Vollstes Vertrauen

by h.huett on 29. Oktober 2012

Je weniger Gründe es gibt für Vertrauen, desto mehr schießen Adjektive ins Kraut, die aufmotzen, was über die Wupper gegangen ist: vollstes Vertrauen.

Frank Lübberding auf Spätschicht zum Thema „Deutscher Hass – Wie tief ist der Neonazi-Sumpf?“ Wies aussieht, ist er tiefer, als der stoffelige Bundesminister des Innersten wahrhaben will. Die Indizien peinigen. Gibt es da draußen eine Schlapphutbehörde, die keine V-Leute oder hauptamtliche Beobachter im Umfeld der NSU-Truppe platziert hatte? Welche und warum nicht? Was machte das Trio in seinem “Untergrund” so sicher? Was ist mit jenem Beamten des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz, der sich in Kassel zur Tatzeit am Tatort eines Mordes befand und bis heute nicht zur Sache persönlich vernommen werden konnte?

Wie siehts aus mit dieser Staatspartei aus dem tiefen Süden, deren früherer Innenminister und glückloser Ministerpräsident die Ermittler in Nürnberg auf rechtsradikale Mordmotive hinwies? Auf Vorhalte des Journalisten Thomas Kuban hatte der gleiche Innenminister a.D. Beckstein ganz anders reagiert: Rechtsradikale Rockkonzerte seien für die bayerischen Sicherheitsorgane kein Thema. “Blut muss fließen knüppelhageldick” und dazu hüpfen die wilden Jungs, das können wir in diesem Video sehen, auf das Nanuk heute früh bei Twitter hinwies:

Das Vertrauen ist weg. Kein Wunder.

 

{ 246 comments… read them below or add one }

Morph November 1, 2012 um 14:29

@Vinxtor

“aber wegschauen, oder “überlesen” ist kaum möglich. Schade.
Ich finde es einfach nur ekelig.”

Finde ich auch. – Andererseits gewinnt man erst durch die unreglementierte Diskussion ein realistisches Bild davon, was die Leuten so für ihre Überzeugungen halten, wie selbstgefällig und diskussionsunfähig selbst diejenigen sind, die sich motiviert fühlen, ihre Meinung aufzuschreiben, also der kleinere Teil der erwachsenen Mitglieder unseres Staates. Das kann man sich gar nicht klar genug machen, wenn man die Mobilisierungsfähigkeit für vernünftig begründete Politik beurteilen will.

Die böse Ironie ist ja, dass die schärfsten Verächter der politischen Klasse und ihres postdemokratischen, geld- und mediengetriebenen Politikstils eben diesem Politikstil die einleuchtendste Legitimität verleihen. Eine Bevölkerung, die derart diskussionsunfähig ist, der kann man nicht mit komplexen Überlegungen oder gar dem Eingeständnis von Ungewissheit kommen (Merkel geht in dieser Hinsicht übrigens sehr viel weiter als ihre Vorgänger, was ihr prompt als ‘Visionslosigkeit’ ausgelegt wird).

Und noch etwas zum Ekeleffekt: Die Modernisierung erweitert die Möglichkeiten, an Kommunikation teilzunehmen. Aus der Perspektive der schon Zugehörigen erscheint das stets als Vulgarisierung. Von den Schmutz- und Schunddebatten um 1900 bis zur gegenwärtigen Klage übers Trash-TV ändern sich nur die Gegenstände der Empörung. Für einen deutsche Universitätsprofessoren wäre um 1960 vollkommen undenkbar gewesen, einzugestehen, Fernsehen zu schauen. Das tat ein ‘Gebildeter’ einfach nicht. Heute muss sich ein Thomas Gottschalk dafür rechtfertigen, von der ‘gediegenen’ Unterhaltungsshow ‘Wetten dass’ zum rüpeligen Bohlen-Trash gewechselt zu sein.

Heute gelten die Beatles und die Rolling Stones als moderne Klassiker, ich habe den Begriff ‘Beatle’ als Kind noch als Schimpfwort kennen gelernt, mit dem die Alten in ihren Augen ungepflegte und zu lange Haartracht bezeichneten.

