Vorstellungen über Russland. Ein Gastbeitrag von Soldat Schwejk

by f.luebberding on 7. März 2014

Der Konflikt um die Ukraine artikuliert vielfältige Geschichtsbilder. Das ist auch unvermeidlich, weil uns die Geschichte eine Einordnung von aktuellen Entwicklungen ermöglicht. Unser Denken lebt vom Vergleich. Die Vergleiche mit dem Nationalsozialismus sind dabei keine Ausnahme, sondern dort fällt uns das nur auf. Der Fehler wird an einer anderen Stelle gemacht. Vergleichen bedeutet gerade nicht nach Analogien zu suchen, sondern das Gegenteil: Nach Differenzen. Wir leben eben nicht mehr im Jahr 1914, sondern 100 Jahre später. Aber wo kommen eigentlich unsere Vorstellungen über Russland her? Sie entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern sind häufig das Ergebnis der Arbeit von Theoretikern, die sich mit Russland beschäftigt hatten. Das gilt sogar dann, wenn wir deren Namen noch nie gehört haben sollten.

Soldat Schwejk ist den Lesern dieses Blogs ein Begriff. Ich brauche ihn nicht mehr vorzustellen. Er untersucht unsere heutigen Vorstellungen über Russland auf ihren theoretischen Hintergrund. Eine Warnung: Das ist anstrengend. Es sollte uns die Mühe wert sein. Denn nichts ist fataler als wenn man Urteile auf Grundlage falscher Theorien fällt. Hier also der Text von Schwejk. Auf einen Lesebefehl verzichte ich. Das passte nun wirklich nicht zu seinem Namen.

Rudolf und der Wolf. Wie wir Räume träumen.

Ein Gastbeitrag von Soldat Schwejk

Die amerikanischen Rodlerin Kate Hansen stellte während der Olympischen Winterspiele in Sotschi ein Video ins Netz, angeblich beim Blick aus der Tür ihres Zimmers dort gemacht. Sofort entspann sich ein leidenschaftlicher Disput um die Identität des schnuffigen Korridorwanderers, und viel zoologischer Durchblick wurde zur Schau gestellt. Ein Wolf, sagten die einen. Ein Hund, die anderen. Ein Wolf-Hund-Mix, sagten die dritten. Einer wollte gar einen russischen Windhund, einen Barsoi erkannt haben. Ein Schelm, wer jetzt Vergleiche mit manchen Unterhaltungen anderswo im Netz anstellt … .  Einige Tage später kam die Auflösung in der Sendung des amerikanischen Fernseh-Entertainers Jimmy Kimmel. Es handelte sich um ein Fake, gedreht in einem kalifornischen Studio, in dem die Räumlichkeiten der Unterkunft in Sotschi genau nachgebaut worden waren.  Das Tier hört übrigens auf den Namen „Rugby“ und ist nach Auskunft der Halter zu 80-90% ein Wolf, ein bisschen Hund steckt auch mit drin, so genau weiß das keine Sau. Immerhin erkannten auch die Ordnungskräfte von Sotschi genug Wolf in dem Tier, um irritiert Nachforschungen über die Möglichkeit seines Vordringens in die Athletenunterkunft und über seinen weiteren Verbleib anzustellen.

Woher kommen unsere Vorstellungen von Russland?

Dies soll dem zoologisch interessierten Publikum zur Erbauung, ansonsten aber auch als Einleitung dienen zu einer Betrachtung der Frage, woher unter anderem so unsere Vorstellungen vom weiten russischen Reich herrühren. Damit seien jetzt nicht die Klischees von Holzhäusern, Wodkagelagen und scharfen Frauen gemeint, sondern unsere Vorstellungen von Russland und der europäischen Modernisierung, Russland in der europäischen Modernisierung, als ihr Teil oder ihr Widerpart. Und die – den Kommunikateuren dieser Vorstellungen oft wenig bewussten – jeweils zeit- und umständebedingten akademischen Ursprünge jener Russland-Bilder. Anspruch auf Vollständigkeit wird freilich nicht erhoben. Um einige wenige prägnante wirtschafts- und sozialgeschichtliche Darstellungen soll es gehen, die vor allem im Lager der politischen Linken im weitesten Sinne eine Rolle gespielt haben und dies noch tun.

„Hydraulische Gesellschaft“

Beginnen wir mit dem Wirtschaftshistoriker Karl August Wittfogel, der heutzutage zwar weitgehend vergessen ist, dessen Ideen aber als eine Art ideologische Tiefenströmung zweifellos eine Fortdauer erfahren. Wittfogel war als Akademiker vor allem der Theoretiker der asiatischen Produktionsweise, oder, wie es so schön und fantasieanregend heißt: der „hydraulischen Gesellschaft“. Er beschreibt damit ein Wirtschafts- und Zivilisationsmodell, das sich schon früh, zur Zeit der neolithischen Revolution, ganz grundlegend vom „europäischen“ Entwicklungsweg getrennt habe. Im Kern geht es um unterschiedliche Formen des Ackerbaus und darauf gründende unterschiedliche Formen gesellschaftlicher Organisation. Der Regenfeldbau, wie für Europa typisch, brachte kleinteilige Landwirtschaft und lokale Feudalbeziehungen hervor, er bedurfte nicht zwingend des großen leviathanischen Überbaus. Anders die Bewässerungs-Landwirtschaft etwa im alten Ägypten oder in China. Hier waren ggf. Massenmobilisierungen von Arbeitskraft vonnöten, um die großräumigen Bewässerungssysteme zu errichten und zu erhalten. Diese Mobilisierungsfähigkeit der Gesellschaft wurde gewährleistet durch sogenannte orientalische Despotien, große, pyramidenförmig-hierarchisch aufgebaute Staatsgebilde. Der ägyptische Pharaonenstaat zum Beispiel, oder das chinesische Kaiserreich.

So weit, so gut, aber was hat das mit Russland zu tun? Großräumige Bewässerungswirtschaft gab es dort nicht, die Art der Landwirtschaft unterscheidet sich nicht so sehr von der europäischen. Hier kommen nun die besonderen Zeitläufe ins Spiel, in denen Wittfogel seine Theorien entwickelte. Wittfogel war zunächst Marxist und Kommunist, als in der Sowjetunion die Stalinsche Modernisierungsdiktatur mit dem Anspruch antrat, auf der Grundlage der Marxschen Lehre die Speerspitze des Weltenfortschritts im allgemeinen und des wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritts im besonderen zu verkörpern. Stalin aber missfiel die hydraulische Theorie, und der deutsche Gelehrte Wittfogel wiederum war nicht bereit, den Deutungsanspruch des georgischen Genossen Stalin zu akzeptieren. Zum akademischen Geltungsanspruch traten biografische und politische Umstände. Vor seinem Exil war Wittfogel als Kommunist 1933 von den Nazis für einige Monate ins Konzentrationslager gesteckt worden, und entsprechend entsetzt reagierte er 1939 auf den Hitler-Stalin-Pakt. Seiner Abkehr vom Kommunismus folgte ein Schwenk um 180 Grad; in der McCarthy-Zeit der 50-er Jahre galt Wittfogel in den USA dann als ein besonders eifriger Hexenjäger. In diese Zeit fallen auch seine ersten Versuche, die russische und sowjetische Geschichte mit dem hydraulischen Modell zu erklären.

Prägungen heutiger Grüner

Die altrussische Sozialstruktur sei durch das 250 Jahre währende mongolische Joch dergestalt asiatisch überformt worden, dass auch ohne Bewässerungswirtschaft die weitere Entwicklung Russlands ins Gleisbett der orientalischen Despotie geraten sei. Also einer Massenmobilisierungs-Gesellschaft mit wenig ausdifferenzierten Bauerngemeinden unten und einem streng hierarchischen Staatsüberbau darüber, top-down organisiert und ohne autonome Sozialbeziehungen von Zwischenschichten. Die sowjetische Industrialisierung erscheint vor diesem Hintergrund als eine asiatische Form der Modernisierung, die ganz grundsätzlich inkompatibel mit der Entwicklung der westlichen Moderne und ihr sozusagen entgegengesetzt ist. In der akademischen Welt wurden Wittfogels Thesen kontrovers diskutiert. Während die Theorie der hydraulischen Gesellschaft für die alten Bewässerungs-Agrarökonomien größere Verbreitung fand, blieb die weniger überzeugende Anwendung des Konstrukts auf Russland wohl weitgehend auf den außerwissenschaftlichen Kampf der Ideologien des Kalten Krieges begrenzt.

In der politischen Linken war Wittfogel wegen seines kompromittierenden Verhaltens in der McCarthy-Zeit lange wenig populär. Das änderte sich in Deutschland in den 70-er Jahren, als sich aus allen möglichen politischen Strömungskämpfen allmählich das herauskristallisierte, was wenige Jahre später dann zur Grünen Partei werden sollte. Die hydraulische Theorie wurde nun unter anderem von Rudi Dutschke aufgegriffen, und sie diente zur Abgrenzung gegenüber dem leninistischen Marxismus einiger K-Gruppen. Ein damaliger Teilnehmer jener Diskussionen beschreibt dies im Rückblick so:

„Für meine Haltung zu diesem Thema war die Debatte zwischen Dutschke, Bahro und Wittfogel von großer Bedeutung. […] Im Grund ging es bei der Diskussion darum, dass der Sozialismus á la Sowjetunion, aber auch á la Rotchina ohnehin ein Ergebnis der so genannten “asiatischen Produktionsweise” und deshalb auf den europäischen Kultur- und Wirtschaftskreis nicht übertragbar ist. In diesem Punkt waren sich die drei auf dem Podium einig. Und das obwohl alle drei sich als Personen beschrieben, die den Sozialismus anstrebten. […] Wittfogel hatte dagegen in seinen Werken immer wieder von der “Orientalischen Despotie” und deren Wirken im russischen und chinesischen Kommunismus gesprochen. Seine These war – sehr verkürzt dargestellt – dass durch die Spezifika des asiatischen Kulturkreises demokratische Elemente im Sozialismus nicht möglich wären, die westlichen Sozialisten und Kommunisten sich also nicht daran orientieren sollten.“

Neben dem einen Rudolf (Dutschke) ist hier auch schon der andere Rudolf genannt, der die Wittfogelsche Hydraulik wiederbeleben half. Rudolf Bahro war einer der bedeutendsten DDR-Dissidenten, der 1978 für sein im Westen veröffentlichtes Buch „Die Alternative“ ein Jahr im Gefängnis verbrachte und dann in den Westen abgeschoben wurde. Bahros Buch ist im Kern ein Plädoyer für eine Demokratisierung des „real-existierenden“ Sozialismus, von strukturell und kulturell bestimmten Räumen ist bei ihm im Gegensatz zu anderen Protagonisten kaum die Rede. Allerdings übernimmt Bahro ausdrücklich die Wittfogelsche Idee vom sowjetischen Modell als industrieller Umwälzung der asiatischen Produktionsweise; sie dient ihm als Vehikel, den Geltungsanspruch des offiziellen Ost-Marxismus zwar von einem emanzipatorischen Standpunkt her zu attackieren, ohne die Vorstellung von einer Zielgerichtetheit gesellschaftlicher Entwicklung dabei aufgeben zu müssen.

Später dann, nachdem er auch mit den Grünen gebrochen hatte, versuchte sich Rudolf Bahro an einer öko-fundamentalistischen Synthese aus Marx, Heidegger, Bhagwan und dem Drogenpapst Timothy Leary. Das hatte in Esoterikerkreisen zwar einen hohen Unterhaltungswert, hat mit dem hier verhandelten Thema aber nicht mehr viel zu tun. Außer vielleicht, dass Bahro eine Zeit lang, aus welchem Grund auch immer, ausgerechnet in Michail Gorbatschow den von ihm herbeigesehnten „Fürsten der ökologischen Wende“ sehen wollte. Heute würde er ihn vielleicht in Alexander Dugin sehen, wer weiß, den ideologischen Schrägfronten sind keine Grenzen gesetzt.

Jedenfalls kann man festhalten, dass ein spezifisches Denkmodell, das Russland sehr weit von Europa weg nach Asien hineindefiniert, in der politischen Bewusstseinsbildung eines Teils der deutschen Linken, insbesondere der Grünen, eine Rolle gespielt hat. In der heutigen vehement antirussischen Haltung einiger grüner Protagonisten im Ukraine-Konflikt, wie etwa Rebecca Harms und Marieluise Beck, lässt sich ein halbbewusstes Nachwirken solcher zeitbedingter Erklärungsmodelle vermuten, wie sie hierzulande in einem bestimmten ideologischen Formierungs- und Abgrenzungsprozess politischer Milieus der 70-er und frühen 80-er Jahre popularisiert worden sind.

Es entbehrt nicht einer gewissen, sagen wir, Ironie der Ideologiegeschichte. Gerade in jenen politischen Milieus, wo in anderen Zusammenhängen sehr schnell der Vorwurf eines „kulturellen Rassismus“ erhoben wird, da sind in Bezug auf Russland Vorstellungen virulent, deren Ursprünge nach dem Verständnis der dort angesiedelten Akteure eigentlich einer durchaus kultur-rassistischen Denkungsart zugeordnet werden könnten.

Der “karolingische” Westen

Eine andere wirkungsmächtige akademische Konstruktion von Räumen führt uns einige hundert Kilometer weiter nach Südosten und einige Jahre näher an die Gegenwart heran. Ungarn galt trotz der bekanntlich hohen Selbstmordrate als die lustigste Baracke im Ostblock, genaugenommen müssten wir aber von der ironischsten Baracke reden. In den 80-er Jahren erlebte Ungarn eine außerordentliche kulturelle und intellektuelle Produktivität, unter anderem der definitiv beste Film aller Zeiten wurde dort gedreht, Gábor Bódys postmodernes Geniestück „Nachtlied des Hundes“. Des Hundes wohlgemerkt, nicht des Wolfes, dieser Einwurf und diese Hommage muss hier gestattet sein. Aber sie soll uns nicht weit vom Thema wegführen, eigentlich geht es um Jenö Szücs.

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen, sei gleich gesagt, dass es sich bei Szücs um einen großen Historiker in der Tradition der französischen Annales-Schule handelte. Mit Wien zum Greifen nahe vor der Haustür und der sowjetischen Armee im Hof campierend, stellte er im Jahre 1983 folgende Überlegung an:

„Jene scharfe wirtschafts- und gesellschaftsstrukturelle Demarkationslinie, die Europa ab etwa 1500 teilte und die zumeist großräumigere östliche Hälfte zum Gebiet der „zweiten Leibeigenschaft“ bestimmte, reproduzierte sich mit erstaunlicher Genauigkeit entlang der Elbe-Leitha-Grenze aus dem Jahr 800. Mehr noch: Ein halbes Jahrtausend später ist Europa heute beinahe genau entlang dieser Linie (mit einer Abweichung bei Thüringen) extremer als je zuvor in zwei “Lager“ geteilt. Als hätten Stalin, Churchill und Roosevelt peinlich genau den Status quo der Epoche Karls des Großen am 1130. Todestag des Kaisers studiert.“

(Jenö Szücs: Die drei historischen Regionen Europas, FfM. 1990, S. 15, ungarischeOrinalausgabe 1983)

Wir sehen, es geht um das Wechselspiel sozialstruktureller und politischer Grenzen. Jenö Szücs’ Antwort ist eine beeindruckende 100-seitige Tour de force durch die europäische Strukturengeschichte, die hier nur kurz angerissen werden kann.

Kennzeichnend für den „karolingischen“ Westen ist die vorhergehende vollkommene Desintegration der (weströmischen) Zentralmacht, die eine Neukonstitution von unten, von „der Gesellschaft“ her notwendig und möglich machte. Die entscheidende Institution dabei ist das Lehnswesen, eine privatrechtliche feudale Vertragsbeziehung statt einer streng hierarchischen Beziehung. Dies ermöglichte die Herausbildung eines von neuen Zentralmächten relativ unabhängigen Adels, in der Folge auch von mehr oder weniger unabhängigen Städten, und somit das für den „Westen“ charakteristische innere Gleichgewicht von Akteuren, in dem der Staat keine alles dominierende Funktion beanspruchen kann. Die besondere Dynamik dieses westlichen Europa, von den Innovationen im Agrarsektor, in der Architektur bis hin zu städtischem Frühkapitalismus, ist also als eine Folge des vorherigen Totalzerfalls der alten Ordnung zu verstehen.

Im östlichen Europa konnte eine solche Entwicklung nicht unmittelbar einsetzen, weil Ostrom zunächst Bestand hatte. Allerdings habe vor dem Jahr 1200 dann der Nordosten, also der Staat der Kiewer Rus mit der bedeutenden Handelsstadt Nowgorod, an der Schwelle zu einer dem Westen vergleichbaren kleinteilig-feudalistischen und städtischen Umwälzung gestanden. Diese Entwicklung wurde durch die mongolische Nomadeninvasion aber jäh gestoppt, der „osteuropäische Archetyp des Feudalismus erstarrte somit in diesem Gebiet“.

Zweieinhalb Jahrhunderte später, als die mongolische Goldene Horde sich auflöste bzw. abzog und die osteuropäischen Territorien nunmehr von Moskau aus eingesammelt wurden, geschah dies bereits auf einem völlig anderen Entwicklungspfad. Der alte, autonomere Adel wurde von einem staatlichen Dienstadel abgelöst, ein unter Iwan dem Schrecklichen besonders gewaltsamer Vorgang, bis unter Peter dem Großen schließlich der Adel vollends zu einem Amtsadel mit Rangtabelle zusammengefasst wurde. Auch die Städte brachten trotz ihrer gelegentlichen Größe weniger wirtschaftliches Eigengewicht und Dynamik auf, so dass die Entwicklung insgesamt in ein hierarchischeres Gesellschaftsmodell mit dem Zentralstaat als dominantem Akteur einmündete.

Zu beachten ist dabei, dass bei Jenö Szücs ganz im Gegensatz zu Wittfogel von Asien nicht die Rede ist; Russland verkörpert hier ein auch-europäisches, eben ost-europäisches Entwicklungsmodell. „Varieties of European Modernization“ könnte man in Anlehnung an ein viel jüngeres Thema sagen. Russland ist für Szücs im strukturellen Sinne gleichbedeutend mit Osteuropa, das sich mit der Zeit bis an den Pazifik ausdehnte.

Als Ungar interessierte sich Szücs natürlich besonders für die dazwischen liegende Region, „Ostmitteleuropa“ in einem Sprachgebrauch, der sich später etablierte. Ostmitteleuropa ist zwischen den beiden starken, sich autonom entwickelnden Regionen im Osten und Westen eine schwache, immer periphere Region. Seine westliche Grenze ist die erwähnte Elbe-Leitha-Linie, also die alte karolingische Ostgrenze, die sich über 1000 Jahre später als Grenze der beiden großen Blöcke wieder auf der Landkarte fand. Seine östliche Grenze hingegen skizziert Szücs wie folgt:

 „Zwischen den beiden Ausstrahlungsbereichen zeichnete sich – besonders nach dem großen Schisma (1054) – eine weitere, östlicher gelegene, nicht weniger markante und im großen und ganzen parallel zur vorhergehenden verlaufende Grenzlinie ab: Ausgehend vom Unterlauf der Donau zu den östlichen Karpaten, weiter in den Norden und entlang der Wälder, die West- und Ostslawen und die polnischen und russischen Böden teilten, erreichte sie im 13. Jahrhundert das Baltikum. Der Raum westlich dieser Linie wurde bereits in der Epoche selbst zwischen 1100 und 1200 umfassend Europa occidentalis genannt, wobei anscheinend jene alte Grenze entlang von Leitha und Elbe vergessen wurde…“

(Szücs, S.14)

Im Hochmittelalter, auch mit der Christianisierung durch die römische Westkirche, begannen sich also fränkisch-westliche Strukturmerkmale wie das privatrechtliche feudale Lehensverhältnis und damit eine weitgehend autonome Adelsschicht in jenem Zwischenraum zu etablieren. Allerdings, wie Szücs mehrfach betont, in einer „hybriden, verstümmelten oder aber überdehnten“ Gestalt. Im späten Mittelalter, als der europäische Osten von der Mongoleninvasion überformt wurde, erfuhr der Zwischenraum eine teilweise „Verwestlichung“. Aber er bildete ganz eigene Formen aus, etwa einen zahlenmäßig viel größeren Adel. In Polen als Extremfall gehörten 7-8% der Bevölkerung dem Adel an, in Ungarn immerhin noch 4-5% (gegenüber 1% weiter westlich). Das hemmte die Entwicklung der Städte und des Bauerntums einerseits, es verhinderte aber in Polen und Ungarn auch den Aufstieg einer starken staatlichen Zentralmacht. (Preußen ist in dem Zwischenraum ein bemerkenswerter Sonderfall.)

Mit der Krise der europäischen Feudalgesellschaft am Ausgang des Mittelalters kehrten sich die Verhältnisse um. Die östliche Strukturgrenze trat wieder in den Hintergrund, und die westliche dafür stärker hervor. Kennzeichnend dafür war vor allem die sogenannte zweite Leibeigenschaft ab 1500, eine erneute Entrechtung der Bauern in jenem Zwischenraum, die ihn strukturell wieder näher an den Osten heranrückte.

Allerdings, und das ist in gewisser Weise der Clou von Szücs’ Argumentation, gehorchten die ostmitteleuropäische und die östliche Entwicklung dabei völlig unterschiedlichen Dynamiken. Ostmitteleuropa sei in jener Zeit erstmals in die vom Westen her gestaltete Weltwirtschaft eingebunden worden; und seine Rückständigkeit erkläre sich aus seiner peripheren Lage innerhalb der sich formierenden Weltwirtschaft. Die Durchsetzung der zweiten Leibeigenschaft in Polen etwa läßt sich mit den zunehmenden Weizenexporten nach Westen erklären, wodurch die mit unfreier Arbeit betriebenen Agrarwirtschaften der polnischen Magnaten ins großräumige arbeitsteilige Geschäft kamen. – Osteuropa dagegen, sprich Russland, sei bis ins 19. Jahrhundert nicht wirklich in die sogenannte Weltwirtschaft eingebunden gewesen, es habe vielmehr mit seiner langsamen Ausdehnung nach Osten und Süden eine eigene Weltwirtschaft ausgeprägt.

So weit, so gut. Nun atmen wir durch, denken kurz an schnuffige Caniden und vergegenwärtigen uns folgendes: Jenö Szücs’ grandiose Studie läßt sich wunderbar mit einem aktuell-politischen Subtext jener Zeit versehen. Lieferte sie nicht eine subtile historische Begründung für eine weitere politische Zugehörigkeit des Zwischenraumes, sprich Ostmitteleuropas, zum östlichen Block (an der damals eh nichts vorbei zu führen schien) – aber bei gleichzeitig ökonomisch-institutioneller Zugehörigkeit zum Westen? Mithin für eine Art Finnlandisierung Ungarns etc.?

