Wieviel Aufklärung hätten Sie gern? Geschnitten oder am Stück?

by h.huett on 4. April 2013

Susan Neiman, Direktorin des Einstein-Forums in Potsdam, und Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD, schreiben in der Printausgabe der FAZ vom  3. April einen Essay unter dem Titel: Europa: Wie wäre es mit Aufklärung?

Der Vorspann des Essays verwirrt:

Die Realpolitik der Eurokrise löst vielleicht Probleme, sorgt aber nicht für Vertrauen. Nötig ist das Bekenntnis zu einer europäischen Wertegemeinschaft.

Welche Realpolitik? Welche Probleme? Wie klingt im Halbdunkel der öffentlichen Meinung heute ein “Bekenntnis” zu einer europäischen “Wertegemeinschaft”?  Wie Pfeifen auf dunkler Treppe in den Kohlenkeller. So viele Konzessionen, so viele Voraussetzungen. Nach den jüngsten Kapriolen der Eurokrise verschwindet die Bereitschaft, auf “Werte” zu vertrauen, unter die labortechnische Nachweisbarkeitsgrenze. Nicht einmal mehr homöopathische Verdünnungspotenzen bleiben übrig, von denen “Europa” zehren könnte. Gemeinsamkeiten scheinen im Verhandlungsregime der Brüsseler Gipfelverhandlungen verglüht zu sein. Was müssen wir davon halten, wenn ein beteiligter Finanzminister nur wenige Tage nach diesem denkwürdigen Desaster in der führenden Zeitung seines Landes seine Eindrücke zu Protokoll gibt? To put it bluntly: Desillusionierung ist heute alternativlos.

Schauen wir genauer auf den Versuch, diesem Befund entgegen zu treten. Die Autoren beginnen mit einer Retrospektive auf den Begriff, die Praxis und die jüngere Geschichte von “Realpolitik”. Fassen wir die Begriffsgeschichte, die anfängliche Praxis, den Rückblick auf die Anfänge als Versuch, historische Enttäuschungen zu verarbeiten, und rücken ins Auge, wodurch sich Realpolitik auszeichnet: die Einsicht darin, dass politisch verfasste Akteure Interessen verfolgen. In einem so komplexen Gebilde wie der EU hat sich in bald 60 Jahren ein Verhandlungsregime etabliert, das das wechselseitige Misstrauen nach Maßgabe berücksichtigter Interessen in Schach zu halten verstand.

Europäische Realpolitik bzw. ihr Output konnte noch bis vor wenigen Jahren insoweit als Resultante dieser Verhandlungsroutinen verstanden werden. Das Misstrauen schießt heute aber fast ins Unendliche. Die Interessen werden undurchsichtig. Die Bereitschaft, auf sie Rücksicht zu nehmen, schwindet dahin. Und das aus einem erstaunlichen Grund: Die maßgeblichen staatlichen Akteure in den Gipfeln scheinen die eigenen Interessen und die ihrer europäischen Partner aus den Augen verloren zu haben. Im Bodennebel der verwirrten Begriffe und einer technokratisch selbstgenügsamen Sprache ist das kein Wunder. Von “Sichtweite” nichts in Sicht. Auch im Autopilot geht die Reise nicht mehr weiter. So wenig Gemeinsamkeit war nie.

“Scheitert der Euro, dann scheitert Europa!” Das Mantra der Kanzlerin wirkte auf mich schon immer wie das Grinsen von Carrolls Cheshire-Cat, das Grinsen ohne Katze. Warum? Weil dieser Satz aus dem Repertoire der nüchternen Kanzlerinnen-Sprache aus zwei Gründen heraussticht: Er kleidete sich anfangs durch den Tonfall in das Gewand einer Mahnung, die implizit Selbstbindung (“das darf nicht passieren!”) versprach, tatsächlich beschreibt er aus der Perspektive eines so gelehrigen Wendehalses wie dieser Kanzlerin heute bloß noch im nüchternen Indikativ einen Sachverhalt. Ihre maskenlose Botschaft lautet: Auf uns ist kein Verlass. Sie bleibt auf ihrer Linie aus dem Spätsommer 2008: Chacun sa merde! Damals plädierte Sarkozy für schnelles gemeinsames Handeln. Merkel setzte ihr “jeder kümmere sich um den eigenen Scheiß!” dagegen, was sie nicht davon abhielt, durch eine Einlagengarantie die anderen Länder alternativlos unter Zugzwang zu setzen. Der moraltheologische Diskurs von “fiskalischen Sündern” und das Warnen vor “moral hazard” haben die eigenen Bastionen befestigt. Mr gäbbet nix. Mr hend scho ois! Das schwäbische Mantra fasst die deutsche Euro-Politik sehr weitgehend zusammen. Die Rettungspakete dienten überwiegend dazu, die Interessen hiesiger Gläubiger zu bedienen und im Durchwursteln auf Zeit zu spielen.

Im Kontrast zu dieser – ich gebs ja zu: etwas raschen – Beschreibung des status quo setzen Neiman und Gabriel die Erinnerung an eine andere Realpolitik aus den späten 60er und frühen 70er Jahren. Ich brauche das nicht auszuführen. Nur welchem Ziel dient dieser Kontrast?  An welcher Front brauchen wir heute eine “mutige Entspannungspolitik der linken Mitte”? Wir sind von Freunden umzingelt, die uns nicht über den Weg trauen. Ich mache mir das “EUdSSR”-Geschwalle nicht zu eigen, aber zwischen Compiègne und Brest-Litowsk ist kein Bahnhof in Sicht, auf dem eine europapolitische Einigung über langfristig wirksame Auswege aus der Krise vereinbart werden könnte.

Die Online-Variante des Essays unterscheidet sich nicht nur durch den Vorspann, sondern auch eine eigentümliche Zwischenüberschrift von der Printausgabe. Ich rieb mir eben die Augen, als ich las:

Die Miesere des politischen Pragmatismus

Das klingt ein bisschen üppig nach freudscher Fehlleistung und ist gewiss nicht den beiden Autoren zuzurechnen. Was veranlasst sie allerdings dazu, die historisch ehrwürdigen Begriffe des Materialismus und des Idealismus so schnöde von ihrer ideengeschichtlichen Herkunft abzuschneiden? So seltsam das an dieser Stelle klingen mag: Es gibt keine Alternative zu pragmatischer Politik, auf lange Zeit gibts die nicht. Wer einen anderen Eindruck erweckt und nach Ideen und Konzepten für Europa ruft, stellt sich selbst unter den Verdacht, mit ideologischem Budenzauber die eigene Beteiligung an einer teilweise verfehlten pragmatischen Politik vergessen zu machen. Mit Budenzauber ist es nicht getan. Wie könnte ein besserer politischer Pragmatismus aussehen?

Manche behaupten, der Materialismus von links und rechts habe den Idealismus besiegt, so dass sich die Parteien inzwischen bis zur Unkenntlichkeit ähnelten; es gibt auch jene, die überhaupt am politischen Establishment verzweifeln und in einen für die Demokratie verhängnisvollen Fatalismus geflüchtet sind. Allen gemeinsam ist indes: Hier ist von menschlichen Gefühlen, Enttäuschungen, Verdrossenheit und Vertrauensverlust die Rede.
Tut mir leid. Das reicht nicht. Auch die folgende Beschreibung erfasst nicht einmal phänomenologisch, was seit Ausbruch der Krise passiert. Ok, das auf Zeit setzen, das auf Sicht fahren, undsoweiter, aber es verrutschen selbst die ökonomischen Metaphern:
Im Rahmen der Möglichkeiten kauft Europa zu horrenden Preisen Zeit und hofft, dass irgendwann eine unsichtbare Hand die Märkte wieder beruhigt.
Ich gebe zu, ich habe lange darüber nachgedacht, wer diese unsichtbare Hand schwingen könnte. Auch die Zeitzählung ist verrutscht. Die Autoren sagen, wir befänden uns im Jahre drei der Euro-Krise, womit sie den Eindruck erwecken, die Krise habe mit den ersten Rettungspaketen begonnen.

