Über den Wolken – das Vertrauen ist futsch

by h.huett on 30. August 2012

Gastbeitrag einer langjährigen Lufthansa-Kollegin zum Streik der Flugbegleiter

Über den Wolken herrscht Krisenstimmung, auch dort. Die Geschütze im Arbeitskampf bei der Lufthansa sind in Stellung gebracht, die Parolen donnern: Geld! Leiharbeit! Ausgliedern! Kurz, das Tarifkostüm des ehemaligen Staatsbetriebes soll neu zugeschnitten werden, sprich: sehr eng tailliert.

Ähnliches gab es schon einmal. Vor sechs Jahren wurde den Flugbegleitern die Kröte dargereicht, manteltarifvertragliche Gehaltssteigerungen massiv zu verlangsamen: Um in die Gehaltsstufe zu gelangen, die eine Stewardess früher nach zehn Jahren erreichen konnte, muss sie nun länger arbeiten – 22 Jahre. Mit entsprechenden Folgen für Rente und Betriebsrente. Falls ihr keine Schwangerschaft dazwischen kommt; dann muss sie nachsitzen.

Vor sechs Jahren schluckten die Flugbegleiter diese Kröte, bei den meisten bislang unverdaut, um die Wettbewerbsfähigkeit ihres Konzerns zu sichern. Gegen Billigkonkurrenz, subventionierte Airlines vom Golf und wegen der steigenden Kerosinpreise.

So wünschte es sich die Geschäftsleitung – vor sechs Jahren. Und heute? Heute argumentiert sie unverändert, als habe das alles nichts gebracht.

Nun kann man sich trefflich die Köpfe darüber zerbrechen, ob die Einsparungen seit damals einfach nicht ausreichend sind, oder ob die Spareffekte von groben Fehlentscheidungen aufgefressen wurden (Kauf der defizitären AUA, verlustreiches Intermezzo mit LH Italia), oder ob der globale Wind über den Wolken einfach noch strammer von vorn weht als zuvor. Alles dies wird wohl zutreffen.

Doch darum allein geht es nicht.

Flugbegleiter sind von Hause aus nicht sehr streitbar und gewerkschaftlich schwach organisiert. Doch in den letzten Monaten traten die Beschäftigten der Lufthansa scharenweise in die Ufo ein. Aus gutem Grund:

Eine Stewardess, die vor sechs Jahren eingestellt wurde, erhält ein Einstiegsgehalt von 1533 € brutto (zzgl. 16% Schichtzulage, die im Krankheitsfall wieder abgezogen wird). Und das erhält sie unverändert immer noch. Seit sechs Jahren. Sie arbeitet im unregelmäßigen Schichtdienst, Jetlag inklusive, braucht ständig neue Koffer und muss ihre Uniform mitfinanzieren. Wenn sie jetzt in den Nachrichten hört, wie viel Ersparnis die geplante Herabsetzung der Rentenbeiträge bei einem Bruttoeinkommen von 3000 € bringt, ist das für sie, wie für viele andere auch, eine Meldung aus unerreichbarer Stratosphäre.

Und dennoch hört sie seit ihrer Einstellung vom Vorstand nur eins: sie ist zu teuer. Und die Vorstellung, dass sie einmal mehr verdienen könnte, ein Gräuel. In diesem Jahr ist es übrigens so weit. Bei geleisteter Qualifikation hat sie nach sechs Jahren Anspruch auf Gehaltssteigerung. 75 €. Herzlichen Glückwunsch.

Nun haben die, die über den Wolken arbeiten, durchaus ein Gespür für Turbulenzen, und dass es in ihrer Branche kriselt, verstehen sie sehr wohl. Vor allem aber spüren sie eine Vertrauenskrise.

Denn während die Stewardess zur Kenntnis nimmt, dass ihr bescheidenes Mehr im Portemonnaie den Vorstand um den Schlaf bringt, nimmt sie auch zur Kenntnis, dass derselbe sich das Salär 2010 von 6 auf knapp 10,5 Millionen erhöht hat. Trotz Krise, Konkurrenz und Kerosinpreisen.  Das erscheint ihr schamlos. Es trägt den Gout von Boni, von Hedgefondsmanagern und anderen Heuschrecken.

Nein, es mangelt den Flugbegleitern nicht an der Einsicht, dass der Wettbewerb über den Wolken Umstrukturierungen und neue Strategien erforderlich macht. Doch haben sie einfach das Vertrauen verloren, dass ihr Vorstand eine wirksame Strategie hat, während der sich selber bereichert. Und wenn sie jetzt streiken, dann auch weil sie längst den Verdacht haben, dass es nicht wirklich um die Sicherung ihres Arbeitsplatzes geht, sondern darum, ihn zu einer Umverteilungsmaschine von unten nach oben zu machen. Dass die Lufthansa auf diesem Weg bisher noch längst nicht so weit vorangeschritten ist wie manch anderer Konzern, macht es für die Beschäftigten nicht hinnehmbarer.

Das Vertrauen ist einfach futsch.

{ 103 comments }

Nanuk August 30, 2012 um 18:19
Wilma August 30, 2012 um 18:37

Unterschreibe jeden Satz der Lufthansa-Kollegin.

Lazarus09 August 30, 2012 um 19:56

Schön das es wie in dem Fall jemand sieht ..die meisten der devoten Lohnknechte haben die Botschaft ” wir sind viel zu teuer ” im Internationalen Wettbewerb™ schon längst widerspruchslos verinnerlicht und nicht nur das sie geben diesen Mist auch noch direkt am Hirn vorbei weiter …

keiner August 30, 2012 um 20:04

Die Weber erwachen aus den Jahrzehnten der Hirnwäsche. Die unruhigen Zeiten können beginnen. Es sei kreatives Chaos…

snozin August 30, 2012 um 20:15

Wikipedia, Ökonomie

Die Wirtschaft oder Ökonomie ist die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Deckung des menschlichen Bedarfs dienen.

Im Rahmen einer solchen Ökonomie möchte ich einen Vorschlag “andenken”. Der geht so: Der Staat zahlt allen Flugbegleiterinnen unbefristet einen Betrag zum Lohn, der einer 30%-igen Erhöhung der Nettobezüge entspricht. Der Staat leiht sich das dazu erforderliche Geld direkt bei der Deutschen Bundesbank, die es druckt. Der Staat vereinbart dazu mit der Bundesbank, die in seinem Eigentum steht, einen Zinssatz von p. a. minus 100 %.

Da dieser Vorschlag vollkommen verrückt ist, bitte ich alle Nichtverrückten in hellen Scharen heranzurücken, um ihn, den total Verrückten, gerade zu rücken.

Eagon August 30, 2012 um 20:15

“Wir sind viel zu teuer.”

Im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung, steigen Branchen ab und andere auf.

Die in den aufsteigenden Branchen weigern sich, die Umstrukturierung mit zu finanzieren.

Rauf mit den Sozialabgaben.

Die Senkung der Rentenbeiträge soll die Beschäftigten gegeneinander ausspielen.

Das ist scheinbar in Deutschland problemlos möglich.

NIE WIEDER LOHNNEBENKOSTENGESCHWÄTZ.

xefix August 30, 2012 um 20:16

Boni etc. sind Verknorpelungen nach Abusus. Ähnlich der Gicht.
Das Pendelt sich, oder wird eingependelt!

Habt nicht ZU VIEL Einsicht!
Strategien gibt es keine mehr.
Konzentration?
Diversifikation?
Einmaligkeit?
Fliegen mit Luft als Treibstoff?
“obelix” der “Robotnik” als Flugdienstleister?

haltetdurch!

Achtet die Preise und das Datum (1980)

“Sinkender Faktor
Mit einem neuen Spartarif will die Lufthansa neue Kunden in ihre wenig ausgelasteten Jets locken.

Günter Eser, Verkaufs-Vorstand der Deutschen Lufthansa AG, weiß, was sich viele Bundesbürger wünschen: Sie würden gern mit dem Flugzeug verreisen, können aber nicht, weil Fliegen in Deutschland so teuer ist.

Eser will diesen Mißstand nun beheben. Ab 1. November bietet die Staatslinie für Inlandsflüge einen Spartarif an, der um beinahe 40 Prozent unter dem Normalpreis liegt. “Flieg & spar”, nennt die Lufthansa ihre neue Marketing-Idee.

Mit dem Sondertarif ist ein Flug kaum noch teurer als eine Bahnfahrt in der 1. Klasse. So kostet etwa ein Billigticket von Hamburg nach Frankfurt und zurück statt 424 Mark nur noch 261 Mark. Das sind nur 15 Mark mehr als mit dem Intercity.”
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14329640.html

Lazarus09 August 30, 2012 um 20:54

seit ff fufzehn ..? ! das selbe hier …

Balken August 30, 2012 um 22:00

Klar, wir alle sind denen zu teuer. Die wollen wieder, dass wir als Dienstboten für Kost und Logis unterm Dach oder im Souterrain wohnen, den separaten Dienstboteneingang benutzen und die Mütze ziehen, wenn die Herrschaften vorbeikommen.
Das hatten wir doch immer so, bis vor kurzem. Wer hat das eigentlich abgeschafft, kurzzeitig, und wieso?

Folkher Braun August 30, 2012 um 22:28

Nee, wie bei IBM geplant als Anbieter von Dienstleistungen, der im Bieterverfahren für einen Job bei LH den Zuschlag bekommen hat: Flugbegleiter für LH 123 nach Posemuckel gesucht. Gebot 12,50 €. Rücktransport auf eigene Rechnung. Aktuelle Uniform ist nachzuweisen.

