Vortrag Stabilitätsanker und Wachstumslokomotive (aktualisiert)

by h.huett on 29. Dezember 2012

Reklame

Um 12:45 Uhr könnt Ihr unter dieser Adresse meinen Vortrag über den Stabilitätsanker und die Wachstumslokomotive beim 29c3 Kongress des Chaos Computer Clubs in Hamburg sehen.

Update

In der Samstagsausgabe der FAZ vom 5.1.2013 steht der für den Druck gekürzte Text des Vortrags.  Ich trage hier den Schluss des Vortrags nach:

Die Wachstumslokomotive ist ein klassisches Nebelwort. Im Nebel ihrer selbst wächst sie ins Riesenhafte. Eine Wachstumslokomotive ist ein spurgebundenes Triebfahrzeug, das hochtourig im Leerlauf vor dem Prellbock röhrt. Ihre rhetorische Karriere in der deutschen Politik erinnert mich an einen Witz aus den letzten Jahren der DDR. Was unterscheidet Lenin von Stalin und Honecker? Was machen sie, wenn ein Reisezug nicht weiterkommt, weil es kein Gleis mehr gibt? Lenin lässt die Reisenden neue Schienen verlegen und nach getaner Arbeit weiterfahren, Stalin jeden zehnten erschießen. Honecker holt ein paar raus, die am Zug rütteln, damit die Reisenden im Zug glauben, die Fahrt ginge weiter.

Mit der Wachstumslokomotive geht nichts weiter. An ihr rüttelt nur, wer an ihr Versprechen nicht glaubt. Auch sie ist eine Beschwörungsfigur. Auch in ihrem Gebrauch suchen die Redenden Zuflucht in einer Art von Selbstermächtigung. Was für Kräfte zerren an dieser Lokomotive, wenn die Statistiker bei uns nur noch bescheidenes Wachstum, massives Schrumpfen bei vielen europäischen Partnern melden? Die Statiker und die Statistiker belegen den Unfug der politischen Sprache. Baron Münchhausen grüßt aus dem Sumpf, aus dem er sich reißt. Die Wachstumslokomotive soll als Bühnenbild stemmen, was die Politik selbst nicht zustande bringt.

Welche politischen Motive bringen solche Wörter hervor? Ist es der Versuch vorsätzlicher Irreführung? Betreiben abgefeimte Manipulatoren hinter der Kulisse politische Falschmünzerei? Die politische Praxis erzeugt Kampfbegriffe und Nebelwörter und bringt sie in den Verkehr. Wahrheit ist kein politisches Ziel, Machtanspruch schon. Politische Nebelwörter inszenieren den Eindruck von tatkräftigen weitsichtigen Männern und Frauen. Tatsächlich erzeugen und reproduzieren die Wörter den Nebel, in dem die Politiker stecken. Sie bringen unfreiwillig die Wahrheit ans Licht. „Die Sprache bringt es an den Tag“, wie Victor Klemperer schrieb.

Am 22. Dezember 2012 sagte Wolfgang Schäuble in einem Interview mit der FAZ „Mir tut jeder leid, der mein Englisch ertragen muss. Aber schlecht gesprochenes Englisch ist schließlich eine der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt. Als Nicolas Sarkozy und ich noch Innenminister waren, hatte ich ihm mal vorgeschlagen, in den Ratssitzungen in Brüssel die Dolmetscher wegzulassen. Er hatte die Sorge, dass die Engländer dann einen großen Vorteil hätten. Ich habe ihm entgegnet, dass sie vielmehr einen großen Nachteil hätten, weil wir ihre Sprache zerstören würden.“

Schäubles Stabilitätsanker und Wachstumslokomotive machen kurzen Prozess auch mit der eigenen Sprache. Diese Wörter bringen als Inversionen ihres Geltungsanspruches vom Denken ab. Es gibt aber Trost. Die Machttechnik rhetorischer Falschmünzerei lässt sich hacken. Dafür gibt es eine Analyse-Technik. Wir verdanken sie dem Freiburger Emeritus Uwe Pörksen. In seinem Buch „Die politische Zunge“ entwickelt er den Gedanken der Findetechnik. Pörksen begreift die politische Rede als Gespräch zwischen Redner und Publikum. Das Gespräch findet Eingang in den Aufbau und den Stil der Rede: indem die Rede Fragen aufgreift, Einwände prüft, Seitenblicke ermöglicht, Vergleiche zieht, durch den Vergleich der Argumente einen Meinungswandel ermöglicht und so zum Handeln motiviert. Eine rednerische These wird zum Findeinstrument, indem man ihr nachgeht und sie auf die Probe stellt. Findetechnik stellt Nebelwörter auf die Probe. Sie nimmt sie ernst und beim eigenen Wort. Mitunter beleuchtet ein Neusprechwort wie die Wachstumslokomotive auch ein Strategiedefizit der Politik, macht sichtbar, dass sie nicht weiter weiß.

Deshalb richtet sich Findetechnik nicht nur einseitig gegen Regierungspolitik. Sie illustriert auch das rednerische Versagen einer Opposition, die die Euro-Gesetze durchwinkt, ohne die Unwucht der Regierungssprache zum Thema zu machen. Vielleicht lässt sie das, weil sie bald selbst zu den gleichen Wörtern greifen muss. Umso wichtiger wird Uwe Pörksens Findetechnik als methodisches Kontrastprogramm zum alternativlosen Reden. Sie hackt den Unsinn und macht die politischen Motive transparent. Die Sprache bringt es an den Tag.

{ 99 comments… read them below or add one }

- HG - Dezember 29, 2012 um 11:53

… was hamn 256%-ige Systemlinge wie @DU auf dem CCC- Kongress zu suchen?? … als ich in den 90′ern dort war, hätte es so was nett gegeben! … der antifaschistische Widerstand ist eben auch nicht mehr das, was er mal war.

wowy Dezember 29, 2012 um 14:05

Auch Reklame:
Steinbrück ist Wahlhelfer von Merkel, falls es noch nicht alle wussten http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-steinbrueck-beklagt-sich-ueber-geringes-kanzler-gehalt-a-875096.html
:-) Herr wirf Hirn her!

Nanuk Dezember 29, 2012 um 15:32

Die Troika der SPD Soziologisch betrachtet…
http://www.youtube.com/watch?v=2r_u1F3IQNU

xefix Dezember 29, 2012 um 16:00

@ HH
Schöner Vortrag, feuilleton für hacker sozusagen.
Die veranstaltenden Teckies haben aber traditionell Probleme mit der Technik.
Kam etwas abgehackt daher. Gibt es eine .txt des Vortrags?

nixgegenlive

wowy Dezember 29, 2012 um 16:41

Ha,ha,ha (sorry, aber der muss noch sein)
Ich fürchte, Herrn Steinbrück erreicht überhaupt nur noch sehr wenig:
http://www.firmenpresse.de/pressinfo789464.html

BB Dezember 29, 2012 um 17:49

@wowy

“Steinbrück ist Wahlhelfer von Merkel”

Der Steinbrück ist nicht umsonst in der Schule zweimal sitzengeblieben. Solche im eigentlichen Sinne des Wortes dumme Leute entwickeln dann ganz spezifische Stärken als Kompensation, z.B. Mimikry. Sie tarnen sich dann als “intelligent” und die Johurnallie der deutschen TeaParty-Fraktion (z. B. Käseblätter “Welt”, “FAZ” und “Spiegel”, “ZDF”, “ARD“) fallen auf sowas tatsächlich rein. Der chronisch rechte Flügel der SPD sowieso.

wowy Dezember 29, 2012 um 18:05

@BB
Es kann nur 2 Erklärungen für solch dilletantisches Verhalten geben: entweder er wird sehr bald hinwerfen, oder es gibt ihm jemand sehr viel Geld dafür, dass er die SPD ruiniert.

wowy Dezember 29, 2012 um 18:06

sorry, Verdreher, #dilettantisch

BB Dezember 29, 2012 um 18:28

Ja, wozu muss man als Finanzminister auch rechnen können. Man kann seine Kompentenz ja heute komplett nach Freshfields outsourcen, Muhahaha.

wowy Dezember 29, 2012 um 18:42

Das Dreiste ist doch, dass sein Sprecher uns ernsthaft weismachen will, Steinbrück hätte von dem Auftrag an die Kanzlei nichts gewusst, in einer Ministerialverwaltung (absolutes Top Down Management), bei dem entscheidenden Thema und den Summen (hat der schonmal was von Ausschreibungspflicht von öffentlichen Aufträgen gehört?).
Das ist genauso glaubhaft wie die Einlassungen zur Aufsichtsratstätigkeit bei ThyssenKrupp.

h.huett Dezember 29, 2012 um 20:12

xefix
Danke. Nach dem Kongress werden alle Aufnahmen in den youtube-Channel des CCC gestellt, Hinweis auf den link folgt.Es gibt bald auch eine erweiterte schriftliche Fassung.

xefix Dezember 29, 2012 um 20:43

@wowy
“…Herr wirf Hirn her!)

Du bist ein Stabilitätsanker!

Erst kaperst du den thread
(..”Auch Reklame..”) dann
suchst du nach dem GegenGewicht
(..”Herr wirf Hirn her!..”)

nixgegenLoko-motive.
https://de.wikipedia.org/wiki/Loco_%28Voodoo%29

wowy Dezember 29, 2012 um 20:49

@Xefix
In dem thread war außer deinem Kommentar tote Hose, weil er nur auf ein Video verwies, das durch Zeitablauf nicht mehr zu sehen war.
Also nix mit kapern.
Für Begriffsstutzige (auf die Gefahr, dass ich mich widerhole) : halt die Klappe!

wowy Dezember 29, 2012 um 20:51

e

Thor Dezember 29, 2012 um 21:09

Jetzt aber mal Schluss mit OT.