Auf Deutsch erschien das Buch wie gesagt erst 1990. Nun war der politische Rahmen inzwischen ein völlig anderer. Szücs’ Buch ist natürlich nicht die einzige komparatistische Studie dieser Art, aber in ihrer Kompaktheit und ihrem großen Wurf war sie gewiss prägend für eine Reihe von Autoren und auch für die historischen Fakultäten, sofern dort mit dem Fall des Eisernen Vorhangs plötzlich der Osten Europas aus einer Nischenangelegenheit zu einem Modethema der 90-er Jahre geworden war. Scharen von Jungakademikern strömten auf der Mitteleuropa-Welle in den 90-ern nach Krakau, Hermannstadt und Lemberg, im Kopf Strukturgrenzen und soziokulturelle Demarkationslinien.

Wittfogels Hydraulik dürfte bei einer älteren politischen Generation im Umfeld vor allem der Grünen gedanklich nachwirken. Das Denken in durch historische Strukturgrenzen geprägten europäischen Teilräumen (wie hier anhand von Jenö Szücs dargestellt) hat dagegen vermutlich eine jüngere, in den 90-ern akademisch sozialisierte Generation stark beeinflusst. Nicht unbedingt nur in der Politik, sondern Leute mit einem im weitesten Sinne „progressiven“, d.h. in diesem Fall nicht machtpolitischen, sondern sozialstrukturellen Erkläranspruch und mit Fokus auf den europäischen Osten. Sei es in den Medien, sei es in Organisationen aller Art.

Bollwerk gegen die Ausbreitung einer globalisierten Geldwirtschaft

Kommen wir nun zu einem dritten Bild von Russland im Kontext der europäischen Moderne, das aus einer gänzlich anderen Perspektive her entworfen wird und innerhalb der politischen Linken doch in dieser oder jener Spielart nicht unpopulär zu sein scheint. Als ein prägnanter Protagonist dieses Bildes sei Kai Ehlers genannt.

Ebenso wie Jenö Szücs ein lesenswerter Historiker ist, so ist Kai Ehlers ein lesenswerter Publizist und Russland-Kenner. Und es ist überaus erstaunlich, welch eine Erzählung die nun bereits vorgestellten Begriffe und Denkfiguren bei Ehlers ergeben, so als würden einzelne für sich jeweils bekannte Puzzleteile anders zusammengesetzt plötzlich ein anderes Bild sichtbar werden lassen.

„Wovor fürchtet sich die EU – obwohl doch im Besitz der höchsten zivilisatorischen Werte? Wovor fürchtet sich sogar China – obwohl doch in einem scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg? Die Antwort ist  umwerfend einfach, dabei jedoch, wie es scheint, ebenso schwer zu verstehen wie sie einfach ist: Sie liegt – wenn man sich nicht nur an der Person Wladimir Putins aufhalten will – in Russlands Möglichkeit zur Autarkie. Russlands potentielle [Autarkie] speist sich aus zwei Quellen, aus den natürlichen Ressourcen, aber auch aus den – zumeist übersehenen – sozio-ökonomischen: die natürlichen – das sind Gas, Öl, Erze, Wald, Tiere usw., die sozio-ökonomischen resultieren aus der Fähigkeit der russischen Bevölkerung zur Eigenversorgung auf der Grundlage der ins Land eingewachsenen kulturgeografischen Strukturen. […] Sie haben eine Kultur gemeineigentümlich wirtschaftender Dörfer unter einheitlicher zentralistischer Führung hervorgebracht. In dieser Kultur hat sich im Unterschied zur westlichen, in welcher die frühere Gemeinwirtschaft durch eine private Eigentumsordnung abgelöst wurde, kein Privateigentum an Produktionsmitteln herausgebildet. […] Im Ergebnis hat man es im alten Russland mit einer Organisation des Lebens zu tun, die Karl Marx und Friedrich Engels seinerzeit im Gegensatz zur europäischen Entwicklung als „asiatische Produktionsweise“ bzw. auch als „agrarische Despotie“ charakterisierten. Autarkie und Autokratie sind darin untrennbar miteinander verbunden. Die Moskauer Zaren waren Beschützer und Ausbeuter der sich selbst versorgenden Dörfer, deren Selbstverwaltung zugleich Basis der Verwaltung des Zaren wurde. Es entstand die Struktur: Zar – Dorf, Schatzbildung in Moskau, autonome Versorgung im Lande, die sich tief in die geo-soziologische Struktur des Landes und in die Mentalität seiner Bewohner/innen eingrub. Es entstand kein Lehen, sondern ein jederzeit kündbarer Dienstadel, kein individuelles Eigentum, sondern Kollektivbesitz, keine vermögende, handlungsfähige Mittelschicht, keine Urbanität, kurz, was nicht oft genug wiederholt werden kann: keine Dynamik eines sich selbst verwertenden Kapitals.“

Und zur sowjetischen und nachsowjetischen Zeit:

„Im Kern stellten sich die Strukturen der Zarenzeit auf neuem Niveau wieder her: keine Selbstverwertungsdynamik privaten Kapitals, Herrschaft nicht durch Geld, sondern durch zentral vorgegebene Ziele – bei gleichzeitiger technischer Modernisierung der Gesellschaft. Für den Ablauf russischer Modernisierungsschübe heißt dies alles: Es gelten offensichtlich Regeln, die sich nach drei Phasen gliedern: Phase eins: eine lang andauernde Stabilität endet in Stagnation. Phase zwei: Chaos tritt ein, eine „verwirrte Zeit“, russisch: Smuta, Zerfall der herrschenden bürokratischen Schicht. Phase drei: Wiederherstellung des Konsenses dieser Schicht auf neuem technisch-zivilisatorischem Niveau. Die Grundstruktur: Zentrum – Peripherie bleibt erhalten. […] Jede Verdrängung und Zerstörung der traditionellen Selbst- und Eigenversorgungsstrukturen durch forcierte Fremdversorgung und „Monetarisierung“ im Lande selbst schwächen und tendenziell zerstören [seine Identität].“

Das muss man erst mal sacken lassen. „Kulturgeografische Strukturen“, „geo-soziologische Strukturen“, „Identität“… .  Beim Kalten Krieger Wittfogel erscheint Russland als etwas Europa völlig Fremdes und Bedrohliches. Bei Szücs ist es ein durch strukturelle Grenzen relativ klar von West- und Ostmitteleuropa abgetrennter europäischer Teilraum, aber eben doch ein Teilraum Europas. Bei Ehlers finden sich Gedanken beider, aber nun wird Russland gedeutet als ein zur Autarkie befähigtes Bollwerk gegen die Ausbreitung einer globalisierten Geldwirtschaft. Der Argumentation mit dem russischen Dorf könnte man zwar sofort entgegenhalten, dass das heutige Russland kein dörfliches Russland ist, sondern ein städtisches: Es weist einen weit höheren Urbanisierungsgrad auf als viele weiter westlich gelegene Länder. Aber Ehlers verweist an anderer Stelle darauf, dass die teilweise landwirtschaftliche Selbstversorgung durch die vor der Stadt gelegene Datscha auch für viele städtische Haushalte heute von großer Bedeutung ist. Ein Buch von ihm trägt den Titel „Kartoffeln haben wir immer“.

Nun ist das zweifellos eine richtige Beobachtung. In der Krise der 90-er Jahre, als durch Hyperinflation und anschließende Deflation die Gesellschaft teilweise ent-monetarisiert war, da war es in der Tat eben jene Datscha-Subsistenzwirtschaft, die den Leuten zu überleben half, zumindest ohne Hunger zu leiden. Im Mai kann das öffentliche Leben in einer Großstadt vorübergehend spürbar gedämpft wirken, weil alle auf der Datscha sind, um Kartoffeln zu pflanzen. Allerdings sollen an dieser Stelle doch gewisse Zweifel gesät werden, ob die in der Übergangszeit einer schweren, auch monetären Krise wichtige Kartoffel-Autarkie so zur Begründung eines zeitlosen „kulturgeografischen“ Merkmals herangezogen werden kann, wie Ehlers das aus einem spezifischen global-ideologischen Blickwinkel tut.

Ehlers’ Darstellung scheint deshalb interessant, weil sie den nach eigenem Selbstverständnis anti-imperialistischen Milieus einen Anschluss von einem auf Amerika fixierten Denken in machtpolitischen Einflussräumen hin zu einer sozialstrukturellen Betrachtungsweise liefert, wie sie der klassischen Linken eigentlich näher liegt. Und sie lässt sich, obwohl das Ehlers vermutlich widerstreben würde, durchaus auch anschlussfähig machen zu der hierzulande in den letzten Jahren eigentümlich populär gewordenen geopolitischen Mythologie des kolonialbritischen Landkartenkolorateurs Sir Halford Mackinder.

Vorstellungen für aktuelles Akteurshandeln

Nun sind wir fast am Ende des kurzen Exkurses durch die weite Welt der Russlandkunde angelangt. Es ließen sich natürlich auch andere Darstellungen anführen, die mehr im allgemeinen Kontext nachholender Modernisierung bzw. eines peripheren Kapitalismus argumentieren und weniger mit der Konstruktion von Raumbildern befasst sind. Aber gerade die hier angeführten Beispiele scheinen doch von Interesse, weil sie jeweils vor einem aktuellen macht- und weltpolitischen Hintergrund sozialstrukturelle und wirtschaftshistorische Argumentation in mehr oder weniger suggestiver Weise zu Bildern von Räumen und räumlichen Dynamiken verdichten. Sie liefern Vorstellungen, die für aktuelles Akteurshandeln mitentscheidend sein können.

Um zu unserem eingangs gezeigten rätselhaften Schnuffi auf dem Hotelflur zurückzukehren. Wir fragen uns, ob es ein Hund oder ein Wolf ist, der da vor unserer Tür über den Korridor läuft. Wie viel Hund im Wolf, wie viel Wolf im Hund steckt. Oder ist es gar alles ein Fake? Sind nicht universitäre und publizistische Denkfabriken letztlich nichts anderes als kalifornische Filmstudios, in denen zottige Tiere von Entertainern über nachgebaute Hotelflure getrieben werden?

{ 392 comments… read them below or add one }

Lina März 19, 2014 um 19:31

Soldat Schwejk März 10, 2014 um 23:06

Komplexitätsreduktion für Sumpfkäuze
Und manchmal auch für “jodelnde Sumpfblüten” ;)

P.S.:
Man könnte, wenn man (ziemlich) böse wäre auch die Urgermanentherorie näher betrachten. Aber lassen wir das. Die Karawane ist schon weitergezogen :D

P.P.S. und OT:
“Es gab vor Jahren auf der Berlinale mal eine russische Filmgroteske namens “Mars”. Der Name bezieht sich auf eine fiktive südrussische Stadt namens “Marx”, also in der kyrillischen Buchstabenfolge “Marks”. In der postsowjetischen Unordnung ist aus der großen Aufschrift über dem Bahnhof ein Buchstabe rausgefallen, so daß jetzt “Mars” zu lesen ist, und irgendwie beginnt die Stadt sich den neuen Namen anzueignen.

So ist es auch mit den Beschreibungsversuchen. Irgendwann stand zum Beispiel “Marx” drauf, das war der Sinnzusammenhang. Dann geriet alles in Unordnung, ein Buchstabe fiel raus, und nun kann man “Mars” lesen. Manche freilich, wie Rebecca Harms, lesen “Marsch”, und wieder andere lesen noch ganz was anderes…”

Und jetzt stell Dir mal vor, was aus der Antike gemacht wurde….

Dass z.B. die mehrheitliche Einstellung zu Päderastie – und auch zur Homophilie – anders als heute gewesen sein soll…..
Ich kann zwar alles belegen nur fehlt mir Lust und Muße dazu.

Stephan März 14, 2014 um 23:43

Ich sage nur: Total Hüttesk!

~ WE ARE ALL RUSSIANS NOW! ~ März 14, 2014 um 21:37

@goodnight

“Er wird ja nicht aufhören, mit seinen Soldaten, die nicht mehr als Soldaten sondern als vermummte Verbrecherbanden in der Ukraine auftreten. Ohne Abzeichen ohne Flagge und ohne Gesicht. So agieren Banditen.”

===> Du … meinst, weil das von der Hamburger Reeperbahn angereiste Ami-Flittschen in Boxershorts sein tribal-basekäppi nich aufgezogen hat … auf US-Maidan??

( … wer waren denn die SNIPERS? … Blackwater? Killteam6? Gladio? Mossad? …)

” … Vor was hat Putin Angst?”

===> … da hat endlich einer den Mumm in den Knochen, sich dem Groosen NWO-Satan mit volle Wucht entgegenzustellen … und damit … zusammen mit ~ Halbgott ~ seine ZAPPATISTISCHE WELTVÖLKERBEFREIUNGSPHALANX … den globalen Freischärler-Resistanzaufstand der Völker der Welt zu entfachen … und Klein-Goodnight fällt nix anneres ein als von … “PUTINS ANGST” … zu faseln??? –> Das ist … hüttesk! … read my lips … HÜTTESK!!!

===> … die Botschaft, nicht in RU-Uniformen auf zu marschieren , richtet sich nicht an gucci-goodnight und den Rest von verfaulter, spätrömisch-dekadenter “Der Westen”. DIE Botschaft an euch … ist die Unmissverständlichkeit durch die TAT an sich. Die Botschaft des dezenten Auftritts in underdressed … richtet sich vielmehr an die Bewohner der Krim, der Ost-Ukraine, der Süd-Ukraine und sogar die dutzende Mio. ukrainischen Zweifler in IWF-gekaperter Restukraine die mit dem völkerrechtswidrigen US-Putsch durch die Faschisten in Kiev ja gar nix zu tun hatten und hamn wollen. Die Botschaft an diese lautet: wir sind da. Wir sind auch für euch da, wenn ihr uns braucht. Und … WIR sind KEINE BESATZER – ganz im Gegensatz zu den NWO-Troops des sogenannten “Der Westen” …

“Moderne Beobachter werden beobachten, wie Putin sich vor dem schützt, vor dem er wirklich Angst hat: Dem Internet.”
—-

===> RISCHTISCH! … se halfgoods have developed ä täcknology called se INTERNET …. to feed ‘n beat se orwellian bernayens of da NATO-MiniWahr … with their own shit-agitpropstuff !!

===> … und jetzart, goodnight, wirf doch ma’nen Blick in die diversen Kommentarbereische der MSM! … die Botschaft des HG-Internets ist eindeutig:


=========================
~ WE ARE ALL RUSSIANS NOW! ~
=========================
~ WE ARE ALL … PUTIN … now! ~
=========================

( #putin4eu-president.eu )

abc@hamburg.de März 14, 2014 um 21:26

@schweijk

“In Bauerngemeinden unten und einem streng hierarchischen Staatsüberbau darüber, top-down organisiert und ohne autonome Sozialbeziehungen von Zwischenschichten. ”

In ihrer Betrachtung der anderen Völker, sehen sich die Gelehrten wie beispielsweise Wittvogel, symptomatisch für die deutsche Sinologie, nur selbst. Wie hätte es Wittvogel entgehen können, dass wir in unserer modernen Welt ängstlich und scheu uns begegnen. Stromlinienförmig uns anpassen und allen eckigen und spontanen entledigten, um nicht anzuecken. Es entzieht sich meiner Kenntnis wo sich bei uns autonome Sozialbeziehungen hätten bilden können. Dass wir die asiatische Gesellschaft für gleichförmig halten, lässt doch eher auf unsere Unfähigkeit differenzierter Wahrnehmung schliessen, finde ich. Wie denn auch, wenn wir größtenteils noch gar nicht da waren und unser Wissen sich größtenteils aus Büchern von Autoren erschließt, die auch niemals, wie wir, in Asien waren. Prost!

Soldat Schwejk März 10, 2014 um 23:06

@ ruby

Das Lied gibt’s auch in dieser Version einer ukrainischen Künstlerin. Paßt übrigens gut zu @JHMs vorhergehenden Kommentar. :-)

http://www.youtube.com/watch?v=OE68YN–pdk

@ Lina —> “modern vs. unmodern = reich vs. arm”

Sehr schön. Nach fast 400 Kommentaren eine Zusammenfassung, die eigentlich 80% der Sache erklärt und auf dabei die ganze Kulturdeuterei verzichtet.

Lina März 10, 2014 um 20:42

@goodnight

modern vs. unmodern = reich vs. arm

easy as f.ck

Lina März 10, 2014 um 20:40

@Soldat Schwejk

Danke!

“Das Auge hätte die Sonne nie gesehen, wenn es nicht selber von sonnenhafter Natur wäre.”

Plotin

Konstantin März 10, 2014 um 18:37

Ich will noch einen Artikel von Richard Herzinger aus der Welt vom Samstag verlinken, weil er gut zum Thema passt.

http://www.welt.de/kultur/article125578688/Das-schwaermerische-Russland-Bild-der-Deutschen.html

Zu diesem Artikel kann ich auch eine persönliche Episode einflechten: Richard Herzinger war Anfang der neunziger Jahre Dozent für Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin, und ich habe ihn damals als Student bei mehreren Seminaren kennengelernt. Bemerkenswert ist nun, dass er all die Thesen, die er in seinem aktuellen Beitrag vertritt, auch schon 1994 vertreten hat.

Der Ausgangspunkt seiner Überlewgungen bestand darin, dass es in Deutschland eine tiefverwurzelte antiliberale und antiwestliche Tradition gäbe. Die USA hätten dann nach 1945 Deutschland mit Gewaltmaßnahmen dazu gezwungen, in eine liberale und prowestliche Tradition einzuschwenken. Allerdings wären die antiliberalen und antiwestlichen Traditionen in Deutschland nach wie vor virulent vorhanden, er versuchte diese anhand von Werken von Günter Grass, Hans Magnus Enzensberger, Martin Walser, Christa Wolf etc. nachzuweisen. Seine Konsequenz aus diesem Befund bestand nun darin, dass nur durch eine enge Anbindung an die USA die in seinen Augen negativen deutschen Traditionen in Schach gehalten werden könnten. Eine Annäherung an Russland hätte dagegen zur Folge, dass sich die Beziehungen zu den USA lockern würden und dass die (seiner Meinung nach) antiwestlichen deutschen Traditionen (dazu zählte Herzinger allerdings auch den Sozialstaatsgedanken) an Boden gewinnen würden. Daher war er auch damals schon – 1994 – ein vehementer Gegner einer Annäherung an Russland

"ruby" März 10, 2014 um 16:53

Wenn der Stoiber sich mit Finanzen beschäftigt

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/oesterreichs-krisenbank-hypo-alpe-adria-benoetigt-weitere-staatshilfen/9595262.html

statt mit dem Ulli zu telefonieren.

Die können/wollen noch nicht einmal zwei Monate financial reporting planen können?

"ruby" März 10, 2014 um 16:05

Etwas Kopfschütteln

http://www.youtube.com/watch?v=_W7wqQwa-TU

Sprich deine Gebete, Kleines
vergesse nicht, mein Sohn
jeden einzubeziehen

deck dich zu, schön warm
mach dich frei von Sünde
bis der Sandmann kommt

Schlafe mit einem offenen Auge
halte dein Kopfkissen fest
Ausgang: Licht
Eingang: Nacht
nimm meine Hand
Wir sind weg vom Niemalsland

Etwas stimmt nicht, lösche das Licht
schwere Gedanken heute Nacht
Und sie sind nicht aus weißem Schnee

Träume von Krieg, Träume von Lügnern
Träume von Drachenfeuer
und von Dingen die beißen werden

Schlafe mit einem offenen Auge
halte dein Kopfkissen fest
Ausgang: Licht
Eingang: Nacht
nimm meine Hand
Wir sind weg vom Niemalsland

Jetzt lege ich mich hin zum Schlafen
Bete zum Herrn meine Seele zu behalten
sollte ich sterben bevor ich erwache
Bete zum Herrn meine Seele zu nehmen

sei ruhig kleines Baby, sag kein Wort
und mach dir keine Gedanken über das Geräusch. das du gehört hast
es ist nur das Biest unter deinem Bett
in deiner Schrankwand, in deinem Kopf

Ausgang: Licht
Eingang: Nacht
Sandkorn
Ausgang: Licht
Eingang: Nacht
nimm meine Hand
Wir sind weg vom Niemalsland

JHM März 10, 2014 um 14:08

egal

“Die russischen Panzer stehen wenigstens für maßvolle rationale Interessens- und Ordnungspolitik.”

Wenn die dann in Ihrem Vorgarten stehen, sozusagen, also die netten, lieben, guten reußischen Panzer, dann möchte ich Sie bitte unbedingt nochmal von “rationaler Interessens- Und Ordnungspolitik” schwafeln hören.

egal März 10, 2014 um 13:05

“Führer Putin schützt das Recht.”

Gegen die Rechtsfigur an sich ist nichts zu sagen.

Der ukrainische Nationalismus hat die Rechtsordnung verlassen, jetzt findet er die Auseinandersetzung auf einem anderen Feld.

Es geht mir übrigens auch gar nicht darum, den russischen Nationalismus gegen den ukrainischen zu verteidigen. Maljartschuk sagt von sich, sie sei eine fanatische Rußlandhasserin gewesen. Dieser Fanatismus wird in der FAZ als Liebe zu Rußland rhetorisch kaschiert. Die russischen Panzer stehen wenigstens für maßvolle rationale Interessens- und Ordnungspolitik. Maljartschuk für Irrsinn.

ruby März 10, 2014 um 12:46

!!! Eilmeldung !!!
Experten prüfen die Einrichtung eines Büros in JVAen – Champignonleagueweit
Motto “Heimarbeit für Spitzenvereine”

wowy März 10, 2014 um 12:41

@Stephan
Ichhatte, wegen Österreichs Zugehörigkeit zur EU bewusst die Schweiz gewählt.
http://de.m.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Neutralit%C3%A4t

ruby März 10, 2014 um 12:39

@ jmg
ulli meldet vor gericht weitere 15,5 Mio hinterzogenes an …
sein anwalt muss ihn im verhandlungssaal …

sol1 März 10, 2014 um 12:09

Die russischen Panzer verteidigen auf der Krim die Zivilisation.

“Führer Putin schützt das Recht.”

"ruby" März 10, 2014 um 11:59
jmg März 10, 2014 um 11:53

“ruby”
ja der ulli ist schon ein frühaufsteher. Er hat dem FA laut Anklage 33,5 Millionen Einkünfte verschwiegen, hat aber nur 3,5 Millionen an Steuern hinterzogen.
Steursatz bei ca. 10 Prozent, wer hat das schon.

egal März 10, 2014 um 11:51

Der Prozess der Bildung ethnisch und kulturell homogener Nationalstaaten war in Westeuropa kein Prozess, den wir heute als mit den Menschenrechten vereinbar ansehen würde. Minderheiten wurden diskriminiert und assimiliert.

In Osteuropa verlief der Prozess schneller. Tony Judt gibt in Postwar folgende Zahlen an: 1939 hatte nur ein Drittel der Bewohner Polens polnisch als alleinige Muttersprache. 1947 waren es 98 Prozent. Osteuropa ist bis heute homogen. Etwa zehn Prozent der Bewohner Deutschlands haben keinen deutschen Pass. In der Schweiz sogar fast ein Viertel. In Polen 0,25 Prozent.

Das Problem der zentralasiatischen Republiken ist vom Standpunkt des Nationalismuses aus, dass Hitler und Stalin dort nicht genug durchgriffen. Maljartschuk aus der FAZ wird möglicherweise einen modernen Nationalismus vertreten, der diversity zulässt. Mehrheitsfähig dürfte der in der Ukraine nicht sein, ich habe meine Zweifel, dass er konzeptionell überhaupt möglich ist.

Der Nationalismus war die Ideologie des liberalen Zeitalters. Er hat folglich die selben Idiotien. Der Liberalismus geht von autonomen, autistischen Individuen aus. Für die Beziehungen der Individuen zueinander ist er blind. Der Nationalismus schaut autistisch auf sein Selbstbestimmungsrecht, dafür, dass sich Nationalstaaten in eine bestehende Staatenordnung einfügen müssen, ist er blind. Die Unabhängigkeit der Ukraine und aller anderen Nationalstaaten ist eine Chimäre, weil die Ukraine immer darauf angewiesen sein wird, die Interessen ihrer Nachbarn zu berücksichtigen.

Maljartschuk ist einfach nur dumm und böse. Ihre Idee einer unabhängigen Ukraine darf sich niemals durchsetzen. Die russischen Panzer verteidigen auf der Krim die Zivilisation.

Stephan März 10, 2014 um 11:45

Also @wowy: du denkst schon in die richtige Richtung! Ich würde vorschlagen die Krim wird “Österreich”. Ein kleiner neutraler Staat in dem alle, aber auch wirklich alle, Oligarchen der Welt ihre Hütten-Gaudi veranstalten dürfen. Sozusagen ein sonniges Riesen-Kitzbühel ohne Schnee am Meer.

Bogus März 10, 2014 um 11:42

Lübberding

Wer ist “wir”? Die auf Gold oder Rubel short gehen?

Doktor D März 10, 2014 um 11:39

Herzlichen Dank für den Text, @Soldat Schweijk! Das war sehr interessant und lehrreich.

f.luebberding f.luebberding März 10, 2014 um 11:31

Schwejk, Goodnight

In dem FAZ-Artikel war die Reaktualisierung ihrer eigenen Familienerfahrungen interessant. Das zeigt den Sprengstoff, mit dem hier hantiert wird. Niemand käme bei uns aktuell auf die Idee, die eigenen Familienerfahrungen wieder zu repolitisieren. Wir sind modern genug, um das zu lassen.

"ruby" März 10, 2014 um 11:19

Während Deutschland langsam aufwacht …
http://www.youtube.com/watch?v=F_vt7klJVBk
dauerts bei den anderen noch etwas ?

wowy März 10, 2014 um 11:01

“Und es ist, verdammt noch mal, unredlich, die vernünftigen und kritischen Stimmen der Gegenseite anzuführen als Beleg für die Richtigkeit der Einseitigkeiten und der Unvernunft auf der eigenen Seite. Vernünftige Leute sollten im (vorübergehenden) Kalten Krieg die Scharfmacher auf der jeweils eigenen Seite lächerlich machen und sich nicht an der Dämonisierung der anderen Seite beteiligen, oder?”

Yep.
Und ein Staatsstreich ist auch ein Völkerrechtsbruch.

Soldat Schwejk März 10, 2014 um 10:58

@ Goodnight

Nun, die Dame aus Iwano-Frankowsk hat ein für jenen Ort nicht untypisches Geschichtsbild, in dem offensichtlich Metzeleien von vor Jahrhunderten zentral sind. Ohne weiteres ließe sich irgendwo weiter östlich auch das diametral entgegengesetzte Geschichtsbild auftreiben und genauso mit jungem, sympathischem Erscheinungsbild vortragen lassen… nur daß das natürlich nicht die FAZ macht.

Und was die Aktionen der russischen Satiriker und so angeht, von denen im Kasten unten die Rede ist: Das was der in Vologda gemacht hat, das ist natürlich eine gute Aktion. In Rußland könnte man eher auf der Seite derjenigen stehen, denen der Putinismus samt seiner großrussischen Claqueure gewaltig auf die Nerven geht. Aber wir sind keine Russen.

Und es ist, verdammt noch mal, unredlich, die vernünftigen und kritischen Stimmen der Gegenseite anzuführen als Beleg für die Richtigkeit der Einseitigkeiten und der Unvernunft auf der eigenen Seite. Vernünftige Leute sollten im (vorübergehenden) Kalten Krieg die Scharfmacher auf der jeweils eigenen Seite lächerlich machen und sich nicht an der Dämonisierung der anderen Seite beteiligen, oder?

wowy März 10, 2014 um 10:52

Jetzt sind es schon über 19.000, aber wir brauchen bis 13.3. (wurde verlängert, wohl wegen des Serverabsturzes) 50.000 Stimmen
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2014/_01/_27/Petition_48994.html
#spreadthenews

"ruby" März 10, 2014 um 10:24

@ karla
;-)
Zypern Europa …
http://www.youtube.com/watch?v=Pedf_OQmcmI
Die junge türkische Generation wird eine friedliche Lösung für Zypern realisieren – way beyond Erdogan …

Dipfele März 10, 2014 um 10:11

@Soldat

Danke! Dachte ich mir schon nach dem Statement, dass er just nach dem Filmbeitrag über den Rechten Sektor im We ltspiegel abgesondert hat. Die ARD muss halt für Ausgewogenheit sorgen. ;-)

karla März 10, 2014 um 09:13

“ruby” März 10, 2014 um 08:46

“Was Putin mit Obama verabredet diese Woche?
Da interessieren die ukrainischen Demokratienaivlinge nothing.
Türkei ist Natomitglied und EU-Mitglied?.”

Mal was zum reflektieren wie man mit Rechtsbrechern in der Nato umgeht:

“Zypern… Die Insel ist seit 1974 de facto geteilt. Der Süden wird von der Republik Zypern beherrscht, die völkerrechtlich weiterhin die ganze Insel umfasst (außer den britischen Militärbasen). Der Nordteil steht jedoch unter Kontrolle der Türkischen Republik Nordzypern, welche nur von der Türkei anerkannt wird, die den Norden 1974 militärisch besetzte…..Die Republik Zypern ist seit dem 1. Mai 2004 Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU), und zwar mit ihrem völkerrechtlich anerkannten Territorium. De jure bedeutet das, dass auch der türkische Norden der Insel Unionsgebiet darstellt, auf dem der zyprische Staat sein Recht jedoch nicht ausüben kann.”

http://de.wikipedia.org/wiki/Zypern

Die Türkei ist Mitglied der Nato seit 1952

"ruby" März 10, 2014 um 09:00

Mutiert SuperGaspromGerd jetzt zum FrackingKing?
http://www.deutschlandfunk.de/krim-krise-usa-pruefen-weitere-sanktionen-gegen-russland.1773.de.html?dram:article_id=279610
Oder kratzt EEGSiggi ein paar Milliarden zusammen um subventionierten kurzfristigen Energieträgern das überleben zu sichern?
Öl, Gas …?
Wer ist Technikspitzenreiter und bleibt es ?
operativ
taktisch
strategisch

"ruby" März 10, 2014 um 08:46

Für die transatlantische Erstschlägsfähigkeit kommuniziert eine Weltpower sehr vielfältig:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/krise-in-der-ukraine-amerika-schickt-kampfflugzeuge-und-soldaten-nach-polen-12839415.html
Was Putin mit Obama verabredet diese Woche?
Da interessieren die ukrainischen Demokratienaivlinge nothing.
Türkei ist Natomitglied und EU-Mitglied?.
TTIP ja sicher.
Be real and honest.
Geschäfte, Business that is what counts oder ?
Personal Persuit of our Happiness
n’est-ce pas ?

"ruby" März 10, 2014 um 08:23

@ Goodnight

Das baut wieder auf :
http://www.deutschlandfunk.de/krim-krise-brok-verteidigt-eu-diplomatie.694.de.html?dram:article_id=279609
Der weiss alles, der kennt alles, der kann alles.
Ist halt
http://www.youtube.com/watch?v=jxVcgDMBU94
Du bist s…

"ruby" März 10, 2014 um 08:17

@ Goodnight

Zum tragischen Melancholiker geworden?

Goodnight März 10, 2014 um 07:22

Bitte lesen.

egal März 10, 2014 um 02:08

Eine kurze Bemerkung zu deutschen Rußlandbilder.
Die deutsche Reaktion war sehr russlandfreundlich. Gemeinsamkeiten gab es nicht nur bei den politischen Ordnungsvorstellungen. Neben dem westeuropäischen Liberalismus ging es den aufstreben Staaten auch gegen die Dominanz der etablierten Mächte. Spiegelbildlich die Lage bei den Gegnern der Reaktion: Abneigung gegen Rußland war die einigende Vorstellung von Liberalen und Frühsozialisten, kaum ein revolutionäres Programm ohne den Plan eines Befreiungskrieges für den russischen Bauern.
Als die Fronten sich im deutschen Modell auflösten, blieb Rußland Projektionsfläche für den Nationalismus. Die deutsche und russische Seele gliche sich z. B. in ihrer Tiefe, ihrem religiösen Empfinden… im Gegensatz zu dem westeuropäische Materialismus und Rationalismus.

Die Oktoberrevolution brachte dann die Umkehrung. Die revolutionäre Linke und Recht wurde russlandfreundlich, was in die Sozialdemokratie und die gemößigte Recht ausstrahlte. Während die Strömungen in der Linken bekannt sein dürften, was zur Rechten. Die v. a. nationale Rechte sah Rußland als natürlichen Verbündeten gegen Versailles, die v. a. antisemitische Recht sah Rußland als natürlichen Verbündeten im Kampf gegen die Verjudung, von der die SU ja recht frei war: Massenkonsum und Vermaktung, Parlamentarismus, Finanzkapitalismus. Die v. a. antibolschewistsiche Rechte erwartete von Russen und Rußland den finalen Schlag gegen den Kommunismus. Und die völkische Bewegung war extrem slawophil. Alfred Rosenberg z. B. behielt seinen rusischen Pass, solange er durfte.

Erst die militärischen Zwänge des Zweiten Weltkriegs brachten auf der rechten die ideologische Kehrtwende. In den 50/60ern war die Ideologie vom slawischen Untermenschen getarnt als Antikommunismus dominant.
Ab 89 bestimmt die Frage nach der Westmacht Amerika wieder die Postion zu Russland.

Mit scheint, für die nationale und politische Identität Deutschlands war Rußland nach den Juden zweitwichtigste Prjektionsfläche. Das „deutsche“ Verhältnis zu den Juden krankt zwar oft noch an shoainduzierten Idiotien, es gibt auch noch antisemitische Atavismen, im Wesentlichen sind Anti- und Philosemitismus aber aufgearbeitet und damit verschwunden.

Die Ideologie vom slawischen Untermenschen wurde aber nie vergleichbar aufgearbeitet.
Der Russe bildet zwar keine nationale Identität mehr, aber – je nach Gesinnung – eine vergleichbare.

Russland war in den letzten hundert Jahren nix als ne Militärdiktatur… davor ein Zarenreich….und davor ein Bauernhof. Folglich haben die nie eine Mittelschicht entwickelt und folglich wenig Kultur.
Wir haben es also mit einem Arbeiter- und Bauernstaat zu tun, der dementsprechend einen gewissen Hang zu Gewalt in sich trägt…und das war’ s. Yep, jetzt kann man mich beschimpfen…aber wer Russland beobachtet, der kann nicht viel anderes beobachten…
Whatever, so ein Land ist natürlich sehr empfänglich für Sex, Drugs und schnelles Geld, d.h. es ist wie geschaffen für die Moderne. Nur leider ist da dieser Hang zu Gewalt noch größer ausgeprägt. Und das gefährliche an der russischen Gewalt ist, dass sie die Selbstzerstörung immer mit sich führt. Die Russen nennen das Tragik. …..das ist letztlich ihre Kultur.
Deshalb machen Kriege mit denen auch keinen Sinn, weil die mal eben ihre Hauptstadt verbrennen, in Scharen unbewaffnet ins Speerfeuer rennen und auch mal eben das halbe Land verhungern lassen oder ins Todeslager schicken….die gehen immer gerne mit in den Tod…die haben da keine natürliche Sperre.

Es geht nicht mehr um verstehen sondern um handeln, d.h. wir müssen jetzt überlegen, wie wir mit Putin in die Schlacht ziehen.
Er wird ja nicht aufhören, mit seinen Soldaten, die nicht mehr als Soldaten sondern als vermummte Verbrecherbanden in der Ukraine auftreten. Ohne Abzeichen ohne Flagge und ohne Gesicht. So agieren Banditen. Das ist eine neue Enwicklings-Stufe, dass große Nationen jetzt nicht einmal ihr Gesicht zeigen… Zudem sind vermummte nicht gekennzeichnete Soldaten nicht unbedingt Zeichen von Stärke und Souveränität sondern vielmehr von Gewalt und Feigheit. Gesicht, d.h. Verantwortung tragen.

Kulturloses Volk = Untermenschen

Dem russischen Soldat fehlt der Überlebensinstikt = verbreitete Vorstellung in der Wehrmacht, weil sowjetische Soldaten wussten, wie sie als Gefangene behandelt würden.

Gewalt, Feigheit, ohne Abzeichen und Flagge = von der Roten Roten Armee ist eine Beachtung des Kriegsvölkerrechts nicht zu erwarten. Ideologem des zweiten Weltkriegs. Zu den psychologischen Ursachen ganz offensichtlich:

Bei der in Osteuropa herrschenden Auffassung
vom Wert des Menschenlebens können deutsche Soldaten Zeugen
von Vorgängen werden (Massenhinrichtungen, Ermordung von
Zivilgefangenen, Juden u.a.m), die sie im Augenblick nicht
verhindern können, die aber zutiefst gegen das deutsche
Ehrgefühl verstoßen.Es ist eine Selbstverständlichkeit für jeden gesund empfindenden Menschen, dass von solchen abscheulichen Ausschreitungen keine fotografischen Aufnahmen angefertigt werden oder über sie in Briefen an die Heimat berichtet wird.

Oder vgl. den Ton des Kommisarbefehls:

Im Kampf gegen den Bolschewismus ist mit einem Verhalten des Feindes
nach den Grundsätzen der Menschlichkeit oder des Völkerrechts nicht
zu rechnen. Insbesondere ist von den politischen Kommissaren aller
Art als den eigentlichen Trägern des Widerstandes eine haßerfüllte,
grausame und unmenschliche Behandlung unserer Gefangenen zu erwarten.

Die Truppe muß sich bewußt sein:

1. In diesem Kampf ist Schonung und völkerrechtliche Rücksichtnahme diesen
Elementen gegenüber falsch. Sie sind eine Gefahr für die eigene
Sicherheit und die schnelle Befriedung der eroberten Gebiete.
2. Die Urheber barbarisch asiatischer Kampfmethoden sind die politischen
Kommissare. Gegen diese muß daher sofort und ohne weiteres mit aller
Schärfe vorgegangen werden.

Sie sind daher, wenn im Kampf oder Widerstand ergriffen, grundsätzlich
sofort mit der Waffe zu erledigen.

Der Kampf gegen den Feind hinter der Front wird noch
nicht ernst genug genommen. Immer noch werden heimtücki-
sche grausame Partisanen und entartete Weiber zu Kriegs-
gefangenen gemacht, immer noch werden halbuniformierte
oder in Zivil gekleidete Heckenschützen und Herumtreiber
wie anständige Soldaten behandelt und in die Gefangenen-
lager abgeführt.

wowy März 10, 2014 um 00:58

….
denn die Vefassung von 2004, die inzwischen wieder gilt, spricht dagegen
http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/671354/publicationFile/190052/140221_Agreement.pdf

Einzige Lösung: Die Ukraine muss neutral bleiben (Vorbild Schweiz), kann dann Abkommen mit der EU und Russland schließen. Die Russen müssen sich, soweit es nicht die 25.000 vertraglich genehmigten Soldaten der Schwarzmeerflotte in Sewastopol betrifft, zurückziehen.

wowy März 10, 2014 um 00:55

Nochml in der Zusammenfassung:
Ein Staatsstreich ist keine Revolution.
https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich

Die jetzige Ukrainische Regierung ist nicht legitimiert
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-faktencheck-putin-und-der-legitime-praesident-a-957238.html

Falls die “nichtmarkierten” Truppen russische Soldaten sind, liegt ein Völkerrechtsbruch vor.

Die Regionalregierung der Autonomen Republik Krim ARC hat nicht die Befugnis für eine Entscheidung über den Anschluss an Russland

bleistift März 10, 2014 um 00:50

@ Stephan

“Wo liegt das Problem? So weit ich weiß hat Hans noch sein Blog? Oder gehörst du zu diesen Querulanten, die beim Spiegel anrufen und sich beschweren “Ich will meinen Matussek wieder haben!” weil die WELT kann ich mir leider nicht leisten?”

Weiß ich! Nur leider schreibt Hütt zu wenige Artikel.
Ich wollte einfach nur zum Ausdruck bringen, dass ich eine “europäische Linke”
mehr schätzen würde als das hier!
Was Matussek mit Hütt zu tun hat, bleibt dein kleines Geheimnis!

BB März 9, 2014 um 22:43

In Donbass sind Russen mit Bussen aus Russland angekarrt worden, schreibt die NZZ.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/gefaehrliche-zuspitzung-im-donbass-1.18259288

Habt ihr vielleicht Fotos oder Filmchen. Das sind diese kleinen kompakten Dinger, die die Leute heute fast immer dabei haben.

Soldat Schwejk März 9, 2014 um 22:32

@ Dipfele —> “hat ein Experte namens Umland gerade im Weltspiegel auch gesagt”

Andreas Umland…

http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Umland

… ehemals u.a. NATO Fellow an der Hoover Institution…

http://de.wikipedia.org/wiki/Hoover_Institution

… derzeit Dozent für Politikwissenschaft in Kiew…

… schreibt seit einiger Zeit ziemlich scharfmacherische Artikel für die ukrainische Zeitung “Zerkalo nedeli”, in denen er Brüssel und Berlin dazu aufruft, den EU-Einflußbereich entschlossen nach Osten auszudehnen und die Konfrontation mit Moskau zu suchen. Leider wird er dort möglicherweise als eine wichtige deutsche Stimme wahrgenommen.

aifran März 9, 2014 um 22:31

Scheinheiligkeit dieser Größenordnung verdient Respekt!

William Blum

……. Die Vereinigten Staaten von Amerika streben nach der Weltherrschaft, Hegemonie wo immer nur möglich, das ist ihre Hauptbeschäftigung seit über einem Jahrhundert, das ist es, wovon sie leben. Die Vereinigten Staaten von Amerika, NATO und die Europäische Union bilden das Heilige Triumvirat. Das Heilige Triumvirat hat Tochterorganisationen, in erster Linie den Internationalen Währungsfonds (IMF), die Weltbank (WB), die Welthandelsorganisation (WTO) und den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) … sie alle tragen dazu bei, die Regierungen auf Linie zu bringen, denen das Gütesiegel des Heiligen Triumvirats fehlt: IMF, WB und WTO drücken ihnen fundamentalistische Marktstrukturen auf Auge, während politische Führer aus Ländern, die zu unabhängig handeln, damit bedroht werden, dass sie zwecks harter Bestrafung vor den ICC gezerrt werden, während die ……..

http://antikrieg.com/aktuell/2014_03_09_scheinheiligkeit.htm

BB März 9, 2014 um 22:30

“Halliburton frackt schon fleißig”

http://www.taz.de/Sanktionsdrohungen-gegen-Russland/!134508/

Damit wir Europäer kein russisches Gas mehr kaufen müssen.

*kecker,lach*

ja ja, so sind sie die Amis.

Balken März 9, 2014 um 22:27

Ehlers über die Freunde unserer “Modernen” – und offenbar auch des “Westens” hier im Forum:
“Seit die neue Macht aus prowestlichen Neoliberalen, „Nationalrevolutionären“ und Kämpfern der offen faschistischen Rechten die Macht in der Ukraine an sich gerissen hat, frisst der Impuls des nationalistischen Furors sich in ständig wiederholenden fraktalen Wellen von der Landesebene in die Regionen, von den Regionen noch einmal in deren lokale Besonderheiten hinein. Er ist das Produkt der wahllosen Bündnispolitik der Oppositions-Troika Jazenjuk, Klitschko und Tiagnibog mit der offenen Rechten, das Produkt der Annullierung des Gesetzes, das sprachlichen Minderheiten das Recht auf eine zweite Amtssprache gab, wo die Bevölkerung einer Region zu mehr als 10% nicht Ukrainisch spricht, das Produkt der Annullierung des Verbotes faschistischer Propaganda, der Übergabe von entscheidenden Ministerposten (Sicherheit, Generalstaatsanwaltschaft, Agrarsektor, Bildung,) in der neuen Regierung an führende Gestalten des offen faschistischen „rechten Sektors“ . Wenn dieser Bewegung, von wem auch immer, nicht Einhalt geboten wird, droht sie das Land selbst zu zerreißen und auch zur Gefahr für seine Nachbarn zu werden.
Russland ist hier, anders als die Europäische Union, erst recht anders als die weiteren „global Player“, also, die weit von der Ukraine entfernte USA auf der einen und China auf der anderen Seite, durch seine enge geschichtliche, sprachliche und wirtschaftliche Beziehung zur Ukraine in unmittelbare Mitleidenschaft und Verantwortung gezogen. Das betrifft vor allem die russischsprachigen Regionen der Ukraine im Osten und im Süden, die durch die Annullierung des Sprachgesetzes in Aufruhr geraten sind. Das trifft in ganz besonderem Maße die Krim als, man könnte beinahe sagen, russische Enklave. Sie war 1964, als Chruschtschow sie aus einer Laune der Ukraine zuschlug, ein Sonderfall im Staatskörper der Ukrainischen Sowjetrepublik und blieb dies auch nach deren Unabhängigkeitserklärung 1991. Heute hat sie nicht nur den Status einer autonomen russischsprachigen Region, sie ist zugleich Heimat einer von ihrer Deportation unter Stalin traumatisierten tatarischen Minderheit.”

