Gedanken zur Wahl in Niedersachen

by f.luebberding on 21. Januar 2013

Unter den früheren Bedingungen der deutschen Milieuparteien (“Von der Wiege bis zur Bahre – SPD”) war die Mobilisierung der eigenen Anhänger ein überschaubares Problem gewesen. Parteien mussten sie nicht von den eigenen Positionen überzeugen, sondern vor allem über den Termin benachrichtigen, zudem noch den eigenen Wählern die Bedeutung der Stimmabgabe deutlich machen. Das deutsche Spezifikum, das Wählen als staatsbürgerliche Pflicht zu betrachten, kam noch dazu. Die Erfahrungen mit der Nazi-Diktatur hatten ihre Spuren hinterlassen. Nur so waren die im internationalen Vergleich hohen Wahlbeteiligungen in Deutschland zu erklären. Das hat sich geändert, nicht nur im Rückgang der Wahlbeteiligung: Der Stammwähler ist von der sicheren Ausgangsbasis zur Minderheit im eigenen Elektorat geworden. Heute muss jede Partei die mißtrauisch gewordenen Wähler von der eigenen Position überzeugen, um mehrheitsfähig zu werden. Dazu kommt der Zwang des deutschen politischen Systems zur Koalitionsbildung. Wahlkämpfe sind daher noch nie so wichtig gewesen wie heute, aber gleichzeitig müssen Parteien untereinander anschlussfähig bleiben. Das erzeugt einerseits den Druck zur Profilierung politischer Inhalte – und wird andererseits jeden Tag in der politischen Praxis der Kompromissfindung konterkariert. Dieser Strukturwandel ist offenkundig schwierig zu verstehen. Die Verunsicherung nach der Wahl in Niedersachsen hat das gezeigt.

Dabei gibt es eine weitverbreitete Sehnsucht nach klaren inhaltlichen Positionen, um dieses Verhältnis zwischen Wahlkampf-Rhetorik und politischer Praxis aufzulösen. Es beruht zumeist auf Irrtümer über frühere Verhältnisse. Die alten Partei-tragenden Milieus lebten weniger von der ideologischen Überzeugung als von der Selbstverständlichkeit, mit der die Parteien Teil des eigenen Lebens gewesen sind. Das galt für die katholischen Milieus genauso wie für die Sozialdemokratie. Der ideologische Kampf um Positionen war das Privileg von Parteiaktivisten, während die Anhänger zumeist jeden Schwenk der eigenen Parteiführung akzeptierten. Der Ortsvereinskassierer war daher für den inneren Zusammenhalt der SPD wichtiger als der Intellektuelle in der fernen Hauptstadt. Ideologisch motivierte Parteigründungen sind in Deutschland immer gescheitert. Neugründungen gelangen nur, wenn sie eine soziale Basis fanden, wo ein hohes Maß an gemeinsamen biographischen Erfahrungen, Überzeugungen und Werten zusammengekommen sind. Erst auf dieser Loyalität der eigenen Stammwählerschaft (Milieus) wurden die unvermeidlichen Machtkämpfe des aktivistischen Kerns nicht selbstzerstörerisch – und blieben Parteiaustritte oder Abspaltungen weitgehend ohne Bedeutung.

Ohne diese Grundlage sind Parteien bei uns immer noch Totgeburten. Das gestrige Scheitern der Piraten und der Linken gibt darüber durchaus Auskunft. Es ist eben kein Zufall gewesen, dass sich nach 1949 lediglich die Grünen durchsetzen konnten – und nach 1990 die PDS im Osten. Ob es die Piraten ebenfalls schaffen können, ist noch nicht entschieden. Sie hätten aber durchaus die Voraussetzungen, um einen Teil der Wählerschaft dauerhaft an sich zu binden, der für die anderen Parteien nicht mehr erreichbar ist. Dafür müssten sie sich aber weniger dem basisdemokratisch exekutierten Selbstzerstörungsprozeß ausliefern, sondern überhaupt erst einmal definieren, welche Bevölkerungsgruppen sie im politischen System vertreten wollen. In der FDP sind es die berühmten Freiberufler und Selbstständigen. Das wird ja zumeist mit Häme kommentiert, ist aber bis heute die Existenzgrundlage der FDP geblieben (Oder auch nicht? Dafür gibt es durchaus Indizien). Wer ist es bei den Piraten? Diese Frage ist bis heute ungeklärt. Davon wird aber die Existenz der Piraten abhängen – und nicht vom Einzug in den Bundestag nach der kommenden Wahl.

Dagegen werden weiterhin alle Bemühungen scheitern, Parteien vor allem als ideologischen Kampfverband zu verstehen. Die erneute Niederlage der Linken in Niedersachsen hat ja nichts damit zu tun, dass ihre Themen in Westdeutschland keine Rolle spielten. Ganz im Gegenteil. Sie scheitern an ihrer fehlenden Funktion im Parteiensystem. In der Großen Koalition saß Lafontaine praktisch mit am Kabinettstisch, weil er die SPD unter Druck setzen konnte. Für diese Korrektivfunktion wurde die Linke gewählt – und das hatte durchaus Folgen. Das hat sich seit 2009 geändert. Wer braucht die Linke, um eine schwarz/gelbe Regierung unter Druck zu setzen? Die Formel von der “starken Opposition” ist schlichter Selbstbetrug. Die Wähler erwarten von Parteien, dass sie die Chance zur Einflussnahme auf die Politik wahrnehmen. Ansonsten werden sie mit Desinteresse gestraft – und auf ihre Stammwähler reduziert. Und im Gegensatz zu den Grünen ist die Linke im Westen nichts anderes als die Fortsetzung der Sozialdemokratie geblieben. Man streitet sich über die gleichen Werte, die gleichen Überzeugungen und teilt biographische Erfahrungen. Zwar kann man sich genau deswegen nicht ausstehen, aber das interessiert die meisten Wähler herzlich wenig. Aber man kann es auch mit Aufklärung versuchen – und den Wähler damit für zu dumm erklären, um bisher von ihm gewählt zu werden. Ironischerweise fehlt den Linken also das, was in der FDP im Übermaß vorhanden ist und worauf sie sich zunehmend reduziert: Eine Idee von ihrer Funktion im Parteiensystem.

Wie fast immer in den vergangenen Jahren werden Wahlergebnisse heute wieder als Verfallsgeschichte erzählt. Es wird die niedrige Wahlbeteiligung kritisiert. Die Dummheit der Wähler oder dessen Unfähigkeit, Manipulationszusammenhänge zu durchschauen. Oder die Rolle der Medien, die manipulieren, und die Unfähigkeit von Parteien, deren einziges Interesse das Eigeninteresse geworden ist. Das ist alles nicht falsch, kommt übrigens aus allen politischen Lagern, aber trotzdem nicht richtig. Tatsächlich haben wir heute nicht mehr die Selbstverständlichkeit, mit der die etablierten Parteien über Jahrzehnte machen konnten, was sie wollten. Dafür haben sie tatsächlich ihre Basis verloren – und sind paradoxerweise bis heute trotzdem nur auf dieser (bröckelnden) Grundlage funktionsfähig. Das zeigte die gestrige Wahlniederlage von Linken und Piraten. Deshalb sind Wahlkämpfe heute von einer völlig anderen Bedeutung als früher, und gleichzeitig schwieriger geworden. Muss man das wirklich bedauern?

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Morph Januar 25, 2013 um 23:39

@ruby

Du hast schon verstanden, was ich meine.

Treidelstein Januar 25, 2013 um 23:45

@ Lina

Oh, ich bin untröstlich. Habe Dich mißverstanden. Immer verstehe ich die Frauen miß…

Aber vielen Dank v.a. noch für den Link zur “Gegenblende”.

@ Carlos Manoso

Schöne spielerische Schmähkritik. Über sowas freue ich mich, echt. Da kann sich auch der @Mailer ein Beispiel dran nehmen…

Freilich isses ein bissel hinterfotzig. Ich hab von mir aus nie und nimmer den Ausdruck “nationale Identität” ins Spiel gebracht, der bleibt in dem Zusammenhang ganz und gar Dein… Ich hab ihn nur von Dir geborgt und polemisch zitiert, woraufhin Du ihn wie einen mehrfach hin- und hergeprügelten Federball wieder zurückgespielt hast und damit auch gleich mein – ausführlicheres – SACHArgument zu erledigen glaubtest. Coole Rhetorik, da kann sich wiederum der @HH was abkucken. – Aber trotzdem wollen wir mal festhalten, daß Du diesen rhetorischen Ball “nationale Identität” mit eigenem Aufschlag ins Spiel gebracht hast, also soll er am Ende auch in Deinem Feld liegenbleiben… und Du magst damit anstellen, was Du für zweckmäßig hältst…

Aus politischen Beweggründen würde ich nach einem – hoffentlich baldigen – Ende des Maastricht-Europa für eine umgehende bilaterale deutsch-französische Integrationsinitiative plädieren. Aber… da Du nun unbedingt das Kulinarische als Argument ins Feld führen mußtest, will ich aus meinem Herzen keine Mördergrube machen:

Sie haben mir meuchlerisch nach dem Leben getrachtet! Dort, bei unseren westlichen Nachbarn! Mithilfe eines heimtückischen biochemischen Kampfstoffes namens “Andouille”! Das konnte den Wessis wohl nicht passieren, da, wie ich später erfuhr, man bei Euch die Schüler im Sozialkundeunterricht allesamt beizeiten darüber aufgeklärt hat, daß “Andouille” seinerzeit im Auftrag des General de Gaulle entwickelt wurde und den Beinamen”Force de Frappe” trägt. Aber mit uns Ossis konnten sie’s ja machen…

Jedenfalls… ich hab’s mit großer Not und dank meiner damaligen jugendlichen Widerstandskraft überlebt… und ich hab mir im Gegensatz zum wahrscheinlich doch auch “andouille”-traumatisierten ~HG~ meine primäre frankophile Haltung bewahrt. Aber wenn Du mich von französischer Lebensart überzeugen willst… und daß sie uns guttäte und so, dann führe bitte NIE, NIE WIEDER die linksrheinischen Kochkünste ins Feld.

Zum Sachargument noch mal: Forcierte UND demokratische Integration erfordert einen gemeinsamen Sprachraum oder zumindest Zweisprachigkeit eines großen Teils der Bevölkerung – UND eine hinreichende Institutionen-Ähnlichkeit, so daß überhaupt die Bürger (nicht nur Funktions-”Eliten”) wissen, über was sie verhandeln und welche Optionen es gibt und was das für Schütze Arsch hier und da konkret bedeutet.

Das wäre mit großen Anstrengungen vielleicht innerhalb der nächsten Generation zwischen Deutschland und Frankreich denkbar… aber niemals zwischen 27 oder 17 Staatsnationen auf einmal… das kann nur zu einem antidemokratischen “Eliten”-Projekt entarten…

Man muß sich ja nur mal den sog. “Bologna-Prozeß” anschauen, wo von oben dekretiert die Hochschulsysteme zwangsangeglichen wurden. Für D zumindest sagen wirklich alle Leute aus dem akademischen Bereich, die ich kenne, daß dabei nur Murks rausgekommen ist. Ich meine, wenn wir so wollen: war die Institution des deutschen Hochschulwesens mit Diplom- und Magisterabschluß nicht ein bewahrenswertes Stück… “nationaler Identität”?

Morph Januar 26, 2013 um 00:30

@Treidelstein

“Man muß sich ja nur mal den sog. “Bologna-Prozeß” anschauen, wo von oben dekretiert die Hochschulsysteme zwangsangeglichen wurden. Für D zumindest sagen wirklich alle Leute aus dem akademischen Bereich, die ich kenne, daß dabei nur Murks rausgekommen ist. Ich meine, wenn wir so wollen: war die Institution des deutschen Hochschulwesens mit Diplom- und Magisterabschluß nicht ein bewahrenswertes Stück… “nationaler Identität”?”

Stimmt, da ist nur Murks herausgekommen. Aber warum? Nicht zuletzt deshalb, weil in den Unis diese Reform nicht genutzt wurde, über Sinn und Methode universitärer Bildung mal neu nachzudenken. Und das wäre durchaus möglich gewesen. Denn die Rahmenrichtlinien waren relativ offen. Aber zwischen der (auch nur gedanklichen) Verweigerungshaltung der Katheder-Antineoliberalisten und den alerten Wissenschaftsmanagern hat sich dann der schlechteste kleinste gemeinsame Nenner verwirklicht: eine missmutige Anpassung der bestehenden Curricula an die vermeintlichen Zwänge + Pseudodifferenzierungen von Studiengängen.

Im Grundsatz ist sowohl die internationale Angleichung als auch die BA/MA-Struktur gar nicht so unplausibel. Nationale Wissenschaftskulturen sind qua Wissenschaft schon immer ein Unding gewesen. Und gerade für die historischen Wissenschaften (der Politik und der Künste) würde es ein außerordentlich heilsamer Verwissenschaftlichungsschub sein, wenn sie endlich von ihren begrenzten Horizonten wegkämen.

Vor wenigen Tagen hat eine mediävistische Kollegin sich bitter beklagt, dass man die Studierenden nicht mehr für die mittelalterliche und frühneuzeitliche deutsche Literatur begeistern könne. (Das Klagen über die Studierenden, die ja so unendlich viel weniger motiviert sind heute als ‘wir’ früher, ist so ungefähr das lästigste Kaputte-Schallplatten-Gespräch, was man in den Unis heute auf allen Gängen führt). Ja, wie auch? Wer sich heute für Literatur begeistert, begeistert sich von vornherein für Weltliteratur. Die nationale Verengung ist schlicht abwegig und daher der Gegenstand des Altdeutschen so plausibel wie der des Altkroatischen.

Aber die Universitäten sind wie alle Organisationstypen der Moderne offenbar reformunfähig… Ich gehe da mittlerweile mit einer entspannt-fröhlichen Resignation dran. Jedenfalls, was ich sagen will: In dem Chor der Bologna-Kritiker singen ziemlich viele falsche Stimmen mit!

Morph Januar 26, 2013 um 00:54

@Treidelstein

“Zum Sachargument noch mal: Forcierte UND demokratische Integration erfordert einen gemeinsamen Sprachraum oder zumindest Zweisprachigkeit eines großen Teils der Bevölkerung – UND eine hinreichende Institutionen-Ähnlichkeit, so daß überhaupt die Bürger (nicht nur Funktions-”Eliten”) wissen, über was sie verhandeln und welche Optionen es gibt und was das für Schütze Arsch hier und da konkret bedeutet.”

Der Begriff des Sprachraums schillert. Denn einerseits ist Sprache die Muttersprache, die man als Kind sprechen lernt. Andererseits kann man Sprache auch abstrakter schlicht als das Regelwerk symbolischer Generalisierungen auffassen (zu dem auch die Regeln der Übersetzung gehören). Im ersten Verständnis kannst Du den Sprachraumbegrenzung sehr eng fassen als die Varietät, die in einem bestimmten Dorf gesprochen wird (und auch in dem nur auf der rechten Flußseite). Im zweiten Verständnis kannst Du den Sprachraum sehr weit fassen als das Set von Regeln, dass die weltweite Verständigung garantiert und uns alle umfasst, vom Metropolenindianer bis zum letzten unentdeckten Urwald-Hipster.

Du weißt, worauf ich hinaus will: Das Sprachraum-Argument ist ein bisschen willkürlich, zumal eben nicht nur die Verbalsprache zählt, sondern die Gesamtheit der verständnisstiftenden symbolischen Generalisierungen.

P.S. Hypostasier mal nicht die Andouille. In Lousiana gibt’s eine ziemlich leckere Schweinefleichvarietät (keine Innereien!); auf Basis einer schokoladenbraunen Mehlschwitze werden diese Würste mit Brühe, Paprika, Okras, Huhn und Shrimps zu einem spektakulären Gumbo gekocht! Gris Gris Gumbo Ya Ya!

"ruby" Januar 26, 2013 um 01:16

@ Morph

Sprache verstehen :
hatte neulich einen Gedanken, der an unserer Begrenztheit hakt.
Jeder lernt soviele europäische Sprachen wie möglich, so dass bei gemeinsamer Schnittmenge jeder in seiner “Muttersprache” sprechen kann und trotzdem vom anderen im Original verstanden wird. Aber mehr als drei vier Sprache kriegt wohl keiner gelernt.
15 Sprachen wären der Hammer !
Neben der Bildersprache, derMusiksprache oder der Literatursprache …

Wilma Januar 26, 2013 um 01:48

Ne, alle müssen Esperanto lernen. Und jedes EU-Gesetz muss in Esperanto übersetzt werden.
Geheimverhandlungen werden auch verboten.

“Österreich werde auch beim umkämpften EU-Finanzrahmen 2014-20 seinen Rabatt behalten. Österreich habe das in “Geheimverhandlungen” durchsetzen können,”
http://diepresse.com/home/politik/eu/1337200/Zeitungsbericht_Oesterreich-koennte-EURabatt-behalten?_vl_backlink=/home/index.do

Thor Januar 26, 2013 um 03:06

@Morph

Vielleicht solltest du mehr Drogen nehmen und weniger Sport machen?

Verdirb dem HH nicht sein Experiment, er muss doch seinen Human-Algorithmus vollenden. Warum schreibst du hier überhaupt? Erkenntnisgewinn? Will dir sonst keiner mehr zuhören?
Zu dumm für deine promovierten Kollegen, aber schlau genug um hier aufzutrumpfen?

Treidelstein Januar 26, 2013 um 03:07

@ Morph

Nun, wissenschaftliche Inhalte schienen mir schon zu meiner Zeit stark international, sprich angelsächsisch. Im Hauptstudium waren gewiß 80% der rezipierten Texte englischsprachig. Auch unsere geliebte Rat.-Choice-Designmaschine ist ja ein durchaus internationales, angelsächsisches Unterfangen. Ich fand das gar nicht mal schlecht. Das hat so eine Struktur vorgegeben, innerhalb derer man nicht mit rhetorischem Geschick alles abbiegen konnte, sondern eine gewisse methodische Disziplin an den Tag legen mußte. Es ist vielleicht durchaus hilfreich, zuerst ein angelsächsisch geprägter Positivist werden zu müssen, um dann zur Positivismus-Kritik vorstoßen zu können.

ABER… eine internationale Wissenschaftssprache und international akzeptierte methodische Standards bedingen keine Vereinheitlichung der Formen wissenschaftlicher Ausbildung. Diese korrespondieren vielmehr mit “benachbarten” nationalen Bildungs-Institutionen. Nehmen wir wieder Frankreich und Deutschland. Meines Wissens machen in D etwa 40% der Schüler das Abitur, ein Großteil davon studiert. In F machen, wenn ich nicht irre, um die 80% das Abitur, von denen wiederum ein Großteil studiert. Dafür ist in D das System der Berufsausbildung ein ganz anderes als in F. Es sollte daraus zu folgern sein, daß das Hochschulbildungssystem in F eine etwas andere Funktion zu erfüllen hat als in D und deshalb auch anders strukturiert sein sollte… trotz weitgehend gleicher Inhalte und der in den meisten Wissenschaften gemeinsamen englischen Wissenschaftssprache. Eine Angleichung ist da Blödsinn… sie erzeugt nur wiederum Anpassungsdruck in den “benachbarten” Institutionen, und in welche Richtung all diese Anpassungen unter einem neoliberalen Paradigma gehen, wissen wir ja, nicht wahr?

Soweit ich es heute noch beurteilen kann, hat “Bologna” in D dazu geführt, daß der Lehrbetrieb fast so abläuft wie in Rußland: stark verschult, mit relativ wenig Gestaltungspielraum und großem Zeitdruck für die Studis. Finde ich generell nicht gut… also so als Humanist… Nun hat das in Rußland aber den Hintergrund, daß da zum einen auch ein sehr großer Anteil das Abitur macht, noch von sowjetischer Tradition her – und sehr jung, teils mit 17, gehen sie an die Uni… also unter solchen Bedingungen mag das System vielleicht in gewisser Weise rational sein (–>Pfadabhängigkeit).

Aber ohne Ansehen des jeweiligen Institutionenumfeldes und der nationalstaatlichen Traditionen und Denkweisen da so eine uniformierende Reform vom Zaun zu brechen, erscheint mir nur übel. Da muß ich den Spieß mal umdrehen und sagen: Du schiebst das Scheitern in D jetzt auf die Befindlichkeit der Akteure, aber das Übel ist vielleicht doch eher ein “systemisches”, das sich zwangsläufig einstellt, wenn man unterschiedliche, über längere Zeiträume gewachsene nationale Institutionen von oben gleichschalten will.

Daß Literatur per se Weltliteratur sei, dem würde ich jetzt übrigens widersprechen. Wieviel % aller in der Welt veröffentlichten Bücher werden von, sagen wir, jeweils einem Zehntel des einschlägig interessierten Publikums in den, sagen wir, fünf größten Sprachräumen gelesen? Ist der ganze Rest Schrott? Und wieviel davon wird wiederum ohne Kenntnis des sozialen Kontextes verstanden, so daß weltweit Leser Arsch das lesen und sich dafür begeistern kann? Einiges fällt mir ein. St.Exupery: “Der Kleine Prinz” und “Nachtflug”, Hemingway: “Der alte Mann und das Meer”, Camus: “Die Pest”, Stefan Zweig: “Sternstunden der Menschheit”… Wieviel ostasiatische Literatur kennen WIR z.B.? Also ich meine nicht Literaturwissenschaftler… Ich bekenne, ich Leser Arsch habe einen einzigen Roman von einem modernen asiatischen Autor gelesen und verstanden… eben weil er so eine archaisch- zeitlose Ebene hatte. Aber sowas ist “Weltliteratur”, nichts anderes. Alles andere kann sehr gute Literatur eines Kulturkreises sein, aber keine “Weltliteratur”. Und mit Lyrik wollen wir erst gar nicht anfangen…

P.S. – Zit. – “zumal eben nicht nur die Verbalsprache zählt, sondern die Gesamtheit der verständnisstiftenden symbolischen Generalisierungen.”

Bei nochmaligem Bedenken… ich befürchte, der Kampfstoff, welcher die alte Erbfeindschaft beinahe wiederbelebt hätte, hörte gar nicht mal auf den Namen Andouille, sondern auf den lieblicheren Namen “Andouilette”.

Humpf. Hupp! Uööörgh! Uööörgh! Khchrrr…khchrrr…

Fürwahr, es gibt verständnisstiftende symbolische Generalisierungen!

Linus Januar 26, 2013 um 08:34

@Treidelstein & Morph:
Himmel! Was gibt’s denn zu Kritisieren an den heutigen BA/MA-Produkten? Bitte formuliert den Standort eurer Perspektive konkret. Sonst weiss ich nicht, zu welcher Gruppe ihr gehört: Humanisten oder Industrie oder gestresste Studenten oder EU-ler oder wasweissich?

Also: Was bitte soll ein Universität liefern?

topi Januar 26, 2013 um 09:19

mailer

Es ist ja nicht schlimm, wenn man etwas nicht versteht; freundlich ragen, un dman kriegt wahrscheinlich ANtworten.
Du verstehst offenbar nicht nur DIskussionsverläufe nicht, sondern auch deine eigene Posts. Na macht ja nichts, ist eben so.
Dann sollte man aber diese dümmliche Überheblichkeit lassen, dein Oberchecler-Getue, alles zu vertsehen und mit Einzeilern doch die Unzulänglichkeit anderer Beiträge aufzeigen zu können.

Vielleich tkann man das; nur, wie gesagt, dazu muss man sie erstmal verstehen: sowohl die anderen Beiträge als auch den aussagenlogischen Sinn der eigenen Einzeiler.

>>>““Normal” wäre ja in Zeiten guter Konjunktur (auch nur realativ guter Konjunktur, verglichen mit den Handelspartnern), dass die Exporte zurückgehen und die Importe steigen.”

Weshalb? Da fehlt doch für uns ein Argument.>>>

Wie gesagt, freundlich Fragen, dann wird es auch noch weiter erläutet. Wir sind zwar nicht das Kakteen-Forum, und für jemanden, der angeblich an einer wiwi Fakultät war, ist die Frage eher albern, aber gut.

Gute Konjunktur
==> steigende Löhne/Gewinne/auch Steuereinnahmen
==> ssteigende inländische Nachfrage nach in- und ausländischen Gütern
==> sinkende Exporte und steigende Importe

Das ist “normal”, wie ich schrieb.
Deine Nachfrage an @keynesianer, wo es dies denn gäbe in diesem Jahrhundert, zeigt dein völliges Unverständnis der Argumentation.

Es ging ja gerade darum, dass die deutsche bejubelte Superkonjunktur offenbar alles andere als “normal” ist, sondern rein investitionsgetrieben durch Investitionen zum Wachstum des Exportüberschusses; es ist aber leicht verständlich, dass dies nicht nachhaltig sein kann, ohne anspringende Binnenkonjunktur.

Andererseits ist die Konjunktur in der Peripherie der Eurozone ANfang des Jahrhunderts geradezu mustergültig “normal”. (hier sieht man die Kehrseite rein nachfragegetriebener Konjunktur, es braucht natürlich eine Balance)

>>>“Musterbausteine interner Abwertung sind bspw. “Tanken für die Rente” und “MWST zur ALV-Senkung”.”

So ein Schwachsinn ist sehr Stammtisch-konform.
Aber einfach nur BlaBla.>>>

Das ist weder Schwachsinn noch Blabla.
Die Formulierung mag nach Stammtisch klingen; allerdings verwendete “Tanken für die Rente” unser Finnazwissenschaftsprofessor, ein Seehofer-Berater (als der noch lange nicht bayrischer Sonnenkönig war), und sie ist im DLF angekommen, insofern.

Das ist knapp ausgeführt, allerdings auch schon mehrfach sehr ausführlich erläutert.
Wenn es also dir nicht verständlich ist, und du die anderen Erläuterungen nicht erinnerst: einfach mal fragen.

Gesenkte Lohnersatzleistungen verbilligen die inländischen Güter, das sollte wohl nachvollziehbar sein.
Zum Ausgleich der wegfallenden Einnahmen werden Verbrauchssteuern erhöht (Ökosteuer für RV-Beitrag-Senkung, Mehrwertsteuer für ALV-Beitrag-Senkung).
Dadurch wird natürlich die inländische Nachfrage reduziert. Je größer die Offenheit der VW ist (Deutschland ist für seine Größe extrem offen), desto stärker wirkt dies exportverstärkend und importsenkend.

Reale Abwertung eben. Nun verstanden?

“Exportweltmeister wird übrigens in der Ökonomie in zweierlei Sinn gebraucht: Einmal so wie Du es auslegst, aber gebräuchlicher ist die Verwendung im Sinne von Überschuß. Einfach mal wieder aus der Parallelwelt in die richtige kommen – dann klappt das schon.”

So wie ich es auslege, soso.
Falls es noch geneigte Leser geben sollte, die sich diesen Quatsch antun: hier ist ein link dazu.http://www.wiesaussieht.de/2013/01/21/gedanken-zur-wahl-in-niedersachen/#comment-52068

Dort zitiert ein Kommentatr, nennen wir ihn “mailer”, die wikipedia foldendermaßen:

“Im 20. Jahrhundert bis 2002 waren die USA mit wenigen Ausnahmen (Deutschland 1986, 1987, 1988 und 1990) der unumstrittene Exportweltmeister. Von 2003 bis 2008 hat Deutschland diese erste Position übernommen. Seit 2009 hat China die erste Position inne.”

In diesem Teil des Wiki-Artikels geht es eindeutig um das gesamte Exportvolumen.

Also: es geht um das Thema Exportüberschüsse, du meinst, etwas beitragen zu können oder müssen, postest etwas, worin es um Exportvolumen und Offenheitsgrad der VW geht, ich sage, dass das nicht das Problem der Überschüsse betrifft.
Und du sagst schließlich, Exportweltmeister könnte ja auch was anderes bedeuten als das von dir verlinkte.

Wahrlich großartig. :roll:
Liest du nicht, was du postest, oder verstehst du den Inhalt nicht, oder geht es dir eh nur darum, irgendwas zu sagen?

“Man könnte jetzt noch ewig weitermachen ”

Bitte gern. Der Faden ist eh im Eimer, da kannst du bestimmt noch ein paar Versuche wagen, “sachlich” zu argumentieren.
Wie gesagt, bisher kriegstest du einfach einen Fuß auf den Boden, aber ich glaube ja an die Entwiclungsfähigeit der Menschen.

Lina Januar 26, 2013 um 11:22

Treidelstein

Wenn ich Dich richtig verstehe, bist Du der Meinung, dass das höherwertige deutsche Hochschulsystem zugunsten minderwertiger südeuropäischer Hochschulsystemen geopfert wurde. Sinn und Zweck: (nationale) Identitätsaufgabe. Ergebnis = Bologna-Murks.

Das sehe ich nicht so. Der Bologna-Murks hat, meiner Meinung nach, nur ein Ziel: die marktkonforme Industrialisierung ALLER europäischer Hochschulen. Sinn und Zweck: Züchtung marktkonformer Industriesoldaten, die nicht mehr in der Lage sein werden selbstständig zu denken.

In ca. 10-15 Jahren werden ALLE Unis und auch Gymnasien, die einen „guten Ruf“ genießen wollen– zumindest in der Presse – privatisiert und industrialisiert sein. In diesem Umfeld wird sich ein riesengroßer Nachhilfe-Markt etablieren, der auch in Geldsäcken-Hand sein wird.

Sogenannte Orchideen-Fächer werden nur einige wenige Unis anbieten können – weil sie sich ja nicht mehr „rentieren“ werden– und von einigen wenigen reichen „Spinnern“ und Exzentrikern belegt, die dann auch unter sich bleiben und der Gesellschaft keine Impulse geben werden.

Der Identitäts-Verlust, den Du jetzt schon beklagst findet somit auf einem anderen Feld statt, als auf dem der sogenannten nationalen Identität. ALLE Europäer werden ihr freiheitliches Denken verlieren und zu industriellen Vollidioten mutieren.

Der Begriff „Idiot“ stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet in etwa „Privatperson“.

Lina Januar 26, 2013 um 11:27

P.S.:

In diesen “wissenschaftlichen” Betrieben, die dann in Geldsäcken-Hände sein werden, wird natürlich auch niemals die VWL anders gelehrt werden können, als es z.B. die Prof. Sinns dieser Welt heute tun.

topi Januar 26, 2013 um 11:38

Morph

“Ich glaube, dass man Behauptungen über gesellschaftliche Sachverhalte weder beweisen kann, noch beweisen muss. Es reicht, wenn eine solche Behauptung nicht offenkundig abwegig ist und hinreichend viele Fälle plausibel beschreibt. Dann wird diese Behauptung in den Horizont des zu Erwägenden einbezogen, auch wenn Du persönlich da keine Relevanz erkennen kannst.”

Der Ausgangspunkt war doch, ob Organisationen nach ihrer eigenen Logik funktionieren und Menschen eingebunden in Organisationen zum Teil derselben werden und entsprechend in der Funktionslogik handeln.

Oder ob das eben nicht so sein muss.

Schließlich gab es deine Abkürzung:
“Machen wir es kurz: Du glaubst an die Möglichkeiten der Politik, ich nicht. Und das ist wirklich eine Glaubensfrage, d.h. Du könntest Recht haben; ich aber auch!”

Die Gesetze der Aussagenlogik gelten natürlich auch für Behauptungen über gesellschaftliche Sachverhalte.
Ich habe nirgends behauptet, dass die Eigenlogik von Organisationen eine Rolle bei der Entstehung von Entscheidungen spielt.

Insofern …

“Natürlich gibt es in der Politik handelnde Personen und in diesem Sinne auch ‘politisches Handeln’. Aber das ist ja trivial und wohl kaum, was Du meinst.”

…hast du wohl nicht das geschrieben, was du meinst, nicht ich.. ;-)

Ist das denn jetzt eine verbindliche Abkehr von deiner Position der vollumfänglich entscheidenden Funktionslogik, indem du politisches Handeln von Personen einräumst?

Wäre gut. Dann könnte man festhalten: es kommt darauf an.

Und sich der Frage widmen, worauf.
Da schließt sich dann der Kreis. Meine Aussage war oben: solange sich die Michel auf der Insel der Glückseeligkeit wähnen, weil die Überschussexportarbeitsplätze die fehlenden Binnenmarktarbeitsstunden kompensieren, die Sozialkassen (nichtnachhaltig) scheinsanieren und auch dafür sorgen, dass die öffentlichen Haushalte ihre stark gekürzten Leistungen quasi ohne Neuverschuldung hinkriegen, wird die Notwendigkeit für eine Veränderun gnatürlich gar nicht gesehen.

Denn es ist scheinbar zu schwer zu verstehen, dass hier fehlende 170 Milliarden an realen Gütern durchaus eine sinnvollere Verwendung fänden, als die entsprechenden Milliarden in den Sparplänen der Finanzer.

topi Januar 26, 2013 um 11:50

Morph

“ruby…
Deine Kommunikation der letzten Monate lässt sich mit einem Satz zusammenfassen: Ey, Alter, ey, hörma!, ey, echt geil!”

Das ist nicht richtig, Morph.
Der “ruby” postet schon auch sehr viele andere Sachen. Auch mit Anknüpfungen an andere Beiträge und EInordnungen.
Oft natürlich auch ohne bzw. reichlich kryptisch, oder auch einfach nur Musik, ruby, so dass es nicht unbedingt immer einlädt, dem folgen zu wollen.

Mich erinnert das manchmal an eine Enterprise-Folge, als Captain Kirk und seine Leute auf einem Planeten landen und ihr Übersetzungscomputer versagt, weil die Bewohner in einer rein auf Assoziationen beruhenden Sprache kommunizieren.

Aber Morph, das müsste für dich doch spannend sein, nein?

Lina Januar 26, 2013 um 11:50

@Morph und topi

Ihr stellt die Frage, OB es ein politischen Handeln gibt.
Die Frage ist irreführend und sollte, meiner Meinung nach, lauten:

WER kann politisch handeln?
(Im Sinne von seine Interessen durchsetzen.)

Die Antwort darauf:
Der, mit dem größten Droh-Potential.
Der, der die schärfsten Waffen hat.
Waffen – physisch und metaphorisch.
Metaphorisch: Geld.

Somit kann immer nur der Geldsack politisch handeln.

Lest noch mal den Melier-Dialog.

topi Januar 26, 2013 um 12:02

Holger

“Und deswegen sage ich auch, dass die Ossis ganz kleine Brötchen politisch backen müssen. Weil sie die Historische Chance ganz einfach versemmelt haben. Warum auch immer…”

Klar haben “die Ossis” (von westdeutschen Marketingspezialisten verblendete Bananefreunde und Helmut-Rufer) eine historische Chance vertan, als sie sich durchs Hintertürchen (um nicht zu sagen durch den Arsch der Wessis) in den Geltungsbereich des Grundgesetzes haben hineinquetschen lassen.

Und der gemeine Wessi-Dödel hat sich gefreut, hat er neben den Türken sogar noch irgendwie auch Einheimische, auf die er herabsehen kann.
Und dabei nich tgemerkt, wie ihm von der Kapitalseite un dderen Vertretern das Lohnfell zurechtgestutzt wurde. :roll:

Auch eine bezeichnende Argumentation, Holger: der böse Ossi ist Schuld, weil er uns armen Wessis nich tden Arsch gerettet hat.

Aber um mal den “Chane-vertan-Ansatz” erstzunehmen: wer hat denn eine Chance genutzt?

Da kann man nur noch Isländer importieren.
Die übrigens ziemlich genau ein topistanisches Programm umsetzen, mein Bester! :whistle:

topi Januar 26, 2013 um 12:05

Lina

Wenn es so wäre, immer und überall, hätte es keine Bewegungen hin zu deutlich moderaterer EInkommensverteilung geben können. Und die gab es, sonst wären wir ja in einer noch ganz anderen Situation.

"ruby" Januar 26, 2013 um 12:12

@ topi

Es sind mehr als 170 Milliarden an realen Gütern, denn durch die kommunale Bilanzierung wird deutlich wieviel zu investieren sein wird, um nicht zu verrotten, zu vermüllen, zu verdrecken, zu verblöden .

Es ist Zeit, dass der Michel die Erfordernisse einer menschenwürdigen Gemeinschaft von den weinsaufenden Wasserpredigern der Umverteilungsscharlatanerie abpresst, ihre Konten anzapft und wenn sie flüchten durch Kapitalverkehrssperren eine Saldenumkehr ermöglicht.

Wenn die “Leistungseliten” behaupten sie sind es, die Wohlstand für Massen ermöglichen, dann braucht Bevölkerung ihnen nur die Rettungstransaktionen zur Aufrechterhaltung ihrer Privilegierung servieren.
Die bekotzen sich vor Ekel über eigene Selbstreferenzialität.
Bevor die Mentalität nicht transparent und nachhaltig aus den Hirnen, Worten und Taten verschwunden ist, wird es keine Ruhe vor diesen parasitären Schmarotzern geben.

Hoffe, deutliche Ansagen polarisieren genug ansonsten gibt es noch weiteres …

Lina Januar 26, 2013 um 12:16

topi Januar 26, 2013 um 12:05

“Wenn es so wäre, immer und überall, hätte es keine Bewegungen hin zu deutlich moderaterer EInkommensverteilung geben können. Und die gab es, sonst wären wir ja in einer noch ganz anderen Situation.”

Die gab es ein kurze Zeit in der Geschichte, als die Geldsäcke noch ortsgebunden waren.

"ruby" Januar 26, 2013 um 12:25

nochmal @ topi

Assoziation ist “interssant” – bietet das Medium hier in derzeitiger Orientierungs- und Entwicklungsphase nicht gerade die Chance generationen- und ortsübergreifend viele Ressourcen zusammen zutragen, um neue Verknüpfungen zu ermöglichen ?
Das ganze wird mehr als die Summe der Einzelheiten.

Linus Januar 26, 2013 um 12:26

@ruby:
Lass dich nicht verdriesen. Ich finde deine Musik-Links gut, auch wenn ich deinen Musik-Geschmack fürwahr nicht immer teile.

Musik ist eine Kommunikation und Gestalt jenseits der Sprache und jenseits des Individuums. Wer Musik liebt, der zeigt, dass er das begriffen hat, und damit hat er mE einen Gutteil des Lebens begriffen.

Du verlinkst Musik, du machst das halt so, da ist mE nichts gegen zu sagen. Die meisten Links klicke ich eh’ nicht an. Und wenn doch, dann aus Zeit und Lust aufs Grosse Ganze.

In diesem Sinne: Weitermachen!

Lina Januar 26, 2013 um 12:27

Carlos Manoso Januar 25, 2013 um 13:00

“Vorausgesetzt, alle Menschen entdecken endlich frei von ihren „nationalen Identitäten“, was Menschsein sein könnte.”

Tja……wie ist den so das Mensch-Sein?

Frag SokratesPlatonAristotelesDiogenesEpikurPlotinNietzscheKantSchellingHegelFreudFromm……..blablablablabla

Nein, frag lieber meine 80jährige rheinische Nachbarin Erna, sie hat die universelle Antwort auf alle Fragen:
“Man hat et nicht leicht ”

;)

holger Januar 26, 2013 um 12:39

Topi

—>>>Klar haben “die Ossis” (von westdeutschen Marketingspezialisten verblendete Bananefreunde und Helmut-Rufer) eine historische Chance vertan, als sie sich durchs Hintertürchen (um nicht zu sagen durch den Arsch der Wessis) in den Geltungsbereich des Grundgesetzes haben hineinquetschen lassen.”

Sag ich doch… steht doch auch in 2+4 drinne, was für “politische” Lenker und Denker es waren… Die Tätärä wurde erstmal Taxiert woher nun die 600 Milliarden DM stammen… weiß der Fuchs. Auf nähere “politische” Sachen wie Leuna gehe ich gar nicht mehr ein.

—>>>Und der gemeine Wessi-Dödel hat sich gefreut, hat er neben den Türken sogar noch irgendwie auch Einheimische, auf die er herabsehen kann.
Und dabei nich tgemerkt, wie ihm von der Kapitalseite un dderen Vertretern das Lohnfell zurechtgestutzt wurde.

Erstmal hat nicht nur der Wessi einen Kulturschock erlebt, sondern auch der “Türke” : Dann zu dem Lohnfell… das wurde schon früher zurecht gestutzt mithilfe der Gewerkschaften West. Und im Rahmen der Unterjochung der Ossis noch forciert.

—>>>Auch eine bezeichnende Argumentation, Holger: der böse Ossi ist Schuld, weil er uns armen Wessis nich tden Arsch gerettet hat.

Quatsch, welchen Arsch denn? Im Gegensatz zum Ossi, kannten wir die “freie” Marktwirtschaft. War nix mit Väterchen der jeden zum Volxs-Studium verhalf. Das heißt die Meisten von uns sind ohne Staats-Betreuung zurecht gekommen und mussten es auch…

—>>>Aber um mal den “Chane-vertan-Ansatz” erstzunehmen: wer hat denn eine Chance genutzt?”

Cui Bono? Wem hat wohl das verramschen der Tätärä genutzt? Nicht wer hat die Chance vertan. Ich mein in der Tätärä gabs doch wohl genügend hervorragend studierte Volxswirte oder nicht? War doch “jeder” Diplomiert. Oder nicht?

—>>>Da kann man nur noch Isländer importieren.
Die übrigens ziemlich genau ein topistanisches Programm umsetzen, mein Bester!”

Na dann, schaffe doch einfach mal ein paar Schafe an, und gut ist. :D Da gefällt mir Treidels Ansatz “Janz-Groß-Berlin” zum Themen Park mit Puff zu machen aber besser.

Ich bin ja in vielen Dingen bei Dich… nur eben dann nicht, wo das Geld eingetrieben werden soll.

Und damit bleibe ich auch bei der These: Geld kann man beliebig viel Machen, Kapital wird geboren.

Und dieses Kapital wird noch durch die Diskussione Bolognese durch die uniformierte sozialistische Sauce gezogen.

holger Januar 26, 2013 um 12:53

Verstehste Topi

Wir blöden West-Heinis mussten/müssen uns unter ein Joch begeben, was ihr ja schon lange kennen lernen durftet.

Wo ist der Unterschied ob Moskau bläht oder Brüssel?

Das ist doch geradezu Grotesk, da bricht im Osten ein System zusammen, und hier wird es etabliert! Und zwar nicht durch die Politik, sondern durch die Knete.

Deswegen kam auch erst der Eurone, und es wird aber nicht möglich sein eine “Politische” Lösung zu finden.

Und was ich nicht begreife, ist: Das man in dem hach so guten Europa in der Eurozone Exportüberschüsse von DE beklagt. Das geht nicht in einem Währungsraum. Dann muss man sich den Währungsraum als Ganzes Anschauen.

Und eben nicht durch die “Nationale” Brille. Das heißt die hiesigen VWL Special Agents, sind auf DE VWL getrimmt. Auf die schwäbische Hausfrau.

Und dieses VWL Denken, kann man eben nicht auf die Welt Anwenden. Auch nicht bei den Inuit. Aber Du tust dieses.

Die VWL ist kein Universal-Prinzip. Sie ist der größte Scheixxendreck den man sich denken kann. Denn wenn ihr mal im wirklichen Makro Denken könntet, dann nehmt euch das wirkliche Makro: Das Universum

Morph Januar 26, 2013 um 13:01

@thor

“Zu dumm für deine promovierten Kollegen, aber schlau genug um hier aufzutrumpfen?”

:-) Das sagt viel über Dein Selbstbild!

Solange es noch so Hanseln wie Dich gibt, die in einer Promotion irgendeinen Klugheitsnachweis sehen und nicht das, was sie ist, nämlich eine organisatorisch notwendige Formalqualifikation im Kontext wissenschaftlicher Karrieren, solange kann der marode Laden prima weiter laufen. Deine Denke ist die strukturelle Voraussetzung für Phänomene wie zu Guttenberg und Schavan.

Und Du musst über meine fachliche Reputation nicht spekulieren. Recherchier’ sie einfach nach! Ich persönlich bin da einigermaßen zufrieden…

@Linus

“Lass dich nicht verdriesen. Ich finde deine Musik-Links gut, auch wenn ich deinen Musik-Geschmack fürwahr nicht immer teile. Musik ist eine Kommunikation und Gestalt jenseits der Sprache und jenseits des Individuums. Wer Musik liebt, der zeigt, dass er das begriffen hat, und damit hat er mE einen Gutteil des Lebens begriffen.”

Oh Linus, immer wieder denkst Du so grottenfalsch, dass ich Kopfweh bekomme! Ist es denn die Möglichkeit! Ich versuch’s mal nicht mit einem Argument, sondern mit einer Assoziationskette, vielleicht wirkts: Hmpftataaa… Hmpftataaa… Hmpfta-Hmpfta-Hmpftataaaa…. Die Fahne hoooooch, die Reihen fest geschlossen…

“Du verlinkst Musik, du machst das halt so, da ist mE nichts gegen zu sagen. (…) In diesem Sinne: Weitermachen!”

Oh Mist, das wollte ich nicht! Jetzt hat @ruby sogar noch die Lizenz zum Verlinken der Rockpalast-Schrottkonzerte! Lieber unbekannter Mitleser, der so fühlt wie ich! Das tut mir sehr, sehr leid!!

Jackle Januar 26, 2013 um 13:13

Musik? Musik! Retrogöttliche.

http://www.youtube.com/watch?v=FVM_7–aFTo&list

Linus Januar 26, 2013 um 13:31

@Morph:
“Hmpftataaa… Hmpftataaa… Hmpfta-Hmpfta-Hmpftataaaa…. Die Fahne hoooooch, die Reihen fest geschlossen… ”

Ist das alles, was dir dazu einfällt?

"ruby" Januar 26, 2013 um 13:45

@ Morph

Mag Deinen Humor mehr und mehr…
Bin am grübeln zu welchem Konzert wir mal gemeinsam gehen könnten?
Vielleicht haben die Mitleser konstruktive Vorschläge !
Sicher müssten wir uns vorab auf eine Entscheidungsregel verständigen, um nicht gewünschte Risiken auf Unverträglichkeiten so gering wie möglich zu halten. Allerdings bestehen auch Chancen auf gemeinsames Headbanging .
Niedersachsen Landeshauptstadt hat eine Musikhochschule
wo mein Handballtorwartkollege Schlagzeug studierte …
aber das ist ein anderes musikalisches Thema -
oder eine Fortbildung, wenn der Weil und die Grünen, die Haushaltsmittel nicht zurückfahren :
http://www.hmtm-hannover.de/de/veranstaltungen/weiterbildung-und-kurse/fort-und-weiterbildung/musikphysiologie-im-kuenstlerischen-alltag/
Bildungsurlaubmöglichkeit laut sieben Seiten Flyer …
Schon mal einer gerechnet wieviel Bildungsurlaub der Michel jährlich verfallen lässt, um denRentiers mehr Dividenden zu ermöglichen?

Lina Januar 26, 2013 um 13:46

Hey…..Ihr Kampfhähne!
Hört auf mit den persönlichen Beleidigungen!
Gebt Euch die Hände und seid wieder lieb zu einander.

Denn
“Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.”
Mark Twain

P.S. @Morph
spiel mir das passende Lied zum Wochenende
:D

P.S. @ruby
Die Idee vom Zauberberg gefällt mir. Wiessaussieht scheint ein virtueller Zauberberg zu sein.

holger Januar 26, 2013 um 13:51

ruby

—>>>Bin am grübeln zu welchem Konzert wir mal gemeinsam gehen könnten?
Vielleicht haben die Mitleser konstruktive Vorschläge !”

Yep… “Delta Machine”… leider, so denke ich Ausverkauft :D

wowy Januar 26, 2013 um 14:05

Ich kenne ein Eichhörnchen, das spielt schneller als du und hat einen längeren Schwanz #Kommentarbattle :-D
http://www.youtube.com/watch?v=hG1HZADHPzM

topi Januar 26, 2013 um 14:53

Lina

“Die gab es ein kurze Zeit in der Geschichte, als die Geldsäcke noch ortsgebunden waren.”

Nen. Es gibt die “natürliche” Bewegung (im gegeben Rahmen) hin zu mehr Konzentration, aber irgendwann ist damit Schluß, weil es nicht mehr so weiter geht.

Und zwar überliefert seit der Antike, mein Lieblingszitat dazu von Walker:

“Die Pfandsteine fesselten zahllos
der Mutter Erde dunkelfarbig Land” hören wir
Solon klagen. Für Geld-Darlehen mußten 36
Prozent und mehr Zinsen gezahlt werden. Es
begann ein sozialer Verfall; wer einmal in Not
geraten war, versank rasch in Schuldknechtschaft
und Sklaverei, während auf der anderen Seite
der Reichtum sich steigerte.

Bald drängte sich in den Städten verarmtes
Volk, das auf Kosten der Staatskasse mit Ge-
treidelieferungen ernährt und mit Theater er-
götzt werden mußte. Soziale Wirren und Auf-
stände wurden häufiger. Zweimal in einem ein-
zigen Menschenalter wurden in Syrakus die Rei-
chen niedergemetzelt, der Besitz neu verteilt
und die Schuldscheine verbrannt.”

(hier http://www.wiesaussieht.de/2012/05/07/wiedergangerei/#comment-28353 noch ausführlicher)

Es gab religiöse Vorschriften zur regelmäßigen Schuldenbereinigung (Geldvermögensbeseitigung), oder auch institutionalisierte staatliche Vorgaben dazu.

Weil es sonst einfach irgendwann nicht mehr weiter geht.

Auch in der Antike war das nicht alles lokal.
Aber wenn du es etwas moderner möchtest: die internationale Vernetzung der Volkswirtschaften, also Handel und Finanzströme, war vor der WWK I sehr hoch.

Die Konzentration der EInkommen spitze sich dramatisch zu, damit auch die Gesamtverschuldung, also Schulden auf der EInen und Geldvermögen auf der anderen Seite. Bis zum Knall.

Danach gab es eine Entflechtung der internationalität der Volkswirtschaften, und ein deutliches Schrumpfen des Verschuldungsstandes, mit einer deutlich moderateren Einkommensverteilung.

Deine Begründung reicht also nicht aus.

der Herr Karl Januar 26, 2013 um 15:23

@holger
—->ist das eine Musik- oder eine Sportveranstaltung?

Treidelstein Januar 26, 2013 um 15:34

@ Linus – “Was gibt’s denn zu Kritisieren an den heutigen BA/MA-Produkten? Bitte formuliert den Standort eurer Perspektive konkret.”

Ich könnte die Kritik aus ganz verschiedener Perspektive formulieren, auch aus einer allgemein-humanistischen oder einer sozial-egalitären. Aber ich bemühe mich mal um Konkretion anhand eines Beispiels:

Eine Fachhochschule hat vor etlichen Jahren mal einen
berufsbegleitenden Studiengang entwickelt, der es Leuten mit Fachschulausbildung und Berufspraxis ermöglichen soll, neben dem Job einen FH-Abschluß zu machen und sich für Leitungsposten zu qualifizieren. Ziel war es wohl auch, die Hierarchien in einem Bereich nach oben hin durchlässiger zu machen, wo vorher Leitungsjobs von meist fachfremden externen Leuten besetzt wurden. Dieser Studiengang wurde gezielt als “Teilzeitstudium” neben dem Job konzipiert, er sollte möglichst flexibel die besonderen Arbeits- und Organisationsumfelder in den
jeweiligen Einrichtungen berücksichtigen und ein sehr vielfältiges “maßgeschneidertes” Ausbildungsprofil ermöglichen. Er dockte also an an die Gegebenheiten in den Organisationen einerseits und an das spezifisch deutsche Modell von vorheriger Fachschulausbildung in dem Bereich andererseits.

Dann mußte der Studiengang aber auch noch bologna-konform gestaltet werden, und da fing das Übel an. Also ich bin da kein Insider und hab mir das nur mal genauer erzählen lassen, erinnere mich jetzt nicht an alle Details. Letztes Endes war es so, daß die Bologna-Zwangsjacke die angestrebte Vielfalt des Profils und die genaue Abstimmung auf die konkreten Bedürfnisse der Studierenden zu verhindern drohte.

@ Lina – “Wenn ich Dich richtig verstehe, bist Du der Meinung, dass das höherwertige deutsche Hochschulsystem zugunsten minderwertiger südeuropäischer Hochschulsystemen geopfert wurde. Sinn und Zweck: (nationale) Identitätsaufgabe.”

Nein. Neieiei…ein! Du hast mich nicht richtig verstanden! Wie konnte so etwas möglich sein? Wo schrieb ich solches?

Aber weißt Du was, @Lina, dafür hast Du mich jetzt von etwas überzeugt, worum der @Morph sich seit vielen, vielen Monden vergeblich bemüht.

Ich kapituliere und widerrufe! Ich widerrufe alles, was ich über Sprachräume und so schrieb und verkünde jetzt: Es ist NICHT möglich… selbst bei größtmöglicher Anstrengung nicht… sich mithilfe von Verbalsprache zu verständigen. Was uns bleibt, sind nur “verständnisstiftende symbolische Generalisierungen” jenseits von Verbalsprache.

http://www.youtube.com/watch?v=-UBVqmhbT50

Linus Januar 26, 2013 um 15:42

Schlaflied:
http://www.youtube.com/watch?v=JBrgsuEimKA
Kann man das beschreiben, Morph?

Morph Januar 26, 2013 um 15:48

@Linus

“Ist das alles, was dir dazu einfällt?” Nee, natürlich nicht, aber ich dachte, Du könntest die Reihe selbständig fortsetzen. Ich gebe Dir noch mal ein paar items zur Hilfe: “Cherry cherry lady… every breath you take… na naa naa ne na, life is life!… opa gangnam style!!…” Und Du meinst, dass Leute, die irgendein Gedüdel lieben, vom Leben irgendetwas begreifen?

Wer wie @ruby sich in jedem Post auf Seiten der ‘Fortschrittlichen’ positioniert und irgendwelchen etablierten Leuten auf billigste, nämlich komplett argumentationsfreie und selbstgefällige Weise die Legitimität abspricht, wer also vollkommen geistbefreit einfach nur mitteilt, hey, ich bin ein Guter, ich bin gegen die Bösen, hey, lasst uns die Bösen verjagen! und das dann noch mit Links auf Sendungen, Texte und popmusikalischen Ausschuß drapiert, die wahlloser und inkonsistenter nicht sein könnten, der muss sich nicht wundern, dass das kumulative Effekte hat. Irgendwann kommt der Tag, da will die Säge sägen!

Morph Januar 26, 2013 um 15:59

@Linus

Eine Beschreibung ist anders als das Beschriebene. Daher die grundsätzliche Perspektivität und Bezweifelbarkeit der Fremdbeschreibung einerseits und die Paradoxie der Selbstbeschreibung andererseits. Dies vorausgesetzt und in dieses Einschränkungen gilt aber: Man kann alles beschreiben, wenn man will.

Aber wozu?

Morph Januar 26, 2013 um 16:05

@Treidelstein

“Du hast mich nicht richtig verstanden! Wie konnte so etwas möglich sein?”

Weil @Linas Deutung Deiner Meinung die Überzeugungen sehr vieler Bologna-Kritiker trifft.

Dein rationaler Etatismus ist vom nationalen Etatismus eben nur ein einziges, winziges bedeutungsunterscheidendes Merkmal entfernt.

holger Januar 26, 2013 um 16:30

Topi

—>>>Danach gab es eine Entflechtung der internationalität der Volkswirtschaften, und ein deutliches Schrumpfen des Verschuldungsstandes, mit einer deutlich moderateren Einkommensverteilung.”

Verzähl doch nicht immer so was!!! Die Grundverschuldung geht nur über das Eigentumsrecht GRUND&BODEN genau das, was DU nie hattest (vermutlich)

Und bei einer “Entschuldung” geht das Eigentumsrecht nicht wieder zurück. Das kann man sich Notfalls… ach was red ich…

holger Januar 26, 2013 um 16:31

Gerade du @ Topi

sabbelst über Schulden, hast aber gar keine Ahnung wie das Prinzip läuft.

holger Januar 26, 2013 um 16:32

der Herr Karl

—>>>ist das eine Musik- oder eine Sportveranstaltung?”

Beides

Linus Januar 26, 2013 um 17:00

@Morph:
Mit Musik hast du bei mir in ein Wespennest gestochen. Deshalb vorneweg: Lass dem ruby seine Clips. Du musst sie ja nicht anhören. Musik zensieren geht gar nicht!

“Man kann alles beschreiben, wenn man will. Aber wozu?”
Genau auf diesen Irrtum wollte ich dich hinweisen. Man kann Musik iW nicht beschreiben. Es gibt keine Übersetzung.

Das liegt mE daran, dass Musik viel mehr als andere Kunstformen und nahezu ausschliesslich in der Zeit-Dimension stattfindet (vgl. z.B.: der Schlagzeuger ‘macht’ Zeit). Es gibt kein statisches Äquivalent dazu, das zu einer Beschreibung taugen würde.

Musik verweist ständig auf Veränderung (auch in der Wiederholung), auf das ‘es könnte auch anders sein’, auf Entwicklung. Die ‘ästhetische Struktur’ von Musik ist daher in vieler Beziehung anders und besonders.

"ruby" Januar 26, 2013 um 17:20

@ Linus

Billy Bragg hat diese Entwicklung eines Songs und seinen Ursprung im Konzert beim NDR wunderbar hergeleitet :
http://www.gaesteliste.de/konzerte/show.html?_nr=46

holger Januar 26, 2013 um 17:34

@Topi

ich hab dir schon dusendmol ne sächt, schau dir die rechtliche Seite der Debitoren an… und welche Konsequenzen drohen…

Da ist nämlich gar nix mit Schulden gleich Guthaben.

Da geht es nach folgender Reihenfolge 1) Bürge 2) Grund&Boden 3) Einkommen frei verfügbar über Pfändungsfreigrenze…

Also hört mir auf immer nur Bullshit in die Theorie quetschen zu wollen.

Wenn 1)&2) weg sind, was DANN? Die kommen nicht wieder…

holger Januar 26, 2013 um 17:42

Und nun Topi

verzähle ich dir mal, warum die Tätärä auf rund 600B geschätzt worden ist. Wegen dem Grund&Boden…

Doch nicht wegen dem tollen Volk, oder dem Industrieschrott darauf.

Unter den Nagel reißen war die Devise… Ein besseres Beispiel kannst Du ja gar nicht mehr finden after WWII.

Der absolut großzügige WK von Alu zu DM war ja nur dazu da, damit die Masse, ruhig bleibt beim shopping… Nü!

"ruby" Januar 26, 2013 um 17:43

Tolles Cover des Guthrie / Bragg Liedes über Hanns Eisler
http://www.youtube.com/watch?v=ZpeGFhvBWaA
“popmusikalischer Ausschuss”
http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Eisler

holger Januar 26, 2013 um 17:44

Und nun kommst Du, und sagst GR wäre besser dran aus dem Euronen zu treten.

Und ich sage, der Tätärä tüte das auch gut.

wo ist denn da der Unterschied?

holger Januar 26, 2013 um 17:47

Die neuen Alüs würden abwerten… macht ja nix… ist ja auch richtig so. Nur die verbrieften Eigendümmsrechte gibts nich mehr wieder.

Morph Januar 26, 2013 um 17:56

@Linus

“Lass dem ruby seine Clips. Du musst sie ja nicht anhören. Musik zensieren geht gar nicht!”

Ach Linus, mach’s mir doch nicht so schwer! Ich lasse dem @ruby doch seine clips und seine Rezeptionsfreuden. Der kann sich seine Lieblingsvertreter des krautigen Rockbeamtentum und selbst so einen Gitarrenfachmalträtierer Tommy Emmanual reinziehen bis der Arzt kommt, wir leben schließlich in einem freien Land.

Ich meine nur ganz bescheiden, dass ich nichts davon mitbekommen möchte. Ich würde nach einer gewissen Zeit auch protestieren, wenn hier irgendein Micaela-Schäfer-Fan stets die neuesten Busenfotos posten würde. Das verdirbt die Kommunikationsatmosphäre, finde ich.

Morph Januar 26, 2013 um 18:05

@Linus

“Man kann Musik iW nicht beschreiben. Es gibt keine Übersetzung.”

Das ist mal wieder so ein typischer @Linus-Satz: Paff, einfach mal so dahingetippt, ohne auch nur EINMAL darüber nachzudenken, gegen welche möglichen Einwände man diese Behauptung verteidigen können müsste.

Natürlich kann man Musik beschreiben! Eine Partitur ist nichts anderes als die Beschreibung und Vorschreibung eines musikalischen Phänomens. Und zwar eine bemerkenswert genaue, wenn man die verschiedenen hörbaren Verwirklichung ein- und derselben Partitur vergleicht. Die klangliche Interpretation einer Partitur variiert in einem ungleich geringeren Spektrum als die gedankliche Interpretation, sagen wir, eines Gedichts.

holger Januar 26, 2013 um 18:11

@Morphi

schau doch mal bitter hier:

http://www.wasserklangbilder.de/

Du weißt schon, warum auch die Melodie vom Horst Wessel Lied verboten ist?

Morph Januar 26, 2013 um 18:21

@ruby

ich will Dich ja nicht lang machen just for kicks. Es geht da schon um Wesentliches.

Du verlinkst hier vor allem technisch, technologisch und organisatorisch hochgerüstete Musik. Da geht’s um synthetische ‘Sphärenklänge’, begeisternde Rockkonzerte und Virtuosentum.

Das alles ist aber NICHTS wert! Und das Du das so naiv featurest, finde ich ziemlich anstrengend.

Mal an einem Beispiel. Dieser Tommy Emmanuel, den Du kürzlich verlinkt hast, der ist ein Virtuosen-Poser, schlimmer geht es wirklich nicht.

http://www.youtube.com/watch?v=6lbvSBNLLoo

Das hat mir Gitarre und/oder Boogie nur in einem komplett entseelten Sinn zu tun.

Vergleich das mal, sagen wir, mit Dean Magraw. Der ist technisch ebenso versiert wie Emmanuel, aber das technische Vermögen ist nicht Selbstzweck. Bei ihm geht es tatsächlich um MUSIK und um SOUND, achte mal auf den Wechsel in 0:45. Bei Magraw hört man tatsächlich das Holz der Gitarre, die Hände die die Seiten an den Steg pressen und sie zupfen, und man hört Musik!

@Linus, Deine scheißhumanistische Toleranz ist einfach Mumpitz!

Morph Januar 26, 2013 um 18:21
Linus Januar 26, 2013 um 18:23

@Morph:
Als ob Geschriebenes die Beschreibung von Sprache wäre. Paff!

holger Januar 26, 2013 um 18:33

Morphi

—>>>Das alles ist aber NICHTS wert!”

Du hast echt Ahnung… über Geschmack sabbeln? Höhöhö Lol

Da kommt wieder die überstudierte Hohlbirne…

Tschingdarassa Bumm bumm bumm

holger Januar 26, 2013 um 18:34

Hohlbirne ist aber gut, sondern sehr gut. Sound braucht ja auch einen Hohlkörper…

holger Januar 26, 2013 um 18:37

Kognitive Resonanz :D LOL

Carlos Manoso Januar 26, 2013 um 18:38

@Lina Januar 26, 2013 um 12:27
„Tja……wie ist den so das Mensch-Sein?
Frag SokratesPlatonAristotelesDiogenesEpikurPlotinNietzscheKantSchellingHegelFreudFromm……..blablablablabla
Nein, frag lieber meine 80jährige rheinische Nachbarin Erna, sie hat die universelle Antwort auf alle Fragen:
“Man hat et nicht leicht ”“

Lina, meine Mutter pflegte zu uns Kindern immer zu predigen, der Körper des Menschen sei Verkörperung Gottes. Wenn jeder seinem Körper jeden Tag alles gebe, was der Körper braucht (gesundes Esssen, frische Luft und viel Bewegung), dann gebe es überhaupt keinen Grund, später zu jammern wie ein altes Weib. Für Jammern gebe es nur für Diejenigen Anlass, die ihrem Körper nicht immer alles gegeben haben.

"ruby" Januar 26, 2013 um 18:39

@ Morph

Das Mittelfingertremolo bei 4:44 min ganz schön hart bei dem Griff ;-)

Carlos Manoso Januar 26, 2013 um 18:41

@Treidelstein Januar 25, 2013 um 23:45
„@ Carlos Manoso
Schöne spielerische Schmähkritik. Über sowas freue ich mich, echt. (…) Freilich isses ein bissel hinterfotzig.“

Treidelstein, jetzt mal ganz konkret ! An welchen Stellen und an wen gerichtet erkennst du denn in meinem Beitrag so was wie „Schmähkritik“ ? Doch nicht etwa in meinen Aussagen über „die Deutschen“ ? Dann hättest du ja vermutlich überhaupt nix gecheckt !

Morph Januar 26, 2013 um 18:45

@holger

“Du hast echt Ahnung… über Geschmack sabbeln? Höhöhö Lol”

Du verstehst mal wieder gar nichts. Es geht darum, dass es ein Widerspruch ist, sagen wir, gegen Peer Steinbrück zu wettern und exakt die Attitüde eines Steinbrück nicht zu erkennen, wenn sie sich musikalisch zeigt.

Tommy Emmanuel ist der Peer Steinbrück der Gitarre. Ja, das trifft es.

Morph Januar 26, 2013 um 18:47

@ruby

“Das Mittelfingertremolo bei 4:44 min ganz schön hart bei dem Griff”

Blödsinn, bisschen üben, dann ist das Körperwissen. Aber ich sehe schon, Du kommst gedanklich nur bis zur Technik und Technologie. Habe ich ja vermutet.

holger Januar 26, 2013 um 18:53

Morphi

—>>>Du verstehst mal wieder gar nichts. Es geht darum, dass es ein Widerspruch ist, sagen wir, gegen Peer Steinbrück zu wettern und exakt die Attitüde eines Steinbrück nicht zu erkennen, wenn sie sich musikalisch zeigt.”

Ja, iss ja ok ich nix verstehen. (Trademark von mir) Habe Programm um Sequenzen vergleichen zu können. :D Sabbelt im Fernsäääher wer, kummt Aufnahme und dann werden Frequenzen verglichen. Einfach…

Machst du “Music” mit Computer als Puffer kann man das sehen, oder sogar in Spuren aufteilen…

Auch eine Akustik Guitarre…

"ruby" Januar 26, 2013 um 19:11

@ Morph

hart = Muskel- bzw. Sehnenspannung im Finger – also nicht nur missversprechen/vermuten – wir meinen dasselbe …

“wettern und … nicht zu erkennen …”

Wer sucht hier immer noch die Jukebox von BFM Steinbrück alias Emmanuel ?
Wem kommt es auf die Wirkung an?

Morph Januar 26, 2013 um 19:18

@mailer

hör einfach auf, andere Mitkommentatoren anzupupsen! @topi so zu benennen wie Du das tust, ist einfach scheiße und spricht für einen mordsmäßig verkorksten Charakter! Das habe ich Dir durch andeuten wollen. Ich kann aber auch noch sehr viel deutlicher (und beharrlicher) werden, wenn Du es brauchst!!

Treidelstein Januar 26, 2013 um 19:45

@ Morph – “Dein rationaler Etatismus ist vom nationalen Etatismus eben nur ein einziges, winziges bedeutungsunterscheidendes Merkmal entfernt.”

Darf ich das so verstehen: Wenn eine Fliege auf den Bildschirm gekackt hat, dann kann man statt “rational” versehentlich “national” lesen? Und weil das von gestern ist, schwört man wegen des möglichen Mißverständnisses besser auch gleich Vernunft & Fortschritt ab und akzeptiert ein Oligarchentechnokrateneuropa?

Nein, das überzeugt mich immer noch nicht.

@ Holger – “Die neuen Alüs würden abwerten… macht ja nix… ist ja auch richtig so. Nur die verbrieften Eigendümmsrechte gibts nich mehr wieder.”

Sicher könnte theoretisch das Gebiet der Täterä aus dem Euro austreten und abwerten. Katalonien könnte auch aus Spanien austreten, Piemont, Lombardei & Veneto aus Italien, Nordschweden aus Südschweden, Schottland und Wales aus UK, Flandern aus Belgien etc. … eigentlich könnte auch das Zonenrandgebiet NDS aus dem blaubananigen Südwestkerndeutschland austreten und sich stattdessen der Zone anschließen… und alle könnten sie lustig auf- und abwerten.

Aber… ich sag Dir: Wenn die Täterä wiederkommt, dann ist auf “Eigentumsrechte” von Wessis geschissen. Dann gibt es wieder Kampfgruppen oder Milizen, und dann sollen sie mal ihr Eigentumsrecht an den Wäldern und Seen durchzusetzen versuchen. DANN nämlich geh tatsächlich auch ich noch auf meine alten Tage mit ‘ner Knarre in den Wald…

@ Carlos Manoso

Sollte ich in Deinen betreffenden Kommentar da eine Ironie hineingelesen haben, die gar nicht drin war? Ich fand, das hatte wirklich Esprit, und im Geiste hatte ich applaudiert und Dir ja auch ein Friedensangebot gemacht… und jetzt willst Du mir sagen, daß das alles ganz bitterernst gemeint war?

Übrigens…

Zit. – “meine Mutter pflegte zu uns Kindern immer zu predigen, der Körper des Menschen sei Verkörperung Gottes. Wenn jeder seinem Körper jeden Tag alles gebe, was der Körper braucht (gesundes Esssen, frische Luft und viel Bewegung), dann gebe es überhaupt keinen Grund, später zu jammern wie ein altes Weib. Für Jammern gebe es nur für Diejenigen Anlass, die ihrem Körper nicht immer alles gegeben haben.”

Carlos… wie soll ich es sagen… Es scheint ja… äh… doch ernster zu sein als ich dachte. Das geht jetzt irgendwie über meine Kräfte… und die muß ich aufsparen für die Zeit, wenn die Täterä wiederkommt.

Außerdem… mein Körper braucht gerade was, und getreu Deiner Lehre will ich ihm das auch geben. Soll heißen: Ich steige jetzt herab vom Zauberberg und gehe hier bei uns in der Ebene Wein trinken.

Morph Januar 26, 2013 um 20:28

@Treidelstein

“Nein, das überzeugt mich immer noch nicht.”

Okay, das war natürlich sprachspielerisch argumentiert, insofern: vergiss es! – Aber was ich damit sagen wollte: Die Organisation des Staates hat ihre Legitimität in ihrer Gerechtigkeit gegenüber allen Staatsbürgern; sie hat aber ihre Realität in den nach außen, gegen andere Staatsvölker gerichteten Motiven. Ein gerechter Staat ist denkbar, aber höchst unwahrscheinlich. Kompensiert wird diese Unwahrscheinlichkeit durch Chauvinismus. Das ist nun mal historische Tatsache.

Wir wissen doch alle, was passiert, wenn Gemeinwesen ihr nach innen gerichtetes Gerechtigkeitsversprechen immer schlechter plausibilisieren können. Sie konstruieren äußere Feinde und halten so das Staatsvolk bei der Stange.

Morph Januar 26, 2013 um 20:34

Akustische Gitarre ist ja nun auc ein ziemlich reduziertes Klanggenre und insofern sind die Unterschiede zwischen Musik und unverbindlichem, wenn auch vielleicht virtuosem Geklingel schwieriger zu hören als bei komplexeren Klangkörpern wie Orchestern. Also hier noch mal ein Stück von Magraw, das den Vergleich mit Emmanuels Blues-Vergewaltigung leichter macht:

http://www.youtube.com/watch?v=em3sidJYg6c

Übrigens, @Jackle, habe mich heute in Fleur Earth eingehört. Kannte ich nicht! Großartiger Hinweis, besten Dank!

xefix Januar 26, 2013 um 21:03

@Linus

Mit Nullen und Einsen sein Dasein zu fristen, bedarf einer aussergewöhnlichen Hirnleistung. Das unterscheidet dich.
Eigene Inselbegabung anderen als Manko vorzuhalten, ist typisch
für eine bestimmte Ausprägung von Autismus.

“…Bitte formuliert den Standort eurer Perspektive konkret. Sonst weiss ich nicht, zu welcher Gruppe ihr gehört:…”

0001 0101 1101 1011 1000 0100
verstanden?
Autismus zur Norm erheben ist verfrüht.

“Also: Was bitte soll ein Universität liefern?”

Universitas! was sonst?
https://de.wiktionary.org/wiki/universitas

"ruby" Januar 26, 2013 um 21:08

@ Morph

Obertöne bei 2:50/51 aus dem sliding :-)
und ab 3:20 …
http://www.youtube.com/watch?v=FO12Wz0ycUU
Welches Baujahr hat die Strat?

holger Januar 26, 2013 um 21:37

Morph

https://www.youtube.com/watch?v=1-rHdSWZLpQ

the ecstasy of gold by ennio morricone

holger Januar 26, 2013 um 21:42

Treidel

—>>>Aber… ich sag Dir: Wenn die Täterä wiederkommt, dann ist auf “Eigentumsrechte” von Wessis geschissen. Dann gibt es wieder Kampfgruppen oder Milizen, und dann sollen sie mal ihr Eigentumsrecht an den Wäldern und Seen durchzusetzen versuchen. DANN nämlich geh tatsächlich auch ich noch auf meine alten Tage mit ‘ner Knarre in den Wald…”

Sach ich doch… ich in 15-20 Jahren :D

holger Januar 26, 2013 um 21:49

Morphi

guck dir die Musiker an… sie LEBEN den Sound … Reiss die Boxen auf…

"ruby" Januar 26, 2013 um 21:51

@ holger

hatte vor Jahren beim wgnx gefragt wer überlebte, wenn der Clint nicht getrickst hätte …

kam keine antwort und nun ?

holger Januar 26, 2013 um 21:54
holger Januar 26, 2013 um 21:56

ruby

—>>>kam keine antwort und nun ?”

Und Heute auch nicht… ich habe Keine…

Thor Januar 26, 2013 um 22:17

@Morph
–>Das sagt viel über Dein Selbstbild!

Mag sein, dass dein Fremdbild über mein Selbstbild, negativ ist. Geht mir ja auch so. Ich schreibe und lese hier aber eigentlich um mein “Weltbild” zu justieren.
Dass dein Selbstbild, ebenso wie meines, positiv ist, ist doch völlig normal, wer kann auf Dauer schon mit einem Arschloch im selben Körper leben.
Ich habe mich nur gefragt warum Du hier schreibst? Um die hier angeschnittenen Themen zu diskutieren, wohl kaum?

Hier aber noch ein wenig echte Musik für dich.
https://www.youtube.com/watch?v=6VAkOhXIsI0

MfG

Morph Januar 26, 2013 um 22:41

@Thor

“Ich habe mich nur gefragt warum Du hier schreibst? Um die hier angeschnittenen Themen zu diskutieren, wohl kaum?”

Doch. Und ich find’s unangenehm, wenn die Kommunikationsatmosphäre hier durch Leute wie @mailer so runterkommt, dass kluge und sensible Leute keine Lust mehr haben, ihre Ansichten zur Geltung zu bringen. Ich finde es wirklich sehr aufschlussreich, dass Kommentatoren wie @Thor, @Linus oder auch @snozin, die sonst schnell dabei sind, Attitüden zu kritisieren, den komplett unerträglichen und gedankenlosen Rotz, den @mailer hier seit Wochen Tag für Tag postet, völlig ungerührt hinnehmen.

Aber gut, Geschmäcker sind offenkundig verschieden. Guten Appetit weiterhin! ;-)

"ruby" Januar 26, 2013 um 22:41
Morph Januar 26, 2013 um 22:47

Ach, und @Thor: Ich setze mich ziemlich gern mit Leuten auseinander. Und finde die Lebenszeit zu kurz um sie damit zu vertun, gemeinsam auf irgendwelche imaginierten Gesellschaftsfeinde zu schimpfen. Das ist doch Kinderkram!

Thor Januar 26, 2013 um 22:48

–>Deine Denke ist die strukturelle Voraussetzung für Phänomene wie zu Guttenberg und Schavan.

Übrigens, das ist eine Frechheit, son kleinen “Schlag schräg” hast du m.M nach doch. Du bist doch auch nicht besser als die VTler, du siehst überall Humanisten oder Nazis, anstatt Aliens….

xefix Januar 26, 2013 um 23:18

@Holger
“guck dir die Musiker an… sie LEBEN den Sound … Reiss die Boxen auf…”

Guck+Lausch:
Achte auf die Mimik der Interpreten.
Bedenke die Intention des Schöpfers.
Ignorier gewollte Beeinflussung.
Urteile mild, es sind Schweizer.

Wirbel, Flux, Manie und Esperanto .
https://www.youtube.com/watch?v=QEllLECo4OM

Nimm das anstatt Marschmusik.

Eurocopter über Mali,
luftaufgetankt von märkischen Drohnen,
in urinfarbener Gegenblende
eines zum Amazonasbecken abziehenden Sandsturms.

Timbuktu, die Geschichtsreiche uranlose,
ein GPS-pixel unter anderen Sandburgen,
um AFRICOM die Orientierung
zu Niger zu ermöglichen,
damit sie ihre Geschichtslosigkeit
undokumentiert
als Freiheit für Tuareg
in den losen Blättern der Embedded
zitatdurchdacht als postkoloniale
Freiheit für Nord africom anpreisen.

Nixgegenantroposofus

petervonkloss Januar 27, 2013 um 00:00

Die Music und das Wort zum Sonntag.

Monkey: Journey To The West-Battle In Heaven.

http://www.youtube.com/watch?v=hjc-rMpmCpY

Isis als die „am stärksten von diesem universalistischen Begriff“(des
Polytheismus) geprägte Gottheit und als Inbegriff des Einen hinter allen religiösen
Manifestationen „trifft oder fordert keine Unterscheidung, sie hebt“,
so Assmann, alle Unterscheidungen auf.

Und dann schreibt einer deutscher Theologe folgenden Unsinn:

Alle Utopie, alle – noch so sehr säkularisierte – Eschatologie, sei sie
technologischer oder sozialistischer oder christlich-jüdischer Art, alles
Messianische lebt letztlich von der „Mosaischen Unterscheidung“, die
das Wissen bewahrt, dass das, was ist, nicht per se das ist, was Gott
will.

"ruby" Januar 27, 2013 um 00:32

1. Variante
Clint musste schummeln, denn wenn alle annehmen, dass er der schnellste ist, hätte der hässliche (als langsamster) überlebt. Weil er in aller Ruhe auf Clint hätte schiessen können, da für Clint von dem Bösen die grösste Gefahr ausging.
Clint schiesst auf den Bösen, dieser hofft schneller zu sein. Der hässliche trifft Clint .
2. Variante
Da Clint und der Böse wissen, dass sie nach Variante eins beide tot sein werden, entscheiden sie sich gemeinsam den hässlichen ins Visier zu nehmen.
3. Variante
Da der hässliche die beiden ersten Varianten kennt muss er auf den Bösen schiessen und hoffen, dass Clint ebenfalls so entscheidet.
4. Variante
Clint erschiesst den hässlichen wird aber selbst vom Bösen gekillt.

noch eine Variante vergessen?

Clint hätte ohne Schummel also nur in einer Allianz überlebt…

"ruby" Januar 27, 2013 um 01:01

Nun können die abstrakten Analysierer das Ergebnis der Bundestagswahl analog vorhersagen .

Treidelstein Januar 27, 2013 um 01:52

@ ruby

Hm… ein Spiel… gerade das Richtige…

Man muß das ein bißchen klarer bestimmen: sagen wir, Clint hat gegen den Bösen eine Chance von 90%, der Böse gegen den Häßlichen eine Chance von 90% und Clint gegen den Häßlichen eine Chance von 99%.

Sehen wir es aus der Perspektive des Häßlichen. Er würde in der zweiten Runde gegen beide anderen mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren. Seine mit Abstand beste Chance liegt darin, daß es überhaupt nur eine Runde gibt, sprich: daß der Böse und Clint zunächst aufeinander schießen. Da hier Clint mit 90% Wahrscheinlichkeit gewinnt, ist es für den Häßlichen rational, auf Clint zu schießen.

Dann gehen wir zum Bösen. Der bedenkt das Kalkül des Häßlichen und weiß, daß der Häßliche in der ersten Runde nicht auf ihn schießen wird, in der zweiten Runde aber vermutlich gegen ihn verlieren wird. Also muß er selbst in der ersten Runde auf Clint schießen und für den Fall, daß dieser seinerseits auf ihn schießt, auf seine 10%-Chance hoffen. In der zweiten Runde hätte er dann selbst eine 90%-Chance gegen den Häßlichen.

Für Clint sieht es beschissen aus. Er muß erkennen, daß – wenn seine Gegner richtig kalkulieren – sie in der ersten Runde beide auf ihn schießen werden und seine Chance 0 ist. Er kann einzig darauf hoffen, daß einer seiner Gegner einen Fehler macht und in der ersten Runde nicht auf ihn schießt. In der zweiten Runde wäre dann Clints Chance gegen den Häßlichen besser als gegen den Bösen, also muß er in der ersten Runde auf den Bösen schießen.

Also wenn alle drei richtig kalkulieren, dann schießt Clint auf den Bösen, der Böse auf Clint und der Häßliche auch auf Clint.

Ergebnis: Clint ist auf jeden Fall getroffen. Der Häßliche ist mit einer Chance von 90% der Sieger und Überlebende schon nach der ersten Runde, obwohl er am langsamsten zieht.

Sein Risiko besteht darin, daß der Böse seine 10%-Chance nutzt und Clint niederschießt, aber selbst dann hätte der Häßliche beim zweiten Schußwechsel seinerseits noch eine 10%-Chance gegen den Bösen.

Also bei einer solchen Verteilung der Chancen und jeweils richtigem Kalkül ist die Überlebenswahrscheinlichkeit von Clint 0, vom Bösen 9% und vom Häßlichen 91%.

Der beste Schütze bleibt mit großer Sicherheit auf der Strecke, während der schlechteste die beste Überlebenschance hat. Die Überlebenschance des schlechtesten Schützen dürfte übrigens sogar umso größer werden, je größer die Unterschiede zwischen den Schützen sind.

Stelle diese Lösung zur Kritik… vielleicht habe ich einen Denkfehler drin…

…aber bitte jetzt nicht mit Einwänden kommen wie: Da muß es immer Beschiß geben, und vielleicht machen zwei ja gemeinsame Sache, und überhaupt sollte am besten nicht geschossen werden…

Falls alles richtig und kein Denkfehler drin ist, dann wäre das eigentlich ein richtig schönes Paradoxon.

"ruby" Januar 27, 2013 um 01:59

@ Treidelstein

Denke you got it exactly – habe das versucht so zu beschreiben.

Treidelstein Januar 27, 2013 um 02:21

@ ruby

Ja, schon klar… wollte nur schnell noch die Gelegenheit nutzen, es etwas ausführlicher zu begründen… damit es dereinst nicht als Ruby-Paradoxon, sondern als Treidelstein-Paradoxon bekannt wird… Klingt doch irgendwie auch besser, oder?

Nun aber bin ich weg.

Treidelstein Januar 27, 2013 um 02:31

…äh… halt, nein…

SCHÜTZE-ARSCH-PARADOXON… so soll es heißen

"ruby" Januar 27, 2013 um 02:34

Absolut !

Linus Januar 27, 2013 um 08:00

@Morph:
“Doch. Und ich find’s unangenehm, wenn die Kommunikationsatmosphäre hier durch Leute wie @mailer so runterkommt, dass kluge und sensible Leute keine Lust mehr haben, ihre Ansichten zur Geltung zu bringen. Ich finde es wirklich sehr aufschlussreich, dass Kommentatoren wie @Thor, @Linus oder auch @snozin, die sonst schnell dabei sind, Attitüden zu kritisieren, den komplett unerträglichen und gedankenlosen Rotz, den @mailer hier seit Wochen Tag für Tag postet, völlig ungerührt hinnehmen.”

Ich finde es umgekehrt erstaunlich, dass du meinst den Blogwart herauskehren zu müssen. Das waren jetzt drei in einem Aufwasch, holger, mailer, ruby, die anderen Seitenhiebe (@’s) nicht mitgezählt.

Einerseits hast du in vieler Beziehung recht. Andererseits gibst du hier häufig selbst das ‘Arschloch’. Dein typisches Rezept der Aufmerksamkeits-Ökonomie: Ein oder mehrere gehaltvolle Absätze – und dann ein Schlusssatz mit Invektiven, Indirektiven und pauschalen Diffamierungen, dass es nur so kracht – wo doch eine persönliche Kommunikation hier sowieso nicht möglich ist!?.
Die gehaltvollen Absätze retten dich. Andernfalls würdest du hier ebenfalls mit Nichtachtung gestraft.

Diese Strategie der Nichtachtung ist sinnig und etabliert, wenn auch keineswegs zwingend. Du hast hier gerade die Ausnahme von der Regel vollzogen. Das ist dein gutes Recht und auch nicht schlecht, aber erwarte nicht, dass dir alle beispringen.

Was nun mailer anbetrifft, so ist da noch vieles verbesserungswürdig. Ich bin mir sicher, er versteht das Schweigen.

In Summe: Das Betteln um Aufmerksamkeit ist halt generell eine problematische Attitüde.

Linus Januar 27, 2013 um 09:00

@Ballerspiel:
Die Chance, den anderen umzulegen, ist für denjenigen, auf den nicht gezielt wird, seinerseits 100%.

Also gibt es folgende wahrscheinlichste(!) Variante:
Clint -> Böse -> Hässlich -> Clint
Clint zieht aber schneller als der Böse, dieser kommt also nicht mehr dazu, den Hässlichen zu erschiessen, der daher seinerseits Clint erfolgreich erschiessen kann.
100$ für den Hässlichen also? Nein! Denn Clint wartet, bis der Böse den Hässlichen erschossen hat, und hat dann immer noch Zeit den Bösen erschiessen.
Der Böse ist aber seinerseits nicht blöd und wartet, bis der Hässliche Clint erschossen hat.
Der Hässliche aber steckt seine Knarre wieder ein, weil er andernfalls erschossen würde. So kommen alle heil davon.

Nennt sich Gleichgewicht des Schreckens, glaube ich ;-)

Huuh Januar 27, 2013 um 09:25

@ petervonkloss Januar 27, 2013 um 00:00

00:00 Uhr !!!

HUUH

(von Gespenst zu Gespenst)

holger Januar 27, 2013 um 09:38

ruby Treidel

—>>>Clint hätte ohne Schummel also nur in einer Allianz überlebt…”

Habe das verstanden. Ist ja das typische Dreiecksverhältnis. Kann man auch mit Pythagoras machen

3² (9) Häss + 4² (16) Bös = 5² (25) Clint

Dh Clint kann weder den Häss noch den Bös killen. Killt Clint den Bös dann 9 = 25 -16 also 9=9 Killt Clint den Häss dann 16=25-9 also 16=16

Also bleibt der Häss dann Situation 9 weniger Gefährlich und bleibt der Bös dann Situation 16 mehr Gefährlich aus Clint seiner Sicht. Also müsste Clint erst den gefährlicheren Rauspicken, um die Situation weniger Gefährlich zu machen.

Nun liegt es an Clint, was er über die Schießkünste vom Häss so denkt. Oder was sein Schatten so sagt. Also die Tagesform.

Der Häss kann normalerweise gar nix machen, er kann nur reagieren. Und muss auch noch Glück haben zu Treffen. Also das Spiel wird nur von Bös und Clint geleitet werden.

Und nun muss nur einer von den Beiden erkennen, dass der Häss (also wenn er trifft) als Einziger überlebt.

Da der Häss sich gegenüber dem Bös mehr Chancen ausrechnet, als gegen Clint und der Bös sich mehr Chancen gegen den Häss erhofft als gegen Clint, ist es für Clint einfach.

Und somit musste auch gar keine Allianz geschaffen werden. Die ergab sich von selber. Weder musste sich Clint auf den einen noch auf den anderen einlassen.

Die einzige Allianz die entstehen könnte, wäre Häss&Bös… aber in dem Fall ist eben zu sehen, dass Häss als einziger überlebt könnte und Bös weiß das Clint ihn als ersten niedermäht. Darauf steht Bös aber auch nicht und geht diese Allianz nicht ein.

Ergo der Winner steht von Anfang an fest. Auch ganz ohne List.

peewit Januar 27, 2013 um 10:05

@Clint etc.

Es handelt sich um ein sogenanntes ‘Truel’. Was die Mathematik dazu sagt, findet man hier:
http://econ.as.nyu.edu/docs/IO/9382/RR97-05.PDF

Vielleicht auch ganz hübsch hierzu die von George Gamow überlieferte Anekdote:
http://www.mpg.de/597521/pressemitteilung20100202?filter_order=LT&research_topic=KG-KF

holger Januar 27, 2013 um 10:08

Aber weil es so schön ist:

Hier das Finale in englisch https://www.youtube.com/watch?v=XP9cfQx2OZY

:D

holger Januar 27, 2013 um 10:45

Auf die “Gesellschaft” übertragen bedeutet das:

Es gibt nur zwei mögliche Winner: A) der “Hässliche” oder B) der “Gute”. Oder anders gesagt Unterschicht oder Oberschicht.

Die in der Mitte verlieren das Spiel immer.

Das heißt A muss man schwächen um B in Ruhe erschießen zu können.

Linus Januar 27, 2013 um 11:14

“two kinds of people” von Clint vs. “two kinds of people” von Lao-Tse.
Mein Google liefert dafür 225’000’000 Ergebnisse. Inzwischen ist das ja personalisiert, kann also auch an mir liegen.

Morph Januar 27, 2013 um 11:31

@Linus

Es würde mich wundern, wenn Du mir auch nur eine einzige Verächtlichmachung eines Mitkommentators nachweisen könntest, die nicht Gleiches mit Gleichem vergilt. Wenn hier Mitkommentatoren andere Mitkommentatoren, oder, was häufiger passiert, bestimmte öffentliche Personen oder Personengruppen als böse, krank und/oder dumm diffamieren, dann kehre ich das ‘Arschloch’ heraus, in der Tat. Denn die Diffamierung von Personen ist das Grundübel der Gesellschaft, dass jederzeit und jedenorts erfolgreich bekämpft werden kann, indem man den Teufel mit dem Beelzebub austreibt und die Diffamierer derart drastisch das Diffamieren vergällt, dass sie aufhören zu diffamieren.

Und im selben Aufwasch sollte man, finde ich, auch gleich diese dumpfbackige Toleranz bekämpfen, die das kompensatorische Gepöbel der Ressentimentalen für eine legitime Meinungsäußerung hält.

Linus Januar 27, 2013 um 11:41

@Morph:
“auch gleich diese dumpfbackige Toleranz bekämpfen, die das kompensatorische Gepöbel der Ressentimentalen für eine legitime Meinungsäußerung hält.”

Soso, ich bin also eine tolerante Dumpfbacke. Nicht doch, das ging ja gar nicht an mich! Wem schreibst du da eigentlich?
Und damit is auch wieder gut ….

holger Januar 27, 2013 um 12:02

Also der Diffamierer diffamiert, damit der dann Diffamierte zum Diffamierer wird, um den Diffamierer zu diffamieren…

um gleichzeitig die “dumpfbackige Toleranz zu bekämpfen” indem er das “Arschloch” kehrt…

LOL :D Great Solution Auge um Auge Zahn um Zahn…

holger Januar 27, 2013 um 12:15

—>>>Steht so in der Bibel. Odda?”

Och, da stehen noch mehr Anleitungen betrifft aber nicht nur die Bibel. :D Je nachdem welchen Buch man verfallen ist, kann die Auseinandersetzung so oder so zum Tod führen. Ist halt so ne Sache, wenn der eine Ungläubige dem anderen Ungläubigen vorwirft, er der Andere wäre der schändliche Ungläubige. Was soll da bloß rauskommen?

Linus Januar 27, 2013 um 12:18

@holger:
“Was soll da bloß rauskommen?”
77 Jungfrauen oder so ähnlich …

@peewit: Danke für den Link. Vielleicht kann ich’s nochmal brauchen …

- Supravision2013 - Januar 27, 2013 um 13:03

“Es würde mich wundern, wenn Du mir auch nur eine einzige Verächtlichmachung eines Mitkommentators nachweisen könntest, die nicht Gleiches mit Gleichem vergilt. ”

===> … das Gegenteil ist die Wahrheit. Und alle wißßen ett. ich behaupte … – am Ende sogar – … Du selbst.

===> … du diskredikrimifizierst halt net durch offene, umgangsprachlische Wortwahl … sondern durch (pseudo-)-intullektuelle Semantik. Den Instrumentenkoffer der Eristischen Dialektik hattu immer dabei. Das ist aber auch das einzige.

===> … dabei herausragst du durch deine ganz eig’ne Abwertungssprache. ZB jüngst die Verächtlichmachung durch die Begriffswahl “Unterprivilegierte”. Das ist @morphs (hochgrad-)verräterische … Lingua Quattuor Imperii (LQI) … die Sprache der politisch-kärchergereinigten, saucialdemokratisch-korrekten … “Moderne” … (die ja niemand bestellt hat … außßer den Hochfinanz- & Bilderbergernazifaschistenmafiosi, die die Völker der Welt versklaven möschten).

“dann kehre ich das ‘Arschloch’ heraus, in der Tat.”

===> … manchereiner … mußß dazu gar net viel machen. Nur den Mund auf.

“Denn die Diffamierung von Personen ist das Grundübel der Gesellschaft, dass jederzeit und jedenorts erfolgreich bekämpft werden kann, indem man den Teufel mit dem Beelzebub austreibt und die Diffamierer derart drastisch das Diffamieren vergällt, dass sie aufhören zu diffamieren.”

===> … so intelligent wie du bist … glaubst du das womöglisch sogar.

“Wenn hier Mitkommentatoren andere Mitkommentatoren, oder, was häufiger passiert, bestimmte öffentliche Personen oder Personengruppen als böse, krank und/oder dumm diffamieren, …”

===> … der EURO … ist die Einführung des Euro 1998 … als Politisches Projekt … jetzt böse, krank und/oder dumm … von bestimmte öffentliche Personen … gewesen? … erklär’s uns doch, @morphi-baby!

===> … die LOVEPARADE 2010 … ist die LOVEPARADE 2010 … als Politisches Projekt … jetzt böse, krank und/oder dumm … von bestimmte öffentliche Personen … gewesen? … erklär’s uns doch, @morphi-baby!

===> … das AUSCHWITZ … ist das AUSCHWITZ … als Politisches Projekt … jetzt böse, krank und/oder dumm … von bestimmte öffentliche Personen … gewesen? … erklär’s uns doch, @morphi-baby!

===> … generell @morphi: … belebe deine pathologich selbstreferentielle Idiosynkratie in luhmanesker Krudenthesenform … mit case-studies … from outer real life …

“Vielleicht als Tipp: Meide den Alkohol und versuch’s mal mit etwas Sport!”
——————-

===> … kurze Bildersuche auf gooogle offenbart, daßß @Du selbst gut & gerne ~25kg Babyspeck mit Dir rumschleppst …

===> … Du bist & bleibst der ungekrönte Könisch … der Blender!! … ich attestiere Dir obendrein-nochdazu … einen krankhaften Zwang zur Blenderei (inkl. Selbstverblendung).

==> … das ist in der Tat eine Charakterfrage. Aber … inwieweit&inwieferne … sind die Sterblinge Herr über sisch selbst? … der Charakter des Sterblings … wird in den ersten 7 Jahren geprägt – dursch die Mutter. Da kannst Du Dich beschweren, falls ett not tut. Helfen wird Dir niemand … (mehr können).

gW Januar 27, 2013 um 13:08

@Waschbär
Eigentlich ist niemand böse. Schlechte Handlungen wie z.B. Raub, Mord oder Diffamierungen werden entweder in einer Art Selbstvergessenheit gegenüber der eigenen wahren neutralen oder guten Natur bzw. aus einem Irrtum heraus ausgeübt, oder wenn es tatsächlich das Böse gäbe, würde dieses ja nur seiner Natur entprechend handeln. Könnte also gar nicht anders und wäre somit auch nicht böse, sondern unschuldig.

Aber man wird ja noch Meinungsfreiheit als Meinungsfreiheit, Raub als Raub und auf höchst komplott-verdächtige Umstände wie die Bilderberger-Treffen z.B. als höchst komplott-verdächtige Umstände und Familienwappen (Joseph Fischer) als Familienwappen bezeichen dürfen odda?

und tschüss.

Morph Januar 27, 2013 um 13:32

@HG

Yep, Frontenklärung ist immer gut! Von mir aus kannst Du mir Deinesgleichen weiter den Mythos einer verantwortlichen Personengruppe bekakeln und im ressentimentalen Geschwätz Entlastung suchen.

In Blogdiskussionen könnte man wirklich so etwas wie ein gegenwartsdiagnostisches Mosaik erarbeiten. Nach meiner Wahrnehmung wird das durch so selbstgefällige Perspektiven wie Deiner: Da oben sind die bösen Monsterverbrecher, da unten sind die dummen sheeples; und Du stilisierst Dich als der Verrückte (= Kranke/Geniale), der in seiner Verrücktheit das Verrückte erkennen kann.

Ich finde das ja sehr unterhaltsam, das ist auf jeden Fall eine ganz andere Liga als @mailer.

Aber es entmutigt wirklich überlegte, abgewogene, selbstskeptische Sachbeiträge. Und das finde ich schade, denn es gint ja in den Texten von Frank und Hans und in vielen Kommentaren durchaus die Bereitschaft zu einer solchen Diskussion.

Aber ich sehe schon: Die Stimmung geht eher dahin, dass der Unsinn, das kompensatorische Diffamieren von Personengruppen und das selbstgefällige Sich-auf-die-Seite-der-Guten-Platzieren als unproblematisch empfunden wird.

Schatten Schumpeters Januar 27, 2013 um 13:34

Sicherlich kann @Morph auf meine Unterstützung lässig verzichten, aber ganz sicher ist er eine der ganz großen Bereicherungen der Kommentarspalten dieses Blogs!

Und das müssen sich @Morphs Kritiker schon fragen lassen: Was ist ihr Pionierunternehmertum unter den Meinungen? Was ist die Bereicherung? @Halbgott und @Keynesianer nehme ich hier mal ausdrücklich aus.

Es sind überhaupt Stimmen, die diesen Blog so lesenswert machen: auch @Carlos Manoso und der geduldige @topi – die nicht den ganzen Tag nur so Zeugs von sich geben.

(Nun lehnen die von mit erwähnten @Nicks sich untereinander genug ab, um jeder Seite als Vorbild zu dienen.)

Carlos Manoso Januar 27, 2013 um 13:35

@Treidelstein Januar 26, 2013 um 19:45
Aber… ich sag Dir: Wenn die Täterä wiederkommt, dann ist auf “Eigentumsrechte” von Wessis geschissen. Dann gibt es wieder Kampfgruppen oder Milizen, und dann sollen sie mal ihr Eigentumsrecht an den Wäldern und Seen durchzusetzen versuchen. DANN nämlich geh tatsächlich auch ich noch auf meine alten Tage mit ‘ner Knarre in den Wald… (…)
Übrigens…
Zit. – “meine Mutter pflegte zu uns Kindern immer zu predigen, der Körper des Menschen sei Verkörperung Gottes. Wenn jeder seinem Körper jeden Tag alles gebe, was der Körper braucht (gesundes Esssen, frische Luft und viel Bewegung), dann gebe es überhaupt keinen Grund, später zu jammern wie ein altes Weib. Für Jammern gebe es nur für Diejenigen Anlass, die ihrem Körper nicht immer alles gegeben haben.”
Carlos… wie soll ich es sagen… Es scheint ja… äh… doch ernster zu sein als ich dachte. Das geht jetzt irgendwie über meine Kräfte… und die muß ich aufsparen für die Zeit, wenn die Täterä wiederkommt.“

Treidelsstein, wiesaussieht bekommst du grade eine deutsche braune Hitzewallung. Dann jammern „die Deutschen“ gern wie alte Weiber und sabbern auf imaginäre längst vergangene Hitzewallungen wie die vergangene Tätera.

„Außerdem… mein Körper braucht gerade was, und getreu Deiner Lehre will ich ihm das auch geben. Soll heißen: Ich steige jetzt herab vom Zauberberg und gehe hier bei uns in der Ebene Wein trinken.“

Treidelsstein, Wein (trocken) is ok. Aber denke „in der Ebene“ dran: Schweinefleisch, Hummer, Krabbe, Flusskrebse, Muscheln etc,. jedes Tier oder Wesen, das ein Aasfresser ist, steht auf der Menüliste des Teufels ganz oben.

Schatten Schumpeters Januar 27, 2013 um 13:36

BTW

Schade, dass @froz nicht hierher gefunden hat, auch nicht unter anderem @Nick. Der konnte so gut monologische Ergüsse und bioelektrische Entladungen in Diskussionen verwandeln.

holger Januar 27, 2013 um 13:50

Schatten

—>>> Was ist die Bereicherung? ”

Ganz einfach: Das tutti frutti hier… :D

Wenn man sich nur bestätigt sehen möchte, gibts andere Blogs. Wo alle Ja und Amen dem heiligen “Marx” entgegen bringen… oder wenn man auf Gold steht besucht man eben Blogs, wo sich die Dämlichkeit der Bugs selber bestätigen muss.

Also einen Club wo Friede & Freude überwiegen.

Hier bekommt man aus allen Richtungen Informationen (Links) entweder man kann sie für sich Nutzen oder eben auch nicht.

Das ist das Erbe vom WGNX :D

der Herr Karl Januar 27, 2013 um 14:07

@holger
“Wenn man sich nur bestätigt sehen möchte, gibts andere Blogs. Wo alle Ja und Amen dem heiligen “Marx” entgegen bringen…”

Das hast du nun aber schön gesagt!
Kritik zulassen und überdenken und ggf. kontern; manchmal kann man sogar was lernen…

topi Januar 27, 2013 um 14:22

Schatten

“Schade, dass @froz nicht hierher gefunden hat, auch nicht unter anderem @Nick. Der konnte so gut monologische Ergüsse und bioelektrische Entladungen in Diskussionen verwandeln.”

Echt nicht?
Und ich war mir zunehmend sicherer, dass er hat?

Morph Januar 27, 2013 um 15:07

@mailer

Leider gibt’s für den deprimierendsten, weil uninformativsten, rhetorisch plattesten und übelmütigsten Kommentatoren keinen Preis, sonst würdest Du in Deiner armseligen Existenz EINMAL eine Anerkennung bekommen.

Morph Januar 27, 2013 um 15:14

Naja, @Linus hat schon Recht, wenn Frank und Hans den @mailer nicht rausschmeißen und die anderen Mitkommentatoren so einen peinlich-hartnäckigen Troll wie @mailer hinzunehmen bereit, bin natürlich ich derjenige, der sich im Irrtum befindet.

Also, @mailer, ganz wie @Linus schon @ruby und seine Musikverlinkerei ermutigt hat: Weitermachen!

enrico Januar 27, 2013 um 15:21

wollte gerade vorschlagen, statt einem Comedy-blog doch etwas mit guter Küche zu bringen. Mit Austausch von leckeren Rezepten im Kommentariat und so. Aber das verträgt sich jetzt wohl kaum mit dem Stichwort Niedersachsen.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 16:06

Wer hat Interesse an solchen Rezepten, mailer?

"ruby" Januar 27, 2013 um 16:29

A=Clint=CDU
B=Bad=SPD
C=Ugli=FDP
D=Grüne
E=Linke

Wenn D und E für ein Truel sorgen und Steinbrück an Merkel nicht herankommt geht die Wahl an welche Koalition?
oder schaffen B und D ein Fouruel ?
Kann der Steinbrück den Weil bzw. Macallister ?
Fragen für die SPD-Klausur.
Kann die A+C Allianz perfekt antzipieren?
Risiko !

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 16:32

Mailer

Das kann ich nicht beurteilen, nur am Ende wird nur mein Interesse entscheidend sein. Denke, wir haben uns verstanden.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 16:36

Hier gibt es keinen Blogwart, sondern nur die rechtliche Verantwortung für den Verlauf der Debatte. Die habe ich. Das bitte ich zu respektieren. Ansonsten können Blogs auch misslungene Kommunikation dokumentieren. Aber da sind wir mittlerweile selbst dann zu seriös, wenn sie nach unseren Kriterien mißlingt. Das ist ein Ergebnis der Beobachtungen der letzten Tage, wenn ich die Debatten außerhlab des blogs so verfolge.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 16:37

mailer

Du bist nicht so, wie Dein letzter Kommentar es vermuten ließe.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 16:44

Mailer

Mir ist das ziemlich egal, ob Du mich für glaubwürdig hälst. Deshalb lösche ich jetzt den vorletzten Kommentar – nicht.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 16:56

mailer

Deine Selbstauskünfte sind durchaus informativ. Das Interessante an manchen Leuten ist, dass sie mit Kommentaren, die nicht der inhaltlichen Debatte dienen, nichts über andere Leute aussagen, sondern nur über sich selbst. Das hat morph etwa schon tausendmal versucht zu erklären. Aber ist wohl zu schwierig, um das zu verstehen … .

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 17:06

Mailer

Du hast Eheprobleme? Nun die interessieren mich auch nicht.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 17:14

mailer

Deshalb habe ich ja auch nicht alles gelöscht, was Du geschrieben hast. Hätte man bemerken können … . Der Hinweis sollte nur deutlich machen, dass ich keine Lust habe, hier jenseits dieser rechtlichen Verantwortung nach inhaltlichen Kriterien die Debatte durch Löschen zu beeinflussen. Es bleibt mir also nur die Hoffnung darauf, dass das jeder respektiert – und sich selbst überlegt, wie er zu einer sinnvollen Diskssion beitragen kann. Also keine Debattenbeiträge zu schreiben, die kein anderes Ziel haben, als andere Kommentatoren persönlich zu treffen. Du neigst manchmal dazu, das ist auch mein Eindruck. Und wie soll ich das ändern, wenn ich nicht löschen will? Wohl nur an Dich appellieren. Was ich hiermit getan habe.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 17:18

Mailer

Für mich ist diese Debatte beendet.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 17:23

morph, mailer

Und um die Debatte wieder auf die sachliche Ebene zurückzubringen, habe ich jetzt auch den letzten Kommentar von morph gelöscht. Ich hoffe, dass wir jetzt nicht mehr über Blödheit diskutieren müssen … .

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 17:25

mailer

Das kann ich jetzt stehen lassen … . Und ich will weder glaubwürdig sein, noch etwas beweisen. Ich habe keine Lust mehr auf diesen Unfug.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 17:46

Mailer

Nur als Hinweis. Ich lösche nur, markiere nicht als spam.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 17:56

Jetzt markiere ich auch als Spam … .

JOjO Januar 27, 2013 um 18:00

Die NDS-Wahl war spannender.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 18:01

Jojo

Ohne Zweifel.

JOjO Januar 27, 2013 um 18:03

Da wurde nicht gelöscht – da wurde nur beschissen.
Zweifelsohne.

JOjO Januar 27, 2013 um 18:05

“Jetzt markiere ich auch als Spam .”

Ein feinerDdeutsch für einen Journalisten, der gelesen werden will.

:-)

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 18:08

Jojo

Das wäre nun wieder eine unzulässige Verkürzung. Kann nur Zastrows Kommentar in der heutigen FAS empfehlen. Beschäftigt sich mit der Frage, ob es eine Zweitstimmenkampage der CDU gegeben hatte und stellt fest, dass es sie nicht gab. Die Kampagne lief über die Medien mit ihrer Voraussage eines knappen Ergebnisses.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 18:09

Jojo

Ja eben.

der Herr Karl Januar 27, 2013 um 18:48

Eine Beileidigung geht ja noch, kann ja mal erheiternd sein. Aber fortgesetzte Beileidigungen auf Schnuller-Niveau würde ich auch löschen. Sogar ohne Begründung. Spart Platz und Nerven.

Brüderle Januar 27, 2013 um 18:50

Denn die Diffamierung von Personen ist das Grundübel der Gesellschaft, dass jederzeit und jedenorts erfolgreich bekämpft werden kann, indem man den Teufel mit dem Beelzebub austreibt und die Diffamierer derart drastisch das Diffamieren vergällt, dass sie aufhören zu diffamieren.

Da hört die Toleranz auf. Auch bei den Liberalen!!!

Brüderle Januar 27, 2013 um 18:50

Kann jetzt gelöscht werden.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2013 um 18:56

Ein Brüderle darf bleiben. War ja so schweigsam in den letzten Tagen … . Außerdem wird hier deutlich, dass offensichtlich selbst das Diffamieren nicht mehr so einfach festzustellen ist, wenn alle Äußerungen wechselseitig als Diffamierung interpretiert werden.

Solche Diskurse sind nur für die interessant, die sich daran nicht selbst beteiligen, sondern sich auf die Beobachtung beschränken. Was in dem Fall Brüderle den meisten Akteuren schwer gefallen ist, wie wir erlebt haben.

holger Januar 27, 2013 um 19:18

Stimmt Brüderle der Berlustconi der Teutonen… LOL

Morph Januar 27, 2013 um 19:31

zum Thema Brüderle hat heute in der FAS Claudius Seidl eine hervorragende Analyse geliefert: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/sexismus-debatte-prueder-in-waffen-12040794.html

Zum Thema Diffamierung: Man sollte m.E. unterscheiden können zwischen der (von mir aus scharf formulierten) Kritik an Ideologien und der Diffamierung von Personen und Personengruppen. Wer das nicht kann, hat ein Problem, weil er sich u.U. diffamiert findet, wo eine ideologische Haltung abschätzig beurteilt wurde. Oder Personen verunglimpft, wo es notwendig wäre, die törichten Schlussfolgerungen einer bestimmten Ideologie näher zu beschreiben. Auch wenn es da eine Grauzone gibt, diese Unterscheidung ist möglich und sollte geübt werden. Denn ohne sie ist eine politische bzw. gesellschaftkritische Debatte unmöglich!

Und natürlich hört die Toleranz auf, wenn Personen oder Personengruppen verächtlich gemacht werden! Das muss die Geschäftsgrundlage jeder Debatte sein! Denn sonst könnte man sich das Palaver ja sparen und gleich zu den Waffen greifen.

holger Januar 27, 2013 um 19:34

Morph

—>>>Und natürlich hört die Toleranz auf, wenn Personen oder Personengruppen verächtlich gemacht werden! Das muss die Geschäftsgrundlage jeder Debatte sein! Denn sonst könnte man sich das Palaver ja sparen und gleich zu den Waffen greifen.”

Ich halte das von Dir Vorgetragene mittlerweile für eine Verarschung hoch X.

Frag den Wuff oder die Bett-Ina

Brüderle Januar 27, 2013 um 19:38

@fl

Dieser Block hat schon immer davon gelebt, dass hier so ganz unterschiedliche Menschen schreiben. Das war nicht immer einfach. Auch für die, die hier schreiben und lesen. Denn unter den, ach, so nüchtern wirkenden Kundtuungen der Kommentare verbergen sich dann halt doch die eine oder andere leidenschaftliche Natur. Habe jetzt aber leider keine Zeit dies weiter auszuführen, denn ich muss noch mal an der Tür nebenan klopfen gehen. ;-)

Morph Januar 27, 2013 um 19:47

@Holger

“Ich halte das von Dir Vorgetragene mittlerweile für eine Verarschung hoch X.”

Sag mir was Neues!

Mich interessieren eigentlich nicht so sehr die Überzeugungen der lieben Mitkommentatoren, sondern wie sie die Gründe für ihre Überzeugungen beschreiben.

Denn die Qualität einer Überzeugung steht und fällt mit der Qualität ihrer Begründung. Eine schlecht begründete Überzeugung ist nämlich im Grunde gar keine, sondern nur undurchdachtes Blabla ohne weitere Verhaltensrelevanz.

Insofern: Was meinst Du mit ‘Verarsche’ und wie kommst Du darauf?

Morph Januar 27, 2013 um 19:56

Sehr treffend übrigens in den Kommentaren zum Seidl-Artikel ein Kommentator Wilhelm Arnold, der schreibt: “Sexismus sells!”

Besser noch wäre: Sex(ismus) sells! Damit wäre die Medienlogik auf die bündigste Formel gebracht. Unter dieser Formel ließe sich eine ganze Kulturgeschichte der Jahrtausendwende schreiben, welche die elende Pornographisierung und die ebenso elende sexual correctness erstmals in ihrem soioökonomischen Zusammenhang auf den Begriff brächte.

Tja, ein solches Projekt kann man leider nicht bei der DFG beantragen. Zu schade!

holger Januar 27, 2013 um 20:01

Morph

ich will Dich nicht Missionieren (Überzeugen) warum sollte ich mir die Mühe machen?

19:31 sagt doch alles aus!

Das ist ja keine Brotlose Kunst. Nur wer einigermaßen in Rhetorik mal aufgepasst hat, kommt sich eben ein wenig verarscht vor. Ich mein das Spielchen kannste ja meinetwegen mit den dümmsten der Dümmsten aufziehen. Und dann sprichst du von Niveau?

kadjfk Januar 27, 2013 um 20:06

@Morph
Das Thema sollte Dir aus dem Uni Betrieb bekannt sein.

Natürlich hat dies zwei Seiten. Solange die Begünstigten davon profitieren, schweigen sie. Ähnlich wie Korruption (Faktor Geld) ist es wohl das, was die Welt bewegt. Oder hattest Du vermutet im Kapitalismus ginge es nur um die Symbolik der Zahlen?

Morph Januar 27, 2013 um 20:12

@Holger

no prob

Fühl Dich halt verarscht, wenn’s Dir gefällt! War aber nicht meine Absicht und ich Blödi sehe halt die Verarschungslogik nicht. Insofern, wie gesagt, kann ich damit nichts anfangen.

Schatten der Alten Schule Januar 27, 2013 um 20:13

@Brüderle

Das was mir zuerst einfiel, war, dass man Frauen lieber Komplimente machen sollte, wenn sie sich (Äußerlichkeiten!) hübsch zurecht gemacht haben – denn sonst kann es einsam werden…

Dann dachte ich, Mensch, der Brüderle, hätte es nicht gereicht, sie hätte den Viagra-Casanova mit “Opachen, reg Dich nicht so auf; das Herz…” abgefertigt?

Und dann: Brüderle ist ja in der FDP! Zumindest wäre es also nicht überraschend, wenn Mr. Handkuss nur so charmant gegenüber Frauen tut, ganz alte Schule, ein warmes Brüderle. @Zensor: Ist ja wohl keine Beleidigung heutzutage mehr, so eine Vermutung, oder? Wenn doch, möchte ich mich ausdrücklich dafür entschuldigen.

holger Januar 27, 2013 um 20:15

Morphi

—>>>Fühl Dich halt verarscht, wenn’s Dir gefällt!”

LOL :D Du kannst es aber auch nicht lassen. Die Versuchung ist immer noch größer als der Verstand.

Schatten des Gaydar Januar 27, 2013 um 21:59

Ich habe eben noch mal nach @Brüderle Google Pictures durchforstet – also Fingerlänge, Scheitel und so – scheint eher hetero zu sein, der Gute.

Na ja, Gender ist ja sozial konstruiert :-)

Wilma Januar 27, 2013 um 22:14

Brüderle, eher so ein Vorstadtcasanova.

Da war wohl der Schröder bei der Doris nicht ganz so plump.
Und der Willy wird auch mehr Charme gehabt haben.

Wilma Januar 27, 2013 um 22:36

ups – ist ja gerade Thema bei Jauch.
Schalt ich normal nicht mehr hin.

Treidelstein Januar 27, 2013 um 22:44

Ah… Vollmond-Nachwirkungen allüberall…

@ peewit

Auch meinerseits vielen Dank für den Link. War ja zu vermuten, daß das Feld schon ausführlich beackert wurde. Schade, daß sich der Ausdruck “Schütze-Arsch-Paradoxon” nun wohl doch nicht etablieren läßt.

@ Carlos Manoso – “…braune Hitzewallung…”

Nein, Carlos, also das ist jetzt… äh… verbale Andouillette… Da kann ich nur sagen: Dieser Argumentbestandteil wird vom Empfänger nicht quittiert, sondern muß an den Absender zurückgehen. Aber ich will mich darüber hinaus nicht weiter beklagen, das Niveau ist hier heute ja offensichtlich eh sowas von im Arsch…

Und die Sache mit der “Täterä” und so… ist einfach eine Art Running gag in einer Diskursnische von Holger, topi und mir…

Zit. – “Wein (trocken) is ok. Aber denke „in der Ebene“ dran: Schweinefleisch, Hummer, Krabbe, Flusskrebse, Muscheln etc,. jedes Tier oder Wesen, das ein Aasfresser ist, steht auf der Menüliste des Teufels ganz oben.”

Hm… hm… Also gerade die Gerichte mit Meeresfrüchten sind ein großes Plus der französischen Küche, finde ich. Es ist irritierend, daß das jetzt auch nicht sein soll.

Ist Tintenfisch auch des Teufels? – Tintenfisch, Carlos, ich sage Dir… die Welt wäre gewiß besser, wenn mehr Tintenfisch gegessen würde. Außer vielleicht für die Tintenfische. Leider gibt es ihn hierzulande meist nur so als frittierte Ringe, die wie ein Konversionsprodukt der Leunawerke wirken. In Frankreich versteht man ihn m.E. besser zuzubereiten.

Jemand schrieb, es sollten Rezepte verlinkt werden. Bitte:

http://recettes.de/seiches/2

Nun ist mein Französisch leider unter aller Sau, fast so wie der heutige Blogdiskurs… aber zu passiver Rezept-Rezeption sollte es gerade noch langen.

Und das Schweinefleisch… also ich verstehe Deine Bedenken zum Teil… Das Schwein ist ein sensibles Tier, und man sollte es nicht in großer Menge gedankenlos in sich hineinfressen. Früher im Osten hatte jede Schulklasse eine sogenannte Patenbrigade. Unsere kam aus dem Schlachthof, und in der 8. Klasse wurde da mal eine umfassende Führung gemacht. Ein Mädchen mußte kotzen.

Andererseits, ich finde, in sehr begrenztem Umfang kann man Schweinernes verzehren, freilich im Zustand großer Bewußtheit und Ehrfurcht vor der Gattung. Schließlich, wenn alles Schweinerne – und Schweinische – aus dem Sortiment verschwinden würde, dann hätten ja die Islamisten gewonnen, und dann gäbe es gewiß bald auch keinen Wein mehr. Und das können wir doch beide nicht wollen oder?

holger Januar 27, 2013 um 23:01

Treidel

interessant

—>>> Früher im Osten hatte jede Schulklasse eine sogenannte Patenbrigade. Unsere kam aus dem Schlachthof, und in der 8. Klasse wurde da mal eine umfassende Führung gemacht. Ein Mädchen mußte kotzen.”

Da ich ja auf dem Dörpe groß geworden bin, ist mir das Schlachten nicht unbekannt. Ob Huhn Karnickel oder Schwein. Gabs denn in der Tätärä keine Pflicht zur privaten Tierhaltung und deren Schlachtung? Also mein Obba “musste” nach WWII so bauen mit Stall. Oink Oinks waren derer Zwei. Und Hühner ??? weiß ich gar nicht.

Ich hab das Bild immer noch vor Augen, wie Omma das Blut gerührt hat. Und ich naja, hatte Angst vor den Fleischwolf. Hatte aber immerhin die Pfote dabei inner Hand (Glücksbringer) vermutlich. :D

holger Januar 27, 2013 um 23:03

Und eines kann ich bestätigen. Kopf ab, und das Huhn läuft weg. LOL

holger Januar 27, 2013 um 23:12

Das die Schweine sehr sensibel sind, tja, kann ich bestätigen. Wenn das Bolzenschussgerät in den Raum kam… tja… tja… tja… lustig wird es mit dem Aufbrechen und den Innereien… tja tja tja…

Und das berühmte “Fell über die Ohren ziehen” bei den Karnickeln hmmm… tja… tja… tja…

Aber wenn dann gewisse Dinge im Räucherofen waren.

Ist halt nicht so jedermanns Dingen…

holger Januar 27, 2013 um 23:14

Und dann wurden ja noch die Därme schön gewaschen. Da musste ja schließlich die Wurst rein. Und komischer Weise reicht der Darm auch dafür aus. An was die Natur nicht alles gedacht hat!

Thor Januar 27, 2013 um 23:39
"ruby" Januar 27, 2013 um 23:41

@ Treidelstein
Nennen wir es
Gunners–Ass-Paradoxon nach Brams/Kilgour 96
peewit`s Link sei Dank :
“Some of these findings are counterintuitive, even paradoxical.”

Treidelstein Januar 27, 2013 um 23:56

@ Holger

Ja, auf dem Dorf ist’s aber wohl was anderes, wenn da mal geschlachtet wird. Bei unserer Schlachthofführung damals… also man kann niemandem Schönfärberei vorwerfen, alles wurde gezeigt. Da fuhren die Schweine kopfunter aufgehängt reihenweise an einem vorbei und quiekten, dann stand da ein Arbeiter, der sie im Fünfsekundentakt oder so mit dem Bolzenschußgerät betäubte, und ein Stück weiter schnitt ihnen der nächste dann, einem nach dem anderen, die Kehle durch. Noch ein Stück weiter fuhren sie dann in eine Anlage, wo sie mit heißem Wasserdampf abgebrüht wurden. Die Arbeiter, die das Tag für Tag machen mußten, waren gewiß auch arme Säue. Das ist eine Errungenschaft der Moderne, auf die man nicht stolz sein muß… deswegen versuche ich den Konsum von Schweinernem auch tatsächlich auf ein Minimum zu beschränken.

Wie’s mit privater Viehhaltung auf dem Dorf in der Täterä aussah, kann ich so allgemein gar nicht sagen. Bin in einer Stadt von etwa 50.000 EW aufgewachsen, einige entferntere (im doppelten Sinne) Verwandte lebten zwar auf dem Dorf, da gab es auf dem Hof Hühner und Karnickel, sogar recht viele. Aber nichts Größeres, das hatte alles die LPG. Allerdings kann ich mich aus der ganz frühen Kindheit (Anfang der 70-er) verschwommen daran erinnern, mal irgendwo auf dem Land mit zu Besuch gewesen zu sein, wo sie auch ein privates Schwein hatten.

Also ganz und gar war das wohl nicht verschwunden, aber die überwiegenden Viehbestände waren seit den 50-ern und 60-ern kollektiviert. Vermutlich hat es von Region zu Region noch kleinere Unterschiede gegeben, aber wie gesagt, so richtig einen Überblick habe ich da nicht.

holger Januar 28, 2013 um 00:26

Treidel

—>>> Bei unserer Schlachthofführung damals… also man kann niemandem Schönfärberei vorwerfen, alles wurde gezeigt. Da fuhren die Schweine kopfunter aufgehängt reihenweise an einem vorbei und quiekten, dann stand da ein Arbeiter, der sie im Fünfsekundentakt oder so mit dem Bolzenschußgerät betäubte, und ein Stück weiter schnitt ihnen der nächste dann, einem nach dem anderen, die Kehle durch.”

Yep… und so sieht es eben auch in Broiler Fabriken aus, oder in Fischzuchtanlagen. Wie schon öfters gesagt, konnte ich ja da auch einen Einblick erlangen, da ich ja Notstromaggregate diesen Häusern feil geboten habe.

Ich komme nun mal auf Con Mare… hängt das damit zusammen, dass die meisten “Meeresfrüchte” nicht Quiken können?

Wegen der Delikatesse?

Fang Frisch eben?

Ich weiß es nicht!

holger Januar 28, 2013 um 00:35

Treidel

ich frage das deshalb, weil ich auf Sizilien einen gebratene “Fisch” serviert bekommen habe, schön in einer Form, der aus rund 500 kleinen frischen Fischen bestand. Also die etwas weiter geschlüpfte Form vom “Kaviar” nur so bildlich.

der Herr Karl Januar 28, 2013 um 07:27

OT:
Retten die Blogger die Demokratie oder
Kommt da noch was?
http://flatterwatch.blogspot.ch/2013/01/die-frage-des-tages.html

Dirk Januar 28, 2013 um 09:28

@ Treidelstein:
Interessantes Thema; hat ja irgendwie auch was mit Niedersachsen zu tun. Ich muss da immer an den Güllelandkreis VEC in NDS denken.
http://www.youtube.com/watch?v=V4NFDFmacZY

+ gotteshalber + Januar 28, 2013 um 18:06

@morph
“Von mir aus kannst Du mir Deinesgleichen weiter den Mythos einer verantwortlichen Personengruppe bekakeln und im ressentimentalen Geschwätz Entlastung suchen.”
————————————

===> … mein lieber Morph, was soll das denn? … das Thema ist doch längst gegessen. Und du … hast verloren. Du hast dich einmal verplappert – in deiner maßlosen (überwiegend antideutsch-ressentimentalen) Geschwätzigkeit – und damit deine ~666 anderen Postings zum Thema … selbstfalschlifiziert. … tja … dumm geloffe :-)

( … widersprisch nie ein’ Soßiologistudent! … warte einfach die 5 Minuten ab, bis er es selber tuen tut … )

===> … und … ~ Halbgott ~ … der Gnadenlose … hat dich in diesem Moment deiner Totalen Schwäche … standrechtlich mit dem Bolzenschußßgerät … ans Scheunentor festgenagelt. Wie sich das gehört. Und da dich niemand befreit hat … hängst du da immer noch & in Ewigkeit … AMEN.

http://i54.fastpic.ru/big/2013/0128/e8/1f6edf87de49e83b68f711b7cb97d5e8.jpg

f.luebberding f.luebberding Januar 28, 2013 um 18:54

W-ING

Deine literarischen Fähigkeiten sind nicht zu unterschätzen.

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