Anmerkungen zu Mindestlöhnen

by f.luebberding on 18. Oktober 2013

In den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen werden Mindestlöhne eine zentrale Rolle spielen. Nun haben es sich viele Journalisten angewöhnt, diese nur noch unter machtstrategischen Gesichtspunkten zu betrachten. Tatsächlich betreffen sie aber den Kern der deutschen Sozialverfassung. Daher einige Anmerkungen zu einer notwendigen Diskussion.

Die von der Bundesregierung beauftragten Forschungsinstitute haben gestern wieder einmal ihre alten Argumente gegen die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne formuliert. Das ist auch kein Zufall, sondern entspricht der Logik der dort immer noch hegemonialen neoklassischen Arbeitsmarkttheorie. Deren Überlegungen lassen sich so zusammenfassen: Der Arbeitsmarkt funktioniert wie andere Märkte für Güter und Dienstleistungen. Zur Markträumung – sprich Vollbeschäftigung – braucht man einen Gleichgewichtspreis, der sich wie immer aus Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Arbeiter macht das Angebot namens Arbeitskraft und der Unternehmer kauft diese ein. Wie bei den Kartoffeln hängt die Nachfrage vom angebotenen Preis ab. Verlangt der Arbeiter zuviel, wird der Unternehmer das Angebot nicht annehmen. Damit der Arbeiter mit der Kartoffel vergleichbar wird, müssen die Neoklassiker allerdings zwei Voraussetzungen konstruieren. Zum einen die Idee der “freiwilligen Arbeitslosigkeit”: Der Arbeiter tauscht gewissermassen Einkommen gegen Freizeit. Schließlich haben wir ja keinen Sklavenmarkt. Wenn er Einkommen aus anderen Quellen bezieht, fehlt es ihm natürlich an Motivation, Freizeit gegen Einkommen zu tauschen. Wer hätte das gedacht? Zum anderen die Idee von der Grenzproduktivität des Arbeiters: Das ist der Nutzen, der entsteht, die letzte Kartoffel zu kaufen, obwohl man schon satt ist. Für den Arbeiter heißt das folgendes: Wann findet der dümmste Anbieter seiner Arbeitskraft (“Geringe Qualifikation”) einen Job? Daraus entsteht auf dem Arbeitsmarkt der “markträumende” Preis der Arbeitskraft. Das Ergebnis ist Vollbeschäftigung. Was passiert aber, wenn der Marktprozess gestört wird? Also etwa die Kartoffelanbieter den Wettbewerb ausschalten? Dann haben wir eine Marktstörung. Die Nachfrager müssen zuviel für die Kartoffeln bezahlen – und dafür werden andere Kartoffeln unverkäuflich. Auf dem Arbeitsmarkt heißt das Arbeitslosigkeit. Die verantwortlichen Kartelle bleiben bei den Kartoffeln zwar zumeist im Dunkeln, sind aber bei den Arbeitern als Kartoffel-Substitut für Markttheoretiker um so einfacher auszumachen. Es sind Gewerkschaften, der Sozialstaat – und damit unter anderem Mindestlöhne.

Selbstredend gefährden Mindestlöhne Arbeitsplätze. Allerdings nur, wenn man diesen Vorgaben der Neoklassiker folgt. Dafür nur ein Bespiel. Wenn die Arbeitskraft nichts kostete, wäre die Nachfrage unendlich. Jeder ließe sich gerne seine Fenster putzen, wenn er dafür nichts bezahlen müsste. Nur kostet selbst der Sklave einen Preis: Nämlich den, seine eigene Existenz und sonstige Reproduktionsfähigkeit (Aufzucht von Kindern) zu sichern. Das definiert auch den Mindestlohn unter den Bedingungen der freien Lohnarbeit. Für Sklaven wie Lohnarbeiter muss dieser zivilisatorische Mindeststandard gewährleistet bleiben. Nun hängen die Lebensbedingungen in einer Gesellschaft immer von ihrer gesamtwirtschaftlichen Produktivität ab. Damit ist die Fähigkeit gemeint, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Güter und Dienstleistungen herstellen zu können. Die ist in Deutschland heute anders als etwa in der Sklavenhalter-Gesellschaft des alten Rom. Aus dieser Produktivität ergeben sich die Einkommen in Geld (wir leben bekanntlich im Kapitalismus). Unter Einkommen sind Löhne und Unternehmensgewinne zu verstehen. Nun stellt man sich natürlich die Frage, wie diese Einkommen verteilt werden sollen? Die Neoklassiker meinen über den Marktpreis für die Arbeitskraft. Die gesamtwirtschaftliche Produktivität kommt hier gar nicht vor. Und Verteilungsfragen sind halt immer nur unter der Voraussetzung der Preisbildung auf Märkten zu denken. Verteilung als das Ergebnis eines politischen Aushandlungsverfahrens zu begreifen, wird wie beschrieben als Marktstörung definiert.

Nachdem wir die theoretischen Grundlagen geklärt haben, auf denen Forschungsinstitute ihre Herbstgutachten erstellen, können wir uns jetzt mit der Wirklichkeit befassen.

Die Frage der Verteilung von Einkommen ist immer eine Frage der Politik. Das gemeinsam in einer Volkswirtschaft erwirtschaftete Einkommen muss zwischen den einzelnen Interessengruppen aufgeteilt werden. Das sind Unternehmen, Arbeitnehmer, der Staat, die Bezieher von Sozialleistungen. Unter Letzteren sind Arbeitslose, Kranke und Alte zu verstehen. In den vergangenen Jahrzehnten hatten die Neoklassiker allerdings ein gutes Argument. Globalisierung und Europäisierung hatten über die Finanzmärkte eine Verteilung zugunsten von Unternehmensgewinnen (und Kapitaleinkommen) durchgesetzt. Der zu verteilende Kuchen wurde damit zu Lasten der anderen Interessengruppen beschnitten. Um Vollbeschäftigung durchzusetzen, musste man das Anspruchsniveau der anderen Gruppen reduzieren. Das ist der Sinn der diversen Arbeitsmarkt- und Sozialreformen gewesen. Die Nachfrage nach Arbeit hängt aber nicht vom absoluten Lohnniveau ab, sondern von dessen relativer Höhe im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Deshalb müssen die Einkommen etwa in Deutschland höher sein als in Griechenland. Der Arbeitsmarkt wird dabei bestimmt von der Investitionsbereitschaft der Unternehmen (und des Staates). Unternehmen investieren auf Basis ihrer Absatz- und Gewinnnerwartungen. Das unterscheidet ihn eben nicht von den Kartoffeln. Was ihn von den Kartoffeln unterscheidet? Der Kartoffel ist es egal, ob sie gegessen wird oder vergammelt.

Was ist nun das Problem bei Mindestlöhnen?

Es gibt keins. Die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft ist nicht gefährdet. Dort spielen Mindestlöhne praktisch keine Rolle. Mit einem gesetzlichen Mindestlohn ändert man allerdings die politisch durchgesetzte Einkommensverteilung zu Lasten der Löhne in der Binnenwirtschaft. Deshalb sind sie unabdingbar. Wie wurde gestern bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Herbstgutachtens gesagt?

“Es kann natürlich sein, dass sich die ganze Lohnskala nach oben schiebt.”

Genau das wird passieren.

{ 245 comments }

Jackle Oktober 18, 2013 um 11:14

Was ist nun das Problem bei Mindestlöhnen?

Das Problem bei Mindestlöhnen ist der Glaube, dass man sich den Kapitalismus nur gesund doktern muss, damit er so funktioniert, wie man es gerne hätte.
Man muss sich nun nicht mit seinem Beckenboden durch den halben Marx-Lesezirkel der 70iger Jahre gebumst haben, um zu kapieren, dass mit Mindeslöhnen langfristig nichts, aber überhaupt nichts gewonnen ist, wenn man weiterhin vor den wirklichen Widersprüchen davon läuft. Oder man ist sich dieser Widersprüche bewusst und fordert wie Herr Weissgarnix, dass man die moderne Haussklavenhaltung in den besseren Kreisen wieder mit dem Stolz es sich leisten zu können verbindet.

Will man stattdessen ernsthaft über Arbeit reden und die Menschenverachtung mal kurz vor der Tür lassen, muss man endlich mal ernshaft über die Arbeit reden. Und eben nicht darüber, mit welchem Betrag wir diesen allgemeinen Zwang am besten/gerechtesten vergüten.

Arbeitslosigkeit muss seiner wahren Bedeutung zu geführt werden. Man ist verdammt nochmal endlich die Arbeit los!
Das sollten doch irgendwann auch diejenigen mal kapieren, die mit ihren tollen Tugenden ebenso KZs führen könnten.

Frankie Bernankie Oktober 18, 2013 um 11:21

@Luebberding

“Es gibt keins. Die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft ist nicht gefährdet. Dort spielen Mindestlöhne praktisch keine Rolle.”

Herr Lübberding!! So gehts gar nicht!

Wie soll der reiche Italiener weiterhin einen A6 kaufen können, wenn die thüringische Friseurin oder der hessische Paketausfahrer mehr als 3,87 € verdienen darf!?

Sehen Sie denn den Zusammenhang nicht? So exportwirtschaftlich betrachtet?

Heiliger Huether, wer hilft dem Lübberding auf die Fuest, wenn er ohne Sinn und Franz solche Sachen behauptet?

f.luebberding f.luebberding Oktober 18, 2013 um 11:28

Frankie Bernankie

Man kann offenkundig alle Neoklassiker in einem Satz erledigen … .

Hardy Oktober 18, 2013 um 11:30

Ein paar Kleinigkeiten:

“Der Arbeiter tauscht gewissermassen Einkommen gegen Freizeit.”

Diese Annahme trifft auch die kenesianische Arbeitsmarkttheorie. So abwegig ist das auch gar nicht in der Praxis, zumindest nicht bei Überstundenzuschlägen etc.

“Wenn er Einkommen aus anderen Quellen bezieht, fehlt es ihm natürlich an Motivation, Freizeit gegen Einkommen zu tauschen. ”

Das Stichwort hier wäre “Anreizlohn” gewesen…

“Mit einem gesetzlichen Mindestlohn ändert man allerdings die politisch durchgesetzte Einkommensverteilung zu Lasten der Löhne in der Binnenwirtschaft. ”

Richtig – es wird in deren Folge “in kurzer Frist” erstmal wirklich zu (Zurück-)Verlagerungen von Arbeitsplätzen ins benachbarte Ausland kommen. Durch den höheren Konsum – der Grenzkonsum von AN die auf den Mindestlohn angewiesen sind ist ziemlich genau eins – wird sich aber recht schnell das Gegenteil ergeben. Ein Blick ins Hochlohnland Schweiz und dessen “Reichtum” (egal wie man den für sich definiert) weist den Weg.

f.luebberding f.luebberding Oktober 18, 2013 um 11:36

hardy

Es wird keine Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland geben. Nicht wegen der Mindestlöhne. Es werden sich allerdings in einzelnen Branchen Veränderungen ergeben. Das ist aber gewollt.

logicorum Oktober 18, 2013 um 11:39

Natürlich gibt es Probleme.

@Lübberding
Du zerlegst Deine Argumentation oben am Ende selbst:
“Es kann natürlich sein, dass sich die ganze Lohnskala nach oben schiebt.”

Genau das wird passieren.

Und was ist wenn sich die Lohnskala national nach oben schiebt? Dann wird man wie Frankreich und erklärt das der Nachbar Löhne dumpt. Also tangiert es (die nach oben geschobene Lohnskala) natürlich doch den Export. Es ist eine Lohn/Preis-Spirale.

Zumindest in Deiner Argumentation. Neuere Studien zeigen konkludent und m.E. durch die Bank, das durch Mindestlöhne nur innerhalb der unteren Einkommen Gelder verschoben werden. Horizontal, nicht jedoch vertikel.

Insofern: passt nicht ;)

Grüße
ALOA

f.luebberding f.luebberding Oktober 18, 2013 um 11:50

logicorum

Noch einmal: Wenn eine Putzfrau höhere Löhne bekommt, darf sich jeder gerne fragen, ob er diese Putzfrau noch braucht. Dann muss halt der Pofalla das Kanzleramt selber putzen. Wenn Pofalla dafür keine Zeit haben sollte, muss er also einen höheren Preis bezahlen. Jetzt stellt sich die Frage, ob Schäuble sich dann noch die Putzfrau oder Pofalla leisten kann? Muss er Pofalla entlassen, um sich ein sauberes Kanzleramt leisten zu können? Solche Fragen stellen sich die Neoklassiker. Dafür bekommen die sogar Geld … . In Wirklichkeit kann man sich die Putzfrau und Pofalla weiterhin leisten … .

logicorum Oktober 18, 2013 um 11:58

Noch einmal: Wenn eine Putzfrau höhere Löhne bekommt, darf sich jeder gerne fragen, ob er diese Putzfrau noch braucht.

Er sagt “ja” und fordert mehr Lohn. Denn dies – ein non-tradable auch noch – erhöht die Inflation und mit Blick darauf erhöhen alle den Lohn (von der Putzfrau selbst bis zum Kanzleramt).

Man kann schön anhand des Preisniveaus in Frankreich sehen (dort ist ein Euro 0,87 Euro Kaufkraft (Berlin) wert) wohin das führt.

Das muss und kann man anders lösen. Die Putzfrau will ja nicht “nichts” arbeiten oder einfach das gleich erhalten sondern mehr verdienen. Franzosen mit 35h-Deckelung bzw. knapp 1000 Euro Netto Kaufkraft sind auch nicht die Überflieger.

f.luebberding f.luebberding Oktober 18, 2013 um 12:11

logicorum

Wir haben keine Inflation, außer eine Blase auf einigen großstädtischen Immo-Märkten. Diese Idee einer Lohn-Preis-Spirale anlog zu den 1970er Jahren ist absurd. Mindestlöhne werden lediglich dafür sorgen, dass sich die Einkommensverteilung zwischen den einzelnen Gruppen ändert. Das betrifft im Kern vor allem den Dienstleistungssektor. Er bekommt einen größeren Teil des Kuchens. Die anderen Sektoren können sich das leisten. Frankreich leidet nicht in erster Linie an seinen Mindestlöhnen, sondern an der durch den Euro verursachten Schwächung seiner Binnenwirtschaft – und an der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit von Teilen seiner Exportwirtschaft. Beides spielt bei uns keine Rolle.

logicorum Oktober 18, 2013 um 12:29

Frankreich leidet schon seit Jahren unter einem ineffizienten lohn/Lohnkosten-System und hohem Preisindex. Deshalb GIBT es ja die Deckelung auf 35h/Woche um das maximale an Arbeitsplätzem im untersten, ja alleruntersten Lohnsektor herauszuholen. Und weil es Jugendarbeitslosigkeit bedeutet schießt Hollande nun zusätzlich noch 75% der Lohnkosten dort zu, was dann 3-Euro-Löhne bedeutet.

Es betrifft den nicht verlagerbaren non-tradable-Dienstleistungssektor.

Die übrigen Arbeitsplätze sind größtenteils schon ausgelagert. Das hatte ich zuletzt dazu geschrieben:

Aber zurück zu den Arbeitslosen. Eine Bestandsaufnahme:

* Investitionen werden nicht getätigt, da eine Ausweitung nicht möglich da wir bereits das meiste an Kapazitäten für kapitalintensiven High-Tech ausgeschöpft haben.

* Löhne können nicht auf China-Niveau sinken,

* also wird das (gesparte) Geld woanders investiert

* und in Deutschland bleiben Arbeitslose (im unteren Lohnsektor übrig)

* sowie eine vermehrt vom Export (und damit von der Globalwirtschaft) abhängige Auslastung

* welche im Ringschluss zum einen von den (eigenen) Investitionen dort abhängig ist und

* folgerichtig zu Handelsübschüssen (und Schulden des Auslandes) führt

Mindestlöhne zementieren diese Entwicklung selbst wenn sie ansonsten keine Arbeitsplätze (zusätzlich) kosten würden.

Aber nimm einmal an die Franzosen geben die 35h-Regelung auf – Arbeitlose mehr oder weniger (wie viele)?
Oder umgekehrt: was wird die nächste Forderung der Gewerkschaften in Deutschland sein?

Hardy Oktober 18, 2013 um 12:32

@lübbe

“Es wird keine Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland geben. Nicht wegen der Mindestlöhne”

Dies ist weder industrieökonomisch noch empirisch gefestigt. Bei verlagerbaren Arbeitsplätzen wird es sehr wohl einen Ausschaff-Effekt geben. Vermutlich wird er jedoch über den Nachfrageeffekt überkompensiert – genau _das_ ist ja das Herzstück der Keynesianischen Arbeitsmarkttheorie.

Es gibt dazu ein sehr schönes Gedankenexperiment: Wenn man Dir pro Stunde bei gleichen Lebenshaltungskosten 20% mehr zahlt, würdest du mehr, weniger oder gleich viel arbeiten?

Think positive Oktober 18, 2013 um 12:43

Es ist das gleiche Phänomen, wie bei der Kontroverse in den USA um eine staatliche Gesundheitsversorgung für alle.

Sozialdarwinistische Arschlöcher – nicht selten Multimillionäre und Milliardäre – gönnen in den USA den Ärmsten in der Gesellschaft eine staatliche Gesundheitsversorgung nicht.

Genau das Gleiche hier beim Mindestlohn.

Geiz ist geil. Sadistische Sozialdarwinisten wollen lohnarbeitende Menschen erniedrigen. Sie wollen den „Terror der Ökonomie“.

Darum geht es.

Die ökonomische Diskussion ist doch nur vorgeschoben.

Ein Mindestlohn über Sozialhilfeniveau ist eine Frage der Menschenwürde.

Frankie Bernankie Oktober 18, 2013 um 12:47

@Hardy

“Es wird keine Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland geben. Nicht wegen der Mindestlöhne”

Ich fass es nicht. Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland wegen Mindestlöhnen. Professorengelaber.

Lasst uns doch mal die Empirie ihr hässliches Haupt erheben, und was zeigt sie uns? Wegen der fehlenden Lohnuntergrenze schuften in niedersächsischen Schlachthöfen, auf bayrischen Baustellen und in hessischen Konsumgedöns-Zentrallägern Rumänen, Polen und Bulgaren für umme.

Und was setzen uns die Neoliberalen ins Ohr? “Womöglich wandern Arbeitsplätze ins Ausland ab, wenn der Mindestlohn kommt!” Gehts noch?! Eine Fürdummverkaufe von geradezu kafkaesken Ausmass!

holger Oktober 18, 2013 um 13:12

Hahaha

ein typischer Lübberding :D

Er gibt den Sklaven statt einer Erdnuss garantiert drei Erdnüsse.

Applaus Applaus Applaus buff da da da buff da da da

Das der Kunde aber gar nicht die Erdnüsse dafür hat, drei Mindesterdnüsse zu garantieren, steht außerhalb des Orbits.

Applaus Applaus Applaus buff da da da buff da da da

Aber wie gestern gelernt, bei Illner im zweiten sieht man halt besser, kostet ein Herrenhaarschnitt Nass oder Trocken, weiß man nicht, im Osten 28 Ocken Euronen :D

Pruhuuuust und da jung Fruhhh zahlt 6,50 oder so, und fleht Quasi dass man sie zum ML verpflichten tüt… freiwillig zahlt se den wohl nüschte mol.

Applaus Applaus Applaus buff da da da buff da da da

holger Oktober 18, 2013 um 13:21

Nochmals

Es gibt ein Angebot an Kartoffeln/Dienstleistungen und eine Nachfrage nach Ocken…

Es gibt ein Angebot an Ocken und eine Nachfrage nach Kartoffeln/Dienstleistungen…

Wenn das Angebot an Ocken limitiert ist, ist die Nachfrage nach Kartoffeln/Dienstleistungen auch limitiert.

Steigt der Preis für Kartoffeln/Dienstleistungen und bleibt das Angebot an Ocken gleich, WAS PASSIERT DANN?

holger Oktober 18, 2013 um 13:29

Und was die Friseur Innung betrifft, man muss ja nicht so wie Stegner oder wer auch immer rumlaufen…

Ab wann lohnt sisch ne Glatze, und wann kauft man sich die Schermaschine? Beim Aldi für 9.99?

Die Dummheit derjenigen die nur auf den Faktor “Arbeit macht Frei” setzen kennt eben keine Grenzen.

Also keinen Mindestlohn, sondern ein schuldenfrei geschöpftes BGE woll?

Weil der Mindestlohn ein Mindesteinkommen und eine Mindestverschuldung voraussetzen tut. Nicht wahr nicht?

Wollen wir das mal liquide betrachten? Auch für janz Groß Berlin?

Das, was an Transferleistungen an Alte Junge etc.pp. verteilt wird, das iss der Witz.

Aber bevor das die “Sozial-Christliche-Demokratie” versteht, wird eher noch die eigen Omma verscherbelt.

Folkher Braun Oktober 18, 2013 um 13:30

Die Zukunft der abhängigen Beschäftigung heißt zero hours contract und Werkvertrag. Mindestlohn ist nur Zuckerl für das SPD- Stimmvieh.

Hardy Oktober 18, 2013 um 13:32

@Frankie Bernankie

“Lasst uns doch mal die Empirie ihr hässliches Haupt erheben, und was zeigt sie uns? Wegen der fehlenden Lohnuntergrenze schuften in niedersächsischen Schlachthöfen, auf bayrischen Baustellen und in hessischen Konsumgedöns-Zentrallägern Rumänen, Polen und Bulgaren für umme.”

Richtig – und in Polen wurden wegen deutschem Lohndumping Schlachthöfe geschlossen. Es wurden also bereits wegen “zu hoher” Löhne Arbeitsplätze verlagert. Es wäre interessant zu erfahren, warum es umgekehrt unmöglich sein soll.

Ich bin klar für Mindestlöhne – aber dann höhere. Ich habe vor 20 Jahren als Bauhelfer in den Ferien 10 DM schwarz pro Stunde bekommen; kaufkraftbereinigt heute sicher mehr als 10€/h. Trotzdem sollten alle Effekte bedacht werden – es gibt nicht nur positive.
Es gibt übrigens noch ein feines rein mathematisches Verfahren, um das zu verstehen: Lass den Mindestlohn gegen Unendlich streben – wirgendwann wird es Verlagerungen geben. Und knapp an dem Punkt muss man (wohlfahrtsoptimal) bleiben.

Bruchmüller Oktober 18, 2013 um 13:46

@ Frankie Bernankie Oktober 18, 2013 um 12:47

Du scheinst mit den Aufgaben zu wachsen …Immerhin bist Du in der Lage, an solcherart Diskussionen noch teilzunehmen. Schaumermal, ob Du die Hürde Janet Jellen noch überspringen kannst…

f.luebberding f.luebberding Oktober 18, 2013 um 13:59

Hardy, Frankie Bernankie

Natürlich hängt der ökonomische Sinn des Mindestlohns von seiner Höhe ab. Das bestreitet noch nicht einmal das Institut der deutschen Wirtschaft … . In Deutschland würden Produktionsbetriebe dann geschlossen, wenn die Kostensteigerung zu einer signifikanten Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führte. In den für uns relevanten Sektoren spielt das nur dort eine Rolle, wo prekäre Beschäftigungsverhältnisse von Bedeutung sind (Die Kosten für die Leiharbeiter sind heute übrigens für die Unternehmen höher als 8,50 €. Zudem gibt es in der Branche schon Mindestlöhne). Alle Tarifverträge in den entsprechenden Branchen liegen höher. Diese zusätzlichen Kosten muss man natürlich bezgl. ihres Anteils an den gesamten Produktionskosten bewerten. In den deutschen Exportsektoren spielt das keine Rolle. Eine andere Frage ist natürlich, ob die höheren Löhne insgesamt das Preisniveau erhöhen. Das bedeutete in zukünftigen Tarifverhandlungen einen Inflationszuschlag in entsprechender Höhe. Nun muss man sich fragen, ob diese höheren Preise an den Exportmärkten durchsetzbar sind. Wenn nicht, bedeutete das sinkende Gewinne zugunsten steigender Löhne. Das könnte durchaus das Ziel einer solchen Politik sein. Es macht keinen volkswirtschaftlichen Sinn, in Deutschland mit Dumpinglöhnen Schlachthöfe zu betreiben, um dann anschließend die Kunden in Belgien oder Dänemark zu beliefern. Das geht nämlich nur mit den osteuropäischen Sklavenarbeitern – und sorgt nur für höhere Profite der Unternehmen, allerdings ohne jeden Effekt etwa für deren Investitionsbereitschaft. Selbst wenn es aber zu Verlagerungen käme, müsste man dann aber die Nachfrageeffekte im Binnenmarkt mit diesen Verlusten in Beziehnung setzen. Aus dem Saldo ergeben sich die Wachstumsraten im BIP.

Der Hinweis von Hardy auf die eigenen Erfahrungen mit der Schwarzarbeit auf dem Bau ist übrigens hilfreich. Makroökonomisch ist es nämlich völlig egal, wie Einkommen entstehen. Die Schwarzarbeit ist allein ein Problem für den Fiskus und die Sozialversicherungen.

logicorum Oktober 18, 2013 um 14:11

Natürlich hängt der ökonomische Sinn des Mindestlohns von seiner Höhe ab. Das bestreitet noch nicht einmal das Institut der deutschen Wirtschaft

Oooch… ich glaube nicht das ich weit suchen müsste um zumindest und gerade auf dem politischen Parkett Aussagen zu finden nach denen es furchtbar egal ist wie hoch Mindestlöhne zu sein haben. Und die Mindestlöhne werden ja von der Politik gesetzt. Einmal eingeführt – praktisch automatisch.

Und wie man anhand der 11% Arbeitslosen (bereinigt um die 35h-Regelung 12%) in Frankreich sehen kann führt auch hohe Arbeitslosigkeit nicht zu einem Umdenken. Denn einmal auf diesem Niveau ist eine Rückkehr unheimlich schwer. Einfach abschaffen geht nämlich nicht, alle haben sich darauf eingerichtet.

Nun muss man sich fragen, ob diese höheren Preise an den Exportmärkten durchsetzbar sind. Wenn nicht, bedeutete das sinkende Gewinne zugunsten steigender Löhne.

Oder das verlagern der Produktion. ;)

Du argumentierst so als ob das alles in Stein gemeisselt ist. Ist es ja eben nicht. Weshalb haben denn die Franzosen so viele Arbeitslosen?

Die Niederländer haben offenbar einen besseren Bezug, bessere Rahmenbedingungen (ähnlich hoher ML, keine 35h-Regelung, trotzdem die Hälfte an Arbeitslosen). Und auf das muss man abstellen – nicht auf den ML alleine.

holger Oktober 18, 2013 um 14:11

Pass mal uff Herr Lübberding ich rechne mal kurz was vor:

A) Stunden 200/Monat Lohn 6,50 = Brutto 1.300 Fulltime Action mit Überstunden Steuerklasse I römichkatholich Zölibat Single
B) the same with 8,50

A) 1300 Brüddö = 974 Neddö —>>> Staat 326 Öggen
B) 1700 Brüddö =1185 Neddö —>>> Staat 542 Öggen

Alles KLAR?

f.luebberding f.luebberding Oktober 18, 2013 um 14:19

logicorum

Das Verlagern der Produktion betrifft nur die Sektoren, die tatsächlich verlagert werden müssen. Nämlich etwa das Zerlegen von Schweinehälften mit Sklavenarbeitern in Deutschland, um die dann nach Belgien zu exportieren. In der Industrie spielt das keine Rolle. Dort sind alle Produktionsbestandteile, die derart lohnintensiv sind, schon lange ausgelagert worden. Das war ja genau der Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte. Dort wird das nur dann ein Thema, wenn die Tariflöhne etwa in der Metall- und Elektroindustrie entsprechend stiegen, also über dem heutigen Niveau. Das ist zur Zeit nicht zu erwarten. Nur ist das eben keine Frage von Mindestlöhnen. Im übrigen ist es mir egal, wer was in der öffentlichen Debatte fordert … . Wir achten hier auf das Niveau … .

holger Oktober 18, 2013 um 14:23

Jetze…

kann mal ja überlegen tun, wer nun ein Interesse am Mindestlohn hat oder net?

Weißte man kann ja lt. eines Elder Statemans alle für doof halten ne Zeitlang aber nicht alle für ömmer.

Der Staat bedient sich nämlich am Mindestlohn odärrrr nicht?

Und entweder hat der Unternehmer bei gleichem Umsatz weniger Gewinn, oder er muss den Umsatz erhöhen. Weil der Dödel, der ja was noch tüt in den versaubeutelten Land, immer der Arsch ist.

Kann der Unternehmer nicht den Umsatz erhöhene, weil Mc Pomm nicht mehr Umsatz generieren tut, sollte er den Laden dicht machen.

Aber soweit geht das kleine Vögelchen im Hirn ja nüchtemol…

logicorum Oktober 18, 2013 um 14:24

Der Hinweis von Hardy auf die eigenen Erfahrungen mit der Schwarzarbeit auf dem Bau ist übrigens hilfreich. Makroökonomisch ist es nämlich völlig egal, wie Einkommen entstehen. Die Schwarzarbeit ist allein ein Problem für den Fiskus und die Sozialversicherungen.