Was stand eigentlich auf dem hippen Pulli drauf?

topi Dezember 29, 2012 um 21:16

hip? oder eher nerdig? ;-)

Der Honecker-Witz war wirklich gut! :-D

Und, was sagten die CCC-ler zur Sprachkaperung?

h.huett Dezember 30, 2012 um 07:55

topi

Sowohl als auch ;-) Ja, der Honeckerwitz hat seine Kraft nicht verloren, weil er zugleich auch die Funktionalität der Nebelsprache anspricht. Die CCCler haben mich eingeladen, als Sprachhacker, darüber habe ich mich gefreut.

h.huett Dezember 30, 2012 um 07:57

Auf dem Hoodie und dem T-Shirt steht – rot auf grau – das 29c3-Logo http://events.ccc.de/congress/2012/wiki/images/b/be/29c3_bannerrectangle_180x150px-11.png

"ruby" Dezember 30, 2012 um 10:50

@ h.huett

sach ma, lohnt sich das in deinem alter (ego) für 2013 weiter zu mutieren ? ;-)
ansonsten weiter so oder !

h.huett Dezember 30, 2012 um 12:30

ruby

Ein bisschen mehr Distanz schadet übrigens niemandem.

BB Dezember 30, 2012 um 17:49

Sprachhacker, soso.

Für den nächsten CCC sind noch folgende ExpertenHacker-Titel frei, denn ansonsten hat sich die etabliertealternative Szene schon voll autopoietisch ausdifferenziert. Für die reine Selbsterhaltung wird nichts weiter benötigt und Selbsterhaltung ist schließlich ihr heiliger Zweck. Gesucht werden
- Brainhacker
- Sanitärhacker
- Vollpfostenhacker
- Volksempfängerhacker
- Grundeinkommenshacker
Promotion mit “summa” erwünscht, aber nicht unbedingt erforderlich.

PS: Den Titel “Brainhacker” reserviere ich hiermit für mich! Mal schaun, ob ich bis zum 30c3 einen Vortrag fertig habe. Könnte mir folgendes Thema vorstellen: “Der Sturzflug der StubenfliegeQuadrocopter unter besonderer Berücksichtigung der sozialenSchwarm-Interaktion zwischen den StubenfliegenQuadrocoptern”

BB Dezember 30, 2012 um 19:16

Ich hab noch einen Vorschlag für ein Thema für mich als Brain-Hacker:

“Das Outsourcing von Hirn am Beispiel von Peer Steinbrück und der Kanzlei Freshfields”

Hey, da stimmt einfach alles bei dem Thema: Hirn-Outsourcing, das gilt beim CCC als Bio-Enhencement. Auf sowas sind die ganz heiß. Und dann noch diese politische Relevanz und Aktualität. Da muss sich Monsieur le Huett aber anstrengen, wenn er beim nächsten mal mithalten will.

xefix Dezember 30, 2012 um 20:39

Selbst Internet-Ausdrucker sollten mit .avi umgehen lernen,
wenn der Livestream verpasst worden ist!
http://29c3.ex23.de/

Im Zweifel und für Druckerlose,
werden demnächst für Inhaber der Deutschlandkarte
die ersten 2 Reihen im youtube-Kino verlost.

nixgegenklappenhalter

wowy Dezember 30, 2012 um 21:12

Kannst du einfach den Vortrag von @huett verlinken?
#ichbinjasoowichtig
Vielleicht, aber auch nur vielleicht, sagt dann außer dir noch jemand was dazu
#Begriffsstutzigerxefix

xefix Dezember 30, 2012 um 21:42

@BB
Freshfields Sturzflug war ein Akt der Rosenholz-Tussi.
Solltest du dich jemals gegen deinen Vorgestanzten
durchgesetzt haben, berichte!
Youngleader war nicht Steinbrück, sondern?

Bio-enhancement ist möglicherweise nicht
das effektivste Argument gegen die beginnende
Sklerosis des ccc.

Sie leiden unter Vermoosung, wie alle “Grünen”.
Verkalkendes Moos führt zu steinernen Rinnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wachsender_Felsen

Da passiert es schon mal, daß Wasser höher fließt,
als der Horizont ;)

Eine piratige wirsinddieneuemitte halte ich für wahrscheinlicher!

fefe und Frank versuchen sich schon erfolgreich als Waldorf&Stadler in fnord-Rückblicken.
https://de.wikipedia.org/wiki/Muppet_Show

Problem:
CCC hat kein youngleader-programm.
Geld für eine entsprechende Stiftung haben sie stets abgelehnt.

CCC ist nicht mehr der hacker der Bundespost.
Weil es die Bundespost nicht mehr gibt.
Und “auswärts” sprechen können sie immer noch nicht.
Nochnichtmal english!
Geschweige denn mit der Technik umgehen.
(siehe c29-Motto)
Sie sollten Verona “Hier werden sie geholfen” Feldbusch kapern.
Die kann das besser. Das Organisieren.

Nixgegenmuppets

xefix Dezember 30, 2012 um 21:51

@wowy
“Kannst du einfach den Vortrag von @huett verlinken?

http://29c3.ex23.de/saal6/
(recht weit unten, Stichwort: Stabilitaetsanker)
Tipp:
Youtube hat das bald in benutzerfreundlicher.

nixgegenviel-leicht

wowy Dezember 30, 2012 um 21:56

Da werd ich wohl noch warten müssen, wo ich mir doch extra die Karten für youtube ausgedruckt habe ;-)
http://www.youtube.com/playlist?list=UU1Jnp8rErjUAygOfRMhP1Yg

xefix Dezember 30, 2012 um 22:03

@wowy

nixgegenchecker! ;)

BB Dezember 30, 2012 um 22:26

Wo ist denn jetzt in den ganzen Vorträgen die Anleitung, wie ich mir mit einem patentfreien Arduino-Board eine Fernbedienung basteln kann, mit der ich dann Fefes Podcast Alternativlos auf meinen Fernseher aufschalten kann, ohne mich aus dem Sessel erheben zu müssen.

Sowas ist subversiv! Denn erst dann besteht eine minimale Chance, dass in Deutschland die Revolution organisiert werden kann.

(Aber doch keine Alarmanlagen-Bastelanleitung *Kopfschüttel*)

BB Dezember 30, 2012 um 22:28

Liebe Mitbürger und MitbürgerInnen vom Chaos Computer Club. Ihr müsst strategisch denken lernen :O)

BB Dezember 30, 2012 um 22:42

Je mehr ich drüber nachdenke. Das ist die Killer-App überhaupt. Genau so stelle ich mir disruptive Innovationen vor. Die Entwicklung einer Open-Source-Fernbedienung für revolutionäre Medien wird der (!) historische Bifurkationspunkt sein, an dem die gesellschaftliche Entwicklung wieder auf die richtige Schiene kommt. Das wird in den Geschichtsbücher stehen.

(und dann immer dran denken, BB hat’s als erster erkannt!)

Keynesianer Dezember 30, 2012 um 22:45

Nach 5 Minuten habe ich abgeschaltet. Schlimmer als ich es erwartet hatte. Hans Huett steht fröhlich da und kommt sofort schon gleich mit dem ersten Satz vom Hundertsten ins Tausendste, nur nicht zum Thema. Danach wird es nur schlimmer, also bis zur 5. Minute, als ich mir den Rest erspart habe.

Thor Dezember 30, 2012 um 22:51

@HH
Dein Beitrag beim CCC war wirklich allerliebst.

Diesen fand ich aber besser.
http://www.youtube.com/watch?v=YeyR86Me6_Y&list=UU1Jnp8rErjUAygOfRMhP1Yg&index=6

BB Dezember 30, 2012 um 22:53

Noch ein Nachtrag zur revolutionären Fernbedienung. Ich seh allerdings auch schon den Knackpunkt. Die Marketing-Fuzzis und die Systemmedien werden wieder alles Kaputtmachen. Genauso wie das Internet, werden sie uns dann mit gefakten Alternativ-Kanälen zumüllen. Kennt man ja. Die dümmsten Blogger haben die meisten Follower, jeder sogenannte Journalist, meint, einen Blog und einen Twitterkanal haben zu müssen. Das ZDF gründet zum Trend einen neuen Fernsehkanal und dort sülzen berufsjugendliche Moderatoren mit großen Nerd-Brillen jedem mit einer Arduino-Fernbedienung jeglichen revolutionären Elan raus. Und sie referenzieren sich alle nur noch gegenseitig. Und schon ist das schöne alternative Konzept wieder tot.

Tscha, die Postmoderne ist schon ein harter Brocken. Aber trotzdem, ein Versuch wär’s wert.

BB Dezember 30, 2012 um 23:44

Kampf gegen Windmühlen Hack the Postmoderne, mein Motto für 2013.

Neulich diesen wahnsinnigen revolutionären Geist von dem Spreeblick-Häusler geschnuppert. Nee, so wird das nix. Mit denen kommt man 2013 nich gegen Facebook an. Da muss sich die bekiffte Techno-Crowd von ‘ner Bar 25 da am Spree-Ufer (Wir wollen Liebe, Es muss mehr Liebe geben auf der Welt), aber nochwas mehr einfallen lassen. Trotzdem!

