Wir haben die DM zurück

by f.luebberding on 13. Juni 2012

Das schreibt Mark Schieritz im Herdentrieb. Manche können es bekanntlich kaum abwarten. Aber dafür hat Hans-Werner Sinn heute einen Artikel in der New York Times. Er stellt die Deutschen den Amerikanern als edle Ritter vor:

“It is unfair for critics to ask Germany to bear even more risk. Should Greece, Ireland, Italy, Portugal and Spain go bankrupt and repay nothing, while the euro survives, Germany would lose $899 billion. Should the euro fail, Germany would lose over $1.35 trillion, more than 40 percent of its G.D.P. Has the United States ever incurred a similar risk for helping other countries?”

Das haben sie gewiß nicht. Die Amerikaner sind nämlich mit den eigenen sogenannten Risiken völlig ausgelastet. Aber vielleicht sollte man die Chinesen und Japaner (Stand 2011) fragen. Die kennen sich mit Risiken aus. Die Überlegungen zur Gründung der “Vereinigten Staaten von Amerika, China und Japan” sind aber noch nicht sehr weit fortgeschritten, so hört man. Ob die Amerikaner einen Fiskalpakt unterzeichnen werden? Besonders großzügig in der Übernahme amerikanischer Risiken scheint aber diese “FED” zu sein. Ob die mit unseren zusätzlichen Risiken überfordert wäre? Vielleicht sollte diese “FED” unsere Risiken übernehmen. 1,35 Bio. Dollar dürften kein Problem sein.

Ansonsten sind aber Staatspleiten auch ganz nett. Siehe den Artikel von Oberdirektor Dr. Pünder aus der Welt. Es ist halt alles eine Frage der Perspektive.

update

Münchaus Kolumne namens “Kurz vor dem Kollaps”.

{ 125 comments… read them below or add one }

h.huett Juni 13, 2012 um 14:24

Dieser Leitartikel Sinns in der NYT ist in vieler Hinsicht urkomisch. Er scheint nicht mitbekommen zu haben, welche Rechnungen in den USA angestellt werden. Und dabei rede ich noch gar nicht von den Risiken für Obamas Wiederwahl, die heute bei Spiegel Online zu einer ganz besonders kuriosen Meldung eines gewissen Gregor Peter Schmitz führte.

Obama frustriere die Deutschen, erzählt Herr Schmitz, kommt aber nicht darum herum, dass immer noch zwei Drittel der hier Befragten unerschütterlich scheinen.

Zurück zu Sinn und seiner Frage: It is unfair for critics to ask Germany to bear even more risk. Should Greece, Ireland, Italy, Portugal and Spain go bankrupt and repay nothing, while the euro survives, Germany would lose $899 billion. Should the euro fail, Germany would lose over $1.35 trillion, more than 40 percent of its G.D.P. Has the United States ever incurred a similar risk for helping other countries?

Man könnte Sinn an eine Zeit erinnern, in der die amerikanische Militärmaschine Europa von einem Albtraum erlöste. Die damaligen Ausgaben dürften inflationsbereinigt höher ausfallen als die von Sinn bezifferten deutschen Verluste im Falle eines Euro-Endes.

Staaten haben Interessen. Warum fragt Herr Sinn nicht einmal die Bundeskanzlerin, welche Interessen ihre Politik begründen.

wowy Juni 13, 2012 um 14:34

@hütt
Das sind die Interessen der Kanzlerin (und einiger anderer auch).
Sinn:
“This does not mean there can be no systematic risk-sharing between the states of Europe. But for that to happen, the countries should first form a common nation, with a constitution, a common legal superstructure, a monopoly on power to ensure obedience to the law and a common army for external defense. “

Hans Hütt Juni 13, 2012 um 14:43

wowy

Meinst Du damit, dass die Nationalhymne der “ehemaligen DDR”, wie sie die Bundeskanzlerin gerne bezeichnet, ihren Masterplan für die Vereinigten Staaten von Europa liefert?

Muss Europa erst in Trümmer gelegt werden, ehe ihr Plan exekutiert wird?

Auferstanden aus Ruinen.

Frankie Bernankie Juni 13, 2012 um 14:57

Doomsday Kommentar von Münchau.

Und doch versteh ich nicht ganz, welche Volumen hier immer herangezogen werden.
Münchau schreibt, Italien muss 670 Mrd. refinanzieren ( Spanien 370 Mrd. ) in den nächsten Jahren, und das hält kein Rettungsschirm mehr aus, wir werden alle sterben.

Das stimmte doch nur , wenn das gesamte Volumen italienischer und spanischer Refinanzierungsbedärfe über den Rettungssschirm abgedeckt werden müssten – aber in der Höhe wäre das doch nie notwendig, Italien und Spanien haben doch durchaus hohe eigene Refinanzierungskraft, es muss doch nicht alles über den Rettungsschirm abgesichert werden?

Auch Münchau unterstellt einen Totalausfall der Refinanzierung, das ist doch nicht realistisch?

Ich glaube, das modell des Sachverständigenrates mit seinen “Tilgungsfonds” beschäftigt sich mit diesem Aspekt, da werden die Staatsschulden in “sichere” und “über-60%-des-BIP” – Schulden unterschieden, und nur letztere müssten durch gemeinsame Haftung abgesichert werden.

wowy Juni 13, 2012 um 14:59

@hütt
Ernstgemeinte Frage: kannst du mir glaubhaft erklären/begründen, welche der Krisen echt und welche inszeniert ist?
Machiavelli drückt das so aus: “”Die Menschen sind so einfältig und hängen so sehr vom Eindruck des Augenblickes ab, dass einer, der sie täuschen will, stets jemanden findet, der sich täuschen lässt.” – Der Fürst, Kapitel “Inwieweit Herrscher ihr Wort halten sollen”

Wenn ich die ganze Entwicklung verfolge, dann fällt mir öfter das geflügelte Wort vom 51. Bundesstaat ein.

wowy Juni 13, 2012 um 15:04

Ich verlinke hier nochmal das video, das @holger schon mehrfach erwähnt hatte.
http://www.youtube.com/watch?v=iKd4lpNR3os

Wasser Juni 13, 2012 um 15:06

@Luebberding, Huett

verstehe Eure verschwurbelte Kritik an Sinn nicht.

Welcher seiner Aussagen sind falsch, welche sind von (falschen?) Interessen getrieben? Was setzt Ihr seiner Position entgegen?

Stephan Juni 13, 2012 um 15:13
topi Juni 13, 2012 um 15:22


Münchau schreibt, Italien muss 670 Mrd. refinanzieren ( Spanien 370 Mrd. ) in den nächsten Jahren, und das hält kein Rettungsschirm mehr aus, wir werden alle sterben.”

Kleiner Vergleich mit den privaten Geldvermögen.

Upps, wir müssten gar nicht sterben, wir werden nur fast verrecken, weil wir den Vergleich nicht anstellen wollen, bzw. keine Konsequenz ziehen wollen.

Aber warten wir mal Holland heute ab.

Und dann Hollande. :roll:

wowy Juni 13, 2012 um 15:27

Wer ist eigentlich der Alarmbeauftragte bei Spiegel-Online?
Die ersten 3 Artikel = Euro A N G S T

Doktor D Juni 13, 2012 um 15:31

Historische Kenntnisse sind ja noch nie das Forte von Herrn Sinn gewesen: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ifo-chef-sinn-managerkritik-mit-antisemitismus-verglichen-1.529353

wowy Juni 13, 2012 um 15:42
f.luebberding f.luebberding Juni 13, 2012 um 15:43

Wasser

Mir geht es nur um die Attitüde des edlen Ritters, die er in der NYT gibt. Deshalb auch mein Verweis auf den Edelmut von Japanern und Chinesen, so wie der FED. Die übernehmen Risiken, ganz ohne Haftung. Außer dem Zahlungsversprechen der FED. Außerdem diese Manie mit den großen Zahlen. Glaubt er ernsthaft, dass der deutsche Steuerzahler 1,35 Bio. Dollar übernimmt?

Doktor D Juni 13, 2012 um 16:06

Glaubt er ernsthaft, dass der deutsche Steuerzahler 1,35 Bio. Dollar übernimmt?

Ich fürchte: Ja.

FFriend Juni 13, 2012 um 16:35

@Wasser
“Luebberding, Huett
verstehe Eure verschwurbelte Kritik an Sinn nicht.”

Diese Kritik folgt in Form und Inhalt immer dem Reflex, das Deutschland keine Interessen (iiih – national!) haben/äußern darf.
Selbst wenn sie so überlegt formuliert wird wie bei Sinn.

h.huett Juni 13, 2012 um 16:38

FFriend

Es gibt Leser mit Tomaten vor den Augen. Wonach frage ich Herrn Sinn? Nach den deutschen Interessen. Er tischt Pappkameraden auf.

h.huett Juni 13, 2012 um 16:40

wowy

Eiskalte Trauer. Sieh die Filme von Theo Angelopoulos an. O Thiassos (Die Wanderschauspieler). Kann ich nicht oft genug empfehlen.

h.huett Juni 13, 2012 um 16:41

Stephan

Auf diesen Sachverhalt habe ich hier gleich als erster aufmerksam gemacht. Herr Sinn braucht ein historisches Repetitorium

h.huett Juni 13, 2012 um 16:44

wowy

Alles fügt sich. Oder auch nicht. Was im übrigen Spiegel Online betrifft, so scheint mir seit längerem ein Sachverhalt evident zu sein. Die Macher setzen auf das amerikanische Geschäftsmodell eines panikerzeugenden Nachrichtenzyklus, dem von wenigen Ausnahmen abgesehen jede methodische Selbstreflektion abgegangen ist. Mein Hinweis auf Schmitz (s.o. erster Kommentar mit mouse over link erzählt mehr)

FFriend Juni 13, 2012 um 16:49

@Huett
Die Frage nach der Intention von Sinn stellt sich mir nach Lesen des Interviews nicht mehr: Schlichte Angst vor dem Untergang mit einem misslungenem Experiment!
Da war auch gleich wieder der nächste Reflex: 1945!
Wer hatte das zuletzt beklagt?

