Finnland und die Ukraine

by f.luebberding on 20. Februar 2014

Es stehen keine russischen Panzer in Kiew. Die Eskalation in der Ukraine ist nicht das Ergebnis einer ausländischen Intervention, auch wenn alle Seiten so tun als wäre das der Fall. So macht Moskau den Westen mit seiner Unterstützung der Opposition für die Zuspitzung verantwortlich, wie auch im Westen viele Beobachter Putin. Janukowitsch gilt als der Handlanger Putins, wie Klitschko als der des Westens. Daraus sind früher Kriegsgründe geworden. Tatsächlich ist die Ukraine ein aus zwei Gründen tief gespaltenes Land. Zum einen die unklare geopolitische Lage zwischen einer Orientierung nach Westen und der nach Moskau. Hier findet sich jener uralte Konflikt zwischen Slowophilen und Westlern wieder, der den europäischen Osten seit dem 19. Jahrhundert prägte. Zum anderen der Widerwille gegen ein politisches System, das im wesentlichen auf Korruption beruht. Das Misstrauen gegen die Parteien betrifft auch die Oppositionsparteien. In solchen Konstellationen ist der Einfluß von außen begrenzt, vor allem wenn völlig unklar ist, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Jetzt von der Bundesregierung, der EU oder dem Rat der Yedi die Lösung dieses Konflikts zu verlangen, ist eine an Torheit kaum zu überbietende Forderung. Sie setzte voraus, was offenkundig Unsinn ist: Die Existenz von Handlangern.

Allerdings kann man von der Bundesregierung und der EU eines schon erwarten. Sich wenigstens über die Grundlagen der eigenen Außenpolitik klar zu werden. Eric Bonse hat dazu gestern schon einiges gesagt. Die EU berauscht sich gerne an ihrer sogenannten “Werte gebundenen Außenpolitik”: Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bestimmten die Maxime ihres Handelns. Sie hat allerdings noch nie eine Antwort auf jene Lage gefunden, die wir jetzt wieder in der Ukraine erleben. Wenn innerhalb des Landes höchst unterschiedliche Vorstellungen über diesen Wertekanon existieren. Der Appell an die Kompromissbereitschaft der Akteure oder die Forderung nach Gewaltlosigkeit gehört zum Standardprogramm diplomatischer Initiativen. Die entsprechenden Textbausteine kann man aktuell auch für die Lage in Thailand oder Venezuela verwenden. Anstatt sich aber an der eigenen Phraseologie zu berauschen, sollte die EU endlich beginnen, ihre eigenen Interessen in der Ukraine zu definieren.

Dabei verwickelt sie sich bisher in heillose Widersprüche. So unterstützt sie zwar die Westorientierung der Opposition, aber die soll möglichst nichts kosten. Angesichts der eigenen Überdehnung wäre die Ukraine ein zusätzlicher Ballast, der die EU zum Kentern bringen könnte. Eine Ausweitung der eigenen Einflußsphäre nach Osten liegt daher kaum im politischen und ökonomischen Interesse der EU. Insofern ist das Argument, die EU habe keine geopolitische Rivalität mit Russland, gut begründet. Tatsächlich fehlt ihr dafür die Substanz. Nur will sie gleichzeitig die Ukraine als Teil einer russischen Einflußsphäre verhindern. Sie will diesen Staat damit in jenen Zustand belassen, der seine Existenz seit seiner Gründung prägt und erst die Eskalation verursachte: Als ein Vakuum zwischen Ost und West. Dass Russland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion seine eigene Rolle als klassische europäische Flügelmacht wiederzufinden sucht, wird dabei mehr oder minder ignoriert. Russland wird als imperialistisch gescholten, während man sich selbst mit Hinweis auf den eigenen Wertekanon die antiimperialistische Absolution erteilt. Die EU gefällt sich in der Rolle der Unschuld vom Lande.

Dabei wird sich die von internen Problemen geplagte EU einen Großkonflikt mit Russland als klassischen Kampf um Einflußsphären nicht leisten können. Dafür muss man weder das Wertesystem Putins teilen, noch das seiner Verbündeten in Kiew – oder sich sogar reflexartig mit den Despoten in Kiew oder Moskau solidarisieren. Es wird keine Lösung in Kiew geben, die die Interessen Russlands nicht anerkennt. Oder man ist bereit, die entsprechenden Konsequenzen hinzunehmen. Das wäre aber ein Form der Realpolitik, die sogar die von Bismarck in den Schatten stellte. Wobei Bismarck zwar nicht die Werte grüner Außenpolitiker (oder eines Elmar Brok) teilte, aber dafür genau wusste, was es heißt, eine Großmacht herauszufordern. Oder werden die Grünen bald im Bundestag Anträge zur Aufstellung neuer Panzerbrigaden stellen, um die Ukraine vor der russischen Autokratie zu retten? Dieses Motiv überzeugte übrigens die SPD 1914 in den 1. Weltkrieg einzutreten. Vielleicht sollte man die entsprechenden Reichstagsprotokolle einmal im Bundestag verlesen lassen. Manche Abgeordnete wären sicherlich überrascht, was sie dabei zu hören bekämen: Ihre eigenen Argumente.

Die EU kann kein Interesse an der Integration der Ukraine gegen den innenpolitischen Widerstand in Kiew oder den aus Moskau haben. Sie sollte daher darauf verzichten, diesen Eindruck zu erwecken. Sie muss vielmehr ein Interesse daran haben, dieses geopolitische Vakuum zwischen Ost und West namens Ukraine mit einem Inhalt zu füllen, der sowohl für den Westen wie für Russland akzeptabel ist. Erst unter dieser Voraussetzung wäre auch überhaupt erst eine Einflussnahme auf die innenpolitischen Akteure in Kiew möglich. Wenn nämlich alle Seiten erkennen müssen, dass ihre Träume vom Westen oder der Rückkehr in den Schoß Moskaus unerfüllbar sind. Dafür gab es ein historisches Beispiel: Die Rolle Finnlands nach dem 2. Weltkrieg. Es war ökonomisch und außenpolitisch von Moskau abhängig geblieben, aber es konnte seine innenpolitische Verfassung selber bestimmen. Mit der Herausbildung einer für alle Bürger legitimen Verfassung hätte die Ukraine in den kommenden Jahren genug zu tun. Was noch dafür spricht: Finnland schlug Russland in Sotschi im Viertelfinale des Eishockey-Turniers.

{ 315 comments }

Nanuk Februar 20, 2014 um 16:06
"ruby" Februar 20, 2014 um 16:13
Schatten Februar 20, 2014 um 16:48

Der Putin muss ja sehr fähig sein- ein Übermensch, wenn er so ganz alleine despotiert. Hat er nicht wenigstens ein bisschen Hilfe?

Dass die kinderlose Mutti und der revolverschwingende Frosch jetzt allerdings einen Harten machen und mit Sanktionen drohen, ist sicherlich “nicht hilfreich”.
http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-krise100.html

Die gute Nachricht: Zu einem heiz- und autofreien Sonntag wird es wohl für uns nicht kommen. Selbst die Sowjetunion hat immer zuverlässig Öl und Gas geliefert.

Wilma Februar 20, 2014 um 16:50

“Eine Ausweitung der eigenen Einflußsphäre nach Osten liegt daher kaum im politischen und ökonomischen Interesse der EU. ”
Die EU hat aber nicht so agiert, als wenn das Interesse nicht vorhanden wäre.

Erst nach dem „Einfrieren“ des Abkommens mit der EU wurde doch aus Janukowytsch der Despot – vorher hat man mit ihm verhandelt.

karla Februar 20, 2014 um 17:01

@fl
—>”Allerdings kann man von der Bundesregierung und der EU eines schon erwarten. Sich wenigstens über die Grundlagen der eigenen Außenpolitik klar zu werden.”
Sowiesaussieht sind die Grundlagen der europ. Außenpolitik die Außenpolitiken von Deutschland, England, Frankreich usw.

Die EU wird durch Frau Ashton repräsentiert. Das wars.

Ansonsten mischen viele mit. Vorneweg Deutschland und die USA (“Fuck the EU”).

—>” Die EU…Sie muss vielmehr ein Interesse daran haben, dieses geopolitisches Vakuum zwischen Ost und West namens Ukraine mit einem Inhalt zu füllen…”

Das versuchen die doch gerade. Jeder halt von seinem nationalen Standpunkt aus.
Außenpolitik = Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder. Mal gehts um Geopolitik mal um Ressourcen und sonstige Geschäfte mal um Flüchtlinge. Andere Vakuumfüllungen gibt es nicht.
Zum Glück haben wir in der EU sonst nur jederzeit vernachlässigbare Probleme?

holger196967 Februar 20, 2014 um 17:11

Ich nenne das nur noch Lübberismus… ;) (Scherz) (oder auch nicht) :D “Niemand hat die Absicht…” nee, natürlich nicht. Warum auch. Es gibt überhaupt niemanden außer Köhler, aber der iss ja auch ne andere Geschichte. Es hat keiner niemand der Macht auch nur ein Interesse an irgendetwas.

holger196967 Februar 20, 2014 um 17:31

Dynamo Kiew spielt Heute übrigens gegen Valencia CF :D

holger196967 Februar 20, 2014 um 17:33

• UEFA decided to change the venue for the match to the GSP Stadium in Nicosia, Cyprus, due to the security situation in the Ukrainian capital. The first leg had been scheduled to take place at the NSK Olimpiyskyi Stadium in Kyiv.

Quelle uefa.com

Balken Februar 20, 2014 um 18:03

“Sie setzte voraus, was offenkundig Unsinn ist: Die Existenz von Handlangern.” Die es natürlich nicht gibt. Niemals nie nicht. Offenkundig. Das gesamte Telefonat, nicht nur das blöde “Fuck EU”, auf das sich unsere Journaille kapriziert um dem blöden Michel einen Aufreger zu bieten, an dem er gefälligst sein Genügen haben solle, klingt irgendwie ganz anders. Hier, z,B., im Anhang, zur Gänze nachzulesen http://www.nachdenkseiten.de/?p=20781 . Aber befassen wir uns doch lieber mit der Zerrissenheit der russischen Seele, recht so!!!
Wir wollen doch hoffen, dass nicht ein Süppchen gekocht wird, um das hier, http://de.wikipedia.org/wiki/Friedensvertrag_von_Brest-Litowsk , was die “Alliierten” damals Deutschland so ganz alleine doch nicht durchgehen lassen konnten, nun gemeinsam, und mit einem unter die Fittiche der “Alliierten” genommenen Deutschland als Speerspitze und Kanonenfutter, doch noch zu erreichen?
Wir wollen doch hoffen.

Carlos Manoso Februar 20, 2014 um 18:14

@F.LUEBBERDING on 20. FEBRUAR 2014
„ein historisches Beispiel: Die Rolle Finnlands nach dem 2. Weltkrieg.“

Luebberding, die Ukraine ist NICHT Finnland. Das Beispiel ist lächerlich !

Die EU oder gar Deutschland werden im Bürgerkrieg in der Ukraine nur kleine Rollen spielen. Das Billardspiel spielen mE. allein Russland und die USA, präziser gesagt die NATO (inkl schwer angeschlagene Spieler wie USA, EU, Deutschland etc.) und Rußland.

Und wenn man von NATO spricht, sollte man aus globaler Perspektive mindestens das mögliche Eingreifen der USA in den Bürgerkrieg in Syrien auf Seiten von Al Quaida-Handpuppen in das laufende Billardspiel gegen Russland einbeziehen.

Aus ukrainischer Perspektive greifen aktuell bereits schwer angeschlagene Spieler wie USA, EU, Deutschland mit NAZI-Handpuppen in den ukrainischen Bürgerkrieg ein.

enrico Februar 20, 2014 um 19:52

Danke, endlich mal wieder ein ernstzunehmendes Thema
Die entsprechenden Textbausteine kann man aktuell auch für die Lage in Thailand oder Venezuela verwenden.

die Parallele Venezuela/Ukraine ist tatsächlich auffällig. Es geht um amerikanische imperiale Pläne und Aktionen. Die Europäer dienen in diesem falschen Spiel lediglich als Dekoration.

enrico Februar 20, 2014 um 20:09

dieser Konflikt hat tatsächlich das Zeug sich zu einem handfesten Krieg zu entwickeln!

"ruby" Februar 20, 2014 um 20:32

Das Szenario der Unruhen und Aufstände wurde hier vor einiger Zeit als Handlungsschema der “Imperialisten” kundgetan.
Hätte nicht erwartet, dass es so eintritt, umgesetzt wird.
http://www.youtube.com/watch?v=uD79g2EJYpM

Goodnight Februar 20, 2014 um 20:36

Jesus…die Ukraine ist gespalten in Russen und Andere. Die Russen wollen zurück zum alten Großreich, der guten alten und sicheren Diktatur. Die Anderen wollen zur Freiheit, d.h. irgend wie zu Westen ohne wirklich sich der EU zu unterwerfen. Oder so ähnlich. ist auch egal. Das Land hat einfach keine demokratische Kultur. Genauso wie Russland, wie Jugoslawien, wie die Türkei, wie Ägypten wie China etc. Die rutschen alle in den Kapitalismus und wissen dann nicht genau wie sie sich verhalten sollen, weil die den Zwischenschritt, d.h die Entwicklung zur Demokratie nie mitgemacht haben. D.h. die werden noch einige Jahrzehnten umherirren und noch einiges an Porzellan und Schädel zertrümmern bis sie endlich ankommen…oder was eigenes neues entwickeln.
Whatever…Augen zu und durch.
Die Ukraine ist zur Zeit der Spielplatz der Amis und und der Russen um die Herrschaft in und um VorderAsien herum. Das perfekte Opfer, weil keine eigene Identität.

Ulysses: When I was a soldier, my fingers were frost-bitten. Since then, when I get cold there is a pain.
Edward: Maybe you shouldn’t live in Russia.
(the good shepard)

enrico Februar 20, 2014 um 20:52

@Goodnight

Die Ukraine ist zur Zeit der Spielplatz der Amis und und der Russen um die Herrschaft in und um VorderAsien herum. Das perfekte Opfer, weil keine eigene Identität.

Russen nerven, Amis nerven. Klar: Ukrainisch-Galizien muss wieder österreichisch werden! et tu felix… wengs dem dömokråtischn Verschdendnis und den identitätsstiftenden, schweren Mehlspeisen.

Keynesianer Februar 20, 2014 um 21:58

Putin muss abwarten, bis seine olympischen Spiele zu Ende und alle Teilnehmer glücklich wieder daheim sind. Danach wird er wohl für den Versuch der USA und ihrer Vasallen Rache nehmen, die Spiele durch einen Aufstand in der Ukraine zu stören.

Noch kann Putin seine Sicherheitskräfte aus Sotschi nicht abziehen. Aber nächste Woche sieht das ganz anders aus, da wären die ja arbeitslos ohne neue Aufgaben. Und die Ukraine ist gleich nebenan.

Vermutlich ist es in Kiew bald wieder so ruhig und freundlich, wie in Sotschi.

"ruby" Februar 20, 2014 um 22:01

Song of Hope
Vocal Version
http://www.youtube.com/watch?v=EURJiQQEaQ4

In this green and pleasant land
We have a dream to understand
In the mountains of the mind
There is a spirit you will find
Just like the angel from above
Sent to deliver words of love
Ancient cross and Zion star
Eastern ways and praise to Jah

This is our land
This is your land
This is our inheritance
To lead you on a merry dance

In the beginning there was light
Shining path and journeys bright
When the nations/faithful pray as one
Then will the races all be won
In this green and pleasant land
We have a dream to understand
Open paradises gate
Dance on the land and celebrate

Say no matter what your color
Your race or your culture
This is our inheritance
To lead you on a merry dance

;-)

"ruby" Februar 20, 2014 um 22:14

Friedliche Träume
http://www.youtube.com/watch?v=WvLq0L_ftuI
herunter auf die Erde

Soldat Schwejk Februar 20, 2014 um 22:27

Man kann den “uralten Konflikt zwischen Slawophilentum und Westlern” in diesem Zusammenhang vergessen… der trägt nichts zur Erklärung bei, sondern nur zur Mystifizierung. Dazu noch weiter unten…

Das Problem der Ukraine liegt auch nicht darin, daß sich der Staat in einem “geopolitischen Vakuum” befindet. Es gibt einen Haufen Staaten, die sich nicht im engeren Einflußbereich einer Großmacht befinden, die aber trotzdem funktionieren. Hier werden Ursache und Wirkung verwechselt. Wenn der Fast-50-Millionen-Staat Ukraine als Staat funktionieren würde, dann gäbe es dort kein “Vakuum”. Es gibt ja auch kein Vakuum in der Türkei… oder in Kasachstan, das sich zwischen Rußland und China befindet.

Die Probleme des ukrainischen Staates sind m.E. folgende:

Erstens ist der Staat von seiner Gründung her schon ein prekäres Gebilde, das ganz unterschiedliche historische Territorien vereint, die nie vorher in einem Staatswesen vereint waren (mit Ausnahme der Sowjetunion nach 1945 bzw. 1954, natürlich).

Zweitens hat es in der postsowjetischen Ukraine im Gegensatz etwa zu Rußland und Weißrußland nie eine Art elementaren “Eliten”-Konsens gegeben. Damit ist nicht das gemeint, was man hierzulande zuerst darunter versteht, sondern der Umstand, daß die herrschenden Clans bis heute ihre Claims nicht abgesteckt haben. Man kann sich das so vorstellen wie einen fortdauernden Mafiakrieg mit vielen unklaren Reviergrenzen. Weshalb die “Eliten” dort auch nur kurze Zeithorizonte haben und machttaktisch, nicht strategisch denken. Warum das gerade in der UA so läuft, darüber ließe sich spekulieren. Jedenfalls verschärft das die Spaltung des Landes, weil die widerstreitenden Clans der Staatsmafia auf der ethno-sprachlich-symbolischen Klaviatur spielen und die jeweiligen regionalen Affekte immer mal politisch für die eigenen Zwecke zu mobilisieren suchen.

Drittens ist die Ukraine selbst für osteuropäische Verhältnisse wohl ein besonders abstoßendes Beispiel eines korrupten Klientelkapitalismus der weltwirtschaftlichen Peripherie. Hab das schon mal an ein paar Beispielen beschrieben.

Viertens leidet die Ukraine aktuell unter der Konjunkturabschwächung in einer Reihe von Schwellenländern, wohin etwa die ganze Metallurgie-Exporte gehen, so daß das korrupt-klientelistische Regime nun auch noch für immer weniger Leute was abwirft.

Wenn noch heute abend Merkel und Putin eine vollständige Einigung über die Ukraine erzielen würden, dann würde sich an all den oben genannten Faktoren nichts ändern. Die Ukraine würde auch dann zu keinem zweiten Finnland, wenn in Moskau, Berlin und Washington Mahatma Gandhi, Mutter Teresa und der Heilige Franziskus das Sagen hätten.

Und die (scheinbare) Wahl der Ukrainer besteht nicht zwischen Kulturkreisen oder so, sondern zwischen transparenterem Kapitalismus des (bisherigen) Zentrums und intransparenterem Kapitalismus der (bisherigen) Peripherie. Mit der EU-Annäherung verbinden sich wohl zuallererst Hoffnungen, daß dann von außen her endlich mit dem inneren korrupten Günstlingskapitalismus und der eigenen Staatsmafia aufgeräumt wird.

Wenn man allerdings etwa in die Neu-EU-Staaten Rumänien und Bulgarien und in das EU-Protektorat Bosnien schaut, und auch auf die “postdemokratische” Transformation der EU selbst… dann kann man davon ausgehen, daß das illusorische Hoffnungen sind.

Übrigens war die heutige Opposition zwischen 2004 und 2010 ja bereits an der Macht, und in den 90-ern gab es mit Leonid Krawtschuk auch schon mal einen gemäßigt-nationalistischen Präsidenten aus der Westukraine. Ohne daß die allgemeinen Verhältnisse damals groß anders gewesen wären.

Freilich ist von außen zusätzlich Benzin ins Feuer gegossen worden, und in dem Zusammenhang ist speziell die deutsche Außenpolitik wirklich eine Schande und ein Desaster. Merkel mag ja smart sein im machttaktischen Umgang mit irgendwelchen Schmuddelskandälchen ihrer Minister und Staatssekretäre, aber ihr Umgang mit der Ukraine und Rußland läßt an Christopher Clarks Beschreibungen der europäischen politischen Klasse vor 1914 denken.

Und ELMAR BROK… über den fällt mir nichts ein, was nicht justiziabel wäre, deshalb lasse ich’s lieber…

Schatten Februar 20, 2014 um 23:08

@Soldat Schwejk

Wenn es stimmen sollte, dass sich die Oligarchen-Gruppen in der Ukraine gegenseitig im Wege stehen, wäre das ja eine Gute Nachricht: Wenn man diese Auseinandersetzungen institutionalisieren könnte, als sportliche Auseinandersetzungen der jeweils von diesen Gruppierungen gesponserten Parteien…

Eine ganz andere Lage, als in Russland, wo es wegen der Größe des Landes oft regionale Monopole gibt – etwa wie die Keretsus in Japan. Kein Wunder, dass Russland, ganz wie Japan, von einer Partei dominiert wird. Man muss sich halt mit dem Staate gut stellen und zwischen den wirtschaftlichen Machtgruppen gibt es keine Konkurrenz, also auch keine Parteienvielfalt.

Na ja…

Zurück zur Ukraine: Da fallen die hartgesichtigen jungen Männer auf. Und wenn die sich schon für echte Weiße halten – um wieviel beleidigender muss es für sie sein, in einem korrupten Drecksloch zu leben? Verschärfend kommen sie wohl aus der Gegend ohne große Wirtschaft – im Osten finanziert der ehemalige Hütchenspieler und jetzige Stahloligarch Achmetov ja mit Schatjor Donetzk wenigstens Brot und Spiele.

Und dass die kinderlose Mutti kein Bismarck ist:

http://www.ariva.de/merkel2_a454595

Soldat Schwejk Februar 20, 2014 um 23:22

@ FL

Also um nicht mißverstanden zu werden: Du hast das m.E. teils recht gut beschrieben, aber so Sachen wie “Slawophile vs. Westler”, “Wertekanon” und “geopolitisches Vakuum” machen es in irreführende Richtungen hin deutbar.

Nach meinem Eindruck damals wollten selbst auf der Krim die Leute mehrheitlich nicht heim ins russische Reich. Nur hat sich in Rußland die Lage unter Putin nun stabilisiert, und es gibt selbst in Rußland gewiß mehr Rechtsstaat (mehr Wohlstand sowieso) als in der Ukraine. Also aus ostukrainischer Perspektive erscheint Rußland einfach auch als der institutionell besser geordnete Raum, in dem nicht so ein verdammter “bardak” herrscht wie im eigenen Lande. So wie das aus westukrainischer Perspektive die EU zu sein scheint.

Der “Wertekanon” dürfte sich trotz der Spaltung in Sachen Geschichtsinterpretation und Sprache ansonsten nicht groß unterscheiden. Die Leute wollen halt anständig leben, ein Auskommen und elementare Rechtssicherheit haben und nicht von korrupten Behörden und einer Mafiaökonomie ausgepreßt werden. Nur das dieses Motiv auf beiden Seiten von den politischen Clans kanalisiert wird.

Das ist auch vielleicht ein Unterschied zu den anderen genannten Beispielen. Wenn ich es richtig sehe, liegt den Konflikten in Thailand und in Venezuela auch jeweils ein veritabler Klassenkonflikt zugrunde, und die unterschiedlichen Lager bilden eine horizontale Spaltung der Gesellschaft ab.

In der Ukraine sind beide Lager dagegen sozusagen klassenübergreifend, und es handelt sich eher um eine vertikale Fragmentierung der Gesellschaft (obwohl so Unten-vs.-Oben-Befindlichkeiten mit bespielt werden).

ruby Februar 20, 2014 um 23:30

Bundeskanzlerin hat heute mit Barry und Jannu telefoniert.
Wer hat abgeschnorchelt?
Spione bitte melden !
Lächerlich – nee – real …

Soldat Schwejk Februar 20, 2014 um 23:31

@ Schatten —> “Wenn man diese Auseinandersetzungen institutionalisieren könnte, als sportliche Auseinandersetzungen der jeweils von diesen Gruppierungen gesponserten Parteien…”

Das war wirklich so zu der Zeit, als ich da gewohnt habe (2000/2001). Da war Grigori Surkis noch einer der Top-Oligarchen, dem gehörte Dynamo Kiew. Und der hatte auch die Sozialdemokratische Partei aufgebaut, die inzwischen in der Versenkung verschwunden ist.

Rinat-Achmetow, der Eigner von Schachtjor Donezk, war wirtschaftlich-politisch wie auch sportlich ein Konkurrent von Surkis.

Wenn Donezk und Kiew gegeneinander spielten, dann war das immer eine seeeehr prinzipielle Frage.

Kann aber nicht sagen, ob sich das bis heute so erhalten hat.

Soldat Schwejk Februar 21, 2014 um 00:01

@ Schatten, Nachtrag

Mir fällt noch eine Anekdote ein: Als Dynamo Kiew mal im Europapokal gegen Besiktas Istanbul verloren hatte, da zogen am nächsten Tag Abgeordnete einer gegnerischen, eher sogar westukrainischen Partei mit “Besiktas-Besiktas”-Rufen zur Parlamentssitzung in die Verchovna Rada ein. Also da hatte der Haß auf Surkis sogar den ukrainischen Patriotismus übertroffen.

Die Rivalität zwischen Dynamo und Schachtjor gibt es auf jeden Fall noch, aber da Surkis sich aus der Politik zurückgezogen hat, dürfte wohl die Sportrivalität ihre politische Aufladung etwas verloren haben.

Soldat Schwejk Februar 21, 2014 um 00:52

@ Schatten, noch ein Nachtrag

Das ist übrigens eine sehr interessante Frage, die Du zudem noch aufwirfst. Also warum ließ sich in Rußland eine Art Eliten-Konsens & gesellschaftliche Stabilisierung nach jahrelangem Chaos ab 2000 von oben her schließlich erzwingen? Warum in der Ukraine dagegen nie? Und… warum gelang das in Weißrußland ohne so langes Chaos (und auch ohne EU) bereits Mitte der 90-er Jahre?

Was sind die Faktoren, die jeweils den Unterschied machen? Es ist ja frappierend, daß die kleineren und geographisch westlicheren Staaten Weißrußland und die Ukraine die zwei gegensätzlichen Extreme bilden, das große östliche Rußland dagegen so dazwischen liegt. Ich könnte darauf keine wirklich schlüssige Antwort geben.

Weißrußland fehlt die weltmarktfähige extraktive Industrie (bzw. Schwarzmetallurgie im Falle der Ukraine)… es gab einfach nicht so viel, worum sich werdende Oligarchen hätten balgen können… das ist vielleicht EIN Puzzleteil.

Das mit den regionalen Industrie-Monokulturen in den russischen Weiten, was Du ins Feld führst, ist ein anderes Puzzleteil. Klingt plausibel: Da wo es in einem Ballungsraum nur einen oder zwei große Brocken gibt, da sind zumindest die regionalen Claims eher irgendwann ausgeschossen, und die Landschaft läßt sich dann in der Folge auch politisch besser monopolisieren.

f.luebberding f.luebberding Februar 21, 2014 um 08:04

Carlos

Was sollen die USA in der Ukraine ausrichten, außer dass ihre Staatssekretärinnen telefonieren? Die Nato ist gerade einmal in der Lage, bei solchen Zwergen wie dem Kosovo oder Bosnien den Deckel draufzuhalten. Die Ukraine ist dagegen ein Koloss, der mit vergleichbaren Situationen in anderen Konflikten nicht vergleichbar ist. Dass die USA die Ukraine als einen Baustein für eine Eindämmungspolitik gegenüber Moskau benutzen wollen, ist zwar richtig, aber nicht gleichbedeutend mit realen Handlungsmöglichkeiten. Eher werden sie versuchen, interne Konflikte in der EU auszunutzen. Dass die Balten und Polen einen anderen Blickwinkel auf Russland haben, und damit auch auf die Ukraine, ist nachvollziehbar.

Schwejk

Die Skepsis bzgl. der Aktualität der alten Konfliklinie zwischen Westlern und Slawophilen ist berechtigt. Ich kann schlicht nicht beurteilen, wie die innenpolitischen Konflikte in der Ukraine intellektuell rezipiert werden. Auch die Beurteilung der Machtverhältnisse in der Ukraine traue ich mir nicht zu, also wie die Unterstützung von Regierung und Opposition tatsächlich aussieht. Das war auch der Grund, warum ich das Weisband-Interview verlinkt habe. Die hat einen ganz guten Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse – und in unseren Medien dominiert der Blick aus der Perspektive des Maidan in Kiew. Über die Situation im Osten erfährt man dagegen fast nichts. Insofern ist Deine politökonomische Perspektive auf die innenpolitische Verhältnisse für mich plausibel, wobei ich das erwartet habe. Du hast ja schon öfter bewiesen, dass Du Russland und die Ukraine aus der Binnenperspektive wirklich beurteilen kannst.

Mein Ansatz betrifft ja die Rolle der Europäer. Asselborn hat sich gerade im DLF dazu geäußert. Übrigens durchaus selbstkritisch. Verlinke ich nachher.

ruby Februar 21, 2014 um 08:21

Bei gesellschaftlichen Transformationen spielt ein akzeptiertes und gelebtes Rechtssystem die grundlegende Rolle einer freidlichen/demokratischen Stabilisierung.
Hier liegen die entscheidenden Ursachen der unterschiedlichen Entwicklungen der Staaten (UdSSR, GUS, Russland, Weißrussland, Ukraine …) insbesondere Generationen übergreifende Tradition.
Dazu wirtschaftliche Realitäten und Wünsche, sowie Schwejks Eliten/Oligarchen = Nomenklatura Erläuterungen zeigen, dass nur eine inner gesellschaftliche, staatliche Lösung ansatzweise langfristig erfolgreich sein kann.
Verfasung,Wahlen, Rechtsprechung
Ein militärischer Rahmen: Russland, Nato scheint unwirklich.
Eine Spaltung des Staates kann kulturell möglich werden.
Siehe Armenien, Georien, Aserbaidschan, Moldau, Balten, Tadschikistan, Kasastan, Turkmenistan.
We will lern!

ruby Februar 21, 2014 um 08:26
ruby Februar 21, 2014 um 08:59
ruby Februar 21, 2014 um 09:16

aus dem Papier Seite 15 :

Bunten Revolutionen als ´präsidiale Nachfolgekrisen`

“Die Ausübung politischer Macht erfolgt stärker durch die selektive Gewährung von Privilegien der Patrons an ihre Clients im Austausch gegen Loyalität sowie Wähler/innen-Stimmen als formal institutionalisier Praktiken oder rechtsstaatlicher Instrumente.”

ruby Februar 21, 2014 um 09:22

Kirgisien (vergessen)
;-)
http://www.youtube.com/watch?v=N5wXuH-iiaI

Balken Februar 21, 2014 um 09:24

Der brave und fleißige Soldat zeigt wieder mal: Kenntnis führt zu einer abwägenden und vorsichtigen Denkweise, die mit einfachen Urteilen nicht dienen kann. Von keiner Kenntnis getrübte, ressentimentgesteuerte Einlassungen hingegen, wie sie sich auch hier im Forum finden, ganz auf Linie der Von-oben-Herab-Betrachtung unser Journallien, offenbaren meist nur eines: Vom Osten wissen wir nichts, das aber ganz genau.

Dies meinte ich: Die Verlockung des “Westens”, in diesem brodelnden Kessel das eigene Süppchen zu kochen, zu diesem Zwecke das Chaos mittels “Stiftungen zur Förderung der Demokratie” noch etwas anzuheizen und in die erwünsche Richtung zu lenken, scheint groß zu sein. So groß übrigens wie der immer weider mal durchscheinende Ärger darüber, dass es ein solches Chaos in Weißrussland nicht gibt. Man scheint sich der Hoffnung hinzugeben, die Ergebnisse des Friedens von Brest-Litowsk doch noch zu erreichen, womöglich sogar ohne einen Schuss Pulver, indem jene Gegenden des russischen Glacis freiwillig heim ins Reich kriechen, dass inzwischen EU heißt. Allerdings scheint die EU zu übersehen, das sie ihre Attraktivität für die Peripherie stark eingebüßt haben dürfte. Ob die Ukrainer so scharf darauf sind, noch leichter als bisher Billigschlachter in Niedersachsen und Zimmermädchen in Berlin werden zu dürfen? Ob sie unbedingt erleben wollen, wie nach einer Schuldensause, die ihnen quasi das Fahrgeld zu ihrer Westeuropäischen Ausbeutungs-Arbeitsstätte vorschießt, anschließend bei Ihnen zu hause die Pfänder eingesammelt werden und, bildlich gesprochen, am Kiewer Hauptbahnhof wieder ein Bahnhofsschild in deutscher Sprache hängt? Ich glaube, der Westen soll sich da keinen Illusionen hingeben. Die EU hat sich im “Westen” selbst zu sehr als der große Streikbrecher und Vernichter von einstmals auf Nationalstaatsebene erkämpften Lebensstandards der breiten Schichten erwiesen. Mag man sich in dr Ukraine streiten wie die Kesselflicker, nach Außen hin wird zusammengehalten: Oligarchen haben wir selber. Die von der Deutschen Bank brauchen wir gar nicht.

ruby Februar 21, 2014 um 10:13

Frühlingsanfang wollen wir einen blitzblanken Maidan sehen!
http://galleryplus.ebayimg.com/ws/web/161141659357_1_0_1/1000×1000.jpg

Balken Februar 21, 2014 um 10:13

Wenn der Vergleich natürlich hinkt, irgendwie hat für mich in solchen Momenten, wo aufgeregte Hemden und schnappatmende “Kenner” das Dutzend billiger herumlaufen, ein Griff zu diesem (hier kurz angerissen in der Zeitschrift für innere Führung der Bundeswehr), etwas so tröstliches wie ein Boethius und seine consolatio philisophiae: http://www.if-zeitschrift.de/portal/a/ifz/!ut/p/c4/JYy7DoJAEEX_aIZFjdFOQqMlhYoN2ceIE9hdMi6QGD9eiPckpznJxQcuBD1xqxPHoHu8Y235aGYws6OGnx94k0xsCTw5ptCMZEhMz7YDM5J9keBtfXEENgZKqxOFxItb0SkKDFFSv5ZRZCnADutMlYXaqDz7T30Pu-py3W9VXp6LCgfvTz8kvmLf/. Vergehende ‘Zeit, vergehender Geist, die/der da spricht? Es ist zu befürchten. Dann käme eine dunkle Zeit, in der wieder kriegslüsterne Sesselpuper mit schon gebunkertem Popcorn andere in den Krieg schicken wollen, um ihnen beim Sterben zuzusehen, immer noch der perverseste Voyerismus. Hundertmal schlimmer als eines Edathy angebliche Bildchen.
Europa ist ein Kap Asiens. (Und Asien fängt ja für manchen gefühlsmäßig spätestens hinter der Oder an, wenn nicht hinter der Elbe. Eigentlich sitzt ja der Ruß gleich hinter der Deutzer Brücke, wie die Kölschen wissen.) Der Schwanz sollte nicht mit dem Hund wedeln wollen. Die Deutschen Oligarchen (die deutschen hat man, laut Churchil, entweder an der Gurgel oder zu Füßen) sind womöglich (wieder) blöd genug, sich von den “Alliierten” in eine Konfrontation hineintreiben zu lassen, statt friedlich Geschäfte zu machen. Schröder, der es anders vorgeführt hat, wird von der braven deutschen atlantischen Presse pflichtschuldigst gescholten dafür. Muss sich Europa wirklich gefallen lassen, von den “Alliierten” in Spaltung gehalten zu werden, sinnfällig vorgeführt durch die neuerlichen amerikanischen Raketen in Polen und Litauen? Müssen wir uns wirklich als brave Gefolgsleute der Atlantier aufführen, die uns als Hintersassen ihres mare nostrum betrachten und uns mittels Freihandelsabkommen ihrer Wirtschaftsvormacht endgültig unterwerfen wollen? Während Sie selbst dann heimlich oder unheimlich das tun, was sie uns versagen, indem sie,von der anderen Seite her, diesen Raum als den “asiatisch-pazifischen Raum” apostrophieren und als den zentralen Wirtschaftsraum der Zukunft erkennen?
Ja, kann sein, wir sind so drauf (nochmals siehe Churchill). Bleibt ein bißchen Hoffnung auf Frankreich. Wenn es da auch zur Zeit leider keinen de Gaulle hat.

f.luebberding f.luebberding Februar 21, 2014 um 10:17

Hier jetzt das Interview mit Asselborn. Die von mir angesprochene Passage lauetet:

“Heinemann: Entwickelt sich die Krise in der Ukraine zu einem geopolitischen Konflikt?

Asselborn: Wenn Sie geopolitisch ansprechen, meinen Sie natürlich Russland. Ich bin davon überzeugt, dass einerseits diese wirtschaftliche, die kulturelle, die geschichtliche Nähe der Ukraine zu Russland selbstverständlich eine Rolle spielt, und vor allem wirtschaftlich gesehen. Die Ukraine überlebt nicht wirtschaftlich ohne ganz enge Kontakte oder gute Kontakte mit Russland. Aber in dieser Ukraine gibt es das Verlangen von sehr, sehr vielen Ukrainern, sagen wir mal, auch die Werte der Europäischen Union und der Länder in der Europäischen Union anzustreben. Und dies reißt auseinander, sowohl nach innen wie auch nach außen. Allerdings Russland kann ja auch kein Interesse daran haben, dass auf Jahre hinaus die Ukraine destabilisiert ist. Ich glaube, wir müssten mit Russland wirklich, wenn ich so sagen darf, einen Deal finden, um eine gemeinsame Schiene fahren zu können. Russland und die Europäische Union – man muss es immer wiederholen – sind strategische Partner. Es müsste also möglich sein und es bedarf auch vielleicht noch mehr Einsatz von unserer Seite zu sagen, dass das, was wir als Assoziationsabkommen machen wollten mit der Ukraine, nicht gegen Russland gerichtet ist, sondern ganz klar in einem Kontext, in einem geopolitischen Kontext steht, wie Sie richtig gesagt haben, der Stabilität und Wohlstand für die Ukraine auch beinhaltet, und nicht das Gegenteil.”

Die Interpretation überlasse ich jetzt anderen. Von Finnland ist schließlich nicht die Rede.

"ruby" Februar 21, 2014 um 10:46

@ Balken

” (Und Asien fängt ja für manchen gefühlsmäßig spätestens hinter der Oder an, wenn nicht hinter der Elbe. Eigentlich sitzt ja der Ruß gleich hinter der Deutzer Brücke, wie die Kölschen wissen.)”

Ist denn schon Karneval?

"ruby" Februar 21, 2014 um 10:49

@ Balken

Wenn Du Deine Uniform anziehst das zur Unterhaltung
http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/streitkraefte4.html
;-)

"ruby" Februar 21, 2014 um 10:56
f.luebberding f.luebberding Februar 21, 2014 um 11:00

Ein interessanter Text, wie das offizielle Russland jetzt auf die Diskussion um die Ukraine reagiert. Man beachte vor allem den Bezug auf die USA. Ansonsten noch eine Studie aus Polen, die die Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben hat.

Balken Februar 21, 2014 um 11:07

@ Lübberding

Danke für den Link. Mit anderen Worten, was ich oben sagte (*Schulterklopf*). Allerdings halt “nur” eine russiche Quelle.
Mach daraus doch mal einen Beitrag für die FAZ, womöglich sogar in der FAZ :-P

Doktor D Februar 21, 2014 um 11:32

Hier Timothy Snyder zur russischen Darstellung und Hintergründe des ganzen Schlammassels: http://www.nybooks.com/articles/archives/2014/mar/20/fascism-russia-and-ukraine/

"ruby" Februar 21, 2014 um 11:44
Schatten Februar 21, 2014 um 11:58

@Soldat Schwejk

Freut mich, dass Dir meine These soweit gefällt!

Zudem ist vielleicht noch anzumerken, dass der Spitzenpolitiker Russlands, der Präsident, der größte Oligarch ist. Sein Etat und seine Macht lassen die Privat-Oligarchen wie kleine Würstchen aussehen.

Nur wenn man dann weiterentwickelt: Wenn in Russland so eine dominierende Partei, wie etwa in Japan vielleicht ganz folgerichtig ist, dann werden wir hier in D das Geheule des polit-medialen Komplexes über die “undemokratischen Zustände” noch lange hören!

Im Japan der Liberaldemokratischen Partei gab es seit ’55 bis 2009 ja auch keine wesentlichen Machtwechsel auf Parteienbasis. Trotzdem galt Japan als Demokratie… Allerdings hat Japan auch kein Öl und Gas und Erz und 17 Millionen Quadratkilometer und Gold und riesige landwirtschaftliche Flächen und Atomwaffen…

Na ja…

Trotzdem, nicht: Die materiellen Grundlagen der Herrschaft!

f.luebberding f.luebberding Februar 21, 2014 um 12:31

Es gab auf Spiegel online gestern einen Artikel, der die geopolitische Konstellation in der Ukraine beschreibt. Er nimmt bezug auf das berühmte Buch von Brzezinski über das Große Spiel. Es dokumentiert jene Neigung in Europa (und Deutschland) die eigenen Positionen vor allem aus dem Verhältnis zu den USA abzuleiten. Dabei haben die USA in dieser Frage den gleichen Vorteil, wie die Europäer in ihrem Verhältnis zu Mexiko. Dazwischen liegt ein Ozean. Die USA wären von einem Bürgerkrieg in der Ukraine genauso wenig betroffen, wie wir von den Drogenkriegen in Mexiko. Die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Ukraine in den USA und in Europa sind also tatsächlich vor allem geographisch bedingt. Das hat natürlich auch eine Folge für die Definition von Interessen.

Dazu ein interessanter Artikel des Moskau-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung. Er fordert von den Europäern eine Strategie, aber ohne einen Hinweis darauf, wie diese aussehen könnte.

“Es sieht sehr danach aus, als würde diese sich nicht mehr lange halten können. Deshalb sollten Warschau, Berlin, Brüssel schnellstens das tun, was sie in der Außenpolitik zuletzt versäumt haben: Eine Strategie entwerfen, wie man diesem Szenario begegnet. Denn wenn die Ukraine geteilt wird, ist auch Europa wieder geteilt.”

Seine Annahme ist aber das Problem: Europa werde wieder geteilt, wenn sich die Ukraine aufspalte. Nur was versteht Julian Hans unter Europa? Das Geographische bis zum Ural wohl nicht. Denn dann könnte von einer zu befürchtenden Teilung nicht die Rede sein. Also muss er das politisch meinen. Nur wo findet sich deren institutionalisierte Form? Die EU? Die OECD? Der Europarat? Oder meint er das kulturell? Also genau diesen alten Gegensatz zwischen Slowophilen und Westlern, über den wir schon gesprochen haben, und der in dieser ukrainischen Teilung zum Ausdruck käme? Dann kann er aber nicht die Ukraine alleine für das Problem halten, sondern Russland selbst. In diesem lesenswerten Artikel kommt das Problem der europäischen Politik zum Ausdruck. Die EU – und nur die ist hier als institutionalisiertes Europa von Bedeutung – hat selber keine Vorstellung, wo ihre politische Geographie endet. Ansonsten könnte die EU nämlich zur Ansicht kommen, das politische Europa in Polen und im Baltikum enden zu lassen, was allerdings überhaupt keine Rückschlüsse auf das kulturelle oder geographische Europa zuliesse. Unter diesen Bedingungen müsste man aber Russland als europäischen Akteur akzeptieren, der aus historischen, kulturellen und ökonomischen Gründen Einfluss auf die Ukraine und Weißrussland ausübt. Eine Politik des Zurückdrängens also keinen Sinn macht, wenigstens nicht, wenn man in Berlin oder Paris, und nicht in Washington lebt. Insofern sollte man wirklich noch einmal über Finnland nachdenken. Finnlandisierung war übrigens im Kalten Krieg ein Schlagwort gewesen, das schon die Kritiker der Ostpolitik gerne benutzten. Die saßen damals aber meistens nicht in Washington.

ruby Februar 21, 2014 um 12:37

Einschätzungen eines Revolutionärs von 1989
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/02/21/dlf_20140221_1219_99d81924.mp3
no compromises …
Es lässt sich in einer Revolution nicht mehr zwischen Präsidentschaft, Regierung und Machtdurchsetzung differenzieren.
Olympia das Fest der Jugend und des Friedens.

ruby Februar 21, 2014 um 12:40
Carlos Manoso Februar 21, 2014 um 12:49

f.luebberding Februar 21, 2014 um 08:04
„Carlos,Was sollen die USA in der Ukraine ausrichten, außer dass ihre Staatssekretärinnen telefonieren? Die Nato ist gerade einmal in der Lage, bei solchen Zwergen wie dem Kosovo oder Bosnien den Deckel draufzuhalten. Die Ukraine ist dagegen ein Koloss, der mit vergleichbaren Situationen in anderen Konflikten nicht vergleichbar ist. Dass die USA die Ukraine als einen Baustein für eine Eindämmungspolitik gegenüber Moskau benutzen wollen, ist zwar richtig, aber nicht gleichbedeutend mit realen Handlungsmöglichkeiten. Eher werden sie versuchen, interne Konflikte in der EU auszunutzen.“

Luebberding, völlig richtig, dass einige markige Auftritte von US-Politikern auf dem Maidan-Platz „ nicht gleichbedeutend mit realen Handlungsmöglichkeiten“ sind. Gerade wegen dieser fehlenden „realen Handlungsmöglichkeiten“ der USA sprach ich zum wiederholten Male die mögliche militärische Verschärfung auf seiten der „Opposition“ in Syrien an („Billardspiel“) an. “Eindämmungspolitik” funktioniert nämlich global und mitunter absolut blutig.
http://pravdatvcom.wordpress.com/2014/01/31/der-us-kongress-verabschiedet-heimlich-eine-waffenlieferung-an-syrien-und-stort-friedensgesprache/

Ansonsten gerät Deutschland jetzt in den kreisenden Mahlstrom:
„Die Ukraine-Krise kennzeichnet eine neue Richtung der US-Politik – die russisch-deutsche Partnerschaft steht auf dem Prüfstein. Ein Konflikt mit Russland könnte Deutschland seine privilegierte Position in der Nato als Vermittler bei den Verhandlungen mit Moskau kosten. Auch die Rolle Deutschlands als europäischer Hub für die russischen Energielieferungen würde dann fraglich werden. …
Reuters Informationen wurden nicht von den US-Mainstreammedien übernommen, weil ihnen nicht erlaubt ist, die Existenz der geheimen Sitzungen des Kongresses zu erwähnen. Vorgestern respektierten die meisten Medien der NATO-Mitgliedstaaten ebenfalls diese Zensur. „
http://de.ria.ru/zeitungen/20140221/267882371.html

Die reale Situation in der Ukraine entwickelt sich derweil in eine von niemandem mehr steuerbare chaotische Eskalation hinein, die immer stärker von rechtsextremen, ja nazistischen Wahnsinnigen, angeheizt wird.

Ansonsten haben die USA nur noch die Wahl, die globale Spekulationsblasenmaschine das an seiner immer höher steigenden Produktivität erstickende System des Weltkapitals mittels kreditfinanzierter Massennachfrage und den daraus folgenden Defizitkonjunkturen halbwegs so zu steuern, dass es den Anschein von Funktionsfähigkeit behält.

In diesem System ist „Deutschland“ nur ein von Entscheidungen jenseits des Atlantiks vollständig abhängiger Wurmfortsatz. Das Doppelspiel der USA im “Great Game” läuft so, dass Deutschland sich als stärkster Macht der EU den Mühlstein Ukraine „freiwillig“ an den Hals hängt und sich „freiwillig“ so schwer belastet, dass Deutschland sich selbst und die ganze EU in die Tiefe des eigenen Untergangs zieht.

Schatten Februar 21, 2014 um 12:54

Kennt jemand noch die Thesen von Herfried Münkler mit seinen “konzentrischen Kreisen”, die sich rund um die Zentral-EU legen?

Natürlich, nicht, wo mag wohl die Mitte der EU liegen, wenn der äußerste konzentrische Kreis auch z.B. die Ukraine umfasst?

Abgesehen davon: Gilt als großer Denker, der Herr Münkler – der Rest, das System, macht Politik doch nur, weil es mit der ehrlichen Arbeit nicht so klappt und folgt dem Großdenker quasi organisations- und funktionsgebunden.

Die EU betritt da ganz dünnes Eis!

f.luebberding f.luebberding Februar 21, 2014 um 13:02

Carlos

Ich finde Deine Versuche, Politik vor allem aus der kapitalistischen Akkumulationslogik zu erklären, wirklich erstaunlich. Nur ist es mir ein Rätsel, warum deshalb Deutschland oder die EU ein Wurmfortsatz der USA sein soll. Denn die Politik der Russen, wobei RIA-Novesti sollte man auch nicht zu ernst nehmen, kann unter diesen Bedingungen überhaupt keinen Sinn machen, wenn sie denn nicht alles vergessen haben sollte, was sie bis 1991 so dachten … . Schließlich wird die Politik allein von der Funktionslogik des Kapitalismus gesteuert. Ich habe ja nicht viel Positives zu Stalin zu sagen. Aber diese These hat er mit guten Gründen abgelehnt. Chruschtschow hat deswegen sogar mit Mao gebrochen.

f.luebberding f.luebberding Februar 21, 2014 um 13:03

Schatten

Ich war bekanntlich schon immer eher ein Verfechter der These vom “Kerneuropa” … .

ruby Februar 21, 2014 um 13:07
ruby Februar 21, 2014 um 13:14

Aussenminister auf dem Weg zum Maidan – historische Zeiten für Steinmeier …

ruby Februar 21, 2014 um 13:17

Heute abend ist Janukowitsch weg !
Wetten werden noch angenommen .

ruby Februar 21, 2014 um 13:24
f.luebberding f.luebberding Februar 21, 2014 um 13:49

Da hatte jemand gestern eine interessante Idee.

holger196967 Februar 21, 2014 um 14:13

—>>>Ich finde Deine Versuche, Politik vor allem aus der kapitalistischen Akkumulationslogik zu erklären, wirklich erstaunlich. (……………………..) Schließlich wird die Politik allein von der Funktionslogik des Kapitalismus gesteuert.”

:D Whut a day… amazing

Balken Februar 21, 2014 um 14:27

@ Schatten: “… dass der Spitzenpolitiker Russlands, der Präsident, der größte Oligarch ist …”

Ja weiss ich nicht, aber selbst wenn, was bedeutet das im hier diskutierten ‘Zusammenhang? Was sagt das mehr, als das es eben diese negativ konnotierte Bezeichnung ist, die nur im Falle dieser Himmelsrichtung so gebraucht (und auch von einem Schatten bedenkenlos nachgeplappert) wird, bei anderer Himmelsrichtung wird denen gegenüber bekanntlich devotest und submissest bewundernd von Investoren, Unternehmerpersönlichkeiten, Abeitgebern und dergleichen gesprochen.

… der größte Oligarch? Na das sind ja geradezu US-amerikanische Verhältnisse! (Ach nein, da werden ja so Joe Sixpacks Präsident, und bleiben’s auch im Amt, also solche wie z.B. die Kennedys, Buschs und tutti quanti. Nüch?

Balken Februar 21, 2014 um 14:55

Mannomann, unsere öffentlich-rechtlichen heute! Von den Nachrichten bis zur Presseschau: Staatsrundfunk pur! Mustergültige Einstimmigkeit! Propaganda bis in die letzten Winkel der Wortwahl. Und dabei gibt es hier doch gar kein Politbüro der SED! Machen die das alle freiwillig? Toll. Wenn das Erich Honecker noch erlebt hätte, dem wären die Tränen der dankbaren Rührung gekommen. Soweit hätte er es auch gern gebracht. Oder bedienen die sich an noch noch weiter zurückliegendenVorbildern? Ist das schon Sportpalast? Grübel, grübel.

Balken Februar 21, 2014 um 15:01

Ich hoffe, unsere medialen Scharfmacher werden demnächst ebenso wieder verbal zurückstecken müssen, wie sie es vor einigen Wochen in Sachen der von ihnen ersehnten Syrienintervention mussten, ein bißchen knurrend damals noch wie halt die Kötermeute unzufrieden knurrt, wenn die schöne Fuchsjagd abgeblasen wird.

Wilma Februar 21, 2014 um 15:28

Mustergültige Einstimmigkeit – gestern war auch nicht schlecht

“Die Ukrainer verteidigen buchstäblich mit eigenem Blut die europäischen Werte einer freien und gerechten Gesellschaft. Meine Hoffnung besteht darin, dass Sie das zu schätzen wissen!”
http://derstandard.at/1392685671794/Shame-on-you-EU

“Viele von ihnen haben sich in Europaflaggen gehüllt. Sendet die EU-Diplomatie ihnen keine Botschaft, für europäische Werte einzustehen, schwächt sie sich selber”
http://www.spiegel.de/politik/ausland/janukowitschs-gewalt-zwingt-eu-zu-sanktionen-gegen-ukraine-a-954461.htm
.
.
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focion Februar 21, 2014 um 15:37

[OT]

Da jetzt Sarrazin einmal mehr in den Ring steigt:

“Sie beschreiben und kritisieren “Political Correctness” in Ihren Arbeiten als Zuschreibung vorwiegend von Rechten und Konservativen, die eigene Äußerungen als tabubrechenden Verstoß gegen diese “Political Correctness” inszenieren. Was genau meinen Sie damit?

Marc Fabian Erdl: Eigentlich genau das, was Sie in dieser Frage formulieren. Der Mythos von der politischen Korrektheit erlaubte den Rechtskonservativen (aber auch anderen) die gleichzeitige Ausstrahlung mehrerer, eigentlich schwer vereinbarer Botschaften: „Wir sind viele, aber wir werden unterdrückt.” – “Wir haben eigentlich Recht, aber wir werden unterdrückt.” – “Es gibt oberlehrerhafte, politisch korrekte Herrscher und Sprachmanipulierer, die aus falsch verstandenem, moralisierendem Gutmenschentum etc. (und hier können die Leser sämtliche diesbezüglichen Floskeln einfügen) die Wahrheit unterdrücken bzw. die eigentlichen Probleme ignorieren oder schönreden. Entweder sie sind gefährliche Verbrecher oder Idioten.“”

http://www.annotazioni.de/post/1084

——————

Rolf Löchel: Marc Fabian Erdl setzt der Legende von der Politischen Korrektheit ein Ende

“Mit dieser Feststellung ist die Kritik an Erdls Buch allerdings auch schon so ziemlich an ihr Ende gelangt. Von nun an gilt es, die Stärken des Werkes hervorzuheben. Da ist zunächst einmal zu vermerken, dass bislang tatsächlich niemand zu einer derart umfassend angelegten Begründungsstrategie ausgeholt hat, um die Rede von der Political Correctness zurückzuweisen, mit der “noch die flachsten Hervorbringungen des Kulturbetriebs von Rezensenten und Werbetextern als ‘politisch unkorrekt’ oder ‘frei von jeder Political Correctness’ usw. aufgehübscht” werden.

Die Verwendung des Korrektheitsmusters, legt Erdl dar, sei ein “metakommunikativer Akt”. Seine “inhaltliche Unterbestimmtheit, in Kombination mit einem unterschiedlich scharf konturierbaren Konfliktpotential, das gegebenenfalls ironisch und/oder ridikülisierend gebrochen werden kann”, mache es zu einer “bedeutenden rhetorischen Figur”, wobei seine “Polyfunktionalität” den “Diskursverknappern” erlaube, “sich als gegebenenfalls todesmutig oder zumindest heiter bis kritisch darzustellen”, während die der Political Correctness Geziehenen tyrannisch und humorlos erscheinen.”

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7716

——————

Weniger, aber trotzdem lesenswert:

freitag.de – Matthias Dell, Marc Fabian Erdl – Schießen Sie nicht auf den Pappkameraden:

http://www.freitag.de/autoren/mdell/schiessen-sie-nicht-auf-den-pappkameraden

Soldat Schwejk Februar 21, 2014 um 15:51

@ Doktor D

Nichts für ungut, aber der Text von Timothy Snyder ist ein manipulativer Propagandatext, eine Mischung aus korrekten Ausführungen, groben Verzerrungen und krassem Bullshit. Die Intention dieses Textes ist ganz offensichtlich folgende: Dem beunruhigten amerikanischen Ostküstenpublikum ein Märchen zu erzählen, daß die Nazis von “Svoboda” und so gar nicht so schlimm sind, sondern eigentlich das verfolgte Rotkäppchen, während in Putins Rußland der böse Wolf, der antisemitische Nationalbolschewismus sich ausbreitet.

Man könnte einige Stellen in diesem Propagandamachwerk aufspießen; ich beschränke mich mal darauf:

—> “Naturally, it is important to be attentive to the far right in Ukrainian politics and history. It is still a serious presence today, although less important than the far right in France, Austria, or the Netherlands. Yet it is the Ukrainian regime rather than its opponents that resorts to anti-Semitism…”

Das kann man vielleicht den Amis erzählen, die sich in Europa nicht so recht auskennen. Also die Rechtsradikalen sind da in der Ukraine ungefähr so drauf wie der distinguierte Herr Wilders und die gemäßigte Madame Le Pen?

Nun, ich kann wie alle Außenstehenden nicht beurteilen, wie sich das da auf dem Maidan wirklich zusammensetzt. Aber mal dieses Anschauungsmaterial hier, noch aus dem November:

http://www.youtube.com/watch?v=Nhv00eH8zMs

Ab Minute 4 tritt da eine Dichterin namens Diana Kramljuk auf und deklamiert patriotische Gedichte. Das versteht natürlich hierzulande keine Sau. Ich auch nicht. Und auch Rebecca Harms versteht das gewiß nicht, und jeder aus ihrem Umfeld dort, der es ihr übersetzen könnte, wird sich hüten das zu tun. Glücklicherweise hat sich mal jemand die Mühe gemacht, es teils zu verschriftlichen, das findet man u.a. ganz unten in den Kommentaren bei Youtube. Ich hab mir das von einem bilingualen Ukrainer ins Russische übersetzen lassen und.. also ich wollte eigentlich diesen Vers samt deutscher Wiedergabe jetzt hier zitieren. Aber ich mache das doch nicht, weil das wohl trotz der aufklärerischen Absicht strafbewehrt wäre…

Nun sind die sicher nicht alle so drauf wie die irre Diana mit dem zackigen Haarschnitt und den wüsten antisemitischen Reden. Es ist sicher eine Minderheit. Aber es wird sowas offensichtlich toleriert und auch beklatscht. Das darf das Ostküstenpublikum natürlich nicht wissen.

Von Krimtataren ist bei Snyder auch die Rede. Da hab ich mich mal mit einem Aktivisten unterhalten, der war auch sehr für Europa, und der hatte auch einen ganz spezifischen europäischen “Wertekanon”. Das klang so: —> Die Krimtataren stammten von den Goten ab und seien Arier. Die Russen seien keine Arier, weil sie sich mit den Mongolen vermischt hätten, was man ihnen ja auch ansehe, nicht wahr? Eine tatarische Krim könne also ein Teil eines arischen Europa sein, eine russische Krim aber nicht.

Und das war ein kultivierter Herr, dem man das nicht ansah, der auch mit irgendwelchen westlichen NGOs zusammenarbeitete und genau wußte daß man dort nicht solche Diskurse führen darf, sondern ganz andere… Ich hab mal so ein Antragspapier von ihm gesehen zur Einwerbung irgendwelcher Projektmittel. Wow, das war ja auch dermaßen “ostküstenkompatibel”… Ich hatte mit ihm aber in keinem institutionellen Zusammenhang zu tun, also mir hat er von seinem Wertekanon mal so beim Wein erzählt…

Also die Aktivisten wissen da verdammt gut, welcher Sprache sie sich gegenüber ihren NGO-Finanziers oder gegenüber Journalisten bedienen müssen. Off the record klingt das dann anders.

carlos manoso Februar 21, 2014 um 15:55

@ f.luebberding Februar 21, 2014 um 13:49
„Da hatte jemand gestern eine interessante Idee.“

Luebberding, interessant,mit deinem „Finnland“-Gshmarr hattest du die gleiche Idee wie Brezinski.

the bottom line is – and this is particularly pertinent to Germany – if the EU is to be serious it has to put up some money.”
http://www.dw.de/brzezinski-finland-role-model-for-ukraine/a-17448110?maca=en-rss-en-top-1022-rdf

Wie dem auch sei: wenn Viktor Yanukovych die Sorte geldsaugende Ratte ist, wofür ihn Brezinski hält, dann wird “die Ratte” jetzt noch möglichst viel Rubel oder Euros von Putin und der EU (=Deutschland) absaugen.

“Sanktionen”, das Wort kingt so, als gäbe es für die Eigentümer von vieeel “Geld” im Internet-Zeitalter “Geld” NICHT in Form von Bits&Bytes, die in Nanosekunden global zu tausenden von steuerfreien Inseln per Mausklick sausen.

Doktor D Februar 21, 2014 um 16:04

@Soldat Schwejk:
Nema problema! Ich hatte gehofft, dass du dir das mal anschaust. Snyder hat ja das viel gefeierte Bloodlands geschrieben, dass von diversen Leuten, auf die ich was halte, als verdammt nah am Holocaust-Relativismus segelnd besprochen worden ist. Ich hab’s aber selbst noch nicht gelesen.
EIn Freund hat so um 1996/97 ein Jahr in Lemberg unterrichtet und war vollkommen erschüttert, wie völlig problemlos man das Stephan Bandera-Statuen aufstellen und STraßen ausrufen konnte. Noch erschütterter war er, dass die größten Bandera-Fans überhaupt nicht verstehen konnten, warum er – als Deutscher – damit ein Problem hat. Völkerfreundschaft!

~ Dr. Hannibal Halbgott ~ Februar 21, 2014 um 16:12

… Eines muss man diesen faschopathisch durschgeknallten US-Reptiloiden aber neidlos anerkennen:

===> … ihr Einfallsreichtum ist sonst unerreicht!

(“and Germany to put up some money.”)

karla Februar 21, 2014 um 17:17

Soldat Schwejk Februar 20, 2014 um 22:27

—>”der Umstand, daß die herrschenden Clans bis heute ihre Claims nicht abgesteckt haben. Man kann sich das so vorstellen wie einen fortdauernden Mafiakrieg mit vielen unklaren Reviergrenzen…”
Schwerindustrie, wohl der wichtigste Industriefaktor der Ukraine, und ihre Privatisierung – kann man als nachholende “ursprüngliche Akkumulation” (Lug und Betrug) bezeichnen.Oder glaubt hier jemand die haben das mit “ihrer Hände Arbeit” erwirtschaftet?
Je nachdem ob die Wirtschaftsverbindungen noch stark mit ehemaligen Comecon-Ländern bestanden, hat wohl der jeweilige Oligarch seine Präferenzen (West-oder Ost) gepflegt.

Rüstungsindustrie spielt auch keine kleine Rolle:
siehe: http://ukraine-nachrichten.de/mehr-10-prozent-ukrainischen-waffenexporte-gingen-2007-nach-georgien_617_politik

f.luebberding Februar 21, 2014 um 11:00
—>”Ansonsten noch eine Studie aus Polen, die die Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben hat.”
Dort liest man am Ende: “Die Ukraine wäre zudem gut damit beraten, das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union zu unterschreiben und auf den Beitritt einer Eurasischen Zollunion mit Russland, Belarus und Kasachstan zu verzichten.”

Bis 1989 endete die EU an der Elbe. 2004 war man an der Weichsel.
Jetzt reicht der Blick schon fast bis zum Don.
Verwunderlich warum selbst aufgeklärte Menschen wie z.B. @fl sich positiv für Einmischung aussprechen. Z.B. so: “Die EU…Sie muss vielmehr ein Interesse daran haben, dieses geopolitisches Vakuum zwischen Ost und West namens Ukraine mit einem Inhalt zu füllen…”

1991 hat man das Vakuum – das man selbst miterzeugt hat – auf dem Balkan politisch und militärisch gefüllt. Demokratie funktioniert so leidlich. Wirtschaftlich alles, nur keine Erfolgsgeschichte.
Siehe: http://jungle-world.com/artikel/2014/07/49331.html
Aber wen juckt das heute noch? Und wen juckt die Ukraine in 15 Jahren?
Nochmals: Warum begnügt man sich hier nicht damit versuchen zu erklären was da abgeht (soweit man dazu in der Lage ist) ? Soldat Schwejk versucht das.
Warum wird Partei ergriffen?

carlos manoso Februar 21, 2014 um 17:20

@ f.luebberding Februar 21, 2014 um 13:02
„Carlos.. ich finde Deine Versuche, Politik vor allem aus der kapitalistischen Akkumulationslogik zu erklären, wirklich erstaunlich. Nur ist es mir ein Rätsel, warum deshalb Deutschland oder die EU ein Wurmfortsatz der USA sein soll. „

Luebberding, „Deutschland „oder „die EU“ oder “die USA” sind Gebilde –oldstyle nationalökonomisch gesehen- , die immer offensichtlicher nur noch wie Phantomschmerzen amputierter Gliedmaßen existieren. Gleichermaßen gilt das natürlich auch für Gebilde wie die USA.

„Kapitalakkumulation“ ist nach meinem Verständnis ein gesamtgesellschaftlicher Prozess (der sich auf das „Gesamtkapital“) bezieht Als Produktionsweise kann das Kapital nur durch rentable erweiterte Investitionen akkumulieren.. Diese Fähigkeit ergibt sich entweder aus den inneren Produktionsbedingungen des Gesamtkapitals oder gar nicht. Störungen der inneren Produktionsbedingungen des „Gesamtkapital“ machen sich selbstverständlich mehr oder minder stark vermittelt in Form von Störungsprozessen der „Einzelkapitale“ bemerkbar.

„Politik“, die diese Störungsprozesse nur sehr vermittelt durch die Brillen von „Ökonomen“ interpretiert, will diese Störungsprozesse gewohnheitsbedingt als zyklisch ewig wiederkehrend begreifen. Bestenfalls setz(t)en sich z.B. sozialdemokratisch inspirierte Reformpolitiken die „Demokratisierung“ der Warenproduktion zum Ziel.

Im Verlauf der 3. industriellen Revolution besteht das Kapital aber wesentlich aus verwissenschaftlichtem Sachkapital. Die menschliche Arbeit wird zunehmend aus dem Produktionsprozess herausgenommen, die mehrwertschöpfende Klasse wird zur verschwindenden Minderheit. Deshalb besteht die (System)krise nicht nur in der Krise sozialer Reproduktion, sondern in der Kapitalakkumulation selbst.

Bildlich gesehen sehen wir immer mehr Wassereimer mit rostigen Löchern. In die rostigen Wassereimer fließt immer weniger Wasser rein, während immer mehr Wasser abließt. Die löchrigen Wassereimer stehen z.B. in den USA, in der EU und in Deutschland. In Nationalökonomien, die als „Wurmfortsätze“ fungeren, fließt in der Kriese z.B. mehr Wasser ab.

Schatten Februar 21, 2014 um 17:32

@Balken

Ehrlich? Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor!

Wenn ich meine, dass der Präsident der größte Oligarch ist, dann so, wie die öffentliche Hand in der BRD der größte Arbeitgeber und so, wie die Polizei die größte Gang.

Was soll daran nachgeplappert sein? Ist einfach ein Fakt!

ruby Februar 21, 2014 um 17:56
Morph Februar 21, 2014 um 18:22

@Dr. D

“EIn Freund hat so um 1996/97 ein Jahr in Lemberg unterrichtet und war vollkommen erschüttert, wie völlig problemlos man das Stephan Bandera-Statuen aufstellen und STraßen ausrufen konnte.”

Wäre er Sozialontologe, würde ihn das nicht erschüttern.

Zivilisation ist ‘ne bitch. Willst Du die Realisierung des prallen Lebens? Dann solltest Du Pogrome und Korruption für Petitessen halten können. Willst Du die Gleichwertigkeit aller Menschen? Dann solltest Du so viel in Bildung, Abstraktionsfähiigkeit und Ironiekultur investieren, wie Du nur kannst! (Und z.B., nicht in Fußballstadien…).

Morph Februar 21, 2014 um 18:27

“Dann solltest Du Pogrome und Korruption für Petitessen halten können.”

Und Wir-Beweihräucherung und Xenophobie in jeder ihrer ekelhaften Gestalten sowieso. Hatte ich vergessen, zu erwähnen. Ist ja auch selbstverständlich. Intuitiv wissen wir das alles. ;-)

Doktor D Februar 21, 2014 um 18:31

@morph:
Darauf hätte man schon auch als Lukacz-Marxist kommen können, der er da, glaube ich, noch war… Aber wenn man dann ganz praktisch vor der Faschismus-Feier steht, ist es noch mal was anderes.
Die Banderisten waren übrigens ganz dick mit der Adenauer-Stiftung befreundet und hatten sehr schöne und gut ausgestattete Büros. Vermutlich aus jüdischen Vermächtnissen – hat man damals in CDU-nahen Instituten ja gerne gesagt.

Ich schlag’ mich dann zur Aufklärungs- und Ironie-Partei.

"ruby" Februar 21, 2014 um 18:53
~ Dr. Hannibal Halbgott ~ Februar 21, 2014 um 19:10

“Willst Du die Gleichwertigkeit aller Menschen? Dann solltest Du so viel in Bildung, Abstraktionsfähiigkeit und Ironiekultur investieren, wie Du nur kannst! (Und z.B., nicht in Fußballstadien…).”
———–

GEGENVORSCHLAG:

===> … wie wär’s denn ma’, wenn DU ma’n Handgriff arrrbeiten gehen würdest? Morph?

===> …. ich mein wegen der “Gleichwertigkeit aller Mönschen” von der du da schwadronierst? … wenn du ma’n Handgriff gearrrrbeitet hättest in dein Leben, DANN könnte man auf eine gewißße “Gleichwertigkeit” unter den Mönschen schließßen.

===> … Solange es aber zwei Sorten Mönschen gibt, die eine die arrrrbeitet und die andere, wo nur nur-essende Nichtarbeiter und nichtarbeitende Nur-Esser sind, … ist es infamstmöglische Hartdcorechuzpe, wenn ausgerechnet du dumm-dreist von der “Gleichwertigkeit” predigst!

f.luebberding f.luebberding Februar 21, 2014 um 19:23

W-ING

Was arbeitest Du eigentlich so? Berufsrevolutionär, nur ohne Revolution … ?

Morph Februar 21, 2014 um 19:28

@Dr. D

“Aber wenn man dann ganz praktisch vor der Faschismus-Feier steht, ist es noch mal was anderes.”

In einer Meute von Nichtironikern vergeht einem die Ironier, soviel ist mal sicher.

Und die Attitüden, die wir im Netz aussstellen, sei es als harter Maxe, als aufrechter Humanist, als abgeklärter Realist, als ungreifbarer Konstruktivist, als ganz echter Alltagsmensch und Gewindeschneider, als mit allen Wassern gewaschener Supertpochecker, das alles sind substanzlose Posen, hier im Netz.

Lässt sich daraus etwas machen? Außer Spielwiese? Ich glaube nicht.

"ruby" Februar 21, 2014 um 19:45

Hat noch jemand den unverwechselbaren Klang der Stimme im Ohr?
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Leonhard

http://www.youtube.com/watch?v=_AJ0lwF3am4

gelegentlich Februar 21, 2014 um 19:49

@Morph

Nun, wenn man in dieser Form vom Climax herabschaut auf die echten Alltagsmenschen, dann hat man, aller Ironie zum Trotz, immer das Probem „als mit allen Wassern gewaschener Supertpochecker“ zu erscheinen. Das hat mit Sicherheit schon Jemand vor mir bemerkt.
Da muss man tapfer sein, nichts sonst. Weil hier Ironie nicht mehr weiterhilft. Wie Du ganz richtig sagst: nur als ausgestelle Attitüde erscheinen muss. Könnte es anders gehen? Wo könnte man einen neuen Satz von „shared intentions“ bestellen?

holger196967 Februar 21, 2014 um 19:54

Allmächtiger Professor Dr. Morph

—>>>Lässt sich daraus etwas machen? Außer Spielwiese? Ich glaube nicht.”

Ne ganze Menge. :D Aber du Glaubst ja auch nur, mit Denken ist es ja nicht so weit fortgeschritten in der Evolution bei Dir und deines Stammes Gleichen oder so.

Vermutlich siehst du ja auch noch Gold als Geld an. Wer weiß es schon.

Ne Revolution @W-ING ist eh ausgeschlossen. Gegen wen und wann? In 10-13 Jahren vielleicht.

Bis dahin gibt es noch genügend Wackersteine auf die angeblichen “Nazis” zu schmeißen. Ich habe zu den richtigen übergesiedelt, genau diese Nazis (Hochfinanz) die erbarmungslos über die Dämlichkeit der Masse monetär lachen.

Die dämliche Masse, die als versucht den “Nazi” Kapitalismus zu überwinden. Sorry dafür, aber die letzten paar Jahre juckt mich Vieles gar nicht mehr.

Make Money make moar Money

Ein Zucker-Berg kackt euch was vors Hirn und gut iss. WhutsÄBB 19 Milliarden $$

Das iss was zählt. Mehr nicht.

Das der Lübberismus nicht das Wesen des Geldes erkannt hat, und immer noch auf den “Primären Primaten Politik” setzt, fine…

erhöht meine Chancen Reich zu werden.

Schatten Februar 21, 2014 um 20:05

@Morph

Das hier ist keine Spielwiese, es ist ein knallharter training ground!

Was sich hier nicht bewährt, wird auch anderswo kaum Chancen haben – der Qualität und Zusammensetzung des Kommentariats sei es gedankt. Das macht diesen Blog aus!

Und das ist überhaupt die Chance des Internets: Dass man anonym mal was andenken kann! Im real life mit seiner political correctness ist dies kaum noch möglich. – und dies natürlich, nicht, dies ist eine böse Verurteilung dieses System und ein Lob auf dieses, hat es doch das Internet ermöglicht…

JHM Februar 21, 2014 um 20:44

Der Vergleich der Ukraine mit Finnland hinkt. Äppel und Birnen.

Einfach mal den Brzezi?ski lesen. Und den nicht gleich abtun. Verstehen, woher der Mann kommt, aus welcher Tradition und auch, aus welcher Gegend seine Familie stammt (“besserer Milchadel” aus der Lemberger Gegend, bis 1918 Galizisch/Österreichisch-Ungarisch, danach Ost-Polnisch, heute West-Ukrainisch) und dann bitte endlich einmal die ganz reale Macht realisieren, die seine Thesen auch und gerade heute in Hinsicht auf die Ukraine bei allen maßgeblichen Kräften im Westen haben. Wenn man da einiges verstanden hat, erklärt sich recht viel. Nicht zu vergessen auch Mackinder, den man ebenfalls gelesen und verstanden haben sollte, bevor man auch nur anfängt über die Zusammenhänge in der Ukraine zu spekulieren. Man könnte, zumal als Deutscher, sich auch ein klein wenig mit der Rolle der Gebiete, die wir heute als Ukraine kennen in den zwei Weltkriegen, insbesondere WK1, und den deutschen Ambitionen und Plänen diesbezüglich befassen.

Die Kenntnis der russischen Seite dieses lustigen Spielchens, ihrer Geschichte und ihrer Ambitionen in Hinsicht auf die Ukraine halte ich ebenfalls für unabdingbar, wenn man irgendwas verstehen will von dem, was da in Kiew und anderswo gerade abläuft.

Davon ganz abgesehen halte ich es für zuweilen atemberaubend, wie sehr die deutsche Öffentlichkeit sich seit 1945 weigert, auch nur ansatzweise zu begreifen, welchen enormen Einfluß – und welche Macht – Deutschland besitzt. In halb Mittel- und Osteuropa können Regierungen nicht mal pupsen, ohne sich zuvor mit Berlin abgestimmt zu haben, aber der Michel glaubt immer noch wie ein kleines Kind die Mär von der besonderen Zurückhaltung deutscher (Macht-) Politik seit dem Zweiten Weltkrieg. Besonders lustig ist das dann, wenn der deutsche Außenminister unter EU-Getue seine französischen und polnischen Amtskollegen als Feigenblättlein mit auf den Maidan schleift, damit die unverblümte deutsche Zündelei in Kiew (noch während die Spiele in Sotschi laufen, ein ungeheurer Affront gegen Putin) international und vor allem in der Heimat nicht ganz so dreist wirkt, wie sie es tatsächlich ist.

Und, so als überwiegender “Nur-Mitleser” fände ich es mal ganz zauberhaft, wenn hier nicht wieder bis dorthinaus und sonstwohin in epischer Breite heillos am Thema vorbei theoretisiert würde. Vom Hölzken zum Stöcksken zum Wald, die traurige Geschichte deutscher Blogs. Ist intellektuell ja immer wieder wahnsinnig toll und schwer beeindruckend, was hier so alles zusammenparliert wird, driftet aber zumeist komplett ins Nutzlose oder Groteske ab. Was ich sehr schade und wenig zielführend finde. Bitte dieses keinesfalls persönlich oder allzu kritisch zu nehmen, danke.

Morph Februar 21, 2014 um 20:50

@HG

“===> … wie wär’s denn ma’, wenn DU ma’n Handgriff arrrbeiten gehen würdest? Morph?”

Du wartest ja jetzt schon seit vielen Jahren auf das ominöse Volk. Weißt Du, woran das liegt? Du bist ein Feigling, das ist es!

“Als er entdeckte, dass ihm die Glückslinie fehlte, schnitt er sich mit dem Rasiermesser seines Vaters selbst eine in die Handfläche.”

http://www.youtube.com/watch?v=-dWzSPf0Y30

ruby Februar 21, 2014 um 21:14

Für uns Sofasitzer
http://www.youtube.com/watch?v=xQj_xWC39II&list=UUwyiPnNlT8UABRmGmU0T9jg
Welchen Rollen spielen Europa, Deutschland …
Finale Schweden : Kanada

Wilma Februar 21, 2014 um 21:19

Bald sind die Spiele vorbei. Ich bin gespannt, wie Putin auf die “Zündeleien” reagiert.

JHM Februar 21, 2014 um 21:25

ruby, die beiden Witzfiguren kann man doch nicht ernst nehmen. Den Blome ja noch weniger als den Augstein. Hobbyintellektuelle Laberbüchsen im deutschen Staatsfernsehen. Verblödungsglotze halt. Plattitüt, tüt, tüt.

"ruby" Februar 21, 2014 um 21:42

Wie wird sich das Militär verhalten, wenn die Menschen auf den Strassen genug von Janukowitsch haben.
Laut faz und live Blog Zeit werden die Familen bereits ausgeflogen, was von den Rebellen beobachtet wird.
Nato oder russische Armee Inteerventionen scheiden aus.
Spaltung ist eine inner ukrainische Entscheidung.
Rohstoffdurchleitungsrechte sind verhandelbar und eine Preisfrage.
Ob das alles richtig, gut, wünschbar ist liegt nicht in unseren Möglichkeiten.!?

Wilma Februar 21, 2014 um 22:12

Drama-Queen Timoschenko hatte die richtige Monopolykarte
- Du kommst aus dem Gefängnis frei -

Soldat Schwejk Februar 22, 2014 um 01:41

Upps… spät des nachts… aber kleiner Input.

Nach der Meldung, Janukowitsch sei gen Charkow abgeflogen, entspann sich im Kommentarteil vom russischsprachigen “Zerkalo nedeli” u.a. folgender kleiner und für die hiesigen Zwecke vielleicht instruktiver Disput…

http://zn.ua/POLITICS/yanukovich-vyletel-v-harkov-139448_.html

—> “Wenn Janek mit Putin die Schaffung eines neuen Staates
‘Ostukraine’ mit der Hauptstadt Charkow vereinbart, damit der Botox-Typ [Putin] den dann gleich anerkennt und verteidigt, dann bleibt uns nichts als gegen Rußland Krieg zu führen um die Einheit der Ukraine.”

—> “Und ich als gebürtiger Charkower werde dann das Sturmgewehr nehmen und für die Abspaltung unseres Südrußland (Süd-Ost) von der Nazi-Bandera-galizischen Ukraine kämpfen.”

—> “Die verarschen dich doch nur: es gibt kein ‘Südrußland’ (Süd-Ost)”

—> “Lerne Geschichte: Charkow und Donezk waren nie Teil von Chmelnizkijs Staat [17.Jh.], sondern Teil des russischen Reiches. Die Kommunisten haben wegen kurzfristiger Erwägungen diese Teile an die Ukrainische Sowjetrepublik angeschlossen, um die Russische Föderative Sowjetrepublik zu schwächen.”

—> “Bürger von Charkow, ihr solltet jetzt darüber nachdenken, was ihr für die Heimat tun könnt, und wie ihr diesen irrsinnigen Mörder [Janukowitsch] neutralisieren könnt. Erinnert euch, ihr entstammt auch einem Kosaken-Geschlecht!”

—> “Dann geh erst mal hin und neutralisiere die bewaffneten Mörder auf dem Maidan. Zu schwach dazu?”

Fragen in die Runde, speziell an die Kommunikationsexperten:

Wie sind die Leute wohl so drauf, die so kommunizieren? Haben die ein Sturmgewehr? Oder haben sie eher keins, und das Problem liegt darin, daß die, die eins haben, nicht so kommunizieren? Lesen und kommentieren die Besitzer eines Sturmgewehrs den Internetauftritt von “Zerkalo nedeli”? Oder begleitet da die jeweilige Rentnergeneration mit irgendwelchen realitätsfremden Parolen ein Geschehen, das sie nicht begreift? Oder ist das einfach nur die ukrainische Ausgabe der Beklopptenwiese? Und wie würden wir eigentlich kommunizieren, im Falle daß…?

Meine Vermutung zumindest zu einem Teil der Angelegenheit: Die Ostukraine ist wirtschaftlich stärker, aber gerade deshalb im Moment politisch schwächer. Die Leute im Osten haben eher noch ein Auskommen, sie haben was zu verlieren bei länger andauerndem Knatsch. Den verbitterten Typen aus Galizien ist dagegen wirklich alles egal, die haben jetzt Blut geleckt und wollen den symbolischen Endsieg. Die sitzen wirtschaftlich eh in der Scheiße, also dann jetzt lieber noch ein bissel Triumph und Knüppelschwingen und Heldengesang, bevor es zurück in die Scheiße des Alltags geht.

Charkow und Donezk dagegen funktionieren wirtschaftlich noch, von da aus wird es keine Konfrontation bis zum Äußersten geben. Eher wird der Osten es akzeptieren, daß in Kiew jetzt mal wieder die andere Bande dran ist, solange man im Donbass weiter den Geschäften nachgehen kann. Rinat Achmetow etwa will gewiß nicht heim ins russische Reich, und er will vor allem auch nicht, daß im Donbass geschossen wird. Dann lieber Klitschko und Timoschenko in Kiew, die sich eh sofort zerstreiten werden und außerdem erst mal damit beschäftigt sein werden, in der Westukraine eine Art Staatlichkeit wiederherzustellen…

ruby Februar 22, 2014 um 02:27

Hoffentlich haben “Janek” und Putin auch so eine gute Versorgung bei ihrer Beratung
http://zeitgeist247.de/werbung/edeka-kinowerbung-kiffer-mit-tute-beim-einkaufen-video.html
;-)

ruby Februar 22, 2014 um 02:35

Supertypen schaffen Superstaaten
http://www.youtube.com/watch?v=Vz6YBRVjRXg

ruby Februar 22, 2014 um 02:41
ruby Februar 22, 2014 um 02:48

slow waltz after foxtrott
http://www.youtube.com/watch?v=F2e1AIzVwBU

ruby Februar 22, 2014 um 03:47

Staatsfunk Spekulationen
http://www.tagesschau.de/interviewukraine102~_origin-4c92fcda-a629-42f4-9613-7a8597883902.html
und
Staatsfunk Kommentar
http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-nichts-kann-janukowitsch-retten.720.de.html?dram:article_id=278172
Illner lässt Grüßen
Studium Sektion Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig

Bladnoch1971 Februar 22, 2014 um 08:08

@Schwejk
Gute Ausführungen, und vor allem Danke für die Übersetzung der “Zerkalo nedeli”. Es ist sicher richtig, dass die Ostukraine deutlich mehr bei einem Bürgerkrieg zu verlieren hätte, wie das wirtschaftliche Nichts zwischen Lemberg Und Charkow. Allerdings dürfte es doch auch im Osten nicht wenige Personen geben, an denen die wirtschaftliche Besserstellung dieses Landesteiles, weitgehend oder völlig vorbeigeht. Wie so oft, könnten die Ihren Frust auch in Gewalt ersäufen. Sind den die Clanstrukturen im Osten der Ukraine so fest gefügt um diese Personengruppe soweit im Griff zu haben, dass die Lage nicht weiter eskaliert?

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 09:44

Schwejk

Die eigentliche Bedrohung ist das Fehlen von Führungspersonen, die auch Kompromisse durchsetzen können. Klitschko etwa läuft offenkundig der Stimmung auf dem Maidan in Kiew und einigen oppositionellen Hochburgen hinterher. Selbst wenn die Opposition in Kiew gewinnt, ist daher die Frage, ob sie in den östlichen Landesteilen ihre Autorität durchsetzen kann. Der Vertrag hatte ja das Ziel des Zeitgewinns. Also allen Akteuren die Möglichkeit zur Kompromissbildung zu bieten, um zu einer dauerhaften Lösung kommen zu können. Wenn die Opposition in Kiew gewinnt, wird sie Janukowitsch die Möglichkeit geben, seine Machtbasis im Osten zu konsolidieren. Es wäre für die Opposition sinnvoller gewesen, auf Grundlage der alten Verfassung Janukowitsch vor sich herzutreiben. Etwa über die verabredete Untersuchung der Eskalation der vergangenen Tage. Aber die Oppositionsführung lässt sich von der Masse auf dem Maidan dominieren.

ruby Februar 22, 2014 um 09:50

Stellen wir uns vor der aus Kiev ausgeflogene Präsident bleibt verschwunden …und niemanden interessiert sein Verbleib mehr .
;-)
http://www.youtube.com/watch?v=LFKM2VYDPjg
Nichts für schwache Nerven!

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 09:57

Interessantes Interview in der FAZ. Es kommen auch einige Punkte zur Sprache, die wir hier diskutiert haben.

focion Februar 22, 2014 um 10:04

Ich denke der Alltag von Märchenonkel HG sieht in etwa so aus:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/64/Aschenputtel.jpg

Blos ohne Tauben.

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 10:11

Guter Artikel in der NZZ zum historischen und kulturellen Hintergrund des Konflikts in der Ukraine.

Balken Februar 22, 2014 um 10:13

Wieso soll das Interview in der FAZ interessant sein?
Ach so, wegen der Leserkommentare. Das stimmt.

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 10:21

In der FAZ kommentieren Leser aus der Ukraine?

Natalius Februar 22, 2014 um 10:22

Hier ein paar Hintergrundinformationen aus dem Bereich der alternativen Medien: http://www.youtube.com/watch?v=77Kvc5FBHhs#t=301
Prüft selbst!

ruby Februar 22, 2014 um 10:51

Es wurde in Umlauf gebracht, das die Präsidentenmaschine in Fudschaira gelandet wäre.
Echt oder plaziert?

ruby Februar 22, 2014 um 10:56
Goodnight Februar 22, 2014 um 11:39

Yep, die USA fordert, dass die Ukraine nun internationale “Unterstützung” braucht.
Und Putin wird bald von der OSt-Ukraine um Hilfe/Schutz gebeten.

Und dann spalten wir das Ding einfach auf. Easy as fuck.

Hat die Ukraine ne Alternative? Nope, denn die haben keine Regierung, keine Staatsform, keine Identität, einfach garnix, was ein irgendwie einen Staat legitimieren könnte. Der Osten will keine Ukrainie sondern zurück zu Russland und der Westen weiss nicht was er will.

Yep, die verstoßenden Kinder des kalten Krieges, ohne Identität… Freiwild für die Mächtigen.

Joseph: “Let me ask you something… we Italians, we got our families, and we got the church; the Irish, they have the homeland, Jews their tradition; even the n.ggers, they got their music. What about you people, Mr. Wilson, what do you have?”
Edward: “The United States of America. The rest of you are just visiting.”
(the good shepard)

Natalius Februar 22, 2014 um 11:59

@Goodnight, yep

Zum Nachrecherchieren:
“I am an Ukrainian” (YT-video) cf. Ben Moses.
Spilna Sprava & George Soros, 5 Mrd. USD –> Gebäudeaquise in Kiew.
Center for Applied Non Violent Action and Strategy (CANVAS)
Popovich-connection.
CANVAS-Leaflets, pamphlets (ab Min. 15)….
“Kony 2012 style”.

Natalius Februar 22, 2014 um 12:17

Will heissen, es ist wenig wahrscheinlich, anzunehmen, dass der ukrainische Frühling komplett “von unten” kommt, d.h. zu 100% aus dem Frust der Leute geboren wurde. Das Timing – noch vor Ende von Sochi 2014 mit einer Eskalationsphase zu beginnen – ist m.E. “zu perfekt”.

Natalius Februar 22, 2014 um 12:41

Putin hat bereits vor einer Woche betont, er sehe die Ukraine als “ökonomische Pufferzone/Experimentalzone” zwischen EU und Russland. An einer Spaltung kann ihm daher nicht gelegen sein. Die Spaltung ist ausschliesslich im Interesse jener Kräfte, die sich überall auf dem Planeten “Land für Land” einverleiben. Eine halbe Ukraine ist besser als gar keine. Wenn der Westen geschluckt ist, kann der Osten später – wieder durch orchestrierte Innendynamik u.z. per Betonung einer “nationalen Einheit” mit dem zweiten Bissen geschlundet werden – the empire has time. Ben Moses hat sicherlich schon eine Idee für ein Folgevideo. Das aktuelle ist innerhalb von wenigen Tagen auf inzwischen 6.5 Mio clicks angestiegen….

"ruby" Februar 22, 2014 um 14:07

Schon ein seltsames Völkchen die Kiewer Rus
http://de.wikipedia.org/wiki/Kiewer_Rus
;-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Mongolische_Invasion_der_Rus
Kämpfen und untergehen können die.

"ruby" Februar 22, 2014 um 14:13

Prof. Gerhard Simon aus Köln vom ehemaligen Bundesinstitut für Ostwissenschaftliche Studien hat noch einmal einen großen Auftritt bei Phönix …
https://www.econbiz.de/Search/Results?lookfor=%22Berichte+des+Bundesinstituts+f%C3%BCr+Ostwissenschaftliche+und+Internationale+Studien%22&type=JorunalTitle

"ruby" Februar 22, 2014 um 14:18

Ach Soldat Schwejk, wie bewundernswert Deine Kenntnisse der Sprache sind …
gib uns einfach mehr davon ;-)

Balken Februar 22, 2014 um 14:26

Kommentatoren aus der Ukraine unter dem FAZ-Artikel? Wieso, hat das jemand behauptet?
Auch einheimische Kommentatoren unter FAZ-Artikeln können interessant sein, bekanntlich. Folgen häufig und gelegentlich überwiegend nicht dem Tenor des Artikels, sowas aber auch! An der Umerziehung muss noch gearbeitet werden.

Soldat Schwejk Februar 22, 2014 um 14:36

Der Reihe nach…

“Europäische Werte” setzen sich durch :

http://www.haaretz.com/mobile/1.575732?v=3C03EC96AC83BCA49B4D0C35AFEC41A3

Das muß Timothy Snyder jetzt dem Ostküstenpublikum erklären. Als Hilfs-Erklärbär biete ich die Version an: Alles nur eine Provokation des russischen Geheimdienstes?

"ruby" Februar 22, 2014 um 14:53

Putin hat ab Montag seine Geheimwaffen im Einsatz
http://www.youtube.com/watch?v=-iibmOo5kds
Partytime
;-)

gelegentlich Februar 22, 2014 um 14:57

Puh, da müßte der ja in der dortigen jüdischen Gemeinde verankert sein. Wie das?

Der erste Kommentar kommt denn auch von einer noch nicht gebrieften und daher noch verwirrten Seele:
„political instinct of the rabbi is dead wrong
dankam 22.02 13:54“

"ruby" Februar 22, 2014 um 15:03

Heute freier Eintritt im Kiewer Zoo des Präsidenten …
net.faz. live
http://live.faz.net/Event/Krise_in_der_Ukraine

Soldat Schwejk Februar 22, 2014 um 15:07

FAZ-Gespräch mit Mykola Rjabtschuk

Nun, der Autor ist kein unparteiischer Schriftsteller, sondern seit langem einer der führenden ukrainischen Nationalideologen auf der intellektuellen Ebene, für den Rußland ein Stück von Asien ist. Sozusagen (vermutlich wider Willen) ein Gegenstück zu Alexander Dugin in Moskau. Das sind kluge und unglaublich belesene Leute, die aber trotzdem der m.E. fundamentalen Beklopptheit anhängen, mit dem Blick ins Geschichtsbuch irgendwelche Kultur- oder Zivilisationsräume zu konstruieren und diese dann geopolitisch auszudeuten. Das sind “Inventors of Traditions” im Sinne von Hobsbawm, aber in einer gefährlichen, giftigen Spielart.

Ich halte das wirklich im Sinne der Aufklärung für eine schlimme, eine konkurrierende und ansteckende Beklopptheit. Gern würde ich jetzt sagen, naja, aber den einfachen Leuten geht sowas zum Glück am Arsch vorbei. Das trifft es aber wohl nicht ganz, irgendwie sickern die kulturgeopolitischen Glasperlenspiele der ‘Meisterdenker’ dann doch in einer vulgarisierten Form nach unten durch und verpesten die Köpfe.

Das ist übrigens ein Beispiel für ‘Reflexivität’; da erzeugt eine hegemoniale Beschreibung erst die Phänomene, die sie zu beschreiben vorgibt.

Zum konkreten Interview mit Rjabtschuk:
—> “Innerhalb von vier Jahren hat sie [die Regierung] sämtliche Rechtsstrukturen zerstört. Die Polizei wurde privatisiert, die Unabhängigkeit der Gerichte zerstört.”

Mag ja sein, daß es in den letzten vier Jahren noch schlimmer geworden ist. Aber daß vor Janukowitsch die Polizei kein Schutzgeld erpreßt hätte und daß die Gerichte unabhängig gewesen seien, also kaum etwas könnte ferner der Realität sein als eine solche Annahme. Das weiß Rjabtschuk natürlich auch, er erzählt dem deutschen Publikum eine Geschichte. Sozusagen der bildungsbürgerliche Teil der medialen Boxerfestspiele.

Soldat Schwejk Februar 22, 2014 um 15:29

Den NZZ-Artikel finde ich dagegen ganz gut, obwohl auch da einige Klischees bedient werden. Der Blick auf die Karte ist ganz interessant…

Also was die “Räume” angeht: Es überlappen sich da sprachliche, historische, wirtschaftsstrukturelle Grenzen – unten links etwa sieht man, daß Transkarpatien noch mal was ganz anderes ist als Galizien; da gibt es zum einen eine starke ungarische Minderheit; zumindest für die ältere Generation ist da vielerorts Ungarisch auch die dominierende “interethnische” Umgangssprache (war es jedenfalls noch in den 90-ern). Außerdem gibt es die Nationalbewegung der slawischen Ruthenen, die sich nicht als Ukrainer sehen (bzw. die nicht viel mit den Bandera-Ukrainern aus dem ehemals polnischen Galizien verbindet). Man kann da m.E. nicht einfach sagen, naja, aber die sind ja alle “mitteleuropäisch geprägt”… Ich meine, wir kennen ja die mitteleuropäische Geschichte der Zwischenkriegszeit: keine Idylle.

In der Zentralukraine, etwa Region Poltawa, ist es dann m.E. auch noch mal ein Stadt-Land-Gegensatz. Die industriellen Zentren (Krementschuk z.B.) sind eher russischsprachig, drumherum auf dem Land dominiert das Ukrainische.

U.a. deshalb ist es auch nicht “easy as fuck”, da irgendetwas aufteilen zu wollen.

Soldat Schwejk Februar 22, 2014 um 16:06

@ Bladnoch

Gerade las ich noch, daß sich in Charkow eine Art Rat von Vertretern der südöstlichen Gebietskörperschaften gebildet hat und die Beschlüsse des Kiewer Parlamentes nicht anerkennt, da diese unter den Bedingungen von Terror und Einschüchterung zustande gekommen seien.

Ich kann im Einzelnen überhaupt nicht einschätzen, wie in den ostukrainischen Regionen da jetzt so die Stimmung ist und an welchen Faktoren sich die Entwicklung entscheidet. Zum einen kochen konkurrierende regionale Einflußgruppen da noch mal ein eigenes Süppchen auf dem großen Feuer. Vor ein paar Wochen gab es schon heftige Ausschreitungen in Dnepropetrowsk, die zwar unter pro- und contra-Janukowitsch-Losungen stattfanden, die nach Einschätzungen von Beobachtern aber wenig mit dem Kiewer Konflikt zu tun hatten, sondern eine Auseinandersetzung zweier lokaler Business-Gruppen mit ihren jeweiligen Schlägertrupps waren.

Auch sind die Business-”Eliten” der Ostukraine, mal abgesehen von den ganz großen Fischen wie Achmetow, wohl vielfach eher gegen Janukowitsch, weil dessen “Familie” sie aus ihren Revieren zu verdrängen begann. Also die werden vielleicht froh sein, den verhaßten Paten endlich los zu sein, und sie werden ihre Klientel nicht gegen die Kiewer Zentrale mobilisieren. Zumal da im Osten sich auch mit einer neuen Macht erst mal nicht viel ändert; die galizischen Marodeure werden ja gewiß nicht in den Donbass fahren, um dort im Bergmannsrevier Bandera-Büsten aufzustellen.

Und die wirklich vor Armut verzweifelten Leute im Osten: mit wem und gegen wen und was sollten die an Ort und Stelle mobilmachen? Warum sollten gerade die aus eigenem Antrieb den Janukowitsch verteidigen?

Wie gesagt, es fällt mir schwer das zu beurteilen, aber ich würde zu der Einschätzung neigen, daß es im Osten keine wirkliche Eskalation der Lage geben wird (vielleicht ein paar gewaltsame Abrechnungen mit lokalem Charakter).

Aber vielleicht bin ich nächste Woche schon falsifiziert…

eric Februar 22, 2014 um 16:13

@Schwejk
Danke für die Einordnung(en) – sehr hilfreich, da ich mich in der Region überhaupt nicht auskenne. Ansatzweise bezog ich (literarische) ‘Eindrücke’ über die politische Kultur der Ukraine aus den Büchern von Andrej Kurkow, der das von Oligarchen geprägte System als surreales Absurdistan darstellt. Obwohl er selbst russischsprachig ist, bezeichnet er sich als ukrainischen Schriftsteller. (Insofern ein Gegenmodell zu Rjabtschuk?) Seine Einschätzungen würden mich sehr ineressieren. Er spricht sehr gut deutsch. Doch leider war von ihm nichts in den deutschen Medien zu hören oder zu lesen (oder ist mir entgangen). Hat er sich in den russischen zu Wort gemeldet?

sol1 Februar 22, 2014 um 16:39

@ Soldat Schwejk

Als Hilfs-Erklärbär biete ich die Version an: Alles nur eine Provokation des russischen Geheimdienstes?

Gut möglich!

Der Artikel wurde ergänzt:

Correction (Feb. 22, 4:20 P.M.): An earlier version of this report incorrectly described Rabbi Azman as the chief rabbi of Ukraine. Azman is not the country’s chief rabbi, but one of two rabbis challenging the official chief rabbi, Yaakov Bleich, in Kiev, and like most Chabad rabbis, is aligned with the Kremlin.

Goodnight Februar 22, 2014 um 16:42

@Soldat

“U.a. deshalb ist es auch nicht “easy as fuck”, da irgendetwas aufteilen zu wollen.”

Nur ne Frage:
Wer trifft gerade die Entscheidung, was mit der Ukraine passiert?

Die Regierung der Ukraine? … Äh…wer ist das? Gibts da noch ne Regierung?

Die Opposition, die Revoluzer, das Volk? ..Äh…Wer ist das? Klitschko? Die Menschen auf dem Maidan? Gibts da irgendeinen Sprecher, eine Repräsentanten der öffentlichen Meinung bzw. Mehrheit des Willen des Volkes? Gibts überhaupt noch EIN Volk. Mir sieht das alles mehr nach Bürgerkrieg aus.D.h. die Ukraine kann das Problem der Ukraine nicht aus sich selbst heraus lösen.
Ergo: Es treffen jetzt die starken Kräfte im Ausland die Entscheidungen, natürlich nur im Interesse der Ukraine…um diese zu retten, schützen…whatever.
Und diese Kräfte sind zum einen die USA und die EU und zum anderen: Putin. Da die USA und die EU sich gegenseitig “f.cken” läuft alles auf Putin raus, d.h. wir warten alle auf darauf, dass er, nachdem er den Frauen-Eiskunstlauf-Wettbewerb der Olympischen Spiele höchstpersönlich entschieden hat, nun auch über die Zukunft der Ukraine entscheiden wird.
Wer wird bzw. kann bzw. will ihn daran hindern? NIEMAD will einen Bürgerkrieg in dieser Region, weder die Ukrainer noch das Ausland. Also werden ALLE darum betteln, das ein starker Held kommt und Entscheidungen für alle trifft und diese auch durchsetzt. Bei der Wahl zwischen Chaos und Diktatur entscheiden sich IMMER ALLE für Diktatur. Deshalb klappt das ja immer mit Powerplay der Großmächte: Erst Chaos verursachen und dann einen Retter präsentieren.
Ergo: Easy as f.ck

Viktor: “You Americans like to think of yourselves as direct. Perhaps you are just rude.”
Jack: “You Russians like to think you’re poets but perhaps you’re just touchy.”
(Shadow Recruit)

Schatten Februar 22, 2014 um 16:48

Mal was anderes:

Wenn es jetzt zu so einer rechten Westukraine kommt, ist dies ja noch Jobbik-Ungarn schon der zweite Staat in Osteuropa.

Dann noch die Welle von Front National und UKIP und AfD und wie sie alle heißen…

Die EU geht interessanten Zeiten entgegen!

BB Februar 22, 2014 um 17:14

@Goodnight

Ergo: Es treffen jetzt die starken Kräfte im Ausland die Entscheidungen, natürlich nur im Interesse der Ukraine…um diese zu retten, schützen…whatever.
Und diese Kräfte sind zum einen die USA und die EU und zum anderen: Putin. Da die USA und die EU sich gegenseitig “f.cken” läuft alles auf Putin raus,

Soweit d’accord bis auf den letzten Satz.

Die Ukraine ist ab heute pleite und kann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Putin ist geizig, wenn man genau hinschaut. Zu wenig Cash? Investitionsrisiko zu hoch? Will lieber die EU bezahlen lassen und sich dann seinen Kuchen abschneiden?

Die EU ist ebenfalls geizig, weil: hat definitiv viel zu wenig Cash (bzw. Cash für Ukraine ist politisch nicht durchsetzbar, was das gleiche ist).

Die Ukraine bekommt, wer jetzt genügend Cash hat und das sind: die russischen/ukrainischen Oligarchen – also Rohstoff-Räuber – und BlackRock in den USA – als Finanz-Mafia. Die werden gemeinsame Sache machen.

Die EU wird am Ende dieses Prozesses diesen globalen Akteuren ergeben ihre Referenz erweisen und sie durch intransparent vorbereitete permanente Erweiterung von Freihandelsräume logistisch unterstützen.

So läuft das Spiel heute. Das Verbrechen übernimmt den Planeten und die Ukraine ist da nur ein weiterer Schritt hin.

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 17:20

Goodnight

Es wird keinen Helden geben.

Soldat Schwejk Februar 22, 2014 um 17:27

@ eric

Von Andrej Kurkow hab ich vor Jahren mal ein paar Kurzgeschichten gelesen, fand ich auch ziemlich cool. Habe von ihm das hier gefunden, eine skeptische, aber moderat oppositionsfreundliche Sicht:

http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-25927006

Eines der von ihm beschriebenen Szenarien scheint ja nun einzutreten, und seine Prognose für den Fall ist diese:

—> “If a “reboot” were to take place, however, Tymoshenko would be released from prison and the three current opposition leaders would be eclipsed. Yulia Tymoshenko would become the only leader.”

Da hast Du übrigens Deine “starke Heldin”, @Goodnight… Mit der kann auch Putin gut klarkommen, das hat die Vergangenheit gezeigt. Yulia for President, dann hat Putin eine berechenbare Mitspielerin, die ihm zumindest von der machtpolitischen Intelligenz her gewachsen ist (als m.E. einzige Person im ukrainischen Establishment)…

Das Problem ist nur, daß der Erdgas-Oligarch und Boxer-Sponsor Dmitrii Firtasch alles tun wird, um das zu verhindern. Aber wenn Putin und Julia dem Firtasch klarmachen, daß seine Zeit vorbei ist und er sich besser aus der Politik zurückzieht, wenn er nicht in den Knast will… das wäre vielleicht eine Lösung zumindest auf dieser Ebene…

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 17:28

Das Problem solcher Konstellationen, wie jetzt in der Ukraine, ist ihre Eigendynamik. Die kann niemand mehr kontrollieren. Die Medien werden durch die Logik der Echtzeitkommunikation noch dazu verführt, wirklich jedes Ereignis im Sinne ihrer Erwartungen und Annahmen zu interpretieren. Sie wirken damit auf die Akteure zurück, und das sind nicht mehr solche Symbolfiguren wie Janukowitsch, Klitschko oder Timoschenko. Politisch braucht man natürlich das genaue Gegenteil. Nämlich Zeit, um diese Eigendynamik zu stoppen. Das alles ist ein Rezept für ein Desaster.

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 17:33

Schwejk

Dein Wort an Goodnight in Gottes Ohr. In der Ukraine ist aber nicht klar, welche Konfession der hat … .

Bladnoch1971 Februar 22, 2014 um 17:34

@Schwejk
Danke für Deine Einschätzung. Wenn Janukowitsch nicht den Mobilisator der unzufriedenen, zurückgebliebenen spielen kann, dann wird natürlich nicht (allzu viel) passieren.
Das wären natürlich zu hoffen. Es bleibt spannend!

Soldat Schwejk Februar 22, 2014 um 17:37

Ansonsten scheint es mir auch so, daß hierzulande der Einfluß der äußeren Akteure chronisch über- und die innere Dynamik mit ihren ganz unterschiedlichen Akteuren und Interessen unterschätzt wird.

Doktor D Februar 22, 2014 um 17:38

Nachdem die Bilder von Yanukowitschs kleiner Feriendatsche über die Handys und Bildschirme der Ukraine geflimmert sind, wird’s eher schwierig werden als Retter der Zurückgebliebenen.

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 17:47

Offenkundig haben alle vergessen, was nach 1991 in Jugoslawien passiert ist. Erst im Prozeß des Auseinanderfallens wurden aus Jugoslawen Serben, Bosnier, Kroaten. Aus Nachbarn, die seit Jahrzehnten friedlich zusammenlebten, Feinde, die sich gegenseitig umbrachten. In der deutschen Politik (und Medien) dominierte damals auch die Begeisterung für Kroaten und Slowenen, mit allen Konsequenzen, die das auf die Region hatte. Die gossen Benzin ins Feuer – und fühlten sich komplett unschuldig.

Goodnight Februar 22, 2014 um 17:48

@Lübberding

Nope, es muss immer einen Helden geben. Das gehört zum Spiel dazu. Wir brauchen immer eine schöne Frau, einen Bösen und einen Helden.

By the way: Schau Dir alle Regierungen in Europa an: immer eine junge schöne Frau dabei. ist heute Standard, seit Belusconi….selbst in der BRD. Übrigens haben wir in der Ukraine ja diese Dame mit dem Bauernzopf…und die wurde jetzt aus ihrem Verlies befreit…whatever

Es gibt immer einen Bösewicht und einen Held:
nehmen wir zum Beispiel Gorbatschow und Putin, der eine ist der Held und der andere der Bösewicht… nun gut, für uns ist Gorbatschow der Held, für die Russen ist er der Bösewicht. Putin ist für die Russen ein Held. Und er wird auch für die Ukrainer ein Held sein..wenigstens im Osten des Landes ;-)

Whatever, Menschen wollen Helden, sie wollen eine Geschichte, die die Komplexität der Moderne auf das Niveau eines Märchen runterbricht. Und wer Ihnen dieses Märchen liefert, der gewinnt ihren Verstand…äh…ihr Herzen…natürlich.

Unser Held ist Klitschko…nur für die Ukrainer irgendwie nicht. Verdammt, unser Märchen ist nicht passend. Die Russen können das einfach besser.

“Washington is like Hollywood, but with uglier faces.”
Jack (Casino Jack)

eric Februar 22, 2014 um 17:53

@Schweijk
Danke für den Link. Nach dem Zitat schreibt er dann ja noch:
“Those currently serving Mr Yanukovych would be arrested and put on trial. The judges would make decisions according to the desires of those in power. In other words, we would have more of the same, only it would look a great deal more elegant and would be sanctioned by half of the population. “

Bladnoch1971 Februar 22, 2014 um 18:00

@ Doktor D
Ja, solche Bilder sind natürlich blöd. Außer im fällt noch irgendein spin ein, warum er doch der Retter der zurückgebliebenen Ostukrainer ist. Dürfte aber jetzt wirklich schwierig werden.

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 18:00

Goodnight

Sich den Schädel einzuschlagen, reduziert auch Komplexität.

Natalius Februar 22, 2014 um 18:02

Dass man Timoshenko wieder einsetzt, habe ich mir auch schon gedacht. Nach Ihren Gefängnisjahren hat man vergessen, dass sie selbst im Oligarchengeschäft tätig war. Jetzt darf sie mit orangenem Schal – als Nelson Mandela zurück – und Klitschko boxt als Aussenminister. ;-)
Inzwischen sind die 5 Mrd. gut angelegt. Business as usual.

Doktor D Februar 22, 2014 um 18:12

Meanwhile, a strange thing happened at th UN Security Council http://yhoo.it/1p80dxF

Goodnight Februar 22, 2014 um 18:12

@Lübberding

Yep…Jugoslawien. Kannten keine Demokratie, wurden dann in die Moderne geworfen..und haben sich erst einmal gemetzelt.
Gleiches Schema bei den Ex-Diktaturen in Nord-Afrika bzw. Naher Osten: Die kennen nur Diktatur oder Religion. Demokratie ist unbekannt und folglich klappst nicht mit der Moderne…und folglich wird erst einmal gemetzelt.
Und in Süd- und Mittelamerika und Zentralafrika sieht es nicht anders aus.
Ergo: Wenn der Mensch kognitiv überfordert ist, dann metzelt er halt gerne.

Soll man deswegen noch Magengeschwüre bekommen? F.ck it,! Wenn die jungen Männer in Syrien und Ägypten und Mexiko sich jetzt massenhaft stone age mäßig gegenseitig enthaupten wollen… So what?
Wenn die West- und Ostukrainer sich jetzt wie damals Kroaten und Serbien Blei entgegen schleudern wollen. Ja und?
Die Amis haben keinen Bock mehr die Feuerwehr zu spielen, die EU auch nicht. Wir sollten und können uns nur auf uns eigene Interessen konzentrieren, d.h. Gewährleistung der Versorgung mit Rohstoffen, Begrenzung der Konflikte und dafür sorgen das keine ABC-Waffen auf uns gerichtet werden.
Ansonsten: Zuschauen bei ausbrennen lassen und hoffen, dass sich Putin dem Problem annimmt…und sich dabei übernimmt.

“You know what the business community thinks of you? They think that a hundred years ago you were living in tents out here in the desert chopping each other’s heads off and that’s where you’ll be in another hundred years,”
Bryan (Syriana)

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2014 um 18:19

Goodnight

Die Ukraine ist ein Nachbar. Das ist der Unterschied zu Syrien.

Natalius Februar 22, 2014 um 18:21

@Soldat Schwejk Februar 22, 2014 um 17:37

“Ansonsten scheint es mir auch so, daß hierzulande der Einfluß der äußeren Akteure chronisch über- und die innere Dynamik mit ihren ganz unterschiedlichen Akteuren und Interessen unterschätzt wird.”
Mitnichten. Die “äusseren Akteure” haben Zeit aber einen langfristigen Plan. Die innere Dynamik folgt selbstverständlich ihren eigenen Gesetzen – wird aber immer von den “äusseren Akteuren” als “excitable media” betrachtet. Man probiert es aus und setzt das nach, was funktioniert.

“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

Was für die EU gilt, gilt bald auch für die Ukraine.

Ignaz Februar 22, 2014 um 18:25

Interview ist schon paar Tage alt, aber folgende Passage scheint recht eindeutig bzgl. Timoschenko:

“Welche Rolle spielt Julia Timoschenko? Wäre sie die Leitfigur der Opposition, wenn sie nicht im Gefängnis säße?

Prochasko: Auf keinen Fall. Sie ist keine Alternative für uns. Sie soll freikommen, klar, aber sie muss aus der Politik verschwinden und darf nicht mehr mitmischen. Es gibt zwar einige, die ihre Rückkehr wünschen. Weil sie glauben, die anderen Oppositionsführer seien zu schwach.

Andruchwoytsch: Sie sagen, sie der einzige Mann in unserer Politik.

Prochasko: Aber sie gehört genauso zum System. Ihre Rückkehr wäre fatal.”

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/ukraine-vier-autoren-im-gespraech-die-da-oben-duerfen-alles-alle-anderen-duerfen-nichts-12788663.html

Goodnight Februar 22, 2014 um 18:30

Wenn ich schon dabei bin…in Venezuela haben die doch jetzt bei einer Demo ne angebliche Schönheitskönigin erschossen. Das ging als die Nachricht um die Welt. Und dann gab da auch noch so ein Staatsbegräbnis.
Und ich erinnere mich noch hier an die junge hübsche Frau aus dem Iran, die dort bei der orangen Revolution erschossen wurde. … und wo auch ich nach satifaction gerufen habe.
Yep, was sagt das über uns, wenn wir auch basale Element wie Schönheit und Weiblickeit brauchen um auf Konflikte aufmerksam zu werden. Wenn unsere Presse nur noch auf so etwas reagiert. kein mensch interessiert sich für all die hässlichen Männer, die Weltweit erschossen werden.
Auch wir in der Moderne sind nicht weit von Märchen und stone age…..

“The world is a business, Mr. Beale. It has been since man crawled out of the slime. And our children will live, Mr. Beale, to see that… perfect world… in which there’s no war or famine, oppression or brutality. One vast and ecumenical holding company, for whom all men will work to serve a common profit, in which all men will hold a share of stock. All necessities provided, all anxieties tranquilized, all boredom amused. And I have chosen you, Mr. Beale, to preach this evangel.”
Arthur (network)

karla Februar 22, 2014 um 18:40

f.luebberding Februar 22, 2014 um 18:19

“Die Ukraine ist ein Nachbar. Das ist der Unterschied zu Syrien.”

Du meinst wohl ein Nachbar der EU.
Wenn die Türkei eines Tages EU-Mitglied werden sollte ist auch Syrien ein Nachbar. Ebenso Iran.

BB Februar 22, 2014 um 18:51

Ach was, Schönheitsköniginnen, papperlapapp! Cash entscheidet! Wer gerade Fuckyou-Money zuviel auf der Kante hat, der investiert jetzt Kleingeld in die richtigen Sockenpuppen (Tymoshenko, Klitschko, …) – ein bisschen Roulette ist mit im Spiel -, diktiert dann die ökonomischen Rahmenbedingungen (schwacher Staat, niedrige Löhne, Privatisierung, …), investiert trotz Fuckyou-Money auf Kredit (von Goldman Sachs, Deutsche Banke, …), sozialisiert am Ende seine Verluste oder privatisiert seine Gewinne. Null Risiko!

Natalius Februar 22, 2014 um 18:57

@BB Februar 22, 2014 um 17:14

“Die Ukraine ist ab heute pleite und kann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.
Putin ist geizig, wenn man genau hinschaut. Zu wenig Cash? ”

Den Link, in der ein russischer Ökonom den Unterschied zwischen FED und russischer Zentralbank erklärt, habe ich vor kurzem mal eingestellt. Der Rubel ist inzwischen auf einem Rekordtief:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/russischer-rubel-sackt-auf-historisches-tief-a-954416.html

Schatten Februar 22, 2014 um 19:31

Was wird die Rechnung für die BRD?

Viele in den Kommentarspalten, hier in Teilen @JHM, vertreten die Ansicht, dass an den Händen der BRD-Eliten auch das Blut vom Maidan klebt.

Dass gerade die BRD während der Krönung von Putins Lebenswerk, den Olympischen Spielen, in der Ukraine mit dem geistig behinderten Boxer Stress gemacht hat…

Es ist überhaupt auffällig, das während der Olympischen Spiele in Peking größenwahnsinnige Georgier wohl das Grüne Licht erhielten und jetzt während der Olympischen Spiele von Sochi die dumme, kinderlose Mutti und ihr Boxer.

Was ist eigentlich aus dem Olympischen Frieden geworden?

Anyway: Was wird die Rechnung für die BRD?

[Dass die USA bald bezahlen werden, spätestens wenn whitey dort ab 2025 eine Minderheit ist, versteht sich von selbst.]

holger196967 Februar 22, 2014 um 19:33

BB Februar 22, 2014 um 18:51

+1 :D

holger196967 Februar 22, 2014 um 19:37

Ach was, Schönheitsköniginnen, papperlapapp! Cash entscheidet! Wer gerade Fuckyou-Money zuviel auf der Kante hat, der investiert jetzt Kleingeld in die richtigen Sockenpuppen (Tymoshenko, Klitschko, …) – ein bisschen Roulette ist mit im Spiel -, diktiert dann die ökonomischen Rahmenbedingungen (schwacher Staat, niedrige Löhne, Privatisierung, …), investiert trotz Fuckyou-Money auf Kredit (von Goldman Sachs, Deutsche Banke, …), sozialisiert am Ende seine Verluste oder privatisiert seine Gewinne. Null Risiko!

Ich liebe diese hoch komplexe Kommunikation in der Modernen :D

Fuck the EU :D

holger196967 Februar 22, 2014 um 19:41

Aber gleich kommen wieder die Tellerwäscher um die Ecke, die das Wasser überwinden wollen :D

Schatten Februar 22, 2014 um 19:47

Apropos: “Easy as fuck”?

Der Dumme fragt:”Und – wie war ich?”

Der Intellektuelle fragt:”Wie werde ich gewesen sein?”

Natalius Februar 22, 2014 um 19:50

Das Göttliche fragt nach: “Did a f..ck happen at all?”

Natalius Februar 22, 2014 um 19:59

@holger196967 Februar 22, 2014 um 19:41

No, Holger. These entities seperate the waters if they want to pass. We are a small world just on the surface of a small planet.

BB Februar 22, 2014 um 20:01

@Natalius

Mir war das irgendwie aufgefallen, dass Putin beim Thema Ukraine bisher immer eine große Klappe gehabt hat, aber tatsächlich nicht geliefert hat, als es darauf ankam.

Es scheint aber in Russland und wahrscheinlich auch in der Ukraine ein ganz spezifisches Problem zu geben, die sogenannten “Corporate-Raider”, die man eigentlich mit räuberische Unternehmensplünderer übersetzen müsste und nicht wie in diesem Artikel missverständlich als “Heuschrecken” (im Sinne von Müntefering). Nach dem Artikel grassiert in der Ukraine diese gefährliche Pest offensichtlich ebenfalls.

Da kam letztens in den ÖR ein sehr interessanter Beitrag zu. Die Ursache ist, dass aufgrund der unglaublichen Korruption in den Ministerien (insbeondere “Innen”, also das zentrale (!) Resort von Putin), sowie in Polizei und Justiz keinerlei Eigentum in Russland (und Ukraine) mehr geschützt ist. Das ruiniert die Wirtschaft komplett.

Man muss sich das so vorstellen. Du machst dort mit viel persönlichem Einsatz ein Café auf, da kommt dann einer, sobald du Geld verdienst, und legt dir einen gefälschten Eigentumstitel vor und schmeißt dich mit Hilfe von Justiz und Polizei aus deinem eigenen Cafè. Das funktioniert mit jedem Unternehmen – auch großen – dort, die irgendwie Geld bringen, es sei denn, du kannst dir eine eigene Privatarmee leisten und das können nur Oligarchen.

Niemand investiert unter diesen Bedingungen. Im Grunde benötigt man in der Ukraine jetzt einen Brutalo-Macho wie Putin, um den Staat als solchen überhaupt gerade noch so zusammenzuhalten. Der ist aber nirgends in Sicht und sogar Putin gelingt dies in Russland nicht mehr lange.

Nicht nur die Ukraine, sondern auch Russland werden bald komplett zusammenbrechen. Das haben natürlich unsere Schakale (Finanzwirtschaft, BlackRock, etc. und die über jeglichem Recht stehenden globalen Oligarchen) längst gerochen und stehen in den Startlöchern.

Und die Rabenvogel-EU warte gierig darauf, dass sie für die Zeit nach dem Mal der großen Tiere auch noch ein paar Brocken abbekommt (neue Exportmärkte). Um Demokratie und Frieden geht es denen zuletzt.

someone Februar 22, 2014 um 20:03

Aber wenn dieser Ost-West-Gegensatz wirklich zutreffen sollte, ist die heutige Absetzung Janukowitsch’ schon ein gewisser Neuanfang, da ein Drittel dieser Regionenpartei für seine Absetzung stimmte.
Ich frage mich, was dieser Charkowkongress darstellte. Waren das nur die Gouverneure und damit die persönlichen Janukowitschanhänger, da er sie selbst eingesetzt hat, oder war das doch etwas größeres?

holger196967 Februar 22, 2014 um 20:20

Ist das eigentlich so schwer zu verstehen?

Erst befreit man die Menschen, dann verschuldet man die Insassen (Kredit) dann verschärft man die Gesetze (Kredite) dann nimmt man sich brieflich das Eigentum. Die Ukraine ist nichts anderes, als die DDR.

Gaspipelines versprechen was. Kornkammern… Rohstoffe, Zugang zum Schwarzen Meer Odessa… Herz was willste mehr? Und ALLE bekommen die Goldenen 20er wie damals im alten reich… Friede Freude eierkuchen. Ein paar Amis werden Luft-Abwehr stationieren und USD bringen.

Leute es ist alles Multo Bene… believe me…

Und die Gas-Queen wird gepimpert.

Zionismus is comming home

holger196967 Februar 22, 2014 um 20:24

Und der doofe Klitschko guckt inne Röhre. Sein Neanderthaler Gesicht braucht eh keiner.

Natalius Februar 22, 2014 um 20:27

@BB Februar 22, 2014 um 20:01

Sehe ich ähnlich, was den Tenor dieser Einschätzung belangt. Ursächlich könnte es aber tatsächlich daran liegen, dass unserem Helden (Macho Putin bis “The other Putin”) die Hände gebunden sind. Wenn die Info aus einem russischen Hörsaal (muss den Link wiederfinden) stimmt, dann kann er – ausser am Gashahn zu drehen – nicht viel machen. Dreht er den Hahn zu, leiden seine Völker – dreht er ihn auf, dann sorgen die Märkte dafür, dass seine Währung leidet. “Die Märkte” sitzen nun mal nicht in seinem Hoheitsgebiet. Die Zeit nach Sochi ist daher eher beunruhigend…

holger196967 Februar 22, 2014 um 20:31

Natalius

Putin (Russland) lebt vom “Energie” Verkauf um Devisen zu bekommen. China macht sich autark… dann soll er doch auf seinem Gas und Öl sitzen bleiben. Außer Vudka und Öl iss eh nicht inner Rübe.

aifran Februar 22, 2014 um 20:39

da ist die EU, die USA und da sind Ukrainische Oligarchen die sich an den Westen anhängen wollen. Und da sind Oligarchen, die Regierenden, die sich an Russland anhängen wollen.
Also planen die Westlich gepolten Oligarchen einen Putsch. …. Was ist zu tun um aus Putschenden Oligarchen gute Westliche Demokratiefans zu machen???

Die Lösung: “Öffentliche Morde auf dem Maidan-Platz”
(weiter geht es hier mit den richtigen Fragen)
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41062/1.html

holger196967 Februar 22, 2014 um 20:40

BB

hat vollkommen recht, wenn er sagt (so ungefähr) RU hat fertig. Haben sie auch. RU ist zwar groß aber lässt sich locker nach Bodenschätzen noch 1000 Jahre ausbeuten. Militärisch möchte ich mal sehen. Da ist auch nix mehr. PPP hinter dem Ural… ebenso die Arktis. Demnächst. Der $$$ hat gewonnen.

holger196967 Februar 22, 2014 um 20:43

aifran Februar 22, 2014 um 20:39
da ist die EU, die USA und da sind Ukrainische Oligarchen die sich an den Westen anhängen wollen. Und da sind Oligarchen, die Regierenden, die sich an Russland anhängen wollen.”

Nein… das eine Pferd (West) ist schon tot, und das andere Pferd (Ost) noch schlimmer dran.

Nächstes Jahr Formel 1 in Sochi

Putin und Medwedew haben fertsch…

aifran Februar 22, 2014 um 20:50

Hallo Holger – auch Zombies führen “Kriege”:-)
schöne Tage

aifran Februar 22, 2014 um 21:05

Nicht Vergessen – auch die “Weltjournal Reportage ORF Die Revolutions-Profis” gucken ….
http://www.youtube.com/watch?v=AgjzC5pX6ZM

bis ein andermal
Demokratie – eine Java-Applikation für das Volk, ohne Zugriff auf das Betriebssystem der Welt. (F. Aigner)

holger196967 Februar 22, 2014 um 22:26

aifran Februar 22, 2014 um 20:50
Hallo Holger – auch Zombies führen “Kriege”:-)
schöne Tage”

I know :D

Natalius Februar 22, 2014 um 22:57

@Schatten Februar 22, 2014 um 16:48

“Dann noch die Welle von Front National und UKIP und AfD und wie sie alle heißen…”

Oh yes – ich werd auch noch zum Zyniker:

UKIP: http://www.youtube.com/watch?v=HhGNoZfvRoA
AfD: Lucke geht raus bei Friedman, nächste Woche bei N24.

Honestly, hätte ich auch getan: Jemand, der trotz unglaublicher Dummheit und nachgewiesenem kriminellen Verhaltens im D-Fernsehen auftreten darf, der sollte sich nicht nur die Nasenlöcher, sondern auch das A..loch pudern. Und das sage ich meinen jüdischen Freunden gegenüber, die das mit Sicherheit genau so sehen! F..ck Friedman!

Wilma Februar 22, 2014 um 23:36

Und mit Friedmann sind wir wieder bei dem Thema Ukraine
“Friedman-Prozess”
http://www.berlinkriminell.de/2/gericht_akt32.htm

Natalius Februar 22, 2014 um 23:47

PS: Es darf nicht angehen, dass eine Gruppe von friedfertigen Menschen (“Volk”, whatsoever) für Unverantwortbarkeiten einer psychopathischen Elite verantwortlich gemacht werden. Das gilt für alle Völker auf diesem Planeten! So simple!

"ruby" Februar 22, 2014 um 23:59

In der Ukraine wird pompöses Theater gespielt und den EU-Aussenministern fällt nichts lustigeres ein als Kontensperrungen anzudrohen – gegen Julia ?
http://www.deutschlandfunk.de/eu-sanktionen-gegen-ukraine-die-wirklich-maechtigen-bleiben.769.de.html?dram:article_id=278179

sol1 Februar 23, 2014 um 00:05

@ Schatten

Dann noch die Welle von Front National und UKIP und AfD und wie sie alle heißen…

Die FPÖ war bislang voll auf Putin-Linie.

Und auch das AfD-Kommentariat in den deutschen Medien reckt geil das Hinterteil in die Luft, wenn Wladimirowitsch den Dildo schwingt…

ruby Februar 23, 2014 um 01:37

Hat schon jemand mitbekommen wo Brok, Harms und Mitreisende campieren?
Und ob die schon den Zasterbeutel dabei haben, damit am 25. Mai mitgewählt wird?
Wie heisst der Aufbaurettungskontenkreis mit, bei der EZB oder der Zukunftsfonds, die im “selektiven Rechtssystemverfahren” unterjubeln sind?
Sind die neuen Durchleitungspreise bereits mit Wladimirowitsch abgestimmt, derWinter war bisher recht milde, da fehlt was in den Kassen?
Es könnte doch eine Energieverrechnungswährung geschaffen und unbegrenzt geschöpft werden – Kreativität bitte – Zwangsbeiträge…!

Vielleicht doch die große Lösung mit Türkeiassoziierung und GasGerd als Verhandler? Dann könnten wir unsere neuen Nachbarn wie Syrien direkt begrüssen ;-)
Märkt und Lieferanten von Morgen.
Die Vereinten Nationen haben ihr Mandat heute gegeben- mit Russland und China.

Zypern als OffshoreBankingParadise rekonstituieren… OBP
Facilities und Yachten sind vorhanden und auch die Bargeldhubschrauberversorgungspläne der EZB können reaktiviert werden.
Business as usual – come on.
http://www.youtube.com/watch?v=cpxsMyoXUZQ

ruby Februar 23, 2014 um 01:47

they got to do it their or no way at all
http://www.youtube.com/watch?v=mep0gtkmsuQ#aid=P-MHiM75JpE
fix them tight

"ruby" Februar 23, 2014 um 03:23
petervonkloss Februar 23, 2014 um 03:59

Was hat der irrationale Begriff Charakter mit den läufigen “Sozial-
wissenschaften” und der Politik zu tun?

Nun, sie sind beide radebrechend in ihren Randbemerkungen.

http://www.stop-esm.org/up/doclist/Vosskuhle_mangelt_es_an_Charakter.pdf

Schatten Februar 23, 2014 um 06:23

Eben via Das Gelbe Forum die Bilder von Janukowitschs Hütte gesehen:

http://zyalt.livejournal.com/1007568.html

Wenn man mal bedenkt, dass die Grundkatastrophen des 20. Jahrhunderts, nämlich Faschismus und Bolschewismus, dadurch ermöglicht wurden, dass wildgewordene Kleinbürger Kaiser und Zar gestürzt haben und sich dann die Butter vom Brot ließen,

dann muss man sich ob obiger Bilder fragen: Warum?

Warum waren die Kleinbürger gegen den Adel?

Nur weil sie nicht in den ‘Palästen’ wohnten?

Abgesehen davon: Gut, Herr J. wohnte nun nicht in Oberburgswedel, aber, nicht, aber: Diese irre Mischung von Boxring, Schweinen, Palast und Schatzschiff!

Unverfälschtes Bürgertum…

BB Februar 23, 2014 um 09:43

Keine EU-Hilfen ohne maximale Oligarchen-Steuer! (Mindestens 95%)

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-02/ukraine-kiew-russland-finanzhilfen

Wehe die EU macht jetzt mit den Oligarchen gemeinsame Sache. Dann ist endgültig Schluss mit lustig. Da hilft dann auch kein Schönschwätz der Mainststream-Medien mehr.

BB Februar 23, 2014 um 09:48

++++ EU begrüßt Freilassung Timuschenkos +++++

http://www.sueddeutsche.de/politik/umbruch-in-der-ukraine-timoschenko-ruft-zu-fortsetzung-der-proteste-auf-1.1895767

Timuschenko ist auch eine Oligarchin.

BB Februar 23, 2014 um 10:01

Tobt euch ruhig aus:

http://cdn1.spiegel.de/images/image-662364-breitwandaufmacher-ldoo.jpg

Ihr werdet bald wieder zurück in eure Bergwerke geschickt (von der EU, Black Rock und euren Oligarchies).

karla Februar 23, 2014 um 10:14

BB Februar 23, 2014 um 09:43

“Keine EU-Hilfen ohne maximale Oligarchen-Steuer! (Mindestens 95%)…
Wehe die EU macht jetzt mit den Oligarchen gemeinsame Sache. Dann ist endgültig Schluss mit lustig.”

Wie schaut das denn aus wenn es nicht mehr lustig ist?
Teile der Vermögen der Oligarchen liegen doch auf westlichen Konten. Auf welchen denn sonst? Wie kommst du nur darauf, dass die EU jetzt mit dem Aufräumen beginnt? Da müsste die EU wirklich mal Ernst machen mit ihren Finanzmarktreförmchen.
Wartet da einer schon im Februar aufs Christkind?

Goodnight Februar 23, 2014 um 11:22

Yep…Timoschenko….die neue Heldin der Revolution!

Tja, man muss nehmen was möglich ist. Die Kraft des Faktischen. Timoschenko war während der Revolution im Gefängnis, d.h. sie war nicht da, als alle anderen Revoluzer nicht den Erwartungen des Volkes entsprochen haben. Da haben Klitschko und Co wochenlang im Kalten gestanden und versucht die Leute zum friedlichen Durchhalten zu motivieren, mit dem Diktator verhandelt und ihm Kompromisse abgerungen…und ihm dann kurz die Hand gegeben.
Und damit Schwäche gezeigt. Und das war es: Das Volk will keinen Schwächling, es will keine Demokratie. Es will einen Diktator….bzw. eine Timoschenko. Die wollen einen Beschützer, jemand der sie gegen Russland und die Oligarchen schützt. D.h. der Feind der Feinde ist immer ein guter Kandidat, auch wenn er dabei ein bisschen korrupt ist.
Whatever, die Franzosen wollen immer einen Sonnenkönig, die Italiener einen Pascha, die Osteuropäer einen Diktator, die Deutschen einen Beamten, die Amis einen Cowboy, … die Welt ist so schlicht und einfach…weil die Menschen einfach sind….oder einfach konstant in ihrem Denken….

“Do you think God is going to come down here and save you for being stupid? He doesn’t save stupid people, Abel.”
Eli (there will be blood)

petervonkloss Februar 23, 2014 um 11:35

@ Soldat Schwejk Februar 20, 2014 um 22:27

„……………. Wenn man allerdings etwa in die Neu-EU-Staaten Rumänien und Bulgarien und in das EU-Protektorat Bosnien schaut, und auch auf die “postdemokratische” Transformation der EU selbst… dann kann man davon ausgehen, daß das illusorische Hoffnungen sind.

……………. Freilich ist von außen zusätzlich Benzin ins Feuer gegossen worden, und in dem Zusammenhang ist speziell die deutsche Außenpolitik wirklich eine Schande und ein Desaster. Merkel mag ja smart sein im machttaktischen Umgang mit irgendwelchen Schmuddelskandälchen ihrer Minister und Staatssekretäre, aber ihr Umgang mit der Ukraine und Rußland läßt an Christopher Clarks Beschreibungen der europäischen politischen Klasse vor 1914 denken.

…………….Und dass die kinderlose Mutti kein Bismarck ist:“:

Sagte doch neulich der ehemalige Botschafter der Vereinigten Staaten gelegentlich der NSA – Geschichte mit tod-ernster Miene, daß Deutschland lernen müsse, STRATEGISCH ZU DENKEN! (ohne die EU zu erwähnen).

Die WASP-Elite (Ohne Obama?), hat längst begriffen, daß ein starkes Deutschland (und Frankreich?) wichtiger ist als die EU.

Christopher Clarks Historiographie ist noch kaum rezipiert und schon traumatisieren wir vom biedermeierschen Schlafwandeln in die Neurotizismen der sozialwissenschaftlichen Besiegtengeistigkeit, deren nahezu unendlich
verzweigte Sparten (Habermas bis hin zur Sozialontologie), in ihrer Ansteckung letztlich die gesammte deut-
sche Politik, bis hin zur Lähmung im Grundgesetzeswidrigen der EU-Konstruktionen, wesentlich bestimmt.

Große Personen wie Bismarck sind eben deswegen genial, weil sie klomplexitätsreduzierend versuchen die schwa-
chen Ergebnisse der (Sozial) – Wissenschaften auf ihren wesentlichen Kern zu beschränken und hauptsächlich mit
ihrem jeweiligen Charakter entscheiden. Die Problematik jeglicher Kontingenz ist ihnen intuitiv bewußt, aber anders geht es nicht.

Wer Brochs Schlafwandler kennt, weiß, das Musils Mann ohne Eigenschaften die Vor-und Mitschrift der „Schlafwandler“ ist.
Dies betrifft auch die historischen Konvergenzen und die zerbrechenden Anschlüssigkeiten der Zeitläufte.:

“Der Mensch ist nicht gut, wenn man ihm bloß die verschiedenen Joche des Kaisertums, Militarismus, Kapitalismus abnimmt. Er ist auch nicht schlecht, sondern er ist eine liquide Masse, die geformt werden muß.”

“es gibt nur eine einzige Aufgabe für die Parallelaktion: den Anfang einer geistigen Generalinventur zu bilden! Wir müssen ungefähr das tun, was notwendig wäre, wenn ins Jahr 1918 der Jüngste Tag fiele, der alte Geist abgeschlossen werden und ein höherer beginnen sollte. Gründen Sie im Namen Seiner Majestät ein Erdensekretariat der Genauigkeit und der Seele; alle anderen Aufgaben sind vorher unlösbar oder nur Scheinaufgaben.”

Hauptmann Edler von Musil.

Nach der Entfaltung historisch – psychodynamischer Bögen, suchten beide die „geniale“ mystische Coincidentia
oppositorum, da sie an kein Entkommen aus dem Schicksalsgefüge per Sozialumformungen mehr glaubten.

(der andere Zustand (Musil); die platonische Ur-Erfahrung (Broch).

Diese Einsicht deutet sich auch in der Historiographie Christopher Clarks an, da die Zufälligkeiten und unmittelbar
kausalen Beziehungen und Folgen, ein kaum entwirrbares Knäuel ergeben, so daß eine ursprüngliche Schuld – haftigkeit kaum noch gegeben erscheint.

Hier hat eine anfängliche Heideggerlektüre zu erfolgen. Das ist ein Befehl! (habe gerade kein lächelndes Emo)

DER ÜBERFÜLLTE PLANET

stößt an Grenzen; an die Grenzen der Nationen, der Resourcen, der Permeabilität der Membranen pflanzlicher, tierisch – menschlicher Durchlässigkeit.
Mikropartikel befinden sich in allen Umwelten: in Luft, Trinkwasser, Lebensmittel, im Meer, in den Tieren etc. etc.; …

Denen ein althergebrachter Humanismus in keinster Weise gewachsen ist.

Vielleicht kommt es darauf an, daß sich nur einzelne Nationengebilde retten können.

Im eigensten Interesse der Europäer liegt es, zunächst die EU aufzulösen um Druck zu erzeugen und die Zukunft
offen zu halten, und praktikablen Verbindungen Raum zu schaffen.

Für Alle wird es auf keinen Fall funktionieren. (d. h. starkes MILITÄR, starke und strenge POLIZEI).

Ja, und was machen die armen Soziologen, Christen, Sozialisten,…..die tun mir überhaupt nicht leid!

holger196967 Februar 23, 2014 um 11:36

goodnight

—>>>Das Volk will keinen Schwächling, es will keine Demokratie. Es will einen Diktator”

Das bezweifelt doch auch gar keiner. Nur Diktatoren werden gemacht… Das Volk muss \o/…

Der IWF die USA (Black Rock ltd) steht wie BB es schon schrob voll in die startlöcher.

Ich schätze den “Wert” der Ukraine auf mindestens 10.000 Milliarden USD.

Kornkammer eben Häfen Schwarzes Meer Luftabwehr…

Pimp the Ukrain

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 12:36

In der Ukraine soll (ich kann das jetzt nicht verifzieren) das Parlament beschlossen haben, Russisch als Landessprache abzuschaffen. Die naive Sichtweise der meisten Medien auf den Umsturz in Kiew wird bald der Katzenjammer folgen. Mit den üblichen Vorwürfen an die Politik, sie solle Probleme lösen. In dieser Einöde sticht wirklich Michael Stürmer heraus. Etwa hier und hier.

holger196967 Februar 23, 2014 um 13:05

—>>>In der Ukraine soll (ich kann das jetzt nicht verifzieren) das Parlament beschlossen haben, Russisch als Landessprache abzuschaffen. ”

Das ist ungefähr so, wie wenn die Bayern Hochdeutsch verbieten wollten… LOL :D

Andreas Kreuz Februar 23, 2014 um 13:09

Sie werden es bald verstehen,
dass Gaucks Freiheit die Kulisse für die Sklaverei des Geldes ist.

Bogus Februar 23, 2014 um 13:13

“In dieser Einöde sticht wirklich Michael Stürmer heraus.”

Warum? Weil er so genau weiß, wer die Scharfschützen beauftragt hat?

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 13:29

Bogus

Nein. Weil er sich nicht damit aufhält, vor allem seine eigenen Vorurteile und Erwartungen bestätigen zu wollen. Das ist das, was man bisher unter Außenpolitik verstanden hat. Mittlerweile bestimmen aber ideologische Annahmen (pro-russisch oder pro-westlich) die politische Perspektive. Es geht eben nicht darum, wie man jetzt Putin, die Opposition in der Ukraine, Janukowitsch oder den “Westen” beurteilt, sondern welche Konsequenzen die Entwicklung in der Ukraine für Europa hat – und eben das Verhältnis zu Russland. Genau das macht Stürmer.

Darüber hinaus muss die EU endlich klären, was sie selbst will und wie sie ihr eigenes Agieren definiert. Das war bisher eine schlichte Katastrophe, was auch erst meinen Text motivierte. Die Ukraine könnte sich zu einer Bedrohung für die EU selbst entwickeln, nämlich an ihren Widersprüchen am Ende zu scheitern.

petervonkloss Februar 23, 2014 um 13:36

Deutschland im Hugendubel – Sozialismus, kann nicht STRATEGISCH
DENKEN.

Ein rechter und alter Historiker schon.

Bogus Februar 23, 2014 um 13:40

” Weil er sich nicht damit aufhält, vor allem seine eigenen Vorurteile und Erwartungen bestätigen zu wollen.”

Stattdessen hat er sie einfach als Tatsachen raus. Ich muss zugeben, danach nicht mehr weitergelesen zu haben.

Bogus Februar 23, 2014 um 13:41

haut er sie einfach als Tatsachen raus

Natalius Februar 23, 2014 um 13:55

pvk’s Lagebeschreibung:

“DER ÜBERFÜLLTE PLANET

stößt an Grenzen; an die Grenzen der Nationen, der Resourcen, der Permeabilität der Membranen pflanzlicher, tierisch – menschlicher Durchlässigkeit.
Mikropartikel befinden sich in allen Umwelten: in Luft, Trinkwasser, Lebensmittel, im Meer, in den Tieren etc. etc.; …

Denen ein althergebrachter Humanismus in keinster Weise gewachsen ist.

Vielleicht kommt es darauf an, daß sich nur einzelne Nationengebilde retten können.

Im eigensten Interesse der Europäer liegt es, zunächst die EU aufzulösen um Druck zu erzeugen und die Zukunft
offen zu halten, und praktikablen Verbindungen Raum zu schaffen.

Für Alle wird es auf keinen Fall funktionieren. (d. h. starkes MILITÄR, starke und strenge POLIZEI).”

hat längst STRATEGISCHe Konsequenzen:
http://www.youtube.com/watch?v=c34U0Pwz4_c

petervonkloss Februar 23, 2014 um 14:08

@Bogus

Schwachkopf!

BB Februar 23, 2014 um 14:36

@karla

“Oligarchen-Steuer! (Mindestens 95%)… Teile der Vermögen der Oligarchen liegen doch auf westlichen Konten. …. Wie kommst du nur darauf, dass die EU jetzt mit dem Aufräumen beginnt? ….
Wartet da einer schon im Februar aufs Christkind?”

Weissu karla, das ist einfach meine neue Methode: Die Macht der Affirmation. Die hab ich mir von der Gegenseite abgeschaut. Die arbeiten viel damit. Z.B.: “Wir sind uns doch alle einig, dass Deutschland immer ein Exportland sein wird ….” (Rüttgers früher mal in einer Talkshow und keiner – auch nicht die politischen Gegner, geschweige denn der Moderator – haben widersprochen).

Aber viele Linke, die möchten wohl gar nicht, dass sich was ändert. Die finden es viel gemütlicher, die Welt in resignativer Laune für schlecht und unveränderbar zu halten und es reicht ihnen völlig aus, wenn sie ein paar finden, die genauso deprimiert wie sie durch durch den Tag laufen.

Nein! Halten wir es einfach mal für grundsätzlich möglich und wahrscheinlich, dass wir
- den Corporate-Raidern ihre gefälschten Eigentumstitel wieder abnehmen und sie dem ukrainischen und russischen Volk zurückgeben. Das müsste schon deshalb leicht sein, weil die ja gerade ihr Geld auf unseren Konten haben.
- den Landgrabbern (auch bei uns im Osten) ihre unberechtigten Ansprüche wieder rückabwickeln. Dazu gründen wir einfach eine Treurückhand.
- dem Soros, der jetzt wieder in den Euro investiert nicht sagen, wie unsere Johurnallie “Das ist genau das, was Europa jetzt braucht” sondern wir sagen ihm: “Verpiss dich, du Nelke, investiere in deinem eigenen Land und verschone uns mit deinen Weisheiten”. Und dann halbieren wir die Zahl der Banken bei uns in Europa.
- oder auf einer Pressekonferenz der Frau von und zu Blondes Schrappnell: “Wann schicken Sie die Flotte zu den Bermudas, um dort die Briefkästen zu leeren?”

Das ist die neue Tonlage! Einfach mal “affirmativ” werden! Dekonstruieren wir die alten Meme und ersetzen sie durch neue. Von den Postmodernen abgeschaut und gegen das Establishment gewendet.

Bogus Februar 23, 2014 um 14:44

pvk

wer einmal lügt…

BB Februar 23, 2014 um 15:07

Übrigens saß da heute im Presseclub so einer – ein Herr von und zu Christopher von Marshall vom Tagesspiegel oder so ähnlich – der fiel mir sofort durch folgende Argumentation auf:
- man müsse jetzt den Kontakt in der Ukraine zu denen suchen, die im Hintergrund noch Macht und Einfluss haben (also die Oligarchies)
- die Oligarchen wären jetzt eher westlich orientiert, weil sie gemerkt hätten, dass man in Russland als Oligarch schon mal in’s Gefängnis gesteckt wird und das würde man in der EU ganz bestimmt nicht! Muhahahahaha! Das müsse man jetzt nutzen. Da gäb es höchstens mal eine lästige Steuerdiskussion, was man eher in Kauf nehmen könnte. Muhahahahahahahahaha!

Hat der echt so erzählt dort! Unglaublich. Man muss sich mal den Zynismus bewusst machen, der hinter sowas steckt. Hey, der Typ gehört entlassen! Darf man doch mal ganz “affirmativ” fordern seit Lanz jetzt, oder?

Soldat Schwejk Februar 23, 2014 um 15:10

@ FL, Sprachengesetz

Russisch war nie gleichberechtigte Amtssprache im ganzen Land. Die Rada hat ein Gesetz aus dem Jahre 2012 aufgehoben, demzufolge in Regionen mit nicht-ukrainischsprachigen “Minderheiten” von wenigstens 10% andere Sprachen zu gleichberechtigten REGIONALEN Amtssprachen werden können. Das betrifft, soweit ich es überblicken kann, Russisch in einer Reihe von östlichen Regionen sowie Ungarisch in Transkarpatien. Möglicherweise auch Rumänisch in der Bukowina, weiß ich jetzt nicht. (Die Krim ist als einzige Region eine Autonome Republik mit eigener Verfassung, da gelten noch mal andere Regeln.)

In der Praxis wird sich dadurch vermutlich nicht so viel ändern, aber als symbolische Handlung ist der Parlamentsbeschluß natürlich eine riesige Idiotie.

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 15:19

Schwejk

Danke. Meines Wissens bist Du der Erste, der sich die Mühe macht, erst die Fakten zu klären bevor er daraus Rückschlüsse zieht.

petervonkloss Februar 23, 2014 um 15:25

diesen Christopher von Marshall sollte man ins unterirdische
Zwergenheim verstecken.

Er ist eine Schande jeglichen Adels.

Soldat Schwejk Februar 23, 2014 um 16:01

Julia Timoschenko…

…wäre m.E. die beste denkbare Lösung.

Erstens: für Putin vermutlich akzeptabel.

Zweitens: keine Marionette, sondern mit Eigengewicht und – im Gegensatz zu Klitschko und dem irren Tjagnibok – vor allem auch mit Durchblick in der intransparenten oligarchischen Wirtschaftslandschaft mit ihren informellen Regeln, im “staatstragenden” Erdgastransitgeschäft und in der Finanzpolitik.

Klitschko wäre eine Marionette von wem auch immer: von Firtasch, von Merkel, vom IWF… Timoschenko aber wäre das nicht. Sie könnte dem jetzt gewiß von verschiedenen Seiten beabsichtigten Ausplündern des Landes am ehesten etwas entgegensetzen.

Drittens: Timoschenko hat den politischen Instinkt, mit den Affekten der Masse umzugehen. Ich meine, jeder andere hätte sich nach der Freilassung aus dem Gefängnis erst mal den eigenen Geschäften und der Familie zugewandt. Timoschenko hat sich dagegen wie ein verwundeter General im Rollstuhl aufs Schlachtfeld fahren lassen.

Während der neue Premierminister Turtschinow die Leute aufgefordert hat, nun nach Erreichen der Ziele nach Hause zu gehen, hat Timoschenko sie zum Bleiben aufgefordert. Warum? Weil die Leute das hören wollten. Die sitzen bei sich zu Hause im kaputten Galizien und Wolhynien in der Scheiße, und wenn sie zurückfahren, dann sitzen sie wieder in der Scheiße. Jetzt aber machen sie für einen Moment Weltpolitik, werden als Helden gefeiert und von CNN interviewt. Das süße Gefühl von Macht und Anerkennung, das soll für die noch eine Zeit so weitergehen, bevor es wieder in die Scheiße geht. Und das hat ihnen Julia gegeben.

“Eschte Demokratie” oder sowas wird es jetzt in der UA nicht geben. Aber Timoschenko kann auch kein ukrainischer Putin werden, dafür ist das Land zu heterogen und die “Elite” zu fragmentiert. Und auch kein Mandela. Doch als charismatische Führungsfigur, die den für DIESES ökonomische Umfeld genau richtigen Sachverstand hat und die das angeschlagene Staatsschiff segeln kann… da gibt es vermutlich keine bessere Alternative.

Soldat Schwejk Februar 23, 2014 um 16:12

Und dann noch das…

http://www.bloomberg.com/news/2013-12-04/franklin-boosted-ukraine-bet-to-6-billion-as-selloff-began-1-.html

—> “Templeton Global Bond Fund (TPINX) and the Templeton Global Total Return Fund increased holdings of Ukrainian international dollar debt by $1.4 billion in face value to more than $6 billion, or about 40 percent of the country’s outstanding overseas securities”

“Zerkalo nedeli” fragt sich, wer eigentlich hinter Franklin Templeton steht…

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 17:20

Schwejk

Frau Timoschenko hat politische Qualitäten. Das ist unverkennbar. Ihre zwischenzeitlich erwogene Kandidatur für das Amt des jetzt wieder mit Richtlinienkompetenz ausgestatteten Ministerpräsidenten hat sie zurückgezogen. Sie hat also offenkundig nicht vor, sich für das bevorstehende Chaos aus enttäuschten Erwartungen und Andauern der Misere verantwortlich machen zu lassen. Das jetzt wieder abgewertete Amt des Präsidenten ließe sich natürlich gut als Integrationsamt nutzen, um sich vom politischen Kleinkrieg zu distanzieren. Was gut möglich ist? Dass Putin und die EU Frau Timoschenko unterstützen: Unter der Voraussetzung das geopolitische Gleichgewicht zu gewährleisten. Dann wird sie aber von der alten Europa-Rhetorik Abstand nehmen müssen. Die Idee hinter Timoschenko ist also Stabilität.

Da habe ich aber meine Zweifel, ob das noch funktioniert. Die EU hat Erwartungen geschaffen, die sie nicht mehr zurückholen kann, aber eben auch nicht erfüllen. Wenn ein Kollege im Presseclub von den “schmerzhaften Auflagen” des IWF redet, ist das natürlich eine (wie könnte man sagen?) beschönigende Formulierung. Ohne diese Auflagen wird es aber im Süden der EU massive Proteste geben. Die halten die Osterweiterung schon immer für eine Erweiterung auf ihre Kosten.

Timoschenko wird am politischen Enttäuschungsmanagement scheitern, wenigstens ist das mein Eindruck. Mit der Entwicklung seit Freitag wurde ein Geist aus der Flasche gelassen, der sich wohl nicht mehr steuern lässt, sondern nur noch darauf reagieren.

Soldat Schwejk Februar 23, 2014 um 17:22

Korrektur zu —> Februar 23, 2014 um 16:01

Turtschinov ist nicht Premierminister, sondern Parlamentspräsident, aber damit zunächst auch provisorischer Chef der Exekutive…

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 17:26

Wie die Propaganda arbeitet, kann man hier sehen. Natürlich aus der Sichtweise eines Propagandisten.

gelegentlich Februar 23, 2014 um 17:36

@fl
Kontaktprellfehler bei Eingabe des Link.

Soldat Schwejk Februar 23, 2014 um 17:37

@ FL

Der Link funktioniert so nicht, aber vielleicht so.

http://ukraine-nachrichten.de/prorussische-netzwerk-hinter-medialen-diffamierung-ukrainischen-proteste-eine-rechtsextreme-bewegung_3926_meinungen-analysen://

Ja, das ist schön. Verschwörungstheoretiker beschimpfen andere Verschwörungstheoretiker als Verschwörer. Damit auch im medialen Raum das Chaos perfekt ist.

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 17:37

Denke die beiden Artikel drücken eines gut aus: Ratlosigkeit. In Brüssel und Moskau. In diesem Artikel der taz kann man auch sehr schön sehen, wie die eigenen Annahmen Sichtweisen bestimmen. Ich halte die Vorstellung, Putins Macht könnte ernsthaft gefährdet sein, für übertrieben. Die Russen werden sich bei allem, was sie tun, immer fragen, was politische Umwälzungen für den Zusammenhalt des Reiches bedeuten. Das ist anders als in Westeuropa.

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 17:40

Schwejk

Hier jetzt noch einmal der richtige link.

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 17:40

War der von Schwejk.

ruby Februar 23, 2014 um 17:43

@ Natalius + PVK

Mensch hat soviele Möglichkeiten Natur- und Geisteswissenschaften zu verbinden, um lebenswerte Vielfalt zu verwirklichen.

“Die Ringe! – Spiele nicht mit mir! – Ich dächte,
Daß die Religionen, die ich dir
Genannt, doch wohl zu unterscheiden wären.
Bis auf die Kleidung; bis auf Speis und Trank!
Nathan.

Und nur von Seiten ihrer Gründe nicht. –
Denn gründen alle sich nicht auf Geschichte?
Geschrieben oder überliefert! – Und
Geschichte muß doch wohl allein auf Treu [93]
Und Glauben angenommen werden? – Nicht? –
Nun wessen Treu und Glauben zieht man denn
Am wenigsten in Zweifel? Doch der Seinen?
Doch deren Blut wir sind? doch deren, die
Von Kindheit an uns Proben ihrer Liebe
Gegeben? die uns nie getäuscht, als wo
Getäuscht zu werden uns heilsamer war? –
Wie kann ich meinen Vätern weniger,
Als du den deinen glauben? Oder umgekehrt. –
Kann ich von dir verlangen, daß du deine
Vorfahren Lügen strafst, um meinen nicht
Zu widersprechen? Oder umgekehrt.
Das nehmliche gilt von den Christen. Nicht? –
Saladin.

Und also; fuhr der Richter fort, wenn ihr
Nicht meinen Rath, statt meines Spruches, wollt:
Geht nur! – Mein Rath ist aber der: ihr nehmt
Die Sache völlig wie sie liegt. Hat von
Euch jeder seinen Ring von seinem Vater:
So glaube jeder sicher seinen Ring
Den echten. – Möglich; daß der Vater nun
Die Tyranney des Einen Rings nicht länger
In seinem Hause dulden wollen! – Und gewiß;
Daß er euch alle drey geliebt, und gleich
Geliebt: indem er zwey nicht drücken mögen,
Um einen zu begünstigen. – Wohlan!
Es eifre jeder seiner unbestochnen [95]
Von Vorurtheilen freyen Liebe nach!
Es strebe von euch jeder um die Wette,
Die Kraft des Steins in seinem Ring’ an Tag
Zu legen! komme dieser Kraft mit Sanftmuth,
Mit herzlicher Verträglichkeit, mit Wohlthun,
Mit innigster Ergebenheit in Gott,
Zu Hülf’! Und wenn sich dann der Steine Kräfte
Bey euern Kindes-Kindeskindern äussern:
So lad’ ich über tausend tausend Jahre,
Sie wiederum vor diesen Stuhl. Da wird
Ein weisrer Mann auf diesem Stuhle sitzen,
Als ich; und sprechen. Geht! – So sagte der
Bescheidne Richter.
Saladin.”
Ringparabel
http://lessing-portal.hab.de/uploads/media/Nathan.pdf

;-)

gelegentlich Februar 23, 2014 um 17:43

@Soldat Schwejk @fl
Ähnliche Töne, nicht wie hier abgemildert durch irgendwelche westliche Think Tank-Leute, gibt es z.B. auch in Azerbaidschan. In all diesen Ländern gibt es tatsächlich solche Leute, die vermeintlich längst abgestorbene Flaschengeister in kruder Mischung aus Regionalnationalismus und Ethnizität wieder beleben möchten. Aber wenigstens werden die Rechten den westlichern Backern langsam peinlich, wie es zumindest scheint.
@Soldat
Was hältst Du von der Verwunderung von Alexander Dill?
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41062/1.html
Öffentliche Morde auf dem Maidan-Platz

f.luebberding f.luebberding Februar 23, 2014 um 17:48

Ein Politiker der Linken, Stefan Liebich, sieht das Problem. Immerhin.

Soldat Schwejk Februar 23, 2014 um 18:10

@ gelegentlich

Kann ich nicht beurteilen. Dazu müßte man das selbst sehen, wie es da so drumherum aussieht. Vielleicht krieg ich noch ein privates Feedback über die Lage in Kiew…

Balken Februar 23, 2014 um 18:39

Na also, mission accomplished. Die “osteuropäische Schütterzone” ist wieder da, nach hundert Jahren. Ging auf dem Balkan schneller. Zerschlagung Jugoslawiens, Bürgerkrieg, voila: Cape Bondsteel ist da, und zwar vom Feinsten.
Baltikum, na ging schnell und relativ geräuschlos. Raketenschirm. Blutet gerade aus, Esten haben ausgesungen, Lettische Junged versucht ihr Glück abroad. Reden wir nicht weiter drüber. Ist nicht medienwürdig.
Weißrussland – wird schon noch schüttern, wenn erstmal Ukraine ausfällt, so als Wirtschaftspartner.
Ukraine. Ganz oder halb steht noch nicht fest. Halb wäre eigentlich etwas dürftig. Transkarpatien, Galizien, Wolhynien, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen? Aber Donezk, Charkow, Krim, das wärs! Aldi in Sewastopol! Der Euro ist erstmal gerettet! Ein riesiges neues Aufschuldungsgebiet! Etwa so groß wie Frankreich! Privatisierung, Landgrabbing! Geben die alles her, fürn Appel und n Ei! Was in der DDRging, geht da auch. Und in keiner Westpresse wird noch irgendwas stehen über lächerliche Oligarchenpaläste, versprochen!

holger196967 Februar 23, 2014 um 18:47

OT der FC Bayern spielt zur EM2016 “Qual”ifikation gegen Schottland Irland Polen Georgien und Gibraltar

Nur mal so nebenbei.

holger196967 Februar 23, 2014 um 18:50

@Soldat

komm von der Dschunke runter und hör uff zu Treideln.

Nutze Deine Kontakte und bau da was auf. Make Money Moar Money alter Idealist.

wowy Februar 23, 2014 um 19:03

Die Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Sotschi stellt die Olympischen Ringe erneut mit Patzer dar. Das Zdf nennt das wohlwollend Selbstironie.
Ich sehe das anders. Die Ringe symbolisieren die 5 Kontinente. Der rote Ring steht dabei für Amerika. Was wohl nach den Olympischen Spielen passieren wird? #Euromaidan

wowy Februar 23, 2014 um 19:10

Und die öffentlich-rechtlichen Programmmacher haben ja wohl den Schuss nicht gehört!
Jauch =
Edathy
Lanz = Edathy
Will = Edathy
Illner = Edathy
Jauch = Edathy
Fortsetzung folgt.
Es ist ja auch sonst in der Welt nichts passiert.

Wir dürfen gespannt sein, welches Thema die offensichtlich-schlechten Fernsehanstalten für den Monat März geplant haben.

Natalius Februar 23, 2014 um 19:43

Schweik & FL

Very interesting, die Ukraine-Nachrichten. Allein solche Begrifflichkeiten, wie etwa Nazi-Maoisten – köstlich. Als ob es CANVAS und die Verbindung zu unserem Philanthropen Soros nicht gäbe..(http://de.wikipedia.org/wiki/Centre_for_Applied_Nonviolent_Action_and_Strategies)
Die CANVAS-”Bastelanleitungen” und Empfehlungen für Revoluzzer-Outfit und Schutz sind dann wohl auch alle frei erfunden. Spilna Sprava wird erst gar nicht erwähnt in diesem an Objektivität strotzenden Artikel.

Tzz, Tzz. Als einfacher Goyim versteht man die Welt halt nicht mehr. Man weiss ja inzwischen nicht mehr, welchem Herrn man dienen soll…

Andreas Kreuz Februar 23, 2014 um 21:00
gelegentlich Februar 23, 2014 um 21:33

@Andreas Kreuz
Das Kreuz damit ist aber, dass Herr Schumacher übersieht, dass
das BKA nach Auswertung des Materials im Oktober 2012 die Staatsanwaltschaft Frankfurt eingeschaltet hat. Zu Edathy hieß es ja „nur“ nicht strafbewehrtes Material. Der Ausschuss wurde im April 2012 konstituiert. Ein Geheimdienst hätte wohl um die Erpreßbarkeit von Edathy knapp vorher wissen können. Ob man es aber gewußt hat ist – geheim. Dass Schumacher dazu privilegierte Quellen hätte ist nicht bekannt.
Sein Blog kann ich nicht auf die Schnelle bewerten. Das wirkt aber doch ein wenig kleingewerblich-gemischt. Und auf Sensationen aus. Wenn diese Intrige so gelaufen wäre hätte aber Edathy mit Sicherheit schon sehr früh, im Sommer 2012, seine PCs aufgeräumt.

Was bisher am wenigsten ins Bild paßt ist das Verhalten der STA und die zwischen Tür und Angel angeblich abgelaufene Information von Fritsche an Friedrich.

wowy Februar 23, 2014 um 21:44

@Andreas Kreuz
Das hätte vielleicht seine Bewandnis, wenn es um Aufklärung ginge. Diese Talkshoes sind aber lediglich Ablenkungs”journalismus”.
Das erfolgt inzwischen so schamlos, dass man es langsam mit der Angst zu tun bekommen kann.

karla Februar 23, 2014 um 22:09

@f.luebberding Februar 23, 2014 um 17:48

“Ein Politiker der Linken, Stefan Liebich, sieht das Problem. Immerhin.”

Im verlinkten Artikel von Stefan Liebich heißt es u.a.:

“Ja, ich war und bin den Außenministern von Deutschland, Polen und Frankreich dankbar, dass sie mit Verhandlungen versucht haben, die Gewalt zu beenden.”
Im Angebot der EU mittels eines Freihandelsabkommem mit der Ukraine siehe unter: http://library.fes.de/pdf-files/id/08359.pdf
übersieht Herr Liebich geflissentlich dieses puzzle auf dem Weg zu den heutigen Zuständen.
Im Vertrag heißt es z.B.: ” Konkret bedeutet dies, dass die Ukraine heute ein Abkommen verhandelt, welches, wenn es nach einer Übergangszeit von bis zu zehn Jahren vollständig umgesetzt ist, bis zu 80 Prozent des acquis communautaire der EU, also der Gesetzgebung der EU, übernommen haben wird.” (Seite 3 und 4).

Wie bekannt wollte Putin eine Freihandelszone anderer Art (Russland,Weißrussland, Ukraine etc.).

Erst mischt sich die EU handfest ein und dann bedankt sich ein Linker bei deren Außenministern dass sie weitermitmischen.

Goodnight Februar 23, 2014 um 22:25

…und jetzt warten wir auf den Auftritt von Herrn Putin. Und dann kommt vielleicht doch noch die nette Christine von dem IWF und macht ein Angebot das man nicht ablehnen kann…und Timoschenko wird unsere Marionette.
Whatever, immer die gleiche traurige Geschichte…immer und immer wieder….die gleichen Zitate:

“The IBBC is a bank. Their objective isn’t to control the conflict, it’s to control the debt that the conflict produces. You see, the real value of a conflict, the true value, is in the debt that it creates. You control the debt, you control everything. You find this upsetting, yes? But this is the very essence of the banking industry, to make us all, whether we be nations or individuals, slaves to debt.”
Umberto (the international)

BB Februar 23, 2014 um 22:43

The international

“Was ist der Unterschied zwischen Wahrheit und Fiktion? Die Fiktion muss einen Sinn ergeben.”

Sehr guter Film. Dort wird übrigens auch das angeblich afrikanische Sprichwort zitiert:

“Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen”.

wowy Februar 24, 2014 um 09:20
wowy Februar 24, 2014 um 09:34

Bevor wir hier weiter veräppelt werden, mal wieder eine Info zu
TTIP TTIP TTIP
http://www.youtube.com/watch?v=7ySQ5ff857g

wowy Februar 24, 2014 um 09:35

Klonen!!!

wowy Februar 24, 2014 um 09:41
gelegentlich Februar 24, 2014 um 09:46

@wowy

Im Ernst: auf eine Agenturmeldung müssen die reagieren. Das eigentlich Brisante darin können die, selbst wenn sie wollten, was nicht so aussieht, doch in der kurzen Zeit gar nicht recherchieren.

Es gibt ja nur 2 Möglichkeiten:
1. das BKA hat es gar nicht mitgekriegt – Version Trottel
2. das BKA wußte das während der Tätigkeit des NSU-Ausschusses, hielt dies aber zurück
Wie wahrscheinlich ist es, dass im Moment, in den nächsten 1-2 Jahren, irgendein Insider damit herausrückt?
Für eine Deutung des letzteren Sachverhalts braucht man schon eine Einschätzung des BKA. Dass man einen Skandal vermeiden wollte ist die nette Variante. Dass man nichts gesagt hat, weil man einen knetbaren-erpreßbaren Ausschuss-Vorsitzenden für alle Fälle halten wollte, Niemand weiß, was noch kommt, ist die böse. Beide Deutungen wird man nicht prüfen können.
In diesem Fall kann man der Tagespresse keinen Vorwurf machen. Was ich nicht nachvollziehen kann (und daher Absicht vermute) ist die Tatsache, warum nicht Fritsche als Ausgangspunkt der Affäre ständig im Fokus ist. Die Version, der habe seinem Minister eine so brisante Informtion zwischen Tür und Angel auf dem Weg in die Kolaitionsverhandlungen mal eben so rübergereicht kann ich nicht glauben. Sollte das so gewesen sein muss er gehen. So kopflos darf ein Staatssekretär in dieser Funktion nicht sein.
Sollte es nicht so gewesen sein müssen da ja einige Leute konspiriert haben. Wird nicht herauskommen. Aber auch für diesen ungeheuerlichen Fall muss er m.E. weichen.

Für Dich und mich ist aber nach meiner Meinung der Verhalten der STA wichtiger. Es ist ja schon das zweite Mal in kurzer Zeit, dass eine STA zum unkorrigierbaren Nachteil eines Bürgers mit haltlosem Kram in die Öffentlichkeit geht (vorher bei Gurlitt), nachdem man offenbar rechtswidrige Durchsuchungen vorgenommen hatte.

wowy Februar 24, 2014 um 09:54
karla Februar 24, 2014 um 09:55

gelegentlich Februar 24, 2014 um 09:46

Ich denke du hast aus versehen den falschen Themenblock erwischt.

Um zumThema UKRAINE zurückzukommen empfehle ich nochmal den link zur Friedrich-Ebert-Stiftung:

http://library.fes.de/pdf-files/id/08359.pdf

Die 14 Seiten mal durchzuarbeiten ist garantiert kein Fehler.

gelegentlich Februar 24, 2014 um 09:59

@karla
Jein! Ich habe auf Links reagiert. Aber im Kern hast Du recht: die Affäre Edathy sollte nicht dazu führen Ukraine und TTIP auf nachrangige Plätze der Aufmerksamkeit zu schieben.

wowy Februar 24, 2014 um 10:04

@gelegentlich
“Im Ernst: auf eine Agenturmeldung müssen die reagieren. Das eigentlich Brisante darin können die, selbst wenn sie wollten, was nicht so aussieht, doch in der kurzen Zeit gar nicht recherchieren.”
Entschuldige, aber die Weisheit, dass das BKA die Unterlagen schon seit 2 Jahren hat, ist etwas älter als gestern.

Außerdem ist das völlig irrelevant, soweit die Bilder nicht strafbewehrt sind.
Die Staatsanwaltschaft ist in der Tat wichtiger. Aber auch die Politik steckt da mit drin.

Ich sage auch nicht, dass man über den Fall Edathy nicht berichten soll, ich bin nur mit Gerhard Baum der Auffassung, dass das völlig unverhältnismäßig geschieht.
Andere Probleme, die wahrlich viel größere Konsequenzen für uns alle haben (NSA,Ukraine, TTIP, etc.) zu kurz kommen bzw gar nicht (mehr) erwähnt werden.

Wo ist Snowden?

f.luebberding f.luebberding Februar 24, 2014 um 10:10

wowy

Du hast recht. Der Hintergrund ist wohl tatsächlich dieser auch schon hier verlinkte Blogbeitrag, der aus der schon bekannten Tatsache des zeitlichen Hintergrund eine spekulative These über die Gründe formulierte. Werde ich was zu machen.

wowy Februar 24, 2014 um 11:01

Vielleicht kannst du auch etwas über TTIP für die FAZ machen. Die hat da extremen Informationsnachholbedarf ;-)

Goodnight Februar 24, 2014 um 11:30

@Karla

vielen Dank für den Link:

“Die Ukraine ist ein europäisches Land, mit einer für die EU besonders bedeutsamen geopolitischen Lage …. welches eine herausragende strategische und wirtschaftliche Bedeutung für die Europäische Union hat, einerseits als sich entwickelnder Markt, andererseits als Transit- land für russisches Gas.”

Und ich dachte es geht um die Menschen, um die Liebe, die Freiheit und die Demokratie. Verdammt.

Die EU will Macht und Geld, die USA will Macht und Geld, Russland will Macht und Geld, die Oligarchen wollen Macht und Geld.
Und die Ukrainer wollen jemanden, der sie vor den macht- und geldorientierten Kräften schützt, d.h. sie wollen Schutz. Und für Schutz ist Demokratie nicht die erste Wahl, solange kein unabhängigen Rechtssystem existiert. Aber ohne Demokratie kein
Rechtsstaat.
Whatever, die Ukraine wird in den nächsten Jahrzehnten von einem Diktator zum nächsten taumeln, die Intellektuellen in Westeuropa werden weiter fragen, warum sich keine Demokratie etablieren kann (wie im Irak, Afghanistan, Afrika, etc…)..und die EU und die USA werden weiterhin lautstark Freiheit und Demokratie fordern….und mit dem Finger auf den jeweils aktuellen Beschützer der Ukrainer zeigen…während sie ihm unter dem Tisch ein bisschen Geld anbieten.

“You need people like me. You need people like me so you can point your f.ckin’ fingers and say, “That’s the bad guy.” So… what that make you? Good? You’re not good. You just know how to hide, how to lie.”
Toni (Scarface)

holger196967 Februar 24, 2014 um 14:39

Muhahahaaaa :D

—>>>Die EU will Macht und Geld, die USA will Macht und Geld, Russland will Macht und Geld, die Oligarchen wollen Macht und Geld.
Und die Ukrainer wollen jemanden, der sie vor den macht- und geldorientierten Kräften schützt, d.h. sie wollen Schutz.”

Oh mein kleiner Klitschko … muttu fein Bubu machen. Weder das System Geld geschnallt (Eigentumsrecht) noch das System Macht (Sicherung des Eigentumsrechtes) (Gerichtsvollzieher) .

—>>> Und für Schutz ist Demokratie nicht die erste Wahl, solange kein unabhängigen Rechtssystem existiert. ”

Es juckt das Geld nicht, die Politikform des Staates. Und ein unabhängiges Rechtssystem gibt es nicht.

Es zählt nur die Vollstreckung in Titel. Nehmt das endlich mal zur Kenntnis. Ihr Kommunikations Größen.

—>>>Die EU will Macht und Geld, die USA will Macht und Geld,”

Was ist daran schon im Prinzip ne Lachnummer?

Ich sach es dir (EU & USA) JEDER der da obbe steht will Macht. Da sind Länder PILLEPALLE Kommunikations Größe. Die Länder begeben Staatsanleihen JA? Und geben das Papyrus an die jeweiligen Zentralbanken JA? Und die Anleihen bringen Zinsen JA? Warum bringen die Zinsen? Kommunikations Größe? Wegen der Steuer-Eintreibung JA?

Und nun will die Ukraine Schutz? Für was? CUI (ZÄH UH IHH) BONO ?

Kaum ist das Fackeln rum, schon steht dat Ukraine vor dem Staatsbankrott. LOL bei wem denn?

Hat Du Kommunikations Künstler ne Staatsanleihe?

Kann die Ukraine kein Geld drucken? Eine UZB?

Wenn der Schutz der IWF ist, dann Gute Nacht goodnight.

Aber egal Sarrazin iss wichtiger.

aifran Februar 24, 2014 um 15:16

Gibt es ein besseres Geschäft als Nutzmenschenhaltung?
Sklavenhaltung schafft Wachstum …. also los los – die Zinsen für eure Schulden müssen erarbeitet werden ……
Wachstum, Wachstum, Wachstum üüüberr aaalles ….
… und rund um das Lager ein Messerscharfer Stacheldrahtzaun. Am einzigen Tor des Lagers ein Schriftzug in großen Lettern. “GELD MACHT FREI”

Nichts neues unter der Sonne – … und jetzt: Schweigend die Schönheit des Schuldgeldsystems und die sich daraus Ableitenden Folgen bestaunen
Klappt es mit dem Wirtschaftswachstum nicht mehr so recht, steht eine Schuldgeldsystem bedingte Währungsreform (Schuldenschnitt) vor der Tür helfen und halfen künstlich angezettelte Kriege, Umstürze und Revolutionen immer schon von den tatsächlichen Krisen-Ursachen abzulenken —

„Niemand ist ein hoffnungsloserer Sklave als jene die irrtümlich denken frei zu sein!“ (nach J. W. Goethe – Wahlverwandtschaften)

schöne Tage

Balken Februar 24, 2014 um 15:31

Ja, die weitere Entwicklung wird spannend. Der Westen hat Geister gerufen, die er vielleicht lieber wieder loswerden möchte.

Schon an der halben Ukraine, als Aufschuldungsgebiet, könnte sich der Westen verschlucken. Man hat scheints immer noch nicht gelernt, um was für Dimensionen es sich dort handelt, alleins chon räumlich Was kann Deutschland, das nach Brzezinskis Meinung Geld in die Hand nehmen soll, was kann der IWF ausrichten?
Und: Es sind nicht mehr die Zeiten, als der Westen noch ein ganzes Land zum Schaufenster voller Auslagen machen wollte und konnte. Die Ukraine (die halbe schon nicht, erst recht nicht die ganze) wird auch mit Deutschlands und des IWF Hilfe kein Schaufenster werden, an dem sich Russen und Weißrussen die Nasen plattdrücken sollen. Kann man nicht mehr, will man aber auch gar nicht mehr. Hält man nicht mehr für nötig. Schon hört man, wenn vom IWF die Rede ist, in dem Zusammenhang die Signale: Cash (Schuldgeld) nur gegen “Reformen”. Das hat man auch in der Ukraine wohl mitbekommen, dass in Europa, nicht bloß in der Peripherie, auch in Deutschland selbst, die Schaufensterauslagen längst abgeräumt worden sind. Wer würde hier dulden, dass man sie in der Ukraine wieder auslegt? Ja wir sind doch hier immer noch Europa, und nicht in den USA, wo der Joe Sixpack sich am Vollgefühl der Größe von gods own country sättigt und mit seinen Milliardären fühlt, und dabei generell auf happiness verzichten kann, weil ihm doch die Freiheit genügt, sich mit dem pursuit of begnügen zu dürfen.
Und die Ukrainer selbst? Na dann geht mal hin, reformiert und nehmt in Besitz aka privatisiert neu und konsequent europäisch. Vielleicht sind die sich dann da plötzlich einig und gehen mit ihrern eigenen Oligarchen gemeinsam auf den Maidan.

Carlos Manoso Februar 24, 2014 um 15:58

holger196967 Februar 24, 2014 um 14:39
„Kaum ist das Fackeln rum, schon steht dat Ukraine vor dem Staatsbankrott. LOL bei wem denn?“

holger196967, Staatsbankrott der Ukraine würde bedeuten, dass das „internationale Finanzsystem“ keinen einzigen Tropfen Zinszahlungen mehr sehen würde, worauf folglich ALLE Schulden der Ukraine beim „internationalen Finanzsystem“ mit einem Schlag fällig gestellt werden müssten.

Der Finanzminister Juri Kolobow des alten Oligarchen hat die in 2014 und 2015 fälligen Zinszahlungen (nur für „laufende“ Schulden) der Ukraine vorab schon mal ausgerechnet:
„Nach dem politischen Umsturz braucht das Land nach Angaben der Übergangsregierung finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 35 Milliarden Dollar (umgerechnet 25,5 Milliarden Euro). Dies sei der Bedarf für das laufende und das kommende Jahr, erklärte Finanzminister Juri Kolobow“
http://www.n-tv.de/politik/Merkel-fordert-Maessigung-article12336156.html

Das Spiel um die potentielle Konkursmasse (Ukraine) wird jetzt in eine neue Runde gehen. Schätze mal, Putin wird jetzt wg. Der Abspaltung der Krim die Muskeln zeigen und u.U. wg der Ölpipeline Southstream im Meer südlich der Krim möglicherweise noch ein paar Milliarden Rubel vorstrecken ( für das ganze Packet vielleicht etwas mehr, aber nur vielleicht).

holger196967 Februar 24, 2014 um 16:33

cm

—>>>holger196967, Staatsbankrott der Ukraine würde bedeuten, dass das „internationale Finanzsystem“ keinen einzigen Tropfen Zinszahlungen mehr sehen würde, worauf folglich ALLE Schulden der Ukraine beim „internationalen Finanzsystem“ mit einem Schlag fällig gestellt werden müssten.”

Und wer treibt die ein? Wer ist der GV Gerichtsvollzieher? und deswegen finde ich ja @Balken interessant…

—>>>Vielleicht sind die sich dann da plötzlich einig und gehen mit ihrern eigenen Oligarchen gemeinsam auf den Maidan.”

LOL :D Konten einfrieren Weltweit und Flugverbotszone :D

Es sei denn, die Oligarchen haben un-massen von GOLD, was se inner inneren Mongolei umsetzen können. HARTGELD KUMMER LOL gibts ja so einen Deppen. Oder im Gelben laufen auch solche Ochsenfrösche rum :D Oder der Müller Dörk. Der hat sogar Dosenbrot im Keller und der Meyer Frank auch.

Man kann natürlich auch auf den Lübberismus setzen. das wäre auch ne Möglichkeit.

holger196967 Februar 24, 2014 um 16:36

Und das coole an der Sache ist ja, der Ex-Boss der Ukraine wird wegen “Massenmord” gesucht. und Johnny Walker Bush @all Präsis fummelt sich am kleinen Bush rum.

holger196967 Februar 24, 2014 um 16:41

Das iss sowas von Demokratisch bekloppt, bekloppter gehts gar net mehr. Genau nach dem Schema El Al Muhammar El Al IL Ghadaffi … :D ROOOOFL

Und Frank-Walter sülzt dicke reden mit dem Gauckler zusammen.

Egal… nur ne Frage der Kommunikation.

“A blind Chicken will also find a Grain”

(Schäjus Kreist Book 108)

Soldat Schwejk Februar 24, 2014 um 17:31

@ Balken, CM, Holger

Vielleicht waren es ja auch gerade einige ukrainische Oligarchen, die über diesen amerikanischen Fonds Franklin Templeton die ganzen kurzfristigen ukrainischen Dollaranleihen bei fallenden Kursen am Sekundärmarkt aufgekauft haben. Und jetzt lassen sie durch die neuen Verhandlungsführer mitteilen, daß alles gaaanz schlimm wird, daß Eurooopa brennt und der böse Russe kommt, wenn sie nicht umgehend ihren Bailout kriegen.

Ist nur mal so ‘ne Idee…

Soldat Schwejk Februar 24, 2014 um 18:13

@ karla

Sehr interessanter Link!

Außer einigen ökonomischen Details erfährt man ja auch (S. 4 und 9), daß der damalige Vizepremier ANDREJ KLJUJEW vor dreieinhalb Jahren als DER pro-europäische Lobbyist in Kiew galt, auf dem alle Hoffnungen ruhten, und mit dem EU-Handelskommissar Karel van Gucht da einiges hinter verschlossenen Türen ausbaldowert hat.

Bei dem Namen wird man hellhörig… Andrej Kljujew, ist das nicht dieser gerade noch gewesene Sicherheitschef von Janukowitsch, der jetzt angeblich mit diesem zusammen auf der Krim herumirrt? Und sonst?

http://yanukovich.info/de/andrij-ta-serhij-klyujevy/

Das ist auch sehr lesenswert. Da erfährt man was über die grenzübergreifende Schurkenwirtschaft. Vor zweieinhalb Jahren war Kljujew also noch “unser” guter Staatsmafioso. Jetzt ist er der böse Russenmafioso. Vielleicht landet er jetzt wirklich im Knast, wer weiß? – Da sieht man noch mal, wie albern es ist, den ukrainischen Akteuren so Schildchen mit der Aufschrift “pro-europäisch” und “pro-russisch” aufzukleben.

Aber der Zusammenhang mit der Solarbranche… und seine österreichischen Engagements? Wer weiß, wer von unseren europäischen “Eliten” da so alles mit drin hängt? Also vielleicht landet er doch nicht im Knast, sondern darf ins Exil nach Wien?

Auf jeden Fall ist das doch mal was, wo sich investigative Journalisten dahinterklemmen können. (Das ist viel interessanter als die Frage, wer Müllers Blasrohr zerbrochen hat.) – Die ukrainische Opposition hat da ja gute Vorarbeit geleistet…

holger196967 Februar 24, 2014 um 18:35

Soldat

hast du schon mal nen Trade über der Grenze von 200 Euro gemacht? Ja? Oder über 50.000 ? Ja? oder über 5.000.000? Ja? Jedes Handelsvolumen über einer bestimmten Summe wird beäugt vom Auge. Anonym? :D

Hast du eine Ahnung vom Gas oder Öl Handel? Ja? über 200 Euro ? Ja? Dann erkläre mal die Welt.

Das Dumme ist, dass arme Schlucker wie wir es nun mal sind, die Welt Erklärbären machen wollen. Wir, die armen Schlucker haben eh keine Ahnung vom großen GELD. Naja, einige schon.

Ich hatte hier mal ne Frage gestellt: Was macht ihr mit 3.000.000.000 Euronen wenn ihr investieren müsstet. Keine Antwort und wenn nur dämliche. Weil wir kleinen Hecken Pisser nicht in den Dimensionen denken können. Das ist zu HOCH der MARX

“kleines Geld für kleine Leute, großes Geld für große Leute”

(Korinthenkacker Buch 7 Vers 9)

Balken Februar 24, 2014 um 20:19

Das Imperium ist angeschlagen und sieht sein window of opportunity sich schließen. Deshalb hektische Betriebsamkeit , National endowment for … , in der Ukraine (Rache für Russlands Grätsche in die seinerzeit schon laufenden Vorbereitungen der Syrien-Intervention), in Venezuela …
Angeschlagene Tiger sind gefährlich, gehen aufs Ganze.
Hoffentlich nur ein letztes Aufbäumen, dem die Einsicht folgt, einer unter vielen zu sein.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=20855

Soldat Schwejk Februar 24, 2014 um 22:11

Ach, Holger…

Wenn hier nur die Operateure des großen Geldes über solche Themen was schreiben wollten, dann müßte Gevatter @TRSS ja weitgehend monologisieren. Klar, als Schütze Arsch kann ich das nicht wirklich überblicken. Doch wie Frank Lübberding völlig richtig erkannt hat :-) , versuche ich mich in der Regel zu informieren, bevor ich als ErklärBär versuchsweise eine Hypothese raushaue…

Also kommunizier ich mal nicht über das große Geld, in dessen Regelwerk ich keinen Einblick habe… sondern über die Kommunikation vom großen Geld.

Die Zeitung „Zerkalo nedeli“ hatte ich ja schon gelegentlich zitiert. Dazu muß man nun wissen, das ist eine russischsprachige, aber strikt antirussische große ukrainische Wochenzeitung. Die wird wohl teils von den Amerikanern finanziert, so als Gegengewicht zu den großen russischen Zeitungen, die in der Ukraine ja auch verbreitet sind. Qualitativ ist es gewiß die beste überregionale Zeitung dort; die politische Tendenz muß man im Kopf immer ein bissel herauszufiltern suchen.

Letzte Woche, also als Janukowitsch noch an der Macht war, erschien dort in der Printausgabe dieser Artikel über die Eventualitäten eines ukrainischen Kredit-Defaults:

http://gazeta.zn.ua/finances/defolt-2014-rukotvornaya-ugroza-_.html

Auch wenn’s die meisten wohl nicht lesen können, aber ich bitte die Aufmerksamkeit auf die beiden Tabellen zu richten.

Obere Tabelle: vorgesehene Bedienung und Tilgung der Staatsschuld (alles umgerechnet in Griwna) in den kommenden Jahren, einschließlich der Schulden des staatlichen Pipelinebetreibers NAK Neftegaz.

Die „inneren“ Schulden lassen wir jetzt mal beiseite, die sind ganz überwiegend in Griwna, also damit wird die UZB wohl klarkommen.

Was uns interessiert sind die äußeren Fremdwährungsschulden. Da zeigt die dritte Zeile die Bedienung (Zins), die vorletzte Zeile aber die Refinanzierung auslaufender Anleihen. Das addieren wir zusammen, und für 2014 kommen wir ungefähr auf 46 Mrd. Griwen, also etwa 5 Mrd. Dollar. Das entspricht etwa der Größe, die in der Auflistung der einzelnen zu leistenden Zahlungen für 2014 (zweite Tabelle) rauskommt. Für 2015 sind es dann 62 Mrd. Griwen, also 7 Mrd. Dollar.

Insgesamt also für die nächsten beiden Jahre zu leistende Zahlungen in Fremdwährung von ca. 12 Mrd. Dollar. Bei Devisenreserven der UZB von >17 Mrd. Dollar, die allerdings auch zur Stabilisierung des Griwna-Kurses eingesetzt werden.

Der Artikel enthält dann auch diverse Prognosen von Finanzfachleuten, die etwas unterschiedlich sind, aber der allgemeine Tenor ist der: Es droht eher kein Kreditereignis (Default), und wenn aber doch, dann läßt es sich wahrscheinlich ganz gut managen.

Wie gesagt, veröffentlicht zu einer Zeit als Janukowitsch noch an der Macht war, und mit dem Rat am Schluß, er solle nicht auf das russische Kreditangebot eingehen.

Nun… eine Woche später… irgendwelche neuen Hanseln sitzen in den Sesseln… und plötzlich gibt es ein Riesengeschrei von bald schon drohendem Staatsbankrott… und ganz unglaubliche Summen werden verlautbart… 35 Mrd. Dollar und so…

Da fragt man sich als versuchsweiser „Selbstdenker“ doch, auch wenn man Schütze Arsch mit dem kleinen Geld ist: Wie, zum Henker, ist das möglich?

Aber vielleicht kommt His Satanic Majesty himself, @TRSS, noch vorbei, und erklärt das große Geld. Obwohl, der weiß nach eigenem Bekunden ja auch nix…

Bei dieser begnadeten ukrainischen Künstlerin kannst Du übrigens schon für weniger als 200 € coole Youtube-Piano-Covers von Liedern Deiner Wahl ordern.

http://www.youtube.com/watch?v=2_F-tdJSZmU

holger196967 Februar 24, 2014 um 22:16

Soldat

—>>>Also kommunizier ich mal nicht über das große Geld, in dessen Regelwerk ich keinen Einblick habe… sondern über die Kommunikation vom großen Geld.”

:D Tja bist eben kein Uhrmacher, sondern unterhältst dich einfach mit dem Zeiger tick tack…

Warum der aber Tick Tack macht, iss eben nicht klar.

Treidel ich komme mal nach Börlin und wenn es schön iss, lass uns mal bie ein paar Gläschen (ich lade dich ein) so auf dem Sonnendeck uns gut gehen.

holger196967 Februar 24, 2014 um 22:20

Soldat

—>>>Aber vielleicht kommt His Satanic Majesty himself, @TRSS, noch vorbei, und erklärt das große Geld.”

Der iss doch das ärmste Licht als CFO LOL :D

gelegentlich Februar 24, 2014 um 22:28

@Soldat

Da ich mal davon ausgehe dass die erste Quelle nicht durchgeknallt ist heißt die zweite Quelle wohl nur, dass man national (?) auf Opfer vorbereiten und international wohl einen großen Topf aufmachen will. Wer den aber aufmacht? Ich sehe nur dass einigermaßen neutrale, nicht interessegeleiteten Infos bei diesem Thema kaum zu bekommen sind. Dir also ganz herzlichen Dank!

chabis Februar 25, 2014 um 08:57
Soldat Schwejk Februar 25, 2014 um 13:48

@ chabis

Interessante Innenansicht, aber in einem Punkt liegt er m.E. nicht richtig. Was die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen angeht. Da gibt’s hier eine genauere Darstellung, auch mit ein paar Zahlen im ersten Abschnitt.

http://www.bpb.de/internationales/europa/ukraine/154446/die-raeumliche-differenzierung-der-ukrainischen-wirtschaft-die-regionale-ebene?p=all

Nun ja, also da auf Kiew und die umliegende Region bereits fast ein Viertel der Wirschaftsleistung entfällt, wird man vermutlich formal irgendeine Unterteilung des Landes vornehmen können, wonach immer der Teil gut aussieht, dem Kiew zugeschlagen wird. Allerdings liegt das natürlich daran, daß in der Metropole Kiew alle möglichen Finanzströme zusammenlaufen, vor allem eben aus dem industriellen Osten. Bei einer hypothetischen Teilung des Landes (zu der es m.E. nicht kommen wird, noch nicht mal die Krim wird sich abspalten)… da würde Kiew massiv an Bedeutung verlieren, wenn es dann nur noch die Hauptstadt des “Mittelwestens” wäre.

@ gelegentlich —> “dass man national (?) auf Opfer vorbereiten und international wohl einen großen Topf aufmachen will.”

Ja, aber die Erdgaspreise für Privathaushalte, wie vom IWF gefordert, die können sie kaum erhöhen. Vielleicht kommt dafür bald die Privatisierung der Kronjuwelen, also der Erdgaspipeline auf den Tisch. Ein paar Oligarchen im Team mit irgendeinem westlichen Big Player?

@ Holger

Das kleine Unterhaltungsprogramm in Berlin… ja das gibt’s bald auch wieder öffentlich… Aber ist so richtig schick natürlich erst, wenn es einigermaßen warm ist. Vielleicht möchten sich im Sommer ja auch der Topistaner und Wat. mal anschließen, auch wenn sie hier gerade irgendwie abhanden gekommen scheinen.

Doktor D Februar 25, 2014 um 14:31

@Soldat Schweijk: Vielleicht die hier http://www.scmholding.com/en/ ?

someone Februar 25, 2014 um 14:41

Wieso wird hier aus den Energiepreissubventionen eigentlich so eine heilige Kuh gemacht? Klar, sie sind einfach zu implementieren und, wenn man sich von Russland abhängig machen würde, vielleicht auch die vorzuziehende Art einer Sozialpolitik.
Aber sie sind auch nicht wirklich zielgenau. Der größte Anteil beim Energieverbrauch dürfte auch in der Ukraine vor allem der Industrie zugute kommen und unterstützt auch wohlhabende Menschen. Diese wahrscheinlich noch mehr als als die armen Bevölkerungsschichten.
Der IWF ist durchaus bereit, ersetzende Unterstützungs-programme für die arme Bevölkerung gutzuheißen, wenn die Energiesubventionen abgebaut werden. Und man sieht es doch auch in Deutschland, dass Energiesubventionen v.a. wohlhabenderen Schichten nützen.
7 1/2 Prozent vom BIP für Energiesubventionen ist schon ein ziemlicher Batzen und wenn man davon ein Drittel kürzt und die restlichen zwei Drittel auf Sozialprogramme legen würde, könnte es den ärmeren Schichten vielleicht sogar eine Verbesserung der Lage bringen.

someone Februar 25, 2014 um 14:44

Dieser Artikel von dem Kluljew mit seinen Briefkastenfirmen zeigt es doch, dass die Subventionen an der Masse der Bevölkerung vorbeigehen.

Soldat Schwejk Februar 26, 2014 um 15:06

Heute gegen Mittag in Simferopol:

http://rt.com/news/crimea-ukraine-protest-clashes-840/

Im zweiten Video vermeine ich auch deutlich “Allahu-Akba”-Rufe zu vernehmen.

Unten schließt sich noch eine ganz interessante Kommentar-Diskussion über den Einfluß der wahhabitischen Ideologie unter den jüngeren Krimtataren an. (Aber natürlich finden sich unter den Kommentierern auch Bekloppte aller Couleur.)

Wie gesagt, ich halte es für ganz und gar unwahrscheinlich, daß es dort einen richtigen Sezessionskonflikt geben wird. Mit Beginn der Tourismussaison muß es wieder ruhig sein, damit der Rubel rollen kann. Und niemand dort will, daß dann die Krimtataren ausrücken und die Bahngleise Richtung Südküste blockieren, wie früher schon mal. … Aber erst mal scheint es etwas hochzukochen…

Das ganze hat dort noch so den Hintergrund, daß die aus den Deportationsgebieten zurückgekehrten Krimtataren ökonomisch etwas marginalisiert sind; sie siedeln meist im ärmeren, ländlichen Nordteil der Halbinsel und verdienen kaum mit am boomenden Tourismusgeschäft der Südküste.

Bladnoch1971 Februar 26, 2014 um 15:26

@ Schwejk,

bei SPON veröffentlicht:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/putin-versetzt-streitkraefte-in-alarmbereitschaft-a-955793.html

Kannst Du aus Deinen Quellen irgendwie verifizieren, oder nur eine übliche Spiegelfechterei? Danke!

Netter Link zu den Problemen auf der Krim. Wobei ich im Leben nicht verstehen werde, wie man dem Wahhabismus toll finden kann….

Soldat Schwejk Februar 26, 2014 um 15:48

@ Bladnoch

Na, um diesen vielleicht eher symbolischen Akt des Kreml zu deuten, müßte man Kreml-Astrologe sein… Komme jetzt auch gerade nicht dazu, noch viel herumzurecherchieren.

Was den Islamismus auf der Krim angeht: Der war zu meiner Zeit dort kaum präsent. Man konnte wie gesagt mit einem krimtatarischen Aktivisten Wein trinken gehen, was in der Hinsicht immer ein gutes Zeichen ist :-) Damals war das eine zum Teil ethno-nationalistische, zumTeil sozial-emanzipatorische Bewegung. Orientiert an der Türkei, zu der es ja eine sprachliche Nähe gibt. Die Anfänge der krimtatarischen Nationalbewegung vor über 100 Jahren, auf die man sich bezog, die waren auch von Mustafa Kemals Jungtürken inspiriert.

Anfang der nuller Jahre sind dann die Saudis dort aktiv geworden, haben Moscheen bauen lassen und irgendwelche Koranschulen oder so gegründet. Meines Wissens haben sie in der ganz jungen Generation einen gewissen Zulauf, also unter denen, die schon auf der Krim aufgewachsen sind. Die also da irgendwo auf den Dörfern im Landesinneren in der Scheiße sitzen und in ihrem Leben nichts anderes kennen, während 100 km weiter südlich an der Küste der Rubel rollt, ohne sie.

ruby Februar 26, 2014 um 17:50
karla Februar 27, 2014 um 21:26

keiner Februar 27, 2014 um 16:05
schreibt im Themenblock “Helau und Alaaf! Sicher nicht in Hannover”

” Ihr habt noch nicht den drohenden Krim-Krieg durchs Dorf getrieben, Lübberding, übernehmen Sie!”

Dazu brauchen wir nicht @fl.

Unter: http://www.freie-radios.net/62215
gibt es einen audio-Vortrag. Ab Minute 5:55 interessant der Beitrag von Andres Buro.

Und unter: http://www.freie-radios.net/62195
ein 6 -minütiges Telefongespräch einer Ukrainerin aus Lemberg (war mal Mitarbeiterin bei Radio Dreyeckland Freiburg)

holger196967 Februar 27, 2014 um 22:02

@Soldat

—>>>Das kleine Unterhaltungsprogramm in Berlin… ja das gibt’s bald auch wieder öffentlich… Aber ist so richtig schick natürlich erst, wenn es einigermaßen warm ist.”

GERNE \o/ freu mich drauf.

—>>>Vielleicht möchten sich im Sommer ja auch der Topistaner und Wat. mal anschließen, auch wenn sie hier gerade irgendwie abhanden gekommen scheinen.”

Das müssen se dann selber entscheiden. :D

Frau Wat kämpft ja immer noch, und Topistaner iss ja “junger” Pappi. Ich rufe mal an. So im Mai. Wie gesagt freu mich…

Wat. Februar 27, 2014 um 23:49

Wat heißt hier “abhanden gekommen”, der Schein trug, odda so ;-)

Balken Februar 28, 2014 um 09:42

Hübsch. Unsere Journaille war einmütig Partei für – ja nicht für Demonstranten, sondern für Steinewerfer, Gebäudebesetzer, die, in derselben Journaille, wenn in einem westlichen Land auftretend, schwarzer Block, Chaoten, Krawallmacher, Terroroisten oder dergleichen heißen und gegen die, wenn denn die einheimischen Sicherheitskräfte nicht damit klarkommen, Eurogendfor bereitsteht.
Nun gibt es, nachdem nur ein weiterer Tag ins Land gegangen ist, wiederum vergleichbare, allerdings bislang noch deutlich harmlosere Vorgänge in der Ukraine, näherhin auf der Krim. Die Journaillie legt den Propagandaschalter um und ist hörbar bemüht, dies möglichst nicht so sehr auffallen zu lassen: Sie ist natürlich nun Partei gegen irgendwelche Besetzer, muss dies aber in der Wortwahl subtiler gestalten, sonst fällt das Umlegen des Schalters doch zu sehr auf.
Verwirrende Wendungen.
Die USA-Kriegsschiffe, die im Schwarzen Meer vorsorglich zur Bekämpfung von Zahnpastatubenterroristen disloziert wurden, bekommen nun rein zufällig, (denn wer hätte das voraussehen können?), eine ganz andere Bedeutung.

Bladnoch1971 Februar 28, 2014 um 09:58

Langsam aber sicher wird es spannend auf der Krim. Kurzfristige Besetzung des Flughafens von Simferopol durch unbekannte bewaffnete Kräfte. Hierzu behauptet die ukrainische Innenminister es wäre eine Provokation der russischen Förderation gewesen:
http://www.sueddeutsche.de/politik/umbruch-in-der-ukraine-bewaffnete-besetzen-kurzzeitig-flughafen-auf-der-krim-1.1900591
Wenn sich jetzt die von @Schwejk angesprochenen (wahhabitisierten) Tataren noch zu einer größeren Dummheit hinreißen lassen, fürchte es wird es zu einer unangenehmen Kettenreaktion kommen.

Balken Februar 28, 2014 um 10:26

Der Westen” hat hundert Jahre nach dem ersten Weltkrieg fürs erste bekommen, was er wollte. In Kiew gibt es eine nicht gewählte “Übergangsregierung” der von den USA gewünschten und begünstigten Leute. Der “deutsche” Klitschko ist nicht dabei. Geld in die Hand nehmen, was nötig sein wird, hat Brzezinski gleichwohl vor allem Deutschland aufgerufen.
Wenn alles schief geht, haben die USA immerhin eines erreicht: Ärger in Europa, Ärger zwischen Westeuropa und Russland. Was heißt also, schief gegangen? Besseres können sich die USA nicht wünschen, als dass Westeuropa und Russland nicht zusammenkommen.
Eine eventuelle Spaltung, die durch den vom Westen zumindestens abgesegneten Auschluss der Vertretung des russischen Bevölkerungsteils bereits beflügelt ist, kann man dann propagandistisch leicht den Russen in die Schuhe schieben – war in Deutschland nicht anders und der gewöhnliche Deutsche hats geglaubt. Und wer weiß, vielleicht fällt ein neues Cape Bondsteel, diesmal in der Ukraine, dabei ab? Ob das dann in auch wieder in einem, als Staatsgebilde von der “internationalen Gemeinschaft” nur mäßig anerkannten armen Mafiastan liegt – who cares?
Dann mal los. Kommt mal. Allerdings – die Ukraine ist nochmal ein anderes Kaliber als das Kosovo. Und die Russen sind groß im Kommen-Lassen, wie schon zwei Großstrategen aus Westeuropa leidvoll erfahren mussten, die sich von den osteuropäischen Weiten magisch angezogen fühlten.

karla Februar 28, 2014 um 17:41

Noch zwei aktuelle Audio-Beiträge von radio Dreyeckland:

http://www.freie-radios.net/62248 (eher pro EU)
und
https://rdl.de/beitrag/andere-siocht-auf-die-ereignisse-der-ukraine
(eher Anti-EU)

Von außen sind solche Berichte schwierig einzuschätzen. Aber trotzdem ein Hintergrundbild.

Interessant wäre mal zu erfahren, was sich die Leute in der Ukraine unter den Reformen der EU so alles vorstellen.
Würden sie den Bericht der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Assoziierungsabkommen EU-Ukraine kennen, gäbe es wohl einige die sich unter Reformen etwas anderes vorgestellt haben.

Nochmals der link zur FES:
http://library.fes.de/pdf-files/id/08359.pdf

karla Februar 28, 2014 um 17:53

Noch zwei aktuelle Audio-Beiträge von radio Dreyeckland:

http://www.freie-radios.net/62248 (eher pro EU)
und
https://rdl.de/beitrag/andere-siocht-auf-die-ereignisse-der-ukraine
(eher Anti-EU)

Von außen sind solche Berichte schwierig einzuschätzen. Aber trotzdem ein Hintergrundbild.

Interessant wäre mal zu erfahren, was sich die Leute in der Ukraine unter den Reformen der EU so alles vorstellen.
Würden sie den Bericht der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Assoziierungsabkommen EU-Ukraine kennen, gäbe es wohl einige die sich unter Reformen etwas anderes vorgestellt haben.

Carlos Manoso Februar 28, 2014 um 18:31

@karla Februar 28, 2014 um 17:53
„Von außen sind solche Berichte schwierig einzuschätzen. Aber trotzdem ein Hintergrundbild.“

karla, meines Erachtens gibt Tomasz Konicz (http://www.konicz.info) eine reflektierte Schilderung und Analyse der Lage:

„Ob die verantwortlichen (deutschen) Spitzen(sozial)demokraten sich überhaupt dessen bewusst sind, was sie mit der offenen Unterstützung einer faschistisch durchsetzten “Opposition” angerichtet haben? Nicht einmal eine Woche nach dessen Publizierung befindet sich die Ukraine tatsächlich am Abgrund des offenen Bürgerkrieges. Während die von den Europäern vermittelte Vereinbarung zwischen Regierungschef und prowestlicher Opposition von Letzterer souverän gebrochen wurde und rechtsextremistische Milizen eine regelrechte Terrorkampagne entfacht haben, wachsen die Spannungen und separatistischen Bestrebungen in der südlichen und östlichen Ukraine immer weiter an.

Zehntausende haben am 23. Februar etwa in Odessa für den Anschluss an Russland und gegen die rechtsextremen Gruppen demonstriert, die nun in der West- und Zentralukraine die Straßen beherrschen. Neben den “Russland”-Rufen erschallte die Parole: “Der Faschismus wird nicht durchkommen!” In Sewastopol haben rund 50.000 prorussische Kundgebungsteilnehmer für den Anschluss an Russland plädiert.

In etlichen ostukrainischen Städten und Regionen kursieren Aufrufe zur Bildung bewaffneter Milizen, die einen eventuellen Vormarsch der faschistischen westukrainischen Banden, die inzwischen aufgrund der Plünderung von Waffenlagern mitunter bewaffnet sind, verhindern sollen. Vor allem auf der Krim und in Odessa wird dieser Aufruf auch massenhaft befolgt. Im ostukrainischen Charkow haben indessen Demonstranten die russische Flagge auf dem Rathaus gehisst, es kam zu Auseinandersetzungen mit Polizisten.

Auf der Krim droht die Lage nun vollends zu eskalieren, nachdem bewaffnete russische Milizionäre das Regierungsviertel besetzt haben und die russische Flagge auf dem Parlamentsgebäude hissten. Die zunehmenden Spannungen entluden sich bereits am 26. Februar in gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Rechtsextremisten, Krimtataren und russischen Unabhängigkeitsbefürwortern in Simferopol, bei denen ein russischer Demonstrant getötet und rund zwei Dutzend Menschen verletzt wurden. Einwohner Sewastopols machten gegenüber der britischen Zeitung The Telegraph klar, dass sie kampfentschlossen sind. Mehr als siebzig Jahre nach dem verzweifelten Verteidigungskampf Sewastopols gegen die Vernichtungsmaschinerie der Naziwehrmacht, denen die “Heldenstadt” rund sieben Monate standhielt, bereite sich die Bevölkerung nun auf einen “neuen Kampf” gegen Nazis vor.

Jüdische Hilfsorganisationen haben bereits Nothilfen für die de facto unter Belagerung lebende jüdische Minderheit der Ukraine eingeleitet, während einige Rabbiner ihre Glaubensbrüder offen zur Flucht aus Kiew aufrufen.

Damit wirkt die extremistische westukrainische Rechte – die nun ihre Machtansprüche offen anmeldet – im Endeffekt als ein separatistischer Treibsatz, da diese Kräfte für einen Großteil der Bevölkerung der Ostukraine inakzeptabel sind. Die Ignorierung des Skandals in den deutschen Massenmedien, dass die politischen Erben der ukrainischen Nazikollaborateure auch von der Bundesregierung offensichtlich Rückendeckung erhalten, macht dies ja nicht ungeschehen – und es lässt die vorhersehbaren Sezessionsbestrebungen in den östlichen Landesteilen aufkommen.
Dabei sieht sich der Kreml, der selbstverständlich nicht an einem Bürgerkrieg an den eigenen Landesgrenzen interessiert ist, zu einem heiklen politischen Spagat genötigt. Einerseits wird Stärke demonstriert, um die nationalistischen Kräfte in Russland zu befriedigen: Die westlichen Truppenteile und die Luftwaffe werden in Alarmbereitschaft versetzt, Spezialeinheiten zum Schutz russischer Militäreinrichtungen auf die Krim verlegt – während die NATO der Ukraine “Unterstützung” zusichert und Russland vor einer Eskalation warnt. Zugleich beteuern russische Politiker die Respektierung der territorialen Integrität der Ukraine.

Die derzeit größte Gefahr besteht aber darin, dass der Kreml förmlich zur Intervention genötigt sein könnte, sollten auf der Krim blutige Zusammenstöße ausbrechen, bei denen viele ethnische Russen umkämen. Moskau kontrolliert somit die Lage und die Bedienungen nicht, die eine Intervention notwendig machen könnten. Der Kreml ist von einer Eskalationsdynamik abhängig, die von extremistischen Kräften jederzeit weitergetrieben werden kann.“
http://www.konicz.info

Keynesianer Februar 28, 2014 um 19:11

Willy Wimmer (CDU) – USA wollen Europa in den Krieg ziehen
http://youtu.be/O3fNWgefjz0

Carlos Manoso Februar 28, 2014 um 19:23

@ Keynesianer Februar 28, 2014 um 19:11
„Willy Wimmer (CDU) – USA wollen Europa in den Krieg ziehen
http://youtu.be/O3fNWgefjz0“

http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/02/die-klitschko-e-mails.html
http://www.voltairenet.org/article182296.html

blob Februar 28, 2014 um 19:30

zum TTIP:
Krugman, in den 90ern einer der schärfsten Verfechter von Freihandel, heute mit einem skeptischen Artikel zum TTIP. Möglicherweise ein Anzeichen für Opposition seitens der Liberalen in den USA gegen den Deal.
http://www.nytimes.com/2014/02/28/opinion/krugman-no-big-deal.html?ref=opinion

ruby Februar 28, 2014 um 19:42

Einer der besten Riffs für die Seelenverschiffung durch Charon …
haltet die Taler bereit ihr Höllengänger, die Segel werden gesetzt.

http://www.youtube.com/watch?v=J-5DqSiPORs

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d9/Luca_Giordano_009.jpg

gelegentlich Februar 28, 2014 um 19:59

@CM
Ein bißchen mehr Hintergrund zu „Hinter der Fichte“?
Ganz unten, unter den Buchempfehlungen, finde ich auch „So lügen Journalisten, Udo Ulfkotte“.
Und den finde ich, ähm, problematisch… kann ein Versehen sein, muss aber nicht.

Schatten Februar 28, 2014 um 20:10

@Carlos Manoso

>”Moskau kontrolliert somit die Lage und die Bedingungen nicht, die eine Intervention notwendig machen könnten.”

Ich denke, das ist der Schlüsselsatz! Soweit ich mich erinnere, vielleicht weiß @Schwejk da mehr, ist der russische Präsident verpflichtet, die russischen Minderheiten im Nahen Ausland zu schützen.

D.h. er muss intervenieren, wenn auf CNN Bilder von toten Russen in der Ukraine gezeigt werden!

Und machen wir uns nichts vor: Der Westen hat außer einer Destabilisierung keinen richtigen Plan mehr. Jetzt, mit den hardcore-Typen in der Westukraine, geraten die Träume von “Nachschuldner-Paradies” (DGF) ja ins Wanken und eine gewalttätige Eskalation ist vielleicht die letzte Option, mit einem Blauen Auge und dem Schwarzen Peter für Russland davonzukommen.

Und Russland ist wohlberaten, die Schacher-Versuche des Westens mit einer “Wirtschaftshilfe”, was ja nichts als die Abführung der Ukraine in die Zinsbotmäßigkeit meint, nicht mitzumachen. Denn wenn die Ukraine sich dann der EU zuwendet, muss Russland den Freihandel mit der Ukraine aufkündigen und die Ukraine stürzt dann sofort wieder ab – das Geld wäre verloren.

Wobei noch fraglich ist, wie sich westukrainische Nazis und die “Zinsknechtschaft” (Hytler) überhaupt vertragen. Wobei allerdings @Schwejk ja hier schon einiges über deren Geschmeidigkeit beim Ausfüllen von Förderanträgen berichtet hat…

Und mal was anderes: Jobbik-Ungarn, die Westukraine und vielleicht das ‘konservative’ Ost-Polen – wäre ein bizarrer cordon sanitaire für Russland – so zwischen sich und der EU diese hardcore-Typen…

chabis Februar 28, 2014 um 21:16
chabis Februar 28, 2014 um 23:35
petervonkloss März 1, 2014 um 03:57

Die deutsche Besiegtengeistigkeit ist durchdrungen und bestimmt, bis in die Bereiche der Politik, was Nietzsche
lächelnd und mit unendlicher Ironie als Marasmus Femininus des Letzten Menschen bezeichnet hat; den Erfindern des Glücks und der Gleichheit.

petervonkloss März 1, 2014 um 04:11

….des Glücks und der Gleichheit der Guten:

http://www.youtube.com/watch?v=dxvJeuLDhsQ

ruby März 1, 2014 um 04:37

Moin
PVK

Frau Merkel hat Ihre Lüge durch ein verschmitzes Lachen als Gegensatz zu den Worten und Inhalten von innen heraus dokumentiert. Sie hat es nicht kontrollieren können in der Rede im House of Parliament!
Deshalb auch die vielen Versprecher …
;-)

ruby März 1, 2014 um 04:51
petervonkloss März 1, 2014 um 05:01

@ruby
Auch guten Morgen, mir als Gutem geht’s nicht so gut; schön von dir zu hören!

petervonkloss März 1, 2014 um 05:11

@ruby

was war, ist ihre Lüge?

petervonkloss März 1, 2014 um 05:16

She is simply so positive

ruby März 1, 2014 um 05:46

Das sich die Leaders immer erneuern (wollen aber können?), offen zu sein versuchen vorzugeben : “Change”, wie Barry Obama uns verführt hat an das Gute zu glauben (weil wir daran glauben wollten?).
Damit fertig werden und den Mangel an Natur (Nietzsche) wiederbringen;
sehr gerne.

petervonkloss März 1, 2014 um 05:58

@ruby
http://www.youtube.com/watch?v=gGyq2HmHDbs&index=9&list=PLEEC31C79F56C608A
L.S.D. ist gelöscht! Eigentlich alles Fragwürdige wird heut zu Tage gelöscht!:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/versandjustiz-souveraen-amazon-12823776.html

- Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man eigentlich darüber lachen, daß ausgerechnet die derzeitige cash-Kuh von Amazon (Sarrazins Tugendterror steht auf Platz 1 der Verkaufsliste) genau das anprangert, was man selber gerade durchexerziert. –

- Ob der Hinweis an amazon vielleicht von den wikipedia-Blogwarten kam? Also von den üblichen Verdächtigen?
Interessant jedenfalls die wikipedia-Diskussionseite zum antaios-Verlag.

Das linksrotgrüne Völkchen, das dort ungehemmt wirken kann, weil es sich die Enzyklopädie längst unter den selbstreferentiellen Nagel gerissen hat, beläßt es nämlich in der Regel nicht nur beim Anheften des braunen Sterns (“Der Verlag wird der Neuen Rechten zugeordnet.”), sondern verfolgt ausdauernd alle, die beim Kampf gegen Rechts nicht bei “Drei” auf den Bäumen sind..

Da muß schon mehr her…

Ich vermute mal, daß die biederen Kaufleute von “amazon” ganz verschreckt gewesen sind, als sich plötzlich zwei, drei “Sozialwissenschaftler” (also 50jährige wissenschaftliche Hilfskräfte ohne Promotion, geschweige denn Habilitation) bei ihnen gemeldet haben, um ihnen die Augen über die Bedrohung unserer bunten Republik zu öffnen…. –

ruby März 1, 2014 um 06:45
petervonkloss März 1, 2014 um 07:33

@Ruby, Soldat, Holger…..(Herzlichst meinen Wölfen)
das mit der Natur, kann nur tragisch werden.

„Es wird Zeit, daß wir den humanen
Solipsismus verwerfen und die transhumane
Schönheit des Seins erkennen“
Robinson Jeffers“.

(Epilog) des Gedichts DIE LERCHE:

MENSCHEN! HÄTTEN WIR
FURCHT UND HASS VERLOREN,
HEILIG WIE EIN TIER,
TRÄNENLOS GEBOREN!

DOCH WIE ZÄHE SCHIELT
UNSER FREISTES LACHEN,
SCHNELL DEN TRAUM VERSPIELT
TÄGLICHES ERWACHEN.

EWIGER FLUG! WENN ICH
DEINEM SÜßEN RAUSCHE
SINGEND HALB NUR GLICH:
LAUSCHTE MIR DIE WELT, WIE ICH DIR LAUSCHE.

PERCY BYSSHE SHELLEY

By A. WOLFENSTEIN

petervonkloss März 1, 2014 um 09:08

Zur verdrängten Flüchtlingsfrage.

Mein Gott wie kann dieses Deutschland endlich klug werden angesichts der zu Zehntausenden hereinströmenden afrikanischen Flüchtlingen, verheimlicht auf italienischen Kriegsschiffen, angelandet und auf Verteilung wartend.

Gezeigt werden die paar Hundert über die Zäune Gekletterten in Spanien.

Um von den arabischen Ländern mit ihren 30igjährigen Kriegen gar nicht zu reden und demnächst die Krimtartaren und andere die auch noch kommen.

Angesichts dieser eher im minimalen Bereich gedachten Schätzungen, wäre eine-rot-grün-rote Regierung das kata-
strophalste Nachkriegsereignis!!!

gelegentlich März 1, 2014 um 09:18

@pvk
Da sollte der Herr Kubitschek halt etwas Geld in die Hand nehmen und einen wirklich kompetenten Berater engagieren:
http://nationalinterest.org/blog/jacob-heilbrunn/the-mendacity-tony-blair-9902
Den vielleicht Einzigen, der einen Cesare Borgia erröten lassen könnte, weil er es noch besser kann.

Anfang der 70er gab es mal eine Demonstration gegen die Verbotsdrohung gegen die sogenannte KPD-AO. Die Losung der Spontis war: „Wir lassen uns nicht nehmen was wir nicht brauchen!“
Das gilt natürlich auch für die Besoffenengeistigkeit von Antaios. Tragisch ist höchstens, dass eher die Linke gegen Zensur agiert als der sarrazinöse Mob. Eine Petition dagegen würde ich sofort unterschreiben.
Selbstredend bin ich gegen diese Art von Zensur. Diese Rechte soll bitte leben bleiben – damit sie vor unser aller Augen verfaulen kann.

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 09:54

“Obama habe schlechte Karten, letztlich hätten die USA keine Chance, russische Truppen aus der Ukraine zu drängen. Möglicherweise laufe alles auf eine Situation hinaus, “in der man zwei Regierungen habe, die beide den Anspruch erheben, die legitime Regierung der Ukraine zu sein” – eine auf der Krim, die andere in Kiew.

Keine rosigen Aussichten für Obama. Der hatte nach seinem harschen Statement am Abend noch einen Auftritt vor Parteifreunden im Capital Hilton Hotel. Nach knapp zehn Minuten unterbrach ihn ein Zwischenrufer: “Mr. Obama, erzählen Sie doch mal von Ihrem Plan eines Atomkriegs gegen Russland!”

===> … ha,ha,ha ! … :-)

(… jetzt ist ~ HALBGOTT ~ schon bis ins Weiße Haus vorgedrungen :-) … und dabei meint doch seine @Ahnungslosischkeit, @MORPH, immer,… ~ HG ~ … hätte “keine Wirkung” … )

ruby März 1, 2014 um 10:08

@ pvk

Zuviel Mainz bleibt Mainz gesehen gestern
An Schutz habe ich bisdahin nicht gedacht .

Deutschland als homogenes Siedlungsgebiet hat es nie gegeben und wird es nie geben.
Oder hat schon irgendeiner das Varusschlachtfeld gefunden und erklären können?

gelegentlich März 1, 2014 um 10:33

@ruby
Zumal die Frage wäre, was denn „homogen“ in diesem Zusammenhang überhaupt sein soll. Wie Kohärenz in einer Gesellschaft zu haben ist bleibt doch steter politischer Willensbildung ausgesetzt. Diese durch Rückgriff auf falsche Fuffziger a la „Nation“, „Staatsvolk“ usw. zu ersetzen hat einfach historisch zu hohe Kosten, was gerade in der Ukraine zu besichtigen ist. Oder, irrelevanter, unfreiwillig komisch bis peinlich, am Zustand der „Neuen Rechten“.

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 11:10

“gelegentlich März 1, 2014 um 10:33

@ruby
Zumal die Frage wäre, was denn „homogen“ in diesem Zusammenhang überhaupt sein soll. Wie Kohärenz in einer Gesellschaft zu haben ist bleibt doch steter politischer Willensbildung ausgesetzt. Diese durch Rückgriff auf falsche Fuffziger a la „Nation“, „Staatsvolk“ usw. zu ersetzen hat einfach historisch zu hohe Kosten, was gerade in der Ukraine zu besichtigen ist. Oder, irrelevanter, unfreiwillig komisch bis peinlich, am Zustand der „Neuen Rechten“.”

===> … ganz einfach: … die KULTUR!!

===> … ~ isch ~ … bin in der Deutschen Kultur aufgewachsen! … die Deutsche Kultur ist meine HEIMAT! .. und das ist auch GUT SO und RISCHTISCH so! … weil … “Das ist Deutschland hier!” (Schwesterschwelli).

===> … und ich laßß mir von @EUSCH (pseudo-)linken Kulturmarxisten (die ihr noch nie in euer Leben Handgriff gearrrbeitet habt …) … NICHT …isch wiederhole … NISCHT(!!) .. eure geisteskranke, ahystorisch-göchischtsvergeßß’ne … von den durschgeknallten US-Besatzern geforderte …

============================
“MULTIKULTUR” … als neue STAATSRELIGION
============================

…aufoktroyieren!


============================
~ FREIHEIT & SELBSTBESTIMUNG …

.. für DEutschland …

… und die anderen Völker der Welt ~
============================

wowy März 1, 2014 um 11:10

Die Grenzen Europas im Wandel der Zeit
http://www.youtube.com/watch?v=NaSihQ5IDGM

wowy März 1, 2014 um 11:14
gelegentlich März 1, 2014 um 11:25

@HG

Die Kultur also. Schön. Der frischgebackene Abiturient, Eltern kamen aus Anatolien, der diese Kultur verstanden hat, ist also Deutscher? Folgerichtig… oder muss da so eine homöopathieähnliche „Herzensbindung“ noch vorhanden sein? Und wie würde man die feststellen, ganz praktisch, meine ich?

Goodnight März 1, 2014 um 12:08

@HG

definiere bitte “Deutsche Kultur”. Damit ich verstehe, worüber Du redest.

“All we need is a voluntary, free-spirited, open-ended program of procreative racial deconstruction. Everybody just gotta keep f.ckin’ everybody ’til they’re all the same color.”
(Bulworth)

petervonkloss März 1, 2014 um 12:33

@ruby März 1, 2014 um 10:08

Plötzlich redet man von ethnischen Russen, und die Journalisten denen es auffällt kommen ins stottern.
Also die Varusschlacht hat schon stattgefunden und ist somit topographisch situiert und die germanischen Stämme haben eine große Fleckhaftigkeit d. h. die genealogischen Linien sind weit streuend und großartig auch mit dem keltischen, nordischen, slawischen verwandt; gelegentlich auch südliche Einflüsse; aber man schaue sich die alpinen
Menschen an, wie nordisch herb sie sie bis heute geblieben sind, während die Skandiaer mit ihren Kurznasen schon
eher slawisch scheinen. Die östlichen Franken und westlichen Germanen sind eh eine Mischung.

Nur durch ihre kämpferische Natur haben Die „Germanen“ bewiesen, daß sie Germanen sind! D. h. Nationen entstehen durch Kämpfe! (Schließlich gilt es einen entwickelten, und letztlich genetischen Charakter zu verteidigen.
Die Sprachbildung ist dann sozusagen der Wesenskern, der aber dann schon länger ähnliche genetische Faktoren zur
Ausbildung und Konvergenz brachte).
Und sie lösen sich auf durch Dekadenz (Besiegtengeistigkeit) und übermäßige Infiltration.!

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 12:42

Goodnight März 1, 2014 um 12:08
“@HG
definiere bitte “Deutsche Kultur”. Damit ich verstehe, worüber Du redest.”

… das ist einfach, du @Schlaumeyerle:

- Zuckerfest
- Rammadan
- Frauen, mit Schwarzer Sack über kopf & Körper
- “Frauenbadetag” in Schwimmbad für die MoslemistInnen
- Badewasserverkeimung durch Baden mit Ganzkörpersack
- Schweinefleischverbot in Kita & Mensa
- Vorhautverstümm’lung an währloose Knaben
- Zwangsverheiratung von Jungfraustuten
- Muhhezin-Krakeele von Minaretts
- Weihnachstverbot in Kreuzberg, Bruxelles, Kita, Einkaufspassagen
- Miri-Herrschaft & Sharia-Justiz
- Selbstverlegte (zählerfreie) Stromkabel mit eingebaute Kinderverkohlungsautomatik
- Braunhäutige anabolikageschwängerte Herrenmenschen, die breitbeinig nebeneinander durch die Fußßgängerzone stolzieren und Ausweichen & Blicksenkung der restlischen Weißßhäutigen erzwingen.
- Konfliktlösung mit dem stets mitgeführten Schäschtmesser oder Stampftrittkaskade auf ohnmäschtiger Kuffarschädel.
- Tierquälerei wie Schäschten.
- Campieren mit der ganzen Balkansippe auf öffentlichem Gelände. Müll, Exkremente, Lärm, keine Arrrbeit.
- 3′er Bmw aus dem Musikgeplärre über die Innenstädte schallt ich die Liedstrofen aber nicht verstehe weil keine Deutsche Sprache
- Türkische Sprache, Somaliche Sprache, Afghaniche Sprache, Zigane Sprache, Albaniche Sprache, Pakistaniche SPrache, Irakiche Sprache, Tschetscheniche Sprache , …

===> .. das allet …. und noch viel mehr .. ist … “DEUTSCHE KULTUR”

===> … nestcepas.

( .. easy as fuck. hättest eigentlich sogar @DU drauf kommen können, goodnight, odda. … )

PS:

- Anteil Migrationshintergund: 20% (aneblich, aber schon seit Jahren …)
- Anteil Migrationshintergund unter 5-Jährige: 35%
- Anteil Migrationshintergund in STädten 30-40%
- Anteil Migrationshintergund Schulkinder Pforzheim: 70%

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 12:57

- “Sonne, Mond & Sterne-Fest” statt St. Martinsumzuch . in sozialdemokratisch-entartete Kita. warscheinlisch bald EU-Weites Verbot von us-gesteuerte EUDSSR-Diktatur

- klassiche DEutse Kulturdrogen halt wie Khat, Heroin, CryschtalMeth, …

gelegentlich März 1, 2014 um 12:57

@HG @pvk
Das alte Lied. Solange man „deutsch“ alltagssprachich-schwammig gebraucht weiß man ungefähr man damit gemeint sein soll. Je näher man heran geht umso unklarer wird der Gegenstand, bis er nicht mehr sichtbar-formulierbar wird.
Wer es trotzdem versucht versinkt in reinem, unverdünnten Schwachsinn:
„Nur durch ihre kämpferische Natur haben Die „Germanen“ bewiesen, daß sie Germanen sind! D. h. Nationen entstehen durch Kämpfe! (Schließlich gilt es einen entwickelten, und letztlich genetischen Charakter zu verteidigen.
Die Sprachbildung ist dann sozusagen der Wesenskern, der aber dann schon länger ähnliche genetische Faktoren zur
Ausbildung und Konvergenz brachte).“
Zu schwächlich um lateinische Lehnworte zu vermeiden. „Wesenskern“ ist mindestens so greifbar wie Pudding.
„…während die Skandiaer mit ihren Kurznasen schon
eher slawisch scheinen.“ Scheinen – wer legt das fest?
Biologismus ist Beklopptheit pur. Er hat nur eine biologische Lösung,also Anschlussfähigkeit nur zum Friedhof. Man könnte ihn gnädigerweise nur als Hilfeschrei einer gequälten Kreatur auffassen. Aber was will er uns sagen?

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 13:10

@gelegentlich
“Biologismus ist Beklopptheit pur.”

===> … ich weißß schon lange warum du dich “gelegentlich” nennst! … weil du nur:

- gelegentlich … ehrlich bist!
- gelegentlich … logisch denkst!

Weil … gelegentlich trittst du hier als “Biologismus”-Skeptiker auf (Sarrazin-Diskussion) … und zu anderen Gelegenheiten bist du selberster der Größßtanzunehmende Oberbiologist und behauptest absurde Krudenthesen wie … Hommosexualismus sei “natürlisch” weil es in Afrikasavanne schwule Giraffenböcke gäbe …

====> … es ist dieser kreuzverlogen-entartete Tempelpharisäerrabulismus … den isch an eusch rotgrün(pseudo)linken Kulturmarxisten mit Frankfurter Schuldiplom so besonders liebe …

===> … übrigens, es gibt nur zwo anthropologiche Wiss’nschaften:

a) “Biologismus” … (Fachleuten auch geläufisch als “Darwin’sche Evolutionstheorie”)

b) Kreationismus (wird uff der Frankfurter Schul’ geleert)

c) Pentium non Darfur!!

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 13:22

gelegentlich März 1, 2014 um 11:25

@gelegentlisch

“Die SEXUALIÄT also. Schön. Der frischgebackene PUBERTÄTLING, Eltern kamen aus Anatolien, der diesen HOMMOSEXUALISMUS verstanden hat, ist also NICHTHOMMOPHOBER? Folgerichtig… oder muss da so eine hommophilieähnliche „Herzensbindung“ (=”AKZEPTANZ” —> rotgrüner BW-ZWANGSHOMMOSEXUALISIERUNGSLEERPLAN) noch vorhanden sein? Und wie würde man die feststellen, ganz praktisch, meine ich?”

===> …merk’sch was, @Jungelchen??

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 13:29

… zurück zur Definition von “DEUTSCHE KULTUR”:

- Deutsche Kultur ist auch … wenn Hommosexualisten … shariagerescht … gesteinischt wer’n … oder eben … -> Baukran, der.

( … nestcepas .. )

===> … aber wischtiger wäre jetzt WKIII !! … weil … die ganze Frankfurter Schulscheißße (= US-PsyOp!!) .. wird WKIII … so odda so … net überleben …

gelegentlich März 1, 2014 um 13:37

@HG

Mit Frankfurter Schule habe ich nichts am Hut. Grün habe ich lange Jahre gewählt, fast wie eine Gewohnheit. Das ist längst (Kosovokrieg) vorbei. Mit Sozialdemokraten habe ich auch nichts am Hut, verliere aber nicht den Verstand wenn Sozialdemokraten auftreten.

„…. … und zu anderen Gelegenheiten bist du selberster der Größßtanzunehmende Oberbiologist und behauptest absurde Krudenthesen wie … Hommosexualismus sei “natürlisch” weil es in Afrikasavanne schwule Giraffenböcke gäbe …“

Ein Befund der Biologie. Die dem Homo sapiens am nächsten stehende Primatenart ist der Zwergschimpanse Bonobo. Die haben eine homosexuelle Sexfrequenz, die erheblich höher ist als diejenige, die aus irgendeiner menschlichen Population bekannt ist. Oversexed also. Kommt in der Natur vor. Kein stringenter Beweis, dass Homosexualität beim Menschen quasi angeboren wäre, nur die am wenigsten unwahrscheinliche Annahme.

„…. … gelegentlich trittst du hier als “Biologismus”-Skeptiker auf (Sarrazin-Diskussion) … “
Klar, als Biologe graust es einem wie hier das Fach verfremdet in grotesker Weise zum Ideologieträger wird.

Noch mehr einschenken?

karla März 1, 2014 um 15:17

Carlos Manoso Februar 28, 2014 um 18:31

” @karla Februar 28, 2014 um 17:53
„Von außen sind solche Berichte schwierig einzuschätzen. Aber trotzdem ein Hintergrundbild.“

karla, meines Erachtens gibt Tomasz Konicz (http://www.konicz.info) eine reflektierte Schilderung und Analyse der Lage:”

Einzelne Beispiele (Video und Audio-Berichte ) sind nur Momentaufnahmen aus welchen man nicht auf Repräsentativität schließen kann.

@Carlos Manoso
„Ob die verantwortlichen (deutschen) Spitzen(sozial)demokraten sich überhaupt dessen bewusst sind, was sie mit der offenen Unterstützung einer faschistisch durchsetzten “Opposition” angerichtet haben?”
Die haben sich das sicher etwas anders vorgestellt. Aber die faschistischen Teile in der Opposition sind meiner Meinung nach nicht federführend wenngleich auch nicht harmlos.
Wichtiger sind die Ziele z.B. der EU und ihrer Protagonisten in der Ukraine. In der FES – Analyse zum Freihandelsabkommen heißt es u.a.:
“”Für europäische Investoren öffnet sich
ein unterentwickelter Markt mit 45,7 Millionen potentiellen Konsumenten und hoch
qualifizierten Arbeitskräften, der das Tor zu anderen Staaten in der Region öffnet….Dieses Assoziierungsabkommen hat Modellcharakter für alle an der östlichen Partnerschaft (EaP) beteiligten Länder.”
(Die meisten der 45 Mill. sind keine Oligarchen sondern Habenichtse die man aber als verlängerte Werkbank Europas nutzen kann)

Dieses “Tor zu anderen Staaten in der Region” und sein “Modellcharakter” das sind die Ziele von gestandenen europäischen Demokraten. Einer dieser Demokraten hat übrigens 2011 in der EU einen Sprachenstreit der besonderen Art ausgerufen:
Volker Kauder: “”Jetzt auf einmal wird in Europa Deutsch gesprochen.”

Goodnight März 1, 2014 um 18:32

@HG

Vielleicht habe ich meine Frage falsch formuliert, also noch einmal:
Wie hättest Du sie denn gerne, die “Deutsche Kultur”?

Imam: Because you do not believe in God does not mean God does not believe in – .
Riddick: Think someone could spend half their life in a slam with a horse bit in their mouth and not believe? Think he could start out in some liquor store trash bin with an umbilical cord wrapped around his neck and not believe? Got it all wrong, holy man. I absolutely believe in God… And I absolutely hate the f.cker.
(Pitch Black)

wowy März 1, 2014 um 18:52

Etwas Mendelssohn kann in diesen Zeiten niht shaden
https://www.youtube.com/watch?v=DlHDLGt7NOM&list=RDICdXBWHpapc

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 19:39

Goodnight März 1, 2014 um 18:32
@HG
” Vielleicht habe ich meine Frage falsch formuliert, also noch einmal:
Wie hättest Du sie denn gerne, die “Deutsche Kultur”?
—-

===> … KULTUR … ist kein FIXUM CONSTANTIUM! … sie ist vielmehr eine dünnamiche Gechichte. Außßerdem interessiere ich mich durchaus auch für Ausländerkultur – aber in Maßen nicht in MAßßen.

===> . was man, konkret die US-Besatzer, uns Deutsen aber angetan hat, ist die UMVOLKUNG. Also den systematischen Bevölkerungsaustausch … durch vorsätzlich begangene Maßßeneinschaufelung von Abermillionen Ausländersippen in den deutsen Sozialstaat durch die Sozialdemokraten. All’ diese importierten Ausländer sind zwangsläufig Kulturträger ihrer eigenen fremden Kultur. Damit wird automatisch-konkludent die Deutse kultur zerstört – und das war genau die Absicht der US-Besatzer.

===> Diese Strategie ist nun keineswegs die Erfindung von Kissinger und Soros – nein, das hamn die Faschisten in der Göchischte schon immer so gemacht: die Kultur der geschlagenen Völker möglichst zu vernichten!! .. dieser faschistischen Ausrottungstrategie gegen die Deutschen gilt es nun vehement entgegenzutreten:

- STOP …. der US-Besatzung Deutschlands (inkl. us-gesteuerter, antideutscher , korrupter Blockparteien)!
- … stattdessen Einführung der Demokratie in Deutschland (-> Selbstbestimmungsrecht der Völker)!
- STOP …. der Maßßenimmigration!
- STOP …. der antideutschen Reeducation- & Natolügenpropagandazwangsstaatssicherheitsrundfunkanstalten!
- Einführung der deutschen Leitkultur.
- usw.

~ WKIII-News ~ März 1, 2014 um 19:45

… aber du, @goodnight,

==> … wärst du ma eben so freundlich, auf die von mir o.g. Auflistung “Deutscher” Gegenwarts-Kulturealität … einzugehen? … geh die Punkte doch mal dursch einer nach anderer .. und ergötze uns mit deiner Bewertung ….

Goodnight März 1, 2014 um 22:48

@HG

Die USA ist selber DAS Einwanderungsland schlechthin. Und es hat dieses Land nicht geschwächt sondern stark gemacht. So stark, dass es letztlich Deutsche Land besiegen konnte. Und deshalb war diese amerikanische Verschwörung gegen Deutsche Volk wahrscheinlich furchtbar gut gemeint. Denn die nationale Inzucht in den Jahren davor hat Deutsche Land 2xMal in die totale merde getrieben….hingegen sind wir, seit der Massenimmigration total friedlich und total erfolgreich und sogar im Ausland beliebt.
Das mal nebenbei zu den Fakten

Zu den grundsätzlichen Probleme der Inklusion anderer Kulturen ist natürlich immer von Reibungsverlusten auszugehen, aber wenn man einmal die immense Masse der Einwanderung betrachtet, die nicht nur Südländer sondern insbesondere in den 90er Jahren einen erheblichen Teil an gewaltbereiten und Demokratieunerfahrenen Osteuropäer beinhalte, so ist doch letztlich all dies ohne größere Schäden über die Weltbühne gegangen.
Abgesehen davon muss ich in meiner Erinnerung an meine Jugend in den noch DEUTSCHEN 80er Jahren resümieren, dass die Gewalt zwischen anständigen deutschen Knaben doch erheblich war und ich auch danach noch keine körperliche Auseinandersetzung mit Ausländern südlicher Herkunft erleben durfte. Da waren z.B. die netten Nachbarn aus Holland schon ganz andere Kaliber, da wurde man von wilden Horden durch die Straßen gejagt.
Ob jemand Schweinefleisch ist oder nicht ist mir völlig egal, wer was feiert auch, BMW 3er habe ich selbst gefahren und genossen (einstmal das beste Automobil unter der Sonne), Und auch ich habe dabei bei offenen Fenster laut meine Nachbarn beschallt.
Das Problem mit der hohen Ausländerkriminalität ist bekannt, hingegen scheint die Kriminalität von deutschen Rockerbanden erst seit einiger Zeit bekannt zu sein.
Radikale religiöse Tendenzen sind bisher noch nicht unkontrolliert in Erscheinung getreten.
Whatever, nach den Türken und Italienern kamen die Russen, Kroaten, Rumänen und Russen .. und jetzt kommen die Griechen und hier ins Benz-Town vermehrt Spanier. Und natürlich ist Stuttgart völlig anders als Sauerland, welches völlig Multi-Kulti frei ist. Nur ist Sauerland auch irgendwie völlig langweilig weil nicht global. Früher sind wir in die Welt gereist um andere Kulturen zu erleben. Jetzt müssen wir nur vor die Tür gehen. So what? Nicht einfach, muss man sich dran gewöhnen? Ja. Aber lass Dir etwas sagen:
Da draußen, in der weiten Welt sieht die Lage nicht anders aus. In USA ist alles bunt, die werden gerade von Latinos überrollt, in England sind ganz viele Polen, in Frankreich ganz viele Afrikaner, in der Schweiz ganz viele Deutsche, in der Ukraine ganz viele Russen, in Shanghai ganz viele Europäer und Amis, … die Welt wird global. Man kann versuchen sich in seiner Wohnung, sein Haus, sein Land einzuschließen und die Welt da draußen zu ignorieren. Oder man stellt sich dem Leben.

Bob Sweeney: “There was a moment, when I used to blame everything and everyone for all the pain and suffering and vile things that happened to me, that I saw happen to my people. Used to blame everybody. Blamed white people, blamed society, blamed God. I didn’t get no answers ’cause I was asking the wrong questions. You have to ask the right questions.”
Derek Vinyard: “Like what?”
Bob Sweeney: “Has anything you’ve done made your life better?”
(American History X)

ruby März 2, 2014 um 10:02

@ PVK

http://www.deutschlandfunk.de/karneval-masken-der-ordnung.1184.de.html?dram:article_id=277258

Analysiert vielleicht etwas aus dem Verborgenen und den Umgang damit.

"ruby" März 2, 2014 um 14:26
karnisze März 19, 2015 um 06:45

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