Fröhliches Neues Allseits, das war mein Schlusswort 2012

BB: 2013 Besonders Böse

wowy Dezember 31, 2012 um 00:16

Same Peercedure as last year ….
https://www.youtube.com/watch?v=sVVLmZ_c0BM

Folkher Braun Dezember 31, 2012 um 02:34

@wowy: klasse!

topi Dezember 31, 2012 um 02:55

Nachdem der Maya-Kalender-Ende-Rummel gerade noch mal gut ausging, dröhnt nun aus den Nachrichten der Qualitätsmedien der wirkliche Untergang der Weltwirtschaft: die Fiskalklippe.

NUR NOCH WENIGE STUNDEN ZEIT!!!!!

DANN KOMMT DIE BITTERFINSTERE WELTREZESSION!!!!!

Wer rechnet denn ernsthaft mit einer Einigung im alten House, bei dem die Teebeutel und ihre Parteifreunde Steuererhöhungen zustimmen müssten?

Eine EInigung imnächsten Jahr mit Steuersenkungen, das ist doch vieeeeeel mehr party.

Ich bin dann mal gespannt, wieviele Rüstungsfabriken gleich am 2. Januar schließen müssen. :roll:

Und wie viele Amerikaner sofort zu Belgiern werden, oder so.

BB Dezember 31, 2012 um 11:00

Für die USA, da wünscht man sich jetzt eine Scharia. Damit man den republikanischen Dumpfbacken und Verbrechern Senatoren und Abgeordneten die Schwurhand abhacken kann.

egal Dezember 31, 2012 um 12:16

Steinbrück ist eine harte Nuss für alle, die Politik vor allem unter Machtgewinngesichtspunkten betrachten. Denn selbst wenn man eine große Koalition als gesetzt sieht: der Einfluss der SPD in der Koalition und der jetzigen Junta in der SPD wird vom Wahlergebnis der SPD abhängen.
Also: Machterhalt hilft bei Betrachtung der SPD nicht weiter. Entscheidens sind viel mehr Korruption undoder Idealismus .

"ruby" Dezember 31, 2012 um 12:44

Deutschland und Europa brauchen unbedingt so eine amerikanische Schuldenbremse (Fiskalklippe).
Automatische Kürzung der Sozialschmarotzerausgaben plus automatische Steuererhöhung für Gutverdiener – einfach genial …
Stabilitätsanker und Wachstumslokomotive : Showtime für das Staatsvolk pur : bis zur letzten Sekunde.
Das müssen wir auch haben : Sylvestersitzung im Bundestag und dann raus zum Feuerwerk ans Brandenburger Tor : Rettung in letzter Sekunde mit Feuerwerk.
http://p4.focus.de/img/gen/4/I/HB4IXa60_Pxgen_r_1100xA.jpg
Die nächsten Stunden werden über Amerika entscheiden – Weltuntergang in Reinform mehr, mehr und dazu einen leckeren Hamburger : am besten mit steuerfreier Kapitalüberweisung via Irland .
Draghi und Banker machen es möglich – wir bailen alle und alles out!
http://www.youtube.com/watch?v=Jh-HcPW1BK0
no way out …
bailen bis zur letzten Patrone – Bazooka, Bazooka …
Erlösung, Wunder, Rettung – Heil
Ein neues Jahr beginnt .

BB Dezember 31, 2012 um 12:50

Aufpassen Leute: deutsche Tea-Party-Bewegung schläft auch nicht:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/finanzminister-schaeuble-treibt-sparplaene-voran-a-875176.html

Schuknecht arbeitete vor seinem Wechsel nach Berlin beim Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank. Er gilt selbst im traditionell konservativen Finanzministerium als volkswirtschaftlicher Hardliner. Mitarbeiter nennen ihn scherzhaft den “Taliban”.

Den Namen Schuknecht sollte man sich merken. Hier werden gerade Vorschläge als erarbeitet (Schäuble lügt nämlich wieder), die das Projekt der Internationale der Steuervermeider alternativlos brutal weiter voran treiben. Hierzulande heißen im Jahr 2013 die Stichworte:
- Erhöhung der Mehrwertsteuer
- Gesundheitssoli (Monsieur le Huett, the Sprach-Hacker, wo er mal gebraucht wird, da treibt er sich auf dem CCC rum)
- Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Das ist die Giftküche dieser brutalstmöglichen Taliban Finanz-Terroristen.

Jedem der ein bisschen bei Verstand ist, fallen sofort Alternativen ein für die Konsolidierung des Staatshaushalts:
- Vermögenssteuer
- Kapitalertragssteuer
- Finanztransaktionssteuer
- Unternehmenssteuer
- Einkommenssteuerspitzensätze

Wehe den Journalisten, die unsere Politkamerillia damit durchkommen lassen und dem Schäuble oder diesem Schuknecht die vielfältigen Alternativen nicht sofort vorhalten, wenn die mit ihren unverschämt dreisten Konzepten eins, zwei, drei gegen die angebliche Verschuldung daherkommen. Sie müssen sich bewusst machen, dass sie dann keine Journalisten mehr sind, sondern Propagandisten im Dienste des oberen Einkommensdrittels auf dem Rücken der übrigen zwei Drittel. Systemlinge! Pfui!

BB Dezember 31, 2012 um 12:53

Alternative
- Lebensarbeitszeit verkürzung / 25 Std.-Woche
nicht vergessen. Damit kann man Arbeitsplätze schaffen!!!!!!

BB Dezember 31, 2012 um 12:54

Auch noch: Hinweis an die Piraten:

Arbeitszeitverkürzung ist besser als Grundeinkommen.

Hab ihr das mit eurem Liquid-Schmeiss-Wech nicht rausgefunden?

holger Dezember 31, 2012 um 13:08

BB

—>>>Arbeitszeitverkürzung ist besser als Grundeinkommen.”

Wo sind die Beweise dafür? WO? Nicht einen kruden Beweis gibt es dafür.

Geld ist nicht = Arbeit Dieser Beweis ist schon lange angetreten. Nur die Masse kann soweit nicht denken. Oder weigert sich dieser Tatsache ins Auge zu gucken.

Arbeitszeitverkürzung ist voll boahh… Es kann nicht jeder alles. Und!!! für viele ist der täglich Job uns gib uns heute besser, als die viele Freizeit mit der Ollen zu Hause.

Nennt sich Püchologie… Ihr werdet nie weiter kommen, wenn ihr Einkommen nicht von der Aaaabeit trennen werden könnt. Darauf ein Sektchen…

Man könnte zwar über die aufgeblasenen Arbeitszeit Sektoren “DAS-Verwaltungsfachangestellte” sprechen. Aber nicht über die produzierende Produktion, wo noch ein wenig Hirnschmalz gebraucht wird. Wobei wir beim Gewindeschneiden wären.

Frohes Neues. Guten Rutsch.

BB Dezember 31, 2012 um 14:00

@holgi

Krude Beweise? Sind nich mein Ding. Ich versuch’s mal mit Logik.

Die Piraten argumentieren für das Grundeinkommen damit, dass in einer so produktiven Gesellschaft, wie der unseren nicht mehr Arbeit für alle da ist (oder hab ich da was falsch verstanden).

Die Lösungen, die sie sich bis jetzt ausgedacht haben, sind aber voll kompatibel mit der Logik der Internationale der Steuervermeider. Sie wollen zwar alles mit Steuern finanzieren: Steuerfinanzierte Rente, Steuerfinanziertes Gesundheitssystem, Steuerfinanziertes Grundeinkommen. Was ist aber der Gesundheitssoli anderes als ein steuerfinanziertes Gesundheitssystem? Da müssten die Piraten ja jetzt tatsächlich zustimmen.

Da fragt man sich natürlich außerdem, woher nehmen, wenn nicht stehlen. Aber: Die Ungleichheit der Gesellschaft bleibt unangetastet. Die Tea-Party-Bewegung aller Länder hält weiter die Finanzminister in der Tasche und herauskommt: Grundsicherung, Basisrente und Basisversicherung, also Existenzminimum für zwei Drittel der Gesellschaft.

Und das wird dann von jeder neuen Regierung zum Wohle des oberen Drittels (inklusive unserer Tagesschau- und Heute-Journal- und Presseclub-Journalisten) weiter gekürzt. Wo ist der Unterschied der piratigen Politik zur Schäuble Politik? Kein grundsätzlicher.

Warum wäre Arbeitszeitverkürzung besser?

Weil es zum eigentlichen Wesen des Menschen gehört, sich mehr Zeitsouveränität durch Innovationen zu verschaffen. Das muss wieder das Leitparadigma der Politik werden und nicht das nölige Wettbewerbsparadigma. Die Politik muss hier einen vernünftigen Rahmen schaffen für wirklich jedermann und die Wirtschaft hat sich daran zu orientieren und nicht umgekehrt.

Wir waren ja schon mal Nahe bei der 35 Std. Woche. Dann haben Menschen auch wieder Zeit, nach Feierabend an einer Arduino-Fernbedienung für den Fefe-Medien-Kanal zu basteln.

Das war jetzt nur ein Grund. Natürlich hätte das weitere Konsequenzen, z.B. dass wir nur Produkte konsumieren, die nach unseren Sozial-, ökologischen, Arbeitsgesundheitlichen und -sicherheitsstandards produziert werden. Auch hier muss die Politik auf der Grundlage klarer Kriterien eingreifen. Das hätte nichts mit Sozialismus zu tun, sondern würde die Asiaten und andere zwingen, sich bezüglich dieser Niveaus an unsere Standards anzupassen. Denn sonst können sie nicht unsere Märkte beliefern.

Die frei gewordene Lebenszeit würden die Menschen in kreativer, vielgestaltiger Weise nutzen. Da bin ich mir sicher.