Carlos Manoso Juni 13, 2012 um 17:03

@Doktor D Juni 13, 2012 um 15:31
„Historische Kenntnisse sind ja noch nie das Forte von Herrn Sinn gewesen: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ifo-chef-sinn-managerkritik-mit-antisemitismus-verglichen-1.529353“

“Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager”, sagte Sinn in dem Interview, das er nach Angaben des Blattes autorisiert hat. Der Zentralrat der Juden reagierte empört und forderte Sinn auf, seinen Vergleich “so schnell wie möglich, ohne Wenn und Aber, zurückzunehmen und sich zu entschuldigen”. Dieser Vergleich sei “empörend, absurd und absolut deplaziert, eine Beleidigung der Opfer”, sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, der Neuen Ruhr Zeitung.

(…) Das 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket der Bundesregierung sei alternativlos, fuhr Sinn fort. “Hätte man nichts getan, wie 1929, wären die Folgen dramatisch gewesen: eine Kernschmelze im Finanzsystem, Massenarbeitslosigkeit, die Radikalisierung der westlichen Welt, am Ende eine Systemkrise der Marktwirtschaft.”
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ifo-chef-sinn-managerkritik-mit-antisemitismus-verglichen-1.529353

Sinn ist darin zuzustimmen, dass auch in der Wirtschaftskrise 1929ff „niemand an einen anonymen Systemfehler“ glauben wollte. Die Rettung des „kapitalistischen Systems“ bestand 1929ff schlicht und ergreifend darin, einen trennscharf identifizierbaren „konkreten Systemfehler“ zu benennen, die JUDEN. Das Rettungspaket 1929ff des Kapitalismus in der Systemkrise 1.0 war „alternativlos“ und umfasste 1933ff einerseits die Exklusion des „konkreten Systemfehlers“ aus der Gemeinschaft der Menschen, andererseits die physische Auslöschung des konkreten „Systemfehlers“ in den Verbrennungsöfen von Auschwitz.

Der Zentralrat der Juden scheint 2012 den deutschen „Antisemitismus 1929ff verharmlosend als eine Art sekundäres ideologisches Täuschungmanöver missverstehen zu wollen. Wie die Nazis 1933ff glaubt der Zentralrat der Juden offenbar, „Arbeit“, „Wert“, „Geld“ und „Kapitalform“ seien ewig wunderbar und im Unterschied zu den Nazis 1933ff glaubt er offenbar, die JUDEN seien überhaupt nicht die „Schuldigen“ gewesen. Wie die radikale Linke 1933ff verschließt sich der Zentralrat der Juden 2012 offenbar dem irrationalen Charakter des kapitalistischen Systems, weshalb er vom machtvollen Ausbruch dieser Irrationalität 2012 überrollt werden wird. Die Nazis gewannen gerade deshalb machvolle gesellschaftliche Wirkung, weil sie mittels des Antisemitismus die Rationalität des bürgerlichen Konkurrenzinteresses selbst als Ausgrenzungs- und Vernichtungwillen geltend machen konnten.

Der „Antisemitismus“ der Nazis war nicht die Ausnutzung des bürgerlichen Konkurrenzinteresses in einer konkreten historischen Situation 1929ff, sondern die ultima ratio der Konkurrenz in einer historischen Situation der kapitalistischen Systemkrise 1.0, in der die immanent-scheinrationale Austragung der Konkurrenz ausweglos war. In solchen Situationen der ausweglosen Systemkrise droht die allgemeine bürgerliche Subjektform selbst zu zerbrechen.

Der „Antisemitismus“ jeder Couleur verspricht einen Ausweg aus einer immer ausauswegloser werdenden kapitalistischen Systemkrise und zwar OHNE die gemeinsame Subjektform des kapitalistischen Systems grundlegend zu Frage zu stellen, indem er „das Problem“ irrational und mörderisch veräußerlicht. So kann der „Antisemitismus“ jeder Couleur trotz seiner „intellektuellen“ Primitivität eine klassen-übergreifende Attraktivität auf die große Masse der kapitalistisch konstituierten Individuen in der „Moderne“ ausüben.

wowy Juni 13, 2012 um 17:09

@hütt
Dieser Herr Schmitz war mir auch sxchon mehrfach unangenehm audgefallen. Hintergrund passt ins Bild.

BB Juni 13, 2012 um 17:09

@h.h.

“Obama frustriere die Deutschen, erzählt Herr Schmitz, …”

Das Hauptproblem ist ja wohl, dass die Entwicklung tatsächlich gegen Obama läuft. Wenn die EU abkackt, dann kommt die US-Wirtschaft ganz bestimmt nicht mehr hoch. Wahrscheinlich würde sie auch so nicht hochkommen, aber egal, Obama verliert die Wahl. Und dann hat die Welt ein Problem!

Dann kommt nämlich so ein beschränktes-bauernschlaues Milliardärs-Ashhole dort als Präsident an die Macht und das wird dann mit seinen Freunden aus den obersten Kreisen ganz schnell aus den USA ein Paradies für Superreiche machen wollen.

Da wird erstmal chinesische Informationsinfrastrukturtechnik eingekauft, der Berlusconi als Medienberater eingestellt und dann ein kleiner Terroranschlag oder ein Kindesmißbrauch ausgenutzt um Medien und Internet gleichzuschalten. Solche Blogs wie das hier gelten dann als gotteslästerlich und werden einfach abgeknipst.

Flugdrohnen werden mit geeigneten Distanzwaffen ausgerüstet, um damit unausweichlichen Aufstände niederzuknüppeln. Investiert wird nur noch in Rüstung, Polizei und Gefängnisse. Sämtliche Sozialsysteme werden auf Null runtergefahren. Das alles passiert (!) nach der nächsten Wahl!

Da die europäischen Eliten schon immer devot die Amis bewundern, werden sie es hier genauso machen. Ob dann breite Massen in Zelten wohnen ist diesen Eliten ja heute schon egal.

So wird’s kommen. Und zwar schneller als man denkt!

(Pah: Panikmache kann ich auch. Und das wesentlich elaborierter als Dumm-Spratz-SpOn)

Linus Juni 13, 2012 um 17:17

@Carlos:
Ablenkungsmanöver hin oder her. Der Holocaust hat das Problem nicht gelöst, der Krieg hat das Problem gelöst. Bei aller Propaganda wird man nicht umhin kommen, auch diesmal das Problem real zu lösen. Die Propaganda hat doch nur den Zweck, die Leute vor den realen Karren zu spannen. Da ist so ziemlich jedes Mittel recht.

Natalius Juni 13, 2012 um 17:19

@DD, 15:31
Sinn: “Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben.”
Und dann kommt die Keule.
Er ist und bleibt ein Lügner. Natürlich weiss er, wie das “System” (Kernelfunktion C(t) = C(0) * exp (i*t)) funktioniert. Anonym? Hä? Hat doch schon Soddy erklärt. Natürlich weiss er auch, wie man die Aufschuldung mit einer “humaneren Mathematik” entschleunigen könnte – so doof kann er gar nicht sein.
Verdammt noch mal: Koexistenz erfordert Subexponentialität! Wie man die macht, da kann man ja drüber diskutieren. Nur Ökomiker wollen das nicht wissen.

Joerg Buschbeck Juni 13, 2012 um 17:22

Wenn keiner mehr einen Plan hat, sollte einfach der Buschi-Plan umgesetzt werden, stoppt endlich das Staatsanleihentheater. Es gibt keinen Grund, diesen Blödsinn so weiter zu machen.

http://www.global-change-2009.com/blog/ein-grundlegender-losungsansatz-fur-die-systemkrise-%E2%80%93-notenbanken-werden-zur-%E2%80%9Emonetative%E2%80%9C/2012/01/

Auf den alten Kapitalismus mit Monetative gibt es 10 Jahre Garantie von mir. Beim Erwerb von Zusatzmodulen wie globales Grundeinkommen aus der Besteuerung von Naturverbrauch kann ich deutlich drüber raus gehen. :-)

Natalius Juni 13, 2012 um 17:24

@Carlos, wollte Dich nicht kopieren – hab vorm Abschicken nicht reingeschaut – wir ticken da wohl ähnlich.

f.luebberding f.luebberding Juni 13, 2012 um 17:31

FFriend

Ich habe mit dem Sinn-Text nur ein Problem: Dass er diese verquere deutsche Debatte “Wir armen Deutschen haften für alle Europäer” in den USA als Argument benutzt. Allerdings niemals die Konsequenzen erwähnt: Wenn niemand in einem solchen Krisenfall in einer Währungsunion haftet, ist die Insolvenz die logische Konsequenz ist – und die geht selbstredend zu Lasten der Gläubiger. Schuldner können das bekanntlich gelassen sehen … . Sinns Spleen mit den Target 2 Salden haben wir schon oft genug durchgekaut.

Und was den Vergleich mit den USA betrifft. Auf den Finanzmärkten interessiert sich niemand für die Solvenz von Wyoming, sondern die des amerikanischen Bundesstaates. In der Eurozone sind aber Italien und Spanien nicht mit Wyoming vergleichbar, sondern quasi ein Teil des nicht existierenden europäischen Bundesstaates. Aber in den USA kann man auch nicht sagen, wir lassen jetzt einmal einen Teil dieses Bundesstaates in die Insolvenz gehen und machen dann mit der Währungsunion namens USA einfach weiter. Das wäre nun reichlich aberwitzig. Wir brauchen daher in der Eurozone eine andere Form der gemeinsamen Haftung für europäische Staatsschulden, gerade weil wir eben in Europa keinen Bundesstaat haben – und auf absehbare Zeit haben werden. Nur aus dem Grund. Ansonsten ist die Eurozone mausetot.

Auf Wheelans Argument bzgl. des 2. Weltkriegs bin ich gar nicht gekommen. In einem Punkt hat er aber recht: Eine Führungsmacht übernimmt letztlich die Verantwortung für das, was passiert. Die Jammerei eines Sinn über uns arme Deutsche bringt das nicht zum Ausdruck.