Mit dem Internet, da gibt es gar kein Vertun, ist die bürgerliche Kultur mit ihren Vorstellungen von vernünftiger Debatte und kulturellen Werten endgültig passé. Und damit auch, glaube ich, die Skandalisierungsfähigkeit des Vulgären. Wir sind kulturell unten angekommen. Aus bürgerlicher Perspektive heißt das: auf den Hund gekommen. Aus nachbürgerlicher Perspektive, die ich vorschlagen würde zu verwenden, heißt es vielmehr: wir haben Kontakt mit dem Grund sozialer Wirklichkeit bekommen. Unten: da ist auch das Substanzielle.

egal November 1, 2012 um 14:54

Holgers Kommentare bestehen größtenteils aus scheinbar wahllos gewählten Platitüden (“Manche “Bullenschweine” haben sogar Familie”), fragwürdigen normativen Behauptungen (“wenn Jehove Allah Gott oder wer auch immer gewollt hätte, sähen wir alle gleich aus. Punkt. Das ist aber nicht so”), Halbwissen (“Wenn ja, ist das nämlich ein “Schuldanerkenntnis””) und Beleidigungen (“Krault euch mal echt am unrasiertem Sack.”)

Aber, mal ganz ehrlich. Welcher Pharisäer will behaupten, mehr als nur graduell anspruchsvoller zu argumentieren.

Linus November 1, 2012 um 15:30

@Morph:
“Die Modernisierung erweitert die Möglichkeiten, an Kommunikation teilzunehmen. Aus der Perspektive der schon Zugehörigen erscheint das stets als Vulgarisierung.”

Das Problem ist doch: Mit der Erweiterung des Blickwinkels nimmt auch der kommunikative Noise zu. Da fällt es zunehmend schwer, Relevantes und Irrelevantes zu trennen. Daher der Ruf nach Filtern.

Das offene Internet ist der moderne kommunikativer Marktplatz, als solcher frei zugänglich und erstmal ohne Filter.
Filtern bedeutet Beschränkung, in welcher Form auch immer. Damit läuft man automatisch Gefahr, den freien Zugang zu beschränken.

Dieses Dilemma lässt sich nicht allgemein auflösen. Es lässt sich aber individuell lösen, z.B. indem du eingehende Post nach selbstgewählten Kriterien vorsortierst. Damit vermeidest du auch den Streit darüber, was denn allgemeinverbindlich als relevant bzw. irrelevant anzusehen wäre. Also: Filterung am Endpunkt.

Leider gibt es bisher kaum SW, die einen in dieser Richtung unterstützen würde. Eine echte Marktlücke ;-).

Das alles ist ein alter Hut und keinen Aufreger wert. Man könnte sich jetzt aber überlegen, welche allgemeinen kommunikativen Folgen eine effiziente Filterung am Endpunkt hätte. Würden wir dann alle unter einer Käseglocke leben?

vinxtor November 1, 2012 um 16:04

@Morph,

Danke für Ihre Zeilen. Möchte aber hier nicht darauf eingehen.
Machen Sie es gut!

Treidelstein November 1, 2012 um 16:36

Vulgarisierung durch Erweiterung? Na ja, aus Sicht der bürgerlichen Vereine so um 1900 ist das Vereinswesen sicher auch dadurch vulgarisiert worden, daß es zunehmend Arbeitervereine gab. Wobei dann aber die Arbeitervereine sehr bestrebt waren, “bürgerliche” Organisations- und Umgangsformen anzunehmen und sich ihrerseits von den unorganisierten “Lumpen” abzugrenzen. Ich kann mich da noch an Erzählungen von Leuten erinnern, die die 20-er Jahre bewußt miterlebt haben und die sehr plastisch das scharf konkurrierende Nebeneinander von bürgerlichen und proletarischen Sport- und Bildungsvereinen beschrieben, welche aber doch recht ähnlich funktionierten, wobei die Arbeitervereine sogar beanspruchten, ein ursprünglich bürgerliches Bildungsideal besser zu vertreten. Mein Großvater war einfacher Metallarbeiter und hat in jungen Jahren in solch einem Verein Esperanto gelernt, was er selbst im hohen Alter noch halbwegs beherrschte.

