Ökonomie und Moral bei Maischberger

by f.luebberding on 22. August 2012

In der Sendung von Sandra Maischberger ging es gestern Abend um die Verteilung des in der deutschen Volkswirtschaft erwirtschafteten Einkommens. In der Frühkritik der FAZ und der Rezension der Süddeutschen findet man dazu die entsprechenden Auskünfte. Das Kernproblem solcher Verteilungsdebatten kann man so zusammenfassen. Die seit 30 Jahren zunehmend schiefer gewordene Einkommensverteilung hat sich mittlerweile als Bremsklotz für Investionen erwiesen. Der Staat hat seine Steuerbasis einseitig auf die Belastung niedriger und mittlerer Einkommen verlegt, um sich die Entlastung von Unternehmen und hohen Einkommensgruppen leisten zu können. Ein Instrument war die zunehmende Verschiebung des Steueraufkommens von den direkten auf die indirekten Steuern. Die Folge: Der Staat reduzierte seine Investitionen, ohne dass diese vom Privatsektor kompensiert worden wären. Beide hielten den Kreditmüll auf den Finanzmärkten für das bessere Investment. Wer also ernsthaft die Neujustierung der Einkommensverteilung ablehnt, sollte die Konsequenzen kennen: Der Kapitalismus sägt damit den Ast ab, auf dem er sitzt.

Nun ist das alles keine neue Erkenntnis. Unternehmer sind bei diesem Thema schlechte Ratgeber, weil sie bisweilen dem Wahn verfallen sind, dass ihr Handeln exemplarisch für die gesamte Volkswirtschaft ist. Das konnte gestern Abend bei Herrn Roßmann und Frau Obert beobachtet werden. Sie sind in ihren Märkten als Unternehmer erfolgreich. Volkswirtschaftlich gesehen ist es aber irrelevant, welcher konkrete Unternehmer erfolgreich ist und welcher gerade scheitert. Wieso soll es wichtig sein, dass Herr Roßmann nicht in die Insolvenz geht und dafür ein Herr namens Schlecker? Es geht vielmehr um die Frage, wie sich die Einkommen und als deren Basis die Investitionen in ihrer Gesamtheit entwickeln. Ob die sogenannten “Reichen” ihr Einkommen und ihr Vermögen der Genialität, der Skrupellosigkeit oder gar nur dem richtigen Vater verdanken, muss niemanden interessieren. Die entscheidende Frage ist: Was stellen wir mit dem gesamtwirtschaftlichen Reichtum als Volkswirtschaft an?

Nun ist die Moralisierung der Unternehmerfunktion so alt wie diese Funktion selbst. Schon Marx machte sich darüber lustig, wenn die Kapitalisten historische Produktionsverhältnisse als Naturzustand verklärten. Wenn man dieser Ideologie in den vergangenen 200 Jahren gefolgt wäre, wäre allerdings der Kapitalismus selbst schon historisch geworden – nämlich an seinen eigenen Widersprüchen gescheitert.

Wäre nun Maischberger interessanter gewesen, wenn statt Roßmann ein Herr Schlecker in der Sendung gesessen hätte? Ganz sicher. Allerdings nicht, um über die Frage zu diskutieren, wie in Zukunft die Einkommensverteilung in der deutschen Volkswirtschaft sein soll. Inhaltlich hätte es nichts geändert. Wie gesagt: Das persönliche Schicksal von Herrn Roßmann und Herrn Schlecker ist ökonomisch betrachtet völlig gleichgültig. Allerdings hätte ein Herr Schlecker über Herrn Ponader anders reden müssen als es etwa die in Rot gewandete Frau Obert praktizierte. Hannah Beitzer fasst das so zusammen:

“Und da ist er dann, der Moment, in dem in Ponaders Gesicht irgendetwas zerbricht. Gerade jetzt, wo es nicht nur um sein ureigenstes Thema sondern auch noch um ihn persönlich geht, versagt ihm plötzlich die Stimme. Er ringt nach Luft und man sieht ihm deutlich an, wie ihm alles zu schaffen macht: Dass das ganze Land, inklusive führender Vertreter der Agentur für Arbeit, seit Wochen über seine Einkünfte und seinen Lebensstil debattiert. Dass er für viele zum Sinnbild des Sozialschmarotzers, des arbeitsscheuen Künstlers, geworden ist.”

Johannes Ponader hat seit seiner Wahl zum politischen Geschäftsführer der Piraten eine gewisse Fähigkeit zur Inszenierung bewiesen. Dazu habe ich mich bekanntlich auch geäußert. Nur was sagt eigentlich der Fall Johannes Ponader über Hartz IV? Nichts. Seine heutigen Schwierigkeiten resultieren aus der Tatsache, dass sich die Piraten weigern, einen hauptamtlich agierenden Mitarbeiter zu bezahlen. Weil Ponader wegen des mit seiner Funktion verbundenen Zeitaufwands dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, entfällt sein Anspruch auf Grundsicherung.

Das Arbeitslosengeld 2 ist kein Instrument der Parteienfinanzierung, sondern der aktiven Arbeitsmarktpolitik.  So einfach ist das. Ist nun Ponaders Tätigkeit im Sinne unbezahlter Arbeit weniger sinnvoll als etwa die unbestrittene Fähigkeit Roßmanns Drogerieartikel zu verkaufen? Wohl nur für den, der die bekanntlich miserable Einkommenssituation dieses Künstlers für ein Argument zur Beurteilung seiner Tätigkeit als Maler hält.

Johannes Ponader ist in seiner heutigen Funktion für die Beurteilung unseres Sozialsystems genauso wenig relevant wie der Erfolg oder der Misserfolg eines einzelnen Unternehmers für die Beurteilung unseres Wirtschaftssystems. Er dokumentiert lediglich die Unfähigkeit der Piraten, sich eine handlungsfähige Struktur zu geben. Fatal ist aber in der Inszenierung von Johannes Ponader etwas anderes: Er moralisiert am Beispiel seiner eigenen Biographie die ökonomische und sozialpolitische Debatte. Der Versuch, sich selbst zum Argument für das bedingungslose Grundeinkommen zu machen, hatte allerdings nur eine Folge. Seine Moralvorstellungen über das richtige Leben treten in Konkurrenz mit denen einer auf Wettbewerb getrimmten Gesellschaft. Die Folgen sind absehbar: Er kann leben wie er will, soll es aber auch selber bezahlen.

“Doch er hat mit seiner Kampagne auch viele verprellt, die eigentlich wie er Hartz IV kritisch gegenüberstehen: eben mit jener Herausstellung seiner Person, für die er sich selbst mit einem Artikel in der Ich-Perspektive entschieden hat. Denn nun will zwar jeder mit Ponader über sein persönliches Einkommen, seine Ausbildung, seine Werte und das Recht der Kreativen auf Sozialleistungen diskutieren. Aber niemand über jene Menschen, die diese nicht nur gelegentlich beziehen wie Ponader, sondern ständig. Die keinen Weg mehr aus der Armut finden. Die krank sind, sich alleine um eine Familie kümmern müssen, die keine Ausbildung haben. Kurz: Um diejenigen, die noch immer auf die ein oder andere Weise ohne Hoffnung gefangen sind im System Hartz IV.”

Hannah Beitzer irrt – und das ist eigentliche Desaster an der Debatte. Hartz IV ist die logische Konsequenz einer auf deregulierte Arbeitmärkte beruhenden Wirtschafts- und Sozialpolitik. Jeder kann in dieses System hineingeraten, unabhängig von der Qualifikation, weil mit Hartz IV der deutsche Sozialstaat auf ein reines Grundsicherungssystem umgestellt worden ist. In diesem Modell sind Aufstocker nicht die Ausnahme, sondern systemisch in der Struktur intendiert (Prekäre Beschäftigungsverhältnisse als Stichwort). Wer Ponader seinen früheren Hartz IV Bezug vorwirft, muss die Logik des Modells ablehnen. Das bedeutete den Sozialstaat noch nicht einmal als rudimentäres Grundsicherungsmodell zu akzeptieren. Ob das allen seinen Kritikern klar ist? Wohl kaum. Einen der Gründe für diese Politik findet man aber in der eingangs geschilderten Steuer- und Sozialpolitik, die Investitionen verhinderte und den Arbeitsmarkt zu einer Art Resterampe machen musste, allerdings nur um die Umverteilungspolitik der vergangenen Jahrzehnte zu ermöglichen. Ponader ist diesen Strukturbedingungen in gleicher Weise unterworfen gewesen, wie alle anderen Menschen in diesem Land auch. Völlig unabhängig von seiner Biographie. Die Debatte um den Einser-Abiturienten ist in diesem Kontext völliger Unfug.

Allerdings kam bisher nur Ponader auf die Idee, daraus gleich ein Weltbild und eine Philosophie zu stricken, die ihm jetzt krachend vor die Füße fällt. Er ist, wie die Piraten als Ganzes, ein Beispiel für gesellschaftliche Verhältnisse geworden – und wie man an ihnen scheitern kann, wenn man sie nicht versteht.

Insofern war er bei Maischberger der richtige Gast gewesen. Aber man kann es ja in Zukunft besser machen.

{ 80 comments }

keiner August 22, 2012 um 14:36

“Seine heutigen Schwierigkeiten resultieren aus der Tatsache, dass sich die Piraten weigern, einen hauptamtlich agierenden Mitarbeiter nicht zu bezahlen.”

Da ist ein “nicht” zu viel!

f.luebberding f.luebberding August 22, 2012 um 14:41

Keiner

Das habe ich geändert.

keiner August 22, 2012 um 14:41

Der Kommentar kann dann weg und der hier auch.

f.luebberding f.luebberding August 22, 2012 um 14:44

Keiner

Meine Fehler können ruhig bleiben … .

Nanuk August 22, 2012 um 15:16
Arbo August 22, 2012 um 15:22

Leider konstruiert der Text ein ungeschicktes Missverständnis. Erst steht da “Das Arbeitslosengeld 2 ist kein Instrument der Parteienfinanzierung, sondern der aktiven Arbeitsmarktpolitik. So einfach ist das”.

Später heißt es: “Jeder kann in dieses System hineingeraten, unabhängig von der Qualifikation, weil mit Hartz IV der deutsche Sozialstaat auf ein reines Grundsicherungssystem umgestellt worden ist”.

Richtig ist, dass das ALG 2 zu einer Arbeits- und Sozialpolitik verwendet wurde, die sich an einer Arbeits- und Marktgesellschaft (unter extremen “Wettbewerbszwängen”) ausrichtet.

Namentlich ist das ALG 2 aber ein Griff in die Kloschüssel, weil es vom Gesetz her als Sozialsicherung für sozial Hilfsbedürftige gedacht ist und somit einen falschen Eindruck erweckt. Die können arbeitslos sein, müssen das aber nicht – daher auch das Problem von prekär Beschäftigten oder “von Natur aus” prekären Berufen (Künstler, Wissenschaftler usw.), wie das für Ponader zutrifft.

Noch eine Randbemerkung: Aus der politischen Ausrichtung des ALG 2 (siehe oben) ist es zwar verständlich, wenn gemeint wird, ALG 2 sei nicht zur Parteienfinanzierung da. Auf der anderen Seite gibt es, soweit ich weiß, im ALG 2 immer auch Sonderregelungen für ehrenamtliche Arbeiten. Parteiarbeit zählt da sicher mit dazu, aber letztlich wird das ebenfalls auf Tätigkeiten in Gewerkschaften u. ä. zutreffen. Insofern besteht da eine Grauzone. Und nebenbei bemerkt: Das Beispiel Ponader ist extrem, aber wenn wir das weiterdenken und z. B. auf gewerkschaftliche Tätigkeiten ausweiten, dann wäre ALG 2 nicht nur ein Instrument der Transformation zur Arbeits- und Marktgesellschaft, sondern auch zur Gesinnungsdisziplinierung. Ich denke, dass das weder im gesellschaftlichen Interesse, noch im Interesse eine freiheitlich-sozialen und demoratischen Rechtstaates ist.

Arbo August 22, 2012 um 15:24

PS.: Eine “Kommentar editieren”-Funktion wäre nett …

Nanuk August 22, 2012 um 15:27

@Arbo
Harz4 bastelt CDU wähler btw… lustig oder.

Nanuk August 22, 2012 um 15:29
f.luebberding f.luebberding August 22, 2012 um 15:35

Arbo

ALG 2 schon richtig beschrieben. Es gibt aber immer noch das Sozialgeld für den Personenkreis, der nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Die Integration in den Arbeitsmarkt war das Spezifikum der Reformen und eben nicht mehr die Absicherung bei Verlust des Arbeitsplatzes. Es ging um den Wechsel von Dekommodifizierung zu Rekommodifizierung der Sozialsysteme. Unsere Sicherungssysteme sind aber in dieser Struktur immer noch an Lebenslagen orientiert, etwa was die Frage betrifft, inwiefern man dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung stehen kann.
Und der Geschäftsführer Job in einer Partei ist damit nun einmal nicht zu vereinbaren.

SchachMatt August 22, 2012 um 15:51

@Lübberding

Volkswirtschaft – dieses Wort taucht bei Ihnen sehr oft auf.
Was soll es implizieren?

Das Volk hat eine Wirtschaft???

Es gibt eine Privatwirtschaft. Punkt.
Die gehört bestimmten Leuten. Dem Volk gehört nix.
Sonst müßte man nicht über Verteilung reden.

Bemerken Sie Ihren Fehler?
Verwenden Sie einfach Begriffe, die nicht manipulierend sind.

Carlos Manoso August 22, 2012 um 15:56

@ f.luebberding on 22. August 2012
„Nun ist die Moralisierung der Unternehmerfunktion so alt wie diese Funktion selbst. Schon Marx machte sich darüber lustig, wenn die Kapitalisten historische Produktionsverhältnisse als Naturzustand verklärten. Wenn man dieser Ideologie in den vergangenen 200 Jahren gefolgt wäre, wäre allerdings der Kapitalismus selbst schon historisch geworden – nämlich an seinen eigenen Widersprüchen gescheitert.“

Hmm, welche „Ideolologie“ meinst in diesem Satz („wenn man dieser Ideologie in den vergangenen 200 Jahren gefolgt wäre“ ?

„Fatal ist aber in der Inszenierung von Johannes Ponader etwas anderes: Er moralisiert am Beispiel seiner eigenen Biographie die ökonomische und sozialpolitische Debatte. Der Versuch, sich selbst zum Argument für das bedingungslose Grundeinkommen zu machen, hatte allerdings nur eine Folge. Seine Moralvorstellungen über das richtige Leben treten in Konkurrenz mit denen einer auf Wettbewerb getrimmten Gesellschaft. Die Folgen sind absehbar: Er kann leben wie er will, soll es aber auch selber bezahlen.“

Lübberding, wiesausieht, werden die „Moralvorstellungen über das richtige Leben“ bei vielen Millionen Menschen nicht nur in Südeuropa schon in wenigen Monaten absehbar in „Konkurrenz“ treten mit den „Moralvorstellungen über das richtige Leben“ einer –wie du sie beschreibst- „auf Wettbewerb getrimmten Gesellschaft“, die sich mit derartig oberhohlen Schwachsinns-TVrunden ablenken muß.

Warten wirs einfach ab, wann „der Kapitalismus , selbst schon historisch geworden –. an seinen eigenen Widersprüchen“ auch auf diesem Gebiet scheitert.

Robert August 22, 2012 um 16:13

Ist nur ein Nebenaspekt, aber ist es nicht auch verdeckte Parteienfinanzierung, wenn Mitglieder der Bundesregierung – nur als Beispiel – sich in irgendwelchen Langtagswahlkämpfen herumtreiben? Oder nehmen die währenddessen Urlaub und verzichten auf ihre Amtsausstattung?

Arbo August 22, 2012 um 16:21

@ f.luebberding:

Ich wollte mich nicht in unzähligen Details verlieren, da unser Sozialsystem durchaus recht komplex ist (es gibt z. B. Sozialhilfe, Sozialgeld gibt’s nach SGB II, aber auch nur unter bestimmten Voraussetzungen usw. usf.).

Sie haben Recht, dass ein Kriterium für die den Bezug des ALG 2 die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt ist. Gemäß der “neoliberalen” Intention, die mit dem ALG 2 verbunden war, soll dann aber ein Parteichef kein ALG 2 bekommen – mensch soll sich fügen und sonst nichts. (Im Grunde das, was Sie, wenn ich das richtig verstehe, als “Rekommodifizierung bezeichnen”).

Aber das steht wiederum im Widerspruch zu sozialstaatlichen und demokratischen Grundsätzen und den (sozialstaatlichen) Gesetzen. Aus Letzteren geht, – soweit ich weiß – auch kein Verbot für ehrenamtliche Tätigkeiten hervor. Und demnach wäre es schon möglich, dass ehrenamtliche Parteivorsitzende genau so wie ehrenamtliche Vorsitze anderer gesellschaftlicher Vereine Sozialleistungen beziehen können.

Zumindest wäre das auch mal konkret zu klären. Denn die “Verfügbarkeit” für den Arbeitsmarkt ist, soweit ich weiß, eine Grauzone. Übrigens gibt es auch Sonderfälle, wie z. B. Studierende, die u. U. ALG 2 bekommen können. Warum? Weil das Sozialstaatsprinzi gilt und jedeR, der oder die Hilfe nötig hat, diese auch bekommen soll.

Wie geschrieben: “Neoliberal” gesehen ist die Sache klar. Aber gemäß unseres Sozialstaates ist das weniger klar. Der gesetzliche Murx und das bisweilen recht eigenmächtige Handeln der Jobcenter verschlimmern diesen Umstand noch. Insofern: Für die erfahrbare Lebenswirklichkeit sind die Gesetze und rechtmäßigen Anspruche maßgeblich (und keine “Ideologie”), doch Letztere müssen derzeit bisweilen vor den Gerichten erstritten werden.

So einfach, wie sie den Fall darstellen, ist das also nicht. Da klafft eine erlebbare Diskrepanz, auf die ich mit diesem Hinweis aufmerksam machen wollte.

f.luebberding f.luebberding August 22, 2012 um 16:35

Robert

Nein, wenn die Kosten die Partei übernimmt. Wobei dienstliche und parteiliche Obliegenheiten bisweilen schwieirg zu trennen sind.

Arbo

Natürlich gibt es immer Grauzonen, weil Einzelfälle unter die gesetzlichen Vorschriften subsumiert werden müssen. Und im Rahmen des ALG 2 ist die Übernahme eines Ehrenamts möglich. Warum auch nicht? Wie will man auch den konkreten Zeitaufwand überprüfen? Nur hatte Ponader seinen ALG 2 Bezug schon in seiner Antrittsrede als Voraussetzung der unbezahlten Tätigkeit bei den Piraten beschrieben.

Und die Piraten müssen ihren Geschäftsführer besolden, nicht die Arbeitsagentur, auch aus Mitteln der staatlichen Parteienfinanzierung. Dafür ist die geschaffen worden. Wenn das Einkommen nicht reicht, kann er zum Beispiel Wohngeld beantragen.

Es ist grotesk, dass eine Partei ihre Funktionäre über das ALG 2 finanzieren will.

SchachMatt August 22, 2012 um 16:39

@Lübberding

Schick, wie Sie mit Begriffen rumschmeißen, ohne sie definieren zu können………

Marlowe August 22, 2012 um 16:42

Hi,

ich plädiere hiermit für ein Wahlrecht zwischen Arbeit gegen Geld und politischer Betätigung gegen Geld. Alle Arbeitslosen werden
Politiker. Die erste Gruppe hat somit keine Konkurrenz und endlich
mal erträgliche Lohnabschlüsse und die zweite Gruppe wird mit einem Grundgehalt befriedigt. Wer möchte, darf jederzeit wechseln. Mischformen sind auch erlaubt.

Zumindest wären dann die Arbeitslosen das Stigma des Sozialschmarotzers los.

Aus der antiken Weltvorstellung:

“Der Kern der aristotelischen Demokratiekritik ist:
In der Demokratie herrscht zwar die große Mehrheit, aber es ist eben doch die Herrschaft eines besonderen Interesses und nicht die Herrschaftsform des allgemeinen Wohls.”

http://www.freidenker.org/cms/dfv/index.php?option=com_content&view=article&id=256:aristoteles-zur-staatsform&catid=53:demokratie-medien-aufklaerung&Itemid=91

:-)

M.

SchachMatt August 22, 2012 um 16:42

@Lübberding

P.S.
Zur Gerechtigkeit muß ich sagen, daß Sie das schon immer so handhaben. Von daher – es ging ja gut in Ihrem jungen Leben.
auch Ihnen empfehle ich trotzdem das Buch über die “Papageienzucht”.

Nanuk August 22, 2012 um 16:46
SchachMatt August 22, 2012 um 16:47

Fazit zum Artikel des Herrn FAZ alias Lübberding:

Naiv gedacht, naiv geschrieben.
Er erreicht damit aber seine Zielgruppe:

Die noch Naiveren. Und die Naivsten.

:-)

Marlowe August 22, 2012 um 16:53

“Und die Piraten müssen ihren Geschäftsführer besolden,… … aus Mitteln der staatlichen …finanzierung.”

Frage an den Zitierten:

Wo ist denn da der Unterschied?

Gruß

M.

f.luebberding f.luebberding August 22, 2012 um 16:57

Schach Matt

Einen Krimi wollen Sie aber jetzt nicht schreiben … ?

SchachMatt August 22, 2012 um 16:58

@Marlowe

Der Unterschied ist die Naivität der Leser, die er erwartet. ;-)

SchachMatt August 22, 2012 um 17:00

@FL

Sie weichen jeder Frage aus und machen sich lächerlich.
Warum dieser Themnwechsel?
Ein Zeichen von Hoffnungslosigkeit?

f.luebberding f.luebberding August 22, 2012 um 17:03

Marlowe

Genau der, warum auch die Stahlindustrie keine Agrarsubventionen bekommt. Die Auszahlung staatlicher Haushaltsmittel ist an gesetzliche Voraussetzungen gebunden. Und es geht nun einmal bei Hartz IV nicht um bloße Arbeit, sondern um Erwerbsarbeit.

f.luebberding f.luebberding August 22, 2012 um 17:05

Schach Matt

Echt?

SchachMatt August 22, 2012 um 17:10

Rhetorisch unschlagbar der Herr Lübberding.
Wir verneigen uns andächtig vor soviel Schlagfertigkeit.

Nanuk August 22, 2012 um 17:21

“Genau der, warum auch die Stahlindustrie keine Agrarsubventionen bekommt.”

Stimmt ja nicht die bekommt sie durch die Agrarsubventionen an die Stromkonzerne… da muste schon was besseres auftischen als das subventions Loch deutsche Industrie…

f.luebberding f.luebberding August 22, 2012 um 17:31

Nanuk

Denke nicht. Aber man kann natürlich auch die Parteienfinanzierung über das EEG sicherstellen.

Andreas Kreuz August 22, 2012 um 17:31
~ HALBGOTT ~ August 22, 2012 um 17:33

Hallo @PIRATEN!

===> … ihr müßßt schnellstmöglich den politisch gegen die Piratenparteibasis amoklaufenden Bundeswehr- Apparatschik Bernd Schlömer entmachten!! … der will der PIRATENPARTEI ein Parteiprogramm aufzwingen …

- Pro EUdSSR-Zentralplandiktatur
- Pro Transfairunion zu Lasten der deutsen Arrrrbeiterklasse
- Pro Bundeswehr-Kriegsteilnahmen in der ganzen Welt im Auftrag der USA

… und obendrein will er die PIRATEN mit den regierenden Transatlantiker- & Hochfinanz-Blockparteien SPDGRÜNECDUFDP politisch gleichschalten und sich willfährig & willenlos ins Koalitionslotterbett mit denen legen!! Pfui @Schlömer!

Chefpirat Schlömer nennt Merkel mögliche Koalitionspartnerin

Innerhalb der nächsten zwei Jahre will Bernd Schlömer die Piratenpartei auf Bundesebene regierungsfähig machen. Eine Koalition sei dann auch mit der CDU möglich.

===> … GANZ WICHTIG für … ~ Halbgott ~ … (… und Müllionen andere PIRATENWÄHLER):

=============================
…die PIRATEN … sollen derzeit KEINE “Regierungsverantwortung übernehmen”!

( … und folgerüchtig natürlich auch KEINE Koalitionsaussagen treffen! … )

… sondern … OPPOSITIONSVERANTWORTUNG!! … denn es gibt im Reichstag derzeit & schon lange KEINE Opposition!
=============================

===> … gegenüber Bernd Schlömer vom Verteidigungsministerium war ich von Anfang an hochgradig skeptisch (“Vorurteile”)! … abba … er hat von mir trotzdem seine faire Chance bekommen. Jetzt ist es aber überoffensichtlich: Schlömer ist kein Pirat sondern ein lupenreiner 256%-iger BRDDR-Süstemling!

… daher gilt für den Bundesparteitag im November in Bochum:

1.) #StopptSchlömer !! … #ImpeachSchlömer!

2.) “Für Echte Demokratie jetzt!” (=> Parteiprogramm!!)

3.) “Gegen die EUdSSR-Zentralwirtschaftsdikatur” der Hochfinanz und Megakonzerne” (=> Parteiprogramm!!)

4.) “Von deutsem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen!” (=> Parteiprogramm!!)

… ceterum censeo Bernd “Nato-Bernd” Schlömer esse impeachendam!

aifran August 22, 2012 um 17:34

Diskussion . Die Ausgewogenheit der speziellen Art -

Gegen Vermögensbesteuerung:

man nehme drei Vertreter der Leistungsgesellschaftsideologie …

Für erhöhte Vermögensbesteuerung:

man nehme drei Personen die aus UNTERSCHIEDLICHEN GRÜNDEN für eine höhere Besteuerung hoher Vermögen eintreten …. drei Personen die sich wahrscheinlich schwer tun würden ein EINHEITLICHES KONZEPT ZU ERSTELLEN UND ZU VERTRETEN ….

Klarer Vorteil für die drei Vertreter der Leistungsideologie. …. es waren immer drei gegen einen/eine – oder immer einer/eine gegen drei ….

Haben der TV-Redakteure gut gemacht – (und sich den Job gesichert, Auftrag im Vorauseilendem Gehorsam erfüllt – die Hundekekse müssen verdient werden ….)

Schöne Tage ….

BB August 22, 2012 um 17:46

Ich fand, dass sich Ponader wieder sehr gut geschlagen hat.

Im übrigen hat er sich selbst davon distanziert, dass die Diskussion an seinem Beispiel aufgehängt wird. Es ist doch sein gutes Recht, für Grundeinkommen zu sein und sich dafür politisch zu engagieren. Ich kann nicht erkennen, dass er sich da selbst als Beispiel inszeniert. Im Gegenteil. Es ist nur so, dass er, weil gewisse Kreise bei seinem Anblick rot sehen, von den Medien immer und immer wieder in den Zusammenhang Harz IV gezerrt wird.

Im übrigen hat er völlig richtig argumentiert. Wenn man vernünftig hohe Löhne haben möchte, dann muss man das Sanktionssystem von Hartz IV abschaffen (was dann wohl einem bedingungslosen Grundeinkommen gleichkäme). Denn das Sanktionssystem führt dazu, dass Menschen Jobs zu 4 Euro annehmen müssen (!) und damit drückt Hartz IV die Löhne ganz enorm.

Die andere (zusätzliche) Notwendigkeit ist: Mindestlöhne rauf, wie Frau Wagenknecht anmerkte.

Im übrigen fand ich viel eindrucksvoller, wie schlecht sich die Milliardäre in der Sendung benommen haben. Übrigens gilt das auch für diesen Unternehmer, der am Sonntag bei Jauch war.

Permanent in die Diskussion reinpöllern: “Der Staat kann nicht mit Geld umgehen”. “Das Geld ist doch bei uns viel besser aufgehoben…” und ähnliche unqualifizierte unkonstruktive Zwischenrufe. Wenn das unsere Elite ist, dann gute Nacht. Gutes Benehmen ist doch wohl das mindeste, was man verlangen kann. Oder wird das nur den unteren Schichten beigebracht, damit die bei Erscheinen der Hochherrschaftlichen auch immer schön einen Diener und einen Knicks machen?

Da zeigt doch ein Ponader, der nur dann antwortet, wenn er gefragt wird, aber dann analytisch, sachlich und höflich, ein ganz anderes Format als diese prolligen, sich nicht benehmen könnenden mit Brillies behängten Diskussionsrabauken.

SchachMatt August 22, 2012 um 17:51

Die Proleten mit den Brillis kommen quasi aus Lübberdings Dorf.
Deshalb guckt er diese Prolo-Sendung so gern.
Und macht hier Werbung für die Naivsten.

:-9

Nanuk August 22, 2012 um 17:54

@fl
“Aber man kann natürlich auch die Parteienfinanzierung über das EEG sicherstellen.”

Macht man doch nennt sich Klientelpolitik machst du ja gerade auch der einzige Depp der noch SPD wählt ist halt der Industrie Arbeiter…

yt August 22, 2012 um 17:57

@BB Ich glaube deine Zeit ist viel zu schade, als dass du sie mit Fernsehen verschwenden solltest. Doch wenn es dir Freude bereitet, dann rezensiere doch bitte noch mehr Sendungen :)

Nein, ehrlich – ich sehe kein Fern und habe nur den Beitrag auf YouTube von NTV und Polander sehen können, aber konnte den Polander wiedererkennen den du beschrieben hast.

Was wollte ich sagen, achja… “Ich finde deinen Kommentar gut” und bin selbst ähnlicher Meinung. Schöner Satz von dir:
“aber dann analytisch, sachlich und höflich, ein ganz anderes Format als diese prolligen, sich nicht benehmen könnenden mit Brillies behängten Diskussionsrabauken.”

Sicher bin ich nicht in allem einer Meinung mit Herrn Polander und Sympathie ist etwas diffiziles, aber doch – er hat was. Respekt. Und den hat er sich meiner Meinung auch verdient.

Mit vernetzten Grüßen,
yt

Keynesianer August 22, 2012 um 18:08

Nach dem ersten Satz

“In der Sendung von Sandra Maischberger ging es gestern Abend um die Verteilung des in der deutschen Volkswirtschaft erwirtschafteten Einkommens.”

wollte ich doch sehen, was Luebberding jetzt aus dem wichtigen Thema macht. Man gibt ja die Hoffnung nie auf. ;)

Und?

Er veralbert sein Kommentariat mit einer Diskussion über Ponaders HartzIV!

~ HALBGOTT ~ August 22, 2012 um 18:18

@Ponader

… was DU bringen mußßt, wenn de des näxte Mal bei @Maybritt Maischbörger in die GEZ-Politainementzirkusmanege derfsch:

1.) … die us-gesteuerten “Sozial”-”Demokraten” haben aus der deutsen Arrrrbeiterklasse seit 1990 +30% mehr “BIP”-”Wirtschaftswachstum” (per annum!!!) herausgequetscht!!! … “netto” & “real”!!! … FAKT as FAKT can be!!!

2.) … aber das durchschnittliche Realeinkommen (“netto”) der deutsen Arrrrbeiterklasse haben sie gleichzeitig um 5% nach unten gepresst (“social repression”)!! … FAKT as FAKT can be!!!

3.) … und wo … wo … wo …. ist die DIFFERENZ geblieben? … na, die hamn die Soz’n an ihre Freude im Ausland verschoben (Wallstreet, City of London, PIGSFIB, usw)!!! … FAKT as FAKT can be!!!

===> … DAS … ist der MEGA-SKANDAL des Jahrtausends!!! … und nich dein ALG2-”Gehalt” !!!

===> … DAS … und NIX ANNERES … mußßt Du jedesmal wiederholen, wiederholen und nocham wiederholen! … ad nauseam! … solange bis es der @Maybritt Maischbörger (und den maisntreamlobotomierten BRDDR-Blödsheeples zuhause am TV-Gerät!) aus den Ohren raus kömmt !!!

===> … laßß dein Scheißsmartfon in Zukunft zuhause … und bring stattdessen zwei DIN A1 Flipcharts mit wo du die beiden Charts drauf malst (BIP seit 1990 und Realeinkommen(netto) seit 1990 !!!) vor laufende Kamera … und häng die dann vor dein Sitzplatz … so daßß der GEZ-Kamermann sie ümmer wieder erinblenden mußß …

~ HALBGOTT ~ August 22, 2012 um 18:28

… ach … und @PONADER … noch was …

===> … #IMPEACHSCHLoeMER!! …

===> … REMEMBER … Sir Francis Drake … (Pirate of se Queen of England)

~ HALBGOTT ~ August 22, 2012 um 18:42

@PONADER

1.) ~ HALBGOTT ~ … ist der wo AHNUNG hat von Wirtschaft!

2.) ~ HALBGOTT ~ … ist der wo FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN serviert!!

… hier die FAKTEN:

1.) … zu BRDDR-BIP (“Waxdumm”) seit 1990:

http://666kb.com/i/c6luiu1b6srw480be.jpg

2.) … zu Realeinkommen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bild-734794-161328.html
http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2011/11/1a204.jpg

===> … seeing … is believing!!

~ HALBGOTT ~ August 22, 2012 um 18:42

@PONADER

1.) ~ HALBGOTT ~ … ist der wo AHNUNG hat von Wirtschaft!

2.) ~ HALBGOTT ~ … ist der wo FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN serviert!!

… hier die FAKTEN:

1.) … zu BRDDR-BIP (“Waxdumm”) seit 1990:

http://666kb.com/i/c6luiu1b6srw480be.jpg

2.) … zu Realeinkommen:

http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2011/11/1a204.jpg

===> … seeing … is believing!!

Marlowe August 22, 2012 um 19:00

@fl

yep, die gesetzlichen Unterschiede sind bekannt und die sich daraus ergebene Argumentation ist logisch und stichhaltig.

Für mich stellen sich immer wieder die Frage nach der Unabhängigkeit der Politiker, wie auch dem Verbleib eines Umschlages mit 100.000 DM, welche der Schäuble aus Versehen
in der Schublade hatte und das Schweigen eines Dr. Kohl bezüglich diverser Untersuchungsausschußfragen.

Aristoteles hatte zur Finanzierung der politisch tätigen und freien Bürger ja auch so seine Vorstellungen, die aber nun fern von Lobbyistentum waren. Dummerweise hat er sich aber zuwenig mit der Eigentumsfrage befaßt und sinnigerweise Eigentum nicht demokratischen Prozessen unterworfen. Also auch im alten Griechenland folgerichtig Aufbau einer Lobbyistentruppe, welche die Polis in die gewünschte Richtung zu lenken vermochte, wer Steuern zahlt, gibt die Richtung vor und wer die Richtung vorgibt, zahlt am Ende auf den Cayman-Inseln seinen Obulus.

In OWL, da in Gütersloh, da wird es ja vorgemacht, wie denn über den Umweg Stiftung politische Beratungsleistung zugunsten einer
wirtschaftlichen Wellnesssituation für nahestehende Unternehmungen gemacht wird.

Das ist zumindest kritisch zu betrachten.

Parteien im Aufbau sollten im Bereich Spenden Vorsicht walten lassen um authentisch zu sein.

Ob sich die Piraten als politisch tätige “Unternehmung” einen Herrn Polander im Rahmen der staatlichen Parteienfinanzierung in der Vergangenheit leisten konnten, kann ich nicht beurteilen.

Parteien im Aufbau sind vorrangig auf Mitgliedsbeiträge und vor allem ehrenamtlichen Engagement angewiesen. Freie politische Betätigung und Hartz IV geht nach “Gesetzeslage” wohl nicht.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte da im konkreten Fall weiterhelfen.

Wobei aber auch die Piraten den ein oder anderen Verein zwecks Aufbau im Rücken gehabt haben könnten; immerhin gilt es ja auch, Ventile einzubauen, damit nicht unliebsame und extreme Parteien im linken, wie auch besonders rechtem Spektrum Auftrieb bekommen.

Sonderfall die Linke: Spaßbremse Lafo schafft es regelmäßig, der Linken zu einem nur mäßigem Erfolg zu verhelfen, wie er schon früher dem heutigen Radfahrpräsidenten in die Karre fuhr. Die Verbindung Wagenknecht und Lafo ist für die Partei auf Bundesebene eher kontraproduktiv. Da kommt nur Weichspüler bei raus. :-)

Egal, Grundeinkommen + Mindestlohn wäre mal ein Anfang. Gerade jetzt wo die EZB mit der Gießkanne das Geld verteilt, wäre es für D sicher einfach, aus der Schuldenbremse ein Gaspedal zu machen und mal richtig in die Vollen zu gehen.

Aber wer bin ich schon, als Arbeiter keine Zeit für Politik und als HartzIVler von der politischen Tätigkeit ausgeschlossen und als
Ein-Mann-Partei mit nur einer Wahlstimme unfinanzierbar.

Tja.

Ciao

M.

Carlos Manoso August 22, 2012 um 19:13

@ f.luebberding August 22, 2012 um 16:35
„Wie will man auch den konkreten Zeitaufwand überprüfen? Nur hatte Ponader seinen ALG 2 Bezug schon in seiner Antrittsrede als Voraussetzung der unbezahlten Tätigkeit bei den Piraten beschrieben. Und die Piraten müssen ihren Geschäftsführer besolden, nicht die Arbeitsagentur, auch aus Mitteln der staatlichen Parteienfinanzierung. Dafür ist die geschaffen worden. (…) Es ist grotesk, dass eine Partei ihre Funktionäre über das ALG 2 finanzieren will.“

Lübberding, ich bin davon überzeugt, daß Leute wie Ponader nur die Vorhut einer breiten kommenden Welle sind. Daß die PIRATEN einen Künstler wie Johannes Ponader an ihre Spitze wählten, beweist nur, daß einige PIRATEN vage ahnen, daß die Welle einige Lichtjahre vor der allgemeinen Entwicklung voroszillieren muss.

Der Tag wird kommen, wo auch in Deutschland – als letztes nach allen südeuropäischen Ländern- alle bisherigen „staatlichen“ Geldzahlungen wie u.a. Gehaltszahlungen an 4,6 Millionen Personen des öffentlichen Dienstes, Kindergeldzahlungen an 18, 6 Millionen Kinder, Rentenzahlungen an 20,0 Millionen Rentner/innen, etc. etc. nicht mehr auszahlen kann. Die PIRATEN werden dann gebeten werden, eine Softwarefirma organisieren, um in wenigen Manntagen allein für Deutschland 82 Millionen Geldkonten in Rechenzentren der EZB aufzuspielen, auf die z.B. an jedem 1. eines Monats z.B. 500 Euro der europäischen Notenbank überwiesen werden. Im Gegenzug werden alle Geldzahlungen des Staates wie Gehaltszahlungen, Renten, alle Sozialleistungen etc etc ersatzlos gestrichten und in einer einzigen Auszahlung unterschiedslos an alle Gemeinschaftsmitglieder zusammengefasst. Wie man das nennt, „BGE“ oder was auch immer, wird in dieser Situation dann vollkommen wurscht sein.

Dipfele August 22, 2012 um 19:21
Das Häschen August 22, 2012 um 19:36

Wir haben in Österreich ein Zugang – ‘Wir haben noch für jeden etwas gefunden’. Teils mutet das naiv an, aber für eine Volkswirtschaft ist das notwendig.

Hartz IV ist nicht allein ein Ergebnis des deregulierten Arbeitsmarkt. Die Deregulierung des Arbeitsmarktes (wie üblich in .de weit übers Ziel hinausgeschossen, aus der damaligen Situation ‘verständlich’ aber nicht begrüßenswert auf Dauer) ist ein Ausdruck auf die Umstellung des Modells
a) Zuerst Sparen und dann Investieren (niedriger Inflation)*)
b) Alles auf Pump Kultur (mit hoher Inflation).

*) sofern der ein oder andere noch an so etwas denkt.

Wenn Unternehmer eher im Sinne von a) erzogen sind so verstehe ich ihre Verwirrung. Sie sind aber nicht repräsentativ, das Deutschlands Zukunftsmodell offensichtlich – Alles auf Pump und Hurra die Gams – zu sein scheint. Sprich die Angleichung an den Wirtschaftsraum U.S. Die Frage ist in diesem Fall, wer zahlt die Rechnung am Schluss. Sie haben das ganz gut bemerkt, ‘Wer sägt dem Kapitalismus den Ast ab’. Nicht der vernünftige Unternehmer.

Ich bin mir allein nicht sicher, ob die Angleichung des Finanzierungsmodells den Kulturwandel bedingt oder umgekehrt. Das können sie besser beurteilen.

"gg" August 22, 2012 um 20:13

@ OWL
dortigen
Stiftungen und den Versuch richtig zu buchen :

http://doppikvergleich.de/downloads.html

Der Ole in HH hat seine Rücklagen aus der Eröffnungsbilanz schon alle verbraaatzt – blieb für die Elbdisharmonie nichts mehr übrig.
Ob der sich zur Eröffnung in geplanten 2015 + x noch hintraut ;-)

Eagon August 22, 2012 um 21:39

“Die USA sind insofern ein wettbewerbsfähiger Standort, als die heimischen Unternehmen erfolgreich am globalen Wettbewerb teilnehmen und dem durchschnittlichen Amerikaner einen hohen und wachsenden Lebensstandard bieten. (Wir bedanken uns bei Richard Vietor und Matthew Weinzierl für die Unterstützung beim Entwickeln dieser Definition.) Ein wettbewerbsfähiger Standort fördert den Wohlstand von Unternehmen und Einwohnern.

Niedrigere amerikanische Löhne steigern die Wettbewerbsfähigkeit der USA nicht. Auch ein billigerer Dollar vermag das nicht. Eine geschwächte Währung verteuert Importe und senkt den Preis amerikanischer Exporte, was im Endeffekt zu einer nationalen Gehaltskürzung führt. ”

http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-829228.html

Tatsächlich die SPD hat den Wohlstand der Unternehmensbesitzer erhöht.

Dieser arme arrogante Ponader, ist da das willkommene GRIECHISCHE Profil für die SPD_Stammtischnationalen.

Nanuk August 23, 2012 um 07:02

@Eagon
und dann auch noch mit 1er Abi und er sitzt nicht im CERN und an einer Eliteuni ist er auch nicht… und Einschulung ist grad auch noch.
http://www.youtube.com/watch?v=lip7T352jC4

"gg" August 23, 2012 um 07:10
Nanuk August 23, 2012 um 07:13
Nanuk August 23, 2012 um 07:15
"gg" August 23, 2012 um 07:35

Wenn die Hedger und FED-Mitglieder auf den Erhalt des EURO umgeschichtet haben, werden die Junk-Banken zerlegt und der € 2.0 mit bonitätsnotwendigen Zinserhöhungen verfassungskonform legitimiert. ;-)
Befreiung vom Schmarotzertum – very loose.

"gg" August 23, 2012 um 07:46
keiner August 23, 2012 um 12:15

Ökonomie und Moral, da hab ich auch noch einen einen:

http://ftalphaville.ft.com/blog/2012/08/23/1129711/us-money-market-fund-reform-goes-down/

Ist das hier eigentlich der inoffizielle Witzeblog?

egal August 23, 2012 um 12:44

Ich muss die Frühkritik mal loben. Sie ersetzt das Sehen der Sendung.

Die Disskusion übers Ponanders HartzIV ist aber einfach nur… aaargh.

Und selbstverständlich erhält die gesamte deutsche Industrie Millionen EU-Agrarförderung. Für die Begrünung von Industriebrachen, zur Prävention von Bergwerksschäden, Industriekartoffelstärke für Kleber ist hochsubventioniert, Rheinmetall ersetzt auf seinem Panzerübungsplatz die Fichtenmonokultur durch einen ökologischeren Mischwald, die Lufthansa gilt als förderungswürdiger Lebensmittelexporteur (Bordverpflegung)….

Aber dass der Ponander noch nicht Teil dieser Staat-Industriesymbiose ist… das ist wirklich schlimm…. Sozialleistungsmissbrauch…. wenn das jeder machen würde…

http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

. Rheinmetall

egal August 23, 2012 um 13:13

Übrigens, was mir gerade noch einfällt. Die Parteiämter bei den Grünen waren auch lange Zeit Ehrenämter, einige Funktionäre bezogen Arbeitslosengeld. Der letzte Fall war Antje Radcke als GAL-Sprecherin in Hamburg. Die wurde von der Presse etwas freundlicher behandelt.

AMBURG-INNENSTADT, CAFÉ PARIS. Abgebrochenes Studium der Sonderpädagogik, Mutter von zwei Kindern, freischaffende Literaturpädagogin, Bundesvorstandssprecherin der Grünen. Die Sachbearbeiterin wusste nicht, in welche Kategorie sie die Frau auf der anderen Seite des Tisches einordnen sollte. Antje Radcke, 41, wusste es auch nicht. Schließlich einigten sich die beiden auf Geschäftsführerin. Radcke war offiziell arbeitslos. Statt Berliner Empfänge gibt es seit September vergangenen Jahres die Meldepflicht beim Amt. Statt 8500 Mark brutto 674,80 Mark die Woche. Statt eines Auftritts in der “Tagesschau” Schmähbriefe.

“Es gibt Leute, die denken, ich habe ein Vermögen verdient, wohne in einer dicken Villa und kassiere Arbeitslosengeld”, sagt Radcke. “Blödsinn. Ich habe keine Mark sparen können. Was ich allein für Klamotten ausgegeben habe. Als Privatfrau kann ich vielleicht die ganze Woche in einem Blazer herumlaufen, aber nicht als Bundesvorstandssprecherin.”

Radcke erzählt von ihrem neuen Leben. Wie sie zu einer Demonstration nach Berlin fahren wollte und jemand vom Arbeitsamt ihr sagte, da könne sie nicht einfach so hin. Sie müsse den ganzen Tag zur Verfügung stehen – oder Urlaub beantragen.

Wie sie klärte, was mit dem Honorar für ihr Buch “Das Ideal und die Macht” zu geschehen habe. Es wurde auf ihr Arbeitslosengeld angerechnet. Der Staat zahlte acht Wochen lang keine Unterstützung.

Wovon sie in Zukunft leben wird, weiß sie noch nicht. Sie weiß nur, dass sie ab September kein Arbeitslosengeld mehr beziehen will. Zurzeit ist Radcke Landesvorsitzende der Grünen in Hamburg, ein Ehrenamt. Sie überlegt, ein Bio-Café aufzumachen, aber sie hat kein Geld, nur ihren Namen.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-19237411.html

Ihre Bundesvorstandsprecherinnenkollegin wählte die profesionelle Lösung und wurde Aufsichtsratsmitglied bei RWE.
Super, ne?

h.huett August 23, 2012 um 13:26

egal

Wenn Du Dich auf Gunda Röstel beziehst, dann ist die letzte “Information” falsch. Die Aktionäre der EnBW haben im April 2011 Frau Röstel als Vertreterin des Landes BW in den Aufsichtsrat der EnBW gewählt.

egal August 23, 2012 um 13:31

Und noch ein ordnugspolitisches Argument. Das Arbeitslosengeld finanziert dem Kapital die Reservearmee, darf aber nicht den Bürgern ihre Parteineugründungen finanzieren? Wessen Staat ist das bitte?

Natürlich könnte man für Parteifunktionäre Ausnahmeregelungen verlangen, wie für Ehrenämtler oder Bürgermeister. Aber, kann man ernsthaft erwarten, dass die etablierten Parteien die Konkurrenz finanzieren helfen?

egal August 23, 2012 um 17:14

@ hh
Stimmt. Ich bezog mich auf Gundula Röstel. Sie ist nicht bei RWE, sondern bei EnBW, und dort als Vertreterin des Landes.