Die aktuelle Situation ist ja so, dass alle Prozesse optimiert, rationalisiert, entrisikoisiert und effizienzisiert sind, so dass man jedes weiteres Quentchen Wettbewerbsfähigkeit nur noch aus den Leuten selbst rausquetschen kann, indem man u.a. die Lebens-/Wochenarbeitszeit verlängert und die Löhne Lohnnebenkosten weiter reduziert.

Damit muss sofort Schluss sein. Das muss der Politik jetzt permanent auf die Nase geprügelt werden.

holger Dezember 31, 2012 um 14:21

BB

ist doch alles i.o. die Gedankengänge aber warum sagst Du 25 Stunden?

—>>>Die frei gewordene Lebenszeit würden die Menschen in kreativer, vielgestaltiger Weise nutzen. Da bin ich mir sicher.”

Ich auch. Nur da kann ich die Zeit auch gleich auf Null setzen. Was spricht dagegen?

Und das wir immer “Kasten” haben werden… ich hab nichts dagegen. Und wenn ich das Geld entwerten will, muss ich den oberen den Wert nehmen. Mehr nicht. Je mehr lausiges Geld unten rein gestopft wird (BGE) desto dünner wird oben die Luft.

Aber frag mich jetzt nicht, wie das finanziert wird. Das Geld ist da. War auch in Simbabwe da. Nur der Wert eben nicht. Deswegen wird sich der Wert einer neuen DM auch halten. Weil alle wissen, hach die können ja was. Den Ausländern ist es egal, wie viel BGE wir zahlen. Kann ihnen auch Schnuppe sein. Hauptsache sie bekommen Dinge, die sie wohl nicht selber entwickeln können.

Wie wäre es mal, das kleine Restvolk der Deutschen, angesichts 7 Milliarden Othermal nicht zu Geiseln?

Die Welt störbt dadurch nicht.

topi Dezember 31, 2012 um 14:44

@ BB

“Das war jetzt nur ein Grund. Natürlich hätte das weitere Konsequenzen, z.B. dass wir nur Produkte konsumieren, die nach unseren Sozial-, ökologischen, Arbeitsgesundheitlichen und -sicherheitsstandards produziert werden. Auch hier muss die Politik auf der Grundlage klarer Kriterien eingreifen. Das hätte nichts mit Sozialismus zu tun, sondern würde die Asiaten und andere zwingen, sich bezüglich dieser Niveaus an unsere Standards anzupassen. Denn sonst können sie nicht unsere Märkte beliefern.”

Dann wird es aber hier knapp mit Rohstoffen. ;-)

Außerdem: “wir” wollen die anderen Märkte mit unserem Krempel (high quality natürlich) überschwemmen.

Nein, es sind nicht die fehlenden Standards der importierten Produkte, sondern es ist der falsche Ansatz in der gesamten Außenwirtschaftspolitik.

Wenn man Außenhandel betreiben würde, um Wohlfahrstgewinne zu erzielen (Ricardo), dann ist es völlig egal, unter welchen Umständen im AUsland produziert wird; es kann keinen Druck auf die “Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft” geben, sondern nur auf die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Segmente.

Wenn es ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht gäbe, wäre das überhaupt kein Problem; man kann dann eben nur in dem Umfang Plastikschrott und Giftklamotten importieren, wie man Maschinen und Luxuskarren exportiert.

Das Probleme sind die deutschen Überschussexporte samt Überschussexportarbeitsplätzen, an denen idiotischerweise die soziale Sicherung hängt.

Insifern ist eine “STeuergesundheit” auch gar nicht so schlecht; und ein Soli als AUfschlag auf die EInkommenssteuer zwar nicht der Königsweg der Besteuerung, aber immerhin besser als die meisten angedachten Möglichkeiten, da sich die normale Progression auch hier abbildet (deswege kämpfen die FDP-ler ja auch vehement um eine Soli-Kürzung).

topi Dezember 31, 2012 um 14:59

Das heißt nicht, dass es nicht richtig ist, sich für ordentliche Arbeitsbedingungen bei der Herstellun gimportierter Güter einsetzen soll.
Man wende seinen Blick itte auch in die Cobaltminen und Öldeltas dieser Welt.
Naja, vielleicht warten wir mit dem Ölimportboykott noch einige Jahre, wenn wir hier Stromüberfluss haben.

Der Schlüssel für menschenwürdige, oder sagen wir besser Produktionsmöglichkeitenangemessene, Arbeitsbedingungen hierzulande liegt allerdings nicht bei Foxconn; oder wieviel Hartzer gibt es in Luxemburg oder wieviele Niedriglöhner in Dänemark?

Und für eine Entwicklungsperspektive müssen Schwellenländer natürlich anders als zu skandinavischen Sozialstandards produzieren.

Grenzen nach unten, für Importe, kann man natürlich diskutieren. Aber bitte aus den richtigen Gründen.

holger Dezember 31, 2012 um 15:08

@ topistaner

—>>>Das Probleme sind die deutschen Überschussexporte samt Überschussexportarbeitsplätzen, an denen idiotischerweise die soziale Sicherung hängt.”

Und wer noch? Die Exporteure die aus Asien rund 45 % der Teile für Daimler exportieren. Und die Importeure natürlemang.

—>>>Grenzen nach unten, für Importe, kann man natürlich diskutieren. Aber bitte aus den richtigen Gründen.”

Deswegen ist das auch Holy Crap in reinst Kultur.

holger Dezember 31, 2012 um 15:11

Denn wer Importiert denn für die große Export Kultur? Siehste, da hört der Industrielle Stand wieder auf.

Es Importieren die, die auch gleichzeitig Exporteure sind. Das einzige was dazwischen ist, ist der Wechselkurs. Und das G+

topi Dezember 31, 2012 um 15:21

Der Wechselkurs, ach! Na sowas.

Dass Exporteure auch importieren, na und? In der SUmme dürfte es einen Überschuß geben, sonst wäre der Exporteur ja ein Importeur, wa?

BB Dezember 31, 2012 um 15:21

@holgi

das mit den 25h, da hatte ich mich verschrieben. Sollte 35h sein. Warum genau dieses?

Es gibt tatsächlich eine Grenze, die man bei der Arbeitszeit nicht unterschreiten sollte und die könnte man flexibel, je nach individuellen Präferenzen der Arbeitnehmer, zwischen 30h und 35h festlegen. Weil: arbeiten die Leute weniger, steigen die Scheidungen! Na ja, so ähnlich. Man könnte das auch ausführlicher begründen. Wichtig ist meiner Meinung, dass man diesen Korridor nicht mehr (!) wirtschaftlich begründet, so wie das unsere VWL’er und BWL#er immer tun, sondern halt nach “humanen” Kriterien (arbeitswissenschaftlichen, psychologischen, medinischen, humanwissenschaftlichen aber eben nicht mehr wirtschaftlichen, weil: wir können es uns auf unserem Produktivitätsniveau leisten, deshalb sind da auch Gleichgewichtsbetrachtungen Unsinn).

Es gibt halt nicht nur das wirtschaftliche Kalkül. Wenn man sich aber die Politik ansieht, dann handeln die sogar noch spezialisierter bzw. schmalspuriger, nämlich ausschließlich nach kurzfristigen finanzwirtschaftlichen (nicht einmal -wissenschaftlichen) Kriterien. Sind halt die Kalfaktoren der Finanzindustrie.

Aber flexibel 30-35h als gesamtgesellschaftlicher normativer Korridor für alle Arbeitgeber, das können wir uns leisten. Und zwar trotz internationalem Wettbewerb (s. gleich meine Antwort auf Topi).

wowy Dezember 31, 2012 um 15:22
holger Dezember 31, 2012 um 15:31

topi

—>>>Dass Exporteure auch importieren, na und? In der SUmme dürfte es einen Überschuß geben, sonst wäre der Exporteur ja ein Importeur, wa?”

Ach was :D Nu hast du dir dein vermeintliches “Nullsummen” Spiel ja endlich selbst erklärt. Iss leider nicht mehr so Kamele gegen Frauen tauschen zu können. :D Wenn die anderen den Überschuss nicht mehr sich leisten können, wat dann? Da brauch man auch gar nicht die Importe zu reduzieren. Wackelt doch wieder der Schwanz mit dem Brontosaurus.

Irgendwer hat irgendwann irgendwo immer einen Überschuß. Selbst der Mischwald.

holger Dezember 31, 2012 um 15:37

BB

—>>>Aber flexibel 30-35h als gesamtgesellschaftlicher normativer Korridor für alle Arbeitgeber, das können wir uns leisten.”

Klar könnten wir. Wenn Du auf Einkommen verzichten willst, gerne. Übrigens komme ja nun aus der Industrie seit 1986… was meinste, wie viel Palaver dort gewesen ist. Ich sachs dir, selbst wir “Stifte” haben um Überstunden gebettelt. Erkläre mal einen auf Montage 12h/tag er sollte doch mal lieber nicht…

holger Dezember 31, 2012 um 15:40

BB

—>>>Weil: arbeiten die Leute weniger, steigen die Scheidungen! Na ja, so ähnlich.”

So iss es… :D Was meinste warum es die Rollenverteilung mal gab! Da hatte man mal vor der weiblichen Sippe seine Ruhe… Meinste die haben gejagt wie nix gutes? Nee, Ruhe vor der Ollen mit als einer Friedenspfeife voller ???