Der Vergleich mag etwas hinken, aber ich meine: Solche Internet-Formate als Diskursraum sind ganz neu, und es kann gar nicht anders sein, als daß da anfangs der Kommunikationsstil ziemlich auf den Hund gekommen wirkt, wenn man ihn mit Pressedebatten vergleicht. Im Laufe von ein, zwei Jahrzehnten müßten sich durch Selbstorganisation dann Formate einspielen, die ohne große Eingriffe ein gewisses diskursethisches Niveau halten und eine anspruchsvollere neue Form von nicht-exklusiver Öffentlichkeit erzeugen. Was zu beweisen wäre… Nicht immer so pessimistisch… Wenn man sozusagen eine “Geschichte der Öffentlichkeit” schreiben wollte, dann wäre das hier alles ganz ganz neu… in statu nascendi sozusagen… Also nicht die Geburtswehen einer neuen Form von Öffentlichkeit für deren Agonie halten… Auch wenn wir hier schon mehrheitlich die Alte-Sack-Perspektive pflegen und glauben, nach uns kommt nichts mehr… Nichts ist endgültig. Es geht immer weiter.

jk November 1, 2012 um 17:02

Ganz kurz: als ein 30iger find ich erstaunlich zu sehen, wie anders die Mitt20ger schon miteinander via elektronischen.kommunikation umgehen. Da wird mir von eben solchen gute nacht gewünscht, nachdem die mitfahrgelegenhei-angelegenheiten geklärt wurden, smiley hier und da etc. Völlig distanzlos, auch zu ihren eltern. Oder man schläft Mami kumpel in einem bett, auch als hete kein problem. Und dieser unter. Umgang beruht nicht auf mileu-diff. Stichwort face-b…
Ob das jetzt hierher passt dürft ihr entscheiden; )

14 November 1, 2012 um 17:03

Der zentrale Satz …..lautet: Es könnte auch alles ganz anders sein!

Er hat ja manchmal recht, aber könnte man aus erzieherischen Gründen deshalb dem Morph nicht mal eine Zeilenbegrenzung in seinen Kommentaren auferlegen. Wenn er soviel (relevant Unbedeutendes) zu sagen hat, soll er Eröffnungsbeiträge schreiben, da wird man dann sehen, wieviel Resonanz er mit seinem modernden Gottschalk-Beatle-Stuß bekommt… oder wie neuerdings die Philosophen untereinander in D sagen: Geh mal zum Coiffeur!

PS. Erst jetzt sind wir….(kulturell)….wieder mal ganz unten angekommen..

gW November 1, 2012 um 17:23

Ich fand die Beschreibung von Morph`s Kommentariat durch DAF sehr treffend. Wer sich so wie Morph hier darstellt, hat nichts anderes zu erwarten. Vielleicht hat Vinxtor das Gebläse von Morph während der letzten zwei Wochen nicht mitbekommen oder nicht durchschaut.

h.huett November 1, 2012 um 17:24

gW

Das war sehr daneben treffend

Morph November 1, 2012 um 17:24

@Treidelstein

Das die ökonomisch orientierte Unterscheidung Bürgertum/Proletariat nur die halbe gesellschaftliche Wahrheit ist, zeigt sich exakt an den Arbeiterbildungsvereinen. Der ‘Schmutz-und-Schund’ der urbanen Populärkultur wird von Arbeiterführern mit derselben Empörung angeprangert wie von bürgerlichen Honoratioren.

Übrigens findet man den Widerwillen gegen die moderne Vulgarisierung auch schon in aristokratischen Verfallsklagen, die ironicherweise ihre lebendigste Verkörperung in Burt Lancaster als Fürst Salina in Viscontis Verfilmung von Tomasi di Lampedusas Leoparden gefunden hat.

Morph November 1, 2012 um 17:28

@gW

Ach, wo ich Dich gerade treffe: Haben bei Dir gestern Abend auch so viele Aliens geklingelt und Süßigkeiten gewollt?

Und die MSM? Veschweigen es mal wieder oder reden von Halloween! Tyyypisch!!

;-)

Morph November 1, 2012 um 17:32

@vaxtor

“Mir gefiel diese Beschreibung auch gut.”

Mann, da muss ich offenbar ein paar richtige Anmerkungen gemacht haben, dass die hassenden, hetzenden Nullchecker, die zwanzig Minuten brauchen um ein deutsches Wort zu tippen (Korrekturphase nicht mitgerechnet), so eifrig sich melden.

