Glück unter Kontrolle

by h.huett on 12. Juni 2012

Auch das Glück scheint längst nicht mehr, was es mal war. Einer dieser Augenblicke, die über dich kommen, flüchtig, rätselhaft. Es macht dich vielleicht ungläubig. Warum jetzt, nicht vorgestern? Warum ich, nicht er? Das Flüchtige des Glücks hat der griechische Bildhauer Lysippos in Stein gehauen.

Kairós war ein Sascha Lobo der Antike. Geschorener Schädel mit Iro, noch nicht hochgegelt. Lobo ließe sich besser packen als die antike Inkarnation des günstigen Augenblicks. Lobos Geheimnis ist, dass er selbst jede gute Gelegenheit im Flug ergreift, indem der Augenblick selbst zum Greifer wird.

Glück scheint heute weniger begreiflich als je zuvor. Zumindest für diejenigen, die das Glück suchen, jagen, erzwingen wollen. Der Spieler und sein Pech waren für den österreichischen Autor Alexander Lernet-Holenia Thema des phantastischen Romans DER MANN IM HUT aus dem Jahr 1937. Der Erzähler stößt in Budapest auf einen Spieler mit Pechsträhne. Selbst dem Spiel eher abhold erscheint dem Beobachter das Pech so schicksalhaft, dass er fortan zum Gegenspieler des Glücklosen wird. Sein Glück ist gemacht.

Als hätten die Programmierer der amerikanischen Casinos diesen Roman gelesen und verstanden. Ihre Algorithmen überlassen nichts dem Zufall.  Die Peaks im Spielverhalten der älteren Damen, wer hätte das gedacht, erreichen zwischen acht und elf Uhr morgens den Höhepunkt, anstelle des Gefangenenchors aus Nabucco im Wunschkonzert und ohne Staubsaugergetöse aus dem Hintergrund. Soweit klingt das alles bloß banal.

Anders wird es, wenn die Software in Echtzeit die Spieler vermisst (sic!) und – zum Glück der Kasinoeigner – auspresst, bis nichts mehr geht.

As tracked touch-point data is continuously uploaded to the casino’s data cloud and analyzed in the aggregate for collective patterns, digital game content is continuously downloaded from the game cloud such that the casino becomes “dynamically responsive” to the affective and behavioral contingencies of its player markets.

Die Autorin Natascha Dow Schüll lehrt am MIT im Fachbereich Science,Technology, and Society. Ihr Buch Addiction by Design: Machine Gambling in Las Vegas ist 2012 bei Princeton University Press erschienen.

Den Hinweis auf ihre Studie verdanke ich der Zeitschrift LIMN, die ihre aktuelle Ausgabe dem Thema Crowds and Clouds widmet.

Die Überwachungssysteme, die heute vor allem den bösen Überwachern zugerechnet werden, sind für die Spielhöllen von Las Vegas ersonnen worden, schon viele Jahre, bevor sie durch den Sicherheitsstaat installiert wurden. Ihre Herkunft illustriert das Denken, dekonstruiert die schale Idee des “pursuit of happiness” als abgekartetes Spiel.

Das Glück ist keine flüchtige Größe mehr. Es ist berechenbar. Für den Gegenspieler. Das Pech des Spielers ist besiegelt.

 

{ 91 comments… read them below or add one }

"gg" Juni 12, 2012 um 11:30

Durch exzessives Monopolyspielen in der Jugend praktiziert.
Endet in Langeweile?

Balken Juni 12, 2012 um 12:00

“… schale Idee des “pursuit of happiness” als abgekartetes Spiel…”
Linke aller Couleur! Internetblog-Weltverbesserer aller Länder! Welch ein hübsches Stöckchen euch da hingehalten wird. Da läuft doch der Hündchensabber, oder?
Fröhliches Springen!

Roberto J. De Lapuente Juni 12, 2012 um 12:26

Die Vermessung der Welt. Und die Frage ist dann nicht mehr, ob die Welt wirklich so ist, wie wir messen – wir messen sie, damit sie für uns etwas darstellt.

h.huett Juni 12, 2012 um 12:38

Roberto J. De Lapuente

Das Vermessen und das vermessen als Adjektiv sind einander schon immer nah gewesen. Nur fällt mir auf, dass am Horizont einer Zeit mit Macht kommenden Unglücks das essayistische Beschwören des Glücks noch einmal Anlauf nimmt, wie heute in der New Republic , deren Autorin eine Peanuts-Story mit Linus´ Worten ausklingen lässt: “Happiness is a compliment from your sister!”

Soweit will ich nicht gehen. Vielleicht stimmt eher das Gegenteil. Spielen und Verwandtschaft haben mit Stochastik nix an der Backe. Es wirkt nur so.

Morph Juni 12, 2012 um 13:52

@Hans

Das zutiefst Schöne und Befriedigende ist doch, dass die Hölle des berechnenden und berechneten Glücks genau denen blüht, die sich an der Natur des Glücks, nämlich dass es von seitwärts kommt und nicht bezweckt werden kann, versündigen.

Mag sein, dass in der modernen Glückskultur der Sinn für die Unverfügbarteit des Glücks abnimmt, aber selbst wenn es so wäre, wäre das eigentlich egal, oder?

Es gibt ja trotzdem immer genug Leute, die spüren, dass und warum in Johann Peter Hebels Erzählung “Unverhofftes Wiedersehen” eine Theorie des Glücks enthalten ist, welche die sogenannte Glücksforschung als eine einzige grandiose Abwegigkeit entlarvt.

http://de.wikisource.org/wiki/Unverhoftes_Wiedersehen

h.huett Juni 12, 2012 um 14:17

Morph

Tolle Geschichte. Vor allem die Aufzählung geballten historischen Unglücks gefällt mir. Ich hatte Hebel nicht als Sarkastiker in Erinnerung.

Nanuk Juni 12, 2012 um 14:47

Glück zur Strafe gibt es jetzt Schopenhauer…
http://www.youtube.com/watch?v=yIN7cNnDJzc

h.huett Juni 12, 2012 um 14:59

hihi

lily Juni 12, 2012 um 14:59

@ morph
hab grad tränen glacht beim lesen, danke auch von mir für den link!

ohne Geld Juni 12, 2012 um 15:19

schönes Thema :-) aber man könnte ja mal anders fragen: wie wird man denn unglücklich?
kein Mensch wird unglücklich geboren?

und indem man vermeidet, was unglücklich macht, bleibt man glücklich

Doktor D Juni 12, 2012 um 15:22

Sarkastisch? Ich hab’ das eher als das Text gewordenen bäuerliche Bewusstsein der longue durée genommen.
Das Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds ist einfach nur großartig. Mit das beste daran: Dass es mir das Glück geschenkt hat, über den tiefen Graben, den eine akademische Bildung zwischen Enkel und Urgroßmutter treibt, einfach hinweg zu springen, mit dem Buch in der Hand, das mal als Bauernkalender anfing – ohne seine Leser_innen sentimental für doof zu verkaufen.

Carlos Manoso Juni 12, 2012 um 16:09

@ Morph Juni 12, 2012 um 13:52
„Mag sein, dass in der modernen Glückskultur der Sinn für die Unverfügbarteit des Glücks abnimmt, aber selbst wenn es so wäre, wäre das eigentlich egal, oder?“

Geld in Glück verwandeln zu wollen ist in allen warenproduzierenden Gesellschaften der Sklavenantrieb, Sisyphusarbeit in Tretmühlen leisten zu wollen. Die Antriebsenergie für die Sisyphusarbeit wird immr neu reproduziert im „Hoffnung auf Glück-Business“ . Die Antriebsenergie kann sich immer wieder neu reproduzieren, da die Hoffnung auf Glück immer wieder neu ständig enttäuscht wird und die Sisyphusarbeiter an immer irrationaleren Glaubenslehren festhalten müssen.

In der untergehenden „glücksüchtige Gesellschaft“ nimmt der Sinn dafür immer dramatischer zu, dass wir in einer totalitären Gesellschaftsform leben, die Glück geradezu „systembedingt“ verhindert. Glück könnte beispielsweise ein Überschuß an Wirklichkeit sein, die nicht nur von dieser Welt ist. Aber dazu müsste die untergehende „glücksüchtige Gesellschaft“ auch Glück haben mit sich selbst.

Zum Beispiel soll die gerade untergehende „glücksüchtige Gesellschaft“ wieder „ertragen“ lernen, dass „es wieder deutsche Gefallene gibt“. Offenbar ist vielleicht schon bald nix mehr mit Glück und Sucht. Es müssen offenbar vielleicht schon bald liebe Mitmenschen sogar mit mit offener militärischer Gewalt zum kapitalistischen Glück gezwungen werden:

„Joachim Gauck fordert von den Deutschen mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr – und bemängelt eine gewisse Distanz der Bürger zu den Streitkräften: “Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen”, sagt der Bundespräsident.“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundespraesident-gauck-wirbt-fuer-auslandseinsaetze-der-bundeswehr-a-838386.html

h.huett Juni 12, 2012 um 16:58

Doktor D

Hebel ist mir durch Hermann Bausinger nahe gebracht worden. Luzide. Und genau so ein erzählender Kalender fehlt in der digitalen Zeitmessung. Storify kein Ersatz

h.huett Juni 12, 2012 um 17:02

ohne Geld

Das ist ein bisschen zu einfach gedacht. Man denke etwa an Peter Handkes Buch WUNSCHLOSES UNGLÜCK.

carlos manoso

Als Mythologe des Glücks erinnere ich an die Proxy-Spieler.

Gauck soll angeblich vom Redemanuskript abgewichen sein, als er von der glückssüchtigen Gesellschaft sprach. Die Distanz zur Sehnsucht nach dem einfachen oder weniger einfachen Glück hat ein seelsorgerliches Geschmäckle, als bedauere der gelernte Tröster, dass die Nachfrage nach dieser Art des seelsorgerlichen Beistands dahingeht, wie alles andere auch?

h.huett Juni 12, 2012 um 17:10

Nebenbei bin ich verblüfft, wie an diesem Tag von zwei Seiten die Suche nach dem Glück unter Beobachtung gelangt.

Als ich den Beitrag schrieb, hatte Gauck noch gar nicht geredet.

h.huett Juni 12, 2012 um 17:20

Jean-Luc Godard filmt 1966 Marianne Faithfull, die “As Tears Go By” singt

h.huett Juni 12, 2012 um 17:24

“An addict is the author of their own misfortune”. Diese Idee der Urheberschaft des eigenen Unglücks klingt etwaas selbstgerecht, übersieht die Gegenspieler und ihren Anteil. Hätte Robinson Crusoe auf der Insel süchtig werden können?

h.huett Juni 12, 2012 um 17:55

holger

Du weißt schon Bescheid. Schluss mit lustig.

holger Juni 12, 2012 um 18:04

h.huett

Schluss mit lustig? Es fängt doch gerade erst an! :D Aber man kann sich ja auch Einbuddeln. Mach ich aber nich. Weil ich als 4 jähriger Soldat anders darauf reagiere. Aber du kannst ja unter des Ösis Decke kriechen. Ich halte nix von Krieg. Geh mit Luebber Wattebäuschen werfen. Und zieht euch die Hosen mal an, die ihr gerne tragen wollt. Nie wieder Krieg von Deutschen Boden aus. Das sage ich als Ex-Soldat. Und als Patriot. Aber der Gauckler, meint ja wohl was anderes. Gute Nacht.

Doktor D Juni 12, 2012 um 18:11

#Schatzkästlein: Ich hab’ das Buch von meiner Urgroßmutter in die Hand gedrückt bekommen, nachdem ich durch Grimms, Bechsteins und Andersens Märchen und die Bibel durch war, danach kamen Schwabs Sagen des klassischen Altertums, Jeremias Gotthelf und … dann endlich, endlich der Zugang zur Dorfbücherei mit all’ ihren Schätzen. Glück!
Als lesewütiges Kind in einer stramm pietistisch-bäuerlichen Familie war es garnicht so einfach, den Nachschub zu organisieren. Ein Glück für mich, dass in meiner Bauern-/Handwerker-Familie Lesen extrem positiv besetzt war, sonst hätte ich, wie unser extrem pietistischen Nachbarskinder außer der Bibel und protestantischer Kindererbauungsliteratur nix lesen dürfen.
Im Studium sind mir dann alle – außer Karl May – wieder begegnet. Es war seltsam, was für mich lebendige Erfahrung war/ist, als für meine Kommilitonen und auch einige meiner akademischen Lehrer völlig museal / exotisch zu erleben. So müssen sich “Wilde” fühlen, wenn der Anthropologe kommt ;-)

Carlos Manoso Juni 12, 2012 um 18:12

@ h.huett Juni 12, 2012 um 17:02
Gauck soll angeblich vom Redemanuskript abgewichen sein, als er von der glückssüchtigen Gesellschaft sprach. Die Distanz zur Sehnsucht nach dem einfachen oder weniger einfachen Glück hat ein seelsorgerliches Geschmäckle, als bedauere der gelernte Tröster, dass die Nachfrage nach dieser Art des seelsorgerlichen Beistands dahingeht, wie alles andere auch?“

Gauck denkt als „gelernter Tröster“ vermutlich langfristig. Wenn beispielsweise sein Schloß Bellevue zum Beispiel eine Sandburg wäre, würde die Sandburg nicht von der ersten Meereswelle weggespült. Die Sandburg würde erstmal nur destabilisiert und dann durch die vielen danach folgenden Meereswellen Mauerstück für Mauerstück langsam abgetragen,

Kurzum, Gauck stellt sich die Systemkrise als Serie von Meereswellen vor, die die Sandburg Schloß Bellevue Welle nach Welle zerstört. Für den Ex-DDRler Gauck ist der Systemkollaps des Kapitalismus gewiß nicht als singuläres, abruptes Ereignis, sondern als wellenartiges chaotisch anschwellendes Ereignis vorstellbar. Etwa so, wie der Kollaps der realsozialistischen DRR schon lange vor dem 9. November 1989 begonnen hatte und sich dann in den Monaten davor exponentiell beschleunigte.

„Glücksüchtige Gesellschaften“ wie kapitalistische Gesellschaften sind systemisch auf immer kürzere Zeitspannen programmiert und wollen für alles immer gleich die passende Belohnung. Beispielsweise hat die NATO in Afghanistan in 10 Jahren Krieg bisher nur 3000 NATO-Soldaten „verloren“ und für den Krieg pro Jahr ca. 150 Mrd US-Dollar ausgegeben, also jänrlich das ca. 5ache des jährlichen Bruttoinlandsprodukts Afghanistans.