Tubl August 30, 2012 um 22:58

Wir leben nun in einer Zeit wo schon überlegt wird (RyanAir) ob man Piloten nicht so wie Busfahrer bezahlen sollte, weil die Tätigkeit dank der modernen Technik vergleichbar geworden ist und keine grösseres Können verlangt. Da ist es konsequent dass man Flugbegleiter ähnlich zahlt wie in der Gastronomie. Da ist leider nicht viel Unterschied. Es ist eher die Frage ob wie Dienstleistern genug zahlen.

Balken August 30, 2012 um 23:05

“Nein, es mangelt den Flugbegleitern nicht an der Einsicht, dass der Wettbewerb über den Wolken Umstrukturierungen und neue Strategien erforderlich macht.”

Schon klar. Steht ja in allen Zeitungen. Das mit dem Wettbewerb und den Umstrukturierungen, Wer wollte da zweifeln. Und wo nun schon HH das sagt…

Der ist ja nun mal gottgegeben, der Wettbewerb, über den Wolken, und überhaupt. Im Universum. Der irgendwo niedrigste Arbeitspreis ist das Maß für alle und geht über alles. Auch über Arbeitsschutz- und Arbeitsgesundheitsrecht. Über Tarifvertrag sowieso. Die Ausflaggung von Flugzeugen wäre doch eine einfache Möglichkeit, allen Arbeits- und Tarifrechten den Garaus zu machen, hat aber bisher noch nicht so wie bei der Frachtschifffahrt um sich gegriffen. Mag da die werte Kundschaft dann nicht mitfliegen? “Das Flugzeug unter Liberianischer, Honduranischer, Nordkoreanischer Flagge …” Wir wollen euch so billig wie die und so gut ausgebildet und motiviert und qualifiziert und ausgeschlafen
und zuverlässig wie ihr. Also, wollt ihr Dienstmänner und -frauen wohl bei der renommierten Lufthansa so billig sein wie bei der Air Bangladesh? Deswegen drücken wir jetzt euer wie überhaupt aller Dienstmänner und -frauen Löhne. Dann wird das Fliegen billig, dann kann die Zunft der Dienstmänner und -frauen, die sich das Fliegen von Hamburg nach München nicht recht leisten können, sich auch wieder das Fliegen leisten, privat, nicht nur im Dienst. Jetzt war’s euch zu teuer, wenn ihr weniger verdient und das Fliegen billiger wird, könnt ihr’s euch leisten. Einleuchtende Argumentation, oder?

Wilma August 30, 2012 um 23:24

Die älteren Mitarbeiter mit Alt–Verträgen werden systematisch gemobbt.
Beim Check-in wird man einsparen. Das soll der Kunde selbst machen. Nennt sich dann Serviceverbesserung.
Die arabischen Fluggesellschaften werden von ihren Staaten unterstützt, vor allem beim Kerosin.
Mit der Deregegulierung fing alles an.

Infoliner August 30, 2012 um 23:31

So wünsch ich mir Artikel! Einfach schön und sinnvoll geschrieben, von verschiedenen Seiten beleuchtet, auf den Punkt gebracht.

Bomberpilot August 31, 2012 um 06:24

Der Bundestag beschloss drei Tage nach der Absegnung des 50 Milliarden Euro schweren Sparpakets eine Erhöhung der Bezüge für die 313.000 Bundesbeamten. Die Erhöhung beträgt 1,2 Prozent, hinzu kommt eine Einmalzahlung von 240 Euro.
Insgesamt sollen die Bezüge in eineinhalb Jahren um 4,6 Prozent erhöht werden, dies stößt bei vielen in Zeiten von Nullrunden auf Unverständnis.
Auch Angela Merkel und ihre Minister profitieren von der Gehaltserhöhung, denn ihre Gehälter sind an die der Bundesbeamten gekoppelt.

Nanuk August 31, 2012 um 06:27

Der Kabarettist Volker Pispers hat in seinem Stück Die grünen Revoluzzer eine richtige Erkenntnis auf den Punkt gebracht: Der ökobewegte, grüne Bourgeois möchte die Welt gerne ein bisschen besser machen, aber eigentlich auf nichts verzichten. Er ist gut situiert und liebt den modernen bürgerlichen Wohlstand. Selbstbezügliche Verzichtsforderungen, sofern er denn je solche artikuliert hat, gibt er auf, sobald er „im Arsch der Institutionen angekommen“ (Zitat Pispers) ist.

http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-preis-ist-zu-heiss

Nanuk August 31, 2012 um 06:39
Systemfrager August 31, 2012 um 06:44

Die Töchter des Volkes sind ihre Mägde und Huren, die Söhne des Volkes ihre Lakaien und Soldaten. Das alles duldet ihr, weil euch Schurken sagen: “diese Regierung sei von Gott.” Diese Regierung ist nicht von Gott, sondern vom Vater der Lügen.

Der alte Hessische Landbote

Die Töchter des Volkes sind Mägde und Huren, die Söhne des Volkes Lakaien und Soldaten unserer Machteliten. Das alles duldet ihr, weil euch diese Schurken sagen: “diese Ordnung sei von der Natur.” Diese Ordnung ist nicht von der Natur, sondern vom Vater der Lügen.

Der neue Hessische Landbote

Dass sich der Systemfrager an Büchner vergreift, um ihn nach seinen Zwecken zu verunstalten. Was für eine erhabene Lächerlichkeit HH

Hayek, like high explosives! August 31, 2012 um 06:48

http://www.youtube.com/watch?v=GTQnarzmTOc&feature=fvwrel
Round two of the financial crisis…

Nanuk August 31, 2012 um 07:40

Das war keine Wende das war eine Kehre…

“Der Bundestag beschloss drei Tage nach der Absegnung des 50 Milliarden Euro schweren Sparpakets eine Erhöhung der Bezüge für die 313.000 Bundesbeamten.”
http://www.youtube.com/watch?v=Zrw71MQA2qU&feature=related

f.luebberding f.luebberding August 31, 2012 um 08:20

Nur als Hinweis bzgl. des Weidmann Threats. Aber Weidmann dachte an Rücktritt. Die Meldung der Bild scheint valide zu sein.

eFlation eFlation August 31, 2012 um 08:43

Manche Leute müssen für weit aus weniger wesentlich härter arbeiten – das ist keine Rechtfertigung sollte man aber im Hinterkopf behalten.

Was sind denn die konstruktiven Vorschläge, wie die Lufthansa operativ mehr Geld verdienen kann? Nur dann kann auch mehr Gehalt gezahlt werden. Davon lese ich leider nichts in dem Artikel.

Habe letzte Woche Simone Menne (CFO) zum Lunch getroffen. Das Programm für die nächsten Jahre zur Effizienz Steiferung plus Förderung der Mitarbeiter klang für mich vernünftig.

Lohnforderungen von 5% zu fordern, dass bei sinkendem operativen Gewinn, halte ich für Fragwürdig.

Nanuk August 31, 2012 um 08:47

@eFlation
Wie währe es denn mit spritsparenden Flugzeugen und Investitionen in Alternative Kraftstoffe wenn die Ölmultis nicht liefern wollen ach ne dann nörgeln ja so Hansel wie du… die ne Rendite ohne Risiko haben wollen….

Nanuk August 31, 2012 um 08:50

@eFlation
“Das Programm für die nächsten Jahre zur Effizienz Steiferung plus Förderung der Mitarbeiter klang für mich vernünftig.”

Wenn die mir so Berater Sprech um die Ohren gehauen hätte währe ich aufgestanden und gegangen…

Nanuk August 31, 2012 um 08:53

Hat dir die Dame mitgeteilt wie die Lufthansa gedenkt in einer CO² neutralen Ökonomie zu überleben…

eFlation eFlation August 31, 2012 um 08:55

@Nanuk
Da bin ich sofort bei dir was spritsparende Flugzeuge und alternative Kraftstoffe angeht. Es brauch nur Zeit und erstmal Investitionen die die LH ja schon tätigt. Warum soll ich da nörgeln, kommt ja allen Intressensparteien zu Gute.

keiner August 31, 2012 um 08:59

Ahhh, schön zu hören, dass jetzt schon piefige Blogger einen vorausschauenden Brainwash vom Management bekommen, nicht nur die dämlichen Fuzzies vom Fernsehen. Vorgestern im HessenFernsehen, abend so gegen halb 8. Stellt sich ein “Reporter” hin und erklärt die Lohnkürzungen der Lufthansa, schwafelt was von “Rolltreppe”, die flacher werden müsste und abgesenkt, als sei er der Pressesprecher der Lufthansa.

Widerlich diese Schleimerei, um auch mal mit dem großen Geld an einem Tisch zu sitzen, in ferner Zukunft. Vielleicht.

@Lübberding: Erstaunt dich das wirklich? Das noch jemand wegen seiner Überzeugungen leidet? Kann ja nicht jedem passieren, wenn man immer schön die Unterhose im Wind trägt, den andere feuchtwarm produzieren…

Nanuk August 31, 2012 um 08:59

“Es brauch nur Zeit und erstmal Investitionen die die LH ja schon tätigt.”

Zeit ist Geld!
Wieso gibt es das noch nicht man weiss seit 20 Jahren vom Klimawandel?

Nanuk August 31, 2012 um 09:04

Lohnkürzungen verhindern Investitionen weil das ein Quick Fix ist… ist nämlich das einfachste.

