Sippschaft

by h.huett on 25. März 2012

Kenneth Rogoff und Peer Steinbrück dürfen sich für Cicero streiten.

Money quote Rogoff:

Rogoff: Die Situation ist ohne Zweifel sehr schwierig, aber man darf nicht vergessen, dass die größten Fehler in Europa Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre bei der Einführung des Euro gemacht wurden. Ich benutze für die Einführung des Euro gerne das Bild eines Pärchens, das sich nicht sicher ist, ob es heiraten soll, stattdessen aber probehalber schon mal ein gemeinsames Konto eröffnet. Das ging am Anfang sogar gut, aber dann hat man erst den Geschwistern und später auch den Cousins und Cousinen Zugriff auf das Konto gewährt. Die Euphorie war so groß, dass sogar der Cousin dritten Grades mitmachen durfte, den noch nie jemand gesehen hatte, der aber sehr sympathisch sein soll. Nur Deutschland und Frankreich als Pärchen zusammenzubringen, wäre schon ein äußerst mutiges Unterfangen gewesen, aber man nahm sogar Länder auf, deren Durchschnittseinkommen bei 25 Prozent des deutschen Niveaus lag. Es war ein Riesenfehler, eine gemeinsame Währung einzuführen, ohne gleichzeitig eine echte politische Union zu begründen.

 

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Nanuk März 25, 2012 um 10:59

Ich bin ja immer wieder fasziniert wie die es schaffen über die Finanzkrise zu reden ohne einmal das Wort Bank in den Mund zu nehmen…

Nanuk März 25, 2012 um 11:13

Metadiskussionen halten einem die Berufsperpektiven offen oder so ähnlich…

Schatten der freundlichen Nachbarn März 25, 2012 um 11:44

Wie ist das eigentlich mit der Aussage, dass der Euro der Preis für die Wiedervereinigung war? [1]

Und da waren ja noch ganz andere Sprüche, wie der vom Versailles ohne Krieg. [2]

Kurzum: Es war Wirtschaftskrieg und D hat bis jetzt gewonnen – allerdings müssen noch ein paar hundert Milliarden an faulen Schulden abgeschrieben werden.

[1] http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,719608,00.html
[2] http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=236038

rainer März 25, 2012 um 12:10

“Je mehr ich die Lebensweise der Führung und Elite der Gesellschaft verstand, umso mehr begriff ich das Wesen der Guillotine.” George Bernard Shaw …

h.huett März 25, 2012 um 12:32

Schatten

“allerdings müssen noch ein paar hundert Milliarden an faulen Schulden abgeschrieben werden.”

Gibt es irgendeinen Grund, die bisherigen Rettungspakete anders zu verstehen, als den Zeitpunkt dafür in die Ferne zu verschieben?

John Fystikis März 25, 2012 um 13:10

Hat wgn Herrn Rogoff nicht mal als “Schwätzer” bezeichnet? Herrn Steinbrück kann ja jeder selbst beurteilen.

aifran März 25, 2012 um 14:16

… ooch – so ein hübsches Bällchen zum spielen zu den Nutzmenschen in den Käfig geworfen und keiner will damit spielen.
(ja so ein “Nutzmenschenpfleger hat es nicht leicht)

Wie es weitergeht sehen sie in der nächsten Folge von “Erdmännchen, Giraffe, Nutzmensch und Co”

Blogerkeule März 25, 2012 um 14:25

“Rogoff: Europas Probleme müssen auf jeden Fall schneller gelöst werden, weil es sich hier nicht nur um eine Schuldenkrise handelt, sondern weil auch ganz dringend die institutionellen Defizite der Währungsunion behoben werden müssen. Am Ende der Krise muss eine engere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit der Europäer stehen – viel enger als alles, was bisher diskutiert wird. Europa braucht einen echten Finanzminister, der über einen Großteil der Steuereinnahmen verfügen kann; nur noch ein kleiner Teil der Steuern sollte direkt an die Mitgliedsländer gehen. Es muss auch eine gemeinsame, starke Regulierungsbehörde geschaffen werden. Die EZB muss außerdem ein Mandat erhalten, das es ihr ermöglicht, für Preisstabilität und Wachstum zu sorgen – so, wie es alle anderen großen Zentralbanken weltweit auch tun. An den Vereinigten Staaten von Europa führt kein Weg vorbei. Ein solch loser Staatenbund wie heute hat keine Zukunft. Was das angeht, sind die USA besser aufgestellt.”

Zeit ist um.
Realwirtschaft ist nicht abdingbar.
Neoconservative Politik ist durch “Nein” der SPD zu ESM/EFSF und Fiskalpakt und Sturz von Gelbschwarz zu drehen.
Dass Steinbrück ein Verräter und kein Verantworter ist macht er mit dem Interview unmissdeutbar aktenkundig – genauso wie er vor der Bundestagswahl eine sozialverantwortliche Steuerreform abgelehnt hatte – drei Tage vor der Stimmabgabe, um dann von 0 auf drei 3 % Umsatzsteuer umzuschwenken . Wer ihn wählt weiss, was ausgezahlt wird.

Blogerkeule März 25, 2012 um 14:38

“Steinbrück: Umso dringender brauchen wir dort Wachstumsprogramme, um die Ungleichgewichte bei Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit in den Griff zu bekommen. Aber erklären Sie das mal den eigenen Leuten oder den Wählern. Dann hören Sie immer: „Kann ich nachvollziehen, aber bitte nicht von meinem Geld bezahlen.“”

Doch ganz genau von deinem Einkommen und den 5% die ihre Vermögen in den letzten Jahren noch vermehrt haben.
Aber du Peer bist dafür nicht der Richtige… ;-)

wowy März 25, 2012 um 16:05

Nichts Neues unter der Sonne ;-)
Peer Steinbrück proklamiert das “Durchregieren” und wirft Merkel vor, dass sie nicht genug “durchregiert”.
Das Problem der Gewaltenteilung, von Steinbrück bezüglich der Republikaner angemahnt, wird bei uns durch Fraktionssedierung und Fraktionszwang gelöst (der im Übrigen nach dem Grundgesetz unzulässig ist).
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/03/40427/

wowy März 25, 2012 um 16:12

…und die standhafte Frau Merkel tut das Ihre
http://lostineurope.posterous.com/merkel-knickt-ein

wowy März 25, 2012 um 16:29

Phoenix-Runde mit dem Staatsrechtler Prof. Degenhart, der, sollte der Bundestag/Bundesrat die Gesetze zum Fiskalpakt durchwinken, Klage beim Verfassungsgericht erheben will.
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/phoenix_runde/449690?datum=2012-03-20

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 16:33

Nur als Hinweis, auch wegen der heutigen Landtagswahl im Saarland. Stefan Schulz hat einen hervorragenden Text über den Parteibildungsprozeß bei den Piraten geschrieben. Passt auch gut als Fortsetzung zu meinem Beitrag vor wenigen Tagen.

E. Bonse März 25, 2012 um 16:57

Um im Bilde Rogoffs zu bleiben: Deutschland und Frankreich hätten heiraten müssen. Die Franzosen hätten wohl gewollt, doch die Deutschen haben dies immer wieder zurückgewiesen. Berlin wollte nicht mal eine Wirtschaftsregierung mit enger Koordinierung. Das rächt sich nun. Die armen Cousins im Süden könnte man normalerweise aus der Portokasse bezahlen – doch wiederum sträubt sich Berlin. Jetzt heißt es zwar, Merkel sei bereit, den Rettungsschirm ESM aufzustocken – doch wie immer kommt es zu spät und es bringt zu wenig. Schöne Sippschaft … http://lostineurope.posterous.com/merkel-knickt-ein

holger März 25, 2012 um 17:07

Wegen Saarland ich tippe auf 42/100 Wahlbeteiligung

h.huett März 25, 2012 um 17:15

E. Bonse

Schönes Bild, historisch aber völlig daneben. Die Franzosen wollten, unter Präsident Mitterand, sich faktisch vor der Heirat präventiv scheiden lassen. Mitterandes Besuch bei Egon Krenz war ebenso wie die Freundlichkeit Lady Thatchers auf andere Ziele gerichtet. Containment deutscher Vormacht. Waigl & Tietmeyer & Köhler haben mit dem Junktim einer Zentralbank nach dem Bundesbankmuster die lieben Partner überlistet.

Deutschland hat faktisch eine winner takes all Strategie realisiert, ohne die damit verbundenen subsidiären Pflichten je auch nur in Erwägung zu ziehen. Es kann sein, wenn es 2013 – oder schon vorher – zu einem Regierungswechsel kommt, dass dann ein sozialdemokratischer Kanzler mit Hollande größere Schwierigkeiten bekommt als Merkel mit Sarkozy.

Morgen erscheint übrigens in der FAZ ein Gespräch mit Gabriel und Hollande. Bald mehr dazu.

Blogerkeule März 25, 2012 um 17:36

17:40 Uhr
Wahlminiatur geht los – Demokraten bei schönem Wetter …

Degnaphta März 25, 2012 um 17:46

@ ich-war-nie-gegen-die-Agenda-Frank
Potzdonner und pfui Deibel! Den Text findest du also hervorragend.
Demokratie ist das historisch erfolgreichste Politikmodell politische Enttäuschung zu minimieren. (Sie erzeugt Stabilität, ohne existenzbedrohend ressourcenverbrauchend zu sein. Im Kontrast dazu steht die Diktatur, die Munition und Arbeitskraft verbraucht, deliberative Demokratie, die endlos Zeit bindet oder Sakralherrschaft, die auf einen Gott und eine unbändige Natur angewiesen ist.)
Wer spart hier die Resourcen, du perfide Schlangenzunge? Du&deineSozen oder die Exkludierten hinterm Apartheidszaun?
beim Spiegelfechter war auch unlängst so ein bash&diss-Machwerk von einem neoliberalen Spinner , der sich darüber beschwerte, bei den Piraten würden auch Leute mit seltsamen meinungen andocken, und sowas ginge ja nicht.
Kaputtreden kann man ALLES! mit Fraktionszwang und Seilschaften und dem checks-balances-Getue kann man die Demokratie auch zerstören, wie die tote alte Tante ESPEDE seit Generationen beweist.

Verdammt, manchmal rockt dieser tendenzielle Pazifismus einfach nicht :-(

holger März 25, 2012 um 18:09

Doch 62/100… na immerhin sind 38/100 auf dem richtigen Weg. Das nutzt den Piraten und die FDP? 1,5 oder 1,6% ist eh egal.

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 18:12

Degnaphta

Es geht um Parteiensoziologie. Die fragt nicht danach, ob das einem gefällt, was man analysiert. Man will es verstehen.

holger März 25, 2012 um 18:28

800.000

62% = 496.000 davon
34% CDU = 168.640 (21 %)
31% SPD = 153.760 (19 %)
16% LIN = 79.360 (10 %)
7,5% PIR = 37.200 ( 5 % )
5% GAL = 24.800 ( 3%)
1,5% Fyou = 7.440 ( 0,01%)

And the größte Volxpartei ist? 3Hundert 4Tausend Menschen 304.000 wollen diesen Saft nicht mehr. Und dann stellen sich diese Idioten hin, und reden von…

Blogerkeule März 25, 2012 um 18:32

Denkt hier noch einer, dass die CDU die Ministerpräsidentin stellen wird? ;-)
Wenn die SPD die CDU und deren Politik nicht abschiesst zerstört sie sich selbst .
No way out !
Schleswig-Holstein continues…
NRW fulfills

holger März 25, 2012 um 18:45

Schön wird dann, wenn 30% zur Wahl gehen, und 70% die 30% verprügeln. :D

Andreas Kreuz März 25, 2012 um 18:49

Die SPD wird sich nicht vom “rechten Weg” abbringen lassen,
wie Rotkäppchen es tat.

Sie wird lieber sterben.

Aber erst auf dem Humus der SPD-Leichen wird etwas Neues wachsen können…

topi März 25, 2012 um 18:55

“Wenn die SPD die CDU und deren Politik nicht abschiesst zerstört sie sich selbst .”

Mensch Keule, DAS ist ja nun ganz offenbar kein Argument. :roll:

wowy März 25, 2012 um 19:08

Am Donnerstag wird es im Bundestag die erste Lesung zu fünf Gesetzentwürfen geben. Die Aufstockung ist dort sicher noch nicht dabei!
Es sind spannende Zeiten
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/38338484_kw14_vorschau/index.html

@holger
Und was bewirken die 304.000? Das gut zu finden ist ein Kurzschluss. Es fördert nur die unsägliche Situation, dass immer weniger über immer mehr das Sagen haben.

Horst Schmidt März 25, 2012 um 19:12

@ h.huett

nun mal keine Geschichtsklitterung. Wie konnte Mitterand, die Franzosen, die Sozialisten ahnen, dass sie von den deutschen Sozialdemokraten und den deutschen Gewerkschaften beschissen werden? Also ich bitte Sie! :-)

holger März 25, 2012 um 19:15

@ wowy

—>>>@holger
Und was bewirken die 304.000? Das gut zu finden ist ein Kurzschluss.”

Stell dir mal vor, die würden die NPD wählen!

wowy März 25, 2012 um 19:16

Das wäre furchtbar, aber tun sie ja nicht. Sie tun gar nichts, oder?

Eagon März 25, 2012 um 19:20

Wir sollten uns nicht grämen.

Öffentliche Dienstleistungen und öffentliche Güter gehören in INDIVIDUALHAND.

Nur dann ist größtmöglicher Konsum garantiert.

Zwar wissen wir als Konsumenten nie so genau, was und warum wir in 10 Jahren 80% mehr konsumieren müssen.

Aber die Lenkung über unseren Willen haben eh schon lange andere.

Absurde Effizienz für maximale Verschwendung.

Und immer schön die Grenzproduktivität im Auge behalten.

Horst Schmidt März 25, 2012 um 19:20

@ wowy
Richtig, denn die Parteien können damit noch, ich betone noch, sehr gut leben.
Ein Blick nach Frankfurt dürfte es wohl mit aller Deutlichkeit unterstreichen. In einer Stadt, eine Personenwahl!!!

ca. 34,5 % Wahlbeteiligung

gelegentlich März 25, 2012 um 19:23

@Horst Schmidt
Das ist doch keine Geschichtsklitterung. Die hätten nur in die Geschichtsbücher schauen müssen. Die Sozialdemokraten haben sich immer im Zweifelsfrei in die Richtung bewegt, die das vermeintliche ,,nationale Interesse” vorzugeben schien, niemals ernsthaft (und mit dem Risiko einer Niederlage) versucht dessen Interpretation zu bestimmen.
Bis heute ist es für die rechte Sozialdemokratie selbstverständlich, gerne auch mit dem vermeintlichen politischen Gegner zu kooperieren, wenn die Mehrheit der Partei und auch der Wähler eine linke Politik wollen. Man denke nur an das angezettelte Fiasko in Hessen (Ypsilanti) und die Reaktionen in der Bundespartei. Was unter normalen Umständen Parteiausschluss etc. zur Folge haben müßte ist hier selbstverständliche staatsbürgerliche Pflicht. Und wenn es dick kommt wird irgendein ,,Gewissen” (das ist immer rechts) ausgepackt.
Nein, die Sozialdemokraten haben Niemanden beschissen, sondern als Sozialdemokraten gehandelt. Oder soll das etwa Beschiss sein?
So sind denn ,,wir” Exportmeister – und nicht die Anderen.

holger März 25, 2012 um 19:26

@wowy März 25, 2012 um 19:16
Das wäre furchtbar, aber tun sie ja nicht. Sie tun gar nichts, oder?”

Vielleicht wäre es ja möglich mal weiter zu denken, wenn 40% nicht wählen gehen, aus welchem Grund auch immer, bleiben die Sitze dementsprechend im Landtag leer, und werden als Enthaltung gewertet. Das gleiche kann man auch unter der fetten henne Machen. Dann gibts eben Freiflüge und Dienstwagen nicht. Ich als aktiver Nichtwähler, werde nirgendwo vertreten. Und ich wähle nicht einen Saftarsch von denen.

Horst Schmidt März 25, 2012 um 19:30

@ gelegentlich

Ach so war das und ist offensichtlich noch immer. :-(

holger März 25, 2012 um 19:32

Erst wenn die Bolidiker merken, oh, es gibt ja weniger Pöstchen für den und den, dann werden se mal bestimmt ins Grübeln kommen.

wowy März 25, 2012 um 19:39

@holger
Ich gehöre ja auch zu den 123%, die die Prozentrechnung nicht beherrschen, aber -wenn ich richtig informiert bin- richtet sich die Sitzverteilung nach den Mehrheitsverhältnissen. Da bleiben keine Stühle leer. ;-)

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 19:39

Holger

Die 62 % sind sogar eine vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung. Wenn man bedenkt, dass die zukünftige Regierungskoalition schon feststand. Weil die Piraten, Lafontaine für die Linke, und die CDU offenkundig mobilisieren konnten. Wer nicht zur Wahl geht, mag seine Gründe haben. Aber daraus lässt sich nicht automatisch Deine Schlussfolgerung ziehen.

holger März 25, 2012 um 19:42

wowy

jetzt meinste Witzig zu sein? Wenn 800.000 Wählen dürfen, dann entspricht das den Sitzen im Landtag zu 100% und wenn nur 60% zur Wahl gehen, bleiben die anderen Sitze leer. Das kann auf alle Fälle nicht schwierig sein, das nach zu vollziehen.

h.huett März 25, 2012 um 19:43

Lübberding

… hat völlig recht, die 62% sind sogar hoch. Wie hoch ist eigentlich die Wahlbeteiligung in Frankfurt bei der OB-Wahl?

wowy März 25, 2012 um 19:45

@holger
Sie bleiben eben nicht leer! Sie werden auf die gewählten Parteien anteilig verteilt.

wowy März 25, 2012 um 19:47

@HH
hatte Horst Schmidt schon gesagt
http://www.wiesaussieht.de/2012/03/25/sippschaft/#comment-23001

Frankfurt liegt am Main und nicht am Rhein (einer aus Kalau)

Jackle März 25, 2012 um 19:47

“An ausgezählten Stimmen 0,5% für die PARTEI. Das ist das beste Ergebnis seit Kriegsende!”

Schön dass die bisherige Spaßpartei FDP bald von den der Partei die PARTEI ersetzt wird. Wenn man sich die Auftritte vom Komiker Rösler so anschaut, kann es der politischen Landschaft nur gut tun. Denn wer nimmt die bitte noch ernst?

holger März 25, 2012 um 19:48

f.luebberding

—>>>Wer nicht zur Wahl geht, mag seine Gründe haben. Aber daraus lässt sich nicht automatisch Deine Schlussfolgerung ziehen.”

Ich rede eben davon, dass es so und so viele Wahlberechtigte eben gibt. Selbst die SPD und CDU zusammen stellen bei dieser Wahl, mal gerade 40% dar. Von den Wahlberechtigten. Und das ist Demokratie? Noch nicht mal die beiden “großen” Volxparteien schaffen es, mehr als 50% der Wahlberechtigten zu repräsentieren.

holger März 25, 2012 um 19:49

@ wowy März 25, 2012 um 19:45
@holger
Sie bleiben eben nicht leer! Sie werden auf die gewählten Parteien anteilig verteilt.”

Ja warum denn? Ist das in Stein gehauen? Ich verstehe schon, mit knapp 43 warum das so ist. Aber das heißt eben nicht, dass es ewig so sein wird.

Blogerkeule März 25, 2012 um 20:04

Liegt die FDP wieder hinter der Tierschutzpartei ? ;-)

neuling März 25, 2012 um 20:07

……um die Tyrannei der Massen zu verhindert, muss der Vorschlag der gewichteten Wählerstimme wohl im Sinne der FDP nachgebessert werden. Um an Möllemann’s Ambitionen anzuknüpfen, sollten Leistungsträger mit Faktor 15 wählen dürfen.

Blogerkeule März 25, 2012 um 20:10
gelegentlich März 25, 2012 um 20:10

@h.huett
Ok, das war ein schönes Tiefschlag! Wiesbaden stand übrigens noch ,,besser” da.
Aber Holger hat in der Substanz recht:
- man müßte sofort anfangen die Wahlbeteiligung prozentual die Wahlkampfkostenerstattung minimieren zu lassen
- die Staatsanwaltschaften loszujagen, um jede Form von ,,Sponsorenschaft” und andere symbiotische Konstruktionen zur Aushebelung des Parteiengesetzes zu unterbinden.

Man wird im Gefolge sehen dass diese Parteien im Moment der zugedachten Aufgabe, die politische Willensbildung zu ermöglichen, nicht mehr nachkommen. Unter diesen Umständen traue ich mich nicht mehr Leuten, die nicht wählen, das vorzuwerfen. Nach der Megaverar… mit Wulff schon gar nicht mehr.-

holger März 25, 2012 um 20:13

So,

und das wäre im Falle vom Saarland, dass es nur eine Regierung geben kann, die mindestens 51% Stimmen aller Wahlberechtigten erreicht. Eine Groko alleine wäre ausgeschlossen. Und somit wäre Schwarz/Rot (zusammen 40% der Wahlberechtigten) nicht möglich, jedenfalls nicht alleine.

h.huett März 25, 2012 um 20:13

gelegentlich

Was heißt – nach dem politischen Ende der Affäre – denn nun eigentlich “Megaver … mit Wulff”? Ich will das Fass nicht wieder aufmachen, aber nach unseren Kontroversen würde mich Dein Rückblick schon mal interessieren

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 20:13

Holger

Man muss wissen, womit man vergleicht. Die hohe deutsche Wahlbeteiligung etwa in den 70er Jahren waren im westeuropäischen Vergleich durchaus Ausnahmen. Die Kriegsgenerationen haben das Wahlrecht auch als Wahlpflicht verstanden. Gauck hat diese Motivation in seiner Rede durchaus als Selbsterfahrugn eines ehemaligen DDR-Bürgers artikuliert.

Blogerkeule März 25, 2012 um 20:21

@ topi

Da Angela so machtschlau denkt zu sein, wird sie Froschkönig Rösler ins Nirwana befördern, um schneller als die SPD die Kanzlerschaft mit ihren älteren Wählerschichten und einer Angst- und Krisenpolitik sichern zu wollen. 30% + x gegen den Rest.
Das wird die SPD, wenn sie sich mit 20% -y zufriedengibt, als Alternative zu entscheiden haben.

Mal faz lesen, was PopSiggi dazu sagt/gesagt hat …

wowy März 25, 2012 um 20:24
holger März 25, 2012 um 20:24

f.luebberding

—>>> Die Kriegsgenerationen haben das Wahlrecht auch als Wahlpflicht verstanden.”

Aber ich nicht mehr. Früher hatten wir auch noch nen Kaiser. Warum gibts wohl keine Wahlpflicht? Weil dann nur zwischen Pest & eben… entschieden werden kann. Aber ich enthalte mich der Stimme, und werde mich gerne der Mehrheit beugen. Aber ich werde nirgendswo erfasst. Ich hab es weiter oben erklärt, wenn gerade mal 40% der Wahlberechtigten (Schwarz/Rot) bestimmen können, dann bin ich dafür, mal das Denken anzufangen. Ob das noch etwas selbst mit dieser “Demokratie” was zu tun hat?

Eine Regierung sollte erst dann Handlungsfähig sein, wenn sie mindestens 51% der 100% Wahlberechtigten repräsentiert. Ansonsten macht euren Humbug weiter.

Degnaphta März 25, 2012 um 20:26

@fl
Es geht um Parteiensoziologie. Die fragt nicht danach, ob das einem gefällt, was man analysiert. Man will es verstehen.
du willst den Inhalt deiner “Analyse” als vorteilhafter hinstellen als die Schmähabsichten des von dir gelobten Kollegen? “die Piraten sind doof, weil sie anders sind.” vs “Wir sind zwar verlogene Verräter, aber haben dafür ein analysierbare Sozioöogie.” Das ist das Fundament deiner Argumentation?
Mann Mann, Presstituierte als Chart-leader im Chuzpe-Kontest, oder was?
Was du da über die Kandidatenwahl zusammengeschreibselt hast, war doch nur ein Beleg für die Untauglichkeit der aktuellen politischen Kaste, ein Offenbarungseid @fl. Gar nicht bemerkt?

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 20:28

Degnaphta

Nun denn, jeder darf seine Meinung haben.

holger März 25, 2012 um 20:30

Und wenn eine OB Wahl in FFM gerade mal 32% hintern Ofen hervor holt, ist das wurscht. Makulatur. Dafür gibt es “Ortsbürgermeister”.

Blogerkeule März 25, 2012 um 20:30

@ fl

Bei der (jetzt ernsthaft) recht hohen Wahlbeteiligung sind die Ergebnisse der FDP und der Piraten – der kleinen – umso aussagekräftiger.

Kann die Bundesregierung daher noch von einer 1,2 bis 4,9 % Partei getragen werden, wenn es um wichtige europäische Grundsatzentscheidungen geht. Nö !

Also weg mit den Steuervergünstungen für Hotellos, wie von Herrn Lindner versprochen … schlecht für die Mövenpicker !

Horst Schmidt März 25, 2012 um 20:30

Mag sein dass die (Nach)Kriegsgeneration es als eine Art Pflicht empfand, doch der eigentliche Grund war, es gab etwas zu wählen, nämlich zwischen zwei Richtungen.
Heute gibt es nur eine Einheitssoße und das System hat sich durch die Personen ohne politischen Wert selbst entlarvt.

Um solche Dinge zu erkennen, bedarf es nicht dieses “Demokratieleerers” (kein Tippfehler!) aus dem Osten.

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 20:34

Holger

Das sind wieder solche selbst gezimmerten Kriterien. Aber in Westdeutschland hat noch nie eine Regierung 51% der Wahlberechtigten repräsentiert. natürlcih gibt es Gründe für Wahlenthaltung. Darüber auch mittlerweile eine Menge Studien, auch bzgl. eines Legitimationsverfalls. Aber das bewusste Nicht-Wählen ist immer noch eine Ausnahme. Tatsächlich wird die Wahlbeteiligung von der Relevnaz bestimmt, die die Wähler einer Wahl geben. Etwa Polarisierung und unsicherer Ausgang. Das sagt wenigstens die empirische Wahlforschung.

Andreas Kreuz März 25, 2012 um 20:40

Hier etwas für die “demokratisch” gewählten Schuldenbremser:

http://www.rhein-zeitung.de/newsticker/popup.php?arid=400894&cobo=1622&collection=458#ar400894

snozin März 25, 2012 um 20:41

Was ist Dekonstruktion?

Sippschaft

by h.huett on 25. März 2012

Kenneth Rogoff und Peer Steinbrück dürfen sich für Cicero streiten.

f.luebberding März 25, 2012 um 16:33

Nur als Hinweis, auch wegen der heutigen Landtagswahl im Saarland. Stefan Schulz hat einen hervorragenden Text über den Parteibildungsprozeß bei den Piraten geschrieben.

wowy März 25, 2012 um 20:42
holger März 25, 2012 um 20:44

@f.luebberding März 25, 2012 um 20:34
Holger

Das sind wieder solche selbst gezimmerten Kriterien. Aber in Westdeutschland hat noch nie eine Regierung 51% der Wahlberechtigten repräsentiert”

Danke :D Also immer Minderheiten. Deswegen sag ich ja, jeder bewusste Nichtwähler ist ein Fortschritt in Richtung Change. Und nun? ist das nun gut, deine Aussage, oder eher schlecht? Ich dachte Demokratie ist, wenn 51% über die Restlichen 50% bestimmen. Scheint ja nicht zu sein und auch nicht gewesen. Glückwunsch dazu. Was sagt uns das? Was ist das dann für ne Form der “Demokratie”? Unabwählbare Oligarchen.

wowy März 25, 2012 um 20:45

…zumindest in Auszügen :-(

holger März 25, 2012 um 20:46

bei den 101% sind 1% die im Irrenhaus sitzen.

Horst Schmidt März 25, 2012 um 20:49

Na also diese Aussage lässt doch das Schlimmste befürchten:

„Zum ersten Mal seit dreißig Jahren“, sagt Hollande darin mit Zustimmung Gabriels, „haben wir eine derart klare Übereinstimmung in unseren politischen Zielen.“

So wird das nichts Hollande!

gelegentlich März 25, 2012 um 20:50

Dass eine geringere Wahlbeteiligung auch manchmal Ausdruck einer gesunden Demokratie sein kann mag ich einsehen. Politik wie Business, Interessenausgleich, bitte ohne Leidenschaften. War nach dem Krieg und dem Fast-Bürgerkrieg bis dahin auch eine gewisse Erleichterung.
Aber hier und heute ist bei einer riesengroßen Gruppe das Gefühl da, dass ihre Interessen nicht in diesem System artikuliert werden können und es daher eh sinnlos ist daran teilzunehmen. Das ist schlecht.
,,…bzgl. eines Legitimationsverfalls” ist geschmeichelt, wenn jetzt schon dauernd die Gruppe der Nichtwähler die am Wahltag mit Abstand größte Gruppe ist, die regelmäßig selbst eine große Koalition aushebeln würde.

@h.huett – kurze PM, weil ich das Faß auch nicht wieder aufmachen möchte! ;-)

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 21:20

“Bei der (jetzt ernsthaft) recht hohen Wahlbeteiligung sind die Ergebnisse der FDP und der Piraten – der kleinen – umso aussagekräftiger.”

Gutes Argument.

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 21:21

Wowy

Die FAZ gibt es morgen am Kiosk. Sie ist ihr Geld wert. Gilt übrigens generell für Zeitungen … .

holger März 25, 2012 um 21:24

@f.luebberding März 25, 2012 um 21:21
Wowy

Die FAZ gibt es morgen am Kiosk. Sie ist ihr Geld wert. Gilt übrigens generell für Zeitungen … .”

Yep, deswegen kaufte ich mir früher auch “YPS” da waren Urzeitkrebse zum selber züchten drin.

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 21:28

Gelegentlich

Es geht ja nicht um die Legitimation der Parteien, die wir bis 1983 in Westdeutschland als “etabliert” bezeichnet haben. Sondern um die Anpassung des Parteiensystems an sich verändernde soziale und gesellschaftliche Verhältnisse. Dazu gehörte auch der Erfolg der Linken nach 2005 – und jetzt der der Piraten. Lafontaine hatte der Großen Koalition Grenzen gesetzt. Darauf beruhte sein Erfolg. In gleicher Weise werden die Piraten Reaktionen bei den anderen Parteien auslösen. Unser Parteiensystem ist also zur Reaktion auf Veränderungen in der Lage – und das verändert auch die Politik. Der Legitmationsverfall ist also deswegen nicht so groß geworden, wie man ihn etwa noch zu Beginn der 90er Jahre unter den Begriff “Politikverdrossenheit” diskutiert hatte.

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 21:29

Holger

Also kaufst Du morgen die FAZ und YPS? Aber natürlich kann die FAZ auch ein Gimmick beilegen … .

wowy März 25, 2012 um 21:33

@fl
Woher weißt du eigentlich, dass ich die nicht kaufe?
Gell, du hast hier noch nie einen FAZ Artikel verlinkt , schon gar nicht deine eigenen :-D

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 21:34

wowy

Das stimmt übrigens … .

holger März 25, 2012 um 21:34

@ f.luebberding

ich kaufe die “FAZ” erst wieder, wenn ich mit Claudia Roth ein doppelseitiges dann abgedrucktes Interview machen darf. :D Was war denn dein liebstes Gimmick?

Horst Schmidt März 25, 2012 um 21:36

Es geht nicht um Politikverdrossenheit – ganz im Gegenteil – sondern um Politikerverdrossenheit
Die FDP bekommt es gerade voll zu spüren.

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 21:39

Horst Schmidt

Man wählt dafür Politiker der Piraten.

Horst Schmidt März 25, 2012 um 21:43

f.luebberding

Mit Sicherheit wählt kaum jemand die Politiker der Piraten, sondern schlicht und einfach die Piraten. Das allein ist meiner Meinung nach schon infantil genug. :-)
Dagegen waren die strickenden Grünen doch von Anfang an seriös. Na fast. :-(

holger März 25, 2012 um 21:48

hier der @egghat hats mal aufgedröselt wie immer mit mehr Perfektion als ich.

http://egghat.tumblr.com/post/19909220155/stimmenanteil-der-parteien-bei-der-ltw-saarland-2012

gelegentlich März 25, 2012 um 21:55

@f.luebberding
Nein, sehe ich anders. Der Legitimationsverfall ist enorm, woran auch die Piraten nichts ändern. Als ich vor Jahren meinen Internetanschluss neu einrichtete war ich bei bekannter Firma. Die hatte gerade gestreikt, die einzige Partei, die das unterstützte war Die Linke. Die Leute, mit denen ich sprach, waren wirklich fassungslos darüber, wie erfolgreich man diese Partei in der veröffentlichten Meinung (Print und ÖR) mundtot gemacht hatte. Die kamen nicht vor. Nur haben die Leute noch das Gefühl von Machtlosigkeit und rühren sich daher halt noch nicht.
@Horst Schmidt
Nix infantil. Quer durch fast alle politischen Lager hat der wachere Teil der Bevölkerung einfach die Nase voll davon, mit immer neuem Schwindel bevormundet und kujoniert zu werden. Und davon, dass man (=> ACTA) ganz offen das Problem der unterbliebenen Willensbildung dazu und damit das der Legitimation mißachtet. Auf der Basis wählt man eben Piraten. Ich selber zögere höchstens deshalb weil ich auf einer Anti-Neoliberal-Garantie als oberster Priorität bestehe. Auf diesem Sektor sind die noch durchwachsen.
Wer PPP duldet kriegt meine Stimme niemals…

Horst Schmidt März 25, 2012 um 22:07

@ gelegentlich

Es besteht für mich zum jetzigen Zeitpunkt keine Veranlassung auch nur ein Jota von meiner Meinung was die Piraten und deren Wähler in der Mehrheit betrifft, zurückzuweichen. Sprechen wir in zwei, drei Jahren darüber. :-)

neuling März 25, 2012 um 22:15

Künftiger FDP-Generalsekretär: Piratenpartei fördert “Tyrannei der Masse”
Der künftige FDP-Generalsekretär Patrick Döring hat beklagt, dass die Piratenpartei eine “Tyrannei der Masse” fördere. Die Transparenz, die die Piratenpartei verspreche, führe dazu, dass auch gegen den Willen der Beteiligten innerhalb der Partei “alles” öffentlich gemacht werde. Diese Art von Transparenz wolle die FDP nicht, sagte Döring in der ARD. Zudem habe die Diskussion um Stuttgart 21 gezeigt, dass bei Diskussionen im Internet oft ein vollkommen falscher Eindruck von Mehrheitsverhältnissen entstehe.
Unter dem Schutz der Anonymität sei im Internet teils polemisch Stimmung gegen das Bahnprojekt gemacht worden, erst die Volksabstimmung habe gezeigt, dass sich die Mehrheit für Stuttgart 21 ausspreche. Diskussionen im Internet sollten unter der Nennung von Klarnamen erfolgen, so Döring weiter.

Degnaphta März 25, 2012 um 22:16

@fl
Der Missbrauch der Meinungsfreiheit ist der Volksverhetzer liebstes Areal. Das ist mir bekannt. Übrigens gibt es in diesem unserem Lande sogar kriminelle Meinungen. Schon vergessen?
Brauchst du mal wieder eine kleine Erinnerung, daß deine Gang die Apartheid eingeführt hat? Ein älterer Herr, der zwar zu krank ist, um einer geregelten Tätigkeit nachzugehen, aber selber nicht im Stande ist, seine Belange angemessen zu vertreten, hat geerbt. Jetzt dreht er fast durch vor Angst, weil er nicht weiß, wie es weitergehen soll. Die Erbmasse ist nicht geeignet, davon den Lebensunterhalt zu bestreiten, aber von der Antisozialbehörde bekommt er keine adäquaten Auskünfte, weil die ihn gerne ins offene Messer laufen lassen wollen. Das ist seit 2005 deren offensichtliches Programm.
Um einen Sachverständigen zu dingen, müßte die Erbmasse schon etwas üppiger sein. Dann wäre auch das Verhältnis zur Antisozialbehörde egal. Aber das ist halt nicht gegeben. Nach meiner Beobachtung wird sich der arme Kerl totsaufen, weil er mit der Situation hoffnungslos überfordert ist.

warum hat deine Scheiß-Partei so menschenfeindliche Gesetze entworfen, @fl? Und warum stehst du noch zu so menschenverachtenden Praktiken? Weil die “Meinungsfreiheit” es dir erlaubt? Weil dein moralisches Gerüst nix anderes hergibt? Weil du dich in zynischer Ignoranz wälzt?
Du bist ein Schänder der Grundwerte… möglicherweise kann man dich ja mit ACTA stoppen :-) immerhin muß da nur irgendein angeblich Geschädigter auflaufen, um mit vorgeblichen Rechteverstößen als Begründung deine Leitungs kappen zu lassen.
und das Ganze wäre dann sogar “gewaltfrei”… schaunmermal…

Horst Schmidt März 25, 2012 um 22:22

Ach so, auch ohne sich die “FAZ” zu kaufen, kann man eine erhellende Meinung kostenlos lesen, die allerdings eine Hoffnung verbreiten will, die niemals eintreten wird.
Also ein tauglicher Versuch an einem völlig untauglichen Objekt!

“Die Rechte hat sich von der Selbstverstümmelung des Neoliberalismus des Jahres 2008 deutlich besser erholt als die Sozialdemokraten.
Die französischen Präsidentschaftswahlen im April werden ein erstes Signal sein, ob der europäischen Sozialdemokratie der Wiederaufstieg gelingen wird. „Aber“, so schreibt Soledad Gallego-Díaz in El Paìs, „das entscheidende Spiel um die Zukunft wird in Deutschland bei den Wahlen im Jahre 2013 stattfinden. Wenn es der alten SPD nicht gelingen sollte, die katastrophalen Wahlergebnisse von 2009 zu korrigieren, wenn sie es nicht schaffen wird, eine Regierung zu bilden und sei es auch eine Koalitionsregierung, werden die Träume anderer sozialdemokratischer Parteien, in der Europäischen Union einen Politikwechsel und ein Wiederaufleben der demokratischen Linken zu befördern, einen vernichtenden Schlag erleiden.“

http://www.fr-online.de/meinung/auslese-in-deutschland-wird-entschieden,1472602,11993102.html

Nun sind Hollande und Gabriel gefragt. Gabriel. Mann o mann.

Goodnight März 25, 2012 um 22:23

Die Piraten

sind die Parodie einer Partei.

Sie haben kein Programm.
Sie haben keine Führung.
Sie haben keinen Ehrgeiz Macht oder persönliche zu erreichen.
Sie haben nicht einmal so etwas wie “Mitgliedschaft” im engeren Sinne.

Das ist kein Protestpartei wie damals die Grünen, weil es keinen Protest (weil keine Ziel/Programm) und keinen echte Partei gibt.

Das einzige was diese Partei als Partei definiert ist die Teilnahme an Wahlen.

Folglich ist das keine Protest- sondern eine Event-Partei. Ein Happening von jungen Menschen, die mal einfach dabei sein wollen…bei der Macht und so.

Der Witz an der Sache ist nur:
Was unterscheidet einen Herr Gabriel oder einen Herr … äh..wie heißt der Chef der f…äh…FDP..genau… äh…noch eimal…also, was unterscheidet die inhaltlich von den Piraten?
Wulff hat doch gezeigt, wie der moderne Politiker tickt: Er will einfach nur dabei sein, in Hannover oder Berlin, egal wie….hauptsache Event…..bezahlt vom Steuerzahler oder nem Industriellen egal…hauptsache Event. Weil, wer kann in der Moderne noch ein Programm haben? Und folglich sind die Piraten einfach eine verdammt moderne Partei.

“Your power? What good are you to the people without it? But down deep you know there’s a line you can’t cross, and after a thousand trades and one deal too many, the line gets rubbed out.”
Mayor (city hall)

neuling März 25, 2012 um 22:33

…………….. sind hier mitlesenden Blogger vielleicht der Meinung, die Masse sollte entmachtet werden, indem man ihrer Wählerstimme einen Faktor analog des nachgewiesenen Intellekts beifügt?

neuling März 25, 2012 um 22:45

……. oder könnte man dem ersten Satz aus Wiki doch etwas positives abgewinnen?

Populismus (lat.: populus, „Volk“) bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte ausdrückt oder instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt.

Degnaphta März 25, 2012 um 22:56

@ Goodnight
Kennst du persönlich einen oder mehrere Piraten? Oder fußt deine Analyse auf dem, was in den Medien so kolportiert wird?
Deine Einschätzung der “Abwegigkeit” der etablierten Parteien und Politiker trifft sicherlich zu, denn auf der untersten Stufe unseres demokratischen Systems, in den Gemeindeparlamenten, ist es leibhaftig zu spüren, daß keiner mehr einen nachvollziehbaren Plan hat, der auf ein formulierbares Ziel weist.
Auf Landesebene sieht es ja genauso aus.

Doch die Piraten, zumindest die mir persönlich bekannten, tüfteln da was aus. Die große Gemeinsamkeit besteht nicht nur in der Unzufriedenheit mit dem Status quo, sondern -und da sehe ich ebenfalls große Chancen- auch in der Erkenntnis, daß man nicht erst so werden muß wie die etablierten Politiker, nur um Politik zu machen.
Das Beispiel der medial weggemobbten Fundis ist ein Mahnmal. (hat das eigentlich Spaß gebracht @fl? Ich unterstelle dir, dass du da damals auch noch dran verdient hast in deiner unendlichen Gier… oder ist dieses Movens bei dir zufällig nicht aktiv? Die Welt bricht zusammen wegen der Gier, aber du stehst drüber, @fl?)

neuling März 25, 2012 um 22:56

Bisher dachte ich immer, mit meiner vielleicht naiven Grundbildung, dass ich in der Demokratie gleichberechtigt mitbestimmen durfte?
Wenn auch überwiegend in der Gewissheit mit meiner Stimme die Opposition zu stärken, was ich immer einer der wichtigsten Aufgaben (Opposition) in der Demokratie gehalten habe.

Die Regierung verantwortet meiner Meinung nach die Nuancen der Politik, die Opposition das Nichtverhindern von groben Schnitzern.

Ich fürchte daher nicht eine Regierung der Massen, sondern eine Opposition von Schläfern.

eFlation eFlation März 25, 2012 um 23:06

@luebberding
Die FAZ ist schon da – online :)
Guter Artikel im Feuilleton “Ziemlich beste Freunde”
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hollande-und-gabriel-im-f-a-z-gespraech-klare-uebereinstimmung-11697439.html

neuling März 25, 2012 um 23:11

@eFlation
Wo ist der Artikel und wer ist der “Behinderte”?

eFlation eFlation März 25, 2012 um 23:21

@neuling
Bisher nur in der aktuellen FAZ
In ein paar Tagen auch online

f.luebberding f.luebberding März 25, 2012 um 23:25

Goodnight

Passt auch zum Text von Schulz bei den Sozialtheoristen. Link ist oben. Du definierst ihre Defizite als Kennzeichen für Modernität. Müsste man jetzt, um Degnephtas Gedanken aufzunehmen, überlegen, ob in dieser Struktur emanzipatorische Potentiale zu finden sind, oder anders formuliert: Ob eine moderne Partei nicht den Begriff von Partei verändern wird, etwa durch Transparenz- und Beteiligungsmodelle. Du erzählst ja erst einmal eine Verfallsgeschichte. Muss ja nicht so bleiben.

topi März 26, 2012 um 01:39

Goodnight

Erst das Moralisieren, weil der Wulff(Merkel) sich deiner Analyse nicht beugen wollte.

Dann dein gestriger Abgesang auf den kürzlich noch unaufhaltsam, da quasi alle Relevanten mitnehmend, marschierenden Kapitalismus.

Und jetzt so ein schwaches Statement zu den Piraten. Wo soll das noch enden? :roll:

Die These ist falsch, und zwar ganz offensichtlich und leicht erkennbar. Wer sich mal mit Fragen zur Netzpolitik etc. beschäftig wird leicht sehen, dass alle etablierten Parteien gnadenlos verkacken. Das ist zwar nicht so besonders, da auf den meisten Politikfeldern üblich; hier führt aber die Mischung aus Dummheit und Lobbyhörigkeit direkt in orwellsche Zustände, bzw. darüber hinaus.

Es gitb also ein Thema der Piraten, und zwar eines, welches für die Attivisten persönlich enorm wichtig ist.

topi März 26, 2012 um 01:48

Bloggerkeule
“Da Angela so machtschlau denkt zu sein, wird sie Froschkönig Rösler ins Nirwana befördern, um schneller als die SPD die Kanzlerschaft mit ihren älteren Wählerschichten und einer Angst- und Krisenpolitik sichern zu wollen. 30% + x gegen den Rest.
Das wird die SPD, wenn sie sich mit 20% -y zufriedengibt, als Alternative zu entscheiden haben.”

Offensichtlich schlucken die sarländischen SPD-ler die dümmlich-arschkriecherische “Strategie” ihres Dauerverlierers. Das haben sie ja auch in den anderen Ländern, in denen die SPD falsch abgebogen ist.

Wenn es denn machtpolitisch einen Sinn ergeben würde; aber es ist ja klar, dass das selbstgewählte Hündchen nicht beim nächsten Mal zum Herrchen gemacht wird (Ausnahmen kann es geben).

Aber Merkel wird nicht Rösler und, ja wie hießen sie noch, einfach entlassen. Selbst wenn das ein voller Erfolg wird, un ddie FDP endgültig aufgerieben: es ist unter Koalitionsgesichtspunkten keine erquickende Position, als Machtoption darauf bauen zu müssen, dass eine der Parteien, die sich programmatisch deutlich näher stehen, lieber der Mutti das Stöckchen bringt.

topi März 26, 2012 um 01:49

Was ich noch sagen wollte: rießig sieht geschrieben sowas von Scheise aus. :roll:

h.huett März 26, 2012 um 01:54

topi
das musst Du Stefan Schulz schreiben

topi März 26, 2012 um 02:17

Vertrauen wir mal auf die verschlungene Wege.

Goodnight März 26, 2012 um 07:52

Warum ging man in die Politik?
Um Karriere zu machen (persönliche Macht).
Um ein konkretes Problem zu lösen (politische Macht)

Warum gehen die Piraten in die Politik?
Karriere will angeblich keiner bzw. die studieren ja wirklich lieber weiter…
Ein konkretes politisches Ziel existiert nicht.

Ergo:
Was wollen die da?

Kann kein Mensch beantworten. Das ist der Witz. Keiner weiß was die dort wollen.

Die wollen einfach dabei sein, einfach Politik machen.

Das ist das einzige Programm:
Erst Handeln… dann Denken; der Weg ist das Ziel, ….

Und in dem man diese Absurdität reflektiert, begreift man, dass die eigentlich dort anfangen wo die Grünen geendet sind….und die anderen Parteien sowieso. Politik ist Tagesgeschäft, Reagieren und Handeln ohne wirkliche Strategie.
D.h. die Piraten überspringen einfach den ganzen Blödsinn mit den “großen Zielen” und so. Einfach loslegen.

Bleibt die Frage, wie die ihre Wählerschaft mobilisieren, d.h. wie kann man ohne Programm Wähler binden. Bisher geht es über Personen, d.h. Internet-Freaks und junge eloquente Frauen. Nur, wird das reichen? Aber auch hier muss man nur auf die etablierten Parteien schauen: Für was steht die SPD? Außer ihre Personen? Die CDU? Außer Merkel? Die F…verdammt wie war noch der Name? Die Grünen ohne Fischer? Auch hier ist alles nur noch Person.

Whatever, die Piraten sind folglich schon von Anfang an völlig etabliert und damit alles andere als eine Protestpartei.

Das einzig neue an ihnen ist ihre völlige Un-organisiertheit…obwohl..wie war noch mal der Name dieser anderen Partei…F…verdammt….

Adam: “What is my weakness?”
Jack: “You can’t look at something that’s broke without having to fix it. ”
Adam: “Why is that a weakness? WHY IS THAT A WEAKNESS? ”
Jack: “It makes you do things you don’t wanna do. ”
(all the king’s men)

topi März 26, 2012 um 09:35

Goodnight

Du setzt Prämissen, und entwickelst daraus deine cool klingende Argumentationskette.

Fakten widersprechen den Prämissen?

Um so schlimmer für die Fakten. :roll:

Es gibt konkrete politische Ziele, die sich unmittelbar aus der Netzpolitik der anderen Parteien ergibt. Nur mal ein paar Punkte.
Die Content- und vor allem Abmahn-Mafia drückt (will durchdrücken) Gesetze durch, auf deren Basis geradezu perverse Geschäftsmodelle aufsetzen.
Das macht das Betreiben von Webseiten, ohne große Rechtsabteilung im Hintergrund, zunehmend schwieriger.

Die Netze sind nicht mehr überall neutral, d.h. verschiedene Inhalte werden nicht mit gleicher Priorität übertragen; noch ist das ganz am Anfang, aber die gewünschte Richtung ist klar.

Die Datensammlungen sowohl privater als auch staatlicher Art nehmen immer umfassendere Züge an, Gattaca in Sicht;privaterseits natürlich nur um besser auf die Kundenwünsche eingehen zu können, und staatlicherseits natürlich nur, um Schwerverbrechen abzuwehren, die dann die Abmahnmafia definiert, s.o.

usw.usf.

Wenn das für dich irrelevante Themen, deine Sache.
Aber zu behaupten, dass es keine Themen sind, ist, äh, einfach dumm, wenn nicht sogar dümmlich. Mit Verlaub natürlich. ;-)

Nur aus diesen Themen kann man den Antrieb des Normalpiraten, etliche Stunden und Energie aufzuwenden, verstehen.
Dass es auch Trittbrettler geben kann, ist klar, ändert aber nichts am Prinzip; als Anti-Nerd wirste (zumindest vorerst) nix bei den Piraten.

Wenn du mit realistischen Prämissen nochmnal eine Argumentationskette starten willst, gerne.

Degnaphta März 26, 2012 um 09:40

OK, @Goodnight, du kennst also keinen persönlich :-)
macht ja nix, man kann ja nicht alles haben.

Die zwangsweise Bündelung von Politik&Macht zur Modellbildung ist ein schwerer Basisfehler in den hier gern gepflegten Analysen, die deswegen ins Absurde laufen müssen, weil sie halt auf einem Trugschluß basieren.

Also ich rufe bei der Direktwahl auf dem Schreiben vom Ministerium an und habe dann “Die Macht” am Apparat? Das ist doch Tinnef. Da habe ich nur irgendein Ministeriumsrädchen aus dem ministeriellen Getriebe als Gesprächspartner/gegner. Aber ich telefoniere doch nicht mit der Macht.

Wenn ich zu einer Parteiveranstaltung gehe, dann befinde ich mich plötzlich an einem “Brennpunkt der Macht”. Soll das so gehen? Das ist doch auch Quatsch.
Macht funktioniert anders. Macht hängt an Personen.
Einige haben eine machtvolle Aura und andere das Gegenteil davon. Deswegen landet vermutlich die politische Diskussion auch immer bei der Betrachtung von Personen.

Daß sich unsere Politik als Tummelfeld der Macht erweisen möge, ist doch nur eine auf Wunschdenken basierende Abmachung. Die nebenher existierende “Macht der Medien” ist ja sogar konzeptuell integriert, wenn man sich die Formulierung “4.Säule der Demokratie” mal auf der Zunge zergehen läßt.

Machtkonzentration und Machtmißbrauch stellen doch konkret erfahrene Phänomene dar, derentwegen dieses komplexe System von sich gegenseitig kontrollierenden Instanzen geschaffen wurde. Dennoch läßt sich dadurch “die Macht” nicht von Personen lösen, denn nur Personen können Macht aktiv ausüben und Macht passiv als ausgeübt empfinden.

Die Einschätzung, daß Macht ausschließlich in der Politik zu verorten sei, ist doch realitätsferne Spinnerei. Und jede hierauf aufbauende Folgerung somit ebenfalls.

h.huett März 26, 2012 um 09:43

topi & all

Zum politischen Denken der Piraten nach wie vor lesenswert: Michael Seemann, und Christoph Biebers Überblicksartikel in apuz.

Horst Schmidt März 26, 2012 um 10:02

Man kann es kurz und prägnat machen, so wie dieser Kommentar von Bettina Vestring
http://www.berliner-zeitung.de/meinung/piraten-im-goldrausch-von-den-fatalen-folgen-des-erfolgs-als-anti-partei,10808020,11994056.html

“Goldrausch”, sagt die Geschäftsführerin der Bundes-Piraten, Marina Weisband, selbst dazu. Ein vernichtendes Urteil über das eigene Personal.
Auch zum Thema Politikstil kommen die schärfsten Worte von den eigenen Mitgliedern. “Wir reden viel über Transparenz und Bürgerbeteiligung. Was es für uns konkret bedeutet haben wir nicht definiert”, bloggte kürzlich der Berliner Pirat Christopher Lauer. “Alles in Allem: Wir hantieren parteiintern wie extern mit allerhand Vokabular herum, das vielleicht griffig, aber oft einfach nicht definiert ist. Das kann meiner Meinung nach eine Gefahr für uns werden.
Lauer hat Recht.”

Wer glaubt vom Computer aus Politik machen zu können, um so Wissen vorzutäuschen, dem wird keine Zukunft beschieden sein.

Übrigens möchte ich hier noch einmal an diesen Artikel erinnern, der im Zusammenhang mit diesem Interview zu sehen ist.
“Die Rechte hat sich von der Selbstverstümmelung des Neoliberalismus des Jahres 2008 deutlich besser erholt als die Sozialdemokraten.
Die französischen Präsidentschaftswahlen im April werden ein erstes Signal sein, ob der europäischen Sozialdemokratie der Wiederaufstieg gelingen wird. „Aber“, so schreibt Soledad Gallego-Díaz in El Paìs, „das entscheidende Spiel um die Zukunft wird in Deutschland bei den Wahlen im Jahre 2013 stattfinden. Wenn es der alten SPD nicht gelingen sollte, die katastrophalen Wahlergebnisse von 2009 zu korrigieren, wenn sie es nicht schaffen wird, eine Regierung zu bilden und sei es auch eine Koalitionsregierung, werden die Träume anderer sozialdemokratischer Parteien, in der Europäischen Union einen Politikwechsel und ein Wiederaufleben der demokratischen Linken zu befördern, einen vernichtenden Schlag erleiden.“

http://www.fr-online.de/meinung/auslese-in-deutschland-wird-entschieden,1472602,11993102.html

Wie soll das – ohne Verrat zu üben – gelingen, wenn man sich an Merkel kettet?

holger März 26, 2012 um 10:15

Bei all den ganzen Diskussionen wird mE immer wieder vergessen, was das Internet an der „politischen“ Willensbildung an Beitrag leistet. Ich bin der festen Überzeugung, dass man ganz schnell eine Wählergemeinschaft über zB Gesichtsbuch oder über Tweety hinbekommt.

Ich denke weiterhin, dass die etablierten Strukturen der Parteien in 10 Jahren nicht mehr stehen werden. Und da sind die Piraten die, die die erste Marke gelegt haben. Quasi das Original. Ich betone auch nochmal, dass das bestimmte Wahlvolk der etablierten (die man mit roten Rosen locken will) wegstirbt. Gerade CDU/SPD und auch die Grünen werden sich noch umschauen.

Und ich vermute stark, dass es nicht nur bei den Piraten bleibt, es werden dann organisierte Formen der Konquistadoren kommen und die Piraten ablösen oder infiltrieren. Nur muss man sich den Medienportalen öffnen. Die Trachtenvereine CDU/SPD/GAL/Fyou und auch die Linke werden an Einfluss verlieren. Es ziehen die Floskeln nicht mehr. Irgendwann wird es eine Partei der Konquistadoren geben, die sich die Vorteile eines jeden Trachtenvereins zu nutze machen wird. Und diese wird von jedem ein Stück wegnehmen. Nicht heute und nicht Morgen. Aber sie wird dank der Kommunikationstechnik kommen werden. Das ohne das Parteibuch in der Hand. Aber mit einen Haufen Spezialisten bestückt sein, die die Etablierten Argumentativ vor die Wand fahren wird.

Die Piraten kommen dort rein, wo die Nichtwähler immer mehr werden. Plus 6% im Saarland. Weil die Piraten eine ganz andere Gruppe der Wähler, mit einfachsten Mitteln erreichen kann. Die Traditionellen sind jedenfalls jetzt schon Tod, nur checken tun sie dies noch nicht. Das Internet will eben nicht so, wie die Printmedien es vor Gaucklern. Das Internet braucht keinen Bundespräsi. Deswegen wird diese Mumie auch der 11te und letzte sein.

Nahles will ja nun die Piraten bekämpfen, die sollen gefälligst nicht in den Bundestag. Nun, man kann davon ausgehen, dass die Piraten mindestens 9% bekommen. Wenn nicht sogar zweistellig. Weil auch ein Frau Nahles hat es noch nicht chillig ausgecheckert was abgeht. Und wenn ich mir das richtig überlege, sollte ich wohl zum Wähler mutieren. Und den Weg mit meiner Stimme Richtung Konquistadoren frei machen.

topi März 26, 2012 um 10:46

@ h.huett

Du meinst wahrscheinlich diesen Artikel von Seemann, dein Link ist put.
http://www.ctrl-verlust.net/das-politische-denken-der-piraten/

Sag ich ja.

Man sollte ergänzen: die “Plattformneutralität” stand nicht hinter allen Themen der Piratenpartei, war sozusagen hr Zugang zu politischen Fragen.

Sondern in Diskussionen, in welche Richtung man die anderen Themen außerhalb der Netzpolitik entwickeln will, ergab(ergibt) sich zwangsläufig die Frage, was nun piratentypisch ist.

Und die Übertragung der Netzneutralität auf andere Bereiche lieferten eben die plausibelsten Ansätze, aus den wirklich sehr bunten Vorstellungen, die da vertreten waren (sind).

topi März 26, 2012 um 11:00

“Wer glaubt vom Computer aus Politik machen zu können, um so Wissen vorzutäuschen, dem wird keine Zukunft beschieden sein.”

Wer glaubt, alles, was er nicht versteht, als unzukünftig zu beschreiben, hat nicht immer die Zukunft auf seiner Seite. ;-)

Natürlich will Lauer jetzt gerne eine “normale” Partei haben; dann wird er Spitzenkandidat, und fährt mit dem bLauen Mobil durch die Lande. :roll:

Horst Schmidt März 26, 2012 um 11:06

@ topi

Nun, dass mir meine Zukunft langsam abhandenkommt lässt sich schon biologisch nachweisen.
Ansonsten lese man diesen erhellenden Beitrag.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1713664/

Schlimmstes Blablabla.
Goodnight hat doch Recht, sie wissen nicht was sie tun. Wie auch.

Degnaphta März 26, 2012 um 11:09

@hhuett
Der Text aus der Berliner Zeitung ist das übliche Gewäsch, mit dem neu aufgetauchte politische Gegner diskreditiert werden, wie es bereits gegen die Fundis bei den Grünen erfolgreich war. Das sollte nicht weiter ernst genommen werden, sofern einem an echter Demokratie gelegen ist.
Wer bitte kann der Logik folgen, daß ein zum Status quo alternativer Auftritt dann sein Ende finden solle, wenn er erfolgreich war? “So, jetzt wart ihr erfolgreich und jetzt werdet bitte so doof, wie es sich gehört, sonst bashen wir euch weg.” Das ist doch absurd.

Der apuz-Text von Christoph Bieber hat da andere Qualitäten. Ob er tatsächlich alle Aspekte der beschriebenen Partei und ihrer Entwicklung aufgreift, wage ich zu bezweifeln, aber ich erkenne durchaus die Absicht einer möglichst umfassenden Analyse.

Als meine eine Tochter begann, sich für die piraten zu interessieren, haben wir viel über das Phänomen neuer Parteien gesprochen. Von der Pervertierung der Bündnisgurken kann man ja viel lernen. U.A. auch, daß die Medien eine letztendlich entscheidende Machtfülle in unseren westlichen Systemen innehaben. Eine Machtfülle, die leider mit aller Macht mißbraucht wird.
Ein weiteres Phänomen ist im Rahmen unserer Gespräche aufgetaucht. Die realweltliche Teilhabe an der Konstituierung der Partei kann nur über die Investition realweltlicher kohle in realweltliche Benzintanks erfolgen. Aber von hinter dem Apartheids-Zaun tuckert man nicht mal eben für ein meeting nach Kiel. Das ist viel zu teuer für Norm-Hartzens (Na, @fl? Stolz drauf? Schon im Vorfeld geilen Kampf gegen die Piraten geleistet. Da lacht die Nahles, oder was?)
Wäre meine Handlungsreichweite durch die Agenda nicht so radikal beschränkt, wäre ich wahrscheinlich höchstpersönlich als “externer Unterstützer” zumindest punktuell mit dabei gewesen. Mein Hauptaugenmerk hätte ich dabei darauf gelegt, neoliberale Positionen zu verhindern und blindwütigen Technikwahn zu dämpfen. So kann ich das zwar immer noch indirekt über meine Tochter vermitteln, aber das könnte ich anderenfalls auch immer.

@holgers Einschätzung, daß die Piraten ein neues Kapitel politischer Kommunikation aufschlagen, geht in eine realistische Richtung. Sollten sich mehr Nichtwähler -und mir sind wirklich viele bekannt- mal zum Ausnahmeurnengang entschließen, dann gibt’s gleich >20% als Minimalerfolg. Das wäre doch mal prickelnd ;-)

holger März 26, 2012 um 11:16

@ Horst Schmidt

—>>>Schlimmstes Blablabla.
Goodnight hat doch Recht, sie wissen nicht was sie tun. Wie auch.”

Wenn ich mir die letzten 25 Jahre Politik anschaue, und Huett meint sogar von einem Paradigmenwechsel sprechen zu müssen, nur weil Hollande Politik machen will, dann sage ich ganz einfach, wer hat die letzten Jahrzehnte Bla bla gemacht? Was ist an dem Interview auszusetzen. Doch nur die Angst vor dem Neuen. Weil der Krabbenpuhler nicht mehr Krabben puhlen will. Weil man bricht ja mit einer Tradition. Und das gefällt mir. Da wird sich so mancher SPD Ortsverein noch umschauen.

h.huett März 26, 2012 um 11:17

Degnaphta

Welcher Text aus der Berliner Zeitung? Habe ich da was übersehen?

Horst Schmidt März 26, 2012 um 11:29

@ holger

Also wenn die alten Parteien NUR blabla gemacht hätten, würde es vielleicht besser um dieses Land bestellt sein. Wobei ich nicht für das Blabla plädiere, sondern nur auf die schlechte, kontraproduktive Politik hinweisen will.
Bestreite nicht, dass es auch bei den Piraten “gute” Leute gibt. Nur kauft man sich keine Fernbedienung ohne den dazugehörigen, passenden Bildschirm, Fernseher mit Bild.

@ h.huett

Nehme an, dieser Beitrag ist gemeint.
http://www.berliner-zeitung.de/meinung/piraten-im-goldrausch-von-den-fatalen-folgen-des-erfolgs-als-anti-partei,10808020,11994056.html

topi März 26, 2012 um 11:32

@ Horst Schmidt
“Schlimmstes Blablabla.
Goodnight hat doch Recht, sie wissen nicht was sie tun. Wie auch.”

Na dann mal konkret:

Wie hätten die Aussagen aussehen sollen, dass sie sie gut finden.

holger März 26, 2012 um 11:34

@ Degnaphta

—>>>@holgers Einschätzung, daß die Piraten ein neues Kapitel politischer Kommunikation aufschlagen, geht in eine realistische Richtung”

Sie ist schon in der Realität angekommen. Und ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass das so schnell gehen würde. Und ich rede jetzt auch mal für die Haupt-Zielgruppe 40-50 Lenze. Die ganz bewusst die letzten 25 Jahre erlebt haben. Die meisten sind sauer auf die Politik. Und die wollen und können noch was gestalten. Und zwar mit anderen technischen Möglichkeiten, als Generationen davor. Und da hocken nicht nur Dumpfbacken drin rum. Mir geht nämlich und nicht nur mir, dieses Rechts-Links Gesabbele auf den Zwirn. Deswegen kann ich auch mit Marxisten und Sozialisten und Liberalen und Konservativen und haste nicht gesehen nix anfangen.

holger März 26, 2012 um 11:56

@Horst Schmidt März 26, 2012 um 11:29
@ holger

Also wenn die alten Parteien NUR blabla gemacht hätten, würde es vielleicht besser um dieses Land bestellt sein. Wobei ich nicht für das Blabla plädiere, sondern nur auf die schlechte, kontraproduktive Politik hinweisen will.”

Das komische ist doch daran, was ist daran schlecht und kontraproduktiv?

Huett schreibt irgendwas beim Paradigmenwechsel von europäischer Verfassung. Wir werden aber eine ganz andere Verfassung bekommen oder sogar zwei, eine formelle, und eben auch eine Informelle. Über G+ Tweety oder Gesichtsbuch oder eben sonst was. Die Mehrheit schert sich nicht mehr um Politik der Traditionen oder @goodnights “Macht”. Traditionen und Gesetze sind dazu da, überschritten zu werden. Und das Netz wird sich eine eigene Verfassung geben. Das Netz ist eine alternative Gesellschaft. Mein Sohn hat ne 4 in Englisch und quatscht aber mit Amis einwandfrei beim Ballerspiel. Ein ganz anderer Slang. Herrscht dort. Ob man es nun will oder nicht, es kommen andere Generationen und die bestimmen das Spiel, und nicht eine Brandt Plastik.

h.huett März 26, 2012 um 11:58

Horst Schmidt
Danke für den link, uninteressant, oberflächlich. Seemann und Bieber (links s.o.) sind da von anderer Qualität. Die sollte man gelesen haben, ehe man über Piraten steile Thesen verbreiten will.

Degnaphta März 26, 2012 um 12:04

den von Horst Schmidt verlinkten Text meinte ich.

@ holger
Mit zukunftsweisend meine ich das noch ausstehende Phänomen des Kopierens. Als sich die “frühen Grünen” als neue politische Kraft abzeichneten, bestand die erste Reaktion der etablierten parteien darin, das Umweltthema kleinzureden und die “Realpolitik” sowie das Primat der Wirtschaft zu überhöhen. Nach und nach sickerten jedoch auch umweltpolitische Positionen in die Themenkreise der “Etablierten”.

Bei den Piraten sind es ja mehr als nur Themen. Hier ist die Priorisierung basisdemokratischer Elemente auch ein wesentlicher Punkt. Das kann allerdings so wenig von den etablierten Versagerparteien aufgegriffen werden, wie damals das Rotationsprinzip oder die “Trennung von Amt und Mandat” hätte übernommen werden können, weil es zum Ende der jeweiligen Partei in der “angestammten” Form geführt hätte. Immerhin war das ja auch die erklärte Absicht dieser organisatorischen Innovationen.

Würden also jetzt die CDUFDPSPDBündnisgurken versuchen, basisdemokratische Elemente nachzurüsten, dann stünden sie vor dem Paradoxon, faschistoide Herrenmenschenabsichten in egalitärer Breite performen zu wollen. Die Kapriole dürfte niemandem gelingen.

holger März 26, 2012 um 12:09

h.huett

es ist vollkommen egal, ob du auf Qualität Wert legst. Die Qualitätsstandards ändern sich. Deswegen liegst du auch oftmals mit den steilen Thesen daneben. Die Tradition hat fertig. Sie hatte ihre Qualität und wird se auch wieder abgeben müssen, an jüngere Generationen. Dass dir das nicht passt, oder auch einen Sarazzin nicht passen kann, ist klar. Ich hatte die Piraten belächelt, aber eines sage ich auch, das wird mir immer Sympatischer. Und mit der GAL damals gar nicht vergleichbar.

Degnaphta März 26, 2012 um 12:14

Der Text von Seemann gibt ja auch ein deutlich differenzierteres Bild wieder. Das deckt sich dann auch schon wesentlich besser mit dem, was mir persönlich so aus der Piratenwelt begegnet ist.
Es erinnert mich sogar stark an die “frühen Grünen”, nachdem ich mal die Gelegenheit hatte, deren Vorstellungen über die Umweltthematik hinaus zu erfahren. Immerhin hatten sie sich ein ziemlich umfassendes Programm gegeben, das mir damals als ziemlich gelungener Versuch erschien, den Humanismus-peak der 60er und 70er in politische Arbeit umzusetzen.

Und nur zur Erinnerung: Mit Gutmenschen-bashing haben die Nazis damals auch gearbeitet.

holger März 26, 2012 um 12:14

@ Degnaphta

—>>>Würden also jetzt die CDUFDPSPDBündnisgurken versuchen, basisdemokratische Elemente nachzurüsten”

Das ist der Punkt, den die Gurken vergeigt haben. Weil das Feld besetzen nun die Piraten. Und da wollen wir doch mal sehen, ob man das nicht etablieren kann, über das Netz und die Nichtwähler zu aktivieren. Das müsste gehen. :D

holger März 26, 2012 um 12:20

@Degnaphta März 26, 2012 um 12:14

Nee, eben mit den Grünen nicht, die sind politisch entstanden. Die sind ja von einem Rechtsaußen unterstützt worden. Die Piraten sind aus dem Netz entstanden. Quasi ein Haufen Leute, die sich einen Namen gegeben haben, und eben eine Landschaft vorgefunden haben, die die Tradition hinterlassen hat. Deswegen gibts da auch noch nicht die Struktur. Man kann ja auch sagen ein Interessenverband.

Goodnight März 26, 2012 um 12:28

@topi

Konkrete politische Ziele…aha… Freiheit im Internet?…oder was?

Damit kann man aber keine Politik betreiben….wenigstens solange wir nicht wieder in Weimar sind. Weil, man muss Mehrheiten finden, und zwar für mehr als nur ein bisschen Internet. Vielleicht begreifen die Piraten das gerade und merken das sie nicht mehr in Kansas sind….und die Erwachsenenwelt doch komplizierter als sie dachten.

Andererseits ist Weimar in einer funktional ausdifferenzierten Welt ja denkbar wenn nicht sogar zwingend. Vielleicht hat dann jede Branche und jeder Verein seine Partei, dann braucht man keine Lobbyisten mehr….und wohl auch keine Politik. Weil Sinn in den Tiefen der Komplexität erzeugt man nur mittels Komplexitätsreduzierung und das ist die große Herausforderung der Politik, alles auf eine einfache Dualität mit einer Betonung runter zu brechen.

Whatever, die Piraten operieren wie eine Generation junger Menschen die meinen die Verantwortung für ein Land übernehmen
zu müssen das sie garnicht kennen, weil sie noch nie wirklich aus ihrer eigenen Netzwelt rausgekommen sind.
Aber sie sind in der überalterten Gesellschaft wahrscheinlich die einzige Zukunft und deshalb sollte man sie unterstützen, so schwer das auch ist…Kinder an die Macht zu bringen.
Letztlich brauchen die Piraten einen starken Mann oder Frau wenn sie überleben wollen. Einen der Komplexität radikal reduziert, einen Machtmenschen….nur wo soll der herkommen bei all den Nerds….yep, wenn dann wird es wohl ne Frau ;-)

Tom: “Get out, now. Or otherwise…”
Stephen: “Otherwise, I’ll end up like you?”
Tom: “Yeah, you end up being a jaded, cynical asshole, just like me. ”
(the ides of march)

h.huett März 26, 2012 um 12:30

Möge sich jeder selbst darauf prüfen, was die Attraktivität politischer Angebote kennzeichnet, ohne das Kleingedruckte zu lesen. Es gibt bekanntlich auch blinde Begeisterung.

holger März 26, 2012 um 12:32

@ goodnight

—>>>Whatever, die Piraten operieren wie eine Generation junger Menschen die meinen die Verantwortung für ein Land übernehmen
zu müssen das sie garnicht kennen, weil sie noch nie wirklich aus ihrer eigenen Netzwelt rausgekommen sind.”

Oder erst da reinkommen :D

—>>>Letztlich brauchen die Piraten einen starken Mann oder Frau wenn sie überleben wollen. Einen der Komplexität radikal reduziert, einen Machtmenschen….nur wo soll der herkommen bei all den Nerds….yep”

Du kannst Fragen stellen :D

Mars836 März 26, 2012 um 12:36

ca. 65-70% der noch Wählenden wählen immernoch die etablierten Parteien, dieser Anteil ist beachtlich geschrumpft und wird weiter schrumpfen solange sich diese nicht um die Probleme der Wählerwilligen kümmern, die aus keinem bestimmten Milieu stammen.

Amerika hat aber auch ca. 30% Wähler, die ihre Stimme derjenigen Partei geben die ihr akutestes Problem am besten treffen. Und mehr bieten die kleinen Parteien nicht:
- Als die SPD sozial ungerecht wurde und sich von seiner Stammwählerschaft löste, wurde die Linke gewählt
- Als Finanzkrise war, wurde die FDP gewählt
- Fokushima brachte den Grünen einen wahnsinns Zulauf
- Und alle Parteien scheren sich nen Dreck um die Gesetzeslage und um Gerechtigkeit im Internet, also jetzt die Piratenpartei.

Protestwähler ist wie Wutbürger ein zu vereinfachender Begriff.

Und trotzdem kämpfen diese Parteien “nur” um die 25-30%, die von den großen Volksparteien überbleiben.

Also, wenn beim nächsten mal kurz vor der Wahl bei KIK ein Mitarbeiter entlassen wird, nur weil er 3 Pfandflaschen geklaut hat, wird die Linke das Ruder der kleinen Parteien wieder in die Hand nehmen.
Oder es gibt bis dahin eine andere Partei für ein neues spezifisches Problem, dann werden die halt überraschen.

Und wie etabliert die kleinen Parteien sind, sieht man ja an der FDP…. die fliegen ja mal eben so aus 6 Landtagen am Stück heraus!

Schön die Füße still halten. Ich hatte die Gelegenheit beim Parteitag der Piraten in Münster mit einem von den Listenkandidaten zu sprechen, Antworten außer “mal sehen, weiß nicht, wird schon werden” hatte er auch nicht.
Regierungsverantwortung zählt doch sowohl für Parteien und auch für das Volk nicht, is unwichtig, die wollen nur ihrer Stimmung eine Stimme verleihen können. Erwartert wird von der Politik ja nicht viel. Aber solange die Volksparteien kein wählbares Programm für gründenkende, sozial-gerecht-denkende, wirtschaftlich denkende oder Internetzies haben, bleiben sie unwählbar für diese Stimmungslagen. Sollten die Volksparteien doch irgendwann auf diese grandiosen Ideen kommen dafür sinnvolle Programme & Forderungen zu schmieden, gepaart mit einem sympatischen und wählbaren Imageträger, ists dann auch wieder aus für die kleinen.

…Nur ist dafür grad kein Land in Sicht…

holger März 26, 2012 um 12:38

h.huett

—>>> Es gibt bekanntlich auch blinde Begeisterung.”

Genau… was anderes habe ich auch noch nicht erlebt.

—>>> ohne das Kleingedruckte zu lesen.”

Steht alles im Vertrag von Lissabon drin. Nur einfach mal lesen. Was das blinde Pfötchenheben so für Ergebnisse bringen kann. Wenn mir ständig so ein Kaperletheater wie im Bundestag vorgeführt wird, dann frag ich mich, was blinde Begeisterung ist… mit Verantwortung hat das Schauspiel jedenfalls nix zu tun.

f.luebberding f.luebberding März 26, 2012 um 12:50

Goodnight

“yep, wenn dann wird es wohl ne Frau.”

Sie nennt sich bei twitter @afelia. Sie vermag sogar aus einer Talk Show Absage politsches Kapital zu schlagen … . Wobei sie den Eindruck erzeugen kann, dass sie das genau nicht will, also strategische Kommunikation zu betreiben. Sie ist nur schon längst in einer Rolle, die sie nicht ewig durch den Versuch zur Authentizität ablehnen kann. Also durch den Verzicht der Übernahme dieser Rolle als Star der Piraten. Entweder wird man das irgendwann als Zickerei empfinden, oder sie wird zu eine Art Joschka Fischer, der auch nie eine formale Struktur brauchte, um zum Kristallisationskern grüner Politik zu werden. Der Verzicht auf Rollenübernahme oder auf Strukturen schafft nur den Raum für informelle Netzwerke, die nur ein Problem haben. Sie brauchen sich nicht mehr zu legitimieren. Fischer musste man nicht wählen, also konnte man ihn auch nicht abwählen. Die Grünen brauchten lange, um das zu verstehen. Und Dagnephtas Fundis hatten das nie begriffen. Weil gerade die Fundis die leidenschaftlichsten Vertreter der Struktur- und Organisationslosigkeit gewesen waren, die das plebiszitäre Führungsmodell Fischers erst möglich machten. Ihre Seilschaften waren halt nicht so effektiv. Einer Ditfurth etwa was es auch immer egal, wer unter ihr den Lautsprecher spielte.

Sven März 26, 2012 um 12:50

Ihr stellt die Netzpolitik zu sehr in den Vordergrund. Da schwingt noch was ganz anderes mit.

Warum sammelt die Piratenpartei Wähler bei den Nichtwählern ein, meinethalben z.T. auch Protestwähler, nicht jedoch eine NPD oder andere Randparteien? Nur weil es “cool” ist? Der Nichtwähler hat nicht die Nase von Politik voll, sondern vom Wortsinn des Stimme-abgebens. Besonders extrem ist das bei der SPD. Da weiß man vor der Wahl überhaupt nicht, was man hinterher bekommt. Kompromißfähigkeit bis zur Unkenntlichkeit. Und bisher hatte der Protest/Nicht-Wähler die Nase voll von Parteien, die entweder extrem sind, oder bei denen man das komplette Beliebigskeitsprogramm bekommt.

In meiner Arbeit fällt mir auf, daß man Jugendliche sehr wohl für ganz konkrete Projekte begeistern kann. Keine feste Bindung an Parteien oder Programme, jedoch Einsatz für ein bestimmtes, eng umrissenes Ziel.

Jetzt der Bogen zu den Piraten. Man muß nicht Pirat sein, um in den Foren sich einbringen zu können. Man erwartet auch nicht, daß ein übersichtlicher Newcomer Antworten auf Fragen hat, bei denen die sogenannten Etablierten auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Aaaaber man hat seine 2-3 Punkte wie eben die Netzneutralität, der der man vor der Wahl ganz genau weiß, was hinterher in der Piratenkiste ist.

Ich fasse meine beiden Punkte zusammen:
1. Die Piraten liefern mit den Netzthemen übersichtliche Politikparzellen, bei denen Bürger ohne Bindung und Instutitionenmarsch mitziehen können. Definierte Projektarbeit mit Ende-in-Sicht statt endlose Parteikarriere.
2. Die Piraten beziehen bei eng umrissenen Politikfeldern klare Stellung. Sie wären mit dem Klammerbeutel gepudert, auf alles eine Antwort haben zu wollen und sich so zu verzetteln. Sie sind keine Volkspartei und sollten auch keine werden.

-VOLAND- März 26, 2012 um 12:53

@goodnight
“Die Piraten
sind die Parodie einer Partei.
- Sie haben kein Programm.
- Sie haben keine Führung.”
———-

= > … Yep. Aber …

= > … ~ HALBGOTT ~ … arrrbeitet gerade genau daran :-)

1.) Parteiprogramm

2.) Parteisatzung …

( … die eine STRIKTE BASISDEMOKRATISCHE Verankerung der Mandatsträger zementiert … um so der “Versozialdemokratiesierung” – also namentlich der entarteten Korruption, der entarteten Kriegshetzer- & – verbrecherreich, dem entarten Dauerhochverrat gegen das eig’ne Volk, usw – vorzubeugen!)

3.) Eine Verfassung (146GG) und die Einführung der Demokratie in Deutschland

= > … also … @IHR … habt verloren!

( … besser ihr ergebt euch freiwillig und kömmt mit erhobenen Händen und heruntergelassenen Hosen auf allen Vieren aus euren Augiasbunkern gekrabbelt … sonst wird es schmutzig! … sehr, sehr schmutzig! … )

f.luebberding f.luebberding März 26, 2012 um 12:56

Sven

Eine gute Beschreibung der Attraktivität der Piraten. Genau dort könnten sie auch ihre Stammwähler finden, jenseits des wahlpolitischen Treibsands, den der Hype jetzt mit sich bringt. Das ist übrigens kein Vorwurf. Nur eine nüchterne Feststellung.

topi März 26, 2012 um 12:56

Der BZ-Artikel ist auf Goodnights Niveau (in diesem Fall): stellt falsche Prämissen auf, und zieht daraus Schlüsse.

Aussagenlogisch ist man mit dieser Methode natürlich auf der richtigen Seite: wenn der Mond aus Käse ist, dann wird er von Mäusen bewohnt. :roll:

holger März 26, 2012 um 13:10

@ Sven

—>>>Ihr stellt die Netzpolitik zu sehr in den Vordergrund. Da schwingt noch was ganz anderes mit.”
(…) 1. Die Piraten liefern mit den Netzthemen übersichtliche Politikparzellen, bei denen Bürger ohne Bindung und Instutitionenmarsch mitziehen können. Definierte Projektarbeit mit Ende-in-Sicht statt endlose Parteikarriere.”

Das ist aber “Netzpolitik” oder nicht? Ansonsten stimmt das ausgesagte.

h.huett März 26, 2012 um 13:23

holger

Ich sehe Dich eher auf einem kleinen Segelboot im Südchinesischen Meer. Für Notsituationen ein kräftiger Brennstoffzellenantrieb (auch für die Reinigung und Entsalzung des Trinkwasservorrats). Ein Autopilot und Nachtsichtgerät in Fällen, wo Du die Pumpgun brauchst. Und dann Deine Ideen zwischen Shanghai und Djakarta verkaufen. Pass auf in der Straße von Malakka. Zwischen den Etappen hier und da ein schneller Kommentar. Die deutschen Piraten werden Dich schneller wegbeißen als die in der Straße von Malakka.

holger März 26, 2012 um 13:26

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,823718,00.html

Die “Tyrannei der Masse” so Döring, seien die Piraten.

Und Nutzer “@Bosch” twitterte: “Für #FDP-Generalsekretär Döring ist es die ‘Tyrannei der Masse’. Alle anderen nennen es Demokratie.”

holger März 26, 2012 um 13:33

@h.huett März 26, 2012 um 13:23
holger

Ich sehe Dich eher auf einem kleinen Segelboot im Südchinesischen Meer.”

Und? da gibts auch nen Internet :D Mach dir man keine Sorgen so um mich.

—>>>Die deutschen Piraten werden Dich schneller wegbeißen als die in der Straße von Malakka.”

Ha ha… :D mich? Da gibts über 1.000 andere vorher! Hans, ich hätte die Zukunft gerne jetzt schon. Und würde mich wie ein kleines Kind darüber freuen können. Yep, wie ein kleines Kind. Denn Erwachsen, werde ich nie und nimmer. Das kann keiner von mir verlangen.

aifran März 26, 2012 um 13:39

Lasst uns einmal Demokratie Spielen –
Befehlsausgabe -
Anruf der Gotteswerk-Vollbringer (Groß-Banken) und des Industrie/Wirtschaftverbandes: … und eine Kleinigkeit noch ….
SPD – und hüpf
CDU/CSU – und hüpf
Grüne – und hüpf
Die Linke (möchten auch gerne aber …. )

….. sehr schön …. Danke für die Rasche Erledigung – warum gehen die Iraner noch immer nicht zur Befehlsausgabe ans Telefon? Macht was!!! ….

Die Nutzmenschen beginnen das Spiel zu Durchschauen …. deswegen sind auch hier die Herren H.Huett und Herr Lueberding schon ganz Zittrig und Nervös ….. wedeln daher auch eifrig mit dem Kehrbesen …. (wenn die Thermonauten, Fürsten und Regelmacher unnötigen Ballast abwerfen gilt es Vorsichtig zu sein – Nibelungentreue gilt es zu Demonstrieren – der Unverzichtbare Sandsack am Korb des Ballons bleiben- guter Dienstbote mit gesichertem Auskommen bleiben )
schöne Tage allen ….

f.luebberding f.luebberding März 26, 2012 um 13:45

Aifran

Ganz und gar nicht. Ich bin von der Begeisterungsfähigkeit der Piraten beeindruckt – und gespannt, was aus diesem Projekt wird. Allerdings ist es nicht mein Job, deren Begeisterung zu teilen … . Dafür gibt es ja neuerdings den W-ING … .

holger März 26, 2012 um 13:53

Soll ich dir auch was sagen, was Erwachsen werden bedeutet? Wenn man es denn damit übertreibt, wird man knöchern im Hirn. Alterstarrsinn. Zukunftlos gefesselt voller Tradition und schunkeln und Prosa. Und schwelgen und suhlen in längst vergangenen Zeiten. Festhalten an starren und statischen Systemen. Sich dem dynamischen Zeitgeist verweigern. Perspektivlos durchs All schlingernd zu verweilen. Die Zeiten sind vorbei. Und nur der, der mit der Zeit gehen kann, wird sie nutzen können. Und auch nur der, wird nicht alternativlos da stehen. Wenn das eine nicht gehen soll, muss eben was anderes her. Nur scheint es so, dass es demnächst in der Politik ankommen wird. Ich hab schon mal gesagt, das Fundament muss stimmen. Und das (sorry) schnallst du nicht. Es wird ein anderes Fundament kommen. Und zwar von denen, die noch nicht 3/4tod in der Ecke liegen. Sondern von denen, die sich Perspektiven suchen müssen. Und das sind nicht die Mumien Ehrenvorsitzende oder ein Parteiprogramm, aus welchen Zeiten auch immer. Ich hatte noch nie meinen Sohn, Erstwähler (Bund) gefragt, was er denn von den Piraten halten würde, er sagte mir eben gerade per mail: Cool… und den mein lieber Hans, den überzeugst du nicht mit Rhetorik. Und Prosa aus einer zeit, wo man das Licht mit Säcken zu fangen suchte.

Sven März 26, 2012 um 14:10

@holger – In diesem Falle die Netzpolitik. Ich hätte auch Transparenz nehmen können. Eine andere, pfiffige Kleinpartei nimmt wieder was anderes. Mir gings allgemein um das Befischen von wenigen, überschaubaren, greifbaren, faßbaren Politikteichen statt unübersichtlichem Meer, bei dem die Ziellinie “Horizont” nie näher kommt.

Carlos Manoso März 26, 2012 um 14:12

@ Goodnight März 26, 2012 um 12:28
„Whatever, die Piraten operieren wie eine Generation junger Menschen die meinen die Verantwortung für ein Land übernehmen
zu müssen das sie garnicht kennen, weil sie noch nie wirklich aus ihrer eigenen Netzwelt rausgekommen sind.
Aber sie sind in der überalterten Gesellschaft wahrscheinlich die einzige Zukunft und deshalb sollte man sie unterstützen, so schwer das auch ist…Kinder an die Macht zu bringen.
Letztlich brauchen die Piraten einen starken Mann oder Frau wenn sie überleben wollen. Einen der Komplexität radikal reduziert, einen Machtmenschen….nur wo soll der herkommen bei all den Nerds“

Der Motor läuft zum ersten mal seit 1945 in einem ganz neuen, ganz anderen Modus. Ein Kolbenfresser wird an vielen globalen Orten bereits sichtbar.

Ein Phänomen wie die Piratenpartei könnte in der übernächsten oder überübernächsten Phase möglicherweise durchaus eine gewisse Rolle spielen.

Im Grunde zeigt sich an Prozessen wie „in 6 Monaten von 0% auf 5% der Stimmen“ nur der Grad des Zerfalls der alten politischen Legitimitätsinstitutionen. Als Übergangserscheinung sind die Piraten aber noch zu sehr geprägt vom alten Denken und man wird sehen, wie umfassend sie sich neuen politischen Prozessen öffnen. Niemand kann heute voraussehen, welche überragenden jungen Talente sich dabei noch entwickeln könnten. Das Ding „starker Mann, Komplexität radikal reduzieren“ ist allerdings mega-uralt, megarechts, total überholt, wird aber noch gewiss von gewissen Seiten implementiert werden und ziemlich sicher scheitern.

Immanent betrachtet sehen wir in der jetzigen Phase bereits die Umrisse einer zukünftigen Struktur Europas und die kommende Abkehr vom angelsächsischen Modell. Entscheidend ist jetzt das Projekt der DEMOKRATISIERUNG der Eurozone.

Beispielsweise gab es im europäischen Parlament kürzlich den Vorschlag einer parteiübergreifenden Kandidatur von Abgeordeten mittels gesamteuropäischen Listen, also den Vorschlag der EU als ein einziger Großer Wahlkreis. Dies wäre ein erster immanenter Schritt, die Menschen in Europa über ihre Belange nach den alten Politikmustern mitentscheiden zu lassen. Dies wurde bezeichnenderweise von der christdemokratischen EVP-Fraktion abgelehnt, die erste Ansätze von Demokratisierung sabotieren.

Wenn Hollande 2012 französischer Staatspräsident ist und in Deutschland 2013 die Karten neu gemischt werden, wird dmit ziemlicher Sicherheit -Sozialdemokratie hin oder her- ganz sicher ganz anders aussehen.

holger März 26, 2012 um 14:29

Da werde ich mal hingehen und mir das anhören. :D

http://www.piratenpartei-goettingen.de/

Und wenn es mir gefällt und den anderen auch, werde ich da bleiben. Luebberding ich werde dann mal berichten. Irgendwas wird geschehen, und irgendwas wird passieren.

kurms März 26, 2012 um 14:36

Goodnight: “Letztlich brauchen die Piraten einen starken Mann oder Frau wenn sie überleben wollen. ”

So? Vielleicht treiben die Piraten der modernen Politik statt dessen die vormodernen Machtansprüche aus. Komplexität lässt sich auch anders als mit “Basta!” reduzieren.

-VOLAND- März 26, 2012 um 14:36

“Immanent betrachtet sehen wir in der jetzigen Phase bereits die Umrisse einer zukünftigen Struktur Europas und die kommende Abkehr vom angelsächsischen Modell. Entscheidend ist jetzt das Projekt der DEMOKRATISIERUNG der Eurozone.”
————–

= > … NEIN! Blödsinn! … entscheidend ist die RÜCKABWICKLUNG der “Eurozone”! …

( … hat auch gestern der Safranski dem Albright sein adibösen Taxifahrer erklärt … )


“Freiheit für Europa ! Weg mit der EUdSSR !
“Der ESM ist Hochverrat! Der Euro ein Milliardengrab!”

Carlos Manoso März 26, 2012 um 14:36

@ f.luebberding März 26, 2012 um 12:50
„ oder sie wird zu eine Art Joschka Fischer, der auch nie eine formale Struktur brauchte, um zum Kristallisationskern grüner Politik zu werden. Der Verzicht auf Rollenübernahme oder auf Strukturen schafft nur den Raum für informelle Netzwerke, die nur ein Problem haben. Sie brauchen sich nicht mehr zu legitimieren. Fischer musste man nicht wählen, also konnte man ihn auch nicht abwählen. Die Grünen brauchten lange, um das zu verstehen. Und Dagnephtas Fundis hatten das nie begriffen. Weil gerade die Fundis die leidenschaftlichsten Vertreter der Struktur- und Organisationslosigkeit gewesen waren, die das plebiszitäre Führungsmodell Fischers erst möglich machten. Ihre Seilschaften waren halt nicht so effektiv. Einer Ditfurth etwa was es auch immer egal, wer unter ihr den Lautsprecher spielte.“

Um mal aus Studententagen zu plaudern. In den 80ern interessierte ich mich zusammen mit einem sehr guten Freund sehr konsequent nüchtern „wissenschaftlich“, aber nebenbei, für die modellhaft schnell ablaufenden internen Kristallisierungsprozesse bei den Grünen. Es war nicht schwer, empirisch zu registrieren, dass von diversen Seiten/Diensten auf diese Kristallisierungsprozesse steuernd eingewirkt wurde.

Kurzum, es war für uns beide (2er Team), dies nüchtern analysierend und als unternehmerisches Projekt aufsetzend, sozialtechnisch nicht besonders komplex, etwa gewisse Teile des Wahlprogramms eines grünen Landesverbandes in den anfangs noch offen „basisdemokratischen“ Strukturen erfolgreich neu zu „drehen“. Mein Freund spielte den Frontmann auf der Bühne und fand sich sogar plötzlich in einem der Landesvorstandssessel wieder. Leider „fand“ sich aber auch ein immer härter agierender „starker Mann“ mit einer von einer „stärkeren Macht“ inspirierten kalt überlegenen Macht- und Sozialtechnik, der für die grünen Normalos bis dato völlig undenkbare Macht-Visionen unbeirrt ansteuerte.

Also blieb damals nur die praktische Konsequenz: Projekt „Grün“ für uns selbstabschalten, andere unternehmerische Projekte machen.

Carlos Manoso März 26, 2012 um 14:54

@ -VOLAND- März 26, 2012 um 14:36
“Immanent betrachtet sehen wir in der jetzigen Phase bereits die Umrisse einer zukünftigen Struktur Europas und die kommende Abkehr vom angelsächsischen Modell. Entscheidend ist jetzt das Projekt der DEMOKRATISIERUNG der Eurozone.”
————–
= > … NEIN! Blödsinn! … entscheidend ist die RÜCKABWICKLUNG der “Eurozone”! …
( … hat auch gestern der Safranski dem Albright sein adibösen Taxifahrer erklärt … )“

Den Sermon mit diesem debilen aufgeschwemmten Sancho Pansa Safranski hab ich mit Erstaunen gesehen.

Ein Joschka Fischer scheint trotz allem das Euro-Projekt im Vergleich zu diesem Trottel Safranski noch halbwegs zu checken. Von „RÜCKABWICKLUNG der “Eurozone”!“ zu lallen, hört sich nun allerdings in der Tat nach angelsächsischem Schwachmatenkäse an.

„—
“Freiheit für Europa ! Weg mit der EUdSSR !
“Der ESM ist Hochverrat! Der Euro ein Milliardengrab!”“

Kannst du auch mal dein Hirn einschalten ? Geht das noch bei dir ?

-VOLAND- März 26, 2012 um 14:56

@goodnight
“Goodnight: “Letztlich brauchen die Piraten einen starken Mann oder Frau wenn sie überleben wollen. ””
———-

= > … SCHWACHFUG!

= > … hatte ich aber schon mal ausführlich erklärt: … Hätten die Piraten einen “charismatischen Führer” … würde er/sie … geKELLYied werden … oder geHAIDERt … und zwar von CIA / GLADIO/ MOSSAD oder einem freiberuflichen Todesschwadron der Bänkster …

= > … nein, es braucht eine … kopflose Massenbewegung von Millionen Köpfen! … für echte Demokratie jetzt! …

-VOLAND- März 26, 2012 um 15:17

= > … Mann, Mann , man @CarlosManolo! … du peilst abba auch würklüsch GARNIX!

“Den Sermon mit diesem debilen aufgeschwemmten Sancho Pansa Safranski hab ich mit Erstaunen gesehen.”

= > … WER “debil & aufgeschwämmt” ausgesehen hat, das war ganz eindeutig dem Albright sein adiböser Taxifahrer! … das habe ich wirklich mit sehr viel Freude aufgenommen, daßß Joscka rapidest ALTERT! … das Haar ganz weißß, das “Gesicht” aufgedunsen, verwulstet und verkratert! … und noch was: hast du gesehen wie er mit der Hand zittert? … er wird TATTRIG! … … :-)

“Von „RÜCKABWICKLUNG der “Eurozone”!“ zu lallen, hört sich nun allerdings in der Tat nach angelsächsischem Schwachmatenkäse an.”

= > … du peilst es nicht, du peilst es nicht, du peilst es nicht!!!

= > … die EUDSSR … IST … die angelsächsische Hochfinanzmafia! … du .. du … du … du GEWEIHTRÄGER, du !!!

= > … wer sind denn DRAGHI, MONTI und PAPADEMOS ??? … das ist das GoldmanSachs-SÜNDIKAT! … du HIRSCH!

= > und … WER …. ist Joschka Fischer??? … da habe ich dich wirklich mit der Nase reingedrückt, @manolo!, alter Trick aus der Hundepädagogik ;-) … abba trotzdem raffst du ett einfach nett! … Joschka Fischer ist der versilberlingte Erfüllungsgehilfe von Soros, Albreight und Kissinger!!! … das kann man mittlerweile abba wirklich wissen, @manolo!

= > … bei der EUDSSR geht es nur um eines: die Machtergreifung der Wallstreet über Europa!!! … die Versklavung der Europäer! … durch Manhattan!

“Kannst du auch mal dein Hirn einschalten ? Geht das noch bei dir ?”

= > … ja das mußßte ja kommen! … jetzt schlägt auch noch dein intulektueller Penisneid durch! … nur weil ich ein Gehirn habe, du abba nett!

f.luebberding f.luebberding März 26, 2012 um 16:07

Marina Weisband hat eine interessanten Text zum Selbstverständnis der Piraten geschrieben. Würden mich Meinungen zu interessieren.

-VOLAND- März 26, 2012 um 16:22

“f.luebberding März 26, 2012 um 16:07
Marina Weisband hat eine interessanten Text zum Selbstverständnis der Piraten geschrieben. Würden mich Meinungen zu interessieren.”
—–

= > … ~ isch ~ … als Sexist der alten Schule … mit Schubladen voller Vorurteile … speziell über “Migranten” … interessiere mich bei Frauen aus Ukraine nicht wirklich dafür was die sagen odda schreiben …

= > … wer… ist Marina Weisband??? … die Piratenpartei ist eine Partei des Wachstums und der Dynamik, @Frank! ;-) … das, was der “SPD” fehlt. Marina … kann also nur eine sporadische Momentaufnahme sein. Vom Prinzip her.

“Man kann also durchaus argumentieren, dass wir auf eine neuartige weise sozialliberal sind, ohne uns irgendwo im Rechts-links-Schema wirklich einordnen zu können. Vielleicht müssten wir aber auch einfach mal die Bezugsysteme abstreifen und nur auf die Inhalte gucken.”

= > … das klüngt aber ganz vernünftig. Weißßtu was, @frank? … wir machen aus der Piratenpartei … ganz einfach … eine Partei die … sozial … und … demokratisch … ist :-) … also das genaue Gegenteil von der “SPD” ! … eine sozialdemokratische Partei hätte in Deutschland ein Wählerpotential von 85%. Wir hab’n dann sogar bald die Zwodrittelmehrheit. Und die Soz’n gehen Hartzen … :-)

( … NO JOKE! … )

holger März 26, 2012 um 16:32

f.luebberding

ne Meinung? Ich persönlich könnte mich damit zum Teil identifizieren. Ich finde ganz vernünftige Ansätze. Eine gesunde Basis (BGE) und möglichst viel Freiheit. Wie gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass es mal eine Interessengruppe gibt, ich rede nicht von Partei! Die einfach los legt, und soviel Leute ansprechen kann auch wenn nicht alle Fragen (wer kann das schon) beantwortet werden können. Ich sach dir eines, das ist Grundlagenforschung, wo das Ergebnis nicht fest steht. Und das finde ich persönlich gut. Einfach mal was neues wagen. Eine andere Form. Allein die öffentliche Diskussion darum ist Klasse. Ich zieh meine Kappe davor, dass das irgendwie hingehauen hat. Und die wissen bestimmt selber noch nicht, warum? Meine Sohnemann bald 19 kommt auch mit nach Göttingen zum Treffen. Und der hat Kumpels und Kumpelinen. Alle im ersten Bundes Wahlalter. Und 90% haben Abitur oder Fachabitur oder studieren. Luebberding, da kann was wachsen. Ich hoffe nur es wird nicht abgewürgt.

holger März 26, 2012 um 16:33

Halb-Gott 16:22

davor graust es mir.

holger März 26, 2012 um 16:41

@ ~HG~

—>>>= > … das klüngt aber ganz vernünftig. Weißßtu was, @frank? … wir machen aus der Piratenpartei … ganz einfach … eine Partei die … sozial … und … demokratisch … ist”

und zwar davor. Sondern offen und fair. Sozial meinetwegen und demokratisch ja, natürlich. Aber ebbe nicht sozialdemokrattisch. Und pack deine Ukraine einfach widder ein. Und versuch dich mal in 5 Minuten darauf zu konzentrieren, das es hier um ein Fundament sich handelt. Ich könnte alles vertragen, außer wenn der Zion Blog Einzug erhält, oder de Atlantiker de Transen. Also hau nicht dauernd auf Gruppen rum. Forme das Fundament.

Carlos Manoso März 26, 2012 um 17:10

@ holger März 26, 2012 um 16:32
„ne Meinung? Ich persönlich könnte mich damit zum Teil identifizieren. Ich finde ganz vernünftige Ansätze. Eine gesunde Basis (BGE) und möglichst viel Freiheit. Wie gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass es mal eine Interessengruppe gibt, ich rede nicht von Partei! Die einfach los legt, und soviel Leute ansprechen kann auch wenn nicht alle Fragen (wer kann das schon) beantwortet werden können. Ich sach dir eines, das ist Grundlagenforschung, wo das Ergebnis nicht fest steht. Und das finde ich persönlich gut. Einfach mal was neues wagen. Eine andere Form.“

Die Welt ist bereits im März 2012 eine fundamental andere Welt als im März 2011. Also nicht mehr eine alte Welt, die nach dem Gesetz des Stärkeren vor „den Märkten“ und den Schlägertruppen des US-Weltpolizisten zittert. Das ist vorbei.

„Wir gehen davon aus, dass im Sommer 2012 sich fünf verheerende Schocks ereignen werden, die die unmittelbare Folge der sich vollziehenden Zeitenwende in den internationalen Machtverhätltnissen sind. Zu den schwarzen Wolken, die sich seit Beginn der Krise über der Wirtschaft und dem Finanzsystem zusammen brauen, stoßen nun die Gewitterwolken der geopolitischen Konflikte.
Damit werden nach unserer Auffassung fünf zerstörerische Gewitter im Sommer 2012 über uns hereinbrechen und damit auch den Prozess der globalen Zeitenwende beschleunigen:
. Erneutes Abgleiten der USA in die Rezession vor dem Hintergrund der europäischen Wirtschaftsstagnation und eines schwächeren Wachstums in den BRICS;
. die Zentralbanken am Ende ihrer Weisheit und der erneute Zinsanstieg;
. Chaos auf den Devisen – und Staatsanleihenmärkten
. Iran als der EINE KRIEG ZUVIEL;
. erneuter Crash der Finanzmärkte und des Bankensektors.“
http://www.leap2020.eu/GEAB-N-63-ist-angekommen-Umfassende-weltweite-Krise-Die-fünf-zerstorerischen-Gewitter-des-Sommers-2012-als_a9627.html

Die Piraten werden sich m.E. vor dem o.g. Hintergrund völlig logisch und zwingend zu einer Vielzahl lokaler Bewegungen entwickeln, die die Freiräume jedes einzelnen Menschen erweitern werden, egal wie stark oder vermögend die Menschen sind (Bedingungsloses Grundeinkommen, Integrationspolitik, Fahrscheinloser Nahverkehr), völlig jenseits der verbrauchten künstlichen alten Rechts-links-Schemata.

-VOLAND- März 26, 2012 um 17:20

@carlosmanoso

= > … hast du das jetzt verstanden? … deine Vorstellung, die in manchem linksverpolten Störblichenhirn herumspukt (ich mußß immer wieder stauen, ob soviel Gedankenlosigkeit …!), die EUDSSR sei ein auf Autonomie gezieltes GEGENKONSTRUKT zur wallstreetbeherrschten USA … ist an uferloser Abseitigkeit nicht zu toppen! … das solltest du heute begreifen und dir merken!

= > … wenn du dazu eine Antwort formulieren willst, macht es nur Sinn, wenn du dabei auf die Namen Fischer, Albright, Soros, Kissinger, Draghi, Monti, Papademos, GoldmanSachs eingehst. Es ist wirklisch nicht schwierig …

Carlos Manoso März 26, 2012 um 17:32

@ -VOLAND- März 26, 2012 um 17:20
„ die EUDSSR sei ein auf Autonomie gezieltes GEGENKONSTRUKT zur wallstreetbeherrschten USA …“

Kannst du mal dein halluzinierendes Hirn durchlüften ?

Wer soll so einen Schwachmatenkäse behauptet haben, wie du hirnlos halluzinierend unterstellst , so was wie die sog. „EUDSSR“ sei so was wie ein „GEGEMKONSTRUKT“, das auf „Autonomie“ ziele ?

Lass es raus !

holger März 26, 2012 um 17:40

@ carlos
das hat HG noch nicht kapört, dass es nichts mehr zu bekämpfen gibt. Es richtet sich sälber. Auch die EUDSSR Die die er bekämpfen will Soros&CoKG, störben doch weg. selbst der Geist der Zeit. Es kömmt was neues. HG ist eben noch Nostalgiker. Und die haben eben nix mit Zeitgeist am Hut oder an der huette.

Goodnight März 26, 2012 um 17:43

@Lübberding

Ein Experiment. Interessant. Von der Idee her ganz wunderbar. Sehr modern. Nüchtern, sachlich und pragmatisch. Nicht an Macht orientiert sondern an den Sachfragen, ganz wunderbar.

Und dann kommt das, was Du bei den Grünen gut beschrieben hast.
Dann kommt der “menschliche” Faktor. Dann kommt der Prozess der Entscheidungsfindung. Und dann wird plötzlich einer loslaufen und alle mit seinem Charisma und Testosteron einfangen, er wird Antworten auf alle Fragen einfach haben…und alle werden ihm folgen, weil alle Sinn brauchen und Sinn findet man nur in radikaler Komplexitätsreduzierung und Gewinner ist immer der, der die erste halbwegs brauchbare Antwort hat.

So war es bei Kohl, bei Schröder, bei Fischer, bei Westerwelle und so ist es gerade bei Lafontaine. Merkel ist die eigentliche Ausnahme, sie operiert anders, sie operiert immer alle Alphatiere im Umfeld weg, bevor die den Kopf raustrecken können…und dann lässt sie die Entscheidungen auf sich zukommen.

Whatever, Politik ist ein schmutziges Geschäft. Weil es immer nur um Macht geht und nicht um Wahrheit oder “Weltverbesserung”.
Und das ist auch oder in der ausdifferenzierten Moderne so…man muss erst die Machtfrage klären bevor man sich um die Sachfragen kümmert….das wird auch Frau Weisband noch merken.

“You’re a good man; your brother is a good man. I assure you there are other good men. Let us hope the will of good men is enough to counter the terrible strength of this thing that was put in motion. ”
Dobrynin (13 days)

Degnaphta März 26, 2012 um 17:58

@ Text von Marina Weißband
Im Großen&Ganzen sehe ich das ähnlich wie @holger. Da kommt was Neues, das nicht konform gehen will mit den Versagerkonzepten der bisherigen Ausformung von Demokratie. Es will allerdings konform gehen mit dem, was sich unter “Grundwerte” subsummieren läßt.

Diesen Satz allerdings halte ich für einen der großen Irrtümer der Zeit:
Wir sind mit einander vernetzt und das Hauptkapital ist (im Gegensatz zu Ackerland oder Arbeitskraft) jetzt Wissen und Information.
Diese verkackte Mär von der Informationsgesellschaft und so. Was ist das nur für ein Blödsinn? Ackerland ist klar, aber Arbeitskraft ist doch Wissen&Information und nicht nur Schaufel Schwingen. Die Differenzierung von Hand- und Kopfarbeit ist bei einigen Betrachtungen sehr hilfreich aber bei anderen eher schädlich.
Dennoch schmälert das nicht die positive Aussagekraft der guten Frau Weißband.

@ holger
Wie die grünen entstanden sind, ist mir unbekannt. Ich beobachte das Phänomen halt seit Anbeginn und habe ausschließlich die Medien als quelle hierfür. Daß der üble Fischer ein Medienprodukt (möglicherweise auch eines der Schlapphüte) ist, kann/konnte allerdings auch durch die medialen Nebelkerzen erkannt werden.
Hier bei uns in der Marsch sind “de Grönen” eher ein Label, das für eine diffuse Wolke steht, aus der verschiedenste -teils sehr gefährliche- Umwelt”rettungsmaßnahmen” entstammen, die hier insgesamt der Akzeptanz der Partei entgegenstanden. Also egal wer tatsächlich dafür verantwortlich ist, daß die Deichschäferei eingeschränkt wurde, so wird die Urheberschaft an “de Grönen” geheftet.

Carlos Manoso März 26, 2012 um 18:05

@ holger März 26, 2012 um 17:40
„das hat HG noch nicht kapört, dass es nichts mehr zu bekämpfen gibt. Es richtet sich sälber. Auch die EUDSSR Die die er bekämpfen will Soros&CoKG, störben doch weg. selbst der Geist der Zeit. Es kömmt was neues. HG ist eben noch Nostalgiker. Und die haben eben nix mit Zeitgeist am Hut oder an der huette.“

Der Modus operandi der HG-Ideologie ist schon von der krumm umgebogenen Ideologie der Nazis her bekannt.

Es ging den Nazis darum, den Kapitalismus ideologisch zu stabilisieren und gleichzeitig als Mord- und Plünderungsökonomie praktisch extrem verbrecherisch zu verschärfen, indem sie die vom Kapitalismus produzierte negative Energie gezielt gegen das „Finanzkapital“ umlenkten, das sie als „jüdisch“ markierten und extrem- rassistische Negativenergie dagegen aufluden.

Im Kern ging es den Nazis um die Vernichtung jeder realen sozialen Alternative, die sie wahlweise als „jüdisch“ oder „marxistisch“ brandmarkten, um den realen laufenden Zerfall des Kapitalismus zu verhindern.

Der wahnsinnige Trick war, die sozialistische Alternative in Form der jungen Sowjetunion als Produkt der „jüdischen Wallstreet“ ideologisch zu malen, so die in ihr lebenden Menschen als Vernichtungsobjekte zu definieren und das Vernichtungsprogramm mit dem „Weltanschauungs-Vernichtungskrieg“ der Nazis verbrecherisch umzusetzen.

Der Terminus “EUDSSR” arbeitet unterm Strich mit den gleichen Nazi-Schablonen.

Horst Schmidt März 26, 2012 um 18:50

Sie glaubt sie seien sozialiberal. Nun denn.

“Diese Forderungen würden wohl alle deutschen Parteien unterschreiben.

Nein. Wir sind die einzige sozialliberale Partei. Wir haben soziale Parteien, wie die Grünen oder die SPD, die klassisch sozial sind, aber nicht liberal, weil sie behaupten, es gebe eine richtige Art zu leben, beispielsweise nachhaltig, vegetarisch und so weiter, und es gebe eine falsche Art. Dann gibt es wirtschaftsliberale Parteien wie die FDP, die sagen: «Freiheit für alle, der Stärkere gewinnt.» Unsere Haltung ist neu: Wir fordern Freiheit, aber wir sehen ein, dass wir diese Freiheit auch allen ermöglichen müssen.”

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Wir-sind-die-Antithese-zum-System-Merkel/story/30102526

holger März 26, 2012 um 19:04

@Horst Schmidt März 26, 2012 um 18:50

Und genau dieses dumm, sau dämliche ich bin so und so Geschwätz muss unterbunden werden. Und das werde ich denen auch empfehlen. Neutral basta ende aus. Für jeden Ochsenfrosch offen. Und wo der Weg hingeht, egal. Und sie sollten alle alten Begriffe abstreifen. Denn die kommen nur infiltriert von Läster Ärschen der Bartwickelmaschinen. Und selbst der marxistische Dummsprechunfug, sollte nicht Mode werden. Ala (sorry Wat.) Lohnarbeiter. Weil alle diese Begrifflichkeiten sollen nur störend wirken. Wenn die Piraten es schaffen, sich nicht in eine Ecke drängen zu lassen, dann werden sie es schaffen. Sollten sie aber auf die Auseinandersetzung Kapitalismus Sozialismus Liberalismus reinfallen. Ende aus. R.I.P.

Horst Schmidt März 26, 2012 um 19:14

@ holger

Aber sie werden doch nicht umhinkommen, sich zu verorten und dieses in der alten Parteienlandschaft, in den alten Kategorien. Glauben Sie mir, auch die Piraten werden das Rad nicht mehr neu erfinden. Diesen Versuch oder dies glauben zu machen, sollten sie tunlichst unterlassen.
Eines sollten Sie nicht vergessen, bei den Piraten “tollen” sich viele heimatlose “EX”-FDPler(sozialliberale!) herum und glauben sich dort ihren Traum wiedererfüllen zu können. Ich sage das nicht hämisch, kritisch, sondern völlig wertfrei.

Degnaphta März 26, 2012 um 19:46

@ HSchmidt
Was spricht denn gegen das Wort “nachhaltig”? ist das etwa auch schon verbrannt?
Ansonsten sehe ich es als Pflicht zur Nichtverortung an, was die Piraten leisten müssen. Diesen ganzen links-rechts-konservativ-liberal-sonstwas-Quatsch verdanken wir doch nur den Flübberdings und der ganzen Mietfedergilde. Wie sie die Fundis damals zwangsverortet haben, war doch fulminant. Danach schickt eine auf “Realpolitik” getrimmte Gurkentruppe wieder deutse Landser in die Welt. Super gelernt aus der braunen Katastrophe.

Horst Schmidt März 26, 2012 um 20:00

Aber ich bitte Sie @Degnaphta, Sei können doch nur jemand in die Pflicht nehmen für etwas was er auch erfüllen kann. Wie soll denn die Frage beantwortet werden, wo, wofür steht ihr?

Da wird es doch kaum möglich sein, sich einer Begrifflichkeit zu bedienen, die den Fragenden, Interessierten ratlos zurücklässt. Die Weisband beweist doch, wie wir alle ohne solch Einordnung nichts beschreiben können. Das mag so manch einer wie Sie, holger bedauern, doch glaube ich nicht, dass es sich ändern lässt.

-VOLAND- März 26, 2012 um 20:08

@manoso
“Wer soll so einen Schwachmatenkäse behauptet haben, wie du hirnlos halluzinierend unterstellst , so was wie die sog. „EUDSSR“ sei so was wie ein „GEGENKONSTRUKT“, das auf „Autonomie“ ziele ?”
————-

= > … es gibt die politische Position in Leitartikeln der (pseudo-)linken Systempresse und in den Kommentariatsbereichen etwa bei CIA-Spiegel & BIlderberger-ZEIT, … daßß die EUdSSR eine tolle und alternativlose Veranstaltung wäre, … “weil nur mit den “Vereinigten Staaten von Europa” die Europäer genug politisches, wirtschaftliches und militärisches Gewicht hätten … um sich gegen China, Russland und die USA international zu behaupten”.

= > … das zielt auf eine (vorgebliche) Autonomie der EUdSSR von den USA ab. Viele (pseudo-)linke Vollpfosten fahren darauf ab. Weil sie ja zum nicht unerheblichen Teil latent “antiamerikanisch” sind und gegen “neoliberale” Politik, wie sie ja aus den USA nach Europa geschwappt ist.

= > … diese Narrrateinitiative wird auch gerne mal von spaltzüngigen “SPD”-Politikern gepflegt …

= > … und du, @carlosmanoso, hast oben genau dieses angedeutet. U.z. mit deinem offen zur Schau gestellten Pro-EUDSSR-Fanatismus in Kombination mit dieser Äußßerung:

““Von „RÜCKABWICKLUNG der “Eurozone”!“ zu lallen, hört sich nun allerdings in der Tat nach angelsächsischem Schwachmatenkäse an.”

= > … das Problem dabei ist aber, daßß in der EUDSSR genau … ÜBERHAUPT GARNIX … GEGEN … die Interessen der USA betrieben wird. Sondern vielmehr ALLES was die Eudssr macht rein zufällig genau die Interessen der USA widerspiegelt! … die EUDSSR soll eine Klon-USA geben. Wenn sie fertig ist. Natürlich mit dem Oberkommando in Manhatten … Wir reden hier von der Versklavung von 800 Mio. Europäern … durch die transatlantische Bänkstermafia …

= > … Besonders deutlich wird das in der sogenannten “Außßenpolitik” der EUDSSR, die ja nichts anderes wie (ANGRIFFS-)KRIEGSPOLITIK ist. Es ist die Kriegspolitik der USA – Kolonialkriege mit dem Ziel der Weltherrschaft.

= > … Aber auch an der orwellianischen Überwachungspolitik gegen das eig’ne Volk, der Draghi-FED-Geldpolitik, die den Völkern Europas aufoktroyierte “Multikultilateralismus”-Doktrin, der Vergötterung einer anonymen, vorgeblichen “Globalisierung”, der Verhaltens-Vorschrift einer “Offenen Gesellschaft” von George Soros, dem “Klimawandel”-Klimahandel, usw .

= > … auch eindeutig ist das Personal der EUDSSR. Ich erwähnte bereits Fischer, Soros, Albright, Kissinger, Draghi, Monti, Papademos, Papandreo, GoldmanSachs, usw. Bilderberger-Schranzen wie Steinbrücki, Steinmeier, van Rumpfui, Stasikasi, Junker, usw.

= > … FAZIT:

1.) … die EUDSSR .. ist die verlängerte WERKBANK der USA!
2.) … die EUDSSR … ist der verlängerte FLUGZEUGTRÄGER der USA!

“Der Terminus “EUDSSR” arbeitet unterm Strich mit den gleichen Nazi-Schablonen.”

= > … die EUDSSR hat wenig mit “NAZI” zu tun. Klar, sie ist eine totalitäre, also faschistische Veranstaltung, keine Demokratie (und das ändert sich natürlich auch nicht im geringsten dadurch, daßß man womöglich eines Tages dem “EU-Parlament” mehr Macht gibt – denn das ist ja auch vollständig durchseucht mit willfährigen Mahjongnetten der Hochfinanz/Bilderberger). Und sie wurde/wird – wie Nazi-DEutschland – mit putschartigen ERmächtigungsgesetzen errichtet – Montags bis 02:00, wg. Börse Tokyo …

= > … Aber ansonsten ähnelt sie eben stark der Udssr! … insbesondere auch in der gigantischen Mißßwirtschaft und der allgemeinen Überheblichkeit & Korruption der Politkommissare und EUDSSR-Apparatschicks. Dem französischen Vollblut-Etatisten Frank Lübberding gefällts, wundert mich nicht …

Degnaphta März 26, 2012 um 21:06

@ Horst Schmidt
Wofür sie stehen, paste ich gerne nochmal hier hin:
Infrastrukturen, die Zugang und Teilhabe ermöglichen, müssen gestärkt und ausgebaut werden und gehören diskriminierungsfrei allen angeboten.

- Fahrscheinloser ÖPNV ist die diskriminierungsfreie Beförderung von Personen, jenseits der Einkommensunterschiede.

- Die Ressource Bildung soll diskriminierungsfrei jedem zur Verfügung stehen.

- Bei dem Wahlrecht für Ausländer sollte die Sache auch klar sein.

- Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine diskriminierungsfreie Infrastruktur zur ökonomischen Teilhabe an der Gesellschaft.

- Und auch die Forderung der konsequenteren Trennung von Kirche und Staat ist eine Netzneutralitätsforderung. Warum sollte die Infrastruktur Staat schließlich christliche Datenpakete gegenüber islamischen oder atheistischen bevorzugen dürfen?
Jetzt kann man demmit den üblichen Worthülsen begegnen, aber wohin das führt, erleben wir ja gerade. Nehmen Sie meine kümmerliche Rente mal als Rechenbeispiel. Mit Pi-mal-Daumen komme ich auf 10% meines Einkommens, welche nur für MwSt draufgehen. Der Normbürger hingegen gibt 10% seines Einkommens für Nahrung aus.
Und für den perversen Status quo sollen jetzt die Piraten die adäquaten Antworten haben? Und die sollen vielleicht noch aus den üblichen Worthülsen, in denen sich sogenannte Realpolitik artikuliert, zusammengesetzt sein? Das erachte ich als hochgradig unfair respektive gezielte Sabotage, sollte diese Forderung nach Selbstverortung bockbeinig aufrecht erhalten werden. Aber irgendein GJauchepfuhl wird schon ein Flübberding hervorbringen, damit dieser Job auch erledigt wird.

carlos manoso März 27, 2012 um 13:50

@ -VOLAND- März 26, 2012 um 20:08
„= > … und du, @carlosmanoso, hast oben genau dieses angedeutet. U.z. mit deinem offen zur Schau gestellten Pro-EUDSSR-Fanatismus in Kombination mit dieser Äußßerung:
““Von „RÜCKABWICKLUNG der “Eurozone”!“ zu lallen, hört sich nun allerdings in der Tat nach angelsächsischem Schwachmatenkäse an.”
= > … das Problem dabei ist aber, daßß in der EUDSSR genau … ÜBERHAUPT GARNIX … GEGEN … die Interessen der USA betrieben wird. Sondern vielmehr ALLES was die Eudssr macht rein zufällig genau die Interessen der USA widerspiegelt! … die EUDSSR soll eine Klon-USA geben. Wenn sie fertig ist. Natürlich mit dem Oberkommando in Manhatten … Wir reden hier von der Versklavung von 800 Mio. Europäern … durch die transatlantische Bänkstermafia …“

VOLAND, ich fürchte, du siehst die Dinge immer noch schwarz-weiß durch diese uralte verbrochene dunkelbraune „Nationalbrille“.

Das Große Rad hat sich allerdings heute schon viele Jahrzehnte weitergedreht und „Nationalterritorien“, „Nationalstaaten“, „Nationalökonomien“ sind untergegangene Gebilde, deren noch virtuelle Existenz dir offenbar heute immer noch heftige Phantomschmerzen wie nach einer Amputation verursacht.

Erstmals in der Geschichte ist heute das irrationale Prinzip der Kapitalverwertung weltweit DAS weltweit gewalttätig durchgesetzte totalitäre Prinzip geworden, das weltweit eine Zusammenbruchsregion nach der anderen produziert und nach den Rändern der kollabierten Gesellschaften nun auch die kapitalistischen Zentralregionen total umpflügt.

Falls du mal die USA besuchen solltest, sei dir auf der Reise von NY in den mittleren Westen mal eine mehrstündige Autotour durch verfallende, verrostete Industriezonen und kaputte Städte empfohlen. Da siehst du etwa das, was europäischen Zusammenbruchsregionen wie etwa dem Ruhrgebiet und dem Süden Belgiens noch bevorsteht.

Selbstverständlich wird auch ein zentraler Kontinent wie Europa von Grund auf umgepflügt werden, während das irrationale Prinzip der Kapitalverwertung sich totalitär umsetzt. Beispielsweise wird das Projekt „Vereinigte Staaten von Europa“ –koste was es wolle- vom totalitär werdenden Prinzip der Kapitalverwertung real umgesetzt werden, als „Vereinigte Staaten von Europa“ der transnationalen Konzerne des Industrie- und Finanzkapitals.

Während das irrationale Prinzip der Kapitalverwertung totalitär umsetzt wird, intensiviert sich weltweit die ökonomische und politische Vernichtungskonkurrenz auf den Ebenen von Staaten und Konzernen. Beispielsweise intensiviert sich die Vernichtungskonkurrenz zwischen dem „Dollar-Raum“ und dem „Euro-Raum“ unterhalb der virtuellen Blasen des Finanzkapitals.

Ein Kriegsschauplatz der weltweiten Vernichtungskonkurrenz des Kapitals ist beispielsweise der Krieg um Begriffe. Der Begriff „UDSSR“ etwa ist ein Kampfbegriff, der von –angeblich- „linken“ –oder warns „rechten“ Kreisen lanciert wird. Wie ich schon richtig schrieb, ist dieser Kampfbegriff unter dem Aspekt „cui bono“ „angelsächsischer Schwachmatenkäse“. In Wirklichkeit bist du nur ein angelsächsischer Laufbursche der „transatlantischen Bänkstermafia“, VOLAND. Und das Schlimme ist, daß du das nicht checkst.

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