Lustich! :-)

gW November 1, 2012 um 17:33

für mich ist Morph jedenfalls der Grund, dass ich hier keine Lust mehr hab zu kommentieren. Wenn man ihn am Kragen hat, schwadroniert er ungerührt an irgendner andern Baustelle weiter.

holger November 1, 2012 um 17:37

egal

Die Wortwahl die ich teilweise benutze, ist so gewollt. So einfach teilweise, dass sie auch der vermutlich hinterletzte verstehen sollte. Wobei ich bei diesem Thema wieder genau sehe, wer etwas verstanden hat, oder wer etwas nicht partout verstehen will. Habe das mal gelernt, das zu filtern. Und die Frage ist immer, wie erreiche ein Ziel. Und da stelle ich mir den Waschbär immer vor, wenn er Staubsauger verkaufen müsste. Das motiviert. :D

gW November 1, 2012 um 17:40

@Morph
ich lese lieber mit und lass die andern sich mit Dir streiten ;-)

"ruby" November 1, 2012 um 17:58

@ Morph

“Aus nachbürgerlicher Perspektive, die ich vorschlagen würde zu verwenden, heißt es vielmehr: wir haben Kontakt mit dem Grund sozialer Wirklichkeit bekommen. Unten: da ist auch das Substanzielle.”

Nicht schlecht die Selbsterkenntnis .

gW November 1, 2012 um 18:00

Korrektur: nicht nur wegen morph, es ist auch nicht jedes Thema hier angemessen ;-)

Morph November 1, 2012 um 18:19

@Holger

Mein Eindruck ist, dass Du selbst nur eine nebulöse Vorstellung von Deinen eigenen Überzeugungen hast und das durch vulgäres Großgetue zu kaschieren versuchst.

Jetzt ist ja gerade in Berlin ein junger Mann offenbar von einer Gruppe Türken erschlagen worden. Wenn ich nun einen türkischen Kollegen fragen würde: Sage mal, Du kennst Dich doch bei Euch Türken aus, wie kommt es, dass insbeonsdere türkische und arabische Jugendgangs so brutal sind? – Und der würde sagen: Was kümmert mich dieser erschlagene Party-Bengel, sorgt ihr Deutschen mal lieber dafür, dass die NSU-Morde aufgeklärt werden! – Dann würde ich denken: Boah, was für ein runtergefahrenes Arschloch!

Aber exakt auf diese Weise kommentierst Du, kommentieren @Keynesianer, @Halbgott, wann immer es um Gewalt gegen hier lebende Asuländer geht. @Keynesianer spricht von den Erschossenen als ‘Dönerbratern’ und versagt ihnen damit den Respekt, der sich im Eigennamen ausdrückt.

Du fängst immer sofort an, von den Kasseler Verhältnissen zu sprechen.

Für mich seid ihr moralisch genau solche Versager wie der fiktive türkische Kollege es wäre, wenn er keine Scham empfinden würde darüber, dass hier von Türken ein junger Mann grundlos erschlagen worden ist.

holger November 1, 2012 um 18:32

Morph

ich schreibe grundsätzlich davon, was ich erlebt habe. Das sind keine Fiktionen. Das mag dir passen oder auch nicht. Und meinetwegen kannste das

—>>>Mein Eindruck ist, dass Du selbst nur eine nebulöse Vorstellung von Deinen eigenen Überzeugungen hast und das durch vulgäres Großgetue zu kaschieren versuchst.—

Denken. Es ist dein gutes Recht. Und ich biete es dir nochmals an. Lass uns mal die Sübkültür erkunden. Ich habe kein Problem damit. Ich biete dir das an, damit du mal von der Theorie in die Praxis übergehen kannst. Wegen deiner eigenen Reflektion oder so ähnlich. Und wenn wir damit fertig sind, dann darfst du gerne Urteile für dich fällen.

Morph November 1, 2012 um 18:46

@Holger

Du verstehst das Argument offenbar nicht.

Wenn das Thema Ausländergewalt ist und bestürzende Fälle zu beklagen sind, dann soll man das tun und über Umstände reden, die so etwas in Zukunft unmöglich machen.

Wenn das Thema Gewalt GEGEN Ausländer ist und bestürzende Fälle zu beklagen sind, dann soll man das tun und über Umstände reden, die so etwas in Zukunft unmöglich machen.

