mutmaßungen über die sexuelle Funktionalität irgendwessen private parts anstellt. Ich stelle nur fest, dass @Holger damit und seinen Beleidigungen ein Bild von sich erzeugt, das nur dann in seinem Interesse läge, wenn er auch sonst zu selbstverletzendem Verhalten neigt. Und den Blogherren gebe ich zu bedenken, dass es kommunikativ demotiviert, wenn die eigene Rede sich ständig neben vulgärem Gegrunze zur Geltung bringen muss.

Das für alttestamentarische Prophetie zu halten, mag jemandem einleuchten, der Youporn für sexuelle Hochkultur hält.

wowy März 20, 2012 um 09:20

@HH
“und ich erlaube mir gelegentlich, die Motive unserer Gäyste auf die Probe zu stellen, mit dem Risiko, dass einer gleich zu schreien anfängt und mich beschimpft.”

Das ist wirklich köstlich! Falls ich dich daran erinnern darf, hast du hier mit Beschimpfungen und Rumgeschrei begonnen und ich habe völlig ruhig geantwortet.
VT ist dein Totschlagargument, wenn dir sonst kein besseres einfällt, was doch öfter der Fall ist. Zumindest immer dann, wenn du – weg von der Sache – sehr schnell persönlich wirst.
Was das Interview betrifft, so habe ich geschrieben ” Hier gibt es noch das Interview von Klaus Kleber mit Ahmadinedschad: ” und dann – große Überraschung – folgt ein Interview mit Klaus Kleber und Ahmadinedschad. Damit war nun wirklich nicht zu rechnen ;-)
Der link von “business insider” stellt die Dinge selbst in Frage, man muss ihn nur lesen, so wie ich der Aussage, dass Ahmadinedschad die Straße von Hormus sperren will ein “angeblich” vorangestellt habe.
Dein liebstes Hobby ist, bevorzugt den Mitkommentierern unwahre Dinge zu unterstellen und das Wort im Mund herumzudrehen, die eine eigene Meinung vertreten.
Du möchtest nicht diskutieren, sondern angehimmelt werden, einzigartig sein. Sorry, bist du leider nicht, so wie niemand von uns.

h.huett März 20, 2012 um 09:21

Morph

:-D Wer wollte das bestreiten? Aber so, wie ich darum bitte, vor dem Posten von links sie und sich selbst darauf zu prüfen, ob sie die Diskussion beflügeln oder nicht, so hoffe ich implizit auch, dass die tatsächlich verlinkten Texte auch zur Kenntnis genommen werden. Wie zum Beispiel dieser hier, dessen Wortlaut eine gewisse komparativ begründbare Nähe zu @holgers Ausfällen besitzt. Das macht weder das Alte Testament noch Holgers Beiträge schöner. Aber der Appell, so wie Du ihn formulierst, verfehlt wahrscheinlich sein Ziel, weil es uns unbekannte Motive dafür geben kann, sich so und nicht anders zu äußern.

Zur Youporn-Komparatistik kann ich mich nicht äußern. Gibt es da Kundigere?

holger März 20, 2012 um 09:23

@ Morph

—>>>. Ich stelle nur fest, dass @Holger damit und seinen Beleidigungen ein Bild von sich erzeugt, das nur dann in seinem Interesse läge, wenn er auch sonst zu selbstverletzendem Verhalten neigt.”

Yep, das ist so. Nur umbringen soll ich mich nicht. Weil, und jetzt kommt es, wenn du eine gewisse geistige “Schmerzgrenze” dauerhaft überschreiten kannst, werden Dinge auf einmal klarer. Und ich mache auch keinen Hehl daraus, mir oft und öfters selbst im Weg zu stehen. Dh. es gibt einen holger, der noch nicht die Grenzschichten under controll hat. Einen holger der ganz “normal” sein kann, und einen der einfach nur “irre” ist. Und glaub es mir, ich würde am liebsten diese Erfahrung nicht gemacht haben. Ich bewundere meine Nachbarn, die ein ganz geregeltes Leben auf sich nehmen können. Das nach blubbern, was ihnen als Sauce vorgesetzt wird. Tut mir echt Leid… meine Mutter hat bei der Geburt irgend wie falsch gepresst.

holger März 20, 2012 um 09:34

Und @Morph

ist der Begriff “Arschkrampe” nicht ein schöner Begriff, der sogar dich in Wallung bringt, einen Text zu Verfassen? Dh. es ist nicht das Wort “Arschkrampe” sondern die Anordnung von Buchstaben (Symbolen) die einen Reiz ausüben. ZB bei mir das Wort “Sozialist” Dann könnte ich an die Decke gehen. Warum ist das aber so? Warum denken die Leute bei dem Anblick eines Ur-Alten Symbol dem Swastika sofort an Adolfo? ! 12 Jahre haben gereicht, um das Symbol aus dem leben zu verbannen. Denk mal drüber nach.

Morph März 20, 2012 um 09:34

@Hans Hütt

Man kann alles vergleichen und Oberflächenähnlichkeiten für signifikant halten, deren pragmatische Kontexte unterschiedlicher nicht sein könnten. Sicher. Seriöse Textarbeit und Rhetorik ist das nicht.

“Zur Youporn-Komparatistik kann ich mich nicht äußern. Gibt es da Kundigere?”

Klein-Hänschen, soll ich Dir den Link schicken, oder kriegst Du das selber hin? Sorry, aber diese Reaktion ist im Jahr 2012 für jemanden, der das Internet tagtäglich benutzt, schlicht lachhaft. Ich mag es nicht, wenn man mich für dumm verkauft! Du Spitzenrhetoriker ;-)

Morph März 20, 2012 um 09:45

@Holger

“Ich bewundere meine Nachbarn, die ein ganz geregeltes Leben auf sich nehmen können. Das nach blubbern, was ihnen als Sauce vorgesetzt wird.”

Es gibt kein ungeregeltes Leben. Auch Dein Leben, insofern Du Dich koordiniert verhältst, folgt Regeln. Auch wenn Du vulgär und ausfällig wirst, folgst Du Regeln. Anderfalls könntest Du das gar nicht eintippen. Und eine Deiner Regeln besagt offenbar: Ich bin manchmal ‘irre’ und dann darf ich Leute beleidigen.

Ich finde diese Regel falsch.

Morph März 20, 2012 um 09:48

Und @Hans

Es geht nicht um Appelle, mit denen man durchdringt oder nicht. Sondern es geht z.B. um das Löschen unangemessener Kommentare.

In anderen Fällen warst Du da recht unzimperlich.

How come?

holger März 20, 2012 um 10:07

@ Morphi

—>>>Es gibt kein ungeregeltes Leben. Auch Dein Leben, insofern Du Dich koordiniert verhältst, folgt Regeln. Auch wenn Du vulgär und ausfällig wirst, folgst Du Regeln. Anderfalls könntest Du das gar nicht eintippen.”

Es tut mir Leid aber nicht weh, du hast den Sinn noch nicht verstanden. Es geht mir nicht um den Begriff “Arschkrampe” und was du darunter vermutest. Sondern um die Wirkung, der Symbolik. Weil auch der Situation geschuldet. Wenn ich meinem Sohn sage: “Du Arschkrampe” fängt der immer an zu Lachen. Ich übrigens auch. Warum auch nicht. Aber… wenn ich was erklären möchte, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die “einfache” Sprache am Wirkungsvollsten ist. Das ist für mich erstaunlich. Oder auch nicht. Warum soll man zB Dinge umschreiben, die mit einem Wort alles aussagen. Das sind nämlich die schwallenden Nebel in den sich die vermeintlichen Gescheiten hüllen. Worthülsen eben. Also der Code. Warum ist Jürgen Klopp beim BVB so erfolgreich? Es heißt immer: weil er die Sprache spricht. Nee… er lebt diese Sprache vor. Also Arschkrampe Mund abbutze und weiter machen!

h.huett März 20, 2012 um 10:53

Morph
How come?

Wir befinden uns in einer Versuchsphase. Die ist im Moment noch recht informell und daran zu beobachten, dass die Kollegen nach unterschiedlichen Kriterien (transparent oder nicht) intervenieren.

Mein Ziel ist es, eines nicht allzu fernen Tages keinen Kommentar ungeprüft zuzulassen. Die Kriterien dafür entsprechen dem impliziten Ziel eines Diskussionsfortschritts. Der erlaubt (und erfordert) Kontroversen. Allerdings auch einen anderen Stil. Halbgott und ein paar andere Lunatiker werden weiterziehen oder die Vorgaben erfüllen. Wenn nicht, verschwinden sie durch die Wahrnehmung editorischer Verantwortung.

Ich habe keine Lust, den Zeit- und Energieaufwand weiter zu erbringen, wenn er jeden Tag von neuem nur zu Ergebnissen führt, für die sich das nicht lohnt. Wir betreiben hier übrigens auch keine Volkshochschule oder irgendwelche Weiterbildungsprogramme.

Mit steigenden Hürden, besseren Beiträgen, informierten und zur Sache beitragenden Kommentaren wird die Seite wie von selbst interessanter für interessantere Leute. Ich bin es satt, den Bodensatz aus einer Vergangenheit weiter zu transportieren, die vergangen ist.

Claro?

h.huett März 20, 2012 um 11:06

Morph

Zum Trost: Ich werde demnächst eine sozialmedizinische Abhandlung über die zunehmende Verbreitung von HWS-Syndromen bei der nachwachsenden männlichen Jugend in prekären Verhältnissen schreiben, die sich von einem multinationalem Publikum im Wettbewerb um Aufmerksamkeit zu gefährlichen Verrenkungen verleiten lässt. Bis sie vom Sofa kippen und von der Ambulanz abgeholt werden.

topi bietet komplementär Beckenbodentrainings an. Besserer output. Bessere performance. Bildungsarbeit sexualmedizinische Prävention. Nach der Abwicklung der Sigusch-Professur könnten in Kiel ähnliche Manöver drohen. Ein Trauerspiel.

Morph März 20, 2012 um 11:06

@Holger

Das Thema ist nicht einfache Sprache, sondern wüste und vulgäre Sprache. Natürlich ist es hervorragend, verständlich und pointiert zu reden und zu schreiben. Aber sehr viel schwerer als sich das die großen Vereinfacherer so vorstellen.

Und die Effektivität Deiner Kraftausdrücke ist doch die, dass Leute sich abwenden oder Dir begütigend das Häiptchen tätscheln, oh der arme @Holger hat einen schlechten Tag (@wat).

Ich z.B. schreibe in einem Kommentar, dass Kriegseinsätze sich nicht persönlichen Entscheidungen verdanken, sondern in vorgefertigten Entscheidungsstrukturen exekutiert werden MÜSSEN, wenn die entsprechenden Umstände von VIELEN unverantwortlichen Politikern hergestellt worden sind.

Was fällt Dir dazu ein: Morph, Du hast einen Dachschaden!

Dass ich nun nicht schreibe: Holger, Du Schwachmat, halt’s Maul, Du bist doch zu blöd, Deinen eigenen Namen in den Schnee zu pissen! – liegt daran, dass mich Deine Beschimpfungen nicht als solche erreichen. Also reagiere ich als hättest Du geschrieben: Morph, ich kann Deine Behauptung nicht nachvollzihen, erläutere mal! – Und ich hätte mit noch größerer Bereitschaft meine Überlegungen erläurtert, wenn Du das in der Tat geschrieben hättest anstatt mich zu beschimpfen.

Also, von meiner Seite aus war’s das jetzt zu dem Thema. Wenn Du darauf noch antworten willst, lese ich das mit Interesse, aber ich glaube, die Positionen sind klar geworden.

holger März 20, 2012 um 11:08

h.huett

—>>>Wir betreiben hier übrigens auch keine Volkshochschule oder irgendwelche Weiterbildungsprogramme.”

Doch… Denn sonst könnte man das Tippseln sein lassen. Du bist also vollkommen perfekt, und lernst nicht mehr dazu? Dann Glückwunsch. Warum dann der Blog?

—>>> Halbgott und ein paar andere Lunatiker werden weiterziehen oder die Vorgaben erfüllen.”

Ja, davor graust es mir. Das sie ihre Zelte abbrechen müssen, und weiterziehen. In irgendein anderes zugewiesenes Reservat.

—>>>Mit steigenden Hürden, besseren Beiträgen, informierten und zur Sache beitragenden Kommentaren wird die Seite wie von selbst interessanter für interessantere Leute”

Wer sind denn die interessantere Leute? Der japanische Dienst? Weisste, wenn ich interessante Leute kennen lernen möchte, fahr ich auf einen Kongress. Face to Face. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Also doch alttestamentarisch. :D Und diese Leute bloggen hier nicht. Und werden es auch nicht. Da gibt es andere Portale.

HAM dachte sich das ja auch mal so. Dieses Blog hat Charme. Und der Vorgänger eben so. Weil hier mäandert wird auf Teufel komm raus. Wenn hier uniformiert wird, dann kann ich mich auch gleich selbst beklatschen.

Stephan März 20, 2012 um 11:27

@Morph
>Es gibt kein ungeregeltes Leben. Auch Dein Leben, insofern Du Dich koordiniert verhältst, folgt Regeln.

Also @Morph. Die Regeln denen @Holger folgt sich doch offensichtlich: Aufstehen. Frühstück. Blog beobachten. Kaffee trinken. Müll schreiben. Leute beschimpfen. Mittagessen. Blog beobachten. Kaffee trinken. Müll schreiben. Leute beschimpfen. Abendessen. Blog beobachten. Bier trinken. Müll schreiben. Leute beschimpfen. Schlafen gehen.

holger März 20, 2012 um 11:29

@ Morph

—>>>Dass ich nun nicht schreibe: Holger, Du Schwachmat, halt’s Maul, Du bist doch zu blöd, Deinen eigenen Namen in den Schnee zu pissen! – liegt daran, dass mich Deine Beschimpfungen nicht als solche erreichen. Also reagiere ich als hättest Du geschrieben: Morph, ich kann Deine Behauptung nicht nachvollzihen, erläutere mal! – Und ich hätte mit noch größerer Bereitschaft meine Überlegungen erläurtert, wenn Du das in der Tat geschrieben hättest anstatt mich zu beschimpfen.”

