Zypern mit Hilfe der EZB kurz vor dem Kommunismus

by f.luebberding on 22. März 2013

In der Debatte über die Zukunft Zyperns geht es zu, wie unter Hempels berühmten Sofa. Bekanntlich geht der Druck auf eine Lösung zur Zeit von der EZB aus. Sie hat unter Hinweis auf ihre Regeln angekündigt, Zypern ab kommender Woche in den geldlosen Zustand zu versetzen. Damit würde offiziell, was jetzt schon zu bemerken ist: Die Transformation Zyperns in eine Volkswirtschaft ohne funktionierenden Zahlungsverkehr. Das wäre nun eine echte Innovation: Eine Zentralbank sieht ihre Aufgabe darin, das Geld als Zahlungsmittel de facto abzuschaffen. Nun kann man zwar sagen, dass die EZB die Übernahme der Geldversorgung auf Zypern mit der Bereitschaft der Zyprioten verknüpft, sich gemeinsam auf eine Rettung der bankrotten Banken auf Zypern zu einigen. Also den Eigenanteil an dieser Rettung  sicherzustellen. Nur muss man schon fragen, ob das alles für Zypern noch Sinn macht?

Ihr Bankensystem als Wohlstandsantreiber ist nicht mehr zu retten. Gleichzeitig müssen sie die Restriktionen einer europäischen Politik akzeptieren, die ihnen das gleiche Schicksal verheisst, das in den anderen Eurostaaten der Peripherie schon zu erleben war. Eine Sparpolitik ohne Perspektive. Die Depression als Dauerzustand. Mark Schieritz ist im Herdentrieb zuzustimmen, wenn er sagt: Rentner sollen reiche Russen retten. Nur warum sollen eigentlich die Zyprioten den Euro retten? In der europäischen Politik der deutschen Variante gibt es die eigentümliche Vorstellung, dass der Euro eine Art Geschenk Deutschlands an die anderen Europäer sei. Bei uns herrscht die große Klage über die Risiken, die der deutsche Steuerzahler übernehmen müsse. Das mag ja alles richtig sein. Nur warum soll dieses Geschenk noch jemanden überzeugen, wenn es nur Verarmung und Arbeitslosigkeit zur Folge hat?

In Zypern werden wir in den nächsten Tagen eine neue Diskussion erleben. Plötzlich wird nämlich die Eurogruppe (sprich die deutsche Politik) eine überzeugende Argumentation anbieten müssen, warum Zypern den Euro retten soll? Die Perspektive der EZB, in Zypern noch vor dem Ausbruch des kommunistischen Endzustands das Geld abzuschaffen, wird in Nikosia aber sicherlich nicht einmal die Kommunisten überzeugen.

{ 274 comments }

Gregor Keuschnig März 22, 2013 um 13:57

Sie hatten doch bisher für die Pleite der Banken plädiert. Wie passt das jetzt in den Tenor, Zypern soll den Euro retten? Wie passt das in die Klage von Armut und Arbeitslosigkeit in Zypern (die es zweifellos geben wird)? Der geplante Griff auf die Sparkonten war ein dreister Tabubruch. Aber er hätte im Hochzinsland Zypern den Zusammenbruch mindestens hinausgezögert. Jetzt geht es bankrott – und damit nicht nur die ominösen 10%, sondern womöglich 100%.

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 14:05

Keuschnig

Ich zitiere nur die Argumentation, dass der Verbleib Zyperns in der Eurozone das Ziel der Politik sei. Bisher scheint die Eurogruppe das wenigstens so zu sehen. Ich halte das grundsätzlich auch für sinnvoll. Nur fürchte ich, dass die überzeugenden Argumente fehlen, wenn die Eurogruppe nichts anzubieten hat – außer dass es den Zyprioten sehr schnell sehr schlecht gehen wird. Ich weise also darauf hin, dass die derzeitige Situation keineswegs die Einbahnstrasse ist, wie sie in Deutschland diskutiert wird. Der Tenor in der Debatte verändert sich nach meinem Eindruck.

Nanuk März 22, 2013 um 14:07

“Nur warum soll dieses Geschenk noch jemanden überzeugen, wenn es nur Verarmung und Arbeitslosigkeit zur Folge hat?”

Selbstverständlich ist dies kein Vorhaben, das binnen kurzer Zeit und nach fertigen Rezepten, ohne unablässige Suche nach den jeweils zweckmäßigsten Lösungen zu bewältigen wäre. Es handelt sich vielmehr um einen historischen, einen langwierigen Prozeß tiefgreifender Wandlungen und Reformen in allen Bereiche

Nanuk März 22, 2013 um 14:11

Allen sei gedankt, die durch ihre Tatkraft, ihr Engagement, ihre Leistungen unseren deutschen Friedensstaat zu dem werden ließen, was er 68 Jahre nach seiner Gründung ist – ein Grundpfeiler der Stabilität und Sicherheit Europas

Doktor D März 22, 2013 um 14:16

Das hier ist anscheinend der Gesetzvorschlag für die Kapitalverkehrskontrolle, auf griechisch (Vorsicht PDF!). Eine Übersetzung der Maßnahmenliste auf Seite 2 hier. (via FT Alphaville)

Gregor Keuschnig März 22, 2013 um 14:16

@f.luebberding
Wenn ein Land Mitglied in der Euro-Gruppe bleiben möchte, müsste es die Bedingungen erfüllen. Ich kann auch nicht Mitglied im Kaninchenzüchterverein werden, wenn ich die Statuten ablehne. Nur zur Erinnerung: Zypern war ein Hochzinsland und lockte damit aus allen Ländern Geld an. Das funktionierte lange Zeit ganz gut, ist aber wie ein Pyramidenspiel – wenn die Sache ins Stocken kommt, bricht die Pyramide zusammen. Erst wollte man die Spareinlagen angreifen, dann die Rentenkassen um geschätzt ein Drittel der vermuteten Sanierungssumme selber beizusteuern. Solide Politik kann ich da schwer erkennen. Kreditaufnahme geht ja auch nicht, weil das Problem nur verschoben würde. Wo sind die Alternativen?

(Die Sache ist aus zwei Gründen zusätzlich interessant. Zum einen der sattsam diskutierte Griff auf die Sparkonten. Zum anderen aber – und darüber lese ich wenig – dass sich eine Regierung an die beschlossenen Vereinbarungen nicht hält. Beides wird Schule machen.)

Stephan März 22, 2013 um 14:22

>Zum anderen aber – und darüber lese ich wenig – dass sich eine Regierung an die beschlossenen Vereinbarungen nicht hält.

Ja. Sehr bedauerlich, dass es noch Parlamente gibt.

Gregor Keuschnig März 22, 2013 um 14:28

@Stephan
Das ist Polemik. Der Massenprotest in Zypern gegen die Einfrierung der Sparkonten und dem Beitrag von bis zu 10% ist eine perfekte Lobbyarbeit der Finanzbranche. Statt einen Freibetrag anzuwenden und höhere Einlagen höher zu besteuern, hat die zyprische Politik beschlossen, die Angelegenheit vollständig sterben zu lassen. Stattdessen gab es Pläne nur die kleinen Leute (Rentenkassen) zu beteiligen. Perfide Form von versuchter Gehirnwäsche, das als “Plan B” zu verkaufen.

Doktor D März 22, 2013 um 14:34

Naja, aber immerhin hatte Zypern schon vor Monaten einen Antrag auf EZB-Hilfe gestellt, eine EZB-Plan ist wohl Troika-intern von Deutschland aus gestorben worden – und dann hat man das Ding wieder auf so eine Nacht- und Nebel-Nummer durchziehen wollen. Bessere Steilvorlagen kann man ja nicht liefern, um die Leute auf die Straße zu treiben.

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 14:43

Keuschnig

Es geht nicht darum, dass die Pyramide zusammenbricht. Das ist nun seit einem Jahr offenkundig gewesen. Es geht um den politischen Umgang mit dem Problem. Es gibt keine europäische Regel, die den Zyprioten vorschreibt, diesen Eigenanteil zu akzeptieren. Das ist lediglich eine politische Forderung. Die mag man für richtig halten. Meinetwegen. Rechtlich hat das aber die Verbindlichkeit einer Meinungsäußerung. Es gibt auch kein Gesetz, dass Banken nicht insolvent gehen dürfen. Das ist ebenfalls eine politische Entscheidung. Es gibt noch nicht einmal eine verbindliche europäische Regel, wie hoch der Unternehmenssteuersatz ist. Oder wie die Vermögens- und Erbschaftssteuer zu erheben ist. Kein einziger europäische Vertrag ist von den Zyprioten missachtet worden. Sie mögen die sinnvollen Regeln einer EWWU verletzt haben, aber dann würde ich als Deutscher doch recht zurückhaltend sein. Es geht also jetzt darum, wie die Zukunft in der EWWU organisiert wird. Die Zyprioten müssen gar nichts machen, außer dass was in den Verträgen steht. Außerdem wundert es mich schon, dass die EZB meint, die Geldversorgung in Zypern einstellen zu dürfen. Darauf läuft ihre Politik ja hinaus.

Gregor Keuschnig März 22, 2013 um 14:44

@Doktor D
Einverstanden; die Sachen werden in der EU niemals pro-aktiv behandelt, sondern immer erst zehn Sekunden vor Zwölf. Womöglich wollte man die Wahlen in Zypern abwarten.

Ich stutze immer nur, wenn auf der einen Seite gebetsmühlenartig “mehr Europa” gefordert, auf der anderen Seite aber immer wieder auf die Entscheidung der Parlamente rekurriert wird. Entweder man fasst bei solchen Nachtsitzungen verbindliche Entschlüsse – oder man stellt alles unter Zustimmungsvorbehalt. Letzteres würde m. E. solche Sitzungen erübrigen, die höchstens noch zur Erzeugung melodramatische Effekte für die Medien interessant sind. Mittelfristig muss einen andere Legitimationsbasis gefunden werden.

Die Frage nach den Alternativen zur evtl. Zypern-Rettung (falls es denn einer bedarf) harrt noch einer Beantwortung.

Gregor Keuschnig März 22, 2013 um 14:54

@f.luebberding
Sorry, Sie eiern herum. Fest steht: Zypern steht vor einem Zusammenbruch des Bankensystems. Die EU fürchtet dies und bietet deshalb ein “Hilfsprogramm” an. Zur Beruhigung der nationalen Regierungen hat man für die Zyprioten einen Eigenanteil vorgesehen. Ich kann nicht erkennen, was an einem solchen Vertrag nicht gerechtfertigt sein sollte. Natürlich hat Zypern das Recht, diese Maßnahmen abzulehnen. Dann wären aber auch die Konsequenzen zu ziehen. Bei den Zyprioten. Das sähe dann womöglich so aus, dass deren Einlagen allesamt verloren wären.

Ich kann ehrlich gesagt die Aufregung nicht verstehen: Wenn Zypern nicht den beschlossenen Weg eingeht ist dies in Ordnung. Aber man muss dann die Konsequenzen tragen. Die EU will jedoch ihre Hilfe aus politischen Gründen aufdrängen (wir müssen alle in der Eurogruppe zusammen bleiben; ein fürchterlicher Unsinn) und verknüpft dies mit politischer und finanzieller Erpressung. Das sollte man lassen. Und sehen, was dann noch so alles bankrott geht ab Montag.

Dipfele März 22, 2013 um 14:56

Zur Erinnerung: Denn sie wussten, was sie tun
#Euro http://t.co/m9c86guqbR

Doktor D März 22, 2013 um 14:57

“Entweder man fasst bei solchen Nachtsitzungen verbindliche Entschlüsse – oder man stellt alles unter Zustimmungsvorbehalt. Letzteres würde m. E. solche Sitzungen erübrigen, die höchstens noch zur Erzeugung melodramatische Effekte für die Medien interessant sind. Mittelfristig muss einen andere Legitimationsbasis gefunden werden.” – Das sehe ich auch so.

Für mich sieht das nach diversen “Rettungen” einfach so aus, dass von den beteiligten Organisationen / Institutionen / Regierungen ständig neu ad hoc entschieden wird, wobei sich manchmal auf die, manchmal auf jene Vereinbarungen berufen und ganz gerne auch mal so eine Art Ausnahmezustand hergestellt wird – weil dann muss ja wieder alternativlos und so… Damit ist die EU als Rechtsraum nun de facto und für alle sichtbar kaputt. Und anscheinend ist es das zypriotische Parlament, das als erstes EU-Mitglied nun Konsequenzen aus dieser Entwicklung zieht / ziehen muss.

keiner März 22, 2013 um 14:57

Warum sollte Zypern überhaupt irgendwas anbieten? Die retten sich mit der Dolchstoßlegende und die Teutschen sind’s gewesen, das ist der Narrative für die Geschichtsbücher und (die Kriegsschuld-Reparationsfrage) und um nichts anderes geht es mehr, seit mehreren Jahren. Der Rest dieser glorreichen “Währungsunion” gegen Deutschland (und NL, FI).

Fordern die doch glatt in Zypern per Schild “SOLIDARITÄT” der anderen EU-Mitglieder mit ihrer kuscheligen Steueroase. Und Schäuble will vor der Wahl die Daumenschrauben für ein weiteres Schwarzgeldziel anziehen (Indianer und Kavallerie, wissen schon!). Wenn dabei der Euro platz: So what? Damit kann der auch noch Wahlkampf machen. Die Widdschaft geht sowieso die nächsten 5 Monate in D in die Knie, da hat er dann auch gleich noch einen Schuldigen. Dolchstoßlegende andersrum halt.

Ob über ein verlängertes Ostern die deutschen Banken auch zu sind?

Schlagzeile n-tv: Zypern läßt die Deutschen kalt. Nur 48% fürchten um ihre Bankguthaben.

NUR 48%. BRÜLLLLLLER!

keiner März 22, 2013 um 14:58

Nebenbei: Wenn das BVerfG nach DIESER Nummer der EZB noch von einer politisch unabhängigen Notenbank ausgeht, dann wackelt in D aber die Bude. Insofern kann der Schäuble den Pappnasen in Karlsruhe auch die Arbeit erleichtern und das ganze zu einem Ende bringen.

Dipfele März 22, 2013 um 15:05
f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 15:07

Keuschnig

Ich glaube kaum, dass die zypriotischen Banken völlig vermögenslos sind. Jenseits dessen: Es gibt zur Zeit eine gewisse politische Dynamik, die ich nicht unterschätzen würde. Spon faselt zwar wieder von der “eisernen Kanzlerin”, aber die ist aus minderwertigem Stahl gemacht, wie sich jetzt zeigen wird. Sie wird ihre Sichtweise, die Europapolitik als Verlängerung innenpolitischer Kalküle zu betrachten, nicht mehr lange durchhalten.

Gregor Keuschnig März 22, 2013 um 15:19

@keiner
EZB-Kommentar: Zustimmung!

@f.luebberding
Wenn die zypriotischen Banken nicht vermögenslos sind, frage ich mich, worin das Problem besteht?

Merkel versucht die deutsche Sichtweise bis zur Wahl zu halten. Danach werden die Schleusen in das Eurobond-Land und die Schulden-EU mit ihr und Vizekanzler Gabriel geöffnet werden. Read my lines…

Stephan März 22, 2013 um 15:30

@Keuschnig
Das ist sehr einfach. Die zypriotischen Banken sind technisch insolvent. Sie erfüllen nicht die Minimum-Kapital-Anforderungen der EBA. Das bedeutet aber nicht, dass sie keine Vermögenswerte in ihrer Bilanz haben. Laiki Bank hat Assets von >30 Mrd Euro aber eben auch Liabilities von >29 Mrd Euro

Doktor D März 22, 2013 um 15:33

Ich glaube, das Problem besteht mittlerweile darin, dass es sich die Achse Brüssel/Berlin nicht leisten kann, dass jemand aus der Reihe tanzt. Es wird ja gebetsmühlenartig wiederholt, dass – wenn “wir” jetzt bei Zypern einknicken – uns die anderen Satrapien auch noch die Gefolgschaft aufkündigen. Deswegen bin ich mir auch garnich so sicher, ob wir Ende 2013 Eurobonds haben werden, vielleicht sind wir da schon auf dem Weg zur Kern-EU. Die Wetten laufen ja schon, ob nicht Ende April Slowenien Antrag auf Rettung stellen muss.

Systemfrager März 22, 2013 um 15:35

Tja,
der verdammte Putin !!!
Der macht uns verrückt!!!
Anstatt “seine” (und vor allem eine viel größere Zahl unserer) Oligarchen mit dem Geld aus dem Gas zu retten – damit das Geld wider zurück zu uns kommt -, hat er Zypern Vogel gezeigt
Unglaublich!
Und wie katastrophal wird dies für Russland sein!!!
Jetzt werden die “Demokraten” wie Chodorkovskij (also die Fünfte Kolonne des globalen Kapitals) Putin nicht drohen können: Wir ziehen aus Russland aus, in die Steuernoasen.
PUTIN LIEß SEINE OLIGARCHEN FALLEN
Dieser Putin ist ein wahrer Teufel !!!
PS
Schon vor 3 Tagen hat der russische Analytiker Alexej Makarkin erklärt, dass daraus GAR NIX (NITSCHEWO!) sein wird: Zypern wird nicht mehr die Niere für die russischen Oligarchen sein.

Und das mit dem “Ende der Geschichte” sah schon so schön aus
:)

Eric B. März 22, 2013 um 15:37

Der Clou ist ja, dass Zypern bis vor kurzem von den Kommunisten regiert wurden. Und mit denen wollte Berlin keinen Deal machen. Merkel reiste eigenes nach Nikosia, um für einen Wahlsieg der Konservativen zu werben. Nun, da sie am Ruder sind, lehrt Merkel ihre Parteifreunde das Fürchten. Und Schäuble dreht den Geldhahn zu, wie der maltesische Finanzminister glaubhaft aus der Eurogruppensitzung berichtet. Deutschland spielt sich schon längst nicht mehr als Zahlmeister, sondern als Zuchtmeister auf – man will ein Exempel statuieren. http://lostineu.eu/ein-exempel-statuieren-2/

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 15:40

Bonse

Immerhin geht die Debatte in eine interessante Richtung. Berlins Gelassenheit ist nur gespielt.

JHm März 22, 2013 um 15:40

Hat denn nicht Slowenien bereits gestern den Antrag eingereicht? Völlig unbemerkt wegen der Zyperndramatik? Wenn ich jetzt den Verweis wiederfände, wäre das praktisch. Muß ich suchen. Dann kommt noch die Entscheidung des portugiesischen Verfassungsgerichts dazu, daß der aktuelle Haushalt nicht verfassungskonform sein, was anscheinend auch unangenehme Auswirkungen hat. War doch grad gestern oder vorgestern, und verschwand auch völlig hinter dem großen Zypernschauspiel.

herb ransom michaelsen März 22, 2013 um 15:41

Ich glaube ja dass an Zypern ein Exempel statuiert werden all. Wie im Krieg, wenn man Dörfer niederbrannte, um anderen in der Umgebung zu zeigen, was passiert, wenn man Partisanen unterstützt.

Scheiß Vergleich, ich weiß. Aber mittlerweile wird ja in ganz Europa so über die Prinzipienfestigkeit der deutschen geredet, nur in Deutschland selber nicht.

Doktor D März 22, 2013 um 15:43

“Scheiß Vergleich, ich weiß. Aber mittlerweile wird ja in ganz Europa so über die Prinzipienfestigkeit der deutschen geredet, nur in Deutschland selber nicht.” – “Wir Deutsche” kuscheln uns dagegen vor’s Fernsehen und lassen uns bestätigen, dass Opa/Papa doch garnicht so ein schlechter Kerl war, damals… und die Umstände waren ja auch echt schwierig … und der Russe war ja auch kein Engel… und mit einem Juden war Oma sogar intim!

Doktor D März 22, 2013 um 15:45
keiner März 22, 2013 um 15:52

@JHm

Da segelt so einiges im Windschatten der “Krise”, die Blockparteien haben der Staatssicherheit gerade heute im “Parlament” abgenickt, dass sie wegen ORDNUNGSWIDRIGKEITEN (!) PINs und PUKs und wasnochalles von Providern, Banken etc. abfragen dürfen.

Die SPDääää stimmt dem Leistungsschutzgeld im Bundesrat zu etc. pp. alles fast unbemerkelt von der Öffentlichkeit. Eine Schande für den Rest an Rechtsstaat, den es in D mal gegeben haben soll. Was in den letzten 5 Jahren (über NSU und Herrn in der Psychiatrie in Bayern bis zur EU-Politik) alles an Masken gefallen ist und was dahinter zum Vorschein kam spottet jeglicher Beschreibung.

Eric B. März 22, 2013 um 15:52

Luebberding

In der Tat interessant, dass nun sogar die “Welt” über deutsche Dominanz schreibt. Wahrscheinlich lesen die Deinen und meinen Blog. http://lostineu.eu/deutsches-europa/

Dipfele März 22, 2013 um 16:01

> Immerhin geht die Debatte in eine interessante Richtung.

… wenn man die Kollegen wie säumige Pressesprecher behandelt.

www.makrointelligenz.blogspot.de März 22, 2013 um 16:15

Ich glaube die Situation stellt sich hier anders dar. Zypern hat ein Bankensystem mit einer Bilanzsumme des achtfachen des Bruttoinlandsproduktes. Das Geschäftsmodell ist es, durch günstige Steuern, wenig Regulierung und offenbar lasche Kontrollen zur Geldwäsche viel ausländisches Kapital anzuziehen. Gleichzeitig sind Banken immer eine potenzielle Gefahrenquelle für die Finanzen eines Staates, wenn sie nicht ausreichend Kapital vorhalten. Eine Gefahr, die sich nun realisiert hat. Welches Signal würde es denn setzen, wenn die EU nun alle Einleger Zyperns retten würde? Einleger, die in den vergangenen Jahren deutlich mehr Zinsen kassiert haben als sie nun wieder abgeben müssen. Das Signal wäre, dass Zypern (und andere Kleinstaaten) mit diesem ökonomisch sinnlosen Geschäftsmodell auf Kosten anderer weitermachen könnte(n).
Statt Banken- und Steueroasen wie Zypern zu retten, sollte die EU besser die Nachfrage in der Eurozone stärken, beispielsweise durch ein von der EZB finanziertes Konjunkturprogramm.

keiner März 22, 2013 um 16:19

JA, die Merkel macht mittlerweile der detuschen Widdschaft das Geschäftsmodell kaputt und der tolle Hartz-IV wird auch nicht so recht zum Exportschlager. Da muss man was tun. Vermutlich wird jetzt wieder die soziale Partei des maximalen Unternehmernutzens (SPD) an die Macht geschrieben. Mutti hat fertig…

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 16:25

Makro

Darum geht es nicht, wie ich seit bald einer Woche unermüdlich deutlich mache. Niemand braucht die zypriotischen Banken in ihrer heutigen Verfassung. Die Commerzbank braucht aber auch niemand. Was die Konjunkturprogramme durch die EZB betrifft: Eher führen die Zypern in den Kommunismus als das passiert.

BB März 22, 2013 um 16:26

*Kecker, Lach ‘* Diese Keynesianer hier im Blog …. und der Jens Berger von den ND ….. und dieses Lost in Europe – Blog – und @fl …. *Kecker, Lach*

Beispiel: @fl

Es gibt keine europäische Regel, die den Zyprioten vorschreibt, diesen Eigenanteil zu akzeptieren. … Es gibt auch kein Gesetz, dass Banken nicht insolvent gehen dürfen. …. Es gibt noch nicht einmal eine verbindliche europäische Regel, wie hoch der Unternehmenssteuersatz ist. Oder wie die Vermögens- und Erbschaftssteuer zu erheben ist. Kein einziger europäische Vertrag ist von den Zyprioten missachtet worden. Sie mögen die sinnvollen Regeln einer EWWU verletzt haben, aber dann würde ich als Deutscher doch recht zurückhaltend sein. Die Zyprioten müssen gar nichts machen, außer dass was in den Verträgen steht. ….. Außerdem wundert es mich schon, dass die EZB meint, die Geldversorgung in Zypern einstellen zu dürfen.

Absolut klassisch, dieses Statement.

Die Zyprioten sind ja sooooo unschuldig und Führerin Merkel und Adlatus Schäuble sind ja sooooo was von fies (nun gut, letzteres stimmt natürlich, aber aus anderen Gründen).

Und die Studie der Deutschen Bank, dass die Südländer im medianischen Mittel mehr Vermögen haben als die Deutschen, ist ja sowas von manipulativ!

Nur haben sie sich – die bloggenden Keynesianer – noch etwas Zeit ausgebeten, um den Inhalt der Studie zu widerlegen, weil: ihnen ist die Spucke weggeblieben, dass die Deutsche Bank auf einmal genau das behauptet, was sie immer schon wussten…… und das ist die Krux der Keynesianer, dass sie letztendlich immer zu den gleichen Schlüssen kommen, wie die Bankster. Der beste Freund der Bankster in der Krise ist der Keynesianer.

Endlich wird mal so ein Priatennest in Europa ausgeräuchert. Genau so muss man das machen.

Und als nächstens bitte Luxemburg. Dann bitte die Schweiz. Dann Lichtenstein, dann London, usw. bis das letzte Steuerschlupfloch in Europa endlich niedergebrannt ist.

(Sorry, aber anders geht’s nicht, es muss weh tun)

Das mit der Kleinsparerbeteiligung war natürlich ein übler Trick der Finanz-/Politeliten in Zypern – da haben manche hier recht in den Kommentaren – , um die Wut auf die Deutschen zu lenken. Das ist ihnen gut gelungen. Aber jetzt werden sie wohl zähneknirschend auf ihren Knien angekrochen kommen und dann werden sie hoffentlich von selbst darauf kommen, dass es besser ist, Einlagen unter 100.000 Euro nicht anzutasten.

Aber auf noch etwas kommt es an. Die Banken müssen abgewickelt werden und dürfen nicht gerettet werden. Die Hedge-Fonde, die sich mit entsprechenden Schrottanleihen zugedeckt haben, um im Falle der Banken-Rettung Kasse machen zu können, müssen nämlich auch endlich mal (und immer wieder) ganz bös auf die Nase fallen.

Also ungefähr Vorschlag Wagenknecht: Einlagen oberhalb von 100.000 plus irgendwas mit 25% besteuern, Banken pleite gehen lassen. Eine neue staatliche Bank gründen, darüber den Zahlungsverkehr sicherstellen.

Wo ist das Problem?

Gut, was könnte dann das neue Geschäftsmodell der Zyprioter sein? Macht euch keine Sorgen, die sind clever. Denen fällt dann schon was ein. Man muss sie nur zu ihrem Glück etwas zwingen. So ist der Levantiner (bin ich jetzt Rassist?)

Hauke März 22, 2013 um 16:27

>>Eine Zentralbank sieht ihre Aufgabe darin, das Geld als Zahlungsmittel de facto abzuschaffen.

Es ist unglaublich, was die EZB hier praktiziert. Es gibt ökonomisch keinen einzigen Grund für Kapitalverkehrskontrollen bzw. die Durchsetzung von Kapitalverkehrskontrollen mittels Rationierung von Liquidität. Faktisch entscheidet die EZB damit über den Rauswurf Zyperns aus der Währungsunion unter Missachtung ihres Mandats. Das Vorgehen ist beispiellos.

BB März 22, 2013 um 16:31

PS: Dieses Modell ist humaner, als das, was in Griechenland abgelaufen ist. Immerhin scheint man die Zyprioten nicht zur Privatisierung zu zwingen und zur Lohnsenkung und etc. Die Zypiroten sind frei in dem, was sie jetzt machen wollen. Das sind die Griechen nicht gewesen.

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 16:37

BB

Der IWF, die EZB und die Bundesregierung räuchern ein Piratennest aus? Interessante Idee. Ansonsten sind mir die Kategorien “Schuld” und “Unschuld” hier ziemlich egal. Es geht schlicht um die Funktionslogik in der EWWU und wie die Politik Konflikte und strukturelle Widersprüche verarbeitet.

Hauke

Im bisherigen Rettungsplan sind Kapitalverkehrskontrollen unverzichtbar. Ansonsten sind die zypriotischen Banken nach Wiedereröffnung schlagartig Pleite. Denen wird niemand mehr sein Geld anvertrauen, ob nun Gauner oder nicht.

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 16:39

BB

Zum Plan gehört auch die Privatisierung von Staatsunternehmen. Keine Sorge. Das ist immer dabei. Wobei nicht jede Privatisierung sinnlos sein muss, wie wir wissen … .

kurms März 22, 2013 um 16:39

Hauke: “Faktisch entscheidet die EZB damit über den Rauswurf Zyperns aus der Währungsunion unter Missachtung ihres Mandats.”

Tja, da keine Mechanismen zum Verlassen der Währungsunion vorgesehen sind schafft die EZB halt Fakten. Sie ist ja schließlich unabhängig. Mich würde mal interessieren wie diese Entscheidung in der EZB gefallen ist.

someone März 22, 2013 um 16:39

@bb:
“Und als nächstens bitte Luxemburg. Dann bitte die Schweiz. Dann Lichtenstein, dann London, usw. bis das letzte Steuerschlupfloch in Europa endlich niedergebrannt ist.”

Puh harter Tobak. Ich sehe den Steuerabwertungswettlauf der letzten Jahre auch als Problem. Nur jetzt daraus zu schließen, dass man bei fast 70 Mio. Menschen verbrannte Erde hinterlassen, ist schon recht extrem.
Glaube nicht, dass die Schweiz, GB da mitmachen werden. Als nächstes müsste man dann die Ösis mit ihrem Stiftungsmodell plattmachen und bei den Tschechen mit ihrer Flattax findet sich bestimmt auch ein Grund.
“Verbrannte Erde”.. ich fass es nicht.

Systemfrager März 22, 2013 um 16:40

@BB
>>> Der beste Freund der Bankster in der Krise ist der Keynesianer.
Gut gebrüllt Löwe
Hilf mir aber bitte.
Mein beschränkter keynesianischer Verstand sagt mir:
Dieser Satz ist das Höchste, was dein Gehirn noch produzieren kann.
Aber ich muss mich doch täuschen.
:)
Du hast eine freie Bühne jetzt unter Beweis zu stellen, dass du mit deiner Kotze gegen die Keynesianern Recht hast.
Bitte nütze die Gelegenheit.

Linus März 22, 2013 um 16:44

@BB:
“Und als nächstens bitte Luxemburg. Dann bitte die Schweiz. Dann Lichtenstein, dann London, usw. bis das letzte Steuerschlupfloch in Europa endlich niedergebrannt ist.”

Der Unterschied: Zyperns Banken sind nicht systemrelevant.
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Luxemburg auch nur ein Haar gekrümmt werden würde.

Hauke März 22, 2013 um 16:45

Frank Lübberding, das stimmt nicht. Zur Zeit sind die zyprischen Banken insolvent, deshalb kann ich nachvollziehen, dass die EZB die Liquiditätsversorgung im Rahmen der ELA an Bedingungen knüpft, um eine Lösung zu erzwingen, denn es ist nicht Aufgabe der EZB, insolvente Banken am Leben zu erhalten. Nach einer Umstruktierung/Rekapitalisierung wären die zyprischen Banken jedoch nicht insolvent, sondern in Erwartung eines Bankruns illiquide. Aufgabe der EZB wäre, gegen nun werthaltige Aktiva Liquidität bereitzustellen. Dieses Szenario versucht die EZB zu verhindern, indem sie auf Kapitalverkehrskontrollen dringt und damit faktisch Zahlungsmittel abschafft. Aus welchem Grund, zu welchem Zweck?

Carlos Manoso März 22, 2013 um 16:50

@f.luebberding on 22. März 2013
„Die Perspektive der EZB, in Zypern noch vor dem Ausbruch des kommunistischen Endzustands das Geld abzuschaffen, wird in Nikosia aber sicherlich nicht einmal die Kommunisten überzeugen.“

Lübberding, wir erleben, dass die Wirklichkeit sich immer sichtbarer zum Gedanken einer fundamentalen Systemkrise drängt und dass sich gleichzeitig das herrschende Bewusstsein mit größter Macht von dieser Wirklichkeit wegdrängt. Den Hintergrund dieser extrem schizophrenen Stimmungslage bildet sicherlich die Zurichtung der „Massen“ nach vielen Jahrzehnten radikaler „Durchökonomisierung“ aller Lebensbereiche und die panische Abwehr jenes „bedrohlichen“ Gedankens, das „ganze System“ könnte zur Disposition stehen.

Natürlich schafft eine „EZB“ im Ländchen Zypern mitnichten das Geld ab, sondern aus den Tiefendimensionen des laufenden Krisenprozesses –der übrigens global ist und nicht nur Euroland“ betrifft- scheint beeits etwas hoch, -wenn man eins und eins zusammenzählt-, dass das Weltsystem des Kapitals systemnotwendig auf dem Wege ist, sich selbst und somit auch die Geldform selbst abzuschaffen.

Menschliche Antiquitäten wie die sich selbst „Kommunisten“ nennende Uralt-Fossile in „Nikosia“ dürften allerdings die Allerletzten sein, die von alledem auch nur den Hauch eines Schimmers erahnen. Wir sehen bisher nur schemenhaft erste Trittsteine eines sehr langen Weges. Denn die weltweit immer schneller, immer tiefer und breiter werdende Produkivkraftentwicklung geht einher mit einer unaufhaltsamen Reduktion der notwendigen Arbeitszeit in der Warenproduktion. Unter anderen gesellschaftlichen Verhältnissen könnten diese –erstmals in der menschlichen Geschichte vorhandenen Möglichkeiten- dazu genutzt werden, allen Menschen (auch in den Zerfallsregionen) ein halbwegs gutes Leben zu ermöglichen, ohne die natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören.

Unter den Verhältnissen des Weltsystems des Kapitals untergräbt aber diese immer weiter anwachsende Produktivitätssteigerung zwangsläufig die Wertproduktion und zersetzt das Fundament der Kapitalverwertung. Früher oder später wird das heute bereits erreichte Niveau der weltweiten Produktivkraftentwicklung („3. industrielle Revolution“) mit der bisherigen Form der kapitalistischen „Reichtumsform“ unvereinbar sein.

someone März 22, 2013 um 16:51

Warum ist das mit der Heranziehung der Pensionsfonds eigentlich so ein Problem?
Die Iren haben das gemacht:
http://www.nprf.ie/home.html
Die Ungarn und auch die Briten.
Kapitalgedeckte Rente ist eh’ ein Stuss, sobald größere Probleme auftreten, wird sie immer und überall geplündert.

Eagon März 22, 2013 um 16:57

Das wird eine interessante Geschichte ,wer muß sich wie demaskieren.

Seltsam das der Eigenanteil ,m den Zypern aufbringen soll, fast genau dem Betrag entspricht um den griechische Staatsanleihen in ihrem Nennwert gesenkt wurden.

Wie wichtig KOOPERATION wäre zeigt dieser Beitrag:

http://www.flassbeck-economics.de/zur-lohnrunde-2013-teil-3/

Wir dürfen von der deutschen Politik keine Vernunft erwarten.

Eher beginnt man erneut einen uneingeschränkten U-Bootkrieg.

Der erste Weltkrieg hätte mit Vernunft viel früher beendet werden können.

Aber da schrien deutsche PROFESSOREN, MANAGER, GROßAGRARIER, alle gemeinsam (die berühmte deutsche EINIGKEIT, die noch jeden Kriegsverbrecher vor Strafe schützt) … Nein.

Und jede Woche wurden damals neue Beutestücke verteilt.

Seltsam als die EZB Bankanleihen zu 100% garantiert hat, und Staatsanleihen nach Gutsherrenart mal nicht mal doch, (die haben es geschafft meine rationalen ERWARTUNGEN für immer zu zerstören) haben die Medien geschwiegen.

Herr Schumacher vom Tagesspiegel ist die absolute Ausnahme.

Doktor D März 22, 2013 um 16:59

Pensionsfonds heranziehen: Und in Spanien auch…http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1329365/Wall-Street-Journal_Spanien-pluendert-Pensionskasse

Und wenn man ganz, ganz kleinlich sein will, kann man auch Herrn Schäuble in der Beziehung einige Vorwürfe machen, schließlich kürzt man hierzulande auch fleissig an den Reserven für die Sozialkassen herum.

K'tis März 22, 2013 um 17:02

@FL “Sie wird ihre Sichtweise, die Europapolitik als Verlängerung innenpolitischer Kalküle zu betrachten, nicht mehr lange durchhalten.” – Ich dachte, dass wäre bei großen bzw. flächigen Ländern der Normalfall. In Abstufungen natürlich. Länder wie die USA (den Vietnamkrieg hat schliesslich auch die weiße Mittelschicht beendet als deren Kids in Plastictüten heimkamen), Russland oder China im Weltmaßstab. Deutschland, Frankreich und die Briten im europäischen Maßstab. Merkel bekommt nur von deutschen Wählern Legitimation und kaum ein anderer Staat kann in die deutsche Politik wahlentscheidend hineingrätschen. An Zypern sieht man sehr schön, dass das bei Zwergstaaten anders herum verläuft.

Müßte man nicht eigentlich das Faß “Postdemokratie” an dieser Stelle noch aufmachen? Demokratische Strukturen für die Bühne und entschieden wird in Hinterzimmern?

Systemfrager März 22, 2013 um 17:05

Es tobt ein Klassenkampf, und meine Klasse ist dabei, ihn zu gewinnen.“

Warren Buffett
Der Irre täuscht sich aber.

BB März 22, 2013 um 17:13

@someone:
“Und als nächstens bitte Luxemburg. Dann bitte die Schweiz. Dann Lichtenstein, dann London, usw. bis das letzte Steuerschlupfloch in Europa endlich niedergebrannt ist. …… “Verbrannte Erde”.. ich fass es nicht.”

Puh, da hab ich wohl wieder mal die Polical Correctnes unbotmäßig verletzt. Aber sorry, ich finde, man darf in diesen Fällen durchaus Sprachbilder aus den Zeiten Störtebekers verwenden. Ich finde den Vergleich mit Piratennestern richtig. Und die Methoden von damals, selbige auszurotten muss man nur analog – natürlich postmodernisiert korrekt – auf die heutige Zeit übertragen.

@fl
“Der IWF, die EZB und die Bundesregierung räuchern ein Piratennest aus?”

Interessant ist doch der Wechsel der Strategie der Euro-Retter. Im Spiegel wird das so ausgedrückt:

“Ließe man die Regierungen der Euro-Staaten alleine weiterverhandeln, sie würden sich wahrscheinlich noch monatelang über Zwangsabgaben, Solidaritätsfonds und Privatisierungen streiten. Ein Blick nach Griechenland zeigt, wie so etwas aussehen kann. Dort werden seit fast drei Jahren ständig neue Rettungsprogramme verabschiedet – und die darin festgehaltenen Bedingungen und Voraussagen ständig gerissen.

Eine Wiederholung der griechischen Tragödie hat Draghi per EZB-Dekret nun wahrscheinlich verhindert. Doch zu welchem Preis?

Mal abgesehen davon, das Draghi ein GS-Ganove ist, ist doch richtig, dass im Falle des winzigen Staates Zypern (und damit relativ risikolos – die werden schon im Euro bleiben, keine Sorge), ausprobiert wird, wie man von außen bestimmte Rahmenbedingungen setzt, die gegenüber einem Schuldner noch relativ konstruktiv sind, immerhin werden ja noch 10 Millj. EU-Stuergelder konstruktiv angeboten – um es ihm dann selbst zu überlassen, wie er innerhalb dieser konstruktiven aber konsequenten Bedingungen, sein Problem selbst zu lösen gedenkt.

Ich finde das ist ein positiver Paradigmenwechsel, der hier stattgefunden hat.

BB März 22, 2013 um 17:14
Hochmut_kommt_vor_dem_Fall März 22, 2013 um 17:17

LOL. Die EZB führt in Zypern die geldlose Gesellschaft ein – ohne Gegenentwurf. Also auf dem Niveau von Nordkorea.

BB März 22, 2013 um 17:21

@Linus
“Und als nächstens bitte Luxemburg. Dann bitte die Schweiz. Dann Lichtenstein, dann London, usw. bis das letzte Steuerschlupfloch in Europa endlich niedergebrannt ist.” ……Der Unterschied: Zyperns Banken sind nicht systemrelevant.
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Luxemburg auch nur ein Haar gekrümmt werden würde.

Systemrelevanz ist eine PR-Erfindungen (sagen schon die Nachdenkseiten). Man muss sich nicht auf die Logik-Ebene der Bankster-beratenen EU-Retter begeben um dann vor der scheinbaren Alternativlosigkeit zu scheitern.

Klar kann man Luxembourg oder die Schweiz zwingen:

Wirtschaftskrieg (ist übrigens unblutig).

(Z.B. Importverbot Luxembourgischer Edelschokolade, Auftrittsverbot von Lea Linster bei Lanz-Kochstudio, …..)

Einfach mal kreativ werden. Konfliktfähig werden. Es drauf ankommen lassen. Der Euro geht deswegen schon nicht kaputt.

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 17:21

Hauke

Das können wir sehr schnell klären. Von der Restrukturierung der Banken war eigentlich nur bei mir die Rede gewesen. Der ESM Kredit sollte ja die Banken ohne Restrukturierung über die Runden bringen. Dafür sollten die Bankkunden einspringen. Warum die das so gemacht haben, ist mir ja auch nicht klar gewesen. Die interessante Idee wäre tatsächlich, dass nach einer Restrukturierung der Banken diese wieder solvent sind, aber richtig gesagt, nur illiquide. Im übrigen muss man sich den Hinweis auf Stephan noch klar machen. Die Banken sind zwar technisch insolvent, aber verfügen durchaus noch über Vermögenswerte. Voraussetzung wäre, dass die klassischen Konsumenten- und Unternehmenskredite nicht wegen der Krise ebenfalls ausfallen. Aber auf dieser Basis kann ich (mit ESM-Hilfe) das Bankensystem wieder ins Laufen bringen. Dass dann Anleger Geld verlieren, ist klar. Sie werden sicherlich auch nicht jede kurzfristige Einlage etwa aus Russland bedienen können, aber die Sicherung von Guthaben bis 100.000 € sollte wohl möglich sein.

Warum die das so machen? Keine Ahnung.

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 17:25

BB

Zum Spon-Artikel:

“Dabei sind die Notenbanker eigentlich nur dazu da, für stabile Preise zu sorgen.”

Wie soll ich den dann noch ernstnehmen?

BB März 22, 2013 um 17:30

@Systemfager

Mein beschränkter keynesianischer Verstand sagt mir ….

Wusste gar nicht, dass du auch dazugehörst . Aber Danke für dein Outing :-)

BB März 22, 2013 um 17:34

@fl

“Dabei sind die Notenbanker eigentlich nur dazu da, für stabile Preise zu sorgen.” Wie soll ich den dann noch ernstnehmen?

Meinst du Draghi?

Ich dachte bisher immer Keynesianer (Du bist doch einer?) seien für eine Erweiterung der Rolle der Notenbank so in Richtung “Mehr aktive Wirtschaftspolitik und nicht nur Preisstabilität”

Also müsste Draghi doch der Held der Keynesianer sein (und das ist er ja auch, wenn man viele keynesianische Blogbeiträge so liest).

someone März 22, 2013 um 17:36

@bb: Es geht nicht nur um die martialische Sprache, sondern vielmehr die Vorstellung, dass man jetzt mal ganz Europa die eigenen Bedingungen aufdrückt.
Man kann auch das Dienstwagenprivileg oder die Pendlerpauschale als Steuerschlupfloch begreifen. Den Aufschrei will ich sehen, wenn jemand aus dem Ausland diese Vergünstigungen abschaffen möchte.

BB März 22, 2013 um 17:43

@someone

Man kann auch das Dienstwagenprivileg oder die Pendlerpauschale als Steuerschlupfloch begreifen. Den Aufschrei will ich sehen, wenn jemand aus dem Ausland diese Vergünstigungen abschaffen möchte.

Liebes Ausland, bitte bitte, zwingt uns! Wir brauche da endlich mal Kita von euch (Kick In The Arse). Denkt cueh was aus: z.B. Improtverbot für Mercedes. Auch wir deutsche Brauchen Länder, die gegen uns Wirtschaftskrieg führen. Damit dieses blöde Dienstwagenprivileg endlich bei uns abgeschafft wird.

Wieso drücken wir den Zyprioten Bedingungen auf?

Draghi macht das doch. Der ist doch unabhängiger Notenbanker!

(Also immer diese antideutchen Reflexe bei uns deutschen, wir, die, die wir den anderen immer unsere pösen Bedingungen aufoktroieren.)

Nie vergessen. Die Levantiner sind clever. Und wenn die mit Hakenkreuz-Makeups von Merkel demonstrieren, dann meinen die das nicht so. Das gehört bei denen zum Temperament. Im Grunde lieben die uns Deutsche. Mach mal Urlaub bei denen. Die werden so herrlich gastfreundlich zu dir sein, wie immer schon. Da gibt es keinen echten Hass auf die Deutschen, nur gespielten.

Linus März 22, 2013 um 17:45

@BB: “Systemrelevanz ist eine PR-Erfindungen”
Ach so, nur PR!? Warum hat man dann 2007 nicht gleich alle pleite gehen lassen?

“(sagen schon die Nachdenkseiten)”
Na, bei dem Gütezeugnis bleibt mir nur ehrfurchtsvolles Schweigen.

“Klar kann man Luxembourg oder die Schweiz zwingen”
Warum sollten sie? Eher friert die Hölle zu, wie hier kürzlich jemand sagte.

Was du als Paradigmenwechsel bezeichnest, scheint mir eher das Pech der Kleinen. Und so wird es weiter gehen. Man wird sich nach und nach des Ballasts entledigen. Angefangen bei den Kleinen, wird Land für Land fallen, und das mit maximalem(!) Flurschaden. Es geht nur mehr darum, Aufschub zu gewinnen.

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 17:48

BB

Ich meinte den Artikel. Er ist ein typisches Produkt von Spon. Mit Schnelligkeit die Berichterstattung weitertreiben, selbst wenn man dann nur Unsinn erzählt.

Doktor D März 22, 2013 um 17:53

“Mit Schnelligkeit die Berichterstattung vorantreiben…” ist der Euphemismus des Tages.

"ruby" März 22, 2013 um 17:58

Da alle so sehr über die Entwicklungen spekulieren, weise ich noch mal auf meine eigene hin nicht aus “Bestätigungsgier” …
Es lautete so : wir werden uns noch wundern, was wie schnell und anders eintreten wird.
Ursprung war, das der Transformationsprozess, wenn er bei den betroffenen Bürgern und Akteuren wahrgenommen ist zu Beschleunigungen, Irrationaltäten und neuen Allianzen führen wird. Haben wir 1989 beim Zusammenbruch des Ostblocks wissenschaftlich interdisziplinär herausgearbeitet !
Oder kurz : wer zu spät reagiert den bestraft das Leben.
Von daher freut es, wenn der JC Juncker + Co und die Steueroasennutzer demnächst bekommen was sie an vermeintlichen Werten besitzen – Nichts / Geldillusion virtueller Vermögen.
Ende mit dem sinn- und rechtlosen ESM-Rettungsmechanismus.
Alleinschon der Begriff Mechanismus ist praktizierter Rechtsbruchversuch.
Aber das hat nun fast jeder erkannt.
Jedenfalls werden am Dienstag die Champuskorken knallen wenn nach weiterer Rekapitalisierung durch Sozialisierung die Abbuchungen erfolgen würden. Die faz hat heute eine schöne Grafik
http://www.faz.net/polopoly_fs/1.2124261!/image/2565356229.jpg_gen/derivatives/default/2565356229.jpg
Angela Merkel haben aber ihre Garantien abgegeben – jetzt kann jeder wählen .
Wieviel Banken braucht Europa ?

Hauke März 22, 2013 um 17:59

Frank Lübberding, natürlich sind da noch Vermögenswerte. Die Frage ist, ob die derzeit von Zypern veranschlagten Abschreibugen in Höhe von 20% der Aktiva des Bankensektors alles ist oder ob noch was nachkommt. Der Punkt ist, dass seit letzter Woche die Situation so ist, dass mit Wiedereröffnung der Banken bei allen Beobachtern Gewissheit herrschen muss, dass alle faulen Assets raus sind, d.h. Wertverluste/faule Kredite abgeschrieben sind bzw. in Bad Banks ausgelagert sind. Denn wenn da noch irgendwo Risiko drin ist, dann brauchen sie tatsächlich gar nicht erst wieder aufzuschließen. Die Position von IMF, EZB und EU ist, dass ein Drittel der Verluste von den Bankkunden getragen wird, was die Bilanzsumme reduziert, und zwei Drittel der Staat übernimmt. Außerdem geht es wohl darum, die Bedingungen für die Kredite so zu gestalten, dass sich das Geschäftsmodell der Banken nicht mehr trägt und dadurch die Bilanzsumme über die nächste Zeit von alleine sinkt, etwa weil irgendwelche Steuerflüchtige sich eine neue Oase suchen müssen. Für das Entrümpeln spiel es aber letztlich keine Rolle, wer die Kosten der Entrümpelung trägt (Zypern via EU-Kredite oder die Bankgläubiger) und wie diese Umstrukturierung aussieht (Abschreibung auf Staatskosten oder Bankenabgabe, Good-Bank/Bad-Bank oder Übernahme werthaltiger Aktive durch einen Dritten). Aber was immer da nachher am Markt ist benötigt Liquiditätszufuhr von der EZB und Freizügigkeit im Kapitalverkehr. Das ist doch unfassbar, dass die EZB die Einschränkung des Kapitalverkehrs innerhalb der EU erzwingen will. Damit wäre Zypern wirtschaftlich völlig isoliert. Es bliebe Zypern gar nichts anderes übrig als den Euro zu verlassen.

Systemfrager März 22, 2013 um 18:01

@BB
>>> Wusste gar nicht, dass du auch (Keynesianer) dazugehörst . Aber Danke für dein Outing
Was,
o großer Gott
habe ich nur falsch gemacht,
dass man mich nicht erkannt hat,
was,
sag mir bitte!

someone März 22, 2013 um 18:03

bb: “Nie vergessen. Die Levantiner sind clever. ”
Das stimmt natürlich auch wieder. Bei ihrem Russenkredit schacherten sie auch bis zur allerletzten Sekunde. Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, unterzeichneten sie am 28.12. den Vertrag, damit am 1.1. die erste Tranche fließen konnte, ohne die sie bereits 2012 bankrott gewesen wären.

"ruby" März 22, 2013 um 18:07

Ja die Levantiner sind schlau :
Nach jedem Kreuzzug war die Kohle verschwunden ;-)
Hat Spass gemacht herauszufinden wohin!

~ Volksaufstand 17. Juni ~ März 22, 2013 um 18:10


**********************
Wer hat uns verraten ?

Gewerkschaften und
Sozialdemokraten !

“Wachstum”: +35 %
Löhne: -4 %

http://fastpic.ru/view/54/2013/0322/a906468e0c7d4be5890be8016606c653.jpg.html

q.e.d.!

**********************

f.luebberding f.luebberding März 22, 2013 um 18:11

Jetzt hat die Troika den Eigenanteil der Zyprioten wegen verschlechterter Bedingungen auf 6,7 Mrd. € angehoben. Das BIP in Zypern beträgt 17 Mrd. €. Man sollte sich das einmal auf Deutschland übertragen vorstellen. Wie nennt man das Irrsinn? Oder fällt einem sonst noch ein Begriff ein?

"ruby" März 22, 2013 um 18:12

@ BB

“Einfach mal kreativ werden. Konfliktfähig werden. Es drauf ankommen lassen. Der Euro geht deswegen schon nicht kaputt.”

Willst Du hier und in den MSM zum Hofbarden geadelt werden oder noch bei der Deutschen Bank einsteigen?

Hauke März 22, 2013 um 18:21

Ich habs zwar im Nachbarfaden schon mal geschrieben, wiederhole es aber gern: Kapitalverkehrskontrollen dienen vor allem der Stabilisierung des Wechselkurses und damit der Kontrolle der Inflation und des Risikos aus Wechselkursschwankungen. Das hat in Island Sinn gemacht (in der Spitze 80% Abwertung), in Argentinien (mehrere Abwertungswellen) und in Russland 1998, als die ihr Wechselkursband durch Devisenmarktinterventionen nicht mehr halten konnten (Bankenkrise, Staatsschuldenkrise, Einbruch der Exportpreise und negative LB) und die Freigabe des Wechselkurses mit Kapitalverkehrskontrollen flankiert haben, um den Verfall des Rubels und drohender Inflation abzumildern. Wechselkurskontrollen können auch Sinn machen um den Zufluss ausländischen Kapitals zu begrenzen und dadurch einer Überhitzung der Kapitalmärkte vorzubeugen, bzw. die Situation zu vermeiden, dass der Wechselkurs in Folge einer Überhitzung und anschließender Kapitalflucht massiv einbricht. Das ist aber alles in Zypern kein Thema, denn im Außenverhältnis ist Zypern viel zu klein, und innerhalb der EU sind Kapitalverkehrskontrollen völliger Nonsense bzw. schädlich für die zyprische Volkswirtschaft. Das ist eine politische Entscheidung durch die EZB, die durch nichts gedeckt ist.

Hauke März 22, 2013 um 18:22

Frank Lübberding, ich habe nur eine Erklärung für den Verlauf der Dinge: Zypern soll zum Austritt gezwungen werden.

Systemfrager März 22, 2013 um 18:25

Am deutschen Agieren in der Zypern-Krise gab es auch auf ganz anderer Ebene Kritik. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn warnte Deutschland vor verletzenden Aussagen über kleine Länder. Er verbat sich die deutsche Kritik am “Geschäftsmodell Zyperns” mit einem überdimensionierten Bankensektor. “Ich komme auch aus einem ganz kleinen Land, da ist nicht nur der Bankplatz überdimensioniert, sondern auch die Satellitenindustrie zum Beispiel”, sagte er Asselborn in Dublin am Rande eines EU-Außenministertreffens.

BB März 22, 2013 um 18:28

@ruby

Hofbarde bitte. Die Rolle gefällt mir.

(Was ist MSM?)

Doktor D März 22, 2013 um 18:30

Super-Testlauf, wie der Rest der EUro-Zone so einen forcierten Austritt ohne Geschäftsgrundlage aufnimmt.
Außerdem: In Italien steht die Regierungsbildung an, in DE eine Wahl.. da signalisiert man einfach mal, zu was man so fähig ist.

~ HALBGOTT ~ März 22, 2013 um 18:30

@Frank Flübberding!!

… Was soll eigentlich dieser Blödsinn??

… DU … weißßt doch ganz genau, daßß ich JEDEN deiner Artikel in der Luft zerreißßen kann? Fachlich-sachlich.

… DU … weißßt doch ganz genau, daßß ich JEDEN einzelnen Satz in deinen Artikeln in der Luft zerreißßen kann? Fachlich-sachlich.

… DU … weißßt doch ganz genau, daßß ich JEDES einzelne Wort in deinen Artikeln in der Luft zerreißßen kann? Fachlich-sachlich.

… DU … weißßt doch ganz genau, daßß ich JEDE einzelne Silbe in deinen Artikeln in der Luft zerreißßen kann? Fachlich-sachlich.

… DU … weißßt doch ganz genau, daßß ich JEDEN einzelnen Buchstaben in deinen Artikeln in der Luft zerreißßen kann? Fachlich-sachlich.

===> … all’ das … weißßt du … aus Erfahrung!!

===> … und dennoch … schreibst du immer noch genauso “qualifizierte” Elaborate … wie damals vor ~ 6 Jahre … wo wir uns kennengelernt hamn. Was soll das? … sag mir nur … was soll das? … was soll das eigentlich??? … ich versteh das nicht! … los komm … und erklär’s mir!!

( …. schon wie du wieder anfängst!! … schon der erste Halbsatz … ist gleich wieder Sondermüll, @Frank!! … “In der Debatte über die Zukunft Zyperns ” … was soll das? … Zypern hat KEINE “Zukunft”!! … Zypern ist ein Felsen im Mittelmeer. Meer nicht. … vielleicht bauen die Amis es zu einem Flugzeugträger aus … picke-packe vollgestopft mit Mordraketen für den laufenden WKIII … )

Systemfrager März 22, 2013 um 18:33

Was ist heute anders als im Jahre 1917 oder 1939
Deutschland hatte damals Kinder, viele viele viele Kidner (Kanonenfraß) , jetzt hat man die nicht
(das Geheimnis, warum man die “brutalmöglichste” freie Marktwirtschaft – in der deutschen Übersetzung “soziale Marktwirtschaft” – durchsetzen konnte)
Es wäre also sehr vernüftig, Klappe zu halten
Ich weiß ich weiß ich weiß
die Nachbarn sind nicht besser, aber die sind nicht die Welt
Im Klartext
Wir können uns die rrr-Eliten nicht mehr leisten

~ HALBGOTT ~ März 22, 2013 um 18:41

@Frank Lübberding
“f.luebberding März 22, 2013 um 18:11
“Jetzt hat die Troika den Eigenanteil der Zyprioten wegen verschlechterter Bedingungen auf 6,7 Mrd. € angehoben. Das BIP in Zypern beträgt 17 Mrd. €. Man sollte sich das einmal auf Deutschland übertragen vorstellen. Wie nennt man das Irrsinn? Oder fällt einem sonst noch ein Begriff ein?”
—————————————————–

===> …. was soll der Schwachsinn, @Frank??? … ich meine, was du schreibst, ist das noch Irrsinn … odda … ist das schon SCHUZPÄH?? … bezahlte Auftrags-Schuzpäh ???

===> … @Junge, ich zeig dir … was wahrer Irrsinn ist!!

… eat sis:

*******************************

EINKOMMEN ZYPERN: 109 %
EINKOMMEN BRDDR: 100 %

http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/70628/einkommen

*******************************
===> … merk’sch was? … und was PRODUZIERT Zypern, du “SPD”-Schlaumeier??

… richtig: … NIX!! … für die Produktion sind in der us-gesteuerten EUdSSR-Diktatur schließßlich die deutschen Exportniggersklaven zuständig. Aber … nich mehr lange …

"ruby" März 22, 2013 um 18:41

@ BB

Main Stream Medien (Meinungs Stimmungs Macher),
die hier mitlesen, um Ideen für ihre Manipulationen zu bekommen ;-)
(Handelsblatt, Zeit, Bild, Welt …)
ach habe die faz vergessen

BB März 22, 2013 um 18:45

@Linus

Was du als Paradigmenwechsel bezeichnest, scheint mir eher das Pech der Kleinen. Und so wird es weiter gehen. Man wird sich nach und nach des Ballasts entledigen. Angefangen bei den Kleinen, wird Land für Land fallen, und das mit maximalem(!) Flurschaden. Es geht nur mehr darum, Aufschub zu gewinnen.

Vielleicht ist es ja nur Wahlkampf, vielleicht aber auch mehr.

Ich habe schon den Eindruck, das Schäuble und Co. erkannt haben, dass eines der größten Hindernisse in Richtung EU-Einigung der desaströse Steuerwettbewerb ist.

Man wird sehen, ob das nur eine temporäre Haltung ist.

Systemfrager März 22, 2013 um 18:52

Ich erinnere mich gerade
Kroatien,
als das Volk sich SEHR knapp für die EU entschieden hat
die Gegner haben es sehr treffend geschildert:
Was will Kroatien in der EU?
Und gerade jetzt!
Die Zeit ist so, als wenn man zur Party nach der Mitternacht kommt:
Eine Hälfte ist schon weg,
die andere Hälfte schon stunk betrunken

"ruby" März 22, 2013 um 18:54

Gesamtsituation Kleinsparer bei Merkel und Steinbrück
http://www.youtube.com/watch?v=zI7MXEQ6fVo
Wer vermündelt die unvermündelten?

herb ransom michaelsen März 22, 2013 um 18:56

?@Ktis

Es gibt noch mehr Facetten zu der ganzen Angelegenheit als nur die Aufteilung zwischen Hinterzimmergeklüngel und demokratischer Fassade.

Es stehen gerade zwei Gründungsnarrative der Bundesrepublik kurz davor, endgültig abgewrackt zu werden – erstens der gesellschaftlich bindende Konsens, Exportweltmeister zu sein; zweitens der (vor allem) von den Bildungseliten getragene Gedanke, als Teil von Europa Element eines übernationalen Friedensprojektes zu sein.

Beide Narrative haben eine zentrale Rolle in der Entstehung und Entwicklung unserer Nachkriegsordnung gespielt, funktionierten lange Zeit recht passabel nebeneinander her, und stehen jetzt beide, verkörpert durch den Euro, endgültig zur Disposition, weil in der Krise nicht zwischen ihnen vermittelt werden kann.

Dass bei unseren politischen Eliten – außer bei der Linkspartei – niemand ernsthaft Stellung bezieht, ist in einer Situation wie dieser vollkommen verständlich. Oder gibt es von Seiten der SPD und der Grünen irgendwelche ernstzunehmenden inhaltlichen Bedenken gegenüber der bisherigen Politik? Was die Opposition seit Jahren aufführt ist eine weitestgehend entkernte Pseudokritik am System Merkel, die vor allem an autoritäre Affekte appellieren soll. Merkel müsse in Sache X / Angelegenheit Y „klare Kante“ bei ihrer „Chaostruppe“ zeigen, ihren „Laden in Ordnung bringen“ etc. usw.

Steinbrück ist jemand, der genau diese „endlich-sagts-mal-wer-“ Affekte hervorragend bedient, insofern ein passabler Gegenkandidat zu Merkel ist, ohne inhaltlich irgendeine ernstzunehmende Alternative zu formulieren. In Situationen wie diesen ist er vermutlich der richtige Mann am richtigen Ort, nur aufgrund seiner Art im Ausland etwas schwer vermittelbar. Einer, der den Bogen überspannt.

Im Inland gibt es keine politische Partei, die eine ernsthafte Lösung anbietet, wie ein Europa auf Augenhöhe UND das deutsche Exportmodell vereint werden können. So ein Projekt wäre aber gefährlich: hier geht’s nämlich um mehr als nur um „Kalkül“, sondern um die nationale Identität von Nachkriegsdeutschland.

Leider, wie so oft, wird durch dieses Identitätsproblem ganz Europa in Mitleidenschaft gezogen.

herb ransom michaelsen März 22, 2013 um 19:00

Also: mittelfristig geht es mit Vollgas gegen die wand.

Systemfrager März 22, 2013 um 19:07

Ich wage eine Prognose:
Weil Zypern (von der monetären Größe) ein Witz ist, wird man Zypern retten, die konservative Regierung wird “einlenken”, nach innen wird sie sich heldenhaft präsentieren:
“Man hat Maximum erreicht, was real überhaupt möglich war”
Aber:
der erste Dominostein ist gefallen, da gibts kein Entrinnen mehr

Die EU sollte beweisen, dass der Kapitalismus ins 19. Jahrhundert zurück kehren kann
NEIN, DAS KANN ER NICHT

Systemfrager März 22, 2013 um 19:20

Wie EURO die “bösen” Keynesianern, also die Menschen, die keine sozialdarwinistischen Schweine sind – wie etwa Mises, Hayek, Röpke, Friedman, .. – bezwingen wird

Robert Mundell, evil genius of the euro

The euro would really do its work when crises hit, Mundell explained. Removing a government’s control over currency would prevent nasty little elected officials from using Keynesian monetary and fiscal juice to pull a nation out of recession.

weiter >>>

Hauke März 22, 2013 um 19:22
vnmses März 22, 2013 um 19:30

Warum spricht man immer von “Sparpolitik”? Es ist doch schlicht und einfach das Ende der Kreditwürdigkeit.

keiner März 22, 2013 um 19:56

Ach Flübber, alter Schweden-Sozi, hier noch eine schöne Geschichte aus dem Land deiner Träume:

http://www.thelocal.se/46874/20130322/

Öffentlicher Aufschrei: Fehlanzeige.

Oder der Trottel hier, seines Zeichens Einwanderungsminister:

http://www.thelocal.se/46864/20130321/

Öffentlicher Aufschrei: Fehlanzeige.

Waren halt alles gute Freunde vom Adolf und haben gern und willig Stahl etc. geliefert. Immer nur gegen Barzahlung, selbstverständlich. Auch eine Form von Geldwäsche…

Linus März 22, 2013 um 20:03

“Es stehen gerade zwei Gründungsnarrative der Bundesrepublik kurz davor, endgültig abgewrackt zu werden – erstens der gesellschaftlich bindende Konsens, Exportweltmeister zu sein; zweitens der (vor allem) von den Bildungseliten getragene Gedanke, als Teil von Europa Element eines übernationalen Friedensprojektes zu sein.”

So sieht’s aus. Es wird aber nur eines abgewrackt, das zweitere. Das erste wird auf Teufelkommmalraus aufrecht erhalten. Die EU als Exportweltmeister, das ist die deutsche Idee dahinter. Wer da aus dem Glied tritt, fliegt raus. Und wenn man sich das genauer anschaut, dann sieht man die kapitalistische Fratze der Industriebarone. Borniert bis in die Knochen.

Systemfrager März 22, 2013 um 20:12

>>> Die EU als Exportweltmeister, das ist die deutsche Idee dahinter. Wer da aus dem Glied tritt, fliegt raus. Und wenn man sich das genauer anschaut, dann sieht man die kapitalistische Fratze der Industriebarone. Borniert bis in die Knochen.
Exakt!!!
eine Kurzfassung, die nicht zu übertreffen ist …

Die EU: Ein neoliberales Projekt nach dem Vorbild des deutschen Merkantilismus
weiter >>>

Systemfrager März 22, 2013 um 20:26

Es bleibt jedoch die Frage im Raum, warum Zypern überhaupt 17 Mrd. Euro bekommen soll. Rund 11 Mrd. Euro davon sind einzig und allein für die Rekapitalisierung des überdimensionierten und zutiefst maroden Bankensystems der Insel vorgesehen. Man will also Banken, die zusammen rund 500 Mio. Euro wert sind, für das zweiundzwanzigfache ihres Wertes „retten“. Das ist Irrsinn pur! Sollte dieser Irrsinn Wirklichkeit werden, würde sich die Staatsschuldenquote Zyperns zudem mit einem Schlag von 90% auf 160% erhöhen

Er ist Klasse
Jens >>>

Jackle März 22, 2013 um 21:24

“Rund 11 Mrd. Euro davon sind einzig und allein für die Rekapitalisierung des überdimensionierten und zutiefst maroden Bankensystems der Insel vorgesehen. Man will also Banken, die zusammen rund 500 Mio. Euro wert sind, für das zweiundzwanzigfache ihres Wertes „retten“.”

Klasse!

herb ransom michaelsen März 22, 2013 um 22:04

@linus

Ich habe da immer den Hans Dieter Hundt vor meinem inneren Auge, der seit gefühlt 1993 plärrt, dass hier die Löhne zu hoch und die soziale Hängematte zu weich sei.

topi März 22, 2013 um 22:46

herb ransom michaelsen März 22, 2013 um 18:56

“Es stehen gerade zwei Gründungsnarrative der Bundesrepublik kurz davor, endgültig abgewrackt zu werden – erstens der gesellschaftlich bindende Konsens, Exportweltmeister zu sein; zweitens der (vor allem) von den Bildungseliten getragene Gedanke, als Teil von Europa Element eines übernationalen Friedensprojektes zu sein.

Beide Narrative haben eine zentrale Rolle in der Entstehung und Entwicklung unserer Nachkriegsordnung gespielt, funktionierten lange Zeit recht passabel nebeneinander her, und stehen jetzt beide, verkörpert durch den Euro, endgültig zur Disposition, weil in der Krise nicht zwischen ihnen vermittelt werden kann.”

Das klingt zwar nach einer knackigen These.
Nur leider ist es in dieser Ausformulierung einfach Unfug!

Das Problem ist nicht der Export an sich also der Exportweltmeistertitel, sondern der Exportüberschuss.
Und letzterer, zumindest in problematischer Höhe war alles ander als ein “Gründungsnarrativ”; wer daran Zweifel hegt, sei wieder einmal auf die von einer CDU-geführten Regierung erlassenen Maßnahmen Ende der 60er verwiesen. Exportsteuern und Importverbilligungen, um den Außenhandelssaldo zu verringern; die wollten die notwendige formale Abwertung verhindern (natürlich auf Dauer Dummheit), wussten aber um die noch gröbere DUmmheit zu hoher Exportüberschüsse.

Der Exportwahn allein passt ganz gut zu einer europäischen Einigung; man importiert ja entsprechend, es findet Spezialisierung statt, mehr Abhängigkeit, Annäherung (wenn man es für einen Vorteil hält, dass es überall in Europa die gleichen Innenstädte gibt).

Das Problem ist der Exportüberschusswahn.
Der hat aber nichts mit den prosperierenden Jahrzehnten der alten BR zu tun, sondern ist unmittelbar mit “Standort”, “Wettbewerbsfähigkeit”, “Lohnzurückhaltung”, Lohnnebenkostensenkung”, “Steuersenkung” (für die richtigen natürlich) etc.pp verbunden.

Also bitte die knackige Aussage anpassen. ;-)
Denn eines ist natürlich absolut richtig:

herb ransom michaelsen März 22, 2013 um 19:00

“Also: mittelfristig geht es mit Vollgas gegen die wand.”

Linus März 22, 2013 um 23:01

Nun gut, die Banken Zyperns sind im Eimer! Jens Berger hat völlig recht mit seiner Analyse. Es macht keinen Sinn, das gute Geld dem schlechten hinterherzuwerfen. Beide Seiten haben Zypern in eine denkbar prekäre Situation hineinmanövriert.

Die EU hat das Problem auf die lange Bank geschoben (über ein halbes Jahr verzögert) und gewartet, bis Herr Anastasiades im Amt war. Ich unterstelle böse Absicht. Beide den Zyprioten war’s wohl ähnlich. Nun hat Herr Anastasiades in seiner Not zu hoch gepokert.
Und jetzt steht Zypern über Nacht ohne Geschäftsmodell da.

Laut statista und wiki für Zypern 2012:
-BIP: 22,5 Milliarden
- Staatsverschuldung: 15,5 Milliarden
- Staatsschuldenquote: 70% des BIP (nach Jens Berger 90%)
- Anteil Dienstleistungssektor (incl. Finanz): 81 %
Streichen wir den Dienstleistungssektor auf 50% zusammen, dann fallen 31% des BIP weg. Damit erhöht sich die Staatsschuldenquote mit einem Schlag von 70 auf 100% (nach Jens Berger von 90 auf 120%). Und das in einer massiven Rezession.

Konsequenz: schon die bis dato aufgelaufenen Schulden sind nie mehr bezahlbar. Was sollen sie machen? Sich die Kugel geben?
In Brüssel um Wiederaufbauhilfe betteln? Dann kommt die Troika und hilft ihnen beim Sparen.

topi März 22, 2013 um 23:01

“Wahl”

Na selbstverständlich.
Wie wäre wohl eine Wahl auf Zypern NACH einem Sparpaket verlaufen? Mit welchen AUswirkungen auf das beschlossene Päckchen?

“ELA”

Eigentlich klar, dass die Hardcorestabilitisten in der EZB mal die ELAs austesten werden, bei günstiger Gelegenheit.

Bei BB gibts dafür Sympathiepunkte, und er ist sicher nicht allein damit.

@ BB
Du gehst ernsthaft davon aus, dass Zypern der Anfang von einer Reihe zu stürmender Banknester ist?
Das ist doch recht einfältig. Wer hat in Zypern sein (dickes) Geld, wer in Luxemburg und co?

topi März 22, 2013 um 23:08

Festgeld bei der comdirekt: 0,5 Prozent Zinsen.

In Zypern sind es etwa 4,5 %.

Jetzt müssen die “armen Kleinsparer” in Zypern “bluten”.
Mir kommen die Tränen. Vor Rührung, ob solcher Darstellung.

Wer vor zwei Jahren angelegt hat, liegt also auch mit 6,75er Schnitt besser als in D. Nur mal so.

topi März 22, 2013 um 23:12

Zu den Kapitalverkehrskontrollen.
Klar sind andere Lösungen sinnvoller. Nur muss man sehen, wer welche Möglichkeiten zum handeln hat.

Die technischen Möglichkeiten scheinen doch recht ausgefeilt zu sein (schwupp, ohne Parlamentsbeschluss sind schon die Abschlöäge auf dem Konto eingefroren).

So sollte es möglich sein, den normalen Zahlungsverkehr auf Zypern aufrecht zu halten, also die Bedienung von Löhnen, Mietenetc.

Klar ist das nicht gerade ein Top-Argument, um ein Direktinvestment zu starten.
Aber das ist nun kein kurzfristig wirksames Thema.

topi März 22, 2013 um 23:17

Dass es mit der Euro-Zone generell den Bach runtergeht, nunja.

Es gibt ja Leute, die dies nicht wirklich wundert. :roll:

Ach und noch eins

100.000 Flocken Einlagensicherung

Ja wo kommt denn dieser Schwachsinnsbetrag her?
Weil Angela und Peer ein dickes Statement abgeben wollten. Offenbar nicht an den deutschen Mediansparer, wie wir inzwischen wissen. :roll:
Aber an so manchen ultiplikator hier in D.

Und der Rest Eurolandes musste mitziehen, sinnvoll oder nicht.

Natürlich NICHT sinnvoll!!!

Geldanlage ist riskant, ja was denn sonst.
80.000 Cash ist KEIN Kleinsparer. Die alten 20k, und der Rest ist risikobehaftet. Was auch sonst, wenn man mal unvoreingenommen darüber nachdenkt.

Linus März 22, 2013 um 23:23

@topi: Und jetzt?

Thor März 22, 2013 um 23:39

Bleibt zu hoffen, dass das System bald zusammenbricht. Ist eigentlich eine einzige Perversität.
Ich will nichts mehr von den Psychopathen, die sich unsere Politiker schimpfen, hören und sehen.
Ich weiß, ist ein wenig “Nerdig” bei StarTrek gab es mal eine Folge wo eine durchgeknallte Holodeckfigur geschaffen wurde.
http://en.wikipedia.org/wiki/Ship_in_a_Bottle_%28Star_Trek:_The_Next_Generation%29

Der wurde am Ende “entschärft” indem man ihn vorgegaukelt hat, er wäre in der Realität.
Ist sowas nicht für Eu-Politiker möglich???

holger März 22, 2013 um 23:39

topi

—>>>Geldanlage ist riskant, ja was denn sonst.”

Kinder

holger März 22, 2013 um 23:49

Deswegen stopft man sie ja auch in den Erziehungsstall wie Legehennen…

Capice ??? so wie dich in die HJ

topi März 22, 2013 um 23:57

@ Linus

Na den Garten kaufen, solange du noch abschlagsfrei an dein Geld kommst ;-)
Oder Das Häusken mit dazu, oder den Anteil am Gemeinschaftsgarten, je nach “Kleinsparerstatus”. :roll:

Praktisch: Zypern wird recht schnell unter den Schirm schlüpfen, “Kleinsparer” werden ausgenommen, sonstige Konten rasiert..
Armageddon verschoben, auf zur nächsten Rettung.

Irgendwann lässt sich das nicht mehr einhegen, die Wahltermine liegen ungünstig, das Drohpotential der EZB wird ausgereizt sein, was auch immer.

Der Link von hg ist interessant. Genau so wie der Reichtumsbericht der EZB, der auch noch auf die Verteilung der Vermögen hinweist.

Die Deutschen haben extrem verloren im Vergleich zu den anderen Ländern. Im Vermögen krass zurück, beim Median-Einkommen, also DEM früheren Hammer Deutschlands, dem bestausgebildeten Facharbeiter, schon hinter Zypern, aus großem Vorsprung (vermute ich mal ins Blaue hinein).

Es herrscht in weiten Teilen der deutschen “Elite” die Meinung, dass kann so nich tweitergehen; also rasieren wir die Zyprioten auf 80 oder 70 Prozent des Medianeinkommens, etc.pp.

Irgendwann wird jemand da nicht mitmachen wollen.

Der Medianmichel, der Gearschte der ganzen “geistig-moralischen Wende”, wird auch irgendwann aufwachen.

Wohin er dann taumelt, ist allerdings komplett ungewiss.

"ruby" März 23, 2013 um 00:11

@ Thor

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/f/f6/ST-TNG_Ship_in_a_Bottle.jpg
character of the Sherlock Holmes novels

köstlich

“Barclay extracts the memory cube from the holodeck and sets it in an extended memory device in order to provide Moriarty and the Countess a lifetime of exploration and adventure.”

hoffentlich wird bald der Geldspeicher (Geldillusion) aus der Geldbank (EZB) in den Geldhimmel (wo auch immer) mit den Geldplayern (…) gestartet

"ruby" März 23, 2013 um 00:19

@ topi

die akteure müssen ihrer eigenen rationalität entsprechend weiter retten
bis die wirklichkeit sich einen umgang mit ihnen erarbeitet hat
dann heisst es goodbye
http://www.youtube.com/watch?v=qmyR4wPI1o0

someone März 23, 2013 um 00:35

Aber seht es doch mal so:
In Zypern wird gerade mit großem Beifall eine Vermögenssteuer eingeführt, darüber hinaus sind alle, die sich so über den Blüm lustig gemacht haben, ziemlich blamiert, da die kapitalgedeckte Rente nicht nur nicht sicher ist, sondern nun auch noch zum Schutz ausländischer Gläubiger eingesetzt wird. Das ist die perfekte Steilvorlage für Topi, sein Topistan einzurichten.

Hauke März 23, 2013 um 00:36

topi, Du hast Kapitalverkehrskontrollen nicht verstanden. Der freie Kapital- und Zahlungsverkehr gehört zu den vier Grundfreiheiten, die die Grundlage des Europäischen Binnenmarkts der EU bilden. Was Du als “ausgefeilte Möglichkeiten” bezeichnest, könnte unter anderem bedeuten (via Guardian):

- Restrictions in daily withdrawals
- Ban on premature termination of time savings deposits
- Compulsory renewal of all time savings deposits upon maturity
- Conversion of current accounts to time deposits
- Ban or restrictions on non cash transactions
- Restrictions on use of debit, credit or prepaid debit cards
- Ban or restriction on cashing in checks
- Restrictions on domestic interbank transfers or transfers within the same bank
- Restrictions on the interactions/transactions of the public with credit institutions
- Restrictions on movements of capital, payments, transfers
- Any other measure which the Finance Minister or the Governor of Cyprus Central Bank see necessary for reasons of public order and safety

Stell Dir mal vor, die Deutsche Bundesbank würde die Senatsverwaltung Berlin anweisen, diese Maßnahmen umzusetzen. Weißt Du, was da los wäre?

Am Sonntag ist Meeting von Eurogruppe, IMF und EZB. So wiesaussieht wird Zypern seinen Bankensektor restrukturieren, seine beiden größten Banken nach Good-Bank Modell aufspalten und dann zusammenlegen und rekapitalisieren. Die Kosten der Rekapitalisierung scheinen sich in Grenzen zu halten (2.2 Mrd. scheibt ekathimerini). Vielleicht gelingt es ja bis Dienstag, den Bankensektor so vernünftig aufzustellen, dass das vermieden werden kann.

someone März 23, 2013 um 00:40

Die Piräusbank, die im Dezember selber rauskgekauft werden musste, übernimmt im übrigen die griechischen Tätigkeiten der Zypernbanken. Der Anschlusstreffer: Absurdistan vs. Topistan 1:2.

topi März 23, 2013 um 00:47

Hauke, vielleicht solltest du nicht ständig Kurz-Schlüsse produzieren, nur weil ich nicht in deinen Bahnen denken muss.

Jedes Ende eines Geldzyklus’ wird zwangsläufig mit Kapitalverkehrskontrollen einhergehen; ob diese nun per order die mufti oder Gebetstafel oder Grundfreiheit “ausgeschlossen” sind, ist dabei völlig wumpe, es wird passieren.

Da die Eurozone sich eineswegs wie ein Währungsgebiet verhält, wird es diese Einschränkungen auch innerhalb der Eurozone geben.

Es wird Maßnahmen geben, den Bank run zu verhindern (oder zu vertuschen, Zypern ist klein genug, wenn ihn keiner mitkriegt ist er quasi nicht geschehen).

Was du als Horrorliste aufführst, wird natürlich nicht alles kommen, nur soviel, wie nottut.
Und die Erde wird sich weiterdrehen, auch wenn eine “Grundfreiheit” verletzt ist. Die zypriotischen Konten werden langsam schmelzen, die Regierung wird Austeritätsprogramme fahren, und sie werden ordentlich in die Rezession gehen.

Aber nicht wegen der ach so bösen K.

"ruby" März 23, 2013 um 02:05

@ topi

“Da die Eurozone sich [k] eineswegs wie ein Währungsgebiet verhält, wird es diese Einschränkungen auch innerhalb der Eurozone geben.”

Lange Erkenntnisstand normal analysierender Ökonomen
siehe z.B. Delorsbericht …
abgestuftes EWS mit flexiblen EURO-Kursen (Auf- und Abwertungsstufen); wird halt nur nicht mehr von dem derzeitigen abgewrackten Personal umgesetzt
Organisationsstrukturenveränderungen sind dann auch auf der Agenda – aber den Humor und Spass dabei nicht vergessen !
Und relativ einheitliche Steuersätze gehören auch dazu ;-)
Grundbeträge + staatenindividuelle Zuschlagssätze – wie bei der Umsatzsteuer für die Abfallentsorgung bereits jetzt europaweit realisierbar – muss sich nur mal einer von den Labertaschen konkret anschauen .
SPD-Parteitag erwache …und schreibe dem Steinbrück mal ein Konzept.

"ruby" März 23, 2013 um 02:09

@ Hauke

Christine Lagarde hat bis Sonntag ihre Wohnung auch wieder aufgeräumt und Zeit für ihr lecker Gehalt Wochenends zu arbeiten.

"ruby" März 23, 2013 um 07:42

Absoluter Hammer :

Leute das eben gesendete Interview mit Michael Hüther im Deutschlandfunk ist bezeichnend, wer wie was in dieser Demokratie ansagt, bevor überhaupt verbindliches vorgelegt ist und abgestimmt werden kann.
Die Osterzahlungen für die Rekapitalisierung maroder Bankengeschäftsmodelle durch Sozialisierung der Kosten mit Staatsbankrottrettungen durch Rettungsschirme steht danach fest. Die anderen Steueroasengeschäftsmodelle werden folgen.

Die Unmissverständlichkeit der Parole ist alternativlos dargelegt.

Tschüss bis irgendwann – Ratlosigkeit pur …

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/03/23/dlf_20130323_0718_cd851c83.mp3

Systemfrager März 23, 2013 um 07:54

Der CSU-Politiker Markus Söder forderte indes Moskau auf, sich an der Zypern-Rettung finanziell zu beteiligen. “Die Russen müssen helfen. Denn es geht in Zypern auch um russische Gelder.

Wie blöd sind unsere Politiker nur
Das war russisches Geld. Jetzt ist das Geld der russischen Fünften Kolonne, derjenigen die den “Diktator” Putin mit den “guten” westlichen Kapitalisten mit allen Mitteln beseitigen wollen … um Russland aufzuteilen
Wie schön waren die Zeiten unten dem “großen Demokraten und Reformer” dem Säufer Jelzin
Man hat ein bisschen Spenden gesammelt, hat auf dem roten Platz den Russen Suppe gekocht, eine ganze Horde der westlichen Journalisten hat es gefilmt und in den westlichen Medien die unendliche Güte des Westens bejubelt

someone März 23, 2013 um 08:07

@ruby: Und was ist dann dem Interview jetzt so schwer verdaulich?

keiner März 23, 2013 um 09:36
Andreas Kreuz März 23, 2013 um 10:06

Nichts ist so, wie es scheint.
Es gibt für alles eine Erklärung:

http://konsumpf.de/?p=14836

"ruby" März 23, 2013 um 10:15

Danke
fange mit
Minus 10 an
muss nicht gleich auf 70 runter (Risikotoleranz)
;-)

H.Ewerth März 23, 2013 um 10:39

Die EWU incl. Deutschland als größte Volkswirtschaft in Europa, hat doch zugelassen, dass Länder aufgenommen wurden, dessen einzigstes Geschäftsmodell, Steuerdumping war? So stellt man sich also eine Europäische Wirtschafts Gemeinschaft vor? Die Schwächsten zahlen die Zeche? die einen können mehrfach die Stabilitätskriterien brechen, und bekommen gerade einmal einen „blauen Brief“? Die einen dürfen nach der Euroeinführung, Lohn,- und Sozialdumping betreiben, und damit alles in der EWU niederkonkurrieren, die einen haben die Finanzmärkte massiv Dereguliert, und die kleinen Länder die auf Grund dessen nicht einen Hauch einer Chance haben, zahlen den Preis mit Verelendung von Massen in Europa? Deutschland kann nicht anders, „am deutschen Wesen soll wieder einmal wenn schon nicht die Welt zu mindestens Europa genesen“? Selbstkritik sehe und höre ich in diesem Zusammenhang hier nicht? Schuld sind immer die Anderen? Wie erbärmlich!

Pjotr56 März 23, 2013 um 10:57

@fl:
” Wobei nicht jede Privatisierung sinnlos sein muss, wie wir wissen … .”
Dazu bitte ich um eine Erläuterung. Welche Privatisierung hat denn Sinn gemacht? Post? Bahn? Energieerzeuger? Lufthansa?
Bin auf die Antwort gespannt.

"ruby" März 23, 2013 um 11:25

@ someone

Hier wurde das Truel durchgespielt :
Ergebnis ist, dass Zypern auf jeden Fall einen Bank Run mit Staatsbankrott erleiden wird.

Das fatale dabei, die MSM lassen die Akteure so agieren, dass vorher noch (Sonntagabend) die Eurorettungsschirmkohle verfügbar gemacht wird, so dass auch die Vermögenden über 100.000€ selbst mit 25% Einbehaltung noch optimale Kasse zulasten der normalen Staatsbürgersteuerzahlen machen. Ihr Vermögen wieder einmal sozialisiert wird, und die Restschulden trotzdem abgewältz sind.
Und dass wissen alle, die sich wie dieser hier :

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/2050721/

zu Wort melden dürfen.

Keynesianer März 23, 2013 um 11:41

@H.Ewerth

Deutschland kann nicht anders, „am deutschen Wesen soll wieder einmal wenn schon nicht die Welt zu mindestens Europa genesen“? Selbstkritik sehe und höre ich in diesem Zusammenhang hier nicht? Schuld sind immer die Anderen? Wie erbärmlich!

Selbstverständlich sind es “die Deutschen”, die sich darum reißen, für Hungerlohn bis 70 sich abschzuschinden, um Exportüberschuss zu erwirtschaften und die anderen Euro-Staaten nieder zu konkurrieren und zwangszuverschulden. Das ist “Deutschland” plärrt bei uns die ganze Presse und trommeln alle anderen Medien und der übliche Dummlinke krakeelt es begeistert mit.

Weil “Deutschland” wahrscheinlich den Neoliberalismus und die Agendapolitik erfunden hat und weltweit die Massenmedien kontrolliert, gell? ;)

Eagon März 23, 2013 um 11:56

Wann ist damit zu rechnen, dass sich etwas zum Positiven wendet.

Wenn die Arbeitsmärkte in einer Währungsunion nicht mehr national sein können, warum beschließt die Politik, ergreift die EZB dauernd Maßnahmen, die den gemeinsamen übernationalen Arbeitsmarkt schädigen.

Bei 0% Inflation?

Das ist doch merkwürdig.

Andreas Kreuz März 23, 2013 um 12:02

@Eagon

Niemals.

Erst wenn alles in Scherben liegt,
wird sich irgend jemand an die alte Indianerweisheit erinnern,
dass man Geld nicht essen kann.

Keynesianer März 23, 2013 um 12:16

f.luebberding

In Zypern werden wir in den nächsten Tagen eine neue Diskussion erleben. Plötzlich wird nämlich die Eurogruppe (sprich die deutsche Politik) eine überzeugende Argumentation anbieten müssen, warum Zypern den Euro retten soll?

Und wer, bitte, bestimmt denn die “doitsche Politik”? ;)

Folkher Braun März 23, 2013 um 12:20

die doitsche Bank.

conceptskip März 23, 2013 um 12:29

Das Bankensystem als Wohlstandstreiber? Da haben wir wohl die lezten paar Jahre der Krise verschlafen?
Mein Mitleid hält sich jfs in engen Grenzen.
Der Zugriff auf die Sparkontenen, ist vielleicht ein Tabubruch, aber mehr in dem Sinne, dass endlich Assetholder für ihre falschen Entscheidungen die Verantwortung übernehmen müssten, übrigens wohl eine marktwirtschaftliche Grundregel.
Anders als bei den anderen Mittelmeer-Staaten, müssten damit endlich Verursacher des Problems zahlen, und nicht die breite Bevölkerungsmehrheit.

Keynesianer März 23, 2013 um 12:35

Und wie “doitsch” ist denn die “doitsche Bank”? :)

Keynesianer März 23, 2013 um 12:46

@conceptskip

Wir brauchen eine Bankenregulierung, die endlich das Casino schließt. Das ist auch nicht so schwierig. Es reicht die Trennung der Geschäftsbanken von den Casinoinstituten. Letztere bekommen grundsätzlich für alle Einlagen den Ramsch-Status, es weiß also jeder Einleger oder Käufer von deren Papieren, das im Ernstfall sein Geld futsch ist. Die Casinobanken müssen ihren Ramschstatus auch klar auf allen von ihnen begebenen Anleihen und Fondanteilen ausweisen.

Die Geschäftsbanken werden grundsätzlich mit ihren Einlagen auch gesichert und deren Geschäfte überwacht. Die dürfen nicht global irgendwelche Schrottpapiere aus den USA kaufen, auch wenn diese dreißgmal mit A (wie Verarschung) geratet werden.

Papiere von außerhalb des EU-Rechts gelten grundsätzlich als Ramsch. Nicht-Ramsch sind innerhalb der EU entsprechend besicherte Papiere.

Aber heute einfach mal zyprische Banken, die man nicht reguliert hat, deren Staat zu einem Zeitpunkt in den Euroverbund aufgenommen wurde, als deren Geschäftspolitik längst bekannt war, unter Verletzung jeglicher ehrlicher Geschäftsgrundsätze in den Bankrott zu treiben, womöglich noch, wenn der Großteil ihrer Verluste durch den griechischen Haircut bedingt wäre, das ist nicht zu vertreten.

Das soll auch nur dazu dienen, den Euro einen kräftigen Schritt weiter zum Abgrund gleiten zu lassen, was der kundige Blick daran erkennt, dass alle, aber auch wirklich alle Weltmedien plärren, dass “Deutschland” wieder für alles verantwortlich wäre.

Der kundige Blick eben. ;)

conceptskip März 23, 2013 um 13:04

@Keynsianer
Das meiste was du forderst macht schon Sinn. Eben für die (nahe) Zukunft.
Für das unmittelbare Problem, muss aber eine kurzfristige Lösung her. Die fehlende Regulierung ist heur aber gar kein Argument. Wenn eine Bank das doppelte + des kontinentalen Durchschnitts anbietet, muss einfach jeder mit einem Grundschulabschluss kapieren, dass da was nicht in Ordnung ist. Meinetwegen, soll sich da Omi ihrem Sparbuch zu liebe herausreden dürfen, wer über 100 K€ investieren kann, muss das veratnworten können.

Das kann dem Euro nicht schaden, ganz im Gegenteil, wenn das Schuldenrad aufgrund Phantasie-Assets weitergddreht wird.
Die internationalen Medien machen D/EU in erster Linie die Austeritätspolitik zum Vorwurf, das nun ist aber etwas ganz anderes.

H.Ewerth März 23, 2013 um 13:11

@Keynsieaner
ich habe jedenfalls seit der Agenda 2010 nicht Millionen auf den Straßen gesehen, um dagegen ihren friedlichen Protest zu erheben? Das Millionen von Menschen in Deutschland verarmen, dafür ist nicht Europa verantwortlich , sondern Deutschland ganz alleine. Wenn es die Bevölkerung zulässt, dass in einem der reichsten Länder der Erde, Lohn und Sozialdumping betrieben wurde und wird, die Finanzmärkte massiv dereguliert wurden, um weiterhin zu Lasten der kleinen Länder in der EU alles nieder zu konkurrieren? Hauptsache Deutschland bleibt „Export Weltmeister“ zu mindestens Vize Weltmeister? dann trägt Deutschland eine gewaltige Mitschuld, wenn nicht sogar die Hauptschuld!

Carlos Manoso März 23, 2013 um 13:13

@ Linus März 22, 2013 um 17:45
„@BB: “Systemrelevanz ist eine PR-Erfindungen”
Ach so, nur PR!? Warum hat man dann 2007 nicht gleich alle pleite gehen lassen?“

Linus, Frank Schirrmacher beschreibt das m.E zutreffend in seinem neuen Buch „Ego“.
Es ging erstmal darum, die Denkfigur des „Alles oder nichts“ in den Hirnen zu verankern. Oder meinetwegen auch den Pokerspielerspruch „The winner takes it all, the looser get nothing“ in den Hirnen zu verankern. Das hat den Pokerspielern seit 2007 viele Milliarden Cash eingebracht und ebenso viele Milliarden wurden am Tisch verloren.

Die G20-Staaten beschlossen z.B. schon 2008, die Pokerspieler vor „unfairem Wettbewerb durch Steueroasen“ zu schützen. Russische und britische Oligarchen pokerten –ohne die Miene zu verziehen- sogar bis 2013, dass ihre Steueroase Zypern („Modell Zypern“) unter dem Schutz ihres Ober-Oligarchen Putin steht. Wladimir Putin scheint aber jetzt in dieser Pokerrunde kein Blatt mehr legen zu wollen und lieber einige Banken seiner Oligarchen-Mitspieler ins Gras beissen lassen zu wollen. Denn das Endgame kommt ja noch wie das Amen in der Kirche.

Keynesianer März 23, 2013 um 13:15

@conceptskip

Mir kommt das so vor, als würden einige brave Sparer beim Anblick der Zinsen von 4,5% die blanke Wut kriegen, weil ihnen ihre Sparkasse nur 0,5% gutschreibt.

Jetzt soll die Oma in Zypern dafür büßen. :)

Vom Volumen her, um das es hier geht, handelt es sich um Peanuts. Das wäre es also tausendmal wert, wenn wir darüber eine Bankenregulierung im Euro-Raum bekommen.

Darum fordere ich, Zypern zum Anlass eine solchen Regulierung zu nehmen, statt irgendwelche Bankeinleger völlig willkürlich zu strafen, dass ihre Banken höhere Zinsen geboten haben oder in griechischen Staatsanleihen engagiert waren.

Schon der griechische “Haircut” war ein Verbrechen. Man kann nicht einfach die Staatsanleihen von Eurostaaten kassieren, das ist doch der blanke Wahnsinn und kann nur den böswilligsten Zielen dienen.

Aber hier werden noch die deutschen Sparer gegen die Oma in Zypern aufgehetzt, weil die ja für ihr Sparbüchl höhere Zinsen gekriegt hat, und zum Schluss ist “Doitschland” wieder an allem schuld, was der Oma und ihren Enkeln in Zypern brühwarm von allen internationalen Weltmedien so erklärt werden wird und auch allen anderen Omas und Enkeln weltweit, die um ihre Ersparnisse zittern.

Was meinst Du, wer sich sowas ausdenkt? :)

Systemfrager März 23, 2013 um 13:20

>>> dann trägt Deutschland eine gewaltige Mitschuld, wenn nicht sogar die Hauptschuld!
Natürlich sind die Deutschen die neoliberalen Einpeitscher in der EU.

H.Ewerth März 23, 2013 um 13:20

Warum nicht das Modell aus Island? Dies war und ist das einzige Land in Europa, das nicht die Banken sondern seine Bürger gerettet hat? Heute hat Island schon wieder eine Wachstum von ca. 4,5 Prozent und eine Arbeitslosenrate von 5 Prozent. Chapeau!
Aber warum überhaupt jetzt nur Zypern? Dieses Steuersparmodell wurde doch Jahrzehnte bewundert, besonders von den Deutschen! Man sprach in den Medien vom “irischen Tiger”, oder London, Luxemburg, Malta, Panama und viele andere Steueroasen? Die doch alle das gleiche Modell betrieben haben, reiche Oligarchen aus aller Welt, auch aus Deutschland, haben diese Möglichkeiten der Steueroptimierung ganz legal dankend genutzt? Wo haben die Quandts, Springers, Jacobs und Co, usw. aus Deutschland über all ihre Steueroptimierungen betrieben?

Keynesianer März 23, 2013 um 13:27

@H.Ewerth

Wenn es die Bevölkerung zulässt, dass in einem der reichsten Länder der Erde, Lohn und Sozialdumping betrieben wurde und wird…

Falls Du zu jung sein solltest, um die Agendakampagne miterlebt zu haben: Die Deutschen haben damals in der Hoffnung SPD und GRÜNE gewählt, dass die genau diese Politik, die von CDU/CSU und FDP seinerzeit lautstark propagiert wurde, verhindern würden.

Leider leben wir in keiner wirklichen Demokratie und die deutsche Regierung hat anderen Interessen als denen der deutschen Bürger zu gehorchen.

Darum haben SPD und GRÜNE gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung diese Politik des Sozialabbaus, der Rentenkürzung und des Lohndumpings betrieben. Angefeuert von allen Massenmedien ohne Ausnahme.

Und unsere antideutsche Dummlinke war ja mit der Wertformanalyse und der Erwartung des kurz bevorstehenden Zusammenbruchs des Kapitalismus zund außerdem noch dem “Kampf gegen Rechts” beschäftigt und konnte sich daher nicht gegen die Agendapolitik engagieren.

Jedenfalls habe ich damals von der antideutschen Dummlinken nichts gesehen, um die Agendapolitik zu verhindern.

Aber jetzt ist die antideutsche Dummlinke pünktlich zur Stelle, um, aufgehetzt von allen Massenmedien weltweit, wieder das “böse Doitschland” und die “Nazi-Doitschen” für allen in Zukunft angerichteten Schaden im Euro-Raum verantwortlich zu machen.

Dabei haben noch genau diese Massenmedien alle die Agendapolitik propagiert!

Andreas Kreuz März 23, 2013 um 13:29

@CM

…Endgame… – gefällt mir!

Der Aufstand März 23, 2013 um 13:37
Keynesianer März 23, 2013 um 13:40

@H.Ewert

Warum nicht das Modell aus Island? Dies war und ist das einzige Land in Europa, das nicht die Banken sondern seine Bürger gerettet hat? Heute hat Island schon wieder eine Wachstum von ca. 4,5 Prozent und eine Arbeitslosenrate von 5 Prozent. Chapeau!

Weil der Euro-Raum, nicht das kleine Island ist, dessen Bankeinlagen auch nicht das Geld der Isländer waren. Wir würden mit genau dieser Politik eine Finanzkatastrophe nach dem Vorbild von Argentinien 2001 erleiden mit allen Konsequenzen, einer Verarmung und Ausplünderung unserer Staaten und Völker.

Ist doch komisch, was, dass niemand dafür ist, die Überschuldung mit etwas gezielter Inflationierung zu überwinden und die Reichen durch eine konsequnte Vermögenssteuer zu beteiligen. Was eben ganz problemlos und sicher für alle Zeiten zu realisieren wäre.

Stattdessen will man der globalen Spekulation eine riesengroße Freude bereiten, die das ja auch mit ihren Massenmedien schon anheizt, und den Euro-Raum durch Staatsbankrotte und Bankenpleiten kurieren. ;)

conceptskip März 23, 2013 um 13:41

@Keynsianer: Wer zockt, soll das Risiko tragen, egal ob Oma, Manager, Doitschert oder Zxpriot.
Aber du hast recht, da dieser Plan von Merkel kommt, bzw. zumindest gutgehießen wird, muss man Böhses ahnen, irgendwie wird es wohl doch den Omis an den Kragen gehen, und zwar egal ob sie gezockt habe, oder gar nichts sparen konnten.

@H.E.Werth: Interessanter Einwurf, von Island hatte man schon lang nichts mehr gehört. Aber sind da nicht noch ein paar Klagen von GB&Co. anhängig, die ihnen doch noch einen Strich durch die Rechnung machen können?

holger März 23, 2013 um 13:50

Früher brauchten die nationalen Sozialisten noch ein Ermächtigungsgesetz und Panzer, Heute brauchen die internationalen Sozialisten nur Euronen und kein Ermächtigungsgesetz.

Sucht euch was aus, ich erkenne keinen Unterschied.

Carlos Manoso März 23, 2013 um 14:27

@ holger März 23, 2013 um 13:50
„Früher brauchten die nationalen Sozialisten noch ein Ermächtigungsgesetz und Panzer, Heute brauchen die internationalen Sozialisten nur Euronen und kein Ermächtigungsgesetz.
Sucht euch was aus, ich erkenne keinen Unterschied.“

Abbä Holger ! Du checkst es wirklich noch nicht ! Der EU-Währungskommissar präzisierte jetzt für ganz Begriffstutzige nochmal den Sinn der Schutznorm 94/19/ EG. Im Falle Zypern sei Norm 94/19/ EG leider nicht anwendbar, denn der Sinn der Schutznorm 94/19/ EG bestehe ja darin, dass die Norm die Guthaben der Bankkunden bis 100.000 € nur für den Fall garantiert, dass die Bank Pleite gegangen ist.

Mit anderen Worten, nur diejenigen Bankkunden in Zypern werden garantiert Geld vom Sicherungsfond sehen, deren Bank schon den Löffel ganz abgegeben hat.

"ruby" März 23, 2013 um 14:31

“Ebenso muss die Europäische Union noch Aufgaben erfüllen. Das betrifft insbesondere die leidige Zypern-Frage, bei der sich nicht nur die Türkei bewegen muss. Die Überwindung der Teilung der Insel ist nicht an der Türkei und den türkischen Zyprioten gescheitert, sondern am griechischen Teil. Dies zu berücksichtigen, hat die EU stets versprochen, aber nicht immer eingehalten.

WAS WIR BRAUCHEN, ist ein eindeutiges Signal aus Brüssel und den EU-Mitgliedstaaten, dass weitere Kapitel der Beitrittsverhandlungen geöffnet werden.”

Gerhard Schröder im Cicero vom 21.März 2013 auf Seite 73

Was hat das zu bedeuten?

quecalor März 23, 2013 um 14:33

Zypern soll 5,8 Mill. beschaffen und Deutschland hängt mit 6 Mill. in dem Ländchen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-banken-zittern-um-sechs-milliarden-euro-a-889731.html

Keynesianer März 23, 2013 um 14:54

@quecalor

… und Deutschland hängt mit 6 Mill. in dem Ländchen

Vermutlich Oligarchengelder! ;)

Jedenfalls geht es jetzt um die Wurst: Wird es gelingen, den Euro in den Orkus zu treiben, den Euro-Raum auszuplündern und die “Nazi-Deutschen” dafür verantwortlich zu machen?

Daher bin ich zur Zeit etwas eklig drauf. ;)

Es ist nämlich einfach zu verhindern, indem die Auftraggeber dieser Politik merken, dass ihre Parole mit der Schuld “Deutschlands” nicht ganz verfangen wird.

Leider werden es die meisten Schäflein wohl wieder nicht kapieren und freudig zur Schlachtbank traben.

holger März 23, 2013 um 14:58

CM

—>>>Abbä Holger ! Du checkst es wirklich noch nicht ! ”

Das macht nix… das Rad dreht sich auch ohne mich und das Checken.

—>>> EG bestehe ja darin, dass die Norm die Guthaben der Bankkunden bis 100.000 €”

Können meinetwegen auch Läuse sein. Eine Währung enteignet. Irgendwen, irgendwann… Entweder mit Waffen oder den Vollstrecker… Thats it. Ob das nun 100k sind oder 100B ist mir Schnubbe.

Und wenn die Herren Fürworter Euronen das so brauchen, dann brauchen sie das eben. Sollen sie meinetwegen ihr Leben lang, um Kleinigkeiten sich kabbeln. Ernst nehmen tue ich den Kack nicht mehr. Der Sozialist ist und bleibt ein Spinner.

holger März 23, 2013 um 15:01

Verdammicht

respektiert es doch mal, dass der Michel DEER perfekte Untertan ist. Mit dem konnte man militärisch halb Europa in Schutt und Asche legen, und auch das, geht nun auch monetär.

Hinzu kommt noch, dass er täglich was erfindet, im Patentamt anmeldet und dann an die USA als Oberhirte für nen Appel&Ei verschenkt. Verschenkt er es nicht bekommt er eins auf die Fresse gehauen. So einfach ist das.

Die Dumpfbacke Michel hat zu dienen. Nicht sich selbst, sondern anderen. Und das möglichst für UMME. Reine betriebswirtschaftliche Logik.

Der Michel ist so, der hat beim Aufstehen schon den dicken Köttel inner Hose, ob er denn auch alles richtig heute dienen wird. Er könnt ja Arbeitslos werden.

Wenn der Michel von „Freiheit“ faselt, dann meint er freiwilliges perfektes Dienen.

Und genau diese Eigenschaften bringt man nun dem Süden bei. Thats it. In dem man künstlich eine Unterschicht in der Breite schafft. Teilen und Herrschen.

Genau das nehmen alle Parteien in Kauf. Allen voran die angeblich sozialen unter den Sozialisten. Denn sie sind alles Sozialisten. Diese EU ist ein Haufen korrupter Sozialisten mehr nicht. Und wenn der schnöde Mammon befiehlt, wird gefolgt. Alternativlos versteht sich.

Der Michel kann nix mit Revolucccion anfangen, weil er sich ja noch einredet, UNS geht’s ja noch gut, schaut mal nach Simbabwe, denen geht’s schlechter. Wenn der doofe Michel wüsste, wie viel aber Billionen er schon verschenkt hat, ach… das kapiert er eh nicht.

Geb dem Michel nur ne Diskussion über „Gerechtigkeit“ in was auch immer. Der faselt sich dumm und dusslich bis an des Tages Ende. Siehe die Piraten… sabbel sabbel sabbel… Anstatt die eine Partei entern, und auf den Kopf stellen, nein, dazu ist der Michel zu doof.

Die Zeit vergeht, in tausenden von Kleinigkeiten wird sich verheddert mit dem Ergebnis keines zu haben. Genau das ist der „Plan“. Das Große und Ganze soll nicht mehr gedacht werden. Und so wird ein Fass nach dem anderen aufgemacht damit es gar nicht erst zu Diskussionen kommt.

Der Michel ist eine mistige Kreatur der anderen und sich selbst nichts gönnt. Im Kleinen wie im Großen. So sind sie eben die Sozialisten. Aber auch diese Kreaturen werden verschwinden.

Was würde der Michel machen, wenn man mal seine über 90 Millionen Lebensversicherungen mal von heute auf morgen um 10-30% reduziert? gibt’s nicht? Muhahahaaaaaa… Was macht denn Huren Peter Hartz der vierte denn?

Guckt auf den Selbstbehalt Michels dann wisst ihr, was ihr Wert seid. Nämlich nix ihr Penner und Hafensänger.
Alles von Sozialisten eingeführt. Und das wird auf die ganze EU ausgebreitet. Nicht?

Das ist nur möglich mit der Unterwerfung unter den Euronen möglich. Und jeder der meint, der Eurone müsste behalten werden macht sich mit schuldig.

Was Hitler als Sozialistische Kreatur war, ist jetzt der Sozialistische Eurone.

Da brauch man keine dämlichen Buchungssätze, um das zu erkennen, sondern man muss sich nur die Gesellschaftlichen Auswirkungen anschauen.

Wer auch immer für den Euronen ist, er hätte auch Hitler gewählt.

Wer Verarmung und Massenelend fördert und fordert und auch noch ein Fünkchen Gutes dabei erkennen kann, der hat se einfach nicht mehr alle. Wer das unter dem Deckmantel Aaaabeit für alle und „Sozial-Demokratie“ versteckt, ein herrschaftliches Arschloch.

Eagon März 23, 2013 um 15:11

@Keynsianer

Wieviel deutsches Geld wäre deiner Ansicht nach in amerikanische Wertpapiere investiert wordn, bei 20% höheren Löhnen in Deutschland?

Die Amerikaner haben die deutschen Flächentarifverträge abgeschafft.

Das waren nicht Steinmeier, Schröder und Steinbrück?

“Das Über­schwap­pen der ame­ri­ka­ni­schen Finanz­krise nach Deutsch­land steht näm­lich in Ver­bin­dung mit den lohn­in­du­zier­ten deut­schen Export­über­schüs­sen. Diese Über­schüsse stel­len ja Kre­dite ans Aus­land dar, nicht zuletzt an die USA. So fan­den auch viele der dubio­sen “Wert“papiere aus den USA den Weg nach hier. Sie schie­nen den Anle­gern auch des­halb attrak­tiv, weil die Per­spek­tive für Anla­ge­mög­lich­kei­ten im Inland nicht sehr rosig war. Denn das Lohn­dum­ping kne­belte die inlän­di­sche Nach­frage und dadurch die Kapa­zi­täts­aus­las­tung so, dass Sach­in­ves­to­ren wenig Anlass hat­ten, Kre­dite für Sach­in­ves­ti­tio­nen nach­zu­fra­gen. Wohin also soll­ten die Finanz­an­le­ger ihr Geld stecken?”

http://www.flassbeck-economics.de/zur-lohnrunde-2013-teil-3/2/

Es geht nicht um die bösen Nazis.

Es gehtdie Kräfte in der deutschen Politik zu STÄRKEN die KOOPERATIONSFÄHIG sind, und die Gegenkräfte, denen es sehr nützt wie es jetzt ist, zu schwächen.

Keynesianer März 23, 2013 um 15:35

@Eagon

Flassbeck ist auch jemand, der das üble Spiel im allerletzten Moment noch aufhalten will.

Mit 20% höheren Löhnen wären auch die Einnahmen der Sozial- und Rentenkassen um 20% höher gewesen und die Lügenpropaganda von den demografischen Problemen hätte keinen Ansatzpunkt gefunden.

Es wäre also weniger gespart worden, die Deutschen hätten von einem belebten Binnenmarkt profitiert, mit mehr qualifizierten Arbeitsplätzen bei weniger Exportüberschuss.

Die Amis hätten also ihre Dreckspapiere behalten können, was die aber nicht wollten. Daher die auftragsgemäße Politik von Riester, Rürup, Maschmeyer, Steinmeier; Schröder, Steinbrück und nicht zu vergessen Joschka Fischer, der ja dafür plädiert, die Deutschen auf jede mögliche Art zu schädigen und dafür der Liebling der Frau Albright wurde.

Mit Amis meine ich selbstverständlich nicht den gewöhnlichen Bürger der USA, der ja seit Reagan schon unter den Zuständen leidet, die hier erst mit der Agendapolitik von SPD und GRÜNEN durchgesetzt werden konnten. Sondern eben die kleine herrschende Klasse der Superreichen und ihren globalen Imperialismus, der sich nicht zuletzt auf die Militärmacht der USA stützt.

Darauf also, wie David Graeber in seinem Buch auch deutlich betont hat, dass die USA jedes Land bombardieren werden, das sich ihren Wünschen widersetzt. Ganz unbehelligt, wie im Irak, sogar Städte, die sich gar nicht mehr hinter der Front befinden. Die Begründungen, wie Terrorismus oder Nazis, lassen sich dann schon finden.

Q. März 23, 2013 um 16:20

H.Ewerth
Warum nicht das Modell aus Island? Dies war und ist das einzige Land in Europa, das nicht die Banken sondern seine Bürger gerettet hat? Heute hat Island schon wieder eine Wachstum von ca. 4,5 Prozent und eine Arbeitslosenrate von 5 Prozent. Chapeau!
Das Ulkige (und Unerwartete) ist ja doch, daß der ursprüngliche Lagarde/Schäuble-Plan in genau diese Richtung ging. Und zwar entgegen dem Plan der Eurogruppe (der die Kreuz- und Querrasur ins Spiel brachte).
Und wie´s aussieht, wird man nun so einen Hauch Island umsetzen — nach einer einwöchigen Scharade mit dem Titel “Wir pochen auf unsere Prinzipien, die es gar nicht mehr gibt”.

Der Erfolg der isländischen Roßkur hängt aber an der Währungsabwertung. Wird sich für Euro-Zypern also nicht einstellen.

Eine Sache, die ich noch nicht verstehe:
was würde passieren, wenn die EZB am Montag tatsächlich den Stöpsel ziehen würde?
Für Zypern ist klar: nix Euro mehr.

Aber was wäre dann “diesseitig”, in den Büchern der EZB, die Folge? ELA-Kredite und so ….
Vielleicht kann das mal ein “Bankversteher” erklären?

"ruby" März 23, 2013 um 16:24

Europas Bürger zahlen 17 Milliarden an Zypern.
USA und Russland buchen das Geld über die Banken vor Zahlungsunfähigkeit zurück in ihre neuen Vermögensoasen.
Die Türkei gibt den nördlichen Teil Zyperns zurück, kann EU-Mitglied werden und konkurriert die bisherigen demokratischen “Hochlohnländer” ob im € oder mit eigenem Dollar langfristig auf Austeritätsniveau – Friedengarantie inklusive Nato bzw. Militärkooperationsgeschäfte. Die Leistungsbilanzüberschüsse fliessen über die Kapitalbilanz (Absprachedividende) weiter in die “sicheren” Währungshäfen US-Dollar und Zweitwährung € . Russland darf das Energiegeschäft ebenfalls über Steueroasen und Rubelkurs anführen.
Neue Geschäftsfelder für die nächsten Generationen sind vereinbart und geschaffen.
Alles Verschwörungstheorie?

Keynesianer März 23, 2013 um 17:10

Der Flassbeck ist ja manchmal ganz lustig:

Und damit kom­men wir sozu­sa­gen zum Pfer­de­fuß die­ser auf EWU-weiter Koope­ra­tion beru­hen­den Anpas­sungs­stra­te­gie: Weil sie zur Sanie­rung der Han­dels­ver­hält­nisse unge­fähr so viel Zeit bean­sprucht, wie ver­gan­gen ist, um die EWU in die gegen­wär­tige Schief­lage zu manö­vrie­ren, bedarf diese Stra­te­gie der Ein­sicht in die Funk­ti­ons­be­din­gun­gen einer Wäh­rungs­union und eines lan­gen Atems aller Betei­lig­ten: vor­ne­weg der Gewerk­schaf­ten und der Bevöl­ke­rung in den Kri­sen­staa­ten, die wie­der Ver­trauen in die wirt­schafts­po­li­ti­sche Füh­rung ihrer Län­der und der euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen gewin­nen müs­sen, um sich auf die­sen Weg ein­zu­las­sen, um sta­bile Regie­run­gen zu wäh­len und ihr Geld nicht außer Lan­des zu schaf­fen. Auch ist Ver­trauen in die deut­schen Tarif­par­teien, ins­be­son­dere die deut­schen Gewerk­schaf­ten erfor­der­lich: Wenn die sich nicht auf einen Lohn­stück­kos­ten­an­stieg ober­halb des Kur­ses der Kri­sen­län­dern für einen mehr­jäh­ri­gen Zeit­raum ein­las­sen, geht das Kon­zept nicht auf.
http://www.flassbeck-economics.de/zur-lohnrunde-2013-teil-3/2/#sthash.hIHirqfU.dpuf

Da braucht es also heute extra Vertrauen in die deutschen Gewerkschaften, dass die bei den Lohnverhandlungen auch ordentlich zulangen.

Anstatt dass die Gewerkschaftsbonzen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder der Aufsichtsräte und Aktionäre der Firmen sich für möglichst niedrige Löhne einsetzen. ;)

Keynesianer März 23, 2013 um 17:56

Hier noch die ekathimerini:

Ein Pyrrhussieg für “die Deutschen”:
http://www.ekathimerini.com/4dcgi/_w_articles_wsite3_1_22/03/2013_489484

“Deutschland” habe seinen Willen durchgesetzt und diese kleine Insel geschlagen:

Keep in mind however that the crushing of this tiny island is not a victory for Germany in the long term.

Das wirkliche “Deutschland” will schnellstmöglich die Erhöhung der Löhne, Renten und anderen Sozialleistungen um mindestens 30% und den entschlossenen Kampf um den Titel des Importweltmeisters!

Für Hungerlohn Exportüberschuss zu produzieren, darauf legen die “Nazi-Deutschen” keinen Wert!

Und wenn unsere vom Ausland gesteuerte Banditen-Regierung-Deutschlands (BRD) nicht endlich auf den Sprung kommt, Löhne, Renten und Sozialleistungen gewaltig steigen zu lassen, wird man deren Auftraggeber für jeden durch Austerität angerichteten Schaden haftbar machen. Aber nicht “die Deutschen”!

topi März 23, 2013 um 18:08

Q

“Der Erfolg der isländischen Roßkur hängt aber an der Währungsabwertung. Wird sich für Euro-Zypern also nicht einstellen.”

Man könnte auch innerhalb des Euro auf eine Art “abwerten”, die nicht wie die Austeritätsprogramme komplett die Konjunktur abwürgen.

Man greife zu einer allgemeinen Preissenkung. Rein inländische Preise um x Prozent, Preise mit ausländischem Wertschöpfungsanteil entsprechend niedriger.

Das senkt die internationale Kaufkraft der zypriotischen EInkommen sofort, verbessert sofort die Lohnstückkosten und die (internationale) Produktivität, also die Wettbewerbsfähigkeit.

Und Kostas bezahlt relativ gesehen das gleiche für seine WOhnung etc., auch einheimische Nahrungsmittel, oder was sonst noch auf der Insel hergestellt wird.

Es kommt sofort zu Substitutionseffekten bei allem, was durch die Preissenkung billiger wird und irgendwie inländisch hergestellt werden kann.

Bei Importgütern gibt es immer einen inländischen Wertschöpfungsanteil. Bei China-Krempel ist der weit höher als der Importpreis, bei Luxus- Markenwaren ist der Anteil geringer.

Man bildet vereinfacht einige Kategorien, vielleicht vier, und sortiert alle Güter nach Kriterien ein. Auf Antrag sind Änderungen möglich.

Die tatsächlich durchgeführte Austerität durch Lohnsenkungen kommt oft gar nicht oder erst mit Jahren verspätung bei den inländischen Preisen an, ist also immer eine gewaltige Abwürgung des Binnenmarktesmit entsprechenden Folgen.

“Eine Sache, die ich noch nicht verstehe:
was würde passieren, wenn die EZB am Montag tatsächlich den Stöpsel ziehen würde?
Für Zypern ist klar: nix Euro mehr.

Aber was wäre dann “diesseitig”, in den Büchern der EZB, die Folge? ELA-Kredite und so ….
Vielleicht kann das mal ein “Bankversteher” erklären?”

Tja, so manchmal wäre es gut, wenn olle Dingens noch da wäre. :roll:

Ich vermute mal: wenn die Notenbank geschickt bucht, gibt es keine praktischen Auswirkungen, da gammelt halt irgendwas in irgendwelchen Büchern herum.

Solange aber die “Stabilitätsorientierten” da sitzen, wird es wohl früher oder später zum Nachschuss kommen.

Hatten wir ja schon, echte Überweisungen der Länder von Steuergeldern an die EZB, zur “Kapitalisierung”.

topi März 23, 2013 um 18:11

Keynesianer

Wer sind denn die “echten” Deutschen?
Kein “Volk” hat sich dermaßen verarschen lassen, in so kurzer Zeit einen solchen Verlust an EInkommen und Vermögensanteilen beim Durchschnittsmalocher aufdrücken lassen, und macht einfach weiter Dienst nicht nur nach Vorschrift, sondern bis zum Burn out.

Systemfrager März 23, 2013 um 18:15

Man könnte auch innerhalb des Euro auf eine Art “abwerten” … Man greife zu einer allgemeinen Preissenkung. Rein inländische Preise um x Prozent, Preise mit ausländischem Wertschöpfungsanteil entsprechend niedriger.

Ja, diese Idiotie ist Brüning eingefallen und das Ergebnis ist bekannt – allen die nicht den Bezug zur Realität verloren haben. Die Idiotie beruht auf einem idiotischen Markmodell, dem Marktmodell des allgemeinen Gleichgewichts der Dampflokingenieure Walras und Pareto

Keynesianer März 23, 2013 um 18:26

@topi

Kein “Volk” hat sich dermaßen verarschen lassen, in so kurzer Zeit einen solchen Verlust an EInkommen und Vermögensanteilen beim Durchschnittsmalocher aufdrücken lassen, und macht einfach weiter Dienst nicht nur nach Vorschrift, sondern bis zum Burn out.

Wir haben in der BRD heute nicht mehr zu melden, als die Bürger der DDR zur Zeit der UDSSR. Wir haben keine Demokratie und die Presse lügt schlimmer als unter Ulbricht im Osten. Die Macht der Medien ist auch viel größer.

Jeder Bürger, der auch nur gegen das Trommelfeuer der Lügen aus allen Massenmedien andenken wollte, würde fast seinen Verstand riskieren. Und natürlich den Job und die Zukunft seiner Familie.

Die Politik in diesem System wird nicht von uns bestimmt.

~ Volksaufstand 17. Juni ~ März 23, 2013 um 19:02
Keynesianer März 23, 2013 um 19:06

Es geht ja auch schon wesentlich länger mit dem Abbau des Lebensstandards der ehrlich arbeitenden Bevölkerung in der BRD. Die Volcker-Weltrezession zu Beginn der 80er Jahre hat die BRD wesentlich stärker getroffen als Frankreich und Italien.

Seit über dreißig Jahren würgt die spezielle “Stabilitätspolitik” hier in der BRD die Ökonomie viel stärker ab, alsin den Nachbarstaaten. In unseren Lügenmedien ist ja immer die Bundesbank bejubelt worden für ihre extrem restriktive Geldpolitik und man hat die Lüge verbreitet, dass dies eben der spezielle Wunsch der Deutschen wäre, wegen der Erfahrungen von Weimar. Weimar ist aber nicht an der Inflation zugrunde gegangen, sondern an der Deflation 1929-33, wie außerhalb unserer Lügenmedien jeder wissen sollte.

Seit Beginn der 80er Jahre wird also der Lohn speziell gedrücvkt, während die Reichen mit der Hochzinspolitik ständig profitiert haben. Die Agendapolitik zur Einführung des Euro hat den deutschen Arbeitern dann den Rest gegeben. Das konnte vorher auch niemand absehen, selbst ich hätte bis dahin eine solche Dreckspolitik der SPD und den GRÜNEN niemals zugetraut.

Jetzt werden die Euro-Staaten in eine deflationäre Depression getrieben und in allen Medien wird es heißen:

Deutschland hat das gewollt!

Es sei denn, wir verhindern es noch im letzten Moment. Wenn nicht, dann werden sich alle Völker Europas an uns rächen wollen.

Systemfrager März 23, 2013 um 19:43

>>> Es sei denn, wir verhindern es noch im letzten Moment. Wenn nicht, dann werden sich alle Völker Europas an uns rächen wollen.
Genau so ist es
Man wird doch nicht Estland, Portugal oder Montenegro für eine neue europäische Katastrophe verantwortlich machen, sondern denjenigen, der wirklich die Macht hatte etwas zu tun oder zu lassen

Q. März 23, 2013 um 19:44

topi
Man könnte auch innerhalb des Euro auf eine Art “abwerten”, die nicht wie die Austeritätsprogramme komplett die Konjunktur abwürgen.

Man greife zu einer allgemeinen Preissenkung. Rein inländische Preise um x Prozent, Preise mit ausländischem Wertschöpfungsanteil entsprechend niedriger.

Jawoll, Du alter Planwirtschaftler ;)
Das wird dann ungefähr so aussehen, wie D vor Einführung der D-Mark ……
:roll:

Richtig ist aber, daß die “interne Devaluation” wohl wegen der Zeitverzögerung scheitern muß …..

Eagon März 23, 2013 um 20:24

Ob Steinbrück heute immer noch pauschal behaupten würde, die Amerikaner haben allein Schuld an der Finanzkrise 2007.

Reporter traut euch fragt Herrn Steinbrück.

Wir wollen wissen ob er dazu gelernt hat!

Systemfrager März 23, 2013 um 20:24

>>> Richtig ist aber, daß die “interne Devaluation” wohl wegen der Zeitverzögerung scheitern muß.
Diesen Effekt haben wir tatsächlich, stimmt, es ist aber eine nicht sehr präzise Erklärung. Die kreislauftheoretische Analyse kann da eine exakte Erklärung vorlegen. (Wir müssen also das partikel-mechanische Modell der Marktwirtschaft, als ein Unsinn, verwerfen.):

1. Phase des ökonomischen Zyklus der Marktwirtschaft: Die Depression (Krise)
Die Deflation als der sichere Weg von der Depression in den Untergang
weiter >>>

~ Hambacher Turnverein von 1832 ~ März 23, 2013 um 20:41

“In unseren Lügenmedien ist ja immer die Bundesbank bejubelt worden für ihre extrem restriktive Geldpolitik ..”
———–

===> … die BuBa-Politik war NICHT “extrem restriktiv”! Auch wenn selbsternannte “SPD”-Wirtschaftsächzperten wie Flübber, Robert von Heusinger, usw … diesen Blödsinn immer wieder und wieder in den us-hörigen Umerziehungs-Propagandagazetten des nichtsouverän-vichyesken BRDDR-Regimes schreiben dürfen. Es ist und bleibt falsch!

===> Ich kenne doch noch die BRD von 1990! Damals durften die Deutschen tatsächlich noch Anteil haben, an den Früchten ihrer eig’nen Hände Arrrbeit. Ab dann, insbesondere aber ab dem Verräterherbst 1998, wurde allet nach “Europa” verschoben. Damit durch diese deutschen Exportgeschenke die Ostküsten-Faschopathen ihre Herrschaft über ganz Europa ausdehnen können.

===> … Deutsche Exportgeschenke gegen Machtabgabe … an die Technokraten-Junta des Brüsseler Politbüros … DAS … ist der Deal der EU-Diktatur!!

===> … zum Glück schnallen das jetzt endlich die ersten unserer Europäischen Partnervölker ( … ist ja jetzt auch eigentlich auch gar nicht sooo schwer zu erkennen, daßß Deutschland das alles gar nicht bezahlen KANN !!!) … Ungarn, Tschechien, Polen, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Weißrußßland, Ukarine … und jetzt sogar England, Holland und Zypern beginnen sich vom Wahnsinn des europäischen Zentraltotalstaates … abzuwenden … (nur die 256%-igen wie BHL/Hütt & Flübber wollen damit weitermachen … bis zum Totalen €ndsieg … )

” Weimar ist aber nicht an der Inflation zugrunde gegangen, sondern an der Deflation 1929-33, wie außerhalb unserer Lügenmedien jeder wissen sollte.”
————

===> … sorry, aber auch das ist falsch.

“Nichts hat das deutsche Volk – dies muß immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden – so erbittert, so haßwütig, so hitlerreif gemacht wie die Inflation” – Stefan Zweig, Die Welt von gestern: Erinnerungen eines Europäers. Frankfurt/M.: Fischer, 1978. S. 361, ISBN 3-10-097030-6

===> … und für die Inflation von 1923 war bekanntlich der Überfall auf Deutschland durch Franzosen-Franks Frankreich erheblich Mitschuld. Zusammen mit den anderen nimmersatten Alliierten, wie ein gewisser John Maynard Keynes schon 1919 richtig festgestellt hat, bevor er sich dann durch zu viel, viel zu viel Konsum von Poppers, Koks & LSD in den Londoner Schwulensaloons das Hirn wegsyffiliert hat …

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Economic_Consequences_of_the_Peace

===> … es kam damals bekanntlich einiges zusammen. Die Wahl von Hitler war gar nicht das eigentliche Problem. Sondern die fehlende Möglichkeit zur Abwahl … ( genau wie jetzt also die antideutschen linkspopolustisch-radikalplutokratischen Blockparteien )

===> … daher hat Dr. Hannibal Halbgott die schlüßßelfertige Musterverfaßßung für Eschte Demokratie jetzt entwickelt … (welche freilich durch allzeit bereit Bürgerwehrschutzstaffeln im Fall der Fälle von Machtergreifungen geschützt & durchgesetzt werden mußß … wie in der Schweiz). Ein Punkt in dieser Verfaßßung ist bekanntlich, daßß vorbestrafte verfaulte Politclown-Arrrschlöcher … keinen Zugang mehr zu Politischen Ämtern hamn, schon damit wäre Hitler verhindert worden. Und heute würden viele Sozialdemokraten durch solchartige verfaßßungsmäßigen Schutzmechanismen (Haarprobe, Intelligenztest, Test zum Nachweis der Kenntnis von mindestens zwei mathematischen Grundrechenarten, usw) vom Zugriff auf die Schalthebel der Macht zuverläßßig wegdiskriminiert.

~ Hambacher Turnverein von 1832 ~ März 23, 2013 um 20:56

@Eagon März 23, 2013 um 20:24
“Ob Steinbrück heute immer noch pauschal behaupten würde, die Amerikaner haben allein Schuld an der Finanzkrise 2007.”
—————

===> … yepp! … ich erinner misch noch ganz genau! ich hab mir damals die rede live angesehen … und war total baff! … der Soz’n-Peer … ein doitsnationaler Freiheitskämpfer, der offen gegen die USA wettert??? … mein Weltbild kam ein klein wenig ins Torkeln …

===> … aber ein paar Wochen später war er dann beim ZEIT-Mattinee auf der TV-Rampe zu sehen … eingebettet zwischen Jussuf Joffifee und Michael Warburg-Naumann … ab dann war der Peer wie verwandelt irgendwie. Offensichtlich hat man ihm die Grundlagen des Systems erklärt … oder ihm gleich eine CIA-CPU eingebaut.

Systemfrager März 23, 2013 um 20:57

@Keynesianer
Siehst du,
nicht alles was aus DE kommt ist schlecht, und die ausländischen Medien haben dies registriert
Nämlich: Vor allem DE war dagegen, Pensionsfods den kaputen Banken zu opfern

Eagon März 23, 2013 um 21:17

@~ Hambacher Turnverein von 1832 ~

Ne , hätt de Steinbrück als Finanzminister ma 50 Milliarden Euro mehr Schulden gemacht.

Niemand aber auch niemand bei de deutsche Landesbanken hätt in Düsseldorf die verbriefte Lügen aus Amerika gekauft, mangels Spielgeld.

Et kümmt eher auf die Wertschöpfungsfähigkeit an, als die dusslige Wettbewerb.

Wat soll ich meine Revolver verroste lasse , und mit de Knüppel im Wald aud dauer de Wettbewerb gewinne?

"ruby" März 23, 2013 um 23:12

@ Eagon

Immer neue Geschäftsfelder / Regionen, die Erträge erzielen, die als Kapitalauszahlungen in die Steueroasen abfliessen.
Zahlungstromoffenlegung und Zahlungsstromkntrolle mit einheitlicher Gewinnrealisierung in den Staaten sind notwendig durch unabhängige demokratisch legitimierte öffentliche Finanzkontrolleure.
Videokonferenz der Eurofinanzminister bitte morgen abend; die Hinterzimmerpolitik muss aufhören –

“Manhattan Skyline, Broadway Lights,
There’s all you want in cheap delights.
No good end for what you buy,
Some down and out to tell you why.
Names of those who tasted nights.
Manhattan Skyline, Broadway Lights.
Spend all your money,
Lighting the flame,
Playing the wheel
Is a part of the game.
You’re in pieces.
You’re down on the floor.
No-one to help you
‘Cause you’re outside the law.
And once you’ve lost your way it’s hard to find.”

from the Jarrow Man JM

http://www.youtube.com/watch?v=O5DhqQK06KM

wat fürn heisser orange amp
http://shop.trius-music.de/WebRoot/Music/Shops/Trius-Music/4CCF/E7F1/5D26/1B4D/C44D/7F00/0001/6BB1/pop-ppc.jpg
;-)

gebt den Lautsprecher weltweit

topi März 23, 2013 um 23:31

“Brüning”

Nein, Brüning machte nicht eine einmalige Preissenkung, sondern setzte Steuererhöhungen auf breiter Front für Schütze Arsch durch, sinkende Staatsausgaben, dazu ein hohes Zinsniveau.

Bei der allgemeinen Preissenkung wird natürlich keine Massen oder Konsumsteuer erhöht, sondern Vermögenssteuer; logisch, um den Wert der Stocks an die gesunkenen Flows anzupassen.

"ruby" März 23, 2013 um 23:31

@ michael-michaelis

schöne HHafencitybilder
http://www.michael-michaelis.de/htdocs/fotohtml/?folder=hafencity
Projekt für die nächste Abschreibungsdauer der Vermögensbesitzer 40-80 Jahre …
und Gedanken zur Musik Man ;-)

"ruby" März 23, 2013 um 23:41

@ topi

Ziel muss sein, die Stocks durch Vermögensumschichtung zu sinnvollen erträglichen Flows zu führen ob freiwillig privat oder gezwungen öffentlich, notfalls alles zusammen …für Länder, Währungsräume – die Welt .
Bildung
Wohnen
Technik
Ernährung
Lebensfreude

topi März 23, 2013 um 23:41

Q.

“Man greife zu einer allgemeinen Preissenkung. Rein inländische Preise um x Prozent, Preise mit ausländischem Wertschöpfungsanteil entsprechend niedriger.

>>>Jawoll, Du alter Planwirtschaftler
Das wird dann ungefähr so aussehen, wie D vor Einführung der D-Mark ……>>>

Kannst du das auch irgendwie schlüssig begründen?

Der Lohn sinkt von 2000 auf 1600, die Miete von 800 auf 480, Essen etc. ebenso.

Welcher Zypriot wird dann Waren zurückhalten oder sie nur schwarz anbieten? Zu welcher Schwarzwährung?

Oder wird dann nur noch alles exportiert, und in Zypern bleiben die Läden lehr?

“Richtig ist aber, daß die “interne Devaluation” wohl wegen der Zeitverzögerung scheitern muß …..”

DOb das nur an der Zeitverzögerung liegt, kann stark bezweifelt werden.
Um wieviel sind denn die griechischen Mieten gesunken, nach den drastischen Lohnkürzungen? Um wieviel sind die verlangten realen Erzeugerpreise gesunken, die ja direkt an den Lohnkosten hängen könnten?

Da wird umverteilt, kräftig. Das könnte auf lange Sicht natürlich für höhere Investitionen wegen hoher Gewinnaussichten führen. Der Binnenmarkt ist aber komplett erledigt.

Natürlich wäre der Austritt aus der EWU immer die beste Lösung, wenn die Preise stark davongelaufen sind. Aber das muss ich ja wohl nun nicht begründen, oder? :roll:

Die Frage ist, was man machen soll, wenn der Verbleib in der EWU gesetzt ist.

JHM März 23, 2013 um 23:59

Systemfrager,

Daß DE ausdrücklich gegen die Opferung der Pensionsfonds ist, geht in den internationalen, zumal den englischsprachigen Medien *völlig* unter. Es existiert nicht. Wie sowieso eine ausgewogene Berichterstattung nicht mehr existiert, sondern mehrheitlich nurmehr antideutsche Ressentiments schlimmster Art, die ich als mehr oder weniger identisch mit der klassischen Kriegspropaganda der beiden Weltkriege empfinde, insbesondere in den englischsprachigen Blogs. Was dort mehrheitlich geschrieben wird über die Deutschen und ihre Politik würde hier, von einem Deutschen in Bezug auf Großbritannien, Frankreich oder die USA geschrieben, als Volksverhetzung besonders schwerer Form und reinstem rechtsradikalem Rassismus angesehen. Es sind ungeheure Haßreden, die man lesen kann, und wenn ich mir vorstelle, was auf uns zurollt, wenn diese ganze Nummer, die derzeit abläuft irgendeine Form von Ende gefunden hat, wird mir Angst und Bange. Das, was den Deutschen von ihren Nachbarvölkern und all denen, die überfallen und besetzt wurden an Abscheu und blankem Haß seit dem II. Weltkrieg entgegenschlug ist ein kleiner Dreck gegen das, was uns erwarten wird, wenn nicht schnellstens etwas gegen den Irrsinn aktueller deutscher Politik in Europa in Bezug auf den €uro getan wird.

In diesem Land wird endlos wohlfeil hochintellektuell die Lage diskutiert, man lebt regelrecht auf einem anderen Planeten, es wird analysiert und abgewogen und schön parliert, derweil “das Urteil der Welt” schon jetzt unumstößlich festzustehen scheint, wohin auch immer man sieht, zumal im englischsprachigen Raum: Die Deutschen sind wieder einmal schuld an der Misere, und zwar allein schuld, niemand sonst, sie führen sich in Europa auf wie die Berserker und ruinieren den Euro und die Union, sie behandeln ihre Nachbarn und die Südländer wie Protektorate und sind sowieso per se ein unglaublich arrogantes Volk von herzlosen Besserwissern und grausam Schergen, und ohnehin streben sie nach der Unterwerfung Europas unter ihre unbarmherzige Knute, wie schon zweimal, diesmal nicht mit Panzern, sondern mit Hilfe ihrer Finanzpolitik. Wer dem widerspricht und versucht, etwas Ausgewogenheit in die Diskussion zu bringen ist entweder ein Realitätsverweigerer oder gleich ein Nazi.

"ruby" März 24, 2013 um 00:56

Ende des Ultimatums;
Schluss mit Kontensperrungen;
Beendigung der doppelten Rekapitalisierung von Scheinvermögen,
Zeit der nachhaltigen Wertberichtigungen;
Beginn realorientierter Geschäftsfelder;
Führung Eigenkapital- und oder Zentralbankgeldgedeckter Kreditbeziehungen – Eindämmung des Geldschöpfungsmultiplikators der Geschäftsbanken;
Stopp der Selbstbedienungsmentalität durch Ausserkraftsetzung der Bonitätskriterien für Verschuldungsgewährung

Erst der Wirklichkeitsbezug normaler Wirtschaftsbeziehungen wird Wohlfahrtsbesserung bewirken.

Das sich selbstermächtigende Notstandsrettungsregime hat die demokratischen rechtsstaatlichen Vereinbarungen einzuhalten.
Einfachheit und Verständlichkeit stützen die Vermittlung.
Jetzt – wann sonst?
Ohne Zeitdruck Lösungen gemeinsam erarbeiten.
Kein einziger € kann weglaufen – jeder werthaltige Aktivposten bleibt stehen ;-)
Verantwortungsbewusstein setzt sich durch, vernunftgarantiert .

Q. März 24, 2013 um 01:52

@topi
ich gehe einfach von einem gewissen Grundwissen aus, daß die Preisfindung eine Sache des Marktes ist. Außer natürlich, man ändert das ganze System (passend zum Stichwort Kommunismus). ;)

topi März 24, 2013 um 04:34

Q.
Du machst Witze, oder?
Hast du mal die ganzen Kartellverfahren verfolgt? Die dürften weit weniger als die sichtbare Spitze des Eisberges (ein Siebtel) sein.
Preisfindung ist eine Frage der Marktmacht, mein Lieber.

Es geht allerdings auch gar nicht um eine Preisfindung, der Peis ist ja schon da, und würde nur angepasst.

Es gab diverse Länder, die dies bei der Euro-Einführung getan haben, gesetzlich vorgeschriebener fester Umpreisungskurs. Meines wissens ist in denen kein Kommunismus ausgebrochen, kann mich aber täuschen. :roll:

Preisanpassungen durch den Staat gibt es ständig.
Bei einer einmaligen allgemeinen Preissenkung wären halt alle Preise auf einen Rutsch betroffen, in einem festgelegten Verhältnis.
Danach kann der Markt ja wieder markten, wie er will (siehe oben, freie Preisfindung ist ein Witz).

"ruby" März 24, 2013 um 05:40

Mindestlohnerhöhung auf Geheimtreffen
so werden Preise gemacht :
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/justiz-honorare-fuer-rechtsanwaelte-werden-erhoeht-12124721.html
“Unerwartet wurde zugleich auch die Anhebung der Anwaltsgebühren noch einmal leicht aufgestockt: Die Advokaten bekommen nun zusätzlich einen Ausgleich dafür, dass das Honorar in bestimmten Fällen durch eine neue Staffelung gesunken wäre.”

"ruby" März 24, 2013 um 05:42

Ärzte

"ruby" März 24, 2013 um 05:42

Architekten

Systemfrager März 24, 2013 um 07:29

@topi

Nein, Brüning machte nicht eine einmalige Preissenkung, sondern setzte Steuererhöhungen auf breiter Front

Hast du einfach nur keine Ahnung, mit dem unwiderstehlichen Bedürfnis dummes Zeug zu labern, oder bist du ein neoliberaler Schreibtischtäter, Abteilung: Lügen, lügen, lügen … bis sich die Balken biegen

Geschichte wiederholt sich nicht >>>

Systemfrager März 24, 2013 um 07:36

@JHM

Daß DE ausdrücklich gegen die Opferung der Pensionsfonds ist, geht in den internationalen, zumal den englischsprachigen Medien *völlig* unter.

Meine Aufmerksamkeit ist vor allem auf das Gebiet zwischen Oder-Neiße und Kamtschatka gerichtet.

Ob du nicht übertreibst, wenn du schreibst, was die westlichen Nachbarn meinen?

die Deutschen sie führen sich in Europa auf wie die Berserker und ruinieren den Euro und die Union, sie behandeln ihre Nachbarn und die Südländer wie Protektorate und sind sowieso per se ein unglaublich arrogantes Volk von herzlosen Besserwissern und grausam Schergen,

Dann könnte man sagen, dass die Falschen am meisten Angst vor DE haben. Nur ein paar Beispiele.

Als die Deutschen ins Königreich Jugoslawien einmaschiert sind, haben nach wenigen Monaten Partisanen (ein Volk hat sich gegen Besatzer gewährt) in Nähe Kragujevac eine kleine Gruppe überfallen und mehrere getötet. Und dann:
Die Deuschen gingen in Kragujevac von Haus zu Haus, schnappten alle Männer zwischen 16-60, sie sind in die Schulen und Gymnasien eingedrungen, ganze Klassen der Jungen gezerrt … am einen Tag haben sie 2.800 Männer einfach so hingerichtet: Am einen einzigen Tag. Die Weltmeister!
Und so ging es weiter. So etwas vergessen die Völker nicht.
In Weißrußland, DE sorgt sich auch so sehr, wie das Volk unter einem Diktator leidet, gibt es Friedhöfe, wo nicht die Einzelnen begraben sind, sondern es sind Gräber der Dörfer, welche die Deutschen einfach ausgelöscht haben.
Und die Chinesen haben weder Opiumkrieg noch die Hunnen-Rede vergessen … so etwas vergessen Völker nicht

Und noch etwas, als Vergleich: Auch die italienischen Faschisten haben damals die jugoslawische Küste, jetzt kroatische, besetzt. Weißt du, diese “blöden” Italiener waren ein wilder Berlusconi-Haufen, den kaum was anderes interssierte, als wo man Weiber findet … Ach so die Russen, die Rote Arme. Wo die gekommen sind, haben sie zuerst Keller geplündert und dann Kasatschok getanzt
Ja, das sind die Mentalitätsunterschiede …

PS
Da haben wir unter den Komentatoren einen, dessen Phantasie und Wahnsinn nicht leicht zu trennen sind, Stichwort Agent-Marx, ob er diese Fakten weißwaschen kann …

"ruby" März 24, 2013 um 08:10

Aufhören mit dem “Rettungsnotstand” der Fall ist privatwirtschaftlich zu lösen
http://www.youtube.com/watch?v=TXtpoO_DlDM
private investigations
wie können sich eu-vertragsbrecher auf einhaltung von privatrechtlichen kreditverträgen berufen ?

"ruby" März 24, 2013 um 08:18

Bruxelles calling please :
http://www.youtube.com/watch?v=9MC778A548o
um 18:00 Uhr

peewit März 24, 2013 um 08:27

@Systemfranz

–>”Ach so die Russen, die Rote Arme. Wo die gekommen sind, haben sie zuerst Keller geplündert und dann Kasatschok getanzt
Ja, das sind die Mentalitätsunterschiede …”

Armer Kerl!

http://www.amazon.de/Die-Reiterarmee-Peter-Urban/dp/3921592844/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1364109880&sr=8-1

topi März 24, 2013 um 08:37

Systemdingens, deine eigenen Texte kennst du schon, oder? :roll:

Systemfrager März 24, 2013 um 08:42

@peewit
>>> Extreme Kürze und Verdichtung durch Einsatz lyrischer Verfahren lassen die Erzählungen wie Gedichte in Prosa wirken.
Ja, peewit
wie anders kann man aus den Russen und Kommunisten Unmenschen produzieren, nur mit der Lyrik.
Ach so, es gibt auch die Präzedenfälle, man erinnert sich an den Wahnsinnigen mit dem “Rattenkäfig”
Peewit
ich verrate dir, wie der Westen die Opfer des Kommunismus zählte.
Alle die raus wollten, meistens Gauner und Kriminelle aber nicht nur, wussten es, dass man sich tolle Geschichte ausdenken muss, wie man im Kommunimus Kinder frisst usw. Und so hat man das “Schwarze Buch des Kommunimus” erfolgreich geschrieben

peewit März 24, 2013 um 08:48

@Systemfragezeichen

–>”wie anders kann man aus den Russen und Kommunisten Unmenschen produzieren, nur mit der Lyrik.”

Fasel nicht so viel!

Tolle lege…

Systemfrager März 24, 2013 um 08:54

@peewit
Hast du noch welche Lyrik, in dieser Zeit braucht man was zum Lachen

Linus März 24, 2013 um 08:59
peewit März 24, 2013 um 09:01

@Systemfasler

Das Wasser

Ohne Wort, ohne Wort
rinnt das Wasser immerfort!
andernfalls, andernfalls
spräch es doch nichts andres als:

Bier und Brot, Lieb und Treu, -
und das wäre auch nicht neu.
Dieses zeigt, dieses zeigt,
daß das Wasser besser schweigt.

Ch. Morgenstern
(aus “Galgenlieder”)

Systemfrager März 24, 2013 um 09:08

@peewit
siehst du, es geht
Ich wusste es
:)
Lyrik, Künste, Phantasmagorie … das beherrschst du souverän
Logik, Realität, Wissenschaft … das ist gar nicht was für dich

"ruby" März 24, 2013 um 09:12

Achtung – Gerücht via Twitter :
E I L T
Um 19:00 Uhr Pressekonferenz :
R ÜC K T R I T T
der gesamten EU-Regierung als Verhandlungskompromiss zur Rettung !

livestream nicht verpassen

peewi März 24, 2013 um 09:17

@Systemwahrer

Ja, ja, ich weiß, Logik, Wissenschaft, darin bist einfach der Größte überhaupt. Ich hab’ ja mal deine Ausführungen zur Mathematik durchgeschaut – die Augen gehen einem über, wirklich wahr, ich habe Tränen gelacht….

Systemfrager März 24, 2013 um 09:27

@peewi
>>> ich habe Tränen gelacht….
Tu es nicht,
warum quälst du dich
einfach hinnehmen, dass jeder für etwas NICHT geboren ist
:)

pewit März 24, 2013 um 09:27

@systemsusi

Weiter.

"ruby" März 24, 2013 um 09:28

Bekommt die Royal Air Force dem Auftrag zur Verteilung der 10 Milliarden Notkredite ohne EU-konforme Ausschreibung, wenn heute die Bereitstellung beschlossen würde?
Die Bundesluftwaffe und die Air Force bereiten Widersprüche bei den Vergabestellen vor. Wegen Zeitdrucks reicht die postalische Zustellung nicht aus. Glücklicherweise ist Montag nicht überall Feitertag in der EU. Dadurch kann fristgerecht eingereicht werden und Rechtsschutz greifen.
Auch einige private Kurierdienste möchten an der 10 Milliardensonderverteilungsaktion gerne teilnehmen.
Im Gespräch ist eventuell ein gestückelter Unterauftrag durch die EZB sogenanntes “Subcontracting”. Zypriotische Banken sollen wegen Interessenkollision nicht berücksichtigt werden.
Auch dies könnte auf der Pressekonferenz verkündet werden.

peewit März 24, 2013 um 09:32

@Systemfrager

Ach ja, übrigens, die Logik! Hast du dich auch darüber irgendwo ausgelassen? Den link hätte ich gerne! Ich würde gerne von deiner Souveränität in diesen Dingen profitieren….

"ruby" März 24, 2013 um 09:34

@ Linus

Ist die Welt nicht ein Springerblatt?
Wie können dort derartige Kommentare auftauchen?
Gibt es keine SchäubleSupporter mehr?

Systemfrager März 24, 2013 um 09:38

@peewit
Sei mir nicht böse
:)
ich ziehe mich jetzt aus deinem Sandkasten zurück
Es war ein Vergnügen, dich besser kennen zu lernen
Sapienti sat

pewit März 24, 2013 um 09:43

@systembesamer

Gut.

Eagon März 24, 2013 um 09:46

20% Zwangsreduktion auf deutsche Auslandskredite.

Wozu Hass auf Deutschland gut ist.

f.luebberding f.luebberding März 24, 2013 um 09:48

Mit dem Google-Übersetzer ist der Inhalt zu verstehen. Er zeigt, wie sich die Stimmung ändert.

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2013/03/22/andalucia/1363974112_833529.html

Linus März 24, 2013 um 10:28

@fl: “Er zeigt, wie sich die Stimmung ändert.”
Was meinst du genau? Die Stimmung ist mE schon lange so. Das treibt dann solche Blüten.
PD: Ich übersetze gerne, wenn gewünscht.

"ruby" März 24, 2013 um 10:32

Kommunale Kreise erwägen zwangsweise Sondervolkshochschule zur Vermittlung des Rettungssystems als konzertierte Gemeinschaftaktion.
Titel:
“Von der Geldschöpfung bis zur Münzverteilung”
Die Bundeskanzlerin könnte Silvana Koch-Mehrin als Sonderprojektkoordinatorin vorschlagen, die sich thematisch mit der Problematik beschäftigt hat.

http://de.plagipedi.wikia.com/wiki/Koch-Mehrin,_Silvana:_Historische_W%C3%A4hrungsunion_zwischen_Wirtschaft_und_Politik_(Dissertation)

Bei effizienter Organisation wäre ein Vollzugstermin vor der nächsten Bundestagssitzung erreichbar.
Ein Telekolleg über Phönix könnte aus den Rundfunkbeiträgen finanziert werden.

Andreas Kreuz März 24, 2013 um 10:47

Die ‘Argumentationsketten’ nähern sich asymptotisch der Null.

Keynesianer März 24, 2013 um 10:51

Da braucht es keinen Google-Übersetzer:

Angela Merkel, como Hitler, ha declarado la guerra al resto del continente, ahora para garantizarse su espacio vital económico

Und @f.luebberding erfüllt seinen Auftrag, sogar uns noch das Verbrechen der Durchsetzung einer deflationären Depression in den Euro-Krisenstaaten (statt der längst überfälligen Erhöhung der Löhne, Renten und Sozialleistungen in Deutschland um mindestens 30%) als “deutsche Politik” zu verkaufen.

Als nächstes wird uns die “linke Fraktion” der Journaille erzählen, dass Deutschland mit Transferzahlungen (statt mit der Erhöhung der Löhne und Renten und Sozialleistungen um mindestens 30%) zur Überwindung der Schuldenkrise beitragen müsse.

Die nächste Regierung mit der SPD in Berlin wird das Geld für Transferzahlungen dann bei den deutschen Arbeitern, Rentnern und Sozialleistungsempfängern einsparen.

Das ist so, als sollten die chinesischen Wanderarbeiter uns Geld überweisen, damit wir uns die Importe aus China weiter leisten können. Das werden aber die einschlägigen Vertreter “linker Politik” hier demnächst fordern.

Pjotr56 März 24, 2013 um 11:48

ARD plusminus 20.03.2013
Eurorettung – wie Merkel und Schäuble das Volk anlügen
Zum wiederholten Mal wird ein Rettungsakt inszeniert, der die Wahrheit verschleiern soll. Die wahren Profiteure bleiben im Dunkeln. Das hat gute Tradition bei der Euro-Rettung, wie der Blick zurück beweist.
http://www.youtube.com/watch?v=VqL5fN4Sgsk

holger März 24, 2013 um 11:58

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/19/wolfgang-schaeuble-der-gefaehrlichste-mann-europas/

Die New York Times schreibt dann, dass Schäuble die Unruhe an den Märkten „nicht als Hindernis, sondern als Notwendigkeit“ sieht:

„Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.“

Schäuble verfügt über einen messerscharfen Intellekt. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sein Programm in so wenige einfache Sätze fassen kann. Dieses Kurzprogramm erklärt alles, was in Europa im Moment vor sich geht. Es erklärt auch, warum Schäuble so seltsam eiskalt lächelte, als er im ZDF sagte, als die Enteignung der zypriotischen Hausfrauen, Lehrer, Klempner und Tischler gezielt im Morgengrauen eines Samstags bekanntgegeben wurden:

„Bankguthaben sind eine sensible Sache, deshalb macht man es am Wochenende.“

topi März 24, 2013 um 12:16

Linus

PD: Ich übersetze gerne, wenn gewünscht.”

Haste übersetzt?

Jetzt scheint mir da etwas anderes zu stehen. Alles VT natürlich. :roll:

topi März 24, 2013 um 12:26

“Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient”

So eng muss man das nicht sehen, es gibt Phasen, da würde cih dem widersprechen.

Aber ist es denn nur die deutsche Regierung?

Es ist nahezu die gesamte “Elite”, bis weit hinein in die mittleren Dienstklassen.

Klar sieht man das von außerhalb als “die Deutschen”.

Der kleine hunnische Reiter war bestimmt auch ganz anders, oder so. :roll:

Keynesianer März 24, 2013 um 12:31

Dabei war der entfernte Artikel von Juan Torres López noch gar nicht mal so schlimm, weil der nämlich auf die neoliberale Verarmungspolitik seit der Agenda von SPD und GRÜNEN verwiesen hat, wegen der die Menschen in Deutschland für Hungerlohn arbeiten müssen und nicht entsprechend der Produktivität der Wirtschaft konsumieren können.

Nur der Vergleich mit Hitler ist halt völlig falsch, sondern man müsste die bösartige Euro-Deflationspolitik des Merkel-Regimes in Berlin mit der absichtlichen Verursachung der Großen Depression vergleichen. Mit “deutscher Politik” hat das ja gar nichts zu tun.

Systemfrager März 24, 2013 um 12:51

>>> warum Schäuble so seltsam eiskalt lächelt
tja
nur Graf Dracula kann da mithalten

Keynesianer März 24, 2013 um 12:59

@topi

Klar sieht man das von außerhalb als “die Deutschen”.

Da wird ganz gezielt nachgeholfen, dass die verzweifelten Opfer der neoliberalen Politik des Lohn- und Sozialdumpings und des Ausverkaufs der Volksvermögen durch Privatisierung den Eindruck haben sollen, dass die “Nazi-Deutschen” dafür verantwortlich wären.

Unser fremdgesteuertes Merkel-Regime tut sein Bestes, überall im Ausland den Hass auf Deutsche zu schüren, so als ob das Klima-Merkel, Schräuble und Trojaner Asmussen “deutsche Interessen” an Lohndumping, Sozialabbau, Pribvatisierung und allgemeiner Verelendung der Völker durchsetzen würden.

aifran März 24, 2013 um 13:05

… Auf der Agenda: Weg mit dem Sozialstaat –
also rasch ein bisschen Schockstrategie da, ein bisschen Machiavelli dort und alles läuft nach Plan …. Nutzmenschenhaltung wie die Herren und Regelmacher sie lieben

Jackle März 24, 2013 um 13:05

Die Deutschen sind halt dämlich. Nur, stimmt schon, allein sind Sie damit nicht auf der Welt.

"ruby" März 24, 2013 um 13:13

hh hatte den Beschluss zur Konfiszierung der zypriotischen Bankkontenguthaben durch Vorgabe des EU-Finanzministerrats als historischen Tag bezeichnet.
Vor so einem weiteren revolutionären Ergebnis soll Europa heute beschliessen – ja was denn eigentlich?
Die Akteure dieser Logik haben mit der fortgesetzten Politik den Auslöser zur Gegenbewegung gestartet :

24. März 2013
Tag des Aufstands oder der ausgefallenen Revolution
Begrüssungskommitees in Brüssel inklusive …
Nachtaktionen werden erleuchtet – die Wochenendaktivitäten als Überraschungscoup geplant zum Verhandlungskrepierer
Kerzen für den EU-Finanzministerrat .

Linus März 24, 2013 um 13:33

@topi:
Alle Achtung! Der Artikel war eine Mischung aus Wahrheiten und Halbwahrheiten, auf denen eine üble Hetzschrift aufgebaut wurde. Er hat z.B. zurecht auf die gesellschaftlichen Zustände in Deutschland verwiesen, die heute schlimm sind, die aber desaströs wären, wenn es D nicht insgesamt so gut ginge.

“Angela Merkel, como Hitler, ha declarado la guerra al resto del continente, ahora para garantizarse su espacio vital económico”
Begriffe wie “ökonomischer Lebensraum” sind natürlich unterste Schublade. Es trifft aber die Sache am Rande doch insoweit, als D im produktivem Bereich innerhalb Europas keine ernsthafte Konkurrenz mehr zu fürchten hat. Dieser Zustand ist kein Zufall, sondern wurde geplant herbeigeführt. Die Agenda 2010 war die hierzu notwendige “Ausrüstung”.

holger März 24, 2013 um 13:36

Sorry Linus

—>>> Es trifft aber die Sache am Rande doch insoweit, als D im produktivem Bereich innerhalb Europas keine ernsthafte Konkurrenz mehr zu fürchten hat. Dieser Zustand ist kein Zufall, sondern wurde geplant herbeigeführt.

Quatsch: Erfindertum kann man nicht planen und befehligen

—>>>Die Agenda 2010 war die hierzu notwendige “Ausrüstung”.”

Aufrüstung wäre der richtige Begriff. DE hatte noch nie einen Wettbewerb zu fürchten.

Keynesianer März 24, 2013 um 13:44

@Linus

Dieser Zustand ist kein Zufall, sondern wurde geplant herbeigeführt. Die Agenda 2010 war die hierzu notwendige “Ausrüstung”.

Da ging es aber nicht um einen Vorteil für die deutsche Wirtschaft, sondern die Drahtzieher der Agenda wussten ganz genau, dass sie sich damit den Hebel schaffen, um den ganzen Euro-Raum zu zerlegen.

Wir sollten überhaupt damit aufhören, so zu argumentieren, als ob die Verantwortlichen dieser Politik nur irgendwelche makroökonomischen Zusammenhänge noch nicht verstanden hätten und wir diese den Politikern und VWL-Professoren erst erklären müsstenb. Das ist höchstens der Zeitungsleser, der die Gesamtökonomie nicht versteht, also die schwäbische Hausfrau.

Wir haben es hier nicht mit ökonomischen Dummheiten zu tun, sondern mit ganz bewusstem Verbrechen an den unter den gezielt inszenierten Krisen leidenden Menschen.

holger März 24, 2013 um 13:54

—>>>Wir haben es hier nicht mit ökonomischen Dummheiten zu tun, sondern mit ganz bewusstem Verbrechen”

so ist es… und zwar unter ganz tatkräftiger Mittätern der so genannten unabhängigen “4ten Gewalt”… Nicht alle, aber der größte Teil.

Und nachher haben sie von nix gewusst… oder es war eben salopp gesagt nur ein “Irrtum”…

Das “Politiker” so handeln, wie sie handeln (Furz drauf) das ist den ihr Job. Aber das Tod-Schweigen der Medien ist ein viel größeres Verbrechen.

Linus März 24, 2013 um 13:57

@Holger:
“Quatsch: Erfindertum kann man nicht planen und befehligen”

Als ob es nur in D Erfindertum gäbe. D ist nicht der Nabel Europas. Genau das sollte die EU überwinden. Es ging darum. in ganz Europa Wohlstand zu schaffen und den ärmeren Ländern den Anschluss zu ermöglichen. Die Agenda 2010 war dem exakt entgegengerichtet.

D hat sein Geschäftsmodell durchgedrückt. Damit das die anderen nicht gleich merken, hat man sie über 10 Jahre auf Pump leben lassen. Jetzt wird die Rechnung präsentiert. Und diese Länder stehen jetzt nicht vor “ärmlichen” Verhältnissen, sondern buchstäblich vor dem Nichts. Selber schuld? Schuld sind beide Seiten, aber nur die eine Seite soll in den Abgrund springen.

Keynesianer März 24, 2013 um 14:11

@Linus

D hat sein Geschäftsmodell durchgedrückt. Damit das die anderen nicht gleich merken, hat man sie über 10 Jahre auf Pump leben lassen.

Einspruch, das war nicht D. Ohne die Finanzbetrugskrise wäre das auch noch ewig gutgegangen für alle Länder wie Spanien und selbst Griechenland.

Die Deutschen hätten sich wie blöde kaputtgespart, um einen Exportüberschuss von jetzt gerade mal 169 Mrd. Euro in 2012 zu erzielen. Dafür hat man durch Lohnverzicht und Sozialabbau den Binnenmarkt geopfert und vermutlich ein BIP in der Größenordnung von 1000 Mrd. Euro in Deutschland vernichtet.

So schaut das aus.

Jetzt sollen sich die Griechen, Spanier, Italiener und demnächst die Franzosen genauso kaputtsparen. Das bringt nämlich nichts, nichts, nichts und wieder nichts!

Das bringt nur den Spekulanten mit den davon ausgelösten Krisen etwas, die als “Heuschrecken” über die Krisen-Ökonomien herfallen und Verwüstungen hinterlassen für etwas höhere Rendite ihrer Hedgefonds.

Das ist wie im Krieg, da verdienen die Munitionsfabrikanten halt vielleicht 100 Dollar mit jeder Leiche.

holger März 24, 2013 um 14:12

Linus

—>>>Als ob es nur in D Erfindertum gäbe. D ist nicht der Nabel Europas. Genau das sollte die EU überwinden.”

Dann guck dir doch das im Patent-AMT an… holy shit…

Iss das auch nur ein Fake? Wer hat denn die Cowboys zum “Mond” geschossen? Die schwarz Afrikaner etwa?

holger März 24, 2013 um 14:14

Linus

rechne das einfach nur mal hoch

http://erfindungen.coart.de/i/c/1_patentmeldung.jpg

Keynesianer März 24, 2013 um 14:29

Der deutsche Exportüberschuss von 169 Mrd. Euro in 2012 zeigt ja eben bestens, dass die neoliberale Sparpolitik ökonomisch der reine Wahnsinn ist. Ich schätze mal, dass Deutschland heute ein um 1000 Mrd. Euro höheres BIP jedes Jahr(!) ohne die Agendapolitik erreicht hätte.

Das heißt auch, dass die anderen Eurostaaten sich den deutschen Exportüberschuss buchstäblich noch ewig hätten leisten können, wenn nicht mit der durch Zinserhöhungen inszenierten Finanzkrise 2007 eben der Einbruch der Immobilien eingesetzt hätte und vor allem die Bankenrettung eine ungeheure zusätzliche Verschuldung der einzelnen Staaten verursacht hätte.

Das wäre auch alles noch kein Problem geworden, wenn man weiter eine expansive Finanzpolitik gefahren hätte.

Das wird erst mit dem verdammten Sparen zu einem Problem, weil das Sparen eben nichts bringt außer steigender Armut. Würden die in Griechenland mal ihre Reichen etwas besteuern, wären die Schulden kein Problem. Aber die Rückzahlung der Schulden durch Verelendung der Masse der Bevölkerung erreichen zu wollen, das ist der blanke Wahnsinn und ein ungeheuerliches Verbrechen.

Deutschland hat es mit der Agendapolitik von SPD und GRÜNEN gerade mal zu einem Außenüberschuss von 169 Mrd. Euro gebracht. Man rechne das im Verhältnis um auf Griechenland mit seiner Bevölkerung.

Der blanke Wahnsinn also, da mit Lohnkürzung und Sozialabbau statt mit Wachstum die Verschuldung senken zu wollen. Das gilt für jedes Land, dass man halt die Reichen besteuern muss und mit einer expansiven Geld- und Finanzpolitik das Wachstum antreibt.

Neoliberalismus führt in die Katastrophe.

topi März 24, 2013 um 14:38

Hier mal ein Beispiel, was mancher der “Deutschen” so denkt. Scheint mir kein Politbürokrat oder Angehöriger der oberen Dienstklasse zu sein.

http://deutschelobby.com/2013/01/23/eu-und-die-fatalen-auswirkungen-auf-deutschland-und-sein-volk-eu-will-deutschen-export-abstrafen/

Systemfrager März 24, 2013 um 14:41

Ärger für Audi, BMW und Daimler
Chinesen schimpfen über dicke Luft in deutschen Autos
SPON >>>
Nun es ist offensichtlich soweit
Chinesen brauchen deutsches Wissen nicht mehr
Sie beginnen den Deutschen die Hunnen-Rede zu blasen
Das Ende vom Exportweltmeister liegt in der Luft

Und das Unglück kommt nicht allein
Zypern-Katastrophe ist das größte Sieg für Putin seit vielen Jahren
Die naiven russischen Oligarchen haben immer gedacht, die westlichen Kapitalisten-Brüder seien ihre Schutz
Sind sie jedoch nicht! Jetzt werden die Oligarchen auf Knien zurück zur Putin eilen

PS
Vielleich ist das Glück für die EU.
Man kommt zur Besinnung, bevor man ganz große Dummheiten macht

topi März 24, 2013 um 14:42

Die 169 Milliarden sind übrigens der Leistungsbilanzsaldo.
Der reine Außenhandelsüberschuss liegt bei 189 Milliarden.

topi März 24, 2013 um 14:53

Keynesianer

“Der deutsche Exportüberschuss von 169 Mrd. Euro in 2012 zeigt ja eben bestens, dass die neoliberale Sparpolitik ökonomisch der reine Wahnsinn ist. Ich schätze mal, dass Deutschland heute ein um 1000 Mrd. Euro höheres BIP jedes Jahr(!) ohne die Agendapolitik erreicht hätte.”

Also 40% mehr seit der Agenda-Politik ist absolut unrealistisch.
Nimmt man die gesamte “geistig-moralische Wende” mit dazu, könnten es 25-30 Prozent real sein. Die preisliche Bewertung könnte natürlich noch einiges zusätzlich rausholen.

“Das heißt auch, dass die anderen Eurostaaten sich den deutschen Exportüberschuss buchstäblich noch ewig hätten leisten können, wenn nicht mit der durch Zinserhöhungen inszenierten Finanzkrise 2007 eben der Einbruch der Immobilien eingesetzt hätte und vor allem die Bankenrettung eine ungeheure zusätzliche Verschuldung der einzelnen Staaten verursacht hätte.”

Klar. Solange ich Kredit kriege, kann ich mir Defizite “leisten”. Prinzipiell.

“Das wäre auch alles noch kein Problem geworden, wenn man weiter eine expansive Finanzpolitik gefahren hätte.”

Das ist Ansichtssache.
Siehe oben, es steht zu vermuten, dass man nicht ständig weiter zusätzlichen Kredit kriegt.

Aber nehmen wir mal dieses Szenario; der gearschte wäre natürlich der Medianmichel gewesen, der noch viel weiter beim Medianeinkommen und Medianvermögen zurückgefallen wäre, ggü. den anderen EWU-Medianisten.

Klingt auch nicht sooo doll.

Linus März 24, 2013 um 14:57

@Keynesianer:
“Einspruch, das war nicht D. Ohne die Finanzbetrugskrise wäre das auch noch ewig gutgegangen für alle Länder wie Spanien und selbst Griechenland.”
Von mir aus sind sie alle darauf reingefallen. Tatsache ist aber, dass nur die einen dafür gerade stehen sollen. D kann sich diese Politik nur leisten, weil es selbst noch nicht am Abgrund steht. Sonst wären die Vorschläge wohl “konstruktiver”.

Keynesianer März 24, 2013 um 14:57

@topi

Dann sind es meinetwegen 189 Milliarden. Um den Faktor 5 bis 10 wurde für diesen Exportüberschuss BIP vernichtet. Wir hätten hier in Deutschland auch einen Immobilienboom haben können ohne die Agendapolitik und daraus dann ein Haushaltsvermögen wie die Spanier.

Die ganze Argumentation von wegen “die Deutschen sind schuld” krankt ja schon daran, dass diese Agendapolitik wirklich niemandem nützt, außer vielleicht einigen bescheuerten Geld-Sparern mit einem etwas höheren Realzins.

Man sollte mal ausrechnen, was die Weltwirtschaftskrise 1929-33 an realer Wirtschaftslkeistung vernichtet hat und was die verbiesterten Rentiers, denen der Fall der Preise gar nicht tief genug gehen konnte, durch die deflationäre Depression an Kaufkraft ihrer Spargroschen profitiert haben (gegen die Verluste an Aktien und Immobilien und Farmland).

Wer der deutschen Wirtschaft massiv schaden wollte, hat ihr die Agendapolitik angedreht.

Keynesianer März 24, 2013 um 15:10

@topi

Tatsache ist aber, dass nur die einen dafür gerade stehen sollen. D kann sich diese Politik nur leisten, weil es selbst noch nicht am Abgrund steht. Sonst wären die Vorschläge wohl “konstruktiver”.

Wem schadet denn diese Politik, die immer noch die Agenda 2010 als Erfolg feiert und andere Staaten auch noch kaputtsparen will? Statt endlich in Deutschland die Agendapolitik vollumfänglich zurückzunehmen und die Löhne, Renten und anderen Sozialleistungen um mindestens 30% zu erhöhen, bis auf dem Wege die Verzerrung des Wettbewerbs im Euroraum aufgehoben ist.

Diese Politik schadet erst einmal und ganz allein den Deutschen.

Rechne doch einmal nur für die 189 Mrd. Euro Exportüberschuss die von Deutschland dafür aufgenommenen Targetsalden und Transferzahlungen und Bürgschaften etc.!

Natürlich schadet der Neoliberalismus jetzt nicht nur mehr allein den Deutschen, sondern auch dem restlichen Euro-Raum, wo mit der Krise hier auch noch in allen anderen Ländern die neoliberale Politik des Kaputtsparens durchgesetzt werden soll.

holger März 24, 2013 um 15:27

Das dumme an der Situation ist, das keiner mal auf den Gedanken kommt, dass er doch rein Zufällig als Cheffe von irgendeinem Land mal nen Giftcocktail gereicht bekommt.

Wenn er denn nicht gehorcht.

Nicht umsonst fällt ein Oligarch gerade um…

Keynesianer März 24, 2013 um 15:27

Gerade oben ist natürlich @Linus gemeint.

@topi

Ich habe mich schon vor über zehn Jahren im Internet massiv gegen die Agendapolitik engagiert und ganz bestimmt nicht, um damit den Deutschen und der deutschen Wirtschaft zu schaden.

Daher bin ich auch persönlich verärgert, wenn die Agendapolitik heute als “Erfolg der deutschen Wirtschaft” zu Lasten ihrer Handelspartner hingestellt wird. Wir haben Exporte verschenkt und unseren eigenen Lebensstandard gewaltig gesenkt. Mag sein, dass einige wenige Exporteure ganz persönlich profitiert haben und natürlich die verbiesterten Geld-Sparer, die wie üblich jede expansive Geldpolitik mit blankem Hass verfolgen.

Der Mehrheit jeder Ökonomie schadet neoliberale Politik und jeder Exporterfolg mit sowas wird durch enorme Wachstums- und Wohlstandsverluste erkauft.

Und klar, je länger diese Politik betrieben wird, um so mehr ist der Exportmichel der Gearschte. Die Spanier haben in den guten Jahren ein Vielfaches an Vermögenswachstum einfach damit erreicht, dass Kapital sich in einer expansiv wachsenden Ökonomie einfach von selber vermehrt. Ganz ohne Arbeit und ohne jedes Sparen, weil aus der Hütte eine wertvolle Immobilie in zentraler Lage wird, aus der Klitsche ein Edelschuppen und aus der sauren Wiese wertvolles Bauland.

Da kann man sich das anteilige Defizit in der Handelsbilanz ewig leisten. Nur der blöde Exportmichel wird in Relation immer ärmer.

holger März 24, 2013 um 15:29

Das rafft das Fußvolk nicht mit Median 50k Brutto… oder 12k als Putze und Arschabwischer

Die sind einfach zu schlicht gestrickt. Für die gibts echt noch so etwas wie Politik.

Schütze Arsch März 24, 2013 um 15:42

Kommersant rechnet nicht mit großem Rumms, sondern mit kleinem Ruckeln:

Zit. – “Eine weitere völlige Blockade der zyprischen Banken ist bereits wenig wahrscheinlich. [...] Nichtsdestotrotz ist es offensichtlich, daß ein Teil der großen Bankeinlagen auf Zypern eingefroren und/oder konfisziert wird. Wenn Moskau es schon abgelehnt hat, für ein anderes Szenario zu zahlen, dann gibt es keinen Grund anzunehmen, daß die EU an einer Erhaltung des zyprischen Finanzsystems mehr interessiert sein wird als Rußland.”

Zit. – [Die zu erwartende Entscheidung] … “rettet die ‘Verrechnungs’gelder russischer Firmen, die sich auf Korrespondenzkonten des seit dem Abend des 15. März geschlossenen zyprischen Bankensystems befinden. Ihr Umfang läßt sich nicht einschätzen, er dürfte in der Größenordnung von Milliarden Euro liegen. Wenn die zyprische Notenbank, wie vermutet, am 26. März oder einige Tage danach das seit dem 17. März bestehende Verbot von Verrechnungsoperationen aufhebt, dann sind irgendwelche Verluste bei diesen Geldern wenig wahrscheinlich; das einzige was ihnen droht, ist eine zeitweilige Begrenzung des Kapitalabflusses aus Zypern.”

Nezavisimaia: “Medvedev verlegt Zypern auf die Kurilen”
(einige können es ja lesen)

http://www.ng.ru/economics/2013-03-22/4_kurily.html?print=Y

Zit. – “Im Zusammenhang mit der Krise auf Zypern schlug der Premier vor, über die Schaffung einer Offshore-Zone auf Sachalin oder den Kurilen nachzudenken. [...] Der Premier vermutete, daß dies eine Rückführung jener Mittel nach Rußland erlaubt, die sich heute nicht nur auf Zypern, sondern auch auf den britischen Virgin Islands befinden.”

Weiter unten einige positive Kommentare von Ökonomen, aber auch Skepsis, ob im Fernen Osten eine dazu notwendige Infrastruktur zu schaffen sei. Immerhin gebe es auf Sachalin bereits eine Art Reservat für internationale Öl- und Gaskonzerne.

Man mag davon ja halten was man will, aber wenn man hier liest, wie einige das russische Establishment offenbar für eine Art kollektiven Robin Hood und Retter Europas halten… das ist einfach nur skurril…

h.huett März 24, 2013 um 15:44

CM
Die Nachfrage erübrigt sich. Ich werde auch weiterhin flagrant antisemitische Beiträge entfernen. Erklärung? Zwecklos.

Systemfrager März 24, 2013 um 15:45

Nicht umsonst fällt ein Oligarch gerade um …

Tja, man sieht wie gut die westlichen Medien das Gehirn waschen
Beresovsky hat ein Tag vor seinem Tod einem Journalisten (Forbes – Ilja Schegulow) erzählt, wie er vom Westen enttäuscht sei, er fühlte sich vom Westen verraten, er war eigentlich pleite und schon längst depressiv, er war in London Niemand, er sehnte sich nach Russland, …
Aber für die Untertanen mussten die Briten ein Theater inszenieren, um herauszufinden, ob das viellicht Putin sogar persönlich war …

Und der deutsche Michel frisst wieder alles … frisst und frisst … Der gute Onkel Göbbels hatte offensichtlich recht, man muss so lügen, dass es für einen normalen Menschen absurd vorkommt, dann klappt es

dalena März 24, 2013 um 15:48

” Das rafft das Fußvolk nicht mit Median 50k Brutto… oder 12k als Putze und Arschabwischer Die sind einfach zu schlicht gestrickt. Für die gibts echt noch so etwas wie Politik.”

Stellt sich aber doch die Frage, wie man genau jene erreichen kann?

Schütze Arsch März 24, 2013 um 16:03

Prognose:

Nächste Woche klingt das Zypern-Drama langsam aus. Dann ist hierzulande Ostern. Dann geht es weiter mit der antifranzösischen Hetze. Der Mischell soll gefälligst mehr arrbeiten. 35 Stunden, was erlauben? Und der reformunwillige Hollande soll reformieren… Und Peers Sozis werden gegen das europäische Rattenrennen und den Bevölkerungsverwertungsdiskurs natürlich NICHT klar Front machen. (obwohl sie damit die Wahlen vielleicht sogar gewinnen könnten, wer weiß?)

@ Keynesianer – Zit. – “Das wirkliche “Deutschland” will schnellstmöglich die Erhöhung der Löhne, Renten und anderen Sozialleistungen um mindestens 30% und den entschlossenen Kampf um den Titel des Importweltmeisters!”

Gut zu wissen. Hat das ‘wirkliche Deutschland’ auch eine Postanschrift?

… and now: something completely different…

http://www.youtube.com/watch?v=MEaD77e3ZW4

Keynesianer März 24, 2013 um 16:25

Flassbeck kommt zu denselben Ergebnissen:

Wäre die inlän­di­sche Nach­frage dank höher aus­fal­len­der Lohn­ab­schlüsse stär­ker gewach­sen, hät­ten sich die Über­tra­gungs­wege der ame­ri­ka­ni­schen Finanz­krise in enge­ren Gren­zen gehal­ten. Außer­dem wäre der deut­sche Export­über­schuss wegen einer ver­nünf­ti­ge­ren gesamt­wirt­schaft­li­chen Preis­ent­wick­lung klei­ner gewe­sen und folg­lich die Abhän­gig­keit der deut­schen Wirt­schaft von der aus­län­di­schen Kon­junk­tur nicht so groß. Das hätte den durch die Finanz­krise aus­ge­lös­ten real­wirt­schaft­li­chen Ein­bruch 2009 gerin­ger aus­fal­len las­sen und somit auch den dama­li­gen Rück­gang der Pro­duk­ti­vi­tät. Oben­drein steht zu ver­mu­ten, dass ein kräf­ti­ge­res inlän­di­sches Stand­bein die Pro­duk­ti­vi­tät dank höhe­rer inlän­di­scher Sach­in­ves­ti­tio­nen schon in den Jah­ren bis 2007 stär­ker hätte zule­gen las­sen, als es unter den Umstän­den des Lohn­dum­pings der Fall war.
http://www.flassbeck-economics.de/zur-lohnrunde-2013-teil-3/2/#sthash.xDc4E82P.dpuf

Die Ökonomie wäre ohne die Agendapolitik aus mehreren Gründen stärker gewachsen:

1) wegen der aus höheren Einkommen resultierenden höheren Nachfrage

2) wegen der dann höheren Investitionen und dem stärkeren Anstieg der Produktivität

3) wegen der geringeren Abhängigkeit der deutschen Ökonomie vom Ausland, men bedenke den heftigen Einbruch zur Finanzkrise

Dementsprechend sind auch die deflatorischen Maßnahmen der bisherigen Krisenpolitik abzulehnen. Flassbeck:

Alles dar­un­ter, also Sen­kung des Preis­ni­veaus und damit offene Defla­tion in den Kri­sen­län­dern, kommt einer bin­nen­wirt­schaft­li­chen Kata­stro­phe gleich, wie man sie in Grie­chen­land und Spa­nien bereits beob­ach­ten kann. Dort sind die Lohn­stück­kos­ten inzwi­schen um unge­fähr 10 bzw. 6 Pro­zent gegen­über ihrem Höchst­stand im Jahr 2009 gefal­len, und zwar auf Betrei­ben der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF), die die Kür­zung von Löh­nen, Gehäl­tern, Min­dest­löh­nen, Ren­ten, Arbeits­lo­sen– sowie Sozi­al­hil­fe­trans­fers etc. zur Bedin­gung für Kre­dite an die öffent­li­chen Haus­halte der Kri­sen­staa­ten gemacht hat. Der dar­aus resul­tie­rende Ein­bruch der gesamt­wirt­schaft­li­chen Nach­frage hat die Arbeits­lo­sig­keit, vor allem die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit in den betrof­fe­nen Staa­ten in die Höhe schnel­len las­sen.

Das muss sofort abgestellt werden. Es gibt überhaupt keine Begründung für eine deflationistische und krisenverschärfende Politik bei unseren Handelspartnern, weil die Ursache der Wettbewerbsverzerrung allein die Agendapolitik von SPD und GRÜNEN in Deutschland war. Diese ist umgehend in allen Punkten rückgängig zu machen.

Keynesianer März 24, 2013 um 16:49

@Schütze Arsch

Gut zu wissen. Hat das ‘wirkliche Deutschland’ auch eine Postanschrift?

Brauchst Du nicht. Frage einfach den nächsten Rentner in D, was ihm lieber ist, dass ihm die Rente um 40% erhöht wird, oder ob dem Franzosen die Rente um 40% auf deutsches Niveaus gesenkt werden soll.

Da wird die Antwort klar sein. Nur einige “schwäbische Hausfrauen” werden wegen ihrer Spargroschen für eine Rentensenkung in F plädieren, aber auf die müssen wir nicht hören:

http://www.youtube.com/watch?v=E0F6dJcqgIM

holger März 24, 2013 um 18:02

—>>>dalena März 24, 2013 um 15:48
” Das rafft das Fußvolk nicht mit Median 50k Brutto… oder 12k als Putze und Arschabwischer Die sind einfach zu schlicht gestrickt. Für die gibts echt noch so etwas wie Politik.”

Stellt sich aber doch die Frage, wie man genau jene erreichen kann?”

dalena… eine schlichte und einfache Antwort: Gar nicht.

für die sind 100k Vermögen schon eine Utopie und Reichdumm. Iss so bleibt so. Ganz einfache gestrickte fleißige Bienchen die meist einen “IQ” von unter 70 haben. Man nennt es auch Proletariat. Die nix anders in ihrem Leben haben, außer ihre 2 Hände und einen Job.

Außnahmen wie immer die Regel. Aber größere Zusammenhänge können die nicht verstehen. Sie wissen zwar das man Blumen gießen sollte, warum eben nicht.

Denen kannste von Morgens bis Abends was verzählen. Und sie glauben alles ohne selbst zu denken zu müssen.

Sie haben ihr eigenes Gerechtigkeitsgefühl. Das selten mit der eigentlichen Rechtsprechung überein passt. Sie sind empört. Ohne Sinn und Verstand.

Es sind solche Typen wie meine Eltern. Und manchmal meine ich, sie haben Recht. Am besten nichts hinterfragen, kein Abenteuer eingehen und die Fresse halten. Die typischen Kleingartenbesitzer eben… mit dem Wunsch den schönsten Zwerg zu haben. Alles darüber hinaus überfordert sie.

rundertischdgf März 24, 2013 um 18:25

Uns droht noch viel mehr Ungemach. Stoiber kündigte schon mal vorbeugend das Jahr 1939 an, wenn der Euro und die EU Schaden erleidet.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/03/21/wutrede-des-eu-fanatikers-stoiber-gegen-euro-kritiker/

rundertischdgf März 24, 2013 um 18:27

Und die Finanzkrise fördert sogar den Kulturrassimus in der EU, das wiederum malen die NGOs an die Wand.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/03/24/ngos-sehen-durch-finanzkrise-eine-zunahme-der-diskriminierung-in-der-eu/

"ruby" März 24, 2013 um 19:18

2 Milliarden mehr als erwartet
Feiertagzuschlag
sind immer wieder für eine Überraschung gut die Finanzrechner der Troika ;-)
oder haben die einen falschen Wechselkurs programmiert ?

"ruby" März 24, 2013 um 19:24

260 € ?
100 € ?
wann kommt die RAF geflogen ?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/zypern/entscheidung-in-nikosia-auffaellig-hohe-geldabfluesse-aus-zypern-12126658.html

Rettungsregenschirme zum auffangen der Bargeldabwürfe dringends gesucht auf Zypern.

"ruby" März 24, 2013 um 19:31

Rückreisesperre für Brüsselflüge nach Berlin ab 18:00 Uhr in Kraft.
;-)
alternativ könnte ab Dienstag der neue Berliner Flughafen vorzeitig als Notflughafen teileröffnet werden.
Mehdorn prüft seine noch guten Kontakte zu AIR Berlin!

"ruby" März 24, 2013 um 20:58

Sehr gut, dass jetzt das Oranisationsproblem einer EZB und ihrer National-Zentralbanken offenkundig wird.
So kann und wird es in einem einheitlichen Währungssystem jedenfalls nicht weitergehen.
Je eine Stimme für Deutschland und Zypern – absolute Farce.
Macht Deutschland wieder den Weber/Stark am Telefon.
Frau Merkel bitte melden …
Spare den Jimbo Rockford um nicht zu wiederholen.

Schütze Arsch März 24, 2013 um 22:35

Noch was zu den Zahlen…

“median 50k brutto” war oben zu lesen. Das ist nicht möglich.

http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=ilc_di03&lang=en

Deutschland median netto 19043 Euro/ Jahr. Könnte man jetzt noch etwa nach Branchen, Regionen, Geschlechtern aufschlüsseln. Weibliches Medianeinkommen Ost z.B. sicher sehr weit drunter.

Und, @ topi – Zit. – “80.000 Cash ist kein Kleinsparer”

Hm. Naja. Wieviel 80.000 ist, hängt auch davon ab, wie sehr diverse Risiken über öffentliche Versicherungssysteme oder Verfügbarkeit öffentlicher Güter abgesichert sind.

80.000 in einem halbwegs funktionierenden Sozialstaat wie, sagen wir, Frankreich, ist was anderes als 80.000 in löchrigen oder durchlöcherten Sozialstaaten wie, sagen wir, Spanien oder Italien. Je geringer soziale Rechtsansprüche, desto wichtiger wird gewisses privates Vermögen.

Vor Hartz IV waren 80.000 in Deutschland was anderes als danach.

Und, nun vergleiche das mal für verschiedene Haushalte. Der @Schütze Arsch, notorisch kinderlos, ja der könnte von 80.000 schon eine Weile leben.

Der @topi mit seinem Haushalt und seinen Ausgaben… na?

Irgendwo war ja mal berechnet worden, daß bei Berücksichtigung des Anteils der Fremdkapitalverzinsung in den Produktpreisen der Arsch erst ab 400.000 ein freier Arsch wäre…

topi März 24, 2013 um 23:27

Schütze

“Nezavisimaia: “Medvedev verlegt Zypern auf die Kurilen”
(einige können es ja lesen)

http://www.ng.ru/economics/2013-03-22/4_kurily.html?print=Y

Lesen kann ich es, vielleicht mit etwas Übung auch einigermaßen aussprechen. Aber das wars dann. :D

Danke für die russische Presseschau. Da wird erstmal bepokert, klar.
Dass nun ev. die “Russengelder” mit 20 oder mehr Prozent rasiert werden, könnte sogar Teil des Plans sein, wer weiß es schon.

Zu den 50K des Medianmichels.
Das ist sein Vermögen, nicht sein Einkommen. Mit Auto und Gartenlaube, weiß nicht, wie sie jetzt Flatscreen und Ei-Mist da miteinrechnen.

Die Brisanz dieser Zahlen ggü. anderen Ländern (Spanien 178K) dürfte sich noch irgendwann in die Hirne fressen.

Die Verdummungsmaschine, die EZB-Zahlen wegzudefinieren, läuft ja schon auf Hochtouren. Und auch der sehr geschätzte @gelegentlich lässt(ließ?) sich vonden Argumenten der Bundesbank beeindrucken.

Aus der Welt:”
Der typische Haushalt in Deutschland ist somit ein Mieterhaushalt, der klassischerweise relativ wenig spart, während in anderen Ländern selbst genutzte Immobilien zu einem nicht unerheblichen Teil in den Vermögensvergleich einfließen. Auch in Deutschland stehen dabei Hauseigentümer besser da als Haushalte ohne Wohneigentum: “Der Medianwert des Nettovermögens von Eigentümern einer entschuldeten Immobilie liegt in Deutschland bei 255.600 Euro. Bei Eigentümern einer hypothekarisch belasteten Immobilie ergibt sich ein Medianwert von 160.200 Euro. Bei Mieterhaushalten sind es nur 10.300 Euro”, schreibt die Bundesbank.

Verzerrend dürfte sich beim Ländervergleich auch auswirken, dass in der Studie längst nicht alle Vermögensansprüche der Bürger erfasst sind. So fehlen die Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Sozialversicherung – diese stellen aber besonders für die ärmeren Haushalte einen wichtigen Vermögensbaustein dar. “Es ist davon auszugehen, dass dies zu einer Überzeichnung der Ungleichverteilung des Vermögens führt”, schreiben die Bundesbanker in der Studie.”

Jaja, Ansprüche an gesetzliche Sozialversicherung, da wird der Medianmichel im Alter aber RICHTIG absahnen zukünftig. :roll:

Und die, ähh, Stichhaltigkeit der Immobiliendiskussion sollte sich doch mit dem Nettovermögen von 10.000 für den Median-Nichtimmobilienbesitzer endgültig offenbaren.

Der hat nur ein so niedriges Vermögen, weil er keine Immobilie hat, weil die Miete so billig ist, wird gesagt.

Klar doch, sonst hätte er ein Landhaus für 200.000 Flocken, das glaub ich sofort. :roll:

Aber persönlich ginge das mit den 80K. Für ein paar gibt es den Brunnen fürs Wochenendhaus im Wald, dann die Hütte etwas dämmen, Kamin anmauern; und Ackerland kostet ja quasi nix, dann lernen die Kleinen mal richtig die Freuden des Landlebens kennen, mit Kaninchen und Hähnchen. :D
(das blöde ist nur, dass ich beruflich auf dem Land doch recht in der Luft hänge, wenn ich nicht auf Pferde umschule)

+ HG + März 24, 2013 um 23:56

@Flübber
“f.luebberding März 24, 2013 um 09:48
Mit dem Google-Übersetzer ist der Inhalt zu verstehen. Er zeigt, wie sich die Stimmung ändert.
http://ccaa.elpais.com/ccaa/2013/03/22/andalucia/1363974112_833529.html

===> … diese antideutsche Stimmung … wird ja von nuttigen Mietmäulern & Auftragshetzern von “Journalisten” angeheizt. Am schlimmsten natürlich in der BRDDR selbst …

===> … die Schmeißßbänkster verraten ihr eig’nes Land wenigstens für ordentlich Kohle! … die bekömmen wenigstens zünftig Koks & Edelnutten für den Verrat! … selbst für ihre Fiffi-Pudel von korrupten Politclowns fällt noch genug ab für ne flasche besseren Rotwein und eine mittelprächtige Strasennutte einmal die Woche. Aber die Verräter-Journaille?? … die verraten ihr eig’nes ‘schland für sage und schreibe … 23 Cent die Zeile !!! … boah ey entschuldigt mich ich mußß kotzen gehen.

http://wasjournalistenverdienen.tumblr.com/

PS: … was die extreme antideutsche Hetze in El Pais angeht … dagegen kann man was machen … nämlisch … BOYKOTT:

Deutse, wehrt eusch!! … kauft nich … bei KARSTADT!! … denn Karstadt-Sichaneigner Nicolausi Berggruen … gehört ja auch El Pais …

"ruby" März 25, 2013 um 00:09

@ topi +sa
haben uns in prag im goldenen tiger mit nem banker mal die budveiser gegeben und dabei diskutiert wieviel cash so auf konto sein sollte um den lebensstandard zu halten
http://media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-t/01/27/5c/65/caption.jpg
für die jeweiligen lebensumstände und zeitpunkte die zahlungsströme basteln und mit den formeln der finanzmathematik höhen, anfälle, zeitdauer und zinssätze ausrechnen
http://de.wikipedia.org/wiki/Formelsammlung_Betriebswirtschaftslehre#Rentenbarwertformel

haben uns dann (inklusive 14tägigem besuch beim zigeuner verein zischkov an der strassenbahnlinie) auf 750.000 dm geeinigt.
wann war das wohl?
bescheidenheit pur …

"ruby" März 25, 2013 um 00:21

Samstag geht es nach Olomouc zum Spitzenspiel
http://www.fkvz.cz/statika.asp?typ=stadion

Systemfrager März 25, 2013 um 07:00

Wer herrscht nun in der EU? Ganz oben, an der Spitze dieser von Staatsmonstern, von Leviathanen bevölkerten Nahrungskette thront die Berliner Führungsclique um Merkel und Schäuble, die diese Hackordnung maßgeblich durch ihr desaströses Spardiktat formte. Nichts wird in der EU gegen den Willen Berlins beschlossen, alle auch hierzulande unpopulären Entscheidungen der europäischen Bürokratie könnten von Berlin ohne Weiteres gestoppt werden – wenn es nicht so praktisch wäre, unpopuläre Maßnahmen einer anonymen EU-Bürokratie anzulasten.

Bei Fragen der Geldwäsche gibt es ja in der Tat keinen berufeneren Experten als Wolfgang Schäuble, der zugeben musste, eine 100.000 DM-Spende des Waffenlobbyisten Schreiber entgegen genommen zu haben, aber über deren Verbleib nichts zu wissen. Niemanden fällt die schreiende Komik dieser Konstellation auf, bei der Schäuble nun Zypern auffordert, sein “Geschäftsmodell” zu ändern.

TELEPOLIS >>>

Keynesianer März 25, 2013 um 07:34

Das war ja zu erwarten, dass der Pseudo-Linke (Marxist) Tomasz Konicz ebenfalls den großen Knüppel gegen die “Nazi-Deutschen” auspackt.

Die Deutschen sollen für die Ausweitung der verbrecherischen Agendapolitik von SPD und GRÜNEN zur Verelendung der arbeitenden Bevölkerung auf den Rest der Euro-Staaten (wie schon in Griechenland geschehen) durch das vom Neoliberalismus fremdgesteuerte Merkelregime verantwortlich gemnacht werden!

Und Figuren wie Konicz sind ganz vorn dabei und spielen den braven Marxisten, der von Neoliberalen ja nie nicht niemals irgendetwas gehört hat, sondern eben nur Nazi-Deutsche kennt, die für die Verelendung der Völker durch neoliberale Politik jetzt verantwortlich wären:

Und fertig ist das ideologische Gebräu, mit dem die bundesrepublikanische Öffentlichkeit binnen weniger Tage dazu gebracht werden kann, gemeinsam mit ihrer Bundesregierung eine gerade mal 500.000 Einwohner zählenden Mittelmeerinsel unter Durck zu setzen. Und wieder ein Land mehr, das von Berlin in die Schuldknechtschaft getrieben wird.
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38819/1.html

Und die Dumm-Linke in D wird auch noch voll auf diese Agenda 2020 für Europa (verantwortlich die Nazi-Deutschen) abfahren, wenn wir dem nicht endlich deutlich widersprechen.

Wir müssen dem klar und deutlich widersprechen:

1) Es handelt sich hier um eine verbrecherische Politik der Neoliberalen.

2) Diese Agendapolitik wurde zuewrst durch SPD und GRÜNE den Deutschen aufgezwungen und zwar gegen den ausdrücklichen Wählerwillen.

3) Diese Politik soll nach den Deutschen auch den Rest Europas verelenden im Auftrag und Interesse allein der Neoliberalen.

4) Die Deutschen wollen um mindestens 30% steigende Löhne und Sozialleistungen in Deutschland und keine Lohnsenkungen und Sozialkürzungen in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien oder gar Frankreich.

5) Die Auftraggeber dieser Politik lassen das in den Medien so darstellen, als wären nicht die Neoliberalen die Drahtzieher und Verantwortlichen für die Verelendung der Völker, sondern die Deutschen.

Sagt deutlich und lautstark NEIN, damit die Völker Europas es hören und die neoliberalen Banditen mit ihrem Anschlag auf Europa scheitern!

Systemfrager März 25, 2013 um 07:51

Sagt deutlich und lautstark NEIN, damit die Völker Europas es hören

Tje, wenn die Völker Europas so dumm würen, wie es einige, die zwar (um Gottes Willen!) keine Nazi-Deuschen sind, aber nichts so abgrundtief als “Links” hassen, meinen
Gewiss, es warten in der Tat die SPD-GRÜNEN, die die Tür dem Neolibralismus geöffnet haben, und was haben die Deutschen dann getan?
Haben sie dann emport “Die Linken” gewählt?
Nein. Man hat die CDU-CSU gewählt, der die Agenda 2010 noch nicht weit genung ging
Nein, die Völker Europa sind nicht so blöd, wie einige “Nicht-Nazi-Deutschen”, die aber nichts so sehr als “Links” hassen, sich es asugesponnen haben

Hauke März 25, 2013 um 08:18

Gute Zusammenfassung auf FTalphaville:

http://ftalphaville.ft.com/2013/03/25/1437052/scratch-one-stupid-idea/

Am Ende sind die Zahlen doch wesentlich größer geworden, als vor einer Woche kolportiert. Die Rekapitalsierung des Bankensektors wird komplett von Aktionären, Anleihegläubigern und Bankkunden getragen. Für die Restrukturierung des Bankensektors werden keine EU-Mittel verwendet. Die 10 Mrd. fliessen direkt in den Staatshaushalt und dienen der Ablösung alter Darlehen (Russland?) und der Finanzierung des Staatshaushalts angesichts der kommenden Rezession. Während in Island die Trennungslinie zwischen Gebietsansässigen und ausländischen Gläubigern verlief, verläuft im Falle Zyperns die Grenze zwischen Vermögenden und Kleinsparern. ELA Verbindlichkeiten werden von der BOC übernommen, während Pensionsfonds, die Gelder bei der Laiki haben, geschnitten werden. Umfang der Kapitalverkehrskontrollen wird der zyprischen Regierung überlassen. Könnte gut sein, dass Gelder unter 100.000 bald wieder frei sind. Die EZB wird sich der Liquiditätsversorgung nicht verweigern und mit der Restrukturierung sollte auch wieder ausreichend Collateral zur Verfügung stehen.

Keynesianer März 25, 2013 um 08:23

Die Marxisten waren schon seit jeher die Fünfte Kolonne der (Neo)Liberalen. So wie in England Friedrich August von Hayek einen Lehrstuhl an der LSE der Fabian-Society bekam und dort den Liberalismus propagieren durfte.

Keynes musste gegen die Labour Party und die Marxisten kämpfen.

Jeder echte Keynesianer weiß das.

Nochmal zu Konicz, der natürlich von deutschen Großmachtplänen phantasiert und vom US-Imperialismus nichts gehört hat, der das Merkel-Regime steuert:

Moskau komme es so vor, als ob Deutschland erneut eine “unrühmliche” Rolle in den internationalen Beziehungen spielen würde, was zur raschen “Entfremdung” zwischen beiden Großmächten beitrage, so ein Gastkommentar im Guardian. Im Klartext: Bei seiner klar imperialen Politik ist Berlin bestrebt, die Krise in Zypern zu nutzen, um die Insel aus der russischen Einflusssphäre zu lösen und der deutschen Einflusssphäre einzuverleiben.
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38819/1.html

Der ist ja wirklich ein Witzbold: Eine deutsche Einflussphäre findet man noch nicht mal in Berlin und schon gar nicht in der Politik des fremdgesteuerten Merkelregimes.

Hauke März 25, 2013 um 08:24

Statement der Eurogruppe im Wortlaut mit Details im Anhang:

http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/ecofin/136487.pdf

topi März 25, 2013 um 09:06

Kapitalverkehrskontrollen?
Aber nun bricht doch DIE europäische Grundfreiheit zusammen, und mit ihr die Welt!!!

Naja, vielleicht ja nicht ganz. :roll:

topi März 25, 2013 um 09:08

Wiesaussieht sanieren sich die Banken weitgehend selbst bzw. mit zypriotischen Mitteln.

Man hat also tatsächlich eine nichtsystemrelavante Bank im Eurosystem entdeckt.

Sensation.

gelegentlich März 25, 2013 um 09:35

@Keynesianer 08:23
Das ist genau das, was meiner Meinung nach nicht in solch ein Forum gehört, außer in Form weniger randständiger Sätze: Statements, die man glauben kann oder auch nicht, nicht mit Argumenten beschwert.
Wenn Sie die Auffassung von Konicz nicht mögen zeigen Sie doch auf, dass und wo dessen Analyse nicht zu den beobachtbaren Tatsachen paßt. Davon hätten wir was. Altbekanntes und Meta-Material erzeugt nur Unwillen und den Eindruck, man lausche einem Tonband. Das ist lästig!

Linus März 25, 2013 um 09:45

Eine interssante Mail:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16641

Keynesianer März 25, 2013 um 10:09

@gelegentlich

Der Lehrstuhl des Friedrich August von Hayek an der London School of Economics war meine Begründung für die Aussage.

Die Leutchens werden ja immer ganz verwirrt von wegen links und rechts und können sich die Zusammenhänge nicht erklären.

Die London School of Economics war eine Gründung der Fabian Society wie auch die Labour Party. Da haben also die härtesten Neoliberalen während der Weltwirtschaftskrise an der LSE mit allen Mitteln für die Verschärfung der Deflationspolitik und der Massenarbeitslosigkeit argumentiert und den Sozialabbau und die Abschaffung der Erwerbslosenunterstützung gefordert.

An der LSE der Fabian Society!

Great Depression Debate

This strategy succeeded brilliantly, snagging Hayek an invitation to Beatrice and Sidney Webb’s London School of Economics, which a group of young Turks were itching to turn into a libertarian antipode of interventionist Cambridge, where Keynes’s disciples were. With Hayek on the LSE team, young economists everywhere followed the furious debate that ensued with the passion and partisanship of soccer fans.

As the Depression deepened, Hayek held that it was “due to monetary mismanagement and state intervention operating in a milieu in which the essential strength of capitalism had already been sapped by war and by policy.” Overinvestment during the boom — not underinvestment, as Keynes contended — had produced the slump. Consequently, what was needed was “time to effect a permanent cure.”

“The creation of artificial demand,” Hayek argued, would only lead to another burst of inflation and another downturn. Like most American economists — as well as President Herbert Hoover and his political rival, Roosevelt — Hayek opposed going off the gold standard, and favored spending cuts and tax increases to balance the budget. Give the economy time to heal.

When “nature’s cure” failed to end the Great Depression, Hayek’s star hurtled to earth. As Beatrice Webb wrote in her diary of Hayek and his allies in 1936, “They and their credo are sidetracked, without influence or even relevance to the present state of the world.” According to Nicholas Wapshott’s new book about the Keynes-Hayek disagreement, Hayek was so discouraged that he essentially gave up economics and turned instead to philosophy.
http://www.bloomberg.com/news/2011-09-13/hayek-keynes-and-preventing-economic-crises-commentary-by-sylvia-nasar.html

So schaut es aus mit Links und Rechts und warum ausgerechnet die SPD und die GRÜNEN die Agendapolitik durchgezogen haben und die Marxisten derweil die Wertform analysieren mussten und freudestrahlend auf die Weltrevolution gewartet haben und immer noch warten, während die Arbeiter im Elend versinken durch die Politik der Neoliberalen, von denen Konicz nichts gehört und gesehen hat.

Wenn ich das mit noch mehr Argumenten beschweren soll, gerne. Aber ich kann Euch das Statement leider nicht ersparen, dass manche Linke eben Verräter sind.

gelegentlich März 25, 2013 um 10:19

@Keynesianer
“… und die Marxisten derweil die Wertform analysieren mussten und freudestrahlend auf die Weltrevolution gewartet haben und immer noch warten, während die Arbeiter im Elend versinken durch die Politik der Neoliberalen, von denen Konicz nichts gehört und gesehen hat.

Wenn ich das mit noch mehr Argumenten beschweren soll, gerne. Aber ich kann Euch das Statement leider nicht ersparen, dass manche Linke eben Verräter sind.”
Nein, danke, weil es 1001 mal schon geschehen ist. Ich bitte nur darum, wenn Sie z.B. Konicz kritisieren wollen, dass Sie dann Inkonsistanzen in der Argument dieses bestimmten Artikels sich vornehmen und ihn nicht schlicht damit und dadurch kritisieren, dass er eben eine andere Meinung als Sie hat, was uns, ich wiederhole mich, seit Längerem bekannt ist.
Die Kernfrae heute ist wohl eher die, die wir schon seit mindestens 2 Wochen diskutieren und auf die @Linus mit seinem Link oben nochmals hingewiesen hat. Ob Sie “die Marxisten” für Verräter halten oder nicht interessiert mich nicht und die Anderen Leser im Blog auch nicht, vermute ich mal.

Keynesianer März 25, 2013 um 10:25

@gelegentlich

Hätte ich vielleicht den Schwachsinn von Konicz, dass Deutschland “die Insel aus der russischen Einflusssphäre zu lösen und der deutschen Einflusssphäre einzuverleiben” gedenke, auch noch als “inkonsistent” belegen sollen? ;)

Systemfrager März 25, 2013 um 10:27

@”Keynesianer”
Was will er uns sagen:
Die Linken haben uns so oft verraten (tja, dann muss die SPD links sein)
… und weil wir dann vermuten können, dass sie uns auch in der Zukunft verraten werden
… dann wählen wir gleich dijenigen, die uns 100% verraten wollen und werden: CDU, CSU, …
Ist zwar ein Wahnsinn, hat aber eine Methode

gelegentlich März 25, 2013 um 10:31

@Systemfrager
Wie dem auch sei: Konzentration auf das Kerngeschäft, das Kernthema hier und heute, wäre einfach nett.

gelegentlich März 25, 2013 um 10:56

@Keynesianer
Diese These von Konicz ist ja keineswegs zentral für seien Argumentation. Wenn Sie finden dieses Argument sei von Autor nicht belegt, nur eine Meinungsthese, reicht das doch dies auch so zu kennzeichnen, finden Sie nicht?
Das Hauptproblem, das zu erklären wäre, wenn das überhaupt geht, ist doch wohl: warum überhaupt macht man jetzt die Steueroase Zypern zu und läßt die anderen intakt?

Keynesianer März 25, 2013 um 11:25

@gelegentlich

Die These, dass das Elend die Schuld deutscher Politik wäre, das mit dem Neoliberalismus über Griechen, Spanier, … und Zyprer gebracht wird, ist die zentrale Argumentation, auch und gerade von Konicz.

Konicz ist ja nur ein Beispiel, wie gezielt hier die Dumm-Linke gegen eine angeblich deutsche Großmachtpolitik mobilisiert werden soll.

Mein Problem ist auch nicht eine Verteidigung der deutschen Ehre, sondern mein Problem ist ganz einfach, dass die Neoliberalen ihre Verelendungspolitik gegen unsere Nachbarn mit aller Kraft fortsetzen werden, solange es ihnen so schön gelingt, den Völkern einzureden, sie würden unter den Nazi-Deutschen leiden. Wobei Konicz halt behilflich ist als typischer Marxist.

Man könnte aber auch andere Figuren nehmen oder den ganzen Journalismus, der ja überall hier “deutsche Politik” am Werke sieht, die noch nicht mal in Berlin etwas zu melden hat, was den neoliberalen Angloamerikanern nicht passt.

Die Steueroasen soll man natürlich überall dichtmachen durch eine schlüssige Bankenregulierung. Die Details, warum es jetzt gerade gegen die Steueroase Zypern geht, überlasse ich gerne den Haarspaltern der Politik. Vermutlich sind die Nazis schuld.

gelegentlich März 25, 2013 um 11:43

@Keynesianer
Nein, ich würde eher sagen dass die These von Konicz ist dieses Elend der Völker ginge auf den Neoliberalismus zurück. Das hat er ja in einer Reihe von Artikeln bei Telepolis dargelegt.

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