Allerdings ist das FAZ Interview mit ihm gut.

f.luebberding f.luebberding Juni 13, 2012 um 17:33

Carlos

Diese alte Sinn-Geschichte war erledigt: Er hatte das zurückgenommen. War übrigens auch schon Thema im alten blog gewesen.

Carlos Manoso Juni 13, 2012 um 17:43

@Linus Juni 13, 2012 um 17:17
„@Carlos:
Ablenkungsmanöver hin oder her. Der Holocaust hat das Problem nicht gelöst, der Krieg hat das Problem gelöst. Bei aller Propaganda wird man nicht umhin kommen, auch diesmal das Problem real zu lösen. Die Propaganda hat doch nur den Zweck, die Leute vor den realen Karren zu spannen. Da ist so ziemlich jedes Mittel recht.“

Linus, weder der „Holocaust hat das Problem (…) gelöst“, noch hat „der Krieg (…) das Problem“ gelöst.

Das „Problem“ hab ich beschrieben: „Der „Antisemitismus“ der Nazis war nicht die Ausnutzung des bürgerlichen Konkurrenzinteresses in einer konkreten historischen Situation 1929ff, sondern die ultima ratio der Konkurrenz in einer historischen Situation der kapitalistischen Systemkrise 1.0, in der die immanent-scheinrationale Austragung der Konkurrenz ausweglos war. In solchen Situationen der ausweglosen Systemkrise droht die allgemeine bürgerliche Subjektform selbst zu zerbrechen.

Der „Antisemitismus“ jeder Couleur verspricht einen Ausweg aus einer immer ausauswegloser werdenden kapitalistischen Systemkrise und zwar OHNE die gemeinsame Subjektform des kapitalistischen Systems grundlegend zu Frage zu stellen, indem er „das Problem“ irrational und mörderisch veräußerlicht.“

Es geht also um das „Zerbrechen“ der kapitalistischen Subjektform selbst in der anlaufenden kapitalistischen Systemkrise 2.0 und die mögliche irrationale und mörderische Veräußerlichung des „Problems“.

Daß das wirkliche „Problem“ die grundlegende Überwindung des Kapitalverhältnisses selbst mit allen Konsequenzen in der “Systemkrise 2.0″ ist, sollte dir hoffentlich völlig klar sein.

wowy Juni 13, 2012 um 17:43

@fl
“…gerade weil wir eben in Europa keinen Bundesstaat haben – und auf absehbare Zeit haben werden.”
Ich vertsteige mich zu der Aussage: das wird viel schneller gehen, als alle glauben (mit entsprechender medialer/PR Begleitung).

Eagon Juni 13, 2012 um 17:43

Warum der Artikel von Sinn in der FAZ nur eine Aneinanderreihung von vagen Behauptungen ist:

http://das-blaettchen.de/2012/06/das-deutsche-kapital-und-die-krise-des-euro-ii-12634.html

Ansonsten verstehe ich nicht warum jetzt billige Kredite in Deutschland gerade aktuell und empirisch meßbar die Inflation so hoch treiben, dass sich die Ungleichgewichte in Luft auflösen.

Dürfen FAZ-Journalisten überhaupt noch selbsständig denken?

f.luebberding f.luebberding Juni 13, 2012 um 17:49

Eagon

Kaube hat das Interview mit Sinn zusammengefasst. Und zwar sehr gut. In der FAZ denken alle selbstständig. Nur ich muss etwa bei meinen Talkshow Kritiken erst die Anweisungen des japanischen Geheimdienstes abwarten. Deshalb sitze ich auch immer bis zum Morgengrauen. Die Japaner bestehen auf geregelte Arbeitszeiten.

Der Artikel von Flassbeck ist sehr gut.

wowy Juni 13, 2012 um 18:00
Carlos Manoso Juni 13, 2012 um 18:05

@ f.luebberding Juni 13, 2012 um 17:31
„Wir brauchen daher in der Eurozone eine andere Form der gemeinsamen Haftung für europäische Staatsschulden, gerade weil wir eben in Europa keinen Bundesstaat haben – und auf absehbare Zeit haben werden. Nur aus dem Grund. Ansonsten ist die Eurozone mausetot.“

Lübberding, wenn du das nicht schon vor Jahren gecheckt haben solltest, dann wird’s aber jetzt Zeit.

„Auf Wheelans Argument bzgl. des 2. Weltkriegs bin ich gar nicht gekommen. In einem Punkt hat er aber recht: Eine Führungsmacht übernimmt letztlich die Verantwortung für das, was passiert. Die Jammerei eines Sinn über uns arme Deutsche bringt das nicht zum Ausdruck.“

Lübberding, die Nachkriegszeit geht in die Vorkriegszeit über. Die USA haben schon lange ihre Machtstellung als „Führungsmacht“ der Welt verloren. Es gibt nämlich das Problem, dass die USA ein nationaler „Gesamtkapitalist“ ist, der gleichzeitig den globalen „Gesamtkapitalisten“ spielen wollte und die Welt flächendeckend mit über 700 dollarteuren Militärbasen überzog. Auch an den Folgen in den globalen Zusammenbruchsregionen wird die USA kollabieren.

Es handelt sich längst nicht mehr um Krebs im Frühstadium. Der globale „Körper“ der kapitalistischen Weltgesellschaft ist schon durch und durch von den Metastasen der barbarischen Zersetzung durchseucht und vergiftet.

Bestimmte Momente des kapitalistischen Todestriebs und der „modernen“ Barbarei, die bei den deutschen Nazis bereits in einer spezifischen deutschnationalen Form manifest wurden, erscheinen nun global in neuer Zusammensetzung frei flottierend (man nehme nur die militärischen Beispiele Aghanistan, Irak, Jugoslawien, Lybien, Syrien, …, von den „ökonomischen“ Beispielen ganz abgesehen)

f.luebberding f.luebberding Juni 13, 2012 um 18:06

Nur zu Flassbeck:

“Leistungsbilanzsalden haben nichts mit dem „Sparwunsch“ eines Landes oder mehrerer Länder zu tun, sondern mit realen Faktoren, von denen die in­ternationale Wettbewerbsfähigkeit der wichtigste ist. Leistungsbilanzdefizite lassen sich ohne vollständigen Zusam­menbruch der Konjunktur und ergo der Importe oder/und über eine starke Ab­wertung nicht in kurzer Zeit beseitigen.
Das schafft ein temporäres Finanzierungsproblem, das gelöst werden muss. Wer es löst, ist nicht entscheidend. Wohl aber, dass die Ursachentherapie im Defizit- und im Überschussland angepackt wird. Geschieht das alles nicht, und gibt das Überschussland seine Position nicht auf, muss es am Ende auf seine Forderungen verzichten. Sie sind uneinbringbar. Ob der Staat oder Private betroffen sind, ist weniger bedeutsam als die Frage, wie viel Schaden bis dahin in den beteiligten Ländern angerichtet worden ist.”

f.luebberding f.luebberding Juni 13, 2012 um 18:07

Carlos

Das war jetzt ein Scherz:

“Lübberding, wenn du das nicht schon vor Jahren gecheckt haben solltest, dann wird’s aber jetzt Zeit.”

Carlos Manoso Juni 13, 2012 um 18:20

@f.luebberding Juni 13, 2012 um 18:07
„Carlos
Das war jetzt ein Scherz:
“Lübberding, wenn du das nicht schon vor Jahren gecheckt haben solltest, dann wird’s aber jetzt Zeit.”“

Manchmal beschleunigen sich die Dinge halt exponentiell, besonders in der „Systemkrise 2.0“. Beispielsweise backt die „Systemkrise 2.0“ die Vereinigten Staaten von Europa inkl. Euro unter unvorstellbarem Druck in wenigen Monaten zusammen. Das wahre „Problem“ wird dadurch selbstverständlich überhaupt NICHT gelöst. Das passiert erstt in „Systemkrise 3.0“ bzw. „Systemkrise XXL“.

wowy Juni 13, 2012 um 18:30
Wirtschaftswurm Juni 13, 2012 um 18:59

“Manche können es bekanntlich kaum abwarten.” – Da ich angesprochen bin: Ich würde gerne einen Euro erhalten, der einen Beitrag für ein florierendes Europa liefert. Dazu muss aber das Haftungsprinzip und damit die Nichtbeistandsklausel durchgesetzt werden.
Ein Euro mit einer Schulden- und Haftungsunion wird dagegen zur Griechenlandisierung des ganzen Kontinents führen. Je schneller wir da raus sind, desto billiger.

"gg" Juni 13, 2012 um 19:53

sie dachten alle, die fußball em würde so gut benebeln stattdessen wird sie zum katalysator ;-)

“holland und hollande” – für sprech …

"gg" Juni 13, 2012 um 20:03

@ Morph und alle Kameralisten

zur Fortbildung bzw. zum Umstieg in die Doppik

http://www.book2look.com/vBook.aspx?id=978-3-7910-3182-8

die ergänzenden Downloadunterlagen :
Kapitel Kapitalflussrechnung erweitert um eine Fallstudie

Theorie ersetzt Praxis nicht aber bereitet vor !

"gg" Juni 13, 2012 um 20:54

@ fl
1,35 Billionen Dollar aber locker

Million dollar baby,
Billion dollar baby,
Trillion dollar baby,
Zillion dollar baby

http://www.youtube.com/watch?v=86-XrU8sh60

Morph Juni 13, 2012 um 21:42

@gg

“zur Fortbildung bzw. zum Umstieg in die Doppik”

Toll, danke!

“die ergänzenden Downloadunterlagen :
Kapitel Kapitalflussrechnung erweitert um eine Fallstudie”

Wow, das ist ja großartig!

Bitte, schick noch’n tollen Youtube-Clip hinterdrein mit irgend so ‘ner rammdösig machenden Esoterik-Mucke hinterher, ja?

Then we WILL have world peace!

Morph Juni 13, 2012 um 21:48

@gg

“Million dollar baby,
Billion dollar baby,
Trillion dollar baby,
Zillion dollar baby”

Ja genau! So ist es! Endlich sagt’s denen mal einer. Danke, @gg!