Wer beides vermischt, hat offenbar ein Zurechnungsproblem.

Und Dein Gerede über ‘Sübkültür’ ist wieder so eine Große-Klppe-Pose. Mach das bei Deinen Kumpels, unter Anwesenden. In der Schriftkommuniktion geht es um Argumente, nicht um das Prahlen mit Erfahrungen.

Beschreib sie doch wenigstens, Deine grandiosen Erfahrungen!

Aber nur zu raunen: hohooo, ich weiß wie’s Leben läuft, und dann nichts zu liefern, das ist so unsäglich billig, wirklich!

holger November 1, 2012 um 18:49

Morph

und ich denke, wir fangen am HBF Offenbach mal an. Brauchst keine Angst haben. :D habe ich dir schon mal gesagt. Wir beiden hübschen schauen mal ganz tieeeeef in die Augen. ;-) aber tu mir ein Gefallen, übertreibe es nicht mit der Theorie. So gut, sind meine turkyugopolru Sprachkenntnisse auch nicht.

Merhaba Arkadasch

holger November 1, 2012 um 18:51

—>>>Beschreib sie doch wenigstens, Deine grandiosen Erfahrungen!

Aber nur zu raunen: hohooo, ich weiß wie’s Leben läuft, und dann nichts zu liefern, das ist so unsäglich billig, wirklich!”

Ruf beim MAD an. Da wirst du fündig. :D

h.huett November 1, 2012 um 19:16

gW

Nebenbei: Wechselnde Nicknames werden hier nicht gerne gesehen.

"ruby" November 1, 2012 um 19:23
Morph November 1, 2012 um 19:46

@Holger

Achte nächste Woche Montag mal auf die Siebenkommafünf. Ich sage nur: Libanon!

;-)

Denk mal drüber nach!

Morph November 1, 2012 um 19:51

@Holger

“ich schreibe grundsätzlich davon, was ich erlebt habe.”

Ist das ein Zukunftsversprechen? Das wäre mal was! Denn bisher bist Du mir vor allem dadurch aufgefallen, dass Du vom Sinai über Amschel Rothschild bis hin zur Fersteuerung der EU durch irgendwelche Freaks in New Yorker eigentlich von hauptsächlich Nichterlebten, Ausgesponnenem die Vollcheckung zu haben vorgibst.

holger November 1, 2012 um 20:58

Morph

ich muss dir nichts beweisen. Das steht so nicht in meinem Vertrag drin. Ich kann es dir nur anbieten. Mehr nicht. Du brauchst mir auch nix glauben. Ist auch gut so. Wer glaubt schon einem, der den wundesten Punkt der BRD mit-geplant hat? Naja, du wirst schon recht haben. Und das ist gut so.

pipap November 1, 2012 um 21:28

Bürokratie ist eine Sache, mit der wir mehr oder weniger konfrontiert werden und doch habe wir alle eine andere Vorstellung darüber, was das ist. Ich will hier nicht auf die theoretischen Einzelheiten der Bürokratie eingehen, sondern mich nur auf Strukturen soweit sie diesen Blog betreffen, beschränken. Das wesentliche an der Bürokratie scheint mir zu sein, dass dies ein Mechanismus ist mittels derer die Menschen in einer Organisation vom letzten Hansel oder Gretel der Workforce bis hin in die oberste Chefetage in ein ,,Gemeinsam-sind-wir” gebracht werden. Damit die Bürokratie funktioniert gibt es klare Regeln zu befolgen. Wer sich an diese Regeln nicht hält, wird in letzter Konsequenz exkludiert. Damit die Exklusion-Logik greift bedarf es einer hierachischen Struktur innerhalb der Bürokratie. Letztendlich geht hier um Fragen der Legitimität und der Legalität. Das einzelne Ich wird zum Spieler in einer größeren Idee, der zu unterordnen ihn die Möglichkeit bietet sich anderen überordnen zu können. Prost!

gW November 1, 2012 um 21:30

“Nebenbei: Wechselnde Nicknames werden hier nicht gerne gesehen.”

war jetzt auch nicht vorgesehn, grosses Ehrenwort.

pipap November 1, 2012 um 21:36

q.e.d. ;-)

h.huett November 1, 2012 um 22:15

piparlepapap belieben zu scherzen. Tragen Sie die Konsequenzen.

pipap November 1, 2012 um 22:33

@Hans. Danke für die Rückmeldung.