Linus August 23, 2012 um 17:28

@egal:
“Ihre Bundesvorstandsprecherinnenkollegin wählte die profesionelle Lösung und wurde Aufsichtsratsmitglied bei RWE.
Super, ne?”

Na, dann besteht ja noch Hoffnung für Herrn Ponader :-D

Linus August 23, 2012 um 17:30

“Sich professionell bewerben …”
Was gibt es da Besseres als eine Talkshow? Da staunt sogar das Arbeitsamt.

Degnaphta August 23, 2012 um 17:49

@lübjendings
Unter was läuft deine faschistoide Menschensortiererei eigentlich, “freie Meinungsäußerung”, “politische Agitation”, “normales Sozengesülze”, oder wie ließe sich das kategorisieren? “kadavergehorsame Journalistenpflichterfüllung” fällt mir auch noch ein. Aber du wirst sicherlich genügend frei von Anstand&Scham sein, um wesentlich klangvollere möglicherweise sogar Wichtigkeit&Richtigkeit suggerierende Begriffe zu finden. Ansonsten laß doch @hhuett als Stabilitätsanker ein wenig Rehtorikbeihilfe leisten ;-)

Kaluptikus August 23, 2012 um 19:39

@egal,
wer bestimmt über das “Arbeitslosengeld”? Die Arbeiter?
Scheint mir, als ob die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zu einer Art Steuer mutiert sind.

lily August 23, 2012 um 23:05

weil mich die dispute hier im blog aktuell extrem anöden und ich ein wenig fiebrig darnieder liege und mich gerne durch anregende internetz kommunikation ablenken würde, stelle ich mal noch ein paar meiner gedanken zur disposition, viell. meldet ja irgendjemand irgendwas anregendes zurück, die hoffnung stribt bekanntlich zuletzt (manchmal aber auch gar nicht)

also, z.b. die sogenannten “steuersünder” bzw die hatz auf whistleblower
(aktuelles bsp siehe auch bei jean ziegler:
Hände weg von Hervé Falciani!
http://www.workzeitung.ch/tiki-view_articles.php?topic=2)

vorab: ich finde es extrem wichtig dass whistleblower geschützt werden, es geht hier schließlich um die aufklärung von kriminellen machenschaften u. nicht umgekehrt! hier geht es auch nicht um den verkauf von daten, sondern wie gesagt um die aufklärung einer straftat. das gilt es mitunter auch zu unterscheiden. hier wollte sich niemand mit gestohlenen daten bereichern, hier wollte sich jemand fürs Gemeinwohl engagieren!

Nun zum Staat. Leider ist es wohl tatsächlich so, wie diese unsäglich dumme Luxustussi und Menschenverächterin Obert in dieser saudummen Maischbergerei verlauten ließ: Was würde der Staat denn mit den eingetriebenen Steuern anfangen? (die Dame nannte das, strunzdumm wie sie offensichtlich ist, übrigens “Enteignung der Reichen” – also wenn Superreiche entsprechend ihres Vermögens besteuert würden, wäre das “Enteignung” nicht aber wenn Normalverdiener ausgepresst werden wie Zitronen und Erwerbslosen jegliche berufliche Perspektive zerstört wird und die RentnInnen zur Altersarmut verdammt werden)

Zurück zu den Steuern. Das Problem liegt ja aber doch allerdings tatsäch genau da, worauf diese fürchterliche Frau angespielt hat, nämlich dass der Staat die Steuern ohnehin nur in den Sand setzen würde. Oder glaubt hier irgendjemand, dass angesichts der aktuellen Entwicklungen der totalen Entsolidarisierung, der Hetze, dem Überwachungswahn und der Grundgesetzaushebelung, der Stadtzerstörung durch korrupte Größenwahnprojekte etc…allein durch mehr Steuereinnahmen irgend etwas zum Guten gewendet werden würde? Da werden doch überhaupt keine sozialen, dem Gemeinwohl zuträglichen Prioritäten mehr von diesem Staat gesetzt, nein es wird gehetzt und die Verfassung ausgehölt wie und wo es nur geht, es wird gelogen u. betrogen und nichts aber auch gar nichts deutet von Seiten dieses Staats auf eine Wende zu einem menschenfreundlichen, solidarischen Miteinander und dem schonenden Umgang mit unserer gebeutelten Mutter Natur hin.

topi August 24, 2012 um 05:08

lily

Also “in den Sand setzen” ist immer noch besser als kaputtsparen. :roll:

Natürlich hast du recht, es liegt nicht nur an den Steuern, sondern auch an der Politik auf allen Feldern.
Man kann eine “Energiewende” so gestalten, dass die bisherigen Atommonopolisten nun OffShoreWind-Monopolisten mit noch höherer und noch sicherer Rendite als zu Atomzeiten werden. Muss man aber nicht. Etc.pp.

Zusätzlich zu den sozialen Missständen bei allen diesen Politikentscheidungen: sie verschärfen das saldenmechanische Problem!
Was Erna für Stro mausgeben muss, gibt der Monopolistenaktionär eben nicht für seine Villa aus, sondern will Geldvermögen anhäufen.

Beim “in den Sand setzen” gibt es auch Kriterien, die dies mehr oder weniger sinnvoll machen: Je mehr der einfache Lochbuddler bekommt, um so besser.

Sind Großprojekte das Problem?

Können Schulen realwirtschaftlich nicht neu bedacht werden, WEIL der BER so teuer und immer teurer wird? Fehlt es an Beton, oder Arbeitskräften?

Natürlich nicht. Es hängt einzig am Geld. Das muss man nur haben.

Es ist eigentlich eine extrem banale Erkenntnis nötig: die “Staatsquoten” müssen steigen.

Einerseits weil vieles, was zu weiterer Wohlstandsmehrung der gesellschaft sinnvoll ist, gar nicht /nur sehr unzureichend privat entsteht.

Andererseits weil privat die Kohle nicht ausgegeben wird sondern zu Geldvermögen führen soll.

Und weil die Verknüpfung, dann machen wir eben Staatschulden und bedienen 1) und 2) nicht mehr als schick gilt.

Mal konkret.

Es gibt mehr Rentner. Nun dräuen, gleich genug Leute, es gibt kein demographisches Problem, wegen Produktivitätssteigerung und so. Unsinnige Antwort.

Wenn es mehr Rentner gibt, und die sollen einen gleich hohen Lebensstandard haben wie weniger Rentner, dann muss ein höherer ANteil des Sozialproduktes an die Rentner gehen. Das ist MÖGLICH, gerade wegen steigender Produktivität.

Aber man muss das einfach verstehen, un dentsprechend handeln. Wie sich die Versuche, privat “vorzusorgen” auf das FInanzsystem auswirken, besichtigen wir gerade: privater geldvermögensaufbau treibt die Blasen bis zum Platzen (momentan zischt es ja erst, der “Spass” kommt noch).

Also muss es eine Umlagerente geben, mit einem höheren ANteil am BSP bei steigenden Rentnerzahlen,; natürlich abgewogen gegen die Interessen der Arbeitenden.

Das können wir nun auf zig Feldern weiterführen, Bildung und Infrastruktur sind ganz offenbar nicht privatwirtschaftlich optimal zu organisieren, etc.pp.

Was es aber braucht: andere Maßnahmen zur Kontrolle, damit Bürokrat X die Kohle nicht gegen Schmiergeld (oder auch nicht) in den Sand setzt, sondern beispielsweise Stromkabel.

Auf kommuinaler Ebene ginge eine Kontrolle ziemlich gut, und auch bei Großprojekten (die es natürlich braucht; frag mal nen Tempelhofer!) gibt es Möglichkeiten, diese sinnvoll nach den Bedürfnissen der Menschen umzusetzen.

Schatten August 24, 2012 um 08:06

@lily

>”hier geht es auch nicht um den verkauf von daten, sondern wie gesagt um die aufklärung einer straftat.”

Es geht vor allem um einen Tabubruch! Was wäre, wenn die Schweiz sich wehrt, vielleicht über Proxy, einen Schweizer Milliardär, der Prämien auslobt für Informationen Gesetzesverstöße deutscher Politiker? Das wäre ja auch das Bemühen Straftaten aufzuklären… Nun sind Schweizer dafür viel zu höflich, rein hypothetisch also. Aber wenn sie das zuließen, wäre das ohne Zweifel ein unfreundlicher Akt.

Merkwürdig auch, dass alle Welt sich nur für die Schweiz interessiert, nicht aber für die Steuerparadiese der Briten. Cui bono?

Solcherart selektives Interesse wirft man Putin vor und behauptet, Russland sei deshalb kein Rechtsstaat.

>Der Staat das Monster

Ich finde Deine Bemerkungen völlig richtig. Mehr Geld für diesen Staat bedeutet mehr Geld für ein dubioses System, das auf falschen Annahmen beruht.

Frankie Bernankie August 24, 2012 um 08:53

@topi

“Also “in den Sand setzen” ist immer noch besser als kaputtsparen.”

“Kaputtsparen” – Du mit Deiner altmodischen Begriffswelt.
“Kaputtverschulden” ist das Wort der Stunde! So sagts ein Professor aus Heidelberg.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/haushaltskonzept-doktor-kirchhofs-rezepte-gegen-ueberschuldung-1.1446882-2

egal August 24, 2012 um 14:25

@topi
Nur mal so nebenbei:
Der Anteil des BSP, der an Rentner geht, muss sich nicht zwangsläufig erhöhen, sollen Rentner trotz demographischen Wandels einen gleichbleibenden Lebensstandart haben. Schließlich heißt demographischer Wandel weniger Kinder, deren Bespaßung (Kindergarten, Uni, Pädiatrie und Jugendstrafanstalt) immens kostet, während der Rentner zwar regelmäßig zum Arzt muss und gelegentlich eine Flusskreuzfahrt unternimmt, ansonsten aber eher genügsam vor sich hinvegetiert. Seine Bespaßung ist extrem effizient organisiert. Florian Silbereisen kostet pro Rentner <1cent. Ich kenne ansonsten keine Zahlen. Ein Nullsummenspiel ist aber denkbar.

@Kaluptikus
Klar, 1/5 versicherungsfremder Leistungen (nach DGB-Zählung), die berüchtigten Strafzahlungen der Bundesagentur für Arbeit, die Rückstellungen der Rentenversicherung… Sozialversicherungsbeiträge sind z. T. eine (wegen der Beitragsbemessungsgrenzen) degressive Sondersteuer auf Arbeitseinkommen. Allerdings war der Selbstverwaltungscharachter der SV noch nie besonders ausgeprägt. Ihre Ausgestaltung ist eine politische Entscheidung, und damit Domäne der (Sozial)politik.

Und Ponander bezieht AGLII, nicht I.

Mir ging es um etwas anderes. Sagen wir mal, Ponander bezieht zu unrecht HartzIV, weil er dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht (Ich halte das keineswegs für ausgemacht, denn erstens hindern ihn Vertrag oder Satzung im Ergebnis nicht wirksam, ein Arbeitsangebot anzunehmen, und zweitens, bei verfassungskonformer Auslegung unter Berücksichtigung der besonderen Stellung der Parteien im Grundgesetz bla bla). Dann hätten Ponander und die Piraten die Spielregeln kreativ ausgenutzt. Das unterscheidet sie in den Mitteln nicht von den Industrieunternehmen, die Agrarsubventionen kassieren. Wohl aber von der Wirkung. Arbeitslosengeld scheint, betrachtet man die beiden erfolgreichen Parteineugründungen der Bundesrepublik, Grüne und Piraten, beim Parteiaufbau eine gewisse Rolle zu spielen, und die Möglichkeit zur erfolgreichen Parteineugründung ist für eine lebendige Demokratie unverzichtbar.

Wenn Lübberding sagt, Ponander solle Wohngeld beantragen, dann hat er Nichts dagegen, dass ein Parteifunktionär Sozialleistungen bezieht. Es soll aus formalen Gründen nur nicht HartzIV sein.
???
Das ist schlechtester sozialdemokratischer Fetischismus. Unter Anerkennung der Geschäftsordnung politische Macht erlangen, um dann in 30 Jahren die Regeln (vielleicht) zu ändern – wäre diese Einstellung verbreitet, hätten wie in Deutschland 20 schnelle Brüter, jeder Flughafen seine Startbahn West, Mauer und Kaiser wären auch nocht da. Ponander ist nicht nur programmatisch für das BGE, er hat sich Hartz IV selber zu einem BGE umgebaut. So funktionieren gesellschaftliche Veränderungen. Eine sozialdemokratische Partei (damit meine ich nicht die SPD) wird dsa BGE nicht im Bundestag erschaffen, sondern mit Verabschiedung des BGE-Gesetzes lediglich eine bestehende gesellschaftliche Realität anerkennen.

Auch wenn Lübberding HartzIV nicht gefällt, soll Ponander sich gefälligst an die Intention des Gesetzes halten. Warum? Sonst Hitlervergleich!

SPD und Politik. In diesem Leben wird das nichts mehr.

topi August 24, 2012 um 21:31

@ egal

” Der Anteil des BSP, der an Rentner geht, muss sich nicht zwangsläufig erhöhen, sollen Rentner trotz demographischen Wandels einen gleichbleibenden Lebensstandart haben. Schließlich heißt demographischer Wandel weniger Kinder”

Na mein Lieber, das lesen wir aber nochmal durch. ;-)

Je weniger Kinder, um so MEHR oder WENIGER in Prozenten geht an die Rentner.

Natürlich ist es kein realwirtschaftliches Problem, die Rentner durchzufüttern und zu bespaßen. Es ist ein Problem der Verteilung, wer wird wie an welchem Anteil des Sozialproduktes beteiligt.

Allgemeine Umlage über alle Einkommen mit stark gemildertem und oben und unten gedeckeltem Äquivalenzprinzip (schweizer AHV), Pseudoumlage mit festem Äquivalenzprinzip nur über (nicht mal alle) Lohneinkommen (deutsche Gesetzliche), private SParpläne bei FInanzern.

Letzteres, naja, es gibt noch genug, die daran glauben; wollte doch kürzlich mir einer einen Rentensparplan für mein Kind anpreisen. :rofl:

Das deutsche System reagiert besonders kritisch, da nicht nur der Anteil der Rentner steigt, sondern auch die Basis, der Normalarbeitsplatz bis zur Beitragsbemessungsgrenze, immer weniger zum Sozialprodukt beiträgt.

Der Arbeitsplatz wird also immer weiter belastet, währen ddie anderen EInkommen gar nicht beteiligt sind, ökonomischer Unfug.

Klar kannste jetzt sagen, der Normalarbeitsplatzbesitzer hat ja weniger Kinder zu versorgen und noch Kohle übrig, wenn die Rentenbeiträge immer weiter steigen. Stell dich damit mal auf den Marktplatz. ;-)

willihope August 26, 2012 um 16:37

Durch den “Anschluß” der DDR hat man sich einfach zuviele verkappte Kommunisten eingefangen. Die bereiten durch extreme Positionen die Basis und die Enteignung (z.b. 100% Steuerlast) kommt schneller als man denkt!
Viele EX DDerler fühlen sich in der neuen Welt nicht wohl und wollen zurück ins behütete sozialistische Paradies, da gabs wenig zu verteilen und davon hatte dann fast jeder “etwas”. Kenne persöhnlich solche von drüben die der Meinung sind der Staat hat sich um ihr fortkommen zu kümmern, Eigeninitiative und Selbstverantwortung sind da totale Fehlanzeige! Die fallen immer wieder ins soziale Netz zurück anstatt endlich mal ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen!
Mit solchen Bevölkerungsschichten wird das nix und die verkappten Kommunisten haben leichtes Spiel mit ihren Forderungen nach immer mehr.
Sozies macht euch doch auf in die sozialistischen Paradiese Kuba oder Nordkorea! Und nehmt eure verkappten Kommunisten aus der Politik gleich mit!

Dann mal noch den Staat auf Länder- und Bundesebene verschlanken (z.b. ein Schalter für alle Behördenkontakte und nicht hunderte von Ämtern), das EU-Parlament von fast 800 auf 80 Abgeordnete verschlanken, 50% Beamte raus, Subventionen streichen, Politiker in Haftung nehmen und schon ist der Haushalt im Plus! :-)

topi August 26, 2012 um 17:33

Oh ja, der Haushalt ist im Plus. Und dann? Wer verschuldet sich stattdessen, um die geplanten Geldvermögen aufzubauen?

Oder setzt dann ein gigantischer Konsum-und Investitionsrausch ein, die Einkommenszigfachmillionäre hauen ihre Kohle raus, der Riestergeknechtete lauft lieber ein Auto, weil ja die Neuverschuldung Null ist?

Oder sinkt einfach das Sozialprodukt?

Womit dann weder Neuverschuldung noch Schuldenstand sinken.

willihope August 27, 2012 um 08:45

Wie man an den USA sehen kann ist der Konsum wichtig für eine Volkswirtschaft. Das schafft Arbeitsplätze die sich selber tragen und nicht Beschäftigte im öffentlichem Dienst die nur durch Umverteilung gehalten werden können. Das geht auf lange Sicht immer in die Hose, Deutschland wird das bitter lernen sobald die Babyboomer in Pension gehen.
In GR sieht man das schon jetzt, egal wie hoch die Steuern werden, eine Quote von 30% offentlich Beschäftigte wird niemals funktionieren.

Ohne diese Umverteilerei hätten wir ein höheres Wachstum und Geldvermögen würde über Aktien und Anleihen aufgebaut werden. Die Staaten als sicherer Zahler können wir vergessen wie die Vergangenheit lehrt, eine Coca Cola z.B. wird es geben solange Menschen frei entscheiden was sie trinken wollen. Die Staaten entscheiden einfach dass sie ihre Schulden nicht mehr bedienen wollen und das wars. Erst zwingen sie die Banken und Versicherungen zum Kauf der Papiere im eigenen Währungsraum und dann stellen sie irgendwann einfach die Zahlung ein, dabei gibt es keine bankrotten Staaten denn öffentlicher Besitz ist immer vorhanden! Wenn der Schuldner nicht mehr zahlen will muss er eben öffentlichen Besitz abtreten! Das würde den Schuldner auch vor weiteren Eskapaden abhalten.

So verliert der Riestergeknechtete nur einen grossne Teil seiner Vorsorge denn der Schuldner will einfach nicht mehr zahlen! Da hätten die Bürger mal besser eine Wohnung zur Vermietung gekauft! Oder Aktien mit guten Dividenen die auch in hundert Jahren noch existieren werden!

topi August 28, 2012 um 03:28

Mensch, du kommst ja direkt aus dem Märchenwald, oder? ;-)

Es gibt eben keinen Konsum der hochen und höchsten EInkommen, Schlösser und Bedienstete sind irgendwie out.

Und viele mittlere EInkommensbezieher konsumieren nicht (voll), weil es an der sozialen SIcherung mangelt. Da hat man lieber was auf der hohen Kante.

Und damit fällt das ganze Märchen in sich zusammen.

"gg" August 28, 2012 um 05:57

@ topi

Porsche Cayenne für alle finanziert durch die Volkswagenbank ;-)
Natürlich als Elektromobil – nicht sone 3LiterMurmel mit der Piech zur Aktionärsversammlung gurkte …
Sonnenergie kostet nix und kann überall geladen werden :

Ich sach mal keine zehn Jahre und die volle Revolution von Soddy fegt die Vermögenssammler und Zinsfetischtas ins Nirwana !

Made in Germany hatte die besten Mobilkisten, hat sie und wird sie immer haben …

"gg" August 28, 2012 um 06:03

Kann auch ein
969 e-mobile sein ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_959

Solar Plexus August 28, 2012 um 08:27

Ha ha, 330 kW aus Solarmodulen. Fang schon mal an, Grund zu kaufen. Oder wie lange willst du laden? 2 Wochen für eine Stunde Fahrt?

topi August 28, 2012 um 09:52

Oh, ein Fachmann. :roll:

Was gibt es an Fakten, statt wilder SPekulationen?

wki zum Tesla-Roadster

“Der Energiespeicher besteht aus 6831 Zellen handelsüblicher Lithium-Ionen-Akkus für Laptops. Die Batterie speichert 56 kWh[3] (ca. 20 % gehen beim Laden verloren, daher werden etwa 70 kWh für eine Aufladung benötigt)[4], die mit einer Spannung von 375 Volt an den Motor abgegeben werden. Bei den Lithium-Ionen-Akku-Zellen handelt es sich um den Typ 18650, der jährlich in mehreren Millionen Exemplaren hergestellt wird. Die gesamte Batterie setzt sich zusammen aus elf in Serie geschalteten Platten, die jeweils neun ebenfalls in Serie geschaltete Blocks enthalten; in jedem Block sind jeweils 69 Zellen parallel miteinander verbunden (11S 9S 69P). Jede Akkuzelle ist 65 mm lang und hat einen Durchmesser von 18 mm. Das gesamte Paket aus 6831 Zellen wiegt etwa 408 kg. Jede Zelle hat zwei Sicherungen, eine an der Anode sowie eine an der Kathode. Der gesamte Batterieblock wird durch eine Mischung aus Wasser und Glykol gekühlt.

Auf Grundlage des amtlichen US-amerikanischen Fahrzyklus verspricht der Hersteller eine Reichweite von 350 km. In der Praxis beobachtete Reichweiten lagen zwischen 200 km „bei strammer Fahrt“[5] und 501 km. [6] [7]

Die hohe Reichweite trotz nur 56 Kilowattstunden Energiegehalt (was dem Heizwert von gut 6 Litern Benzin entspricht) ist möglich, weil Elektromotoren in Bezug auf den mechanischen Wirkungsgrad effizienter arbeiten als Verbrennungsmotoren, welche die chemische Energie des Treibstoffes zum großen Teil in Wärme anstatt in gewünschte Bewegung umsetzen (25 % bei Verbrennungsmotoren [8]). Außerdem wirkt der Elektromotor beim Bremsen als Generator und kann so einen Teil der aufgebrachten Bewegungsenergie wieder in elektrischen Strom umwandeln. Dies spart besonders bei Stadtfahrten Energie.

Die Ladezeit beträgt mit Drehstromanschluss bei optimalen Bedingungen 1,5 bis 2 Stunden (400 V Drehstrom bei 63 A). Mit einem 32-A-Drehstromanschluss beträgt die Ladezeit etwa drei Stunden, bei 16-A-Anschluss sechs Stunden. Steht lediglich eine 230 V/16 A -Wechselstromsteckdose zur Verfügung, kann ein vollständiger Ladezyklus bis zu 20 Stunden dauern.
Energieumsatz [Bearbeiten]

Der Energiebedarf beträgt im Durchschnitt 12,7 kWh/100 km[9], bezogen auf den Energiegehalt von Motorenbenzin entspricht dies 1,49 Liter auf 100 km. Um diese Energie bereitzustellen, würden bei Erzeugung in einem Wärmekraftwerk etwa vier bis acht Liter Heizöl aufgewandt, zur Deckung mit Solarstrom würden für 20.000 km Jahresfahrleistung etwa 25 Quadratmeter Solarzellen benötigt.”

Also “Grund kaufen”, naja, jede größere Garage würde auch reichen. :roll:

Das sind Serien-Laptop-Akkus; da sind noch gewaltige Fortschritte zu erwarten.

Ich weiß aber nicht, ob da wirklich aus Deutschland der große Knall kommen wird, solange die Premiumer noch (berechtigt) meinen, genug von ihren Stinkekisten absetzen zu können.

Solar Plexus August 28, 2012 um 12:01

Nö, kein Fachmann, habe die 2 Wochen nur grob überschlagen auf Bassis der 330 KW vom Porsche und der Leistung auf’m Dach meiner Eltern (3kW wenn’s gut läuft, sind aber nur ein paar läppische qm). Den besseren Wirkungsgrad des E-Motors habe ich nicht berücksichtigt.

Aber Danke für die Korrektur. Ist schon toll, von 0 auf 100 in 4 Sekunden und das nahezu geräuschlos und mit Sonnensprit.

willihope August 28, 2012 um 13:04

>topi August 28, 2012 um 03:28
>Mensch, du kommst ja direkt aus dem Märchenwald, oder?

Nö ich bin aus dem Westen, Märchenwald war dort wo du von träumst. Der Traum ist übrigends schon in verschiedenen Ländern gescheitert, es gibt und gab seltsamerweise kein Land wo Enteignung auf Dauer funktioniert! Wo es dagegen bester funktionier, zumindest für die die auch etwas leisten, ist im reichsten Land der Welt, also scheinbar machen sie etwas besser als die ganzen sozialistischen Versager in Europa!

>Es gibt eben keinen Konsum der hochen und höchsten EInkommen, Schlösser und >Bedienstete sind irgendwie out.

Was ich zwar bezweifle aber bei den Neiddebatten die in Deutschland dauernd geführt werden auch nicht wundern würde. Viele Deutsche sind einfach ziemliche Neidhammel und Miesepeter, die Freude über Erfolgreiche ist hier kaum zu finden.

>Und viele mittlere EInkommensbezieher konsumieren nicht (voll), weil es an der >sozialen SIcherung mangelt. Da hat man lieber was auf der hohen Kante.

Und die Amerikaner sparen nicht? Ist doch total daneben im Land mit der grössten Hängematte der Welt von einem Mangel an sozialer Sicherung zu schwafeln! Die Amerikaner sparen genauso aber eben mehr in Aktien und Anleihen, trotzdem konsumieren sie fleissig weil sie eben an die Zukunft glauben. Lebenversicherungen und Sparbücher kann man nur dem deutschen Michl andrehen, der denkt nur an die Pension und das Leben dazwischen nimmt er garnicht wahr.

>Und damit fällt das ganze Märchen in sich zusammen.

Ja die DDR ist Vergangenheit weil sie bankrott war! Und die letzten Paradiese auf Erden werden auch nur von China und Russland auf den Beinen gehalten! Die beiden haben wiederum den Sozialismus schon längst abgeschafft, dort gibt es gleich überhaupt keine sozialen Netze!
Ohne Leistungsbezogener Vergütung funktioniert nichts weil der Mensch nunmal von Grund auf faul ist, nur das Verlangen und die Gier nach mehr führt zu Erfindungen, Investitionen und Wachstum.
Im Sozialismus bestimmen die Dummen und Faulen die Richtung.

topi August 28, 2012 um 16:27

@ Solar Plexus

“Aber Danke für die Korrektur. Ist schon toll, von 0 auf 100 in 4 Sekunden und das nahezu geräuschlos und mit Sonnensprit.”

Gerngeschön. Und Danke für die Annahme korrigierender Hinweise, das ist ja heutzutage schon sehr besonders. ;-)
(Die Kisten müssen ja neuerdings Geräusche machen, um Fußgänger zu warnen; das kann auch ein Ufo-wosh sein; mal sehen, wie das auf die Zahl der Ufosichtungen wirkt. :D)

” habe die 2 Wochen nur grob überschlagen auf Bassis der 330 KW vom Porsche und der Leistung auf’m Dach meiner Eltern (3kW wenn’s gut läuft, sind aber nur ein paar läppische qm). Den besseren Wirkungsgrad des E-Motors habe ich nicht berücksichtigt.”

Vor allem hast du nicht berücksichtigt, dass man nur sehr selten mit Maximalleistung unterwegs ist.

Und, dass in den wiki-Erklärungen ja Durchschnittswerte übers Jahr genommen worden sind.

Wenn du das Teil also “live” laden willst, auch im WInter bei Streulicht, brauchst du schon einiges an Fläche.

Und den Anschluss 400 Volt / 63 Ampere hat man auch nicht in jeder Küche.

Um Autos optimal im Bereich der SOnnenenergie zu nutzen, ist der Tesla-Ansatz nicht geeignet, zumindest nicht für private Autarkie.

Es geht ja gerade um die Speicherung. Also Autos mit zwei Akkupaketen, das eine hängt immer an der Anlage, und greift Überlast ab, bis es voll ist.

Und aus den KW kann man noch einen Schluß ziehen.

Die Maximalleistung wird ja nur sehr selten bei Maximalbeschleunigung gebraucht, ansonsten kommt man mit deutlich weniger aus. (und je weiter man die beabsichtigte Höchstgeschwindigkeit senkt, um so weniger brauchts).

Insofern sind kombinierte Lösungen mit Elektro- und Verbennungsmotor sinnvoll.

Und zwar gar nicht so sehr die ganzen komplizierten Dinger (die kann man ja machen), sondern ganz einfach einen Elektromotor zur zusätzlichen Beschleunigung, damit der Verbrennungsmotor deutlich kleiner und damit verbrauchsärmer ausfallen kann. Dann braucht es auch keine großen Akkus.

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