Nanuk August 31, 2012 um 09:05

“Förderung der Mitarbeiter”

Was will die Dame denn den Flugbegleitern für ne Förderung zu kommen lassen Styling kurse das wissen die schon selbst…

Systemfrager August 31, 2012 um 09:10

>>> Manche Leute müssen für weit aus weniger wesentlich härter arbeiten

Eien excellente Lobbyarbeit!
Wie hart wäre das parasitäre und degenerierte Leben unserer rrr-Eliten, wenn ihnen die geistigen Prostituierten das schlechte Gewissen nich ausreden könnten

ProEuro August 31, 2012 um 09:15

“Manche Leute müssen für weit aus weniger wesentlich härter arbeiten”

Ich vermute, der Herr spricht aus eigener Erfahrung. Laufen deine Fonds so schlecht?

1 Portion Mitleid.

Nanuk August 31, 2012 um 09:15

“Habe letzte Woche Simone Menne (CFO) zum Lunch getroffen.”

Wer hat bezahlt und was hat das gekostet…

Nanuk August 31, 2012 um 09:16

OINK OINK macht das Sparschwein!

Folkher Braun August 31, 2012 um 09:27

Nun, die 4,5 Mille mehr für den Cheffe kann sich das Unternehmen nur leisten, wenn die cabincrews etwas drangeben. Das muss sich ja irgendwie kostenneutral darstellen lassen. Eine etwas “steifere” Effizienz tut jedem gut.

Frankie Bernankie August 31, 2012 um 09:48

1.533 Euro für Flugbegleiter?

Ich gestehe, sowenig hätte ich nicht erwartet.

Wenn ich eine Arbeitszeit von 38,5 Stunden unterstelle , so gibt das einen Stundenlohn von 9,19 €.

Das liegt unter dem “Anständigkeitsmass”, das z.B. der VdK als unterste Mindestlohnschwelle ausgerechnet hat.

Lt. VdK wären das 9,40€.

9,40 € deshalb, weil nach den heutigen gesetzlichen Bestimmungen man 40 Jahre lang zu mindestens diesem Stundenlohn arbeiten, muss um in den Genuss einer rente zu gelangen, die auf dem Niveau der Altersgrundsicherung liegt ( so um die 600€ oder so ).

Und die Lufthansa – Flugbegleiter liegen da noch darunter?

Ein Zugbegleiter mit einem Einstiegsgehalt von 1776 € liegt darüber.
Vielleicht ist Fliegen ( zumindest Kurzstrecke ) ein Auslaufmodell, wenn die Geschäftsmodelle es noch nicht mal hergeben , seine Angestellten anständig zu bezahlen.

Systemfrager August 31, 2012 um 09:51

Unsere Kaufleute und Unternehmer klagen zwar über die schlimmen Folgen höherer Löhne, da sie zu einer Preissteigerung führen, wodurch ihr Absatz im In- und Ausland zurückgehe, doch verlieren sie kein Wort über die schädlichen Auswirkungen ihrer hohen Gewinne. Sie schweigen einfach über die verwerflichen Folgen der eigenen Vorteile und klagen immer nur über die anderen Leute.

Wer war das? Ach natürlich! Smith! Und was würde man von den Ganoven und Schurken Mises, Hayek, Röpke, … hören

keiner August 31, 2012 um 10:14

“Vielleicht ist Fliegen ( zumindest Kurzstrecke ) ein Auslaufmodell, wenn die Geschäftsmodelle es noch nicht mal hergeben , seine Angestellten anständig zu bezahlen.”

Nö dann wird halt mit 1-€-Jobbern und Aufstockern geflogen, so einfach ist das. Wäre ja noch schöner!

Bladnoch 1971 August 31, 2012 um 10:14

@Eflation

Es ist mit Sicherheit nicht von der Hand zu weisen, das es Leute gibt die für weniger Geld härter arbeiten müssen. Das wird aber in diesem Fall von Ihrer Seite wohl eher als Totschlagargument mißbraucht, da ich irgenwo auf dieser Welt immer einen finde, der für weniger härter arbeiten muss als die Referenzperson; sei es am Schluss die T-Shirtnäherin in Bangladesch.
Den Flugbegleiterinnen geht es wohl wirklich darum, dass das Rad nicht noch weiter zurück gedreht wird, wie es jetzt schon steht.
Das sich das was die CFO sagt vernünftig anhört, ist meistens so, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Es stellt sich dann in vielen Fällen aber eher als Teil des “Hot Air Departments” heraus, insoweit bin ich auch hier äußerst skeptisch.
Das die zukünftigen Effizenzsteigerungen dann allen zuguten kommen, mag unter Umständen sein, nur mir fehlt der Glaube. Eher steigt die Vergütung des Vorstandes auf 21 Mio, als das bei der breiten Masse signifikant was ankommt.

Rosi August 31, 2012 um 10:37

@Frankie Bernankie

“Vielleicht ist Fliegen ( zumindest Kurzstrecke ) ein Auslaufmodell, wenn die Geschäftsmodelle es noch nicht mal hergeben , seine Angestellten anständig zu bezahlen.”

Ein höchst interessanter Gedanke …

14 August 31, 2012 um 11:03

Der neoliberale Sparmarkt für Alle ist nicht darstellbar

Wenn angeblich für immer und überall gespaaart werden muß (“Herta, sparen!”), warum geht das Topfmanager-Sparschwein dann nicht mit gutem Beispiel (also in “Sack o und Asche”) voran?

Hat schon mal jemand auf die Kursentwicklung eines beliebigen Dax-Unternehmens seit den 90zigern geschaut? Seit langer Zeit spart nämlich nicht nur das Personal und der (Sozial)Staat, sondern es sparen auch sämtliche Eigentümer/Aktionäre. Die abgehobenen Lufthansa-Lunch-Unternehmenslenker-Scherholderwellyoustrategen und Schulden-Krisenreiter-Profit-eure sollten demgemäß in diesen schweren (oder leichten Zeiten) ihre Jahresgehälter LEISTUNGSGERECHT entsprechend der Aktienwertentwicklung seit der Jahrtausendwende halbieren (und sämtliche angesammelte unrechtmäßig erworbene Gratis-Fikationen seit der Zeit freiwillig zurückgeben), statt sich weiter die millionenschweren Saläre Jahr für Jahr um mehr als 10 % zu erhöhen..

14 August 31, 2012 um 11:10

Es fehlt noch ein MINDESTENS und ein UNVERSCHÄMT.

SoziologeX August 31, 2012 um 11:12

Aus dem Nebenthread zum Thema „Marktkonforme Streiks“:

@SystemfragerAugust 30, 2012 um 23:26
Ich kenne persönlich sehr (!!!) gut mehrere Söhne der Menschen, die damals mehrere Jahre ihr Leben dem Kampf für “eine andere Welt” gewidmet haben. Ich meine es buchstäblich: Sie waren mehrere Jahre mit einem Fuß im Grab – von der Kälte und Hunger ganz zu schweigen. Und ihre Söhne?
Ich debatiere mit ihnen über viele interesanten Sachen aus Technik, Kultur, Kunst, Politik … aber … für diese Söhne ist die Weltanschauung ihrer Väter etwas, wie aus einer anderen Galaxie. Eigentlich wollen sie davon nichts wissen … Sie sind 100% Opportunisten, 100% Konformisten, 100% Zyniker … (obwohl sie persönlich “arme Schweine” sind)
Wie erklärt man das?
Biologisch (Gene) ganz bestimmt nicht!

Genetisch vererbt werden nur körperliche Eigenschaften, aber nicht Psycho- und Identitätsstrukturen, nicht Normen, Werte, Anschauungen etc.

Das wird erlernt, und zwar im Prozess der Selbstsozialisation.

Der Satz von Marx
„Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“
hilft zum Verständnis nur begrenzt weiter.

Weil es zur Normalität der kapitalistischen Psychogenese gehört, dass bei den Individuen „Sein“ und „Bewusstsein“ nicht übereinstimmen, also das eigene Verhalten und das „Bewusstsein“ darüber (= Selbstwahrnehmung, Selbstbild).

Das ist das Thema der Psychoanalyse, nämlich die Steuerung menschlichen Verhaltens aus deren „Unterbewusstsein“. Also aus erworbenen, verhaltenssteuernden Strukturen, die dem Bewusstsein der Individuen nicht zugänglich sind.

Ich nehme an, dass die Menschen, von denen Du berichtest, sich selbst nicht als „100% Opportunisten, 100% Konformisten, 100% Zyniker“ wahrnehmen.

Diese Menschen haben eine ganz andere Psychostruktur, in die sich Menschen mit anderer Psychostruktur nicht einfühlen können. Das ist wirklich so, als kämen sie von einer anderen Galaxie.

Ohne theoretische Modelle kann man als Psychoanalytiker überhaupt nicht erklären und verstehen, wie diese Menschen funktionieren. Deren Gehirn und damit ihre Psyche sind ganz anders programmiert.

Die kennen keine Scham, wenn sie sich anti-sozial verhalten, die haben kein schlechtes Gewissen, wenn sie lügen und betrügen. Die kennen kein Mitleid, wenn andere Menschen leiden. Deren Spiegelneurone funktionieren anders.

Hatten die Arbeiter im Arbeiter im WK I Mitleid mit den anderen Arbeitern, die sie im umbrachten. Hatten sie Scham empfunden, als sie im Blut anderen Völker wateten?
Hatten die Deutschen in der Nazi-Zeit und im WK II Mitleid mit jenen Menschen, die sie im versklavten, folterten, vergewaltigten, umbrachten?
Haben sie danach “echte Scham” empfunden?