Wo wir gerade bei Scherzen sind:

http://www.youtube.com/watch?v=4LAefTzSwWY&feature=plcp&pxtry=1

Ai Wei Wei und die Moderne

Allerdings benötigt man für das Vid einen Youtube GEMA Entblocker o.ä. (Proxy)

;-)

h.huett November 1, 2012 um 22:35

Ich schau mir das dann in meinem holländischen Exil an, nach dem Holzhacken

"ruby" November 2, 2012 um 06:59

@ Treidelstein

Visualisierung statt Vulgärisierung
Collage:
http://corporate.evonik.de/sites/dc/Downloadcenter/Evonik/Global/de/Magazine/Evonik-Magazin/Evonik-Magazin-2-2012.pdf

Mind Map : der Traum vom ewigen Wachstum
Seiten 9 und 10 des PDF : verkleinern/vergrössern ;-)

"ruby" November 2, 2012 um 07:29
Holgi-Fan November 2, 2012 um 09:02

“Wer glaubt schon einem, der den wundesten Punkt der BRD mit-geplant hat?”

Der Holger ist doch ein echter Tausendsassa!

holger November 2, 2012 um 11:47

—>>>Der Holger ist doch ein echter Tausendsassa!”

Yep, das bringt der Beruf so mit sich :D Wer Notstrom plant und auslegen kann, darf in jedes Loch gucken. Besonders dann, wenn der Arsch auch noch für “Caterpillar” tätig war. :D Wie was wo funktioniert kann man in der VDE 0107 / 0108 nachlesen. :D Sind halt andere Romane die ich gelesen habe.

gW November 2, 2012 um 15:02

@Holger
Ist doch schön, wenn man einen Fachmann hat.
HH ist ja grad nicht da ;-) und weil`s so spannend ist: Vielleicht kannst und möchtest Du ja da was zu sagen:

http://www.politaia.org/freie-energie-2/kalte-fusion/interview-mit-sterling-allan-wichtigste-entwicklungen-in-der-energietechnologie-szene/

holger November 2, 2012 um 16:04

@gW

nööö, dazu sage icke nüschte. :D Dette is ein schwebendes Verfahren. ;-)

xefix November 2, 2012 um 18:53

@Morph
“Wir sind kulturell unten angekommen.
Aus bürgerlicher Perspektive heißt das:
Auf den Hund gekommen.
Aus nachbürgerlicher Perspektive,
die ich vorschlage zu verwenden,
heißt es vielmehr:
Wir haben Kontakt mit dem Boden
sozialer Wirklichkeit bekommen.
Da ist vermutlich das Substanzielle.”*

(*ich habe dezent schavant)

Der Winzer maischt alle Trauben.
Dann beginnt ein Gärprozess den er kaum steuern kann.

Anschließend zieht er, von oben!
den Traubensaft ab.
Wenn angezeigt, dann mehrmals.

Niemalsnicht wird er den Schlauch zu tief ins Fass stecken!
Denn die aufgewirbelten Hefen würde den Wein verderben.

Ergo: Sauft den guten Wein, ihr Philosophen,
aber vergesst nicht wer ihn angebaut hat!

nixfürungut

"ruby" November 3, 2012 um 03:58
"ruby" November 3, 2012 um 13:15

Danke an die Visualisierungsfront der faz :

http://faz-community.faz.net/blogs/fazit/archive/2012/11/02/wo-paternalismus-hilft.aspx

mal was neues …

~ HALBGOTT ~ November 10, 2012 um 12:25

“für mich ist Morph jedenfalls der Grund, dass ich hier keine Lust mehr hab zu kommentieren. Wenn man ihn am Kragen hat, schwadroniert er ungerührt an irgendner andern Baustelle weiter.”
———

===> … Gelernt is halt gelernt! Das gilt auch für die Leute, die “halt nichts Anständiges gelernt hamn”. Guckst Du hier:

38 Kunstgriffe
===========

18. Diskussion unterbrechen [Bearbeiten]

Führt der Gegner eine Beweisführung, die nachweislich zur Widerlegung der eigenen Behauptung führt, so wird er vor deren Schluss unterbrochen, indem die Diskussion abgebrochen oder das Thema gewechselt wird (mutatio controversiae vgl. Nr. 1–3, 29).

