Anmerkungen zu Mindestlöhnen

by f.luebberding on 18. Oktober 2013

In den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen werden Mindestlöhne eine zentrale Rolle spielen. Nun haben es sich viele Journalisten angewöhnt, diese nur noch unter machtstrategischen Gesichtspunkten zu betrachten. Tatsächlich betreffen sie aber den Kern der deutschen Sozialverfassung. Daher einige Anmerkungen zu einer notwendigen Diskussion.

Die von der Bundesregierung beauftragten Forschungsinstitute haben gestern wieder einmal ihre alten Argumente gegen die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne formuliert. Das ist auch kein Zufall, sondern entspricht der Logik der dort immer noch hegemonialen neoklassischen Arbeitsmarkttheorie. Deren Überlegungen lassen sich so zusammenfassen: Der Arbeitsmarkt funktioniert wie andere Märkte für Güter und Dienstleistungen. Zur Markträumung – sprich Vollbeschäftigung – braucht man einen Gleichgewichtspreis, der sich wie immer aus Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Arbeiter macht das Angebot namens Arbeitskraft und der Unternehmer kauft diese ein. Wie bei den Kartoffeln hängt die Nachfrage vom angebotenen Preis ab. Verlangt der Arbeiter zuviel, wird der Unternehmer das Angebot nicht annehmen. Damit der Arbeiter mit der Kartoffel vergleichbar wird, müssen die Neoklassiker allerdings zwei Voraussetzungen konstruieren. Zum einen die Idee der “freiwilligen Arbeitslosigkeit”: Der Arbeiter tauscht gewissermassen Einkommen gegen Freizeit. Schließlich haben wir ja keinen Sklavenmarkt. Wenn er Einkommen aus anderen Quellen bezieht, fehlt es ihm natürlich an Motivation, Freizeit gegen Einkommen zu tauschen. Wer hätte das gedacht? Zum anderen die Idee von der Grenzproduktivität des Arbeiters: Das ist der Nutzen, der entsteht, die letzte Kartoffel zu kaufen, obwohl man schon satt ist. Für den Arbeiter heißt das folgendes: Wann findet der dümmste Anbieter seiner Arbeitskraft (“Geringe Qualifikation”) einen Job? Daraus entsteht auf dem Arbeitsmarkt der “markträumende” Preis der Arbeitskraft. Das Ergebnis ist Vollbeschäftigung. Was passiert aber, wenn der Marktprozess gestört wird? Also etwa die Kartoffelanbieter den Wettbewerb ausschalten? Dann haben wir eine Marktstörung. Die Nachfrager müssen zuviel für die Kartoffeln bezahlen – und dafür werden andere Kartoffeln unverkäuflich. Auf dem Arbeitsmarkt heißt das Arbeitslosigkeit. Die verantwortlichen Kartelle bleiben bei den Kartoffeln zwar zumeist im Dunkeln, sind aber bei den Arbeitern als Kartoffel-Substitut für Markttheoretiker um so einfacher auszumachen. Es sind Gewerkschaften, der Sozialstaat – und damit unter anderem Mindestlöhne.

Selbstredend gefährden Mindestlöhne Arbeitsplätze. Allerdings nur, wenn man diesen Vorgaben der Neoklassiker folgt. Dafür nur ein Bespiel. Wenn die Arbeitskraft nichts kostete, wäre die Nachfrage unendlich. Jeder ließe sich gerne seine Fenster putzen, wenn er dafür nichts bezahlen müsste. Nur kostet selbst der Sklave einen Preis: Nämlich den, seine eigene Existenz und sonstige Reproduktionsfähigkeit (Aufzucht von Kindern) zu sichern. Das definiert auch den Mindestlohn unter den Bedingungen der freien Lohnarbeit. Für Sklaven wie Lohnarbeiter muss dieser zivilisatorische Mindeststandard gewährleistet bleiben. Nun hängen die Lebensbedingungen in einer Gesellschaft immer von ihrer gesamtwirtschaftlichen Produktivität ab. Damit ist die Fähigkeit gemeint, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Güter und Dienstleistungen herstellen zu können. Die ist in Deutschland heute anders als etwa in der Sklavenhalter-Gesellschaft des alten Rom. Aus dieser Produktivität ergeben sich die Einkommen in Geld (wir leben bekanntlich im Kapitalismus). Unter Einkommen sind Löhne und Unternehmensgewinne zu verstehen. Nun stellt man sich natürlich die Frage, wie diese Einkommen verteilt werden sollen? Die Neoklassiker meinen über den Marktpreis für die Arbeitskraft. Die gesamtwirtschaftliche Produktivität kommt hier gar nicht vor. Und Verteilungsfragen sind halt immer nur unter der Voraussetzung der Preisbildung auf Märkten zu denken. Verteilung als das Ergebnis eines politischen Aushandlungsverfahrens zu begreifen, wird wie beschrieben als Marktstörung definiert.

Nachdem wir die theoretischen Grundlagen geklärt haben, auf denen Forschungsinstitute ihre Herbstgutachten erstellen, können wir uns jetzt mit der Wirklichkeit befassen.

Die Frage der Verteilung von Einkommen ist immer eine Frage der Politik. Das gemeinsam in einer Volkswirtschaft erwirtschaftete Einkommen muss zwischen den einzelnen Interessengruppen aufgeteilt werden. Das sind Unternehmen, Arbeitnehmer, der Staat, die Bezieher von Sozialleistungen. Unter Letzteren sind Arbeitslose, Kranke und Alte zu verstehen. In den vergangenen Jahrzehnten hatten die Neoklassiker allerdings ein gutes Argument. Globalisierung und Europäisierung hatten über die Finanzmärkte eine Verteilung zugunsten von Unternehmensgewinnen (und Kapitaleinkommen) durchgesetzt. Der zu verteilende Kuchen wurde damit zu Lasten der anderen Interessengruppen beschnitten. Um Vollbeschäftigung durchzusetzen, musste man das Anspruchsniveau der anderen Gruppen reduzieren. Das ist der Sinn der diversen Arbeitsmarkt- und Sozialreformen gewesen. Die Nachfrage nach Arbeit hängt aber nicht vom absoluten Lohnniveau ab, sondern von dessen relativer Höhe im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Deshalb müssen die Einkommen etwa in Deutschland höher sein als in Griechenland. Der Arbeitsmarkt wird dabei bestimmt von der Investitionsbereitschaft der Unternehmen (und des Staates). Unternehmen investieren auf Basis ihrer Absatz- und Gewinnnerwartungen. Das unterscheidet ihn eben nicht von den Kartoffeln. Was ihn von den Kartoffeln unterscheidet? Der Kartoffel ist es egal, ob sie gegessen wird oder vergammelt.

Was ist nun das Problem bei Mindestlöhnen?

Es gibt keins. Die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft ist nicht gefährdet. Dort spielen Mindestlöhne praktisch keine Rolle. Mit einem gesetzlichen Mindestlohn ändert man allerdings die politisch durchgesetzte Einkommensverteilung zu Lasten der Löhne in der Binnenwirtschaft. Deshalb sind sie unabdingbar. Wie wurde gestern bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Herbstgutachtens gesagt?

“Es kann natürlich sein, dass sich die ganze Lohnskala nach oben schiebt.”

Genau das wird passieren.

{ 245 comments… read them below or add one }

Andreas Kreuz November 12, 2013 um 09:11

Und das aus den ‘Senderöhren des Kommunismus’: ;-)

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/2315789/

Andreas Kreuz Oktober 30, 2013 um 21:42

Na denn,
mal etwas Butter bei die Fische:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=19089#more-19089

Ritter "ruby" Oktober 28, 2013 um 18:26

Stellt euch mal vor die Gläubiger müssten ihre zurückerhaltenen Guthaben in sinnvolle, nachhaltige reale Investitionen verwenden …
Traumhaft für Innovation und Entwicklung, Forschung und Bildung, Arbeit für Menschen – weltweit !

Ritter "ruby" Oktober 28, 2013 um 18:20

Heute ist Finanzrunde der GroKo-Verhandlungen.
Schäuble mit neuer Schuldentaktik.
Also, wenn keine Nettostaatsverschuldung stattfindet bei EU, Bund, Ländern und Kommunen, dauert es wie lange bei Wirtschaftswachstumsvarianten 1%, 2%, 3% … bis mit normaler Tilgung die Staatsschulden entsprechend ihrer Fristigkeiten abgebaut sind?
Realisten müssten den Steuerzahlerplünderern mal so richtig was vor die Koffer scheixxen
;-)
Stattdessen sitzen Hintze und Schmidt auf zusätzlichen bestbezahlten Politparteienposten im Parlament.
SPD-Mitglieder erwachet !

Think positive Oktober 28, 2013 um 15:07

@AK

Ist doch nur konsequent aus Sicht eines Funktionärs der Sozialarbeit.
Ohne Armut und Elend verlören die meisten Sozialarbeiter ihre Jobs.
Und auch der Herr Caritas-Präsident wäre arbeitslos.

Andreas Kreuz Oktober 28, 2013 um 14:02
Ritter "ruby" Oktober 27, 2013 um 00:01

Der Euro hat in Portugal mit der Regierung keine Zukunft mehr in der Bevölkerung. Bis zu den Europawahlen werden die Entwicklungen zu einer gesellschaftlichen, verträglichen Wirtschafts- und Geldpolitik durch Bürger in Institutionen führen.
Dagegen haben Nomenklaturisten und beeinflussende Medien langfristig keine Vorherrschaft.
Sachliche und gerechtigkeitsorientierte, wohlfahrtschaffende “Volksvertreter” erkennen den Wandel und Wechsel der umverteilungswirksamen Maßnahmen.
Eine hoffnungsvolle, lohnende Perspektive.
Freude garantiert.
Europa und der Euro werden nicht untergehen – im Gegenteil Renaissance pur.

"ruby" Oktober 26, 2013 um 19:43

@ AK
gibt doch Gutscheine …
http://www.youtube.com/watch?v=OORaR3V-mms
;-)

Andreas Kreuz Oktober 26, 2013 um 19:19
petervonkloss Oktober 26, 2013 um 11:23
petervonkloss Oktober 26, 2013 um 11:08

@gelegentlich, @Balken, @Systemfrager

„gerade in Deutschland“… sollte man euch drei zusammenfassen und sagen, es ist die dümmlichere Variante der Linken.
Sozusagen die Phalanx der Besiegtengeistigkeit….die ja das kollektive Unterbewußte Deutschlands weiterhin majorisieren möchte durch ihre geistigen Lakeien in allen Bereichen.
Das der Mensch relativ dumm ist, bemerkt man in seiner Nachgiebigkeit bezüglich des allenthalben wirkenden
Konformitätsdruck.

Ich verstehe insofern die Konzilianz eines @wowie nur sehr eingeschränkt. (Bitte mehr auf den Putz hauen).

Worum es mir eigentlich geht, kann man nicht einfach so rumdiskutieren. Dies bleibt den habermasianisch begeisterten Kommunikationshäuptlingen vorbehalten, auf daß sie sich zerreden in den ewigen Kant`schen Frieden hinein. Ich halte die Imperative der kantschen Rede vom ewigen Frieden, wie Hegels Weltgeist weiterhin für ein Verbrechen an der Menschheit, so gut und vernünftig sie sind.

Das Gaunern und Täuschen als wesentlicher Bestandteil des Lebens………..z. B. der Mafia, etc. etc. ; aber auch das Gaunern und Täuschen der Roma und Sinti, der Flüchtlinge, von denen fast keiner nicht gefoltert wurde; all dies in
ihrer Gesamtheit ist nicht mehr beherrschbar in einer halbwegs kommunikativen Gemeinnützigkeit.

All dies entgleitet zusehends den planerischen Zugriffen; siehe der vollkommen verplante BER, der per Schnellbahn
ein gutes Auskommen haben könnte, soweit er einige zehn Kilometer südlich von Berlin realisiert worden wäre.

Inzwischen sind ca. 30 000 Menschen mehr oder weniger vom Lärm betroffen, obwohl das Äußerste der sich stei-
gernden Realität noch gar nicht stattgefunden hat.

Abgesehen von seiner eher mittelfristig wirkenden Tödlichkeit, brechen überall Ziganos und andere ähnlicher Herkunft in ihre fast wertlosen Häuser ein……
dies .tun die Companeros auch ausgiebig inmitten Berlins. In unserem Haus wurde inzwischen fünf mal eingebrochen. Anschließend gehen ihre sympathischen Schwestern Betteln und Klauen, während der Chef die Sozi-
alhilfe und das Mitleid der evangelischen und katholischen Christen kassiert.
-

Will sagen eine Großplanung hat vollkommen versagt, und ähnliches steht uns mit der „gemeinsamen“ Finanz-
planung des Euro ins Haus.

(Für Holgers durchaus sympathischen Vorschlag einer Cash-Flow-Tax, muß man ergänzend hinzufügen, daß durch
die ca. 1000Euronen BGE in Rumänien, nur der Umfang, das Niveau des Gaunerns nach Oben in Richtung Mafia verschoben würde.)

Mein Postulat wäre, wer über kein gesundes Maß an anthropologischer Skepsis verfügt, der sei seinen besiegtengeistigen Neurosen verpflichtet, aber er soll in Zukunft nicht mehr die deutsche Politik beeinflussen.

Zur externen Mathematik des Vordergrunds unter solipsistischer Ausspielung
Des Unendlichen in der Istigkeit.
Grundsätzlich kann man sagen
Es gibt keine Emanzipation!, denn sie wäre sinnlos, eine Art höheres Nichts.
Im Grunde sind es schnellste Vorgänge der Istigkeit,
die keinerlei Wir bedeuten können,
obwohl sie Gesellschaften und Geschichte hervorbringen.
Kathodos und Anode katapultieren sich und strahlen
Die Bewegungsräume in Zeitschleifen
Der ewigen Wiederekehr, es kristallisiert in
punktuellen Ereignissen.
Größere Mengen sind daher unwahr.

Natürlich ist der Tod die Emanzipation in ihrer
reinsten Gültigkeit, soweit es Zweimalgeborene gibt.

ruby Oktober 25, 2013 um 18:38

Die NeoCons wollen Krieg beim Lohndücken für Kapitalrenditen?
Das kannst haben !
SPD-Mitglieder wacht auf.
No more Merkel
No more GroKo

holger Oktober 25, 2013 um 13:08

—>>>Damit wird empirisch belegt, dass hohe Löhne keineswegs zwangläufig zu hoher Arbeitslosigkeit führen müssen, was die Medien – an der Spitze der angeblich klügste Professor Deutschlands – immer behaupten.”

Tja… sag ich doch… jetzt muss man (sollte man) nur noch zwischen hoch im Brutto und Netto sprechen.

Und da sich das Proletariat hier so dran gewöhnt hat, zu 90% direkt/indirekt enteignet zu werden, selber schuld…

Im Gegenteil, 90% der Deutschen können sich ja gar kein anderes System vorstellen. Sie sind schlicht und einfach zu blöde dazu. Selbst die ach so Gutmenschen tauglichen Linken unter den Sozialisten raffen gar nix, außer die Axt zu fordern um den “Reichen” das Fell über die Ohren zu ziehen.

Die Diskussion um 8,50 iss ungefähr so, als wenn ich in das Mittelmeer pinkle und mich wunder, warum der Meeresspiegel danach nicht steigt.

Hauptsache man hat ne Zahl genannt und die hält man für hoch wichtig und Systemstabilisierend. Und unabdingbar.

Momentan habe ich ein Projekt mit Wohncontainern auf dem Tisch… eignet sich auch so eine Stadt für das Prekariat. Zwei 20′ Container (Kosten zwischen 15 und 20k, miete kann sihc jeder selber ausrechnen) entsprechen dem zugesprochenen Wohnraum für Singles (H+4) 3 Stück einer 3 köpfigen Familie.

Wird irgendwann so kommen… warum auch nicht.

Um diese Stadt kann man dann noch einen Zaun machen, und gut bewachen. Man sollte einfach nur Innovativ denken können.

Think positive Oktober 25, 2013 um 12:05

Die Exportnation Schweiz macht eine völlig andere Wirtschaftspolitik als die BRD, nämlich hohe Löhne und niedrige Arbeitslosigkeit.

Damit wird empirisch belegt, dass hohe Löhne keineswegs zwangläufig zu hoher Arbeitslosigkeit führen müssen, was die Medien – an der Spitze der angeblich klügste Professor Deutschlands – immer behaupten.

In Deutschland glauben fast alle Menschen als Resultat der liberalen Hirnwäsche , dass hohe Arbeitslosigkeit ein ökonomisches Phänomen sei, bedingt durch Marktprozesse. In Wirklichkeit ist die Arbeitslosigkeit politisch gesteuert.

holger Oktober 25, 2013 um 11:47

Denke positiv

warum vergleichst Du die CH mit DE sind doch zwei verschiedene Geschäftsmodelle… Der Ex von meiner Nichte ist CHler dachte mal och ich zieh mal nach DE… nach 2 Jahren hat er wieder die Flucht ergriffen… :D lag aber nicht nur an meinem Schwager LOL Aussage: Die sind doch hier alle bekloppt… ;) Naja, er wurde mal von dem Steuersystem “überwältigt” LOL

Think positive Oktober 25, 2013 um 11:25

Lidl Schweiz hebt Mindestlohn für alle Mitarbeitenden auf 4’000 Franken an! Lohnerhöhung schon auf den 1. Dezember!
http://www.happytimes.ch/news/news-schweiz/8533-lidl-schweiz-hebt-mindestlohn-fuer-alle-mitarbeitenden-auf-4-000-franken-an-lohnerhoehung-schon-auf-den-1-12-2013.html

„Mit 4000 Franken liegt Lidl aber nicht an der Spitze der Einzelhändler. Erzrivale Aldi bezahlt seit Anfang 2013 mindestens 4112 Franken, zuvor waren es 4032 Franken. Allerdings sind die Aldi-Angestellten keinem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) angeschlossen. Das kritisieren die Gewerkschaften. Aldi kann die Löhne oder auch Sozialleistungen jederzeit wieder nach unten anpassen, wogegen ein GAV über mehrere Jahre gilt. Es fehle die Verbindlichkeit, monie-ren Gewerkschafter.
Der Einstiegslohn liegt bei den Schweizer Grossverteilern tiefer als bei den Discountern. Ungelernte Mitarbeitende verdienen bei der Migros mindestens 3700 und bei Coop 3800 Franken. Migros würde so die Forderungen der Mindestlohninitiative mit 13 Monatslöhnen nur knapp erfüllen.“
http://www.sonntagszeitung.ch/wirtschaft/artikel-detailseite/?newsid=263426

"ruby" Oktober 24, 2013 um 09:16

@ Soldat Schwejk

mal den Stephan Schulmeister mit seiner Vorlage für die EU zur Finanztransaktionssteuer ansehen .

holger Oktober 24, 2013 um 08:10

Soldat

—>>>Deshalb fände ich es sinnvoller, erst mal zu sagen: Wir wollen zunächst eine “kleine” Cash-Flow-Tax einführen, die, sagen wir, ein Drittel des Mehrwertsteueraufkommens ersetzt, und in gleichem Umfang sinkt die Mehrwertsteuer.”

Tja… das gibt doch mE nur wieder kuddel muddel… ich sehe meine Frau vor Augen die mit der Elster fürchterlich schimpft und auf den Computer eindrischt.

Das ist ja das Problem, dass wir es uns unwahrscheinlich kompliziert machen. Gut, würde ja auch der Datev Kontenrahmen dann ja auch Aaaabeitslos werden.

Aber ich denke schon, dass die Einführung einer Mini-Tax befürwortet werden wird. Sollten Advokaten und Steuerberater nichts dagegen haben :D

—>>>Aber wie kriegst Du sowas überhaupt erst mal als Thema in die politische Diskussion? In eine Organisation willste ja vermutlich nicht eintreten…”

Ich bin ja in einer Organisation IHK VDE , aber da geht es nicht um Finanz-Politik. In kleinem Rahmen schon, man spricht drüber aber nicht im großen politischen Stil.

Frag doch mal jemanden, welchen Sinn macht die doppelte Buchführung? Warum kann ich mir die Abschreibungsmethoden und Bewertungskriterien aussuchen?

Es ist ja kein Geheimnis wenn man sagt: Es gibt drei Bilanzen… eine für die Bank, eine für das Finanzamt und eine für sich persönlich.

Dieses ganze Steuersystem ist ein reiner Irrsinn… Es geht mir ja dabei nicht um den kleinen Malocher der seine Pendlerpauschale einfordert. Mir geht es um die KMU die eben nicht im Ausland 17 neue Werke bauen und die nicht ihr Geld mal dahin schicken und mal dahin verteilen können.

Der Mittelstand müsste diese Diskussion führen. Der hat aber keine Lobby… Lobby haben die Exportweltweister. Und denen wäre ein anderes Steuersystem ein Dorn im Auge. Weil sie dann ihrer Verschleierung beraubt werden. NULL Steuern zahlen zu müssen. Steuern zahlt nämlich dort nur die Belegschaft. Das Unternehmen selber nicht. Und wenn doch, wird eine künstliche Absatzkrise erschaffen im buch, und schon holt man sich über den Verlustrücktrag die Steuern wieder.

Ich behaupte ja nicht, dass man ein einfaches System machen will, im gegenteil ich unterstelle das Begünstigte heftigst dagegen Prostesnote einlegen.

Ich sage nur, dass es eine Alternative gibt. Und die besagt eben, die Reichen bleiben reich, die Armen werden nicht Arm. Das wäre allerdings ein Aufschrei dann :D

Das würde ist das Weltleitbild der Kapitalismus überwinder gar nicht so reinpassen. Stell dir vor sie würden ihre Daseinsberechtigung verlieren…

Soldat Schwejk Oktober 23, 2013 um 23:14

@ holger Oktober 22, 2013 um 08:59

Noch mal zu der Cash-Flow-Tax.

Ich denke, Du kannst gerade nicht in 3 Monaten das ganze System umstellen, so vernünftig die Idee zunächst mal klingen mag. Wie hoch müßte das Aufgeld etwa sein, um welche derzeitigen öffentlichen Einnahmen zu ersetzen? Welche Ausweichbewegungen wird es geben? Wenn Du da eine Berechnung anstellen läßt… also je nach Lust und Laune und welche Annahmen man macht, dürften ganz unterschiedliche Ergebnisse rauskommen. Also keiner von uns und auch sonst keiner kann mit einiger Sicherheit vorhersagen, was die Effekte bei einer “großen” Umstellung sein werden.

Wenn man überlegt… was wird vermutlich geschehen? Viele Transaktionen werden vermutlich dann nicht mehr zwischen Firmen abgewickelt, wo Transaktionsabgaben fällig würden, sondern innerhalb von Firmen. Also es gäbe mehr vertikale Integration… mehr Hierarchien statt Märkte (nach O. Williamson). Firmen würden ihre Zulieferer und Abnehmer “schlucken” und die ganze Wertschöpfungskette in einer Firma ansiedeln…

Nicht daß ich das jetzt so übel finden würde… Ich erinnere mich an Norbert Härings “Markt und Macht”, wo er unter anderem darauf eingeht, daß das ganze Outsourcing und die Zergliederung von Firmen in formal selbständige Einheiten auch dazu dient, kapitalintensive Bereiche von arbeitsintensiven zu trennen, um die Verhandlungsmacht der Arbeiter zu schwächen. Im kapitalintensiven Kernbereich werden Lohnsteigerungen akzeptiert, um Arbeitskämpfe zu vermeiden. In den ausgelagerten arbeitsintensiven Bereichen dagegen wird eine Konkurrenzsituation geschaffen und der Lohn gedrückt. Per Saldo sinkt die Lohnsumme. Er belegt das mit einer Reihe von Beispielen, und mir scheint es aus eigener Anschauung auch plausibel.

Also eine Cash-Flow-Tax würde die Kosten solcher Modelle deutlich erhöhen und vielleicht zu einer Re-Integration führen, O.K. Wenn es aber im großen Stil vertikale Integration gibt, dann ist das zwar ein ganz guter Lenkungseffekt, gleichzeitig würde aber die Steuerbasis (die Transaktionen) abnehmen, und der Steuersatz müßte steigen…

Ich meine, sowas muß man m.E. alles auf der Rechnung haben, wenn man dem Modell eine Chance geben will.

Deshalb fände ich es sinnvoller, erst mal zu sagen: Wir wollen zunächst eine “kleine” Cash-Flow-Tax einführen, die, sagen wir, ein Drittel des Mehrwertsteueraufkommens ersetzt, und in gleichem Umfang sinkt die Mehrwertsteuer. So ließe sich das auch politisch kommunizieren, und man würde dann sehen, wie es funktioniert und welche Effekte bei einer Ausweitung des Modells zu beachten wären.

Das gleich auf der europäischen Ebene zu versuchen, ist wahrscheinlich gar keine schlechte Idee, weil da früher oder später einiges in Bewegung geraten wird… dagegen die jahrzehntealten einzelstaatlichen Institutionen haben ein großes Beharrungsvermögen…

Aber wie kriegst Du sowas überhaupt erst mal als Thema in die politische Diskussion? In eine Organisation willste ja vermutlich nicht eintreten…

Aber gut… vielleicht ist das, was wir heute hier schreiben ja das, was in 50 Jahren von vielen gedacht werden wird :-)

"ruby" Oktober 23, 2013 um 20:18

OT

Kanzlerin als stinknormale Terroristin von NSA / USA abgehört?

DLF:
Mittwoch, 23. Oktober 2013 20:00 Uhr
“Privat-Handy der Bundeskanzlerin möglicherweise jahrelang von US-Geheimdiensten überwacht – Merkel telefoniert mit Obama
Die Bundesregierung hat Informationen erhalten, nach denen das Mobiltelefon von Bundeskanzlerin Merkel möglicherweise über Jahre hinweg von US-Geheimdiensten überwacht worden ist. Regierungssprecher Seibert sagte in Berlin, man habe um sofortige und umfassende Aufklärung gebeten. Die Bundeskanzlerin habe deswegen mit US-Präsident Obama telefoniert. Merkel habe erklärt, wenn eine solche Überwachung tatsächlich stattgefunden habe, wäre dies völlig unannehmbar. “Spiegel-Online” berichtet, es gehe um das private Handy der Bundeskanzlerin. Nach einer Überprüfung durch den Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik habe die Regierung den Verdacht offenbar für ausreichend plausibel gehalten, um die amerikanische Regierung damit zu konfrontieren. Eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten habe gegenüber dem “Spiegel” erklärt, Obama habe der Kanzlerin versichert, dass die USA ihre Kommunikation nicht überwachen und auch nicht überwachen werden. Die Sprecherin habe ausdrücklich nicht gesagt, ob dies auch für die Vergangenheit gelten.”

Boooh tut das gut – endlich wissen wir Sie ist eine von uns !

Keynesianer Oktober 23, 2013 um 08:40

@Think positive

Das Internet wird bald viel verändern und es ist von den herrschenden Banditen nicht zu verhindern.

Was hat man uns nicht voll gelogen früher, als es noch kein Internet gab. Der große Vordenker des Kommunismus, Marx, und seine 68-er Anhänger sind immer noch dabei, die Wertform zu analysieren und die vom Wertgesetz historisch-materialistisch vorgegebene Weltrevolution zu erwarten.

Es gibt keine Gegenöffentlichkeit, weil diese systematisch paralysiert wurde. Vor allem mit der 68-er-Bewegung, die schon zu Beginn der 80-er Jahre plötzlich wieder vom Erdboden verschunden waren. Denn zu erkennen, was da geschah, hätte ja allen ihren opportunistischen Überzeugungen widersprochen, die sie sich als treue Anhänger von Marx und Marcuse angetan haben.

Selbstverständlich wird der Widerstand der Menschen unten gegen die herrschenden Banditen oben systematisch von deren Agenten zersetzt. Ohne das zu wissen und die Konsequenzen ziehen zu können, kann es keine wirksame Gegenöffentlichkeit geben. Das endet sonst damit, dass den ausgebeuteten Arbeitern Vorträge über das Wertgesetz gehalten werden sollen. Was selbstverständlich das erhoffte Publikum vergrault.

Oder man spielt die Menschen unten nach den Regeln von links gegen rechts gegeneinander aus. Also die Anhänger von Stalin, Mao und Pol Pot als Antifaschisten gegen die Verehrer und Verbreiter von Hitler-Devotionalien, organisiert von V-Leuten des MI6, CIA, Mossad und der Verfassungsschutzämter.

Da muss die Gegenöffentlichkeit zuerst einmal begreifen, wie die Zersetzung von Opposition funktioniert. Leider ist das den gutgläubigen Schäfchen noch schwerer zu vermitteln als die geldpolitische Verursachung der Wirtschaftskrisen.

Think positive Oktober 23, 2013 um 00:33

@wowy
Abhängigkeit macht gefügig. Das ist auf alle Ebenen zu beobachten.

Entscheidend ist die Kombination zwischen Abhängigkeit und Alternativlosigkeit. Das, was als TINA-Syndrom bezeichnet wird.

Sie kennen keine Alternative zu einem Sich-Einrichten im System.
Sie glauben, allein Geld mache frei. Sie sind völlig dem Geld-Fetisch verfallen.

Das ist die Realität. Das System ist totalitär geworden, deshalb gibt es für die meisten Menschen keine Alternative IM System.

"ruby" Oktober 22, 2013 um 23:58

Wirtschaftsgrundsätze

Wirtschaftliche Unternehmen sind so zu führen, dass der öffentliche Zweck erfüllt wird. Sie sollen für die technische und wirtschaftliche Entwicklung notwendige Rücklagen aus dem Jahresgewinn bilden und mindestens eine marktübliche Verzinsung des Eigenkapitals erwirtschaften.”

Wostehtdas …”

Fasst zusammen, was Alfred Landburgh seinem Kind mit auf den Weg geben möchte.

"ruby" Oktober 22, 2013 um 23:50

Mitglieder der SPD ihr habt es in der Hand, dass die Entlassungsurkunde der Bundeskanzlerin die letzte ist, die sie erhalten hat.
Wer Bürger zum gemeinschaftlichen teilen vertreten will, installiert keinen Hinze und keine Schmitt.

Wer die Logik von Lansburghs Ahasver Bemühung erkennt, kann hoffen, dass die Prostitution des Journalismus endet.
Stefan Heym war eröffnender Alterspräsident.
Das EU-Urteil zum Stimmenrecht im VW-Konzern trifft Lenins Beteiligungsanalyse, VW-Banking hatte ich mal verlinkt.
Und Lansburghs Fehler war die Unterschätzung der Selbstfinanzierung der Industrieunternehmen aus kalkulierter und erlöster Liquidität/Cashflow.
Deshalb Cashflowtax !!! und keine Umsatzsteuererhöhung!!!
Chapeau Holger…
;-)

wowy Oktober 22, 2013 um 23:22

Und auf allen Kanälen wird wieder die Apple-Messe gelesen. Amen.
Wenn ich Rasenmäherhersteller oder Nachtischlampenproduzent wäre, würde ich mich von der deutschen Presse ganz schön vernachlässigt fühlen.

wowy Oktober 22, 2013 um 23:11

@Think positive
“Überhaupt gibt es fast keine institutionalisierte gesellschaftliche Gegenmacht zur „Wirtschaft“ mehr”

Abhängigkeit macht gefügig. Das ist auf alle Ebenen zu beobachten.

Was ist heute im Bundestag als erstes geschehen? Neuanfang? Nein! Innehalten? Nein! Nachdenken? Nein!

Postengeschacher
http://www.tagesschau.de/kommentar/bundestagsvizepraesidenten100.html

Think positive Oktober 22, 2013 um 21:07

@wowy Oktober 22, 2013 um 14:07
Die Plutokraten sind die neue Kirche. …
Was wir bräuchten wäre eine neue Aufklärung, aber der medial registrierte philosophische Nachwuchs heißt leider Precht.

Sicherlich fehlen progressive und kritische „intellektuelle Leuchttürme“ in den Medien.
Wobei die öffentlich-rechtlichen und privaten Medien „ihre“ Ideologen auswählen, ob Sloterdijk, Precht etc.

Durch das Internet ist es vom technischen Aspekt her sehr viel leichter als z.B. damals zur Zeit der 68-er-APO eine Gegenöffentlichkeit zu bilden. Ich würde auch nicht sagen, dass der Mangel an progressiven und kritischen Intellektuellen das Hauptproblem ist. Sondern es ist der gesellschaftliche Kontext.

Ein Adorno, ein Bourdieu oder ein Werner Hofmann würden heute nicht mehr auf eine Professur berufen werden. Und selbst dann, wenn ein kritischer Intellektueller eine Professur erhält, hat er nicht mehr das geistige und organisatorische Umfeld im institutionalisierten Wissenschaftsbetrieb, um sich entwickeln zu können.

Überhaupt gibt es fast keine institutionalisierte gesellschaftliche Gegenmacht zur „Wirtschaft“ mehr. Sozialdemokratie und Gewerkschaften wollen nicht mehr eine Gegenmacht bilden, ihre Führungen sind längst mit hoch dotierten Posten im Establishment angekommen.

Eine wirkliche Oppositionspartei gibt es nicht. Egal in welcher Partei, das primäre Interesse der BerufspolitikerInnen liegt beim eigenen Aufstieg. Deshalb dominieren überall die „Realos“, ob bei den Grünen oder in der Linkspartei.

Von den „linken“ Parteien oder den Gewerkschaften kommt daher keine kritische Gegenöffentlichkeit.

Auch der Wissenschaftsbetrieb stellt heute keineswegs eine institutionalisierte, gesellschaftliche Gegenöffentlichkeit (mehr) dar. Das war in der Nachkriegsära zur Zeit Adornos et al. noch etwas anders. Das muss hier nicht inhaltlich begründet werden, weil es jedem klar ist, der sich mit den Veränderungsprozessen kritisch befasst hat.

1978 wurde „die tageszeitung (taz)“ als ein linksalternatives, selbstverwaltetes Zeitungsprojekt gegründet. Eine kritisch-oppositionelle Gegenöffentlichkeit stellt die TAZ schon lange nicht mehr dar. Wer als Journalist zu TAZ geht, hofft, dort ein Absprungbrett zu finden, was ihm irgendwann ermöglicht, auf einer festen Stelle beim SPIEGEL, FAZ, ZEIT, ÖR etc. zu landen.

Wenn Journalisten Internetblogs betreiben, dann geht es ihnen vor allem um Casting und erfolgreiche eigene Selbstvermarktung.

Wer im Berufsleben steht, für den ist es karrieregefährdend oder –schädigend, wenn er sich zu weit gesellschaftskritisch exponiert.

Zudem kostet eine kritisch-oppositionelle Positionierung Zeit und erfordert im Sinne der Opportunitätskosten auch den Verzicht auf Geld (= Einkommen aus Erwerbstätigkeit) sowie auf Repräsentanz in den „Systemmedien“. Denn wirklich kritische Leute werden nicht zu Talkshows eingeladen und ihre Texte werden nicht in den privaten Massenmedien veröffentlicht.

Insofern ist das Fehlen einer kritisch-oppositionellen Gegenöffentlichkeit leicht erklärt.

Man müsste Angehöriger einer reichen Familie sein, von dieser unterstützt werden oder entsprechend geerbt haben, um finanziell unabhängig zu sein. So wie z. B. ein Jan Philipp Reemtsma.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Philipp_Reemtsma

Oder ein Max Horkheimer, der 1931 die Leitung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung erhielt.
„Das Institut für Sozialforschung (IfS) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde 1923 durch eine Stiftung des Kaufmanns und Mäzens Hermann Weil und seines Sohnes Felix Weil gegründet.“ (Wikipedia).

Früher war es durchaus üblich, dass vermögende Familien einem ihrer Kinder eine Selbstverwirklichung und „brotlose“ Karriere im wissenschaftlichen oder künstlerischen Bereich finanzierten.

Aber zum einen ist diese bürgerliche Kulturtradition weitgehend untergegangen, zudem gibt es heute nur noch relativ wenige hochvermögende Familien und drittens fehlt den meisten Sprösslingen das intellektuelle und künstlerische Potential, um zu einer großen Persönlichkeit in Wissenschaft oder Kunst zu werden.

Zwar bietet das Internet vom technischen Aspekt her ein großes Potential, aber es fehlt trotzdem Entwicklung einer progressiven und kritischen Öffentlichkeit.

Wer als abhängig Beschäftigter im Berufsleben steht, kann es sich nicht leisten, kritisch-oppositionelle Positionen zu vertreten, wenn er keine beruflichen Nachteile in Kauf nehmen will.

Viele HartzIV-Empfänger haben zwar Zeit und nehmen auch am Internet teil, aber da mangelt es meist an fachlichen Voraussetzungen, um als Fachautorität im Sinne von kritisch intellektuellen „Leuchttürmen“ Diskurse zu beeinflussen.

Dann bleiben unter jetzigen Bedingungen eigentlich nur Rentner mit einer entsprechenden Bildungs- und Berufskarriere üblich, sofern sie nicht politisch und/oder fachlich resigniert sind und noch über entsprechende Motivation und Kraft verfügen.

Nun ist die entscheidende Frage, wer denn heute überhaupt eine kritische Gegenöffentlichkeit will und bereit ist, diese entsprechend organisatorisch und finanziell zu unterstützen?

Denn das wäre die Voraussetzung, dass sich eine derartige Gegenöffentlichkeit institutionalisieren kann. Und dann könnte man auch kritische Wissenschaftler und Journalisten bezahlen.

Aber hätte ein derartiges Projekt heute überhaupt Aussicht auf Erfolg?
Gibt es genügend Menschen, die bereit wären, etwas Konsumverzicht zu leisten, um ein derartiges Projekt zu finanzieren?

"ruby" Oktober 22, 2013 um 20:56

Alfred Landsburgh

“Docendo discimus: Wer andere belehrt, lernt selbst. Ich will mir über manche Dinge klar werden, indem ich mich zwinge, sie Dir klar zu machen.

Inzwischen hat sich in ganz Europa, und nicht zuletzt in Deutschland, die allgemeine Unkenntnis in Gelddingen furchtbar gerächt. Vom Gelde ausgehend haben soziale Umwälzungen stattgefunden, die sich eines Tages vielleicht noch folgenschwerer erweisen werden als die politischen Veränderungen, die der Weltkrieg hervorgerufen hat. Große Ursachen, kleine Wirkungen: Auch Dein Unglaube ist erschüttert worden. Das Samenkorn meiner Belehrung fällt heute auf empfänglicheren Boden als noch vor zwei Jahren. In einem Deiner letzten Briefe bittest Du mich selbst, ich möchte Dir ein Fensterchen öffnen, durch das Du einen Einblick in den verborgenen Mechanismus des Geldwesens gewinnen könntest. Nun, ich will versuchen, Dir das Fenster so weit aufzutun, dass Du das gewaltige Gebäude des Geldverkehrs vom Fundament bis zum Giebel übersehen kannst. Der Weg soll der altgewohnte sein: In einer Reihe von Briefen werde ich Dich etappenweise durch die Gebiete des Geldes, des Kredits, des Kapitals und des Bankwesens führen, bis Du die großen Zusammenhänge zwischen ihnen erkennst und damit den Ausgangspunkt gewinnst, von dem aus Du durch eigenes Nachdenken den Weg in das Innere der einzelnen Teilprobleme findest.”

http://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1917/imp/kapitel3.htm

Aktuell?

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 20:49

>>> Ayn Rand
Der Staat ist der Teufel. Die Solidarität ist ein Teufelswerk!
Tja:
Ein langjähriges Lungenkrebsleiden – Gott hat vielleich dafür gesorgt – ließ Ayn auch mit Hilfe des staatlichen Medicare-Programms behandeln, auch war sie auf Gelder aus der Sozialversicherung angewiesen. Dann hat sie die Solidarität nicht abgelehnt.
Ja, die Neoliberalen sind nicht Menschen, die sich teuschen. Es sind einfach gesagt moralisch total verdorbene Menschen. Menschliche Bestien. Hayek usw.

Keynesianer Oktober 22, 2013 um 20:32

Hier gerade ganz aktuell zu der Frage, ob die Leute, die Wirtschaftskrisen inszenieren, schlechte Menschen sind:

Well, what would you expect from a person that considers Ayn Rand — with the ugliest psychopathic philosophy the postwar world has produced — one of the great thinkers of the 20th century? A person that even co-edited a book with her — maintaining that unregulated capitalism is a “superlatively moral system”. A person that in his memoirs tries to reduce his admiration for Rand to a youthful indiscretion — but who actually still today seems to be a loyal disciple of Rand’s sickening gobsmacking trash.
https://rwer.wordpress.com/2013/10/21/alan-greenspan-a-bad-economist-and-a-bad-person/#more-13896

"ruby" Oktober 22, 2013 um 20:03

@ wowy

sabbert die sau im parlament von Kultur …

"ruby" Oktober 22, 2013 um 19:50

@ Gekis Enrico CM Holger und andere

http://freigeldpraktiker.de/weltenaufgang/blog/file_download/52/Briefe+eines+Bankdirektors+an+seinen+Sohn.pdf

Danke für die Psychoanalyse

auditus
gustus
visus
odoratus
tactus

http://mobius.wellesley.edu/detail.php?t=objects&type=browse&f=culture&s=Dutch&record=157

Freude an der Arbeit an sich, dem Gelingen und Nutzen für Menschen ; Erfüllung des Seins ; Vielfalt in Gemeinsamkeit

Auch Ahasver wird geboren und sterben :
Erkenntnis der Endlichkeit

Sind wir soweit?

Denken
Kombinieren
Empfinden
Geniessen
Gestalten
=
Weltformel 5×5

;-)

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 18:59

>>> wenn der Sparzins auf unter 0,5% fällt, die Inflationsrate aber bei 1,6% liegt, muß durch kreditfinanzierten privaten Konsum die Verschuldung immer weiter steigen.
Das stimmt nicht.
Das ist nur eine logisch richtige Schlussfolgerung im Rahmen des Walrasschen Gleichgewichtsmodells, in dem Preis nur aus Kosten besteht: Kapital (materielle Kosten), Löhne und Zins.
Das ist natürlich eine neoliberale Vollidiotie. Die Liberalen davor wussten alle, dass zu dem Preis auch noch Profit gehört. Prinzipiell ist es keine Problem, dass sich das Gleichgewicht bildet – und kein Nachfrageproblem entsteht -, auch wenn Inflation über Zins liegt. Deshalb ist es auch kein Problem, dass Zinsen bezahlt werden – aber dass ist noch eine super-extra-turbo-Vollidiotie.

Andreas Kreuz Oktober 22, 2013 um 18:27

Wetten, dass wir mit Erhöhung der Mehrwertsteuer in Bälde starten?

Carlos Manoso Oktober 22, 2013 um 18:07

@ Systemfrager Oktober 22, 2013 um 14:59
SPON:
Rogofs Rechenfehler
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/excel-panne-von-kenneth-rogoff-das-war-ein-massaker-a-929248.html
Aber natürlich! Die bösen Linken, die ihn persönlich vernichten wollen.
Anstatt zu sagen: Ja, ich bin ein ganz noramler neoliberaler Hochstapler, Ganove und Betrüger, eine geistige Hure der Reichen: Wie Hayek, Mises, Friedman usw usw

Systemfrager, die Kernthese der „geistigen Hure der Reichen“ lässt sich so sozusammenfassen: wenn der Sparzins auf unter 0,5% fällt, die Inflationsrate aber bei 1,6% liegt, muß durch kreditfinanzierten privaten Konsum die Verschuldung immer weiter steigen.

Der Anfang des Beginns einer „Lösung“ wäre eine „Schuldensteuer“ von z.B. 10% für alle Haushalte mit positivem Vermögensstand unter den 39,9 Millionen Privathaushalte in der EU mit (nach zyprischem Vorbild, wie sie Christine Lagarde (IWF) jüngst im. IWF-Finanzreport Fiscal MonitorOct 1013 vorschlug: „„Die Höhe der Steuer muss dazu führen, dass die europäischen Staatsschulden auf das Vorkrisen-Niveau zurückgefahren werden. Das ist zumutbar: Um die Schulden auf den Stand von 2007 zurückzufahren, ist eine Steuer von etwa 10 Prozent für Haushalte mit einem positiven Vermögensstand notwendig.“

Diese „Schuldensteuer“ von 10% (je nach EU-Land auch unter dem Logo „Guthabenzwangsabgabe“) soll in den Schuldendienst an die Banken fließen und würde mittels Beschlagnahme aller Privatguthaben bei Banken die Forderungen der Banken etwas befriedigender befriedigen.

Laut IWF nutzt Deutschland im EU-Vergleich sein Potenzial bei den Staatseinnahmen überhaupt noch nicht aus. Insbesondere belaste die deutsche Mehrwertsteuer und die deutsche Einkommenssteuer die deutschen Bürger vergleichsweise viel zu schwach.
http://blog.markusgaertner.com/2013/10/18/die-wachsende-startrampe-fur-den-kommenden-enteignungs-feldzug/

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 18:02

1:
Gut … ist bekannt … mit kleinen Umstellungen lässt sich ein Gegensatz beseitigen, es überzeugt aber nicht …
Konkret: Bernanke ist der bewust böser Mensch, der Rest sind haupsächlich Pfeifen … so einfach ist es auch nicht
Naja, dass wir in einer Plutokratie leben, wo die “Bösen” tun und lassen was sie wollen, wer kann dem widersprechen …

2:
>>> Suchst Du immer noch, wo das Geld vergraben ist?
Habe ich das je getan? Nie. Der Nachfragemangel kann nur dann durch Geldhortung enstehen, wenn man im Rahmen des Walras-Modells ist …
Das ist nicht mein Ding. Ich habe nie das vergrabene Geld gesucht … Das ist Stützel und unser Jörg
:)

Keynesianer Oktober 22, 2013 um 16:30

@Systemfrager

Dem Bernanke ist die Finanzkrise ganz sicher nicht aus Versehen passiert, der versteht sein Geschäft besser als ich und seinen theoretischen Arbeiten konnte ich eigentlich immer voll zustimmen.

Was die Professoren anbelangt, da bin ich mir nicht so sicher. Wenn man die liest, ganz im Gegensatz etwa zu Bernanke, könnte man immer wieder meinen, die wären nur arme Trottel. Obwohl man sich da täuschen kann. Habe kürzlich mal einige Beiträge von der Geheimkonferenz der Friedrich-List-Gesellschaft 1931 gelesen, also die wussten schon, um was es bei der Krise ging.

Aber wie ist es mit Dir? Suchst Du immer noch, wo das Geld vergraben ist, das den Leuten in der Krise plötzlich fehlt, oder hast Du nun verstanden, dass dieses Geld nur fehlt, weil es nicht ausgegeben wurde? Denn die Summe aller Ausgaben ist die Summe aller Einnahmen in der Ökonomie und wenn beides plötzlich sich zum Beispiel halbieren würde, wäre nirgendwo Geld gehortet, nur eben nicht ausgegeben worden. Mit der Konsequenz von Krise und Elend.

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 14:59

SPON:
Rogofs Rechenfehler
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/excel-panne-von-kenneth-rogoff-das-war-ein-massaker-a-929248.html

Aber natürlich! Die bösen Linken, die ihn persönlich vernichten wollen.
Anstatt zu sagen: Ja, ich bin ein ganz noramler neoliberaler Hochstapler, Ganove und Betrüger, eine geistige Hure der Reichen: Wie Hayek, Mises, Friedman usw usw

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 14:10

@Keynesianer
>>> So etwa von 1929-33, als die Krise der Spekulation und den Rentiersinteressen diente und dann wieder die letzten dreißig Jahre, als eine gezielt erzeugte Massenarbeitslosigkeit …

Das hat micht immer bei dir gestört …
Ganz richtig behauptest du immer wieder, die Professoren, Experten, usw. können auch Dummköpfe sein – DA SIND WIR UNS 100% EINIG
Und dann – wie sagt man es: mir nichts, dir nichts – kommt die rigiede Behauptung, dass die Krise nur GEWOLLT WERDEN KÖNNTE
Entscheide dich endlich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
MENSCHLICHE DUMMHEIT
oder
MENSCHLICHE BÖSHEIT

PS
Warum nicht beides! Dann gibts kein Problem mehr !!!!!!
Du befreist dich ganz einfach und elegant von dem Vorwurf: “Verschwörungstheoretiker”

wowy Oktober 22, 2013 um 14:07

@Think positive
Die Plutokraten sind die neue Kirche. Die Verkaufsshows a la Apple und Co. Ihre Messen. Ablass ist wie immer über Zahlung möglich. Die Hölle ist die Überwachung. Die Architekten der Firmenzentralen sind die neuen Michelangelos, die Architekten der It Infrastruktur die neuen Da Vincis.
Wir erleben die Renaissance der Kirche, der Kirche des Geldes.

Was wir bräuchten wäre eine neue Aufklärung, aber der medial registrierte philosophische Nachwuchs heißt leider Precht.

Marc Oktober 22, 2013 um 13:18

@Keynesianer

Ob die bestehende Ungleicheit gerechtfertigt ist oder brutale Ausbeutung, ist eine politische Frage. So grausam wie es ist, aber die Umverteilungspolitik von unten, den Leistungsträgern, nach oben, zur römischen Dekadenz, wurde gerade politisch bestätigt.

@enrico

Du möchtest also eine Institution, die Kreditlimits festlegt. Lies mal das hier. Das sind die Konsequenzen, wenn eine Institution die Informationen und somit die Kontrolle über alle Marktteilnehmer haben muss, um “sinnvolle” Limits zu setzen.

Was ist am derzeitigen Geldsystem bedienungsunfreundlich? Jeder weiß doch, was er zu tun hat. Und wieso kooperationsfördernder? Wir haben Globalisierung, mehr Kooperation geht auf unserem kleinen Erdenball nicht.
Okay, das Thema Krise ist meins. Es wäre für mich der einzig denkbare Grund, das Geldsystem zu ändern: wenn es danach keine Finanzkrisen gäbe. Ansonsten ist das Geldsystem genial. Die “Macken”, die es hat, enstehen nicht aus einem Systemfehler, sondern sie sind gewollt.

Think positive Oktober 22, 2013 um 13:10

@wowy

Die zivilisatorische Ordnung löst sich auf. Von „oben“ wird sie ideologisch und gesetzgeberisch „dekonstruiert“, „unten“ und in der Mitte nimmt man es hin.

Den Kern der zivilisatorischen Ordnung bildet die Verfassung, welche die rechtliche Basis der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ und der gesamten Rechtsordnung ist.

Die Notstandsgesetze von 1968 waren der erste große Angriff auf die Verfassung. Damals bildete sich die APO, eine Opposition aufgeklärter, mündiger Bürger, welche die Verfassung verteidigen wollten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferparlamentarische_Opposition

Heute scheint es, als sei in Deutschland kaum jemand bereit, für die Aufrechterhaltung der verfassungsmäßigen Ordnung zu kämpfen.

Zu APO-Zeiten war die Erinnerung an den Niedergang der Weimarer Republik und den Faschismus noch lebendig.

Doch heute stehen die meisten Deutschen den Verfassungsfragen desinteressiert und gleichgültig gegenüber. Und leisten so gut wie gar keinen Widerstand gegen den Verfassungsabbau, auch die sog. „gebildeten Bürger“ nicht.

Möglichweise liegt es daran, dass den Deutschen die freiheitlich-demokratische Verfassung „geschenkt“ wurde. Das ist anders als in Ländern mit bürgerlicher Revolution, wo die Verfassung im Bürgerkrieg erkämpft werden musste.

Deshalb gibt es beispielsweise in der Schweiz ein „bürgerliches Verfassungsbewusstsein“ und in Deutschland nicht. Die Schweizer wissen, was freiheitliche Bürgerrechte für sie bedeuten und welchen Wert diese für ihr Leben besitzen.

wowy Oktober 22, 2013 um 10:49
enrico Oktober 22, 2013 um 10:43

@Marc

Es gibt bei deinem Kontokorrentsystem ein Limit. Ist das für alle gleich? Wer legt es fest?

Natürlich sind die Limite nicht gleich. Die Unternehmen sind ja sehr verschieden was Beschäftigte und Umsatz betrifft. Das Öffentliche Kontokorrentsystem hat in jeder (europäischen) Region eine Vertretung. Die Verantwortlichen werden von den Bürgern in Regionalwahlen demokratisch gewählt. In den regionalen
Vertretungen werden die Überziehungs-Limite mit den Unternehmen ausgehandelt und vertraglich festgelegt.
Alle Verträge, welche die Überziehungs-Limite betreffen, müssen öffentlich einsehbar sein.

Die Suche nach einem krisenfreien Geldsystem ist ohnehin sinnlos, denn eine Marktwirtschaft benötigt ein krisenhaftes Geldsystem.

“Ein krisenhaftes Geldsystem” Was ist das?
Meine Ente ist “krisenhaft” und bleibt manchmal einfach stehen. Momente, wo man sich ein krisenfreies Auto wünscht. Es gibt Autos die sind krisenhafter und Autos die weniger krisenhaft sind. So wird es auch bei Geldsystemen sein. Alle Autos gehen irgendwann einmal kaputt und trotzdem…

“Krisenfrei” ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck aber allenfalls “bedienungsfreundlicher und kooperationsfördernder”. Das sollte das neue Geldsystem sein. Mehr Transparenz, bessere Kommunikation, bessere Abstimmung von realem Bedarf und Produktion. Dazu sollte es auch beitragen, dass wieder mehr kommunale Betriebe gegründet und erfolgreich betrieben werden können usw.

Ich denke es macht schon Sinn, sich jetzt bereits Gedanken zu machen, wie sich die Leute im Kleinen organisieren können, wenn die wirkliche Krise kommt. Und die kommt gewiss und wohl recht heftig!

holger Oktober 22, 2013 um 09:31

Soldat

dann nochmal zum MiLo … bei ca. 1.400 Arbeitsstunden im Jahr, beträgt das Brutto sagenhafte 11.900 Ocken/Jahr das ist nach Adam R. unter 1.000 im Monat.

Was will man damit anfangen? Nix… rein realistisch Nix… noch nicht mal Störben ist drin.

Also ein “BGE” (ich mag ja die Bezeichnung nicht, hat sich aber so eingebürgert).

Dieses kann in der EU Neutral gestellt werden. Denn eine Auszahlung des BGE ist ja die Steuereinnahme von Morgen. Das BGE kann auch nur in der EU ausgegeben werden. Also kostet es genau Nix.

Nur zu der Meinung, wer soll das finanzieren? Das BGE ist alles, von Kindergeld bis zu Rente…

Man kann es auch Sondervermögen der EU Bürger nennen.

Dann würden in Bulgarien und Rumänien und ander Orts aber die Korken knallen. Und jetzt zum Bedingungslos. Die Freizügigkeit innerhalb der EU als Arbeitskraft geht nur noch über eine Regionale Greencard. Ja, eine Aufenthaltsgenehmigung innerhalb der EU.

Nicht falsch verstehen, Reisen kann man überall hin wo man will, nur nicht mit seiner Arbeitskraft. Die soll erstmal daheim genutzt werden, die Infrastruktur zu erhalten oder was auch immer.

Das BGE ist abhängig in der Höhe von dem Ausbildungsstatus der Person. Grund BGE ca. 1000 Ocken. Dazu kann man den DQR nehmen

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Qualifikationsrahmen

Jede der 8 Stufen wird mit 150 Ocken mehr BGE belohnt.

Das heißt ein Promovierter erhält insgesamt ein BGE von 2.200 Ocken.

Gerade die KMU würden EU weit davon profitieren, da sie keine Kosten haben für Ausbildung etc.pp. und auch Studierende müssten sich weniger Sorgen machen.

Dh in neuen Theorien muss der Faktor Mensch einfach bedacht werden. Ebenso wie Regionale Unterschiede. Und eben die weiter gehende Automatisation.

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