Zypern mit Hilfe der EZB kurz vor dem Kommunismus

by f.luebberding on 22. März 2013

In der Debatte über die Zukunft Zyperns geht es zu, wie unter Hempels berühmten Sofa. Bekanntlich geht der Druck auf eine Lösung zur Zeit von der EZB aus. Sie hat unter Hinweis auf ihre Regeln angekündigt, Zypern ab kommender Woche in den geldlosen Zustand zu versetzen. Damit würde offiziell, was jetzt schon zu bemerken ist: Die Transformation Zyperns in eine Volkswirtschaft ohne funktionierenden Zahlungsverkehr. Das wäre nun eine echte Innovation: Eine Zentralbank sieht ihre Aufgabe darin, das Geld als Zahlungsmittel de facto abzuschaffen. Nun kann man zwar sagen, dass die EZB die Übernahme der Geldversorgung auf Zypern mit der Bereitschaft der Zyprioten verknüpft, sich gemeinsam auf eine Rettung der bankrotten Banken auf Zypern zu einigen. Also den Eigenanteil an dieser Rettung  sicherzustellen. Nur muss man schon fragen, ob das alles für Zypern noch Sinn macht?

Ihr Bankensystem als Wohlstandsantreiber ist nicht mehr zu retten. Gleichzeitig müssen sie die Restriktionen einer europäischen Politik akzeptieren, die ihnen das gleiche Schicksal verheisst, das in den anderen Eurostaaten der Peripherie schon zu erleben war. Eine Sparpolitik ohne Perspektive. Die Depression als Dauerzustand. Mark Schieritz ist im Herdentrieb zuzustimmen, wenn er sagt: Rentner sollen reiche Russen retten. Nur warum sollen eigentlich die Zyprioten den Euro retten? In der europäischen Politik der deutschen Variante gibt es die eigentümliche Vorstellung, dass der Euro eine Art Geschenk Deutschlands an die anderen Europäer sei. Bei uns herrscht die große Klage über die Risiken, die der deutsche Steuerzahler übernehmen müsse. Das mag ja alles richtig sein. Nur warum soll dieses Geschenk noch jemanden überzeugen, wenn es nur Verarmung und Arbeitslosigkeit zur Folge hat?

In Zypern werden wir in den nächsten Tagen eine neue Diskussion erleben. Plötzlich wird nämlich die Eurogruppe (sprich die deutsche Politik) eine überzeugende Argumentation anbieten müssen, warum Zypern den Euro retten soll? Die Perspektive der EZB, in Zypern noch vor dem Ausbruch des kommunistischen Endzustands das Geld abzuschaffen, wird in Nikosia aber sicherlich nicht einmal die Kommunisten überzeugen.

{ 274 comments… read them below or add one }

Systemfrager März 24, 2013 um 09:38

@peewit
Sei mir nicht böse
:)
ich ziehe mich jetzt aus deinem Sandkasten zurück
Es war ein Vergnügen, dich besser kennen zu lernen
Sapienti sat

pewit März 24, 2013 um 09:43

@systembesamer

Gut.

Eagon März 24, 2013 um 09:46

20% Zwangsreduktion auf deutsche Auslandskredite.

Wozu Hass auf Deutschland gut ist.

f.luebberding f.luebberding März 24, 2013 um 09:48

Mit dem Google-Übersetzer ist der Inhalt zu verstehen. Er zeigt, wie sich die Stimmung ändert.

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2013/03/22/andalucia/1363974112_833529.html

Linus März 24, 2013 um 10:28

@fl: “Er zeigt, wie sich die Stimmung ändert.”
Was meinst du genau? Die Stimmung ist mE schon lange so. Das treibt dann solche Blüten.
PD: Ich übersetze gerne, wenn gewünscht.

"ruby" März 24, 2013 um 10:32

Kommunale Kreise erwägen zwangsweise Sondervolkshochschule zur Vermittlung des Rettungssystems als konzertierte Gemeinschaftaktion.
Titel:
“Von der Geldschöpfung bis zur Münzverteilung”
Die Bundeskanzlerin könnte Silvana Koch-Mehrin als Sonderprojektkoordinatorin vorschlagen, die sich thematisch mit der Problematik beschäftigt hat.

http://de.plagipedi.wikia.com/wiki/Koch-Mehrin,_Silvana:_Historische_W%C3%A4hrungsunion_zwischen_Wirtschaft_und_Politik_(Dissertation)

Bei effizienter Organisation wäre ein Vollzugstermin vor der nächsten Bundestagssitzung erreichbar.
Ein Telekolleg über Phönix könnte aus den Rundfunkbeiträgen finanziert werden.

Andreas Kreuz März 24, 2013 um 10:47

Die ‘Argumentationsketten’ nähern sich asymptotisch der Null.

Keynesianer März 24, 2013 um 10:51

Da braucht es keinen Google-Übersetzer:

Angela Merkel, como Hitler, ha declarado la guerra al resto del continente, ahora para garantizarse su espacio vital económico

Und @f.luebberding erfüllt seinen Auftrag, sogar uns noch das Verbrechen der Durchsetzung einer deflationären Depression in den Euro-Krisenstaaten (statt der längst überfälligen Erhöhung der Löhne, Renten und Sozialleistungen in Deutschland um mindestens 30%) als “deutsche Politik” zu verkaufen.

Als nächstes wird uns die “linke Fraktion” der Journaille erzählen, dass Deutschland mit Transferzahlungen (statt mit der Erhöhung der Löhne und Renten und Sozialleistungen um mindestens 30%) zur Überwindung der Schuldenkrise beitragen müsse.

Die nächste Regierung mit der SPD in Berlin wird das Geld für Transferzahlungen dann bei den deutschen Arbeitern, Rentnern und Sozialleistungsempfängern einsparen.

Das ist so, als sollten die chinesischen Wanderarbeiter uns Geld überweisen, damit wir uns die Importe aus China weiter leisten können. Das werden aber die einschlägigen Vertreter “linker Politik” hier demnächst fordern.

Pjotr56 März 24, 2013 um 11:48

ARD plusminus 20.03.2013
Eurorettung – wie Merkel und Schäuble das Volk anlügen
Zum wiederholten Mal wird ein Rettungsakt inszeniert, der die Wahrheit verschleiern soll. Die wahren Profiteure bleiben im Dunkeln. Das hat gute Tradition bei der Euro-Rettung, wie der Blick zurück beweist.
http://www.youtube.com/watch?v=VqL5fN4Sgsk

holger März 24, 2013 um 11:58

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/19/wolfgang-schaeuble-der-gefaehrlichste-mann-europas/

Die New York Times schreibt dann, dass Schäuble die Unruhe an den Märkten „nicht als Hindernis, sondern als Notwendigkeit“ sieht:

„Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.“

Schäuble verfügt über einen messerscharfen Intellekt. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sein Programm in so wenige einfache Sätze fassen kann. Dieses Kurzprogramm erklärt alles, was in Europa im Moment vor sich geht. Es erklärt auch, warum Schäuble so seltsam eiskalt lächelte, als er im ZDF sagte, als die Enteignung der zypriotischen Hausfrauen, Lehrer, Klempner und Tischler gezielt im Morgengrauen eines Samstags bekanntgegeben wurden:

„Bankguthaben sind eine sensible Sache, deshalb macht man es am Wochenende.“

topi März 24, 2013 um 12:16

Linus

PD: Ich übersetze gerne, wenn gewünscht.”

Haste übersetzt?

Jetzt scheint mir da etwas anderes zu stehen. Alles VT natürlich. :roll:

topi März 24, 2013 um 12:26

“Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient”

So eng muss man das nicht sehen, es gibt Phasen, da würde cih dem widersprechen.

Aber ist es denn nur die deutsche Regierung?

Es ist nahezu die gesamte “Elite”, bis weit hinein in die mittleren Dienstklassen.

Klar sieht man das von außerhalb als “die Deutschen”.

