Die Vierte Gewalt im Tumult

by h.huett on 2. Januar 2014

Der folgende Text ist ein Beitrag von Tilo Jung und mir zur neuerlichen Debatte über den Journalismus.

Edward Snowden hat nicht nur den Datenhunger der Geheimdienste enthüllt. Seine Enthüllungen haben auch eine Debatte über den Journalismus in Gang gebracht. Sind Journalisten als Vierte Gewalt nicht immer auch Aktivisten? Oder ist Aktivismus mit Journalismus nicht mit einander vereinbar? Was hat das Handwerk des Journalisten mit einer politischen Haltung zu tun?

Die alte Schule grummelt: „Macht Euch doch nicht gemein mit einer Sache! Das dürft Ihr nicht! Meinung und Fakten müssen getrennt bleiben!“ Inzwischen haben haben auch die Journalistenschulen Abstand davon genommen, die Idee der reinen Objektivität als handwerkliche Leitidee zu vermitteln. Warum? Weil ihre Schüler nicht mehr daran glauben? Oder weil diese Idee blind gegenüber der tatsächlichen Praxis des Meinungsmarkts scheint?

Journalismus ohne Haltung unterscheidet sich kaum mehr von interessengeleiteter Öffentlichkeitsarbeit. Warum ist das so? Hinter der Idee der Objektivität verschwindet die Idee der Kritik. Wenn Kritik aber ausgeblendet bleibt oder nur zu ein paar Sorgenfalten im Bratenrock des Leitartiklers führt, dann macht sie sich selbst überflüssig. Oder lächerlich.

Das Gegenmodell dazu klärt auf, scheut nicht davor zurück, politisch und wirtschaftlich Mächtige scharf zu kritisieren, kann Fehlverhalten und Verantwortlichkeit bei Skandalen durch gute Recherchen dokumentieren.

Die betagte Verwunderung darüber, dass jeden Tag genau so viel passiere, wie in die Zeitung passt, illustriert den Sachverhalt ganz gut. Was nicht rein passt, kommt nicht rein – oder wird passend gemacht, hier etwas weglassen, da etwas hinzufügen, vor allem den Mus mit dem subjektiven Touch – und fertig ist eine gewisse Tageszeitung als Blutsuppe mit Titten.

Die Wiki-Leaks, die Chelsea Mannings und Julian Assange ermöglichten, brachten Bewegung ins Spiel. Die Enthüllungen kamen nicht dadurch zustande, dass ein kompetentes Recherche-Team viele Monate ermittelte. Plötzlich stand ein riesiges Paket an Originaldaten online. Assange hatte zwar mehreren Zeitungen das Recht des ersten Zugriffs eingeräumt, aber schon bald, als das dicke Paket der Daten komplett online durchsuchbar war, brach etwas zusammen. Plötzlich war es nicht mehr das Privileg (oder Monopol) der etablierten Medien. Plötzlich konnte auch ein aufgeräumter Datenanalyst in seiner Hackerbude einen Beitrag dazu leisten, den Skandal weiter aufzuklären.

Die Gatekeeper standen dem zunächst fassungslos gegenüber: So weit offene Scheunentore zu relevanten Daten stellten ihre Rolle der Auswahl und Gewichtung in Frage. Kein Wunder, dass sofort professionelle Sekundärtugenden ins Spiel kamen: das Gewichten, das Bewerten, das Kontextherstellen, also auch das Relativieren. Suspekt erscheint den Vertretern der traditionellen Medien das Selbstverständnis der Aktivisten. Suspekt erscheint ihnen das Zusammenspiel mit den Crowds im Netz. Bringt ihre verteilte Intelligenz mehr an analytischer Kraft in die Waagschale als die Old School Jungs und Mädels? Die Aktivisten konnten plötzlich die eigene Agenda durchsetzen – und das gelang ihnen mit lächerlich bescheidenen Finanzmitteln im Vergleich zu den Redaktionsbudgets der großen Medien. So etwas bringt nicht nur gelernte angesehene Redakteure ins Grübeln. Darüber denken auch Controller und Eigentümer und Aufsichtsgremien der Medien in privatem Eigentum nach.

Der Sturz Christian Wulffs
Ein interessanter Fall ist der Sturz Christian Wulffs. Bekannt ist heute, dass Journalisten über viele Monate eine Story recherchierten und schließlich Gerichtsbeschlüsse darüber herbeiführten, um an den Grundbucheintrag für das Haus von Wulff in Großburgwedel zu gelangen. Bekannt wurde eine nicht im vollen Umfang den Tatsachen gerecht werdende Antwort Wulffs an den niedersächsischen Landtag. Bekannt wurde schließlich auch eine Nachricht Wulffs auf dem Anrufbeantworter des Bild-Chefredakteurs. Hatte da jemand bloß die Nerven verloren? Hatte da die „gebende und nehmende“ Pressearbeit versagt? Oder gibt es Gründe dafür, den Fall Wulffs als neues Beispiel für eine mediale Hetzmeute zu lesen, die am Ende ihr Opfer zur Strecke gebracht hat? Man muss keine sonderlich große Sympathie für Christian Wulff oder das eine oder andere deutsche Presseerzeugnis haben, um das Zusammenwirken von etablierten Medien und einer netzbasierten Meute problematisch zu finden. Am Ende wurden durch die Frau des Bundespräsidenten selbst der Suchalgorithmus von Google und die Default-Antworten im Suchfenster zu einem Fall für die Gerichte.

Haben im Fall Wulff die etablierten journalistischen Techniken der Gatekeeper funktioniert oder versagt? Ist der Fall Wulffs ein medialer Erfolg? Oder dokumentiert er ein Versagen der viel gepriesenen alten journalistischen Sekundärtugenden? Ist den Klassikern die Kontrolle über die von ihnen angestiftete Jagd entglitten? Oder ging es gar nicht mehr um Kontrolle, sondern um die Exekution eines Exempels: Seht her, wie wir einen zur Strecke bringen, und fürchtet diese Macht?

Der Held Edward Snowden
Die Enthüllungen Edward Snowdens schreiben inzwischen ebenfalls Geschichte. Ein Auftragnehmer der CIA und der NSA kommt den Diensten abhanden. Als Systemadministrator hat er über Monate Beweismaterial dafür gesammelt, was die Dienste tun, wie sie über die Stränge schlagen, welche Mittel sie verwenden und wie sie damit gegen Verfassungsgrundsätze der USA verstoßen. Heute sitzt Snowden in Moskau und genießt den zweifelhaften Schutz Wladimir Putins.

Erst wurde er zu einem Outlaw, zu einem Verbrecher abgestempelt. Sein Pass wurde ihm entzogen. Der Präsident von Bolivien musste in Wien zwischenlanden, damit seine Maschine nach dem flüchtigen Snowden durchsucht werden konnte.

Heute leitartikelt die New York Times, dass Edward Snowden ein klassischer Whistle-Blower sei und dafür rechtlichen Schutz verdiene. Warum ist sein Fall beispielhaft für die Diskussion um neue Medienformate, neue Medienrollen? Die erste Lektion erteilt uns das Schweigen der Bundeskanzlerin. Die Exekutive versucht, durch windige Erklärungen bzw. eisernes Schweigen den Überwachungsskandal auszusitzen. Die Pflege der deutsch-amerikanischen Freundschaft, das heißt, das Ziel, selbst auf die von den Amerikanern erhobenen Daten Zugriff zu behalten, hat für die Bundesregierung höhere Priorität als der Schutz des Grundrechts der informationellen Selbstbestimmung.

Wichtige deutsche Medien berichten seit Juni 2013 täglich über den Skandal. Demoskopen aber stellen fest, dass der Skandal die Bürger mehr oder weniger nicht berührt. Bestätigen die Demoskopen die robuste Haltung der Bundesregierung? Bestätigen ihre Befunde nicht auch den Machtverlust der Medien? Wirkt die Agenda von Spiegel, Zeit und FAZ nicht faktisch wirkungslos?

Die Legislative hat zwar mehrfach in aktuellen Stunden über den Skandal debattiert. Gregor Gysi erhielt sogar den Preis für die beste Rede des Jahres 2013. Aber das Parlamentarische Kontrollgremium, von Ausnahmen abgesehen, folgte der Regierungsmehrheit und wiegelte ab.

Die Judikative nahm – nach ersten Strafanzeigen beim Generalbundesanwalt – widerwillig und nur pflichtschuldig Ermittlungen gegen unbekannt auf und scheint ebenso unwillig, den Sachverhalt der massenhaften Ausspähung privater Daten als Straftat energischer untersuchen zu wollen.

Nur die Vierte Gewalt gibt keine Ruhe. Jeden Tag werden neue Details bekannt, über welche Hintertürchen jedes Smartphone und jeder Computer scheunentorweit für die NSA zum Abschnorcheln offen stehen. Seit dem 30C3-Kongress des Chaos Computer Clubs hat sich die Debatte um die Rollen des Journalisten zugespitzt. Den Anstoß dazu gab durch Videozuschaltung der Vortrag Glenn Greenwalds am Eröffnungstag des Kongresses. Sind Journalisten durch ihren professionspolitischen Kodex nun ausschließlich der Objektivität ihrer Berichterstattung verpflichtet – oder hat der NSA-Überwachungsskandal die Vierte Gewalt dazu genötigt, sich stärker, als bisher für zulässig erachtet, auf die Seite der Aktivisten zu stellen? Denn was wäre das Recht der freien Meinungsbildung noch wert, wenn schon die Suche nach unabhängigen Quellen unter Verdacht gerät?

Schließlich müssen wir uns auch mit dem Sachverhalt einer Kränkung beschäftigen. Das Interview Barton Gellmans mit Edward Snowden in der Washington Post illustriert diese Kränkung subtil. Ein Mann aus dem Zentrum der Dienste, ein Ex-Schlapphut mit eigener Agenda („mission accomplished“), zieht an den etablierten Medien vorbei und nutzt sie als Vertriebspartner für eine Botschaft, die seit sechs Monaten von Tag zu Tag an Brisanz gewinnt. Die Gatekeeper-Rolle ist ramponiert. Der Wert der Nachricht wird nicht mehr allein durch die Medien bestimmt. Aktivisten wie Glenn Greenwald und Jacob Appelbaum bezeugen durch ihre Vorträge auf dem 30C3-Kongress die Kraft eines global orientierten zivilgesellschaftlichen Engagements. Es gehört nicht viel Phantasie zu der Annahme, dass damit auch die bisher den Medien unterstellte Macht, Skandale unter dem Teppich zu halten, dahinschwindet. Das Whistle-Blowing macht Schule. Wer im Spiel der alten Eliten diesen Sachverhalt übersieht, läuft Gefahr, sich lächerlich zu machen. Während die Vertriebsabteilungen der Printmedien fieberhaft über neue Vertriebswege und Online-Geschäftsmodelle nachdenken, schaffen manche Netzaktivisten, oft nur mit Minimalbudgets, neue Tatsachen.

Weit weg von den etablierten ehrwürdigen medialen Plattformen entsteht etwas Neues. Das muss nicht auf Verdrängung hinauslaufen. Die Idee wäre vermessen, aber der Sachverhalt selbst lässt sich auch nicht mehr verdrängen.

Tilo Jung ist Erfinder des neuen Web-TV-Formats Jung & Naiv. Hans Hütt arbeitet als Redakteur bei Jung & Naiv.

{ 313 comments }

Ossiblock Januar 2, 2014 um 17:17

@Monsieur Huett

Diese vierte Gewalt ist an den Haaren herbeigezogen. Denn wenn ich z.B. an die Ex-Bildungsministerin oder den Ex-Verteidigungsminister der BRD denke – dann sehe ich nur das Internet. Und dort wiederum mutige Leute, die solche Hochstapler zu Fall bringen. Wir werden noch etwas mehr erleben.

Ansonsten ist Dein Artikel gut und regt zum Nachdenken an.

Norman Januar 2, 2014 um 17:18

Anmerkung am Rande: Wichtig ist Qualität. Und das fängt im Kleinen an. Über Weihnachten las ich im Wiesbadener Kurier einen Kommentar, in dem der Journalist sich darüber ereiferte, daß 2000 Mitarbeiter des Bundesamtes für die Anerkennung von Flüchtlingen jeweils nur einen Fall pro Woche entschieden. Im dazugehörigen Artikel stand, daß im Bundesamt 300 Mitarbeiter für die Entscheidung von insgesamt 100.000 Fällen zuständig sein. Auf solche Aktivisten kann ich getrost verzichten.

Schatten Januar 2, 2014 um 18:03

Offensichtlich, nicht, ganz offensichtlich verstehen sich “Journalisten” in D nicht als Reporter, geschweige denn Enthüller, sondern als Lehrer und Volkserzieher, die sich der Meinung der Politik, dass es Themen gäbe, die zu wichtig für den Wahlkampf sind, anschließen und diese einfach beschweigen.

Braucht niemand mehr!

Übrigens: Diese selbsterklärte parlamentarische Demokratie braucht so auch niemand mehr.

Huuh (rrah) Januar 2, 2014 um 18:18

Mir ist langweilig. Habe noch Brot vom vergangenen Jahr und deshalb heute und morgen keinen Broterwerb nötig …Zuerst erfand ich den Spruch einer Mücke („Oh, wie bist du so schön“) beim Überflug über einen Elefanten vom Stoßzahn links über das Arschleder hinunter zum rechten Huf. Dann aber kam endlich der Teufel und ritt mit mir zurück in den 2. Januar 2013. Ich fand bei Wiesaussieht einen Kommentar von „Lina“, den ich jetzt folgend in voller Länge wiedergebe. Zum Teufel mit dem Urheberrecht!
Am 2. Januar 2013 um 22:49 postete Lina:

@ Frank
„Ich weiß, dass Du es gut meinst.“

Und in Ausschöpfung meiner Meinungsfreiheit meine ich, dass es in etwa genau so gut der Hans Hütt mit uns meint!

Torsten Januar 2, 2014 um 18:40

Die Beispiele sind unglücklich gewählt. Wikileaks hat es Alternativmedium versucht und setzt seit Jahren extrem auf Kooperationen mit etablierten Medien. Auch Greenwald hat seine Enthüllungen über die traditionellen Gatekeeper gemacht.

Detlef Borchers Januar 2, 2014 um 18:51

Irgendwas ist in meiner Ausbildung schief gelaufen: Als ich anfing, lästerten meine AusbilderInnen über den Schwachsinnspruch von Friedrich. Die Aussage wird auch dadurch nicht wahr, dass es einen HJF-Preis gibt.

gelegentlich Januar 2, 2014 um 18:57

@Ossiblock
Zu ungenau, wie ich finde. Man sieht das Internet als primären Antrieb, der aber erst im Wechselspiel mit etablierten Medien überhaupt Wirkungen erzeugte. Das, war nur im Internet war, wäre politisch wohl folgenlos geblieben. Wer liest schon die hiesigen Blogs? Aus denen entsteht Wirkung nur dann, wenn irgendwelche Leute woanders mit dem Gelesenen etwas anfangen.

Sven Januar 2, 2014 um 19:20

Begrüssenswerter Artikel, der ei n viel zu selten behandeltes Thema aufgreift. Vielen Dank dafür!
@ossiblock: Natürlich ist der Begriff “Vierte Gewalt” der zugeschriebenen Funktion. Aber statt die Schwächen zu kritisieren wäre mir lieber, das die Journalisten diese Funktion stärker mit Leben erfüllen. Wie erfolgt die Selbstkontrolle, da der Presserat nicht alles sein kann? Sollten diverse Offenlegungspflichten, welche bei den ersten 3 Gewalten existieren und weitere angemahnt werden, eingerichtet werden? Müssen nicht angesichts von Vorratsdatenspeicherung und Rundumspionage die journalismusspezifischen Privilegien (Quellenschutz, Whistleblower) stärker eingefordert werden?

Die Forderung nach Journalismus mit Haltung kann ich also nur unterstützen. Also Kommentare und Einordnungen. Das schliesst jedoch andererseits ein, dass bei Nachrichtenvermittlung sich auch unterschwellig wertender Flutung mit Adjektiven und Adverbien enthalten wird.

Bin gespannt, wie der Threat sich fortspinnt…

Morph Januar 2, 2014 um 19:52

@Ossiblock

“Denn wenn ich z.B. an die Ex-Bildungsministerin oder den Ex-Verteidigungsminister der BRD denke – dann sehe ich nur das Internet. Und dort wiederum mutige Leute, die solche Hochstapler zu Fall bringen.”

Mutige Leute? Welches Risiko gehen die Hobby-Jäger denn ein? Übrigens: Die Fälle zu Guttenberg und Schavan sind nicht vergleichbar. Schavan ist keine Hochstaplerin, sondern Erziehungswissenschaftlerin. Das ist ein Unterschied. ;-) Und nach so langer Zeit jemanden wegen Abschreibens in einem minderschweren Fall vorzuführen (wie gesagt, der Fall zu Guttenberg ist von völlig anderer Qualität!), das ist einfach nur schäbig.

(Sehr aufschlussreich in dieser Hinsicht übrigens auch der Fall Steinmeier. Mit Blick auf den Plagiatsjäger.)

Der Internetschwarm hat kein Ethos, sondern Erregungskurven. Wo sollte auch das Ethos herkommen? Aus der Anonymität? Schon das Kollektiv der Journalisten ist nur so aufklärerisch wie der kleinste gemeinsame Erwartungsnenner ihres Publikums. Letzten Endes geht es um Kolportage. Und das Internet fügt dem ganzen noch das Lunatisch-Vollbekloppte hinzu. Das immerhin ist neu!

P.S. Können wir jetzt das Thema Snowden abschließen, bitte? Und uns wieder Europa zuwenden? Und z.B. den Schüssen auf die deutsche Botschaft in Athen? Und was wir in den nächsten Monaten in dieser Hinsicht noch zu erwarten haben?

Morph Januar 2, 2014 um 20:08

@Sven

“Die Forderung nach Journalismus mit Haltung kann ich also nur unterstützen.”

Na, da sind wir aber erleichtert!

Der Anonymus @Sven unterstützt im hinterletzten Winkel des Internet die ‘Forderung nach Journalismus mit Haltung’. Hut ab!! – Sage mal, @Sven, wie kommt’s, dass Du schon wieder tippen kannst, aber Dein Geist noch sylverstervollrauschtechnisch abwesend ist?!

Sven Januar 2, 2014 um 20:22

@Morph

Du tippst doch auch so vor dich hin. Denn rauschtechnisch war bei mir Sylvester totale Abstinenz. Halt dich mal nicht so an der Formulierung “unterstützt” auf. Jeder hat so seine kleinen Möglichkeiten, ich hab die meinen, und in dem Rahmen tu ich was ich kann. – Wenn dich Bloggershausen ständig nur anpiept und es dir keiner recht machen kann: schon mal an Auswanderung gedacht? Aus dem Netz, aus Deutschland, Milchstraße… Rumkotzen ist mal ganz schon, aber so als Dauerzustand…

Morph Januar 2, 2014 um 20:42

@Sven

“Du tippst doch auch so vor dich hin.”

Stimmt.

“Rumkotzen ist mal ganz schon, aber so als Dauerzustand…”

Die Frage ist, wogegen sich das Unbehagen wendet. Mir scheint, dass man Kritik legitimerweise nur an Seinesgleichen richten kann. In diesem Fall also: Mitkommentatoren. Alles andere ist sinnloses Ressentiment.

Zum Text von Tilo und Hans:

“Haben im Fall Wulff die etablierten journalistischen Techniken der Gatekeeper funktioniert oder versagt? Ist der Fall Wulffs ein medialer Erfolg? Oder dokumentiert er ein Versagen der viel gepriesenen alten journalistischen Sekundärtugenden? Ist den Klassikern die Kontrolle über die von ihnen angestiftete Jagd entglitten? Oder ging es gar nicht mehr um Kontrolle, sondern um die Exekution eines Exempels: Seht her, wie wir einen zur Strecke bringen, und fürchtet diese Macht?”

Fragen über Fragen.

Schlagt mal eine interessante Antwort vor!

Gibt es darauf überhaupt eine interessante Antwort?

Bevor Ihr da nicht was zur Diskussion stellt, bleibt es bei der default-position: Medienethik ist ein Sonntags-Genre. Laaaangweilig!

wowy Januar 2, 2014 um 20:48

Weil @Morph langweilig ist, ist die Diskussion beendet, bevor sie angefangen hat.
@Morph
Bitte geh` woanders spielen, wenns dir hier nicht gefällt!

https://de.wikipedia.org/wiki/Destruktivit%C3%A4t

Morph Januar 2, 2014 um 21:06

@wowy

ich mein ja nur… aber Du hast natürlich recht!

Trotzdem, wenn Ihr Input braucht, hier ein paar Impulsmoralia:

Ärzte sollten das Wohl der Patienten nicht aus dem Auge verlieren!
Lehrer sollten bilden und nicht verbilden!
Der Dönerman an der Ecke sollte in seinem Grill keinen Gammelfleischspieß drehen!
Ganz allgemein: Wer Böses im Sinn hat, sollte lieber noch einmal darüber nachdenken!

;-)

Folkher Braun Januar 2, 2014 um 21:24

Bevor hier wieder nur herumtheoretisiert wird, hier in Kurzform ein Fall aus meiner journalistischen Praxis:

1. Leser berichten über Radbolzen- Felgenbrüchen an 9 t- Anhängerachsen. Bereits ein Todesfall: abgebrochenes Rad rollt zur Seite und erschlägt eine Fahrradfahrerin (AG Celle).
2. Besuch eines der Betroffenen. Schadensbilder verschieden, aber es sind nur Felgen betroffen, die auf sog. “sternförmigen” Radnaben befestigt waren.
3. Starte Umfrage in zwei Fachmagazinen, bitte ähnliche Fälle bei mir melden.
4. Rücklauf ist dürftig (20 Faxe), aber Schadensbild verdichtet sich auf sternförmige Radflansche.
5. Nachfrage beim Felgenhersteller-Verband: Untersuchungen von Fraunhofer-Darmstadt ergaben Sternform als Übeltäter.
6. Anfrage von mir an BMVBS: Antwort: wir sind nicht zuständig.
7. Anfrage an KBA: wir haben keine Erkenntnisse. (Siehe den heute in spon veröffentlichen Fall mit Pkw-Felgen.
8. Mein Informant beim Wissmann-Verein (VDA) schickt mir die Protokolle der Technikgruppe. Dort bestehen zwei Hersteller sternförmiger Naben darauf, keine eigenen Untersuchungen beim Fraunhofer zu machen, da das Schadensbild zu ungenau ist.
9. Ein Jahr später hat einer der beiden seine Nabe von Sternform auf Ringform zurückentwickelt … “aus Gewichtsgründen.” Der Hersteller ist der größte Lkw-Hersteller der Welt.

Und jetzt meine Frage hier: glaubt jemand, dass Punkt 8 jemals irgendwo in der Zeitung stand?
Man muss nämlich wissen: Presse ist heute vorauseilend gehorsam, denen braucht keiner mehr zu drohen. Wenn die Anzeigenabteilung sagt “zu gefährlich”, weiß die Redaktion, dass man solche Sachen nicht nur nicht recherchiert, sondern gleich so tut, als habe man nieee davon gehört.

h.huett Januar 2, 2014 um 21:34

Morph

Eine interessante Antwort? Ich stelle an mir eine Irritation fest. Den Anlass dazu gibt die eigene Bloggeschichte, in der die “Causa Wulff” fast monothematisch bespielt wurde. Ich kann das nicht ungeschehen machen, finde es allerdings peinlich.

Es geht dabei nicht mehr um die Frage, ob etwas Kompromittierendes übrig bleibt, sondern um die ausgeleuchtete Szene der Staatskanzlei in Hannover. Alle Besucher dieser sogenannten Nord-Süd-Dialog wussten, was das für ein PR-Spektakel war, weit entfernt davon, dem prätenziösen Titel gerecht zu werden, es war höchstens Grünkohl mit Pinkel plus Paellaecke.

Die Konfusion zwischen Macht und Ohnmacht der Medien in diesem Fall wirkt im Rückblick wie eine Heuchelei-Scheuklappe gegenüber einem ziemlich banalen Sachverhalt: was für eine tragisch überforderte Fehlbesetzung mit Wulff ins Amt gekommen war.

Der Fall illustriert ein doppeltes Systemversagen: in der Politik die Insuffienz der Personalplanung für Spitzenämter, in den Medien die fehlende Selbstreflektion und damit das Rollenversagen als Vierte Gewalt.

Ab einem relativ frühen Datum der Geschichte hätte man sich beschämt zurückziehen können mit der Einsicht, dass eine vielleicht allenfalls mittelmäßige politische Kultur manchmal auch nur mittelschlecht repräsentiert wird.

Lübke kommt in Erinnerung. Wie Pardon mit ihm umgesprungen ist. Unterhaltung als Haltung. Nicht mal dazu hat der Fall Wulff getaugt.

Jackle Januar 2, 2014 um 21:48

Nachdem die Journaille Wulff abgesägt hatte, machte sie sich sogleich auf, den Gauckler in himmlische Höhen zu schreiben, und die Sozialdemokratie, besonders doof wie immer, viel mal wieder darauf herein. Was lernen wir daraus? Keine Ahnung, ist auch egal.

Freut mich aber, dass der Pofalla nicht zum Sozialfall wird. Es gibt eben auch noch gute Nachrichten!

h.huett Januar 2, 2014 um 21:49

Folkher Braun

Ich kenne eine ähnliche Fallgeschichte aus der Lebensmittelbranche: dass Töchter von Unilever und BP zum Ausbruch der BSE- Seuche beigetragen hatten, weil sie aus Kostengründen die Temperatur bei der Verarbeitung von Schlachtabfällen gesenkt hatten. Die Folge war, dass mit diesem “Kraftfutter” aus Vegetariern irre Kannibalen gemacht wurden.

wowy Januar 2, 2014 um 22:18

@Morph
Hier hast du dein Europa:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/grenzwert-anachronistisch-italiens-demokraten-sind-gegen-das-maastricht-ziel-12734764.html
Und weil die Europäischen Verträge geändert werden müssen (schreibe ich hier schon lange, dass das kommen wird) und dafür eine Grundgesetzänderung erforderlich sein wird, wurde medial die GroKo mit Erfolg hochgeschrieben.

Journalismus hieß in diesem Kontext Verwirrung stiften, damit es nicht so auffällt. Also Piraten, FDP, AFD, Grüne hoch und wieder runterschreiben, damit zum Schluss das “Wunschergebnis” rauskommt. Beteiligte: ausnahmslos alle wichtigen Medien.

wowy Januar 2, 2014 um 22:43

@huett
Wulff musste wegen seiner Bodensee-Rede gehen, weil Gefahr bestand, dass er bei Grundgesetzänderungen nicht zeichnen könnte. Bei Gauck besteht diese Gefahr nicht. Der ist so besoffen vor Glück Bundespräsident geworden zu sein, der unterzeichnet alles!

h.huett Januar 2, 2014 um 23:26

wowy

Diese Rede war doch insofern eher ein Dokument der Peinlichkeit, weil sie den Redner wie in einer Psychodramasimulation mit der eigenen Finanzierungsgeschichte konfrontierte.

Man kennt das aus Studien über unglücklich Verliebte, die immer wieder Situationen herbeiführen, die es ihnen erlauben, über einen Aspekt der geliebten Person zu reden, ohne die je zu erwähnen, wobei ihnen das Herz bis zum Hals schlägt.

Deine Vorstellung der politischen Planung ist kaum realitätstauglich – und weißt Du warum? Die sogenannten Eliten sind bei weitem nicht so gut organisiert wie etwa eine Gewerkschaft. Es gibt zwar Hartmanns Studie über die Herkunftseliten, sie besagt aber über die Praxis nur aus, dass ihre Angehörigen über gewisse Routinen verfügen, die andere sich mühsam aneignen müssen. Es fehlen gleiche Interessen als Organisationsvoraussetzung und vieles mehr. Ich habe in 20 Jahren der Beratung eine Hundertschaft solcher Leute persönlich kennen gelernt. Nur wenige verfügen über ein sie kennzeichnendes Charisma, gehen aus sich heraus, stecken andere an. Es überwiegen Misstrauen , Unsicherheit, pedantische Planungsversessenheit , geringes taktisches Geschick .

Im Auftrag der Schaderstiftung untersuchten vor über 15 Jahren Ottfried Jarren und Friedhelm Neidhardt Transferprozesse zwischen Sozialwissenschaft und Praxis. Als Erfolgsvoraussetzung identifizierten sie Akteurskoalitionen.

Ich füge als eigene Beobachtung hinzu : es sind widerwillige Koalitionen, in denen Antagonisten als Geburtshelfer von Einsichten beteiligt sind, die ihnen nicht in den Kram passen.

wowy Januar 2, 2014 um 23:37

@huett
Vor ein paar Jahren hätte niemand für möglich gehalten, dass völlig ungeniert derartige Rechtsbrüche begangen werden.

Seit dem Wissen, dass wir durch Snowden haben und das bekanntlich noch nicht vollständig offen gelegt wurde, sind die Dinge neu zu bewerten.

Es geht im Endeffekt um Geld, sehr viel Geld und die damit einhergehende Macht.

wowy Januar 2, 2014 um 23:38
wowy Januar 2, 2014 um 23:41

Ich streiche ein s

wowy Januar 2, 2014 um 23:43

@huett
Es ging in seiner Rede genau um die Aktionen der EZB, die derzeit einen Rechtsbruch darstellen und erst legitimiert werden sollen.

h.huett Januar 2, 2014 um 23:51

wowy

Darüber streiten wir nicht zum ersten Mal. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ein BP Wulff in einer exekutiven Situation des übergesetzlichen Notstands, in der die Bundesregierung operiert, irgendeine Unterschrift verweigert hätte , schon gar nicht mit diesem Staatssekretär an seiner Seite, stammten dessen juristischen Texte nicht aus der Staatsrechtslehre in Nachfolge von Forsthoff?

wowy Januar 2, 2014 um 23:57

“in einer exekutiven Situation des übergesetzlichen Notstands, in der die Bundesregierung operiert, ..”
Da müsste man schon drüber diskutieren.

Ich rede hier von den zukünftigen Grundgesetzänderungen, die erst noch kommen werden und die der Bundesrepublik Deutschland das Kernstück des Parlaments (Haushaltsrecht) nehmen werden.
Ich glaube, du verstehst immer noch nicht, was hier passieren wird.

wowy Januar 3, 2014 um 00:37

Die beste Journalistengeschichte zum Auftakt des Jahres liefert Der Postillion #pofallagate
:-D

Hänschen's Clown Januar 3, 2014 um 01:28

@H. Huett,
klasse Artikel mit “Tiefenwirkung”, die da zwischen den Zeilen rüberströmt! Die Verunsicherung erleben wir in allen Berufen und Bereichen, zumindestens, wenn wir ergebnisoffen mit diesen “neuen” Informationen umgehen. Ich glaub nicht, dass der Journalistenberuf vor dem Aus steht. Zu viele Schätze liegen im Internet begraben, die alle darauf warten, an die breitere Öffentlichkeit zu gelangen. Wer soll die Vermittlung dieses Wissens denn gestalten? Hacker und Whistleblower sind ja nicht unbedingt diejenigen, die am besten für die Öffentlichkeit schreiben können. Sie sind aufs Ausgraben spezialisiert. Der Punkt ist dann, wie unabhängig ein “Mediator” glaubt, sein zu können in einer “corporate media world”. Es läuft letztlich wieder auf eine individuelle Gewissensentscheidung hinaus, genau so, wie auch in allen anderen Bereichen.

Assange sagt einfach nur “Wagt es – es ist nicht falsch!”

hardy Januar 3, 2014 um 01:43

ich bin ein klitzekleines bißchen irritiert …

eigentlich hatte ich so die hoffnung, jetzt nichts mehr zu dem elend sagen zu müssen, das schon seit ein paar tagen an mir nagt und mich geradezu zur weißglut treibt, weil “hey, huett, jetzt kann ich einpacken und mich wichtigeren dingen wie meinen fußnägeln zuwenden”, aber … phhhhht … es wurmt mich immer noch.

wie erkläre ich das bloß?

einfach: die selben leidmedien, die uns im sommer noch mit meinungsmacht – und nicht etwa kühl und objektiv vorgetragenen fakten wie (sagen wir mal) der verhaftung syrischer oppositioneller mit ein bißchen nervengas in de täsch von türkischen behörden beim grenzübertritt an der einreise nach syrien abgehalten wurden – eben jene ach so distanzierten leidmedien wollten uns partout in einen krieg zerren. alle. rundum. ohne ausnahme. wegen der menschenrechte und so.

dann war dann aber dieser böse russe vor, der unseren allerwertesten noch mal in letzter sekunde gerettet hat. also dieses monster aus moskau, der sich auch sicher was böses dabei denkt, wenn er menschen aus dem gefängnis entläßt, und vor allem deshalb böse ist, weil er nach zwei sprengstoffanschlägen nicht sofort mit dem hammer auf den tisch haut … sondern einen ganzen tag braucht … und dann erst mit dem hammer und so …

ja ja. der hajo friedrich. ich denke, er würde sich im grab rumdrehen, wenn er das verlogenene feige büttelpack beobachten müsste, wie es sich hinter seinem rücken bequem macht und seine kriegshetzagenda auch noch mit seinem bonmot garniert.

oder komplizierter?

greenwald stellt sich vor die hacker und sagt: vertraut den medien nicht! das sind die büttel des systems. reaktion? “das kameradenschwein macht sich mit diesem hacker und bürgerrechtspack gemein!!!!!”

die sind so putzig offenherzig, doch tatsächlich das “ihr” und “wir” zu verwenden … und wir kaufen ihnen diese hajo friedrich nummer ab und reden über einen dreiköpfigen affen?????

herrschaftszeiten! diese diskussion ist vor allem eine, an deren anfang das tischtuch zwischen _denen_ (dem mainstreambüttelpack) und _uns_ zerschnitten wurde, die für das freiheitsheld noch nicht einmal mehr anführungszeichen verwenden müssen, um ihrer ganze verachtung ausdruck zu verleihen.

und wir diskutieren hier schön über die vor unsere nase gehängte karotte?

lieber hütt, ich habe mir so gewünscht, daß ich einfch die klappe hätte halten können, weil du den finger in die eiternde wunde legst und sagt: da büttelpack kann mich mal, so doof, auf deren agenda noch mal reinzufallen bin ich nie wieder …

und hey, auf diese wulff nummer bin ich von minute 1 an _nicht_ eingestiegen, für mich war schon pillo, als mir klar war, daß springer jetzt die komplette medienlandschaft instrumentalisiert und alle, alle, alle, alle mitspielen. der hätte ne oma fisten können der wulff und ich hätte ihn schon aus purem trotz unterstützt! (was ich übrigens mit jeder meiner damaligen wortmeldungen aus besagtem grund auch getan habe, obwohl um mich herum ein fanatisierter mob von moralischen besserwissern tobte).

wie auch immer: warum lassen wir uns weiter die agenda von den bütteln setten? warum nennen wir sie nicht büttel und lassen sie ihre eigene #%$§%! lesen?

den rest habe ich schon vor tagen bei mir zuhause auführlichst zusammengestottert und bin immer noch nicht am ende meiner wut oder bereit für einen kohärenten post in dieser sache.

dieser beitrag, werter hütt, hat meine wut nicht gedämpft, schade.

ruby Januar 3, 2014 um 04:15

@ Hardy
Wut tut gut.
Aufbau einer Corporatemediaword kostet Mut und Kräfte, bringt aber auch Identität.
Weiter sprechen …

Jackle Januar 3, 2014 um 04:25

Wutbürger verhindern nicht mal einen unterirdischen Bahnhof.
Wutbürger sind blind vor Wut und laufen in den Wasserstrahl hinein, nur um anschließend festzustellen, dass sie blind geworden sind.
Wutbürger lachen Kabarett und wählen dann doch die SPD.
Wutbürger machen mich wütend!

hardy Januar 3, 2014 um 07:20

jackle,

meinen letzten wasserwerfer hatte ich roundabout vor 30 jahren, irgendwas mit raketen in hunsrück und eifel, vom “bürger” bin ich so weit entfernt wie die erde vom mars und die sozen würde ich nicht wählen, weil denen kein loch zu finster und zu schlüpfrig ist, um nicht zu versuchen, da rein zu kriechen.

wenn ich bis vor ein paar tagen blind und altersmilde gestimmt war, hat sich das in dem moment geändert, als ich diesen höhnisch ins publikum gespuckte erguss gelesen habe, den wir hier diskutieren.

nicht zu bemerken, welche grenze hier überschritten wurde und das hinzunehmen, _das_ ist die feigheit des bürgers im neobiedermeier, der sich lieber im sandkasten einen hajo friedrich diskurs gibt, auf den sich nicht einmal mehr die kommentatoren des zeit-artikels einlassen können.

@ruby

diese gesellschaft ist so sediert und eingelullt von scheindebatten, daß ein bißchen wut vielleicht ganz gut ist, endlich die eine oder andere grenze zu ziehen und das tischtuch zu den leidmedien zu zerschneiden.

ich dachte, ich hätte mich von dem wort schon vor langem verabschiedet, aber nach dem artikel weiss ich jedenfalls wieder ganz genau “wo der feind steht”.

h.huett Januar 3, 2014 um 08:14

Hier der Hinweis auf einen Beitrag von Günter Hack, der auch die rechtlichen Unterschiede zwischen Journalisten und Aktivisten anspricht: http://textdump.antville.org/stories/2185269/

gelegentlich Januar 3, 2014 um 08:27

Einfach mal ausprobieren:

Das Folgende wurde am 30.12.2013 veröffentlicht. Welche Bedeutung dieser Inhalt haben hat muss Jeder selber beurteilen.

„Headlines
Despite a year of economic difficulty, almost 50% of people surveyed are more positive about 2014 than they were for 2013;
US, Canada and Australia are the countries where most people would like to live if they could;
US is considered to be the greatest threat to peace in the world, followed by Pakistan and China;

Now in its 37th year WIN/Gallup International End of Year Survey finds that since 1989 people in general have a more positive outlook on economic prosperity for the coming year.“
Quelle:
http://www.wingia.com/en/services/about_the_end_of_year_survey/global_results/7/33/

Fefe war die Quelle, auf der ich den Hinweis zuerst fand. Dann mal suchen unter „37th year WIN/Gallup International End of Year Survey“. Ich gehe davon aus dass Gallup keine kleine, wenig prominente Klitsche ist. Einfach mal schauen, in welchen Medien dieser Survey erwähnt wurde. Russia Today ist dabei.

gelegentlich Januar 3, 2014 um 09:14

@h.huett

Damit hier nicht gegen Windmühlenflügeln gekämpft wird: Gabor Steingart hat doch 2005 in einem Interview (der Kultartikel Arschlochalarm von Tom Schimmeck, 17.9.2005:
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/09/17/a0015 9 )
das Aktivistentum selber reklamiert.
„Gar keine Frage, dass so einer mehr sein will als ein Chronist. “Wir sind nicht nur Zaungäste”, erklärt Steingart. “Wir haben letztlich eine ähnliche Rolle wie unsere Vorvorgänger bei Willy Brandts Ostpolitik.” Sein Spiegel, sagt er, sei schlicht “vorangegangen”. Klar, die letzten Linken der Redaktion hatten es schwer seit Lafontaines Abgang. “Journalismus braucht zuweilen Wirtstiere”, meint er lächelnd. “Wir haben für Schröders Agenda mitgestritten.”

Ist banal und die Debatte darüber, sachlich gesehen, fast ein wenig peinlich. Mögen Journalisten auch Aktivisten sein. Man muss dann nur deren Standpunkt und ihre Verbindungen, ihren Ort in den Vernetzungen, kennen.

Gregor Keuschnig Januar 3, 2014 um 09:33

Übersehen wird, dass die Gatekeeperfunktion im Falle Snowden noch exakt beibehalten worden ist. Snowden ist ja nicht per Blog oder gar Twitter losgezogen, sondern hat seine Informationen an Journalisten, die sich als Aktivisten des Guten selbst ernennen, weitergegeben. Diese verteilen sie nun häppchenweise wie die berühmte Salami, damit die Erregungen der Öffentlichkeit immer wieder neu entfacht werden können. Würde man das “Material” auf einmal veröffentlichen, gäbe es zwar einen Tsunami, aber man hat sich entschlossen, dass kleinere Wellen auf Dauer effektiver sind. Und das stimmt auch.

Gerade hier zeigt sich ja die Problematik: Was wählt der Gatekeeper aus. Und, interessanter, aber eben nicht nachvollziehbar: Was lässt er weg? Hier zeigt sich am Beispiel Wulff sehr schön, wie das funktioniert: Die Mailbox-Nachricht wurde nur deswegen interessant und wichtig, weil nur ein paar Sätze an andere Journalisten “gestreut” wurden, die sie willig wie Tauben, diese “Ratten der Lüfte” (Wondratschek), die ihnen hingeschmissenen Brotkrumen aufsammelten. Wenn der vom Focus ein Jahr später gedruckte Text stimmt (hier), dann hätte sich die Erregung nicht in die damals gewünschten Dimensionen hochschaukeln können.

Fazit: Wenn der journalistische Aktivismus blind macht oder gar ideologisch erstarrt, ist er Propaganda. Und das braucht kein Mensch.

f.luebberding f.luebberding Januar 3, 2014 um 10:47

Es ist völlig egal, welche Meinung der Aktivist Greenwald zum Thema Geheimdienste oder die Instrumental-Laienmusik in NRW hat. Wen soll das interessieren? Greenwald hat in der Debatte nur deshalb eine Bedeutung, weil er beim ersten Thema auf einem Berg von Informationen sitzt, die aus einer Quelle namens Snowden stammen und neue Erkenntnisse über die Arbeit von Geheimdiensten ermöglichen. Das aufzuarbeiten, ist Journalismus, wenn es der Öffentlichkeit ermöglicht, sich über die Bedeutung dieser Erkenntnisse ein eigenes Urteil zu bilden. Nichts anderes ist die Aufgabe des Journalismus: Der Öffentlichkeit die Meinungsbildung zu ermöglichen, um daraus politische Rückschlüsse zu ziehen.

Das wichtigste journalistische Kriterium war daher die Validität der Quellenlage im Fall Snowden – und nicht die Meinung von Greenwald oder Lübberding zum Thema Geheimdienste. Als Pofalla die Debatte für beendet erklärte, beruhte das bekanntlich auf der irrtümlichen Interpretation über die Weitergabe deutscher Telekommunikationsdaten. Das war aber tatsächlich ein kritischer Moment gewesen, weil bei einer Widerlegung der Quelle Snowden die Debatte tatsächlich zusammengebrochen wäre. Es fehlte ihr dann die empirische Grundlage – und wäre nichts anderes als bloße Meinung gewesen. Dazu ist es nicht gekommen: Snowden konnte als Quelle eben nicht widerlegt werden. Nur deshalb haben wir bis heute eine Debatte zu dem Thema. Den Regierungen ist es nicht gelungen, Snowden als Quelle zu diskreditieren, sondern können ihn lediglich politisch verurteilen.

Man sollte also nicht Öffentlichkeit und Journalismus verwechseln. Der Aktivist will die Öffentlichkeit in seinem Sinne beeinflussen. Im Journalismus geht es erst einmal nur darum, an der Validität der von ihm veröffentlichten Informationen gemessen zu werden. Nur so ist der Satz von Hans-Joachim Friedrich zu verstehen: Eine gesunde Skepsis gegenüber jeder Form der Information zu behalten. Wissenschaftler machen das übrigens auch. Sie nennen das Quellenkritik. Daraus die Idee zu formulieren, Journalisten dürften keine Meinung (oder Überzeugungen) haben, ist natürlich kompletter Nonsens. Auch Maler, Klempner, Ärzte und Juristen haben Meinungen zu alles und jedem. Nur interessiert mich halt nicht die Meinung des Arztes zur NSA, wenn er mich oder meine Familie behandelt. Und den Arzt interessiert halt zumeist bei dem Thema auch mehr die Meinung des Journalisten als die seiner Kollegen. Ein echtes Mysterium … .

Der Journalismus muss in Arbeitsteilung zuerst einmal seinen Job erfüllen: Also das Informationsinteresse der Öffentlichkeit befriedigen. Das muss der Aktivist nicht. In allen journalistischen Produkten kommt es doch nicht darauf an, ob jetzt irgendein Journalist einen “meinungsstarken” Artikel geschrieben hat, sondern ob das Produkt in seiner Gesamtheit als Zeitung (oder was auch immer) dem Leser jene Welt vermitteln kann, die er nur über die Medien erfahren kann. Deshalb gibt es auch den Grundsatz der Trennung zwischen Berichterstattung und Kommentar. Der Leser erwartet nämlich mit guten Gründen, dass in der Berichterstattung nicht Sachverhalte unterschlagen werden, weil sie dem Weltbild des Journalisten widersprechen. Das es trotzdem keine Obejktivität gibt und jeder Journalist einen subjektiven Blick hat, ist klar. Aber wenn dieser Blick mit den Fakten in Widerspruch gerät, bekommt man halt als Journalist ein professionelles Problem. Im Gegensatz zum Aktivisten.

Insofern ist die alte Gatekeeper-Debatte wirklich Schnee von gestern. Früher konnten Mediennutzer die Entstehungsbedingungen journalistischer Produkte schlicht nicht nachvollziehen. Sie mussten es halt glauben, was in der Zeitung stand oder es lassen. Das hat sich offensichtlich geändert … . Was sich aber nicht geändert hat, ist die Funktion von Medien zur Vermittlung dessen, was in der Welt geschieht. Für diese Erkenntnis braucht man nun wirklich keinen Luhmann … . Und will jetzt jemand wirklich die Perspektive von Aktivisten, um diese Welt zu verstehen? Ich glaube nicht.

Sascha Stoltenow Januar 3, 2014 um 11:11

Mein Vorschlag: Fangen wir mal damit an, das Selbstverständnis der Medien als 4. Gewalt zu hinterfragen. Dann lassen sich Aktivisten sehr schnell von Journalisten unterscheiden.

f.luebberding f.luebberding Januar 3, 2014 um 11:28

Stoltenow

Medien konstituieren Öffentlichkeit. Das ist mit dem Begriff von der “Vierten Gewalt” gemeint. Aber es produzieren halt nicht alle Medien journalistische Produkte, wie wir gerade lernen.

Hänschen's Clown Januar 3, 2014 um 11:39

@ruby Januar 3, 2014 um 04:15

Sorry, ein Missverständnis: US vs. German semantics. Ich meinte mit
“Der Punkt ist dann, wie unabhängig ein “Mediator” glaubt, sein zu können in einer “corporate media world””
die “constraints” durch das hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Corporate_media

Hänschen's Clown Januar 3, 2014 um 11:51

PS: Sorry2:
Ich meinte…
…und habe Wikis Warnung:
“The examples and perspective in this article deal primarily with the United States and do not represent a worldwide view of the subject.”
bewusst oder unbewusst “überlesen”.

Jackle Januar 3, 2014 um 11:52

“Das es trotzdem keine Obejktivität gibt und jeder Journalist einen subjektiven Blick hat, ist klar. Aber wenn dieser Blick mit den Fakten in Widerspruch gerät, bekommt man halt als Journalist ein professionelles Problem.”

I call bullshit! Die FAZ Wirtschaftsredaktion samt Rainer Hank ist doch weiterhin in Amt und Würden.

f.luebberding f.luebberding Januar 3, 2014 um 11:57

Jackle

Warum auch nicht? Weil sie eine andere Meinung haben als Jackle ist eben kein Argument, außer für Jackle … .

wowy Januar 3, 2014 um 11:57
wowy Januar 3, 2014 um 11:59

Ist Greenwald Aktivist oder nicht eher Akteur?

Jackle Januar 3, 2014 um 12:14

“Warum auch nicht? Weil sie eine andere Meinung haben als Jackle ist eben kein Argument, außer für Jackle … .”

Nein, die reden bekanntlich an den Fakten vorbei! Sie reden über eine Tauschwirtschaft ohne Geld, Zeit, Banken und monetären Gewinn, anstatt über eine Geldwirtschaft, in der wir nun mal faktisch leben, zu reden.
Mag ja sein, dass die bekloppte orthodoxe Ökonomie ähnlichen Blödsinn als Fakten verkauft, aber das ist wiederum eine der größten Fehlleistungen der Wissenschaftsgeschichte, weswegen man von der Journaille wohl auch einfach zu viel verlangt. Ein Hüther ist argumentativ so gut und hat die Fakten hinter sich versammelt; wie könnte man dem nur widersprechen? Wie könnte die FAZ Wirtschaftsredaktion auch mal nicht über die “Fakten” der orthodoxen Ökonomie reden und sich für Sozialkürzungen in Südeuropa stark machen, während die Menschen da unter fröhlich faktisch in den ökonomischen Selbstmord getrieben werden. Ha, da sind es plötzlich Meinungen. Keine Fakten.
Es existieren faktisch ja auch keine Meinungen, die vor all dem bekloppten orthodox-ökonomischen Wahn nicht genau vor den nun eingetretenen faktischen Folgen gewarnt hätten. Geht Rainer in sich und stellt der Leserschaft dar, wie man damals faktisch die Meinung derer nicht dargestellt hat und damit faktisch an den Fakten komplett vorbei geschrieben hat? Nein, das findet faktisch nicht statt. Faktisch wird weiterhin die Meinung publiziert, dass das faule Menschenpack da unten sich mal doller anstrengen soll.

Aber gut, ich erzähle das einem dämlichen Sozialdemokraten, der den Kapitalismus gesund doktern möchte. Wünsche viel Erfolg. Da wird es schon eine politische Lösung geben. Ganz sicher, sagen die Fakten auch und das alles war jetzt nur eine Meinung. Also faktisch gesehen.

wowy Januar 3, 2014 um 12:14

“Nur: So einfach ist die Sache nicht. Wir sehen hier, wie schwer es ist, in der zersplitterten Medienwelt des Jahres 2014 die Übersicht zu behalten. Und dass wir lernen müssen – Journalisten wie deren Kunden – den Kontext jeder einzelnen Nachricht einzuschätzen, was uns aber gerade die klassischen Medien immer mehr erschweren.”
http://www.indiskretionehrensache.de/2014/01/pofalla-postillon/

David Ermes Januar 3, 2014 um 12:24

Ich sehe allein schon den Begriff der vierten Gewalt als eine Fehlentwicklung an. Die drei Gewalten unterliegen eine wechselseitigen Kontrolle in einem System, in welches die “Vierte” nicht eingebunden ist. Als externer Akteur nimmt sie für sich in Anspruch die Öffentlichkeit im ersten Schritt herzustellen, im zweiten Schritt zu informieren und im dritten Schritt zu repräsentieren. Der Spagat zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung dabei noch gänzlich unbeobachtet.
Nimmt es ernst, ist die Vierte Gewalt “Die Öffentlichkeit” und die Medien, zumindest die organisierten, sind ein Teil des Puzzles, dessen Bedeutung stetig abnimmt. (Was sie aber natürlich selbst nicht wahrhaben wollen.)

aifran Januar 3, 2014 um 12:37

Mainstream-Medien

Rede von John Swinton, dem ehemaligen Herausgeber der New York Times über Journalisten und ihre Arbeit:
Rede von John Swinton, dem ehemaligen Herausgeber der New York Times über Journalisten und ihre Arbeit: “Es gibt hier und heute in Amerika nichts, was man als unabhängige Presse bezeichnen könnte. Sie wissen das und ich weiß das. Es gibt keinen unter Ihnen, der es wagt seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie sie schrieben, wüssten Sie im voraus, dass sie niemals gedruckt würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Anderen von Ihnen werden ähnliche Gehälter für ähnliches gezahlt, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine vierundzwanzig Stunden vergehen und ich wäre meine Stelle los. Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.” Vor Redakteuren im Jahr 1889, zitiert nach: Richard O. Boyer und Herbert M. Morais, Labor’s Untold Story, NY: United Electrical, Radio & Machine Workers of America, 1955/1979 http://de.metapedia.org/wiki/Swinton,_John

Warum die Mainstreammedien “Mainstream” sind
von Noam Chomsky Z Media Institute 15.07.1997 Ich schreibe unter anderem deshalb über die Medien, weil ich mich für das intellektuelle Klima insgesamt interessiere und weil die Medien der Bestandteil dieses Klimas sind, der am leichtesten zu untersuchen ist. Bei den Medien gibt es einen täglichen Output, wodurch eine systematische Untersuchung möglich wird. Man kann die Version von gestern mit der von heute vergleichen. Es gibt eine Menge Material, anhand dessen man sehen kann, was die Medien in den Vordergrund rücken, was sie ausblenden und wie die Struktur dieses Prozesses aussieht. Meines Erachtens besteht zwischen der Analyse der Medien und der des Wissenschaftsbetriebs oder der Intellektuellenzeitschriften kein großer Unterschied – man muß einige zusätzliche Mechanismen berücksichtigen, aber davon abgesehen besteht kein radikaler Unterschied. Diese Bereiche stehen in enger Verbindung miteinander, und deshalb wechseln die Leute auch ziemlich leicht zwischen ihnen hin und her. Wenn man die Medien oder eine beliebige Institution verstehen will, stellt man sich zunächst einmal Fragen nach ihrer inneren Struktur. Zweitens wird man sich dafür interessieren, welche Rolle sie im Rahmen der Gesamtgesellschaft spielen: In welcher Beziehung stehen sie zu anderen Systemen von Macht und Autorität? Und schließlich gibt es, wenn man Glück hat, Akten und Aufzeichnungen führender Leute im Mediensystem, aus denen man erfahren kann, welche Ziele sie verfolgen. Das ist wichtig, da wir es mit einem ideologischen System zu tun haben. Ich meine natürlich nicht die üblichen Public-Relations-Veröffentlichungen, sondern das, was diese Leute sich gegenseitig über ihre Absichten mitteilen. Und was das betrifft, gibt es eine Menge interessantes Material. Das sind drei wichtige Informationsquellen, wenn wir etwas über die Natur der Medien erfahren wollen. Wir sollten die Medien auf dieselbe Art untersuchen, wie ein Naturwissenschaftler ein komplexes Molekül oder einen sonstigen Gegenstand studieren würde. Dabei sieht man sich die Struktur der Medien an, um auf dieser Basis eine Hypothese darüber aufzustellen, wie das Produkt, das die Medien herstellen, wahrscheinlich aussehen wird. Dann untersucht man den Medienoutput und überprüft, inwieweit er den aufgestellten Hypothesen entspricht. Medienanalysen bestehen in der Regel fast ausschließlich aus diesem letzten Teil – aus dem Versuch, die Produkte der Medien ganz einfach sorgfältig zu studieren und herauszufinden, ob sie so aussehen, wie es sehr plausible Annahmen über Wesen und Struktur der Medien voraussagen. Was finden wir dabei heraus? Nun, zunächst einmal, daß es natürlich verschiede Medienbereiche gibt, die sich mit verschiedenen Dingen beschäftigen. Da gibt es die Unterhaltungsindustrie und Hollywood, Seifenopern und ähnliche Sendungen, und die überwältigende Mehrheit der Zeitungen des Landes gehört ebenfalls in diese Kategorie, die für das Massenpublikum gedacht ist. Daneben gibt es einen weiteren Mediensektor, nämlich die Elitemedien, die manchmal auch als die trendbestimmenden Medien bezeichnet werden, weil sie über die größten Mittel verfügen und den thematischen Rahmen abstecken, an den alle anderen sich halten müssen. Das sind Unternehmen vom Kaliber der New York Times und von CBS. Sie bedienen zum größten Teil die privilegienen Schichten. Leute, die die New York Tirnes lesen, also Leute mit einem gewissen Einkommen oder Angehörige dessen, was manchmal als die politische Klasse bezeichnet wird, sind tatsächlich auf beständiger Basis am politischen System beteiligt. Sie gehören zur Managerschicht. Dabei kann es sich um Politiker, Wirtschaftsmanager wie die Topleute der Großkonzerne, akademisches Führungspersonal wie Universitätsprofessoren oder auch um Journalisten anderer Medienunternehmen handeln, die sich ebenfalls damit befassen, das Denken und die Weltsicht der Medienkonsumenten zu beeinflussen. Die Elitemedien stecken den Rahmen ab, in dem die restlichen Medien operieren. Wenn man sich Agenturen wie Associated Press ansieht, die eine permanente Nachrichtenflut ausstoßen, stellt sich heraus, daß dieser Strom vermischter Nachrichten jeden Nachmittag durch die Meldung unterbrochen wird: “An die Redaktionen: auf der Titelseite der New York Times werden morgen folgende Berichte erscheinen.” Wenn man beispielsweise Redakteur einer Zeitung in Dayton, Ohio ist und nicht über die Ressourcen verfügt oder sich sowieso nicht die Mühe machen will, selbst an wichtige Nachrichten heranzukommen, erfährt man auf diesem Weg, was als “Nachricht” zu gelten hat, Damit wird dann die Viertelseite gefüllt, die für andere Themen als für Lokalberichte und Unterhaltung reserviert ist. Diese Berichte werden dann als Nachrichten von nationaler Bedeutung gebracht, weil die New York Times uns sagt, daß das die wichtigen Themen des morgigen Tages sind. Als kleiner Redakteur in Dayton, Ohio hat man kaum eine andere Wahl, als es so zu machen, weil man nicht über viele andere Möglichkeiten verfügt, an Nachrichten heranzukommen. Wenn man vom vorgeschriebenen Weg abweicht und Berichte bringt, die den Unwillen der großen Zeitungen gen erregen, wird man das ziemlich bald zu spüren bekommen. Die jüngsten Vorfälle bei den San Jose Mercury News [vgl. S. 119, Anmerkung - d. Ü.] sind nur ein besonders dramatisches Beispiel dafür. Es gibt eine Menge von Machtmechanismen, durch die jemand, der aus der Reibe tanzt, wieder auf Linie gebracht werden kann. Wenn man versucht, das Regelwerk des Systems zu sprengen, wird man sich nicht lange darin halten können. All das funktioniert recht gut, und es ist nicht schwer zu erkennen, daß sich darin lediglich ganz offenkundige Machtverhältnisse äußern. Die Massenmedien im eigentlichen Sinn haben im wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem fernzuhalten. Sollen die Leute sich mit etwas anderem beschäftigen, Hauptsache, sie stören uns nicht (wobei “wir” die Leute sind, die das Heft in der Hand halten). Wenn sie sich zum Beispiel für den Profisport interessieren, ist das ganz in Ordnung. Wenn jedermann Sport oder Sexskandale oder die Prominenten und ihre Probleme unglaublich wichtig findet, ist das okay. Es ist egal, wofür die Leute sich interessieren, solange es nichts Wichtiges ist. Die wichtigen Angelegenheiten bleiben den großen Tieren vorbehalten: “Wir” kümmern uns darum. Welches sind die Elitemedien, die die Tagesordnung für den Rest festlegen? Nun, zum Beispiel solche wie die New York Times und CBS. Das sind zuallererst einmal große, sehr profitable Kapital gesellschaften. Darüber hinaus haben die meisten von ihnen enge Verbindungen zu weit größeren Konzernen wie General Electric, Westinghouse oder gehören direkt dazu. Sie mischen ganz oben in der Machtstruktur der Privatwirtschaft mit, und diese Struktur ist extrem tyrannisch. Die großen Kapitalgesellschaften sind strukturell gesehen Tyranneien: sie sind hierarchisch und werden von der Spitze aus kontrolliert. Und wer sich damit nicht abfinden will, fliegt raus. Die großen Medien sind einfach einer der Bestandteile dieses Systems. Welche institutionellen Strukturen haben die Medien selbst? Nun, mehr oder weniger dieselben wie andere Unternehmen. Die Institutionen, mit denen die Medien im Rahmen ihrer Aktivität zu tun haben und mit denen sie in Verbindung stehen, sind ihrerseits bedeutende Zentren gesellschaftlicher Macht – die Regierung, die Großunternehmen oder auch die Universitäten. Aufgrund ihrer ideologischen Funktion unterhalten die Medien enge Beziehungen zu den Universitäten. Nehmen wir einen Journalisten, der einen Bericht über Südostasien oder Afrika oder was auch immer schreibt. Es ist recht wahrscheinlich, daß er sich an eine der großen Universitäten wenden wird, um sich dort bei einem Experten kundig zu machen, oder er kann mit seinen Fragen zu einer der Stiftungen wie dem Brookings Institute oder dem American Enterprise Institute gehen, und sie werden ihm dann die richtigen Stichworte geben. Die Funk- tionsweise solcher Institutionen ist der der Medien sehr ähnlich. So sind zum Beispiel die Universitäten keineswegs unabhängige Institutionen. Man findet in ihnen zwar hier und da unabhängig gesinnte Geister, aber das gilt auch für die Medien. Solche Leute gibt es im allgemeinen auch in den Großunternehmen, ja, sogar in faschistischen Staaten. Aber die Universitäten sind letztlich “parasitäre” Institutionen. Sie sind auf Finanzierung von außen angewiesen, und die Quellen dieser Unterstützung – reiche Mäzene, Großunternehmen und Staat (die beide so eng miteinander verflochten sind, daß man sie kaum auseinanderhalten kann) – stecken im wesentlichen den Rahmen ab, innerhalb dessen die Universitäten operieren. Wer sich der internen Struktur der Universitäten nicht anpaßt, sie nicht in dem für eine reibungsfreie Arbeit innerhalb des Systems notwendigen Maß akzeptiert und internalisiert, wird im Verlauf von Erziehung und Ausbildung mehr und mehr aus dem System hinausgedrängt, ein Prozeß, der letztlich schon im Kindergarten beginnt und dann ununterbrochen weitergeht. Es gibt alle möglichen Arten von Filtermechanismen, um Leute loszuwerden, die sich querstellen und unabhängig denken. Jeder, der auf dem College war, weiß, wie sehr das Erziehungssystem auf die Belohnung von Konformität und Gehorsam ausgelegt ist: Wer sich nicht anpaßt, ist eben ein Quertreiber. Und aufgrund des Wirkens dieser Filtermechanismen bleiben schließlich Leute übrig, die in aller Aufrichtigkeit ein System von Überzeugungen und Meinungen übernehmen, das den Interessen der gesellschaftlich Mächtigen, mit denen sie zu tun haben, entspricht. Sie brauchen nicht zu lügen, weil sie selbst daran glauben. Elitein stitutionen wie zum Beispiel Harvard und Prineeton und die kleinen Colleges mit Universitätscharakter legen großen Wert auf Sozialisation. In einer Institution wie Harvard geht es zum größten Teil darum, die richtigen Manieren zu lernen: wie man sich als Mitglied der Oberschicht zu verhalten hat, wie man in seinem Denken nicht vom richtigen Weg abweicht und so weiter. Mitte der vierziger Jahre schrieb George Orwell als Satire auf einen totalitären Staat, nämlich die Sowjetunion, seinen Roman Animal Farm, der damals ein großer Erfolg war. Alle Welt war begeistert. Später stellte sich heraus, daß er eine Einleitung zu Animal Farm geschrieben hatte, die aber nicht gedruckt wurde. Sie erschien erst dreißig Jahre später, als sie in seinem Nachlaß gefunden wurde. Thema dieser Einleitung war die “Literarische Zensur in England”. Orwell sagt dort, daß er sich in seinem Buch natürlich über die Sowjetunion und ihre totalitäre Struktur lustig macht. Aber außerdem schreibt er auch, daß England sich gar nicht so sehr davon unterscheidet. Im Westen werden wir nicht auf Schritt und Tritt von einem KGB kontrolliert, aber das Resultat ist doch weitgehend dasselbe. Wer in seinem Denken zu unabhängig ist oder auf die falschen Gedanken kommt, bekommt keine Chance, seine Ideen zu verbreiten. Außerdem macht er einige kurze Bemerkungen über die institutionelle Struktur der Medien. Er fragt: Wie kommt es zu dieser Art von Zensur? Ihm zufolge liegt das erstens daran, daß die Presse den Reichen gehört, denen es lieber ist, wenn bestimmte Dinge nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Zweitens, so Orwell, lernt man im Rahmen des Erziehungs- und Ausbildungssystems der Elite, zum Beispiel an renommierten Universitäten wie der von Oxford, daß es gewisse Dinge gibt, die man besser nicht erwähnt, daß es gewisse Gedanken gibt, die man besser nicht zuläßt. Damit meint er die sozialisierende Rolle der Eliteinstitutionen: Wenn man sich hier nicht anpaßt, hat man in der Regel schon verloren. Und mit diesen wenigen Bemerkungen ist das Wesendiche eigentlich schon gesagt. Wenn man Medienkritik betreibt und sich zum Beispiel mit dem beschäftigt, was Anthony Lewis – oder irgend jemand anders – geschrieben hat, werden die jeweiligen Leute oft sehr wütend. Sie sagen dann ganz richtig: “Niemand sagt mir jemals, was ich zu schreiben habe. Ich schreibe alles, was ich will. Dieses ganze Geschwätz über Druck und Einschränkungen ist Unfug, weil keiner je irgendwelchen Druck auf mich ausübt.”Und das ist völlig richtig, nur daß es hier um etwas ganz anderes geht, nämlich um die Tatsache, daß sie ihre Position gar nicht inne hätten, wenn sie nicht vorher schon unter Beweis gestellt hätten, daß niemand ihnen sagen muß, was sie schreiben sollen. Es ist längst klar, daß sie das genau wissen. Wenn sie sich als angehende Reporter für die verkehrte Art von Geschichten interessiert hätten, hätten sie es nie zu Positionen gebracht, in denen sie sagen können, was sie wollen. Dasselbe gilt weitgehend auch für die Universitätsdozenten in den stärker ideologisch gefärbten Fächern. Sie haben eine erfolgreiche Sozialisation hinter sich. Als erstes sieht man sich also die Struktur des gesamten Systems an. Was erwartet man angesichts dieser Struktur als Resultat? Das ist eigentlich recht offensichtlich. Nehmen wir zum Beispiel die New York Times. Die New York Times ist ein Großunternehmen, das ein Produkt verkauft. Das Produkt sind die Leser. Das Unternehmen verdient sein Geld nicht mit dem Verkauf seiner Zeitung. Die Zeitung selbst wird sogar kostenlos ins Internet gesetzt. Tatsächlich verliert das Unternehmen heim Verkauf der Zeitung sogar Geld. Wie auch immer, die Leser sind das Produkt, und sie gehören genau wie die Leute, die die Zeitung machen, zu den höheren, privilegierten Schichten, denen, die in unserer Gesellschaft die Entscheidungen treffen. Für ein Produkt braucht man einen Markt, und dieser Markt sind natürlich die Werbekunden der Zeitung, mit anderen Worten, andere Wirtschaftsunternehmen. Das Produkt der Medien, ganz gleich, ob wir vom Fernsehen, den Zeitungen oder anderen Medien sprechen, ist immer das jeweilige Publikum. Unternehmen verkaufen ihr jeweiliges Publikum an andere Unternehmen. Und im Fall der Elitemedien handelt es sich dabei um Großunternehmen. Mit was für einem Resultat ist also zu rechnen? Wie wird das Medienprodukt angesichts dieser Umstände aussehen? Was für Voraussagen würde man machen, wenn man den bisher zugrunde gelegten Annahmen keine weiteren hinzufügt, oder anders gesagt, was wäre eine vernünftige Nullhypothese? Die nächstliegende Vermutung wäre dann, daß das Medienprodukt, das heißt, die Auswahl dessen, was in den Medien vorkommt und wie es vorkommt, die Interessen der Käufer und der Verkäufer des Produkts sowie der Institutionen und Machtzentren, unter deren Einfluß sie stehen, widerspiegelt. Es würde an ein Wunder grenzen, wenn das nicht der Fall wäre. Danach kommt dann der aufwendige Teil der Arbeit. Stellen sich die gemachten Vorhersagen als richtig heraus? Das läßt sich mittlerweile überprüfen. Es liegt inzwischen eine Menge an Material zur Beurteilung der genannten naheliegenden Hypothese vor; sie ist den rigorosesten Tests unterzogen worden, die man sich denken kann, und hat sie in bemerkenswerter Weise bestanden. Man stößt in den Sozialwissenschaften fast nie auf Resultate, die eine bestimmte Vermutung derart stark unterstützen, aber das ist auch nicht sehr überraschend, da alles andere angesichts der in diesem Fall wirksamen Kräfte einem Wunder gleichkäme. Als nächstes entdeckt man dann, daß das gesamte Thema vollkommen tabu ist. Wenn man zum Beispiel an der Kennedy School für Staatswissenschaft oder in Stanford Journalismus, Kommunikationswissenschaft oder Politik studiert, ist es kaum wahrscheinlich, daß man mit diesen Fragen konfrontiert wird. Das heißt, genau die Hypothese, auf die jeder, ohne überhaupt etwas über das Thema zu wissen, von sich aus kommen würde, kann dort nicht einmal in Erwägung gezogen werden, und es ist unmäglich, das Beweismaterial, das für sie spricht, zu diskutieren. Leider ist auch das genau das, was man erwarten würde. Angesichts der Struktur dieser Institutionen ist leicht vorherzusehen, daß es so laufen wird. Warum sollte es Leuten, die aktiver Bestandteil dieser Strukturen sind, gefallen, wenn ihre Rolle innerhalb dieser Strukturen sichtbar gemacht wird? Warum sollten sie eine kritische Analyse ihrer Vorstellungen und Ziele dulden? Es gibt keinen Grund, warum sie etwas derartiges zulassen sollten, und sie tun es auch nicht. Auch in diesem Fall handelt es sich nicht um absichtliche Zensur, sondern darum, daß diese Leute gar nicht erst in ihre Positionen gelangen würden, wenn sie nicht von dem überzeugt wären, was sie tun. Und das gilt für die sogenannte Linke ebenso wie für die Rechte. Um es in diesem System zu etwas bringen zu können, muß man die richtige Sozialisation und Erziehung genossen haben, die dann falschen Gedanken und Ideen einen Riegel vorschieben. Wir können folglich aufgrund unserer Überlegungen eine zweite Prognose aufstellen, nämlich die, daß unsere erste Prognose innerhalb der bestehenden ideologischen Institutionen nicht diskutiert werden kann. Schließlich müssen wir uns noch das doktrinäre Rüstzeug ansehen, mit dem die für das Funktionieren dieses Systems Verantwortlichen operieren. Kommt in dem, was die Topmanager des Informationssystems (der Medien, der Werbeindustrie, der politischen Wissenschaft usw.) sagen, wenn sie zu ihresgleichen sprechen, eine Vorstellung darüber zum Ausdruck, wie das System funktionieren sollte? In der Öffentlichkeit, bei akademischen Feiern und dergleichen mehr ist natürlich immer von allen möglichen wunderbaren Dingen die Rede. Aber was sagen diese Leute über die Aufgaben des Informationssystems, wenn sie unter sich sind? Es gibt hier drei wichtige Bestandteile des Systems, die man sich ansehen sollte. Erstens haben wir die Public-Relations- Industrie, das heißt, die Propagandamaschine der Geschäftswelt. Was sagen also die Topmanager der PR-Industrie? Zweitens sollten wir uns ansehen, was die sogenannten “in der Offentlichkeit stehenden” Intellektuellen, die großen Denker, die Verfasser der Meinungsseiten in den Zeitungen sagen – all die Leute, die hochbedeutende Bücher über das Wesen der Demokratie und ähnliches mehr schreiben? Als Drittes sollte man den akademischen Bereich untersuchen, besonders diejenigen Aspekte der Kommunikations- und Informationswissenschaften, die schon seit etwa 70 bis 80 Jahren integraler Bestandteil der Politikwissenschaft sind. Das sind also drei Bereiche, in denen man einmal darauf achten sollte, was ihre Vertreter so von sich geben und sich ansehen kann, was die führenden Leute geschrieben haben. Wie sich herausstellt, sagen die wichtigen Leute in diesen Bereichen alle im wesentlichen das gleiche (ich zitiere im folgenden zum Teil wörtlichlich): Bei der Masse der Bevölkerung handelt es sich nur um “unwissende und lästige Außenseiter”, die man aus der öffentlichen Arena heraus halten muß, weil sie zu dumm sind und nur Schwirigkeiten machen würden, wenn sie sich daran beteiligten. Die gewöhnlichen Leute sollen “Zuschauer” nicht “Teilnehmer” sein. Sie dürfen alle paar Jahre wählen gehen und ihre Stimme für jemanden von uns, jemanden aus der dafür qualifizierten Schicht abgeben. Aber dann sollen sie wieder nach Hause gehen und sich mit etwas anderem beschäftigen. Mit der Baseball-Liga oder was auch immer. Hauptsache, die “unwissenden und lästigen Außenseiter” bleiben passive Beobachter, statt selbst am politischen Geschehen teilzunehmen. Die Mitspieler im System dagegen sind sogenannte “Verantwortungsträger” und auch der jeweilige Autor gehört natürlich immer zu dieser Gruppe. Die Frage, weshalb er selbst zu den “Verantwoitungsträgern” gehört, während ein anderer im Gefängnis sitzt, kommt ihm nicht in den Sinn. Dabei ist die Antwort ziemlich einfach. Er gehört dazu, weil er gehorsam ist und sich der Macht unterordnet, während derjenige im Gefdngnis sich vermutlich auf die ein oder andere Art geweigert hat, sich zu fügen. Aber solche Fragen stellt man sich in so einer Position natürlich nicht. Also haben wir einerseits die qualifizierte Schicht derer, die dazu berufen sind, das Heft in der Hand zu halten, und dann noch den Rest, der von der Verwaltung der Dinge ausgeschlossen ist. Außerdem sollten wir uns nicht – und jetzt zitiere ich wieder aus einem akademischen Essay zu diesem Thema – auf das “demokratische Dogma” versteifen, “nach dem die Menschen ihre Interessen selbst am besten beurteilen können”. Dem ist keineswegs so: in Wirklichkeit sind sie absolut unfähig dazu, und daher erweisen wir sowohl ihnen als auch der Gesellschaft einen großen Dienst, wenn wir das für sie übernehmen. Tatsächlich gibt es hier eine starke Ähnlichkeit mit dem Leninismus. Wir handeln an deiner Stelle, im gemeinsamen Interesse aller usw. Das ist vermutlich auch einer der Gründe dafür, weshalb sich im Verlauf der Geschichte viele Leute relativ problemlos aus glühenden Stalinisten in überzeugte Unterstützer des Machtanspruchs der USA verwandelt haben. Dabei erfolgt der Wechsel von der einen Position zur anderen oft sehr rasch, und ich denke, daß das ganz einfach daran liegt, das beide Positionen im großen und ganzen auf dasselbe hinauslaufen. Eigentlich verändert sich nur die Einschätzung darüber, welche Haltung einen der Teilhabe an der Macht näherbringt. Erst setzt man auf das eine, dann auf das andere Pferd, aber das Ziel, das man selbst damit anstrebt, ändert sich nicht. Wie hat sich diese Art von Ideen zu ihrer heutigen Form entwickelt? Das ist eine interessante Geschichte – sie hat viel mit dem Ersten Weltkrieg zu tun, der in vielerlei Hinsicht zu einschneidenden Veränderungen führte. Er brachte einen beträchtlichen Wandel in der Position der Vereinigten Staaten in der Welt mit sich. Schon im 18. Jahrhundert waren die USA die reichste Region der Welt. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts kam nicht einmal die britische Oberschicht an den US-amerikanischen Standard hinsichtlich Lebensqualität, Gesundheit und Lebenserwartung heran (von dem die übrige Welt ohnehin nur träumen konnte). Die USA waren enorm reich, verfügten über gewaltige Vorteile und waren schon Ende des 19. Jahrhunderts mit großem Abstand das wirtschaftlich bedeutendste Land der Welt. Aber als Weltmacht spielten sie noch keine große Rolle. Ihre Macht erstreckte sich damals auf die Karibik und Teile des Pazifik, aber nicht viel weiter. Der Erste Weltkrieg brachte eine Veränderung dieser Beziehungen. Und im Zweiten Weltkrieg änderten sie sich noch mehr. Danach waren die Vereinigten Staaten mehr oder weniger Herrscher über die gesamte Welt. Aber schon nach dem Ersten Weltkrieg waren sie weitaus mächtiger als zuvor und verwandelten sich aus einem Schuldner- in ein Gläubigerland. An Großbritannien kamen sie noch nicht heran, aber damals begannen sie, weltweit eine wichtige Rolle zu spielen. Aber das war nicht die einzige Veränderung. Im Ersten Weltkrieg gab es zum erstenmal eine hochorganisierte staatliche Propaganda. Die Briten richteten ein Informationsministerium ein. Das war auch eine dringliche Notwendigkeit, denn Großbritannien war darauf angewiesen, die USA in den Krieg hineinzuziehen, da es ohne den Kriegseintritt der USA in große Schwierigkeiten geraten wäre. Das Informationsministerium beschäftigte sich hauptsächlich mit der Verbreitung von Propaganda, nicht zuletzt mit der Fabrikation einer Flut von Fälschungen über Greueltaten der “Hunnen” und ähnlichen Projekten. Eine der Hauptzielscheiben dieser Propaganda waren die amerikanischen Intellektuellen. Dem lag die durchaus vernünftige Annahme zugrunde, diese würden am leichtgläubigsten sein und am ehesten auf die Propaganda hereinfallen. Ihnen war zugleich die Aufgabe zugedacht, die Propaganda über die ihnen in Amerika zur Verfügung stehenden Kanäle weiterzuverbreiten. Dementsprechend war die Arbeit des Informationsministeriums hauptsächlich auf die amerikanischen Intellektuellen abgestimmt, und diese Strategie funktionierte ausgezeichnet. Ein Großteil der Dokumente des Ministeriums ist inzwischen öffentlich zugänglich, und die Dokumente zeigen, daß diese Kampagne das bescheidene Ziel verfolgte, das Denken der ganzen Welt zu kontrollieren – vor allem aber das der USA. Was man in Indien dachte, spielte demgegenüber natürlich keine sonderlich große Rolle. Das Informationsministerium war sehr erfolgreich darin, prominente amerikanische Intellektuelle hinters Licht zu führen und dazu zu bringen, die Fälschungen der britischen Propaganda zu akzeptieren. Die Briten waren damals sehr stolz auf diesen Erfolg, und das nicht von ungefähr, denn so konnten sie eine Niederlage Großbritanniens abwenden, das den Ersten Weltkrieg ohne den Kriegseintritt der USA verloren hätte. Zur selben Zeit wurde in den USA ein Gegenstück zum britischen Informationsministerium geschaffen. 1916 wurde Woodrow Wilson auf der Grundlage eines Anti-Kriegs-Programms zum Präsidenten gewählt. Die Stimmung in den USA war sehr pazifistisch. Das hat in den USA eine lange Tradition. Die Leute wollen keine Kriege in anderen Ländern führen. Der Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg wurde heftig abgelehnt, und Wilson wurde aufgrund seiner Stellungnahme gegen den Krieg gewählt. Er war mit dem Slogan “Frieden ohne Sieg” zur Wahl angetreten. Aber er strebte von Anfang an eine Beteiligung am Krieg an. Daraus ergab sich das Problem, eine pazifistisch gestimmte Bevölkerung in lauter verrückte antideutsche Fanatiker zu verwandeln, die am liebsten alle Deutschen umgebracht hätten. So etwas geht nicht ohne Propaganda, und so gründete die Regierung die erste – und im übrigen auch einzige – große staatliche Propagandainstitution der US-Geschichte. Sie hieß offiziell “Komitee zur Information der Öffentlichkeit” und wurde auch die “Creel-Kammission” genannt. Ihre Aufgabe bestand darin, durch die Verbreitung von Propaganda eine hurrapatriotische Hysterie in der Bevölkerung auszulösen. Das Ganze war ein unglaublicher Erfolg. Binnen weniger Monate herrschte eine hemmungslose Kriegshysterie, und dem Kriegseintritt der USA stand kein Hindernis mehr entgegen. Von dieser Leistung waren viele Leute höchst beeindruckt. Einer davon war Hitler, was später seine Folgen haben sollte. In Mein Kampf zieht er den nicht ganz unberechtigten Schluß, Deutschland sei im Ersten Weltkrieg besiegt worden, weil es den Propagandakrieg verloren habe. Deutschland konnte mit der britischen und amerikanischen Propaganda, die sich als vollkommen übermächtig erwies, nicht einmal ansatzweise mithalten. Hitler kündigte an, beim nächsten Mal werde Deutschland seine eigene Propagandamaschinerie haben, und so war es im Zweiten Weltkrieg dann auch. Für uns heute von noch größerer Bedeutung ist der tiefe Eindruck, den diese britische Propagandaanstrengung auf die amerikanische Geschäftswelt machte, die damals vor einigen Problemen stand: Es gab zumindest formal mehr demokratische Rechte als früher, der Kreis der Wahlberechtigten war erweitert worden, das Land wurde reicher, mehr Menschen hatten die Möglichkeit, am System teilzunehmen, es gab viele neue Einwanderer und so weiter. Was sollten die herrschenden Schichten angesichts dieser Entwicklungen tun? Es war nun schwieriger, das Land wie einen Privatklub zu verwalten, Es war jetzt viel wichtiger als früher, zu kontrollieren, was die Leute denken. Public-Relations-Spezialisten hatte es zwar schon hier und da gegeben, aber die PR-Industrie, wie wir sie kennen, gab es noch nicht. Unternehmen wie Rockefeller stellten vielleicht Leute ein, um das Image der Firma aufzupolieren, aber die riesenhafte moderne PR-Industrie in ihren gigantischen heutigen Dimensionen wurde erst damals in den USA erfunden und war ein direktes Resultat des Ersten Weltkriegs. Führend in der PR-Industrie waren Leute, die sich schon an der Creel-Kommission beteiligt hatten. Die bedeutendste dieser Figuren, Edward Bernays, stützte sich in seiner Tätigkeit direkt auf die Erfahrungen aus der Creel- Kommission. Nach dem Ersten Weltkrieg schrieb er ein Buch mit dem Titel Propaganda. Der Ausdruck “Propaganda” hatte damals übrigens noch keinen negativen Beigeschmack. Er wurde erst im Zweiten Weltkrieg zum Tabu, da er mit Deutschland und somit dem Feind in Verbindung gebracht wurde. Aber davor bedeutete “Propaganda” nichts weiter als so etwas wie “Information”. 1925 kam also Bernays’ Buch Propaganda heraus, und gleich zu Anfang heißt es dort, das Buch mache sich die Lehren des Ersten Weltkriegs zunutze. Bernays schrieb, das Propagandasystem des Ersten Weltkriegs und die Creel-Koonmission, an der er beteiligt gewesen war, hätten gezeigt, daß man “das Denken der Öffentlichkeit ganz genauso dirigieren” kann “wie eine Armee die Körper ihrer Männer dirigiert”. Diese neuen Techniken der Reglementierung des Geistes sollten, wie er schrieb, von intelligenten Minderheiten genutzt werden, um dafür zu sorgen, daß der Pöbel nicht auf falsche Gedanken kommt. Mittels der neuen Techniken der Gedankenkontrolle sei dies jetzt ohne weiteres möglich. Dieses Buch ist das grundlegende Werk der Public-Relations- Industrie, und Bernays ist so etwas wie ihr Prophet. Er war ein authentischer Liberaler im Stil Roosevelts oder der Kennedys. Er koordinierte unter anderem die PR-Anstrengungen zugunsten des von den USA unterstützten Putsches, durch den 1954 die demokratisch gewählte Regierung Guatemalas gestürzt wurde. Der große Coup, durch den er Ende der zwanziger Jahre wirklich berühmt wurde, war es, Frauen das Rauchen schmackhaft zu machen. Frauen rauchten damals im allgemeinen nicht, und Bernays dirigierte die große Werbekampagnen für Chesterfield Zigaretten. Die Methoden sind ja bekannt – Models und Filmstars mit Zigarette im Mund usw. Dafür heimste er enornies Lob ein. Er stieg zur führenden Figur der PR-Industrie auf, und sein Buch wurde gewissermaßen zur Bibel der Branche. Ein weiteres Mitglied der Creel-Kommission war Walter Lipp- mann, der ein halbes Jahrhundert lang die angesehenste Figur des anspruchsvollen amerikanischen Journalismus war. Neben seiner journalistischen Tätigkeit schrieb er Essays über die Demokratie, die zumindest damals, in den zwanziger Jahren, als “progressiv” galten. In diesen Essays sprach auch er sich explizit dafür aus, die Erfahrungen anzuwenden, die mit Propaganda gesammelt worden waren. Er sagte, die Demokratie habe eine neue Kunst hervorgebracht, die er selbst die “Fabrikation von Konsens” nannte. Edward Herman und ich haben diesen Ausdruck für den Titel unseres Buches geborgt, aber geprägt wurde er von Lippmann. Ihm zufolge gibt es jetzt diese neue Kunst demokratischen Regierens, nämlich die “Fabrikation von Konsens”. Durch die Fabrikation von Konsens kann man die Tatsache neutralisieren, daß viele Menschen ein formales Wahlrecht genießen. Die politischen Führer können letzterem jede Bedeutung nehmen, da sie ja in der Lage sind, Konsens zu fabrizieren und so die Wahlmöglichkeiten und Einstellungen der Menschen derart zu beschränken, daß sie letztlich immer nur gehorsam tun werden, was man ihnen sagt, obwohl sie formal, z. B. über die Wahlen, selbst am System teilhaben. So sieht laut Lippmann eine echte Demokratie aus, die funktioniert, wie es sich gehört. Das ist die Lehre, die er aus den bisherigen Erfahrungen mit Propaganda zieht. Auf dieselben Erfahrungen stützt sich auch die akademische Sozial- und Politikwissenschaft. Der Begründer der kommunikationstheoretisch orientierten Politikwissenschaft war Harold Lasswell. Sein wichtigstes Werk ist eine Studie über Propaganda in der Encyclopedia of Social Sciences. Darin sagt er ganz offen genau die Dinge, die ich vorhin zitiert habe, wie zum Beispiel, daß man sich nicht auf demokratische Dogmen versteifen dürfe. Postulate wie diese entstammen der akademischen Politikwissenschaft, wie sie von Lasswell und anderen konzipiert wurde. Auch in dieser Hinsicht wurden die Lehren aus den Erfahrungen der Kriegszeit gezogen, und zwar nicht nur in der politischen Wissenschaft, sondern auch von den politischen Parteien, besonders der Konservativen Partei in England. Deren Dokumente aus dieser Zeit, die derzeit gerade veröffentlicht werden, zeigen, daß die Konservativen die Leistung des britischen Informationsministenums sehr zu schätzen wußten. Ihnen war klar, daß England sich auf eine Demokratie zubewegte und nicht mehr wie früher ein Klub von Privatleuten sein würde. Daraus zogen sie den Schluß, daß Politik zur – wie sie es ausdrückten – politischen Kriegführung werden müsse, bei der man die Propagandamechanismen anwenden sollte, die schon im Ersten Weltkrieg so gute Dienste bei der Kontrolle des Denkens der Bevölkerung geleistet hatten. Das ist die ideologische Seite der Sache, über die wir hier sprechen, und sie weist in dieselbe Richtung wie die institutionelle Struktur. Sie stützt unsere bisherigen Voraussagen darüber, wie das Ganze funktionieren sollte. Und die Korrektkeit dieser Vorhersagen ist gut dokumentiert. Aber auch die ideologischen Grundlagen unseres Informationssystems dürfen nicht diskutiert werden. Das alles taucht zwar in der Standardliteratur zum Thema auf, ist aber nur für die Insider bestimmt. Die klassischen Werke darüber, wie man das Denken der Menschen kontrolliert, stehen auf dem College nicht auf dem Lehrplan. Genauso wenig, wie auf dem Lehrplan steht, was James Madison während der verfassunggebenden Versammlung schrieb, nämlich, daß das neue System zum Hauptziel haben müsse, “die Minderheit der Begüterten gegen die Mehrheit zu schützen”, und daher so gestaltet werden müsse, daß es dieses Ziel erreichen kann. Hier geht es um die Grundlagen des verfassungsmäßigen Systems, und niemand setzt sich damit auseinander. Man findet diese Äußerungen nicht einmal in der wissenschaftlichen Literatur, wenn man nicht wirklich intensiv danach sucht. Das ist im großen und ganzen das Bild, das ich von der institutionellen Struktur unseres “freien” Mediensystems, von den dahinterstehenden Doktrinen und seinem Endprodukt habe. Ein weiterer Teil des Systems richtet sich an die “unwissenden, lästigen” Außenseiter. Dabei geht es hauptsächlich darum, auf die eine oder andere Art von den wirklich wichtigen Themen abzulenken. Von daher läßt sich leicht vorhersagen, was das wahrscheinliche Ergebnis ist. Aus dem Buch “Die politische Ökonomie der Menschenrechte”. Mit freundlicher Genehmigung des Trotzdem Verlags

Noam Chomsky
(Auszug aus dem Buch “Die politische Ökonomie der Menschenrechte” von Noam Chomsky. Er legt darin seine Analysen zur Struktur, der Beziehung zur Gesellschaft und dem Ziel der Medien dar:
Leitmedien wie New York Times oder CBS stecken den thematischen Rahmen für die Massenmedien ab.
Die Massenmedien sind dazu da, die Leute von wichtigen Themen fern zu halten. (Brot und Spiele)
Medien verhalten sich wie Konzerne und Institutionen: Andersdenkende werden aussortiert
Weil nur systemkonform denkende Menschen in höhere Positionen innerhalb der Medien kommen, ist keine offene Zensur nötig. Die Selektion der Leute ist die Zensur.
Das Produkt der Medien sind nicht die Informationen, Zeitschriften, Videos, etc, sondern die Abonnenten. Die Medien verkaufen Werbeplatz für Konzerne, der im Wert steigt je größer die Zahl der Abonnenten ist. ….)

schöne Tage allen Sandkastenspielern
(Demokratie – eine Java-Applikation für das Volk, ohne Zugriff auf das Betriebssystem der Welt. (F. Aigner))

gelegentlich Januar 3, 2014 um 13:01

Können wir das nicht ein wenig konkreter machen?
http://www.huffingtonpost.com/2014/01/02/greatest-threat-world-peace-country_n_4531824.html
„There’s really no way to sugarcoat it: The rest of world believes that the United States is the country that poses the greatest threat to world peace, beating out all challengers by a wide margin.
This is the conclusion of a massive world opinion poll conducted by Win/Gallup International and released at the close of 2013. The poll, which was first conducted in 1977, asked over 66,000 thousand people across 68 countries this year a variety of questions about the world, including which country they would most like to call home, whether or not the world is becoming a generally better place and which country poses the greatest threat to world peace.“
Eine Umfrage mit 66 000 Leuten weltweit ist doch etwas Anderes als die Meinungsstückchen, mit welchen Forsa regelmäßig Frau Merkel unterstützt. Frage an die Medienprofis, die mitlesen:
wie kann man erklären dass diese Umfrage solch eine eigenartige geringe Resonanz in unseren Medien fand?

Keynesianer Januar 3, 2014 um 15:08

@gelegentlich

Frage an die Medienprofis, die mitlesen:
wie kann man erklären dass diese Umfrage solch eine eigenartige geringe Resonanz in unseren Medien fand?

Aifran hat genau über Dir die Antwort schon gebracht.

Seit wann findest Du in “unseren Medien” wichtige Themen? Die sind nur dazu da, Dich in den nächsten Krieg zu hetzen oder die nächste Krise inszenieren zu helfen. Sonst erzählen sie den Leuten noch lauter unwichtiges Zeug und geschraubtes Geschwalle über Pseudoprobleme.

Aifran hat Recht: Sandkastenspiele!

Diese Massenmedien wollen jetzt auch nicht unser Privatleben schützen mit ihren Enthüllungen über die NSA. Es geht darum, dass die Herren von Google, Facebook etc. ihre geballten Informationen über uns nicht länger der NSA zur Verfügung stellen möchten, sondern nur noch ihren eigenen Leuten. ;)

Hier glauben natürlich einige wieder an Weihnachtsmann und Osterhasen in Gestalt von Assange und Snowden.

gelegentlich Januar 3, 2014 um 15:38

„Seit wann findest Du in “unseren Medien” wichtige Themen?“
Dass die Schlauen schlau bleiben vergrößert nicht ihre politische Wirksamkeit, schon gar nicht wenn die Niemand kennt. Daher muss so etwas immer wieder neu belegt werden. Sonst bleibt die Mehrheit im Lemming-Modus. Also will ich die Frage erneuern.

Ich habe oben darauf verwiesen dass z.B. Steingart offen einräumt Aktivist sein zu wollen, praktisch aber immer nur in der Rückbetrachtung. Mitten in einer Kampagne würde er das wohl zurückweisen. Da wird immer nur berichtet, recherchiert usw.

Noch ein Beispiel:
http://cryptome.org/2013/06/tr-accident.htm
Wenn ich Ende Juni gepostet hätte wäre ich Verschwörungstheoretiker gewesen. Man hätte gefragt was das denn soll. Also springen wir zum 30.12.2013, einer in der Türkei auf englisch erscheinenden Zeitung einer Mediengruppe, an der Springer rund 40% hält:
http://www.hurriyetdailynews.com/PrintNews.aspx?PageID=383&NID=60338
Was heißt das jetzt? Außer, dass irgendwelche Interessengruppen – wer das ist bleibt im Dunklen – jetzt Interesse daran haben Herrn Erdogan, oder nur seine Syrien-Politik?, bloß zu stellen. Ist die gleiche Information über Herrn al-Kadi nun besser, seriöser, weil sie in einem Blatt wie Hürriyet erscheint?

Da wir über die Vierte Gewalt reden: für überzeugende Recherchen würde ich gerne auch bezahlen, wenn es denn ein öffentliches Micropayment-System gäbe, das mit dem Selbstkostenpreis arbeitet.

"ruby" Januar 3, 2014 um 17:07

@ hardy
Corporate = Inhalt, Thema, Geschäftsfeld
Media = Person, Organisation, Unternehmen, Sender
World = Technik, Post, Mail, Net, Treffpunkt, Forum … Gespräch

Im Austausch in der Gesamtheit bildet sich Unabhängigkeit, die verinnerlicht wird.
Mainstreammitbeobachter werden hinterher suchen und beeinflussen wollen im Interesse der Kapitalgeber.
Bild und Zeit haben es praktiziert :
Merkelsstasistory zum Wahlkampf

Wir wissen und teilen ;-)
Mit Wut, Freude, Angst und Gnade?

Schatten Januar 3, 2014 um 17:50

Richtig lustig finde ich gerade den Theaterdonner in dieser gelenkten Demokratie wegen der “Rumänen und Bulgaren”!

Die Freizügigkeit für diese ab 2014 wurde beschlossen, als wer regierte?

Richtig!

2007 und davor, also zum Zeitpunkt des EU-Beitritts Rumäniens und Bulgariens, regierte, Trompete – Tatata, die Mutti als Kanzlerin einer Koalition aus CDU, CSU und SPD!

Also exakt jene Leute, die heute auch an der Macht sind – und die CSU polemisiert heute gegen sich selbst. Dabei hat sie die Fakten selbst mitgeschaffen.

(Und die Presstitutes machen alle mit, gilt es doch, die AfD zu verhindern!)

petervonkloss Januar 3, 2014 um 18:35

Lucke am Katzentisch und die alliierte Reaktion auf den huettschen „übergesetzlichen Notstand“:

http://www.youtube.com/watch?v=VvD8vx4hgLo

petervonkloss Januar 3, 2014 um 18:57

…….und übergesetzlicher Notstand vor Deutschlands Haustür in Athen

http://www.spiegel.de/video/athen-schuesse-auf-deutsche-botschaft-video-1317811.html

Hänschen's Clown Januar 3, 2014 um 19:06

Keynesianer Januar 3, 2014 um 15:08

Es gibt mehrere Stilformen, die Wahrheit über den Weihnachtsmann und den Osterhasen zu vermitteln ;-).

Die Rolle von CIA und NSA ist sicherlich unterschiedlich, weil ökonomische und militärische Macht eben auch nicht das Gleiche ist. Aber daraus zu schliessen, dass sowohl Snowden als auch Assange professionelle CIA-Desinformationsagenten sind, ist mutig, weil man den “menschlichen Faktor” dann ganz ausschliesst und so z.B. annehmen kann, dass es weder “genuines whistleblowing” noch investigativen Journalismus gibt und nie gegeben hat. Das glaube ich nicht, oder zumindestens nicht zu 100%. Natürlich selektioniert das System “corporate media” vorrangig Menschen, die so funktionieren wie sie zu funktionieren haben und reduziert darüber die Wahrscheinlichkeit, dass jemandem das Gewissen durchbrennt und sh.. happens. Ist ja in der “corporate world” allgemein so, dass der “corporate psychopath” am schnellsten nach oben kommt. Weiss man ja seit Bubiak & Hare. Aber 100% “dicht” kriegt man ein aus Menschen gemachtes System nicht hin, weder in Finanzwelt, Politik, Militär, Presse, Industrie noch sonstwo. Wenn also “schlimme Sachen” passieren, dann kommen die irgendwie raus: meistens “von unten” übers Internet.

Das Stilmittel Fiktion (Osterhase und Weihnachtsmann):

Manchmal kommen “schlimme Dinge” sogar “von oben” mit geheimdienstlicher Unterstützung. Zwecks Schockvermeidung aber Gewöhnung der Bevölkerung verpackt man “Science” als “Fiction”, mischt Information und Desinformation geschickt ab und lässt zum Beispiel einen CIA-Mann über Vorgänge in der “Paranoid City” schreiben. In http://en.wikipedia.org/wiki/CIA_influence_on_public_opinion
findet man, was Chase Brandon früher so gemacht hat. Sein letztes Opus heisst “The Cryptos Conundrum”. Wenn davon nur ein Bruchteil “keine Fiktion” ist, dann haben Snowden und Assange gerade mal zu Bewusstsein gebracht, dass da ein Eisberg hochkommt.

Und dann ist es echt weniger gruselig, wenn man Vollmaterialist bleibt und NICHT an den Weihnachtsmann glaubt.

petervonkloss Januar 3, 2014 um 19:10

Das Ganze wurde ja medial so knapp bemessen, daß es kaum stattgefunden hat.

Stephan Januar 3, 2014 um 20:40

Ist dieser Beitrag ironisch zu verstehen? Ich meine mich zu erinnern, dass dieser Blog über einige Wochen via Chef-Kammerjäger Frank Lübberding geradezu manisch versucht hat das Schloss Bellevue vom vermeintlichen “Ungeziefer” Christian Wulff zu befreien?

ruby Januar 3, 2014 um 21:12

@ Stephan

willste ein paar nette geschichten aus wulffies staatskanzlei …
vorteilsnahme müssen richter mal einheitlich urteilen
;-)

gelegentlich Januar 3, 2014 um 21:23

?
„ Zwecks Schockvermeidung aber Gewöhnung der Bevölkerung verpackt man “Science” als “Fiction”, mischt Information und Desinformation geschickt ab und lässt zum Beispiel einen CIA-Mann über Vorgänge in der “Paranoid City” schreiben. In http://en.wikipedia.org/wiki/CIA_influence_on_public_opinion
findet man, was Chase Brandon früher so gemacht hat. Sein letztes Opus heisst “The Cryptos Conundrum”.“
Die Verbindung zwischen CIA und „Paranoid City“ ist nicht nachgewiesen. Chase Brandon arbeitet für die Abteilung Kinderbespaßung. Vor solch einem Kram muss sich Niemand fürchten, für Kinder halt.

gelegentlich Januar 3, 2014 um 21:31

Sorry, eben erst gesehen, gaaaanz frisch: was die CIA natürlich immer versucht ist
Angst einjagen:
http://www.focus.de/politik/ausland/nsa-entwikelt-quanten-computer-us-geheimdienst-will-totale-ueberwachung-mit-super-rechner-12_id_3515293.html
Man tut so als ob man den Quantencomputer schon hätte…

Gehirne erweichen – manche Leute helfen freiwillig:
http://www.focus.de/panorama/welt/kanadischer-ex-minister-warnt-wenn-wir-ufos-abschiessen-droht-der-krieg-der-sterne_id_3517060.html

Wieder Einer, der von den Aliens erst mal was gegen Alzheimer bräuchte. Belege: null.

Folkher Braun Januar 3, 2014 um 22:46

Es wäre nach meiner Ansicht sinnvoll, darüber nachzudenken, wie man Whistleblower in Zukunft finanziell so absichert, dass sie auf längerer Zeitdistanz ihr know-how nicht an Krämerseelen wie Blome oder Diekmann verkaufen müssen. Konkret gefragt: wie finanziert sich ein Assange oder ein Snowden?- Für solche Klein-Investigatoren wie mich geht schon das Licht aus, wenn ich 2000 km Lieferwagen-Fahrtstrecke, dito Übernachtungen, zwei Wochen ohne Umsatz kalkulieren muss, während der Seitenpreis klein bleibt, wie, wenn ich´s zuhause herausgefunden hätte. Deswegen vermute ich, dass es gerade nicht das Modell der Huffington Post ist, das in Zukunft Bestand haben wird.

h.huett Januar 3, 2014 um 23:52

Stephan

Ganz unironisch, das gehört zum Bloggen dazu, Fehler einzuräumen.

petervonkloss Januar 4, 2014 um 01:55
Wilma Januar 4, 2014 um 02:36

Tumult
Deutsche Pussy Riot

“Der Femen-Auftritt im Kölner Dom war genau mit dem „Express“ abgestimmt. ”
http://www.faz.net/aktuell/femen-und-die-medien-die-nackte-auf-dem-altar-12736548.html

Hänschen's Clown Januar 4, 2014 um 08:24

@gelegentlich Januar 3, 2014 um 21:31

“http://www.focus.de/panorama/welt/kanadischer-ex-minister-warnt-wenn-wir-ufos-abschiessen-droht-der-krieg-der-sterne_id_3517060.html”

Danke für den Link!

Ich kann jedem in diesem Blog, der trotz aller “beschis… Realität” aus vielleicht “romantischen Gründen” mit der Sozialdemokratie sympathisiert, nur empfehlen, sich das Original-Interview anzuschauen:

http://rt.com/shows/sophieco/%D1%81anada-minister-defense-ufo-959/

@Gelegentlich, ich kann Deinen religiösen Eifer, mit dem Du Dein Weltbild verteidigst, ja durchaus verstehen, denn ich war selbst so drauf – es ist weniger als drei Jahre her. Dann wurde ich “bekloppt” (aus meiner damaligen Sicht). Aber genau so wenig, wie Hon. Paul Hellyer an Alzheimer leidet – er ist 80 und ist vielleicht nicht so eloquent wie Siggi mit 50 – sehe ich mich heute als “bekloppt”. Im Nachbarblog sprichst Du von “Rationalität” versus “Gnosis”. Jetzt muss ich Dich daran erinnern, daß einer der Urväter von wissenschaftlicher Rationalität, nämlich Isaac Newton ein “Gnostiker” war: http://en.wikipedia.org/wiki/Emerald_Tablet

Mit Newton entstand Materialimus als Religion. Es gab “stakeholder”, die das so wollten – wir sollten das hier und heute nicht vertiefen, warum das so war. Hat etwas mit “secret societies” zu tun, die so seltsame Dinge tun – Newton war einer von ihnen. Aber Materialismus floss später in die Wurzeln des Marxismus ein – die Kürzel DiaMat und HistoMat sind einigen von uns vielleicht noch bekannt. Materialismus wurde Weltreligion, seine Absurdität ist erst heute an seinen Folgen erkennbar. Materialismus passte sowohl zu “links” wie auch zu “rechts” – zu “arm” und zu “reich” – und das ist vielleicht der Grund warum wir “unnötige” Kriege geführt haben. Materialismus ist inhärent mit unserem Finanzwesen verknüpft, in einer Welt, in der Geld viel und Leben wenig bedeutet, kann aber kein wirklicher evolutiver Fortschritt erzielt werden. Der Papst hat also recht. Materialismus führt in die Transhumanisierung – in eine Gesellschaft von menschlichen Robotern, “ohne Herz” und aufs Primitivste reduziert: Auf das nackte Überlebensprogramm des Klein- und Zwischenhirns, das durch eine falsche Ideologie nur noch linkshirnig (in der Rationalität der Konkurrenz und des Tötens) “Ego” sucht – während Rechtshirniges (Liebe, das “Gesamtbild sehen” und das “Wir”) verkümmert.

Das wissen “die” da draussen. Götter und Dämonen, ETs oder aliens — für unsere jetzige Rationalität nicht unterscheidbar. Einer von “denen” hat mal “gesagt”: “Science is the religion of matter. It worships matter”.
Ich verstehe das so, dass die Lösung unserer Probleme nun nicht darin liegt, dass wir “Rationalität” aufgeben. Im Gegenteil: Wir brauchen sie. Aber unsere Rationalität als “höchstes Prinzip” zu verehren, und nicht zu erkennen, dass wir nicht alles mit unserem Verstand erfassen können, führt in die Sackgasse. Wir brauchen sowas wie eine Reaktivierung der rechten Hemisphäre und das kriegen wir nur dadurch hin, dass wir sowas wie Diskurskultur neu definieren. Erstmal einfach nur zuhören, was der andere zu sagen hat. Dann vielleicht nicht sofort wieder drauf – sondern erstmal nachdenken: Wie kommt so’n armer Irrer (ich verrate jetzt: Sogar mit zwei aka.., na lassen wir das hier) dazu, “bekloppt” zu werden.

Ein Psychiater aus Harvard, Pulitzer-Preisträger, hat 400 “Extrembekloppte” untersucht, die von sich behaupteten, sie seien von ETs entführt und sexuell “missbraucht” worden: http://en.wikipedia.org/wiki/John_E._Mack
Er hat dann sein Buch “Abduction” verfasst, was natürlich von Eiferern, die sich Skeptiker nennen, in der Luft zerrissen wurde. Heute steht fest, dass Mack nach den Regeln der Kunst vorgegangen ist und ihm keine wissenschaftlichen Fehler nachgewiesen werden können. Die Aussagen der Patienten gleichen sich und sind nun mal da – man kann das interpretieren wie man will.

Wir schreiben das Jahr 2014 – the body of evidence, dass wir vor einer zweiten kopernikanischen Wende stehen, ist “overwhelming”, da hat Hellyer recht. “Die” kommen aber nicht zu Dir, @gelegentlich, das geht tatsächlich i m m e r so aus. “Die” sind keine Untersuchungsobjekte für unsere Experimente, es scheint eher umgekehrt zu sein. “Die” sind uns technologisch haushoch überlegen. In seinem Buch “Light at the end of the tunnel” beschreibt Hellyer die politische Dimension des Problems. Laut Hellyer gab es in der jüngeren Geschichte mehrere Kontakte von ETs mit politischen Führern. 1954 hat Eisenhower angeblich die sog. Greada-Treaty unterschrieben (http://exopolitics.org/Study-Paper-8.htm), die den Austausch von ET-Technologie gegen die Erlaubnis, Menschen und Tiere für Untersuchungszwecke zu entführen, implizierte. Laura M. Eisenhower, seine Urenkelin, behauptet heute, sie sei als junges Mädchen Teilnehmerin in einem “Jump room” Programm gewesen, einer Technologie, die Raum-Zeit-Sprünge von der Erde zum Mars ermöglichte. Laura muss also auch “totalbekloppt” geworden sein, für mich hört sie sich wie eine durchaus intelligente Frau an, mit einem netten “Hippie New Age” Touch vielleicht, aber für mich sehr “genuin”.

Wo ich mich Hellyer nicht anschliesse, ist bei seiner Aussage, dass “die” überwiegend benevolent sind. Ich weiss es nicht. Einige von denen scheinen abgrundtief kalt und berechnend zu sein, 3 Kelvin Weltraumkälte. Es gibt Gerüchte in der Paranoid City, dass es irgendwo in der City eine “Nightmare Hall” gibt oder gegeben hat. Genetische Zuchtexperimente an Mischwesen zwischen Menschen und Tieren. Grauenvoll. Offenbar als “Futter” für bestimmte Dämonen gedacht, die das Elend und die Angst dieser Mischwesen als Nahrung oder Rauschdroge konsumieren. Es gibt Photos, die getürkt sein können (und vermutlich sind). Rumors sind nicht belegbar, weil “Nightmare Hall” in einer US-Militärbasis nahe Dulce, NM versteckt ist oder war. Unterirdisch und mit shuttles mit anderen Basen verbunden. Ende der siebziger gab es dann den ersten Krieg zwischen “denen” und uns. Ein US-Geologe namens Phil Schneider war lange Zeit der einzig überlebende Zeuge der “Dulce wars”, bis er dann whistleblower wurde und man ihn später mit einer Klaviersaite erdrosselt auffand. Ähnliches (und noch VIEL abgedrehteres) schreibt Brandon: Alles für Kinder geschrieben – klar. Die süssen Hollywood ETs mit dem Finger Gottes in der Sixtinischen Kapelle… Spielberg’s ET war ne CIA-Produktion, als “corporate” und “military” noch der Eisenhower’schen Diktion eines “military industrial complex” folgte und die US-Militärs noch glaubten, dass sie alles kriegen, was ET versprochen hatte. War aber nicht so – kennt man doch im Christlichen: Gehe nie einen Pakt mit dem Teufel ein.

Meine eigene Verunsicherung führte zur Frage: “Welche Physik könnte erklären, dass “jump room” “real” sein könnte? Ich fand sehr viel, was mich weiter verunsicherte. Zum einen Illobrand von Ludwiger und über ihn Burkhard Heim, der Weizsäcker-Schüler war und im Gegensatz zu Einstein nie “prolific writer” werden konnte. Ich fand Hal Puthoff und das web-paper “Significance of the Romanek equations” von Claude Shannon. Das führte mich zur Frage: Kann es sein, dass Maxwell von Heaviside fehlvereinfacht wurde, nur weil ein “Äther” nicht ins materialistische Weltbild passt, in dem “Vakuum” als echtes “leer” interpretiert werden muss? Aber dann kann es den Casimir-Effekt ja eigentlich nicht geben aber es gibt ihn. Die Quantenwirklichkeit verlangt Nullpunktsschwingungen, das haben wir alle gelernt (aber im Grunde nicht verstanden). Das läuft dann auf enorm viel Energie pro Volumen hinaus, und erst wenn man das “wegmacht” (per Renormalisierung) ist alles wieder ok. Aber: Wegmachen ist son Ding, das deswegen geht, weil wir Energien nicht absolut sondern nur als Differenzen verstehen. Was ist, wenn wir es nicht wegmachen sondern “ernst nehmen”? Die Krönung dieser Suche war dann Harameins paper “quantum gravity and the holographic mass”. Damit ging es dann: Endlich etwas, was so einfach ist, dass man es Punkt-für-Punkt nachvollziehen kann. Fürs Proton zunächst – ok – geht es dann auch fürs Wasserstoffatom? Das Periodensystem? Moleküle? Wir wissen es (noch) nicht! Aber wenn es stimmt, heisst es, dass wir einen neuen Schlüssel für eine begriffliche Vorstellung von “spooky reality” haben. Und da der gnostische Ansatz (ich bin da Anfänger!) irgendwo heisst, dass Dinge nicht vereinzelt geschehen, sondern “creation” im Grunde ähnlich wie “evolution” funktioniert und Dinge bis Gedanken, die einmal in die Welt gesetzt sind, sofort “Kinder” kriegen, wundert es mich nicht, dass die Zeitschrift “Nature” noch vor Jahresende 2013 schreibt: “Simulations back up theory that Universe is a hologram”.

Tja, das muss man verdauen. String-Leute lieben viele Dimensionen – hier 9 – aber bei Haramein schafft es in “Minkowsky space” – also 4D-Raumzeit. Dann lieber 4D als 9D – the beauty is simple. Vielleicht klappt’s nicht mehr in 4D, wenn auch noch das Elektron dazu muss, wir werden es sehen. Auf jeden Fall bleibt es “holographic reality”. Matrix lässt grüssen. Nicht nur im Hollywood-Streifen, sondern auch in dem, was ca. 10 Jahre zuvor von so nem “Eso-Spinner” namens Valdemar Valerian als “Matrix” ausgelegt – und dann Film wurde. Auch son “Totalbekloppter” mit Kenntnis der “intelligence community”.

Klar, die spinnen alle. Hier in Deutschland gibbet dat nich.

Ich muss jetzt für längere Zeit wieder raus hier, weil ich aaabeiten muss.

@Hans: Lass Holger und Carlos wieder rein, BITTE!

gelegentlich Januar 4, 2014 um 11:18

@Folkher Braun
Ich glaube auch nicht dass Huffington Post da ein Modell abgeben kann. Es ist undenkbar damit Recherche zu finanzieren, für die man Geld in die Hand nehmen muss. Die Plattform für PR ist die einzige Möglichkeit damit Geld zu verdienen. Und das treibt die Qualität flink nach unten. Man schaue sich nur mal die Entwicklung von bild der wissenschaft an. Immer mehr Artikel haben nur noch die Funktion adventure capital-Investoren aufmerksam zu machen auf eine Entdeckung, die gar nicht mehr sinnvoll beschrieben wird. Ok, kostet nichts, taugt aber nur als Zeitverschwendung.
Deshalb kann investigatives Arbeiten wohl nur dann gelingen, wenn irgendwelche Organisationen entstehen, deren Arbeit man durch ein vernünftiges öffentliches Micropayment-System fördern kann. Denn für die Funktion, Kleingeld aufzuheben und nach Bedarf weiterzugeben kann es nur Kleingeld geben, in der Art einer Garderobengebühr. Solch ein System hat aber als Infrastrukturaufgabe für das „Neuland“ die gleiche Bedeutung wie Straßenbau in eine bisher unerschlossene Region. Wer läßt sich schon auf PayPal und ähnliche kalifornische Geldhippies ein? Die noch nicht mal hier, wo das Geschäft gemacht wird, Steuern bezahlen:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=19811#more-19811
Wallraff über Amazon

@pvk
Aus einer Leserzuschrift dort:
„Nunja, aber die Eisenbahn hat nicht in der geistigen & sozialen Degeneration gemuendet.
Das www hat gegenteilige Auswirkungen (auf geistig benachteiligte ,also 80%) als der Buchdruck. Soviel ist bereits klar, interviewen sie mal Schulkinder…“
Gilt auch für den Autor. Der verwechselt ein technisches Werkzeug mit Anwendergewohnheiten. Jedes „System“, welches zappen erlaubt, macht dumm. Keine Spezialität von IT.

wowy Januar 4, 2014 um 14:49

TTIP, TTIP, TTIP, TTIP,TTIP….
Wollte nur mal wieder daran erinnern!
http://www.youtube.com/watch?v=1lZA5nHaokA#t=22

wowy Januar 4, 2014 um 14:54

Wo sind die Berichte in den Medien zu den Gesprächen vom 16. – 20. Dezember???
http://ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/ttip/

wowy Januar 4, 2014 um 14:56
wowy Januar 4, 2014 um 15:11
wowy Januar 4, 2014 um 15:50
gelegentlich Januar 4, 2014 um 16:10

@Hänschen’s Clown

„@Gelegentlich, ich kann Deinen religiösen Eifer, mit dem Du Dein Weltbild verteidigst, ja durchaus verstehen, denn ich war selbst so drauf – es ist weniger als drei Jahre her. Dann wurde ich “bekloppt” (aus meiner damaligen Sicht).“
Mein Beileid dafür dass sich das nicht geändert hat. Es ist klar dass diese Attitüde lächerlich ist? Eher unter Kindern üblich.
Insoweit Newton Gnostiker gewesen sein mag hat er seine Anerkennung für diesen Teil seines Wirkens, seiner Persönlichkeit gerade nicht bekommen. Das sind nun mal Spinner (wenn sie nur reden und Jünger um sich scharen) und Quacksalber/Scharlatane, wenn sie solchen Kram verkaufen. Da hat er wohl Glück gehabt.

Der Rest des langen Postings wiegt wieder einmal null Gramm. Gemessen mit der Elle des Nachprüfbaren. Nur wildes, angeblich illuminiertes Gerede. Damit Plattformfehler: ab damit in freiwillig-gnostische Vereine oder in die eigenen 4 Wände. Ich gebe da @Morph recht: an Geduld mit solchem Kram hat es ja nicht gefehlt in den letzten beiden Jahren. Es endet immer an der gleichen Stelle: sobald Nachprüfbares vorzuzeigen ist.
Herrschaftstechnisch ist diese Esoterik natürlich ideal: höchster Lemming-Faktor. Auch für den privatwirtschaftlich organisierten Teil der 4. Gewalt toll: dieser Kram kostet nichts im Verhältnis zu der Aufmerksamkeit, die er erzeugt.
Gleich danach käme der Erfolg die Leute glauben zu machen die NSA hätte schon den Quantencomputer, Widerstand sei daher zwecklos.

Hänschen's Clown Januar 4, 2014 um 19:47

@gelegentlich
“Es ist klar dass diese Attitüde lächerlich ist?”
Ich denke, dass Wahrheit nur unter Lügnern lächerlich ist. ;-)
Es gehört vielleicht zu einem inzwischen auch in den Naturwissenschaften mit Füssen getretenen “Ethos”, dass Untersuchungen ergebnisoffen zu verlaufen haben. Ich möchte davon nicht Abstand nehmen. Echter Skeptizismus ist in meiner Welt hochwillkommen, aber nicht das, was durch deine Wortwahl zum Ausdruck kommt: “Spinner…Quacksalber…Scharlatane…null Gramm..Elle des Nachprüfbaren…wildes Gerede” entspringen dem Vokabular der sog. Skeptikerbewegung.

Hier ein whistleblower, der als empirischer Soziologe mal im Vorstand der GWUP saß:
http://www.skeptizismus.de/syndrom.html

Die sich im sog. Skeptiker-Syndrom manifestierende Denk-Stereotypie scheint mir auffallende Ähnlichkeiten zu Mustern zu besitzen, die mich irgendwie an Chauvinismus erinnern…

Egal, wir sind ja alle nur Menschen. Deswegen hören wir jetzt mal auf – wowy’s links sind hier viel wichtiger.

gelegentlich Januar 4, 2014 um 22:11

Nein, „Elle des Nachprüfbaren“ ist das Vokabular von Rationalität. Mit dem GWUP-Vereinsmeierischen habe und hatte ich nichts am Hut. Der lange Beitrag ist fast nur Geschwurbel, ich wiederhole das.
Die gleiche „Struktur“ wie bei Kornkreisen, Aliens und und und…laaangweilig! Substanz her oder uns bitte mit solchen „Themen” verschonen.
Dinge, von denen ich weiß und die sich reproduzieren, aber nicht mit heutigen wissenschaftlichen Theorien erklären lassen, werde ich nicht auf wiesaussieht diskutieren.

Was den Anfang angeht: es fällt doch auf dass im Fall Snowden/NSA es die nicht der bisherigen Viertel Gewalt Zugehörigen sind, welche die Dynamik der Kommunikation darüber ausmachen. Im Hintergrund stets die technisch interessierten OpenSource-Nerds und ihre Blogs.

Folkher Braun Januar 4, 2014 um 23:40

@gelegentlich:

So sehe ich das auch. Der normal schreib- und bildtechnisch versierte Journalist ist ein Auslaufmodell. Denn er hat zu wenig Sachkunde. In sachkundige Journalisten mag der Verleger aber nicht investieren. Denn da müsste mit Preisen in der Industrie konkurrieren. Das will und kann er nicht, weil sein Geschäftsmodell des anzeigengestützten Printmediums so langsam aber sicher vor die Hunde geht. Also bleibt als Aufgabe, darüber nachzudenken, wie wichtige Informationen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können. Dabei müsste der Lieferant angemessen bezahlt werden. Wie das gehen soll, weiß ich nicht. Deswegen meine Frage, ob jemand weiß, wie E. Snowden seinen bestimmt nicht preisgünstigen Lebenswandel bestreitet.

wowy Januar 5, 2014 um 00:28

This transatlantic trade deal is a full-frontal assault on democracy

http://www.theguardian.com/commentisfree/2013/nov/04/us-trade-deal-full-frontal-assault-on-democracy

petervonkloss Januar 5, 2014 um 01:33

Zur Weiterführung des Byung-Chul Han:

„petervonkloss Januar 4, 2014 um 01:55
Wie uns das Internet vernichtet

http://derstandard.at/1388650055949/Wie-uns-das-Internet-vernichtet“

und zur Vertiefung der hervorragende Essay unseres Mit – Foristen Gregor Keuschnig in seinem wunderbaren
Teil-Blog:

http://www.glanzundelend.de/Artikel/abc/h/byung-chul-han-schwarm-botho-strauss-idiot.htm

Der wie immer die Themen erschöpfend behandelt aber…….kein aber……belebend auf seine unnachahmliche
Art und Weise ist.

(@ gelegentlich
Dem „Vereinsmeier“ (und Schwarm – Geist) der Rationalität auf die Nase gesetzt, so daß das Gehirn keine Katalypse erfährt.).

petervonkloss Januar 5, 2014 um 03:28

@ Vinxtor, @ huett

„vinxtor Dezember 29, 2013 um 11:37 …….„man, man wie tief kann man sinken.“
„h.huett Dezember 29, 2013 um 11:54
PvK
Eine Passage in dem Kommentar war strafbewehrt, das scheinen Sie nicht zu verstehen.“

…….Was war nun strafbewehrt?

Zum Glück gibt es im Wirtschaftsteil der FAZ noch Autoren wie Rainer Hank, die Ihre Beiträge – dem höheren Journalismus gemäß – mit Bildungsgütern anreichern (u. a. C. Schmitt, F. Nietzsche).

und den Namen der Waffen – SS – Division Charlemagne nennen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/europa-wir-kinder-karls-des-grossen-12737390.html

petervonkloss Januar 5, 2014 um 03:42

Was ist nun eigentlich aus dem hervorragenden, wenn auch manchmal zu aggressiven Autor @ holger bei WIESAUSSIEHT
geworden? Ich vermisse in sehr! Ich grüße dich ganz herzlich! Lieber Holger alles gute!

petervonkloss Januar 5, 2014 um 05:37
petervonkloss Januar 5, 2014 um 06:11

and ……The Best of the Beast
http://www.youtube.com/watch?v=w9fZ7oydsl4

gelegentlich Januar 5, 2014 um 07:38

@pvk
„(@ gelegentlich
Dem „Vereinsmeier“ (und Schwarm – Geist) der Rationalität auf die Nase gesetzt, so daß das Gehirn keine Katalypse erfährt.).“
Herzlichen Dank! Wo kann man denn den durch Katalyse aktivierten Geist besichtigen? Kleinbürgerliche Elite-Schwurbler a la Botho Strauss sind damit sicher nicht gemeint? Das ist doch nun wirklich zu durchsichtig. Und paßt einfach nicht zu dem, was wir gerade beobachten können um den Fall Snowden herum.

gelegentlich Januar 5, 2014 um 08:06

@Folkher Braun
Wie Snowden seinen Lebensunterhalt finanziert weiß ich nicht. Aber zur Abwägung der Frage, für wen er spricht, wäre da eine gewisse Transparenz wohl nötig.
Der Heise-Verlag macht offenbar, jedenfalls bei Betrachtung von außen, den Eindruck als ob er sich um eine angemessene Bezahlung bemüht. Denn fachlich sind die Autoren dort im Vergleich fast schon in einer anderen Liga.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Router-auf-Backdoor-testen-2074844.html?view=print
Als Beispiel dafür. Die Entwicklung im Online-Handel ist aber ähnlich. Da weiß ich aus Erfahrung dass man über Fachkompetenz und Entschlossenheit zur Qualität nur dann was erfahren kann, wenn man in dessen Kommunikation mit Lieferanten/Produzenten Einblick erhalten kann. Versace z.B. ist ein Billigheimer mit gutem Auge für die Ästhetik der Verpackung – aber die Qualität des Produktes ist weniger wichtig. Und die wissen das auch. Das Gleiche gilt für die angesagte hochpreisige französische Kosmetik.

Ossiblock Januar 5, 2014 um 09:50

@Folkher Braun
“Deswegen meine Frage, ob jemand weiß, wie E. Snowden seinen bestimmt nicht preisgünstigen Lebenswandel bestreitet.”

Eine sehr gute Frage. Denn über das Nichtvorhandensein von Geld macht man Menschen mundtot. Man braucht sie nicht mehr wegsperren, wie es in vielen Regimes Osteuropas üblich war.
Nur in besonders schweren (und bekannten) Fällen – Mollath – geht man rabiater vor.

Jackle Januar 5, 2014 um 13:44

“Deswegen meine Frage, ob jemand weiß, wie E. Snowden seinen bestimmt nicht preisgünstigen Lebenswandel bestreitet.”

u.A.

https://wikileaks.org/freesnowden

gelegentlich Januar 5, 2014 um 13:51

@Jackle
Danke! Man kann also auch ohne PayPal zahlen! Das wird zwar nicht Diejenigen beruhigen, die insgeheim argwöhnen er arbeite für die CIA/NSA. Aber man kann in der jetzigen Situation von ihm und seinen Unterstützern nicht mehr Transparenz verlangen als von der Gegenseite.

petervonkloss Januar 5, 2014 um 13:53

@ gelegentlich

Snowden….Hach… ich langweile mich…mit deiner billigen Rationalität. …Wenn sie gut ist, ist sie gut. Aber wer ist
Snowden? … Er ist eine Zeitgeistattitüde des verlorenen Denkens. Fang an zu „beten“ du armer Wicht..
Für Ruby
http://www.youtube.com/watch?v=325jxJIJkJM

Linus Januar 5, 2014 um 14:37

@pvk:
Zu deinen Autoren:
Das Internet entwickelt Viren. Schon das zeigt, wie eingeschränkt der Blickwinkel aufs Internet als “Schwarm” ist.

Viel angemessener scheint mir eine Sicht als evolutionäres System par excellence, das sich ziemlich abgekoppelt von der physischen Realität seine eigene Fiktion schafft.

Dabei ergibt sich natürlich die Frage, wie weit wir uns da reinziehen lassen. Das ist der eigentliche Stolperstein.

wowy Januar 5, 2014 um 14:59

“Nichts und niemand ist vollkommen nutzlos, man kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen. Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta ist so ein Fall. ”
http://www.taz.de/20-Jahre-Freihandel/!130215/

gelegentlich Januar 5, 2014 um 15:28

@pvk
„Snowden….Hach… ich langweile mich…mit deiner billigen Rationalität.“
Dann bitte eine andere vorzeigen. Aber Rationalität muss es schon sein, also kein gnostisches Elitengeschwurbel. Daher nichts mit Nietzsche, Stefan George usw. bitte. Die gewünschte Rationalität sollte schon in der Periode nach dem 3-Klassen-Wahlrecht ansetzen. Wenn Snowden bloß eine Zeitgeistattitüde sein soll, des verlorenen Denkens gar – was zum Teufel treibt Sie in diesen Thread?
Der referenzierte Thread von Georg Keuschnig ist eigentlich bloß larmoyant, was an Strauß und Byung-Chul Han liegt.
„Den Schönrednern und Philistern einer glänzenden Zukunft durch und mit dem Internet – der geballten Positivität – setzen sie nun die geballte Negativität entgegen.“ Diese Bemerkung eines Kommentators dort trifft es wohl.

Hänschen's Clown Januar 5, 2014 um 16:24

@Folkher Braun
Aus dem zuletzt von Hans Hütt eingestellten Link zum PostTV-Kommentar von Barton Gellman geht doch schon hervor, dass Snowden heute Millionär sein könnte…

@Jackle
Money is no subject anylonger… Toll, dass es crowdfunding heute gibt. Der Film “Sirius” claimt, der bislang grösste Erfolg in der (kurzen) Geschichte des Crowdfunding zu sein. Die Leute lechzen nach Wahrheit, die eigentlich von Journalisten transportiert werden müsste.

@Alle
Es ist trotzdem nicht auszuschliessen, dass Snowden auf der CIA payroll steht, Chase Brandon steht doch schliesslich auch darauf.
Was dann heisst, dass es beim CIA nicht nur “bad guys” gibt. Wenn man so will kann man jeden vom CIA “beratenen” Hollywood-Streifen als Spezialkategorie von “limited hangout op” verstehen. Die Funktion: Gewöhnung der Bevölkerung an Realitäten, von denen die Geheimdienste bereits wissen, dass sie existieren oder bald existieren werden. Icke bezeichnet es als “predictive programming”. Es kann im Kontext von “Problem, reaction, solution” (Icke, Chomsky, Klein) aber auch im Kontext von Schockvorbereitung-Schockwirkungsverminderung stehen. Grossmeister des CIA-Hollywoodkinos war Stanley Kubrick, die letzte “eigene” Produktion war “Eyes Wide Shut” (vor iRobot zusammen mit Spielberg).

Nehmen wir das mal als Beispiel und fragen uns, was es sollte. Meine These: Wir sollten uns an die Existenz gewisser Praktiken und Rituale gewöhnen, die in Geheimgesellschaften üblich sind. Von Helmut Schmidt wissen wir, dass er zweimal Gast in der “Bohemian Grove” war – er war “Mann” genug, das zuzugeben. Er (wenn er hier mitliest) wird mit unter vorgehaltener Hand zustimmen. Es ist halt so (und im übrigen bereits öffentlich bekannt), dass es diesen Venezianischen Mummenschanz gibt. Meine Interpretation: Er dient zum Schutz der eingeladenen Individuen, die nicht wissen sollen welche weiteren Individuen dabei sind. Könnte ja wechselseitig peinlich sein oder werden, zu wissen, dass auch Herr XYZ auf “aussergewöhnlichen” Sexualpraktiken steht oder “Erlebnisse der dritten Art” bevorzugt. ;-)

Für den Journalismus allgemein heisst das, dass wir in das Zeitalter von “disclosure” eingetreten sind. Eine Umbesinnung setzt ein. Für jeden Einzelnen stellt sich die Frage: Was mache ich, wenn mein Job so wie so nicht sicher ist?

someone Januar 5, 2014 um 16:50

Dieser Koreaner hörte sich schon interessant an. Dass die Forderung nach Transparenz eine Reaktion auf den Vertrauensverlust ist, kann ich sehr gut nachvollziehen und auch dass man mit der Breite des Informationsangebots im Internet einiges an Tiefe des Verständnisses für Zusammenhänge verliert, ist m.E. eine fruchtbare Arbeitshypothese.

gelegentlich Januar 5, 2014 um 16:51

Sirius?
http://www.matrixblogger.de/?p=4674
„Dieser Film geht schon sehr offen mit allen wirklich stattfinden Machenschaften und Vertuschungen um.
Leider können die vielen Themen nicht länger behandelt werden. Ich bin gespannt, ob tatsächlich jemand Spielzeuge herausbringt, die mit freier Energie arbeiten. Das wäre ein toller Anfang. Dieses kleine Wesen ist auch sehr interessant. Es soll ja wohl eine irdische Mutter haben, war aber nur 15 cm gross und hat sechs jahre gelebt.“
Wer jetzt noch Zweifel am Bekloppten-Status von solch einem Kram hat gehe bitte eine Tür weiter – in die Spielzeugabteilung. Das hier sollte eigentlich für Erwachsene sein.

Hänschen's Clown Januar 5, 2014 um 17:01

PS: Mitten unter uns in der journalistisch totaldurchstrahlten Kleinwelt der Oberflächenvorkommnisse hat sich eine sehr verschwiegene, sehr höfliche und höfische Elite etabliert.

Satz 1 des Kryptos-Rätsels lautet (auf der vielleicht ersten Metaebene):
BETWEEN SUBTLE SHADING AND THE ABSENCE OF LIGHT LIES THE NUANCE OF IQLUSION

Satz 4 ist bis heute nicht entschlüsselt. Der (oder die?) Künstler haben uns aber einen Schlüssel geliefert, der in entschlüsselter Form “BERLIN” heisst.

wowy Januar 5, 2014 um 17:06

@huett
Hier Hanns Joachim Friedrich im Kontext
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9176410.html

"ruby" Januar 5, 2014 um 17:09

1992
http://www.youtube.com/watch?v=s0tCYctnOpk
“down by the railwayside”

Hänschen's Clown Januar 5, 2014 um 17:11

@gelegentlich Januar 5, 2014 um 16:51

Erklär uns bitte, in welcher Beziehung dein Wutausbruch zu meiner Aussage bzgl. Crowdfunding-Referenz steht – oder besudel dich mit Deinem Hassgift selbst.

Soldat Schwejk Januar 5, 2014 um 17:21

@ wowy

Vielen Dank für die Links. Ja, man sollte sich mehr den institutionellen Fragen zuwenden… Auf der Seite der EU-Kommission kann man nun ja gut die argumentativen Verteidigungslinien der Kommission besichtigen, die diese in den letzten Wochen errichtet hat. Insbesondere zur Erklärung des Konstrukts der “indirekten Enteignung” in den Investorenschutzklauseln werden da ja einige Volten geschlagen. Die Kommission will glauben machen, daß auf der Grundlage dieses Konstrukts im ISDS praktisch kaum erfolgreich Kompensation durchgesetzt werden könne, da die EU und die USA ja eh so entwickelte Rechtssysteme haben und die Kommission in ihrer Verhandlungsposition einer exzessiven Anwendung vorbeugen werde. Dann fragt man sich aber, warum überhaupt ISDS und die Klauseln zur Kompensation “indirekter Enteignung”. Dazu findet man verlinkt dann eine 13-seitige Erklärung (englisch 10 Seiten), wo noch einmal die Geschichte hergebetet wird, daß es “Missstände im Gaststaat” geben könne, “z. B. das Fehlen ordnungsgemäßer Gerichtsverfahren, bis hin zur Verhinderung internationaler Kapitaltransfers”. Oder es ist die Rede davon, daß die örtlichen Gerichte u. U. “außerstande sind, angemessen über einen Anspruch zu befinden”. Das steht in offensichtlichem Widerspruch zu den andernorts zu findenden Ausführungen über die so tollen und entwickelten Rechtsräume, die ihre Normen mittels TTIP aneinander angleichen sollen.

Man versteht aber, wohin das u.a. zielt, wenn man den Betrachtungen zu den beabsichtigten weiteren internationalen Auswirkungen von TTIP folgt. Zit. —> “Mithilfe von Investitionen bauen Unternehmen die globalen Wertschöpfungsketten auf, die in der modernen Weltwirtschaft eine immer größere Rolle spielen.” Letztlich soll TTIP ebenso wie sein pazifisches Pendant die Blaupause sein für eine von den Zentren der Peripherie aufgeherrschten Wirtschaftsordnung. Die Kommission selbst verweist auf den starken Anstieg der Investorenklagen gegen Staaten in den letzten Jahren, und darauf, daß von den 514 bekannten Fällen 52% durch EU-Konzerne initiiert wurden. Und die in der Auflistung anteilig meisten Klagen (109) erfolgten auf der Grundlage von bilateralen Investitionsschutzvereinbarungen mit drei lateinamerikanischen Staaten: Argentinien, Venezuela, Ecuador… also drei derjenigen Staaten, die in ihrer Rechtspraxis die staatliche Souveränität über einen von den ökonomischen Zentren her dominierten “Globalismus” stellen.

Die Investorenschutzklauseln in den Freihandelsabkommen sind also offensichtlich ein neokolonialistisches Instrument zur Durchsetzung einer Weltwirtschaftsordnung, die dem in die Jahre gekommenen “Washington Consensus” verpflichtet ist. Und innerhalb der ökonomischen Zentren ein Instrument zur Kolonialisierung der Staaten durch die großen transnationalen Kapitalgesellschaften.

Skurril ist angesichts der Geheimverhandlungen der Vorwurf der EU-Kommission gegen das Netzwerk “Campact”, dieses biete in seinem Aufruf gegen TTIP “keine Möglichkeit, sich über das Abkommen zu informieren”.

Michael R. Krätke verweist in den “Blättern” vermutlich zu Recht darauf, daß bereits das weitgehend fertig ausgehandelte – und immer noch geheime – Abkommen der EU mit Kanada im EU-Parlament gestoppt werden sollte, da ansonsten US-Konzerne über ihre kanadischen Tochtergesellschaften in der EU derartigen “Investitionsschutz” geltend machen könnten.

Das dürfte dann schon eine Angelegenheit des neuen Europaparlamentes sein, und vielleicht sind die Aussichten da nach den bevorstehenden Verschiebungen nicht schlecht.

Die Linksfraktion (GUE-NGL) wird ohnehin dagegen sein. Nach der zuletzt deutlichen Positonierung der deutschen Grünen vermutlich auch die Grünen-Fraktion. In sozialpolitischen Fragen ist auf die Grünen nicht zu rechnen, aber in Sachen Verbraucherschutz hört für ihre Klientel der Spaß wohl auf.

Ferner hört man gelegentlich Prognosen, daß es im neuen Europaparlament einen Erdrutsch von den größeren Parteigruppierungen (EVP, SPE, ALDE) hin zu rechten, national-souveränen und euroskeptischen Gruppen geben wird. Bei denen gibt es bekanntlich eine große Fluktuation zwischen den einzelnen Fraktionen und dem Status als Fraktionsunabhängige, und es ist unklar, wer sich da wie zu den Freihandelsabkommen stellen wird. Immerhin hat sich in Frankreich der FN unter Marine Le Pen dagegen positioniert.

http://fn51.fr/le-grand-marche-transatlantique/

Nun muß man die nicht mögen… aber wenn die, wie auch nicht unwahrscheinlich, bei den Europawahlen in Frankreich stärkste Partei werden, dann dürfte das auf die französische Haltung (auch die der Sozialisten und Gaullisten) vielleicht doch eine gewisse Wirkung haben. Schließlich ist bereits das MAI damals v.a. am französischen Selbstbehauptungswillen gescheitert.

In Deutschland freilich – da es hier eigentlich um Medien geht – wird es bei einem Wahlsieg der FN jenseits des Rheins gewiß einen das Medienspektrum übergreifenden Shitstorm gegen die uneinsichtigen und nationalistischen Franzosen geben. Dem sollte man sich sich unter den aktuellen Verhältnissen, so als aufgeklärter Demokrat, aber nicht anschließen… das soll schon mal so präventiv vermerkt sein.

Auf Widerstand im deutschen politischen Establishment (egal ob Union oder SPD) gegen die Freihandelsdoktrin ist gewiß nicht zu hoffen. Was die Hochzins-Partei AfD angeht, da hab ich gerade noch mal bei Facebook geschaut… die Parteigründer um Oberliberalo Lucke hatten sich ja zuerst für das transatlantische Freihandelsabkommen erklärt. Jetzt gibt’s aber offenbar Ärger mit der Basis, da gibt’s eine starke Stimmung dagegen. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Vertrauen würde ich denen in dieser Frage aber keinesfalls…

gelegentlich Januar 5, 2014 um 17:28

@ Hänschen’s Clown
Es gibt keinen Wutausbruch. Ich bezog mich nicht auf Crowd Funding, sondern auf den Film, und ich habe mich klar genug ausgedrückt. Diskutieren Sie bitte hier das Thema des Threads und lassen Sie Ihren Aberglauben bitte stecken.

ruby Januar 5, 2014 um 18:33

@ Hänschen’s Clown
sind schon weiter…
After Berlin
http://www.youtube.com/watch?v=ZFiq1mxcl7Y
keep jamming
;-)

Hänschen's Clown Januar 5, 2014 um 18:38

@gelegentlich Januar 5, 2014 um 16:51

Zur sog. “freien Energie”:
Gemeint ist nicht die Gibbs’sche freie Energie aus dem Dampfmaschinenzeitalter.
Gemeint ist ZPE = zero point energy oder Quantenvakuumenergie, die in Verbindung mit dem zuvor von mir erwähnten Casimir-Effekt steht, der in der Physik kontrovers diskutiert wird. Ich selbst habe den Film gesehen und bin der Auffassung, dass das Team um Greer und Kaleka bei “freier Energie” etwas sorgfältiger hätte recherchieren müssen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das kurz gezeigte “Spielzeug” – eine Spule (ca. 7 Wdg.) mit zentral angebrachter Empfängerspule (ca. 10 Wdg.) in einem Magnetfeld eines angeklebten Harddisk-Magneten simpler Schwindel. Damit kann man keinen kleinen E-Motor betreiben, es sei denn, man steht direkt neben einem resonant abgestimmten starken Sender. Da die Demo in freier Natur stattfand, ist das ausgeschlossen. Man muss annehmen, dass im Festplattenmagneten eine Knopfzelle versteckt war. Solch ein Beitrag (ein paar Sekunden aus 90 min) schädigt dem Film. Was aber nicht heisst, dass der Rest (>99%) falsch liegt. Wäre ich hier Berater gewesen, dann hätte ich Greer empfohlen, ein Labor aufzusuchen, dass eine “overunity LED” in Phys. Rev. Lett. (also einer anerkannten Fachzeitschrift oberen Niveaus) beschrieben hat:
http://prl.aps.org/abstract/PRL/v108/i9/e097403

Overunity heisst, dass mehr Lichtenergie raus kommt als elektrische Energie reingesteckt wird. Wir liegen hier noch bei winzig kleinen Energien. ABER: Entweder der 2. Hauptsatz der Thermodynamik wird verletzt (die LED würde sich dann abkühlen, da ja Energieerhalt (1. Hauptsatz) gefordert ist ODER die Restenergie kommt nicht aus den phononischen Gitterschwingungen sondern aus dem Quantenvakuum und das Gitter fängt es ein und kühlt sich nicht ab).
M.W. ist der overunity Effekt hier noch nicht widerlegt. Als “Spielzeug” leider zu teuer…

Ich darf daran erinnern, dass ich vor Rossi gewarnt habe und bis heute keinen Grund habe, meine Meinung in seinem Fall zu revidieren. Was aber nicht heisst, dass ich das Thema LENR (“low energy nuclear reaction”früher “Kalte Fusion”) als erledigt ansehe. Wie bei allen “spooky quantum technologies” ist es hier noch nicht verstanden, was LENR eigentlich ist. Es ist unter den Beteiligten aber eine Meinungsänderung zugunsten der Existenz dieses Phänomens eingetreten.

Welche Erwachsenen meinst Du: Die hier im Blog oder die Herren in den Führungsetagen der Energiekonzerne?

gelegentlich Januar 5, 2014 um 19:04

@ Hänschen’s Clown
Gemeint sind die hier im Blog. Kritischen Menschen wie denen und mir ist eh klar, dass genannte Bosse diese freie Energie, gäbe es sie denn, niemals an uns zum Kostenpreis oder günstig geben würde.
Im Übrigen verliert das Leuchtdiodenexperiment jeden sensationellen Charme, mit klassischer Physik, ohne „neues Wissen“, wenn man die Kühlungsenergie mitbetrachtet: das ist gerade kein Perpetuum mobile, nichts von „freier Energie“,
http://www.pro-physik.de/details/news/1499703/Leuchtdiode_mit_200_Prozent_Effizienz.html
- wie immer. Daher bitte solchen Kram stecken lassen. Mein Kommentar zu „Sirius“ ist deshalb angemessen, nicht hasserfüllt. Im Übrigen habe ich lediglich eine deutsche Kritik zu diesem Film wiedergegeben, damit Sie sich über Ihre Freunde informieren können.
http://www.matrixblogger.de/?p=4674
Ich selber konnte vor Lachen da nicht weglaufen.

Hänschen's Clown Januar 5, 2014 um 19:37

@ruby Januar 5, 2014 um 18:33
Resonanz tut gut!
http://www.youtube.com/watch?v=9xkueNLrAas
http://www.clipfish.de/musikvideos/video/1619373/leonard-cohen-first-we-take-manhattan/

First We Take Manhattan
Leonard Cohen
Lyrics
1) They sentenced me to twenty years of boredom
For trying to change the system from within
I’m coming now, I’m coming to reward them
First we take Manhattan, then we take Berlin
2) I’m guided by a signal in the heavens
I’m guided by this birthmark on my skin
I’m guided by the beauty of our weapons
First we take Manhattan, then we take Berlin
3) I’d really like to live beside you, baby
I love your body and your spirit and your clothes
But you see that line there moving through the station?
I told you, I told you, told you, I was one of those
4) Ah you loved me as a loser,
but now you’re worried that I just might win
You know the way to stop me,
but you don’t have the discipline
How many nights I prayed for this, to let my work begin
First we take Manhattan, then we take Berlin
5) I don’t like your fashion business, mister
And I don’t like these drugs that keep you thin
I don’t like what happened to my sister
First we take Manhattan, then we take Berlin
I’d really like to live beside you, baby …
6) And I thank you for those items that you sent me
The monkey and the plywood violin
I practiced every night, now I’m ready
First we take Manhattan, then we take Berlin
I am guided …
7) Ah remember me, I used to live for music
Remember me, I brought your groceries in
Well it’s Father’s Day and everybody’s wounded
First we take Manhattan, then we take Berlin

Jackle Januar 5, 2014 um 19:53

Hey, alle mal anhören und selbstständig nachdenken!
http://youtu.be/rYeZe8M4_Ig

wowy Januar 5, 2014 um 19:59
Hänschen's Clown Januar 5, 2014 um 20:26

“Im Übrigen verliert das Leuchtdiodenexperiment jeden sensationellen Charme, mit klassischer Physik, ohne „neues Wissen“, wenn man die Kühlungsenergie mitbetrachtet: das ist gerade kein Perpetuum mobile, nichts von „freier Energie“,”

@gelegentlich, lassen Sie es besser. Sie exponieren hier – nämlich öffentlich und nachprüfbar – Ihre Ignoranz und Sachunkenntnis in der Physik.

Das Paper ist deswegen revolutionär, weil es nach dem zweiten Hauptsatz nämlich gar nicht geht, dass Energie dadurch gewonnen wird, dass sich (unter den Bedingungen thermischer Isolierung = adiabatisch) ein Körper freiwillig abkühlt oder wie hier (unter isothermen Bedingungen) dem Thermostaten Wärme entzieht. Wärme hat nach dem 2. Hauptsatz stets von heiss nach kalt und nicht umgekehrt zu fliessen. Basta.

Ich versuche eigentlich höflich zu bleiben, aber bei dem Ausmaß an Zynismus (Ignoranz gepaart mit Arroganz), der mir hier entgegensudelt, muss ich doch mal deutlicher werden: Wer hier ohne Sinn und Verstand – offenbar auch ohne Herz – schwurbelt, das sind Sie selbst!

gelegentlich Januar 5, 2014 um 20:40

@ Hänschen’s Clown
Lesen Sie es doch bitte selber nach. Der Link steht ja noch da.Von revolutionär ist da nicht die Rede. Solch eine Diode ist auch ein Peltier-Element. Im Übrigen hat dieser ganze Kram mit dem Thema nichts zu tun.

"ruby" Januar 5, 2014 um 22:11

Die Verbindung von Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften sind seit Frederick Soddy zum Nachteil der Menschen nicht entsprechend weiter entwickelt.
Ob das mit den derzeitigen Akteuren in bestimmenden Machtpositionen geändert werden wird, können wir versuchen zu beeinflussen.
Interdisziplinarität zur Schaffung praktischer Lösungen moderner Lebenstechniken für viele Menschen, die ihre Fähigkeiten beitragen wollen.

Hänschen's Clown Januar 5, 2014 um 22:47

@gelegentlich,

meine Güte! Wie peinlich soll es denn noch werden? Ich selbst habe bei VCH-WILEY-Zeitschriften zig papers abgesondert! Ich weiss daher, aus wessen Geistes Kind dieser Artikel stammt! Aber glauben Sie mir: Auch ich hab ne Familie zu versorgen! Machen Sie sich klar, dass UNSER Ex-Präsident (DFG) Kleiner diese Dinge gesehen hat!

@ruby,

So ist es!

Schatten Januar 5, 2014 um 22:54

@Soldat Schwejk

Immer stellst Du auf die Institutionen ab…

Ich wette, einige der bizarrsten afrikanischen Staaten haben die besten Gesetze und Institutionen, die man sich vorstellen kann – und jede Menge Pech!

Jackle Januar 5, 2014 um 23:06

@gelegentlich

Gib dir keine Mühe, der Typ ist verloren. Einer mehr im Käfig der Irren. Was soll der Scheiß überhaupt? Aliens, Götter, Dämonen, freie Energie und all den anderen Schwachsinn muss er völlig unpassend zu jedem Scheiß hier absondern. Wenn er so ein Geltungsbedüfnis hat, könnte er ja seinen eigenen Blog aufmachen und dort mit den anderen Spinnern über die immer wieder kehrenden selben Spinnerthemen reden. Ist ja nett, dass du dir die Mühe machst, aber dabei wird nichts herum kommen. Der Herr hat seine Weisheiten längst erfühlt und weiß sich gegen jeden vernünftige Antwort mit dem nächsten Schwachsinn zu verteidigen. Das Spiel kannst du nicht gewinnen. Lass ihn links liegen, die Blogherren werden dem Treiben früher oder später hoffentlich ein Ende bereiten und dann kann er auf seinem Blog schreiben, dass er hier zensiert wird und holger taucht vielleicht auf und sagt: Genau!

Es führt eben zu nichts mit diesen Irren noch irgendwelche Diskussionen zu führen. Letztendlich reden sie alle im selben religiösen, esoterischen Wahn und sehen darin auch noch ihre Tugend. Lächerlich!

Er als ehemaliger Naturwissenschaftler können überhaupt nicht zum esoterischen Spinnern werden, meint er sich verteidigen zu können. Doch, das geht ganz leicht, wie’s aus sieht!

gelegentlich Januar 5, 2014 um 23:14

@ Hänschen’s Clown
Immer feste am Thema vorbei. Es geht nicht darum wer das gesehen hat oder nicht und wer wieviel absondert – sondern um die Frage ob das Ding mehr Energie „ausspuckt“ als rein geht. Das ist nicht der Fall, wie die Arbeit des beigefügten Links zeigt. Punkt.
Die Gedanken freilich sind frei. Aber sie sind nicht immer realitätsstiftend.

gelegentlich Januar 5, 2014 um 23:25

@Jackle
Danke, hat sich überschnitten! ;-)
Tja, normalerweise denkt man sich ja was wenn man hier kilogrammweise Input reinschüttet und es kommt immer nur eine einzige, aber vollständig konträre Position. Ich denke da mehr an eventuelle Mitleser. Aber, beim Zeus, genug ist genug.

Darauf springe ich vielleicht auch eher an als Andere, weil ich es in meiner Arbeit laufend mit solchen Scharlatanen zu tun habe, mit faszinierenden, großartigen Ideen, nein: Visionen. Mein heutiges Frühstück war Dr. Heinrich Kremer (Hamburg/Barcelona) und seine Zellsymbiosis-Therapie, natürlich mit Multilevel-Marketing über eine gar nicht mal so kleine Firma. D.h. Drücker, die es sich teilweise „auch selbst machen“. Nein, keine Links. Unnötig, man wird totgemüllt beim Suchen, aber eben 50 Treffer, die 4 eigentliche „Arbeiten“ darstellen.

Der Alltag ist hart, wird härter. Kann sein dass @Morph recht hat und darüber immer mehr Leute den Verstand verlieren.

Hänschen's Clown Januar 5, 2014 um 23:28

@Jackle,

ich weiss ja nicht, wofür die SPD heute noch steht.

Aber wenn sie im Allerinnersten noch für humane Werte (Freiheit, Gleichheit, Brüder/Schwesterlichkeit, Gerechtigkeit, Fortschritt) steht, dann verpiss Dich! 4ever! Weiche von uns! Du nervst!

Wenn sie nicht dafür steht, dann akzeptiere ich den sofortigen Rauswurf durch Hans oder Frank, u.z. ohne Begründung!

Thanks for consideration.

wowy Januar 5, 2014 um 23:55
Hänschen's Clown Januar 6, 2014 um 00:03

@gelegentlich
“Solch eine Diode ist auch ein Peltier-Element.”
Herr Gott:
“Und sie wissen nicht, was sie tun!”

In jedem Fall ist es jetzt öffentlich, für immer. Sie haben es zu verantworten, dass Sie über Dinge schreiben, von denen Sie NICHTS verstehen.

Wilma Januar 6, 2014 um 00:04

Häh ???

Folkher Braun Januar 6, 2014 um 00:24

@wowy: genau so ist es, wie in dem Artikel beschrieben. Ich brauche heute eine profunde Sachkenntnis in einem Bereicht, IT, Militärtechnik, Straßenreiniger etc.. Die muss jemand in umgangssprachlich erkennbare Informationen umformen. Dafür braucht man aber keine Journalisten. Denn die können keine Informationstechnik, können keinen Panzer fahren und keinen Saug-Druck- Bodenputzer bedienen. Die Informationen werden in Zukunft von mit der Sache kundigen Leuten kommen.

Hänschen's Clown Januar 6, 2014 um 01:22

@wowy Januar 5, 2014 um 19:59

Ich stehe zu 100% hinter den statements des Kollegen Albrecht.

Hänschen's Clown Januar 6, 2014 um 02:52

@Hans und Frank:

Ich brauche eure Hilfe! Wenn es wirklich so ist, dass dieser SPD-affine Blog aus eurer Sicht in den Positionen von @Morph, @Jackle, und @gelegentlich die “neue SPD” widerspiegelt, dann habe ich hier nichts verloren und kann der Partei SPD auch nicht weiterhelfen. Ich habe beim letzen Mal – wie @Stephan, @Holger, @Halbgott, und weitere – die AfD gewählt, nicht weil ich Privilegienpolitik irgendeiner Art vom Herz her unterstütze, sondern weil ich Faschismus und Transhumanisierung ablehne, und mir klar geworden ist, dass ein Europa der friedlichen Koexistenz von Nationen NICHT über die gegenwärtigen monetären Massnahmen verwirklicht werden kann. Ich habe den Eid auf unsere Verfassung geleistet und stehe – vielleicht naiv aus der Sicht des politischen Gegners – dazu. Zu 100%. Es gibt im Moment nichts besseres und stärkeres für unser Land – und alle Nationen Europas – als das deutsche Grundgesetz (selbst wenn es sich machtpolitisch um eine Illusion handelt). Sein Geist ist Frieden – und diesen Geist möchte ich unterstützen.

Wenn das also hier nicht geht (aus Sicht von “politischer Aktualität” und der erspürten Notwendigkeit, sich anpassen zu müssen), dann schmeisst mich BITTE raus. Ich selbst habe meinen Weg gefunden, und wenn das dem Mittelmass (vertreten durch die genannten Avatare) nicht passt, dann ist das nicht mein Problem. Ich habe keinen Grund, irgendeine meiner statements in den letzten drei Jahren, d.h. inclusive von @Schatten’s Weissgarnix zu relativieren, es bildet meinen Entwicklungsweg ab und wir alle machen Fehler. Aber mit dem Ausmaß von Verbohrtheit und ultradummen Zynismus, der mir durch genannte Avatare entgegensudelt, kann ich nicht leben. Einfach deswegen, weil auch meine Zeit auf diesem Planeten begrenzt ist. Es geht hier nicht um einen Kampf um Weltanschauungen. Es geht darum, dass egal welche Position man vertritt, man zuvor seine Hausaufgaben gemacht haben sollte. Von den dümmsten Schülern seiner Klasse will sich kein Lehrer terrorisieren lassen. Ich biete also an, aus diesem Blog für immer und ewig zu verschwinden.

N.

Hänschen's Clown Januar 6, 2014 um 04:06

Quatsch!
Ich bin draussen.
Viel Erfolg!

gelegentlich Januar 6, 2014 um 08:06

@Hänschen’s Clown
Ist eine Interpretationsfrage, klar. In einem SPD-affinen Blog (Hä?) mit großen Worten ultra-elitistische gnostische Positionen vertreten (unbesiegte Geistigkeit), im Ping-Pong mit irgendwelchen außerirdischen Wesen- und Albernheiten, und dann AfD wählen und mitten in der Nacht mit seinem Gewissen ringen -hmmh… ist sicher nicht Mittelmaß. Das ist irgendetwas, nun ja, Anderes.
Nö, ich habe nicht SPD gewählt.
AfD?
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Oberender
„Wenn jemand existenziell bedroht ist, sollte er die Möglichkeit haben, sich und seine Familie durch den Verkauf von Organen zu finanzieren.“
Das ist Transhumanisierung, nicht wahr? Jeder muss selber sehen wo er seinen Rubikon fließen sieht. Nach meinem Eindruck ist seit 1848 die Grundmelodie des deutschen (Klein-) Bürgertums wirr, aber immer schrill. Kann man wirklich, wenn die Diagnose stimmt, natürlich, Transhumanisten „Viel Erfolg!“ wünschen?

@wowy
Danke für den Hinweis auf den Artikel von Hack. Die Rede von den Aktivisten („Und doch hat er dabei eine Grenze überschritten und sich mit Aktivisten gemein gemacht.“ schrieb woanders die ZEIT) ist auch so eine Gespensterdebatte für die Tribüne. Waren Leute wie Joffe und di Lorenzo jemals etwas Anderes als Aktivisten? Diese Debatte hat wohl nur die Funktion einer Nebelkerze.

topi Januar 6, 2014 um 11:52

wäre Merkel Skifahrerin statt Skiläuferin, hätte es ja richtig interessant werden können; dann wäre auf einmal Gabriel Chef, wie lange eigentlich?

aber er kann ja kaum da sein, ist ja in Elternzeit, wer macht denn dann den Job? Fragen über Fragen

topi Januar 6, 2014 um 11:52

Ein gesundes Neus Jahr erstmal.

gelegentlich Januar 6, 2014 um 12:45

@topi
Danke, gesund: das ist es! ;-)

Mein eigener Beitrag, Januar 3, 2014 um 15:38:
Wir reden ja über 4. Gewalt. Vor enigen Tagen wurde bekannt, dass Polizei und Jandarmerie einen Lastwagen, der auf dem Weg nach Syrien war, durchsuchen wollten. Man hatte das abgebrochen und die Polizisten auf Anordnung des Provinzgouverneurs geschaßt/versetzt. Heute nun:

http://www.hurriyetdailynews.com/covert-operation-or-crime.aspx?pageID=449&nID=60573&NewsCatID=425

„A truck loaded with weapons and ammunition was captured at the Hatay border. The operation was stopped, the truck was released and the Gendarmerie officer and the prosecutor who initiated the operation were reported to have been banished. Why? Interior Minister Efkan Ala said they meddled with an intelligence operation. When asked by reporters what the intelligence operation was, he replied “everyone should mind his own business” and gave a lecture in journalism to the media. He then added the truck was carrying “things” for the Turkmens of Syria. He accused some media outlets of blowing out of proportion a small incident and helping “outside elements,” aiming at showing Turkey to be a collaborator with the al-Qaeda terrorist network. Turkmens immediately replied they received no truck, no aid from Turkey.“

Was wir nicht wissen ist ob sich hier die 4. Gewalt zeigt oder ob eine Fraktion innerhalb des türkischen Apparats die Zeitung instrumentalisieren will – oder Beides. Der kritische Leser denkt sich seinen Teil; der eilige Leser, der prioritär seinen Alltag bedient, konnte in deutschen Medien darüber nichts finden. Ob Erdogan nun mit Al-Quaida fraternisiert oder nicht ist unwichtig? Weiß Jemand in welchem deutschen Medium berichtet wurde, dass und wie Seymour Hersh unlängst herausfand, dass das Giftgas in Syrien von „unseren Gangstern“ benutzt wurde und nicht von Assad? Über die Unterstellung, dass Assad es gewesen sein solle, wurde ja vor einiger Zeit sehr breit berichtet. Daran kann es eigentlich nicht liegen.

Stattdessen eine Gespensterdebatte über Aktivisten.

Jackle Januar 6, 2014 um 14:58

Ich möchte betonen, dass ich nichts mit der lächerlichen Sozialdemokratie am Hut habe und selbstverständlich die einzig wahre Partei, die PARTEI, gewählt habe!

Morph Januar 6, 2014 um 19:06

@gelegentlich

“Kann sein dass @Morph recht hat und darüber immer mehr Leute den Verstand verlieren.”

Wenn ich das geschrieben habe, ziehe ich das zurück. Die Lage ist, glaube ich, eher so, dass sich mit den aktuellen Technologien auch Leute mit großem Airplay zu Wort melden können, die früher nur am Tresen und im Behandlungszimmer beobachtet werden konnten.

Aber das wirft im Grunde nur eine Frage auf: Wie damit umgehen? Die sehr naheliegende Antwort: Ignorieren. Ich habe das auch erst lernen müssen, weil ich auch so ‘Das-bessere-Argument-gewinnt’-mäßig gepolt bin. Aber es gibt Fälle, in denen es moralisch geboten ist, nicht zu reagieren, da man Leute triggert, sich völlig zu entblößen. Das sollte man nicht tun.

gelegentlich Januar 6, 2014 um 19:26

@Morph
„…da man Leute triggert, sich völlig zu entblößen. Das sollte man nicht tun.“
Wohl richtig. Sieht ja auch nicht gut aus. Wir sind hier anonym, ok. Ist aber menschlich wirklich schade resp. tut mir leid. Weil aufgrund biographischer Entwicklungen Leute neu an den Tresen oder ins Behandlungszimmer kommen, die dort eigentlich nicht sein müßten.

Soldat Schwejk Januar 6, 2014 um 20:41

@ Hänschens Clown

Alles andere mal ebenso beiseite wie den Apostrophen. Manche hier sind katastrophische Apokalyptiker, andere aber apokryphe Apostrophiker… äh, kleiner Kalauer… aber eigentlich geht es mir nur darum:

—> “dass ein Europa der friedlichen Koexistenz von Nationen NICHT über die gegenwärtigen monetären Massnahmen verwirklicht werden kann.”

Ja nun, das spiegelt so eine selektive Europa-Kritik, wie man sie hierzulande oft hören kann. Aber die gegenwärtigen monetären Maßnahmen zumindest von Seiten der EZB sind innerhalb der Logik, wie sie die Konstruktion der EU & Währungsunion vorgibt, nur völlig konsequent. Inkonsequent dagegen scheint mir jede Form der Kritik, die sich einseitig nur an “gegenwärtigen monetären Maßnahmen” (oder gar noch am Verstoß gegen Maastricht-Kriterien) festmacht.

Eine progressive EU-Kritik sollte m.E. die antidemokratische Konstruktion der Union nach Maastricht und den Verlust staatlicher Währungshoheit durch die WU insgesamt zur Zielscheibe haben, nicht aber primär und einseitig die aktuelle Politik der EZB. Sonst macht man sich nur ungewollt zum Claqueur einer der beiden Machtgruppen innerhalb der deutschen “Eliten”, ohne dabei dem Ziel der “friedlichen Koexistenz von Nationen” in Europa näherzukommen. Anschlußfähig zu progressiven eurokritischen Bewegungen in anderen Teilen Europas wird man so nämlich nicht.

Will mal wieder zu Andreas Wehr verlinken, einem profilierten linken Euroskeptiker. Der ist nun auch Anhänger der Stamokap-Theorie Hilferdings und der Imperialismustheorie Lenins. Man muß ihm da nicht in allem folgen, aber seine Darstellung behält m.E. auch dann ihre Validität, wenn man diese theoretischen Konstrukte beiseite läßt. Jedenfalls stellt er ganz gut die Herkunft und Ausrichtung jener spezifischen reduzierten Form der Euro-Kritik dar, die sich an den Zuständen in Südeuropa weniger zu stören scheint als am Verstoß gegen geldpolitische Dogmen.

http://www.jungewelt.de/2013/12-19/026.php

Bei der Gelegenheit soll auch auf das letzte lesenswerte kleine Buch von Andreas Wehr verwiesen werden (“Der europäische Traum und die Wirklichkeit. Über Habermas, Rifkin, Cohn-Bendit, Beck und die anderen”). Ein ziemlich bissiges Pamphlet gegen die auch im linksliberalen Spektrum weithin anschlußfähigen “Europa-Ideologen” – und gleichzeitig auch gegen die einigen dieser Autoren eigene ahistorische Sicht auf die sogenannte Globalisierung.

Und… zur Krankmeldung des Tages:

Angie, Euro-Retterin!
Fall nicht mit den Brettern hin!
Bretter, welche talwärts gleiten
sind nicht die, wo Welt bedeuten
Du, vom Weltgeist die Mätresse!
Angie, fall nicht auf die Fresse!

h.huett Januar 6, 2014 um 20:49

Clown

Schon seltsam. Erst schmeißt man ihn raus – und er schleicht sich nächtens immer wieder rein. Dann lässt man ihn wieder zu – und er will rausgeschmissen werden.

Nebenbei: Wiesaussieht ist kein “SPD-Blog”. Auch nicht “SPD-affin”. Wenn das ein Therapieauftrag ist, den Clown vor der Tür zu lassen, dann sollte er die Kraft dazu selbst aufbringen.

topi Januar 6, 2014 um 20:52

“Wenn ich das geschrieben habe, ziehe ich das zurück. Die Lage ist, glaube ich, eher so, dass sich mit den aktuellen Technologien auch Leute mit großem Airplay zu Wort melden können, die früher nur am Tresen und im Behandlungszimmer beobachtet werden konnten.”

Du meinst solche wie Jesus oder Mohammed?

gelegentlich Januar 6, 2014 um 21:00

@Soldat Schwejk
Der wahre Künstler ist wohl zu allererst unerschrocken
„Du, vom Weltgeist die Mätresse!
Angie, fall nicht auf die Fresse!“
Normale Nichtkünstler wie ich können wohl Frau Merkel und Mätresse nicht zusammen denken.

Dem Schlußsatz von Andreas Wehr möchte ich nicht zustimmen:
„Die Exportwirtschaft hat gute Geschäfte gemacht, aber weite Teile der Bevölkerung haben davon nicht profitiert.« Den Verteidigern des Euro-Regimes erwachsen damit neue und gefährliche Gegner – da deren Kritik direkt aus dem imperialistischen Zentrum kommt.“

Er unterschäzt wie elastisch „wir“ sind, die Bildung der GroKo zeigte das doch gerade, die Gegner sind bisher zahnlos und die Vierte Gewalt ist keine. Diese Gesellschaft kann offenbar nicht mehr mit sich selbst sprechen.

Soldat Schwejk Januar 6, 2014 um 21:33

@ gelegentlich

Der Weltgeist, so er ein sphärisches Wesen und kein schnöder Alien ist, begehrt von den zwei Körpern der Königin wohl nur den zweiten, den politischen Körper. Nicht den physischen. Aber genau weiß ich das nicht.

—> “Diese Gesellschaft kann offenbar nicht mehr mit sich selbst sprechen.”

Naja, aber dafür hört sie anscheinend Stimmen.

@ topi

Mohammed am Tresen? Schon wieder droht die Muselfatwa.

gelegentlich Januar 6, 2014 um 21:45

@Soldat Schwejk
„Naja, aber dafür hört sie anscheinend Stimmen.“

Aber diese Stimmen raunen von etwas Anderem als dem, was Jeder in seinem Alltag sieht. Man kann seinen Ohren nicht mehr trauen. Das ist mein prägender Eindruck des Jahres 2013: ratlose Irritation bei den Leuten. Zum Beispiel TTIP: „ante portas“, irgendwie, ist das Grundgefühl, Genaues weiß man nicht.
Wenn ich es richtig verstanden habe ist der nächste wirklich gefährliche Schritt das Abschließen solch einer Vereinbarung mit Kanada. Wo ist davon in den MSM die Rede?

wowy Januar 6, 2014 um 22:34
wowy Januar 6, 2014 um 22:35
wowy Januar 6, 2014 um 22:40
wowy Januar 6, 2014 um 22:49
gelegentlich Januar 6, 2014 um 22:51

@Soldat Schweijk

Stimmen hören:
http://www.linksnet.de/de/artikel/20801
(Otto Köhler ist nach meinem Eindruck der einzige Angehörige der Vierten Gewalt, der auch in deutscher Sprache, also ohne Oxford-Englisch, hinrichten kann)

@wowy
Danke, aber mit Verlaub: diese Stimmen hört man auf der Straße nicht.

wowy Januar 6, 2014 um 23:06

@gelegentlich
Spread the news!!!

Soldat Schwejk Januar 6, 2014 um 23:09

@ gelegentlich

Na, die Vereinbarung mit Kanada ist wohl weitgehend fertig, aber immer noch nicht öffentlich; ich hab mal geschaut, es gibt nur einen 44-seitigen PR-Text der kanadischen Regierung.

http://www.actionplan.gc.ca/sites/default/files/pdfs/v4_final_ceta_-_summary_doc_v_10_ed_pgodon.pdf

Es muß aber immerhin noch im EU-Parlament sowie in den EU-Einzelstaaten ratifiziert werden UND auch in 10 kanadischen Provinzen.

http://www.taz.de/!125798/

Also auch das ließe sich noch stoppen, aber ich stimme Dir zu: Die Rolle der Massenmedien in D ist in dieser Hinsicht ziemlich kläglich. Eigentlich sollte man erwarten, daß speziell der Geschichte mit dem Investor State Dispute Settlement mal hinterherrecherchiert wird: Wie sieht das in den jeweiligen bilateralen Verträgen aus, wie ist das da durchgesetzt worden, und was waren die Konsequenzen? Wie kommt es zu der massiven Zunahme von Investorenklagen gegen Staaten in den letzten Jahren (nach höchsteigenen Daten der EU-Kommission)?

Wenn die Politik diese Abkommen im Geheimhaltungsmodus verhandelt, dann sollten die Medien umso mehr dahinter her sein. Aber das Thema ist völlig unterbelichtet, gerade im Vergleich zu so hochgekochten Banalitäten wie der Merkelfon-Affäre, von der damaligen Wulfferei mal ganz zu schweigen.

Die auf der Hand liegende Hypothese wäre die, daß die großen Verlagshäuser daran interessiert sind, das Thema klein zu halten. da sie sich mit unter diejenigen zählen, die angesichts ihrer grenzübergreifenden Beteiligungen von derart exzessivem “Investorenschutz” profitieren, wie er etwa in den Klauseln bzgl. “indirekter Enteignung” enthalten ist.

@ wowy

Gerade sehe ich noch in Deine Links… ah, da hat sich also offenbar ein Mitglied einer internationalen Anwaltskanzlei die Mühe gemacht, aus dem Text der kanadischen Regierung die Essentials herauszuziehen und zu übersetzen. Da hat in dem Fall die dritte Gewalt den Job der vierten mit übernommen.

Naja, die zweite Gewalt (Exekutive) hat ja auch schon den Job der ersten (Legislative) übernommen…

Wilma Januar 6, 2014 um 23:23

Die Zeit hat geschrieben:

“Das Handelsabkommen mit Amerika soll US-Investoren besonders schützen – sogar vor deutschen Gesetzen.”
http://www.zeit.de/2013/50/handelsabkommen-europa-usa

Auch in Frankreich gibt es Widerstand. Der Bereich “Kultur” soll ausgeklammert werden. Man fürchtet um die subventionierten Filmindustrie, da die US-Multis dies als Nachteil für Hollywood ansehen könnten.

gelegentlich Januar 6, 2014 um 23:25

@Soldat Schweijk
In dem taz-Artikel fehlen aber m.E. zwei wesentliche Dinge, jedenfalls werden die woanders so herausgestellt:
- die Rolle dieser ominösen Schiedsgerichte
- die Frage, ob ein US-Multi, der eine Zweigstelle in Kanada aufmacht, damit automatisch zu seinen Konditionen in den EU-Markt kommen kann.

wowy Januar 6, 2014 um 23:29

Sowohl Spiegel als auch Focus titeln heute mit der Schumacher- Geschichte. So traurig der Einzelfall , die Bedeutungsverschiebung ist …..
Und ich fürchte, das wird bis zur Europawahl so weiter gehen und dann kommen wieder all die Nacherzähler und zeigen uns ihren tollen Journalismus #nicht

Soldat Schwejk Januar 6, 2014 um 23:33

Übrigens bezeichnend, daß in Kanada die Regierung das Parlament und die Öffentlichkeit zumindest über die Essentials des Vertragstextes informiert, während das in der EU nicht für nötig gehalten wird.

Kleine VT: Die Eurokraten & interessierten Konzerne wollen das ganze Abkommen mit Kanada irgendwie unter dem Radar der Öffentlichkeit hindurch durch die Parlamente bringen… ist ja nur Kanada… wen soll das schon jucken…

Aber DANN, wenn es ratifiziert ist, dann wird es plötzlich heißen: Oh, jetzt haben die amerikanischen Konzerne über ihre kanadischen Töchter freien Zugang zum europäischen Markt und genießen hier umfassenden Investorenschutz. Jetzt brauchen wir diesen Status auch in den USA, sonst Wettbewerbsnachteil für Europa. Jetzt muß TTIP unbedingt her, und der Investorenschutz darf nicht schlechter sein als bei CETA…

wowy Januar 6, 2014 um 23:40

@Schwejk
He, du Durchblicker ;-)

Der kleine Malocher Januar 7, 2014 um 00:01

@Hänschen,
“Nebenbei: Wiesaussieht ist kein “SPD-Blog”. Auch nicht “SPD-affin”.”
Macht das bitte in der Familie aus. MIT Frank. Kleine Malocher wollen schon wissen, wofür der (@)Schatten von Weissgarnix steht.

@Soldat Schwejk Januar 6, 2014 um 20:41
Schön, dass es die Existenz linker Positionen in der Europakritik gibt. Ich bin begeistert, dass zu hören. Ich höre übrigens Sahra gerne zu, weil die meint das emotional – vom Herzen her – und sowas kommt bei kleinen Malochern eben an. Danke für den Tip zu Wehr – nomen est omen – ich werde es lesen.

Soldat Schwejk Januar 7, 2014 um 00:01

@ wowy

Das mit den Investorenklagen kommt im taz-Artikel im vorletzten Absatz kurz vor. Insgesamt ist der Artikel natürlich in der Tendenz klar pro-CETA, aber er geht auf die noch bestehenden legislativen Hürden ein.

Die taz bedient die grünen Milieus, und der Artikel ist im Oktober erschienen. Vielleicht spielt es eine Rolle, daß die Haltung der Grünen zu den Freihandelsabkommen damals noch verhalten positiv war; erst im November ist auf der Seite der Grünen ja diese, verglichen mit dem Vorgängertext deutlich kritischere Stellungnahme zu TTIP erschienen, wo auch die Herausnahme von ISDS gefordert wird:

http://www.gruene.de/themen/europa/lobbygruppen-dominieren-freihandelsabkommen-mit-den-usa.html

@ Wilma

Den “Zeit”-Artikel kannte ich nicht. Das ist jetzt natürlich ein Argument gegen meine These, die großen Verlagshäuser würden das Thema aus Eigeninteresse deckeln. Immerhin gehört der Zeit-Verlag zu 50% Holtzbrinck, einem der größten Medienkonzerne.

Die französischen Bestrebungen zum Schutz der Filmindustrie waren ja die allererste konkrete Gegenposition, die schon sehr früh kommuniziert wurde. Da konnte man annehmen, daß Frankreich in diesem einen Punkt ein großes symbolisches Zugeständnis bekommt, damit es sich in den heikleren Punkten nicht querstellt.

Soldat Schwejk Januar 7, 2014 um 00:08

@ kleiner Malocher – “Schön, dass es die Existenz linker Positionen in der Europakritik gibt.”

Oh, die gibt es durchaus. Im Laufe der Zeit habe ich hier immer mal wieder was Einschlägiges verlinkt. Bei Gelegenheit mehr.

Der kleine Malocher Januar 7, 2014 um 00:15

@Wowy,
thanks for the compilation of links – man erspart sich echt Zeit, wenn man sich hier primär informiert!

Wilma Januar 7, 2014 um 00:24

@ Soldat Schwejk

Da war vielleicht der Joffe in Urlaub.

Der kleine Malocher Januar 7, 2014 um 01:27

Soldat Schwejk,

“Oh, die gibt es durchaus. Im Laufe der Zeit habe ich hier immer mal wieder was Einschlägiges verlinkt. Bei Gelegenheit mehr.”

Glaube ich Dir. Aber ihr müsst es “entstecken”. Und dann mit dem Herzen (rechtshirnig) vertreten. Übungen dazu kann ich reinstellen. Guckt euch zum Bleistift irgendein beliebiges Interview von Laura Magdalena Eisenhower an, man(n) versteht sie nicht, wenn man ihr zum ersten Mal zuhört – sie ist zu schnell für das Rationale. Bei schätzungsweise 95% der aktiven Teilnehmer dieses Blogs wird sich als Primärreaktion “Hass” einstellen. Automatisch. Testet es! BITTE! So funktioniert brain wash! Aber Laura gehört zu den “good ladies”. Das was übrig bleibt tritt oder tritt nicht in “Resonanz” mit einem selbst.

Will heissen: Wir sind zu 99% (oder so) fremdgesteuert und im strengsten Sinne keine Individuen. Ich weiss, dass das eine Schockerfahrung ist! Und dass der hierdurch evozierte Hass mich irgendwann in die Klapsmühle führen könnte. Aber es entspricht der Wahrheit meines Erkenntnisstandes und ich möchte Euch das hier mitteilen, weil es meiner eigene Symbiose aus Rationalität und Emotionalität entspringt. Selbstverständlich ist das zerreissbar!

Orange Januar 7, 2014 um 02:22

Joa, Hass.

Ich find sie sie ganz OK aus, vielleicht wenn ich mich als Kontaktmann vom BND vorstell …

Orange Januar 7, 2014 um 02:28

Alsop ich find se hübsch meinte ich.

gelegentlich Januar 7, 2014 um 08:17

@Der kleine Malocher
Ich gehöre wohl zur Minderheit. Kein Hass. Die Dame ist schlicht durch den Wind. Ob sie hübsch ist oder nicht ist ein ganz anderes Thema. Man muss einfach wissen was man wissen will.

http://cosmicgaia2012.com/about.html

„Going through an intense World Soul journey f the labyrinth, Laura has discovered an ability to open a Natural stargate by co-creating with the Venus transits and weaving through the multi-dimensions of the higher and lower worlds. Clearing portals and moving past gatekeepers, Laura works to free us from the 3-D holographic time-loop and guide us back to the Pleroma, the totality of divine powers. With great passion and courage, she is helping to return Sacred Union, divine wisdom, and the many faces of the Goddess that have been buried and forgotten for thousands of years.“
„ The gnosis of her (Laura’s) inner mind is the foundation that exists through all of the Aeons.
– Mychael Alchemy, scholar of Sophia’s path“

Aber sie hat Instinkt. Heilung ist schließlich jener Bereich, bei dem es keine Beziehung zwischen Qualität der Diagnose und der Werkzeuge und dem beobachtbaren Erfolg gibt. Wer heilt, hat nicht recht, aber Erfolg. Hatten wir hier auch schon. Und sie hat dort wohl auch das richtige Umfeld getroffen, welches Geld auch für lockere Schrauben ausgibt. Bei der Bezahlung von Rechnungen wird vermutlich die Sacred Union nicht so im Vordergrund stehen.

Mir fällt nur auf, dass alle Epochen, in welchen diese Art von Irrationalismus in Mode war, im Rückblick Übergangsperioden waren, so dass dieser Irrationalismus offenbar Indikator und Katalysator von Fäulnis ist.

gelegentlich Januar 7, 2014 um 08:32

http://www.realityuncovered.net/forum/viewtopic.php?f=38&t=1696

„Re: Laura Magdalene Eisenhower Mars Colonization
Postby jeddyhi » Tue Apr 20, 2010 3:11 am
I don’t think they are crazy. I think they are brilliant for coming up with a scheme that will attract the crazy, loony, insane people that buy into junk like this. And as we all know, the online Ufology community has an abundance of dim-witted people that do not research, fact check or verify anything that comes their way. They simply embrace the storyline and run with it like a housewife hooked on an afternoon soap opera.

Exopolitics is just another name for three ring circus and as Barnum put it, there is a sucker born every minute. Probably every second.“

Bleibt noch zu erwähnen dass die Welt sich wohl auch in Kalifornien verändert hat. Der Satz von Frank Zappa „Titties and beer – thats all about!“ muss irgendwie reformiert werden. Genug OT.

Der kleine Malocher Januar 7, 2014 um 15:04

@gelegentlich Januar 7, 2014 um 08:32

RealityUncovered gehört zur “Church of Materialism” (Skeptikerbewegung).
Typisches Vokabular: “crazy, loony, insane”…”buy into junk”…”dim-witted” usw.
Typische Projektionen: “do not research, fact check or verify anything that comes their way”

Nicht ganz OT, weil “Tumult bei der vierten Gewalt” wegen einer Sache am Bremer Flughafen eingetreten ist.

gelegentlich Januar 7, 2014 um 15:28

Ja, zum 14568. Male in meinem Leben sind irgendwo unbekannte Flugkörper gesichtet worden. Ein Modellflugzeug, eine einseitig flügellahme Krähe mit ungewöhnlicher Flugweise? Abwarten und Tee trinken. Sobald Vorzeigbares da ist werden wir es sehen. Den Satz
„ They simply embrace the storyline and run with it like a housewife hooked on an afternoon soap opera.“
fand ich halt treffend. Paßte einfach zu dem, was ich 2013 und jetzt hier im Blog erlebt habe. Klar dass die housewives die Stecker ihrer TVs verteidigen. Wären sie doch sonst schutzlos den unvermeidlichen Nachmittagen ausgeliefert. Danke für die Nachhilfe!
Spannender ist sicher ob es gelingt TTIP und Ceta unter den Radarschirmen zu halten. Wegen der besonderen Verhandlungsmethoden paßt da der Begriff des unbekannten Flugkörpers viel besser.

Was die 4. „Gewalt“ angeht: die jetzigen Ereignisse in der Türkei besätigen dass die im Sommer 2013 als VTler Verunglimpften mit dem Fokus auf Yassin al-Kaida wohl recht hatten.

Der kleine Malocher Januar 7, 2014 um 15:34

@gelegentlich,

“Mir fällt nur auf, dass alle Epochen, in welchen diese Art von Irrationalismus in Mode war, im Rückblick Übergangsperioden waren, so dass dieser Irrationalismus offenbar Indikator und Katalysator von Fäulnis ist.”
Da stimme ich Dir sogar zu, wenn man “Irrationalismus” in “Antithese” oder “Gegenrichtung” übersetzt.

Ich möchte meine zuvor eingebrachte These, dass mit dem Gnostiker, Trinitätsgegner, Alchemisten und Freimaurer Newton “Materialismus” als Religion entstand, hier noch etwas erweitern und den Begriff “Materialismus” gegen “reduktionistischen Materialismus” ersetzen. Das moderne wissenschaftliche Weltbild ist damit imprägniert. Seine Fäulnis und Auflösung hat aber etwas Naturgesetzliches. Ähnlich wie bei einem “fractional reserve banking” die Krise eines Geldzyklus letztlich auf die Exponentialität im Zinseszinsgesetz zurückgeführt werden kann, ist bei einem “fractional truth harvesting” die Krise eines Wissenszyklus auf die Exponentialität der Verdünnung von Wahrheit zurückzuführen. Was meine ich damit?

Nehmen wir mal an, dass Wissenschaft in Generationen “betrieben wird” und dass am Start eines Wissenszyklus nach der ersten Generation 99% des Wissens auch “wahr” ist. Die zu Newton’s Zeiten durchgeführte Experimentalphysik wird sich also zu 99% auf den Reduktionismus in den Newtonschen Gesetzen abbilden lassen. Die nächste Generation ist genau so gut, erweitert die experimentelle Wissensbasis und entwickelt neue Gesetze für andere experimentell untersuchbare Phänomene. 99% von 99% passt wieder. Nach N Generationen ist 100% * .99^N des Gesamtwissens “wahr”. Für grosses N strebt das aber leider nicht gegen 100% sondern gegen 0%.

Es strebt gegen 0%, weil die reduktionische Methode ein “Teufelswerkzeug” benutzt, was als “occams razor” bekannt ist. Ich argumentiere hier nicht gegen “occams razor”, aber will versuchen, aufzuzeigen, wo der Knackepunkt liegt. Occams razor besagt: “Versuche ein untersuchtes Phänomen stets auf Erklärungen zurückzuführen, die bereits als Gesetzmässigkeit beschrieben sind und wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, dies zu tun, dann nimm die einfachste.” Occams Razor ist also eine Arbeitsmaxime, die drei Folgen hat:
(1) Es verewigt Größen wie Newton, die mutig genug waren, überhaupt Naturgesetze zu “offenbaren”.
(2) Es “entewigt” das “Mittelmaß” und hält es davon ab, selbst neue Gesetzmäßigkeiten zu beschreiben.
(3) Es führt mit zunehmender Komplexität der untersuchten Phänomene zur Übervereinfachung.
Allerdings muss gesagt sein, dass die Folgen noch schlimmer wären, wenn es occams razor nicht gäbe. ;-)

Ein weiterer Grundproblem der wissenschaftlichen Wahrheitsfindung sehe ich in der Verallgemeinerung des sog. Dreikörperproblems. Naturgesetze fallen nämlich häufig in Form von Differentialgleichungen an, die zur Abbildung des untersuchten Phänomens analytisch oder durch numerische Simulation integriert werden müssen. Das geht heute wunderbar, man hat dafür Computer aber benutzt Software, die es selbst dem Fachmann nicht mehr gestatten, nachzuprüfen, wie das denn da genau errechnet wurde. Insbesondere bei nichtlinearen Modellen (Wetter, Klima, u. dgl.) hängen die Rechenergebnisse sehr davon ab, welche Rechenmethode eingesetzt wurde, welche Parameter verwendet wurden usw. Es gibt in der Wissenschaft keine strenge Nachprüfbarkeit mehr, das sollte ein Journalist, der sich auf Nachprüfbarkeit bezieht, heute wissen!

Hinzu kommt, dass der peer-review Prozess zu einem Ritual verkommen ist, bei dem nicht Ehrlichkeit, sondern Skrupellosigkeit Meriten einfährt (“survival of the ruthless”). Auf der Autorenseite steht “shining” vor “content”, auf der Gutachterseite “competition” vor “cooperation”. Die 99% “fractional truth”, die wir zu Newton’s Zeiten vielleicht mal hatten, sind vielleicht bei 50% gelandet.

Wenn ich eine Schlussfolgerung daraus ziehen soll, dann diese:

Wissen = öffentliches Wissen + nicht-öffentliches Wissen

Wissenschaft, so wir sie kennen, bedient lediglich den Bereich öffentlichen Wissens. Dieses Wissen ist im Prinzip für Jedermann zugänglich, wenn er bereit ist, für einen Artikel in einem wissenschaftlichen Journal dann 30 oder 50 Euro von der Visa-Karte abbuchen zu lassen. Es umfasst auch Patentliteratur.

Nicht-öffentliches Wissen gibt es nicht erst seit Newton! Geheim ist es auf jeden Fall. Firmen know-how gehört dazu. Aber auch Wissen, dass in Verbindung mit clandestinen politischen Absprachen, Militär, Geheimdiensten, Aussenbeziehungen, und kirchlicher Macht steht. Hier fühlt sich bisher nur Wikileaks zuständig. Aber wenn Newton bereits wusste, dass es da “mehr gibt”, vielleicht sogar in “altem Wissen” Wahrheit steckt, dann muss das nur noch mal recherchiert werden. FAZ gibt es ja leider erst seit 1949, aber z.B. wären die NZZ-Archive ein guter Ort zum Stöbern. Im Kolonialzeitalter hat man doch vieles “ausgegraben”. Interessant sind Fälle, in denen die Zeitungen über Funde berichtet haben, die heute irgendwie “weg” sind.

Es ist wirklich so, völlig egal, wo man anfängt: Wer sucht, der findet.

gelegentlich Januar 7, 2014 um 16:09

@Der kleine Malocher

„Es ist wirklich so, völlig egal, wo man anfängt: Wer sucht, der findet.“
Auch meine Erfahrung. Will ich hier aber nicht vertiefen. Nur ein Gesichtspunkt: fast jede Sache wird spannend sobald man tief in ihre Einzelheiten und Hintergründe einsteigt. Das gilt selbst für das Verhältnis von Mukophagie und der Häufigkeit von Kinderasthma.

Sicher, Occams Razor ist kein Naturgesetz, sondern ein pragmatisch sinnvolles Verfahrensprinzip und kann natürlich dazu führen, dass man vorab Stränge abschneidet, die zur eigentlichen Wahrheit hätten führen können. Ein neugieriger, aber kritischer und vorsichtiger Forscher weiß das aber und schneidet nichts voreilig ab. Ruchlosigkeit siegt – oft. Dem stimme ich auch zu. Ein halbverdautes Forschungsergebnis vorschnell zu einigen neuen Begriffen „verdichten“, ein paar Begriffe schöpfen und per branding mit dem eigenen Namen zu verbinden hat schon manche lebenslange akademische Karriere aufgebaut. Andererseits braucht man dann nur auf die Biografie promovierter oder professoraler Großmäuler schauen. Dann sieht man schnell dass der das Behauptete gar nicht richtig untersucht haben kann, schon aus Zeitmangel nicht.
Wenn man aber so daran geht: welchen Eindruck hat man dann von „Sirius“?
„Nicht-öffentliches Wissen“ – wird sogar heutzutage schlimmer, da die frei zur Verfügung stehenden Publikationen immer mehr bloße Signale für Kapitalgeber sind. Und wo die Drittmittelgestützte Forschung immer mehr Wissen, das mit öffentlichem Geld erarbeitet wurde, unter die Kontrolle von privaten Firmen bringt, die es mit Bruchteilen dieser Gelder dann kontrollieren können.

ruby Januar 7, 2014 um 17:33

maker of rules
http://www.youtube.com/watch?v=O_-ujHEe1Rw
dealing with fools

ruby Januar 7, 2014 um 17:37
ruby Januar 7, 2014 um 19:41

§ 3xx Vorteilsgewährung
§ 3xx Vorteilsnahmen
—————————-
neu :
§ 3xx Vorteilsschaffung
oder
machdenpofalla

ruby Januar 7, 2014 um 22:03
ruby Januar 7, 2014 um 22:19

„Im Ergebnis widerspricht es einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung, und ich halte es für absolut inakzeptabel, dass Sie offensichtlich sowohl mein Haus als auch weitere Behörden über lange Zeit falsch informiert sowie die Transaktion falsch bilanziert haben“,
no comment …

Der kleine Malocher Januar 8, 2014 um 01:16

@gelegentlich + alle anderen zum Thema “Tumult & 4. Gewalt”

Wenn ich ehrlich bin: Es ist beschämend sowohl für den deutschen Journalismus als auch für deutsche Fluglotsen und die deutsche Polizei, was da am Bremer Flughafen als UFO fehlinterpretiert und in den Medien dann als “cheap thrill” hochgekocht wurde.

Meine Arbeitshypothese in Subthesen zergliedert:
(1) Irgendein kleiner Malocher in Bremen hat sich ein Weihnachtsgeschenk gegönnt und sich eine PD = personal drone (analog PC = personal computer vor 20 Jahren) gekauft. Kosten: > 400 €. Nach oben offen.
(2) Es handelt sich nicht um eine “Spielzeugdrohne für Kinder” (wie AR.DRONE von Parrot, die beim Besuch von Obama unsere Kanzlerin genervt hat) sondern um ein “Erwachsenenspielzeug”, etwa von http://WWW.DJI.COM, die mit “Phantom” seit einem Jahr den Markt für Kameradrohnen beherrschen (GOPRO Hero..).
(3) Unser kleiner Malocher ist nicht Mitglied in einem Modellflugverein und weiss daher nicht, dass man sich von Flughäfen fernzuhalten hat: Kilometerweise. Er ist einfach nur geil, das Ding auszuprobieren. Es ist teuer genug, um gegen das “bischen Wind” anzukämpfen.
(4) Unsere Fluglotsen und unsere Polizei wissen nicht, was sich da seit einigen Jahren an neuen technischen Möglichkeiten im Luftraum entwickelt haben. GPS, 3D-Accelerometer, 3D-Gyros , und Barometer-Chips stecken inzwischen in jedem smachtphone. Ist doch klar, dass man sowas zu “Autopiloten” für smacht drones rekombinieren kann. Ein Atmel Atmega reicht an, um daraus “Flugfähiges” zu produzieren. Auf Multikopterbasis geht es sogar besonders einfach. Former Editor of WIRED (Chris Anderson) erkennt das, gründet 2008/9? DIYDRONES (nachdem er zuvor als Plagiator enttarnt wurde (“the long tail”)), die Sache mit DIYDRONES entwickelt sich prächtig. Tausende von open source idiots spielen Anderson zu, er casht ab und “flieht” nach Mexiko, um “Three Dee Robotics” (3DR) in Tijuana als start up zu gründen. Nimmt Kontakt zu ETH robotics auf und will deren SW/FW unter eigenem label vermarkten. (Was daraus wird werden wir noch sehen). Egal. Chris Anderson ist nicht der einzige smacht guy im “personal drone business”. Ein anderer ist Colin Guinn, CEO von DJI Innovations. Der sieht gleich, dass man heute nach China muss – statt Mexiko – kommt ab 2011 in den Markt rein, sieht, siegt, und ist seit 2012 Marktführer. Stichwort “DJI Phantom”.
(5) Der perfekte Psychopath heisst Jeff Bezos, ist CEO von Amazon. Der sieht gleich: Das ist mein Geschäft. Es braucht tatsächlich nicht viel, um zu erkennen, was heute technisch möglich und umsetzbar ist. Er wendet sich an die Medien: Wir erfahren, dass wir in wenigen Jahren damit leben werden, statt Vögelgezwitscher ein ständiges Dohnengesumme zu hören. Ach ja, die Post. Der Nachbar kriegt ein Amazon-Päckchen – was mag es bloss sein? Amazon hat inzwischen erkannt, dass man “dachoffene” Fahrzeuge einsetzt, die sagen wir mal 150 Päckchen – per “geordnetem” Schwarm abliefert. Dann zurück ins “Lager” – neues “Einfliegen” von Ware usw. usf.
(6) Es ist mit einer explosionsartigen Zunahme von UFO-Sichtungen zu rechnen.
(7) Werner Walter – einer der dümmsten Skeptiker (=Kirchgänger der “church of materialism”), die ich mir vorstellen kann, wird Zulauf erhalten.
(8) Ich bin zu blöd, dass ich Euch über Realitäten informiere. Ich sollte besser “profit” machen (right @Schatten?).
(9) Aber genau so irreal, wie ein UFO in Bremen gesichtet wurde, gibt es “reale” UFOs. Die allerdings fliegen mit 1000 bis 6000 km/h, machen rechtwinklige turns, die jeden humanen Piloten in “Brei” (wie nach einer Neutronenbombe) verwandeln würde. Solche UFOs wurden von Mondfahrern (e.g. Ed Mitchell) gesichtet.
(10) Man muss sich also informieren und ein wenig Physik kennen, bevor man ein ein Urteil fällt.
N

petervonkloss Januar 8, 2014 um 03:58

Der kleine Malocher Januar 8, 2014 um 01:16

Die technischen Tricks sind uninteressant!

“Der Idiot, der Abgesonderte, dreht sich wie eine Rose im Flußstrudel zielstrebiger Menschen.”

Für die Stille entgegen dem Scheigen.

(http://www.begleitschreiben.net/schwarm-und-idiot/)

Der Plurimi-Faktor
Von Strauß, Botho

Anmerkungen zum Außenseiter Von Botho Strauß

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist der Typus des Außenseiters aus Gesellschaft wie Literatur so gut wie verschwunden. Der Einzelgänger, der sich fern von neuen Foren hielte, besäße heute keinerlei Prestige mehr, sondern erschiene wohl den meisten als schrullige Figur. Konformitäten, Korrektheiten und Konsensivitäten, die das juste milieu der kritischen Öffentlichkeit regeln, werden von den Bakterienschwärmen neuer Medien lediglich verstärkt. Der Hauptstrom kann nur immer breiter, launiger und machtvoller werden – und dabei seine unersättliche Gemeinschaftsbildung mit immer raffinierterer Technik betreiben.

Wenn alle meinen, es käme noch am entlegensten Ort darauf an, sich genügend Gesellschaft online zu verschaffen, so kommt dem Unverbundenen eine neue Rolle zu.

Idiot: der Unverbundene, der anderen Unbegreifliches spricht. Privatperson. Gemeinschaftsstümper. Idios: beiseite, abseits befindlich; den einzelnen betreffend, dem einzelnen zugehörig. Idioteía: Privatleben. Torheit.

Der idiot savant , wie man zuerst den Autisten nannte, wäre als Begriff zu entlasten und vielleicht verwendbar für jene Abenteuerer, die anders verbunden sind als nur untereinander. Das Verbundensein wiedererstarkt in der Absonderung.

Der Abgesonderte ist ja der idiotes im antiken Wortsinn. Er dreht sich wie eine abgerissene Rose im Flußstrudel zielstrebiger Menschen – Menschen im Konsens. Eingemeindete, Zugehörige eines wundersamen Einvernehmens. Zielstrebige Leute, doch über ihr Ziel täuschen sich alle.

Wozu noch Ich sagen? Man wird sich daran gewöhnen, daß nicht Subjekte etwas fühlen, sondern konsensitiv Assemblierte etwas zum allgemeinen Erlebnis bringen. Das Subjekt selbst bleibt lustlos.

Die Bereiche des Geschehens, der Entwicklungen, der Zustände, für die man keine eigene Zunge hat, sondern nur eine, die mit tausend anderen in dieselbe Schwingung versetzt wird, so daß sie über die hinderlichsten Tatbestände hinweggaloppiert, diese Bereiche vermehren sich, drängen den Idiotes hin zu den Idioten der Belange.

Seid umschlungen, Millionen, hielt man die längste Zeit für eine gewagte poetische Hyperbel, bis sich zeigte, daß sie die Zukunft der Facebook-Freundschaften, das Alle-Welt-Gefühl des Stubenhockers besang. Darin sind alte Einsamkeit und alte Geselligkeit gleichermaßen verloren. “Eine verstreute Dynastie von Einsiedlern hat das Antlitz der Erde verwandelt” (Borges).

Die klassische Proportion, die den Transport der Kultur ermöglichte, beruhte auf der substantiellen Trennung der vielen oder Ausgeschlossenen von den wenigen oder Einbeschlossenen. Noch Borchardts Kritik an der Humboldtschen Bildungsreform betonte, es komme eben nicht darauf an, daß viele Griechisch lernen, sondern wenige. Die vielen verdünnen das Gut, jene wenigen aber erhalten es.

Der ästhetische Urfehler rührt vom Plurimi-Faktor: die meisten zur obersten Interessensphäre zu machen. Das Breite zur Spitze zu erklären.

600 Millionen Autoren brauchen kein Buch – sie füllen Rückstände von Schon-Geschriebenem in ein Unbuch. Von Massenbewegungen fasziniert, unterschlägt der intellektuelle Götzendienst vor dem Populären die banale Erfahrung, daß diese Anrufung, immer der Quote nach, stete Anpassung nach unten verlangt.

Inzwischen paktiert auch die Kunst liebedienerisch mit Quote und breitem Publikum. Kaum einer, der Verbreitung nicht für Erhöhung hielte. Er müßte denn schon seiner Erfolge überdrüssig sein und aus purem Snobismus die Überzeugung hegen: Die Frage des Niveaus wird in Zukunft wieder von der Begrenzung des Zugänglichen abhängen.

Wir anderen müssen neue unzugängliche Gärten bauen! Zurück zur Avantgarde! Den Kunstbegriff gilt es auf Brennpunktgröße zu verengen. Das natürliche Bedürfnis gegenüber dem schrankenlos inkludierenden System geht nach dem ausgewählten Zirkel. Man halluziniert in der Schwemme die Weihen des George-Bunds. Gewiß ohne den Stern, ohne Geschichtsprophetie. Der Typus Meister und Führer ließe sich ohnehin nicht wiederbeleben, so wenig wie das paternale Familienoberhaupt oder der Reitergeneral. Den Führer gibt es nur noch als schräge Figur – in einem abwegigen Staat oder einer paranoiden religiösen Sekte. Ein geistiges Myzel indessen, eine untergründige Verbundenheit, ein ausschließendes Prinzip, wäre wohl dienlich der Abwehr anmaßender Dürftigkeit. Nicht feind der Demokratie, jedoch der Demokratisierung sämtlicher Lebensbereiche, feind dem demokratischen Integralismus.

Der Reaktionär läßt, was niemals war, geschehen sein. Er verklärt als der echte Epiker das Gewesene, um es jederzeitlich zu machen. Das war nie und ist immer , die Definition des Mythos (bei Walter F. Otto nach einem Wort des Sallust), behauptet auch der Reaktionär. Es macht ihn zum Geschichtsmythologen. Als solcher verfolgt er Ordnungsphantasmen, die sich einer fabulösen Eingebung eher verdanken als einem politischen Kalkül.

Man sollte meinen, daß inzwischen die mediale Zunft weiß, was sich diesem Typus literarisch zuordnen läßt, nämlich eine bestimmte Zucht von Gedanken, die das, was höher rangiert als sie selbst, erstens erkennt und zweitens nicht stürzen will, sondern sich ihm in der Hoffnung auf Teilhabe unterwirft. Man muß aber erleben, daß mit dem Begriff Reaktionär nach wie vor nur der Bierschaum des politischen Stammtischs assoziiert wird. Die Mühlen des öffentlichen Bewußtseins mahlen nicht langsam, sondern immer wieder das schon gemahlene Mehl.

Der Reaktionär ist Phantast, Erfinder (der Konservative dagegen eher ein Krämer des angeblich Bewährten). Gerade weil nichts so ist, wie er’s sieht, noch gar nach seinem Sinn sich entwickelt, steigert er die fiktive Kraft seiner Anschauung und verteilt die nachhaltigsten Güter des Geistes und des Gemüts. Oder die lange anhaltenden. Oder die im Erhalten sich erneuernden (um der entleerten Vokabel ein wenig variablen Sinn zu unterlegen).

Wir drängen den Gläubigen und Andersgläubigen neben uns unentwegt unsere Freiheiten auf, denken aber nicht daran, auch nur das Geringste von ihrer sittlichen Freiheitsbeschränkung nachahmenswert zu finden oder auf uns abfärben zu lassen. Das Abfärben soll nur einseitig geschehen. Dabei täte etwas mehr Familie, etwas väterliche Stärke einem Erziehungsverhalten gut, dessen Schwächen allenthalben von staatlich geförderten Hilfen kostspielig kompensiert werden. Autorität zu bezweifeln gehört jedoch zu den Pflichten, die der demokratischen Übereinkunft selbstverständlich erscheinen und die ihr leichtfallen.

Aber Ihr Freizügigen! Seid ja geschlossener verhangen als jede Muslimin im Ganzkörpertuch. Eure Burka ist eine feste Hülle aus Sprachlumpen, aus Nicht-erscheinen- und Nicht-blicken-Können. Ihr seht einander nicht, und was Ihr sagt, bleibt ungesagt.

Neugier und Respekt gegenüber den uns fremden Gesetzestreuen bleibt den wenigen vorbehalten, die es sich zumuten, die Sache in den schärfsten Kehren der Ambivalenz zu ertragen. Die meisten wenden sich bereits mit Empörung ab, sobald ihrem gewohnten Lebensstil aus religiösen Gründen mit Distanz begegnet wird. Im Zuge des Bevölkerungswandels könnten sich andere Prioritäten herausbilden, als sie heute gültig sind.

Die es nach dem Strafgericht der Entbilderung verlangt, die ihr Leben unter den Buchstaben ihrer Religion stellen, wenn nicht gar in den Dienst einer Rück verwortung der Welt, werden unter radikalisierten Umständen freilich auch unseren Überfluß an bildlichen Kunstwerken nicht verschonen. Doch hieße, vom westlichen Lebensstil zu lassen, nicht auch: sich abwenden von Kubrick und Mark Rothko? Die meisten könnten das, die wenigen können es nicht.

Man könnte behaupten, daß die Frage nach dem Unzeitgemäßen sich nicht mehr stellt, da wir im Grunde nur noch erneuerbare Gegenwart kennen. Inzwischen kann nicht einmal der gelernte Zeitgenosse sicher sein, daß sein Handwerk noch à jour ist, indem sich ihm von nah und fern aufdrängt, daß sehr ungleiche Zeiten sich die eine Gegenwart teilen.

Dabei geschieht jedem seine Unzeitgemäßheit Tag für Tag beinah unfreiwillig. Etwas in seinem Handeln, Denken, Empfinden und Sprachgebrauch ist mit Sicherheit heute von gestern.

Auch im Begreifen liegt immer etwas Gestriges. Wir begreifen ja das Neueste in vorgeprägten Formeln, die längst abgegriffen sind.

In ihren Vergleichen hütet die Alltagssprache Utensilien der Vergangenheit, die aus unserer Gebrauchswelt seit langem verschwunden sind: Die Wirtschaft muß man ankurbeln. Wo in unserer digitalischen Welt findet sich die einfache physikalische Vorrichtung der Kurbel noch? Sie war einmal: am Auto, an der Filmkamera.

In die sprachlichen Vergleiche dringt kaum Gegenwart. Man hält an den bewährten Metaphern aus Ahnenzeiten fest. Wissen und Technik unserer Tage setzen zwar jede Menge Idiome und Begriffe ab in die lebendige Sprache, sie scheinen jedoch nicht chiffrierfähig. Jeder in seinem Schmelztiegel achte einmal: wieviel von seinem geläufigen Verstehen auf frühindustrieller Metaphorik beruht.

Man kann aus keiner Wolke mehr fallen, wie etwa Benn aus der Wolke Spengler-Nietzsche fiel: Untergangszauber! Der freilich auch günstig der Selbstberauschung des Artisten war und dem erhöhten Ausblick übers Abendland diente. Aber wir erben, erben und erben. Die Artistik läßt sich nie wieder so verfeinern, der Wörterglamour nicht erneuern. Man geht jetzt nüchtern vor und regt in Kommissionen Maßnahmenkataloge an.

Das Untergangsfeuerwerk bestand aus funkelnden Worten, das millenarische Gefühl (Hofmannsthal) verlangte nach Endzeit-Fête, dergleichen wiederholt sich nicht, Prognosen schläfern ein, doch lieber so eine rauschende Ballnacht des Geistes als noch eine Klimakonferenz.

Nicht die graue Sorge, die den rastlos Tätigen erblinden läßt (Goethe), nicht die Sorge, die zum Wächter des Seins bestellt ist (Heidegger), sondern allein die geschäftig-geschäftliche Zukunftssorge ist es, die zur Kritik der Gegenwart dient. Man möchte zu gern einigen Späteren beim historischen Erwägen unserer Dilemmata zuhören! Ob sie nicht vielleicht unser Epochenbewußtsein einmal für das vergrämteste und krämerischste halten, voll unschlüssiger Berechnungen, ideologisch verdorbener Analyse und anthropozentrischer Halbwahrheiten.

Wenn ich nur wüßte, welche die größte Naivität meiner Zeit gewesen sein wird!

Wo blieb die Moral der Technikkritik? Wer spräche noch von der Selbstzerstörung der technischen Zivilisation anstatt gleich des gesamten Planeten? Spätestens mit der rettenden Version der ökotechnischen Wiederbegegnung mit dem klassischen Altertum, mit den Elementen Wind, Feuer (Sonne), Erde und Wasser, ist eine eschatologische Beruhigung eingetreten.

Als Gesinnung vernutzt, als Gefühl erschöpft, paßt Untergang in keine herrschende Stimmung. Anhaltend hingegen sein Zauber in den Simulationen zahlloser Spiele und Filme. Als Untergang noch ein Gedicht war, lagen dem Dichter letzte Spuren von Ragnarök im Blut. Die immerzu simulierte Apokalypse löscht jede Tiefenahnung von ihr.

Noch spärlicher an der Zahl als stille Leser von Gedichten sind diejenigen, die sich vor Schmerz krümmen, wenn sie sehen, wie mitten im Frieden eine vom Dichter besungene Landschaft verheert vor ihnen liegt, so gemein und hochmütig, so um sich greifend und im Unmaß aufragend, Horizonte sperrend, rücksichtsloser als Feuersbrunst, Rodung, Industrialisierung zusammen … Zum Glück zeigt sich die Unterwelt aufgeschlossen gegenüber neuen Sorten ewiger Büßer und stellt frische Marterqualen bereit: jene nämlich, die mit Windkraft moralische und unmoralische Geschäfte machten, Schänder der Landschaftsseele, sieht man jeden einzeln auf ein Rotorblatt gefesselt und bis auf den Jüngsten Tag im Höllensturm sich drehen.

Inzwischen zählt der Dichter nur noch als veranstalteter. Sein Werk findet bei Gelegenheit statt. Es ist nur im Rahmen eines Festivals präsent und findet dort sogar vorübergehend das Gehör der großen Schar.

Man muß wissen, “daß nämlich heute auf fünf Autoren ein Leser kommt … Schreiben können viele, lesen aber nur wenige” (Teixeira de Pascoaes, der große mystische Dichter Portugals im 20. Jahrhundert, in einem Gespräch mit seinem Übersetzer Albert Vigoleis Thelen).

Gegen den Markt des breitgetretenen Quarks, dessen Autoren in digitalen Massen sich vordrängen, zuletzt gegen Verbreitung überhaupt, muß das Buch immer dichter und verschlossener sein. Es wird sich resakralisieren. Wobei in dem hochtrabenden Wort die Ironie mitklingt, mit der der Verleger Stendhals dem Autor über den mangelnden Verkaufserfolg von “Über die Liebe” berichtete: Ihr Buch ist heilig. Niemand rührt es an.

Wenn wir irgendwo den “Othello” sehen, sehen wir zuvörderst, daß ein Werk von dieser Größenordnung nicht mehr faßbar ist für heutige Bühnengesinnung. Es quält wie Lustzensur, unentwegt zu spüren, daß es jederzeit erschüttern könnte, weil zum Erschüttern geschrieben, aber stattdessen nicht einmal mehr kitzelt.

Desgleichen: Spaßhaben mit “King Lear”. Überall steht das Publikum für Schnäppchen an. Billig muß etwas sein, das man begehrt, auch der Witz, den man aus einem Kunstwerk macht.

“Saturn” und “Apple Store” sind daher die wahren Kult- und Feierstätten, Festungen, die nächtlich belagert werden, wo die Hype-Heuschrecken niedergehen, schwarze Wolke, die abräumt, sobald eine Neuerung oder Preissenkung ruchbar wird.

Man will mir weismachen: Parzival, Tristan, Lancelot – die Helden, die Werke berührten lediglich die heterosexuelle Konvention, dahinter verberge sich durchweg schwule Leidenschaft. Es gibt keine sexuelle Normalität – daher ist auch eine Gender-Usurpation der Liebesgeschichten der Weltliteratur genauso überflüssig wie zuvor eine marxistische, freudianische, dekonstruktivistische. Theorien überleben sich in kurzen Zeiträumen, im vergangenen Jahrhundert bestimmt ein gutes Dutzend an der Zahl. Die Werke haben dazu nur den Kopf geschüttelt.

Der Reaktionär ist dem Wortsinn nach jemand, der reagiert – während andere noch stumm und willfährig bleiben. Er reagiert ohnedies nur idiosynkratisch und bezweifelt, daß es sich um sittlichen Fortschritt handelt, wenn sich im Zeichen des Eros Lobbyisten sammeln und die einst schöpferischen Kulte des Andersseins, die Ehre des Außenseiters den Strategien sozialer Vorteilsbeschaffung geopfert werden. Er blickt skeptisch auf die Eigendynamik von Liberalisierungen und Egalisierungen, die, obwohl von der Allgemeinheit eigentlich gar nicht gefordert, immer neue Anwendung verlangen und finden. Es scheint fast, als ob der Staat aus apotropäischen Gründen um so aufdringlicher für Toleranz Propaganda macht, als sie in den realen Untergründen der Mehrheit zunehmend bedroht ist – entgegen den bigotten Bekundungen bei Erhebungen und Umfragen.

Doch im Politischen bleibt die rhythmische Wiederholung ein und derselben Phrase ohne jede magische Wirkung.

Die Überwachung des neu-bürgerlichen Lebens regeln die Vorschriften des politisch Korrekten und Guten. Es ist dieser entpaarte Teil der Moral, das Gute allein, oft nur eine Form der Wiedergutmachung, die vertretungsstarken Minderheiten zukommt, die früher einmal lauter tüchtige Individuen waren, Außenseiter eben. Dabei gibt sich auch ein gewisser Fanatismus des Guten zu erkennen. Denn es ist ja nicht in erster Linie eine rechtliche, sondern überwiegend eine sittliche Bekenntnisoffensive, welche die gleichgültige Mehrheit darüber belehrt, wie man zur Verbürgerlichung abweichender Lebensformen gelangt. Diese wird es ohne Aufmucken hinnehmen, findet sie doch ihren sozialen Frieden mitsamt wirtschaftlicher Erfolgsgeschichte durch ihre Gleichgültigkeit aufs neue bekräftigt. Widerspruch zum Guten gehört sich nicht. Sieht man etwas genauer hin, erkennt man sehr wohl den despotischen Umriß des hinkenden Guten.

Eine moralische Position, die man mitunter “rechts” nennt, gibt es nicht korporiert. Rechts kann nur der Neugierige abseits stehen. Er hält eigentlich keine Position, sondern ist, wie gesagt, ein Idiosynkrat, den kollektive Selbsttäuschung, routinierter Gesinnungsbetrieb, intellektuelle Liebedienerei erschrecken. Er ist mithin eher eine Alarmanlage für eingeschlafene Füße des Geistes, ein Menetekel, daß “jeder erkletterte Thron zum Fußschemel eines neuen einschrumpft” (Jean Paul).

Da inzwischen jeder Autoreifen einen Kulturbegriff für sich beansprucht, muß, was früher tatsächlich einmal kultiviert wurde, umbenannt werden und im weiteren Sinne einer Aristokratie des Beisichseins zugezählt.

Die Geste der Neuzeit, so Hofmannsthal, sei der Mensch mit dem Buch in der Hand, wie der kniende mit gefalteten Händen die Geste einer früheren Zeit war.

Die Geste am Ausgang der Neuzeit ist das Handy am Ohr (oder der einsam vor sich hin Quatschende mit Headset, die getreue Kopie des Idioten). Das Beisichsein des Lesenden wie des Knienden war die Voraussetzung seiner Teilnahme. Das “Netz” ist hingegen ein Kürzel für eine unbegrenzte Menge von Teilnehmern, die nichts und niemanden ausschließt. Nur ein Beisichsein schließt sie aus.

Vielleicht bleibt noch die ein oder andere Liebesnacht geheim, aber sonst stehen alle Türen offen. Was gäbe es außer Mafiazirkeln, das nicht jedermann zugänglich wäre? Transparenz! Doch was ist aus der Kunst der Diskretion geworden, die einst die Individuen untereinander vor den gröbsten Unverschämtheiten der Selbstentblößung bewahrte? Diskretion wäre heute das zentrale Widerwort zu allem, was da läuft, sich äußert und outet. Man hat schnell vergessen, daß die bisher einzig würdige Form der “Kommunikation” unter Menschen auf der Voraussetzung von Diskretion beruhte.

Die innere Figur der Demokratie ist so selbstgewiß und stattlich, ihre Formgebung ist so einflußreich und suggestiv, daß sie mühelos auch die niedrigsten Parteiungen zu Parteien bindet und ihre nichtigsten Vertreter in Form bringt und sich anpaßt. So besitzt sie im Kern ihrer Stärke Assimilationsautorität.

Sie könnte es sich inzwischen leisten, jenseits der demokratischen zur Rehabilitation großer und klassischer Tugenden beizutragen. Worte wie Gehorsam, Ehre, Standhaftigkeit, Treue, Demut und Würde werden für peinlich unzeitgemäß abgetan, obwohl man davon im Bedarfsfall und bei höherer Erregung gern mal eins ins Plenum ruft.

Zumindest zwei der alten Kardinaltugenden stehen entweder im Verfassungsrang oder als verpflichtende Maxime über politischem Handeln, Gerechtigkeit und Maß (Verhältnismäßigkeit, Augenmaß, Besonnenheit). Während die beiden anderen, Weisheit und Tapferkeit, als nicht diskutierbare moralische Qualitäten dem Parlament für seine “Sternstunde” vorbehalten bleiben.

Doch das so sehr von sich eingenommene “demokratische Selbstverständnis”, das Tugenden aus vordemokratischen Verhältnissen vorzugsweise für politisch inkorrekt hält, mit tieferem Gedächtnis auszustatten, ist etwa so vergeblich, als versuchte man, die condition courtoise in Freizeitkursen zu erlernen. Das Programm höfischer Lebensführung durch Nachahmung formvollendeter Zeremonien sich einzuverleiben. Gleichwohl wäre auch das nicht bloß eine leere Geste – sie enthielte immerhin das Eingeständnis, daß die Geschichte der Vorbildlichkeit nicht erst mit einer vorbildlichen Verfassung beginnt. Welche im übrigen kaum Einfluß nimmt auf die gänzlich vorbildlosen Zonen unseres Zusammenlebens, Privatbereiche, wo sogenannte Therapien wie die Geier über den Übeln kreisen und sich an verdorbenen “Beziehungen” und ähnlichem Unrat laben. Oft sind es Folgen von expliziten Untugenden wie Rücksichtslosigkeit, Feigheit und Verlogenheit, gegen die therapeutisch wenig auszurichten ist, da sie sicher eingelassen sind in die überall praktizierte condition-salaud , das Programm der schweinischen Lebensführung, das konkurrenzlos den gewöhnlichen Alltag beherrscht.

Was ist mehr als faits divers ? Was interessiert noch außer vermischten Meldungen? Die großen Schrecken der Welt zählen zu den geringsten unter den Sensationen, die sich dem letzten einzelnen, dem Idiotes , aufdrängen. Es geschieht das Tollste, aber wie es verkündet und beredet wird, gerät es zum Sicherheitspuffer zwischen ihm und dem factum brutum und bringt niemals die Konvention, in der man sich in aller Sicherheit verständigt, in Gefahr. Man sucht vergeblich nach den Spuren einer öffentlich ausgerufenen Epochenwende, die offenbar ohne Beeinträchtigung des herkömmlichen Verstehens stattfand, eine Nachricht bloß wie alle anderen, abgefedert durch schockgeprüfte Betroffenheit, auf Distanz gehalten durch Erläutern und Beläuten, Begreifen und Begriffekloppen.

Für ihn, den Idioten, ist es, als ob alle anderen fein aufeinander abgestimmt sprächen. Heruntergeregelt auf den verträglichsten Stimmungsgrad. Fast unbewußt von moderierenden Persönlichkeiten vorgeregelt. Es bildet sich eine feste, kieselharte Förmlichkeit des aufeinander abgestimmten Sprechens, die jeden einzelnen vom eigenen (schärferen) Bewußtsein abschirmt. Eine viel unnachgiebigere Konvention als jede frühere, aus bürgerlicher Zeit bekannte. Unüberwältigt sprechen sie. Was sie überwältigen müsste, dringt nicht durch Zeit und Kleid.

Während Intelligenz zur Massenbegabung wurde, sind Klugheit und Einfalt nahezu ausgestorben. Den Idioten gibt es daher in mehrfacher Symbolgestalt, auch als Januskopf: Nach vorn blickt die Parodie des Informierten, der Info-Demente. Zurück blickt die Heiterkeit des Ungerührten. Der heitere Idiot in der Welt der Informierten zu sein heißt, ohne eine Regung von Zukunftsunruhe, ohne Angst zu leben. Stattdessen aber in einer den Informierten ungültigen Redeweise sich mitzuteilen, die jedoch ungemildert und unverzerrt die Vibrationen eines rumorenden Untergrunds wiedergibt.

“ANSCHWELLENDER BOCKSGESANG”

hieß der Titel eines SPIEGEL-Essays, mit dem der Schriftsteller und Dramatiker Botho Strauß vor 20 Jahren, in der Nachwendezeit, eine Debatte provozierte, die mit überraschender Verbissenheit geführt wurde. Seine Prognose, dass es zwischen den Kräften “des Hergebrachten und denen des ständigen Fortbringens, Abservierens und Auslöschens” Krieg geben werde, dass Menschen für ihr “Sittengesetz” auch zu Blutopfern bereit sein könnten, wurde 1993 noch kaum verstanden – auch nicht, dass der Autor an Begriffen wie “Autorität” und “Meistertum” festhalten wollte. Für seine “intellektuelle Affekthandlung aufgrund der deutschen Wiedervereinigung” (Strauß) wurde er als politischer Reaktionär abgestraft. Dabei war der Autor damals womöglich nur hellsichtiger als andere. Nun stellt Strauß, 68, der seit Mitte der neunziger Jahre zurückgezogen in der Uckermark lebt, erneut eine radikale Zeitgeistdiagnose. Diesmal beobachtet er, wie der “intellektuelle Götzendienst vor dem Populären” eine Anpassung nach unten zur Folge hat – und wie das “Breite zur Spitze” wird, wenn es um Quoten, Foren und die Interessen der meisten geht: der “Plurimi-Faktor”. Die wenigen aber, so Strauß, die sich nicht durch das Internet Gesellschaft und Übereinkunft verschaffen wollen, werden sich in der Absonderung einrichten müssen.

Der von Strauß für den SPIEGEL konzipierte Essay steht im Zusammenhang mit umfassenderen Überlegungen, die er in seinem neuen Buch “Lichter des Toren” (Diederichs Verlag) präsentiert, dessen Erscheinen für Ende August geplant ist.

“Der Idiot, der Abgesonderte, dreht sich wie eine Rose im Flußstrudel zielstrebiger Menschen.”

“Lieber eine rauschende Ballnacht des Geistes als noch eine Klimakonferenz.”

“Der Reaktionär ist Phantast, der Konservative eher ein Krämer des angeblich Bewährten.”

petervonkloss Januar 8, 2014 um 04:55

„Es bildet sich eine feste, kieselharte Förmlichkeit des aufeinander abgestimmten Sprechens, die jeden einzelnen vom eigenen (schärferen) Bewußtsein abschirmt. Eine viel unnachgiebigere Konvention als jede frühere, aus bürgerlicher Zeit bekannte. Unüberwältigt sprechen sie. Was sie überwältigen müsste, dringt nicht durch Zeit und Kleid.“ B. S.

„Während Intelligenz zur Massenbegabung wurde, sind Klugheit und Einfalt nahezu ausgestorben. Den Idioten gibt es daher in mehrfacher Symbolgestalt, auch als Januskopf: Nach vorn blickt die Parodie des Informierten, der Info-Demente. Zurück blickt die Heiterkeit des Ungerührten. Der heitere Idiot in der Welt der Informierten zu sein heißt, ohne eine Regung von Zukunftsunruhe, ohne Angst zu leben. Stattdessen aber in einer den Informierten ungültigen Redeweise sich mitzuteilen, die jedoch ungemildert und unverzerrt die Vibrationen eines rumorenden Untergrunds wiedergibt.“ B. S.

Linus Januar 8, 2014 um 10:19

@pk:
B.S. in Höchstform. Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit in Reinform.

“Der ästhetische Urfehler rührt vom Plurimi-Faktor: die meisten zur obersten Interessensphäre zu machen. Das Breite zur Spitze zu erklären.”

“ästhetische Urfehler”: Geht es etwa um Ästhetik? Mir scheint, es geht zuallererst um unser Dasein. Mit Ästhetik hat das erstmal und ganz lange nichts zu tun. Hmm, schon zu Beginn ein grober Kategorienfehler.

“Das Breite zur Spitze zu erklären” – das geht natürlich gar nicht. Vielmehr müsste man die Spitze zur Spitze erklären. Sieht oberflächlich danach aus, als ginge es mal wieder um Deutungshochheit. Genauer betrachtet zeigt sich aber anderes: Das Spitze wird durch Erklärungen nicht spitzer und das Breite nicht breiter.
Alles in allem also nur wieder der bekannte Versuch, via Erklärungen Realitäten zu schaffen, – legitim, aber durchsichtig. Ein Idiot, der die Öffentlichkeit sucht, um sich in einer Tour zu beklagen. Ein Idiot, der Idiot sein will – der also auf die Öffentlichkeit pfeift -, sich aber schlecht behandelt fühlt! Lächerlicher geht’s kaum. BS kann man getrost abhaken.

Es gibt viel Anlass zur Kritik. BS Larmoyanz ist jedoch nicht zu ertragen. Wenn man Kritik formuliert, so sollte man dies aus übergeordneter Warte tun und nicht als betroffener Elitist aka Idiot.

petervonkloss Januar 8, 2014 um 10:52

wes ist der “griechische” iDIOT::: so vielleicht wie A. Artaud

petervonkloss Januar 8, 2014 um 10:55

BS Larmoyanz, du bist wohl nicht bei Trost?

gelegentlich Januar 8, 2014 um 11:03

@pvk
„Die technischen Tricks sind uninteressant!“
Überlassen wir das den Mitlesern.

„Der Einzelgänger, der sich fern von neuen Foren hielte, besäße heute keinerlei Prestige mehr, sondern erschiene wohl den meisten als schrullige Figur. “

Damit ist wohl das wichtigste Motiv beschrieben, das trotz einzelner wohl richtiger Beobachtungen dem Rant zugrunde liegt:
die berechtigte Angst vor mangelnder Anerkennung, vor Zurückweisung der Anmaßung „höher“ zu denken und dafür belehnt zu werden. Man könnte sich höchstens mal den Spaß machen zu schauen, wo der gemeinsame Nenner der Leute ist, die darauf mit „Hört, hört!“ reagieren. Der Elitewunsch unwichtiger Kleinbürger,denen es bloß an Selbstvertrauen fehlt, ist einfach bloß langweilig. Und unangenehm, wenn er wie hier schrill daher kommt.

„Wir anderen müssen neue unzugängliche Gärten bauen! Zurück zur Avantgarde! Den Kunstbegriff gilt es auf Brennpunktgröße zu verengen. Das natürliche Bedürfnis gegenüber dem schrankenlos inkludierenden System geht nach dem ausgewählten Zirkel. Man halluziniert in der Schwemme die Weihen des George-Bunds. “

Wenn die Sonne untergeht beginnt die geistige Umnachtung. Das Zitat steht dafür. Einen schlauen Kinderf… mit Weihen zu verbinden gelingt nur dem, der ein Rad ab hat. Schluss mit diesem Mummenschanz, bitte! Wer ordinäre Distinktionsmacherei für ein „natürliches Bedürfnis” hält verdient unseren Respekt nicht. Ich empfehle einsame Heidespaziergänge bei schlechtem Wetter und titanische Schreikrämpfe ebendort. „Ich“ weiß dann ich bin der Größte, aber Niemand will das hören.

petervonkloss Januar 8, 2014 um 11:03

Der Mann ist der gegenwärtigen deutschen Kultur un 10000km über-
legen; und ich sehe auch keinen Grund, wie dieser Abstand aufgehoben
werden sollte.

gelegentlich Januar 8, 2014 um 11:06

@pvk
Wirkliche Elite sieht man hier:
http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/40/40713/1.html

Und dort im Forum:
Bewertung dieses Beitrags: 100%
8. Januar 2014 01:03
das sind die eigentlichen Stars des Erdballs

Da sind „Weihen“ angesagt. Echt.

gelegentlich Januar 8, 2014 um 11:11

@pvk

„Der Mann ist der gegenwärtigen deutschen Kultur un 10000km überlegen…“
Genau, ein UFO. Jetzt muss er nur noch Weitere finden die ihm das glauben. Öde. Jede Kleinstadt hat genug Figuren dieser Art.

petervonkloss Januar 8, 2014 um 11:24

aber das da so ein hergelaufener @gelegentlich Spaziergänge …..

ach nein, was hast du Wixer damit zu tun? Das ist nicht deine

Kategorie!

Vinxtor Januar 8, 2014 um 11:36

WOW!
Kloss you made my day.

Echte Tchabos wissen wer der Babbo ist!

Du bist der Kimbo Slice des Blogs heute. ich gratuliere.

http://www.youtube.com/watch?v=BhtVmz6x6FQ

petervonkloss Januar 8, 2014 um 11:50

Vinxtor

Ich ahnt schon, da schlummert ein Rassist.

petervonkloss Januar 8, 2014 um 12:04

Also so was geht ja garnicht…du als Künstler! und das in Holland,
du solltest aufpassen.

vinxtor Januar 8, 2014 um 12:13

Was geht gar nicht und wofür soll ich aufpassen?

Pass Du lieber auf deine Wortwahl auf, dann sind wir ein Stück weiter.
@Gelegentlichs Kommentar war mehr wert als “Wixer”.

Im Übrigen kann man in dem Videao gut sehen, das Kimbo ein guter Boxer sein könnte. Oder magst Du boxen nicht?

vinxtor Januar 8, 2014 um 12:14

so als alte griechisch olympische Diziplin?
Pankration vielleicht besser?

Der kleine Malocher Januar 8, 2014 um 12:31

Leute, lasst es.
Diese welchselseitige Negativität, mit der wir uns begegnen, schwächt uns als Kollektiv. Wir haben das Bedürfnis, “das eigene” Verständnis, oder “die eigene” Position zu einem Thema rüberzubringen und sehen nicht, dass es gar nichts “eigenes” gibt. Von der menschlichen Schwäche, sich gegenseitig zu bekriegen, profitieren dann andere – eher spirituelle – Entitäten, die sich daran erregen. Unser Zwist ist deren Nahrung.
Der Satz:
“Der Idiot, der Abgesonderte, dreht sich wie eine Rose im Flußstrudel zielstrebiger Menschen.”
ist deswegen gut, weil es auch simple “materialistisch-spirituelle Gründe” für ein Drehen im Flußstrudel gibt: C2H5OH, der Geist des Weines.
Die Rose, die mitten in der Nacht 10-Punkte-Geschichten schrieb, hatte sich wohl zuvor über etwas geärgert und ihren Kummer mit zwei oder drei Gläsern zuviel ertränkt. Sie sieht das aber und möchte sich bei den (hier nicht im Forum vertretenen) Menschen für unflätige oder beleidigende Formulierungen entschuldigen.

petervonkloss Januar 8, 2014 um 12:40

gelegentlich Januar 8, 2014 um 11:06
“@pvk
Wirkliche Elite sieht man hier:
http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/40/40713/1.html

Sorry, aber
dieses Aufklärungstextchen als elitär zu begreifen fällt mir schwer.

alles liebe.

gelegentlich Januar 8, 2014 um 12:59

@pvk

Mir nicht. Elite durch => Tun. Das Richtige tun. Das, was getan werden mußte. Das bezieht sich nicht auf den Autor des Artikels, sondern auf die Dargestellten.

Im Gegensatz zu:
„ Das natürliche Bedürfnis gegenüber dem schrankenlos inkludierenden System geht nach dem ausgewählten Zirkel.“

Das war sowieso Ironie ohne Ironietag. Elitär ist bei mir negativ besetzt, in Deutschland erst recht. Es ist ein Wort, das ich mit gescheiterten Nicht-Intellektuellen verbinde, die vor und nach dem 1. Weltkrieg die Demokratie ablehnten und nur im günstigsten Fall in eine Art unpolitischer melancholischer Selbstabsonderung flüchteten. BS sehe ich in diesem „Strang“, der für mich eine Art Hochstaplergeistigkeit ist. Vom unsäglichen George mal abgesehen.

@Der kleine Malocher
Danke für das wunderbare Beispiel von angewandtem Materialismus. „Unser Zwist ist deren Nahrung.“ Stimmt. Ceta scheint im Moment noch unter dem Radarschirm durchzufliegen.

Linus Januar 8, 2014 um 13:54

@pvk:
„Der Mann ist der gegenwärtigen deutschen Kultur un 10000km überlegen…“

Wen interessiert das? Es ist doch für die Einschätzung von wem auch immer völlig egal, wo sich die “deutsche Kultur” (was ist das überhaupt?) im Verhältnis zu ihm befindet. Auch interessiert in 1. Ordnung nicht, wer es sagt, sondern was er sagt.

Warum immer dieser Personenkult, mit angeschlossener Eingeweide-Exegese? Das ist Parasitismus, der sich als Hermeneutik tarnt.

ruby Januar 8, 2014 um 14:10

1.8 Millionen geteilt durch 60.000
ergibt 30 Stellwerkerarbeitsplätze für einen Pofalla!
Wo fallen die Stellen weg?
Flächendeckend oder Schwerpunkte?
Wer hätte gedacht, dass der Ronald noch so viel Spaaasss verursacht.
Guttenberg reloaded ;-)

holger Januar 8, 2014 um 14:23

Ach Leute,

was der Vinxtor da macht ist echt cool. Fasziniert mich immer noch. Und hat mehr inhaltlichen Gehalt, als das, was Vinxtors Feder hier pinselt.

Vermutlich hängt ihr mit Vinxtor den Falschen. Wenn er sich mehr um “seine” “Kunst” Gedanken machen würde ginge es ja auch.

Bis dann ihr Turkeys

Soldat Schwejk Januar 8, 2014 um 15:11

@ Der kleine Malocher Januar 7, 2014 um 01:27

Nun hab ich mal auf Deine Empfehlung hin in ein Youtube-Video mit Laura Magdalene Eisenhower reingeschaut. Ich finde, wenn man einen Sound drunterlegen würde, dann könnte es Anne Clark nahekommen. Aber der ungebremste und assoziative Redefluß läßt doch an hypomanische Befindlichkeiten denken, was jetzt gar nicht negativ gemeint ist… Viele große Kunstwerke dürften im hypomanischen Modus geschaffen worden sein.

In der Sache muß ich gestehen, daß mir diese Gattung von Welterklärungsversuchen suspekt ist, jedenfalls wenn sie einen kollektiven Anspruch erhebt. Ich schrieb ja schon mal: Hatte Anfang der 90-er kurz mal was mit so einer New-Age-Ökosekte zu tun und habe mich nicht ohne Grund recht schnell davon abgewandt. Wobei ich es schon interessant fand, was dort verhandelt wurde – aber ziemlich abstoßend, wie es verhandelt wurde. Es blieb der Eindruck, daß dieser ganze New-Age-Diskurs zwar mit teils guter Begründung die Abkehr von der Orthodoxie mitsamt ihren formalen hierarchischen Strukturen feiert, dafür aber im Namen der heterodoxen Lehre nur umso schärfere informelle Gruppenzwänge schafft. Seither habe ich es mir zum Grundsatz gemacht, das Neue Zeitalter nur noch wohldosiert und ganz in privater Zurückgezogenheit durch die Pforten der Wahrnehmung hereinzulassen und es keinesfalls mehr halböffentlich zu erörtern… aber ich will mir gern für das neue Jahr vornehmen, endlich mal das Buch von Lyall Watson zu lesen, welches da seit langem bei mir im Regal verstaubt.

Ansonsten ist Dir schwer zu folgen, finde ich, weil Du alle möglichen subkulturellen Diskurse so zu einem Brei verrührst. Anomalien & heterodoxe Lehren in der Physik, dann das UFO-Zeugs, Geistheilerei, Hirnforschung, das alles überformt von so einem politischen Machtdiskurs. Selbst für jemanden, der sich in einem der Felder gut auskennt, wäre ein analytischer Zugang zu dem ganzen Brei kaum möglich; er könnte sich nur entscheiden, ob er glauben oder nicht glauben will, daß der Brei ihm im Sinne eines Erkenntnisgewinns bekömmlich ist.

Nehmen wir Deine physikalischen Betrachtungen zu freier Energie und so. Ich kenne mich damit nicht aus und kann überhaupt nicht beurteilen, ob und wieweit der Angriff auf die Orthodoxie der theoretischen Physik da gut begründet ist oder nicht. Nehmen wir mal an, er ist es, und die einschlägigen Forschungen werden eines Tages zu einer grundlegenden Revision der Anschauungen in der Energetik führen. Wäre dafür nicht (Occam’s Razor) eine Erklärung im Sinne von Thomas Kuhn völlig ausreichend? Die Orthodoxie hat mit dem Auftreten von Anomalien umzugehen, deren Erklärung sich zunehmend schwer in das vorherrschende Paradigma integrieren läßt. Trotzdem hat die orthodoxe Theorie ein großes Beharrungsvermögen, weil der Status einer Wissenschaftlergemeinde samt ihrer Organisationen sowie individueller Status & Karriereansprüche daran hängen – und weil die heterodoxen Herausforderer zunächst keinen vergleichbaren geschlossenen Erklärungszusammenhang aufbieten können. Erst durch eine Art theoretischer Revolution, verbunden auch mit dem Abtreten einer alten Generation von Koryphäen ihres Fachs, wird ggf. das alte Paradigma gestürzt und durch ein neues ersetzt. Wobei das natürlich AUCH als ein Spiel um Macht beschrieben werden kann: Macht innerhalb und zwischen den wissenschaftlichen Organisationen und verschiedenen Fraktionen von deren Establishment (“peer-review” etc.). Insofern können Erklärungen, wie sie zur Beschreibung gesellschaftlichen Wandels genutzt werden, schon mit hilfreich sein.

Aber so eine große Erzählung aufzumachen, wonach irgendwelche Machtnetzwerke die miteinander zusammenhängenden Wahrheiten in Sachen Ufologie, freie Energie, Geistheilerei etc. unterdrücken… also sagen wir so… für solch eine Erzählung bin ich nicht empfänglich. Leute wie der oben angeführte, auch umstrittene Lyall Watson tun solches m.W. ja auch nicht, sondern sie konzentrieren sich auf die allgemeinverständliche Beschreibung von Anomalien in dem von ihnen zu verantwortenden Forschungsfeld. Vielleicht kann man „seriöse“ und „unseriöse“ Heterodoxe danach unterscheiden, wie weit sie den behaupteten Geltungsbereich ihrer alternativen Erklärungsansätze fassen – und wie schnell sie dabei sind, gleich irgendwelche großtheoretischen Entwürfe zusammenzubasteln, die das Forschungsfeld weit übersteigen, in dem sie selbst systematische Beobachtungen machen können.

Diese Überlegung stelle ich mal so als Nicht-Wissenschaftler in den Raum. Auf die Sozialwissenschaften soll das ausdrücklich nicht bezogen sein, da das nicht-paradigmatische Wissenschaften sind, für die eine ganz andere Entwicklungslogik gilt.

Was die Sache mit den Hirnhälften und so angeht, im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Überlegungen: Auch das ist mir irgendwie suspekt, wie überhaupt alles, was zuerst den Menschen ändern will, um mit dem veränderten Menschen dann die Verhältnisse zu ändern. Das hat so was Sektiererisches… ich muß wieder an die Ökosekte denken… und werde dabei weniger gerührt als vielmehr geschüttelt… Ich halte es für viel sinnvoller, in bezug auf gesellschaftliche Reformideen eine weitgehende Anschlußfähigkeit herzustellen zu Leuten, die ganz unterschiedlich hirnen. Ob das mit einer Ansprache wie der von L.M. Eisenhower gelingt, wage ich doch zu bezweifeln.

Auch finde ich es anstrengend und ermüdend, über das Gehirn nachzudenken. Womöglich sabotiert das Erkenntnisobjekt hier die Anstrengungen des Erkenntnissubjekts und nutzt dabei seine strategisch günstige Lage schamlos aus. :-) Denkversuche in solche Richtung evozieren bei mir immer nur Erinnerung an die Kindheit herauf, als es im Haushalt einen Hund hatte, in dessen Freßnapf oft die schleimige gräuliche Masse des Schweinehirns lag…

Aber gut… da ich gerade noch den letzten Diskursvolten folge… Botho Strauß und so… 2000 lightyears from home… da will ich mit William Shakespeare schließen, der in “The Tempest” den Trinculo sagen läßt:

—> “The folly of this island! They say there’s but five upon this isle: we are three of them; if th’ other two be brained like us, the state totters.”

holger Januar 8, 2014 um 16:08

Schwejk

—>>>Nehmen wir Deine physikalischen Betrachtungen zu freier Energie und so. ”

Das gibts doch gar nicht. Weil ja nix größer als 1 sein kann.

Es ist eine Frage der Definition und die Findung einer “Grenze” oder woran soll man denn den Maßstab aufbauen? Diese Diskussionen bin ich leid. Nach 13 Jahren. Auch die Faselei von “Raumenergie” Prof.Dr.hchchchahaha Gruber. Oder “Lichtnahrung”

Fakt ist: Es gibt eben “Effekte” die eben keiner in platter 2D Betrachtung darstellen kann.

Auch die Mathematik (statisch) hilft da nicht weiter.

Der Rest ist Glaube Hoffnung Liebe

Nur der Ouzo stirbt zu letzt.

holger Januar 8, 2014 um 16:13

http://www.mpg.de/582586/pressemitteilung200912013?filter_order=LT&research_topic=PA-KS

Ich möchte mal das hier verlinken. Mit Prof.Bodenschatz von den MPlanckern hatte ich schon diverse Telefonate.

Wenn das nicht seriös ist, dann weiß ich es auch nciht mehr.

holger Januar 8, 2014 um 17:28
gelegentlich Januar 8, 2014 um 19:27

@holger

Und was soll uns das in dieser Allgemeinheit sagen?

holger Januar 8, 2014 um 19:54

gelegentlich

warum schließt Du nicht einfach mal selber Schlüsse daraus? Du bist doch so intelligent, um das postulierte zu verarbeiten oder nicht? Du kannst natürlich aber auch gerne weiterhin immer schwer auf die Nuss hauen. Immer feste drauf. Wie Hütt. Ich als Agnostiker sage nur, kann sein oder kann auch nicht sein. Und ja, es gibt so etwas wie “Gott” warum auch nicht? Vielleicht gibts ja auch Götter. Wer weiß es denn wirklich? DU Hafensänger etwa? Bügel deine Socken weiter und gut ist.

gelegentlich Januar 8, 2014 um 20:22

Ich weiß es nicht wirklich. Aber ich bin aufgeschlossen. Wenn Einer kommt und von ihm berichtet würde ich fragen, ob er das glaubt oder ihn gesehen hat. Und ich vermute das aus politischen Diskussionen draußen halten zu wollen. Wie ich den Rest des Tages dann verbringe möchte ich selber entscheiden.

Der kleine Malocher Januar 9, 2014 um 00:27

Soldat Schwejk Januar 8, 2014 um 15:11

“Ansonsten ist Dir schwer zu folgen, finde ich, weil Du alle möglichen subkulturellen Diskurse so zu einem Brei verrührst. Anomalien & heterodoxe Lehren in der Physik, dann das UFO-Zeugs, Geistheilerei, Hirnforschung, das alles überformt von so einem politischen Machtdiskurs. Selbst für jemanden, der sich in einem der Felder gut auskennt, wäre ein analytischer Zugang zu dem ganzen Brei kaum möglich; er könnte sich nur entscheiden, ob er glauben oder nicht glauben will, daß der Brei ihm im Sinne eines Erkenntnisgewinns bekömmlich ist.”

Ich sehe das Problem und will deshalb zurückkommen auf ein Buch, das ich erst heute fand – und daher nur das Google Review mit den excerpts bisher gelesen habe:
http://www.oxfordscholarship.com/view/10.1093/acprof:oso/9780199753598.001.0001/acprof-9780199753598
Richard Landes beschreibt darin die Phänomenologie eines “Millennialismus”, also das, was Du mir mit deinem letzten Kommentar zu den Kommentatoren dieses Blogs (scherzhaft) vermitteln wolltest. Irgendwie spüren wir alle, dass wir in einer besonderen Zeit leben, eine Zeit des Chaos, des inneren Widerspruchs, der Auflösung eines Weltbildes und dass das irgendwie verbunden ist mit der Hoffnung, es möge sich – fundamental – verbessern. Landes ist Historiker und lehrt in Jerusalem. Er sieht, dass faktisch alle Kulturen dieser Welt diese Zeit vorausgesehen haben. Die Zeit der Rückkehr eines “Götterboten”, “Gottes”, “Messias”.
Das Buch erschien 2011 bei Oxford University Press und kann daher nur das abbilden, was wir alle real und unumstößlich als Rationalität verinnerlicht haben. Ich bin jetzt mal frech und vorlaut, indem ich behaupte, dass die Erkenntnis, dass Newton ein Religionsgründer war, vor mir stammt und zum allerersten Mal in diesem Blog abgesondert wurde. Ob das “objektiv” stimmt, soll mich im Moment nicht interessieren. Dieser Blog ist kein wissenschaftliches Journal. Aber “gefühlt” subjektiv stimmt es. Die “materialistisch-reduktionistische” Methode durchdrang erst die Naturwissenschaften und dann die Geisteswissenschaften (“First we take Manhattan, then we take Berlin”).

Wie soll ich meinen “Brei” (der tatsächlich – im Moment noch – Brei ist) verteidigen? Wir haben keine “theory of reality” bisher. Aber wir können uns zwischen zwei Religionen entscheiden:
(1) Science = materialism + reductionism
(2) Science = materialism + spiritualism
Bei mir selbst hat die Konversion von (1) nach (2) etwa 2-3 Jahre gedauert und ich habe den Prozess des Umlernens immer noch nicht abgeschlossen. Ich weiss noch nicht mal, ob ich Gnostiker oder Agnostiker bin. Ich weiss lediglich dass “Gnosis” existent ist, und dass uns ein skeptischer Fundamentalismus nicht weiter führt.

Ich denke, dass die Hinterfragung eines Descartes’schen “cogito ergo sum” der Anfang einer neuen Diskussion sein könnte. Wieso darf es nicht umgekehrt sein? “I AM (therefore I think).” Existenz geht Erfahrung (= I think) voraus, ohne Existenz keine Erfahrung. Was aber existiert dann? Holger sollte seine “out of body” experience mal für uns beschreiben – es würde mich wirklich interessieren.

Lina Januar 9, 2014 um 17:15

Huuuuh (ch!) ;)

Lina Januar 9, 2014 um 17:19

Tilo Jung ist schnuckelig wie ein Welpe und ein “lecker Jung”.

Möge er seine Neugier behalten und uns versprechen, dass er NACHDEM er diesen thread (und unzählige andere) gelesen hat, nicht zynisch wird……. und später behaupten muss: Ich war jung und brauchte das Geld!

cheers
;)

Der kleine Malocher Januar 9, 2014 um 17:31

@holger Januar 8, 2014 um 16:13

Die Sache ist wirklich seltsam. Könnte interessant sein, da mal mit akustischen Methoden reinzuschauen – stehende Wellen bei Konvektionswirbeln? Wenn thermische Konvektion sich resonant selbstorganisieren würde, nur so ins Unreine gedacht… Vielleicht fragste ihn mal…

Aber selbst beim Wasser ist unglaublich viel – wie sagt Schweik – Orthodoxie in den Köpfen. “Offiziell” ist die Grenzstruktur des Wassers an Biomolekülen und hydrophilen Oberflächen ja nur ein paar Nanometer dick. Gerald Pollack sieht sog. “Exclusion zones” bis in den Submillimeterbereich hinein und behauptet, es handle sich um eine bienenwabenartige Packung aus n [H3O2-] Einheiten, bei der n Protonen ins “bulk water” gehen. Also Ladungstrennung und elektrische Polarisation dieser Grenzschicht. Dazu braucht man aber Energie – und die kommt laut Pollak aus der Infrarotstrahlung des Hintergrunds. Will heißen: Wärme ohne Temperaturgradient kann zur Gewinnung von elektrischer Energie verwendet werden. Weil das nicht sein darf (2. HS), sehen ihn die meisten als Spinner an. Schau mal rein, die Experimente sind mit “Küchenware” und ungefährlichen Chemikalien reproduzierbar. Mikroskop brauchste noch.
http://www.youtube.com/watch?v=JnGCMQ8TJ_g

Lina Januar 9, 2014 um 17:33

Ach, ja…..

@ Ufo

Laut deutscher Regierung müssen alle Länder kräftig exportieren, damit es der Weltwirtschaft besser geht.
Deswegen wird Zeit, dass sich Deine Ausserirdischen Arschlöcher endlich zeigen und sich bereit erklären unseren gesamten Müll zu importieren! Verflixt und zugenäht!

Der kleine Malocher Januar 10, 2014 um 10:04

Ach, Lina…

So wie ich den Cartoon (http://www.youtube.com/watch?v=WfGMYdalClU) verstehe, können die mit unserem Müll ebensowenig anfangen, wie wir selbst.

Der kleine Malocher Januar 10, 2014 um 10:16
petervonkloss Januar 10, 2014 um 11:56

Soldat Schwejk Januar 8, 2014 um 15:11

Lieber, da muß ich dich doch mal wieder ins Hohe loben, soweit das überhaupt bei einem „Linken“ geht.
deshalb:
http://www.youtube.com/watch?v=wcy8o0gj-A0

petervonkloss Januar 10, 2014 um 12:20

The Best: (mit Brian Jones)
http://www.youtube.com/watch?v=k_UFQMImqOQ

gelegentlich Januar 10, 2014 um 13:12

http://www.heise.de/tp/blogs/6/155647

Re: “Nahezu ohne Interesse deutscher Medien “…
0.13um (mehr als 1000 Beiträge seit 10.03.02)
Rudimentaer schrieb am 10. Januar 2014 02:25

> …der war wirklich gut!

Ich werde dieses Jahr 50 und glaube nicht mehr, daß hier irgendwas veröffentlicht wird, das nicht irgend einem Sockenpuppenspieler nützt. Heise ist der letzte mir bekannte seriöse Verlag, dem man Nachrichten entnehmen kann. Um so trauriger stimmt es mich, daß wir Heise immer mehr an die (dpa) Propaganda verlieren.

—————————————————————

Man kann eine angeschlagene Sache dadurch retten dass man darauf achtet, dass sie immer nur allgemein kritisiert wird, egal wie wortradikal. Wirkliche Machtverschiebungen sind aber konkret: wie stünde die NSA-Sache wenn in Luxemberg Filzhüte wegen ihrer Gesetzesbrüche verurteilt würden? Oder der in Stuttgart erwischte und enttarnte agent provocateur? Oder die Jungs der „Sicherheitsfirma“ in Hamburg, die einem HSH-Manager Kinderporno untergeschoben hatten?
Dann kämen wohl Viele aus ihrer Haltung heraus, da kann man eh nichts machen, schlimm, schlimm, bei Ceta auch nicht, reden wir lieber über Homos, human interest.

wowy Januar 10, 2014 um 14:03

“…wenn die Zeitläufte einem freiheitlichen Strafrecht entgegenlaufen”
Prantls Nachruf auf Hassemer:
http://www.sueddeutsche.de/politik/bundesverfassungsgericht-ex-verfassungsrichter-hassemer-ist-tot-1.1859845

wowy Januar 10, 2014 um 16:14
Der kleine Malocher Januar 11, 2014 um 18:18

Hier ein in den “einfachen Worten” eines R. Fleischer gehaltener Vortrag über Stilmittel der journalistischen Tätigkeit, “Framing”, CIA-Einfluss und der Rolle von Presseagenturen, Auszüge aus einem Arbeitsvertrag eines Journalisten beim Springer-Verlag und einem Passus über die Wahrung nordatlantischer Interessen, usw. usf.

Zwar an “UFO” aufgehängt, aber genügend informativ, um auch Rückschlüsse auf andere Themen zu ziehen. Im positiven Sinne kann “Tumult” auch eine erste von mehreren Phasen sein, die durchlaufen werden, wenn ein Journalist in sich selbst erkennt, wie sehr unsere “Realität” manipuliert ist.

Für die Nicht-Journalisten unter uns: Man lernt etwas über “Medienkompetenz” in der Praxis ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=C4xK7FDYm1c

Lina Januar 11, 2014 um 21:21

Der kleine Malocher Januar 10, 2014 um 10:16

Sehr nett, kleiner Malocher. Damit hast Du Dir tatsächlich Deinen Nick verdient. :D

Jemand, der Vorträge über die rechte Gehirnhälfte hält, würde nämlich “den ganzen Krempel” eher so sehen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kare-san-sui

Der kleine Malocher Januar 12, 2014 um 00:09

Lina,

“Sehr nett, kleiner Malocher. Damit hast Du Dir tatsächlich Deinen Nick verdient. :D”

Wenn es so ist, bin ich Dir für Dein Kompliment dankbar. Im Moment geht es um Dich! Trockenheit – auch im übertragenen Sinne (ich bin da eher Sünder) ist die Voraussetzung für Erkenntnis. – kein smiley.
Wenn Du also etwas siehst, was über die allgemeine Nachrichtenlage hinausgeht – dann sag es!

“Rechtshirnigkeit” ist keine Garantie für Wahrheit, es muss auf beiden Hirnhälften ein “yes” ergeben. Und selbst dann gibt es keine Garantie dafür, dass wir einen Trugschluss kultivieren.

Aber “wahr” ist stets “wichtig”. Zunächst subjektiv und später objektiv.

E.T. Januar 12, 2014 um 13:37

bitte keine Diskussion, nur für sich selber entscheiden. Danke.

VERÄNDERT DIE WELT!
“ENTSCHEIDET, OB WIR UNS ZU ERKENNEN GEBEN SOLLEN!”

Wer diese übersetzte Botschaft an euch übermittelt hat, ist irrelevant, und er sollte in eurem Geist anonym bleiben. Was Ihr mit dieser Botschaft anfangt, ist, worauf es ankommt!

Jeder von euch wünscht seinen oder ihren freien Willen auszuüben und Glück zu erleben. Dies sind Eigenschaften, die uns gezeigt wurden und zu welchen wir jetzt Zugang haben. Euer freier Wille hängt ab von dem Wissen, das Ihr über euere eigene Macht habt. Euer Glück hängt ab von der Liebe, die Ihr gebt und empfängt.

Wie alle bewussten Rassen in diesem Stadium der Entwicklung mögt Ihr euch auf eurem Planeten isoliert fühlen. Dieses Empfinden macht euch eures Schicksals sicher. Und dennoch befindet Ihr euch am Rande großer Umwälzung, derer sich nur eine Minderheit bewusst ist.

Es liegt nicht in unserer Verantwortung, eure Zukunft zu verändern ohne dass Ihr es so wählt. Betrachtet diese Botschaft als einen weltweiten Volksentscheid! Und eure Antwort als einen Stimmzettel!
Wer sind wir?

SternensystemWeder bei euren Wissenschaftler noch bei euren Religionsvertreter herrscht Einstimmigkeit über die unerklärlichen himmlischen Ereignisse, deren Zeuge die Menschheit seit Jahrtausenden ist.

Um die Wahrheit zu erfahren, muss man sie ohne den Filter seiner Glaubensmuster anschauen, wie respektabel diese Glaubensmuster auch immer sein mögen.

Eine wachsende Anzahl anonymer Forscher unter euch erforschen neue Wege des Wissens und kommen der Realität sehr nahe. Heute ist eure Zivilisation überflutet mit einem Ozean von Informationen, von denen hauptsächlich nur ein winziger Anteil, der weniger aufregende, verbreitet wird.

Was im Laufe eurer Geschichte lächerlich oder unwahrscheinlich erschien, wurde oft Möglichkeit und dann Wirklichkeit, insbesondere in den letzten fünfzig Jahren. Seid euch bewusst, dass die Zukunft sogar noch überraschender sein wird. Ihr werdet das Schlimmste ebenso entdecken wie das Beste. Wie Milliarden anderer in dieser Galaxie sind wir bewusste Geschöpfe, die manche als “Außerirdische” bezeichnen, auch wenn die Wirklichkeit etwas subtiler ist.

Es gibt keinen wesentlichen Unterschied zwischen euch und uns, außer vielleicht der Erfahrung bestimmter Evolutionsstufen. Wie in jeder anderen organisierten Struktur existiert eine Hierarchie in unseren internen Beziehungen. Die unsere beruht auf der Weisheit verschiedener Rassen. Mit Zustimmung dieser Hierarchie wenden wir uns jetzt an euch.

Wie die meisten von euch sind wir auf der Suche nach dem Höchsten Wesen. Daher sind wir keine Götter oder Kleingötter, sondern praktisch eure Nächsten in der Kosmischen Bruderschaft. Physisch unterscheiden wir uns ein wenig von euch, aber die meisten von uns haben eine menschenartige Gestalt.

Unsere Existenz ist eine Realität, aber die meisten von euch nehmen diese noch nicht wahr. Wir sind nicht bloß etwas, was man beobachten kann, wir sind Bewusstsein, gerade so wie Ihr. Ihr könnt uns nicht erfassen, weil wir die meiste Zeit für eure Sinne und eure Messinstrumente unsichtbar bleiben. Wir möchten zu diesem Zeitpunkt eurer Geschichte diese Lücke schließen. Zu dieser kollektiven Entscheidung sind wir gekommen, doch genügt dies noch nicht. Wir brauchen die eure. Durch diese Botschaft werdet Ihr die Entscheidungsträger! Ihr persönlich.

Wir haben keinen menschlichen Vertreter auf der Erde, der euch bei dieser Entscheidung leiten könnte.
Warum sind wir nicht sichtbar?

In bestimmten Evolutionsstadien entdecken kosmische “Menschheiten” neue Formen der Wissenschaft, die jenseits der augenscheinlichen Kontrolle der Materie liegen. Hierzu gehören strukturierte Dematerialisierung und Materialisierung. Dies ist, was eure Menschheit in einigen wenigen Laboratorien erreicht hat, in enger Zusammenarbeit mit anderen „außerirdischen“ Wesenheiten, zum Preis von gefährlichen Kompromissen, die von einigen eurer Vertreter mit Absicht vor euch verborgen gehalten werden.

Neben den Objekten oder Phänomenen im Luft- oder Weltraum, von denen eure wissenschaftliche Gemeinde weiß und die ihr als „UFOs“ bezeichnet, gibt es Raumschiffe, die im Wesentlichen multidimensional konstruiert sind, so dass bei ihnen diese Fähigkeiten zur Anwendung kommen.

Viele menschliche Wesen sind mit solchen Schiffen, von denen einige den dunklen Mächten unterstehen, die euch „beherrschen“, in visuellen, auditiven, taktilen oder außersinnlichen Kontakt getreten. Dass Ihr dies so selten beobachtet, liegt an den außerordentlichen Vorteilen, die der dematerialisierte Zustand dieser Schiffe bietet.

Solange ihr sie nicht mit eigenen Augen seht, könnt Ihr an ihre Existenz nicht glauben. Wir verstehen dies voll und ganz. Die meisten Beobachtungen dieser Art werden auf individueller Basis gemacht, so dass die Seele berührt, nicht jedoch irgendein organisiertes System verändert wird. Dies geschieht mit Absicht jener Rassen, die euch umgeben, jedoch aus sehr verschiedenen Gründen und mit ebenso verschiedenen Ergebnissen.

Bei negativen multidimensionalen Wesen, die bei der Ausübung von Macht im Schatten der menschlichen Oligarchie eine Rolle spielen, ist die Diskretion begründet durch ihren Willen, ihre Existenz und ihr Festhalten an dieser Macht geheim zu halten.

Bei uns ist die Diskretion begründet durch den Respekt des menschlichen freien Willens, der die Menschen dazu befähigt, ihre eigenen Angelegenheiten zu regeln, so dass sie für sich selbst (von allein) zu technischer und spiritueller Reife gelangen. Der Eintritt der Menschheit in die Familie galaktischer Zivilisationen wird mit Freude erwartet.

Wir können bei hellem Tageslicht in Erscheinung treten und Euch helfen, diese Vereinigung zu erlangen. Bis jetzt haben wir es unterlassen, da zu wenige von euch es aufgrund von Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder Angst wirklich wünschten, und weil keine Rechtfertigung durch die Dringlichkeit der Situation gegeben war.

Viele jener, die unser Erscheinen studieren, zählen die Lichter in der Nacht, ohne den Weg zu erhellen. Sie denken oft in Begriffen von „Objekten“, wo es doch nur um bewusste Wesen geht.
Wer seid Ihr?

Ihr seid die Nachkommen vieler Traditionen, die sich über lange Zeit gegenseitig bereicherten, indem die eine zur anderen beitrug. Dasselbe gilt für die Rassen auf der Erdoberfläche. Euer Ziel ist es, euch im Respekt dieser Wurzeln zu vereinen, um ein gemeinsames Projekt zu vollenden. Das äußere Erscheinungsbild eurer Kulturen scheint euch voneinander getrennt zu halten, weil ihr euer tieferes Wesen mit ihm ersetzt habt. Die äußere Form ist heute wichtiger als die Essenz eurer subtilen Natur. Für die herrschenden Mächte stellt gerade diese Betonung des Äußeren einen Schutzwall gegen jede Form von Bedrohung dar.

Ihr seid dazu aufgerufen, die äußere Form zu überwinden und sie dennoch um ihres Reichtums und ihrer Schönheit willen zu respektieren. Das Formbewusstsein zu verstehen heißt die Menschen in ihrer Verschiedenheit lieben. Frieden bedeutet nicht Abwesenheit von Krieg, er besteht darin, zu werden, was Ihr in Wirklichkeit seid: Eine Bruderschaft von Gleichen.

Damit Ihr dies versteht, verringert sich die Anzahl von Lösungen, die innerhalb eurer Reichweite liegen, beständig. Eine davon besteht darin, mit einer anderen Rasse in Kontakt zu treten, die das Bild dessen, was Ihr in Wirklichkeit seid, reflektieren würde.
Was ist eure Situation?

Außer bei seltenen Gelegenheiten hatten unsere Interventionen immer sehr wenig Auswirkung auf eure Fähigkeit, kollektive und individuelle Entscheidungen in Hinblick auf Eure eigene Zukunft zu treffen. Dies geschah aufgrund unseres Wissens um eure tiefenpsychologischen Mechanismen.

Wir kamen zu dem Schluss, dass Freiheit Tag für Tag erlangt wird, indem ein Wesen sich seiner selbst und seiner Umgebung bewusst wird und sich schrittweise seiner Beschränkungen und Trägheit entledigt, was immer diese auch sein mögen. Trotz der zahlreichen, tapferen und bereiten menschlichen Bewusstseine wird diese Trägheit zum Nutzen einer wachsenden zentralisierenden Macht künstlich aufrechterhalten.

Bis vor kurzem waren die Menschen in befriedigender Weise Herren über ihre Entscheidungen. Aber die Kontrolle ihres eigenen Schicksals entgleitet ihnen aufgrund des wachsenden Gebrauchs fortschrittlicher Technologien, deren tödliche Konsequenzen für das Ökosystem der Erde und das des Menschen nicht rückgängig zu machen sind, immer mehr. Ihr verliert langsam, aber sicher eure außergewöhnliche Fähigkeit, das Leben lebenswert zu machen. Eure Fähigkeit, dem Schicksal die Stirn zu bieten, wird sich vermindern, künstlich, unabhängig von Eurem eigenen Willen. Es existieren Technologien, die sowohl euren Körper als auch euren Geist beeinflussen. Derlei Pläne existieren und werden vorangetrieben.

Dies kann sich ändern, solange Ihr diese schöpferische Kraft in Euch behaltet, selbst wenn diese sich mit den dunklen Absichten euerer potentiellen Herren eingelassen hat. Dies ist der Grund, warum wir unsichtbar bleiben. Diese individuelle Kraft ist dem Untergang geweiht, falls eine kollektive Reaktion von Größe ausbleibt. Es gibt einen Bruch in der kommenden Zeit, wie auch immer dieser aussehen mag. Aber solltet ihr bis zum letzten Moment warten, um Lösungen zu finden? Solltet ihr Euch auf Schmerz einstellen oder ihn gar erleiden?

Eure Geschichte ist geprägt von unaufhörlichen Begegnungen zwischen Völkern, bei welchen eines das andere entdecken musste, und dies unter oftmals konfliktreichen Umständen. Eroberungen geschahen fast immer zum Schaden anderer. Die Erde ist nun zu einem Dorf geworden, in dem jeder jeden kennt, Konflikt jedoch noch immer fortbesteht und sich Bedrohungen aller Art in Dauer und Intensität verschlimmern.

Wenn Ihr auch individuell gesehen ein menschliches Wesen seid, so könnt Ihr die vielen potentiellen Fähigkeiten, über die Ihr verfügt, doch nicht in Würde ausüben. Dies trifft auf die größte Mehrheit unter Euch zu, aus im Wesentlichen geopolitischen Gründen.

Es gibt einige Milliarden von Euch. Die Ausbildung Eurer Kinder und Eure Lebensbedingungen unterliegen, genauso wie die Bedingungen, unter denen viele Tiere und Pflanzen leben, nichtsdestoweniger der Gewalt einiger weniger eurer politischen, finanziellen, militärischen und religiösen Repräsentanten.

Eure Gedanken, Euer Glauben wird modelliert nach parteiischen Interessen, euch zu Sklaven zu machen, während man euch zugleich das Gefühl vermittelt, vollständige Kontrolle über euer Schicksal zu haben – was im Wesentlichen der Realität entspricht.

Aber es ist ein langer Weg von einem Wunsch zu einer Tatsache, wenn die wahren Regeln dessen, was gerade gespielt wird, unbekannt sind. Dieses Mal seid Ihr nicht der Eroberer. Information zu verzerren, so dass bestimmte Aspekte einseitig betont werden, ist eine Jahrtausende alte Strategie für menschliche Wesen. Gedanken, Gefühle oder Organismen, die nicht zu Euch gehören, durch Ad-hoc-Technologien zu induzieren, ist eine sogar noch ältere Strategie.

Wunderbare Möglichkeiten des Fortschritts stehen direkt neben großen Bedrohungen der Unterjochung und Zerstörung. Diese Gefahren und Möglichkeiten existieren jetzt. Ihr könnt jedoch nur wahrnehmen, was Euch gezeigt wird. Das Ausgehen der natürlichen Ressourcen ist vorprogrammiert, wohingegen mit noch keinem langfristigen kollektiven Projekt begonnen wurde.

Die Mechanismen der Erschöpfung des Ökosystems haben die Grenzen der Unumkehrbarkeit überschritten. Die Knappheit von Ressourcen und deren ungerechte Verteilung – Ressourcen, die sich Tag für Tag verteuern werden – werden zu Fehden und Brudermord führen, im großen Rahmen, aber auch im Herzen eurer Städte und ländlicher Gemeinden.

Der Hass wächst, aber auch die Liebe. Dies erhält euer Vertrauen in Eure Fähigkeit, Lösungen zu finden. Aber die kritische Masse ist nicht genug, und es wird klug Sabotage betrieben.

Menschliches Verhalten, geformt von Gewohnheiten und Ausbildung in der Vergangenheit, hat solch eine Trägheit, dass diese Perspektive Euch in eine Sackgasse führt. Ihr vertraut diese Probleme Repräsentanten an, deren Bewusstsein für das Gemeinwohl im Angesicht korporierter Interessen langsam erlischt, zusammen mit dem für diese Schwierigkeiten. Sie debattieren immer über die Form, aber selten über den Inhalt.

Und gerade wenn die Zeit zum Handeln gekommen ist, werden sich Verzögerungen häufen, bis hin zu dem Punkt, an dem Ihr euch unterwerfen müsst, anstatt wählen zu können. Was für ein Ereignis könnte diese Trägheit, die für jede Zivilisation typisch ist, radikal verändern? Woher wird ein kollektives und vereinendes Bewusstsein kommen, das dieses blinde Voranstürmen aufhält?

Stämme, Völker und Nationen haben sich immer getroffen und ausgetauscht. Angesichts der Bedrohungen, die auf der menschlichen Familie lasten, ist es vielleicht Zeit für eine größere Interaktion. Eine große Flutwelle steht kurz davor, sich aufzubäumen. In ihr mischen sich sehr positive, aber auch sehr negative Aspekte.
Wer ist die “dritte Partei“?

Es gibt zwei Wege, kosmischen Kontakt mit einer anderen Zivilisation herzustellen: Durch ihre ständigen Vertreter oder direkt mit Individuen, ohne Unterschiede zu machen. Der erste bringt Interessenskonflikte mit sich, der zweite Bewusstheit.

Der erste Weg wurde von einer Gruppe von Rassen gewählt, denen es darum ging, die Menschheit in Sklaverei zu halten und dabei die Ressourcen der Erde, den Genpool und die menschliche emotionale Energie zu kontrollieren.

Der zweite Weg wurde gewählt von einer Gruppe von Rassen, die mit der Sache des Dienenden Geistes verbündet ist. Wir haben uns zuletzt dieser selbstlosen Sache verschrieben und uns vor einigen Jahren Vertretern der menschlichen Macht vorgestellt, die unsere ausgestreckte Hand zurückwiesen mit der Ausrede, unsere Interessen seien mit ihrer strategischen Vision inkompatibel.

Aus diesem Grund müssen Einzelne heute diese Wahl für sich selbst treffen, ohne die Einmischung irgendeines Vertreters. Was wir in der Vergangenheit jenen vorschlugen, von denen wir glaubten, dass sie in der Lage seien, zu Eurem Glück beizutragen, wir schlagen es nun euch vor!

Die meisten von Euch wissen nicht, dass nichtmenschliche Geschöpfe an der Ausübung dieser zentralisierenden Macht beteiligt waren, ohne dass sie dessen verdächtigt wurden oder gar Euren Sinnen zugänglich gewesen wären. Es entspricht der Wahrheit, dass sie beinahe auf sehr subtile Weise die Kontrolle übernommen haben. Sie befinden sich nicht notwendigerweise auf Eurer materiellen Ebene, und genau dies ist, was sie in naher Zukunft extrem effizient und furchterregend machen könnte. Seid Euch jedoch dessen bewusst, dass eine große Anzahl eurer Repräsentanten diese Gefahr bekämpft! Seid euch darüber im Klaren, dass nicht alle Entführungen zu eurem Nachteil geschehen. Es ist schwierig, die Wahrheit zu erkennen!

Wie könntet Ihr unter solchen Bedingungen Euren freien Willen ausüben, wenn dieser so sehr manipuliert wird? Wovon seid Ihr wirklich frei? Frieden und Vereinigung Eurer Völker wäre ein erster Schritt hin zur Harmonie mit anderen Zivilisationen.

Das ist genau, was diejenigen, die Euch hinter den Kulissen manipulieren, um jeden Preis vermeiden wollen, da sie durch Teilen herrschen. Sie herrschen auch über jene, die Euch regieren. Ihre Stärke kommt von ihrer Fähigkeit, Misstrauen und Furcht in euch zu säen. Dies fügt eben eurer kosmischen Natur beträchtlichen Schaden zu.

Diese Botschaft wäre von keinerlei Interesse, würde das Tutorat dieser Manipulatoren nicht seinen Höhepunkt erreichen und würden ihre in die Irre führenden und mörderischen Pläne nicht in ein paar Jahren Wirklichkeit. Sie haben sich klare Fristen gesetzt, und die Menschheit wird in den nächsten zehn Zyklen beispiellose Qualen erleiden.

Um Euch gegen diese gesichtslose Aggression zu verteidigen, braucht Ihr zumindest genug Informationen, die zu einer Lösung führen.

Wie es auch bei den Menschen der Fall ist, gibt es unter jenen vorherrschenden Rassen Widerstand. Auch hier lässt sich der Beherrscher vom Verbündeten nicht nach dem äußeren Erscheinungsbild unterscheiden. Auf Eurer gegenwärtigen Stufe außersinnlicher Wahrnehmungsfähigkeit ist es extrem schwierig für Euch, beide auseinanderzuhalten. Zusätzlich zu Eurer Intuition wird Schulung notwendig sein, wenn die Zeit gekommen ist.

Da wir uns des unschätzbaren Wertes des freien Willens bewusst sind, laden wir Euch zu einer Alternative ein.
Was können wir bieten?

Wir können Euch eine holistischere Vision des Universums und des Lebens bieten, konstruktive Interaktionen, die Erfahrung fairer und brüderlicher Beziehungen, befreienden technischen Wissens, ein Ende des Leidens, kontrollierte Ausübung individueller Macht, den Zugang zu neuen Energieformen und letztlich ein besseres Verständnis von Bewusstsein.

Wir können Euch nicht helfen, eure individuellen und kollektiven Ängste zu überwinden oder Euch Gesetze bringen, die Ihr nicht gewählt haben würdet. Arbeitet an Eurem Selbst und unternehmt individuelle und kollektive Anstrengungen, die Welt zu erschaffen, die Ihr Euch wünscht, und den Geist des Suchens nach neuen Himmeln.
Was würden wir erhalten?

Solltet Ihr entscheiden, dass ein solcher Kontakt stattfinden soll, so wären wir glücklich, dass auf diese Weise brüderliches Gleichgewicht in dieser Region des Universums gesichert werden und fruchtbarer diplomatischer Austausch stattfinden kann, und die Freude zu wissen, dass Ihr vereint seid, um zu erfüllen, wessen Ihr fähig seid, wäre unaussprechlich. Das Gefühl der Freude wird im Universum sehr geschätzt, denn seine Energie ist göttlich.
Was ist die Frage, die wir Euch stellen?
“WÜNSCHT IHR, DASS WIR IN ERSCHEINUNG TRETEN?“
Wie könnt Ihr diese Frage beantworten?

Die Wahrheit der Seele kann durch Telepathie übermittelt werden. Ihr braucht nur Euch selbst diese Frage klar zu stellen und Eure Antwort genauso klar zu geben, allein oder in einer Gruppe, wie Ihr wünscht. Die Wirksamkeit Eurer Antwort, JA oder NEIN, UNMITTELBAR NACHDEM IHR DIE FRAGE GESTELLT HABT, wird nicht davon beeinflusst, ob Ihr im Herzen einer Großstadt seid oder in der Mitte einer Wüste. Tut dies einfach, als sprächt Ihr mit euch selbst, doch denkt dabei an die Botschaft.

Dies ist eine universelle Frage, und allein diese wenigen Worte, in ihren Zusammenhang gestellt, haben eine machtvolle Bedeutung. Ihr solltet dabei nicht zögern. Darum solltet Ihr in Ruhe darüber nachdenken, in vollem Bewusstsein. Um Eure Antwort mit der Frage in perfekten Einklang zu bringen, ist zu empfehlen, dass Ihr direkt nachdem Ihr diese Botschaft nochmals gelesen habt antwortet.

Eilt nicht mit der Antwort. Atmet und lasst Euch von aller Macht Eures eigenen freien Willens durchdringen. Seid stolz auf das, was Ihr seid! Die Probleme, die Ihr habt, können Euch schwächen. Vergesst sie für ein paar Minuten, um Ihr selbst zu sein. Fühlt die Kraft, die in Euch aufsteigt. Ihr habt die Kontrolle über Euch selbst!

Ein einziger Gedanke, eine einzige Antwort kann Eure nahe Zukunft drastisch verändern, auf die eine Weise wie auf die andere. Eure individuelle Entscheidung, in Eurem inneren Selbst darum zu bitten, dass wir auf Eurer materiellen Ebene und in hellem Tageslicht in Erscheinung treten, ist uns kostbar und wesentlich.

Auch wenn Ihr die Art wählen könnt, die für Euch am besten passt, sind Rituale im Wesentlichen nutzlos. Eine ernstgemeinte Bitte aus Eurem Herzen und Eurem eigenen Willen wird von jenen, denen sie gilt, immer wahrgenommen.

In Eurer eigenen privaten Wahlkabine Eures geheimen Willens werdet Ihr die Zukunft bestimmen.
Worin besteht die Hebelwirkung?

Diese Entscheidung sollte von der größten Anzahl von Euch getroffen werden, selbst wenn Ihr den Eindruck habt, dass es nur eine Minderheit ist. Es wird empfohlen, diese Botschaft in jeder erdenklichen Art und Weise zu verbreiten, in so vielen Sprachen wie möglich, unter jenen, die um Euch sind, ob sie dieser neuen Vision der Zukunft zugänglich erscheinen oder nicht.

Tut es, in dem Ihr einen humorvollen oder sogar spöttischen Ton anschlagt, wenn Euch dies hilft. Ihr könnt Euch sogar offen, in aller Öffentlichkeit, Euren Spaß daraus machen, wenn dies Euch ermöglicht, Euch sicherer zu fühlen, aber seid nicht gleichgültig, denn Ihr werdet zumindest Euren freien Willen ausgeübt haben.

Vergesst diese falschen Propheten und all das, was über uns zu glauben man Euch vermittelt hat. Diese Bitte ist eine der persönlichsten, die auszusprechen man Euch nahelegt. Eine Entscheidung selbst zu treffen, als ein Individuum, ist Euer Recht und Eure Verantwortung.

Passivität führt nur zur Abwesenheit der Freiheit. Gleichermaßen ist Unentschlossenheit niemals wirksam. Wenn Ihr wirklich an Euren Glaubensmustern festhalten wollt, was etwas ist, das wir verstehen, dann sagt NEIN. Wenn Ihr nicht wisst, was Ihr wählen sollt, sagt nicht JA aus reiner Neugier. Dies ist keine Show, dies ist wirkliches tägliches Leben, WIR SIND LEBENDIG! Und wir leben!

Eure Geschichte kennt viele Episoden, in denen entschlossene Männer und Frauen in der Lage waren, trotz ihrer geringen Zahl den Lauf der Welt zu beeinflussen. So wie eine geringe Anzahl genügt, zeitweilig Macht auf der Erde zu ergreifen und die Zukunft der Mehrheit zu beeinflussen, kann in Antwort auf die Impotenz angesichts von so viel Trägheit und Hindernissen eine kleine Zahl von Euch Euer Schicksal radikal verändern! Ihr könnt die Geburt der Menschheit in die Bruderschaft erleichtern.

Einer Eurer Denker sagte einmal: “Zeigt mir, wo ich den Hebel ansetzen soll, und ich hebe die Erde aus den Angeln”.

Diese Botschaft zu verbreiten wird dann der Ansatzpunkt sein, der gestärkt werden muss; wir werden der lichtjahrelange Hebel und Ihr die Handwerker sein, um die Erde zu erheben als eine Folge unseres Erscheinens.
Was wären die Folgen einer positiven Entscheidung?

Für uns wäre die unmittelbare Folge einer kollektiven günstigen Entscheidung die Materialisierung vieler Schiffe, an Eurem Himmel und auf der Erde. Für Euch wäre die unmittelbare Wirkung ein schnelles Aufgeben vieler Gewissheiten und Glaubensinhalte.

Ein einfacher entscheidender visueller Kontakt würde gewaltige Auswirkungen auf Eure Zukunft haben. Viel Wissen würde für immer modifiziert. Die Organisation Eurer Gesellschaften würde für immer umgewälzt, in allen Tätigkeitsbereichen. Macht würde individuell werden, denn Ihr würdet mit eigenen Augen sehen, dass wir leben. Konkret gesprochen, Ihr würdet Eure Werteskala ändern. Das Wichtigste ist für uns, dass die Menschheit vor diesem “Unbekannten”, das wir repräsentieren, eine einzige Familie bilden würde.

Die Gefahr würde langsam von Euerm Zuhause weichen, denn Ihr würdet die nicht Wünschenswerten, die wir die „dritte Partei“ nennen, indirekt dazu zwingen, sich zu erkennen zu geben und zu verschwinden. Ihr würdet alle denselben Namen tragen und dieselben Wurzeln miteinander teilen: Menschheit!

Später würde auf diese Weise friedlicher und respektvoller Austausch möglich werden, wenn dies Euer Wunsch ist. Jetzt jedoch kann der Hungernde nicht lächeln und der Furchterfüllte kann uns nicht willkommen heißen. Wir sind traurig, Männer, Frauen und Kinder in ihrem Fleische und ihren Herzen in solch einem Ausmaß leiden zu sehen, wo sie doch solch ein inneres Licht in sich tragen.

Dieses Licht kann Eure Zukunft sein. Unsere Beziehungen könnten sich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Es würde sich alles in mehreren Stadien von etlichen Jahren oder Jahrzehnten abspielen: Demonstratives Erscheinen unserer Schiffe, physisches Erscheinen neben Menschen, Mitarbeit an Eurer technischen und spirituellen Evolution, Entdeckung von Teilen der Galaxie.

Jedes Mal würden Euch neue Wahlmöglichkeiten geboten. Ihr würdet dann für Euch selbst entscheiden, in neue Stadien einzutreten, wenn Ihr denkt, dass dies für Euer äußeres und inneres Wohlergehen notwendig ist. Über keinerlei Einmischung würde einseitig entschieden werden. Wir würden einfach gehen, sobald Ihr kollektiv wünscht, dass wir das tun sollen.

Abhängig von der Geschwindigkeit, mit der diese Botschaft in der Welt verbreitet wird, wird es etliche Wochen oder sogar Monate brauchen bis zu unserem „großen Auftritt“, wenn dies die Entscheidung ist, welche die Mehrheit jener getroffen hat, welche von ihrer Fähigkeit zu wählen Gebrauch gemacht haben, und wenn diese Botschaft die notwendige Unterstützung erhält.

Der Hauptunterschied zwischen Euren täglichen Gebeten zu Wesen von strikt spiritueller Natur und Eurer gegenwärtigen Entscheidung ist extrem einfach: Wir sind technisch dazu ausgerüstet, uns zu materialisieren.
Warum solch ein historisches Dilemma?

Wir wissen, dass “Fremde” als Feinde betrachtet werden, solange sie das “Unbekannte” verkörpern. In einem frühen Stadium werden die Emotionen, die von unserem Erscheinen erzeugt werden, Eure Beziehungen untereinander auf weltweiter Ebene stärken.

Wie könnt Ihr wissen, ob unsere Ankunft die Folge Eurer kollektiven Wahl ist? Aus dem einfachen Grund, dass wir sonst schon seit langer Zeit auf Eurer Existenzebene präsent gewesen wären ! Wenn wir noch nicht da sind, liegt dies nur daran, dass Ihr noch keine solche Entscheidung explizit getroffen habt.

Manche von Euch mögen denken, dass wir Euch nur an eine absichtsvolle Wahl Eurerseits glauben lassen, um unsere Ankunft zu legitimieren, doch entspräche dies nicht der Wahrheit. Was für ein Interesse hätten wir, Euch offen anzubieten, wozu Ihr noch keinen Zugang habt, zum Wohle der meisten von Euch?

Wie könnt Ihr sicher sein, dass dies nicht ein weiteres subtiles Manöver der “Dritten Partei” ist, um euch noch besser versklaven zu können? Weil man immer effizienter gegen etwas kämpft, das man zuvor identifiziert hat als gegen etwas, von dem man nichts weiß. Ist der Terrorismus, der Euch zersetzt, nicht ein offensichtliches Beispiel?

Was immer auch der Fall sein mag, Ihr seid der einzige, der urteilen mag, in Eurem Herzen und in Eurer Seele! Was immer Eure Wahl ist, sie wird geachtet und respektiert werden.

In Eurer Situation ist die Vorsichtsmaßnahme, die darin besteht, nicht zu versuchen uns entdecken, nicht länger angebracht. Ihr befindet Euch bereits in Pandoras Büchse, die die „Dritte Partei“ um Euch herum geschaffen hat. Was immer Eure Entscheidung auch sein mag, Ihr werdet aus ihr ausbrechen müssen.

Angesichts solch eines Dilemmas, wo Unwissen gegen Unwissen steht, werdet Ihr Eure Intuition befragen müssen. Wollt Ihr uns mit Euren eigenen Augen sehen oder einfach glauben, was Eure Denker sagen? Das ist die eigentliche Frage.

Nach Jahrtausenden wird diese Wahl nun eines Tages unvermeidlich sein: die Wahl zwischen zwei Unbekannten.
Warum solch eine Botschaft unter Euch verbreiten?

Übersetzt und verbreitet diese Botschaft weit. Diese Handlung wird Eure Zukunft in unwiderruflicher und historischer Weise auf Jahrtausende hin beeinflussen. Wenn nicht, werdet Ihr eine neue Wahlmöglichkeit auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, um mindestens eine Generation, wenn diese überleben kann.

Nicht zu wählen bedeutet, sich der Wahl anderer zu beugen. Andere nicht zu informieren birgt das Risiko, ein Ergebnis zu erhalten, das den eigenen Erwartungen entgegengesetzt ist. Gleichgültig zu bleiben, bedeutet seinen freien Willen aufzugeben.
Es geht hier um Eure Zukunft.
Dies alles geschieht um Eurer Evolution willen.

Es ist möglich, dass diese Aufforderung nicht auf Eure kollektive Billigung trifft und dass sie, aufgrund fehlender Information, ignoriert wird. Dennoch bleibt im Universum kein individueller Wunsch unerhört. Stellt Euch unsere Ankunft morgen vor. Tausende von Schiffen. Ein einzigartiger Kulturschock in der gegenwärtigen Menschheitsgeschichte. Es wird dann zu spät sein, zu bedauern, keine Wahl getroffen und die Botschaft nicht verbreitet zu haben, weil diese Entdeckung unwiderruflich sein wird. Wir bestehen darauf, dass Ihr Euch nicht übereilt, aber bitte denkt darüber nach! Und entscheidet!

Die Massenmedien werden nicht notwendigerweise daran interessiert sein, diese Botschaft zu verbreiten. Es ist daher Eure Aufgabe, als ein anonymes und doch außergewöhnliches denkendes und liebendes Wesen, sie zu übermitteln.
Ihr seid noch immer die Architekten Eures eigenen Schicksals!
“WÜNSCHT IHR, DASS WIR IN ERSCHEINUNG TRETEN?”

"ruby" Januar 12, 2014 um 19:56
Der kleine Malocher Januar 13, 2014 um 11:43

@ruby
“Zufall, Wille
Ich, Wir”
Wir kommen der Sache näher. Ich glaube, dass man Einstein’s “Der Alte würfelt nicht” bis heute missversteht. Der “wusste” etwas, was über die das Grundsätzliche der Heisenberg’schen Unschärferelation hinausgeht. Aber eine “Physik des Willens” war “nicht drin”, oder “nicht mehr drin”, nachdem man sich auf “führende Interpretationen” wie z.B. die Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik verständigt hatte.
Right, E.T.? ;-)

peewit Januar 13, 2014 um 13:19

@E.T. bzw. DkM

Du bist, mit Verlaub, ein geradezu galaktischer Krampfgockel.

Das muss an dieser Stelle einfach einmal gesagt werden ;-)

Der kleine Malocher Januar 13, 2014 um 13:29

@peewit Januar 13, 2014 um 13:19

Hans oder Frank kann Dir bestätigen, dass DkM zwei weitere Sockenpuppen benutzt hat (eine begann mit N und die andere mit H), aber dass streng gilt:

E.T. DkM

steht dabei für not equal.

Der kleine Malocher Januar 13, 2014 um 13:32

PS: smaller than und larger than kann Wordpress nicht verarbeiten:
E.T. = NOT DkM geht aber.

Der kleine Malocher Januar 13, 2014 um 14:51

PPS: Jetzt muss ich mich selbst korrigieren: Der Begriff Sockenpuppe ist hier falsch – “Nick” wäre treffender. Will heissen: “Der kleine Malocher” hiess zuvor “Häns’chens Clown” und davor “Natalius”, wird morgen vielleicht Deinen Vorschlag “Krampfgockel” annehmen, hat aber den Text von “E.T.” nicht eingestellt. Der Text deutet Kenntnisse an, die über das Intelligenz- und Emotionalitätsniveau des “kleinen Malochers” hinausgehen. Trotzdem Danke für das Kompliment, ich muss die Blumen aber leider zurückgeben.

Carlos Manoso Januar 13, 2014 um 15:23

@E.T. Januar 12, 2014 um 13:37

„warum wir unsichtbar bleiben… Wunderbare Möglichkeiten des Fortschritts stehen direkt neben großen Bedrohungen der Unterjochung und Zerstörung. Diese Gefahren und Möglichkeiten existieren jetzt. Ihr könnt jedoch nur wahrnehmen, was Euch gezeigt wird. …. Der Hass wächst, aber auch die Liebe. Dies erhält euer Vertrauen in Eure Fähigkeit, Lösungen zu finden. Aber die kritische Masse ist nicht genug, und es wird klug Sabotage betrieben. …Dieses Licht kann Eure Zukunft sein.“

E.T. , ich glaube wirklich nicht eine Nanosekunde lang an „Außerirdisches“, aber der Tenor deines Kommentars trifft zu 99,9% voll ins Schwarze.

Danke.

gelegentlich Januar 13, 2014 um 16:30

@Der kleine Malocher

„Ihr seid noch immer die Architekten Eures eigenen Schicksals!
“WÜNSCHT IHR, DASS WIR IN ERSCHEINUNG TRETEN?”

Einfach mal „ja!“ sagen – und uns dann informieren was passiert. Auch wenn „Anschrift unbekannt“ zurück kommt!
Es stimmt aber wohl: offenbar lassen sich bestimmte Botschaften, obwohl sie von Vielen geteilt würden, nur unter Zuhilfenahme extremer Verkleidungen verbreiten. Soweit ist es mit der Vierten Gewalt gekommen. Weiter mit Ceta! Die Homosexuellen haben wir doch mit links zerredet.

E.T. Januar 13, 2014 um 17:19

wundert mich, dass hier keiner auf g.w. kommt :)

aber Dank an die Blogherren für die Möglichkeit, den langen und ungewöhnlichen Kommentar zu veröffentlichen.

gelegentlich Januar 13, 2014 um 17:35

@E.T.
Ja wie denn nun? Schon abgeschickt?
Wie lange hatte das Warten auf Godot gedauert?

E.T. Januar 13, 2014 um 17:41

@gel.
hast Du keine andern Probleme?

Morph Januar 13, 2014 um 18:33

@E.T.

“wundert mich, dass hier keiner auf g.w. kommt”

Man erinnert sich eben eher an Personen als an Typen. Und je glaubenstoller einer daherkommt, desto typischer ist er.

Dieser @g.W. war halt einer dieser Ufo- u. Konkreisspinner. Warum sollte man sich an den erinnern?

Morph Januar 13, 2014 um 18:39

OT

http://www.spiegel.de/panorama/leute/michail-kalaschnikow-hatte-vor-seinem-tod-schuldgefuehle-a-943282.html

Ich fand’s ja schon ziemlich ekelig, als sich hier von ‘rechts’ und ‘links’ im Zeichen des Ablebens Michail Kalschnikows zugewunken wurde (eine zarte Bande, die hier kürzlich im Zeichen Pink Floyds und des schlechtesten Rolling-Stones-Songs aller Zeiten noch einmal befestigt wurde, was immer das bedeuten mag).

Die Gewissensbisse Kalaschnikows versöhnen mich jetzt wieder etwas…

"ruby" Januar 13, 2014 um 19:01
Soldat Schwejk Januar 13, 2014 um 19:04

Ach @Morph… nu sei mal nicht so. Ich hab immerhin mal ein knappes halbes Jahr in Michail Kalaschnikows Heimatstadt gewohnt… da krieg ich mildernde Umstände, ja? Auch wenn ich ihn nicht persönlich kennengelernt habe. Aber man schätzte ihn dort doch wegen einer sympathischen zurückgezogenen Bescheidenheit trotz seines Starruhms.

Und konstruiert hat er die Waffe am Ende des Zweiten Weltkrieges, welche dort der Große Vaterländische heißt und viele Millionen Tote gefordert hat… vielleicht wären es weniger gewesen und der Krieg schneller zu Ende, wenn es den AK 47 schon 5 Jahre früher gegeben hätte.

Auch hatte ich mal so ein… äh… persönliches Verhältnis zu seinem Produkt. Ist schon ein gutes Produkt. Fällt in den Schlamm und schießt immer noch. Kein Klischee.

Bin halt auch irgendwie ein Nostalgiker.

Der kleine Malocher Januar 13, 2014 um 19:06

@gelegentlich,

wie gesagt, wer auch immer hinter dem E.T.-Text steht: Ich bin es nicht. Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken.

Der Tenor des Textes resoniert aber auch mit mir – und ich hab mein Ja schon abgeschickt. Ich werde in Zukunft deswegen den Begriff “die dritte Partei” verwenden, einfach, weil es semantisch unbelasteter ist als das, was man da mit Namen verbinden könnte.

Ich lese gerade aus:
http://archive.org/stream/abhandlungenderk1910knig/abhandlungenderk1910knig_djvu.txt
den Landolt’schen Aufsatz:
“Über die Erhaltung der Masse bei chemischen Umsetzungen”
Ein Schmankerl für zukünftige Wissenschaftshistoriker!
Es ist unglaublich, wie es die dritte Partei hingekriegt hat, dass wir beim heutigen Weltbild gelandet sind. Dass Newton reduktionistisch vorgegangen ist, muss ihm nicht übel angerechnet werde. Er wurde Religionsgründer wider seines Wissens. Der wesentliche Schritt kam später: Er bestand in der Abschaffung des “Weltenäthers” – man wollte nicht mehr an “Geist” und “Geister” glauben – es galt als uncool, etwas anzunehmen, was nichts mit Materie zu tun hat, selbst wenn es messbar war! Vakuum wurde “echt leer”, was dann mit der Quantenmechanik auf Kollisionskurs ging und irgendwann “renormalisiert” werden musste. Zuletzt hat Freud die “Seele” abgeschafft ;-) Ab da waren wir nur noch Fleisch mit Hirn und Triebstau. Und dieser Tage schafft man Sozialstrukturen ab, die jahrtausende funktioniert haben, befriedigt Liebesbedürfnis mit Konsumartikeln und virtuellem Sex, und treibt uns in die maximal mögliche Vereinzelung des Nutzmenschen im Web-Zeitalter. Mensch, @gelegentlich, wir können unseren Schwulen doch nur dankbar sein, dass die jetzt das haben wollen (natürlich nicht alle, Schweik!) was für Heten angeblich nur stört! Stabile Beziehung, Kinder, pffft! Ich hab nen Job, das ist doch viel wichtiger! Die dritte Partei weiss, was sie tut (im Gegensatz zu uns, die wir uns ständig streiten).

“Gedanken, Gefühle oder Organismen, die nicht zu Euch gehören, durch Ad-hoc-Technologien zu induzieren, ist eine sogar noch ältere Strategie.” Würde gern wissen, ob diese “Organismen” diejenigen sind, die woanders “Archonten” genannt werden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hypostase_der_Archonten

wivo Januar 13, 2014 um 19:27

@E.T.
“Dritte Partei”? Du hast wohl ein bisschen viel Scientology inhaliert?

http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://german.scientologyhandbook.org/sh8_1.htm

E.T. Januar 13, 2014 um 19:51

@wowy
“Scientol”. und “inhalieren”, das sind ja schon zwei Schubläden auf einmal.
aber interessant ist das mit der dritten Partei: wer triezt Dich denn wohl, dass Du mich hier so anpöbelst?

Morph Januar 13, 2014 um 19:55

@ruby

“gibt es einen guten Rolling Stones Song ?”

es gibt sogar vier Platten mit guten RS-Songs: Beggard Banquet bis Exile on Main Street. – Ich weiß, ist nicht sehr originell, aber das sind Wahrheiten selten.

Mein Favourit seit ich 13 bin (obwohl ich inhaltlich nichts verstanden habe, aber ist halt ein sehr, sehr, sehr gleiles Grund-Riff + darauf aufsetzende Sounds):
http://www.youtube.com/watch?v=sEQL6z1U0wY

wowy Januar 13, 2014 um 20:00

@Nach Hause telefonieren
Buchstabensalat

Der kleine Malocher Januar 13, 2014 um 20:03

@Wivo

Good catch! Chase Brandon, dem früheren Medienbeauftragten der CIA, wurde auch der Vorwurf gemacht, er habe wohl zuviel Ron Hubbard gelesen ;-)
Die Frage ist nicht, wo es herkommt, sondern ob es sachlich richtig ist. Ob man es, wie Paul Hellyer “Kabale” nennt oder wie die oder der Verfasser des E.T.-Textes “dritte Partei”, ist eigentlich wurscht. Ich fand “dritte Partei” gut, weil “Kabale” an VT erinnert und die meisten von uns sofort mit “iiiiiih VT” reagieren. Da aber “iiiiiiiih scientologiiiih” noch nen schlimmeres “RC warning signal” auslöst, lasse ich es lieber und bleibe bei “blumigen Umschreibungen”. Aber Fakten aus der Originalliteratur und aus allgemein akzeptierten Quellen werde ich auch in Zukunft einstellen. Ob man dann Widersprüche erkennt oder nicht, bleibt der eigenen Unvoreingenommenheit überlassen.

"ruby" Januar 13, 2014 um 20:37

@ Morph
bin bei der Wahl zwischen Purple und Stones bei ersteren hängen geblieben …
http://www.youtube.com/watch?v=STFWapwyqMo
habe inzwischen aber auch eine RS cd !
und wie Thor schrieb über Geschmack …
kommt auf Gefühle an, die hat jeder und immer wieder anders;
diese Vielfalt zu tolerieren bzw. mit Empathie zu begleiten ist lebenswert.
da kann es schon mal verbal und musikalisch krachen ;-)
Horizonterweiterung nicht ausgeschlossen

Andreas Kreuz Januar 13, 2014 um 20:42

Die vierte Gewalt ist vollständig im Eimer:

aus http://www.jungewelt.de/ vom 2014-01-13

Zitat des Tages

“Mit einer Kranzniederlegung gedenkt die Linkspartei der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch die Nazis.”

Text eines Nachrichtenbeitrags der 20-Uhr-»Tagesschau« am Sonntag. Die Worte »durch die Nazis« wurden für ARD-Mediathek nachträglich herausgeschnitten, auf Youtube ist die gesendete Version zu sehen

"ruby" Januar 13, 2014 um 20:49

http://www.youtube.com/watch?v=ShmwB7n3H4A
eine neue Interpretation und weil es thematisch zu den Gedanken von E.T. passt – wir eine neue Welt suchen, wollen – finden auch wenn es harte Arbeit bleibt
schön die Bläser und Streicher besonders im zweiten Satz

@ Andreas Kreuz
mein Onkel liegt 30 m südöstlich hinter der Hecke verbuddelt ;-)

wivo (nicht wowy) Januar 13, 2014 um 20:51

@ E.T.
Scientology und inhalieren sind bei mir 1 Schublade, bitteschön: Beides vernebelt das Gehirn.
Es fällt halt auf: Begriff und Konzept (ein zu großes Wort eigentlich) verwendest Du wie klassischerweise die Scientologen. Zufall? Kannst das ja klären, wenn du willst.

@Malocher
Das war nur so am Rande gesprochen. Die Frage nach “sachlicher Richtigkeit” stellt sich bei E.T. gar nicht.

wivo Januar 13, 2014 um 21:03

@ E.T.
Scientology und inhalieren sind bei mir 1 Schublade, bitteschön: Beides vernebelt das Gehirn.

Es fällt halt auf: Begriff und Konzept (ein zu großes Wort eigentlich) verwendest Du wie klassischerweise die Scientologen. Zufall? Kannst das ja klären, wenn du willst.

@Malocher
Das war nur so am Rande gesprochen. Die Frage nach “sachlicher Richtigkeit” stellt sich bei E.T. gar nicht.

PS: wivo = NOT wowy!

"ruby" Januar 13, 2014 um 21:09

@ wivo
Das Verwenden ist ein Kunstgriff, den man selbst erkennen muß, um zu entkommen bzw. seine eigene Position zu suchen?

E.T. Januar 13, 2014 um 21:56

@wivo
ich hab keine Erklärung für die begrifflich-konzeptuelle Parallele bezüglich der dritten Partei. Aber es scheint sich um eine universale Weisheit zu handeln, und mit sowas beschäftigen sich eben auch Sekten. Es kommt drauf an, wie man sie nutzt.

Erinnert mich übrigens an die von Holger erwähnte beste Freundin der Ehefrau ;-)

gelegentlich Januar 13, 2014 um 22:42

@Der kleine Malocher

„Der Tenor des Textes resoniert aber auch mit mir – und ich hab mein Ja schon abgeschickt.“

Ok, gibt es eine vorzeigbare Antwort ? Oder soll jetzt jeder hier in den Blog schreiben, es muss „da draußen“ was geben, Beweis: viele Kinder haben doch eine Flaschenpost an die in den Fluß geworfen?

Und „dritte Partei“ – wer, wo, wie? Ross und Reiter nennen. Wenn das nicht möglich ist – Mund halten, oder halt nachprüfbare Indizien nennen dafür, dass es so etwas geben muss.

Hypostase der Archonten: Dein Link sagt dazu
„Der unter dem Titel Hypostase der Archonten bekannte Text ist Teil der Nag-Hammadi-Schriften, einer 1945 in Ägypten gefundenen Sammlung vorwiegend gnostischer Texte. Dort erscheint er als vierte Schrift des Kodex II (NHC II,4).“

Und ich sage dazu wirklich ungehalten: Gnosis, verpiss Dich! Hier geht es um heute und um Politik. Muten Sie uns bitte nicht noch mehr von dieser Zeitverschwendung zu. Haben wir denn keine echten Probleme? Ceta, z.B.?

Der kleine Malocher Januar 14, 2014 um 00:57

@Gelegentlich,
“Und ich sage dazu wirklich ungehalten: Gnosis, verpiss Dich! Hier geht es um heute und um Politik. Muten Sie uns bitte nicht noch mehr von dieser Zeitverschwendung zu. Haben wir denn keine echten Probleme? Ceta, z.B.?”
Ach, gelegentlich (=mein geliebter Sohn!!!)…
Stell Dir doch einfach mal vor:
(1) Derjenige, der hier unter dem Nick “Der kleine Malocher” schreibt, ist auf einer Liste gelistet, die 35 Arbeiten aus der Periode 1950-2000 als historisch besonders “signifikant” in dem betreffenden Fachgebiet herausstellt.
(2) Der Verlag, der diese Liste irgendwo versteckt hat (und trotzdem für Alle recherchierbar) gehört nicht zu den “kleinen Verlagen”. Die betreffende Zeitschrift gehört – weltweit – zu Nr. 1 (oder Nr. 2) im Wissenschaftsbetrieb.
(3) Derjenige, der hier schreibt, könnte jetzt ausflippen und wie dieses Ar..ch Hitzlsperger sagen “Ich oute mich” (u.z. als “Gott”). Tut er aber nicht! Und hat es nie getan! Nachprüfbar! Er hat manchmal Mist geschrieben (so wie alle von uns)! Weil WIR eben (noch) keine Götter sind, selbst mit den Eiern einer Kalaschnikov!
Verstehst Du mich, mein Sohn?
“Disclosure” heisst: Auch ich werde mich entblättern. Aber wann, das entscheidet der Vater und nicht der Sohn!

Zu E.T. (alias g.W.): Ich bin Dir – wirklich – und unendlich dankbar, dass Du mich auf Anomalien hingewiesen hast! Nach meinem “Durchgang” zum 60sten Geburtstag (über den HuffPost US berichtet hat, auch weil er an einem “besonderen Ort” stattfand), habe ich mich selbst orientiert und bin mit meiner Lebenspartnerin im Sommer 2013 nach Wiltshire, UK, gereist. Es gibt Youtube und fotographische Evidenz für diesen claim. Kurz: Wir empfanden Glück und “unendliche Stille” an diesen Kraftorten, aber nichts, was objektivierbar wäre. Es muss objektivierbar sein (da stimme ich @gelegentlich zu) und deshalb kommt Landolt’s Messungen besondere Bedeutung zu.

Will heissen: Ein Esoteriker, der Landolt’s Arbeiten nicht adäquat würdigt, kann eben auch nicht gewinnen, selbst wenn er es eigentlich verdient hätte. Der Esoteriker heisst Dr. Klaus Volkamer.

Der kleine Malocher Januar 14, 2014 um 02:17

@Frank und Hans,

Ihr habt in jedem Fall gewonnen. Es mag sein, dass @Schatten sich heute ärgert – aus meiner Sicht sind ihm Meriten zugehörig!

Aber Schatten, Frank und Hans: Wollen wir WIRKLICH meritocracy statt democracy? Nur mal so ins Unreine..

Ich hab da Probleme mit, sorry!

Ich find den dicken Sigi identifikationsfähig.

Nur so ins Unreine…

N

gelegentlich Januar 14, 2014 um 09:35

@Alle:
Man mache sich halt selbst ein Bild:
http://www.psiram.com/ge/index.php/Klaus_Volkamer

@Der kleine Malocher
Zu (1) und (2):
„“Disclosure” heisst: Auch ich werde mich entblättern. Aber wann, das entscheidet der Vater und nicht der Sohn!“
Ok, und bis dahin gilt er eben als bekloppt. Banaler geht es nicht: entweder man zeigt das vor oder man erkennt dass der argumentative Wert Null ist.

Zum Rest mag ich nichts sagen. Interessiert erst dann wenn Nachprüfbares auf den Tisch gelegt wird.

„Aber es gibt Fälle, in denen es moralisch geboten ist, nicht zu reagieren, da man Leute triggert, sich völlig zu entblößen. Das sollte man nicht tun.“ (Morph, weiter oben)
Bedenkenswert. Habe keine Meinung dazu. Ich will nur dass dieser Quatsch hier nicht mehr aufschlägt.

Der kleine Malocher Januar 14, 2014 um 15:53

@gelegentlich

“Will heissen: Ein Esoteriker, der Landolt’s Arbeiten nicht adäquat würdigt, kann eben auch nicht gewinnen, selbst wenn er es eigentlich verdient hätte. Der Esoteriker heisst Dr. Klaus Volkamer.”

Ich habe diesen Schluss aus einem Webvortrag gezogen, in dem er die Bedeutung der Landolt’schen Beobachtungen nach meinem Geschmack runterzuspielen schien. Heute morgen habe ich das Buch Klaus Volkamer, Die feinstoffliche Erweiterung unseres Weltbildes, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, Weißensee Verlag, Berlin 2013 erhalten. Und zunächst geprüft, ob er Landolt korrekt zitiert. Das hat er!

Ich brauche jetzt mindestens mehrere Wochen, um seine Theorie auch auf der mathematischen Grundlage so weit nachzuvollziehen, dass ich ein faires Urteil bilden kann. Psiram schreibt:

“Volkamers Theorie postuliert auch eine notwendige “Erweiterung” der speziellen Relativitätstheorie (SRT) von Albert Einstein. Hierbei spielt ein aus Massequanten von etwa 2, 5 und 20 µg bestehender Äther die entscheidene Rolle. Volkamer sieht in diesem Äther die seit langem gesuchte “kosmische dunkle Materie”.”
Fällt Dir auf, dass da ein Massequantum von etwa 20 µg erwähnt wird? Was ist das wohl?
Das ist die Planck-Masse, mein Sohn! http://en.wikipedia.org/wiki/Planck_mass

Und genau WEIL das so ist, wurde ich nach seinem Vortrag “irritiert” und hab mir dann sein Buch bestellt. Mit PSIRAM/ESOWATCH (die das natürlich nicht erwähnen) kannst Du mich nicht überzeugen. Die sind nämlich nicht unvoreingenommen genug. Ein skeptischer Fundamentalismus bringt uns nicht weiter, wenn es darum geht, uns aus der Selbsteinmauerung unseres Weltbildes zu befreien.

Eine halbwegs faire Rezension des Opus findest Du hier:
http://www.egotrip.de/bucher/06/0607_feinstoff.html
Der Autor wettert zwar gegen von Däniken und andere “Phantasten”, bei Volkamer hält er aber inne. Warum wohl? Weil die von Landolt begonnenen, und von Volkamer und anderen durchgeführten und mit ordentlicher Statistik belegten Wägungen nicht so einfach – mir nix, Dir nix – unter den Teppich gekehrt werden können! Sie zeigen auf, dass unsere Physik (Chemie, Biologie…) ganz fundamental unvollständig ist. Und ich teile (bereits jetzt) Volkamer’s Auffassung, dass diese Unvollständigkeit auf reduktionistischem Materialismus basiert. Und habe Evidenz dafür, dass dieser Reduktionismus “gewollt ist”. John Maddox, der lange Zeit chief editor von Nature war, hat sogar offen den Begriff “Agenda” benutzt.

Also: Tumult gibt es auch in der Wissenschaft. Von denen, die “drin” sind, wagt es kaum jemand, offen den Finger in die Wunde zu legen. Zwar wird man heute nicht mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt, aber “Häresie” wird in der Wissenschaft heute ebenso bestraft wie früher in den Religionen. Das Problem ist, dass das Kartenhaus immer höher wird und in eine gigantische Phantasmagorie übergeht.
Natürlich hatte Newton noch zu 99% Recht. Aber dieser winzige Fehler, wo er nicht Recht hatte, hat sich inzwischen zu einem riesigen Fehlerberg akkumuliert, der sich zu einem materialistischem Anthropozentrismus formt. UND GENAU DESWEGEN DARF ES UFOS UND DIE DAMIT VERKNÜPFTEN TECHNOLOGIEN (strukturierte Materialisation und Dematerialisation im ET-Text genannt) NICHT GEBEN. Die Nicht-Verfügbarkeit dieser Technologien bedingt unsere Abhängigkeit von einer winzigen Minorität, die uns kontrolliert, manipuliert, und ausbeutet. Ich bin deswegen ein wenig enttäuscht, weil ich dachte, wir wären schon weiter. Und ich will auch nicht den ollen Schopenhauer wieder ausgraben, der uns erklärt hat, wie Wahrheit im gesellschaftlichen Kontext entsteht.

gelegentlich Januar 14, 2014 um 16:19

@Der kleine Malocher

Ok, nach diesem Ausflug kehren wir jetzt zum Problem des Tumultes bzw. Nichttumultes der Vierten Gewalt zurück, ja?

Der kleine Malocher Januar 14, 2014 um 18:30

@gelegentlich,

die Situation bei der vierten Gewalt ist nicht grundsätzlich verschieden von der Situation in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es hängt letztlich von jedem Einzelnen ab, ob er ergebnisoffen zu prüfen bereit und in der Lage ist. Letzteres wird in erster Linie davon beeinflusst, wie sehr wir vermeintlich “Ureigenes” (von Weltbild bis politischer Meinung) als “fremdkontrollierend” entdecken. Der größte Teil unserer Identität ist nicht “wir selbst”. Nicht “ich selbst”, “du selbst” usw. Wir lernen als soziale Wesen und verinnerlichen dabei Unmengen an Information, die nicht auf eigener Erfahrung basiert.

Z.B. “Iiiiih VT” – das Belegen des “Glaubens an eine real existierende Agenda der menschlichen Versklavung” mit negativen Gefühlen ist ein solches “RC meme”. “Iiiih Esoterik” ein anders. “Iiiiih UFO” ein drittes. Derjenige, der “Iiiiih” sagt, fühlt sich überlegen und exkludiert den anderen in eine Ecke, wo sich früher Kinder hinstellen mussten, um sich zu schämen. Derjenige, der “Iiiih” sagt, wird also automatisch zum Mediator von Macht, die nicht er selbst besitzt, die er aber mit seinem “Iiih” schützt. Man sagt “Iiih” zu einer Tabuzone und weil es ein Tabu ist, will man es selbst gar nicht genau wissen, worin das Tabu denn eigentlich besteht und warum es überhaupt existiert.

Ich glaube, dass das eine ganz wichtige Erkenntnis ist – auch und gerade für den Beruf des Journalisten. Man sollte von Zeit zu Zeit seine “Iiiih” Bereiche mal durchforsten – mit einem kleinen “iih” anfangen – und einfach nur radikal ergebnis-offen forschen. Man wird sich wundern!

Tabus werden errichtet, um Macht zu schützen.

gelegentlich Januar 14, 2014 um 18:51

@ Der kleine Malocher
Der erste Teil ist banal.
„Derjenige, der “Iiiiih” sagt, fühlt sich überlegen und exkludiert den anderen in eine Ecke, wo sich früher Kinder hinstellen mussten, um sich zu schämen.“
in Verbindung mit einer externen Macht, die nicht belegt wird, ist nur eine ungestützte Unterstellung. Diese Macht herzeigen – oder den Mund halten. Und nicht mit dem Kinderkram kommen, dass daraus, dass man sie nicht benennen kann, folgt wie unendlich mächtig sie offenbar ist.
Und wenn man mit so etwas kommt:
„Stell Dir doch einfach mal vor:
(1) Derjenige, der hier unter dem Nick “Der kleine Malocher” schreibt, ist auf einer Liste gelistet, die 35 Arbeiten aus der Periode 1950-2000 als historisch besonders “signifikant” in dem betreffenden Fachgebiet herausstellt.
(2) Der Verlag, der diese Liste irgendwo versteckt hat (und trotzdem für Alle recherchierbar) gehört nicht zu den “kleinen Verlagen”. Die betreffende Zeitschrift gehört – weltweit – zu Nr. 1 (oder Nr. 2) im Wissenschaftsbetrieb.“
- dann darf es am Ende nicht den peinlichen Rückzug geben: „Auch ich werde mich entblättern. Aber wann, das entscheidet der Vater und nicht der Sohn!“
Man kann nicht auf seine Blog-externe Existenz als Referenz verweisen, womit man etwas beweisen will, und dann sagen: sag ich nicht! Kindergarten.
Das einzige Tabu, das ich hier beachte, ist: wer etwas behauptet und dafür keinen jetzt unmittelbar nachprüfbaren Befund auf den Tisch legt ist – bekloppt. Daran rüttele ich nicht.

"ruby" Januar 14, 2014 um 19:03

@ gelegentlich

“Diese Macht herzeigen – oder den Mund halten.”

Das kannst haben, wenn die Bundeskanzlerin den US-Präsidenten in den nächsten Tagen besucht.
Schauen wir in die Abhörprotokolle der NSA und beschäftigen uns mit den Inhalten und Auswirkungen auf Demokratie und Persönlichkeitsrechte sowie wirtschaftliche Führungspositionen (technischen Fortschritt).
Und dann zeig mal, dass Du nicht nur ein nachkläffendes Großmaul, sondern ein vorausschauender Gestalter bist.
;-)

Der kleine Malocher Januar 14, 2014 um 19:11

“Das einzige Tabu, das ich hier beachte, ist: wer etwas behauptet und dafür keinen jetzt unmittelbar nachprüfbaren Befund auf den Tisch legt ist – bekloppt. Daran rüttele ich nicht.”

Dann ist die vierte Macht also bekloppt. Denn sie hat das Privileg, einen Zeugen oder Insider zu befragen, diesen in der Anonymität zu belassen, womit dem Leser die unmittelbare Nachprüfbarkeit entzogen ist.

Der kleine Malocher Januar 14, 2014 um 20:03

Wo wir gerade bei Tabuzonen und meiner Begründung von Tabus als Schutz von Macht sind:
Das Wissen darüber ist uralt. In der Bibel findet sich dies im “book of genesis” (ich empfehle die Ausgabe von Robert Crumb ;-) – um nicht von @gelegentlich als religiöser Spinner beschimpft zu werden). Gott (welche Entität/en? sich auch immer dahinter verbirgt/verbergen im Kontext der biblischen Schöpfungsgeschichte) errichtete für Adam und Eva das Tabu, keine Früchte des “Baumes der Erkenntnis von gut und böse” zu verzehren.
Warum?
Die Antwort findet sich ebenfalls dort:
“Damit sie nicht werden wie WIR”

E.T. Januar 14, 2014 um 20:19

lieber N.
Es freut mich für Dich, dass Du offen warst für höhere Einsichten.
Früher habe ich anders gedacht, aber heute denke ich, dass die meisten Menschen eigentlich gar nicht wissen wollen. Du -und bestimmt die meisten hier- gehörst eher zu einer kleinen Minderheit.
So banal es auch klingt, aber die vierte Gewalt würde es ja nicht geben ohne ihre Konsumenten ;-)

Und, gel. , natürlich hat die von dkm dargestellte Entwicklung in der Physik und die Berichterstattung darüber etwas mit dem Thema hier zu tun.

"ruby" Januar 14, 2014 um 20:26

@ gelegentlich
guckst Du Arte?
http://www.arte.tv/guide/de/047556-000/die-geheimen-deals-der-rohstoffhandler
versuchen zu hinterschauen

Der kleine Malocher Januar 14, 2014 um 20:32

@ET
Höhere Einsichten basieren vielleicht auf einem tieferen Testosteronlevel. ;-)

gelegentlich Januar 14, 2014 um 22:47

@dkm

“Damit sie nicht werden wie WIR”rden wie WIR”

Das Wichtigste vergessen: dass es „DIE“ gibt ist doch bisher nur eine Behauptung.

„Dann ist die vierte Macht also bekloppt. Denn sie hat das Privileg, einen Zeugen oder Insider zu befragen, diesen in der Anonymität zu belassen, womit dem Leser die unmittelbare Nachprüfbarkeit entzogen ist.“
Nein, die vierte Macht ist nicht bekloppt. Es gibt sie nicht. Es ist ja (noch?) Niemand da der ihre Existenz beweist. Sie hat nicht die Glaubwürdigkeit so verfahren zu können. Auf sich selber schauen, siehe weiter unten: glaubt ja offenbar auch Keiner.

Was ich nicht (noch?) nicht wahrnehmen kann existiert nicht. Dieser Feststellung kann man nicht widersprechen. Man wird also darauf warten müssen bis unsere Sinnesorgane so weit technisch weiterentwickelt sind dass Alle sie wahrnehmen können. Und bis dahin muss Jeder als bekloppt gelten der Nichtwahrnehmbares behauptet oder sich in Tautologien verrennt.

@E.T. – Nein, dkm hat überhaupt keine Entwicklung der Physik dargestellt. Er hat nur wirre Ideen und bekloppte Personen (Tellyer), nichtssagende Personen wie Chase Brandon gezeigt und auf eine Reise nach Wiltshire verwiesen, die nichts Nachprüfbares erbrachte. Und darauf verwiesen, dass er im Leben außerhalb dieses Blogs schon eine erwähnenswerte Persönlichkeit wäre. Welche wollte er aber nicht sagen. Und nach dem bisher abgeladenen Stuff glaube ich das nicht und hier hat sich auch Niemand gemeldet, der das glaubt. Was eh nur dann nützen würde wenn man das nachprüfen könnte. Daher „Tautologie“.

Das ist Alles.

@ruby
Welchen Sinn sollte denn dieser Link in diesem Kontext haben?

"ruby" Januar 14, 2014 um 23:06

@ gelegentlich

arte mit fernsehjournalismus
firmen, investmenthäusern, recherchen vor ort …
sehen, hören, lesen
zum schluss mit regulierern und kritikern (flassbeck)
eine woche online abspielbar
und auch die verbindung von merkel und obama wurde offengelegt
also, was wollen wir wirklich wissen, wenn wieder weltpolitik wia washington wahr wird?

wowy Januar 14, 2014 um 23:59
petervonkloss Januar 15, 2014 um 00:43

Höhere Einsicht ist ein knall – hartes Ereignis, denn es ist das Ereignis schlechthin. Es ist urplötzlich und sofort als
Unmöglichkeit vorhanden. Es ist asozial; dies impliziert daher die Unmöglichkeit der realen sowie positiven Religion, die gleichsam die Vertriebene ihres eigenen Ursprungs ist und insofern die Haltung einer Gesellschaft bewahrt, die auf Wiederherstellung der Unschuld
des Ereignisses rekuriert, mittels der historischen Flüchtigkeit des Fortschritts.
Dieser Durchbruch (der höheren Einsicht) sind auch Folge einer „Zusammenhangsdurchstoßung“ (G. Benn), oder
ein „Schichtenkurzschluß der Gehirnhemisphähren und deren Synapsen“ (PvK), die die Person nur als ihren eigenen
Verlust und ihren eigenen Tod erfahren kann! Die Erfahrung des Todes ist wesentlich und von höchster Dignität.! Im selben Moment geschieht die OBE!

Die Präliminarien hierzu sind jeweils unterschiedlich und vollkommen entsetzte!

Es ist ein wirklicher Tod; daher sind jene „Zweimalgeborene“;

Daher nannte auch Nietzsche Paul Ree: „…Er, auch ein Zweimalgeborener…“.

(Vielleicht ist es so, das „hermaphroditisch“ veranlagte Menschen ( keine Homosexuelle, die sich ideologisch als Seinsart begreifen), dies eher erfahren können.)

http://www.faz.net/aktuell/politik/gender-mainstreaming-der-kleine-unterschied-1329701.html

gelegentlich Januar 15, 2014 um 09:52

@pvk

Wenn das Ereignis der höheren Einsicht asozial ist, dann ist das Thema verfehlt. Was man sich einbildet, nicht formulieren oder will, muss man für sich behalten.
Man kann sich nicht in einem Blog darüber mit Anderen austauschen. Warum also mit dem Kopf durch die Wand?
„Die Erfahrung des Todes ist wesentlich und von höchster Dignität.!“ Über Dignität wollen wir nicht streiten. Aber tot ist tot und kann sich nicht mitteilen.
Im Übrigen ist das ein Wortgeklingel über die Erfahrungen, die unzählige Menschen bei Initiationsriten wohl machten. Die waren absichtlich so gestaltet dass man dabei die Einbildung eines eigenen Todes und die Einbildung einer Neugeburt haben sollte. Und das reichte wohl in die Antike hinein.
http://www.broeckers.com/Kap7.html
Wie auch immer: diese „höhere Einsicht“ ist in der Tat unpolitisch, weil sie sich auf einmaliges individuelles Erleben bezieht. Für die Ordnung der Dinge in der res publica eignet sie sich überhaupt nicht. Ob sie höhere Einsicht ist oder anmaßende Einbildung kann Niemand wissen. Hören wir also auf darüber zu reden. Oder sagen wir ehrlich dass uns bloß langweilig ist.

E.T. Januar 15, 2014 um 09:55

@dkm
Höhere Einsichten basieren vielleicht auf einem tieferen Testosteronlevel ;-)

Gewisse Interessenverschiebungen können durchaus neue Einsichten zur Folge haben, das glaube ich auch ;-)

@pkv
was bleibt übrig wenn jede Idee, die man von sich selbst hat, “gestorben” ist

@gel
ein echter Wissenschaftler urteilt erst nach Kenntnis der Sachlage.
Du hast hier noch nie für irgendwas einen Beweis erbracht.

petervonkloss Januar 15, 2014 um 10:20

E.T. Januar 15, 2014 um 09:55

“@pkv
was bleibt übrig wenn jede Idee, die man von sich selbst hat, “gestorben” ist”

Chiffren und dumme Fragen!

"ruby" Januar 15, 2014 um 10:25

langweilig?

http://www.deutschlandfunk.de/no-spy-abkommen-aktuelle-spionagestunde.1818.de.html?dram:article_id=274603

livestream
vom individuellen zum aggregierten
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-01/nsa-software-computer

loser können bewegen : TTIP !!! kein schattenrechtsregime???

vierte gewalt bitte weitertragen …

petervonkloss Januar 15, 2014 um 10:32

E.T

Eine kleine Sekunde dachte ich… dies müßte er verstehen.

Jetzt ist es geklärt. Du bist ein Witzbold der schlimmsten Sorte.

ruby Januar 15, 2014 um 10:38

sagt uns quantum sagt uns wieviel
http://www.youtube.com/watch?v=z4AmyGLBGUk
aus dem schlauch

petervonkloss Januar 15, 2014 um 10:56

Der erneute Versuch der paulinischen Verquerung von Heiligkeit und Weltgeschichte.

gelegentlich Januar 15, 2014 um 11:38

@alle Gnostiker
Versammelt Euch bitte woanders! Bei der Versammlung der Illuminierten aller Länder 2014, Unratshausen, Hintere Dorfgasse 17 B (Hinterhaus), 19.1.2014, 17 Uhr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Beim_Propheten

Hier geht es um die sogenannten niederen Einsichten.
Eure Einbildungen schlagen hier nur als Spam oder Stalking auf.

gelegentlich Januar 15, 2014 um 11:58

Um Niemandem unrecht zu tun. Höhere Einsichten haben im Alltag ja ihren Platz. Gnosis 2.0 geht etwa so:
http://www.gesundheute.com/lebensmittel-vermeiden/index.php?id=brotMDE40
Der normale Leser wird zum hier aufgeführten „Material“ eine ähnliche Beziehung haben wie der Adept zum Guru. Hinterfragen kann er das nicht, aber dran glauben. Und kaufen. Wie bei allen Propheten.
Das Prinzip ist immer das Gleiche: Aura aufbauen, sie gegen jeden Verstand schützen, abkassieren. Ist „Sirius“ bisher ein Erfolg?

petervonkloss Januar 15, 2014 um 12:12

gelegentlich Januar 15, 2014 um 11:38

Mein Gott, du bist doch nur die konkretere Fortsetzung dieses Impetus.

gelegentlich Januar 15, 2014 um 12:39

@pvk

„Mein Gott, du bist doch nur die konkretere Fortsetzung dieses Impetus.“
??? Für welche höhere Einsicht, welchen Glauben, welchen Guru, welches Buch eines illumnierten „Meisters“ werbe ich hier?

Carlos Manoso Januar 15, 2014 um 12:45

@petervonkloss Januar 15, 2014 um 10:56
„Der erneute Versuch der paulinischen Verquerung von Heiligkeit und Weltgeschichte.“
pvk, „seltsame Orte gibt es, seltsame Gehirne, seltsame Regionen des Geistes, hoch und ärmlich. An den Peripherien der Großstädte, dort, wo die Laternen spärlicher werden und die Gendarmen zu zweien gehen, muß man in den Häusern emporsteigen, bis es nicht weiter geht, bis in schräge Dachkammern, wo junge, bleiche Genies, Verbrecher des Traumes, mit verschränkten Armen vor sich hinbrüten, bis in billig und bedeutungsvoll geschmückte Ateliers, wo einsame, empörte und von innen verzehrte Künstler, hungrig und stolz, im Zigarettenqualm mit letzten und wüsten Idealen ringen. Hier ps.ist das Ende, das Eis, die Reinheit und das Nichts. Hier gilt kein Vertrag, kein Zugeständnis, keine Nachsicht, kein Maß und kein Wert.

Hier ist die Luft so dünn und keusch, daß die Miasmen des Lebens nicht mehr gedeihen. Hier herrscht der Trotz, die äußere Konsequenz, das verzweifelt thronende Ich, die Freiheit, der Wahnsinn und der Tod ….

Der …suchte seit längerer Zeit vergebens nach einer passenden Haltung für seinen schmerzenden Rücken. Um zehn Uhr kam ihm die Vision einer Schinkensemmel, aber er verscheuchte sie mannhaft.“ Als er endlich wieder von dem „unheimlichen Gemisch von Brutalität und Schwäche“, von den „irren Bildern“ und dem „Wirbel von Unlogik“ erlöst wird, will er nur noch auf dem kürzesten Weg nach Hause und „zu Abend essen wie ein Wolf!““
(“Wolf” ist seit den frühen Kampfjahren die im “Dritten Reich” häufig verwendete Benennung, wenn es galt, in irgendeiner Form auf Hitler zu verweisen oder an ihn zu erinnern.)

PS:
„Schließlich fragte ein Endokrinologe ungeduldig: „Willst du ein Mädchen sein oder nicht?“

E.T. Januar 15, 2014 um 13:24

@pvk, übrig bleibt das reine Bewusstsein vor allen Gedanken

das hat übrigens nichts mit gnosis oder so zu tun, sondern mit der ganz und gar konkreten Erfahrung dessen, was wirklich ist und war unwirklich bzw. nur konzept.
wir sind so sehr an sprachlich-konzeptuelles Denken gewöhnt, dass wir die Symbole irgendwann für die Realtität selbst halten.

gel., wenn das für Dich zu hoch ist, schreib doch woanders weiter

E.T. Januar 15, 2014 um 13:26

vertippt:
was wirklich ist und was … (nicht war)

Der kleine Malocher Januar 15, 2014 um 14:05

„Nichts bekannt!“ wird mit den Worten von Niklas Luhmann von den Naturwissenschaften „regelmäßig als Deckung benutzt, um dicht genötigt zu sein, zu evaluieren, ob das Nicht-Wissen nicht einfach Ergebnis eines Nicht-Fragens ist. … Eine Risikobewertung allein auf der Basis “vorhandenen” Wissens, ohne … eine Bewertung der Wissensgenerierung, das kann leicht nicht einmal die halbe Wahrheit bringen.“

Man nennt den fundamentalskeptischen Egozentrismus eines @gelegentlich auch “Semmelweis-Haltung”. Kugeln kannste selbst.

Luhmann’s Einsicht deckt sich mit meinem “Wahrheitsverdünnungsgesetz” . Habe ich oben schon mal ausgeführt, als ich meinem nicht sehr gelehrigen Sohn erkärte, warum “occam’s razor” zu einem Teufelswerkzeug werden kann. Ich sag es als bisher noch “feiger” Insider: Die NaWis haben sich heute – spätestens ab 1910 – selbst eingemauert in einem kollektiven Geistesgefängnis, das den Namen “reduktionistischer Materialismus” trägt. Alleine kommen wir da nicht mehr raus.

Erst recht nicht nach der Millenniumswende. Ab da erreichte die Fokussierung auf “Drittmittel” ein kritisches Niveau, womit “gute Forschung” primär mit “viel Geld” assoziiert wurde. Die Endversklavung begann. Heute stehen Universitäten und Forschungseinrichtungen unter dem zunehmenden Einfluss von “rating und ranking”-Agenturen wie etwas Bertelsmann’s CHE. Deren regelmäßiges posting von “Leistungsindikatoren” zwingt Universitäten “wirtschaftlich” zu operieren, um hohe CHE “Aktienkurse” zu erzielen. Ranking und rating setzt sich fort im Individualbereich, das Institute for Scientific Information (ISI) liess den sog. Hirsch-Index erfinden, der einen regelrechten Publikationswahn auslöste. Wer heute noch von einem Wissenschaftsverständnis ausgeht, bei dem Kreativität, Fleiss, Ehrlichkeit und Sorgfalt des einzelnen Wissenschaftlers im Vordergrund des individuellen Erfolgs steht, der liegt daneben. Hauptsache es ist publiziert und wird zitiert, ob die claims wahr oder nicht wahr sind, ist vielfach (nicht immer!) zweitrangig. Wie in allen anderen Bereichen auch: Survival of the ruthless. Heute muss man vor allem “gut vernetzt” sein, um einen “big fish” zu angeln. Es wird oft das blaue vom Himmel versprochen (z.B. im EU-Flagship das “Blue” im “Blue Brain”), die Strukturiertheit in work packages, milestones und deliverables, das ständige Reporting und das idiotische Auditing lässt an Kafka erinnern und ist von seiner Natur her völlig wissenschaftsfeindlich. Hinzu kommen legislative Euphemismen, wie etwa Pinkwarts “Hochschulfreiheitsgesetz”, deren Anwendung stets eine Zentralisierung der Prozesssteuerung zur Folge haben.

Ergo: Auch im Hochschulbereich ist es immer “pyramidischer” geworden. Steven Hawking und Richard Dawkins haben vor Kurzem ihre Autobiographien veröffentlicht. Wenn man den Tenor dieser beiden Biographien zusammenfasst und das im Kontext des universitären Umfeldes beleuchtet, dann kommt man nur zu dem einen Schluss: Die lebten in einem wissenschaftlichen Paradies. Die hatten Zeit und Muße, ihre Sache gründlich zu durchdenken und dann erst mit einem grösseren Paukenschlag rauszukommen. Das geht heute gar nicht mehr!

Ich sage es deshalb deutlich: “Rettung” kann heute nur noch von “Aussenseitern” kommen. Klaus Volkamer: Chapeau!

gelegentlich Januar 15, 2014 um 14:07

@E.T.
„gel., wenn das für Dich zu hoch ist, schreib doch woanders weiter“

Tja, hier ist gar nichts zu hoch, sondern es gibt zuviel dummen Spam resp. Quatsch, belanglose Mischung aus richtig, falsch und gar nicht weiter rational beschrieben, den man nur in den 4 Wänden des Propheten auf bitte schön freiwilliger Grundlage besprechen sollte.

E.T. Januar 15, 2014 um 14:33

@dkm, was Du über den Wissenschaftsbetrieb schreibst, gilt zum Glück so natürlich nur für den Westen.
In Russland ist die Forschung viel freier und weniger von oben gesteuert. Die machen interessante Entdeckungen.

Carlos Manoso Januar 15, 2014 um 14:53

@E.T. Januar 15, 2014 um 14:33
„In Russland ist die Forschung viel freier und weniger von oben gesteuert. Die machen interessante Entdeckungen.“

E.T. so paradox es klingen mag: „die Forschung“ war in Russland wegen des „Kalten Kriegs“ „viel freier und weniger von oben gesteuert“ als im „geldgesteuerten Westen“ und machte deshalb auch „interessante Entdeckungen“

Der kleine Malocher Januar 15, 2014 um 15:06

PS:
Ich kann mir inzwischen – rein logisch und mit BESTEM WILLEN – nicht mehr vorstellen, dass das Entstehen immer pyramidaler werdender gesellschaftlicher Strukturen rein selbstorganisiert abläuft.
Dahinter steckt ein Geist und eine Agenda. Wir erleben das inzwischen ÜBERALL. Schaut mal in die Homepage der “Weisshaupt-Gesellschaft”, die gibt es immer noch – klickt einfach dazu auf meinen Nick. Ein gewisser “Wes Penre” hat da recherchiert u. z. sehr gründlich!

Seid gewarnt, wenn jemand im Führungsbereich von “meritokratischen Prinzipien” zu faseln beginnt! Später vielleicht eine scheinbar perfekte Synthese aus Materialismus und Spiritualität anbieten will. Man kann “Wes Penre” bei seinen Aufklärungsbemühungen nur danken: Jedwede Geheimgesellschaft benutzt auf der untersten Ebene und bei der Anwerbung von Adepten das Mittel der Desinformation. Die Struktur der Realität ist garantiert nicht so vollständig, wie es diese Leute darstellen, auch wenn es euch noch so logisch strukturiert erscheint. Diese Leute haben aber das Problem der Jetztzeit erkannt, nämlich, dass der reduktionistische Materialismus für jeden Lernwilligen und halbwegs informierten Zeitgenossen klare Lücken aufzeigt, die der Wissenschaftsbetrieb unter den Teppich kehrt. Kehren muss, weil sonst ein Kartenhaus einfällt, an dem das “mehr Geld für Bildung” angeknüpft ist. Der Zusammenbruch des Kartenhaus wäre tatsächlich eine Katastrophe – ähnlich wie der Zusammenbruch des “Kartenhauses” Geldsystem eine Katastrophe wäre. Und genau das ist das Problem auch für unsere Politiker: Da gibt es schon einige wenige, die die “structure of reality” zumindestens schemenhaft erkennen. Handeln sie gemäß ihrer Erkenntnis und ihrem Gewissen, geht ne Lawine ins Tal. Warten sie, wird die Lawine morgen noch grösser….

Der kleine Malocher Januar 15, 2014 um 15:15

Carlos Manoso Januar 15, 2014 um 14:53

Welche Forschung meist Du in diesem Vergleich: Die öffentliche oder die nicht-öffentliche? Also die, die sich im “Westen” über “unacknowledged special access programs/USAPs” finanziert?

vinxtor Januar 15, 2014 um 15:40

E.T. so paradox es klingen mag: „die Forschung“ war in Russland “wegen des „Kalten Kriegs“ „viel freier und weniger von oben gesteuert“ als im „geldgesteuerten Westen“ und machte deshalb auch „interessante Entdeckungen“

na ganz toll.
Majak z.B.

http://vimeo.com/17432730

E.T. Januar 15, 2014 um 15:57

@carlos
ob die Forschung unter der kommunistischen Doktrin wirklich so frei war? ich denke, da ist sie heutzutage in Russland freier.
@dkm
danke für den Hinweis
@gel. es gibt Leute, die reden ständig von sich selber ohne es zu merken ;-)

E.T. Januar 15, 2014 um 16:00

@vinxtor
E.T. so paradox es klingen mag: „die Forschung“ war in Russland “wegen des „Kalten Kriegs“ „viel freier und weniger von oben gesteuert“ als im „geldgesteuerten Westen“ und machte deshalb auch „interessante Entdeckungen“

das Zitat war von Carlos :-)

vinxtor Januar 15, 2014 um 16:23
ruby Januar 15, 2014 um 16:28
E.T. Januar 15, 2014 um 16:34

@vinxtor
soviele, das hätte ich nicht gedacht, die USA (Nato noch mehr) natürlich Vorreiter, war ja klar.
mit “Forschung” in Russland meinte ich aber eine friedliche.
Es gibt Aufnahmen von der Photonenstrahlung, die von lebenden und sterbenden Zellen ausgeht. Damit kann man die Qualität von Lebensmitteln erkennen oder Krankheiten diagnostizieren. Wird schon in Krankenhäusern angewandt. (Ich meine jetzt nichtdie Kirlian-Fotographie.)
Kann man ja selber nach gugeln.

gelegentlich Januar 15, 2014 um 16:36

@Der kleine Malocher

http://armageddonconspiracy.co.uk/

Mein Beileid. Da helfen wohl nur mechanistisch-reduktionistische Biochemie und ihre Produkte. Das war die berechtigte Warnung von @Morph, es bestünde die Gefahr dass sich Jemand entblößt. Wer diese Bewertung für unangemessen hält kann sich ja melden.

Carlos Manoso Januar 15, 2014 um 16:41

@E.T. Januar 15, 2014 um 15:57
„ob die Forschung unter der kommunistischen Doktrin wirklich so frei war? ich denke, da ist sie heutzutage in Russland freier.“

E.T., um „Ergebnisse“ zu produzieren, braucht „Forschung“ mehr oder minder große “Freiräume“. Dieses „Gesetz“ gilt gleichermaßen für Kombinate mit „kommunistischer Doktrin“ oder für Konzerne mit „kapitalistischer Doktrin“.

Kombinate mit „kommunistischer Doktrin“ waren z.B. „unzivilisierte“ Elemente einer rohen Gesellschaft der „nachholenden Modernisierung“, während Konzerne mit „kapitalistischer Doktrin“ als uneinholbare Speerspitzen der „technologischen Revolution“ in der „Systemkonkurrenz“ fungierten.

Ich meinte aber konkret etwas ganz anderes. Mir sind z.B. im russischen Osten technologische Gebiete begegnet, die schon seit den 1950er Jahren“ weltweit nur mit „Westtechnik“ bearbeitet wurden, weil die westliche Fachliteratur diese Gebiete als zu „anwendungsfern“ ignorierte. Inzwischen haben sich aber diese Gebiet auf breiter Front explosiv nach vorn entwickelt und was der „Westen“ früher als „anwendungsfern“ ignorierte, ist heute „anwendungsreif“ und der „Osten“ auf den Gebieten potentiell weltweit führend.

gelegentlich Januar 15, 2014 um 16:42

@E.T.
Sie meinen den Befund, den Popp zum Ausgangspunkt seiner Biophotonen-Theorie gemacht hat?
Soweit ich weiß sind die Messungen ok, auf dieser Ebene gibt es wohl Niemand, der zweifelsfrei zeigen konnte dass sie nicht in Ordnung sind. Was die theoretischen Schlußfolgerungen angeht sieht das ganz anders aus. Popp behauptet diese Photonen seien kohärend und entwirft eine Art Megatheorie auf dieser bisher aber überhaupt nicht nachgewiesenen Annahme. Bei Biophysikern gilt er deshalb als Scharlatan. Die Wertung kann ich nachvollziehen.

Genauso oben:
http://www.globalresearch.ca/the-great-american-bubble-machine
ist ein anderes Kaliber als der durchgeknallte Autor von armageddonconspiracy.co.uk. Bitte noch einmal: versammeln Sie sich besser beim Welttreffen der Illuminaten, Adresse steht oben.

Der kleine Malocher Januar 15, 2014 um 17:18

@gelegentlich, heute, 9:52

Du zitierst Broekers, Kap. 7, der zwar Albert Hoffmann erwähnt, aber auslässt, dass N,N-Dimethyltryptamin ein endogenes Halluzinogen/Entheogen. In Pflanzen kommt es ebenfalls vor und wird z.B. im Ayahuaska-Ritual südamerikanischer Schamanen verwendet. Wieso das auch natürlich im Menschen (vermutlich Zirbeldrüse) produziert wird, musste uns mal erklären . Auch aus materialistischer Sicht ist die naheliegenste Erklärung, dass es eine Funktion hat (oder hatte), richtig? Der Sekretionslevel bei Menschen in verschiedenen Kulturkreisen ist m.W. nicht bekannt. Wäre auch ethisch ziemlich problematisch, dies zu erforschen. Warum erfindet die Natur ein molekulares Werkzeug, welches “Halluzinationen”, andere sagen “Hellsichtigkeit” bei Menschen hervorruft? Können diese Menschem “heller” sehen also mehr Realitätsebenen wahrnehmen als andere – oder ist es nur ein pathologisches Kopfkino? Wissenschaftlich ist die Frage nicht beantwortbar, aber dumpf-ideologisch-egozentristisch schon: Was ICH nicht sehen kann, existiert nicht. Mit diesem Egozentrismus treibst Du aber NaWis an den Rand des Wahnsinns: Denn die können die sog. dunkle Materie und dunkle Energie, die irgendwie existieren muss, damit das Kartenhaus der kosmologischen Physik nicht einstürzt, auch nicht “sehen”.

gelegentlich Januar 15, 2014 um 17:30

Ja eben:

„Denn die können die sog. dunkle Materie und dunkle Energie, die irgendwie existieren muss, damit das Kartenhaus der kosmologischen Physik nicht einstürzt, auch nicht “sehen”.“

Der kluge Mensch forscht weiter dran, bis er es „sehen“ kann. Dann kann man auch drüber reden und nicht nur phantasieren wie armageddonconspiracy.co.uk.

„Warum erfindet die Natur ein molekulares Werkzeug, welches “Halluzinationen”, andere sagen “Hellsichtigkeit” bei Menschen hervorruft?“ Bin ich Jesus? Warum gibt es überhaupt Opiat-Rezeptoren? Und nein: aus dem Alter, wo mir das als Hellsichtigkeit imponiert bin ich draußen. Ich nenne es Halluzinationen. Die Einbildung, die Weltformel gesehen zu haben, teilen unzählige LSD-Benutzer. Aufschreiben konnte sie keiner von denen. Halluzinationen eben. Das Einzige, was davon politikrelevant ist, dürfte die Tatsache sein, dass Leute, solange sie nach der „3. Partei“ oder den „Archonten“ suchen, als Opponenten keine Rolle spielen können, sie wollen es ja nicht mal mehr, außer auf der Ebene bloßen Geschwätzes. Opium fürs niedere Volk ist doch nicht nur Alkohol.

E.T. Januar 15, 2014 um 17:36

@gel
nee, ich glaube, der hiess anders, war auch ein Russe. Ich finde den Link nicht wieder.
vielleicht weiss Carlos ja ein Beispiel für neuere alltagstaugliche Technologien.

aber warum gilt Popp als Scharlatan, wenn er eine Theorie entwirft. Das gehört doch zur Wissenschaft dazu, dass man zunächst Theorien entwirft, wo man noch keine handfesten Befunde hat. Im weiteren versucht man dann, die Theorien zu verifizieren.
das müssten Sie doch eigentlich besser wissen…

zu dkm´s Link, die Sie sich ja alle fleissig anschauen und weiterverteilen: mag sein, dass sie falsch sind oder nicht zu belegen, aber alle anderen Möglichkeiten, Dinge zu erklären, sind wahrscheinlich auch schwer zu belegen. Sonst gäb es da ja wahrscheinlich eine Einigkeit. Schliesslich streitet heutzutage ja auch keiner mehr darüber, ob die Erde rund ist.
die Theorie, die ich für die schlüssigste halte, um das Negative zu erklären, ist so komplex, dass sie den Rahmen hier sprengen würde, und ich will das hier auch nciht zum Thema machen. Für den, der sich dafür interessiert, gibt es andere Foren.
Die Erde ist für mich aber auch der dunkelste Ort im Multiversum und zwar deswegen, weil hier die allermeisten nach dem Prinzip leben, mehr haben und sein zu wollen als die anderen.
Die persönliche Aufwertung (mit Scheinwertigkeiten) über die anderen ist das letzte Ziel der meisten. Dazu zähle ich auch das Rechthaben wollen. Anstatt anzuerkennen, dass wir alle gleich sind.
Existentielle Fragen werden öffentlich aber auch nicht diskutiert, so als ob für alle ausgemachte Sache wäre, dass es nur Atome gibt. Dabei geben regelmässig die meisten Menschen an, dass sie an Gott glauben, und jeder Mensch hat existentielle Fragen.
Was die Nahtodberichterstattung betrifft sehe ich aber schon eine Öffnung in den Medien. Da geht es meistens auch schon sachlicher zu als bis noch vor zehn Jahren.

gelegentlich Januar 15, 2014 um 17:52

@E.T.
Man hat ja Geduld. Die erste Beobachtung dieser “Biophotonen“ stammt nicht von Popp, was ich auch gar nicht geschrieben habe:
„… Befund, den Popp zum Ausgangspunkt seiner Biophotonen-Theorie gemacht hat?“
Das war in den 30er Jahren in der Sowjetunion. – In eine Theorie darf man aber keine Dinge einbauen, deren Existenz man nicht bewiesen hat: das ist die Kohärenz dieser Photonen. Die wurde nur behauptet- wie die 3. Partei, die Aliens, die Alien-Abstammung der Kornkreise usw. Daher gilt man dann wohl zu Recht als Scharlatan.

Oh Gott, diesen Link verteile ich nicht weiter. Einfach genau hinschauen. Jetzt ist es spät geworden, die oben erwähnte Veranstaltung wartet! Und als Seelsorger bin ich jetzt zu müde.

peewit Januar 15, 2014 um 18:06

@gelegentlich

–>”In eine Theorie darf man aber keine Dinge einbauen, deren Existenz man nicht bewiesen hat”

Sorry, aber das stimmt nicht. Denk nur an Positronen, Neutrinos u. Tachyonen. Man kann in (s)eine Theorie einbauen, was man will , das ist ja das Schöne an Theorien.

gelegentlich Januar 15, 2014 um 18:14

@peewit
Aber das sind bzw. waren hypothetische Folgerungen aus bestehenden Auffassungen, die eine Grundlage hatten, oder nicht?
Nach dem Motto: unsere Auffassung kann nur stimmen wenn man dereinst dies oder jenes wirklich finden kann, will sagen: es muss so etwas mit diesen Eigenschaften geben. Oder: die Grundlage unserer Auffassung ist falsch.

Lies Dir das Buch von Fritz Popp über Biophotonen durch: er entwirft dort eine Art große Theorie, u.a. auf der Basis, dass diese kohärent seien. Das aber hatten weder er noch Andere zeigen können.

Der kleine Malocher Januar 15, 2014 um 18:30

@gelegentlich Januar 15, 2014 um 16:36

“Wer diese Bewertung für unangemessen hält kann sich ja melden.”

Ich melde mich, mein Sohn, weil ich zunächst feststellen muss, dass Einstein recht hatte:
“Zwei Dinge sind unendlich:
das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher ”

Warum habe ich vor dieser Seite gewarnt – frag Dich das mal?

Weil sie nämlich verdammt gut gemacht ist und auf dem ersten Blick verdammt profunde und einleuchtende Insights bietet.

Bsp1: http://armageddonconspiracy.co.uk/The-Leibniz-Riddle(1359627).htm

Bsp2: http://armageddonconspiracy.co.uk/Hegel-and-Hermeticism(1530810).htm

Bsp3: http://armageddonconspiracy.co.uk/The-Enigma-of-Existence(1361286).htm

Auf dem ersten Blick….

Denn irgenwann kommt sie auf “meritocracy” zu sprechen. Hört sich auch erst wieder harmlos an. Demokratie ist tot, es lebe Meritokratie und nun herrschen die wirklich Kompetenten.
Man darf dann nur nicht sein Gehirn einschalten und nach den Prinzipien der Umsetzung fragen.

MERITOKRATIE IST EIN PUTSCH VON OBEN!

NWO = OWO

Klare Desinformation kann ich in dem Bereich erkennen, der sich an die Fundamentalskeptiker wie Dich, mein Sohn, richtet:

“Any conspiracy theorist who endorses Lizard People, Reptilians, Nibiru or any other alien visitation scenario lacks any credibility. These theories are ludicrous and distract people from the real task of overthrowing the Old World Order. These theories are, of course, fuelled by the Old World Order themselves in order to sow confusion and division. Because they are fascinating and seductive theories (combining science fiction with ancient history and mythology – the future and the past in a neat package), they attract widespread attention. But they are just new myths for a quasi-scientific, pseudo-rationalist age. In essence, they replace conventional religion with science fiction.”

http://armageddonconspiracy.co.uk/Nibiru(1256695).htm

Ich kann zu Nibiru nicht viel sagen, aber ich das Thema studiert und stimme bei der grundsätzlichen Frage in etwa mit Paul Hellyer
überein.

Der kleine Malocher Januar 15, 2014 um 18:57

PS: Rechtschreibfehler, Deletionsmutanten, und grammatikalische Fehlkonstrukte bitte nicht zurückschicken!

"ruby" Januar 15, 2014 um 19:05

@ wowy

“Wer spioniert, der fliegt…”

Deutschlandfunk
19:15 Uhr
Zur Diskussion Projekt mit Fragezeichen:
Das geplante Freihandelsabkommen
USA – Europa
Diskussionsleitung: Jule Reimer, Deutschlandfunk
Gesprächsteilnehmer:
Daniel Caspary, MdEP (EVP)
Franziska Keller, MdEP (Die Grünen/ETA)
Gregor Peter Schmitz, Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL
Christian Tietje, Forschungsstelle für transnationales Wirtschaftsrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

ruby Januar 15, 2014 um 20:58

http://www.youtube.com/watch?v=qG31piRRl0A
Die fünfte Sanftheit in Ordnung

gelegentlich Januar 15, 2014 um 21:17

@dkm
„Ich kann zu Nibiru nicht viel sagen, aber ich das Thema studiert und stimme bei der grundsätzlichen Frage in etwa mit Paul Hellyer
überein.“
Dann empfehle ich sich neben Herrn Hellyer auf die Parkbank zu setzen. Würde nicht Jeder machen!

"ruby" Januar 16, 2014 um 12:09
Der kleine Malocher Januar 16, 2014 um 16:59

Snowden, Nazi Aliens, Iran’s Far East News, Russia Today und ein Kolumnist der Washington Post:
http://www.washingtonpost.com/blogs/worldviews/wp/2014/01/13/iranian-news-agency-says-the-u-s-is-secretly-run-by-nazi-space-aliens-really/

In den Kommentaren ein link auf Suspect Sky (above and below). Damit man mal sieht, wie sowas überhaupt aussieht. Die Links im Artikel sind ebenfalls wichtig.

@gelegentlich wird sich totlachen. Soll er.

@Carlos Manoso wird sich überlegen, vielleicht aus 1 Nanosekunde 1 Mikrosekunde zu machen.

@ET wusste es sowie so schon immer.

@DkM erinnert es an Volksempfänger unter Hytler, Westfernsehen unter Honneker, Propaganda, Gegenpropaganda und – irgendwie – den Geruch von Krieg.

@ruby (Volljournalisten): NSA = Nikolaus sieht Alles oder Nikolaus schützt Aliens?

@Alle: Selbst recherchieren! Selbst denken!

Was Far East News vor ein paar Tagen herausposaunt hat, ist seit den Recherchen des Historikers Dolan in etwas anderer Form längst beschrieben:
http://www.ebook3000.com/mobile-ebooks/The-Cover-Up-Exposed–1973-1991–UFOs-and-the-National-Security-State-_166885.html

Es wird allmählich heiss. Für den Vorfall in Bremen kann ich meine Interpretation (leider) nicht mehr halten. Es gibt ein Video und das sieht mir sehr ähnlich aus zu SuspektSky aus. Auch das von Zeugen dokumentierte schnelle Abhuschen in die Wolken lässt sich mit DJI Phantom bis Militärhubschrauber-Drohne nicht machen. Erinnert eher an den Vorfall über dem Felsendom in Jerulalem von 3 Jahren. Zudem war “zuviel Licht” im Spiel.

peewit Januar 16, 2014 um 17:58

@DkM

–>”Für den Vorfall in Bremen kann ich meine Interpretation (leider) nicht mehr halten”

Weltraumschrott trifft auf weiche Birne: Meine Interpretation, die ich immer noch halte.

Der kleine Malocher Januar 16, 2014 um 18:17

PS: Fars News statt Far East, sorry. Ein Furz, eine Farce, oder mehr?
CIA “soft disclosure” via Hollywood erst, dann “etwas deutlicher”, zum Schluss “direkt für alle sichtbar”?

Ist Nordic (Tall White) die eigentliche Fehlinformation? Was wusste Wernher von Braun? Hat er seine Assistentin und Sprecherin Carol Rosin belogen/nicht belogen?

Will heissen: Das Puzzle ist unvollständig. Aber existent.

Der kleine Malocher Januar 16, 2014 um 18:29

peewit
Selbst ne weiche Birne ist besser als Stroh und Muppet show! ;-)
Ich werfe keinem vor, wenn er Schopenhauer stage I als erstes abspult. Ich meine aber, ich hätte “Funktion des Tabus” bereits erklärt.

"ruby" Januar 16, 2014 um 19:10

@ DkM

“Aliens?”
Nein, Konten der Vermögenden, die mit Zinserträgen weitergefüttert werden.
Zahlungsströme und Bestände, die klar und eindeutig zuordbar sind, aber von den Marios und Marionettinas der politischen Welt nicht angezapft werden sollen…
Und wir ?
Wie ist das nach fünf Jahren zu ändern?
Da betteln der Fitschen und Gauck um mehr Zeit für Neoliberalismus und Moral Hazard .
http://www.youtube.com/watch?v=UXdaZLwNpYQ

g.w. Januar 16, 2014 um 19:13

@dkm
und wenn alle hier einschliesslich gel. und morph überzeugt wären, dass die usa von aliens gesteuert werden und das hier auch ständig posten. Was würde das nützen?
Dann würden sie den Blog zumachen und Du könntest bei Welt online weiter schreiben.
Die wahre Freiheit kann sowieso nur die innere sein, sonst wär ja Addi der freieste Mensch gewesen ;-)

kleiner Scherz noch:
Warum muss es intelligentes Leben im All geben?
Weil sie uns sonst schon längst besucht hätten.

ruby Januar 16, 2014 um 20:00

http://www.youtube.com/watch?v=HW1mn0HVhno
zum morgigen erscheinen der Reincarnation
;-)

gelegentlich Januar 16, 2014 um 20:23

@g.w.
Feierabend, man ist entspannt.
„…und wenn alle hier einschliesslich gel. und morph überzeugt wären, dass die usa von aliens gesteuert werden und das hier auch ständig posten. Was würde das nützen?“
Und weil es nichts nützt schreibe alle, gel. und morph und auch sonst alle, jetzt einfach nichts mehr von aliens. Es nützt nämlich nichts.

"ruby" Januar 16, 2014 um 20:37
g.w. Januar 16, 2014 um 20:51

@gel.
wer weiss schon, was was nützt?
und mit Deinen Antworten kann sich nunmal nicht jeder zufrieden geben.

gelegentlich Januar 16, 2014 um 20:57

@g.w.
Dann ist das wohl so.

wivo Januar 16, 2014 um 20:58

@ gelegentlich
“Und weil es nichts nützt schreibe alle, gel. und morph und auch sonst alle, jetzt einfach nichts mehr von aliens. Es nützt nämlich nichts.”

Eines der schöneren Schlussworte! ;-)
Ein “Konsens”, der jeder EU-Rats-Abschlusserklärung zur Ehre gereichen würde!

ruby Januar 17, 2014 um 12:14

Die eifrigsten Mitleser zeigen ihre Konsequenzen aus den wiesaussieht Ausspähaktionen ;-)
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/in-eigener-sache-neuer-chefredakteur-fuer-handelsblatt-live/9347780.html
Hans + Frank + Alle – wir lieben euch, uns …
Tumult tut gut ;-)

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