Die Wirklichkeit im Jahre drei der Euro-Krise zeigt, dass eine bloß verwaltete Politik, die sich nicht mit Leidenschaft an Idealen und Werten orientiert, lebloses und technokratisches Krisenmanagement bleibt, weil sie auf Furcht und Unsicherheit setzt, aber nicht auf Mut und Aufklärung.

Der Leidenschaft, den Idealen und Werten ist mehr als bloß die Geschäftsgrundlage abhanden gekommen. Der Ruf danach wirkt hohl.
Warum versuchen sie nicht genauer mitzuteilen, was für unsere Zeit unter dem “Ausgang aus selbst verschuldeter Unmündigkeit” zu verstehen sei. Weil sie sich diese Mühe ersparen, können sie auch die Frage nicht beantworten, welche Alternative sie einer “alternativlosen Politik” entgegen setzen.
Der Beitrag wirkt – besonders im Kontext dieser europapolitischen Essay-Reihe der FAZ – wie aus der Zeit gefallen, unfertig, fällt hinter den Diskussionsstand müde ermattet zurück.

{ 78 comments }

Nanuk April 4, 2013 um 15:20

Die Sozialdemokratie ist moralisch Bankrott so kann man das auch lesen…

Nanuk April 4, 2013 um 15:27

“Hier ist von menschlichen Gefühlen, Enttäuschungen, Verdrossenheit und Vertrauensverlust die Rede.”

Tja das ist natürlich bitter Genosse Robotnik… der Wähler ist garnicht tot.

kurms April 4, 2013 um 15:35

“Ich gebe zu, ich habe lange darüber nachgedacht, wer diese unsichtbare Hand schwingen könnte.”

Ich gebe zu, ich habe lange darüber nachgedacht, ob das Sarkasmus ist.

Schatten April 4, 2013 um 15:36

Die Verknüpfung von Mythen, hier der Mythos Europa, mit dem Begriff der Aufklärung ist komisch und erschreckend.

Auch könnte man anführen, dass das Böckenförde-Diktum nicht nur für Staaten, sondern auch für Europa gilt.

Andererseits scheint es, dass gar nicht die Aufklärung gemeint ist, sondern das christliche Menschenbild, eventuell noch eine Jesuitenrepublik.

h.huett April 4, 2013 um 16:00

kurms

hihi

Nanuk April 4, 2013 um 16:13

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=n2rnBQCE4hM
Da kann man nur noch Schostakowitsch anstimmen…

Maxim April 4, 2013 um 16:23

“…obwohl es gerade manchen Europäern am wenigsten klar zu sein scheint, sind die Ideale der Aufklärung nirgendwo auf der Welt so sehr Teil des Alltags wie in Europa.”

Den Autoren scheint nicht klar zu sein, dass ihre beschworene europäische Idee längst den Bach runtergegangen ist. Nicht die Ideale der Aufklärung, sondern Zwangsräumungen, Neonazi-Terror, Malaria-Epidemien und politische Willkür sind (unter anderem) Alltag in Europa. Der Artikel ist – wie der Friedensnobelpreis für die EU – nur ein Suhlen in dem was war, während für das Jetzt nur wolkige Parolen geboten werden, die wie aus der Zeit gefallen wirken – einer Zeit, als man sich gefahrlos “Europäer” nennen konnte, weil es noch nicht ums Geld ging. Neiman und Gabriel beweisen immerhin eindrucksvoll, wieviel Realitätsverleugnung maximal möglich ist. Die Kapelle an Bord der Titanic spielt weiter…

topi April 4, 2013 um 17:30

“Konservative und Liberale dämpfen die Erwartungen der Menschen mit der (zwar immer bedauernswerten) Feststellung, die Welt sei arm, der Mensch sei schlecht. Wer dazu eine Alternative will, der muss seinen politischen Erfahrungshorizont überschreiten. Auf jeden Fall wird er sich von ökonomischen Sachzwängen, von der scheinbaren Alternativlosigkeit lösen müssen, um in das Feld der Ideen, der Vorstellungen jenseits des Status quo, außerhalb der reinen Empirie vorzustoßen. Und genau dies beschreibt den Kern und das Wesen progressiver demokratischer Politik.”

Außerhalb der reinen Empirie, soso.

Die Zeit, als die Facharbeiterfamilie sich Häuschen und Zweitwagen und Zweiturlaub und vollausgestatteten Haushalt und alle wünschenswerte Bildung für die Kinder leisten konnte, muss also erst noch erfunden werden.

Doch halt, war da nicht mal was?
Naja, seitdem hat sich bestimmt die Produktivität verringert!
Nee, sie hat sich mindestens verdoppelt.

Ach so? Tja dann, muss man wohl weiter “Realpolitik” betreiben. :roll:

topi April 4, 2013 um 17:47

Falsche Politik kann man Realpolitik nennen; man kann sie aber auch falsche Politik nennen; oder neoliberales Durchdrücken von Kapitalinteressen; oder Massenwohlstandsverringerungs- bis vernichtungspolitik.

Was sie eben nicht erkennen können, die Damen und Herren “Europafreunde”: wenn man den Wechselkurs aufgibt, ist man nicht mehr in der Lage, sich gegen politische Fehlrichtungen in großen Nachbarländern entgegenzustellen.

Da kannste Visionen haben, bis der Arzt kommt!

Montag Abend lief im DLF etwas über Chancengerechtigkeit in Europa. U.a. sprachen sie über die Ausbalancierung von Interessen, bspw. bei gemeinsamen Arbeitsschutzregelungen. Na schön, ob man nun 48 Stunden aös Höchstgrenze festlegt.

Das ist doch neben massiver Lohnsenkung eine völlige Petitesse, Makulatur, ja nicht mal Lametta.

Solange auf “progressiver” Seite die Naivlinge sitzen, ist kein Ansatz sichtbar, den Karren aus dem (Euro)Dreck zu holen.

Man muss sich klar sein, wie eine gemeinsame Währung ZWANGSLÄUFIG wirkt; un ddann den Scheiß lassen, oder, adäquat damit umzugehen.

Da letzteres nahezu ausgeschlossen scheint, bleibt nur ersteres.

BB April 4, 2013 um 17:47

Kurz drüber nachgedacht und dann gelacht *kecker* über folgendes von Frau Professor:

” Durch ihre Kulturförderung und die Bereitstellung der für ihren Genuss nötigen Zeit unterstützen europäische Regierungen nicht bloß Unterhaltungsbedürfnisse und Vergnügungen – so unterstützungswürdig diese auch sein mögen -, sie legen damit vor allem das Fundament für Bürgerengagement. Ein Europa ohne Geist? Diese Errungenschaften sind in Europa so selbstverständlich, dass Europäer sie kaum achten; mehr noch, viele scheinen fast stolz darauf, diese Leistungen herunterzuspielen, zu denen zählt aber auch etwas für heute so Selbstverständliches wie der soziale Frieden.

Bürgerliche Phraseologie. Typisch für’s Establishment, zu dem auch Frau Professor Direktorin dieser Einstein-Stiftung zählt Was sie uns unter jubeln will: da macht sie selbst ganz groß in Kultur und keiner dankt es ihr!

Wie wär’s stattdessen mit Salomon Schmitt. Was wir jetzt in voller Dosis benötigen, ist:

Radikaler Humanismus

Hab ich hier nicht irgendwo in den Kommentaren mal gefordert, dass wir eine neue “Neo-Moderne” brauchen? In dem verlinkten Artikelchen findet sich die philosophische Argumentation dazu. Inklusive einiger total berechtigter Spitzen gegen die Postmoderne.