Hatten die Arbeiter in den kapitalistischen Metropolen in den sozialdemokratischen „Goldenen 70-er-Zeiten“ Mitleid mit jenen ausgebeuteten, hungernden Menschen in der Dritten Welt, von deren Ausbeutung sie mitprofitierten?

Waren sie empört, zeigten sie Mitleid und waren solidarisch mit jenen Menschen, die Opfer des imperialistischen Pinochet-Putsches in Chile waren?

Natürlich sind sie „selbstmitleidig“, wenn sie selbst betroffen sind.

Dann jammern sie. So wie die FlugbegleiterInnen, wenn sie jetzt schreiben: „Doch haben sie einfach das Vertrauen verloren, dass ihr Vorstand eine wirksame Strategie hat, während der sich selber bereichert.“

Vertrauen darin, dass das Management gut für sie sorgt. Was für eine Idiotie! Da fehlt jegliches Bewusstsein über Realität der sozialen Strukturen im Kapitalismus. Da gibt es keinen Funken von „Klassenbewusstsein“.

Das Management denkt so, wie es ein eFlation formuliert:
„Manche Leute müssen für weit aus weniger wesentlich härter arbeiten – das ist keine Rechtfertigung sollte man aber im Hinterkopf behalten.
Was sind denn die konstruktiven Vorschläge, wie die Lufthansa operativ mehr Geld verdienen kann?“

Ja, liebe FlugbegleiterInnen, wenn ihr dem Management keine „konstruktiven Vorschläge“ liefern könnt, „wie die Lufthansa operativ mehr Geld verdienen kann“, dann müsst ihr euch damit abfinden, dass ihr weniger Geld verdient und durch Menschen ersetzt werdet, die noch für wesentlich weniger Geld arbeiten.

Alle Flugbegleiterinnen, die noch zum alten Tarif bezahlt werden, sollen sich damit trösten, dass „manche Leute müssen für weitaus weniger wesentlich härter arbeiten müssen“.

Fehlt noch: „Seid froh, dass ihr (noch) nicht dazu gehört!“

So funktionieren Sozialverhalten und Psychologie im Kapitalismus.

Den Kapitalismus jedoch finden die meisten Menschen gut, solange sie davon selbst profitieren und von den negativen Folgen selbst nicht betroffen sind.

Und wenn sie davon betroffen sind, dann jammern sie und schimpfen auf „die da oben“, die Sozialdemokraten etc.

Sie personalisieren, sind von Personen „enttäuscht“, anstatt zu begreifen, dass dies die Logik des Systems ist.

Bis sie vom System „enttäuscht“ sind im wortwörtlichen Sinne, nämlich ihre Selbsttäuschungen übers System verlieren und sie zu KritikerInnen des Systems werden, wird es noch ein langer Weg sein – falls sie überhaupt jemals dieses Stadium gesellschaftlichen Bewusstseins erreichen.

Systemfrager August 31, 2012 um 11:56

>>> Ich nehme an, dass die Menschen, von denen Du berichtest, sich selbst nicht als „100% Opportunisten, 100% Konformisten, 100% Zyniker“ wahrnehmen.
Und ich bin es bestimmt auch ein bisschen, weil ich ihnen so etwas nie sagen würde. Dann würde ich ganz bestimmt nicht ein einziges Wort mehr mit ihnen reden können … Tja
(Das kann man nur in den Kommentaren so schreiben, wo man weiß, dass man sich nie im Leben begegnen wird … hmmmmmmm)

SoziologeX August 31, 2012 um 12:25

@SystemfragerAugust 31, 2012 um 11:56
Und ich bin es bestimmt auch ein bisschen, weil ich ihnen so etwas nie sagen würde. Dann würde ich ganz bestimmt nicht ein einziges Wort mehr mit ihnen reden können … Tja
(Das kann man nur in den Kommentaren so schreiben, wo man weiß, dass man sich nie im Leben begegnen wird … hmmmmmmm)

Ja, denn es handelt sich nicht kritisch-reflektierte Zyniker, sondern um primitive Zyniker.

Denn der der kritisch-reflektierte Zyniker hat das grausame Spiel des Kapitalismus durchschaut. Und er weiß, dass er wirtschaftlich nur erfolgreich sein kann, wenn er selbst zum „Kapitalistenschwein“ und „Arschloch“ wird.
Wer seinen Arsch retten und nicht zu den Losern gehören will, muss dieses Spiel zumindest in einem gewissen Umfang mitspielen. So ist die Realität, aus der die Individuen nicht aussteigen können, solange dieses System existiert.

Die „Doofen“ begreifen dies aber nicht. Die sind narzisstisch gekränkt und reagieren mit Beziehungsabbruch, wenn man die Wahrheit ausspricht.

Unser HG kann bestimmte Wahrheiten hier nur aussprechen, wenn er als „Politiclown“ auftritt. Denn die Menschen lieben Clownerien. Und wehren sich deshalb dagegen, wenn versucht wird, den HG aus der Diskussion zu exkludieren.

Systemfrager August 31, 2012 um 12:44

Tja: Die „Doofen“
Da ahben wir ein weiteres (verflixtes) Problem: die sind intelligent und gebildet
:(

h.huett August 31, 2012 um 12:50

Sx

Hgs Clownrolle hat er selbst zerschossen. Die Narrenmaske hält nicht mehr. Sinistre Finsternis hat übernommen, ohne jeden Unterhaltungswert. Die nachtaktiven Spinner kann nicht mal hg als Gefolge betrachten, kühlen bloß das eigene unruhige Mütchen.

SoziologeX August 31, 2012 um 12:55

@SystemfragerAugust 31, 2012 um 12:44
Tja: Die „Doofen“
Da haben wir ein weiteres (verflixtes) Problem: die sind intelligent und gebildet

Eher verbildet.

Und ihre „Intelligenz“ ist nur partiell ausgebildet und reicht nicht aus zu kritischer Selbst- und Systemreflexion.

Im Grunde befinden sie sich im Stadium „hochintelligenter Tiere“, die aufgrund ihrer Konditionierung im System erfolgreich operieren können, aber nicht wirklich verstehen, was sie tun. Sie haben nicht jenes Stadium menschlicher Entwicklung erreicht, welches Kant als „Mündigkeit“ bezeichnet hat.

Rosi August 31, 2012 um 13:04

@SoziologeX
“Genetisch vererbt werden nur körperliche Eigenschaften, aber nicht Psycho- und Identitätsstrukturen, nicht Normen, Werte, Anschauungen etc.

Das wird erlernt, und zwar im Prozess der Selbstsozialisation.”
Wo beginnt Charakter … und wo mündet es in Sozialisation … ?

Ihre Aussage ist so nicht ganz korrekt. Nicht komplett falsch, aber auch nicht völlig richtig. Der Streit, alleinig per Vererbung oder alleinig per Prägung tobt schon von Epoche zu Epoche und wird zumeist geführt, als könne nur eine einzige Seite die Wahrheit für sich verbuchen. Dabei hatten beide Seiten in Teilen Recht, wie beide Seiten in Teilen im Unrecht verweilten. Noch immer werden m.E. einseitige Standpunkte vereinzelt vertreten ….

Die Sicht, der Mensch werde mit seiner Psyche/Charakter vollständig als weißes Blatt geboren, auf dem man alles nieder schreiben (formen/bilden) könnte (was nebenbei bemerkt, die Illusion schürte: “Ein jeder könne alles erreichen, schreibe man nur das Richtige hinein!” -> was uns im weitesten Sinne direkt in moderne Auffassungen von “Züchtigung und Ordnung” katapultiert … Macht- und Gestaltungs-Gefühle/-Phantasien … aber gleichzeitig auch für vieles als Entschuldigung dienen mag), hat sich angesichts “neuerer” und in Zusammenarbeit verschiedener Forschungszweige entstandene Erkenntnisse, schlicht nicht halten können (seit mind. 10 bis 15 Jahren ist nicht mehr zu bestreiten, dass wir , neben den körperlichen Anlagen, auch mit charakterlichen Grundstrukturen ausgestattet sind).

Ganz sicherlich landen wir damit mitnichten bei einer Sarrazin’chen Schätzzahl. Die seinige ist schlichter Humbug und entbehrt jeder Grundlage und doch erkenne ich in der Ihrigen einen ähnlichen Absolutismus:

“Genetisch vererbt werden nur körperliche Eigenschaften, aber nicht Psycho-strukturen”

Das trifft heute wieder den Nerv der Zeit (auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht, dient es dem neoliberalen Gedankengut). Dabei andelt es sich m.E.n. (und nicht nur der meinigen) dabei lediglich um die Leugnung menschlicher Naturen (passt halt gerade wieder so schön). Als hätte der Mensch gar keine, geschweige denn ein menschliches Individuum. Wäre i.Ü. damit die einzige Spezies auf diesem Planeten, bei dem dies so sei.

Zum Teil resultiert diese Einschätzung sicherlich aus Fragmenten verschiedener Theologien, die den menschlichen Geist als etwas überirdisch-esoterisches betrachteten. Außer-somatisch quasi, verknüpft mit dem unbestritten hohen Anteil der Prägung, bemäntelt jedoch wiederum mit mangelnder Reflexionsfähigkeit im Sinne der jeweiligen Nützlichkeit (für Politik-/Gesellschaftsziel). Doch ich gebe zu bedenken, auch unser Gehirn ist soma, besteht aus den gleichen Stoffen, wie der Rest unseres Körpers.