Der kleine hunnische Reiter war bestimmt auch ganz anders, oder so. :roll:

Keynesianer März 24, 2013 um 12:31

Dabei war der entfernte Artikel von Juan Torres López noch gar nicht mal so schlimm, weil der nämlich auf die neoliberale Verarmungspolitik seit der Agenda von SPD und GRÜNEN verwiesen hat, wegen der die Menschen in Deutschland für Hungerlohn arbeiten müssen und nicht entsprechend der Produktivität der Wirtschaft konsumieren können.

Nur der Vergleich mit Hitler ist halt völlig falsch, sondern man müsste die bösartige Euro-Deflationspolitik des Merkel-Regimes in Berlin mit der absichtlichen Verursachung der Großen Depression vergleichen. Mit “deutscher Politik” hat das ja gar nichts zu tun.

Systemfrager März 24, 2013 um 12:51

>>> warum Schäuble so seltsam eiskalt lächelt
tja
nur Graf Dracula kann da mithalten

Keynesianer März 24, 2013 um 12:59

@topi

Klar sieht man das von außerhalb als “die Deutschen”.

Da wird ganz gezielt nachgeholfen, dass die verzweifelten Opfer der neoliberalen Politik des Lohn- und Sozialdumpings und des Ausverkaufs der Volksvermögen durch Privatisierung den Eindruck haben sollen, dass die “Nazi-Deutschen” dafür verantwortlich wären.

Unser fremdgesteuertes Merkel-Regime tut sein Bestes, überall im Ausland den Hass auf Deutsche zu schüren, so als ob das Klima-Merkel, Schräuble und Trojaner Asmussen “deutsche Interessen” an Lohndumping, Sozialabbau, Pribvatisierung und allgemeiner Verelendung der Völker durchsetzen würden.

aifran März 24, 2013 um 13:05

… Auf der Agenda: Weg mit dem Sozialstaat –
also rasch ein bisschen Schockstrategie da, ein bisschen Machiavelli dort und alles läuft nach Plan …. Nutzmenschenhaltung wie die Herren und Regelmacher sie lieben

Jackle März 24, 2013 um 13:05

Die Deutschen sind halt dämlich. Nur, stimmt schon, allein sind Sie damit nicht auf der Welt.

"ruby" März 24, 2013 um 13:13

hh hatte den Beschluss zur Konfiszierung der zypriotischen Bankkontenguthaben durch Vorgabe des EU-Finanzministerrats als historischen Tag bezeichnet.
Vor so einem weiteren revolutionären Ergebnis soll Europa heute beschliessen – ja was denn eigentlich?
Die Akteure dieser Logik haben mit der fortgesetzten Politik den Auslöser zur Gegenbewegung gestartet :

24. März 2013
Tag des Aufstands oder der ausgefallenen Revolution
Begrüssungskommitees in Brüssel inklusive …
Nachtaktionen werden erleuchtet – die Wochenendaktivitäten als Überraschungscoup geplant zum Verhandlungskrepierer
Kerzen für den EU-Finanzministerrat .

Linus März 24, 2013 um 13:33

@topi:
Alle Achtung! Der Artikel war eine Mischung aus Wahrheiten und Halbwahrheiten, auf denen eine üble Hetzschrift aufgebaut wurde. Er hat z.B. zurecht auf die gesellschaftlichen Zustände in Deutschland verwiesen, die heute schlimm sind, die aber desaströs wären, wenn es D nicht insgesamt so gut ginge.

“Angela Merkel, como Hitler, ha declarado la guerra al resto del continente, ahora para garantizarse su espacio vital económico”
Begriffe wie “ökonomischer Lebensraum” sind natürlich unterste Schublade. Es trifft aber die Sache am Rande doch insoweit, als D im produktivem Bereich innerhalb Europas keine ernsthafte Konkurrenz mehr zu fürchten hat. Dieser Zustand ist kein Zufall, sondern wurde geplant herbeigeführt. Die Agenda 2010 war die hierzu notwendige “Ausrüstung”.

holger März 24, 2013 um 13:36

Sorry Linus

—>>> Es trifft aber die Sache am Rande doch insoweit, als D im produktivem Bereich innerhalb Europas keine ernsthafte Konkurrenz mehr zu fürchten hat. Dieser Zustand ist kein Zufall, sondern wurde geplant herbeigeführt.

Quatsch: Erfindertum kann man nicht planen und befehligen

—>>>Die Agenda 2010 war die hierzu notwendige “Ausrüstung”.”

Aufrüstung wäre der richtige Begriff. DE hatte noch nie einen Wettbewerb zu fürchten.

Keynesianer März 24, 2013 um 13:44

@Linus

Dieser Zustand ist kein Zufall, sondern wurde geplant herbeigeführt. Die Agenda 2010 war die hierzu notwendige “Ausrüstung”.

Da ging es aber nicht um einen Vorteil für die deutsche Wirtschaft, sondern die Drahtzieher der Agenda wussten ganz genau, dass sie sich damit den Hebel schaffen, um den ganzen Euro-Raum zu zerlegen.

Wir sollten überhaupt damit aufhören, so zu argumentieren, als ob die Verantwortlichen dieser Politik nur irgendwelche makroökonomischen Zusammenhänge noch nicht verstanden hätten und wir diese den Politikern und VWL-Professoren erst erklären müsstenb. Das ist höchstens der Zeitungsleser, der die Gesamtökonomie nicht versteht, also die schwäbische Hausfrau.

Wir haben es hier nicht mit ökonomischen Dummheiten zu tun, sondern mit ganz bewusstem Verbrechen an den unter den gezielt inszenierten Krisen leidenden Menschen.

holger März 24, 2013 um 13:54

—>>>Wir haben es hier nicht mit ökonomischen Dummheiten zu tun, sondern mit ganz bewusstem Verbrechen”

so ist es… und zwar unter ganz tatkräftiger Mittätern der so genannten unabhängigen “4ten Gewalt”… Nicht alle, aber der größte Teil.

Und nachher haben sie von nix gewusst… oder es war eben salopp gesagt nur ein “Irrtum”…

Das “Politiker” so handeln, wie sie handeln (Furz drauf) das ist den ihr Job. Aber das Tod-Schweigen der Medien ist ein viel größeres Verbrechen.

Linus März 24, 2013 um 13:57

@Holger:
“Quatsch: Erfindertum kann man nicht planen und befehligen”

Als ob es nur in D Erfindertum gäbe. D ist nicht der Nabel Europas. Genau das sollte die EU überwinden. Es ging darum. in ganz Europa Wohlstand zu schaffen und den ärmeren Ländern den Anschluss zu ermöglichen. Die Agenda 2010 war dem exakt entgegengerichtet.

D hat sein Geschäftsmodell durchgedrückt. Damit das die anderen nicht gleich merken, hat man sie über 10 Jahre auf Pump leben lassen. Jetzt wird die Rechnung präsentiert. Und diese Länder stehen jetzt nicht vor “ärmlichen” Verhältnissen, sondern buchstäblich vor dem Nichts. Selber schuld? Schuld sind beide Seiten, aber nur die eine Seite soll in den Abgrund springen.

Keynesianer März 24, 2013 um 14:11

@Linus

D hat sein Geschäftsmodell durchgedrückt. Damit das die anderen nicht gleich merken, hat man sie über 10 Jahre auf Pump leben lassen.

Einspruch, das war nicht D. Ohne die Finanzbetrugskrise wäre das auch noch ewig gutgegangen für alle Länder wie Spanien und selbst Griechenland.

Die Deutschen hätten sich wie blöde kaputtgespart, um einen Exportüberschuss von jetzt gerade mal 169 Mrd. Euro in 2012 zu erzielen. Dafür hat man durch Lohnverzicht und Sozialabbau den Binnenmarkt geopfert und vermutlich ein BIP in der Größenordnung von 1000 Mrd. Euro in Deutschland vernichtet.

So schaut das aus.

Jetzt sollen sich die Griechen, Spanier, Italiener und demnächst die Franzosen genauso kaputtsparen. Das bringt nämlich nichts, nichts, nichts und wieder nichts!

