Unter Frau Merkels Sofa

by f.luebberding on 30. Mai 2012

In der Eurozone geht es zu, wie bei Hempels unter dem berühmten Sofa. Wahrscheinlich hat die Hausherrin in Gestalt der deutschen Bundeskanzlerin schon längst den Überblick verloren. Schließlich wird von ihr innenpolitisch auch noch etwas erwartet. In Griechenland warten dagegen alle auf die Parlamentswahlen am 17. Juni, während in Spanien bis dahin in Zeitlupe das Bankensystem abgesoffen sein wird. Morgen werden zudem die Iren über den Fiskalpakt abstimmen, dessen Konstruktion schon überholt ist, bevor er überhaupt im Bundestag zur Abstimmung kommt. Schließlich ist Spanien der Beleg für die Absurdität einer Sichtweise, die das europäische Währungsproblem als ein Staatsschuldenproblem diagnostiziert hat. Hier erleben wir gerade den Versuch der Verstaatlichung privater Schulden. Die Iren könnten den Spaniern daher einen guten Rat geben: Lasst die Banken sterben, nicht den Staatshaushalt.

Die Eurokrise hat im Gegensatz zu allen anderen Krisen, die uns so heimsuchen, ein Spezifikum. Hier agieren nationalstaatliche Politiksysteme mit den besonderen Problemen ihrer jeweiligen Volkswirtschaften, während sie gleichzeitig über die EU und die Mechanismen einer Währungsunion miteinander verkoppelt worden sind. Nur aus dem Grund kann eine ordinäre Bankenkrise in Folge einer geplatzten Immobilienblase (wie in Spanien) oder ein zusammengebrochenes Klientelsystem (wie in Griechenland) direkte Rückkopplungseffekte auf die gesamte Eurozone auslösen. Es geht immer um eine Frage: Wird das am Ende zuerst zur Pleite (sprich Zahlungsunfähigkeit) eines Eurostaates führen und anschließend zum Zusammenbruch der Eurozone? So steigen wegen Spanien die Zinsen für italienische Staatsanleihen, obwohl es zwischen Italien und Spanien in der Beziehung keinen direkten Zusammenhang gibt, der das rechtfertigte. Der Lösungsvorschlag der Bundeskanzlerin lautetete bisher, diesen Rückkopplungsmechanismus noch zu verstärken. Sie setzte in der besonders geplagten Europeripherie einen Austeritätskurs durch, der für die Probleme einer “Bilanzrezession” (Richard Koo) einen Effekt hatte. Er verschärfte noch die Krise.

Das kann man jetzt an jedem Eurostaat einzeln durchdeklinieren. So hat Spanien im Kern ein simples Problem. Nach dem Zusammenbruch der Immobilienblase sitzen die Banken mitten in der Rezession auf einen Haufen uneinbringbarer Kredite. Die Kreditnehmer sind entweder im Konkurs, arbeitslos geworden oder nicht mehr solvent genug, um die im Boom eingegangenen Verpflichtungen erfüllen zu können. So war das auch nach 1990 in Japan – und nach 2007 in den USA, Irland und Großbritannien. Was ist jetzt zu tun? Die bankrotten Zombiebanken abzuwickeln, um die Volkswirtschaft von diesem Ballast früherer Irrtümer befreien zu können. Erst dann hat die schwere Krise eine sinnvolle Funktion. Sie ermöglicht die Anpassung an neue Bedingungen – mit einem radikal verkleinerten Immobilien- und Bausektor. In dieser Situation kann nur der Staat helfen. Er muss den Strukturwandel in andere Sektoren wirksam unterstützen, außerdem den desaströsen Wegfall des privaten Konsums und von Unternehmensinvestitionen abmildern. Sprich höhere Staatsdefizite in der Restrukturierungsphase hinnehmen. Was der Staat aber nicht machen muss: Diese Zombiebanken durch Rekapitalisierung ohne vorherige Insolvenz am Leben zu erhalten. So kann nämlich der desaströse Kreditüberhang nicht verschwinden. Dann würden auch solche radikale Maßnahmen nichts helfen.

Nun hat der Konkurs spanischer Banken durchaus Auswirkungen auf das europäische – und deutsche – Bankensystem. Diese hatten nämlich die Expansion der Spanier finanziert. So ist das: Im Kapitalismus wird man für die Folgen seiner Irrtümer verantwortlich gemacht. Nur gibt es heute keinen Grund, diese Verantwortung den deutschen und europäischen Banken abzunehmen. Im Gegensatz zu 2008 droht nämlich keineswegs der Zusammenbruch des Geldsystems, wenn diese Banken jetzt Abschreibungen auf ihre spanischen Kredite machen müssten. Es gibt im Gegensatz zu 2008 eine Vielzahl an Instrumenten, die das Management eines solchen Bankenkrachs ermöglichen. Nur was diskutiert man in Spanien? Ausgerechnet diese Schulden aus dem Privatsektor zu verstaatlichen – und damit die eigenen Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Strukturwandel zu ruinieren. Gleichzeitig stehen nämlich die spanischen Regionen kurz vor der Zahlungsunfähigkeit.

Wir dämlich ist das denn? Sie gefährden die Finanzierung elementarer Staatsaufgaben (wie Bildung und Gesundheit), um Banken zu retten, die auf Krediten sitzen, die niemand zurückzahlen kann. Gleichzeitig übt die Bundesregierung Druck aus, um die Krisenbedingt höheren Staatsdefizite durch Ausgabenkürzungen zu reduzieren. Mit dem Effekt, dass sich die Krise weiter verschärft. Stattdessen sollte sich die Bundesregierung um die Folgen der Insolvenz spanischer Banken auf das deutsche Bankensystem kümmern. Aber davon ist seltsamerweise nicht die Rede. Woran das wohl liegt?

Spanien gerät jetzt aus guten Gründen auf den Finanzmärkten unter Druck. Zwar wollen die Finanzinvestoren gerne gerettet werden, aber sie sind nicht so blöd, dass sie die Folgen nicht sehen, die diese Politik haben wird. Den Zusammenbruch der Eurozone. Deren Mechanismen führen zur faktischen Unlösbarkeit der spezifischen Probleme einzelner Volkswirtschaften. Welche absurden Folgen etwa ein Austritt Griechenlands haben wird, kann man hier nachlesen:

“The irony of the present situation is that the one country that has the largest absolute exposure and that dictates much of the policy on Greece is also the one that in the end is likely to lose the least (0.3% of GDP). (Es geht um Deutschland. F.L.) The real burden of a Greek exit would fall disproportionally on the weaker members of the Eurozone, which would be hit by a ‘double’ whammy of the contagion effects and the direct fiscal costs, which for them would be ten times as high at about 2.2% of GDP.”

Zwar kann man jetzt wie Wolfgang Lieb versuchen, în dieser Politik eine Strategie zu vermuten. Tatsächlich aber hat sich dieses Eurosystem als nicht steuerbar erweisen, wenigstens unter den Bedingungen, die heute existieren. Die Verschränkung innenpolitischer Restriktionen (etwa in Deutschland als das Ressentiment “schwäbischer Hausfrauen”), spezifischer ökonomischer Bedingungen einzelner Volkswirtschaften und das Missmanagement des Euroraums führen zum schleichenden Verfall des Eurosystems. Sarrazin hat darauf seine Handlungsempfehlungen aufgebaut: Einfach nichts zu tun, außer das, was man bisher vertraglich zugesagt hatte. Gregor Keuschnig hat in seiner Rezension des Sarrazin-Buches auf einen interessanten Punkt hingewiesen:

“Wie aus dieser Haltung heraus ein neues »Narrativ« für Europa jenseits des »W« in der alten »EWG« entstehen soll, bleibt fraglich. Es ist ein massives Versagen nahezu aller politischen Eliten, die Fokussierung auf das Ökonomische betrieben zu haben. Zumal es in Zeiten der Prosperität und Stabilität des Euro ein willkommenes Argument war. Jetzt bricht es weg und es gibt keine neue, belebende Geschichte.”

Tatsächlich zeigt Sarrazin nur eins: Die Eurozone kann unter diesen ökonomischen Bedingungen nicht funktionieren. Es fehlt aber schlicht der politische Wille unter Frau Merkels Sofa aufzuräumen – und diese Struktur so zu verändern, dass sie nicht Problemverschärfend wirkt. Dazu brauchte man aber eine “neue, belebende Geschichte”.

Wir werden sehen, ob sie jemand noch erzählen wird. Wem eine einfällt, darf sich in den Kommentaren melden.

update

Flucht in Staatsanleihen.

Überlegungen zur Bankenunion.

Das Versagen der Aufseher.

31.05.2012

Gute Zusammenfassung zu Spanien.

 

{ 342 comments… read them below or add one }

Natalius Juni 3, 2012 um 03:32

@topi

Als HuWi-affiner NaWi muss ich sagen: Das Erschreckende (und zugleich Beruhigende) ist, daß es funzt. Würden wir nicht so vorgehen, würde eine erratische Systematik (oder eine systematische Erratik) entstehen, die noch schlimmer wäre. Menschliche Denke ist eben begrenzt durch unsere Sinne (das hat GG – richtig und wichtig – hervorgehoben). Ich hab den cheap trick betont, nicht um Fächer niederzumachen, sondern, weil wir im Moment nicht weiter sind. Umso wichtiger ist es, daß wir aufeinander zugehen – heraus aus Fachkulturen kommend. Wir brauchen GESAMTUNIVERSITÄTEN – ganz im ursprünglichen Sinne.

"gg" Juni 3, 2012 um 08:07

@ Alle

http://wissen.dradio.de/netz-reporter-xl-chancen-fuer-neuen-wirtschaftsjournalismus.126.de.html?dram:article_id=207557

Geht es wieder von unter dem Sofa hervor?

Wer versteht und erklärt das Cricketspiel?

holger Juni 3, 2012 um 09:23

@ Natalius

—>>>Aber ich hasse es, nur noch eine (konstante und voll integrierte) Person sein zu müssen, ich will nicht den perfekten Funktionsmenschen spielen müssen, der nur eine Person ausleben darf.”

Das sagt alles aus. Ich habe viele getroffen, die genau das auch im realen Leben bestätigen. Sie möchten keine Funktionsmenschen sein. mE ist aber die Flucht in die Avatar-Welt nicht nützlich. vielleicht psychologisch. Und ja, manchmal sollte man Job und Wunsch auch in der Identität trennen. Nur brauche ich das nicht. Ich bin in keiner Position wo ich das müsste.

—>>> Dann haste Dein face2face, Holger. Ein Gesicht, ein Buch, von mir aus n, eine Rolle. Aber eben nichts Hochdimensionales, nicht das Faszinosum einer multiplen Existenz in “echt” (weil es als “Produkt” von anderen weiterbenutzt wird).”

multiple Existenz ist gut. Sehr gut sogar. Das nennt man dann auch Spinner. Hochdimensionales? Kann ich nicht beantworten, habe lange danach gesucht, finde es nicht, kann aber in den Raum zurück.

@Thor Juni 3, 2012 um 00:58
Ich bin für “Zaras” Lösung. Dann habt ihr eure Face to Face Kommunikation pur.”

Ach komm, das ist ja nun wieder mit der Keule ausgedrückt.

@topi Juni 3, 2012 um 02:35
@ gg

” Wir haben fünf Sinne.”

Das glaubst du vielleicht ;-) ”

Ja “gg” der @topi weiß da vieles mehr. Wir haben mehr als 5 Sinne.

@ Natalius

—>>> Das reicht mir. Aber irgendwo ist “Mensch sein” mehr als die Maske des Erfolgs. ”

Natürlich ist es das. Ich freue mich immer noch wie ein kleines Kind, wenn ich was bastele, und es funktioniert tatsächlich. Und dann auch noch was, was in die Grundlagenforschung eingehen wird. Ob das nun das dicke fette Moos bringt? egal.

Ich sach nur eines, vielleicht liegt es daran, dass ich mir selber keinen Druck mehr mache, und auch keinem Druck ausgesetzt bin. Ich kann von mir behaupten, ich lebe nun mein Leben. Wenn ich will mache ich was, und wenn nicht, dann eben nicht. Mir hat letztens einer gesagt, ich müsste aber. Ganz falsche Order. Ich muss gar nichts. Und wer mir beruflich auf den Sack geht, verschwindet aus dem Adressbuch. So als Selbstschutz. Ich hab zu oft Ja sagen müssen zu Dingen, wo ich schon wusste, oha, das geht bestimmt schief. Also habe ich lernen müssen Nein zu sagen. Mit allen Konsequenzen die sich hinter einem Nein verbergen. Aber das befreit.

holger Juni 3, 2012 um 09:41

Und Natalius

den größten Druck haben mir meine Kinder (19&15) abgenommen. Der Große hat sein Fachabi durch mit Links, steht nun auf eigenen Füßen (Lehre) und der Kleine macht das auch mit Links. Und hat auch jetzt schon eine Lehrstelle sicher. Ich habe immer Wert auf absolute Selbstständigkeit im Denken der Kinder gelegt. Es zahlt sich jetzt für mich aus. Es gab und gibt absolut keine Verbote. Nur die wichtigsten Regeln wurden immer eingehalten. Ansonsten war/ist pure Freiheit angesagt, und auch kein Behüten. Wenn der Kleine unbedingt mal mit der Kettensäge, sägen wollte, dann gab es erstmal eine ordentliche Einweisung. Und dann hat er eben gesägt. Und wenn ich am PC nicht weiter komme, na dann, ich weiß gar nicht, woher die das wissen :D

holger Juni 3, 2012 um 09:55

@Morph Juni 3, 2012 um 00:10
@Holger

Hab den Post in Deinem blog jetzt mal gelesen. Ich kapier überhaupt nicht, was Du damit zeigen willst”

Dass das nicht alles auf dem neuzeitigen Mist gewachsen ist, sonder schon im alten Testament ne Rolle gespielt hat. Könnte man schon kapieren. Ich hab das AT jedenfalls nicht geschrieben. Und ich wüsste auch nicht, dass das schon verboten wäre. Und wenn man es mal (und ich darf das) aus religiöser neutraler Sicht betrachtet, dann würde dieses Buch Dato in neuer Auflage in Schrift und Form aber auf dem Index stehen. Das Buch Mose (Ballerspiele und auch mein Kampf sind ein Fliegenschiss dagegen). Ich weiß noch wie @fl sich über den Begriff “heiliges Volk” aufgeregt hat. Nichts anderes steht im Buch Mose drin. Ich denke mal, dass das AT als anerkannte und seriöse Quelle angenommen wird. Dann werde ich beim nächsten Gedicht, daraus nur zitieren. Dann brauche ich mir nicht den Vorwurf machen zu lassen. Dann musste dich schon mit Mose kloppen. Das nennt sich “für unzuständig erklären und weiterleiten”. Aber nur in militärischen Fachkreisen :D

Degnaphta Juni 3, 2012 um 11:05

@ Morph
“…
Auf dieser Ebene kann man diskutieren. Dein Argument: Ich kann nicht gesagt haben, was Du gelesen hast, weil ich es nicht sagen wollte, setzt systematisch falsch an, weil nicht die persönliche Redeabsicht über die Semantik des Gesagten entscheidet, sondern die objektive Bedeutung des Gesagten nach Maßgabe der öffentlich geltenden Semantik und Logik.”

Da liegst du leicht neben der Spur, denn “objektive Bedeutung” halte ich für eine Illusion. Nicht nur das Sagen-Wollen spielt eine Rolle sondern auch das Verstehen-Wollen. Auch mischen das Sagen-Können und das Verstehen-Können mit in der Suppe.
Versucht man das tatsächlich, auf “öffentlich geltende Semantik und Logik” zu fixieren und damit zu reduzieren, dann scheitert das Unterfangen doch bereits mit dem Wechsel der Gesprächspartner.

Ähnlich sieht es mit den verschiedenen Geschmäckern aus. Ich stimme dir darin zu, daß die Beobachtung des zum Schmecken zu Verfügung Stehenden die Vermutung nahelegt, es gäbe nur eine begrenzte Anzahl von Geschmäckern. Ein paar Dutzend Frisuren für Millionen von dynamischen Frauen. ein paar künstliche Haarfarben gegen eine schier unendliche Palette natürlicher. Kaffee, Tee, Wein usw ebenso Klamotten und sonstige über Konsumgüter ausdrückbare Äußerlichkeiten haben ein Ausmaß der Gleichmacherei erreicht über die hochgelobte Massenproduktion, wie sie damals im kalten Krieg den bösen Buben auf der Ostseite unterstellt wurde, die allerdings -jedenfalls nach meinem Kenntnisstand- so niemals erreicht wurde, und von der ebenfalls zweifelhaft ist, ob sie überhaupt beabsichtigt war.
Das ist wieder so eine bemerkenswerte Leistung der Moderne, daß sie einerseits den totalen Individualismus predigt, aber nur ein paar murkelige Schablonen dafür zu Verfügung stellt, deren Kombination recht schnell erschöpft ist, will man sich über dieses Angebot individualisieren. Wer in der Sphäre der Erfolgreichen mitschwimmen möchte, hat noch weniger Auswahl (wenige Uhren- oder Automarken usw), die sich dann nur noch über die Schwere der Erreichbarkeit als besonders auszeichnen.
Dabei orientiert sich diese schwere jedoch nicht an menschlichen Kategorien aus dem Bereich der körperlichen oder geistigen Fähigkeiten, sondern an etwas so Transzendiertem wie Geld.

Das ist ziemlich faszinierend, zumal ja zu erkennen ist, daß es so nicht funktioniert. zara@150erhorde wird hier gerne als ultimatives Schreckgespenst hingestellt, dabei führt der aktuelle Umgang der Menschen miteinander zu genau dem, was mit diesem Schreckgespenst assoziiert wird. Deswegen halte ich es für voreilig, zara@150erhorde darauf reduzieren zu wollen.
Denn diese ganze Avatar-basierte Kommunikation ebenso wie die virtuelle face2face-Kommunikation unterscheiden sich von dem realweltlichen Beisammensein dadurch, daß die sinnliche Wahrnehmung des Gegenübers erkennbar beschränkt ist. Auch ich weiß, daß wir mehr als die fünf “offiziellen” Sinne haben. Dieses Mehr allerdings ist nicht kompatibel zu den verwendeten Kommunikationsmedien, die ja sogar die Versuchung erzeugen, mit “öffentlich geltender Semantik und Logik” Gewißheit zu schaffen.
Der Versuch, via Musik die Grenzen des geschriebenen Wortes zu durchbrechen, ist ein Ansatz, der bei einem Teil der Adressaten fünktionieren mag und bei einem anderen zum Scheitern verurteilt ist. Das jedoch gilt auch für einen ausformulierten Satz. Ohne den versuch bliebe die online-Kommunikation jedoch kleiner als mit, weshalb ich das eigentlich begrüße… auch wenn mich die Pop-Schiene nicht richtig antörnt, aber immerhin funktioniert es als kleiner Anschubs für eine Zeitreise :-)

Daß wir alle mit multiplen Rollen unser Leben bestreiten, dürfte doch auf de Hand liegen. Warum wir uns gegenseitig jedoch so schnell auf Grund von Äußerlichkeiten in Schubladen stecken, dürfte seine Ursache in den ausschließlich so funktionierenden MSM haben. Die liefern uns ein paar Typen zum Andocken und verweigern den differenzierten Blick. Beim Nachwuchs hat das schon große Schäden hinterlassen, da die eifrigsten Adepten einer solchen Weltsicht nur noch über eine entsprechend verkleinerte Welt verfügen. Denen jetzt was anderes erzählen zu wollen, landet dann beim Versuch, einem Blinden die Farben zu erklären.
So erstaunlich einem radikale Kreationisten oder Ufologen vorkommen mögen, so befremdlich sind fundamentalistische Positivisten oder durchgeknallte szientistische Positionen. Aber irgendwie knallen wir nur noch zwischen den Extremen hin und her wie eine Flipperkugel zwischen den Schlagtürmen.

Morph Juni 3, 2012 um 11:06

@Holger

“Ich weiß noch wie @fl sich über den Begriff “heiliges Volk” aufgeregt hat. Nichts anderes steht im Buch Mose drin. Ich denke mal, dass das AT als anerkannte und seriöse Quelle angenommen wird. Dann werde ich beim nächsten Gedicht, daraus nur zitieren. Dann brauche ich mir nicht den Vorwurf machen zu lassen.”

Wenn Du über die Politik moderner Staaten urteilen willst, solltest Du deren Verfassungen, deren Parteiensysteme und deren wechselnde Regierungen beobachten, aber nicht irgendwelche Jahrtausende alten Religionsschriften.

Du unterstellst mit Deinen Überlegungen ein jüdisches Kollektivsubjekt, das über die Jahrtausende eine gleich bleibende Agenda verfolgt hat, die man schon den ältesten Texten des Judentums ablesen kann. Und das ist nun mal eine typisch antisemitische Denkfigur.

Du möchtest halt gern, dass Deine Überlegungen nicht antisemitisch genannt werden, sondern als das anerkannt werden, für das Du sie hältst: die lautere Wahrheit. Den Gefallen werde ich Dir zumindest nicht tun. Es ist und bleibt antisemitischer Denkschrott ohne Sinn und Verstand.

14 Juni 3, 2012 um 11:32

Unter dem Sofa verkrochen, befindet sich auch immer noch 33 Prozent Bildungsplagiat Frau Professor Dr. Dr. Dr. Dr. dr. Schavan…

[Ab einer gewissen postingzahl kommt immer wissenschaftlich laber Toleranzschlaumorph und dann gehts noch dreihundert postings weiter. Ich lese da lange nicht mehr mit, seine Kommentare sind immer g e f ü h l t e zwei Drittel zu lang. Warum wohl?]

holger Juni 3, 2012 um 11:35

@ Degnaphta

—>>>Daß wir alle mit multiplen Rollen unser Leben bestreiten, dürfte doch auf de Hand liegen. Warum wir uns gegenseitig jedoch so schnell auf Grund von Äußerlichkeiten in Schubladen stecken, dürfte seine Ursache in den ausschließlich so funktionierenden MSM haben.”

Na, ich habe jedenfalls meine Frau nicht wegen dem Internet und Auswahlkriterien kenne gelernt. Muss wohl Alt-modisch gewesen sein. :D

@ Morph

—>>>Du möchtest halt gern, dass Deine Überlegungen nicht antisemitisch genannt werden, sondern als das anerkannt werden, für das Du sie hältst: die lautere Wahrheit. Den Gefallen werde ich Dir zumindest nicht tun. Es ist und bleibt antisemitischer Denkschrott ohne Sinn und Verstand.”

Nein, ich stelle das nur in den Raum, was die heilige Schrift so offenbart. Den Schuh zieh und muss ich mir nicht anziehen.

—>>>Du unterstellst mit Deinen Überlegungen ein jüdisches Kollektivsubjekt, das über die Jahrtausende eine gleich bleibende Agenda verfolgt hat, die man schon den ältesten Texten des Judentums ablesen kann. Und das ist nun mal eine typisch antisemitische Denkfigur.”

Ja, ich unterstelle da etwas. Aber nicht nur den Juden, sondern auch den Christenzweig (siehe Deschner). Wie gesagt, meinetwegen kannst du das weiterhin meinen, dass das eine antisemitische Denkfigur ist. Ich bin aufgrund dieser Dinge aus der Kirche ausgetreten. Und werde mich auch in keiner Kirche wieder finden. Für mich sind diese Texte archaisch, aber leider werden sie von Generation zu Generation weiter getragen. Und in diesen Quellen brodelt eine Gewalt, eine hässliche Fratze, die ich nicht mein eigen nennen kann. Antisemitisch kann ich nicht sein, habe ich auch geschrieben, Semiten sind verschieden Völker. Aber im Gegensatz zu Dir, habe ich mir die Bücher vermutlich angetan. Und ja, in religiösen Mystischen Kreisen wird das Brauchtum gepflegt.

All diese Bücher von JHWE plus Ableger pflegen kein miteinander. Sie hetzen zum Krieg auf. Auf brutalste Art und Weise. So gesehen, bin ich kein Antisemit, das geht nicht, ich bin Anti “Christ”.

"gg" Juni 3, 2012 um 11:45

“Ich sehe deshalb, den Rentieraspekt von Kapitalismus als vorübergehende Phase, die verschwindet sobald ihre Arbeit getan ist. Und mit dem Verschwinden seines Rentiersaspekts viel weiter übertragen wird ein Seewetter-Umschwung erlitten werden. Es wird vielmehr ein großer Vorteil der Ordnung der Ereignisse, den ich vertrete, dass, der Selbstmord des Rentiers des funktionslosen Investoren nichts plötzliches … und wird keine Revolution benötigen.”

Eigene Übersetzung von Graebers Keynes Zitat aus der GT 1936 Seite 345 auf seiner Seite 374.

Hat aber ganz schön lange gedauert diese Erkenntnis ww zu stellen ;-)

Unter den Rentiersaspekt fällt der Vermögensbestandserhalt bei möglichst höchsten Zinsertrag.

Die LobbyLeverager sind überall verknüpft :

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1771841/

“Wir müssen im übrigen immer sehen: Die Bank kann nur dort finanzieren, wo auch finanzierbare und ökonomisch sinnvolle Projekte vorliegen. Und wenn ich eben von den Best Banking Practices gesprochen haben, die für die Bank Leitlinie bleiben müssen, dann heißt das auch: Die Bank muss die Möglichkeit haben, jedes Projekt auf seine ökonomische und technische Sinnhaftigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls auch nein zu sagen, denn sonst verlieren wir das Vertrauen unserer Kapitalgeber. Die Bank hat im letzten Jahr 76 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Das heißt, da ist ein enormes Vertrauen auch in die Bank und übrigens auch in Europa drin zu erkennen. Und dieses Vertrauen dürfen wir nicht enttäuschen, sonst kriegen wir dieses Geld nicht mehr.”

Und

“Im übrigen dürfen Sie nicht übersehen: Die Bank hat auch ein starkes eigenes Interesse daran, auch in ökonomisch starken Ländern präsent zu sein, denn das Loan Book unseres Portfolio, das was wir auf unserer Bilanz stehen haben, das muss ja auch ansehnlich sein für unsere Kreditgeber. Und das heißt, wir sind auch sehr daran interessiert, unser Ausleihvolumen ist starken Ländern gegenseitig – also in den Niederlanden, in Finnland, in Deutschland – auch tatsächlich zu erhalten und auszubauen, denn das macht auch die Attraktivität dieser Bank aus.”

Das nennt sich Geschäfstfeldsicherung gedeckt durch 27 Staaten ohne Wettbewerbsrisiko. Denn die Privatbanken sind immer Cofinanzierer.

Die Schnittchensitzungen gehen weiter – würde Thilo am Dienstagnachmittag resümieren ?

Vier Stunden Sonntagsdenken sind um ;-)

Natalius Juni 3, 2012 um 11:51

@Holger
Von mir aus Spinner. Ist nur ein Begriff. Dann gibt es mindestens 2 Sorten Spinner. Die einen träumen von der göttlichen Feinstoff-Technologie des perpetuum mobile, die anderen machen Dinge real. Als Produkt für umme. Sie verstecken sich hinter Avataren, nennen es open source, und transformieren den Kapitalismus, real aus der Virtualität heraus. Die einen denken europäisch elitär ICH, GELD usw. die anderen asiatisch egalitär WIR, LEBEN etc. Alles hat aber zwei Seiten, wie ich unten noch zeigen will.

Gut, daß Du dich zwischen den Zeilen outest. So lernt man sich kennen. Wie gesagt, mein bester Freund redete so wie Du. Ist mir sympathisch. Eiermann halt, soll kein Vorwurf sondern Komplement bzgl. Vitalität sein. Drückt aber auch Denke aus. Z.B. bei dicken und fetten Fußstapfen denke ich nicht an Moos. Ich glaube es ist fair, wenn ich sage, daß man mich damit überhaupt nicht korrumpieren kann. Gedankenfreiheit ist viel viel wichtiger für die Sorte Spinner, zu der ich mich irgendwie daziurechne.

Wo gibt es Überlappungen? Neben Politik und Wirtschaft. Ach ja beim Fliegen z.B. Hier ein erschreckendes Beispiel, was heute mit open source funzt: http://www.youtube.com/watch?v=SNPJMk2fgJU
Setz ne Reihe cams drauf, bischen mehr Hochdimensionales, wie Gesichtserkennung und individueller Bewegungsablauf, und Du hast die Killertechnologie, von der Eiermänner träumen. Tja, die Russen. Vor ein paar Jahren habe ich mal ein T-shirt-Aufdruck entworfen. Rahmen mit airfield Karos. Rahmenfüllend:
STOP
DRONE
WARS!
Womit wir wieder beim Thema sind.

holger Juni 3, 2012 um 11:52

Und noch was Morph

ich lehne den Islam ab, das Christendumm, den jüdischen Glauben.

Wie viele Menschen wurden diesem Wahn schon zum Opfer? Wie viele Menschen hat Gott auf dem Gewissen? Weil er in ungläubig und gläubig aufteilt? Das steht alles in den Büchern drin. Ein Massaker sondergleichen. Wer Exkludiert? Dank des “Glaubens”? Das ist das was mich anwidert. Das ist für mich pervers. Wer hat den richtigen Gott? Ich weiß es nicht. Ich denke, gar keiner. Sie sind alle Gott los.

holger Juni 3, 2012 um 12:14

@ Natalius

den Quad kannte ich schon. :D Den gibts auch schon in groß. Open Source, gerne.

—>>>Gedankenfreiheit ist viel viel wichtiger für die Sorte Spinner, zu der ich mich irgendwie daziurechne.”

Ja, am wohlsten fühle ich mich in einer Werkstatt (Labor). Warum? Ich kann dir keine Antwort geben. Da werde ich quasi mir der Sache eins. Musste zwar im Januar fast wieder bei Null Anfangen F&E, aber egal. Ich werde mir demnächst auch so ein Quad Dingen kaufen (Modell), und es modifizieren. Like Coanda. Am “Ufo” bin ich dran, aber noch nicht zufrieden. Material. Mein Sohn hat schon ein paar Tassen gedengelt. Ach… der Tesla Brunnen funktioniert auch. :D werde ich in ca. 2 Monaten in den Garten stellen. Interessant interessant.

"gg" Juni 3, 2012 um 12:25

Habe mir mal die Baustelle mit den Unterkunftscontainern eines Projektes vor Ort bei den Beschäftigten angeschaut – das war nicht unter dem Sofa sondern über dem Containern ;-) dreistöckig …

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/neubau-der-ezb-die-maenner-vom-bau-11772044.html

Liest sich gut der Artikel .
2,50 /4,o0 € bis 10,00 / 13,40 € ist schon ein Lohnspielraum bei den Bausummen, die dann zu zahlen sind – so auch im Hoyer Interview – da spielt die Musike…

wowy Juni 3, 2012 um 12:35

@”gg” 12:25
Da habe ich ein déjà-vu. Das hatten wir beim Reichstag doch schon einmal.

#ESM
Die Legislative hat nichts mehr zu melden. Es wird nur noch exekutiert:
http://www.welt.de/wirtschaft/article106408462/Der-Geheimplan-fuer-ein-neues-Europa.html

h.huett Juni 3, 2012 um 13:07

wowy

Paul Jorion, der in Frankreich so was wie der selige wgnx mal in Deutschland war, also sehr populär, alles andere als Mainstream und immer gut für eine Überraschung, hat in seinem Blog die Abgeordneten der europäischen Parlamente dazu aufgefordert, die Paradoxie der “goldenen Regel” endlich zu verstehen.

Können ja nicht alle Stephan Ewald lesen, der das hier auch schon im Detail erläutert hat.

Bedauerlicherweise hat die sogenannte LINKE unter dem Mehrzweckzerstörer Lafontaine in Göttingen sich dazu entschieden, in den kommenden Monaten weiter ihren eigenen Untergang zum Hauptthema zu machen. Es bleibt also tatsächlich ein Thema der sogenannten Zivilgesellschaft, vor der Abstimmung im Bundestag Druck auf einsichtige Abgeordnete auszuüben, damit sie tatsächlich verstehen, was ihnen da zur Entscheidung vorgelegt wird.

"gg" Juni 3, 2012 um 13:35

Paul Jorion erklärt das Zins-Wachstums-Differential.
Das muss so richtig auf Bildzeitungstitelseitenniveau erklärt werden, um zu rocken.
Die Verlinkung zur BuBank-Analyse ist zu kompliziert.
Come on @wowy wo, sind die Marketingexperten?
Wem fällt ein passendes Bildnis ein – zum Schmunzeln oder hardcore bzw. beides?
Georg Schramm hatte mal die Tafel dazu in der Anstalt präsentiert.

http://www.youtube.com/watch?v=dAnNfAJnWkQ

Morph Juni 3, 2012 um 13:39

@Holger

“Wer Exkludiert? Dank des “Glaubens”? Das ist das was mich anwidert. Das ist für mich pervers. Wer hat den richtigen Gott? Ich weiß es nicht. Ich denke, gar keiner.”

Merkst Du nicht, wie Du exakt in der Logik tickst, die Du ‘pervers’ nennst? DU bist angewidert, für DICH ist etwas pervers, DU bezeichnest die Anhänger monotheistischer Religionen als “Gott los”. DU redest hier der Exklusion das Wort.

Du argumentierst wie die Fundamentalistien. Und wie Fundamentalismus sich in die Praxis übersetzt, wissen wir alle.

Komm einfach runter von Deinem fundamentalistischen Trip und übe akzeptieren, dass die Welt, in der wir leben, verdammt kompliziert ist!

wowy Juni 3, 2012 um 14:00

@”gg”
Welche Marketingexperten :-D

@hütt
Das informelle Treffen fand am 23. Mai statt. Gehen wir 63 Jahre zurück.
Wiederholt sich dort der Wiener Kongress in der Bankenvariante?

holger Juni 3, 2012 um 14:04

@ Morph

—>>>Du argumentierst wie die Fundamentalistien. Und wie Fundamentalismus sich in die Praxis übersetzt, wissen wir alle.”

Ich rufe aber nicht zum heiligen Krieg auf, sondern dazu: Leben und Leben lassen.

—>>>Komm einfach runter von Deinem fundamentalistischen Trip und übe akzeptieren, dass die Welt, in der wir leben, verdammt kompliziert ist!”

Ach Quatsch, das kann man sich auch jeden Tag für Tag einreden, und zum Schluss “glaubt” man daran auch noch. Es ist gar nix kompliziert. Differenziert meinetwegen, aber nicht kompliziert.

Morph… noch mal für dich, ich war schon mal “Tod”. Mich schockt das Ereignis nicht besonders. Es gibt weder Himmel noch Hölle. So viel kann ich berichten. Und ich sags gerne nochmal, ich wäre gerne dort geblieben. Und auch nicht. Da gibt es keinen Experimentier Kasten. Keine Materie zum Basteln :-( . Kein gar nix außer die Gedanken. Mach elektronische diesen Raum. Das wäre ne Aufgabe für dich. Ein Raum ohne Materie. Nur voller Gedanken. Kein Arme keine Beine kein gar nix. Du willst laufen, es geht aber nicht. Du willst sprechen, es geht aber nicht. Noch nicht mal der Rücken juckt. Die Nase riecht nix. Und Socken brauchst da auch keine. Und dann stellts dir vor, dass du all diese Dinge dir dann vorstellst. Du denkst dir Socken, ein Schoppen, was weiß ich. Und dann kommst du zurück, und kannst das mit deinem Körper umsetzen mal mehr mal weniger. Mach da mal ne Software, ich habe keine Ahnung, wie das gehen könnte.

Aber ich hätte gerne so eine Software. Das sich meine Gedanken sofort sich plastisch darstellen können. Ich will einfach nur sehen können, ob die Dinge so funktionieren, wie ich es mir gedacht habe. Mehr nicht. Und das unter dem Aspekt, Leben und Leben lassen. Das ist mein Traum. Ohne JHWE.

Natalius Juni 3, 2012 um 14:06

“ww” & “gg”

Die Sache wird enorm schwierig. Aber nehmen wir mal an, es sind gar nicht die Männer um den etwas wirr wirkenden Rompuy, sondern Angela und Christine Avantgarde – die vielleicht zusammen mit Hannelore Kraft die Elemente des Weiblichen einbringen, Europa als ihre “geheime Familie” betrachten, und eine Art Schutzglucken-Netz bilden. Wär doch gar nicht so schlimm, wenn unsere Damen nun so weit sind, daß sie Geschichte schreiben wollen. Ein Europa mit weiblich-familiärem Touch, deutlich feinspinniger als über Volatilität-produzierende Wetten auf Kampf, Sport, und Zock herstellbar. Vielleicht ist “Mann” das Problem im neuen Europa. Das Matriarchat ist ja keine Erfindung der Neuzeit. Vermutlich sind Fee-Males immer dann wichtiger als Males, wenn die Temperatur im Reaktor oder der Druck im Kessel zu hoch wird. Irgendwie hat uns die Natur ja Rollen gegeben, die neu abzubilden sind in der Jetztzeit. Ist nur ein momentaner und spontaner Eindruck. So dahinsinniert (ohne Sinn) (und Verstand). Eher ein Verdacht.

Wie war das noch mit Dominik und Hotel und Sex? Aufpassen: Hexen können hexen! Sollte aber unbedingt positiv bewertet werden, eben nicht wie von roten Roben im Mittelalter. Dominek ist plötzlich weg. Und in Christine’s contract steht etwas vom “highest ethical standard” (danke GG). Irgendeine britische Zeitung hat mal eine “x/y-Spielmatrix” für Euro-meltdown-Scenarien ins web gestellt, mit y = Euro bis No Euro und x = bad bis good. Kann es im Moment nicht finden. War etwas simpel gestrickt aber halbwegs vernünftig. Unter meltdown findet sich inzwischen Horror-Autor Stephen King, der etwas über die Weltrolle des Euros erzählt und den meltdown mit einer Great Depression assoziiert.

Wenn mein Eindruck – der Dinge nur andenkt – richtig ist, kommt auf Angela eine Riesenverantwortung zu. Vielleicht ist sie auch gar nicht so machtgeil, denn immerhin ist sie Pfarrertochter und zum Guten erzogen. Na gut, sie hat 10 males vertrieben, aber es waren ja auch welche, bei denen “highest ethical standards” nicht immer Thema war. Ausserdem kann sie rechnen und kennt als Physikerin “scope” und “limitation” von Modellen jeder Art. Also, wir sollten ihr mal ein Küsschen rüberschicken – man sieht ihr irgendwie an, dass Macht zernagt, und daß sie irgendwie für uns kämpft.

wowy Juni 3, 2012 um 14:15

@Natalius
Sorry, aber daran glaube ich nicht. Schau dir den Lebenslauf von Legarde an, ich schätze, der ist aussagekräftiger.

Morph Juni 3, 2012 um 14:23

@Holger

“Morph… noch mal für dich, ich war schon mal “Tod”.”

Ja, ja, das hast Du schon gefühlte hundert Mal hier ausgebreitet. Nahtoderfahrung kann ziemlich traumatisierend sein. Ist bekannt. Und wenn Du das für Dich auf irgendeine Weise spirituell verarbeitet hast, so mit Feinstofflichkeitsbegriffen und so, schön für Dich. Aber spiel Dich hier nicht als der Weltweise auf. Das ist unüberzeugend. Wärest Du so erleuchtet, wie Du vorgibst, würdest Du das für Dich behalten.

Und wenn Du das mit dem Leben und Lebenlassen Ernst meinen würdest, dann hättest Du kein Problem mit dem Monotheismus und würdest ihn nicht auf seine politisch-militanten Varianten reduzieren: Der Monotheismus ist nur ein anderer Versuch, die Transzendenz zu verstehen, so what? Jäger- und Sammlerkulturen haben sind animistisch. Ackerbau- und Viehzuchtkulturen bilden Götterhimmel aus mit der schriftkulturellen Tendenz zum Monotheismus. Die Moderne entdeckt das Prinzip der religiösen Toleranz und den Markt religiöser Angebote. – Angesichts dieser Lage zum verbissenen Streiter gegen den Monotheismus zu werden, ist einfach etwas angedreht.

Wieso bist Du angewidert, wenn Du doch so easy mit allem bist? Das passt einfach nicht zusammen.

"gg" Juni 3, 2012 um 14:24

@ Natalius

Eine Art Dreifaltigkeit der Frauen – was für eine Idee – heute an Trinitatis ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Trinitatis

“Macht zernagt” also Küsschen !

holger Juni 3, 2012 um 14:32

Morph

—>>> Aber spiel Dich hier nicht als der Weltweise auf. Das ist unüberzeugend. Wärest Du so erleuchtet, wie Du vorgibst, würdest Du das für Dich behalten.”

Soll ich nun :D oder nicht? Ja? für mich behalten? Ja? Kriech einfach in dein Loch. Und überleg dir diese Aussage noch mal Tiefensinnig. Du Weltweiser Morph :D

Natalius Juni 3, 2012 um 14:41

@HH 13:07
Eben Hans! Man kann auch umformen, nämlich so:
BD(t) sei 0 (zero).
Dann gilt:
T(t) = B(t) + rB(t-1)
Wenn T(t) verringert werden soll, dann muss entweder B(t) verringert werden (schlecht fürs öffentliche Leben), oder man macht rB(t-1) kleiner. Agreed?

holger Juni 3, 2012 um 14:44

—>>> Der Monotheismus ist nur ein anderer Versuch, die Transzendenz zu verstehen, so what?”

Ha ha ha… Transzendenzen wat hebt we lacht. Das hat noch nicht mal mit dem Monotheismus zu tun, welchen man in einem mindest dualen System etabliert hat. Deswegen brauchte man ja noch nen gefallen Engel. Buuhhh was habe ich jetzt aber Angst.

—>>>Und wenn Du das mit dem Leben und Lebenlassen Ernst meinen würdest, dann hättest Du kein Problem mit dem Monotheismus”

Ich hab damit kein Problem. Schau mir gerne das Schauspiel weiterhin an. Und schüttel nur den Kopf. Und wenn se sich mal wieder gegenseitig die Rübe einhauen müssen, dann gerne. Nur zu. Ich geh dann derweil nen Schoppen trinken. Vielleicht mache ich auch den Grill an, je nachdem was für ein Wetter ist.

holger Juni 3, 2012 um 14:52
Morph Juni 3, 2012 um 14:58

@Holger

“Ich hab damit kein Problem.”

Wieso nennst Du es dann ‘pervers’ und sagst, dass Du ‘angewidert’ seist? Oder willst Du sagen, dass man einfach nicht Ernst nehmen sollte, was Du schreibst?

Und apropos Köppe einschlagen: Menschen neigen zur Gruppenbildung und zur gruppenmäßigen Feindseligkeit, siehe Fußball-Fans, siehe Nationalismus. Die Religion ist da nur eines der möglichen Vehikel, Gruppenfeindseligkeiten zu pflegen.

Und mit Deiner mythenseligen Feindlichkeit gegenüber dem Monotheismus mosaischer Prägung (habe ich es jetzt richtig ausgedrückt?) bist Du mittendrin im Spiel religiös angeleiteter Gruppenfeindlichkeitskommunikation.

wowy Juni 3, 2012 um 15:02

@holger
Psst! Ser Spiegel verkauft das doch ab Montag als die Topstory.

h.huett Juni 3, 2012 um 15:16

Natalius

Und jetzt noch mal raus aus den Formeln und rein in die Populärkultur. Aber wie bittesehr?

h.huett Juni 3, 2012 um 15:16

holger

Cool down, oder nimm mal wieder eine Auszeit.

Natalius Juni 3, 2012 um 15:19

@wowy,
Du meinst die Tapie-Geschichte, nicht wahr?

h.huett Juni 3, 2012 um 15:29

holger

Oder Du unterscheibst diesen Aufruf und hängst ihn bei Dir zu Hause an die Wand http://www.weareallgreekjews.eu/

holger Juni 3, 2012 um 15:32

@ Morph

—>>>Wieso nennst Du es dann ‘pervers’ und sagst, dass Du ‘angewidert’ seist? Oder willst Du sagen, dass man einfach nicht Ernst nehmen sollte, was Du schreibst?”

Morph, was ich pervers finde ist, dass man etwas verkauft, was nicht bewiesen werden kann. mMn. Soll jeder darüber denken, wie er will. Ist eben Placebo. Ja, ich bin angewidert. Vom Wasser predigen und Wein saufen. Und ich bin davon angewidert, was in den Büchern steht. Und wie es auch praktiziert wird. Ich persönlich lehne das ab. Und nochmal, ich habe meinen Kindern nicht verboten zum Konfirmationsunterricht zu gehen. Sie sollen für sich das selbst entscheiden. Und selbst wenn sie sich für einen andere Richtung entscheiden würden, würde ich nichts dagegen haben. Und genau so akzeptieren sie aber auch meine Meinung.

@h.huett Juni 3, 2012 um 15:16
holger

Cool down, oder nimm mal wieder eine Auszeit.”

Ich bin cool down. Wir nähern uns dem Vollmond :D

holger Juni 3, 2012 um 15:41

@h.huett Juni 3, 2012 um 15:29
holger

Oder Du unterscheibst diesen Aufruf und hängst ihn bei Dir zu Hause an die Wand”

Nein, werde ich nicht tun. Weil das, was dort passiert immer eine Wurzel hat. Und damit hat das Swastika oder die Neo Nazis nun nichts zu tun. Eine Aufruf für vernünftige Politik würde ich unterstützen. Aber so einen Blech nicht. Das ist genau so mit den 99% Occupisten. Nein. Diese scheixx Grabenkämpfe sind nichts für mich. Die sollen sich beim IWF bedanken oder bei der Troika oder beim Hosenanzug oder Gas Gerd oder Kohl oder Mitterand oder Waigel, dass es soweit gekommen ist. Das der rechte Rand wieder erstärkt, ist nicht das Problem. Sie sollen sich alle mal an die Nase packen, und Fragen: Warum?

Natalius Juni 3, 2012 um 15:45

@HH 15:16
Hans, ich lerne noch. Eben, weil ich mir nicht 100prozentig sicher bin, daß in einem währungsgekoppelten Aggregat a la Europa buchhalteeerische Identitäääten mit Erhaltungssätzen korrespondieren (oder besser korrespondieren müssen), tendiere ich lieber zur Vorsicht. In den Formeln ist es alles so schön klar und logisch angeordnet, aber ob diese die Wirklichkeit zufriedenstellend abbilden, dazu fehlt mir dann doch so etwas wie Erfahrungswissen. Lou Reed passte aber doch, odr?

Degnaphta Juni 3, 2012 um 15:59

@ Matriarchat 2.0
Die Sortierkriterien, die für die Auswahl der machtvollen Damen sorgen, sind jedenfalls im Bereich der Wirtschaft so gestrickt, daß da ziemliche Bevorzugung gegenüber Mannfrauen vorherrscht. So jedenfalls mein Eindruck aus der Praxis.
Der Graeber wies ja durchaus darauf hin, daß es eine Art matriarchalischer Verteilungs-Ökonomie gegeben hätte. Das paßt ziemlich gut zu den goldenen Hochzeitspaaren, die mir so begegnet sind. Auch wenn das grobe Setting ein patriarchalisches war, haben dort die Damen über das zu sagen gehabt, was wirklich wichtig ist, die Sachen nämlich, die satt&zufrieden machen. dazu gehört etwas, was man Warmherzigkeit nennen kann. Die mediale Berichterstattung jedoch kann diese Warmherzigkeit nicht transportieren, selbst wenn sie sich noch so große Mühe gäbe.
Sowas kann man nur direkt über die >5-Sinne-Phalanx erspüren. deswegen bleibt es auf der Ebene von Glauben&Hoffen, daß das genannte Gespann tatsächlich der 2europäischen Familie” auf die Beine zu helfen in der Lage ist. Der aktuelle Beobachtungsstand spricht sehr dagegen, wie ich finde.

Morph Juni 3, 2012 um 16:10

@Holger

Ha ha ha. Wenn’s die Faschos sind, ist es natürlich Ausdruck der Verhältnisse. Wenn’s die Juden sind, ist es deren Wesen seit Moses’ Zeiten. So ungefähr?

holger Juni 3, 2012 um 16:23

@ Morph Juni 3, 2012 um 16:10
@Holger

Ha ha ha. Wenn’s die Faschos sind, ist es natürlich Ausdruck der Verhältnisse. Wenn’s die Juden sind, ist es deren Wesen seit Moses’ Zeiten. So ungefähr?”

Faschos gibts schon so lange… :D Ach, ich weiß nicht, ist auch so ein Fass ohne Boden. Die Ägypter waren ja auch schon Faschos. Ich weiß nun nicht detailliert, wie lange der Ra Kult nun schon dauert. Oder der von Seth. Man munkelt halt. Die Juden sind auch Faschisten. Jeder auf seine Art und Weise. Spätestens als man die Leviten auf 3.000 wehrlose Flüchtlinge los geschickt hat, die um das güldne Kalb tanzten. Lassen wir das Thema. Es ist mir echt zu blöd darüber noch weiter Gedanken verschwenden zu müssen. Ich mach mir lieber Gedanken darum, wie man es endlich mal ohne Extremismus schafft. Und welche Voraussetzungen es dafür benötigt. Und da sind der Graeber und ich wohl auf einer Wellen Linie.

Morph Juni 3, 2012 um 16:33

@Holger

“Ich mach mir lieber Gedanken darum, wie man es endlich mal ohne Extremismus schafft.”

Genau, der Graeber schreibt so dolle Sachen, könnte glatt von Dir sein. Und der Graber und Du, Ihr werdet mit Euren dollen Ideen die schätzungsweise achttausendjährige Gewaltgeschichte der Gesellschaft ‘endlich’ mal beenden. Klingt super! Und wär’ echt nett, wenn Du das vorziehen könntest un Deine Strudel- oder Sprudelphysik, ich weiß nicht mehr genau, für’n paar Monate zurückstellen könntest, bis Du das mit dem worldpeace gedeichselt hast. :-)

wowy Juni 3, 2012 um 16:39

Wer Zeit hat, dem empfehle ich das:
http://www.youtube.com/watch?v=b0u8cTCYLSw

snozin Juni 3, 2012 um 16:44

Hi zusammen oder hey (und eeh) …ich will jetzt auch!

Das ist schon eine Sucht und familienfeindlich, dass man nach dem Ausflug wieder von diesem Faden von gestern gezogen wird. „Willst du nicht wenigstens mit uns Kaffee trinken?“

Zu verlockend, die Differenz Draufsitzen/Drunterliegen… Klappfix auf! …Fix!

Runter zur Spalte der Letzten Kommentare. Nicht das ganz große Gedränge unter dem Sofa, aber Bewegung schon.

Kein Halten mehr …ich will das jetzt …egal, wer da schon drunter liegt oder gerade keusch(!)end hervor gekrochen kommt, ich will, dass da jetzt steht

snozin …unter Frau Merkels Sofa!

holger Juni 3, 2012 um 16:45

Morph

ich wüsste nicht, was du damit bezwecken kannst, mit solchen dämlichen Aussagen? Aber wenn es dich beruhigt. Ist doch o.k. vielleicht klappts dann ja noch mit C4.

—>>> Ihr werdet mit Euren dollen Ideen die schätzungsweise achttausendjährige Gewaltgeschichte der Gesellschaft ‘endlich’ mal beenden. ”

Ach, was in dem kurzem Zeitraum nicht schon so alles passiert ist…

—>>>Und wär’ echt nett, wenn Du das vorziehen könntest un Deine Strudel- oder Sprudelphysik, ich weiß nicht mehr genau, für’n paar Monate zurückstellen könntest”

Siehste… genau das mache ich eben nicht. Du magst es lächerlich finden, Max Planck und andere eben nicht.

—>>> bis Du das mit dem worldpeace gedeichselt hast.”

Gar nicht mein Ansinnen. Regelt sich von alleine oder gar nicht. Das hat mir die Strudelphysik offenbart. Oder auch die Milchstraße. Lass den Dingen den Lauf.

Morph Juni 3, 2012 um 16:48

Ach, und @Holger, gerade noch mal in Dein Spitzenblog geschaut. “Für Israel gibts deitsche U-Boote für Umme”. Warum hast Du in der Überschrift “deitsche” geschrieben? Kannst Du mir das sagen? Sicher wolltest Du durch die Anspielung des jiddischen Lautstandes Deinen Lesern etwas ganz Antiextrimistisches mitteilen, das Deiner Haltung des Lebens und Lebenlassens entspricht. Oh bitte, sag es mir, welche friedliche und freundliche Botschaft hinter dieser beschissenen Rhetorik steckt!

holger Juni 3, 2012 um 16:57

Ach so Morph

hier findest du ein Bild von der Strudelphysik :D

http://kannsonichtsein.wordpress.com/2012/04/14/saldenmechanik-ist-humbug/

Natalius Juni 3, 2012 um 16:58

@Degnaphta 15:19

Hast Recht – ist so. Viele Frauen sind es ja noch nicht, und bei manchen, die es geschafft haben, spricht “Mann” von “Haaren auf den Zähnen”. Aber wenn man es sieht unter Mitberücksichtigung von Biologie, muß Frau von der Natur eigentlich eher Risiko-averser als Mann ausgestattet sein, also statistisch besser begabt für Situationen, die vor uns liegen. Diese Einschätzung drängt sich mir im Moment auf. Ich wüsste auch schon Eine, die unbedingt nach vorne kommen sollte – Sahra W. Ich habe eine Leseprobe genommen und werde mir morgen ihr Buch kaufen. Ist klasse geschrieben. Wat – watt sachst Du dazu?

Im Ernst: Ich könnte mir Sahra sehr gut als Chefin von Europa vorstellen – vielleicht so in 10 Jahren. Wenn der marxistische Weg endlich auf eine neue Dimension gestossen ist und bei dieser Raumerweiterung gelernt hat, wie man miteinander umgeht. Oskar – der Physiker – im Hintergrund ist klug genug, um Sahra so zu begleiten, daß sie als tolles Weib mit Charisma, Appeal, Wärme und Authentizität nicht frühzeitig verheizt wird. Sahra könnte es sogar schaffen, daß sich diejenigen, die sich in diesem Blog heute als Sozialdemokraten verstehen, irgendwann hinter Sahra aufstellen.

Mann, ist das ein irrer Gedanke – mir wird von alledem so tumb als ging mir ein Mühlstein im Kopfe herum.

Aber klar: Das isses: Ladies4Europe!

holger Juni 3, 2012 um 17:01

Morph

meine Uromma und meine Omma und mein Obba sind damals aus Schweidnitz geflüchtet. Die haben immer deitsche gesagt. Ja, stell dir das mal vor, schäne grieße

wowy Juni 3, 2012 um 17:13

@Natalius
Ich meinte eher die US amerikanischen Kontakte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Lagarde

Morph Juni 3, 2012 um 17:25

@Holger

Sicher: Swastika ist indisch, Arier sind iranisch, Antisemtismus gibt es gar nicht, der rechte Rand ist nur Reaktion auf einen üblen Reiz, Anspielungen sind gar keine. Mach nur so weiter! So kann man in der Tat argumentativen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen und trotzdem seine dumme, feige Ideologie unters Volk bringen.

Nur bei denen freilich, die selbst dumm und feige sind.

holger Juni 3, 2012 um 17:39

@ Morph

—>>> So kann man in der Tat argumentativen Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen und trotzdem seine dumme, feige Ideologie unters Volk bringen.”

Wer wem hier aus dem Weg geht argumentativ, ist klar und deutlich geworden. Deine Argumente schrumpfen dann nämlich auf eine Erbse zusammen. Außer polemische Vorwürfe ala Paolo Pinkel. Und ja, ich könnte mich mit Israel anfreunden, wenn sie sich mal mit Palästina einigen würden. Die Zeit wäre ja mal reif dafür. Und dann sollen se mal die Atom Kontrolle in ihr Land lassen. Wäre auch was tolles. Und dann würde ich in das Land der Arier (Iran) fliegen, und dem Irren von Teheran was erklären wollen. Da kann dann auch der Friedensengel der USA am Tisch sitzen, und auch Vertreter von der AIPAC.

Und dann überlegen wir mal gemeinsam, wie wir es doch etwas smarter machen können. Und da ist dein dummes Gesülze fehl am Platz. Weil Du mit Vorurteilen moderieren würdest. Genau so, wie Paolo Pinkel es auch gerne tut.

Morph Juni 3, 2012 um 17:49

@Holger

“Und ja, ich könnte mich mit Israel anfreunden, wenn sie sich mal mit Palästina einigen würden.”

Und die anderen sagen, sie könnten sich mit Palästina anfreunden, wenn sie sich mal mit Israel einigen würden. Nach meiner Wahrnehmung haben die Israelis mehr Grund, deutliche Signale von palästinensischer Seite zu erwarten, bevor sie Zugeständnisse machen als umgekehrt.
Es gibt einen schlimmen israelischen Chauvinismus, keine Frage, aber es gibt kein israelisches Vernichtungsprojekt gegen Palästina, während umgekehrt die politreligiöse Ideologie vom kleinen und großen Satan (und der Imperativ, Israel zu zerstören) in der palästinensischen Community eine große Rolle spielt.
Solange das so ist, wird Israel gegenüber Palästinensern so häßlich sein wie es ist. Furchtbar, gräßlich, deprimierend – aber verständlich.

wowy Juni 3, 2012 um 17:55
Degnaphta Juni 3, 2012 um 18:00

@ Morph
Welche Art Mut legst du an den Tag, indem du dich an dieses Nazi-Keulen-Schwingen ranhängst? Öffentlich gültige Semantik und Logik, der du da nachläufst, oder wie haben wir das unter den Waschbären?

@ natalius
im NDR hörte ich mal einen interessanten schmähbeitrag wider die Wagenknecht. Da ritten sie ziemlich drauf rum, daß sie ja eigentlich einen an der Marmel haben müßte, weil sie als Tennager geschätzte >10k Seiten an Klassikern der Aufklärung gelesen hat, anstatt Teenieklischees zu erfüllen. Der moderator fand das sehr befremdlich.
Ich werde da immer hellhörig, wenn über so flache Bezüge wie Klischeeerfüllung ein bashing konstruiert wird. (@morph, das ist auch deine Superkraft… eine deiner Superkräfte.). Aber wenn man bedenkt, daß ich eher >10k Seiten an Jerry cotton, Kommissar X, Butler Parker oder Perry Rodan intus habe, oder der gute @Morph mit seinen >10k Seiten an Luhmann+friends, dann sehe ich wenig Möglichkeiten, da bashings draus zu stricken.
Und ihr Auftritte in TV und Inet finde ich sehr ansprechend, weshalb mich deine Phantasie bezüglich ihrer Position als Galionsfigur eines evolutionierten Marxismus keineswegs befremdlich sondern eher vielversprechend.
Da ich jedoch den ganzen Bereich des Marx-Sprech für semantisch verbrannte Erde halte (genau wie den braunen Mist inklusive seiner reflexhaften Niedermache) vermute ich, daß eine Annäherung, wie sie beispielsweise von Graeber vollzogen wird, deutlich mehr Früchte tragen könnte.
Gab es früher mal Stände, wurden daraus Klassen, und jetzt haben wir Schichten. Und über Kasten rümpfen wir die Nase. Das ist alles schwer mit den Menschenrechtserklärungen zu vereinbaren, weshalb @morph Einschätzung, daß es sehr kompliziert ist, durchaus seine Berechtigung hat. Gleichzeitig ist es eigentlich ganz einfach… jedenfalls wenn man als Einzelperson da durch will. Doch on the long run wird es nur gemeinsam gehen, also her mit der Kompliziertheit oder was?
“Ich nehme die Herausforderung an!” sagt Barney Stintson von HIMYM ja immer. Damit werden zumindest Startlöcher ausgehoben :-)

holger Juni 3, 2012 um 18:00

@ Morph

—>>>Nach meiner Wahrnehmung haben die Israelis mehr Grund, deutliche Signale von palästinensischer Seite zu erwarten, bevor sie Zugeständnisse machen als umgekehrt.”

Nein eben nicht. Palästina hat angesichts der Balfour Deklaration die Hand ausgestreckt und herzlich Willkommen gesagt. Und die wurde seitens Israels nicht nur einmal abgehackt die Hand. Die Bringschuld liegt bei Israel. Wenn ich Palästina wäre, würde ich das auch so sagen. Habt ihr se nicht mehr alle, wir heißen euch in diesem Land willkommen, und ihr haut uns zum Dank und westlicher Waffen andauernd einen auf die Fresse? Das ist einfach gesagt die Situation, die es gilt mal zu lösen.

Aber was passiert, genau das was du schreibst. Der eine will den hauen, und der andere den anderen. Hier kann nur einer ne Lösung bringen. Und zwar einer, der nicht von diesen “Religionen” stammt. Und wenn es Konfuzius ist. Aber so haut das nicht hin. Israel hat ein Recht und Palästina auch. Aber keiner ist in der Lage da eine vernünftige Moderation zu machen. Was beide Parteien berücksichtigt. Weil keiner Zugeständnisse machen will. Ist eben so in einer Zwangsehe.

Degnaphta Juni 3, 2012 um 18:03

@ Morph
====> Es gibt einen schlimmen israelischen Chauvinismus, keine Frage, aber es gibt kein israelisches Vernichtungsprojekt gegen Palästina, während umgekehrt die politreligiöse Ideologie vom kleinen und großen Satan (und der Imperativ, Israel zu zerstören) in der palästinensischen Community eine große Rolle spielt.

Du bist vielleicht zu jung, habe ich den Eindruck.

Morph Juni 3, 2012 um 18:34

@Degnaphta

Und Du bist vielleicht zu alt. Deine Äußerungen sind ja nicht untypisch für Deine Generation. Was die Nazu-Keulen-Rhetorik angeht: Lies einfach nochmal genau diesen thread nach! @Holger kann’s nicht lassen mit seinem Moses-Gequatsche usf. Er hat das Thema aufgebracht, nicht ich. Aber okay, mit Dir als jemandem, für den erwiesen ist, dass 9/11 ein Inside-Job war, ist es ja auch vergebene Liebesmühe, auf ein rationales Diskussionsniveau zu kommen. Macht mal Euer sumpfiges VT-Gelaber unter Euch aus. Mit Rothschild, Balfour, Bibeltexten und den übrigen Versatzstücken unaufgeklärten Denkens.

"gg" Juni 3, 2012 um 19:04
holger Juni 3, 2012 um 19:14

—>>>unaufgeklärten Denkens.

und Du? Du bist Aufgeklärt?

Morph tstststs

—>>> Aber spiel Dich hier nicht als der Weltweise auf. Das ist unüberzeugend. Wärest Du so erleuchtet, wie Du vorgibst, würdest Du das für Dich behalten.”

Alles klar. Hat eben mit Versetzung zu Klasse 2 immer noch nicht gereicht? Nicht wahr nicht? Ärgert dich irgendwie C4 nicht zu erreichen oder?

Morph Juni 3, 2012 um 19:14

@Holger

“Und dann würde ich in das Land der Arier (Iran) fliegen, und dem Irren von Teheran was erklären wollen.”

Wahnsinn! Bzw.: Ja genau, mach mal! Alle da draußen warten auf Super-Holger!

Sorry, aber Deine politische Perspektive ist die eines Zwölfjährigen.

Morph Juni 3, 2012 um 19:18

@Holger

“und Du? Du bist Aufgeklärt?”

Um die Verwahrlosung Deines Urteilsvermögens zu beurteilen reicht es allemal.

holger Juni 3, 2012 um 19:35

@ Morph

—>>>Wahnsinn! Bzw.: Ja genau, mach mal! Alle da draußen warten auf Super-Holger!”

Ja, warum denn nicht? Ich würde mich mit denen ganz gerne mal unterhalten. Was sie so bewegt, Warum dieses und jenes so sein muss. Ob es nicht doch anders gehen könnte. Fragen eben, die ein 13 jähriger so stellt. Und nicht das dämliche Geheuchel mit Peer.

Wo tiefe Denker in den Stirnfalten verschwinden. Ja, wie ein dummer 13 Jähriger würde ich das machen. Ich denke, so muss man mit denen sprechen. Warum nicht Morphi erzähle mir, warum nicht? Es müssen genug Menschen schon unter euch Weisen leiden. Ihr, die studierten Idioten. Morph, ich bin 69 geboren und du auch. Das wir beide uns hier “kloppen” ist kein Zufall. Und auch nicht, dass du deinen Avatar einst gewechselt hast. Man muss nur erkennen warum. :D

kullback Juni 3, 2012 um 19:38

@Morph

>Nach meiner Wahrnehmung haben die Israelis mehr Grund, deutliche Signale von palästinensischer Seite zu erwarten, bevor sie Zugeständnisse machen als umgekehrt.

Wer den Nahostkonflikt nicht als Projektion intranationaler Machtkonflikte erkennt und begreift, muss wohl zu solchen Schlüssen gelangen.

kullback Juni 3, 2012 um 19:48

Im Übrigen, @Morph, ich halte es für undifferenziert, anmaßend und teilweise verletzend, von ‘Israelis’ und ‘Palästinensern’ zu sprechen. Die Ausdrücke suggerieren eine Einheit die es nicht gibt.

Natalius Juni 3, 2012 um 19:59

@Wowy (16:39)
Die 2011er Version des Zeitgeistmovies ist wirklich sehenswert! Ich bezog mich noch auf die 2007er Version, die für die Entstehung von Occupy wohl sehr wichtig war.

Natalius Juni 3, 2012 um 20:01

PS: Der Religionsteil des 2007er Version könnte ggf. für Holger interessant sein.

holger Juni 3, 2012 um 20:05

Natalius

ich kenne das mit dem Zeitgeist und so. Aber schön, es kommt jetzt auch noch der SpOn

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lieferung-deutscher-u-boote-an-israel-provoziert-kritik-a-836715.html

Degnaphta Juni 3, 2012 um 20:05

@ Morph
Mann Mann Mann, das ist doch wieder volle Pulle Kinderkacke. Du bist echt anstrengend, falls es dich tröstet. Aber der hier ist wohl aus dem Kleinen eristischen Leitfaden für Anfänger, Kapitel 2: Unterstelle deinem Widersacher irgendeinen Scheiß, der ihn schön aufregen wird, und definiere diesen Scheiß als wohlbegründete Abbruchs- respektive Ausstiegsbedingung.
“Aber okay, mit Dir als jemandem, für den erwiesen ist, dass 9/11 ein Inside-Job war, ist es ja auch vergebene Liebesmühe, auf ein rationales Diskussionsniveau zu kommen.
Wie bitte, bist du an die Falschinformation geraten, ich würde 9/11 für einen inside-job halten?
Daß ich die “proklamierte Wahrheit” des gleichnamigen Reports für Hirngespinste halte, macht mich keineswegs zum Verfechter irgendeiner wie auch immer gelabelter These. Vielmehr beklage ich vehement, daß auf ein ohne jegliche ernstzunehmende Beweislast gestützter Kriegsentschluß gefaßt wurde, und daß Uncle Sam deswegen seine eigene Verfassung per Privacy Act außer Kraft setzt. So funktioniert Faschismus, @morph. Da bedarf es keiner Hakenkreuze. Das geht auch in barby-pink oder in blau-rot mit Sternen drauf.

Du donnerst hier mit Klischeevorstellungen als Begründungen für deine “Argumente” durch die Gegend, daß die Schwarte kracht, aber mokierst dich über jeden, der ein dir zuwiderlaufendes Klischee angeblich bedient. Das passt alles nicht zusammen, junger Hitzkopf ;-)

Degnaphta Juni 3, 2012 um 20:08

Ach ja, wo ist eigentlich @HorstSchmidt geblieben? Erfolgreich vergrault?

Morph Juni 3, 2012 um 20:50

@Degnaphta

“@HG März 23, 2012 um 17:14
(…) = > … bei 9/11 ist schließßlich auch längstenstens der mathemat-O-physikaliche Nachweis erbracht, daßß … 3 Wolkenkratzer nicht mit 2 Flugzeugen … in die Luft gesprengt werden können! … aber alle gewerbsmäßßigen Systemlinge tun weiterhin so, als ob es so gewesen wäre … obwohl die Kaiser längst nackisch …= > … und später – in Nürnberg oder Den Haag – da werden sie dann wieder behaupten … keiner hat nix gewußßt …”

im selben thread als Antwort auf @HG:

“@Degnaphta März 26, 2012 um 23:54
(…) Was deine Al-CIAda-Vorwürfe betrifft, sehe ich das ähnlich finster wie du.”

Habe ich das zu kurzschlüssig als Zustimmung zu @HGs VT-Phantasien gelesen? Dann entschuldige bitte!

Morph Juni 3, 2012 um 21:02

@Degnaphta

“Daß ich die “proklamierte Wahrheit” des gleichnamigen Reports für Hirngespinste halte, macht mich keineswegs zum Verfechter irgendeiner wie auch immer gelabelter These. Vielmehr beklage ich vehement, daß auf ein ohne jegliche ernstzunehmende Beweislast gestützter Kriegsentschluß gefaßt wurde, und daß Uncle Sam deswegen seine eigene Verfassung per Privacy Act außer Kraft setzt. So funktioniert Faschismus, @morph. Da bedarf es keiner Hakenkreuze. Das geht auch in barby-pink oder in blau-rot mit Sternen drauf.”

Selbst ein Bericht über 9/11, der keine Fragen offen gelassen hätte, wäre keine Legitimationsgrundlage des Irak- und des Afghanistan-Krieges gewesen.

Die USA sind kein faschistisches Regime. Wer das behauptet, verwässert den Faschismusbegriff und betreibt antiaufklärerischen Stammtisch-Diskurs; eine Verwahrlosung der Diskussion, die den herrschenden Interessen nur Recht sein kann.

holger Juni 3, 2012 um 21:02

Morph

Phantasien von HG ? mit 2 Flugzeugen 3 Gebäude in Feinstaub zu verwandeln, ist schon merkwürdig. Mach das mal nach! :D Hopp los bewege er seinen Arsch und mach er das mal.

holger Juni 3, 2012 um 21:04

—>>>Die USA sind kein faschistisches Regime

nicht ? man dir muss ja der Stift 1 zu 1000 gehen. Zieh deinen Kopf mal aus dem Anus wieder raus.

Morph Juni 3, 2012 um 21:15

@Holger

Ach, das mit dem Denken ist echt nicht Deins, Du Armer. Die wirklich interessante Frage bei den 9/11-VTs ist doch: Gibt es irgendwelche konkreten nachprüfbaren Indizien, dass die Gebäude gesprengt worden sind? (Und jetzt komm mir bitte nicht mit den kleinen Staubwölkchen kurz vor Einsturz der WTC-Gebäude).

Selbst Dein Duchschnittstechnikerwissen reicht aus, um den logistischen Aufwand einer WTC-Sprengung zu ermessen. Da müssen tagelang Löcher gebohrt, Sprengladungen appliziert und Kabel verlegt werden. Hat niemand gemerkt? Nicht das kleinste Indisz dafür? Nicht ein Whistle-Blower, der nach den 3000 Toten das Gewissen plagt? Du liebe Einfalt!

Egal, das alles interessiert ‘kritische’ VTler nicht. Nein, die phantasieren einfach drauflos und saugen aus jeder Unstimmigkeit der offiziellen Verlautbarungen den bewusstseinserweiternden Tau ihrer imaginären Trips in die Regionen, wo die MÄCHTIGEN sitzen (die sie gern selber wären; stimmt’s, Super-Holger, Du Wiederauferstandener?).

Morph Juni 3, 2012 um 21:20

@Holger

“Zieh deinen Kopf mal aus dem Anus wieder raus.”

Ohje, jetzt fängt er wieder mit seiner Kacka-Pipi-Rhetorik an. Ich muss mich korrigieren: Nicht Zwölfjähriger – Siebenjähriger bist Du im Geiste, das klassische Zotenalter.

"gg" Juni 3, 2012 um 21:42

Die Stunden der eiskalten Wahrheiten rücken an :

http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-merkel-fuerchtet-euro-flaechenbrand/70045560.html

weitere Bailouts nicht bezahl- und vermittelbar ? – dann ESM ade …
Hoffentlich ist die Opposition vorbereitet – es sind genug Erklärungen von hier und anderswo gegeben !!!
Gebt den Banken und Marktgläubigen den von Ihnen geheiligten Wettbewerb für die virtuellen Vermögen in den Bilanzen.
Das muss doch ihr ultimatives Glücksgefühl werden so zusagen – MetaMoralDeHazard
let us hear some country countrysongs
http://www.youtube.com/user/MerleHazard

holger Juni 3, 2012 um 21:45

Morph

nur eine Frage: Warst du nun beim Militär? Ja oder nein? Und wenn ja, wo? Und dann reden wir weiter o.k.?

"gg" Juni 3, 2012 um 21:51

Merle Hazard sollte bei Abstimmung im Bundestag ein Konzert direkt vor dem Reichstag geben, damit jeder Abgeordnete weiss worüber er abstimmt.
http://www.youtube.com/watch?v=F-10i8-mtCw&list=PLBC2BE42980713189&index=2&feature=plcp

"gg" Juni 3, 2012 um 21:54
holger Juni 3, 2012 um 21:57

Ach so fehlte ja noch

—>>>Nicht Zwölfjähriger – Siebenjähriger bist Du im Geiste, ”

Danke :D Kennst die

http://de.wikipedia.org/wiki/Kabbala

wohl nicht. Naja, ist nicht jedermanns Sache. :D

Morph Juni 3, 2012 um 22:02

@Holger

Du hast den Moment Deiner ‘Nur-eine-Frage’ schon gehabt. Damals habe ich wahrheitsgemäß, wenn auch offenbar nicht zu Deiner Befriedigung geantwortet.

Wo soll das hinführen? Dass Du mich alle paar Wochen mit irgendwelchen Ersuchen um private Auskunft behelligst? Lass’ mal! Ich möchte von Dir privat ja auch nichts wissen.

"gg" Juni 3, 2012 um 22:07
holger Juni 3, 2012 um 22:08

Nö, ist schon i.o. Morph. Sieben-Jähriger im Geiste reicht mir. :D Danke nochmals. Weißt wohl gar nicht, was das für mich bedeutet oder?

Kapitel abgeschlossen.

Natalius Juni 3, 2012 um 22:59

gg 19:04
Klasse! Echt Klasse! Filed this! Aber: Ich erkenne zwar Lou Reed, aber nicht Jay Jay auf dem Video. JJ Cale z.B. hier zusammen mit Eric Clapton: http://www.youtube.com/watch?v=l8uk7vlk0sE und hier: http://www.youtube.com/watch?v=i5Tiqv4Irjs
Cale ist einer der ganz Großen – völlig klar – hat nie die Anerkennung gekriegt, die er verdient hätte, WOLLTE SIE ABER AUCH NICHT!

lily Juni 3, 2012 um 23:20

Ich habe John Cale vor vielen Jahren Face 2 Face hier in Benztown erlebt. unvergesslich. I love him

lily Juni 3, 2012 um 23:22

und Lou Reed ist sowieso meine große Liebe. Und Jonathan Richman. Laurie Anderson natürlich genauso

"gg" Juni 3, 2012 um 23:49

Bei der Spielfreude in den Gesichter und an den Klampfen geht das Herz auf.
Solange diese großartigen Musiker zusammenspielen und ihre Message aufgenommen wird geht keine Welt unter. ;-)

"gg" Juni 4, 2012 um 00:18
Morph Juni 4, 2012 um 01:38

@Natalius

“Klasse! Echt Klasse! Filed this! Aber: Ich erkenne zwar Lou Reed, aber nicht Jay Jay auf dem Video.”

Ha ha, genau! Ich habe mich auch immer gefragt, warum bei Karl Marx so wenig Indianer vorkommen.

Morph Juni 4, 2012 um 02:14

@gg

“Bei der Spielfreude in den Gesichter und an den Klampfen geht das Herz auf.”

Nope: Keine Spielfreude, nirgends! – Die Zusammenarbeit von JJ Cale und Eric Clapton war erkennbar keine gute Idee, wie der Konzertmitschnitt beweist. Liegt ja irgendwie auch auf der Hand: Clapton hatte seinerzeit aus Cales grandiosem Personalstil einen Mega-Rip-Off gemacht (After Midnight, Cocaine), durch den Cale per Tantiemen auch nicht schlecht verdient hat. Ökonomisch eine Win-win-Situation, künstlerisch eine epigonale Enteignung, eine brutale Vergewaltigung letztlich. Denn Clapton zog – wie so typisch bei solchen Rip-Offs – die vertrackte Kunst JJ Cales, die merkwürdige Paarung einer geradezu ‘Kraftwerk’-artigen Faszination für’s Artifizielle und Technische mit tiefenentspannter Bluesarchaik, auf eine Generation-Golf-kompatible (und also marktgängige) Laid-back-Stimmung (man höre gleichnamige Band mit ihrem Smash-Hit “Sunshine Reggae” und weiß, was ich meine). Eine Stufe weiter ins Unsägliche getrieben hat es dann noch der furchtbare Mark Knopfler, der nicht nur so heißt, sondern auch so aussieht.

Wie auch immer: Da kann nichts Hörenswertes bei herauskommen, wenn der Arschlochbetrieb des Music-Business durch ein Alte-Männer-Treffen kaschiert und zusätzlich Kohle abgegriffen werden soll.

Es heißt übrigens nicht “Klampfe”, sondern “Zupfgeige”. Wenn schon, denn schon!

Morph Juni 4, 2012 um 03:47

Das Witzigste an der Online-Kommunikation (heute) ist, dass alle ihre Mojos in Anschlag bringen (lebensweltliche USPs), es aber leider nicht, wie sagt man heute, ‘funzt’:

http://www.dailymotion.com/video/xb1h4_muddy-waters-got-my-mojo-working_music

Ach, und was Spielfreude angeht, hier mal ein maßstabsetzender Eindruck vom aktuellen Gott des Schlagzeugs, Brian Blade (im Kontext des atemberaubenden Wayne Shorter Quartets:

http://www.youtube.com/watch?v=RCyGBNKlrPI

So perfekt zu sein, ist fast schmerzhaft und gotteslästerlich.

“Denn das Schöne ist nichts
als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,
und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,
uns zu zerstören.”

"gg" Juni 4, 2012 um 06:51

@ alles weg, weil Wayne Shorter aufgerufen – sorry Morph aber:

Schön, dass Du aufgewacht bist.

Als der Musiklehrer die Welt mit Blues + Jazz erklärte blieb der Dilettantenmodus eingeschaltet.
Dafür ging es in Symphonik “weiter” – Interpratation “Aus der Neuen Welt” bringt uns bestimmt differenzierte Auslegungen

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interpretationen/1770997/
und eine James Last-Fassungsdiskussion mit Dir bestimmt viel Freude und Fun, denn perfekt und allwissend sein wollen ist halt menschlich ;-)

„Ein höchst verworrenes Quartier,
ein Straßennetz, das jahrelang von
mir gemieden wurde, ward mit
einem Schlage übersichtlich, als
eines Tages ein geliebter Mensch
dort einzog. Es war, als sei in seinem
Fenster ein Scheinwerfer aufgestellt
und zerlege die Gegend mit
Lichtbüscheln.“
Walter Benjamin

Sehen bzw. hören bleibt halt verschieden aber friedlich und damit interessant.
Danke und Gruss von einem Bagalut.

"gg" Juni 4, 2012 um 07:07

@ Morph

USP kann bei linearer Programmierung schon praktiziert werden …
Professor Albers hängt noch im Gehirn
http://www.bwl.uni-kiel.de/bwlinstitute/Innovation-Marketing/new/
Aber die Bachelors sind im kommen ;-)

"gg" Juni 4, 2012 um 07:37

@ Morph

http://www.youtube.com/watch?v=8H0gvJPwf90&feature=related

was ist aus seiner Plattensammlung geworden?

und was fällt Dir zum Bassisten ein?

Wicht Juni 4, 2012 um 07:42

“Es heißt übrigens nicht “Klampfe”, sondern “Zupfgeige”. Wenn schon, denn schon!”

Natalius Juni 4, 2012 um 07:43

@Morph 01:38
Nur zur Richtigstellung: GG hat nie behauptet, das Das Kapital von Karl May verfasst wurde.

Natalius Juni 4, 2012 um 07:48

PS: Sprachliche Deletionsmutanten sind auf dem Vormarsch – past zum Zeitgeist.

Morph Juni 4, 2012 um 08:15

@gg

“Schön, dass Du aufgewacht bist.”

Das träumst Du nur. Kann passieren, wenn man Dvo?ák hört…

@Natalius

“Nur zur Richtigstellung: GG hat nie behauptet, das Das Kapital von Karl May verfasst wurde.”

Nee, ist bei Dir nur so im Gehirnkastel verrutscht, das habe ich schon verstanden. – John Cale mit JJ Cale zu verwechseln. Ich dachte, sowas existiert nur als etwas dämlicher insider-Joke unter spätpubertierenden ‘Fans’! :-) – Ist aber nicht schlimm. Man kann ja nicht in allen Lebensbereichen am Start sein, wenn man, wie Du, irgendwo schon so richtig fette Fußstapfen hinterlassen hat, wie Du uns freundlicherweise ins (Selbst-)Bild gesetzt hast, aber hallo!

"gg" Juni 4, 2012 um 08:27

@ Natalius + Morph

bevor es in die Wirklichkeit geht,
mercie für den Gedankenaustausch, der andere hoffentlich nicht langweilt oder zum kochen bringt –
sowie ab und zu zum Schmunzeln führt ? ;-)

bei den anstehenden Umwälzungen hilft eine Prise Vergnügen vielleicht Wunder …

"gg" Juni 4, 2012 um 08:33

@ Morph

hätte noch ein Video mit John Cale und Orchester – aber da sollst Du lieber drauf verzichten …wenn Antonin nur so als populär durchgeht ;-)

hast Du etwas gegen Harpo Marx?

"gg" Juni 4, 2012 um 08:41

@ Natalius + ev. Morph

habe einige verlorene DNA aufgefunden – mal sehen, was sich da mit Kombinatorik noch so alles schöpfen lässt ;-)
- nicht nur in Träumen.
Amerika macht es möglich.

Thelonious Juni 4, 2012 um 09:15

Also ich verwechsle manchmal John Cale mit John Cage. Aber nur weil mein Namensgedächtnis so schlecht ist.
Wenn ich dann 4’33” höre, weiß ich jedoch wieder, wer wer ist. :)

wowy Juni 4, 2012 um 09:51

@Morph
“Die Wahrheit wird gelebt, nicht doziert”
(Hermann Hesse)

Morph Juni 4, 2012 um 10:09

@Wowy

Mag sein, aber nicht im Internet. Und wenn Du mal genau hinschaust, wird im Internet, insbesondere in solchen wirtschaftspolitischen blogs wie dem hier, praktisch ausschließlich doziert, es sei denn, jemand entzieht sich dem viertelsgebildeten Ringelpietz mit Anfassen und provoziert das, was beim Aufeinandertreffen von statements noch am ehesten Ähnlichkeit mit Leben hat: die Kontroverse.

Ach, und wegen Deiner Hesse-Zitate, die da offenbar in Serie gehen wollen:

“Hermann Hesse: Kleiner Mann, Deutsche Innerlichkeit, der es schon kolossal vorkommt, wenn irgendwo ein Ehebruch erlitten oder gestartet wird… Spezi von Thomas M. Daher der Nobelpreis, sehr treffend u. passend innerhalb dieses moddrigen Europa.”
(Gottfried Benn)

wowy Juni 4, 2012 um 10:16

@Morph
2 in Worten zwei Zitate aus dem Glasperlenspiel, keine Serie.

Was macht dich eigentlich so wütend?

Weißt du, wie du mir vorkommst? Wie diese Menschen in U-Bahnen und Bussen, die einsteigen und anfangen zu schimpfen, dabei den Menschen alles mögliche Zeug unterstellen, und immer weiter schimpfen, ohne auf die Reaktionen zu achten, die ihnen auch offensichtlich egal ist.

Ich verzichte jetzt darauf jemanden herauszusuchen, der etwas Negatives über Benn gesagt hat ;-)

Morph Juni 4, 2012 um 11:02

@wowy

“Was macht dich eigentlich so wütend?”

Ich lass’ mich gern provozieren und provoziere gern, denn da kommt am meisten herum (in diesem Kontext). Wir sind hier keine wirkliche Gruppe, in der es durchaus Sinn hätte, sich wechselseitiger Wertschätzung zu versichern, um den Gruppenzusammenhalt zu sichern. Das ‘Persönliche’ hier ist bloßes Surrogat, Simulation von Einverständnis ohne Wirklichkeitstest. Diese Simulation, diese virtuelle Kuhwärme gemeinsamen ungefähren Dagegenseins scheint mir eine der wesentlichen ideologischen Funktionen der Online-Kommunikation zu sein. Bin ich nicht mit einverstanden.

wowy Juni 4, 2012 um 11:16

@Morph
Wenn du dir die letzten – sagen wir 20 – Kommentare an denen du beteiligt warst anschaust, findest du dann wirklich, dass da “was bei rum kommt”? ich finde eher, sie drehen sich im Kreis und eher um den Disput an sich, als um die Sache.
Niemand hat hier von Gruppenzusammenhalt geredet. Das erwarte ich mir hier gar nicht. Nur eine gewisse Gelassenheit, den gemeinsamen Wunsch sich über ein Thema auszutauschen, auch hie und da abzuschweifen.
Ich sehe das wie einen Marktplatz in einer fremden Stadt. Man trifft Menschen, die man nicht kennt, kommt ins Gespräch, diskutiert, durchaus kontrovers und ab und an provokant, und jeder geht seiner Wege, wenn und wann er/sie will. Dennoch geht man unverbindlich freundlich miteinander um.
Nach einer Weile entdeckt man den einen oder die andere wieder, die man schon einmal getroffen hat, knüpft vielleicht an ein früheres Gespräch an, so eben. manchmal führt das zu ungewöhnlich guten gesprächen, manchmal zu belanglosem Schwatz.
Mehr erwarte ich nicht.

holger Juni 4, 2012 um 11:17

Morphi

—>>>Das ‘Persönliche’ hier ist bloßes Surrogat, Simulation von Einverständnis ohne Wirklichkeitstest.

Das sagts/behauptest Du :D

—>>>Diese Simulation, diese virtuelle Kuhwärme gemeinsamen ungefähren Dagegenseins scheint mir eine der wesentlichen ideologischen Funktionen der Online-Kommunikation zu sein. Bin ich nicht mit einverstanden.

Wie möchte er denn das gerne verändern? Hat er da eine Lösung etwa? Ich denke nicht, da er ja nicht tiefer in die Geisteswelt vordringen möchte. Er ist damit nicht einverstanden, was er täglich praktiziert? Das dagegen Sein. Lustik dieses dagegen Sein.

h.huett Juni 4, 2012 um 11:41

holger, Morph u.a.

ich bitte Euch, dieses Rumharken zu beenden. Es reicht.

Morph Juni 4, 2012 um 12:09

@Hans

Es geht dabei nicht um’s Beharken, sondern um die Frage, wozu Online-Kommunikation gut ist. Das ist ein Klärungsprozess, den ich ziemlich interessant finde. Ich habe da meine Meinung und meine Art & Weise, @Holger die seine und alle übrigen auch. Ist aber natürlich off-topic.

Nur eins: Die Online-Kommunikation ist offenbar konfliktscheu. Zwischen ausufernden shit-storms und unverbindlicher Freundlichkeit scheint es kaum Möglichkeiten zu geben, die sich stilistisch auf Dauer stellen lassen. Das ist für eine Ideologikritik sozialer Netze eine ziemlich wichtige Einsicht, finde ich.

Morph Juni 4, 2012 um 12:17

Die Netzöffentlichkeit hat eine Tendenz zur Special-Interest-Differenzierung. Das hat einerseits große Vorteile für Sachdiskussionen, bildet aber die gesellschaftlichen Konfliktlinien nicht mehr ab, weil Dissenskommunikation keine Mechanismen mehr hat, ihre Zumutung durchzusetzen (wie dies im Kontext von Anwesenheit relativ leicht möglich ist).

Das blog ‘wiesaussieht’ kann diesen Sachverhalt wegen seiner politischen und sachlichen Undeutlichkeit ganz gut sichtbar machen. Du hast in irgendeinem früheren thread gefragt, warum ‘wiesaussieht’ das Publikum hat, das es hat. Eben das ist der Grund.

f.luebberding f.luebberding Juni 4, 2012 um 12:39

“Zwischen ausufernden shit-storms und unverbindlicher Freundlichkeit scheint es kaum Möglichkeiten zu geben, die sich stilistisch auf Dauer stellen lassen. Das ist für eine Ideologikritik sozialer Netze eine ziemlich wichtige Einsicht, finde ich.”

Stimmt. Nur passiert das hier doch: weder Shitstorm, noch Freundlichkeit.

h.huett Juni 4, 2012 um 12:52

Morph
“Das ist für eine Ideologikritik sozialer Netze eine ziemlich wichtige Einsicht, finde ich.”

Stimmt.

Morph Juni 4, 2012 um 13:04

@fl

“Nur passiert das hier doch: weder Shitstorm, noch Freundlichkeit.”

Ja, aber es schleift sich mit der Zeit ab, das ist deutlich zu merken. Man müsste das Blogging im historischen Kontext der bürgerlichen Figur des ‘öffentlichen Intellektuellen’ diskutieren und überlegen, was davon übrig bleibt, wenn sich die Öffentlichkeit in nischenhafte Kleinstöffentlichkeiten fragmentiert und die Anzahl der Stimmen mit Deutungsanspruch radikal anwächst.

In einem gewissen Umfang lässt sich die Idee der ‘kontroversen Stellungnahme in der Öffentlichkeit’ vielleicht retten, man kann aber auch manchmal den Eindruck gewinnen, dass es auf eine Kabarettisierung einerseits und ein halbakademisches Fachdebattentum andererseits hinausläuft. Jedenfalls, wenn sich der Teil des Publikums durchsetzt, der das Internet als virtuelle Begegnungsstätte mit Seinesgleichen schätzt und als eine weitere Möglichkeit zum privatisierenden Chat nutzt.

holger Juni 4, 2012 um 13:18

@Morph Juni 4, 2012 um 12:09
@Hans

Es geht dabei nicht um’s Beharken, sondern um die Frage, wozu Online-Kommunikation gut ist. Das ist ein Klärungsprozess, den ich ziemlich interessant finde. Ich habe da meine Meinung und meine Art & Weise, @Holger die seine und alle übrigen auch.”

:D geht doch…

holger Juni 4, 2012 um 13:24

Und nun macht mal alle bitte mit, es tut nicht weh:

Jetzt will ich kurz was ganz beklopptes bringen: Ein jeder macht bitte mit seinem rechten Fuß eine kreisförmige Bewegung im Uhrzeigersinn. Er malt mit seinem Fuß einen Kreis auf den Boden. Bitte nicht aufhören und weitermachen. Nun streckt man den rechte Arm aus und zeigt mit den Zeigefinger nach vorne, Fuß kreiselt immer noch, und malt mit mit dem Zeigefinger eine Virtuelle 6 in den Raum.

Kapiert? :D

Degnaphta Juni 4, 2012 um 14:15

@ Morph
“Selbst ein Bericht über 9/11, der keine Fragen offen gelassen hätte, wäre keine Legitimationsgrundlage des Irak- und des Afghanistan-Krieges gewesen.”
Das ist natürlich klar. Doch wäre es bei einer eindeutig zutreffenden Schuldzuweisung noch schwerer, gegen die Kriegstreiber anzuargumentieren.
“Die USA sind kein faschistisches Regime. Wer das behauptet, verwässert den Faschismusbegriff und betreibt antiaufklärerischen Stammtisch-Diskurs; eine Verwahrlosung der Diskussion, die den herrschenden Interessen nur Recht sein kann.”
Die Gefangenenquote spricht eine andere Sprache. Die Leute in den Zeltstädten weisen auf anderes hin. Jugendliche, die im Wald hausen müssen, oder obdachlose, bettelnde Senioren legen ein bitteres Zeugnis des schreckens ab. Und solche Behörden wie beispielsweise die FEMA ( http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=7763 ) sollte es gar nicht geben, wenn man es mit den Menschenrechten&Co tatsächlich ernst meint. “Neue Verhörtechniken” und die Selbstlegitimierung globalen Personenzugriffs sehe ich ebenfalls als klare faschistoide Werkzeuge an.
Wenn man dann noch die ganzen Einflußnahmen seitens Uncle Sam betrachtet, die er außerhalb seiner Grenzen so bewerkstelligt hat, dann kann ich da keineswegs eine Verwässerung des Faschismusbegriffs drin sehen, sondern eher eine Modernisierung. Die Machtfülle von Medien müßte gerade dir als Experten doch bewußt sein. Warum versuchst du die Kritik an solcherlei Mißständen zu verwässern?

aus meiner Sicht, hörst du dich wie ein mieser Kollaborateur an, wenn du Mißstände verniedlichst und dich dabei auch noch dieser Übelkübeltechniken bedienst, wie sie in den TV-Talks und im h4-bashing-TV ständig zur Anwendung kommen.

Morph Juni 4, 2012 um 17:05

@Degnaphta

“aus meiner Sicht, hörst du dich wie ein mieser Kollaborateur an”

Ich weiß. Komme ich mit klar, keine Angst! ;-)

Am lehrreichsten an den Diskussionen hier im blog, u.a. mit Dir, war für mich, dass diejenigen, die sozial benachteiligt sind und/oder mit sonst irgendwelchen guten Gründen über die soziale Ungleichheit empört sind, vor allem daran interessiert sind, ihre Empörung unbehindert artikulieren zu können. Das Interesse an einer analytisch einigermaßen treffenden Beschreibung der gesellschaftlichen Verhältnisse haben sie kaum, und wenn man die analytischen Unzulänglichkeiten ihrer Empörungsdiskurse vorhält, richten sie die Empörung auch gegen den Kritiker.

So wie die Dinge liegen, muss man wohl davon ausgehen, dass eine analytisch einigermaßen überzeugend grundierte außerparlamentarische Opposition sich nicht ergeben wird. Der Parlamentarismus aber ist derart lobbyistisch eingeengt, dass dort nichts zu erwarten ist.

Daher ist damit zu rechnen, dass sich die Prekarisierung fortsetzen wird. Prekarisierte können sich ganz offenbar nicht mit derselben intellektuellen Treffsicherheit selbst organisieren wie die Arbeiter dies im Zeitalter der Schwerindustrie konnten.

Schade eigentlich…

Q. Juni 4, 2012 um 18:43

@morph
Es geht dabei nicht um’s Beharken, sondern um die Frage, wozu Online-Kommunikation gut ist. Das ist ein Klärungsprozess, den ich ziemlich interessant finde.
Ja, dann geb ich auch noch mal meinen Senf dazu :D

Was Du zur “Kuhwärme” und unverbindlichen Bestätigung sagst, sehe ich genauso.
Es gibt dazu allerdings auch das umgekehrte Phänomen: nicht nur unverbindliches Dagegen, Trollerei, “shitstorm”, sondern auch ein Sich-Verkämpfen in persönliche Kleinkriege.
Welch letzteres mir Dein ….. (was auch immer) gegen holger zu sein scheint.

FL
Nur passiert das hier doch: weder Shitstorm, noch Freundlichkeit.
Finde auch, daß dieses Blog im Vergleich recht gut abschneidet: man kann (im besten Fall) hart zur Sache argumentieren, ohne daß das gleich persönlich wird ….

Natalius Juni 4, 2012 um 18:47

17:05
“…ganz offenbar nicht mit derselben intellektuellen Treffsicherheit selbst organisieren wie die Arbeiter dies im Zeitalter der Schwerindustrie konnten.”
Konnten die das? Wer hier nicht überfragt ist, sollte antworten.
Zur – sagen wir mal – “Intentionalität des bloggings”: Ich habe den Eindruck, dass es sich im Kern auf ein Suchtverhalten reduzieren läßt. Es ist eben auch nur ein Produkt des WillWasUndZwarSofort Zeitgeists. Entlädt sich die Schreib- und Erkenntniswut in klassischer Weise, dann entsteht ein Paper oder ein Buch. Selten entsteht der Feedback darauf sofort, wenn, hat es meistens marktwirtschaftliche Gründe und ist Resultat von privat oder öffentlich finanzierter Werbung. Stichwort Sarrazin etc. Beim Blogging kriegt der Autor vom begeisterten Leser oder bitterbösen Kritiker sofort seine Breitseite. Rollentausch – nächste Runde. Man kann es als eine nicht monetär-basierte Spielsucht begreifen, die aber durchaus “Ergebnisse” hervorbringt. Wie jede Spielsucht. Zumindestens für die Bank oder den Broker. Was nicht heissen soll, dass Hans oder Frank in Zukunft als Bankster ausgebuht werden sollen ;-) So gesehen, gewinnt der Begriff Präkariat eine neue Betrachtungsebene: Denn wenn wir sagen, wir sitzen im Casino und spielen mit dem, was Holger unter Kapital versteht, dann sind wir eigentlich gar nicht so weit weg von besorgniserregendem Umgang mit anderen Kapitalformen.

Morph Juni 4, 2012 um 18:59

@Q.

“Welch letzteres mir Dein ….. (was auch immer) gegen holger zu sein scheint.”

Manchmal triggert was. Wen wie warum ist schon nicht mehr wichtig. Sondern nur, ob das nicht nur mich betrifft. Den Eindruck habe ich. Der kann natürlich falsch sein.

Interessant jedenfalls, dass thematische Trigger in der Online-Kommunikation eine andere Schärfe haben als im normalen Gespräch. Jedenfalls beobachte ich das an mir.

"gg" oder Keule ? Juni 4, 2012 um 19:26

FL
“Nur passiert das hier doch: weder Shitstorm, noch Freundlichkeit.”
Q
“Finde auch, daß dieses Blog im Vergleich recht gut abschneidet: man kann (im besten Fall) hart zur Sache argumentieren, ohne daß das gleich persönlich wird ….”

Deshalb auch nochmal Dank an HH + FL, dass Sie den Sekundensprung von WGNX nicht haben vergehen lassen.
Diesen Gemeinschaftszusammenstand für und mit den Kommentatoren zu betonen und für weitere Aktionen zu nutzen, knüpft vielleicht an der Enttäuschung von Natalius an, mehr aus einer Spielsucht zu machen. Richtig es muss gelebt werden – aber in allen Formen: hier, auf der Arbeit, in der Freizeit, bei der Familie, bei den Freunden, im Verein, bei der täglichen Marktteilnahme und im politischen Willen und Handeln.
Alles verwoben und verknotet ist unser persönliches Netzwerk.
Und die Chancen Nähe und Distanz zu verändern schätze ich ganz doll wesentlich ;-)

Und wenn ich die naturwissenschaftlichen mathematischen Erläuterungen von Natalius lese und dazu eigene Gedanken strömen und hoffentlich neue Ideen als Bilder, Klänge oder Zusammenhänge bzw. Formel vor dem geistigen Auge entstehen erfreut dies und geht anderen vielleicht ebenso.
EA Evolutional Algorhythm !

http://www.youtube.com/watch?v=Isl-5L0Jf5M

auf nach Palästina.. Juni 4, 2012 um 19:54

@f.luebberding

“Zwischen ausufernden shit-storms und unverbindlicher Freundlichkeit scheint es kaum Möglichkeiten zu geben, die sich stilistisch auf Dauer stellen lassen. Das ist für eine Ideologikritik sozialer Netze eine ziemlich wichtige Einsicht, finde ich.”

F r a n k, siehst Du nun was Du mit Deinem Artikel hier angerichtet hast???

Bei mir unterm Sofa tummeln sich die Katzen, weil sie es dunkel und schmutzig mögen und bei Dir hier im Blogsofa unter Frau Merkel sind es Avatare…

auf nach Palästina.. Juni 4, 2012 um 19:55

@Morph

Wieso tust Du Dir das an?

Q. Juni 4, 2012 um 20:01

morph
Interessant jedenfalls, dass thematische Trigger in der Online-Kommunikation eine andere Schärfe haben als im normalen Gespräch.
Ich denke, das kann man sich durch die Situation der Internet-Diskussionen schon verständlich machen:

Anders als im “echten Gespräch” ist es eine Kommunikation unter unabsehbar und unbestimmt Vielen. Die man im Normalfall auch nur durch ihre kleinen Textbotschaften kennt, die durch Klick auf Submit ins weite www hinausgeschickt werden.
Darum kann man gar nicht auf alles reagieren (bzw. nur still für sich beim Lesen). Nur wenn man auf eine Botschaft stößt, die den eigenen Formulierungsdrang stark anstachelt, schreibt man einen Kommentar ……

Dazu kommt ein anderes, eher unausgewogenes Verhältnis von Nähe und Distanz:
normalerweise sitzt man am Schreibtisch, also “privat”, ganz bei sich. Der Kommentartext geht dann aber in die unbestimmte Weite ….. Also, um es mit “offline”-Formen zu vergleichen, irgendwas zwischen Selbstgespräch, kleinem “Stammtisch” mit vertrauten Gesichtern und einem pseudonymen Leserbrief für eine weltweit zugängliche (und potentiell unbegrenzt archivierbare) Zeitung ….

holger Juni 4, 2012 um 20:05

@ Natalius

—>>> Denn wenn wir sagen, wir sitzen im Casino und spielen mit dem, was Holger unter Kapital versteht, dann sind wir eigentlich gar nicht so weit weg von besorgniserregendem Umgang mit anderen Kapitalformen.”

So scheint es zu sein. :D Ich finde es erschreckend, wie man mit Kapital umgeht, und wie man gedenkt es erhalten und fördern zu wollen. Alles das, was jetzt in der Schule passiert, schlägt sich später im Markt nieder. Und dann geht es ums Geld. Diese Trennung wird nicht gemacht. Obwohl sie absolut wichtig wäre, um es endlich mal zu begreifen, dass das Geld eben nicht das Kapital ist.

Dieser Blog existiert für Umme. Aber hier steckt ab und zu, enorm Kapital drin. Welches man aber nicht erfassen kann. Dieses Blog hat mit Geld nix zu tun. Es sei denn, es entstehen aus dem Blog Bücher.

lily Juni 4, 2012 um 21:02
"gg" oder Keule ? Juni 4, 2012 um 21:21

@ auf nach palästina

auch hundsgemeinen “Palästinensern” soll ein iPad verkauft werden – wird katastrophale Folgen zeitigen :
Fazit
http://www.dradio.de/dkultur/kulturpresseschau/fazit/1773051/

Warum überhaupt Katzen und Avatare unterm Sofa?
Futonsessel Hippo ist gut gepolstert und sieht durch sein extravagantes Design unglaublich ansprechend aus. Für Ihre Kuschelecke sollten Sie daher unbedingt diesen stylischen Sessel kaufen.
http://www.yadros-junges-wohnen.de/images/produkte/i57/5753-1.jpg

Morph Juni 4, 2012 um 22:32

@Q.

“irgendwas zwischen Selbstgespräch, kleinem “Stammtisch” mit vertrauten Gesichtern und einem pseudonymen Leserbrief für eine weltweit zugängliche (und potentiell unbegrenzt archivierbare) Zeitung ….”

Ja, genau. Es ist dazwischen, mal mehr als dies, mal mehr als das intendiert, und wirkt aber relativ unabsehbar. – Aber das sind ja wahrscheinlich Kinerschuhphänomene und wahrscheinlich wird schon in wenigern Jahren sich die Schreibhaltung geklärt haben.

Ich glaube, dass sich das Internet tendenziell in die Special-Interest-Richtung entwickeln wird; dass es aber auf regionaler und kommunaler Ebene ein Revival bürgerschaftlichen Engagements geben wird, mit all seinen Pathosformeln.

Es ist ja absehbar, dass die Zahlungsunfähigkeit von Kommunen die Sollbruchstelle des nationalen Gemeinwesens sein wird.

"gg" oder Keule ? Juni 4, 2012 um 22:37
"gg" oder Keule ? Juni 4, 2012 um 23:04

@ Morph

Die Länder stehen für die Zahlungsfähigkeit der Kommunen ein.
Notfalls kommt der Staatskommissar und unterschreibt die Buchungen zur Handlungsfähigkeit alleine.
Deswegen wurde den Kommunen in den Gemeindeordnungen auch das Sparkassenwesen entzogen.
Änderungen sind mit Pathos nicht machbar – das braucht Landesgesetze zum Kommunalrecht.

siehe § 83 Beauftragter
Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern
(Kommunalverfassung – KV M-V)
http://mv.juris.de/mv/gesamt/KV_MV_2011.htm

viel Vergnügen ;-)

auf nach Palästina.. Juni 4, 2012 um 23:18
Wat. Juni 4, 2012 um 23:57

Sorry, bin beim Blog-’verfolgen’ arg im Nachtrapp…

@ Natalius
Juni 3, 2012 um 16:58

“Ich wüsste auch schon Eine, die unbedingt nach vorne kommen sollte – Sahra W. Ich habe eine Leseprobe genommen und werde mir morgen ihr Buch kaufen. Ist klasse geschrieben. Wat – watt sachst Du dazu?

Im Ernst: Ich könnte mir Sahra sehr gut als Chefin von Europa vorstellen – vielleicht so in 10 Jahren. Wenn der marxistische Weg endlich auf eine neue Dimension gestossen ist und bei dieser Raumerweiterung gelernt hat, wie man miteinander umgeht. “

Wat @Wat. dazu sagt?

Der Name S. W. sagt mir ja schon sehr lange was, seit dem Beginn ihrer ‘Laufbahn’, und darum weiß ich auch um ihre Änderungen in den Ansichten. Die, die sie öffentlich macht, bzw. ich weiß um ihre damaligen und heutigen Aussagen und schließe daraus auf eine starke Veränderung.

Ob da eine Frau sitzt oder nicht, ist mir ehrlich gesagt: Wurscht.
(Ich darf auch noch bei Tageslicht auf die Straße)

Wenn ‘ihr’ unbedingt wen braucht, daß Euch Inhalte mehr oder weniger sympatisch sind, bitte. Im ersten Reflex möchte ich das auch für mich nicht ausschließen, aber irgendwie zählt ja dann doch mehr der Inhalt als die Verpackung. Sahra ist allerdings ein doch recht ansprechende. Warum nicht. Wenn Menschen ‘so funktionieren’, warum das nicht ‘nutzen’. Einen Offenbarungseid ist es trotzdem.
… Gesichter waren schon immer gefragt, Sahra ist etwas zu jung um noch in der DDR die ‘richtige’ Karriere gestartet haben zu können, auf dem Startblock stand sie da aber auch schon. Mich würd ja mal brennend das Kaderperspektivprogramm ihrer damaligen FDJ-Kreisleitung interessieren, blöd waren die nämlich auch nicht. (Davon muß aber Sahra nicht die leiseste Ahnung (gehabt) haben)

“der marxistische Weg endlich auf eine neue Dimension gestossen ist und bei dieser Raumerweiterung gelernt hat, wie man miteinander umgeht”

Dann bräuchte es mE keine/n Chef/in von Europa mehr. Dann würde wohl niemand mehr so ein “etwas” wie Europa zentralistisch verwalten wollen.

Btw. Warum wollen ‘wir’ eigentlich immer welche brauchen, die es für uns richtig machen – das kann eh niemand. Wie denn auch, wir paar Hanseln hier haben ja schon die größten Schwierigkeiten uns zu einigen, treffen uns aber immerhin immer wieder aufs neue und ‘versuchen’ doch wenigstens einen Austausch. Wie sollte jemand für uns alle hier also jemals sprechen oder handeln können!

@Degnaphta wg Marx-Sprech.

Tja, ist eben die Frage, will wer klug erscheinen oder verstanden werden. Will nicht verhehlen, daß einige nur zu überzeugen sind, wenn sie an der Sprache meinen, feststellen zu können, ob jemand klug ist. Allerdings sind das für mich genau die (sorry) tauben Säcke, die mit dem gleichen ‘Programm’ unterwegs sind. (tolle Worte um nichts)

Nee, wichtig ist, verstanden zu werden. Und wenn ich selbst was verstanden zu haben meine, kriege ich das auch recht einfach selbst festgestellt – ich kann es erklären/verständlich transportieren oder eben nicht.
Wenn nicht – nachsitzen ;-)

wowy Juni 5, 2012 um 00:02
wowy Juni 5, 2012 um 00:02

seht

Natalius Juni 5, 2012 um 00:55

@Wat.,
Hast recht!
Keine Königin, Monarchin, watsoever, sondern wat Neues. Trotzdem ein “human face” und kein Automat. WE:HUMAN T-shirt, dahinter unsere Erde. (WE:CULTURE kam vom Autistenclub am CERN, der uns das web geschenkt hat).

"gg" oder Keule ? Juni 5, 2012 um 06:32

@ wowy Natalius Wat.

wowy = Bilderleser
Natalius = Reddreams
Wat. = Sahnesucherin / Veränderung

“Ooh, dark meditation
Your second sight can show my light
In a crystal ball

Sweet are the days, intoxication
Crow-black, the nights caging my mind
Behind the wall

Into the rock through walls of red dreams
Into the rock to find the cream
Into the rock through walls of red dreams
Pictured life from yesterday

Ooh, dark meditation
Deep down inside a stream of light
Begins to flow

Sweet are the days, intoxication
Crow-black, the nights caging my mind
Behind the wall

Into the rock through walls of red dreams
Into the rock to find the cream
Into the rock through walls of red dreams
Pictured life from yesterday

Pictured life, pictured life
Pictured life from yesterday”

http://www.youtube.com/watch?v=wKTrYMJZzdg

"gg" oder Keule ? Juni 5, 2012 um 06:43

@ auf nach Palästina..

antun?
Hast diese Frage für Dich doch bereits beantwortet ;-)
Sie folgt aus dem Bild von wowy …

Kann Dir erklären, warum der FL das hier möglich macht, habe lange genug mit einem Sauerländer 24 Stunden fünf Tage den/das Baras(s) geteilt. ;-)

"gg" oder Keule ? Juni 5, 2012 um 07:38

@ auf nach Palästina..

Die Jungen forden heraus und finden ein Platz wo altes, überflüssiges kurzzeitig verschwindet.
Aber dann steht irgenwann aufräumen, sortieren, wegwerfen oder wiederverwerten an. ;-)

Wie wird das zu organisieren sein ?

Sorry – muß los – ins echte Leben …

Morph Juni 5, 2012 um 09:51

@gg

“Die Länder stehen für die Zahlungsfähigkeit der Kommunen ein.”

Was ja im Klartext bedeutet: Die Selbsterhaltungsnotwendigkeiten einer ‘höheren’ institutionellen Ebene legitimieren im Zweifelsfall die Entmachtung der ‘niedrigeren’ institutionellen Einheiten (in diesem Fall: durch die Entsendung von Haushaltskommissaren). Aber da gibt es Sollbruchstellen, nehme ich an, und eine entsprechende “Logik des Zerfalls” (Adorno), die auf den Begriff zu bringen die Systemtheorie bisher versäumt hat.

"gg" oder Keule ? Juni 5, 2012 um 15:54

@ Morph

Besides einer Internalisierung in systemtheoretischer Strukturen ist heute ein realpolitisch entscheidungserheblicher Tag.
http://blogs.taz.de/paris-washington/2011/02/18/klassenkampf_in_wisconsin/
Vorfahren sind dorthin ausgewandert ;-)
Diese Abstimmung steht heute an :
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/06/05/dlf_20120605_1323_5554b8e1.mp3
Die Aufrechterhaltung demokratischer Legitimation in der praktischen Gestaltung der Verwaltung vor Ort mit dem Hochzoomen bis zum Weltfinanzsystem – das ist ein Thema an dem wir dran sind.
Es ist mehr als über eine “Aura” Einfluss nehmen zu wollen.
Es ist mehr als ein “künstlerisches Konzept”.
Positive, holistische Handlungen oder auch Menschen mitnehmen durch gemeinsame unmittelbare Ideen, Entscheidungen, Lösungen, Taten, Ergebnisse – auch Fehlschläge und Mißerfolge – und Veränderungen.
Friedlich, sachlich fachlich – bestenfalls kompetent .
Arbeiten wir weiter daran.
www-mäßig
http://de.wikipedia.org/wiki/Wisconsin
Let us see the final results !

"gg" Juni 12, 2012 um 09:59

“Herausforderungen wie die Globalisierung, Klimawandel oder Kipp-Punkte im Erdsystem werden erst seit wenigen Jahren und Dekaden diskutiert. Das heißt, Erfahrungen der Menschen, dass sie nicht nur lokal und in nationalen Gesellschaften aufeinander angewiesen sind, sondern eine globale Risikogemeinschaft darstellen, sind menschheitsgeschichtlich ziemlich neu.

So neu, dass es eine sozialwissenschaftliche Theorie der Weltgesellschaft bisher nur in Ansätzen gibt. Die zentrale Frage heute ist, ob die Menschen lernen werden, ihr evolutionäres Erfolgsprogramm als kooperationsfähige Wesen auf die Ebene der Weltgesellschaft zu übertragen, bevor es zu globalen Systemkrisen kommt. Wie aber lässt sich dieser Lernprozess beschleunigen? Werden die neuen Kommunikationstechniken dabei helfen? Und können Menschen Empathie im Rahmen der Weltgesellschaft entwickeln?

Der Grund dafür, dass internationale Kooperation derzeit nicht gut funktioniert, ist ein politischer: Wegen der radikalen Machtverschiebungen in der Welt, stehen zentrale Bedingungen für erfolgreiche Kooperation unter großem Stress – oder müssen überhaupt erst entwickelt werden. Gut zu erkennen ist das am Drift von den an Macht verlierenden westlichen Clubs G 7 und Nato hin zur G 20. Zwischen den alten und den neuen Mächten müssen gemeinsame Regelwerke und Lernprozesse erst aufgebaut werden. Viel Zeit haben wir angesichts der Globalisierungskrisen dafür nicht.”

aus :

http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-06/Globalisierung-Kooperation/seite-2

Die Vorlaufzeit ist vorüber, jetzt beginnt eine zweit Phase der Durchdringung, sie wird durch die dritte der Realisierbarkeit gehen und in einer vierten Verbesserungsprozessphase fortgeführt …
Es gibt viel zu besprechen und auszutauschen – weltweit.

Leave a Comment

{ 2 trackbacks }

Previous post:

Next post: