Wie der Wähler zum Spekulanten degradiert wird

by f.luebberding on 20. September 2013

Die Forschungsgruppe Wahlen hat erstmals drei Tage vor dem Wahltermin eine Umfrage veröffentlicht. Eine der Begründungen für diese Abkehr von der früheren demoskopischen Enthaltsamkeit in der letzten Wahlkampfwoche lautete, den Wählern eine Orientierungshilfe für seine Wahlentscheidung zu geben. Damit wird das relativ neue Phänomen einer hohen Zahl unentschlossener und noch nicht festgelegter Wähler kurz vor dem Wahltag reflektiert. Nur warum sollen diese Umfragen zu diesem Zeitpunkt noch eine Orientierungshilfe sein? Für die Beurteilung der programmatischen und inhaltlichen Aussagen der Parteien sind Umfragen überflüssig. Dahinter steckt ein Verständnis vom Wähler, der sich zunehmend auf die Rolle des bloßen Mehrheitsbeschaffers reduzieren lässt. Dabei kann er mit seiner Wahlentscheidung die politische Zukunft der Bundesrepublik mitbestimmen. Es wird die zukünftige Entwicklung in diesem Land prägen, welche Regierungskoalition an die Macht kommt. Und ob FDP, AfD oder Piraten den Einzug in den Bundestag schaffen oder nicht. Der sogenannte taktische Wähler wird somit zu seiner eigenen Karikatur, wenn er die Funktionslogik des politischen Betriebs nachvollzieht – und deren Kalküle zur Grundlage seiner eigenen Wahlentscheidung macht.

Natürlich spielten taktische Überlegungen in der Wahlentscheidung schon immer eine Rolle. Das liegt in der Natur des deutschen Wahlrechts mit seiner Mischung aus Mehrheits- und Verhältniswahlrecht, sowie der 5 % Hürde für den Einzug in den Bundestag. Die Leihstimmen-Kampagne der FDP ist daher nichts Neues und in der Struktur dieses Wahlrechts begründet. Von 1961 bis 1983 lebte die FDP vor allem von ihrer Funktion als Korrektiv zweier ansonsten hegemonialer Volksparteien. Mit dem Einzug der Grünen in den Bundestag verlor die FDP diese Rolle, weil sich beide Parteien seitdem nur noch als Teil ihres jeweiligen politischen Lagers definieren. Wobei die FDP im Gegensatz zu den Grünen nicht mehr in gleicher Weise auf eine Milieubasis zurückgreifen kann, die ihr eine Existenz als Bundestagspartei sichern könnte. Dieser Verlust degradierte sie mit der Zeit zur bloßen Funktionspartei innerhalb ihres Lagers. Es beruht auf der Einsicht, dass die Unionsparteien ohne einen Bündnispartner nicht mehrheitsfähig sind. Ihr das vorzuwerfen, ist zwar ein beliebtes Hobby vor allem bei Journalisten, aber zumeist der Unkenntnis über die Funktionsbedingungen politischer Parteien geschuldet. Mit der Stabilisierung der Linken seit 2005 hat sich diese Ausgangslage allerdings geändert. Zwar sind die Linken ein Teil des sozialdemokratisch-grünen Lagers, aber daraus ergibt sich keine politisch handlungsfähige Mehrheit. Union und FDP sind daher bis heute die einzige Alternative zu einer Großen Koalition gewesen. Die SPD hat diesen Verlust einer Machtperspektive 2009 zu spüren bekommen. An dieser Konstellation könnte sich nur etwas ändern, wenn das sozialdemokratisch-grüne Lager politisch handlungsfähig würde – oder die beiden liberalen Parteien FDP und Grüne wieder die ursprüngliche Scharnierfunktion der FDP zwischen den Lagern übernehmen sollten.

Unter diesen Voraussetzungen hatte der Wähler begrenzte Handlungsmöglichkeiten. Er konnte sich letztlich immer nur für eines der beiden Lager entscheiden, aber damit zugleich auf die Machtverhältnisse in deren Binnenverhältnis Einfluss nehmen. Die Linke hat zwischen 2005 und 2009 auf diese Weise sogar klammheimlich mit am Koalitionstisch gesessen. Die SPD musste in ihrer Politik alles tun, um nach der Agenda 2010 ihren sogenannten Markenkern “Soziale Gerechtigkeit” nicht weiter zu beschädigen. Der Wähler traf also die viel beschworene “Richtungsentscheidung”. Insofern blieb das Parteiensystem in der Struktur erhalten, wie es sich seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland entwickelt hatte. Diese bemerkenswerte Stabilität beruht auf dem Primat der Policy über die Politics. In der Politikwissenschaft grenzt man damit die programmatische Dimension von einer Politikdimension ab, die deren Prozess in den Vordergrund stellt. Zur Politics gehören die machtpolitischen Kalküle von Parteien.

Wahlumfragen als Orientierungshilfe für den Wähler sind damit nichts anderes als deren Kalkül zur Grundlage der Wahlentscheidung zu machen. Der Wähler, so ist das zu verstehen, wird zu einer Miniaturausgabe des Parteistrategen. Es wird ihm damit zugleich suggeriert, dass er sogar auf die spätere Koalitionsbildung Einfluss nehmen könnte. So wird der Unionswähler darüber grübeln, ob seine Stimme für die FDP nicht den Machterhalt der heutigen Regierungskoalition sichern könnte. Oder soll er die AfD wählen, weil er die Große Koalition für wahrscheinlich hält und er ein politisches Korrektiv im Bundestag für wünschenswert hält? Oder darf er gerade diese beiden Parteien nicht wählen, weil es die Bundeskanzlerin schwächen könnte? Das Verfahren kann man jetzt auf alle anderen denkbaren Wahlmöglichkeiten durchspielen. Kann man etwa die Piraten wählen, obgleich deren Einzug in den Bundestag fast auszuschließen ist? Wäre das nicht eine verschenkte Stimme? Soll man die Linken wählen – und damit praktisch der Bundeskanzlerin das Amt sichern, die man aber gerade abwählen will? Oder gerade wegen der als wahrscheinlich betrachteten Großen Koalition die Linken als Druckmittel gegenüber der SPD nutzen?

Jetzt sollte jeder Wähler eine Frage stellen:

Wo findet er hier “Orientierung”?

Jede dieser Begründungen für eine taktisch motivierte Wahlentscheidung kann das genaue Gegenteil von dem bewirken, was der Wähler eigentlich erreichen will. Wenn am Sonntag viele Unionswähler die FDP ankreuzen sollten, kann das zwar deren Einzug in den Bundestag sicherstellen, aber die Union in desaströser Weise schwächen. Der Wähler hat nicht die Möglichkeit, seine eigenen Kalküle mit denen aller anderen Wahlbürger zu koordinieren. Das wäre allerdings die Voraussetzung, um überhaupt taktisch zu handeln. Er kann mit einer solchen Wahlmotivation nur ungewollte Ergebnisse produzieren, weil das Individuum wie alle anderen auf die Medien als Entscheidungsgrundlage angewiesen ist. Das führt aber zu jener Paradoxie, wie sie zuletzt in Niedersachsen zu beobachten war: Die FDP blieb lange Zeit unter der 5 % Hürde – und erst das über die Medien kommunizierte taktische Kalkül ermöglichte ihr ein Wahlergebnis von fast 10 %. Mitten in der größten Existenzkrise schaffte die FDP ihr bestes Landtagswahlergebnis aller Zeiten – und die CDU verlor die Macht.

Tatsächlich wird der Wähler damit zum Spekulanten degradiert.

Die Analogie zu den Finanzmärkten ist nicht zufällig. Er versucht seine Stimme zu optimieren, um damit den größtmöglichen Nutzen zu generieren. Es gibt nur einen Unterschied: Auf den Finanzmärkten (und in der digitalisierten Lebenswelt) geht es nur darum, das Handeln anderer Marktteilnehmer zu analysieren, um daraus Rückschlüsse für das eigene Handeln zu gewinnen. Das ist am Sonntag nicht möglich. Tatsächlich bedürfte es dafür eine Voraussetzung: Die Zahlen aus den Exit-Polls am Sonntag zu veröffentlichen. Auf dieser Basis wäre die Koordinierung der eigenen Stimmabgabe mit allen anderen Wählern möglich. Ohne diese Voraussetzung bleibt die Spekulation bodenlos – und wird damit zugleich sinnlos.

Daher erreicht die Veröffentlichung von Umfragen zu diesem späten Zeitpunkt das Gegenteil von dem, was sie zu erreichen vorgibt: Sie desorientiert den Wähler. Das ist kein Zufall. Darin spiegelt sich eine Ideologie, die menschliches Handeln nur noch unter der Perspektive der Nutzenmaximierung zu betrachten weiß, selbst wenn diese Ideologie völlig nutzlos ist. Man könnte auf dieser Grundlage auch würfeln. Der Wähler ist gut beraten, seine Wahlentscheidung am Sonntag an inhaltlichen Kriterien auszurichten – und an seinen Grundüberzeugungen, die er im Bundestag wiederzufinden wünscht. Erst das verleiht ihm übrigens Macht – und nicht das Starren auf die Zahlen der Demoskopen.

update 13:05 Uhr

Ein Hinweis von Hans Hütt: Nach der Wahlrechtsreform gibt es in Deutschland praktisch ein reines Verhältniswahlrecht.

{ 337 comments }

Gregor Keuschnig September 20, 2013 um 12:52

Sehr gut!

Jackle September 20, 2013 um 13:34

“An dieser Konstellation könnte sich nur etwas ändern, wenn das sozialdemokratisch-grüne Lager politisch handlungsfähig würde ”

Na Gott sei Dank sind die sowas von dämlich, dass damit nicht zu rechnen ist. Die Wahl ist doch scheiß egal. Mutti macht das schon, da die Sozialdemokraten uns wie eh und je nach bekannten Muster erneut verraten werden.

Und das ist die gute Nachricht! Eine erneute große Koalition trägt die Hoffnung inne, dass die elendigen Sozialdemokraten sich endgültig selbst in den Orkus der Geschichte manövrieren.

keiner September 20, 2013 um 13:38

“Beurteilung der programmatischen und inhaltlichen Aussagen der Parteien”? Bei unentschlossenen? Die helfen eher schnell noch der AfD rein oder der FDF, wenn sie es für gut halten, aber inhaltlich?

Überhaupt: Wahlen und Programme? Wie soll das zusammenpassen? Die Wähler wählen nach Geldbeutel. Meine Regierung hat versucht mich zu bestechen und mir in dieser Woche meine seit MONATEN ausstehende Steuerrückerstattung genehmigt.

Wählen werde ich sie trotzdem nicht mehr. Gibt ja Alternativen… :-D

hanhan September 20, 2013 um 14:09

So ganz rein ist das Verhälniswahlrecht aber nicht. Vgl. die Argumentation in: http://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/liebe-linke-waehlt-cdu

Pjotr56 September 20, 2013 um 14:32

“Der Wähler ist gut beraten, seine Wahlentscheidung am Sonntag an inhaltlichen Kriterien auszurichten – und an seinen Grundüberzeugungen, die er im Bundestag wiederzufinden wünscht. Erst das verleiht ihm übrigens Macht – und nicht das Starren auf die Zahlen der Demoskopen.”
Respekt! Geniales Fazit!
Ich wünsche, dass im Bundestag (u.a.) Friedenspolitik, soziale Gerechtigkeit und eine kompetente Lösung der Staaatsschulden- bzw. Eurokrise genannten Bankenkrise debattiert werden.
Deshalb werde ich wg. fehlender Alternativen DIE LINKE wählen.

h.huett September 20, 2013 um 14:40

Wo gibts denn so was?

Heute um 18 Uhr haben bei Jung & Naiv die Wähler das Wort. Ungefiltert, ohne Politiker und Gatekeeper. Im JunG+ Naiv Hangout für Nicht- und Neuwähler bei Google+.

Sven September 20, 2013 um 14:43

Passend dazu: Last-Minute-Umfragen mobilisieren Wähler
Link: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2258929/

@Jackle: Da kannste dich zu ÖffingerFixmbrSpiegelfechter & Co. stellen. Die hauen seit dem Urknall der Blogosphäre regelmäßig den nun aber definitiv allerletzten Sargnagel für die SPD ein und die Truppe gibts immer noch. Ihre Existenz ist für mich das kleinere Übel.

Jackle September 20, 2013 um 15:17

In postdemokratischen Zeiten geht es nicht mehr um das kleinere Übel. Es geht um das politische System an sich. Aber man kann das natürlich weiter simulieren und gefühlsduselig in den guten alten Zeiten herum irren.

Die Politik in ihrer derzeitigen Verfassung wird nicht Teil einer Lösung sein! Und die SPD schon mal gar nicht.

Balken September 20, 2013 um 15:18

Wahlentscheidung nach rein inhaltlichen Präferenzen ausrichten, ist für mich das einzige “Kalkül”. Es ist mir für meine eigene Entscheidung völlig wurscht, was Hinz und Kunz wahrscheinlich wählen werden und was ich deshalb wählen sollte, damit nicht, oder damit doch …
Der Wahlzettel ist kein Wettzettel beim Hunderennen-Broker. Ich wette damit auch nicht auf das Steigen oder Fallen einer Aktie.
Dass in dieser freiheitlich-demokratischsten aller denkbaren Demokratien die Leute überhaupt dazu angehalten werden, sich wie Herdenvieh zu verhalten und darauf zu achten, dass sie mit dem vermutlich oder vermeintlich größten Haufen mitlaufen, verwundert mich. Hätte doch angeblich eher in die DDR gepasst?
Inhaltlich erscheint mir die Wahlentscheidung nicht schwer. Ich werde weder die Gretel noch das Kasperle oder sonst wen aus der KPD (Kapitalistische Einheitspartei) wählen. Wenn dann pünktlich nach der Wahl die Versorgung der o,1 % durch die Allgemeinheit mit (anders als durch die Allgemeinheit nicht mehr zu beschaffender) Liquidität zwecks Aufkauf der sich noch im Besitz der Allgemeinheit befindlichen Assets mit neuem Schwung weitergeht, will ich wenigstens meine Stimme dazu nicht gegeben haben.

f.luebberding f.luebberding September 20, 2013 um 15:22

Sven

Zum Nowottny-Interview. Es gibt eine Differenz zu meinem Text. Dort formuliere ich ja, dass der Wählerwille durch das taktische Wählen am Ende verfälscht wird. Nowottny dagegen hält das taktische Wählen für eine rationale Option unter anderen.

ElBaer September 20, 2013 um 15:56

@Jackle,

immer noch böse auf die Sozen wg. 1914, gell?

BB September 20, 2013 um 19:03

Ob man Wählen mit Zockerei vergleichen sollte? Aus der Perspektive des Wählers vielleicht.

Am auffälligsten erscheint mir jedoch, dass Wahlen immer häufiger auf eine Fifty-Fifty-Patt-Situation hinauslaufen. Dies ist bei uns genauso (Bundestagswahl, Hessen) wie in den USA (Obama vs. Romney). Am Ende entscheiden immer nur wenige tausend Stimmen über den Wahlsieg.

Ich würde Wahlen in der Postdemokratie als reines Excel-Sheet-Optimierungsproblem betrachten. Auf jeder Seite sitzt einer mit einem Notebook, der auf der Basis von Aktion/Wirkung-Modellen immer gerade soviel Aufwand betreibt, dass er der Gegenseite im nächsten Moment eine Nasenspitze voraus ist. Dieses Echtzeit-Optimierungsproblem läuft dann deshalb zwangsläufig auf die Pattsituation hinaus, weil jede Seite immer den gerade notwendigen Teil aus dem riesigen Nichtwählerreservoir aktiviert. Beispiele:

- Merkel-Rauten-Formel gegen Stinkefinger-Algoritmus

- Stürzt der Brüderle auf dem Podium und brechen die Umfragen deshalb um einige Prozentpunkte weg, investiert umgehend Mövenpick in eine genau dosierte FDP-Spende und es werden damit exakt soviele Plakate gedruckt, dass der Einbruch wieder ausgeglichen wird.

- Hat es unsere Venus vom Hohlefels (“Auffällig sind des Weiteren die kurzen Arme und die sorgfältig geschnitzten Hände, die unterhalb der Brüste auf dem Bauch liegen.”) mit ein bisschen Händeschütteln auf einer Wahlveranstaltung in Cloppenburg in die Tagesthemen geschafft, rockt Peer Steinbrück U2 auf dem Drehteller

Jede Aktion wird mit einer entsprechenden Gegenaktion gekontert. Deshalb entscheidet am Ende der Zufall, falls dabei keiner Seite vorher das Geld ausgehen sollte.

niemand September 21, 2013 um 00:26

Lübberding, bitte Gegenfrage:

Gibts denn das, unverfälschten Wählerwillen? Jemals?

Sind wir nicht alle Spekulanten unseres eigenen Glücks? Seit je?

Warum die Demoskopen dieses Jahr einfach weiterbabbeln, das hat mich aber auch gewundert. Vielleicht ein erster Hinweis ihres eigenen Verglühens…

Schließlich steckt in jedem Demoskopen auch ein menschlicher Funke, der seinesgleichen nur zunutze sein will.

Weil er uns kennt. Wir schalten doch ein. Beziehen uns.

JHM September 21, 2013 um 01:25

Was mir in diesem Jahr besonders auffällt ist die Hysterie unserer lieben Blockparteien auf den letzten Metern. Die müssen ja eine panische Angst vor den Wählern, ähem, der AfD haben. Da wird aber auch alles aufgeboten, was man so hat, mein lieber Schwan. Sah heute eine Tengelmann-Merkelwerbung mit den Rauteklauen. Ebenso die Frau M. Frontal ganzseitig auf der TV-Beilage des plastikverschweißten Werbepackerls für alle Haushalte, welches hier in Berlin immer Freitagabends in die Hausflure geworfen wird, mit der Werbung der großen Handelsketten und vorgenannter TV-Beilage. Ich erinnere derlei bei früheren Wahlen so gar nicht, aber das Gedächtnis spielt einem ja gerne mal Streiche, mag also sein, daß ich mich diesbezüglich irre.

Und in den Medien, so könnte man meinen, ist irgendwas zwischen Machtwahn, Panik und Irrsinn mit klarer Ausrichtung auf total enthemmte Massenmanipulation ausgebrochen. Dauerbombardement aus der dicken Bertha ist ja dagegen ein zarter Hauch von Harmonie.

Linus September 21, 2013 um 05:41

@Balken:
“Der Wahlzettel ist kein Wettzettel beim Hunderennen-Broker. Ich wette damit auch nicht auf das Steigen oder Fallen einer Aktie.”

So sehe ich das auch. Ich halte “taktisch wählen” für eine Subversion der demokratischen Willensbildung. Dann lieber nicht wählen.

Bruchmüller September 21, 2013 um 09:27

@ Vorredner

>>>Der Wahlzettel ist kein Wettzettel beim Hunderennen.

Ich setze mal ein taktisches Zigmillionstel auf den Hund “Wo-ist-mein-Knochen?”

Was für eine Wahl!

h.huett September 21, 2013 um 09:58

Nachredner
Ach, da ist er ja. Mein letzter Zwischenruf zur Wahl war schon gestern in der taz, habs eben erst gesehen.

Man muss schon sehr weit in die Frühgeschichte der Bundesrepublik zurückgehen, um eine vergleichbare Schlammschlacht auf der Zielgeraden zu erleben. Besonders erstaunlich: wie willfährig manche dabei mitmachten, die die Instrumente und ihre Logik sonst nur analysieren. Adenauer brauchte Willy Brandt nur Herbert Frahm zu nennen, und das bigotte Publikum wusste Bescheid. Widerlich.

Linus September 21, 2013 um 10:50

@Huett:
Ahoi, Fährmann! LINK KAPUTTT!

holger September 21, 2013 um 10:56

—>>>Der Wähler ist gut beraten, seine Wahlentscheidung am Sonntag an inhaltlichen Kriterien auszurichten – und an seinen Grundüberzeugungen, die er im Bundestag wiederzufinden wünscht. Erst das verleiht ihm übrigens Macht.“

Frank Lübberding ich verstehe ja, dass du dieser Überzeugung bist. Ich mein, du hast doch auch die letzten, sagen wir mal 30 Jahre, irgendetwas mitbekommen. Du hast doch auch bestimmt den Abstieg ab Mitte-Ende der 80er mitbekommen.

Wenn das, was wir jetzt haben, das Ergebnis von Wahlen ist, warum geht der gewöhnliche Erdmuckel denn da noch hin?

Guck dir doch all die Reformen und Reförmchen an! Von Rente bis Pflege von Hartz bis Brockenkotzen.

Warum sollte ich Wählen gehen, wenn der Typ im zB Altersheim meine verliehene Macht so oder so neutralisiert? Hier eine Bilder Strecke aus dem Wahlkreise Opfermann…

http://www.hna.de/lokales/hann-muenden/senioren-machten-laune-3122744.html

Wenn ich sehe wie Pöstchen und Posten vergeben werden, dann gehe ich nicht mehr Wählen. Auch nicht wegen welchen Inhalten denn?

Warum soll ich Pfötchenheber (Vertrag Lissabon Rettungspakete etc.pp.) meine Stimme geben?

So lange die „Senioren laune machen“ bleiben CDU SPD fest im Sattel. Weil sie Zahlenmäßig im Überhang vorhanden sind. Gerade die verstehen natürlich voll die Inhalte. „Uns geht’s doch noch gut“ „Guck dir die armen in Afrika an, die haben gar nichts“… das ist das einzige was die Peilen. Rumba Rumba Tätärääää, Tätärääää, Tätärääää…

Warum gibt’s auf dem Wahlzettel vor dem Urnengang, nicht die Möglichkeit „Ich enthalte mich“ anzukreuzen? Und diese Stimme wird als GÜLTIG anerkannt und vergütet wie bei den Parteien auch. Warum darf ich nicht darauf aufmerksam machen? Ich wähle somit offiziell eigentlich alle Parteien.

Nehmen wir mal an, diese Möglichkeit gäbe es in einer Demokratie, sich offiziell der Stimme enthalten zu dürfen, wie auch Fraktionszwänge im Bundestag das Recht dazu haben.

Und nehmen wir mal an, dass dadurch die Wahlbeteiligung auf 90% steigt. Rund 20% würden sich offiziell der Stimme enthalten. Wie viel Parteien würden über die 5% noch kommen?

Diese Gruppe derer, die sich enthalten, wird im Bundestag durch diejenigen vertreten, die sich der Stimme enthalten. Kein Fraktionszwang keine Partei. Man lässt sich als „Enthalter“ registrieren, und bekommt dann die Aufforderung an Sitzungen teil zu nehmen, wenn man denn will. Ob man sich dann noch der Stimme enthält, kann jeder im Zweifel für sich entscheiden.

Dann wäre nämlich etwas gegeben, was die Parteien fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Die 20% wären zu Überzeugen oder auch nicht.

Weder kann diese Gruppe einen Minister stellen, noch sonst welche Pöstchen bekleiden. Sie haben aber ein Meinungsrecht und Akteneinsicht. Und sie besetzen auch die Stuhlreihen im Parlament, und zwar mit der Pflicht zur 100% Anwesenheit. Die sie freilich auch vergütet bekommen.

Denn das Volk selber und da kann man mir Kanten ans Knie beten, wird nicht im Parlament vertreten, sondern eigene Interessen unter dem Fraktionszwang. Da kann noch so einer Lügen und sagen, der Abgeordnetet wäre ja frei.

Aber genau das, kann diese „Demokratie“ ja nicht zulassen. Selbst die Ultras hier unter den Linken nicht.

Ich gehe erst wieder wählen, wenn die Möglichkeit besteht mich meiner Stimme enthalten zu können, ich will sie keiner Partei geben. Noch schenken.
Und dennoch will ich Teilhabe daran haben, was in diesem Lande geschieht. Ohne Parteibuch, weder mit einem Wahlkampfschlager, noch mit Wahlversprechen, und ohne Partei und Wahlprogramm.

Das wäre ein Kontrollorgan im Bundestag. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn man meint, dass das nur Doofe wären, die sich der Stimmen enthalten, dann ist es nur eine Bestätigung zu sehen, was die „Demokraten“ von der Demokratie halten, nämlich außer ihrer Richtung NICHTS.

Nochmal: Die „Enthalter“ sind keine Partei. Können aber nach Besten Wissen und Gewissen im Bundestag Pro Contra oder mit Enthaltung stimmen. Je nach Sachlage, Überzeugung oder/und Stand der Dinge.

Ich wähle wie beim letzten mal auch die „Enthaltung“ indem ich nicht hingehe. Auch Wähle ich nicht ungültig.

Und wer mir sagt, dann Wähle irgendwas, und sei es die Partei „Bibeltreuer Christen“ der hat für mich den letzten Schuss nicht gehört. Und von Verantwortung oder was auch immer auch keine Ahnung.

Ich möchte die Möglichkeit haben, die politische Neutralität wählen zu dürfen.

Aber das ist ja in dieser „Demokratie“ nicht möglich.

Think positive September 21, 2013 um 12:36

@F.L.
Der Wähler ist gut beraten, seine Wahlentscheidung am Sonntag an inhaltlichen Kriterien auszurichten …

Wer kein generelles Tempolimit auf Autobahnen und keine gesetzliche Frauenquote will, für den kommen nur zwei der etablierten Parteien in Frage, nämlich CDU/CSU und FDP.

P.S.
Keine dieser Parteien will die Banken in Deutschland verstaatlichen.
http://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2013/PositionsvergleichBundestagswahl2013.pdf

Kein Wunder, dass selbst Gremliza Merkel wählen würde, wenn er wählen gehen würde:
9/2013: Kreuz! Mich! An!
http://www.konkret-magazin.de/start/gremlizas-kolumne.html

holger September 21, 2013 um 13:11
"ruby" September 21, 2013 um 13:17

Piratensalat “Kapernose” , off topic :
500g Spaghetti dritteln und nach dem kochen in Olivenöl und etwas Butter schwenken, kalt werden lassen.
300g Salatmajonaise mit Pfeffer, gemahlenen Korianderkörnern, getrockneten Dill und der halben Flüssigkeit von 6og feinen Kapern (sauer salzig) verrühren, durchziehen lassen.
Spaghetti in die Salatmarinade geben und mit den Kapern unterheben.
Zur Wahlparty morgen mit Fischfilet kühl servieren.
Ess! Das! Auf!
;-)

f.luebberding f.luebberding September 21, 2013 um 14:50

Eine gute Übersicht über die Qualität der Prognosen der Wahlforschungsinstitute im Vergleich zu den späteren amtlichen Endergebnissen findet man beim Wissenschaftszentrum Berlin.

f.luebberding f.luebberding September 21, 2013 um 15:05

Schöppner von Emnid hat sich heute Morgen im DLF unter anderem über die taktischen und die Protestwähler geäußert und welche Rolle Umfragen in deren Wahlentscheidungen spielen.

"ruby" September 21, 2013 um 15:25

Taktik kommt bei der 5%-Grenze zum tragen …
Top aktuell bei
AfD
FDP
Piraten

topi September 21, 2013 um 15:25

” Das ich das noch mal sagen würde… Lesenswert

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wahlkampf-der-gespenster-die-grosse-politische-leistungsverweigerung-12583200.html

Was für ein Käse.

Wer verbreitet denn den Grusel-Wahlkampf, die Parteien auf ihren Veranstaltungen?

Solange die Journaille Sachthemen nur am Rande aufgreift, kann die Politik Sachthemen eben ausweichen. Die allgemeine Leier, die Union betreibe asymmetrische Demobilisierung, wird ja von manchem gebracht. Und dann? Inhaltsloses blabla, statt in Sachthemen Aussagen gegenüberzustellen, und dann Wahrheiten zu verbreiten, statt die Lügen gleichberechtigt stehen zu lassen.

und die Nichtaussagen, das inhaltslose blablub, werden einfach nicht gebracht; schon wird den Parteien auffallen, wenn sie nicht mehr in den Nachrichten auftauchen.

topi September 21, 2013 um 15:34

Schöppner

Schwafelt über Beeinflussung bzgl. der 5%-Hürde; und nimmt die Piraten offenbar aus der Befragung raus.

Nein,wir Umfrageinstitute machen keine Politik, wir messen nur.:roll:

holger September 21, 2013 um 15:42

topi

doch… Lesenswert ich revidiere nun meine obige Meinung

man hat mich echt breit geschlagen, ich gehe Wählen…

Schuld daran hat die Journaille…

fällt mir zwar nicht einfach, aber schlimmer kanns eh nicht mehr werden. Wenn man dadurch ne Diskussion los treten kann, im Bundestag wäre ja auch schon was wert. Überzeugen tut mich das Alles jedenfalls nicht. Und ändern wird sich dadurch auch nix. Dazu ist die Macht des Geldes, der Lobbyisten in Brüssel, nicht gewählten Kommissionen, nicht gewählter EZB, der Vertrag von Lissabon,… viel zu groß.

topi September 21, 2013 um 15:53

Die relative Knappheit bzgl. schwarzgelb oder nicht gibt dem taktischen Wähler natürlich mehr Gewicht.

Dafür muss man natürlich die Frage stellen, wie groß der Unterschied zwischen schwarzgelb und schwarzrot würde.

Schwarzrot bedeutet mit Sicherheit eine gewisse Erhöhung bspw. des Spitzensteuersatzes, womöglich auch bei der Kapitalertragssteuer. Vielleicht sogar etwas Vermögensbesteuerung, und sei es nur endlich eine FTS mit etwas höheren Sätzen. Entweder verbunden mit Steuersenkungen in der Breite, oder mit Ausgabeprogrammen (KiTa, Straßen etc.)

Schwarzgelb dürfte sich zumindest für die zweite Hälfte der Legislaturperiode Steuersenkungen ins Programm schreiben. Soli dürfte an erster Stelle stehen; den zahlen alle ESt-Zahler, also entfacht man breite Freude, aber die Senkung wirkt natürlich deutlich Einkommenskonzentrationsverschärfend. Sonst würde die FDP ihn ja auch nicht senken.

Ansonsten abarbeiten an Betreungsmautadoptionsbla.

Interessant wird es aber, wenn Muttis Zaubertuch über der Euro-Krise und der Gesamtverschuldungsstandsaufbauabbruchkrise nicht mehr gehalten werden kann. Dann wirds lustig, oder es ist Schluss mit lustig, wie man will.

Von Verteilungsfragen nicht zu reden; die Gesamtverschuldungskrise besteht einfach darin, dass Einkommen von Menschen erzielt werden, die sie nicht ausgeben wollen. Nun kann jeder Depp sich ausrechnen, wie Politik dies beeinflusst, in dem sie die Einkommensverteilung verschärft.

Und sobald die Exportüberschussarbeitsplätze hier wegfallen, gibt es zwei Alternativen: man verbraucht das Zeug im Lande, dann bleiben auch die Arbeitsplätze, und der Wohlstand im Land wächst.
Oder man reagiert auf Steuerausfall und riesige Defizite in den sozialen Sicherungssystem (die ja aktuell nur wegen der geschätzt drei Millionen Arbeitsplätze, die aus dem Exportüberschuss erwachsen, gut dastehen) mit Kürzungen und Kürzungen und Kürzungen.

Das nennt man dann “Stabilität”. Ergebnisse kan nman sich in Südeuropa anschauen.

topi September 21, 2013 um 15:57

Und, macht es nun einen Unterschied zwieschen schwarzrot und schwarzgelb?

Wer weiß, einer muss ja den Bluthund spielen. :roll:
Aber eigentlich ist keiner da, die natürliche nächste Chefin ist die Hanni als Mutti+, das könnte ein Unterschied sein.

Insofern könnte es einen Unterschied machen, ob schwarz gelb im Bundestag eine Mehrheit haben, oder nicht.

Schade eigentlich, Die Partei macht die besten Plakate. :roll:

topi September 21, 2013 um 15:58

ienzwieschen glaube ich, hieer stiemmt was niecht, mit der tastatur.

f.luebberding f.luebberding September 21, 2013 um 16:02

topi

Die für die Piraten zu erwartenden niedrigen Werte lassen schlicht nicht mehr eine seriöse Umfrage zu. Der Fehlerquotient ist höher als das in der Umfrage gemessene Ergebnis.

Frankie Bernankie September 21, 2013 um 16:20

@topi

“Schwarzgelb dürfte sich zumindest für die zweite Hälfte der Legislaturperiode Steuersenkungen ins Programm schreiben. Soli dürfte an erster Stelle stehen; den zahlen alle ESt-Zahler, also entfacht man breite Freude, aber die Senkung wirkt natürlich deutlich Einkommenskonzentrationsverschärfend.”

Das glaube ich nicht. Ab 2016 gilt die Schuldenbremse; da kann man nicht ernsthaft mit Steuersenkungen ins Feld gehen. Das hiesse verbrannte Erde für jede darauffolgende Regierung.

topi September 21, 2013 um 16:25

Ah geh.

http://www.wahlrecht.de/umfragen/emnid.htm

Drei Prozent fehlen bei den Piraten, dafür haben die anderen drei mehr. Wer wird das wohl sein?

Dass die Piraten es wohlnicht schaffen, dürfte stimmen. Hype und Abschuss, altes Muster.
Dabei hätten Piraten und ihr Umfeld in den letzten Wochen ständig präsent sein müssen.

Aber so ein schwieriges Thema, dass die Dienste alles komplett ausspionieren und über Algorithmen verarbeiten, was letztlich dazu führen wird, dass der Nochtdauerkonsument sich auffälligverhält und dienstlich beibachtet werden muss,kannman ja im Wahlkampfnich tvermitteln. :roll:

Genau das weitgehende Verschweigen der AfD. Wer gegen den Euro ist, ist gegen EUropa, ist gegen den Frieden, also für den Krieg, alsovoll bäh, und wird erst gar nicht erwähnt.

"ruby" September 21, 2013 um 16:26

@ Frankie
Schuldenbremse ist eine Illusion !
USA wird keinen Governement Shutdown zulassen …
ebenso unsere Bundesländer;
klassisches Eigentor der Politik – Lüge kann nur durch große Koalition geheilt werden ansonsten Verfassungsbruch.

topi September 21, 2013 um 16:28

@ Frankie

Na dann glaub mal nicht.
Dass der deutsche Mehrwertsteuersatz massiv ausbaufähig ist, ist dir noch nicht aufgefallen? Die Brüder der FDP haben doch schon deutlich vorgeschlagen, den ermäßigten Satz generell abschaffen zu wollen. Das finanziert dann bspw. den Soli gegen, wenn der “Wachstumsmotor” ins Stottern gerät.

topi September 21, 2013 um 16:28

oben ging natürlich @ FL

topi September 21, 2013 um 16:29

und: Scheisstastatur :-[

"ruby" September 21, 2013 um 16:37

@ Holger
Wir sind stolz auf Dich…
Vielleicht kann etwas Macht mit Deinen Stimmen zurück geholt werden:
die Hoffnung stirbt zuletzt
;-)

Frankie Bernankie September 21, 2013 um 16:41

@topi

“Schuldenbremse ist eine Illusion !”

Maut nur für Ausländer ist auch eine Illusion, und doch der Superhorst hier in Bayern damit die absolute Mehrheit gewonnen. Die Schuldenbremse ( immerhin Bestandteil vom GG ) lässt sich hinreichend instrumentalisieren für jede gewünschte Richtung, die die Politik nehmen soll. Wer da Steuern senken will, muss sich gefallen lassen ob er dann z.B. den Bundesanteil an den Rentenzahlung kürzen will. Oder die grossen, maroden Autobahnbrücken über den Rhein sperren. Der MWST-Satz muss sowieso erhöht werden, das ist jetzt schon eingepreist, da möcht wetten.

holger September 21, 2013 um 16:47

ruby

—>>>Vielleicht kann etwas Macht mit Deinen Stimmen zurück geholt werden:”

Ich betonte, dass ich das nur mache, weil ich eine bestimmte Diskussion hören will. Und worüber dann die Schmierblätter tratschen können und das für ganze 4 Jahre müssen… alles andere wäre für mich eine Illusion. Deswegen beteilige ich mich auch an Steuerdiskussionen und Kita-Plätzen nicht mehr. Wenn die breite Masse nix inner Tasche hat, und der Dispo am pfeifen iss, iss eh nix weiteres mehr zu holen.

Es lebe die Volxsarmut Hoch Hoch Hoch…

holger September 21, 2013 um 16:53

ruby

ich habe gestern die Internet Diskussion ZDFlogin auf Twitter verfolgt. Ich bin mittlerweile für bestimmte Bevölkerungsgruppen für den Entzug des Wahlrechts. Und vor einer Ächten Demokratie jetzt, schlöttern mir die Knie, da bekomme ich das Heulen und Zähneklappern.

Iss schon gut so, dass das Volk nicht befragt wird, jedenfalls dieses nicht.

holger September 21, 2013 um 17:00
"ruby" September 21, 2013 um 17:05

Holger
harte tägliche Arbeit durch Bildung Bevölkerung in die zu gestaltende Lebenswelt einzubinden …

etwas für ab Montag (zum geben)
Nachhaltige Finanzierung des Bildungssystems :

Abschlusszertifikate deren Summe sich aus dem Rechnungswesen (Kostenrechnung) der Bildungseinrichtung zusammensetzt. Kontrolle und Abnahme der Bildungszertifikate vollständige zentrale Listung mit Selbstkostenprüfung bei Einrichtung und Aktualisierung.
Steuerliche Anrechnung der Ausbildungszertifikate für den Beschäftigten (persönliches Vermögenskonto) im Unternehmen – Aufwand als Lohnbestandteil. Festlegung von Abnutzungsdauern der Ausbildungen. Kaskade : Schule, Lehre, Universität, andere Ausbildungsträger …
Bildungseinrichtungen erhalten die Erträge für ausgebildete und erfüllte Absolventen zur Finanzierung als Einnahmen, Erlöse, Umsätze (staatliche Geldschöpfung).
Realisierung in fünf Jahren durch Zusammenarbeit der Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen mit privaten Ausbildungsträgern. Titel :
„Konzertierte Bildungsaktion Zertifikate“
Arbeit wird sich wieder lohnen !

keiner September 21, 2013 um 17:25

Lübber, warum machst du dir eigentlich nicht mal Gedanken, warum die Wähler zum Zahlvieh gemacht werden, einen Abend bevor wir die Agenda 2020 verkündet bekommen, von der Großen-Blockparteien-Kloatition aus FDP-SPD-Grünen-CDU-CSU.

Ab Montag wird der Gürtel noch enger geschnallt, Sozialstaat Ade, der dämlichen Holländer-König hat es gestern schon verplappert. Necons und andere Deppen reiben sich die Hände und die Daumenschrauben werden wieder ein Runde weiter gedreht, nachdem man die letzten Monate ja ein bisschen Spielgeld in Fomr kleiner “Lohnerhöhungen” an die Wahldeppen äääh Wähler verteilt hat.

Fertig machen zum kentern!

topi September 21, 2013 um 17:26

Holger

“Wenn die breite Masse nix inner Tasche hat, und der Dispo am pfeifen iss, iss eh nix weiteres mehr zu holen.

Es lebe die Volxsarmut Hoch Hoch Hoch…”

Haste keene Glotze???

Guckst du Griechenland, da siehste, was noch zu holen ist.
Krank? Pech.
Arbeitslos? Zieh zu Mutter aufs Land und bau Kartoffeln an.etc.pp

Frankie

Wo der Hotte Recht hat.
Natürlich gibt es keine Maut für Ausländer.
Eine KFZ-Steuerpflicht für Inländer in bestimmter Höhe ist mir allerdings neu.
Wenn schwarzgelb, dann Maut, soviel dürfte sicher sein.

Und: Schuldenbremse ist natürlich keine Illusion. Die Einkommen müssen nur bei denen landen, die sie ausgeben wollen, und schon looft det auch janz ohne Schulden.

“Nur” :roll:

BB September 21, 2013 um 17:27

Nehmen wir an, Schwarz/Gelb hat nicht die Mehrheit aber Gelb ist drin und AFD ist draußen, was eine sehr wahrscheinliche Option ist, dann müsste Rot/Grün eigentlich nur folgendes tun, um langfristig an die Mehrheit zu kommen, evtl. sogar zusammen mit der Linken:

Rot und Grün müssten sich einer Regierungsbeteiligung einfach enthalten. Dann soll Schwarz/Gelb mal versuchen zu regieren. In sechs Monaten werden Neuwahlen notwendig und Rot/Grün kann den reifen Apfel pflücken.

Selbst Rot-Rot-Grün wäre dann denkbar, denn die Ausschließerietis gülte ja nur für die aktuelle Wahl, nicht für eine Neuwahl.

Strategisch denken ist also das Motto und zwar nicht sosehr für Wähler sondern für die Linke im Land.

Komisch, dass unsere Medien diese Alternative gar nicht auf dem Radar haben. Aber ist ja sowieso klar. Die haben ja schon längst Schwarz/Rot beschlossen. Das ist der aktuelle Elitenkonsens und die Medien transportieren das für die.

Leider fürchte ich, werden sich sowohl Rot als auch Grün direkt nach der Wahl Schwarz anbiedern und auf Knien rutschen um mit der CDU in’s Bett zu kriechen. Denn diese Machtoption ist ihr eigentliches Programm: Die Spitzen beider Parteien haben ihre schon längst ausgekungelten Ministerbezüge und -Pensionen fest in ihre ganz persönlichen individuellen Rentenformeln eingepreist.

Sie werden es irgendwie “Verantwortung für das Land in einer schwierigen Lage übernehmen” oder so nennen.

topi September 21, 2013 um 17:37

BB, solange Mutti so beliebt ist, und Minderheitsregierungen hierzulande quasi Neuland (NRW hielt doch nur kurz), kann das auch gewaltig nach hinten losgehen.

holger September 21, 2013 um 17:38

topi

—>>>Guckst du Griechenland, da siehste, was noch zu holen ist.
Krank? Pech.
Arbeitslos? Zieh zu Mutter aufs Land und bau Kartoffeln an.etc.pp”

Was ist denn dann da noch zu holen? Eben nix… oder? Und sollte mich das jucken? Das was in GR passiert ist, und warum es passiert ist, habe ich doch schon lange getippselt. Die Lebensumstände juckt doch keine Sau… Singapur hört sich eigentlich ganz nett an…

topi September 21, 2013 um 17:50

Sachma!

Hier ist noch viel zu holen, bis die ultimative “Wettbewerbsfähigkeit” endlich erreicht ist.

holger September 21, 2013 um 18:03

topi September 21, 2013 um 17:50
Sachma!

Hier ist noch viel zu holen, bis die ultimative “Wettbewerbsfähigkeit” endlich erreicht ist.”

Was heißt hier Sachma! ?

Die “ultimative” Wettbewerbsfähigkeit ist erreicht. Die da heißt in der Masse: “Zum Störben zu viel, zum Leben zu wenig”…

Was gibts da Sachma noch zu deuteln? Ich sachs nochmal, das liegt daran, dass du die 80er (Mitte-Ende) hier im Westen nicht mitgemacht hast. Du hast doch gar keine Vorstellung davon, was wir für einen Kaufkraftverlust hatten. Du hast doch gar keine Vorstellung davon, was in der Industrie passiert ist. Auch hast du gar keine Vorstellung davon, was man für einen “Wohlstand” hatte. Und ganz an die Spitze wurde noch der Eurotz gesetzt.

25 Jahre nur Gürtel Enger Enger Enger… Von BMI 40 auf 20…

Sachma soll ich dazu noch was sagen?

holger September 21, 2013 um 18:07

Sachma soll ich dir nur ein Beispiel von vielen bringen, wo Gürtel Enger hin ist?

In 7 VW Werke in China… investiert.

Sachma…

f.luebberding f.luebberding September 21, 2013 um 18:18

topi

Piraten und AfD bekamen mehr mediale Aufmerksamkeit als es ihrer bisherigen parteipolitischen Bedeutung entspricht. Alles andere ist schlichter Unfug. So waren die Piraten bei der Debatte über die NSA und Snowden durchaus präsent, sogar im Fernsehen als das Reichweiten-stärkste Medium. Insofern ist das mögliche Scheitern beider Parteien genausowenig den Medien anzulasten wie das der FDP. Steinbrück wird ebenfalls nicht die Medien für sein eventuelles Scheitern verantwortlich machen können. Niemand hat ihn gezwungen, Fehler zu machen. Die Piraten sind sogar ein Opfer der eigenen Medienpolitik geworden. Niemand hat sie gezwungen, über jeden Mist auf Twitter zu diskutieren – oder Ponader als Geschäftsführer zu wählen. Ich hatte die Piraten übrigens bisweilen darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich gerade nicht als Medienakteur begreifen sollten. Und ihre politische Relevanz nicht von der Meinung der sie Dauer-beobachtenden Journalisten abhängt. Die AfD agierte in der Hinsicht wesentlich professioneller und strategisch durchdachter als die Piraten, obwohl sie als junge Partei die gleichen Kinderkrankheiten zu bewältigen haben. Das hat natürlich auch etwas mit der Auswahl des Personals zu tun. Bei der AFD haben immer noch die paar Leute das Sagen, die die Partei konzipiert und gegründet haben. Sie haben also im Gegensatz zu den Piraten eine funktionierende Struktur, auf deren Bedeutung ich die Piraten übrigens auch des öfteren hingewiesen habe … . Es wird halt die Frage sein, wie sich das in Zukunft weiterentwickelt. Ich rechne mit dem Einzug der AfD in den Bundestag.

Bruchmüller September 21, 2013 um 18:26

@ topi

Ick vasteh jetzt, warum Du mit Deiner Tastatur nie klarkommen wirst. In Deinem Werkzeugkoffer sind nur Schraubenschlüssel und Klebebandrollen für die Demokratie.

BB September 21, 2013 um 18:26

@topi

Mutti is nich beliebt. Sie is ein Neutrum. Früher habe die Leute Steine angebetet. Deshalb heißt Mutti für ich auch ab jetzt nur noch Venus vom Hohlefels. Betonung auf Hohl.

Im übrigen glaube ich, dass die Leute nicht wirklich die große Koalition wollen. Das wurde ihnen eingeredet. Von unseren Eliten. Die hatten ursprünglich auf die FDP gesetzt, aber die hat komplett versagt im Sinne der Eliten. So komplett, das hätten die sich niemals vorstellen können. Jetzt sagen unsere Eliten, große Koalition, das ist die beste Garantie für die Fortsetzung der Neolib-Agenda.

Schwarz/Grün mögen unsere Eliten nicht mehr so. Grün hat sich zu stark festgelegt auf Steuererhöhung. Das mögen die gar nicht. Grün wird erst mal eine Zeitlang büßen müssen, bevor die wieder mitspielen dürfen. Vorher müssen sie aber den Trittin in irgendeinem Salzstock begraben.

Aber Rot mit Steinmeier im Kabinett und Steinbrück will ja auch irgendwie noch mitspielen hört man, das ist die beste Garantie für weniger Steuern, viel Konzernsubventionen, niedrige Löhne und Ausbeutung der Nation zur Beglückung der Exportwirtschaft.

BB September 21, 2013 um 18:32

@topi

aber wenigstens diskutieren könnten die Medien diese Variante ja mal.

Tun sie aber nicht. Selbst wenn an ihre Nase mit Gewalt in diese Fährte tunken würden.

Frankie Bernankie September 21, 2013 um 18:34

@topi

” Die Einkommen müssen nur bei denen landen, die sie ausgeben wollen, und schon looft det auch janz ohne Schulden.”

Das ist ja ein sehr wahrscheinliches Szenario. Eher kommt noch eine rein bayrische Maut, die ausschliesslich auf griechische Autofahrer erhoben wird.

"ruby" September 21, 2013 um 18:39

Leute + @ topi

gerade wiesaussieht.de auf dem neuen Tablet gespeichert …
Touchfertigkeit (Fingernägel!);
Laptop : Tastaturfertigkeit;
SMART TV Tipp- und Druckfertigkeit auf Fernbedienung

und das in unserem Alter – Alter !!!
WLAN, Netzwerkkaaabel
fehlt nur noch Smartphone per Funkwellen – aber nee irgendwo muss Ruhe sein!

Machen wir uns mal von Mutti frei .
Wahl23,5Stundenflashmob im Netz
;-)
Jetzt geht der Kampf erst los!

f.luebberding f.luebberding September 21, 2013 um 18:41

BB

Die Grünen und Frau Merkel haben in Bundestagswahlkämpfen immer ein gemeinsames Problem: Beiden geht auf den letzten Metern die Luft aus. Es gibt aber dafür unterschiedliche Gründe. Die Strategie der Union sorgt dafür, dass sie zwar früh ihr Potential mobilisieren kann, aber sie am Ende wegen der inhaltlichen Beliebigkeit in die Defensive gerät. Die Grünen dagegen werden demoskopisch immer notorisch überschätzt. Zwar können sich 20 % der Wähler vorstellen, sie zu wählen, nur gilt das auch nur, wenn sie nicht wählen müssen. Insofern scheitern sie an den überzogenen Erwartungen. 10 % wären ein hervorragendes Ergebnis, wenn sie nicht kommunizieren würden, dass sie eigentlich auch 20 % erreichen könnten. Das Möllemann-Konzept der 18 % funktioniert halt auch nicht in grüner Lackierung.

Morph September 21, 2013 um 18:43

@Bruchmüller

aah, endlich geht’s auch mal den anderen Idioten neben mir an den Kragen, Huu(rrah)! ;-)

@topi

Schau mal, Dein ‘Mutti’-Bashing usw. ist von vornherein peinlich, weil ein Kommentar in einem blog wie diesem für jeden einigermaßen klarköpfigen Zeitgenossen signalisiert, dass deer Kommentierende keinen halben Tag im Kanzleramt aushalten würde und wegen Überlastung notbeatmet werden müsste.

Was mich an Neunmalklugen wie Dich am meisten stört, ist ihre Phantasielosigkeit. Schon mal dran gedacht, dass es Talente geben könnte, die jenseits Deines Kompetenzhorizonts liegen?

Das ganze “Mutti”/”Murksel”/”Hosenanzug”-Bashing, das auch hier in Blogkommentaren läuft, fällt instantan auf die zurück, die es formulieren: Ahnungslose Egozentriker, die nicht den leisesten Hauch einer Ahnung von der Problematik der Mscht, Machttechniken und Machttalenten haben.

Ihr Helden der personalisierenden Kritik: splitterfasernackte Kaiserohneland seid ihr, sonst nichts!

topi September 21, 2013 um 18:45

@ FL

Es gibt Antworten auf Fragen an die Politik, die die ganzen “Etablierten” nicht geben. Wollen oder können. Teilweise können die Linken, aber die gehen ja auch gar nicht, weil sie die Nato verbieten. (man stelle sich vor: Deutschland wäre nicht in Afghanistan einmarschiert, sondern hätte humanitäre, soziale und andere lokale Projekte unterstützt. Ja wo stönden die armen Afghanen jetzt bloß, ohne deutsche Panzer???)

Wenn denn andere Parteien (die nun zumindest eine Größe haben, dass sie auch real in den BT einziehen könnten; die AfD wird wohl drin sein, und die Piraten hatten mal 13%) Antworten haben, wäre sachlich eine tiefere Auseinandersetzung damit geboten.

Nein, AfD sind Schmuddelkinder (und Oscar gleich mit), weil sie europafeindlich sind.
Und die Piraten sind Chaoten. Klar, sind sie, auch. Hammerargument, wer seine Meinungsbildung nicht unter Muttis großem Mantel verschwinden lässt, ist unwählbar, und muss dem Volk genüsslich als Depp vorgeführt werden.

"ruby" September 21, 2013 um 18:51

@ Morph

notbeamtet nicht “notbeatmet”

Frankie Bernankie September 21, 2013 um 18:52

@BB

“Aber Rot mit Steinmeier im Kabinett und Steinbrück will ja auch irgendwie noch mitspielen hört man, das ist die beste Garantie für weniger Steuern, viel Konzernsubventionen, niedrige Löhne und Ausbeutung der Nation zur Beglückung der Exportwirtschaft.”

Ich mag Deinen Sarkasmus, aber man sollte der SPD an dieser Stelle schon etwas Gerechtigkeit widerfahren lassen. Immerhin ist sie der Grossen Kontraktion 2009 ( -5,4% BIP ) mit rein keynsiansichen Massnahmen begegnet. Also Olaf Scholz halt. Die Merkel war wahrscheinlich so schockstarr, dass sie die ganze Kurzarbeiterverlängerung, Abwrackprämie, Konjunkturpaket gar nicht mitbekommen hat. Erst bei der Abrechnung h.at sie mitbekommen , dass das Ganze 40 Mrd. gekostet hat, aber da wars eh schon wurscht, weil da schon die Rechnung vom Soffin für die Bankenrechnung auf den Tisch geflattert war: 291 Mrd.

Alles aufs Haus!

Ironie der Geschichte: es sind genau solche Konjunkturmassnahmen, die die Merkel heute den strauchelnden Sügeuroländer verweigert. Es ist halt nicht dasselbe, nur weil zwei das Gleiche tun.

Schwarzgrün: stimmt, so war das nicht gedach tmit den Grünen. Reden auf einaml nicht mehr nur über Bio-Kost, sondern von Steuererhöhungen für Reiche, ja wo kommen wir den dahin.
Die Wiedervereinigung wurde von den Nicht-Geldhabern finanziert, die Energiewende wird vom Verbraucher finanziert, und soll ausgerechnet bei der Finanzkrise (291 Mrd. , s.o.)/Schuldenbremse die Reichen beteiligt werden. So gehts nicht.

topi September 21, 2013 um 18:55

@ Bruchmüller

Nee nee, wir könnten auch anders.
Aber mir ist das Ding, mit Klebeband gefixt (ist ja das Superfeste), lieber, als umdie Ohren fliegend. (wer hat schonmal eine Strumpfhose gekauft, um den geplatzten Keilriemen zu erstezen?)

@ BB
Zur Koalitionswahl der “Eliten”; sehe ich ähnlich. Grün musste massiv beschädigt werden,nach dem Wechsel in ihrer Programmatik.
Und wenn es die Chance gibt, schwarzgelb zu halten, soll die genutzt werden.
Aber derzeit ist Mutti bei den Wählern einfach beliebt,das wird sich in einem halben Jahr nicht ändern, insofern wäre der Ausgang der Neuwahl nicht klar; Schwarzgelb macht Politikvorschläge, die werden blockiert (vor allem der Haushalt), das könnte auch die Regierung stärken.

Allerdings könnte die Opposition ein paar Projekte durchbringen, Mindestlohn etc; nur dann braucht man sie ja nicht mehr wählen. :roll:

topi September 21, 2013 um 18:58

Morph

:roll:

Eigentlich reicht das als Kommentar.
“Mutti-Bashing”.

Was für ein Käse. Was ich oben schrieb, über MerkelsPolitikstil und wie sie in der Bevölkerung wahrgenommen wird,dürfte Mehrheitsmeinung der politischen Journalisten in D sein.

Ob ich als Kanzler überlastet wäre?
Kaum. Aber das ist ein anderes Thema.

BB September 21, 2013 um 19:01

@Morph

*kecker, lach*

das war jetzt der bezeichnenste Kommentar von Dir, den ich je gelesen habe:
* Großer Missionar des TINA-Prinzips,
* Verehrer der Venus vom Hohlefels,
* Bewundert Machttalente,
* Schwätzt klug daher,
* sitzt passiv auf dem Sofa und glaubt, der einzige Vollchecker zu sein.

Postmoderne Weltsicht par exellence!

"ruby" September 21, 2013 um 19:01

Freitags ist immer Veggietag im Konrad Adenauer Haus …
Speiseplan gefällig?
;-)

Morph September 21, 2013 um 19:02

@topi

so wie sich die Ommas beim Kaffeeklatsch hochkompetent über die “Schteffi von Monnacko” auslassen, so redest Du über Politik. Wirklich Gruselig!

topi September 21, 2013 um 19:08

Ja Morph, du weißt natürlich alles.

Nur ein Fünktchen Fakt, wo sich mein “Mutti-Bashing” aus dem Mainstream-Journalismus abhebt (Schwierige Entscheidungen bis nach der Wahl zu verschieben, den Wähler nur nicht damit behelligen, nicht festlegen, erst wenn die Meinungsbildung weit fortgeschritten ist dazutreten; und der Wähler findet das sympatisch, weil mit nichtgezeigter Machtattitüde).

Es gibt auch Journalisten, die solches Vorgehen auch positiv bewerten. Aber das Prinzip beschreiben alle so.

Wieauch nicht, sind es ja Tatsachen. :roll:

"ruby" September 21, 2013 um 19:29

@ Morph

gerade beim Ommakaffeeklatsch zwei Wähler für morgen aktiviert
;-)
Wann hast Du das letzte mal mit Omchens parliert?

Bruchmüller September 21, 2013 um 19:31

@Morph
Hat es nun auch Deine Tastatur erwischt? Das Gespenst heißt Huuh (rrah).
Im übrigen hätte ich ja noch für Deine Diagnose zu danken. Aber das Psychogramm hat mich dermaßen in Schutt und Asche gebombt, dass es mir heute noch aus allen Gliedern rieselt. Kurz: ich habe nicht mal ein Viertel davon verstanden. Natürlich werde ich unermüdlich daran weiter kauen.

holger September 21, 2013 um 19:33

Ach so, Fruhhh kommt mit, und macht die Kreuze da, wo ich sie mit 1&2 Stimme auch mache… :D

BB September 21, 2013 um 19:34

@Frankie Bernankie

“Immerhin ist sie (SPD) der Grossen Kontraktion 2009 ( -5,4% BIP ) mit rein keynsiansichen Massnahmen begegnet.”

Ich bin ja auch kein großer Keynesianer, wie du weißt. Die Abwrackprämie habe ich immer für Geldverschwendung gehalten. Solche Maßnahmen führen höchstens zu temporären Korrekturen in der gegenwärtigen Lage.

Interessanter ist doch, dass wir im Moment erfolgreich ausschließlich “Luxus-(!)-automobile exportieren. Offensichtlich geht nur dieses Marktsegment gut, weil man gerade an die Funktionärseliten in China verkauft und an die Funktionseliten der Schwellenländer, während die europäische Kleinwagenindustrie gerade komplett zugrunde geht, weil der eigene EU-Binnenmarkt zusammengebrochen ist.

Zu diesen strukturellen Verwerfungen in bestimmten Branchen fällt keinem Politiker im Moment etwas ein, auch nicht der SPD. Olaf Scholz mit seiner Abwackprämie hat daran nichts geändert.

"ruby" September 21, 2013 um 19:38
BB September 21, 2013 um 19:39

@fl

” Die Grünen dagegen werden demoskopisch immer notorisch überschätzt. “

Stimmt, wobei das kontinuierliche Abklingen nach eine Ereignis wie Fukushima natürlich nicht überraschend sein sollte.

Aber wenn man die Medienpräferenz für Schwarz/Grün vergleicht von damals und heute, da hört man nicht mehr viel. Früher wurden die Grünen in jedem Interview mit der Frage genervt: Wäre eine Koalition mit der CDU nicht denkbar? Heute wird diese Frage nur noch der SPD gestellt.

holger September 21, 2013 um 19:40

Übrigens minn Schwippsschwager auch, der zittert so um seine Erspartes Eurönchen, der schluckt täglich Baldrian LOL :D

holger September 21, 2013 um 19:46

Das letzte mal Wählen war ich 1990 und soll ich mal sagen was? Die FDP LOL

Irgendwie bin ja ein wenig aufgeregt, wie macht man das denn da? LOL

Carlos Manoso September 21, 2013 um 20:01

@Morph September 21, 2013 um 18:43
„Schon mal dran gedacht, dass es Talente geben könnte, die jenseits Deines Kompetenzhorizonts liegen?“

Morphi, hmmm, du scheinst tatsächlich noch auf Weihnachtsmänner zu hoffen, denen es tatsächlich gelingen könnte, die immer stärker aus dem Ruder laufende, destruktive Krisendynamik auch nur graduell einzudämmen. Es ist tatsächlich vollkommen egal, welchen Hanseln bei der BT-Wahl das Mandat erteilt wird, die kommenden Unvermeidlichkeiten der perspektivlosen Krisenverwaltung zu exekutieren. Der Kompetenzhorizont dieser Wahlhanseln darf nur so weit reichen, daß ihnen die Ohnmacht des Systems parlamentarischer Repräsentanz nie bewusst wird, denn wenn die Ohnmacht ihnen bewusst wäre, würden die Hanseln für diesen politischen Job überhaupt nicht antreten.

"ruby" September 21, 2013 um 20:02

@ holger
http://www.handelsblatt.com/images/bundestagswahl-2013-wahlschein/8825506/2-format27.jpg
Stift über den Wahlschein heben
Augen schliessen
Stift fallen lassen und die Kreuze dort machen, wo Markierung erkennbar
kann einige Versuche erfordern …

Frankie Bernankie September 21, 2013 um 20:23

@BB

“Die Abwrackprämie habe ich immer für Geldverschwendung gehalten. Solche Maßnahmen führen höchstens zu temporären Korrekturen in der gegenwärtigen Lage.”

Die Abwrackprämie war in dem ganzen Strauss der Massnahmen sicher die fragwürdigste ( und mit 2 Mrd. auch die kleinste ). Grundsätzlich lass ich das Wort “Geldverschwendung” nicht gelten, aus makroökonomiscer Sicht. In einer eigentumsbasierten Geldökonomie ist “Geldverschwendung” immanent, ja geradezu synonym!
Mir erzählte mal ein Audi-Ingenieur, dass schon mal 20 Ingenieure 5 Jahre lang an der Oberflächenbeschaffenheit und dem angenehmsten Neigungswinkel der Beifahrerarmlehne hinentwickeln. Ist sowas jetzt “Geldverschwendung”? Oder ist es keine, weil es bezahlt wird? ( Übrigens durch die Privilegierung der Dienstwagen zum grössten Teil durch den Steuerzahler – vom Audi A6 werden, glaube ich, in Deutschland nur 14% privat verkauft, der Rest sind Firmenwagen.)

Also, an Begriffe wie “Geldverschwendung” glaube ich nicht, zumindest nicht auf der aggregierten Ebene…

holger September 21, 2013 um 20:40

ruby

Zyniker Sarkast wie ich nun mal bin, werde ich auf der Linken Seite Opfermann ankreuzen… soll er mit einer Kutsche durch Göttingen unter dem Jubel des Volkes geleitet werden. Wie einst Rita die Große… Gottgleich soll sein Antlitz in der Sonne strahlen.

Rechts will ich die Diskussion im Bundestag hören, die Europa in Schutt und Asche legen wird. Da geht es dann um Krieg oder Frieden, wenn man denn den Ökognomen glauben schenken darf.

Meine Wahl beschränkt sich auf die dümmst möglichste Konstellation. Abgesehen davon, Trittihn könnte ich ja auch… nur fährt der nich inner Kutsche… der iss auffer Werra im Salzwasser mit nem Kanu unterwegens. Und kentert eben.

Weder und das sage ich den Wählerinnen und Wählern Bürgerinnen und Bürgen der grandiosen Bundes Republik Deutschland ganz locker ins Gesicht, politisch ist meine Wahl nicht.

Die Dumpfbacken aus Rundfunk und Medien, haben mich erst darauf gebracht. Und das erst Heute.

Der Rest wird sich eh zeigen.

Bruchmüller September 21, 2013 um 20:47

Ist die Entwicklungsarbeit zur Findung des Neigungswinkels für die beifahrerfreundlichste Armlehne im Audi Geldverschwendung oder nicht?

Das ist doch eine Frage, über die erstmal das Europäische Parlament beraten muss. Dieser Thread hat es wirklich “in sich”!

Und ich spende mir Eigenlob. Endlich komme ich aus mir heraus!

topi September 21, 2013 um 21:06

Holger

Hast ja voll die Prominenz im Wahlkreis.
Muss auch ganz schön hard sein bei euch. Oder wieso ist laut wiki aus Gerd Nier diesmal Gerhard Nier geworden?

“Rechts will ich die Diskussion im Bundestag hören, die Europa in Schutt und Asche legen wird. Da geht es dann um Krieg oder Frieden, wenn man denn den Ökognomen glauben schenken darf.”

Ahh, die Tierschutzpartei; wenn die niedersächsichen Tierlager aufgelöst werden, gibt es doch Bauernkriege, oder?

Wie wärs mit der MLPD? Da wäre doch was los im Bundestag im Reichstag. (was bringt eine Partei dazu, sich immer noch leninistisch zu nennen? Was zum Teufel bedeutet heute Leninismus?)

Kleine Hochrechnung.
Du warst bis vorhin noch klarer Nichtwähler. Und nun AfD.
Das macht, auf die aktiven Kommentaristen hochgerechnet, eine Dunkelziffer der Demoskopen von glatt 5%.
Das wird ja dann morgen zweistellig für Lucke und co! ;~)

holger September 21, 2013 um 21:15

topi

auch wenn dir es nicht passt, ich darf Morgen tatsächlich Wählen…

Bruchmüller September 21, 2013 um 21:23

Bruchmüllers Endspurt

Meine Umfrage unter den Zufriedenen ergab, dass 122 Prozent von ihnen sehr zufrieden sind. 26,4 Prozent sind zu zufrieden, und nur 5,6 Prozent wissen nicht, wie zufrieden sie sind.

"ruby" September 21, 2013 um 21:37

@ Bruchmüller
Martin Schulz wird morgen früh bestimmt ein Spontaninterview im D-Radio audienzieren und auf die nächste TO setzen ;-)
Der ist so schön pathetisch !
Wo sind denn bestregiert Zufriedenen?

Morph September 21, 2013 um 21:38

@CM

Natürlich ist es egal, wer die Bundestagswahl gewinnt, meine Rede seit ich denken kann. Da bist Du bei mir an der komplett falschen Adresse. Wende Dich lieber an @topi, unseren blogeigenen Superminister für alle Ressorts.

Mein Punkt ist ein anderer. Auch wenn Spitzenvertreter der Politik nur minimalste Gestaltungsmacht haben, verlangt ihr Job höchste Konzentration, differenzierte Umsicht und robustes Duchsetzungsvermögen. Schließlich geht es darum, das ‘Alternativlose’ gegen eine maximale Mauer von Neid und Missgunst zur kollektiv verbindlichen Entscheidung zu machen.

Niemand von uns könnte das. Allein, das wir hier schreiben, ist Indiz dafür, dass uns die skills des erfolgreichen Politikers fehlen. Und darüber täuscht die ressentimantaler Macker-Slang (‘Mutti’, ‘Murksel’, ‘Hosenanzug’) hinweg. Solche Leute wie die geschätzen Mitkommentatoren, die eine solche Rede schwingen und sich sogar noch für originell halten (oh je!) verspeist Merkel noch nicht mal zum Frühstück, sondern lässt sie mit mitleidigem Blick abräumen.

Hier wird immer so unfassbar weit entfernt von der politischen Wirklichkeit argumentiert: komplett irre!

topi September 21, 2013 um 21:41

Holger, was heißt nicht passt? Ich hab nur hochgerechnet.

Außerdem: Ich kann ja unseren Stephan gewissermaßen verstehen; das Euro-Thema ist zu wichtig, als dass im europäischen Kernland da einfach der Deckel draufgehalten wird, dass muss diskutiert werden.

Insofern rein damit.

Andererseits, im Sinne obigen Gedankengangs, wird es dann keine Mehrheit für rotrotgrün im Bundestag geben. Das ist für die aktuelle Regierungsbildung nicht so entscheidend, rotgrün hat mit ihrem AUsschuss der Tolerierung ja auch jegliches Drohpotential für den Koalitionsvertrag verloren.

Aber wenn in ein paar Jahren die Krise richtig zuschlägt, kann es eventuell einen Unterschied ausmachen, ob es im Zweifel eine rotrotgrüne Mehrheit (mit Kraft als starke SPD-Chefin) gibt, oder nicht.

BB September 21, 2013 um 21:46

@Frankie Bernankie

“Mir erzählte mal ein Audi-Ingenieur, dass schon mal 20 Ingenieure 5 Jahre lang an der Oberflächenbeschaffenheit und dem angenehmsten Neigungswinkel der Beifahrerarmlehne hinentwickeln. Ist sowas jetzt “Geldverschwendung”? Oder ist es keine, weil es bezahlt wird? “

Mag sein, dass das aus makroökonomischer Sicht keine “Geldverschwendung” ist. Man sollte sich aber fragen, ob es nicht “Zeitverschwendung” ist.

Ich kenne natürlich die keynesianische Aufassung, dass es letztendlich (vor allem in der Krise egal) egal ist, ob man “sinnvoll” investiert oder “silly investments” tätigt. Aus der sehr beschränkten makroökonomischen Perspektive kommt es nur darauf an, dass Ersparnisse durch Investments absorbiert werden, um Krisen zu vermeiden. Notfalls könnte man nach Keynes sogar die Leute einfach Gräben auf- und zuschütten lassen. Wenn der Staat über genügend Liquidität verfügt, um das zu finanzieren, z.B. weil er hohe Steuern erhoben hat und damit einen Teil der Einkommen abgesaugt hat, die sonst in Immobilienblasen versenkt worden wären, warum nicht? Eine solche Wirtschaft wäre wahrscheinlich sogar sehr krisenresistent.

“Die Abwrackprämie war in dem ganzen Strauss der Massnahmen sicher die fragwürdigste ( und mit 2 Mrd. auch die kleinste ). “

Ja klar war die Kurzarbeitsregelung sinnvoller als die Abwrackprämie. Trotzdem schauderhaft, dass Unternehmer sich über 2 Jahre 200.000 € im Monat vom Staat abholen konnten einfach so für lau.

“Grundsätzlich lass ich das Wort “Geldverschwendung” nicht gelten, aus makroökonomiscer Sicht. In einer eigentumsbasierten Geldökonomie ist “Geldverschwendung” immanent, ja geradezu synonym!”

Ebend! Halt nur aus makroökonomischer Sicht! Das ist einfach ein zu beschränktes Modell! In erster Linie sollte es doch nicht um “Makro-” sondern um “Wohlstandsökonomie” gehen.

Ab sofort führe ich hiermit in die ökonomische Wissenschaft den Begriff “Wohlstandsökonomie” ein (das da bisher noch keiner drauf gekommen ist, tztz). Hierunter sind Modelle zu entwickeln, welche Gesetzmäßigkeiten des Wirtschaftens aufzeigen, welche jedermann eine behagliche, stressfreie (weil Stress=ungesund) und persönlichkeitsförderliche Lebensführung von der Wiege bis zur Bahre ermöglichen.

Die Begriffe “mikro” und “makro” sind ab sofort nicht mehr zu verwenden. Die Voraussetzung “eigentumsbasiert” wird aufgehoben, was nicht heißen soll, dass Eigentum abgeschafft wird.

topi September 21, 2013 um 21:49

denn

@ Frankie
“” Die Einkommen müssen nur bei denen landen, die sie ausgeben wollen, und schon looft det auch janz ohne Schulden.”

Das ist ja ein sehr wahrscheinliches Szenario. Eher kommt noch eine rein bayrische Maut, die ausschliesslich auf griechische Autofahrer erhoben wird.”

Das ist ein absolut sicheres Szenario. Wenn die Schuldenbremsen greifen, und die Notenbanken irgendwann jedes Butterbrotpapier aufgekauft haben, wird die Anpassung von Einkommen zu Ausgabewünschen kommen.
Müssen.

Wie, das ist offen.
Völlig offen, britale Abwärtsspirale wie in den Südländern ein Szenario (irgendwann ist das BSP so niedrig, dass alle (alle meint nicht alle, sondern fast alle, so dass es einen stabilen Zustand ohne Verschuldungsaufwachs gibt) ihr Einkommen ausgeben; und sei es, dass die Geld-Milliardäre nur Sachvermögen kaufen.

Natürlich sind auch Umwege möglich. Kriege sehen zwar derzeit zumindest in Europa unwahrscheinlich aus, waren in der Vergangenheit allerdings ein häufiges Mittel zum Zusammenbruchsaufschub.

topi September 21, 2013 um 21:52

BB

Mit dem Begriff bist du allerdings nicht besonders innovativ.
Und einem bestehenden Begriff eine neue Bedeutung verleihen zu wollen, ist nicht sooo einfach, wenn man nicht gerade Medienmogul oder so ist.

Morph September 21, 2013 um 21:53

Was Politiker-Skills sind, hat Jean-Claude Juncker vor Kurzem in einem Interview verbindlich definiert. Er lobte Merkel und Steinbrück dafür, in den Turbulenzen nach der Lehman-Pleite die deutschen Spareinlagen garantiert zu haben. Das sei hohe Staatskunst gewesen. Und dann sagte er einen, wie ich finde, HÖCHST bemerkenswerten Satz: “Wer in einer solchen Situation aus der Reihe tanzt, der wird nie wieder zum Tanz gebeten.”

Spitzenpolitik heute ist die Fähigkeit unter höchstem Termin-Druck, Medien-Druck, Oppositions-Druck, Katastrophen-Druck die Pavane der Herrschaft zu absolvieren.

"ruby" September 21, 2013 um 21:57

Harald Welzer wird bei Lektüre dieses Threads bis morgen garantiert zum Wähler zurück konvertieren .
Wer sendet einen Link ?
Empfehle morgen ein Frühstück mit Jane Eyre statt bei der Bundeskanzlerin.

BB September 21, 2013 um 22:01

@topi

“Und einem bestehenden Begriff eine neue Bedeutung verleihen zu wollen, ist nicht sooo einfach, wenn man nicht gerade Medienmogul oder so ist.”

Lass das ruhig mal meine Sorge sein. Medienmogul? Das schaff ich noch vor der Rente :-)

holger September 21, 2013 um 22:04

topi

—>>>Aber wenn in ein paar Jahren die Krise richtig zuschlägt, kann es eventuell einen Unterschied ausmachen, ob es im Zweifel eine rotrotgrüne Mehrheit (mit Kraft als starke SPD-Chefin) gibt, oder nicht.”

Was die SPD mich mal kann, das müsstest Du eigentlich mittlerweile mitbekommen haben. Aber ich will eben den Opfermann ganz oben Triumphal sehen… je höher einer im Wahlkreis steht, desto besser… beim Fall jedenfalls.

Desweiteren habe ich öfters geschrieben, dass wir in 10 Jahren eine andere politische Lage haben werden. Inkontinenzia iss liegt dann Frostfrei oder iss durchs Krematorium inner Urne mit 60*60 cm Grab, da Sarg zu teuer …

Also… alles Kalkül. Eiskalt und abgezockt. Der Eurone wird noch ein paar Jährchen machen. Mindestens 4 Jahre. Die Diskussion sollte aber mal ernsthaft anfangen… wenn die AfD eben nicht rein kommt, dann eben nicht.

Mich juckt das politische Theater nicht. “Wir” haben Verträge und die sind nun nicht von heut auf morgen verschwunden.

Mir ist es auch egal, ob KiTa Plätze, 2 % Steuer hier oder weniger da, meine Tasche ist immer geplündert worden, Maut kann man sich auch schenken. Auch den Veggieday…

Lächerliche Themen.

Kurz um, mir sind die politischen Aussagen einfach zu doof.

Auch die AfD iss mir zu doof.

Wer diesen Humbug noch ernst nimmt, und meint er könnte, der ist jenseits von der Milchstraße…

"ruby" September 21, 2013 um 22:05

Haben die staatskünstlerischen Spitzenpolitiker schon das WahlBlödblatt aus dem Postkasten gelesen?
Oder muss die Hilde Springer noch eine kostenlose App spendieren?

"ruby" September 21, 2013 um 22:09
"ruby" September 21, 2013 um 22:12
Keynesianer September 21, 2013 um 22:13

@Topi

Mit der SPD wirst Du keine Krise überwinden können, selbst wenn die noch so schlimm würde, das sollte eigentlich die Lehre aus 1929-33 sein. Mit der Kraft schon gar nicht, die dusslige K** wollte mal die Arbeitslosen umsonst arbeiten lassen. Das kann die Tussi sich gar nicht vorstellen, dass das Arbeiten ja Geld kostet – Kleidung, Fahrtkosten, Essen und Trinken außer Haus, etc. – und die Arbeitslosen das nicht haben. Selbst wenn sie nur im Altersheim Geschichten aus einem Buch vorlesen sollten, wie die Kraft damals vorgeschlagen hat.

@BB

Hierunter sind Modelle zu entwickeln, welche Gesetzmäßigkeiten des Wirtschaftens aufzeigen, welche jedermann eine behagliche, stressfreie (weil Stress=ungesund) und persönlichkeitsförderliche Lebensführung von der Wiege bis zur Bahre ermöglichen.

Die Begriffe “mikro” und “makro” sind ab sofort nicht mehr zu verwenden.

Ohne Makroökonomie wirst Du das Problem nicht verstehen:

Der Bestand an Kapital und das Niveau der Beschäftigung werden folglich schrumpfen müssen, bis das Gemeinwesen so verarmt ist, dass die Gesamtersparnis Null geworden ist, so dass die positive Ersparnis einiger Einzelner oder Gruppen durch die negative Ersparnis anderer aufgehoben wird. In einer unseren Annahmen entsprechenden Gesellschaft muss das Gleichgewicht somit unter Verhältnissen des laissez-faire eine Lage einnehmen, in der die Beschäftigung niedrig genug und die Lebenshaltung genügend elend ist, um die Ersparnisse auf Null zu bringen.

Keynes: Allgemeine Theorie, Berlin 1936/1983, S. 182

Das Sparen ist das Problem in einer Ökonomie.

Das ökonomische Gesetz lautet, dass eine Ökonomie immer so weit verarmen muss, dass die Leute nicht mehr Geld sparen können, als investiert wird oder Verschuldung aufgebaut wird.

Und das gilt real! Wem noch etwas Wohlstand vor dem Verhungern übrig bleibt, der kann immer noch etwas sparen. Also muss, wie Keynes es oben erklärt und die korrupte VWL den Studenten bis heute verschwiegen hat, die Ökonomie verarmen, wenn es zum Beispiel eine Schuldenbremse für die Regierung gibt.

Da können die Leute arbeiten, so hart sie wollen. Das ist ein makroökonomisches Gesetz.

BB September 21, 2013 um 22:17

@Morph

“Was Politiker-Skills sind, hat Jean-Claude Juncker vor Kurzem in einem Interview verbindlich definiert”

Das ist ja so, als hättest Du früher nix dagegen gehabt, wenn Klaus Störtebecker persönlich konstitutiv bestimmt hätte, wer aufgrund welcher Eigenschaften Mitglied im Bremer Stadtrat sein darf.

Mich würde da jetzt wirklich mal interessieren, ob Du überhaupt noch Wert legst auf Demokratie und so Zeugs, da Du ja wiesaussieht als weisgarnix-Kommentator so unbedeutend und klein bist, dass du sehr gerne bereit bist, dein Schicksaal in die Elfenbeinernen Hände unserer Venus vom Hohlefels und ihrer Goldman-Sachs-Kumpane legst.

Welche Verfasstheit unseres Staatswesens bevorzugst denn du? Monarchie, Diktatur, Expertokratie, markkonformes Irgendetwas?

"ruby" September 21, 2013 um 22:20

@ Morph
Ist Peer Steinbrück mit der Wahlkampfzeit gewachsen im Vergleich zu dem Interview mit der faz in dem er die Kandidatur startete?

"ruby" September 21, 2013 um 22:29

@ Keynesianer
Die Zwanghaftigkeit der Insistion auf den Schweinezyklus mit Kapitalakkumulation und I=S ist fast marxistisch.
;-)
Die Wirklichkeit in USA und in der föderalen Bundesrepublik wird anders sein. Ausreden und Ausflüchte im politischen Konsens …

BB September 21, 2013 um 22:30

@Keynesianer

Keynes: ” In einer unseren Annahmen entsprechenden Gesellschaft muss das Gleichgewicht somit unter Verhältnissen des laissez-faire eine Lage einnehmen, in der die Beschäftigung niedrig genug und die Lebenshaltung genügend elend ist, um die Ersparnisse auf Null zu bringen.”

Ist ja alles richtig. “Unter den Verhältnissen des Laissez-fair”. Ich sage ja nicht, dass Keynes Theorie falsch ist. Das da was dran ist, haben ja sogar die Neoklassiker begriffen, die ihn in ihre Theorien eingebaut haben, weil sie ihn nicht ignorieren konnten.

Ich behaupte aber, dass sich unsere wirtschaftlichen Probleme nicht allein mit Keynes lösen lassen. Wer als “Linker” meint, man müsse nur die Lehren von Keynes richtig anwenden und schon würden alle im Wohlstand leben, der irrt.

Um unsere Probleme zu lösen, insbesondere die aktuelle Krise, wird die Systemfrage stellen müssen. Da wird man nicht drumrum kommen. Auch Lafontaine und Co. würden mit ihren Ideen diese Krise nicht bewältigen. Das bedeutet ja nicht, dass wir unser Heil dann doch wieder im Sozialismus suchen müssen.

"ruby" September 21, 2013 um 22:46

@ Holger
Akute Wahlempfehlung für Seite 21 der WählBlöd :
Netto “Je mehr Kreuze, desto besser Ihre Wahl”
Das ist doch einfach nur unwiderstehlich .
Edeka (die Genossen) machen es möglich
;-)

holger September 21, 2013 um 23:12

ruby

nü gehe ich mal Wählen, und schon iss es auch wieder doof wa? :D

gücke gerade Raab… die Linke hat 50cent mehrfach für die absolüde Möhrheit geöpfert…

Morph September 21, 2013 um 23:13

@BB

“Mich würde da jetzt wirklich mal interessieren, ob Du überhaupt noch Wert legst auf Demokratie und so Zeugs”

Ich weiß es nicht. Ich bin wirklich ratlos. Und ich meine das nicht auftrumpfend, so hohoo, was bin ich für ein toller, ratloser Hecht; im Gegenteil, es fühlt sich nicht gut an, weder eine Agenda formulieren zu können, was zu tun wäre, noch gar eine bestehende Organisation nennen zu können, die im Sinne dieser Agenda das kleinste Übel wäre.

Mein Eindruck ist, dass sich die Umstände unseres Zusammenlebens seit einigen Jahrzehnten schneller ändern als wir darauf meinungsbildungsmäßig reagieren können. Und nach allem, was ich verstehe, wird diese Dynamik sogar noch zunehmen.

Meine ‘politische’ Praxis sieht so aus, dass ich alle Leute, die weltbildmäßig einigermaßen selbstsicher auftreten, sozusagen abklopfe, und aus den Resonanzen meine Schlüsse zu ziehen versuche.

Mein Zwischenstand der Dinge ist der, dass zwar die meisten Leute bemerken oder erwarten, dass es in ihrer Lebenszeit immer turbulenter und unsicherer werden wird, für die meisten dies aber keine fundamnetale Verunsicherung bedeutet, sondern die etablierten Deutungsmuster der Moderne (Fortschritt/Bewahrung, Emanzipation/Einhegung, Partizipation/Privilegiensicherung usw.) durchlaufen.

Ich empfinde natürlich die modernen Freiheitsrechte als eine bewahrenswerte Errungenschaft, keine Frage, aber ich habe auch den Eindruck, dass deren Name auf breiter Front missbraucht wird (ohne dass man etwas dagegen tun könnte), und ich weiß, dass jedes gesellschaftsweit gemeinte Ziel, für das ich mich mit ganzer Leidenschaft einsetzen könnte, sehr komplex organisiert werden muss, und dann notwendig bis zur Unkenntlichkeit korrumpiert wird. Daher halte ich gesamtgesellschaftliches Engagement für keine sinnvolle Option.

Kurz: Ich gehe von einem Zustand der Postdemokratie aus und würde mich selbst, eitel und modebewusst wie ich bin, als nachdenklichen Postdemokraten bezeichnen. ;-)

Morph September 21, 2013 um 23:18

@ruby

Ad Steinbrück, faz-Interview etc. Keine Ahnung, das war für mich eine Just-for-fun-Aktion. – Merkwürdiger Typ, übrigens. Hatte ich hier auch schon mal angedeutet. Hatte aber damals, außer @goodnight, niemand registriert…

h.huett September 21, 2013 um 23:19

Schluss. Aus. Vorbei. Ausgezählt.
Ihr habt entschieden. Und nun? Was habt Ihr angerichtet? Im “JunG+Naiv”-Hangout haben am Sonntagabend ab 21 Uhr die Wähler das Wort. Ohne Demoskopen. Ohne Politiker. Ohne Journalisten. Wie bewertet Ihr das Ergebnis?
Wer mit diskutieren will, bitte “Hier” rufen. Oder Mail an mich.
Danke!

Soldat Schwejk September 21, 2013 um 23:38

@ H. Hütt – “Jan Skudlarek hat das Wahlprogramm der FDP mehrfach durch den Google-Übersetzer gejagt, ins Lateinische, Georgische, Katalanische und dann zurück ins Deutsche übersetzt. Das ist ein Augenblick automatisch erzeugter Wahrheit. Das hört sich so an: “Diese Grenzwerte werden erreicht. Wir marschieren.” Ein Augenblick der Wahrheit.”

Dieser Augenblick soll nicht verloren gehen. Das Pendant dazu, leider wohl fiktiv (geht so richtig nur in der englischen Variante):

Von einer Übersetzungsmaschine läßt jemand den Satz:

–> “The spirit is willing but the flesh is weak”

… ins Russische übersetzen. Da er kein Russisch versteht, läßt er zur Überprüfung das Ergebnis zurückübersetzen. Heraus kommt:

–> “The vodka is strong but the meat is rotten”

topi September 22, 2013 um 00:37

FL

“Die Grünen und Frau Merkel haben in Bundestagswahlkämpfen immer ein gemeinsames Problem: Beiden geht auf den letzten Metern die Luft aus. ”

Na das “immer” solltest du mal spezifizieren.
2009 war das Wahlergebnis ziemlich genau der Schnitt der Umfragen aus 2009, 2005 und 2002 waren die 8,6 bzw. 8,2 Prozent sogar recht gut für die Umfragen der letzten Monate.

” Die Grünen dagegen werden demoskopisch immer notorisch überschätzt. Zwar können sich 20 % der Wähler vorstellen, sie zu wählen, nur gilt das auch nur, wenn sie nicht wählen müssen. Insofern scheitern sie an den überzogenen Erwartungen. 10 % wären ein hervorragendes Ergebnis, wenn sie nicht kommunizieren würden, dass sie eigentlich auch 20 % erreichen könnten. ”

Sehe ich nicht so.
Der Höhenflug der Grünen war zweigipfelig. 2010 im Zuge der Stuttgart21-Debatte (hat der Bürger nach Stimmabgabe das Maul zu halten, oder soll er sich lautstark äußern, wenn die Repräsentanten gegen seine Interessen handeln), und dann natürlich nach Fukushima.

In puncto Bürgerbeteiligung (also konstruktiver, statt negativer per Gerichtseinspruch) hat sich wenig bewegt, wenn man von einzelnen Kommunenmal absieht. Auf Bundesebene absolute Fehlanzeige. Nur ist Stuttgart halt aus den Medien, die Fluglärmgegner sind lokal isoliert und in der Minderheit ggü.den Urlaubsfliegern, usw.
Grundsätzlich ist das Thema “mehr Schweiz wagen” natürlich nicht gegessen. Nur gerade nicht aktuell.

Und Merkels Atomausstiegsausstiegsausstieg erweist sich letztlich als politisch gelungen. Für BW hat es zwar nicht gereicht, aber mittelfristig ist das Thema abgeräumt.

Nur haben sich die Grünen eben auch total dämlich angestellt. Nach links zu rücken bei Steuern un dAbgaben und öffentlichen Leistungen, also ihr Agenda Links blinken rechts abbiegen wieder zurücknehmen, war prinzipiell richtig.

Nur man muss natürlich nicht 263 einzelne Maßnahmen aufschreiben. Klare Abgrenzung von Union und FDP zwei drei knackige Forderungen, den Rest kann man ja später immer noch machen.

Bürgerbeteiligung? Gab es nicht im Wahlkampf, oder doch? Stattdessen Veggie-Day. Sie waren froh darüber, dass “ihr” Thema solche Schlagzeilen gemacht hat. Arme irren. Glühlampen und so.
Statt als Partei der Bürgerbeteiligung standen sie als Partei der Bürgergängelung bis zum Erbrechen (naja, das ist vielleich tauch fü eingefleischte Fleischesse etwas übertrieben :roll: ) da.
Weniger Tierquälung in der Massentierhaltung, da stimmen bestimmt 40% zu.
Kantinenspeisepläne vorschreiben ist beliebt wie tote Oma in der Schulspeisung, absolut vorhersehbar.

Und Energiepolitik?
Wurde fast verschwiegen im Wahlkampf, da das knackige Kerngebiet Atom abgeräumt war.

Dabei verkackt schwarzgelb die “Energiewende” gerade gewaltig. Mit off shore Wind (bzw. der drastischen Erhöhung der EInspeisevergütung) wurden für die Monopolisten und Großfinanziers Objekte geschaffen, die wohl die Rendite von abgeschriebenen Atombutzen erreichen könnten.

Und Klein Erna zahlt immer mehr für ihren Strom. Aber das ist den Grünen ja ganz lieb, führt das doch zu Einsparungen. Wenn nicht mehr gezahlt werden kann, kommt der Mann mit dem Abklemmwerkzeug, dann sinkt der Verbrauch gar auf Null.

Energie in Bürgerhand, kommunale Stromerzeugung, Modelle, wie alle Bürger durch lokale Stromerzeugung Geld sparen können, weil sie nicht mehr die Monopolpreise zahlen müssen, Brechung der Marktmacht der Monopolisten; das wären die Themen gewesen.

Merkels Stern wird nicht ewig leuchten, wahrscheinlich gibt es im nächsten Bundestag auch eine Partei rechts der Union im Bundestag, zumindest als zu berücksichtigenden Faktor. Das wird die Politik der Union beeinflussen, und das wird viele der jüngeren “bürgerlichen”, die ja mal die Grünen in Bundesumfragen auch bei der sehr konservativen Noelle-Neumann [ich weiß] über 20 Prozent gehoben haben, wieder zu potentiellen grünen Wählern machen.
Wenn sie nicht wieder verkacken.

"ruby" September 22, 2013 um 01:12

Die US-Regierung ist faktisch zahlungsunfähig, weil zur Ausgabenfinanzierung notwendige Steuererhöhungen nicht durchgeführt werden sollen, da die Betroffenen durch Parteilobbyismus diese blockieren wollen.
Die Weltwirtschaft soll ihre Beiträge dazu leisten.
Alles nichts neues an Sachverhalten und Argumenten.
Kann bei der Wahl berücksichtigt werden.
Multinationale Unternehmen versuchen die Mandatsträger der Parteien zu steuern und zu kontrollieren statt umgekehrt.
Die Wahlparty hat begonnen, Beeinflussung durch Medien inklusive, auch bekannt.

Deutschlandfunk 09:30 Uhr
Essay und Diskurs : Scheidelinien der Politik (4) Deutschland 2013
Das Ende der politischen Generationen?
Von Albrecht von Lucke

Vielleicht gibt es dort interessante Entwicklungslinien zu hören.

"ruby" September 22, 2013 um 01:24

Wer gibt eigentlich nach einem SPD Ergebnis von 35% den Wehner im TV ?
Scherz geht vor ;-)

Mindtrap September 22, 2013 um 12:20

@Frankie Bernankie September 21, 2013 um 16:20, Zitat: “Ab 2016 gilt die Schuldenbremse; da kann man nicht ernsthaft mit Steuersenkungen ins Feld gehen. Das hiesse verbrannte Erde für jede darauffolgende Regierung.”

Können wir das mal ausbauen? Freuen würde ich mich bspw, wenn die Kommunen auch noch eine Schuldenbremse hätten. Bund könnte dann nix mehr auf die Länder und die nix mehr in die Kommunen verschieben. Abgesehen von den Schattenhaushalten. Show down. Das nur nebenbei.

Ich bin der Meinung, dass ist Politik für die Linken. Wir stimmen sicher überein, dass der Bund einerseits seine Militärausgaben und Wirtschaftssubventionen effektiv nicht kürzen und die Abgaben bei den Vermögen nicht signifikant erhöhen wird. Bleibt also v.a. eine Kürzung der Sozialausgaben. Jetzt gehen wir auf dem Zeitstrahl weit genug weiter (dahingestellt, ob 2 oder 10 Jahre) und kommen zu einem Punkt, an dem es auch mal wieder abwärts geht. Dann muß die Schraube so fest angezogen werden, dass der Deckel entweder unten (untere 50% der Bevölkerung “kündigen” die Staatsbürgerschaft, was ja im übertragenen Sinne auch der Grund für den Zusammenbruch der DDR war) oder oben (Vermögende müssen jetzt signifikante Beiträge leisten) aus dem Faß fliegt. Beides sollte den Schuldenbremsenverabschiedern mißfallen.

Frankie Bernankie September 22, 2013 um 12:33

@BB

“Die Begriffe “mikro” und “makro” sind ab sofort nicht mehr zu verwenden. Die Voraussetzung “eigentumsbasiert” wird aufgehoben, was nicht heißen soll, dass Eigentum abgeschafft wird.

Yes, Sir!Yes!

Ihr Private Bernankie

"ruby" September 22, 2013 um 12:41

@ FL
Wie steht die Basis der SPD zu einem möglichen RRG nach der Wahl beim Parteikonvent?
Könnte die Wahlberechtigten kurz vor Halbzeit noch beeinflussen …

"ruby" September 22, 2013 um 12:44

@ Mindtrap

Die Kommunen haben eine Schuldenbremse, sie stehen unter Kuratel der Landesregierungen – Finanzausgleichsgesetze und Kommunalaufsicht – Stichwort kommissarische Verwaltung.

Schatten September 22, 2013 um 13:30

@Politik ist wirkungslos

Wenn die AfD heute mit 9-10 Prozent in den Bundestag einzieht und die FDP rausfliegt, dann könnte es morgen aber im DAX ein wenig knacken, nicht?

Zudem: In unserer Zeit der alles “zersetzenden Aufklärung” (Adorno), kann ja eigentlich nur materialistische Kohle für Europa stehen. Alles andere ist irgendwie zweifelhaft rückwärtsgewandt…

@Hans Huett hat, so glaube ich mich erinnern zu können, mal nach einem neuen Narrativ für eben jenes Europa gefragt. Vielleicht wird es ab Morgen gebraucht.

holger September 22, 2013 um 13:37

Schatten

—>>>dann könnte es morgen aber im DAX ein wenig knacken, nicht?”

Macht es mit und AfD auch ab und zu… mit dem RL hat das Dingen ja eh nix mehr zu tun…

holger September 22, 2013 um 13:39

Also Leute, Morgen in der Frühe gleich Dosenbrot und Gold Physisch bunkern… Ravioli und Survival Knife bitte nicht vergessen.

Esbitkocher geht auch…

Frankie Bernankie September 22, 2013 um 13:59

@morph

“Was Politiker-Skills sind, hat Jean-Claude Juncker vor Kurzem in einem Interview verbindlich definiert. Er lobte Merkel und Steinbrück dafür, in den Turbulenzen nach der Lehman-Pleite die deutschen Spareinlagen garantiert zu haben. Das sei hohe Staatskunst gewesen.”

Hohe Staatskunst: Spareinlagen zu garantieren in unbegrenzter Höhe. Konkret hiess das: die Bundesregierung garantiert für einen Betrag in Höhe von 5,7 Billionen Euro, denn das war das Nettoguthaben der Deutschen. Das ist eine Aussage , für die man – in einem anderen Kontext – schon mal eingeliefert wird, oder zumindest medikamentös neu eingestellt.

Es war trotzdem richtig, weil nur so die Deutschen – die im Oktober 2008 schon im grossen Umfang die Geldautomaten stürmten – beruhigt werden konnten. Sie wollten auch nichgts anderes hören als das , und Merkel / Steinbrück gaben es ihnen, und es war gut.

Aber ich bin der festen Überzeugung, die sind da nicht von alleine draufgekommen. Lehman ging pleite am 15. September, am 25. September gibt Steinbrück eine regierungserklärung, in der er sagt, Deutschland ist im wesentlichen nicht betroffen, alles halb so wild.

Am 5. Oktober geben Merkel und Steinbrück die oben erwähnte Garantie.

Ich vermute , Steinbrück dürfte in der Zwischenzeit einige Male die Herren Paulson, Trichet, Bernanke getroffen haben, die ihm Bescheid gestossen haben, was wirklich passiert.

Es sei jedem seine Lernkurve zugestanden, aber seit er sich als der grosse Klartextfinanzversteher präsentiert, verachte ich ihn ( in seiner Rolle als Politiker natürlich nur, nicht als Mensch, das steht mir nicht zu).

holger September 22, 2013 um 14:15

frankie

—>>>Ich vermute , Steinbrück dürfte in der Zwischenzeit einige Male die Herren Paulson, Trichet, Bernanke getroffen haben, die ihm Bescheid gestossen haben, was wirklich passiert.”

Mal ganz ehrlich, hast du das damals mit dem Container zu Brüssel verpennt? Wie Peer nach Belehrung daraus gekommen war?

Mann Mann Mann…

h.huett September 22, 2013 um 14:22

Hier zur Erinnerung die Einladung für eine Diskussion heute Abend ab 21 Uhr.

Ihr habt gewählt? Oder auch nicht? Heute Abend ab 21h könnt Ihr über die Ergebnisse diskutieren. Es diskutieren die Wähler und Wählerinnen über das von ihnen herbeigeführte Ergebnis. Ohne Politiker. Ohne Demoskopen. Ohne Journalisten.

https://plus.google.com/u/0/events/che5ljlarta6110ntr3bf6983pc

Wer mit diskutieren will, möge sich bei mir bitte melden. Danke.

Linus September 22, 2013 um 14:54

@holger:
“hast du das damals mit dem Container zu Brüssel verpennt? ”
Wohl wahr!

Schatten September 22, 2013 um 17:13

Mensch, ist heute wieder Fußball?

Ich spekuliere was von AfD 9-10 %, FDP raus und keiner lacht mich aus… Ist das, was ich hier schreibe schon so irrelevant, oder halten das auch andere für möglich?

Na ja, jedenfalls wenn Forsa und Konsorten Wunschergebnisse veröffentlicht haben, dann wird es lustig für den Euro und wohl auch für den DAX!

h.huett September 22, 2013 um 17:17

Schatten

Im nächsten Bundestag sitzen 6 Parteien in 5 Fraktionen. My guess. Ohne FDP.

"ruby" September 22, 2013 um 17:20

@ Schatten

Du wirst zum Illuminaten – lass Dich überraschen
http://www.youtube.com/watch?v=s9QGqeEIINA

Schatten September 22, 2013 um 17:26

@h. huett

Oha, mit Piraten? Ich finde das so tragisch mit den Piraten! Wenn sie einfach nur wu wei [1] wie die alten Taoisten gemacht hätten, sie wären jetzt bei mehr als 10 Prozent: Nach all den NSA-Skandalen rund um Snowden… – So aber, glaube ich, wird es nicht reichen.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Wu_wei

h.huett September 22, 2013 um 17:31

Schatten

Ich teile Lübberdings Einschätzung, dass die AfD reinkommt.

Schatten September 22, 2013 um 17:31

@ruby

Wir müssen alle Chinesen werden! Mental natürlich –

http://youtu.be/aaomZjmdSUQ

"ruby" September 22, 2013 um 17:41

@ Schatten

Sekt ist alle, der Pegel ist Becherovka erhöht
;-)
Wird verdammt eng, bis zum vorläufigen amtlichen durchzuhalten

Bei den Hüftschwüngen wird mir ganz schwindelig …

topi September 22, 2013 um 17:58

AfD satt drin; hört man alserfahrener Ossi zwischen Schönenborns Zeilen raus.

Piraten würde mich überraschen. Bei der AfD haben wir gestern ABend live miterleben können, woher die Überraschungsstimmen kommen. :D

topi September 22, 2013 um 17:59

Bei den Piraten sehe ich nicht, wiesoman in der Umfrage vorher nicht angeben würde, sie zu wählen. Aber gleich isses ja raus.

topi September 22, 2013 um 18:01

Das könnte eine absolute Mehrheit geben.

Deutschland einig Muttiland.

topi September 22, 2013 um 18:04

In Hessen könnte TSG also den Ypsilanti vollenden. Na wenn dann nicht der Frankfurter FLughafen umzieht. :roll:

h.huett September 22, 2013 um 18:19

Eine absolute Mehrheit wird die CDU/CSU zerlegen. Sie wagt es nicht, an die vor uns liegenden Aufgaben ohne Sündenbock als Koalitionspartner zu gehen.

Wilma September 22, 2013 um 18:22

Deshalb kommt die Schwarz-Grüne Koalition

topi September 22, 2013 um 18:23

Angenommen, das wäre das Endergebnis.

Die FDPgeht in Klausur, Lindner versucht daraus wieder eine liberale Partei zu machen.
Das könnte funktionieren, wenn sich die AfD als stramme Klientelpartei der “Eliten” etabliert. Das wird allerdings schwierig, so schamlos Apotheker und co zu unterstützen, als gelernte Mikroökonomen.

Ebenfalls in die liberale Mitte könnten Teile der Grünen drängen wollen. Wird spannend, wie die Neuausrichtung erfolgt.

Und die SPD? Ach je, die SPD.
Wenn es logisch läuft, sollten sie ihre Mutti ins Rennen schicken.

h.huett September 22, 2013 um 18:24

Die Grünen sollten nach der perfiden Kampagne der CDU nicht in eine Koalition gehen.

h.huett September 22, 2013 um 18:28

Man könnte sich an 1976 erinnert fühlen, als Kohl fast 50% gewann, rotgelb aber weiter regierte. Es gibt noch eine hauchdünne Mehrheit für rotrotgrün.

niemand September 22, 2013 um 18:32

>”Die FDPgeht in Klausur”

“Aus den Augen” ist die Formulierung, die mir in den Sinn kommt.

Hütt

Eigentlich ja, aber Gröhes Kreidemahlzeiten möchte ich doch bezeugen.

niemand September 22, 2013 um 18:36

… die mir in den Sinn käme, denn noch ist der Bär nicht tot.

h.huett September 22, 2013 um 18:37

Und dann gibt es das Jahr 1957 als Parallele. Danach erstarkte die FDP, bis sie sich 1969 ff erneut zerlegte. Der Wahlkampf 1957 war ähnlich perfide gegen die SPD wie dieses Jahr gegen die Grünen. Ein weiterer Grund für die Grünen, auf keinen Fall eine schwarzgrüne Koalition zu bilden.

Soldat Schwejk September 22, 2013 um 19:05

Interessantes Ergebnis, wenn’s so bleibt (was ich in beiden knappen Fällen hoffe… also <5%).

Schwarz-Grün glaube ich nicht, hat nie in einem Land funktioniert.

Dann bleibt nur Schwarz-Rot, zumal Rot-Rot-Grün nur eine minimale Mehrheit hätte. Aber komische GroKo… also bei der Riesenmehrheit würde an den jeweiligen Parteirändern einiges in Bewegung geraten, Disziplin wäre ja nicht so nötig. Gerade in der SPD geriete sicher einiges in Gärung.

Aber nun nach letzter Hochrechnung gäbe es ja plötzlich 'ne absolute Mehrheit für die Union. Auch nicht schlecht. Dann weitgehende Blockade im Bundesrat. In den nächsten 4 Jahren kann es eh nur darum gehen, daß Schweinereien blockiert werden. Und die Konstellation für 2017 wäre dann ja schon fast klar…

Geh aber gleich ins Wirtshaus, um das Ergebnis dort auszuwerten…

"ruby" September 22, 2013 um 19:15

Brüderle hat gerade die Abschiedsworte gesprochen!
Absolute Merkelheit?

Soldat Schwejk September 22, 2013 um 19:25

Also knappe absolute Unionsmehrheit… FDP und AfD draußen… längerfristig betrachtet das beste denkbare Ergebnis… finde ich… wenn es denn so bliebe… Von mir aus kann das Spiel jetzt abgepfiffen werden.

"ruby" September 22, 2013 um 19:53

Jetzt wird ausgezählt und gegen 23:00 Uhr + x sind die Sitze verteilt.
Ist so ruhig bei der SPD … Opposition pur, etwas unerwartet.
Nachspielzeit – gefühlt zwei Stimmenmehrheit.

holger September 22, 2013 um 20:00

So, Stuttgart Frankfurt nur 1:1

Der Trend bei der FDP geht nach unten, also wech mit der… nach 1990 sag ich ENDLICH…

AfD weiß man ja nicht, wohin der Trend nun geht, wenn Draußen dann eben Draußen…

Die Göttin bleibt auf ihren Thron sitzen.

Aber was wird bei einer absoluten Mehrheit denn nun mit Peer?

"ruby" September 22, 2013 um 20:23

FDP ist aus der Berliner Runde raus, abgeschaltet – historisch !

holger September 22, 2013 um 20:30

ruby

das ist wirklich historisch… :D

aber auch ein Wort an die Ent-Täuschten

Liebe jungen Wählerinnen und Wähler ich mach euch mal Hoffnung… in 10 Jahren können viele biologisch nicht mehr zur Urne, sie liegen drin..

topi September 22, 2013 um 20:39

Ein Lächeln huscht um Merkels Mund, angesprochen auf die Marginalisierung ihrer jeweiligen Koalitionspartner.

Dann wäre ihr doch eigentlich die absolute Mehrheit zu wünschen. :roll:

holger September 22, 2013 um 20:40

Das die AfD nun schon seit über 2 Stunden ohne Schwankung auf 4,9% steht ist erstaunlich… alle Schwanken… nur die AfD nicht?

JHM September 22, 2013 um 20:40

Holger,

Mag sein, daß wir uns in zehn Jahren eher die aktuellen Rentner zurückwünschen … wenn ich mir so diese ganzen jungen “Angie-Angie” -Schreier heute ansehe …

holger September 22, 2013 um 20:45

JHM

:D wem werden die wohl in 10 Jahren zu jubeln? Mir natürlich ;)

JHM September 22, 2013 um 20:45

Holger

AfD: Meine Gedanken, exakt. Ich finde das auch ein wenig seltsam. Abwarten und Tee trinken, denke ich mir, und rede mir erstmal ein, daß das wohl daran liegt, daß es für irgendwelche Prognosen dahingehend ja keinerlei vorherige Zahlen gibt. Und allein hier in Berlin sind ja fast 550000 Briefwähler noch mitten in der Auszählung, und hier liegt die AfD anhand der vorläufigen Hochrechnung laut Tagesspiegel jetzt schon bei 5,6%.

JHM September 22, 2013 um 20:48

Holger,

Nix da, Ihnen wird gar niemand zujubeln, sondern mir, weil ich die besseren Fummel und die schickere Tiara habe und sowieso meinen Machiavelli öfter gelesen habe als Sie. :-D

holger September 22, 2013 um 20:59

JHM

Den Lorbeerkranz habe ich schon lange fertig… das Programm konnte man hier Jahre lang verfolgen.

Ich lasse mir doch von einem daher gelaufenen jetzt nicht schon die Butter vom Brot nehmen :D

"ruby" September 22, 2013 um 21:08

Ihr kommt zu spät
Merkel hat die nächsten Opfer schon ausgespäht
;-)

JHM September 22, 2013 um 21:08

Holger

*Gacker* ;-)

Wer sagt Ihnen denn, daß ich hier nicht seit Jahren schon still und leise mitlese und Ihre Kommentare bestens kenne? …

"ruby" September 22, 2013 um 21:16

Es sind noch zwei Stunden zum spekulieren – also nun mal los – erst dann kommen die gnadenlosen Stimmergebnisse.
War bisher doch ein amüsantes Vorspiel.
Im Osten soll die AfD bei 6,6% liegen …
Also Steinmeier wieder Außenminister ?

peter September 22, 2013 um 21:17

>>FDP ist aus der Berliner Runde raus, abgeschaltet – historisch !

Muss das nicht Hertorisch heißen? Bin aber froh, dass Bürderle mir erspart wurde ;-)

holger September 22, 2013 um 21:17

JHM

das ist mir durchaus bewusst… oder auch nicht ;) Fakt ist, in 10 Jahren oder vielleicht sogar in 7 Jahren, werde ich die Macht übernehmen… das Programm läuft wie gedacht… dauert zwar seine Zeit, aber es geht. :D

Harren wir der Dinge die nun kommen werden. Das Ergebnis heute spricht Bände. Die SPD stagniert. Dh nix mehr rote Rosen im Altenheim. FDP Adieu Fipsi Brüderle Genschman etc.pp. Und die CU ohne die Göttin ruiniert. Kauderwelsch macht auch nicht ewig Schäuble auch nicht.

Kömmt Zeit kömmt Holgi :D

holger September 22, 2013 um 21:20

JHM

unterschätzen sie nie, die Macht die in Göttingen geformt werden kann :D

JHM September 22, 2013 um 21:54

Holger,

Göttingen ist ja ein völlig bedeutungsloses Kaff. Da gabs zwar mal was, man erinnert sich vage, aber das ist lange her, es hat sich reichlich ausgeformt da. Außerdem sollten Sie mal dringend an Ihrer Kommasetzung arbeiten, denn so wird dat nüscht mit der Weltherrschaft. Im Übrigen sitze ich schon rein familiär feist und bräsig in Dahlem, ich muß es im Gegensatz zu Ihnen also gar nicht erst noch in die besseren Kreise schaffen, um irgendwohin zu gelangen. Ick bin da schon. Von wegen der Macht und alledem :-D

Und wat is nu mit Mutti? Schwarzgrüne Kette in der Elefant_Innenrunde, soso … muß man sich da jetzt Sorgen machen?

Marlowe September 22, 2013 um 22:08

…grade reingelinst, in dieses live-hangout.

Gibt also begründete Hoffnung, daß die Sieger im Rausch dem Untergang entgegenschreiten.

Tipp: der Streit um die Autobahnmaut sorgt für Neuwahlen. :-)

holger September 22, 2013 um 22:10

JHM

—>>>Außerdem sollten Sie mal dringend an Ihrer Kommasetzung arbeiten”

Das, lassen Sie gerne mal meine Sorge sein, wann ich gewillt bin ein Komma oder Kommatas zu setzen… und was in Da-Lehm los ist, weiß ich nicht. :D

Wir Leben im Change und der wird sich in den nächsten Jahren, liebe Bürgerinnen und Bürgen, Wählerinnen und Wähler, immer deutlicher abzeichnen.

Somit bin ich gewillt den Rubicon zu überschreiten.

Naja immerhin, ein wenig Perspektive…

aber vorher sollte ich wohl noch ein paar Ocken machen LOL

"ruby" September 22, 2013 um 22:24

“Ruby”con ist vergeben, wo auch immer der ist
;-)

"ruby" September 22, 2013 um 22:33

zum download
vom Mastermixer Dexbam
http://www.youtube.com/watch?v=xTR_YhjrWYs

Marlowe September 22, 2013 um 23:18

für dies sollte man stoned sein oder auch nicht, nobody knows:

http://www.youtube.com/watch?v=DbFV85rwlsA

Für Holger, ich kenn da einen, der heißt Charon, der hat ne Fähre, ob aber über den Rubicon? Habs vergessen.

Styx?

http://www.youtube.com/watch?v=ORm1UJ9QRHY

Zum hangout, war ja lustig, kaum kam der dicke Michi, ach ne, der dicke Gabriel aufs Tapet, da wurde es mal interessanter.

:-)

Am Ende aller Diskussion landet man dann doch bei der Körbchengröße von Miss M.

Ciao

M.

Schatten September 22, 2013 um 23:28

Mann, ist das spannend, das mit der Wahl!

Rot-noch röter-Grün vielleicht als Chaos-Faktor. Dann ginge meine kleine Wette auf ein Absinken des DAX noch noch auf. Dass allerdings die AfD so enttäuschend abschneidet, trotz Akademikern und Schlips und Kragen, das hätte ich echt nicht gedacht.

Aber so ist er, so wird er bleiben, der real existierende Deutsche: Ruhe und Ordnung sind erste Bürgerpflicht!

holger September 22, 2013 um 23:37

Marlowe

—>>>Styx?”

ach der olle Scrabble Punkter :D

Frach den Nahen-Osten? Was machen die doch alle nun ohne Westerwelle? LOL

JHM September 22, 2013 um 23:37

Was mich nicht wundern täte wäre, wenn der Unfug mit der schwarz-grünen Merkelkette allen Ernstes auch noch tatsächlichen Symbolgehalt hätte. Die Alte ist ja nicht blöde, die weiß schon, wie man Spaß hat und ein Spielchen treibt mit dem Michél. So wie die und der Trittin da am shakern waren in dieser Elefantenrunde täte mich auch diese “Überraschung” nicht wundern, zumal ich den Grünen aus Machtgeilheit alles, aber auch wirklich alles zutrauen würde, selbst eine Koalition mit der Rauten-Ische würde mich bei denen nicht mehr wundern. Und Madamm könnte die nächste kleine Partei, die Ihr massiv auf die Ketten geht, politisch und inhaltlich an die Wand schieben und gaaaanz langsam und entspannt verdauen im Laufe der nächsten 4 Jahre.

Hoffe mal, das dies alles nur meine müde Spinnerei zum Abend ist.

Und zur AfD und der FDP sage ich nur, daß allein nur in Berlin eine halbe Million Briefwahlzettel noch gar nicht ausgezählt sind.

holger September 22, 2013 um 23:39

Leuthäuser Schnalzenberger Niebel Fipsi und und und wo sollen die nun alle hin? :D

Auch wieder ein Naja… die fallen alle weich und Flausch…

holger September 22, 2013 um 23:43

JHM

—>>>Und zur AfD und der FDP sage ich nur, daß allein nur in Berlin eine halbe Million Briefwahlzettel noch gar nicht ausgezählt sind.”

Wieso das denn nicht? Man kann doch auch vorher mal gucken… oder nicht?

niemand September 22, 2013 um 23:56

>”Rot-noch röter-Grün”

Yes, das ist eine natürliche Mehrheit momentan – auch unter der Fanfare “Merkel-Republik” hat sie keine Mehrheit bis jetzt.

Dann aber blieben an deutschen Schulen in den kommenden Wochen die Tafeln… erm… grün.

Frankie Bernankie September 22, 2013 um 23:57

@jhm

“Und zur AfD und der FDP sage ich nur, daß allein nur in Berlin eine halbe Million Briefwahlzettel noch gar nicht ausgezählt sind.”

Ach, Berliner Stimmen werden bei der Bundestagswahl mitgezählt? Da schau her, das war mir nicht bewusst.

Gruss aus Bayern, das seit dieser Land- und Bundestagswahl ein neues Massentierhaltungsproblem hat : zuviele CSU-ler auf zu kleiner Fläche…

Schatten September 22, 2013 um 23:59

Echt entspannend, die Befriedigung kleinbürgerlicher Sehnsüchte, Hip Hop, Rap, so to say, aber keine Angst, ist sehr melodisch und ohne Reime: GTA V, Trailer aus dem Spiel, das innerhalb von zwei Tagen mehr als eine Milliarde der schönen US Dollar erlöst hat…

http://youtu.be/p5UmVM60nXM

JHM September 22, 2013 um 23:59

Holger

Isch abe in Wahrheit ja keine Ahnung von dem ganzen schland’schen Demokratur-Ritual. Ich bin ja eigentlich Monarchist und finde Politik total grauenvoll. Blickt doch eh niemand mehr durch bei dem ganzen Tadöh. Ich kann nur das wiedergeben, was man so lesen, sehen und hören kann. Und es heißt halt, daß Briefwahl noch nich gezählt sei.

chabis September 23, 2013 um 01:39
topi September 23, 2013 um 02:27

Schwarz-grüne Kette. Soviel Humor hätte ich ihr gar nicht zugetraut.

Eine ganz knappe absolute Mehrheit hätte was gehabt.
Merkel hääte logischerweise die CDU aufgerieben, und wäre nächstes Mal als Präsidentin angetreten; am besten gleich vom vereinigten Europa der Sparprogramme.

Das wäre lustig gewesen, wenn auch die Hardcore-Abweichler in Euro-Fragen nicht mehr hätten abweichen können.

Wie stehen die Wetten? Wie lange braucht es, bis schwarzrot steht?

Betreuungsgeld gegen Maut? (die sich sehr einfach einrichten lässt, durch abgesenkte KFZ-Steuer)
Bayern kriegt damit mehr Mittel für den Verkehrsausbau, und kann damit ein Länder-Betreungsgeld finanzieren. winwinwin,Seehofer wird zum Sonnenkönig ernannt.

Welche Steuersätze werden erhöht?

Man kann ja an 2005 erinnern. 2 Prozent MWSt-Erhöhungs-Planung trifft auf Null, raus kommen 3. Naja,so wird es wohl diesmal nicht kommen. :roll:
Etwas Spitzensteuer, etwas Kapitalertragssteuer, und ein wenig Vermögensbesteuerung, die FTS könnte ernsthafter verfolgt werden (die Union kann sich dagegen nur schwer wehren, da sie ja immer behauptet hat, sie will eine).

Der Mindestlohnkompromiss ist eher leicht.
Es gibt keinen allgemeinen flächendeckenden, sondern Tariflösungen. Aber wahrscheinlich Mindestwerte für die Tariflösungen, ich könnte mir 8,50 vorstellen, aber natürlich nicht 2014 sondern für 2018, beginnend mit 6,20 oder sowas. Damit könnte beide Seiten behaupten, ihr Konzept im Prinzip durchgesetzt zu haben.

Sozialversicherungen sind schwieriger zu prognostizieren.
Wahrscheinlich wird nur ein wenig Pflegereförmchen gespielt,der Rest läuft erstmal weiter. Solange die Überschussexportarbeitsplätze einzahlen, läuft es ja, warum da rangehen. Das ganz dicke Ende steht mit dem Abbruch des Exportüberschusses an; aber Politik wird sich nun nicht um echte Probleme kümmern, die noch nicht akut sind.
In der Rente (67) steht der Kompromiss mit Überprüfung der Beschäftigung der Älteren, bis dahin passiert nix. Dann wird man sehen.
Und irgendeine Lebensleistunslügenrente für 53 Versicherungsjahre und 28 Riesterverträge wird es wohl geben. Interessant dabei, ob aus Steuermitteln, oder ob man das System doch angeht.

EuroKrise? Det looft einfach weiter. Bis es nicht mehr looft. Kein Handlungsbedarf für den Koalitionsvertrag. (naja, ein paar Kulissen aka “Investitions- und Aufbauprogramme” werden geschoben)

Spannend wird, auf welche Art sie die Energiewende verkacken. :roll:
Schlimmer als jetzt kanns nicht werden (sagte deprimiert der Pessimist; antwortet der Opimist strahlend: klar, immer!)
Ein bisschen symbolische Stromsteuersenkung für den Strompreisgeplagten Michel sind drin. Und vielleicht die Erkenntnis, dass man den Atomkram doch in die Taiga schicken kann (natürlich steht im Koalitionsvertrag noch die konzertierte Suche, jetzt packen wirs)

Netzpolitik? Braucht man nicht mehr, die Piraten sind erledigt.
Justiz? Ach.
Verteidigung läuft wie immer. Wo steht der nächste Hindukusch?
Innen. NSA hält sich an die Gestze, hat sie gesagt, kein Handlungsbedarf. Ottokatalog reicht noch.
Andere Politikfelder? Bunte Worte.

Also den Koalitionsvertrag kann man in drei Wochen zusammenschustern, wenn man will.
Mal sehen, ob es starke Auseinandersetzungen in der SPD gibt; 41,75 zu 25,7 ist so fett, dass am Ende staatstragend Realpolitik gemacht wird.

Personal kommt später. Merkel wird sich großzügig zeigen.

topi September 23, 2013 um 02:29

Wie jetzt, FDP quetscht sich in Hessen noch rein.
Damit wäre rotrotgrün sehr dünn, TSG kriegt schlaflose Nächte,mit Ypsilanti aus Gespenst, welches herumwabert.

topi September 23, 2013 um 02:50

Das Parteiensystem kommt noch mehr in Bewegung, selbst die immerwährende und oft am Abgrund taumelnde FDP kann es einfach erwischen.

Bei der Europawahl sollte die AfD ordentlich Prozente holen, und damit kaum noch negierbar sein. Die Union muss reagieren, entweder inhaltlich (sorry für den Scherz), oder mit prinzipieller Koalitionsbereitschaft.

Bis 2017 kann dann vielpassieren.
Entweder die Union bleibt stark, und Kraft als Gegenmodell bringt der SPD mehr Prozent, dazu ein paar Grüne, so dass es eine Art Damenduell gibt.
Daneben dann noch eine noch etwas kleinere Linke und eine kleine AfD.

Oder es kommt zu einer deutlichen Zersplitterung wie in anderen Ländern. Bspw schlagen Themen der wieder bürgerlicher auftretenden Grünen durch (Stuttgart 21 ist überall), die FDP kommt als liberale Partei zurück, die AfD als Konservativer Sammelpunkt etabliert sich.
Das geht zu Lasten der Union, die auf 30 abstürzt (war es nicht so, dass die Wahlschäfchen nach 8 Jahren ihre Kanzler über hatten?).
Die SPD bleibt wo sie ist, es gibt mehr Platz für Linke.

BB September 23, 2013 um 09:00

gäääääähn

Wahl endlich vorbei? Dieses postdemokratische Schaulaufen? Medien, Ihr ward peinlich! Alle!

Is ja klar! Wer jetzt mit der Merkel koaliert, der teilt bei der nächsten Wahl das Schicksal der FDP.

Selbstmörder vor! Grüne? SPD? Nur Mut.

In der SPD versuchen gerade die letzten Mohikaner, den Super-Verlierer Steinbrück zu retten:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-bremst-spekulationen-ueber-grosse-koalition-a-923802.html

Sofort begannen erste Sozialdemokraten zu spekulieren, ob Steinbrück womöglich auf den Fraktionsvorsitz schiele. Was auch immer der Kanzlerkandidat meinte, viele in der Partei sähen ihn gerne weiter an Bord. “Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er auch künftig eine aktive Rolle in der SPD spielen wird”, sagt der Sprecher des pragmatischen Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs.

Der Pragmatiker schlimmste Rüstungslobbyist und Mobber wo rumläuft in der SPD , der welcher sich in Ostfriesland eine Truppe Jusos als Saalschutz mit 2 Kästen Flens pro Woche warmhält, will den Looser Steinbrück vom Genießen seiner wohlverdienten Rente abhalten. Ich fass es nicht. Und der Steinmeier wird dann Minister? Und die Nahles etwa auch? Die Totengräber der SPD dürfen ihre Rente aufhübschen. Die Leistungsgesellschaft lasst grüßen.

Und bei den Grünen *Kecker, lach*. Die Künast will zurück zur Mitte. Hat sich direkt nach der Wahl als erste an’s Mikrophon gedrängelt. Und das, obwohl die grüne Basis in Berlin sie gar nicht mehr will. Aber ein Ministerposten, den traut sie sich trotzdem zu. Als Pragmatikerin hat man ja den Wählerwillen zu ignorieren. Das redet einem ja das Mediengesocks immer gerne ein. Von wegen: “Dem Wähler was zumuten”, usw. Die Künast ist echt ‘ne Zumutung, das ist richtig.

Der Özdemir hechelt auch schon “Ick bin immer noch schon da” und möchte als Minister sein Vielflieger-Bonusmeilen-Heftchen komplettieren. Ob’s funktioniert?

Aber keine Sorge, die transatlantische Gesellschaft hat in den letzten Jahren viel Nachwuchsarbeit bei den Grünen geleistet.

Omid Nouripour

“… ist im Vorstand des “Verein Atlantikbrücke” und der “Deutsche(n) Atlantische Gesellschaft”. Einer der NATO-Lobbyisten, die bei den Grünen inzwischen ‘Pazifismus’ definieren
… “

… und steht fertig ausgebildet für einen Generationenwechsel zur Verfügung. Da wäre ein zusammen mit Claudia Roth abgesibbelter Özdemir kein großer Verlust.

Bruchmüller September 23, 2013 um 09:46

@ topi

Deine Voraussagen für 2017 sind überzeugend. Das lässt mich vermuten, dass Du auch die Konstellationen 2021 präsentieren kannst, wenn auch noch nicht die Nachkommastellen. Vergiss nicht, dass danach “Die Blauen” kommen. Lass es uns wissen, wenn Du 2025 fertig gestellt hast.

Mann Mann Mann !

holger September 23, 2013 um 10:21

Ich weiß gar nicht, warum viele mit der GroKo rechnen. Die beste Konstellation ist doch Schwarz-Grün (Gelb-Blau).

Es steht ja noch die Energiewende an, und der Atomausstieg von Merkel bietet doch ne gute Plattform.

Da man mit den Dunkelroten eh nicht redet, höchsten mal labern lässt, haben wir wieder ein 3 Parteien System im Bundestag (alter Weststandard) die Position der FDP nehmen nun die Grünen ein. Nun, auf die Regierungszeit wie die FDP werden die wohl nicht kommen, aber die Rolle haben sie nun.

Für die Grünen wäre es jetzt die Chance, die nächsten 8 Jahre mit Pöstchen versorgt zu sein. Sollten die sich die Möglichkeit nehmen lassen? Ich denke nicht.

Wie oben ja schon geschrieben worden, könnte das der Club der Transatlantiker auch genehmigen. Viele der Grünen sind eingeweiht in der Kunst der Bilderberger&Co.KG

Außerdem haben sich die Grünen auch nie gegen Kriege ausgesprochen. Sind durch Joschka sogar richtig Staatsmännisch geworden. Also was spricht dagegen?

Also mit den Grüninnen und Grünen, liebe Bürgerinnen und Bürgen, ginge das schon.

Schwarz-Grün wäre der nächste kluge Schachzug der Göttin. Denn die Opposition ist ja dann nur noch Rot/ Dunkelrot und die ziehen nicht an einem Strick die Deppen.

Und in der Konstellation steht dann die SPD wie ein bepisster Hund da. LOL

Die SPD bekommt dann Prügel von Links und Bomben von Rechts aber laaaangsam.

Tja… die FDP nicht mehr da, herrlich :D

holger September 23, 2013 um 10:30

Also es liegt an den Grünen (innen) Macht oder nicht Macht das ist hier die frage :D

Marlowe September 23, 2013 um 10:47

“…und was sagt der Bundesrat zu Schwarz-Grün?”

Da wäre die GroKo ja angeratener?

War übrigens wählen und hab mich in der Wahlkabine überwunden, wollte eigentlich SPD und FDP wählen. Taktisch. Strategisch. Jedoch stellte ich fest, das Kreuz bei der Linken gemacht zu haben und AFD glaube ich auch. Das war so triebgesteuert.

In so einer Wunschkabine ist alles anders.
Inhalte und Programme vergessen. Der Bauch entscheidet.

Da fiel mir dann vor den ultimativen Kreuzen ein:
- Andrea Nahles mit Pipi Langstrumpf
- der dicke Michi aka Gabriel (nichts gegen Dicke :-) )
- der Rösler von der FDP, den Westerwelle hätte ich gewählt.
- die Pädogeschichte bei den Grünen (das hat definitiv den Ausschlag gebracht, danke für die über 300 Kommentare zu diesem Komplex, hier in diesem Blog)
- zumindest genügend Expertenwissen bei der AFD
- #Neuland

Nun denn, meinen Wahlzettel konnte/wollte ich nicht mehr korrigieren, seis drum, Merkel bleibt Kanzler. Alles für den Dackel.
Hab die Verlierer gewählt.

*************************************
????Geht Seehofer jetzt in Opposition????
*************************************

Jackle September 23, 2013 um 10:47

Ich habe mir gestern noch ein wenig den Hangout mit Hütt, Tilo Jung, S. Ewald und Konsorten angesehen. War jetzt nicht besonders interessant, aber eines muss ich dann doch feststellen.
Wenn ich mir die beiden jungen Weiber da anschaue, also einmal die verzogene SPD-Göre und andererseits die verzogene Politikwissenschaftlerin (“Ich habe STUDIERT!!”) graust es einen.

Jedenfalls dokumentieren die beiden, dass mit den Heranwachsenden keine Aufsicht auf Besserung besteht. Eher das Gegenteil. Ein junger Pirat wirkt kompetet dagegen. Welch Ironie.

Aber was soll’s. Sollen die Bekloppten mal weiter ihre Demokratie in der Postdemokratie simulieren. Who the fuck cares?

Andreas Kreuz September 23, 2013 um 10:50

@holger

Dagegen spricht, dass die Grünen nur eine Legislaturperiode benötigen,
um von Merkel zerlegt zu werden wie die FDP,
während hinter der SPD noch viel mehr Nicht-Checker herlaufen. Das sichert vielleicht auch noch die nächste…

Es wird wohl eher Schwarz-Rot,
wie ich vor einem halben Jahr schon schrub.

holger September 23, 2013 um 10:59

Andreas Kreuz

meinste denn der Jürgen Trittin wird jetzt diesen Strohhalm der Macht nicht ergreifen wollen?

Die Grünen können sich unter Merkel profilieren, es wächst zusammen…

Außen/Energie/Bildung/Familie/Bio-Kuh

Man munkelt momentan, das ein Asmussen Schäuble beerben könnte.

Nationale Brille mal weg, Europa Euronen Brille auf.

holger September 23, 2013 um 11:04

Andreas Kreuz

die Grünen können gar nichts anderes, als den Pakt mit der Göttin eingehen, denn in der Opposition werden sie untergehen. Was wollen die denn da Quaken mit ihren 8% ?

JHM September 23, 2013 um 11:04

BB & Holger

Ich würde ja vor Glückseligkeit drei Tage lang heiß p*ssen, wenn es wirklich zu Schwarz-Grün käme. Diese Konstellation wäre die Garantie für den Anfang vom Untergang der ganzen bigotten, machtgeilen grünen Moralinpumpen. Ich höre im Geiste schon die gluckernden Geräusche aus Muttis Hexenküche, wenn die das grüne Gemüse vier Jahre lang gaaaanz langsam und entspannt durch den Merkelmixer dreht … *gacker*

Marlowe September 23, 2013 um 11:13

….ah ja, Bildung. Bei uns in NRW wurde da wohl unter der Hand nach neuen Lehrmethoden gearbeitet. Und wir haben uns schon gewundert, warum der Kurze nachschulische “Extrem”-Betreuung benötigt (von wegen, Mütter können gewissenlos Vollzeit arbeiten)

Scheint aber, daß hier nach den ersten vergeblichen zwei Jahren das Stoppschild hochgehalten wird und dieses Projekt ein Ende findet.

“Kinder lernen gerne über Regeln und das brauchen sie auch.“ Ein Teil des Problems sieht Röber zudem bei den Lehrern selbst: „Viele Lehramtsstudenten wissen wenig über Grammatik und Orthografie. Diese Lücken können wir an der Hochschule in sechs Semestern Grundschulpädagogik nicht mehr schließen.“

http://www.derwesten.de/panorama/wie-eine-lernmethode-die-rechtschreibung-der-kinder-verhunzen-kann-id6346743.html#335811807

holger September 23, 2013 um 11:37

JHM

es ist doch ganz einfach:

Die Göttin tut sich doch nicht freiwillig die SPD an. Warum? Wegen Peer? Steinmeier Gabriel Oppermann?

Bei den Grünen gibt’s doch nur einen den sie unter Kontrolle bringen muss, und das wäre der Jürgen. Dann noch der Cem aber wer ist das schon?

Jürgen bekommt das AA und gut ist. Da hat er eh nichts zu melden, wie Westerwellchen, die Instruktionen kommen vonner Ost-Küste eh.

Cem macht dann Energie mit Altmaier zusammen, die andere machtgeile Göring Familie, Künast das was se kann Bio-Kühe, Bildung macht dann die Claudia da kann eh nichts schief laufen, da Länder Sache.

Ursula bekommt das Amt für besondere Aufgaben, was die auch immer sein mögen die besonderen Aufgaben.

Wichtig für Europa iss der Finanzminister, wenn man eben Asmussen hört im Munkeln, wäre ja nicht unmöglich. Wolfgang geht zum weisen Rat nach Brüssel und zieht dort die Fäden.

Das NSA Ministerium bleibt unverändert. Naja, als Soldat würde ich das mit der Verteidigung noch überdenken.

Also: Die Grünen übernehmen die Verantwortung für das alltägliche Leben innerhalb der BRD bis auf Bayern… viel falsch kann man da nicht mehr machen. Und die CU macht eben die große Europapolitik.

Das alles ginge mit der SPD nicht.

niemand September 23, 2013 um 11:39

>”Für die Grünen wäre es jetzt die Chance, die nächsten 8 Jahre mit Pöstchen versorgt zu sein. Sollten die sich die Möglichkeit nehmen lassen? Ich denke nicht.”

Mit konstruktivem Wechsel nach drei Jahren?

>”Schwarz-Grün wäre der nächste kluge Schachzug der Göttin.”

Das denke ich auch.

>”Da man mit den Dunkelroten eh nicht redet,”

Wäre Steinbrück Merkel, telefonierte er jetzt mit Gysi. Ob dies die SPD zerlegte, ist eins nicht: bewiesen. Daher ist Merkel Merkel.

JHM September 23, 2013 um 12:09

Und wo man grad dabei ist … tritt der Beck zurück. Räumt sich alles schon von janz allene uff.

holger September 23, 2013 um 12:10

Erste Zeichen gibts bei den Grünen schon, die Spitze will abtreten, und neu entscheiden lassen.

Danach wird Schwarz/Grün möglich.

Die SPD würde in einer GroKo untergehen… ich mein das Gesicht hat se eh schon verloren.

Und eines muss den Grünen bewusst sein, gerade bei den Mitgliedern, wenn sie jetzt nicht mit Schwarz mit ziehen, sind sie bei den nächsten Wahlen die FDP.

Auch sollte man bedenken, dass die CU sich jetzt personell in der Breite ganz anders aufstellen kann (Nachwuchs).

Und liebe Linken, ihr tut mir ja leid, aber es wird kein VEB Elektrokocherkombinat gegen General Electrics anstinken können.

Tja ich bin gespannt wer in den Fängen der schwarzen Witwe sich begeben wird.

Andreas Kreuz September 23, 2013 um 12:17

@holger

Die SPD würde in einer GroKo untergehen… ich mein das Gesicht hat se eh schon verloren.

AUFgehen – nicht unter-gehen :-)

Was für ein Gesicht?

topi September 23, 2013 um 12:21

Trittin und Göring würden auch schwarzgrün machen.

+++ Eilmeldung: Beck zieht sich vonder Spitze zurück und will “Fachpolitik” machen, sprich die Grünen als Liberale aufstellen+++

Die Basis?? Die flippt aus, wenn es nicht sehr starke Angebote von der Union gäbe.
Inhaltlich ginge schwarz grün, wobei dass den “Wirtschafts”flügel der Union hart träfe. Merkel zerlegt möglicherweise die Grünen, dafür holt die AfD (oder die unter Linden auferstehende FDP) erhebliche Mengen Konservativer ab.

Außerdem ist es nicht sicher, dass Merkel den dritten Koalitionspartner verfrühstückt. Man bleibt nicht immer Übermutti, und es gibt große Teile der “Bürgerlichen”,die auch Grün wählen könnten.Möglicherweise schrupft sich die Union auch nit einer Koalition selber.

Schwarzgrün hat keine Basis; im Bundesrat noch geschenkt, aber nicht mal in einem einzigen Bundesland. Das wird die Pragmatiker abschrecken.

Außerdem: wenn das platzen sollte während der Legislatur, könnte ja statt sofortiger Neuwahl erstmal rotrotgrün Sachpolitik machen, aka Hessen. Und das Land bemerkt, dass die Nato sich nicht in dem Moment auflöst, indem die SPD mit der Linken Politik abspricht.

Diesen Beweis will die Union nicht haben, schätze ich mal stark.
Wobei das Szenario davon abhänge, wie sich die Diskussion bei den Grünen entwickelt, ob sie ihre Basis auf Linie bringen können.

Denn eines muss man berücksichtigen: es kommt in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich zu Entscheidungen, bei denen Schluss mit eiapopeiaDeutschlandWachstumsmotorbrummtvorsichhin ist, sondern knallharte Verteilung von Lasten gewuppt werden muss.

holger September 23, 2013 um 12:25

topi

—>>>Schwarzgrün hat keine Basis; im Bundesrat noch geschenkt, aber nicht mal in einem einzigen Bundesland. Das wird die Pragmatiker abschrecken.”

Dann achte mal auf Hessen… :D

topi September 23, 2013 um 12:26

“Und eines muss den Grünen bewusst sein, gerade bei den Mitgliedern, wenn sie jetzt nicht mit Schwarz mit ziehen, sind sie bei den nächsten Wahlen die FDP.”

Zum Beispiel die FDP von 2009, mit 14,6 Prozent.
Das ist eine realistische Möglichkeit. Zumindest wünschen sich das diverseGrüne. In anderen europäischen Ländern regieren “Liberale”, eigentlich will ja auch der moderne Bürgerliche nicht mehr (nur) “konservativ” sein.

Zieht man Merkel ab, was bleibt von der Union??
Außerdem könnte die sich nach rechts bewegen, um die AfD abzuwehren.

holger September 23, 2013 um 12:27

topi

im übrigen hast du gar kein Gefühl dafür, was nun iss im Westen, nachdem 45 Jahre Regierung FDP nicht mehr sind :D

holger September 23, 2013 um 12:33

topi

—>>>Zum Beispiel die FDP von 2009, mit 14,6 Prozent.
Das ist eine realistische Möglichkeit. Zumindest wünschen sich das diverseGrüne.”

Wünschen kann man sich viel… LOL Wenn aber selbst in meinen Bekannten Kreis 90% Grüne (Angestellte Kreis/Land/Kommune Lehrer) sich nicht mehr Grün sind… LOL

Grün muss sich Inhaltlich ändern… wollen sie in ihrem Hauptfeld Energie und Bio-Kühe noch was reißen.

Ansonsten sind sie überflüssig… Frag den Wenzel zu Göttingen der im NDS Parlament sitzt.

holger September 23, 2013 um 12:34

topi

—>>>Zieht man Merkel ab, was bleibt von der Union??”

LOL sie iss aber DAHA schon gemerkelt? Hätte hätte Fahrradkette.

Linus September 23, 2013 um 12:45

Frau Merkel hatte es bisher recht bequem. Die FDP war ihr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Das ist mit den Grünen nicht ganz so einfach. Die können während der laufenden Periode immer wieder damit drohen, ihr die Gefolgschaft aufzukündigen, und dies auch tatsächlich tun, bevor es in der Partei zu sehr knirscht. Das hiesse also iW zusätzliche Profilierung innerhalb der Legislaturperiode. Insofern hätten die Grünen ein Auseinanderbrechen der Koalition nicht zu fürchten.

Für die SPD sieht das schwieriger aus. Anders als die Grünen, wird die SPD als staatstragend empfunden. Deswegen wird sie sich in die Koalition gedrängt. Es ist jedoch gut möglich, dass es darüber die Partei während der laufenden Periode zerreisst. Dies wäre der doppelte GAU für die SPD, nämlich Spaltung und Vorwurf der mangelnden Verantwortung.
Umgekehrt hätte die SPD in der Opposition die Möglichkeit, sich selber etwas aufzuräumen. Die hatte sie allerdings auch bisher nicht genutzt.

Minderheits-Regierung:
Das scheint mir Merkels Sache nicht. Dann doch lieber gleich Neuwahlen mit der Aussicht, die FDP doch wieder ins Parlament zu bekommen und so weiter zu machen wie bisher. Und falls das nicht klappen sollte, hat man immer noch die gleichen Optionen wie jetzt.

Fazit aus Merkels Sicht: Wunschpartner SPD. Ansonsten Neuwahlen.

topi September 23, 2013 um 12:46

Jetzt isse da.
Und beliebt, weil ja alles so super.
Wenn es nicht mehr so super ist?
Dann ist Heulen und Zähneklappern. Und die liebe Mutti, die alles so schön gerichtet hat, dass sich Michelchen nicht um die da oben kümmern braucht (und sich aufs Hamsterrad konzentrieren konnte, um nicht zum immer größeren Prozentsatz zu gehören, die unten rausfallen), könnte auch schnell als Politikverweigerin dastehen.

Erinnerste dich an Bruder Johannes? Was war der mal beliebt, eh.

niemand September 23, 2013 um 13:04

>”Schwarzgrün hat keine Basis”

Merkwürdig, nach meinem Verständnis hat /Merkel/ keine Basis, Schwarz keine Basis, außer beim Horst.

>”Deswegen wird sie sich in die Koalition gedrängt.”

Die ARD verbreitet nach Verhall des Jubels jetzt eine Zeile, für RRG “scheine es zu früh”. Wahrscheinlich hat die SPD gar keinen Kanzlerkandidaten auf die Schnelle…

topi September 23, 2013 um 13:15

Linus, das warten auf Neuwahlen ist für Merkel allerdings auch sehr riskant.
Die Umfragen für die AfD könnten nach oben schnellen (Hype wie bei den Piraten), und dann reichts auch nicht mehr für schwarzgelb.

Aber das kann man ja erstmal alles abwarten aus ihrer Sicht, es wird sicher keine Schnellschüsse geben wie letztes Mal.

Personell hat Fau Schröder gezeigt, dass sie durch und durch eine Konservative ist, und nimmt Kinderauszeit. Sieg für Superursula.

Die müsste bei schwarzrot wahrscheinlich weichen (Schwesig vielleicht; wie hieß der SPD-Kompetenzteamler Soziales, kenn den jemand noch?); da es nur bergauf geben kann, und Außen vergeben ist und Finanzen eher nicht in Frage kommt, wird sie mal den Soldaten zeigen, was Sache ist. Als Mutter von sieben Kindern, berufstätig, macht ihr kein Spieß was vor. :roll:

De Maiziere geht dann wieder ins Kanzleramt und hält Merkel den Rücken frei. Mit Mini-Drohnen. Oder so.

holger September 23, 2013 um 13:16

Linus

die Grünen haben gesehen Rot/Grün gibts nicht… auch auf lange Sicht nicht.

Sie sind im BT nur noch mit 8% vertreten.

Wenn die Grünen nicht den Strohhalm nehmen den ihnen die Göttin hinhalten wird, dann können sie gleich nach Hause gehen.

Die Themen der Grünen hat die CU doch schon längst übernommen.

Es geht um das Überleben der Grünen. Das sollte selbst den Bio-Kühen und Müsli-Fressern bewusst sein.

Die Felder sind abgegrast, die Öko-Energie wird schon von den großen Konzernen gelenkt. Ob Wind Solar oder Gas… wer das nicht mitbekommt, lebt halt ohne Informationen, was das betrifft.

Also was haben die Grünen für eine Chance?

Der Groko stehen 2 dann gegenüber mit jeweils ca. 8%

Da kann der Gysi schimpen wie nen Rohrspatz…

topi September 23, 2013 um 13:17

” Wahrscheinlich hat die SPD gar keinen Kanzlerkandidaten auf die Schnelle…”

Das hatte sie nach Schröder nie. Oder wer sollte da ernsthaft Kanzler werden können?
Gegen Übermutti kann es aber auch nur eine Kanzlerkandidatin geben; die müsste aber seeehr laut gerufen werden.

topi September 23, 2013 um 13:20

“Der Groko stehen 2 dann gegenüber mit jeweils ca. 8%”

Ja eben.
nach der GroKo verlieren in aller Regel dir Großen (unterschiedlich stark) und gewinnt die Opposition. Alles andere ist sehr überaschend.

Und dass es Lindner schafft, in kurzer Zeit die FDP so aufzustellen, dass sich die grüne Kernklientel hinreißen lässt, mag ich stark bezweifeln. Rhetorisch kriegt der das hin; aber jeder kennt das praktische Verhalten der FDP, von Markt palavern, und knallhart Klientelpolitik betreiben.

BB September 23, 2013 um 13:25

Die Medien beteiligen sich fleißig an der Wiederauferstehung der FDP.

Jeder Furz von denen schafft es im Moment ganz oben in die Meldungen. Lindner grinst uns schneidig von jedem Titelbild entgegen.

Bin mal gespannt, ob die bald wieder penetrant in jeder Talkshow sitzen.

holger September 23, 2013 um 13:28

topi

—>>>nach der GroKo verlieren in aller Regel dir Großen (unterschiedlich stark) und gewinnt die Opposition. Alles andere ist sehr überaschend.”

Was soll eigentlich der Quark?

Vermutlich haste das Wahlergebnis immer noch nicht geschluckt wa?

Weder Grüne noch Linke gewinnen bei der Konstellation überhaupt was… mit was denn?

Wo iss sie denn die Grandiose Linke?

Linus September 23, 2013 um 13:31

“dann reichts auch nicht mehr für schwarzgelb.”
Das tut es jetzt doch auch nicht. Und SchwarzRot wäre immer noch drin. Und die SPD noch mehr unter Druck.

“Wenn die Grünen nicht den Strohhalm nehmen den ihnen die Göttin hinhalten wird, dann können sie gleich nach Hause gehen.”
Das ist KEIN Strohhalm, das ist der Grossmast. Die Grünen würden bei SchwarzGrün in jedem Fall gewinnen, Merkel allerdings tendenziell verlieren. Deswegen SchwarzRot aus Sicht von Merkel. Nebenbei sackt sie damit den Bundesrat ein.

holger September 23, 2013 um 13:32

topi

haste dir mal ausgerechnet, wie viele Wahlberechtigte auf Grün und Rotfront pfeifen im Makro?

Das mag zwar im Rot-Front Viertel Groß-Berlin nicht auffallen, aber Bundesweit wohl schon…

holger September 23, 2013 um 13:34

Linus

—>>> Die Grünen würden bei SchwarzGrün in jedem Fall gewinnen, Merkel allerdings tendenziell verlieren.”

Nö… warum sollte Sie? Sie macht die große Europapolitik dette reicht. Um den Michel kümmert sich dann Grün. Und wenn Grün zu viel Mist macht, dann wird sie sondieren… und es zur Chefsache erklären.

topi September 23, 2013 um 13:34

Bundesrat schwarzrot? Nein, keine 35 Stimmen.
Aber ich kenn die Koalitionsregelungen der Länder nicht, vielleich tgibt es Enthaltungsanweisungen, die dann eine Mehrheit mit weniger STimmen ermöglichen.

holger September 23, 2013 um 13:37

Linus

—>>> Deswegen SchwarzRot aus Sicht von Merkel. Nebenbei sackt sie damit den Bundesrat ein.”

Was will denn der Bundesrat in Europapolitik machen? Gar NIX…

Merkel geht es jetzt um das Gebilde Europa zu formen, da STÖRT die SPD. Denn den Kuchen Europas Heldin zu sein, müsste se sich ja mit der SPD TEILEN.

Merkel ist die Göttin EUROPA

holger September 23, 2013 um 13:41

Merkel ist doch nicht doof…

Die geht jetzt in die letzten 4 Jahre… meint denn einer die lässt sich jetzt den Triumph noch nehmen, weil Topi meint, irgendwas würde mit der Gerechtigkeit Kita und Steuern nicht passen?

Denkt doch nur mal 5 Minuten als MACHT-Mensch…

topi September 23, 2013 um 13:43

Letztes mnal, Holger: solange es läuft, ist man gerne Chefin Europas, auch alleine.
Ansonsten nicht.

Soldat Schwejk September 23, 2013 um 13:45

Na gut, zwei meiner Wünsche von gestern abend sind eingetroffen, der dritte nicht…

Ich denke, es wird jetzt ein ziemlich langes Gewürge geben, natürlich werden die Grünen mit Merkel verhandeln, und so als Teil des Pokerspiels werden auch Gedanken über eine rot-grüne Minderheitsregierung ins Feld geworfen werden (letzteres aber nicht ernsthaft).

Schwarz-Grün? Die Horrorkoalition für Mieter. Andererseits könnte die SPD dann ganz gewiß nicht weitere vier Jahre gebetsmühlenartig wiederholen: Im Bund nie, nie, nie mit der Linken!

Aber ich glaube nicht, daß Schwarz-Grün kommt. Erstens: Der mächtige Bayern-Horst. Zweitens: In manchen Ländern sind die wie Hund und Katz’. Hier in Berlin etwa sind Schwarz und Grün weiter auseinander als irgendwer sonst. Drittens: Großes gegenseitiges Mißtrauen nach der Nummer in Hamburg. Viertens: Keine Mehrheit im Bundesrat in Sicht. Fünftens: Merkel muß befürchten, daß dann der tiefschwarze Rand der CDU so richtig zur AfD hin abbröckelt.

Rot-Rot-Grün bei der knappen Mehrheit undenkbar. Es wäre vorprogrammiert, daß recht schnell in einer Sachfrage die Mehrheit mal nicht steht. Dann wäre eine Linkskoalition auf Jahre hinaus diskreditiert. Ich würde der PDL davon abraten, die Variante für dieses Jahr schon ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Also ich setze auf das Pferd Schwarz-Rot. “Die Schindmähre zu Schanden reiten…”

holger September 23, 2013 um 13:47

topi

dann pass mal auf, was in Europa passieren wird. Und lass mal wie gemunkelt Asmussen den Finanzminister geben.

Die Sparpolitik wird jetzt gelockert. Warum? Damit der Süden wieder aufatmen kann, und das wird die Göttin bringen…

Einen Grund wird es dafür geben, dem Süden wieder Hoffnung zu machen. Weil wer verdient daran?

Du Makro Ökonom ;-)

holger September 23, 2013 um 13:50

Soldat

—>>>Aber ich glaube nicht, daß Schwarz-Grün kommt. Erstens: Der mächtige Bayern-Horst.”

Wem gehört die meiste PV in Bayern? Den Grünen? Oder den CSU Bauern? :D Die Grünen sind sich näher mit der CSU als das Äußere scheint…

Nicht? Dann guckt euch mal die Photovoltaikflächen in Bayern an… und wer der Eigentümer ist…

Linus September 23, 2013 um 13:53

“Bundesrat schwarzrot? Nein, keine 35 Stimmen.”
So kategorisch war das nicht gemeint.
http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/154340/mehrheit-im-bundesrat

“Länderregierungen, in denen sowohl Regierungs- als auch Oppositionsparteien des Bundes vertreten sind, enthalten sich daher in der Regel der Stimme.”

Derzeit wären sicher 18 Stimmen der GroKo, plus ev. HH mit 3, plus ev. Länder mit FDP-Beteiligung mit 15. In Summe 36.

SchwarzGrün wäre interessant. Zählt man die FDP zur Opposition, dann gäbe es praktisch nur noch Stimmenthaltungen im Bundesrat, mit Ausnahme von HH und Brandenburg.

holger September 23, 2013 um 13:54

Das Gleiche gilt fürs Ländle… ja meint denn einer der jetzige Präsi iss ein Grüner?

Der ist Schwarzer als Schwarz.

Ihr habt doch echt keine Ahnung was hinter den Ökofaschisten steckt.

Linus September 23, 2013 um 13:55

@holger: Europa geht nur mit Verfassungs-ändernder Mehrheit.

holger September 23, 2013 um 13:56

Ist euch schon mal aufgefallen, wer nach der Einführung EEG den größten Reibach mit EEG gemacht hat?

Nicht? die Linken jedenfalls nicht…

holger September 23, 2013 um 13:58

Linus September 23, 2013 um 13:55
@holger: Europa geht nur mit Verfassungs-ändernder Mehrheit.”

Lassen wir das mal weg, 146 GG wird nicht umgesetzt.

topi September 23, 2013 um 14:05

“SchwarzGrün wäre interessant. Zählt man die FDP zur Opposition, dann gäbe es praktisch nur noch Stimmenthaltungen im Bundesrat, mit Ausnahme von HH und Brandenburg.”

Und Hessen 5 Stimmen plus, macht 5 gegen 3 im Bundesrat, super Ergebnis. :D

Es gibt allerdings noch andere Mehrheiten im Bundesrat, als die relative.

Jackle September 23, 2013 um 14:05

Wie immer kluge Analysen, Holger!

Linus September 23, 2013 um 14:11

@holger: Wer redet denn von 146 GG. Da kommt noch vieles vorher.

@topi: Stimmt, Hessen hat ich ganz vergessen. Das reimt sich sogar :-D

JHM September 23, 2013 um 14:13

Natürlich ist die grüne Option viel näher an den Schwarzen als die Genossen! Geht mal aufs flache Land, z.B. im Südwesten, da sind die Grünen schwärzer als die Schwarzen es je sein könnten oder wollten. Ich kanns abwarten, wer da jetzt den neuen Vorstand macht. Wenn Leute der Großstadtgrünen wie die Roth mit ihrem ewig großen Maul oder die Künast mit ihrem verkniffenen Gesicht erstmal weg sind wird das langsam spannend. Da rutscht dann nämlich auf dem Wege in die besseren Etagen das auf der transatlantischen Karriere-Schleimspur ran, was z.B. in Baden-Württemberg als vorzeigegrün gilt, da werden sich noch einige verwundert die Augen reiben, wie gut die Sorte dann mit Mutti klarkommen kann.

holger September 23, 2013 um 14:16

Jackle September 23, 2013 um 14:05
Wie immer kluge Analysen, Holger!”

Muss sein Dschakeline… ich verdiene ja auch mit der politischen Lage im Energiesektor meine Kröten :D

Linus September 23, 2013 um 14:18

@JHM: Die Grünen als Schwarze mit MultiKulti?
Was gibt Schwarz und Grün? Taliban!

Linus September 23, 2013 um 14:19

@holger:
“Muss sein Dschakeline… ich verdiene ja auch mit der politischen Lage im Energiesektor meine Kröten”
Und? Was wählst DU so?

holger September 23, 2013 um 14:20

Was ich ja den Linken gönne, iss ihre ständige Ohnmacht nix ändern zu können, aber weiter kläffen zu können. :D

JHM September 23, 2013 um 14:22

Linus,

Dann paßt das doch alles ganz wunderbar. ;-)

holger September 23, 2013 um 14:25

Linus

—>>>Und? Was wählst DU so?”

Eigentlich gar nix, aber ich habe weiter oben erklärt, warum ich Opfermann angekreuzt habe, und mit der zwoten die AfD… das wäre ja mal ne Diskussion wert gewesen Eurotz ja oder nein, aber da ich nun mal auch in Eurotz Kosten und Ausgaben zu decken habe, wird das eben noch vertagt.

Wegen irgendeiner Ideologie aussem Mülleimer fressen zu müsssen, habe ich auch keinen Bock mehr drauf. Man wird ja nicht jünger.

Carlos Manoso September 23, 2013 um 14:28

@holger September 23, 2013 um 13:37
„Merkel geht es jetzt um das Gebilde Europa zu formen, da STÖRT die SPD. Denn den Kuchen Europas Heldin zu sein, müsste se sich ja mit der SPD TEILEN.
Merkel ist die Göttin EUROPA“

holger, sowas kommt bei mir fast nie vor, aber diesmal bei kommt mir schiere Bewunderung für die verblüffende Weisheit des „Souveräns“ auf. Die CDU/CSU Merkels verpasst ganz knapp die absolute Mehrheit der Parlamentssitze und ihr gelber Partner, die FDP, scheitert an der 5%-Klausel! Da kommt ganz große Freude auf !

Der Ball liegt jetzt ganz klar im Spielfeld von Merkel. Merkels Problem ist sonnenklar: Merkel braucht jetzt einen SEHR starken Partner (z.B. wg. Europa, Sozialstaat etc.) . Der einzige sichtbare starke Partner ist jetzt die SPD und das schönste ist, dass das die Führung der SPD und Merkel das beide glasklar wissen.

Merkel könnte jetzt nur noch bluffen mit der absoluten Blödheit der grünen Partei. Aber jeder weiß, dass das grüne Projekt in wenigen Jahren absolut mausetot ist, falls einige grüne Hanseln jetzt in der Stunde der Wahrheit der Aussicht auf Regierungsmacht erliegen. Ich schätze Angela Merkel als viel zu klug ein, um diesen faulen Bluff zu spielen, denn wenn Merkel denn Erfolg damit hätte, wäre Merkel viel schneller mausetot als mancher denkt.

Theoretisch möglich wäre natürlich für Merkel ganz eiskalt eine Minderheitsregierung mit Duldung von SPD und manchmal auch der grünen Partei, was aber für Merkel einen noch höheren Preis kostet.

Deshalb, die Göttin EUROPA wird m.E. sehr klug mit der SPD den hohen Preis verhandeln, den sie, wie sie weiß, jetzt zahlen MUSS.

niemand September 23, 2013 um 14:29

>”Rot-Rot-Grün bei der knappen Mehrheit undenkbar. Es wäre vorprogrammiert, daß recht schnell in einer Sachfrage die Mehrheit mal nicht steht. Dann wäre eine Linkskoalition auf Jahre hinaus diskreditiert.”

Das schafft die SPD mit ihrer peinlichen Verantwortungsverweigerung heute im Alleingang.

Außerdem würde Merkel zum ersten Kanzler mit einer zweiten Amtszeit. Noch ein Rekord.

Beim Scheitern einer Regierung wählt dieser Bundestag einfach eine neue. Drei Konstellationen sind vorrätig.

Die Linke wird wohl erst regierungsfähig, wenn sie keinen zur Rede befähigten Fraktionsführer mehr hat?

Ich würde gerne ein stückweit sehen wollen.

Soldat Schwejk September 23, 2013 um 14:41

@ Holger

Unbestritten, daß Haus- & Grundbesitzer die großen Gewinner von EEG sind. Daß Union und Grüne schnell zusammenfinden könnten, wenn es NUR um den Ausgleich ökonomischer Interessen ihrer Kernklientel ginge, das denke ich allerdings auch. Und es wird sicher auch zunehmend dazu kommen. Aber 2013 im Bund scheinen mir die sonstigen Ausgangsbedingungen (s.o.) gar nicht dafür zu sprechen. Wobei ich es vielleicht zu sehr durch die prekärpreußische Brille sehe, mag schon sein…

Denkbar wäre, die CSU kriegt wieder das Agrarministerium und verfährt bei Koalitionsverhandlungen nach dem Prinzip: Den Grünen hier keinen Fußbreit! Das kann Seehofer dann als Triumph mit nach Hause nehmen. Die Grünen kriegen dafür viel Staatsknete für energetische Sanierung und so.

Vielleicht können wir zu spielerischen Zwecken die Entscheidung Schwarz-Grün vs. Schwarz-Rot auch als eine Versuchsanordnung “Erklärungsmodell ökonomische Partikularinteressen” vs. “Erklärungsmodelle soziokulturelle Milieus & Organisationslogik” betrachten…

holger September 23, 2013 um 14:45

carlos

—>>>Der Ball liegt jetzt ganz klar im Spielfeld von Merkel. Merkels Problem ist sonnenklar: Merkel braucht jetzt einen SEHR starken Partner (z.B. wg. Europa, Sozialstaat etc.) .”

Warum braucht die Göttin einen starken Partner?

du weißt doch, wie das Spiel hier http://www.toylet.it/wp-content/uploads/2011/03/il-buono-il-brutto-il-cattivo.jpg ausging

oder?

Think positive September 23, 2013 um 14:51

Für Merkel ist die SPD die bessere Option. Das gegenwärtige SPD-Führungspersonal ist gierig auf die Posten und von Merkel gut kontrollierbar. Die SPD-Gremien werden die GroKo abnicken. Und in dieser Konstellation gibt es keine Möglichkeit eines wirksamen Widerstandes für die Opposition.

Zudem ist es für Merkel gut, bei den zu erwartenden Gegen-Reformen die SPD in der Regierung zu haben, denn damit kann der Widerstand in den Gewerkschaften diszipliniert werden.

Die SPD ist eine Partei im Niedergang, dort gibt es keine Kräfte, die den Prozess der Selbstzerstörung aufhalten können bzw. wollen. Das ist ähnlich wie bei der FDP, wo es dem Establishment nur um die eigenen Vorteile ging, auch wenn sie die Zukunft der Partei ruinierten. Und dem heutigen SPD Establishment ist es gleich, was aus der SPD wird. Die würden gern noch ein paar gute Posten mitnehmen. Ansonsten haben die meisten für sich bereits ausgesorgt. Die Zeit nach 2017 interessiert sie nicht sehr.

Anders als die FDP wurden die Grünen von den Medien bekämpft. Das ist der Hauptgrund für deren schlechtes Abschneiden. Wenn sie ihren „Links-Kurs“ weiter fahren, erhalten werden sie in Zukunft Stimmen von den jetzigen SPD-Wählern bekommen und sie halten die PdL klein. Nur in dieser Strategie erhalten sich die Grünen ihr Zukunftspotential. Das weiß vermutlich auch ein großer Teil der Mitgliedschaft der Grünen. Deshalb wird es in der Partei vermutlich einen starken Widerstand gegen eine schwarz-grüne Koalition geben.

holger September 23, 2013 um 14:54

Soldat

wenn die Grünen, jetzt nicht voll auf das Thema Energiewende in der Regierung setzen, ist für sie das Spiel aus.

Das wird das innenpolitische Thema Nr.1 werden… diese Position müssen sie besetzen. Koste es was es wolle. Wenn sie das nicht schaffen, werden sie wie ne Dose entsorgt.

Ein anderes Thema haben sie nicht mehr…

holger September 23, 2013 um 15:00

Think positiv

du kennst dich doch damit aus… wie hoch wird wohl der Eitelkeit Faktor von der Göttin jetzt sein, die nächsten Jahre von Erfolg gekrönt, mit der SPD teilen zu wollen? auf Internationaler oder Europa Ebene?

Das ist ja so, wie wenn Hytlar Ernst Röhm auf Dauer geduldet hätte.

Doktor D September 23, 2013 um 15:02

Mit einem komplett zurückgetretenen Vorstand wird bei den Grünen die nächsten zwei Monate garnix passieren. Außer einer großartigen Flügelschlacht, an der ich mich zu beteiliegen gedenke. Das wird ein Spaß!

topi September 23, 2013 um 15:04

Hat sich Kretschmar schon geäußert?

Frankie Bernankie September 23, 2013 um 15:05

@holger

“Wem gehört die meiste PV in Bayern? Den Grünen? Oder den CSU Bauern? Die Grünen sind sich näher mit der CSU als das Äußere scheint…
Nicht? Dann guckt euch mal die Photovoltaikflächen in Bayern an… und wer der Eigentümer ist…”

Das mit der PV stimmt zwar, aber ich versteh nicht , warum Du dem so grosse Bedeutung hinsichtlich schwarz-grüner Beziehung beimisst. Die PV-Unternehmer , deren Bestand j aschon installiert ist und 20 Jahre lang vertragssicher Erträge bringt, haben keine besonderen Vorteile mehr von schwarzgrünen Liebeleien…sie müssen sie auch nicht besonders unterstützen.

holger September 23, 2013 um 15:05

Und wie würde es bei Neuwahlen aussehen?

Dann würde die SPD noch nicht mal mehr 20% bekommen, die Grünen könnten sich begraben, FDP ach was… die Linke stagniert. AfD bestimmt drin.

Dann gäbe es eine Absolute Mehrheit für die Göttin.

topi September 23, 2013 um 15:06

Und noch eine regionale Frage: sind Hessen hier?
Oder Menschen, die Hessen verstehen?

Merkel wählen, okee, aber Bouffier??

holger September 23, 2013 um 15:07

Fränkie

—>>>Das mit der PV stimmt zwar, aber ich versteh nicht , warum Du dem so grosse Bedeutung hinsichtlich schwarz-grüner Beziehung beimisst.”

Na wem haben denn die Bauern die großzügige subventionierte Rendite denn zu verdanken?

Carlos Manoso September 23, 2013 um 15:10

@holger September 23, 2013 um 14:45
„Warum braucht die Göttin einen starken Partner?“
Holger, eine weibliche Göttin braucht logischerweise einen starken und berechenbaren Partner, einen starken Gegenpol. Die nonverbalen Signale von Angela Merkel im TV gegenüber Peer Steinbrück waren jedenfalls kaum zu übersehen (trotz der ebenfalls merkeltypischen rationalen Ebene, dass solche nonverbale Signale durchaus auch preistreibend wirken).

Angela Merkel weiß sehr sehr gut, dass es mit einer SPD in einer Grossen Koalition extrem anstrengend werden wird. Gerade deshalb werden die Koalitionsverhandlungen mit der SPD so extrem lange dauern (Weihnachten steht vor der Tür).

holger September 23, 2013 um 15:15

Carlos

ok… wer sollte denn den Part gegenüber der Göttin einnehmen wollen? ich kenne da nur einen… Oppermann.

Der Harzer Roller garantiert nicht, Peer nicht, und Folterdingsbumms auch nicht. Nahles erst recht nicht.

Doktor D September 23, 2013 um 15:19

“Hat Kretschmar sich schon geäußert?”: So halb-und-halb. Dem passt ja die ganze trittinsche-/sozialsteuerpolitische Linie nicht. Es hört sich so an, als hätte er vor, aus dem schlechten Ergebnis ein Sieg für die Realissimo-Fraktion bei der Vorstandswahl machen zu wollen. Soll er sich aber nicht so sicher sein: Cem Özdemir hat hier in Stuttgart, trotz brillantester Ausgangslage, richtig eine übergezogen bekommen. Wenn sogar ein Hardcore-Grün-Wähler wie ich aus pädagogischen Gründen die Linke wählt, dann läuft was schief in der Partei. Wobei auch Holger was richtiges am Zipfel hat: Hier gibt es eine ganze Menge gut verdienender Bio-Läden-Kunden mit SUV, für die Schwarz-Grün ideal wäre. Und nicht gar zu wenige, die ihre Lifestyle-begründetes Besser-Mensch sein ganz nahtlos in die Verachtung von Hartzler, Griechen und anderen MInderleistern umleiten können.

Think positive September 23, 2013 um 15:24

Die deutschen haben Merkel gewählt, weil sie glauben, „mit Merkel gehe es den Deutschen besser als den Menschen in den anderen Ländern“. Die Medien haben dieses Bild suggeriert. Merkel hat damit erfolgreich ihren Wahlkampf geführt.

Das gemeine (Wahl-)Volk hat entsprechend die Kreuzchen gemacht.

Es gab vereinzelt auch andere Berichte, allerdings vor dem Wahlkampf. Z. B. hier:

„Vermögen – Reiche Zyprer, arme Deutsche
11.04.2013 • Die Deutschen sind längst nicht so reich, wie immer gesagt wird. Auch deutsche Politiker wollen das nicht wahrhaben. Die Vermögenslage wird fleißig umgedeutet.“
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vermoegen-reiche-zyprer-arme-deutsche-12144211.html

Merkel hat jetzt ihren populistischen Zenit erreicht.

Nach der Wahl wird zunehmend gesellschaftliche und ökonomische Realität bewusst werden.

Dann ist es aus mit der Merkel-Hype. Und deshalb braucht sie die SPD-Figuren.

holger September 23, 2013 um 15:47

Und dann mal zur SPD

so einig scheint sich die SPD ja nicht zu sein ne GroKo eingehen zu wollen, und das wohl auch zu Recht.

Was soll Merkel mit einer SPD in der es innerlich brodelt?

Jeder geht wohl von der Selbstverständlichkeit aus, dass die Genossen zu 100% hinter der GroKo stehen werden.

Was sagen denn die Hinterbänkler dazu?

Peer der Große ist angetreten ganz Deutschland zu übernehmen. Iss ja nun nicht.

Wenn die SPD ne GroKo eingeht, wird es ihr auf Dauer mindestens nochmals 10%-15% der SPD internen Stimmen kosten. Man kann sich ja selbst zerstören, mir iss das ja auch Egal, ob aus der SPD was wird oder nicht. Am Ende sind se eh.

holger September 23, 2013 um 15:55

Doktor D

wen siehst Du denn bei den Grünen auf Bundesebene als Gesicht im Nachwuchs?

Hier in NDS wäre nur Wenzel zu nennen.

Bei Dir? Palmer?

Frankie Bernankie September 23, 2013 um 15:56

@Holger

“Na wem haben denn die Bauern die großzügige subventionierte Rendite denn zu verdanken?”

Lt. letzter Landtagswahl: dem Seehofer natürlich. Und wahrscheinlich auch noch etwas dem Franz Josef Strauss.

Man nimmt , was man kriegt. Nur weil die bayrischen Bauern von einer grünen Initiative profitieren, deshalb haben sie noch keinerlei Sympathie für diese Partei. Im Gegenteil: z.Zt. baut sich ein grosser Konflikt zwischen der Landwirtschaft und speziel den Grünen in Bayern auf, weil die industrielle Massentierhaltung immer mehr zum Problem wird und das wieder mal von den grünen Spassbremsen thematisiert wird.

Think positive September 23, 2013 um 15:57

Noch einmals:

Maßgebliche Vertreter des linken SPD-Flügels stellen sich auf eine Große Koalition ein
In der SPD konkretisieren sich die Planungen für die Zeit nach der Bundestagswahl. Trotz erheblicher Widerstände stellen sich auch weite Teile des linken Parteiflügels inzwischen auf ein mögliches Bündnis mit Angela Merkels Union ein. Maßgebliche Vertreter erklärten gegenüber SPIEGEL ONLINE, an einer Koalition mit der Union führe im Fall eines entsprechenden Wahlausgangs wohl kein Weg vorbei.“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-linke-stellt-bedingungen-fuer-moegliche-grosse-koalition-a-923188.html

Linus September 23, 2013 um 16:11

@holger:
“Wenn die SPD ne GroKo eingeht, wird es ihr auf Dauer mindestens nochmals 10%-15% der SPD internen Stimmen kosten.”
Man könnte dies aber auch als Gelegenheit nehmen, sich endlich von dem Seeheimer Gesocks zu befreien. Also, erst die alle in die Regierung schieben, und nachher die Koalition aufkündigen.

holger September 23, 2013 um 16:12

Frankie

ich war doch auf der Intersolar in München 3 Tage. Und habe gewiss nicht nur gesoffen, sondern auch Gespräche geführt. Ferner grantelt fast täglich einer mit mir aus Traunstein… der Biogasbetreiber ist… aber voll das Mannsbild CSU… meinste ich unterhalte mich mit denen nicht?

Die mögen zwar auf das Grüne Zeugs schimpfen, aber ne Symbiose sind se doch. Was sich liebt, das neckt sich oder so.

holger September 23, 2013 um 16:14

Think positiv

—>>>Maßgebliche Vertreter des linken SPD-Flügels stellen sich auf eine Große Koalition ein”

Mag doch sein… aber ob die Wähler und die Basis es auch tun bleibt abzuwarten.

holger September 23, 2013 um 16:15

Linus

—>>> Also, erst die alle in die Regierung schieben, und nachher die Koalition aufkündigen.”

Genau das gefällt der Merkel nehme ich an… Genau das, kann sich Merkel nicht leisten.

Wilma September 23, 2013 um 16:18

Könnte mir auch vorstellen, dass es gerade die Seeheimer sein werden, die sich bei einer eventuellen Groka nach vorne drängeln.
Danach: siehe Grüne

Doktor D September 23, 2013 um 16:23

Puuh… der Palmer ist hier vor Ort – euphemistisch ausgedrückt – nicht unumstritten. Schlauer Kerl, hat aber auch einen ganz schlimm besserwisserisch-moralinsauren Zug um Geist und Mund, nur halt als Realo. (Da täuscht sich der dtsche. PolitikCelebrity-Journalist ja gerne in den Grünen: Nur weil ihm die Richtung der Realos grundsätzlich besser gefällt, sieht er nicht das die natürlich genauso moralinsauer sind wie manche Fundis, eigentlich noch mehr; exhibit 1: Göring-Eckhardt). Und mit seinem breiten Schwäbisch wird das relativ schwer vermittelbar sein. So richtig jemanden, der sich echt aufdrängt, gibt es in BW nicht. Ganz interessant sind Alexander Bonde (unser Landwirtschaftsminister, was er ziemlich gut macht; tendenziell eher schwarz-grün) und Harald Ebner (auch landwirtschaftspolitik). Ein echter Bringer, aber aus Bayern, ist der hier: http://www.toni-hofreiter.de/ Der kann den Kefer vom S21-Chaos richtig großartig zusammenfalten, auf bayrisch und kommt auch bei den Leuten vor Ort gut an.

chabis September 23, 2013 um 16:26

Peter Grottian hat einige Wochen vor der Wahl ein Szenario für Schwarz-Grün beschrieben
http://www.kontextwochenzeitung.de/macht-markt/122/schwarz-gruen-rollt-1647.html

holger September 23, 2013 um 16:26

Stellt euch doch mal vor die Göttin zu sein, die jetzt garantiert die letzten 4 Jahre eingeläutet bekommen hat. Wie würdet ihr denn dann die letzten 4 Jahre gestalten wollen?

Würdet ihr euch jetzt noch den Klotz SPD an das Bein Nageln wollen, und wenn ja warum?

Muss sie die letzten Jahre als Kanzlerin (oh da fällt mir Blome und die 2 Jahre ein) sich so etwas noch antun?

Ich würde jetzt zu sehen, dass ich die Union so aufbaue, dass diese auch ohne mich funktionieren würde, aber auch nur in meinem Sinne, oder dem Sinne anderer.

Ich würde nicht mir jetzt nicht den Ruhm Glanz und Gloria Europa nehmen wollen, den ich jetzt gestalten könnte.

Ich würde als Göttin nun so regieren, dass ich allen Europäern im Euronen Gebiet Gnade walten lasse. Den Griechen den Italienern, den Spaniern…

Ich würde nun die Hollandes in Paris die lange Nase zeigen, wer Herrscherin in Europa ist.

Nun, so würde ich jedenfalls in die Geschichtsbücher eingehen wollen. Ohne die Roten Socken :D

Linus September 23, 2013 um 16:30

@holger:
Du hast mich missverstanden: Die SPD schiebt ihre Seeheimer in die Regierung, und nachher kündigt die Partei-Basis die Koalition.

Nun sagst du wahrscheinlich, nee, das geht so nicht, da sind die zu blöd zu. Mag stimmen, dass die so einen Putsch geplant nicht hinkriegen. Ich schätze aber, dass es von selbst genau dazu kommen wird: Der Riss in der Gesellschaft wird in Kürze auch politisch manifest. Und dann wird sich die SPD entscheiden müssen und sich auf ihre “alten Werte” besinnen. Von denen halte ich zwar auch nichts, aber das ist die letzte schwimmende Planke von dem sinkenden SPD-Dampfer.

Linus September 23, 2013 um 16:31

@Wilma:
“Könnte mir auch vorstellen, dass es gerade die Seeheimer sein werden, die sich bei einer eventuellen Groka nach vorne drängeln.”
Natürlich, das ist ihre letzte Chance. Noch eine kriegen sie nicht mehr.

holger September 23, 2013 um 16:33

Danke Doktor D

so einfach iss das also nicht mit den Bundesgrünen gell?

Doktor D September 23, 2013 um 16:37

@holger: Wenn die Bundesgrünen nicht die Rücknahme von S21 bei evtl. Koalitionsverhandlungen fordern und durchsetzen, sind die hier in BaWü, v.a. in den Städten Toast.
Aber wie gesagt: Ich denke, bei den Verhandlungen kommt nix raus. Der Vorstand hat sich ja gerade quasi selbst das Mandat entzogen.

holger September 23, 2013 um 16:38

Linus

—>>>Und dann wird sich die SPD entscheiden müssen und sich auf ihre “alten Werte” besinnen. Von denen halte ich zwar auch nichts, aber das ist die letzte schwimmende Planke von dem sinkenden SPD-Dampfer.”

Yep… sehe ich auch so.

holger September 23, 2013 um 16:42

Doktor D

dann kann man sagen, bis auf die Linke und der CU und AfD hat jede andere Partei den Nachkommen ein schweres Los hinterlassen. Selbst die uneinigen Piraten…

Na denn…

holger September 23, 2013 um 16:48

Zum Schluss müsste das bedeuten, Europa/Brüssel müsste sich fragen, ob sich Europa noch das deutsche Wahlrecht leisten kann.

mE nicht

Think positive September 23, 2013 um 16:50

Merkel-Hype und Wahlausgang.

Jeder sollte sich die nachfolgende Grafik ansehen.
http://media0.faz.net/polopoly_fs/1.2142930!/image/831437975.jpg_gen/derivatives/default/831437975.jpg

Auf Basis einer materialistischen Bodenhaftung stellt sich die Koalitionsfrage anders.

h.huett September 23, 2013 um 17:19

Gestern Abend reden sie darüber, was sie als Wähler angerichtet haben. Mit dabei: Berlins bekanntester Türsteher. https://www.youtube.com/watch?v=9MHkAUcdvLw

Carlos Manoso September 23, 2013 um 17:24

@Linus September 23, 2013 um 16:30
„Du hast mich missverstanden: Die SPD schiebt ihre Seeheimer in die Regierung, und nachher kündigt die Partei-Basis die Koalition.
Nun sagst du wahrscheinlich, nee, das geht so nicht, da sind die zu blöd zu. Mag stimmen, dass die so einen Putsch geplant nicht hinkriegen. Ich schätze aber, dass es von selbst genau dazu kommen wird: Der Riss in der Gesellschaft wird in Kürze auch politisch manifest. Und dann wird sich die SPD entscheiden müssen und sich auf ihre “alten Werte” besinnen. Von denen halte ich zwar auch nichts, aber das ist die letzte schwimmende Planke von dem sinkenden SPD-Dampfer.“

Linus, dass der Riss in der Gesellschaft in Kürze auch politisch manifest wird, wird m.E. immer wahrscheinlicher. Eine Große Koalition wird m.E. derartige politischen Prozesse extrem beschleunigen und zu Parteibildungsprozessen verdichten. Eine große Koalition könnte in Kombination mit der Verschärfung der Krise im Zentrum und in der Südperipherie z.B. dazu führen, dass “echte” Sozialdemokraten, “echte” Sozialisten und “echte” Linke die jämmerlichen Bühnenschauspiele nicht mehr länger ertragen wollen und endlich die Lücken schließen, sprich fusionieren zu einer neuen Partei aus „SPD/die Linke“. Die gleiche Mechanik könnte wirken auf dem „rechten“ Flügel in Richtung einer neuen Partei aus „CSU/CDU/FDP/AfD“. Die Mechanik wirkt in Richtung des Entstehens von „originalen“ Parteien, denen lauter alte „Fälschungen“ gegenüberstehen.

Wie gesagt könnte der Riss in der Gesellschaft manifest werden; in Italien kam die Bewegung des Komikers Grillo aus dem Stand auf 25% der Stimmen.

"ruby" September 23, 2013 um 17:55

@ Andreas Kreuz, BB + Holger

Traumwahlergebnis !

Muss den Thread hier heute noch nachlesen, aber vorab ein
Grande Design …Europakonzept:

Merkel im eigenen Saft schmoren lassen = geschäftsführende Regierung bis zu Neuwahlen am 22.05.2014 zusammen mit den Europawahlen.
Bis dahin ist das ganze old style personal weg, neue und europakompatible Ideen und Strategien diskutiert und aufgestellt.
Der Wähler kann entscheiden, was er tatsächlich in Deutschland für Europa will.
Das Zeitfenster ist nur bis zum SPD-Konvent offen – dort müssen echte Sozialdemokraten entscheiden, wen und was sie wollen.

Herrlich dieses Wahlergebnis.
Neun Monate Merkelinterregnum ohne Mehrheit sind absolut Demokratie- und Verfassungskonform (Grundgesetz) !

Zeit für alle sich zukunfts- und europaorientiert aufzustellen.
Die ganze Eurorettung kann ebenfalls bis dahin verlangsamt bzw. ausgesetzt werden, keine Gefahr in Verzug.
Neuer EU-Vertrag kann das Wahlkampfthema werden.

http://www.youtube.com/watch?v=X_MIpn3oTQw

Zeit, den rubycon zu überschreiten.

PS Welzer war wählen …

Soldat Schwejk September 23, 2013 um 17:58

@ Dr. D

Den Anton Hofreiter habe ich in Berlin mal bei einer Veranstaltung erlebt. Fand ich auch ziemlich überzeugend.

Zu nennen wäre gewiß noch Sven Giegold, derzeit ja sehr aktiv im Europaparlament, aber warum sollte nicht einer mit exzellenter Kenntnis der europäischen Institutionen auch in der Bundespolitik eine Rolle spielen können?

In Berlin gibt es einige ziemlich gute Grüne, exemplarisch die Fraktionsvorsitzende Antje Kapek, sehr smart, sehr eloquent… eine Stadtentwicklungs-Expertin, naja, mit diesem Schwerpunkt wird sie aber wohl eher in der Landespolitik bleiben. Ist vielleicht auch gut so.

Ich hab mit der Zweitstimme das letzte Mal 1998 die Grünen gewählt, und heute sage ich mir: Eher friert die Hölle zu, als daß ich eine Partei wähle, in der Leute wie Göring-Eckard, Kretschmann und Özdemir den Ton angeben. (Trittin sehe ich irgendwie als ein Neutrum, einen reinen Machtstrategen.)

Wenn es eine Grüne Partei gäbe, in der Leute wie Hofreiter, Giegold und Kapek dominierten, dann könnte ich die auch wieder wählen. Aber ich befürchte, das wird so nicht kommen…

Doktor D September 23, 2013 um 18:20

Der Giegold war mir ganz entfallen, aber klar, das ist auch ein Guter. Aber bei den BaWü-Grünen ist jetzt das ANgebot an interessanten Leuten mit neuen Ideen wirklich nicht überwältigend. Fällt mir auf, je länger ich darüber nachdenke.

"ruby" September 23, 2013 um 18:38

@ Schwejk und Doktor D

habe die Lösung – auch personell doch als Grande Design vorgestellt…
Zeit genug zu kommunizieren.
;-)
Giegold scheint Lobbyresistenz zu haben !

Bruchmüller September 23, 2013 um 18:39

Welch ein Ansturm hier nach der Urnenausschüttung! Und wie unübertroffen klug alles dargeboten wird. Man könnte fast vergessen, wie klug die klugen Leut schon vorher gewesen sind.

Und wer hilft unsereins beim sortieren?

"ruby" September 23, 2013 um 18:44

Gut, dass die NeoKons hier mitlesen, dann können sich alle auf deren Gegenstrategien einstellen, wenn sie richtige Ticktacker sind
;-)
Zeit für Kompetenz …echte Spieltheorie!!!

"ruby" September 23, 2013 um 18:46

Wer kann mit Merkel spielen?

Kecker September 23, 2013 um 19:52

@ ruby “Zeit für Kompetenz …echte Spieltheorie!!!”

Kompetent ist, wer mit den richtigen Leuten saufen geht und hinterher alles noch weiß. (Walter Fürst)

*kecker , lach*

Vorbeischauer September 23, 2013 um 20:56

Technisches: Ich finde meine Posts über google, aber nicht über eure Suchfunktion.

"ruby" September 23, 2013 um 21:36

“Ich sprüh’s auf jede Häuserwand…”

Neuwahlen :
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2013:169:0069:01:DE:HTML
http://www.youtube.com/watch?v=puVQMH7Aago

“Schreib ‘s in Gold auf die Altäre”

@ Kecker
Mit Banker bis unter die Fußhalterung Budweiser – ohne Erinnerungslücken. ;-)

"ruby" September 23, 2013 um 21:42

Günther Bannas :
http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/bundestagswahl-ein-teurer-sieg-12586899.html
Das kostet Angela Merkel die Macht …
ist durchgespielt ;-)

"ruby" September 23, 2013 um 21:50

Und jetzt wird genetzwerkt bis der letzten roten Socke die Schuppen von den Augen fallen !

"ruby" September 23, 2013 um 22:07

Wie Koalitionsverhandlungen zu Neuwahlen führen :

Offene Festschreibung eines Schuldentilgungsfonds mit dem Volumen der übernommenen Schulden für den deutschen Steuerzahler als nicht zu verschleiernder Preis der Eurorettungspolitik in die Koalitionsvereinbarung mit langfristiger Rückzahlungsverpflichtung (siehe Kriegsschuldenvereinbarung)
Ehrlichkeit muss sein ;-)
Das bleibt den NeoKons alternativlos im Halse stecken .

Oder sind sie zu feige Politik für die Bürger Europas zu praktizieren?

"ruby" September 23, 2013 um 22:26

Am Freitag ist wieder Veggiday in der Küche des Konrad Adenauer Haus
;-)

topi September 24, 2013 um 00:30

Nochmal Grüne und CDU.

Viele Grüne sind Kinder aus bürgerlichem Haus, also “vom Fleische der Union”.

Dann geht man einen ähnlichen Weg wie die Eltern; oder rebelliert heftig dagegen. Und landet auch dann oftmals wieder im Schoße.

Die Union hat sich verändert unter Merkel und vdL, ist auch für Frauen in Städten wählbar geworden. Aber für den rebellierenden Teil noch lange nicht.
Aber wie sieht denn die brügerliche Jungend aus?
Von ganz klein an aufs Hamsterrad getrimmt, der rebellierende Teil ist kaum noch da.
Allerdings kann man rational entscheiden, dass Politik besser für eine Mehrheit der gesellschaft gemacht wird, und ohne Steinzeitzöpfen, die anhängen.

Aber dann kann man sich auch rational wieder abwenden, wenn denn Matuschka (Kommersant) so beruhigend wirkt, in undurchsichtigen Zeiten.
Natürlich ist man für mehr Bürgerbeteiligung statt Wasserwerferbeschuss, ökologischere Landwirtschaft statt Feldervergiftung, etc.

Also ich halte es für recht unwahrscheinlich, dass die Union so viele an sich binden kann. Entweder, man verliert an den rechten Rand, sehr konservativ oder nationalliberal. Oder die Grünen werden wieder stärker. Oder eine gewandelte FDP, aber das sieht nun eher nicht so aus, als ob das schnell geht.

Frankie Bernankie September 24, 2013 um 08:54

@doktor D

“Aber bei den BaWü-Grünen ist jetzt das ANgebot an interessanten Leuten mit neuen Ideen wirklich nicht überwältigend.”

Gibts bei euch nicht auch diesen Gerhard Schick? Der scheint mir profiliert zu sein bei der Finanzpolitik, oder täusch ich mich da?

Frankie Bernankie September 24, 2013 um 09:30

Bei Licht besehen, ist das Wahlergebnis für dei Grünen eigentlich gar nicht so schlecht.
Die haben ja nichts ausgelassen, um potentielle Wähler zu verschrecken.

Die Reicheren durchs Steuerkonzept ( denen ist die Veggieday-Kiste egal, weil sie eh keine Currywurst und Frikadellen essen und dem Gedanken , öfter fleischlos zu essen , sowieso zugeneigt sind).

Die anderen durch den Veggieday ( denen war das Steuerkonzept egal, weil sie in diesem Leben eh nicht davon betroffen sind, aber den Grillabend, den lassen sie sich nicht verbieten!).

Wer nach beiden Zumutungen eventuell immer noch erwog, grün zu wählen, der bekam dann die Pädo-Debatte , mitten auf die 10.

Die Grünen haben also ausgetestet, wie hoch ist eigentlich unsere unerschütterliche Stammwählerschaft. Da sind 8,4% nicht schlecht.

Andreas Kreuz September 24, 2013 um 10:10

@Frankie Bernankie September 24, 2013 um 09:30

Na, ob das nicht doch zu optimistisch gezählt ist?

Unter denen, die mit dem SUV zum Bioladen fahren,
sind noch einige, die Schwierigkeiten mit Ordogravieh und Chrammadig haben.
Die möchten auch mal eine Machtoption haben oder Zünglein an der Waage sein. Das ist derzeit erst einmal vorbei – oder tödlich.
Wer ist auf Dauer schon gerne auf der Seite der Verlierer?

holger September 24, 2013 um 10:31

Tja, nun geht die Renade Kuhnast auch…

Ich sachs nochmal… die CU muss sich einen junior Partner erschaffen.

Oder die Dödel SPD immer als Anhängsel dulden.

Und ich betone es nochmals, die Grünen haben fertig, wenn sie sich nicht der CU öffnen. Auch wenn der Seehofer meint, das ginge niemals.

h.huett September 24, 2013 um 10:39

Holger

Der Espenlaubseehofer senkt (erhöht) nur die Kosten für schwarzgrün. Das ist ähnlich ernst zu nehmen wie seine Maut-Guerilla.

Frankie Bernankie September 24, 2013 um 11:19

@holger

“Und ich betone es nochmals, die Grünen haben fertig, wenn sie sich nicht der CU öffnen.”

Wir werden sehen.
Aber mit MiFri-Porgnosen – immer schwierig.
Stell Dir mal vor, im Oktober 2009 hätte jemand gesagt: “die F.D.P. hat in 4 Jahren fertig und wird aus dem Bundestag fliegen” – eingeliefert hätten sie den.

Think positive September 24, 2013 um 11:35

Man kann darüber spekulieren, welche Koalition zustande kommt. Und bei britischen Buchmachern wetten.

Aber weitaus interessanter ist die Frage, ob und welche Unterschiede für wen daraus in der praktischen Politik resultieren oder ob es völlig egal ist?

“Die Wirtschaft” – so meine These – will einen schwarz-rote GroKo. Die Gründe sind leicht nachvollziehbar.

Deshalb wird es auch eine schwarz-rote GroKo geben. Zuvor macht man noch etwas Polittheater für die Sheeple.

holger September 24, 2013 um 11:52

Frankie

was hat denn die FDP aus ihren vollmundigen %ten gemacht? NIX gar nix… bißchen DEHOGA und das war es dann.

Was haben zum Eurotz zu sagen, bis auf glaube Schäffler?

Nix rein gar Nix…

Also die FDP hat sich selbst zerlegt.

Mit was für einer großen Schnauze Klartext iss Peer gestartet? Wo landet die SPD? Als Bettvorleger Miau…

Natürlich haben die Medien schon vorgesorgt indem diese von dem “Wunsch” der Deutschen nach einer GroKo geblasen hatten.

Schwachsinn… die SPD ist innerlich so etwas von zerstritten, das sieht man doch. Geht die SPD die GroKo ein, hauts ihr einen richtig inne Fresse. Mir egal. Mal sehen was Hannelore aus NRW so sagt.

Insgeheim denke ich ja, war die FDP und die CU nicht darauf vorbereitet, das Fipsi und Brüderle und Schwester und Niebel und und und tatsächlich ihr Fähnchen einrollen müssen.

Das trifft die Bundespolitik nämlich ganz schön. Nur gibt das ja keiner so richtig zu.

Mit dem Kind im Brunnen gefallen, stehen se nun alle ein wenig doof da.

Bleibt also abzuwarten wie die Bundespolitik damit umzugehen mag.

Marlowe September 24, 2013 um 12:00

gestern bei Plasberg wurde Steinmeier als Aussenminister gehandelt. So am Rande.

Jörg Asmussen macht dann nebenher das Finanzministerium.

Erfahrung hat er ja.

Schnee von Gestern:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mein-lehman-joerg-asmussen-damals-im-finanzministerium-12573986.html

Kommentare sind ganz amüsant.

holger September 24, 2013 um 12:20

Think positiv

—>>>“Die Wirtschaft” – so meine These – will einen schwarz-rote GroKo. Die Gründe sind leicht nachvollziehbar.”

Welche? “Die Wirtschaft” will möglichst lange Planungssicherheit. Genau so, wie der Bankensektor der Refinanzierung auch.

Mittelfristig heißt das ungefähr 5 Jahre.

Langfristig heißt das China…

Unter den jetzt gegeben Umständen, kann die “Wirtschaft” gar keine GroKo wollen.

Nicht bei den internen Reibereien bei den Genossen.

Andreas Kreuz September 24, 2013 um 13:04

@holger September 24, 2013 um 12:20

Was soll es denn Stabileres geben,
als 503/630 = 79,8 % der Sitze im Bundestag mit Fraktionszwang?

holger September 24, 2013 um 13:07

Andreas Kreuz

“Fraktionszwang” ist eben unstabil…

holger September 24, 2013 um 13:08

Andreas Kreuz

was meinste warum FL hier nicht anwesend iss? der macht Sondierungsgespräche :D

Linus September 24, 2013 um 13:18

@Think Positive:
““Die Wirtschaft” will einen schwarz-rote GroKo … Deshalb wird es auch eine schwarz-rote GroKo geben.”

Und dann? Die Frage nach der GroKo beantwortet mE für sich allein gar nichts. Quer durch alle Parteien ist bisher keine konstruktive Lösung für die Euro-Krise vorhanden. Es ist sehr fraglich, ob die noch rechtzeitig gefunden wird. Denn selbst eine Vergemeinschaftung der Schulden würde die massiven strukturellen Ungleichgewichte nicht lösen. Dafür braucht es Zeit und gewaltige verfassungsrechtliche Umbauten.

Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass es zunächst zu einem Zerfall der Euro-Zone kommt. Die Frage ist, wie ‘pragmatisch’ dieser vonstatten geht. Je weniger Porzellan dabei zerbrochen wird, desto eher kann man einen zweiten Anlauf für Europa wagen. Denn der ist mE unausweichlich. Einen Rückfall in die National-Staaten funktioniert auf Dauer nicht, schon gar nicht für Deutschland.
Ein kleiner Lichtblick dabei: heute gibt es keine Versailles-Hypothek mehr.

Das ist ‘mein’ Szenario. Vor diesem Hintergrund könnte man sich nun Gedanken über die Entwicklung der Parteien-Landschaft machen, und sich – sehr speziell – der Frage nach der GroKo widmen. Sie ist im Grunde nur eine Frage des Mittels zum Zweck, und wäre damit in etwa so zu formulieren: Wie stelle ich mich möglichst geschickt auf, um für diese Umbrüche gewappnet zu sein? Sprich: Was ist mein Programm von morgen?

- für die SPD habe ich meine Ansicht schon oben skizziert: Besinnung auf die “alten Werte”.
- für die CU stellt sich das Problem anders. Das bürgerliche Lager verschwindet beziehungsweise verschiebt sich. Das betrifft also direkt die Stammwählerschaft. Die Frage ist, wo die Reise hingeht? Eine Art Gegengewicht zur SPD-Position wäre vielleicht das Hochhalten von Subsidiarität und föderalen Strukturen.
- auch für die FDP wäre mE noch Platz. Die Idee des Liberalismus als Abgrenzung des Individuums gegenüber der Gemeinschaft hat seine Daseinsberechtigung. Freilich wäre hier das rechte Mass zu finden.

Insgesamt kämen wir vielleicht zu einer Rückbesinnung der Parteien auf ihre Nachkriegs-Programmatik, allerdings mit völlig veränderter Wirtschaftspolitik. Wachstum kann kein Allheilmittel mehr sein, hier muss sich also ein Ersatz finden.

Sicherlich wird diese Entwicklung nicht geradlinig verlaufen, sondern von zahlreichen Winkelzügen durchbrochen sein. Dennoch dürften die groben Züge sehr bald deutlich werden. Die gegenwärtige Lage erlaubt kein Kleinklein mehr.

Und tatsächlich hat die Gliederung der parteipolitischen Landschaft auch heute noch ihre Berechtigung. Letztendlich ist es eine Debatte um Organisationsformen von Gesellschaft. Dabei gibt es nur eine Handvoll ziemlich zeitloser Möglichkeiten. Die bilden sich in den Parteien ab.

holger September 24, 2013 um 14:02

+++ Trittin tritt auch zurück +++

hätte ich nicht gedacht…

+++ CSU hält sich bedeckt +++

f.luebberding f.luebberding September 24, 2013 um 14:04

Holger

Ich war seit Sonntag mit Frühkritiken beschäftigt. Aber ich sehe mir das Berliner Treiben mit Interesse an.

Carlos Manoso September 24, 2013 um 14:38

@Linus September 24, 2013 um 13:18
„Und dann? Die Frage nach der GroKo beantwortet mE für sich allein gar nichts. Quer durch alle Parteien ist bisher keine konstruktive Lösung für die Euro-Krise vorhanden. Es ist sehr fraglich, ob die noch rechtzeitig gefunden wird. Denn selbst eine Vergemeinschaftung der Schulden würde die massiven strukturellen Ungleichgewichte nicht lösen. Dafür braucht es Zeit und gewaltige verfassungsrechtliche Umbauten.
Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass es zunächst zu einem Zerfall der Euro-Zone kommt. Die Frage ist, wie ‘pragmatisch’ dieser vonstatten geht. Je weniger Porzellan dabei zerbrochen wird, desto eher kann man einen zweiten Anlauf für Europa wagen. Denn der ist mE unausweichlich. Einen Rückfall in die National-Staaten funktioniert auf Dauer nicht, schon gar nicht für Deutschland.“

Linus, der entscheidende Grund, warum die GroKo im wahrsten Sinne des Wortes „alternativlos“ ist, ist genau das, was du als „Eurokrise“ beschreibst. Wobei allerdings der Begriff „Eurokrise“ gerade dadurch die Systemkrise verschleiert, daß die Systemkrise gedanklich überhaupt fassbar machen will, indem er mit dem simplen Trick des Nennens eines „Geldnamens“ namens „Euro“ allerlei verkaufbare Krisenerklärungen auslösen will (die aber als solche erstmal fast nix erklären). Daß „quer durch alle Parteien ist bisher keine konstruktive Lösung für die Euro-Krise vorhanden“ ist, erklärt sich sehr simpel mit dem schlichten Fact, dass „konstruktive Lösungen“ für die Systemkrise aus allersimpelsten Gründen nun mal nicht existieren können, von denen die Faktoren „Zeit“ und „gewaltige verfassungsrechtliche Umbauten“ die allerkleinsten Faktoren sind.

Wie du völlig richtig schreibst, würde „selbst eine Vergemeinschaftung der Schulden … die massiven strukturellen Ungleichgewichte nicht lösen“. Die „sozial abgewogene“ Vergemeinschaftung der Schulden war bekanntlich in der abgelaufenen Legislaturperiode DAS gemeinsame Großprojekt von CDU/CSU UND SPD im Bundestag und nachdem Zeitmarken wie „Zypern“ etc. bereits durchlaufen sind, werden die Einschläge der Systemkrise ab jetzt deutlich näher kommen Ich bin mir ziemlich sicher, dass Angela Merkel das längst auf ihrem Radarschirm fühlt und Peer Steinbrück mit Sicherheit auch. Beide tun m.E. öffentlich so supercool, weil sie beide ahnen, dass sie jetzt alternativlos ein gemeinsames „Kamikaze-Projekt“ starten müssen, das sie beide nicht überstehen können.

holger September 24, 2013 um 14:46

Frank

wenn der jüngere Lindner will, wird in Zukunft er nicht, um den 9,6 Jahre älteren Lindner herumkommen :D

holger September 24, 2013 um 14:50

Wie oben beschrieben strebt der ältere Lindner mit 54 Jahren die Machtübernahme an… und der jüngere Lindner dann 44 kann gerne davon lernen. Was “Liberal” sein kann…

;-)

topi September 24, 2013 um 15:01

Ach, gibts keine teaser mehr?

BB September 24, 2013 um 16:50

*kecker, lach*, diese Schleimbeutel vom DIW

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mindestlohn-diw-haelt-untergrenze-von-8-50-fuer-zu-hoch-a-924013.html

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), keineswegs der übertriebenen Arbeitgebernähe verdächtig, gibt nun beiden Seiten ein wenig Recht.

Ha, ha, ha, ha, “keineswegs der übertriebenen Arbeitgebernähe verdächtig”, ergo aber arbeitgebernah, niche?

Der neue Chef von denen ist ja noch bekiffter als der olle Zimmerman von vorher war.

Die einzige Zeit, wo das DIW mal Vernünftiges zur Diskussion beigetragen hat, war in der Interimszeit, als die keinen Chef hatten.

http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.400060.de/12-21-1.pdf

Aber jetzt mit so einer halbseidenen Studie rauskommen, weil sie meinen, den Preis für die große Koalition damit drücken zu können, zeigt, wie verlottert die Wirtschaftsschamenenszene in D ist. Wissenschaftlichkeit? Seriösität? Neutralität? Alles Fremdworte für die. Na klaro, dieser neue Chef, dieser Fratscher, war ja früher soon Abteilungsleiterdödel bei der EZB. Da lernt man ja auch nur Propaganda. Und der schleimt sich jetzt an unsere Venus vom Hohlefels heran, weil der wieder Gutachten machen möchte.

Geh doch zusammen mit Prof. Unsinn lieber Baströckchen kaufen und dann führt ihr Regentänze für die Konjunktur auf. Da haben wir wenigstens was zu lachen.

Balken September 24, 2013 um 17:06

Ist eingetroffen, was ich mal als “Unregierbarkeit” geunkt habe? Und das, unfassbar, in Deutschland? Weil keiner von denen, die im Wahlkampf Opposition gespielt haben, sich jetzt die Blöße geben will und die Suppe mit auslöffeln? Für Merkels CDU galt: FDP sind wir selber. Flugs wurde die FDP überflüssig.
Auch die SPD hat damit Erfahrung. Merkels Umarmung hat sie kräftig zerdrückt in der GroKo – wenig Lust, den Schwitzkasten noch einmal zu ertragen.
Die Grünen gelten als unsichere Kantonisten und haben sich erstmal selbst enthauptet. Schlechte Ausgangslage für Koalitionsverhandlungen. Mit wem eigentlich, wer ist jetzt “Die Grünen”, rücken sie wieder ins linksliberale Lager oder wollen sie im Ernst die FDP beerben?
Merkel sagte so süffisant: Der neue Bundestag tritt spätestens 30 Tage nach der Wahl zusammen. Sie sagte nicht: Um eine Regierung zu bestätigen.
Was steht bevor? Regierung macht geschäftsführend weiter? Und exekutiert, was sie Europa eingebrockt hat, erstmal noch selbst?
Nach Euro-Zerfall und/oder Fälligwerden von Bürgschaften Neuwahl?
Oder eine Expertenregierung, (Goldjungens von Goldman-Sachs) in Deutschland höchstselbst, wird verfügen, dass (wie in Griechenland) Staatseigentum an “Investoren” verramscht werden muss (Neusprech: Privatisierung), gegen großzügige Rückerstattung der ansonsten nutzlosen Liquidität, mit der der Steuerzahler die Heuschrecken (äh, Investoren) wegen der “Krise” schon ausgestattet hat und noch weiter ausstatten wird, damit diese sich die letzten noch werthaltigen (nämlich die Bevölkerungen in Schuldknechtschaft versetzenden) Assets unter den Nagel reißen können (in gar nicht so unpassenden Begriffen des mittelalterlichen Raubrittertums gesprochen: Wegzoll, Brückenzoll, Mietzins für alles und jedes …).
Es wird spannend. Bis man Endemalwieder jemand fragt: Wer ist der vierte Stand?
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/40/Il_quarto_stato_(Volpedo).jpg/320px-Il_quarto_stato_(Volpedo).jpg&imgrefurl=http://de.wikipedia.org/wiki/Der_vierte_Stand&h=134&w=256&sz=1&tbnid=V22OITQZd36bKM:&tbnh=134&tbnw=256&zoom=1&usg=__LKg1B9058nTH9C0salUz-3ZzriY=&docid=qq2GH-2v5JUkiM&itg=1&sa=X&ei=BahBUtnDCdHVsgbWhIDAAw&ved=0CIEBEPwdMAo

Balken September 24, 2013 um 17:14

Mein Link ist verunglückt. Es sollte heißen: Bis am Ende mal wieder jemand fragt: Wer ist der vierte Stand?
Bisher hat er ja zum Fragen, jedenfalls in Deutschland, noch keine Zeit. Er arbeitet brav Vollzeit plus Überstunden fast schon für Gotteslohn und hängt morgens und abends je zwei Stunden zuzüglich Stau auf der Autobahn.
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_vierte_Stand

BB September 24, 2013 um 17:18

Die Durchstecher bleiben am Ball

Steinmeier lässt sich noch vor der Diskussion der Wahlergebnisse als Fraktionsvorsitzender bestätigen.

http://www.tagesschau.de/wahl/steinmeier780.html

So hat der das doch schon das letzte mal gemacht, wenn ich mich recht erinnere.

blauerAffe September 24, 2013 um 17:33

@ruby
“Merkel im eigenen Saft schmoren lassen = geschäftsführende Regierung bis zu Neuwahlen am 22.05.2014 zusammen mit den Europawahlen.”

Interessant. Neuwahlen bedeutet, dass alle Parteien, die nicht im DBT vertreten sind, ‘Unterstuetzungsunterschriften’ vorweisen muessen (ok, da gibt es Ausnahmeregeln …)

Was generell bei Neuwahlen bedeutet, dass weniger Parteien antreten.
Dies widerum sorgt fuer niedrigere Wahlbeteiligung (“meine Partei tritt nicht an, warum dann waehlen gehen?” oder “macht doch eh keinen Unterschied, die lassen waehlen, bis das Ergebnis gefaellt”), sowie einem (prozentualen) Stimmverlust der grossen Parteien.
Also eher unwahrscheinlich, dass die F.D.P. (xexe, die Dreipunktbande) wieder einzieht.

Aber es gibt ja noch andere Wege, ein paar Abgeordnete (zb SPD Rechte oder gruene Realos) treten aus ihrr Partei aus und der CDSU bei (was ja nicht das erste Mal waere). Dann reichts auch zur Alleinregierung

BB September 24, 2013 um 17:42

Damit wird die Richtung deutlich, die die SPD jetzt einschlagen wird. Große Koalition, man wird auf keinerlei der Ziele mehr bestehen, die man im Wahlkampf gefordert hat. Alles Soziale wird einer Weiterentwicklung der Agenda von 2010 zu einer Agenda 2020 geopfert.

Es ist tatsächlich so, wie dieser Konzernmanager Goeudevert gestern zynisch bei Hart aber Fair analysierte (sinngemäß):

“Die SPD war damals sehr flexibel und hat weniger soziale Interessen als vielmehr die Interessen der Wirtschaft vertreten und das wird auch dieses Mal so sein. Denn Europa braucht das.”

Tscha, SPD-Wähler. Ihr wurdet wiedermal verraten und verkauft. Meine Schätzung: In vier Jahren liegt die SPD bei 12% (Wie die FDP vor 4 Jahren). In 8 Jahren kommt sie nicht mehr in den Bundestag.

Eagon September 24, 2013 um 17:44

Wenn Steinmeier im Bundestag eine Mehrheit für einen allgemein verbindlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde organisiert hat er den Fraktionsvorsitz verdient.

Gibt es wenigstens Gerüchte was er gemeinsam mit seiner Fraktion an Gesetzesvorlagen in den deutschen Bundestag in den nächsten 6 Monaten einbringen möchte?

Soviel zur Qualität unserer Medien!

topi September 24, 2013 um 18:14

Das DIW war mal “gewerkschaftsnah”.
Ex-Chef Wagner plädierte für dieses Jahr für flächendeckende Lohnerhöhungen in allen Branchen um 5%.

Nun ist ein Mindestlohn von 8,50 gegenüber den derzeit nierdigsten Tariflöhnen von 3,20 oder so eine Lohnerhöhung “etwas” mehr als 5%. (und sittenwidrig ist erst 30% unter Tarif; ja liebe Kinder, Löhne von 2, 30 darf man imLand der Wachstumslokomotive ganz offen zahlen, in bestimmten Branchen, ohne mit dem Recht zu kollidieren)

Die Auswirkungen werden also in solchen Bereichen sehr fühlbar sein, da haben sie schon recht.
Das dürfte nicht soo viele Beschäftigte betreffen, aber auch von 5, 6 oder 7 Euro aus ist der Sprung auf 8,50 so hoch, dass die Arbeitgeber reageren werden, mit Preiserhöhungen oder Rationalisierung oder Schwarzarbeit oder sonstwie.
Aber das ist halt so, cut & go für 12 Euro statt für 10, da werden die Umsätzenun nicht soo dramatisch sinken.

Das Argument von Minijobausweitung ist nur mit bestimmten Annahmen haltbar.
Auch für Minijobs fallen SV-Beiträge an, das ist also kein Vorteil.
Eine Ausweitung ließe sich mit Rationalisierung begründen, zwei 400er müssen nun das gleiche machen wie vorher ein 1000er.

Derzeit werden viele Minijobs sehr niedrig bezahlt. Mit dem Mindestlohn könnte sich jeder leicht ausrechnen, dass er beschissen wird, es könnte hier sogar zu überproportionalen Lohnsteigerungen kommen, was gegen eine Ausweitung spricht.
In der Summe schwer zu schätzen; aber die Minijobs einzudämmen, indem man sie schärfer kontrolliert (da kann die Fachkraft, in der Schweiz mit Kusshand sehr gut bezahlt, im sozialen Bereich letztlich mit 5 Euro Stundenlohn rausgehen, weil sich ihr 400er so lange hinzieht) ist ohnehin dringend geboten.

Der gemeine Ökonom sieht sich mit einem eher niedrigen Mindestlohn auf der sicheren Seite. Bei 7 Euro passiert quasi gar nichts.

Aber das ist ja alles müßig.

Oben hab ich den Mindestlohnuntergrenzenkompromiss schon skizziert.

Andreas Kreuz September 24, 2013 um 18:35

Von Ferne hörte ich heute Nachmittag auf phoenix eine weibliche SPD-Stimme, die davon ausging, dass 99 % der SPD-Mitglieder keine GroKo wollen…

Na – dann mal zügig ran mit dem Schwefelhölzle an die Lunte!

holger September 24, 2013 um 18:38

Ich sachs ja immer wieder topi… wer BWL nicht gerafft hat, versuchts halt im Makro… :D

"ruby" September 24, 2013 um 18:43

Miles & More spendiert Steinmeier einen Gratishinflug nach Guantanamo am kommenden Wochenende ;-)

BB September 24, 2013 um 19:29

@Andreas Kreuzer

Wenn die weibliche Stimme Frau Kraft war, der geht es nicht etwa um die Dursetzung der “Bürgerversicherung”. Die sperrt sich nur so lange, bis für NRW und Kommunen etwas Geld herausspringt.

"ruby" September 24, 2013 um 19:32

@ Andreas Kreuz

Das kommende europäische Stimmvieh
http://de.wikipedia.org/wiki/Mufflon
;-)

Andreas Kreuz September 24, 2013 um 19:41

BB September 24, 2013 um 19:29

Nein, Frau Kraft war das nun ausgerechnet nicht.

"ruby" September 24, 2013 um 19:43

Kein deutscher Europäer braucht Neuwahlen zum Bundestag zusammen mit den Europawahlen vom 22. bis 25 Mai 2014 fürchten!

"ruby" September 24, 2013 um 19:46

Die letzte Chance für Liberale wieder auf die bundespolitische Bühne zurückzukehren – und sei es mit einer Ampelkoalition !

"ruby" September 24, 2013 um 19:51

Wenn was zu Ende geht …
http://www.youtube.com/watch?v=5Sik9JYURkw

"ruby" September 24, 2013 um 19:58
Folkher Braun September 24, 2013 um 22:38

Brauchen wir überhaupt eine Regierung? – Die wichtigen Entscheidungen werden doch woanders gefällt. Man könnte jeden Abgeordneten mit einem zero- hour- contract ausstatten. Damit er zu den paar Plenarsaalzeiten mal eben zum Händchen- Heben vorbeikommt.

Andreas Kreuz September 24, 2013 um 23:21

Es hat schon etwas Surreales:
Erst die FDP, jetzt die Grünen und dann noch die SPD -
Selbstmord aus Angst vor dem Tod.

Na, wenigstens sind dann beim nächsten Mal die Wahlzettel umweltfreundlich klein und übersichtlich. ;-)

"ruby" September 25, 2013 um 00:52

Und Sven Giegold bleibt bei seinen Erkenntnissen :
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/2263699/
daraus :

Mit sinkendem Krisendruck nimmt der Reformwille ab?

Das gilt auch für ein weiteres Thema, das der Kanzlerin noch im letzten Dezember von großer Dringlichkeit schien – da forderte sie eine engere Zusammenarbeit der Euroländer und zwar rasch. Die Vorschläge des Präsidenten des Europäischen Rates Hermann van Rompuy sahen eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone vor, außerdem eine engere Abstimmung der Wirtschaftspolitik in den Mitgliedsstaaten, um die Währungsunion krisenfest zu machen. Alles still und leise ad acta gelegt, klagt der Finanzexperte der Grünen, Sven Giegold:

“Diese Vorschläge, die alle von den Staatschefs gebilligt worden sind, sind bisher nicht mit Leben gefüllt worden, auch mit Blick auf die Bundestagswahl. Mit anderen Worten: Der europäische Gesetzgebungszug, sowohl bei der Regulierung der Finanzmärkte als auch bei der Zukunft der Eurozone ist zum Opfer des deutschen Wahlkampfs geworden, und das hat die Bundesregierung zugelassen.”

Ob die Vorschläge jemals wieder auf den Tisch kommen, ist ungewiss. Keine Regierung gibt gerne Macht und Kompetenzen ab. Nur wenn es schwierig wird, wenn die Nationalstaaten nicht mehr weiter wissen, sind sie in der Regel dazu bereit. Fast alle Zuständigkeiten der Europäischen Union sind ihr in Krisenzeiten zugewachsen.

holger September 25, 2013 um 09:18

Interessant http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2013-09-22-BT-DE/umfrage-alter.shtml Wähler nach Altersgruppe… ich hab mal das Wahlalter auf 59 begrenzt.

Dann ergibt sich Folgendes:

CU — 36,25
SPD — 23,75
FDP — 4,5
SED — 8,75
GAL — 10,5
AfD — 5,75

Doktor D September 25, 2013 um 09:20

#Gerhard Schick: Der ist hier im Landes-Gemenge nicht so sonderlich präsent, hat aber eine gute ERststimmenzahl gemacht. Und selbstbewusst ist er auch. Ich kann nur nicht so recht einschätzen, für was der eigentlich steht.

holger September 25, 2013 um 09:59

Ü 70 Wahlen=

CU 54 — SPD 28 — FDP 5 — SED 6 — GAL 3 — AfD 3

Ü 60 Wahlen=

CU 49,5 — SPD 28,5 — FDP 5 — SED 7,5 — GAL 4,5% — AfD 3,5%

Also wenn die Gruppe 70+ biologisch abgebaut ist, sieht das alles wieder ein wenig anders aus… ergo voll im 10 Jahres Plan :D

holger September 25, 2013 um 10:14

Wenn man sich nun die einflussreiche Grupp Ü60 anschaut, kommt ja Folgendes:

CU 49,5

SPD 28,5 GAL 4,5

SED 7,5 (ihhbähh)

Gefühlt bei Ü60 kann Rot-Rot-Grün gar keine Mehrheit haben. Aber auf die Lobbyisten Gruppe Ü60 kann auch keine CU noch SPD verzichten.

Dh egal wie die SPD es macht, in Hinsicht auf die “Jugend” sie kann es nur verkehrt machen :D

holger September 25, 2013 um 10:45

aha es geht doch voran…

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-09/cdu-koalition-gruene-steuern

Also rein altersmäßig muss wie gesagt, die CU sich selber die Grünen aufbauen, wollen sie dauerhaft (naja, keiner rechnet ja mit mir) :D an der Macht bleiben.

Selbst wenn die AfD noch stärker wird, und die SED stagniert.

Weder wird man (long-run) mit der AfD ins Bett steigen noch mit der SED. Fakt.

Wollen die “Liberalen” wieder einziehen, sollten sie sich mit mir unterhalten, ich bin durchaus zu Gesprächen bereit LOL

In meinem Programm ist für jeden was dabei ;-)

51,1% +X :D

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