Das bringt nur den Spekulanten mit den davon ausgelösten Krisen etwas, die als “Heuschrecken” über die Krisen-Ökonomien herfallen und Verwüstungen hinterlassen für etwas höhere Rendite ihrer Hedgefonds.

Das ist wie im Krieg, da verdienen die Munitionsfabrikanten halt vielleicht 100 Dollar mit jeder Leiche.

holger März 24, 2013 um 14:12

Linus

—>>>Als ob es nur in D Erfindertum gäbe. D ist nicht der Nabel Europas. Genau das sollte die EU überwinden.”

Dann guck dir doch das im Patent-AMT an… holy shit…

Iss das auch nur ein Fake? Wer hat denn die Cowboys zum “Mond” geschossen? Die schwarz Afrikaner etwa?

holger März 24, 2013 um 14:14

Linus

rechne das einfach nur mal hoch

http://erfindungen.coart.de/i/c/1_patentmeldung.jpg

Keynesianer März 24, 2013 um 14:29

Der deutsche Exportüberschuss von 169 Mrd. Euro in 2012 zeigt ja eben bestens, dass die neoliberale Sparpolitik ökonomisch der reine Wahnsinn ist. Ich schätze mal, dass Deutschland heute ein um 1000 Mrd. Euro höheres BIP jedes Jahr(!) ohne die Agendapolitik erreicht hätte.

Das heißt auch, dass die anderen Eurostaaten sich den deutschen Exportüberschuss buchstäblich noch ewig hätten leisten können, wenn nicht mit der durch Zinserhöhungen inszenierten Finanzkrise 2007 eben der Einbruch der Immobilien eingesetzt hätte und vor allem die Bankenrettung eine ungeheure zusätzliche Verschuldung der einzelnen Staaten verursacht hätte.

Das wäre auch alles noch kein Problem geworden, wenn man weiter eine expansive Finanzpolitik gefahren hätte.

Das wird erst mit dem verdammten Sparen zu einem Problem, weil das Sparen eben nichts bringt außer steigender Armut. Würden die in Griechenland mal ihre Reichen etwas besteuern, wären die Schulden kein Problem. Aber die Rückzahlung der Schulden durch Verelendung der Masse der Bevölkerung erreichen zu wollen, das ist der blanke Wahnsinn und ein ungeheuerliches Verbrechen.

Deutschland hat es mit der Agendapolitik von SPD und GRÜNEN gerade mal zu einem Außenüberschuss von 169 Mrd. Euro gebracht. Man rechne das im Verhältnis um auf Griechenland mit seiner Bevölkerung.

Der blanke Wahnsinn also, da mit Lohnkürzung und Sozialabbau statt mit Wachstum die Verschuldung senken zu wollen. Das gilt für jedes Land, dass man halt die Reichen besteuern muss und mit einer expansiven Geld- und Finanzpolitik das Wachstum antreibt.

Neoliberalismus führt in die Katastrophe.

topi März 24, 2013 um 14:38

Hier mal ein Beispiel, was mancher der “Deutschen” so denkt. Scheint mir kein Politbürokrat oder Angehöriger der oberen Dienstklasse zu sein.

http://deutschelobby.com/2013/01/23/eu-und-die-fatalen-auswirkungen-auf-deutschland-und-sein-volk-eu-will-deutschen-export-abstrafen/

Systemfrager März 24, 2013 um 14:41

Ärger für Audi, BMW und Daimler
Chinesen schimpfen über dicke Luft in deutschen Autos
SPON >>>
Nun es ist offensichtlich soweit
Chinesen brauchen deutsches Wissen nicht mehr
Sie beginnen den Deutschen die Hunnen-Rede zu blasen
Das Ende vom Exportweltmeister liegt in der Luft

Und das Unglück kommt nicht allein
Zypern-Katastrophe ist das größte Sieg für Putin seit vielen Jahren
Die naiven russischen Oligarchen haben immer gedacht, die westlichen Kapitalisten-Brüder seien ihre Schutz
Sind sie jedoch nicht! Jetzt werden die Oligarchen auf Knien zurück zur Putin eilen

PS
Vielleich ist das Glück für die EU.
Man kommt zur Besinnung, bevor man ganz große Dummheiten macht

topi März 24, 2013 um 14:42

Die 169 Milliarden sind übrigens der Leistungsbilanzsaldo.
Der reine Außenhandelsüberschuss liegt bei 189 Milliarden.

topi März 24, 2013 um 14:53

Keynesianer

“Der deutsche Exportüberschuss von 169 Mrd. Euro in 2012 zeigt ja eben bestens, dass die neoliberale Sparpolitik ökonomisch der reine Wahnsinn ist. Ich schätze mal, dass Deutschland heute ein um 1000 Mrd. Euro höheres BIP jedes Jahr(!) ohne die Agendapolitik erreicht hätte.”

Also 40% mehr seit der Agenda-Politik ist absolut unrealistisch.
Nimmt man die gesamte “geistig-moralische Wende” mit dazu, könnten es 25-30 Prozent real sein. Die preisliche Bewertung könnte natürlich noch einiges zusätzlich rausholen.

“Das heißt auch, dass die anderen Eurostaaten sich den deutschen Exportüberschuss buchstäblich noch ewig hätten leisten können, wenn nicht mit der durch Zinserhöhungen inszenierten Finanzkrise 2007 eben der Einbruch der Immobilien eingesetzt hätte und vor allem die Bankenrettung eine ungeheure zusätzliche Verschuldung der einzelnen Staaten verursacht hätte.”

Klar. Solange ich Kredit kriege, kann ich mir Defizite “leisten”. Prinzipiell.

“Das wäre auch alles noch kein Problem geworden, wenn man weiter eine expansive Finanzpolitik gefahren hätte.”

Das ist Ansichtssache.
Siehe oben, es steht zu vermuten, dass man nicht ständig weiter zusätzlichen Kredit kriegt.

Aber nehmen wir mal dieses Szenario; der gearschte wäre natürlich der Medianmichel gewesen, der noch viel weiter beim Medianeinkommen und Medianvermögen zurückgefallen wäre, ggü. den anderen EWU-Medianisten.

Klingt auch nicht sooo doll.

Linus März 24, 2013 um 14:57

@Keynesianer:
“Einspruch, das war nicht D. Ohne die Finanzbetrugskrise wäre das auch noch ewig gutgegangen für alle Länder wie Spanien und selbst Griechenland.”
Von mir aus sind sie alle darauf reingefallen. Tatsache ist aber, dass nur die einen dafür gerade stehen sollen. D kann sich diese Politik nur leisten, weil es selbst noch nicht am Abgrund steht. Sonst wären die Vorschläge wohl “konstruktiver”.

Keynesianer März 24, 2013 um 14:57

@topi

Dann sind es meinetwegen 189 Milliarden. Um den Faktor 5 bis 10 wurde für diesen Exportüberschuss BIP vernichtet. Wir hätten hier in Deutschland auch einen Immobilienboom haben können ohne die Agendapolitik und daraus dann ein Haushaltsvermögen wie die Spanier.

Die ganze Argumentation von wegen “die Deutschen sind schuld” krankt ja schon daran, dass diese Agendapolitik wirklich niemandem nützt, außer vielleicht einigen bescheuerten Geld-Sparern mit einem etwas höheren Realzins.

Man sollte mal ausrechnen, was die Weltwirtschaftskrise 1929-33 an realer Wirtschaftslkeistung vernichtet hat und was die verbiesterten Rentiers, denen der Fall der Preise gar nicht tief genug gehen konnte, durch die deflationäre Depression an Kaufkraft ihrer Spargroschen profitiert haben (gegen die Verluste an Aktien und Immobilien und Farmland).

Wer der deutschen Wirtschaft massiv schaden wollte, hat ihr die Agendapolitik angedreht.