Doktor D Juni 12, 2012 um 18:25

#Gauck: Ich bin immer wieder erstaunt, wie ungebrochen anscheinend die protestantische Staatstheologie in manchen protestantischen Kreisen vor sich her getragen werden kann. Auch verbreitet bei Militärpfarrern, die sich dann auch noch vom linken Pazifismus verfolgt und sich selbst in der Rolle der bekennenden Kirche wähnen, wenn man ihnen ihren Mist auf die Nase bindet. Es scheint in diesen militärchristlich-konservativen Kreisen eine große Enttäuschung darüber zu herrschen, dass die Mobilmachung der Bundeswehr in den neo-kolonialen Kriegen den soldatischen Geist in der Gesellschaft nicht entsprechend entfacht hat.
Und dann sind sie natürlich auch noch feige: Warum nicht gleich den ganzen Dulce et decorum est-Mist wieder auftischen?!

lily Juni 12, 2012 um 18:26

My Personal Message to Glücksritter Gauck and his Army

http://youtu.be/gP8iZ7prQMg

Doktor D Juni 12, 2012 um 18:33

#Schatzkästlein / erzählender Kalender: Rainald Goetz und Diedrich Diedrichsen mühen sich in ihrer Mosse Lecture um sowas ähnliches, unter dem Leitgedanken Journal: http://www.youtube.com/watch?v=i1cAk_RoAeQ

Nanuk Juni 12, 2012 um 19:28

Gauck in short… Whats wrong with you germans you dont want to go to war?
Der ist ne national Konservative Hohlbirne aus dem Museum für Deutschtümelei

Morph Juni 12, 2012 um 19:35

@Hans, Dr. D

‘Sarkastisch’ trifft es für mich auch nicht. Es ist eher eine raffinierte Naivität. Ein sehr guter Freund von mir, der aus einer Bauernfamilie kommt, pflegt das auch, halbbewusst, er weiß schon, dass er das macht, dass dahinter Absicht steht, aber er geht dem nicht nach. Gerhard Polt ist einer, der das heute auf die Bühne bringt.

“Hebel ist mir durch Hermann Bausinger nahe gebracht worden. Luzide. Und genau so ein erzählender Kalender fehlt in der digitalen Zeitmessung. Storify kein Ersatz”

Es gibt schon ein paar Stimmen, die in eine solche Richtung gehen. Ich glaube, dass so unterschiedliche Schreiber wie Eckhard Henscheid, Klaus Theweleit und Don Alphonso da mit Johann Peter Hebel ein Motiv teilen.

@Dr. D

“Im Studium sind mir dann alle – außer Karl May – wieder begegnet”

Dann ist Arno Schmidt die Adresse bzw. der Missing Link: Sitara und der Weg dorthin.

h.huett Juni 12, 2012 um 20:16

Morph & Doktor D

Habt Ihr die Arno Schmidt Ausstellung in Marbach gesehen, 2006? INklusive eines nachgebauten Gehäuses? Ganz erstaunlich.

Die Idee mit der Bauernschläue erinnert mich an die Familiengeschichte eines oberschwäbischen Freunds. Dessen Großvater hatte einmal in der Lokalzeitung inseriert: “Mir ist mein Knecht abhanden gekommen. Wer ihn findet, kann ihn behalten.”

Nennen wir es vielleicht einen weisen Grimm.

h.huett Juni 12, 2012 um 20:23

Nanuk

Mach Dir das nicht zu einfach. Aus dem Bild sprechen auch Bilder von George Grosz. Es gibt von den Gewerkschaften bis weit hinein in die sogenannte Linke ein Verständnis des Sozialstaats als Glücksversprechen, unter dem die Geschichte und die eigenen Kampferinnerungen begraben liegen.

Natürlich kannst Du das Bild auch bloß zynisch nennen, das verfehlt aber den Rahmen, durch den Gauck spricht. Ein Reveille-Signal nicht zur nächsten Front, sondern wirklich vielleicht auch nur ein Weckruf vor dem großen Aufwachen, das nicht mehr lange auf sich warten lässt.

snozin Juni 12, 2012 um 20:35

Anders geboren, wären wir wahrscheinlich Gauck …äh …ich meine, anders hervorgegangen, wäre Gauck wahrscheinlich Morph … ich meine …Papst.

Äh…:

Übrigens hätte ich nichts dagegen.

f.luebberding f.luebberding Juni 12, 2012 um 20:37

Alle

Morgen früh habe ich einen Radiokommentar zum Thema Wahlen in Griechenland. Später auch im blog.

wowy Juni 12, 2012 um 22:34

Germania als Madame Bovary, die Glückssüchtige, die im eigenen Tod endet?
@Nanuk hat recht. Gauck ist unsäglich.
Was soll so ein Satz?
“Eine funktionierende Demokratie erfordere aber auch Einsatz, Aufmerksamkeit, Mut “und eben manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben”. ”

Und der Soldat als Mut-Bürger (im Gegensatz zum Wutbürger).

Man möge dem Mann ein Grundgesetz schenken und vielleicht einen Remarque.
Die Frage, warum wir überhaupt zu Auslandseinsätzen fahren sollen, stellt er und beantwortet er nicht.

Aber so gerne Her Gauck das Nachtragshaushaltsgesetz (ESM, der noch nicht beschlossen ist!) mittragen wird, so gerne wird er das mit der Verlängerung des Einsatzes deutscher Soldaten im Libanon (UNIFIL) tun. Dass der Libanon an Syrien grenzt, spielt dabei sicher keine Rolle.
Verhandelt wird letzteres übrigens ab 23:15 Uhr für 30 Minuten!!!
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/39272295_kw24_vorschau/index.html

Was als “Kontingentwechsel” i.S. der Vorschrift zu verstehen ist (Nr. 2 letzter Satz) darf sicher im Bedarfsfall flexibel ausgelegt werden
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/098/1709873.pdf

Not to forget: Ab 19:05 wird zur Bundeswehrreform (#Europaarmee) getagt.

Natalius Juni 12, 2012 um 23:01

Tja, (@Hochsauerländer), ich kündige auch manchmal an, wenn es was zu berichten gibt aus den Niederungen des Märkischen.
Glück, Gesundheit und Erfolg! (die Reihenfolge ist wichtig).
Zum Thema Glück, Neurophysiologie, Neuropathologie, drugs’n’control: Im Moment zu müde dazu (gibt zu viel subtiles Un-Glück in der “sphere”).
Aber immerhin wurden “wir” piratisiert – von den Jungen. Weissgarnix gibt es nämlich wieder – in der “alten” domain. Aktuelle Themen: Studienplatz, Intimität, Sex, Sex, Hitze, Sex. DDR two oh sozusagen. Immerhin!

chabis Juni 13, 2012 um 00:13

@h.huett 20:16

Diese Art altväterlichen bäuerlichen Witzes erinnert eher an den von F.J.Strauss und seinen dedicated followers, G.Polt hat vor kurzem lesenswertes dazu bemerkt (Interview in konkret). Hebel lässt im Gegenteil oft Sympathie für den listigen oder auch gutmütig naiven Underdog durchscheinen.

Nanuk Juni 13, 2012 um 05:59

“Du das Bild auch bloß zynisch nennen, das verfehlt aber den Rahmen, durch den Gauck spricht.”

Der Rahmen ist ein von der Bildzeitung gepuschter Arschkriecher der sich als Freiheitskämpfer ausgibt… das ist so Links wie die Russische Opposition bei der man Brillanten und Pelze zählen kann was die Russischen normalos auch mit vergnügen tun.

Gauck wird wie die FDP und Wulf unter Aufstand im Schlaraffenland abgeheftet…
http://www.youtube.com/watch?v=rPkpTtg7Bqg

Nanuk Juni 13, 2012 um 06:05

Krieg ist traurig und nix was man mit den adjektiven Mut bekleidet… wir verteidigen ja auch nicht unsere Freiheit am Hindukusch sondern wir führen Wirtschaftskriege hat der nette Onkel von der Sparkasse gesagt.

Nanuk Juni 13, 2012 um 06:11

Der Gauck ist sowieso ein lustiger Vogel am Tag der Befreiung der Niederländer Kritik vor zu bringen. Was für ein Held!

Nanuk Juni 13, 2012 um 06:19

“das Bild auch bloß zynisch nennen”

Das brauche ich nicht so nennen das ist es!

Nanuk Juni 13, 2012 um 06:59

Wenn man gutmütig ist wie ich dann kann man Gauck empfehlen nochmal die Schulbank zu drücken obwohl das mit 72 auch nicht mehr viel bringen wird… dumm geboren nix dazu gelernt trotzdem weiter gemacht und so gestorben… ein Leben im Deutschen Provinzialismus.

“Der Islam gehört nicht zu Deutschland.”

Da bekomme ich Ekelpickel…

"gg" Juni 13, 2012 um 07:12
Nanuk Juni 13, 2012 um 07:23

@”gg”
Norweger sind ja auch genau so!
Deswegen sind die ja auch nicht in der EU.
http://www.youtube.com/watch?v=e9cm9m6WIro

holger Juni 13, 2012 um 07:33

@wowy

—>>>“Eine funktionierende Demokratie erfordere aber auch Einsatz, Aufmerksamkeit, Mut “und eben manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben”

Ich würde diesen alten Mann wegen aktuell-dauerhafter Geisteskrankheit vom Amte jagen.

Das ist Kriegshetze ein Aufruf zum Angriffskrieg. Und ich sage NIE WIEDER… Verteidigen ja, aber nicht im Ausland. Wer auch noch meint so einen Aufruf zu unterstützen, soll sich selber den Stahlhelm aufsetzen und mit breiter Brust in vorderster Front stehen. Ich distanziere mich von diesem Heini. Solche Präsi-Heinis will ich nicht mehr. Und auch keine Kriegsparteien, ala Rot-Grün-Schwarz-Gelb. Und an meine Ex-Kameraden noch mal der Aufruf, als Berufssoldaten könnt ihr kündigen. Und an alle ist/werdenden Kampfschweine als SaZ. Überlegt euch gut, was ihr da unterschreibt. Es will mir nicht in den Kopf gehen. Ihr habt keine Ausrüstung und euer Präsi will euch verheizen. An den Bundeswehr-Verband, habt ihr keinen Arsch in der Hose zu meutern? Es geht hier nicht um Angsthase oder Drückeberger. Es geht um das Prinzip. Nie wieder von deutschen Boden aus. Das habe ich 4 Jahre von 89-93 immer vertreten, als SaZ. Am besten wäre raus aus der NATO und für Neutral erklärt. Kriegsfürsten sind das aller aller Letzte was wir brauchen. Meine Kinder meine Frau unser Hundi und ich, wir brauchen so etwas nicht. Und viele andere vermutlich auch nicht. Aber el Presidente und das Parlament. Und jeder, der dabei mitmacht, macht sich schuldig. Was meint der Gauckler eigentlich wer er ist? Kaiser Willi oder was?

Degnaphta Juni 13, 2012 um 08:42

Wenn interessante Leute interessante Themen diskutieren, kommen sicherlich interessante Erkenntniss zu Tage. Wie interessant…

“ein Verständnis des Sozialstaats als Glücksversprechen” entstammt meiner Wahrnehmung nach den orwellianischen Wortverdrehern aus der Medienabteilung. Wer so einen Scheiß propagiert, will offenbar die Amerikanisierung(Volksverblödung) vorantreiben, aber mit der ursprünglichen Idee des Wohlfahtstaates hat das mal nix zu tun.

Sich an seinen Literaturkenntnissen aufzugeilen, halte ich für eine durchaus respektable Beschäftigung. Aber das auf eine Weise zu machen, die scheinbar verhindert, in offene Opposition zu unserem kriegshetzerischen Präsidenten zu treten, irritiert mich dann doch beinahe.
Allerdings dürfte für Apartheid-Fans und andere Herrenmenschen so ein Verhalten inzwischen als normal angesehen werden können.

kleines Update zur Praxis der heimischen Apartheid:
Wußte einer, daß arbeitsfähige 15jährige eigene Bedarfsgemeinschaften bilden müssen?
Wußte einer, daß Kinder sich selber um ihr Kindergeld kümmern müssen?
Das sind so “Tatsachen”, die mir als Erklärung für meine Schieflage präsentiert werden. Wie soll man damit nur verfahren?
Anwalt? Tja, die ziehen bisher allesamt den Schwanz ein… das verlogene Pack.
Bei der Polizei gab es auch spannende Auskünfte :-) Ich fragte mal beim Dorfsherrif vor, ob eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Körperverletzung in Frage käme. Meine Fresse, was habe ich mir da für eine Reise abgeholt. Es gibt wohl kein häßliches in unzähligen TV-Talks gepflegtes Klischee, welches mir nicht um die Ohren gehauen wurde (Selbst schuld, immer die anderen…, usw). Der arme Bursche war völlig außer sich ob meiner Unverschämtheit. Das sind dann wohl die Nachteile, wenn man sich persönlich kennt ;-)

Betreuungsgericht, Betreuer und Antisozialzentrum spielen Schwarzer Peter. Der bin ich, und den habe ich. Daran scheint wenig Zweifel zu bestehen.
Die Sippenhaftkomponente in der häßlichen Angelegenheit geht natürlich auch auf meine Kappe… ist ja schließlich meine Sippe ;-)

Also, egal ob Karl May oder Arno Schmidt, Hauptsache das kleine Glück der trolling blogs steht wie ein Fels.

Nanuk Juni 13, 2012 um 08:52

Gauck der grosse General empfielt deutschen Soldaten bei einem Hinterhalt nicht in Deckung zu gehen sondern sich mutig in die Kugel zu werfen!
Das ist kein Mut das ist Blödheit!

holger Juni 13, 2012 um 09:19

Nanuk

ich würde jeden dieser Schreiberlinge, erstmal in einem bestimmten Raum setzen, das nennt sich dort Dichtigkeit der Maske zu überprüfen. Ich würde sie aber ohne Maske darein setzen. Keine Angst. Man muss nur nicht Hyperventilieren. Dann würden sie alle ne andere Meinung bekommen, davon, Krieg spielen zu wollen. Und dann würde ich VS Filme ihnen vorspielen, auf das, dass das Essen noch mal durch den Kopf geht. Im Parlament. Das braucht man aber nicht mit dem Teppichhändler machen. Der war ja Fallschirmjäger. Der kennt das. Hat es bloß vergessen. Vermutlich. Ich würde sie alle da durch schleusen. Bis sie in ihrem erbrochenen dahin siechen. Ich habe keinerlei Verständnis dafür. Und auch kein Verständnis dafür, sowas zu unterstützen. Besonders nicht, wenn Zivis oder Theologen darüber urteilen.

wowy Juni 13, 2012 um 09:49
h.huett Juni 13, 2012 um 09:49

Hier ein wunderbarer Ausschnitt aus dem Chaplin-Film THE GREAT DICTATOR (dank an Michael Michaelis für den link), eine Szene, in der Rolle und Schauspieler auseinanderzudriften scheinen, was man aber nur annehmen kann, wenn man nicht wie Chaplin verstanden hat, was glückssüchtig tatsächlich heißt.