Siehste… :D genau das meine ich. Morph ich habe mich mal durch so etwas in eine “lebensgefährliche” Situation gebracht. Bei den Ex-Yugos. Da hat einer, was allgemein ne Floskel ist, in den “falschen” Hals bekommen. Uiii… da war was los.

—>>>Was fällt Dir dazu ein: Morph, Du hast einen Dachschaden!”

Das redest du dir nur ein. Wie kann ich dir attestieren einen Dachschaden zu haben?… Wenn ich zB zu Wat. schreibe: “Du hast se nicht mehr alle, mit deinem Lohnarbeiter” ist das zur Gänze was anderes. Das ist der Anonymität geschuldet. Ich würde @ Wat. niemals einen Dachschaden andichten wollen. Wir haben unterschiedliche Meinungen und auch unterschiedliche Begriffe. Aber nen Dachschaden? Hat noch nicht mal froZ.

holger März 20, 2012 um 11:35

@ Stephan

—>>>Also @Morph. Die Regeln denen @Holger folgt sich doch offensichtlich: Aufstehen. Frühstück. Blog beobachten. Kaffee trinken. Müll schreiben. Leute beschimpfen. Mittagessen. Blog beobachten. Kaffee trinken. Müll schreiben. Leute beschimpfen. Abendessen. Blog beobachten. Bier trinken. Müll schreiben. Leute beschimpfen. Schlafen gehen.”

Der ist gut… :D Yep… der ist echt gut! Nebenbei schaue ich auch noch Biathlon und Fußball und Formel 1. :D Klasse! Wenn es noch einen Beweis bedarf, was Sozialisten sind, du hast ihn mir gebracht. Man gut, dass man das nicht in eine DIN ISO einpacken kann.

aifran März 20, 2012 um 11:51

Nichts neues unter der Sonne

Säuberung, Stall Ausmisten, Abweichler und Staubaufwirbler, Störenfriede entfernen – jetzt aber zack, zack … gibt doch nichts schöneres als Inzucht …

Bravo – bald wieder die Linientreue Selbsternannte “Intelligenzia” unter sich ….. Sehnt Ihr euch nach Macht??? Na dafür wirds wohl (zum Glück) nicht reichen ….. aber so ab und an mal ein Extra Hundekes von Herrchen – wird wohl drin sein …..

h.huett März 20, 2012 um 12:38

aifran

Auch die Quartalsirren haben weiter Auftrittsrecht, aber mit der denkbar einfachen Bitte, zur Sache zu schreiben und sich nicht mit ihrer Repeattaste zu begnügen

aifran März 20, 2012 um 12:54

h.huett März 20, 2012 um 12:38

…. fein, fein
aber dennoch abschließend noch eine kleine Bitte von mir: Könntet Ihr nicht die Beiträge der Eingelassenen und von Dir/Euch als “Quartalsirren” bezeichneten (Selektierten) mit einem kleinen Sternchen (Gelb?) Markieren damit auch ein Nichts und Niemand wie Ich den Niveau losen Abschaum auf den ersten Blick erkennen kann ….

Danke …..

Blogerkeule März 20, 2012 um 14:39

@ aifran

für Nichts und Niemand

http://www.youtube.com/watch?v=JWyABiUpihs&feature=related

Drumprofessor Peart

Degnaphta März 20, 2012 um 15:04

@morph
Schon vergessen, daß ich dir ständig vorwerfe, du würdest auf infame Weise massenhafte Verunglimpungen ausstreuen, indem du platteste Klischees zur “Argumentation” verwendest? Oder fleißig wegignoriert? :-)
Wir sind ja alle irgendwie Kellerkinder, wenn wir so unablässig in dieser Datenautobahn-Raste rumlungern, um uns aneinander zu reiben. Aber als geübte Humanisten wissen wir ja: “Humanus steht im Tonfall und in der Bedeutung dem Wort urbanus nahe. Es bezeichnet keine ernste Besinnung, sondern heitere Selbstsicherheit. Es geht um das geistreiche, feine, witzige und höfliche Wesen des Stadtrömers.[21] Es verbinden sich tiefer, unverkrampfter Ernst und anmutiges Scherzen. Die eigenen Wahrheiten werden leicht und elegant hingeworfen, man spottet milde über die eigene Rolle. Es geht um die Freude an einer gelungenen Erkenntnis und um die Freude an einer geistigen Tätigkeit, die ohne Zweck und Nutzen betrieben wird.”
Denn das die andere Seite kaum Rettung verheißt, liegt ebenfalls auf der Hand. “Der rücksichtslose Mensch, der sich für andere Menschen nicht interessiert, ist nicht human. Arroganz, Dickköpfigkeit, hinterwäldlerische Plumpheit und Brutalität sind mit humanitas unvereinbar. Sie ist dann in Gefahr, wenn der Mensch sich in der Äußerlichkeit verliert oder durch Gewöhnung an das Schlimme abstumpft.”
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Humanismus )

was die Fragilität unserer Produktions- und Lieferketten betrifft, halte ich deine Einschätzung für ziemlich realistisch. Das scheint Vielen noch nicht so gegenwärtig zu sein. Wahrscheinlich auch wegen des verdammten Unglaublichkeitsfaktors “Das kann doch nicht angehen!”
Der ist übrigens kein Phänomen der brandaktuellen Moderne, sondern setzte auch schon unseren Altvorderen in der weimarer Republik zu. Mein Opi erzählte mir, er sei “glühender Demokrat” gewesen, als es in die 20er ging.
Als frisch vermählter Twen, Doktor der Volkswirtschaft und Angehöriger der Bildungselite zog er in den entlegensten Winkel der Republik, um Geschäftsstellenleiter des damals vermutlich mächtigsten Clubs der Gegend zu werden.
Die Eskalationen zwischen rot- und braun-Hemden habe dazu geführt, daß eine Stimmung entstand, in der jeder sich für die eine oder andere Seite entscheiden müsse. Die Anhänger gemäßigter Fraktionen aus der politischen Mitte hätten Angst bekommen, daß die Roten als Sieger hervorgehen könnten. Da fiel “die Wahl” dann auf braun… jedenfalls hier hinterm Deich.
Der eigentliche Quatsch dabei ist aus meiner Sicht, daß es hier vor Ort gar nicht genügend Braune oder Rote gab, als daß es zu Straßenschlachten hätte kommen können, wie es in den Ballungszentren laut Medienberichten zur Norm zu werden schien. Das Aufblühen der Braunen hier ist eigentlich durch nichts zu begründen, außer vielleicht der großen Übereinstimmung des arischen Mustermenschen mit den blonden, blauäugigen Friesen.
aber politisch kann da nix gewesen sein. Juden gab es hier nicht oder sonstiges Ungemach, daß den Städter plagte.

Ähnlich ging es mit den Kriegserwartungen. Mein Opi war als oberster Verwalter in Südtondern für damalige Verhältnisse gut vernetzt. Also nicht so schnell und hochfrequent, wie das heute so läuft, aber per Schneckenpost und über berufliche Treffen existierte etwas, das man heute als Netzwerk bezeichnen würde. Und seine Kontakte inklusive ihm selbst haben das Kriegsgetrommel für leeres Propagandagetöse gehalten, daß scheinbar von der Führung für Notwendig erachtet wurde. Immerhin gab es ja sogar ein eigenes Ministerium dafür. Das stellte sich dann als krasse Fehleinschätzung heraus.

Auch in Umweltbelangen ist das Phänomen Unglaublichkeit sehr wirksam. Auch hier kann mein Opa als Beispiel dienen. nach dem Krieg bemühten sich die Parteien intensiv um ihn, da er ein irrsinniges Standing bei den Südtonderanern hatte. Da er -so erklärte es mir jedenfalls mein Oma- sich wahnsinnig grämte, daß er den Nazi-Scheiß so blauäugig mitgemacht hatte, wollte er nicht wieder in öffentlichen Ämtern, schon gar keine politischen, aktiv werden. Man könne ihn jederzeit als “ehemaligen Nazi” diskreditieren und hätte damit dann ja auch Recht. Dem wolle er sich nicht aussetzen.
Nach einer Dekade ließ er sich dann überreden, jedenfalls wieder als Verwaltungsbeamter seinen Bürgerpflichten nachzukommen. Da hat er dann die Gegend hier mit Wirtschaftswegen und Windschutzhecken der Nutzenmehrung zugeführt sowie das Grundwasser erheblich absenken lassen und tiefliegende Flächen “urbar” gemacht. Das gehörte zum Programm der damaligen Zeit. Da wurden dann sogenannte Aussiedlerhöfe gebaut und u.a. an Flüchtlinge vergeben.
In den 80ern wurden dann mit erheblichem Aufwand sogenannte Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt, in deren Umfang auch konkrete Rückgängigmachungen einiger “seiner Werke” vollzogen wurden. Daran hatte er ganz schön zu knasten.
Für die Umweltsünden der nachkriegsindustrialisierung hatte er auch keinen tolle Erklärung parat. “Aber wir wußten doch nicht…” Das hat mich dazu verleitet, mich für klüger zu halten. Weil ich Physik, Bio und Chemie hatte und sogar recht gut beherrschte, dachte ich tatsächlich, ich sei schlauer als die Alten. Die sagten ja auch ständig sowas wie “Was ihr alles lernt/wisst…”

Als mir der Wind des Lebens dann allerdings am Außendeich um die Nase blies, wurde ich eines Besseren belehrt. Dort liefen alte Füchse&Hasen rum, die sämtlich agrarisch sozialisiert waren und Verschiedenstes an allgemeiner Erfahrung und spezieller Expertise auf dem Buckel hatten.
Einer beispielsweise hatte ein Enkelkind mit seiner Tochter. Die Praxis der Resozialisierung ist eine andere, als ein theoretischer Diskurs vermuten ließe, konnte ich lernen.

Und wenn ich an meinen gerade eben erfolgten Arztbesuch denke, dann finde ich die Verbandelung von Wahrheit&Wissenschaft doch eher komisch als traurig. Dort lese ich immer mit großem Staunen&Vergnügen die P.M., eine recht radikale VT-Postille.
“Studie beweist: Karma funktioniert! Laut kanadischen Wisseschaftlern…”
Na denn, da hätten sie auch gleich mich fragen können. Wäre bestimmt günstiger geworden ;-)

h.huett März 20, 2012 um 15:24

Morph

Hier ein differenzierter Versuch, die Bluffs und Finten und den autosuggestiven Wahnsinn einiger israelischer Politiker zu dekonstruieren. Glücklicherweise gibt es in dem Land genügend vernünftige Leute, die das ähnlich wie Fallows beurteilen. Fallows war übrigens Redenschreiber für Jimmy Carter und somit auch mittelbarer Zeuge eines anderen iranischen Desasters.

Blogerkeule März 20, 2012 um 15:54

@ HH
Um mal den Zusammenhang zu erläutern :
Neil Peart trommelt seit mehr als 30 Jahren für den Frieden und Aufklärung, der ist für die Texte verantwortlich und was Rush bei den Zuhörern bewirken müssen diese immer wieder für sich selbst und uns beweisen.

“They dream in Middletown”

Morph März 20, 2012 um 16:10

@degnaphta

Weder habe ich Dein Gemecker gegen mich vergessen, noch habe ich es ignoriert. Ich habe ja schon geschrieben, dass ich glaube, dass Du mich falsch einschätzt. Mich interessiert z.B. mehr die Beschreibung von gegenwärtigen und zukünftigen Lagen als die Diskussion darüber, was ‘wir’ anders/besser machen können. Mich interessiert das Regionalisierungsthema nicht als ‘alternativer Lebensstil’, sondern als möglicherweise eintretende Lage. Das Modell Kloster interessiert mich nicht, weil ich das Klosterleben toll finde, sondern weil ich mir vorstellen kann, dass es nach dem m.E. unvermeidlichen Ende des Produktivitätswachstums the best option left sein wird. Ich kann dem Lebensstil im Überfluss und mit überbordenden Wahlmöglichkeiten durchaus etwas abgewinnen. Riesensupermärkte haben auch ihren Charme, und ich mache mir über die “Ideiotie des Landlebens” (KM) durchaus keine Illusionen.

@Hans Hütt

Danke für den Tipp!

holger März 20, 2012 um 17:48

@ h.huett

betrifft http://www.wiesaussieht.de/2012/03/18/die-bundesversammlung-live-im-deutschen-fernsehen/#comment-22357

Dieses Thema darf der nun oder darf der nicht, oder wie soll er denn, wenn er nun darf und haste nicht gesehen.

Da werden wir wohl nie unter einen Hut kommen. Das macht aber auch nix. Da hier nun sich unterschiedliche Interessen treffen, würde ich gerne mal einen Vorschlag machen. Könnt ihr nicht einen eigenständigen FRED auf machen „Blasen, Gequatsche hier und dort“. Da wo eben nicht stringent nach dem Masterthema gebabbelt werden kann.

Weil mir ist es eben letztens durch den Besuch der Zeugen Jehovas aufgefallen. Die ich in mein Haus reingelassen habe, als ich das meine Frau am Tel. danach mitgeteilt hatte, war die in heller Aufregung. Nee, die will ich nicht im Haus. Na egal, die waren nun mal da, mit der Bibel bewaffnet. Und ich wusste oder nahm an, was nun kommen würde. Es war erstaunlich. Beides ältere Herren so um die 65-70. Schätze ich mal. Na jedenfalls habe ich ihnen an der Tür gesagt: Leute ich bin Agnostiker oder so etwas ähnliches. Ihr werdet euch auf ein Abenteuer einlassen, wenn ihr mich bekehren wollte. Ich habs ihnen gesagt. Nun kamen die in die gute Stube wo der Holzofen seine Arbeit verichtete, und ich habe ihnen was zu trinken angeboten, wollten se aber nicht. Ich wäre Einer von Fünhundert, der sie überhaupt ins Haus lässt. So der eine, der fleißig aus dem Buch der Bücher lebte. Zu trinken wollte er ja nichts. Nachdem sich mein Shih Zou ein alter mit dem Malteser gekreuzter Wach-Tempelhund (Malshih) zur Ruhe gelegt hatte, fing es auch gleich an. Bibel hoch und runter.

Ich habe ihn in Ruhe aussprechen lassen. Auch seinen Kollegen. Ich denke sie wussten nicht wo sie sich gerade befinden. Ob du es mir glaubst oder nicht, ich hatte da an diesen Blog gedacht. Nur das diese Unterhaltung absolut spontan war. Morgens gegen 10 Uhr. Wo @ Stephan in Kölle noch seinen Rausch ausschläft. Auch egal. Es war interessant. Weil sie hatten irgendwas mitzu-teilen. Welches ich nicht erlebt und gehört hätte, wenn ich ihnen die Tür gewiesen hätte. Nachdem ich ihnen erklärt hatte, dass dieses Haus ein neutraler Boden wäre, und das sie die Bibel doch mal beiseite lassen sollten, schauten sie mich ein wenig komisch an. Ich fragte den einen: Was steht in der Bibel am Anfang, und was am Ende? Mit was endet die Geschichte, und wer hat sie angefangen? Das was in der Mitte steht interessiert mich nicht mehr.

Dann habe ich sie gefragt, wie kommt ihr ohne den Link Bibel so zurecht? Habt ihr auch ne eigene Meinung zu dem Hokus-Pokus ja oder nein?! … Aber da steht doch geschrieben… Habt ihr ne eigene Meinung ja oder nein?!… Es passierte folgendes, er schlug das Buch der Bücher zu und zitierte nicht ein Wort mehr daraus. Da wusste ich, jetzt geht in ihm was vor. Jehova war weg. Er war auf sich alleine gestellt. Ich stellte ihn die Frage: Was hat das mit dem Thronwagen Gottes auf sich? Und mit den Cherubim auf der Bundeslade? Jehova hat darauf ihnen nämlich keine Antwort in seinem Blog gegeben. Auch der Link nutzte nichts mehr. Ich fragte sie auch nach der Krypta. Auch da gab der Link nichts mehr her. Die Quelle war auf einmal versiegt. Und Jehova weg. Sie konnten meine Fragen nicht beantworten. Der physische Blog war still. Kein Link zur Verfügung.

Die beiden Herren saßen nun da, und mein Hundi schlürfte ein wenig Wasser. Und dann habe ich mit ein wenig Unterricht angefangen. Ohne Link und ohne Quellenangabe, und bin in groben Zügen mäandert. Von Mythologie bis zum Diesseits. Ohne aus einem Buch lesen zu müssen. Und siehe da, die Gesichter wurden immer verdutzter. Ich hatte sie aber vorgewarnt. Ich erklärte ihnen ihren „Mein Kampf“. Auch der Dorfpfarrer hatte vor ca. 21 Jahren ne Begegnung der seltenen Art. Grüßen tut er noch und mir sprechen auch. Und jeder ist in meinem Haus willkommen. Das weiß er. Aber… er soll seinen Link zu Hause lassen.

In meinem Haus herrscht die Freiheit der Gedanken und deren Rede. Ob beleidigend oder nicht. Jeder hat das recht seine Meinung kund zu tun. Ob mir das nun passt oder nicht. Mit mir kann sich jeder „streiten“, oder seinen „Müll“ abladen. Warum auch nicht? Ich geb ja zu, ich provoziere es auch gerne. Aber… das wichtigste ist, nach der „Schlacht“ sollte man wieder gemeinsam Lachen können. Es ist alles halb so wild.

Und der alte Spruch: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“ da wünschte ich mir, es gäbe mehr Pack.

Morph März 20, 2012 um 18:13

@Degnaphta

“Schon vergessen, daß ich dir ständig vorwerfe, du würdest auf infame Weise massenhafte Verunglimpungen ausstreuen, indem du platteste Klischees zur “Argumentation” verwendest?”

Weißt Du, ich kann auch Dich mal ins Gebet nehmen. Wie wäre es z.B. so: Bitte weise mal an einem Kommentar von mir nach, dass ich aus INFAME Weise MASSENHAFT andere Menschen/Kommentatoren(whatever VERUNGLIMPFE!

Sollte Dir das nicht überzeugend gelingen, hätte ich wohl eine Entschuldigung verdient, meinst Du nicht?

Oder bist Du etwa einer, der lauthals darüber kreischen kann, jemand würde verunglimpfen, und darüber taub geworden ist, genau dies ständig zu tun?

An Dich (genau wie vorher an @Holger): Seid nicht so gottverdammt überzeugt davon, dass ihr ‘gut’ seid, und ‘da draußen’ die Idioten sitzen, die von nichts eine Ahnung haben. Oder die Bösen, die Euch das Leben schwer machen!

Blogerkeule März 20, 2012 um 18:48
holger März 20, 2012 um 19:14

@ Morph

—>>>An Dich (genau wie vorher an @Holger): Seid nicht so gottverdammt überzeugt davon, dass ihr ‘gut’ seid, und ‘da draußen’ die Idioten sitzen, die von nichts eine Ahnung haben. Oder die Bösen, die Euch das Leben schwer machen!”

Nachdem Morph was ich erlebt habe, (auch selbst ausgelöst) muss ich aber davon ausgehen, dass da draußen und in mir “Idioten” sitzen. Oder auch nicht. Weißte Morph wo sich sowas am besten klären lässt? Nicht in einem Blog, sondern in einer Bodega. Dann klärt sich normalerweise, geht oder geht nicht. Und das… “geht nicht”… so ist wie es ist, ist auch nicht schlimm. Warum sollte es auch so sein?

Und ich wette mit dir, der Bann eines Blogs bekommt dann seine Grenze aufgezeigt, wenn die Kommentatoren sich in Persona “kennen” gelernt haben.

@ der Cheffe von Topistan, weiß ganz genau, dass ich ihm das im Realen so sagen würde, wie hier geschrieben wird von mir. Und auch ein Herr @froZ weiß darum. Und auch ein Herr @WGNX. Auch eine Frau @Wat. ich muss ja auch die Quote einhalten :D Ob damit nun einer klar kommt, den ich gar nicht kenne, kann mir ja egal sein. Wenn ich aber die Beweggründe der aktiven Teilnehmer kenne, oder meine es zu tun, wird die Diskussion anders. Ohne aber den Pfeffer aus der Diskussion zu nehmen. Denn das erwarte ich persönlich von einer Diskussion. Die Auseinandersetzung. Und natürlich daraus Konsequenzen zu ziehen. Egal wie diese sein mögen. Das kann Positiv oder Negativ für einen sein. Sei einfach so, wie du bist. Dieses habe ich mir geschworen. Ob Du mich nun magst oder nicht, ist mir egal. Ich muss mich mögen. Nicht Dich. Das kann sein, aber muss nicht. Ist zwar nicht einfach der Weg, aber mich stört es nicht mehr, wenn einer mit nem Ferrari weg fährt. Freut mich für die Lohnarbeiter, die den zusammengeschraubt haben.

h.huett März 20, 2012 um 19:33

wowy

Was ist Deine eigene Meinung? ZB zum Kleber-Interview? Dazu sagst Du nichts. Postest den link, ignorierst die Frage, was das soll, den Inhalt des Interviews. Was ist an der Frage danach unsachlich?

holger März 20, 2012 um 21:06

Leider ist er nicht merh da, er wäre ein Buprä besonderer Sorte geworden.

http://www.youtube.com/watch?v=7ISszdVGPTY&feature=related

Loriot

wowy März 20, 2012 um 22:36

@HH
Das Interview war gestern, kurz bevor ich es verlinkt habe, gerade rausgekommen. Ich hatte es gleich “durchgereicht”, weil ich davon ausging, dass es für eine große Zahl von Lesern dieses Blogs interessant ist – auch ohne eine Stellungnahme von mir. Ich selbst habe es mir gestern Abend angeschaut und wollte es aber erst einmal wirken lassen. Ich fand es, um das vorweg zu sagen, in einigen Punkten verwirrend, besonders die Tonlage, die man normalerweise so nicht von diplomatischen Gesprächen – auch wenn es Interviews sind – gewohnt ist. Ich fand Kleber etwas forsch, schon bei der Eingangsfrage “Warum jetzt?”.
Heute nun war ich den ganzen Tag (internetfrei) unterwegs, hatte also keine Gelegenheit zu schreiben.
Ich werde es mir jetzt nochmal anschauen.

wowy März 21, 2012 um 00:51

Die erste Frage, die sich stellt: warum führt man so ein Interview?
Für den Journalist Kleber ist es eine große Herausforderung, wohl kein ernsthafter Journalist würde sich eine solche Gelegnenheit entgehen lassen. Andererseits bewegt man sich auf vermintem Gelände. Die Erwartungen (auch der US amerikanischen, der israelischen und der europäischen politischen Welt) sind groß.
Kleber muss also Stärke zeigen, Entschlossenheit, immer klar an der Kriegsfrage und dem Atomprogramm. Das verleitet ihn, vielleicht war es auch die Nervosität, zu direkt und m.E. für die Situation zu forsch, einzusteigen. Bei der Antwort von Ahmadinedschad bekommt das Interview zum ersten Mal diese Schieflage, die es dann nie mehr richtig los wird. Ahmadinedschad begrüßt freundlich (mit allem “Brimborium”) und zeigt damit Kleber die erste Unhöflichkeit auf. Bei der nächsten Frage Klebers fragt er das erste Mal zurück, stellt sich dumm, um auf Nachfrage doch zu antworten. Natürlich ist niemand wirklich überrascht, dass
Ahmadinedschad das Gespräch nutzt, um seine Botschaften unters Volk zu bringen. Und doch will alle Welt , wie so oft bei diesen Gesprächen, genau auf das hören, was zwischen den Zeilen oder eben nicht gesagt wird. Vielleicht hört Kleber deshalb über große Strecken des Interviews nur zu. Andeutungen gibt es zuhauf. Die üblichen Tiraden auch. Und eine umgekehrte Gesprächsführung, denn die meisten Fragen – ohne, dass sie beantwortet werden
- stellt der Interviewte. Er beherrscht das Spiel zwischen Provokation und einfachen Wahrheiten so gut, dass es objektiv schwer fällt, in ihm den schrecklichen Präsident der Islamischen Republik Iran zu sehen. Er ist gut informiert, er drängt Kleber in die Defensive. Stark zu beobachten, als Ahmadinedschad danach fragt, warum die deutsche Regierung das Schahregime unterstützt hat und Kleber mit den Demonstrationen und Ohnesorg antwortet.
Vielleicht ist Kleber zu ehrlich für solche Interviews, zu wenig abgebrüht, um wirklich gegenhalten zu können.
Aber auch schwer zu sagen, wie man es hätte anders machen können.
Ich fürchte, das Interview lässt Ahmadinedschad in einem besseren Licht dastehen, als er es verdient hat. Sein Kalkül ist wohl leider aufgegangen.

Morph März 21, 2012 um 06:47

@wowy

Ich glaube, der ‘Fehler’ des Interviews ist eher eine Tragik des Mediensystems. Die Massenmedien leisten ihrer Selbstbeschreibung nach eine neutrale Beobachtung ‘der’ Welt. Das journalistische Ethos geht von der Möglichkeit objektiver Berichterstattung aus: “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache” (Hanns Joachim Friedrichs).

Ohne dieses Selbstverständnis könnten Massenmedien gar nicht operieren. Das Selbstverständnis verdeckt aber, dass es eine neutrale Beobachtung ‘der’ Welt gar nicht geben kann. Nur WeltMODELLE können neutral beobachtet werden (das ist das Geschäft der Wissenschaft), die Welt SELBST (im Gegensatz zu ihren möglichen Modellen) zwingt uns in jedem Sinn des Wortes zur STELLUNGNAHME. Der Grundsatz Hanns Joachim Friedrichs ist eine operative Fiktion. Guten Journalismus in seinem Sinn kann es gar nicht geben.

Die Lebenslüge des Jounalismus wird immer dann offenbar, wenn zwischen dem Jounalist und seinen Interviewpartnern bzw. den Leuten, über die er berichtet, kein ‘common ground’ besteht und der Jounalist offenkundig gezwungen ist, die Fiktion aufrecht zu erhalten, man argumentiere auf einem gemeinsamen Grund universeller Beobachtbarkeit, während der Gesprächspartner oder die Leute, die diesen ‘common ground’ nicht oder nicht so zwanghaft behaupten, ‘ehrlicher’, ‘redlicher’, ‘authentischer’ wirken.

Ahmadinedschad hat gegen Kleber leichtes Spiel, weil alle wissen, dass er einen ANDEREN Standpunkt als den des sogenannten Westens markiert. Weil Kleber in seiner Rolle aber vorgeblich neutral bleiben muss, kann er der freundlich-adversativen Haltung Ahmadinedschads nichts entgegensetzen. Sie erscheint daher als legitim.

Leider tappen Journalisten in ihrer Berufsblindheit immer wieder in die gleiche Falle. Man kann Fundamentalisten in den Massenmedien nicht ‘demaskieren’, denn Fundamentalisten tragen keine Maske. Sie sind was sie sind. Sie bekennen sich zu einer einseitigen, Andersgläubige mehr oder weniger gewalttätig exkludierenden Haltung. Da gibt es nichts zu demaskieren. Wer in den Massenmedien mit Fundamentalisten ‘kritisch’ reden zu können glaubt, bietet ihrem Gedankenschrott nolens volens eine Bühne, die ihn in goldendem Licht erstrahlen lässt.

Gegen Fundamentalismus hilft nicht die ereignishafte, öffentliche, kritische Auseinandersetzung, sondern nur die permanente Subversion durch Satire, Ironisierung seiner Parteigänger, öffentliche Zuschaustellung der Vorzüge des Lebensstils, gegen den der Fundamentalismus zu Felde zieht.

Diese Möglichkeit hat weder Kleber noch irgend ein anderer Journalist. Daher ist das Interview nicht fehlerhaft, sondern das Interview ist ein Fehler – wenn man denn das Motiv des politischen Islam, die moderne Gesellschaft zu bekämpfen, für so absurd hält, wie es ist.

h.huett März 21, 2012 um 08:23

Morph
Weitgehend d´accord, mit zwei Einschränkungen: dass Kleber den Vorspann des Interviews mit den Worten einleitet, gleich mit dem gefährlichsten Mann der Welt zu sprechen, macht jede Absicht zunichte, Friedrichs Fiktion aufrecht zu erhalten.

Im übrigen zeigt die BBC mit ihrem Format HARDtalk, wie Interviews aussehen können. Vergleichbares gibt es im deutschen Fernsehen und Rundfunk nicht. Leider.

Morph März 21, 2012 um 08:53

@HH

“Im übrigen zeigt die BBC mit ihrem Format HARDtalk, wie Interviews aussehen können.”

Das ist wahr. Man müsste mal dieses Format genauer analysieren. Ich vermute, dass schon die im Formattitel angesprochene Härte zu erkennen gibt, dass da gar nicht neutral beobachtet werden will, sondern sich in einer Diskussion, welche den Streit programmatisch nicht scheut, die Differenz von Standpunkten zeigen soll.

Vielleicht ist eine solche Form des Journalismus nur möglich in der britischen Zone der modernen Gesellschaft, in der es bekanntlich möglich ist, die Existenz von Gesellschaft zu leugnen (cf. M. Thatcher), ohne für unzurechnungsfähig gehalten zu werden; in einer Zone, die im Guten wie im Schlechten vom spleen regiert wird.

wowy März 21, 2012 um 09:11

@Morph
Ich glaube nicht, dass irgendwer von Kleber tatsächlich “Objektivität” in dem von dir beschriebenen Sinne erwartet hat. Das habe zumindest ich von beiden nicht erwartet. Kleber stand – quasi stellvertretend – für die Position des Westens. Das spannende im Vorfeld war, ob sich trotzdem ein echtes Gespräch ergeben würde, unerwartete Momente, geistiges Schachspiel sozusagen.

Doktor D März 21, 2012 um 09:31

@wowy: Ich hatte morph so verstanden, dass nicht unsere (also wowy und Doktor Ds Erwartungen) hier die zentrale Rolle spielen, sondern die Vorformatierung, die das Format “Gutes Interview” und Klebers “guter Journalist sein” hervorrufen – die hätte Kleber unterlaufen müssen. Also kein guter Journalist sein wollen – und dafür braucht’s echt jemanden von der Titanic. Oder er müsste offensiv damit umgehen, dass diese Art Interview ja nix anderes sind als eine Freakshow, in dem der Freak ausgestellt wird, denn man erst selbst liebevoll aufgebaut hat.

h.huett März 21, 2012 um 09:39

Doktor D

Es gibt einen anderen Aspekt, der mich gerade bei der Arbeit an meinem Buch beschäftigt: die défornation professionelle mancher Journalisten, die dem Gegenstand ihres Jobs zu nahe kommen, sich unwillkürlich selbst in die Rolle des Politikers verpflanzen und von da aus ein unendliches Spiel von Projektionen beginnen. Das führt zum Beispiel zu völlig irren Erwartungen an das Format politischer Reden. Dazu schreibt diese Woche Ezra Klein einen spannenden Beitrag im New Yorker, Hendrik Hertzberg pflichtet ihm bei. Boshaft gesprochen scheint es so, als seien die politischen Themen auf der Agenda eines Politikers am erfolgreichsten, über die er gar nicht spricht …

Kleber überschreitet in der Einleitung und im Vorspann des Interviews seine eigene Rolle als Journalist. Seine Fragen sind die eines verärgerten IAEA-Inspektors oder eines UN-Vizegeneralsekretärs. Am meisten wunderte mich die miserable Qualität des Übersetzers. Ich kann nicht beurteilen, ob es daran lag oder daran, dass Kleber gar nicht an den Antworten Ahmadinedschads interessiert war, denn er ging kaum auch auf solche Antworten ein, die zu Nachfragen geradezu einluden.

Doktor D März 21, 2012 um 09:53

@HH: Danke für den Tip zu Klein.
Nach dem Anfang habe ich aufgehört, mir das Interview anzuschauen. Ich tue Kleber ja eigentlich schon zu viel der Ehre an, wenn ich ihm das Journalisten-Ethos zugute halte. Im Grunde ist es vor allem wohl mal ein unprofessionelles Interview, scheint mir.

holger März 21, 2012 um 09:56

Welche Erwartungshaltung hatte man denn an das Interview? Was sollte die Massage sein? Eine Nacht mit dem “Irren aus Teheran” ?

—>>> Übersetzer :D Ja, miserabel.

Deswegen schau ich mir so etwas auch gar nicht mehr an. Was durfte der Übersetzer denn übersetzen? Ich hatte mir das ja mal von Achmed erklären lassen. Man muss die Sprache leben, erst dann versteht man den Kontext. Übersetzen ist nicht gleich übersetzen.

Horst Schmidt März 21, 2012 um 10:00

@ h.huett

“Ich kann nicht beurteilen, ob es daran lag oder daran, dass Kleber gar nicht an den Antworten Ahmadinedschads interessiert war, denn er ging kaum auch auf solche Fragen ein, die zu Nachfragen geradezu einluden.”

Kleber wollte – weil er ohne wenn und aber Partei ist und war – gar nicht interviewen, sondern anklagen, bloßstellen, Vorurteile bestätigen und vor allem seine eigene feststehende Meinung bestätigt wissen. Das ist doch aber nichts Neues bei den heutigen Journalisten, denen ganz offensichtlich die Neugier, der innere Drang fehlt, vielleicht Verborgenes, Erhellendes zutage zu fördern.

Kleber verstand wohl seine Aufgabe darin, “Munition” für einen bevorstehenden Angriff auf Iran zu liefern. Dass er denoch kritisch befragt wird, ob er hätte überhaupt und warum nicht, erstaunt nun doch schon. Eigentlich hat er doch den Auftrag erfüllt.

Doktor D März 21, 2012 um 10:10

Der Link zu Ezra Klein: http://www.newyorker.com/reporting/2012/03/19/120319fa_fact_klein?currentPage=all

@H. Sch: Wenn der Auftrag war, Stimmung gegen den Iran und seinen führenden Irren zu machen, hat Kleber versagt. Fast keine Resonanz in anderen Medien – und null in meiner, politisch ziemlich interessierten Umgebung.

Herr Kleber glaubt überigens, er habe das ganz toll gemacht. Ungefähr so toll wie die beiden journalistischen Hochlichter im Wulff-Interview. Und übrigens: Von Ahmadinedschad gehe eine böse Faszination aus. http://www.tagesspiegel.de/medien/tv-interview-mit-ahmadinedschad-ich-wollte-keine-holocaust-debatte-/6351706.html
Also, deutlicher kann man sich intellektuell eigentlich nicht bankrott erklären.

Horst Schmidt März 21, 2012 um 10:20

@ Doktor D

Nun interessant in diesem Zusammenhang dürfte doch wohl diese Aussage von Kleber sein. Er wird im “Stern” wie folgt zitiert:

“Heute journal”-Moderator Claus Kleber, der das Interview führte, sagte: “Inhaltliche Absprachen, was zum Beispiel zur Sprache kommt und nicht kommen darf, gab es keine. Sie haben zwar bis zum Schluss darum gekämpft, die Fragen vorher zu bekommen. Dann aber eingelenkt. Es wurden auch keine Themen ausgeklammert.” Kleber betonte:”Wir wollten die redaktionelle Kontrolle behalten, das bedeutet ein Gespräch, bei dem man sich gegenübersitzt, das man hinterher auch bearbeiten kann. Auf ein Live-Interview konnten wir uns unmöglich einlassen.”
http://www.stern.de/politik/ausland/irans-praesident-im-interview-ahmadinedschad-wir-bauen-keine-bombe-1802328.html

Dass es in der Presse nicht die große Beachtung fand, lag wohl an den Morden in Frankreich und zum anderen, dass der A. aus Iran womöglich nicht so böse rüberkam, wie erhofft.

h.huett März 21, 2012 um 10:35

Zur Ehrenrettung. Es gab durchaus Reaktionen. Und Lerch ist wirklich ein Kenner der Region. Er hält sich in der Bewertung des Interviews erstaunlich zurück.

Horst Schmidt März 21, 2012 um 11:17

Ich stelle mal zwei Arten der Berichterstattung gegenüber. Beide deutschsprachig!

1.Claus Kleber reist für Interview in den Iran
Ahmadinedschad spuckt im ZDF große Töne
http://www.focus.de/politik/ausland/iran/fernsehinterview-mit-ahmadinedschad-ahmadinedschad-will-von-atombombe-nichts-wissen_aid_725677.html

2.In der Nacht von Montag auf Dienstag strahlte das ZDF ein Gespräch mit Mahmud Ahmadinedschad aus. Nicht viel Neues kam zutage. Trotzdem wurde auf diese Weise dem iranischen Präsidenten die Möglichkeit gegeben, persönlich zu den verschiedenen Vorwürfen gegen ihn und sein Land Stellung zu nehmen. Die Reaktionen der Presse erfolgten, wie es nicht anders zu erwarten war. Während Bloombergs Business Week sehr objektiv berichtete, verloren sich deutsche Zeitungen in den üblichen Anschuldigungen, ohne auf andere Inhalte des Gespräches sonderlich einzugehen.
http://www.theintelligence.de/index.php/politik/international-int/4172-ein-gespraech-mit-mahmud-ahmadinedschad.html

Deutlicher könnte die Erbärmlichkeit des hiesigen Journalismus gar nicht dargestellt werden. Die dienstbaren Geister fremder Interessen.

holger März 21, 2012 um 11:20

@Horst Schmidt März 21, 2012 um 10:20

Kleber betonte:”Wir wollten die redaktionelle Kontrolle behalten, das bedeutet ein Gespräch, bei dem man sich gegenübersitzt, das man hinterher auch bearbeiten kann. Auf ein Live-Interview konnten wir uns unmöglich einlassen.”

Genau in diesem Moment beginnt doch der Nonsens. Genau da beginnt sich doch der investigative Journalist zu outen. “Redaktionelle Kontrolle”. Warum? Das ist wie Maschmeyer… man muss nur noch den Doofen finden, der einem das abkauft. Und daran mangelt es nicht.

Horst Schmidt März 21, 2012 um 11:34

@ holger

“Normalerweise” bestehen die Interviewten auf eine Möglichkeit der Nachbearbeitung und verzichten deshalb gern auf ein “Live-Interview”. Hier aber ist es genau umgekehrt. Das ZDF hat ANGST die “Kontrolle” über etwas zu verlieren.

Was heißt hier eigentlich Kontrolle? Nichts anderes, als die Möglichkeit in der Hand zu behalten, zu manipulieren. Dass der “Stern” darauf nicht eingeht, andere Journalisten nicht ihre Stimme erheben, wirft ein bezeichendes Bild auf den Zustand dieser Kaste. Aber – und das ist noch viel schlimmer – auch ein erschreckendes Bild auf unser angeblich so demokratisches Gemeinwesen und deren “Vierte Gewalt”.

Doktor D März 21, 2012 um 12:16

Hier eine Analyse des “Interviews” von Julius Endert auf Carta: http://bit.ly/GAvZho

Er wirft im Grunde auch Kleber Unprofessionalität vor – und das er sehr schlecht auf dieses Schachspiel vorbereitet war.

h.huett März 21, 2012 um 12:24

Ein sehr instruktiver Zwischenruf von Joscha Schmierer zu Iran und Israel.

holger März 21, 2012 um 12:33

@ Dottore D

—>>>Er wirft im Grunde auch Kleber Unprofessionalität vor – und das er sehr schlecht auf dieses Schachspiel vorbereitet war.”

Frage: Wer war nach der Analyse von Endert in der “Opfer” Rolle ? Ohhh der arme Klaus. Vom “Irren aus Teheran” vorgeführt.

holger März 21, 2012 um 12:38

@ Dottore D

die Macht der “Täter” “Opfer” Rolle. Wenn du Bilder aus Afrika kennst, sind da nur dicke aufgeblähte Kinderbäuche. Wenn du Bilder aus China siehst, kommen wenige Promille in den Knast. Aber immer die selben. Die Macht der Bilder eben. Her via Andre über G+

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gefaelschte-anklage-der-erfundene-horror-der-chinesischen-ipad-fabriken-11691122.html

Doktor D März 21, 2012 um 12:41

Vom armen Klaus lese ich eigentlich nix, eher vom dummen.

Degnaphta März 21, 2012 um 12:48

@ morph
Da kann ich nur lässig auf die “verlogenen Fernreisenden” hinweisen. Sowas passiert natürlich, wenn man sich (im Übereifer?) platter Klischees bedient.

An anderer Stelle hast du bei der Argumentation, es gäbe keine schlüssigen/gültigen Handlungsanweisungen mehr auf der Welt, die Gelegenheit ergriffen, einen verächtlichmachenden Seitenhieb/Rundumschlag gegen Religionen und damit alle Religiösen auszuführen. Was soll sowas? Es sind vermutlich mehr Menschen auf der Welt religiös als nichtreligiös. Da agierst du offenbar vorsätzlich als “weapon auf mass-defamation”, oder war der “kleine Zusatz in Klammern” nur ein kleiner Schwerz, den ich als solchen nicht erkannt habe, und ich bin nur zu empfindlich?
Da hätte ich Schwierigkeiten mit, das noch so in eine “unschuldige Bahn” zu lenken, denn wenn du auf die in der Moderne angeblich nicht vorhandene Moral hinweist, womit du üblicherweise ein krasses Fehlverhalten von sonstwem relativieren willst, dann ist das auch ein Tritt vor wahre Schienbeinmassen, da du damit alle diejenigen verunglimpfst, die sich redlich bemühen, ihr Leben nach einem moralischen setting zu gestalten.
Dieses Negieren solcher Bemühungen empfinde ich als schweren Affront gegen die Bemühten, schiebst du sie doch einfach in die Nichtexistenz. MISSACHTUNG nennt man sowas. Du bist ein Verächter, @morph. Scheinbar gewohnheitsmäßig und ohne jegliche Moral.

Und die Krone des blindwütigen Rundumschlags erkenne ich in allen Gelegenheiten, in denen als Behauptung, der Mensch an sich sei böse, weswegen man sich über die Mißstände nicht zu wundern habe, die zentrale Aussage bildet. An der Kante eierst du regelmäßig rum, wenn du beispielsweise Protestbewegungen pauschal in die Tonne drückst, weil ihr Ergebnis nicht ihren Vorsätzen entspricht. Klar läßt sich aus der Beobachtung des letzten Jahrhunderts oder auch der gesamten Historie immer ein Bild des Schreckens zusammenstellen. Aber es ließe sich auch ein entsprechend schönes Bild malen, wenn man denn wollte. Und das sollte man nicht leichtfertig beiseite schieben.

Das oben Geschriebene bezieht sich primär auf @morph, bei dem es sich ja auch um eine Art Projekt handeln könnte. Wie der mensch@morph, feldforscher@morph oder der fuehrungsoffizier@morph dahinter aufgestellt sein mag, weiß ich nicht einzuschätzen. Den willst du ja auch nicht weiter fokussiert wissen, was ja dein gutes Recht sein dürfte.

Also, @morph, solange du dich befleißigst wie der “Schreckenschor der TV-Talk-Runden” aufzutreten, wirst du damit rechnen müssen, daß donquijote@degnaphta auf windmuehle@morph losgeht. Grundsätzlich besteht die Chance, daß ich aufgebe. Das “solange” ist an keine Wette gebunden.

Was mich besonders ärgerlich macht, @morph -und das habe ich bereits mehrfach geschrieben- ist der Umstand, daß du ab und an echte Brillianten hier in den großen Topf wirfst. Doch die gehen in dem überflüssigen Getöse, das du um deinen Auftritt veranstaltest, leider zumeist unter. Beispielsweise dein Hinweis darauf, daß Arbeit auch genußvoll sein kann, ist komplett ohne jegliche Reaktion geblieben. Das finde ich schade, denn das ist ein nicht außer Acht zu lassender Aspekt am Phänomen Arbeit. Zumal sich gerade hier in der allgemeinen Betrachtung die “Aaaabeit” als etwas Dunkles und Übles zu manifestieren scheint. Die vom Genuß der Arbeit völlig unabhängige nachträgliche Belohnung bleibt übrig als einzig positiver Aspekt. Doch das verzerrt den Blick letztendlich nur weiter.

würdest du also auf das Ausstreuen von “Spaltungsmaterial” verzichten, dann könnten deine beigetragenen “Konstruktionselemente” ganz anders gewürdigt und verwendet werden. So sehe/vermute/erhoffe ich das.

holger März 21, 2012 um 13:33

@Doktor D März 21, 2012 um 12:41
Vom armen Klaus lese ich eigentlich nix, eher vom dummen.”

Wieso? Er spielt doch seine Rolle gut. Moderne Kreuzritter, zieht los mit Laptop und Jet, er kommt in sein Land zurück und das Märchen beginnt.Er bringt die Botschaft die gehört werden will gut rüber.

Doktor D März 21, 2012 um 13:48

Eben nicht, Holger. Der ist dabei, seine Reputation als schöner, dummer Mann zu zementieren, sonst garnix. Und mal im Ernst: Hier in Deutschland kriegst du mit solchem Mist keine Kriegsstimmung gegen den Iran hin. Und wer sollte daran Interesse haben? Wir haben keine außenpolitische Strategie im Moment (meint: Deutschland spielt keine Rolle für diese Fragen) – und die EU hat auch keine. Wichtig sind USA, UK, evtl. Frankreich, Israel und der Mittlere Osten.
Wenn man schon meint, einen Stein über deutsche Kriegswilligkeit ins Rollen zu bringen, dann muss man mit Syrien hebeln. Da haben die Leute Meinungen zu.
Irak / Israel-Konflikt interessiert hier außer den Spezialisten, auf die Hans verlinkt hat, echt niemanden. Da gewinnst du gar keine Blumentöpfe.

holger März 21, 2012 um 14:28

@dottore D

—>>>Wir haben keine außenpolitische Strategie im Moment (meint: Deutschland spielt keine Rolle für diese Fragen) – und die EU hat auch keine. Wichtig sind USA, UK, evtl. Frankreich, Israel und der Mittlere Osten.”

So sehe ich das auch. Nur warum meinte Kleber das so machen zu müssen/sollen? Er ist ja auch nur ein “Angestellter” der von GEZ Gebühren lebt. Und der sagt garantiert ohne Abstimmung, oh ich flieg mal zum “Irren von Teheran” und mach nen Interview mit ihm. Sowas wird doch vorbereitet. So ein Sommer Hahne Interview eben. Man ist ja alles vom ZDF gewöhnt. Er sitzt beim “gefährlichsten”… ach es ist zum heulen. Aber hoch wichtig. Und Morph meint, den Fundamentalismus bekämpft man am besten mit Mohammed Karikaturen.

Entweder ist Kleber so dumm und eitel, oder er musste es tun. Deswegen bestimmt die Zeit der Ausstrahlung.

Doktor D März 21, 2012 um 14:41

Vielleicht kam das ANgebot ja auch von der Ahmadinedschad-Fraktion – und so einen Coup kann man dann, wenn man Klaus Kleber ist, nicht ablehnen. Der FAZ-Kommentator, auf den Hans verlinkt hat, scheint das jedenfalls anzunehmen. Gadaffi hat ja auch noch eine Charme-Offensive in den deutschen Medien gestartet, als es ums Leben ging.

Degnaphta März 21, 2012 um 14:42

http://tagesschau.de/ausland/iraninterview104.html
Der Experte offenbart dort ja so Einiges. Die Unvermeidlichkeit eines Krieges springt einen in der Headline an. Die desaströsen Folgen für die westliche Wirtschaft werden ebenfalls bestätigt.

Aus meiner Wahrnehmung hat D, wie eigentlich sämtliche westliche Industrienationen, ein vitales Interesse daran, daß es zu keinerlei wie auch immer gearteten Kriegereien kommt. Selbst für Israel sehe ich keinen tatsächlichen Gewinn, da dort ja ebenfalls die Treibstoffpreise explodieren müßten. Oder fahren israelische Autos mit Mittelmeerwasser?

kassberg März 21, 2012 um 14:47

Kleber soll Mitglied des Kuratoriums des Aspen-Institute sein. Sofern das stimmt, braucht man sich darüber , ob es sich um ein unparteilich geführtes Interview handelt, keine Gedanken zu machen.

holger März 21, 2012 um 14:54

@Doktor D März 21, 2012 um 14:41

—>>>Vielleicht kam das ANgebot ja auch von der Ahmadinedschad-Fraktion – und so einen Coup kann man dann, wenn man Klaus Kleber ist, nicht ablehnen.

Das macht mich eben stutzig. Warum sollte die A-Fraktion sich gerade auf einen deutschen TV Sender, stürzen. Exclusiv versteht sich.

—>>>Der FAZ-Kommentator, auf den Hans verlinkt hat, scheint das jedenfalls anzunehmen.

Mag sein. Aber ich glaube eher, dass der “Irre aus Teheran” Gastfreundschaft gewährt hat. Hallo Irrer, ich bins der Klaus vom ZDF hast mal ne Minute Zeit? Na klar Klaus komm vorbei!

—>>>Gadaffi hat ja auch noch eine Charme-Offensive in den deutschen Medien gestartet, als es ums Leben ging.

Da habe ich immer noch das Interview von der Antonia Rados vor Augen. Und wie offen man doch zu den Verrückten vordringen kann. Das schaffen noch nicht mal Milchbäuerinnen bei der Madame Merkel. Die ja die “moderne” Gesellschaft steuert. Ich denke, Nuhammer ihn al el Ghadafi war zu Naiv. Ob das der “Irre aus Teheran” auch ist? Wenns knallt, wissen wir es. Und wenn es knallt, dann kann der Klaus als eingebetteter ja noch mal berichten.

Doktor D März 21, 2012 um 14:57

Das Personal, das einem als Weltverschwörer zur Verfügung steht, ist auch nicht mehr das, was es mal war: der Hochstapler Guttenberg, der Geizkragen Wulff, die Knallcharge Merz und jetzt nach di Lorenzo der nächste Journalisten-Darsteller… Mann, Mann… Die sollten mal über ihre Rekrutierungsinstrumente nachdenken.

Doktor D März 21, 2012 um 15:03

@Holger: “Das macht mich eben stutzig. Warum sollte die A-Fraktion sich gerade auf einen deutschen TV Sender, stürzen. Exclusiv versteht sich.” –vielleicht wegen Verkennung der strategischen Lage? Deutschland ist ein sehr wichtiger Handelspartner für den Iran (Siemens! ATomindustrie!) und von der Wirtschaftsmacht her ein Schwergewicht (mit Spaß am Schikanieren anderer) – warum also nicht versuchen, sich da in gutem Licht darzustellen, so dass die Bevölkerung zumindest denkt: Also so schlimm ist der nicht – und wegen dieser Israelis geht hier keiner in den Krieg. Mal sehen, wie die Charme-Offensive weitergeht.

h.huett März 21, 2012 um 15:03

Doktor D

Meine Rede. Stendhal hat gewusst, dass die Figuren seiner Romane auch späteren Zeiten eine Wiedererkennung ermöglichen

Morph März 21, 2012 um 15:14

@Degnaphta

“Da kann ich nur lässig auf die “verlogenen Fernreisenden” hinweisen.”

Ich habe nichts gegen Fernreisen(de) per se. Ich meine nur, dass man von jedem, der Fernreisen unternimmt, erwarten darf, zu wissen, dass solche Unternehmungen ein nicht universalisierbares Privileg darstellen. Eine Welt, in der eine Milliardenbevölkerung sich regelmäßig auf Fernreise begibt, ist unmöglich. Wer Fernreisen unternimmt, profitiert von sozialer Ungleichheit und zwar on the receiving end. Wer Fernreisen unternimmt und dennoch so tut, als stünde seine gesamte Existenz im Dienst sozialer Gerechtigkeit, macht sich m.E. unglaubwürdig.

“An anderer Stelle hast du bei der Argumentation, es gäbe keine schlüssigen/gültigen Handlungsanweisungen mehr auf der Welt, die Gelegenheit ergriffen, einen verächtlichmachenden Seitenhieb/Rundumschlag gegen Religionen und damit alle Religiösen auszuführen. Was soll sowas? Es sind vermutlich mehr Menschen auf der Welt religiös als nichtreligiös.”

Wer sich mit einem Glaubenssystem identifiziert, das mystische Praktiken mit konkreten Handlungsgeboten und -verboten verbindet, dem ganzen sogar noch zutraut, im Politischen maßgeblich zu sein, der missbraucht die Erfahrung des Offenen, Weiten für restriktive Zwecke. Wer sich aus den Zufällen der kulturellen Sozialisation eher zur einen statt zur anderen Religion hingezogen fühlt und alle Religionen als funktional äquivalente Übungsgeräte der Spiritualität begreift und dabei einsieht, dass sich religiöse Organisationen aus Recht, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst usw. herauszuhalten haben, mit dem habe ich kein Problem, im Gegenteil.

“bin ich nur zu empfindlich?”

Ich finde jedenfalls Deine Kritik an meiner Kritik überzogen.

“Wenn du auf die in der Moderne angeblich nicht vorhandene Moral hinweist, womit du üblicherweise ein krasses Fehlverhalten von sonstwem relativieren willst, dann ist das auch ein Tritt vor wahre Schienbeinmassen, da du damit alle diejenigen verunglimpfst, die sich redlich bemühen, ihr Leben nach einem moralischen setting zu gestalten.”

Ich bin nicht der Ansicht, dass es in der Moderne keine Moral mehr gibt, dagegen spricht ja jede Alltagserfahrung, ich glaube aber sehr wohl, dass die persönliche Ambition, sich immer und überall moralisch zu verhalten und diese Ambition bei anderen einzufordern, notwendig zu Frustrationen führt und zwar desto häufiger und zwangsläufiger, je komplizierter die Handlungsketten werden und je schneller sich die gesellschaftlichen Umstände wandeln. Und da moralische Urteile darüber entscheiden, wen wir achten und wen wir verachten, führt ein regides moralisches setting unter modernen Umständen zu einer Haltung der Fremdverachtung und/oder Selbstverachtung, zu aggressiven und/oder depressiven Stimmungslagen. Das lässt sich doch ziemlich häufig beobachten, findest Du nicht?

“Dieses Negieren solcher Bemühungen empfinde ich als schweren Affront gegen die Bemühten, schiebst du sie doch einfach in die Nichtexistenz. MISSACHTUNG nennt man sowas. Du bist ein Verächter, @morph. Scheinbar gewohnheitsmäßig und ohne jegliche Moral.”

Jetzt schieß mal nicht mit so’ner Kanone auf mich relativ unerheblichen Spatz.

“Und die Krone des blindwütigen Rundumschlags erkenne ich in allen Gelegenheiten, in denen als Behauptung, der Mensch an sich sei böse, weswegen man sich über die Mißstände nicht zu wundern habe, die zentrale Aussage bildet.”

Ich versuche mich eigentlich mit irgendwelchen substanziellen Aussagen zum Menschen zurückzuhalten. Aber natürlich gibt es ‘böse’ (destruktive) Handlungsmotive in der Welt, das wirst Du soch nicht bestreiten, oder? Und wenn man mal beobachtet, wie es in Sandkästen und Dorfkneipen zu Schlägereien kommt, oder wie sich in Teams und Organisationen aus nichtigen Anlässen heraus die negative Dynamik von der inneren Kündigung bis hin zur offenen Sabotage steigern kann, dann ist es schon ein Wunder, dass doch relativ viele soziale Zusammenhänge einigermaßen verlässlich funktionieren.

“An der Kante eierst du regelmäßig rum, wenn du beispielsweise Protestbewegungen pauschal in die Tonne drückst, weil ihr Ergebnis nicht ihren Vorsätzen entspricht.”

Habe ich das getan? Dann nehme ich das zurück: Protest kann natürlich legitim und effektiv sein. Aber die Selbstgewissheit: Wir sind die Guten, reicht nicht. Und es gibt natürlich – gerade heute – viel billigen Protest, der seinen Parteigängern nur dazu dient, ihr diffuses Unbehagen oder ihr schlechtes Gewissen zu artikulieren.

“Wie der mensch@morph dahinter aufgestellt sein mag, weiß ich nicht einzuschätzen. Den willst du ja auch nicht weiter fokussiert wissen, was ja dein gutes Recht sein dürfte.”

Genau. Die Online-Kommunikation eignet sich m.E. wirklich gut zur thematisch konzentrierten Diskussion, denn im Grunde gibt es im Kontext anonymer Kommunikation keine Beziehungsebene. Fatalerweise führt dieses Fehlen schneller zu sympathetischen Evidenzen als im persönlichen Gespräch unter Anwesenden. Ich glaube, dass man sich da sehr täuschen kann.

“Was mich besonders ärgerlich macht, @morph -und das habe ich bereits mehrfach geschrieben- ist der Umstand, daß du ab und an echte Brillianten hier in den großen Topf wirfst. Doch die gehen in dem überflüssigen Getöse, das du um deinen Auftritt veranstaltest, leider zumeist unter. Beispielsweise dein Hinweis darauf, daß Arbeit auch genußvoll sein kann, ist komplett ohne jegliche Reaktion geblieben. Das finde ich schade, denn das ist ein nicht außer Acht zu lassender Aspekt am Phänomen Arbeit. Zumal sich gerade hier in der allgemeinen Betrachtung die “Aaaabeit” als etwas Dunkles und Übles zu manifestieren scheint. Die vom Genuß der Arbeit völlig unabhängige nachträgliche Belohnung bleibt übrig als einzig positiver Aspekt. Doch das verzerrt den Blick letztendlich nur weiter.”

Mich reizt an den Diskussionen hier nicht die Vorstellung, dass Mitkommentierende und -lesende irgendwelche Einsichten gewinnen, sondern dass ich auf andere Gedanken komme, Schreibblockaden auflösen kann, manchmal gespannt bin auf eine Replik usw. Ob sich irgendwelche ‘wertvollen’ Beiträge von mir versenden, ist mir egal. Das, was mir beim schreibenden Verfertigen meiner Gedanken selbst interessant erscheint, kopier ich mir eh raus.

holger März 21, 2012 um 15:17

@Doktor D März 21, 2012 um 15:03

Wenn das so stimmen sollte, ist es auch klar, warum das ZDF kein “Kleber-Spezial” zur prime time ausgestrahlt hat. Vielleicht sucht man ja auch nur wieder nach Massenvernichtungswaffen. Und findet nur Flip Flops. Aber wer weiß es schon. Irgendein Grund wird sich schon finden. Da mach ich mir keine Sorgen drum.

Nanuk März 21, 2012 um 15:29

Der Morph ist religiöser als er zugeben will…

almighty März 21, 2012 um 23:26

“Der Morph ist religiöser als er zugeben will…”

= > … welsche Religion hat er jetzt eigentlich …

Morph März 22, 2012 um 00:06

@HG

Was soll’s? Ist in der Moderne eh’ kombinierbar. È questione di gusti. Ich bin ein Banane-Stracciatella-Malaga-Mann.

Und jenseits dessen zeigt Deine Frage, dass Du da irgendwo ein Monsterproblem hast, zwischen Deinen Ohren. Lass das mal testen. Ist besorgniserregend, finde ich.

almighty März 22, 2012 um 01:58

“Gegen Fundamentalismus hilft nicht die ereignishafte, öffentliche, kritische Auseinandersetzung, sondern nur die permanente Subversion durch Satire, Ironisierung seiner Parteigänger, öffentliche Zuschaustellung der Vorzüge des Lebensstils, gegen den der Fundamentalismus zu Felde zieht.”

= > … genau das macht der ~ Halbgott ~ ja,@morph. Durchaus mit Halberfolgen.

= > … und wie bedankt sich Dein Freund @hanshütt bei mir? … indem er mich als “lunatic” bezeichnet! …Diffamierung … statt Antworten. Antworten auf die zahlreichen Fragen, die die Selbstdenker aus dem globalen Kinderpornonetz an die Herrscher des “Westens” und deren Hofstaathalblinge formulieren.

= > … jetzt sieht @hanshütt sein Heil in der Flucht. In die Zensur. Äh … hallo ? … kann eigentlich dem @hans bitte man jemand das I-Net erklären?? :-)

= > … die halbanonymen Edelweißßpiraten sind auf die Dauer stärker als die Funktionseliten des Ancien Regimes – die Zeit arrrbeitet für uns. Die Authentizität der Eßßt-Halt-Kuchen-Rethoriker macht keinen mehr satt …

Degnaphta März 22, 2012 um 08:12

@ morph
nochmal zum gegenseitig Einschätzen. Offenbar schätzt du allerhand ziemlich schrill und/oder eigentümlich ein.
Mich interessiert z.B. mehr die Beschreibung von gegenwärtigen und zukünftigen Lagen als die Diskussion darüber, was ‘wir’ anders/besser machen können.
Sieh mal, ohne daß “wir” etwas machen, gibt es nur wenig “zukünftige Lagen”. Oder glaubst du tatsächlich daran, daß “alles wie von selbst geht”? Die Funktionssysteme werden das schon regeln. Ist das dein Standpunkt?
Mich interessiert das Regionalisierungsthema nicht als ‘alternativer Lebensstil’, sondern als möglicherweise eintretende Lage.
Alternative Lebensstile dürften ein Thema von gestern sein, wobei es für Ewiggestrige ein Thema für jetzt ist. Da die Fragen nach dem Stil ziemlich beherrschend im Raum stehen, siehe Klamotten-Styles und sonstige Spielarten, wird man um die Antworten auf diese Fragen nicht herumkommen. Auch das Phänomen der Menschensteuerung durch mediale Kampagnen legt die Vermutung nahe, daß mögliche Problemlösungen damit beginnen, die Ausrichtung einer entsprechenden Kampagne mal anzudenken.
Das Modell Kloster interessiert mich nicht, weil ich das Klosterleben toll finde, sondern weil ich mir vorstellen kann, dass es nach dem m.E. unvermeidlichen Ende des Produktivitätswachstums the best option left sein wird.
Glaubst du tatsächlich, daß deine Erwähnung des Klosters bei mir oder sonstwem die Erwartung ausgelöst habe, du würdest auf Klosterleben stehen? Oder wie soll ich deine Aussage sonst interpretieren? Hältst du deine Mitmenschen grundsätzlich für so simpel gestrickt, daß sie in solchen Bahnen denken?
Ich kann dem Lebensstil im Überfluss und mit überbordenden Wahlmöglichkeiten durchaus etwas abgewinnen. Riesensupermärkte haben auch ihren Charme, und ich mache mir über die “Ideiotie des Landlebens” (KM) durchaus keine Illusionen.
Von welchen “überbordenden Wahlmöglichkeiten” phantasierst du da? Farbtöne für Nagellacke oder die Haarpracht? Produktimitationen, die richtig echt wirken… bis zum ersten oder zweiten Einsatz im richtigen Leben? Was bringen dir Riesensupermärkte außer der Illusion, durch eine TV-Kulisse zu laufen?
Der ganze Kram soll 6Mio verhungerte Kinder pro Jahr rechtfertigen? Bist du dir da sicher? So sicher, daß du deine Kinder dafür auf ein Schlachtfeld schicken würdest, damit sie unter Einsatz ihres Lebens oder Seelenheils diese Zustände zu zementieren helfen?

Da du ja zugegebenermaßen deine Beiträge eher als Ego-Trip einstufst, ist meine Wahrnehmung von dir als Störenfried ja nicht unberechtigt. Beispielsweise dein Statement zu den “selbstbelügenden Fernreisenden” zeugt von wenig Bemühen, den im Statement Abgeurteilten auch nur ansatzweise Verständnis entgegen zu bringen. Kannst du dir nicht vorstellen, daß zu der Zeit das Fernreisen noch anders eingeschätzt wurde, als es heute der Fall ist? Die Gefährlichkeit für die Umwelt war keineswegs so erkannt, was Ausmaß und die Wirkintensität angeht.
Zudem mißfällt mir, daß du die Dumpfbackenmethode durchklingen läßt, nach der ein “wahrer Umweltfreund” 150%ig zu sein hat. Daran scheitern ja viele Diskurse (absichtlich). Soll tatsächlich der Tatbestand, daß ich ein Auto fahre oder bereits mal ein Düsenflugzeug benutzt habe, meine Tauglichkeit als Mahner für Umweltbelange negieren? Funktionierst du mal wieder nur an der Oberfläche, @morph?
Zudem

Degnaphta März 22, 2012 um 08:15

zudem… nix zudem, nur vertan am Interface :-)

Bloggerkeule März 22, 2012 um 08:46

Vom Vollgott an das Halbgöttchen :

“Lunatic” ist doch keine Schimpfe du Dummbacke …
das ist Lob von höchster Ebene vielleicht schon Bewunderung !!!

http://en.wikipedia.org/wiki/Lunatic

schau mal “Mondsüchtig” mit Cher …

Morph März 22, 2012 um 08:50

@Degnaphta

“Zudem mißfällt mir, daß du die Dumpfbackenmethode durchklingen läßt, nach der ein “wahrer Umweltfreund” 150%ig zu sein hat.”

Mein Argument lautete (in diesem thread nachzulesen): Fernreisende in Sachen sozialer Gerechtigkeit sind ein performativer Widerspruch. Von Umweltverträglichkeit habe ich mit keiner Zeile gesprochen.

Du modellierst meine Person mittels dessen, was Deines Erachtens in meinen Beiträgen ‘durchklingt’, da Du aus dem, was ich explizit mitteile, nicht genug entnehmen kannst, um zu einer Dich befriedigenden Version meiner Person zu gelangen.

Du entwirfst ein worst case szenario: Was könnte im schlimmsten denkbaren Fall der @Morph für ein mieser Drecksack sein?

Komisches Hobby. Aber wenn’s Dir Spaß macht… Im Virtuellen ist das ja egal.

Im wirklichen Leben aber würde ich so ein unsittliches Herumfummeln an meiner Person auf eine Weise abstellen, dass Dir an dieser Aktivität nachhaltig die Lust vergehen würde.

Bloggerkeule März 22, 2012 um 09:08

@ Morph

“egal”
These – Antithese : Synthese ?

topi März 22, 2012 um 09:41

“Am 30. September 1980 griffen iranische Kampfflugzeuge den Reaktor an, konnten diesen aber nicht hinreichend beschädigen. Deshalb starteten am 7. Juni 1981 um 15.55 Uhr acht F-16-Jagdbomber und als Jagdschutz fünf F-15 der israelischen Luftwaffe vom Stützpunkt Etzion auf dem Sinai, flogen rund 1.100 km über jordanisches und saudi-arabisches Grenzgebiet und zerstörten gegen 17.30 Uhr den Reaktor. Die Piloten flogen ihre Maschinen auf dem Weg zum Ziel so dicht beieinander, dass sie auf dem Radar wie ein Großraumflugzeug wirkten; die Piloten täuschten den Bordfunkverkehr einer Passagiermaschine vor, indem sie Arabisch sprachen.

Bei dem Angriff warfen die Jagdbomber 16 Bomben mit jeweils 1000 Kilogramm Gewicht ab, mit denen zunächst eine Öffnung in die Reaktorhülle gesprengt wurde. Durch diese Öffnung erzielten die nachfolgenden Flugzeuge Treffer im Reaktorinnern. Bei den Piloten, die den Abschluss der Angriffsformation bildeten, befand sich der spätere Raumfahrer Ilan Ramon. Er berichtete später von starker Rauchentwicklung aus dem Reaktorinnern sowie einer gewaltigen Explosion, die jedoch nicht zum Einsturz des Gebäudes führte. Bei diesem Angriff kam auch ein französischer Techniker ums Leben. In seinem Buch Der Mossad berichtet Victor Ostrovsky, dass dieser Techniker insgeheim für den israelischen Geheimdienst arbeitete und einen Zielsender dort deponiert hatte. Warum er dann die Anlage aber nicht verließ, konnte nicht geklärt werden.” (wiki)

Der Irak hat nicht gezuckt, Iran und Freunde waren eh Gegner. Das sähe heute anders aus.

Horst Schmidt März 22, 2012 um 09:45

Noch einmal zurück zu Kleber. Ich verlinke diesen an sich guten Kommentar aus dem “Cicero” aber aus einem anderen Grund. Ein Leserkommentar fiel mir auf.

http://www.cicero.de/weltbuehne/claus-kleber-mahmud-ahmadinejad-interview-selbstdemontage-eines-nachrichtenstars/48714

Da schreibt ein Ignaz Q. wie folgt:
“Das wichtigste am vollständigen Interview Klebers ist, dass der iranische Präsident den Holocaust überhaupt nicht geleugnet hat, Kleber diese Behauptung durch Schnitttechnik für die Kurzfassung selbst zusammengeklebt hat.
Wie aber kommt es, dass fast alle Gazetten in der BRD die Meldungen des ZDF über den behaupteten Inhalt des Interviews vorab verbreiteten, also bevor es im Fernsehen und im Internet in voller Länge zu sehen war?

Ahmadinedschad bezeichnete „Israel“ aufgrund der Nachfragen von Kleber als Produkt eines kolonialen Projekts, bei der eine frühere Herrschaft „Israels“ in Palästina, also eine Lüge gebraucht worden sei.
Herr Klebers Frage war, ob er Israel für einen künstlichen Staat halte. Kleber hat überhaupt nicht nach dem Holocaust gefragt.
Ausdrücklich und unüberhörbar fragte Ahmadinedschad, welche Schuld die „jungen“ Deutschen hätten, die vor 70 Jahren nicht geboren gewesen waren, welche Schuld sollte Ahmadinedschad gemeint haben?”

Stimmt da nun oder nicht?

Balken März 22, 2012 um 10:19

Hütt: “Kleber überschreitet in der Einleitung und im Vorspann des Interviews seine eigene Rolle als Journalist. Seine Fragen sind die eines verärgerten IAEA-Inspektors oder eines UN-Vizegeneralsekretärs.”
Horst Schmidt: “Kleber wollte – weil er ohne wenn und aber Partei ist und war – gar nicht interviewen, sondern anklagen, bloßstellen, Vorurteile bestätigen und vor allem seine eigene feststehende Meinung bestätigt wissen.”
Holger: ““Redaktionelle Kontrolle”. Warum? Das ist wie Maschmeyer… man muss nur noch den Doofen finden, der einem das abkauft. Und daran mangelt es nicht.”

Und weitere Einsichten. Darüber nämlich, dass es zugeht wie in der Presse und den Funkmedien der DDR. Ja sind denn inzwischen alle bei Karl Eduard von Schnitzler in die Lehre gegangen? Wie funktioniert eigentlich der vorauseilende Journalistengehorsam so prächtig auch ohne Politbüro?
Der Zynismus in der Gesellschaft, eben auch und gerade bei den eigentlich staatstragenden “kleinen Leuten” schreitet voran, beflügelt durch die Erkenntnis, belogen und mißbraucht zu werden.
Das letzte Mal, vor knapp hundert Jahren, kam die Revolte NACH dem Krieg. Sie begann mit Soldaten, die sich weigerten, sich für die Ehre irgendwelcher Offiziere noch sinnlos verheizen zu lassen. IN den Krieg ging man noch diszipliniert. Die Gesellschaft
heute ist so kaputt, dass man hoffen darf: Mit denen ist kein Staat, also erst recht kein Krieg, zu machen. Die sind auch durch die bravste Propagandajournaille nicht ins Glied zu bringen.

Förderklasse März 22, 2012 um 10:30

Diesen Schülerblog finden wir gut.
In welcher Klasse seid Ihr eigentlich?
Unsere Lehrerin meinte, Realschule 8. Klasse.

Stimmt das?

Doktor D März 22, 2012 um 10:34

@Horst Schmidt: Schon mal eine kleine Presseschau zum Interview via Google News gemacht? Ob sich Herrn Klebers Ruf von diesem Dilettanten-Job so bald erholen wird? Man wird sehen. Anders gefragt: Warum die Aufregung?

Übrigens ist es total üblich für alle Medienorgane, dass sie bei allem, was sie für einen Coup halten, vor der eigentlichen Ausstrahlung die Welt mit den entsprechenden Presseerklärungen, Video-Schnipseln und O-Tönen beglücken. Deren Veröffentlichungsraten werden dann wieder als Messgröße für die eigene Bedeutung in den Redaktionssitzungen vorgenommen – und damit man abgedruckt wird, muss man die Message entsprechend massieren – und so läuft die selbstreferenzielle Schließung des Systems Medien seit Jahren. Böse gesagt: ein einziger Feedback-Loop.
Aufklärerisch wäre es m.E. diese Strukturen, die sich keiner Verschwörung sondern der Aufmerksamkeitsökonomie der Medien selbst verdanken, zu thematisieren und aktiv zu durchbrechen, zum Beispiel durch eine Reportage über die chaotische Situation im iranischen Führungsapparat. Und wir als Kommentariat könnten selbst aufklärerisch wirken, indem wir nicht jedes Stück Holz, das darum liegt, für ein von den MSM und finsteren Kräften geschmissenes Stöckchen ansehen, denen wir dann mehr dumm als clever hinterher hetzen. Stattdessen sollten wir uns die Mühe machen, so viel glaubwürdige und diverse Quellen und Informationen wie wir bekommen können, zusammen zu tragen. Alles andere ist doch auch nur Mitmachen in der via Medien konstruierten Empörungsgemeinschaft über Ahmadinedschad, die wir doch eigentlich “durchschaut” zu haben meinen.

almighty März 22, 2012 um 10:41

“Kleber betonte:”Wir wollten die redaktionelle Kontrolle behalten, das bedeutet ein Gespräch, bei dem man sich gegenübersitzt, das man hinterher auch bearbeiten kann. Auf ein Live-Interview konnten wir uns unmöglich einlassen.”
———

= > … WARUM … traut man sich eigentlich nicht, ein LIVE-Interview mit Achmadi zu machen??? … angeblich versucht das regimetreue ZDF-Staatsfernsehen seit Jahren ein Interview mit A. zu bekommen, der aber beharrte immer auf LIVE, was das ZDF immer verweigerte …

= > … hat man Angst, daßß Achmadi – live & in Farbe – auf die Idee kommen könnte, seine Holocaust-These zu “belegen” zu versuchen … ?

= > … “Tatsachen”-Behauptungen in den Raum zu werfen, OHNE Belege dafür beizupacken, das darf eigentlich nur der @morph, mein lieber @Achmadi!

Balken März 22, 2012 um 11:09

@ Dr. D. “Böse gesagt: ein einziger Feedback-Loop.
Aufklärerisch wäre es m.E. diese Strukturen, die sich keiner Verschwörung sondern der Aufmerksamkeitsökonomie der Medien selbst verdanken…”
Aha. Meinem Vergleich mit der DDR-Systempresse a la von Schnitzler wird selbstverständlich sogleich widersprochen. ” … keiner Verschwörung sondern der Aufmerksamkeitsökonomie…”
“Verschwörung” läßt sich leicht ins Lächerliche ziehen, nur, ich habe nicht von Verschwörung gesprochen, sondern mich gefragt, was diesen vorauseilenden Journalistengehorsam eigentlich zustande bringt, so ganz ohne Politbüro. Diese Frage (eigentlich eher rhetorisch gemeint, es kann sie sich doch wohl jeder selbst beantworten) wird abgeblockt und als Ersatzerklärung wird von Aufmerksamkeitsökonomie gesprochen. Brav. Was erklärt das? Formalien von Abläufen, o.k. Auch die klare Ausrichtung des Inhalts, der immer gleichen Meinung, die transportiert wird, ist mit “Aufmerksamkeitsökonomie” erklärt? Das ist nicht Ihr Ernst.

Linus März 22, 2012 um 11:10

@orph:
Ich beobachte immer wieder, wie sich die Leute an dir abarbeiten, meist ohne Aussicht auf Erfolg. Da will ich mich selber gar nicht ausnehmen. Was du hier über weite Strecken betreibst, ist nicht wirklich Argumentation, sondern Stil. Das zeigt sich an vielen Dialogen mit dir, die einen ausgeprägten Hang zur Musterbildung aufweisen.
Es geht dir, insbesondere wenn die Diskussion “persönlicher” wird, mE weniger um rationale rationale Dynamik und Fortkommen, sondern v.a. um emotionale Positionierung innerhalb des Kommentatorenfeldes. Deine Argumentation gerät dann als Mittel zum Zweck und endet in eristischer Kunstfertigkeit und Spiegelfechterei.
Dieses Ansinnen ist ein weitgehend statisches. Dementsprechend friert der emotionale Zustand häufig ein. Damit ist dann auch keine rationale Fortentwicklung der Diskussion mehr möglich.
Ich meine das keineswegs wertend, sondern beobachte die Rolle, die du einzunehmen versuchst: +/- die Dame auf dem Schachbrett. Eine emotionale Positionierung finde ich ok und sogar wichtig. IW werden Menschen ja genau dadurch bewegt, und weniger durch rationale Argumente, auch wenn letztere die emotionale Verfassung des Einzelnen(!) ändern können (da geraten wir tief in die Kommunikationskiste).
Nun führt deine Positionierung aber häufig zu Statik. Das ist das Gegenteil von Bewegung. Macht man sich diese Zusammenhänge mal klar, hilft das, den aktuellen Zustand aufzutauen.

Doktor D März 22, 2012 um 11:17

@Balken: Genau lesen hilft.

mucki März 22, 2012 um 11:35

to Linus

Morph hat verbale Diarrhoe. Unter Staatsdienern weit verbreitet.

Morph März 22, 2012 um 11:48

@Linus

Wie gesagt, unsere Diskussionen hier finden in einem eigentümlichen Schriftechoraum statt, ohne nichtsprachliche Kommunikationen und ohne gemeinsamen Handlungskontext.

Man kann sowas natürlich in Gedanken hinzuaddieren und sowohl sich die persönlichen Interessen ausmalen, die die Schreibenden haben, als auch so tun, als ob ‘wir’ ein gemeinsames Projekt verfolgen würden (platterweise nimmt man das leerste denkbare Projekt, das sich denken lässt, als Formelkompromiss: Für das Gute / Gegen das Böse).

Dass ich mich mit solchen Illusionen nicht identifizieren mag, stört offenbar zwei drei Kommentatoren, vermutlich, weil ihnen diese Illusionen sehr am Herzen liegen.

Die Rolle der Emotionen in Streitgesprächen wäre ein eigenes Thema. Ich lass das aber mal lieber, sonst diagnostizierst Du bestimmt irgendwelche komischen Motive in mich hinein, ich würde irgendeine Rolle einzunehmen versuchen, oder so.

Aber ich habe Deine Botschaft, glaube ich, verstanden und werde mich nicht mehr in Deinen/Euren Club der heißen Herzen einmischen.

h.huett März 22, 2012 um 12:03

Doktor D (am Rande auch Balken)

Der Vergleich mit Sudelede? Was soll der? Weder erhellend noch analytisch. Eher Reaktionsmuster auf Prähistorie. Das Problem solcher Argumente: Sie sind noch unausgesprochen (unaufgeschrieben) museal, ohne je in die Ausstellung zu kommen.

Wer sagt etwas von der “chaotische(n) Situation im iranischen Führungsapparat”?

Ich habe eher den Eindruck, dass die islamische Republik in ihrer Führungskonstruktion ein eigenes System von checks & balances geschaffen hat, das den Schrecken der Macht nicht übermütig werden lässt. Die Logik der erfahrenen Rechner und Schachspieler liegt in der Selbstbegrenzung. Deshalb wird unter dem Primat der westlichen Aufmerksamkeitsökonomie (und einer damit kooperationsbereiten politischen Agenda) Ahmadinedschad zum “gefährlichsten Mann der Welt” (Kleber) und ausgeblendet wird, dass genau der von den eigenen Leuten besser ausgebremst wird als von jedem cruise missile.

Horst Schmidt März 22, 2012 um 12:28

off topic

@ h.huett

Da wir gerade bei deutschen Journalisten sind, dann bitte übernehmen Sie diesen Beitrag und erklären mir dessen informativen Wert.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ein-politischer-charakter-die-paedagogik-der-angela-merkel-11687041.html

Die Pädagogik der Angela Merkel

22.03.2012 · Seit sechs Jahren nimmt das Land nun Unterricht bei der Kanzlerin. Noch sieht es nicht so aus, als habe es etwas gelernt. Dabei ist ihre Botschaft doch klar und deutlich.

Frage im Voraus. Habe ich es mit Idioten in diesem zu tun oder bin ich einer? :-) :-(

h.huett März 22, 2012 um 12:43

Horst Schmidt

Jauer ist einer der klügsten jungen Journalisten unseres Landes. Ein subtiler Beobachter von patterns und ihrer manchmal missverständlichen Analyse oder Funktion. Sein Fazit ist doch evident: Selbst die schwarze Pädagogik ändert ihre Erscheinung. Merkels Wahlkampf 2009 bezeugt die strategische Wirksamkeit.

Damit muss man nicht glücklich sein. Es zu ignorieren oder für gegenstandslos zu erklären wäre allerdings ein großer Fehler. Jauer hat einen wichtigen Aspekt präpariert.

Und wer ist der Idiot?

Horst Schmidt März 22, 2012 um 12:44

@ h.huett

ICH!

Horst Schmidt März 22, 2012 um 12:46

@ h.huett

“Jauer ist einer der klügsten jungen Journalisten unseres Landes”

Der ist gut, den werde ich mir merken, einfach köstlich!

Doktor D März 22, 2012 um 13:19

@hhuett: Was dem einen als Checks und Balances erscheint dem anderen als Chaos ;-) Alles eine Frage der Perspektive – vielleicht. Meine Wahl ist auf den Begriff “Chaos” gefallen, weil mir ein Interview mit irgendeinem USamerikanischen Miltär im Kopf herumgeistert, der nach der Wahl im Iran sagte (wenn ich mich richtig erinnere, leider krieg’ ich das nicht ergoogelt): Natürlich seien die USA zu Verhandlungen bereit (klang ein bisschen so – und wir tun es im Grunde auch schon), aber leider könne man nicht wirklich einschätzen, wer da im Iran über was das Sagen hat. Seine Aussage – und das, was man auch sonst in nicht so Top-geheimen Medien über und aus dem Mittleren Osten zu lesen bekommt, ist ja immer noch um Faktor N komplexer und daher wahrscheinlich wirklichkeitsnäher als Klebers Bemühungen in der Achse des Bösen-Freakshow.
Mit meinem Kommentar an HSchmidt wollte ich eigentlich die seltsamen Spinnereien zur großen Medienverschwörung, die das Kleber-Interview sei, mit dem eigenen beschränkten Interpretationshorizont konfrontieren. Scheint mir aber nicht wirklich gelungen zu sein, wenn du mich jetzt als Befürworter des Sudelede (das lässt sich übrigens total super verlesen) outest. Mit dem Aktuellen-Kamera-Vergleich erklärt man hier garnix, da stimme ich dir zu – aber von mir ist der ja garnicht ins Spiel gebracht worden.

Linus März 22, 2012 um 17:12

@Morph:
“Aber ich habe Deine Botschaft, glaube ich, verstanden und werde mich nicht mehr in Deinen/Euren Club der heißen Herzen einmischen.”

Ach was! Ich hab dich doch nur darauf hingewiesen, daß du mE ein Rollenmuster verfolgst. Das liegt nun gewiß nicht im Schema “Für das Gute / Gegen das Böse”. Es bleibt aber ähnlich stereotyp.

Morph März 22, 2012 um 17:37

@Linus

Du wolltest mir also lediglich mitteilen, dass ich stereotype Verhaltensweisen an den Tag lege? Denk mal an, das war mir bekannt! ;-)

Also, mein Eindruck war schon der, dass Dich meine Art stört, und dass Du eine Lanze dafür brechen wolltest, dass Kommentatoren von ihren privaten Umstände berichten und ihre Gefühle mitthematisieren.

Habe ich Dich falsch verstanden?

Linus März 22, 2012 um 18:09

@Morph:
Da hast du mich tatsächlich völlig falsch verstanden. Als Beispiel nur zwei Sprüche:

“Aber ich habe Deine Botschaft, glaube ich, verstanden und werde mich nicht mehr in Deinen/Euren Club der heißen Herzen einmischen.”

“Im wirklichen Leben aber würde ich so ein unsittliches Herumfummeln an meiner Person auf eine Weise abstellen, dass Dir an dieser Aktivität nachhaltig die Lust vergehen würde.”

Beide Sprüche sind, jeder für sich, eristisch “interessant”. Stellt man sie jedoch nebeneinander, dann läßt sich da kein stimmiges Gesamtbild erkennen. Einmal gibst du den kühlen, überlegenen Kopf, den solche Banalitäten nicht tangieren können, ein andermal verfällst du in Drohungen. Mein Fazit: Es ist tatsächlich bloße Eristik. Wozu tut man das? Zur emotionalen Positionierung. Dieses mehr oder weniger subtile Zielen auf die persönliche Ebene wiederholst du stereotyp. Also geht es dir wesentlich um eine stabile emotionale Positionierung. Mir kommt das zu statisch vor, als daß es interessant sein könnte.
Ich habe das mal als Getrolle bezeichnet. Das empfandest du als Frechheit. Jetzt habe ich es ein wenig differenzierter ausgedrückt. Nochmal, auch wenn du’s nicht glaubst: Das ist als konstruktive Kritik gemeint. Ich erwarte auch keine Antwort.

Hans Hütt März 22, 2012 um 18:18

Doktor D

Balken war mit Sudelede hervorgetreten. Um Gottes willen …

Morph März 22, 2012 um 18:22

@Linus

“Ich erwarte auch keine Antwort.”

Du bekommst aber trotzdem eine :-)

Ich fände es fair, wenn Du die Zusammenhänge mitbedenken würdest, in denen ich ‘eristisch’ trolle. Ich nehme persönliche Angriffe als sportlich-rhetorische Herausforderungen. Wenn es ein stereotypes Muster gibt, dann würde ich das so beschreiben: Aus einer Sachdiskussion heraus glaubt sich irgendwer berechtigt, mir persönlich blöd zu kommen. Und dann reagiere ich auf die Weise, die Du so merkwürdig findest. So merkwürdig ist die gar nicht. Ich versuche lediglich in einer Form zu reagieren, die dem Kommunikationskontext (keine Beziehungsebene, keine pragmatische Gemeinsamkeit, Anonymität) angemessen ist; natürlich läuft das auf Wortakrobatik hinaus. Wie sollte es anders sein?

Doktor D März 22, 2012 um 18:23

Fabrizio del Dongo rides again! ;-)

h.huett März 22, 2012 um 18:36

Doktor D

Fabrizio ist ja einer meiner Lieblinge. Er verkörpert die Idee der Erfahrungslosigkeit fast noch besser als Parsifal. Und dann sein Hohn auf die Liebe (schreibt man die hier jetzt eigentlich in Anführungszeichen oder nicht?). Bis er ihr im Gefängnis zum Opfer fällt. Die Schilderung der Schlacht von Waterloo hat das Trauma von 1914-18 vorweggenommen, noch in der Figur eines Individuums, das im unübersichtlichen Getümmel aber alle Orientierung verlor.

Die heutigen Helden fallen alle hinter Fabrizio zurück. Sie glauben an die Liebe, an die Nachtsichtgeräte – und fabrizieren so einen Murks. Wie wird Narkozys Ordensrede sein?

Und wie wird unser neuer Bundespräsident morgen darauf eingehen? Wird er das erwähnen? Wer macht den Buchmacher für Wetten?

Doktor D März 22, 2012 um 19:08

Ich sollte das mal wieder lesen – außer dem Schlachtfeld mit Phantom-Napoleon ist mir nix mehr wirklch präsent, außer dem Tod des Kleinen.
Sarkozy wird sich wieder in die Pose des De Gaulles werfen – und Gauck wird nicht viel dazu sagen, vermute ich: Zum einen, weil man ja einfach noch viel zu wenig weiß, zum andern weil ihn aktuelle politische EReignisse nicht so recht zu betreffen scheinen. Und zur realen westlichen Welt hat der gar keine Beziehung und Wahrnehmung – von meinem kleinen Fleck in der Welt aus gesehen.

Blogerkeule März 22, 2012 um 19:08

@ HH

Es wird dieses Jahr noch sehr viele offizielle Reden zum Analysieren geben ;-)

Degnaphta März 22, 2012 um 19:46

@ morph
Mein Argument lautete (in diesem thread nachzulesen): Fernreisende in Sachen sozialer Gerechtigkeit sind ein performativer Widerspruch. Von Umweltverträglichkeit habe ich mit keiner Zeile gesprochen.
Das ist mir wohl so entgangen. Ich schätze Fernreisen offenbar gänzlich anders ein als du.
Du solltest dich auch nicht darauf verbeißen, daß ich uns beide in eine gut/böse-battle verquickt sehe. Weder nehme ich bei @holger wahr, daß er sich für “die Guten” hält, noch nehme ich das für mich so pauschaal in Anspruch, wie du es mir und ihm offensichtlich gerne anheften möchtest.

Du argumentierst häufig sehr oberflächlich, was mir keineswegs aufstoßen würde, wenn es sich nicht mit groben Rundumschlägen paarte, die du gegen nahezu jedweden austeilst, der das von dir dann erwähnte Klischee erfüllt.

An deiner Person rumzufummeln, käme mir nicht in den Sinn, reagiere ich doch auf eine Kunstfigur… oder steckt da nun plötzlich doch der mensch@morph drin und heult?
Realweltlich, in einem Kneipengespräch breispielsweise, hätte ich dich vermutlich diskret beiseite genommen, um dich auf die Unhöflichkeiten hinzuweisen, die du scheinbar, ohne es selber zu bemerken, ständig absonderst. Allerdings auch nur, falls du mir sympathisch genug dafür wärest.
Anderenfalls würde ich hinter deinem Rücken mies über dich labern.
Alles klar, Meister Denkrakete?

Horst Schmidt März 23, 2012 um 11:21

Nur ein Beispiel was Journalismus – nicht im Dienste fremder Mächte – auch sein kann, sein sollte.
http://www.fr-online.de/israel-iran-konflikt/analyse-zum-iran-teherans-selbstbewusste-weltsicht,11950234,11955202.html

“Doch weil die Sanktionen als feindliche Verschwörung verstanden werden, folgt daraus keineswegs Widerstand. Im Gegenteil. Und ein Militärschlag ? ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg ? würde erst recht eine solche nationale Einheit bewirken, wie sie zwischen 1980 und 1988 in der Folge des Angriffs Saddam Husseins entstanden war.”

h.huett März 23, 2012 um 11:42

Die deutschen Medien scheinen mir, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, kaum eine zutreffende Idee von der tatsächlichen Entwicklung des Israel-Iran-Konflikts zu haben. Eine gute Einordnung gibt aktuell Roger Cohen in der New York Times.

? Albgott ? März 23, 2012 um 12:16

“h.huett März 23, 2012 um 11:42
Die deutschen Medien scheinen mir, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, kaum eine zutreffende Idee von der tatsächlichen Entwicklung des Israel-Iran-Konflikts zu haben. ”
———-

= > … die deutsen Medien scheinen mir, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, kaum eine zutreffende Idee von der tatsächlichen Entwicklung von irgendwas zu haben.

= > … das … ist übrigens auch gar nicht die Aufgabe der deutsen Medien, @hanshütt ! … es sind CIA-Lizenz-Medien mit dem Auftrag der Desinformation, Re-Education und allgemeine Volxverblödung.

Anmerkung von Hans Hütt
halbgott: Das ist meine letzte Warnung. Solchen Unfug kannst Du künftig gleich und selber zur Müllkippe bringen. Entweder Du argumentierst oder Du delirierst. Wenn Du Dich fürs Delirieren entscheidest, wünsche ich gute Besserung.

Horst Schmidt März 23, 2012 um 12:43

Dagobert Lindlau beschrieb das einmal so:
“Gerade das Offensichtliche, so Lindlaus Erfahrung, sei nicht immer das Wahre. Ein guter Reporter sollte das begriffen haben.

Er muss seine Vorurteile überwinden. Das ist ja immer so. Man fängt als Reporter an zu arbeiten, weil man sagt: da ist ja eine ungeheuere Sache passiert, die deck ich auf. Oder dieser Politiker ist ja ein richtiges Schwein, den entlarve ich jetzt. Und dann fängt er an zu recherchieren und entdeckt: der Politiker ist gar kein Schwein, sondern wenn man selber in den selben Zwängen gesteckt hätte, hätte man wahrscheinlich genauso so gehandelt wie er. Das heißt ein Reporter muss pausenlos die eigenen Vorurteile wieder vergessen, die ihn eigentlich dazu gebracht haben, mit der Arbeit und mit den Recherchen zu beginnen.”

Also statt Reporter lässt sich auch Journalist einfügen. Nun stellt sich aber die Frage, warum gerade den jungen, halbjungen deutschen Journalisten diese Erkenntnis, aber auch unabdingbare Eigenschaft abhandengekommen zu seien scheint oder bereits ist.
Früher war es schon schon fast ein Wert an sich, die montägliche Spiegelmeinung parat und in seine eigene Meinung “eingebaut” zu haben.
Heute schämt man sich fast, den Spiegel überhaupt zu erwähnen, gar zu zitieren. Kinder wie hat sich diese Republik zum Nachteil verändert.
Fast ist man geneigt zu glauben, die Erlangung der Souveränität ist uns nicht gut bekommen. Unter der Aufsicht der Alliierten konnten wenigstens Dinge gedeihen, die wir heute, seit der Deutschen Einheit so schmerzhaft vermissen. Vielfalt der Meinungen!
Und schwafelt der neue Bundespräsident wieder von Freiheit und einem Demokratiewunder.

Balken März 23, 2012 um 21:10

Ist der Vergleich eines “kontrollierten” Interwievs (und auf keinen Fall eines life gesendeten) und der Zusammenklitterung einer tendenziellen, den Interwievten in die gewünschte Ausrichtung deutenden, statt wirklich zitierenden, Vorauszusammenfassung mit Sudelede so abwegig? Außer, weil wenn zwei dasgleiche tun, dies natürlich noch lange nicht dasselbe ist, gewiss. Genau dies war doch die “hohe Kunst” jenes berüchtigten DDR-Journalisten, aus zwei in verschiedenenen Zusammenhängen gefundenen Halbsätzen ein ganzes “Zitat” zu machen. Mit Ahmadinedschad-”Zitaten” haben wir doch auch in unserer freien ™ Presse unserere Erfahrungen machen dürfen, nein? Es geht mir hier nicht darum, ob man Ahmadinedschad mögen muss oder nicht. Es geht schlicht darum, ob mir jemand zumutet, zu erfahren, was er gesagt hat, oder ob mich jemand meint bevormunden zu müssen, weil ich ja so urteilsschwach bin.
Und wie ist es, beispielsweise, wenn Journalisten einen Vertreter der Linkspartei (am besten zu zweit im Kreuzverhör) mit “Fragen”, die eher gern hämische Unterstellungen sind, gegen die er sich gefälligst verteidigen möge, wenn er denn kann, in die Zange nehmen, während sie einer Merkel devotest und submissest in alle verfügbaren Öffnungen kriechen?

wowy März 24, 2012 um 13:10

“Despite Prime Minister Benjamin Netanyahu’s statements about Israel’s duty to prepare for an independent strike against Iran, a decision is not expected to be made in the coming weeks. In television interviews after his visit to Washington Netanyahu said a decision should be made “not within days, but not within years either.”

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/former-mossad-chief-israel-will-know-before-iran-begins-producing-nuclear-weapons-1.419978

h.huett März 24, 2012 um 13:22

wowy

Was wiederum nur Teil der rhetorischen Verwirrungen ist, denen man nicht den Charakter von Tatsachen unterstellen darf, weil die sogenannten Entscheidungen beide Seiten des Themas umfassen: Krieg zu führen. Oder es zu lassen.

wowy März 24, 2012 um 13:28

@ Hütt
Das sehe ich auch so.
Das Gespräch am 13. April in Genf ist aber wohl erstmal gesetzt.

wowy März 24, 2012 um 13:37

Auch die Argumente werden sehr flexibel gehalten. Zwischen “der Iran hat (bald) die Atombombe und der Iran unterstützt Syrien.
Vielleicht geht der Weg doch über Syrien?
http://www.reuters.com/article/2012/03/23/us-iran-syria-crackdown-idUSBRE82M18220120323

wowy März 24, 2012 um 13:53

Vielleicht auch deshalb, weil die Kritik an der IAEA lauter wird
http://www.guardian.co.uk/world/2012/mar/22/nuclear-watchdog-iran-iaea

wowy März 25, 2012 um 18:26

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Replik Jürgen Todenhöfers auf Rafik Schami (im Artikel zu finden)
http://www.taz.de/!89947/

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