(Ausführlicher siehe in der o.a. Quelle).
Von diesen demokratischen(?) Neuerungen dieser “unserer” sauberen Freunde erfährt man in unseren Medien – nichts. Es scheint der westlichen Führungsmacht wieder einmal gleichgültig zu sein, dass sie mit dem Teufel tanzt, wie in Afghansitan, Syrien, Kosovo, name it. Maxime: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

BB März 9, 2014 um 22:08

@Balken

….Dass jedenfalls @Morph seinen – wie es andernorts schien – Geistesbrüdern, die sich hier und erstaunlicherweise just an diesem Thema so echauffieren, nicht beispringt, spricht für ihn…..

Morph muss auch mal ‘ne Pause machen.

Regimekritiker März 9, 2014 um 22:00

Liebe Rußlandversteher!
Ist es denn noch keinem in den Sinn gekommen, dass die Sache mit Russland nur ein Nebenkriegsschauplatz ist?

Die Hauptstoßrichtung in der gegenwärtigen Offensive zielt gegegen China. China wird quasi ein Mehrfronten-Wirtschaftskrieg aufgezwungen. Erinnert sei hier an das Konstrukt der gezielten Spannung zu den Senkaku Inseln, die Destabilisierung in Thailand, das aktuelle Problem mit MH370. Über Afghanistan, Pakistan, Irak, Georgien und diverse andere Riots bezieht hier ja kaum einer mehr eine Position.

Der Janukowitsch war ja eigentlich gar nicht der Bösewicht in seiner Ukraine. Da ist der Jatzeniuk doch ein anderes Kaliber, der macht den Ukraine-Schlussverkauf und damit den Jelzin.

Erst macht Janukowitsch im November 2013 einen Shale Gas Deal mit Chevron über 10 Mrd. Dollares, dann dealt er mit Russland in Sachen Erdölraffinerien.
14 Tage später schließt er mit den Chinesen einen Deal über Dutzende von Mrd. Dollar und 5 Mrd. $ in Renminbi als Klimpergeld für seine Zentralbank. Inklusive wären gewesen – 15 Mrd. $ für Wohnungsbau, 13 Mrd. $ für Tiefseehafen + Weizenverschiffungsanlage + Industriepark auf der Krim, außerdem Bau einer Gasraffinerie + landwirtschaftliche Investitionen. Ach ja, Waffengeschäfte gehörten auch dazu.
Erwähnt seien auch der 50jährige Pachtvertrag mit einer chinesischen Kolchose über die Nutzung von 3 Millionen Hektar echter Ukrainischer Schwarzerde für Weizen und Maisanbau.

Mais und nicht Genmais 1507! Und ein EU-Kommissar hat nichts dabei zu sagen, keine deutsche Bank verdient daran.

Wenn man das weiß, werden gewisse Blut und Boden Parteiprogramme plötzlich verständlich und die intellektuelle Verwirrung läßt langsam nach.

@JHM
Speziell für Funktionäre Agit/Prop hier schön nachzulesen:
http://www.wsws.org/de/articles/2014/03/08/chuk-m08.html
http://www.owc.de/2013/09/10/ukraine-und-china-wollen-zusammenarbeit-ausbauen/
Chevron Deal:
http://www.reuters.com/article/2013/11/05/us-ukraine-chevron-idUSBRE9A40ML20131105

keiner März 9, 2014 um 21:54

“wie Putins Russland als ein reaktionäres Gesellschaftsmodell im Kampf gegen die Moderne gesehen werden kann.”

OMG! Lübberding, das kann nicht dein Ernst sein, dass du da erst heute drauf kommst?!

Hast du den Kohlschen Schwachsinn von der “Unumkehrbarkeit” jemals geglaubt? So viel Naivität musst bestraft werden. ODER: Nur wer sich täuscht, ist am Ende dann ent-täuscht….

Schlimme Jahre ahead, believe me!

Balken März 9, 2014 um 21:53

@ Soldat Schwejk

Ja, es gibt offenbar Dummfrechheit, die sich als “Moderne” spreizt.

Dass jedenfalls @Morph seinen – wie es andernorts schien – Geistesbrüdern, die sich hier und erstaunlicherweise just an diesem Thema so echauffieren, nicht beispringt, spricht für ihn.

"ruby" März 9, 2014 um 21:28

@ JHM
dann schicken wir den Eurasiern ein paar schwarze Perlen ins schwarze Meer der Macht
http://media1.faz.net/ppmedia/aktuell/1695540972/1.2839211/width610x580/all-american-girls-siegerinnen-in-der-4×400-meter-staffel.jpg
;-)

JHM März 9, 2014 um 21:19

@ ruby

Wahnsinn! Machtpolitik kann zuweilen auch ein dreckskorrupte Veranstaltung sein! Oligarchen, Schmiergeld, Propaganda, Abzocke! Und die Deutschen mittendrin!

Ich bin dann mal eine halbe Sekunde lang total fassungslos …

"ruby" März 9, 2014 um 21:09

@ JHM

Realität sind die Zahlungsströme und Konten, wo die Gelder enden.
Oligarchen sitzen auf beiden Seiten und vertellen die Stories.
Donnerstag ist wieder Märchenstunde im Bundestag zur Absegnung der Kostenübernahme durch Blödmichel reloaded …
It is Time to Turn
http://www.youtube.com/watch?v=Ki1oTy0e4Bk
TtT

Dipfele März 9, 2014 um 21:08

#Ukraine: Jagd auf Linke: #Ukraine: Demonstrationen gegen neue Machthaber unmöglich. Kommunisten angegriffen u… http://t.co/3n4UbawMfU

Ist sicher nur linke Propaganda. hat ein Experte namens Umland gerade im Weltspiegel auch gesagt: Die paar Faschisten sollte man nicht überbewerten. .

"ruby" März 9, 2014 um 20:57

MAGNUM-ON A STORYTELLERS NIGHT
http://www.youtube.com/watch?v=huUKdGxS4oQ

Thor März 9, 2014 um 20:51

@JHM

schockierend, nicht wahr! Bitte jetzt keine Schnappatmung, ich habe sogar früher mal nen Joint geraucht. Und jetzt festhalten, sogar mal absichtlich ne rote Ampel überfahren, weil ich nachts um 2 Uhr mir ziemlich blöde vorkam, Gesslers Hut und so..

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 20:51

Der Tatort-Tschirner, der würde es dem Putin schon zeigen… mein lieber Scholli. Jetzt ist Schluss mit lustig!

gelegentlich März 9, 2014 um 20:48

@Bruchmüller @Goodnight
Ich selber muss hier aufhören. Morgen geht es sehr früh in die Tropen, freilich zum Arbeiten. Daumen drücke ich dafür dass da nichts anbrennt.
Vom Modernismus bin ich enttäuscht, obwohl ich nicht viel erwartet habe. Scheint letztendlich eher so eine Art rhetorischer Fabulierkunst zu sein, eine Art subkulturspezifischer Set von Umgangsformen und Ausdruckseisen, als irgendein brauchbares analytisches Instrumentarium. Wie @TRSS auftritt kenne ich von einem zweiten Beruf, der mit Kunsthandel zu tun hat. Da ist es wesentlich, sich auf top informiert gebenden Bluff zu verstehen, immer im ironischen (also nicht festlegbaren) Gestus und am Ende stets witzisch. Kann man eine Zeitlang mögen. Ich brauche jetzt Urlaub davon.

Dennoch: ich gönne es Euch ja. A sucker is born any second. Es wird weiter Kunden dafür geben.

JHM März 9, 2014 um 20:41

Thor,

“Ich denke ich habe schon das Recht, aufgrund meiner Moral, gegen geltendes Recht zu verstoßen.”

Dazu fällt mir nichts mehr ein. Aber bitte! Kaufen wir uns doch alle ne Knarre und tun, was wir für moralisch richtig halten. Und nehmen dann die Konsequenz dafür in Kauf.

Guter Mann, werdense Islamist, gehnse nach Syrien.

Soldat Schwejk März 9, 2014 um 20:33

Außerdem… lieber RIP (Rest in Peace) als R2P (Rest in 2 Pieces)…

JHM März 9, 2014 um 20:33

Um es mal etwas saftiger auszudrücken: Putin gibt einen Dreck auf irgendein Völkerrecht. Noch genauer: Er scheißt aufs Völkerrecht. Und propagandiert sich und seinem Volk das alles so zurecht, wie es ihm grad in den Kram paßt.

Man kann nur hoffen, daß der Mann, wie alle seiner Sorte in der bisherigen Geschichte auch, da nicht aufhört, sondern exakt so weitermacht. Damit die werten Damen und Herren hier aus ihrem so eloquent verschwurbelten Wolkenkuckucksheim erwachen und, anstatt sinnfrei über “Moral”, “russische Seele” und die westliche Weltverschwörung auf dem Maidan zu blubbern, die wenig erbauliche Realität sehen. Das wird dann zwar nicht besonders schön, aber hoffentlich heilsam sein.

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 20:32

> Während der Slim immerhin zeigt, wie gut er inzwischen …

Netter Versuch, Freunde, aber ich muss Euch leider enttäuschen: Die Fanpostkarten sind mir längst ausgegangen. Hatte sie nur in 100.000er Auflage drucken lassen, jetzt ist echt nix mehr da …

Soldat Schwejk März 9, 2014 um 20:30

@ Goodnight

Also selbst wenn Du mit R2P (Schutzverantwortung) argumentierst, dann wird der Kosovo-Krieg dadurch kein bißchen legaler, egal wie man sich die Ausgangslage zurecht interpretieren will.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzverantwortung

—> “Auf dem 2005 World Summit der Vereinten Nationen in New York wurde sie von fast allen Staaten der Erde allgemein anerkannt[1] und in Resolution 1674 des Sicherheitsrats erstmals in einem völkerrechtlich verbindlichen Dokument erwähnt.”

2005. Kosovo war 1999. Wo also ist Dein Recht?

@ gelegentlich

Also um nicht mißverstanden zu werden. Den Jenö Szücs schätze ich durchaus. Er ist ein guter Geschichtenerzähler, und das ist es ja, was Historiker sind: Geschichtenerzähler. Ich wollte nur selbst eine Geschichte darüber erzählen, wie und warum gerade diese Art von Erzählung zu einer gewissen Zeit so wirkungsmächtig geworden ist. Wenn ich eine Schlußfolgerung nahelegen wollte, dann nicht die, daß Szücs’ Ideen irgendwie zurückgeblieben wären oder daß die Geschichtsschreibung insgesamt doof ist…

Thor März 9, 2014 um 20:26

Goodnight

“es ist sich entwickelndes Recht….denn auch das Recht ist nicht statisch sondern es bewegt sich vorwärts. Und nebenbei von fast allen Staaten anerkannt….ergo: Demokratisch legitimiert oder so.”

So statisch dann wohl doch nicht.

“….Man muss sich am Recht orientieren, d.h. das Recht schließt jegliche andere Moral aus!…”

Das wird ja immer besser, vielleicht meinst du dass nicht so wie ich denke dass du es meinst. Ich denke ich habe schon das Recht, aufgrund meiner Moral, gegen geltendes Recht zu verstoßen. Die Konsequenzen muss ich natürlich in kauf nehmen. Aber das Recht will mir die Moderne doch nicht absprechen, oder?

Bruchmüller März 9, 2014 um 20:19

Während der Slim immerhin zeigt, wie gut er inzwischen mit Provokation, Verächtlichkeit und Arroganz zu hantieren versteht, scrolle ich über den anderen Modernisierer nur noch hinweg. Von dessen Rampe fällt doch im Grunde nichts mehr als die längst geleerten Kartons.

…drei Felder zurück…vielleicht passt Oppermann nicht auf und lässt noch mal an sich rütteln.

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 20:19

Wieder ein hübsches Beispiel für die Hinterfotzigkeit der Moderne: “Wächter oder Hetzer – Abschied von Kardinal Meisner”, verkündet der Tagesshow-Sprecher. Ja watt denn nu? Oder gar beides?

Goodnight März 9, 2014 um 20:18

@gelegentlich

“Gerüchte? Die jetzige Regierung wird Gründe haben warum die Identität der Sniper nicht untersucht werden kann. Bei einer false-flag-Operation ist doch klar, dass auch (!) Demonstranten erschossen werden, aber nicht nur (Zeugnis Paets). ”

=>Was soll das sein? Ein Beweis für die Gerüchte oder eher ein Beweis, dass es sich um Gerüchte handelt? Weil, da ist kein Beweis sondern nur ein Gerücht. Das ist das selbe Niveau wie beim Kennedy Attentat. Nicht das alles möglich wäre, aber man kann in der Kommunikation nicht auf Gerüchten anschließen, weil man dann grundsätzlich nicht mehr anschließen kann.

“Die Art der Absetzung Janukowitschs war illegal (Putsch). Nicht mein Freund der Mann, aber egal.”

=> Naja, also nach meinen Informationen hat Janukowitschs einfach erst seine Position und das Land verlassen. ..weil er keine Mehrheit mehr hatte, die ihn unterstützte….weder im Volk noch beim Militär noch bei der Polizei. Folglich hat ihn das gesamte Volk gestürzt. Und so etwas nennt man nicht Putsch….so etwas nennt man Revolution.

“It’s all for nothing if you don’t have freedom.”
Wallance (braveheart)

BB März 9, 2014 um 20:16

@Goodnight

….Humanitäre Interventionen richten sich ja nicht nach Gut und Böse sondern danach ob man die massenweise Vernichtung von Menschenleben (Völkermord, ethnische Säuberungen) verhindern kann. ….

Genau! In Ruanda wären sie gerechtfertigt gewesen. Aber nicht in der Ukraine, wo im Vorfeld, wenn überhaupt, höchstens mal ein paar Demonstranten für einige Tage hinter Gitter eingesperrt wurden. Auch da immer noch die Frage: Demo genehmigt oder nicht.

Verhältnismäßigkeit war also nicht gegeben!

BB März 9, 2014 um 20:13

@Goodnight

…..Die Scharfschützen auf dem Maidan haben primär Demonstranten erschossen. Das ist fakt. Folglich ist davon auszugehen, dass sie im Auftrag der zu diesem Moment agierenden Regierung ihr Werk vollstreckten…..

Das ist Fakt?

Um dich auf den aktuellen Stand der Erkenntnisse zu bringen (Zusammenfassung der dem Internet entnehmbaren Fakten nach Ausfilterung der Propaganda):

- Zumindest ein Demonstrant ist wohl aus dem Hotel Ukraine heraus erschossen worden, über das zu dem Zeitpunkt rechtsradikale Kommandos die Kontrolle hatten.

- Die sogenannten (super-ausgerüsteten und deshalb klar verantwortlichen sagt ZDF) Spezialeinheiten haben die ganze Zeit defensiv agiert. Das belegen verschiedene Videos (sogar das Video vom ZDF). Das die jemanden getötet haben, wird nirgends belegt. Es kann aber sein, dass sie Demonstranten verletzt haben (z.B. durch Knieschüsse).

- Es gab Sniper, die von einem Regierungsgebäude aus (ein Turm eines Ministeriums) und noch von einem anderen Ort auf Demonstranten geschossen haben.

Nur der letzte Punkt könnte auf eine Regierungsbeteiligung hindeuten. Allerdings ist eine außer Kontrolle geratene russische oder ukrainische Spezialeinheit sehr wahrscheinlich (sogenannte “dritte Kraft”) oder sogar eine Gruppe der Opposition möglich.

Damit ist es relativ wenig wahrscheinlich (aber durchaus möglich), dass Janukowitsch oder seine Regierung verantwortlich waren.

Mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit haben Kommandos des rechten Sektors auf eigene Leute geschossen aber nicht nur die.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit hat außerdem eine (unkontrollierte?) Spezialeinheit auf Demonstranten geschossen.

Mit geringer Wahrscheinlichkeit hat Janukowitsch den Befehl gegeben, da unlogisch und das Verhalten der Spezialeinheiten dagegen spricht.

Im übrigen sind tödliche Schüsse z.B. zum Schutz von Regierungsgebäuden sogar durch den europäischen Lissabon-Vertrag gerechtfertigt (leider).

Man hätte also die Vorgänge der Staatsanwaltschaft übergeben müssen. Sie rechtfertigen keinesfalls einen Umsturz.

Logisch abgeleitet nach dem Stand der uns – die wir keine Geheimdienste sind – verfügbaren Informationen.

Die Aussage “Das ist Fakt” ist somit Unsinn.

Goodnight März 9, 2014 um 20:03

@Thor

“Was ist Recht denn anderes, als Moral in einem konstitutionellen Rahmen gegossen?”

=>Yep, aber der Witz ist: Es ist fest, es ist einheitlich…und man kann danach nicht einfach seine eigene Moral ins Spiel bringen. Man muss sich am Recht orientieren, d.h. das Recht schließt jegliche andere Moral aus!

“I say what I mean, and I do what I say.”
Vincent (heat)

gelegentlich März 9, 2014 um 20:01

@Goodnight
Gerüchte? Die jetzige Regierung wird Gründe haben warum die Identität der Sniper nicht untersucht werden kann. Bei einer false-flag-Operation ist doch klar, dass auch (!) Demonstranten erschossen werden, aber nicht nur (Zeugnis Paets). Die Art der Absetzung Janukowitschs war illegal (Putsch). Nicht mein Freund der Mann, aber egal.
Maidan: beachtliche Massenbewegung mit dem Ziel die Oligarchen (alle!) loszuwerden. Wie etwa „Enteignet Springer!“. Der Putsch. Am nächsten Morgen wird Kai Dieckmann Chef des Revolutionskomitees. Das ist der Stand im Moment. Habe den Überblick verloren wer im Moment diese Putschregierung anerkennt. Wichtige Player aber tun es eben nicht.
Und mit diesem 1:1 im Illegitimen bricht Deine Argumentation zusammen. Für mich sieht es so aus: der Instrumentenkasten des Modernismus bringt keine Analyse/Einsicht, whatever, zustande welche über das hierzulande übliche servile bellizistische Geschrei hinausgeht. An stumpfen Werkzeugen habe ich kein Interesse. Ein Kissinger offenbar auch nicht.
@Soldat danke ich nochmals dafür, dass er enthüllt hat, auf welchen “Grundlagen“ sich das Russlandbild der angeblich Gebildeten gebildet hat. Die haben ein Niveau wie die Physik Ende des 19. Jahrhunderts – die Welt war erklärt, nicht wahr?

Thor März 9, 2014 um 19:59

@Goodnight
“Wer braucht schon so etwas kompliziertes wie Recht, wenn er doch einfach auf Moral, Bauchgefühl oder so setzen kann.”

Was ist Recht denn anderes, als Moral in einem konstitutionellen Rahmen gegossen?

Goodnight März 9, 2014 um 19:59

@Soldat

Humanitäre Interventionen richten sich ja nicht nach Gut und Böse sondern danach ob man die massenweise Vernichtung von Menschenleben (Völkermord, ethnische Säuberungen) verhindern kann. Period. Also bitte immer das Kleingedruckte lesen.

Es geht hier bei der Krim auch nicht darum ob Putin Böse und der Westen der Gute ist. Es geht hier um Recht. Weil Recht die Regeln unseres Zusammenlebens bestimmen….in der Moderne.
Und deswegen rede ich ja andauernd von der Moderne. Weil es hier nicht um Moral geht. Moral war vor der Moderne.

“It’s not what you know, it’s what you can prove.”
Alonzo (training day)

Ostap März 9, 2014 um 19:57

@Schweijk : Die Putin-Statue in Sewastopol hast du in deinem Szenario vergessen.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bill_Clinton_statue,_Pri%C5%A1tina.jpg

Eagon März 9, 2014 um 19:49

Sanktionen.

Es war der jetzige deutsche Aussenminister der maßgeblich half die deutsche Binnenwirtschaft zu ruinieren.

Es ist eine absurde deutsche Vorstellung Sanktionen als Mittel der Aussenpolitik wären noch möglich.

Also verzichten wir doch gleich ganz auf die Demokratie.

"ruby" März 9, 2014 um 19:27
Soldat Schwejk März 9, 2014 um 19:18

@ Rußland-Dämonisierer

Upps, Völkerrecht und der Kosovo-Vergleich…

Also übertragen wir mal so hypothetisch das Kosovo-Szenario auf den Krim-Konflikt. Dann wäre es so abgelaufen:

Auf der Krim bilden sich russische Milizen, finanziert von einer europaweit operierenden Krim-Mafia. Diese Milizen verüben Angriffe und Anschläge auf ukrainisches Militär. Das Militär schlägt zurück, es gibt Tote auf beiden Seiten. In dieser Situation stellt Rußland der ukrainischen Regierung ein Ultimatum. Das Ultimatum verlangt von der Ukraine, die militärische Kontrolle über die Krim an Rußland abzugeben, und nicht nur das: es verlangt völlige Bewegungsfreiheit für russisches Militär nicht nur auf der Krim, sondern auf dem gesamten Territorium der Ukraine. Die Ukraine als souveräner Staat kann nicht anders als das Ultimatum ablehnen. Daraufhin bombardiert die russische Luftwaffe Kiew und Lemberg, Kraftwerke und Verkehrsverbindungen überall in der Ukraine. Auf der Krim bildet sich ein Mafiastaat, wo Rußland eine riesige Militärbasis einrichtet.

Das in etwa wäre das Kosovo-Szenario für die Krim.

Also, liebe Rußland-Dämonisierer… Ihr könnt nun noch eine Weile das internationale Recht hin und her interpretieren, aber mir scheint, mit dem Vergleich könnt Ihr wahrlich keinen Punkt machen.

Goodnight März 9, 2014 um 19:15

@BB

“Wir , die Russlandversteher, sollten uns nicht mehr an dieser albernen Legitimitätsdiskussion beteiligen. Die ist ausdiskutiert und zumindest so ausgegangen, dass der Westen keinen Deut besser ist als Russland. ”

=>Genau, dass ist der Maßstab: “keinen Deut besser”…danach bewerten wir jetzt die Welt, ob jemand besser oder schlechter ist. Wer braucht schon so etwas kompliziertes wie Recht, wenn er doch einfach auf Moral, Bauchgefühl oder so setzen kann.

Rudy Baylor: What’s wrong with ethics?
Deck Shiffler: Nothing… I guess.
(rainmaker)

"ruby" März 9, 2014 um 19:10

@ Goodnight
http://www.youtube.com/watch?v=3AVQ2U3711c
für den übergang analog digital

wowy März 9, 2014 um 19:08

@BB
:-)

holger196967 März 9, 2014 um 19:07

Ich schließe messerscharf,

wer viel sabbelt und Moderne kommuniziert, hat nicht wirklich was mit dem Lebbe zu tun. :D

Goodnight März 9, 2014 um 18:57

@TRSS

“Wir schliessen messerscharf: Goodnight hat keine Ahnung von Kindergeburtstag. Vermutlich hat er also keine Kinder….”