Es ist eine politische Selbstbeschreibung des Redners Gauck, in dem er in diesem Augenblick, in dem er vom vorbereiteten und mit der Bundesregierung abgestimmten Manuskript seiner Rede abweicht, den Finger ausstreckt und auf sich selbst zeigt.

Randomize() Juni 13, 2012 um 09:55

PlanetPoker ging 1998 als weltweit erstes Poker-Portal, in dem um Geld gespielt werden konnte, online. War das Glück bisher berechenbar gewesen, so wurde es jetzt bestimmbar. Anstatt reale Karten zu mischen wird in einem deterministischen Prozess festgelegt, welchem Spieler welche Karten zugeteilt werden. Allerdings hatten nur die Betreiber Einblick in den Algorithmus des Pseudozufallszahlengenrators. Kurze Zeit später ging mit Paradise Poker ein starker Konkurrent online. Im Zuge des Wettbewerbs um Kunden verfolgte PlanetPoker die Strategie, mit der Vertrauenswürdigkeit des Angebots, insbesondere der Fairness der Karten, Marktanteile zu erobern – und veröffentlichte Grundzüge des Algorithmus. Die Veröffentlichung des Algorithmus an sich ist relativ unproblematisch, allerdings darf der Algorithmus keine Schwachstellen aufweisen, die von Spielern ausgenutzt werden können. Die Veröffentlichung kam also einer Wette gegen die geballte Kraft der weltweiten scientific community gleich – die PlanetPoker verlor. Denn es stellte sich heraus, dass der Algorithmus zwei zentrale Schwachstellen aufwies. Zum einen erreichte der Algorithmus nicht alle 52! Möglichkeiten ein Blatt zu verteilen mit gleicher Wahrscheinlichkeit. Allein diese Tatsache würde schon ausreichen, auf lange Sicht gegen das Kasino Gewinn zu erzielen. Schwerwiegender noch war die Tatsache, dass die Zahl, die die Verteilung des Blatts determiniert, auf eine Länge von 32 Bit begrenzt war, was die Anzahl möglicher Blätter dramatisch auf etwa 4 Mrd. mögliche Blätter reduzierte. Hinzu kam die Information, dass der Seed für den PZG aus der Systemzeit bestimmt wurde, was die Anzahl möglicher Blätter auf wenige hunderttausend reduzierte, sowie die Poker spezifische Eigenschaft, dass einige Karten nach dem Geben der ersten Runde einsehbar sind, wodurch der Seed, und damit alle ausgegebenen und noch auszugebenden Karten, eindeutig bestimmbar ist. Für die Betreiber des Schadprogramms stand der Ausgang jeder Partie damit von vornherein fest.

Ob ältere Damen zwischen 8 und 11 ihr Schadprogramm statt des Staubsaugers anwerfen kann ich jedoch nicht beurteilen.

http://www.bluffnakedpoker.com/PDF/developer_gambling.pdf

Balken Juni 13, 2012 um 10:20

“Gauck soll angeblich vom Redemanuskript abgewichen sein, als er von der glückssüchtigen Gesellschaft sprach. Die Distanz zur Sehnsucht nach dem einfachen oder weniger einfachen Glück hat ein seelsorgerliches Geschmäckle, als bedauere der gelernte Tröster, dass die Nachfrage nach dieser Art des seelsorgerlichen Beistands dahingeht, wie alles andere auch.”

“Es ist eine politische Selbstbeschreibung des Redners Gauck, in dem er in diesem Augenblick, in dem er vom vorbereiteten und mit der Bundesregierung abgestimmten Manuskript seiner Rede abweicht, den Finger ausstreckt und auf sich selbst zeigt.”

Nach gefühlt hundert Artikeln über den seinerzeit zum Abschuss freigegebenen Wulff (wer will noch mal, wer hat noch nicht) werden diese kurzen Kommentar-Anmerkungen des großen Rhetorik-Diktators womöglich nicht alles gewesen sein? Wäre diese Gauck Rede mit ihrer für meinen Geschmack infamen Verquasung von “Glückssüchtigkeit” – (schon als Begriff pejorativ, was in diesem Zusammenhang wohl meint, endlich wieder weg mit z.B. Barlachschen Kriegerehrenmalen, die und deren Geschichte der Norddeutsche Gauck kennen dürfte) und Kriegsunlust (er hätte auch fragen können: Hunde, wollt ihr ewig leben?) – nicht ein lohnender Gegenstand für eine rhetorische Vivisektion? Wer traut sich da heran? Großrhetoriker vor!

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Degnaphta Juni 13, 2012 um 10:23

Anonymer onlinePoker-Spielsüchtiger: “in letzter Zeit spiele ich echt viel onlinePoker… da kann man richtig Geld verdienen bei…”
Degnaphta: “ich halte ja nix von Glückspiel um echtes Geld.”
Anonymer onlinePoker-Spielsüchtiger: “Pokern ist kein Glückspiel.”
Dann folgt eine Erläuterung über Chancengleichheit und Berechenbarkeit und FriedeFreudeEierkuchen.
Von Algorithmen war da nie die Rede ;-)

h.huett Juni 13, 2012 um 10:45

Unverfügbares Glück (für Morph). Schaut Euch die Szene an.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=_Qc3VaXtW5M

Degnaphta Juni 13, 2012 um 10:59

Erstaunlich wie viele hits das Trio hat, fast ne halbe Million. Sonst haben solche Clips meist eher ein Zehntel oder gar ein Hundertstel an Aufrufen.
wie auch immer… aber ist das nicht eher “verfügbares Glück”?

Natalius Juni 13, 2012 um 11:14

Ich versuch’s mal zu ertreideln:

Es gibt zwei Sorten Psychopathen.
Die Guten und die Smarten.
Die Smarten greifen sich ihr Glück -
die Guten werden glücksverrückt.
Die Achse läuft vom WE zum ME
und Spiegelung gibt Symmetrie
gilt für Physik, Macht, Politik und Ökonomie.
Zusammen braut sich Philosophie.
In Hirnigkeit sich bildet ab, was Welt zusammenhält, sagt gut.
Wenn’s dann nicht tut, führt Glück zur Wut,
und ICH trink euer Blut, denkt smart.
Perfide, gerissen, sieht Beute, apart.
Wer’s jetzt noch immer nicht erblickt,
der schaue fishead oder Dueck.

Doktor D Juni 13, 2012 um 11:21

Danke für die vielen Hinweise und Links, die in diesem Threat bisher zusammen gekommen sind.
Einen ganz anderen Angang an die wahre Geschichte, die der “Unverhofften Begegnung” zugrunde liegt, hat E.T.A. Hoffmann in “Die Bergwerke von Falun”. Es geistert, gespenstert und romantikt ordentlich, der Text wird gerne erotisch-pathologisch interpretiert, aber in den Special Effects und psychotischen Zuständen rumort auch eine Geschichte über das Entstehen und die Faszination frühkapitalistischer Produktions- und Reproduktionsverhältnisse: http://gutenberg.spiegel.de/buch/3102/1.
Arno Schmidts Karl May werde ich mir jetzt mal vornehmen, sein Wieland war jedenfalls großartig.

h.huett Juni 13, 2012 um 11:39

Doktor D

Nicht zu vergessen Jules Vernes Roman Schwarz-Indien. Ebenso wie Hoffmanns Falun eine Bergwerksgeschichte mit dystopischer Utopie über den Energieverbrauch. Verne phantasiert darüber, dass die Menschheit, bestünde die Erde nur aus Kohle, noch das letzte Stückchen ihres Habitats verfeuern würde. In der Geschichte geht es um ein aufgelassenes Bergwerk, in dem der alte Obersteiger noch Jahre lang nach nicht entdeckten Flözen sucht und schließlich fündig wird. Das mächtigste Kohlevorkommen der Welt, irgendwo da oben in Schottland, eine unterirdische Welt entsteht mit allem Drum und Dran, bis der Sohn des Obersteigers aus der Tiefe des unterirdischen Sees eine Anima ins Licht treten sieht, die da unten durch ein Unwesen gefangen gehalten wird, 22 Jahre vor Freuds Traumdeutung ein literarisches Dokument über parallele Emergenzen in der Kulturgeschichte.

Balken Juni 13, 2012 um 11:47

@ natalius
Goethe war gut …
Treidelstein kommt gleich danach, dann lange nichts.

Natalius Juni 13, 2012 um 11:53

@Balken
So isses!

Natalius Juni 13, 2012 um 12:47

@Balker
Na,ja, Arno Schmidt war schon gut. Man muss sich das so vorstellen: Da sitzen ein paar ältergewordene Junx und Mädels in einer lauen Sommernacht auf der Terasse eines halbverfallenen Hotels zusammen, zu dem keine Strasse hin führt. Am Lago Maggiore. Italienische Seite. Sagen wir mal 250 Meter darüber mit einer super Aussicht. Man macht da alles gemeinsam. Alles ein wenig Honky-Tonk, weil es passt und weil man das gut findet. Auch der Versuch, in der alten Hotelküche exzellent zu kochen, gehört dazu. Dope als Menü-Zwischengang, kennt man ja: Es erweitert die Geschmackssinne. Aber eigentlich raucht man’s, um sich wieder frei zu lachen – um’s Lachen in der Gemeinschaft geht es doch. Man muss aber den richtigen Moment erwischen. Und dann steht jemand auf, nimmt ne Taschenlampe und liest was vor:

“Schon von weitem hörte ich, wie das Klavier unter Emmelines Pfötchen nervös brüsselte; dicke Blasen stiegen auf; im Baß blubbte es manchmal suppen (und mir war wieder, als stände ich als Junge vor meinem Aquarium : da hatten sich die Luftfontänen auch immer so hochgewriggelt.”

Der Lachausbruch kommt. Das ist Glück.

lily Juni 13, 2012 um 13:31

danke nochmal für den lesestoff hier, jetze muss ich leider gleich trotz einer wüsten magenverstimmung zur arbeit

http://soundcloud.com/andy-hood/03-we-need-some-protection

h.huett Juni 13, 2012 um 13:39

Funfact: Zivilisiertere Staaten zählen die Glückssucht als “pursuit of happiness” zu den unveräußerlichen Bürgerrechten. ‪#Gauck

https://twitter.com/bov/status/212851958732701696

wowy Juni 13, 2012 um 13:53
Degnaphta Juni 13, 2012 um 14:08

Also dieser pursuit-of-happiness-Quatsch ist vielleicht für american-pi-1-bis-n-gläubige Kinder und Hollywood-Blockbuster-Fans gut aber doch nicht für Dichter&Denker ;-)

Sind wir tatsächlich so inbrünstige Vasallen Uncle Sams, daß der ganze schädliche Scheiß übernommen werden muß?

Hans Hütt Juni 13, 2012 um 14:08

wowy
Die Vereinigten Staaten – reicht das nicht als Plural? ;-) Außerdem verfälsche ich nicht Zitate, mache sie mir allerdings auch nicht durchs bloße Zitieren zu eigen.

Also bitte bov fragen

h.huett Juni 13, 2012 um 14:11

Degnaphta

Als Eisenfresser … reagiert er empfindlich auf Zitate wie andere auf Pollen. Kontext, Degnaphta, Kontext – und Widersprüche aushalten, gewaltsam sind sie nicht aus der Welt zu schaffen, auch nicht durch starckdeutsche Sprücheklopferei.

wowy Juni 13, 2012 um 14:15

@hütt
Da stand zivilisierte Staaten und Bürgerrechte ;-)

h.huett Juni 13, 2012 um 14:19

wowy

In Ordnung. Als Zitat. Bei bov reklamieren.

Morph Juni 13, 2012 um 14:29

@Balken

“Goethe war gut … Treidelstein kommt gleich danach, dann lange nichts.”

Dass Deutsche, wenn sie Gedicht denken, immer gleich auch Goethe denken müssen. Und dann auch noch so Geister wie Du, @Balken, der hier sonst so megakritisch und posing-feindlich auftritt. Erwischt!!!

;-)

(Und bevor Du mal wieder an Dichter denkst, lies Hölderlin und Brecht, auch Hilde Domin; und bevor Du Dich lobend über Treidelstein äußern möchtest, lies Gernhard und Gsella. – Da nich für!)

Nanuk Juni 13, 2012 um 14:35

Auch Goethe hatte seinen Schiller…

Balken Juni 13, 2012 um 17:22

Ach @Leute! Zu schließen, dass mir sonst kein weiterer Name eingefallen wäre, ist denn doch etwas … schräger Humor. Oder eher doch geradliniger Bierernst. Erwischt. Ich habe witzig sein wollen, scheint mir nicht zu gelingen. Führt nicht zum ersten Mal zu Mißverständnissen. “Goethe war gut” ist ein uralter Schlager aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts des vorigen Jahrtausends über die Nöte von Blog-Kommentariatsdichtern (nä, schon wieder falsch, erwarte ernstgemeinte Richtigstellungen).

Natalius Juni 13, 2012 um 17:53

Ach Balken, wir sind doch die Guten! Die, die zwar auch ein Empathie-Problem haben, aber nicht “smart” genug sind – oder nicht “smart” sein wollen. Mach mal den Autismus-Test auf der homepage von Dueck. Am besten zweimal hintereinander. Einmal so, dass Du eine high score erreichen willst und beim zweiten Mal low score.

Morph Juni 13, 2012 um 17:57

@Balken

Okay, ich gebe zu: nicht erwischt, sondern daneben! – Wenn aber auch einer mit so abgefahren Anspielungen wie Rudi Carell daher kommt, das muss man erst mal schnallen, he! ;-)

"gg" Juni 13, 2012 um 19:22

@ alle

toll wie lebhaft ihr alle hier heute seid, da braucht es keiner “morph”ologischen subteranen musikvideos …

deshalb etwas hardfood zum durchblättern das Inhaltsverzeichnis:

http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geokompakt/71891.html

und dass der SIR Frederick Soddy nicht vergessen wird, der alt virtualizer !

und für die neue währungsunion rootware in 22. Auflage :

http://www.book2look.com/vBook.aspx?id=978-3-7910-3182-8

besonders Dritter Teil Kapitel 22 und 23

damit der europäer sich mehr so oft veramisieren lässt ;-)

Morph Juni 13, 2012 um 19:29

@gg

“toll wie lebhaft ihr alle hier heute seid”

Sage mal, wie genau heißt eigentlich der Ferienclub, aus dem Du ausgebrochen bist? Ich würde denen gern einen Tipp geben, dass sie Dich wieder einfangen.

"gg" Juni 13, 2012 um 19:29

nicht vergessen :

damit der europäer sich “nicht” mehr so oft veramisieren lässt

der HWS erzählt wunderschön in der faz bleibt bei den lösungen aber fantasielos und hing etwas hinterher – besenwagen statt “avantgardist” ?

topi bitte melden

"gg" Juni 13, 2012 um 19:31

@ Morph

mercie – habe heute noch nicht lachen können ;-)

Morph Juni 13, 2012 um 20:12

@gg

ja, wenn Du nur wüsstest, worüber Du da lachst. Es gibt ja Leute, die lachen einfach so. So wie @Natalius’ Potraucher, die er für ein Paradigma des Glücks hält. Als wenn blöd zu grinsen und glücklich zu sein dasselbe wären. Es ist zum Heulen mit Euch!

"gg" Juni 13, 2012 um 20:26

@ Morph

Da können die Kapitalanlegenden Zukunftsrentner aber glüchlich sein, dass Du weisst welchen Wert die Einzahlungen aus den Anlagen in 25 Jahren haben werden !

"gg" Juni 13, 2012 um 20:28
Natalius Juni 13, 2012 um 23:07

@Morph, 20:26
bei Dir bin ich überfragt, in den Bereich des Schizoiden habe ich mich noch nicht eingedacht – und will das auch nicht. Oangscht. Wie gesagt, Lachen hilft, zumindestens bei “normal” bis zu dem, was mir als krank an mir selbst auffällt. Ob mit oder ohne dope ist dabei zweitrangig – Cannabinoid-induzierte Lachausbrüche sind nur in ihrer Erlebnisqualität verstärkt und daher grundsätzlich nicht verschieden von dem, was “Normale” erleben dürfen. Wer also auf Grund seiner Mentaldynamik überhaupt keinen Sinn für Humor entwickeln kann, dem hilft auch kein dope, da gebe ich Dir recht.
Wenngleich: Es ist ein URaltes Heilmittel. Hmmm. Stell Dir einfach mal vor, daß Du eine liebenswerte Person bist und daß Dich die Leute in diesem Forum trotz des Hassgifts mögen – vielleicht deswegen, weil dazwischen auch klare analytische Positionen rüberkommen – Luhmann wird Dir danken. Nicht wegen, sondern trotz. Klar, ist auch Stilmittel, K(r)ampf usw. usf. Verstehe ich, soweit ich das verstehen kann. Wird danken statt hätte gedankt, weil Luhmann als imaginäre Person den Status der geschichtlichen Unsterblichkeit eingenommen hat. Jedenfalls für ein paar Jahre. Aber eigentlich interessiert das doch gar nicht – es geht hier und jetzt doch gar nicht um Luhmann, sondern um @Morph.
@Morph, ich hab irgendwie den Eindruck, daß die Probleme, über die wir uns hier austauschen, in Deiner Generation entstanden sind: Du hast zwar die links auf links eingestellt, aber das Menschenbild, was sich damit verband, muss fremd für Dich sein. That’s my gutt feeling.

Natalius Juni 13, 2012 um 23:35

gg – 20:28. DANKE für den link! Genau das muss und wird kommen! Es darf die Jungen nicht ungebührend belasten und sollte der Kapitalismus nicht friedlich transformiert werden können, muß das Recht auf ein humanes, würdiges, eigenes Ableben hinzukommen. Neue Modelle wie “commune communism” müssen ebenso wie “our doc” und “direct/collective payment” angedacht werden dürfen. Für “future sociologists” ist unendlich viel zu tun!

Natalius Juni 14, 2012 um 01:25

Ach @Leute – im Grunde genommen ist die Klassifizierung des “human mind” völliger Quatsch – medizinische Schemata für “personality disorders” sind wie Medizinerprüfungen auf multiple choice ausgerichtet. So kann dat nich funktionieren. Mindestens drei Fragen müssen richtig beantwortet sein…
Fast alles ist fake IMHO. Jetzt schon. So wie alles andere (Moderne)i auch. Tu als ob. Hauptsache das posing wirkt authentisch. Hat schon recht, unser @Morph. Trotzdem meine ich, daß man SELBST im Augenblick des (Widerspruch-auslösenden) Witzereignisses den eigenen Lacher spürt. Ob ein anderer aber ein plastic smile aufsetzt oder einen echten Lacher spürt, ist nicht direkt (ohne bildgebende Verfahren) nachweisbar. So ist menschliche Wahrnehmung halt gemacht von Mutter Natur. Faken reicht aus, wenn man manipulativ sein Ziel erreichen will – da hat fishead schon recht. Fake and fuck oder fuck and fake. Auf der anderen Seite ist es gut, dass manipulative Intention im Moment nicht direkt gelesen werden kann, das schützt nämlich auch unsere Gedankenfreiheit.
Wenn ich schätzen soll, wie lange es dauern wird, bis “thought scans” Routine auf Flugplätzen, öffentlichen und privaten Einrichtungen sind: Ein paar Jahrzehnte schon. Es wird auch nicht so sein, wie sich das Huxley oder Orwell vorgestellt haben. Ich könnte mir aber vorstellen, daß Gefängnisse für “abnorme” Muster dann überflüssig sind, weil wir dann alle in einem großen Gefängnis oder auch Theater leben und alle “abnorm” sind. Genotyping, brainotyping, consumotyping, sociotyping, emotiotyping und anderes Typing dann orts- und zeitabhängig korelliert – das System “weiss”, wer wir sind, was wir sind, wo wir sind, wie wir sind, einfach alles. Das System ist totalitär – es läßt nicht einmal mehr Freiheit (vom System) für die, die sich Freiheit (was auch immer für eine) früher erkaufen konnten. Wir sind dann eine Simulation realer autonomer Agenten, die wir nicht mehr abschalten können. Es ist auch keine Simulation mehr – es ist ein lebendes Gesamtsystem, flächendeckend, planetenüberziehend, den Nutzmenschen zum Netzmenschen transformierend. Der Mensch als Teil eines kybernetischen Hyperorganismus – Gaia real: Vom Internet der Dinge zum Internet des Lebens. Weniger als 50 Jahre – weiter zu denken fällt mir schwer.

Natalius Juni 14, 2012 um 01:43

Glück unter Kontrolle: Vom NanoBioCognoInfoSocioNet zum Omninet.
Wollt ihr das totale …
Ich nicht (mehr) – klink mich für 10 Tage aus.

Degnaphta Juni 14, 2012 um 13:29

@“”gg” Juni 13, 2012 um 20:28

Versucht doch mal das :

http://www.seniorenpolitik-aktuell.de/landkreis-nordfriesland-veroffentlicht-masterplan-daseinsvorsorge/

Na, das ist ja wirklich interessant. Hast du mal einen Blick in den dort verlinkten Masterplan geworfen? Es wäre zu komisch oder möglicherweise tatsächlich hilfreich, wenn es nicht so geschönt wäre, was da geschrieben steht. Wenn mein Dorf in den letzten 5 Jahren von 1600 auf knapp unter 1000 geschrumpft ist, dann frage ich mich, wie solche Aussagen entstehen können, ohne das arglistige Täuschung mit im Spiel ist:
“Bevölkerungsprognose
■ Die Bevölkerung wird bis 2025 kreisweit aller Standorte.
moderat um 3,6 % abnehmen.
■ Dieser durchschnittliche Wert gewinnt Brisanz in seiner Streuweite von einem Rückgang um 25 % auf der Insel Pellworm und einem Zugewinn von 11,9 % bei der Stadt Niebüll. Der ländliche Raum im Kreis Nordfriesland wird insgesamt deutlich über dem Durchschnitt verlieren.
■ Der Umbau der Altersstrukturen ist
gravierend und wird die größten Auswirkungen auf die verschiedensten Infrastrukturbereiche haben.”

Niebüll mit seinen 11,9% Bevölkerungswachstum soll die Rettung der Daten darstellen?
Vor gut zwei Dekaden wohnten ca 7000 Leute in der Wiedingharde. Gerade habe ich mal sämtliche Gemeinden im wiki abgesurft und kam auf eine Summe von ca 3200 Übriggebliebenen. Warum schmückt sich jetzt die Kreispolitik mit völlig irrealen Zahlenwerken? Und genau derselbe verlogene kram wird auf Landes- und Bundesebene betrieben… von der europäischen oder gar globalen Ebene darf man da gar nicht erst anderes erwarten.

@ hhuett
Du kannst gerne noch ein paar Starcksprüche haben, wenn sie dich so antörnen ;-)
In Anbetracht meiner irregulären Körperöffnung nebst ihres Outputs _denke_ ich manchmal, ich sollte _dichter_ werden.
Und deshalb einen Klassiker:
Goethe
spielt Flöte
auf Schiller
sein Piller

Na, is’ das nix?

Treidelstein Juni 14, 2012 um 16:27

Liebe Hörer, liebe Leser!
Hier spricht euer Bundespräser:

Pöbel ist gar pflichtvergessen
will nur bunte Pillen schlucken
will nur immer Fußball gucken
will nur saufen ficken fressen

Pöbel ist gar unbescheiden
will sich immer nur verstecken
will nur Spaß und nicht verrecken
will nur Glück und mag nicht leiden

Pöbel will auch gar nichts wissen
von der Pflicht wider den Satan
Darauf kommt es doch im Staat an!
Pöbel wird auch sterben müssen

Solches sei die Weltanschauung
Das sag ich, der Bundespräser!
Darauf heben wir die Gläser
… Widme mich dann der Verdauung

Morph Juni 14, 2012 um 17:07

Denn der bunten Pillen bedarf nicht
Voll Volkes Opium der Gauck.
Aus trüb erweiterten Schädeln
Feindseliger Brüder im Ungeist
Quillt chemisch und göttlich gekitzelt
Nämlicher Blödsinn hervor.

Natalius Juni 14, 2012 um 18:59

Ein trauriger Treidler

Und der Euro in der Birne
Kohl gedacht zum Wirtschaftswohl
bröckelt langsam in der Ferne
hört man schon des Volkes Sohl.

Dicke Tüten voller Sachen
Alle Aldis leergekauft
Banken können nur noch krachen
schreit das Geld fast abgeraucht.

Die es haben kommen weiter
stürzen sich in Luxus rein
kaufen Häuser, Autos, Reiter,
Uhren und den Sonnenschein.

Wenig später steigen Preise
jetzt wird richtig abgesahnt
manche gehn auch auf die Reise
andere sollen es ersparn.

Wo es weg ist fliegen Steine,
Scheiben klirren machen frei
die noch ausgestellte Ware,
weg ist wo mal Ware war.

Auf den Strassen laute Schreie,
Autos brennen wie im Krieg
Keine Arbeit, keine Reue,
jeder denkt noch grad an sich.

Und der Kohl in seinem Hirne
großer Staatsmann, wunderbar
Groß Europa sollt es werden
wie er deucht einst Deutschland war.

Balken Juni 14, 2012 um 19:14

Sängerwettstreit auf der Wartburg!
Hölderlin gegen Busch?
Es haben sich in hehrem Streite
ungleiche Sinne anverwandt
Rhythmus gegen Reim gerannt
dass in des Schlachtfelds ganzer Breite
Geist versprühe
Kraft verglühe
bis zuletzt die müde Hand
legt das Reimebuch beiseite.
Ach, die Gaben schöner Kunst
wird kein Kampflärm je vereinen.
Ewger Friede will nicht scheinen
und das Glück, es bleibt verhunzt.
Empathie verspricht das volle.
Halten wir uns in Kontrolle!
Messen, was wir unser meinen,
jedem zu in gleicher Gunst.
(Hesse? Rilke?)

Balken Juni 14, 2012 um 19:20

Oh, gar nicht gesehen!
Inzwischen ist noch Roth aufgetaucht? Oder isses eher Thoma?

Balken Juni 14, 2012 um 20:15

Einen hab’ ich noch:
Die Tage können schnell vergehn,
siehst du dich um, ist es geschehn!
Bei Gott sind tausend Jahr’ ein Tag -
Natalius zehn ein Wimpernschlag!

(Das war jetzt Morgenstern. Etwa nicht? Derlei Beschäftigung ist immer noch allemal besser als Fußballgucken!)

Natalius Juni 14, 2012 um 23:05

Mehmed Scholl

Bückt Euch hoch, ihr luschen Laschen
Mehmed Scholl hat’s doch gesagt
Leistung, Leidenschaft, ihr Flaschen
Das ist jetzt angesagt.

Natalius Juni 15, 2012 um 12:05

Exzellenzinitiative

Alle warten ganz gespannt
auf die Exzellenz im Land
wieder gibt es winner looser
lottery for science user
Wissenschaft ist competition
heisst es auf den Planungstischen
corporate meritocracy
makes the top university

Einst war es auch Wissen schaffen
aus verstehen wie es funzt
heute meint es Gelder raffen
Geld ist mehr als die Vernunft

Ganz laut schreien muß man heute
denn wer schreit, den hört man auch
Taube Ohren zieren Leute
Blinde Augen sehen drauf

Was ist los mit dem was dachte
grübelte und dann verstand
Ist das überflüssig heute
an der exzellenten Hand?

Woher kam es, dass es drehte
aus den Unis wurden Zoos
Kam es aus Buhlmahn’s Rakete
Pinkwart’s Feder, Schavan’s Los?

Wird sie gehen, unsre Beste
die einst schrieb Gewissen hoch
hat sie das komplett vergessen
neu zu formulieren noch?

Alle warten ganz gespannt
auf die Exzellenz im Land
wieder gibt es winner looser
lottery for science user
Wissenschaft ist competition
heisst es auf den Planungstischen
corporate meritocracy
makes the top university

"gg" Juni 15, 2012 um 18:44

Fußball-EM-Warnung

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/euro-rettung-systemwechsel-der-fussball-an-der-macht-11778171.html

Die Katalyse ist aufgenommen – Danke.
Schön die Analogien im Artikel – nur das Ende kommt anders ;-)

Es gibt immer eine Alternative, so wie jetzt gerade bei der Gewitter-, Regenübertragung – es wird Geschichte geschrieben.

Das Wochenende kann kommen.
Überstunden statt Arbeitsverweigerung.

Nur schön locker bleiben!

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