Mir schwant, da dräut das zarte Pflänzchen einer Bewegung am Horizont. Das ist endlich mal was neues. Hoffentlich gibt’s bald mehr davon.

Eine Künstlergruppe hat sich auch schon dem radikalen Humanismus verschrieben und die wollen Heckler und Koch in einen Beton-Sarg einpacken. Sehr gute Idee.

Ab sofort hat Politik schön zu sein. In diesem Sinne! Hört mir auf mit eurer postmodernen Lamouranz. Jetzt wird intellektuell zurückgeschossen.

Nehmen wir den Satz ernst:

“Politik, die sich nicht mit Leidenschaft an Idealen und Werten orientiert…..!”

Positiv formulieren Frau Professor! Immer Positiv!

(Dass Sigi-Pop sich seine Meta-Wahlkampf-Artikelchen in der FAZ von stiftungsfinanziertem Personal ghost-writern lässt, ich fass es nicht. Hält das ganze wahrscheinlich sowieso für “Gedöns”)

BB April 4, 2013 um 17:49

Ganz ordentliche Musik:

http://radikalehumanisten.de/

topi April 4, 2013 um 17:52

In besagter Sendung (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/2056873/)
gab es auch Berichte über Arbeitsmigration.

Also das, was unsere liberalen Freunde als “Mobilität des Faktors Arbeit” bejubeln, und Milch und Honig voraussagen.

Dabei verschärft dieser Prozess natürlich das Lohndumping in den Zuzugländern und damit die EInkommensverteilung, also auch das Problem, das immer mehr Einkommen erzielt werden, die nicht real ausgegeben werden sollen, oder gar können.

Mit logischer Folge Zwangsverschuldung, oder wenn sich keiner mehr findet (also die Notenbank auf Geheiss deutscher “Stabilitätswächter” endlich aussteigt), Nachschuldnerabriss mit Depression.

topi April 4, 2013 um 17:55

Aufklärung nötig?

Klar; Aufklärung über simpelsten ökonomischen Zusammenhang.

h.huett April 4, 2013 um 18:11

topi

Voraussetzung für eine politische Bündnisperspektive ist eine präzise Idee der jeweils vertretenen Interessen und ihrer eventuellen Schnittmengen. Flassbecks Klage über mangelnde makroökonomische Kompetenz hat ihren Grund.

"ruby" April 4, 2013 um 19:10

@ topi + h.huett

Was ist erbauender als überbewertetes Virtuellvermögen durch freiwillige Zurverfügungstellung für reale sinnvolle Nutzeninvestitionen, besonders Bildung und Infrastrukturen, umzuverteilen.
Überzeugungsarbeit zur Generierung zum Gutmenschen;
Gier nach Gemeinschaftlichkeit ;-)

h.huett April 4, 2013 um 19:19

ruby

Völlig unzugänglich.

Könntest Du bitte versuchen, auf diese Substantivketten zu verzichten, und mit anschaulichen Verben erzählen, was Du gesagt haben könntest?

"ruby" April 4, 2013 um 19:43
"ruby" April 4, 2013 um 20:00

Mit der gewonnenen Zeit hätten bereits große Teil der Vermögen in den Steueroasen reinvestiert, umgeschichtet werden können, um durch diese Zukunftsinvestitionen reale Chancen für Anschluss Nutzungen, Wohlfahrt für Menschen und ihre Bedürfnisse zu ermöglichen. Diese werden benötigt zum Vertrauensaufbau der Jugendlichen, die aus der Arbeitslosigkeit dafür eingesetzt werden.
Die Bundesbahn hat es wiederholt nicht geschafft den Investitions-, Finanzplan abzuarbeiten – Mittel waren vorhanden wurden nicht verwandt. Wer setzt das praktisch um? Menschen mit Ideen und Phantasien.

BB April 4, 2013 um 20:25

ruby ist wahrscheinlich ein defekter etwas aus der Art geschlagener Avatar basierend auf Stats Monkey, einer Software aus den etwas unheimlichen Laboren einer amerikanischen Universität.

Dipfele April 4, 2013 um 22:18

Armes Europa! Du hät­test eine Chance ver­dient gehabt. Aber mit der Wäh­rungs­union, so gut sie gemeint war, bist du einen Schritt zu weit gegan­gen. Man hätte Insti­tu­tio­nen und Men­schen mit Macht gebraucht, die mehr ana­ly­ti­sche und weni­ger poli­ti­sche Fähig­kei­ten auf­wei­sen. Aber die gibt es in Wirk­lich­keit wohl nicht. Des­we­gen kön­nen wir dir nur wün­schen, dass du die Kraft auf­bringst, einen Schritt zurück zu machen, bevor dich eine große Explo­sion viele Schritte zurück­wirft und schwer verletzt. – See more at: http://www.flassbeck-economics.de/der-europaische-traum-und-ein-schlimmes-erwachen/#sthash.QtfIq1au.dpuf
http://www.flassbeck-economics.de/der-europaische-traum-und-ein-schlimmes-erwachen/

Andreas Kreuz April 4, 2013 um 22:26

Nach der Inhaltslosigkeit wird die Sprachlosigkeit folgen…

wowy April 4, 2013 um 22:47

@huett
Wie man zu einem so uninspirierenden Text (FAZ) so viele Worte verlieren kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

h.huett April 4, 2013 um 22:52

Dipfele

Flassbeck schreibt schon den Nachruf? Das wäre verfrüht. Über Aufklärung und Europa einen Essay zu schreiben und dabei in schlechter Allgemeinheit zu verweilen und die Schlussfolgerungen zu vermeiden, die einer aufklärerischen Tradition zu ziehen wären, das geht allerdings auch nicht. Die Pose der Nachdenklichkeit ersetzt nicht das Denken.

h.huett April 4, 2013 um 22:53

wowy

Weil dieser Text so sträflich das selbst gesetzte Thema verfehlt, fühlte ich mich dazu genötigt.

rundertischdgf April 4, 2013 um 23:31

Europäische Wertegemeinschaft, was ist das konkret? Die Zerstörung der Familien? Homoehen? Identitätsverlust der Völker und Bürger? Arbeitslosigkeit junger Menschen? Denglisch? Drucken von immer Papiergeld, das Werte sucht? Soldateneinsatz in aller Welt? Ungehemmte Zuwanderung in unsere Sozialsystem? Gewalt auf unserer Straßen? Eurokratie und Bürokratie? Und….?
Nur ein Beispiel was gepriesen wird:
http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/04/03/saugling-in-der-kindergrippe-abgeben/

"ruby" April 4, 2013 um 23:58

Konkretisierungen schneller als gelauncht :
http://www.dradio.de/aktuell/2062945/
Wendezeiten weltweit wirksam wählbar wahrgenommen

"ruby" April 5, 2013 um 00:52
petervonkloss April 5, 2013 um 01:36

Das Universum ist in sich immer aufgeklärt;

es hat eine Trübung durch zu viele Hinsichten erfahren.

Nur, das Brennglas (wiederum) dieser Erfahrungen läßt sich nicht eindeutig ins Geschichtlich-Politische fokussieren;
ins Technokratische schon gar nicht; dieses ist per se schon die reine Verflüchtigung der Aufklärung zum Aufklä-
richt.
Der kantsche Idealismus ist Bestandteil dieser Verflüchtigung der platonischen Idee.
Es gibt keinen Weg zurück und das Ganze hat einen wesentlichen Todesaspekt.
Der muß auf irgendeine Art und Weise heraklitisch ausgetragen werden.
Alles andere wäre prolongiertes Christentum.
Und wir werden sehen…….small is beautifull.
Als Pessimist glaube ich nicht an „axiomatische Evidenz“,
aber als Optimist kommt einem immer der Tod dazwischen…….der mögliche Tod auch von Kulturen.

Nanuk April 5, 2013 um 07:11

@BB
und das von einem Forum das den Namen Einstein trägt…
E=mc²
einfacher gehts nimmer…

Einstein mochte bla bla bla bla mal so garnicht…

Nanuk April 5, 2013 um 07:35

@petervonkloss
Da geht der Römer zum lachen in den Keller…
http://www.youtube.com/watch?v=jHPOzQzk9Qo

Frankie Bernankie April 5, 2013 um 08:45

@rundertischdgf

Aha. Na endlich ist hier mal ein waschechter Republikaner im Thread.
Dass es euch noch gibt.

Vielfalt rulez! Da muss man nicht diese “Runder-Tisch-Niederbayern” oder “Runder-Tisch-Dingolfing” – Camouflage betreiben…ausser man hat was zu verbergen.

Andreas Kreuz April 5, 2013 um 08:55

Der rundeTisch hat nicht mehr Probleme als alle anderen.
Ein, zwei konsensfähige Ziele, dann kömmt die Divergenz.

Das ist ja so gewollt. Jeder gegen jeden.

BB April 5, 2013 um 09:23

@petervonkloss

Langfristig kühlt das Universum aus. Richtig. Bis da ist abba noch lange hin und bis da machen wir es uns alle (!) auf unserem Planeten so richtig schön! Gelle?

Und dafür brauchen wir so eine klitze kleine Menge axiomatische Evidenz. Sich’s komfortabel machen auf diesem Planeten kann dann nämlich allen (!) richtig viel Spaß machen. Wer das nicht braucht, der gebe sich die Mozart-Kugel. (Schokolade produziert Endorphine im Gehirn, auch bei Pessimisten) Wir sind ein freies Land.

topi April 5, 2013 um 12:02

Flassbeck

“Armes Europa! Du hättest eine Chance verdient gehabt. Aber mit der Währungsunion, so gut sie gemeint war, bist du einen Schritt zu weit gegangen. Man hätte Institutionen und Menschen mit Macht gebraucht, die mehr analytische und weniger politische Fähigkeiten aufweisen. Aber die gibt es in Wirklichkeit wohl nicht.”

Die gibt es schon. Natürlich nicht in der Politik.
Aber das dürfte nun altgediente Blogleser nicht überraschen, dass die sich innerhalb ihres Funktionssystems tummeln, statt in der Politik. :roll: (wo steckt denn Morph, btw)

Schon befremdlicher ist, dass fast die ganze Ökonomenkaste nur noch betriebswirtschaftlich denkt, und dabei auch noch “politisch”.

Nein, eine Währungsunion wäre auch mit höchst analytischen Funktionsträgern nicht machbar; wenn es um Volkswirtschaften mit völlig verschiedener Makroökonomischer Tradition geht.

Flassbeck:”Der Kern der Geschichte, dass eine Währungsunion lediglich verlangt, dass sich jedes teilnehmende Land an seine eigene Produktivität anpasst und das gemeinsam beschlossene Inflationsziel akzeptiert, ist auch unter Ökonomen ein großes Geheimnis.”

Tja, so einfach wäre es gewesen.
Und so unvorstellbar, dass dies funktioniert. Deutschland als Lohndumper hat die Probleme natürlich massiv verschärft; aber sonst hätte es nur etwas länger gedauert bzw. wäre die Diskrepanz zwischen “Nord” und “Süd”, die nach der Finanzkrise wg. Wegfall der Finanzströme in die Peripherie zu Tage treten musste, nicht ganz so heftig ausgefallen.

” Deswegen können wir dir nur wün­schen, dass du die Kraft aufbringst, einen Schritt zurück zu machen, bevor dich eine große Explosion viele Schritte zurückwirft und schwer verletzt. ”

Ja, die Afd oder griechische Nazis als letzte Chance, ein in progressiver Idee zusammenwachsendes Europa zu retten. Der Weltgeist wieder mal. :roll:

topi April 5, 2013 um 12:14

Das Problem bei Flassbeck: er analysiert sehr treffend die Eurokrise, thematisiert allerdings nicht die andere Krise, nennen wir sie “Geldzyklusendekrise” oder “Gesamtverschuldungsstandsaufbauabbruchkrise”.

In seinen “Anti-Brüning”-Ausführungen beschreibt er das Prinzip. Das Problem der horrenden Gesamtverschuldung, die durch die hohe Einkommenskonzentration immer höhere Neuverschuldungsbedarfe, hat natürlich auch etwas mit expansiver Geldpolitik zu tun.
Und da hat der Keynesianer (unserer ja auch) den Balken im Auge.

Es ist wurscht, ob es 1,5 oder 4 oder 6,5 Prozent Inflation gibt, die “Wirtschaftssubjekte” (hach, was für eine Sprache) passen sich einfach an.

Dass Problem ist die Verschiebung der EInkommen hin in Bereiche, in denen sie nicht real ausgegeben werden. Und da ist es weitgehend egal, ob es eine im klassischen SInne “expansive” oder “restriktive” Geldpolitik gibt; ankommen muss die Kohle bei Schütze und Klein Erna, im richtigen Anteil an der Gesamtwertschöpfung.

topi April 5, 2013 um 12:20

Treidelstein hatte “opt in” als sinnvolle europäische Entwicklungs- und Integrationsvariante thematisiert.

Vor Jahren hatte ich mal dargestellt, wie denn eine Währungsunion richtig hätte funktionieren können:

Man öffnet die bestehende DM-Zone für willige Beitreter, die sich den dortigen Gepflogenheiten anpassen. Also Orientierung an deutscher Fiskalpolitik un dweitgehend Geldpolitik von der BuBa bestimmt.

Das kann man ein paar Jahre mitmachen, und natürlich wieder rausgehen, wenn man die Konsequenzen sieht und sie nich ttragen will.

Also ein “opt in”.

Was ja niemandem klar war auf der “linken” Seite: in der EWU gibt es keine nationale Handhabe mehr, sich eventuellem Lohndumping großer Länder zu entziehen. Zu meinen, dass sich doch jetzt alle wohlmeinend verhalten werden (in den Kriterien gibt es nämlich keines, welches das wirkliche Währungsunionsauseinanderfallenproblem auch nur thematisiert), ist mit naiv noch sehr wohlmeinend beschrieben.

quecalor April 5, 2013 um 13:00
topi April 5, 2013 um 13:00

@ rundertisch

Im Link hat sich eine Kinder-Grippe versteckt. Die gibt es natürlich auch mal in der Kinder-Krippe, ist aber i.A. etwas anderes. :roll:

Der Einsatz für mehr un dbesser qualifiziertes Personal in KiTas ist ja sehr lobenswert.

Die Überhöhung der ZuHauseBetreeung muss ma allerdings relativieren.

Die Bandbreite zwischen Babysitter RTL II, Bücherlosigkeit und Fertigessen sowie dauerangespannter Übermutter, die ihr (einziges) Kind mit allen erdenkbaren Angeboten (und dazu gehört auch die völlig überdrehte ANsprache statt eines natürlichen Umgangs) überfördert und es letztlich genervt anschreit, weil es ihre “beste” Erziehung einfach nicht annehmen will, ist groß.

Da es um Bildung geht: selbstverständlich haben Ein- oder Zweijährige Beziehungen zu ihren Erzieherinnen, und gibt es eine sehr anregende Lernatmosphäre, in der Gruppe mit Gleichaltrigen und etwas Älteren.

“Natürlich” lernt das Kind in der sozialen Gruppe, ob nun Großfamilie oder Dorfkinder oder Hofkinder, sowohl wichtige Teile des Sozialverhaltens als auch für die körperliche und kognitive un dsprachliche Entwicklung.

Dass kann Mama als Kinderbespaßungsmanagerin versuchen zu ersetzen; schafft sie aber nicht, wenn wenn Kind zu Angeboten gekarrt wird und auf dem Spielplatz anfängt zu plärren und wegrennt, wenn ihm Kind X nicht passt.

Das war jetzt im Tonfall des links, also einfach mal verbal abrüsten.

Frankie Bernankie April 5, 2013 um 13:54

@topi

“Armes Europa! Du hättest eine Chance verdient gehabt. Aber mit der Währungsunion, so gut sie gemeint war, bist du einen Schritt zu weit gegangen. Man hätte Institutionen und Menschen mit Macht gebraucht, die mehr analytische und weniger politische Fähigkeiten aufweisen.”

Der Flassbeck soll nicht so rumgreinen, unerträglich , das.
Es ist doch immer so, dass eine Idee grösser ist wie die Menschen. Siehe nur Demokratie! Oder die 10 Gebote! Oder Aufklärung! Oder das Internet!
Was für grosse Ideen, und was für Kretins, die sich krümmen und strecken auf dem Erdenrund , und es doch nicht schaffen, den Ideen gerecht zuwerden.

rundertischdgf April 5, 2013 um 14:48

@ topi
Was reiten Sie eigentlich auf dem Link herum. Der ist nur die Schalterleiste zum Anklicken. Aber so steht es im Text:
Säugling in der Kinderkrippe abgeben
oder die Familie schützen? Das ist eigentlich keine Frage.
Was sind uns unsere Kinder wert? Ein Interview mit einer Krippenerzieherin! (http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/04/03/saugling-in-der-kindergrippe-abgeben/)
Und wir fragen im Zusammenhang zum Artikel auf dieser Plattform, welche europäischen Werte wollen wir? Kinderausrichtung bereits in der Kinderkrippe? Ist das zukünftig einer für alle EU Bürger europäischer Wert?

@Frankie Bernankie und @Andreas Kreuz
Hier finden Sie den realen Gesprächskreis zur Sebstbeurteilung, um den auch richtig beurteilen zu können.
http://www.runder-tisch-niederbayern.de

BB April 5, 2013 um 14:51

Die Kelten wussten, wie man Europa baut!

(Und nach dieser grandiosen Einleitung: Kann mir jemand sagen, wer den Soundtrack zur ZDF-Doku “Die Kelten” komponiert hat und wo man den S0undtrack als CD bekommen kann? Ich google mir die Finger schon seit Wochen danach wund. Es gibt ja im ZDF und anderswo keine Abspanne mehr, denen man solche Infos entnehmen könnte)

Und falls das jemand für OT hält: Ein wahrhaft europäische Musik! Hab mir die Doku schon dreimal angesehen nur wegen dem Soundtrack.

@Nanuk, @Ruby: Bitte, ihr seid doch hier die Clips-Jäger.

Balken April 5, 2013 um 15:00

@ vonkloss…

macht Avatar auf Salonpessimismus eines Arrivierten. Machtgeschützte Innerlichkeit.
Aristokratischer Pessimismus.
Nihilistische Schickeria.
Erbenlyrik.
Niedlich.

BB April 5, 2013 um 15:03

@rundertischdgf

“Was sind uns unsere Kinder wert?”

Tscha, das ist so eine Frage, die von Populisten jeglicher Couleur zu allem und dem Gegenteil missbraucht werden kann.

Mal ehrlich. Wollen Sie darauf eine Antwort haben? Dann beantworten Sie die doch selbst:

Wieviel wären Ihnen unsere Kinder wert. In Euros, Dollars, suchen Sie sich eine Währung aus. Eröffnen sie die Diskussion mit einem konkreten Vorschlag.

rundertischdgf April 5, 2013 um 17:06

@BB

Zuwendung und Liebe statt egoistisches alleiniges Karrieredenken! Wäre das nicht ein Lebensziel und Wert? In Euro und Dollar läßt sich das nicht ausdrücken.

BB April 5, 2013 um 18:02

@rundertischdgf

scheint ja ein sehr erbaulicher Gesprächskreis zu sein, da unten in Niederbaiern :-) so mit Pfarrer, Küster und CSU-Bürgermeister?

BB April 5, 2013 um 18:03

Sorry, “Niederbayern”. Soviel Rechtschreib muss scho sein!

BB April 5, 2013 um 18:16

Ah, ich lese gerade in dem Blog zum Gesprächskreis.
Für Bayern ganz schön renitent! Aber hallo! Weiter so!

rundertischdgf April 5, 2013 um 18:37

Ein richtiger Baier sagt nicht Bayer. So gesehen ist ein richtiger Niederbayer auch ein richtiger Niederbaier. Wir wollen nicht schulmeistern, denn im Link steht immer noch Grippe statt Krippe. Vor 20 Jahren konnte man noch in Niederbayern sagen, “Leben und leben lassen”. Diese urdemokratische Einstellung wird man auch Landshut und Passau nicht mehr finden. Gängelung, Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit ist an der Tagesordnung. Das haben wir dem Denunziantentum des rotgrünen Milieus zu verdanken, vor dem auch die Staatspartei CSU und ihre Funktionäre feige einknicken. Das muß auch mal gesagt werden, wenn wir hier schon über europäische Werte reden. Wenn ein Baier sagt, “ich bin ein Baier, wenn Du etwas gegen Baiern hast”, oder ein Deutscher sein Gesicht zeigt und sagt, “ich bin ein Deutscher, wenn Du etwas gegen Deutsche hast”, dann fallen sie über dich wie Hyänen, die allzeit bereiten und couragierten “Toleranten”. Deshalb noch dieser Link, der auch etwas über die europäischen Wertvorstellungen ein Ulrich Wickert zum Beispiel aussagt. http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/04/03/gesicht-zeigen-deutsche-die-alles-sein-wollen-nur-keine-deutschen-mehr/

BB April 5, 2013 um 19:38

Na, da gibt es wohl doch leichte Ängste vor Überfremdung, gelle?

Ich seh das nicht so als Problem. Ich hab hier türkisch-stämmige, osteuropäische und sogar asiatische Nachbarn und die kommen mittlerweile mit Tupperdose zur Party wie weiland wir Deutsche mit unserem Kartoffelsalat. Sind pünktlich, sehr kinderlieb und familienorientiert und schicken ihre Kinder jeden Morgen brav und ordentlich zur Berufsschule oder aufs Gymnasium. Neukölln ist eben nicht überall!

So ist das halt heute. Ich bin froh, wenn deren Kinder bald per solidarischer Umlage meine Rente finanzieren. War da nicht letztens so eine Meldung, dass die Geburtenrate dank Einwanderung wieder leicht gestiegen ist und Demografie-Ängste demnach unbegründet? Ist doch super!

Es werden genügend Kinder geboren auf der Welt. Da brauchen deutsche Mütter sich nicht zu überanstrengen, um die Wurfquote zu erfüllen.

BB April 5, 2013 um 19:59

Äh, war das jetzt gender-korrekt ausgedrückt?

(Korrekt: Mütter und Väter, Eltern, das Elter)

h.huett April 5, 2013 um 20:00

runder schwachsinn

Wer in der Nachbarschaft zu Christa Mewes und Konsorten von Denunziation schwadroniert, ist neben der Kapp. Sie gehören zu den Schreihälsen, unter denen ein kontroverser Dialog zwischen Demokraten vor die Hunde geht. Hier haben Sie sich in der Adresse geirrt.

PS: Er kann offenbar nicht mal lesen.

Marlowe April 5, 2013 um 20:26

Ja, aber diese gemeinsame Währung, das war doch nur das Vorspiel?

Eine Art europäische Förderation oder gar eine VSE wäre ja eine notwendige Bedingung für das Funktionieren einer gemeinsamen
Währung.

Im Prinzip muss der europäische Bürger die Möglichkeit haben, auf gleicher Ebene mit dem ihm umgebenen Kapital politisch zu agieren.

Und/oder die Reaktionszeit des Kapitals sei in der Art und Weise zu begrenzen, daß der Bürger die Möglichkeit hat, auf demokratischem Wege Einfluss zu gewinnen.

Eine gemeinsame Währung ist eben noch kein gemeinsames Europa.

Schatten vom Blüm April 5, 2013 um 21:22

@BB

>”Ich bin froh, wenn deren Kinder bald per solidarischer Umlage meine Rente finanzieren.”

Echt, die Rente ist sicher? Über diese gute Nachricht würde ich gern mehr erfahren! Hast Du dazu eine Quelle?

"ruby" April 5, 2013 um 22:53
bleistift April 5, 2013 um 23:12

“Wenn ein Baier sagt, “ich bin ein Baier, wenn Du etwas gegen Baiern hast”

Ich bin Franke und ich hab’ was gegen die Bayern.

BB April 5, 2013 um 23:14

@Schatten

*** Bevölkerung steigt wieder: ***

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-01/bevoelkerung-deutschland-zuwanderung

gut, die aktuelle Krise hat z.Z. daran ihren Anteil, aber das kann man ja auch bewusst gestalten.

*** Rente sicher mit Arbeitnehmerbeitrag maximal 14% im Jahre 2030 *** Die Linke erklärt’s einfach und verständlich:

http://www.die-linke.de/fileadmin/texte/080430/RentenInfo_3.pdf

PS: Die Arbeitnehmer zahlen heute mit Riester-Rente auch schon 14% (jedenfalls ungefähr)

*** Die Produktivität überkompensiert die notwendigen Beitragssteigerungen ***

Zinseszinsrechner: Produktivitätssteigerung pro Jahr 1,1%

100 € heute angelegt zum Zinssatz von 1,1% macht im Jahr 2030 124€

Ich würde vorschlagen, bei den Größenordnungen erhöhen wir auch gleich das Rentenniveau und senken die Lebensarbeitszeit.

Falls also ein Arbeitnehmer gegenüber heute tatsächlich ein paar Prozent mehr zahlen muss, wird er das wohl locker verkraften können.

Wie häufig muss man eigentlich noch den Zusammenhang zwischen Produktivität und Rentenbeiträge vorrechnen?

Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass wir 2030 die Niedriglöhne abgeschafft haben, weil sich der radikale Humanismus als allgemeine philosophische Richtung in allen Kreisen der Gesellschaft etabliert hat ;-)

(Aber die Zocker hier im Blog und die verwandten Nihilisten verharren ja alle noch alle in postmoderner Alternativlosigkeit)

BB April 5, 2013 um 23:19

Danke @ruby, ich wusste auf euch ist Verlass.

Manno, was hab ich danach gesucht. Wochenlang!

bleistift April 5, 2013 um 23:40
Peinhart April 6, 2013 um 10:03

… ankommen muss die Kohle bei Schütze und Klein Erna, im richtigen Anteil an der Gesamtwertschöpfung.

Genau dafür sorgt ‘der Markt’ tatsächlich ziemlich zuverlässig. Das Problem ist nur, dass die stoffliche Schöpfung von ‘Gebrauchswerten’ und die abstrakte ‘Wertschöpfung’ durch unmittelbare menschliche Arbeit am Produkt immer weiter auseinanderklaffen. Einerseits wird immer mehr produziert, andererseits steckt immer weniger Wertschöpfung darin. Und das wiederum führt unweigerlich dazu, dass auch immer mehr produziert werden muss – dumm nur, wenn die, die noch Geld haben, das Zeug gar nicht mehr brauchen und die, die es noch brauchen, kein Geld haben. Umverteilung aber könnte allenfalls einen Aufschub bewirken, das ‘Wertgesetz’ wird sich aber auf jeder neuen Basis rücksichtslos neue Geltung verschaffen. Das haben ‘wir’ an ihm bzw ihr, der ‘unsichtbaren Hand’, ja immer so bewundert…

” Sobald die Arbeit in unmittelbarer Form aufgehört hat, die große Quelle des Reichtums zu sein, hört und muß aufhören die Arbeitszeit sein Maß zu sein und daher der Tauschwert [das Maß] des Gebrauchswerts. [...] Damit bricht die auf dem Tauschwert ruhnde Produktion zusammen [...].”

Genau das passiert bzw ist längst passiert. Der alte Rauschebart behält mal wieder recht. Was er allerdings so noch nicht ahnte oder ahnen konnte: seit 30+ Jahren wird die ‘Selbstverwertung des Werts’ zunehmend nur noch über Verschuldung simuliert, aber mit den Zentralbanken sind inzwischen auch die Grenzen der Verschuldung erreicht.

…der mögliche Tod auch von Kulturen.

Meiner Ansicht nach droht nicht weniger als das – der mögliche erneute Untergang einer sogenannten Hochkultur. Mit ‘der Wirtschaft’ wird auch das ganze daran angeflanschte Gesellschaftsmodell hinfällig. Bei ausbleibender weiterer Mehrwertschöpfung sind auch Staat und Politik hinfällig, sie waren und sind nur Anhängsel gelingender Kapitalverwertung, ihr Spielraum ist bereits so weit geschrumpft, dass auch die pragmatischste Realpolitik nur noch zwischen falsch und ganz falsch wählen, allenfalls Zeit gewinnen kann.

Historisch neu dabei ist allerdings auch, dass diese ‘Kultur’ weltumspannend ist, was sich übrigens besonders deutlich gerade da zeigt, wo schon heute ‘nichts mehr geht’. Und diese ‘No-Go-Areas’ fressen sich beharrlich auf die Zentren zu. Ebenfalls einmalig ist aber auch das angesammelte Destruktionspotenzial… Man muss schon fast hoffen, dass Staaten zusammenbrechen, bevor sie das noch in Marsch setzen können.

Wer diese Möglichkeit nicht zumindest in Betracht zieht, wer immer noch an Politik, wie ‘real und schmutzig’ auch immer, festhält, ist glaube ich zuallererst sich selbst gegenüber nicht ehrlich.

chinesisches Pressebuero April 6, 2013 um 10:47

@Peinhart

>Historisch neu dabei ist allerdings auch, dass diese ‘Kultur’ weltumspannend ist,

sowie:
>angesammelte Destruktionspotenzial… Man muss schon fast hoffen, dass Staaten zusammenbrechen, bevor sie

Schoener Kommentar oben. Ich schliesse mich der Analyse vollkommen an. Bis auf den letzten Absatz. Das sehe ich doch ganz anders.

Peinhart, die Dingen liegen nicht immer so, wie sie von aussen betrachtet aussehen. Erstens, die weltumspannende Kultur kann sich nur auf den westlichen “Kreis” beziehen. Aber selbst in diesem Kreis haben sich inzwischen Sub-Kulturen gebildet. “Weltumspannende Kultur” kann also immer nur die westlichen Medien bezeichnen im Sinne des von Morph, Luebberding, Hans & Konsorten hier in diesem Blog vertretenen Interpretation.

Zu Nordkorea und dessen Drohungspotential. Mich wuerde es nicht wundern, wenn wir in Nordkorea in zwei Jahren eine umfassende Gesellschafts- und Marktreform beobachten duerften. Der Diktator und seine Berater bereiten den Verkauf Nordkorea’s an seine zukuenftigen Verbuendeten der westlichen Welt vor. Das Problem das sich dabei stellt ist, wie man die getreuen “Soldaten-bei-Fuss”, den man die letzten Jahre eingeimpft hat, dass der Westen der Feind ist vom neuen Kurs ueberzeugt.

Der Diktator in Nordkorea ist nur Symbolfigur. Die Drahtzieher treten nicht offen in Erscheinung. Nordkorea geht offen in Konfrontation zu den USA, um in dieser Konfrontation eine innere “Saeuberung” vornehmen zu koennen und sich aller Kritiker einer kapitalistischen Reform zu entledigen; koennte eine moegliche Interpretation sein. Sobald das Land innerlich gefestigt ist, wird das Regime die Marktoeffnung durchziehen. Hey, da entsteht gerade eine neue gruene Wiese fuer die Kapitalisten der westlichen Welt. Wenn Du langfristig spekulierst kannst Du jetzt schon Aktien von Samsung, Apple, Sony kaufen, die mittelfristig von der Entwicklung in Nordkorea profitieren duerften. Lass Dich nicht von dem Theater irritieren. Das ist nur fuer die Medien. :-)

Okay, nur eine Spekulation. Aber einiges deutet darauf hin. Insbesondere, dass China seine Botschaft gerade raeumt. Absolut laecherlich und dient nur fuer die westlichen Medien…

gelegentlich April 6, 2013 um 11:18

@Peinhart

“…ihr Spielraum ist bereits so weit geschrumpft, dass auch die pragmatischste Realpolitik nur noch zwischen falsch und ganz falsch wählen, allenfalls Zeit gewinnen kann.”

Letzteres ist doch erst mal nicht schlecht. Vor Allem dann, wenn die anderen genannten Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Und Letzteres ist in unserem Land sicherlich zur Zeit die Haupttendenz.

Peinhart April 6, 2013 um 11:42

@Pressebüro

Erstens, die weltumspannende Kultur kann sich nur auf den westlichen “Kreis” beziehen.

Kapitalismus bzw ‘Marktwirtschaft’ sind weltumspannend. Wo siehst du in nennenswertem Umfang noch oder schon Subkulturen, die sich tatsächlich von Kapital, Geld und abstrakter Arbeit emanzipiert bzw sich der heiligen Trias gar nicht erst unterworfen hätten…?

@gelengtlich

Dann müsste man die Zeit aber auch nutzen. Ich sehe aber nicht den Schimmer einer öffentlichen Diskussion, die zumindest mal in Betracht ziehen würde, dass hier etwas definitiv zu Ende geht.

"ruby" April 6, 2013 um 12:03

@ Peinhart

“Genau dafür sorgt ‘der Markt’ tatsächlich ziemlich zuverlässig.”

Mach mal ne Stadtbesichtigung schau Dir den ganzen Dreck und die verrottenden Infrastrukturen an und dann schau in die Wirtschaftspläne der Stadtreinigungen und die Investionspläne der Trägerkommunen (Vorschlag Vervierfachung bei Verdoppelung des Personals für 20 Jahre) und dann frage was die privaten Vermögenden für die Kultur und das Leben in der Gemeinschaft neben ihren Steuerzahlungen beitragen bzw. beitragen wollen !

Carlos Manoso April 6, 2013 um 13:08

@Peinhart April 6, 2013 um 10:03
„Mit ‘der Wirtschaft’ wird auch das ganze daran angeflanschte Gesellschaftsmodell hinfällig. Bei ausbleibender weiterer Mehrwertschöpfung sind auch Staat und Politik hinfällig, sie waren und sind nur Anhängsel gelingender Kapitalverwertung, ihr Spielraum ist bereits so weit geschrumpft, dass auch die pragmatischste Realpolitik nur noch zwischen falsch und ganz falsch wählen, allenfalls Zeit gewinnen kann.“

Peinhart, das sehe ich exakt genau so. Alle Zeichen der globalen Großkrise zeigen immer sichtbarer, dass das System des Weltkapitals heute an seine unübersteigbare absolute Grenze gestoßen ist. Das kann aber im Bewusstsein von 99% der Menschen überhaupt nicht sein ! Zwangsläufig wird folglich wiederum „der Staat“ als „letzte Instanz“ angerufen, nach einer staatlichen „Krisenverwaltung“ gerufen !

Mit seinen „Rettungspaketen“, seinen „Konjunkturpaketen“, seiner Politik des „billigen Geldes“ will die staatliche Krisenverwaltung -wie du richtig schreibst- nur „Zeit gewinnen“. In Wirklichkeit katapultiert sie aber so die globale Großkrise nur noch auf weit höhere Entwicklungsstufen der Krise als z.B. 1929 -1945 und macht „das ganze daran angeflanschte Gesellschaftsmodell“ für Menschen immer unlebbarer.

In der globalen Großkrise ploppen alle bisher vom Vernebelungs- und Verharmlosungsbusiness noch unter dem Deckel gehaltenen Widersprüche nach und nach hoch und wie beim sprichwörtlichen „Pawlowschen Hund“ wird eine „pragmatischste Realpolitik“ nach der anderen ausprobiert.

Der pragmatische Umweg ist z.B. überhaupt nicht mehr ausgeschlossen, dass sich diverse staatliche Krisenverwaltungen im Zuge ihrer Inflationierungspolitikenh dazu gezwungen sehen, sich auf den protektionistischen Egoismus ihrer nur noch formalen Nationalökonomien zurückzuziehen und neo-nationalistische Krisenideologien (Sexismen, Rassismen, Antisemitismen) als Durchlauferhitzer ganz bewusst anzuwerfen.

chinesisches Pressebüro April 6, 2013 um 19:13

@Peinhart

Okay, dann habe ich Dich vielleicht nur falsch verstanden. Kultur ist ja nicht gleichbedeutend mit Markt, finde ich. Daraus dass ich in einem kapitalistischen System lebe kannst Du doch noch nicht schliessen, dass ich zu 100% ein Bestandteil dieses Systems bin, denn um vollständig dazu zugehören, müsste ich zum überwiegenden Teil auch dessen Wertesystem idealisieren. Dazwischen liegen doch noch viele Grautöne. In unserem System sind Opponenten gedultet solange sie sich an die Gesetze halten :-)

Große Gruppen, die von der westlichen Welt ausgeschlossen sind, sind beispielsweise auch die islamische Welt. Sogenannte “Feindesstaaten”. Aber auch Bevölkerungsgruppen mit anderen ethnischen Hintergrund als die Einheimischen. Aber auch China und große Teile Asiens würde ich zu den in der westlichen Kultur nicht eingeschlossenen Gruppen zählen. Das dort auch ein kapitalistisches System, das auf Ausbeutung gerichtet ist vorherrscht ist zunächst einmal unabhängig von der Feststellung, dass die Menschen dort anders “ticken”.

Andreas Kreuz April 7, 2013 um 09:51
ich, wer sonst April 7, 2013 um 10:42

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung

gelegentlich April 7, 2013 um 15:06

@Peinhart
“Dann müsste man die Zeit aber auch nutzen. Ich sehe aber nicht den Schimmer einer öffentlichen Diskussion, die zumindest mal in Betracht ziehen würde, dass hier etwas definitiv zu Ende geht.”

Warum müßte man das? Der Antrieb ist doch der den Kopf in den Sand zu stecken damit er nicht mehr weh tut. Und die Ahnung, dass er noch mehr schmerzt wenn man den Tatsachen ins Auge blickt. Daher doch diese verrückte Doppelbödigkeit im Alltag: Fin de siècle Grundstimmung, die im Mainstream aber nicht thematisiert wird, und haltloser Eskapismus darum herum. Irgendjemand griff unlängst die 10 Jahre alte Idee von Endemol auf, die Verwesung einer Leiche ins Netz zu übertragen. Sozusagen Verwesung 2.0.

Und da aus durchsichtigen Gründen die MSM diese Haltung mindestens bis September bekräftigen wollen wird das eine Weile so weitergehen.

@ruby
“… dann frage was die privaten Vermögenden für die Kultur und das Leben in der Gemeinschaft neben ihren Steuerzahlungen beitragen bzw. beitragen wollen !”
Warum sollen die das wollen? Die haben das Gefühl diese “Gemeinschaft” mit ihrer Mehrheit von nichts Vermögenden für den Mehrung ihres Reichtums nicht mehr zu benötigen. Warum also sollen sie für die bezahlen wollen?

"ruby" April 7, 2013 um 16:09

@ gelegentlich

Weil Sie für ihre geistige und materielle Erhöhung ein Forum zur Präsentation begehen, befahren, besuchen, benutzen, bearbeiten müssen, um hervorzuragen .
Sie erwarten Zuhörer, Zuschauer, Zuarbeiter.
Die Erfüllung der Genialität liegt dagegen in der Selbstvergesslichkeit eigenen lernens, erkennens, forschens und findens der Dinge und Wahrheiten :

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/2065433/

daraus:

“Als ich nämlich auf den Dünen des Lido, welche die venezianischen Lagunen von dem Adriatischen Meere sondern, mich oftmals erging, fand ich einen so glücklich geborstenen Schafschädel, der mir nicht allein jene große, früher von mir erkannte Wahrheit: die sämtlichen Schädelknochen seien aus verwandelten Wirbelknochen entstanden, abermals bestätigte, sondern auch den Übergang innerlich ungeformter organischer Massen, durch Aufschluss nach außen, zu fortschreitender Veredelung höchster Bildung und Entwicklung in die vorzüglichsten Sinneswerkzeuge vor Augen stellte, und zugleich meinen alten, durch Erfahrung bestärkten Glauben wieder auffrischte, welcher sich fest darauf begründet, dass die Natur kein Geheimnis habe, was sie nicht irgendwo dem aufmerksamen Beobachter nackt vor die Augen stellt.”

Was für ein Satz ;-)

gelegentlich April 7, 2013 um 16:44

@ruby

Die privaten Vermögenden haben doch längst solche Foren, Stiftungen, Medien. Und sehen nicht ein warum sie weiterhin Steuern für eine Gemeinschaft zahlen sollen die ihnen nicht mehr nützt, weil sie ihr hier verdientes Geld anderswo anlegen (können). Und darum ging es hier doch, nicht wahr?

"ruby" April 7, 2013 um 17:04

@ gelegentlich

Sie müssen das Geld aus den Steueroasen wieder zurücktransferieren, denn in diesen singulären Enden der Welt wären sie nur unter ihresgleichen und nicht Teil einer vielfältigeren kulturellen Gemeinschaft. Fortschritt und Freude am Fremden ist viel größer als isoliertes gegenseitiges zählen von Klumpen, Scheinen oder Salden. Merken Sie erst, wenn es wieder von vorne beginnen soll …
Kauf von Authentizität, Anteilnahme und Akribie steht auf dem Zettel.
Deshalb werden Sie freiwillig alles abgeben !
Das Monopolyspiel endet in Selbstauflösung .
Luxenburg und Jean Claude Juncker hat begriffen ;-)

aifran April 7, 2013 um 18:50

… in Zeiten des bevorstehenden “Neustart des Schuldgeldsystem” mittels Schuldenschnitt usw. scheint es für manche “Superreiche” angebracht große Gesten des GEBENS zu machen. Die Zeit der Ko-Immunisierung ist angesagt. (Großdenk Doppeltplusgut Peterle Schlotterteik kennt sich mit Zornbanken, Ko-Immunisierung usw. bestens aus) Also kluge Fürsten, Regelmacher und Nutzmenschalter wissen was zu tun ist. Die Fürsten besteigen wieder vermehrt ihre Vierspännerkutschen und fahren Gulden für die Leibeigenen aus dem Fenster werfend durch die Dörfer. Diese gebenden Fahrten geben ihm das Gefühl ein Guter zu sein. Diese gebenden Fahrten durch die Dörfer lassen seine Angst vor brennenden Schlössern schwinden. Der blick in die lächelnden Gesichter der Gulden aufsammelnden Leibeigenen macht ihm klar. Auch diesmal wird der Trick gelingen, Gesellschaftstransformation ohne eine änderung der Herrschaftsstrukturen.

Ko-Immunisierung ist doch was feines ….. Ich bin ein guter Herr und bleibe es …. erist ein guter Herr, er liebt uns, er teilt mit uns – er ist ein Glück für uns LANG LEBE DER HERRSCHER LANG LEBE DER KAISER HURRA HURRA HURRA ……

~ HALBGOTT ~ April 7, 2013 um 19:49

“Wo siehst du in nennenswertem Umfang noch oder schon Subkulturen, die sich tatsächlich von Kapital, Geld und abstrakter Arbeit emanzipiert bzw sich der heiligen Trias gar nicht erst unterworfen hätten…?”
———————————————-

… heute in Hannover zum Beispiel!

===> … Oberst Putin … steht für eine POLITISCHE KLASSE! … eine Klasse also, die es im “Westen” gar nicht gibt.

===> … was … versteh’n nun renommiertestmögliche, unabhängige Experten unter einer … “POLITISCHEN KLASSE”?

===> … Na, eine Klasse, die wo die Politische Macht hat. Sich aber von der Hochfinanzsatanistenmafia unterscheidet – im Sinne von Unidentischheit.

===> … in Russland kann man diese Politische Klasse sogar wählen (-> Demokratie, die). Im nicht-souveränen us-besatzten US-Exportsklavenbananenprotektorat “BRDDR” zum Gegensatzbeispiel, finden zwar ebenfalls sporadisch Wahlen statt. Aber es wird keine POLITISCHE KLASSE gewählt. Im ganzen sogenannten “Westen” werden – aus grundsätzlichen Erwägungen heraus – nur Schwanzlutschermahjongnetten der Hochfinanzmafiapaten gewählt, welchletztere aber die tatsächliche Politische Macht innehaben (-> Plutokratie, die).

===> … was, oh gütiger ~ Halbgott ~, sind aber die praktischen Konsequenzen? … nun in Russland steigen die Netto-Realöhne seit vielen Jahren kontinuierlich, … dank Oberst Putin. Während in der BRDDR nur das “Wachstum” wächst – wenn auch kräftigstmöglich!-, die Netto-Reallöhne aber von den Schwanzlutschermahjongnetten der Hochfinanzmafiapaten systematich nach unten nivelliert werden. Das ist schon ein wahrnehmbarer Unterschied. Seeing is believing: http://i54.fastpic.ru/big/2013/0322/53/a906468e0c7d4be5890be8016606c653.jpg

gelegentlich April 7, 2013 um 20:41

Aha, und das liegt an den Sozialdemokraten?
Das ginge nur solange gut wie die Halbgötter nicht “human readable” sind. Das müssen sie aber offenbar aus stilistischen Gründen sein. Oder ist das der Preis, den man in einem säkularen Land dafür zahlt, von irgendeinem wahren Glauben abgefallen zu sein?

Andreas Kreuz April 7, 2013 um 21:31

Wo er Recht hat, hat er Recht , der ~ HALBGOTT ~.

http://www.rhein-zeitung.de/newsticker/popup.php?arid=579181&cobo=1622&collection=458#ar579181

Das tut weh, wenn einem dann nix mehr einfällt,
man<b)weisseinfachgarnix.

Andreas Kreuz April 7, 2013 um 21:33

Korrektur:
manweisseinfachgarnix.

gelegentlich April 7, 2013 um 22:13

@Andreas Kreuz
Entschuldigen Sie meine Begriffsstutzigkeit: das ist eine Ankündigung der portugiesischen Regierung. Was ist daran spezifisch sozialdemokratisch und nicht parteiübergreifend neoliberal?

laubeiter Mai 5, 2013 um 20:25

Neiman hat sich mit Kant beschaeftigt. Nun aeussert sie sich zu Rezession im Euroraum, und das zusammen mit dem Vorsitzenden einer Partei, die in der Opposition ist gerade. Ich finde diese Kumpanei zwischen Philosophin und Funktionaer seltsam genug als Zeichen und ich frage mich, fuer wen die beiden ihre Argumente vorbringen – soll sie jemand aus der jetzigen Regierung zur Kenntnis nehmen und fuer seine Entscheidungen beruecksichtigen, oder ist es Wahlkampf?

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