http://de.wikipedia.org/wiki/Eristische_Dialektik

===> … ~ isch ~ … bleibe weiter bei meiner Arrrrbeitshypothese, daßß @MORPH seine ersten Lektionen in Schwarzer Rabulistik bereits angedient wurden, als wo er noch an der Nabelschnur hing …

===> … das bedeutet natürlisch, daßß man sich @MORPH nicht antun mußß und auch nich sollte. Weil @MORPH eben gar nicht “diskutieren” WILL! … deshalb kann er es sisch – aus seine Perspektive – auch erlauben, auf Argumente in seine “Argumentation” nahezu vollständisch zu verzichten.

~ HALBGOTT ~ November 10, 2012 um 13:25

@waschbär
“Apropos: El Pais, Spaniens größte Tageszeitung, baut derzeit ein Drittel (!) aller Radakteursstellen ab.”
—–

===> … beschwer’ dich doch beim Berggruen-Nicolausi!! … der hat den Laden schließßlich aufgekauft …

===> … Lehrsatz: Fakten ficken Rabulistik, @MORPH!

( … aus bötriebswirtschaftliche Sicht hat er übrigens völlisch Recht! … wenn eine Zeitung nur noch die gleichgeschaltete, zentral aus Manhattan gelieferte Lügenpropaganda der angelsächsischen Hochfinanzfaschistenmafia vertickt, braucht man keine “Journalisten”/”Redakteure” mehr in den dezentralen Standorten. Youthless eaters – weg damit! … )

peewit November 10, 2012 um 14:10

–>”… das bedeutet natürlisch, daßß man sich @MORPH nicht antun mußß und auch nich sollte. Weil @MORPH eben gar nicht “diskutieren” WILL! … deshalb kann er es sisch – aus seine Perspektive – auch erlauben, auf Argumente in seine “Argumentation” nahezu vollständisch zu verzichten.”

Pah! Mit @Morph zu diskutieren (streiten) ist die reine Freude! Ich wollte, ich hätte mehr Zeit dazu…

~ HALBGOTT ~ November 10, 2012 um 14:48

@HÜTT
“Ich empfehle Lesekundigen (auch diskreterer Zeichen), die Aufzeichnung in der Mediathek der ARD noch einmal anzusehen. Ich würde am liebsten einen ganzen Roman allein über die Mimik des Bundesinnenministers schreiben. Sie ist ein halboffenes Buch mit den wiederkehrenden mimischen Phrasen “ich weiß es nicht”, “ich fasse es nicht”, “das darf nicht wahr sein” bis “warum sitze ich hier?”.
———————

===> … ganz einfach, @HÜTT, ich erklär’s dir:

… Friedrich weißß (inzwischen!) … WER … die Morde an den Immigranten … WIRKLICH … begangen hat. Und deshalb ist ihm auch klar, WARUM die 38 deutsen VS- & Geheimdienste unbedingt ihre Akten schreddern mußßten & weiterhin müßßen … um die wahren (Auftrags-)Mörder zu decken …

===> … ich möchte Dich an seine Stelle sehen: … DU weißßt um die Wahrheit … mußßt aber Hölle aufpaßßen, daßß Du Dich um kein Sterbenswörtchen verplapperst … :-)

===> … es ist ja so: … die Tat-ursächliche & massenmediale Inszenierung von “Rechtsradikalem Terrorismus” im us-gesteuerten, nicht-souveränen Nicht-Staat BRDDR … hat für interessierte Kreise im Ausland materiell nachfolgende Vorteile in Milliardenhöhe … und erscheint gerade im gegenwärtigen Umfeld – der totalen Machtergreifung über Europa (EUDSSR) – darüber hinaus & erst recht … geopolitisch geradezu alternativlos. Wenn du verstehst, was ich meine.

===> … allen Frischlingen in Sachen Selberdenken empfehle ich …. aus akutem Anlaßß dringend!! … die Lektüre des Weltklassikers “1984″ von George Orwell. Er beschreibt wunderbar, wie die Machtfaschisten sich ihre eigene (vermeintliche) “Opposition” und (vermeintliche) “Kriegsgegner” … selber schaffen! … um alles unter Kontrolle zu halten …

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