Schlecker und die FDP

by f.luebberding on 29. März 2012

Nur kurz zur Schlecker-Insolvenz. Die Gründung einer Transfergesellschaft ist bekanntlich gescheitert. Welchen ökonomischen Sinn diese haben sollte, war nicht klar. Die Frauen leben in der gesamten Bundesrepublik und insofern ist das ALG 1 die richtige Adresse zur Reintegration in den Arbeitsmarkt. Es sollte daher möglich sein, diese Frauen auf den regionalen und lokalen Arbeitsmärkten unterzubringen. Statt sich in Gefechten um eine Transfergesellschaft zu verkämpfen, müsste es viel mehr um etwas anderes gehen: Das Abrutschen der Frauen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu verhindern. Es handelte sich bei diesen 11.000 Frauen gerade nicht um Mini-Jobs. Im Dienstleistungssektor ist die Deregulierung des Arbeitsmarktes das eigentliche Problem. Wer wirklich helfen will, sollte hier handeln – und reregulieren. Das hilft übrigens auch allen anderen Arbeitnehmern. Wer weiß? Vielleicht hat die FDP eine Idee? Ihre Argumente gegen eine Transfergesellschaft sind nämlich ansonsten ökonomisch begründet.

Noch ein kurzer Hinweis

Sicherlich wird die FDP jetzt auch für eine entsprechende Lohnpolitik und Einkommensverteilung eintreten. Damit sich der Einzelhandel faire Arbeitsverhältnisse leisten kann. Die CDU wird auch die IG Metall unterstützen, um die Leiharbeit einzuschränken – damit sie nicht mehr zum Lohndumping mißbraucht werden kann. Und SPD und Grüne werden über ihre Verantwortung reden: warum die Restrukturierung einer dusseligen Drogeriemarktkette (!) mit einem miserablen Ruf 11.000 Frauen in Existenzängste stürzen kann. Die wollen nämlich nicht bei Schlecker arbeiten, sondern haben Angst vor einem Sozialstaat, der keine Ängste beseitigt, sondern auslöst. Und sie fürchten einen Arbeitsmarkt, der ihnen nichts mehr bieten kann, außer den Absturz in das Prekariat.

Das werden FDP, CDU/CSU, SPD und Grüne heute ganz sicher noch thematisieren. Nämlich ihre Verantwortung für die Ängste von 11.000 Frauen. Oder wollt ihr uns tatsächlich mit der Debatte um die “Transfergesellschaft” langweilen?

{ 129 comments }

eFlation eFlation März 29, 2012 um 17:48

Gestern auf den Tag genau ist es her, dass Holzmann Pleite gegangen ist. Obwohl zwei Jahre zuvor ein Rettungspaket durch Schröder erstellt worden war. Es beinhaltet eine Bundesbürgschaft in Höhe von 250 Mio. Mark.

Der ganze Laden Schlecker und schließlich das Vermögen der Familie beruhte gewollt auf Lieferantenkredite. Anders kann ich mir nicht vorstellen, warum jemand so ignorant ist und in 10 Jahren nicht merkt, dass einem das Geschäft davon läuft.

Wenn ein Unternehmen unter den gegeben Marktbedingungen sein Laden nicht halten kann, dann muss er schließen. Traurig um die Einzelschicksale, aber ein künstlich am Leben gehaltener Markt bricht irgendwann zusammen. Für die 11.000 Damen findet sich was anderes oder setzt gar Innovation frei für neue Geschäftsmodelle. Dass man mit so einer Meinung keine Wählerstimmen bekommt ist der SPD, CDU & Co. auch klar, darum die große Empörung.

ninjaturkey März 29, 2012 um 17:52

”…Es sollte daher möglich sein, diese Frauen auf den regionalen und lokalen Arbeitsmärkten unterzubringen…”

Ach ja? Mal eben 11.000 neue Arbeitsplätze schaffen? Vollzeit und für Frauen? Blos weil Schlecker dicht gemacht hat, wird das bei Lidl oder Aldi zwar zu ein paar paar zusätzlichen Kunden führen aber zu keinem einzigen neuen Arbeitsplatz. Mit Glück dürfen sich ein paar vielleicht in prekären Zeitarbeitsjobs verwursten lassen und das wars dann. In einem stimme ich zu: Eine Transfergesellschaft hätte das Problem allenfalls eine Weile verschoben und aus den Medien gebracht.

eFlation eFlation März 29, 2012 um 17:59

@ninjaturkey
Was wäre die Alternative?

egghat März 29, 2012 um 18:02

@eflation: Die Holzmann Bürgschaft hat dem Staat aber (angeblich, hab’s nie nachgeprüft) kein Geld gekostet.

@F.Luebberding:

Wir haben Insolvenzausfallgeld. Das sind immerhin schonmal drei Monate. Man könnte über mehr nachdenken. Aber dann generell und nicht immer in der alten Logik: Bist du bei einer großen Firma, gibt’s Hilfe. Bist du bei einer kleinen Firma: Pech gehabt.

Dänemark zahlt z.B. 90% des letzten Lohns weiter, darüber könnte man durchaus nachdenken. Dann braucht man keine Transfergesellschaften mehr. Dafür sind Kündigungen einfacher als in Deutschland (wobei das bei Schlecker ja nicht galt).

egghat März 29, 2012 um 18:06

@ ninjaturkey

Natürlich entstehen woanders Arbeitsplätze. Oder meinst du, bei den Konkurrenten räumen sich die Regale von alleine ein und die Kassen scannen von selbst?

Das werden keine 11.000 sein, aber nun ja, das Problem war ja, dass die 11.000 Arbeitsplätze nicht profitabel waren … Lass mittelfristig 8.000 Arbeitsplätze wieder entstehen. Oder 5.000. Wer soll das schon beziffern? Sicher ist nur eines: Du wirst nichts, aber auch gar nichts davon lesen. Die Berichterstattung ist da genauso asymmetrisch wie sie bei die Schließung von 10.000 Pizzabuden in Deutschland über’s Jahr verteilt auch ist. Das juckt niemanden … Nur wenn es auf einmal 2.000 Läden sind, geht die Welt unter …

Doktor D März 29, 2012 um 18:20

Wieder eine taktische Meisterleistung aus dem Thomas-Dehler-Haus – und anstatt die eigenen Argumente, die ja garnicht so schlecht sind, offensiv vorzutragen, sind es jetzt wieder die doofen anderen:
“Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat die baden-württembergische Landesregierung für ihr Vorgehen kritisiert. Sie hätte zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit eine Lösung für die Schlecker-Beschäftigen finden sollen. Stattdessen habe die Regierung in Stuttgart mit dem Plan für eine Auffanggesellschaft zwei Wochen Zeit verloren, kritisierte Rösler am Donnerstag in Berlin. Er habe frühzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass aus ordnungspolitischen Gründen die Bundesagentur eingeschaltet werden sollte. Auf die Frage, ob er den Kurs der FDP-Länderminister in dieser Sache vorgegeben habe, sagte Rösler, in den Reihen der FDP-Wirtschaftsminister herrsche die „klare Überzeugung“ vor, dass im Fall Schlecker die Bundesagentur in Nürnberg gefragt sei.” (Stuttgarter Zeitung online, http://bit.ly/HlaMcp)

Stephan März 29, 2012 um 18:22

@eFlation
Natürlich hat @egghat recht wenn er auf die allgemeinen Insolvenzen im Einzelhandel etc. hinweist. Juckt tatsächlich niemanden. Im Fall Schlecker ist meiner Meinung nach das Problem: hier wird auf Grund der Größe der Insolvenz klar, dass die Arbeitslosenversicherung für viele Versicherte nicht wirklich mehr eine Versicherung ist. Je nach Region werden die Damen Ruck Zuck zu Hartz IV Empfängern. Da stellt sich dann schon die Frage warum Familie Schlecker weiterhin ein Jahreseinkommen von 840.000 Euro nach Steuern hat?

Schatten der Ausgewogenheit März 29, 2012 um 18:27

Mal politisch: Wie will man eigentlich vermitteln, dass für europäischen Rettungsschirme Fantastilliarden bereitstehen, die 70 Millionen, welche die Auffanggesellschaft an Kreditbürgschaften gebraucht hätte [1], aber offensichtlich der Staat und die Bundesländer nicht leisten können?

[1] http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/insolvente-drogeriekette-schlecker-auffanggesellschaft-scheitert-an-der-fdp-11701388.html

Schatten der Ausgewogenheit März 29, 2012 um 18:30

Ups, da fehlt ein “die” und ein “sich”

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 18:34

Nur zur Information

Ich habe die hier angesprochenen Aspekte auch in meinem Update angesprochen. Man muss tatsächlich die Schlecker Debatte vom Kopf auf die Füße stellen.

Nanuk März 29, 2012 um 18:40

Tja wenn die SPD nicht Harz4 eigeführt hätte währe das mit der Arbeitslosigkeit für die Frauen nur halb so schlimm…

Horst Schmidt März 29, 2012 um 18:45

Über Sinn und Zweck dieser Auffanggesellschaft, das Verhalten der FDP und der anderen Bundesländer will ich gar nicht reden, aber eine Frage muss doch wohl erlaubt sein.

Wie kann es eigentlich sein, dass ein solch reiches Bundesland wie Baden-Württemberg, wo es doch nach eigener Einschätzung Vollbeschäftigung geben soll (offiziell) und jeder, der nur arbeiten will, auch Arbeit bekommt und arbeiten kann, sich außer Stande sieht eine Bürgschaft von ca. 70 Mio € allein zu stemmen?

1. Wo doch B-W bis jetzt der Hauptnutznießer dieser Fa. war!
2. Wo doch vor ein paar Tagen “Stuttgart 21″ nach weiteren Kostenzuwächsen geradezu schrie.
3. Wie viel/wenig Vertrauen hat eigentlich die Grün/Rote-Regierung in B-W in einer solche Auffanggesellschaft, wenn sie nicht einmal mit solch “Peanuts” bürgen will?

Also ich finde es schon etwas billig, sich allein auf die FDP zu kaprizieren.

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 18:45

Nanuk

Es geht vor allem um die Re-Regulierung des Arbeitsmarkts. Grundsicherungssysteme sollen ja dann einsetzen, wenn der Arbeitsmarkt nicht aufnahmefähig ist.

egghat März 29, 2012 um 18:45

@F.Luebberding

Danke für das Update!

Es geht tatsächlich um mehr als die Transfergesellschaft! Es geht um die Arbeitslosenunterstützung und z.B. über das, was man sich aus Dänemark abgucken könnte (90% Fortzahlung).

Deine Kritik musst du aber ausweiten: Die Diskussion musst du nicht nur von Politikern einfordern, sondern auch von den Medien, z.B. von der SZ: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fdp-verhindert-schlecker-rettung-unfaehig-kalt-liberal-1.1322006

Da gibt’s auch nur die Scheindiskussion …

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 18:46

Horst Schmidt

Es ging um Politik – und nicht um Ökonomie. Wobei die FDP bekanntlich von Ökonomie keine Ahnung hat.

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 18:47

egghat

Ja sicher. Die Medien bilden halt den Unfug ab, den die Politik erzählt. Das nennt sich Berichterstattung.

Nanuk März 29, 2012 um 18:48

“Grundsicherungssysteme sollen ja dann einsetzen, wenn der Arbeitsmarkt nicht aufnahmefähig ist.”

Ne die sollen Leid lindern…

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 18:49

Nanuk

Das sollte das Gleiche sein.

Nanuk März 29, 2012 um 18:51

@fl
Ist es aber nicht…

Reinhard März 29, 2012 um 18:52

“Das nennt sich Berichterstattung.”

Speziell der hier verlinkte Artikel nennt sich Kommentar und wäre eine Möglichkeit gewesen diverse Punkte der derzeitigen Sozialgesetzgebung im Zusammenhang mit dem weiteren Schicksal der Schlecker-Angestellten näher zu beleuchten. Stattdessen gibt es billiges FDP-Bashing. Nicht dass die FDP kein Bashing verdient hätte, aber konstruktiv für den Rest der Republik ist das nicht mehr.

Horst Schmidt März 29, 2012 um 18:57

@ f.luebberding

Darf ich ihre Antwort so verstehen, dass die grün/rote Regierung auf dem Rücken der von Entlassung und Arbeitslosigkeit betroffenen/bedrohten Frauen Politik macht?
Denn nur die FDP kann hier als Sündenbock – auch wenn so schön passt – allein nicht herhalten. Diese hat Koalitionspartner, die diese aufkündigen können, so sie nur wollten. :-)

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 19:01

Horst Schmidt

So könnte man das formulieren.

egghat

Der Kommentar in der Süddeutschen ist wirklich grauenhaft. Die fehlenden ökonomischen Gründe für eine Transfergesellschaft wurden mit der Ahnungslosigkeit über Sozialpolitik ersetzt, oder so ähnlich … . Aber er hat sein Gutes: Hoffentlich erkennt jeder, warum das so ist … .

egal März 29, 2012 um 19:11

Beschäftigungsgesellschaft heißt (geplant), 80% vom letzten Nettolohn + Fortbildung/Umschulung + Hilfe bei Stellensuche und Bewerbung.

Der einzige Unterschied zur Arbeitsagentur sind die 80%. Selbst die Umschulungen und Bewerbungshilfen dürften die gleichen sein, da Beschäftigungsgesellschaft und Agentur Leistungen bei den selben Anbietern einkaufen dürften.

Heißt im Umkehrschluss: die Leistungen der Beschäftigungsgesellschaft sind von den 80% abgesehen komplett sinnfrei und Ressourcenverschwendung. Wer jemals das Vergnügen mit den Maßnahmen von Agentur und Jobcenter hatte, weiß, was ich meine.

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 19:18

egal

Exakt – und deshalb war es auch nachvollziehbar, dass sich die Beschäftigten dafür eingesetzt haben. Das hätte aber bedeutet, fünf Mitarbeiterinnen aus einer geschlossenen Filiale in einer Kleinstadt in diese Transfergesellschaft zu schicken. Der arbeitsmarktpolitische Sinn erschließt sich mir nicht. Transfergesellschaften sind sinnvoll, aber an Standorten wo es Massenentlassungen gibt, also es zugleich ein strukturpolitisches Problem in einer Region gibt.

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 19:26

Na sowas: Die Süddeutsche veröffentlicht sogar zwei Kommentare zu Schlecker. Es scheint Diskussionsbedarf zu geben.

egal März 29, 2012 um 19:40

Um es mal weiter zu spinnen: um die 5 entlassenen in der Kleinstadt zu beschäftigen, wird man nicht einen Beschäftiger in der Kleinstadt einstellen. Wohlmöglich nicht mal in der nächsten Mittelstadt. Heißt also: entweder man läßt irgendwo zentral von Angestellten der Beschäftigungsgesellschaft, die ja auch aus der Arbeitslosigkeit kommen müssen und keine aktuellen Kenntnis des Ausbildungsmarktes haben (und schon gar nicht des regionalen) Leistungen einkaufen, oder man läßt den Job von den Agenturen erledigen.
Arbeitsagenturen und Jobcenter haben das Problem, dass sie Maßnahmen im Vorraus einkaufen und dann unpassende Arbeitslose reinprügeln müssen (ich hatte schonmal eine Zuweisung Deutsch als Zweitsprache). Bei der Beschäftigungsgesellschaft dürfte das doch noch viel ausgeprägter sein, wenn kurzfristig tausende Umschulungen hermüssen. Da kann man mit dem Einkauf nicht warten, bis die wenigen Angestellten der Gesellschaft mit jeder Entlassenen gesprochen haben. (Überhaupt, falls es persönlichen Kontakt gibt, wo soll der statt finden? Das “Filialnetz der Beschäftigungsgesellschaft dürfte dünner sein als das der Agenturen).

Also, je länger man drüber nachdenkt, desto dümmer scheint es. Wobei viele Unterschiede rein theoretisch sind. Es gibt für Arbeitslose keine Bildungsangebote, die irgendwie sinnvoll wären (für niemanden, ausnahmslos, echt nicht), egal ob von Beschäftigungsgesellschaft, Agentur oder Jobcenter.

Nanuk März 29, 2012 um 19:46

“Es gibt für Arbeitslose keine Bildungsangebote, die irgendwie sinnvoll wären (für niemanden, ausnahmslos, echt nicht), egal ob von Beschäftigungsgesellschaft, Agentur oder Jobcenter.”

Man könnte fast glauben das sei Absicht… hab ich ja schonmal gesagt Häkelkurse würden denen besser helfen als das was die Agenturen da bieten…

Horst Schmidt März 29, 2012 um 19:46

Avanti Dilettanti Nils Schmid und Kretschmann!
Also wenn das stimmen sollte ohne Plan B in eine derart weitreichende “Operation” einzutreten, dann glaubt man tatsächlich von “Gehirnen” regiert zu werden.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/schlecker-beim-auffangen-gruendlich-danebengegriffen-11701992.html

Rot/Grün in B-W kann nur hoffen, dass dieser Dilettantismus nicht weiter publik gemacht bzw thematisiert wird.
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der größte Dilettant im Land!

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 19:51

Kretschmann wohl nicht … .

Horst Schmidt März 29, 2012 um 19:56

Er ließ ihn doch gewähren und mußte dies in der Öffentlichkeit auch noch vertreten.
Glaube Kretschmann fühlt sich in der Rolle des Überlandesvater sehr, sehr wohl. Detailarbeit scheint mir nicht sein Ding zu sein. Was ich ja verstehen kann.

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 20:12

Frau Goebel sucht nach Argumenten, warum man nicht doch noch mehr deregulieren müsste. Doch wenn es stimmt, dass sie wirklich Unfug erzählt … . Was dann? Sehr schön ist bei ihr auch das Klappern mit dem Rüstzeug des neoklassischen Arbeitsökonomen. Klapp, klapp … . Sie fürchtet die Folgen der sozialen Hängematte für die Frauen. So hat jeder seine Sorgen.

A. G. März 29, 2012 um 20:18

Die Transfergesellschaft wurde benötigt, um den Verkauf von Schlecker zu erleichtern.

Jetzt wird’s schwieriger, die übrigen Arbeitsplätze zu erhalten. Und teurer.

Am besten schafft der Gesetzgeber den hier bei Insolvenzverfahren ab:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__613a.html

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 20:25

A.G.

Wieso soll einem Investor die Übernahme einer Drogeriemarktkette erleichtert werden? Die ist weder von industrie-, noch von struktur- oder regionalpolitischer Bedeutung. Und erst dann muss der Staat tatsächlich eingreifen, weil die Folgen der Nichtintervention teurer sind als das Eingreifen.

Wie gesagt: Es geht hier um andere Probleme. Über die wollen meine neoliberalen Kollegen aber nicht reden … .

A. G. März 29, 2012 um 20:32

@Frank Luebberding, es wird nun ausserordentlich schwierig sein, einen Käufer zu finden. Die gut laufenden Filialen sind ja wettbewerbsfähig. Was spricht dagegen, sie zu erhalten und die Arbeitsplätze? Die ArbeitnehmerInnen können nix dafür… Es geht nicht um Marktwirtschaft. Wenn, dann haben wir eine soziale Marktwirtschaft.

War die FDP auch so lautstark bei der Bankenrettung? Nein. Die wenigen ‘Abweichler’ haben erst spät den Mund aufgemacht.

Ach, FDP.

A. G. März 29, 2012 um 20:35

Das Problem ist ‘nur’ 613 a BGB. Hat die FDP das erkannt? Nein.

Stephan März 29, 2012 um 20:44

Ach die Heike Göbel. Sieht eigentlich ganz sympathisch auf dem Foto aus. Und ich hoffe ihren zwei Kindern geht es auch sehr gut! Wenn unsere ordo- und neoliberalen Freunde aber ihr Lehrbuch auspacken dann ist normalerweise Gefahr im Verzug. Das machen sie nämlich besonders gerne wenn sie eine Vorlesung über die optimalen Lebensumstände für Menschen halten wollen, deren Lebensumstände sie nicht kennen. Da sind sie scheinbar Experten und ganz in ihrem Element. Also sollten die Piraten mal einen Sponsor nicht für Plakate sondern für die Veranstaltung “Heike Göbel erklärt ein paar Schlecker Damen warum ihnen ein Glücksfall widerfahren ist” bin ich dabei.

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 20:48

A.G.

Natürlich werden die gut laufenden Standorte übernommen werden. Es ist auch nicht ausgemacht, dass nicht ein Investor einsteigt, der für diesen Rest eine Marktchance sieht. Es gibt auch im Rahmen unseres Systems genügend Strukturhilfen. Es ging jetzt um die Mitarbeiter an den Standorten, die ohne Perspektive waren. Soziale Marktwirtschaft bedeutet einen vernünftig regulierten Arbeitsmarkt und ein Transfersystem, dass die Einkommensverluste bei Arbeitslosigkeit begrenzt. Soziale Marktwirtschaft heißt aber nicht, irgendwelchen Investoren den Einstieg bei insolventen Drogeriemarktketten zu erleichtern.

Es ist genau dieser Aberwitz unserer Wirtschaftspolitik, das sie mittlerweile mit so einer heruntergekommenen Pseudo-Industriepolitik operiert – anstatt das zu regulieren, was sinnvoll ist. Es ist ja kein Wunder, dass Frau Goebel jetzt plötzlich den Kündigungsschutz entdeckt. Wahrscheinlich gibt es auch irgendwelche Sozialdemokraten, Grüne und Piraten, die über das Argument jetzt nachdenken. Anstatt die Argumente zu bestreiten, wo sie natürlich recht hat, sollten die einmal ihr Hirn benutzen – bevor sie den Mund aufmachen. Oder was soll ich wohl über diese Stellungnahme von Frau Künast halten?

Horst Schmidt März 29, 2012 um 20:50

Noch einmal ein kleiner Rückblick auf die “angeblich Schuldigen” an der Schlecker-Pleite. Ein Beitrag von 27.3.2012 im “Tagesspiegel”

“Denn kurz nach Bekanntwerden des Täuschungsskandals ließ Schlecker bundesweit Betriebsräte zu und einigte sich mit den Gewerkschaften auf einen Tarifvertrag. Genau das, sagen Experten, hat Schlecker das Genick gebrochen. „Schlecker ist den Gewerkschaften zu weit entgegen gekommen, weil er eine weitere Rufschädigung verhindern wollte“, sagt Thomas Roeb, Handelsprofessor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. „Mit seinem Geschäftsmodell konnte er sich solche Löhne eigentlich nicht leisten.“

Das Modell war das eines Nahversorgers für Drogerieartikel mit vielen Filialen. Doch damit ließen sich pro Geschäft nur geringe Umsätze erwirtschaften. Deshalb brauchte Schlecker günstige Konditionen: kleine Geschäfte in billigen Lagen, nur eine Mitarbeiterin pro Filiale, kaum Investitionen in die Ausstattung. „Durch die Tarifbindung sind die Personalkosten von rund 18 auf 28 Prozent gestiegen“, sagt Roeb. Um das zu finanzieren, habe Anton Schlecker selbst Geld zugeschossen, bis zuletzt. Anstatt die Zahlen offenzulegen und zuzugeben, dass es so nicht mehr weitergehen konnte. „Er gab lieber sein privates Vermögen auf und finanzierte die Verluste, als seine private Kontrolle zu verlieren, indem er die Gewerkschaften informierte und einbezog“, sagt Roeb. Die Leiharbeitsepisode war nach Meinung des Handelsexperten ein letzter verzweifelter Versuch, die Lohnkosten zu drücken. „Schlecker stand schon damals das Wasser bis zum Hals“, glaubt Roeb.”
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/drogeriekette-warum-alle-schlecker-retten-wollen/6440504.html

Also wiederum nicht die FDP, nein, eigentlich waren die Gewerkschaften die Schuldigen, denn sie waren es, die auf Tarifverträge pochten, ohne auf das Geschäftsmodell von Schlecker Rücksicht zu nehmen.
:-) :-)

holger März 29, 2012 um 21:11

Eigentlich wollte ich ja hier nicht, aber nach dem Luebberding die Frau K eben verlinkt hat, muss ich doch mal.

„Es kann nicht sein, dass jetzt jede einzelne bei Schlecker entlassene Frau alleine zu ihrem zuständigen Jobcenter geht, sich in die Schlange stellt, eine Nummer zieht und sagt: Kann mir hier vielleicht geholfen werden?“ (Irgendeine Grüne)

Ähhh… doch, so kann das sein. Und Frau K. erstmal ruft man da an, und bekommt dann Papiere zugeschickt. Und dann erhält man einen Termin. Und dann geht man ganz alleine dahin, natürlich kann der Ehemann oder sonstwer auch dabei sein.

A. G. März 29, 2012 um 21:43

@Frank Luebberding, der 613 a ist eine von Gewerkschaftern stark verteidigte Vorschrift. Sie kann ein ‘wirtschaftlicher Hemmschuh’ sein.

Mit Verwunderung muss ich feststellen, dass die FDP nicht verstanden hat, dass die Transfergesellschaft zur Umgehung des 613 a BGB errichtet werden sollte. Klar, solche Transfergesellschaften sind für sich betrachtet nur eine bessere Verpackung für arbeitsrechtliche Fördermaßnahmen – und noch (zu) teuer. 

In Deutschland muss der Betriebsuebernehmer grds. alle Arbeitnehmer übernehmen, obwohl es betriebswirtschaftlich meist nicht zu stemmen ist. Also hilft das Konstrukt über eine Transfergesellschaft, um den 613 a BGB umgehen zu können. 

Bei Schlecker, DM, Rossmann habe ich noch nie einen männlichen Mitarbeiter gesehen. Die schlechtere Bezahlung von Frauen beinhaltet ein anderes Thema, bei der Frage Transfergesellschaft Ja oder Nein, spielt es keine Rolle. Diese Entscheidung ist nun durch.

Der Verwalter kann die Schuld der FDP geben, wenn zerschlagen werden muss. Die FDP sinkt unter 1%. Wenigstens das. ;) 

A. G. März 29, 2012 um 21:56

Die Idee von Frau Kuenast ist vernünftig. Im Ergebnis wuerde Zeit bei der Arbeitsverwaltung gespart werden. Ist eben etwas weiter gedacht, was nicht immer verstanden wird.

f.luebberding f.luebberding März 29, 2012 um 22:07

A.G.

Die FDP hat das verstanden, so blöd sind die auch nicht. Die wollten ordnungspolitisches Profil beweisen, was ihnen auch gelungen ist. Nur um das klar zu sagen: Schlecker hat nichts, was volkswirtschaftlich die Übernahme durch einen Investor rechtfertigen würde, um dann den 613 auszuhebeln. Und das ist der Grund für die Gründung einer Transfergeselslchaft – und nicht die Tatsache, dass hier ein Unternehmen insolvent ist.

holger März 29, 2012 um 22:12

—>>>Die Idee von Frau Kuenast ist vernünftig. Im Ergebnis wuerde Zeit bei der Arbeitsverwaltung gespart werden.”

Welche Zeit würde da eingespart werden? Und wo? Macht Schlecker nur in Berlin zu?

A. G. März 29, 2012 um 22:30

@Holger, das ließe sich zentral koordinieren. Die vorbereiteten Anträge mit ‘Vorpruefung’ gehen dann an den zuständigen Sachbearbeiter vor Ort. Da sie einheitlich vorbereiten wurden, gäbe es weniger Rückfragen etc.

Was ist überhaupt Schlecker, @Frank Luebberding? Es geht um das Mega-Einzelunternehmen Anton Schlecker. Hier die Aktiva. Nicht die Marke. Einige Filialen ‘laufen’. Das sollte auch so bleiben, bevor Journalisten noch einen Schaden (durch zu wenig Fachkenntnis) anrichten. 

Frankie Bernankie März 29, 2012 um 23:09

Ihr mögt die Schleckerläden nicht, gebts doch zu. Mit dem Publikum, das dort einkauft, hat man nicht viel am Hut, und mit den Beschäftigten dort, meist ältere Frauen , auch nicht.

Ich mag die Läden auch nicht, kenne aber Menschen die sie lieben, und ich kenne Menschen , die dort arbeiten.

Aber es geht um Ökonomie dabei, und um Ordnungspolitik, und Frank Lübberding sagt sogar:

“…Schlecker hat nichts, was volkswirtschaftlich die Übernahme durch einen Investor rechtfertigen würde,…”

Und gerade da täuscht Du Dich , Frank Lübberding, da täuscht Du Dich sogar gewaltig.
Als Niederbayer weiss ich, dass der Schleckerladen oft genug der einzige Versorger für Dinge des täglichen Bedarfs ist am Ort ( das wird im Sauerland nicht anders sein). Wenns den nicht mehr gibt, dann muss die Omi halt hoffen, daß ihr jemand das Klopapier aus dem nächsten – 20 Km entfernten – Ort mitbringt. Oder sie zieht weg, und die Restbevölkerung auch , oder man holt sich die Dinge weit weg mit dem Auto her.

Frank Lübberding, Du kannst sagen , dass es keinen betriebswirtschaftlichen Sinn macht, Investoren zu suchen aber volkswirtschaftlich , oder besser strukturpolitisch macht es sehr wohl Sinn – so blöd es angesichts des scrooge-haften Anton Schlecker ist, die Schleckerläden sind eine Infrastrukturmassnahme fürs flache Land.

Aber vielleicht ist es uns ja auch egal, im fortschreitenden Kapitalismus ist es so, dass Orte unterhalb einer kritischen Grösse eigentlich nur Geld kosten, Economy of scale gilt auch für Siedlungen.

Frankie Bernankie März 29, 2012 um 23:14

@A.G.

“Mit Verwunderung muss ich feststellen, dass die FDP nicht verstanden hat, dass die Transfergesellschaft zur Umgehung des 613 a BGB errichtet werden sollte.”

Versteh ich jetzt nicht. Schlecker ist pleite.

Möglichkeit 1: Mitarbeiter werden betriebsbedingt gekündigt, dann sowieso kein 613

Möglichkeit 2: Transfergesellschaft wird gegründet, dann 613. Wieso sollte man damit den 613 umgehen können?

Oder überseh ich was?

Frankie Bernankie März 29, 2012 um 23:27

@Lübberding

“Wieso soll einem Investor die Übernahme einer Drogeriemarktkette erleichtert werden? Die ist weder von industrie-, noch von struktur- oder regionalpolitischer Bedeutung.”

Es muss es nochmal sagen, weil es mich so ärgert. Sozialdemokraten-Bashing liegt mir normalerweise fern, aber dieses Zitat da oben ist reine Sozialdemokratie.

Wenn keine Funken stieben, wenn kein Stahl gebogen, wenn nicht Tausende von stolzen Arbeitern frühmorgens durchs Werktor gehen und abends in den Turnverein und zu den Brieftauben gehen, dann ist es kein gescheites Unternehmen, zumindest keines , das “industrie-, struktur- oder regionalpolitische Bedeutung” haben könnte.

Die Welt ist aber nicht mehr so beschaffen, auch Sozen sollten das zur Kenntnis nehmen.

jk März 29, 2012 um 23:32

“..die Schleckerläden sind eine Infrastrukturmassnahme fürs flache Land.”

.. und (deshalb?) werden auch hauptsächlich Filialen in Ballungsgebieten geschlossen… Hieß es zumindest im Radio..

landbewohner März 30, 2012 um 05:05

niemand braucht transfergesellschaften, ausser den abzockern der “armutsindustrie”. eine arbeitslosenunterstützung in anständiger höhe und betreuung oder hilfe statt verfolgung durch die argen wäre angesagt. und richtig: die schlecker verkäuferin braucht das geld, nicht den miesen job.

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 06:22

Frankie Bernankie

Genau diese Strukur des Filialnetzes hat Schlecker in die Probleme gebracht. Und wenn das betriebswirtschaftlich nicht funktioniert, werde ich das mit der Transfergesellschaft auch nicht lösen. Wenn es aber funktionieren kann, wird auch ein Investor dieses Konzept umsetzen. Auch ohne Transfergesellschaft. Was die Probleme mit den Nahversorgern angeht. Das ist wie mit kulturell ambitionierten Angeboten im Fernsehen. Jeder will sie haben, aber keiner sieht sie … . Ich lebe ja selber in der Provinz und komme aus einer Kleinstadt. Dort wurden die Schleckerfilialen geschlossen. Und wie gesagt: Wir haben Instrumentarien, um mit den Folgen solcher Pleiten umzugehen. Nur muss man sich mit diesen Instrumentarien beschäftigen: Ob sie tatsächlich funktionieren. Es war gestern auffällig, dass dieses Thema alle mieden. Und deshalb mein Kommentar.

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 06:27

A.G.

“Es geht um das Mega-Einzelunternehmen Anton Schlecker. Hier die Aktiva. Nicht die Marke. Einige Filialen ‘laufen’. Das sollte auch so bleiben, bevor Journalisten noch einen Schaden (durch zu wenig Fachkenntnis) anrichten.”

Der Schaden, den Journalisten anrichten, hält sich in Grenzen … .

A. G. März 30, 2012 um 09:03

Hoffentlich.

holger März 30, 2012 um 09:23

f.luebberding

—>>>Genau diese Strukur des Filialnetzes hat Schlecker in die Probleme gebracht.”

Auch… es lag aber mE auch am Warensortiment. Und die recht lange Verweildauer einiger vieler Produkte in dem Laden. Das summiert sich. Da hängt zuviel gebundenes Kapital herum. Was am Ort A gehen kann, muss am Ort B noch lange nicht. Hätte Schlecker seine Läden im ländlichen Gebiet auf eine Art “Tante Emma” umgerüstet, wäre das bestimmt gegangen.

Schlecker hätte einfach mehr bei Aldi Lidl & Co. sich was abschauen sollen. Sagen wir es so, Schlecker passt mit dem Konzept nicht in die Einkaufsinfrastruktur hinein. Ich bin mir sicher, dass auch über den restlichen Läden das Damokles Schwert hängt.

@ A.G.

ich habe gehört, dass selbst die Agenturen der Aaabeit über einen internen e-mail Verteiler verfügen. Und Bundesweit eine Anleitung verschicken können, wie mit ehemaligen Schlecker Mitarbeiterinnen zu Verfahren sei. Eine Art Dienstanweisung für einen zunächst unkomplizierten Ablauf. Und ein Anruf der betroffenen würde bei der Agentur erstmal reichen um ALG I oder II bekommen zu können.

Lexi März 30, 2012 um 10:06

hätte die FDP auch in der Finanzkrise geliefert, wo es ja genügend richtige Gegner gab und gibt, aber Profil bei Schleckerfrauen gewinnen hat dann schon Geschmäckle………….

……. gelungene Beiträge, um das Thema richtig zu verorten,
bei Pressedurchsicht springt einem sonst ja der Kaffee aus der Tasse.

Horst Schmidt März 30, 2012 um 10:14

Ein Blick in die Kommentarspalten:
http://www.commentarist.de/kategorie/wirtschaft/3-Schlecker-Insolvenz-Transfergesellschaft-gescheitert

Kein Anspruch auf Vollständigkeit!

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 10:34

A.G.

Was übrigens interessant ist. Zu Schlecker gehört auch “Ihr Platz” und ist ein rechtlich selbstständiges Tochterunternehmen. Beim Insolvenzantrag gab es wohl Überlegungen, das gesamte Unternehmen unter diesen Namen zu betreiben. Die mussten als Tochter auch einen Insolvenzantrag stellen, aber der Geschäftsbetrieb geht weiter. Wenn es einen Investor geben sollte, dann für diese Tochter – und bei einem Verkauf hat man nicht die Belastungen durch die Kündigungsschutzklagen der Muttergesellschaft. Dort ist die Transfergesellschaft übrigens ohne Probleme umgesetzt worden, auch ohne Bürgschaft.

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 10:36

Aus der FAZ

“Ob dies unabhängig von Schlecker geschehe oder in einem gemeinsamen Deal, sei noch unklar.”

Dipfele März 30, 2012 um 10:45

@fl

80% für 1/2 Jahr -ist das nicht Grund genug für eine Transfergesellschaft?

Horst Schmidt März 30, 2012 um 10:48

@ f.luebberding

Was ist immer mit ihren nicht funktionierenden Links los? :-)

A. G. März 30, 2012 um 11:09

“Zu Schlecker gehört auch “Ihr Platz” und ist ein rechtlich selbstständiges Tochterunternehmen.”

‘Anton Schlecker’ ist (über…) beteiligt an… Ihr Platz GmbH + Co. KG. Wenigstens das ist rechtlich ordentlich konstruiert worden, @Frank Lübberding.

Das Insolvenzverfahren müsste viel stärker aus der Sicht des Einzelunternehmers Anton Schlecker (dieser ist insolvent) von Journalisten betrachtet werden. Schlecker ist die Marke, die verbrannt wurde.

14 März 30, 2012 um 11:10

..dusseligen Drogeriemarktkette (!) mit einem miserablen Ruf 11.000 Frauen in Existenzängste stürzen kann. Die wollen nämlich nicht bei Schlecker arbeiten, sondern haben Angst vor einem Sozialstaat, der keine Ängste beseitigt, sondern auslöst.

hehe, speziell hierür hat der spdcdufdpgrüne Sumpf doch HIV und die “Fall”manager mit ihren Unterschreibungsprozeduren erfunden. Deshalb zetern sie jetzt alle auch so lautstark. Die “empörte” (hört, hört) 38jährige Spd-Dumpfbacke Dr. Nils S., Kuhknast, Göbel und wie die freien Staatsmarktwirtschaftler sonst noch heißen. Fürchtet Euch nicht! Ich freue mich schon darauf, wenn die von ihnen propagierten und installierten Menschenwürden-Drangsalierungsinstrumente und Daumenschrauben bei Ihnen selber ihre Anwendung finden.

Wer anderen eine Grube gräbt…

[Desweiteren hat f o l g e r i c h t i g der Name Sch. und sein Schlachtermeistergeschäftsmodell aus dem Einzelhandel für immer zu verschwinden. Tante Emma wird von diesen Galgenvögeln verscheucht und platt gemacht und sie selbst beantragen Jahre später Staatshilfe, ich glaub es piept wohl...]

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 11:45
f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 11:59

Dipfele

Es gibt genug Substanz bei Schlecker für den Sozialplan und Abfindungen. In einer Transfergesellschaft übernimmt die BA die Löhne bis zur Höhe des ALG 1, also 60% bei Ledigen. Nur der Rest kommt vom Unternehmen.

Horst Schmidt März 30, 2012 um 12:00

Na also, jeht doch. :-)

14 März 30, 2012 um 12:20

Reh regulieren presseshow: Kaninchen aus dem Streichelzoo meldet:
fdp = KALT | spd ganz WARM… (um nicht zu sagen verlogen lau, also wie immer..)

SPD, Grüne, Linke und auch die CSU zeigten sich empört und warfen der FDP vor, sie lasse die Beschäftigten aus parteipolitischen Gründen im Stich.

“Aus parteipolitischen Gründen” werden sie AM ENDE ihre Auffang(LOSLASS)Gesellschaft noch in den eselsfesm packen, dann fällt das alles nicht mehr auf..

keiner März 30, 2012 um 13:15

Hat mal einer ausgerechnet, wie lange man Schlecker mit 1 Milliarde Euro weiter Verluste machen lassen könnte? Und mit 10 Milliarden? Und mit 800 Milliarden? Nur so zum Spaß….

Frankie Bernankie März 30, 2012 um 13:31

@Lübberding

“Genau diese Struktur des Filialnetzes hat Schlecker in die Probleme gebracht.”

Es ist müßig zu definieren, was Schlecker in die Bredouille gebracht hat. Ob es das Filialnetz war oder das Sortiment, das schlechte Image oder weil der Anton einfach soviel Geld rausgezogen hat, dass für die Ertüchtigung des Geschäfts nix mehr da war…am Ende des Tages ist es so, ein Unternehmen kann im Markt nicht bestehen, andere schon.

Nun reagiert die Gesellschaft darauf: sie macht nix, weil man sagt, so ist der Markt.
Oder man macht was, weil man was für die arbeitslosen Menschen tun will.
Beides ist legitim , für beides gibt es genug Gründe dafür und dagegen, ökonomische, soziale, moralische, und alle stimmen.

Was aber auch stimmt: die ArbeitnehmerInnen bei Schlecker sind genau die Kategorie von Menschen, die keine ausgeprägte Lobby, keine wichtige Interessengemeinschaft haben; zudem sinds Frauen, gern auch etwas älter mit „einfachen“ Jobs, und das ist die Gruppe von Menschen, denen in unserer Gesellschaft naturgemäss am wenigsten Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Die Schleckerverkäuferinnen sind halt ziemlich alleine mit ihren Anliegen: wenn ihnen die Politik nicht beisteht, dann haben die niemanden mehr.

Und die Politik sagte jetzt: leck mi am Osch.

Doktor D März 30, 2012 um 13:47

Und die Politik sagte jetzt: leck mi am Osch.

Na, das hatten uns die Herrschaften von SPD, Grüne et al. doch schon mit der De-Sozialisierungs-Kampagnen des obersten VW-Zuhälters klar gemacht. Prekarisierte Dienstleistungssektor-Beschäftigte, meistens weiblich, nicht selten mit Migrationshintergrund subventionieren die beschützten Werkstätten der Automobil-Industrie in Deutschland – und deren Vorstand- und Aufsichtsratsposten des “gewerkschaftlichen” Co-Managements.
Aber das haben Frankie Bernankie und goodnight ja schon alles ausgeführt.

14 März 30, 2012 um 13:52

Und die Politik sagte jetzt: leck mi am Osch.

Das hat sie schon viel früher getan. Sie hat ein korruptes Neoliberal-Land geschaffen, in dem die bankrotte Eigentümerfamilie dank spcdufdgrün jetzt mit 70.000 € Monatseinkommen (weil lt. Tochter und Sohn angeblich nix mehr da ist) und ihren Ferraris und Maseratis über die Runden kommen muß, während sichs 12.000 Verkäuferinnen in der sozahlen Hängematte bei 350 € (+ Miete) pro Monat gemütlich machen können..

Jackle März 30, 2012 um 14:02

Was ist eigentlich genau das Thema?

Gründe/SPD haben fest gestellt, dass nach dem Jobverlust heutzutage das asoziale Hartz4 droht? Sie haben also gemerkt, was sie selbst angerichtet haben!?

Ach, über die FDP meckern sie, soso.

http://i971.photobucket.com/albums/ae194/Lenaiix2/yay/citizenkane-applause.gif

14 März 30, 2012 um 14:14

Ein Dorv-Zentrum hat nur eine Überlebenschance, wenn es die Wünsche der Bewohner möglichst genau erfüllt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757717,00.html

Sozialdemokraten gegen den Fiskalpakt März 30, 2012 um 15:05

Man kann das ganze auch so sehen: http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8114/die-fdp-und-die-schlecker-pleite-polittaliban-auser-kontrolle

War wohl oekonomisch doch keine so tolle Idee, die Transfergesellschaft abzulehnen.

Sozialdemokraten gegen den Fiskalpakt März 30, 2012 um 15:08
14 März 30, 2012 um 15:40

” So bitter wie schon lange nicht mehr..”
(für die asoziale Kernkompetenz)

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106138983/Schlecker-und-die-Stunde-der-politischen-Heuchler.html

14 März 30, 2012 um 16:21

Alles kein Zuckerschlecken. Ich habe in der Stunde der Asi-Populisten gerade mit meinem persönlichen Umfragereferenten gesprochen und siehe da..

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106139259/Die-wahren-Schuldigen-des-Benzinpreis-Wuchers.html

Die Benzinpreis-AuffangLOSLASSgesellschaft wird also wohl auch bald kommen…(um die Stammtische wieder zu beruhigen)

..kann auch der eselsm in Zukunft übernehmen.
Das Schlagloch auf deiner Straßenseite wurde durch €uro eselsm-Mittel beseitigt…..wir stellen als Erinnerung und kleines Dankeschön eine blaue Fahne mit ganz vielen Sternen drauf an jene Stelle..

Mit freundlichen Grüßen
Es gibt (k)eine Alternative
Etwas besseres als den (€uroschlecker-)Tod findet man überall

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 16:23

Es ist schon interessant zu beobachten, wie sich die Meinung zum Fall Schlecker dreht. Etwa hier und hier und … . Jetzt wird die FDP als das ordnungspolitische Gewissen und für ihre Konsequenz gelobt. Gestern für soziale Kälte gescholten. Nur kommt niemand auf die Idee, ob denn an unseren Sicherungssystemen etwas nicht stimmt. Morgen werden wahrscheinlich die ersten Artikel erscheinen, wo man den Schlecker Mitarbeiterinnen fehlendes Engagement bei der Arbeitssuche vorwerfen wird. Und dass sie nicht bereit sind, die Segnungen prekärer Arbeitsverhältnisse als Ausdruck modernen Wirtschaftens zu akzeptieren. Lieber schlechte Arbeit als gar keine Arbeit – und überhaupt diese Frauen seien wahrscheinlich alle geringqualifiziert. Es ist schon interessant, eine Medienlogik zu beobachten, die offenkundig wie der Herdentrieb funktioniert. Insofern teile ich zwar nicht die Ansicht von Jens Berger, aber sie soll hier trotzdem wiedergegeben werden. Er ist gegen den Herdentrieb nämlich immun.

Frankie Bernankie März 30, 2012 um 16:37

@14

“Welt-Debatte: die wahren Schuldigen des hohen Ölpreises: Notenbanken”

Danke für den lustigen Link, ich habe sehr gelacht.
Wirtschaftssatire auf Welt-online.

Oder meint der das ernst? Dass die Hedgefonds und Zocker auf das bisschen QE-money der Zentralbanken angewiesen wären, um ihre Wetten machen zu können? Eine Billion EZB-Money bei ca. 800 Billionen Volumen beim Derivatehandel p.a.?

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 16:48

Frankie Bernankie

Es wird sogar noch besser. Ich habe gerade im Radio gehört, dass der FDP Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium die Bundesratsinitiative zur Regulierung der Preisgestaltung an den Zapfsäulen ablehnt, weil das – hört, hört! – gegen ordnungspolitische Prinzipien verstößt. Er will dafür – hört, hört, hört! – mehr Wettbewerb. Ja einmal von irgendwelchen Leuten als Prinzipientreu gelobt, versucht man es mit der Masche gleich noch einmal. Ganz sicher auch deshalb, weil ihm die Multis schon in den Ohren liegen, dass man das noch nicht machen dürfe. Nur eine Preiserhöhung am Tag!

Mir haben immer manche Leute gesagt, dass wir von Vollidioten regiert werden. Ich bestreite das zwar, habe aber das Problem, für diese These immer mehr empirische Hinweise zu finden.

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 16:50

Und jetzt der Herr Beise von der Süddeutschen. Auch ganz dem Andenken Euckens verpflichtet.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/summa-summarum-es-ist-nicht-aufgabe-des-staates-schlecker-zu-retten-1.1322042

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 16:57

Beise: “Man ist zunächst einmal für sein Leben selbst verantwortlich.”

Als ich den Kommentar um 16:23 Uhr geschrieben habe, hatte ich diesen verquasten … noch nicht gehört. Aber es ist immer wieder schön zu erleben, wie einfach manche Leute auszurechnen sind … .

Carlos Manoso März 30, 2012 um 17:03

@ f.luebberding März 30, 2012 um 16:23
„Es ist schon interessant zu beobachten, wie sich die Meinung zum Fall Schlecker dreht. Etwa hier und hier und … . Jetzt wird die FDP als das ordnungspolitische Gewissen und für ihre Konsequenz gelobt. Gestern für soziale Kälte gescholten. (…) Insofern teile ich zwar nicht die Ansicht von Jens Berger, aber sie soll hier trotzdem wiedergegeben werden. Er ist gegen den Herdentrieb nämlich immun.“

Jens Berger vom „Spiegelfechter“ scheint einer der ganz wenigen in der Medienlandschaft zu sein, der die „Causa Schlecker und FDP“ präzise auf den wahren Punkt bringt.

Bergers Argument ist, dass durch die FDP-Blokade der „Transfergesellschaft“ der Anteil der übrigen Gläubiger an der Insolvenzmasse, vor allem der Gläubigerbanken, merklich gestiegen ist. Jens Berger punktgenau: „Die FDP bleibt also auch hier ihrem Motto treu, die Interessen der Finanzwirtschaft über die Interessen der Bevölkerung und auch über die Interessen des Staatshaushaltes zu stellen.“

Völlig richtig qualifiziert Jens Berger den „politische Zorn, der der FDP momentan zu Recht entgegengebracht wird“, als „scheinheilig“. Explizit spricht er SPD und Grüne an, die sich „nun in Gestalt der baden-württembergischen Landesregierung kunstvoll als „Schlecker-Versteher“ inszenieren“.

Berger: „Ginge es den Baden-Württembergern wirklich um die Zukunft der Schlecker-Filialen, hätten sie bereits vor dem Ultimatum des Insolvenzverwalters konstruktiv an einer Neuausrichtung des Konzerns mitgearbeitet. Ginge es ihnen um die Mitarbeiter, hätten sie die Transfergesellschaft auch ohne weiteres alleine stemmen können. 70 Millionen Euro sind zwar kein Pappenstiel; eine Bürgschaft in dieser Höhe wäre für das reiche Land Baden-Württemberg, das sich bei Stuttgart 21 oder der Übernahme von EnBW keinesfalls so knauserig gezeigt hat, aber ganz sicher kein Ding der Unmöglichkeit. Nicht nur die FDP versucht sich auf dem Rücken der Schlecker-Mitarbeiter zu profilieren.“

bilbo März 30, 2012 um 17:41

@carlos manoso:

“Bergers Argument ist, dass durch die FDP-Blokade der „Transfergesellschaft“ der Anteil der übrigen Gläubiger an der Insolvenzmasse, vor allem der Gläubigerbanken, merklich gestiegen ist. Jens Berger punktgenau: „Die FDP bleibt also auch hier ihrem Motto treu, die Interessen der Finanzwirtschaft über die Interessen der Bevölkerung und auch über die Interessen des Staatshaushaltes zu stellen.“”

Verstehe ich nicht. Kannst du mir das erklären?

Danke
bilbo

Stephan März 30, 2012 um 17:43

@FL
Schätze mal die FDP wird sich in den nächsten Wochen und Monaten als der ordnungspolitische Groß-Inquisitor gebärden. Da wird dann ganz viel Ludwig Erhard zitiert und “Schlag nach bei der Freiburger Schule” Propaganda betrieben. Ob der Schnee von gestern für >5% reicht wird man abwarten müssen. Für Jubelmeldungen in der FAZ wird es aber sicher reichen.

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 17:58

Bilbo

Gute Frage. Die habe ich auch.

Horst Schmidt März 30, 2012 um 18:06

@ carlos mansoso 17.03

Mußten Sie erst Jens Berger lesen um z.B. diesen letzten Absatz zu zitieren? Oder stand das am 29.3. nicht auch schon hier geschrieben?

Nur eine Frage!

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 18:06

Stephan

Es ist der Guttenberg Effekt bei Opel. Die Ablehnung der Bürgschaft war damals zwar Unfug, aber Guttenberg konnte eine Stimmung transportieren. Das wird der FDP jetzt helfen, keine Frage. Was aber festzustellen ist: Im Grunde gibt es bei solchen Entscheidungen noch nicht einmal mehr ordnungspolitische oder andere Überlegungen. Sie werden nur noch unter politischen, sprich machtstrategischen Gesichtspunkten getroffen. Im Grunde eine Bankrotterklärung.

Doktor D März 30, 2012 um 18:16

#FDP: Na, um noch überhaupt ein bisschen Glaubwürdigkeit zurück zu erobern, müsste die ordnungspolitisch auf den Pfad der Tugend zurückgekehrte Splitterpartei doch ESM glatt ablehnen. Werden sie aber nicht tun – oder die SPD wird wieder so blöd sein, die Kanzlerinnen-Mehrheit selbst zu liefern. Haben eigentlich beide ihren Untergang redlich verdient. Im Prinzip seit 1914.

Blogerkeule März 30, 2012 um 18:22

Sind sie nicht süss die Liberallos?
Jetzt machens auf Krawallos!

Und denken damit Wähler zu cashen – tse, tse, tse …

Schröder lässt grüssen

Blogerkeule März 30, 2012 um 18:26

Noch fünf Wochen – wo gibt es Schmerzensgeld?

http://www.fdp-sh.de/Wolfgang-Kubicki-und-Dr-Heiner-Garg-Die-FDP-ist-konsequent-fuer-Schleswig-Holstein/31635c57585i1p551/index.html

So steht der jetzt in der Landschaft – lebensgross oder wie sich seine Generation ausxxxt !

Carlos Manoso März 30, 2012 um 18:32

@ bilbo März 30, 2012 um 17:41
“Bergers Argument ist, dass durch die FDP-Blokade der „Transfergesellschaft“ der Anteil der übrigen Gläubiger an der Insolvenzmasse, vor allem der Gläubigerbanken, merklich gestiegen ist. Jens Berger punktgenau: „Die FDP bleibt also auch hier ihrem Motto treu, die Interessen der Finanzwirtschaft über die Interessen der Bevölkerung und auch über die Interessen des Staatshaushaltes zu stellen.“”

Von außen betrachtet sieht die Sache aus meiner Sicht so aus:

Wies aussieht, werden infolge der Blokade der „Transfergesellschaft“ zwischen 11.000 – 22.000 Schlecker-Mitarbeiter in der nächsten Woche bei der Arbeitsagentur sitzen, vom Staat Konkursausfallgelder beziehen etc. Nun muss der Staat diese Gelder direkt über seine Sozialsysteme (z.B. Konkursausfallgeld) tragen. Die Bundesanstalt für Arbeit kann diese Kursausfallgelder zwar beim Insolvenzverwalter einklagen, muss sich dabei jedoch in die lange Reihe der Gläubiger einreihen und wird im sicheren Fall des Konkurses wohl einen sehr kleinen Teil der Forderungen zurückerhalten.

Die Alternative „Schlecker-Transfergesellschaft“ hätte finanziert werden müssen, – anders als es die FDP suggeriert – nicht vom Staat, sondern vom Schlecker-Insolvenzverwalter. Die notwendigen 70 Mio EUR kann Schlecker aber nicht mehr aus eigener Kraft aufbringen, daher sollte Schlecker lt. Plan des Insolvenzverwalters einen Kredit der Staatsbank KfW aufnehmen, den die Bundesländer besichern sollten (von der FDP gekippt). Dieser Kredit sollte lt. Insolvenzverwalter mit Erlösen aus dem angestrebten Verkauf der Auslandsbeteiligungen der Schlecker-Gruppe getilgt werden.

Durch die Transfergesellschaft wären sukzessive über viele Monate Gelder aus der Insolvenzmaße an die ehemaligen Schlecker-Beschäftigten geflossen. Die Schlecker-Insolvenzmasse wäre somit zu Lasten der Gläubiger (Banken, Lieferanten) und zu Gunsten der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten sowie der staatlichen Sozialkassen geschmälert worden.

Um also z.B. den Banken bei Schlecker den maximalen Anteil an der Insolvenzmasse (inkl. Verkauf der Auslandsgesellschaften) maximal zu sichern, musste die FDP die Bürgschaft der Länder verhindern, Schlecker sofort killen, den Totalkonkurs sofort herbeiführen und 22.000 Sofort-Arbeitslose produzieren.

Degnaphta März 30, 2012 um 18:43

Bei uns in der Ecke sind die Schleckerfilialen vollkommen überflüssig in Bezug auf die Konsumgüterversorgungsinfrastruktur. Was @Frankie da beschreibt, wird hier vom lokalen Dorfkaufmann erledigt, falls es einen solchen überhaupt noch gibt.

Jetzt haben wir also drei Formen an Schleckerruinen zu bedenken. Die Verzichtbaren (Dänisches Grenzland), die Unverzichtbaren (Niederbayerisches Nirwana) sowie die potentiell Rentablen (Ballungsgebiete).
Und jetzt wird es uns wie üblich an der so vielbeschworenen Flexibilität ermangeln, um punktgenaue Lösungsansätze zu finden? Lieber verlogenes Politgeschaul draus machen?
Krass, krass, krass Leute…

Dipfele März 30, 2012 um 20:52
Blogerkeule März 30, 2012 um 21:20

@ Dipfele
schon klasse, wenn wir diese Vollspacken nicht mehr zu ertragen haben

zur Erinnerung post mortem das Original

http://www.youtube.com/watch?v=n5gL9DpmP9E&feature=related

f.luebberding f.luebberding März 30, 2012 um 21:34

Nur als Hinweis:

http://www.dradio.de/nachrichten/2012033019/3/?utm_medium=twitter&utm_source=twitterfeed

Dann wird es wohl auch ohne Klagen eine Abfindung geben … ? Und scheinbar ist das jetzt doch nicht der große Hinderungsgrund bei der Restrukturierung von Schlecker? Nur zu dem Text von Berger. Wenn Schlecker genug Substanz hat, dann hätte es die Bürgschaft für einen Massekredit nicht gebraucht. Wenn es diese Substanz nicht hat, wäre es nicht um eine Bürgschaft, sondern letztlich um die Finanzierung der Transfergesellschaft gegangen. Und was die Rolle der Banken betrifft: Mir ist nicht ganz ersichtlich, warum die Reduzierung der Lasten nach Gründung der Transfergesellschaft jetzt ein Nachteil für die Banken sein soll, wenn höhere Lasten ohne Transfergesellschaft ein Vorteil sind. Im übrigen bekam Schlecker keine Kredite mehr. Mir ist aber nicht klar, inwieweit Banken überhaupt bei Schlecker investiert sind. Der größte Gläubiger ist ein Lieferant. Schleckers Mißtrauen gegenüber Banken war wohl auch bekannt.

http://www.fr-online.de/wirtschaft/insolvenz-wie-es-mit-schlecker-weitergeht,1472780,11503148.html

Ansonsten hat Verdi jetzt auch das Problem erkannt. Sie haben dafür drei Monate gebraucht … .

https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++aed06f6e-7a61-11e1-4541-0019b9e321cd?utm_medium=twitter&utm_source=twitterfeed

Blogerkeule März 30, 2012 um 21:38

if dreams and excesses slowly fade away in style
http://www.youtube.com/watch?v=c5j8In4wu3g&feature=related
in love from steviee and lindseyy

14 März 30, 2012 um 23:59

Nur kommt niemand auf die Idee, ob denn an unseren Sicherungssystemen etwas nicht stimmt.

Es kam nach zweimonatigem Wuffgewürge ja auch niemand auf die Idee, gegen die allgemeine allgegenwärtige Korruption in der Politik verschärfter vorzugehen. Wo sind dafür die Konsequenzen und neuen Gesetzesvorlagen geblieben? Lieber liefert man dann wochenlang Gauckfestspiele ab… das wars, bis zum nächsten “Fall”…

Insofern hat Frank natürlich Recht mit dem obigen die (zur Debatte stehende) Debatte vom Kopf auf die Füße zu stellen. Wenn das von den selbsternannten AGENDA[„das zu Treibende oder zu Tuende, d.h. das, was getan werden muss“]Setzern nun aber gar nicht gewünscht ist und sie lieber alle weiter dumm und arm halten wollen..?

topi März 31, 2012 um 02:28

@ fl

Schön und gut.
ABer wie wäre es denn mal mit einem “selbstkritischem Beitrag” (seit Sonnenallee auch den Wessis bekannt) ?
War es nicht erst vorgestern (bin derzeit nicht so oft im Blog), dass du sagtest, nicht gegen die Agenda 2010 zu sein?
Natürlich war die alte Sozialhilfe, quasi ein sehr ungleiches Grundeinkommen, auch nicht sinnvoll; nur es gab ja genug Möglichkeiten, sich anders zu orientieren ( Dänemark wurde genannt, auch wenn es da auch schon blättert).

Ansonsten sollte man bei völlig berechtigter Kritik an den dümmlich-liberalen nicht Freiburger Schule oder EUcken nennen.

Die Alten hätten doch niemals dieser Mischung aus Mono-/Oligopolwirtschaft und Bankenallmacht, gemisch tmit Merkantilismus und Arbeitnehmerkonsumabwürgung, das Prädikat “Ordoliberal” zuerkannt.

Sahra Wagenknecht, die ist heute in Tradition von Ludwig Erhardt. :roll:

topi März 31, 2012 um 02:36

OT

Ist Galloway eigentlich sowas wie ein britischer Lafontaine?
Bringt er Labour wieder auf einen Kurs weg von Blair? Oder waren sie schon auf dem Weg, und jetzt machen sie dicht?

Blogerkeule März 31, 2012 um 03:28

@ topi

da fragt man sich, was eine sara w. beim “rotlicht” oskar mit seinem hartzer brazilianpartyman so meint zu entdecken …

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,797555,00.html

holger März 31, 2012 um 11:32

Ist zwar OT aber lustig :D

Der Kauf der Steuer-CD vor zwei Jahren hat für die beteiligten Beamten juristische Folgen. Die Schweizer Behörden haben Haftbefehl erlassen, wegen Verdachts auf “nachrichtliche Wirtschaftsspionage”

Haftbefehl gegen deutsche Steuerfahnder

http://www.ftd.de/politik/europa/:umstrittene-steuer-cd-haftbefehl-gegen-deutsche-steuerfahnder/70016848.html#utm_source=rss2&utm_medium=rss_feed&utm_campaign=/politik?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

Hihi… die Schweizer kennen sich mit dem “Deutschen” Recht besser aus, als die hiesigen Bolitiker. Jaja, der kleine Beamte der noch nachweisen muss, deutscher Staatsbürger zu sein, der auch noch etwas unterschreibt, der hängt am Haken. Dieses Schreiben ist maschinell erstellt und auch ohne Unterschrift gültig…

Jaja… wenn man deutsche “Behörden” ärgern will, immer den original Gesetzestext verlangen und einen Verantwortlichen der die Unterschrift leistet. Das ist immer gut. :D

topi März 31, 2012 um 11:39

Holger

Na wenn das kein Schuss ins Knie wird, und zwar das eigenen; immerhin ist das STeuerabkommen noch nicht mal in trockenen Tüchern

Da würde ich glatt eine VT aufstellen: der Haftbefehl kommt von Kräften, die den Status der Schweiz als unendliches Steuerparadies zumindest beschränken wollen. :roll:

topi März 31, 2012 um 11:45

@ Keule
“da fragt man sich, was eine sara w. beim “rotlicht” oskar mit seinem hartzer brazilianpartyman so meint zu entdecken …”

Ja da kann man sich fragen; aber was hat der Hartz damit zu tun? :nixweiss:

Die Doku hab ich gesehen; 500 Euro war seine Ansage als Hartz-IV-Satz, sagt er.

Blogerkeule März 31, 2012 um 11:54

@ topi

meinst nich die röchling völklinger stahlkocher ham in den stahlhütten nicht auch so ihre eigenen betriebsratregeln gekocht?
was die jungs von die vw so alles erzählen tun können von privilegien und vorteilen – das muss man sich erstmal alles einfallen lassen …

http://www.youtube.com/watch?v=hECy94TWGLk

holger März 31, 2012 um 12:30

@ topi März 31, 2012 um 11:39
Holger

Na wenn das kein Schuss ins Knie wird, und zwar das eigenen; immerhin ist das STeuerabkommen noch nicht mal in trockenen Tüchern”

Darum gings mir gar nicht. Es werden die Fahnder angezeigt und zT in Hessen geschehen für dumm und dusslig erklärt. Nur der Auftraggeber, kommt ungeschoren davon.

Blogerkeule März 31, 2012 um 12:44
topi März 31, 2012 um 13:20

Holger

Man kann ja Äpfel mit Birnen vergleichen; aber dann braucht man schon geeignete Kriterien (“Lecker”, “schimmlig”, oder so). ;-)

Die schweizer Initiative zielt ja über die kleinen Beamten auf den DIenstherrn, sie wollen Einmischung in die schweizer Schwarzgeldwaschungsoase vermeiden.

Im hessischen Fall war es völlig anders; hier wurden ja nicht die Beamten anstelle des Dienstherrn angegangen, sondern VON den Vorgesetzten, auf Weisungen der Politik.

Ein ungeheurer Vorgang, der allerdings weder die Regierungsfähigkeit der Hessen-CDU beeinträchtigte (wo saßen denn die heutigen Stars damals?); noch estwa dazu führte, die Korruption in dieser Republik zu thematisieren.

1 Milliarde, na macht ja nichts; aber der Wulff, böse böse böse. :roll:

holger März 31, 2012 um 15:18

@ topi März 31, 2012 um 13:20
Holger

Man kann ja Äpfel mit Birnen vergleichen;”

Das mach ich ja nun ständig :D

schau mal der @fl

—>>>Mir haben immer manche Leute gesagt, dass wir von Vollidioten regiert werden. Ich bestreite das zwar, habe aber das Problem, für diese These immer mehr empirische Hinweise zu finden.”

:D ist doch auch was.

holger März 31, 2012 um 15:21

Quasi der neuralgische Punkt…

Frankie Bernankie März 31, 2012 um 17:39

@Carlos Manoso

Sie schreiben:

“Völlig richtig qualifiziert Jens Berger den „politische Zorn, der der FDP momentan zu Recht entgegengebracht wird“, als „scheinheilig“. Explizit spricht er SPD und Grüne an, die sich „nun in Gestalt der baden-württembergischen Landesregierung kunstvoll als „Schlecker-Versteher“ inszenieren“.

weil:

Berger: „.Ginge es ihnen um die Mitarbeiter, hätten sie die Transfergesellschaft auch ohne weiteres alleine stemmen können. 70 Millionen Euro sind zwar kein Pappenstiel; eine Bürgschaft in dieser Höhe wäre für das reiche Land Baden-Württemberg,… aber ganz sicher kein Ding der Unmöglichkeit”

Also , hier wird der Jens Berger heuchlerisch.
BaWü kann nicht die ganze Bürgschaft für alle Mitarbeiter in D übernehmen – die Ländle-Bewohner würden das dem Kretschmann nicht verzeihen. Und lebte ich in BaWü , dann möchte ich das auch nicht.
Es ist klar , die Bürgschaft ist in jedem Falle eine Sache der Solidarität – nicht eine der Ökonomie, nicht des Samaritertums und der Selbstopferung.
Eine der Kernaufgaben der Politik ist es, Solidarität herzustellen – da wo sie gebraucht wird ( und wie ich schon sagte, die SchleckermitarbeiterInnen sind mehr auf Solidarität angewiesen als andere ).

Das hat im Falle Transfergesellschaft nicht geklappt, der Bund, der von Haus aus für bundesweite Solidariät zuständig wäre, hat sich zurückgezogen, die zweite Ebene der Länder hätte es fast übernommen – fast, die FDP wollte nicht, die haben ihr ordnungspolistisches Mütchen an den eher Schwächeren gekühlt.

Also leider keine Solidarität möglich, und ein Alleingang von baWü macht keinen Sinn; das wäre Samaritertum und keine Solidarität – also mehr Religion als Politik.

Ich möchte keine Samariter als Politiker – der Jens Berger von den Nachdenkseiten offenbar schon. Auch eine interesaante Erkenntnis.

AndreasKreuz März 31, 2012 um 17:52

Für die Beschäfigungsgesellschaften der großen Energiekonzerne,
die tausende von Stellen abbauen,
brauchen sie die FDP wie der Karpfen den Regenschirm.

Wie kömmt’s?

holger März 31, 2012 um 18:06

Sattes Gehaltsplus im Öffentlichen Dienst:

so liest man es in der http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/oeffentlicher-dienst-6-3-prozent-mehr-lohn-in-zwei-jahren-11703500.html?google_editors_picks=true

3% Brutto / Jahr. Und das in einer progressiven Steuertabelle. Da wird sich manch einer Wundern, Netto nicht noch weniger in der Tasche zu haben. Aber echt ein echtes sattes plus.

Geht in die Zappsäule und in den EVU und in der Nebenkostenabrechnung wieder auf. Ver.di ist schon so ein echter Kerl vermutlich dank Chappi.

EC74 März 31, 2012 um 18:17

Yepp und für dieses Satte Gehaltsplus kriegen diejenigen Beschäftigten, die unter 40 aber über 30 sind nun 15 Tage weniger Urlaub auf die Lebensarbeitszeit gerechnet! Herzlichen Dank auch Verdi!

Andreas Kreuz März 31, 2012 um 19:07

Ist doch witzisch, die Berichterstattung.
Der Haushaltsplan für’s nächste Jahr stellt die Wirtschaftswaisen von Bund, Ländern un Kommunen bei jedem auslaufenden Tarifvertrag vor die gleiche Überraschung.

Und ich bin jeden Morgen auch sowas von gespannt,
ob’s abends wieder dunkel wird…. :-)

Blogerkeule März 31, 2012 um 19:44

Etwas Wahlkampfhilfe Für Die Parteiischen ?

Lindner löst sein Versprechen ein, die Hotelierssteuervergünstigungen zurückzunehmen ein.

Stattdessen könnte die kalte Progression durch Glättung der Kurve zu massiven Nettoverwendungen duch Beschäftigten führen ;-)

kassberg März 31, 2012 um 19:50

Holger,

Bei diesem ausgezeichneten Journalismus, der einem serviert wird, rate ich von flüchtiger Lektüre ab ;-)
Durch die stufenweise Anpassung sind es weniger als 3% brutto.

Netto ist es unter Berücksichtigung der offiziellen, d.h. gefälschten Inflationsrate, natürlich ein Verlust an Realeinkommen. Aber so solls ja auch sein….

holger März 31, 2012 um 20:37

@ kassberg

hast ja recht, aber bei den gewaltigen Summen zähle ich keine Erbsen mehr. Keine da :-(

Aber das “satte Plus” kommt doch gut rüber… :D

holger März 31, 2012 um 21:53

Aaaaaber toppen tut das der SPON

Ver.di ringt Arbeitgebern satte Lohnerhöhung ab

Sie haben bis zur Erschöpfung verhandelt, doch nun steht die Einigung von Arbeitgebern und Ver.di: Die zwei Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst bekommen eine Lohnerhöhung von 6,3 Prozent. “Wir sind bis an die Schmerzgrenze gegangen”, sagte Bundesinnenminister Friedrich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-824924.html

:D roll und lol und roll und lol

Bsirske der tapfere Rittersmann…

Dipfele März 31, 2012 um 23:30

Bsirske der tapfere Rittersmann
“Wir haben den Reallohn nachhaltig gesichert.”

holger März 31, 2012 um 23:47

Es ging wohl um den letzten Blutstropfen

Herrlich :D N8

holger April 1, 2012 um 09:07

Moin

Sachen gibt’s… um aus dem Umfragetief heraus zu kommen will die FDP jedem, nachweislichen Wähler in Zukunft, einen Einkaufsgutschein in Höhe von 50 Euronen (Landtagswahlen) und 100 Euronen (Bundestagswahlen) zukommen lassen. Das aber erst bei erreichen der 5% Marke. Für jedes Prozent mehr, gibt es 10 Euronen oben drauf. Das ist doch mal ne Ansage. Übrigens, die Gutscheine sollen lt. Brüderle für H4 Empfänger nicht als Einkommen angerechnet werden und sind im gesamten Bundesgebiet gültig.

topi April 1, 2012 um 10:24

holger

und die ARD hat auch einen Beitrag zur FDP-Rettung, am HEUTIGEN Tag.

http://www.tagesschau.de/inland/fdpgala100.html

Reinhard April 1, 2012 um 10:38

Endlich wird die Wahrheit auf gedeckt: Die FDP ist ein Aprilscherz! :)

holger April 1, 2012 um 10:39

@ topi

ich habe die Meldung aber von hppa bekommen. Und die ist vollkommen seriös.

Blogerkeule April 1, 2012 um 10:52
Blogerkeule April 1, 2012 um 11:04

@ topi
Zum ARD – Rettungsschirm für leberale Urgesteine und Zukunftsschüler;
endlich mal etwas konstruktives im Politikalltag – nicht immer nur Deine Betroffenheitsleier – Engagement soll auch Freude verbreiten!

Crowdfunding und Crowdinvestment Für Die Psychopaten.
100 % Sofortbschreibung garantiert – Wetten Daß?

veritas April 1, 2012 um 13:45

ich habe mir immer gedacht, wenn man bei Schlecker arbeitet ist dass schon ein prekäres Beschäftigungsverhältnis. Man lernt nie aus.

Horst Schmidt April 1, 2012 um 13:59

Dass beim Thema “Schlecker” gelogen wird, sich die Balken biegen müssten, zeigt dieser Bericht in der “FAS”!

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/20-jahre-in-knechtschaft-unsere-schlecker-frauen-11703944.html

Vom paradiesischen Arbeiten und Verdienen im “SchleckerLand”
Warum wußte niemand davon, wenn es so war? Nur war es so?

Degnaphta April 1, 2012 um 14:57

Warum wußte niemand davon, wenn es so war? Nur war es so?

Es war so, @Hschmidt. So wie @Frankie oder ich wußte es jeder, der eine der Schlecker-Damen persönlich gut genug kannte, um über den Smalltalk hinaus bis in diese “Offenbarungsdimension” vorzudringen beim Gespräch. Aber wie kann man als Gesprächspartner anders helfen als mit Mitleid? “Geteiltes Leid ist halbes Leid” heißt es ja. Doch “den Arbeitskampf” muß die arme Frau allein bewerkstelligen, wie es so aussieht.

Blogerkeule April 3, 2012 um 21:15

Nachtag / Vortrag zur F.D.P.
Wie können inhaltlich Gescheiterte, wie Lindner, Scheiternde, wie Rösler ohne politische Substanz, noch Wähler für diese Leeren überzeugen und gewinnen?
Und wenn eine Justizministerin ihren PC im Büro nur zu Show aufgebaut hat, wie soll das mit den Piraten mithalten – das Sein bestimmt das Bewusstsein?
Hallo, 2012 ist aktuell !

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