Wir werden schon als unterschiedliche Wesen mit eigenen Charakterstrukturen geboren, weil wir wie kleine, chemisch-elektrische Zelluniversen sind, mitnichten sind alle Babys charakterlich völlig gleich (Eineige gleichen sich noch am meisten und dennoch nicht absolut identisch). Wie schnell die Prägung an Bedeutung verlieren kann, merken wir dann spätestens recht auffällig, wenn es bspw. zu organischen Schäden kommt (entweder direkt am Gehirn selbst oder den vielen “Zulieferern”, bspw. die Schildrüse .. um nur eines von vielen zu nennen), die sich charakterlich massiv auswirken. Kleinste Veränderungen in der Körper-Chemie können hier massive Auswirkungen haben.

Meine Aussagen zielen nicht darauf ab, Prägung/Sozialisation auszuhebeln, mitnichten. Denn so, wie sich bspw. somatische Prozesse auf unseren Charakter auswirken können, so wirken Umfeld/Prägung gleichwohl mit hinein. Nichts ist hier in der Wirkung eine Einbahnstraße …

Gruss
Rosi

egal August 31, 2012 um 13:10

Ich freue mich über jeden Arbeitskampf und wünsche den Flugbegleiterinnen viel Erfolg.
Allerdings kann man die Argumente von eflation nicht einfach ausblenden. Der Ausgangsartikel erweckt den Eindruck, die Streikenden wollten, das es so nicht weitergehe, wie es weitergehen soll, scheinen sie aber auch nicht genau zu wissen.

“Mit der Deregegulierung fing alles an.” schreibt Wilma. Ursächlich für die Verschlechterung von Löhnen und Arbeitsbedingungen in den letzten Jahrzehnten waren politische Entscheidungen. Streiks, die langfristig die Lage der Arbeiter verbessern, beschränken sich nicht auf Forderungen gegenüber den eigenen Branchenarbeitgebern, sondern zielen auf politische Veränderungen der Spielregeln.

Ich kenne mich im Luftverkehr nicht aus. Aber, gäbe es nicht Forderungen, die sich aufdrängen? Ein Mindestlohn für europäische Flüge, der das Lohngefälle zwischen LH und anderen Airlines verringert? Einen europäischen Tarifvertrag? Deutsche, die bei Ryanair arbeiten, ihren Wohnsitz in Deutschland haben, und von Deutschland aus fliegen, unterliegen irischem Arbeitsrecht. Gibt es da keinen Ansatzpunkt? Alle Luftverkehrsgesellschaften werden auf vielfältige Weise subventioniert. Kann man die Genehmigung von Subventionen europäischer Staaten nicht an soziale Kriterien knüpfen? Kann man nicht, für alle Flugzeuge, die in der EU landen, gesetzliche Mindestarbeitsbedingungen fordern?

Die Antwort auf Globalisierung und Deregulierung kann doch nur Regulierung und Internationalisierung der Gewerkschaften sein. 5% mehr Lohn wirken da wie Kirchtumpolitik.

Aber, ich will den Streik auch nicht schlechtreden. Immerhin wird gestreikt, dass ist mehr, als viele andere Arbeitnehmer in Deutschland hinkriegen.

egal August 31, 2012 um 13:12

Nicht das Kirchtum, sondern der Kirchturm ist gemeint.

topi August 31, 2012 um 14:04

@ egal

“Kann man nicht, für alle Flugzeuge, die in der EU landen, gesetzliche Mindestarbeitsbedingungen fordern?…”

Gute Fragen!

Mir scheint es allerdings, dass es dabei nicht darauf ankommt, sich “im Luftverkehr” auszukennen, sondern in internationalen Regelungen zum Freihandel. Die EU könnte womöglich innereuropäische Regelungen befördern, müsste dabei allerdings eine Kehrtwende machen, gehört der unbedingt Marktzutritt doch zu ihren Kernprinzipien.

Allerdings ergibt sich auch hier ein Prinzip, wie sollen denn die “Mindestarbeitsbedingungen” aussehen?

Luxemburgisch, deutsch, französisch, griechisch, slowenisch, estnisch?

Oder umgerechnet zu nationalen Durchschnittseinkommen/Durchschnittsarbeitsbedingungen? Die Stewardess soll dann im Mittelfeld liegen, als Maßgabe?

Das könnte man machen, aber so einfach ist das nicht. Wer soll nach welchen Kriterien alle Berufe eingruppieren, die im europäischen Wettbewerb stehen?

Und derzeit steht so etwas wohl völlig außerhalb der Agenden.
Auch die Gewerkschaften betreiben Kirchturmpolitik; natürlich geht es in erster Linie für die eigenen Mitglieder.

Und je zersplitterter die Gewerkschaften, desto schwieriger sind Gesamtansätze.

Ok, Agenden schreiben sich ja nicht von selbst, sondern reagieren.
Ein vierwöchiger Streik aller europäischen Flugbegleiter könnte schon was bewegen. :
Oder der Müllkutscher. Die dann den Müll nur noch bis zum Regierungsviertel fahren. :roll:

Außereuropäisch müsste man auch mal den Mut aufbringen, sich anzulegen.
Wenn es am Golf den SPrit zum Erzeugerpreis gibt, kommt man mit den hiesigen Steuersubventionen natürlich nicht dagegen an.

Aber die Exportüberschussweltmeister wollen es sich nicht verscherzen mit anderen Ländern, die ihren Krempel gehäuft abnehmen sollen.

Die Amis erheben mal eben schwupp die wupp Dumpingzölle auf chinesische Solarzellen von 31 bis 250 Prozent.

Und Frau Merkel, oberste Hüterin des deutschen Exportwahnsinns, winselt den Chinesen erstmal vor, dass es keine Zollregelung braucht.

Dabei kennt sie sich wohl auch nicht mit chinesischer Mentalität aus. So ein Kotau zu völlig unangemessener Zeit in völlig unangemessener Form schwächt nicht nur die eigene Verhandlungsposition, sondern macht geradezu lächerlich.

SoziologeX August 31, 2012 um 14:15

@Rosi
Ihre Aussage ist so nicht ganz korrekt. Nicht komplett falsch, aber auch nicht völlig richtig. Der Streit, alleinig per Vererbung oder alleinig per Prägung tobt schon von Epoche zu Epoche und wird zumeist geführt, als könne nur eine einzige Seite die Wahrheit für sich verbuchen. Dabei hatten beide Seiten in Teilen Recht, wie beide Seiten in Teilen im Unrecht verweilten. Noch immer werden m.E. einseitige Standpunkte vereinzelt vertreten ….

Es gibt seit langen den Streit zwischen „Biologisten“ und „Psychologisten“.

Die Position des Biologismus wurde zunächst vom Adel vertreten und wird heute von den Sozialdarwinisten vorgebracht, und zwar als Legitimationsideologie für ihre Position in der gesellschaftlichen Hierarchie, die sie aufgrund biologischer Überlegenheit (ihrer Begabungen, ihres Charakters, ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit etc.) begründen.

Ein Beispiel für modernen Biologismus ist nicht nur ein Sarrazin, sondern dies wird viel deutlicher z. B. bei Manfred Pohl mit der seinem Buch „Das Ende des weißen Mannes“ formulierten modernen Herrenmenschenideologie, wobei er sich auf angebliche Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften stützt. Angeblich deshalb, weil diese Ergebnisse einer kritischen wissenschaftlichen Überprüfung nicht statthalten, wenngleich nicht wenige Neurowissenschaftler als Lieferanten herrschaftskonformer Ideologie fungieren.

Die Sicht, der Mensch werde mit seiner Psyche/Charakter vollständig als weißes Blatt geboren, auf dem man alles nieder schreiben (formen/bilden) könnte (was nebenbei bemerkt, die Illusion schürte: “Ein jeder könne alles erreichen, schreibe man nur das Richtige hinein!” -> was uns im weitesten Sinne direkt in moderne Auffassungen von “Züchtigung und Ordnung” katapultiert … Macht- und Gestaltungs-Gefühle/-Phantasien …

Das ist die Position eines „Psychologismus“, wie er vom Behaviorismus – stalinistischer und US-amerikanischer Provenienz – mit seiner Vorstellung von einer beliebigen und grenzenlosen Herstellung menschlichen Verhaltens vertreten wird.

Eine Ideologie, welche zum Zwecke der Anpassung der Menschen an ein menschenfeindliches System propagiert wird.

Dem widerspricht die Realität der massenhaften psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im System. Finden Menschen Lebensbedingungen vor, die nicht ihrer menschlichen Natur entsprechen, dann werden sie krank. So einfach sind die tatsächlichen Zusammenhänge.

So kann das Funktionieren der Menschen in diesem menschenfeindlichen kapitalistischen System nur durch massenhaften Konsum psychotroper Substanzen (Alkohol, Psychopharmaka, Drogen) aufrechterhalten werden.

Bereits im Jahre 2000 schrieb der Soziologe und Drogenexperte Günther Amendt , unter dem Titel „No Drugs. No Future.“, dass „in der globalisierten und deregulierten Welt von morgen (…) psychoaktive Substanzen nicht nur als Genussmittel (…), sondern auch als Instrumente der sozialen Steuerung unverzichtbar sein“ werden.

So werden Psychopharmaka, wie z. B. Prozac, von der Pharmaindustrie als “Lifestyle-Drogen” vermarktet.

Entgegen der Ideologie der Kapitalismusapologeten, die den Kapitalismus als ein System, welches „der menschlichen Natur entspricht“, propagieren, zeigt die Realität der massenhaften psychischen und psychosomatischen Erkrankungen sowie des Konsums von psychotropen Substanzen zur Aufrechterhaltung des alltäglichen Funktionierens, dass es sich um krankmachendes System handelt, welches der menschlichen Natur widerspricht.

Die Kontroversen, die in der käuflichen Wissenschaft über „nature“ oder „nurture“ heute ausgetragen werden, kann man dabei ignorieren, weil sie die Kern des Problems nicht erfassen, sondern verschleiern.

aifran August 31, 2012 um 14:20

Fürchtet euch nicht – morgen, spätestens übermorgen – aber ganz sicher am sankt nimmerleinstag geht es wieder in luftige höhen. Vertraut eurer trottelpriesterschaft!
http://www.youtube.com/watch?v=RUdyqJuJOAs

topi August 31, 2012 um 14:57

Epigenetik.

Ansonsten: Schönes Wochenende; ob ihr auf Flughäfen sitzt oder nicht. ;-)

h.huett August 31, 2012 um 15:34

Für die Durchblicker und zynischen Solidaritätprediger, die den Objekten ihrer zweifelhaften Solidarität falsches Bewusstsein unter die Nase reiben, zwei links, die über die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter Auskunft geben. Wer dann auch noch, infolge großartigster vergleichender Erfahrungen was davon schwafelt, dass andere für weniger Geld härter arbeiten – ein global auf Dauer funktionierender irrer Vergleichsmaßstab – redet als Blinder von der Farbe.

SoziologeX August 31, 2012 um 16:00

@h.huettAugust 31, 2012 um 15:34
Wer dann auch noch, infolge großartigster vergleichender Erfahrungen was davon schwafelt, dass andere für weniger Geld härter arbeiten – ein global auf Dauer funktionierender irrer Vergleichsmaßstab – redet als Blinder von der Farbe.

Herr Hütt, Ihre Erfahrungen mit der Realität der kapitalistischen Arbeitswelt scheinen außerordentlich begrenzt zu sein.

Carlos Manoso August 31, 2012 um 16:01

@ topi August 31, 2012 um 14:04
„Die EU könnte womöglich innereuropäische Regelungen befördern, müsste dabei allerdings eine Kehrtwende machen, gehört der unbedingt Marktzutritt doch zu ihren Kernprinzipien.“

Mmmmm, vielleicht muss sich die EU möglicherweise schon bald allein dadurch Freunde machen, daß sie eine Kehrtwende bei den „Mindestlöhnen“ macht.

„Die Amis erheben mal eben schwupp die wupp Dumpingzölle auf chinesische Solarzellen von 31 bis 250 Prozent.
Und Frau Merkel, oberste Hüterin des deutschen Exportwahnsinns, winselt den Chinesen erstmal vor, dass es keine Zollregelung braucht.
Dabei kennt sie sich wohl auch nicht mit chinesischer Mentalität aus. So ein Kotau zu völlig unangemessener Zeit in völlig unangemessener Form schwächt nicht nur die eigene Verhandlungsposition, sondern macht geradezu lächerlich.“

Topi, das war Käse. Merkel kann wie China gerade in China für Deutschland solche Sachen wie „Zollregelungen“ momentan überhaupt nicht brauchen.

Merkel würde chinesische Intelligenz schwer beleidigen, wenn sie nicht sagen würde, daß Deutschland überflüssige Dinge wie „Zollregelungen“ nicht braucht. Das sagt intelligenten Chinesen, daß Frau Merkel nicht –wie diese dummen Amerikaner- über Auf- oder Abwertung und solche Sachen reden wird und daß Merkel -wie die dummen Amerikaner- dem „freien Spiel“ der „Marktkräfte“ des Kapitals harmonisch vertraut.

h.huett August 31, 2012 um 16:15

Sx

Dummes Zeug, ein paar Bruttoregistertonnen mehr als Sie pensionierter Ideologieschwafler.

SoziologeX August 31, 2012 um 16:19

Argumentfreies Diffamieren ist ihre Paradedisziplin.

Carsten August 31, 2012 um 16:20

Liebe Lufthansa Flugbegleiter,

habt ihr Euch eigentlich mal Gedanken gemacht, wie Euer Verhalten bei Euren Kollegen gesehen wird? Ich sag’s Euch: Euer Verhalten ist selbstsüchtig und unkollegial. Zuhauf dürfen andere ausbaden, was ihr verzapft. Über Mehrarbeit, plötzlichen Wochenenbereitschaftsdienst und Überstunden freuen sich die meisten! Von unseren Kunden ganz zu schweigen. Bei denen die wirklich fliegen müssen (und nicht den selbst ernannten Vielfliegern aus Internet Foren) kommt das Ganze auch super an. Aber Euch ja egal, den Langzeitschaden können ja andere im Unternehmen wieder kitten.

Ihr erwartet Verständnis??

Glaubt mir, wir finden’s unverschämt. Lohnerhöhung definitiv JA! Das steht Euch zu. Aber orientiert Euch bei Euren Forderungen mal an dem, was z.B. mit den Bodenmitarbeitern abgeschlossen wurde. Mit welchem Recht fordert ihr mehr? Das Euch vorgelegte Angebot mit Streik zu beantworten ist ein Schlag ins Gesicht aller anderen Kollegen und eine bodenlose Frechheit. Daß das letzte LH-Angebot für Euch keine Basis für weitere Gespräche darstellt, sondern nur einen Streik zu Konsequenz haben kann, zeigt nur wie realitätsfern und abgehoben ihr agiert. Wisst ihr eigentlich welche Einschnitte andere Abteilungen erfahren? Ihr seid nicht der Nabel des Unternehmens. Es geht nicht nur um Euch. Aber ihr streikt einfach, verbrennt dadurch Geld und verprellt unsere Kunden? Streik als Ultimo Ratio? Von wegen! Von langer Hand taktisch vorbereitet dieser Streik seitens UFO. Und ihr rennt wie die blinden Lemminge hinterher. Wer seid ihr eigentlich dass ihr UNS ALLE so reinreiten dürft? Dass ihr im Endeffekt instrumentalisiert werdet von einer Splittergewerkschaft und Euch selber schadet, das seht ihr nicht.

Und an die Flugbegleiter die jetzt in Netzwerken und sonstigen öffentlichen Medien in epischer Tiefe über Ihren Arbeitgeber herziehen: So was geht garnicht und würde mich freuen, wenn daraus auch mal arbeitsrechtliche Konsequenzen gezogen werden! Den Schaden den ihr damit anrichtet, können nachher auch andere wieder “aufräumen”. Ganz im Ernst: Wenn es Euch so schlecht geht bei Lufthansa, dann steht es Euch frei zu gehen. Klingt platt, muss man aber so sehen.

Mein gut gemeinter Rat im Allgemeinen: Warum steht eine Lufthansa denn bei manchen Kunden derzeit so unter Beschuss? Liegt das nur an Management Entscheidungen? Oder ist das auch die Außenwirkung durch Mitarbeiter? Eine gesteigerte Service-Attitüde kann hier beitragen dass man positiver wahrgenommen wird. Das hat vor allem etwas mit der Bereitschaft zur Dienstleistung am Passagier und Professionalität zu tun und die kommt von innen heraus. Da sollte jeder Flugbegleiter dieser Tage mal drüber nachdenken. Ich sehe hier aus eigener Erfahrung bei vielen FBs noch Potential. Wir können uns alles stets verbessern.

Ein extremst enttäuschter Kollege vom Bodenpersonal

h.huett August 31, 2012 um 16:23

Iwo Sx. Man muss nur die einschlägigen Viten nachsehen, um zu dem Ergebnis zu kommen, wann Sie damit begonnen haben, Ihre Einsichten zu konservieren. Ideologiekritik aus dem Einmachglas, Verfallsdatum vor 40 Jahren überschritten.

h.huett August 31, 2012 um 16:37

Wo ist eigentlich Morph, wenn man ihn braucht :-D

H.Ewerth August 31, 2012 um 16:44

Was ich so erschreckend finde, dass es so wenig Solidarität in Deutschland gibt. Wie man hier sehr schön an den Kommentaren ablesen kann. Mit anderen Worten: „ Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sollen sich an den Löhnen von Bangladesch orientieren, während die Spitzen, sich ausschließlich an Gehälter in den USA orientieren? Ich habe noch kein Spitzenpersonal erlebt, welches auf 30 Prozent und mehr verzichtet. Hier weiß man sich sehr wohl zu wehren, im Zweifel wird geklagt. Aber die Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen sollten Dankbar sein?

f.luebberding f.luebberding August 31, 2012 um 16:52

Carsten

“Wisst ihr eigentlich welche Einschnitte andere Abteilungen erfahren?”

Denke, genau das ist das Problem. Hat noch jemand den Überblick im Gesamtunternehmen? Nur kann man auf dieser Basis eine gemeinsame Strategie gegenüber dem Management finden? Und die ist nötig, wenn das Unternehmen nicht einseitig die Renditeerwartungen von Banken und Aktionären zu Lasten der Beschäftigten durchsetzen soll. Das Unternehmen muss sich veränderten Marktlagen anpassen. Allerdings ist der Spielraum größer als man denkt. Er hängt letztlich von der Handlungsfähigkeit der Arbeitnehmerseite ab. Und dieser Spielraum wird auf dieser Grundlage nicht genutzt, so scheint mir.

h.huett August 31, 2012 um 16:54

Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie mein Zürcher Freund Fritz Morgenthaler, der mit Paul Parin viele Jahre Supervisor der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung war, ehe er das Mandat niederlegte und der Internationalen Jongleursvereinigung beitrat, auf so einen doktrinären Knochen wie Sx aka HAM aka Professore reagiert hätte. Er hätte wahrscheinlich damit begonnen, ein Voodoo-Mosaik zu konzipieren

PS: Die Schachtel kann nicht klein genug sein.

Nanuk August 31, 2012 um 17:05

@Carsten
Das ist hier kein PR Blog hau ab!

f.luebberding f.luebberding August 31, 2012 um 17:06

Nanuk

Rede keinen Unfug. Er sagt seine Meinung.

Nanuk August 31, 2012 um 17:06

Was zahlen die eigentlich nem Looser und Kollegenschwein wie dir?

Nanuk August 31, 2012 um 17:07

@Lübberding Ich reden keinen unfug!

Nanuk August 31, 2012 um 17:10

@fl
“Dass ihr im Endeffekt instrumentalisiert werdet von einer Splittergewerkschaft und Euch selber schadet, das seht ihr nicht.”

Die Sprüche kennen wir doch alle vom Lokführerstreik Lübberding!

Doktor D August 31, 2012 um 17:24

Oh Nanuk, das Bittere ist doch: Der meint das vermutlich aus tiefstem Herzen ganz ernst – und lässt sich dafür noch nicht mal als Sockenpuppe bezahlen!
Ich hätte nicht gedacht, dass nachdem dieses ganze widerliche Workshop-Blah von der Selbstverbesserung doch spätestens nach dem Platzen der Dotcom-Blase eigentlich schon durch war, jemand offensichtlich total ironie- und bewusstlos schreiben kann: “Wir können uns alles stets verbessern.”
Ähm ja… Wer sich als Fußabtreter anbietet, wird auch als solcher benutzt – von den Herren in den Führungsetagen.

aifran August 31, 2012 um 17:24

Jeder für sich selbst – jeder ist seines glückes schmied …
klappt doch bestens finden die lachenden fürsten und regelmacher …. hier …. extra hundkekeks für unsere treuesten diener und elitemanipulatoren
….. für eine bessere – für unsere bessere Welt ……

Treidelstein August 31, 2012 um 17:44

Also Streiks, zumal in D, sind schon aus ganz grundsätzlichen Erwägungen zu unterstützen.

Nun gab es in der Vergangenheit Fälle, da hieß es: Ist eine Spartengewerkschaft von eh schon Hochbezahlten, ist so ein Streik gerechtfertigt? Hmm… Dann gab es Fälle, da hieß es: Ist ja der öffentliche Dienst, der da streikt, das trifft keine Kapitalgesellschaften, sondern die öffentlichen Haushalte, die dann an anderer Stelle sparen, wo niemand sich wehren kann. Ist das gerechtfertigt? Hmm…

Nun aber streikt eine Gewerkschaft, in der eher unterdurchschnittlich bezahlte Arbeitnehmer organisiert sind, gegen ein großes DAX-Unternehmen, und es geht vor allem gegen Ausgliederungen und Leiharbeit. Aber das ist dann einigen auch wieder nicht recht…

Also wie auch immer man die weiter oben genannten Fälle bewerten will: Wer auch in diesem Fall jetzt noch Argumente an den Haaren herbeiziehen will, die die Legitimität des Streiks anzweifeln, ist schon arg neben der Spur.

Andere verdienen noch schlechter… soso, und wird es irgendeinem besser gehen, wenn die Lufthansa-Flugbegleiter die Einsparstrategie beim Personal nicht abwehren können und dort Leiharbeit im großen Stil Einzug hält? Nee, das trägt dann nur dazu bei, daß alles auf der schiefen Ebene weiter nach unten rutscht, und es beim nächsten Mal dann woanders einschlägt.

Huch, im Flugwesen gibt es ja Konkurrenz… ja das ist jetzt ganz schlecht. Also in Zukunft darf nur noch bei Monopolisten gestreikt werden…

@ Carsten – “Eine gesteigerte Service-Attitüde kann hier beitragen dass man positiver wahrgenommen wird. Das hat vor allem etwas mit der Bereitschaft zur Dienstleistung am Passagier und Professionalität zu tun und die kommt von innen heraus. Da sollte jeder Flugbegleiter dieser Tage mal drüber nachdenken.”

Upps, wo kommt denn das her? Eine gesteigerte Attitüde, die mit von innen heraus kommender Bereitschaft zu tun hat… Scientology? Bertelsmann? Jürgen Höhler?

Also ich wünsche den “Ufologen” viel Erfolg!

dalena August 31, 2012 um 18:10

Brainwash allerorten. Man fragt sich ständig selbst, ob man eventuell schon ein wenig paranoid sein könnte.

Kollege ueber den Wolken August 31, 2012 um 18:17

Was Carsten da schreibt, kommt mir vertraut vor: Sein Kommentar zeigt, wie die Spaltung der Belegschaft funktioniert: alle gegen alle auszuspielen.

Vor kurzem hatte ich (Flugbegleiter, seit vielen Jahren) mein jährliches Mitarbeitergespräch, eine der Routinen, die immer unerfreulicher werden, weil sie nicht mehr die weiteren Pläne (des Mitarbeiters, der Abteilung, des Unternehmens) betreffen, sondern alleine der Vergrämung dienen. Eine Zermürbung, die allein dem Ziel dient, gut verdienende Mitarbeiter so bald wie möglich los zu werden.
Ich tue den Gefallen nicht.

Wilma August 31, 2012 um 19:13

“Eine Zermürbung, die allein dem Ziel dient, gut verdienende Mitarbeiter so bald wie möglich los zu werden.”

Das sprach ich oben schon an. Oder Schichtpläne, die Alleinerziehende EXTRA nicht entgegenkommen etc.
Es gibt viele Möglichkeiten.
Früher hat man die Mitarbeiter des Catering für den Gesamtkonzern streiken lassen, auch die Piloten profitierten dann von dem Streik. Jetzt streikt jede Partei für sich und das richtet sich nicht nur nach der Stärke der einzelnen Gewerkschaften sondern auch an der Position innerhalb des Konzern.
Wie in der EU.

Lazarus09 August 31, 2012 um 21:06

Carsten

Ja diese gierigen Lohnknechte die Unternehmen mit überzogenen Forderungen schamlos ausbluten, wenn es an ihre Vorstadt-Villen und obszön hohen Lebensstandart geht, erpressen sie die Heilbringer der Gesellschaft .

Ich bin echt sprachlos bei so viel devoter Untertanenmentalität , da haben die orwellschen Systemmedien ganze Arbeit geleistet bei dem Erguss an marktkonformer Realitätsverweigerung … Da hat Cheffi bestimmt ein Leckerli für dich und du darfst die Schuhe sauber lecken ;-)

oder rauchst du so verbotenes Zeug ..?

14 August 31, 2012 um 21:19

Lucky Strike. Freitagabend. Ein kurzes Zwischenfazit. Ja, wieviele Billionen haben die Flugbegleiter denn nun schon verbrannt? Hat Moodys schon gedowngraded?

Balken August 31, 2012 um 21:35

Solange es noch Streiks gibt (und also Streikende!) hat der Kapitalismus noch irgendetwas falsch gemacht!
Das wird schon noch!

Lazarus09 August 31, 2012 um 21:43

Balken
Mehr Carsten’s braucht die Welt dann wird’s …. tschakka Du schaffst es !!

14 August 31, 2012 um 22:17

Balken im Auge: In Deutschland fielen zwischen 2000 und 2007 im Durchschnitt 5 Arbeitstage jährlich pro Tausend Beschäftigte (durch Streik) aus. In Frankreich liegt dieser Wert bei 103 Arbeitstagen, in Spanien bei 173.

Hat solche (Spar)Zahlen eigentlich ein normalsterblicher deutscher Lohnssklave (oder die blonde Stewardess) im Handelsblatt oder anderen Arbeitgebermedienkombinatsgazetten in den letzten Jahren jemals zu Gesicht oder vor die Pupille bekommen?

Folkher Braun August 31, 2012 um 22:35

Ganz böse Sachen geschehen in Deutschland: Das lässt ein Spediteur in Leipzig zu Speditions- Hungerlohn Türmodule für Bring- Mich- Werkstatt zusammenbauen (nix Dienstleistung, Produktion). 80 % der Belegschaft treten der IGM bei und haben seit einer Woche einen Metalltariflohn, ca. 30 Prozent höher als die drei Spedi- Kröten bisher. Jetzt wird der Bemff natürlich dramatisch teurer. Der Standort Deutschland ist durch diese unbotmäßigen AN für Familie Quandt natürlich untragbar geworden. Sinngemäß läuft das ja bei der Kranich- (besser: Geier-) Truppe ab.

14 August 31, 2012 um 22:48
Tyler Durden Volland August 31, 2012 um 23:54

Natürlich ist das alles richtig was da drin steht.
Nur das Wesentliche ist das, was nicht drin steht

Der Souverän, das deutsche Volk, hat in den letzten drei Jahrzehnten Leute wie Kohl, Schröder und Merkel zu Kanzlern gewählt. Was diese Regierungen angestellt haben hat halt Konsequenzen, und es ist leider nur zu typische für all die linken und rechten Spiesser im Lande, dass sie immer dann anfangen zu jammern, wenns an den eigenen Geldbeutel geht.

Solange es nur andere trifft, wählt man die fünf “bürgerlichen” Parteien.
Was jetzt abläuft ist gerecht, denn es trifft die Verursacher.
Ich kann da kein Problem sehen….
Ihr habt euch das doch selber eingebrockt, was soll das Gejammere?

Lazarus09 September 1, 2012 um 00:05

Tyler Durden Volland

Der Souverän, das deutsche Volk, hat in den letzten drei Jahrzehnten Leute wie Kohl, Schröder und Merkel zu Kanzlern gewählt

Was hast du fuer eine Wahl™ wenn andere bestimmen aus was du waehlen kannst..die Wahl™ aus der Vorauswahl . Deswegen nur Einheitspartei™ und zwischen Pest und Cholera.. Demokratie-Matrix …verstehst ? Du denkst nur du waehlst dabei bleibt es sich egal … wenn Wahlen™ etwas veraendern koennten … ;-)

Folkher Braun September 1, 2012 um 00:05

Es ist halt der diskrete Charme der Bourgeoisie :-)

14 September 1, 2012 um 00:32
Fritz September 1, 2012 um 11:00

Schöner klarer Input. Man beachte das Hauptargument: das Vertrauen gegenüber dem Management ist weg. Dort oben und überhaupt in dem ganze Drumherum, von dem die Ebene der Flugdurchführung umstellt ist, werden sehr hohe Gehälter bezogen, wobei die da oben eben zu einem Gutteil nur den Job haben, “die Kosten in den griff zu kriegen”. Die Kosten sind immer die anderen …
Frage: Was verdient denn jetzt eine Stewardess genau? In dem verlinkten Artikel liest sich das anders: “Ich habe noch einen guten Vertrag. Mit meiner halben Stelle fliege ich 45 Stunden im Monat und verdiene damit 1100 Euro netto plus 200 Euro Spesen. Für einen ungelernten Beruf nicht übel.” Elf-Stunden-Woche, 1.100 € netto ++ liest sich nicht schlecht. 1.300 geteilt durch 45 ergeben einen Netto-Std.-Lohn von 29 Euro. Als Langstrecken-Stewardess fliegt sie 3 pro Monat, würde ich schätzen, hin u zurück.

Orange September 1, 2012 um 11:08

@hh
“Dummes Zeug, ein paar Bruttoregistertonnen mehr als Sie pensionierter Ideologieschwafler.”

Bruttoregistertonnnen? Wie dieser Herr hier?
http://uboat.net/men/kretschmer.htm

@Frankie
“Vielleicht ist Fliegen ( zumindest Kurzstrecke ) ein Auslaufmodell, wenn die Geschäftsmodelle es noch nicht mal hergeben , seine Angestellten anständig zu bezahlen.”

Das ist ein Argument für den Mindestlohn, das ich noch nicht kannte. Hat sogar etwas klassisch ökonomisches: Wenn ein Unternehmen effizient arbeitet, kann es auch seine Mitarbeiter gut bezahlen. Unternehmen die das nicht können, sollen eben vom Markt verschwinden. Kapitalismus halt.

Wäre da nur nicht diese doofe Arbeitslosigkeit …

Shining Raven September 1, 2012 um 11:11

@Fritz: Da fehlen in der Rechnung aber noch einige zusätzliche Zeiten. Die Flugzeit ist nur die Flugzeit, dazu kommen ja noch die Rüstzeiten (Vorbesprechung, Vorbereitung, …) plus die Tatsache, dass man dann zwischen zwei Flügen ja auch mal 2 Tage irgendwo in Timbuktu rumsitzt, bis es zurück geht. Damit relativiert sich der “Netto-Stundenlohn”, den Du da ausrechnest, doch schon wieder erheblich.

Irgendwo hat – hier oder im “marktkonforme Streik”-Thread jemand anders ausgerechnet, dass man mit den Standzeiten vor und nach dem Flug und den Rüstzeiten allein bloss noch auf knapp 10 Euro pro Stunde kommt.

FRA Loadmaster September 1, 2012 um 21:32

Wann wird man endlich begreifen das man im
Airlinebussiness keine Geld verdient?

D.h noch mehr billig Lohn Jobs entgegen der
Propagandamaschine Fraport oder LH oder BER,
die einen weis machen wollen das es soviele tolle Jobs gibt.

Es ist nur eine Geldverbrennungsmaschine,
siehe BER oder die subventionerten Flughäfen
die durch aufstocker am Laufen gehlten werden.

Fritz September 2, 2012 um 09:59

Im Zweifelsfall verdient jeder zu wenig. Wir hatten ja im Feb schon den Streik der “Vorfeld-Fluglotsen”. Der Schlichter schlug vor: “Für die Mitarbeiter der Vorfeldkontrolle werden im Schlichterspruch die Forderungen der GdF zugrunde gelegt. Nach Fraport-Angaben sollen die Kontrolleure zwischen knapp 80.000 und knapp 87.000 Euro gefordert haben. Für die Beschäftigten der Verkehrszentrale sind Entgelte zwischen 50.500 Euro (Disponent) und 64.000 Euro (Schichtleitung) vorgesehen. Mitarbeiter der Vorfeldaufsicht sollen zwischen fünf und acht Prozent weniger als ihre Kollegen der Verkehrszentrale erhalten. 50 Prozent der Erhöhungsbeträge sind ab dem 1. Januar 2012 vorgesehen, die weiteren 50 Prozent ab dem 1. Januar 2014.” Das sind doch alles ordentliche Gehälter, oder nicht? Aber es ist natürlich richtig, dass Airlines generell seit Jahrzehnten ein lausiges Geschäft sind, ständig dicht vor der Insolvenz. Wenn man über Gehälter redet, muss man über die interne Verteilung reden – und da scheint ein Riss durch die LH zu gehen zwischen, der an das Kettenbriefprinzip erinnert – die unten zahlen quasi ein, die oben auf der Liste verdienen überdimensional? Daher kommt die Motivation zum Streik. Das Gehaltsschema erscheint unausgewogen.

Anna September 2, 2012 um 10:41

@Fritz

LOL!
Die haben sicher alle ein Studium absolviert und promoviert.
80.000 euro brutto. Für einen Facharbeiter oder Angelernten.

Hier im Osten träumen Professoren und Manager davon.
euer Heile-Welt–Gehabe ist nicht normal.
Ihr werdet tief fallen.

f.luebberding f.luebberding September 2, 2012 um 10:46

Der Konzern fällt auseinander.

Hier könnte Ihr Name stehen September 2, 2012 um 10:52

@Carsten
Es kommt nie gut an, wenn Egoisten anderen Egoisten Egoismus vorwerfen. Firmenpolitik ist es Wettbewerb durch Neid und Mißgunst zu erzeugen – wer so billig zu haben ist, hat es nicht anders verdient.

Lazarus09 September 2, 2012 um 12:48

Hier könnte Ihr Name stehen
Firmenpolitik ist es Wettbewerb durch Neid und Mißgunst zu erzeugen

Divide et impera … wie ueberall ;-)

FRA Loadmaster September 2, 2012 um 16:17

Wann hatte die Airlinebranche überhaupt Profit erwirtschaftet?
NIE

Ich bin selbst aus dieser Branche ausgestiegen, konnte
meine Famillie mit dem Hungerlohn in FRA nicht ernähren.

Also Augen auf bei der Berufswahl!
LOL

elf September 3, 2012 um 00:13

>”Vor kurzem hatte ich (Flugbegleiter, seit vielen Jahren) mein jährliches Mitarbeitergespräch, eine der Routinen, die immer unerfreulicher werden, weil sie nicht mehr die weiteren Pläne (des Mitarbeiters, der Abteilung, des Unternehmens) betreffen, sondern alleine der Vergrämung dienen. ”

Wie dürfte ich mir das in etwas mehr Detail vorstellen?

wowy September 5, 2012 um 08:34

Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung Bund
http://www.presseportal.de/pm/50838/2318546/stellungnahme-der-deutschen-rentenversicherung-bund-zu-aktuellen-medienberichten-ueber-altersarmut/t
Der dort unterzeichnende Herr von der Heide schreibt gemeinsam Beiträge mit Herrn Raffelhüschen
http://www.wirtschaftsdienst.eu/archiv/autor/851/?PHPSESSID=e941a7d7d8b54eef9658a1231ac19df1
Herr Raffelhüschen war der, der in die Rürupp-Kommission berufen wurde…………………………………

Shoshanna September 5, 2012 um 13:26

Tausend Dank für die sehr gut verständliche Darstellung der Verhältnisse.
Leider bekommt der Leser u TV-Zuschauer sonst zu 90% die Meinung der LH Pressestelle zu hören. Die ist unsachlich, darauf ausgelegt Passagiere u andere Konzernmitarbeiter zu verärgern u zum Teil absolut unwahr.
Es ist hart, dagegen anzutreten.

Wilma September 8, 2012 um 02:12

Noch eine LH-Kollegin. Diesmal vom “Boden”. Und das kann ich bestätigen, die vom Boden haben auch die Schn… voll.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/lufthansa-wie-eine-mitarbeiterin-mit-der-konzernfuehrung-abrechnet/7091472.html

elf September 8, 2012 um 20:57

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/lufthansa-wie-eine-mitarbeiterin-mit-der-konzernfuehrung-abrechnet/7091472.html

>”Weg mit den Billigheimern. Die sollen bitte mit Easyjet oder Ryanair fliegen. Weg mit den Billigtickets. (…) Schaffen wir endlich wieder ein gutes Produkt!”

Ein trauriges Zeugnis. Die Dame zeigt, daß sie die eigene Lage noch nicht verstanden hat.

So klingen KaDeWe-Gourmetbedienungen, die Aldi-Kunden lieber nicht bedienen müssen wollen.

KaDeWe war bereits bankrott?

Oh…

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