=>Ich habe so viel Kinder wie Du Haare auf dem Kopf ;–)

“I felt like, “This guy’s really hurting me.” And it hurt.”
Hansel (Zoolander)

Goodnight März 9, 2014 um 18:55

@gelegentlich

Bitte, Du operierst hier mit absurden Gerüchten als grundlage Deiner Argumentation.
Die Scharfschützen auf dem Maidan haben primär Demonstranten erschossen. Das ist fakt. Folglich ist davon auszugehen, dass sie im Auftrag der zu diesem Moment agierenden Regierung ihr Werk vollstreckten. Und diese Regierung wurde von Putin unterstützt.
Alles andere ist Hörensagen und Verschwörung.
Ein “Putsch” von unbewaffneten bzw. mit Knüppel bewaffneten Demonstranten gegen eine von schwerbewaffneten Soldaten geschützten Regierung finde ich auch irgendwie nicht, weil ein Putsch per definitionem von einem Staatsorgan ausgeht und in der Regel gewalttätig erfolgt. Demonstranten sind kein Staatsorgan, und mit Knüppeln kann man keine Arme besiegen. Period.

Und Kissingers vier Punkte Programm sieht ja nichts anderes vor, als den Status quo vor Putins Einmarsch wieder herzustellen.

“Gentlemen, need I remind you you’re in a court of law?”
Rayford (and justice for all)

BB März 9, 2014 um 18:48

….deshalb sollte man wissen, wie Recht entsteht …

man zahlt 5 Mrd. Dollar, dann issa legal der Staatsstreich …

https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/5-milliarden-dollar-fuer-den-staatsstreich

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 18:48

>Sorry, aber wie kann man den Verstoß gegen das Völkerrecht bewerten? Der Terminus beinhaltet schon die Bewertung: Ein Verstoß gegen Recht kann nur als unzulässig bewertet werden.

Wir schliessen messerscharf: Goodnight hat keine Ahnung von Kindergeburtstag. Vermutlich hat er also keine Kinder….

Goodnight März 9, 2014 um 18:37

@wowy

Yep, und deshalb solle man wissen wie Recht entsteht.

“What’s the difference between a lawyer and a hooker? A hooker’ll stop screwing you when you’re dead.”
Rudy (the rainmaker)

karla März 9, 2014 um 18:36

Goodnight März 9, 2014 um 17:11

“=>Naja, ich habe oben schon mal erwähnt, dass es im Völkerrecht nur humanitäre Interventionen und präventive Selbstverteidigung als Ausnahmeregelung zulässig sein könnten. Ersteres war in Serbien gegeben, folglich war eine Intervention rechtlich begründbar.”

Die Gemetzel auf dem Balkan die von allen beteiligten Seiten begangen wurden ernötigte die Bombardierung Belgrads aus humanitären Gründen? Mit der Begründung hätte man auch Zagreb bombardieren können.

” Das sollte Schröder eigentlich wissen, als elder statesman…eigentlich… aber eigentlich ist Schröder eine tragische Figur. Vielleicht treibt es ihn deshalb nach Russland…

Ach diese Russen und dieser Halbrusse. Echt tragisch.
Tragisch auch, jetzt gibt es noch einen Schröderversteher.

holger196967 März 9, 2014 um 18:07

Klar, jetzt iss auch Putin noch Schuld, dass bei den Paralympics Behinderte starten.

holger196967 März 9, 2014 um 18:00

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 17:05
nööö. habe mittlerweile oft genug zuhause Kindergeburtstag, da muss ich mir das nicht auch noch im Web antun…”

Wie? jeden Tag? LOL RESPEKT 365 Nachschuldner schafft net jeder …

Dipfele März 9, 2014 um 17:57
BB März 9, 2014 um 17:44

Eingreifen des Westens gerechtfertigt, weil Humanitäre Intervention? So’ne krude Rechtfertigung für den Staatsstreich (= ist offiziell, ist juristisch valide) hab ich ja noch nirgends gelesen.

Wir , die Russlandversteher, sollten uns nicht mehr an dieser albernen Legitimitätsdiskussion beteiligen. Die ist ausdiskutiert und zumindest so ausgegangen, dass der Westen keinen Deut besser ist als Russland. Und das wollte Schröder wohl auch nur sagen.

Es ist außerdem zu begrüßen, dass der Westen bisher jedenfalls nur laue Sanktionsbereitschaft zeigt. Es wird sich zeigen, ob Scharfmacher von der Oligarchen-Partisanin Timoschenko bis zu irgendwelchen Kalten-Kriegern von Kissinger über Brzezi?ski bis irgendwelche Welt.de-Dummschwätzer es durch Hetze schaffen, hier die Lage weiter eskalieren zu lassen. Wobei, wenn man genau liest, Kissinger und Brzezi?ski bei weitem nicht so mutig werden, wie mancher Schreiberling von Süddeutsche bis zum Zentralorgan der deutschen Tea-Party-Bewegung “Die-Welt”.

Für mich als Russenversteher stellen sich ganz andere interessante Fragen.

Z.B. stimmt es, wenn die sehr geschätzte Frau Golineh Atai behauptet, Putin würde in Russland propagandistisch eine Vorstellung über den Westen aufbauen nach dem Prinzip, Der Westen ist böse, Russland ist gut, mal abstrahiert von der üblichen aktuellen Kriegspropaganda ?

Könnte es sein, dass Russland/Putin – auch wenn es/er behauptet, die Meinung des Westens sei ihm egal, nicht eher wie ein trotziges Kind reagiert, weil es im Grund nur möchte, vom Westen auf “Augenhöhe” ernstgenommen zu werden?

Wie gefährlich für den Westen wäre es, diesem Wunsch Russland nach Anerkennung entgegenzukommen?

Wäre es nicht sogar besser für die Demokratie-Entwicklung in Ländern wie Russland und Ukraine, wenn man den außenpolitischen Druck komplett wegnehmen würde?

Z.B. indem man (Vorschlag Kissinger, glaube ich) die Ukraine niemals in die Nato aufnimmt.

Z.B. indem man konstruktiv Russland beim Aufbau einer eurasischen Union mit starker Kooperation zur EU unterstützen würde.

Wird nicht gerade letzteres durch den destruktiven, eigen-und nichtsnutzigen beinharten Stil der Amerikaner unterminiert?

Müssen wir uns nicht, um die Krise zu bewältigen, deutlich von den USA abgrenzen und deren Interessenpolitik in Europa nicht massiv blockieren (s. auch TTIP, Genmais, etc.)?

Von unseren USA-hörigen Eliten können wir letztere Schlussfolgerungen wohl nicht erwarten.

Wie müssen wir – die Russlandversteher – uns demnach organisieren, um den EU-USA-Eliten (ich werde hier noch zum Halbgott) kräftig diesbezüglich in den Arsch zu treten?

wowy März 9, 2014 um 17:44

@Goodnight
Mit easy as f*** und Filmtiteln kommt man vielleicht bei deiner Moderne weiter. Das Völkerrecht ist doch etwas komplizierter.

gelegentlich März 9, 2014 um 17:41

@Goodnight
Einfach. Der Verstoß ist die coole und relativ relaxte (die Anderen wurden u.U. zu Mördern dabei, s. Sniper-Problem) Reaktion auf andere Verstöße mindestens gleichen Gewichts (Putsch usw.). Easy as f.ck… und damit ist Deine einseitige Schuldzuweisung an Putin halt im Eimer, sachlich und faktisch. Es wird nicht möglich sein auf dieser Basis Politik zu machen. Kissinger sieht das ganz richtig.
Und wir verwirrten Normalos starren staunend immer noch auf diesen Modernismus. Denn in diesem Fall ist und war er unnötig wie ein Kropf. Ob Du daraus den Schluß ziehst dieses Besteck wegzuwerfen mußt Du entscheiden.

Adms74 März 9, 2014 um 17:38

@WGNX
… ein Kindergeburtstag mehr … das krigst Du schon hin! (E.A.F.)
Whatever hat jedenfalls Spass gemacht wieder was von Dir zu lesen.
Vielen Dank auch an Goodnight & Morph,immer wiederlehrreich!!!
Ansonsten denke ich dass sich beide Parteien in eine ungute Situation manövriert haben (wurde auch weiter oben schon mal thematisiert) mal sehen ob sie es schaffen da wieder rauszukommen.

Goodnight März 9, 2014 um 17:37

@wowy

“Sorry, aber Schwachfug”

Na, das kannst Du gerne mal den Damen und Herren von der UNO sagen. Ich bin da die falsche Adresse.

Alice : You lied to me.
Nick : I didn’t lie to you. I just didn’t tell the whole truth.
Alice: You’re such a lawyer.
(Richochet)

Goodnight März 9, 2014 um 17:32

@gelegentlich

“Das ist doch auch hier im Forum ziemlich unstrittig. Die Frage ist aber, wie man den Putsch in Kiew bewertet und was man als Reaktion darauf für zulässig hält.”

Sorry, aber wie kann man den Verstoß gegen das Völkerrecht bewerten? Der Terminus beinhaltet schon die Bewertung: Ein Verstoß gegen Recht kann nur als unzulässig bewertet werden.
Und nicht als “cool”. “Cool” ist so etwas in der Regel nur für Personen die sich selber außerhalb des Rechts bewegen bzw. bewegen wollen.
Und als Reaktion auf einen Rechtsbruch ist eine Verfolgung und Bestrafung des Täters zulässig!

Eigentlich ziemlich unstrittig….in der modernen westlichen Welt.

“Our standards have to be higher than anyone else because we are the standard of everyone else.”
Helen (the insider)

wowy März 9, 2014 um 17:23

“es ist sich entwickelndes Recht….denn auch das Recht ist nicht statisch sondern es bewegt sich vorwärts. Und nebenbei von fast allen Staaten anerkannt….ergo: Demokratisch legitimiert oder so. ”

Sorry, aber Schwachfug

Goodnight März 9, 2014 um 17:22

@Wowy

es ist sich entwickelndes Recht….denn auch das Recht ist nicht statisch sondern es bewegt sich vorwärts. Und nebenbei von fast allen Staaten anerkannt….ergo: Demokratisch legitimiert oder so.

Wilson: “What is U.S. strategy?”
Avrakotos: “Well, strictly speaking, we don’t have one. But we’re working hard on that.”
(Charlie Wilsons war)

gelegentlich März 9, 2014 um 17:17

@Goodnight
Das ist doch auch hier im Forum ziemlich unstrittig. Die Frage ist aber, wie man den Putsch in Kiew bewertet und was man als Reaktion darauf für zulässig hält.

wowy März 9, 2014 um 17:15

“=>Naja, ich habe oben schon mal erwähnt, dass es im Völkerrecht nur humanitäre Interventionen und präventive Selbstverteidigung als Ausnahmeregelung zulässig sein könnten.”

Die R2P ist kein anerkanntes Völkerrecht, noch nicht einmal Völkergewohnheitsrecht.

Goodnight März 9, 2014 um 17:11

“Natürlich ist das, was auf der Krim geschieht, ein Verstoß gegen das Völkerrecht”,

sagt…na?…der olle Schröder…der beste Kumpel vom Wladimir!

Quelle:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/krim-krise-ex-kanzler-gerhard-schroeder-kritisiert-eu-a-957728.html

Yep, und dann sagt der Schröder natürlich noch:

“Dennoch wolle er seinen Freund, den russischen Präsidenten Wladimir Putin, nicht verurteilen. Er selbst habe als Kanzler beim Jugoslawien-Konflikt ebenfalls gegen das Völkerrecht verstoßen. “Da haben wir unsere Flugzeuge (…) nach Serbien geschickt, und die haben zusammen mit der Nato einen souveränen Staat gebombt – ohne dass es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben hätte.” Insofern sei er mit dem erhobenen Zeigefinger vorsichtig, betonte Schröder.”

=>Naja, ich habe oben schon mal erwähnt, dass es im Völkerrecht nur humanitäre Interventionen und präventive Selbstverteidigung als Ausnahmeregelung zulässig sein könnten. Ersteres war in Serbien gegeben, folglich war eine Intervention rechtlich begründbar. Auf der Krim kann ich solches jedoch nicht beobachten. Das sollte Schröder eigentlich wissen, als elder statesman…eigentlich… aber eigentlich ist Schröder eine tragische Figur. Vielleicht treibt es ihn deshalb nach Russland…

“For eighty years, I’ve tried to live… a decent life. I’ve given a billion dollars to charity. If this comes to trial… none of that will be remembered. I’ll just go out… the joke of the world.”
Walter (absolute power)

gelegentlich März 9, 2014 um 17:10

@TRSS
Das hat er vor rund 3 Tagen in den USA schon publiziert und entspricht im Tenor so ziemlich dem, was die unmodernen Putin-Versteher hier so vorwärts bringen wollten. „Modernismus“ ist dafür also ganz unnötig.

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 17:05

nööö. habe mittlerweile oft genug zuhause Kindergeburtstag, da muss ich mir das nicht auch noch im Web antun…

Adms74 März 9, 2014 um 16:47

@weissgarnix
da Du wieder soviel schreibst hoffe ich das Du bald wieder hier anheuerst :)

Grüsse aus East London ZA

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 16:37
ruby März 9, 2014 um 16:22

Österreich kann gleich starten :
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/krisenbank-nowotny-will-keine-bad-bank-fuer-hypo-alpe-adria/9591594.html
Und Seehofer die 2,3 Milliarden Wertberichtigungen der Bayern LB im Wahlkampf verkaufen/abschreiben .

"ruby" März 9, 2014 um 16:01

@ Natalius

Ein sehr einfaches Mittel die Geister zurück in die Flasche zu bekommen ist die maroden Banken in nationalstaatliche Insolvenz gehen zu lassen ohne Bankenunion mit derzeitigen Rechtssystemen.
Haftung wieder Geltung zu verschaffen und den moral hazard durch nobailout zu beenden. Dazu braucht es keiner Stresstests oder sonstiger Schönrechnereien ;-)
Die BIZ mit ihren Regelungsspielen wurde hier bereits behandelt.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/bruesseler-krisenmanagement-truegerische-ruhe-im-euroraum-12836778.html
Wer kennt die Liste der zu schliessenden Institute?
Wer verkündet das Ranking?
Nationen zeigt eure zentralen Abwicklungssysteme – just for free.
Und es bleibt ein funtionierendes Finanzintermediärwesen .

karla März 9, 2014 um 15:57

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 12:21

>Wie der Putin das mit der Krim bisher macht, das ist einfach cool und locker.

” Klar. Was gibt’s schließlich cooleres für einen Staatsmann, als sich alle relevanten Peers zum Feind zu machen?”

Die Atommacht Rußland wurde nach dem Zerfall der UdSSR und auch seit Putin nie als neutraler Staat betrachtet und behandelt. Das war schon immer eine Feindschaftserklärung.
Das soll erst jetzt wegen der Krim so sein? Dazwischen war Friede , Freude, Eierkuchen? Echt cool diese Beobachtung.

Soldat Schwejk März 9, 2014 um 15:45

@ Natalius

Also der Sache mit den Flüchtlingen versuchte ich mal nachzugehen. Nach Angaben des russischen Grenzdienstes sind seit Jahresanfang ca. 700.000 Ukrainer nach Rußland eingereist, was deutlich mehr ist als normal. Wobei das jetzt aber wohl keine Flüchtlinge im eigentlichen Sinn sind, sondern teils Leute, die auf der anderen Seite der Grenze Verwandte haben und wegen der Unsicherheit in UA erst mal rüberfahren und abwarten, wie es sich weiter entwickelt. Man kann sich vorstellen, daß es auch viele alte Leute sind, die zu ihren Kindern fahren oder so. Außerdem gibt es natürlich auch eine beständige Arbeitsmigration von Ost- und Nord-UA nach Rußland, also so Pendler.

Die Zahl ist natürlich beeindruckend, aber es gibt offenbar kein erkennbares “Flüchtlingsproblem” hinter der Grenze. Um den Flüchtlingsstatus in RU haben nach Angaben der dortigen Migrationsbehörde ganze 82 Ukrainer nachgesucht.

Man muß bei solchen Berichten m.E. immer sehr vorsichtig sein. Egal ob da nun von eingeschüchterten Krimtataren berichtet wird, oder umgekehrt von Massenflucht aus der Ostukraine. Wie Du schon sagst, es gibt hier Propaganda, aber dort natürlich auch.

@BB

Hab ich vor einiger Zeit mal was Positives über Julia Timoschenko geschrieben? Oh shit… Aber das Gefängnis hat da wohl seine Spuren hinterlassen…

gelegentlich März 9, 2014 um 15:45

@ Carlos Manoso März 9, 2014 um 12:53

1972 war in der Linken ja dieses Sektenfieber sehr hoch, 68 längst vorbei. Ob sich die undogmatischen Linken in Berlin damals mit Wittfogel beschäftigten weiß ich nicht. In dem von mir genannten Raum war das so. Ist auch nicht so wichtig. Weil überall das Bild vom asiatischen Russland in den Köpfen war. Dafür war ein Wittfogel gar nicht nötig. Und, welche grandiose Überraschung, offenbar immer noch ist.
Weiß hier Jemand welchen Rückhalt, welches Echo Kai Ehlers heute hierzulande wo findet? Abgesehen davon, dass ihn @Soldat erwähnt hat.

BB März 9, 2014 um 15:24
BB März 9, 2014 um 15:22

@TRSS

“…..Das coole an so peoples wie goodnight und mir ist aber jetzt, dass wir …..”

Zäpfchenschädels Glück?

"ruby" März 9, 2014 um 14:55

Eine endlos lange Straße herunterfahren
Freunde mitnehmen oder allein unterwegs sein
Unterwegs der Genuss auf dem Festplatz

Es sind immer Freunde, die einem gut tun
Lass es uns wiedergutmachen, wie es all die guten Männer tun sollten
Unterwegs der Genuss auf dem Festplatz

Gehe umher, sei frei und streune umher
Es gibt immer jemanden, der etwas allein verlässt
Unterwegs der Genuss auf dem Festplatz

Und ich liebe den Gedanken, zu dir nach Hause zu kommen
Sogar wenn ich weiß, dass wir es nicht tun können
Ich liebe den Gedanken, dir Hoffnung zu geben
Nur ein kleiner Lichtstrahl scheint durch

Liebe kann sich krümmen und den Atem einsam machen
Bis das Ende dir ein Zuhause auftreibt
Kümmere dich nicht darum, was die Leute sagen mögen

Es sind immer Freunde die einem gut tun
Lass es uns wiedergutmachen, wie es all die guten Männer tun sollten
Unterwegs der Genuss auf dem Festplatz

Und ich liebe den Gedanken, zu dir nach Hause zu kommen
Sogar wenn ich weiß, dass wir es nicht tun können
Ich liebe den Gedanken, dir Hoffnung zu geben
Nur ein kleiner Lichtstrahl scheint durch

http://www.youtube.com/watch?v=WiG0TsVWaAk

Number ONE in UK-Charts

Geistervertreibung ist eine der besten Aufgaben ;-)

http://www.youtube.com/watch?v=TbvlEGUVrUM

Natalius März 9, 2014 um 14:22

@Soldat Schweijk,
zu Wittfogel, Dutschke, Bahro, Szücs und Ehlers und ihrer Sicht auf Russland kann ich nicht viel sagen, da verlasse ich mich auf Deine Interpretation. Meine persönliche Sicht ist geprägt durch sehr positive und menschlich weiterbringende Erfahrungen, die ich hier schlecht berichten kann.
Kurz: Ob ich beim Gold zur Zeit short gehen (@trrs) würde, tja, das würde ich mir in der Tat noch mal überlegen. Intelligence news (von der anderen Seite) sind natürlich ebenso wie MSM-News ein mix aus Info und Desinfo – aber wenn der Kern richtig ist, (1) dass bereits 800.000 Ukrainer nach Russland geflüchtet sind, (2) dass die russische Luftwaffe die grösste “Übung” in ihrer Geschichte begonnen hat, dann ist kurz bis mittelfristig “nichts” vorhersagbar, denn die Geister, die Soros rief, sind wie die Djinns aus ihren Flaschen befreit…

Stets mit Vorsicht zu lesen, aber LESEN!
http://www.whatdoesitmean.com/index1749.htm

Soldat Schwejk März 9, 2014 um 14:10

@ Marlowe

Das mit den Kirchen in der Ukraine ist ein großen Kuddelmuddel. Es gibt allein 4 orthodoxe Kirchen, eine des Kiewer Patriarchats, eine des Moskauer Patriarchats, eine ist direkt Konstantinopel unterstellt (ja, auch das gibt’s), und bei der vierten ist es alles noch komplizierter. Dann gibt es noch die sogenannte Griechisch-Katholische Kirche (orthodoxer Ritus, aber dem Papst unterstellt), und außerdem die Katholiken. Unter den Krimdeutschen (ja, auch die gibt’s, warum interviewt die eigentlich keiner?)… also unter denen gibt’s auch Lutheraner.

Und das sind nur die traditionellen Kirchen, dazu gibt’s durch Missionstätigkeit seit 1990 in größerer Anzahl auch noch alle möglichen Zeugen Jehovas, Baptisten und so weiter. Wie gesagt, ein großes Kuddelmuddel, da blickt keine Sau durch, da muß jetzt der @Goodnight kommen und Komplexität reduzieren.

Aber mit Ausnahme der Anhänger der neuen sektenartigen Kirchen sind die Leute in der Ukraine nach meinem Eindruck nicht besonders religiös… also ich würde zum Zwecke der kleinen Komplexitätsreduktion dazu neigen, in dem Zusammenhang nicht allzu viel über den Faktor “Religion” zu spekulieren.

Auch in Rußland nicht, da hat die orthodoxe Kirche zwar in der jüngeren Generation wohl wieder ein bißchen mehr Zulauf, nachdem in den 90-ern dort nur alte Omas waren. Aber es gibt im heutigen Rußland mitnichten eine Volksreligiosität, die etwa der im katholischen Polen vergleichbar wäre.

Soldat Schwejk März 9, 2014 um 13:45

@ TRSS —> “Was gibt’s schließlich cooleres für einen Staatsmann, als sich alle relevanten Peers zum Feind zu machen?”

Ach, es gibt ein bissel Aufregung “im Westen”. Den asiatischen und südamerikanischen mittelgroßen Spielern geht’s komplett am Arsch vorbei, ob auf dem Alten Kontinent eine Halbinsel mit 2 Millionen Einwohnern so oder anders verfaßt ist. Der Unterstützung Chinas hat sich Rußland offenbar schon versichert. Bald schon wollen alle wieder Geschäfte machen, und Du meinst ja auch, man sollte Gold shorten…

Wobei ich daran zweifle, ob es längerfristig klug wäre, wenn Putin jetzt wirklich die Krim ans russische Staatsgebiet anschließen wollte. Ich hatte ja damit gerechnet, daß es darauf hinausläuft, die Krim werde faktisch unabhängig, aber formal im ukrainischen Staat verbleiben, mit Rußland so als stillschweigend akzeptierter informeller Schutzmacht. Damit könnten sollten alle irgendwie leben können.

Vielleicht kommt es auch noch so, und alles andere dient erst mal nur dazu, Druck und Verhandlungsmasse aufzubauen. Allerdings werden die Abstimmungsbulletins schon gedruckt, und da gibt es eben die beiden Optionen: Verbleib in der UA als Autonomie mit deutlich ausgeweiteter eigener Staatlichkeit. Oder Anschluß an Rußland als ein Subjekt der Föderation. Irgendwann können sie hinter die offensiv kommunizierte Anschlußoption vielleicht nicht mehr zurück, selbst wenn sie wollten.

Ich bezweifle aber, daß Putin dadurch im Vergleich zur ersten Option groß was gewinnen kann. Nicht weil gerade mal “der Westen” heult. Aber erstens wird mit jeder Grenzverschiebung die Büchse der Pandora ein Stück weiter aufgemacht, und das könnte auch Rußland selbst treffen. Zweitens wird es jeder denkbaren zukünftigen Führung in Kiew dadurch erschwert, sich mit Moskau in den anderen Fragen irgendwie zu arrangieren. Drittens kriegt Rußland eine weitere sunnitische Minderheit mit gewissem wahhabitischen Einfluß im eigenen Staatsgebiet, da fragt man sich, wozu brauchen die das?

ruby März 9, 2014 um 13:18

nur geklaut

“Neben den USA verfügte auch die Supermacht “Sowjetunion” über eine solche Aktentasche. Im Gegensatz zu den USA wurde dieses Mittel bewusst zur Abschreckung eingesetzt, besonders Nikita Chruschtschow und Leonid Breschnew wußten damit umzugehen. Dagegen fand Michail S. Gorbatschow den Militär mit dem Koffer lästig, so musste seine Frau Raissa immer in einem Wagen hinter ihm fahren, da der Platz in seiner Limosine von den Offizier und den Koffer vorgesehen war. (Bei einem Staatsbesuch in der BR Deutschland versuchte sie in den Wagen ihres Mannes zu steigen, musste jedoch, nachdem das Protokoll die Losfahrt nicht freigab, den Platz doch wieder mit dem Koffermann tauschen.)
Auch im Nachfolgestaat der Sowjetunion wurde die Aktentasche beibhalten. In Russland verfügen sogar 3 Personen über diese Atomkoffer: Der Staatschef, der Verteidigungsminister und der Generalstabschef. Durch einen 10-stelligen Zahlencode, konnten 6500 strategische und 18 000 bis 20 000 taktische Atomsprengköpfe der Russischen Förderation gestartet werden. Beruhigend ist jedoch, dass Boris Jelzin die Zieldaten der Raketen, die auf die Nato-Staaten und Japan gerichtet waren, herausnehmen ließ. “

Soldat Schwejk März 9, 2014 um 13:17

Goodnight März 8, 2014 um 15:17
—> “Analyse ist immer Unterscheidung und damit Komplexitätserhöhung. Diese Prozess ist unendlich und , wie man am hier zugrundeliegenden Beitrag sehen kann, ist dann die letztendliche Information: Die Welt ist bunt. Nun kann das Gehirn leider nicht viel anfangen mit dieser Aussage. Es hätte gerne eine Einheit an der es anschließen kann, d.h. eine Einheit all der vorherigen Unterscheidungen. Folglich besteht dann der schwierige Teil darin, all die Komplexität wieder einzufangen und dann eine Einheit zu generieren. Und diesen schwierigeren Teil, den habe ich geleistet. Und ja, die Reduktion all der Euch erschütternden Komplexität auf die einfache Formel: “Der Russe an sich ist Tragiker.” mag weitere Erschütterungen in Euch auslösen. Und auch wenn Ihr all die Schritte, die mich zu dieser erhellenden Erkenntnis führten nicht nachvollziehen könnt, so bin ich so oder so einen Schritt voraus, da ich eine Meinung habe.”

Nu frage ich mich, ob Deine Moderne einen Fortschritt kennt. Bei Dir isses ja irgendwie so ein Kreislauf: Komplexitätserhöhung, das Gehirn ist überfordert, die Handlungsfähigkeit sinkt. Wie viele Unterscheidungen man doch treffen kann, wie man die Glaskugel doch drehen kann! Die Sonne geht unter, man wird müd, man will wieder eine einfache Unterscheidung: Die anderen sind fremd und bedrohlich, also hauen wir sie auf die Mütze. Weil: Draw a distinction! So geht die Ultramoderne bei Sonnenuntergang wieder in die Vorvormoderne über, und der Wolf heult.

So als Gedankenspielerei auf der Spielwiese finde ich das durchaus originell und unterhaltsam, aber man muß schon eine ordentliche Ironiebefähigung mitbringen, welche nach @Morph ja genetisch bedingt ist. Ansonsten sind die Fußballfans bis hin zu den Hools da aber doch die zivilisierteren Ironiker. Die wollen auch ihre klare Distinction und Komplexitätsreduktion, aber die können zwischen Spiel und Realität trennen; die brauchen dazu nicht den Russen, sondern es reicht der HSV… Da sag noch einer was gegen Fußball.

Eine komplexitätsreduzierende Meinung hab ich als Schütze Arsch ansonsten natürlich auch, wenn ich mich nicht gerade bemühen muß, das Zustandekommen von Geschichtsbildern zu rekonstruieren. Und diese Meinung geht so: Im Zweifel steht der Hauptfeind im eigenen Land. Easy as f.ck. Deshalb poste ich situationsbedingt dann auch schon mal die russische Hymne, und ich werde es gern wieder tun.

ruby März 9, 2014 um 13:12

@ Orange
Sowjets damals und Du kannst ja mal die Geschichte mit dem Atomkoffercode recherchieren ;-)
http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/erinnerung-ende-sowjetunion-jahren-1542037.html

ruby März 9, 2014 um 13:03

Ich weise in Nüchtern-und Sachlichkeit auf die abschliesende militärische Grenze hin, die PSL klar und zeitnah persönlich dokumentiert – gerade auch heute wieder im Dialog bei Phönix.
Erstschlagfähigkeit durch Ostgrenzenverschiebung der Nato ist nicht akzeptabel für ein eurasischesRussland – what`s so ever.
Airforce regiert keine Region, das praktizieren die USA auch wenn die Navy in Basis unterstützt. Die Atomraketen sind auf den Basen und U-Booten.
Und jetzt ist es Zeit, diese Flitzpiepen von Rasmussen und was sonst noch “beauftragt” werden soll mal einzunorden.
“Fuck the EU!”
Merkel kann heute mit Cameron gleich fortsetzen; schliesslich sind “wir” auch Trohnfolger fürs Empire … ;-)
Ansonsten wird der MP in die Kutsche von Georg (Schorsch) IV gesetzt und nachhause geschickt.
Familienmitglieder werden nicht abgeschnorchelt.

http://www.sn-online.de/Nachrichten/Hannover/Uebersicht/Das-ist-am-Montag-in-Hannover-wichtig4

Orange März 9, 2014 um 12:55

Da hatten die Balten ja nochmal Glück, dass die Russen grade unschlüssig waren, als sie in die NATO schlüpften.

g.w. März 9, 2014 um 12:54

@TRSS
“Natürlich. Im Gegensatz zu den stets Aufrechten und Weltbewegten akzeptiere ich nämlich, dass jede Medaille auch eine Kehrseite hat.”

ich möchte mal sehen, wie Du hier jammern würdest, wenn Du nicht die Kohle hättest ;-)
wer so verarscht wird, hat auch das Recht zu jammern, das ist halt der Preis ;-)

Frager: Schmerz oder Leid ist unakzeptabel
Nisargadatta: Haben Sie es jemals versucht? Versuchen Sie es, und Sie werden im Leid eine Erfüllung finden, wie Sie Ihnen Freude niemals geben kann, denn die Akzeptanz von Leid führt Sie viel tiefer als es Freude je vermag.

Carlos Manoso März 9, 2014 um 12:53

@petervonkloss März 8, 2014 um 07:37
„Also Wittfogel war wesentlicher Bestandteil der Diss. von R. Dutschke.“

Petervonkloss, als Erstsemester -1968 war schon länger als vier Jahre vorbei-, begegnete mir Rudi Dutschke bei seinem Vortrag über Solschenizyns Hauptwerk „Archipel Gulag“. Zum Schluß seiner Rede über Solschenizn rief Dutschke zur Gründung einer „Gruppe undogmatischer Marxisten“ auf und nannte einen Termin für ein Gründungstreffen in einen Vorlesungsraum im Henry Ford-Bau. Als ich als 19Jähriger den Raum 104 betrat, waren die Zuhörerränge voll und das Rednerpult leer. Von der anwesenden „Elite der Undogmatischen Linken“ wagte niemand, laut zu diskutieren.

Nach einer halben Stunde bemerkte ich, dass ein schon etwas älterer grauhaariger Typ in der Reihe vor mir Platz nahm, den ich sofort als Rudi Dutschke erkannte. Rudi Dutschke stand auf und hielt eine wirklich brilliante Rede, deren Singsang mich –offenbar als einzigem- völlig in den Bann zog. Die Zuhörer begannen jedenfalls untereinander zu reden, was Dutschke offenbar unbekannt war. Dutschke schlug vor, ein Medienorgan zu gründen, das erstmals völlig freie Kommunikation ermöglicht. Jeder der Anwesenden sollte zum Start in Woche mit seinem schriftlichen Beitrag (getippt) in den Räumen der alten K2 erscheinen, wo aus den getippten Seiten in kürzester Zeit eine völlig unzensierte freie Zeitung gemacht werden könnte. Als Rudi Dutschke seinen Aufruf beendet hatte, stand in einer der ersten Reihen ein junger Student auf, der sich in tiefstem Berlinerisch an alle Anwesenden völlig trocken wandte: „Wer is`n dette? Icke hab von dem keen Wort vastanden ?“

Kurz und gut. Ich tauchte eine Woche später am vorgeschlagenen Ort auf, wo wir in wenigen Stunden eine völlig unzensierte freie Zeitung machten, um sie drucken zu lassen, abzuholen und zwei Tage später vor der Mensa zu verkaufen. Nach einigen Treffen tauchten Gestalten auf, die „terroristische Artikel“ abgaben, die wir wg. „völlig unzensierte freie Zeitung“ völlig unzensiert in den Druck gaben Als ich nach 6 Wochen wieder auftauchte, war –wie man so schön sagt- vor unserem Treffpunkt „die Strasse blau“ und voller unauffälliger Herren, die Personalausweise notierten.

Kecker März 9, 2014 um 12:47

@ keynesaner “Gibt es darüber Literatur oder müssen wir die erst noch schreiben, so wie die Bücher über die geldpolitische Verursachung von Wirtschaftskrisen?”

Ist es wirklich wegweisend, das Volk der Dichter und Denker zu einem Volk von Müllsortierern umzuerziehen? (Deutsches Sprichwort)

Balken März 9, 2014 um 12:38

Alle relevanten peers?
Wichtiges Schlüsselwort. Wer ist wann wielange relevant? Wen eigentlich führen “Sanktionen” in die Isolierung? Es wird langsam unübersichtlich. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist Autarkie irgend jemandes das Letzte, was “wir” ertragen könnten. Die USA sind das einzige Land, das sich im Ausland in eigener Währung Verschulden kann. Fällt die Dollarhegemonie, fällt …

Balken März 9, 2014 um 12:31

Der Moderne an sich ist … so ein cooler Typ wie goodnight und trss? Gottlob, nein. Der Typ, den diese Avatare hier geben, ist der vormodernde Fuchs im Hühnerstall. Hey, face it. Eigentlich noch Steinzeitprogramm. Heydrich und Himmler sollen privat recht nett gewesen sein. Bürgerlich – intellektuell sowieso.

Keynesianer März 9, 2014 um 12:27

@wowy März 9, 2014 um 10:53

Danke für die Fake-Warnung.

Was davon stimmt, kann ich nicht nachprüfen und ist nicht wichtig in Bezug auf meine anderen Fragen zum Thema.

Aber hier geht es leider mit dem Geschwurbel um die Moderne weiter. Wirklich schade. Russland und die Hintergründe von Putin wären ein so wichtiges und interessantes Thema.

gelegentlich März 9, 2014 um 12:22

@TRSS
„Als Resultat siehst du deren Unterscheidung, aber nicht die andere Seite deren Unterscheidung. Du weißt nie und wirst nie wissen, warum sie dir gerade jetzt etwas so und nicht anders berichten.“
Das ist sicher in den meisten Fällen so. Schon aus Gründen der Alltagsorganisation und der Zeit, die man hat.
Damit sich die Welt aber für das Subjekt nicht in einen komplett undurchsichtigen Nebel verwandelt nutzt man eben die Gelegenheiten, die sich natürlich immer auch bieten, näher ran zu gehen, Behauptetes auch aus der Perspektive von Anderen zu studieren, oder gar sich aus eigener Anschauung vor Ort zu informieren. Manchmal hilft trotz Allem dann nur noch Geduld. Dann sortiert sich die Relativität der Medien schnell selber zu einer Art Relativitätshierarchie. Und wenn man dann zwei und zwei zusammen zählen kann wird man ziemlich sicher wissen, in welche Himmelsrichtung man die nächsten 5 Schritte in diesem Nebel tut.
Es ist also überhaupt nicht hoffnungslos. Man kann mehr tun als Nebel mit nebelhaften „Begriffen“ beschreiben. Und wenn man es klug anstellt wird man nicht mal schlechtgelaunt. So einen Adrenalinstoß wie gestern bekommt man auch nicht jeden Tag ab.

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 12:21

>Wie der Putin das mit der Krim bisher macht, das ist einfach cool und locker.

Klar. Was gibt’s schließlich cooleres für einen Staatsmann, als sich alle relevanten Peers zum Feind zu machen?

Bogus März 9, 2014 um 12:17

Strobl,

wenn ich hier griesgrämig rüberkomme, muss ich unbedingt noch an meiner Schreibe arbeiten. Danke für den Hinweis.

ROCK ‘N ROLL!
http://www.youtube.com/watch?v=nZJWUq232ho

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 12:17

Uups, war zu schnell.

also: daher ist das, worauf Morph hier immer pocht, nämlich Medienvielfalt, so wichtig. Der Motivverdacht lässt sich damit zwar auch nie zur Gänze ausräumen, weil schließlich stecken ja “die Medien alle unter einer Decke”, nicht wahr? Aber dennoch: mehr ist da nicht zu machen.

und wer meint, dass er darob Zuflucht bei obskuren Foren und bewegenden Vorort-Twitterposts suchen muss, dem sei gesagt, dass er sich damit nur auf ein noch viel komplexeres Feld begibt, mit einem deutlich geringeren Grad an gesellschaftlicher Ordnung, soll heißen, die Medien sind bei ihrer Selektion zumindest gewissen Standards verpflichtet, die Twitteraner da und dort aber gar keinen.

gelegentlich März 9, 2014 um 12:10

@TRSS
„Das coole an so peoples wie goodnight und mir ist aber jetzt, dass wir das von vornherein zum zentralen Faden der Betrachtung machen und damit der Moderne die Fähigkeit absprechen, in ihrer eigenen Selbstbeschreibung als modern stets modern zu sein und zu bleiben. Das ist eben so, Jungens, let’s face it.“
Ja, also: als Zuschauer finde ich Euch bei diesem Thema ziemlich uncool, unperformant, um nicht zu sagen trashig. Wie der Putin das mit der Krim bisher macht, das ist einfach cool und locker. Ganz anders als die Anderen das in Syrien, im Irak und in Afghanistan handeln. Das kommt so scheiße rüber…

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 12:09

>Was in der Welt passiert erfahren wir meist nur über irgendwelche Medien, indirekt also.

Jo, der Satz könnte glatt von mir (oder morph oder goodnight) sein.

>Und da will man eben nicht verarscht werden.

Dein Unbehagen (aka “Motivverdacht”) ist berechtigt aber letztlich nicht auflösbar. Als Medienkonsument beobachtest du Beobachter beim Beobachten. Als Resultat siehst du deren Unterscheidung, aber nicht die andere Seite deren Unterscheidung. Du weißt nie und wirst nie wissen, warum sie dir gerade jetzt etwas so und nicht anders berichten. Weshalb du sie verdächtigst, so wie die Frau ihren Mann verdächtigt, der ihr plötzlich eines Abends völlig unerwartet Blumen mitbringt. Hat er ein schlechtes Gewissen? hat er sie gar betrogen? tja, wer weiss

"ruby" März 9, 2014 um 12:03

Wer denkt, Wladimir Wladimirowitsch spielt nur ohne militärischen Einsatz, der irrt sich mächtig gewaltig – no way out .
;-)

"ruby" März 9, 2014 um 11:56

Ist doch keine Frage des verstehens …
http://www.youtube.com/watch?v=2WbnjOYJoZU

gelegentlich März 9, 2014 um 11:53

@TRSS
„Im Gegensatz zu den stets Aufrechten und Weltbewegten akzeptiere ich nämlich, dass jede Medaille auch eine Kehrseite hat.“
Ok, das unterscheidet uns nicht. Und klar ist auch, dass das Betrachten der Kehrseite meist schlechte Laune macht.
„Wer mag kann gerne auch diese zum Gegenstand seines alleinigen Diskurses machen, …er wird darüber vermutlich seine Lebensfreude verlieren und so griesgrämig werden wie du und andere Schnuffis hier.“
Das mit alleinigem Diskurs kannst Du nicht wissen. Ein völlig anderes Motiv aber müßte Dir doch einleuchten. Was in der Welt passiert erfahren wir meist nur über irgendwelche Medien, indirekt also. Deren Meldungen sind meist gar nicht zu interpretieren, weil die Hintergründe fehlen. Man muss sich also selber drum kümmern.
Und da will man eben nicht verarscht werden.
Ist da so nachvollziehbar?
Also nicht Anderen die Welt erklären, trotz eigenem geringen Einfluß sagen was zu tun wäre – einfach nur nicht verarscht werden, sich nicht mit einfältigen Sprüchen („Der Russe hat einen Hang zum Tragischen“) widerstandslos vor den Karren anderer Interessen spannen lassen? Das ist doch kein schlechtgelauntes Motiv. Man mißgönnt ja noch nicht einmal solchen Ideologieproduzenten ihren Kaviar.

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 11:51

Wenn der Mann wirklich was zu sagen hätte, dann hätte man ihn nicht ins EU Parlament abgeschoben.

"ruby" März 9, 2014 um 11:49

Sitzt der Fraktionsvorsitzende nicht in der ersten von 12 Reihen des Parlaments?
http://www.europarl.europa.eu/brussels/website/content/modul_02/abb_EPSitz2010.html

“Wir wollen eine Ukraine ohne die Banditen da oben.”
Ein Bürger auf dem Maidan vor den Todesschüssen.
Zeit Oligarchen loszuwerden.
Wird noch eine lustige Veranstaltungsorgie ;-)

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 11:47

>Was hier noch gelernt werden muss ist, dass die Moderne eigentlich die Postmoderne ist. Weil Moderne ist Fortschritt, Postmoderne nicht (jedenfalls kein echter). Aber das kriegen wir auch noch.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit lässt sich beim Fallen des Begriffs “Postmoderne” vorhersagen, dass der Urheber seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck bringen will, dass die Moderne eben so und nur so verstanden werden kann, wie goodnight und ich sie skizzieren, oder auch ganz anders, nämlich kontingent und keinesfalls “natürlich”, bar jedes metarécits oder gar eines transzendenten “Höheren”, dem irgendwas oder irgendwer zustrebt.
In einem so verstandenen Sinne ist die Moderne halt nicht so modern, wie sie es selbst und ihre PR-Berater gerne gehabt hätten, was insoferne nicht verwundert, weil ja auch die Moderne nur durch die Moderne beobachtet und beschrieben werden kann und durch sonst niemanden, weshalb es selbstredend schon morgen nicht mehr modern sein kann, das als modern zu bezeichnen, was gestern als modern bezeichnet wurde. Das coole an so peoples wie goodnight und mir ist aber jetzt, dass wir das von vornherein zum zentralen Faden der Betrachtung machen und damit der Moderne die Fähigkeit absprechen, in ihrer eigenen Selbstbeschreibung als modern stets modern zu sein und zu bleiben. Das ist eben so, Jungens, let’s face it. Wer also obgrund seiner enttäuschten Erwartungen an die Moderne jetzt landauf landab die Postmoderne predigt, muss sich von so Bengels wie goodnight und mit vorwerfen lassen, dass er sie nur schlicht nie verstanden hat.

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 11:18

>Swoboda: EU-Beitrittsperspektive ……

Also, wenn jetzt schon irgendwelche Ösi-Hinterbänkler auf einen nennenswerten Share-of-Voice kommen, dann kann die Chose wirklich nicht so schlimm sein…

The Real Slim Shady März 9, 2014 um 11:13

>Ist es das, was der Strobl sich vorstellt, wenn er von der europäischen Integration Russlands spricht? Crack statt Krimsekt?

Natürlich. Im Gegensatz zu den stets Aufrechten und Weltbewegten akzeptiere ich nämlich, dass jede Medaille auch eine Kehrseite hat. Wer mag kann gerne auch diese zum Gegenstand seines alleinigen Diskurses machen, fine by me, aber er wird darüber vermutlich seine Lebensfreude verlieren und so griesgrämig werden wie du und andere Schnuffis hier. Und für die gilt halt allzuoft: no sex, no drugs, no rock n’ roll. Und mal ganz im Ernst: Was hätte das Leben sonst noch zu bieten?

It’s a sad and wonderful world.

wowy März 9, 2014 um 10:59
wowy März 9, 2014 um 10:53
gelegentlich März 9, 2014 um 08:53

@g.w.

Passiert ja nicht so oft dass ich einem Beitrag von Ihnen voll zustimme. Das hier ist so einer, danke!

Dir, @Soldat, darf ich herzlich für einen der spannendsten Beiträge der letzten Zeit danken! Man ist überwältigt davon, auf welchen primitiven mechanistischen Vorstellungen das Verständnis Russlands bei hiesigen Akteuren immer noch basiert, dem ganzen eigenen Dünkel von Wissenschaft, mittelschichtiger Bildung zum Trotz. „Der Russe neigt zur Tragik“ – sorry, @Goodnight, das ist für mich eben die Kapitulation des Anspruchs Bildungsbürger sein zu wollen. Dass sich ein Hohmann genauso ausgedrückt hat weißt Du?

Dein Gegenargument zu meinem bezüglich der Mittelschicht im osmanischen Reich (Korruption schon ab dem 14. Jhdt.) klingt gut, ist es aber nicht. Das muss man aber anhand einzelner Fälle untersuchen, was hier aber nicht geht, weil es den Rahmen sprengt. Ich habe ein schönes regionales Fallbeispiel aus dem 19. Jhdt., bei dem das eben nicht so ist sondern, ähm, komplexer. Unzureichende Vereinfachung, wieder mal. Korruption als Element politischer Willensbildung ist auch in unserer Moderne wohl nicht unwichtig. Dass es ein untergeordnetes Moment sein soll wird Niemand im Ernst behaupten.

„übrigens finde ich die Äusserungen bezüglich des Alters von Kommentatoren langsam diskriminierend. Entweder hat man Argumente oder man hat sie nicht.“
Kann man als alter Rechthaber aber auch anders betrachten: dass sich ein @Goodnight auf das Niveau einer Julia Schramm begibt heißt was? Ok, ein Argument für die Tribüne.

In der Vormoderne war ja nicht Alles schlecht. Es gab eine Art lakonischen Humor, der den Pimpfen der Moderne abgeht:
„ Huuh März 8, 2014 um 21:16
In der Vormoderne shortete man im April seine Hosen. Jedenfalls fing man damit an.“
Köstlich, danke!

ruby März 9, 2014 um 08:37

Müssen wir hier alles vordenken und kundtun bis aktive Poltiker das aufnehmen?

“Swoboda: EU-Beitrittsperspektive für Ukraine derzeit unverantwortlich

Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, Swoboda, hält eine EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. Dies sei angesichts der schwierigen Situation unverantwortlich, sagte Swoboda im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Mit Blick auf den Beschluss der konservativen EVP in Dublin meinte der SPD-Politiker, man dürfe den Menschen in der Ukraine nicht die Karotte vor den Mund halten. Zunächst müsse die Ukraine selbst die Voraussetzungen für einen EU-Beitritt schaffen. Dazu zählten neben der Modernisierung der Wirtschaft auch die Bekämpfung der Korruption. Mit Blick auf die in Aussicht gestellten EU-Finanzhilfen sagte Swoboda, er wisse nicht woher die elf Milliarden Euro kommen sollten.”
im Interview der Woche des Deutschlandfunk
09.03.2014 11:05 Uhr
Hannes Swoboda, Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament.

http://www.trendaffe.de/images/produkte/i47/4769-678-stopper-karotte-2-1.jpg

Keynesianer März 9, 2014 um 08:32

Klartext:

Soros Hires Scientologist to Conquer Ukraine Print
by Tom McGregor

Billionaire oil tycoon George Soros, a financier of the Democrat Party, has deployed Arseniy Yatsenyuk, a leader of the Fatherland Party, to ignite a regime change revolution against the government of Ukraine in Kiev. Mr. Yatsenyuk is a leading member of the Scientology cult and a big fan of the Hollywood film star Tom Cruise.
http://www.dallasblog.com/201402181010101/dallas-blog/soros-hires-scientologist-to-conquer-ukraine.html

Das ist mal etwas anderes, als alles Geschwurbel über die Moderne.

In dem Zusammenhang wäre auch zu fragen, auf welche Kräfte sich Putin stützt. Auf irgendwie noch vernünftig gebliebene Zirkel aus dem KGB oder dem Militär? Oder stützt sich Putin nur auf eine mit den anderen Brüdern im internen Streit liegende Sekte der üblichen Oligarchen?

Womöglich gar …

Lasst uns zur Sache kommen!

Mich würde auch Literatur interessieren, aber nicht in russisch, was sich da unter Gorbi und dem Säufer Jelzin abgespielt hat.

Unter deren Herrschaft und ihren Folgen soll die Lebenserwartung in Russland dramatisch abgesackt sein. Manche behaupten sogar, die hätten mehr Russen mit ihrer Politik umgebracht als Stalin, umgerechnet auf die Zahl der Jahre ihrer Herrschaft und die folgende Zeit mit berücksichtigt.

Wie konnte es passieren, dass da in Moskau unter Gorbi und Jelzin Leute von Wallstreet und CIA Russland an kriminelle Oligarchen verscherbelt haben und die Bevölkerung ins Elend stürzten?

Warum wurde die Marktwirtschaft nicht von unten eingeführt? Also wieder freie Bauern und kleine Handwerker und Händler und jeder kann sich privat sein Eigenheim bauen und nur die Großbetriebe vorerst weiter in Staatshand.

Wer hat ganz gezielt stattdessen den Gangsterkapitalismus schlimmster Ausprägung in Russland eingeführt? Und wie weit konnte Putin das korrigieren bzw. will er das überhaupt?

Gibt es darüber Literatur oder müssen wir die erst noch schreiben, so wie die Bücher über die geldpolitische Verursachung von Wirtschaftskrisen?

g.w. März 9, 2014 um 06:42

danke, @Schwejk für den sehr aufschlussreichen Artikel

@goodnight
“Ergo: Weder ein Angriffsplan noch Menschenrechtsverletzungen der neuen Regierung, ergo keine rechtliche Grundlage für eine Intervention. ”

Mag sein, trotzdem hat die russische Aktion eindeutig einen Charakter von Selbstverteidigung gegenüber einem äusserst agressiven Westen. Man denke an die Abwehrraketen an der polnischen Grenze, mit der die USA ihre Erstschlagfähigkeit erreichen wollen. Zudem waren die Russen schon in dem Land stationiert. Dass den US-skulls alles zuzutrauen ist, haben sie ja ansonsten zur Genüge bewiesen.

übrigens finde ich die Äusserungen bezüglich des Alters von Kommentatoren langsam diskriminierend. Entweder hat man Argumente oder man hat sie nicht.

Will: Woher wissen Sie, Herr Brok, dass die Sniper von Janukowski beauftragt waren?
Brok: Ich habe sie gesehen.

ruby März 9, 2014 um 05:18

Wie weit will Europa sinken, wenn unsere lupenreinen Demokraten Milliarden für zwielichte Oligarchen verbürgen wollen?
Haben die nicht mehr den geringsten Anstand und restliche Würde aufrecht zu ursprünglichen Werten zu stehen?
Und jetzt will auch noch ein notorischer Lügner (habe ihn im O-Textinterview gehört) EU-Kommissionspräsident werden …
Goodbye and Goodnight Frühaufsteher !

"ruby" März 9, 2014 um 03:40

@ all spacecowboys oder als die 68er die Hammondorgel und die eigene Ideologien überwanden
http://www.youtube.com/watch?v=vRRygHCaU9I
voices in the net
;-)

gelegentlich März 9, 2014 um 00:05

Aha, der legitime (?) Macher der Ukraine. Sozusagen der Bauherr der Chlorhühnchen-Ställe:

http://www.0815-info.com/News-file-article-sid-11357.html
und gerade bei fefe. Ein Lob der Moderne! So schnell ging das Aufzeigen solcher Verbindungen ohne Internet nicht. Wer so investiert ist wird sich vom Schicksal eines Chodorkowski nicht inspirieren lassen wollen.
Sorry, Modernisten: um mir solche Gestalten als alternativlose Zukunft vorstellen zu lassen braucht man keine Blogs. Dafür kann man auch irgendeine Zeitung an der Ecke kaufen.

karla März 9, 2014 um 00:04

Weiß jetzt nicht ob das schon mal verlinkt wurde:

http://www.youtube.com/watch?v=RQuJxq8N1Dc&list=PLuQE_zb4awhUSl8pBoLZVLYDBHpBPTiR4

Falls doch – doppelt hält besser.

Balken März 8, 2014 um 23:50

Im Schwejk-Text ist in einem Ehlers-Zitat von der Furcht vor der Möglichkeit von Russlands Autarkie die Rede. Eine bedenkenswerte Denkfigur. ( Ehlers’ Analysen sind auch zur aktuellen Lage um die Ukraine höchst lesenswert! http://kai-ehlers.de/ )
Furcht vor der Möglichkeit von Autarkie ist die Furcht vor der Möglichkeit, jemand käme ohne uns aus!
Mir erscheint dies sehr erhellend! Kann man sagen, wir im Westen leben in einem System, das als allerletztes die Autarkie von irgendetwas und irgendwem ertragen könnte? Es kann nicht anders, es muss sich alles unterwerfen. In Stereotypen gesprochen: McDonalds, Yankee-Jauche (Cola), Fratzenbuch oder ‘Tod? Modern sind die, die das alles verinnerlicht haben und deren höchstes Lebensgefühl und -angst ist, dass und ob sie in Shanghai am Bund ihr Fratzenbuchaccout checken können? Offenbar haben wir die Tatsache, dass alle unsere Lebensäußerungen von irgendwem verwertet werden, dass wir Ware sind auch und gerade da, wo der Account “nichts kostet”, dass alles was wir konsumieren auf irgendjemandes Mühlen Wasser leitet (und dies der eigentliche Zweck der Veranstaltung ist), soweit verinnerlicht, dass wir unsere viefältigen Mitbestimmungsmöglichkeiten, auf welche Art wir uns verwerten lassen wollen, für Demokratie halten. Wir denken und fühlen, in einer 0,1%-Gesellschaft (Krysmanski) mit unseren Milliardären. Wir können eine Gesellschaft, in der nicht alles und jeder Ware ist, nicht einmal mehr denken. Wir haben als Alternative nur die Schreckensvorstellung einer zentralverwalteten Mangelwirtschaft, und wir lassen uns diese Vorstellung auch nicht durch 5 Millionen Unterm-Existenzminimum-Billiglöhner in Deutschland oder 40 Millionen Essenmarkenempfänger in den USA ankratzen.
Angst vor Russlands Autarkie? Das wäre eine Erklärung dafür, weshalb, als hätte es den Zusammenbruch der Sowjetunion und einen nachfolgenden lupenreinen Al-Capone-Kapitalismus dort nie gegeben, die Angst vor diesem Land weitergeht: Es geht nicht um Kommunismus oder Freiheit. Es ging nie darum. Das war Gerede fürs Volk. Da ist immer noch ein Land, das nicht unterworfen ist.
Das noch frei ist. Dessen Ausverkauf unter Jelzin schon fast geklappt hätte. Darum geht es. Deshalb auch jetzt der Schaum vor den Mäulern, weil wieder einmal der schon geschnappte Happen doch noch den Zähnen zu entgleiten droht http://www.wiesaussieht.de/2014/03/06/wie-hilflos-ist-der-westen/#comment-85532

bleistift März 8, 2014 um 23:34

@ weißgarnix

Jo, du bist der große Chef.
Du bist super reich!
Du siehst super gut aus!
Du bist super gesund!
Du bist – einfach ein Gewinner!
Ich bin nur ein kleiner Wicht!
Ich bin Staub zu deinen Füßen!
Leider —– bist du genauso sterblich wie ich!
Blöd oder?
Selbst so ein großer Chef wie du wird elendig verrecken!
Heute in 200 Jahren wird es möglicherweise anders aussehen.
Das wird speziell DIR aber auch nicht helfen.
Du wirst da liegen! Du wirst röcheln! Du wirst ANGST haben!
DU wirst STERBEN!
In Zukunft werden Typen wie Du vielleicht ein längeres Leben haben als Typen wie ich.
Heute aber verreckst du genauso elendig wie ich verrecke!
Das tröstet mich!
Lieber Walter White!
Da kannst du soviel Blue Meth kochen wie du willst!

niemand März 8, 2014 um 22:51

>”traue den europäern zu, dass sie die karten verkehrt herum lesen und die krim mit rügen verwechseln …”

Das erste Gespräch mit einem General wird heilsam und mäßigend wirken. Ich meine, es macht sich bereits bemerkbar.

“Mit dem Angriff Steiners wird das alles in Ordnung kommen.” (Downfall)

"ruby" März 8, 2014 um 22:42

Sind der Barry und der Wladi nicht ziemlich beste Freunde?
https://www.youtube.com/watch?v=Q3PuxiuQIFk

holger196967 März 8, 2014 um 22:18

STROBL

sing mit MIR :D immer lächelnd

https://www.youtube.com/watch?v=AZRGPg5laDU

"ruby" März 8, 2014 um 21:53

@ niemand

traue den europäern zu, dass sie die karten verkehrt herum lesen und die krim mit rügen verwechseln …
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/b3/Ruegen_-_Uebersichtskarte.png/588px-Ruegen_-_Uebersichtskarte.png

holger196967 März 8, 2014 um 21:32

Oder im ICE Basel Hamburg oder Berlin :D

holger196967 März 8, 2014 um 21:29

—>>>Holger, wann war denn die Bundespolizei zum letzten Mal ohne Abzeichen und ohne Fahne in Elsaß-Lothringen oder in Schlesien und Masuren im Einsatz”

Eintracht gegen Stuttgart LOL :D

Hafensänger elender

wowy März 8, 2014 um 21:23

@Thor
So, jetzt habe ich die entscheidenden Passagen in der Ukrainischen Verfassung gefunden :

Abschnitt IX
GebietssystemUKRAINE

Artikel 132 . Die territoriale Struktur der Ukraine basiert auf den Prinzipien der Einheit und der territorialen Integrität, der Kombination von Zentralisierung und Dezentralisierung in der Ausübung der Staatsgewalt , ausgewogene sozioökonomische Entwicklung der Regionen ihrer historischen , wirtschaftlichen, ökologischen , geographischen und demographischen Merkmalen , ethnischen und kulturellen Hintergründen .

Artikel 133 . Die administrativ-territoriale Struktur der Ukraine wird der Autonomen Republik Krim zusammen , Regionen, Städte , Stadtteile in Städten, Gemeinden und Dörfern.

{ Offizielle Auslegung von Artikel 133 cm . Verfassungsgerichts vom 13.07.2001 ? 11-rp/2001 }

Ukraine wird von der Autonomen Republik Krim, Winnyzja , Wolhynien, Dnipropetrovsk , Donetsk, Shitomir , Transkarpatien , Saporoschje , Iwano-Frankiwsk , Kiew, Kirowograd , Luhansk , Lviv, Nikolaev , Odessa , Poltava , Rivne , Sumy , Ternopil , Kharkiv , Kherson zusammen Chmelnyzkyj , Tscherkassy , Czernowitz, Tschernigow oblast, Kiew und Sewastopol.

Städte Kiew und Sewastopol haben Sonderstellung , die durch die Gesetze der Ukraine bestimmt wird.

{ Offizielle Auslegung der Bestimmungen des Artikels 133 cm. Verfassungsgericht 21-rp/2003 Anzahl der 25.12.2003 , ? 9-rp/2005 am 13.10.2005 }

Kapitel X
Autonomen Republik Krim

Artikel 134 . ARC ist ein integraler Teil der Ukraine und innerhalb der von der Verfassung der Ukraine festgelegten Befugnissen , lösen die in ihre Zuständigkeit .

Artikel 135 . ARC ist die Verfassung der Autonomen Republik Krim, die von der Obersten Rada der Autonomen Republik Krim geführt und von der Obersten Rada der Ukraine von mindestens der Hälfte der Werchowna Rada der Ukraine genehmigt.

Normative Rechtsakte der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim und die Entscheidung des Ministerrates der Autonomen Republik Krim nicht widersprechen der Verfassung und den Gesetzen der Ukraine und in Übereinstimmung mit der Verfassung der Ukraine und den Gesetzen der Ukraine, Handlungen des Präsidenten der Ukraine und dem Ministerkabinett der Ukraine und deren Umsetzung beschlossen.

Artikel 136 . Vertretung der Autonomen Republik Krim ist der Oberste Rat der Autonomen Republik Krim , sind Abgeordnete in allgemeinen , gleichen und direkten Wahlrechts in geheimer Abstimmung gewählt . Die Amtszeit der von der Autonomen Republik Krim, die Abgeordneten bei der nächsten Wahl auf fünf Jahre gewählt . Kündigung der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim ergibt sich die Beendigung der Tätigkeit der Mitglieder.

{ Teil eins des Artikels 136 in der Ausgabe der Gesetze ? 2952 -VI der 01.02.2011 , ? 742- VII auf 2014.02.21 }

Wahlen zur Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim statt am letzten Sonntag im Oktober in das fünfte Jahr in der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim , bei der nächsten Wahl gewählt.

{ Artikel 136 geändert durch das Hinzufügen einer neuen Teilenummer durch die Gesetze 2952 -VI der 01.02.2011 , ? 742- VII am 21.02.2014 }

{ Offizielle Auslegung der Bestimmungen des Artikels 136 cm. Verfassungsgericht 2013.05.29 ? 2-rp/2013 }

Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim nimmt Entscheidungen und Beschlüsse , die in der ARC verbindlich sind.

Regierung der Autonomen Republik Krim ist der Ministerrat der Autonomen Republik Krim . Vorsitzender des Ministerrates der Autonomen Republik Krim wird eingerichtet und mit Zustimmung des Präsidenten der Ukraine von der Obersten Rada der Autonomen Republik Krim entlassen.

Mächte , die Bildung und den Betrieb von der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim und des Ministerrates der Autonomen Republik Krim sind in der Verfassung der Ukraine und der Gesetze der Ukraine, Rechtsakte der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim in Fragen der seine Kompetenz zugeschrieben bestimmt.

Gerechtigkeit in der Autonomen Republik Krim durch die Gerichte , die einem einzelnen Gerichtssystem der Ukraine gehören.

Artikel 137 . ARC bietet Regelung für:

1) Land-und Forstwirtschaft ;

2) Rückgewinnung und Bergbau ;

3) öffentliche Arbeiten, Gewerbe und Handwerk , die Liebe ;

4) Städtebau und Wohnen ;

5) Tourismus, Hotellerie , Messen ;

6) Museen, Bibliotheken , Theater und andere Kultureinrichtungen , historischen und kulturellen Konserven;

7 ) Öffentliche Verkehrsmittel , Straßen, Wasserversorgung;

8) Jagd und Fischerei ;

9) Sanitär-und Krankenhausdienstleistungen .

Mit der Motivation von Nicht- Rechtsakten der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim mit der Verfassung und den Gesetzen der Ukraine, kann der Präsident der Ukraine , diese normative Rechtsakte der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim mit einer gleichzeitigen Appell an das Verfassungsgericht der Ukraine in Bezug auf ihre Verfassungsmäßigkeit zu suspendieren.

Artikel 138 . Die Zuständigkeit des ARC sind:

1) Bestellung der Wahl der Abgeordneten der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim , der Zustimmung der Wahlkommission ARC ;

2) Organisation und Durchführung von lokalen Referenden ;

3) Verwaltung von Immobilien an die Autonome Republik Krim gehört;

4) die Entwicklung, Zulassung und Ausführung des Haushaltsplans der Autonomen Republik Krim auf der Basis einer einzigen Steuer-und Haushaltspolitik der Ukraine ;

5) zu entwickeln , zu genehmigen und Umsetzung von Programmen der Autonomen Republik Krim für die sozioökonomische und kulturelle Entwicklung , Umweltmanagement , Umweltschutz – in Übereinstimmung mit der nationalen Programme ;

6 ) die Anerkennung des Status als Ortschaften Resorts, Gründung Zonen der sanitären Schutz von Resorts ;

7) Beteiligung an den Rechten und Freiheiten der Bürger , nationale Harmonie, die Strafverfolgung und öffentliche Sicherheit zu fördern;

8 ) das Funktionieren und die Entwicklung der staatlichen und nationalen Sprachen und Kulturen in der Autonomen Republik Krim, Schutz und Nutzung der historischen Denkmäler ;

9) Die Teilnahme an der Entwicklung und Umsetzung der staatlichen Programme für die Rückkehr der deportierten Völker ;

10) die Einleitung eines Ausnahmezustand und die Einrichtung von Zonen der ökologischen Not auf der Krim oder in seiner bestimmten Bereichen .

Gesetze der Ukraine Krim kann auf andere Behörden übertragen werden.

Artikel 139 . In ARC Handlungen des Präsidenten der Ukraine , deren Status wird durch das Gesetz der Ukraine bestimmt.

niemand März 8, 2014 um 21:22

>”am fünften tag gingen den europäern die bomben aus”

Das dürfte länger dauern. Allein der Vergleich von Größe wie auch Struktur der Militärs Rußlands einerseits und der NATO andererseits wirft deutliche Zweifel am Verteidigungscharakter der NATO auf.

Huuh März 8, 2014 um 21:16

Ich gebs zu, ich habe noch mal gescrollt, weil…

Das kannst du nicht machen, sagt das andere Ich. Damit gibst du zu… Doch. Ich schneide mir das Wort ab.

Ich musste noch mal scrollen, um zu sehen, ob die Moderne noch mehr geliefert hat. Man kommt nicht richtig ran; vielleicht wissen sie selbst nicht, was in den Kisten ist. Sie packen aus, aber es hat keine Struktur. Komplexes steht neben Reduziertem, dazwischen die Differenzen. Dieser Slim shortet derweil April-Futures. Der weiß wiesaussieht doch mehr. In der Vormoderne shortete man im April seine Hosen. Jedenfalls fing man damit an.

niemand März 8, 2014 um 21:13

>”der russische Dorfrüpel aus Moskau”

Klingt aufgeputscht. Wenn du diese Überschußenergie glaubhaft nutzbar machen willst, hätte Blackwater vielleicht gerade wieder Stellen zu besetzen. Soldatesken geraten zu leicht “out of commission”.

Oder du schreibst deinem Bundeskanzler, daß dein Arzt dir völkerrechtswidrige Interventionen der Bundesregierung verbietet, weil sonst Äderchen platzen.

Marlowe März 8, 2014 um 21:06

“Ein sehr interessanter und gut geschriebener Beitrag von Schwejk, ”

Yep, da möchte ich mich anschließen und noch nachhaken, wie es denn mit dem orthodoxen Glauben so bei den Russen ausschaut – wäre ja auch noch eine Erklärung für die “Grenzen”.

Ach so, Autonomie war noch ein Thema, da irgendwo in
Libyen, da, wo die Franzosen das Völkerrecht in die eigene Hand
genommen haben:

Ministerpräsident Ali Seidan drohte am Samstag damit, einen unter nordkoreanischer Flagge fahrenden Tanker zu bombardieren,

http://derstandard.at/1392687598426/Libyen-droht-nordkoreanischen-Tanker-zu-versenken

Gruß

M.

Thor März 8, 2014 um 21:01

@JHM
Thor, wenn ich mich im Netz belesen kann, dann können Sie das wohl auch. Ich muß hier keine Bildungslücken zu aktuellen weltpolitischen Themen stopfen.

Ach JHM, bitte bitte, mit viel Zucker obendrauf. Gib mir doch einen Link, wäre echt nett.

wowy März 8, 2014 um 21:01

Der amtierende (?) ukrainische Präsident Turchynov hat eine Verordnung herausgegeben.

Dekret des Präsidenten der Ukraine Nummer 261/2014
Bei Beendigung der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim auf 6. März 2014 ? 1702-6/14 ” Über der Krim- Durchschnitt Volksabstimmung ”

Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim , 6. März 2014 die Resolution ? 1702-6/14 ” Über der Krim- Durchschnitt Volksabstimmung . ”

Benannt Parlaments ARC beschlossen, die Russische Föderation als Subjekt der Russischen Föderation beitreten und halten 16. März 2014 all- Referendum (einschließlich der Stadt Sewastopol ), die alternative Fragen zu machen : ” 1) Sie für die Wiedervereinigung der Krim mit Russland die Rechte des Subjekts “” 2 ) Sie sind die Wiederherstellung der Verfassung der Republik Krim im Jahr 1992 und der Status der Krim als Teil der Ukraine ? ” . Auflösung der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim genehmigt auch den Text der Abstimmung Referendum über die gesamt 16. März 2014 und die Übergangsbestimmungen auf all- Volksabstimmung hat die Kommission der Autonomen Republik Krim Krim durchschnittliche Abhaltung eines Referendums .

Diese Bestimmungen der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim am 6. März 2014 ? 1702-6/14 nicht mit der Verfassung der Ukraine einzuhalten, insbesondere :

Artikel 2 der Verfassung der Ukraine , die die Souveränität der Ukraine stellt sich in seinem gesamten Gebiet ist das Gebiet der Ukraine in ihren heutigen Grenze unteilbar und unantastbar ;

Artikel 134 der Verfassung der Ukraine , nach der ARC ist ein integraler Teil der Ukraine und innerhalb der von der Verfassung der Ukraine festgelegten Befugnissen , lösen die in ihre Zuständigkeit ;

Artikel 133 der Verfassung der Ukraine, nach der der Autonomen Republik Krim und Sewastopol Stadt sind Teil der Ukraine, als auch andere Verwaltungseinheiten , die die Verwaltungs-und Gebietsstruktur der Ukraine zu machen;

Artikel 132 der Verfassung der Ukraine, die die Prinzipien der Einheit und territoriale Integrität definiert , auf dem die territoriale Struktur der Ukraine , die garantiert , insbesondere die Bestimmungen von Artikel 157 der Verfassung der Ukraine, die es nicht erlaubt , auch die Änderung der Verfassung der Ukraine, wenn sie das Ziel, die territoriale Integrität der Ukraine verletzt ,

Artikel 73 und Absatz 2 von Artikel 85 der Verfassung der Ukraine, nach denen die Frage der Änderung des Territoriums der Ukraine entschieden, nur landesweite Volksabstimmung von der Werchowna Rada der Ukraine genannt ;

Absätze 13 und 20 des Artikels 92 der Verfassung der Ukraine, die die Definition der territorialen Struktur der Ukraine, die Organisation und Durchführung von Volksabstimmungen auf exklusive Regulierung durch die Gesetze der Ukraine zählen , und daher Artikel 75 Absatz 3 von Artikel 85 , Artikel 91 der Verfassung der Ukraine, nach der die Annahme von Gesetze gehört ausschließlich in die Zuständigkeit des Parlaments – die Werchowna Rada der Ukraine als einzige gesetzgebende Organ in der Ukraine ;

Artikel 137 der Verfassung der Ukraine, die die Bereiche, in denen ARC bietet Verordnung definiert , weder beinhaltet die Autonome Republik Krim Rechtsverordnung über die Organisation und Durchführung von Volksabstimmungen ;

Artikel 138 der Verfassung der Ukraine, die die Zuständigkeit der Autonomen Republik Krim nur die Organisation und Durchführung der lokalen Volksabstimmungen , sondern als Bestimmung der Reihenfolge der Organisation und Durchführung verweist.

Diese Bestimmungen der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim am 6. März 2014 ? 1702-6/14 nicht entsprechen und Verfassung der Autonomen Republik Krim , genehmigt Ukraine das Gesetz vom 23. Dezember 1998 ? 350 -XIV des Gesetzes der Ukraine “über der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim ” für die ARC ist ein integraler Teil der Ukraine und innerhalb der in der Verfassung der Ukraine vorgesehenen Befugnisse , lösen die in ihre Zuständigkeit , Zuständigkeit der Autonomen Republik Krim unterliegt unter anderem die Bestellung und Durchführung von nationalen (lokalen) Volksabstimmungen über Fragen zugeschrieben die Zuständigkeit der Autonomen Republik Krim , ist der Oberste Rat der Autonomen Republik Krim das Vertretungsorgan der Autonomen Republik Krim , bietet Repräsentation, Regelsetzung , Kontrolle Aufgaben und Befugnisse im Rahmen ihrer Zuständigkeit (und damit führt die folgenden Aufgaben und Befugnisse der Stadt Sewastopol ) und beschließt, nur Fragen durch die Verfassung und die Gesetze der Ukraine, der Verfassung der Autonomen Republik Krim , in die Zuständigkeit der Autonomen Republik Krim ( zugeordnet Teile eins und drei von Artikel 1 Absatz 7 von Artikel 18, Artikel 26 der Verfassung der Autonomen Republik Krim , die Artikel 9 und 10 des Gesetzes der Ukraine “über der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim “).

Daher ist die die Auflösung der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim und verstößt gegen die Anforderungen der Artikel 135 und 136 der Verfassung der Ukraine, von Artikel 1 der Verfassung der Autonomen Republik Krim und die Artikel 1 und 10 des Gesetzes der Ukraine “über der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim ” , nach der Rechtsakte der Werchowna Rat der Autonomen Republik Krim nicht widersprechen der Verfassung und den Gesetzen der Ukraine, in Übereinstimmung mit ihnen angenommen , und deren Umsetzung, und der Oberste Rat der Autonomen Republik Krim hat ihre Befugnisse im Rahmen der Verfassung und der Gesetze der Ukraine, die Verfassung der Autonomen Republik Krim , Beschlüsse und Entscheidungen innerhalb ausüben ihre Autorität .

Vor diesem Hintergrund und in Übereinstimmung mit dem zweiten Absatz von Artikel 137, Artikel 112 der Verfassung der Ukraine, zu beheben:

1 . Stellen Sie den Betrieb der Werchowna Rada der Autonomen Republik Krim am 6. März 2014 ? 1702-6/14 ” Über der Krim- Durchschnitt Referendum ” als solche , nicht mit der Verfassung und den Gesetzen der Ukraine.

2 . Diese Verordnung tritt am Tag der Veröffentlichung in Kraft.

Amtierender Präsident der Ukraine
Vorsitzenden der Werchowna Rada der Ukraine, Oleksandr Turchynov

7. März 2014

"ruby" März 8, 2014 um 20:55

am fünften tag gingen den europäern die bomben aus

JHM März 8, 2014 um 20:54

Thor, wenn ich mich im Netz belesen kann, dann können Sie das wohl auch. Ich muß hier keine Bildungslücken zu aktuellen weltpolitischen Themen stopfen.

Holger, wann war denn die Bundespolizei zum letzten Mal ohne Abzeichen und ohne Fahne in Elsaß-Lothringen oder in Schlesien und Masuren im Einsatz, um dort die deutsche Bevölkerung zur Abspaltung von Frankreich oder Polen “zu bewegen”?

wowy März 8, 2014 um 20:46

@Thor
Also in der Verfassung der Ukraine habe ich nichts gefunden, aber es gibt wohl ein
“Gesetz über den autonomen Status der Republik Krim” das vom Ukrainischen Parlament beschlossen wurde.
Hier gibt es einen Auszug aus einem Buch, das allerdings von 2003 ist!!! Die derzeit wieder gültige Verfassung ist von 2004.
http://books.google.de/books?id=ENxusebIsa8C&pg=PA348&dq=Autonome+Republik&hl=de&sa=X&ei=MHIbU7GjNsrbtAbml4GgAg&ved=0CD8Q6AEwAw#v=onepage&q=Autonome%20Republik&f=false

Das Gesetz konnte ich nicht finden.

Thor März 8, 2014 um 20:45

@JHM
“Die Krim hat nicht das Recht, frei über Ihre Staatszugehörigkeit zu entscheiden. Zumindest nicht nach der aktuell gültigen ukrainischen Verfassung.”

Dann kannst du mir doch auch sicher den entsprechenden Paragraphen in der UKR Verfassung nennen?

Kecker März 8, 2014 um 20:42

@ BB “Was hier noch gelernt werden muss ist, dass die Moderne eigentlich die Postmoderne ist. Weil Moderne ist Fortschritt, Postmoderne nicht (jedenfalls kein echter). Aber das kriegen wir auch noch.”

Trümmer über Trümmer, Niederlage auf Niederlage, und die Wirrnis wird immer wirrer. (John Milton)

* kecker , lach*

holger196967 März 8, 2014 um 20:41

Mit Zwöbbel natürlich sorry vergesse ….

holger196967 März 8, 2014 um 20:41

JHM

—>>> der russische Dorfrüpel aus Moskau hat da grad seine aufgeputschten Schlägerbanden und seine Soldateska ohne Fahne und Abzeichen stehen ”

Black Water? Schon mal bei Aktionen gewesen, wo da Bundespolizei vermummt und ohne Abzeichen handelt?

Ach geh fort und bumms das Mettbrötchen

Keynesianer März 8, 2014 um 20:37

@BB März 8, 2014 um 10:58

Mag sein, dass bei den Grünen noch Diskurse von Bahro und Dutschke nachwirken. Aber nach Ockhams Rasiermesser scheinen mir folgende Gründe für die aktuelle Hetze der Grünen zu sein:

- die Sympathie für Graswurzelbewegungen. Auch die Kernkraftgegner haben mal so angefangen, wie die Kiewer Protestbewegung.

Sogenannte Graswurzelbewegungen sind immer inszeniert, wie es ja auch auf die GRÜNEN selbst zutrifft. Die hätten da also keine Sympathien, sondern würden nur ihren alten Auftraggebern folgen.

Angebliche Graswurzelbewegungen gab es bereits im 19. Jahrhundert in den USA, um das Publikum zu täuschen:

As soon as McKinley was safely elected, the Morgan-Rockefeller forces began to organize a “reform” movement to cure the “inelasticity” of money in the existing gold standard and to move slowly toward the establishment of a central bank. To do so, they decided to use the techniques they had successfully employed in establishing a pro-gold standard movement during 1895 and 1896. The crucial point was to avoid the public suspicion of Wall Street and banker control by acquiring the patina of a broad-based grassroots movement. To do so, the movement was deliberately focused in the Middle West, the heartland of America, and organizations developed that included not only bankers, but also businessmen, economists, and other academics, who supplied respectability, persuasiveness, and technical expertise to the reform cause.
http://mises.org/daily/5609/

Man kann die Brüder schon an ihrer Handschrift erkennen, wenn sie uns wieder erzählen wollen, dass da die einfachen Leute von der Straße für oder gegen irgendwen oder irgendwas sich engagieren täten. Ob eine Bewegung für Sound Money in den USA oder gegen Kernkraftwerke in Deutschland oder für Anschluss an die NATO in Kiew. ;)

Ein sehr interessanter und gut geschriebener Beitrag von Schwejk, dessen Diskussion leider durch die üblichen Soldfedern der herrschenden Interessen mit ihrem bekannten Geschwurbel versaut wurde.

Setzt bitte in solchen Fällen einfach Goodnight, Morph und TRSS auf ignore. :)

JHM März 8, 2014 um 20:34

Thor,

Die Krim hat nicht das Recht, frei über Ihre Staatszugehörigkeit zu entscheiden. Zumindest nicht nach der aktuell gültigen ukrainischen Verfassung. Und Sewastopol, wie weiter oben schon bemerkt wurde, hat einen Sonderstatus und wird von Kyjiw direkt verwaltet.

Man braucht darüber auch gar nicht mehr großartig diskutieren, der russische Dorfrüpel aus Moskau hat da grad seine aufgeputschten Schlägerbanden und seine Soldateska ohne Fahne und Abzeichen stehen und die werden schon alle dafür sorgen, daß auch nur die Idee von Widerstand gegen diese widerliche Nummer, die er da grad abzieht von vorneherein unterbleibt und er sich dreist grinsend die Krim stehlen kann, die ihm nach dem Völkerrecht schlicht und einfach nicht gehört. Aber, weil der Westen so bös war zu ihm, vorher, da auf dem Maidan, deshalb darf der das jetzt ja.

wowy März 8, 2014 um 20:18

@Thor
Das ist in der Tat nicht so einfach. Ich würde das im Moment so interpretieren:
Die Ukraine ist zentralstaatlich organisiert. Nur die Krim bildet eine Ausnahme, die ich mit einem deutschen Bundesland vergleichen würde, da sie über gewisse Dinge eigene Staatsverträge abschließen kann. Die föderalistische Ausnahme sozusagen.
Im Grundgesetz (z.B. Art 29 ) sind Regelungen zum Verhältnis Bund/Länder getroffen.
Man müsste schauen, ob in der Ukrainischen Verfassung etwas dazu gesagt ist. Aber ukrainisch kann ich leider gleich gar nicht.

"ruby" März 8, 2014 um 20:11
Thor März 8, 2014 um 20:03

….Sewastopol ist davon ausgenommen.

Da fliegen dann wahrscheinlich bald die Rosinenbomber…..

Thor März 8, 2014 um 20:00

@wowy
Danke, aber wie darf ich das interpretieren? Ich bin kein Staatsrechtler. Hat die Krim nun das Recht selber zu entscheiden?

Das wäre doch der Witz der Moderne, wenn auf einmal Putin als der lupenreine Demokrat dastehen würde.

"ruby" März 8, 2014 um 19:59

Wer hat denen denn die Karnevalsuniformen abgegeben?
http://www.tagesschau.de/ausland/krim236.html
OSZE … ham die was zu melden oder läuft deren Mandat am 12.03. nicht aus?

wowy März 8, 2014 um 19:44

@Thor

…Sewastopol ist davon ausgenommen. Sie ist eine Sonderstatusstadt und wird von Kiew direkt verwaltet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltungsgliederung_der_Ukraine

BB März 8, 2014 um 19:43

Was hier noch gelernt werden muss ist, dass die Moderne eigentlich die Postmoderne ist. Weil Moderne ist Fortschritt, Postmoderne nicht (jedenfalls kein echter). Aber das kriegen wir auch noch.

wowy März 8, 2014 um 19:42

@Thor
Da ich kein russisch kann, habe ich die Verfassung der autonomen Republik Krim mal in die Übersetzungsmaschine geworfen:

Artikel 9

Republik Krim ist Teil der Ukraine und der Staat bestimmt sie ihre Beziehungen auf der Grundlage von Verträgen und Vereinbarungen.
KAPITEL 4 . Beziehungen der Republik Krim mit anderen Staaten
Artikel 10

Republik Krim allein tritt in Beziehungen zu anderen Staaten und Organisationen , führt mit ihnen auf der Grundlage der Verträge und Abkommen gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit in Wirtschaft , Kultur, Gesundheit , Bildung, Wissenschaft und anderen Bereichen , auf der Grundlage der Gleichberechtigung , der Achtung der Souveränität, der territorialen Integrität bauen ihre Beziehungen zu ihnen und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten , die Beilegung von Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln , die gewissenhafte Erfüllung der gegenseitigen Verpflichtungen .

Bogus März 8, 2014 um 19:33

TRSS, ca. 13:00

Bogus weiß ja, dass der Strobl garnixweiss. Vielleicht kennt er noch nicht mal seinen Namensvetter? Kleine Nachhilfe:

White America!
http://www.youtube.com/watch?v=2-a5zmIQKrQ

Übrigens, ist der echte Slim Shady nicht in Detroit aufgewachsen? Ich erinnere mich dunkel an den Film, 8 Mile oder so (Goodnight hätte sicher ein Zitat parat). Dreckige Vorstadt, düstere Industrieruinen, Straßengangs…

Und das war noch vor der Finanzkrise. Inzwischen ist die Stadt pleite, Deindustrialisierung, Arbeitslosigkeit, Drogentote, noch mehr Straßengangs…

DIE MODERNE!
Zumindest ein Teilaspekt davon.

Ist es das, was der Strobl sich vorstellt, wenn er von der europäischen Integration Russlands spricht? Crack statt Krimsekt?

Nö, der bloggende Manager aus dem ach so modernen Westen hat andere Sorgen: Wird der Goldpreis fallen? Werde ich mich im chinesischen Hotel bei Facebook einloggen können?

Inzwischen vielleicht auch: Wird mich der griechische Taxifahrer rausschmeißen, wenn er merkt, dass ich Deutscher bin?

Ein Hoch auf die Europäische Integration!

Okay, der Strobl is’n Ösi, hat aber trotzdem gerade schön gepasst.

"ruby" März 8, 2014 um 19:26

Also, wo stehen denn nun die Gurkentruppen?

"ruby" März 8, 2014 um 19:20

Den besten Gurkensalat hat meine Tante Cily zubereitet – basta!
http://www.chefkoch.de/rs/s0/gurkensalat/Rezepte.html

gelegentlich März 8, 2014 um 19:11

@Goodnight
„Yep, eigentlich hat Holger hier am meisten Ähnlichkeit mit Clooney….“
Klar. Aber das Thema heißt ja nicht Vorstellungen zu Holger Clooney sondern “über Russland“. @TRSS: „Staatsgewalt hat, wer die Staatsgewalt hat. Ende der Geschichte. “ Eben. Wenn man es so sieht – worüber reden wir dann hier? Kiew hat recht, Putin hat recht. Bleibt bitte sitzen. Deine These warum Putin unrecht haben sollte ist plump, zieht nicht, weil er das Gleiche tut wie „Staatsgewalt hat, wer die Staatsgewalt hat“. Deine These könnte also nur ziehen wenn ihre Verfecher erfolgreicher gewalttätig wären als ihre Gegner.
Irre ist aber doch, wie klebrig, wie unveränderbar solche gleichsam archaischen Phantasien über Russland geblieben zu sein scheinen, trotz ihrer Dekonstruktion hier durch @Soldat, egal wie simplizistisch, mechanistisch, propagandistisch und durchschaubar sie sind. Trotz Wissenschaft, trotz Moderne gibt es wieder „den Russen“ usw. Wenn die Verfechter der Moderne jetzt in gleicher Weise mit „dem Juden“ kämen hätten sie aber Ärger. Weil wir funktional so stark ausdifferenziert sind?
Woran liegt das? Sicher einfach am Personal. Wir haben nicht genügend gute Leute. Die rezenten haben sich auf der Suche nach dem Niveau von Karl Kraus wohl im Wald verlaufen.
Ich sehe einfach zu wenig Lust am Verstand. Wenn schon „der Russe” einen Hang zu Tragischen zu haben scheint – was müssen wir tun, damit wir nicht dort enden?

Thor März 8, 2014 um 19:07

Was bedeutet eigentlich “autonome Republik”.? Hat die Krim nicht sogar das Recht selber zu entscheiden zu wem sie gehören will?

Goodnight März 8, 2014 um 19:07

@TRSS

“Und der Goldpreis wird fallen, und des..”

Gottchen, wo soll der denn noch hin fallen?
Whatever, wir sind bei Politik: Ich denke, Putin wird den Sch..nicht so schnell einziehen, er hat ihn schon zuweit..egal.
Eigentlich ist er in einer hoffnungslosen Situation, d.h. er kann von jetzt an nur verlieren. Nimmt er sich die Krim, so steckt er mitten in der Ukraine und deren Probleme, geht er weiter, dann steckt er im Weltkrieg und zieht er sich zurück so wird es schwer sein Gesicht zu wahren, d.h. er wird sich die Option sichern jederzeit in die Ukrainer einzumarschieren. D.h. die Ukraine bleibt für lange Zeit ein weltpolitischer Konfliktherd.
Also doch eher Gold long…

“The surveyors told us we were now on the boarders of where Europe and Asia meet. In fact, we were totally lost.”
Ptolomy (Alexander)

wowy März 8, 2014 um 19:06

@Pipi
Das ist das, was Leute die sowas nutzen, glauben sollen. Die Wahrheit ist, die Macht war nie bei ihnen, sie wurden nur “angefüttert”.

Schatten März 8, 2014 um 19:06

Eben so einen BRD-Völkerechtler gelesen: Der meinte, dass dieses Referendum auf der Krim ungültig sein werde, weil sich dort russische Truppen befinden…

God dammit: Wir haben noch nie eine gültige Wahl in der BRD gehabt, denn noch nie haben sich die amerikanischen und britischen Besatzungs-Truppen anlässlich einer Wahl zurückgezogen!

Rammstein, die Sonne scheint…

holger196967 März 8, 2014 um 18:58

—>>>Und der Goldpreis wird fallen, und deshalb habe ich damit begonnen, meine Long-Positionen aufzulösen und den April-Future zu shorten”

Endlich mal was mit Substanz :D

—>>>Yep, eigentlich hat Holger hier am meisten Ähnlichkeit mit Clooney….”

Nö, irgendwas muss ich mir ja verbitten. :D Ich war jetzt 3 mal die Woche on Stage. Un ich bin immer noch ich. Nehme ich mal so an.

Was ich nur weiß, du hast Ähnlichkeit mit einem Quadrat-Schädel :D

Goodnight März 8, 2014 um 18:52

Yep, eigentlich hat Holger hier am meisten Ähnlichkeit mit Clooney….

Ryan :” You know that moment when you look into somebody’s eyes and you can feel them staring into your soul and the whole world goes quiet just for a second?”
Natalie: “Yes.”
Ryan: “Right. Well, I don’t.”
(up in the air)

The Real Slim Shady März 8, 2014 um 18:50

>Was nun?

Das was immer passiert: alle ziehen den Schwanz ein Stück weit ein, treffen sich in irgendeinem 5-Sterne-Hotel zum Dinner und verkündigen dann einen wie auch immer gearteten Kompromiss, bei dem alle das Gesicht wahren. In der Ukraine wird gewählt, dieses komische Referendum da wird bis dahin verschoben oder aus irgendwelchen “technischen” Gründen nicht umgesetzt, die Flotten- und Militärstützpunkte der Russkis bleiben exterritorial, usw usw

Und der Goldpreis wird fallen, und deshalb habe ich damit begonnen, meine Long-Positionen aufzulösen und den April-Future zu shorten. Und hey: das ist ja nun wirklich ein untrügliches Zeichen!

Easy as… aber OK, das hatten wir schon.

Leave a Comment

{ 5 trackbacks }

Previous post:

Next post: