Rammler des Jahres

by f.luebberding on 21. Januar 2014

Das Sommerfest mit der Wahl des “Rammler des Jahres” war schon immer der Höhepunkt im Vereinsleben des Kanninchenzüchtervereins gewesen. In den vergangenen Jahren bemerkte man aber frustriert das abnehmende Interesse bei den Mitbürgern. Selbst die Beteiligung der Vereinsmitglieder ließ mittlerweile zu wünschen übrig. Zwar kam noch regelmäßig der Ortsvorsteher vorbei, aber schon der Bürgermeister und die Repräsentanten der politischen Parteien ließen sich wegen “Terminproblemen” entschuldigen. Die immer schlechter werdende Beteiligung an der Wahl galt als Indikator für die abnehmende Bedeutung des Vereins in der Stadt. Was tun?

Der seit 2001 amtierende Vereinsvorsitzende Meier sprach das Thema beim Bier nach der Vorstandssitzung an. Dabei waren noch Geschäftsführer Schulze und Pressesprecher Müller. Mit dieser Beteiligung brauchen wir uns im Ort nicht mehr sehen lassen, darin war man sich schnell einig. Statt 340 Wähler haben sich nur 34 beteiligt. Sie machten sich keine Illusionen über das Interesse der Politik an ihrem Hobby, trotzdem wollte man endlich von der Stadt das Grundstück für ein neues Vereinsheim erhalten. Das funktioniert nur, wenn man seine Bedeutung in der Stadt nachweisen kann. Der Vereinsvorsitzende war immer noch gut vernetzt. Er wurde nicht ohne Grund “Vereinsmeier” genannt. Meier bekam bei den Honoratioren der Stadt zwar immer noch einen Termin, aber lediglich aus einem Grund: Diese nahmen an, sein Wort habe Gewicht. Sich es mit ihm zu verscherzen, könnte Wählerstimmen kosten. Mit der miesen Wahlbeteiligung geräte diese Image ohne Zweifel ins Wanken – und das Vereinsheim bliebe ein schöner Traum. Nach dem dritten Bier kam Pressesprecher Müller die Idee. Man könnte die Wahlbeteiligung doch etwas schönen, natürlich ohne die Rangfolge zu ändern. Aus 34 Stimmen machen wir dann halt 340. Wer soll das schon bemerken? Vorsitzende Meier hatte zwar Bauchschmerzen, ließ sich aber überzeugen. Als langjähriger Funktionär wusste er selbstredend, so ein Thema nur informell behandeln zu können. Es tauchte weder auf einer Tagesordnung, noch in den Vorstandsprotokollen auf. Wenn die Sache auffliegt, müsste halt der Pressesprecher die Verantwortung übernehmen. Wie wollte man auch seine Mitwisserschaft nachweisen? Nur hatte die Sache einen Haken. Wer glaubt uns schon, dass der langjährige Vorsitzende nichts davon gewusst haben soll? Wo doch in diesem Verein nichts ohne sein Wissen geschieht? Aber es wird schon gutgehen. Und wir haben ein ehrenwertes Motiv: Unserem Vereinszweck einen guten Dienst zu erweisen.

So einen Fall hat es natürlich nicht gegeben, auch wenn sich jeder Verein in der Öffentlichkeit von der besten Seite zeigen will. Viele Vereine haben mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Wer die Lokalseiten einer Zeitung liest, kann darüber fast jeden Tag lesen. Dazu gehören auch die bisweilen rührenden Bemühungen von Vereinsvorständen, daran etwas zu ändern. Plumpe Fälschungen gehören aber bisher nicht zu den üblichen Instrumentarien im deutschen Vereinswesen. In so einem Fall müsste aber wohl der Vorsitzende und der Vorstand eines Kaninchenzüchtervereins zurücktreten, völlig unabhängig von der Frage, wer am Ende bei der Wahl des “Rammler des Jahres” die Manipulation durchgeführt haben sollte. Schließlich ist man keine Aktiengesellschaft oder Bank, wo der schönste “Corporate Governance” Kodex oder ein hoch dotierter Aufsichtsrat Betrug noch nie verhindert haben – und der Zynismus bisweilen zum Geschäftsmodell gehört. Dafür ist aber das Einkommen gesichert und manche reisen dann sogar im Januar in das beschauliche Davos.

Vielleicht sollte man sich in München an den Kaninchenzüchtervereinen ein Beispiel nehmen. Dort bekommt man sicher gute Hinweise auf die Frage, wie man einen Verein organisiert – und was nach der Aufdeckung der Manipulation bei der Wahl des “Rammler des Jahres” ein Vorsitzender und sein Vorstand tun sollten.

{ 234 comments }

~ Pinguinweitwurfweltmeister ~ Januar 21, 2014 um 11:05

@FrankLübberding!

… reizt ett disch nich, ma’ wieder einen Essay zum Thema … “Außßen- und Sischerheitspolitik” … zu schreiben? …das böte sisch doch gerade an, nestcepas. Dein letzer Essay, der bluttriefende Aufruf zum Krieg gegen Lübjen, is ja scho’ ein Weilchen her. Dabei ist der Krieg … doch eigentlich deine wahre grose … Leidenschaft!

===> … Kaum ist die “SPD”-Folterbestie wieder drei Tage im Amt, schon schickt sie die Deutsche Bundeswehrmacht wieder in den Kriech!! … und zwar als deutsche Fremdenlegion vom Kolonialherren-Oberfranzmannpinguin! … und nich nur in ein Land. Nein, gleich in zwei Länder Afrikas dürfen wir marschieren!

sadoma Januar 21, 2014 um 11:27

Ah!!! die deutsche Vereinsmeierei ist jetzt Gegenstand der Diskussion. Ich hatte schon die Befürchtung das Niveau würde noch weiter sinken. Dann sind wir ja voll auf der Höhe der Zeit :-(

f.luebberding f.luebberding Januar 21, 2014 um 11:43

sadoma

Das stimmt. Funktionierende Vereine sind nämlich wichtiger als diese Treffen in Davos oder die Deutsche Bank. Der ADAC liefert einen guten Anlaß, darauf einmal hinzuweisen.

Curt Januar 21, 2014 um 12:15

“Funktionierende Vereine sind nämlich wichtiger als diese Treffen in Davos oder die Deutsche Bank.”

Oder die Kombi von beidem: Vereine und örtliche Politik. Im letzten Jahr habe ich im RBB einen Beitrag, über eine kleine, ostdeutsche Kommune und dessen Bürgermeister gesehen. Der Name des Ortes fällt mir jetzt nicht ein. Jedenfalls ist die Gemeine ein “sterbender” Ort. Wer kann zog weg. Überalterung der Restbevölkerung und Einwohnerschwund.

Aufgrund zu nehmenden Flüchtlingszahlen nach Deutschland, wurden und werden auch diesem kleinen Städtchen Asylbewerber zugewiesen. Was macht die Gemeindeverwaltung? Die gehen auf die Flüchtlinge zu, machen Werbung für das örtliche Vereinsleben und jeder Asylant bekommt Unterstützung, wenn er mitmacht. Beispielsweise kostenlose Sportkleidung und Schuhe für den einzigen, örtlichen Fußballverein. Vereinsleben blüht – Gemeinde blüht.

robert j. pearson Januar 21, 2014 um 12:59

ich verstehe zwar nicht, was der autor mit dieser gleichsetzung von ADAC und karnickelzüchterverein sagen will, gebe aber trotzdem meinen senf dazu.

ich glaube in der realität ist das schönen von mitgliederzahlen und das führen vollkommen hanebüchener teilnehmerlisten für gemeinschaftsausflüge zwecks generieren von zuschüssen eher die regel als die ausnahme.

gerade größere vereine verdanken ihre gesamte personaldecke geschönter statistiken, von daher ist vollkommen klar, woher der wind weht. was aber auf der lokalen ebene aufgrund der klareren verhältnisse überprüfbar ist (zb. ist das licht im karnickelzüchtervereinsheim nur an freitag abenden an, wenn es an externe feiern vermietet wird, oder passiert auch sonst etwas dort?), wird es dort unklar, wo das einzelne mitglied nur eine nummer in einer datenbank ist, und sich die managementebene aufgrund des von ihnen herbeigelogenen overheads über wasser hält.

sadoma Januar 21, 2014 um 13:00

Vereins-Mitgliedschaft/-Engagement ist leider in der heutigen Zeit zu einem Luxusgut geworden. Es fehlt den Menschen nämlich zunehmend an Geld und/oder Zeit, da beides zunehmend für den individuellen Existenzkampf verbraucht wird. Der ADAC war auch noch nie ein echter Verein sondern eine Selbstbereicherungsorganisation und verlängerter Arm der Auto-Fetichistenindustrie.

f.luebberding f.luebberding Januar 21, 2014 um 13:03

Curt

Das ist ein gutes Beispiel. Was an der ADAC Debatte auffällt, sind die üblichen Reflexe. Das Problem seien die Vereinsstrukturen. Der Verein sollte sich besser wie ein marktorientiertes Unternehmen organisieren. Ein gutes Beispiel ist etwa der unvermeidbare Ferdinand Dudenhöffer. Dann wären solche Fälle ausgeschlossen. Angesichts der Erfahrungen, etwa mit der Deutschen Bank, ist das ein schlechter Witz. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass etwa der Pannendienst des ADAC (oder anderer Vereine) besser funktionierte, wenn dort die Renditeerwartungen eines Unternehmens die Leitlinie des Handelns wäre. Oder man wie auf dem Telekom-Markt unter einer Vielzahl von Anbietern wählen könnte, nur sollte man halt vorher auch das Kleingedruckte in den Dienstleistungsverträgen lesen. Die Vereinsstruktur sorgt nämlich dafür, dass der ADAC jedem Autofahrer helfen muss, und keineswegs nur den Mitgliedern. Darauf beruht die Gemeinwohlorientierung des Vereins. Beim ADAC sind nicht die fehlenden Unternehmensstrukturen das Problem, sondern dass die handelnden Akteure in Geschäftsführung und Präsidium den Vereinszweck schlicht vergessen haben. Das ist das Strukturproblem des ADAC. Nichts anderes. Deswegen expandierte der Verein zu einem Konzern und wurden die Führungskräfte zu selbstgefälligen politischen Lobbyisten in eigener Sache. Nur deshalb konnte auch so ein dämlicher Preis eine Bedeutung bekommen, der mit dem in der Satzung niedergelegten Vereinszweck absolut nichts zu tun hatte. Das fehlende Leserinteresse zeigte nämlich die fehlende Legitimation der Führungsspitze bei den Mitgliedern für ihre ambitionierten politischen und unternehmerischen Ziele. Das ist eben keine Petitesse gewesen, sondern zeigt den Strukurdefekt des Vereins – nämlich als Handeln der Vereinsführung. Weder ist die fehlende Transparenz das Kernproblem, noch das weitgehende Desinteresse der Mitgliedschaft. Es ist schlicht ein desaströses Führungsversagen. Der ADAC hat nur als Verein eine Existenzberechtigung. Offenkundig scheinen das aber neoliberal sozialisierte Beobachter nicht zu verstehen.

Curt Januar 21, 2014 um 13:20

@ sadoma

Ich finde nicht, das es etwas mit Luxus zu tun hat, wenn einer in einem Verein Mitglied ist und/oder dort mitarbeitet.

Ich habe persönlich in unterschiedlichen Lebenssituationen, die beste Hilfe und immer kostenlos von Vereinen bekommen. Die Menschen, die mir aus Vereinen geholfen habe, machen das meisten selber ehrenamtlich und haben oft selbst von Hilfe durch andere, fremde Menschen profitiert und wollen darum etwas zurückgeben.

Als ich als junger Erwachsener Hilfe bei meiner schriftlichen Begründung zur Kriegsdienstverweigerung gebraucht habe, hat mir ein Nachbar, die Adresse eines Vereins gegeben, dessen Mitglieder mir geholfen haben, sodass bei mir alles beim Bundesamt für Zivildienst gut durchging.

Als ich einen sog. “Kondomunfall” hatte, habe ich die Beratung und den kostenlosen, anonymen HIV Test damals von und bei einem Verein erhalten.

Als das Studentenwerk, eine schriftliche Erklärung zu einer Zinsgutschrift haben wollte, ich bekam zu dem Zeitpunkt Bafög, gab es einen Verein, der mich dabei beraten hat.

Als ich kurzzeitig mal für ein halbes Jahr arbeitslos geworden bin, hat mich ein Mitarbeiter eines Vereins auf zwei Fehler des Jobcenters hingewiesen und ich konnte so mehr Geld bekommen.

Als meine Frau vor zwei Jahren plötzlich verstarb, hab ich u.a. viel Trost bei einem Verein gefunden.

Das sind nur ein paar Beispiele von diversen , themenspezialisierten Vereinen, die mir im Leben sehr geholfen haben.

Ich habe und hatte nie eine Rechtsschutzversicherung. Brauchte ich bisher eben nicht.

Man sagt in Deutschland oft das Wort “Vereinsmeierei” in einem negativen Zusammenhang, aber ich finde es toll, das es für jedes Interesse, für jeden Wunsch und auch für jedes Problem einen Verein gibt.

Ich behaupte also das Gegenteil: Luxus bedeutet ohne Vereine auszukommen.

Soldat Schwejk Januar 21, 2014 um 13:29

Oha.

Vor ‘nem Jahr oder so hab ich hier mal ‘ne Publikumsbeschimpfung geschrieben. Aber das war natürlich zu theatralisch.

Du, @Frank, kriegst das mit diesem Beitrag viel subtiler und hintergründiger hin…

Neidlose Anerkennung.

Aber an einem Tag war das ADAC-Dings sogar mal Spitzenmeldung in der Tagesschau. Also ist der kleine brodelnde Sumpf hier doch ein integraler Bestandteil des großen brodelnden Sumpfes.

f.luebberding f.luebberding Januar 21, 2014 um 13:49

Pearson

Offenkundig ist der Text gut verstanden worden. Denn jeder Verein hat ein Interesse an hohen Mitgliederzahlen, wenigstens dann wenn er sich an die Öffentlichkeit wendet und/oder von der staatlichen Vereinsförderung profitieren will. Das Fälschen von Mitgliederzahlen ist nicht so einfach. Man muss vorher erst einmal klären, was man unter einem Mitglied versteht. In dem Musikverband, für den ich aktiv bin (Volksmusikerbund NRW mit 1.000 Vereinen), zählen wir nur aktive Musiker. Wir haben eher das Problem, dass unsere Vereine nicht alle Mitglieder melden, weil sich der Mitgliedsbeitrag an der Zahl der Vereinsmitglieder orientiert. Bei uns gibt es übrigens keine hauptamtlichen Strukturen, was unter heutigen Bedingungen zunehmend zum Problem wird. Denn der Arbeitsaufwand nimmt zu und gleichzeitig die Bereitschaft zur Übernahme von Funktionen ab. Wahrscheinlich ist das in den kommenden Jahren das wichtigste Thema für alle Vereine, was allerdings außerhalb der “Vereinsmeier” wenige Leute zu interessieren scheint. Es gibt ja die Tendenz, so ein Engagement für spießig zu halten. Gleichzeitig haben viele Kommunen ihre Vereinsförderung reduziert, weil diese als kommunale freiwillige Leistungen bei Haushaltslöchern sehr schnell zur Disposition stehen. Dieser Anreiz zum Schönen von Mitgliederzahlen nimmt also kontinuierlich ab.

Natürlich hat der ADAC diese Probleme nicht. Er schwimmt im Geld. Das ist sein Problem – und führte bei der Führung schleichend zu einer Veränderung im eigenen Selbstverständnis. Es wäre ja schon geholfen, wenn dieser Aspekt in der weiteren Debatte eine Rolle spielte. Anstatt Vereine für ein Ansammlung von Trotteln zu halten, wie das bisweilen mitschwingt. Und der Kaninchenzüchterverein die Anerkennung bekommt, die er verdient, selbst wenn einen die Kaninchenzucht nicht interessiert.

Soldat Schwejk Januar 21, 2014 um 14:15

@ FL —> “Gleichzeitig haben viele Kommunen ihre Vereinsförderung reduziert, weil diese als kommunale freiwillige Leistungen bei Haushaltslöchern sehr schnell zur Disposition stehen.”

O.K., aber vielleicht willst Du ja mit dem Bezug auf eine Null-Nachricht, “tagged as ADAC” auch nur auf einem Umwege automobilisierte Besucher der Seite zur Beschäftigung mit Kommunalfinanzen anregen?

Mir wurde dieses Buch hier als guter Einstieg für Nicht-Insider empfohlen, ich hab’s aber noch nicht gelesen:

http://www.buecher.de/shop/finanzpolitik/reclaim-the-budget-staatsfinanzen-reformieren/leibiger-juergen/products_products/detail/prod_id/28020706/

Siehe auch:

http://www.terz.org/texte/texte_1211/haushalt.html

f.luebberding f.luebberding Januar 21, 2014 um 14:27

Soldat Schwejk

Ich will wen auch immer immer zum Nachdenken anregen. Übrigens auch mich selbst. Dafür hat sich der Blog als gutes Format erwiesen.

Soldat Schwejk Januar 21, 2014 um 14:43
sadoma Januar 21, 2014 um 14:54

>Das ist das Strukturproblem des ADAC. Nichts anderes.
>Deswegen expandierte der Verein zu einem Konzern und wurden
> die Führungskräfte zu selbstgefälligen politischen Lobbyisten in >eigener Sache.
…..
>Es ist schlicht ein desaströses Führungsversagen.
>Der ADAC hat nur als Verein eine Existenzberechtigung. >Offenkundig scheinen das aber neoliberal sozialisierte Beobachter >nicht zu verstehen.

Damit ist doch zu dem Thema alles gesagt. Bis zur nächsten Diskussionsrunde.

Tschau sadoma

f.luebberding f.luebberding Januar 21, 2014 um 14:56

Interessante organisationssoziologische Überlegungen zum ADAC. Der ADAC könnte durchaus exemplarisch werden.

Carlos Manoso Januar 21, 2014 um 14:59

@f.luebberding Januar 21, 2014 um 13:49
„Natürlich hat der ADAC diese Probleme nicht. Er schwimmt im Geld.“

Lübberding, der ADAC ist ein „Idealverein“ nach § 21 ff. BGB , der 19 Millionen Deutsche als Mitglieder zählt. Nur Beitragszahler der hoheitlichen Abgabe „Rundfunkgebühr“ gibt es noch mehr, womöglich weil sein Autopropaganda-Organ ‘“Motorwelt“ den gleichen „deutschen“ Mief ausdünstet wie vormals der „Völkische Beobachter“.

Das alles sind Vorwehen aus den Zeiten des schon vor 100 Jahren zerborstenen deutschen Wirtschaftswunders (Utopie Automobilität).

Bruchmüller Januar 21, 2014 um 15:00

Fühlt euch zum Nachdenken angeregt! Ein Skandälchen vom Wühltisch. Also denkt nach. Und beeilt euch! Die Haltbarkeitsdauer steht nicht drauf.

sadoma Januar 21, 2014 um 15:00

Nachtrag @curt

da hast du mich leider falsch verstanden. Ich halte das deutsche Vereinsleben durchaus für eine Kulturerrungenschaft erster Güte. Nur leider wird diese Kulturlandschaft nach meiner Prognose in den nächsten Jahrzehnte aussterben da die Vereinsarbeiter keine ZEIT/GELD mehr haben werden. Der Träger des Vereinsleben ist die Mittelschicht (als Mitglieder und Betreiber von Vereinen) und diese wird gerade auf dem Altar des Kapitalismus geopfert.

robert j. pearson Januar 21, 2014 um 15:14

ach gottchen, das opfer auf dem altar des kapitalismus. drunter geht’s auch nicht mehr, was?

die realität ist doch so, dass durchaus ehrenamtliche tätigkeiten mit kapitalistischen interessen verwoben sind, das eine vom anderen zum teil gar nicht mal mehr zu trennen ist. wer beispielsweise als mittelständler gleichzeitig sporttrainer ist, der profitiert von seiner ehrenamtlichen tätigkeit, und sei es von den freundschaftsdiensten, die man nach feierabend erledigt. und wenn die raiffeisenbank dazu noch die fußballtrikots sponsert, sickert sogar der globale finanzkapitalismus auf die lokale ebene durch. also: bitte nicht die realität mit dem verwechseln, was im internet steht!

robert j. pearson Januar 21, 2014 um 15:29

@lübberding

also hier in norddeutschland werden beispielsweise referentenstellen in der jugendarbeit nach mitgliederzahl vergeben und finanziert. die professionalisierung des ehrenamtes ist also schon ziemlich fortgeschritten, und das schönen der statistik dient dem organisatorischen überleben.
gleichzeitig geht es um politische seilschaften / netzwerke. was beispielsweise die landjugend, die außer scheunenpartys und exkursionen zur grünen woche quasi gar nichts gehaltvolles macht, mit ihren unmengen an pädagogischem personal anstellt, würde ich auch zu gerne wissen. da ist ein riesiger wasserkopf an leitungspersonal mit teils hauptamtlicher, teils nebenberuflicher rolle in den regionalen und überregionalen ebenen vorhanden. tendenzen zur professionalisierung schreiten dann voran, wenn die risiken zu groß sind (bspw. bei kita-trägervereinen, deren vorsitzende keine lust mehr auf die personalverantwortung haben) oder wenn sowas wie eine organisatorische entropie zu erkennen ist, also managementebenen mit sich selber beschäftigt sind und sich ein dringender bedarf an moderationskofferträgern und flipchart-beschriftern abzeichnet.

genau deshalb wird der verein, genauso wie mit den parteien, auch dann noch eine gewisse zeit lang überleben, wenn alle anderen sozialen beziehungen schon dem, öhm, kapitalismus geopfert wurden.

dem ADAC veergleichbare konstellationen findet man glaube ich noch beim steuerzahlerbund. gibt es noch mehr?

wowy Januar 21, 2014 um 15:44

Ich habe nachgedacht und da ist mir etwas aufgefallen:
Ausgerechnet jetzt wird die Stiftung Warentest in Frage gestellt (Ritter Sport), der ADAC und der TÜV (Brustimplantate).
Alles Institutionen, die irgendwie mit Verbrauchern und Zuverlässigkeit zu tun haben. Natürlich darf man sie hinterfragen, aber plötzlich so geballt? Ich meine ja nur.

http://www.carta.info/69246/ttip-aktuelle-entwicklungen-so-weit-bekannt/

Doktor D Januar 21, 2014 um 15:52

“dem ADAC veergleichbare konstellationen findet man glaube ich noch beim steuerzahlerbund. gibt es noch mehr?” – Polizei”gewerkschaften”: vor allem Versicherungsdrückerkolonne, beim Beamtenbund wunderte ich mich auch immer mal wieder, was die meinem Vater so angeboten haben.

Carlos Manoso Januar 21, 2014 um 16:14

@wowy Januar 21, 2014 um 15:44
„Ich habe nachgedacht und da ist mir etwas aufgefallen:
Ausgerechnet jetzt wird die Stiftung Warentest in Frage gestellt (Ritter Sport), der ADAC und der TÜV (Brustimplantate).
Alles Institutionen, die irgendwie mit Verbrauchern und Zuverlässigkeit zu tun haben.“

Wowy, was sagt dir das, wenn plötzlich an „heiligen deutschen Institutionen“ (Stiftung Warentest, ADAC, TÜV) herumgefingert wird, deren „Geschäftsmodelle“ auf „Vertrauen“ beruhen? Wies aussieht, wird die „globale Gesamtsituation“ immer unhaltbarer.

Schätze mal, die Frage wird -100 Jahre nach 1914- sein, wo es zuerst knallen wird.

f.luebberding f.luebberding Januar 21, 2014 um 16:36

Klaus Kocks will den ADAC nicht wie einen Kaninchenzüchterverein führen. Dafür schließt der Stern aus einigen Facebook-Kommentaren etwas aus der Stimmung bei 19 Millionen Mitgliedern. Allerdings sehen die den Nutzen des ADAC in seiner Vereinsfunktion, wie es aussieht. Also genau nicht darin, wie Kocks den ADAC definiert: Als Konzern.

Andreas Kreuz Januar 21, 2014 um 16:37

@wowy Januar 21, 2014 um 15:44

Kann es vielleicht auch sein,
dass so ziemlich alles langsam aber sicher im ArXXX ist
oder rasant den Bach runter geht?

Werde doch einfach Organspender – die sind gefragt!

~ Pinguinweitwurfweltmeister ~ Januar 21, 2014 um 16:55

… ~ isch ~ … lade die 19 Millionen Mitglieders des ADAC ganz herzlich ein, aus dem ADAC auszutreten … und stattdessen … in meinen Verein … den “~ Volksaufstand 17. Juni e.v. ~” … einzutreten.

===> … Zeit, daßß sisch watt dreht!

Wilma Januar 21, 2014 um 16:56

Der ADAC ist ein Konzern. Genau so sehe ich das “Rote Kreuz”.

Carlos Manoso Januar 21, 2014 um 17:12

@ f.luebberding Januar 21, 2014 um 16:36
„Allerdings sehen die den Nutzen des ADAC in seiner Vereinsfunktion, wie es aussieht. Also genau nicht darin, wie Kocks den ADAC definiert: Als Konzern.“

Luebberding, willst du sagen: Verein ADAC = konkrete Arbeit, Konzern ADAC = abstrakte Arbeit ?

gelegentlich Januar 21, 2014 um 18:44

@fl
Könnte es so sein: „Konzern“ – gibt Geld für PR-Fuzzis, der Kock ja auch ist = Markterweiterung. „Verein“ – braucht solche Aufhübscher nicht? Kostet nur Geld = Vereinsmitgliedschaft?
@wowy Januar 21, 2014 um 15:44
Sorry, hier sind die Details wichtig: für Ritter Sport und vor Allem für den Zulieferer Symrise geht es darum, ihre Outsourcingsmodelle zu retten und dann zu erweitern.
Der springende Punkt wird in der Presse kaum erwähnt: Symrise läßt diesen Kram „draußen“, wohl Indien oder China, produzieren. Man legte eine eidesstattliche Versicherung vor, nach der dort so und nicht anders produziert würde. Da lachen die Hühner: Niemanden , denen das dort nicht paßt, müssen die unangemeldet ihren Betrieb per Eintritt durch die Hintertür kontrollieren lassen. Eine eidesstattliche Versicherung von einem Ort , der unserem Rechtssystem nicht zugänglich ist, soll unser Qualitätskontrollsystem aushebeln. Wenn das klappt kann man munter weiter outsourcen und dort wachsen, wo jetzt mehr Nachschuldner zur Verfügung stehen als hier, ohne von Umwelt- und anderen Auflagen kujoniert zu werden. China und Indien sind nur dann billig, wenn man das, was dort passiert, nicht durch teure Experten (von hier!) laufend kontrollieren muß.

Daher nehmen die das auch so ernst. Bei einer Niederlage hätte das für unzählige Kosmetikunternehmen, die dort billig produzieren lassen, mit Sicherheit ernste Konsequenzen. Das bedroht viele Geschäftsmodelle, die auf Globalisierung ihrer Unternehmen zielen.

Davon abgesehen gibt es hier auf dem Markt einfach zuviele Bekloppte: ein Lebensmittel mit „Aromen“, außer dem natürlichen Eigenaroma? Holla, das muss doch eine Lampe angehen!

ruby Januar 21, 2014 um 19:07
f.luebberding f.luebberding Januar 21, 2014 um 19:37

carlos

Im Prinzip schon.

Carlos Manoso Januar 21, 2014 um 20:06

@f.luebberding Januar 21, 2014 um 19:37
„Im Prinzip schon.“

Luebbberding, mit anderen Worten haben wir es im Kern mit einer finalen Krise der „abstrakten Arbeit“ zu tun, weshalb sich die Abwehrmechanismen der radikalen Krisentheorie immer mehr verhärten werden und alle Furien der ideologischen Affirmation um jeden Preis aufgeweckt werden werden

g.w. Januar 21, 2014 um 20:10

“Ausgerechnet jetzt wird die Stiftung Warentest in Frage gestellt (Ritter Sport), der ADAC und der TÜV (Brustimplantate).
Alles Institutionen, die irgendwie mit Verbrauchern und Zuverlässigkeit zu tun haben.”

es geht weiter in Richtung Europa, dafür muss alles nationale weichen, vielleicht steckt das ja dahinter. Andererseits gibt es ja auch so eine Art Kettenreaktion: wer hat noch usw.
Genaues wissen wir nicht ;)

someone Januar 21, 2014 um 20:12

Hat denn irgendwer das Mitgliederblättchen und seine Tests bzw. kaschierte Werbung ernstgenommen? Bei mir landet das fast umgehend im Altpapier. Und dass Autokonzerne aus dem eigenen Land auf Spitzenpositionen abonniert sind, ist halt so. Ich wette das ist bei amerikanischen, französischen Autofahrverbänden nicht anders.

Carlos Manoso Januar 21, 2014 um 20:19

@g.w. Januar 21, 2014 um 20:10
“Ausgerechnet jetzt wird die Stiftung Warentest in Frage gestellt (Ritter Sport), der ADAC und der TÜV (Brustimplantate).
Alles Institutionen, die irgendwie mit Verbrauchern und Zuverlässigkeit zu tun haben.”
es geht weiter in Richtung Europa, dafür muss alles nationale weichen, vielleicht steckt das ja dahinter.“

g.W., Mann, Mann, Du schmierst dir da ein wirres nationales Zeugs zusammen ! Nationales deutsches Zeugs wie „Stiftung Warentest“, „ADAC“ und „TÜV“ muß Europa weichen!
Welche paranoide Droge hast du denn eingeworfen ?

Natalius Januar 21, 2014 um 20:37

@Frank L
mir scheint, dass das Thema intelligenter angelegt ist, als bisher gewürdigt wurde. Die Frage nämlich lautet: Was machen wir ohne Vereine, wenn es WIRKLICH zu einem overkill/crash/collapse kommt? Welche Restfazilitäten bietet dann das Internet? Wenn das Netz runtergefahren ist, weil es keine Corporation mehr gibt, die mit dem Rest Geld verdienen könnte? Dieses Szenario ist eben NICHT ausschliessbar. Solange es Satzungen gibt – auch für grosse “saugende” Vereine, die sich von per Öffentlichkeitsauftrag von “corporations” unterscheiden, sind Vereine ungleich corporations.

Natalius Januar 21, 2014 um 20:39

PS: wenngleich “Körperschaften” des öffentlichen Rechts.

g.w. Januar 21, 2014 um 21:00

@carlos
ich verstehe ja Deine Aufregung, aber es handelt sich beim TÜV, ADAC und bei der Stiftung Warentest etc. um bekannte deutsche Namen und nicht um internationale Konzerne oder Banken.
Mir fällt nur auf, dass die Sprache, die Währung, die “Kultur” usw. , also alles, was eine Identität stiftet, vermischt und verzerrt wird, selbst die geschlechtliche. Es geht mir nicht um das deutsche, sondern um die Identität als solche, die nicht auf “Marken” oder Konsum oder “Fan-Sein”, sondern auf Tradition beruht, wie z.B. das Vereinswesen und natürlich gewachsen ist. Der Mensch wird irgendwie immer grauer.
Ob da System hintersteckt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber benennen wird man es ja noch dürfen. Mich nervt es z.B. wenn eine Arena “Lanxess” heisst oder Allianz oder eine deutsche Stadt “town of the euro.” Wer will denn sowas?
Es geht um ein Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit, Identität stiftet auch Zusammenhalt. Also krieg Dich wieder ein!

someone Januar 21, 2014 um 21:15

Bayer Leverkusen go! Schrecklich, schrecklich und so neu.
Siemens-Siedlung. Yeah! Damals, als sich Unternehmen nicht um Profite scherten, sondern der deutschen Volksreproduktion dienten.

gelegentlich Januar 21, 2014 um 21:28

@someone
„… der deutschen Volksreproduktion dienten.“
Was’n das?

someone Januar 21, 2014 um 22:06

Reproduktion, damit der Volkskörper gesund bleibt. War nicht alles schlecht damals…

gelegentlich Januar 21, 2014 um 22:32

@someone
Ich bin interessiert, als Naturwissenschaftler: was ist der „Volkskörper“? Damals das Händchenhalten quer durch die Republik, Zehntausende miteinander verbundene Körper? Oder wie muß man sich diesen vorstellen?

someone Januar 21, 2014 um 22:35
Wilma Januar 21, 2014 um 22:36

Noch so ein Verein. Der DGB.
Wie kann man mit den Arbeitgeberverbänden gemeinsam
Zuwanderung fordern, bevor nicht der Mindestlohn wirklich eingeführt ist ?

Folkher Braun Januar 21, 2014 um 22:59

@Wilma: Wie man als DGB das kann? – Wenn man weder die hauseigenen Untersuchungen zur Kenntnis nimmt, wenn man lieber mit das Merkel feiert als mit die Linke, wenn man bei H4 gejubelt hat, dann macht man so etwas. Bin in dem Laden seit 38 Jahren Mitglied. Mich kann bei denen nichts mehr erschüttern.

gelegentlich Januar 21, 2014 um 23:12

@someone
Ich bin verdattert.
„«Letztlich», so schreibt Quentin Skinner, «ist der Staat nichts anderes als wir selbst.» – Gewiss. Aber wer ist «wir»? Vielleicht blickt uns diese Frage aus dem gekrönten Haupt des Leviathans an.“
Steht dort so.
Das heißt es wird gefragt, wer „wir“ sein sollen.
Aber steht ein Satz, der sinnlos wäre, wenn die Antwort nicht ganz klar ist:
„Reproduktion, damit der Volkskörper gesund bleibt. War nicht alles schlecht damals…“
Ist das dem Autor der NZZ nicht klar? Warum dann der Link von Ihnen? Wollen Sie uns verwirren?

Natalius Januar 21, 2014 um 23:18

@gelegentlich Januar 21, 2014 um 22:32
“@someone
Ich bin interessiert, als Naturwissenschaftler:..”
Jetzt reichts! Du bist ne Knalltüte, mein Sohn!:
gelegentlich Januar 21, 2014 um 11:31
und
Natalius Januar 21, 2014 um 17:33
im
Vorgängerblog!

gelegentlich Januar 21, 2014 um 23:23

@Natalius
1-2 Sätzchen mehr müßten es schn sein. Selbsterklärend ist das nicht was Sie sagen möchten!

wowy Januar 21, 2014 um 23:31
wowy Januar 21, 2014 um 23:34

… als Hobbes das entwickelte war der 30jährige Krieg gerade 3 Jahre vorbei. Das spielte sicher eine ROLLE:

someone Januar 21, 2014 um 23:49

Es war ein (misslungener) Witz mit dem gesunden Volkskörper und dass damals alles gut war, und der Nzz-Artikel war das erste Leviathanbild, das mir Google ausspuckte. Aber vielleicht veräppelt mich @gelegentlich ja nur. Wer weiß.
Internetkommunikation mit Fremden ist manchmal schon irgendwie doof. Da werden Gedanken hineingelegt, die überhaupt nicht gedacht wurden und doppeldeutige Andeutungen als Geplapper abgetan.
Ich gehöre aber zu den Menschen die Internetklommunikation meistens als Zwischenstufe zwischen Reden und einer Postkarte betreiben. So Romane wie schwejk oder morph sie schreiben, hätte ich keinen Bock drauf.

wowy Januar 21, 2014 um 23:56

“Ich gehöre aber zu den Menschen die Internetklommunikation meistens als Zwischenstufe zwischen Reden und einer Postkarte betreiben”
Na denn

someone Januar 22, 2014 um 00:01

Musst du gerade monieren, du König der Links.

wowy Januar 22, 2014 um 00:04

Hä???

someone Januar 22, 2014 um 00:24

Du hast doch auch keine Lust, lange an Antworten zu sitzen und auszuformulieren, sondern setzt gerne Links zur Erläuterung. Du benutzt das Internet auf eine ähnliche Weise, zumindest in diesem Blog.

wowy Januar 22, 2014 um 00:29

@someone
Ist ja richtig, habe ich auch schon erklärt.
Hatte meine Anmerkung zuvor aber nicht negativ gemeint, wie sie offensichtlich angekommen ist. Hatte mich eher über die Aussage amüsiert.

P.S.: Ich bin monogam, kein anderer Blog ;-)

petervonkloss Januar 22, 2014 um 03:00

Natalius Januar 21, 2014 um 23:18

„@gelegentlich Januar 21, 2014 um 22:32
“@someone
Ich bin interessiert, als Naturwissenschaftler:..”
Jetzt reichts! Du bist ne Knalltüte, mein Sohn!:
gelegentlich Januar 21, 2014 um 11:31
und
Natalius Januar 21, 2014 um 17:33
im
Vorgängerblog!“

Sic! Er ist fast durchgängig eine „Knalltüte“!

Er selbst verlinkte diesen hervorragenden Text:

http://www.broeckers.com/Kap7.html

und schaue sich seine nachfolgenden Kommentare an, wie z. B. diesen im „Die Vierte Gewalt im Tumult“:

gelegentlich Januar 15, 2014 um 11:58

Um Niemandem unrecht zu tun. Höhere Einsichten haben im Alltag ja ihren Platz. Gnosis 2.0 geht etwa so:

http://www.gesundheute.com/lebensmittel-vermeiden/index.php?id=brotMDE40

Der normale Leser wird zum hier aufgeführten „Material“ eine ähnliche Beziehung haben wie der Adept zum Guru. Hinterfragen kann er das nicht, aber dran glauben. Und kaufen. Wie bei allen Propheten.
Das Prinzip ist immer das Gleiche: Aura aufbauen, sie gegen jeden Verstand schützen, abkassieren. Ist „Sirius“ bisher ein Erfolg?

petervonkloss Januar 22, 2014 um 03:48

Solche Dummköpfe liefern das weitere Material für „sozialwissenschaftliche“ Dekonstruktionen, nachdem eigentlich
nichts weiter existiert, als die Positronenbeschleuniger, die mit gesellschaftlicher Zukunft korrelieren. Man sollte solchen Leuten in die Eier greifen.

ruby Januar 22, 2014 um 03:58
daaruum Januar 22, 2014 um 08:35

@ someone

“….deutschen Volksreproduktion…”

biologie mit gesellschaftswissenschaften vermischen und es kommt oft totalitäres zeug dabei raus. jeder, der kinder haben will, wird dabei hoffentlich zuerst an z.b. liebe denken und nicht an den deutschen volkskörper, der nicht kleiner werden darf.

achso . wenn ich mich nicht an der “reproduktion der deutschen rasse” beteilige, bin ich dann ein volksfeind? solche gedanken und begriffe sind nazi-/stalinisten scheiß. nur totalitäre systeme betreiben demographie in einem Ethno und rassismus diskurs.

@ petervonkloss

“….Man sollte solchen Leuten in die Eier greifen….” sie wohnen doch am nollendorfplatz? dann passt es ja.

petervonkloss Januar 22, 2014 um 08:39
daaruum Januar 22, 2014 um 08:55

ich hab gar nicht gewusst , das es den adac schon so lange gibt. mehr als 100 jahre.

“….Der “Autofahrer-dürfen-alles-Club” ist die Lobby jener Mitbürger, die am liebsten sowohl einen Autobahnzubringer als auch eine Spielstraße direkt vor ihrer Haustür hätten….”

sowie

“… Leni Riefenstahl: “Ich war nie in der Partei, sondern nur im ADAC”….” beide bei günter platzdasch

gelegentlich Januar 22, 2014 um 09:24

@pvk

Wo Probleme auftauchen hilft es meist nicht weiter den Verstand zu verlieren. „Übermenschen“, Elitengeschwurbel, Esoterik sind die letzten Luftblasen, die an die Oberfläche steigen, wenn dieser untergeht. Die Gummihandschuhe, die man zum Umgang mit dem Stefan George-Sch… braucht, werden auch nicht angeboten.

Ich wiederhole mich: ein paar Zeilen müßten es schon sein. Schlichte Beschimpfungen reichen nicht. Schon gar nicht wenn so etwas kommt:
„ Das er sich dabei gelegentlich der Thesen eines Alain de Benoist bedient, ist nicht wunderlich und durchaus positiv zu bewerten.“
petervonkloss Januar 22, 2014 um 08:03

Aha. Positiv.

@Natalius
„Wer sich einen Spaß machen will suche mal nach
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Stock_(Journalist)
– und dann bei der Europa-Universität Viadrina nach ihm als Dozenten.“
Der Hinweis auf dieses Scharlatanerie-Zentrum ist offenbar nicht gnädig aufgenommen worden. Tip: schon mal das Entschuldigungsschreiben für das Blacklight-Fiasko am 28.1. vorbereiten, das dann am 29.1. hier gezeigt werden sollte.

@alle Gnostiker
Versammelt Euch bitte woanders! Bei der Versammlung der Illuminierten aller Länder 2014, Unratshausen, Hintere Dorfgasse 17 B (Hinterhaus), 19.1.2014, 17 Uhr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Beim_Propheten

Schöne Woche noch. Es gibt viel zu tun.

holger Januar 22, 2014 um 09:28

Naja, der ADAC ist ja in Wirklichkeit gar kein „Verein“ eher eine Art Versicherung. Für die meisten Autofahrer.

Natürlich müsste der ADAC im Volumen der „Mitglieder“ als Konzern geführt werden. Ich war nie im ADAC und hatte immer einen „Schutzbrief“ von der damaligen D.A.S. Versicherung. Da konnte wer kommen wer wollte, zum Abschleppen etc. die Kosten wurden auch zum Teil in Kulanz in höherer Höhe übernommen.

Das „Mitglied“ im ADAC profitiert ja nur von den günstigeren Tarifen. Mehr doch nicht. Manchmal kamen mir die „Gelben-Engel“ wie Versicherungsverkäufer vor, die Mitgliedschaften unbedingt an den „Mann“ bringen mussten.

Aber ein e.V. im Sinne des Rammler e.V. kann der ja gar nicht sein. Ich wüsste auch nicht, wo die „Gemeinnützigkeit“ beim ADAC liegen sollte. Jedenfalls nicht im Jahre 2014. Es ist eine Kommerzielle Organisation. Die Mitglieder haben wie mit ihrem Beitrag ein „Genussrecht“ mehr aber auch nicht.

Ich habe das schon mal irgendwann vor Jahren geschrieben, beim WGNX, man sollte mal das Vereins-Recht betrachten.

Da geht es ja gar nicht um den „Rammler des Jahres“ da reicht es schon, die Zulassungszahlen zu betrachten. Die Wahl zum „Rammler des Jahres“ ist mal wieder Selbstbeweihräucherung, die auch mal bei der Stiftung Warentest in die Hose geht. Schön wenn der ADAC mir den „Rammler des Jahres“ vorstellt. Bei Sektchen, Schnittchen und Stößchen. Ich stehe auf BMW 5er

Autofahren ist Geschmackssache. Die manipulierte Präsentation eh überflüssig.

Was anderes ist die kommerzielle Seite, der „Vertragswerkstätten“ im Auftrag des ADAC. Meistens „KfZ-Meisterbetriebe“ die über den ADAC mehr Auftragsvolumen erhalten. Eigentlich „Franchise“.

Ergo ist der ADAC eine vernetzte Verwaltung, die über den Zeitraum eben angewachsen ist. Das e.V. Prinzip ist eigentlich in den Hintergrund getreten, wenn überhaupt vorhanden.

In Wirklichkeit ein zahnloser Lobbyist. Der ohne ein Fundament von zig tausend Gewinn-orientierten Vertragspartner gar nicht vorhanden wäre.

Anders sind eigentlich folgende e.V.

DIN VDI VDE

Diese Vereine (Morph: Organisationen) sind maßgeblich am täglichen Leben und an Vorschriften, Regeln, Gesetzgebung beteiligt.
Da würde gerne der ADAC hin. Hat aber nicht die Macht dazu. In der Hinsicht ist der ADAC überbewertet. Ähnlich wie der „Bund der Steuerzahler“ LOL :D

Luebberding Frank

der ADAC ist kein Verein, sondern nur der rechtliche Status ist e.V. der ADAC ist eine kommerzielle Vereinigung und muss daher wie ein Konzern denken, um seinen Mitgliedern „kostengünstige“ Hilfe anbieten zu können, oder eben auch Reisen nach Ägypten.

Der ADAC wird sich wohl auf seine Kernkompetenzen zurück ziehen. Für die Oscar Verleihung oder einen sonstigen Award taugt der Club nicht. Und was juckt es die Zulassungszahlen?

Der Herr Reindl aus München kann per „n-tv“ erklären, dass es im Winter auch glatt sein kann. Und das in der Ferienzeit an den Säulen abgezockt wird. Mehr aber auch nicht.

Letzten Endes, wäre mal eine Diskussion um den rechtlichen Status eines „e.V.“ zu reden. Ähnliches gilt für Stiftungen.

Wenn das http://www.adac.de/ ein gemeinnütziger Verein ist, dann lachen die Rammler.

Man schaue nur mal unter Rubrik „Produkte“.

Frankie Bernankie Januar 22, 2014 um 09:38

@Soldat Schweijk

“TTIP – Verhandlungen ausgesetzt – Es ist nicht alles sinnlos.”

Yeah.
Obwohl, es war fast zu leicht…

petervonkloss Januar 22, 2014 um 09:43

Warum sagst du nicht, daß du unlängst S. George als A….F. bezeichnet hast, um anschließend progressive
Plädoyes für die Selben zu halten.

gelegentlich Januar 22, 2014 um 09:51

@pvk
Weil ich mich nicht wiederholen muss. Und Toleranz für diese ist was Anderes als diese Fäulnisgeistigkeit zu akzeptieren. Meine persönliche Meinung ist dass die in Deutschland genug Unheil angerichtet hat, da sie leider nicht ganz einflußlos war. Die braucht mehr Kompoststarter.

Doktor D Januar 22, 2014 um 10:31

@Frankie Bernankie & Soldat Schweijk: Meine Idee zu TIPP: De Gcht hat gemerkt, dass das für rechte und linke Parteien ein gutes Europawahl-Thema ist und versucht das aus dem Wahlkampf rauszuhalten. Das sollten wir engagierten und enragierten ihm nicht durchgehen lassen und es trotzdem weiter in den sozialen Medien halten.

gelegentlich Januar 22, 2014 um 10:40

Aha, Frontbegradigung. Die Rückzugslinie wird schon sichtbar:

„Einen Ausschluss der Investorenschutzregeln aus dem Abkommen hält der Kommissar freilich nicht für praktikabel – schließlich hätten die EU-Mitgliedstaaten bereits 1400 bilaterale Investorenschutzregeln mit anderen Ländern geschlossen. Wichtig sei vielmehr, durch “moderne, nachvollziehbare Vereinbarungen ein für alle Mal einen Missbrauch der Investmentregeln” zu verhindern. Manche Vorschriften seien 60 Jahre alt und undurchsichtig.“ (de Gucht)

Das Einfachste will er wohl nicht verstehen:
„”Die verbreitete Kritik am Investitionsschutz überzeugt mich, dass öffentliches Nachdenken über die Ziele der EU nötig ist, bevor wir weitermachen.”

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/freihandelsabkommen-protest-gegen-fehlende-transparenz-a-944740.html

Nämlich auf diese Art von Geheimverhandlungen zu verzichten.

g.w. Januar 22, 2014 um 10:43

Beim Thema “Identität” geht es für mich um die Frage, wer, wie und was wir eigentlich als Mensch sein wollen, wie wir leben wollen, was uns wichtig ist, was wir wirklich wollen, ganz im Sinne Nietzsche´s.
Die Frage, die dann gleichzeitig auftaucht, ist die, wodurch werden wir oder von wem lassen wir uns definieren.
Die Sprache, die Lübberding oben verwendet, ist rein technisch, als ob es in einem Verein um pure Effektivität und DNA-Optimierung ginge. Darüberhinaus wird geht es um Betrug und Manipulation. Kein Mensch fühlt sich davon angezogen, dabei sind ja Vereine angeblich wichtig.

Der Reichtum unserer eigenen Literatur muss draussen bleiben, genau wie bei den Nazis.

daaruum Januar 22, 2014 um 12:18

@ g.w.

“Der Reichtum unserer eigenen Literatur muss draussen bleiben, …”

was ist denn unsere eigene literatur?

g.w. Januar 22, 2014 um 14:14

@daarum
wie gesagt, mir geht es um die Frage, wer wir sein wollen und wie wir zu einer Selbstfindung kommen nicht nur auf individueller Ebene, sonder auch kollektiv.
Das blosse Focussieren auf technische und bürokratische Abläufe allein reicht nicht, es geht auch um Werte. Und das Beispiel ADAC zeigt, dass es an einer Wertekultur fehlt und dass dieser Mangel um sich zu greifen scheint. Die Banken sind ja sakrosanct, deswegen der ADAC.
Man kann Funktionen und Abläufe beschreiben, aber letztlich kommt man nicht umhin, die Subjekte, sprich den Menschen als solches in den Blick zu nehmen. Und da taucht dann die Frage auf, wodurch man sich definiert.
Gut, die Frage ist für so einen thread zu komplex, das sehe ich ein.
Bleibt das Rätsel halt ungelöst.
Dieser Blog ist auch “dem Augenblick auf der Spur” während es mir mehr um Grundlegendes geht. Das beisst sich einfach auch.

Balken Januar 22, 2014 um 14:29

@ Schwejk, Bernankie, Dr.D., gelegentlich:

Ob in Sachen “Aussetzung der Gespräche zu TTIP” wirklich etwas erreicht ist oder nur die beschwichtigende Beruhigung (Paralysierung) einer Szene beabsichtigt ist, die denn scheinbar doch ernst genommen wird, obwohl sie sich gerade im “hintersten Winkel des Internets” (Rechteinhaber des Begriffs: @Morph) austobt, ist noch nicht ausgemacht. Letzteres wird z.B. hier http://www.nachdenkseiten.de/?p=19999#h01 befürchtet. “Der dpa-Bericht spricht aus, worum es de Gucht in Wirklichkeit geht: nämlich den Europawahlkampf zu verschonen von Diskussionen um die Rolle der ominösen ICDS-Schiedsstellen (International Court of Dispute Settlements, angeschlossen an die Weltbank). Denn solche Diskussionen würden für CDU/CSU und SPD, die heute die Große Koalition bilden, und für andere Regierungsparteien in EU-Ländern notwendig deutliche Stimmeneinbußen zur Folge haben. In Deutschland ist – wegen eines fast flächendeckenden Versagens der Medien – den allermeisten Bürger_innen bis heute nicht klar, dass das von der Regierung Merkel/Gabriel forcierte TTIP-Abkommen zur Folge hätte, dass im Falle der Ratifizierung des Abkommens bis 2017 die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns das TTIP-Abkommen verletzen und Schadensersatzklagen in Milliardenhöhe zur Folge hätte.
Diese Klagen würden nicht vor ordentlichen Gerichten verhandelt, sondern vor Schiedsstellen bestehend aus drei privaten Wirtschaftsjuristen.
Deren „Urteilen“ würde die deutsche Bundesregierung als letztinstanzlich anerkennen (müssen). Diskussionen über derart skandalöse Absichten will de Gucht – sicher in Einklang mit Merkel und Gabriel – unterbinden, deshalb sein „Einlenken“, das tatsächlich nur beschwichtigen soll, ohne wirkliche Zugeständnisse zu machen.”

Nun ja, dieses Thema ist, neben der Hollande-Kiste, hier in diesem Blog von Kommentatoren schon mehrfach vorgeschlagen worden. Auch die Syrienkonferenz ist ein brisantes Tagesthema, findet der hier http://www.egon-w-kreutzer.de/ im Tageskommentar. Aber reden wir doch lieber über Karnickelzüchtervereine als Metapher für menschliches, allzumenschliches beim ADAC. Danach vielleicht die Bierpreisabsprachenaffäre? Bier ist auch immer ein wichtiges Thema.
Aber, siehe da, das Kommentariat spielt einfach nicht mit und driftet von selbst zur Politik.

Balken Januar 22, 2014 um 14:33

Holla, ich glaube, ich habe falsch zitiert. Es hieß wohl “hinterletzten Winkel des Internets”.

Keynesianer Januar 22, 2014 um 15:52

Ein Markus Bickel bei der FAZ ist sich für nichts zu schade. Er war ja auch schon mal “Von 1997 bis 2002 Politik-Redakteur der Wochenzeitung „Jungle World“ in Berlin”.

Jetzt wird zum passenden Zeitpunkt wieder gegen Assad gelogen und gehetzt:

Beweise für Greueltaten der Truppen Assads liegen der Syrien-Ermittlungskommission vor. Mindestens 11.000 Menschen wurden in syrischen Gefängnissen zu Tode gefoltert. Millionen sind vertrieben worden.

Zum Glück gibt es noch anständige Menschen wie Egon W. Kreutzer:

Nun haben die Ewigblinden – pünktlich zur Syrien-Konferenz – die Zündfackel erhoben. 11.000 Foltertote, hunderttausende Folteropfer, Folter und Mord in “industriellem Ausmaß” (das klingt so schön nach Holocaust), das alles hat ein übergelaufener syrischer Militärpolizist wohl in Qatar vorgelegt, von wo aus das Beweismaterial an drei Juristen übergeben wurde, die keinen Zweifel an der Echtheit des ausgewerteten Materials hegten und einen entsprechenden Bericht verfassten aus dem nun der britische Guardian und der US-Sender CNN auszugsweise berichten.

Die Glocke dröhnt. Sie dröhnt, wie sie 1990 dröhnte, als die Ewigblinden entdeckten, dass irakische Soldaten in Kuwait Neugeborene aus den Brutkästen im Krankenhaus gerissen und zum Sterben auf den Fußboden geworfen hatten.

Die Glocke dröhnt, wie sie vor dem Einmarsch nach Afghanistan dröhnte, als die Ewigblinden herausgefunden hatten, dass nicht nur der Angriff auf die Zwillingstürme des World Trade Center von Afghanistan aus gesteuert wurde, sondern dass auch die Sprengung des dritten WTC-Gebäudes von Kabul aus ferngezündet worden war.

Die Glocke dröhnt, wie sie dröhnte. als die Ewigblinden die Beweise für die Massenvernichtungsmittel in der Hand des Diktators Saddam Hussein im Schein ihrer Kriegsfackel gefunden hatten, und sie dröhnt, wie neulich, als es darum ging, Libyen vom Diktator Gaddafi zu befreien.
http://www.egon-w-kreutzer.de/

Dann diskutiert mal weiter über den “Rammler des Jahres” und lasst Euch zu Narren machen.

Frankie Bernankie Januar 22, 2014 um 17:09

@Balken

“Aber reden wir doch lieber über Karnickelzüchtervereine als Metapher für menschliches, allzumenschliches beim ADAC. Danach vielleicht die Bierpreisabsprachenaffäre? …Aber, siehe da, das Kommentariat spielt einfach nicht mit und driftet von selbst zur Politik.”

Der Herr Lübberding bekam von der sozialdemokratischen Seite der GroKo den Auftrag, speziell diesen Blog hier mit Beiträgen von eher feuilletonistischer Relevanz zu sedieren und somit demaskierende Polit-Diskussionen bereits im Keim zu ersticken. Das staatszersetzende Potential dieses blogs ist im Kanzleramt bereits seit langem bekannt, deshalb bekam Herr Lübberding, der in internen Regierungskreisen als “politisch sauerländisch-stabil” gilt, diese Aufgabe übertragen. Tausende solcher “Befrieder” ( oder engl. “peacemaker” ) benannten Medienarbeiter sind von der III. Regierung Merkel eingesetzt.

Wussten Sie das nicht?

holger Januar 22, 2014 um 17:25

Keynesianer

—>>>Dann diskutiert mal weiter über den “Rammler des Jahres” und lasst Euch zu Narren machen.”

Über was sollte man denn Diskutieren? “Rammler des Jahres” ist für mich Hans. (Erteilung von Meinungsverboten) :D und dann kommt lange nix…

was erwartest Du denn?

Mein Kamin ist an, mein Bier kalt, und das W-Lan funktioniert.

Meinste mich juckt irgendeine Zecke die auf den Schlachtfeldern egal wie auch immer verreckt?

Meinste mich juckt TKKG oder die 3 Fragezeichen?

Morph hat da schon recht. Wer bist Du überhaupt? Auch sone Feme? mit Aufschrei?

LOL :D

Soldat macht sich über das Freihandelsabkommen Gedanken. Und juckt es ihn wirklich? Wo ist der Prinz aus Topistan? Morph hat recht, wenn er über Organisationen spricht.

Der ADAC ist auch eine Organisation, aber eben ohne Macht.

—>>>Zum Glück gibt es noch anständige Menschen wie Egon W. Kreutzer:”

Und? Ist nur eine Frage der Zeit… auch bei dieser Feme.

Morph hat recht: Organisation.

Dafür sind aber eben die Menschen nicht in der Lage. Und das habe ich auch mal geschrieben. Iss nix mit Revolucion. Gar Militärputsch in Germania? LOL

Die doofen Protestanten (auch Antifa-fu) in DE sind doch in Jesuslatschen unterwegens. Freizeitbeschäftigung mehr nicht.

Beim Militärputsch in DE würde ich mitmachen. Aber der iss ja soweit weg. LOL :D Dafür sorgen schon die Linken Hafenpisser ;)

Bruchmüller Januar 22, 2014 um 18:36

@ Frankie B.

Man könnte also sagen, Skandale wie der ADAC- oder der Bierpreisskandal sind Gesellschaft stabilisierende Elemente, solange ihre Ablösung durch den jeweils folgenden gesichert ist. Nebenher sind sie Brot für die gefühlt vier Millionen Gewaltigen in der Vierten Gewalt.

Ich würde sie “Skandies” nennen. Die Bereitstellung von zwei bis drei Skandies pro Woche ist wohl auch die angemessene Dosierung, finde ich.

gelegentlich Januar 22, 2014 um 19:23

Wär das nicht ein ergiebiges Thema:

„Ganz Ganz Frankreich ist deprimiert
Thomas Pany 22.01.2014
Misstrauen, Pessimismus und Nostalgie beherrschen das Land
Ganz Frankreich ist deprimiert. Die Angst vor Arbeitslosigkeit, die hohen Steuern, sinkende Einkommen, schwindend Kaufkrafte stehen in der “Hierarchie der Themen, die die Bewohner am meisten beschäftigen”, ganz oben, wird berichtet; Misstrauen, sogar vor den Nachbarn, beherrsche das Land, Pessimismus, Nostalgie. Was früher als rechtsextrem galt, ist jetzt nah an der Mitte.Frankreich ist deprimiert“
http://www.heise.de/tp/artikel/40/40815/1.html

Nicht nur Frankreich. Der Titel wäre „Die Vierte Gewalt und der Lemming-Faktor“

Schlecht drauf sein und über den ADAC reden, während wirklich was passiert, ist doch das Gleiche?

ruby Januar 22, 2014 um 19:47

@ Frankie Bernankie (in den letzten Zügen)

staatsbildende nicht “staatszersetzende Potenzial”
;-)

Soldat Schwejk Januar 22, 2014 um 21:57

TTIP

@ Dr.D, @Balken, Ihr habt sicher recht mit der Annahme, daß das jetzt erst mal auf Eis gelegt wurde, um die ohnehin zu erwartenden Verluste der (lobbyistisch am besten zu steuernden) Parteigruppierungen EVP & SPE & ALDE bei den Europawahlen nicht noch drastischer ausfallen zu lassen, als das ohnehin schon geschehen wird. Möglicherweise zusätzlich auch deshalb, um den CETA-Vertrag noch durch das alte Europaparlament zu bringen, ohne daß die Abgeordneten sich drumherum gerade einer Gegenkampagne gegen die Investorenschutz-Klauseln stellen müssen. Allerdings weiß ich nicht, ob und wann dazu im EP überhaupt eine Abstimmung vorgesehen ist, und es ließ sich auch bislang nichts Genaues in Erfahrung bringen. Weiß da jemand mehr? Ist ja nicht ausgeschlossen, daß sie CETA in einer Art Nacht-und-Nebel-Aktion noch durchs alte EP peitschen wollen; im neuen dürfte es wohl schwieriger werden. Natürlich müssen die zivilgesellschaftlichen Organisationen & Bewegungen dranbleiben, aber da braucht man wohl keine Bedenken zu haben…

In jedem Fall ist der Aufschub gut und ein Zeitgewinn. Je länger es sich hinzieht, desto mehr steigen die Aussichten, es ganz zu verhindern… sollte man meinen…

@ Holger – “Soldat macht sich über das Freihandelsabkommen Gedanken. Und juckt es ihn wirklich?”

Die Blüte tut im Sumpfe blühen
und einen Reisenden bemühen
Der staunt, wie es im Sumpfe brodelt
Und wie die Pflanze blüht und jodelt
Der will im Biotop das Treiben
der Wissenschaft nun auch beschreiben
Die Blüte blüht in dunkler Pfütze
und ist dem Lichte so doch nütze
Das Licht, es mag die Blüte adeln
Will man das Sumpfgewächs nun tadeln
daß es nicht ganz mit Stiel und Blättern
mag immer nur zum Lichte klettern?
Daß wirr und launisch die Motive
weshalb es blüht aus Sumpfes Tiefe?
Die Pflanze hat dies wohl verstanden
All die den Weg zum Lichte fanden,
beschweren drum nicht ihr Gemüte
damit, ob es wohl juckt die Blüte

wowy Januar 22, 2014 um 22:46
Thor Januar 22, 2014 um 22:57

Ich habe mal wieder fachlich nichts beizutragen, aber ich gratuliere F.L. zu dem Titel, bisher konnte ich daran erkennen von wem ein Beitrag stammt, ich bin verwirrt…ich dachte das kommt vom Hütt

ruby Januar 22, 2014 um 23:06
Thor Januar 22, 2014 um 23:11

ruby

Sepp hat gesagt wir müssen alles anzünden?
http://www.youtube.com/watch?v=IUFuK7c9GwU

wowy Januar 22, 2014 um 23:27

@Schwejk
Die IHK geht offensichtlich davon aus, dass CETA vor dem 18. Februar unterzeichnet werden wird
http://www.fmm-magazin.de/freihandel-mit-kanada-ihk-informiert-mittelstand-ueber-wirtschaftliche–finanzen-mm_kat8_id7443.html

ruby Januar 22, 2014 um 23:30

Thor
früher war Klarinette tabu
heute macht die Klezmermucke Spass
;-)

Natalius Januar 22, 2014 um 23:33

Soldat Schwejk Januar 22, 2014 um 21:57
“Die Blüte tut im Sumpfe blühen”…

Chapeau!

Linus Januar 23, 2014 um 00:06

@Soldat Schwejk: Die Blüte heb ich mir auf!

ruby Januar 23, 2014 um 01:58

Thor
Biedermeier – nee
Implosion …

ruby Januar 23, 2014 um 05:59

@ Soldat Schwejk

http://www.irmgard-weber.de/2006-2007/images/sumpfblueten.jpg
enjoy
http://www.kunstportal-pfalz.de/11/wid,10660/weber,-irmgard%3A-quot%3Bsumpfblueten-und-anderes-quot%3B.html

“Will man das Sumpfgewächs nun tadeln
daß es nicht ganz mit Stiel und Blättern
mag immer nur zum Lichte klettern?”

gibt einen Extraknedelkie
;-)

holger Januar 23, 2014 um 08:38

@soldat

Am Bahnsteig stand ein Sauerampfer
Er sah nur Züge, keine Dampfer
Der arme Sauerampfer

Erhardt Heinz so denke ich. :D

gelegentlich Januar 23, 2014 um 08:45

@wowy

Die zitierte Quelle sagt es aber anders:

„Berlin/Düsseldorf, 19.01.2014 20:52 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Das Frei­han­dels­ab­kommen zwischen Kanada und der EU ist unter­zeichnet und wird die Rahmen­be­din­gungen für Exporte und Inves­ti­tionen deut­lich verbes­sern. Bei einem Forum Mitte Februar in Hannover erfahren die Besu­cher, was das für ihr Unter­nehmen bedeutet.“ Hervorhebung von mir.

wowy Januar 23, 2014 um 09:13

@gelegentlich
Das habe ich gelesen, bezieht sich aber auf die Veranstaltung am 18.

holger Januar 23, 2014 um 09:18

soldat

einen hat der Heinz aber noch :D

“Auf der saftiggrünen Wiese
weidet ausgerechnet diese
eine Kuh, eine Kuh.

Ach, ihr Herz ist voller Sehnen,
und im Auge schimmern Tränen
ab und zu, ab und zu.

Was ihr schmeckte, wiederkaut se
mit der Schnauze, dann verdaut se
und macht Muh, und macht Muh.

Träumend und das Maul bewegend
schaut sie dämlich in die Gegend
grad wie du, grad wie du.”

Nicht persönlich nehmen ;)

gelegentlich Januar 23, 2014 um 09:35

@holger
Herzlichen Dank!
Ich bin nicht der Musikspezialist. Aber da gibt es doch eine Gruppe namens Münchner Freiheit, zu derem Stil die Phrase
„…grad wie du, grad wie du“
wunderbar passen würde, technisch aufgemotzt natürlich, damit es nach was klingt. Das „schaut sie dämlich in die Gegend“ müßte aber @holger schon selber in einem Song eigener Art aufführen. Damit es ganz authentisch rüberkommt. Keine Angst, toningenieurgestütztes Singen kann Jeder!

ruby Januar 23, 2014 um 09:55
sadoma Januar 23, 2014 um 10:52

@morph

ZDF: Wetten, dass… Lanz geht?

Manchmal haben auch kleine Taten von vielen kleinen Menschen folgen ;-)

"ruby" Januar 23, 2014 um 13:02

Unglaublich, was Merkel und Gabriel auf der Pressekonferenz rammel …
Deutschland traurig Euroland !!!
Bitte keine Abhörprotokolle der Tagung veröffentlichen .

"ruby" Januar 23, 2014 um 13:16

Wir kann sich eine Bevölkerung von derartigen Dummtüchern so dermassen besülzen lassen?
Schwaveln bis die Schwarte kracht.
Die gehören auf ein Mohnfeld in Afghanistan.
http://www.youtube.com/watch?v=BvRmBUEwtZg

f.luebberding f.luebberding Januar 23, 2014 um 14:49

Nur eine Frage: Ihr lehnt die Freihandelszone mit den USA aus politischen Gründen ab. Nur was sind für euch eigentlich politische Gründe? Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob das Thema ADAC wirklich schon verstanden worden ist … . Außer von Carlos natürlich. Der Hinweis auf den Unterschied zwischen abstrakter und konkreter Arbeit ist nämlich sehr klug gewesen.

Bogus Januar 23, 2014 um 15:29

“was sind für euch eigentlich politische Gründe?”

Lübberding, ein Beispiel für “politische Gründe”, nie mehr SPD zu wählen, liefert gerade der als Wirtschaftsminister reinkarnierte Ex-Umweltminister Gabriel, der als erste Amthandlung den Ausbau der Windenergie stoppt.

Soldat Schwejk Januar 23, 2014 um 15:47

@ FL

Ich würde das Thema ADAC ja so verstehen: Privatrechtliche Körperschaften streben manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich die Übernahme quasistaatlicher Funktionen an. Insofern ist @Holger in seinem ersten Kommentar hier m.E. am dichtesten dran. Vielleicht hätte der ADAC in der Hinsicht gern so den Status eines TÜV, aber er kriegt ihn nicht. Aus institutionalistischer Sicht könnte man die Frage stellen, wo solche Konstrukte besser, wo sie schlechter funktionieren. Ob und wo die Öffentlichkeit profitiert, ob und wo sie aber abgezockt wird. Insofern ist das Thema der Freihandelsabkommen sogar entfernt artverwandt.

Nur daß die Delegation staatlicher Kompetenzen an überstaatliche Schiedsgerichtsbarkeit bei TTIP und CETA m.E. eindeutig als ein Versuch großer Kapitalgesellschaften gesehen werden kann, die politischen Gemeinwesen auszuplündern. In den anderen Fällen wird das Urteil vermutlich nicht so eindeutig ausfallen können.

Soldat Schwejk Januar 23, 2014 um 15:59

@ Holger

Kunscht nehme ich nicht persönlich… Und es freut mich, daß auch das Genre der Schmähkritik hier endlich wieder auf stilvolle Wege zurückfindet. Ich sag ja, es ist nicht alles sinnlos :-) Hätte für das Bestiarium hier noch Gernhardts Reiher anzubieten:

http://missmarplespoesiealbum.blog.de/2011/09/30/intercity-robert-gernhardt-11944286/

Übrigens, daß Du und der @Morph, daß Ihr Euch immer fetzen müßt… das hab ich immer schon für ein großes Mißverständnis gehalten. Euch eint doch die starke Überzeugung, daß alles zwecklos ist, weil die Leute alle doof sind. Ihr solltet Euch lieber zusammentun. Und Eure politischen Perspektiven sind bei gutem Timing doch auch bestens kompatibel. Erst muß @Morphs Öko-Akopalütze kommen, und dann kriegst Du auch Deine Militärdiktatur…

Soldat Schwejk Januar 23, 2014 um 16:06

@ wowy, gelegentlich

Meines Wissens ist CETA zwar im großen und ganzen abgeschlossen, aber an ein paar Details wird noch rumgezottelt. Daß es da bei der IHK ein Forum gibt, heißt aber doch nicht, daß es bis dahin auch schon ratifiziert ist. Das kann sowieso nicht sein, weil es ja auch noch in den Einzelstaaten und den kanadischen Provinzen ratifiziert werden muß. Das mit dem Europaparlament ist jetzt aber insofern interessant, weil solche aus der Lobby hereingelieferten Sachen im neuen EP nach den Wahlen vermutlich dann deutlich schwerer durchzubringen sein werden als jetzt noch im alten.

Soldat Schwejk Januar 23, 2014 um 16:10

Und zu Frankreich ein sehr lesenswerter Artikel in der aktuellen deutschsprachigen Ausgabe von “Le Monde diplomatique”.

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/01/10.mondeText1.artikel,a0061.idx,19

Frankie Bernankie Januar 23, 2014 um 16:55

@soldat schweijk

“Übrigens, daß Du und der @Morph, daß Ihr Euch immer fetzen müßt… das hab ich immer schon für ein großes Mißverständnis gehalten. Euch eint doch die starke Überzeugung, daß alles zwecklos ist, weil die Leute alle doof sind.”

http://www.youtube.com/watch?v=2NTEBK8erAQ

Carlos Manoso Januar 23, 2014 um 16:58

@Soldat Schwejk Januar 23, 2014 um 16:10
„Und zu Frankreich ein sehr lesenswerter Artikel in der aktuellen deutschsprachigen Ausgabe von “Le Monde diplomatique”.“
„Dieselben Akteure, dieselben Reden, dieselbe Logik: Wer vorausschauen will, muss zurückblicken. In dreieinhalb Jahren wird die “Finanzwelt” sicher wieder der “wahre Gegner” der französischen Sozialisten sein. Aber heute, und das gibt sogar ein Minister zu, ist das Wirtschaftsministerium ein Schlupfwinkel für die Bankenlobby. …

Weil Frankreich seine Währung nicht abwerten kann, versucht es seine Wettbewerbsfähigkeit durch Sparprogramme und eine Senkung der “Arbeitskosten” – also der Löhne – zu verbessern. Aber die auf Kosten der Kaufkraft der Privathaushalte mühsam errungene “Verbesserung des Angebots” geht durch die Aufwertung des Euro (6,5 Prozent im Jahr 2013) sofort wieder verloren. Auf jeden Fall braucht man einen starken Glauben, um sich vorzustellen, dass ein Land mit Nullwachstum, geringer Binnennachfrage und verarmten europäischen Handelspartnern die negative Entwicklung am Arbeitsmarkt nachhaltig umkehren kann, während es zugleich die öffentlichen Ausgaben kürzt.“
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/01/10.mondeText1.artikel,a0061.idx,19

Im Unterschied zu Frankreich kann Deutschlands High-tech-Industrie (immer noch) immer mehr Produkte seiner „abstrakten Arbeit“ in „Billiglohnländer“ exportieren.

"ruby" Januar 23, 2014 um 17:03
Carlos Manoso Januar 23, 2014 um 17:53

@”ruby” Januar 23, 2014 um 17:03
„mercie mercie us“

“ruby” , die Mitgliedschaft in der EU ist für Großbritannien im internationalen Konkurrenzkampf überlebensnotwendig.
Insofern wird die EU (und Deutschland) alles daran setzen, den USA über den Umweg Großbritannien das Überleben so schwer wie möglich zu machen.

sadoma Januar 23, 2014 um 17:54

@f.luebberding

“Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob das Thema ADAC wirklich schon verstanden worden ist … ”

Ja, dann hilf uns doch dabei. Ist doch hier hoffentlich kein Kreutzworträtzel. Liegt das Unverständnis der Leser vielleicht an der unverständlichkeit des Autors? Oder sollen wir deine konkrete Arbeit gleich mit erledigen ;-)

Fragen über Fragen! wo bleiben nur die Antworten?

Bogus Januar 23, 2014 um 17:59

Carlos, was meinst du mit dem Begriff „abstrakte Arbeit“?

wowy Januar 23, 2014 um 18:00

@Schwejk
Ich hatte geschrieben: Die IHK ist offenbar der Ansicht…..

Frankie Bernankie Januar 23, 2014 um 18:00

@ruby

Ich persönlich hoffe auf solche EU – Abstimmungen, auch für Deutschland wärs nicht schlecht. Ich bin auch überzeugt davon , dass die immer pro-EU ausgehen, auch in UK. Natürlich ist bei der Europadiskussion momentan viel Ork-Gerede unterwegs, aber mal konkret vor die Entscheidung gestellt: Gemeinsames Europa ja oder nein – da würde die Mehrheit sich für EU entscheiden.

Und für ein gemeinsames Europa wärs ein Legitimations-Schub.

wowy Januar 23, 2014 um 18:01

@fl
Ist das eine Provokation oder liest du hier nicht mit?
#Politische Gründe

ruby Januar 23, 2014 um 18:28

@ Frankie Bernankie + Carlos Manoso

Bin durch Großbritannien (England, Schottland, Wales) mit dem Rucksack gereist, liebe Land und Leute.
Unsere Vielfalt ist Europa und Bürgerabstimmungen stehen auf der Agenda
;-)
Empfehle wieder den Historiker Eric J. Hobsbawm
http://www.perlentaucher.de/autor/eric-hobsbawm.html
http://www.booklooker.de/images/cover/user/0392/4229/MzUyMTY=.jpg

Carlos Manoso Januar 23, 2014 um 19:27

@ruby Januar 23, 2014 um 18:28
„Bin durch Großbritannien (England, Schottland, Wales) mit dem Rucksack gereist, liebe Land und Leute.“

Ruby, reise leider nur im Kopf dorthin (meine (französische) Frau studierte in London englische Literatur und öffnete mir die angelsächsische Kultur). Die Dialoge englischer Filme sind für mich definitiv das Größte.

"ruby" Januar 23, 2014 um 19:52

@ C M
Danke für die Inspiaration, so kommt man zum schmökern vergangener Geschichten :
http://www.gutenberg.org/catalog/world/readfile?fk_files=1494461&pageno=2

ruby Januar 23, 2014 um 20:42

Was gibt es schöneres als einen Cafe´au lait zu geniessen und an den englischen Kaffee zu denken…
http://www.youtube.com/watch?v=-tJujl-4sSM

f.luebberding f.luebberding Januar 23, 2014 um 20:51

Die Frage war ernsthaft. Beantworte ich morgen.

wowy Januar 23, 2014 um 23:22

Hatten sich Google und die Verlage nicht mal wegen Snippets an der Gurgel? Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

“Und warum Springer bei der Vermarktung von Anzeigen im Internet, dem sogenannten „Real-Time-Bidding“ mit Google gemeinsame Sache macht.”
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/f-a-z-interview-frueherer-spiegel-chef-mascolo-geht-nicht-zu-springer-12765084.html

holger Januar 23, 2014 um 23:47

@soldat schweijk

“Übrigens, daß Du und der @Morph, daß Ihr Euch immer fetzen müßt… das hab ich immer schon für ein großes Mißverständnis gehalten. Euch eint doch die starke Überzeugung, daß alles zwecklos ist, weil die Leute alle doof sind.”

soll ich das bestätigen? :D Yep… ist einfach so.

Das die Leute DOOF sind, siehste alleine daran, dass sie selber mehr an GOLD *glauben* (Sicherer Hafen) als an sich selber.

petervonkloss Januar 24, 2014 um 04:39
gelegentlich Januar 24, 2014 um 11:22

@pvk
Primitiv, primitiver, ausgrenzend.
Wie hoch war der Ausländeranteil als unser Land den tiefsten Punkt der menschlichen Geschichte (1933-45) erreichte?

petervonkloss Januar 24, 2014 um 12:09

Hoch , sehr Hoch mit den Sklaven und Kriegsgefangenen.

Jetzt kommen sie aber alle retour,.. sozusagen Freiwillige.
Macht schließlich auch die Sache fett.

Woher entsteht dies wohl?

petervonkloss Januar 24, 2014 um 12:16

Halt, ich hatte den Kapitalismus vergessen.

gelegentlich Januar 24, 2014 um 12:46

@pvk
Danke! Jetzt wissen wir wenigstens wie man es nicht macht, welcher Weg ins Dunkle führt. Von „fett“ würde ich nicht reden in dem Zusammenhang. Wenn ich einen Brunnen vergifte müssen die Anwohner natürlich woanders trinken.
Über den affirmierenden Hinweis auf Benoist bin ich nicht erfreut. Ich hätte etwas Originelleres erwartet als den seit 150 Jahren immer wieder aufgebrühten Kompost. Never change a loosing team!

Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 17:06

@ gelegentlich, OT

Nu kann ich Dir mit der “lotska” weiterhelfen. Offenbar haben die das Wort falsch verstanden. Es muß ????? heißen, engl. translit. “lezhka”, gesprochen ungefähr “ljoschka”. Das kommt vom russischen Wort von “liegen”, und es ist der auch unter Zoologen gebräuchliche Ausdruck für die Winterruhe von Tieren, etwa beim Bären. Im Gegensatz zum echten Winterschlaf, etwa beim Igel.

Das für die Gebräuche im nordrussischen Dorf vor 100 Jahren so zu gebrauchen, ist aber wohl eine starke, legendenhafte Übertreibung. Was es gab und was überliefert ist, ist so eine ziemlich heruntergefahrene Aktivität (und wohl auch Stoffwechsel) bei alten Leuten, die den Winter liegend auf dem Ofen verbrachten.

Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 17:19

@ pvk

Benoist ist ja nicht ganz uninteressant, aber das mit der “Identität” ist doch ein uninspiriertes Rumgegurke.

Fürs Individuum könnten wir eher von Kohärenz der Wahrnehmung reden und die Frage an den Neurologen weiterreichen.

Für soziale Kollektive müßte man, wenn man nicht gleich bei der ersten Wegbiegung in anti-emanzipatorische Regressionen abgleiten will, besser von sozialer Kohärenz oder sozialem Zusammenhalt reden. Das berührt dann das, was @FL uns hier mit dem Vereinsthema sagen will (auch wenn er mit dem ADAC ein wenig passendes Beispiel bemüht). “Sozialer Zusammenhalt” ist empirisch zugänglich und politisch operationalisierbar, und selbst eine sinnvolle, nicht-regressive Migrationskritik läßt sich daran anschließen.

“Identität” dagegen…

“Identität”… seufzte der Knabe, als er am 1000-teiligen Puzzlespiel verzweifelte.

“Identität”… raunte melancholisch der Nichtschwimmer, während der Ozean der Seinsmöglichkeiten seine Füße umspülte.

“Identität”… krähte der Vogel mit federlosem Kopf, bevor er selbigen in einem Stück herumliegenden Aases barg.

Andreas Kreuz Januar 24, 2014 um 17:29

@Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 17:06

Da wollen wir mal nicht hoffen,
dass es sich um das russchische “?????” – Löffel handelt,
im Sinne von – sich zum Löffel machend… ;-)

Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 17:55

@ AK

Durchaus nicht. Ganz unterschiedliche Wortstämme. Aber vielleicht wird es Dich erfreuen, daß es wohl eine etymologische Verbindung vom deutschen “Löffel” zum russischen “??????” (Spaten) gibt.

Doch sollten wir dies nicht vertiefen
ob Russen wohl im Winter schliefen
und was die Worte uns verraten
sonst machen wir uns noch zum Spaten

petervonkloss Januar 24, 2014 um 18:11

@Soldat Schwejk

Also diese russische Art des Winterschlafes von den Bären abgeschaut, finde ich höchst symphatisch.
Man sollte bisweilen die „Geschichte“ bärenschläfrig veranstalten. Die sowieso friedlichen Wölfe wären
auch ganz ruhige Animals…..ach …und die Menschen…..

petervonkloss Januar 24, 2014 um 14:26
Jede Identität ist relativ; jede Ethnie ist eine relative. Daher nichts
Neues. Rasse ist albern. Trotzdem gibt es keine Gleichheit. Nichts anderes sagt de Benoist.

petervonkloss Januar 24, 2014 um 05:39
lechts und rinks

„De Benoist, der gegen Ende der 1960er nicht müde wurde, die intellektuelle Armut der traditionellen Rechten zu beklagen, und dazu ermunterte, ihr ein tragfähiges ideologisches Konzept zu geben, sieht die Unterscheidung zwischen politischer Linken und Rechten mittlerweile als überholt an.“

Siehe auch die Auseinandersetzung mit Gramsci.

http://www.sezession.de/42741/alain-de-benoist-wird-heute-70.html

petervonkloss Januar 24, 2014 um 05:45
http://www.alaindebenoist.com/pdf/zinnober_gespraech.pdf

Carlos Manoso Januar 24, 2014 um 18:20

@Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 17:19
„Benoist ist ja nicht ganz uninteressant, aber das mit der “Identität” ist doch ein uninspiriertes Rumgegurke.“

Soldat Schwejk,oberflächliche Leute wie Alain Benoist (angebl. „Vordenker“ der französischen Nouvelle Doite) würde ich kaum dem verflossenen alten „Links/Rechts“-Schema zuordnen. Zum Beispiel wenn Benoist kritisch erkennt, dass Universalismus und Nationalismus (Ethnozentrismus) beide gleichermaßen von der „Metaphysik der Subjektivität“ herrühren.

Oder wenn Alain Benoist kritisch erkennt, dass „Totalitarismus“, der kein Anders-Sein neben sich duldet, in subtilster Form im “modernen” Neoliberalismus am Werke ist und der darauf abzielt, die „Völker und Kulturen“ der Welt zugunsten der „Entfesselung der Logik des Kapitals“ zu zerstören, um eine totalitär auf kapitalistischen und konsumistischen Werten aufgebaute globale Zivilisation zu errichten.

BB Januar 24, 2014 um 18:29

Rammler des Jahres? Worum geht’s? Ach darum.

Grad hab ich unterschrieben. Es war mir ein Bedürfnis.

Sehr schön auf den Punkt gebracht. Gefällt mir zunehmend gut, dieser Georg Diez:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/das-undemokratische-zdf-markus-lanz-und-sahra-wagenknecht-a-945361.html

petervonkloss Januar 24, 2014 um 18:39

@Soldat Schwejk

Also, das muß ich dir noch sagen; ich habe de Benoist auch aus Gründen der Korrektheit bisher kaum rezipiert;
Und auch zeitlich war er für mich nicht wichtig und wesentlich; ich denke er ist jetzt im Alter entsprechender be-
züglich der Gegenwart.

Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 18:55

@ pvk – “Jede Identität ist relativ”

Warum aber redet man dann – und Benoist ja auch – von “Identität”? Wäre es dann nicht besser, einfach von einem Merkmal, einem selbst- oder fremdzugeschriebenen Attribut zu reden? Ist “Identität” nicht schlicht die Hypostasierung eines Merkmals? Und ist es nicht so, daß in dem einem Kontext ganz andere Merkmale sinnstiftend und handlungsleitend sein können als in einem anderen? Und daß wir Souveränität gerade aus dieser Einsicht, aus der daraus entstehenden ironischen Distanz zu unseren sozialen Rollen gewinnen? Nicht aber aus einer Konstruktion von “Identität”?

Und wie gesagt, in manchen Zusammenhängen scheint mir eigentlich soziale Kohäsion gemeint zu sein. Aber da vernebelt der “Identitäts”-Begriff mehr als er erklärt.

Carlos Manoso Januar 24, 2014 um 18:59

@petervonkloss Januar 24, 2014 um 18:39
ich habe de Benoist auch aus Gründen der Korrektheit bisher kaum rezipiert;
Und auch zeitlich war er für mich nicht wichtig und wesentlich; ich denke er ist jetzt im Alter entsprechender be-
züglich der Gegenwart.“

pvk, was Benoist über die „französische Revolution“ schrieb: „mit der französischen Revolution eignete sich „die Nation“ zum ersten Male ein „wahrhaft politisches Bewusstsein“ an, aber die Begrifflichkeit, die ihm die Revolutionäre beilegten, brach nicht mit jener des Absolutismus. Die Prärogativen des Königs wurde lediglich auf „die Nation“ übertragen.“ (Alain de Benoist) passiert heute in vergleichbarer Weise in der Endkrise des totalitären „Systems des Weltkapitals“.

Zum Beispiel reflektierte der Gegensatz zwischen Liberalismus und Staatsabsolutismus immer nur die Paradoxien des modernen warenproduzierenden Systems der „abstrakten Arbeit“: Endweder mußte sich die menschliche „Souveränität“ gegenüber der Marktmaschine als autoritäre Kontrolle des Staates über die Individuen maskieren oder die “Freiheit der Individuen mußte sich als totale Selbstauslieferung des menschlichen Willens an den blinden Lauf der Marktmaschine maskieren.

ruby Januar 24, 2014 um 20:12
Schatten Januar 24, 2014 um 20:17

Identität?

Völker sind heute von Bankstern definierte gesamtschuldnerische Gemeinschaften, die dem Schulden- und Zahlungsbefehl folgen.

Ein Volk ist also etwas das folgt – den Bankstern.

Aussteigen aus der Gesamtschuldnerschaft kann man: Durch Wegzug! In Detroit, so wird berichtet, nahmen die fliehenden Weißen sogar ihre Toten mit, die sie an ihren neuen Wohnorten neu einbetteten.

Und – für die Zukunft: Das BVerfG kann noch so sehr beschließen, wie hoch HartzIV verfassungsmäßig zu sein hat – Wenn kein Geld da ist, ist kein Geld da. Das flieht dann nämlich auch. In den USA werden schon die food stamps gekürzt.

Dass man auf food stamps nicht fliehen kann, versteht sich von selbst!

Die Schulden werden dann Schicksal, die Schuldengemeinschaft Schicksalsgemeinschaft.

Was hat sich dann gegenüber früher, gegenüber den un-de-konstruierten Zeiten geändert?

Der soziale Zusammenhalt des Volkes!

Morph Januar 24, 2014 um 20:38

@Schwejk

Das Problem der ‘Rechten’ ist nicht der Identitätsbegriff. Damit haben sie ganz recht und sind vielfach scharfsinniger als die ‘Linken’. Das Problem der ‘Rechten’ ist, dass sie Idenität nicht anders als normativ denken können, als Bekenntnis- und Aspirationsbegriff. Und das ist natürlich lächerlich.

Wir werden in den nächsten Jahrzehnten noch eine Konjunktur des Identitätsbegriffs erleben – aber Holladiewaldfee! Besser man rüstet sich schon jetzt mit dem begrifflichen Werkzeug, damit umzugehen. Und hört mit der sozialtheoretischen Besserwisserei auf (‘tschuldigung, gemeint ist doch wohl soziale Kohäsion!’). – Aber huch? Da gibt’s theoretisch ja gar nichts!!

Morph Januar 24, 2014 um 20:53

OT

http://cdn2.spiegel.de/images/image-642225-galleryV9-zfgq.jpg

kluge Kommentare zur Ukraine, anyone? – Was bedeutet es, dass die dem Klitschko keine versierteren Photoshop-Leute zur Verfügung stellen? Vermutlich dasselbe, was das ZDF motiviert, uns Leute wie Lanz vorzusetzen.

Man weiß, dass die paar Hanseln, die das bemerken, nicht zählen. Oh gebenedeite Weisheit der empirischen Sozialforschung!

ruby Januar 24, 2014 um 21:52

@ Morph

Altreifen anzünden, um Rauchsignale zu senden.

http://rauchzeichen.kapaana.de/assets/images/Indianer_gibt_Rauchzeichen_2.GIF

holger Januar 24, 2014 um 21:59

Wie ist eigentlich die DDR ohne ADAC ausgekommen?

Nur mal so eine Frage…

Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 22:02

@ Morph —> “Das Problem der ‘Rechten’ ist nicht der Identitätsbegriff. Damit haben sie ganz recht…”

Begründung?

—> “Wir werden in den nächsten Jahrzehnten noch eine Konjunktur des Identitätsbegriffs erleben – aber Holladiewaldfee! Besser man rüstet sich schon jetzt mit dem begrifflichen Werkzeug, damit umzugehen.”

Du meintest ja mal sinngemäß, man könne eine Beklopptheit nicht mit der Aufklärung, sondern nur mit einer anderen Beklopptheit austreiben. Im konkreten Fall soll das wohl heißen: Nur die Identitäts-Idiotie hilft gegen die Weltgesellschafts-Idiotie… und vice versa.

Gesetzt den Fall Du hast recht… dann ziehe mich auf die Position von Stumpf-Settembrini und Sumpfblüte zurück :-)

—> “…soziale Kohäsion… Da gibt’s theoretisch ja gar nichts!!”

Oh doch. Der ganze Theoriestrang, der auf Robert Putnam aufbaut. Leider hat sich dafür mehr oder weniger der Begriff “Sozialkapital” durchgesetzt, der zu Verwechslungen mit Bourdieu führt und m.E. auch sonst schlecht gewählt ist. Putnam selbst sprach ursprünglich von “civicness”, was kaum adäquat übersetzbar und auch mißverständlich ist. “Soziale Kohäsion” trifft es dagegen wohl am besten.

Und die sozialtheoretische Besserwisserei… nun, ich meine, in dem ganzen verschwurbelte Identitätsdiskurs ist natürlich ein Korn Berechtigung auch aus progressiver Sicht… soweit es gegen eine postdemokratische Entstaatlichung geht, gegen eine Schwächung einzelstaatlicher Institutionen im Interesse der großen transnationalen Wirtschaftsakteure. Und ja…leider ist die unkritische Befürwortung von Migration und offenen Grenzen da sozusagen das Trojanische Pferd der “neoliberalen” Agenda im Feld der Linken. Aber man müßte doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, deswegen jetzt Anleihen beim Standpunkt der Identitätsbeschwörer zu nehmen. Daß ungesteuerte Migrationsströme dort, wo sie hinschwappen, den sozialen Zusammenhalt zerstören können, das sollte jedem Nicht-Fanatiker einleuchten. Auch ohne Sozialtheorie. Wozu soll es gut sein, darüber hinaus noch für das Identitätsgeraune anschlußfähig sein zu wollen?

—> “kluge Kommentare zur Ukraine, anyone?”

Bin kein uneingeschränkter Fan der “Jungen Welt”, aber die Artikel & Kommentare von Reinhard Lauterbach dort sind m.E. das Beste, was es dazu in den hiesigen Medien gibt.

http://www.jungewelt.de/2014/01-24/028.php

gelegentlich Januar 24, 2014 um 22:05

@Soldat Schweijk
Danke für die Erläuterung! Ich finde es ist hoffentlich doch nicht OT. Es fiel mir ein als fächerübergreifende Allegorie zu einer Situation, wo die Ressourcen der Massen so weit gedrückt werden, dass diese nur mit extremen Mitteln ihre grundlegenden Lebensfunktionen aufrecht erhalten können. Also Ressourcen sparen, die man trotz aller Anstrengung zu einer bestimmten Zeit nicht neu beschaffen kann. Ist leider oft so dass Geschichten durch übertreibende Wiedergabe „dicker“ werden. Und erst dann kommt leider einer, der sie so aufschreibt, und das wird dann behalten.
@BB
Danke für den Hinweis! Das paßt, denke ich, auch zu Folgendem:
„Das Problem der ‘Rechten’ ist, dass sie Idenität nicht anders als normativ denken können, als Bekenntnis- und Aspirationsbegriff. Und das ist natürlich lächerlich.“
Ja, wo bleibt denn hier, lieber @Morph, die historische Erfahrung. Identität wird nicht normativ „gedacht“, das ist Schreibstubenperspektive. Wenn die Truppe, die das normativ aufführt, von der Rechten kommt wird das sehr robust instrumentiert.
„Wir werden in den nächsten Jahrzehnten noch eine Konjunktur des Identitätsbegriffs erleben – aber Holladiewaldfee!“
Dann wird dieses Europa ein außerordentlich garstiger, unfreundlicher Ort.
„Besser man rüstet sich schon jetzt mit dem begrifflichen Werkzeug, damit umzugehen.“
Und das nach dem richtigen Hinweis darauf, dass ohne Organisation(en) Alles nur Schreibstube, unverbindlich, unbeachtet, marginal bleiben muss? Die von konformistischen Kleinbürgern a la Lanz zugespitzte Identität wird man nicht mit Begriffen bekämpfen können. Absurd.

holger Januar 24, 2014 um 22:07

Oder anders: Wer von Euch ist in der Lage, ein Leuchtmittel im Scheinwerfer eines moderneren Autos zu wechseln?

Wir können ja auch mit dem Scheibenwischer anfangen.

Der hat nämlich auch eine “Identität” :D

holger Januar 24, 2014 um 22:21

Vieles was ich hier lese, erinnert mich immer an meinen Prof. in Physik. Huch was konnte der nicht alles Zaubern. Aber wehe, der Kopierer meldete “Papierstau” :D

Auch so eine “Identität” nur sprach der Kopierer außer “Papierstau” nicht mit dem Prof. Verzweiflung ohne Grenzen. Da steckt doch bestimmt der Luhmann dahinter. Könnte man ja vermuten.

Leute ich finde das hoch interessant, was ich hier alles lesen darf. Macht einfach ruhig weiter so.

Auch wenn ich, und ich gebe es gerne zu, manchmal auch geärgert habe, ich lese seit Kurzem hier ganz anders mit.

Ich stelle mir einfach die Frage:

Wer von denen könnte einen Scheibenwischer am Auto wechseln.

OK, ziemlich blöd, ich weiß. Hat auch mit der gesamt politischen Lage nicht allzuviel zu tun, kann man sozial pädagogisch so oder so betrachten, weiß ja nicht ob das rechts oder links ist. Aber so ein ganz alltägliches Problem.

Ob das Problem nun eine “Identität” inne hat, vermag ich nicht beurteilen zu können. Hab ja nicht studiert. Ob Adorno oder sonst was für große Meister weiter helfen, keine Ahnung.

Wichtig ist eigentlich nur, dass der Scheibenwischer mir die Durchsicht durch die Scheibe garantiert. Mit toten Fliegen darauf oder ohne.

Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 22:30

@ Holger

Du nu wieder. Bin nicht mehr motorisiert, seit ich in die prekärpreußische Metropole gezogen bin. Also seit mehr als 20 Jahren. Interessiere mich mehr für die Physik des Segelns, eine hübsche kleine angewandte Wissenschaft :-)

Und für eine genaue Beschreibung des ganzen Kfz-Wesens im Osten früher fragste besser einen Ossi, der ein bissel älter ist. Auf jeden Fall war das mit Reparaturen und Ersatzteilen so eine mangelwirtschaftliche Sache…

Entschwinde jetzt aber für den Rest des Tages…

wowy Januar 24, 2014 um 22:35

@Morph
“Wir werden in den nächsten Jahrzehnten noch eine Konjunktur des Identitätsbegriffs erleben – aber Holladiewaldfee! Besser man rüstet sich schon jetzt mit dem begrifflichen Werkzeug, damit umzugehen.”
Da stimme ich dir vollkommen zu.

Was die Ukraine betrifft, kenne ich mich zu wenig aus um das wirklich beurteilen zu können. Was ich lese, auch der von @Schwejk verlinkte Artikel, erinnert mich irgendwie an Maxim Gorkis Kinder der Sonne.

Andreas Kreuz Januar 24, 2014 um 22:40

Da hat Schwejk recht.
Habe vor einiger Zeit den festgefressenen Scheibenwischermotor am Heck ausgebaut, das Gleitlager wieder gangbar gemacht und alles wieder zusammengefügt.
Ossi. Vor Physikstudium Elektromechaniker und Zeitsoldat.
Noch was, Holger?

Gewinde schneiden?
Metrisch oder Whiteworth?
Tabelle ist hinten auf dem Neßschieber…

holger Januar 24, 2014 um 22:43

Soldat

Segeln? :D

http://de.wikipedia.org/wiki/Flettner-Rotor

solltest du kennen

Andreas Kreuz Januar 24, 2014 um 22:47

@holger
Gerne auch größerer Sachen auf der mechanischen Drehbank.
CNC ist keine Kunst.

ruby Januar 24, 2014 um 22:50
gelegentlich Januar 24, 2014 um 22:53

@holger
Scheibenwischer kein Problem. Bei moderneren Autos auch Leuchtmittel, wenn ich das einmal sehen durfte.
Ist für mich identitätsneutral.

Soldat Schwejk Januar 24, 2014 um 22:56

@ Holger

Aus eigenem Erleben kenn ich das natürlich nicht…

Von unmittelbarem Interesse sind eher so Sachen wie das hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Luv-_und_Leegierigkeit

Aber bin jetzt wirklich weg.

Morph Januar 24, 2014 um 23:16

@Schwejk

“Begründung?”

Es gibt auf der ‘rechten’ Seite eine ‘Sensibilität’ für Kollektivmotive, die sich im individuellen Verhalten zur Geltung bringen, ohne die Individualinteressen zu berücksichtigen.

Für ein soziales Fortschrittsbewusstsein ist so eine atavistische Form der Gesellschaftlichkeit natürlich ekelig. Aber sie bringt sich zur Geltung. Und nach meine akopalützischen Grundstimmung wird sie das künftig öfter und drastischer tun.

Und ich habe nicht den Eindruck, dass Robert Putnams Konzept des Sozialkapitals für die Analyse dieser Tendenzen sehr aufschlussreich ist.

Natalius Januar 25, 2014 um 00:28

Rammler rammeln
Gammler gammeln
Sammler sammeln
Mehr fällt mir nicht ein
und das soll’s dann sein

Natalius Januar 25, 2014 um 00:45
wowy Januar 25, 2014 um 00:48

Die Partei von Klitschko heißt “Schlag”, wie passend, und wird von der Adenauer-Stiftung unterstützt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ukrainische_demokratische_Allianz_f%C3%BCr_Reformen
#Euromajdan

Natalius Januar 25, 2014 um 00:55

PS:
Rammeln
Bedeutungen
1 (Jägersprache) (besonders von Hasen und Kaninchen)
sich paaren
(derb) koitieren
2 (umgangssprachlich) stoßend drängen
3 (umgangssprachlich) sich balgen
4 (umgangssprachlich) sich stoßen
(umgangssprachlich) heftig an etwas rütteln

Jackle Januar 25, 2014 um 00:59

“Für ein soziales Fortschrittsbewusstsein ist so eine atavistische Form der Gesellschaftlichkeit natürlich ekelig. Aber sie bringt sich zur Geltung”

Achwas, aufgepeppt mit Rap und Singer-Songwriter ist das doch total dufte!
http://youtu.be/LKuuIXufM_E

Jackle Januar 25, 2014 um 01:39
Thor Januar 25, 2014 um 01:59

Lanz lobotomisiert uns alle….

Walter Freeman schrieb ohne Beschönigung: Die Psychochirurgie erlangt ihre Erfolge dadurch, dass sie die Phantasie zerschmettert, Gefühle abstumpft, abstraktes Denken vernichtet und ein roboterähnliches, kontrollierbares Individuum schafft.[1]”

Ist noch garnicht so lange her. Ich gebe zu, Lanz ist auf den ersten Blick humaner …..

ruby Januar 25, 2014 um 07:06

From the man on the six string sword
http://www.youtube.com/watch?v=TsT-MaCjz7A
studiofassung mit Akkustikklampfe …
cooles outro
;-)

ruby Januar 25, 2014 um 07:27

Nicht hohe Energiepreise sondern Nullenergiekosten durch Naturenergien sind ökonomisch und gesellschaftlich notwendig und naturwissenschaftlich möglich (Fredrick Soddy), weil nur dann die verbleibenden Kosten, Aufwendungen sinnvoll getragen, verteilt werden.
Insofern ist die Diskussion im Herdentrieb kanalisierend banal.
http://blog.zeit.de/herdentrieb/2014/01/24/warum-deutschland-hohe-energiepreise-braucht_6976/comment-page-3#comments
Think it over you sheeples in the subterraneans of the www.
;-)

h.huett Januar 25, 2014 um 09:38

Ein schönes Beispiel für eine Ablenkung. Sie funktioniert nicht mehr besonders subtil, ja, man kann selbst eine gewisse Form der Panik erkennen, die eintritt, wenn das Genre der “breaking news” sich vom Raster einer Gewichtung abgelöst hat.
http://m.youtube.com/watch?v=GH68bSJXGE8&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DGH68bSJXGE8

Huuh (rrah) Januar 25, 2014 um 10:28

Bei der Nachlese im Nebenthread begegnete ich dem Rammler des Jahres. Er erklomm gerade die letztmögliche Sprosse und stieg dann um in die Sphärenrakete. Für mich war es auch der letztmögliche Augenblick. Ich fiel von der Leiter. Die Rakete des Jahrhundertrammlers trug die Aufschrift:

” Poppers Falsifikationismus beruht auf einer Fehlinterpretation induktiven Schließens, nach der alle induktiv gewonnenen Allgemeinheiten ‘in Wirklichkeit’ experimentell bestätigte Deduktionen seien.”

Ich werde wohl nicht mehr auf die Beine kommen…

ruby Januar 25, 2014 um 10:47

Na, na na,
wer wird denn solange an Boden bleiben ?
;-)
zum Aufbau :
http://www.youtube.com/watch?v=c4sJrz3NNDU

Bogus Januar 25, 2014 um 10:58

“vom Raster einer Gewichtung abgelöst”, Hütt? Was soll das bedeuten?

BB Januar 25, 2014 um 11:20

@ruby

“Nicht hohe Energiepreise sondern Nullenergiekosten durch Naturenergien sind ökonomisch und gesellschaftlich notwendig und naturwissenschaftlich möglich (Fredrick Soddy), weil nur dann die verbleibenden Kosten, Aufwendungen sinnvoll getragen, verteilt werden. Insofern ist die Diskussion im Herdentrieb kanalisierend banal.

So isses! Besser kann man es nicht ausdrücken (Hervorhebung von mir).

Natalius Januar 25, 2014 um 11:54

@Huett,

tja, sowas passiert wohl immer öfter heute. Ist sogar Herrn Medvedev vor zwei Jahren passiert, etwa bei Sky News:
http://www.youtube.com/watch?v=wFizgonm7pA
anlässlich einer Reuters Pressemeldung über die “man” nicht berichtet hat: http://www.reuters.com/article/2012/12/07/us-russia-medvedev-idUSBRE8B616L20121207
Will heissen: Die letzten “Snowden-Enthüllungen” sind bei unseren russischen Partnern längst bekannt – und wurden über Kanäle wie PEN (TV) auch an die Öffentlichkeit gebracht; u.z. nicht als CIA “soft disclosure” per Hollywood-Schinken, sondern als Dokumentation.
Wer sich nur über ein bisschen “ridicule” hinwegsetzen kann, und einfach nur seinen Verstand benutzt, der kann nicht anders als zu den Schlussfolgerungen zu kommen, die von Huuh(raah) bemerkt wurden. Und dann sieht’s erst mal zappenduster aus…

gelegentlich Januar 25, 2014 um 12:08

@Natalius

Danke! Wußte gar nicht dass Medvedev solch einen herzigen Humor hat!

Natalius Januar 25, 2014 um 12:08

PS: Hier die russische Dokumentation, auf die sich Medvedev bezog:
http://www.youtube.com/watch?v=A5cdqyiVBEc

ruby Januar 25, 2014 um 12:11

Best Case Szenario
http://www.deutschlandradiokultur.de/griechenland-die-probleme-sind-hausgemacht.990.de.html?dram:article_id=275539
Griechenland tritt nach den Europawahlen aus der direkten Eurozone aus und führ dann ein funktionierendes Katasterwesen als Besteurungsgrundlage ein.
Für Europa legt es noch den Entwurf einer gemeinschaftlichen Steuerquelle vor, die per Bürgerabstimmung entschieden wird.
;-)

wowy Januar 25, 2014 um 12:32

@huett
Sehr schõn :-)
Ich möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass die FAZ das Thema TTIP komplett meidet, so wie sie das Thema Europa direkt vor der Bundetagswahl gemieden hat. Dafür ist Herr Lanz hoch im Kurs. Wir werden ihre Schreiber daran erinnern müssen, wenn die nächste Diskussion zu Qualitätsmedien geführt werden wird.
#Ablenkungsjournalismus.

BB Januar 25, 2014 um 13:05

Einer der besten Online-Artikel bisher in diesem Jahr:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-01/notwehr-nsa-spionage-us-botschaft

Dieser Diskurs sollte ausgebaut werden.

BB Januar 25, 2014 um 13:14

Hier noch ein schöner Artikel von Georg Diez.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kolumne-von-georg-diez-ueber-claus-kleber-a-944085.html

Vor allem der Satz gefällt:

“Was soll dann sein, Claus Kleber? Dann hat die Schule ihren gottverdammten Job gemacht.”

Klasse! Genauso isses. Aber natürlich, der Mainstream – das überbezahlte denkfaule “konformistische” Establishment – wird weiter unsere Zeit damit stehlen wollen zu diskutieren, ob die Erde eine Scheibe ist.

Fegt es hinweg! Es hat kein Recht mehr auf seine Pfründe.

BB Januar 25, 2014 um 13:46

Der Autobahn-Rammler-Verein ADAC soll unpolitischer werden:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/skandale-adac-chef-spricht-von-offenheit-nicht-vom-hubschrauber-a-945493.html

Hab ich’s mir doch gedacht. Insbesondere Seehofer macht da sehr viel Druck. Der will dem ADAC in der Maut-Diskussion jetzt die Eier abschneiden! Bin mal gespannt, ob der ADAC bald in der Maut-Frage ganz zahm wird.

So läuft das heute. Wer den Maut-Häuschen-Betreibern Eliten in die Quere kommt, der wird fertig gemacht.

Und von wem diese Gefahr nicht zu erwarten ist, der wird trotz grottenschlechter Performance “Talkmaster” *kecker, lach*

wowy Januar 25, 2014 um 13:58

@BB
Yep! Die Exekutive regiert durch! Wer Kritik übt wird Mundtot gemacht.
http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/maut-adac-geht-auf-csu-los-3289732.html
Objektive Kriterien spielen dabei keine Rolle, denn wie lange Vetternwirtschaft, Missmanagement, Korruption, etc. bestehen darf, bestimmen sie.

wowy Januar 25, 2014 um 13:59

mundtot

wowy Januar 25, 2014 um 14:23

“Bis zum 2. Mai hat die Regierung Cameron Zeit zu antworten, dann tritt der Prozess in seine letzte Phase vor der Urteilsverkündung”
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/geheimdienstskandal-daten-klage-gegen-regierung-cameron-12767004.html?utm_content=buffercd740&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer
Am 25. Mai wird das Europäische Parlament gewählt, bis dahin wird es also trotz “first priority” keine Entscheidung geben.

Wo bleibt eigentlich das Urteil des Bundesverfassungsgerichts?

BB Januar 25, 2014 um 14:40

Man muss sich einmal klar machen, welchen logischen Unfug die Mainstream-Medien transportieren, ohne zu hinterfragen.

Da wird der ADAC dabei erwischt, dass seine Verbandsfunktionäre irgendwelche Rankings manipuliert haben und dass sie den ADAC-Hubschrauber zweckentfremdet haben. Das ist sicher schlimm.

Aber wo sollen sie jetzt klein beigeben? Sich aus der Politik raushalten! Was hat das mit den aufgedeckten Problemchen zu tun? Nichts!

Und keinem der Mainstream-Johournallie fällt dieser Missbrauch des Skandals durch die politische Klasse auf. Keiner macht jetzt einen Skandal draus, wie der Seehofer da sein schmutziges Spielchen treibt. Alle tröten in die gleiche Röhre: “Der ADAC muss reformiert werden, was erlaubt sich der”.

Verständnis könnte man haben, wenn der Seehofer gleichzeitig für mehr Nahverkehr statt Autobahnen werben würde. Aber da steht BMW vor. Das Gegenteil ist der Fall.

"ruby" Januar 25, 2014 um 14:52

http://www.youtube.com/watch?v=LlwHn9Wov9w
it is all a game of give and take …
oder warum ist der Siggi jetzt Energiemaster
;-)
als ehemaliger VW-Aufsichtsrat !
will morgen groß Europa verparteitagen – oder was?

Andreas Kreuz Januar 25, 2014 um 14:57

@BB Januar 25, 2014 um 14:40
Zum Bayrischen Nahverkehr ein schöner Beitrag hier:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/programmkalender/sendung729858.html

Es ist ja, wie’s ist…

wowy Januar 25, 2014 um 15:33

Die Kehrseite des Bürgerjournalismus, oder wie renommierte Agenturen das Leben anderer aufs Spiel setzen
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/media/zapp6939.html
#Syrien

Natalius Januar 25, 2014 um 16:39

Mental leaks…

on Mautos

Man müsste mal folgende Thesen prüfen:
(1) TTIP will noch mehr US -Kannibalismus ala Amazon. Neben Büchern bis Waschmaschinen, bald auch Frischware (US-Fleisch und Getreideprodukte), sowie Kleidung. Teure Logistikcenter könnten kostengünstiger werden, wenn die “Lagerhaltung” zum Teil auf die Straße gelegt wird: Das Autobahnnetz eignet sich hervorragend dazu. Ein PKW-Maut macht dann Sinn, wenn PKWs von den Autobahnen auf die Landstrassen verschwinden sollen, um so mehr Platz für “just in time” Lager zu schaffen.
(2) Neue Mobilfunknetze sind teuer und rechnen sich nicht auf immer – insbesondere entlang bayrischer Autobahnen in ländlichen Gegenden. Die PKW-Maut macht dann Sinn, wenn die Mobilfunkindustrie “subventioniert” werden soll. Mautstellen würden dann Zentren neuer Funkzellen sein.
(3) Totalüberwachung heisst auch Mobilitätsüberwachung. Die Einführung der PKW-Maut wäre dann nur ein weiteres Mittel, um das Ziel Totalüberwachung zu erreichen.

Nur mal so ins Unreine gedacht…

ruby Januar 25, 2014 um 16:52
wowy Januar 25, 2014 um 17:06

Die FAZ liest hier mit :-)
Jetzt gibt es einen Artikel aus dem Ressort Politik.
http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/freihandelsabkommen-schiedsgerichte-sind-gerechter-12768294.html
Geheime Schiedsgerichte sind gerechter als Gerichte, genau!

Wilma Januar 25, 2014 um 17:07
wowy Januar 25, 2014 um 17:13

@Wilma
Erster ;-)

wowy Januar 25, 2014 um 17:41

Das ist übrigens kein Qualitätsjournalismus, liebe FAZ. Das ist die zusammenhanglose Aneinanderreihung von Behauptungen (NGOs lobbyieren, deshalb sind Schiedsgerichte gerecht?). Mit Aufklärung hat das nichts zu tun.

"ruby" Januar 25, 2014 um 18:54

@ wowy
Ist doch nur ein Kommentar vom Nachwuchs zum Wochenende
;-)
Politik wird hier gemacht
http://www.deutschlandfunk.de/sozialdemokratie-sigmar-gabriel-und-die-spd-vor-dem.724.de.html?dram:article_id=275592
ist schon online, obwohl noch on air …

Andreas Kreuz Januar 25, 2014 um 18:58

Wie sagte der Chirurg?

“Das kann ja Eiter werden!”

BB Januar 25, 2014 um 19:32

Hier noch ein schönes Beispiel für “konformistischen Journalismus”.

Wie wir Sofa-Revolutionäre erwartungsvollen “Endzeit-bei-Popcorn”-Party-People gerade lustvoll beobachten dürfen, kackt die Weltwirtschaft mal wieder ab. Schwellenländer und so.

Und wie interviewt SchleimSpOn unseren Nobel-“Schweizer Nationalbank”-Preisträger Shiller?

” SPIEGEL ONLINE: Die USA kommen schneller aus der Krise als Europa. Liegt das auch daran, dass die Ehrgeizigen hier mehr gefördert werden? SHILLER: So ungern ich es sage: Ja, das könnte stimmen. Schließlich wandern viele ambitionierte Europäer in die USA aus. “

Muhahahaha.

Vielleicht liegt das daran, dass in den USA die Banken ein klein bisschen härter angegangen werden als in der EU?

Vielleicht kommen die USA gar nicht schneller aus der Krise? Weil das nur die feuchten Träume einiger Transatlantiker sind?

Vielleicht geilen sich da einige Wirtschaftsdilletanten in den Neolib-Zentralen der Medien auf an willkürlich ausgesuchten Trading-Kurszacken, die sie je nach Spin, den sie erzeugen wollen, pseudo-analytisch raussuchen und auslegen?

Diese Art von Johurnallie braucht niemand. Die will keiner. Höchsten deren Brötchengeber, die Verlagschefs und ÖR-Intendanten.

Geht doch bitte auf die Weide “Muhen”.

BB Januar 25, 2014 um 19:34
wowy Januar 25, 2014 um 19:40

@BB
Am 25. Mai wird das Europaparlament gewählt, da muss man so langsam die Panik einläuten.
Spiegel gehört zu 25,5% Gruner & Jahr =Bertelsmann, das muss man bei diesen Dingen immer mitlesen.

Frankie Bernankie Januar 25, 2014 um 20:07

@BB

Zu Spons Seifenjournalismus: es ist in der Tat unglaublich. Wenn man heute einem sog. “Wirtschafts”journalisten die Frage stellt:

Warum kommen die USA schneller aus der Krise?

und man gibt als Antwortmöglichkeiten:

a) weil sie auch eher drin waren
b) wegen der FED, die genau das Gegenteil tut, was Weidmann, Tichy oder so empfehlen
c) wegen irgendwas Neoliberalem, am besten was, bei dem man Solidarität, Teilhabe oder Gemeinsinn verunglimpfen kann

dann wird immer c) gewählt; bzw. einem prominenten Interviewpartner gleich mal als Antwort angeboten.
Man hat den Eindruck, die “Wirtschafts”journalisten einer ganzen Generation waren auf einer Art neoliberalen “Napola”-Akademie bei der Gehirmwäsche.

BB Januar 25, 2014 um 20:08

@wowy

dem Georg Diez gehört aber auch ein ganz klein bisschen vom Spiegel. Jedenfalls kam das letztens in diesem Video von “Jung und unbeleckt” so rüber. Wie passt das zusammen?

https://netzpolitik.org/2014/akzelerationismus-kapitalismus-beschleunigen-jung-naiv-folge-101/

(Er sollte noch ein bisschen “frei sprechen” üben und dann den Jörges aus den Talkshows rauskegeln)

BB Januar 25, 2014 um 20:15

@Frankie Bernankie

So isses leider.

Wobei ein Keynesianer natürlich mit Pawlowscher Reflexhaftigkeit garantiert b) ankreuzen würde :-)

Mir fehlt in der Liste ja noch der Punkt

d) sie kommen gar nicht aus der Krise

Ich würde den nämlich ankreuzen.

ruby Januar 25, 2014 um 20:18

http://images.zeit.de/politik/ausland/2014-01/fs-ukraine-protest-bilder/05-dpa-Picture-Alliance-45798599-HighRes.jpg
Das Flammenmeer des Bösen wird inszeniert.
Das gute, es gibt keine finanztechnische Rettungsgrundlage für die Nomenklaturisten in der Ukraine – wer zu früh kommt.
Die Rettungsrhetorik reicht nur bis zur Europawahl.
Die Eiterbeulen werden mächtig spritzen.
Und nächste Woche ist Regierungserklärung.
Oh, wie wohl werden die beschwörenden Worte erklingen.
There Is no Alternative Absolute Anywhere At All
TINAAAAA-Rating
;-)
Aber bitte nicht den Steinmeier, wir wollen den FamilienSiggi !

ruby Januar 25, 2014 um 20:23
wowy Januar 25, 2014 um 20:26

@BB
Ich glaube nicht, dass Diez da fest ist. Ist aber ein guter Mann. Die einzige Kolumne, die man gebrauchen kann bei SPON.

ruby Januar 25, 2014 um 20:28

Der Schäuble zieht schon wieder mit der Schuldenlüge durch die Pampa – 2015 keine Nettokreditaufnahme; na ja vielleicht so strukturell defizitätmäßig jedenfalls (und ohne Schattenhaushalte) …
Ja und Amen !

ruby Januar 25, 2014 um 20:34

Und die Bundesbank buddelt bereits den Schuldenfondskeller, tiefer und tiefer…
http://www.youtube.com/watch?v=nWbN6ycQ31s

Wilma Januar 25, 2014 um 21:16

Diez ist der Einzige, der noch eine eigene Schreibe hat.
Wenn unter einem Artikel fünf Namen stehen, ist keiner richtig verantwortlich und der Text wirkt zusammengeschustert.
Was gab es doch früher für “göttliche” Formulierungen. Da konnte man auch mal einen Satz zweimal lesen, weil so gut geschrieben.

wowy Januar 25, 2014 um 22:13

@Wilma
Das stimmt, aber vor allem ist Diez der Einzige, der wirklich politisch ist.

ruby Januar 26, 2014 um 12:33

@ topi
faz pusht SiggiPop
Presseclub diskutiert mit vielen sachlichen Analysen die Energiewende – hast Du ein paar volkswirtschaftlich, ordnungspolitische Ideen ?
Musgrave lässt grüßen
;-)
Strukturwandel pur – EEG und Preisfindung, Preissetzung
come you guy !
Europa-, weltweit?

ruby Januar 26, 2014 um 12:56
ruby Januar 26, 2014 um 13:21

@ Frankie Bernankie

Was machen die Rückstellungen für den Rückbau der KKW in den SAP-Programmen denn so?
Die Rückbaue sind doch schon alle bezahlt und durch Boni vergütet oder?
Konten mit Zahlen bitte …

Andreas Kreuz Januar 26, 2014 um 13:34

@ruby Januar 26, 2014 um 13:21

Die Kröten sind längst als Gewinne ausgezahlt
oder im Ausland in den Sand gesetzt worden.

Das ist Systemrelevanz…

ruby Januar 26, 2014 um 13:40

@ AK
DER gepoppte SIGGI wird die “Unternehmer” die Kröten schon wieder herauswürgen lassen … soviel Kompetenz muß sein für einen Zukunftskanzler ;-)

ruby Januar 26, 2014 um 13:45

KOMPETENZKRÖTENKANZLER
ist der gut?
KRÖTENKOMPETENZKANZLER
KANZLERKOMPETENZKRÖTEN
KRÖTENKANZLERKOMPETENZ
KOMPETENZKANZLERKRÖTEN
KANZLERKRÖTENKOMPETENZ
oder sind die besser?

Andreas Kreuz Januar 26, 2014 um 14:02

Die Kröten werden überall hervor gewürgt,
aber ganz bestimmt nicht von “Unternehmern”!

ruby Januar 26, 2014 um 14:40
Jackle Januar 26, 2014 um 15:50

This is fantastic news!
http://youtu.be/AuqemytQ5QA

"ruby" Januar 26, 2014 um 16:44
"ruby" Januar 26, 2014 um 16:57

imagine amanda serves you an icecream
http://www.youtube.com/watch?v=n0vp2PxER0g
and tom scholz plays guitar
http://www.youtube.com/watch?v=hLZs7d1CPms

ruby Januar 26, 2014 um 17:39
"ruby" Januar 26, 2014 um 18:08

Müßt ihr noch mehr gefordert werden ?
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/unter-druck-die-nervoese-deutsche-bank-12769626.html
Endlich Herausforderungen für das Schweingeld das ihr bezahlt bekommt.
http://www.youtube.com/watch?v=rdlCxLTKe_s
;-)

ruby Januar 26, 2014 um 18:20

Have some fun you lousy bankers
http://www.youtube.com/watch?v=RLWIPyQXcRE

Frankie Bernankie Januar 26, 2014 um 20:03

@ruby

“Was machen die Rückstellungen für den Rückbau der KKW in den SAP-Programmen denn so?
Die Rückbaue sind doch schon alle bezahlt und durch Boni vergütet oder?”

Da ist wohl noch jemand im Herdentrieb unterwegs, wa? Anders lässt sich dieser Schlenker nicht erklären.
Zu den Rückstellungen in den SAP – Programmen: SAP musste extra für die Möglichkeit, Rückstellungen für AKW-Rückbau zu buchen, die Datenfelder erweitern, weil sonst ein Feldüberlauf drohte…

ruby Januar 26, 2014 um 21:38

@ Frankie Bernankie

“…weil sonst ein Feldüberlauf drohte…”
cool !!!

Medien,Banker
Snowden, Seidel

Wohnt der Josef Acreman nicht in einem Reihenhaus?
Der Hupert Seipel drehte 2010 einen Film über ihn…
http://www.deutschlandfunk.de/urbanitaet-speck-geschichten-aus-dem-guertel.866.de.html?dram:article_id=271624
Lesen, hören
http://www.youtube.com/watch?v=jAnsJJB6Qws
sehen
So, be watchful – anyway.

Kecker Januar 26, 2014 um 22:49

@ BB “Vielleicht geilen sich da einige Wirtschaftsdilletanten in den Neolib-Zentralen der Medien auf an willkürlich ausgesuchten Trading-Kurszacken, die sie je nach Spin, den sie erzeugen wollen, pseudo-analytisch raussuchen und auslegen?”

Der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite der Meere. (Chinesisches Sprichwort)

* kecker,lach *

ruby Januar 27, 2014 um 05:27

An die Leser
O Leser, die ihr lest in diesem Buch, lasst fahren alle eure Leidenschaften, und wenn ihr’s lest, so sprecht mir keinen Fluch, kein Übel bringt’s, noch macht es abgeschlafft. Fürwahr, hier lernt ihr keine Meisterschaft, es sei denn in des Lachens hoher Kunst, denn andrer Stoff fand bei mir niemals Gunst, da ich den Schmerz sah, der euch höhlt und narrt. Von Lachen schreib’ man, nicht von Tränenbrunst, denn Lachen ist der Menschen Eigenart.

…immerzu lachend und immerfort bereit, einem jeden zuzutrinken, immerzu spottend und immer sein göttliches Wissen verbergend. Aber hättet ihr diese Dose geöffnet, so hättet ihr darinnen eine himmlische und unschätzbare Spezerei gefunden: übermenschlichen Verstand, wunderbare Tugend, unüberwindlichen Mut, eine Nüchternheit ohnegleichen, unumstößliche Zufriedenheit, unerschütterliche Zuversicht und eine unglaubliche Nichtachtung all der Dinge, nach denen Menschen sich nächtelang verzehren, um derentwillen sie laufen, arbeiten, zur See fahren und kämpfen.

aus der Leseprobe des Verlages

http://www.deutschlandradiokultur.de/lektuere-tipp-die-abenteuer-eines-jungen-riesen.1270.de.html?dram:article_id=275623

Prost Günter
;-)

ruby Januar 27, 2014 um 06:00

Guten Montag
http://www.youtube.com/watch?v=Gw29fyDU9Uo
six o`clock in the morning

Bladnoch1971 Januar 27, 2014 um 08:43

Neuer Artikel des Spiegel, der meine schlechte Meinung über die wirtschaftspolitischen Artikel des Magazins bestätigt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/henrik-mueller-ueber-zweifel-an-bip-statistik-und-einen-heimlichen-boom-a-945642.html

Daraus kann man, wirklich wieder VT konstruieren und wahrscheinlich ist es am Ende wieder ein Grund gegen den Mindestlohn zu sein.

wowy Januar 27, 2014 um 08:49

Ich glaube nicht, dass das Urteil wirklich vor der Europawahl kommt, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/bundesverfassungsgericht-urteil-ueber-ezb-anleihekaeufe-wohl-erst-im-april-12771050.html

Keynesianer Januar 27, 2014 um 11:49

Worum es bei der Attacke gegen den ADAC wirklich geht:

Der ADAC könnte der Einführung einer hohen PKW-Maut mit anschließender Privatisierung der deutschen Autobahnen im Wege stehen.

Vermutlich läuft gewissen “Investoren” schon das Wasser im Mund zusammen, die Deutschen für ihre Autobahnen, die sie mit ihren Steuern schon dreimal bezahlt haben, in Zukunft alle 20 Jahre nochmal bezahlen zu lassen. Und zwar an die Heuschrecken.

Nur CSU-Wähler konnten so dumm sein zu glauben, dass die PKW-Maut doch nur für Ausländer eingeführt wird.

Aber der ADAC könnte unter seiner heutigen Führung beim Ausverkauf der Autobahnen an private “Investoren” im Wege stehen.

Dazu gerade auch Egon W. Kreuzer:

Der Deutschen liebstes Spielzeug, bis vor wenigen Tagen treu umsorgt vom liebsten Verein der Deutschen, weckt wieder einmal die Begehrlichkeiten der Finanzpolitiker. Dummerweise hat sich ihnen der ADAC dabei in den Weg gestellt.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass im Augenblick mit dem ADAC genau das geschieht, was vor über 10 Jahren mit Bernhard Jagoda geschehen ist. Sie erinnern sich, Jagoda war Chef der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg und stand den Schröder’schen Plänen zum Umbau Deutschlands in einen Niedriglohnsektor ganz offenbar im Wege, oder doch zumindest nicht mit jener Begeisterung zur Seite, die man sich wünschte.
http://www.egon-w-kreutzer.de/

Davon dürfen Lübberding und Hütt natürlich nichts verraten. ;)

Also diskutiert schön weiter über den Rammler des Jahres und das deutsche Vereinswesen, aber spart schon mal für die hohen Mautgebühren an die “Investoren”.

Natalius Januar 27, 2014 um 12:32

Keynesianer:

Ihre “mental leaks on mautos” sind ja noch schlimmer als das, was ich wagte mir dabei durch den Kopf gehen zu lassen ;-)

Aber es ist völlig klar und logisch. In dem Bundesland, in dem ich lebe, wurde bereits vor mehr als 10 Jahren das gesamte Fernsehkabelnetz für 1 € “verkauft”. Unsummen an Steuergeldern wurden dabei verschenkt. Heute fliesst über dieses Netz Internet-TV-Telefon an den Steuerzahler zurück. Gegen Flatrates statt “Gebühren” versteht sich…

Der Reparaturstau im Autobahnnetz ist heute enorm. Da soll es sogar Brücken geben, bei denen Politiker nicht so gerne hinschauen und Ihre Verantwortung lieber gerne “in gute Hände” übertragen würden. Die guten Hände werden schon ausgestreckt…

Wie heisst diese US-Supercompany noch, die ALLEs kann, ober- und unterirdisch, hoch und tief? Hmmm. War dat nicht Bechtel Corporation?

ruby Januar 27, 2014 um 19:27
ruby Januar 28, 2014 um 03:50

@ Kecker

Wo die Rezepte für Froschschänkel geschrieben werden :
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/schwellenlaender-wehrlos-gegen-die-kapitalflucht/9391552.html
Wer hört die Sitzungen der FED ab?
Protokolle sind doch zensiert / autorisiert …

"ruby" Januar 28, 2014 um 05:08
"ruby" Januar 28, 2014 um 05:17

Ochsenfrosch: In Europa wurde der nordamerikanische Ochsenfrosch hauptsächlich als Delikatesse für die Gastronomie eingeführt. Hobbygärtner setzen ihn zudem in Gartenteichen aus, da war der Weg zum nächsten Tümpel nicht weit. Ochsenfrösche sind vermehrungsfreudig – ein Weibchen legt mehr als 20.000 Eier. Bei uns fehlen die typischen Fressfeinde ihrer nordamerikanischen Heimat wie Wasserschlangen und Schildkröten. Heimische Amphibien werden getötet und verdrängt. Ausgewachsene Ochsenfrösche werden bis zu einem Kilo schwer und fressen Insekten, Würmer, Krebse, Schnecken, kleinere Frösche, Schlangen, Eidechsen, Fische, Nagetiere, Entenküken – alles, was sie überwältigen können. In den vom Ochsenfrosch besiedelten Laichgewässern wie etwa am Oberrhein fehlen inzwischen Kaulquappen der einheimischen Amphibienarten fast völlig.
http://www.wwf-jugend.de/community//uploads_user/1000/13/blogimages/940Ochsenfrosch_.jpg

ruby Januar 28, 2014 um 06:25

@ Kecker

Im Sitzungssaal geht es um kurzfristige Renditen und Geldzahlungsströme für virtuelle Vermögensbestände.
Reale langfristige wirtschaftliche Investitionen sind nicht Entscheidungsgrundlage dieser Kapitalanlagelogik.
Oder anders, die klassische Unternehmensbilanzanalyse interessiert einen Bullshit. Wir leben heute und uns soll es bestens gehen…
Wir sehen uns beim Golf und der nächsten Hausparty.
Das ist Anreiz genug für die working Poor
http://www.deutschlandfunk.de/usa-obamas-kampf-gegen-die-armut.724.de.html?dram:article_id=275796
Worte und Taten
7,50 Dollar Mindestlohn
1 Dollar = 0,74 EURO
We bless the world so far .

Comments on this entry are closed.

{ 1 trackback }

Previous post:

Next post: