Sarrazins Enttäuschung

by f.luebberding on 22. Mai 2012

Thilo Sarrazin langweilt die deutsche Presse. Das ist nicht erstaunlich. Wo man doch wie ein Pawlowscher Hund auf den Skandal konditioniert ist. Dabei ist Sarrazin nur aus einem Grund interessant: In ihm dokumentiert sich der Wandel in der Sichtweise auf den Euro. Der kommt im Vergleich seiner heutigen Positionen mit seinem Buch von 1996 “Der Euro: Chance oder Abenteuer?” zum Ausdruck. Sarrazin bemühte sich heute darum, die Kontinuität in seiner Argumentation deutlich zu machen. In seinem neuen Buch hat er das ebenfalls formuliert. Er zitiert dafür vor allem die Passagen, wo er damals auf die “No bail” Klauseln hingewiesen hatte. Ansonsten hofft er offenkundig darauf, dass niemand sein Buch von 1996 gelesen hat. Diese Annahme ist sicherlich gut begründet. Allerdings versteht man dann auch nicht, worum es bei Sarrazin eigentlich geht.

1996 ging Sarrazin nämlich von einer zentralen Voraussetzung für das Funktionieren der EWU aus: Mit der Einführung einer gemeinsamen Währung werden die Zinsunterschiede zwischen den einzelnen Eurostaaten nicht verschwinden.

 “Zinsunterschiede werden sich, wie in den nationalen Märkten auch, je nach der Bonität und mit dem mit ihnen verbundenen Kreditrisiko ergeben. Deshalb werden auch die Mitglieder der Währungsunion, je nach ihrer Kreditwürdigkeit, abgestufte Zinsen akzeptieren müssen. Es ist also nicht zu erwarten, dass die Zinsunterschiede bei öffentlichen Anleihen in der Währungsunion völlig verschwinden werden.”

Bekanntlich war das nicht passiert. Die Zinsen zwischen den Eurostaaten glichen sich in Folge der Kreditblase ab 2001 weitgehend an. Der Marktmechanismus war außer Kraft gesetzt worden. Das konnte Sarrazin damals nicht vorhersehen. Nur welche Folgen hat es eigentlich, wenn sich einzelne Staaten in der Eurozone übermäßig verschulden? Sarrazin sah das gelassen. Zum einen ist kein Mitgliedsstaat der EWU für sich alleine groß genug, um den gesamten Währungsraum unter Inflationsdruck mit steigenden Zinsen setzen zu können. Er beschrieb das damals an einem Szenario – nämlich Rheinland-Pfalz für die Bundesrepublik und Italien für die EWU. Und er machte dabei deutlich, warum der Marktmechanismus von so zentraler Bedeutung ist. Sarrazin prognostizierte richtigerweise ein zwar sinkendes Zinsniveau für die Eurozone. Aber

“Bei fortgesetzt unsolider Politik … hätte der Effekt steigender Staatsverschuldung die Wirkung des in der Währungsunion niedrigeren Zinsniveaus sehr schnell überkompensiert. … . Es steht aber nicht zu erwarten, dass ein solches Ausgabe- und Verschuldungsverhalten des italienischen Staates an den Kapitalmärkten ohne Folgen bliebe. Insbesondere dann, wenn überstaatliche Hilfen für einen in die Krise geratenen Staatshaushalt ausgeschlossen werden können, würden Anzeichen, dass Italien seine staatlichen Finanzprobleme nicht in den Griff bekommt, sehr schnell zu einem Risikozuschlag für Euro-Anleihen des italienischen Staates führen.”

Nun hat sich Italien in der Hinsicht bis zum Ausbruch der Eurokrise durchaus regelkonform verhalten, ganz sicher aber Spanien und Irland. Von einer südländischen Inflationsmentalität war wenig zu spüren. Wenn man denn nicht die steigenden Einkommen als Ausdruck einer Mentalität, sondern als Folge eines Booms beschrieb. Vor allem gaben die Märkte keinen Hinweis auf Ungleichgewichte, sondern sie betrachteten das als positive Begründung für die sich angleichenden Zinsniveaus in der EWU. Der kranke Mann Europas war dagegen bis 2005 in Deutschland lokalisiert worden. Italien? Sarrazin hatte schon 1996 auf die hohe Sparquote Italiens zur Finanzierung seiner Staatsschuld hingewiesen, im Gegensatz zu den von Kapitalimporten abhängigen Großbritannien und USA. Davon ist jetzt kaum die Rede. Vielmehr geht es Sarrazin heute um die Frage, warum eine EWU aus historischen und diversen anderen Gründen gar nicht erst funktionieren kann.

Also die ehemaligen ökonomische Begründungen letztlich wertlos geworden sind.

Deshalb verwendet Sarrazin mittlerweile auch ein anderes Argument, das er 1996 noch abgelehnt hatte. Nämlich die These einer politischen Union als Basis einer funktionierenden EWU. Er hielt diesen Begriff damals für ein “begriffliches Konstrukt mit unzureichendem Erkenntniswert”. Ihm ging es darum, wie das Entstehen von Ungleichgewichten innerhalb der EWU verhindert werden kann. Etwa um die Frage, wie eine produktivitätsorientierte Lohnpolitik der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit der Mitgliedsstaaten entsprechen kann. Er glaubte allerdings nicht daran, das etwa in Brüssel administrativ durchsetzen zu können. Er vertraute auf einen Marktmechanismus, der den Regierungen und wirtschaftspolitischen Akteuren Grenzen setzen wird. Das sollte den Wegfall des Wechselkursmechanismus weitgehend kompensieren.

Sarrazins Buch von 1996 ist von einem Grundgedanken getragen gewesen: Das Vertrauen auf einen funktionierenden Markt. Er analysierte die Funktionsbedingungen einer Währungsunion, die kein Nationalstaat ist – und wo die Idee der “Vereingten Staaten von Europa” aus guten Gründen überhaupt keine Rolle spielte. Bekanntlich hat dieser Markt nicht funktioniert. Vielmehr hat der Kapitalismus eine Kreditblase geschaffen, die alles unter sich begraben hat. Nur davon ist in seiner heutigen Perspektive nicht die Rede. Er blendet es einfach aus, weil er eines nicht glauben kann: Dass der Kapitalismus anders funktioniert als er es sich vorstellen konnte.

“Sie waren damals vorsichtig optimistisch, was die Währungsunion betrifft, obwohl Sie nicht an ein zusätzliches großes wirtschaftliches Wachstum und auch nicht an eine verstärkte Integration durch den Euro geglaubt haben.

Mich hat das Projekt technokratisch fasziniert, so wie sich ein Ingenieur an einer kühnen und eleganten Brückenkonstruktion erfreut. Ich habe damals argumentiert, wenn man die drei Funktionsbedingungen beachtet, werden auch die befürchteten negativen Auswirkungen nicht eintreten. Und wer weiß, was sich daraus noch entwickelt. In einer funktionierenden Währungsunion würde es wesentlich mehr Wettbewerb geben. Ordnungspolitische Verkarstungen wären gar nicht denkbar, weil sie schwere Verwerfungen mit sich bringen würden. Ich dachte, dass der Euro zu einer Reformpeitsche werden würde. Da war ich zu optimistisch. Aktuell hat die französische Präsidentenwahl, deren Ausgang ich gar nicht kritisieren will, gezeigt, dass die Franzosen an ihrem Gesellschaftsmodell mit sehr viel Regulierung, beschränktem Wettbewerb, hohen Abgaben und hohen Sozialausgaben festhalten und möglichst wenig internationale Konkurrenz zulassen wollen. Es ist ihr gutes Recht, daran festhalten zu wollen. Aber es passt nicht zur gemeinsamen Währung.”

Wer Sarrazins Buch von heute verstehen will, muss das wissen. Der Techniker erkennt die Grenzen seines Faches – und er zieht daraus Schlussfolgerungen. Dahinter steckt vor allem Enttäuschung und die Desillusionierung über ein gescheitertes Projekt. Damit steht Sarrazin keineswegs allein. Der Diskurs in den politischen und ökonomischen Eliten ist nicht ohne Grund von Zynismus über das eigene Wirtschaftssystem geprägt. Diese Enttäuschung hat das Potential für eine politische Dynamik, deren Folgen noch nicht erkennbar sind. Sarrazin ist dafür ein Seismograph – und deshalb sollte man sich mit ihm beschäftigen.

Der frühere Technokrat schreibt nämlich an einem Drehbuch. Es geht um Politik.

{ 163 comments… read them below or add one }

P. Krugmann Mai 22, 2012 um 23:19

Schönes FAZ Interview mit Sarrazin . Sorry wenns hier nicht ins Weltbild passt, aber ich konnte nicht viel Falsches finden. Im Gegenteil…

http://www.faz.net/-gqe-700hk

wowy Mai 22, 2012 um 23:41

@fl
Mal die Frage gestellt, warum ausgerechnet das Buch von Sarrazin so ghyped wird? Allein in der FAZ 5 Artikel. Es gibt andere Bücher (auch andere bei Bertelsmann, wie das von Rainer Hank, der morgen bei “Anne Will” sitzt). Und Seismograph und Drehbuch ist wie Narrativ sehr nebulös, und kann alles heißen, auch das Gegenteil, wenn man die Andeutung nicht konkretisiert.

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 00:38

Die Sparquote ist der Umverteilungsspielraum, der nicht für Steuererhöhung genutzt wird – auch von Sarrazin nicht .
Nicht Grenze sondern Feigheit oder Systemspieler.
Zynismus, nur weil es an den eigenen Geldbeutel gehen soll?

http://www.youtube.com/watch?v=JOF0i4I8EcA&feature=related

Ferdinand Mai 23, 2012 um 00:49

Das ist ja nur noch peinlich wie hier so getan wird als ob Sarrazin der Verkünder von ganz neuen Wahrheiten wäre. Dass Sie, Herr Luebberding, Ihren rassistischen Parteifreund hier auf einen Sockel hieven, wirkt natürlich auch auf Sie zurück.

Wilma Mai 23, 2012 um 00:56

Leider äußern zu wenige ihre Enttäuschung oder werden zu
Wadenbeißern.
Ich erinnere mich an das legendäre Interview in der FAZ mit fl, morph
und strobl, wo anscheinend “technische Fragen” nicht erwünscht waren.
Diese hat Sarrazin nun gestellt, aber nicht beantwortet.

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 01:16

nothing is perfect especially not the world
http://www.youtube.com/watch?v=iakR7sB0skw&feature=related

Nanuk Mai 23, 2012 um 06:21

Das um sich werfen mit Zahlen ist unpolitisch.
Darum sollten Beamte auch nicht in Stellung sondern in Deckung gehen!
Die stehen nämlich nur im weg rum… und behindern andere beim Problemlösen.

Nanuk Mai 23, 2012 um 06:25

Der darf höchstens mal ausrechnen wie wir das am billigsten bekommen als Finanzexperte.

Nanuk Mai 23, 2012 um 07:21

Thats Politics!
Wenn das fertig ist dann werden die Leute sagen die ham se zwar nicht mehr alle aber die wissen sich und anderen zu helfen!
http://www.youtube.com/watch?v=DjPAvBJA_Ow&feature=related

wowy Mai 23, 2012 um 07:42

“Auch bei einigen Medienvertretern schwindet derweil die nötige Distanz bei der Berichterstattung. So kam es nach der Buchpräsentation zu einem Ansturm auf den Autor: Einige Reporter wollten auf ein Autogramm in ihrem Rezensionsexemplar nicht verzichten. Für eine kritische Auseinandersetzung mit Sarrazins Buch ist das keine gute Ausgangsbasis.”
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36986/1.html

Nanuk Mai 23, 2012 um 08:10

@wowy
Sarrazin ist ein Antipolitiker…
Das ist keine Politik was der da absondert sondern Bürokratenphantasien…
Alles ist Zahl sprach der Bürokrat und wurde von einem Stein erschlagen.

Nanuk Mai 23, 2012 um 08:16

Es ist auch kein Wunder das Sarrazin die Wiedervereinigung für einen Abriss hält das war nämlich auch eine einzige Bürokratenphantasie…

Nanuk Mai 23, 2012 um 08:21

Wenn Bürokraten anfangen zu spinnen dann kommt die DDR dabei raus.

wowy Mai 23, 2012 um 08:22

@Nanuk
“Thilo Sarrazin, so scheint es, ist damit eine Art trojanisches Pferd mit der Mission, den Massen eine gegen ihre Interessen gerichtete Wirtschafts- und Finanzpolitik, bestehend aus sinkenden Löhnen, Sozialleistungen und staatlichen Ausgaben zu verkaufen, als unterscheide sich ein derartiges Programm fundamental von dem, was ohnehin bereits geschieht. ” (aus dem heise Artikel)

Das Ganze ist eine große Inszenierung. Mir ist deshalb nicht klar, warum man Sarrazin- bzw. sein Buch- isoliert besprechen kann, so als spielte der Rest keine Rolle.
Das Buch war noch nicht veröffentlicht, da hatte es schon 2 Titel (Stern, Focus) und 2 Fernsehsendungen (Jauch, Voß/3 Sat) dazu die gefühlten 100 Artikel der MSM.

Eagon Mai 23, 2012 um 08:27

Warum werden Menschenverächter hofiert.

Und nicht die Menschenverachtung und due Bedingungen die dazu führen diskutiert.

Wie die telepolis schreibt, Sarrazin soll den SPARKURS beim einfachen Volk populär machen.

Dass schüren von Ressentiments zwischen Menschen wird eiskalt benutzt.

Und es läßt sich damit GEWINN machen.

Entzieht der Bertelsmannstiftung die steuerlichen Vorteile.

Politik sollte jetzt knallhart reagieren.

Bis zur Zerschlagung von Bertelsmann.

wowy Mai 23, 2012 um 08:49

@Eagon
Kein Thema, das nicht von ihnen besetzt wird. #Lobbyismus
http://www.guj.de/index2.php4?/de/presse/suchergebnisse/meld_120521_50.php4
Empfehle auch das Portfolio und die Entwicklungszahlen von Arvato anzuschauen.

keiner Mai 23, 2012 um 09:50

Absolutely breaking news

http://www.japantimes.co.jp/text/nn20120523a2.html

…ich empfehle ein Massenscreening im Bundestag, nach den schockierenden Ereignissen im Zuge der andauernden Bankenkrise. Da werden die Hirne seit Jahren weichgekocht…

topi Mai 23, 2012 um 11:11

fl

” 1996 ging Sarrazin nämlich von einer zentralen Voraussetzung für das Funktionieren der EWU aus: Mit der Einführung einer gemeinsamen Währung werden die Zinsunterschiede zwischen den einzelnen Eurostaaten nicht verschwinden.”

Und “wir” wissen ja,dass es um die Inflationsdifferenzen geht.
(Wo bleibt eigentlich der begründete Widerspruch??)

Und der Glauben, dass die sich anpassen,könnten selbst die Mainstreamer mal in die Mülltonne werden.

“Bekanntlich war das nicht passiert. Die Zinsen zwischen den Eurostaaten glichen sich in Folge der Kreditblase ab 2001 weitgehend an. Der Marktmechanismus war außer Kraft gesetzt worden. ”

Aber die Inflationsraten differierten munter vor sich hin.

“Nur welche Folgen hat es eigentlich, wenn sich einzelne Staaten in der Eurozone übermäßig verschulden? Sarrazin sah das gelassen…”

Noch heute glauben ja die Gläubigen (im Interesse der Gläubiger), dass die Finanzmärkte nur hart genug strafen müssen, und alles pass sich wunderbar marktlich an. :roll:
Sarrazin ist da also keine Ausnahme.

Dabei wird das Blasenverhalten, welches direkt aus den ungeheurer aufgeblähten “Geld”mengen folgen MUSS, ganz direkt ausgeblendet.

“Nun hat sich Italien in der Hinsicht bis zum Ausbruch der Eurokrise durchaus regelkonform verhalten, ganz sicher aber Spanien und Irland. Von einer südländischen Inflationsmentalität war wenig zu spüren.”

Ach!.
Guckst du.http://de.global-rates.com/wirtschaftsstatistiken/inflation/verbraucherpreisen/vpi/spanien.aspx

Der egghat sollte doch endlich mal meinen Vorschlag aufnehmen, und die Inflationsraten der Eurozonalen aufmultiplizieren. Für Griechenland sind wir gegenüber D bei + 50%, auch für Spanien sollte einiges zusammenkommen, usw.usf.

” Wenn man denn nicht die steigenden Einkommen als Ausdruck einer Mentalität, sondern als Folge eines Booms beschrieb.”

Das ist den Preisen völlig wurscht, warum sie nun steigen!!!

In der Währungsunion gibt es am Ende das Preisschild, weöches nicht durch den WK relativiert wird.

“Boom”, Inflationsmentalität, produktivitätssteigernde Investitionen, völlig wumpe.
Nur: bei letzterem kann man höhere Preise nehmen, sonst verabschiedet man sich einfach aus dem Gleichgewichtswechselkursbereich, wie er wohl in etwa vor der WU bestanden haben sollte (bei Irland hatte ich angesichts des rasanten Einkommensanstiegs schon damals Bedenken).

” Vor allem gaben die Märkte keinen Hinweis auf Ungleichgewichte, sondern sie betrachteten das als positive Begründung für die sich angleichenden Zinsniveaus in der EWU. ”

Richtig. Finanzmärkte in Zeiten massiver Geldmengenaufblähung sind weigehend wertlos als Signalgeber.

Geschenkt, mein Lieber.
Das ökonomische Problem bleibt ja bestehen, auch wenn “der Markt” es nicht signalisiert.

topi Mai 23, 2012 um 11:18

“Wer Sarrazins Buch von heute verstehen will, muss das wissen. Der Techniker erkennt die Grenzen seines Faches – und er zieht daraus Schlussfolgerungen. ”

Sieht so aus, jetzt soll die Politik richten, was der Markt nicht richten konnte.

Allerdings: der Irrtum in der Marktgläubigkeit Sarrazins und des Mainstreams sagen ja nicht, dass man es nicht technisch besser sehen konnte. Es gibt gar keinen Marktmechanismus in diesem Finanzsystem. Man stelle sich einfach mal eine Metallwährung vor, das wäre mit diesen Außenhandelsungleichgewichten innerhalb weniger Jahre implodiert.

Wenn man denn falsche ANnahmen hatte, ok; aber muss man denn ein Genie sein, um Inflationsraten aufzumultiplizieren, und dann den Gesamtvergleich zu ziehen? Das schafft jeder Viertklässler (na gut, er sollte).

Und dann wird unmittelbar klar, dass das ganze DIng Währungsunion volle Fahrt gegen die Wand aufnimmt.

Aber die Großökonomen waren ja sogar begeistet, wenn Deutschland seine Inflationsraten unter den Euro-Schnitt drückte. :roll:

topi Mai 23, 2012 um 11:25

Tarifabschluß in der IG Metall/Elektro. Seit langem mal wieder ein substanzieller Lohnsschritt. Was sagt un sdas für unsere Währungsunion?

Mal sehen, der Stammmetaller hat ja schon ordentliche Sparquoten, die ihm die Politik mit Renten- Pflege- Bildungspolitik etc. aufnötigt. Es sollte etwas hängen bleiben; aber viel wichtiger wäre der Stopp der Prekarisierung, ganz unten gibt es kein Sparen, und der Druck auf die EInkommen bis weit in die Mitte hinein nähme ab.

Aber: es müsste von den Großökonomen und der Presse begrüßt werdne, wenn D höhere, auch deutlich höhere Inflationsraten als der Zinenschnitt hinlegt.

Wer glaubt denn an sowas? :roll:

Und, anderer Punkt: saubere Übernahme des Abschlusses in allen Tarifbezirken.

So funktioniert eine Währungsunion.

topi Mai 23, 2012 um 11:28

Ich schreibe mir ja seit Jahren die Finger fusslig, bspw. zu den “Funktionsbedingungen einer Währungsunion”.

–> Aber das ist doch nur ökonomisch argumentiert, es geht doch um eine politische Entscheidung.

Na klar. Da habt ihr sie.
Man hätte natürlich auch politisch so entscheiden können, wie es der politische WUnsch nach Währungsunion ökonomisch geboten hätte. :roll:

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 11:34

topi

Nur erst einmal zum regelkonformen Verhalten. Es bezog sich auf die Staatsdefizite. Natürlich inflationierte der Süden, deflationierte Deutschland. Darauf bezieht sich der nächste Satz.

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 11:42

topi

Sarrazin ging 1996 davon aus, dass der Zinsmechanismus ein Ausufern der Verschuldung verhindern wird. Er konnte sich die Kreditblase schlicht nicht vorstellen. Wenn man sein übrigens gutes neues Buch liest, merkt man auch, wie er an diesem Punkt herumeiert. Letztlich reduziert er alles auf die expansive Geldpoltik der FED. Er bringt es auch fertig, die Vermögensverteilung praktisch nicht zu thematisieren.

Gutes Buch heißt nicht Übereinstimmung. Es bedeutet lediglich Stringenz in der Argumentationsführung. Und Sarrazin nimmt durchaus Punkte auf, die ansonsten bei den Neoklassikern gerne unter den Tisch fallen. Leistungsbilanzungleichgewichte etwa. Und die Inflationsgefahr durch die Geldpolitik der EZB – das ist nun wirklich nicht sein Argument.

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 11:51

wowy

Sarrazin findet als Hype statt, weil ihn die Medien dazu gemacht haben. Die betrachten das wie erotische Romane, als Suche nach den scharfen Stellen. Sarrazin hat klare Schlussfolgerungen gezogen. Deutschland soll sich einfach regelkonform verhalten, also nur das machen, wozu sie sich vertraglich verpflichtet hatten. Die Konsequenz ist dann automatisch der Bruch der Eurozone. Das ist das Drehbuch.

h.huett Mai 23, 2012 um 11:53

wowy

Ich werde den Eindruck nicht los, dass Du Dich da gerade verkämpfst. Das politische Thema des ESM ist ja nun nicht gerade unter den Teppich gefallen. Schon gar nicht, seitdem mit Hollande die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Opposition mitzieht, alles andere als klar beantwortet ist.

Sarrazin hat unabhängig von der Frage, in welchem Verlag sein Buch erschienen ist, für die politische Kultur dieses Landes, ihre Erregungswellen den Charakter eines Messwerts gewonnen, den zu ignorieren sozusagen Ignoranzen zweiter und dritter Ordnung hervorbringt. In dem Zusammenhang haben sowohl die von Dir so geliebten MSM als auch von Lübberding verlinkte Blogs seit Sonntag gute Arbeit geleistet – und es rückt erneut die Frage in den Blick, welche politische Schlüsse gezogen und mit welchen Beschlüssen sie beantwortet werden.

Da ist die heute morgen bekannt gewordene Umfrage, wonach die CDU um 4 % eingebrochen ist, ebenso wichtig wie Norbert Röttgens Spiel über Bande und die Aufregung des NRW-Landesverbands über die Entlassung Röttgens.

Es liegen sehr turbulente Tage und Wochen vor uns, in denen der Kampf gegen die Bertelsmannstiftung irgendwie kurios wirkt.

(Disclosure: Im Mai 2009 erschien ein Beitrag von mir in einem Reader der Bertelsmannstiftung “Zur sprachlichen Gestalt politischer Online-Kommunikation”. Das beinträchtigt nicht meine Unabhängigkeit)

keiner Mai 23, 2012 um 11:59

…bahnbrechende Neuigkeiten sind das aber nun nicht, oder hat der SPD-Vorstand das Buch als Gundsatzprogramm akzeptiert?

wowy Mai 23, 2012 um 12:06

@fl und @hütt
Ihr ignoriert die Frage, warum ausgerechnet das Buch von Sarrazin v o r seiner Veröffentlichung so gehyped wurde. Warum nicht das Buch eines anderen Autors? Warum zum zweiten mal seins?
Bertelsmann habe ich in den letzten 2 Freds erwähnt, um auch die Hintergründe zu zeigen. Da ich das jeweils mit Fakten hinterlegt habe, sehe ich hier kein Problem. Soll sich jeder seinen eigenen Reim drauf machen.
Ja, in zusammenhang mit Holland ist die Frage des Fiskalpaktes (nicht des ESM!) angesprochen worden, aber nur an der Oberfläche.
Die erste Talk-Show zum ESM steht noch aus, aber wir haben ja noch 4 Wochen.
Und warum wurde der Einbruch der CDu heute bekannt? Wo ist Merkel heute? Auch hier soll jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.
Sind mir persönlich einfach zu viele Zufälle, die sich gerade abspielen.

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 12:07

Hütt

Wobei sowohl Horn als auch Heusinger eher schwach argumentieren. Alle verbeißen sich an den einen Punkt, dass Sarrazin mit der abnehmenden relativen Bedeutung der Eurozone für die deutsche VoWi argumentiert. Nun diesen Punkt hatte ich schon am Montag nach Jauch erwähnt. Aber daraus kann ich selbstredend nicht einfach den volkswirtschaftlichen Nutzen der Eurozone ableiten. Schließlich bezahlten wir in Deutschland durchaus einen Preis dafür. Agenda 2010 nur als Stichwort. Und daraus lässt sich noch viel weniger ein zukünftiger Nutzen ableiten. Der Drops der boomenden Peripherie ist schließlich gelutscht. Sarrazin teilt eine Meinung, etwa von mir. Die EWU ist nur im Rahmen einer Transferunion möglich. Er will das nicht – ich schon unter konditionierten Bedingungen. Vor allem beim Umgang mit den Altlasten. Dann würde nämlich auch endlich der Marktmechanismus funktionieren, den Sarrazin so gut beschrieben hatte.

Ludwig Büchner Mai 23, 2012 um 12:10

@h.huett
Richtig, soweit! In den letzten Tagen habe ich mehrfach über Ihren Hinweis nachgedacht, wie es wohl aussähe wenn Merkel 2013 mit dem Programm “Widervereinigung mit der D-Mark” antritt. Mal ein ehrliches Meinungsbild von allen und zwar nicht über die Folgen, sondern über das Wahlergebnis.
Insofern ist S. Buch auch nicht selbstbezogene Nostalgie sondern klare Programmarbeit. Ich weiss nicht wer da die Strippen zieht und das ist mir auch egal, ich sehe, dass Strippen gezogen werden. (Duck-Test googeln)

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 12:12

Wowy

In Wirklichkeit hatten sie alle vor der Veröffentlichung des Buches Angst davor. Warum Sarrazin für die Medien Bedeutung hat, habe ich erklärt. Das ist reine Medienlogik. In meinem ersten Post zum Thema, auch bei Twitter, habe ich ja deutlich gemacht, dass Sarrazin im Rahmen des Mainstreams argumentiert. Nur bleibt er nicht an der Oberfläche hängen. Etwa mit diesem dämlichen Inflationsgerede, wie man das sonst so hören kann.

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 12:15

Keiner

Natürlich sind das keine bahnbrechenden Neuigkeiten. Aber Sarrazins Argumentation ist schlüssig. Im Gegensatz zu dem Mist, den etwa die Schäfflers den ganzen Tag erzählen.

kurms Mai 23, 2012 um 12:18

FL: “Die Konsequenz ist dann automatisch der Bruch der Eurozone. Das ist das Drehbuch.”

Das ist bestenfalls die Skizze für ein Drehbuch. Die Art und Weise wie sich die Eurozone zerlegt wird schon einen großen Einfluß auf die Weiterentwicklung des europäischen Projektes haben. Der wichtigste Handlungsstrang in diesem Drehbuch ist also noch nicht ausformuliert.

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 12:21

kurms

Der Bruch selbst wird nicht zu steuern sein. Man kann nur eine Zielvorgabe formulieren – und die Situation für so verfahren halten, dass man den Preis dafür zu zahlen bereit ist. Merkels innenpolitische Schwäche wird sie jetzt unter enormen Druck setzen. Das bleibt nicht folgenlos.

Nanuk Mai 23, 2012 um 12:26

“Aber daraus kann ich selbstredend nicht einfach den volkswirtschaftlichen Nutzen der Eurozone ableiten. Schließlich bezahlten wir in Deutschland durchaus einen Preis dafür.”

Ja so ist es nunmal Antipolitiker sehen nur den Volkswirtschaftlichen nutzen war schon immer so…
http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/pli02843/index.jpg

topi Mai 23, 2012 um 12:33

wowy
” Und warum wurde der Einbruch der CDu heute bekannt? Wo ist Merkel heute? Auch hier soll jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.”

Weil es ein paar Tage dauert, so eine Umfrage, wie man im meist mit angezeigten Befragungszeitraum ablesen kann. Forsa kommt wöchentlich, und heute erstmals mit Daten nach der Wahl.

Weshalb die heutige Allensbach-Meinungsmache, äh, Umfrage, die NRW-Wahl noch nicht eingepreist hat.

Also nicht immer ist alles eine VT wert. ;-)

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 12:58

@ wowy + Eflation

gehört eigentlich zu Eflationsbeitrag – aber weil sich alle hier tummeln.
Morgen wollen wir auf der Titelseite der Bild lesen:

1.
FTS des EU-Parlaments und der EU-Kommission von EU-Sondergipfel einstimmig befürwortet; wird steuerlich zuständig umgesetzt.

2.
No-Bailout für Banken und der EU-Staaten wird bestätigt. Rettungsschirme können nur national eingerichtet werden.
Krisenstab der EZB koordiniert Ziele
Pflichtlektüre :
http://www.econlib.org/library/Bagehot/bagLom12.html#Chapter XII, The Principles Which Should Regulate the Amount of Banking Reserve

3.
Fortschrittsprogramm erneuerbare Energien wird in unbeschränkter Höhe zu festen Konditionen erarbeitet.
Oettinger, Altmaier und alle anderen EU-Minister gründen Sondertaskforce
———————————————————————
Alles wird durch Volksabstimmung und Wahlen formal legitimiert in den dann teilnehmenden Staaten durch neue EU-Verträge – Sommer 2013 “Referendialwahlen”1).

1) Urheberrecht bei Blo”gger”keule ;-)

Carlos Manoso Mai 23, 2012 um 13:02

@topi Mai 23, 2012 um 11:18
„Und dann wird unmittelbar klar, dass das ganze DIng Währungsunion volle Fahrt gegen die Wand aufnimmt.“

„Deutschland“, also die Finanzmafia, ihre politische Regierung und ihre rechtspopulistische Medienmafia, könnte selbstverständlich bis zum “bittren Ende” so weitermarschieren auf seinem Weg der totalen Befriedigung aller Forderungen der deutschen, europäischen, amerikanischen, weltweiten Bankenmafia und den puren Wahnsinn weiterhin als „Euro-Projekt“ verkaufen.

Aus griechischer Sicht würde ein WEITER SO des neoliberalen Wahnsinnskurses der deutsch-dominierten Bankenmafia der Euro-Zone -beginnend in Griechenland- direkt in den Bürgerkrieg in Europa führen. Ein eigener Weg –zuerst Griechenlands- wäre ein welthistorischer Befreiungsschlag und Griechenland könnte der Beginn eines welthistorisch völlig neuen gesellschaftlichen Wegs nicht nur ganz Europas markieren.

Welthistorisch vergleichbar wäre das vergleichbar mit dem EXODUS, dem Auszug der israelitischen Sklaven aus dem „Reich des Pharao“ und dem darauf folgenden Weg durch die Wüste in das Reich der Freiheit.

„Wenn man denn falsche ANnahmen hatte, ok; aber muss man denn ein Genie sein, um Inflationsraten aufzumultiplizieren, und dann den Gesamtvergleich zu ziehen? Das schafft jeder Viertklässler (na gut, er sollte).“

Man könnte sich das europäische Bankensystem als transnationales Mafiakartell vorstellen mit der EZB als Spinne im Netz der Geschäftsbanken. Die Bilanzsumme der Euro-Geschäftsbanken beträgt ca. EUR 30.000 Mrd., das Eigenkapital ca. EUR 1.500 Mrd. (5 %). Bei einer angenommenen Gesamtkapitalrendite von nur ca. 1 % wären das ca. 300 Mrd. EUR „Gewinn“ pro Jahr. Unterstellt man einen Totalverlust der griechischen Staatsanleihen von ca. 380 Mrd. und einen 80%igen Anteil der Euro-Banken daran, so ergäbe das einen sofort anfallenden Verlust von ca. EUR 300 Mrd., also gerade mal 20 % des Eigenkapitals bzw. 1 Jahresgewinn des europäischen Bankensystems –falls man extrem kurzfristig denkt.

Deutschlands Exportmärkte in der Eurozone würden schlagartig zusammenbrechen, da deutsche Waren sofort gebrandmarkt wären. Per Dominoeffekt würden bis 2015 die PIIGS-Länder incl 80%iger Bankanteil am Verlust ihrer fälligen Altschulden von ca. EUR 750 Mrd) zusammenbrechen und aus dem Euro-Bankenkartell Deutschlands aussteigen müssten. Deutsche Exporteure müssten z.b. im Handel mit China schlagartig in Yuan fakturieren. Spätestens dann wäre das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem Deutschlands immer fertiger. Deutschland würde zwangsläufig schrittweise total kollabieren.

Deutschlands Exportstrategie beruhte in der Eurozone darin, dass Deutschland immer steigendere Exportüberschüsse erzielte, währenddie Importländer (Staat, Konsumenten und Privatwirtschaft) ihre Importe überwiegend über Kredite finanzierten und das Ganze über das Clearing des Targe2-Systems per EZB abgewickelt wurde. Als das System anfing zu stottern, sollten die Schulden des südeuropäischen Finanzsystems und deren Tatget2-clearing mit der EZB nun die Steuerzahler der Eurozone besichern, während die Export-Gewinne bei den deutschen Exportunternehmern blieben.

Die europäische Finanzmafia und ihre EZB wiederum fachten dieses risikolose Spiel durch ihre Zinspolitik weiter an, also die Schuldenaufnahme der südeuropäischen Länder zu erleichtern. Zum Beispiel ergab eine Inflationsrate im „Süden“ (ca. 2000-2009) von ca. 5-7 %, kombiniert mit einem Leitzins im Euroraum von ca. 3 % im Durchschnitt, einen negativen Realzins.

Wenn die Inflation höher als der Zins ist (von ca. 2000-2009 Differenz ca. 3-4 %), werden Paradiese für Kreditnehmer produziert und Paradiese für deutsche Exporteure und europäische Finanzkartelle.

In „Deutschland“ musste es dagegen GENAU UMGEKEHRT sein: eine sehr niedrige Inflation (die Löhne sanken real) von ca. 0,6-1,5 % . Die Folge waren positive Realzinsen, d.h. der Zins war höher als die Inflation.

Mit anderen Worten: die europäische Finanzmafia und ihre Spinne im Netz (die EZB) musste nur auf ein möglichst niediges Inflationsziel fixiert sein, ihre deutsche Politmafia musste nur dauernd „Lohnnebenkosten“ senken. „Sozialleistungen“ kürzen und ihre rechtspopulistische Medienmafia musste nur das Hohelied der schwäbischen Hausfrau singen. Dergestalt brachte 2000-2008 die Kombination der deutsche Fixierung auf ein niedriges Inflationsziel, niedrige deutsche Wachstumsraten und vergleichsweise hohe Wachstumsraten im Rest der Eurozone unterm Strich für die transnationale Finanzmafia den leidenschaftslos verglichen höchsten Profit.

Frankie Bernankie Mai 23, 2012 um 13:03

@topi

“Also nicht immer ist alles eine VT wert.”

Oooch, manno.
Wo wir doch so gerne mit VTs spielen. Spielverderber.

topi Mai 23, 2012 um 13:07

fl

“Nur erst einmal zum regelkonformen Verhalten. Es bezog sich auf die Staatsdefizite.”

Geschenkt. Du hattest doch neulich festgestellt, was die wahre Kernregel jeder Währungsunion ist.

“Natürlich inflationierte der Süden, deflationierte Deutschland. Darauf bezieht sich der nächste Satz.”

Sarrazin wird ja unter anderem dafür angegriffen, dass er in diesem Punkt mit Ressentiments anrückt, der faule Mediterrane, der in der Sonne liegt und lieber inflationiert als arbeitet.

Das ist natürlich hanebüchen.
Die höhere Inflationsrate in den Ländern mit Weichwährungstradition ändert ja gar nichts daran, dass man nur das zur Verfügung hat, was in der VW erarbeitet wird.

Die Inflationsfreunde übersehen geflissentlich, dass dies nur dann, und dann natürlich nur tempörar, anders ist, wenn man die Inflation noch über die erwarteten Raten schiebt.
Das führt dann aber absehbar zur Galoppade; oder zum brutalen Ruck, bspw. durch die Bundesbank.

Wenn dagegen die Inflationsrate einfach höher ist, aber im Rahmen der Erwartungen, sind Wertungen wie besser oder schlechter, faul oder arbeitssam, völlig hirnrissig.

Es ist einfach anders; nur so ist “Weichwährungstradition” sinnvoll zu verstehen, sie haben sie halt, und die WU wurde geschlossen, ohne dies zu berücksichtigen.

topi Mai 23, 2012 um 13:09

Nochmal Aufruf zum Widerspruch: wo bleiben die Argumente, dass langfristige Inflationskonvergenz nicht eine, oder gar DIE, notwendige Bedingung für eine Währungsunion ist?!?

topi Mai 23, 2012 um 13:19

fl
” Wenn man sein übrigens gutes neues Buch liest, merkt man auch, wie er an diesem Punkt herumeiert. Letztlich reduziert er alles auf die expansive Geldpoltik der FED. Er bringt es auch fertig, die Vermögensverteilung praktisch nicht zu thematisieren.”

Was ist denn die gängige expansive Geldpolitik anderes als eine Geldvermögensbildung für die oberen? :roll:

Nochmal an die Inflationsfreunde: lockere Geldpolitik, damit die Unternehmer damit mehr Löhne auszahlen.
Na klar, glaub ich sofort, so funtkioniert Geldpolitik ala Greenspan et al. :roll:

“Gutes Buch heißt nicht Übereinstimmung. Es bedeutet lediglich Stringenz in der Argumentationsführung. Und Sarrazin nimmt durchaus Punkte auf, die ansonsten bei den Neoklassikern gerne unter den Tisch fallen. Leistungsbilanzungleichgewichte etwa. Und die Inflationsgefahr durch die Geldpolitik der EZB – das ist nun wirklich nicht sein Argument.”

Wenn das “Geld” etwa um den Faktor zehn über dem Bedarf zur Räumung des Sozialprodukts in der Welt ist, geht es vor allem um die Verteilung des Überflusses; selbst wenn man deutliche Gesamtkontraktion hätte.

Geldpolitik betrachten, ja; aber die Auswirkungen, wer kriegt wann wieviel Geld, in Bezug zu seinen realen Ausgabewünschen, nur dass kann preiswirksam sein. (Kapazitätsauslastung wird erst dann interessant).

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 13:25

topi

Zut Inflationskonvergenz: Damit läufst Du bei Sarrazin offene Türen ein. Er müht sich redlich zu erklären, warum diese Erwartung bis 2009 nicht eingetroffen ist. Bzw. anders als er es erwartet hatte. Genau deshalb braucht er auch seine historischen und kulturellen Begründungen. Denn nur so lässt sich begründen, warum eine EWU mit dem Club Med nicht funktionieren kann. Ansonsten müsste er sich schlicht mit der Struktur der VoWi beschäftigen. Eine Binnenmarktökonomie wie Griechenland ist eben nicht mit Deutschland vergleichbar. Frankreich übrigens auch nicht.

Carlos Manoso

Du entschlüsselst sehr gut die Logik, die hinter Sarrazin steckt.

topi Mai 23, 2012 um 13:37

fl
“Der Bruch selbst wird nicht zu steuern sein. Man kann nur eine Zielvorgabe formulieren – und die Situation für so verfahren halten, dass man den Preis dafür zu zahlen bereit ist.”

Naja; man könnte schon. Zumindest den Zusamenbruch des aktuellen Geldzyklus steuern.

Und da hat sogar der, von dir scheinbar wenig geschätzte, Schäffler sinnvolles zu bieten: Pleite ist Pleite, und erstmal wird saldiert.

Zuende gedacht ist das nichts anderes als die “Komplettverstaatlichung des Finanz(un)wesens nach der notwendigen Pleite”, welches ja manche seit Beginn der Krise fordern. :roll:

Dem “alten Liberalen” Schäffler ist das vielleicht nicht klar, aber was solls.;-)

Der Auseinanderbruch dagegen wird schwieriger. Es erwächst dann in jedem einzelnen Währungsraum die Notwendigkeit, den Zyklus zu beenden. Die Letzten sind hier die Dümmsten, wenn sie aus Kumpel Arsch noch Zins und Tilgung für “verbürgte” Geldvermögen herauspressen.

topi Mai 23, 2012 um 13:52

hier ein Chart zur Inflationsentwicklung in der Eurozone, leider nicht komplett seit WK-Festzurrung.

http://static.seekingalpha.com/uploads/2011/1/18/saupload_gdp_252bdeflator.jpg

topi Mai 23, 2012 um 14:06

fl
“Denn nur so lässt sich begründen, warum eine EWU mit dem Club Med nicht funktionieren kann.”

Nein nein nein.

Das habe ich dir ganz ressentimentfrei begründet: es ist einfach so, es gibt die unterschiedliche Inflationstoleranztradition.
Fertig.

Und wie wir (beide zumindest) wissen, ist das das Ende jeder WU.

” Ansonsten müsste er sich schlicht mit der Struktur der VoWi beschäftigen. Eine Binnenmarktökonomie wie Griechenland ist eben nicht mit Deutschland vergleichbar. Frankreich übrigens auch nicht.”

Völlig wumpe.
Oder kommst du jetzt mit Begründungen, warum eine Binnenökonomie stärker inflationieren muss? Bitte, her damit.

Und Fakten, bitte!

Leider habe ich auf die schnelle keine schöne Grafik gefunden, hier unter Abb. 4 sieht man aber, wie gering die Abweichungen im Offenheitsgrad (die Korrekturen bitte nicht beachten, es geht um Export- und Importanteil) zwischen den VW sind.
http://www.wirtschaftsdienst.eu/downloads/getfile.php?id=2065&PHPSESSID=

Klar ist D für ein großes Land sehr offen, aber das hat mit deinem Argument nichts zu tun.

Das Problem ist nicht die absolute Offenheit, sondern die Verschiebung von Export- und Importquoten der VWen.

Und die sind nicht Auslöser für verschiedene Inflationsraten, sondern die Folge.

topi Mai 23, 2012 um 14:17

Auf diesem Weg kommen wir wieder zu einem Kernübel: dem gigantischem Exportsaldo Deutschlands, 25% der Industrieproduktion!

Die Exportbranchen dürften lobbytechnisch generell besser aufgestellt sein als die Importbranchen, da gebündelt und mit dem Killerargument “Arbeitsplätze” ausgestattet.
Im Exportwahnsinnland gilt dies um so mehr.

Wer die Behauptung aufstellt, Deutschlands Wohlstand hängt am Export, bleibt dümmlich, wenn er nicht gleichzeitig sagt, dass Deutschlands Haftungsproblem unmittelbar am mangelnden Import hängt.

@ Carlos hat das nochmal gebracht, wie Exporteuere und Finanzer, letztere sowohl als Finanzierer der Exportunternehmen, der Exporte selber und als Verteiler der Überschußeinkommen in “innovative Finanzprodukte”) ein Interess daran hatten, die deutsche Stabilitätstradition nicht wie im Rahmen der Währungsunion geboten an ein gemiensames Ziel anzupassen, sondern im Gegenteil sie zum “Stabilitäts”wahn auszubauen.

In den Weichwährungsländern war die Exportindustrie schwächer, dafür die Segnungen des Geldsegens für bestimmte Kreise natürlich um so schneller zu spüren gewesen.

Für die Währungsunion ergibt sich das Problem aber erst mit der unterschiedlichen Inflationsentwicklung, die nicht zwangsläufig war, nur jeweils günstige Bedingungen vorfand.

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 14:25

topi

Selbstredend kann eine Binnenmarktökonomie stärker inflationieren. Genau das fehlt ja jetzt den Griechen, Spaniern, Portugiesen etc. Schließlich kann ihre ZB eine entsprechende Geldpolitik machen. Über den Wechselkurs und steigende Zinsen bekommt man dann natürlich Schwierigkeiten mit den Importen und mit der Bedienung von Auslandsschulden. Das wirkt dann besser wie jeder Fiskalpakt … .

“Das Problem ist nicht die absolute Offenheit, sondern die Verschiebung von Export- und Importquoten der VWen.”

So habe ich auch gerade bei Heusinger im Herdentrieb argumentiert … .

http://blog.zeit.de/herdentrieb/2012/05/23/so-trickst-sarrazin_4821/comment-page-2#comment-44997

topi Mai 23, 2012 um 14:39

@ carlos
“Aus griechischer Sicht würde ein WEITER SO des neoliberalen Wahnsinnskurses der deutsch-dominierten Bankenmafia der Euro-Zone -beginnend in Griechenland- direkt in den Bürgerkrieg in Europa führen. Ein eigener Weg –zuerst Griechenlands- wäre ein welthistorischer Befreiungsschlag und Griechenland könnte der Beginn eines welthistorisch völlig neuen gesellschaftlichen Wegs nicht nur ganz Europas markieren.

Welthistorisch vergleichbar wäre das vergleichbar mit dem EXODUS, dem Auszug der israelitischen Sklaven aus dem „Reich des Pharao“ und dem darauf folgenden Weg durch die Wüste in das Reich der Freiheit.”

Nun häng mal -etwas- tiefer.

Geldzyklen brachen schon immer zusammen. wie sagt Walker, “im alten Syrakus zweimal in einem Menschenalter”.

Der moderne Mensch ( :roll: ) weiß das halt nicht mehr, da die letzte Währungsreform solange zurückliegt.

Mit Metallwährung ist das Zeug irgendwann weg (im Ausland oder in den Tresoren der Reichen), die Wirtschaft bricht zusammen.
Davon haben wir unjs natürlich lange gelöst, Gutenberg sei dank. :roll:

Aber auch der theoretisch unbegrenzte Auswurf neuer Zahlungsmittel gerät an seine Grenzen, wenn die Geldvermögensauftürmer ihren Schuldnern, die zwangsläufig weniger solvent werden müssen, nicht mehr glauben wollen.

Mit den damaligen Änderungen im Finanzsystem, kapitalverkehrkontrolliertem Festkurssytem, Beschneidung “innovativer “Finanzprodukte etc, und einer deutlich progressiven Besteuerung und Staatsanteilzuwachs, blieb das Ganze einige Jahrzehnte stabil.
Dann kam der Paradigmenwechsel, mikro und makro.

Mikro brachte das zunehmende Auseinanderfallen von Einnahmen und Ausgabewünschen.

Greenspan et al. schafften die Geldpolitik samt Deregulierung des Finanzunwesens, um die Verschuldungsquoten in früher ungeahnte Höhen treiben zu können.

Aber irgendwann ist Sense. War immer so, und bleibt so.

Die Frage ist: welcher Umweg wird genommen, bis zum notwendigen Zerreißen der Schuldscheine.

keiner Mai 23, 2012 um 14:41

Hier werden die Narren für Eurobonds sturmreif geschossen:

http://www.welt.de/finanzen/article106363653/Deutsche-Schulden-zum-Nulltarif-Horror-fuer-Sparer.html

Endlich wieder Zinsen (zahlen? kassieren? anyway…)

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 15:25
Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 15:28

Jetzt ist sie da die
FINANZTRANSAKTIONSTEUER
durch Europaparlament beschlossen.
Politiker ihr seit am Zug : Einheitlichkeit für Europa

New Cash Dream (2013, 2014, 2015, 2016)
http://www.youtube.com/watch?v=rWosaA8Ew40&feature=related

holger Mai 23, 2012 um 15:34

wtf is behind your mind :D

h.huett Mai 23, 2012 um 15:49

Das sieht so aus, als mache sich da einer Hoffnungen. Oettinger warnt Merkel vor zu starrer Haltung wg Eurobonds? https://twitter.com/sigmargabriel/status/205283104280154113

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 15:51
h.huett Mai 23, 2012 um 16:04

Lübberding
Erstaunlich, fürwahr. Sie demontieren sich selbst immer noch am besten.

Carlos Manoso Mai 23, 2012 um 16:10

@ topi Mai 23, 2012 um 14:39
„@ carlos Aus griechischer Sicht würde ein WEITER SO des neoliberalen Wahnsinnskurses der deutsch-dominierten Bankenmafia der Euro-Zone -beginnend in Griechenland- direkt in den Bürgerkrieg in Europa führen. Ein eigener Weg –zuerst Griechenlands- wäre ein welthistorischer Befreiungsschlag und Griechenland könnte der Beginn eines welthistorisch völlig neuen gesellschaftlichen Wegs nicht nur ganz Europas markieren.
Welthistorisch vergleichbar wäre das vergleichbar mit dem EXODUS, dem Auszug der israelitischen Sklaven aus dem „Reich des Pharao“ und dem darauf folgenden Weg durch die Wüste in das Reich der Freiheit.”
Nun häng mal -etwas- tiefer.
Geldzyklen brachen schon immer zusammen. wie sagt Walker, “im alten Syrakus zweimal in einem Menschenalter”..“

Hmm, das „alte Syrakus“ war vor 2500 Jahren ein Kolonialstädtchen der Griechen in Sizilien. Der schrittweise Kollaps der „Euro-Zone“ wäre allerdings ein welthistorisches Ereignis. NICHTS mehr wäre wie VORHER. Es wäre die Zeitenwende, das Ende der Achsenzeit. Der Kreis des EXODUS könnte sich schließen.

„Aber irgendwann ist Sense. War immer so, und bleibt so.
Die Frage ist: welcher Umweg wird genommen, bis zum notwendigen Zerreißen der Schuldscheine.“

Wie die Geschichte gezeigt hat, kommen alle wirklich historisch Großen Ereignisse plötzlich und ohne Vorwarnung.

~ Franc-Soit Hollande ~ Mai 23, 2012 um 16:12

~ Franc-Soit Hollande ~

“Einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland, Portugal und Spanien und neue Hilfen für deren Banken, fordert Philippe Aghion, ein Berater des französischen Präsidenten François Hollande.”
————-

===> … pass uff @Alter, spätestens 2015 wird Deutsenschland aus der Lateinischen Münzunion der europäischen Betrügerstaaten austreten. Dann wird @Franc-Soit Hollande seinen Franzmann-Franc wieder einführen müssen!

https://de.wikipedia.org/wiki/Franc
http://de.bab.la/woerterbuch/franzoesisch-deutsch/soit

In diesem Sinne: “Es werde Franc!!”

Q. Mai 23, 2012 um 16:16

Hab nun auch etwas drin rumgelesen …. Und Überraschung: das ist ein Sachbuch im besten Sinne!
Nüchtern, argumentierend, abwägend.
Ein Buch zur Entideologisierung der Euro-Debatte!

Und hier hat FL völlig recht: er besticht vor allem durch eine hohe Stringenz der Argumentation.
Naturgemäß kann man viele Dinge anders sehen, und man kann auch an grundsätzlichen Punkten anderer Meinung sein.

Ich lach mir wirklich nen Ast!
Die ganze Journaille, die schon den Geifer vor dem Mund hat …. ist jetzt gezwungen, sich durch 500 Seiten “Sachbuch” zu arbeiten :D
angenommen, sie hätte noch ein Gesicht, das verlieren könnte :roll:

FL
Vielmehr hat der Kapitalismus eine Kreditblase geschaffen, die alles unter sich begraben hat. Nur davon ist in seiner heutigen Perspektive nicht die Rede. Er blendet es einfach aus, weil er eines nicht glauben kann: Dass der Kapitalismus anders funktioniert als er es sich vorstellen konnte.
Was ne hübsche Formulierung! ;-)
Das geht allerdings fast jedem so: daß man nicht glauben wird, etwas könne funktionieren, wenn man es sich nicht vorstellen kann!
Anders der Traumtänzer: der glaubt zuerst, und stellt sich dann vor, das könnte auch funktionieren.

Also … ist schon richtig, daß er keine kapitalismuskritische Perspektive hat. Das wäre aber eine etwas billige Kritik an einem ehemaligen Bundesbanker.
Es geht um ein Verständnis der Geschichte des Euro. Die koinzidiert zwar mit einer größeren Krise des Finanzsystems, ist aber analytisch doch getrennt zu betrachten. (Auch wenn man sie später einmal als einen Teil einer größeren Geschichte wird erzählen können.)

topi
Und “wir” wissen ja,dass es um die Inflationsdifferenzen geht.
(Wo bleibt eigentlich der begründete Widerspruch??)

Soweit ich bisher quer gelesen habe, geht er zwar drauf ein, aber das bleibt in der Tat untergewichtet.
Ich habe den Eindruck, daß er die Eurokrise am Ende doch als Staatsschuldenkrise (wie fast alle Politiker) versteht. Und das greift natürlich zu kurz.

PS: wer ihm die Bucheinnahmen neidet (die er sich diesmal durchaus verdient hat), der sei an die intelligente Benutzung einer Suchmaschine verwiesen.
Wer suchet, der findet. ;-)

Carlos Manoso Mai 23, 2012 um 16:30

@ h.huett Mai 23, 2012 um 16:04
„Lübberding
Erstaunlich, fürwahr. Sie demontieren sich selbst immer noch am besten.“

„Der Ex-Vorsitzende warnte davor, eine zu große Nähe zu den Sozialisten in Paris zu suchen…. zu viel Nähe zu Hollande könne beim Wähler hierzulande den Eindruck erwecken, als verlöre die SPD deutsche Interessen aus dem Auge. Statt eine Stütze im Kampf gegen Angela Merkel zu sein, drohe der neue französische Präsident so zur Bürde zu werden. Distanz und Eigenständigkeit müsse mit Blick auf Paris das Motto sein, heißt es…. “Präsident Hollande arbeitet für Frankreich, wir arbeiten für Deutschland”, sagt auch Thomas Oppermann.“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/muentefering-a-834681.html

Diese deutsche totale Exportarbeitsfixierung ist für typische Sadomasochisten wie typische deutsche Sozialdemokraten nur zu leicht nachvollziehbar.

Diagnose: Schwere Schwanzfixierung. Der deutsche Exportüberschuss verdoppelte sich in der Eurozone in 11 Jahren und erreichte zuletzt Überschüsse von EUR 160 Mrd. Für weniger als 1% der Deutschen (Sadisten) bedeutet diese Schwanzfixierung virtuelle XXL-Gewinne ihrer Aktiendepots, für 99% (Masochisten) bedeutet diese Schwanzfixierung stagnierenden Privatkonsum und sinkende Reallöhne.

Mittels Gehirnwäsche von Medienhuren & diversen Sarrazins sind die 99% Masochisten arme Opferschweine dieser ihrer Schwanzfixierung. Sie sind der Typus Mensch, die nur am Schwanz dranhängt. „Fick misch rischtisch duuurch”, das ist es, worauf es mit diesem unserem 99%-Deutschland hineinlaufen wil

keiner Mai 23, 2012 um 16:33

Noch drei Jahre dieses Schau()er)spiel? Wieviele Billionen soll das denn dann noch kosten?

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Geheime-Absprachen-zu-EZB-Hilfen-article6332471.html

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 16:34

Carlos Manoso

Man kann das auch anders formulieren.

topi Mai 23, 2012 um 16:41

“Präsident Hollande arbeitet für Frankreich, wir arbeiten für Deutschland”, sagt auch Thomas Oppermann. Natürlich stimme man sich in vielen Fragen mit den Sozialisten in Paris ab. “Aber wir sind konkret erstmal für unser Land verantwortlich”, so der einflussreiche Fraktionsgeschäftsführer. Die SPD müsse unabhängig von Hollande eigene Positionen festlegen.”

Jo, jeder ist für sein Land zuständig.

1) Es geht um die inländische Verteilung der Einkommen damit inländisch das Sozialprodukt geräumt wird, sonst ist eine Währungsunion mittelfristig auch mit fetteren Transfers nicht rettbar.

2) Und: das ganze muss mit möglihcst wenig Neuverschuldung vonstatten gehen, sonst wächst die Gesamtverschuldung bis zu einem Maß, an dem alles zusammenbricht.

Also: jedes Land für sich ist schon richtig.

Die Instrumente sind bei Punkt eins je nach Saldo natürlich verschieden; bei Punkt zwei dagegen gleich.

Aber: Punkt eins ist ohne Mechanismus nicht möglich (nur zufällig mal kurzfristig). Da “der Markt” ja wie gesehen grandios scheitert, braucht es einen anderen, also nicht “jeder für sein Land”.

topi Mai 23, 2012 um 16:45

Carlos

“Hmm, das „alte Syrakus“ war vor 2500 Jahren ein Kolonialstädtchen der Griechen in Sizilien. Der schrittweise Kollaps der „Euro-Zone“ wäre allerdings ein welthistorisches Ereignis. NICHTS mehr wäre wie VORHER. Es wäre die Zeitenwende, das Ende der Achsenzeit. Der Kreis des EXODUS könnte sich schließen.”

Jo, könnte. ABer für 2012 wird es wohl nichts mehr, die Prophezeihungen selbstzuerfüllen. :roll:

Ansonsten spricht derzeit auch nicht mehr dafür als dagegen, dass es nicht einfach wieder eine Währungsreform gibt;

Nur der Umweg ist noch nicht klar.

Carlos Manoso Mai 23, 2012 um 16:46

@ f.luebberding Mai 23, 2012 um 16:34
„Carlos Manoso
Man kann das auch anders formulieren. l.“

Na klar kann mann das. Als Studente hab isch mir det ooch immer gesacht, um misch in Geberlaune zu bringen, bevor isch einen neuen Schmuddelporno keusch runterzuschreiben anfing, um mir mit dem Verkauf ein paar Scheine reinzuholen.

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 16:50

@ topi
Der Thilo kennt sich im Benchmarking aus – er hat dies mit seiner Kostenrechnung der Berliner Bezirke real praktiziert ;-)
Und den Länderfinanzausgleich 1996 nicht als Muster des € gesehen – was nun ? 2012 …

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 16:53

Münchau gerade bei Spon.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/streit-ueber-euro-bonds-spd-scheut-konflikt-mit-merkel-a-834663.html

Man beachte seine Differenzierung zwischen den Projektbonds, Tilgungsbonds und Eurobonds.

Q. Mai 23, 2012 um 16:59

FL
Carlos Manoso
Man kann das auch anders formulieren.

Ist aber schon lustig formuliert.

Und CM zielt hier richtig auf Deinen blinden Fleck:
FL Die EWU ist nur im Rahmen einer Transferunion möglich. Er will das nicht – ich schon unter konditionierten Bedingungen. Vor allem beim Umgang mit den Altlasten.
Mir will es wirklich nicht in den Kopf hinein, wie Du offenbar nicht einmal bemerkst, daß Du hier ganz simpel (im Einklang mit allen aufrechten Sozialdemokraten) einen Riesenmechanismus zur Sozialisierung der Verluste etablieren möchtest.
Die Bankenlobby ist sicher stolz auf Dich!

CM trifft es besser:
Als das System anfing zu stottern, sollten die Schulden des südeuropäischen Finanzsystems und deren Tatget2-clearing mit der EZB nun die Steuerzahler der Eurozone besichern, während die Export-Gewinne bei den deutschen Exportunternehmern blieben.

Nanuk Mai 23, 2012 um 16:59

@~ Franc-Soit Hollande ~
Darauf einen Scholl-Latour.
Am Knopf der Force de frappe sitzt immer noch ein Franzose… so Münte und jetzt husch husch ab ins Sauerland.

~ Franc-Soit Hollande ~ Mai 23, 2012 um 17:00

topi Mai 23, 2012 um 16:41
“Präsident Hollande arbeitet für Frankreich, wir arbeiten für Deutschland”, sagt auch Thomas Oppermann.
————–

===> … Thomas Opfamann??? … Frank-Walter Foltermeier (SPD) sein Kindermädchen??

Wikileaks-Enthüllung zu Kurnaz
SPD-Politiker Oppermann in Erklärungsnot

Thomas Oppermann, SPD, behauptete vor dem BND-Untersuchsausschuss, Guantanamo-Häftling Kurnaz habe mit den Taliban kämpfen wollen. Den Amerikanern, sagte er, Kurnaz sei irrtümlich festgenommen worden, wie US-Depechen auf Wikileaks belegen.

http://www.stern.de/investigativ/projekte/geheimdienste/wikileaks-enthuellung-zu-kurnaz-spd-politiker-oppermann-in-erklaerungsnot-1724767.html

==> … glaubst Du dem auch nur ein einz’ges Wort??? … dem mußßt Du nur mal genau auf’s Maul schauen … siehst Du die Zungenspitzen!! … alle beide …

===> … übrigens: … die Soz’n arbeiten für den Feind seit mind. 1925 … Fakt!

( Beweislink: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=221337 )

Nanuk Mai 23, 2012 um 17:00

Das will ich sehen das Deutschland seine Interessen ohne Französische Atombomben durchsetzt…

Q. Mai 23, 2012 um 17:01

FL
Man beachte seine Differenzierung zwischen den Projektbonds, Tilgungsbonds und Eurobonds.
Hehe, hat er vom Thilo :D :D :D

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 17:03

Q

Du kannst auch die Banken Pleite gehen lassen. Keine Frage. Aber eines war schon immer meine Position: Aus Staatsanleihen Junk zu machen, ist eine Schnapsidee.

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 17:06

Q

Sarrazin hat den Plan des SVR ausdrücklich abgelehnt. Allerdings könnte man damit einen Schritt weiterkommen. Wie gesagt: Ich habe nicht ohne Grund, den Sarrazin von 1996 vorgestellt. Im Grunde sieht die EWU mit Tilgungsbonds so aus, wie er sich das damals vorgestellt hatte. Nur will Sarrazin davon nichts mehr wissen … . Deshalb erinnerte ich ja daran.

Q. Mai 23, 2012 um 17:22

FL
Aber eines war schon immer meine Position: Aus Staatsanleihen Junk zu machen, ist eine Schnapsidee.
Tja, da können die Sparer, Horter und Vermögensakkumulierer ja aufatmen.
Sicherlich wäre eine weniger dramatische Abschmelzung von Schulden/Guthaben vorzuziehen.
Z.B. wie derzeit (hat´s jemand bemerkt?) durch “financial repression”: negativer Realzins.
Aber ob das reichen wird?

Zur Schnapsidee: vielleicht ist es doch noch schnapsiger, quasi ein Menschenrecht auf risikolosen Vermögensaufbau durch Zinspapiere zu setzen.
Lies mal den Graeber!

f.luebberding f.luebberding Mai 23, 2012 um 17:25

Q

Von Graeber habe ich auch schon gehört … . Nur damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich habe nichts gegen Deleveraging.

Q. Mai 23, 2012 um 17:41

@FL …. aber eben doch etwas gegen die notwendige Engführung von Verantwortung und Haftung. Anders kann ich mir Deinen Hang zur “Vergemeinschaftung” jedenfalls nicht erklären.

topi hat da eine kluge Bemerkung:
Naja; man könnte schon. Zumindest den Zusamenbruch des aktuellen Geldzyklus steuern.

Und da hat sogar der, von dir scheinbar wenig geschätzte, Schäffler sinnvolles zu bieten: Pleite ist Pleite, und erstmal wird saldiert.

Zuende gedacht ist das nichts anderes als die “Komplettverstaatlichung des Finanz(un)wesens nach der notwendigen Pleite”, welches ja manche seit Beginn der Krise fordern. :roll:

Dem “alten Liberalen” Schäffler ist das vielleicht nicht klar, aber was solls.;-)
An dem Punkt treffen sich nämlich, ulkigerweise, Schäffler und Wagenknecht :D

Carlos Manoso Mai 23, 2012 um 17:45

@ topi Mai 23, 2012 um 16:45
„Ansonsten spricht derzeit auch nicht mehr dafür als dagegen, dass es nicht einfach wieder eine Währungsreform gibt;
Nur der Umweg ist noch nicht klar.“

Die durchaus unaufhebbare Schwäche der Zukunft, liegt in ihrer Ungewissheit. Zu entdecken ist die Zukunft nur als allgemeinste Möglichkeit, deren Inhalt selbst ungewiß ist. Auf jeden Inhalt kann sie bauen und jeden Inhalt wieder abbauen. Die inhaltsfreie Zukunft war die größte Entdeckung des Judentums.

Gewissheit ist nur „das Reich“. Die Zukunft, um die es beim „Reich“ geht, ist die „geschichtliche Zukunft“ , in ihrem Kern nichts Wiederholbares, sondern etwas Einzigartiges, Äußerstes, Letztes, was bisher in keiner Weise überholt worden ist. Deshalb kann sie niemals aus Voraussicht oder Planung hervorgehen, noch aus menschlichen Entwürfen, Hoffnungen, Erwartungen, noch aus besonderen „Entwicklungen“, bloß durch deren allmähliches oder sprunghaftes Werden.

Das ist eine derart ungewöhnliche und fast immer nicht erwünschte Message, dass sie noch immer verloren gehen könnte, fände sie nicht immer von Neuem unbeirrbare Vorkämpfer, standhafte Verteidiger. „Das Reich“ kommt quer zur Vernunft. So vollendet sich der Kreis des Bundes .

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 17:47

übrigens kommt heute der griechische Interimsministerpräsident (ist das offiziel?) zum Einsatz : hat einer den Namen drauf ;-)
kann der auch was verbindliches abliefern?
und zu Bonds hat der Brüderle was schönes ins Radio geblubbert :

“Wenn die örtliche Sparkasse zwei Kunden hat, einer, der kurz vorm Konkurs steht, der andere, der einen sehr geordneten Handwerksbetrieb hat, Immobilien hat, Besitz hat, und beide sollen den gleichen Zins zahlen, das ist Zinssozialismus, das sind Eurobonds. Also ich bin generell gegen Bonds. Außer mit James Bond habe ich mit Bonds nichts im Sinn.”
aus:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1764261/

Was sacht Rösler in Brüssel dazu oder ist der wieder aussen vor?

Gutes Abendbrot …

Nanuk Mai 23, 2012 um 17:48

Zu Münchau… der SPD fehlt nicht der Killerinstinkt die SPD ist einfach nicht links…

~ Franc-Soit Hollande ~ Mai 23, 2012 um 17:50

@Nanuk Mai 23, 2012 um 17:00
“Das will ich sehen das Deutschland seine Interessen ohne Französische Atombomben durchsetzt…”
———

===> …was ein Schmarrrrn, @nanuk! … was los? … die Hitze? … Du schreibst doch sonst öfter vergleichsweise brauchbare Kommentare.

===> … Atombomben … sind bekanntlich eine unbrauchbare Waffe. Die einzigen die die je eingesetzt haben, waren die US-Psychopathen. Gott sei dank haben die Russen die Gegenkeule. Sonst hätten die Amis sich schon längst die Weltherrschaft unter den Nagel gerissen.

===> … kommen wir nun zu den “deutsen Interessen”! … isch bin Akademika! … und als Akademika hab isch gelernt, daßß man zunächst sauber definieren mußß, wenn man sauber argumentieren will!

===> … also, @Nanuk, wie wär’s denn, wenn du erstma die “deutsen Interessen” definierst. Dann geht dir sicherlich ein Lichtlein auf, warum uns die französichen Atomwaffen dabei aber auch überhaupt gar nix nutzen … eher das genaue Gegenteil ist der Fall …

Nanuk Mai 23, 2012 um 17:51

“Wenn die örtliche Sparkasse zwei Kunden hat, einer, der kurz vorm Konkurs steht,und zufällig die 4 gröste Atommacht der Welt ist, der andere, der einen sehr geordneten Handwerksbetrieb hat, Immobilien hat, Besitz hat, und beide sollen den gleichen Zins zahlen, das ist Zinssozialismus, das sind Eurobonds.”

Ja so kann man das nennen Brüderle…

Nanuk Mai 23, 2012 um 17:54

@~ Franc-Soit Hollande ~
Die Chinesen werden gar nicht mit uns reden ohne französische Bomben… das ist ja genau das unpolitische Denken was ich meine bei der Zahlenschupserei…

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 17:55
~ Franc-Soit Hollande ~ Mai 23, 2012 um 17:57

“Nanuk Mai 23, 2012 um 17:48
Zu Münchau… der SPD fehlt nicht der Killerinstinkt die SPD ist einfach nicht links…”
—————–

===> … nein, natürlich ist die “SPD” nicht links!!

===> … die “SPD” ist – ich habe das nun wirklich schon öfters mal erzählt – die “SPD” ist der politische Arm der Bänkstermafia von Manhattan und London in Deutsland.

===> … Ihr versilberlingter Spezialauftrag ist die Abschaffung Deutsenschlands (siehe o.g. Beweislink Heidelberger Programm 1925) und die ewige Versklavung der Deutsen … und nichts anderes!

===> … um dieses Ziel zu erreichen, gibt sie sich stets linkspopolustisch. In Wahrheit aber, ist sie natürlich radikalplutokratisch !!

Carlos Manoso Mai 23, 2012 um 18:05

Q. Mai 23, 2012 um 17:41
„Zuende gedacht ist das nichts anderes als die “Komplettverstaatlichung des Finanz(un)wesens nach der notwendigen Pleite”, welches ja manche seit Beginn der Krise fordern.
Dem “alten Liberalen” Schäffler ist das vielleicht nicht klar, aber was solls.;-)
An dem Punkt treffen sich nämlich, ulkigerweise, Schäffler und Wagenknecht“

Zuende gedacht würden intelligente Ultraliberale wie Schäffler zum Ergebnis kommen, dass die freie invisible hand des Kapitalismus die totalitäre Diktatur des Kapitals ausüben muß, lt. Orwell sei Freiheit gleich Diktatur.

Zuende gedacht würden intelligente Marxistinnnen wie Wagenknecht zum Ergebnis kommen, dass der Kapitalismus gerade die Geldform selbst –und damit sich selbst- total abschafft.

Nanuk Mai 23, 2012 um 18:13

Kann einer mal die Merkel entfernen die hier bewust deutsche sicherheits Interessen aufs spiel setzt…

Nanuk Mai 23, 2012 um 18:19

“Verträge verbieten gegenseitige Haftung.”
Merkel

Da reich doch Klage beim EuGH ein wenn die Bomben fallen du Trottel… wenn die Truppen und Hamburg landen dann stellt sich Merkel hin und sagt davon stand aber nix im Vertrag.

Nanuk Mai 23, 2012 um 18:30

Ich stelle mir gerade vor wie Eckart von Klaeden Attacke ruft…

Eagon Mai 23, 2012 um 18:48

Sarrazin argumentiert schlüssig.

Ja, unbedingt.

Denn die Forderungen deutscher Unternehmen in dreistelligen Milliardenbeträgen an Banken (zur Erinnerung Unternehmen erwirtschaften seit mehreren Jahren stattliche Überschüsse) sind nicht gefährdet und damit die Substanz dieser Unternehmen.

Sarrazin erklärt uns nichts,

Gar nichts.

Warum haben die Überschüsse der Unternehmen die deutschen Banken zu risikoreichen Invests im Ausland animiert und nicht zu risikoarmen Invests im Inland?

Der Markt hat versagt.

Nee.

Die Sarrazins haben uns eine falsche Wirtschaftspolitik empfohlen und politisch durchgesetzt.

Dafür sollen sie jetzt Verantwortung übernehmen.

Sarrazin spricht im Namen der Elite, die ihre Auslandsinvestments durch den Steuerzahler retten lassen will.

Griechenland war ein Geschenk für diese Leute.

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 18:52

Leute gerade gefunden :
http://www.youtube.com/watch?v=95CQQso9dfE&feature=related
ist das ein Friedensangebot für Lombard Street?
Jill und die Boys geben ein Konzert in der ECB Finanzaufsicht !!!

~ Franc-Soit Hollande ~ Mai 23, 2012 um 18:53

@nanuk
“Die Chinesen werden gar nicht mit uns reden ohne französische Bomben… das ist ja genau das unpolitische Denken was ich meine bei der Zahlenschupserei…”
———-

==> … ja, toll, der Satz ist sicher nicht ganz verkehrt. … und? … was jetzt?

==> … das Nukleare Patt besteht schließßlich schon seit Jahrzehnten! … jeder weißß … daßß der Dritte Weltkrieg keinen Gewinner haben kann. Und alle haben daraus den einzig vernünftigen Schlußß gezogen … und halten sich auch daran, sind also friedlich & kooperativ (natürlich nur im Rahmen der “Gegenseitigkeit”): Die Russen, die Chinesers, die Inders, ja sogar die Pakistaners und Nordkoreaners. Nur einer nicht: die USA!!

===> … die US-Psychopathen drangsalieren die Rest-Welt alle fünf Minuten mit einem neuen Kolonialkrieg (und unterwandern selbst ihre “Freunde” subversiv zu deren Nachteil) ! … ohne Sinn & Verstand … Hauptsache … ett knallt!!

===> … kommen wir zurück zu den “Deutsen Interessen”. Ganz oben auf dieser Liste steht bei mir, daßß aus Deutsenschland seit der Einführung des Euro (bekanntlich auf Verlangen der Franzosen!) und der Machtergreifung der vaterlandslosen “Sozial”-”Demokraten”, ~20% der jährlichen deutsen Wertschöpfung ins Ausland verschoben wird. Wir reden also von 5.000.000.000.000 Euro – in Worten fünf Billionen Euro … odda … zwo BIPS in 10 Jahre … perdu !!! Das mußß sofort aufhören! … Griechen & Franzmänner müßßen Wiedergutmachung leisten und entsprechende Exportüberschüßße nach Deutsenschland leisten, wenn se unsere Freunde bleiben wollen.

==> … was ist hingegen das Interesse Frankreichs in der Euro/Europa-Frage ?? … natürlich das diametrale Gegenteil! … denn bekanntlich hat niemand so sehr vom Betrüger-Euro profitiert, wie Frankreich! ( http://www.querschuesse.de/frankreich-analyse/ ). Die Franzmänner haben allein im letzten Jahr für über 35 Mrd EUR bei uns “französisch eingekauft” … also OHNE entsprechende Gegenleistung zu erbringen!

==> … die deutsen und französichen Interessen sind also komplementär !! … was nützen uns also die französischen A-Bomben ?? Genau: NIX! … Gegenteil! … Gegenteil! … Gegenteil!

==> … zum Glück haben wir @Holger und seine BW-Jungs! … wenn der Franzmann uns also ganz offen & unverholen mit seinen A-Bomben droht ( http://www.crash-news.com/2012/03/29/euro-retter-in-panik-frankreich-fordert-billionen-atombombe/ ), um auch weiterhin freien Zugriff auf unsere Brieftaschen & Produktsortimangs zu haben – pour le Shopping et Savoir Vivre – , dann kann uns das am Asch vorbeigehen! … denn wenn es sich weiter zuspitzt … wird @Holger sisch mit seiner Luftabwehrstalinorgel in den Schwäbischen Alpen eingraben … und im Fall der Fälle … die Franzmann-Abklingbecken unter Beschußß nehmen … das hamse dann davon!! … wer partout nich friedlich & kooperativ auf Win-Win-Effekte abzielend, sondern stets verleumdend, drohend, erpressend & plündernd sein will .. der soll halt an der eig’nen Raubgier verenden!!

===> … übrigens. ~ isch ~ … war mal “frankophil”! … hatte Franz-LK gewählt und wollte sogar meinen Wehrdienst bei der deuts-französiche Brigade machen! … abba mit den Franzmännern ist offensichtlich keine sinnvolle Partnerschaft zu machen! … das haben sie uns in den letzten 10 Jahren gezeigt! … und in letzter Zeit wird es sogar ümmer schlimmer & schlimmer !! … SO NICHT, @FRANZMANN !!!

Jackle Mai 23, 2012 um 18:53

“What I’m arguing in that passage is that economics is a field that largely creates the reality it describes and then naturalizes it, and by doing so, they’re doing us all a world of harm.” – Graeber

aus dem hier: http://crookedtimber.org/2012/04/02/seminar-on-debt-the-first-5000-years-reply/

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 19:09

und nicht vergessen :

“In Bagehot’s own words (Lombard Street, Chapter 7, paragraphs 57-58), lending by the central bank in order to stop a banking panic should follow two rules:
First. That these loans should only be made at a very high rate of interest. This will operate as a heavy fine on unreasonable timidity, and will prevent the greatest number of applications by persons who do not require it. The rate should be raised early in the panic, so that the fine may be paid early; that no one may borrow out of idle precaution without paying well for it; that the Banking reserve may be protected as far as possible. Secondly. That at this rate these advances should be made on all good banking securities, and as largely as the public ask for them. The reason is plain. The object is to stay alarm, and nothing therefore should be done to cause alarm. But the way to cause alarm is to refuse some one who has good security to offer… No advances indeed need be made by which the Bank will ultimately lose. The amount of bad business in commercial countries is an infinitesimally small fraction of the whole business… The great majority, the majority to be protected, are the ‘sound’ people, the people who have good security to offer. If it is known that the Bank of England is freely advancing on what in ordinary times is reckoned a good security—on what is then commonly pledged and easily convertible—the alarm of the solvent merchants and bankers will be stayed. But if securities, really good and usually convertible, are refused by the Bank, the alarm will not abate, the other loans made will fail in obtaining their end, and the panic will become worse and worse.”

aus :
http://en.wikipedia.org/wiki/Lombard_Street:_A_Description_of_the_Money_Market

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 19:21

Nachtlektüre für Angie und Francoise:

http://www.bankofengland.co.uk/publications/Documents/speeches/2009/speech390.pdf

to creat financial stability
FINANZTRANSAKTIONSSTEUER
nicht vergessen

Nanuk Mai 23, 2012 um 19:33
baba Mai 23, 2012 um 20:23

Eurobonds
Das sagt “The brain” (Spitzname von Jamil Baz, hat 4 Abschlüsse an den Eliteunis MIT, Harvard (dort auch Doktor), London School of Economics, Ecole des Hautes Etudes und Chefstratege im weltgrößten Hedgefond) zu Eurobonds:

- kommen Euro-Bonds muss Deutschland dauerhaft 8% des Sozialprodukts aufwenden, um Europa zu retten. Nach Versailles habe Deutschland 3% leisten sollen – die historischen Folgen seien bekannt.
(Quelle : Money focus print)

Ob die Zahlen stimmen?

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 20:34

Stell dir vor du sitzt in London in der dunkelsten Ecke eines Musikclubs und Jill und die Band tanzen und spielen für dich

http://www.youtube.com/watch?v=nICiqY5Ji0I&feature=related

nachdem auch in GB eine FTS gezahlt wird die jährlich so 60 Mrd. € zentral für die 27 Mitglieder einnimmt.

Und in der Financial Times wird gerade der Beitritt GB zum Euro kommentiert.
Ok – alles nur geträumt ;-)

~ Franc-Soit Hollande ~ Mai 23, 2012 um 21:46

@baba
“- kommen Euro-Bonds muss Deutschland dauerhaft 8% des Sozialprodukts aufwenden, um Europa zu retten. Nach Versailles habe Deutschland 3% leisten sollen – die historischen Folgen seien bekannt. (Quelle : Money focus print) Ob die Zahlen stimmen?”
———–

==> … ich behaupte sogar, daßß die Deutsen ~20% ihrer Arrrrbeitszeit für das Ausland schaffen. Ich kann es allerdings noch nicht schlüßßig beweisen … da puzzle ich noch ein wenig … der Außßenbeitrag (~8%) unterschätzt m.E: das wahre Außßmaßß …

==> … was die Eurobongs angeht. Das Aufrechterhalten des Status Quo, also der deutsen Frohnarrrrbeit für die USA, England und PIGFISB, ist nur ein Aspekt von Eurobongs. Der zweite Aspekt ist für die Hintertanen noch viel wichtiger: es ist ein weiterer schwer-reversibler Schritt in Richtung “Vereinigte Staaten von Europa” in der bewährten Salamitaktik ( http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=221337).

===> … das sollte man unseren europäischen Nachbarvölkern (dringendst!!!) klar machen: die BRDDR ist seit 1945 ein reiner Vasallenstaat der USA. Das war bis 1989 auch nicht unser Schaden. Aber seit 1989 wird wieder der Morgenthau-Plan durchgesetzt … und Deutsenschland abgeschafft …

===> … Unsere europäischen Nachbarvölker sollen wißßen: … der EURO ist für euch eine perfide Honigfalle! … man lockt euch mit schnellem Wohlstand auf Kosten der Deutsen … aber der ist nicht nachhaltig (weil auch die Schaffenskraft der Deutsen ein Ende gefunden hat). Und im Gegenzug nimmt man euch die demokratische Souveränität über euch selbst! … ihr müßßt eure Souveränitätsrechte an die EUdSSR-ZentralreGIERung in Bruxelles abgeben. Und die wird von den Bänkern in Manhattan und London gestellt. De facto seit ihr dann ebenso ein Vasallenstaat der USA, wie Deutsenschland! … müßßt ihr wißßen, ob ihr das würklisch wollt! … ein paar Jahre BMW auf Pump fahren … um dann SKLAVE zu sein ??? … überlegt es eusch gut !

===> … in diesem Sinne appelliere isch an die Kriechenschländer: ????????? ? ???????!!!

===> … tretet aus dem Euro aus und verweigert Zins & Tilgung! … dafür bewahrt ihr eusch eure Freiheit! … natürlich wird das nicht einfach werden … aber wenn ihr das würklisch tut … werdet ihr – mark my words!! – in die Gechichte eingehen … als die ersten Freiheitskämpfer, die für die Freiheit Europas gekämpft haben (nach den Isländers, natürlich, aber die zählen nicht voll) !!!

( … wenn ihr aus dem Euro austretet … spende ich umgehend einen Krügerrand an den Fonds für griechische Witwen&Waisen! … das ist echte Solidarität! … ganz anders als die “Solidarität” der gewerbsmäßßigen EUdSSR-Fanatiker Hanshütt & Flübberding & vonMünchhausen, die zwar schon seit Jahren schon von den Deutsen bödüngungslose Solidarität mit Griechenland einfordern … abba bis zum heutigen Tage selber keinen einzigen EURo-Cent an das griechiche Treasury überwiesen hamn … )

wowy Mai 23, 2012 um 21:52

@topi
Für dich allein:
Mal die Begriffe “Forsa” und “Bertelsmann” in die Suchmaschine der Wahl tippen und staunen.
Für die einen ist es VT, für die anderen der längste Zufall der Welt ;-)

gelegentlich Mai 23, 2012 um 21:58

@wowy
Wenn man das Geschehen über Jahre verfolgt, sich ansieht, was im Dunstkreis von Bertelsmann scheinbar unverbindlich ,,angedacht” wird – und sich dann Jahre später die parteiübergreifend entstandene Realität ansieht, dann… ist VT kein Schimpfwort mehr. Wie kann man etwas so Offenkundiges eigentlich übersehen?

gelegentlich Mai 23, 2012 um 22:02

@wowy
Ich muss das noch steigern. Wer die politische Macht Bertelsmanns in diesem Land, die indirekte Macht natürlich, übersieht oder als VT glossifziert, der hat aus Angst, zu den Schmuddelkindern gezählt zu werden, sein Gehirn ruhig gestellt.
Meine two cents…

wowy Mai 23, 2012 um 22:07

@gelegentlich
Zudem ein weltweit operierender Konzern, der an wesentlichen Schaltstellen Gutachten erstellt. Deshalb mein Beispiel gestern zur UNFCCC.

Übrigens: Her Wulff wird vom Gericht in Berlin wohl freigesprochen.
Das Urteil in Hannover bleibt abzuwarten. Aber darüber werden uns die Medien sicher mit gleichem Aufwand informieren.
+++VT +++VT ++++VT wie war das noch mit der Bodenseerede?
:-D

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 22:52

@ hg + wowy + gelegentlich

wie wäre es, wenn wir 6,66 % währung den werkelwannwächtern weiter werrechnen, wenn wir wökologische wenigerenergieerzeugung weitererforschen und weiterproduzieren würfen ohne wehrmacht weltbeteiligung?

~ Franc-Soit Hollande ~ Mai 23, 2012 um 22:52

@gelegentlich

===> … natürlich wurde Petra K. von den Hintertanen ermordet!!

===> … Deine Behauptung des Gegenteils ergibt keinen Sinn. Nehmen wir an, Du bist ein “Freund der Familie” gewesen. Nehmen wir sogar an, Du bist Teilnehmer an eine menage-a-trois gewesen. Nehmen wir an, Du warst also oft Zeuge von heftigen Streits. nehmen wir an, Petra hat Dir ihr Hörz ausgeschüttet und über gewalttätige Übergriffe von Gerd geklagt. Was “beweist” das? … NÜSCHT! … Streit bis hin zu gewalttätigen Übergriffen ist weit verbreitet. Die wenigsten erschießßen aber ihre Partnerin im Schlaf.

===> … du müßßtest also schon direkt am Tatort gewesen sein, um 100% sicher zu sein, was passiert ist. Und zwar als AUGENZEUGE (zB im Schlafzimmerschrank) … odda … gar als TÄTER :-)

===> … vor 4 Jahre habe ich begriffen, wie die Gelenkte Demokratie im “Westen” funktioniert. Der Meuchelmord von unliebsamen Politikern gehört natürlich dazu. Für Fälle, in denen man mit Korruption und gelenkter Medienhetze nicht zum gewünschten Ziel gekommen ist. Der erste Fall der mir nach dieser fundamentalen Erkenntnis einfiel, war tatsächlich Petra K. Nur so aus allgemeinem Interesse habe isch gekuuugelt. Und voila: … trotz ihrer Prominenz wurden die Leichen erst 3 Wochen nach der Tat gefunden. Die elektr. Schreibmaschine von Gerd war noch eingeschaltet. Er unterbrach einen belanglosen Behördenbrief mitten im Wort … angeblich um die Petra zu ballern und dann sisch selber. Im Obergeschoßß war die Balkontür geöffnet. Der Schußßwinkel war ziemlich abenteurlich … und weitere merkwürdige Aspekte. Das wichtigste ist aber in Fällen von politischen Morden immer das Motiv! … man bedenke die Brisanz einer Politikerin wie Petra K. zu diesem epochalen Zeitpunkt! … Anfang der 90′er … einem dramatischen Wendepunkt der Weltgeschichte. Und Petra K war einerseits unkorrumpierbar …. und andererseits gegen die NATO … und ein ganz anderer Menschentyp als die allgemein verhaßßten Politclowns der Gegenwart … Kohls Ende war absehbar … die Grünen standen vor der Machtbeteiligung …

===> …schauen wir … wie es mit den PIRATEN läuft …

Blo"gg"erkeule Mai 23, 2012 um 23:03

http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/redezeit/energie199.html

Die Energiewende ist nicht mehr zu stoppen …
Soddy for free !!!

Q. Mai 23, 2012 um 23:11

CM
Zuende gedacht würden intelligente Ultraliberale wie Schäffler zum Ergebnis kommen, dass die freie invisible hand des Kapitalismus die totalitäre Diktatur des Kapitals ausüben muß, lt. Orwell sei Freiheit gleich Diktatur.

Zuende gedacht würden intelligente Marxistinnnen wie Wagenknecht zum Ergebnis kommen, dass der Kapitalismus gerade die Geldform selbst –und damit sich selbst- total abschafft.
Klar, die Zielvorstellungen sind andere. Darum sind die teilweisen Überschneidungen ja so überaus ulkig!

Ob daraus was werden kann?
Bundeskanzlerin Wagenknecht mit Finanzminister Schäffler?
Wir werden sehn :D

Ach, aber wenn Du die beiden charakterisierst, solltest Du die Fairneß haben, sie auch in ihren eigenen Vorstellungen zu Wort kommen zu lassen.
Schäffler ist kein Ultraliberaler (was soll das eigentlich sein?), eher ein “Altliberaler”, der versucht, sich auf die Grundsätze zurückzubesinnen, — als die Marktwirtschaft noch funktionierte.
Also genau das, was man von der FDP als angeblich wirtschaftschaftskompetenter Partei erwarten sollte: die geistige Herausforderung, auf die “Finanzkrise” Antworten zu finden. Genau da hat sie kläglich versagt (auch von Lindner hab ich noch nichts Vernünftiges gehört).

Blo"gg"erkeule Mai 24, 2012 um 00:10

Also mal Respekt vor der Bundeskanzlerin und den Scherpas …
Haben Sie den Bondsträger dieser Welt schon die Watschen verteilt?
Denn Bondst Germany gezwungenermaßen bombt der Euro und dann die Bilanzen der Banken und Bonitätsbesitzer.
Jetzt kann der Asmussen mal zeigen, was er so drauf im Bondsgeschäft und ob die Kanzlerin ihm das abnimmt ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=Pcxhh8RH95Y&feature=related

Warte immer noch auf den Namen des Interimsministerpräsidenten …

topi Mai 24, 2012 um 00:44

@ Q
>>FL
“Aber eines war schon immer meine Position: Aus Staatsanleihen Junk zu machen, ist eine Schnapsidee.”
Tja, da können die Sparer, Horter und Vermögensakkumulierer ja aufatmen.>>

Vielleicht kann man sich so einigen: es ist nicht sinnvoll, besonders und zuerst Staatsanleihen zu Junk zu machen, solange der Rest des Schneevballsystems noch als sicher bewertet wird.

” Sicherlich wäre eine weniger dramatische Abschmelzung von Schulden/Guthaben vorzuziehen.
Z.B. wie derzeit (hat´s jemand bemerkt?) durch “financial repression”: negativer Realzins.”

Ja die Repression.

Für eine anständige selbige brauchts aber noch ein Gestz, welches die Bondshöchstzinsen festlegt. Sonst ist es ja, wie heute, freiwillig. ;-)

Andererseits habe ich starke Zweifel, dass der Verschuldungsabbau nach dem letzten Zusammenbruch eines Geldzyklus’ hauptsächlich auf diese Repression zurückzuführen sei.

Es gab exorbitante Steuersätze mit einem massiven Ausbau der Staatsanteile, Massenkaufkraft mit Massenwohlstand und keinem Zwang zur Verschulkdung zur Räumung des Sozialprodukts.

topi Mai 24, 2012 um 00:45

fl
“Ich habe nichts gegen Deleveraging.”

Ach.
Außer bei Bonds, wa? ;-)

topi Mai 24, 2012 um 00:48

baba

“- kommen Euro-Bonds muss Deutschland dauerhaft 8% des Sozialprodukts aufwenden, um Europa zu retten. Nach Versailles habe Deutschland 3% leisten sollen – die historischen Folgen seien bekannt.”

Das kommt natürlich drauf an; sinnvolle Berechnungen scheinen mir derzeit nicht möglich, nur interessenmotivierte Alarmglocken.

Aber was solls?

Wir überexportieren 6% des BSP, und freuen uns über die Arbeitsplätze.

Na dann eben 8%, und noch mehr Arbeitsplätze, und uns geht es noch viel besser.

:roll:

topi Mai 24, 2012 um 00:52

hg

“===> … Thomas Opfamann??? … Frank-Walter Foltermeier (SPD) sein Kindermädchen??

==> … glaubst Du dem auch nur ein einz’ges Wort??? … dem mußßt Du nur mal genau auf’s Maul schauen … siehst Du die Zungenspitzen!! … alle beide … ”

Ob oder was ich dem Oppermann glaube, war nie ein Thema.

“===> … übrigens: … die Soz’n arbeiten für den Feind seit mind. 1925 … Fakt!”

Seit 25?

Sachmal, jetzt schaffst du’s tatsächlich, mich zu überraschen; was war denn in den Jahren davor?

Aber man erkennt sehr schön immer noch deine enttäuschte Liebe. :roll:

Q. Mai 24, 2012 um 01:44

Nochmal zum “politischen Argument” von Sarrazin.
Bzw. seinem Kontext.

Ausdrücklich wendet er sich gegen Merkels Festlegung “Scheitert der Euro, scheitert Europa”.
Es hat ja lange gebraucht, bis die Kanzlerin sich zu einem solchen “Bekenntnis” durchringen konnte. Soweit es damit darum geht, zu signalisieren: was wir jetzt beschließen, ist für unsere Zukunft verdammt wichtig, – würde sogar ich zugestehen: das muß sie sagen.
Aber sie verengt damit natürlich den Handlungs- und Denkspielraum auf fatale Weise. Wenn der Euro “irgendwie” (neutral formuliert) einen Konstruktionsfehler hat, *muß* man auch über Alternativen nachdenken. Und es wäre desaströs, wenn man all die positiven Entwicklungen in Sachen gemeinsam-europäischer Verständigung an diese undurchdachte Fehlgeburt einer Währungsunion hängt.

Die politische Botschaft von S. hat aber auch, vielleicht sogar mehr, einen anderen Adressaten: die sog. Medien.
Man muß hier von der Kollaboration (Hype, Aufmerksamkeitsökonomie) einmal absehen: um hinzusehen auf die Berichterstattung zur Eurokrise in den sog. seriösen Medien.

Da bleibt uns vor allem im Gedächtnis, daß nahezu 1 1/2 Jahre lang der Satz “Deutschland hat vom Euro am meisten profitiert” der Angelpunkt der Kommentierung war. Völlig begründungsfrei.
Und quer durch die Presselandschaft: von der FAZ bis zur Süddeutschen, von Welt bis Spiegel und Zeit …..
Interessant war zu beobachten, daß gerade die klügeren Leserkommentare das in Frage stellten … (und mittlerweile ist diese Propaganda der Exportlobby auch größtenteils verstummt). Und hier herrscht eine deutliche Entzweiung – wiederum quer durch die Presselandschaft – zwischen dem größeren Teil der Leserschaft (zumindest den Kommentatoren) und der “Presse”.

Besonders deutlich ist diese Entzweiung bei der Zeit, der entschlossensten Euro-Trompete.
Jüngstes Beispiel: http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-05/sarrazin-europa-euro?user_suggested=true#comments

Da ist es kein Wunder, daß jemand (zumal einer mit einer solchen “Vorgeschichte” :roll: ), der das ganz anders sieht, als übler Populist erscheinen muß.

Ziemlich atemberaubend ist aber, wie die “Journaille” meint, jemanden wie Sarrazin einfach “von oben” abfertigen zu können. Ohne sich mit seinen Thesen auseinanderzusetzen, das ist das Erschreckende.

Beispiel: von Heusinger in der Zeit (immer noch einer der Besseren).
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2012/05/23/so-trickst-sarrazin_4821
“So trickst Sarrazin”, versucht er den Lesern beizubringen.
Nimmt sich ein Argument (immerhin eines, das mit der Hauptthese zusammenhängt, das ist ja schon was), und versucht es zu widerlegen.
Es ist schon etwas kläglich, wenn man meint, ein sehr breit angelegtes Buch von über 500 Seiten anhand einer einzelnen Argumentation nicht nur widerlegen, sondern “auf die Schnelle” regelrecht diskreditieren zu können (“er trickst”).
“Leider” stellt sich aber heraus, daß man, wie das so ist, über dieses Argument durchaus unterschiedlicher Meinung sein, also: argumentieren kann (–> Leserkommentare).
Und nicht nur das: Heusinger fehlkonstruiert offenkundig das Argumentationsziel von Sarrazin (dazu Komm. #11 und #27).
Man könnte also eher sagen: hier trickst Heusinger!

Wer hier recht hat, ist eher gleichgültig. Ich diskutiere das Beispiel, weil es offenbart, mit welcher Attitüde man meint, eine öffentliche Diskussion führen zu können. Nicht: ich stelle die Gedanken vor, ich argumentiere, hier find ich´s nicht überzeugend ….
Sondern schon als Prämisse: er trickst!

Was ein Pech nur, daß sich Sarrazins Buch nun (was ich nicht erwartet hätte) als Ausbund von Sachlichkeit erweist.

Der “mutmaßlich übelste Populist der Republik” meets the press ….
Homerisches Gelächter!

Q. Mai 24, 2012 um 01:54

topi
es ist nicht sinnvoll, besonders und zuerst Staatsanleihen zu Junk zu machen, solange der Rest des Schneevballsystems noch als sicher bewertet wird.
einverstanden
….. nuuuur sieht es ja so aus, als ob eine ziemliche Menge des “Restes” aus Derivaten zu Staatsanaleihen besteht.
(Warum kollabierte FM Global? Womit hat JP Morgan mehrere Milliarden versenkt? Und zwar, was wichtig ist, als “Hedging” ! :D !!)

Für eine anständige selbige brauchts aber noch ein Gestz, welches die Bondshöchstzinsen festlegt. Sonst ist es ja, wie heute, freiwillig.
Jo, wir nähern uns gaaanz langsam dem Eingemachten …. ;-)

BK
Warte immer noch auf den Namen des Interimsministerpräsidenten …
Wenn Du so fragst, kennste auch die Antwort ;-)

Pikrammenos = der “Verbitterte”
(den Witz hat er selbst gemacht)

Blo"gg"erkeule Mai 24, 2012 um 05:13

http://www.simpleminds.org/sm/songs/ead/tfog1.htm
Labyrinths – do not shoot your god ?
whatever he, she or it is …

gelegentlich Mai 24, 2012 um 05:53

@~ Franc-Soit Hollande ~
Warum ich zu wissen glaube das Dergleichen nicht passiert ist habe ich per PM damals Frank Lübberding entwickelt. Dabei bleibe ich auch. Ein ,,Beweis” ist das natürlich nicht.
Andererseits glaube ich hier schön öfters gezeigt zu haben, dass ich Niemand bin, den man mit einem flotten ,,Ist doch VT…” abwimmeln kann, wenn die eigene Argumentation nicht mehr weiterreicht.
Meine diesbezüglich prägenden Erfahrungen waren der Anschlag im letzten Jahrhundert auf den Bahnhof von Bologna, den man jahrzehntelang ,,den Linken” in die Schuhe geschoben hat, alles Andere war ,,VT”. Und die Tatsache, dass der Anschlag von Madrid ohne die praktische Mithilfe des Geheimdienstes nie geklappt hätte, eine private Spinnerei von in der Tat gewaltbereiten, aber mittel- und kenntnislosen islamischen Extremisten geblieben wäre.
Nur: das Drama Kelly/Bastian gehört wohl nicht hierhin. Basta.
Die Kommentare zu Kurnaz finde ich richtig und angemessen.

@wowy
,,Übrigens: Her Wulff wird vom Gericht in Berlin wohl freigesprochen.
Das Urteil in Hannover bleibt abzuwarten. Aber darüber werden uns die Medien sicher mit gleichem Aufwand informieren.
+++VT +++VT ++++VT wie war das noch mit der Bodenseerede?”
Ich bin immer noch schockiert darüber, dass Wulff zurück getreten ist, obwohl nach Maßgabe unseres Rechtssysstem gar nichts wirklich passiert ist außer einer Pressekampagne. Das m.E. Beste hierzu formulierte nach meinem Eindruck Neskovic:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=12499
,,Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens hat also keinen Prognosewert für dessen Ausgang. Aus diesem Grund gibt es im Strafrecht die Unschuldsvermutung. Sie gilt selbstverständlich auch für einen ethisch ungeübten Menschen wie Christian Wulff. Die Unschuldsvermutung soll dafür sorgen, dass allein der Verdacht, ein Mensch habe sich strafbar gemacht, weder dessen Karriere noch dessen Ruf unumkehrbar beschädigt. Es handelt sich um ein Menschenrecht und einen zentralen Grundsatz unseres Rechtsstaates. Im politischen Leben ist dieser Grundsatz jedoch außer Kraft gesetzt. An seiner Stelle fest verwurzelt ist das verfassungsfremde Ritual der Vorverurteilung mit Rücktrittspflicht. Es ist ein sehr komplexes Ritual.”
Stattdessen trat er zurück, mit Ehrensold pi pa po. Daraus schließe ich nach wie vor, dass er zurück trat weil die Kampagne anfing die politische Klasse mit ihren innovativen Symbioseformen zu beschädigen und dass er aus Gründen in Ungnade fiel, die der Öffentlichkeit nicht gezeigt wurden. Die Bodenseerede halte ich für einen Schmarrn. Dass dieser vergleichsweise labile Mensch aus Gewissensgründen einem wesentlichen Gesetz, das aus seiner eigenen politischen Ecke kommen würde, die Unterschrift verweigert hätte kann ich mir nicht vorstellen.
Bei der Lügilanti-Kampagne hatte ich vorgeschlagen, man möge sich bitte später mal den Werdegang der finanziell beiden Schwächsten der ,,Aufrechten Vier” anschauen, wenn man beurteilen will, ob das eine auch vom politischen Gegner gesponsorte Kampagne war. Dem ist nichts hinzuzufügen. Auch hier hatte es geheißen: VT.
(Damit Schluß mit OT)

Nanuk Mai 24, 2012 um 06:30

@~ Franc-Soit Hollande ~
“wer partout nich friedlich & kooperativ auf Win-Win-Effekte abzielend, sondern stets verleumdend, drohend, erpressend & plündernd sein will .. der soll halt an der eig’nen Raubgier verenden!! ”

Jetzt meinst du aber Deutschland oder….

Nanuk Mai 24, 2012 um 06:40

Die Merkel soll sich mal die Britten anschauen das kommt nämlich bei ihrem Masterplan bei raus!
http://www.youtube.com/watch?v=yigMWCHm_EM

Nanuk Mai 24, 2012 um 06:43

Merkels last stand against socialism…
http://www.youtube.com/watch?v=rv5t6rC6yvg&feature=related

holger Mai 24, 2012 um 06:52

Moin,

ich geb Euch allen jetzt mal einen Tipp. Kein Buch zum Lesen, nein, ihr packt jetzt das Aktentäschen geht zum FCO von VW und setzt euch mal dahin. Dann nehmt ihr Euch die Historie von VW seit 1986 vor. Also Beginn vor gut 26 Jahren. Und dann schaut ihr mal, was ab dann so alles in der D Industrie so passiert ist. Man könnte es auch Makro-BWL nennen. Stichworte: Kanban-Kaizen. Weit vor der Agenda 2010 gestartet. Und auch „weit“ vor der „Wende“. Ich darf das so schreiben, weil ich die Zeit in der Industrie mitbekommen habe. Ich brauche da auch auf keine Quelle verweisen. Habe schließlich einen Meister Titel darauf.

Ihr müsst Euch einfach nur mal vorstellen, auf welche Industrie der Euro traf. Oder umgedreht. Kein anderes Euro Land hat diese Entwicklung in der Extremität durchgezogen. Besonders im Süden nicht. Wie Deutschland. Als Top obenauf kam dann noch die Agenda 2010. Der Euro (immer noch Forderung von Mitterand) war bei Einführung die DM. Und ist es bis dato noch. Der Euro hat nur eines gebracht: Länder mit niedriger Bonität (Verschuldungsmöglichkeit) bekamen eine Bonität, die sie nie rechtfertigen konnten/können. Gleichzeitig hatte sich die deutsche Industrie mächtig in den Kosten Optimiert. Bei viel höheren Output. Das lief alles parallel.

Einzig und alleine den Euro als Fehlkonstrukt zu sehen geht nicht. Er ist ein bewusstes Fehlkonstrukt. Jeder der die schwächelnden Länder ein wenig kennt, weiß, dass deren Standard in der Industrie mit unserem Standard nicht mithalten kann. Fragt den Hundt wenn ihr das nicht glauben mögt. Oder die rote zerfurchte Nase Henkel. Der Euro hat eines gebracht Profit. Profit. Profit. Nur wegen der Verschuldungsmöglichkeit der jetzt am Boden liegenden. Parallel dazu hat man aber den Deutschen Demut im Einkommen gepredigt. Es ist ja auch kein Witz, das ausgerechnet Clement bei Adecco verweilt/e. Der Euro hat den allgemeinen Michel überhaupt nichts gebracht. Im Gegenteil, die Kaufkraft nahm, wie der Frosch im Wasserbad erhitzte, ständig ab.

Nun erzähl mir mal einer, wie man aus dieser Merde wieder herauskommt! Es gibt keinen anderen Weg, als nationale Währungen einzuführen. Wie das dann mit den ortsüblichen Sicherheiten (Eigentumsrechte/Abschreibungen) aussieht, ist egal. Können eh nicht liquidiert werden. Packt zur HRE noch ein Pfund drauf. Kommt nicht mehr drauf an.

Der Euro aber, ist zum Scheitern verurteilt, weil er zum Scheitern konstruiert worden war. Das ist keine Mystik, das ist die nackte Realität.

Genau so, wie man einen strategischen Businessplan gestaltet, so ist man auch beim Euro vorgegangen. Nur wer macht das auf der Makro Ebene. Wettbewerb heißt verdrängen. Marktanteile zu erobern. Wer mir was anderes erzählen will, gerne. Komm mir bloß nicht einer mit dem Begriff „Sozialverträglich“. Der größte Profiteur vom Euro waren die Franzosen. Plötzlich konnten selbst die ihre Produkte verkaufen.

Wenn man dann noch weiter schauen möchte/will, dann sollte man sich nur Anschauen, wie die Subventionen aus dem EU-Pott verteilt worden sind und welchen Unternehmen Profit generiert haben. Da sind zB in Griechenland Biodieselanlagen gebaut worden, das Geld floss, nur die Biodieselanlage, ist wie von Zauberhand unsichtbar. Über all diese Dinge kann man aber gewiss hinwegsehen. Wen juckts wirklich?

Wer auch immer über das Schicksal des Euronen redet, kommt nicht umhin, sich die Entwicklung der letzten 26 Jahre vor Augen zu halten. Ebenso die Verschuldungsmöglichkeit der einzelnen Länder/Privatpersonen. Welche Sicherheiten gibt es noch, die man Verschulden kann? Wie soll die Infrastruktur der schwächeren Länder modifiziert werden?

Monti wird in Italien fürchterlich scheitern. Auch der Technokrat bekommt es nicht auf die Reihe. Wie denn auch? In Deutschland hat die Entwicklung über 20 Jahre gedauert. Leute, man kann Europa nicht in einen Topf packen. Nicht mit dem Euro und auch nicht mit einem Parlament in Brüssel. Das sollte man nur einfach mal akzeptieren.

Und was viel wichtiger ist, mal eine richtige Bilanz zum Euro ziehen. Ohne irgendwas zu beschönigen. Und das, kann auch ein Sarazzin nicht. Denn zum Disastro gehören 3 Dinge: Die Entwicklung in der Industrie, die parallel Entwicklung der Finanzmarktinstrumente seit Greenspan (1986), und die dazu hörige Politik. Und zum guten Schluss Cui Bono?

gelegentlich Mai 24, 2012 um 07:23

,,…man kann Europa nicht in einen Topf packen. ”
Muss man ja nicht. Aber man kann ein Haus für Europa bauen. Alles Andere stellt unsere historischen Erfahrungen auf den Kopf. Diese Krise läßt sich vielleicht dazu nutzen – aber nicht so, dass man Anderen das deutsche Wesen aufzwingt. Es ist doch wohl klar dass und warum kleinere Länder Angst vor einem übermächtigen Zentrum haben. Die werden in dieses europäische Haus nur dann einziehen wenn sie Sicherheiten erhalten, die sie ernst nehmen können. Das mit dem Geld ist dann nachrangig zu regeln. Ich kann nicht erkennen warum man nationale Währungen braucht, auch wenn ich einräume dass es mit dem Euro so nicht weitergehen kann/wird.
Im Übrigen würde ich mir wünschen dass sich möglichst Viele bei uns fragen, wer denn in welchem Umfang was von diesen Exporten hat.
Mein Gedankengang ist der: bei den Griechen haben wir gesehen und kritisiert, dass die mit Geld, das sie nicht hatten, ihre Unterschicht mit gefüttert haben. Der überladene öffentliche Dienst, viele Klienten kriegen dort Stellen, ist ja nichts Anderes als solch ein Zugeständnis. Dafür mußten sie die Klappe halten, wenn deren eigene Oberschicht den eigenen Staat in noch ganz anderem Umfang plündert. Ok, kann so nicht weitergehen.
Aber wie es ist eigentlich bei uns im Zusammenhang mit diesen wahnwitzigen Exporterfolgen? ,,Wir” bekommen doch nicht nur wertlose Schuldpapiere außerhalb Deutschlands dafür?

holger Mai 24, 2012 um 07:46

@ gelegentlich

—>>> Diese Krise läßt sich vielleicht dazu nutzen – aber nicht so, dass man Anderen das deutsche Wesen aufzwingt.”

Aber das passiert doch mit dem Euro. Der Euro ist die DM mit eine wenig Franc.

—>>> Aber man kann ein Haus für Europa bauen.”

Natürlich kann man das. Ist doch auch gut so. Wir haben Reisefreiheit (Schengen) das ist das Haus. Dazu braucht man nicht eine übergeordnete Währung. Eine Währung hat einen Charakter. Das betone ich immer wieder. Es ist ein Spiegelbild eines Volkes. Wollen wir die Völker auch noch weg zaubern? Ich hasse Uniformen. Der Euro ist eine monetäre Uniform.

—>>>Das mit dem Geld ist dann nachrangig zu regeln. Ich kann nicht erkennen warum man nationale Währungen braucht, auch wenn ich einräume dass es mit dem Euro so nicht weitergehen kann/wird”

Eben nicht nachrangig. Geld ist Primär. Was ist eine Nationale Währung? Eine Auszeichnung eine Bewertung. Es gibt nichts besseres als eine nationale Währung, weil dann kann differenziert werden. Durch das auf und ab, werden eben Schwachstellen dokumentiert. Nationale Währungen können einen Ausgleich schaffen. Gerade wie in Europa geschehen. Die “harte” DM ging in die Südschiene. Und die haben sich darüber gefreut. Schau dir den Bericht von dem Statistikamt von Italien an. Quelle gerade nicht da. Ab wann es in Italien bergab ging. Man kann ja den Euro wie den ECU als Verrechnungseinheit nutzen. Aber jedes Land hat seine Eigenschaften. Infrastruktur und und und. Nur das hat man durch den Euro zerstört. Ohne Euro hätte der Süden diese Probleme nicht.

Nanuk Mai 24, 2012 um 07:52

,,Wir” bekommen doch nicht nur wertlose Schuldpapiere außerhalb Deutschlands dafür?”

Doch!

Nanuk Mai 24, 2012 um 07:53

Die Briten haben das jetzt 30 Jahre so gemacht jetzt sind sie Bankrott…

Nanuk Mai 24, 2012 um 08:02

und es ist dabei völlig egal mit welcher Industrie man das macht…

holger Mai 24, 2012 um 08:09

Man kann auch sagen, die Herrschaften stehen immer noch vor einem Rätsel :D

http://www.handelsblatt.com/politik/international/eu-gipfel-konflikt-um-euro-bonds-spaltet-europa/6668478.html

“Impulse für Wachstum” Beam me up” :D

Nanuk Mai 24, 2012 um 08:10

Wobei man bedenken muss das die Briten auch Inselpolitik betreiben können obwohl das mitlerweile auch nicht mehr wirklich geht aber in Deutschland geht das überhaupt nicht da wir bekanntlich keine Insel sind…

“Es gibt immer nur Inseln relativ guter Ordnung.”
Sarrazin
http://www.youtube.com/watch?v=_37J0fuJSy0

holger Mai 24, 2012 um 08:14

Aus den Erfahrungen des Dreißigjährigen Krieges von 1914 bis 1945 entsprang das Ursprungsmotiv der europäischen Integration: die Einbindung Deutschlands in eine westliche Staatengemeinschaft, um den Fehler des Versailler Vertrages mit einer gefährlichen Isolierung Deutschlands nicht zu wiederholen und um ein zusätzliches Bollwerk gegen die expansiven Gelüste der Sowjetunion zu haben. Nach der deutschen Wiedervereinigung trat das Motiv hinzu, die starke D-Mark des politisch, ökonomisch, finanziell und bevölkerungsmäßig wiedererstarkten Klotzes im Zentrum der europäischen Geographie (neun direkten Nachbarn, die nicht durchgängig gute Erfahrungen mit uns gemacht haben) einzubinden.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/steinbrueck-rezensiert-sarrazin-unpolitisch-aufs-scheitern-fixiert-11761264.html?google_editors_picks=true

Was war nochmal mit VT? :D

Steinbrück (SPD) erklärt die Politik der Sozial Sozialisten. Ich war es diesmal nicht.

holger Mai 24, 2012 um 08:29

Der SPeer was meint er wohl mit Versailles ? Dieses etwa?

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg

:D nun, Bismarck hat wohl doch Recht gehabt… denn der hat Deutschland doch isoliert. Und die Sozialisten rausgeschmissen. SPeer ich danke dir. Auch dem Sarrazin. :D Also doch keine VT…

baba Mai 24, 2012 um 08:34

@Q
Danke, dieser Kommentar entspricht exakt meiner Wahrnehmung

„Da bleibt uns vor allem im Gedächtnis, daß nahezu 1 1/2 Jahre lang der Satz “Deutschland hat vom Euro am meisten profitiert” der Angelpunkt der Kommentie-rung war.“ … (diese Propaganda der Exportlobby)“

Ja darüber, dass nicht Deutschland, sondern nur ein TEIL Deutschlands vom Euro profitiert, darüber wurde ganz auffällig geschwiegen.
Und auch darüber,
- dass eine („böse“) Aufwertung ALLEN Deutschen sofort eine große Kaufkraftverbesserung (Wirkung: Lohnerhöhung) in die Taschen spülen würde
- dass eine Aufwertung um z.B 20% nicht eine Export-Preiserhöhung von 20% sondern nur um ca 5% bedeuten würde, die von der Exportindustrie NATÜRLICH verkraftbar wäre usw.
- Dafür wurde gerne einseitig der Schrecken der Aufwertung in der Schweiz dargestellt, wo doch 99% der Restmenschheit froh wären, diese ,ja auch vorhandenen, TEIL-Probleme der Schweiz haben zu dürfen.
- und dass Wohlstand eher immer in aufwertenden Ländern zu finden ist, hat sich auch noch nicht richtig herumgesprochen

„Ziemlich atemberaubend ist aber, wie die “Journaille” meint, jemanden wie Sarrazin einfach “von oben” abfertigen zu können. Ohne sich mit seinen Thesen auseinanderzu-setzen, das ist das Erschreckende. Beispiel: von Heusinger…..“

Dazu noch sensationell niveaulose Artikel im SPIEGEL (Rickens), der FTD, Handelsblatt (Prof Horn) aber auch in der SZ (Beise, nicht ganz so niveaulos), Nur die FAZ fällt da als sachlicher auf (Interview mit TS)

Aber was soll man auch von „Experten“ wie von Heusinger und einem T Fritsche halten, die uns lange Zeit VERKAUFT (im Wortsinn) haben, dass wir mit Griechenland sogar Profite machen.

wowy Mai 24, 2012 um 08:48

@gelegentlich
Lassen wir die Bodenseerede außen vor. Was ich damals schon vertreten habe und was in einem Rechtsstaat selbstverständlich sein sollte: Anfangsverdacht, Ermittlungen, Beweise (oder auch keine), —->Einstellung des Verfahrens oder Verurteilung. Solange, wie oben erwähnt, gilt die Unschuldsvermutung.
Nichts, aber auch gar nichts davon ist bis kurz vor dem Rücktritt geschehen. Erst als ein Anfangsverdacht formuliert wurde, die Frage der Immunität also relevant wurde, wurde Wulff zum Rücktritt gedrängt. Warum hat der Bundestag die Immunität nicht aufgehoben?
Die bis dahin geführte Pressekampagne war schlicht unverhältnismäßig. Dass die Bild jetzt noch den Henri-Nannen-Preis bekommen hat, setzt der ganzen Geschichte wirklich die Krone auf. Wenigstens hat Hans Leyendecker mit seinen Kollegen ein Zeichen gesetzt.

gelegentlich Mai 24, 2012 um 08:52

Ob es nur deshalb in Italien bergab ging weiß ich nicht. Mir ist auch nicht klar ob mein ein Volk wegzaubert wenn es keine nationale Währung mehr hat.
Reisefreiheit ist für mich eine notwendige, aber nicht eine hinreichende Bedingung für das europäische Haus.
Wenn ich die Intention Mitterands, als der die Zustimmung Frankreichs zur Wiedervereinigung geben sollte, richtig verstanden habe ging es darum, eine politische Übermacht dieser zentralen Macht in Europa, erst recht auf Kosten Frankreichs, zu verhindern. Deshalb der Verzicht auf die DM, die Einführung des Euro. Diesen Gedanken halte ich nach wie vor für richtig, die Umsetzung für falsch.
Die gegenwärtigen Kalamitäten sehe ich auch als Zwang, jetzt und nicht übermorgen eine bessere Grundlage zu finden. Dass Sarrazin und Andere in dem Moment den Euro problematisieren, in dem die Exportwirtschaft merkt, dass Europa für sie ein bißchen weniger wichtig wird, ist im Kontext der europäischen Politik ein Unding. Will man so das Vertrauen Anderer erringen?
http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/36/36993/1.html

keiner Mai 24, 2012 um 09:00

Das Vertrauen der Märkte muss zurückgewonnen werden, sagt die Mergel und der Schäuple, alles andere ist nicht relevant…

holger Mai 24, 2012 um 09:07

@ gelegentlich

Peer hat alles gesagt. Mehr gibt es dazu nicht mehr zu sagen. Man kann daraus seine Schlüsse ziehen oder auch nicht. Ich stelle es nochmal hier hin:

Aus den Erfahrungen des Dreißigjährigen Krieges von 1914 bis 1945 entsprang das Ursprungsmotiv der europäischen Integration: die Einbindung Deutschlands in eine westliche Staatengemeinschaft, um den Fehler des Versailler Vertrages mit einer gefährlichen Isolierung Deutschlands nicht zu wiederholen und um ein zusätzliches Bollwerk gegen die expansiven Gelüste der Sowjetunion zu haben. Nach der deutschen Wiedervereinigung trat das Motiv hinzu, die starke D-Mark des politisch, ökonomisch, finanziell und bevölkerungsmäßig wiedererstarkten Klotzes im Zentrum der europäischen Geographie (neun direkten Nachbarn, die nicht durchgängig gute Erfahrungen mit uns gemacht haben) einzubinden.

Dann mache ich eben den Vorschlag, den ich damals schon bei WGNX gemacht habe, lösen wir den Staatenbund von Bismarck einfach wieder auf. Ich übernehme Preußen.

Nanuk Mai 24, 2012 um 09:29

Lang lebe Holger der 1 König von Preussen
Grüsse von
Kamerad Schnürschuh und die zackigen Knobelbecher

topi Mai 24, 2012 um 09:49

gelegentlich, nanuk

>>,,Wir” bekommen doch nicht nur wertlose Schuldpapiere außerhalb Deutschlands dafür?”

Doch!>>

Nein!

Wir haben Arbeit Arbeit Arbeit dafür!

Ok, man könnte auch meinen, man könnte einfach weniger arbeiten, statt mehr, und das Zeug (quasi) zu verschenken. Aber das ist eine Mentalitätsfrage. :roll:

Nein, der Kern ist die Verteilung, immer wieder.
Das Exportmodell mit Lohndumping schafft Arbeit, und so trickeln noch genug Brosamen runter, von den enormen Gewinnen der Exporteuer und Finanzer, und D steht da als Grundsolider Fels inmitten der tosenden Schuldensee.

Dabei weiß jeder, der nicht die Augen verschließt, dass diese Export”erfolge” nur die andere Seite der Verschuldung sind.

holger Mai 24, 2012 um 09:52

Was heißt das: Die starke DM einzubinden? Das heißt Kaufkraft zu verschenken. Arbeitskraft zu verschenken. Nichts anderes.

Was heißt das: Aus den Erfahrungen des 30 jährigen Krieges? Wer hat denn den angefangen? Welche Kader haben den WK I gefordert? Hatte ja nicht gereicht, die Mark europäisch zu integrieren. Goldene 20er dann Hyperinflation und dann der nächste Ochse. Danach war es dann erst perfetto mit der “Integration”. Zahlemann & Söhne. Dann “Wiedervereinigung” Ramschverkauf der Ossis. Dann Euro auf verlangen Frankreichs. Und nun? Ganz große Merde! Nicht bei uns, nein, bei den Südstaaten. Und nun? Wieder Deutschland isoliert als Bollwerk. Nun fällt den Köppen da oben nix mehr ein. Wegen der Integration von Deutschland in Europa. Die Sozialisten sind mit ihrem Latein am Ende. Entweder löst man Deutschland auf, aber Integration kann und wird nicht stattfinden. Das kann dieses Volk einfach nicht. Soll es aufhören zu arbeiten? Es gibt kein anderes Volk, was solche Standards gesetzt hat, positiv wie negativ. Entweder knüppelt man dieses Volk endlich mal zu Tode, oder man lässt es mal die Früchte ernten dürfen. Wir sind ein “reiches” Volk. Nur man gönnt es keinem. Und wer das nicht glaubt, der soll Tacitus lesen.

holger Mai 24, 2012 um 09:55

@Nanuk Mai 24, 2012 um 09:29
Lang lebe Holger der 1 König von Preussen
Grüsse von
Kamerad Schnürschuh und die zackigen Knobelbecher”

:D nee, die gibts bei mir dann nicht. Ich nehme mir ein Beispiel an “Borussia” Dortmunds Kloppo…

soldatenkoenig Mai 24, 2012 um 10:01

@holger

Nein!
Preussen übernehme ich.
Meine Kollegen aus wielkopolska sind auch mit dabei. (Aussage:Preussen können wir werden, Deutsche nie)

Und aus dem Spree-Athen machen wir wieder ein preussisches Sparta.

Das Sauerland und die niederrheinischen Karnevalskapitalisten können sich ja Fronkroisch anschliessen.

Nanuk Mai 24, 2012 um 10:34

Mit den Polen hat Sarrazin ja so seine Erfahrungen…
http://www.youtube.com/watch?v=Ki9zelWmzcs

snozin Mai 24, 2012 um 10:40

Kaiser Wühlhelm:

“Und ich..?”

gelegentlich Mai 24, 2012 um 10:48

Was ,,wir” von den Exporten haben:

http://www.taz.de/Prekaere-Arbeitsverhaeltnisse/Kommentare/!c93849/

Eine der angesehensten wissenschaftlichen Einrichtungen der Welt versucht ihr Kerngeschäft mit unter Tarif bezahlten Eintagsfliegen-Tagelöhnern zu machen. Und das in dem Moment, wo die Meinungsstreuer/Agendasetter der Milliardärsmedien die Botschaft trompeten ,,wir” hätten zu wenig gute Fachkräfte. Das Sittenbild 2012 muss wohl aus schwarz grundierte Leinwand gemalt werden.

baba Mai 24, 2012 um 12:00

Was mich so traurig stimmt, ist, dass

die Mißachtung einer EINZIGEN, GRUNDLEGENDEN Regel = “NO BAILOUT”

nun schon jahrelang und auf weiter unabsehbare Zeit zu Anfeindungen, “Rettungs-Theater”, Geld-Verpuffungen und unendlicher geistiger Energie-Verschwendung führt.

Und das schon bei dem obendrein völlig unbedeutenden, kleinen Griechenland.
Da sieht man schon die nächsten 1000 Fernseh-Plapperrunden, die 10.000 neuen Presse-Kommentare und “Rettungsvorschläge” zu Spanien, Italien Frankreich auf sich zu rollen.

Gegen diese Serien-Seifenoper “Euro” ist “Sturm der Liebe” wahrlich nur ein kleines Licht

f.luebberding f.luebberding Mai 24, 2012 um 12:10

baba

Damit gibst Du eine Stimmung gut wieder. Aber dieser Artikel ist ganz interessant.

Frankie Bernankie Mai 24, 2012 um 12:20

@holger

“Ich übernehme Preußen.”

Übernimmst Du Bayern mit? Vertretungshalber?

Deuxchevaux Mai 24, 2012 um 12:34

König von Preußen ohne Rheinland? Sprich Berlin, Brandenburg, McPomm, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und S-H….. da könnte man sich dann aber auch gleich zum König von Griechenland ausrufen!

soldatenkoenig Mai 24, 2012 um 13:04

@Deuxchevaux

Spass mit Ernst.

Berlin, Brandenburg, Anhalt, Mecklenburg, Westpreussen/Pommern, Ostpreussen.

Dann fangen wir ganz von unten – aber solide – wieder an, die Leute sind wenigstens durch die Sozialismuszeiten noch Entbehrungen gewohnt.
(Die Polen mit denen ich zusammenarbeite – aus dem Bereich der technischen Intelligenz – finden solche Gedankenspiele nicht völlig abstrus.)
Die Zukunft liegt für uns ganz klar im Osten.

holger Mai 24, 2012 um 13:32

@Frankie Bernankie Mai 24, 2012 um 12:20
@holger

“Ich übernehme Preußen.”

Übernimmst Du Bayern mit? Vertretungshalber?”

Nein, das kannst Du machen. :D Gibt bestimmt nen App bei deinem Chef.

holger Mai 24, 2012 um 13:53

Und Sinn soll endlich mal aufhören mit seiner Verarschung

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ifo-Index-sackt-deutlich-ab-article6340936.html

Soll er einfach mal das Maul halten, der Kasper…

“Deutschland steht wirtschaftlich jedoch gut da: Trotz sinkender Investitionen in Maschinen und Gebäude”

Was hat der Meister der “I=S” Strategie nicht alles von sich gegeben? Der hat se nicht mehr alle. Ich dachte vor lauter Furcht hätten die Investoren in D Investiert. Der soll Fischstäbchen braten…

Nanuk Mai 24, 2012 um 14:27

@holger
Eine neue Art für die Gestaltung Ihres Traumhauses
Hier wurde ein völlig neues System entwickelt, das das Bauwesen revolutioniert. Mit Verkleidungssteinen, die nur wenige Zentimeter dick sind, ist dank geringer Kosten und der einfachen Verlegung das Errichten von Mauern oder die Verkleidung von bereits existierenden Mauern sowohl im Innenbereich als auch im Freien für alle erschwinglich geworden.Die Farben, Eisenablagerungen und Moosbewachsungen sind die besonderen Merkmale, durch die sich unsere Produkte auszeichnen und die die wichtige Funktion erfüllen, das Gefühl vergangener Zeiten hervorzurufen und Botschaften und Eindrücke zu vermitteln, die oft nicht einmal von eben erst geschlagenen Natursteinen ausgehen.

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h.huett Mai 24, 2012 um 14:33

alle

Wer hier was übernimmt und entsprechende Titel anmeldet, hat seine Rechnung ohne die Blogherren gemacht. Lübberding wird Graf Frank Viertelvorzwölfte von Arnsberg, ich fremdel noch mit der Idee, aber die Pfalzgrafschaft Tübingen mit Schloss Bebenhausen passt ganz gut. Stephan geht als Freiherr nach Purkersdorf und eFlation wird Kammerherr in Höchst.

Die benannten Gebiete sind exterritorial zu allen zuvor erhobenen Ansprüchen, haben eigene Münze, Börse und Schäferhunde.

Sonst noch was? Ach, nicht zu vergessen, wir erheben einen unwideruflichen Geltungsanspruch auf Sinn und Unsinn der nächsten Sprache. Gesetze, die unserer Unsinnsprobe nicht standhalten, verfallen augenblicklich.

Noch was?

Frankie Bernankie Mai 24, 2012 um 14:36

@holger

“Übernimmst Du Bayern mit? Vertretungshalber?”

Nein, das kannst Du machen. ”

Schön blöd wäre ich.
Was viele verdrängen: Bayern alleine funktioniert nämlich nicht.
Bayern funktioniert nur , wenns eingebettet ist ein grösseres Ganzes. Dann holt es sich die Schlauköpfe aus Restdeutschland ins schöne Alpenvorland, prosperiert und kann sich besser als die anderen fühlen.

Aber ganz alleine? Das haut nicht hin.

soldatenkoenig Mai 24, 2012 um 14:45

@Herr Hütt,

Es ist zwar viel Geblödel mit im Spiel aber ich halte sogar ein Auseinanderbrechen von Deutschland in Folge des kommenden Euro-Endsiegs für möglich.

Wie heisst es so schön – Das Hemd ist näher als die Hose -
Das gilt sogar für solidarische Grüne.

Herr Kretschmann/Badische Zeitung
Der Länderfinanzausgleich sei anreizfeindlich, da Länder, die mehr Steuern einnehmen, auch mehr einzahlen müssen. Es sei ein echtes Problem, dass Bayern fast die Hälfte in den Ausgleichstopf einzahle und das Land Berlin fast 50 Prozent erhalte. Es sei klar, dass die Bayern und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) angesichts dieser Entwicklung allmählich nervös würden. “Da habe ich Verständnis für den Kollegen Seehofer.”

Der Grünen-Politiker schloss einen Gang zum Bundesverfassungsgericht nicht aus, will aber lieber den Verhandlungsweg beschreiten. “Wir behalten uns die Klage als letztes Mittel vor, wenn sich die Nehmer einem Verhandlungskonzept verweigern.”

h.huett Mai 24, 2012 um 14:49

Mein Soldatenkönig,

wie wollte ich daran zweifeln? Die Kohäsion nimmt ab, die Ligaturen vergehen, unmittelbarer Zwang wird nur noch verlacht. Vor drei Jahren erschien eine Studie in Sankt Petersburg, die auch die USA auseinanderbrechen sieht. Ihr Verfasser ist für die Ausbildung der russischen Diplomatie ungefähr so wichtig wie die spooks hinter dem Small Wars Journal für den Nachwuchs in Foggy Bottom.

Es wird nicht lustig. Da kann Frau Merkel noch so grimmig schauen. Sie vertraut inzwischen offenbar auf Magie.

soldatenkoenig Mai 24, 2012 um 15:04

@Herr Hütt,

wenn Sie im Prinzip ähnliche worst case szenarien sehen, verstehe ich aber Ihren Lösungsansatz nicht.

Im Prinzip müsste man das EU-Konstrukt in kleine dezentral organisierte Einheiten zerlegen, die dynamisch zwischen komletter Autarkie bis zu eng verbundenen Schnittstellen “pendeln” können.
So würde man bei einem technischen System, Software-Recoding etc. vorgehen.

h.huett Mai 24, 2012 um 15:07

soldatenkönig

Das klingt alles sehr optimistisch. Das Problem liegt doch eher darin, dass die Rückabwicklung komplexer Pfadlogiken mitsamt der für sie etablierten Hard- und Softwarestrukturen praktisch undenkbar ist, also die Rohheit der Situation nach dem Bruch weder gedacht worden ist noch Aussicht auf Eindämmung besteht.

Zurück zur Cormac McCarthy-Lektüre THE ROAD. sosiehtsaus

Doktor D Mai 24, 2012 um 15:20

@h.huett: Ich halte es mehr mir ihr http://bit.ly/1a16K0

h.huett Mai 24, 2012 um 15:27

Doktor D

Nicht zu vergessen die nach 1970 versprengten Hippies von Vineland und ihre Derivate, die Pynchon die Thanatoiden nennt. Die werden ohne Soaps in den Mythosmodus zurückschalten, mündliche Überlieferung, solange noch jemand zuhört.

holger Mai 24, 2012 um 15:52

huett

—>>>Die benannten Gebiete sind exterritorial zu allen zuvor erhobenen Ansprüchen, haben eigene Münze, Börse und Schäferhunde.”

Typisch… Katholiken :D

holger Mai 24, 2012 um 15:55

@ Frankie

—>>>Schön blöd wäre ich.”

Ach komm, King of Bavaria ist doch was feines. Jedenfalls in Oberbayern. :D

Deuxchevaux Mai 24, 2012 um 15:56

@ Frankie
Solche Schlauschädel wie H.-W. Sinn (geb. in Brake). Da würd ichs dann lieber mit Österreichs Kreisky halten….

holger Mai 24, 2012 um 15:59

huett

—>>> Lübberding wird Graf Frank Viertelvorzwölfte von Arnsberg,”

Ich dachte das wäre Münte… Na vielleicht kann er die junge Liebschaft ja noch übernehmen, so als Mitgift oder so :D

h.huett Mai 24, 2012 um 16:26

holger

Münte kehrt zurüück in die verwaltende Aufgabe. Wie lange seine Frau das aushält im finsteren Tann, das wissen die Götter.

keiner Mai 24, 2012 um 21:35

Brechende Neuigkeiten: Alles nur Autokram, das Wacksthum:

http://ftalphaville.ft.com/blog/2012/05/24/1013961/car-driven-gdp-growth/

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