Schwarzarbeit auf dem Bau ist wie der sog. Scheinselbstständige den hohen Mindestlöhnen und Abgaben geschuldet. Ich habe einen kleinen Baubetrieb betreut bis letztes Jahr. Stell da mal jemanden bei mehr als 11 Euro Mindestlohn (für demotivierte ungelernte) mit Abgaben von >100% ein während Arbeitslose SGBler auf der Baustelle erscheinen und die Arbeit für 6 Euro/h anbieten. Da gehst Du am Stock. Je größer die Differenz zwischen Marktwert und Mindestlöhnen desto größer die sog. kriminelle Energie. Das ist absurd. Seit dieser Setzung der Mindestlöhne gibt es auf dem Bau eine Zersplitterung in Kleinste 1-Mann-Betriebe mit Selbstausbeutung ohne Ende.

Ich hatte mal einen Trockenbauer hier dem ich mit seinem Kollegen 50 Euro in die Hand gedrückt habe damit er noch Heim nach Berlin (800km) kommt (dabei hätte ich 400 Euro zu erhalten gehabt). Das sind Auswüchse, das kann sich jemand der das noch nicht erlebt und selbst gesehen hat nicht vorstellen.

f.luebberding f.luebberding Oktober 18, 2013 um 14:26

Holger

Aha.

holger Oktober 18, 2013 um 14:28

Jawohl Herr Lübberding

Aha…

holger Oktober 18, 2013 um 14:34

logicorum

—>>> Seit dieser Setzung der Mindestlöhne gibt es auf dem Bau eine Zersplitterung in Kleinste 1-Mann-Betriebe mit Selbstausbeutung ohne Ende.”

Komm hier bloß nicht vertieften Erkenntnissen ausser Praxis, das kennt hier kaum einer :D

f.luebberding f.luebberding Oktober 18, 2013 um 14:36

logicorum

Jetzt verrate ich Dir einmal etwas: In Deutschland sind nach dem 2. Weltkrieg die meisten Einfamilienhäuser mit mehr oder minder großen Anteilen an Nachbarschaftshilfe entstanden. Das ist eben nicht wirklich neu. Es wird auch immer Umgehungstatbestände etc. geben. Das Problem ist heute, dass mit den Arbeitsmarktreformen relevante Teile unserer Wertschöpfung nach den Bedingungen legalisierter Schwarzarbeit erzeugt werden. Das nennt sich dann halt nur in den Schlachthöfen anders. Und davon profitieren allerdings nicht die Arbeitnehmer, sondern nur noch die Unternehmen, die das entsprechend nutzen.

Natürlich hat Hardy recht: Es wird immer Konsequenzen geben, bisweilen auch solche, die nicht nur positiv zu bewerten sind. Hier geht es aber um die Funktionslogik im Gesamtsystem. Und dann sind Mindestlöhne absolut unabdingbar.

holger Oktober 18, 2013 um 14:41

—>>> Und dann sind Mindestlöhne absolut unabdingbar.”

Nope sind se eben nicht, für ein BGE ein, und die Welt sieht anders aus :D

Klar hört man das nicht gerne, denn: Wer nicht aaaaaabeiten tut, darf ja nicht konsumieren LOL

holger Oktober 18, 2013 um 14:45

Oder seh es mal anderser…

Ich will das Sklaventum soweit wie möglich abschaffen (BGE) und du willst das Sklaventum mit drei Nüssen anstatt einer Nuss belohnen.

Das ist ein kleiner aber feiner Differenzius

Hardy Oktober 18, 2013 um 15:12

@Holger

“Komm hier bloß nicht vertieften Erkenntnissen ausser Praxis, das kennt hier kaum einer :D”

1. Das nennt man Induktion – er schließt vom Einzelnen aufs Ganze. Das kann ganz furchtbar in die Hose gehen.

2. So oft wie Du hier postest, kannst Du nicht viel von der Praxis mitbekommen :P

holger Oktober 18, 2013 um 15:13

Hardy

Punkt 2. sollte stimmen :D

chabis Oktober 18, 2013 um 15:24

“Schlachthöfe in Deutschland”, das ist vorallem dieses Unternehmen:
http://www.welt.de/wirtschaft/article120776972/Vion-will-Schlachter-aus-der-Schmuddelecke-holen.html
arbeitet zur Zeit z.B. in Baden-Württemberg mit rumänischen Subunternehmen zu rumänischen Löhnen.

BB Oktober 18, 2013 um 17:03

Wer diskutiert eigentlich noch die Notwendigkeit von Mindestlöhnen?

Das ist doch so was von durchgelutscht, da kann man den die Bundesregierung beratenden Wirtschaftsinstituten nur entgegenschleudern: “Ihr Nulpen. Ihr seid euer Geld nicht wert. Geht in den Sandkasten spielen!”

Mindestlöhne müssen kommen und das wissen SPD und CDU. Die eigentliche Frage ist doch, ob sich die SPD damit zufrieden gibt und dafür auf Steuererhöhungen verzichtet.

Sollte sie die Steuererhöhungen zur Disposition stellen, wäre das ein Verrat an allem, was sie ihren Wählern vor der Wahl verkauft hat.

Eine große Koalition ohne Erhöhung der Einkommenssteuer, Wiedereinführung der Vermögenssteuer und Erhöhung der Kapitalertragssteuer geht gar nicht.

Über Klimmbim wie die Herdprämie, Frauenquote, Schwule dürfen heiraten oder sowas kann man verhandeln. Aber Steuererhöhungen zählen zu den Essentials.

BB Oktober 18, 2013 um 17:05

Erbschaftssteuer nicht vergessen. Und Transaktionssteuer. Und dieser destruktive kommunale Steuerwettbewerb, den dieser junge Bürgermeister aus Monheim da veranstaltet, der muss auch unterbunden werden.

Carlos Manoso Oktober 18, 2013 um 17:58

@Think positive Oktober 18, 2013 um 12:43
„Sozialdarwinistische Arschlöcher – nicht selten Multimillionäre und Milliardäre – gönnen in den USA den Ärmsten in der Gesellschaft eine staatliche Gesundheitsversorgung nicht. …

Think positive , „Sadistische Sozialdarwinisten“ sind die notwendigem Inhalte einer subjektlosen Form, Inhalte etwa der Art, wie sie beim Kochen eiweißhaltiger Flüssigkeiten als Substanz namens „Abschaum“ entsteht.

Ein „sadistischer Sozialdarwinist“ zu sein und seine Mitmenschen für „individuelle Zwecke“ wie „Quälen, Erniedrigen etc.“ nutzen zu wollen, trifft meist nicht das, was es zu sein scheint. Mittels Quälen und Erniedrigen exekutiert der „sadistische Sozialdarwinist“ letztlich einen ganz anderen, überindividuellen, subjektlosen Zweck. Meist sind das keine individuellen, frei selbstgewählten Zwecke, denn der „sadistische Sozialdarwinist“ ist nur ein Getriebener einer subjektlosen Form. Gerade deshalb wird der Inhalt pervertiert und mündet am Ende in pure Selbstzerstörung.

„Genau das Gleiche hier beim Mindestlohn. Geiz ist geil. Sadistische Sozialdarwinisten wollen lohnarbeitende Menschen erniedrigen. Sie wollen den „Terror der Ökonomie“.“

Die sozialdemokratische Forderung nach „Mindestlohn“ ist ein durchsichtiger Versuch liberaler „Menschenfreunde“ (sadistische Sozialdarwinisten), die unter dem Diktat des totalitären betriebswirtschaftlichen Kalküls final stotternde Kapital-Verwertungsmaschine mittels quantitativer Grenzwerte zu regulieren zu wollen, um das Quälen und Erniedrigen noch möglichst lange weiterlaufen zu lassen..

Keynesianer Oktober 18, 2013 um 18:17

@f.luebberding

Die von der Bundesregierung beauftragten Forschungsinstitute haben gestern wieder einmal ihre alten Argumente gegen die Einführung gesetzlicher Mindestlöhne formuliert. Das ist auch kein Zufall, sondern entspricht der Logik der dort immer noch hegemonialen neoklassischen Arbeitsmarkttheorie.

Ja, das ist erstaunlich und die Brüder genieren sich noch nicht mal dafür. Man sollte ihnen böswillige Absicht unterstellen und sie dafür von ihren Lehrstühlen entfernen ohne Pensionsanspruch. Jeder von den Professoren darf selbstverständlich auf seine pure Dummheit plädieren und gegen die Entlassung aus dem Dienst klagen.

Der neoklassische Arbeitsmarkt beruht ja auf der Produktionsfunktion Y=f(Kapital, Arbeit). Die ist seit Keynes widerlegt, weil der eine monetäre Konjunkturtheorie geschaffen hat, von der die Professoren an unseren Unis leider nichts oder kaum etwas ahnen.

Die Produktionsfunktion der Neoklassik muss schon allein deshalb falsch sein, weil sie monetäre Einflüsse nicht enthält: Das Geld kommt da überhaupt nicht vor. Und weil das Geld da nicht vorkommt, haben die Professoren mit diesem Zirkelschluss dessen Neutralität schon bewiesen. Jedenfalls langfristig, wie sie sich seit jüngster Zeit einzuschränken pflegen.

Es ist also so, dass nach der monetären Konjunkturtheorie von Keynes das Einkommen der Ökonomie nicht durch den Einsatz von Kapital und Arbeit bestimmt wird. Sondern dadurch, dass ein höheres Einkommen eine höhere private Ersparnis zur Folge hätte, als es die Investitionen, das Staatsdefizit und der Außenhandel erlauben.

Speziell die Wirtschaftskrisen sind darauf zurückzuführen, dass bei einem Einbruch der Investition die Einkommen der Ökonomie so tief fallen müssen, dass nicht mehr gespart werden kann. Das ist es, wodurch das Einkommen Y limitiert ist und nicht ein Mangel an Kapital und Arbeit zum Grenzertrag, weswegen die Löhne möglichst sinken sollten.

In einzelnen Schritten habe ich das hier erläutert:

http://www.youtube.com/watch?v=HKOrGadsSCQ

BB Oktober 18, 2013 um 19:34

@Keynesianer. Video ist bei mir zu leise. Kann nix verstehen.

Andreas Kreuz Oktober 18, 2013 um 19:49

Weil wir gerade beim Kern der deutschen Sozialverfassung sind:

http://www.jungewelt.de/2013/10-19/004.php

Keynesianer Oktober 18, 2013 um 20:00

@BB

Entweder den Ton der Lautsprecher aufdrehen oder bei Dir ist die Lautstärke unter dem Tonzeichen bei Youtube unter dem Bild links zurückgedreht. Wäre schade, wenn Du meine Stimme nicht hören könntest, auch wenn die Grafiken allein schon alles beweisen. :)

Soldat Schwejk Oktober 18, 2013 um 20:01

Nur kurzer Einwurf… Kann @Keynesianers Videoton gut verstehen, also ein allgemeines Problem scheint mir das nicht zu sein…

Sonst vielleicht irgendwann später noch was…

ruby Oktober 18, 2013 um 20:31

@Alle
Ihr seid riesig mega gigantisch!

Holger für Deinen nächsten Friseur Besuch
Dante als Tippkicker siehe faz-fussball
;-)

Linus Oktober 18, 2013 um 21:36

@Think positive:
“Sadistische Sozialdarwinisten”:
Ich finde diesen Terminus gefährlich. Er suggeriert, oben seien die Menschen schlechter als unten. Ich bezweifle das. Ich glaube, es liegt schlicht daran, dass oben mehr Freiheiten bestehen, um sowas ausleben zu können.
Ich kann Carlos da nur beipflichten:
“Mittels Quälen und Erniedrigen exekutiert der „sadistische Sozialdarwinist“ letztlich einen ganz anderen, überindividuellen, subjektlosen Zweck. Meist sind das keine individuellen, frei selbstgewählten Zwecke, denn der „sadistische Sozialdarwinist“ ist nur ein Getriebener einer subjektlosen Form. Gerade deshalb wird der Inhalt pervertiert und mündet am Ende in pure Selbstzerstörung.”

"ruby" Oktober 18, 2013 um 21:43

kurzer musikalischer Ablenker
http://www.youtube.com/watch?v=0DmD9dV9G4Q
Übereinstimmungen mit Frau Wagenknecht sind rein zufällig

Systemfrager Oktober 19, 2013 um 08:09

@Think positive
Ja, das ist das Wesen … merh dazu braucht man nicht zu sagfen

“Sozialdarwinistische Arschlöcher – nicht selten Multimillionäre und Milliardäre – gönnen in den USA den Ärmsten in der Gesellschaft eine staatliche Gesundheitsversorgung nicht.

Genau das Gleiche hier beim Mindestlohn.

Sadistische Sozialdarwinisten wollen lohnarbeitende Menschen erniedrigen. Sie wollen den „Terror der Ökonomie“.

Darum geht es.

Die ökonomische Diskussion ist doch nur vorgeschoben.”

Weil:
- die ganze Evolution hat dafür gesorgt, dass für das Überleben minimal nötig ist
- und wenn man mehr hat, kann man dies nie “vernünftig” benützen, nur um die anderen zu erniedrigen, damit der Dummkopft und Scheusal in eigenen Augen göttlich aussieht. Kein Wunder dass die fanatischsten Christen die brutalsten Menschen auf diesem Planeten sind

Michael Stöcker Oktober 19, 2013 um 08:30

Die Diskussion um den Mindestlohn ist aus meiner Sicht ein absoluter Nebenkriegsschauplatz, der von wohlmeinenden Mitbürgern mit geldpolitischem Rudimentärwissen geführt wird. Die wirklichen Ursachen und Probleme liegen in der systemischen Krisenanfälligkeit als Folge von Marktsättigung und traditioneller Geldpolitik.

Ich habe hierzu eine längere Analyse mit Handlungsoptionen vor 6 Tagen ins Netz gestellt und im Herdentrieb zur Diskussion freigegeben:

http://zinsfehler.wordpress.com/
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/10/07/der-deutsche-konjunkturmotor-stottert-zeit-die-pro-zyklische-finanzpolitik-zu-beenden_6605/comment-page-28#comments
ab # 221

BB Oktober 19, 2013 um 09:55

Die deutsche Tea-Party droht mit Blockade “Revolte”:

http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/debatte-um-steuererhoehungen-cdu-mann-droht-angela-merkel-mit-revolte_aid_1133841.html

Da die FDP ja nicht mehr dazugehört, besteht die deutsche Tea-Party im Parlament im Moment aus einem Mann, dem Vorsitzenden des Parlamentskreises Mittelstand (PKM), Christian von Stetten (CDU)

“Kommt es zu Steuererhöhungen oder höherer Neuverschuldung, dann machen wir eine Revolte”

Huhuhu, Droht uns bald die Zahlungsunfähgigkeit wegen eines Bekloppten im Parlament?

(gefunden via Sargnageschmiede)

Linus Oktober 19, 2013 um 10:10

@Systemfrager:
“- die ganze Evolution hat dafür gesorgt, dass für das Überleben [nur] minimal [viel] nötig ist
- und wenn man mehr hat, kann man dies nie “vernünftig” benützen”

Das lohnt sich, darüber nachzudenken!

holger Oktober 19, 2013 um 10:17

Michael Stöcker

steht ja nicht alzu viel Neues drin (sorry) wurde hier schon etwas früher durchgenudelt.

—>>>Wirtschaftswachstum in Höhe von 3 %”

Das haut mich echt immer wieder vom Sockel… das kann doch nur von Menschen gefordert werden, die vonner Praxis der Investition und Produktion aber nicht einen Hauch haben.

Auch der altgediente Strobl ist der Frage immer ausgewichen, was überhaupt das ominöse Waxdumm ist.

Und das zurecht.

Hört sich zwar immer dolle an mit 3% Wachsdumm, aber was dahinter steckt, da wird es dann gleich wieder ganz mau.

Aber macht ja nix, wir stellen ja auch die Uhren um, aber der Tag hat und so bleibt es nach wie vor, nur 24 Stunden.

Systemfrager Oktober 19, 2013 um 10:24

Solange einige Menschen sich merh Ehre anmaßen als sie anderen geben wollen, kann man sich nicht vorstellen, wie sie in Freiden miteinader leben können

Thomas Hobbes, Elements of Law natural and politic

holger Oktober 19, 2013 um 10:26

Michael Stöcker Oktober 19, 2013 um 08:30
Die Diskussion um den Mindestlohn ist aus meiner Sicht ein absoluter Nebenkriegsschauplatz,”

Eben nicht, weil nur die Ent-Lohnung alles andere regelt.

Nur ist halt komisch, dass ich erst etwas fressen muss, danach Maloche, um an Geld zu kommen, damit ich wieder fressen kann, damit ich danach wieder Malochen darf.

Wer stellt mir den ersten Schritt hin? Das erste Supper not the last one?

Michael Stöcker Oktober 19, 2013 um 10:26

@ Holger

Lesen scheint nicht gerade Ihre Stärke zu sein. Oder kennen Sie nicht den Unterschied zwischen nominell und real?

holger Oktober 19, 2013 um 10:32

Michael Stöcker Oktober 19, 2013 um 10:26
@ Holger

Lesen scheint nicht gerade Ihre Stärke zu sein.”

Stimmt gebe ich zu, ich habe eine starke Leseschwäche. Aber was noch viel schlimmer ist, ich kann noch nicht mal Zusammenhänge begreifen.

holger Oktober 19, 2013 um 10:33

—>>> Oder kennen Sie nicht den Unterschied zwischen nominell und real?”

Michael Stöcker erklären Sie mir das mal bitte. Damit kann ich gar nichts anfangen.

Andreas Kreuz Oktober 19, 2013 um 10:33

Hier noch mal etwas zum Mit-Rechnen:

18. Oktober 2013

11.45 Uhr Die Experten und die Höhe des Mindestlohnes

auf: http://www.egon-w-kreutzer.de/

@holger lässt grüßen…
(flapsig ist nicht ümmer falsch) ;-)

holger Oktober 19, 2013 um 10:34

Aber auf die Gold Diskussion oder Tauschwirtschaft, das sage ich gleich, habe ich echt keinen Bock mehr.

holger Oktober 19, 2013 um 10:42

Andreas Kreuz

das war ich net :D aber der Gute liegt auf Welle der Länge LOL

Michael Stöcker Oktober 19, 2013 um 10:44

@ Holger

Lesen Sie doch bitte erst in verständiger Ruhe und denken nach, bevor Sie wieder überstürzte Antworten geben. Sie scheinen mir im anderen Schützengraben zu liegen. Zum Thema Lohnhöhe und Flassbeck finden Sie meine Einschätzung hier:
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/10/07/der-deutsche-konjunkturmotor-stottert-zeit-die-pro-zyklische-finanzpolitik-zu-beenden_6605/comment-page-20#comments # 156

Weitere Antworten, sofern erforderlich, von mir später.

Die nominal vs real Aufklärung können hier sicherlich andere machen.

BB Oktober 19, 2013 um 10:44

Es ist schon erstaunlich, wie der deutsche Mainstream-Journalismus die eigentlich Kasus-Knacktus-Frage immer wieder hinterhältig vermeidet (an Unkenntnis glaube ich nicht).

Der Kasus-Knacktus ist die Frage nach “Steuererhöhung ja oder nein” !!!!!

Darauf weist auch die Penetranz und das Rumpelstielzchen-Gehabe hin, mit dem bestimmte Leute weltweit (Tea-Party-Bewegung, Internationale der Steuervermeider, von Stetten/CDU, FDP), diese sehr naheliegende Möglichkeit, die Staatsverschuldung abzubauen – vor allem bei bestehender Schuldengrenze -, kategorisch ausschließen.

Mindestlöhne sind auch wichtig. Aber die Frage ist beantwortet! Das wissen auch die ganzen Mainstream-Journalisten und knüpfen die Frage der GroKo deshalb trickreich nur noch daran, ob sich die SPD dort durchsetzt.

Insofern Zustimmung zu @Stöcker. Beim jetzigen Diskussionsstand sind Mindestlöhne Nebenkriegsschauplatz. Sie kommen!

Deshalb versucht aber die Mainstream-Johurnallie inklusive angeschlossner Meinungsumfrageindustrie schon für den Fall vorzusorgen, dass die SPD doch etwas mehr haben will, als nur den Mindestlohn. (Falls sie tatsächlich nur den Mindestlohn haben will, soll sie sich gleich erschießen.)

Da gibt es z.B. die interessanten Umfragen (ARD, ZDF), nach denen die Deutschen z.B. folgendes wollen:
- Mindestlohn
- PKW-Maut für Ausländer (Seit ihr doof ihr Deutschen, ihr liefert euch freiwillig denen aus, die den Gebührenstaat wollen. Werdet schon sehen, was ihr davon habt)
- Abschaffung der Herdprämie
- …
- und …… Spitzensteuersatzerhöhung!

Tatsächlich: Sie sind für Steuererhöhung bei den Besserverdienenden. Nur haben die Meinungspropagandainstitute vergessen zu fragen, ob die Deutschen nicht auch eine Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Kapitalertragssteuererhöhung, Finanztransaktionssteuer, etc. haben wollen. Die hätten das bestimmt ebenfalls gewollt.

Damit haben diese Manipulationsfachleute schon die nächste Gefahr trickreich abgeblockt, dass nämlich wirklich schmerzhafte Steuerhöhung für Besserverdienende kommen.

Die Frage nach dem Spitzensteuersatz (dann maximal wohl nur 49%, also weniger als unter Kohl) ist so unvollständig, dass man sich fragen muss, was diese angeblichen Wissenschaftler eigentlich gelernt haben.

Damit liegt komplettes wissenschaftliches Fehlversagen vor:
- bei den die Regierung beratenden Wirtschaftsinstituten und
- den Meinungsforschungsinstituten

Da die Produkte dieser wissenschaftlichen Organe alle einen übelriechenden Spin in die gleiche Richtung haben, darf man ruhig von gezielter Manipulation ausgehen und darf ruhig von einem mittlerweile komplett korrupten Wissenschaftssystem sprechen, von der Johurnallie und der fehlenden Methodenkritik der Wissenschaftskollegen ganz zu schweigen (bis auf einige löbliche Ausnahmen, die sich aber nie in den Talkshows räkeln).

Systemfrager Oktober 19, 2013 um 10:46

“Privilegierte Menschen werden stets ihre völlige Auslöschung riskieren, bevor sie irgend einen bedeutenden Teil ihrer Vorteile abgeben.” J. K. Galbraith

„Herr Bundeskanzler“ sagte Galbraith Bruno Kreisky als dieser österreichischer Kanzler war „wie erklären sie sich Österreichs hervorragende wirtschaftliche Lage in der Nachkriegszeit: niedrige Inflation, Vollbeschäftigung, stetig wachsende Produktivität, ein dichtes und umfassendes System sozialer Sicherung und öffentlicher Investitionen?“ Worauf Kreisky erwiderte: „Ich erkläre mir das damit, dass wir dem Export viel Beachtung schenkten. Wir haben alle unsere Wirtschaftswissenschaftler exportiert.“

holger Oktober 19, 2013 um 10:52

Herr Stöcker

als Industriemeister und Betriebswirt erlaube ich es mir, eine Meinung haben zu dürfen.

—>>>Lesen Sie doch bitte erst in verständiger Ruhe und denken nach, ”

habe ich… und das die letzten Jahre seit 1986 (Beginn Lehre) sollte man nicht glauben, das ich mit 44 doch soweit bin.

Ich bezweifle Ihre Aussagen über zins etc.pp. nicht. Es geht mir nur darum, hier um den Mindestlohn zu quatschen.

Da Lübberding das nicht möchte, wegen der Steuerdiskussion, ich aber meinen Dickschädel hab, sollten wir mal schauen, was überhaupt mit dem Mindestlohn passiert.

Und da ich nun mal aus der Praxis komme, und mir echt einbilde, Theorie und Praxis bewerten oder beurteilen zu können, ist ein Mindestlohn kein Nebenschauplatz.

Denn Cui Bono?

holger Oktober 19, 2013 um 10:55

Und dann Herr Stöcker

nur um das zu vertiefen, was hat der Mindestlohn für eine Auswirkung auf das ominöse Wachsdumm?

Wo Sie ja fordern, es möge doch reguliert bei ca. 3% liegen

holger Oktober 19, 2013 um 10:59

Und dann noch was,

ich kommentiere im herdentrieb nicht, denn da ist die alte Kettensägen Flachschippe Tischer :D (scherz)

Carlos Manoso Oktober 19, 2013 um 11:03

@ holger Oktober 19, 2013 um 10:26
Nur ist halt komisch, dass ich erst etwas fressen muss, danach Maloche, um an Geld zu kommen, damit ich wieder fressen kann, damit ich danach wieder Malochen darf.“

Holger, für die Herstellung von Biorobotern war bisher die „Herstellung des menschlichen Gehirns erforderlich, was bislang eine unzumutbare Aufgabe“ war.

„Im Museum der Smithsonian Institution in Washington ist der erste aus 28 künstlichen menschlichen Körperteilen hergestellte Bioroboter präsentiert worden.
Der Roboter mit dem Namen Frank hat Lungen, Nieren und sogar ein Herz, das schlägt. Mit einem Wert von einer Million US-Dollar kann der Roboter mit Hilfe von allerlei Sensoren und Prozessoren gehen, sprechen und sehen.
Entwickler von Frank behaupten allerdings, dass die Herstellung eines echten Menschen immer noch nicht in Sicht sei, da dafür die Wiederherstellung des menschlichen Gehirns erforderlich sei, was bislang eine unzumutbare Aufgabe bleibe.
http://german.ruvr.ru/news/2013_10_18/Weltweit-erster-Bioroboter-in-USA-prasentiert-7023/

„Der amerikanische Wissenschaftler Ken Heyvorth hat sich für ein gefährliches Experiment zum Wohle der Wissenschaft entschieden. Er will sich tatsächlich selbst umbringen, damit sein Gehirn benutzt wird, um einen perfekten Computer zu erstellen.

Viele Jahre arbeitete Heyworth fleißig an der Möglichkeit eines solchen Experiments. Er lebt praktisch in seinem Labor in der Hoffnung, sein Gehirn unsterblich zu machen.

Heyvors sagt: “Die Menschheit bewegt sich in Richtung einer Teleportation des Geistes. Ich werde versuchen, mein Gehirn zu erhalten, damit seine Teile dazu benutzt werden, um Roboter zu schaffen. Das wird die perfekte Maschine, die nur auf Grundlage eines menschlichen Gehirns erzeugt werden kann. ”

Der Wissenschaftler hat keine Angst, sein Leben für dieses Experiment zu opfern, welches zu einer echten wissenschaftlichen Revolution werden kann.„Es ist viel besser als langsam zu altern und zu erkranken“, meint der 41-jährige Wissenschaftsfanatiker.“
http://german.ruvr.ru/2012_07_22/82492672/

BB Oktober 19, 2013 um 11:14

@Keynesianer, hab alles versucht (aller Regler auf Maximum), trotzdem ist der Ton zu leise. Hab allerdings keinen externen Verstärker dran (wie früher), sondern höre direkt ab Soundausgang mit Kopfhörer. Rubys YouTube-Videos kann ich dagegen ohne Proleme hören. Nach Recherche im Netz könnte es was mit der Kompression zu tun haben. Wer jetzt nicht den richtigen Treiber hat (Flash ist bei mir upgedatet, liegts an meinem Windows Vista?), könnte in die Röhre schauen. Vielleicht gibt’s bei Dir noch Möglichkeiten, das Ding so aufzunehmen, dass alle (!) was davon haben. Beim nächsten Mal vielleicht. Deshalb hier so ausführlich.

Ansonsten danke für den Vortrag. Basiswissen Keynes didaktisch gut aufbereitet. Allerdings als Diskussionsgrundlage für die aktuelle Weltkrise fehlt mir die Erweiterung des Modells um folgende Aspekte:
- die Verteilungsfrage,
- Auswirkung Globalisierung / Freihandel (oder funktioniert das nur in einem Land mit eigener Währung)
- Produktinnovation / Rationalisierung
- Arbeitnehmerpräferenzen (Arbeit, Freizeit, Ersparnis)
- Einflüsse der Entwicklung von Vermögenspreisen (Z.B. Immobilienmärkte, Edelmetalle, … Frage: Können Ersparnisse durch Vermögensblasen absorbiert werden, vor allem im globalen Kontext? Wie wirkt sich dabei künstliche Verknappung durch Konzentration von Besitztiteln auf wenige Akteure aus? Etc. Gibt es langfristige Vermögensblasen, die nicht vielleicht sogar eine stabilisierende Wirkung haben, z.B. Immobilienwertsteigerungen in Deutschland?)

Soll jetzt keine Kritik sein, sondern nur Anregungen für weitere YouTube-Präsentationen :-), vielleicht mit einem universelleren Kompressionsverfahren.

holger Oktober 19, 2013 um 11:17

Carlos

Frank heißt der Gute… na denn… ;) (scherz)

der brauch dann natürlich auch keinen Mindestlohn mehr.

Nur noch eine Mindestenergie Menge.

Carlos Manoso Oktober 19, 2013 um 11:35

@ holger Oktober 19, 2013 um 11:17
„Carlos
Frank heißt der Gute… na denn… (scherz)
der brauch dann natürlich auch keinen Mindestlohn mehr.
Nur noch eine Mindestenergie Menge.“

Holger, „Entwickler von Frank behaupten allerdings, dass die Herstellung eines echten Menschen immer noch nicht in Sicht sei, da dafür die Wiederherstellung des menschlichen Gehirns erforderlich sei, was bislang eine unzumutbare Aufgabe bleibe.“
http://german.ruvr.ru/news/2013_10_18/Weltweit-erster-Bioroboter-in-USA-prasentiert-7023/

Der 2. Bioroboterder Amis heißt Dick Cheney:
„Wegen seiner Herzprobleme hat Dick Cheney seit Jahren einen Schrittmacher. Die Fernsteuerungsfunktion des Geräts ließ der ehemalige US-Vizepräsidenten dennoch vorsorglich abschalten. Seine Angst: Terroristen könnten so einen tödlichen Anschlag auf ihn verüben.“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/dick-cheney-angst-vor-terroranschlag-auf-den-herzschrittmacher-a-928766.html

"ruby" Oktober 19, 2013 um 11:38

Achtung!
Vor dem Partekonvent bitte die Abhörprotokolle der Sondierungsgespräche und Parteispitzengespräche veröffentlichen.
Z.B. Flipp Charts am Tagungsort …
Bei Problemen Pofalla kontaktieren (Verhandlungshilfe) oder direkt bei NSA einloggen.
Kann eine SPD-Mitgliedschaft jetzt noch berechtigen, bei der Mitgliederbefragung zugelassen zu werden?

"ruby" Oktober 19, 2013 um 11:53

Für Siggi und Angie
http://www.lastfm.de/music/Chris+Norman+&+Suzi+Quatro/_/Stumblin%27+In
Hanni und Hooorscht
Andrea und Ronald
Uschi und Frank-Walter

Keynesianer Oktober 19, 2013 um 12:00

@BB

Hoffentlich kann ich Dir damit helfen. Du findest hier auf meiner Website die vertonte PPT zum Abspeichern und Abspielen auf dem eigenen PC mit Powerpoint. Einfach mit Powerpoint ablaufen lassen. Das ist der erste Download.

Darunter ist der Word-Text zum Nachlesen, falls es auch jetzt noch zu leise ausfallen sollte. Wenn jemand Talent hat, das in eine Fremdsprache zu übersetzen und sauber zu vertonen, wäre ich sehr erfreut. Mich als Urheber zu erwähnen, ist nicht nötig, wenn jemand lieber nur seinen Namen nennen möchte: ;)

http://www.wolfgang-waldner.com/kontakt-downloads/

"ruby" Oktober 19, 2013 um 12:15

@ Keynesianer
Empfehele das Video von Stephan Schulmeister 40:38 min
bei Dir.
Den haben di Ösis noch nicht exportiert!

petervonkloss Oktober 19, 2013 um 13:35

Es ist ganz einfach ihr linken Doofköppe, je mehr Individuen auf der der Erde existieren, desto weniger macht es einen Sinn sie als solche zu definieren (Im Sinne des Humanismus, dessen metaphysische, christlich-sozialistische
Grundlagen, einen nihilistischen Ursprung haben.) ……..Siehe unsere Boat-peubles.
Desto weniger macht es einen Sinn von ihren berechtigten Interessen zu reden,… destomehr gerät das Ganze zu einer
nihilistischen Geisterdiskussion.
Vor allem wenn man von der irrsinnigen Vorstellung ausgeht, nach der die Realisierung einer harmonischen Gesell-
schaft allein eine Frage der einwandfreien Sozialtechnik ist.
Wer das glaubt, soll sich mal den Multikulti – Scheiss in Marseille anschauen.

Die „Mindestlöhne“ sind sozusagen „geistiger“ Geringstanspruch an Underachiefer der Politik – und Sozialwissen-
schaften, angesichts der durch den Fortschritt erzeugten Überbevölkerung; und des Internationalismus der gemein-
dümmlichen Linken, die ihr „intellektuelles“ Klein – Klein weiterbetreiben; und ihr „Mindestlohn“ nur Sinn macht,
soweit sie nicht allzuviele „Asylanten“ hereinlassen.

"ruby" Oktober 19, 2013 um 14:00

Asylum Original
http://www.youtube.com/watch?v=8gDGW-5e_D0
Hamburg is protesting
;-)

Systemfrager Oktober 19, 2013 um 14:18

>>> Es ist ganz einfach ihr linken Doofköppe, je mehr Individuen auf der der Erde existieren, desto weniger macht es einen Sinn sie …
>>> ihr „Mindestlohn“ macht nur Sinn, soweit sie nicht allzuviele „Asylanten“ hereinlassen.
Es ist schon interessant woher die Asylanten kommen
Aus den Gegenden, wo der Westler seine “Demokratie” und “universale Menschenrechte” druchbombte …
Seltsamer Weise kommen die nicht aus Russland oder China ….
Und das hat sich auf unserem Planeten schon durchgesprochen …
Der blöde weiße Mensch … der wird es bald sehr schwierig haben … wenn alle Völker der Welt ihm ihre Rechnung stellen ….
Auch die Nazis werden da nichts mehr ausrichten kölnnen
Sei nicht traurig “petervonkloss”
Es ist einfach gesagt Schicksal
Jede Zivilisation muss irgendwann untergehen

Soldat Schwejk Oktober 19, 2013 um 14:38

@ Infla-Argument

Hm… Also Mieten + Betriebskosten, Modernisierungsumlagen, Strom (EEG), Gas, Wasser –> keine Zweitrundeneffekte… keine Infla…

Aber Mindestlohn –> Zweitrunde –> huhuhuhu, böse Infla…

Schon klar.

@ Holger

Hm… also Dich als Industriellen will ich mal fragen: Wie ist so der Anteil der Lohnkosten an den Gesamtkosten in der Industrie? Und wie groß ungefähr der Anteil der vom ML betroffenen Lohnkosten (also etwa Wachschutz, Gebäudereiniger etc.)? Und wird irgendeine Industrie jetzt etwa gerade aus dem Grunde nicht, sagen wir, in der Uckermark oder in Vorpommern investieren – also wo das Huren-Peterle vielfach die Kaufkraft bestimmt – weil dort dem Wachschutzmann plötzlich 8,50 € gezahlt werden müssen?

Und Non-Tradables: Also der Friseurladen… Ich geh da einmal alle zwei Monate hin. Sieht scheiße aus, also Mööööööp… Maschine Neun Millimeter. Kostet in Prekärpreußen um die Ecke 7,50 €. Plus Trinkgeld. Etwas zentraler, wo Gewerbemieten etwas höher, kostet Mööööööp schon 9 €. Und ist auch noch nicht pleite dort, welch Wunder… Nicht alle, bei denen obenrum scheiße aussieht, fahren raus aus dem Innenringbereich, weil Mööööööp da billiger.

Nu kommt Mindestlohn. Wieviel kostet dann Mööööööp? Geh ich deswegen weniger oft hin? Oder fahr ich raus nach Marzahn, um zu kucken, ob Mööööööp dort vielleicht zwei Euro billiger? Nee, also echt nich. Außer freilich, ich höre auf Egon Kreutzer…

@ Andreas Kreuz

Also manchmal hat der Kreutzer ja ganz gute Gedanken, aber hier verstehe ich ihn nicht. Also da wir zunehmend Niedriglohnland sind, kann kein Mindestlohn kommen, weil wegen Niedriglohn niemand die zum Mindestlohn erbrachten Dienstleistungen konsumieren kann. Hm. Stattdessen, was ist die Lösung? Wir sollen gefälligst mehr importieren. So. Aber wie soll das dann gehen? Soll das ZK beschließen: Ab heute wird mehr importiert?

Aber ich hab ‘ne Idee. Das nächste mal beim Friseur sag ich: Maschine Null Millimeter! Is eh wurst, sieht so oder so immer scheiße aus… Also gleich Mööööööööööööööööp. Dann muß ich nur noch alle drei Monate hin, und für die Differenz kauf ich mir ‘ne Flasche Frascati.

–> Scheinselbständigkeit etc.

Ist wohl kaum eine Frage von ML, sondern von Sozialabgaben… und wenn man dem nachgehen will, dann müßte man eher solche Unterhaltungen führen wie vor Jahresfrist (zur Erinnerung):

http://www.wiesaussieht.de/2012/09/25/ist-die-rente-noch-zu-retten/

Und nochmal @ Holger

Dein BGE scheint mir ohne eine Lohnuntergrenze nicht auszukommen. Denn sonst – aber auch nur dann – kommt es zu dem Speenhamland-Effekt, den @wgnx immer anführte: BGE führt zu Lohnsenkungen auf breiter Front, weil Staat nun faktisch einen Teil der Lohnzahlung übernimmt. Ist ja ein beliebtes Argument gegen alle BGE-Modelle, das ich wie gesagt nicht teile… aber nur unter der Bedingung nicht, daß es Lohnuntergrenzen gibt.

@ BB

Naja, irgendwie scheinen die Konturen doch schon erkennbar. Gesetzlicher Mindestlohn wird kommen. Punkt. (Vielleicht differenziert Ost/West.) Betreuungsgeld bleibt. Anders können SPD und CSU nicht aus den Verhandlungen rausgehen. Und Steuern… Ich rechne mit sowas in der Art: Erst mal keine Steuererhöhungen… aber in den kommenden Jahren Neubeurteilung je nach Investitionsbedarf von Ländern, Kommunen und allgemeiner Haushaltslage… blabla… also faktisch Steuererhöhungen irgendwann 2015…

gelegentlich Oktober 19, 2013 um 14:44

@pvk
„Die „Mindestlöhne“ sind sozusagen „geistiger“ Geringstanspruch an Underachiefer der Politik – und Sozialwissen-
schaften, angesichts der durch den Fortschritt erzeugten Überbevölkerung; und des Internationalismus der gemein-
dümmlichen Linken, die ihr „intellektuelles“ Klein – Klein weiterbetreiben; und ihr „Mindestlohn“ nur Sinn macht,
soweit sie nicht allzuviele „Asylanten“ hereinlassen.“
Ich respektiere dass wir hier anonym posten. Aber von Jemandem, der hier in dieser Weise von „Underachiefer“ spricht, würde ich gerne wissen wollen wie weit er es im Leben gebracht hat. Bitte also so genau beschreiben, dass man nicht auf Sie als Individuum schließen kann, aber das Gewünschte dennoch ersichtlich ist. Auch wenn wir Viele auf dem Erdball sind – in diesem Blog sind es sicher nicht zu Viele? Und in Demut bitte ich um Verständnis dafür dass ich meine Vorurteile stets aktuell halten will.
Die größen A..er, welche ich auf diesem Planeten treffen mußte, waren Loser, die von Eliten träumten.

holger Oktober 19, 2013 um 15:01

Soldat

—>>>Hm… also Dich als Industriellen will ich mal fragen: Wie ist so der Anteil der Lohnkosten an den Gesamtkosten in der Industrie?”

Müsste ich jetzt mal nachschauen, bei der HWK/IHK bin da ehrlich gesagt nicht auf neuestem Stand. Ich schätze zwischen 10 und 30% kommt eben darauf an, wie personalintensiv das Unternehmen ist.

—>>> BGE führt zu Lohnsenkungen auf breiter Front, weil Staat nun faktisch einen Teil der Lohnzahlung übernimmt.”

Das macht er eh, Kindergeld Rente Sozialleistungen ALG sind alles Lohnzahlungen/ Einnahmen im Umsatz der Anbieter etc.pp. oder nicht?

Subventionen ebenfalls. die sind auch von irgendwem der Umsatzanteil.

Die Frage ist nur die Gewichtung. Natürlich könnten bei einem BGE die Einkommen persönlich sinken. Müssen aber nicht.

"ruby" Oktober 19, 2013 um 15:06

@ Soldat Schwejk die 0,00 EUR-Variante
So wollen wir die ganzen Vorsitzenden sehen, wenn der Mindestlohn platzen tut
http://www.youtube.com/watch?v=r9mR2TrwcTk
;-)

Think positive Oktober 19, 2013 um 15:28

@BB Oktober 19, 2013 um 10:44
Da gibt es z.B. die interessanten Umfragen (ARD, ZDF), nach denen die Deutschen z.B. folgendes wollen:
- und …… Spitzensteuersatzerhöhung!

Ich will niemanden zu nahe treten oder gar beleidigen.
Aber je länger meine Erfahrung mit dem deutschen Volk währt, umso mehr muss ich dem Urteil von Sebastian Haffner zustimmen, der sinngemäß meinte, dass die Deutschen im Vergleich zu anderen Völker kein besonders intelligentes Volk seien.

Die herausragenden Dichter und Denker waren die Ausnehmen, welche die Regel bestätigten. Obwohl der gemeine Deutsche von seinen großen Dichtern und Denkern nicht viel hält und auch deren Werke meist nicht kennt, hält er sich als Angehöriger des vermeintlichen „Volkes der Dichter und Denker“ anderen Völkern für überlegen.

Da wird eine „Spitzensteuersatzerhöhung“ gewünscht, ohne zu begreifen, dass diese vor allem die Mitte aufgrund der „kalten Progression“ erwischt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kalte_Progression

Ständig wird zwar in Talkshows auf die „kalten Progression“ und deren Auswirkungen hingewiesen, aber offensichtlich sind die Leute zu dumm und/oder zu faul, sich darüber sachgerecht zu informieren .
http://de.wikipedia.org/wiki/Kalte_Progression

In der Schweiz existieren rechtliche Bindungen des Gesetzgebers an einen periodischen Ausgleich der kalten Progression (Art. 128 Abs. 3 BV, Art. 39 DBG). Sobald die kumulierte Teuerung 7 Prozent über dem letzten Stand liegt, muss der Steuertarif angepasst sein. Seit 2010 wird die kalte Progression für die Bundessteuer jährlich ausgeglichen, was einige Kantone schon ehedem für die weitaus höhere Staatssteuer und die daran gekoppelte Gemeindesteuer taten. Ähnliche Regelungen zum Ausgleich der kalten Progression gibt es beispielsweise in Frankreich und in Kanada. (Wikipedia)

petervonkloss Oktober 19, 2013 um 15:28

gelegentlich Oktober 19, 2013 um 14:44
Spätesten seit den Streitigkeiten zwischen Camus und Sartre und Raymond Aaron, ist die Linke intellektuell „unten
durch“…. geflutscht. Oder meinst du Oskar Negt oder Habermas?

Ansonsten schaut euch die anderen alten Männer an:
http://www.youtube.com/watch?v=nIKfECOE7GI

Think positive Oktober 19, 2013 um 15:41

@Linus Oktober 18, 2013 um 21:36
“Sadistische Sozialdarwinisten”:
Ich finde diesen Terminus gefährlich. Er suggeriert, oben seien die Menschen schlechter als unten. Ich bezweifle das. Ich glaube, es liegt schlicht daran, dass oben mehr Freiheiten bestehen, um sowas ausleben zu können.

Das bestätigt insbesondere die Erfahrung im deutschen Faschismus, wenn den Underdogs erlaubt wurde, „die Sau herauszulassen“.
Ebenso die Milgram-Experimente.

@gelegentlich Oktober 19, 2013 um 14:44
Die größen A..er, welche ich auf diesem Planeten treffen mußte, waren Loser, die von Eliten träumten.

Daher findet man den prozentual größten Anteil übler und übelster Charaktere im kleinbürgerlichen Milieu.

enrico Oktober 19, 2013 um 16:05

Ein Mindestlohn wäre zur Zeit sicher schon einmal volkswirtschaftlich hilfreich. Acht Euro Fuffzig ist allerdings viel zu wenig für D. Da hat ja Frankreich schon mehr! Es sollten schon mindestens 12 Euro sein. Fein. Das kann man machen, wenn man es mit dem Weiterdenken nicht so drauf hat. Besser wäre eine zum Leben ausreichende Freiwilligenpauschale (idiotisch auch”BGE” genannt), die an jeden auszuzahlen wäre. Noch viel besser wäre aber die Löhne ganz abzuschaffen: Die Unternehmen zahlen keine Löhne mehr an die Beschäftigten, sondern nur noch “Diensleistungsgebühren” an die Gemeinden. Und die Gemeinden zahlen nur noch variable Haushaltseinkommen an die Arbeitenden. Das Einkommen der bei ihnen Arbeitenden sollen die Unternehmen fortan nichts mehr angehen! Damit wäre es möglich die Einkommen der Arbeitenden je nach Einsatzbereiche auf der einen Seite zu subventionieren und auf der anderen Seite dementsprechend zu belasten. Es ìst einfach so, dass z.B. die Landwirtschaft mehr Arbeitskräfte im Verhältnis zum output benötigt und an anderer Stelle, wie z.B. in der hochautomatisierten Automobilproduktion, sich die Sache genau umgekehrt verhält. Je “naturnaher” eine Produktion also ist, desto mehr muss subventioniert, und je automatisierter desto mehr belastet werden. Ein Landwirtschaftlicher Betrieb müsste dann, sagen wir, 3.-Euro pro Arbeitsstunde zahlen und ein Automobilunternehmen 155.-Euro. Dann kann man das Einkommen der Arbeitenden auch noch nach den familiären Umständen anpassen, ohne, dass da etwas für die Unternehmen teurer oder billiger wird. Nur müsste ein solches Verfahren eben a. verstanden und b. auch noch eingerichtet werden. Nun gibts ja bald die “CD”U mit der “S”PD als GroKodil-Regierung von denen offensichtlich beide dieser Politgangs bisher überhaupt nicht zeigen konnten, dass sie ein wirkliches Interesse am Weiterdenken haben. Für die Bevölkerung haben die nur zynische GroKodil-Tränen übrig. Na dann halt Mindestlohn. Aber bitte nicht weniger als in anderen EU-Ländern!

petervonkloss Oktober 19, 2013 um 16:21

Das trifft mein Verhältnis zur Linken auch nicht schlecht:
http://www.youtube.com/watch?v=DM7boGB38gs&list=PL_o5ChvnYZ6iNVuGC0XMsKgqufjT700h5

holger Oktober 19, 2013 um 16:24

enrico Oktober 19, 2013 um 16:05
Ein Mindestlohn wäre zur Zeit sicher schon einmal volkswirtschaftlich hilfreich.”

Was soll denn der Quatsch? Wenn die Kohle nicht im Umlauf ist, in der Region auf La Gomera, dann iss die Kohle eben nicht da. Da könnt ihr runterbeten was ihr wollt.

Think positive Oktober 19, 2013 um 16:33

@enrico Oktober 19, 2013 um 16:05
Ein Mindestlohn wäre zur Zeit sicher schon einmal volkswirtschaftlich hilfreich. Acht Euro Fuffzig ist allerdings viel zu wenig für D.

Vgl.:
Schweiz – Der Traum von 4000 Franken Mindestlohn
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schweiz-der-traum-von-4000-franken-mindestlohn-12283220.html

Auch die Kommentare dazu sind z. T. sehr interessant.

enrico Oktober 19, 2013 um 16:39

@holger
Was soll denn der Quatsch? Wenn die Kohle nicht im Umlauf ist, in der Region auf La Gomera, dann iss die Kohle eben nicht da. Da könnt ihr runterbeten was ihr wollt.

leben tue ich in Frankreich und nicht auf La Gonorrheoa oder wie die Insel da untenrum heisst. In Frankreich gibt es ein “Salaire minimum de croissance” der liegt derzeit bei 9,43 Euronen. Komme doch einmal zu uns und schlage öffentlich vor, diesen Betrag auf 0,00 € zu setzten. Mann, die Leute werden dich lieben, aber sowas von lieben…;)

Herc Oktober 19, 2013 um 16:49

@Think Positive

“Die herausragenden Dichter und Denker waren die Ausnehmen, welche die Regel bestätigten. Obwohl der gemeine Deutsche von seinen großen Dichtern und Denkern nicht viel hält und auch deren Werke meist nicht kennt, hält er sich als Angehöriger des vermeintlichen „Volkes der Dichter und Denker“ anderen Völkern für überlegen.”

Stimmt, und man erkennt diese kleinbürgerlichen Möchtegern-Dicher-und-Denker daran, dass sie ohne Charme, ohne Stil, ohne Klasse, redundant bis zum Erbrechen und kaltherzig bis an den Tod ihre deprimierende Weltsicht heruasquatschen und -schreiben. So wie @Think Positive! :-)

gelegentlich Oktober 19, 2013 um 17:25

@pvk
Ob „die Linke“ intellektuell oben oder unten ist war nicht meine Frage. Ich will wissen welche Position im Leben Menschen erreicht haben, die von Anderen verächtlich als „Underachiefer“ sprechen. Sind das unwichtige Loser in irgendeiner Dachkammer, die von Stärke und Eliten faseln, oder Menschen, die was Vorzeigbares erreicht haben. Und konkret: was haben Sie im Leben erreicht?

"ruby" Oktober 19, 2013 um 17:25

@ Herc
Gut, dass Du einVerzichteschlecht-Schreier-und-Arbeiter sein willst…
Act Negative! ;-)

Müllkipper Oktober 19, 2013 um 17:30

“je mehr Individuen auf der der Erde existieren, desto weniger macht es einen Sinn sie als solche zu definieren [...] Desto weniger macht es einen Sinn von ihren berechtigten Interessen zu reden,”

“Die größen A..er, welche ich auf diesem Planeten treffen mußte, waren Loser, die von Eliten träumten.”

“Daher findet man den prozentual größten Anteil übler und übelster Charaktere im kleinbürgerlichen Milieu.”

“Stimmt, und man erkennt diese kleinbürgerlichen Möchtegern-Dicher-und-Denker daran, dass sie ohne Charme, ohne Stil, ohne Klasse, redundant bis zum Erbrechen und kaltherzig bis an den Tod ihre deprimierende Weltsicht heruasquatschen und -schreiben.”

Hat noch irgendjemand was zu entsorgen? Oder kann vielleicht jemand was davon brauchen?

Linus Oktober 19, 2013 um 17:31

“je mehr Individuen auf der der Erde existieren, desto weniger macht es einen Sinn sie als solche zu definieren [...] Desto weniger macht es einen Sinn von ihren berechtigten Interessen zu reden,”

“Die größen A..er, welche ich auf diesem Planeten treffen mußte, waren Loser, die von Eliten träumten.”

“Daher findet man den prozentual größten Anteil übler und übelster Charaktere im kleinbürgerlichen Milieu.”

“Stimmt, und man erkennt diese kleinbürgerlichen Möchtegern-Dicher-und-Denker daran, dass sie ohne Charme, ohne Stil, ohne Klasse, redundant bis zum Erbrechen und kaltherzig bis an den Tod ihre deprimierende Weltsicht heruasquatschen und -schreiben.”

Hat noch irgendjemand was zu entsorgen? Oder kann vielleicht jemand was davon brauchen?

"ruby" Oktober 19, 2013 um 17:39

Schlage vor, dass Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten und sonstige Preisgeschützten sich ihre Honorare auf dem freien Markt von den Prekären verdienen lassen sollten. Selbstverständlich abzüglich der Ausbildungskosten, die sie durch die Gemeinschaft finanziert in Anspruch genommen haben – freiwillige “Bafögrückzahlung” sozurechnen.

Herc Oktober 19, 2013 um 17:42

@Linus

“Oder kann vielleicht jemand was davon brauchen?”

Mein Kommentar gegen @Think Positive ist Gold wert, der Rest des Zitierten ist Müll! – Hab derletzt mit einem Kumpel, der abends auch so politsurfing macht im Internet über Wiesaussieht gequatscht und was er von @Linus hält. Seine Antwort: Was für eine arme Wursthaut! – Dem würde ich zustimmen. Selbstgestrickte Metaphysik plus oberflächliche Toleranz. Sind Sie Student?

"ruby" Oktober 19, 2013 um 17:56

In den Koalitionsverhandlngen können ja die Suventionen um 50 Milliarden gekürzt werden, damit die Unternehmen und Arbeitsplatzzurverfügungsteller am freien Markt die Preise für ihre Kalkulationen von den Konsumenten erzielen können, die haben dann ja jede Menge zusätzliches Einkommen und wissen ganz genau wofür es ausgegeben werden soll!
Ausserdem stärkt das die Wettbewerbsfähigkeit der Anbieter und Produzenten. Dann sind auch keine Kartelle und Absprachen mehr nötig. Statt Restaurantterminen können die sich dann eine Butterbrotstulle schmieren – Vorbildfunktion für die Mitarbeiter.
Achtung neue Verpflegungspauschalen ab 2014 :
Frühstück 1,63€
Mittag und Abendbrot je 3€ …

"ruby" Oktober 19, 2013 um 17:57

@ Herc
“Wursthaut”
;-)

"ruby" Oktober 19, 2013 um 18:00

@ Herc
“Selbstgestrickte Metaphysik plus oberflächliche Toleranz.”
Das ist sublime Bewunderung – hast Du nur noch nicht erfasst!

"ruby" Oktober 19, 2013 um 18:06
petervonkloss Oktober 19, 2013 um 18:07

gelegentlich Oktober 19, 2013 um 17:25
@pvk
„Ob „die Linke“ intellektuell oben oder unten ist war nicht meine Frage. Ich will wissen welche Position im Leben Menschen erreicht haben, die von Anderen verächtlich als „Underachiefer“ sprechen. Sind das unwichtige Loser in irgendeiner Dachkammer, die von Stärke und Eliten faseln, oder Menschen, die was Vorzeigbares erreicht haben. Und konkret: was haben Sie im Leben erreicht?“

Der durchschnittliche Linke ist heutzutage ein Loser, wobei ich aus dialektischen Gründen nicht weiß,
ob ich das gut finden soll, zum anderen fände ich es gut, wenn die Grünen aus dem Parlament langsam verschwinden, auf das ihr Einfluß auf die inzwischen durchgehend links – mittelmäßigen MSM schwände!
Zum anderen, ich weiß, daß ich dir in körperlicher und geistiger Hinsicht überlegen bin. Das muß dir genügen.
Was ich erreicht habe,…. du bist wohl nicht ganz bei Trost!

"ruby" Oktober 19, 2013 um 18:12
gelegentlich Oktober 19, 2013 um 18:23

@pvk
„Zum anderen, ich weiß, daß ich dir in körperlicher und geistiger Hinsicht überlegen bin. Das muß dir genügen.
Was ich erreicht habe,…. du bist wohl nicht ganz bei Trost!“
Doch, ich bin schon bei Trost. Ich möchte einfach wissen was das im realen Leben für eine Figur ist, die so rumblökt. Finde ich übrigens bei Figuren wie Hayek, Ernst Jünger, Ayn Rand, diesem unsäglichen Stefan George genauso anzuraten: auf die reale Vita schauen, das relativiert deren Schmonzetten flink und radikal.
@Linus: mit entsorgen hat das Nichts zu tun, aber mit einem Schwachsinnsfilter.

Linus Oktober 19, 2013 um 18:25

@Herc:
“Hab derletzt mit einem Kumpel, der abends auch so politsurfing macht im Internet über Wiesaussieht gequatscht und was er von @Linus hält.”
Na, Prost! Jetzt bin ich schon Stammtischgespräch beim Verein der politsurfenden Trolle.

“Selbstgestrickte Metaphysik”: Stimmt! Sie ist ziemlich löchrig und mit Flicken übersäht, aber gerade deshalb kleidet sie mich angemessen. Und Ihre, ist die von der Stange?

“oberflächliche Toleranz”: Stimmt nicht! Gar keine Toleranz. Für mich ist Toleranz kein Wert an sich. Also Vorsicht!

“Sind Sie Student?”: Würde ich dann Müll sammeln?

wowy Oktober 19, 2013 um 18:40
petervonkloss Oktober 19, 2013 um 18:42

Wichtig ist z. B., daß ich kein Sozialarbeiter, Soz.-pädagoge oder ein linksgestrickter Jugendrichter bin!

Keynesianer Oktober 19, 2013 um 18:49

@Think positive

Ich finde diesen Terminus gefährlich. Er suggeriert, oben seien die Menschen schlechter als unten. Ich bezweifle das. Ich glaube, es liegt schlicht daran, dass oben mehr Freiheiten bestehen, um sowas ausleben zu können.

Das bestätigt insbesondere die Erfahrung im deutschen Faschismus, wenn den Underdogs erlaubt wurde, „die Sau herauszulassen“.
Ebenso die Milgram-Experimente.

Mich würde ja eher mal das Psychogramm dieser VWL-Professoren interessieren. Die lehren da über Jahrzehnte vor ihren Studenten, die ihnen nichts getan haben, eine gequirlte Scheiße, die so lachhaft ist, dass selbst ein Hobby-Ökonom wie ich ihnen das auf Anhieb zerlegen kann.

Dabei sind die Professoren noch so bösartig, den Opfern der von ihnen maßgeblich ermöglichten Krisen vorzuhalten, dass ihre Arbeit nicht mal einen Mindestlohn wert wäre, weil deren Grenznutzen unter diesem liege.

Dabei müssten die VWL-Professoren selber noch jede Menge Geld mitbringen zu ihrer Arbeit für den Schaden, den sie damit der Volkswirtschaft verursacht haben. Der Grenznutzen des verlogenen Unsinns, den sie an der Uni lehren, ist massiv negativ. Um da überhaupt auf einen positiven Grenznutzen zu kommen, müsste man den VWL-Professoren jede Lehre untersagen und sie an der Uni unter Aufsicht einer erfahrenen Klofrau die Studententoiletten sauber halten lassen.

So viel zum Grenznutzen der Arbeit, den sie da lehren, und zum Mindestlohn.

"ruby" Oktober 19, 2013 um 18:50

Es ist nicht erkennbar, dass verstanden ist, was “Müll” ist.
So rein stofflich analysiert, denn ohne “Müll” ist die Welt garnichts oder?

gelegentlich Oktober 19, 2013 um 18:52

@pvk
Wofür das wichtig sein soll erschließt sich dem Leser freilich nicht. Es muss doch möglich sein ein wenig zu umschreiben wer man ist. Wer ich bin weiß @fl zum Beispiel, was im Allgemeinen genügt. Mehr dazu hatte ich vor längerer Zeit mal in einer Diskussion geschrieben, in der auch @topi und auch @Morph zur eigenen Person was gesagt hatten. So etwas meine ich. Provozieren möchte ich nicht, lieber höflich darum bitten. Es gibt Situationen, da hilft nur weiter die konkrete Person zu betrachten und nicht irgendwelche wohlfälligen, aber unverbindlichen schriftlichen Äußerungen.
Die Meinung, die man sich über die o.g. Autoren bildet, wäre doch nur hohl, falls man es bei bloßer Lektüre ihrer Werke belassen würde, finden Sie nicht? Das Monströse, das Lächerliche, würde so doch gar nicht sichtbar.

"ruby" Oktober 19, 2013 um 18:59

@ wowy
Siggi und Angela denken doch nicht ohne Volksabstimmung in ganz Europa mit ihrer GroKo eine EU-Vertragsänderung mit 2/3 Mehrheit durch das Grundgesetz zu ziehen ?
Denen gehört die Gehirnkrume ordentlich massiert …

petervonkloss Oktober 19, 2013 um 19:00

Was weiß du schon von der Vita der von dir angeführten Menschen, du dummer Wicht. Huett ist das ein Schüler…?

holger Oktober 19, 2013 um 19:01

madmioiselle enrico

—>>>Komme doch einmal zu uns und schlage öffentlich vor, diesen Betrag auf 0,00 € zu setzten. Mann, die Leute werden dich lieben, aber sowas von lieben…;)”

Ersten setze ich mein Fuß nicht mehr auf CH oder Französischen Boden noch “schwäbischen”… nur mit ausreichend Wasserstoffbomben im Gepäck.

Zweitens, wie du weißt, bin ich für ein “BGE”

Drittens, gibt es noch andere Lebensmöglichkeiten außerhalb deines Wunsches/Vorstellung

9,94 Pahhh kommt darauf an, ob man sich dafür auch noch was kaufen kann.

Der Mindestlohn iss genau so ein Bullshit, wie Vollbeschäftigung…

Jedes Jahr kömmt irgendein Zentnerklos zu Christmast in NY City und verschenkt 100 Dollar Noten… und wen juckts?

Die Leute machen damit was?

Inner Grande VWL ja undenkbar… Stand ja nicht anner Tafel… :D

dufresne Oktober 19, 2013 um 19:17

Guten Abend, @petervonkloss, Sie haben nach meinem Eindruck starkt profilierte Meinungen, die sie aber hier nur ankündigen und nicht darstellen. Entweder Sie bemühen sich und beschreiben Ihre Meinungen so, dass man sie verstehen und zu ihnen Stellung nehmen kann, oder Sie werden weiter der Eindruck vermitteln, dass Sie sehr weit hinter Ihren Ambitionen zurückbleiben.

Nietzsche, Heidegger usw. zitieren kann jeder; auf deren Niveau kommunizieren kann kaum einer. Und ein erster Schitt dahin wäre, dies zu markieren.

enrico Oktober 19, 2013 um 19:41

@Hohlgährung
Ersten setze ich mein Fuß nicht mehr auf CH oder Französischen Boden noch “schwäbischen”… nur mit ausreichend Wasserstoffbomben im Gepäck.

Aha…
und wie groß ist jetzt eigentlich der Abstand zwischen deinen Füßen und dem Boden?

holger Oktober 19, 2013 um 19:41

Enricoooo

—>>> Noch viel besser wäre aber die Löhne ganz abzuschaffen: Die Unternehmen zahlen keine Löhne mehr an die Beschäftigten, sondern nur noch “Diensleistungsgebühren” an die Gemeinden.”

Und der Bürgermäster iss der Urbani :D also verarschen kann ich mich vollkommen selbst mitlerweile sehr Gut LOL

holger Oktober 19, 2013 um 19:43

enrico

—>>>Aha…
und wie groß ist jetzt eigentlich der Abstand zwischen deinen Füßen und dem Boden?”

Bodenständig enrico Bodenständig… und jedesmal wenn ich Newsletter lese, immer Bodenständiger voller Demut und einen Herzhaften Lachen in mir. :D

Systemfrager Oktober 19, 2013 um 19:48

>>> Guten Abend, @petervonkloss, Sie haben nach meinem Eindruck stark profilierte Meinungen
ach so sagt man das!?
also auch Anders Breivik war einer, der “stark profilierte Meinungen” hatte
jetzt habe ich es kapiert
:)

gelegentlich Oktober 19, 2013 um 19:49

@pvk
„Was weiß du schon von der Vita der von dir angeführten Menschen, du dummer Wicht. Huett ist das ein Schüler…?“
Letzteres: nein. Ersteres: das öffentlich publizierte Zugängliche reicht doch davon zur Meinungsbildung, oder nicht? „Wicht“ meint doch Jemand, der von Eliten faselt. Besser im Internet als vor der Trinkhalle – dieses Fazit würde ich, erheblich schlechter gelaunt als @dufresne, ziehen. Jedenfalls muss ich bei Ihren Einlassungen stets an „Beim Propheten“ von Thomas Mann denken.

dufresne Oktober 19, 2013 um 20:13

Hallo, @systemfrager, was ist gegen meine Beschreibung einzuwenden? Es wäre schön, wenn Sie Ihre Meinung so formulieren, dass nicht nur Sie sie verstehen. So ein Blog ist doch keine Klowand! (Sollte jedenfalls keine sein).

petervonkloss Oktober 19, 2013 um 20:13

dufresne Oktober 19, 2013 um 19:17
Sehr geehrter, ich habe dies in unzähligen Threads zuvor versucht. Das dies hier nur eingeschränkt möglich ist, ver-
steht sich auch durch das Beispiel der letzten Beiträge.
Zum anderen bin ich weder Nietzsche noch Heidegger.
Huett sollte mal meine diesbezüglichen Beiträge als Sonderausgabe offenlegen.
Dann würde Ihnen klar, daß ich nicht nur zitiere, sonder diese Geisteswelt mit geringsten Mitteln darzustellen ver-
suche.

enrico Oktober 19, 2013 um 20:37

@alkoholger

Bodenständig enrico Bodenständig

Ah… zweimal bodenständig: Sozusagen auf doppeltem Boden stehend…fein.

also verarschen kann ich mich vollkommen selbst mitlerweile sehr Gut LOL

Das denke ich auch, Holger. Das gelingt dir wirklich immer besser.

…und jedesmal wenn ich Newsletter lese…

Bin schon lange nicht mehr in dem Laden…und Urbani wahrscheinlich wegen irgendwelchen Schweinereien im Knast in Malaysia. Die Newsletters werden jetzt ja direkt von der Mafia selbst versandt.

wowy Oktober 19, 2013 um 20:47

@ruby
Mit 2/3 Mehrheit in Bundestag und Bundesrat (GroKO) u n d ohne Art 146 GG http://dejure.org/gesetze/GG/146.html
das Grundgesetz abschaffen.

Art 20 IV!!!

wowy Oktober 19, 2013 um 20:54

Alle wussten es! Wo waren die Artikel des Spiegel, der FAZ, der Zeit, der Sueddeutschen,…v o r der Wahl???
Totalversagen der Journalisten, die willfährig zuschauen wie unser Grundgesetz geopfert wird ohne ein Äquivalent in der EU zu schaffen.
Bitte richtig lesen! Merkel will die Kommission!!! (Exekutive) stärken, vom EU Parlament ist hier nicht die Rede.

Aber offensichtlich interessiert das keine Sau!

holger Oktober 19, 2013 um 20:55

enrico

—>>>Das denke ich auch, Holger. Das gelingt dir wirklich immer besser.”

Genau :D

funktioniert noch der Scheibenwischer? ;)

holger Oktober 19, 2013 um 20:59

ach und Enrico

im Gegensatz zu dir, mache ich keinen Hehl daraus zu Saufen… fakt iss, Du und moi werden eh vor die Hunde gehen. Du in selbst gestrickten Socken, und ich falle ins Brauerei Fass.

Zufrieden? ;)

gelegentlich Oktober 19, 2013 um 21:01

Sehr geehrter pvk,
ob das als „geistige Welt“ bezeichnet werden sollte lassen wir besser erst mal dahin gestellt. Wie wäre es denn auf schlichte Fragen einfach, aber genau, zu antworten? In der Annahme, dass diese nicht aus Übermut gestellt werden. Es gibt doch auch Kommunikation einige Etagen tiefer als dem Niveau des Weltgeistes.

wowy Oktober 19, 2013 um 21:12

Und weil ich gerade dabei bin empfehle ich noch diese Lektüre und die wichtige Passage:
“…Allerdings umfasst dieser Teilbereich nicht die Nachrichtendienste der europäischen Staaten, die sind ausgenommen. Auch andere nationale Sicherheitsbehörden sind in der Datenschutzgrundverordnung nicht erfasst, sondern in einem gesonderten Richtlinien-Entwurf, an dessen Verabschiedung ich nicht mehr glaube.”

Herr Baum hatte es schon bei Beckmann erwähnt (als einziger bisher). Ansonsten behaupten ja alle gerne, das Überwachungsproblem sei mit der Richtlinie für Europa gelöst.
Und alle Medien schreiben den Unfug ab!

wowy Oktober 19, 2013 um 21:13
Andreas Kreuz Oktober 19, 2013 um 21:17

Kreutzers Gedanken sollte man nicht aus dem Zusammenhang reißen. Er sieht es mit dem Mindestlohn nicht so einseitig, wie es Deutschlands Straubhaare allerorten darzustellen versuchen.

Zur Herstellung einer ausgeglichenen Handelsbilanz:
Vielleicht wäre es einer mächtigen Regierung wirklich einmal möglich, mit Steuern etwas zu steuern?

Bisher waren nur oft nur merkwürdige Prozesse im Gange,
bis dass fast alle Lagerhäuser – just intime – auf dem bröckeligen Asphalt unterwegs sind…

Übrigens -vom ersten Hartz-IV habe ich mir eine 9mm – nein -nicht Pistole – Haarschneidemaschine bei Tchibo gekauft.

Frisör? – ich lese nur noch ab und zu:

http://www.amazon.de/Fris%C3%B6r-Kleinekorte-seift-wieder-Herrensalon/dp/3359003802

Das war jahrelang ein Renner in der Eule.

Der Aufstand Oktober 19, 2013 um 21:21

Irgendwie habe ich den Eindruck das diese ganze Mindestlohndiskussion am Thema vorbeigeht. Warum wird nicht wieder ein normales Arbeitslosensicherungssystem wie vor Hartz installiert? Nicht nur der Arbeitende hätte bessere Chancen sondern auch der Druck von den Nichtarbeitfindenden wäre genommen. Gegen Mißbrauch sollte man eine geeignete Instrumentierung finden. Aber das geht ja nicht, da gesunder Menschenverstand, und Arbeit für unsrere Politniks undundund. Zumindest meine Meinung.

holger Oktober 19, 2013 um 21:23

Andreas Kreuz

—>>>Zur Herstellung einer ausgeglichenen Handelsbilanz:
Vielleicht wäre es einer mächtigen Regierung wirklich einmal möglich, mit Steuern etwas zu steuern?”

Ich höre manche schon jaulen, wenn Kina auf ausgleich der Handelsbilanz aus isst.

Sein wir noch in Hoffnung, dass das ominöse Waxdumm über 7% liegt. In Kina…

Und seien wir ja froh darüber, dass Kina den Markt Kina noch nicht geschlossen hat. Für Langnasen.

Aber, dafür gibts ja Exschbärten

#pfump mach mir grad ne Pulle auf… :D

holger Oktober 19, 2013 um 21:26

Übrigens inner Bezeichnung “Experte”

da steckt ja auch das Ex oder nich ? Frach nur :D

dufresne Oktober 19, 2013 um 21:29

Petervonkloss, Sie schreiben, Sie hätten “dies (die prägante Darstellung der eigenen Position) in unzähligen Threads zuvor versucht. Das dies hier nur eingeschränkt möglich ist, versteht sich auch durch das Beispiel der letzten Beiträge.”

Sie entschuldigen Ihre schriftstellerischen Defizite mit intellektuellen Defiziten Ihres Publikums?

Wilma Oktober 19, 2013 um 23:11

@ wowy – 20.54 h

Deshalb wurde das Thema im Wahlkampf kaum angesprochen.
Zur Durchsetzung kommt eine GroKa gerade recht.

Soldat Schwejk Oktober 20, 2013 um 01:06

@ wowy, OT

Änderung der Europäischen Verträge? Barroso hat darüber ja auch schon laut nachgedacht. Na, das sollen sie mal versuchen. Müßte ja überall ratifiziert werden. Und vielerorts dürfte es dann Forderungen nach Referenden geben. Wie die derzeit ausgehen würden, kann man sich vorstellen. Aber auch ohne Referenden sollte es kein Selbstläufer sein. Wenn eine solche Vertragsänderung erst mal in 3-4 Staaten krachend scheitert… wer weiß… vielleicht wäre das dann gar der Anfang vom Ende dieses elenden postdemokratischen Maastricht-&-Lissabon-Europa. Also… das sollen sie mal versuchen… womöglich überspannen sie den Bogen.

Andererseits, das dürfte denen eigentlich auch klar sein, daß sie derzeit nicht so einfach eine Änderung der Europäischen Verträge durchpeitschen können. Nicht zufällig haben sie ja ESM & Fiskalpakt an den Europäischen Verträgen vorbei konstruiert. Vielleicht ist es nur eine Finte, um erst mal etwas Aufregung zu erzeugen und dann aber eine institutionell weniger aufwendige Schweinerei durchzusetzen…

ruby Oktober 20, 2013 um 01:43

@wowy+Soldat
Parteikonvent muss fragen, ob ein offensichtlicher Grundgesetzbruch bereits besprochen wurde.
Wenn ja ist der Verfassungsschutz gefragt, der Abhörprotolle zur Verfügung stellen muss.
Ein Fall für echte Grundgesetzschützer in derPKK.
Damit bekommen die Quotenfehler bei dieser GroKo ein besonderes Gewicht. Verfassungsrichter bitte begleitend prüfen!

Eagon Oktober 20, 2013 um 08:39

Im Rahmen der Globalisierung, der Aggregation der anonymen Kapitaleigner sind also die Politker gezwungen gewesen, die Macht der Gewerkschaften zu brechen, den Sozialstaat abzuschaffen, usw.

Absolut komisch.

z.B. die USA.

Je stärker sich der amerikanische Staat verschuldet desto mehr Kapital flisst aus dem Ausland zu.

Oh Rätsel Oh Rätsel.

Eagon Oktober 20, 2013 um 08:43

Das Rätsel aufgelöst.

Das größte Land gibt die Mindestbesteuerungsstandards vor.

Die Politik hat in den USA entschieden diese Standards zu senken.

Was den Zwang zum Senken von Standards in den Anderen Ländern zur Folge hatte.

Die Entscheidung der Deutschen die Standards zu senken, hat in der EU eine ungeahnte Welle der Steuersenkungen für Unternehmen ausgelöst.

wowy Oktober 20, 2013 um 08:58

@Soldat Schweijk
“Vielleicht ist es nur eine Finte, um erst mal etwas Aufregung zu erzeugen und dann aber eine institutionell weniger aufwendige Schweinerei durchzusetzen…”
Möglich

Vielleicht wird aber auch die finale Hysterie geschürt, mit “stirbt der Euro, stirbt Europa” und dem vollen Weltkriegserzählungsprogramm und dem ganzen Historiengedöns.
Und dem “wer nicht für die Regelungen ist, ist gegen Europa” Geschwätz.

Ich bin sehr für Europa. Für einen stabilen Staatenbund Europa, der vom gegenseitigen Respekt der Staaten geprägt ist und der die Verträge beachtet.

Schauen wir nur auf die EZB. Im Juni hat der Bundestag mit 2/3 Mehrheit einem Gesetz zugestimmt, das Übertragung von Befugnissen auf die EZB erlaubt. Wohlgemerkt auf die EZB, wie sie in den Verträgen geregelt ist! Im Herbst erfolgte durch Herrn Draghi die Änderung des Wesen der EZB (unbegrenzte Anleihenkäufe), entgegen der Veträge, also ohne Rechtsgrundlage.
Herr Schäuble zieht daraus den Schluss, dass wir nun eine Rechtsgrundlage für eine Aufsichtsbehörde bei der EZB haben.
Noch Fragen?

Das , was sie vorhaben, nimmt den europäischen Bürgern entscheidende Rechte und ersetzt sie durch Diktatur und grenzenlosen Lobbyeinfluss.

Am 25. Mai 2014 sind Europawahlen. Nur leider hat das Parlament in der EU nichts zu melden und soll immer weiter beschnitten werden.

Wenn das Grundgesetz abgeschafft sein wird, dann brauchen wir auch kein Bundesverfassungsgericht mehr.

Eagon Oktober 20, 2013 um 09:09

Noch so eine Mythe.

Die Industriearbeitsplätze seien durch die Agenda 2010 dauerhaft gesichert worden.

Im Ruhrgebiet werden in den nächsten Jahren 10000de Arbeitsplätze in der Industrie für immer verloren gehen.

In Deutschland findet nur eine nachholende Entwicklung statt, die die USA schon hinter sich haben.

http://www.factfish.com/de/statistik-land/usa/besch%C3%A4ftigte,%20industrie

Wie man da ein demografisches Problem haben kann um die Menge an Gütern und Dienstleistungen auch noch in 20 Jahren zu produzieren wissen nur die Journalisten, die alles genau recherchiert und durchdacht haben.

Linus Oktober 20, 2013 um 10:39

@Eagon:
Sehr gutes und wichtiges Diagramm. Ich hab’s mal nachgerechnet: Im Mittel über die letzten 30 Jahre sinkt der Anteil der in der Industrie Beschäftigten in D um 0,6 Prozent pro Jahr. F, GB, CH liegen gleichauf. In den USA sind es 0,4.

Frankie Bernankie Oktober 20, 2013 um 10:41

@holger, soldat schweijk

“Wie ist so der Anteil der Lohnkosten an den Gesamtkosten in der Industrie?”

Wenn man alles berücksichtigt, beträgt der Lohnkostenanteil in der Industrie ca. 100%.

(Schönen Gruss, Frankie Schlaumeier)

Balken Oktober 20, 2013 um 11:17

Erstaunliche Aufmerksamkeit, die hier einem pvk zuteil geworden ist (ich nun auch noch). Je länger je mehr offenbart sich hinter diesem Namen eine Hutu-Tutsi-Mentalität, die, wenn sie jemand auch nur ein wenig zu bekritteln wagt, sofort ihre Verbrämung mit intellektuellen Versatzstücken fällen lässt und sich als die Geistigkeit eines “Wichts” oder einer “Wursthaut” offenbart.
Das ist nun so erwartbar wie wenig bemerkenswert.
Schlimm nur, dass es solcher Geistigkeit immer wieder gelungen ist, eine gesellschaftliche Wirklichkeit zu formen, in deren begrenztem Horizont die eigene Verirrung sich gesellschaftlich realisiert. Für die Nationalsozialisten war die jüdische Gefahr real. Ihr war gnadenlos zu begegnen. Für den globalen Kapitalismus, der verschiedene lokale Niveaus von Ausbeutung organisiert im Interesse dessen, was er als “Markt” versteht, ist die Migration über die Grenzen der Inseln des relativen Wohlstands eine reale Gefahr.

holger Oktober 20, 2013 um 11:35

Fränkie Yellen

—>>>Wenn man alles berücksichtigt, beträgt der Lohnkostenanteil in der Industrie ca. 100%.”

so gesehen schon… :D

holger Oktober 20, 2013 um 11:36

Das Problem was wir haben, ist und bleibt das Steuersystem und zwar deswegen, weil der Staat an der falschen Stelle und im falschen Moment in die Tasche grabscht.

Der Staat ist maßgeblich auch mit dem Steuersystem daran beteiligt, dass es zu einer Konzentration des Geldes und der damit zusammenhängenden Eigentumsrechte kommt.

Das liegt darin, dass das Steuersystem regional keine Unterschiede macht. Der erste Fehler liegt darin, dass Einkommen direkt zu besteuern oder mit Abgaben zu belasten. Es ist egal ob ich in Frankfurt oder München oder Hamburg Einnahmen erziele. Überall wird dem Lohnknecht die gleiche prozentuale Belastung auferlegt incl. Sozialabgaben. Und das ist Schwachsinn.

Der nächste Schwachsinn ist, eine Mehrwertsteuer zu erheben. Wenn man sich fragt, was das mit dem Mindestlohn zu tun hat, eine ganze Menge.

Durch sämtliche Steuerarten werden die Produkte künstlich teurer. Am besten merkt man das mit den Kostensteigerungen für Energie. Das heißt, der Staat greift durch die Besteuerung in die Preisfindung ein. Auch das Märchen Angebot und Nachfrage regeln den Preis ist Humbug. Die Preisfindung entsteht durch den Return o Invest. Dh, wann bekomme ich die eingesetzte Kohle wieder zurück, mit einer dementsprechenden Verzinsung. Diese Vorgabe kommt zeitlich auch wieder vom Finanzamt. Die Grundlage dafür findet man in der AfA (Abschreibung für Abnutzung).

Der Mindestlohn ist nichts anderes, als eine versteckte Steuererhöhung. Denn wie ich weiter oben schrob, hat der Lohnknecht von 6,50 auf 8,50 gar nicht mal viel davon. Single im Zölibat lebend rund 240 Euro mehr, und Väterchen 245 Euro mehr direkt abgezwackt. Und das bei 200 Stunden/Monat incl. Überstunden.

Nun ist es aber kein Thema, dass der Staat Geld braucht, um zB Transferleistungen zu garantieren, auch sehe ich den Staat in vollster Verantwortung die Infrastruktur zu sichern. Und ebenso sehe ich es so, dass der Staat für die „Daseinsberechtigung“ ohne Wettbewerb zuständig ist.

Nun, bei diesem jetzigen Steuersystem werden Regionen nicht berücksichtigt. Durch dieses Steuersystem wird die Kaufkraft einer schwachen Region noch geschwächt. Weil, wer weiß denn, wohin Väterchen diese Einnahmen wieder verteilt?

Wenn in einer ohnehin schon Kaufkraft-Schwachen Region nur 100.000 NETTO im Umlauf sind, dann kann man keinen höheren Kuchen gesetzlich verteilen. Das müsste einleuchten.

Nun, wohin verschwinden denn nun die Einnahmen aus diesen Regionen? Die fließen in die Metropolen. In die wirtschaftlich „gesunden“ Zentren. Weil dort der Lebensstandard und die Infrastrukturerhaltung einfach teurer ist.

Wenn also Väterchen wirklich einen „Strukturausgleich“ haben möchte, dann muss Väterchen Regional betrachten. Strukturarme Regionen müssen mehr Kaufkraft erhalten. Und dies geht nur, indem ich dort die Steuer und Abgabenbelastung reduziere. Damit steigt die Kaufkraft, der Bewohner in der Region und das kann dann auch zu steigenden Löhnen führen. Das jetzige System lässt das im Namen der Steuergerechtigkeit ja nicht zu.

Durch diese Entlastung, werden die Regionen für das Investieren lukrativer.

Momentan bedient sich Väterchen überall mit ca. 70% dh wenn in einer Region Brutto 500.000 sind, gehen davon 350.000 zum Staat. Und nur 150.000 bleiben in der Region zum Umsetzen für den Umsatz der Friseurinnung.
Hier in meinem übersichtlichen Dorf merkt man das doch. Von einst 2.300 sind nur noch 1.700 vor Ort. Der Rest stirbt oder zieht weg.

Das bedeutet, die Geldmenge sinkt und sinkt und sinkt. Der Leerstand an Immobilien nimmt zu und zu und zu. Kauft und will doch keiner mehr den Schrott erben. Kann man sich gar nicht leisten. Und das Pendeln zum Arbeitsplatz iss ja auch nicht ohne.

Dh die Mittel die Abfließen und hier nicht mehr zur Verfügung stehen sind einfach weg. Was will man hier mit einem Mindestlohn? Wenn wir nur Mittel abgeben? In diesem Schritt verringert sich auch automatisch die Verschuldungsmöglichkeit. :P

In unserem Dorf, bestehen die Einkommen mittlerweile zu 70% aus Transferleistungen wie Rente und H+4 rund 30% aus Einnahmen selbstständig bzw. Lohnknecht. Und alles wird in Zukunft sich auf ein Minimum reduzieren. Prost…

Von ehemals 3 Kneipen gibt’s nur noch eine. Und selbst die hat keine Angestellten. Die schaffts noch nicht mal auf den Mindestlohn von 8,50.

Und das was hier im Kleinen passiert, passiert auch im Großen… Was nicht wahr? Mein Geburtsstädtchen mit rund 30.000 Einwohner erwischt es gerade auch. Siechend…

Das Geld verlässt Regionen und wenn es kann, siedelt es sich in anderen Regionen an, die besser gestellt sind. Daher kommt dann auch die Konzentration.

Und nun will mir einer verzählen der flächendeckende Mindestlohn wäre wichtig richtig und notwendig. Dem kann ich nur sagen, er hat keine Ahnung von seinem Geschwätz.

Dann kommen noch die Oberschlauen, und meinen sie müssten es nur den Reichen weg nehmen und den Armen geben. Das ändert aber überhaupt nix.

Die Regionen wo es Mau aussieht, müssen entlastet werden. Und die Regionen wo es besser aussieht, müssen belastet werden. Unabhängig von den Einwohnern.

Und das geht nur mit einer Finanztransaktions-Steuer oder Cash-Flow-Tax… da, wo viel Geld hin und her geschoben wird, da ist die Einnahme des Staates höher in der Summe nicht Prozentual, und da, wo weniger hin und her geschoben wird, da ist die Einnahme des Staates weniger.

Nachdem man nun einen Flickenteppich daraus visuell gestalten kann. Cash-Flow-Tax Landkarte. Kann der Staat Maßnahmen ergreifen, die regulierend wirken. Je nachdem ob es Sinn macht. Regionen zu stärken oder nicht.

Dh er schichtet von „reichen“ Regionen in „arme“ Regionen gezielt die Kaufkraft um. Aus diesen Einnahmen aus der Cash-Flow-Tax, werden auch alle Grundabsicherungen finanziert. Krankenversicherung etc.pp. Ebenso die Grundkaufkraft auch BGE genannt. Nochmals, es werden keine Einnahmen kein Gewinn kein gar nichts versteuert, sondern nur die Geldbewegung. Es gibt keine andere Einnahme Quelle des Staates mehr.

Hier werden dann ausschließlich Banken Steuerpflichtig. Diese sind dafür zuständig die Gelder an den Staat abzuführen. Unternehmer und Bürger sind von der Pflicht befreit. Es gibt keine Steuererklärung mehr. Dafür wird mehr Freizeit geschaffen.

Gleichzeitig gibt es eine Geldverkehrskontrolle. Abfließende Gelder also Geld-Exporte zB nach Kina werden mit einer höheren Cash-Flow-Tax belegt, als Transaktionen innerhalb der EU.

Investitionen innerhalb der EU erhalten die geringste Besteuerung auch Fremdwährungen.

Dh mit einer flexiblen Cash-Flow-Tax hat der Staat viel bessere Gestaltungsmöglichkeiten als mit einem starren wie jetzigen Steuern Abgaben System.

Nebeneffekt ist: Das Geld hat gar keinen Grund mehr zu flüchten. Und wenn doch, wird es eben bei der Flucht ergriffen. Das kann Annonym erfolgen. Da hinter der Transaktion die Akteure vollkommen uninteressant sind. Dh der Staat hat ausschließlich Forderungen gegen die Banken, die die Transaktion durchführen.

De Facto gibt es keine Steuerhinterziehung mehr. Und auch kein Schwarzgeld. Weil irgendwann findet immer eine Transaktion statt auf elektronischem Wege. Selbst beim Bargeld.

Es gibt auch de Facto keine Schwarz-Arbeit mehr.

Aber macht ihr erstmal 8,50 Mindestlohn. Wir haben ja Zeit.

Systemfrager Oktober 20, 2013 um 11:38

>>> Schlimm nur, dass es solcher Geistigkeit immer wieder gelungen ist, eine gesellschaftliche Wirklichkeit zu formen …
Natürlich
Ein Nazi muss eine geistie Haltung präsentieren, welche Psychopathen (Nietzsche, Heideger …) zitieren, weil sonst müsste er sagen:
Ich bin ein Vollidiot, deshalb sind meine Lösungen für alle Probleme so brutal-einfach

Keynesianer Oktober 20, 2013 um 11:41

@Frankie Bernankie

Wenn man alles berücksichtigt, beträgt der Lohnkostenanteil in der Industrie ca. 100%.

Da hast Du aber die Profite völlig unterschlagen (vom Oberschlaumaier oder -meyer oder -meier, egal).

@Eagon

Je stärker sich der amerikanische Staat verschuldet desto mehr Kapital fliest aus dem Ausland zu.

Die Verschuldung macht einen Staat zum Konjunkturmotor in der Welt. Die Neoliberalen wissen das, darum ihr Dauergekreische über die bösen Schulden, mit dem mich schon der unselige Franz (Josef) Strauß genervt hat.

Warum kreischen die so über die Schulden? Warum wollen die mit allen Mitteln die Inflation bekämpfen, weil ohne Inflation alle immer mehr in Geldvermögen sparen? Warum kapitalgedeckte Altersvorsorge? Warum sollen überall Schuldenbremsen eingeführt werden? Hält jemand so viel Dummheit für Zufall?

Die monetäre Konjunkturtheorie von Keynes gibt die Antwort darauf: Die Verschuldung ist der Konjunkturmotor und wenn sie ausbleibt die Ursache des Elends.

Deutschland hat eine Sparquote von 10%. Man könnte behaupten, dass jede Milliarde griechischer Verschuldung die deutschen Einkommen um 10 Milliarden steigert.

Denn nicht Kapitalausstattung und Arbeitseinsatz limitieren das Einkommen der Ökonomie, sondern die mangelnde Verschuldung für die bei steigendem Einkommen potenziell wachsenden Ersparnisse. In einer Krise muss die Ersparnis auf Null fallen und darum müssen die Einkommen so tief fallen, dass niemand mehr sparen kann.

Das hat Keynes als monetäre Konjunkturtheorie entdeckt und das wird von unseren VWL-Professoren aus bösem Willen oder Dummheit unterschlagen. Bis heute lernt das kein Student an keiner Uni.

Habt Ihr mein oben verlinktes Lehrvideo überhaupt verstanden? Oder sollte ich das noch einfacher erklären? :)

Keynesianer Oktober 20, 2013 um 11:49

Es sollte oben selbstverständlich heißen:

… die mangelnde Verschuldung für die bei potenziell steigendem Einkommen wachsenden Ersparnisse.

Eagon Oktober 20, 2013 um 14:27

@keynsianer

“Es gibt keins. Die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft ist nicht gefährdet. Dort spielen Mindestlöhne praktisch keine Rolle.”

Verstehen ja auch nicht viele:

Staatsersparnisse + privater Sektorersparnisse := Exportüberschüsse

Die Einkommensverteilung hat da schon Einfluss drauf.

Keynesianer Oktober 20, 2013 um 15:15

@Eagon

Sehr gut! Deswegen wollen die Neoliberalen ja eine möglichst ungleiche Einkommensverteilung, weil dann noch stärker gespart wird und das die Einkommen noch mehr sinken muss, wie Keynes gezeigt hat. Die wissen das auch alle, soviel Dummheit ist nicht möglich.

Und unsere VWL-Professoren begründen die Umverteilung von unten nach oben mit dem Kapitalmangel und den angeblich dringend benötigten Investitionen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und damit, dass die Löhne für mehr Beschäftigung niedriger sein müssten. Weil den Reichen ja nur das Geld fehle, um mehr Arbeitsplätze zu schaffen durch Investitionen, und die Rentabilität nicht reiche.

Dabei wird das Geld aus allen Steuergeschenken und Subventionen für das Kapital zusätzlich gespart und senkt das mögliche Einkommen der Ökonomie.

Entweder sind die Professoren Volldeppen oder Banditen.

"ruby" Oktober 20, 2013 um 16:51

Damit der Kartoffelfresser das auch nicht in reagierenden Massen nachrechnen, wird Pisa-Plus kein erstrebenswertes volkswirtschaftliches Ziel zur Änderung werden.
Die dümmsten Bauen ernten die dicksten Kartoffeln.
Holen “wir” sie bei Ihnen ab!
Wettbewerbsfähigkeit mit abgeführten Leistungsbilanzsalden
;-)
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/2292110/

holger Oktober 20, 2013 um 17:05

ruby

—>>>Die dümmsten Bauen ernten die dicksten Kartoffeln.
Holen “wir” sie bei Ihnen ab!”

Endlich mal was gescheites… nicht das Acker klauen, sondern den Bauern weiter machen lassen, und sich an der Ernte der Kartoffeln bedienen, mit denen er eh nichts anfangen kann. :D

Aber irgendein Sozialistischer Staats Sesselfurzer wird dem Bauer schon staatlich erklären, wie er das zu machen hat. Am besten mit Enteignung.

Übrigens sollen jetzt hässliche Ernte Ergebnisse als B Sorte doch in den Handel gelangen. Anstatt auf der Halde zu verrotten. Um 50% günstiger versteht sich. Vom gleichen Acker aber.

Macht aber nix, der Keynesianer erklärt uns gleich den Unterschied zwischen einer hässlichen Kartoffel und einer hübschen.

Und warum die eine per VWL billiger ist, als die andere. oder umgedreht. :D

enrico Oktober 20, 2013 um 17:20

@Keynesianer

Es ist besser zwischen Sparen und Geld-Sti?legen zu unterscheiden. Für mich ist Sparen das Verleihen von bereits bestehendem Geld via einer Sparkasse oder Bank. Sparen hat in diesem Sinne keine vermindernde Wirkung auf die Liquidität d.h. die Endprodukte der Vorperiode können vollständig abgekauft werden, das Geld hierfür ist im Umlauf.

Um etwas anders geht es beim Geld-Sti?legen:
Die Produktionskette vom Rohstoff bis zum Endprodukt dauert eine bestimmte Zeit. In dieser Zeit sind die Endprodukte natürlich noch nicht fertig. Aber die Arbeitenden erhalten trotzdem ihr Gehalt. Mit diesem Geld kaufen können sie aber nichts kaufen, weil eben die Endproduktion noch gar nicht beendet ist. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt gibt es mehr Geld als fertige Endprodukte (-> Inflation). Also muss eine bestimmte Menge an Geld stillgelegt werden. Wächst die Wirtschaft, muss dem Zuwachs entsprechend zusätzlich Geld stillgelegt werden. Schrumpft sie aber, dann muss stillgelegtes Geld wieder ausgegeben werden.

Geldsti?legen erfolgt als Buchung innerhalb von Banken, wenn Sichteinlagen zu längerfristigen Anlagen werden.

Sobald die Summe aller Unternehmensgewinne und Verluste zusammen größer als Null ist wächst die Wirtschaft. Und das bedeutet umgekehrt, dass bei schrumpfender Wirtschaft diese Summe unter Null ist und volkswirtschaftlich gesehen die Gesamtheit der Unternehmen Verluste macht.

Um eine Wirtschaft im “Gleitflug” halten zu können, bedarf es eigentlich eines Kontokorrentsystems, wo die Unternehmen keine Gewinne, also keine Salden über Null haben dürfen. Gewinne können sie betriebswirtschaftlich gesehen nur in Form von Darlehensguthaben machen.

Offensichtlich versucht die Neolib-Bande jetzt schon seit vielen Jahren künstlich Deflation zu inszenieren. Zweck dieser Inszenierung ist die Plünderung des Volkseigentums und die Umformung der Rechtsstaaten in Feudalstaaten.

Das gelingt ihnen nicht zuletzt deshalb, weil der Unterschied zwischen Sparen (via Darlehen bereits bestehenden Geldes) und Geld-Sti?legen (nach erfolgter Kreditgeldschöpfung) kaum verständlich gemacht worden ist.

Hier eine kleine Kritik an Keyenes: Er hat es nicht gesehen, dass bei gleichlaufender Wirtschaft (nicht wachsend und schon gar nicht schrumpfend) Die Unternehmen gar keine Gewinne machen können (keine Geldgewinne, genauer gesagt). Sie benötigen auch gar keine Geld-Gewinne, solange ihre Rücklagen im Voraus als Bestandteil der Produktionskosten und mithin im Produktionskredit (idealtypisch Kontokorrentkredit) erscheinen. Die Gewinne sind dann eben Geldguthaben. Also nix mit G-W-G’

gelegentlich Oktober 20, 2013 um 17:52

@Balken, Systemfrager
Tja, es ist leider so: pvk hat keinen Mumm. Es kommt ja vor, das man sich hier im Blog fragt, wie man sich den Einen oder Anderen vorzustellen hat. Dazu muss ja Niemand aus seiner Anonymität heraustreten. @topi und @Morph und auch ich haben sich dazu bereit erklärt. @holger betont es von sich aus. Bei pvk habe ich anfangs geglaubt es sei ein naßforscher Obersekundaner. Später kamen Bemerkungen, aus denen zu folgern wäre, er habe die 68er-Bewegung schon sehr früh mitgekriegt. Dann müßte er um die 70 Jahre alt sein. So eine Art verbitterter Rentner, der es seiner Umwelt übel nimmt, dass Niemand von Bedeutung zu ihm aufschaut. Und der deshalb ins seinem Anerkunngswahn gar nicht mehr darauf achtet ob es zum jeweiligen Thema paßt oder nicht, was er in gestelztem Idiom so herausläßt.
Wie dem auch sei: ich finde es gibt Gründe bei Elitenschwärmern erste mal Unangenehmes zu vermuten, gerade in Deutschland. Wer brüllt wir sollten kämpfen („Besiegtengeistigkeit“, welch ein lächerliches Wort) darf sich nicht damit erwischen lassen dass er eigentlich meint: die Anderen sollen kämpfen. Wenigstens insofern eifert er seinen Vorbildern nach.

Marc Oktober 20, 2013 um 17:53

Geldsti?legen erfolgt als Buchung innerhalb von Banken, wenn Sichteinlagen zu längerfristigen Anlagen werden.

Richtige Spur, falsche Schlussfolgerung. Die Sichteinlagen bestimmen, ob ein sinnvolles oder krisenhaftes Sparen stattfindet. Es kommt allerdings nicht auf die Dauer, sondern auf die Gegenposition in der Bankbilanz an. Sind die Sichteinlagen hauptsächlich mit Investitionen gegengebucht – alles paletti. Besteht die Gegenbuchung im Grunde aus verbrieften Kreditmüll – tja, dann gut anschnallen.

enrico Oktober 20, 2013 um 18:36

@Marc
»Richtige Spur, falsche Schlussfolgerung.«

Welche Schlussfolgerung? ;-)

Stellen wir uns vereinfachend das Geldsystem (das Geldsystem, nicht das Geldguthabensystem!) als Konto-Korrentsystem vor und beschränken uns auf die fünf volkswirtschaftlichen Haupt-Sektoren: Unternehmen, Haushalte, Finanzinstitute, Staat, Außenhandel. Geht ein Konto ins Minus geht ein (oder mehrere) nach oben. Verständlich?

Meine These ist nun, dass das (volkswirtschaftliche) Konto der Unternehmen idealtypisch immer im Minus stehen muss. Das ist der laufende volkswirtschaftliche Produktionskredit. Der ergibt sich, weil es die Produktionsketten vom Rohstoff bis zum Endprodukt Zeit benötigen. Nun nehmen wir alle in der betreffenden VW befindlichen Produktionsketten im Volumen und Zeitstrecke zusammen. So kommen wir auf den momentanen “volkswirtschaftlichen Produktionskredit”. Hier geht es jedoch NUR um den Betrieb der Produktionsketten und noch NICHT um die Investitionen für die Betriebsausrüstung.

Jetzt haben wir also ein Kontokorrentsystem, bei dem alle Wirtschaftssubjekte der VW beteiligt sind. Zinsen lassen wir einmal unberücksichtigt weg. Die Unternehmen erhalten, je nach Bonität einen Überziehungsrahmen.
Somit sind die Gegenbuchungen zum Geld, welches in diesem KK-System durch Überziehung der Unternehmen entsteht, immer NUR die Produktionsschulden der Unternehmen, also nur die Finanzierung des Kaufes von Vorprodukten, der Gehälter/Unternehmereinkommen und die Raten der Rücklagenbildung/Darlehenstilgung. Die Investitionen in die Betriebsausrüstung sind da, wie gesagt NICHT dabei.

Auch wenn dabei das eine oder andere Produktionsprojekt veraltet oder sonst irgendwie in die Hose geht, wird es bei dieser Anordnung gar kein Kreditmüll geben können.

Gut, zurück in die Realität: leider haben wir heute kein solches sauberes System. Das heutige Geld und Bankenwesen ist immer mehr von Täuschungen und Tarnungen durchzogen, dass man es einfach nicht mehr als normal ansehen kann und es somit völlig ungeeignet ist die durch die Logik gegebenen Gesetzmässigkeiten der Synergonomie (der Lehre der Gesetzte der Kooperation) zu erkennen.

Meine Schlussfolgerung ist deshalb: Das gegebene Geld und Bankensystem ist zu korrupt um es noch ernst nehmen zu können. Deshalb benötigen wir für die Untersuchung der volkswirtschaftlichen Abläufe eine Hilfskonstruktion, die ein korrektes Geldwesen simulieren kann.

holger Oktober 20, 2013 um 18:56

—>>> Zinsen lassen wir einmal unberücksichtigt weg.”

Enrico :D

LOL wie bei den Ings ach wir lassen mal einfach die Reibung in unserer Berechnung raus ROFL…

—>>>idealtypisch”

Der Begriff ist eh der GAU im Hirn… :D

—>>>Meine These ist nun, dass das (volkswirtschaftliche) Konto der Unternehmen idealtypisch immer im Minus stehen muss.”

Was heißt hier deine These? Es steht immer in der Kreide…

Alleine Steueroptimiert muss es inner Kreide stehen. Eigenkapitalrendite heißt das.

Also der Anteil Fremd zu Eigenkapital Einsatz. Gerne 70/30 0der 80/20

Aber egal ich mach mir gerade noch ne Pulle auf… Cheers

enrico Oktober 20, 2013 um 19:03

@Keynesianer

um ein bisschen der Antwort zu der Frage, ob die VWL-Profs böswillig handeln oder sich nur etwas vormachen (“dumm sind”), näher zu kommen:

Wenn sie böswillig sind, dann sind sie Lügner. Lügner kennen die Wahrheit.

Wenn sie inkompetent sind, weil sie sich selbst etwas vormachen, dann sind sie verlogen. Leute die verlogen sind, kennen die Wahrheit NICHT.

Ich vermute sie sind beides: (selbst-)verlogene, feige Lügner. Feige Lügner aus Sorge um ihre persönliche, sichere Stellung.

PS: das gilt auch oft für Journalisten. Manche sind nur verlogen und können deshalb die Wahrheit nicht sehen und manche sind Lügner. Alle übrigen werden nicht wahrgenommen…oder erschossen.

wowy Oktober 20, 2013 um 19:09
enrico Oktober 20, 2013 um 19:16

@Holg’ger

»LOL wie bei den Ings ach wir lassen mal einfach die Reibung in unserer Berechnung raus ROFL…«

Yep, das geht am besten mittels dem Lubrifikanten namens C2H6O

holger Oktober 20, 2013 um 19:31

enrico

der macht doch blind :D

holger Oktober 20, 2013 um 19:35

ach nee… das ist ja nicht Ethanol sondern der Methanol (sorry)

Think positive Oktober 20, 2013 um 20:08

@wowy Oktober 19, 2013 um 20:54
Alle wussten es! Wo waren die Artikel des Spiegel, der FAZ, der Zeit, der Sueddeutschen,…v o r der Wahl???
Totalversagen der Journalisten, die willfährig zuschauen wie unser Grundgesetz geopfert wird ohne ein Äquivalent in der EU zu schaffen.

Inwieweit ist dies eine realistische Betrachtung?

Denn auf „die Journalisten“ wird eine Funktion projiziert, die sie niemals in der Realität besitzen oder besitzen können, nämlich die einer kritischen Opposition.
Das ist ein idealisiertes Bild von einem bürgerlich-autonomen Journalisten, welcher sich der Wahrheit und dem Gemeinwohl verpflichtet sieht.

In der Realität ist jedoch kein Journalist autonom. es sei denn, er hat eine große Erbschaft gemacht. Sondern Journalisten sind anhängig Beschäftigte oder Dienstleister, meist „freie“ Mitarbeiter (Ich-AGs bzw. „Arbeitskraftunternehmer“), die mit Zeilenhonorar bezahlt werden, sofern man ihnen ihre Produkte überhaupt abkauft.

Die Rolle eines Journalisten ist am ehesten mit dem Pressesprecher eines Unternehmens vergleichbar. Er muss die Interessen des oder der Unternehmenseigner vertreten.

Kritisch-oppositionellen Journalismus gibt es nur dann, wenn eine gesellschaftliche Opposition vorhanden ist, welche eine Gegenöffentlichkeit mit eigenen Medien organisiert.

Vom Journalismus des Spiegel, der FAZ, der Zeit, der Sueddeutschen … zur erwarten, dass er die Rolle einer kritischen Opposition einnimmt, sorry wowy, das ist politisch naiv und weltfremd.

Marc Oktober 20, 2013 um 20:13

@enrico
Somit sind die Gegenbuchungen zum Geld, welches in diesem KK-System durch Überziehung der Unternehmen entsteht, immer NUR die Produktionsschulden der Unternehmen [..]
Es gibt aber nicht nur die Unternehmensschulden, sondern auch Hypotheken, Konsumentenkredite und nicht zu vergessen den großen Batzen der Staatsschulden. Das Geldsystem muss nämlich nicht nur G-W-G’ abbilden, sondern auch andere Transaktionen: Vermögenstransfers, Steuern, Versicherungszahlungen und -leistungen, ..
Wer das Geldsystem nur anhand des Produktionsprozesses verstehen will, scheitert.

Frankie Bernankie Oktober 20, 2013 um 20:49

@enrico

“Hier eine kleine Kritik an Keyenes: Er hat es nicht gesehen, dass bei gleichlaufender Wirtschaft (nicht wachsend und schon gar nicht schrumpfend) Die Unternehmen gar keine Gewinne machen können (keine Geldgewinne, genauer gesagt). ”

Keynes hat das wahrscheinlich deshalb nicht gesehen, weil es das in der Realität garnicht gibt: eine “gleichlaufende Wirtschaft”.
Wachstum oder Krise, nur das gibt es in einer Eigentumsökonomie , und nur damit hat sich Keynes beschäftigt, und recht hatte er!

Systemfrager Oktober 20, 2013 um 20:51

Jovanka Broz ist tot. Seitdem die “Demokraten” gesiegt haben, lebte sie erniedrigt, im Hausarest, die Rente bekam sie kaum, kleine Wohnung wurd kaum repariert, alle Dokumente wurden einbezogen, als sie neulich sehr krank wurde, hat man sich gezwungen gesehen, sie ins Krankenhaus zu lassen … und die großen Menschenrechtler” … wer intersiet das … die haben sich um Ganoven gekümmert (Djindjic, usw) Tja ….

In Tito Jugoslawien konnte jeder fahren wo er wollte – naja nach die USA war es nicht einfach, die haben nur gewählte rein gelassen -, es gab keine politische Mörde oder Folterungen, usw. bei den “Demokraten” und “Menschenrechtler” ist es ein bisschen anders … Pinochet-Prinztip … Nun ist Jovanka Broz tot

Zur Erinnerung:
Tito führte im Zweiten Weltkrieg die kommunistischen Partisanen im Kampf gegen die deutschen und italienischen Besatzer Jugoslawiens sowie die faschistischen Ustascha und die königstreuen Tschetniks. Nach dem Krieg wurde er zunächst Ministerpräsident (1943–63) und schließlich Staatspräsident (1953–80) seines Landes; ein Amt, das er bis zu seinem Tod bekleidete. Er verfolgte eine von der Sowjetunion unabhängige Politik und galt seit den 1950er Jahren als einer der führenden Staatsmänner der Bewegung

enrico Oktober 20, 2013 um 21:18

@ Frankie Bernankie

Keynes hat das wahrscheinlich deshalb nicht gesehen, weil es das in der Realität gar nicht gibt: eine “gleichlaufende Wirtschaft”.

ja, sicher. Aber was heisst hier “Realität”? Sagen wir doch lieber “im bisher Geschehenen”. Das ist ja wohl das bisherige/derzeitige Problem mit den Wirtschaftswissenschaftlern, sie sind nicht kreativ ambitioniert und sehen nur das Gegebene und bilden darauf ein neues Paradigma auf, das schon von Geburt an ein überkommenes sein sein muss.

Wachstum oder Krise, nur das gibt es in einer Eigentumsökonomie

Und genau das wollen “wir” (“die Weiterdenker”) nicht mehr. Die Frage ist also, wie raus aus dem Teufelskreis? (Ohne Eigentum generell zu verteufeln).

enrico Oktober 20, 2013 um 21:31

@Marc

Wer das Geldsystem nur anhand des Produktionsprozesses verstehen will, scheitert.

Es geht mir nicht mehr darum, das historisch gewachsene Geldsystem zu verstehen, das ist mir zumindest grob, einigermaßen gelungen. Mir geht es jetzt mehr darum zu klären, wie wir (als Wirtschaftssubjekte) am besten kooperieren und wie das dafür notwendige Geldsystem (besser: Abrechnungssystem oder vielleicht auch Clearingsystem) beschaffen sein sollte. Und da sehe ich nun, dass eine Notwendigkeit besteht, eine klare Trennung von serieller Kooperation und mutualer Kooperation zu finden. So kam ich darauf zu postulieren: die Produktionsketten müssen, geldschöpfend, per Kontokorrentkredit, und die dafür notwendige Investitionen in die Betriebsausrüstung müssen ohne zusätzliche Geldschöpfung, per Darlehen bereits bestehenden Geldes (das eben durch Produktionskredite entstanden ist) finanziert werden.

enrico Oktober 20, 2013 um 21:51

@Marc

Das Geldsystem muss nämlich nicht nur G-W-G’ abbilden

Wenn man erkennt, dass wir zwei getrennte Abrechnungssysteme brauchen, nämlich ein öffentliches Kontokorrentsystem, das geldschöpfend agiert neben einem Darlehenssystem, das kein Geld schöpfen kann und wo Geld nur verliehen/geliehen wird, dann findet man auch Lösungen für das Versicherungswesen, für die Finanzierung der öffentlichen Aufgaben und nicht zuletzt auch für die Alters- und Hinterbliebenenversorung im Umlageverfahren. Ja, und vielleicht auch für eine Freiwilligenpauschale (“BGE”).

Ich bin immer wieder überrascht, wie verschieden auf neue Gedanken reagiert wird: im deutschsprachigen Raum wird zuerst mal gesucht, was falsch daran sein könnte und gleich dagegen argumentiert, im französischen kommen erst einmal Fragen. Beides ist anregend und anspornend, fruchtbarer ist allerdings IMHO die letztere Version.

Marc Oktober 21, 2013 um 00:10

@enrico

Wenn man erkennt, dass wir zwei getrennte Abrechnungssysteme brauchen, nämlich ein öffentliches Kontokorrentsystem, das geldschöpfend agiert neben einem Darlehenssystem, das kein Geld schöpfen kann und wo Geld nur verliehen/geliehen wird [..]

Du meinst eine Mischung einer Fiat-Währung und einer Art Gold- bzw. moderner Bitcoin-Standard? Klar, das befürworte ich auch, es können für mich sogar noch mehr als zwei sein.
Es ist allerdings ein Irrglaube, dass ein Geldsystem mit einer fixen Geldmenge stabil sei. Auch dort ist Konzentration und Hortung möglich, auch dort gibt es Krisen. Die Trennung von Geldsystemen nach Aufgaben oder Funktionen verstehe ich nicht. Mit einem Geldsystem kann ich immer alle Arten von Transaktionen durchführen, weshalb dann diese künstliche Einschränkung? Dadurch gewinnt man keine Stabilität, man erzeugt nur unnötige Komplexität.

Es gibt kein krisenfreies Geldsystem. Jedes Geldsystem erlaubt Ungleichheiten. Das führt zu Machtkonzentrationen und diese – wenn es keine ausreichend starke Umverteilungsmechanismen gibt – letztendlich zu Krisen.

Think positive Oktober 21, 2013 um 00:27

Finanzprofessor Marc Chesney stellt sich auf die Seite der 1:12-Initiative. «1:20 wäre für die Schweiz wahrscheinlich angebrachter als 1:12», sagte er im Interview mit dem «SonntagsBlick». Aber jetzt gehe es um die Wahl zwischen 1:12 und Status quo. «Ich werde klar für die Initiative stimmen.»

Die Lohnentwicklung in der Finanzbranche sei in den vergangenen 30 Jahren völlig ausser Kontrolle geraten. «Die heutigen Lohndifferenzen sind weder moralisch noch ökonomisch vertretbar», sagte Chesney, der am Institut für Banking und Finance der Universität Zürich unterrichtet.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Ich-werde-klar-fuer-die-Initiative-stimmen/story/25243641

4.ooo Franken Mindestlohn
Lohnspreizung max. 1:12

Darüber wird es Referenden geben.

In Deutschland undenkbar.

wowy Oktober 21, 2013 um 00:49

@Think positive
Der erste Teil war eine rhetorische Frage. Und ja, es ist total naiv.
Man muss es nur immer mal wieder ins Bewusstsein rücken, besonders wenn so gerne von den Qualitätsmedien die Rede ist.

wowy Oktober 21, 2013 um 10:15

OT
Was mir in der FAZ aufgefallen ist:
#AnneWill wird nicht mehr besprochen, dafür nur noch #Jauch
Sogar die berühmteste Frisur Deutschlands durfte kürzlich einen Artikel in der FAZ schreiben.
Kann es sein, dass das mit #Bertelsmann zu tun hat?
(sobooks hat einen Vertrag mit Randomhouse und Jauch ist der Vorzeigebertelsmann)
#justasking

enrico Oktober 21, 2013 um 10:19

@Marc

»Du meinst eine Mischung einer Fiat-Währung und einer Art Gold- bzw. moderner Bitcoin-Standard?«

Goldstandard ist Schrott und Bitcoin ein Blödsinn. Beides lebt von der falschen Vorstellung, Geld sei dinglicher Natur.

Ich meine ein öffentliches Kontokorrentsystem. Eine Institution, die viele Girokonten verwaltet. Ausgangslage ist Saldo Null bei allen Konten. Es gibt Konten für die Unternehmen, für die Haushalte, für die Gebietskörperschaften, für die Finanzinstitute und eines für den Aussenhandel-Clearing.
Die Salden der Konten der Unternehmen können nie über Null steigen*
Unternehmen können ihre Konten zinsfrei überziehen. Dadurch entsteht an anderer Stelle Geld. Dieses so entstandene Geld kann nun via einem Darlehensinstitut gesammelt und als Darlehen an einen Dritten überwiesen werden. Somit haben wir zwei Systeme, das Kontokorrentsystem, wo Geld entsteht und wieder vergeht und als zweites, das Darlehensystem wo dieses Geld lediglich weiter verliehen wird. Das Darlehenssystem kann sich durch mehrere private oder auch öffentliche Darlehensinstitute zusammensetzen.

Warum die Trennung der Finanzierung der Produktion von der Finanzierung der Betriebsausrüstung?

Die Produktion ist serielle Arbeitsteilung: Rohstoffunternehmen gibt seine Erzeugnisse an Zwischenproduktunternehmen und letzteres gibt seine Produkte an die Endunternehmen, welche ihre Erzeugnisse nun als Endprodukte verkaufen. Hier wandert ein “Werkstück” von Betrieb zu Betrieb.

Endprodukte sind entweder Konsumgüter oder Investitionsgüter. Die Investitionsgüter sind also, wie die Konsumgüter in serieller Arbeitsteilung entstanden. Alle Gehälter, die notwendig waren, das Investitionsgut herzustellen sind ausbezahlt worden. Nur kaufen diese Gehälter praktisch nur Konsumgüter und so gut wie keine Investitionsgüter. So gäbe es mehr Geld als vorhandene Konsumgüter. Wenn aber bereits vorher, während die Produktion noch nicht beendet ist, die Unternehmen ihre Kontokorrentkonten überziehen um in Raten Investitions-Darlehensguthaben zu kaufen oder um Investitions-Darlehen in Raten zu tilgen, dann sind die Kosten für die Betriebsausrüstung bereits in den Preisen der Konsumgüter enthalten. Die Unternehmen (so sollte es sein) geben sich also gegenseitig Darlehen um ihre Betriebsausrüstungen zu erhalten und zu erweitern. Das ist mutuale Arbeitsteilung. Hier gehen fertige Investitions-Endprodukte an die Betriebe und bleiben dort, bis sie der Verschleiß aufgefressen hat.

Einmal haben wir eine serielle Arbeitsteilung und einmal éine mutuale. Diese Unterscheidung wird heute nicht gemacht und ist damals wohl auch Keynes nicht in den Sinn gekommen.

Es gibt kein krisenfreies Geldsystem. Jedes Geldsystem erlaubt Ungleichheiten. Das führt zu Machtkonzentrationen und diese – wenn es keine ausreichend starke Umverteilungsmechanismen gibt – letztendlich zu Krisen.

Das stimmt: (Einkommens-)Gerechtigkeit kann auch ein noch so perfektes, neues Geldsystem nicht schaffen. Der gerechte Preis ist eine andere Frage.

Was aber mit einem verbesserten Geldsystem erreicht werden kann, ist die positive Rückkopplung des bisherigen Systems auszuschalten. Das bedeutet, dass die Unternehmen andere nicht mehr verschulden dürfen, als sie vorher verschuldet waren, was nichts anders heißt als: *Unternehmen dürfen im Kontokorrentsystem keine Gewinne erzielen! Deshalb dürfen in meinem Modell, die Unternehmenskonten nie über Null stehen.
nix mehr G-W-G’ dafür aber:

KK-Schulden–Produktion–KK-Tilgung
und parallel dazu:
entweder Darlehensschulden oder Darlehensguthaben.

Die Gewinne der Unternehmen erscheinen als Darlehensguthaben und sind in der Summe mit den Darlehensschulden gleich Null. Volkswirtschaftlich gesehen erscheinen die Unternehmensgewinne am Ende als Realkapital. Fabriken, Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude etc.

Carlos Manoso Oktober 21, 2013 um 15:20

@ Linus Oktober 18, 2013 um 20:03
„Von den Nachdenkseiten:
http://www.misesde.org/?p=6188“

„Kurz: der Staat ist eine gigantische Räuberbande, erpicht auf die Maximierung seiner Beute. Und die Intelligenz der Politiker besteht darin, diese Tatsache ideologisch zu verschleiern – wobei man sich der Hilfe der “Intellektuellen” versichert – und ihre Räuberei als “soziale” Wohltat zu verbrämen, indem man an das scheinbar unausrottbare Neidgefühl der Wählermassen appelliert und verspricht, diese an der Beute zu beteiligen; und darin, diese Beute dann, nach der Wahl (die Mencken treffend als Voraus-Aktion gestohlener Güter bezeichnet hat) tatsächlich so geschickt zu verteilen, dass die Wähler auch zukünftig bei der Stange bleiben. Die Intelligenz von Politikern ist also die Intelligenz von moralisch skrupellosen Demagogen und gerissenen Gaunern, und deshalb geht von ihnen und ihrem Schmarotzertum eine unvergleichlich viel größere Gefahr für alle Produzenten aus als von der intellektuell unterprivilegierten schmarotzenden Unterklasse.“
http://www.misesde.org/?p=6188

Linus, illusionslos betrachtet war die „Linke“ historisch gesehen nichts weiter als der gelähmte „linke Flügel des Liberalismus“.
https://www.google.de/search?client=opera&q=robert+kurz+schwarzbuch+kapitalismus+pdf&sourceid=opera&ie=UTF-8&oe=UTF-

In der Frühzeit des Systems des Kapitals zeigte sich die strukturelle Polarität zwischen Markt und Staat historisch als Gegensatz zwischen Liberalismus und Absolutismus. Im Laufe des 19. Jhdts. besetzte der Liberalismus BEIDE Pole. Dazu benötigte der Liberalismus identitätsstiftende Konstruktionen, die NATIONALÖKONOMIE und NATIONALSTAAT zusammenzwang. Diese identitätsstiftende Konstruktion war der NATIONALISMUS / PATRIOTISMUS, mittels dem Knechtsgefühle von liberalen Ideologen und Funktionsträger emotional und sozialpsychologisch aufgeladen werden konnten.

Eric J Hobsbawm beschrieb in „Sozialrebellen. Archaische Sozialbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert „ den Jahrhunderte dauernden Kampf der europäischen Sozialrebellen gegen Absolutismus und bürgerliche Modernisierungsmaschine gleichermaßen, dessen historische Spitze den Namen „Französische Revolution“ bekam. Angesichts der historischen Schwäche der Sozialrevolten gelang es dem liberalen Bürgertum, die niedrigsten Instinkte und die demoralisierenden Elemente dieser sozialen Bewegungen zu instrumentalisieren und speziell in Deutschland gelang es dem “liberalen Bürgertum”, die Juden zu Sündenböcken der sozialen Katastrophen zu stempeln und angefachte antisemitische Progrome als „Blitzableiter“ zu benutzen.

Carlos Manoso Oktober 21, 2013 um 15:37

@enrico Oktober 21, 2013 um 10:19
„Beides lebt von der falschen Vorstellung, Geld sei dinglicher Natur.
Ich meine ein öffentliches Kontokorrentsystem. Eine Institution, die viele Girokonten verwaltet. Ausgangslage ist Saldo Null bei allen Konten. Es gibt Konten für die Unternehmen, für die Haushalte, für die Gebietskörperschaften, für die Finanzinstitute und eines für den Aussenhandel-Clearing.
Die Salden der Konten der Unternehmen können nie über Null steigen*

Enrico, deine Idee, das totalitäre System des Weltkapitals mittels eines „neuen Geldsystems“ überwinden zu können, ist ein onanistisches Glasperlenspielchen, das z.B allein schon deshalb nicht funktionieren wird, da das System des Weltkapitals längst dabei ist, selbst das Geld selbst abzuschaffen, selbst zwangsläufig total (zu entwerten.

Marc Oktober 21, 2013 um 16:20

@enrico

Ich hätte gern ein Konto bei deinem Kontokorrentsystem. Weshalb? Ich kann es soviel überziehen, wie ich möchte. Ich wäre auf einen Schlag unendlich reich!

Bei deinem Kontokorrentsystem erfolg die Geldschöpfung durch Überziehung. Geld wird vernichtet, wenn ein positives Konto an ein negatives Geld transferiert. Das ist zwar ein Abrechnungssystem, aber kein wirkliches Geld. Wieso? Es gibt keine Grenzen, kein Tilgungstermin wie beim Kredit oder physische Begrenzung wie beim Goldstandard oder virtuell wie bei Bitcoins.

Geld ist mehr als ein pures Abrechnungssystem. Geld ist werthaltig und muss daher immer knapp sein.

Eagon Oktober 21, 2013 um 16:55

Deutschland konkurriert angeblich nicht mit dem Niedriglohnsektor auf dem Weltmarkt.

Aber die Facharbeiterelite geht Pizza, Döner, …essen usw.

Wohl bekomms!

enrico Oktober 21, 2013 um 17:04

@Marc

Das ist zwar ein Abrechnungssystem, aber kein wirkliches Geld. Wieso? Es gibt keine Grenzen, kein Tilgungstermin wie beim Kredit oder physische Begrenzung wie beim Goldstandard oder virtuell wie bei Bitcoins.

Natürlich gibt es Grenzen: das Überziehungslimit (das habe ich erwähnt) Und auch einen impliziten Tilgungstermin, dieser ergibt sich durch einen vereinbarten Mindestumsatz pro vereinbarter Zeiteinheit (das habe ich nicht erwähnt). Im Prinzip so, wie heute bei Kontokorrentkrediten auch verfahren wird.

Also nix mit reich werden, wenn du dein Konto überziehst hast du auch dementsprechend Schulden. Reich wird vielleicht nur derjenige, von dem du kaufst.

Aber wie verhält es sich bei “physischem Geld”? Dafür ein vereinfachtes Modell: Nehmen wir an, eine VW besteht aus 100 Wirtschaftssubjekten. Jedes bekommt nun –sagen wir– 100 gleich große Goldstücke. Dann hat jeder somit 100 von insgesamt 100 x 100 = 10 000 Goldstücken. Gibt nun der eine einem anderen 20 GS, dann verbleiben ihm 80GS und der andere hat nun 120 GS. Erst jetzt ist in diesem System Geld entstanden, nämlich genau 20 in GS nominierte Geldeinheiten. Vorher, als noch alles gleichmäßig verteilt war, gab es überhaupt kein Geld, sondern nur Zahlungsmittel. Die 100GS pro WiSu entsprechen nämlich nichts anderem als dem, was in einem KK-System der Überziehungsrahmen ist. Anders ist bei “physischem Geld” dabei allerdings, dass dieser Überziehungsrahmen samt Kollateral frei übertragen werden kann. Die Goldstücke sind also gleichzeitig Überziehungsrahmen und Pfand (da man Gold auch für andere Dinge gebrauchen kann). Klar könnte man auch sagen, man würde dabei etwas gegen Gold tauschen. Das stimmt aber nicht ganz, denn würde sich der Preis für Gold als reiner Rohstoffpreis, und nicht auch noch als Schuldentilgungspreis zeigen, dann wäre er um ein vielfaches niedriger. Mit “physischem Geld” kreiert man also mithin ein künstliches Pfand.

Gut, das ist natürlich alles eine Frage der Definition von Geld. Ich definiere es so: Geld ist das Gegenstück zu den, in Geldeinheiten nominierten, Kreditschulden.

enrico Oktober 21, 2013 um 17:12

@Carlos Manoso

Enrico, deine Idee, das totalitäre System des Weltkapitals mittels eines „neuen Geldsystems“ überwinden zu können, ist ein onanistisches Glasperlenspielchen, das z.B allein schon deshalb nicht funktionieren wird, da das System des Weltkapitals längst dabei ist, selbst das Geld selbst abzuschaffen, selbst zwangsläufig total (zu entwerten.

Das mag sein. Mir geht es nicht mehr darum gegen das Weltkapital anzustinken, sondern nur noch um sagen zu können: Schaut so und so würde es funktionieren und wegen dem und dem funktioniert es heute nicht so, wie es sich die Mehrheit der Menschen wünscht. Funktionierten tut das heutige System schon, aber eben nicht für die Mehrheit und somit leider nur für eine immer kleiner werdende Elite.

wowy Oktober 21, 2013 um 17:37
Soldat Schwejk Oktober 21, 2013 um 18:18

@ holger Oktober 20, 2013 um 11:36

–> Cash-Flow-Tax

Ewiges Thema :-) Die Idee hat ja wahrscheinlich was für sich, aber jetzt geh mal nicht so ingenieurtechnisch ran… Du kannst die Maschine nicht einfach austauschen. Unter welchen Bedingungen sollte das politisch möglich sein, einfach so das ganze Steuer- und Abgabensystem umzukippen?

Der Weg, auf dem es sich prinzipiell durchsetzen könnte, wäre: Erst mal in der Öffentlichkeit überhaupt die Idee promoten – und eingeführt werden könnte es dann nicht auf einen Schlag, sondern zunächst eine kleine Cash-Flow-Tax NEBEN dem bestehenden Steuer- und Abgabensystem. Dann würde sich nach einem Versuch-und-Irrtum-Verfahren zeigen, wie es finanztechnisch geht und wie nicht, und welche Ausweichbewegungen es dennoch gibt. Und wie das Aufkommen tatsächlich ist, je nach Abgabesatz. Ein zweiter und dritter Schritt wäre dann die allmähliche Ersetzung der herkömmlichen Abgabearten durch solch ein staatliches Transaktions-Aufgeld. Nicht unaufhaltsam… und natürlich gegen Widerstände. Zeitrahmen, hui, spekuliert: Einige Jahrzehnte. Und es bringt m.E. wenig, ein Modell mit einem solchen Zeithorizont gegen aktuelle, schnell durchsetzbare kleinere Verbesserungen ins Feld zu führen.

–> “Strukturarme Regionen müssen mehr Kaufkraft erhalten. Und dies geht nur, indem ich dort die Steuer und Abgabenbelastung reduziere.”

Wichtiges und wenig beachtetes Thema. Wie geht die Politik mit dem zunehmenden Entwicklungsgefälle um? In der klassischen Moderne gab es ja sozusagen das Staatsziel der Herstellung zumindest ähnlicher Lebensverhältnisse im Staatsgebiet. Inzwischen scheint die Politik da aber vor den divergierenden Entwicklungen zu kapitulieren. Das Ergebnis, wenn es so weiterläuft, wären übervölkerte Metropolregionen, wo sich die Finanzströme einer transnationalen Ökonomie kanalisieren… und abgehängte periphere Räume, in denen alles zerfällt und schrumpft.

Man kann im Osten und auch mancherorts in Osteuropa besichtigen, was nicht funktioniert. Etwa die ganzen Versuche mit Sonderwirtschaftszonen & abgesenkter Körperschaftssteuer haben m.W. nur zu Steuervermeidungsmodellen, verzerrten Transferpreisen etc. geführt, zu kurzen Scheinblüten, “take the money & run…” Die massenhafte Subventionierung in Ostdeutschland dagegen hat eine völlige Anreizverzerrung bewirkt: Vielerorts wird ohne Subvention gar nicht mehr investiert, und Regionalpolitiker päppeln mit Fördergeldern alles Mögliche hoch, was ihnen gerade einfällt… später geht es dann wieder pleite… das DVD-Werk in Dassow (MeVo) sogar gleich zweimal. Außerdem ist es ein ruinöser Subventionswettlauf zwischen einzelnen Ländern und sogar Städten, das geht schon los mit der konkurrierenden Abgabe von Gewerbeflächen für’n Appel und n’ Ei, weit unter Verkehrswert…

Insofern ist das schon kein verkehrter Gedanke, es stattdessen z.B. über unterschiedliche Sozialabgaben je nach BIP/Kopf oder Zu-/Abwanderungssaldo zu versuchen. Aussichtsreicher vielleicht als die oben skizzierten Wege. Nu aber wieder die politische Seite: In unserem föderalen System dürfte es nicht durchsetzbar sein, wenn das zu einer Umverteilung der Abgabenlast zwischen den Bundesländern führt. Was wird der Bayer sagen, wenn er außer über den Länderfinanzausgleich auch noch über unterschiedliche Abgabenlast an das Ex-Zonenrandgebiet und an Prekärpreußen abdrücken soll?

Also wäre es vielleicht aussichtsreicher, solche Überlegungen für eine Umverteilung der Abgabenlast innerhalb einzelner Länder anzustellen. Also daß in Brandenburg etwa die Abgaben im Speckgürtel um Berlin höher sind, in der Prignitz und der Uckermark aber geringer. Dann haste Deinen Flickenteppich erst mal innerhalb einzelner Länder. Aber daß da in Sachen Regionalentwicklung ganz grundsätzlich neue Erwägungen angestellt werden sollten, das sehe ich auch so.

Ob es nun sinnvoll ist, solche Überlegungen gleich direkt an eine Cash-Flow-Tax zu koppeln… oder die Cash-Flow-Tax sogar gerade im Zusammenhang mit einem Ausgleich des Regionalgefälles zum Thema zu machen… kann ich jetzt schwer beurteilen. Einiges ist sicher möglich, nur sollte man wie gesagt nicht so rangehen: Jetzt hab ich in Gedanken die eierlegende Wollmilchsau des Steuer- und Abgabensystems gefunden, mit der binnen kurzem der ganze Laden umgestülpt werden kann…

Wenn Du all solche Ideen etwa mit ostdeutschen Linkspolitikern (in meinem kürzlichen Schema: denen oben rechts) diskutieren würdest… also ich kann mir vorstellen, daß die das gar nicht so uninteressant fänden… Nur solltest Du es vermeiden, zwischendurch immer Bemerkungen zum “Allü” und so zu machen. :-)

holger Oktober 21, 2013 um 19:36

Soldat 18:18 uiuiui what a Number :D

—>>> Ewiges Thema :-) Die Idee hat ja wahrscheinlich was für sich, aber jetzt geh mal nicht so ingenieurtechnisch ran… Du kannst die Maschine nicht einfach austauschen. Unter welchen Bedingungen sollte das politisch möglich sein, einfach so das ganze Steuer- und Abgabensystem umzukippen?

Natürlich kann ich die Maschine einfach austauschen… Dampfmaschine wird durch Turbo-Prop oder Jet ausgetauscht. :D

—>>>Der Weg, auf dem es sich prinzipiell durchsetzen könnte, wäre: Erst mal in der Öffentlichkeit überhaupt die Idee promoten – und eingeführt werden könnte es dann nicht auf einen Schlag, sondern zunächst eine kleine Cash-Flow-Tax NEBEN dem bestehenden Steuer- und Abgabensystem. Dann würde sich nach einem Versuch-und-Irrtum-Verfahren zeigen, wie es finanztechnisch geht und wie nicht, und welche Ausweichbewegungen es dennoch gibt.

Und genau das wird mit einem kleinem zaghaften Versuch nicht funktionieren. Entweder tausche ich die Engine aus, oder lasse es einfach sein.

Der Versuch an ein Strahltriebwerk nen Propeller basteln zu wollen iss rausgeschmissene Liebesmüh.

—>>> Unter welchen Bedingungen sollte das politisch möglich sein, einfach so das ganze Steuer- und Abgabensystem umzukippen?”

Das werden wir sehen, wie das Ad Hoc gehen wird ;) die technischen Möglichkeiten sind gegeben. HFT funktioniert ja auch.

—>>> Das Ergebnis, wenn es so weiterläuft, wären übervölkerte Metropolregionen, wo sich die Finanzströme einer transnationalen Ökonomie kanalisieren… und abgehängte periphere Räume, in denen alles zerfällt und schrumpft.”

Hab ich ja oben beschrieben, aber ja nicht nur ich. Es wird bald keine Staaten mehr geben, sondern nur noch Regionen die Weltweit vernetzt sind. Wer außerhalb wohnt, wie zB im Sauerland iss gekniffen ;)

—>>>Also wäre es vielleicht aussichtsreicher, solche Überlegungen für eine Umverteilung der Abgabenlast innerhalb einzelner Länder anzustellen.”

Yep… darüber gibts ja auch schon Studien.

—>>>Ob es nun sinnvoll ist, solche Überlegungen gleich direkt an eine Cash-Flow-Tax zu koppeln… oder die Cash-Flow-Tax sogar gerade im Zusammenhang mit einem Ausgleich des Regionalgefälles zum Thema zu machen… kann ich jetzt schwer beurteilen.”

Ist auch schwierig. Aber was will man machen? Vor dem Fliegen im Flugzeug, wusste man auch nix.

—>>>Wenn Du all solche Ideen etwa mit ostdeutschen Linkspolitikern (in meinem kürzlichen Schema: denen oben rechts) diskutieren würdest… also ich kann mir vorstellen, daß die das gar nicht so uninteressant fänden… Nur solltest Du es vermeiden, zwischendurch immer Bemerkungen zum “Allü” und so zu machen.”

Danke Schön :D aber ich habe vollste und strengste Vorurteile, was Teile dieses Primaten Typs betrifft. Nü

Ich will nicht alle über den Kamm scheren, aber ich habe zu 90% keine guten Erfahrungen gemacht. Gerade so von mir Thüringen Richtung Dresdner Ecke… bis hoch zu den Spreewaldgurken.

Nein… Du glaubst doch wohl nicht, dass sich ein vollblut “Ossi” sich was erklären lässt oder?

holger Oktober 21, 2013 um 19:42

Soldat habe ich vergessen

—>>> Was wird der Bayer sagen, wenn er außer über den Länderfinanzausgleich auch noch über unterschiedliche Abgabenlast an das Ex-Zonenrandgebiet und an Prekärpreußen abdrücken soll?”

Der merkt das doch gar nicht. Der geht Einkaufen wie zuvor, und was mit der Tax passiert, kann ihm ja egal sein.

Ein Wurstbaron Uli H. würde sich so ein System ja wünschen.

Denn er verkauft ja Überregional seine Würstl. Und kann nebenbei sogar inner CH Zocken, bis der Blutdruck ihn dahin rafft :D

Gekis Oktober 21, 2013 um 21:48

… so isses!

“Wenn aber die Einkommenserwartungen der Masse der Menschen nicht mehr wie in früheren Zyklen grundsätzlich positiv sind, kann sich die Geldpolitik auf den Kopf stellen (was sie weltweit auch tut), und es kommt doch kein richtiger Aufschwung zustande. Die schlechten Einkommenserwartungen sind das eigentliche Problem, nicht die unbestreitbare Tatsache, dass die Geldpolitik mit zur Blasenbildung beiträgt, wenn Rezession vorherrscht und die potenziellen Investoren in Sachkapital sich nicht aus der Deckung trauen dank schwachen Konsums.”

http://www.flassbeck-economics.de/stephen-roach-ueber-die-ungerechte-amerikanische-geldpolitik/

Gekis Oktober 21, 2013 um 22:36

… oha, ich ich vergaß diese Mitteilung, Ding – Geld hat was, aber nur mit schöner Musik. ;-P GEMA fort!

https://www.youtube.com/watch?v=iTBODoBaCns

holger Oktober 21, 2013 um 22:48

Gekis

ja, da hat Flassbeck recht…

Soll mir doch mal der Herr Lübberding erklären woher denn der Mindestlohn FLÄCHENDECKEND Regional bedingt denn nun her kommt.

Da legt er sich nämlich lieber schlafen, als darüber Nach ZU Denken. Oder tippselt Frühkritiken über Tebartzius…

—>>> “wenn Rezession vorherrscht und die potenziellen Investoren in Sachkapital sich nicht aus der Deckung trauen dank schwachen Konsums.”

Sie können doch gar nicht Investieren, das vergisst Flassbeck, denn warum soll ich in das MINUS Investieren?

Warum soll ich als Investor denn in eine Region oder in was auch immer Investieren, wenn ich doch gar keinen Absatz für die Investition finde?

Und diese Spirale wird sich immer weiter drehen.

Dh wenn die Investoren in die Realität nicht mehr investieren, Regionalbedingt, dann häuft sich der Berg der möglichen Investitionen immer weiter an. Durch Fed EZB oder wer auch immer.

Aber ob ein Milliardär nun 50 oder 100 Milliarden auf dem Kontoauszug hat, juckt doch keinen.

Der könnte auch 200 oder 1000 Milliarden haben. Ergibt es für ihn keinen Sinn zu investieren, dann investiert der nicht.

Er hat grundsätzlich nichts zu verschenken. Egal wie viel er hat. Bevor der 100 Milliarden oder 10% verschenkt, stirbt der lieber. Iss so.

Es geht da nicht um das Geld, es geht um das PRINZIP

Mir gebbet NIX, wenn nicht alles Invest innerhalb von 3 Jahren wieder im Säckel ist. Plus Recht auf Eigentum.

Ich habs schon mal gesagt, ich kennen schwer “REICHE” Leute…

Die Pissen uff den Schneeball und saugen ihn aus.

Frankie Bernankie Oktober 21, 2013 um 22:51

@soldaz schweijk

“Was wird der Bayer sagen, wenn er außer über den Länderfinanzausgleich auch noch über unterschiedliche Abgabenlast an das Ex-Zonenrandgebiet und an Prekärpreußen abdrücken soll?”

Zunächst mal gibt es auch in Bayern durchaus den Wunsch für unterschiedliche Abgabensätze , aber wohl etwas anders als Du und holger sich das vorstellen:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.steuern-sparen-seehofer-und-soeder-planen-steuerparadies-bayern.744c3911-52e6-4bed-95d2-856eac9f1ca9.html

“Also wäre es vielleicht aussichtsreicher, solche Überlegungen für eine Umverteilung der Abgabenlast innerhalb einzelner Länder anzustellen.”

So was gibts doch schon lange: kommunaler Finanzausgleich nennt sich sowas in Bayern, den gibts sicher auch in anderen Bundesländern. Zudem fallen auch solche Steuersubventionen wie die Pendlerpauschale unter diese Ausgleichmasnahmen. Dei ermöglicht schliesslich den Menschen, den höheren Mieten in den Ballungsräumen subventioniert auszuweichen.

Gekis Oktober 21, 2013 um 22:56

Ps.
STEPHAN SCHULMEISTER kann die ganze Schose, in der wir seit 40 Jahren stecken sehr schön verdeutlichen – très bien.

https://www.youtube.com/watch?v=_cc0qQiRjRs

holger Oktober 21, 2013 um 23:00

Frankie Yellen

mein Prinzip beruht darauf, die einzelnen Regionen zu stärken, um weniger Flüchtlinge aufnehmen zu müssen.

Aber der Speckgürtel Monaco wird ja auch noch sich hinter den Chiemsee Richtung Passau ausweiten.

Mal sehen was der Huber Max dazu meint :D

"ruby" Oktober 21, 2013 um 23:07

@ Gekis + Holger

Der Schulden=Vermögensbestand gewonnen aus Finanzinvestitionen ist das Papier, den Saldenausdruck nicht wert, wenn keine Möglichkeit der Realisierung besteht. Es ist schlicht Illusion.
Aktiva des Anlagevermögens sind nur im Einsatz ihrer Nutzung oder Weiterveräußerung in der Lage Einnahmen aus Preiskalkulationen durch Umsätze zu erzielen – und verzehrenverbrauchen reale Stoffe durch verschieben in das fiktive Umlaufvermögen. Ist das unrealistich bleibt nur Wertberichtigung/Abschreibung.
Das steht den Banken und Finanziers mit ihren Portfolios gnadenlos bevor. Haben die richtig Angst vor und das Eigenkapitaldeckungsgeplänkel der Bankenunion (Stresstests) ist eine echte Karnevalsnummer.
;-)

holger Oktober 21, 2013 um 23:08

Frankie Yellen

übrigens hat mein Prinzip gar nix dagegen, dass sich die Schönen und Reichen im P1 die Hucke voll saufen und am Tegernsee ein Händl mit Radi und Brezn nach dem zweiten futtern.

Jeder Transaktion wird mit einer Tax belegt, egal wo.

:D

Gekis Oktober 21, 2013 um 23:23

@ruby
“Anders als viele Ökonomen unterstellen, findet Wirtschaft nicht in einem Machtvakuum statt. Es ist vielmehr der Kampf um wirtschaftliche Macht, der die tägliche Auseinandersetzung auf den Märkten dieser Welt prägt. Dabei geht es nicht nur um Ressourcen im engeren Sinne von Rohstoffen, sondern auch um die Ressourcen Wissen, Technologie und um die Art und Weise, wie diese miteinander kombiniert werden.
Heiner Flassbeck erläutert in seinem Vortrag, wie der Besitz von Ressourcen die wirtschaftlichen Verhältnisse ändert und wie Entwicklungsländer und Industrieländer mit ihren jeweiligen Mitteln um die Dominanz der Märkte kämpfen. Er beschreibt die Bedeutung der Finanzmärkte in dieser Auseinandersetzung und weist auf die entscheidende Rolle, die dem Wissen um neue und effizientere Technologien zukommt, hin. Und er fordert eine bessere Verteilung der Macht durch eine systematische Beteiligung aller Bürger am gemeinsam erzielten Einkommen, so dass die Unternehmen gezwungen sind, ihre Macht immer wieder zur Disposition zu stellen.” Heiner Flassbeck

http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta130929.php

Bruchmüller Oktober 21, 2013 um 23:32

@ Holger

Hier wurde gerade der “Ostsächsische Papierkorb” in “Dresdens Letzte Ecke” umbenannt. Der Vorrat (Papier) reicht nur noch für wenige Stunden.

Die Idee einer Steuer über alle Transaktionen ist ganz sicher einer der Bausteine für die Zukunft, und ich nehme an, dass sie sich durchsetzen wird. Die Frage ist, Baustein in wessen Händen. Die
Abschaffung des Bargeldes als Voraussetzung ist gewiss schon im
Stadium der Planung.

Nebenbei wäre es als Thema eine lohnende Erweiterung der Bloghorizonte. Viele Blogs sind einfach nur Keisverkehr, hecheln hinter den scheinbaren Aktualitäten und gleichen oft einem Wochenmarkt für Resignation.

"ruby" Oktober 21, 2013 um 23:41

@ Gekis + enrico

Zaubereien:

Zwischen Konsum und Investition gibt es Bildung/Wissensvermittlung. Die vollständigen Kosten der Bildungseinrichtungen gesammelt und in Geldeinheiten als Ausbildungszertifikate (Kupons) den Absolventen ausgehändigt, die ihre Arbeitgeber nutzungsverwendet steuerlich geltend machen können, schöpft der Ausbildungsträger als Umsatzzahlungen an die Ausbildungseinrichtungen. Kontensystem doppischer Buchhaltung stellt das Rechnungswesen zur Finanzierung des europäischen Menschenkapitals Wissen zur Stofftransformation für gute Lebensverhältnisse, auf dem neuesten technischen Stand.
;-)
So fucking easy !

Gekis Oktober 22, 2013 um 00:07

@”ruby”
Frei nach – Ernst Mägerlein: “Hätten sie es gewusst”
“Geld ist die Verkörperung eines Güteranspruchs, der dadurch entstanden ist, dass jemand etwas geleistet, die Gegenleistung aber noch nicht erhalten hat”

Alferd Lansburgh ( Agentarius – Vom Gelde)
1872 – 1937

Soldat Schwejk Oktober 22, 2013 um 00:39

@ Frankie Bernankie (noch)

Ja, diese Art von Regionalisierung (Seehofer & Söder) würde nun genau das Gegenteil bewirken. Die Cluster werden noch stärker, der Zuzug in die Boom-Regionen nimmt zu. Irgendwann könnte Oberbayern sich dann mit Katalonien, Veneto, der Lombardei, London & Südengland etc. zusammenschließen. Wie soll der Staat dann heißen? Jedenfalls sollte er am besten auch gleich eine eigene Währung einführen.

In Moskau gibt es schon lange ein eigenes Aufenthaltsrecht, sozusagen die Vorstufe zu einer eigenen Staatsbürgerschaft… In China gibt (gab?) es ja das Hukou-System. Sowas in der Art würden wir dann früher oder später auch innerhalb der europäischen Staaten kriegen.

Der kommunale Finanzausgleich ist gewiß eine sinnvolle Sache, insofern er die Finanzkraft der Gebietskörperschaften etwas ausgleicht. Ich meinte aber noch was anderes. Durch regional unterschiedliche Höhe individueller Steuern & Abgaben wird zusätzliche Kaufkraft in depressiven Regionen erzeugt, in Boom-Regionen dagegen Kaufkraft abgeschöpft. Ist nur so’ne Idee, muß hier doch auch mal sein…

Der Teufel steckt natürlich im Detail, und rechtlich ist es in mancher Hinsicht sicher alles andere als einfach. Aber die Frage war, wie der divergierenden regionalen Entwicklung entgegengewirkt werden kann. Ist ja ein gesamteuropäisches Problem. Die Subventionen & Steuersubventionen für Unternehmensansiedlungen haben da wenig bewirkt, ziemliche Mittel verschlungen und große Fehlanreize gesetzt. Warum nicht mal in eine ganz andere Richtung denken?

Die Pendlerpauschale ist wohl eine zweischneidige Sache. Sicher, wie Du schreibst, kann sie den Aufwärtsdruck bei Mieten in Ballungsräumen verringern. Aber letzten Endes ist es ja nur Symptombekämpfung mit dem durchaus unerfreulichen Nebeneffekt einer größeren Verkehrsdichte und deutlich größerem Zeitaufwand für die Leute, die das machen (müssen). Auch gibt es genug Fälle, wo sie nicht im Sinne des Erfinders wirkt, sondern genau gegenteilig. In Berlin etwa gibt es zwar 180.000 Einpendler aus Brandenburg, aber auch 70.000 Auspendler nach Brandenburg. Vermutlich weil es hier so cool ist und die ganze Nacht über was zu saufen gibt…

@ holger

Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn würde übrigens genau solche Sachen verhindern wie das EuGH-Urteil gegen Euer niedersächsisches Vergabegesetz, gegen das so ein Auftragnehmer mit Sub und Sub geklagt hatte…

http://www.infopoint-europa.de/aktuell/beitragsarchiv/143-eugh-urteil-zum-nds-vergabegesetz

Marc Oktober 22, 2013 um 00:53

@Gekis

Das ist aber nur eine Facette, die des Geldempfängers. Aus Sicht des Geldgebenden ist es eine Entschuldung. Dann gibt es noch Gläubiger und Schuldner, wobei letzterem der Tilgungstermin im Nacken sitzt, Finanzamt und Steuerzahler, …

@enrico

Es gibt bei deinem Kontokorrentsystem ein Limit. Ist das für alle gleich? Wer legt es fest? Die Geldmengensteuerung ist heikel, ist sie zu starr, erwürgt sie die Wirtschaft, ist sie zu locker, bilden sich Blasen und Inflation. Ich sehe nicht, dass dein System stabiler oder krisenfester wäre als das bestehende. Im Übrigen hat das Fiat-Geldsystem einen genialen Mechanismus zur Geldmengensteuerung: dezentrale Geldschöpfung mit einem lockeren, zentralen Steuerungsmechanismus.

Die Suche nach einem krisenfreien Geldsystem ist ohnehin sinnlos, denn eine Marktwirtschaft benötigt ein krisenhaftes Geldsystem. Es müssen Wirtschaftsteilnehmer aus dem Spiel genommen werden. Wer das ist, entscheidet sich anhand des Geldsystems. Wer insolvent ist, ist draußen. Nur wenn es eine Krise (=Insolvenz) im Geldsystem gibt, ist eine schöpferische Zerstörung möglich. Klar, die Krise kann aus dem Ruder laufen und ohne schöpferische Komponente auskommen. Das Experiment mit einer Wirtschaft ohne eingebaute Krise im Geldsystem gab es schon, es nannte sich Sozialismus.

Keynesianer Oktober 22, 2013 um 08:16

@Marc

Die Suche nach einem krisenfreien Geldsystem ist ohnehin sinnlos, denn eine Marktwirtschaft benötigt ein krisenhaftes Geldsystem. Es müssen Wirtschaftsteilnehmer aus dem Spiel genommen werden. Wer das ist, entscheidet sich anhand des Geldsystems. Wer insolvent ist, ist draußen.

Im Prinzip stimme ich Dir zu. Das Problem ist nur, dass dieses Geldsystem halt gesteuert wird und die einflussreichen Kreise sich dabei nicht an ehrbare Regeln halten. Man kann eben auch Wirtschaftskrisen für andere Zwecke erzeugen, als nur dazu, die Inflation zu verhindern und die Ökonomie effizient zu halten.

So etwa von 1929-33, als die Krise der Spekulation und den Rentiersinteressen diente und dann wieder die letzten dreißig Jahre, als eine gezielt erzeugte Massenarbeitslosigkeit eine Umverteilung der Einkommen und Vermögen zu den obersten 1 und 0,1 Prozent ermöglichte, während die Opfer der Krise zu den Schuldigen der Krise erklärt wurden. Unter Mitwirkung von Politik und Systempresse, Radio, Fernsehen und selbstverständlich der gekauften Politiker.

Wenn wir das die beenden, wird die Menschheit für alle Zeiten in einem Verbrechersystem leben müssen.

Selbstverständlich ist es Käse, von einem Systemfehler zu fabulieren und zu meinen, eine Änderung im Geldsystem würde automatisch zu den besseren Verhältnissen führen. Der Kapitalismus hat generell das Problem, dass eine Handvoll Leute die großen internationalen Konzerne und Banken kontrollieren und dass es fast unvermeidbar die skrupellosesten Gangster sein werden, die so erfolgreich auf den freien Märkten sind, dass sie dann auch noch die Politik und die Medien beherrschen.

Das ist das Problem.

Keynesianer Oktober 22, 2013 um 08:19

Es sollte selbstverständlich heißen:

Unter Mitwirkung von Politik und Systempresse, Radio, Fernsehen und selbstverständlich der gekauften Wirtschaftswissenschaftler.

PS: Die armen Studenten mussten dann auch noch den Kakao saufen, durch den die Banditen die Menschheit gezogen haben.

holger Oktober 22, 2013 um 08:30

Bruchmüller

—>>>Nebenbei wäre es als Thema eine lohnende Erweiterung der Bloghorizonte. Viele Blogs sind einfach nur Keisverkehr, hecheln hinter den scheinbaren Aktualitäten und gleichen oft einem Wochenmarkt für Resignation.”

Yep… das liegt zuweilen an der Denkblockade im Hirn, an altem festhalten zu wollen/müssen. Die Klassenkämpfer kämpfen sich ab, die Hayekschen Keynesianer können nur auf Zitate zurückgreifen. Und somit gibt es immer wieder Grabenkämpfe um Erbsenzählerei. Und ich sage weg mit dem alten Rotz, hinsetzen “neues” denken. Wenn das Ergebnis sich dann mit den alten Dichtern und Denkern in Teilen decken sollte, dann ist das egal. Wir leben jetzt und nicht im Jahre 18schieß mich tod.

Die alten Denker hatten und haben ihre Berechtigung gehabt, es war ihre Zeit, nun haben wir eine andere.

holger Oktober 22, 2013 um 08:59

Soldat

—>>>Durch regional unterschiedliche Höhe individueller Steuern & Abgaben wird zusätzliche Kaufkraft in depressiven Regionen erzeugt, in Boom-Regionen dagegen Kaufkraft abgeschöpft.”

Genau so in der Art meine ich das.

Und das nicht mit hoch komplizierten Verteilschlüsseln oder Erhebung von Grundsteuer Gewerbesteuer etc. sondern einfacher als einfach.

Zu Ausschreibungen möchte ich mich nicht äußern. Ich habe es nicht verstanden, warum der “billigste” den Zuschlag erhält, grob gesagt. Auch die Europäische Variante ist kontraproduktiv.

Was wir nämlich übertreiben ist, es wird sehr viele Lebenszeit für unnützes Zeuchs geopfert.

Man könnte das jetzige ganze Steuer und Abgabensystem von Heute auf Morgen abschalten. Nagut, innerhalb 3 Monate. Und ein komplett anderes Installieren. Das geht heute im Neuzeit Alter viel leichter, als zu Fuggers Zeiten.

Und das auch Europa oder EU-weit.

Dann kann man heute mit elektronischen Landkarten jede Region erfassen. Jede Geldbewegung wird doch auch jetzt schon registriert. SWIFT Abkommen.

Dann noch, wer sich ein wenig mit diesem Steuersystem auskennt, weiß, dass man sich die Bilanz auf Null Gewinn rechnen kann. Das geht ganz einfach.

Bei einer Cash-Flow-Tax ist das nicht mehr möglich. Weil das IST wird immer besteuert.

Was wohl kaum einer weiß ist: Wenn ich investiere, also nur Ausgaben habe, dann ist diese Investition von der MwSt. für mich befreit und ich bekomme sie in einer Umsatzsteuererklärung wieder erstattet. Das gilt aber nur für Unternehmen und nicht für den Privaten.

So was würde weg fallen.

Die MwSt ist Betrug an dem Endkäufer. Nur er trägt die volle Last und das unabhängig wo er wohnt. Das wäre bei einer einzigen Cash-Flow-Tax nicht mehr möglich.

Weil ja nur die Geldbewegung besteuert wird. Unabhängig des Ortes.

Das ginge alles sofort. Und ich wäre diese doofe Belege Sammelei endlich los. Und keine Buchung ohne Beleg würde auch entfallen.

holger Oktober 22, 2013 um 09:31

Soldat

dann nochmal zum MiLo … bei ca. 1.400 Arbeitsstunden im Jahr, beträgt das Brutto sagenhafte 11.900 Ocken/Jahr das ist nach Adam R. unter 1.000 im Monat.

Was will man damit anfangen? Nix… rein realistisch Nix… noch nicht mal Störben ist drin.

Also ein “BGE” (ich mag ja die Bezeichnung nicht, hat sich aber so eingebürgert).

Dieses kann in der EU Neutral gestellt werden. Denn eine Auszahlung des BGE ist ja die Steuereinnahme von Morgen. Das BGE kann auch nur in der EU ausgegeben werden. Also kostet es genau Nix.

Nur zu der Meinung, wer soll das finanzieren? Das BGE ist alles, von Kindergeld bis zu Rente…

Man kann es auch Sondervermögen der EU Bürger nennen.

Dann würden in Bulgarien und Rumänien und ander Orts aber die Korken knallen. Und jetzt zum Bedingungslos. Die Freizügigkeit innerhalb der EU als Arbeitskraft geht nur noch über eine Regionale Greencard. Ja, eine Aufenthaltsgenehmigung innerhalb der EU.

Nicht falsch verstehen, Reisen kann man überall hin wo man will, nur nicht mit seiner Arbeitskraft. Die soll erstmal daheim genutzt werden, die Infrastruktur zu erhalten oder was auch immer.

Das BGE ist abhängig in der Höhe von dem Ausbildungsstatus der Person. Grund BGE ca. 1000 Ocken. Dazu kann man den DQR nehmen

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Qualifikationsrahmen

Jede der 8 Stufen wird mit 150 Ocken mehr BGE belohnt.

Das heißt ein Promovierter erhält insgesamt ein BGE von 2.200 Ocken.

Gerade die KMU würden EU weit davon profitieren, da sie keine Kosten haben für Ausbildung etc.pp. und auch Studierende müssten sich weniger Sorgen machen.

Dh in neuen Theorien muss der Faktor Mensch einfach bedacht werden. Ebenso wie Regionale Unterschiede. Und eben die weiter gehende Automatisation.

enrico Oktober 22, 2013 um 10:43

@Marc

Es gibt bei deinem Kontokorrentsystem ein Limit. Ist das für alle gleich? Wer legt es fest?

Natürlich sind die Limite nicht gleich. Die Unternehmen sind ja sehr verschieden was Beschäftigte und Umsatz betrifft. Das Öffentliche Kontokorrentsystem hat in jeder (europäischen) Region eine Vertretung. Die Verantwortlichen werden von den Bürgern in Regionalwahlen demokratisch gewählt. In den regionalen
Vertretungen werden die Überziehungs-Limite mit den Unternehmen ausgehandelt und vertraglich festgelegt.
Alle Verträge, welche die Überziehungs-Limite betreffen, müssen öffentlich einsehbar sein.

Die Suche nach einem krisenfreien Geldsystem ist ohnehin sinnlos, denn eine Marktwirtschaft benötigt ein krisenhaftes Geldsystem.

“Ein krisenhaftes Geldsystem” Was ist das?
Meine Ente ist “krisenhaft” und bleibt manchmal einfach stehen. Momente, wo man sich ein krisenfreies Auto wünscht. Es gibt Autos die sind krisenhafter und Autos die weniger krisenhaft sind. So wird es auch bei Geldsystemen sein. Alle Autos gehen irgendwann einmal kaputt und trotzdem…

“Krisenfrei” ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck aber allenfalls “bedienungsfreundlicher und kooperationsfördernder”. Das sollte das neue Geldsystem sein. Mehr Transparenz, bessere Kommunikation, bessere Abstimmung von realem Bedarf und Produktion. Dazu sollte es auch beitragen, dass wieder mehr kommunale Betriebe gegründet und erfolgreich betrieben werden können usw.

Ich denke es macht schon Sinn, sich jetzt bereits Gedanken zu machen, wie sich die Leute im Kleinen organisieren können, wenn die wirkliche Krise kommt. Und die kommt gewiss und wohl recht heftig!

wowy Oktober 22, 2013 um 10:49
Think positive Oktober 22, 2013 um 13:10

@wowy

Die zivilisatorische Ordnung löst sich auf. Von „oben“ wird sie ideologisch und gesetzgeberisch „dekonstruiert“, „unten“ und in der Mitte nimmt man es hin.

Den Kern der zivilisatorischen Ordnung bildet die Verfassung, welche die rechtliche Basis der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ und der gesamten Rechtsordnung ist.

Die Notstandsgesetze von 1968 waren der erste große Angriff auf die Verfassung. Damals bildete sich die APO, eine Opposition aufgeklärter, mündiger Bürger, welche die Verfassung verteidigen wollten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferparlamentarische_Opposition

Heute scheint es, als sei in Deutschland kaum jemand bereit, für die Aufrechterhaltung der verfassungsmäßigen Ordnung zu kämpfen.

Zu APO-Zeiten war die Erinnerung an den Niedergang der Weimarer Republik und den Faschismus noch lebendig.

Doch heute stehen die meisten Deutschen den Verfassungsfragen desinteressiert und gleichgültig gegenüber. Und leisten so gut wie gar keinen Widerstand gegen den Verfassungsabbau, auch die sog. „gebildeten Bürger“ nicht.

Möglichweise liegt es daran, dass den Deutschen die freiheitlich-demokratische Verfassung „geschenkt“ wurde. Das ist anders als in Ländern mit bürgerlicher Revolution, wo die Verfassung im Bürgerkrieg erkämpft werden musste.

Deshalb gibt es beispielsweise in der Schweiz ein „bürgerliches Verfassungsbewusstsein“ und in Deutschland nicht. Die Schweizer wissen, was freiheitliche Bürgerrechte für sie bedeuten und welchen Wert diese für ihr Leben besitzen.

Marc Oktober 22, 2013 um 13:18

@Keynesianer

Ob die bestehende Ungleicheit gerechtfertigt ist oder brutale Ausbeutung, ist eine politische Frage. So grausam wie es ist, aber die Umverteilungspolitik von unten, den Leistungsträgern, nach oben, zur römischen Dekadenz, wurde gerade politisch bestätigt.

@enrico

Du möchtest also eine Institution, die Kreditlimits festlegt. Lies mal das hier. Das sind die Konsequenzen, wenn eine Institution die Informationen und somit die Kontrolle über alle Marktteilnehmer haben muss, um “sinnvolle” Limits zu setzen.

Was ist am derzeitigen Geldsystem bedienungsunfreundlich? Jeder weiß doch, was er zu tun hat. Und wieso kooperationsfördernder? Wir haben Globalisierung, mehr Kooperation geht auf unserem kleinen Erdenball nicht.
Okay, das Thema Krise ist meins. Es wäre für mich der einzig denkbare Grund, das Geldsystem zu ändern: wenn es danach keine Finanzkrisen gäbe. Ansonsten ist das Geldsystem genial. Die “Macken”, die es hat, enstehen nicht aus einem Systemfehler, sondern sie sind gewollt.

wowy Oktober 22, 2013 um 14:07

@Think positive
Die Plutokraten sind die neue Kirche. Die Verkaufsshows a la Apple und Co. Ihre Messen. Ablass ist wie immer über Zahlung möglich. Die Hölle ist die Überwachung. Die Architekten der Firmenzentralen sind die neuen Michelangelos, die Architekten der It Infrastruktur die neuen Da Vincis.
Wir erleben die Renaissance der Kirche, der Kirche des Geldes.

Was wir bräuchten wäre eine neue Aufklärung, aber der medial registrierte philosophische Nachwuchs heißt leider Precht.

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 14:10

@Keynesianer
>>> So etwa von 1929-33, als die Krise der Spekulation und den Rentiersinteressen diente und dann wieder die letzten dreißig Jahre, als eine gezielt erzeugte Massenarbeitslosigkeit …

Das hat micht immer bei dir gestört …
Ganz richtig behauptest du immer wieder, die Professoren, Experten, usw. können auch Dummköpfe sein – DA SIND WIR UNS 100% EINIG
Und dann – wie sagt man es: mir nichts, dir nichts – kommt die rigiede Behauptung, dass die Krise nur GEWOLLT WERDEN KÖNNTE
Entscheide dich endlich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
MENSCHLICHE DUMMHEIT
oder
MENSCHLICHE BÖSHEIT

PS
Warum nicht beides! Dann gibts kein Problem mehr !!!!!!
Du befreist dich ganz einfach und elegant von dem Vorwurf: “Verschwörungstheoretiker”

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 14:59

SPON:
Rogofs Rechenfehler
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/excel-panne-von-kenneth-rogoff-das-war-ein-massaker-a-929248.html

Aber natürlich! Die bösen Linken, die ihn persönlich vernichten wollen.
Anstatt zu sagen: Ja, ich bin ein ganz noramler neoliberaler Hochstapler, Ganove und Betrüger, eine geistige Hure der Reichen: Wie Hayek, Mises, Friedman usw usw

Keynesianer Oktober 22, 2013 um 16:30

@Systemfrager

Dem Bernanke ist die Finanzkrise ganz sicher nicht aus Versehen passiert, der versteht sein Geschäft besser als ich und seinen theoretischen Arbeiten konnte ich eigentlich immer voll zustimmen.

Was die Professoren anbelangt, da bin ich mir nicht so sicher. Wenn man die liest, ganz im Gegensatz etwa zu Bernanke, könnte man immer wieder meinen, die wären nur arme Trottel. Obwohl man sich da täuschen kann. Habe kürzlich mal einige Beiträge von der Geheimkonferenz der Friedrich-List-Gesellschaft 1931 gelesen, also die wussten schon, um was es bei der Krise ging.

Aber wie ist es mit Dir? Suchst Du immer noch, wo das Geld vergraben ist, das den Leuten in der Krise plötzlich fehlt, oder hast Du nun verstanden, dass dieses Geld nur fehlt, weil es nicht ausgegeben wurde? Denn die Summe aller Ausgaben ist die Summe aller Einnahmen in der Ökonomie und wenn beides plötzlich sich zum Beispiel halbieren würde, wäre nirgendwo Geld gehortet, nur eben nicht ausgegeben worden. Mit der Konsequenz von Krise und Elend.

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 18:02

1:
Gut … ist bekannt … mit kleinen Umstellungen lässt sich ein Gegensatz beseitigen, es überzeugt aber nicht …
Konkret: Bernanke ist der bewust böser Mensch, der Rest sind haupsächlich Pfeifen … so einfach ist es auch nicht
Naja, dass wir in einer Plutokratie leben, wo die “Bösen” tun und lassen was sie wollen, wer kann dem widersprechen …

2:
>>> Suchst Du immer noch, wo das Geld vergraben ist?
Habe ich das je getan? Nie. Der Nachfragemangel kann nur dann durch Geldhortung enstehen, wenn man im Rahmen des Walras-Modells ist …
Das ist nicht mein Ding. Ich habe nie das vergrabene Geld gesucht … Das ist Stützel und unser Jörg
:)

Carlos Manoso Oktober 22, 2013 um 18:07

@ Systemfrager Oktober 22, 2013 um 14:59
SPON:
Rogofs Rechenfehler
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/excel-panne-von-kenneth-rogoff-das-war-ein-massaker-a-929248.html
Aber natürlich! Die bösen Linken, die ihn persönlich vernichten wollen.
Anstatt zu sagen: Ja, ich bin ein ganz noramler neoliberaler Hochstapler, Ganove und Betrüger, eine geistige Hure der Reichen: Wie Hayek, Mises, Friedman usw usw

Systemfrager, die Kernthese der „geistigen Hure der Reichen“ lässt sich so sozusammenfassen: wenn der Sparzins auf unter 0,5% fällt, die Inflationsrate aber bei 1,6% liegt, muß durch kreditfinanzierten privaten Konsum die Verschuldung immer weiter steigen.

Der Anfang des Beginns einer „Lösung“ wäre eine „Schuldensteuer“ von z.B. 10% für alle Haushalte mit positivem Vermögensstand unter den 39,9 Millionen Privathaushalte in der EU mit (nach zyprischem Vorbild, wie sie Christine Lagarde (IWF) jüngst im. IWF-Finanzreport Fiscal MonitorOct 1013 vorschlug: „„Die Höhe der Steuer muss dazu führen, dass die europäischen Staatsschulden auf das Vorkrisen-Niveau zurückgefahren werden. Das ist zumutbar: Um die Schulden auf den Stand von 2007 zurückzufahren, ist eine Steuer von etwa 10 Prozent für Haushalte mit einem positiven Vermögensstand notwendig.“

Diese „Schuldensteuer“ von 10% (je nach EU-Land auch unter dem Logo „Guthabenzwangsabgabe“) soll in den Schuldendienst an die Banken fließen und würde mittels Beschlagnahme aller Privatguthaben bei Banken die Forderungen der Banken etwas befriedigender befriedigen.

Laut IWF nutzt Deutschland im EU-Vergleich sein Potenzial bei den Staatseinnahmen überhaupt noch nicht aus. Insbesondere belaste die deutsche Mehrwertsteuer und die deutsche Einkommenssteuer die deutschen Bürger vergleichsweise viel zu schwach.
http://blog.markusgaertner.com/2013/10/18/die-wachsende-startrampe-fur-den-kommenden-enteignungs-feldzug/

Andreas Kreuz Oktober 22, 2013 um 18:27

Wetten, dass wir mit Erhöhung der Mehrwertsteuer in Bälde starten?

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 18:59

>>> wenn der Sparzins auf unter 0,5% fällt, die Inflationsrate aber bei 1,6% liegt, muß durch kreditfinanzierten privaten Konsum die Verschuldung immer weiter steigen.
Das stimmt nicht.
Das ist nur eine logisch richtige Schlussfolgerung im Rahmen des Walrasschen Gleichgewichtsmodells, in dem Preis nur aus Kosten besteht: Kapital (materielle Kosten), Löhne und Zins.
Das ist natürlich eine neoliberale Vollidiotie. Die Liberalen davor wussten alle, dass zu dem Preis auch noch Profit gehört. Prinzipiell ist es keine Problem, dass sich das Gleichgewicht bildet – und kein Nachfrageproblem entsteht -, auch wenn Inflation über Zins liegt. Deshalb ist es auch kein Problem, dass Zinsen bezahlt werden – aber dass ist noch eine super-extra-turbo-Vollidiotie.

"ruby" Oktober 22, 2013 um 19:50

@ Gekis Enrico CM Holger und andere

http://freigeldpraktiker.de/weltenaufgang/blog/file_download/52/Briefe+eines+Bankdirektors+an+seinen+Sohn.pdf

Danke für die Psychoanalyse

auditus
gustus
visus
odoratus
tactus

http://mobius.wellesley.edu/detail.php?t=objects&type=browse&f=culture&s=Dutch&record=157

Freude an der Arbeit an sich, dem Gelingen und Nutzen für Menschen ; Erfüllung des Seins ; Vielfalt in Gemeinsamkeit

Auch Ahasver wird geboren und sterben :
Erkenntnis der Endlichkeit

Sind wir soweit?

Denken
Kombinieren
Empfinden
Geniessen
Gestalten
=
Weltformel 5×5

;-)

"ruby" Oktober 22, 2013 um 20:03

@ wowy

sabbert die sau im parlament von Kultur …

Keynesianer Oktober 22, 2013 um 20:32

Hier gerade ganz aktuell zu der Frage, ob die Leute, die Wirtschaftskrisen inszenieren, schlechte Menschen sind:

Well, what would you expect from a person that considers Ayn Rand — with the ugliest psychopathic philosophy the postwar world has produced — one of the great thinkers of the 20th century? A person that even co-edited a book with her — maintaining that unregulated capitalism is a “superlatively moral system”. A person that in his memoirs tries to reduce his admiration for Rand to a youthful indiscretion — but who actually still today seems to be a loyal disciple of Rand’s sickening gobsmacking trash.
https://rwer.wordpress.com/2013/10/21/alan-greenspan-a-bad-economist-and-a-bad-person/#more-13896

Systemfrager Oktober 22, 2013 um 20:49

>>> Ayn Rand
Der Staat ist der Teufel. Die Solidarität ist ein Teufelswerk!
Tja:
Ein langjähriges Lungenkrebsleiden – Gott hat vielleich dafür gesorgt – ließ Ayn auch mit Hilfe des staatlichen Medicare-Programms behandeln, auch war sie auf Gelder aus der Sozialversicherung angewiesen. Dann hat sie die Solidarität nicht abgelehnt.
Ja, die Neoliberalen sind nicht Menschen, die sich teuschen. Es sind einfach gesagt moralisch total verdorbene Menschen. Menschliche Bestien. Hayek usw.

"ruby" Oktober 22, 2013 um 20:56

Alfred Landsburgh

“Docendo discimus: Wer andere belehrt, lernt selbst. Ich will mir über manche Dinge klar werden, indem ich mich zwinge, sie Dir klar zu machen.

Inzwischen hat sich in ganz Europa, und nicht zuletzt in Deutschland, die allgemeine Unkenntnis in Gelddingen furchtbar gerächt. Vom Gelde ausgehend haben soziale Umwälzungen stattgefunden, die sich eines Tages vielleicht noch folgenschwerer erweisen werden als die politischen Veränderungen, die der Weltkrieg hervorgerufen hat. Große Ursachen, kleine Wirkungen: Auch Dein Unglaube ist erschüttert worden. Das Samenkorn meiner Belehrung fällt heute auf empfänglicheren Boden als noch vor zwei Jahren. In einem Deiner letzten Briefe bittest Du mich selbst, ich möchte Dir ein Fensterchen öffnen, durch das Du einen Einblick in den verborgenen Mechanismus des Geldwesens gewinnen könntest. Nun, ich will versuchen, Dir das Fenster so weit aufzutun, dass Du das gewaltige Gebäude des Geldverkehrs vom Fundament bis zum Giebel übersehen kannst. Der Weg soll der altgewohnte sein: In einer Reihe von Briefen werde ich Dich etappenweise durch die Gebiete des Geldes, des Kredits, des Kapitals und des Bankwesens führen, bis Du die großen Zusammenhänge zwischen ihnen erkennst und damit den Ausgangspunkt gewinnst, von dem aus Du durch eigenes Nachdenken den Weg in das Innere der einzelnen Teilprobleme findest.”

http://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1917/imp/kapitel3.htm

Aktuell?

Think positive Oktober 22, 2013 um 21:07

@wowy Oktober 22, 2013 um 14:07
Die Plutokraten sind die neue Kirche. …
Was wir bräuchten wäre eine neue Aufklärung, aber der medial registrierte philosophische Nachwuchs heißt leider Precht.

Sicherlich fehlen progressive und kritische „intellektuelle Leuchttürme“ in den Medien.
Wobei die öffentlich-rechtlichen und privaten Medien „ihre“ Ideologen auswählen, ob Sloterdijk, Precht etc.

Durch das Internet ist es vom technischen Aspekt her sehr viel leichter als z.B. damals zur Zeit der 68-er-APO eine Gegenöffentlichkeit zu bilden. Ich würde auch nicht sagen, dass der Mangel an progressiven und kritischen Intellektuellen das Hauptproblem ist. Sondern es ist der gesellschaftliche Kontext.

Ein Adorno, ein Bourdieu oder ein Werner Hofmann würden heute nicht mehr auf eine Professur berufen werden. Und selbst dann, wenn ein kritischer Intellektueller eine Professur erhält, hat er nicht mehr das geistige und organisatorische Umfeld im institutionalisierten Wissenschaftsbetrieb, um sich entwickeln zu können.

Überhaupt gibt es fast keine institutionalisierte gesellschaftliche Gegenmacht zur „Wirtschaft“ mehr. Sozialdemokratie und Gewerkschaften wollen nicht mehr eine Gegenmacht bilden, ihre Führungen sind längst mit hoch dotierten Posten im Establishment angekommen.

Eine wirkliche Oppositionspartei gibt es nicht. Egal in welcher Partei, das primäre Interesse der BerufspolitikerInnen liegt beim eigenen Aufstieg. Deshalb dominieren überall die „Realos“, ob bei den Grünen oder in der Linkspartei.

Von den „linken“ Parteien oder den Gewerkschaften kommt daher keine kritische Gegenöffentlichkeit.

Auch der Wissenschaftsbetrieb stellt heute keineswegs eine institutionalisierte, gesellschaftliche Gegenöffentlichkeit (mehr) dar. Das war in der Nachkriegsära zur Zeit Adornos et al. noch etwas anders. Das muss hier nicht inhaltlich begründet werden, weil es jedem klar ist, der sich mit den Veränderungsprozessen kritisch befasst hat.

1978 wurde „die tageszeitung (taz)“ als ein linksalternatives, selbstverwaltetes Zeitungsprojekt gegründet. Eine kritisch-oppositionelle Gegenöffentlichkeit stellt die TAZ schon lange nicht mehr dar. Wer als Journalist zu TAZ geht, hofft, dort ein Absprungbrett zu finden, was ihm irgendwann ermöglicht, auf einer festen Stelle beim SPIEGEL, FAZ, ZEIT, ÖR etc. zu landen.

Wenn Journalisten Internetblogs betreiben, dann geht es ihnen vor allem um Casting und erfolgreiche eigene Selbstvermarktung.

Wer im Berufsleben steht, für den ist es karrieregefährdend oder –schädigend, wenn er sich zu weit gesellschaftskritisch exponiert.

Zudem kostet eine kritisch-oppositionelle Positionierung Zeit und erfordert im Sinne der Opportunitätskosten auch den Verzicht auf Geld (= Einkommen aus Erwerbstätigkeit) sowie auf Repräsentanz in den „Systemmedien“. Denn wirklich kritische Leute werden nicht zu Talkshows eingeladen und ihre Texte werden nicht in den privaten Massenmedien veröffentlicht.

Insofern ist das Fehlen einer kritisch-oppositionellen Gegenöffentlichkeit leicht erklärt.

Man müsste Angehöriger einer reichen Familie sein, von dieser unterstützt werden oder entsprechend geerbt haben, um finanziell unabhängig zu sein. So wie z. B. ein Jan Philipp Reemtsma.
http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Philipp_Reemtsma

Oder ein Max Horkheimer, der 1931 die Leitung des Frankfurter Instituts für Sozialforschung erhielt.
„Das Institut für Sozialforschung (IfS) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde 1923 durch eine Stiftung des Kaufmanns und Mäzens Hermann Weil und seines Sohnes Felix Weil gegründet.“ (Wikipedia).

Früher war es durchaus üblich, dass vermögende Familien einem ihrer Kinder eine Selbstverwirklichung und „brotlose“ Karriere im wissenschaftlichen oder künstlerischen Bereich finanzierten.

Aber zum einen ist diese bürgerliche Kulturtradition weitgehend untergegangen, zudem gibt es heute nur noch relativ wenige hochvermögende Familien und drittens fehlt den meisten Sprösslingen das intellektuelle und künstlerische Potential, um zu einer großen Persönlichkeit in Wissenschaft oder Kunst zu werden.

Zwar bietet das Internet vom technischen Aspekt her ein großes Potential, aber es fehlt trotzdem Entwicklung einer progressiven und kritischen Öffentlichkeit.

Wer als abhängig Beschäftigter im Berufsleben steht, kann es sich nicht leisten, kritisch-oppositionelle Positionen zu vertreten, wenn er keine beruflichen Nachteile in Kauf nehmen will.

Viele HartzIV-Empfänger haben zwar Zeit und nehmen auch am Internet teil, aber da mangelt es meist an fachlichen Voraussetzungen, um als Fachautorität im Sinne von kritisch intellektuellen „Leuchttürmen“ Diskurse zu beeinflussen.

Dann bleiben unter jetzigen Bedingungen eigentlich nur Rentner mit einer entsprechenden Bildungs- und Berufskarriere üblich, sofern sie nicht politisch und/oder fachlich resigniert sind und noch über entsprechende Motivation und Kraft verfügen.

Nun ist die entscheidende Frage, wer denn heute überhaupt eine kritische Gegenöffentlichkeit will und bereit ist, diese entsprechend organisatorisch und finanziell zu unterstützen?

Denn das wäre die Voraussetzung, dass sich eine derartige Gegenöffentlichkeit institutionalisieren kann. Und dann könnte man auch kritische Wissenschaftler und Journalisten bezahlen.

Aber hätte ein derartiges Projekt heute überhaupt Aussicht auf Erfolg?
Gibt es genügend Menschen, die bereit wären, etwas Konsumverzicht zu leisten, um ein derartiges Projekt zu finanzieren?

wowy Oktober 22, 2013 um 23:11

@Think positive
“Überhaupt gibt es fast keine institutionalisierte gesellschaftliche Gegenmacht zur „Wirtschaft“ mehr”

Abhängigkeit macht gefügig. Das ist auf alle Ebenen zu beobachten.

Was ist heute im Bundestag als erstes geschehen? Neuanfang? Nein! Innehalten? Nein! Nachdenken? Nein!

Postengeschacher
http://www.tagesschau.de/kommentar/bundestagsvizepraesidenten100.html

wowy Oktober 22, 2013 um 23:22

Und auf allen Kanälen wird wieder die Apple-Messe gelesen. Amen.
Wenn ich Rasenmäherhersteller oder Nachtischlampenproduzent wäre, würde ich mich von der deutschen Presse ganz schön vernachlässigt fühlen.

"ruby" Oktober 22, 2013 um 23:50

Mitglieder der SPD ihr habt es in der Hand, dass die Entlassungsurkunde der Bundeskanzlerin die letzte ist, die sie erhalten hat.
Wer Bürger zum gemeinschaftlichen teilen vertreten will, installiert keinen Hinze und keine Schmitt.

Wer die Logik von Lansburghs Ahasver Bemühung erkennt, kann hoffen, dass die Prostitution des Journalismus endet.
Stefan Heym war eröffnender Alterspräsident.
Das EU-Urteil zum Stimmenrecht im VW-Konzern trifft Lenins Beteiligungsanalyse, VW-Banking hatte ich mal verlinkt.
Und Lansburghs Fehler war die Unterschätzung der Selbstfinanzierung der Industrieunternehmen aus kalkulierter und erlöster Liquidität/Cashflow.
Deshalb Cashflowtax !!! und keine Umsatzsteuererhöhung!!!
Chapeau Holger…
;-)

"ruby" Oktober 22, 2013 um 23:58

Wirtschaftsgrundsätze

Wirtschaftliche Unternehmen sind so zu führen, dass der öffentliche Zweck erfüllt wird. Sie sollen für die technische und wirtschaftliche Entwicklung notwendige Rücklagen aus dem Jahresgewinn bilden und mindestens eine marktübliche Verzinsung des Eigenkapitals erwirtschaften.”

Wostehtdas …”

Fasst zusammen, was Alfred Landburgh seinem Kind mit auf den Weg geben möchte.

Think positive Oktober 23, 2013 um 00:33

@wowy
Abhängigkeit macht gefügig. Das ist auf alle Ebenen zu beobachten.

Entscheidend ist die Kombination zwischen Abhängigkeit und Alternativlosigkeit. Das, was als TINA-Syndrom bezeichnet wird.

Sie kennen keine Alternative zu einem Sich-Einrichten im System.
Sie glauben, allein Geld mache frei. Sie sind völlig dem Geld-Fetisch verfallen.

Das ist die Realität. Das System ist totalitär geworden, deshalb gibt es für die meisten Menschen keine Alternative IM System.

Keynesianer Oktober 23, 2013 um 08:40

@Think positive

Das Internet wird bald viel verändern und es ist von den herrschenden Banditen nicht zu verhindern.

Was hat man uns nicht voll gelogen früher, als es noch kein Internet gab. Der große Vordenker des Kommunismus, Marx, und seine 68-er Anhänger sind immer noch dabei, die Wertform zu analysieren und die vom Wertgesetz historisch-materialistisch vorgegebene Weltrevolution zu erwarten.

Es gibt keine Gegenöffentlichkeit, weil diese systematisch paralysiert wurde. Vor allem mit der 68-er-Bewegung, die schon zu Beginn der 80-er Jahre plötzlich wieder vom Erdboden verschunden waren. Denn zu erkennen, was da geschah, hätte ja allen ihren opportunistischen Überzeugungen widersprochen, die sie sich als treue Anhänger von Marx und Marcuse angetan haben.

Selbstverständlich wird der Widerstand der Menschen unten gegen die herrschenden Banditen oben systematisch von deren Agenten zersetzt. Ohne das zu wissen und die Konsequenzen ziehen zu können, kann es keine wirksame Gegenöffentlichkeit geben. Das endet sonst damit, dass den ausgebeuteten Arbeitern Vorträge über das Wertgesetz gehalten werden sollen. Was selbstverständlich das erhoffte Publikum vergrault.

Oder man spielt die Menschen unten nach den Regeln von links gegen rechts gegeneinander aus. Also die Anhänger von Stalin, Mao und Pol Pot als Antifaschisten gegen die Verehrer und Verbreiter von Hitler-Devotionalien, organisiert von V-Leuten des MI6, CIA, Mossad und der Verfassungsschutzämter.

Da muss die Gegenöffentlichkeit zuerst einmal begreifen, wie die Zersetzung von Opposition funktioniert. Leider ist das den gutgläubigen Schäfchen noch schwerer zu vermitteln als die geldpolitische Verursachung der Wirtschaftskrisen.

"ruby" Oktober 23, 2013 um 20:18

OT

Kanzlerin als stinknormale Terroristin von NSA / USA abgehört?

DLF:
Mittwoch, 23. Oktober 2013 20:00 Uhr
“Privat-Handy der Bundeskanzlerin möglicherweise jahrelang von US-Geheimdiensten überwacht – Merkel telefoniert mit Obama
Die Bundesregierung hat Informationen erhalten, nach denen das Mobiltelefon von Bundeskanzlerin Merkel möglicherweise über Jahre hinweg von US-Geheimdiensten überwacht worden ist. Regierungssprecher Seibert sagte in Berlin, man habe um sofortige und umfassende Aufklärung gebeten. Die Bundeskanzlerin habe deswegen mit US-Präsident Obama telefoniert. Merkel habe erklärt, wenn eine solche Überwachung tatsächlich stattgefunden habe, wäre dies völlig unannehmbar. “Spiegel-Online” berichtet, es gehe um das private Handy der Bundeskanzlerin. Nach einer Überprüfung durch den Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik habe die Regierung den Verdacht offenbar für ausreichend plausibel gehalten, um die amerikanische Regierung damit zu konfrontieren. Eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der Vereinigten Staaten habe gegenüber dem “Spiegel” erklärt, Obama habe der Kanzlerin versichert, dass die USA ihre Kommunikation nicht überwachen und auch nicht überwachen werden. Die Sprecherin habe ausdrücklich nicht gesagt, ob dies auch für die Vergangenheit gelten.”

Boooh tut das gut – endlich wissen wir Sie ist eine von uns !

Soldat Schwejk Oktober 23, 2013 um 23:14

@ holger Oktober 22, 2013 um 08:59

Noch mal zu der Cash-Flow-Tax.

Ich denke, Du kannst gerade nicht in 3 Monaten das ganze System umstellen, so vernünftig die Idee zunächst mal klingen mag. Wie hoch müßte das Aufgeld etwa sein, um welche derzeitigen öffentlichen Einnahmen zu ersetzen? Welche Ausweichbewegungen wird es geben? Wenn Du da eine Berechnung anstellen läßt… also je nach Lust und Laune und welche Annahmen man macht, dürften ganz unterschiedliche Ergebnisse rauskommen. Also keiner von uns und auch sonst keiner kann mit einiger Sicherheit vorhersagen, was die Effekte bei einer “großen” Umstellung sein werden.

Wenn man überlegt… was wird vermutlich geschehen? Viele Transaktionen werden vermutlich dann nicht mehr zwischen Firmen abgewickelt, wo Transaktionsabgaben fällig würden, sondern innerhalb von Firmen. Also es gäbe mehr vertikale Integration… mehr Hierarchien statt Märkte (nach O. Williamson). Firmen würden ihre Zulieferer und Abnehmer “schlucken” und die ganze Wertschöpfungskette in einer Firma ansiedeln…

Nicht daß ich das jetzt so übel finden würde… Ich erinnere mich an Norbert Härings “Markt und Macht”, wo er unter anderem darauf eingeht, daß das ganze Outsourcing und die Zergliederung von Firmen in formal selbständige Einheiten auch dazu dient, kapitalintensive Bereiche von arbeitsintensiven zu trennen, um die Verhandlungsmacht der Arbeiter zu schwächen. Im kapitalintensiven Kernbereich werden Lohnsteigerungen akzeptiert, um Arbeitskämpfe zu vermeiden. In den ausgelagerten arbeitsintensiven Bereichen dagegen wird eine Konkurrenzsituation geschaffen und der Lohn gedrückt. Per Saldo sinkt die Lohnsumme. Er belegt das mit einer Reihe von Beispielen, und mir scheint es aus eigener Anschauung auch plausibel.

Also eine Cash-Flow-Tax würde die Kosten solcher Modelle deutlich erhöhen und vielleicht zu einer Re-Integration führen, O.K. Wenn es aber im großen Stil vertikale Integration gibt, dann ist das zwar ein ganz guter Lenkungseffekt, gleichzeitig würde aber die Steuerbasis (die Transaktionen) abnehmen, und der Steuersatz müßte steigen…

Ich meine, sowas muß man m.E. alles auf der Rechnung haben, wenn man dem Modell eine Chance geben will.

Deshalb fände ich es sinnvoller, erst mal zu sagen: Wir wollen zunächst eine “kleine” Cash-Flow-Tax einführen, die, sagen wir, ein Drittel des Mehrwertsteueraufkommens ersetzt, und in gleichem Umfang sinkt die Mehrwertsteuer. So ließe sich das auch politisch kommunizieren, und man würde dann sehen, wie es funktioniert und welche Effekte bei einer Ausweitung des Modells zu beachten wären.

Das gleich auf der europäischen Ebene zu versuchen, ist wahrscheinlich gar keine schlechte Idee, weil da früher oder später einiges in Bewegung geraten wird… dagegen die jahrzehntealten einzelstaatlichen Institutionen haben ein großes Beharrungsvermögen…

Aber wie kriegst Du sowas überhaupt erst mal als Thema in die politische Diskussion? In eine Organisation willste ja vermutlich nicht eintreten…

Aber gut… vielleicht ist das, was wir heute hier schreiben ja das, was in 50 Jahren von vielen gedacht werden wird :-)

holger Oktober 24, 2013 um 08:10

Soldat

—>>>Deshalb fände ich es sinnvoller, erst mal zu sagen: Wir wollen zunächst eine “kleine” Cash-Flow-Tax einführen, die, sagen wir, ein Drittel des Mehrwertsteueraufkommens ersetzt, und in gleichem Umfang sinkt die Mehrwertsteuer.”

Tja… das gibt doch mE nur wieder kuddel muddel… ich sehe meine Frau vor Augen die mit der Elster fürchterlich schimpft und auf den Computer eindrischt.

Das ist ja das Problem, dass wir es uns unwahrscheinlich kompliziert machen. Gut, würde ja auch der Datev Kontenrahmen dann ja auch Aaaabeitslos werden.

Aber ich denke schon, dass die Einführung einer Mini-Tax befürwortet werden wird. Sollten Advokaten und Steuerberater nichts dagegen haben :D

—>>>Aber wie kriegst Du sowas überhaupt erst mal als Thema in die politische Diskussion? In eine Organisation willste ja vermutlich nicht eintreten…”

Ich bin ja in einer Organisation IHK VDE , aber da geht es nicht um Finanz-Politik. In kleinem Rahmen schon, man spricht drüber aber nicht im großen politischen Stil.

Frag doch mal jemanden, welchen Sinn macht die doppelte Buchführung? Warum kann ich mir die Abschreibungsmethoden und Bewertungskriterien aussuchen?

Es ist ja kein Geheimnis wenn man sagt: Es gibt drei Bilanzen… eine für die Bank, eine für das Finanzamt und eine für sich persönlich.

Dieses ganze Steuersystem ist ein reiner Irrsinn… Es geht mir ja dabei nicht um den kleinen Malocher der seine Pendlerpauschale einfordert. Mir geht es um die KMU die eben nicht im Ausland 17 neue Werke bauen und die nicht ihr Geld mal dahin schicken und mal dahin verteilen können.

Der Mittelstand müsste diese Diskussion führen. Der hat aber keine Lobby… Lobby haben die Exportweltweister. Und denen wäre ein anderes Steuersystem ein Dorn im Auge. Weil sie dann ihrer Verschleierung beraubt werden. NULL Steuern zahlen zu müssen. Steuern zahlt nämlich dort nur die Belegschaft. Das Unternehmen selber nicht. Und wenn doch, wird eine künstliche Absatzkrise erschaffen im buch, und schon holt man sich über den Verlustrücktrag die Steuern wieder.

Ich behaupte ja nicht, dass man ein einfaches System machen will, im gegenteil ich unterstelle das Begünstigte heftigst dagegen Prostesnote einlegen.

Ich sage nur, dass es eine Alternative gibt. Und die besagt eben, die Reichen bleiben reich, die Armen werden nicht Arm. Das wäre allerdings ein Aufschrei dann :D

Das würde ist das Weltleitbild der Kapitalismus überwinder gar nicht so reinpassen. Stell dir vor sie würden ihre Daseinsberechtigung verlieren…

"ruby" Oktober 24, 2013 um 09:16

@ Soldat Schwejk

mal den Stephan Schulmeister mit seiner Vorlage für die EU zur Finanztransaktionssteuer ansehen .

Think positive Oktober 25, 2013 um 11:25

Lidl Schweiz hebt Mindestlohn für alle Mitarbeitenden auf 4’000 Franken an! Lohnerhöhung schon auf den 1. Dezember!
http://www.happytimes.ch/news/news-schweiz/8533-lidl-schweiz-hebt-mindestlohn-fuer-alle-mitarbeitenden-auf-4-000-franken-an-lohnerhoehung-schon-auf-den-1-12-2013.html

„Mit 4000 Franken liegt Lidl aber nicht an der Spitze der Einzelhändler. Erzrivale Aldi bezahlt seit Anfang 2013 mindestens 4112 Franken, zuvor waren es 4032 Franken. Allerdings sind die Aldi-Angestellten keinem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) angeschlossen. Das kritisieren die Gewerkschaften. Aldi kann die Löhne oder auch Sozialleistungen jederzeit wieder nach unten anpassen, wogegen ein GAV über mehrere Jahre gilt. Es fehle die Verbindlichkeit, monie-ren Gewerkschafter.
Der Einstiegslohn liegt bei den Schweizer Grossverteilern tiefer als bei den Discountern. Ungelernte Mitarbeitende verdienen bei der Migros mindestens 3700 und bei Coop 3800 Franken. Migros würde so die Forderungen der Mindestlohninitiative mit 13 Monatslöhnen nur knapp erfüllen.“
http://www.sonntagszeitung.ch/wirtschaft/artikel-detailseite/?newsid=263426

holger Oktober 25, 2013 um 11:47

Denke positiv

warum vergleichst Du die CH mit DE sind doch zwei verschiedene Geschäftsmodelle… Der Ex von meiner Nichte ist CHler dachte mal och ich zieh mal nach DE… nach 2 Jahren hat er wieder die Flucht ergriffen… :D lag aber nicht nur an meinem Schwager LOL Aussage: Die sind doch hier alle bekloppt… ;) Naja, er wurde mal von dem Steuersystem “überwältigt” LOL

Think positive Oktober 25, 2013 um 12:05

Die Exportnation Schweiz macht eine völlig andere Wirtschaftspolitik als die BRD, nämlich hohe Löhne und niedrige Arbeitslosigkeit.

Damit wird empirisch belegt, dass hohe Löhne keineswegs zwangläufig zu hoher Arbeitslosigkeit führen müssen, was die Medien – an der Spitze der angeblich klügste Professor Deutschlands – immer behaupten.

In Deutschland glauben fast alle Menschen als Resultat der liberalen Hirnwäsche , dass hohe Arbeitslosigkeit ein ökonomisches Phänomen sei, bedingt durch Marktprozesse. In Wirklichkeit ist die Arbeitslosigkeit politisch gesteuert.

holger Oktober 25, 2013 um 13:08

—>>>Damit wird empirisch belegt, dass hohe Löhne keineswegs zwangläufig zu hoher Arbeitslosigkeit führen müssen, was die Medien – an der Spitze der angeblich klügste Professor Deutschlands – immer behaupten.”

Tja… sag ich doch… jetzt muss man (sollte man) nur noch zwischen hoch im Brutto und Netto sprechen.

Und da sich das Proletariat hier so dran gewöhnt hat, zu 90% direkt/indirekt enteignet zu werden, selber schuld…

Im Gegenteil, 90% der Deutschen können sich ja gar kein anderes System vorstellen. Sie sind schlicht und einfach zu blöde dazu. Selbst die ach so Gutmenschen tauglichen Linken unter den Sozialisten raffen gar nix, außer die Axt zu fordern um den “Reichen” das Fell über die Ohren zu ziehen.

Die Diskussion um 8,50 iss ungefähr so, als wenn ich in das Mittelmeer pinkle und mich wunder, warum der Meeresspiegel danach nicht steigt.

Hauptsache man hat ne Zahl genannt und die hält man für hoch wichtig und Systemstabilisierend. Und unabdingbar.

Momentan habe ich ein Projekt mit Wohncontainern auf dem Tisch… eignet sich auch so eine Stadt für das Prekariat. Zwei 20′ Container (Kosten zwischen 15 und 20k, miete kann sihc jeder selber ausrechnen) entsprechen dem zugesprochenen Wohnraum für Singles (H+4) 3 Stück einer 3 köpfigen Familie.

Wird irgendwann so kommen… warum auch nicht.

Um diese Stadt kann man dann noch einen Zaun machen, und gut bewachen. Man sollte einfach nur Innovativ denken können.

ruby Oktober 25, 2013 um 18:38

Die NeoCons wollen Krieg beim Lohndücken für Kapitalrenditen?
Das kannst haben !
SPD-Mitglieder wacht auf.
No more Merkel
No more GroKo

petervonkloss Oktober 26, 2013 um 11:08

@gelegentlich, @Balken, @Systemfrager

„gerade in Deutschland“… sollte man euch drei zusammenfassen und sagen, es ist die dümmlichere Variante der Linken.
Sozusagen die Phalanx der Besiegtengeistigkeit….die ja das kollektive Unterbewußte Deutschlands weiterhin majorisieren möchte durch ihre geistigen Lakeien in allen Bereichen.
Das der Mensch relativ dumm ist, bemerkt man in seiner Nachgiebigkeit bezüglich des allenthalben wirkenden
Konformitätsdruck.

Ich verstehe insofern die Konzilianz eines @wowie nur sehr eingeschränkt. (Bitte mehr auf den Putz hauen).

Worum es mir eigentlich geht, kann man nicht einfach so rumdiskutieren. Dies bleibt den habermasianisch begeisterten Kommunikationshäuptlingen vorbehalten, auf daß sie sich zerreden in den ewigen Kant`schen Frieden hinein. Ich halte die Imperative der kantschen Rede vom ewigen Frieden, wie Hegels Weltgeist weiterhin für ein Verbrechen an der Menschheit, so gut und vernünftig sie sind.

Das Gaunern und Täuschen als wesentlicher Bestandteil des Lebens………..z. B. der Mafia, etc. etc. ; aber auch das Gaunern und Täuschen der Roma und Sinti, der Flüchtlinge, von denen fast keiner nicht gefoltert wurde; all dies in
ihrer Gesamtheit ist nicht mehr beherrschbar in einer halbwegs kommunikativen Gemeinnützigkeit.

All dies entgleitet zusehends den planerischen Zugriffen; siehe der vollkommen verplante BER, der per Schnellbahn
ein gutes Auskommen haben könnte, soweit er einige zehn Kilometer südlich von Berlin realisiert worden wäre.

Inzwischen sind ca. 30 000 Menschen mehr oder weniger vom Lärm betroffen, obwohl das Äußerste der sich stei-
gernden Realität noch gar nicht stattgefunden hat.

Abgesehen von seiner eher mittelfristig wirkenden Tödlichkeit, brechen überall Ziganos und andere ähnlicher Herkunft in ihre fast wertlosen Häuser ein……
dies .tun die Companeros auch ausgiebig inmitten Berlins. In unserem Haus wurde inzwischen fünf mal eingebrochen. Anschließend gehen ihre sympathischen Schwestern Betteln und Klauen, während der Chef die Sozi-
alhilfe und das Mitleid der evangelischen und katholischen Christen kassiert.
-

Will sagen eine Großplanung hat vollkommen versagt, und ähnliches steht uns mit der „gemeinsamen“ Finanz-
planung des Euro ins Haus.

(Für Holgers durchaus sympathischen Vorschlag einer Cash-Flow-Tax, muß man ergänzend hinzufügen, daß durch
die ca. 1000Euronen BGE in Rumänien, nur der Umfang, das Niveau des Gaunerns nach Oben in Richtung Mafia verschoben würde.)

Mein Postulat wäre, wer über kein gesundes Maß an anthropologischer Skepsis verfügt, der sei seinen besiegtengeistigen Neurosen verpflichtet, aber er soll in Zukunft nicht mehr die deutsche Politik beeinflussen.

Zur externen Mathematik des Vordergrunds unter solipsistischer Ausspielung
Des Unendlichen in der Istigkeit.
Grundsätzlich kann man sagen
Es gibt keine Emanzipation!, denn sie wäre sinnlos, eine Art höheres Nichts.
Im Grunde sind es schnellste Vorgänge der Istigkeit,
die keinerlei Wir bedeuten können,
obwohl sie Gesellschaften und Geschichte hervorbringen.
Kathodos und Anode katapultieren sich und strahlen
Die Bewegungsräume in Zeitschleifen
Der ewigen Wiederekehr, es kristallisiert in
punktuellen Ereignissen.
Größere Mengen sind daher unwahr.

Natürlich ist der Tod die Emanzipation in ihrer
reinsten Gültigkeit, soweit es Zweimalgeborene gibt.

petervonkloss Oktober 26, 2013 um 11:23
Andreas Kreuz Oktober 26, 2013 um 19:19
"ruby" Oktober 26, 2013 um 19:43

@ AK
gibt doch Gutscheine …
http://www.youtube.com/watch?v=OORaR3V-mms
;-)

Ritter "ruby" Oktober 27, 2013 um 00:01

Der Euro hat in Portugal mit der Regierung keine Zukunft mehr in der Bevölkerung. Bis zu den Europawahlen werden die Entwicklungen zu einer gesellschaftlichen, verträglichen Wirtschafts- und Geldpolitik durch Bürger in Institutionen führen.
Dagegen haben Nomenklaturisten und beeinflussende Medien langfristig keine Vorherrschaft.
Sachliche und gerechtigkeitsorientierte, wohlfahrtschaffende “Volksvertreter” erkennen den Wandel und Wechsel der umverteilungswirksamen Maßnahmen.
Eine hoffnungsvolle, lohnende Perspektive.
Freude garantiert.
Europa und der Euro werden nicht untergehen – im Gegenteil Renaissance pur.

Andreas Kreuz Oktober 28, 2013 um 14:02
Think positive Oktober 28, 2013 um 15:07

@AK

Ist doch nur konsequent aus Sicht eines Funktionärs der Sozialarbeit.
Ohne Armut und Elend verlören die meisten Sozialarbeiter ihre Jobs.
Und auch der Herr Caritas-Präsident wäre arbeitslos.

Ritter "ruby" Oktober 28, 2013 um 18:20

Heute ist Finanzrunde der GroKo-Verhandlungen.
Schäuble mit neuer Schuldentaktik.
Also, wenn keine Nettostaatsverschuldung stattfindet bei EU, Bund, Ländern und Kommunen, dauert es wie lange bei Wirtschaftswachstumsvarianten 1%, 2%, 3% … bis mit normaler Tilgung die Staatsschulden entsprechend ihrer Fristigkeiten abgebaut sind?
Realisten müssten den Steuerzahlerplünderern mal so richtig was vor die Koffer scheixxen
;-)
Stattdessen sitzen Hintze und Schmidt auf zusätzlichen bestbezahlten Politparteienposten im Parlament.
SPD-Mitglieder erwachet !

Ritter "ruby" Oktober 28, 2013 um 18:26

Stellt euch mal vor die Gläubiger müssten ihre zurückerhaltenen Guthaben in sinnvolle, nachhaltige reale Investitionen verwenden …
Traumhaft für Innovation und Entwicklung, Forschung und Bildung, Arbeit für Menschen – weltweit !

Andreas Kreuz Oktober 30, 2013 um 21:42

Na denn,
mal etwas Butter bei die Fische:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=19089#more-19089

Andreas Kreuz November 12, 2013 um 09:11

Und das aus den ‘Senderöhren des Kommunismus’: ;-)

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/2315789/

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