Keynesianer März 24, 2013 um 15:10

@topi

Tatsache ist aber, dass nur die einen dafür gerade stehen sollen. D kann sich diese Politik nur leisten, weil es selbst noch nicht am Abgrund steht. Sonst wären die Vorschläge wohl “konstruktiver”.

Wem schadet denn diese Politik, die immer noch die Agenda 2010 als Erfolg feiert und andere Staaten auch noch kaputtsparen will? Statt endlich in Deutschland die Agendapolitik vollumfänglich zurückzunehmen und die Löhne, Renten und anderen Sozialleistungen um mindestens 30% zu erhöhen, bis auf dem Wege die Verzerrung des Wettbewerbs im Euroraum aufgehoben ist.

Diese Politik schadet erst einmal und ganz allein den Deutschen.

Rechne doch einmal nur für die 189 Mrd. Euro Exportüberschuss die von Deutschland dafür aufgenommenen Targetsalden und Transferzahlungen und Bürgschaften etc.!

Natürlich schadet der Neoliberalismus jetzt nicht nur mehr allein den Deutschen, sondern auch dem restlichen Euro-Raum, wo mit der Krise hier auch noch in allen anderen Ländern die neoliberale Politik des Kaputtsparens durchgesetzt werden soll.

holger März 24, 2013 um 15:27

Das dumme an der Situation ist, das keiner mal auf den Gedanken kommt, dass er doch rein Zufällig als Cheffe von irgendeinem Land mal nen Giftcocktail gereicht bekommt.

Wenn er denn nicht gehorcht.

Nicht umsonst fällt ein Oligarch gerade um…

Keynesianer März 24, 2013 um 15:27

Gerade oben ist natürlich @Linus gemeint.

@topi

Ich habe mich schon vor über zehn Jahren im Internet massiv gegen die Agendapolitik engagiert und ganz bestimmt nicht, um damit den Deutschen und der deutschen Wirtschaft zu schaden.

Daher bin ich auch persönlich verärgert, wenn die Agendapolitik heute als “Erfolg der deutschen Wirtschaft” zu Lasten ihrer Handelspartner hingestellt wird. Wir haben Exporte verschenkt und unseren eigenen Lebensstandard gewaltig gesenkt. Mag sein, dass einige wenige Exporteure ganz persönlich profitiert haben und natürlich die verbiesterten Geld-Sparer, die wie üblich jede expansive Geldpolitik mit blankem Hass verfolgen.

Der Mehrheit jeder Ökonomie schadet neoliberale Politik und jeder Exporterfolg mit sowas wird durch enorme Wachstums- und Wohlstandsverluste erkauft.

Und klar, je länger diese Politik betrieben wird, um so mehr ist der Exportmichel der Gearschte. Die Spanier haben in den guten Jahren ein Vielfaches an Vermögenswachstum einfach damit erreicht, dass Kapital sich in einer expansiv wachsenden Ökonomie einfach von selber vermehrt. Ganz ohne Arbeit und ohne jedes Sparen, weil aus der Hütte eine wertvolle Immobilie in zentraler Lage wird, aus der Klitsche ein Edelschuppen und aus der sauren Wiese wertvolles Bauland.

Da kann man sich das anteilige Defizit in der Handelsbilanz ewig leisten. Nur der blöde Exportmichel wird in Relation immer ärmer.

holger März 24, 2013 um 15:29

Das rafft das Fußvolk nicht mit Median 50k Brutto… oder 12k als Putze und Arschabwischer

Die sind einfach zu schlicht gestrickt. Für die gibts echt noch so etwas wie Politik.

Schütze Arsch März 24, 2013 um 15:42

Kommersant rechnet nicht mit großem Rumms, sondern mit kleinem Ruckeln:

Zit. – “Eine weitere völlige Blockade der zyprischen Banken ist bereits wenig wahrscheinlich. [...] Nichtsdestotrotz ist es offensichtlich, daß ein Teil der großen Bankeinlagen auf Zypern eingefroren und/oder konfisziert wird. Wenn Moskau es schon abgelehnt hat, für ein anderes Szenario zu zahlen, dann gibt es keinen Grund anzunehmen, daß die EU an einer Erhaltung des zyprischen Finanzsystems mehr interessiert sein wird als Rußland.”

Zit. – [Die zu erwartende Entscheidung] … “rettet die ‘Verrechnungs’gelder russischer Firmen, die sich auf Korrespondenzkonten des seit dem Abend des 15. März geschlossenen zyprischen Bankensystems befinden. Ihr Umfang läßt sich nicht einschätzen, er dürfte in der Größenordnung von Milliarden Euro liegen. Wenn die zyprische Notenbank, wie vermutet, am 26. März oder einige Tage danach das seit dem 17. März bestehende Verbot von Verrechnungsoperationen aufhebt, dann sind irgendwelche Verluste bei diesen Geldern wenig wahrscheinlich; das einzige was ihnen droht, ist eine zeitweilige Begrenzung des Kapitalabflusses aus Zypern.”

Nezavisimaia: “Medvedev verlegt Zypern auf die Kurilen”
(einige können es ja lesen)

http://www.ng.ru/economics/2013-03-22/4_kurily.html?print=Y

Zit. – “Im Zusammenhang mit der Krise auf Zypern schlug der Premier vor, über die Schaffung einer Offshore-Zone auf Sachalin oder den Kurilen nachzudenken. [...] Der Premier vermutete, daß dies eine Rückführung jener Mittel nach Rußland erlaubt, die sich heute nicht nur auf Zypern, sondern auch auf den britischen Virgin Islands befinden.”

Weiter unten einige positive Kommentare von Ökonomen, aber auch Skepsis, ob im Fernen Osten eine dazu notwendige Infrastruktur zu schaffen sei. Immerhin gebe es auf Sachalin bereits eine Art Reservat für internationale Öl- und Gaskonzerne.

Man mag davon ja halten was man will, aber wenn man hier liest, wie einige das russische Establishment offenbar für eine Art kollektiven Robin Hood und Retter Europas halten… das ist einfach nur skurril…

h.huett März 24, 2013 um 15:44

CM
Die Nachfrage erübrigt sich. Ich werde auch weiterhin flagrant antisemitische Beiträge entfernen. Erklärung? Zwecklos.

Systemfrager März 24, 2013 um 15:45

Nicht umsonst fällt ein Oligarch gerade um …

Tja, man sieht wie gut die westlichen Medien das Gehirn waschen
Beresovsky hat ein Tag vor seinem Tod einem Journalisten (Forbes – Ilja Schegulow) erzählt, wie er vom Westen enttäuscht sei, er fühlte sich vom Westen verraten, er war eigentlich pleite und schon längst depressiv, er war in London Niemand, er sehnte sich nach Russland, …
Aber für die Untertanen mussten die Briten ein Theater inszenieren, um herauszufinden, ob das viellicht Putin sogar persönlich war …

Und der deutsche Michel frisst wieder alles … frisst und frisst … Der gute Onkel Göbbels hatte offensichtlich recht, man muss so lügen, dass es für einen normalen Menschen absurd vorkommt, dann klappt es

dalena März 24, 2013 um 15:48

” Das rafft das Fußvolk nicht mit Median 50k Brutto… oder 12k als Putze und Arschabwischer Die sind einfach zu schlicht gestrickt. Für die gibts echt noch so etwas wie Politik.”

Stellt sich aber doch die Frage, wie man genau jene erreichen kann?

Schütze Arsch März 24, 2013 um 16:03

Prognose:

Nächste Woche klingt das Zypern-Drama langsam aus. Dann ist hierzulande Ostern. Dann geht es weiter mit der antifranzösischen Hetze. Der Mischell soll gefälligst mehr arrbeiten. 35 Stunden, was erlauben? Und der reformunwillige Hollande soll reformieren… Und Peers Sozis werden gegen das europäische Rattenrennen und den Bevölkerungsverwertungsdiskurs natürlich NICHT klar Front machen. (obwohl sie damit die Wahlen vielleicht sogar gewinnen könnten, wer weiß?)

@ Keynesianer – Zit. – “Das wirkliche “Deutschland” will schnellstmöglich die Erhöhung der Löhne, Renten und anderen Sozialleistungen um mindestens 30% und den entschlossenen Kampf um den Titel des Importweltmeisters!”

Gut zu wissen. Hat das ‘wirkliche Deutschland’ auch eine Postanschrift?

… and now: something completely different…

http://www.youtube.com/watch?v=MEaD77e3ZW4

Keynesianer März 24, 2013 um 16:25

Flassbeck kommt zu denselben Ergebnissen:

Wäre die inlän­di­sche Nach­frage dank höher aus­fal­len­der Lohn­ab­schlüsse stär­ker gewach­sen, hät­ten sich die Über­tra­gungs­wege der ame­ri­ka­ni­schen Finanz­krise in enge­ren Gren­zen gehal­ten. Außer­dem wäre der deut­sche Export­über­schuss wegen einer ver­nünf­ti­ge­ren gesamt­wirt­schaft­li­chen Preis­ent­wick­lung klei­ner gewe­sen und folg­lich die Abhän­gig­keit der deut­schen Wirt­schaft von der aus­län­di­schen Kon­junk­tur nicht so groß. Das hätte den durch die Finanz­krise aus­ge­lös­ten real­wirt­schaft­li­chen Ein­bruch 2009 gerin­ger aus­fal­len las­sen und somit auch den dama­li­gen Rück­gang der Pro­duk­ti­vi­tät. Oben­drein steht zu ver­mu­ten, dass ein kräf­ti­ge­res inlän­di­sches Stand­bein die Pro­duk­ti­vi­tät dank höhe­rer inlän­di­scher Sach­in­ves­ti­tio­nen schon in den Jah­ren bis 2007 stär­ker hätte zule­gen las­sen, als es unter den Umstän­den des Lohn­dum­pings der Fall war.
http://www.flassbeck-economics.de/zur-lohnrunde-2013-teil-3/2/#sthash.xDc4E82P.dpuf

Die Ökonomie wäre ohne die Agendapolitik aus mehreren Gründen stärker gewachsen:

1) wegen der aus höheren Einkommen resultierenden höheren Nachfrage

2) wegen der dann höheren Investitionen und dem stärkeren Anstieg der Produktivität

3) wegen der geringeren Abhängigkeit der deutschen Ökonomie vom Ausland, men bedenke den heftigen Einbruch zur Finanzkrise

Dementsprechend sind auch die deflatorischen Maßnahmen der bisherigen Krisenpolitik abzulehnen. Flassbeck:

Alles dar­un­ter, also Sen­kung des Preis­ni­veaus und damit offene Defla­tion in den Kri­sen­län­dern, kommt einer bin­nen­wirt­schaft­li­chen Kata­stro­phe gleich, wie man sie in Grie­chen­land und Spa­nien bereits beob­ach­ten kann. Dort sind die Lohn­stück­kos­ten inzwi­schen um unge­fähr 10 bzw. 6 Pro­zent gegen­über ihrem Höchst­stand im Jahr 2009 gefal­len, und zwar auf Betrei­ben der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF), die die Kür­zung von Löh­nen, Gehäl­tern, Min­dest­löh­nen, Ren­ten, Arbeits­lo­sen– sowie Sozi­al­hil­fe­trans­fers etc. zur Bedin­gung für Kre­dite an die öffent­li­chen Haus­halte der Kri­sen­staa­ten gemacht hat. Der dar­aus resul­tie­rende Ein­bruch der gesamt­wirt­schaft­li­chen Nach­frage hat die Arbeits­lo­sig­keit, vor allem die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit in den betrof­fe­nen Staa­ten in die Höhe schnel­len las­sen.

Das muss sofort abgestellt werden. Es gibt überhaupt keine Begründung für eine deflationistische und krisenverschärfende Politik bei unseren Handelspartnern, weil die Ursache der Wettbewerbsverzerrung allein die Agendapolitik von SPD und GRÜNEN in Deutschland war. Diese ist umgehend in allen Punkten rückgängig zu machen.

Keynesianer März 24, 2013 um 16:49

@Schütze Arsch

Gut zu wissen. Hat das ‘wirkliche Deutschland’ auch eine Postanschrift?

Brauchst Du nicht. Frage einfach den nächsten Rentner in D, was ihm lieber ist, dass ihm die Rente um 40% erhöht wird, oder ob dem Franzosen die Rente um 40% auf deutsches Niveaus gesenkt werden soll.

Da wird die Antwort klar sein. Nur einige “schwäbische Hausfrauen” werden wegen ihrer Spargroschen für eine Rentensenkung in F plädieren, aber auf die müssen wir nicht hören:

http://www.youtube.com/watch?v=E0F6dJcqgIM

holger März 24, 2013 um 18:02

—>>>dalena März 24, 2013 um 15:48
” Das rafft das Fußvolk nicht mit Median 50k Brutto… oder 12k als Putze und Arschabwischer Die sind einfach zu schlicht gestrickt. Für die gibts echt noch so etwas wie Politik.”

Stellt sich aber doch die Frage, wie man genau jene erreichen kann?”

dalena… eine schlichte und einfache Antwort: Gar nicht.

für die sind 100k Vermögen schon eine Utopie und Reichdumm. Iss so bleibt so. Ganz einfache gestrickte fleißige Bienchen die meist einen “IQ” von unter 70 haben. Man nennt es auch Proletariat. Die nix anders in ihrem Leben haben, außer ihre 2 Hände und einen Job.

Außnahmen wie immer die Regel. Aber größere Zusammenhänge können die nicht verstehen. Sie wissen zwar das man Blumen gießen sollte, warum eben nicht.

Denen kannste von Morgens bis Abends was verzählen. Und sie glauben alles ohne selbst zu denken zu müssen.

Sie haben ihr eigenes Gerechtigkeitsgefühl. Das selten mit der eigentlichen Rechtsprechung überein passt. Sie sind empört. Ohne Sinn und Verstand.

Es sind solche Typen wie meine Eltern. Und manchmal meine ich, sie haben Recht. Am besten nichts hinterfragen, kein Abenteuer eingehen und die Fresse halten. Die typischen Kleingartenbesitzer eben… mit dem Wunsch den schönsten Zwerg zu haben. Alles darüber hinaus überfordert sie.

rundertischdgf März 24, 2013 um 18:25

Uns droht noch viel mehr Ungemach. Stoiber kündigte schon mal vorbeugend das Jahr 1939 an, wenn der Euro und die EU Schaden erleidet.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/03/21/wutrede-des-eu-fanatikers-stoiber-gegen-euro-kritiker/

rundertischdgf März 24, 2013 um 18:27

Und die Finanzkrise fördert sogar den Kulturrassimus in der EU, das wiederum malen die NGOs an die Wand.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/03/24/ngos-sehen-durch-finanzkrise-eine-zunahme-der-diskriminierung-in-der-eu/

"ruby" März 24, 2013 um 19:18

2 Milliarden mehr als erwartet
Feiertagzuschlag
sind immer wieder für eine Überraschung gut die Finanzrechner der Troika ;-)
oder haben die einen falschen Wechselkurs programmiert ?

"ruby" März 24, 2013 um 19:24

260 € ?
100 € ?
wann kommt die RAF geflogen ?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/zypern/entscheidung-in-nikosia-auffaellig-hohe-geldabfluesse-aus-zypern-12126658.html

Rettungsregenschirme zum auffangen der Bargeldabwürfe dringends gesucht auf Zypern.

"ruby" März 24, 2013 um 19:31

Rückreisesperre für Brüsselflüge nach Berlin ab 18:00 Uhr in Kraft.
;-)
alternativ könnte ab Dienstag der neue Berliner Flughafen vorzeitig als Notflughafen teileröffnet werden.
Mehdorn prüft seine noch guten Kontakte zu AIR Berlin!

"ruby" März 24, 2013 um 20:58

Sehr gut, dass jetzt das Oranisationsproblem einer EZB und ihrer National-Zentralbanken offenkundig wird.
So kann und wird es in einem einheitlichen Währungssystem jedenfalls nicht weitergehen.
Je eine Stimme für Deutschland und Zypern – absolute Farce.
Macht Deutschland wieder den Weber/Stark am Telefon.
Frau Merkel bitte melden …
Spare den Jimbo Rockford um nicht zu wiederholen.

Schütze Arsch März 24, 2013 um 22:35

Noch was zu den Zahlen…

“median 50k brutto” war oben zu lesen. Das ist nicht möglich.

http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=ilc_di03&lang=en

Deutschland median netto 19043 Euro/ Jahr. Könnte man jetzt noch etwa nach Branchen, Regionen, Geschlechtern aufschlüsseln. Weibliches Medianeinkommen Ost z.B. sicher sehr weit drunter.

Und, @ topi – Zit. – “80.000 Cash ist kein Kleinsparer”

Hm. Naja. Wieviel 80.000 ist, hängt auch davon ab, wie sehr diverse Risiken über öffentliche Versicherungssysteme oder Verfügbarkeit öffentlicher Güter abgesichert sind.

80.000 in einem halbwegs funktionierenden Sozialstaat wie, sagen wir, Frankreich, ist was anderes als 80.000 in löchrigen oder durchlöcherten Sozialstaaten wie, sagen wir, Spanien oder Italien. Je geringer soziale Rechtsansprüche, desto wichtiger wird gewisses privates Vermögen.

Vor Hartz IV waren 80.000 in Deutschland was anderes als danach.

Und, nun vergleiche das mal für verschiedene Haushalte. Der @Schütze Arsch, notorisch kinderlos, ja der könnte von 80.000 schon eine Weile leben.

Der @topi mit seinem Haushalt und seinen Ausgaben… na?

Irgendwo war ja mal berechnet worden, daß bei Berücksichtigung des Anteils der Fremdkapitalverzinsung in den Produktpreisen der Arsch erst ab 400.000 ein freier Arsch wäre…

topi März 24, 2013 um 23:27

Schütze

“Nezavisimaia: “Medvedev verlegt Zypern auf die Kurilen”
(einige können es ja lesen)

http://www.ng.ru/economics/2013-03-22/4_kurily.html?print=Y

Lesen kann ich es, vielleicht mit etwas Übung auch einigermaßen aussprechen. Aber das wars dann. :D

Danke für die russische Presseschau. Da wird erstmal bepokert, klar.
Dass nun ev. die “Russengelder” mit 20 oder mehr Prozent rasiert werden, könnte sogar Teil des Plans sein, wer weiß es schon.

Zu den 50K des Medianmichels.
Das ist sein Vermögen, nicht sein Einkommen. Mit Auto und Gartenlaube, weiß nicht, wie sie jetzt Flatscreen und Ei-Mist da miteinrechnen.

Die Brisanz dieser Zahlen ggü. anderen Ländern (Spanien 178K) dürfte sich noch irgendwann in die Hirne fressen.

Die Verdummungsmaschine, die EZB-Zahlen wegzudefinieren, läuft ja schon auf Hochtouren. Und auch der sehr geschätzte @gelegentlich lässt(ließ?) sich vonden Argumenten der Bundesbank beeindrucken.

Aus der Welt:”
Der typische Haushalt in Deutschland ist somit ein Mieterhaushalt, der klassischerweise relativ wenig spart, während in anderen Ländern selbst genutzte Immobilien zu einem nicht unerheblichen Teil in den Vermögensvergleich einfließen. Auch in Deutschland stehen dabei Hauseigentümer besser da als Haushalte ohne Wohneigentum: “Der Medianwert des Nettovermögens von Eigentümern einer entschuldeten Immobilie liegt in Deutschland bei 255.600 Euro. Bei Eigentümern einer hypothekarisch belasteten Immobilie ergibt sich ein Medianwert von 160.200 Euro. Bei Mieterhaushalten sind es nur 10.300 Euro”, schreibt die Bundesbank.

Verzerrend dürfte sich beim Ländervergleich auch auswirken, dass in der Studie längst nicht alle Vermögensansprüche der Bürger erfasst sind. So fehlen die Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Sozialversicherung – diese stellen aber besonders für die ärmeren Haushalte einen wichtigen Vermögensbaustein dar. “Es ist davon auszugehen, dass dies zu einer Überzeichnung der Ungleichverteilung des Vermögens führt”, schreiben die Bundesbanker in der Studie.”

Jaja, Ansprüche an gesetzliche Sozialversicherung, da wird der Medianmichel im Alter aber RICHTIG absahnen zukünftig. :roll:

Und die, ähh, Stichhaltigkeit der Immobiliendiskussion sollte sich doch mit dem Nettovermögen von 10.000 für den Median-Nichtimmobilienbesitzer endgültig offenbaren.

Der hat nur ein so niedriges Vermögen, weil er keine Immobilie hat, weil die Miete so billig ist, wird gesagt.

Klar doch, sonst hätte er ein Landhaus für 200.000 Flocken, das glaub ich sofort. :roll:

Aber persönlich ginge das mit den 80K. Für ein paar gibt es den Brunnen fürs Wochenendhaus im Wald, dann die Hütte etwas dämmen, Kamin anmauern; und Ackerland kostet ja quasi nix, dann lernen die Kleinen mal richtig die Freuden des Landlebens kennen, mit Kaninchen und Hähnchen. :D
(das blöde ist nur, dass ich beruflich auf dem Land doch recht in der Luft hänge, wenn ich nicht auf Pferde umschule)

+ HG + März 24, 2013 um 23:56

@Flübber
“f.luebberding März 24, 2013 um 09:48
Mit dem Google-Übersetzer ist der Inhalt zu verstehen. Er zeigt, wie sich die Stimmung ändert.
http://ccaa.elpais.com/ccaa/2013/03/22/andalucia/1363974112_833529.html

===> … diese antideutsche Stimmung … wird ja von nuttigen Mietmäulern & Auftragshetzern von “Journalisten” angeheizt. Am schlimmsten natürlich in der BRDDR selbst …

===> … die Schmeißßbänkster verraten ihr eig’nes Land wenigstens für ordentlich Kohle! … die bekömmen wenigstens zünftig Koks & Edelnutten für den Verrat! … selbst für ihre Fiffi-Pudel von korrupten Politclowns fällt noch genug ab für ne flasche besseren Rotwein und eine mittelprächtige Strasennutte einmal die Woche. Aber die Verräter-Journaille?? … die verraten ihr eig’nes ‘schland für sage und schreibe … 23 Cent die Zeile !!! … boah ey entschuldigt mich ich mußß kotzen gehen.

http://wasjournalistenverdienen.tumblr.com/

PS: … was die extreme antideutsche Hetze in El Pais angeht … dagegen kann man was machen … nämlisch … BOYKOTT:

Deutse, wehrt eusch!! … kauft nich … bei KARSTADT!! … denn Karstadt-Sichaneigner Nicolausi Berggruen … gehört ja auch El Pais …

"ruby" März 25, 2013 um 00:09

@ topi +sa
haben uns in prag im goldenen tiger mit nem banker mal die budveiser gegeben und dabei diskutiert wieviel cash so auf konto sein sollte um den lebensstandard zu halten
http://media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-t/01/27/5c/65/caption.jpg
für die jeweiligen lebensumstände und zeitpunkte die zahlungsströme basteln und mit den formeln der finanzmathematik höhen, anfälle, zeitdauer und zinssätze ausrechnen
http://de.wikipedia.org/wiki/Formelsammlung_Betriebswirtschaftslehre#Rentenbarwertformel

haben uns dann (inklusive 14tägigem besuch beim zigeuner verein zischkov an der strassenbahnlinie) auf 750.000 dm geeinigt.
wann war das wohl?
bescheidenheit pur …

"ruby" März 25, 2013 um 00:21

Samstag geht es nach Olomouc zum Spitzenspiel
http://www.fkvz.cz/statika.asp?typ=stadion

Systemfrager März 25, 2013 um 07:00

Wer herrscht nun in der EU? Ganz oben, an der Spitze dieser von Staatsmonstern, von Leviathanen bevölkerten Nahrungskette thront die Berliner Führungsclique um Merkel und Schäuble, die diese Hackordnung maßgeblich durch ihr desaströses Spardiktat formte. Nichts wird in der EU gegen den Willen Berlins beschlossen, alle auch hierzulande unpopulären Entscheidungen der europäischen Bürokratie könnten von Berlin ohne Weiteres gestoppt werden – wenn es nicht so praktisch wäre, unpopuläre Maßnahmen einer anonymen EU-Bürokratie anzulasten.

Bei Fragen der Geldwäsche gibt es ja in der Tat keinen berufeneren Experten als Wolfgang Schäuble, der zugeben musste, eine 100.000 DM-Spende des Waffenlobbyisten Schreiber entgegen genommen zu haben, aber über deren Verbleib nichts zu wissen. Niemanden fällt die schreiende Komik dieser Konstellation auf, bei der Schäuble nun Zypern auffordert, sein “Geschäftsmodell” zu ändern.

TELEPOLIS >>>

Keynesianer März 25, 2013 um 07:34

Das war ja zu erwarten, dass der Pseudo-Linke (Marxist) Tomasz Konicz ebenfalls den großen Knüppel gegen die “Nazi-Deutschen” auspackt.

Die Deutschen sollen für die Ausweitung der verbrecherischen Agendapolitik von SPD und GRÜNEN zur Verelendung der arbeitenden Bevölkerung auf den Rest der Euro-Staaten (wie schon in Griechenland geschehen) durch das vom Neoliberalismus fremdgesteuerte Merkelregime verantwortlich gemnacht werden!

Und Figuren wie Konicz sind ganz vorn dabei und spielen den braven Marxisten, der von Neoliberalen ja nie nicht niemals irgendetwas gehört hat, sondern eben nur Nazi-Deutsche kennt, die für die Verelendung der Völker durch neoliberale Politik jetzt verantwortlich wären:

Und fertig ist das ideologische Gebräu, mit dem die bundesrepublikanische Öffentlichkeit binnen weniger Tage dazu gebracht werden kann, gemeinsam mit ihrer Bundesregierung eine gerade mal 500.000 Einwohner zählenden Mittelmeerinsel unter Durck zu setzen. Und wieder ein Land mehr, das von Berlin in die Schuldknechtschaft getrieben wird.
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38819/1.html

Und die Dumm-Linke in D wird auch noch voll auf diese Agenda 2020 für Europa (verantwortlich die Nazi-Deutschen) abfahren, wenn wir dem nicht endlich deutlich widersprechen.

Wir müssen dem klar und deutlich widersprechen:

1) Es handelt sich hier um eine verbrecherische Politik der Neoliberalen.

2) Diese Agendapolitik wurde zuewrst durch SPD und GRÜNE den Deutschen aufgezwungen und zwar gegen den ausdrücklichen Wählerwillen.

3) Diese Politik soll nach den Deutschen auch den Rest Europas verelenden im Auftrag und Interesse allein der Neoliberalen.

4) Die Deutschen wollen um mindestens 30% steigende Löhne und Sozialleistungen in Deutschland und keine Lohnsenkungen und Sozialkürzungen in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien oder gar Frankreich.

5) Die Auftraggeber dieser Politik lassen das in den Medien so darstellen, als wären nicht die Neoliberalen die Drahtzieher und Verantwortlichen für die Verelendung der Völker, sondern die Deutschen.

Sagt deutlich und lautstark NEIN, damit die Völker Europas es hören und die neoliberalen Banditen mit ihrem Anschlag auf Europa scheitern!

Systemfrager März 25, 2013 um 07:51

Sagt deutlich und lautstark NEIN, damit die Völker Europas es hören

Tje, wenn die Völker Europas so dumm würen, wie es einige, die zwar (um Gottes Willen!) keine Nazi-Deuschen sind, aber nichts so abgrundtief als “Links” hassen, meinen
Gewiss, es warten in der Tat die SPD-GRÜNEN, die die Tür dem Neolibralismus geöffnet haben, und was haben die Deutschen dann getan?
Haben sie dann emport “Die Linken” gewählt?
Nein. Man hat die CDU-CSU gewählt, der die Agenda 2010 noch nicht weit genung ging
Nein, die Völker Europa sind nicht so blöd, wie einige “Nicht-Nazi-Deutschen”, die aber nichts so sehr als “Links” hassen, sich es asugesponnen haben

Hauke März 25, 2013 um 08:18

Gute Zusammenfassung auf FTalphaville:

http://ftalphaville.ft.com/2013/03/25/1437052/scratch-one-stupid-idea/

Am Ende sind die Zahlen doch wesentlich größer geworden, als vor einer Woche kolportiert. Die Rekapitalsierung des Bankensektors wird komplett von Aktionären, Anleihegläubigern und Bankkunden getragen. Für die Restrukturierung des Bankensektors werden keine EU-Mittel verwendet. Die 10 Mrd. fliessen direkt in den Staatshaushalt und dienen der Ablösung alter Darlehen (Russland?) und der Finanzierung des Staatshaushalts angesichts der kommenden Rezession. Während in Island die Trennungslinie zwischen Gebietsansässigen und ausländischen Gläubigern verlief, verläuft im Falle Zyperns die Grenze zwischen Vermögenden und Kleinsparern. ELA Verbindlichkeiten werden von der BOC übernommen, während Pensionsfonds, die Gelder bei der Laiki haben, geschnitten werden. Umfang der Kapitalverkehrskontrollen wird der zyprischen Regierung überlassen. Könnte gut sein, dass Gelder unter 100.000 bald wieder frei sind. Die EZB wird sich der Liquiditätsversorgung nicht verweigern und mit der Restrukturierung sollte auch wieder ausreichend Collateral zur Verfügung stehen.

Keynesianer März 25, 2013 um 08:23

Die Marxisten waren schon seit jeher die Fünfte Kolonne der (Neo)Liberalen. So wie in England Friedrich August von Hayek einen Lehrstuhl an der LSE der Fabian-Society bekam und dort den Liberalismus propagieren durfte.

Keynes musste gegen die Labour Party und die Marxisten kämpfen.

Jeder echte Keynesianer weiß das.

Nochmal zu Konicz, der natürlich von deutschen Großmachtplänen phantasiert und vom US-Imperialismus nichts gehört hat, der das Merkel-Regime steuert:

Moskau komme es so vor, als ob Deutschland erneut eine “unrühmliche” Rolle in den internationalen Beziehungen spielen würde, was zur raschen “Entfremdung” zwischen beiden Großmächten beitrage, so ein Gastkommentar im Guardian. Im Klartext: Bei seiner klar imperialen Politik ist Berlin bestrebt, die Krise in Zypern zu nutzen, um die Insel aus der russischen Einflusssphäre zu lösen und der deutschen Einflusssphäre einzuverleiben.
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38819/1.html

Der ist ja wirklich ein Witzbold: Eine deutsche Einflussphäre findet man noch nicht mal in Berlin und schon gar nicht in der Politik des fremdgesteuerten Merkelregimes.

Hauke März 25, 2013 um 08:24

Statement der Eurogruppe im Wortlaut mit Details im Anhang:

http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/ecofin/136487.pdf

topi März 25, 2013 um 09:06

Kapitalverkehrskontrollen?
Aber nun bricht doch DIE europäische Grundfreiheit zusammen, und mit ihr die Welt!!!

Naja, vielleicht ja nicht ganz. :roll:

topi März 25, 2013 um 09:08

Wiesaussieht sanieren sich die Banken weitgehend selbst bzw. mit zypriotischen Mitteln.

Man hat also tatsächlich eine nichtsystemrelavante Bank im Eurosystem entdeckt.

Sensation.

gelegentlich März 25, 2013 um 09:35

@Keynesianer 08:23
Das ist genau das, was meiner Meinung nach nicht in solch ein Forum gehört, außer in Form weniger randständiger Sätze: Statements, die man glauben kann oder auch nicht, nicht mit Argumenten beschwert.
Wenn Sie die Auffassung von Konicz nicht mögen zeigen Sie doch auf, dass und wo dessen Analyse nicht zu den beobachtbaren Tatsachen paßt. Davon hätten wir was. Altbekanntes und Meta-Material erzeugt nur Unwillen und den Eindruck, man lausche einem Tonband. Das ist lästig!

Linus März 25, 2013 um 09:45

Eine interssante Mail:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16641

Keynesianer März 25, 2013 um 10:09

@gelegentlich

Der Lehrstuhl des Friedrich August von Hayek an der London School of Economics war meine Begründung für die Aussage.

Die Leutchens werden ja immer ganz verwirrt von wegen links und rechts und können sich die Zusammenhänge nicht erklären.

Die London School of Economics war eine Gründung der Fabian Society wie auch die Labour Party. Da haben also die härtesten Neoliberalen während der Weltwirtschaftskrise an der LSE mit allen Mitteln für die Verschärfung der Deflationspolitik und der Massenarbeitslosigkeit argumentiert und den Sozialabbau und die Abschaffung der Erwerbslosenunterstützung gefordert.

An der LSE der Fabian Society!

Great Depression Debate

This strategy succeeded brilliantly, snagging Hayek an invitation to Beatrice and Sidney Webb’s London School of Economics, which a group of young Turks were itching to turn into a libertarian antipode of interventionist Cambridge, where Keynes’s disciples were. With Hayek on the LSE team, young economists everywhere followed the furious debate that ensued with the passion and partisanship of soccer fans.

As the Depression deepened, Hayek held that it was “due to monetary mismanagement and state intervention operating in a milieu in which the essential strength of capitalism had already been sapped by war and by policy.” Overinvestment during the boom — not underinvestment, as Keynes contended — had produced the slump. Consequently, what was needed was “time to effect a permanent cure.”

“The creation of artificial demand,” Hayek argued, would only lead to another burst of inflation and another downturn. Like most American economists — as well as President Herbert Hoover and his political rival, Roosevelt — Hayek opposed going off the gold standard, and favored spending cuts and tax increases to balance the budget. Give the economy time to heal.

When “nature’s cure” failed to end the Great Depression, Hayek’s star hurtled to earth. As Beatrice Webb wrote in her diary of Hayek and his allies in 1936, “They and their credo are sidetracked, without influence or even relevance to the present state of the world.” According to Nicholas Wapshott’s new book about the Keynes-Hayek disagreement, Hayek was so discouraged that he essentially gave up economics and turned instead to philosophy.
http://www.bloomberg.com/news/2011-09-13/hayek-keynes-and-preventing-economic-crises-commentary-by-sylvia-nasar.html

So schaut es aus mit Links und Rechts und warum ausgerechnet die SPD und die GRÜNEN die Agendapolitik durchgezogen haben und die Marxisten derweil die Wertform analysieren mussten und freudestrahlend auf die Weltrevolution gewartet haben und immer noch warten, während die Arbeiter im Elend versinken durch die Politik der Neoliberalen, von denen Konicz nichts gehört und gesehen hat.

Wenn ich das mit noch mehr Argumenten beschweren soll, gerne. Aber ich kann Euch das Statement leider nicht ersparen, dass manche Linke eben Verräter sind.

gelegentlich März 25, 2013 um 10:19

@Keynesianer
“… und die Marxisten derweil die Wertform analysieren mussten und freudestrahlend auf die Weltrevolution gewartet haben und immer noch warten, während die Arbeiter im Elend versinken durch die Politik der Neoliberalen, von denen Konicz nichts gehört und gesehen hat.

Wenn ich das mit noch mehr Argumenten beschweren soll, gerne. Aber ich kann Euch das Statement leider nicht ersparen, dass manche Linke eben Verräter sind.”
Nein, danke, weil es 1001 mal schon geschehen ist. Ich bitte nur darum, wenn Sie z.B. Konicz kritisieren wollen, dass Sie dann Inkonsistanzen in der Argument dieses bestimmten Artikels sich vornehmen und ihn nicht schlicht damit und dadurch kritisieren, dass er eben eine andere Meinung als Sie hat, was uns, ich wiederhole mich, seit Längerem bekannt ist.
Die Kernfrae heute ist wohl eher die, die wir schon seit mindestens 2 Wochen diskutieren und auf die @Linus mit seinem Link oben nochmals hingewiesen hat. Ob Sie “die Marxisten” für Verräter halten oder nicht interessiert mich nicht und die Anderen Leser im Blog auch nicht, vermute ich mal.

Keynesianer März 25, 2013 um 10:25

@gelegentlich

Hätte ich vielleicht den Schwachsinn von Konicz, dass Deutschland “die Insel aus der russischen Einflusssphäre zu lösen und der deutschen Einflusssphäre einzuverleiben” gedenke, auch noch als “inkonsistent” belegen sollen? ;)

Systemfrager März 25, 2013 um 10:27

@”Keynesianer”
Was will er uns sagen:
Die Linken haben uns so oft verraten (tja, dann muss die SPD links sein)
… und weil wir dann vermuten können, dass sie uns auch in der Zukunft verraten werden
… dann wählen wir gleich dijenigen, die uns 100% verraten wollen und werden: CDU, CSU, …
Ist zwar ein Wahnsinn, hat aber eine Methode

gelegentlich März 25, 2013 um 10:31

@Systemfrager
Wie dem auch sei: Konzentration auf das Kerngeschäft, das Kernthema hier und heute, wäre einfach nett.

gelegentlich März 25, 2013 um 10:56

@Keynesianer
Diese These von Konicz ist ja keineswegs zentral für seien Argumentation. Wenn Sie finden dieses Argument sei von Autor nicht belegt, nur eine Meinungsthese, reicht das doch dies auch so zu kennzeichnen, finden Sie nicht?
Das Hauptproblem, das zu erklären wäre, wenn das überhaupt geht, ist doch wohl: warum überhaupt macht man jetzt die Steueroase Zypern zu und läßt die anderen intakt?

Keynesianer März 25, 2013 um 11:25

@gelegentlich

Die These, dass das Elend die Schuld deutscher Politik wäre, das mit dem Neoliberalismus über Griechen, Spanier, … und Zyprer gebracht wird, ist die zentrale Argumentation, auch und gerade von Konicz.

Konicz ist ja nur ein Beispiel, wie gezielt hier die Dumm-Linke gegen eine angeblich deutsche Großmachtpolitik mobilisiert werden soll.

Mein Problem ist auch nicht eine Verteidigung der deutschen Ehre, sondern mein Problem ist ganz einfach, dass die Neoliberalen ihre Verelendungspolitik gegen unsere Nachbarn mit aller Kraft fortsetzen werden, solange es ihnen so schön gelingt, den Völkern einzureden, sie würden unter den Nazi-Deutschen leiden. Wobei Konicz halt behilflich ist als typischer Marxist.

Man könnte aber auch andere Figuren nehmen oder den ganzen Journalismus, der ja überall hier “deutsche Politik” am Werke sieht, die noch nicht mal in Berlin etwas zu melden hat, was den neoliberalen Angloamerikanern nicht passt.

Die Steueroasen soll man natürlich überall dichtmachen durch eine schlüssige Bankenregulierung. Die Details, warum es jetzt gerade gegen die Steueroase Zypern geht, überlasse ich gerne den Haarspaltern der Politik. Vermutlich sind die Nazis schuld.

gelegentlich März 25, 2013 um 11:43

@Keynesianer
Nein, ich würde eher sagen dass die These von Konicz ist dieses Elend der Völker ginge auf den Neoliberalismus zurück. Das hat er ja in einer Reihe von Artikeln bei Telepolis dargelegt.

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