BB Dezember 31, 2012 um 16:22

@topi

” … nach unseren Sozial-, ökologischen, Arbeitsgesundheitlichen und -sicherheitsstandards produziert werden? …Dann wird es aber hier knapp mit Rohstoffen. ;-)

Wieso das denn? Das sind alles Qualitätsstandards, sogar ökologische. Das wäre dann Recycling mit drin, etc. Ich denke, dass man auf unserem europäischen Niveau sowas wie eine 90-prozentige Recyling-Wirtschaft hinbekommen kann. Ich schätze, dass in vielen Ländern, von denen wir importieren, der Diesel zu 20% direkt von der Fabrikhalle in’s Grundwasser tropft.

Zack, weggehauen das Argument! What next?

“Außerdem: “wir” wollen die anderen Märkte mit unserem Krempel (high quality natürlich) überschwemmen. Nein, es sind nicht die fehlenden Standards der importierten Produkte, sondern es ist der falsche Ansatz in der gesamten Außenwirtschaftspolitik.

Völlig d’accord. Aber das gilt nur für Deutschland. Die chinesischen Produkte sind aber für die Griechen, die Portugiesen, etc. ein Problem. Wenn wir Europa bauen wollen, dann brauchen wir keine Schuldenbremsen in den Verfassungen, sondern europäische Sozial- Gesundheits-, ökologische und Arbeitsschutzstandards. Da gibt es zwar auch ein Gefälle, aber mit dem Mittelwert liegt man noch weit höher, als alle anderen Kontinente. Wir können den Ricardo innerhalb Europa nutzen zwecks Nutzung Standort-bedingter Stärken und im Sinne einer optimalen Versorgung des europäischen Binnenmarktes. Aber nach außen machen wir die Schotten dicht, wenn’s sein muss.

Und selbstverständlich. Die Deutschen müssen ihren Binnenmarkt päppeln und zwar auf Kosten der Exportwirtschaft. Alles andere funktioniert auf mittlere und längere Sicht nicht.

“Und für eine Entwicklungsperspektive müssen Schwellenländer natürlich anders als zu skandinavischen Sozialstandards produzieren.”

Das ist wieder so eine logische Inselperspektive, dass sich mir die Haare sträuben, so ein Allerwelts-Gemeinplatz, tausendmal gehört, vor lauter Erschöpfung nicht mehr hinterfragt.

Erstens gilt das ganz bestimmt nicht mehr für so autokratische Staaten wie Malaysia, Indonesien, Russland, China etc. Die können ihre Eliten schröpfen. Höchstens für Afrika. Aber da kann man per Know-How-Transfer und Entwicklungshilfe sicherstellen, dass dort von vorne herein alles richtig gemacht wird.

Inwiefern ist eine “Steuergesundheit” auch gar nicht so schlecht; und ein Soli als Aufschlag auf die Einkommenssteuer zwar nicht der Königsweg der Besteuerung, aber immerhin besser als die meisten angedachten Möglichkeiten, da sich die normale Progression auch hier abbildet “

Ich wusste es. Die Piraten sind lupenreine Systemlinge ((c) ~HG~ ganz oben). Ich werde sie in Zukunft nur noch die Piräter-Partei nennen. Der Name Verräter-Partei ist ja schon für die SPD reserviert.

Steuerprogression? Die kann man auch besserer und sauberer beseitigen. Mit hier ‘nem Soli und dort ‘nem Soli bekommt das System ein Komplexität, die dann nur noch von Lobbyisten nutzbar ist.

Zack, weggehauen das Argument! What next.

So, jetzt mal was Grundsätzliches. Mir will einfach nicht in den Kopp, dass so eine Partei, die alternativ sein will, wie die Piraten, am Ende so einen programmatischen Schmonzes produziert. Es müsste doch das Anliegen von denen sein, dass die Gesellschaft bunter, demokratischer, vielfältiger wird, anstatt sich in eine Discounter-Wüste zu verwandeln, in die dann am Ende die Grundeinkommensbezieher einkaufen gehen müssen.

Nur mal so als Denkanstöße, wie sich Arbeitszeitverkürzung für alle (!) auswirkt:
- mehr Zeit für Politik (gerade bei den Piraten doch ein Thema)
- mehr Zeit für die Familie
- mehr Zeit für OpenSource-Projekte
- mehr Zeit für’s Kindermachen
- mehr Zeit für ein zusätzliches ernsthaftes Hobby-Business (Pullover-Stricken mit NC-Nähmaschinen auf Basis von Arduino-Controllern)
- mehr Zeit für alternative Projekte
- mehr Zeit für Selbstverwirklichung
- man ist im Gegensatz mit Grundeinkommen in der Gesellschaft respektiert
- die Menschen sind entspannter, freundlicher, besser gelaunt
- …..

Ob über vollen Lohnausgleich oder teilweisen – auf jeden Fall auf Kosten der Gewinne der Unternehmen und damit der Dividenden-Ausschüttungen – sei nochmal dahingestellt.

Selbstverstänlich müssen sich auch die Kostenstrukturen ändern. Aber auch das sind Ansatzpunkte für Alternativen:
- Förderung genossenschaftlichen Wohnens, statt Umwandeln von Mietwohnungen in Privatwohnungen über den Umweg “Finanzhaie”
- Dezentrale Energieerzeugung. Jeder erzeugt soviel wie möglich selbst, einen Teil bezieht er aus den Überschüssen der Nachbarschaft und den Rest liefern genossenschaftliche kommunale Betriebe
- Solidarische Versorgungssysteme, statt Provisionen und Gewinne für Versicherungsvertreter und Konzerne
- Förderung von dezentralen Wirtschaftsbeziehungen mit möglichst kompletten dezentralen Wertschöpfungs- und Konsumketten. Beispiel: Pullover werden nicht mehr aus China importiert, sondern hyperlokal von jemandem, der sich eine NC-Nähmaschine gekauft hat und damit die Nachbarschaft versorgt. OpenSource-Ecology. Global Village Construction Set.
- 90-prozentige Recyling-Wirtschaft
- etc.

Das (!) wären ureigenste Piraten-Projekte (gewesen). Das geht nur mit Arbeitszeitverkürzung, weil: wer sich dort engagieren will, kann sich nicht vollständig in seinem Haupt-Job auslaugen, wie das heute leider erwartet wird und auch von Frau Merkel in ihrer Neujahrsansprache gefordert wird: noch mehr Leistung, noch mehr anstrengen. Die herabhängenden Mundwinkel von Frau Merkel stehen sinnbildlich für eine trübe, depressive, abgehetzte unkreative, unsolidarische Gesellschaft.

BB Dezember 31, 2012 um 16:52

Übrigens glaube ich, dass die USA beginnen, so eine kontinentale Binnenpolitik zu betreiben:
- die setzen auf autonome Energieerzeugung, leider auf Fracking. Da wären wir Europäer?/Deutschen denen mit unseren alternativen Energien langfristig einiges voraus.
- die holen ihre exportierten Arbeitsplätze wieder heim in’s Reich Land (Apple, etc.).

Sollte sich Europa auch überlegen. Jeder Kontinent für sich ist groß genug, alles, was er benötigt, selbst zu produzieren. Trend geht also in Richtung “Kontinentale Binnermärkte”.

holger Dezember 31, 2012 um 17:27

BB

Nannte sich mal Protektionismus

Guten Rutsch. Macht aber nix, ich hab schon vor vielen Monden gesagt, das USA sich zurück ziehen muss und wird. Damals ist Warren Eisenbahner geworden. Ich geb nen dicken Hucken auf Good old Europe.

BB Dezember 31, 2012 um 17:32

@Holgi

das andere nannte sich mal Freihandel. Auch nur ‘ne Ideologie, die heute von finanzwirtschaftlichen Taliban (IWF, Weltbank, ….) als Dogma vertreten wird Ein bisschen Protektionismus, intelligent dosiert, kann Wunder bewirken.

Ebenfalls guten Rutch.

topi Dezember 31, 2012 um 18:26

@ BB

“Wieso das denn? Das sind alles Qualitätsstandards, sogar ökologische. Das wäre dann Recycling mit drin, etc. Ich denke, dass man auf unserem europäischen Niveau sowas wie eine 90-prozentige Recyling-Wirtschaft hinbekommen kann. Ich schätze, dass in vielen Ländern, von denen wir importieren, der Diesel zu 20% direkt von der Fabrikhalle in’s Grundwasser tropft.

Zack, weggehauen das Argument! What next?”

Nee mein Lieber; du hast nicht mein Argument wegggehauen, sondern dein Ausgangsargument komplett verändert, auf das ich antwortete. ;-)

Recyclingwirtschaft, schön. Sag ich seit Jahrzehnten, das wir längst satt versorgt mit Materie sind, nur gelegentlich (oder die Junkies eben öfter) eine Materieumformung brauchen, keine Mehranhäufung:
Hat allerdings gar nichts zu tun mit “Abschaffung von Sozialdumping” etc., für hier konsumierte Güter, UM den Wettbewerbsdruck wegzunehmen.
Es wäre ja nun komplett albern, den Chinesen vorzuschreiben, sie dürfen nur hierher exportieren, wenn sie mehr recyceln als wir hier. (imPrinzip argumentieren wir so: die dreckige Produktion wird ausgelagert, hier die Vorprodukte “sauber” zusammengebaut, und die anderen sind die bösen Umweltschweine).

Also: wenn Kriterien für Importprodukte entwickelt werden sollen, dann ginge das nur glaubwürdig, wenn man auch Rohstoffe einbezieht. Gerne. Aber nicht, um hier die Auspressung der Menschen zu verringern, das ist davon nicht abhängig (wenn man Volkswirtschaften betrachtet, und nicht einzelne Branchen).

” Wir können den Ricardo innerhalb Europa nutzen zwecks Nutzung Standort-bedingter Stärken und im Sinne einer optimalen Versorgung des europäischen Binnenmarktes. Aber nach außen machen wir die Schotten dicht, wenn’s sein muss.”

Schön gesprochen.
Der Politiker soll also über den Arbeitsschutz versuchen, die Interessen der Exporteure und der Finanzer zu brechen, quasi von hinten durch die Brust langsam köcheln, damit der Frosch keine Locken kriegt, oder so.
Na viel Glück.

“Und selbstverständlich. Die Deutschen müssen ihren Binnenmarkt päppeln und zwar auf Kosten der Exportwirtschaft. Alles andere funktioniert auf mittlere und längere Sicht nicht. ”

Der springende Punkt. Dann ist der Rest nur Folklore.
Man erinnere sich an 1969:: eine Exportsteuer wurde erhoben, um das außenwirtschaftliche Gleichgewicht, Teil des grundgesetzlichen AUftrags des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts, zu erhalten. (weil die Wechselkursmanipulatoren damals nicht aufwerten wollten).

“Und für eine Entwicklungsperspektive müssen Schwellenländer natürlich anders als zu skandinavischen Sozialstandards produzieren.”

Das ist wieder so eine logische Inselperspektive, dass sich mir die Haare sträuben, so ein Allerwelts-Gemeinplatz, tausendmal gehört, vor lauter Erschöpfung nicht mehr hinterfragt.

Erstens gilt das ganz bestimmt nicht mehr für so autokratische Staaten wie Malaysia, Indonesien, Russland, China etc. Die können ihre Eliten schröpfen. Höchstens für Afrika. Aber da kann man per Know-How-Transfer und Entwicklungshilfe sicherstellen, dass dort von vorne herein alles richtig gemacht wird.”

Wann war deine letzte Vor-Ort-Recherche? ;-)
Man schaue sich Reportagen an, beispielsweise aus China. Vor zehn Jahren hatte der gemeine Wanderarbeiter seine blaue Uniform an und lebte in 20-Mann-Zimmern; . Vergeiche das nmit den Berichten über die aus westlicher Sicht so arg gebeutelten Foxconner.

Natürlich könnten die Verteilungsverhältnisse in BRIC und co generell anders sein. Aber selbst auf auf unserem Niveau wären sie weit weg von unseren Sozialstandards.
Es findet allerdings im Allgemeinen eine Entwicklung statt. Ob man die wirklich beschleunigt, mit Importstandards, kann man durchaus bezweifeln. Da müsste hier das Verbraucherministerium im Zentrum der politischen Debatte stehen, statt von Hinterwäldlern aus Proporzgründen besetzt zu werden. :roll:

Jedes Land muss sich um seinen Binnenmarkt kümmern. Das bringt auch langfristige Stabilität.
Und Japan, Südkorea etc. zeigen, wie es geht.

“Ich wusste es. Die Piraten sind lupenreine Systemlinge ((c) ~HG~ ganz oben). Ich werde sie in Zukunft nur noch die Piräter-Partei nennen. Der Name Verräter-Partei ist ja schon für die SPD reserviert.

Steuerprogression? Die kann man auch besserer und sauberer beseitigen. Mit hier ‘nem Soli und dort ‘nem Soli bekommt das System ein Komplexität, die dann nur noch von Lobbyisten nutzbar ist.”

Hihi.
Also: isch bin kein Pirate. Ich hätte mal einer werden können, nach dem achtbaren berliner Ergebnis 2009 war mir klar, dass man da gute Chancen auf ein Mandat 2011 hat (die konnten ja nichtmal alle Pöstchen besetzen wegen Bewerbermangel und außerordentlichem Erfolg).
Allerdings bin ich nicht so hip-nerdig wie der Hans ;–), und zum Politiker auch kaum geeignet, mit meinem ruhigen ausgleichenden Wesen. :roll:

Und “Progression” hat nix mit “kalter Progression zu tun, mein lieber.
In einem ordentlichem Steuersystem gibt es das Prinzip der Leistungsfähigkeit der Besteuerung; höhere Einkommen also mit höheren Sätzen. Das nennt man Steuerprogression.

Der Soli haut da noch einen Prozentsatz drauf; ist nicht ganz so progrssiv wie eine Verstärkung der Progression, aber zumindest hält er die bestehende bei: wer nix zahlt, zahlt nix mal y,x. Und wer schon 53 Prozent Spitzensteuersatz hatte, der zahlte darauf noch mal 7,5 Prozent soli.

(Ja liebe Kinder, so war das damals. Im Sozialismus unter Schwarz Gelb.
Bis Steuersätze über 40 Prozent als unmoralische Enteignung galten. :roll: )

Also: ein Zuschlag auf die EInkommenssteuer ist nicht so leistungsgerecht (“Progressiv”) wie eine Erhöhung der SPitzensteuer mit entsprechender ANpassung; aber quasi doch.

“So, jetzt mal was Grundsätzliches. ”

Sehr schön. Können wir noch ausbauen.
Ging aber nicht an mich, oder? ;-)

"ruby" Dezember 31, 2012 um 19:29

“Viele Arduino-Klone werden als Bausatz vertrieben und sind günstiger als das Nano-Board, mit einem (Standard-)Lötkolben muss man dann aber umgehen können. Die Bausätze enthalten keine SMD-Komponenten (Surface Mounted Device), sind also recht einfach zu bestücken.

Weiterhin gibt es spezielle Arduino-Versionen für besondere Umgebungen, die etwa für knappen Platz oder für besonders niedrigere Versorgungsspannungen von 3,3 Volt optimiert sind. Ein besonderer Exot ist Lilypad, ein Arduino für „Wearable Computing“, der mit leitfähigem Garn in Kleidung eingenäht wird.”
aus :
http://www.heise.de/ct/artikel/Shake-rattle-n-roll-292164.html
Scotti beam sie weg …
http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Podcast/2012/2012-12-31-neujahrsansprache/2012-12-31-Neujahrsansprache.html

BB Dezember 31, 2012 um 19:45

Ach du bist kein Pirat? ich dachte, weil von und zu Treidelstein hier mal so Andeutungen gemacht hat, ihr beide hättet hier ein Rentenkonzept ausgearbeitet und Teile davon seien dann in das Programm der Piraten eingeflossen :O),

Aber mit dem Soli, das ist trotzdem keine gute Idee, ob gegen Progression oder was anderes. So entsteht niemals nie ein vernünftig klares Steuersystem.

Du bist also mehr oder weniger ein Freund des Stufensystems, wie Merz, Henkel und Co.?

Das Hauptgegenargument ist doch, dass einmal mehr die Besserverdienenden gechont werden.

“Der Politiker soll also über den Arbeitsschutz versuchen, die Interessen der Exporteure und der Finanzer zu brechen, quasi von hinten durch die Brust langsam köcheln, damit der Frosch keine Locken kriegt, oder so. Na viel Glück.”

Nein, nicht um die Interessen der Exporteure zu brechen, sondern um die deutschen Arbeitnehmer und unseren erreichten Wohlstand zu schützen vor dumpenden ausländischen Importeuren.

Wie man das durchsetzt? Da sollen sich mal die Politiker bei unseren Automobil-Herstellern erkundigen. Da machen jeden Tag peinlichste Audits bei ihren Zulieferern und zwar im Inland und im Ausland. Wenn man dafür Beamten braucht, soll man halt Beamte dafür einstellen. Schafft auch Arbeitsplätze. Oder der Tüv macht gute Geschäfte. Kann ja der Importeuer dann die Dienstleistung bezahlen. Braucht man nur bestimmen!

Man schaue sich Reportagen an, beispielsweise aus China. Vor zehn Jahren hatte der gemeine Wanderarbeiter seine blaue Uniform an und lebte in 20-Mann-Zimmern; .

Ja eben, aber eben heute nicht mehr.

Wir brauchen keinen Export deutscher Luxus-mobile an die dort ansässige Elite, während gleichzeitig unsere ProllVolkskutschen-Hersteller (Opel, Ford) Pleite gehen, weil bei uns wegen der Dumping-Importe die Löhne sinken.

BB Dezember 31, 2012 um 19:55

Der vorige Kommentar ging natürlich an topi

@ruby

Das Arduino-Board ist glaube ich, noch ziemlich teuer (80 € oder so).

Es gibt da noch den Raspberry Pi, der kosten irgendwas um die 30€.

Wenn man eine Fernbedienung bauen möchte, die auch die Nachbarn haben möchte, dann sollte man vielleicht auch noch ein Chassis spendieren. Kann man ja mit einem 3D-Printer herstellen.

Sollte dann alles zusammen dann inklusive eines ordentlichen Gewinns für den lokalen Produzenten nicht mehr als 50€ kosten.

Wenn man mal den gesamten Herstellungprozess inklusive Design etc. schön in einem gut gemachten Handbuch nachlesen kann (und nicht in irgendeinem nerdigen unübersichtlichen Wikis sich anhand von unvollständigen Dokumentationen irgendwas zusammenreimen muss :-( ), dann könnten überall viele kleine Fabriken entstehen, die dann in kleinen bis mittleren Serien für den hyperlokalen Markt produzieren.

