Die Zukunft liegt in der Provinz

by f.luebberding on 5. November 2013

Manchmal hat der Unsinn auch Methode. Ein gutes Beispiel dafür ist dieser Artikel von Sven Böll auf Spiegel online. Er beschäftigt sich dort mit den ökonomischen Auswirkungen der von Union und SPD beschlossenen Mietpreisbremse – und zieht eine messerscharfe Schlussfolgerung:

“Wer diese Folgen im Falle der Mietpreisbremse analysiert, der erkennt: Es handelt sich um Placebopolitik. Gering- und selbst Normalverdiener werden auch künftig keine Wohnungen in attraktiven Lagen finden. Es kommt noch schlimmer: Die vielbeklagte Gentrifizierung, also das Verdrängen alteingesessener Mieter durch wohlhabende Zugezogene, könnte sich noch verschärfen.”

Nur ist der Mindestlohn nutzlos, weil sich die Geringverdiener anschließend immer noch keine deutsche Oberklassen-Limousine leisten können? Das wäre immerhin ein originelles Argument.

Böll verwechselt den ökonomischen Sinn der Mietpreisbremse mit Sozialpolitik. Es geht nämlich gar nicht darum, ob jetzt Gering- und Normalverdiener in attraktiven Lagen Wohnungen finden können. Dafür müsste man schlicht den Wohnungsmarkt abschaffen und durch eine staatliche Wohnraumbewirtschaftung ersetzen. Meines Wissens fordert das noch nicht einmal die Linke. Tatsächlich betreffen die ökonomischen Effekte nur zwei Gruppen: Mieter und Vermieter. Über deren sonstigen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse ist ansonsten nichts gesagt. So ist es denkbar, wenn auch eher selten, dass ein armer Vermieter auf einen reichen Mieter trifft. Die Mietpreisbremse greift nur in deren Vertragsverhältnis ein: Nämlich den Rentabilitätsvorstellungen des Vermieters politische Grenzen zu setzen. Er kann mit einer Mietpreisbremse nicht mehr den ansonsten auf dem Wohnungsmarkt erzielbaren Preis durchsetzen. Damit findet nur eine Form der Umverteilung zugunsten des Mieters und zu Lasten des Vermieters statt. Das politische Ziel ist damit auch genannt: Das Anreizsystem für Vermieter in solchen Toplagen zu modifizieren. Bisher war am Ende der Interessent übrig geblieben, der bereit gewesen war, den gewünschten Mietzins zu bezahlen. Der Effekt sorgte für jenes Phänomen, was wir mit Böll Gentrifizierung nennen. Mit einer Mietpreisbremse wird somit lediglich Einkommensgruppen der Marktzugang ermöglicht, die bisher ausgeschlossen gewesen waren. Nur ein Hinweis: Es werden nicht die Geringverdiener sein. Aber in Städten wie München oder Düsseldorf unter Umständen Polizeibeamte aus dem gehobenen Dienst.

Sie bekommen damit allerdings keine Garantie auf eine Wohnung. An der Relation zwischen Angebot und Nachfrage, Ökonomen nennen das Knappheit, ändert sich nämlich – nichts. Wohnungsmärkte in solchen Großstadtlagen haben ein Problem, das auch Sven Böll kennen sollte: Das Angebot ist nicht beliebig ausbaubar. Die in klassischen Gütermärkten zu beobachtende Reaktion kann hier nicht stattfinden. Dort wird auf eine hohe Nachfrage mit einer Ausweitung des Angebots durch neue Marktteilnehmer reagiert. Der Wettbewerb sorgt für einen Preisverfall und führt gleichzeitig zu einem weiteren Anstieg der Nachfrage. Auf den hier zur Diskussion stehenden Immobilienmärkten ist das unmöglich, weil der Boden bekanntlich nicht beliebig vermehrbar ist. Es bleiben somit zwei Möglichkeiten: Entweder man lässt wie bisher einen Gleichgewichtspreis zu, der den Marktzugang allein über das Einkommen der Nachfrager regelt. Oder man greift politisch ein, um das Anreizsystem der Anbieter zu verändern. Sie müssen jetzt unter mehr Interessenten einen Mieter aussuchen als vorher. Marktzugang bedeutet eben nur eins: In diese Auswahl hineinzukommen. Die von Böll unterstellten Ausweichreaktionen wird es geben. Nur werden die Gerichte sehr schnell dafür sorgen, dass die von ihm genannten Praktiken als rechtswidrig beurteilt werden. Das wird dann übrigens wiederum die richtigen Anreize für Vermieter setzen, wenn sich der Versuch der Durchsetzung solcher rechtswidrigen Umgehungstatbestände als zu teuer erweisen sollte. Selbst der homo oeconomicus hat bisweilen einen Nutzen.

Die Mietpreisbremse kann somit an den Marktbedingungen etwas ändern. Es löst aber nicht das Marktproblem. Das liegt an der hohen Attraktivität solcher Ballungsräume für Zuwanderer. Die Gründe sind bekannt: Gute Ausbildungsmöglichkeiten, das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen, die Stadt als Kulturraum. Wenn die Politik das Marktproblem lösen will, sollte sie sich nicht mit der Mietpreisbremse beschäftigen, sondern sich der alten deutschen Stärke erinnern. In Zentralstaaten wie Frankreich oder Großbritannien gab es schon immer dieses Problem der Dominanz ihrer Großräume Paris oder London. In Deutschland mit seiner föderalen Tradition konnte dagegen selbst Berlin nie eine vergleichbare Position bekommen. Die Lösung dieses Problems findet man daher nicht in den besagten Ballungsräumen, sondern sie sind das Problem. Was tun? Die Zukunft liegt in der Wiederentdeckung der Provinz. Man muss deren Attraktivität durch eine entsprechende Strukturpolitik zugunsten des ländlichen Raums verbessern. Das bedeutet vor allem die Sicherung einer entsprechenden Infrastruktur. Die Provinz bietet zudem einen weiteren Vorteil: Dort wird man nicht von Botschaften abgehört. Hier hört nämlich nur der Nachbar zu.

update

Im Blog der Bundestagsabgeordneten der Linken, Helena Wawzyniak, findet man durchaus bedenkenswerte juristische Argumente über die Ausgestaltung der Mietpreisbremse. Das ökonomische Grundproblem wird dort aber auch nicht gelöst. Nur will die Linke halt das Knappheitsproblem nicht über den Markt lösen, sondern politisch verwalten. In der Wirtschaftswoche formuliert man dagegen ein klassisches ökonomisches Argument. Die Mietpreisbremse senke die Renditeerwartungen und verhindere damit Investitionen in den Markt. Das ist im Prinzip richtig: Investoren orientieren sich an Gewinnerwartungen – und nicht an der Höhe von Mindestlöhnen. Der Irrtum liegt aber in einem winzigen Detail. Tatsächlich ist nicht die absolute Höhe der Rendite entscheidend, sondern deren Höhe im Vergleich zu anderen Investitionen, wie auf den Bondmärkten, den hippen Angeboten der cleveren Clowns auf dem Finanzmarkt oder in anderen Sektoren der Realwirtschaft. Angesichts der Renditen bei Staatsanleihen sind selbst Renditen auf dem Immobilienmarkt mit Mietpreisbremse immer noch auskömmlich genug. Ein Einbruch bei den Investitionen ist daher wegen der politisch gewollten Begrenzung von Gewinnerwartungen nicht zu befürchten. Die Investitionsbereitschaft findet woanders eine Grenze: In der objektiven Knappheit an Bauland. Aber wer weiß? So könnte München den “Englischen Garten” planieren oder das Olympiastadion abreißen. Dafür findet sich bestimmt eine politische Mehrheit.

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petervonkloss November 9, 2013 um 05:07

Think positive November 8, 2013 um 01:00

„…..Besonders kognitiv dissonant sind akademische Kleinbürger, welche vom Einkommen her armutsnah leben müssen und materiell eigentlich dem Proletariat nahe stehen, aber deren Beziehung zum Proletariat wie beim „echten“ Kleinbürger mit entsprechendem Eigentum auf Gegenidentifikation basiert.“……………

Also ich habe keine Schrankwand plus Flachbildseher. Nur ein selbstgebautes Bücherregal (in meiner Eigentums-
wohnung).

Linus November 9, 2013 um 10:10

@Morph:
Du: Es gibt kein Recht auf Nahrung, Kleidung, Glückseligkeit.
Ich: Es ist Aufgabe der Regierung, sich nach Kräften darum zu bemühen.
Du: Ui, da werden die Regierungen aber zusammenzucken!

Auf was berufts du dich? Auf das Recht des Stärkeren, die normative Kraft des Faktischen? Unter der Prämisse erübrigt sich Kritik tatsächlich. Da brauchen wir uns eigentlich über gar nichts mehr zu unterhalten. Is’ halt so. Ziemlich platt, findest du nicht?

“Na dann hopp! Realisiere sie!!”
Aus welcher Position heraus konstruierst du diese Bringschuld? Meinst du wirklich, eine Kritik verbiete sich, weil sie nicht unmittelbar was bewirkt? Dein Gebell bewirkt erst recht nichts, formuliert noch nicht mal einen Beitrag zum Thema. Dann schweig doch lieber. Schweigen ist die dem Defätisten angemessene Position, sie haben ja nichts wichtiges zu verkünden (Inhaltsebene). Warum bloss halten die sich nicht an diese einfache Einsicht? Mir scheint, weil sie sich zu wichtig nehmen (Beziehungsebene).

Du kannst dir eine Antwort sparen. Ich hab nicht die mindeste Lust, mich mit dir zu streiten.

Think positive November 9, 2013 um 10:45

@Hauke November 8, 2013 um 09:41

Die Frage ist, wer hier ein „verqueres Weltbild“ besitzt?!

Dass Immobilienverwaltungs-GmbHs Vertragspartner der Mieter sind, ist mir seit langen bekannt. Ich hatte selbst ein derartiges Mietverhältnis.

Die Eigentümer der Eigentumswohnungen sind dem Mieter unbekannt. Die Wohnungen wurden meist als „Steuersparmodell“, als Altersversorgung oder Studentenwohnung für ihre Kinder – meist überteuert – gekauft.

Wirkliche Rendite bringen derartige Eigentumswohnungen nicht, Verluste sind nicht selten.

Meine Wohnung war gut konzipiert, die Lage ideal (Bahnhofsnähe), der gesamte Wohnkomplex perfekt organisiert mit Tiefgarage, Hausmeister, Gärtner etc. und von den Gesamtmietkosten keineswegs überteuert, weshalb diese Wohnungen auch sehr begehrt waren.

Die eigentliche Miete, welche an die Eigentümer ging, war eher niedrig, die Nebenkosten hingegen hoch.

Ein profitables Geschäftsmodell für die Immobilienverwaltungs-GmbH, aber nicht für die Eigentümer.

Wiederholt wurden Eigentumswohnungen von Eigentümern relativ günstig zum Kauf angeboten, noch billiger waren sie, wenn man diese Wohnungen im Rahmen einer Zwangsversteigerung erwarb, was gar nicht so selten vorkam.

Also erzähl mir nichts von jeder ‘Kleinbürger’ kann Wohneigentum erwerben. Es geht da um Monatsverdienste mehrerer tausend Euro: Es geht um DINKs.

Da frage ich mich, welchen Begriff Sie von einem „Kleinbürger“ haben?

Die Proletarier wurden so bezeichnet, weil sie nicht in der Lage war, ein persönliches Eigentum – sei es ein Haus oder ein Sparvermögen – aufzubauen, sondern gezwungen waren, das Erwerbseinkommen für den Konsum zum Überleben aufzubrauchen. Ihnen bleiben nur die Kinder bzw. Nachkommen (-> lat. proles).

Der Kleinbürger hingegen kann Eigentum akkumulieren, aber nicht in dem Umfang, dass er mit diesem Eigentum ein so hohes arbeitsfreies Einkommen erzielen kann, dass er sich vom Zwang der Erwerbsarbeit befreien kann.

So ist der Kleinbürger wie der Proletarier sein Leben lang zu Erwerbsarbeit gezwungen.

Es ist der Traum (fast) aller Kleinbürger, mit 50 Jahren aus dem Joch der Erwerbsarbeit aussteigen zu können, was aber nur einer kleinen Minderheit tatsächlich gelingt.

Insofern wären die „eingebildeten Kleinbürger“ von den „echten Kleinbürgern“ zu unterscheiden.

Was ist ein „echter Kleinbürger“?

Ich biete folgende Definition als „Faustregel“ zur Diskussion an:

Wer es – bezogen aufs gegenwärtige Kaufkraftniveau – bis zum Eintritt ins Rentenalter NICHT geschafft hat, ein persönliches Eigentum in Höhe von mind. 500.000. Euro (Sachwerte, Immobilie, Sparvermögen) SOWIE eine entsprechende Altersversorgung von mind. 2.000 € zu erreichen, ist kein echter Kleinbürger.

Das erreichen gutverdienende Facharbeiter und Angestellte in entsprechenden Branchen (z.B. Energie, Banken, Versicherungen) oder Beamte des höheren Dienstes (z. B. Lehrer). Doppelverdienende Ehepaare liegen natürlich höher.

Wenn wir 40 Jahre zurückschauen, wird deutlich, dass in Deutschland die Schichten der „echten Kleinbürger“ ständig geschrumpft sind und eine „Reproletarisierung“ stattgefunden hat.

Aber fast alle – außer den oberen Schichten – bilden sich ein, Kleinbürger zu sein und zur „Mitte“ zu gehören.

Morph November 9, 2013 um 11:26

@Linus

“Auf was berufts du dich?” Ich bestreite ja nicht, dass vieles in völlig falsche Richtungen läuft. Ich z.B. finde es ekelhaft, welch ungeheure Triumphe auf dem kleinsten gemeinsamen Aufmerksamkeitsnenner gefeiert werden: adrette Sexiness, rosarote Niedlichkeit, altbewährte Geisterbahntricks und gravitätisches Pathos. Das funktioniert bei den Gottschalks, Jauchs und Gaucks dieser Welt wie die Hölle. Ach ja, am besten noch als bis zum Anschlag aufgepumptes Massenspektakel wie in der Fußballindustrie. Und gleichzeitig errodieren die Vitalfunktionen der Gesellschaft: der Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die Pflege von Kranken und Alten.

Das alles ist sehr widerlich, keine Frage.

Ich kenne nur eins, was noch widerlicher ist: nämlich so zu tun, als bräuchten wir nur ein Gesetz, das ‘die Regierung’ verrpflichtet, die Fehlentwicklungen zu stoppen und Besserentwicklungen zu initiieren. Es gab mal so ein schönes Titanic-Cover: Welthungerproblem gelöst: Einfach mehr essen! – Genau auf diesem Niveau bewegen sich viele Diskussionsbeiträge hier. Und deren Autoren glauben offenkundig WIRKLICH, einen wertvollen Beitrag zur Problemlösung zu leisten!

Eine solch bis aufs Mark vollendete Verblödung macht mich tatsächlich immer wieder minutenlang fassungslos! Das muss ich einfach abreagieren! Da berufe ich mich auf nichts, sondern will einfach nur sagen: Stopp! Aufhören! Ich ERTRAGE diese Beklopptheit nicht!!!

Verstehst Du das? Kannst Du nachvollziehen, WIE obszön die radikalversimpelte Kritik der gegenwärtigen Verhältnisse im Grunde ist?

Soldat Schwejk November 9, 2013 um 12:16

@ Hauke

Der Kiezneurotiker hatte hier auch schon mal kommentiert, aber erst jetzt hab ich mir seinen Blog mal etwas ausführlicher angeschaut und stieß auf folgende Beschreibung meiner Wohngegend…

–> “Kackloch von Prenzlauer Berg. Nordwesten. Arschecke. Ungentrifiziert. Bröckelnde Fassaden. Keine Bioläden. Massenhaft Kotwürste wohin man auch tritt. Missmut tropft von den Fassaden.”

Schluck…

Aber dann sag ich mir: So mag das mein Vermieter auch sehen… Hab ich Haus gekauft hier in Kackloch… Und nu, Jahre später… immer noch Arschecke…

Und Mißmut tropft ihm aus der Fassade…

(Wobei, genaugenommen, ki-neus Beschreibung vor 4-5 Jahren noch zutraf. Jetzt nicht mehr… hier ist deutlich sichtbar einiges an Geld reingeflossen… und abgesehen davon macht die Anpassung der großstädtischen Hundehalter an die Erfordernisse der Zivilisation Fortschritte… Wobei man andererseits die Frage stellen könnte: Verzögert viel Hundeschei auf dem Gehweg am Ende gar die Gentrifizierung?)

Andreas Kreuz November 9, 2013 um 14:08

…Verzögert viel Hundeschei auf dem Gehweg am Ende gar die Gentrifizierung?…

Kann man keinen Spendenhaufen einrichten?
Und dann einen Spendenmarathon abhalten?

Hauke November 9, 2013 um 15:11

Soldat Schwejk

Ich brauchte heute Salat. Für vier Personen. Also bin ich auf den Wochenmarkt gegangen. Südlicher Prenzlauer Berg, ganz südlich, also südlich der Prenzlauer und südlich der Greifswalder, ins Bötzowviertel am Arnswalder Platz. Dort kostet Salat 3,50 Euro. Für 100 Gramm. Salat. Nicht Serano-Schinken. Handgepflückter Biosalat aus irgendwas mit Heide hintendrann. Abgewogen mit der elektronischen Goldwaage. Bei vier Personen macht das rund einen Zehner. Für Grünzeugs, mit denen ich früher die Karnickel gefüttert habe. In einer Menge, mit der man gerade so den Teller garnieren kann. Also bin ich zwei Straßen weiter in den nächsten Kaisers gegangen. Dort gab es Mutanteneisbergsalat für 79 Cent das Kilo. So ist Berlin. Dazwischen gibt es nichts. Mutanteneisbergsalat für 79 Cent oder Öko-Kresse für einen Tageslohn. Ich mag keine Hundescheiße. Ich mag nicht mal Hunde. Und am schlimmsten sind ihre Besitzer. Aber es geht nicht anders. Hundekacke oder Macchiato-Mütter. Dazwischen gibt es nichts. Arschecke im Kackloch oder Schloss im Mauerpark. Und zur Zeit die letzte Nische für die Dauer der Transformation. Auf den Gehsteig kacken bringt es nicht. Leider. Sonst würde ich mir einen Sechsspänner mit Kamelen holen und den ganzen Tag meine Straße hoch und runter fahren. Und am Wochendende um den Helmholtzplatz. Immer im Kreis, bis die Sonne untergeht. Es ist das Versagen der Politik, die, wie @FL oben schreibt, sich der Logik des Marktes, dass hochwertigere Produkte auch höhere Margen erbringen, unterordnet, weil sie selbst das größte Interesse an diesen Gruppen hat, und mich mit ‘Mietpreisbremsen’ abspeist. Der kiezneurotiker würde schreiben: Verarsch mich.

Think positive November 9, 2013 um 15:29

@ Hauke
Es ist das Versagen der Politik, die [] sich der Logik des Marktes [] unterordnet

Warum „Versagen der Politik“?

Es kennzeichnet die Politik in Marktwirtschaft und Kapitalismus, dass sie sich der „Logik des Marktes“ unterordnet.

Völlig unverständlich ist daher der Vorwurf des Versagens an die Politik.

Denn die Bevölkerung wählt Parteien, welche explizit betonen, dass sie für Marktwirtschaft und „mehr Markt“ sind.

"ruby" November 9, 2013 um 15:45

@ Hauke
Wir hatten in den 70ern ein Geschäft im Altstadtviertel und die Eckkneippe wurde mit Bierfässern per Droschke beliefert, die haben so richtig auf das Pflaster geäppelt !
Kaltblüter eben ;-)
Zwischen den Wohnzeilen ist der Spielplatz mit Sitzpark für die Bewohner und Hinterhof mit Wäschestangen …
Kohle für Keller wurde auch abgeschüttet.
Großeltern kamen mit Butterstullen aus der Provinz.

holger November 9, 2013 um 16:10

Ruby

—>>>Großeltern kamen mit Butterstullen aus der Provinz.”

Butter Butter stampfe eine Hand muss drauf… :D

Wo liegt denn nun die Zukunft?

Ritter "ruby" November 9, 2013 um 16:34

@ Holger
Wie so oft : dazwischen !
Metropolregionen mit Zentren und Peripherien
Saskia Sassen vielleicht:
http://www.saskiasassen.com/PDFs/interviews/die-stadt-ist-der-ort.pdf

Hauke November 9, 2013 um 16:59

@Think positive

Ich habe den ‘Kleinbürger’ nicht umsonst in Anführungszeichen geschrieben… . Ich bin nicht firm in Sozialtheorie und kenne nicht die n+1 Definitionen von Schichten gemäß der m+1 Terminologien der q+i-ten Ideologie. Ich vermute mal, der Terminus ‘Kleinbürger’ entstammt einer Gesellschaftsbetrachtung des vorletzten Jahrhunderts und ist heute nicht mehr geeignet, irgendwas zu beschreiben, was sich nicht auf das vorletzte Jahrhundert bezieht. Aber wenn wir uns darauf einigen, dass ‘Bürgertum’ irgendwas mit der Mitte der Gesellschaft zu tun hat, dann ist ‘Kleinbürger’ eher die untere Hälfte der Mitte (muss ja auch noch Großbürger geben). Also Unter-Durchschnitt. Also unterhalb von 1800 Nettohaushaltseinkommen im Monat und ohne Vermögen. Zu diesen ‘Kleinbürgern’ schreiben Sie:

“Gerade in Berlin ist es so, dass Eigentumswohnungen noch relativ günstig zu erhalten sind und eigentlich fürs Kleinbürgertum finanzierbar wären”

Angenommen, Sie gehen Sie in die nächste Bank ihrer Wahl. Sie geben an, dass Sie über kein Vermögen verfügen, unter 1800 netto Haushaltseinkommen verdienen, zwei Kinder haben und in Berlin eine frisch modernisierte Eigentumswohnung erweben möchten, mit 100qm Wohnfläche (fair) bei 2500-3000 Euro Quadratmeterpreis. Also kein Luxussegment. Als ‘Kleinbürger’ sind Sie bescheiden. Was meinen Sie, was die dann machen? Lachen die nur, oder machen die sich Sorgen?

Morph November 9, 2013 um 17:23

@Hauke

“Ich bin nicht firm in Sozialtheorie und kenne nicht die n+1 Definitionen von Schichten gemäß der m+1 Terminologien der q+i-ten Ideologie.”

Jetzt tu’ mal nicht so dumm! Um zu erkennen, dass @TPs Rede vom Kleinbürgertum unwissenschaftliches Altmännergewäsch ist, dazu braucht man nun wirklich nicht auf dem neuesten Stand der Sozialwissenschaften sein. Sondern man muss einfach nur sehen, dass die Klassifizierung von Bevölkerung allein nach ökonomischen Kategorien very old school ist und sich ja in den Beitraägen @TPs ohnehin schon selbst zerlegt, noch bevor die den Bereich des wissenschaftlichen Arguments auch nur am Horizont sehen.

Was waren letzthin seine Beispiele für Oberschicht? So TV-Quatsch-Nudeln wie Johannes B. Kerner! Ja wirklich! Im Ernst!!

Morgen wird @TP uns erzählen, dass Dieter Bohlen “Elite” ist. Und Anton von Webern natürlich kleinstes Kleinbürgertum. Okay, den Namen kennt er nicht. Stimmt. Aber kann er ja googeln. Er ist ja ein Meister des gepflegten Wikipedia-Zitats.

@Hauke, ich werde nie verstehen, warum sich ein zurechnungsfähiger Diskutant wie Du mit so einem Quadratquatschi abgibt.

Vermutlich wirklich eine Sonderbegabung…

Hauke November 9, 2013 um 18:14

Morph

Ich weiß es nicht. Ehrlich nicht. Kann jedenfalls nichts rationales sein, eher was emotionales. Ärgert mich halt, so einen Quatsch zu lesen. Mich betrifft Gentrifizierung seit ich in Berlin lebe. Alle meine Freunde betrifft es. Und deren Kinder. Ok, einen nicht. Der ist Arzt. Alle paar Jahre umziehen, jeder zieht woanders hin, bis alle über die ganze Stadt verteilt sind. Vor 10 Jahren habe ich Demos gegen Gentrifizierung organisiert. War natürlich scheiße. Viel zu bunt, zu nett, viel zu gute Musik, zu viel Event und zu viel Spaß. So standen wir in der zitty und haben den Kiez dadurch aufgewertet. Wurde alles integriert. Wir hätten besser mal alle auf den Gehsteig gekackt. Und dann faseln solche Leute wie @TP, dass sich das doch alles gar nicht lohnen würde, Immobilien und so. Und dass jeder ‘Kleinbürger’ sich so eine Immobilie finanzieren könnte. Wenn er nur wollte, der blöde ‘Kleinbürger’. Und dann denke ich, der @TP ist doch nicht dumm. Der kann das reflektieren. Der hat nur falsche Vorstellungen. Der ist über den Immobilienmarkt in Berlin nicht orientiert. Der weiß nicht, welche Einkommen hier bezahlt werden. Der hat das einfach noch nicht mitbekommen. Vielleicht können wir uns darauf verständigen, dass die Konfliklinie nicht zwischen Habenichtsen und Fasthabenichtsen verläuft, sondern zwischen denen, die 3,50 Euro für 100 Gramm Wiese bezahlen können, und denen die das nicht können, aber auch irgendwie hier leben wollen, müssen oder wollen müssen. Ich weiß schon, was Du mit Sonderbegabung meinst. Ist ein Sonderdachschaden. Steh ich zu. Ich arbeite dran. Wird schon.

/dev/null November 9, 2013 um 18:22

@holger
—>>>Großeltern kamen mit Butterstullen aus der Provinz.”
Wo liegt denn nun die Zukunft?

Was die Alten verbockt haben sollen die Jungen richten?!

Zurück in den Stall und die genmodifizierte Supermilchkuh von Hand melken.

Das hilft dann auch den Kleinbürgern, die eigentlich Proletarier sind, oder kinderfrei, Unproletarier, sich im Stall heimisch zu fühlen und sich zu sagen, ‘die Kuh macht ja die Arbeit. nicht ich.’

Also eine Flasche J.M. Gobillard & Fils aufgemacht bevor sie im Kuhstall zu warm wird.

sadoma November 9, 2013 um 18:41

Hauke

ich dank Dir für deinen Dialog mit TP.
Deine Schilderungen der Lebenswirklichkeit läßt alle alt aussehen die dank eines üppigen Kapitalstocks (erarbeitet oder ererbt sei mal egal) den Kontakt zur Alltagsrealität verloren hat. Ist halt doch ein klassisches Klassenproblem.

„Armer Mann trifft reichen Mann und sehn sich an. Da sprach der Arme zum Reichen: “Wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich!“

P.S. Gruss auch an Holger.
Dieser Blog lebt von den Erfahrungen der Praktiker ;-)

holger November 9, 2013 um 18:49

Null

—>>>Was die Alten verbockt haben sollen die Jungen richten?!”

Tja… wer denn sonst?

@ruby

dann sind real die Staaten schon abgeschafft. Und bestehen eigentlich nur noch aus der Steuer Eintreibung mehr nicht.

Dann haben einige eben im DGF recht, der Staat kann sich nur über Steuereintreibung definieren. Dann wird es Zeit, das Gebilde Staat in die Tonne zu kloppen.

Dann gibt es eben Regionen, die sich nicht als Staat definieren.

Obwohl alle Definitionen vom Staat auch auf den “Stadtstaat” passen.

Speckgürtel Bewohner eben.

Ich bin gespannt, wann sich FL mit Dosenbrot Chuck Norris Messer Mc Guyver Kaugummi und nen Klumpen Gold inner Provinz niederlässt.

Obwohl… da wohnt er ja schon. :D Und in einem Kibbuz schreiben wir ja LOL

Morph November 9, 2013 um 19:19

@Hauke

Man kann an dem Thema, glaube ich, etwas Allgemeineres erkennen: Natürlich wäre es ideal, wenn alle Menschen eine völlig freie Verfügungsgewalt über den Platz hätten, wo sie ihren Kopf hinlegen.

Solange dieses Ideal aber nicht erreicht ist (und ich gehe davon aus, dass es for the time being auch nicht erreichbar ist), kann die Agenda nur sein: Besitzerrechte gegen Eigentümerrechte stärken.

Wie gesagt: Klar wie Kloßbrühe.

Aber man merkt eben immer und immer wieder, dass Vertreter der nobelsten Theorien der Welt auch nur kleine Unseresgleichen sind, die letztlich ihren kontingenten Interessen nachgehen. Und seien es eben die eines Pensionärs, der auch im nächsten Jahr seinen Fernosturlaub genießen möchte. Und daher einen Schwachsinn auf den anderen türmen.

Ich finde, solche Leute sollten man verspotten und auslachen, oder meinetwegen auch ignorieren. Aber wer mit denen ernsthaft über Wohnungspolitik diskutieren will, der hat da vielleicht doch die eine oder andere Sorte Birnenquark im Kopf. Oder eben eine Sonderbegabung.

Thor November 9, 2013 um 21:32

Ich denke solange wir das “Ziegenproblem” nicht verstehen, brauchen wir uns um höhers Sphären nicht zu kümmern.

http://www.youtube.com/watch?v=QJYBEmcJ9TU

Think positive November 9, 2013 um 22:26

@Hauke November 9, 2013 um 16:59
Ich vermute mal, der Terminus ‘Kleinbürger’ entstammt einer Gesellschaftsbetrachtung des vorletzten Jahrhunderts und ist heute nicht mehr geeignet, irgendwas zu beschreiben, was sich nicht auf das vorletzte Jahrhundert bezieht. Aber wenn wir uns darauf einigen, dass ‘Bürgertum’ irgendwas mit der Mitte der Gesellschaft zu tun hat, dann ist ‘Kleinbürger’ eher die untere Hälfte der Mitte (muss ja auch noch Großbürger geben). Also Unter-Durchschnitt. Also unterhalb von 1800 Nettohaushaltseinkommen im Monat und ohne Vermögen.

Kein soziologisch Gebildeter wird dem zustimmen. Allerdings ist heute ein gravierendes Defizit an soziologischen Wissen und Denken zu konstatieren.

Unzweifelhaft besteht nach wie vor eine Klassengesellschaft, welche jedoch in der Öffentlichkeit ignoriert oder geleugnet wird.

Zudem gibt es eine große Differenz zwischen subjektiver Zuschreibung des eigenen Sozialstatus und objektiver Analyse.

Vermögen kann man nur dann bilden, wenn das eigene Einkommen über den alltäglichen Reproduktionskosten liegt und die Differenz angespart wird.

Vermögen nicht bilden zu können, weil das Erwerbseinkommen dafür zu gering ist, ist ein typisches Merkmal der Zugehörigkeit zur eigentumslosen Arbeiterklasse, auch Proletariat genannt.

Nur sind die wenigsten Menschen bereit, sich selbst da objektiv zuzuordnen.

Einkommen und Vermögen sind jedoch entscheidende Voraussetzungen zur gesellschaftlichen Teil- und Einflussnahme. Deshalb nehmen ökonomische Kriterien einen entscheidenden Stellenwert bei einer soziologischen Differenzierung der Sozialstruktur ein.

Wer über kein entsprechendes Einkommen und Vermögen verfügt, ist nicht in der Lage, eigenes Wohneigentum zu bilden, weil er den dazu Kredit nicht bekommt, weil ihm aus Sicht der Kreditgeber die erforderliche Bonität (= Kreditwürdigkeit) fehlt.

Das gilt natürlich nicht nur für den Kauf einer Immobilie, sondern für den gesamten Bereich der Kreditvergabe, egal ob für ein unternehmerisches Startup, ein Auto, ein Schiff etc.

Bei der Kreditvergabe entscheiden nur ökonomische Kriterien. Den Banker interessiert nicht, ob der Kreditsuchende promoviert ist oder ein Buch geschrieben hat. Das mögen Kriterien für einen Rang im Sozialstatus im akademischen Milieu sein. Der Banker weiß, dass formale akademische Bildung keine Gewähr für ein sicherer und gehobenes Einkommen bildet. Zu viele Promovierte fahren Taxi oder sind bei Hartz IV gelandet.

Allerdings hat sich Sozialstatus von Akademikern auch im Kontext des Wissenschaftsbetriebes gewandelt. Auch ein promovierter wissenschaftlicher Mitarbeiter, der sich jahrelang nur mit schlechtbezahlten Zeitverträgen über Wasser hält oder sich von Projekt zu Projekt hangelt und keine realistische Chance auf eine Professur hat, hat in der Wissenschaftsszene nur einen geringen Status im Sozialprestige. Er wird auch in diesem Milieu als Loser und akademische Randexistenz angesehen.

Auf der anderen Seite gibt es die Sekretärin oder Direktionsassistentin ohne Abitur und Studium, welche in einem Großunternehmen 7.000 €/m erhält. und kein Problem mit der Finanzierung einer Eigentumswohnung hat.

Angesichts dieser Situation sind bei nicht Wenigen der Frust über ihre Situation und der Neid auf Erfolgreichere und Bessergestellte groß. Und diesen Frust lassen sie in Form von Aggressionen und Beleidigungen im Internet ab, wie man in dies auch in diesem Blog sieht.

Ideen, Vorschläge oder Projekte, wie man zu gesellschaftlichen Veränderungen kommt, sind von diesen Internet-Hooligans nicht zu erwarten.

Folkher Braun November 9, 2013 um 22:48

Nun, der zukünftige Bundesbürger kommt aus Kostengründen in die Blechbox mit ISO- 668- Maßen. In China wurde schon die intermodal- steel- building- association gegründet http://www.isbu-info.org , die Leute wissen halt, dass 20 Jahre Reallohnstagnation hier zu Kostensenkungen bei den Wohngebäuden führen müssen.

holger November 10, 2013 um 08:35

TP

—>>>Wer über kein entsprechendes Einkommen und Vermögen verfügt, ist nicht in der Lage, eigenes Wohneigentum zu bilden, weil er den dazu Kredit nicht bekommt, weil ihm aus Sicht der Kreditgeber die erforderliche Bonität (= Kreditwürdigkeit) fehlt.”

Nein… frag in Monaco nach. Da wo bekanntlich Einkommensmillionäre Milliardäre kein Bauland bekommen, weil keines mehr da.

Auch ist das inner Provinz so. Ausweisung von bebaubaren Flächen.

Es geht hier ja nicht um die armen Schlucker, die keine Verschuldungsmöglichkeit haben. Die dürfen meinetwegen sich nen Zelt nehmen. Gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung. Aber Zelten darf man ja auch nicht wo man möchte.

Der Gesetzgeber bestimmt, wer Wohnbesitzer werden darf. Eigentümer sind die wenigsten… Abteilung Römisch 3 im Grundbuch. 1 – xx Rangstelle nicht belegt = Eigendumm alles andere ist maximal Besitz.

Also ab in die Provinz wegen der Zukunft mit Mindestlohn (Mindestverschuldungsmöglichkeit) und Mietpreisbremse.

Das die EnEV und Plastikdämmung in der Provinz genau so viel kostet wie in HH sollte klar sein.

Hier inner Provinz zahle ich für Wasser incl. Abwasser rund 7 Euronen… :D

Gut, voll erschlossenes Bauland liegt hier inner Provinz zwischen 120 Euronen/m² bis xxx €/m²

Verfaulte Fachwerkhäuser voller Schimmel will keiner mehr haben. Aber wehe der Denk-Mal?Schutz schützt…

Was aber lustig inner Provinz ist, zB in der Großstadt Dransfeld ist, die linke Seite wird in Hann Münden zum Gymnasium geschickt, und die rechte Seite nach Göttingen LOL man kann natürlich auch ne Ausnahmegenehmigung erhalten. :D Thats Provinz… Bauern Tölpel und anderes Zeuchs bestimmt dort.

Dann erkläre doch mal den sozialen Status inner Provinz LOL ab wann ist man angesehener integrierter Bürger im Kaff?

FL meint ja das iss die Zukunft der alte Vereinsmeier :D Meine Omma würde sagen: Janz faanes Maken der FL :D Weisse Weste der typische Schwiegerbengel

Frach mal unseren Dorf Doc, was der vonner Provinz hält. Und sinne Fruh erstemal… und den erstgeborenen von 4 Wänsten ;) LOL der kleine muss in Papas Fußstappen… thats Provinz

Provinz hat zunächst mit Geld wenig zu tun. Hier gibts noch nicht mal nen Bankgeheimnis :D da gibt nur Tratsch thats Provinz

Vor rund 16 Jahren musste ich wegen nicht finanzierbaren, nicht notwendigen Auflagen meinen Laden schließen. Hei wat hebt wir lacht :D Im nachhinein kam heraus alles eingefädelt gewesen thats Provinz… Nasenfaktor

Mein Freund Peter zugezogener aber ein VON im Namen, kann ein Liedchen pfeifen vonner Provinz. Was der nicht alles sei LOL :D Ergebnis: Er haut ab außer Provinz. Weil hier nur dämliche Spacken hausen.

Provinz ist nämlich Neid pur. Thats Provinz

Gerade inner Provinz gönnt man dem anderen noch nicht mal das Schwarze unterm Fingernagel. Hier hat man zu funktionieren. Thats Provinz

Wo man da eine Zukunft sehen kann, dazu muss man eben ideal typischer Schwiegersohn sein.

Meinem “geliebten” Schwippsschwager sollte ich ja dankbar sein, dass er Fruhh nach über 20 Jahren verlassen hat, und vermutlich nackich Karriere auf La Gomera macht. Mit den Worte: “Das kanns nicht gewesen sein” LOL thats Provinz

Ich bin jedenfalls nach 16 Jahren Tratsch ausser Schußlinie. Der gut situierte und Vermögende iss nun Thread Numero Uno :D thats Provinz

Nicht jeder ist Provinz proofed LOL

Egal wie viel Verschuldungsmöglichkeit nun hat oder nicht.

Morph November 10, 2013 um 08:51

@TP

“Kein soziologisch Gebildeter wird dem zustimmen.”

Nach allem, was Du hier von Dir gibst, bist Du der letzte, der das beurteilen könnte.

Dir gehen munter die Kategorien von Klasse, Schicht und Milieu durcheinander, Du vermanschst Deine persönliche Privaterfahrungen mit objektiven Befunden, dass die Dummheit nur so spritzt.

Und zu welchem Behufe wird der ganze Unsinn veranstaltet: Um der Leserschaft von wiesaussieht und in diesem Spiegel Dir selbst zu suggerieren, was für ein voll kritischer und toll durchblickender Hecht Du bist. Und schon immer warst. Von Kindesbeinen an. Ein Leben im Widerstand. Mit Pensionsbezug.

Du bist exakt der Sozialtyp, der in den 1970er Jahren die Gesellschaftskritik verramscht und auf den Hund gebracht hat. Die in ihren linken Kleinzirkeln den dicken Max gemacht haben und jeden Widerspruch gegen sich ad hominem abgebügelt haben, mit lächerlich falschen und schiefen Bezugnahmen auf Marx und Freud.

Die Sozialgeschichte Eures Generationenversagens wird noch geschrieben werden, keine Bange!

Zum Thema Kreditvergabe im Kapitalismus: Hast schon mal das Wort ‘subprime crisis’ irgendwo gelesen? Nein? Well, look it up on the internet!

Und übrigens fühle ich mich sehr gern von Dir als ‘Internet-hooligan’ und ‘loser’ betrachtet. Würdest Du mich als ‘höflicher Zeitgenosse’, als ein ‘winner’, oder, Gott bewahre!, als Deinesgleichen empfinden, wäre das die tiefste Kränkung, zu der Du mir gegenüber fähig wärst! (Die dann aber, unter uns gesagt, auch nicht sooo schlimm wäre).

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 09:34

Danke dem / den Primaten, dass sie Werkzeuge finden :

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/2096728/

http://www.youtube.com/watch?v=HrkVWVgwwfc&list=PLD64EE28D9F0CD076

“Just hurry and don’t be late
You’d better hurry, you may be late”

Eine Zeit als DDD bei CD zum Stand der Technik wurde und Polydor den Peak durchschritt.

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 09:47

@ analogs
Nur mit 33 rpm abtasten lassen
;-)
http://www.vinylrecords.ch/S/SA/Saga/Worlds/saga_worlds_apart.html

Get your
“Worlds Apart”
together please

sadoma November 10, 2013 um 10:59

@ alle

Ich finde es bedauerlich, dass hier oft die Meinungen in persönliche Beleidigungen abgleiten. Wer anderen Menschen den guten Willen abspricht landet sehr schnell bei der Kategorie: “Untermensch” und wo das Endet sollten wir doch ALLE wissen (wir hatten ja gestern den 9.11.).

Ich bitte daher um Wahrung der Umgangsformen und Unterlassung von persönlichen Angriffen. Auch wenn ich persönlich gern zur Gruppenbeleidigung (siehe oben) neige ;-)

Der Grund warum ich hier seit Jahren mitlese ist dass ich von den z.t. extrem weit entfernten persönlichen Meinungen und auch persönlichen Verhältnissen (Betrifft sicherlich auch die Kapitalquote) sehr viel gelernt habe. Daher mein Dank an alle die sich bemühen Ihre Sicht der Welt ohne persönliche Aggression zu vermitteln.

Morph November 10, 2013 um 11:23

@sadoma

Wie meinen? Ohne einen Georg Christoph Lichtenberg, einen Arthur Schopenhauer, einen Karl Kraus (um nur drei deutschsprachige Genies der persönlichen Polemik zu nennen) wäre der Hollocaust nicht möglich gewesen? Ist es das, was Du uns mitteilen möchtest?

Denk da lieber noch mal drüber nach!

Es ist nämlich, deute ich einmal an, exakt und ganz genau andersherum als Du glaubst!

Und wenn Du mich meinst: Ich spreche hier niemandem den ‘guten Willen’ ab. Ich finde vielmehr, dass hier allzuviele glauben, ihr ‘guter Wille’ dispensiere sie von sachgerechtem Argumentieren und von Selbstkritik.

Der gottserbärmliche Zustand des öffentlichen Diskurses besteht ja gerade darin, dass ‘guter Wille’ zum einzigen Inhalt der Selbstdarstellung und der Kritik geworden ist. Und das ist eben der schauerliche Triumph der ‘Emanzipation’.

egal November 10, 2013 um 11:27

@ FL, Schwejk

Eine Sache zur Wohnungsbauförderung.

Zur Erinnerung: Das Fördersystem war absolut bescheuert. Subventioniert wurde die Differenz zwischen Sozial- und Kostenmiete. Die Sozialmiete war keine Markt-, sondern eine normative Miete. Die Kostenmiete, also die tatsächlichen Kosten, unterlagen aber nicht ebenfalls einer normativen Beschränkung, was vermieter- bzw. bauherrenseitig natürlich ausgenutzt wurde. Die Kostenmieten im geförderten Wohnungsbau waren so hoch wie die Marktmieten für Penthousewohnungen.

Ende der 90er daher: der Markt soll es richten. Subventioniert werden nicht mehr Objekte, sondern Subjekte (die einkommensschwachen Mieter). Normative Deckelung über die übernommene Miethöhe.

Folge 1: Mit Ablauf der Förderung kamen hunderttausende Wohnungen auf den Markt, die im Mietspiegel wie Neuvermietungen wirkten.

Folge 2: Im unteren Preissegment stiegen die Mieten auf die maximal staatlich übernommenen Mieten. In Berlin z. B. kosteten nach Einführung von Hartz IV schnell alle neuvermieteten HIV-geeigneten Wohnungen so viel, wie die Jobcenter maximal übernahmen.

In Berlin dürfte ein nicht unbedeutender Teil des Mietanstieges Seiteneffekt der geänderten Subventionspolitik sein. Weil der langsam ausläuft, steigen auch die Mieten mittlerweile langsamer.

Was im Verantworungsbereich des Landes Berlin z. Z. nach meinem Eindruck vor allem fehlt: eine kompetente Verwaltung. Nach wie vor werden im Innenstadtbereich z. B. eingeschossige Lidlbauten genehmigt, oder außerhalb des S-Bahnrings Eigenheimsiedlungen. Gegen Lehrstand, Nutzungsänderung und unterlassene Instandhaltung wird trotz rechtlicher Möglichkeit nicht vorgegangen. Die Lückenbebauung ist wegen im Einzelfall unsinniger Vorschriften (Stellplatz) wirtschaftlich oft nicht möglich. Über eine Änderung der Liegenschaftspolitik wird seit Jahren geredet, ohne das sich substaniell etwas geändert hätte.

Das Problem mit der Miete heißt Kapitalismus. Aber in Berlin kriegt man das Problem voll zu spüren.

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 11:29

Neigung zur “Gruppenbeleidigung” – gefällt;
kann Mensch (Zugehörigkeit, Betroffenheit) sich so richtig aufregen und geistige Aktivitäten entfalten
;-)

Morph November 10, 2013 um 11:30

@sadoma

Doch, einem spreche ich in der Tat den ‘guten Willen’ ab: mir selber! Jedenfalls in Fragen der öffentlichen Sache. In diesen Fragen habe ich besondere Interesen!

Und ich würde allen empfehlen, ihren ‘guten Willen’ für ihre Privatverhältnisse zu reservieren, und in öffentlichen Angelegenheiten vor aller Gemeinschaftsseligkeit die Partikularität der eigenen Interessen zu reflektieren und konsequent (!) zur Geltung zu bringen.

sadoma November 10, 2013 um 11:34

@Morph

ich musste als Angehöriger des Proletariats (TP danke für diese Erkenntnis TP) erst mal im Duden nachschauen

Polemik: “scharfer, oft persönlicher Angriff ohne sachliche Argumente [im Rahmen einer Auseinandersetzung] im Bereich der Literatur, Kunst, Religion, Philosophie, Politik o.?Ä.”

nun ich habe grundsätzlich nichts gegen Polemik wenn Sie als solche erkennbar ist ;-)

Ich dachte jedoch dieser Blog dient der konstruktiven Auseinandersetzung (mit sachlichen Argumenten) und nicht der Selbstdarstellung. Sollte ich hier die letzten Jahre was falsch verstanden haben entschuldige bitte ;-)

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 11:37

@ Morph

Deine “teufelsgeniale” Verlorenheit des privaten Insichgehens …
Und das ist eben das glorreiche Desaster der “Unterordnung”

sadoma November 10, 2013 um 11:40

@morph

“Doch, einem spreche ich in der Tat den ‘guten Willen’ ab: mir selber! Jedenfalls in Fragen der öffentlichen Sache.”

Dann hätte ich mir ja meinen letzten Beitrag schenken können. Ist aber schon erstaunlich dass jemand der keinen Guten willen in Fragen der öffentlichen Sache hat sich in einem öffentlichen Forum so vehement äußert. Schade eigentlich das du dich somit selbst außerhalb der Gesellschaft stellts :-(

P.S.

.”…was Kant unter einem “guten Willen” versteht. “Gut” ist für Kant derjenige Wille, der ausschließlich durch Gründe der praktischen Vernunft bestimmt wird und nicht durch Neigungen. “

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 11:42

Führt Polemik zum Lernen mit Erkenntnisgewinn?
Ohne sachliche Argument fühlt “man” sich doch ziemlich nackt …
Selbstdarstellung pur …???!!!

chabis November 10, 2013 um 12:07

Rückblick auf nen Rückblick (1988 N.Luhmann/U.Jäggi- mit Zahlendreher) nimmt vielleicht ein bisschen Dampf ausm Faden:

N.Luhmann
“Die Kritik und die Rebellion finden nicht außerhalb der Gesellschaft, sie finden innerhalb der Gesellschaft statt. Das weiß man seit 1971 – seitdem Edmund Burke die Französische Revolution beschrieb. Man kann nicht unschuldig bleiben.

Die Theorie hat nicht das letzte Wort. Wenn sie als Kommunikation Erfolg hat, verändert sie die Gesellschaft, die sie beschrieben hatte; verändert damit ihren Gegenstand und trifft danach nicht mehr zu. So hat die sozialistische Bewegung zu einer Marktunabhängigkeit der Arbeitspreise geführt – eine Tatsache, mit der wir nun leben müssen. So hat die Partizipationsbewegung der 68er, soweit sie sich auswirken konnte, zu riesigen Partizipationsbürokratien geführt und damit zu einem immensen Zuwachs an organisierten Entschuldigungen dafür, daß nichts geschieht, – einer Tatsache, mit der wir nun leben müssen. Die Wirklichkeit sieht anders aus als die Theorie, die sie herbeiführen wollte. ….

Auf der Ebene der theoretischen Beschreibungen muß man alledem entnehmen, daß es keinen Standpunkt außerhalb der Gesellschaft und in moralischen Dingen keine unschuldigen Positionen gibt, von denen aus man die Gesellschaft “kritisch” beschreiben und Vorwürfe lancieren könnte. Wir haben keine Labyrinththeorie, die erforschen und dann voraussagen könnte, wie die Ratten laufen. Wir selbst sind die Ratten und können bestenfalls versuchen, im Labyrinth eine Position zu finden, die vergleichsweise bessere Beobachtungsmöglichkeiten bietet.”

U.Jäggi
“Und jetzt spiel ich für einen Moment den Lehrer: Kotzen, Niklas Luhmann, kotzen. Nachher ist, so Gott will, der Kopf klarer. Um nochmals Michel Serres zu bemühen: “Als lebende Fresser von Lebewesen überleben wir, unterschiedlich gut, in der Sturzflut, die von der Sonne ausgeht. Als Sender und Empfänger von Signalen überleben wir in der Sturzflut, die zum Datensee strömt. Als gute Unterhalter und Gäste an der Tafel der Welt suchen wir leichtgewichtige Signale gegen die Objekte der Sonne zu tauschen.” Man muß nur das Wort Sonne gegen das Wort Gesellschaft austauschen.

Wir tun so, als wüßten wir. Ob wir aus der Parasitenrolle schlüpfen können.”

http://organisationen.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/41030x030A/rewrite/blk/BLK2/blk2-16.htm

Morph November 10, 2013 um 12:14

@sadoma

“Ich dachte jedoch dieser Blog dient der konstruktiven Auseinandersetzung (mit sachlichen Argumenten) und nicht der Selbstdarstellung.”

So ein Blog hat keine eindeutige Funktion. Man kann natürlich wünschen, dass sich alle Beiträger ganz der Klärung von Sachfragen verpflichtet fühlen. Aber sehr realistisch ist ein solcher Wunsch nicht.

@TP argumentiert hier in diesem thread für das Privateigentum an Mietobjekten. Und er macht das mit allerlei windigen rhetorischen Tricks. Ehrlich wäre, wenn er sagen würde: Meine persönliche ökonomische Situation beruht auf dem Funktionieren finanzstarker Immobilienfonds und deshalb bin ich persönlich für einen prosperierenden Wohnungsmarkt.

Aber nein, da wird auf plumpeste Weise das Privateigentum an Wohnungen (gegen das niemand irgendetwas einzuwenden hat, solange die Leute in ihrem Eigentum wohnen) mit dem Privateigentum an Mietobjekten vermischt und zur gesellschaftlich einzig satisfaktionsfähigen Lebensform stilisiert: Privatvermögen ist nach @TPs Meinung notwendige und hinreichende Bedingung dafür, eine gesellschaftlich relevante Person zu sein.

Das ist empirisch schlicht falsch: in allen gesellschaftlichen Bereichen außerhalb des geldwirtschaftlichen Handels (!), nämlich in Politik, in Wissenschaft, im Recht, in der Kunst, in der Religion usw. üben die einflussreichen Personen ihren Einfluss unabhängig von ihrem Vermögen aus, und ihre Leistung werden unabhängig von ihrem Privatvermögen evaluiert.

Zu glauben, dass ein Richter über ein Vermögen verfügen muss, um rechtskräftige Urteile zu fällen, oder dass ein Wissenschaftler über ein Vermögen verfügen muss, um fachwissenschaftlich akzeptable Erkenntnisse zu publizieren, ist einfach grotesk!

Privatvermögen ist sicher EINE Form, die heute gesellschaftlichen Einfluss ermöglicht. Sie für die EINZIGE Form zu halten, kann nur jemandem plausibel scheinen, dessen geistige Möglichkeiten zu beschränkt sind, um politische, rechtliche, künstlerische, wissenschaftliche, religiöse Kompetenzen auch nur DENKEN zu können.

Das sind eben so Leute wie Dieter Bohlen. Oder eben unser @TP.

Voll die Elite! ;-)

sadoma November 10, 2013 um 12:46

@chabis

Danke, solche Beiträge sind der Grund warum ich mich oft Stundenlang durch (aus meiner Sicht) irrelevante Textwüsten quäle ;-)

@morph
Das sind nun echt Starke sachliche Argumente denen ich mich nicht verschliessen will. Ich persönlich konnte jedoch in den letzten 10 Jahren hier nicht öffentlich wirksam werden weil mein Existenzkampf dies leider nur schwer zuläßt :-(

Die von dir oben beschriebenen Personen (Richter, Wissenschaftler, Politiker) sind übrigens alle vom Vermögensfluss der Gesellschaft in Form von Entlohnung abhängig. Das sollte DIR doch zu denken geben?

Wir bleiben halt doch alle Parasiten ob wirs nun wollen oder nicht ;-)

Think positive November 10, 2013 um 12:49

Die Wohnungsproblematik in Deutschland hat folgende strukturelle Hauptursachen:

1. zu niedrige Löhne
2. zu hohe Arbeitslosigkeit
3. Massenverarmung durch Hartz IV
4. Wohnungsmangel durch fehlende staatliche Strukturmaßnahmen.

Heute besitzt nur ein kleiner und kleiner werdender Prozentsatz der Arbeitsbevölkerung besitzt ein ausreichend großes Erwerbseinkommen, um eigenes Wohneigentum bilden zu können. Diese kleiner werdenden Mittelschichten habe ich als Kleinbürgertum bezeichnet.

Es wäre interessant, zu analysieren, wie viel Prozent der Bevölkerung der BRD heute überhaupt noch von ihrem Einkommen her in der Lage sind, ein eigenes Wohneigentum zu bilden. Ich nehme an, dass es sich hierbei um eine kleine Minderheit handelt. So wie @Hauke oben schreibt:
„Mich betrifft Gentrifizierung seit ich in Berlin lebe. Alle meine Freunde betrifft es. Und deren Kinder. Ok, einen nicht. Der ist Arzt. Alle paar Jahre umziehen, jeder zieht woanders hin, bis alle über die ganze Stadt verteilt sind.“

Vielleicht kennt jemand dazu Zahlenangaben.

Im historischen Rückblick wird deutlich, dass diese Situation in den 60-er und 70-er Jahren völlig anders war. Nach meiner Erfahrung waren damals auch viele der „kleinen Leute“ in der Lage, eigenes Wohneigentum zu bilden. Das zeigt die damalige Bauaktivität ganz deutlich. Das sind die Generationen der Eltern und Großeltern.

Entscheidendes Moment bei dem gesellschaftlichen Strukturwandel ist der wissenschaftlich-technische Fortschritt mit Automatisierung und Roboterisierung, der zur Freisetzung menschlicher Arbeitkraft führt.
Dies allein würde nicht zu Massenarbeitslosigkeit führen, wenn im gleichen Umfang die Arbeitszeit per Gesetzgebung verkürzt würde. Arbeitslosigkeit ist daher immer Resultat von Strukturpolitik und kein Resultat der “invisible hand” des Marktes.

Allerdings ist Arbeitslosigkeit ein Mittel der Lohnsenkung und somit der Profitmaximierung. Und liegt daher im Interesse der Kapitaleigner. Mit der Folge einer allgemeinen Volksverarmung.

Insofern ist die Feststellung einer „Proletarisierung“ ist keineswegs abwertend gemeint, sondern analytisch. Sie zeigt einen Strukturwandel der Gesellschaft, nämlich massenhafte Verarmung. Die arbeitende Bevölkerung hat sich arm gearbeitet.

Und die daraus resultierende Schlussfolgerung ist:
Es wird eine Strukturveränderung des Systems benötigt.

OT:
Möglicherweise kommt es demnächst in der Schweiz zu einer Strukturreform, die einer kleinen Revolution gleicht, wenn
a) die 1:12 Initiative bei der Volksabstimmung in 14 Tagen (24.11.2013)
http://www.juso.ch/de/1-zu-12-Initiative
und
b) 4000 Franken Mindestlohn beim Referendum Anfang 2014
vom Volk beschlossen werden sollten.

Exzessive Löhne sind in der Schweiz ein historisch neueres Phänomen: 1984 lag die Bandbreite bei den größten Unternehmen noch bei 1:6, 1998 schon bei 1:13 und in den letzten 15 Jahren bei 1:43.

sadoma November 10, 2013 um 13:11

@TP

Teile voll und ganz deine Meinung das Thema Lohngerechtigkeit wäre unbedingt ein eigenen Diskus wert. Steckt schließlich das Wort Gerechtigkeit drin und dann wirds immer spannend weil dies immer mehr als eine Person betrifft ;-)

Zum Thema Lohngerechtigkeit gibts übrigens sehr gute soziologische Untersuchungen die das Schweizer Modell befürworten (Im Sinne von glücklicheren Individuen und einer
glücklicheren Gesellschaft).

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 13:20

@ chabis

Zu Edmund Burke und der Französischen Revolution
Als Spass- Numismatiker nehme die 5-Euro-Sibermünzen
Freiheit
Gleichheit
Brüderlichkeit
in die Hände und erfreue mich an der Sinnlichkeit des Geldes
http://www.goodreads.com/work/quotes/154445-reflections-on-the-revolution-in-france

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 13:24

Freie Journalistin?
http://www.randomhouse.de/Paperback/Wir-muessen-leider-draussen-bleiben-Die-neue-Armut-in-der-Konsumgesellschaft/Kathrin-Hartmann/e380628.rhd
hat dem Krumrey ganz schön alt aussehen lassen im Presseclub,
der guckt immer so schön leer.
Wieviel Bundeszuschuss soll es denn sein auf Verzicht der Beschäftigten und Begünstigung der Immobileneigentümer?

sadoma November 10, 2013 um 13:31

@Ritter “ruby”

diese Sendung hab ich auch parallel verfolgt und musste ebenso laut Lachen. Der Krumrey ist für mich das Symbol des (zukünftigen) gescheiterten konservaativen Denkens. Schön das die Jugend hier mal was entgegenhielt. Schade nur das Krumrey vom Moderator das Schlusswort bekam, was sehr traurig war ;-)
Die herrschende Elite in den Medien ist leider auch intellektuell mit den Gedanken der “Krumreys dieser Welt” verseucht. Es ist schade das Deutschland nur wenige hat die dieser Gehrinwäsche was entgegen setzen können. Dazu gehört auch Frau Hermann ;-)

Podcast – Fragen an den Autor | 04.11.2013 | Dauer: 03:33:55 | SR 2 – fragen-an-den-autor@sr-online.de

http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=15794&pnr=0

Think positive November 10, 2013 um 13:51

@ sadoma

Kommen die beiden Schweizer Initiativen durch, dann wird nach meiner Kenntnis erstmalig seit dem WKII in einem westlichen Land der Preis der Ware Arbeitskraft gesetzlich reguliert werden: Mindestlohn und Maximallohn.

Hohe Löhne, niedrige Arbeitslosigkeit, Nichtbeteiligung an Kriegen und ein sehr gutes Bildungssystem sind die Hauptursachen des ökonomischen Erfolgsmodells der Schweiz.

Entscheidend ist jedoch die direkte Demokratie, wodurch das Volk direkten Einfluss auf die Gesetzgebung besitzt.

Übrigens hatte in der Geschichte der Schweiz die SP Schweiz bislang nie die Mehrheit und deshalb auch keine Möglichkeit, ihre Klientel zu verraten. :-D

Zum Thema Lohngerechtigkeit gibts übrigens sehr gute soziologische Untersuchungen die das Schweizer Modell befürworten (Im Sinne von glücklicheren Individuen und einer glücklicheren Gesellschaft).

Auch bezüglich der Gesundheit und Lebenserwartung.
Soziale Gerechtigkeit und Sicherheit reduzieren den heutigen Krankheitsfaktor Nr. 1, den psychosozial bedingten Stress.

sadoma November 10, 2013 um 13:56

@TP

korrekt, dann hoffen wir mal beide das dieses Thema durch kräftige Kernerarbeit von allen Diskurswilligen in den nächsten Jahren in die breite Öffentlichkeit getragen wird. Die Schweiz habe ich eh immer als Modell-Labor empfunden dass uns Teutonen halt um ein paar Jahre/Jahrzehnte/Jahrhunderte vorraus ist ;-)

Morph November 10, 2013 um 14:11

@sadoma

“Die von dir oben beschriebenen Personen (Richter, Wissenschaftler, Politiker) sind übrigens alle vom Vermögensfluss der Gesellschaft in Form von Entlohnung abhängig. Das sollte DIR doch zu denken geben?”

Yep. Und die Steuerleute der Vermögensflüsse können ihr mehr oder weniger nützliches Werk nur verrichten, weil Richter, Wissenschaftler und Politiker in den rechtlichen, wissenschaftlichen und politischen Sozialstrukturen ihrerseits ein mehr oder weniger nützliches Werk verrichten. Und das sollte DIR zu denken geben.

Und sicherlich ist die Schweiz ein ganz spezieller Fall mit seinem Geschäftsmodell globaler Blutgeldverwaltung. Wer das ao wunderbar finden will, braucht dazu schon ganz, ganz viel ‘guten Willen’! ;-)

Aber Schluß jetzt mit Prokrastinieren. Immer wieder lass’ ich mich verführen, auf das Deppengeschwätz zu reagieren. Aaarrgh! :-)

/dev/null November 10, 2013 um 14:19

@sadona
Die Schweiz habe ich eh immer als Modell-Labor empfunden dass uns Teutonen …

Da schliesst sich der Kreis!
Im weitesten Sinne kann man die Schweiz auch als ‘Provinz’ (zb Narbonnensis, Germania superior, Raetia, Gallia Transpadana) bezeichnen. Möglicherweise hat FL darauf angespielt.
Die Schweiz ist ja auch schon heute beliebtestes Auswanderungsland (http://bit.ly/1gAQ0XZ).
Die Zukunft dort zu sehen, benötigt kein Blick ins Weinkristallglas.

/dev/null November 10, 2013 um 14:20

(wobei ich die Schweiz nicht besonders gut finde. Dh ich hab keine persönlichen Abneigungen aber eben auch keine Zuneigungen. Halt ein Land, dass man am besten im Flieger überquert.)

sadoma November 10, 2013 um 14:31

@morph

du bist schon ein ganz besonderer Spassvogel.

Vollgendes Buch über die Schweizer Bankenwelt:

http://www.amazon.de/Unter-Bankstern-Der-legalisierte-Bankraub/dp/3938175486

habe ich gelesen und (hoffentlich) in mein Denken integriert.
Uumso erfreulicher finde ich daher dass dennoch (oder gerade deswegen) die “Gerechte Lohnbewegung” aus der Schweiz kommt.

Das wars von meiner Seite für heute muss zurück zum Existenzkampf ;-)

holger November 10, 2013 um 14:42

Think positive November 10, 2013 um 12:49
Die Wohnungsproblematik in Deutschland hat folgende strukturelle Hauptursachen:

1. zu niedrige Löhne
2. zu hohe Arbeitslosigkeit
3. Massenverarmung durch Hartz IV
4. Wohnungsmangel durch fehlende staatliche Strukturmaßnahmen.”

Dümmer gehts nümmer? Und warum iss das in Italien genau anders rum?

chabis November 10, 2013 um 14:50

@sadoma
Nicht von ungefähr kommen scharfe Bankenkritiker, Kenner der Materie, aus der Schweiz – aktuell (Lesebefehl von C.Seibt):

http://blog.dasmagazin.ch/2013/11/01/die-verpasste-chance/

holger November 10, 2013 um 14:51

Deutschland Schland der 7.000 Euronen Brutto Schwanz aufblasmaschinen im Vorstands Büro…

LOL :D

Muhahahhaaaaaa frach mich nur, was passiert wenn die Sozialisten ihre Steuer Keule raus holen…

Ich sachs ja, staatliche Container mit EnEV Zulassung wären nicht das schlechteste.

25 m² Wohnraum so um die 10.000 Ocken Invest. Laut HIV rund 50 m² für einen einzel Häftling, macht dann 20.000

Macht 20.000 Ocken, 6% Rendite für Pensionen… macht dann 1.200 Ocken/anno oder einen Mietpreis, von rund 100 Euronen im Monat. :D

Wozu ne Mietpreisbremse? Inner Provinz? mit Mindestlohn?

Ach ja ich hab vergessen irgendwo iss ja die Zukunft :D

holger November 10, 2013 um 14:56

Das natürlich in Berlin im Kiez bei 6 Meter Deckenhöhe, die Wärme nicht mehr auf dem Fußboden kommt, iss ja klar… Das hat aber was mit Physik zu tun. :D

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 15:29

Danke chabis,
kann leider nicht so gut in Worte fügen wie die “Pflichtlektüre”

chabis November 10, 2013 um 15:54

@ruby
Um es klarzustellen, den Hinweis auf den Artikel hab ich von
https://twitter.com/ConstSeibt
Der Autor ist ein anderer.

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 16:02

@ chabis
Aber Du hast die Verknüpfung im Netz gemindmapped !

chabis November 10, 2013 um 16:06

Und noch zum Thema Bankenkrise – Interview mit Nobelpreisträger E.Fama, Entwickler der ‘Effizienzmarkthypothese’ :

“War es richtig, dass die Regierung und das Fed in der Finanzkrise alle Banken ausser Lehman Brothers gerettet haben?

Ich habe das gehasst.

Warum?

Weil es eine Perversion des Marktes ist. Nun erwartet jeder, dass diese Banken wieder rausgehauen werden, wenn sie das nächste Mal in Schwierigkeiten sind. Es werden furchtbare Anreize gesetzt – beispielsweise, weiterhin hohe Risiken einzugehen. Es wäre viel besser gewesen, die Banken vorübergehend zu verstaatlichen, ihnen die Zahlungen von Dividenden zu verbieten und sie zu zwingen, ihr Eigenkapital zu stärken; jedenfalls sehr viel umfassender, als das nach den jetzigen Vorschlägen der Fall ist. Und das alles so lange, bis sie die dem Staat entstandenen Verluste zurückgezahlt hätten. Banken brauchten sehr viel mehr Kapital, so dass sie ohne grössere Folgen pleitegehen könnten.”

http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/banken-brauchen-mindestens-25-prozent-eigenkapital-1.18182213

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 16:57

Ob der Eugene den Harold Pinter der WiWi bei der Preisannahmedankesrede macht?

Muß jetzt mal ganz schnell die Blase entleeren, mit empirischer Evidenz
;-)

“Meine Kollegen George Stigler und Sam Peltzman haben Regulierungen ihr ganzes Leben lang analysiert und kommen zu dem Ergebnis: Egal, wie man die Regulierung gestaltet, am Ende wird sie von Menschen umgesetzt. Die Regulatoren werden aber nicht so gut bezahlt wie die Menschen, die sie kontrollieren sollen, und deswegen zieht der Beruf des Regulators auch nicht die besten Leute an. Das Schlimmste ist, dass die Regulatoren letztlich oft im Sinne der Leute agieren, die sie eigentlich kontrollieren sollten. Selbst eine perfekt entworfene Regulierung wird nie perfekt implementiert werden.”

oder jenseits des Cashs …

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 17:27
Ritter "ruby" November 10, 2013 um 17:29
sadoma November 10, 2013 um 17:46

@Ritter “rubby”

jetzt hast du mich doch wieder so weit ;-)

Dazu passt wie die Faust aufs Auge folgender Auszug aus dem Tageskommentar von Egon. W. Kreuter (http://www.egon-w-kreutzer.de/)

….Was wir erleben – und in den nächsten Wochen noch verstärkt erleben werden, ist Angela Merkels strategisches Spiel um die Zuweisung der Schuld am Scheitern der Verhandlungen. Die SPD, will sie sich als verantwortungsvolle, staatstragende und regierungsfähige Partei erweisen, um mitregieren zu dürfen, kann nur nachgeben.

Fehlt es den Genossen an der Spitze irgendwann im Laufe der Gespräche an der immer noch zusätzlich geforderten Verbiegbarkeit, ist der Abbruch der Verhandlungen für Nahles, Gabriel & Co. gleichbedeutend mit dem politischen Genickbruch. Es wird Neuwahlen geben, und die SPD, die sich als nicht kompromissbereit gezeigt hat, wird auch noch von jenen 44% abgestraft, die nach den Angaben der Demoskopen immer noch für die große Koalition sind.

Lassen sich die Obergenossen jedoch soweit verbiegen, dass man von ihnen sagen könnte: “Jene, die die Wirbelknochen biegen können wie die Rochen kommen heil durch die Epochen”, steht das wahrscheinlich schon tausendmal bereute Versprechen an die Parteimitglieder dräuend vor der Tür: Die Abstimmung über den Koalitionsvertrag.

Wenn sich die Spitze im Gegenwind zu sehr verbiegt, werden auch die Wurzeln den Baum nicht mehr halten wollen. Das Nein der Basis wird mit jedem Nachgeben der Spitze wahrscheinlicher, und wieder wird es die SPD sein, die die Bürger zu deren Verdruss noch einmal an die Urnen zwingt.

Gäbe die Spitze jedoch nur wenig nach, so dass im Koalitionsvertrag noch eine deutliche sozialdemokratische Handschrift zu erkennen wäre, würde Merkel erklären, den Genossen fehle es an jeglicher realer Einschätzung der finanziellen Lage der Republik, sie wollten mit Gewalt die Steuern erhöhen oder die Schulden in die Höhe treiben, könnten nichts als Geld ausgeben und würden Deutschland über kurz oder lang in griechische Verhältnisse manövrieren. Sie jedoch, mit dem perfekten Augenmaß für jede Art von Alternativlosigkeit, werde das Staatsschifflein auch die nächsten vier Jahre sicher um alle Klippen herumführen, schenkte ihr der Wähler nur das notwendige Vertrauen.

Schon am 24. September hielt ich Neuwahlen für den wahrscheinlichsten Weg, aus der knapp verfehlten absoluten Mehrheit doch noch etwas Rechtes zu machen.

Inzwischen habe ich kaum noch Zweifel daran, dass Angela Merkel im Grunde Neuwahlen haben will, dass alles Koalitionsverhandeln nur dem Zweck dient, Zeit zu gewinnen, um sich selbst – und die neue Lindner-FDP – neu zu positonieren und dabei ganz nebenbei auch noch den Rest der Glaubwürdigkeit der SPD zu demolieren.

Alles, was dazu zu beobachten ist, spricht für diese Absicht – und das Verhalten der SPD zeigt, dass der Plan wohl aufgehen wird…..”

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 19:09

Netzexperiment zur Immunitätsstärkung / für konkret positives Handeln :

überlege, welchen Musiktitel Du mit Deinen besten, kreativsten, schönsten Gedanken und Ideen verbindest.

können wir ja hier und überall im Netz vorstellen.

gibt soviel Kraft, Fantasie und Motivation,
dass ziemlich viel real bewegt werden wird !

@ sadoma

Die SPD hat doch intelligente Spieler und Spielerinnen , die eiskalt eine Siegesstrategie durchziehen oder was ?
Wer will schon underperformen …

Ritter "ruby" November 10, 2013 um 19:27

Buche eine Landpartiefahrt mit ganz ohne Worte, nur frische Provinzluft :
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/spd-kommandantin-nahles-12656714.html
Sahra – dran bleiben :
http://www.youtube.com/watch?v=-M4vDOPMPX8
Sven – weiter “ackern” …

sadoma November 10, 2013 um 19:33

@ritter Ruby

Sven hat aber auch einen Link verdient ;-)

http://www.sven-giegold.de/

holger November 10, 2013 um 21:25

Ich gehe mal davon aus, dass FL Morgen keine Frühkritik des Jauchschens Thema erstellt.

:D

holger November 10, 2013 um 21:26

des heutigen Themas meinte ich… :D

Schatten November 10, 2013 um 22:28

@Schweizer Lohngerechtigkeit

Die nützt vor allem den Aktionären, sinken doch die Lohnkosten für das höhere Management gewaltig, womit die Profite steigen sollten… – es sein denn, für solche Löhne finden man nur Manager, die schlechter sind, als die vorherigen, dann sinken die Profite.

Was das allerdings mit Gerechtigkeit zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht – eher was mit Eigentum vs Besitz und der Prinzipal-Agent-Theorie.

sadoma November 11, 2013 um 07:25

@schatten

wieso die Profite für die Aktionäre in einer Wettbewerbswirtschaft steigen sollten wenn man die Spielregeln für alle Wettbewerbsteilnehmer gleichwertig ändert leuchtet mir nicht ein. Die ach so tollen Mangaer werde auch nicht schlechter wenn man das Lohnnievau dieser Gruppe kolletiv anpasst, die Menschen bleiben schießlich die gleichen ;-)
Wenn du darauf hinaus, dass wir schon lange keine echte Wettbewerbswirtschaft mehr haben sondern von Monopolisten ausgebeutet werden. Darüber könnte man reden.

Andreas Kreuz November 11, 2013 um 08:38
Schatten November 11, 2013 um 10:52

@sadoma

“wenn man die Spielregeln für alle Wettbewerbsteilnehmer gleichwertig ändert”

Wieso für alle? Nur für die Schweizer!

Abgesehen davon bedeuten geringere Ausgaben bei hoffentlich gleichbleibenden Einnahmen was?

sadoma November 11, 2013 um 11:11

@schatten

umso besser für die Schweizer, dann können Sie das gesparte Kapital im Wettbewerb einsetzen wie jede Firma es für am besten hält!

Geringere Ausgaben bei gleichbleibenden Ausgaben bedeutet das neues Potential für den Wettbewerb verfügbar ist. Die Frage ist nur ob man dieses Potential nutzen will oder es an die Aktionäre weiterleitet. Letzteres wird im Wettbewerb nicht lange gut gehen da die Firma Marktanteile verlieren wird ;-)

Think positive November 11, 2013 um 11:30

@Schatten November 10, 2013 um 22:28
Die nützt vor allem den Aktionären, sinken doch die Lohnkosten für das höhere Management gewaltig, womit die Profite steigen sollten… – es sein denn, für solche Löhne finden man nur Manager, die schlechter sind, als die vorherigen, dann sinken die Profite.
Was das allerdings mit Gerechtigkeit zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht – eher was mit Eigentum vs Besitz und der Prinzipal-Agent-Theorie.

Versuchen wir, uns der Frage mit einem praktischen Beispiel zu nähern.

Nehmen wir an, 10 Leute sind am Backen eines großen Kuchens beteiligt.

Was wäre eine gerechte Aufteilung?

Der Kuchen wird in 100 Stücke geschnitten. Würde man ihn gleich aufteilen, würde jeder 10 Stücke bekommen. Aber einer war der Manager, der die Leitung innehatte.

Gegenwärtig beträgt die Lohnspreizung 1 : 43.

Also bekommt der Manager nach gegenwärtigem Stand das 43-fache. Wie werden die Kuchenstücke verteilt.
100 Stücke werden geteilt durch (43 + 9) = 1,923
Der Manager erhält 43 x 1,9 = 82,692 Stücke.
Die restlichen 9 erhalten je 1,923 Stücke.

Multipliziert mit 9 ergibt zusammen 17,308 Stücke.

Machen wir die Gegenprobe: 82,692 + 17,308 = 100 Stücke.

Stimmt also. Der Kuchen wurde nach heutigem, neoliberalen Verständnis ganz markt- und leistungsgerecht verteilt.

Bei Lohnspreizung 1 : 12 würde der Manager 57,14 Stücke erhalten, die 9 restlichen Mitarbeiter je 4,762 Stücke.

Nun kommt vielleicht der Einwand, das Beispiel sei nicht zutreffend. Denn in einem Betrieb mit 10.000 oder 100.000 Mitarbeitern sei die Verteilung anders.

Nein, ist sie nicht. Denn sie ist auch dann 1 : 43.

Das Argument, dass man bei 1 :12 nicht so gute Manager bekommen würde, wird zwar immer von der Gegnern der 1 : 12-Initiative vorgebracht, ist jedoch keineswegs überzeugend.

1 : 12 bei 4000 Franken Mindestlohn macht 48.000 Franken pro Monat und 576.000 Franken pro Jahr. Zu dem Lohn kommen dann noch Sondergratifikationen wie Boni etc.

Dafür soll man keine erstklassigen Manager bekommen?
Ein lächerliches Argument.

Was erhalten denn High Professionals und Spitzenkönner in anderen Bereichen?
Z. B. Professoren, Ingenieure, Ärzte etc.?

sadoma November 11, 2013 um 11:50

@schatten

hat dein Papi der vor 30 Jahren ja sicher auch Manager war (bei geringerer Lohnspreizung) schlechter gearbeitet ?

Ritter "ruby" November 11, 2013 um 12:08

Kalkulatorische Gewinnsätze ( x% auf die Kosten) senken bei geringeren Lohnkosten/Managementgehälter die Preise und damit die Umsatzerlöse, was zu niedrigeren Gewinnauszahlungen oder Thesaurierungen führt.
Wofür die gesparten Kosten bei nicht angepassten Preisen neukalkuliert/verplant werden sollen ist eine Umteilungsfrage.

Think positive November 11, 2013 um 12:13

a) Wieviel sind 1785 Euro multipliziert mit 365?

b) Warum ist dies interessant?

Think positive November 11, 2013 um 12:20

Antworten:

zu a) 651525 € sind das Jahresnettoeinkommen eines bekannten „Leistungsträgers“®.

zu b) Legen wir eine 40 Std-Woche zugrunde und 174 Std./Monat, so wären dies bei einem Mindestlohn von 8,50 €/ Std. monatlich 1479,00 € brutto und laut SPIEGEL Brutto-Netto-Rechner ohne Kirchensteuer 1.080,41 € netto/Monat.

Pro Jahr also 12964,92 € netto.

Das wäre knapp ein 1/50 jenes bekannten „Leistungsträgers“®.

Trotzdem wird vor der Gefahr gewarnt, welche ein Mindestlohns in Höhe von 8,50 € – angeblich – darstellt:

So überfällig der Mindestlohn ist, so fatal ist seine Höhe von 8,50 Euro. Er wird wie ein Kostenschock auf die ostdeutsche Wirtschaft wirken, Jobs vernichten und ökonomische Schwäche zementieren. (Robert von Heusinger in „Berliner Zeitung vom 10.11.2013)

Zum Hintergrund:
http://www.rp-online.de/sport/fussball/bundesliga/karl-heinz-rummenigge-ist-offiziell-vorbestraft-aid-1.3806037

Ritter "ruby" November 11, 2013 um 14:58

Politikwechsel jetzt heißt die schwachsinnigen Ergebnisverlautbarungen der GroKoKommissionäre abzulehnen.
Allein die Mindestlöhne von 8,50 sind im europäischen und branchenspezifischen Kontext asoziales gewinnverlagerndes gedeckeltes abkassieren zu Gunsten eigenkapitalorientierter Klientelpolitik der Vermögens-, Versteuerungverschleierungsumverteilungskünstlerinteressenbande.
Soforteinstellung staatlicher Refinanzierung dieser asozialen Verschiebepraxis, -taktiken, -strategien.
Gift es noch Reste von grundgesetzlicher Tarifautonomie oder nur Staatsmonopolkapitalisten – STAMOKAPs ?
Beschäftigten nehmen Bankstern geben …
Macht euch mal die realen Zahlen, Dimensionen deutlich.
Ganz große, geniale Verarschung im Politklimbim einer GroKoShow der Mainstreammedien.

sadoma November 11, 2013 um 16:24

@Ritter Rubby

ich versteh ja deine Wut, aber verschleudere deine Energie nicht zu früh. Die Stunde der Wahrheit kommt erst MIT der SPD Mitgliederabstimmung zum Nikolaus* (wie passend).

Was ich lustig fand. Bei uns hier (in Saarbrücken) nutzt man die Abstimmung zur Mitgliederwerbung. Nach dem Motto komm in die SPD und du darfst großes Entscheiden ;-)

Man oh man was ist die alte Tante vor die Hunde gekommen :-(

*Sein Name bedeutet im Griechischen „Sieg(reich)er des Volkes“ (aus ???? und ????).

Ritter "ruby" November 11, 2013 um 16:32

Unternehmen mit 8,50 in Europa gehören marktbereinigt.
Weltweite 8,50 als menschenrechtlicher Durchschnittseinstiegswert sind diskutabel .
Wer sich als Sozialdemokrat dem undifferenzierten Diktat von 8,50 in Ost- und Westdeutschland verschreibt gehört als neokonservativ -lohndrückender global Arbeitsverächter offenbart.
Dazu kapitalgedeckte langfristige Rentenzahlungen zu Politprognosen koaltionsvertraglich bzw. rentenreformerisch zu verkaufen ist SCHARLATANERIE – nicht mehr.
Scharlatane dieses Schuldensystems eure Zahlungsreihen sind locker und leicht zu entschlüsselnde Nirvanagleichungsketten.
Ihr könnt keine Zinssätze, Bevölkerungs-, Beschäftigungs-, Währungsentwicklungen … bis Jahresende vorhersehen und verkündet “systemische Wahrheiten” in fiktiven jährlichen Rentenbescheidsständen …
Schlimmer ihr lasst bestimmende Manipulationen der Festlegungen (Libor, Euribor, Währungen) und Anwendungen durch kurzfristorientierte Profitjäger durch Bußgeldzahlungen legalisieren. Und weiter so?
Büttel und Marionetten der Selbstversorgung – es ist Schluss.

Ritter "ruby" November 11, 2013 um 16:36

@ sadoma

Ist keine Wut sondern das ganz reale Spiegelbild der Handelnden, das auf diese zurückfällt.
;-)

Ritter "ruby" November 11, 2013 um 16:41

@ sadoma

Tarrasch hat vom Endspiel aus gelehrt, so wie es der FDJ-Kanzlerin zugeschrieben wird.
Wissen alle und stellen sich spieltechnisch darauf ein …
Gerne und gut !

sadoma November 11, 2013 um 17:06

@Ritter “ruby”

wie du sicher schon gemerkt hast bin ich ein Freund der Kürze und der Klarheit ;-)

Wenn ich deine Andeutung richtig verstehe rechnen ALLE inzwischen mit Neuwahlen und versuchen sich die beste Ausgangssituation zu verschaffen. Ich würde jetzt nur zu gerne wissen wär ALLE sind:

alle CDU Parteistrategen
alle SPD Parteistrategen
alle LINKE Parteistrategen
alle GRÜNE Parteistrategen
alle ….

oder einfach alle Parteistrategen.

So ganz glaube ich daran nicht, die Ausgangssituation für die ein oder anderen ist dann nämlich ganz schön besch…..

holger November 11, 2013 um 17:16

Herr Jäminä

hier findet ihr die ACHTFUFFZIG

http://www.meine-schulden.de/fp_files_new/Pfaendungstabelle-2013-ZPO-850.pdf

Pfändungsfreibetrag

Un hier findet ihr die Pensionen von Professoren Doktoren und anderen Schmeißfliegen :D

http://www.beamtenbesoldung.org/images/bund/bundesbesoldungstabelle-2012.pdf

Und nun ziehen wir da inner Provinz, wo da ja die Zukunft liegt, mal eine Zusammenhang.

Das Nägste was wir machen, wir fragen für ACHTFUFFZIG Schufa und Creditreform. Wäre ja möglich.

Und nun kommt von den Synapsen befreiten, dieser vollversorgten Fettsäcke, ne Mietpreisbremsen Forderung.

Um im selben Moment anner Tanke und in den Nebenkosten weiterhin ihren Mutti Airbus One mit Raketenabwehrtechnik zu finanzieren.

Es gibt für diesen Zustand nur noch:

“Die Bekloppten aller Länder haben sich vereinigt” Nennt sich Sozialist und rockt dummes Zeuch den ganzen Tach.

AMEN

Carlos Manoso November 11, 2013 um 17:56

@sadoma November 11, 2013 um 17:06
„Wenn ich deine Andeutung richtig verstehe rechnen ALLE inzwischen mit Neuwahlen“
Sadoma,ich rechne mich z.B definitiv nicht zu ALLEN.

Neuwahlen wären z.B. auf kurze Sicht für sehr Kurzsichtige von Vorteil, unterm Strich wären Neuwahlen auf längere Sicht absolut unberechenbar und potentiell tödlich.

Zum Beispiel wäre da das Oberziel einer deutsch-europäischen Wirtschafts- und Währungsmacht, das Ziel der geplanten Kompetenz-Erweiterungen für die deutschen Repressions- und Überwachungsbehörden a la NSA, mal ganz zu schweigen von dem übergeordneten Ziel des Ausbau Deutschlands und der EU zu einer eigenständig operierenden globalen Macht, während die USA bereits kollabieren.

Ritter "ruby" November 11, 2013 um 18:11

@ sadoma

Erste Alternative vor Neuwahlen war hier schon Thema
http://www.wiesaussieht.de/2013/09/30/liebeserklaerungen-auf-buettenpapier/
Es wird keine Neuwahlen geben, weil ein Kanzler/Kanzlerin gewählt werden wird – als Prognose.
Und da Merkel keine parlamentarische Mehrheit hat ist sie raus!
Ganz einfach – alles alternativlose dient der Verhinderung dieses demokratischen Entscheidungsprozesses.
Angela Merkel hat ihre Entlassungsurkunde bereits erhalten – Punkt und Ende.
Zeit für Politik- und Personenwechsel.
Der GroKo-Entwurf dient dann als Blaupausenpapier für Bundesratsentscheidungen. Ganz föderal.
Wer das als SPD`ler, Sozialdemokrat nicht erkennt, nutzt oder “spielt” – den bestraft das Leben ;-)
Wer erträgt denn weiterhin eine Energiewende mit den CDU-Positionen und Lobbyverpflechtungen zu dezentral agierenden Energiekonzernen mit Monopolrenditen?
Was hatte Merkel als Klimaziel weltweit posaunt?
Was hat sie gehalten?
Vollendetes Volksbelügen.
Alternativlos nicht wieder regierungsfähig .

Schatten November 11, 2013 um 18:15

@sadoma

> “Geringere Ausgaben bei gleichbleibenden Ausgaben bedeutet das neues Potential für den Wettbewerb verfügbar ist. Die Frage ist nur ob man dieses Potential nutzen will oder es an die Aktionäre weiterleitet. Letzteres wird im Wettbewerb nicht lange gut gehen da die Firma Marktanteile verlieren wird”

Dein Argument gilt natürlich nicht nur für die Lohnkosten, die für das höhere Management anfallen, sondern für Lohnkosten überhaupt. Schon mal drüber nachgedacht?

sadoma November 11, 2013 um 18:44

@Schatten

richtig erkannt, genau darum macht es sich die deutsche Wirtschaft so einfach und tut sich auf Kosten der Lohnempfänger Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Entscheidungsträger die diese Strategie umsetzten sind natürlich bei diesem Spiel ausgenommen, die sind ja sooo wichtig und unersetzbar.
Jedoch verlieren bei einem Wettbewerb um geringe Löhne Volkswirtschaftlich ALLE :-(
Viel schlauer wäre es man würde einen Wettbewerb um die besseren Ideen/Produkte führen.

Zur Wiederholung:

Deutschland sitzt im Kinosaal in der ersten Reihe und steht auf.
Jetzt haben zwar alle Beteiligten entweder eine schlechtere Sicht oder eine unbequemere Position (Stehen auf Dauer ist anstrengend) jedoch wird nicht die erste Reihe zum Sitzen ermahnt, sondern alle anderen Reihen zum Aufstehen aufgefordert. Es gibt hierbei nur einen einzigen Gewinner – und der ist unsichtbar. Der Kinosaalbetreiber (das Kapital) kann die Reinigung der
Sitze sparen, demnächst ein Kino ohne Sitze anbieten und somit seinen Profit noch weiter steigern – und die Deutschen auffordern doch jede zweite Person auf die Schultern zu nehmen damit sie eine bessere Sicht haben :-(

sadoma November 11, 2013 um 18:53

Ritter “ruby”

jetzt bin ich ratlos.

>Wissen alle und stellen sich spieltechnisch darauf ein …
>Gerne und gut !

Was willst du eigentlich sagen? Bitte nicht so kryptisch und um zwei Ecken schreiben. Die Interpretation von Klartext ist schon schwierig genug ;-)

Oben schreibst du noch gegen die momentanen Ergebnisse der Großen Koalition und unten lobst die spieltechnische Einstellung der Spieler. Bin ich schizo oder habe ich deine Text falsch dechiffriert?

Ritter "ruby" November 11, 2013 um 19:24

Nach ordentlichen Koalitionsverhandlungen und ordentlicher Ablehnung durch Mitgliederbefragung kann die SPD einen Bundeskanzler vorschlagen und mit ordentlicher Mehrheit wählen lassen .
Blumenstrauß für Merkel und Politikwechsel kann ordentlich losgehen.
;-)

sadoma November 11, 2013 um 19:59

@Ritter “ruby”

ist den schon Weihnachten. Wer soll den Weihnachtsmann machen.

Deine Prognose ist mir zwar sympathisch, aber ich glaube kaum dass man dem Deutschen Volke einen niemals zu Wahl stehenden Kanzler in einer niemals zur Wahl standenen Mehrheit verkaufen kann.

Nee, Nee da hat die SPD schon vor der Wahl zu hoch gepokert. Mal schaun wer von uns beiden mit seiner Prognose Recht bekommt. Ich würde es Dir/Uns wünschen.

Ich wünsche einen schönen Abend.

Think positive November 11, 2013 um 20:24

@ sadoma

Auffällig ist, wie wenig über die Schweizer 1:12 Initiative in den deutschen Medien berichtet wird.

Im Mai gab es darüber einen Artikel in der „Welt“.
http://www.welt.de/wirtschaft/article116513436/Schweizer-1-12-Regel-koennte-Schule-machen.html

Vor kurzem war es Thema bei den NDS.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=19119

Auch im Internet findet man kaum etwas darüber. Die Internet-Blogs blieben im Fahrwasser der Massenmedien oder repräsentieren ein provinzielles Bewusstsein.

Es geht bei der Schweizer 1:12 Initiative keineswegs nur um Verteilungsgerechtigkeit, sondern auch und vor allem um politische Freiheit durch Chancengleichheit und Machtbegrenzung.

Denn über großes Geld zu verfügen, bedeutet Macht, umgekehrt hat Armut Ohnmacht zu Folge.

Für die Schweizer ist es wichtig, dass Macht demokratisch verteilt ist.
Da gibt es die Rede von den „gleichlangen Spießen“.

Die großen Einkommensbezieher und Vermögenseigentümer verfügen über Medienmacht, über Arbeitgebermacht, über Lobbymacht und Korruptionsmacht, über juristische Macht und auch physische Macht.

Der Bodyguard der Reichen ist das Symbol der Verfügung über physische Macht, die Steigerung davon sind Privatpolizeien und Privatarmeen.

sadoma November 11, 2013 um 20:47

@Think Positiv

Ihr lasst mich ja gar nicht schlafen ;-)

>Die großen Einkommensbezieher und Vermögenseigentümer >verfügen über Medienmacht, über Arbeitgebermacht, über >Lobbymacht und Korruptionsmacht, über juristische Macht und >auch physische Macht.

Korrekt erkannt, darum wird bei uns das Thema Todgeschwiegen während in der Schweiz ein unvorstellbarer Medienkampf tobt bei dem die Geldelite die besten Agenturen ins Feuer schickt um die fehlenden Argumente durch Massenindoktrination zu kompensieren. Mal schauen wie die Schlacht ausgeht. Ich spreche ungern materialistisch, aber der Kriege von heute wird über die Hoheitsgewalt der Köpfe entschieden. Das Internet ist hierbei die einzige Waffe mit dessen Hilfe der Geldelite eine erste schmerzhafte Niederlage beigebracht werden kann. An die Geschütze !!! ;-)

Ritter "ruby" November 11, 2013 um 21:10

@ sadoma
Kraft
Scholz
Gabriel
alles von Gauck akzeptierbare Kandidaten
Volk ist Parteien völlig Wumpe – siehe Koalitionsverhandlungen.
Also Politikwechsel mit Konsolidierung bis zur Europawahl Ende Mai.
Es steht viel Veränderung vor dem Michel !
Und die Bild, sowie die Bertelsmänner haben sich auch schon vorbereitet. Die werden Königsmacher spielen wollen ;-)

Ritter "ruby" November 12, 2013 um 18:52

No cryptic at all !
Die Reste der Neokonservativen im Parlament wissen, dass sie eine Mehrheit nur mit der SPD erreichen können!
Die SPD hat die Alternative der Minderheitsregierung.
Diese muss dann von der Opposition aus Staatstragungsverantwortung auch im Bundesrat unterstützt werden. Und warum sollte nicht, wie in USA eine Regierung sich ihre Mehrheiten bei Sachthemen suchen dürfen. Wurde früher als parteiübergreifende Leistung gewürdigt. ;-)
Das ist allen Spielern Grundlage ihrer Strategien. Inwieweit das öffentlich kommuniziert wird darf sich jeder selbst ausrechnen.
Und jetzt bitte weiter im Endspiel …
Keine Fehler und ganz locker bleiben.
http://www.youtube.com/watch?v=rdlCxLTKe_s
cool wie Eis

Ritter "ruby" November 16, 2013 um 19:23

Eine gewöhnlich geringe Chance.
Herrlich diese zu nutzen.
Politikwechsel durch Parteimitglieder und Parlamentarier.
Demokraten kämpfen ruhig, sachlich und mit Freude ihren Weg durch das Zeitfenster .
Geschichte wird geschrieben und ihr seid dabei .
;-)

Ritter "ruby" November 17, 2013 um 16:10

Welcher ostsoziologisierte kennt die Spiele unserer FDJ-Kanzlerin, die sie im Repertoire hat oder bleibt es bei der bisher entwickelten Strategie?
Nur so zur Antizipation und falls doch noch Spreng als SpinDoctor engagiert wird.
http://www.sprengsatz.de/?p=4083
Hat bei Pelzig einige Details vertellt
;-)
ansonsten weiter im Endspiel:

Als westlerisch kapitalistisch fanatischer Spieler kenne ich die zonalen Bestplayers nicht, also – bitte melden mit den Ostspielen bevor noch ein unvorhergesehener Zug erfolgt.

“Die Damen verschwinden vom Brett, bald sind nur noch je ein Turm und ein paar Bauern da. Die in Chennai weilenden Schachmeister winken ab: Anand kann nichts reißen, das ist eines dieser langweiligen Turmendspiele, das wird remis.

Andere Meister würden jetzt Remis anbieten. Bei Carlsen muss man das nicht versuchen. Er fängt jetzt an zu spielen. Und Chennai schaut gebannt zu, wie aus dem Nichts sein Druck wächst. Remis, Remis, Remis, sagen die Meister. Carlsen erhöht den Druck. Anand opfert einen Bauern, oder stellt er ihn weg? Das ist unklar. Später opfert er einen zweiten Bauern. Remis, sagen die Meister. Und auch die Schachprogramme sehen noch alles im Lot.

Carlsen macht ungerührt weiter. Seine Bauern rücken vor. Und an einem bestimmten Punkt greift Anand fehl. Im 60. Zug zieht er seinen Turm nach a4. Hätte er stattdessen den b-Bauern nach vorn geworfen, wäre es wohl noch Remis geworden. Nun verliert er. Schwarz drückt einen Bauern zur Grundreihe durch. ”

aus
http://www.zeit.de/sport/2013-11/carlsen-sieg-anand-schach-wm-partie-6/seite-2
zum nachziehen Notation …

Krisensitzung im Kanzleramt : wie verkaufen sie Opposition !
Lasst euch nicht dummschwatzen.
No compromises .
Die Menschen haben den Politikwechsel gewählt.

Ritter "ruby" November 17, 2013 um 18:07

Schon die Stiefel rausgeholt?
http://www.youtube.com/watch?v=-tJYN-eG1zk

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