Sind Sprachnormen symbolische Maginotlinien?

by h.huett on 15. Januar 2013

Heute Morgen kam als Echo auf eine scharfe Diskussion zwischen Anatol Stefanowitsch, Christoph Kappes und mir ein etwas moderateres Gespräch zwischen Martin Lindner, Philippe Wampfler, Christoph Kappes und mir zustande, das ich mit Erlaubnis der Beteiligten hier dokumentiere.

Martin Lindner: nach 1 jahr fortgesetzte ebook-isierung meiner unveröffentlichten habilschrift http://martinlindner.pressbooks.com/ – und was finde ich bei Frisch? #Neger

Philippe Wampfler: Verwendet Frisch mehrfach. (Frisch war (latenter) Sexist und Rassist.)

Martin Lindner: uh, man ist mir mit dem R-wort zu schnell bei der hand. aber klar ist das nicht sauber. (übrigens geht es um “Frauen & Neger”.)

Philippe Wampfler: Frage mich, ob Zurückhaltung da angebracht ist. Bin sehr unsicher, schwer zu entscheiden.

Martin Lindner: Natürlich kann man solche Stellen, wenn man sie analysiert hat, klar bezeichnen. Frisch war in mancher Hinsicht A…loch.

Hans Huett: Die Frage, was der Autor für eine Person gewesen sein mag, hat mit seiner literarischen Bedeutung nichts zu tun.

Martin Lindner: ja klar, aber die literarische bedeutung hat ja auch nicht “er”, sondern die texte.

Hans Huett: Ich erwähnte das, weil gestern in einem Podcast einem gewissen Shakespeare ein kurzer Prozess gemacht wurde link: https://soundcloud.com/astefanowitsch/die-feinde-gerechter-sprache

Martin Lindner: und ich dachte, weil ich hier Max Frisch gestern nacht als “A…loch” bezeichnet habe ;)

Martin Lindner: mit der sprach-argumentation von @astefanowitsch im podcast bin ich auch nicht völlig glücklich.

Hans Huett: Atomloch?

Hans Huett: Mir ist das Wort “unsäglich” als kritische (oder linguistische) Kategorie fremd.

Martin Lindner: ja, “unsäglich” ist de facto immer suspekt, wegen des empörten denkabschneidenden untertons. auch wo man es inhaltlich versteht.

Hans Huett: “Unsäglich” beschneidet die Kritik, errichtet Tabus & ist eine paradoxe Intervention, der fast 30 21 Minuten folgen.

Martin Lindner: die ganze sache ist komplex (übrigens hat Müller-U heute “seriös” in #sz nachgelegt). gibt es ein gutes PC-sprachanalyse-buch?

Martin Lindner: mich stört eher der bourgeoise hautgout von “unsäglich”. dass er sich traut, wütend & paradox zu sein, mag ich wiederum gerade.

Hans Huett: Der pc-Begriff ist so deplatziert, dass ich das Buch selbst schreiben müsste. Sprachanalyse funktioniert am besten leibhaftig.

Martin Lindner: pc-begriff ist ja wohl ursprünglich polemisch-abwertend. “gerechte, sensible sprache” ist schon ein überlegenswertes anliegen.

Hans Huett: Die Norm ist gut gemeint, verlagert die Konflikte, um die es geht, auf eine symbolische Ebene, statt sie auszufechten.

Martin Lindner: da stimme ich diffus zu, aber es gibt natürlich sprachnormen, & man kann sie auch verhandeln. fragt sich nur, wo & welche ebene.

Hans Huett: ok, ok, Sprachnormen sind symbolische Maginotlinien. Sie werden immer umgangen, auch ohne Panzer.

Martin Lindner: sie werden immer _auch_ umgangen, von literaten zb, aber 90% halten sich dran. & das ist (z.b. bei den #piraten) an sich gut so.

Christoph Kappes: schlage vor: was gutes lesen und dann heraushängen, ich mache mit. Die Wechselwirkungen sind ja evident.

Hans Huett: Die Sprachevolution lebt vom Bruch & dem Biegen der Normen. Ich präferiere politische Konflikte und ihre Verfahren.

Martin Lindner: um biegen & bruch braucht es normen. ich bin für konflikte auf allen ebenen. (nur konfliktlosigkeit macht mich nervös.)

Hans Huett: passend stoße ich gerade auf eine Erinnerung an Schleiermachers “Wut des Verstehens”

Martin Lindner: recherchieren wir mal. auf anhieb hab ich nichts gefunden.

Philippe Wampfler: Vielleicht das da:

http://ebooks.cambridge.org/ebook.jsf?bid=CBO9780511617881

Martin Lindner: danke, das sieht schon mal nicht schlecht aus.

Christoph Kappes: ist das nicht sogar ein klass Streit der Sprachphilosophie? Sprache – Denken.

Martin Lindner: ein guter grundsatztext von @stefanowitsch zu “gerechte sprache” findet sich hier: http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachkritik/2010-11-12/gerechte-sprache-und-sprachpurismus

{ 204 comments }

Gregor Keuschnig Januar 15, 2013 um 20:55

Stefanowitsch kommt mir in Form und Eifer wie eine Miniaturausgabe von Henryk M. Broder vor. (Das ist eine polemische Formulierung, aber über manche Leute kann ich einfach nur noch so schreiben.)

Martin Lindner Januar 15, 2013 um 22:56

ich mag @astefanowitsch, gerade auch wegen seines furor, während ich Broder inzwischen für einen kaschperl halte. (übrigens ist der unsägliche (sic) Burkhard Müller-Ulrich mitglied bei Broders “Achse des Guten”.)

aber ich verstehe, was gemeint ist. ich habe mir auch überlegt, ob ich mich überhaupt dazu äußern soll: schließlich bin ich ja im wesentlichen gar nicht anderer meinung. auch der Thielemann-verlag hat meinen segen, wenn er den empfindsameren eltern-kunden das schlimme N-wort ersparen will.

nur die vorstellung davon, welche wirkung das N-wort haben und warum und auf welcher ebene es “rassistisch” wirken soll … die kommt mir auf anhieb abstrus vor. ich habe aber keine abschließende meinung, die ganze PC-diskussion habe ich (als weißer mann vorgerückten alters) verschlafen und ausgeblendet.

jetzt habe ich kurz mal versucht, ein kultursemiotisch-linguistisches standardwerk zu finden, das mir die vermuteten bedeutungs- und wirkunsgzusammenhänge erklärt, aber ich habe bis jetzt nichts gefunden. was mich als germanist und altgedienten text-und diskursanalyse-spezialist hier ärgerte, war glaube ich die inbrünstige selbstverstärkung meiner filterbubble.

(meine twitter-timeline besteht nicht zufällig v.a.aus “gutmenschen”, eine bezeichnung, die ich selbst immer als ehrend empfunden habe. diese kognitive dissonanz wie hier ertrage ich dann aber nicht, dann muss ich widersprechen, auch wenn es nur um “Die Kleine Hexe” geht, deren unangetasteheit mir herzlich wurst ist.).

Fritz Januar 15, 2013 um 23:04

a) Der Twitter-Dialog ist ein interessantes Format. Man spürt die Denkpausen. Das Gespräch hüpft weiter, bleibt aber auf einer Linie.
b) Mich wundert, dass Martin vor wenigen Tagen seinen alten Essay über die Antisemitismus als “Sprachspiel” und “Mythos” wieder in die Debatte gebracht hat, hier aber nicht daran denkt, dass auch der allgemeine Rassismus so ein Mythos ist. Zu Frisch’ Zeit klang der Begriff “Neger” im Deutschen durchaus schon abwertend (“Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger …”) und als ein beruflicher Sprachsensibilist musste er mithören, was in dem Wort an Kolonial-Bewusstsein mitschwingt. Von daher würde ich “im Lindner’schen Sinne” Frisch als Rasissten bezeichnen, weil er das rassistische Sprachspiel weiterführt. Innerlich ist er vllt keiner, bestimmt hat er gerne Jazz gehört, sprachpraktisch ist er aber einer. – Interessant in diesem konkreten Fall ist vllt außerdem ein Blick zu den Betroffenen selbst in den USA. Wenn ich mich nicht irre, gibt es da von Zeit zu Zeit neue Präferenzen – immer setzt die ältere Formulierung Konnotationen an, die man irgendwann zum Schweigen bringen möchte, indem man ein neues Wort als “korrekt” setzt – negroes, blacks, afro-american, coloured people, diversified human beings …
c) Beim Stefanowitsch frage ich mich, ob er eine Form von Gesinnungswissenschaftler repräsentiert (und keinesfalls als einziger, man kann ja gerade mit dem Gender-Thema an deutschen Universitäten Karrieren starten). Die Ansichten, die er so hat, kann er gerne vertreten, sie sind diskutabel. Dabei schmückt er sich aber immer mit dem Schutzschild “Ich bin Wissenschaftler”. Eine Art Selbsteinsalbung seiner Meinungen. Er hängt da seiner Debattenposition immer diesen Orden “wissenschaftlich erforscht” um. Das ist albern und im Kern gerade unwissenschaftlich, denn es gibt bei ihm mE nach etliche Grundannahmen, die auf nichts beruhen als darauf, dass er sie gerne glauben möchte.

Erbloggtes Januar 15, 2013 um 23:17

@Fritz: Es gibt bei jeder wissenschaftlichen Position etliche Grundannahmen, die auf nichts beruhen als darauf, dass man sie gerne glauben möchte. Das ist wissenschaftstheoretisch gut erforscht.

Martin Lindner Januar 15, 2013 um 23:21

ja, das hat natürlich auch mit dem antisemitischen sprachspiel zu tun. die rassistischen sprachspiele müsste man erforschen. (mit allen dunstkreisen und grauzonen.)

ob Frisch “rassist” war … schwierig, ich bin nicht ganz sicher. es gab sicher auch eine entwicklung seit den 1930er jahren. ich müsste mal seine US-texte ende der 1960er / anfang 1970 dazu ansehen.

ich dachte und denke eigentlich noch, dass das irgendwelche US-sprachwissenschaftler getan haben müssten, habe aber bei oberflächlicher suche noch nichts gefunden.

ob die stellen, die ich da bei Frisch markiert hatte, “rassistische äußerungen” sind: nach meinen bisherigen maßstäben nicht, da war “rassismus” der begriff für eine einigermaßen konsistente, auf festen rassischen stereotypen aufbauende weltanschauung.

aber sie sind sicher irgendwie “rassistoid”, und übrigens auch im selben atemzug weiß-maskulinistisch. (die “neger” machen da mit weißen frauen herum.) trotzdem war Frisch halt kein faschist, kein nazi, ausweislich seines weiteren werdegangs auch kein “rassist”.

Martin Lindner Januar 15, 2013 um 23:22

die US-forschung, die ich vermisse, bezieht sich natürlich nicht auf Frisch, sondern auf einen theoretisch vertieften begriff von “rassistischer sprache” usw.

Linus Januar 16, 2013 um 00:05

@Martin Lindner:
Vielleicht liege ich ja jetzt total daneben – ich kenne den Kontext (noch) nicht. Aber ich frage mich gerade: Warum dürfen “neger” eigentlich nicht mit weißen frauen rummachen?

Martin Lindner Januar 16, 2013 um 00:11

@Linus natürlich dürfen sie. nur Frisch in seinem Tagebuch 1946 – 1949 fand das (auffälliger Weise) irgendwie … bemerkenswert.

inzwischen hatte die recherche erfolg: es gibt viele seriöse diskursanalytische studien zu “rassistischen diskursen”. hier ist ein einschlägiges buch online: http://www.linse.uni-due.de/obst-46-1992-der-diskurs-des-rassismus.html

theoretiker sind Teun van Dijk, Siegfried Jäger, Jürgen Link, Ruth Wodak. Jäger und Link stehen meiner eigenen akademischen schule recht nahe. was das genau für PC bzw. “gerechte sprache” bringt, für die einstufung solcher “neger”-stellen usw. wäre noch zu prüfen.

h.huett Januar 16, 2013 um 00:25

Linus

Die Frage ist großartig. Thomas Pynchon hat darüber einen 1000seitigen Roman geschrieben, von der namenlosen Angst des weißen Manns, von seinem Helden, einem amerikanischen Offizier, der in London stationiert, immer da einen Orgasmus hat, wo 24h später eine deutsche V2 einschlägt. Die Abwehr benutzt seinen Sexualtrieb als Frühwarnsystem. Später muss er Wernher von Braun jagen.

Wie wohl Stefanowitsch Pynchon liest?

someone Januar 16, 2013 um 09:18

Als Außenstehender ist das einem vollkommen unverständlich. Ich begreife zwar, dass es im Grundsatz um Sprachkontrolle geht mit ihren gewollten und ungewollten Konsequenzen, aber nur einige Schnipsel aus einer vielleicht interessanten Diskussion hingeworfen zu bekommen, ist kaum nachvollziehbar.
Vielleicht verstehe ich sie auch falsch Herr Huett, nur sie sie sind einer der Betreiber dieses Blogs und einfach nur isolierte Sätze hinzuwerfen und dann zu hoffen, dass sich daraus eine Diskussion ergibt, ist ein bisschen wenig. Man braucht schon eine gewisse Grundlage, um ordentlichen Gedankenaustausch betreiben zu können. Wenn die Positionen der beiden Diskussionspartner näher dargestellt würden, könnte man darauf aufbauen, aber einfach nur hingerotzte Akklamationen ist echt nicht der Bringer.
Man kann auch Katholizismus anhand von Papsttwittern diskutieren, wäre ähnlich sinnlos…

h.huett Januar 16, 2013 um 09:30

someone

Dann erklären wir die “Schnipsel” doch als Materialbasis für die nächste Klausur, die ich mit der Frage stelle: Brauchen wir Sprachkontrolle?

Nanuk Januar 16, 2013 um 09:43

Sprachkontrolle ist eine Technokraten Phantasie… funktionierte nicht mal im dritten Reich.

Nanuk Januar 16, 2013 um 09:44

Das hätte keine konsequenzen… Menschen können Flüstern.

Nanuk Januar 16, 2013 um 09:46
h.huett Januar 16, 2013 um 10:01

Es gab unter den Nazis einen Heimtückeparagraphen, dem auch der Autor der folgenden Zeilen zum Opfer fiel:
Gott erhalte unsren Führer
Gott erhalte Robert Ley
Röhm den hat er schon erhalten
Gott erhalte alle drei

Frankie Bernankie Januar 16, 2013 um 10:11

Brauchen wir Sprachkontrolle?

Natürlich, das wird kommen, kann man drauf warten.
Physische Gewalt ist zunehmend am Verschwinden aus unserer Gesellschaft, oder ist soweit sanktioniert bzw. pathologistert, das sie keine gangbare Form der Auseinandersetzung mehr ist ( habe gestern “Gangs of New York” gesehen und bin noch ganz adrenalisiert :-) )

Da fällt die Gewalt im Wortbereich umso mehr auf, und natürlich wird auch versucht werden, diese auszumerzen – das Anrecht auf Unversehrtheit, physisch und psychisch, hat die grösste Durchschlagskraft, historisch gesehen, dieses herzustellen , da wird die meiste Kraft drauf verwendet.

Die Eloi lassen grüssen.

Gregor Keuschnig Januar 16, 2013 um 10:14

Ich vermute, dass die Phantasien der “reinen”, “guten” Sprache sich irgendwann verselbständigt und dann solche Ausmaße erreicht, wie bei Stefanowitsch. Natürlich ist es notwendig, Sprache auf ihre versteckten Konnotationen zu untersuchen. Aber daraus darf kein talibaneskes Eiferertum werden, dass die Leute per se in “gut” und “böse” einteilt.

Es gibt ja zwei ganz große Standardwerke über Sprache in Diktaturen. Das ist zum einen Klemperers “LTI” und dann das “Wörterbuch des Unmenschen” (u. a. von Sternberger). Beide Bücher (letzteres noch mehr) verführen zur Ent-Kontextualisierung, d. h. es wird ein Wort plakativ als kontaminiert benannt. Von nun an gilt dieses Wort als unschicklich im weiteren Gebrauch. Die weitere Lesart geht dann davon aus, dass derjenige, der es benutzt, sich mit denen, die es ebenfalls einmal (in zum Teil anderen Zusammenhang) verwendet haben, gemein macht. Dieses Verfahren ist ungemein einfach und praktisch, weil es nun im Schnellverfahren Urteile erlaubt. Mit entdeckerischer Pose werden so im Laufe des “Verfahrens” auch alle möglichen Heiligen dekonstruiert und weder Zeit- noch der Sinnkontexte berücksichtigt. Der Ikonoklasmus beginnt. Ich fühle mich aktuell an die Bilder derjenigen erinnert, welche die Sakralbauten und Grabmäler in Timbuktu niederreissen. Das ist exakt der gleiche Geist.

Zwischenzeitlich hatte ich mal den Eindruck, dass dieses Buch ganz gut den Stand der Dinge referiert, aber die Autoren sind mir dann doch zu vorsichtig und bedacht, obwohl es ein ganz hübsches Glossar am Ende gibt (da liest man dann unter “Schweden”, dass dies das Saudi-Arabien der PC sei).

Die Broder-Augstein-Debatte und der voranschreitende Sprachsäuberungsfuror haben mindestens eines miteinander gemein: Die Ankläger gerieren sich auch immer als Richter, d. h. wer ihnen widerspricht, muss sofort mit Verbannungsurteilen rechnen. Ich frage mich, woher die Legitimation dafür kommt.

(Sorry, das ist keine “Klausurarbeit”.)

Nanuk Januar 16, 2013 um 10:15

“Die Eloi lassen grüssen.”
http://www.youtube.com/watch?v=l2Skjy2a8rg

topi Januar 16, 2013 um 10:49

“Wenn ich mich nicht irre, gibt es da von Zeit zu Zeit neue Präferenzen – immer setzt die ältere Formulierung Konnotationen an, die man irgendwann zum Schweigen bringen möchte, indem man ein neues Wort als “korrekt” setzt – negroes, blacks, afro-american, coloured people, diversified human beings …”

Und wofür (oder wogegen) spricht das jetzt?

Ganz allgemein;
und konkret für die arme kleine Hexe. Darf die denn noch auf ihrem Besen fliegen, oder muss sie Easy Jet nehmen (oder natürlich ein ökologisch korrektes Fortbewegungsmittel).

Grimms Märchen stammen ja aus einer Zeit, als die Märchen noch für Erwachsene waren. Man liest den später (schon ab der zweiten Auflage) getilgten Sex durchaus noch manchmal durch, aber die Gebrüder reagierten halt auf die Markterwartungen.

Und nun sollen Hexen etc. auch noch verschwinden?
Ja sind wir denn Christina ich-lass-mir-meine-Doktorarbeit-vom-bezahlten-Assistenten-schreiben Schröder?

topi Januar 16, 2013 um 11:04

@ H.Huett

Und du redigierst dann und übernimmst “gute” Texte in den eigentlichen Klausurarbeitenfaden? Suchst gar aus den Trgöen die Perlen, lohnt ja mitunter durchaus.
Na viel Spaß. ;-)

Ich wollte ohnehin einen Vorschlag machen, wie man vielleicht eine etwas andere Debatte hinkriegt, ohne sich (und anderen) obiges antun zu müssen.

Wir wäre es mit einem Debatten-Faden, in den der werte Kommentarist seinen “wertvollen” Beitrag (das ist ja durchasu äußerst interpretabel) schreibt.

Alles andere, hingeworfene Gedanken, Antworten auf andere Beiträge, Wiederholungen etc. können dann in einen Diskussionsfaden zu diesem Thema.

Und wenn man der Meinung ist, man hat neue Erkenntnisse oder Aspekte oder EInordnungen oder sonstwas des Hauptthemas gefunden (wofür ja lose DIskussionsrunden sehr gut geeignet sind), dann schreibt man nochmal in den Debatten-Faden.

Durchaus mit Originalitätskontrolle. Dann braucht man quasi keine Qualitätskontrolle; wir können ja mal aus einem beliebigen Faden die Wiederholungen rausstreichen, probehalber. ;-D

h.huett Januar 16, 2013 um 11:30

topi

nönö, es bleibt bei der gewohnten Unordnung, jedenfalls bis auf Weiteres. Ich sehe mich noch nach einem Tool um, das es ermöglicht, für einen Versuch die Länge eines Kommentars auf twitterübliche 160 Zeichen zu begrenzen. Damit könnte eine gewisse Geschwindigkeit und eine dem Gespräch näher kommende Form ermöglicht werden, die dann auch nicht mehr in der strikten Chronologie der jetzigen Kommentarform aufeinander folgt, sondern auch Zwiegespräche oder Gespräche mehrerer unter einander ermöglicht.

Vera Bunse ist ja in ihrem Kaffee bei mir Blog dazu übergegangen, Kommentare händisch freizuschalten und als Hausherrin rigoros zu sieben. Das wird es hier nicht geben (ich begnüge mich mit dem Wegdenken).

Zu “Brandenburg” & H4 warte ich noch auf eine Antwort.

topi Januar 16, 2013 um 12:09

Du stellst “Klausurthemen” und willst auf twitter-Format hinaus?

Nichts gegen twitter, wers mag.
Aber das passt doch nicht zusammen.

Doktor D Januar 16, 2013 um 15:05

Die Norm ist gut gemeint, verlagert die Konflikte, um die es geht, auf eine symbolische Ebene, statt sie auszufechten.

(HHuett)
Was wäre denn die Ebene, auf der der Konflikt um die Verwendung des Wortes “Neger” eigentlich ausgetragen werden müsste? Das klingt mir ein bisschen sehr danach, als wäre die symbolische Ebene für dich eher so Dekoration und Accessoir. (Was wahrscheinlich nicht so gemeint ist, aber vielleicht kannst du das noch mal elaborieren für die Verständnis-behinderten unter uns.)
Ich habe den Eindruck, in einigen dieser Diskussionen um die richtigen Begriffe ist der Mechanismus eher andersrum: Eine Diskussion über Rassismus/rassistische Strukturen/rassistische Denkmuster startet auf der “symbolischen Ebene”, um überhaupt erst einmal eine Diskussion zum Thema in Gang zu bekommen bzw. ein allgemeines Bewusstsein für die Problematik zu entwickeln. Der Versuch, einen bestimmten Wortgebrauch/bestimmte Wörter als unangemessen zu markieren, wäre für mich also eher eine Schlachteröffnung als die Errichtung einer Maginotlinie. Leider haben solche Diskussionen die unschöne Tendenz von der Sprachkritik zügig ins Denunziatorische zu wechseln – was aber auch nicht immer falsch ist, manche Leute sind eben rassistische/sexistische/homophobe Arschlöcher.
Warum man aber seinen aufklärerischen, anti-rassistischen Impetus ausgerechnet im Bowdlerizing historischer Texte auslebt, erschließt sich mir trotzdem nicht. Ästhetisch geformte Texte sind ja kein Scrabble-Spiel, bei dem man einfach gleichwertige Worte einwechseln kann.

h.huett Januar 16, 2013 um 15:27

Doktor D.

Nehmen wir zB Jean Genets Theaterstück LES NÈGRES. Ist es durch seinen unveränderbaren Titel rassistisch? Als Peter Stein sich auf die Inszenierung vorbereitete, arbeitete ich mit einem luxemburgischen Freund an einer Neuübersetzung, weil die bis dahin vorliegende miserabel war. Später beharrte Dieter Sturm auf der Neubearbeitung durch ihn und Peter Stein, aber ich kann sagen, dass ich mich damals sowohl mit dem Stück als auch den Schauspielern, die das an der Schaubühne spielten, intensiv auseinander gesetzt habe. Es war gewissermaßen die Vorbereitung auf meine Diplomarbeit, die ich über das Thema “Die Bilder europäischer Kolonialherrschaft in Afrika bei Joseph Conrad, Louis-Ferdinand Céline und André Gide” geschrieben habe. Die Arbeit beruhte auf einer dichten Analyse von HEART OF DARKNESS, VOYAGE AU BOUT DE LA NUIT und Gides VOYAGE AU CONGO SUIVI DE LA RETOUR DU TCHAD. Bei Conrad entdeckte ich nebenbei, dass sein über und über analysierter Text (zu dem die Sekundärbibliographie mitteilte, dass das Thema Humor in der Conradforschung unterbelichtet sei) einen kohärenten Subtext im Slang der Schmierenkomödie der vorletzten Jahrhundertwende enthielt, eine passende Transposition für ein ungeschminktes Bild der kolonialen Ökonomie und Politik. Gide entfachte mit seinem Reisebericht in Frankreich einen veritablen Skandal.

Ebenso wie bei seinem Orestieprojekt, für das er mit der Truppe wochenlang durch Griechenland reiste, bereiste Stein für die Genetinszenierung Westafrika. Als künstlerische Partnerin begleitete die Choreographin Elsa Wolliaston die Produktion. Genet erteilte Stein erstmals die Erlaubnis, die Rollen von Weißen spielen zu lassen. Bis dahin galt die Regieanweisung, dass es nur von Schwarzen gespielt werden dürfte, von denen einige Weiße spielen.

Wenn ich der Einfalt Stefanowitschs folgte, müsste Genet aus dem Verkehr gezogen werden. Wenn ich ihn als den Outcast beschreibe, der er tatsächlich war, sehe ich ihn in einer solchen Legitimität am Werk, dass sein antirassistischer Rassismus ein anderes Denken, eine andere Auseinandersetzung mit Rassismus ermöglicht als die Tabuisierung des Wortes Neger.

Doktor D Januar 16, 2013 um 16:13

Höre gerade den Podcast von Anatol Stefanowitsch: In Bezug auf Burkhard Müller-Ulrich hat er einfach komplett recht.

vera Januar 16, 2013 um 21:44

Mit Gewinn gelesen. Hat man nicht so häufig.

Fritz Januar 16, 2013 um 22:16

Nein, brauchen “wir” nicht. Die Sprache reinigt sich mit der Zeit sowieso selbst. Sie tut das ständig. Sobald Worte einen Nebensinn an sich ziehen, den die Sprecher oder Schreiber vermeiden wollen, oder den die Leute, zu denen sie sprechen, nicht hören wollen, werden sie dazu übergehen, andere Worte und Formulierungen zu gebrauchen. Das ist Sprachalltag. Das findet ständig überall statt. Der Naturprozess der Sprachveränderung. Wenn unsere Gesellschaft bunter wird, wird die Sprache automatisch folgen. Das dauert etwas. Zwanzig Jahre oder so. Die (demokratische) Obrigkeit ist machtlos gegen die Sprache. Und die Sprache machtlos gegen das, was die Leute mit ihr machen. Und sie machen das mit ihr, was sie für richtig halten. Folge stets deinem Gefühl …

Morph Januar 16, 2013 um 23:03

@Fritz

“Die Sprache reinigt sich mit der Zeit sowieso selbst. Sie tut das ständig.”

Die Unterscheidung ‘schmutzig/rein’ ist selbst eine sprachlich verallgemeinerte Semantik, die dem historischen Wandel unterworfen ist.

“Folge stets deinem Gefühl…”

Warum das denn?

Als wenn man den durchemotionalisierten Servomechanismen des laufenden Schwachsinns (aka ‘Menschen’) das Fühlen beibringen müsste! Besser wäre die Empfehlung: Denk da lieber nochmal drüber nach!

lfgkl Januar 16, 2013 um 23:16

@Morph

? ? Herz, Gedanke

Scheint mir dass die Unterscheidung denken/fuehlen auch einem Wandel unterzogen ist oder zumindest nicht in allen Kulturen gleich gedacht/gefuehlt wird.

Morph Januar 16, 2013 um 23:20

Ach, und dieser Twitter-Austausch ist einfach nur peinlich. Genauer: Ihn festzuhalten und zu thematisieren ist peinlich. Bitte löschen!

Morph Januar 16, 2013 um 23:24

@lfgkl

Was kümmern mich ‘Kulturen’?

Morph Januar 16, 2013 um 23:29

@lfgkl

Besser gefragt: Was kümmern DICH Kulturen?

lfgkl Januar 16, 2013 um 23:30

Kultur ist abgeleitet aus Zeichen und “Veraenderung”. ???Was wir hier schreiben ist auch Teil der Kultur, weil wir um uns auszutauschen irgendwelcher Zeichen bedienen muessen. Twitter Ende. ;-)

Linus Januar 16, 2013 um 23:33

@Morph:
“Die Unterscheidung ‘schmutzig/rein’ ist selbst eine sprachlich verallgemeinerte Semantik, die dem historischen Wandel unterworfen ist.”

Ja, aber was bleibt dann? Allenfalls die abgenagten Knochen. Und auch die sind nicht wertfrei. Man denke an ganze Dinosaurier, die daraus rekonstruiert werden. Zeichen also, die Wesen aus Fleisch und Blut erahnen lassen, und die wir als Mahnung nehmen, warum eigentlich? Mahnung vor dem Unausweichlichen? Darf man sagen, pfeif drauf!, oder ist das politischunkorrekt?

Geschichte als grosser Ameisen-Haufen, den wir anbeten und an dem wir weiterbauen, als ob das Rettung brächte. Ein Fetisch!? Ist wohl einfach so, Disposition, diesmal des Verstandes.
Blickt man dahinter, so wird’s echt eng.

Morph Januar 16, 2013 um 23:40

@lfgkl

Ich glaube, ‘Kultur’ ist ein Übergangsbegriff zwischen Fremdheit und Vertrautheit. Vielleicht war es mal wichtig, dem Fremden unter dem Titel ‘Kultur’ Dignität zu verleihen. Für uns, hier und jetzt, sollte der Kulturbegriff kein Wertbegriff mehr sein. Denn die Gesellschaft ist seit mindestens hintert Jahren jenseits von Kultur.

@Linus

“Ja, aber was bleibt dann?”

Ich finde, die richtige Frage wäre: Was kommt dann?

“Blickt man dahinter, so wird’s echt eng.”

Durchaus nicht. Eng wird’s immer nur nach Maßgabe etablierter Ordnungen.

Linus Januar 16, 2013 um 23:42

Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr scheint mir: Als diese Heilsversprechen sind im Grunde nicht für den Einzelnen, sondern für das Kollektiv vorgesehen.

Linus Januar 16, 2013 um 23:43

All diese …

Linus Januar 16, 2013 um 23:48

@Morph:
“Was kommt dann?” Na, in jedem Fall Sprachlosigkeit. Oder?

Morph Januar 16, 2013 um 23:55

@Linus

Ich verstehe nicht, was Dir durch den Kopf geht. Weder was es heißt, dass ‘es eng wird’, noch dass aus irgendetwas Sprachlosigkeit folgt. Was soll das konkret bedeuten?

Linus Januar 17, 2013 um 00:05

@Morph:
Wenn Sprache Wertung ist, Bild ist, dann kann’s dort keine geben.

Mir gehen so Geschichten wie Solaris oder Berge des Wahnsinns durch den Kopf, beides Expeditionen. Sozusagen Logbücher. Was soll diese Chronik? Warum diese Runen? Was treibt die Menschen, Spuren zu hinterlassen?

Aber du musst dich nicht beunruhigen, mir geht’s gut :-).

Morph Januar 17, 2013 um 00:12

@Linus

Keine Sorge. Für mich sind nur Leute relevant, die ich erlebt habe. Alles andere ist komplett egal und ‘virtuell’.

Linus Januar 17, 2013 um 00:13

@Morph:
Mal grob zugespitzt: Ich glaube, ‘politisch unkorrekt’ bedeutet im Grunde Verunglimpfung des Heilsversprechens, Entweihung ….

h.huett Januar 17, 2013 um 00:18
lfgkl Januar 17, 2013 um 00:24

Mir gehen so Geschichten wie Solaris oder Berge des Wahnsinns durch den Kopf, beides Expeditionen. Sozusagen Logbücher. Was soll diese Chronik? Warum diese Runen? Was treibt die Menschen, Spuren zu hinterlassen?

Vielleicht ist es auch umgekehrt und die Menschen werden getrieben. ‘Kultur’ ist nicht nur ein Uebergangsbegriff zwischen fremd und vertraut, es ist vor allem auch eine Plattform auf der sich Bedeutung vermitteln/entschluesseln laesst. Und da geht es nicht nur um operationaliserte Ketten. Kunst beispielsweise steht fuer sich selbst und kann nicht mechanisch optimiert werden. Sonst verliert es seinen ‘Positionswert’.

@Morph
Keine Sorge. Für mich sind nur Leute relevant, die ich erlebt habe. Alles andere ist komplett egal und ‘virtuell’.

Sympathisch. Wir sollten versuchen die Emotion aus dem ‘Blog’ herauszunehmen.

Linus Januar 17, 2013 um 00:34

@komischen Nick:
Bei pc geht es um mehr als Kultur, es geht um Normen, also durchaus Verbindlichkeiten, die sich daher auch nicht um den Einzelnen scheren. Deswegen schrieb ich oben, jegliche Art von Heilsversprechen (dazu gehört z.B. auch die Einforderung von Toleranz mit grünen Männchen, als notwendige Voraussetzung fürs Heil) ziele eigentlich auf das Kollektiv.

Bis morgen …

h.huett Januar 17, 2013 um 00:40

Linus

Au contraire. Wenn es überhaupt Heilsversprechen gibt (by the way: von wem?), dann gelten sie dem, der davon kommt. Das werden nict alle sein.

Eisenstange Januar 18, 2013 um 16:19

@frankieboy
“Physische Gewalt ist zunehmend am Verschwinden aus unserer Gesellschaft, oder ist soweit sanktioniert bzw. pathologistert, das sie keine gangbare Form der Auseinandersetzung mehr ist”
—————————-

===> … do you mind se facts please … @dude???

http://i53.fastpic.ru/big/2013/0118/7a/208efd631fffc0f18f2c013861019b7a.jpg

” ( habe gestern “Gangs of New York” gesehen und bin noch ganz adrenalisiert )”

===> … geh doch einfach raus auf die Strase. Ode fahr mit der U-Bahn. Da hast du Gangs of Frankfurt, Berlin, Hamburch, Nürnberg usw …

KL Januar 18, 2013 um 19:49

Wird nicht demnächst das Kampf-Buch vom Schicklgruber gemeinfrei ? Und vermutlich häufig veröffentlicht werden ? Was machen die Sprachreiniger dann ?
Vielleicht: sich endlich daran erinnern, daß man sich besser nicht mit Kosmetik in die Tasche lügt, sondern ein Werk, das einem in wesentlichen Partien heute moralisch obszön erscheint, als ein moralisch obszönes Werk behandelt, also als Urteilsfähiger mit gelassener Mißachtung ? Um dann zu bemerken, daß die Entfernung des N-Worts aus Preußler et al. etwas übertrieben gouvernantenhaft ist ?

Eisenstange Januar 18, 2013 um 23:20

“Wird nicht demnächst das Kampf-Buch vom Schicklgruber gemeinfrei ? Und vermutlich häufig veröffentlicht werden ? Was machen die Sprachreiniger dann ?”
—————

===> … wäre vielleicht auch nicht ganz verkehrt, mal den Talmud & Thora auf … Rassimus, Sexismus, Bellizismus, Aufruf zu Straftaten und menschengruppenbezogenen Hass … zu durchforsten. Und … falls man Unfeines findet … zu zensieren oder dem Zeitgeist der Moderne multikultursensibel … anzupassen. Odda, @Hütt?

Eisenstange Januar 18, 2013 um 23:21

… jetzt habe ich doch glatt den Koran vergessen.

Wilma Januar 18, 2013 um 23:59

http://www.tagesspiegel.de/kultur/koloniale-altlasten-rassismus-in-kinderbuechern-woerter-sind-waffen/7654752.html
Kinderbücher müssen von rassistischen Vokabeln befreit werden, findet unsere Autorin Simone Dede Ayivi und outet sich als persönlich gekränkt von deren Sprachwahl. Ihre Kinder sollen diese Erfahrung der Ausgrenzung nicht machen müssen.

Morph Januar 19, 2013 um 00:52

Was für eine bescheuerte Debatte. Langsam fange ich auch an zu glauben, dass man den Kulturjournalismus einfach abwickeln sollte.

Es gibt keine rassistischen Vokabeln. Wer das glaubt, wird Rassismus nicht erkennen können, wo er sich zeigt. Und am ungeeigneten Objekt die eigene Moralität zur Schau stellen.

Kinderbücher auf anstößige Vokabeln durchforsten; selten hat es eine dümmere, geistlosere Veranstaltung im deutschen Geistesleben gegeben.

Warum machen die Deutschen immer alles falsch?

Morph Januar 19, 2013 um 00:58

Womit ich nicht sagen will, dass Deutsche immer alles falsch machen. Gibt schon ziemlich viele Produkte deutscher Wissenschaft, Musik und Literatur, wo man die Ohrenwascheln anlegt vor Bewunderung.

Aber wann immer Deutsche etwas ALS Deutsche tun, geht es vollständig in die Hose.

Warum?

Wilma Januar 19, 2013 um 01:07

“Kinderbücher auf anstößige Vokabeln durchforsten; selten hat es eine dümmere, geistlosere Veranstaltung im deutschen Geistesleben gegeben.”

Stimme zu. Zumal der “Negerkönig” bei Astrid Lindgren ja nett rüberkommt.

Habe die “Kleine Hexe” letztens geschenkt bekommen. Die hat ein alter Bekannter auf einem Flohmarkt erstanden. Mit meinem Mädchennamen in krageliger Kinderschrift. Darf ich das jetzt nicht für meine eventuellen Enkel aufgewahren ?

Morph Januar 19, 2013 um 01:29

@HG

“wäre vielleicht auch nicht ganz verkehrt, mal den Talmud & Thora auf … Rassimus, Sexismus, Bellizismus, Aufruf zu Straftaten und menschengruppenbezogenen Hass … zu durchforsten.”

Gell? Du hast nicht prinzipiell etwas gegen hirnamputierte Wortklauberei, Dir passt bloß die herrschende Richtung nicht!

War mir klar.

Jk Januar 19, 2013 um 01:43

Als deutsche etwas tun..
Dazu fällt mir der “Link” von @BB ein
Weil die selbstzuschreibung ueber eine fremdzuchreibung erfolgt, welche auf moralische verfehltheit der deutschen abzielt.
Diese damit verfehlte eigeneinschätzung AUFGrund verfehlter fremdeinschätzung evoziert kompensationsversuche seitens “deutscher” – aka Gutmensch. Und gut gemeint ist ja meistens nur.. gut gemeint..

petervonkloss Januar 19, 2013 um 07:47

VERSUCH: Da beginnt etwas in der „Beginnlosigkeit“ (B. S.) : z.B. :

@ f. l.

„Das Ding konnte so nicht funktionieren – oder eben nur so, wie wir es erlebt hatten … .“

Dieser Satz hat was; da erzittert was; könnte, wenn man genau darauf achtet, etwas anklingen lassen; eine Art
Europäischer Zen. (Heidegger)

Zu bedenken ist – vor allem – die Temporalität.

Neulich, in irgendeinem Film über Saurier, die Kommentatorin: die hatten (sinngemäß) Eigenschaften, Verhaltensweisen, die durchaus die unseren sind. Sie sagte das in einer naiven Selbstgewißheit, so, als wenn die Saurier retrospektiv durch das Bild (Eidos) „existierten“, ein „Sein“ hatten…..die Seinslage vorsokratisch gedacht ist insofern ungewiß; Die Frage wäre, von wem aus gesehen, wobei ich mich hier schon in ontologische Fallstricke (der Metaphysik) verwebe,

denn ich zögere, und bin somit nicht fähig dem Ding (das Seiende) zu Gunsten des Seins den Kopf abzuhacken.

Wir haben natürlich nur die Knochen der Metaphysik und rekonstruieren das Bild und niemals die Seinslage, die
wir vergeblichst in immer tieferen Schichten zu eruieren suchen (siehe auch CERNsche Teilchenbeschleuniger).

Desweiteren die bemerkenswerten Beiträge von:

Linus:
„Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr scheint mir: Alle diese Heilsversprechen sind im Grunde nicht für den Einzelnen, sondern für das Kollektiv vorgesehen.“.

Linus:
“Was kommt dann?” Na, in jedem Fall Sprachlosigkeit. Oder?“

Morph:
„Ich verstehe nicht, was Dir durch den Kopf geht. Weder was es heißt, dass ‘es eng wird’, noch dass aus irgendetwas Sprachlosigkeit folgt. Was soll das konkret bedeuten?“

Linus:
„Wenn Sprache Wertung ist, Bild ist, dann kann’s dort keine geben.

Mir gehen so Geschichten wie Solaris oder Berge des Wahnsinns durch den Kopf, beides Expeditionen. Sozusagen Logbücher. Was soll diese Chronik? Warum diese Runen? Was treibt die Menschen, Spuren zu hinterlassen?
Aber du musst dich nicht beunruhigen, mir geht’s gut .“.

Morph:
„Keine Sorge. Für mich sind nur Leute relevant, die ich erlebt habe. Alles andere ist komplett egal und ‘virtuell’.“

Linus:
„Mal grob zugespitzt: Ich glaube, ‘politisch unkorrekt’ bedeutet im Grunde Verunglimpfung des Heilsversprechens, Entweihung …..“.

Linus:
„Bei pc geht es um mehr als Kultur, es geht um Normen, also durchaus Verbindlichkeiten, die sich daher auch nicht um den Einzelnen scheren. Deswegen schrieb ich oben, jegliche Art von Heilsversprechen (dazu gehört z.B. auch die Einforderung von Toleranz mit grünen Männchen, als notwendige Voraussetzung fürs Heil) ziele eigentlich auf das Kollektiv.
Bis morgen …“

h. huett:
„Au contraire. Wenn es überhaupt Heilsversprechen gibt (by the way: von wem?), dann gelten sie dem, der davon kommt. Das werden nicht alle sein.“

Morph:
„Was für eine bescheuerte Debatte. Langsam fange ich auch an zu glauben, dass man den Kulturjournalismus einfach abwickeln sollte.
Es gibt keine rassistischen Vokabeln. Wer das glaubt, wird Rassismus nicht erkennen können, wo er sich zeigt. und am ungeeigneten Objekt die eigene Moralität zur Schau stellen.
Kinderbücher auf anstößige Vokabeln durchforsten; selten hat es eine dümmere, geistlosere Veranstaltung im deutschen Geistesleben gegeben.
Warum machen die Deutschen immer alles falsch?“

Morph:
„Womit ich nicht sagen will, dass Deutsche immer alles falsch machen. Gibt schon ziemlich viele Produkte deutscher Wissenschaft, Musik und Literatur, wo man die Ohrenwascheln anlegt vor Bewunderung.
Aber wann immer Deutsche etwas ALS Deutsche tun, geht es vollständig in die Hose.
Warum?“.

Heidegger pflegte ja zu sagen: wer groß denkt……..bzw. wo Licht ist, ist auch Schatten……………………..;

Bezogen auf die vorgängigen Texte empfehle ich Ernst Jüngers Beispiel vom gelähmten Tausendfüßler:

„……..und zwar durch die Begegnung mit einem rostbraunen Tausendfüßler von übermäßiger Länge, der

wie ein Heerwurm den Pfad querte. Die Bewegung der zierlichen Beinchen ist wellenförmig; ich entsann

mich dabei einer Erzählung von Gustav Meyrink, die ich als Schüler und seitdem nie wieder gelesen habe:

ein Tausendfuß wird gelähmt durch die Frage, wie er das mache — ich glaube, eine böse Spinne ersann den

Trick, der uns jetzt generell bedroht. Die geniale Fabel zielt auf das Grundmotiv der Impotenz überhaupt.

Doch die Bewegung ´´wellt“ — sie folgt keinem bezifferten Programm, sondern einer musischen Komposi-

tion. Die Götter weichen, die Ziffern dringen vor. Es hat seine Gründe, daß kein Kunstwerk mehr gelingt.

f.luebberding f.luebberding Januar 19, 2013 um 08:47

Mir ist es ziemlich egal, ob man Negerkönig oder Südseekönig sagt, wenn ich auch den Südseekönig nicht für den Untergang des Abendlandes halte. Das war ja auch erst einmal niemanden aufgefallen. Wenn ich aber den Artikel im Tagesspiegel lese, frage ich mich, ob man Strukturalismus und Dekonstruktivismus nicht besser in die Tonne kloppt. Die Autorin ist so deutsch, wie nur was. Was sie macht, macht sie richtig. Konsequenz ist halt doch ein sehr deutsches Wort.

petervonkloss Januar 19, 2013 um 09:07

Holger:
„Ein Mann fürs geistig-praktische wäre mir doch Holger mit herzallerliebst-revolutionären Anwandlungen
innerhalb meiner Restlaufzeit doch der Geeignetste für zukünftige Konkretheiten.“

vinxtor Januar 19, 2013 um 10:15

@petervonkloss

“Es hat seine Gründe, daß kein Kunstwerk mehr gelingt.”

Gründe findet man immer. Aber woher die Behauptung?
Was heisst ein “gelungenes Kunstwerk”? Wie erkennt man das?
Und woher die Anmaßung alle kontemporaine Versuche zu kennen?

Fast hätte ich gesagt “träumen Sie weiter” bin dennoch gespannt auf ihre vermutlich apodiktische Himmelsstürmerei. Möge die Übung gelingen.

Morph Januar 19, 2013 um 10:55

@fl

Wie kommst Du darauf, dass der Artikel im Tagesspiegel etwas mit Strukturalismus oder Dekonstruktion zu tun haben könnte? Ich lese in dem Text auch keine konsequenzlogiach motivierte Argumentation, sondern die intellektuelle Hilflosigkeit einer jungen Frau, die die Methode der strukturalistischen Analyse kultureller Artefakte und Institutionen nur dem Namen nach kennen dürfte, wenn überhaupt.

Die allzudeutsche Version der sich spreizenden Böswortächtung findet man in dem podcast von diesem astefanowitsch, den Hans Hütt verlinkt hat. Und der argumentiert tatsächlich in so einer pfäffisch-vulgärstrukturalistischen Manier, wie man sie so oft bei den willigen Vollstrecker des eliminatorischen Antiliteralismus findet.

Linus Januar 19, 2013 um 10:59

@petervonkloss:
Sehr schön, deine Presseschau von heute morgen. Diesmal verstehe ich tatsächlich jedes Wort, das du schreibst.

“Wenn Sprache Wertung ist, Bild ist, dann kann’s dort keine geben.”
Dieser Satz ist reine Metaphysik. Er bringt einen Zustand der Zeitlosigkeit und der Total-Information, also der vollkommenen Einheit und damit des Göttlichen zum Ausdruck. Hier ist ‘gesunde’ Skepsis angebracht. Denn die gemeine Version der Metaphysik sind der Mythos und die Mystik. Das ist pragmatisch und solang nicht tragisch, wie der Mythos nicht zur verbindlichen(!) Anschauung der Welt erklärt wird, also verabsolutiert.

Wie sich davor schützen? Wie zu einem belastbaren ‘Narrativ’ kommen?
Zwei Lösungsansätze:
- der ‘wissenschaftliche’: eine Formalisierung der Metaphysik. Das läuft heutzutage erfolgreich unter dem Stichwort ‘analytische Philosophie’. So wurde der aristotelische Monismus (im Sinne eines unbewegten Bewegers) durch ein dualistisches Konzept ersetzt (eindrucksvoll durch die NW empirisch untermauert). Dieser wissenschaftliche Ansatz stellt einen Anspruch der Allgemeingültigkeit und trägt damit die Gefahr der Verabsolutierung in sich.

- der ‘intuitive’: Das Bauchgefühl gründet auf Vertrauen in die Fähigkeit der Selbstorganisation der Natur, zumindest im Nahbereich (deswegen schreiben wir dem Nahbereich, z.B. der persönliche Erfahrung, einen gewissen Wahrheitsgehalt zu). Es kann zwar per se kein konsistentes, also allgemeingültiges Weltbild liefern (auch und zuletzt, weil genau dieses nicht aussprechbar wäre), aber es schützt vor der Verabsolutierung des Mythos. Es eignet sich nicht zur exakten Konstruktion, aber es ist wohl die beste Quelle für Kreativität und neue Ideen. Und ebenso wichtig: es ist häufig ein zuverlässiger Wegweiser zu Dekonstruktion und Kritik (Falsifizierung).

Vor diesem Hintergrund wird dann auch der Satz
“Heilsversprechen sind im Grunde nicht für den Einzelnen, sondern für das Kollektiv vorgesehen.“
etwas verständlicher.

“Zu bedenken ist – vor allem – die Temporalität. [...]
die Bewegung “wellt“ — sie folgt keinem bezifferten Programm, sondern einer musischen Komposition. Die Götter weichen, die Ziffern dringen vor. Es hat seine Gründe, daß kein Kunstwerk mehr gelingt.”
Erstens: Toller Satz! Zweitens: Deswegen beziehst du dich später auf Holger, der ja eine dynamische Sicht der Welt fordert. Diese hat das Potential, Schrift als Agens zu erkennen, im Gegensatz zur statischen Momentaufnahme, wo Schrift nur eine Aneinderreihung unentzifferbarer Zeichen bleibt.

“Was für eine bescheuerte Debatte [...]. Es gibt keine rassistischen Vokabeln. Kinderbücher auf anstößige Vokabeln durchforsten [...]”

Dieser Kommentar zum zitierten Artikel trifft es:
“kroelle 18.01.2013 19:12
Konstruktivismus falsch verstanden
Ihre Erfahrungen, Frau Dede Ayivi, sind sehr bedauerlich und besorgniserregend. Aber Kulturgütern und Sprache die Schuld dafür zu geben ist falsch und führt an der Problematik vorbei.

Hier liegt ein – unter Apologeten des Konstruktivismus, insbesondere des “linguistic turn” in den Sozialwissenschaften weit verbreiteter – Fehlschluss vor. Dass Realität durch Sprache konstruiert wird bedeutet nicht, dass sich die Realitäten ändern sobald die sprachlichen Artefakte ausgemerzt (sic!) werden. Realität entsteht durch zusätzliche semantische Aufladung über die eigentliche sprachliche Bedeutung hinaus. Das Wort “Neger” in seiner etymologischen Natur bedeutet nichts anderes als ein “Mensch mit schwarzer Hautfarbe”. Es bedeutet NICHT “Mensch mit anderer Hautfarbe der deshalb ausgebeutet werden darf”. Die politische Aufladung erfolgt unabhängig von der sprachlichen Natur. Und so sind sämtliche sprachliche Verschiebungen und PC-Formulierungen vollkommenen willkürlich. Wer sagt, das irgendwann “people of colour” nicht auch diskriminierend verstanden werden kann? (genauso wie sich im Übrigen “schwul” von einer diskriminierenden Konnotation zu einer akzeptierten Selbstbeschreibung gewandelt hat).
Die einzige Möglichkeit sprachlicher Wandlung wäre, ganz auf die Kennzeichnung von Differenz zu verzichten. Das wiederum verhindert dann aber auch Beschreibung zum Vorteil der entsprechenden Gruppen.

Kurzum: Das Denkgebäude, auf dem die Umformulierungsaktionen aufbauen ist höchst inkonsistent. Solange die grundlegende Problematik, nämlich die politische Aufladung von Differenz nicht verschwindet, begibt man sich nur in eine stagnierende Spirale aus sprachlichen Verschiebungen. Und vergeht sich damit an Kulturgütern.”

“Warum machen die Deutschen immer alles falsch?“
Ich hab den Eindruck, sie vertrauen wenig auf ihr Bauchgefühl und beziehen sich lieber auf eine ‘wissenschaftliche’ Lösung. Damit landet man schnell bei der Verabsolutierung.
Warum haben die Deutschen dieses Misstrauen, diese Angst vor der sich selbst organisierenden Natur? Ich stelle mal die These auf, dass es mit der geographischen Lage als Kernstaat Europas zusammenhängt. D hat sehr viele angrenzende Nachbarn. Um diese komplexe Situation im Gleichgewicht zu halten, ist ein sehr stringentes, striktes Normensystem notwendig. Daraus resultiert mE auch die verbreitete Staatsgläubigkeit. In ähnlicher Weise erklärt die starke geschichtliche Bindung die extrem normierte Kommunikation mit Israel.

Die Deutschen haben diverse schlechte Erfahrungen gemacht, wenn sie sich auf das Bauchgefühl verliessen. Besonders dann, wenn das Bauchgefühl Staatsdoktrin wurde (welch Widerspruch in sich!). In wohl keinem anderen europäischen Land wäre es in diesem Masse möglich, Bauchgefühl von oben zu verordnen.

petervonkloss Januar 19, 2013 um 10:59

vinxtor
Lieber vinxtor, wie Sie sehen können ist dies bei Jünger keine eindeutige Zuordnung, sondern
ein konservativer Schlenk innerhalb der „Wellenbewegung.“.
Die „Anmaßung“ Jüngers besteht darin umfassend gebildet zu sein, und gelegentlich in seinen Tagebü-
chern einen Punkt zu setzen.

Herzlichst Die Wein-Party

P.S.: Was macht Paulus?

Linus Januar 19, 2013 um 11:12

@Morph:
“eliminatorischer Antiliteralismus”
Bücherverbrennung?

petervonkloss Januar 19, 2013 um 11:15

Linus:
„Denn die gemeine Version der Metaphysik sind der Mythos und die Mystik“

Bei aller Liebe, damit kann ich nichts anfangen.

Morph Januar 19, 2013 um 11:30

@Linus

“Bücherverbrennung?”

Bücherverbrennung, Schallplattenzerstörung, Schmutz- und Schunddebatte, PorNO-Bewegung, Diversity-Management etc. pp.

Martin Luther Kimg hat gesagt:

“I have a dream that my four children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.”

Heutige Bürgerrechtlicher haben dieses unmittelbar einleuchtende Ziel der Emanzipation vergessen und fordern ‘affirmative action’.

Wie konnte es zu dieser Perversion kommen?

Ich weiß es ncht, bin aber überzeugt, dass eine realistische Antwort auf diese Frage auch unseren postdemokratischen Zustand erhellen würde.

Morph Januar 19, 2013 um 11:34

@Linus

ach, und ‘eliminatorischer Antiliteralismus’ ist kein Versuch, die gute, alte Bücherverbrennung terminologisch etwas aufzumotzen, sondern eine frivole Anspielung, welche die Freunde des anständigen Wortes ärgern soll! ;-)

Linus Januar 19, 2013 um 11:37

@petervonkloss:
Du defektierst!? Na, da kann ich auch nichts machen ;-)

Im Übrigen: Meintest du das da?
http://gutenberg.spiegel.de/buch/1565/49

wowy Januar 19, 2013 um 11:42

Ein Aspekt ist mir in der Diskussion bisher zu kurz gekommen. Bei den in Rede stehenden Beispielen geht es um Kinderbücher. Die Vegleiche zu einer “Generalzensur” aller Bücher halte ich deshalb nicht für angemessen. Ich finde es zumindest überdenkenswert, ob Kinder mit immer gleichen Stereotypen literarisch aufwachsen müssen.

Linus Januar 19, 2013 um 11:48

@wowy:
“Ich finde es zumindest überdenkenswert, ob Kinder mit immer gleichen Stereotypen literarisch aufwachsen müssen.”

Wieso? Es werden doch auch neue Bücher geschrieben?

Auch Grimm’s Märchen sind redigiert worden. ‘Weib’ wurde durch ‘Frau’ ersetzt. Allerdings ging es dabei wohl nicht primär um eine Änderung der Konnotation.

vinxtor Januar 19, 2013 um 11:48

@petervonkloss

die Anmaßungen Jüngers interessieren mich nur perifer.
Seine bedeutensten Werke schimmern doch etwas blaß im Vergleich mit z.B. Musil, Tolstoi, die Tagebücher Heimito von Doderers, TB Klemperers, Burckhardt, Spenglers werke etc etc.

Aber, ihre Anmaßungen haben sie damit nicht erläutert.
Ihre Weinparty ehrt wohl das Blut Christi? Die kulturelle Bedeutung des Weines wurzelt sowohl in eine missverstandene Dionysoskult als in eine Christliche Tradition. Und im Saufen an sich…..

Sie sollten doch als bester Wissen das im ” reinen Wasser” der “wirkliche Geist” herscht. Oder sind beim Alkohol plötzlich Ihre ganze Nietzsche Adorationen im Suf gelandet?

Also nochmal: wie erkennt man ein gelungenes Kunstwerk?

Gruß
Vinxtor

wowy Januar 19, 2013 um 11:53

@Linus
Ist ja richtig, aber es geht doch um Kinderbücher, die man als “Klassiker” bezeichnen kann (Kleine Hexe, Pippi Langstrumpf…), die also weiterhin zum Leserepertoir gehören werden.

Morph Januar 19, 2013 um 12:00

@wowy

Natürlich sollen Kinder lernen, Leute nach ihren tatsächlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen zu beurteilen und nicht rassistisch, sexistisch, ökonomistisch etc.

Aber das lernen sie nur von Vorbildern, die selber in der Lage dazu sind. Und die buchhalgterischen Böswortächter sind es offenkundig nicht.

Der Rassismus steckt im Kontext von Medien nicht in Wortkörpern, sondern in dramaturgischen Funktionen. Aber solche Schwachmaten wie astefanowitsch und Konsorten können eben nicht zwischen “Pipi Langstrumpf” und “Tim im Kongo” unterscheiden.

Vor Jahren ist mal Art Spiegelmans ‘Maus’ konfisziert worden.

Die aktuellen Fälle und die historische Erfahrung zeigt: Hände weg von Sprache, Kunst und Wissenschaft!

Und wenn sich eine Frau Dede Ayavi durch irgendwelche Wörter beleidigt fühlt, die sie gar nicht beleidigen können, weil sie nicht Teil eines sie beleidigenden Sprechaktes sind, dann soll sie zum Therapeuten gehen. Ihre verletzten Gefühle sind ebenso abwegig und irrelevant wie die Gefühle irgendwelcher Moslems oder Katholiken, die sich durch religionsverachtende Darstellungen provoziert finden.

holger Januar 19, 2013 um 12:08

Morphi

Neger

—>>>Wie konnte es zu dieser Perversion kommen?

Ich weiß es ncht, bin aber überzeugt, dass eine realistische Antwort auf diese Frage auch unseren postdemokratischen Zustand erhellen würde.”

Weil sie ganz einfach längere Schwänze haben… dadurch Kinder fressen und was weiß ich.

Außerdem laufen sie auch noch Nackich durch den Busch… das macht kein “anständiger” Mensch… Christliche Nächstenliebe halt…

Man man man…

Deswegen Nigger Neger… weil sie zu blöd dazu sind, Fabriken zu bauen.

holger Januar 19, 2013 um 12:10

Dein Rassismus steht in jedem ordentlichen “Gottes” Buch drin. Man sollte es bloß mal lesen. Du Heuchler

Linus Januar 19, 2013 um 12:12

@wowy:
Das Neue Testament ist auch ein Klassiker. Überall hängt der tote Jesus am Kreuz rum.

Man kann die Welt auf Dauer nicht beschönigen. Was nicht heisst, dass man es während der Kindererziehung nicht zeitweise doch tun sollte, dem Entwicklungsstand und Wohl des Kindes angemessen. Aber dann, anstatt Märchen umzuschreiben, bitte andere aussuchen. Was bitte bleibt von Rotkäppchen übrig, wenn der Wolf zum Vegetarier mutiert?

holger Januar 19, 2013 um 12:25

Deswegen heißt der Niger auch Niger, kommt von Negro…

wowy Januar 19, 2013 um 13:16

@Linus
Das neue Testament wird eher weniger von unmündigen Kindern gelesen, deshalb mein Einwand, dass ich den Vergleich nicht berechtigt finde. Bei “Erwachsenenbüchern” (um sie mal zur Differenzierung so zu nennen) ist meine Meinung klar: Finger weg!
Bei Kinderbüchern @morph sehe ich das Problem, und deshalb finde ich den Vorgang überdenkenswürdig, dass nicht immer ein Erwachsener zur Kontextualisierung und Erläuterung zur Verfügung steht.

h.huett Januar 19, 2013 um 13:28

Von den üblichen Ausnahmen abgesehen freue ich mich über dieses hier entstehende neue Format einer kollaborativen Klausur. Es kommt zwar noch immer erst ächzend in Gang, entwickelt sich dann aber erfreulich.

Die Gleichsetzung von Negerkönig mit Südseekönig übersieht einen wichtigen Unterschied, den zwischen Abstraktion (Südseekönig) und Konkretion (Negerkönig). Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Interventionen solcher Leute wie Stefanowitsch eine magische Operation vollziehen, mit einem gewissen Überschuss an Autosuggestion zudem. Das Daranglauben irritiert und belustigt. Dass dabei das sprachanalytische Instrumentarium daran glauben muss, also preisgegeben wird, empört mich. Die modischen Konjunkturen von Gender bis sonstwohin sind Teil einer Kultur blinder Flecken in der Wissenschatfs- bzw. Ideengeschichte (frage mich, wie Ulrich Raulff und Stephan Schlak in zwanzig Jahren darüber schreiben werden).

Morph hat den wunden Punkt getroffen: wer Rassismus durch sprachliche Reinigungsakte bekämpft, übersieht, was den Rassismus als soziales Phänomen hervorbringt und welche Wandlungen er vollzieht. Die Sprachkritik springt chronisch zu kurz und an ihrem Gegenstand vorbei.

holger Januar 19, 2013 um 13:31

wowy

—>>>Das neue Testament wird eher weniger von unmündigen Kindern gelesen”

Du hast doch den Arsch offen, WAS ist denn mit dem Weihnachtsmann? Und der Geschichte darum?

Junge junge junge…

Was wird dir als kleines Kind eingetrichtert? Rute und so?

wowy Januar 19, 2013 um 13:35

@holger
Bevor du dir Gedanken über meine Körperöffnungen machst, denke mal darüber nach von wem Kinder die Weihnachtsgeschichte erzählt bekommen und in welcher Buchform sie sie lesen. Die spazieren in den seltensten Fällen in die Buchhandlung und kaufen ein neues Testament.

holger Januar 19, 2013 um 13:35

—>>>Von den üblichen Ausnahmen abgesehen”

ist schon sprachlicher Rassismus pur…

Selbst die Sprachen sind Rassismus in sich selbst. Weil Sprachen grenzen aus. Das ist auch Sinn und Zweck der Sprache.

Urga Hurga

holger Januar 19, 2013 um 13:37

wowy

—>>> Die spazieren in den seltensten Fällen in die Buchhandlung und kaufen ein neues Testament.”

Aha… und nun? Welche Erkenntnis, können wir daraus nun schöpfen?

wowy Januar 19, 2013 um 13:37

@holger
Dass du manchmal euinfach nur Krawall machen willst!

holger Januar 19, 2013 um 13:43

wowy

—>>>Dass du manchmal euinfach nur Krawall machen willst!”

Du verkennst mein Lieber… in der Sprache steckt nämlich ein gewisses Maß an ÜBER-HEB-LICH-KEIT

Das heißt, wenn du es nicht verkennst, dass die Sprache selektiert… Sie sortiert aus.

Sprache ist Rassismus… das verkennst du eben.

h.huett Januar 19, 2013 um 13:46

Wenns dem Ziel dient, dass Holger sich selbst erkennt, wäre ja auch was erreicht.

holger Januar 19, 2013 um 13:53

huett

ich hab das schon lange erkannt. Es wäre schön, wenn du es auch erkennen würdest, weißer Mann…

Es gibt da ein schönes Video, was ich aber momentan nicht finde. Da ist in Austria ein Schwarzer Fußballspieler interviewt worden. Ich glaube der spielt bei Red Bull Salzburg. Der Austria Reporter brach sich einen auf Englisch ab. Und der Schwatte ganz cool mit Dialekt: Warum reden Sie eigentlich nicht Deutsch mit mir?

Urga Urga…

lily Januar 19, 2013 um 13:55

guxtu:
Sun Ra – Cry of Jazz
http://youtu.be/VOCRMmM2g1o
Filmed in Chicago & finished in 1959, The Cry of Jazz is filmmaker, composer and arranger Edward O. Bland’s polemical essay on the politics of music and race – a forecast of what he called “the death of jazz.” A landmark moment in black film, foreseeing the civil unrest of subsequent decades, it also features the only known footage of visionary pianist Sun Ra from his beloved Chicago period. Featured are ample images of tenor saxophonist John Gilmore and the rest of Ra’s Arkestra in Windy City nightclubs, all shot in glorious black & white. Rarely seen in cinemas, this is the first commercial release of The Cry of Jazz.

Wilma Januar 19, 2013 um 14:09

http://www.zeit.de/kultur/literatur/2013-01/umfrage-neger-kinderbuecher

Aus einem Kommentar (5) M.Fahrenheit
” Irgendwann lesen sich unsere Kinderbücher wie amtliche Korrespondenz – Sinnlichkeit ade!”
“Manche Kinder wissen vermutlich nicht einmal mehr, was sie sich unter einer Kaffeemühle vorzustellen haben. Sollte man das begehrte Objekt deshalb durch eine Senseo ersetzen? Nein, denn unbekannte Wörter regen die Phantasie der Kinder an, sie ermuntern zum Nachdenken, Nachforschen, Nachfragen. Leider ist das vielen Menschen wohl zu anstrengend, weshalb sie lieber dilettantisch in Büchern rumschmieren.”

h.huett Januar 19, 2013 um 14:11

Holger-Spatzelchen, ausweislich Deiner nur selten von luziden Auftritten unterbrochenen Auftrittserie wirkt ja genau dieser Umstand der Selbsterkenntnis so verblüffend. Lass Dir dazu gratulieren.

wowy Januar 19, 2013 um 14:30

@Wilma
Das Beispiel im von dir zitierten Leserkommentar ist doch Quatsch. Es geht um Rassismus, nicht um Kaffeemühlen. Durch Bagatellisierung wird das Problem sicher nicht gelöst.

holger Januar 19, 2013 um 14:49

huett

du magst es nicht glauben, aber egal, ich gehe schon seit einigen Jahren, an die rhetorische Schmerzgrenze des Gegenüber.

Und glaube es mir, der Selbstversuch ist zerstörerisch. Die Grenzen ausloten, ist nicht so einfach.

Und nu gehe ich inne Kneipe, und mach da weiter, beim Proleten Fußball gucken. Auch wenn ich wohl einen Zahn verlieren werde. :D

Da bin ich nämlich die Zegge. Weil als einziger Eintracht Supporter hat man es da nicht leicht.

Also, ich suche nicht den geringsten Widerstand… LOL ich Depp ;-)

Schatten vom Poker Face Januar 19, 2013 um 15:13

Das Bankwesen hat in einer modernen Gesellschaft eine Steuerungs- und Lenkungsfunktion. Man steuert und lenkt dabei in eine prinzipiell unbekannte Zukunft hinein.

Gegen deren Wirrnisse kann man sich versichern, mit Calls, Puts, Zertifikaten, Futures, Swaps name it.

Wenn das Erstellen, Kaufen und Verkaufen von Zertifikaten z.B. quasi ein mathematischer Intelligenztest ist, dann ist alles ok!

Man könnte noch immer fragen, ob man dabei nicht fälschlicherweise versucht, die Zukunftsprognose, um die es eigentlich geht, durch mathematisches Modellieren zu substituieren, aber heh…

Ist es aber mehr ein Pokerspiel, ein Bluff, bei welchem man versucht, seine Profite durch wirre Mathematik zu optimieren, das Produkt aber als grundehrliches Versicherungswerkzeug anpreist, ja dann ist eben der Pokerspieler der Typus unserer Zeit.

Was hat nun Pokern mit “Neger” zu tun?

Die Verwendung des Begriffes “Neger” ist a) nunmehr aus verschiedenen Gründen emotional aufgeladen und b) ebenso altmodisch, wie die Verwendung von “daß” statt “dass”.

Gebraucht werden aber Pokerspieler, die cool bleiben und sich anpassen, also im Falle des eventuell zukünftigen Falles nach der nächsten Rechtschreibreform dann doch wieder, ohne zu zögern, “daß” verwenden oder eben “Neger”.

Die Verwendung der “richtigen” Sprache legt Zeugnis darüber ab, ob jemand soziopathisch, also sozial genug ist, um sich in die Gesellschaft einzupassen – im aktuellen Fall in eine Gesellschaft pokernder Bluffer.

Linus Januar 19, 2013 um 15:22

@huett:
“Von den üblichen Ausnahmen abgesehen freue ich mich über dieses hier entstehende neue Format einer kollaborativen Klausur. Es kommt zwar noch immer erst ächzend in Gang, entwickelt sich dann aber erfreulich.”

Das ist wohl der Einleitungssatz vor Bekanntgabe der Noten :-D
Nun ist es sicher so, dass man das Ganze nicht ohne das Teil denken kann und das Teil nicht ohne das Ganze. Das macht viel vom Charme dieses Blogs aus.

Ich halte Holgers Satz vom “Rassismus der Sprache” für nicht ganz falsch, auch wenn er über das Ziel hinausschiesst. Sprache verwendet zwangsläufig Masken, hinter denen der Einzelne verschwindet. Es ist völlig illusorisch und mE auch kontraproduktiv, diese ‘wegdenken’ zu wollen. Also muss man sich mit ihrer Allgegenwärtigkeit arrangieren und sie im Hinterkopf behalten. Zitat Huett: “Ein Fetisch ist ein Fetisch und kein Pappkamerad. Man wird ihn so leicht nicht los.”

Wie so oft, wird Kontrolle zuerst mal an den Kindern ausprobiert. Ich schrieb schon oben, dass ich nichts von Verfälschung der Geschichten halte. Wenn schon, dann sollte man sie ihnen vorenthalten.
Denn entweder ist eine Geschichte im Kern “rassistisch” und transportiert eine dementsprechende Botschaft – dann sollte man sie weglassen oder für später aufheben -, oder sie ist es nicht, und nur einzelne Worte tragen für uns Erwachsene(!) eine “rassistische” Konnotation.
Diese Konnotation ist aber für Kinder noch keineswegs vorhanden, ein Begriff wie Neger oder Schwuler scheint in Kindesaugen erstmal neutral, schlimmstenfalls als Markierung für ‘anders’.
Es geht also beim Erzählen von Kindergeschichten nicht ums ‘wegdenken’, sondern um das nicht ‘andenken’, wenn man es denn vermeiden will.
Die Regulierung von Kinderbüchern gerät damit zum Selbstzweck, der mehr dem ‘Wahn’, der Konnotation des Regulierers genüge tun soll als dem eigentlich gemeinten, dem Kind.

h.huett Januar 19, 2013 um 15:34

Linus

“Eine Geschichte” oder ein Text ist ebenso wenig rassistisch wie ein Schnitzel.

wowy Januar 19, 2013 um 15:37

@Linus
Ich kann deiner Argumentation durchaus etwas abgewinnen.
Fraglich bleibt für mich, wenn ich mir einen Begriff, wie du es beschreibst, mit Kindesaugen neutral aneigne und ihn später so benutze, er aber so nicht aufgefasst wird, dann benutze ich, wenn auch ohne eine solche Absicht, dennoch einen rassistischen Begriff.
Außerdem verlagerst du die Kontrolle vom Verlag auf die Eltern, was man tun kann, was aber die Frage für den Verlag (und das war der Ansatzpunkt) nicht klärt.

Linus Januar 19, 2013 um 15:40

@Huett:
“Eine Geschichte” oder ein Text ist ebenso wenig rassistisch wie ein Schnitzel.”

Hmmm. Eine Botschaft aber schon? Oder auch nicht? Wenn nein, dann frage ich mich, wie sich Rassismus überhaupt transportieren lässt.

Morph Januar 19, 2013 um 15:44

@wowy

“Bei Kinderbüchern @morph sehe ich das Problem”

Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, sich mit den ideologischen Botschaften von Kinderbüchern auseinander zu setzen und sie zu kritisieren. Nur sollte man nicht dem Trugschluss aufsitzen, dass die möglicherweise zu kritisierende Botschaft in Einzelworten steckt.

Ein Einzelwort hat für sich gar keine fest umgrenzte Bedeutung, sondern verweist auf ein loses Bündel einander teils widersprechender Bedeutungspotenziale. Erst im Satzzusammenhang ergeben die Wörter Sinn, indem sie nämlich aneinander bestimmte Bedeutungspotenziale hervorheben und andere gleichsam abschatten. Und auch die Sätze gewinnen ihre spezifische Bedeutung wiederum erst in Textpassagen. Und auch ein Text gewinnt seine spezifische Bedeutung wiederum erst im Kontext seiner Verwendungsweise.

Jede scheinbar manifeste Wort-, Satz-, Textbedeutung ist vorläufig und muss in der Kommunikationspraxis immer aufs Neue ratifiziert werden.

Die Ächtung einzelner Worte ignoriert schlicht die Natur der Kommunikation. Sie verfehlt das, worauf sie eigentlich hinauswill, nämlich die Ächtung rassistischer Überzeugungen und Verhaltensweisen. Und gerade wenn man sich mit der Ächtung rassistischer Einstellung identifiziert, kann man sich die Haare raufen, wenn linguistisch und kommunikationstheoretisch uninformierte Leute ihre bewahrpädagogischen Impulsdurchbrüche ausagieren und dabei mehr kaputtmachen und verwirren als in Ordnung zubringen und aufzuklären.

Der Jugendschutz argumentiert ja immer mit der ‘sozial desorientierenden Wirkung’ der vermeintlich jugendgefährdenden Medien. Für eine solche Argumentation gibt es aber weder eine theoretische plausible Grundlage noch deutliche empirische Belege. Es handelt sich einfach um symbolische Ersatzhandlungen an abstrakten Artefakten, die nicht widersprechen können.

Und diese symbolischen Ersatzhandlungen, zumal wenn sie von gesellschaftlich reichweitenstarken Organisationen wie Verlagen, Schulbehörden u.ä. vollzogen werden, sind ziemlich problematisch, finde ich, denn sie erzeugen in der Öffentlichkeit den Eindruck eines antirassistischen common sense, der keine wirkliche Basis in den Überzeugungen der Leute hat.

~ Rusty Prick ~ Januar 19, 2013 um 15:48

@morph
“Aber wann immer Deutsche etwas ALS Deutsche tun, geht es vollständig in die Hose.”
——————————

===> … wow! … das klingt aber spannend! … hattu mal ein Beispiel?

h.huett Januar 19, 2013 um 15:56

“hattu mal ein Beispiel?”

Wer noch nicht wusste, dass hg ein Gespenst ist, weiß nun, dass er sich selbst nicht mal im Spiegel erkennen kann.

Morph Januar 19, 2013 um 15:57

@Linus

“Sprache verwendet zwangsläufig Masken, hinter denen der Einzelne verschwindet.”

Sprache verwendet gar nichts. Sprache ist doch kein Subjekt! – Aber über Sprache kann man ja manches behaupten, wenn der Tag lang ist, denn es gibt eben auch kein Objekt Sprache, an dem man die eigenen Behauptungen nachweisen können müsste. Und so wird über Sprache dies und das herbeiphantasiert, gerade wie es einem passt.

h.huett Januar 19, 2013 um 15:59

Linus

Das gleiche Problem. Ein Kinderbuch oder der Ulysses, egal ob hyperkomplex oder simpel, haben keine “Botschaft”. Schon der Begriff der Botschaft ist eher eine Ergebenheitsadresse.

Nebenbei gebe ich hier weiß Gott keine Noten, warum auch? Kann ja jeder selbst feststellen, welche Beiträge zu einer Diskussion er oder sie liest oder es lässt.

~ Rusty Prick ~ Januar 19, 2013 um 16:00

“Bundeswehr: De Maizière sind seine Soldaten zu bequem
Junge Zeitsoldaten sind schwer dazu zu bewegen, vom Heimatort wegzuziehen. Der Minister klagt, sie bevorzugten das Hotel Mama und seien nicht am Unbekannten interessiert. ”
———————————————–

===> … armer Onkel DeMisere!! … seine BW-Söldner hamn keinen Bock auf “Unbekanntes” (=”Auslandseinsätze” = KRIEG).

===> … da wird die NATO-Wehrmacht über kurz odda lang wohl doch auf die drei Kinder von Lübberding zurückgreifen müssen. Die werden bei dem Vater doch wohl hinreichend kriegsgeil abgerichtet worden sein … ?? … irgendjemand mußß ja schließßlich das Existenzrecht Israels verteidigen …am Hindukush, im Iran, der Sahara odda wo’s sonst noch so beliebt …

Frankie Bernankie Januar 19, 2013 um 16:01

@hhuett

Aus gegebenen Anlass eine kleine Anregung für die Wortforscher: wäre es nicht mal an der Zeit die Begriffe “humanitärer Einsatz” und “Entsendung von Militärberatern” auf ihre Worthülsenhaftigkeit zu untersuchen?
Worthülsenhaftigkeit in dem Sinne, dass damit Aktivität und Involvierung angezeigt werden soll, aber eigentlich das Gegenteil gemeint ist?

Morph Januar 19, 2013 um 16:05

@Linus

“dann frage ich mich, wie sich Rassismus überhaupt transportieren lässt.”

Rassismus wird nicht transportiert, sondern ausagiert, u.a. in Form von Sprechakten, welche den Ausschluss von Leuten mit bestimmten angeborenen oder ethnisch sehr früh geprägten Merkmalen aus dem Kreis derer ausschließen, die wir mitmeinen, wenn wir ‘wir’ sagen.

Entscheidend ist der Vollzug des Sprechaktes und seine situativen Umstände. Derselbe Satz kann in verschiedenen Situationen rassistisch bzw. nicht rassistisch funktionieren. Man kann das nicht auf Worte oder Wortverbindungen reduzieren.

Morph Januar 19, 2013 um 16:06

“den Ausschluss … ausschließen” – Quatschformulierung natürlich, aber Ihr versteht schon, was ich meine…

wowy Januar 19, 2013 um 16:08

@morph
“Ein Einzelwort hat für sich gar keine fest umgrenzte Bedeutung”
Das sehe ich so nicht.
Das Wort “Neger” war zunächst ein rein deskriptiver Begriff, der sich von negro = schwarz ableitete. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Postkolonialismus) begann er sich zum rassistisch abwertenden Begriff zu entwickeln, offensiv im öffentlichen Diskurs wohl ab den siebziger Jahren.
Pippi Langstrumpf wurde von Astrid Lindgren 1944 niedergeschrieben, der Begriff von ihr also anders verwandt als der gleiche Begriff heute verwendet wird.

~ Rusty Prick ~ Januar 19, 2013 um 16:10

@hütt
“Wer noch nicht wusste, dass hg ein Gespenst ist, weiß nun, dass er sich selbst nicht mal im Spiegel erkennen kann.”
—————–

===> … bei Gelegenheit verzähl ich dem erlauchten Publikum an den Internetzempfanxentgräten mal die Gechichte von meinem Opa. Der war von 1939 bis 1945 … auf groose Europa-Tournee.

===> … dann wird jeder – vielleicht sogar du – begreifen …wie extrem verstrahlt du bist … Onkel HansHütt.

h.huett Januar 19, 2013 um 16:19

wowy

Was machst Du mit Hiphop und Rap? Alles auf den Index, weil sie mit den pejorativen Wörtern spielen?

h.huett Januar 19, 2013 um 16:24

Frankie

Ich bin kein “Wortforscher”. Manchmal analysiere ich Kontexte, und selbst die wandeln sich ständig. Es gibt zB sehr unterschiedliche humanitäre Aktionen.

Der Einsatz der algerischen Militärs war gewiss keine. Er war allerdings vorhersehbar, wenn man die algerische Geschichte kennt. Die eiserne Garde ist gnadenlos.

wowy Januar 19, 2013 um 16:24

@huett
Gerade waren wir noch bei Kindern.
Jugendkultur ist wieder ein eigenes Ding. Ich gebe aber zu, dass ich manche sexistischen Texte gerne auf dem Index sehen würde, z.B. wenn sie offensiv zur Vergewaltigung an Frauen aufrufen.

h.huett Januar 19, 2013 um 16:26

hg

Was interessiert mich dein Opa, wenn Du selbst Gespenst genug bist?

~ Rusty Prick ~ Januar 19, 2013 um 16:27

@Frankie Bernankie
“… dass damit Aktivität und Involvierung angezeigt werden soll, aber eigentlich das Gegenteil gemeint ist?”
—————–

===> … dann meld dich halt freiwillig zur “Intervention” in Mali – du HELD! … man weißß Leute von deiner Intelligenz durchaus zu schätzen …

http://tinyurl.com/akqqmlm

Morph Januar 19, 2013 um 16:39

@wowy

“Das sehe ich so nicht.”

Das steht Dir ja frei, aber Du kannst Deine Sicht der Dinge nicht durchsetzen, denn Wortbedeutungen sind eine Frage der Anerkennung. Zwischen sprachlichen Lautgestalten und Begriffen gibt es keine natürliche Beziehung. Die Semantik symbolischer Zeichen ist daher unvermeidlich vage und umstritten. Da kannst Du noch so sehr auf Deinem Privatverständnis beharren. Ich kann Deinem Verständnis einfach widersprechen.

Das unterscheidet semantische Sachverhalte eben grundlegend von physikalischen Sachverhalten. Wir können unterschiedlicher Auffassungen über die Bedeutung des Wortes “Schlumpf” haben und wir können unterschiedlicher Auffassung darüber sein, unter welchen Druck- und Temperaturbedingungen Wasser verdampft.

Physikalische Streitfragen lassen sich objektiv klären. Semantische Streitfragen nicht. Und das ist ein Wesenszug der Sprache!

wowy Januar 19, 2013 um 16:43

@morph
:-D
Das ist die Grundlage jeder Diskussion. Das andere nennt man glaube ich Beweisführung,
:-D

~ Rusty Prick ~ Januar 19, 2013 um 16:45

h.huett Januar 19, 2013 um 16:26
“Was interessiert mich dein Opa, wenn Du selbst Gespenst genug bist?”
———————————————–

===> … daßß du ein skrupellos-brutalstmöglicher Nicht-Denker bist, ist doch hinlänglich bekannt. Was versprichst du dir davon, es dennoch jeden Tag – ebenso eindrucksvoll wie redundant – auf’s neue zu belegen?

===> … warum die Gechichte von meinem Opa? … ganz einfach, weil anhand seiner Gechichte … eure ganzen dreckigen, (pseudo-)linken Lügen betreffs Deutsche, WKII & Krieg allgemein … sofort zu Asche zerfallen. Zumindest bei den Selbstdenkern … macht ihr dann keinen Stich mehr. Ätsch.

h.huett Januar 19, 2013 um 16:50

Wie schnell hg diese Diskussion auf den Zweiten Weltkrieg, Asche und linke Lügen abdreht – ist das nicht gespenstisch?

h.huett Januar 19, 2013 um 16:55

In hgs Kommentaren kommt so ein konnotativer Zuckzwang ans Licht, den wir von Stanley Kubricks Dr. Seltsam kennen.

Linus Januar 19, 2013 um 17:10

@huett:

“Das gleiche Problem. Ein Kinderbuch oder der Ulysses, egal ob hyperkomplex oder simpel, haben keine “Botschaft”. Schon der Begriff der Botschaft ist eher eine Ergebenheitsadresse.”

Nun mal langsam. Wir hatten hier eine erbitterte Diskussion über das Grass-Gedicht. Schon vergessen?

@Morph:
“Sprache verwendet gar nichts. Sprache ist doch kein Subjekt!”

“Rassismus wird nicht transportiert, sondern ausagiert, u.a. in Form von Sprechakten, welche den Ausschluss von Leuten mit bestimmten angeborenen oder ethnisch sehr früh geprägten Merkmalen aus dem Kreis derer ausschließen, die wir mitmeinen, wenn wir ‘wir’ sagen.”

Wie bitte wird ein Buch ausagiert? Du wirfst mir im ersten Zitat einen formalen Fehler (Personifizierung) vor, um im zweiten genau denselben Fehler zu begehen. Also bitte, können wir das mit den Formalien lassen, wo sie nicht allzu notwendig sind?

Du hast ja im Grunde recht. Aber es ist NICHT der Akt des Sprechens, auf den es ankommt, auch wenn der u.U. etwas insinuieren will. Es ist der Akt der Rezeption! Der Kontext zur Deutung einer Äusserung als ‘rassistisch’ gehört dem Zuhörer, nicht dem Sprecher (genau deswegen kommt es von Fall zu Fall zu Missverständnissen, wenn der Kontext des Sprechers nicht mit dem des Zuhörers zusammenfällt). Nur wenn die Saat auf fruchtbaren Boden fällt, kann sie eine Wirkung auslösen (Zustimmung, Ablehnung). Andernfalls löst sie eben keine Wirkung aus (neutral).

Natürlich hat Huett sensu stricto weitgehend recht, wenn er sagt, Sprache transportiere keine Botschaft. Denn der allergrösste Teil des Informationsgehaltes liegt nicht im Text, sondern im berührten Kontext des Rezipienten. Das ist die Natur und der Zweck von Symbolen.

Dennoch kann man den Sprechakt und den Rezeptionsakt, also die Referenzierung des Kontextes im Zuhörer als einen Akt sehen. Denn das eine würde ohne das andere keinen Sinn machen. Aus den gleichen Gründen kann auch die Intention des Sprechers dazuzählen. Sensu latu lässt sich daher sehr wohl von einer Botschaft und Transport sprechen.

h.huett Januar 19, 2013 um 17:20

Linus

Danke für die Erinnerung! Was war meine Kritik? Dass der greise Dichter zur leeren Sprache der Politik griff.

Linus Januar 19, 2013 um 17:23

@wowy:
Mein letzter Kommentar ist das Kernstück meiner Argumentation. Der semantische Kontext des zuhörenden Kindes ist (noch) nicht politisch aufgeladen.

“Außerdem verlagerst du die Kontrolle vom Verlag auf die Eltern, was man tun kann, was aber die Frage für den Verlag (und das war der Ansatzpunkt) nicht klärt.”

Ich sehe für die Verlage keine Notwendigkeit der Kontrolle. Aber
ehrlich gesagt ist es mir schnurz, was die Verlage da machen. Ob da jetzt Neger oder Schwarzafrikaner steht, ist nicht wirklich erheblich. Letzteres ist halt ein bisschen sperrig.

Morph Januar 19, 2013 um 17:32

@Linus

“Wie bitte wird ein Buch ausagiert?”

Durch Schreibakte, Publikationsakte, Lektüreakte, Beurteilungsakte.

“Also bitte, können wir das mit den Formalien lassen, wo sie nicht allzu notwendig sind?”

Sie sind notwendig, denn es gibt Personen, und diesen Personen werden Handlungen zugerechnet. Und es gibt Personifikationen von Sachverhalten, die keine Personen sind. Z.B. Sprache. Sprache handelt nicht.

Bleiben wir doch einfach bei der Wirklichkeit, @Linus, dann klären sich alle Streitfragen. Du neigst halt dazu, irgendwelche algorithmischen Modelle mit der Wirklichkeit zu verwechseln…

“Der Kontext zur Deutung einer Äusserung als ‘rassistisch’ gehört dem Zuhörer, nicht dem Sprecher”

Nein, ich fnde nicht, dass Rassismus im subjektiven Belieben das Rezipienten steht, der sich rassistisch beleidigt fühlt. Man kann Sprecher und Hörer (und Zuhörer!) nicht trennen; alle sind an der kommunikativen Situation beteiligt.

Und ob es sich dabei um eine Kommunikation handelt, die auf der Grundlage rassistischer Semantiken Leute aus der Wir-Gruppe ausschließt, entscheidet nicht der Sprecher, nicht der Hörer, nicht die Sprache oder ihr Trägermedium, sondern alle Komponenten der Kommunikation wirken dabei zusammen.

wowy Januar 19, 2013 um 17:35

@Linus
Was hab ich anderes gesagt?

Linus Januar 19, 2013 um 17:41

@Morph:
Na, da kommen wir doch zusammen.

“Nein, ich finde nicht, dass Rassismus im subjektiven Belieben das Rezipienten steht, der sich rassistisch beleidigt fühlt.”
Moment. So war das nicht gemeint. Damit eine Äusserung als rassistisch durchgehen kann, muss
- der Hörer sie zunächst als solche deuten
- müssen der Sprecher und der Hörer einen GEMEINSAMEN semantischen Kontext haben.
Erst dann klappt es mit der Kommunikation.

“Man kann Sprecher und Hörer (und Zuhörer!) nicht trennen; alle sind an der kommunikativen Situation beteiligt.”
Meine Rede, auch wenn der Huett was anderes sagt.

Linus Januar 19, 2013 um 17:43

@wowy: Na dann :-D

Morph Januar 19, 2013 um 17:54

@Linus

“Damit eine Äusserung als rassistisch durchgehen kann, muss
- der Hörer sie zunächst als solche deuten
- müssen der Sprecher und der Hörer einen GEMEINSAMEN semantischen Kontext haben.
Erst dann klappt es mit der Kommunikation.”

Ich glaube, man kann das nicht so spiegelstrichartig auf Kriterien bringen. Rassismus ist, würde ich sagen, die Missachtung und Verachtung einer Person wegen ihrer angeborenen oder ethnisch früh geprägten Merkmale. Und häufig muss sich eine Gruppe rassistisch motivierter Leute gar nicht groß absprechen, um einander zu erkennen. Und das Opfer rassistischer Motive stellt vielleicht nur fest, dass die Leute irgendwie merkwürdig sind, ohne das auf ihre rassistischen Einstellungen zu beziehen.

Das alles kann ziemlich subtil und subkutan ablaufen.

Übrigens gibt es einige raffinierte psychologische Tests, die zeigen, dass wir alle viel rassistischer sind als wir zuzugeben bereit wären…

Jedenfalls: Die Errichtung eines Katalogs verbotener Ausdrücke hilft nur den Rassismus, der uns alle mehr oder weniger motiviert, besser zu kaschieren.

h.huett Januar 19, 2013 um 18:00

Morph

Die Tabuisierung der inkriminierten Wörter ist eine Camouflagetechnik. Sie verhilft den Sprachreinigern zu einem distinguierten Plätzchen im juste milieu. Darin macht man es sich gemütlich.

Kein Wunder, dass das Züge eines Neobiedermeiers trägt.

Linus Januar 19, 2013 um 18:22

“Das alles kann ziemlich subtil und subkutan ablaufen.

Übrigens gibt es einige raffinierte psychologische Tests, die zeigen, dass wir alle viel rassistischer sind als wir zuzugeben bereit wären…”

Warum funktioniert das so subtil? Der zweite Satz gibt die Antwort:
“wir alle” : -D

Das ist nicht weiter verwunderlich. Rassismus ist ein ureigenstes Merkmal traditioneller Stammesgesellschaften. Die betrachten häufig ihre Feinde nicht als Menschen (Quellen liefere ich bei Bedarf nach).

‘Zivilisations-evolutionär’ handelt es sich um einen Atavismus. Er passt absolut nicht zu den Zielsetzungen eines modernen Staates. Diese sind so, weil wir sie einfordern. Der moderne Mensch fühlt sich einer höheren Ordnung verpflichtet, die über seinen Nahbereich hinausgeht.

Dies muss nicht so sein. Das originäre Programm ist noch immer latent vorhanden und wird im Fall des Falles reaktiviert.

holger Januar 19, 2013 um 18:38

Ohhh… LOL

ich male gerade einen Text an die Wand…

Ein Hakenkreuz…

LOL :D Also ein Text übermittelt gar nix.

Siehe Swastika… uiii, das wird jetzte aaaaaaber haarig… die Inder haben das Dingen an Tempeln dran…

Nun ja, die dürfen ja auch noch Glühbirnen verwenden.

holger Januar 19, 2013 um 18:43

Muhahahaha Morphi

—>>>Rassismus wird nicht transportiert, sondern ausagiert”

Muhahahaha… ROFL LOL LMAO ROFL :D

was ist denn agieren? Das Du nen Dr. hast, das passt… LOL HYPER

holger Januar 19, 2013 um 18:47

—>>>“Das gleiche Problem. Ein Kinderbuch oder der Ulysses, egal ob hyperkomplex oder simpel, haben keine “Botschaft”.”

Grand Master Huett and the crazy five… :D

Vollkommen Hyperkomplex… Hahahaha… so viel Bullshit nü?

Morph Januar 19, 2013 um 18:55

Lieber Holger,

Ich weiß nicht, ob es Dir schon aufgefallen ist, was Dich betrifft, hier im Blog: … ach nee, lassen wir’s; das wär nicht nett und für Dich auch zu kompliziert.

Nichts für Ungut! Weitermachen!

Morph Januar 19, 2013 um 19:06

ach, und wo wir gerade dabei sind:

@petervonkloss

kommt da jetzt noch was wegen der aktuellen Unwahrscheinlichkeit gelungender Kunstwerke oder nicht?

Ich meine, ich war ja schon drauf und dran, @vinxtor zu kritisieren, weil er nachbohrt, wo seit Deiner Verlinkung von Hendrix’ ‘wild thing’ eine oberpeinliche Lücke offenbar ist, nämlich dass Du keinen blassen Schimmer von Ästhetik hast. Und das ist ja ein bisschen gemein, wenn @Vinxtor unter Deinen schwachen Stellen auch noch die schwächste attackiert. Aber ich dachte mir: Wer weiß, vielleicht kommt ja doch ein Argument, denn es gäbe tatsächlich eins! – Aber offenbar bist Du schon wieder Wein-Party-mäßig abgemeldet.

Meine Blog-Erfahrung würde ich so zusammenfassen: Interessante Kneipe, in der sich einige sehr inspirierende, hochgescheite Leute treffen (gescheit, gescheiter, gescheitert), und sich austauschen, unterbrochen von ein paar krakeelenden und rülpsenden Störern.

Bei manchen kommt auch beides zusammen! ;-)

holger Januar 19, 2013 um 19:13

Morphi

—>>>Ich weiß nicht, ob es Dir schon aufgefallen ist, was Dich betrifft, hier im Blog: … ach nee, lassen wir’s; das wär nicht nett und für Dich auch zu kompliziert.”

Wieso? Mach doch ruhig weiter so :D Außer Diffamierung bleibt dir ja nicht viel. Das sei dir gegönnt. Ist so Deine Struktur… damit kann ich leben. Warum auch nicht?

Morph Januar 19, 2013 um 19:23

@Holger

Diffamierung ist nicht der Punkt. Du scheinst mir nur so ein Typ zu sein, der mit dem Arsch einreißt, was er mit den Händen aufbaut.

Regelmäßig postest Du hier Sachen, die nur einem einzigen Zweck dienen KÖNNEN: Dich als Volltrottel zu markieren.

Und dabei bist Du ja gar kein Volltrottel. Ist so eine Art Selbstsabotage, stimmt’s?

Schatten der Schwärme(r) Januar 19, 2013 um 20:24

@Linus

“Stammesgesellschaften”

“Richtige” Sprache hat eher damit zu tun, dass die “Dichter und Denker”, die weder jagen und sammeln, aber leben müssen – anschmiegsam, wie sie sind – dem Zeitgeist Ausdruck verleihen.

Wer kein “Dichter und Denker” ist, muss trotzdem zuhören, was sie sagen, bzw. den Anschein erwecken, um als sozial nützlich zu gelten.

Unser Stamm setzt dabei auf die nichtdiskriminierende, gegenderte, schwule, multikulturelle Globalisierung. Dabei geht es nicht anders zu, als bei archaischen Fetisch-Beschwörern, die bestimmte Handlungen als tabu erklären und brutal sanktionieren.

Kann man sich selbständig machen, z.B. als App-Programmierer, der im Apple Store verkauft, interessiert das alles nicht.

Aber wehe, man ist in Großorganisationen eingebunden! Selbst als Manager-Genie wird einem nicht mehr verziehen, erst recht, seit @Morph und seiner Kollegen predigen dazu führt, dass man an die Intelligenz der Organisation glaubt.

(Exkurs: Ist wohl sowieso fraglich, ob die “Eigenlogik” von Organisationen nicht mit der “Schwarmintelligenz”, mit überhaupt unmenschlichen im Sinne von un-individuellen Ideen korrespondiert! – wie dem Sozialismus z.B. ….)

holger Januar 19, 2013 um 20:25

Morph

—>>>Und dabei bist Du ja gar kein Volltrottel. Ist so eine Art Selbstsabotage, stimmt’s?”

Sehe es mal so… mich haben ganz viele Menschen aufgrund meiner Naivität in meinem Leben angeschissen. Es nennt sich vermutlich “Mitmenschlichkeit”, was mich da geritten hat…

Und das möchte ich ganz vielen einfach ersparen (Fehler), auf den selben Wichs rein zu fallen (Fehler)… es gibt diese “Heile” Welt nicht. Da können sie dir die Ohren voll Schwören wie sie wollen. Die besten Absichten haben.

Ich rede auch nicht von Rassismus, ich rede von “Verletzend” und ja…

—>>>Du scheinst mir nur so ein Typ zu sein, der mit dem Arsch einreißt, was er mit den Händen aufbaut.”

Das stimmt… ich reiße es dann ein, wenn die Schablone kommt. Weil ich gehe da nicht rein in die Pressmaschine…

Ich bin keine Presswurst nach Brüssel formbar… auch wenn ich nicht dadurch das beste Leben habe. Ich habe lang genug ne Uniform getragen. Auch wenn es mir auf den Sack ging, ich habe immer meinen Dienst gemacht.

Nur Dato zwingt mich keiner mehr. Keiner über mir und keiner unter mir… Ich verlange von den Humanoiden, nichts anderes, als selber das Denken an-zu-fangen… daher ist meine Schreibe so.

Sie ist nicht korrekt. Und auch nicht triefend vor Schmalz. Nee, dann kann ich auch wieder ne Uniform anziehen. Und das will ich nicht. Freedom

Morph Januar 19, 2013 um 20:40

@Holger

“Keiner über mir und keiner unter mir…”

Ja, wer das hat, sollte wissen, dass das ziemlich unwahrscheinlich und sehr super ist. Könnte Gesellschaft so funktionieren? Ich weiß es nicht…

Derzeit scheint es mir jedenfalls so zu sein, dass zu viele Phantasmen dieses Ideal überlagern, so dass auch die, die das erreicht haben, nicht komplett glücklich damit sind.

Aber wir kommen da schon noch hin.

holger Januar 19, 2013 um 20:56

Morphi

—>>>Könnte Gesellschaft so funktionieren?”

Nein.

Linus Januar 19, 2013 um 21:10

@Schatten:
“Unser Stamm setzt dabei auf die nichtdiskriminierende, gegenderte, schwule, multikulturelle Globalisierung. Dabei geht es nicht anders zu, als bei archaischen Fetisch-Beschwörern, die bestimmte Handlungen als tabu erklären und brutal sanktionieren.”

Na, es gibt schon Unterschiede. Zunächst mal ist unsere Gesellschaft nicht ganz so gewalttätig. I.d.R. meucheln wir nicht mehr unsere Nachbarn, rauben uns nicht unsere Frauen, verkaufen und versklaven nicht unsere Kinder etc.

Was nun die Tabus anbetrifft: In archaischen Gesellschaften gibt es eigentlich weniger brutale Sanktionen. Die Abgrenzung nach aussen ist deutlich und oft tödlich, nach innen werden aber Sanktionen eher von der Gemeinschaft ausgeübt und getragen als von einem ‘strafenden’ Medizinmann. Das liegt v.a. daran, weil die Gemeinschaften klein genug sind, um das Zusammenleben informell zu regeln, und ändert sich, sobald sich eine Art Staatsform entwickelt, mit Arbeitsteilung und Spezialisierung, Tributabgabe, etc.

Was nun die innere Haltung des Einzelnen gegenüber Tabus anbetrifft, so magst du teilweise recht haben. Dennoch glaube ich, dass einige, selbstverständlich anerzogene kulturelle Prägungen so stark in uns verwurzelt sind, dass sie ihrerseits ein nahezu unangreifbares Tabu darstellen, wie z.B. die Tötungshemmung. Die ist in archaischen Gesellschaften gegenüber Feinden sicher nicht vorhanden, bei uns dagegen schon (die modernen Gesellschaften haben sich Einiges einfallen lassen müssen, um diese Hemmung im Bedarfsfall zu überwinden, z.B. Drohnen).

Auch ganz ‘rationale’ Prinzipien wie Freiheit oder Gleichheit oder Geld haben sich so in unsere Argumentations- und Denkmuster eingeprägt, dass sie nicht ohne Weiteres zu beseitigen sind. Es scheint als gäbe es so etwas wie eine gesellschaftliche Trägheit (physikalisch gemeint), die sich nicht ohne Aufwand überwinden lässt.

Was nun die Eigenlogik von Organisationen anbetrifft, bin ich etwas skeptisch. Die meisten Beispiele, die wir betrachten können, unterliegen automatisch einem Bias durch ökonomische Paradigmen. Schwer zu sagen, was passiert, wenn die wegfallen.

Lina Januar 19, 2013 um 22:17

Zum Thema Rassismus

Morph
„Die Ächtung einzelner Worte ignoriert schlicht die Natur der Kommunikation. Sie verfehlt das, worauf sie eigentlich hinauswill, nämlich die Ächtung rassistischer Überzeugungen und Verhaltensweisen.“

Richtig! Einverstanden!

„Rassismus wird nicht transportiert, sondern ausagiert, u.a. in Form von Sprechakten, welche den Ausschluss von Leuten mit bestimmten angeborenen oder ethnisch sehr früh geprägten Merkmalen aus dem Kreis derer ausschließen, die wir mitmeinen, wenn wir ‘wir’ sagen.“

Man kann durchaus körperliche oder kulturelle Unterschiede feststellen und benennen. Wenn man aber glaubt, aus diesen Unterschieden eine Hierarchie ableiten zu können, an deren Spitze man selber steht, dann ist das Rassismus.

Beispiel: Balotelli und die Affenlaute kreischender Zuschauer. „Uuuu-uuuu-uuuhhh-aaa-uuu. Du bist ein Affe. Wir sind Menschen. Du bist nur ein Affe, der Fußball spielt, aber WIR sind besser.“
Das ist Rassismus in seiner Reinform. „Du bist schwarz und wir sind weiß, Du Affe, der glaubt ein Mensch zu sein. Hahahaha!“

Hans
„Die Gleichsetzung von Negerkönig mit Südseekönig übersieht einen wichtigen Unterschied, den zwischen Abstraktion (Südseekönig) und Konkretion (Negerkönig).“

Das verstehe ich nicht. Ganz ohne Ironie und haarspalterisch sein zu wollen:

Was soll ein „Negerkönig“ sein? Ein König aller Neger? Also ein König über alle, alle dunkelhäutigen Menschen auf dieser Welt?
Das Konkrete ist doch hier ein Körpermerkmal, oder etwa nicht?
So wie: Pickelkönig, Humpelkönig, Stotterkönig, Lispelkönig oder sogar Dumbo-Ohr-Prinz ;)
Dumbo-Ohr-Prinz würde sich aber sehr wahrscheinlich nicht rassistisch beleidigt fühlen, sondern mich einfach nur doof und unsensibel finden.

Nein, Sprachpolizei ist doof. Denn Sprache ist lebendig. Sie ändert sich, wie Menschen sich und ihre Einstellung zum Leben und ihren Mitmenschen ändern.

P.S.:
„Wichsen“ ist auch aus dem Buch gestrichen worden. Macht Euch das auch wütend?

P.P.S:
Dass Menschen andere Menschen beleidigen, um sie zu verletzen, ist zweitrangig.
Erstranging ist, dass sie sich besser fühlen wollen.
Jeder lebt in seinem eigenen Kosmos.

Lina Januar 19, 2013 um 22:19

Liest hier zufällig ein deutscher Neger mit?
(z.B. ein Enkel eines US-amerikanischen GIs?)

Wenn, ja – dann würde mich Deine Meinung zu diesem Thema sehr interessieren.

Lina Januar 19, 2013 um 22:25
wowy Januar 19, 2013 um 23:08

@Lina
Im Artikel von Vera Bunse bei Carta hat sich ein Schwarzer Mensch geäußert
http://carta.info/53063/politisch-korrekt-und-mausetot/#comment-36038

Linus Januar 19, 2013 um 23:52

@Morph:
“wo seit Deiner Verlinkung von Hendrix’ ‘wild thing’ eine oberpeinliche Lücke offenbar ist, nämlich dass Du keinen blassen Schimmer von Ästhetik hast.”
Das ist doof und rassistisch :-D

Thor Januar 19, 2013 um 23:58

@Lina

Durch was soll “wichsen” denn ersetzt werden? Im Grunde ist der Begriff doch nicht so falsch.

Ich finde “wichsen” ist doch ein durchaus positiv besetzter Begriff, entweder saubere Schuhe, oder schöne Gefühle…..

Lina Januar 20, 2013 um 00:07

Thor

Kannste ja mal Deiner 5-10jährigen Tochter/Nichte/Enkelin/Schülerin etc. genau so erklären.

Es ging ja um ein Kinderbuch.

Wilma Januar 20, 2013 um 00:25
Thor Januar 20, 2013 um 01:09

Lina
“Kannste ja mal Deiner 5-10jährigen Tochter/Nichte/Enkelin/Schülerin etc. genau so erklären.”

Der erzähle ich dass es um saubere Schuhe geht. Nicht ich habe die schmutzigen Fantasien….

MfG

Morph Januar 20, 2013 um 01:11

@Linus

“Das ist doof und rassistisch”

??

Lauf mal um den Block. Das entspannt und macht den Kopf frei.

h.huett Januar 20, 2013 um 01:13

wowy
Die Diskussion bei Veras Beitrag auf Carta ist inzwischen episch gewuchert, mir scheint inzwischen die Heftigkeit der Diskussion symptomatisch auch aufschlussreich auf Seiten der Vertreter eines “integralen” heiligen Textes. In ihrer Welt mag sonst alles kaputt sein, aber da hängen sie plötzlich die Integrität eines zweifelhaften Textes in unerreichbare Höhen.

Ich räume ein, meine eigenen Diskussionsbeiträge zweifelhafter zu finden, weil ich mit solchen Eiferern nicht zusammenpasse.

Thor Januar 20, 2013 um 01:30

Was ich eigentlich sagen will, soll man Begriffe aus der Geschichte tilgen, nur weil sie nach heutigen Maßstäben nicht “konform” sind?

f.luebberding f.luebberding Januar 20, 2013 um 09:53

Lina

Nur zur Debatte um den Negerkönig. Das ist eine Kinderphantasie, formuliert von einer erwachsenen Autorin. Es gibt keine Negerkönige. Das hatten sogar meine Kinder mit fünf Jahren begriffen. Sie würden auch den Begriff “Neger” bei ihren Bekannten nicht benutzen, weil heute niemand mehr von Negern redet. Es gab auch zu Lindgrens Zeiten keine Piraten, wie sie im Buch vorkommen. Es gab noch nicht einmal Pippi Langstrumpf. Wenn ich mir die Debatte hier und bei Carta ansehe, habe ich den Eindruck, dass die konservative Kritik an Lindgrens Frauenbild neu diskutiert werden sollte. Hatten die nicht recht, wenn sie Lindgren vorwarfen, dass die Frauen in diesem Buch ihre Bestimmung vergessen? War das alles nicht zu emanzipatorisch? Das ist mit der gleichen Berechtigung zu formulieren, wie die Kritik von schwarzen Deutschen am Negerkönig. Auch die bei Lindgren zu spürende Kritik am schwedischen Wohlfahrtsstaat sollte endlich diskutiert werden. Aus sozialdemokratischer Sicht skandalös unideologisch! Schließlich wollte die Prusseliese nur das Beste!

Ich bin dafür, Pippi Langstrumpf zu verbieten. Dann sind endlich alle zufrieden.

Linus Januar 20, 2013 um 09:59

@Morph:
“Das ist [...] rassistisch”
Ist es natürlich nicht! Jetzt muss ich mich bei dir entschuldigen, was ich hiermit tue. Mein Kommentar war unangemessen, deiner auch. Und wir haben uns eine Diskussion darüber gespart. Das war Sinn und Zweck der Übung.
Nichtsdestoweniger ist das Mittel wohl zu gefährlich, um in schriftlicher Form eingesetzt zu werden. Man sollte rechtzeitig Schlafen gehen.

Nichts für ungut :-D

Nanuk Januar 20, 2013 um 10:05

Die Lindgren rotiert im Grab… Der Negerkönig und Pippi das war schon damals ein Skandal wird nämlich nicht als Opfer dargestellt sondern als handlungsfähiges Subjekt.

Gregor Keuschnig Januar 20, 2013 um 10:16

@Frankie Bernankie
Die “Wortforscher” à la Stefanowitsch interessieren sich i. d. R. nicht für politische Worthülsen, solange sie nicht gegen die von ihnen selber gesetzten Normierungen verstossen. Mit “Neger” hat man einen über zwei Generationen eindeutig geächteten Begriff, den man nun glaubt mit großem moralischen Aplomb tilgen zu können. Eine Beschäftigung mit suggestiven Begriffen wie “humanitäre Katastrophe” oder “Entsendung von Militärberatern” wäre zu aufwendig und zu kompliziert. Da beackert man lieber das lange gepflügte Feld. Zudem er bei einer gewissen Klientel nicht zu unterschätzende Distinktionsgewinne verspricht.

Einen sehr interessanten Beitrag zum Thema fand ich bei dem Schriftsteller Alban Nikolai Herbst. Der Titel “Ich, der Rassist” ist zwar reichlich plakativ, der Text selber jedoch sehr abgewogen.

Was häufig vergessen wird bei solchen Sprachreinigungsaktionen: Die Adepten der “sauberen” Sprache trauen den Rezipienten (in diesem Fall den Eltern) nicht mehr zu, Sachverhalte zu reflektieren. Sie wollen ihnen im fast wörtlichen Sinne das Denken abnehmen.

Gregor Keuschnig Januar 20, 2013 um 10:17

@f. luebberding
Dann auch bitte sofort Shakespeares “Othello” und den “Kaufmann von Venedig” und…ach was: Shakespeare gleich ganz in den Orkus. Wer sammelt das Holz?

~ sexists4paradise.org ~ Januar 20, 2013 um 11:28

@morph
“Übrigens gibt es einige raffinierte psychologische Tests, die zeigen, dass wir alle viel rassistischer sind als wir zuzugeben bereit wären…”

====> …. OOOOOooooooos!! … I did it again!!

====> … @LEUTE … ganz so dumm wie er immer tut … is der @morph in Wirklichkeit gar nett!!

====> … das merkt man, wenn er sich – wie mit obigem Satz eben mal wieder – …VERPLAPPERT! … und da der @morph einer is der sich wahnsinnige gerne selber Schwätzen hört … (ver)plappert er viel. Viel zu viel.

===> … da hat der @morph auch mal wieder meine alte Verhaltensmaßregel im Umgang mit Soßiologiestudenten bestätigt:

==============================
Widersprich nie einem Soßiologiestudenten!
.
..

( … warte einfach die 5 Minuten ab … bis er es selber tut! …
gnihihi … )
==============================

~ sexists4paradise.org ~ Januar 20, 2013 um 11:32

.. vor lauter ooooos hab ich dat p vergessen. Musse heisse: “OOOOOoooooooPs”!!

martin lindner Januar 20, 2013 um 11:32

überraschend wenig aufmerksamkeit erhält übrigens der textanalytisch noch viel interessantere fall “Jim Knopf”. hier ist das ja sujet, und das n-wort kommt genau einmal vor, ganz zu beginn, als das paket mit dem baby geöffnet wird. alle sagen etwas, was sich nur auf das kleine kerlchen bezieht. bis auf Herr Ärmel, der (durchaus freundlich) bemerkt: “Es scheint sich um einen Neger zu handeln.”
das zu streichen, wäre natürlich grundfalsch.

holger Januar 20, 2013 um 12:07

Bekomme ich nun nen Negerkuss oder einen Mohrenkopf noch beim Bägger?

"ruby" Januar 20, 2013 um 12:33

@ halbgott

nimm mal das -ready bei HD zurück, oder lebst du soweit in der Vergangenheit und mimst hier nur den wissenden Propheten ?!
http://de.wikipedia.org/wiki/1080i
und wenne von Technik nur halbkenntnisse hast is auch jut ;-)

wowy Januar 20, 2013 um 12:58

@fl
Das ist eine Argumentation, der man eindeutig entnehmen kann, dass eine Diskussion nicht gewünscht ist, so abwegig wie sie begründet wird. Tenor: wenn du nicht meiner Meinung bist, dann bist du ein Idiot.

@hhuett
Ich finde die Diskussion bei Carta (Vera Bunse) auch eher daneben. Allerdings hat mir der Artikel auch nicht besonders gut gefallen. Wenn man schon im ersten Satz alle abweichenden Ansichten für indiskutabel hält, dann passiert genau das, was man dort beobachten kann.
Ich habe mir, was Kinderbücher betrifft, noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich finde, es gibt gute Argumente für beide Vorgehensweisen.

wowy Januar 20, 2013 um 13:01

Eines ist hier übrigens gut zu beobachten. Geht die Diskussion eigentlich um die Frage, ob man Begriffe ändern sollte, die zu einer anderen Zeit benutzt wurden, fühlen sich hier eine Reihe von Kommentiererinnen und Kommentierern dazu animiert mal ungebremst “Neger” zu sagen. Das wird man ja ewohl noch sagen dürfen :-( Das zeigt mir wie überdenkenswert das Ganze ist.

~ sexists4paradise.org ~ Januar 20, 2013 um 13:10

@ruby
“nimm mal das -ready bei HD zurück, oder lebst du soweit in der Vergangenheit und mimst hier nur den wissenden Propheten ?!
http://de.wikipedia.org/wiki/1080i
und wenne von Technik nur halbkenntnisse hast is auch jut”
———————————–

===> …o.k. … haste misch wohl erwischt. Das HD-ready steht aber bei mir immer noch bei den TVs in den “real”-Prospekten. ..

===> … der Rest in mein Beitrag is aber korrekt!! … nein … brillant !

(… ~ HALBGOTT ~ = … still number one heavyweight-champion of se world! … )

===> … im Übrigen … ~ isch ~ … abe’ gar kein TV-Gerät …

http://www.myvideo.de/watch/780639/Throw_away_your_Television_Live

~ sexists4paradise.org ~ Januar 20, 2013 um 13:45

… bad luck for se Tuaregjews: … MALI … is … already assigned.

http://wuestenschiff.de/phpbb/userpix/4_desertec_1.jpg

Linus Januar 20, 2013 um 14:11

OT: Da hg gerade auf diese Site verweist – Wer sich für die Geschichte in Mali interessiert:

http://www.wuestenschiff.de/phpbb/viewtopic.php?f=3&t=47506

Linus Januar 20, 2013 um 14:14
Wilma Januar 20, 2013 um 14:33

OT
http://www.hintergrund.de/201301142408/politik/welt/mali-ein-doppelboediges-spiel.html

Die deutsche Rüstungsindustrie und der separatistische Terrorismus -

Von CHRISTOF WACKERNAGEL, Bamako, Januar 2013 -

Christof Wackernagel lebt seit neun Jahren in Malis Hauptstadt Bamako. In dem Artikel schildert er seine Eindrücke und seine politische Einschätzung der Lage.

h.huett Januar 20, 2013 um 14:48

hg

Schleich Dich

~ sexists4paradise.org ~ Januar 20, 2013 um 15:20

… wußßte ich vorher … daßß du genau diesen Beitrag von mir rauszensierst. Grund: EIN ABSOLUTER VOLLTREFFER !!! :-)

… Die intullektuelle Aufklärung der sheeplemaßßen über die Ablenkungs- & Kontrollmindfucks “RASSISMUS” und “SEXISMUS” … darf ja auf keinen Fall Verbreitung finden …

( … macht nix, kannste ruhisch lösche … hab isch natürlich abgesaved. kommt in meine bestof-sammlung “Das Buch ~ Halbgott ~”)

Peterchens Mondfahrt Januar 20, 2013 um 16:43

Nicht die Worte müssen geändert werden, sondern die Bedeutungen die hinter den Worten stehen. Damit meine ich, das nicht das Wort Neger“ geändert werden muss, sondern die bei vielen damit verknüpften schlechten Eigenschaften.
Die ganze Diskussion hält nur die Erinnerung an die negative Besetzung des Begriffes wach.
Eine Kulturleistung wäre die Änderung der dahinter stehenden Eigenschaften und nicht die Verbannung des Wortes

Lina Januar 20, 2013 um 16:50

Ich bin tatsächlich GEGEN eine Sprachpolizei (hatte ich doch auch gestern geschrieben!),
Weil

Erstens:
Wenn es um Rassismus geht, dann ist er nicht mit einer WortBENUTZUNG/WortTABUISIERUNG aus der Welt zu schaffen. Das hat @Morph ganz gut beschrieben und deswegen zitiere ich ihn noch einmal:

„Die Ächtung einzelner Worte ignoriert schlicht die Natur der Kommunikation. Sie verfehlt das, worauf sie eigentlich hinauswill, nämlich die Ächtung rassistischer Überzeugungen und Verhaltensweisen.“

Zweitens:
Zitat @Hans:
„Die Tabuisierung der inkriminierten Wörter ist eine Camouflagetechnik. Sie verhilft den Sprachreinigern zu einem distinguierten Plätzchen im juste milieu. Darin macht man es sich gemütlich.
Kein Wunder, dass das Züge eines Neobiedermeiers trägt.“

Drittens:
Stichwort @petervonkloss: Künstlerfreiheit

Viertens:
Weil so eine Debatte Spinner von beiden Lagern auf den Plan ruft, die mir alle zusammen „tierisch auf den Senkel“ gehen.

Fünftens:
Weil ich mir fast sicher bin, dass „tierisch auf den Senkel gehen“ wie auch wie das Schimpfwort „Neger“ ganz von alleine verschwinden und in 200 Jahren nur von einigen wenigen Spezialisten verstanden wird genauso wie heute unten stehende Mittelalterliche Schimpfworte nur noch einigen wenigen Menschen verstanden werden. Denn Sprache ist lebendig. Sprache spiegelt Zeitgeist, Moralauffassung und Herrschaftsstrukturen wider.

balc (Hure), bogkes arsloch, boesewiht/in, landesboeswiht, buobe (büebin), erzbuobe, buretrol (Bauerntölpel), diep, dörper, törper (Bauer, roher Kerl, Tölpel), 1 pfennig junckfrouw, fauls ei, huor, huorer/inne, hourenkint, huorensun, klapperer, klepperin (Schwätzer/in), klappermul, -tasche, kotze (Vulva, Hure), kotzenschalc (Hurenknecht), kotzenson (Hurensohn), lasterbalc, lecker (Tellerlecker, Schmarotzer, Schelm), lügener, lumpe, metze (v. Mechthild, für Mädchen niederen Standes, Dirne), münechkint, muzzensun (Hurensohn), narrenesel, phaffenhuor, phaffenkint, sac (Hure), schalc, schelkin (hinterlistiger, boshafter Mensch), schelme, schelmin (ehrlose Leute; zu schalm = Aas, Pest), spilhunt, stingender hunt, stinckecz vas, swetzer/in, tiuscher (Täuscher), tümpel (weibl. Scham, verächtlich f. Weib), trunkenslunt, -boze (Trunkenbold), trülle, trüllerinne (Hure, Kupplerin), tummelinc (törichter Kerl), unfletige trull, valschaere, velschaere (Verleumder, Betrüger, Fälscher), winkelwip (Kupplerin, Hure), winluoderaere (Weinsäufer), zipfeler (Schmarotzer), züngelaere, zungenklaffer (Schwätzer, Verleumder)
http://u01151612502.user.hosting-agency.de/malexwiki/index.php/Schimpfworte

Trotzdem bin ich der Meinung, dass jede Phrase, jedes unbedacht benutzte Wort und jede Wortneuschöpfung kritisch hinterfragt, in ihre Einzelteile zerlegt und demaskiert werden darf – auch wenn’s Manchen weh tut (siehe politische Sprache, siehe „Stabilitätsanker“).

Und was Pippi Langstrumpf betrifft:
Das ist eine Heldin meiner Kindheit! Ich liebe diese anarchische kleine Person. Und ich habe sie unzensiert meiner Nichte vorgelesen. Bei Grimms Märchen (Ausgabe aus den Sechzigern) musste ich aber immer wieder viele Worte erklären. Und auch „wie es damals so war“ und „wie die Leute damals dachten“ etc.

Stefanowitsch hat argumentiert, dass die neu aufgelegten Bücher ohne Hilfe eines Erwachsenen für Kinder lesbar sein sollte. Deswegen wird dann wohl auch „wichsen“ ersetzt durch „polieren“. An dieser Änderung finde ich AUCH nichts Anstößiges.

Aber die ganze Diskussion ist für mich eher ein „mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Von wegen Buchverbrennungen etc.

Wilma Januar 20, 2013 um 17:14

Rassismus in Kinderbüchern
Achtung, Zensur
13:29 Uhrvon Harald Martenstein

http://www.tagesspiegel.de/meinung/rassismus-in-kinderbuechern-achtung-zensur/7658452.html

Lina Januar 20, 2013 um 17:36

Ist ok Wilma, ich sehe ja ein, dass Du kein Wort von dem, was ich geschrieben habe, verstanden hast.

LOL

Treidelstein Januar 20, 2013 um 18:23

@ Lina – “Weil so eine Debatte Spinner von beiden Lagern auf den Plan ruft, die mir alle zusammen „tierisch auf den Senkel“ gehen. [...] Aber die ganze Diskussion ist für mich eher ein „mit Kanonen auf Spatzen schießen“.”

Yep. – (Allerdings, der Harald Martenstein, zu dem Wilma verlinkt, konnte Deinen Kommentar noch gar nicht gelesen haben…)

KANN man in älteren Texten archaische Ausdrücke zugunsten von moderneren austauschen? Ja, natürlich kann man. Wird auch häufig gemacht, gerade bei Übersetzungen. In einer älteren Ausgabe von Ibsens “Hedda Gabler” etwa kommt der Assessor Brack vor, in einer neueren Ausgabe wird er dann zum Richter Brack, um einem zeitgenössischen Publikum dessen sozialen Rang zu verdeutlichen, ohne daß man extra zum Wörterbuch greifen muß. Es wäre gaga, sich deshalb puristisch zu ereifern.

SOLL man das systematisch machen? Komische Frage. Kann ja jeder nach seinem Gusto tun. Meines Wissens unterliegen Buchverlage keiner sprachpolizeilichen Regelung: also der eine mag Pippis Vater zum Südseekönig machen, der andere ihn im Rang eines Negerkönigs belassen. Dadurch geht die Sprache nicht unter… und auch nicht das Konzept eines Staatsvolkes unabhängig von der Hautfarbe.

Blick ins etymologische Wörterbuch ergibt übrigens folgendes:

Viel älter im Deutschen und offenbar nicht-pejorativ ist der Ausdruck “Mohr”, seit dem 8. Jh., abgeleitet von lat. Maurus, d.h. Bewohner der nordafrikanischen Provinz Mauretanien.

“Neger” taucht im 16./17. Jh. auf, kommt – teils auf dem Umweg über das Französische – vom spanisch-portugiesischen “negro” (schwarz) her und bezeichnet im speziellen auch Sklaven, deshalb von Beginn an mit abwertender Tendenz.

Also könnten sich die Eiferer beider Seiten, die Puristen und die Politkorrekten doch zusammentun und fordern: Der welsche kolonialistische “Neger” muß aus den Büchern verschwinden, stattdessen soll der “Mohr” wieder zu seinem Recht kommen. Pippis Papa war “Mohrenkönig” und nichts anderes…

Die Liste der mittelhochdeutschen Scheldtworte ist übrigens hübsch und sollte Verbreitung finden. Einige nutzen die Plattform hier ja immer mal, um verbales Gotcha zu spielen. Was für ein reichhaltiges Arsenal tut sich da auf…

Lina Januar 20, 2013 um 18:49

LOL @Treidelstein und DANKE.
Du hast mich verstanden.

P.S.:
Maure kommt aus dem Griechischen mauro= schwarz
Negro kommt aus dem Lateinischen = schwarz

P.P.S.:
“Die Liste der mittelhochdeutschen Scheldtworte ist übrigens hübsch und sollte Verbreitung finden. ”
Mich bringen sie zum Schmunzeln. ;)

Minnesang-Texte sind übrigens auch nachgedichtet worden und das freut mich! Wäre sehr schade, wenn die ganz verloren gingen.

wowy Januar 20, 2013 um 19:57

@Lina
Und weil du so aufgeklärt und gegen Sprachpolizei bist, hast du e gefragt “Liest hier zufällig ein deutscher Neger mit?”
Verstehe, Lina gehört zu den Guten!

14 Januar 20, 2013 um 20:14

Urinal Langstrumpf..

(mehr kann man dazu ja wohl nicht mehr schreyben…wiefiel macht 2 mal 3 ? – we only want to feststell if you are a human peeing..)

h.huett Januar 20, 2013 um 20:16

hg

Ein Ochsenfrosch röhrt im Dickicht. Und bleibt Ochsenfrosch.

14 Januar 20, 2013 um 20:41

(wenns noch 4 sind, tagged as symbolische Rechennormen, wieviel MACHT dann 4 + 3 ?

Lösungshilfe: gefragt ist hier das Ergebnis OHNE Rettungsschirm..)

Lina Januar 20, 2013 um 20:59

wowy Januar 20, 2013 um 19:57

“Und weil du so aufgeklärt und gegen Sprachpolizei bist, hast du e gefragt “Liest hier zufällig ein deutscher Neger mit?”

Ja, wowy. “Liest hier zufällig ein deutscher Neger mit?”
Bist Du zusammengezuckt? Dann habe ich das erreicht, was ich wollte: Veranschaulichen dass das Wort NEGER von den meisten Menschen HEUTZUTAGE als SCHIMPFWORT empfunden wird. Und dass das Wort NEGERkönig auch als Beleidigung aufgefaßt werden kann.

Lies noch mal alles, was ich gestern Abend geschrieben habe.

Astrid Lindgren hat das Buch….wann geschrieben? 1944? Wieviele Fernseher gab es da in Schweden? Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit einem leibhaftigen schwarzen Menschen zu begegnen oder wenigstens im TV zu sehen? Fast Null würde ich sagen.

Sie hätte auch “ultraviolett” schreiben und damit den gleichen, phantastischen Effekt erzielen können. Staunen und Lachen und sich etwas Unvorstellbares vorstellen.

“Verstehe, Lina gehört zu den Guten!”
Nö! Böses Mädchen! Und auf keinen Fall “everybody’s darling”

:–|~~~~~~~~~~

wowy Januar 20, 2013 um 21:07

Ich habe alles gelesen und du argumentierst heute so und morgen so.
Und die Geschichte, dass dies Absicht von dir war, kann ich aufgrund deiner Kommentare nicht ernst nehmen.

Lina Januar 20, 2013 um 21:08

Hans

Der braucht das, der Ärmste. Denn seine Art andere Menschen zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren ist leider alternativlos.

Lina Januar 20, 2013 um 21:11

wowy Januar 20, 2013 um 21:07

“Ich habe alles gelesen und du argumentierst heute so und morgen so.”

Meine Argumentation ist heute ausfühlicher. Nicht Gegenteilig.

“Und die Geschichte, dass dies Absicht von dir war, kann ich aufgrund deiner Kommentare nicht ernst nehmen”

Was soll man darauf antworten?!
Ich werde das mit Fassung tragen.

14 Januar 20, 2013 um 21:18

Draussen ist es grau, ich sitz mit Dir hier blau
ob ich mir n Küßchen klau, lass das doch du alte Sau
Liebling Lass uns tanzen, das tut dem Blutdruck gut
Liebling lass uns tanzen denn tanzen dat find jeder jut

Neger die sind dunkel im Dunkeln lässt sichs munkeln
An der Macht da sind die Weißen, – darauf reimt sich sch…
Liebling las uns tanzen – Silvester giessen wir Blei
Liebling lass uns lauter singen, dann sind auch wir bald vogelfrei

Pipi ist kein Name – und auch kein Getränk
mancher muss schon rennen, wenn er nur an Pipi denkt
Liebling lass uns tanzen – du wackelst ja wie Kleister wie Kleister Mein Hund heisst Fritz oder Franz oder so
und wenn man ihn tritt dann beisst er

Glaubst du an den Lieben Gott oder an Guevara
ich glaube an die Deutsche Bank denn die zahlt aus in bar

…krrrrrrrrrrckkkks

"ruby" Januar 20, 2013 um 21:22

Marius Müller …
soviel Zeit soll sein ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=pVoAEV5Vvs8

"ruby" Januar 20, 2013 um 21:32

Als der Morph damals noch die Pausenmilch genossen hat, haben wir bei MWW und ACDC den Alk pur geschluckt und nicht von verlogenen Arschkriechern verbiegen lassen
http://www.youtube.com/watch?v=4ewMWUQCb3E

Lina Januar 20, 2013 um 21:38

Das nimmt absurde Masse an.
LOL!!!

14 Januar 20, 2013 um 21:38

Als (deutscher) Weißer würde ich morgen zur Anwalzkanzlei gehen und gegen Westernhagen eine Unterlassungserklärung wg. der Gleichsetzung (Herabwürdigung) mit “sch…” erwirken. Sorry, was zuviel ist, ist zuviel..

wowy Januar 20, 2013 um 21:46

OT
“McAllister schließt Große Koalition nicht aus”
Wir üben für September und Rösler guckt in die Röhre!

14 Januar 20, 2013 um 21:46

Man(n) muß so absurd schreiben..(wie sämtliche [export-]Quartalsergebnisse). Alles andere ist der heutigen Zeit leider nicht mehr angepaßt…

"ruby" Januar 20, 2013 um 21:49
"ruby" Januar 20, 2013 um 21:56

einer noch für jim rakete
http://www.youtube.com/watch?v=npp5Mc2NITo
hoffe er hat noch ein paar filme im Kühlschrank

~ sexists4paradise.org ~ Januar 20, 2013 um 22:46

hütt
“Ein Ochsenfrosch röhrt im Dickicht. Und bleibt Ochsenfrosch.”
———-

===> … besser als Hutzelmännchen.

===> … sachlich bist & bleibst du ‘ne Null.

( … aber wenigstens traust du dich nicht mehr mit dummdreist-gemeinbösartigen Dreckslügen aus’m Soz’ngebüsch, wie “Niemand hat so sehr vom Euro profitiert, wie die Deutschen!”, seitdem du weißßt, daßß ich dir stets gnadenlos die Fakten um die Ohren haue … )

"ruby" Januar 20, 2013 um 22:50

gab kein konzert mit besserer stimmung im publikum
http://www.youtube.com/watch?v=OMwiJWf6RHg
11.000 fans

14 Januar 21, 2013 um 00:00

im Zenit….nicht message in a bottle, nicht de do do do, de da da da, sondern tatütata (sprach)police ist da..

(man achte auch immer auf den Hüftschwung, demnächst dann aber weiter mit Negerkaisers Bart)

Wilma Januar 21, 2013 um 00:09

@ ruby
Leider damals nicht mehr reingekommen. Doch die Stimmung war auch draussen spürbar.

Wilma Januar 21, 2013 um 00:11

Ein Wort, das politisch korrekt ist -
“Leihstimmen”

"ruby" Januar 21, 2013 um 01:05

Treffen uns dann on the moon
http://www.youtube.com/watch?v=6TUAkBLQ5pQ
bringe die Telecaster mit ;-)

h.huett Januar 21, 2013 um 06:14

hg
Fakten sind böhmisches Dorf. Für Dich. Das hat Folgen für den Stil.

h.huett Januar 22, 2013 um 10:54
14 Januar 22, 2013 um 21:11

DER hat ….. gesagt

Wilma Januar 24, 2013 um 00:14

Spielnormen

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38424/1.html
“Kulturell fragliche Assoziationen”

“Die Türkische Kulturgemeinde Österreich hat den Lego-Bausatz “Jabbas Palace” genauerer Betrachtung unterzogen, nachdem sich ein Vater mit einer Beschwerde bei der Kulturgemeinde gemeldet hatte. Die Lego-Schachtel enthalte genauer besehen “pädagogischen Sprengstoff”, so der Vorwurf. Die Generalsekretärin der Organisation konstatierte nach Prüfung der Beschwerde “pädagogisch verwerfliche Mängel und kulturell fragliche Assoziationen am Produkt von Lego Star Wars”. Worin die bedenklichen Assoziationen bestehen? “

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