Brummdibrummdibrummm! Hi hi hi! Klingeling! Schepper! Oder wie Alice Cooper oder Karl Moik, is doch wurscht!, sagen würden: OKAY!!!

"gg" Juni 13, 2012 um 21:53

@ Morph

In der KFR stehen am Anfang 1.1. und Ende 31.12. der Cash der verfügbar ist.
Im Laufe des Geschäftsjahres wird
1. laufend gewirtschaftet – Aufwände und Erträge
2. investiert und abgeschrieben
3. finanziert – Verbindlichkeiten und Forderungen

dass sind die drei Komponenten der Veränderung im Geschäftsjahr.

Und jetzt noch die drei goldenen Bilanzierungsregel und Du hast Deinen Frieden mit den Bilanzierungstheorien gefunden.

Morph Juni 13, 2012 um 22:00

@gg

Oh, war ich mit den Bilanzierungstheorien im Unfrieden? Na wenn Du’s sagst! Wenn’s Dir so durch den Schädel brummt! Dann wird’s wohl so sein. Ahoi!

:-)

"gg" Juni 13, 2012 um 22:26

EK zu FK 50% erstrebenswert, 33% gesund, 25 % noch zulässig
Aktiva und Passiva sollen auch fristenübereinstimmend tariert sein
langfristige Aktiva/Vermögen durch langfristiges Kapital / Passiva
aus
http://de.wikipedia.org/wiki/Finanzierungsregeln

und tschüss

egal Juni 14, 2012 um 00:41

@ gg, morph
Sagt mal, Leute, habt ihr keinen Fernseher?

topi Juni 14, 2012 um 02:18

@ H.Huett
” Man könnte Sinn an eine Zeit erinnern, in der die amerikanische Militärmaschine Europa von einem Albtraum erlöste. Die damaligen Ausgaben dürften inflationsbereinigt höher ausfallen als die von Sinn bezifferten deutschen Verluste im Falle eines Euro-Endes.”

Was ist denn das für eine Betrachtung?
Mal ganz abgesehen, dass die Amis ziemlich beschäftigt waren, den ganzen Pazifik vollzurüsten, und die Sowjets auch ohne Amis nicht soo viel länger gebraucht hätten.

Mögliche Parallele wären die Rüstungsausgaben zu den heutigen Exportüberschüssen. Beides geeignet, um inländische Industrieproduktion zu befeuern.

Der Unterschied: Bei abgeworfenen Bomben sind Rückflüsse nicht zu erwarten, bei überexportierten AUtos und Maschinen tun alle so, als ob man das notwendigerweise geliehene Geld zurückbekommen könnte.

Die amerikanische Rüstung war wichtiger Teil der Lösung der Verwerfungen (Gesamtverschuldung), die zur WWK I führten. Das gewaltige Deleveraging, von 340 auf 160 Prozent des BSP, welches nur mittels rooseveltscher Maßnahmen einigermaßen sozialverträglich ohne Radikalschnitt handelbar war, wurde durch den drastischen Anstieg der Staatsverschuldung in den Verzigern etwas umgekehrt, es kam wieder Fahrt auf.

Und die gestiegene Staatsschuld holte man wieder rein, durch sehr hohe Steuersätze.

Die Exportüberschüsse dagegen sind nicht die Lösung, sondern das Problem. Bzw. der Glaube an ihrne Rückfluss.

Man sollte deine Betrachtung übernehmen: der Exportüberschuss als Wirtschaftskrieg, um hier die Arbeitsplätze zu haben, und die Welt mit Porsches zuzusch…meißen. Jo, dann kriegt man natürlich auch nichts zurück für den Krempel.

topi Juni 14, 2012 um 02:31

Linus

” Ablenkungsmanöver hin oder her. Der Holocaust hat das Problem nicht gelöst, der Krieg hat das Problem gelöst. Bei aller Propaganda wird man nicht umhin kommen, auch diesmal das Problem real zu lösen. Die Propaganda hat doch nur den Zweck, die Leute vor den realen Karren zu spannen. Da ist so ziemlich jedes Mittel recht.”

Auch der Krieg hat das Problem nicht gelöst, sondern war nur das Vehikel.

Das saldenmechanisch sichtbarzumachende Dilemma der exorbitanten Gesamtverschuldung bei Nachschuldnerabbruch muss auch gar nicht “real”, also durch eine Zerstörung der Sachwerte mit Schaffung neuen gewaltigen Nachfragepotentials, erfolgen.

In den USA gab es dies auch nicht, die brachten ihre Industrie mit (schuldenfinanzierter) Rüstung in Fahrt. Man könnte ja auch was anderes machen.

Notwendig ist es, die jährliche Räumung des Sozialprodukts wieder in Gang zu bringen. Da kann man auch verschiedenste Verschuldungszwischenmodelle organisieren. Rüstungsfinanzierung in den USA, Öffa-, Mefo-, Arbeitswechsel in D.

Die letztliche Lösung muss entweder in einem drastischen Schnitt, siehe Währungsreform in D, oder drastischer Besteuerung der Spitzeneinkommen, siehe USA, bestehen.

topi Juni 14, 2012 um 02:37

FL

“Der Artikel von Flassbeck ist sehr gut.”

Im großen und ganzen schon.
Schön, wie er Kantoos und co. den Böhm-Bawerk um die Ohren haut.
Kapitalbilanz dominiert Realgüterseite, so ein Schmarrn. :roll:

” Geschieht das alles nicht, und gibt das Überschussland seine Position nicht auf, muss es am Ende auf seine Forderungen verzichten. Sie sind uneinbringbar. Ob der Staat oder Private betroffen sind, ist weniger bedeutsam als die Frage, wie viel Schaden bis dahin in den beteiligten Ländern angerichtet worden ist.”

Hier wird er aber ungenau.
Richtig ist, dass das Problem grundsätzlich das gleiche ist, ob Staat oder Privat betroffen ist.

Aber: es kommt immer auf die Verteilung der Lasten an, im Überschuss- wie im Defizitland.

topi Juni 14, 2012 um 02:38

@ Wirtschaftswurm.

” Ich würde gerne einen Euro erhalten, der einen Beitrag für ein florierendes Europa liefert. Dazu muss aber das Haftungsprinzip und damit die Nichtbeistandsklausel durchgesetzt werden.”

:lol:

Der war gut.

"gg" Juni 14, 2012 um 05:21

@ Morph und fl

Milliarden gibt es in USA nicht : nach million folgt trillion deswegen der Link mit lyrics

@ topi
“am Ende” heisst auch bei den neuen (wertberichtigten) Eröffnungsbilanzwerten (gekürzte Aktiva / Forderungen und saldentechnisch entsprechenden Passiva / Verbindlichkeiten)

es sei denn es gelingt “bis dahin” die reale Vermögen zu schaffen.
Das ist das missing Link zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft für das Frederick Soddy auch den Wirtschaftsnobelpreis verdient hätte und zwar in einer Zeit nach Krieg und vor dem Nazionalsozialismus in einer Analyse für GB.
Mehr nicht !
Was aus dieser Erkenntnis gestaltet wird, z.B. die entropische Nutzung der Sonnenenergie, hat er gratis als Anlagehinweis gegeben ;-)
Nur leider hat dies bisher mehr als 40 Jahre gebraucht um als common sense und Einheit von Ökonomie mit Ökologie durchzustehen .
Guten Morgen !

"gg" Juni 14, 2012 um 05:29

Die USA und DE haben nächste Woche, die Chance den Paradigmenwechsel von Öl zu nachhaltigen Energien G20 oder gar weltweit mit € und $ friedlich voran zu bringen :

http://www.handelsblatt.com/politik/international/euro-krisenpolitik-geithner-nimmt-deutschland-in-schutz/6748350.html

Gemeinsamkeit eben !

"gg" Juni 14, 2012 um 05:37

@ egal

Fernsehen alleine ist langweilig wie Monopolyspielen
Multitasking ist spannender ;-)

Wirtschaftswurm Juni 14, 2012 um 08:44

@topi,

gegen die Witze unserer Greuaz (Größte Europäerin aller Zeiten) Merkel komme ich leider nicht an.

kurms Juni 14, 2012 um 09:06

Na toll, jetzt reicht schon die Ankündigung einer EU-Hilfsmaßnahme um eine Herabstufung herbeizuführen. Und dabei wirft man den Ratingagenturen immer vor nur das festzustellen was eh schon Konsens ist. Wie schaffen es so viele EU-Institutionen und Regierungen selbst den Ratingagenturen noch hinterherzuhinken?

wowy Juni 14, 2012 um 09:50

Jetzt Sitzung im Bundestag live:
http://www.bundestag.de/

Natalius Juni 14, 2012 um 09:51

@”gg” Juni 14, 2012 um 05:21
“Morph und fl Milliarden gibt es in USA nicht : nach million folgt trillion deswegen der Link mit lyrics”
Deswegen ist es sinnvoll, die internationalen Maßeinheiten Kilo, Mega, Giga, Tera, Peta… auch auf Monetäres anzuwenden ;-)
(Eigentlich wollte ich heute nicht hier reinschauen)

topi Juni 14, 2012 um 10:02

Brüderle sagt !Bilderbergkonferenz der Hochfinanz”. :roll:

Um zu “beweisen”, dass die Grünen die Finanztransaktionssteuer zu Lasten der Klreinstsparer einführen wollen.

Das ist an Begrifflichkeit und Logik kaum noch zu unterbieten.

Na mal sehen, was die unabhängige Journaille daraus macht. Bestimmt ist das eine mögliche Sichtweise. :roll:

h.huett Juni 14, 2012 um 10:04

schönster Versprecher der Bundeskanzlerin: Ich werde das sehr deutschlich machen.

topi Juni 14, 2012 um 10:08

@ Wirtschaftswurm

“gegen die Witze unserer Greuaz (Größte Europäerin aller Zeiten) Merkel komme ich leider nicht an.”

Jetzt stell dein Licht mal nicht unter den Scheffel!

Aus dem No-Bailout einen funktionalen Euro ableiten zu wollen, das hat schon Kanzlerinnenniveau! ;-)

No Bailout hatten wir, als Ansatz, der Glaube, dass dann “die Märkte” zu einem effizientem Ergebnis führen, dürfte doch wirklich dem Letzten so langsam abhanden kommen sollen; müssen.

Die große Euro-Scheibe ist direkte Folge dieser behaupteten “Effizienz”, “Marksignale” gab es mit einem Jahrzehnt Verspätung, und dann auf eine Art und Weise, dass beim No Bailout die gesamte Finanzbranche hinweggefegt worden wäre.

Letzteres fänd ich nun sehr sympatisch.
Den damit verbundenen Zusammenbruch in der Realwirtschaft im Euroland kann man aber nicht gerade als besondere Florieration auffassen.

topi Juni 14, 2012 um 10:10

@ gg

Jetzt vergiss mal nicht die Billion.

Million Billion Trillion. Spricht sich leichter, als die komischen -iarden.

Das ergibt auch einen Ausweg!

Bei den Derivaten sind wir bei 600 (manche sagen 800) Trillion angelangt. Die nächste EInheit können die Amis nie und nimmer aussprechen! Deshalb muss vorher der Schnitt kommen. :roll:

wowy Juni 14, 2012 um 10:13

@hütt
Was hat sie gesagt?
#G20 Gipfel —>Allgemeinplätze
#Protektionismus —> besonders Russland und Südamerika (meine Anmerkung)
#Deutschland Kraft ist nicht unendlich —>Finanzunion, Bankenunion, politische Union.
Nothing new!

wowy Juni 14, 2012 um 10:18

Lammert zu Gysi:
Ich könnte Ihnen immer länger zuhören, als Ihre Partei Redezeit hat :-D

h.huett Juni 14, 2012 um 10:19

wowy

Genau. Sie hat nichts gesagt und dafür wie immer eine halbe Stunde gebraucht. Außerdem ist sie schwer erkältet

wowy Juni 14, 2012 um 10:25

Ich kann den Kauder nicht reden hören :-(

wowy Juni 14, 2012 um 10:32

Wo sind eigentlich die ganzen Abgeordneten? Gehen die wieder lukrativen Nebenjobs nach? #ichfassesnicht

holger Juni 14, 2012 um 10:45

Typisch immer die gleichen Debatten…
Was gehört zu einem Kreditsystem? Richtig: die potentiellen Verschuldungsmöglichkeiten kurz: Sicherheiten. Da beißt die Maus keinen Faden durch. Diese Sicherheiten bestehen aus was? Richtig: Grund&Boden u/o Arbeitskraft oder Bürgen. Ohne das, kein Kredit. Da beißt die Maus immer noch nicht… Was verlangen Investitionen? Richtig: Maximale Sicherheit bei kurzem roi und eben auch maximaler Rendite. Wo investiert nun ein Investor im Namen seiner Riester Kunden? Eben: Richtig: Dort wo es noch Verschuldungsmöglichkeiten, kurz: Sicherheiten gibt. Wo anders investiert kein Investor (oder sollte nicht) der Kundengelder verwaltet. Wo werden nun die Rettungsschirme investiert? Ich wette, es gibt keine Antwort. Weil, dann müsste man sich ja eingestehen, dass es sie nur Fake-Buchungen sind. Target hin oder her. Die Kohle kommt einfach da nicht hin, wo man sie brauchen könnte. Weil da wird es unsicherer. Das heißt die frei verfügbaren Einkommen zur Verschuldung sinken. Und wenn die in den Regionen sinken, gibt’s auch keine ernst zu nehmende Investoren. Weil wer will schon Investieren ohne sicheren, kurzem roi mit maximaler Rendite? Und da die Schuldner auch noch Grund & Boden verpfändet haben, diese Landen ja beim Finger heben beim Gläubiger, als Eigentumsrecht, siehts düster aus mit dem Kredit rollen. Weil, 2 Säulen der Verschuldung brechen weg. Bleibt dann nur noch der Bürge. Aber wer bürgt schon für jemanden der in einer Entleerungszone wohnt? Target hin u/o her. Da beißt die Maus immer noch nicht…

Das mag ja zwar nicht dem Journalisten auffallen. Oder einem C14 Professor. Oder einem Sinn. Oder den Saldenwürmern. Aber wer sich schon mal mit der Kreditvergabe auseinander gesetzt hat, und deren Richtlinien, dem sollte doch irgendwas in den Synapsen zucken können. Kein arbeitsloser Grieche, kein Spanier kein Portugiese, kein Italiener wird in der Bonität jemals in der Lage sein, sich auf normalen Wege verschulden zu können. Betrifft übrigens auch den Teutonen. Target hin oder her. Da beißt der Sinn keinen Faden durch. Da nun mal dieses System Ausschuss produziert, manche meinen auch Exkludieren, und das es danach nicht mehr so richtig vorwärts geht, mit der Verschuldungsmöglichkeit, Target hin oder her, müsste doch jedem irgendwann mal auffallen. Oder nicht?

Und nun machen wir mal einen Reset. Und rufen mal danach bei der Schufa oder der Creditreform an… Das ginge zur Not. Und fragen mal nach dem Reset an, wer welches Ranking vorweisen kann. Und man wird feststellen: immer noch die gleiche Situation. Weil ein Reset verteilt die Sicherheiten nicht neu. Es sei denn, man befreit die Banken von dem Rechtsanspruch auf das Eigentum an Grund&Boden und schenkt es den Besitzern wieder zurück. Steht beim Amtsgericht im Grundbuch Abteilung III. Jedenfalls in DE.

Ist mir ja klar, wer über ein regel-mäßiges Einkommen verfügt und auch noch den Kredit bedienen kann, dem fällt das gar nicht so auf. Der kann ja fröhlich so vor sich VWL vilosovieren. Der würde garantiert anders tippseln, wenn man ihm den Sold streicht, und ein Fass vor die Haustüre stellt. Leute schaut es euch doch einfach an, wie viel Geld jeden Tag mit kurzem roi und max. Rendite investiert werden muss. Und schaut euch doch an, auf wie viele potentielle Schuldner mit Bonität noch trifft. Ich scheide garantiert dabei aus.

Target hin oder her. Und nicht nur ich. Die Bank muss ein Kreditlimit ausrufen. Für jeden von uns. Und wenn das Limit erreicht ist, ist Stagnation angesagt. Peak Kredit, Peak Bonität, Peak Sicherheiten. Und wie gesagt, das mag dem Einzelnen gar nicht auffallen der voll im Saft steckt. Vermutlich erst dann, wenn die Karte im Automaten bleibt. Oder die Bank zum sofortigen, letzten Ausgleich aufruft. Und das passiert immer öfter und häufiger. Nur darüber spricht man ja nicht gerne nicht wahr?

Natalius Juni 14, 2012 um 10:57

Gysi-Rede

Was mich an der Rede von Gysi gestört hat, ist die ideologische Festgezurrtheit auf Wachstum. Genau das ist der “anonyme” Systemfehler, der weder von Sinn noch von Gysi analysiert wird: Monetär ist Exponentialität (im Schuldenaufbau) fixiert, realökonomisch aber nicht. Man kann gegen eine Exponentialfunktion nur dann “gesund wachsen”, wenn die Wachstumsordnung noch höher ist als exponentiell: hyperbolisch also. Und das KANN nicht gutgehen, weil diese Art von Wachstum eine Singularität bedeutet. Und deshalb müssen wir das monetäre Wachstum in seiner Wachstumsordnung zurückschrauben, statt das realökonomische hochzuschrauben. Alles andere ist Vampyrismus.

cf. “Monetary growth order”. Um das umzusetzen, ist zu fordern, daß sich die europäische Politik auf ein “personenbezogenes banking” (anstelle von “kontobezogenem banking”) verständigt. Könnte auch mit einer “European Tax Number” gemacht werden, das sind dann Ausführungsdetails, über die man sich streiten kann.

keiner Juni 14, 2012 um 10:59

Icke hab keeen Kredit und ich nehm auch keinen :p

kurms Juni 14, 2012 um 11:07

@Natalius

Monetär ist die Exponentialität aber nur fixiert solange Schulden immer zurückgezahlt werden. Durch Konkurse wird die Exponentialität durchbrochen. Jedenfalls wenn die Verluste auch mal abgeschrieben und nicht endlos als faule Ansprüche rumgereicht werden.

Natalius Juni 14, 2012 um 11:11

@Holger 10:45

Absolut richtig. Aber das Tauschspiel “Titel gegen Zahlen” ist eigentlich nicht das Problem. Das Problem ist die unkontrollierte Selbstvermehrung der Zahlen. Früher hat man es “Wucher” genannt. Das kommt von Wuchern – da steckt ein biologischer Kern drin. Wir brauchen halt einen neuen Typus von Banker, der sich als “Zahlengärtner” versteht. In einer Art monetären Ökologie.

Banker On The Run Juni 14, 2012 um 11:11

Mein Sparkassen-Banker hat zwar nicht die DM zurück, aber er hortet schon mal Bares, zuhause und im Bankschließfach. Für den Fall, dass demnächst nichts mehr aus dem Automaten kommt.

Banker macht Bank Run. Das macht Mut.

Natalius Juni 14, 2012 um 11:21

@Kurms 11:07

Ebenso richtig. Deswegen sind Erhaltungssätze der Saldenmechanik halt schwierig vorstellbar. Im monetären crashfall (ohne Krieg als Annahme) bleibt das Dingliche der Welt erhalten, nur seine Dynamik hat sich – schwupps – verändert.

Frankie Bernankie Juni 14, 2012 um 11:24

@Banker in the run

“hortet schon mal Bares, zuhause und im Bankschließfach.”

Die Sparkassen üben schon mal neue Geschäftsmodelle: reale Schliessfächer für die Geldaufbewahrung , gegen Gebühr.
Warum nicht.

Hört sich handfest, plausibel und nachvollziehbar an, und der ganze Papierkram entfällt, der bei einer üblichen “Investmentaufschwatze” beim Kunden sonst notwendig ist.

Frankie Bernankie Juni 14, 2012 um 11:32

@banker on the run

Ausserdem lässt sich dieses Geschäft nicht so leicht auf die Caymans oder in die City auslagern.

Auch nicht schlecht.

Wir wíssen ja, wenn die Finanztransaktionssteuer kommt, wandert jegliches Finanzbusiness aus, da müssen wir froh sein, wenns in Deutschland noch Geldautomaten gibt.

Überweisungen werden dann von Herolden überbracht, und das Wechselgeschäft wird fröhliche Urständ’ feiern.

topi Juni 14, 2012 um 11:37

kurms

“Monetär ist die Exponentialität aber nur fixiert solange Schulden immer zurückgezahlt werden. Durch Konkurse wird die Exponentialität durchbrochen. Jedenfalls wenn die Verluste auch mal abgeschrieben und nicht endlos als faule Ansprüche rumgereicht werden.”

Sehr richtig.

Und sehr einleuchtend am, in der Regel missinterpretiertem, Beispiel des “Josephs-Pfennig” illustriert, wenn es denn Gold von mehreren Erdgewichten geben müsste.

Nun haben wir uns durch die FIAT-Währung von solchen physischen Beschränkungen natürlich befreit, was dann wieder so manchem den Blick vernebelt. :roll:

@ Natalius

Hast du schon mal gebucht?

Es geht nicht um “Erhaltungssätze”, sondern Buchungssätze.
Das “Dingliche” bleibt in der Welt, klar. Man darf aber nicht Stock und Flow vermengen, bei der Betrachtung.

Das “alte” bleibt erhalten; es geht aber um die in Periode t, im Produktionsprozess, erzielten Einkommen. Wenn die von den Ausgabewünschen abweichen, brauchts Schulden, oder das Zeug bleibt im Regal liegen. Das “alte” Geld spielt eine Rolle im Rahmen von Tilgungen, die den Neuverschuldungsbedarf weiter erhöhen.

Natalius Juni 14, 2012 um 11:38

@Banker On The Run 11:11
Womit er bei 2% Reserve absolut richtig handelt. Ein Meltdown hätte nämlich eine “onion shell heuristics”. Papier mit Zahlen drauf sind für eine kurze Zeit mehr “Wert” als Zahlen im Bankcomputer. Auch real, denn Papier hat einen Brennwert (kcal/g).

holger Juni 14, 2012 um 11:45

@ Natalius

mir geht es mehr darum, zwei Seiten zu zeigen. Die Sicht eines Investors mit “Kundengeldern” um zu gehen, mit den Anforderungen, aber genau eben die andere Seite zu zeigen, warum der eben nicht investieren kann. Und wenn man sich nun überlegt, dass der Schuldner auch gleichzeitig Investor ist, und das eben nicht nur der Exponent wirkt, sondern eben noch der Hebel oben auf. Dann kommt es zwangsläufig zu einem “Stau”. Nur löst alles Retten das grundsätzliche Problem nicht. Keine Spitzensteuer kein gar nix. Das habe ich mal mit meinem guten Freund von Benz geklärt. Der ist Abteilungsleiter bei Benz und gleichzeitig hält er Aktien von sich selber.

Wir werden das Flow Problem nicht lösen können, indem man den Stock auflöst. Die Probleme werden die gleichen bleiben. Mit oder ohne Reset.

h.huett Juni 14, 2012 um 11:50

wowy

Sei froh, dass die Homburger nicht mehr reden darf, sonst bekämst Du Halluzinationen

Natalius Juni 14, 2012 um 11:55

@Topi,
beboocht habe ich noch nicht. Trotzdem verstehe ich buchhalteeerische Identitääten als Anwendung von Erhaltungssätzen bei Zahlen. Deswegen ja auch zwei Spalten, in denen Positionen so definiert sind, daß sich Additionsvorgänge in einer Weise abspielen können, daß “unter dem Strich” das gleiche rauskommt ;-)

Frankie Bernankie Juni 14, 2012 um 11:56

@Natalius

“Auch real, denn Papier hat einen Brennwert (kcal/g).”

Ach was.
Versuch mal, einen Geldschein anzuzünden. Ich hab mir früher immer meine Zigarren mit einem 10Euro-Schein angezündet, ein furchtbares Geglimme, bis er endlich brennt, und stinken tuts auch.

Ich bin wieder auf Schwefelhölzer umgestiegen, die ein dienstbarer Lakai bei Bedarf entflammt.

holger Juni 14, 2012 um 11:59

Und nun schau ich mir einfach den Flow an, den ich habe. Also die Kosten die jeden Monat anfallen. Die, die “Fix” sind um zu Leben, so wie ich mein Leben eben leben möchte. Das ist mein Flow. Alles darüber hinaus, ist mein Stock. Ich kann damit machen was ich will. Ich kann Gold kaufen oder was auch immer. Nur, gebe ich diesen Stock in das Flow zB. In Riesterrente, dann ändere ich die Anforderungen am anderen Flow der auch wieder zum Stock werden kann.

So… da der Flow aber beständig mehr wird, Exponent+Hebel, und der Stock sich konzentriert. Nimmt natürlich auch der Flow ab. Der Flow ist eigentlich die Verschuldungsmöglichkeit. Und dieser Flow kommt eben in das Stock-en. Ohne auf dei Salden mal eingehen zu wollen. Sonst habe ich @topi gleich wieder im Genick :D

Doktor D Juni 14, 2012 um 12:03

@natalius: “Das Dingliche der Welt” … hat mir als Formulierung sehr gut gefallen. Danke dafür!

snozin Juni 14, 2012 um 12:12

@holger

:D
Allmählich klingst du wie ein Experte.
Doch, doch, das ist so, wenn du das auch nicht willst.

holger Juni 14, 2012 um 12:13

Übrigens… wenn ma Stock und Flow begriffen hat, gewinnt man auch beim Scrabble…

topi Juni 14, 2012 um 12:35

Siehste Holger (;-)

so langsam kommt Struktur in deinen Verschuldungsbeitrag, da ist das dauernde Argumentieren doch zu was nütze. ;-)

10:45 ist gemeint, der stockende Flow dagegen braucht noch Ausreifungszeit. :pfeiff:

Inwieweit sorgt ein saftiger Schnitt im Stock für einen besser passenden Flow, gute Frage.

Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, es gibt genug historische Beispiele. Lassen wir mal die Antike (Sabbatjahre als religiöse Vorschrift und historisch belegt, Zerreißen vonSchuldscheinbesitzern wenn sie nicht die Schuldscheine zerreißen wollten) weg und bleiben bei den grundsätzlichen Typen des Schnitts: in den USA gab es quasi keinen harten, sondern durch eine Reihe von Maßnahmen einen weichen “Dauerschnitt”, der zu dem notwendigen Ergebnis, Senkung der Geldvermögen und der Einkommenskonzantration, Verteilung der Einkommen hin zu den realen Ausgabewünschen.
Einkommensspitzensteuern, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, aber saftig. Dazu finanzielle Repression, der Zwang, billig verzinste Staatsanleihen zu halten.

Dann geht das ganze hübsch ohne harten Schnitt.

In D dagegen die Währungsreform, kombiniert mit einer Vermögenssonderabgabe von 50 Prozent.

Das sind schon ein oder zwei Grundstückchen, mein Lieber. :roll:

Natürlich könnte man auch eine Bodenreform durchführen, sorgt immer (nein, meistens, man kann das auch gründlich verkacken) für frischen Wind.

Übrigens: wenn der Schuldschein zerrissen ist, und du noch als Eigentümer eingetragen, dann hat die Bank zwar noch ihre Grundschuld im Buch, die du aber wegen wegfall der Zahlungsverpflichtung löschen lassen könenn solltest; zumindest löässt sich das einfach so ausgestalten.

Da aber die Banken eh alle Pleite sind und verstaatlicht werden müssten, ist das eh gestaltungsfähig.

Natalius Juni 14, 2012 um 12:37

@holger,
Da Du ein Fan von Visualisierungen bist, in http://en.wikipedia.org/wiki/Stock_and_flow ist das schön visualiziert. Woanders nennt man den Stock auch “Intermediat” in “konsekutiven Prozessen” – deswegen meine ich, sind die “Denken” ja verknüpfbar. Econophysics gibt es ja schon – was jetzt irgendwie kommen muss ist “Econochemistry” – als kinetische oder dynamische Beschreibung der dinglichen und monetären Umwandlungen. Ist natürlich ein Riesending, weil man einen einzelnen Prozess nicht isoliert betrachten kann in einem “lebenden System”.

topi Juni 14, 2012 um 12:52

So Holger!

Und nun mal Butte rbei die Fisch!

Du beschreibst ja inzwischen recht strukturiert, wieso es denn keine Sozialprodukträumung durch weiteren privaten Verschuldungsaufbau geben kann, weil es keine rentierlichen Investitionen mehr gäbe.

Dann gib dir einen Ruck.

Es folgt logisch zwingend: bleibt es bei der EInkommens- und Ausgabewunschverteilung, ohne dass Staat (oder Notenbank) als Schuldner auftreten, kommt es zu einer drastischen Reduktion des Sozialprodukts.
Deine “Stagnation” ist ein Witz. Tröste dich, den Unfug “Wachstum auf Pump” tischen uns natürlich derzeit auch Politiker und Mainstreamömonomen und “Wirtschaftsjournalisten” auf.
Dabei braucht es schon zur Räumung des aktuellen Sozialprodukts Deutschlands, dem anbgeblichen schuldentechnischen Musterknaben, 8% BSP weitere Aufschuldung.
Ohne Wachstum!!!

Wenn das Sozialprodukt also bis zu einem neuen Räumungsgleichgewicht sinken muss, also auch “die Reichen” ihre Kohle voll raushauen, für Konsumtion oder Investition, reden wir nicht von ein paar Pünktchen sondern locker 50, 60 oder 70 Prozent der Industrieproduktion, siehe WWK I.

Und auch dort war nur Schluss, weil eingegriffen wurde staatlicherseits.

holger Juni 14, 2012 um 12:58

@ topi

—>>>Inwieweit sorgt ein saftiger Schnitt im Stock für einen besser passenden Flow, gute Frage.”

sehr gut Frage wenn ich bitten darf. sehr gute Frage. :D

—>>>Übrigens: wenn der Schuldschein zerrissen ist, und du noch als Eigentümer eingetragen, dann hat die Bank zwar noch ihre Grundschuld im Buch, die du aber wegen wegfall der Zahlungsverpflichtung löschen lassen könenn solltest; ”

Muhahahaha… (sorry für den Gefühlsausbruch ;-) )

topi Juni 14, 2012 um 12:58

Es gibt genau zwei Möglichkeiten.

Man sagt, dass das “Markt”ergebnis Ausdruck des Willens der Menschen ist, und demnach nur noch ein Drittel des erwirtschafteten jährlichen Wohlstandes (am besten bei 50.Stunden-Woche bis 72) offenbar das ist, was die Mehrheit der Menschen will.

Oder man folgt der simplen Logik des Auseinanderfallens von Einnahmen und Ausgabenwünschen und nimmt entsprechende Korrekturen vor.

Letztlich kommt immer zweitens, weil erstens auf die Dauer zum Hinwegfegen des bestehenden Systems führen wird.
Auf die Dauer ist der Mensch dann doch nicht so blöd.

holger Juni 14, 2012 um 13:01

@ Natalius

—>>> Econophysics gibt es ja schon – was jetzt irgendwie kommen muss ist “Econochemistry” – als kinetische oder dynamische Beschreibung der dinglichen und monetären Umwandlungen.”

Das bedeutet garantiert Scheiterhaufen.

holger Juni 14, 2012 um 13:06

@topi Juni 14, 2012 um 12:52
So Holger!

Und nun mal Butte rbei die Fisch!”

Nach so vielen Jahren Fischen? :D Topi soviel Budder habe ich nich mehr.

Natalius Juni 14, 2012 um 13:14

@Holger

“Wir werden das Flow Problem nicht lösen können, indem man den Stock auflöst. Die Probleme werden die gleichen bleiben. Mit oder ohne Reset.”
Diesem Satz wage ich zu widersprechen, wenngleich der Widerspruch keine fertige Lösung sein kann. Aber: Kapital in großen Sammelbecken muß mathematisch anders bewertet sein als Kapital in kleinen Sammelbecken, je kleiner desto “aktiver” auf der Rendite/Zinseszinzebene. Blut sollte besser auch nicht in Klumpen, sondern in Form von Blutkörperchen fliessen.

topi Juni 14, 2012 um 13:15

Ach.

Nun schaust du in den Abgrund deiner eigenen Logik, und siehst, dass es nur die Wahl zwischen Topistan oder Depression gibt, wa?!

holger Juni 14, 2012 um 13:58

Nööö @ Topistanist.

das ist kein Abgrund. Nur wenn ich zur Bank gehe, schütteln die immer nur den Kopf… :D Also Budder bei die Fische… Was das System braucht ist Bonität. Nur darum geht es. Und wenn zu viel im Stock geht, was vorher im Flow gehebelt worden ist. (ich bringe dir das auch noch bei :D ) Und dadruch die Bonität und Nachschuldner verlören gehen, Dann haut das auch mit FC Barcelona nich mehr nih.

holger Juni 14, 2012 um 13:59

Ähhh wenn zu viele Am Stock gehen, sollte das heißen

holger Juni 14, 2012 um 14:01

@ Natalius

so iss es. nur was bringt ein Aderlass? Das Blut ist immer noch im gleichen Körper. Ein wenig Schminke ein wenig 4711 und die Frisur auch künstlich. Fertisch ist der Sonnenkönig

wowy Juni 14, 2012 um 14:03

OT
Was für ein wunderbarer Artikel
“Daraufhin flippte das Pressekorps des Weißen Hauses, einst ein stolzer Club knallharter Rechercheure, aus: Ist der Minister noch tragbar? Ist er gesundheitlich in der Lage, sein Amt auszuüben? Wie viele Unfälle waren es genau? Was ist mit regelmäßigen medizinischen Untersuchungen für Mitglieder der Regierung? Und so weiter. Sie fragten und hakten nach und klangen und sahen aus wie Hauptstadtjournalisten, die an etwas dran sind, aber es war doch nur Blech. Dirk Niebels fliegender Teppich hatte im Vergleich dazu die Dimension von Watergate.”
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/obama-im-gegenwind-der-praesident-ist-nicht-das-problem-11784252.html

topi Juni 14, 2012 um 14:06

Ach Holger ;-)

Das ist aber ein schwerer Rückfall!

Du hast doch erklärt, dass es bei diesem Stock (zu dem die Schuldverhältnisse und damit natürlich auch die Eigentumsverhältnisse gehören) keine Bonität mehr in ausreichendem Maße geben kann.

Also obiges 1)

–> dauerhafte Depression weil geht nicht anders, denn Einkommensumverteilungen wie unter Roosevelt (im Mutterland des Kapitalismus) sind nicht möglich.

Damit biste auf Tischers Linie.

Aber es ist natürlich mehr als dümmlich anzunehmen, dass dies den WÜNSCHEN der MENSCHEN entspricht, nur weil es im entsprechend vermachteten Markt als Ergebnis kommen wird (würde, denn die Politiker werden ihren Arsch retten, und mit Depressionshuldigung kann man selbst in D keine Wahl gewinnen).

holger Juni 14, 2012 um 14:24

Er sagt schon wieder “Ach” :D meine Tastatur ebenfalls. Muss mal sehen, wie das mit dem I-Phone geht, nur Texte zu diktieren. Dann habe ich wenigstens noch die Hände frei.

@ Topi nochmal, zum Verschulden gehört die Sicherheit, versteht er das nicht? Will er das nicht wahrhaben? Ist das Voodoo oder Mystisch? Gehe er zur Sparkasse und frage er danach. Oder eben auch bei der Creditreform. Und schaue er mit dem japanischen Geheimdienst in die Akten. Schaue er in seine Verschuldungsmöglichkeitsakten ein. Dann wird er sehen, wie das System funktionieren tut. Das ist die Ratingagentur für kleine Menschen. Da steht es geschrieben, was mit die olle Kapitalismus und überwinden so passieren tut. Will er mich verhonepiepeln? Komme er mich nicht mit dem ollen Baumsäger Tischer an.

wowy Juni 14, 2012 um 14:26

@hütt
Gerade spricht Rösler zur Energiewende/Netze
“Wir brauchen auch die Zwillingsschwester der Ehrlichkeit, die Transparenz” :-D

wowy Juni 14, 2012 um 14:30

Rösler:
Für müssen die Energiewende europäisch denken! Deshalb muss die europäische Kommission einbezogen werden, um Umweltstandards außer Kraft setzen zu können, damit wir schneller vorankommen können. #Netzentwicklungsplan

Natalius Juni 14, 2012 um 14:43

Econochemistry:

Man muß – so glaube ich – zu dem Verständnis kommen, daß Geld in erster Linie nichts anderes ist als ein (virtueller) Katalysator eines wirtschaftlichen Prozesses. Diese Analogie impliziert:

Hypothesenblock A:
(1) Der wirtschaftliche Prozess kann auch spontan ablaufen.
(2) Der Katalysator erhöht lediglich die Geschwindigkeit des Prozesses, er wird weder erzeugt noch verbraucht DURCH den Prozess.
Als Konsequenz: Da wo Geld hinfliesst, passiert etwas, was sonst auch passieren würde, nur eben wesentlich langsamer.

Hypothesenblock B:
(3) Geld ist aber nicht nur Katalysator, sondern auch Autokatalysator. Ein Autokatalysator ist zugleich Katalysator und Produkt des Prozesses, aus dem er hervorgeht. Dieser Prozess hat mit dem Prozess in A DIREKT nichts zu tun.
(4) Der Prozess, der Geld erzeugt, heißt banking. Geld entsteht ausschliesslich durch Kreditschöpfung (Tausche Titel gegen Zahlen).

Hypothesenblock C:
(5) Geld ist nicht nur Autokatalysator, sondern Replikator im Banking-Prozess. Ein Replikator ist ein Autokatalysator, der “Information” weitergibt.
(6) Die Information des Geldes besteht in der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Besitzer. Banking ermöglicht monetäre “Genetik”.

… später mehr

holger Juni 14, 2012 um 14:54

@ Natalius

—>>>Die Information des Geldes besteht in der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Besitzer.”

Hab ich irgendwas falsch gemacht? Muss so wohl so sein. Das stimmet Natalius. So ist es… Wie tickt der Besitzer mit den Moneten in der Hand. :D Wie tickt wer? Das ist einfach nicht zu erfassen. Und wenn ich mit nem Zehner nun meine Zigarre anzünde. Was passiert dann in der Saldenmechanik?

holger Juni 14, 2012 um 14:56

beim topitanisten ist der 10er noch im Flow. Bei mir glüht der Stummel…

Natalius Juni 14, 2012 um 16:00

@Holger 14:54

Haste nicht. Das Ziel dieser Formalisierung (hört sich schlimm an, weiss ich) und des Aufdröselns in einzelne Hypothesenblöcke besteht darin, daß man ein Gebäude so schneller zum Einsturz bringen kann. Das ist popperianisch gedacht, und vieles mag ich am Popper nicht, aber die Falsifizierbarkeit läßt sich am Besten herstellen, in dem es Punkt für Punkt beschreibt. So sind Schwachstellen besser erkennbar. Oder auch: Es fehlt da noch…

Was im Moment noch fehlt ist nämlich ein Ansatz (per Modellierung und Simulation, stochastisch oder über ordinary differential equations – egal), der im Prinzip zeigt, daß man mit dem Exponenten p eine bestimmte Lorenzkurve (http://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz-Kurve) einstellen kann. Im stationären “Gleichgewicht”. Ich weiss, dass sich das bescheuert anhört – in einem Rhetorikforum auch deplaziert ist – aber hier sind Leute, die es (a) verstehen könnten, wenn sie es wollen, und (b) auch besser vermitteln könnten als ich selbst, wenn sie es verstanden haben.

Also, wenn z.B. Geegee und Buschi da mal reingucken könnte, um es entweder zu stützeln oder den Schwachpunkt laut zu sagen, dann hilft das schon weiter. Ebenso wie Dein Einwand, Holger – das mit den Eigentumstiteln und der Schufa.

Was mich nämlich an der Debatte im Bundestag langweilt, ist die gebetsmühlenartige Wiederholung des Wachstum-Paradigmas. Selbst Gysi scheint es nicht besser zu wissen. Joergs Ansatz (ist auch Senf seiner), die EZB als neue Monetative zu sehen, halte ich für absolut vernünftig. Eigentlich müssen wir nur noch über das Wie sprechen. Gesells Weg ist bei Regiogeld durchführbar – und wenn es crasht könnte man so wieder anfangen. Der Ansatz über die monetary growth order geht eher vom Jetztzustand aus und sucht danach, wie man den Finanzreaktor so runterkühlen könnte, dass wieder was sozial verträgliches entsteht.

holger Juni 14, 2012 um 16:23

Nochmal… und das ist gegen gar keine Menschen oder Kommentator gerichtet.

Ich bekomme ab einem gewissen Peak, keine Chance zur Verschuldung mehr. Das müsste doch jedem Einleuchten oder nicht? Ist das so schwer, diesen faktischen empirisch ermittelten Sachverhalt, zu verstehen? Da ist es mir egal, was ein Gysi sagt, oder sonst was für einer. Da ist mir das auch egal was @topi meint wissen zu wollen oder ein Tischer. Irgendwann ist es Schluß mit dem Verschulden. Und über das Verhältnis leben, das entscheidet die Bank mit ihren Kredit Vergabe Richtlinien und der Refinanzierung dieser. Und da aber die Assets Grund&Boden gehebelt werden, und das aber im Kontra zu den Verschuldungsmöglichkeiten steht, brauche ich auch keinen Stützel. Das ist nur aus dem “normalen” Leben gegriffen, was ich tippsele. Und dazu brauch ich auch keinen Luhmann oder einen Global Changer. Dazu brauch ich auch keine Marx oder einen sonstigen. Ich kacke auf Fußnoten. Und da die faulen Griechen und die faulen Spanier und die faulen was weiß ich, nicht mehr Husten können, investiert da auch keiner mehr. Das hat noch nicht mal was mit der Kommunikation zu tun. Das ist die Idiotie. Da brauch ich auch keine Steuererhebungen im Stock bei den Reichen. Wenn ich Geld vernichten will, dann drucke ich reichlich und verteile es im Volk. Aber ich verteile es nicht bei den Banken, weil die eh keine Kredite mehr raus-rücken.

So, und nun gibts Erdbeerkuchen :D

kurms Juni 14, 2012 um 16:39

holger: “Ich bekomme ab einem gewissen Peak, keine Chance zur Verschuldung mehr.”

Wieso nicht? Das Weltall ist groß. Gibt es nicht schon irgendein Konsortium das asteroid mining plant? Es gibt auch eine Firma die vorhat einen space elevator zu bauen. Ist halt die Frage ob sich Investoren dafür finden. Aber den Investoren sind ja die 2% die man mit einem Altenheim erwirtschaften könnte zu wenig und der space elevator zu riskant. Da bleibt man doch lieber bei den Finanzmärkten die bei angeblich kontrollierten Risiken 7% Rendite oder mehr versprechen. Bis mal wieder ein schwarzer Schwan vorbeischwimmt und den Leuten aufgeht daß die Risken alle noch da waren und sie sich was selber was in die Tasche gelogen haben.

snozin Juni 14, 2012 um 17:01

@ Holger (Experte, von mir, snozin, ernannt)

>>>Wenn ich Geld vernichten will, dann drucke ich reichlich und verteile es im Volk.

Richtig. Wird, weil richtig, nicht geschehen.

>>>Aber ich verteile es nicht bei den Banken, weil die eh keine Kredite mehr raus-rücken.

Fertig mit dem Erdbeerkuchen?

Dann tippsle: Was ist das überhaupt, was die Banken da “bekommen” haben? Und was machen die damit, wenn sie “eh keine Kredite mehr rausrücken”. Wo rücken die “es” hin?

topi Juni 14, 2012 um 17:08

Weiter, Holger, du bist auf dem richtigen Weg!

;-)

jetzt noch mal richtig rumkotzen, und dann fällt dier auf, dass, wenn du so weit gegangen bist, nur noch ein logischer Schritt folgen MUSS.

An deinem beschriebenem Punkt ist die Menscheit nicht zum ersten mal, sondern zum X-ten Mal! Meist waren es lokale Verschuldungszyklen, die zu Ende gingen, mit der WWK I haben wir schon einen (fast) globalen gesehen.

Aber, Holger, wie du siehst: es ging jedesmal weiter, weil etwas verändert wurde.

Die Frage ist nur, wann das geschieht, wie dreckig es der Mehrheit gehen muss, bos sie sich den Zauber der Schuldscheinbesitzer nicht mehr gefallen lässt.

Also los, nochmal rumgemosert, einmal drüber geschlafen, und dann hast du es. ;-)

holger Juni 14, 2012 um 17:09

@ kurms

—>>>Wieso nicht?”

Was meinst du denn, warum sich schwer “reiche” Menschen mitten im Winter auf die Bahngleise setzen, und darauf vertrauen, das die DB auch noch pünktlich ist?

holger Juni 14, 2012 um 17:27

@topi Juni 14, 2012 um 17:08
Weiter, Holger, du bist auf dem richtigen Weg!”

Nee, das kann nicht sein. das ist garantiert ein Fehler :D

kurms Juni 14, 2012 um 17:28

@holger

Na weil ihnen aufgeangen ist daß der Hedgefondsmanager nur ein ponzi scheme betrieben hat und ihr Geld weg ist. Risikolose Rendite gibt es im Kapitalismus eben nicht. Hätten sie besser in eine Biotech-Klitsche oder sonst was investiert. Dann wäre das Geld vielleicht auch weg, aber hätte zumindest in der Zwischenzweit intelligenten Menschen das Leben finanziert statt die Koksverseuchung der Flüsse voranzutreiben.

holger Juni 14, 2012 um 17:28

@snozin Juni 14, 2012 um 17:01
@ Holger (Experte, von mir, snozin, ernannt)”

Bidde nich… :D kein Ex-Barde. Die Harfe gehört Huett…

holger Juni 14, 2012 um 17:31

@ kurms

—>>>Risikolose Rendite gibt es im Kapitalismus eben nicht. ”

Das passiert doch aber gerade… oder täusche ich mich immer wieder? Ich hatte das ja auch nicht gedacht. Aber es scheint wohl so zu sein.

holger Juni 14, 2012 um 17:32

Oder anders gesagt oder gefragt: Welches Risiko geht die Fed oder die EZB ein?

holger Juni 14, 2012 um 17:35

Ich sage es dir… der der das Geld druckt geht gar kein Risiko ein. Nie und nimmer. Und der der davon noch Steuern haben will auch nicht. Die leben in saus und braus, und ab un zu schicken se hoch intelligente Politik Fratzen auf die Bühne. Dicke fette Säue. Die lachen doch darüber. Und solche Vollpfosten diskutieren auch noch über ne VWL.

holger Juni 14, 2012 um 17:36

Und dann kommen Huett und Luebberding und erklären freimütig auch noch die Menschenrechte. Sitz… Erdbeerkuchen mach schön sitz…

Marlowe Juni 14, 2012 um 17:54

Allianz will in Windkraft investieren und erwartet Planungssicherheit + Rendite von 7 %.

Der Kleinanleger akzeptiert also Strompreissteigerungen von 70 % bis 2020 um am Ende 7 % Ertrag aus der Anlage zu erwirtschaften.
Gekoppelt mit Riester sind auch negative Renditen wahrscheinlich.

Funktioniert wie ein Staubsauger, scheint aber keinen gesellschaftlich förderlichen Zweck zu verfolgen.

Gegenwehr nicht möglich da a) Zwangsverpflichtung zu Riester angedroht wird und b)

eigenes Windrad aufstellen geht nicht, da gibts weder Kredit noch Baugenehmigung noch wird der Strom bereitwillig von RWE und Co. abgenommen.

Diese ganzen Investmentgeldeinsammelstellen und diese Multikonzerne, die mit der Lizenz, zum Wohle Aller, dem Bürger auch das letzte an Kaufkraft abzupressen, das

“sind Totengräber der Mittelklasse. Und Verbündete einer neuen Oligarchie des Geldes. Sie sind die Feinde der Zivilisation. ”

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik/story/22710602

Gruß

kurms Juni 14, 2012 um 18:40

@holger

Die EZB und FED gehen keine Risiken ein, nur Ben Bernanke sollte sich vielleicht aus Texas fern halten. Aber das Geld erhält doch nur den Wert der faluen Forderungen nominal aufrecht und schiebt den Tag der Abrechnung hinaus. Letzteres waere ja auch OK wenn sich die ZB mal dazu druchringen könnte einfach ein paar der Forderungen zu monetarisieren. Das gibt zwar dann einmal riskolose Rendite und wenn man es dauernd macht Inflation. Gibt Schlimmeres.

h.huett Juni 14, 2012 um 18:56

wowy

Ich sag ja, Rösler wird bald Papst, wenn er so weiter macht: “Zwillingsschwester der Ehrlichkeit, die Transparenz” – so durchsichtig :-D

holger Juni 14, 2012 um 19:01

@ kurms eben nicht

der Investor hat Pippi in den Augen und hortet das Geld, bei der Sparkäse zu 3% des Vertrauens oder kauft bei Eichelbürger Gold und die Sparkäse des Vertrauens verleihet es nicht mehr wieder. Weil es keine Dieter Renn gibt, der daraus 6% machen kann. Egal, ich schaue jetzt weiter Football. Ich zwar in manchen Augen Hirnrissig, aber ich wenigstens noch Spass dabei.

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