Alle sind empört: Zur Kritik an den Koalitionsverhandlungen

by f.luebberding on 20. November 2013

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ist bekanntlich eine gute Adresse. Gestern redete dort unter anderem die Bundeskanzlerin und sie fand anläßlich der Amtseinführung des neuen Präsidenten ungewohnte Worte.

“Die Kanzlerin warb vor den Vertretern der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vor allem um Verständnis für den von vielen sozialdemokratischen Themen geprägten Verlauf der Koalitionsverhandlungen: Aus den gegebenen politischen Mehrheitsverhältnissen folge nun einmal ein Auftrag an Union und SPD, und auch daraus könne etwas „Vernünftiges“ entstehen. Im Übrigen sei in der deutschen Wirtschaft aus vielen Flexibilisierungen des Arbeitsmarkts „Missbrauch entstanden“, und dies beschwöre leider die Gefahr herauf, dass „alles wieder reguliert wird“.

So wie sich Sigmar Gabriel gegen die Erwartungen der nicht nur parteipolitischen Linken wehren muss, sieht sich Frau Merkel seit Wochen einem Trommelfeuer der liberal-konservativen Presse gegenüber. Das betrifft nicht nur den Wirtschaftsboulevard, wie etwa Roland Tichys Wirtschaftswoche, sondern findet man in den Wirtschaftsseiten von FAZ oder Süddeutsche. Die Welt ist schon in allen Ressorts im Zustand der Dauerempörung. Man hat den Eindruck, hier koaliere Frau Merkel mit Frau Wagenknecht. Wie wollen die eigentlich argumentieren, wenn es in Zukunft tatsächlich eine Mehrheit jenseits der Union geben sollte? In den Untergrund gehen und Samisdat-Zeitungen veröffentlichen? Es gingen natürlich auch Internet-Blogs.

Immerhin kommt die Bundeskanzlerin so in eine mit Gabriel vergleichbare Lage. Allerdings mit einem nicht unwichtigen Unterschied: Während Gabriel das Problem des “nicht genug” hat, etwa bei den Mindestlöhnen, muss die Bundeskanzlerin jetzt einen politischen Kurswechsel legitimieren. Es ist offenkundig so, wie es Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten seit Tagen formuliert. Die Große Koalition bedeutet einen Abschied der deutschen Politik von den Grundprinzipien einer Agenda 2010, die in der neoklassischen Arbeitsmarkttheorie zusammengefasst werden kann. Heike Göbel formuliert das in ihrem verlinkten Kommentar so.

“Nicht einen nennenswerten Verhandlungssieg haben die Wirtschaftspolitiker bislang vermeldet. Stattdessen zurren die übermächtigen Sozialflügel Zug um Zug Einschränkungen für Unternehmen fest. Jede neue staatliche Hürde erschwert den Wettbewerb.”

Die Erschwerung des Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt bedeutet übrigens nicht den Untergang des Kapitalismus in Deutschland, sondern nur den Verlust der hegemonialen Stellung der neoklassischen Arbeitsmarkttheorie als zumeist unverstandene Richtlinie der deutschen Wirtschaftspolitik. Die Debatte über die deutschen Leistungsbilanzüberschüsse beweist das Gegenteil. Das deutsche Exportmodell ist in seiner hypertrophen Form erst ein Ergebnis der Politik der vergangenen 15 Jahre gewesen, wie es Mark Schieritz im Herdentrieb noch einmal dokumentiert hat. Im alten Weissgarnix-Blog war das bekanntlich eines unserer Lieblingsthemen gewesen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen war allerdings nicht den Neoklassikern zu verdanken, sondern dem deutschen Korporatismusmodell. Konservative nannten das früher “Sozialpartnerschaft”. Das aber nur als Erinnerung für unsere Widerstandskämpfer bevor sie noch in den Untergrund gehen wollen. Erst als die Politik mit der Standort- und Globalisierungsdebatte systematisch den Exportsektor zu Lasten des Binnenmarktes subventionierte, konnte er sich vom Binnenmarkt in der heutigen Form abkoppeln. So ist das Plädoyer der OECD für Mindestlöhne als Aufforderung zur Kurskorrektur zu betrachten. Es kann den Menschen besser gehen. Nur daran wird sich ein zukünftiger Koalitionsvertrag beurteilen lassen – und wäre eine gute Überschrift gewesen.

Es bedeutet für Union und SPD die Abkehr von einem neoliberalen Irrweg – und die Rückkehr zur “Sozialen Marktwirtschaft”. Insofern wäre das durchaus als eine Weichenstellung für die deutsche P0litik zu verstehen. Vergleichbar mit dem berühmt gewordenen Lambsdorff-Papier von 1982. So wird die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen Folgen haben, deren Reichweite mit Hartz-IV konkurrieren kann. Die muss man kennen, um deren Bedeutung (hier noch die Zusammenfassung in der Süddeutschen) überhaupt verstehen zu können. Insofern ist die Kritik der liberal-konservativen Presse an den Koalitionsverhandlungen substantieller zu nennen als die der Kritiker von links. Sie müssen tatsächlich umdenken. Letztere sollten allerdings endlich bemerken, dass sie sich jetzt nicht mehr nur auf Neoliberalismus-Schelte beschränken können, sondern es in Zukunft um die administrative Umsetzung des Kurswechsels gehen wird.

Denn in einer Großen Koalition als Dauerzustand will bekanntlich niemand landen.

{ 193 comments }

Bladnoch1971 November 20, 2013 um 11:45

Schöner Text!
Wenn alle außerhalb der, wie auch immer definierten, Mitte empört sind, können die sich langsam abzeichnenden Ergebnisse und Korrekturen bei der Sozialpolitik ja nicht so schlecht sein.
Das die liberal-konservative Presse in Ihren Grundfesten erschüttert wird, konnte ich schon Anfang des Jahres feststellen. Die Teilnehmer des Wirtschaftsressort der SZ an einer Podiumsdiskussion waren ziemlich entgeistert, dass es Ihnen nicht gelang das Auditorium vom Unsinn des Mindestlohns zu überzeugen. Da hat sich in letzter Zeit wohl doch etwas der Horizont verschoben.

Balken November 20, 2013 um 12:20

Mindestlohn ist die Erkenntnis, dass man die Kuh nicht verhungern lassen darf, die man doch melken will. Sehr clever, diese Erkenntnis als eine linke Trendwende darzustellen, als eine mühsame und schmerzliche Einsicht – ehe noch der “Arbeitnehmer” auf die Idee käme, mehr verlangen zu wollen als einen Mindestens-nicht-verhungern-Lohn. Alle Medien machen mit, die SPD sowieso, und der aktuelle Threadaufmacher hier ebenso.

f.luebberding f.luebberding November 20, 2013 um 12:26

Balken

Von einer “linken Trendwende” wurde in dem Text nicht gesprochen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die mit der Union zu machen ist. Jetzt war aber von der Bundeskanzlerin nicht die Rede … .

Jackle November 20, 2013 um 12:29

“Heike Göbel formuliert das in ihrem verlinkten Kommentar so.”

Frau Göbel? Wer ist denn so doof auch nur irgendetwas von der zu lesen? Ah, das können nur Leute, die so einen Schwachsinn verzählen: “Es bedeutet für Union und SPD die Abkehr von einem neoliberalen Irrweg – und die Rückkehr zur “Sozialen Marktwirtschaft”.”

Was für ein Blödsinn Frank! Was für ein unfassbarer Blödsinn. Ein wenig Mindestlohn und Frank sieht die “soziale Marktwirtschaft” auf dem Rückweg. So blöd können nur Sozialdemokraten sein.

Ansonsten: Der Koalitionsvertrag ist also bald fertig. Schön, dann wissen wir schon mal, was alles in den nächsten Jahren nicht umgesetzt werden wird.

f.luebberding f.luebberding November 20, 2013 um 12:37

Jackle

Ich bin so blöd, vieles zu lesen. Auch Kommentare … . Es ist übrigens eine gute Frage, was in den kommenden Jahren vom Koalitionsvertrag umgesetzt werden wird. Das gilt allerdings auch für die Frage, was umgesetzt werden wird, was dort noch gar nicht zu lesen sein wird. Man sollte solche Verträge auch nicht überschätzen. Manchmal passieren Dinge, die man bei Abschluss noch gar nicht wissen konnte.

Doktor D November 20, 2013 um 13:01

Danke für den Text! Und bevor sich jetzt hier wieder zusammengrottet wird, um den Sozialdemokraten Verrat vorzuwerfen, würde ich gerne darüber diskutieren, ob sich da tatsächlich der diskursive-semantische Wind dreht und wenn ja: Was ist da passiert? Oder wie passiert das gerade?
Als kleine Beobachtung, die Frank Lübberdings Beobachtung stützt: Im Economist (!) wird neutral und ganz interessiert über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens berichtet, wenn auch “nur” in einem Blog: http://www.economist.com/blogs/democracyinamerica/2013/11/government-guaranteed-basic-income

Balken November 20, 2013 um 13:36

Nein, es ging mir in meinem Kommentar nicht darum, ob im Aufmacher von einer linken Trendwende wörtlich die Rede war. Es geht mir um den Tenor, mit dem das Thema des Mindestens-nicht-verhungern-Lohns allenthalben als linke Errungenschaft verkauft wird, wie ich empfinde, verkauft wird mit einem angeblichen widerständigem Zähneknirschen, das kaum verbergen kann, dass es ein heimliches Grinsen ist. Und, ja, @Dr.D., ehe sich jetzt hier wieder zusammengerottet wird, um zu diskutieren, ob sich das diskursiv-semantische laue Lüftchen dreht – es bleibt unbestreitbar, dass die SPD es selbst, als das HIV im Immunsystem der Arbeit”nehmer”schaft, unternommen hat, das Schaufenster zum Osten, als nicht mehr notwendig, zu schließen, und endlich politisch dank H IV auch Deutschland der Konkurrenz um das Wohlwollen des weltweit agierenden Kapitals auszusetzen, das nur und ausschließlich dem Billigsten die Gnade der Beschäftigung gewähren will. Konsequent, dass nun auch für den nächsten Schritt, das Festzurren des Mindestlohns, der alsbald dann für viele auch der zu erreichende Höchstlohn sein wird, die SPD die Hand reicht.
Mal sehen, wann die letzten skandinavischen Bastionen, die noch keinen Mindestlohn brauchen, nach so viel deutscher Vorarbeit auch noch fallen.

Ossiblock November 20, 2013 um 13:46

@Balken
Du Bruder im Geiste. Punktlandung und Respekt von mir.

@Luebberding
Sehr aufmerksam verfolen wir, welche 180-Grad-Wendung nötig ist, um in Geschäft zu bleiben. Respekt.

Wenn wir die Kirche im Dorf lassen, brauchen wir weniger Links auf Seiten, die Eulen nach Athen tragen.

Carlos Manoso November 20, 2013 um 13:47

@ F.LUEBBERDING on 20. NOVEMBER 2013
„Es bedeutet für Union und SPD die Abkehr von einem neoliberalen Irrweg – und die Rückkehr zur “Sozialen Marktwirtschaft”. Insofern wäre das durchaus als eine Weichenstellung für die deutsche P0litik zu verstehen. Vergleichbar mit dem berühmt gewordenen Lambsdorff-Papier von 1982. So wird die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen Folgen haben, deren Reichweite mit Hartz-IV konkurrieren kann. …Insofern ist die Kritik der liberal-konservativen Presse an den Koalitionsverhandlungen substantieller zu nennen als die der Kritiker von links. Sie müssen tatsächlich umdenken. Letztere sollten allerdings endlich bemerken, dass sie sich jetzt nicht mehr nur auf Neoliberalismus-Schelte beschränken können, sondern es in Zukunft um die administrative Umsetzung des Kurswechsels gehen wird.“

Luebbberding in Deutschland wird es m.E. demnächst Lohnabrechnungen für Frisösen geben, in denen Arbeitsstunden abgerechnet werden, die z.b. 70 Minuten dauern.

Die CDU/SPD Koalition wird zur „administativen Umsesetzung des Kurswechsels“ sehr dringend flächendeckend Überwachungs-Know how a la NSA brauchen.

Soldat Schwejk November 20, 2013 um 14:19

@ Dr. D – “…ob sich da tatsächlich der diskursive-semantische Wind dreht…”

Naja, den Eindruck konnte man in der Vergangenheit gelegentlich haben (ich erinnere mich an die umfangreiche Feuilleton-Aufmerksamkeit etwa für Richard Sennetts Buch “Der flexible Mensch”), ohne daß das dann in irgendeiner Weise politikrelevant wurde.

Die am Status Quo Interessierten werden natürlich ihre diskursiven Gegenstrategien haben. Eine davon besteht darin, Kritik auf so eine unverbindliche anthropologische Ebene zu heben, wie etwa Frank Schirrmacher mit seiner “Nummer 2″. Also so nach der Art: Durch das Netz und durch die Werbung und überhaupt den Kap. verlieren wir unser Selbst an die Datenströme, und unser Drinnen ist jetzt draußen und das Draußen ist drinnen… buhuhuhuhu….

Ich schlage zur Unterscheidung der Spreu vom Weizen vor:

Schaut, ob der Diskurs wirklich die Institutionen, also die Spielregeln problematisiert! Es alles das weiterführend, was konkrete Regeln in Frage stellt und Wege zu ihrer Veränderung zeigt.

Aber mißtraut allem Ausweichen ins Anthropologische und allem spekulativen Herumpsychologisieren! Mißtraut dem ganzen sinnbefreiten und folgenlosen Herumgegreine als Zeichen einer verunsicherten bürgerlichen Innerlichkeit! Das bewirkt nur (Selbst-)Entmächtigung, und das soll es auch.

It’s the institutions, stupid!

Und in bezug auf den Mindestlohn wird tatsächlich zu sehen sein, was für Ausweichbewegungen es gibt, und man wird sich vermutlich an Erfahrungen anderer Länder orientieren können, wie damit dann umzugehen ist.

Aber dieses ganze redundante selbstgefällige Gejammer… es wird alles immer nur schlimmer und jeder Schritt nach vorn ist in Wahrheit nur ein Schritt nach hinten… das geht mir inzwischen auch gehörig auf die Nerven. Die Protagonisten dieser Haltung sollen dann mal eine realistische positive Alternative skizzieren, ansonsten ist das doch alles für die Katz’…

Soldat Schwejk November 20, 2013 um 14:25

Was die Leistungsbilanzüberschüsse und den entsprechenden Aufbau von Nettoauslandsvermögen angeht, so kann noch auf diese Untersuchung hingewiesen werden, leider nicht frei im Netz verfügbar, aber bei Böckler kurz referiert.

http://www.boeckler.de/41912_42830.htm

–> “Das starke Ausmaß der Verluste ist vor allem auf die internationale Finanzkrise ab 2007 zurückzuführen”, erläutern die Autoren. Ungeachtet der “historischen Größenordnung der Einbußen” habe jedoch auch schon seit den 1970er-Jahren der Wertverlust pro Jahr gemittelt bei gut 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gelegen. Zudem habe die durchschnittliche Verzinsung deutscher Vermögenswerte im Ausland langfristig nicht über, sondern unter der inländischer Finanzanlagen im Besitz von Ausländern gelegen, so die Forscher. Im Rückblick auf die vergangenen vier Jahrzehnte stelle die Anhäufung finanzieller Forderungen gegenüber dem Rest der Welt somit eine beträchtliche Fehlleitung von Ressourcen dar.”

f.luebberding f.luebberding November 20, 2013 um 14:30

Ossiblock

Welche Wendung? Ich gehörte nie zu den Kommentatoren, die einen Rückbau der Arbeitslosenversicherung vor die Agenda 2010 befürwortet hat. Noch nicht einmal 2003. Wir hatten bekanntlich schon unzählige Hartz-IV Debatten im alten Blog. Wer die Texte noch hat, kann ja einmal nachsehen … . Ansonsten ist nichts dagegen zu sagen, wenn man dazu lernt. Aus welchen Gründen auch immer … .

Dipfele November 20, 2013 um 15:33

@fl

In der Rede Steinmeiers auf dem Arbeitgebertag ist kein Kurswechsel zu entdecken, jedenfalls nicht in dem, was Phoenix gesendet hat.
Ist der abgemeldet? Oder ist das Wandel durch Anbiederung?

Think positive November 20, 2013 um 15:49

Nach der „sozialen Marktwirtschaft“ kam mit SPD-Kanzler Schröder die Wende zur „neue soziale Marktwirtschaft“ und nun kommt – so Lübberding – die neuste soziale Marktwirtschaft.

Na, da werden sich die SPD-Mitglieder freuen und die Groko befürworten.

Der Mindestlohn ab 2016 wird weiterhin ein Armutslohn sein, Altersarmut wird zur Normalität werden, die staatliche Infrastruktur, wie Bildungs-, Gesundheits- und Verkehrswesen etc., sowie Rechts- und Sozialstaat werden weiter verfallen.

Das ist die neuste soziale Marktwirtschaft.

Die Botschaft – Albrecht Müller ist auch dabei – an die SPD-Mitglieder:
Die Groko ist ein sozialdemokratischer Erfolg und alternativlos!

Getoppt wird dies durch die BILD-Zeitung:

„Gibt Merkel für die Kanzlerschaft alle CDU-Positionen auf
10:2 für die SPD im Koalitionspoker“

http://www.bild.de/politik/inland/koalitionsverhandlungen/10-zu-2-fuer-die-spd-33466402.bild.html

10:2 – Sozialdemokrat, was willst Du mehr?

nebelwind November 20, 2013 um 15:58

“…Im Übrigen sei in der deutschen Wirtschaft aus vielen Flexibilisierungen des Arbeitsmarkts ‘Missbrauch entstanden’, und dies beschwöre leider die Gefahr herauf, dass ‘alles wieder reguliert wird’.”

Die vielen Flexibilisierungen des Arbeitsmarktes SIND der Missbrauch, Frau Kanzlerin, an den Arbeitnehmern.

Carlos Manoso November 20, 2013 um 16:23

@ Think positive November 20, 2013 um 15:49
„Der Mindestlohn ab 2016 wird weiterhin ein Armutslohn sein, Altersarmut wird zur Normalität werden, die staatliche Infrastruktur, wie Bildungs-, Gesundheits- und Verkehrswesen etc., sowie Rechts- und Sozialstaat werden weiter verfallen.
Das ist die neuste soziale Marktwirtschaft.“

Think positive, das SPD-Projekt „Gesetzlicher Mindestlohn 8,50€“ ist m.E. wie folgt konzipiert: Falls z.B. die Gewerkschaften künftig eine Tariflohn-Erhöhung von 5% p.a. fordern würde, müsste der Staat künftig entsprechend auch eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohn um 5% pro Stunde anbieten, d.h. von 8,50€ um 0,43 €auf 8,93€

Eagon November 20, 2013 um 17:08

Ich bin sicher für den zerstörenden Unternehmer lassen sich noch Millionen Vollzeitarbeitsplätze zur Umwandlung in Minijobs finden.

Und Minijobs sollen nicht nur Sozialversicherungs- sondern auch Mindestlohnfrei bleiben.

Das nächste Jobwunder kommt.

Und ohne Alternative.

Politiker sind gerissen und schamlos genug.

Think positive November 20, 2013 um 17:14

Koalitionsvereinbarungen sind Absichtserklärungen für die Zukunft. Mehr nicht.

Eine Vereinbarung über Mindestlohn ab 2014 könnte man erst nehmen, ab 2016 aber nicht.

Denn bis 2016 ist es lange hin.

Existiert dann noch die GroKo?

Oder gibt es neue Sachzwänge®, welche die Einführung eines Mindestlohnes “nicht erlauben”? :-D

Was ist mit dem Verzicht der SPD auf Steuererhöhungen? Das war doch angebliche eine Conditio sine qua non für eine Koalition.

Dieser Verzicht der SPD auf Steuererhöhungen ist beim 10:2 von SPD gegen CDU gar nicht berücksichtigt.

Fällt dies den SPD-Mitglieder oder –sympathisanten nicht auf?
Bestehen die nur noch aus „Alzheimern“?

Think positive November 20, 2013 um 18:00

Eine Vereinbarung über Mindestlohn ab 2014 könnte man ernst nehmen, ab 2016 aber nicht.

Andreas Kreuz November 20, 2013 um 18:02

Wer möchte,
kann das zumindest hier

http://www.wider-die-grosse-koalition.de/?func=aufruf

zum Ausdruck bringen.

Andreas Kreuz November 20, 2013 um 18:04
Think positive November 20, 2013 um 18:10

@AK

Die FAZ ist dabei, die “Kollegen von der BILD” an Schwachsinnsjournalismus zu überholen.

Soldat Schwejk November 20, 2013 um 18:12

Eine Absichtserklärung für 2016 ist tatsächlich zu wenig, und gewiß werden sich dann “Sachzwänge” finden lassen, das Projekt bis zur Unkenntlichkeit zu verwässern. Außerdem sollte die Entwicklung des Mindestlohns entweder einem festgelegten Algorithmus folgen – oder aber in politischer Verantwortung liegen! Nicht aber von einer Kommission der Tarifpartner abhängig gemacht werden.

Der gesetzliche Mindestlohn soll ja gerade für die Bereiche gelten, wo das mit den “Tarifpartnern” nicht klappt, u.a. deshalb, weil einer der Partner schlicht nicht vorhanden ist. Was soll da so eine Kommission?

Wenn eine Kommission von Tarifpartnern mit der Erhöhung des Mindestlohns beauftragt wird, dann wird damit nur unnötig die Verhandlungsposition derjenigen Gewerkschaften geschwächt, die eigentlich für ihre Mitglieder mehr Prozente durchsetzen könnten, die dann aber von der veröffentlichten Meinung auf die geringere “Empfehlung” für den Mindestlohnanstieg festgelegt würden.

Die Sache mit der Kommission kann m.E. nur dazu dienen, einen Spaltpilz in die Gewerkschaften zu tragen, so daß vielleicht bis 2016 einige einflußreiche Gewerkschaften wieder umschwenken und sich ganz gegen den Mindestlohn erklären.

Wenn es sich tatsächlich in solcher Form im Koalitionsvertrag wiederfinden sollte, und dazu noch bis auf 2016 hinausgezögert, dann kann man sich wirklich fragen, was die SPD da eigentlich erreicht hat außer einer vagen Aussicht.

Genauso wie die Mietpreisbremse wenig Sinn ergibt, sollte sie mit der einschränkenden Formulierung “in Gemeinden mit angespannter Lage auf dem Wohnungsmarkt” oder so versehen werden.

Insofern muß man genau hinsehen, was da eigentlich drinsteht im Koalitionsvertrag. Und natürlich dann auf die gesetzgeberische und administrative Umsetzung.

"ruby" November 20, 2013 um 18:27

Diskutieren im analogen Modus während die “AG-Finanzen” postdemokratische Vorschläge eines digitalen Grundgesetzes präparlamentarisch publiziert.

Der Rubikon wird überschritten.

Genug ist genug !

Andreas Kreuz November 20, 2013 um 18:33
Think positive November 20, 2013 um 18:33

@Soldat Schwejk

Wird ein gesetzlicher Mindestlohn festgelegt, dann ist er arbeitsrechtlich bindend.

Das heißt noch lange nicht, dass sich alle Arbeitgeber daran halten. Vgl.
http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.430695.de

Folglich müssen Arbeitnehmer (AN) ihre Rechtsansprüche gegen ihre Arbeitgeber (AG) DURCHSETZEN.

Mittel dazu sind Betriebsräte oder Arbeitsgerichte.

Aber um gegen ihre AG erfolgreich zu sein, müssten sich die AN gewerkschaftlich organisieren, um Support und Rechtsschutz zu bekommen.

Logischerweise würde ein gesetzlicher Mindestlohn den Gewerkschaften Zulauf bringen.

Aber Stärkung der Lohnarbeiter und ihrer Gewerkschaften ist das Letzte, was das neoliberale Establishment inklusive der Spezialdemokraten will. Daher die „faulen Kompromisse“ und die damit verbundene Verarschung ihrer Mitglieder und Wähler.

Soldat Schwejk November 20, 2013 um 19:05

Und noch was, liebe SPD-ler!

So taktisch schießt Ihr Euch mit dem Mindestlohn erst “im Laufe des Jahres 2016″ voll ins Knie…

Denn, wie es Brenke und Wagner in der Langfassung ihres Textes so schön schreiben:

—> “Alle beteiligten Akteure sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass die ersten Monate, vielleicht sogar Jahre nach der Einführung von Lohnuntergrenzen nicht einfach sein werden. In Anbetracht der darüber mit großem Engagement geführten Debatte und der bekannten deutschen Gründlichkeit wird die Umsetzung von Mindestlohnregelungen von der Öffentlichkeit mit Argusaugen beobachtet werden. Eine Gruppe von Gewinnern des Mindestlohns steht daher schon jetzt ohne Zweifel fest: Es sind die Medien, die wohl reichlich Anlass haben und Fallbeispiele finden werden, um über kreative Gestaltungsmöglichen bei der Umgehung der Regulierungen auf betrieblicher Ebene zu berichten. Es wird eines klaren politischen Willens bedürfen, Umgehungstatbestände aufzudecken und rasch auf sie zu reagieren.”

Bei Einführung 2016 wäre der Wahlkampf 2017 dann voll von medial genüßlich ausgeschlachteten Beispielen, warum das Sozen-Projekt Murks ist…

Bei Einführung im Laufe des Jahres 2014 oder spätestens zum 1. 1. 2015 aber wäre im Wahlkampf 2017 die holperige Einführungsphase wohl überwunden… und die Leute begännen mitzukriegen, daß sich für sie dadurch was zum Besseren bewegt, auch oberhalb der 8,50 Euro…

Also, liebe SPD-ler… Einführung des gesetzlichen ML erst “im Laufe des Jahres 2016″ ist auch aus dieser Sicht gar nicht gut…

holger November 20, 2013 um 19:26

Ich sachs nochmal…

Der ML ist hanebüchener Bullshit hoch zwölf + X³ … Dummes Gequatsche für dumme Lohnknechte.

Wenn in einer Region nur 1000 sind, kann ich nicht 1.500 hinmalen per Gesetz.

Ich red nicht von FFM oder München.

Und nun kommt die höchst intelligente Politik, und sacht 8,50 für alle Lohnknechte. Dann soll die Weisheit aller Weisheiten in ihrer schieren Unfehlbarkeit (SPD vorweg) gleich nach dem Papst, woher die Ocken in manchen Regionen dafür herkommen sollen!

Das die Sozialisten keine Ahnung vom Investieren und warum überhaupt haben, ist seit der SPD ja bekannt. Wobei ich die schwarzen Sozialisten und die Grünen und Gelben nicht dabei ausnehmen möchte.

Was der ML Abgabentechnisch bedeutet, habe ich schon getippselt. Gehe darauf auch nicht mehr ein.

8,50 sind lächerlich. Als Mindestlohn und überhaupt.

Wer soll eigentlich den ML finanzieren?

Wenn nicht die Kundschaft.

Nachdem GröFAZ kommt eben die GröKAZ

AVE Imperator

Think positive November 20, 2013 um 19:38

Die Koalitionsverhandlungen werden sich am Ende als das erweisen, was bereits zu Beginn vermutet wurde, nämlich als Postenschacherei.

Die nächste BT-Wahl und damit die Ministerposten sind weit entfernt. Und ob die SPD in absehbarer Zeit jemals wieder Regierungspartei wird, steht in den Sternen.

Also gilt es für das derzeitige SPD-Establishment, jetzt für sich „mitzunehmen“, was es geht.

Steinmeier, Gabriel, Nahles etc. sind – wenn sie jetzt keinen Posten „abgreifen“ – 2017 „megaout“. Das zeigen auch die schlechten innerparteilichen Wahlergebnisse.

Daher versucht man nun, das Koalitionsverhandlungsergebnis den SPD-Anhängern als Erfolg zu verkaufen.

Der SPD-Mitgliederentscheid ist folglich zugleich ein Intelligenztest.

f.luebberding f.luebberding November 20, 2013 um 19:54

holger

Selbst die Neoklassiker bestreiten nicht die Existenz eines Mindestlohnes. Sie nennen ihn nur “implizit”. Allerdings sind schon immer Menschen bereit gewesen, trotz dieses impliziten Mindestlohnes für geringere Löhne zu arbeiten. Das Argument mit der Provinz ist falsch. Auch Hartz IV wird nicht mit einem Metropolenzuschlag bezahlt. Worüber zu diskutieren wäre, ist das Verfahren zur Einführung dieser Mindestlöhne.

Think positive November 20, 2013 um 20:04

Union und SPD wollen die Handlungsfähigkeit von Spartengewerkschaften stark einschränken. Nach Plänen der Koalitionsarbeitsgruppe Arbeit und Soziales könnten Arbeitnehmerorganisationen wie der Marburger Bund, die Pilotenvereinigung Cockpit oder die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) faktisch kaum mehr Tarifverhandlungen führen und zu Arbeitskampfmaßnahmen aufrufen. In den betroffenen Gewerkschaften, die insgesamt rund 700 000 Beschäftigte außerhalb des DGB vertreten, löste das Vorhaben Entsetzen aus. „Dies ist der gravierendste Eingriff in gewerkschaftliche Grundrechte seit Ende des zweiten Weltkrieges“, sagte der Geschäftsführer der Ärztevertretung Marburger Bund, Armin Ehl, der FR am Dienstag. Wie auch Vertreter anderer Spartengewerkschaften kündigte Ehl eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an, sollte die große Koalition das Vorhaben umsetzen.
http://www.fr-online.de/arbeit—soziales/gewerkschaften-koalition-entmachtet-die-kleinen,1473632,25086004.html

„Dies ist der gravierendste Eingriff in gewerkschaftliche Grundrechte seit Ende des zweiten Weltkrieges“ – noch deutlicher wäre der Satz gewesen:

„Dies ist der gravierendste Eingriff in gewerkschaftliche Grundrechte seit dem Faschismus!“

wowy November 20, 2013 um 20:16

Daher weht der Wind
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oecd-wirbt-fuer-gesetzlichen-mindestlohn-in-deutschland-a-934391.html
Ansonsten kann man mit diesem Thema alle Fragen zu Europa schön ausblenden.

@Soldat Schwejk November 20, 2013 um 14:19
hat vollkommen recht. Da liegt das Problem:

“Die am Status Quo Interessierten werden natürlich ihre diskursiven Gegenstrategien haben. Eine davon besteht darin, Kritik auf so eine unverbindliche anthropologische Ebene zu heben, wie etwa Frank Schirrmacher mit seiner “Nummer 2?. Also so nach der Art: Durch das Netz und durch die Werbung und überhaupt den Kap. verlieren wir unser Selbst an die Datenströme, und unser Drinnen ist jetzt draußen und das Draußen ist drinnen… buhuhuhuhu….

Ich schlage zur Unterscheidung der Spreu vom Weizen vor:

Schaut, ob der Diskurs wirklich die Institutionen, also die Spielregeln problematisiert! Es alles das weiterführend, was konkrete Regeln in Frage stellt und Wege zu ihrer Veränderung zeigt.

Aber mißtraut allem Ausweichen ins Anthropologische und allem spekulativen Herumpsychologisieren! Mißtraut dem ganzen sinnbefreiten und folgenlosen Herumgegreine als Zeichen einer verunsicherten bürgerlichen Innerlichkeit! Das bewirkt nur (Selbst-)Entmächtigung, und das soll es auch.

It’s the institutions, stupid!”

Danke dafür!

holger November 20, 2013 um 21:21

f.luebberding

—>>> Das Argument mit der Provinz ist falsch. Auch Hartz IV wird nicht mit einem Metropolenzuschlag bezahlt.”

Oh doch… Mietspiegel nennt sich das. Herr Luebberding ortsübliche Miete.

Aber dafür haben wir ja dann die Mietpreisbremse :D

holger November 20, 2013 um 21:23

f.luebberding

—>>>Worüber zu diskutieren wäre, ist das Verfahren zur Einführung dieser Mindestlöhne.”

Mal ganz ehrlich… Wir ausser Industrie haben die durch Outsourcing eingeführt. :D

holger November 20, 2013 um 21:27

Und mal ganz ehrlicher Herr Frank, wer für 5 Euronen offiziell Aaaaabeiten tut, dem ist eh nicht zu helfen… :D

8,50 ist gut für den Schwarz-Sektor… so viel zur Mikro Realität… ;)

holger November 20, 2013 um 21:31

Ach so… und dann fällt mir ja noch der Soze Clement ein, der mit Adecco sein Einkommen aufgefüllt hat/hatte?

Jajaja… war natürlich nie so gemeint wie gemacht. War eben ein Irrtum oder so ähnlich.

Der, der stets das Gute will und das Böse schafft eben :D

Wie die Spezial-Demokraten aus diesem Strudel kommen wollen, bleibt mir unerklärlich… nicht in diesem System der Verschuldung.

Du Frank, Dein Kumpel Thomas hat da so ein Buch geschrieben, haste das mal gelesen?

Think positive November 20, 2013 um 21:49

„It’s the institutions, stupid!”

Der Glaube an die Macht der Institutionen ist sowohl Ausdruck soziologischer Naivität und soziologischen Unverstandes wie auch von – typischer deutscher – Staatsgläubigkeit.

Institutionen sind Apparate; und wie sie funktionieren, darüber entscheiden jene, welche die Macht darüber innehaben.

Auch über die Einhaltung und Ausführung des Rechts entscheiden jene, welche über die Macht in den Rechtsinstitutionen – in der Legislative, Judikative und Exekutive – verfügen.

Genau diese elementaren Zusammenhänge ignorieren staatsgläubige Rechts- und Institutionenfetischisten, welche dem Recht und den Institutionen eine Eigenmacht zuschreiben. Es handelt sich um modernes magisches Denken.

In antagonistischen Klassengesellschaften ist Recht immer eine Frage der Machtverhältnisse zwischen jenen Klassen, welche in antagonistischer Beziehung zueinander stehen.

Die Plutokratie erhält ihre Herrschaft dadurch, dass sie eine Solidarisierung der arbeitenden Bevölkerung verhindert, indem sie Mittel- und Unterschichten gegeneinander ausspielt.
Aus empirischer Sicht gehen beispielsweise Sozialstaat und Mindestlohn zu Lasten der Mittelschichten, denn sie tragen hauptsächlich die Kosten für den Sozialstaat. Und als Arbeitgeber müssen sie erhöhte Löhne und als Konsumenten erhöhte Preise bezahlen, ohne dass ihre eigenen Löhne oder Gewinne steigen, sondern letztere sogar meist sinken.

Wobei dem Mittelstand ein Verständnis der grundlegenden soziologischen und soziökonomischen Zusammenhänge fehlt. Sie sehen nicht, dass es das kapitalistische System ist, welches die – gesamtgesellschaftlich völlig unnützen – Kosten für den Sozialstaat hervorruft. Sie begreifen nicht, dass der entwickelte Kapitalismus ein System ist, welches gesellschaftlichen Reichtum und Wohlstand nicht nur verhindert, sondern sogar zerstört.

Denn sie haben das System so verinnerlicht, ihre Gehirne sind so auf das System programmiert, dass sie nicht darüber hinaus denken können.

„It’s the system, stupid!”

egal November 20, 2013 um 22:02

Denke auch, dass die GroKo einen Kurswechsel bedeutet. Aber, was solls?

Ein Mindestlohn von 8,50 wäre vor fünfzehn Jahren, als das Tarifsystem in Deutschland großflächig zu erodieren begann, gute sozialdemokratische Politik gewesen. Aber heute, in der Eurokrise, wo die Löhne in Deutschland ein Viertel bis ein Drittel zu niedrig liegen? Was solls?

Moderate Erhöhungen der Grund- und Erbschaftssteuer wären vor fünfzehn Jahren eine gute sozialdemokratische Reaktion auf die Kohlschen Steuersenkungen gewesen. Aber heute, nachdem die gigantischen rotgrünen Steuersenkungen die Staatsquote gesenkt haben, bis es an allen Ecken und Enden quietscht, nachdem die Banken gerettet wurden, nachdem selbst Mittelständler wieder einsehen, was sie an der sozialen Marktwirtschaft hatten. Was solls?

Das Wunder war, dass 2008 und 2010 nicht schon eher einen Kurswechsel zur Folge hatten. Dass die SPD heute ein halbes Prozent mehr bei der Rente raushohlt – bei instabilen Finanzmärkten, Massenarbeitslosigkeit in Europa, 1984, Schattenkriegen – wen soll das bitte interessieren?

wowy November 20, 2013 um 22:16

@TP
Du hast es nicht verstanden.

Think positive November 20, 2013 um 22:27

@wowy
Du hast es nicht verstanden.

Das behaupten alle Gläubigen und Fetischisten.

wowy November 20, 2013 um 22:30

@TP
Versuchs nochmal
“Schaut, ob der Diskurs wirklich die Institutionen, also die Spielregeln problematisiert! Es alles das weiterführend, was konkrete Regeln in Frage stellt und Wege zu ihrer Veränderung zeigt.”

Balken November 20, 2013 um 22:57

@ Schwejk
“Aber dieses ganze redundante selbstgefällige Gejammer…”
Ja. Man ist es fast schon selber leid, redundant immer wieder gegen dieses redundante selbstgefällige Gejammer gegenzuhalten, dass gerade zur Zeit wieder aus allen Gazetten trieft. Lübberding hat in seinem Aufmacher einige Beispiele genannt und ironisiert. Um nicht selbst redundant zu wirken, sollte man sich besser sagen: Lass sie reden, schweig fein still? Gegen den journalistischen Overkill, mit dem gegenwärtig gegen die Punkte, die die SPD angeblich in den Koalitionsverhandlungen gemacht habe, lamentiert wird, ist ohnehin nicht anzukommen.
Ich erlaube mir, verstimmt zu sein über den miesen Trick, jemandem, der sich so willig über den Tischziehen lässt wie die SPD, anschließend in allen Medien zu bestätigen, wie toll er sich durchgesetzt habe … Ich sehe schon, wie die wackeren SPD-Genossen, die alle brav ihre Bildzeitung “lesen”, nun ganz wild darauf sind, beim Parteitag für die Annahme dieses grandiosen linkslastigen Koalitionsvertrages zu stimmen, über den die bürgerliche Presse ja sooo wettert. Herrlich!

“Die Protagonisten dieser Haltung sollen dann mal eine realistische positive Alternative skizzieren …”
Nun ja, das Fahrrad ist aber schon erfunden, realistische positive Alternativen gibt es schon lange, schon seit so etwas linkem wie dem Ahlener Programm von 1948 ;-)
Die Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik zeigt in ihrem aktuellen Memorandum (siehe Kurzfassung ab S. 11) http://www2.alternative-wirtschaftspolitik.de/uploads/memorandum_2013_kurzfassung.pdf recht konkrete Alternativen auf. Sozialdemokratische Alternativen, wie ich finde. Ob die realistisch sind, vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich sind sie es nicht, denn: TINA. Die Machtverhältnisse sind nicht so. Die schon mehrmals abgewählten bzw. bei Wahlen abgeschmetterten derzeitigen SPD-Granden scheinen das auch so zu sehen und haben für sich einen anderen Weg gefunden, noch einmal Minister zu werden: Unterwerfung, verbrämt mit ein paar Talmi-Erfolgen.

Soldat Schwejk November 20, 2013 um 23:43

@ Think positive – “Institutionen sind Apparate…”

Nein. Gemeinhin werden unter Institutionen Regeln verstanden (auch informelle), also Rahmenbedingungen des Handelns, die freilich meistens in und durch Organisationen durchgesetzt werden. Aber Institutionen sind keine Organisationen.

—> “…und wie sie funktionieren, darüber entscheiden jene, welche die Macht darüber innehaben.”

Ach, nix gegen aufgeklärten Marxismus, aber doch bitte nicht diese Art Vulgärmarxismus. Ein bissel neuere materialistische Rechtstheorie kann man schon zur Kenntnis nehmen, wenn man unter der Flagge segelt… Sonja Buckel etwa…

http://www.akweb.de/ak_s/ak532/19.htm

—> “„It’s the system, stupid!””

“Das System” ist eine Abstraktion. Jede soziale Ordnung besteht aus Institutionen (Spielregeln) im weitesten Sinne… also manche wollen auch noch kognitive Muster als informelle Institutionen verstehen, an dieser Aufblähung des Institutionenbegriffs gibt es aber m.E. zu Recht Kritik.

Aber da Du es mit dem Fetischismus-Vorwurf hast, naja… Von einem System zu sprechen, das den konkreten Regeln und Rahmenbedingungen noch vorgeordnet ist… da scheint mir aber der “System”-Begriff zu einem Fetisch geworden zu sein…

Think positive November 20, 2013 um 23:45

@wowy
Versuchs nochmal
“Schaut, ob der Diskurs wirklich die Institutionen, also die Spielregeln problematisiert! Es alles das weiterführend, was konkrete Regeln in Frage stellt und Wege zu ihrer Veränderung zeigt.”

Die institutionalisierten Spielregeln des gesellschaftlichen Ganzen nennt man System.

Institutionen sind nur Teile des Ganzen.

Institutionen sind so konzipiert, dass sie systemfunktional sind. Das Gleiche gilt für die systemimmanenten Spielregeln.

Entscheidend sind jedoch die Spielregeln des gesellschaftlichen Ganzen.

Die Frage ist, wer diese Systemspielregeln definiert?

Wie sind diese Spielregeln zustande gekommen? Sind sie demokratisch durch Zustimmung des Volkes zustande gekommen? Besitzen sie Legitimität oder wurden sie dem Volk ohne Wahlmöglichkeit aufoktroyiert?

Wer kann sie wie ändern?

Warum müssen sich eigentumslose Menschen zur Ware machen?

Wie kommt es, dass die Menschen die den gesellschaftlichen Reichtum produzieren arm bleiben, jene aber, die nicht arbeiten (müssen), weil sie Reichtum geerbt haben, immer reicher werden?

Ich weiß, solche Fragen werden heute selten gestellt.

Man geht heute mit dem von Menschen geschaffenen System so um, als sei es Natur.

So wie im Mittelalter, als die weltliche Ordnung als Ausdruck göttlichen Willens gedeutet wurde.

Wie alt ist das warenproduzierende System, welches Marktwirtschaft genannt wird?
Wie lange gibt es die Lohnarbeit als „Normalarbeit“?

Man hält es für eine natürliche Ordnung, dass Menschen sich zur Ware machen, obwohl die marktwirtschaftliche Ökonomie keine 300 Jahre alt ist.

Genau das ist Fetischdenken, nämlich das Denken in den Kategorien – also den Institutionen und Spielregeln – der warenproduzierenden Gesellschaft.

ruby November 21, 2013 um 00:18

Mitglieder machen Macht.
So einfach wird es sein.

Soldat Schwejk November 21, 2013 um 00:19

@ Balken

Manchmal mag ich auch ein bissel rumballern.

Das Memorandum Alternative Wirtschaftspolitik ist sicher echt-sozialdemokratisch, vieles findet sich auch im Parteiprogramm der Linken. Einige europapolitische Gedanken halte ich für illusionär, wie meistens, wenn irgendein institutioneller Ersatz für den Wechsekursmechanismus gesucht wird. Aber dazu kommen wir später wieder mal…

—> “Die Machtverhältnisse sind nicht so.”

Das mit den Akteurskonstellationen ist bei den Alternativen immer mitzudenken. Eine Änderung der Regeln ist immer auch eine Änderung der Machtverhältnisse und vice versa. Also in welcher Konstellation sind diese Ideen politisch durchsetzbar?

Und man wird vielleicht davon ausgehen können, daß ein niedergeschriebenes Programm in der Realität nicht Punkt für Punkt umgesetzt wird. Also nicht so, wie ein Gebäude nach dem Reißbrettentwurf gestaltet wird. Sondern graduell und unvollständig… je nachdem, für welche Projekte sich gesellschaftliche und politische Mehrheiten zu organisieren vermögen…

Ich breche auch nicht in Euphorie aus über das, was vom Koalitionsentwurf bisher so mitgeteilt wird. Aber ich denke, man sollte das im Detail kritisieren und versuchen, mehrheitsfähige Ideen zu Veränderungen in den Details zu entwickeln. (So Entwürfe wie der von der Arbeitsgruppe AW sind da als Steinbruch ja sicher nicht schlecht.)

Was den Mindestlohn angeht… jahrelang war das eine Forderung in fast allen alternativen Programmen. Zuerst waren die großen Gewerkschaften eher dagegen. Dann haben sie gesehen, daß sie durch das ganze Billig-Outsourcing mehr an Einfluß verlieren als durch den vermeintlichen Bedeutungsverlust als Tarifpartei. Also jetzt könnte ein ML kommen… Wie gesagt, man muß schauen, wie es im Koalitionsvertrag dann konkret aussieht… und gewiß läßt sich durch den ML allein nicht das ganze Schröder-Elend rückgängig machen…

Aber sich nun um der Sozenkritik willen hinzustellen und zu sagen: Also ML ist jetzt auch scheiße und dient bloß dazu, die Skandinavier (ohne ML) auf unser Niveau zu drücken… nee, das finde ich nicht überzeugend.

Einfach nur so dem Impuls nachzugeben, gegen die Verkommenheit der politischen Akteure zu wettern… das ist zwar immer irgendwie mehrheitsfähig. Aber es führt keinen Schritt weiter.

Think positive November 21, 2013 um 00:53

@Soldat Schwejk November 20, 2013 um 23:43
Nein. Gemeinhin werden unter Institutionen Regeln verstanden (auch informelle), also Rahmenbedingungen des Handelns, die freilich meistens in und durch Organisationen durchgesetzt werden. Aber Institutionen sind keine Organisationen.

Nein, Institutionen sind keine Regeln. Institutionen weise funktionale Gesetzmäßigkeiten auf, sie stellen institutionalisierte („regelhafte“) Verfahrenabläufe dar, die Menschen zu bestimmten Verhalten zwingen. Institutionen sind Zwangssysteme. Gehlen hat dies schon zutreffend erkannt.

Damit Regeln dauerhaft in Institutionen fixiert werden, müssen sie materiell institutionalisiert werden. Daraus resultieren dann Apparate. Nenne mir eine materielle Institution, bei der dies nicht der Fall ist und bei der Macht keine Rolle spielt!

Ach, nix gegen aufgeklärten Marxismus, aber doch bitte nicht diese Art Vulgärmarxismus.

Ach komm. als hättest gerade Du mit Deiner DDR-marxistischen Sozialisation die große Kompetenz, zwischen „aufgeklärtem Marxismus“ und „Vulgärmarxismus“ unterscheiden.
Das ist doch nur lächerliche Arroganz.

Ein bissel neuere materialistische Rechtstheorie kann man schon zur Kenntnis nehmen, wenn man unter der Flagge segelt… Sonja Buckel etwa…

Ist nichts Neues, was dort in der Rezension steht. Es widerlegt nicht die These, dass Rechtsetzung und Rechtsdurchsetzung immer eine Frage von Macht und Herrschaft sind.

“Das System” ist eine Abstraktion. Jede soziale Ordnung besteht aus Institutionen (Spielregeln) im weitesten Sinne… also manche wollen auch noch kognitive Muster als informelle Institutionen verstehen, an dieser Aufblähung des Institutionenbegriffs gibt es aber m.E. zu Recht Kritik.

Nein, das System ist konkret = das konkrete Ganze. Sonst würde es nicht als System funktionieren. Nur die Erfassung der Gesetzmäßigkeiten eines Systems beruht auf Abstraktion und die damit verbundene Komplexitätsreduktion aufs Wesentliche.

Aber da Du es mit dem Fetischismus-Vorwurf hast, naja… Von einem System zu sprechen, das den konkreten Regeln und Rahmenbedingungen noch vorgeordnet ist… da scheint mir aber der “System”-Begriff zu einem Fetisch geworden zu sein…

Der Systembegriff versucht, die Gesetzmäßigkeiten des Gesamtzusammenhangs zu erfassen, in dem die „konkreten Regeln und Rahmenbedingungen“ Teilmomente darstellen.

Soldat Schwejk November 21, 2013 um 02:16

@ Think positive —> “Institutionen sind keine Regeln. Institutionen weise funktionale Gesetzmäßigkeiten auf, sie stellen institutionalisierte („regelhafte“) Verfahrenabläufe dar”

Also Institutionen stellen institutionalisierte Verfahrensabläufe dar. Soso. Was aber bedeutet “institutionalisiert”? Ach ja, “regelhaft”. Wobei Institutionen aber keine Regeln sind. Oh freudiges Herumdefinieren!

—> “Daraus resultieren dann Apparate. Nenne mir eine materielle Institution, bei der dies nicht der Fall ist und bei der Macht keine Rolle spielt!”

Auf Vertrauen und Wiederholung der Transaktionen basierende Handelsbräuche. Douglass C. North führt etwa den orientalischen Markt (suq) an. Im frühen Fernhandel findet man Ähnliches. Heute noch auf Schwarzmärkten oder in schattenwirtschaftlichen Strukturen, wo es keine zentrale Rechtsdurchsetzung gibt, sondern im Falle von “Fehlverhalten” die Exklusion bei späteren Transaktionen droht.

Natürlich ist in modernen Gesellschaften bei den meisten Transaktionen der Staat als Rechtsdurchsetzer im Hintergrund. Aber auch hier gibt es eine Reihe von informellen Institutionen, die ohne Rechtsdurchsetzung von Machtapparaten auskommen… von den Tischsitten und Dresscodes bis hin zu standardisiertem Auftreten etwa bei Bewerbungen, Verhandlungen, bei Anlässen wie Hochzeiten und Beerdigungen etc. …

Abgesehen davon sollte man die Regeln (oder von mir aus “regelhaften Verfahrensabläufe”) von den zu ihrer Durchsetzung geschaffenen Organisationen trennen, oder? Zumindest soweit, daß man nicht sagt: “Institutionen SIND Apparate…”

—> “Das ist doch nur lächerliche Arroganz.”

Mag schon sein. Tit for tat.

Den Vorwurf “lächerliche Arroganz” gerade von Deiner Seite finde ich schon amüsant. @Morph hatte da nicht unrecht… die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung scheint Dir etwas abzugehen…

Aber ich mag diesen Dialog dann nicht weiterführen. Große Erkenntnisse wird er nicht mehr bringen, und das Publikum bringt er wohl eher zum Gähnen.

petervonkloss November 21, 2013 um 06:56

@ Balken, @ Think positive

M. E. scheitert die Idee des Sozialismus erst recht und gerade an dem Festhalten dieser „Arbeitsgruppe“ Alternativer
Wirtschaftspolitik an der TRANSFERUNION! Denn, wo soll die enden, an der syrischen Grenze?
Sie ist das „Waterloo“ jeder übergreifenden, sozialistischen Internationale.

(Der Philosoph Marc Jongen, Assistent von Peter Sloterdijk an der Hochschule Karlsruhe;
Ein Gespräch über Postdemokratie und die verlogene Politik in Sachen Euro-Rettung………..
http://www.tageszeitung.it/2013/11/18/ist-europa-zu-retten/ )

@ T. p. Also wenn man schon A. Gehlen im Rahmen einer Institutionendefinition zitiert, dann sollte man auch
seine Vorstellung des Menschen als instinktentbundenes Mängelwesen (animal rationale) erwähnen, das auf Grund
seiner „anthropologischen“ Schwächen, in einem konservativem Sinn der Institutionen bedarf.

Das System dagegen, ist zunächst und vor allem ein abstrakter Allerweltsbegriff! Ähnlich dem des Kapitalismus.
Wobei der Apparatus ein Kriegswerkzeug ist.

f.luebberding f.luebberding November 21, 2013 um 11:04

Holger

Nur zum Mietspiegel. Es werden die Kosten für die Unterkunft übernommen. Die sind regional unterschiedlich, aber ändern nichts an dem Argument. Man hat dann halt ein Dach über den Kopf. Relevant ist hier aber der Lebensunterhalt, der in einem einheitlichen Hartz IV Satz sichergestellt wird.

Anbsonsten empfehle ich heute die Nachdenkseiten. Dort findet man die Papiere der Verhandlungen in der GroKo zum Thema “Arbeit und Soziales”.

enrico November 21, 2013 um 11:10

Die Waren, die gestern produziert wurden, werden heute gekauft. Die Waren, die heute gefertigt werden, werden erst morgen gekauft, weil sie eben erst dann fertiggestellt sind. Die Löhne, die heute ausbezahlt werden kaufen also die Waren von gestern. Nur wenn die Löhne heute höher sind als gestern, nur dann können die Waren, die heute fertiggestellt sind zu einem höheren Preis verkauft werden als die Summe der Kosten der vorausgegangenen Herstellung dieser Waren.
Ergo: Gewinne im volkswirtschaftlichen Sinne (ohne Export) können nur erzielt werden, wenn 1.) entweder die Wirtschaft, die Produktion ständig wächst oder 2.) die Löhne ständig steigen. Der erste Weg ist auf Dauer nicht durchhaltbar. Der zweite dagegen immer.

Ja, liebe Kapitalisten als Gesamtheit: Nur wenn die Löhne steigen, nur dann kommt ihr zu Gewinnen. Steigen sie nicht, werdet ihr zu Kannibalen, die versuchen, sich gegenseitig aufzufressen. Und letzteres geht nicht gut, weil dann euren Gewinnen die Verluste der anderen gegenüber stehen…

Autos kaufen keine Autos.

Nicht verstanden? Nun, das war zu erwarten.

Think positive November 21, 2013 um 11:17

@petervonkloss
Also wenn man schon A. Gehlen im Rahmen einer Institutionendefinition zitiert, dann sollte man auch seine Vorstellung des Menschen als instinktentbundenes Mängelwesen (animal rationale) erwähnen, das auf Grund seiner „anthropologischen“ Schwächen, in einem konservativem Sinn der Institutionen bedarf.

Konservativ aber nicht im üblichen konservativ-reaktionären Sinne, sondern konservativ im Sinne von „den menschlichen Fortschritt bewahrend“.

Genau diese macht der Kapitalismus nicht, Im Gegenteil, er enttraditionalisiert und entmoralisiert, weil ihn nur der Profit interessiert. Daher die barbarischen Regressionen (menschliche Erniedrigung und Entwürdigung, Sklavenarbeit, Faschismen; Kriege etc.). Das liegt in der Logik der Konkurrenz, die um des Profites willen andere Menschen übervorteilt. Daher werden die Massen von den Herrschenden im Zustand der Dummheit bzw. „partieller Intelligenz“ gehalten werden.

So ist die „Instinktentbundenheit“ des Menschen einerseits eine Schwäche, andererseits seine entscheidende potentielle (!) Stärke gegenüber den Tieren, weil sie Grund der Entwicklungs- und Fortschrittsfähigkeit der menschlichen Gattung ist.

Linus November 21, 2013 um 11:21

Zu Institution:
Schaut mal in die wiki rein: http://de.wikipedia.org/wiki/Institution
Auch die Diskussion ist interessant.

Mir fehlt in der dortigen Darstellung v.a. eines: mE ist eine Institution immer mit einer Kompetenz versehen. Es ist eben nicht nur ein Regelwerk bzgl. Verhalten und Handlungsabläufe, sondern verfügt auch über Entscheidungsgewalt und Sanktionsmöglichkeiten, z.B: die Institution Universität wacht über die Wissenschaft, die Institution Gerichtsbarkeiten wacht über das Recht etc.
Und ein weiterer Punkt: Institutionen besitzen mE auch die Kompetenz, ihr Regelwerk auszuweiten bzw. umzudefinieren.

Nun gut, da kann man lange müssig um die Definition streiten. Knackpunkt ist mE TP’s Statement, Institutionen bekämen Apparate-Charakter: Das geht mE noch über die Kompetenz/Hochheit zur Setzung von Regeln hinaus. Es impliziert eine Souveränität, die es erlaubt, sich über die eigenen Grundsätze hinwegzusetzen (bzgl. des Rechts würde man dies wohl als Rechtsbeugung bezeichnen). Damit wäre der Willkür Tür und Tor geöffnet.

Beispiele dafür, dass diese Gefahr tatsächlich besteht, gibt es zuhauf. So hat der Ablasshandel klar gegen die ureigensten Grundsätze der Institution Kirche verstossen (die Regel, hier Ablasshandel, ist dabei Teil des instutionellen Regelwerks, durch-/umgesetzt wird sie aber durch die Organisation).

Die mögliche Willkür scheint mir ein geeignetes Mass zu sein, um Institutionen Apparat-Charakter zuzuschreiben. Tatsächlich bezieht ja jede Institution ihre Legitimation aus den bei ihrer Instutionalisisierung definierten Grundsätzen. Entfernt sie sich im Nachhinein von diesen, so verliert sie auch ihre Legitimation. Der Umstand, dass sie dabei nicht sofort verschwindet, ist der normativen Kraft des Faktischen geschuldet. Man betrachte die EU und ihre Institutionen.

Think positive November 21, 2013 um 11:38

@Soldat Schwejk
Aber ich mag diesen Dialog dann nicht weiterführen. Große Erkenntnisse wird er nicht mehr bringen, und das Publikum bringt er wohl eher zum Gähnen.

Ob er das gesamte Publikum zum Gähnen bringt, weiß ich nicht. Jene mit sozialdemokratischen Lohnarbeiter- und Untertanenbewusstsein sicherlich.
Denn diese denken pragmatisch und es interessiert sie nur, ob sie systemimmanent einen Vorteil für sich daraus ziehen können.

Auch ich möchte den Dialog nicht weiterführen, weil er von imkompatiblen kulturellen Positionen her geführt wird und daher keine Aussicht auf Fortschritt besteht.

Sozialdemokraten möchten sich im warenproduzierenden System einrichten und ihre Lage als Lohnarbeiter bzw. als Parvenüs in den Organisationen der Lohnarbeiter (Parteien und Gewerkschaften) verbessern. Ihnen stehen jene Systemkritiker gegenüber, welche das System überwinden wollen.

Bereits zu Beginn der Arbeiterbewegung gab es den Konflikt zwischen Lassalleanern und Marxisten. Während des imperialistischen Ersten Weltkrieges kam dann die Spaltung zwischen anti-revolutionären (nationalistisch-imperialistischen) Sozialdemokraten und revolutionären Kommunisten. Letztere wurden von den Sozialdemokraten bereits am Ende des Ersten Weltkriegs als „Todfeinde“ angesehen und sind entsprechend von Ebert, Noske et al. bekämpft worden.

Gut, das ist Geschichte. Die Arbeiterbewegung ist mit der Entwicklung zum Faschismus untergegangen. Heute ist die Arbeiterbewegung tot und wird nie wieder lebendig werden.

Wie bereits vor über 40 Jahren die damaligen Jusos feststellten, ist die SPD eine „systemintegrierte und systemintegrierende Partei“. Das Gleiche gilt für die Gewerkschaften.

Mit Untergang der revolutionären 68-er-Studentenbewegung ist Systemfrage kein Thema in der Öffentlichkeit mehr und wird selbst in den Intelligenzschichten nur noch von marginalisierten Intellektuellen diskutiert.

So entsteht das Erleben von TINA und „Kapitalismus Forever“ (Pohrt). Die Gesellschaft wird nicht mehr als ein von Menschen geschaffenes und von Menschen veränderbares System wahrgenommen, sondern als vorgefundene Natur. So wie die Jahreszeiten, an die sich Menschen nur anpassen können, aber diese nicht verändern können.

Eine gelebte Kultur der Anpassung ans System von Kapital und Lohnarbeit ist inkompatibel mit einer Kultur der Opposition gegen und der Befreiung von diesem System.

Daher führt die Diskussion mit systemintegrierten und systemaffirmativen Lohnarbeitern und Kleinbürgern nur in eine diskursive Endlosschleife. Denn es sind inkompatible und einander ausschließende Lebenskonzepte. Sie machen den Kern der Identität aus und werden deshalb nicht aufgegeben.

Wie Marie von Ebner-Eschenbach bereits vor langer Zeit feststellte:
“Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.”

Heute würde man es sicherlich anders formulieren. „Glücklich“ ist das Gros der Lohnsklaven und Sozen sicherlich nicht. Sie sind moderne „Uncle Tom“.
http://en.wikipedia.org/wiki/Uncle_Tom

enrico November 21, 2013 um 12:53

@TP
Wie Marie von Ebner-Eschenbach bereits vor langer Zeit feststellte:
“Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.”

Heute würde man es sicherlich anders formulieren. „Glücklich“ ist das Gros der Lohnsklaven und Sozen sicherlich nicht. Sie sind moderne „Uncle Tom“.

Ja, so ist es leider. Eine “Revolution”, die zum Besseren führt, wenn es sie jemals geben sollte, wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie von einer Eliten eingeleitet wird, die in der Lage ist zu erkennen, dass “so- weitermachen” am Ende ihr eigener Untergang bedeutet.

Andreas Kreuz November 21, 2013 um 13:22
Doktor D November 21, 2013 um 13:24

@ Soldat SchwejK: “Einfach nur so dem Impuls nachzugeben, gegen die Verkommenheit der politischen Akteure zu wettern… das ist zwar immer irgendwie mehrheitsfähig. Aber es führt keinen Schritt weiter.”
Ich bin ganz sicher, dass das vor allem den politischen Akteuren nutzt, die eh schon hegemonial sind: Das bindet doch sehr schön intellektuelle und zeitliche Ressourcen, um Gegenmacht / alternative Strukturen / realen Widerstand zu erdenken und zu organisieren und hilft qua billiger Triebabfuhr für den autoritär strukturierten Charakter den zu reproduizieren. What’s not to like, wenn man herrschende Klasse ist?!
Aber daran wollen wir uns ja nicht mehr daran abarbeiten, sondern selbst klüger werden. Deswegen meine Frage: Wenn du einem french theory und luhmann gestählten Leser wie mir eine gute Einführung in die Institutionentheorie /-soziologie zu Weihnachten schenken wolltest, welches Buch wäre es?

petervonkloss November 21, 2013 um 13:49

enrico November 21, 2013 um 11:10

Doch!…..weil, der Sozialismus will ein Auto sein, ist ein Auto, der Autos kauft, die er nie hergestellt hat und inso-
fern jegliche Geschichte provoziert, da er deren einzelne Charaktere verkennt, und durcheinander legt, so daß die
Hauptsächlichkeiten der Existenz, eine neue Eschatologie erfahren: die des endgültigen Kommunismus, da die
Autos (da es kein perpetuum mobile gibt) schließlich und plötzlich stehen bleiben und der schöpferische Gewaltakt seine primordiale Geburt erfährt.

Das gegenseitige „Auffressen“ könnte insofern etwas ursprüngliches, Heraklit entsprechendes, wiederherstellen.
Die Ordnung der Welt könnte in langen Zeiträumen wiedergeboren werden.

Das (platonische) Homeostasegeschwätz der Ökonomen, hat mich schon immer gestört.
Es kann nur theoretisch präexistieren, in dem sie das Wesen des Menschen kalt macht, und in nichtige Zukünfte geht.

Deine Milchmädchenrechnung geht nicht auf, zumal „Der zweite (Weg) dagegen immer.“, m. E. in die Inflation führt.

holger November 21, 2013 um 14:18

f.luebberding November 21, 2013 um 11:04
Holger

Nur zum Mietspiegel. Es werden die Kosten für die Unterkunft übernommen. Die sind regional unterschiedlich, aber ändern nichts an dem Argument. Man hat dann halt ein Dach über den Kopf. Relevant ist hier aber der Lebensunterhalt, der in einem einheitlichen Hartz IV Satz sichergestellt wird.”

Frank… ein Brot wird auch bei Aldi Süd nicht viel mehr kosten, wie/als bei Aldi Nord.

Ein Liter Heizöl wohl auch nicht viel mehr, oder weniger.

—>>> Das Argument mit der Provinz ist falsch. Auch Hartz IV wird nicht mit einem Metropolenzuschlag bezahlt.”

Das hast Du getippselt nicht ich.

Doch sachte ich… eben im Mietpreis versteckt.

Das ist der “Metropolenzuschlag” im Beamtendeutsch Ortszuschlag genannt bei der Besoldung.

Denn!!! Du kannst als HIVler gerne in der Wohnung bleiben, nur dann musste die Kosten eben vom Regelsatz abziehen.

Das haben die Penner ja gelernt. Der Wohnraum für die Penner HIV ist nicht vorhanden. Single 50m² WF

Und nun frage ich dich, wie viele “Aufstocker” wird es mit 8,50 immer noch geben tun?

holger November 21, 2013 um 14:21

TP

—>>>Mit Untergang der revolutionären 68-er-Studentenbewegung ist Systemfrage kein Thema in der Öffentlichkeit mehr und wird selbst in den Intelligenzschichten nur noch von marginalisierten Intellektuellen diskutiert.”

Am besten ist, ihr haltet einfach mal die Schnauze und gewöhnt euch ans Sterben… kein Scherz… ihr kommt als nächstes dran. Wenn de was zu sagen hast, dann mach das. Aber gewöhne dich dran, dass deine “beste” Zeit weit hinter dir liegt.

holger November 21, 2013 um 14:43

UND HERR LUEBBERDING

—>>> Man hat dann halt ein Dach über den Kopf. Relevant ist hier aber der Lebensunterhalt,”

Ist das Dach über dem Kopf nicht das Mittel zum Fördern und Fordern? Selbst ein Computer und Tel. Anschluss? Evtl. sogar Mobilität? Und ein Rasierapparatus?

Die bekloppte Scheixxe die die Sozen errichtet haben, muss man erstmal weg fegen können.

Und jetzt ALLE… ACHTFUFFZIG HEILIGT DIE WELT

Wie bekloppt inner Birne muss man sein, auch Makro mäßig an den MÜLL zu glauben?

Ich hab Dich gefragt, ob du das gelbe Büchlein vom Strobl gelesen hast?

JA oder NEIN?

Anscheinend nicht. Und wenn doch vermutlich nicht verstanden. Und Strobl ist mir auch noch ne Antwort schuldig: “WER soll sich denn bei 8,50 Verschulden können?”

Und beim Investieren hat er auch den Schwanz eingezogen. Wie ALLE…

gelegentlich November 21, 2013 um 15:11

@TP
„Daher führt die Diskussion mit systemintegrierten und systemaffirmativen Lohnarbeitern und Kleinbürgern nur in eine diskursive Endlosschleife. Denn es sind inkompatible und einander ausschließende Lebenskonzepte. Sie machen den Kern der Identität aus und werden deshalb nicht aufgegeben.“
Die diskursive Endlosschleife ist ernst gemeint? Wie würden Sie sich selber denn beschreiben?

enrico November 21, 2013 um 15:46

@petervonkloss

Deine Milchmädchenrechnung geht nicht auf, zumal „Der zweite (Weg) dagegen immer.“, m. E. in die Inflation führt.

Richtig, er führt zu einer gesunden Inflation. Eine Gesunde Inflation heisst zuerst Lohnsteigerung, und erst dann Preissteigerung. Wäre es umgekehrt kommt es zur Stagflation. Eine gesunde Inflation lässt zudem auch noch krankhafte Guthabenanhäufung laufend wieder abschmelzen* und eben gleichzeitig auch die dazugehörenden Schulden.

* Ein Geldbetrag ist immer im Zusammenhang mit der Summe des geschöpften (und noch nicht vernichteten) Geldes (SgG) zu sehen. Hast du 100$ dann sind das 100$ / SgG . Und wenn die SgG steigt dann sind deine 100$ eben weniger als vorher. Gesunde Geldentwertung. Hier geht es allerdings um Geld und nicht um Geldguthaben. Letztere können ja verzinst werden, Geld als solches wird dagegen nicht verzinst.

enrico November 21, 2013 um 15:52

@petervonkloss

Doch!…..weil, der Sozialismus will ein Auto sein, ist ein Auto, der Autos kauft, die er nie hergestellt hat und inso-
fern jegliche Geschichte provoziert, da er deren einzelne Charaktere verkennt, und durcheinander legt, so daß die
Hauptsächlichkeiten der Existenz, eine neue Eschatologie erfahren: die des endgültigen Kommunismus, da die
Autos (da es kein perpetuum mobile gibt) schließlich und plötzlich stehen bleiben und der schöpferische Gewaltakt seine primordiale Geburt erfährt.

Cosa? Que lingua parla? schbreschensiedeusch?

enrico November 21, 2013 um 16:04

@Homeostasegeschwätz

Die Homeostase meiner Zentralheizung hat etwas ursprüngliches, Heraklit entsprechendes: Sie regelt in laaaangen Zeiträumen und das nervt.

Es gibt gute und schlechte Selbst-Regelsysteme. Und dann Kommt es halt auch noch darauf an, was das Ziel der Regelung sein soll. Im Moment ist die Regelung eben so eingestellt, das es eine Umverteilung von Fleissig zu Reich gibt. Für die Reichen funktioniert alles bestens. Was will man mehr als…

Carlos Manoso November 21, 2013 um 16:06

@ Soldat Schwejk November 20, 2013 um 23:43
“Das System” ist eine Abstraktion. Jede soziale Ordnung besteht aus Institutionen (Spielregeln) im weitesten Sinne… also manche wollen auch noch kognitive Muster als informelle Institutionen verstehen, an dieser Aufblähung des Institutionenbegriffs gibt es aber m.E. zu Recht Kritik.
Aber da Du es mit dem Fetischismus-Vorwurf hast, naja… Von einem System zu sprechen, das den konkreten Regeln und Rahmenbedingungen noch vorgeordnet ist… da scheint mir aber der “System”-Begriff zu einem Fetisch geworden zu sein…

Soldat Schwejk, Luhmanns Systemtheorie bringt das „System des Kapitalfetischs“ zum Sprechen. „Die Systemtheorie bricht mit dem Ausgangspunkt und hat daher keine Verwendung für den Subjektbegriff“! Die Brisanz dieser Aussage liegt m.E. darin, dass mit der Systemtheorie Luhmanns die lange Theoriegeschichte des abendländischen Subjekts heute an ihrem zunehmend katastrophischen Ende angekommen ist. Das „gesellschaftliche Wesen“ kann nur als subjektloses System zweiter Ordnung auftreten. Das sei der unvermeidliche Preis für das Subjektwerden gegenüber der unmittelbar natürlichen, biologischen Subjektlosigkeit erster Ordnung. Es entstehen also subjektlose Systeme zweiter Ordnung, symbolische Systeme (Codes). Genau das ist im Kern die Fetisch-Konstitution.

Das System der Blutsverwandschaft ist z.B.bereits ein symbolisches System zweiter Ordnung und vermutlich die älteste Fetisch-Konstitution des Menschen. Die in Gestalt des Kapitals zur gesellschaftlichen Reproduktionsform gewordene Warenform, ist dann die letzte und höchste, den Raum der Subjektivität gegenüber der ersten Natur am weitesten hinausschiebende Fetischform.

holger November 21, 2013 um 16:22

enrico

—>>>Richtig, er führt zu einer gesunden Inflation. Eine Gesunde Inflation heisst zuerst Lohnsteigerung, und erst dann Preissteigerung.”

Du verzählst auch nur bekloppte Scheixxe… von Industrieller Fertigung hast keine Ahnung.

Von Inflation noch weniger…

WAS ist eine “Gesunde Inflation”

Du sabbelst über PREISE aber das ist keine Inflation. Solange zB ca. 50% der Lebensmittel in den Müll wandern können, gibts keine Inflation…

Solange wir ÜBERPRODUKTION haben, gibts keine Inflation.

DAS IST DEFLATION

holger November 21, 2013 um 16:30

WANN

kapiert eigentlich der letzte Heckenseicher mal, dass wir nicht im Mangel LEBEN?

WIR LEBEN nicht wie MARXES der Anale im Mangel.

BEI uns gibt es keinen Mangel MEHR BUTTERBERGE AUTOBERGE SALATKOPFBERGE

Die VWL ist auf MANGEL geschrieben worden die Theorie…

enrico November 21, 2013 um 16:34

holgi

oooom

Solange wir ÜBERPRODUKTION haben, gibts keine Inflation.

heisst umgekehrt auch: solange wir keine (durch Lohnsteigerung erzeugte) Inflation haben, haben wir (heute weiterhin) Überproduktion (und eine prekäre Unterbeschäftigung). Na, dämmert’s ?

enrico November 21, 2013 um 16:54

@Herrn Ober-Fertig-Industrieller Dr. Holger Rendnil

Du sabbelst über PREISE aber das ist keine Inflation.

wenn Löhne steigen und diese nicht gleich wieder im Rahmen von Sparverträgen stillgelegt werden, dann steigt die Geldmenge. Das ist Inflation. Kommt von lat. “Flatus”= Furz. Inflation heisst auf teutonisch: “Einfurzung”. Steigen die Löhne, dann wird mehr Geld eingefurzt. Steigen aber nur die Preise und die Löhne nicht, dann nix Einfurzung, dann Effekt gleich wie Ausfurzung (Deflation). Capisce?

Zuerst lesen, dann schreiben und erst dann trinken! mensch, Jetzt bring das doch nicht immer wieder durcheinander ;-)

Morph November 21, 2013 um 16:58

@Doktor D

“Wenn du einem (…) eine gute Einführung in die Institutionentheorie /-soziologie zu Weihnachten schenken wolltest, welches Buch wäre es?”

Eine Einführung in die Institutionentheorie? Zu Weihnachten? Wie bist’n Du druff? ;-)

(Luhmannianer würden ja sagen: Institutionentheorie? wtf! – Aber ich bin ja keiner, ha!) – Ein sehr ambitionierter Versuch, den Institutionenbegriff ‘from scratch’ zu entwickeln, deshalb auch ziemlich inspirierend und lehrreich, wie ich finde, ist John Searle: Wie wir die soziale Welt machen. (Korrekt an der z.B. Luhmannschen Kritik des Institutionenbegriffs ist, dass es sich dabei um einen soziologischen Passepartoutbegriff handelt, der für alle seriell auftretenden sozialen Tatsachen stehen kann; – aber Searle macht mit seinem Konzept der sozialen Statusfunktion m.E. schon ein starkes Angebot).

Morph November 21, 2013 um 17:06

@TP

“Ach komm. als hättest gerade Du mit Deiner DDR-marxistischen Sozialisation die große Kompetenz, zwischen „aufgeklärtem Marxismus“ und „Vulgärmarxismus“ unterscheiden.”

Siehst Du, dass ist der Unterschied zwischen einem ehrenwerten Polemiker und einem feigen Arschloch. Der ehrenwerte Polemiker würde schreiben: Halt’s Maul, Ossi! Das feige Arschloch schreibt:

“Ach komm. als hättest gerade Du mit Deiner DDR-marxistischen Sozialisation die große Kompetenz, zwischen „aufgeklärtem Marxismus“ und „Vulgärmarxismus“ unterscheiden.”

Ob Du nicht doch jetzt mal meinem Arbeitgeber Bescheid geben solltest, wie beleidigend ich mich hier äußer? So, wie Du es mir schon mal angedroht hast, dumm-feige, wie Du bist?

Ich bitte darum!

Carlos Manoso November 21, 2013 um 17:09

@enrico November 21, 2013 um 16:54
„Zuerst lesen, dann schreiben und erst dann trinken!

Holger hat vollkommen recht, wenn er schreibt: „Solange zB ca. 50% der Lebensmittel in den Müll wandern können, gibts keine Inflation…“ Wenn Holger sich z.B zu 100% mit Lebensmitteln ernähren würde,könnte Holgers Arbeitskraft noch um weitere 50% entwertet werden, wenn nix mehr in den Müll wandern würde.

Morph November 21, 2013 um 17:22

@TP

Und um der Unzweideutigkeit Willen noch einmal: “Du mit Deiner DDR-marxistischen Sozialisation” – man möge sich bitte vergegenwärtigen, was einer für wahr halten muss, der einen solchen Satz aufschreibt. Und man möge dagegen evaluieren, was jemand überzeugend finden muss, um, sagen wir: Saupreuß! zu sagen (um mal die Afrikaner und Türken außen vor zu lassen).

Der Unterschied ist folgender: Ich kann jemanden mit einem verächtlichen Namen bezeichnen, da nun einmal dieser Name der Verachtung verfügbar ist. ODER: Ich kann mir eine Formel der Verachtung AUSDENKEN, die den Gesprächspartner aus der Gruppe derer, die wir mitmeinen, wenn wir ‘Wir’ sagen, exkludiert.

Genau dies findet in @TPs Kommentar statt. (Und nicht zum ersten Mal). @Think Positive hat, will ich sagen, ein Monsterproblem.

Carlos Manoso November 21, 2013 um 17:29

@Morph November 21, 2013 um 17:06
„….Ob Du nicht doch jetzt mal meinem Arbeitgeber Bescheid geben solltest, wie beleidigend ich mich hier äußer? So, wie Du es mir schon mal angedroht hast, dumm-feige, wie Du bist?
Ich bitte darum!“

Morph, Narzistische Personen mit schwachem Selbstwertgefühl überwinden gern ihre Hilfslosigkeit mit Fantasien, die der eigenen Kontrolle unterstehen. Zum Beispiel sind sexuell als lustvoll erlebte Vergewaltigungs-, Unterwerfungs- oder Erniedrigungsfantasien hilflose Versuche, auf initiative Weise bisher passiv erlittene Befehlssituationen in kontrollierbare Situationen zu verkehren und aus Unlust Lust zu kreieren.

Think positive November 21, 2013 um 17:32

Man mag sich fragen, warum ich auf die Angriffe ad personam und Beleidigungen jenes @Morph nicht reagiere?

Zum einen, weil mir Hooligans schon immer zuwider waren. In unserer Kleinstadt gab es Dörfler, welche Gymnasiasten anpöbelten, um sie zu provozieren. Der psychologische Mechanismus war klar. Diese Dörfler waren frustriert über ihre soziale Lage und ihren niedrigen Sozialstatus und wollten nun ihre Aggressionen an denen auslassen, die sie beneideten.

Den Unterschichtspöbel gab es schon immer, neu ist in der Nachkriegsära die Entwicklung eines akademischen Pöbels.

Im Rahmen der bildungsbürgerlichen Kultur, in der ich sozialisiert wurde, galten derartige Aggressionen und Pöbelein als primitiv, niveaulos und als Ausdruck eines Defizits in der Persönlichkeitsentwicklung.
Und – last not least – als zivilisatorischer Rückschritt in das Sozialverhalten der NS-Zeit.

Mit dem Pöbel prügelte man sich nicht, sondern ging ihm aus dem Wege.

Die Entstehung eines akademischen Pöbels hat – so die These – in der Deklassierung der akademischen Schichten seit den 70-er Jahren seine Hauptursache.

@Morph hat sich mit seinem Klarnamen im WGN-Blog selbst geoutet und auch einiges über seine soziale Situation berichtet. Dass er weniger Lohn erhält als eine Grundschullehrerin. Und es scheint, als ob er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter von einem schlechtbezahlten, befristeten Arbeitsverhältnis zum nächsten hangeln muss. Wenn dem so ist, dann gehört er zu jener Vielzahl von Randexistenzen im heutigen Wissenschaftsbetrieb, welche nach akademischen Karrieremaßstäben als gescheitert angesehen werden.

Dass so eine derartige soziale Lage und Sozialstatus Neid und Frustrationen hervorrufen können, ist nachvollziehbar.

Aber es rechtfertigt keineswegs persönliche Angriffe, Beleidigungen und Abwertungen gegen erfolgreiche akademische Kollegen, die zu Aggressionsobjekten gemacht werden, obwohl sie in keiner Weise an der heutigen Situation des akademischen Nachwuchses ursächlich beteiligt waren oder schuldig sind.

Für den historisch und psychologisch Gebildeten zeigt sich hier eine Aggressionsverschiebung, wie sie als ein typisches Phänomen bei faschistoiden gesellschaftlichen Zuständen in Kapitalverwertungskrisen auftritt, nämlich eine Verschiebung vom verursachenden Kapital auf dessen Kritiker.

Wie könnte ich mich ich auf die Angriffe ad personam und Beleidigungen jenes @Morph zur Wehr setzen?
Vor längerer Zeit wurde dessen Verhalten hier im Blog als „Wadenbeißerei“ charakterisiert.

Zurückbeißen?
Sich auf Pöbel- und Hooligan-Niveau einlassen?

Nein, ist nicht mein Stil und nicht mein Niveau.

enrico November 21, 2013 um 17:47

Holger hat vollkommen recht, wenn er schreibt: „Solange zB ca. 50% der Lebensmittel in den Müll wandern können, gibts keine Inflation…“ Wenn Holger sich z.B zu 100% mit Lebensmitteln ernähren würde,könnte Holgers Arbeitskraft noch um weitere 50% entwertet werden, wenn nix mehr in den Müll wandern würde.

Leute, Inflation heisst doch nicht gleich, dass es deswegen den Leuten schlecht geht. Im Gegenteil. Wie war das denn Ende der Sechziger und Siebziger-Jahre? Inflation und ‘ne Menge auf’m Müll, auch Lebensmittel! UND das bei Vollbeschäftigung!

Dass Holgers Oma während den Inflationsjahren vor dem 2.Wk zwei Milliarden für ein Ei bezahlen musste und es sonst nichts zu kaufen gab, das lag doch bitteschön nicht an Lohnerhöhungen. Das war doch keine Inflation, die durch Lohnerhöhungen bei voller Produktionsauslastung entstanden ist.

Vollbeschäftigung ist aber Mist für Nutzmenschenhalter. Da können die Arbeiter (Nutzmenschen) ja kommen und gehen, wie sie wollen und auch noch mehr Lohn fordern. Gut, dass das Spezialdemokrateriat das bald wieder abgeschafft hat, diese blöde Vollbeschäftigung.

Morph November 21, 2013 um 17:48

@Carlos Manoso

Du verstehst, wie üblich, gar nichts: Ich würde mich halt gern mal mit meinem Arbeitgeber über Online-Schwachmaten unterhalten. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass irgendein dahergelaufener Anonymus aus dem Internet mir irgentetwas kann? Oder etwa doch?

gelegentlich November 21, 2013 um 17:59

„Wenn dem so ist, dann gehört er zu jener Vielzahl von Randexistenzen im heutigen Wissenschaftsbetrieb, welche nach akademischen Karrieremaßstäben als gescheitert angesehen werden.“ – Genauer: in „unserer“ Kleinstadt so angesehen werden?
@TP: ohne ad personam kommen zu müssen – dämmert Ihnen nicht manchmal, dass Oberlehrergestus und -sprache zusammen mit den von Ihnen formulierten Zielsetzungen in diesem Kontext nur putzig wirken können? Und der selbst gewählte Nickname “Think Positive“ ist angesichts dieser Formulierung die blaue Blume der Romantiker : wunderschön, aber nie erreichbar?

enrico November 21, 2013 um 18:05

@ Morph

wir vom japanisch-monegassischem Geheimdienst wissen alles über dich. Aber was nützt schon Wissen, wenn es einem eigentlich nicht interessiert.

Doktor D November 21, 2013 um 18:11

@morph: Herzlichen Dank! Das gebe ich doch gleich mal ans Christkind weiter. ;-) Kommt auf Platz 3 hinter der historisch-kritischen Ausgabe der Stahlgewitter und den Äpfeln & Birnen von Korbinian Aigner.
Kleine Fan Boy-EInlage: Matthes & Seitz machen eines der interessantesten Verlagsprogramme in DE. Kauft, so viel ihr könnt!

Carlos Manoso November 21, 2013 um 18:12

@Morph November 21, 2013 um 17:48
„Du verstehst, wie üblich, gar nichts: Ich würde mich halt gern mal mit meinem Arbeitgeber über Online-Schwachmaten unterhalten. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass irgendein dahergelaufener Anonymus aus dem Internet mir irgentetwas kann? Oder etwa doch?“

Morph, selbstverständlich kann auch ich intensiiiiv mitfühlen, dass du liebend gern mal mit deinem „Arbeitgeber“ „über Online-Schwachmaten“ fachsimpeln willst. Tip: Blas dein Gelalle doch zum Bestseller auf !

Soldat Schwejk November 21, 2013 um 18:20

@ Dr. D

Na, ein Klassiker ist Douglass C. North: “Instititutionen, institutioneller Wandel und Wirtschaftsleistung”. Nun ist North kein Soziologe, sondern Wirtschaftshistoriker, und er hat einen mehr aus der Ökonomie her stammenden Institutionenbegriff. Aber North ist ein angelsächsischer Autor in dem positiven Sinn, daß er sich um eine klare, sehr gut lesbare Sprache möglichst ohne akademische Wortspielereien bemüht. Er grenzt die Begriffe deutlich voneinander ab und behält diese begriffliche Klarheit auch das ganze Buch über bei. Also er trennt Institutionen von Organisationen, Institutionenrahmen (etwa Gesetze) von institutionellen Arrangements (etwa Verträgen), formale von informellen Institutionen etc.

Hierzulande Renate Mayntz & Fritz W. Scharpf, etwa hier:

http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-22000/Mayntz,%20Scharpf%201995.pdf

Das ist nun im Gegensatz zu North eine grausliche Akademikersprache, aber Dich als luhmann-gestählten Leser sollte es nicht schrecken.

Die Verwendung des Begriffs ist ja, wie hier auch schon beklagt, uneinheitlich. Allen Verwendungen ist gemein, daß es um Regeln und die Eingrenzung von Handlungsmöglichkeiten geht.

Manche wollen auch Organisationen mit unter dem Institutionenbegriff fassen. Was m.E. aber zumindest dann keinen rechten Sinn ergibt, wenn im gleichen Erklärungsdesign Organisationen auch als Akteure auftauchen. Akteure können schwerlich Institutionen sein.

Andere weiten den Institutionenbegriff bis hin zu handlungsleitenden kognitiven Mustern aus. Aber dann wird er m.E. zirkulär: Institution ist dann buchstäblich alles, was individuelles Handeln hervorbringt. Wenn Sozialkritik ein solches Institutionenverständnis im Hinterkopf hat, dann kommt am Ende gar so ein krudes Lamentieren über die Kolonialisierung des Subjekts dabei raus, wie weiter oben angesprochen.

“Institution” taugt nicht als ein Catch-All-Terminus. M.E. muß ein sinnvoll zu gebrauchender Institutionenbegriff genug Raum lassen für andere, per definitionem nicht-institutionelle erklärende Größen. Etwa Akteurskonstellationen (Organisationen) und Individuen mit ihren Handlungsspielräumen.

@ Morph

Ach, ich finde @TPs psychologisierende Bedingtheitsdiskurse immer ganz lustig. Das kommentiert sich dem stilbewußten Leser doch von allein, da muß man nicht noch draufhauen…

Morph November 21, 2013 um 18:30

@TP

hmja, schwierig, nicht wahr? Wie reagieren ohne zu reagieren?

Aber, alter Mann, Thema verfehtl! Es geht um Deinen Kommentar über @Schwejk.

Wenn@Schwejk auch nur einmal die SED-Doktrin angepriesen und verteidigt hätte, wäre gegen Deinen Kommentar nichts zu sagen. Aber Du hast aus der Info, dass der Mann nun mal in der DDR aufgewachsen ist, einen Charakterzug abgeleitet. Und das macht deutlich, wie Du so unterwegs bist, in Deinem Hirnkastel. Nämlich bescheuert.

Und das mit dem Neid hält isch in Grenzen. Klar denkt man manchmal: Scheißdeck! wenn man akademische Vertreter Deiner Generation sieht, in der es ausreichte, einen Bleistift gerade halten zu können, um berufen zu werden. Und die auch noch in Berufungskommissionen sitzen!

Aber je nun: Ich komme auch mit dem Klimawandel zurecht. Dagegen fällt die warme Gedanken-Suppe Deinesgleichen nicht wirklich ins problematologische Gewicht.

holger November 21, 2013 um 18:34

Enrico

—>>>Dass Holgers Oma während den Inflationsjahren vor dem 2.Wk zwei Milliarden für ein Ei bezahlen musste und es sonst nichts zu kaufen gab, das lag doch bitteschön nicht an Lohnerhöhungen. Das war doch keine Inflation, die durch Lohnerhöhungen bei voller Produktionsauslastung entstanden ist.”

Muhahahhaaaaaaa :D

Du hast echt extrem einen anner Murmel… Tut mir echt leid.

holger November 21, 2013 um 18:38

Leute

JEDER aber auch JÄÄÄÄÄÄDER Einkäufer (Importeur) versucht die Kosten im Einkauf so niedrig wie möglich zu halten…

Darunter fallen auch Nigger (Lohnkosten)…

JEDER aber auch JÄÄÄÄÄÄÄDER Verkäufer (Exporteur) versucht den Verkaufspreis hoch zu handeln. (Gewinn)

Das alleine kapiert hier keine Sozialistische Schrunze…

DAS ist HANDEL

Doktor D November 21, 2013 um 18:43

@Soldat Schweijk: Herzlichen Dank auch an dich! Luhmann und Deleuze hin oder her – Angelsachsen, die sich um Verständlichkeit bemühen, sind mir schon lieber. Und jetzt gleich 2 davon!
@all: Ich bin für weitere Lesehinweise dankbar. Marxistisch, leninistisch, whatever.

"ruby" November 21, 2013 um 19:13

schöpfe, schöpfe Marionettenstadel
;-)
http://www.youtube.com/watch?v=2_vOX3s9f_w
“It is on again”

Carlos Manoso November 21, 2013 um 19:26

@ Think positive November 21, 2013 um 17:32
„Die Entstehung eines akademischen Pöbels hat – so die These – in der Deklassierung der akademischen Schichten seit den 70-er Jahren seine Hauptursache…„@Morph hat sich mit seinem Klarnamen im WGN-Blog selbst geoutet und auch einiges über seine soziale Situation berichtet. Dass er weniger Lohn erhält als eine Grundschullehrerin. Und es scheint, als ob er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter von einem schlechtbezahlten, befristeten Arbeitsverhältnis zum nächsten hangeln muss. Wenn dem so ist, dann gehört er zu jener Vielzahl von Randexistenzen im heutigen Wissenschaftsbetrieb, welche nach akademischen Karrieremaßstäben als gescheitert angesehen werden.“

Think positive, jeder Mensch wird vom subjektlosen System nun mal gezwungen, seine Lebensenergie in abstrakte Arbeit zu verwandeln und diese in den sinnfreien Verwertungsprozess einzuspeisen. Dieser Zwang wird der Menge zur zweiten Natur. Die projektive Verarbeitung des Leidens an jenem introjizierten, einverleibten Zwang, mit dem sich Individuen so sehr identifizieren, dass dieser subjektlose Zwang nicht kritisch gesehen darf, staut eine Affektabfuhr auf, der die Form von Wut und Hass gegen Menschen annehmen kann, die sich diesem Zwang angeblich entziehen.

Eine prägende Erinnerung als Kind war für mich ein Besuch einer Großstadt zusammen mit meinen Eltern. Als wir auf den Bahnhofsvorplatz hinaustraten, sah ich eine Menschenmenge und ein Hippy-Pärchen, das Songs von Bob Dylan spielte. Es drängte mich begeistert in Richtung Musik. Meine (Kinder)welt fiel für mich mit einem Schlag zusammen, als ich plötzlich erregte Stimmen aus der Menge hörte: „Die sollen erstmal arbeiten“, „ab in den Osten“, „vergasen“.

Diese psychische Introjektion des nicht entrinnbaren Arbeitszwangs gehört zu den grundlegendsten Merkmalen moderner „Subjekte“. Der Affekt gegen die „Arbeitsscheuen“, die „Anderen“, die “Genießenden” ist jederzeit mobilisierbar / abrufbar, vor allem in Zeiten der Krise, wenn der Druck immer weiter gesteigert wird. Das ist eine ganz normale Verrücktheit.

Carlos Manoso November 21, 2013 um 19:36

@Doktor D November 21, 2013 um 18:43
„@all: Ich bin für weitere Lesehinweise dankbar. Marxistisch, leninistisch, whatever.“

Doktor D, der allerhärteste Stoff, “passend” zu Weihnachten:
Robert Kurz: „Blutige Vernunft: Essays zur emanzipatorischen Kritik der kapitalistischen Moderne und ihrer “westlichen Werte”

Carlos Manoso November 21, 2013 um 19:38

@Doktor D November 21, 2013 um 18:43
„@all: Ich bin für weitere Lesehinweise dankbar. Marxistisch, leninistisch, whatever.“

Doktor D, der allerhärteste Stoff, “passend” zu Weihnachten:
Robert Kurz: „Blutige Vernunft: Essays zur emanzipatorischen Kritik der kapitalistischen Moderne und ihrer “westlichen Werte”
@Doktor D November 21, 2013 um 18:43
„@all: Ich bin für weitere Lesehinweise dankbar. Marxistisch, leninistisch, whatever.“

Doktor D, der allerhärteste Stoff, “passend” zu Weihnachten:
Robert Kurz: „Blutige Vernunft: Essays zur emanzipatorischen Kritik der kapitalistischen Moderne und ihrer “westlichen Werte”
http://www.amazon.de/Blutige-Vernunft-emanzipatorischen-kapitalistischen-westlichen/dp/3895021822

BB November 21, 2013 um 19:42

@fl “…. ist schon in allen Ressorts im Zustand der Dauerempörung. Man hat den Eindruck, hier koaliere Frau Merkel mit Frau Wagenknecht. Wie wollen die eigentlich argumentieren, wenn es in Zukunft tatsächlich eine Mehrheit jenseits der Union geben sollte? In den Untergrund gehen und Samisdat-Zeitungen veröffentlichen?….”

So wollen wir in Zukunft alle argumentieren:

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/interview-mit-us-oekonom-posen-deutschland-hat-unnoetiges-leid-angerichtet/9101234.html

Dies ist eine Sprache, die jedem Armleuchter sofort einleuchten sollte, also vorbildlich!

Beim Presseclub saßen letztens drei sogenannte Journalisten – einer davon FAZ – und Ulrike Herrmann zusammen und die drei sprachen sich tatsächlich für eine Zocker-Rente aus, also ein Rentensystem mit Aktien-gestützter Säule!

Ich fiel vom Sofa. Und der schöne Born saß dabei und ließ sie gewähren. Interesssante Ausgewogenheitsformel übrigens dort.

Bei solch fragwürdigen Medien-Lowlights wird klar, dass einem am Ende nur die Agitation bleibt. Und deshalb Leute, bitte ich alle dringend, sowas hier auch zu organisieren:

http://www.gegenfrage.com/usa-uk-tausende-protestieren-gegen-mainstream-medien/

Ich als Sofa-Revoluzzer erwäge dann, an einer solchen Demonstration teilzunehmen.

Übrigens, wie schlimm es um das “System” steht – das mit der “neoklassischen Arbeitsmarkttheorie” (fl) – erkennt man daran, dass die Raub-Keynesianer Draghi und Konsorten jetzt bald das Bargeld abschaffen wollen und ihre Medien-Kamarillia Münchau (SpOn) und Konsorten das auch noch gut finden.

Wie schrub Münchau in SpOn: “Der Zins ist der Preis, der Ersparnisse und Investitionen in Einklang bringt. ”

Hahahaha, das ist die Kartoffelmarkttheorie vom Arbeitsmarkt von Prof. Unsinn auf den Geldmarkt übertragen.

Uns stehen lustige dystopische Zeiten bevor. Bunkert schon mal Popcorn! Zockerrente, Abschaffung des Bargelds und negative Zinsen! Wie verzweifelt müssen unsere globalen Eliten gerade sein.

Freuhet Euch ihr Kinderlein, es wird bald Weiheiheinachten sein.

BB November 21, 2013 um 19:49
Doktor D November 21, 2013 um 19:53

@Carlo Manoso: Herzlichen Dank! Warum soll es denn gerade dieser Titel von Kurz sein?

niemand November 21, 2013 um 20:03

>”dämmert Ihnen nicht manchmal, dass Oberlehrergestus und -sprache zusammen mit den von Ihnen formulierten Zielsetzungen in diesem Kontext nur putzig wirken können?”

Seit Zeiten des ‘professore’ zuckt dieser Autor immer wieder aus seinem Privatissime (wo er gehaltvollere Diagnosen erstellt und diskutiert, als hergelaufner (bestenfalls) Aka-Pöbel zu erfassen vermag) hervor wie, mit Hütt gesprochen, Dr. Seltsams Hand. Jeder Screenname endet in das eigene Niveau betreffenden Tiraden und Schmollfolklore.

Was ich eigentlich sagen wollte: Der Spiegel wünscht sich – schon last order? – Weidmann ins neue Kabinett.

Nicht minder Faust aufs Auge…

gelegentlich November 21, 2013 um 20:34

@BB
Jetzt falle ich vielleicht vom Stuhl:
„Beim Presseclub saßen letztens drei sogenannte Journalisten – einer davon FAZ – und Ulrike Herrmann zusammen und die drei sprachen sich tatsächlich für eine Zocker-Rente aus, also ein Rentensystem mit Aktien-gestützter Säule!“
Das habe ich nicht mitbekommen. Aber Ulrike Herrmann war nicht dafür?

BB November 21, 2013 um 20:40

Weidmann in’s Kabinet?

Jau, hab’s auch gelesen, fiel wieder Sofa und hatte die Popcorntüte in der Hand und auch die anderen gruseligen Vorschläge in der Klickstrecke waren Endzeit-gerecht bis auf zwei, na ja, man braucht ja immer einen oder zwei, um im degoutanten Mainstream Ausgewogenheit zu simulieren.

BB November 21, 2013 um 20:42

@gelegentlich

“Aber Ulrike Herrmann war nicht dafür”

Wenn du rechnen kannst, nein, nicht!

gelegentlich November 21, 2013 um 20:46

@BB
Danke, ich konnte schon rechnen. Aber sicher ist sicher. Und einmal zuviel fragen ist eben noch sicherer. Jedenfalls als jede aktiengestützte Rente.

BB November 21, 2013 um 20:50

“Die EZB, die nationalen Notenbanken und auch die Geschäftsbanken hätten ihre technischen Systeme zwar inzwischen für den möglichen Einsatz negativer EZB-Zinsen umgestellt, “

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Plant-die-EZB-negative-Zinsen-article11764586.html

Kann man gut sehen, dass es sich nicht um Verschwörungstheorien handelt.

BB November 21, 2013 um 20:54

Ich betone:

sogar die Geschäftsbanken !!!!!!

egal November 21, 2013 um 20:55

Merkel hat sich heute festgelegt. Keine Steuererhöhungen + Schuldenabbau = wohl doch kein Kurswechsel.
Die nächsten zwei Jahre bedeuten also nur Mindestspeicherfristen, neue terroristische Vereinigungen und Führerscheinentzug für Kriminelle.

@all
Es würde den Scrollaufwand und damit die Lesbarkeit des Kommentarbereichs erheblich verbessern, wenn TP einfach ignoriert werden würde. Danke.

gelegentlich November 21, 2013 um 21:00

@egal
Ich bin dagegen. Man muss auch die ältere Generation inkludieren. Und zu wissen, wie man Politik in „unserer Kleinstadt“ wahrnimmt ist nicht unwichtig. Dafür könnte @TP ein wenig seinen Oberlehrerduktus zähmen. Waren/sind Sie Lehrer?

Kecker November 21, 2013 um 21:13

@ BB “Ich als Sofa-Revoluzzer erwäge dann, an einer solchen Demonstration teilzunehmen.”

„Es bindet mancher eine Rute für seinen eignen Hintern.“ (Deutsches Sprichwort

BB November 21, 2013 um 21:18

Wenn ich nochmal kurz mit den negativen Zinsen nerven darf.

Für alle die, die den Zusammenhang “negative Zinsen” zu “Abschaffung von Bargeld” nicht verstehen. Ich habe leider nix besseres gefunden als folgendes, ich weiß, dass die Quelle hier verpönt ist, aber um den Zusammenhang zu verstehen, vor allem ein Gefühl für die drohenden Gefahren zu entwickeln, riskiere ich mein sowieso hier nicht vorhandenes Rennomée und spendiere noch diesen Link:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/18/straf-zinsen-fuer-sparer-finanz-eliten-wollen-bargeld-abschaffen/

weil ich halt keinen dumm entlassen kann.

Ignoriert einfach das dumme Geschwätz von der “Enteignung der Sparer” in dem Artikel. Das ist die geringste Gefahr.

Leselotte November 21, 2013 um 21:50
wowy November 22, 2013 um 00:23

Erst hieß es nach der Bundestagswahl, und jetzt? Nach der Regierungsbildung? Nach der Europawahl?
Böse Zungen behaupten, das Urteil sei schon fertig….
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/ezb-programm-verfassungsgericht-entscheidet-erst-2014-12674828.html

"ruby" November 22, 2013 um 02:32

Dieses Wochenende :

“Die Hand voller Stunden, so kamst du zu mir”
Eine Lange Nacht über Paul Celan
Von Helmut Böttiger
Regie: Rita Höhne
(Wdh. v. 20./21.11.2010)

Paul Celan, am 23. November 1920 geboren, gilt allgemein als der bedeutendste deutschsprachige Lyriker nach 1945. Seine „Todesfuge“ über das Leben in den Konzentrationslagern der Nazis ist zu einem zentralen Bestandteil des Deutschunterrichts geworden – aber sie ist dabei, wie er sagte, „lesebuchreif gedroschen“ worden. Für den deutschjüdischen Lyriker aus Czernowitz war die Ermordung seiner Eltern einer der prägendsten Momente seines Lebens. Aber er wollte seine Lyrik keineswegs auf das Thema der Judenverfolgung reduziert sehen. Die Geschichte der Missverständnisse um Celans Gedichte beginnt mit dem Auftritt bei der Gruppe 47 1952, wo er bei einigen der Kahlschlag-Ideologen aus der Landser-Generation auf Ablehnung stieß. Die Liebesbeziehung zu Ingeborg Bachmann, dem Fräuleinwunder im 50er-Jahre-Deutschland, lud seine Person im Literaturbetrieb zusätzlich auf. Die Dreiecksbeziehung Celan, Bachmann und Gisele Celan-Lestrange, der Ehefrau Celans, wirkt selbst wie eine literarische Fiktion. Celans Gedichte, so hermetisch sie auch wirken mögen, zeigen immer wieder Spuren biografischer Erfahrungen. Gleichzeitig zeigt sein Ausspruch „Alle Dichter sind Juden“, wie sehr er den Dichter als Auserwählten empfand. Auch deshalb musste er sein Aufeinandertreffen mit dem bundesdeutschen Literaturbetrieb als unheilvoll empfinden. Sein Selbstmord in der Seine 1970, nach langen Aufenthalten in der Psychiatrie, setzte den Schlusspunkt unter eine exemplarische, bewegende Dichterbiografie des 20. Jahrhunderts. Doch man sollte sich Celans Lyrik nicht zu weihevoll nähern, man sollte sie einfach ganz genau lesen – und hören.

DRadio

Negative Zinsen sind etwas für armselige Vermögensbesitzer, die sich mit ihren eigenen Luftbuchungen betrügen wollen und das als Heilung anderen verkaufen !

http://www.youtube.com/watch?v=Gnp4CVPSvyY
;-)

"ruby" November 22, 2013 um 05:27

@ BB

Hier die Lösung aus einer nahen Zukunft zum Cashlessmoney für Bildung ganz ohne Banken.

Konto : Krankenkassensystem für jeden Bürger.
Vollkostenrechnung ermittelt benötigte Aufwendungen, Auszahlungen der Schulen nach Kostenarten und weist diese als Einnahmen “Schulkostenbeiträge” den Schulträgern zu.
Echte Geldschöpfung durch den Staat!
Auszahlung auf Konten der Leistungserbringer (mit oder ohne Geschäftsbanken ;-)
Jeder Schulabgänger erhält eine Gutschrift der echten, verursachten Kosten seines Abschlusses. Diese kann er seinem Arbeitgeber zur Verrechnung seiner Kosten zur Verfügung stellen, die dieser steuerlich anerkennt bekommt. Es gibt keine Finanzierung durch Eigenkapital oder Fremdkapital sondern durch Bildungskapital/Bildungsgeld.
Very easy und no bankprofits.
Schulenbildungsfondssammelstelle …
Aufwachen Finanzjunkies
;-)

holger November 22, 2013 um 08:55

Neulich in der FAZ

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/faz-net-fruehkritik/tv-kritik-maybrit-illner-die-welt-geht-nicht-unter-12675806.html

In den vergangenen 30 Jahren betraf jede Weichenstellung die Kürzung sozialer Leistungen oder die Einführung eines „Niedriglohnsektors“, wie es Schmidt formulierte. Das es auch anders herum gehen kann, ist man schlicht nicht mehr gewöhnt

Das Ergebnis ist die GröKAZ Brüssel etc.pp. mit Achtfuffich ist überhaupt nix geweicht gestellt.

Die tolle ach so Bundes”republikanische” Sozialistischer Einheitsparteien Politik taugt höchstens zu Dosenpfand Rauchverbot und Energiesteuer… zu nix anderem.

Politik findet schlicht und einfach nicht mehr statt. Nur da, wo man die Insassen würgen und knebeln kann. Dieter Hildebrandt ist die Tage verstorben. Danach sind “wir” Nuhr eingeschlafen.

Ich tippe es nochmals: In 10-13 Jahren sieht es düster aus. Sehr düster. Millionen von Mini-Rentnern betreten mehr und mehr den Markt. ACHTFUFFICH was für ein Witz. Wir werden US Verhältnisse bekommen, wo ein 80 jähriger Einkaufstüten beim Aldi packt. Und Mutti mit 70 im Puff juckelt.

“Mama der Mann mit dem Koks ist da… ja mein Junge ich weiß es ja…”

Gewerkschaften? Die Daltons? Scheinheilige? Klar, weil die Belegschaft nur kuscht und das Maul hält. Streik wäre ja fast Vaterlandsverrat. HEIL ACHTFUFFICH

Allein die Diskussion um 850 ist lächerlich. Warum das nun dem dümmsten aller Völker vorgebetet wird? ^^

Naja irgendwelche Aktionen müssen ja her. Das dümmste aller Völker läuft bekanntlich empirisch jedem Esel hinterher. Es ist eben ein Volk voller Arschkriecher und Bücklinger.

Gut ok dann macht HEIL ACHTFUFFICH mir egal. Denke ich an das dümmste aller Völker denke ich an Murphys Law…

“Das was schief gehen kann, wird schief gehen”

Frankie Bernankie November 22, 2013 um 09:58

@enrico

“Dass Holgers Oma während den Inflationsjahren vor dem 2.Wk zwei Milliarden für ein Ei bezahlen musste und es sonst nichts zu kaufen gab, das lag doch bitteschön nicht an Lohnerhöhungen. Das war doch keine Inflation, die durch Lohnerhöhungen bei voller Produktionsauslastung entstanden ist.”

Doch.
Es waren zwar keine Lohnerhöhungen bei voller Produktionsauslastung, sondern Lohnbeibehaltung bei Nicht-mehr-Produktion, konkret der Megastreik der Ruhrarbeiter nach der Besetzung desselben durch Frankreich und die Entscheidung der Reichsregierung, die Löhne der Ruhrarbeiter in voller Höhe weiterzuzahlen.

Der Effekt ist der gleiche: Nachfrage > Angebot –> Inflation

In Verbindung mit den 1922/23 noch sehr hohen Reparationsleistungen ( die das Angebot ebenfalls senkten) war dies der Auslöser für die Hyperinflation.

Andreas Kreuz November 22, 2013 um 10:00

@”ruby” November 22, 2013 um 05:27

Das verkürzt aber die Zeit der ‘Orientierung’ unzumutbar…

Frankie Bernankie November 22, 2013 um 10:23

@Niemand

“Was ich eigentlich sagen wollte: Der Spiegel wünscht sich – schon last order? – Weidmann ins neue Kabinett.”

Ja natürlich. Der Exportüberschuss soll ja Verfassungsrang bekommen (geheimes Zusatzprotokoll bei den GroKo-Verhandlungen).
Dieses Verfahren muss ministeriell begleitet werden.

enrico November 22, 2013 um 11:00

@frankie

Doch.
Dein “Doch” ist rhetorisch zwar geschickt aber nicht gerechtfertigt. Meine Kernaussage war ja eindeutig die, dass der AUSLÖSER für die damalige Inflation eben NICHT Lohnerhöhungen waren, sondern andere Gründe hatte.
ANDERE GRÜNDE ALSO! OK?
Natürlich gab es Lohnerhöhungen aber eben a posteriori und meist auch noch viel zu spät. Aber eine viel wichtigere Aussage war eben auch die, dass Lohnerhöhungen, volkswirtschaftlich gesehen die Gewinnmöglichkeiten erhöht und dass laufende Lohnerhöhungen sogar das im Kapitalismus notwendige Wachsen der Wirtschaft ERSETZEN kann. Milchmädchenrechnung? Ich denke nicht.

Es waren zwar keine Lohnerhöhungen bei voller Produktionsauslastung, sondern Lohnbeibehaltung bei Nicht-mehr-Produktion, konkret der Megastreik der Ruhrarbeiter nach der Besetzung desselben durch Frankreich und die Entscheidung der Reichsregierung, die Löhne der Ruhrarbeiter in voller Höhe weiterzuzahlen.

Siehst du, das unterstützt doch meine These: Solange die Produktion läuft und voll ausgelastet ist (1960 ~ 1975) sind laufende Lohnerhöhungen sehr nützlich, und das vor allem auch für die Unternehmer in ihrer Gesamtheit. Weil damit ihre Gewinnmöglichkeiten aufrecht erhalten werden. WENN ABER die Produktion flach liegt, keiner arbeitet und die Löhne trotzdem ausbezahlt werden, dann ist es natürlich kein Wunder dass die Preise ins Unendliche steigen.

Frankie Bernankie November 22, 2013 um 11:15

@enrico

“Dein “Doch” ist rhetorisch zwar geschickt…”

Schon für diesen Satz hat sich das Posting gelohnt, ich hab dann garnicht mehr weitergelesen… :-)

Na gut. Auslöser von Inflation ist immer: Nachfrage > Angebot.

holger November 22, 2013 um 11:42

Nochmal zur Inflation:

Produktionstechnisch gibt es keine Inflation, da kein Mangel an Gütern. „Wir“ produzieren auf Teufel komm raus. „Wir“ sind in der Deflation, da wir einen Mangel an Geld in der Masse haben. Um die Überproduktion kaufen zu können.

Mangel an Einkommen bedeutet, Mangel an Verschuldungsmöglichkeit. HURRA

UND das im KREDIT-SYSTEM HURRA
WER über INFLATION schwätzt, sollte erstmal in seinen eigenen Zwiebelleder gucken. Da herrscht nämlich EBBE. Und EBBE im Klingelbeutel in der MASSE ist DEFLATION.

ALLES andere sind PREISE

und wenn sich klein Arsch die warme Bude nicht mehr leisten kann, hat klein Arsch eben Pech gehabt.

Unabhängig von HEIL ACHTFUFFICH

Übrigens meine UR-Omma hatte Hühner die hat nicht 2 Milliarden fürn Ei bezahlt, das hat das Huhn für fast Umme gelegt. Und bei Omma funktionierte auf dem Land das Huhn auch noch. Und bei mir auch noch…

holger November 22, 2013 um 11:49

—>>> WENN ABER die Produktion flach liegt, keiner arbeitet und die Löhne trotzdem ausbezahlt werden, dann ist es natürlich kein Wunder dass die Preise ins Unendliche steigen.”

SO EIN SCHWACHFUG…

Höre doch mal auf mit den Theorien die im Jahre 0815 entstanden sind.

Es gibt kein Gebiet mehr, wo nicht bei Ausfall eines Anbieters, sofort ein anderer an die Stelle tritt.

Es gibt den MANGEL nicht mehr. Somit gibt es eben auch keine Inflation… Heli Ben sucht sie ja verzweifelt.

INFLATION verzweifelt gesucht

holger November 22, 2013 um 11:52

Und enrico

frag doch Frankie B. der sitzt doch bei Hopp anner Quelle des Grausens.

Was ist noch nicht “optimiert” worden?

Steht alles im Handbuch drin, bei SAP.

BB November 22, 2013 um 12:05

@Holger

…. das Land von Oma gehört jetzt welchem Agrar-Investment-Fond?

Und das Häuschen von Oma wurde von welchem REIT billig gekauft, abgerissen und mit einer Mehrfamilien-Immobilie (wie man hässliche Betonklötze heute euphemistisch bezeichnet) überbaut und mit prächtiger Rendite bei niedrigen Zinsen an spekulative Privateigentümer verscherbelt?

http://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article118508052/Wedeler-kritisieren-Bauboom-im-Norden.html

Wie sagte Münchau: “Der Zins ist der Preis, der Ersparnisse und Investitionen in Einklang bringt. ”

Jau, glaubst du! Aber die Immobilie ist der postmoderne Geldspeicher von Dagobert Duck. Und der war so geizig, bekanntermaßen, dass der Löcher im Frack hatte. Von wegen Investieren und so.

enrico November 22, 2013 um 12:17

@holger

Produktionstechnisch gibt es keine Inflation
hat hier irgendjemand das Gegenteil behauptet? Hä?
Also!

Natürlich gibt es keine Inflation, wenn, wie heute, Deflation gefördert wird (thanks to Merkel-Brüning-Politik).
Von was reden wir denn hier die ganze Zeit? beklagen wir uns etwa über die Inflation in unserem Lande? Also echt.

Ich will Inflation! Hörst du? Ich will die! Die will ich, ja. Und zwar langsam, durch laufende Lohnerhöhungen bei Vollauslastung!

Damals: Mangelhafte Produktionsauslastung -> laufende Lohnerhöhungen nixxx gut!

Heute: Überproduktion -> Laufende Lohnerhöhungen sehrrr guuut!

enrico November 22, 2013 um 12:34

@Frankie Bernankie

Na gut. Auslöser von Inflation ist immer: Nachfrage > Angebot. Bravo!

Gut, und wenn nun die Arbeitenden mehr Lohn erhalten und die Preise im gleichen Maße steigen dann kann Nachfrage = Angebot bleiben. Geändert hat sich lediglich die “Ästhetik” der Preisschilder. Halt bald ne Null mehr auf’m Geldschein. So what? Der “Trick” dabei ist aber, dass die Unternehmen erst dann ihre Waren zu einem höheren Preis verkaufen können, als die Kosten ihrer Produktion waren.
Denn wo soll (volkswirtschaftlich!) denn das Geld herkommen? (außer es gibt Waxxxdum)

Die Gesamtheit der UnternehmeR hätten also einen Vorteil durch laufende Lohnerhöhungen. So, warum geschieht das dann in D nicht? Weil wir eine Export-Nutzmenschenfarm geworden sind. Und die gute alte deutsche “Export-Industrie” kaum noch deutsch ist. Somit dient die Agenda 2010 zu einem großen Teil amerikanischen Interessen.

holger November 22, 2013 um 12:37

enrico

—>>>Ich will Inflation! Hörst du? Ich will die! Die will ich, ja. Und zwar langsam, durch laufende Lohnerhöhungen bei Vollauslastung!”

:D :D :D Du tust mir echt leid… mir gebbet nix… :D hihihiiiii noch nich mal a wenk… wir können alles außer Hoch Deutsch… wer schwätzt denn als, es ist zu teuer? Wer kackt denn auf den Schneeball und verkauft ihn als Mohrenkopf?

Ich rolle gerade auf dem Boden hin und her und wech… :D

enrico November 22, 2013 um 12:38

@holger

—>>> WENN ABER die Produktion flach liegt, keiner arbeitet und die Löhne trotzdem ausbezahlt werden, dann ist es natürlich kein Wunder dass die Preise ins Unendliche steigen.”

SO EIN SCHWACHFUG…

Wie meinst du das? glaubst du dann fallen die Preise?

holger November 22, 2013 um 12:38

BB November 22, 2013 um 12:05
@Holger

…. das Land von Oma gehört jetzt welchem Agrar-Investment-Fond?”

Da wo Omma wohnt, da Investiert kein Fonds… das ist Niemandsland. Da hängt keiner rum. “Entleerungsgebiet”

enrico November 22, 2013 um 12:45

@holger

Ich rolle gerade auf dem Boden hin und her

mein Gott, schon um diese Uhrzeit kannste nicht mehr gerade stehen…ts ts ts ;-)

holger November 22, 2013 um 12:59

enrico

—>>>Wie meinst du das? glaubst du dann fallen die Preise?”

LOL die sind schon am unteren Level… da wo nötig…

—>>>mein Gott, schon um diese Uhrzeit kannste nicht mehr gerade stehen…ts ts ts ;-) ”

Nö… hab schon Muskelkater im Bauch… und das Cerveza iss natürlich schon offen. Bin halt Alöhoholiker stehe ich doch zu… :D

holger November 22, 2013 um 13:04

enrico

un wenn man mit Dir mal unterwegs ist inner Ente, braucht man eh ne Ausrüstung zum Überleben… :D wenigstens Geduld ;) @all wenn wenn ihr mal nen Ausflug mit enrico plant, Dosenbrot Gaskocher Survivalmesser etc.pp. bitte einpacken. Ebenso Signalpistolen… Atemschutz (falls ihr mal im Tunnel stecken bleibt) :D

Der Junge Mann ist gut drauf…

BB November 22, 2013 um 14:36

Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.

Außerdem setzte Spahn durch, dass der Arbeitgeberanteil im Beitragssatz bei 7,3 Prozent eingefroren bleibt. Das war ein Kernanliegen, mit dem die Union den Wirtschaftsflügel ihrer Partei zufrieden stellen will. Das Argument: Arbeitskosten sollen nicht weiter steigen. “Das ist ein wichtiges Signal für die Arbeitsplätze in den nächsten Jahren”, sagte Spahn.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/spahn-und-lauterbach-feiern-kompromiss-bei-kassenfinanzierung-a-935074.html

Hey SPD. Der Zusatzbeitrag war nie das Problem. Der hat tatsächlich sowas wie den gewünschten Wettbewerbseffekt gehabt. Hat genau das versprochen, was er halten sollte. Und deshalb waren die Lobbyisten so unzufrieden mit dem.

Das Problem war immer die Aufgabe der paritätischen Finanzierung. Und genau da knickste ein!

“Statt 15,5 Prozent könnte eine Kasse also etwa 16 Prozent verlangen. Das müsste der Arbeitnehmer alleine bezahlen, da der Arbeitgeberanteil bei 7,3 Prozent festgeschrieben ist. Kassenmanager hoffen aber darauf, dass diese Regel weniger abschreckend wirkt als die alte. Tatsächlich hat schon eine monatliche Summe von acht Euro viele Versicherte zum Wechsel veranlasst. Der Hintergrund: Den pauschalen Zusatzbeitrag mussten die Versicherten selbst überweisen – im Unterschied zum normalen Kassensatz, der ihnen direkt vom Gehalt abgezogen wird. Zwar wird es auch künftig Schnäppchenjäger geben, die genau darauf achten, bei welcher Kasse sie den niedrigsten Beitragssatz zahlen. Doch das dürften wesentlich weniger Menschen sein. “

Das neue System zielt also darauf, die Beitragszahler zu betupppen. Es wird auf die “Bequemlichkeit” der Beitragszahler “gehofft”. Man kann Beiträge so “hintenrum” einfacher erhöhen. Natürlich nicht die Arbeitgeber, die sind ja sakrosankt!

Wenn das “Politik” sein soll, dann ist Taschendiebstahl “Dienst am Bürger”.

Frankie Bernankie November 22, 2013 um 15:31

@BB

“Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.”

Ich fänds ehrlicher, sich bei denen zu bedanken, die den Jens Spahn gewählt haben. Das waren immerhin doppelt so viele wie die SPD gewählt haben.
Mit voller Hose ist nun mal gut stinken.

holger November 22, 2013 um 15:58

In Hessen solls ja Black Green geben tun… :D

BB November 22, 2013 um 16:54

@Frankie Bernankie

ich glaub ja nicht, dass die “doppelt so vielen”, die den Jens Spahn gewählt haben, tatsächlich ein Modell präferieren, dass es den Kassenmanagern ermöglicht, sie aufgrund geringerer Transparenz gegenüber den alten Zusatzbeiträgen besser über’s Ohr zu hauen:

“Kassenmanager hoffen aber darauf, dass diese Regel weniger abschreckend wirkt als die alte.”

Die müssten sich eigentlich auch bei der SPD bedanken, wenn die Rückrat zeigen würde.

Diese Lösung stinkt tatsächlich (deshalb ist dein Vergleich mit den “vollen Hosen” wirklich gut getroffen), weil:
- erstens mal wieder der Arbeitgeberlobby voll deren Wunschliste erfüllt wird (fehlende Beitragsparität) und
- man zweitens der Kassenlobby die Füße küsst (weniger Transparenz)

Ich bleibe dabei, wenn das Politik ist, dann ist Taschendiebstahl Dienst am Bürger.

f.luebberding f.luebberding November 22, 2013 um 17:00

An der Kommentierung in den Medien merkt man, dass die Gesundheitsökonomie wohl recht kompliziert ist … . Dass die alte Parität nicht wiederhergestellt wird, kann nun nicht überraschen. Wichtiger ist alles zu verhindern, was die absehbare Pleite der PKV verhindern könnte. Das war nämlich das Ziel von Bahr gewesen. Die PKV verliert ihr Geschäftsmodell. In einer älter werdenden Gesellschaft fehlen ihr die jungen Mitglieder bei steigenden Kosten. Gleichzeitig ist die Refinanzierung über die Finanzanlagen mittlerweile ein schlechter Scherz. Damit werden die noch nicht einmal ihren Apparat bezahlen können. Es kommt also jetzt darauf an, dass in der Politik schlicht alles unterlassen wird, was dieses bankrotte PKV-Geschäftsmodell künstlich am Leben erhält.

Deshalb ist der aktuelle Kompromiss völlig ausreichend. Die Politik wird nichts tun. Darauf kommt es an.

BB November 22, 2013 um 17:27

@fl

interessante unkonventionelle These. Man lässt die Privatkassen einfach eingehen und erreicht dies durch “Nichteinmischung” der Politik.

Durchaus konsequent für einen “sozialdemokratischen” Journalisten mit Nähe zur FAZ. Quasi die Erreichung eines solidarischen Versicherungssystem durch Übertragung der Lösungskompetenz an den Markt.

Unkonventionell aber plausibel. Hoffen wir, dass es so passieren wird.

Carlos Manoso November 22, 2013 um 17:46

@ f.luebberding November 22, 2013 um 17:00
„Wichtiger ist alles zu verhindern, was die absehbare Pleite der PKV verhindern könnte. Das war nämlich das Ziel von Bahr gewesen. Die PKV verliert ihr Geschäftsmodell. In einer älter werdenden Gesellschaft fehlen ihr die jungen Mitglieder bei steigenden Kosten. Gleichzeitig ist die Refinanzierung über die Finanzanlagen mittlerweile ein schlechter Scherz. Damit werden die noch nicht einmal ihren Apparat bezahlen können. „
Luebberding, der Kostendruck im Gesundheitssystem wird immer brutaler werden Zum Beispiel sind die gesamten Leistungsausgaben von 1989 – 2010 bereits um 75% gestiegen. Die Ausgaben pro Versicherten stiegen im gleichen Zeitraum um 40 Prozent. Denn die PKV konnten bisher ihre Beiträge brutal anheben, weil die ca. 8 Mio. privat Versicherten bisher „alternativlos“ sind.

Wenn die PKV flächendeckend in die Pleite rutschen, müssen die staatlichen Krankenversicherungen sukzessive ca 9 Mio. neue Mitglieder aufnehmen. Das ist der wirkliche Punkt!

M.E. wird Insolvenz das Geschäftsmodell der Zukunft werden. Beispiel Energiewende: Die 5 großen Energiekonzerne werden schlicht in Insolvenz gehen und der Gesellschaft ihre abgeschriebenen Atomkraftwerke zum Abriss überlassen !

BB November 22, 2013 um 18:41

Dümmer geht’s (n)immer:

http://www.sueddeutsche.de/politik/kompromiss-in-gesundheitspolitik-ein-bisschen-historisch-1.1825572

Man muss diesen kurzen Beitrag von dem Herrn Bohsem mal nach den verwendeten zynischen Kriterien her analyiseren:

- Merkel hat jedes ihrer Reformvorhaben verläppert.

- Kompromiss ist (deshalb) – ganz in diesem Merkel-Duktus – pragmatisch, funktional und beinahe schon apolitisch nüchtern.

- Verzicht auf Zusatzbeiträge erspart Ärger. (Hauptvorteil)

Konklusion:

- Ideal wäre es, wenn die Parteien so auch ihre anderen Probleme angingen

Hä? Zynisches Geschwätz einer verarmten Mediennutte? Nein! So tickt er, der Mainstream.

f.luebberding f.luebberding November 22, 2013 um 18:44

BB

Das Problem in der sozialpolitischen Berichterstattung sind die Ökonomen. Diesen Artikel fand ich nicht so bemerkenswert. Es ging um Frau Merkels Politikstil. Den kennen wir aber schon … .

BB November 22, 2013 um 19:15

@fl

Der Artikel ist wahrlich nicht bemerkenswert aber repräsentativ.

Und er zeigt am Beispiel der Gesundheitspolitik die Bereitschaft zur Selbstaufgabe, die die SPD am Ende auch beim Thema Mindestlohn beweisen wird und auch repräsentativ die Perzeption dieses sogenannten Kompromisses durch die Medien. Kann man wahrscheinlich eins zu eins aus dem verlinkten Artikel übertragen in einen Kommentar von Uli Deppendorf in der Tagesschau.

Deshalb glaube ich nicht daran, dass die neoliberalen Medien “umdenken” müssen und auch nicht daran, dass die linken Medien (welche sind das überhaupt noch) auf ihre Neoliberalismus-Kritik verzichten und den GroKo-Kurs “administrativ” unterstüzen werden.

Das Programm der SPD wird bei einem Erfolg der Koalitionsverhandlungen dieses hier sein:

http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/2013/11/spdkoalitionsverhandlungen-nehmen-sie-sich-diese-18-sekunden-steinmeier-informiert-ehrlich-uber-die-koalitionsverhandlungen/

Das neue Programm der GroKo ist das der alten GroKo.

holger November 22, 2013 um 19:18

f.l.

—>>> Es ging um Frau Merkels Politikstil. Den kennen wir aber schon … .”

oh HA… Ich kenne den “Politikstil” seit rund 25 JAHREN. Das Frau Alternativlos das VERKÖRPERT (Raute) was so jetzt angesagt ist, LOL

KOMM Lubberding KOMM mal endlich und mach Angebote…

Schreib doch mal Deine Perspektiven auf… LOS

Darauf warte ich schon lange… ERZÄHL mal, was gehen könnte. Aber das fundiert!

LOS FRANK auffi gehts…

holger November 22, 2013 um 19:25

f.l.

—>>>Die PKV verliert ihr Geschäftsmodell. In einer älter werdenden Gesellschaft fehlen ihr die jungen Mitglieder bei steigenden Kosten. ”

Yep… aber nicht nur die sind betroffen… und wenn du mal den “Generations-Check” eröffnen würdest, NÜ denn !

In 10 Jahren biste auch dran… und wenn de den 50zigsten schon hattest, Herzlichen Glückwunsch Alter Happy Birthday dear Frank kummt von Herze… :D

Glück und besonders Gesundheit wünsch ich dir…

Balken November 22, 2013 um 22:10

Was ich deutlich weiter oben schrieb bestätigt sich erwartungsgemäß im Lauf der Koalitionsentsagungen der SPD: Die Unter(tanen)händler der SPD entsagen jeden Standpunktes und lassen sich wie die Eingeborenen mit Glasperlen abspeisen. Wundern muss das nicht, da die Führungsfiguren noch in der Tradition der Schröderjahre stehen. Wer wollte erwarten, dass sie, nachdem sie seinerzeit in der rotgrünen Regierungsverantwortung (!) die koloniale Exportpolitik im Interesse des (noch nicht mal deutschen, sondern sehr stark auch ausländischen, vorab US-amerikanischen) “Arbeitgeber”kapitals eingeleitet haben, nun als erneute Juniorpartner in einer zweiten großen Koalition etwas anderes tun würden. Es soll weiter gehen bis zum bitteren Ende. Dabei ist es eigentlich schon bitter genug, durch unsere Städte zu gehen (genauer gesagt: zu stolpern), Leute in Papierkörben und Mülltonnen wühlen zu sehen, gelegentlich dabei in ein paar bessere Straßen einer korrumpierten einheimischen Gentry zu geraten und sich auf den Bürgersteigen über die dort präsentierten SUVs vorbeizuschieben …
US-amerikanische Verhältnisse sind schon erreicht. Hightech in dritter Welt. Danke, SPD. Ich sehe ja ein: Wenn die Machtverhältnisse schon mal so sind, dann möchte man doch wenigstens dabei sein … Opposition ist Mist. Und sich einreden, ohne uns wär’s noch schlimmer, kann man ja immer.

holger November 22, 2013 um 22:54

MUSIC BUT NOT TONIGHT

https://www.youtube.com/watch?v=z2objMR_gUk

Geht nach Hause, seht zu… LÜBBERDINGS SPD is still coming over you

the rest

wowy November 23, 2013 um 09:59
ruby November 23, 2013 um 10:41

@ wowy
Die Außerparlamentarischen!
MachtMonsterMerkel ist in die Falle getappt.
Grün bricht das Genick.
Ganz grottike Gespielin
Goodbye

Carlos Manoso November 23, 2013 um 11:15

@ ruby November 23, 2013 um 10:41
„MachtMonsterMerkel ist in die Falle getappt.
Grün bricht das Genick.
Ganz grottike Gespielin
Goodbye“

Ruby, „Ein umfassender Versorgungs- und Überwachungsstaat muss stürzen, wenn er auf die Gewaltanwendung verzichten muss.“
http://diepresse.com/home/politik/zeitgeschichte/1486699/Damenschlupfer-als-Signale-des-Untergangs

Carlos Manoso November 23, 2013 um 11:24

PS:
„Zumindest, was die Häufigkeit von Selbstmorden anbelangt, lassen die OECD-Daten eine relativ eindeutige Schlussfolgerung zu: Zwar wählten von 2009 bis 2011 mehr Menschen den Freitod, doch waren die Krisenländer nicht stärker betroffen als der Rest: So ist die Zahl der Selbstmorde in Deutschland und Frankreich stärker gestiegen als in Griechenland und Spanien und ähnlich stark wie in Italien und Portugal. …
Anders als in den großen EU-Mitgliedsländern Deutschland und Frankreich ist die Zahl der tödlichen Unfälle im Straßenverkehr in Südeuropa zurückgegangen. Die einzige plausible Erklärung dafür ist das rezessionsbedingte Minus beim Verkehrsaufkommen. Wer weniger Geld zur Verfügung hat, fährt weniger mit dem Auto – und läuft folglich weniger Gefahr, bei einem Unfall umzukommen“
http://diepresse.com/home/politik/eu/1485218/Weniger-Verkehrstote-durch-Krise?_vl_backlink=/home/politik/eu/index.do

ruby November 23, 2013 um 12:27

@ cm

Und nun das Wetter für das sozialistische (kapitalistische) Ausland …
;-)

Carlos Manoso November 23, 2013 um 12:52

@ ruby November 23, 2013 um 12:27
„Und nun das Wetter für das sozialistische (kapitalistische) Ausland …

http://www.youtube.com/watch?v=UhpNeG2MlaA#t=49
http://ukraine-nachrichten.de/was-gott-europa-vergessen-donbass_3576_meinungen-analysen

"ruby" November 23, 2013 um 13:45

Abramovitch baut Chelsea FC in Batterseapark neu
Madhouse
http://www.youtube.com/watch?v=51nTMjbMHR0
good luck
http://www.batterseapowerstation.co.uk/

Frankie Bernankie November 23, 2013 um 14:53

@Lübberding

“Die Politik wird nichts tun. Darauf kommt es an.”

Volltreffer! Das dürfte das Motto der GroKo der nächsten 4 Jahre sein. Nicht nur , was die Gesundheitsökonomie betrifft.

Naja, eigentlich ist das die beste Beschreibung der Politik jeder Koalition, der Merkel vorsteht.

“Die Politik wird nichts tun. Darauf kommt es an. Sie kennen mich. Guten Abend.”

Solange Exportüberschüsse erzielt werden, muss Merkel auch keine Politik machen. Deshalb sollen die ja im Grundgesetz verankert werden.

BB November 23, 2013 um 15:31

@Frankie Bernankie

Exportüberschüsse? Merkel muss deshalb keine Politik machen? Mag sein. Hier die Wahrheit hinter den Exportüberschüssen am Beispiel BASF!

Merkel ist ja sooooo stolz auf die BASF. Denn BASF ist das weltgrößte Chemieunternehmen. Es gab da mal letztens in den Nachrichten so eine Sequenz, wo sie mit beiden Däumchen nach oben und ihrem schüchternen Schülerinnen-Lächeln BASF als solches bezeichnete.

Man analysiere folgende Wirtschaftsnachricht kritisch:

http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/chemiekonzerne-basf-sticht-konkurrenten-aus/7299856.html

“Branche … Gewinne gehen zurück … BASF steht noch vergleichsweise gut da … Auffällig ist, dass die BASF-Gewinne in den klassischen Chemie-Sparten zurückgehen. Der Ludwigshafener Konzern kann vor allem mit seinem Pflanzenschutzgeschäft sowie mit dem Bereich Öl und Gas punkten. …. (Konkurenz setzte auf Solarzellen, Farben, Lacke, Bauindustrie und sieht jetzt ganz schlecht aus) , … (auch bei BASF können nur) die Zuwächse bei Öl und Gas sowie im Pflanzenschutz .. die Rückgänge im klassischen Chemiegeschäft wettmachen. “

So, so. Alle Industrieprodukte der Chemiebranche sind seit Jahren rückläufig. Nur Öl- und Gas- und Pflanzenschutzmittel boomen und dort reüssiert ausgerechnet die BASF.

Nun, wo werden die Gewinne gemacht: Öl- und Gas in Lybien, wo die BASF offensichtlich Konzessionen hält. (Wo BASF seine Geschäfts macht, kann jeder selbst googlen, mehr als zwei Links geht hier ja nicht).

Merke: Wo du Rohstoffe ausbeuten kannst, machste heutzutage noch ein Geschäft.

Pflanzenschutzmittel verkauft BASF vor allem nach Lateinamerika, denn da wird der Regenwald gerade ruiniert, um dort Soja anzupflanzen:

http://www.greenpeace.de/themen/waelder/urwaelder_mittel_und_suedamerikas/artikel/wir_essen_amazonien_auf/

“Nach Angaben des brasilianischen Landreform-Instituts (INCRA) eigneten sich Privatpersonen im Bundesstaat Mato Grosso (übersetzt: dichter Dschungel) illegal mehrere Millionen Hektar öffentliches Land für die industrielle landwirtschaftliche Nutzung an. Sogar über das Internet wird öffentliches Land zu Spottpreisen angeboten. Um das Land zu erobern und die dort ansässigen Menschen zu vertreiben, wenden Farmer häufig Gewalt an bis hin zum Mord. “

(Bei dieser Gelegenheit: Viva Commander Camila und revolutionäre Grüße von meinem Sofa)

Und da schließt sich historisch der Kreis. Vom Zyklon B zum Zulieferer von Umweltzerstörern und Landgrabbern, die mit Mord und Totschlag arbeiten.

Glückwunsch Frau Merkel für diese Art Exporterfolg!

Aber moralische Kategorien haben auf der Wettbewerbsagenda ja nichts zu suchen. Sieht man ja auch im Bereich Rüstungsindustrie. Da darf die Konkurrenz – auch deutsche Firmen darunter – ruhig deshalb kaputt gehen, weil wir uns langsam aber sicher mangels inländischer Nachfrage deindustrialisieren, Hauptsache BASF ist Weltmarktführer, egal ob Blut daran klebt. Denn nur einer kann gewinnen. Und der Stärkste braucht Lebensraum. Die Logik unseres Exporterfolgs.

holger November 23, 2013 um 17:46

BB

—>>> Die Logik unseres Exporterfolgs.”

Nope… siehe Nestle… oder Monsanto

Die Logik ist im Patentrecht zu suchen. Und eben in der unerschöpflichen Dummheit (Wo kommt die überhaupt her?) der Gier Hirn Schranke…

das ist kein typisch Deutsches Anliegen. Das schlägt sich auf allen Kontinenten wieder.

holger November 23, 2013 um 17:56

Und BB

ich will dir mal sagen, woran das liegt, dass das dümmste aller Völker sogar meint alleinig für den “Klimawandel” schuldig zu sein. Und der Rest, immerhin über 7 milliarden damit nix zu tun hat.

Weil wir alle doof sind.

So einfach ist das. Wir sind zu allem zu doof und zu nichts zu gebrauchen. Auch DU…

Wir leben in gedämmten Thermoskannen, retten Eisbären und Pinguine ganz alleine, und den Ur-Wald holzt man ungestraft ab.

So BEKLOPPT sind nur wir. Wir retten wegen Autobahnen Nicht Bau Fledermäuse und Kröten und andere Würmer. Weil MORALISCH korrekt.

Wir sind sowas von doof, ich hätte gerne ein Klima-Versaille…

Ja! so was möchte ich.

Balken November 23, 2013 um 18:44

SPD in eine weitere große Koalition: Selbstmord aus Angst vor dem Tod?

holger November 23, 2013 um 18:58

Und dann noch was an die moralischen Arschgeigen…

Die Kineser haben die 1 Kind Politik aufgegeben… die ficken Deutschland in einem halben Jahr neu…

JA… 80 Millionen Schlitzaugen zu produzieren iss kein Problem.

BB November 23, 2013 um 19:03

@Holger

Wir sind alle doof!

http://www.youtube.com/watch?v=8SlI8ihLGuU

vor allem die vierte :-)

Generation iDiots

http://t3n.de/news/idiots-blr-fabelhafte-kritik-511141/

holger November 23, 2013 um 19:04

Und diese Inder Kinesen Afrikaaaner Asiaten warten nur noch auf sexy GroKo… und nen schwulen Bock im AA

Man sollte sich hier schnellstens verpissen. Weil hier ganz einfach nur noch die Dummheit am rocken iss.

Was juckt den Kineser das “Parlament” in der BRD?

BMW haut auch bald ab… nicht?

http://www.n-tv.de/wirtschaft/BMW-enthuellt-neue-Plaene-article11783181.html

habe ich vor JAHREN schon gepinselt.

Wir brauchen aber Frauenquote und Rauchverbote

holger November 23, 2013 um 19:07

200 300 Millionen Kineser mehr…

einmal Europa gebären bitte… Dosenpfand scheint wichtiger zu sein.

Und das Volk der Schrumpfköpfe mit lächerlichen Greisen und dummen Politikern dämmt und dämmt und dämmt…

Deutschland verrrecke

BB November 23, 2013 um 19:10

@holger

wo willste denn hin?

holger November 23, 2013 um 19:14

BB

wech einfach nur noch wech… ich kann mir die Scheixx Argumentation aus der BRD nicht mehr geben. Als wenn WIR ganz alleine auffer Welt wären.

Ich sachs nochmal… die Kinesen bumsen demnächst Asien voll, und wir bezahlen Öko-Steuer… GEHTS NOCH?

holger November 23, 2013 um 19:49

WO
sind denn die ganzen MAKRO Experten wenn man sie mal brauch?

Wech… mimimimi machen se. Wenn es um Fakten geht.

Demnächst 2 Milliarden Kineser und 1,8 Milliarden Inder… man gut das wir Rauchverbot und Dosenpfand haben. Und das dümmste aller Völker dämmt und dämmt und dämmt…

Wo iss denn da die GröFAZ ? Wo iss denn da ein #Aufschrei

Die Grünen… WO sind sie? knapp 4 Milliarden fressen und fressen und fressen und pupen und puuupen und puuuuupen…

Wir könnten ja dafür noch ne Ausgleichssteuer einführen. Das würde der Schrumpfkopf auch noch akzeptieren.

So DOOF ist eben der Schrumpfkopf…

Ausgleichszahlungen ökologische für Asien… wäre doch was.

Oder noch besser, einen Fäkalienausgleich… wir zahlen für die Kacke… iss doch gerecht oder?

Irgendwas wird sich schon finden… unter den Deutschen Gut-Primaten.

Wir könnten aber auch mit dem Dämmen anfangen…

BB November 23, 2013 um 19:56

Soviel ich weiß, haben die Chinesen aktuell eine Reproduktionsrate von etwa 1,6. Wenn sie also nicht aussterben wollen, müssen sie die Ein-kind-Politik aufgeben. Höherer Wohlstand, höhere Löhne. werden wohl dafür sorgen, dass die Reproduktionsrate nicht wieder über 2 steigt.

holger November 23, 2013 um 20:01

BB

Es reicht die schiere Anzahl von Kineser!

Ziehe doch mal von der Polpulation das Deutsche Reich BRD AB ! weißte wieviel Schlitzaugen dann immel noch Lachen?

holger November 23, 2013 um 20:02

Soll ich das vollechnen?

holger November 23, 2013 um 20:04

Ok ich machs…

~ 1.400.000.000 ./.
~ 0.080.000.000
= 1.320.000.000 FRAGEN?

holger November 23, 2013 um 20:08

Verstehst DU BB

wir reduzieren CO2 auf NULLKOMMANULL nix Germane mehr am puupsen… und am dämmen… Kineser spielt fröhlich Kontrabass weider!

Klar?

Balken November 23, 2013 um 20:10

Möönsch Holger, wo du doch immer auswandern willst: Ab nach Kina!
Und mit der erstbesten Einwanderungsüberschwapp-Kinerserwelle kommst du dann wieder zurück- als gesuchter Experte und Regionalkenner für die Pioniere!
Gibt auch in Kina interessante Getränke ;-)

http://www.chinarundreisen.com/wine/beruehmte-spirituosen.htm

holger November 23, 2013 um 20:16

Balken November 23, 2013 um 20:10
Möönsch Holger, wo du doch immer auswandern willst: Ab nach Kina!”

Nö… erstmal FFM und danach mal schauen… :D bin ja Raucher… nur im Privatjet nach Kina… *schwitz* ;)

holger November 23, 2013 um 20:19

Singapoor tät mir aber auch gefallen… :D

BB November 23, 2013 um 20:20

@Holger

wir reduzieren CO2 auf NULLKOMMANULL ?

Tatsächlich?

Holger, wir doch nicht! Wir produzieren SUVs am laufenden Meter. Die Merkel wird das nicht zulassen, nicht mal 99KOMMANULL, kein einziges hundertstel!

Und Zertifikate, pah, die dienen doch nicht dem Umweltschutz sondern der Konzernsubventionierung.

Und die Öko-Steuer, die fließt bei uns in die Erhöhung der Politiker-Diäten, doch nicht in CO2-Reduktion! Schon rein steuerrechtlich geht das nicht. Es darf nämlich keine zweckbezogenen Steuern geben. Der Begriff “Öko-Steuer” ist ein Wahlkampf-Trick der Grünen, ungefähr so relevant wie “Weiß, Weißer geht’s nicht”

holger November 23, 2013 um 20:27

BB November 23, 2013 um 20:20
@Holger

wir reduzieren CO2 auf NULLKOMMANULL ?

Tatsächlich?

Holger, wir doch nicht!”

FAKT: Wenn wir alle von jetzt auf gleich verrecken, dann schon… Ich hoffe nur die Särge sind nach EnEV gebaut ;)

holger November 23, 2013 um 20:38

Sorry BB für die kurzen Antworten

sitze hier gerade mit Lübber auf der Couch im Sauerland, wir reiben gerade die Füßchen aneinander, teilen die Tüte Chips und gucken Carmen Nebel mit der Demokratieabgabe und rätseln über die CO2 Emission der Sendung. Er faselt irgendwie was von Sonntag Frühkritik und Jauch… musste erstmal nen kühlen Waschlappen holen. Sonst wäre der Gute überhitzt. Oh es klingelt… Ahh der Herr Schirrmacher kommt ja auch. Grüß Gott gnä Frau

holger November 23, 2013 um 21:26

Komm Frank waren wir nicht alle verliebt?

ABBA the Winner takes it all :D

https://www.youtube.com/watch?v=iyIOl-s7JTU

Balken November 23, 2013 um 21:27

Grass gehört, wenn ich das richtig sehe (jedenfalls noch) nicht zu den Unterzeichnern http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/aufruf-wider-die-grosse-koalition-von-ingo-schulze-konstantin-wecker-a-933496.html , er hat sich aber ebenfalls gegen das selbstzertörerische Mittun in einer großen Koalition ausgesprochen. Die Verhandlungen, orchestriert durch die Medien, haben anscheinend für die SPD und ihre ohnehin schüchternen Positionierungen anscheinend bloß wohlwollend lächelnde Verachtung, wie man sie der underclass eben in besseren Kreisen distinguiert höflich entgegenbringt.
Die “Verhandlungsführer” der SPD scheinen bereit, den Kakao auch noch zu trinken, durch den man sie zieht. Ob wirklich die Basis (jedenfalls die, die zum Parteitag delegiert wird) revoltiert? Schwer vorstellbar. Die Wende wäre für die Führungsfiguren der Abgang. Sie werden es zu verhindern suchen. Ihr politisches Schicksal hängt daran. Und in einem Politbüro, wie man weiß, treten Andropows und Tschernenkos nicht anders ab als durch den Tod, und wenn sie sich vorher selbst per akklamationem immer wieder zum Fraktionsvorsitzenden wählen und dgl., Steinmeier …
Grass ist angesichts der TINA der Meinung, CDU/CSU solle Minderheitsregierung bilden, geduldet. Von Fall zu Fall könnte das der TINA wohl eher ein Schnippchen schlagen, als wenn die SPD sich von vornherein von den Neokonservativen in die Regierung verhaften lässt. Und wenn nicht, dann nicht. Mut, nicht einfach und sofort Neuwahlen anzusetzen!

"ruby" November 23, 2013 um 22:00

@ Holger
aus einer Zeit als noch schlechte Videos gab
http://www.youtube.com/watch?v=LvB2MnIIdMw
;-)

"ruby" November 23, 2013 um 22:11
Folkher Braun November 23, 2013 um 22:12

Einfacher wäre es, wenn die SPD- Bundestagsfraktion komplett in die CDU eintreten würde. Dann müsste nichts mehr verhandelt werden oder so getan werden, als gäbe es etwas zu verhandeln. Das ganze Theater ist nur noch ermüdend.

wowy November 23, 2013 um 22:13
wowy November 23, 2013 um 22:21
"ruby" November 23, 2013 um 22:46

@ all Bekloppte und die es sein wollen
http://www.youtube.com/watch?v=9EHAo6rEuas

"ruby" November 24, 2013 um 09:15

Scherz am Sonntagmorgen :

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=nHMq_PFkrho

Herr Weidmann drucken Sie den 1.000€ – Geldschein und geben den 80.000.000 Bundesbürgern echtes Zentralbankgeschöpftes !
Zur Ergänzung der Bildung kann die Bundesregierung weitere 8 Billionen € durch Bildungszertifikate an die Absolventen buchen und gutschreiben.
Echte Geldmengenpolitik von echten Wohlstandsschaffern…

Unsterblichkeit pur
http://www.youtube.com/watch?v=LYak0rPUDIU

Bankern wir uns selbst : Banklizenzen für alle
;-)

Es gibt genug sinnvolle Realinvestitionen und wenn nur Lager geräumt werden .

Frankie Bernankie November 24, 2013 um 10:45

@Holger

“Wir retten wegen Autobahnen Nicht Bau Fledermäuse und Kröten und andere Würmer..”

Hallo Holger, Frage: ist es das nicht wert?
Das ist eine ernstgemeinte Frage, ich weiss es nicht.
Ich meine, Autobahnen haben wir genug, aber Fledermäuse gibts bald nicht mehr…die Biomasse an Vögeln, hat mir letztens ein Ornithologe gesagt , hat in Deutschland in den letzten 15 Jahren um 50% abgenommen.

Gut, vielleicht ist das Preis, den man zahlen muss, ich weiss es nicht. Und was ist schon so ein doofer Lurch gegen einen properen Zubringer, der die Menschen jeden Morgen zuverlässig auf die Autobahn-Pendlerschleudern befördert und abends an die Ramschgeschäfte am Vorort-Kreisel.

Naja, aber vielleicht ist es wirklich so: wir können uns viel leisten, aber Lurch, Wiedehopf, Breitmaulnashorn, Sibirischer Tiger, Kreuzotter, das geht nun wirklich nicht, das ist der reine Luxus.

Frankie Bernankie November 24, 2013 um 11:01

@Holger

“Die Kineser haben die 1 Kind Politik aufgegeben… die ficken Deutschland in einem halben Jahr neu…”

Das stimmt nicht, sie haben sie gelockert. Und das ist aus demographischen Gründen wahrscheinlich auch notwendig, weil das Vergreisungsproblem in China in 20 Jahren gigantisch ist, das kann man jetzt schon sagen.

wowy November 24, 2013 um 11:28
wowy November 24, 2013 um 13:02
BB November 24, 2013 um 13:15

Steinmeier wählt schon sein Ministerpersonal aus:

http://www.sueddeutsche.de/politik/spd-vor-dem-mitgliederentscheid-widerstand-gegen-grosse-koalition-waechst-1.1825999

…. und der Bohsem von der Süddeutschen war tatsächlich heute im Presseclub und redete mit Null Substanz das Gesundheits-Verhandlungsergebnis von Schwarz/Rot schön.

Die Mainstream-Mediennutten bieten nochmal alles auf, um die SPD-Basis zu behumsen vor der großen Entscheidung.

BB November 24, 2013 um 13:35

Frank Steinmeier ist bereit seinen Fraktionsvorsitz aufzugeben, falls er Außenminister wird:

http://www.rp-online.de/politik/deutschland/frank-walter-steinmeier-ist-bereit-fuer-das-aussenministerium-aid-1.3838764

Soll das heißen, er tritt nicht (!) zurück, falls er nicht Außenminister wird, z.B. weil die Basis keine GroKo will ?

(So krallen sich Politiker an ihre Sessel, immer eine Option offen halten)

"ruby" November 24, 2013 um 13:45
"ruby" November 24, 2013 um 13:48
holger November 24, 2013 um 14:02

Frankie

—>>>Hallo Holger, Frage: ist es das nicht wert?”

Jain…

—>>>Das ist eine ernstgemeinte Frage, ich weiss es nicht.
Ich meine, Autobahnen haben wir genug, aber Fledermäuse gibts bald nicht mehr…die Biomasse an Vögeln, hat mir letztens ein Ornithologe gesagt , hat in Deutschland in den letzten 15 Jahren um 50% abgenommen.”

Wie bei allem im Leben, das Verhältnis sollte stimmen. Da wo ich wohne, stellen sich die Fragen einfach nicht, hier wird aus Prinzip das Dagegen sein Praktiziert. Ne sinnvolle Umgehungsstraße wird nicht gebaut. Egal Hauptsache dagegen. Hier schafft man es auch am Kreisverkehr Ampeln zu installieren.

—>>>Das stimmt nicht, sie haben sie gelockert. Und das ist aus demographischen Gründen wahrscheinlich auch notwendig, weil das Vergreisungsproblem in China in 20 Jahren gigantisch ist, das kann man jetzt schon sagen.

Yep… GIGANTISCH… genau das wollte ich damit mal ausdrücken. Wir können uns doch gar nicht die Dimension Kina vorstellen.

Lass die mal alle am “Wohlstand” richtig partizipieren, dann wird das Abendland aber Rohstoffmäßig dicke Backen machen.

In 10-13 Jahren brauchen die nicht mehr so viel Importieren. Die Firmen samt Technik sind dann vor Ort.

Von BASF bis zu VW … die bauen ein Werk nach dem zweiten da.

Aber wie gesagt, wir können ja dämmen…

"ruby" November 24, 2013 um 14:56

23 € Einstandspreis für 0,5 Liter
http://www.whisky-onlineauctions.com/images/auction/2050-305box.jpg
;-)
Wer füllt den PopSiggi ab, damit er sich zur Wahl stellt ?

"ruby" November 24, 2013 um 15:07

Was machen eigentlich die Gehälter der Netzwerker?
http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/a-740635.html
Schatzmeister BuBanker und BuTagPräsi bitte Rechnung legen …

aifran November 25, 2013 um 10:24

… und jetzt: Schweigend die Schönheit des Schuldgeldsystems und die sich daraus Ableitenden Folgen bestaunen OOOHHHHHHHHHHH AAAAAAHHHHHHHHH

Orange November 25, 2013 um 13:46

” … die Biomasse an Vögeln, hat mir letztens ein Ornithologe gesagt , hat in Deutschland in den letzten 15 Jahren um 50% abgenommen.”

@Frankie
Ich glaube der hat da ein wenig was verdreht:

Vogelschützer behaupten oft, dass durch den vielen reinen Maisanbau für Biomasse die Bestände von rund 50 % der Vogelarten abgenommen haben. :D Wie schlimm ? Keine Aussagen – überprüfbar ist die Behauptung nicht generell nur für einzelne Arten und Gegenden.

Zum einen : Wie will man die Biomasse aller Vögel

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