Bis dahin ist noch ein langer ordentlicher Weg.

robsen Dezember 31, 2012 um 20:52

“Zack, weggehauen das Argument! What next?”

bitte was? ein argument weggehauen? weil wir recyceln schon irgendwie die bereits hier rummüllenden rohstoffe? und überhaupt sind wir ausnahmsweise mal mit ein wenig protektionismus (aber nur ausnahmsweise) und dank unserer allerhöchsten standards in allen nur denkbaren bereichen (atomkraft, innere sicherheit ) nicht auf rohstoffe oder anderweitige ausbeutungsresultate der restlichen welt angewiesen, nie wirklich gewesen (is ja auch nur n geringer anteil am wert der importe). nee, is klar, die wollen sich dort einfach nicht weiterentwicklen auf unser hohes niveau. kümmern wir uns also derweil lieber um den binnenmarkt für unsere karossen (wer hat nur 2 autos?), industrieanlagentechnik, (was noch so? bissel chemiezeugs?) und hohe kultur im besonderen, das wird dann von ganz alleine. wirtschaft funktioniert auch nur national, wenn man bloß will.

robsen Dezember 31, 2012 um 21:12

wenn man schon dafür argumentieren möchte, wir könnten dank hoher produktivität unsere standards auch unter anderen voraussetzungen halten, sollte man vielleicht mal wenigstens am rande näher drauf eingehen, wer mit “wir” gemeint ist und wessen/welcher “standard”. ist nunmal nich genormt, das, bestimmt wegen dem pösen ausland, welches ständig unsere hart erarbeiteten standards drückt.

"ruby" Dezember 31, 2012 um 21:34

@ BB

haben in den 80ern eproms programmiert und mit lötkolben auf die platinen gebrannt – schön wie heute die massenproduktion vor ort controlled werden wird …
20 jahre später
http://www.youtube.com/watch?v=3M-oAc9N6AU
war damals der wechsel von analog zu digital !

topi Dezember 31, 2012 um 21:45

@ BB

” Aber mit dem Soli, das ist trotzdem keine gute Idee, ob gegen Progression oder was anderes. So entsteht niemals nie ein vernünftig klares Steuersystem.

Du bist also mehr oder weniger ein Freund des Stufensystems, wie Merz, Henkel und Co.?

Das Hauptgegenargument ist doch, dass einmal mehr die Besserverdienenden gechont werden.”

Sag mal, hast du schon vorgeglüht? ;-)
Mit so einem Missverständnis kann man nich tins neue Jahr gehen.

Ein “Soli” schont eben nicht die Beserverdienenden. Wer 20 Prozent STeuersatz zahlt, hat bei einem Soli von 5% dann 21 Prozent. Steuersatz.
Wer 50 Prozent STeuersatz hat, zahlt dann 52,5.

Man könnte stattdessen auch den gesamten Tarif nach oben verschieben. “Soli” klingt nur sympatischer. :roll:

Und ich bin ein Freund von Henkel? Wie kommst du denn darauf?
Man könnte sogar STufentarife diskutieren, 5 Stufen beispielsweise. Das sit aber egal, in erster Linie geht es um die PROGRESSIVITÄT der Besteuerung: höhere EInkommen sollen auch höher besteuert werden. Progressivität= Leistungsfähigkeitsprinzip= sinnvoll.

Andere Vorschläge über Mehrwertsteuer oder sonstige Verbrauchssteuern oder Kürzungen von öffentlichen Leistungen dagegen schonen die Besserverdienenden.

Man kann nur alleinige Reichensteuern oder Vermögenssteuern noch besser finden, richtig. Aber ein Soli ist schon mal ganz gut, im Vergleich zur Entwicklung der Besteuerung im letzten Jahrzehnt.

Also immer schön sachlich bleiben. ;-)

“Nein, nicht um die Interessen der Exporteure zu brechen, sondern um die deutschen Arbeitnehmer und unseren erreichten Wohlstand zu schützen vor dumpenden ausländischen Importeuren. ”

Da drehen wir uns im Kreis, vielleich tnächstes Jahr nochmal?
Es ist nicht Foxconn “schuld”, sondern die Export- und FInanzindustrie. Die setzen die Politik durch, die hier den Binnenmarkt ruiniert, zugunsten von weiteren Überschussexporten samtÜberschussexportarbeitsplätzen, ohnedass dafür hier realer Wohlstand entsteht, weil ja der Krempel weg ist.

Ohne diese Politik könnten Foxconn und co nur soviel hierher verkaufen, wie wir dorthin verkaufen, roundabound. Und die Löhne und Sozialstandards hier so sein wie früher, oder in Luxemburg, meinetwegen.

“Ja eben, aber eben heute nicht mehr.

Wir brauchen keinen Export deutscher Luxus-mobile an die dort ansässige Elite, während gleichzeitig unsere ProllVolkskutschen-Hersteller (Opel, Ford) Pleite gehen, weil bei uns wegen der Dumping-Importe die Löhne sinken.”

Häh?
Weil die Chinesischen Arbeiter erheblich mehr verdienen als früher, Tendenz weiterhin stark steigend (sagt zumindest mein Mann in China :roll:), geht hier Opel Pleite?

Weil jetzt die Foxconn-Arbeiter nicht genug verdienen, um auch noch Opel zu kaufen, oder wie geht der Schluss?

Nein, die verfehlte deutsche Industriepolitik (man tut ja so, als gäbe es dies nur in Frankreich) führt zur falschen STruktur der deutschen Indistrie; und da fliegen schon mal Branchen(Teile) hinten runter.

Die Pleite von Opel wäre ja auch kein Problem, wenn man denn im Binnenmarkt gleichwertig bezahlte Arbeitsplätze fände.

topi Dezember 31, 2012 um 21:50

@ robsen

BB sprach von Europa, so fair muss man schon sein.
Und ein 500-Millionen-Menschen-Markt ist nun wirklich groß genug für die meisten Branchen.

Der Kern ist doch: es geht nicht um Offenheit oder Nichtoffenheit, sondern um die inländische Verteilung. (und Exportüberschusshochjubelung mit Lohndrückung ist halt die deutsche Ausprägung)
Kleine Länder sind zwangsläufig extrem offene Volkswirtschaften, sonst sähe es wohl ziemlich trübe aus in Luxemburg.
Trotzdem gibt es da wohl eher wenig Sozialdumping, wenn ich mich nicht irre.

topi Dezember 31, 2012 um 21:52

Guten Rutsch dann allerseits.
Bin auch für heute mit meiner Bastelarbeit (das Bad ist so klein und günstig mit Heizung bestückt, dass da nix reinpasst) fertig. :roll:

holger Dezember 31, 2012 um 22:41

topi

—>>>Die Pleite von Opel wäre ja auch kein Problem, wenn man denn im Binnenmarkt gleichwertig bezahlte Arbeitsplätze fände.”

Macht nix, hat ja auch für jeden Ossi einen Platz gehabt… :D Guten
Rutsch…

"ruby" Dezember 31, 2012 um 22:45
holger Dezember 31, 2012 um 22:46

Aber ihr Ostgoten habt ja die Weisheit mit Löffeln gefressen… (Meinte auch mein Freund Nevzad zu mir) Mauer wieder hoch, Schatten bis zum Ural und gut ist.

holger Dezember 31, 2012 um 22:49

*roll*

petervonkloss Januar 1, 2013 um 03:03

Vom Fortschritt umnebelt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/jared-diamond-unterschiede-traditioneller-und-moderner-gesellschaften-a-874050.html

„Waiyama kaubuwai arakibipa purikiye, waima kabuwai arakibipa kampa purikiye.“ (Foreisch) Papua-Neuguinea.

“Wenn eine Frau eine heilige Flöte anschaut, wird sie sterben, aber wenn ein Mann eine heilige Flöte anschaut, wird er nicht sterben.”

Fürs neue Jahr alles Gute, es lebe der „Instinkt“. Die Wein – Party.

petervonkloss Januar 1, 2013 um 05:05

Notizen (Sloterdijk) für 2013:

wider »das depressive Gemaule der Vernünftigen«

Das Unglaubliche sei »der einzige Maßstab, an den zu glauben immer richtig ist.«

Den Sozialphilosophen Ulrich Beck bezeichnet er als einer jener »Virtuosen der vagen Rede, die es vorziehen, ungefähr recht zu behalten, als sich genau zu irren«. Den jüdischen Stress definiert er so: »ein so kleines Volk, ein so großer Gott, wenn das mal gutgeht.«

„In tausend Jahren“, so Peter Sloterdijk

„wird man sich an Europa erinnern wie an das Mittlere Reich am Nil. Man wird die Legende vom sozialdemokratischen Kontinent erzählen wie den Mythos von Atlantis. Philologen werden Untersuchungen zu antiken Wörtern wie ,Arbeitslosengeld‘, ,Wohngeld‘ oder ,Kindergeld‘ anstellen, als wären es Hieroglyphen an der Wand eines der Göttin ,Gesellschaft‘ geweihten Tempels.“

http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/rudolftaschner/1327166/Als-gaebe-es-kein-Morgen_Tausend-Jahre-koennen-kurz-sein-wie-ein-Tag

Die Wein-Party.

holger Januar 1, 2013 um 10:24

Moin Topi

nicht dass du mich falsch verstehst. Wir haben schon zu viele noch schon zu viele Mauern.

Und nun kann man sich streiten, ob viele oder wenige gut sind. Entweder betrachtet man die Eurozone als Ganzes, oder man lässt es einfach sein. Dazwischen gibt es nix.

Deswegen kann man den Export Drachen nicht isoliert sehen. Großer Fehler.

Wird aber getan. Wir haben Mauern (Steuern/Abgaben) aber eine Währung. Wir haben unterschiedliche Produktions Niveaus und unterschiedliche Bedingungen. (Infrastruktur/Wetter)

Also was willst Du? Mauern bauen? Wenn ja, dann aber bitte schön richtig!

Hollande fällt ja auch schön auf die Schnauze :D Das sogar Obelix nach Belgien abhaut. LOL :D

Und was ist mit Peer dem Großen? Oder den ganzen Linken und Rechten Sozialisten? Da kömmt aber auch gar nix!

Ich sachs nochmal… für Dein Konzept braucht es reichlich Grenzsicherung. Willst Du das?

Frohes Neues

BB Januar 1, 2013 um 10:46

@topi

OK, was den Soli betrifft, da hatte die Silvesterbowle schon das erste Mal den Grund erblickt.

Trotzdem: Steuern für alle sind Mist. Die Mittel der Wahl sind: Vermögenssteuer, Kapitalertragssteuer, Finanztransaktionssteuer, Spitzensteuersatz, Unternehmenssteuern

Das muss die prompte Antwort sein auf jeden Vorschlag, der zur Zeit aus der Giftküche von Schäuble kommt.

BB Januar 1, 2013 um 10:54

@petervonkloss

“Denn oft kündigte sich in der Geschichte der Verfall einer Epoche dadurch an, dass die in den letzten Zügen dieser Epoche Lebenden nicht nur ihre Errungenschaften als selbstverständlich betrachten, sondern sogar in unzulässiger Übertreibung in Anspruch nehmen: Nur wenige Tage vor dem Sturz des Zaren stritten sich russische Popen über die gottgefällige Länge ihrer Bärte.”

Dolle Beweisführung, muss ich schon sagen!

BB Januar 1, 2013 um 10:55

Frohes Neues übrigens.

BB Januar 1, 2013 um 10:59

@rubi

Na da ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um wieder einzusteigen:

http://www.arduino-tutorial.de/2012/09/the-inebriator/

petervonkloss Januar 1, 2013 um 12:18

@BB

na ja,…..es ist ja nur der Ausschnitt meines Ausschnitts.

Aber wozu immer diese Beweisführungsversuche, die doch gar nicht intendiert sind, insofern sie gar keine Wahrheiten herstellen wollen, sie nicht institutionalisieren wollen.?!.

petervonkloss Januar 1, 2013 um 12:34

Mit den Bärten will Sloterdijk ja nur sagen, daß es grundsätzlich dringlichere Themen gibt!.

holger Januar 1, 2013 um 12:42

BB

—>>> Die Mittel der Wahl sind: Vermögenssteuer, Kapitalertragssteuer, Finanztransaktionssteuer, Spitzensteuersatz, Unternehmenssteuern”

Warum denn? Bei der Cash Flow Tax bin ich ja vollkommen dabei. Aber warum müssen denn die bestraft werden, die auch noch was TUN?

Warum muss so ein “Wichser” der was machen will, auch noch dafür bestraft werden es zu machen?

Am besten ist, alle stellen mal das TUN ein… wollen mal sehen was passiert.

Ich lasse mich jedenfalls nicht mehr melken. Von keinem. Abgeben würde ich schon was. Aber nicht mit im Gleichschritt. Und auch nicht in einem Arbeiter und Bauern Staat.

Und ich kacke auf den Nächsten und seine Liebe.

holger Januar 1, 2013 um 12:50

Und natürlich kann ich nur Leben, wenn meine Kunden Geld haben. Nur dann habe ich ein Einkommen. Nur ist meine Kunde nicht der Staat.

Noch nicht.

Und wenn man eben meint, DER STAAT könnte alles und jedes Regeln für alle, na dann gute Nacht Marie.

DER STAAT muss nur das notwendigste Regeln. Aber DIESER STAAT mischt sich in alles ein. Sogar in das Wachsdumm der GURKEN.

DIESER STAAT hat dafür zu sorgen, dass alle über das Grunzsätliche frei verfügen können. DH Energie, Geld, Transport von was auch immer.

Das was darüber hinaus geht, macht der “freie” Geist. Oder Gott oder wie auch immer oder die invisible Hand.

petervonkloss Januar 1, 2013 um 13:10

„Tu-Nix“ war mal eine „Initiative“, die damals von M. Foucault unterstützt wurde. (Ein taoistisches
Handlungsprinzip).

BB Januar 1, 2013 um 13:34

@holgi

“Und natürlich kann ich nur Leben, wenn meine Kunden Geld haben. “

Hast Du denn jetzt auch ein Hobby-Business?

(und schon wollen sie ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegen)

BB Januar 1, 2013 um 13:36

@petervonkloss

„Tu-Nix“

Jau, für diese Einstellung gibt es bestimmt viele Belege, von Nietzsche bis Budda.

Aber bedenke: Jeder Mensch strebt nach Transzendenz!

(Ich mime jetzt auch mal den Schlauen und tu so als wüsste ich wovon ich rede)

holger Januar 1, 2013 um 13:49

BB

—>>>Hast Du denn jetzt auch ein Hobby-Business?”

Schon lange… :D war nur nicht “erfolgreich” ;-)

—>>>(und schon wollen sie ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegen)”

Entweder Singapoor oder Delaware… evtl. auch Hong Kong. :D

Fiscal Cliff eben LOL

enrico Januar 1, 2013 um 14:53

wünsche allen, die wie ich, dieses Jahr nicht versetzt wurden und 2012 noch einmal wiederholen müssen, einen guten Neuanfang.

~ HALBGOTT ~ Januar 1, 2013 um 15:05

~ halbgott ~ … sein Vorschlag für die peeer’sche Debatte um Kanzler-Gehalt:

===> … Peeeer hat recht! … die deutse Bundesganslerin verdient zu wenig!! … folgende Änderungen am Kanzler-Gehalt sind alternativlos:

=====================================
1.) … deutse Bundeskanzler erhält Leistungsbereitschaftsbonus von … DM 1.000.000.000,00 … für jedes Prozentpunkt, wo Nettoreal-Durschnittsstundenlohn von deutse Arrrbeiter in seiner Amtsperiode steigt!! … weil … Leistung mußß sisch wieder lohne tue!!

2.) … deutse Bundeskanzler erhält für jedes Prozentpunkt, wo Nettoreal-Durschnittsstundenlohn von deutse Arrrbeiter in seiner Amtsperiode fällt … 666 Peitschenhiebe mit rostige Eisenstange auf Rücken!! … weil … so geht Kapitalismus: Zuckerbrot & Peitsche !! … als Leistungsbereitschaftserbringungskatalysator !!

=====================================

===> … hier können sich @Helmut Hohl, @Rothschild-Gerdhard & @Stasikasi … ausreschne, wie hoch die Gesamtvergütung für ihre jeweilige Leistungsbereitschaft zum Wohle von deutse Volk ausfällt …

http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2011/11/1a204.jpg

===> … “deal”? … or “no deal”, @Peeer??

"ruby" Januar 1, 2013 um 15:21

@ BB

Controller für Vielfalt und
wenn schon in die Schweiz dann mit
http://www.schaerer.com/webautor-data/105/Schaerer-Coffee-Art_DE.pdf
It is Coffeetime ;-)

"ruby" Januar 1, 2013 um 22:50

1982 – change from analog to digital
Trans : “We are in control”
http://innernerd.de/2010/03/30/trans/
damals musikalische Avantgarde
und wir hier heute ?
haben die richtigen die “un”glaubliche Wachstumslokomotive der angewandten Mikronisierung endlich erkannt, um Wettbewerbsvorsprünge zu erschaffen?
“Sample and Hold” please ;-)
new design

Folkher Braun Januar 2, 2013 um 02:54

Bester ruby,

1982 habe ich mir meinen ersten Confuser gekauft, einen Radio Shack mit Kassettenrecorder als Datenspeicher. Und mit dem Basic- Programmieren: das war einfach stark. Neill Young war was für kleine Mädchen. Wir hörten Roger Chapman & Shortlist.

"ruby" Januar 2, 2013 um 21:02

@ Folker Braun

Gruß vom Sinclair ZX81 Nutzer und Programmierer mit Speichererweiterung und CompactCassetten BASF Ferro Speicherung ;-) – cooles fiepen …
Anschluss an Grundig TV
http://www.grundig.de/typo3temp/pics/b713274012.jpg
mit Sensortasten !!!

http://de.wikipedia.org/wiki/Sinclair_ZX81

Music dabei Adam and the Ants …
dagegen war Roger Chapman und seine Rhytmuscombo – Klassikgedudel ;-) Spass muss sein

Basic
Pascal
C

h.huett Januar 4, 2013 um 22:12

Hier nur kurz der Hinweis darauf, dass ich den Beitrag um die Schlusspassage des Vortrags ergänzt habe, die im Livestream irgendwie verloren gegangen ist.

Der überarbeitete Text erscheint morgen in der Printausgabe der FAZ.

Keynesianer Januar 4, 2013 um 22:30

@h.huett

Mich würde höchstens interessieren, wieviele Zuhörer das bis zum Schluss ausgehalten haben. :)

h.huett Januar 4, 2013 um 23:17

Keynesianer

Ein paar hundert werden es gewesen sein, von den ungezählten Online-Fans ganz abgesehen. Im übrigen: was kann ich dafür, wenn der Altersstarrsinn Ihre Aufmerksamkeitsspanne zusammenschnurren lässt?

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Welche politischen Motive bringen solche Wörter hervor? Ist es der Versuch vorsätzlicher Irreführung? Betreiben abgefeimte Manipulatoren hinter der Kulisse politische Falschmünzerei? Die politische Praxis erzeugt Kampfbegriffe und Nebelwörter und bringt sie in den Verkehr. Wahrheit ist kein politisches Ziel, Machtanspruch schon. Politische Nebelwörter inszenieren den Eindruck von tatkräftigen weitsichtigen Männern und Frauen. Tatsächlich erzeugen und reproduzieren die Wörter den Nebel, in dem die Politiker stecken. Sie bringen unfreiwillig die Wahrheit ans Licht. „Die Sprache bringt es an den Tag“, wie Victor Klemperer schrieb.