Vor der EZB-Entscheidung oder: Wie funktioniert der Kapitalismus?

by f.luebberding on 5. Juni 2014

Heute ist die EZB von besonderem Interesse. Manche Leute halten bekanntlich deren Präsidenten Mario Draghi für einen “Magier”, weil er im Sommer 2012 mit seiner Patronatserklärung zugunsten von Euro-Staatsanleihen die grassierende Ungewißheit über die Zukunft der Eurozone schlagartig beendete. Man kann nun einmal nicht gegen eine Zentralbank in ihrer Währung spekulieren. Diese Banalität ist das einzige “Magische” an Draghis damaliger Entscheidung gewesen. Allerdings wurde damals zugleich deutlich, warum bei sogenannten Linken und sogenannten Ordoliberalen völliger Unsinn in der Krisenanalyse erzählt worden war. So meinten diese “Linken” die Ursache der Eurokrise in der Spekulation suchen zu müssen. Nun war allerdings nie nachvollziehbar, warum man Investoren die Aussicht etwa auf Lira-Anleihen (oder sogar den Totalverlust nach Zahlungsunfähigkeit ehemaliger Euro-Staaten) vorwerfen sollte. Nicht viel besser war aber die Argumentation der Hohepriester des selbstgestrickten Ordoliberalismus. Sie sahen in Draghis Patronatserklärung einen Verstoß gegen das Dogma der jungfräulichen Empfängnis im Kapitalismus. Für sie gibt es dort nämlich keine Zirkulationssphäre, sondern Finanzmärkte bilden nur die Realwirtschaft ab. So wurden die damals durch die Decke schießenden Zinsen für Staaten wie Italien als gerechte Strafe für die ausgebliebenen Strukturreformen (Lohnsenkungen etc.) interpretiert. Beide Sichtweisen hatten wenig mit der ökonomischen Realität zu tun, sondern waren eher moralphilosophische Überlegungen, wenn auch mit unterschiedlichen Bösewichten.

Draghis Verdienst lag vor allem in einem Punkt: Sich um die deutsche Debatte nicht mehr gekümmert zu haben. Sie hatte, und das vor allem in der Person der Bundeskanzlerin, diesen längst überfällig gewesenen Schritt blockiert. Was daran “magisch” gewesen sein soll, wenn eine Zentralbank ihren Job macht, ist daher ein Rätsel, das man sich aber nur in Deutschland stellt. Aber bei Spiegel Online wird jetzt sogar das Ende des Kapitalismus ausgerufen. Der Anlaß ist die heutige EZB-Entscheidung. Sie wird den Leitzins weiter senken, aber dort ist bald das Ende der Fahnenstange erreicht. Es geht nicht unter Null. Anders sieht es mit der Verzinsung von Einlagen der Banken aus, die sie als überschüssige Liquidität bei der Zentralbank parken. Die EZB will ihnen das verleiden, in dem sie in Zukunft eine Art Bearbeitungsgebühr in Höhe von 0,15 % erhebt. Damit sollen die Banken motiviert werden, das Kreditgeschäft anzukurbeln. Nun gibt es in Deutschland wieder einmal zwei unterschiedliche Diskussionsstränge. Die einen bejammern das niedrige Zinsniveau, das “Sparer” bestrafe. Es gibt nur kein Menschenrecht auf Rendite und diese Kritik kommt ausgerechnet aus dem ordoliberalen Lager geldpolitischer Puristen. Sie sollte man vielleicht daran erinnern, dass man nach 2008 die Banken hätte Pleite gehen lassen können. Dann bräuchten sie sich heute nicht mehr um das Zinsniveau zu sorgen. Sie hätten nämlich nichts mehr gehabt, was noch zu verzinsen gewesen wäre. Die heutige Geldpolitik ist immer noch die Folge einer Krisenpolitik, die dieses Risiko für die vermögenden Bevölkerungsgruppen nicht eingehen wollte. Daher versucht man bis heute die in der Zirkulationssphäre geplatzten Finanzblasen ohne Crash abzuwickeln.

In der Eurozone betraf das vor allem Staaten wie Spanien und Irland. Deren höhere Staatsverschuldung ist unmittelbar die Folge der Bankenrettung nach dem Ende der Immobilienblasen gewesen. Griechenland war immer ein Sonderfall, weil die Einkommensentwicklung nicht mit der gesamtwirtschaftlichen Produktivität Schritt gehalten hatte. Die Griechen hatten ihre Party über die nur in der Eurozone mögliche Auslandsverschuldung in eigener Währung finanziert. Erst danach gab es die Ungewißheit über die Zukunft der Eurozone, die etwa Italien unter Druck setzte, obwohl dort weder ein spanisch/irisches, noch ein griechisches Problem existierte. Es war der Zeitpunkt als Draghi seine Patronatserklärung abgab.

Heute haben wir aber ein ordinäres Kapitalismus-Problem namens Überakkumulationskrise. Die Eurozone kommt (mit Ausnahme Deutschlands) nicht aus der Rezession heraus, weil es nicht an Kapital fehlt, sondern an Investionen in die sogenannte Realwirtschaft. Das Problem sind nicht die Banken, obwohl sie noch genügend Ballast aus den geplatzen Finanzblasen mit sich herumschleppen. Vielmehr gibt es niemanden, der investieren könnte. Der Staat wird durch die EU (in diesem Fall die Bundeskanzlerin) zur Konsolidierung seiner Haushalte gezwungen und den Unternehmen fehlt es an Absatzerwartungen. Denn neben der Haushaltskonsolidierung hat man in vielen Eurozonen-Staaten zugleich die Einkommen reduziert. Sinkende Sozialleistungen etwa bei den Renten, gekürzte Löhne und Gehälter. Warum sollen Unternehmen investieren, wenn sie auf ihren Märkten niemanden haben, der die produzierten Güter und Dienstleistungen abnehmen könnte? Weder der Staat, noch die Konsumenten?

Die Bundeskanzlerin meint bekanntlich, die fehlende Wettbewerbsfähigkeit dieser Volkswirtschaften sei die Ursache allen Übels. Sie sollen somit, so ihre These, von den steigenden Einkommen etwa in China profitieren. Nur verfügt leider nur die deutsche Industrie mit ihrer diversifizierten Qualitätsproduktion über das entsprechende Produktportfolio für diese Volkswirtschaften – Anlagen- und Machinenbau, Chemie- und Autoindustrie, hochpreisige Konsumgüter. Die meisten Volkswirtschaften in der Eurozone funktionieren allerdings so, wie es mit Ausnahme des hypertrophen deutschen Exportsektors die Regel ist. Sie produzieren für einen nationalen und europäischen Binnenmarkt. Wenn diese Unternehmen somit investieren sollen, müssen die Absatzerwartungen aus diesen Märkten kommen. Dabei wäre gegen Strukurreformen noch nicht einmal etwas zu sagen, wenn die dadurch ausgelösten besseren Investitionsbedingungen (sprich höhere Gewinnerwartungen durch Umverteilung zu Lasten des Faktors Arbeit) mit verbesserten Absatzerwartungen korrespondierten. Nur bedeutet das zwangsläufig die Erwartung auf höhere Einkommen bei den Konsumenten. Die kommen aber nicht von selbst, wie heute Mark Schieritz erläutert. Die Dauerrezession in der Eurozone (wenn man den Sonderfall Deutschland herausrechnet) ist der empirische Beleg für diesen Zusammenhang. Das werden aber manche Ordoliberale nie verstehen.

Die Geldpolitik kann das nicht lösen, weil sie lediglich die Anreizsysteme bei den Banken beeinflussen kann. Wobei sie gleichzeitig in einen Widerspruch steckt. Sie erhöht nämlich mit den seit 2008 beschlossenen Maßnahmen zur Bankenregulierung gleichzeitig deren Risikoaversion. Wer Banken das Spekulieren austreiben will, muss sich immer über die Folgen klar sein. Zwar könnte das den Appetit auf das 2008 in Konkurs gegangene Finanzkasino verderben, aber die Bereitschaft für die Kreditvergabe an Unternehmen ist auch nichts anderes als eine mehr oder weniger fundierte Spekulation, nämlich auf deren zukünftige Zahlungsfähigkeit. Und Schieritz macht zugleich auf jenes Phänomen aufmerksam, das den modernen Kapitalismus auszeichnet. Großkonzerne mit den geringsten Risiken refinanzieren sich nicht mehr über das Bankensystem.

“Die meisten deutschen Unternehmen geben deutlich weniger aus, als sie einnehmen. Im Jahr 2012 belief sich der Überschuss des Unternehmenssektors nach Angaben der Bundesbank auf 13,2 Milliarden Euro. Ganz ähnlich ist die Lage in den anderen großen Industrieländern. In den USA etwa haben Technologiegiganten wie Microsoft oder Google riesige Barreserven angehäuft. Allein Apple kann Schätzungen zufolge über rund 150 Milliarden Dollar verfügen – das entspricht in etwa dem jährlichen deutschen Sozialetat. “Die Unternehmen sitzen auf Bergen von Geld”, sagt David Milleker, Chefvolkswirt der Frankfurter Fondsgesellschaft Union Investment.”

Dieses überschüssige Kapital (und jedes Kapital ist überschüssig, das nicht investiert wird) wird aber nicht abgeschöpft, weder vom Staat über Steuern und Sozialabgaben, noch über höhere Arbeitsentgelte. Es sucht vielmehr händeringend nach Anlagemöglichkeiten. Die sind aber selbst in den Schwellenländern wie Russland oder China zunehmend unsicher geworden. Jeder Einlagenzins über Null bei der EZB wäre daher immer noch besser als gar nichts. Und eine solche Krise, wo das Kapital keinen Weg zu rentablen Investitionen mehr findet, ist eine ordinäre Überakkumulationskrise, wie sie es im Kapitalismus schon immer gegeben hatte.

Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen”

So titelt Spiegel Online vor der heutigen EZB-Entscheidung. Tatsächlich versucht Mario Draghi nur mit einem uralten Problem im Kapitalismus umzugehen. Er alleine wird es aber nicht lösen können. Eher muss man die Bundeskanzlerin fragen, wie sie Einkommens- und Absatzerwartungen in der Eurozone positiv beeinflussen will. Sie soll regelmäßig Spiegel Online lesen. Das könnte aber erklären, warum sie keine Ahnung davon hat, wie der Kapitalismus funktioniert.

update

Als Hintergrund zwei interessante Artikel. Der eine ist von Daniel Eckert in der Welt. Er beschreibt die Strukturdefizite in der Eurozone. Der andere ist von Philip Plickert in der FAZ. Dort werden die Grenzen der Geldpolitik der EZB thematisiert.

Dazu jetzt auch Detlef Gürtler in der taz. Er schlägt den Begriff “Couponismus” vor.

Im Handelsblatt kann man lesen, wie die geldpolitischen Bastelarbeiten der EZB im Detail funktionieren sollen. Mich erinnert das an die Treffen in den Kindergärten vor dem St.Martinsumzug: Am Ende kommt immer eine Laterne dabei heraus.

Die einzigen Volkswirte, die nun wirklich den Kapitalismus abschaffen wollen, sind Ökonomen wie Thorsten Polleit. Er sieht immer im Papiergeld das Übel – und will den Kapitalismus durch eine statische Tauschwirtschaft seligen Angedenkens ersetzen. Immerhin: Das sind die drolligsten Kapitalismus-Kritiker. Wobei die Analyse der Zirkulationssphäre bei den Austrians bekanntlich nicht schlecht ist.

{ 110 comments }

Keynesianer Juni 5, 2014 um 11:13

@fl

Wie funktioniert der Kapitalismus?

Es geht um den Realzins und nicht um den Nominalzins. Den Nominalzins kann die EZB auch noch auf 0,00001% senken und es wird die Konjunktur nicht beleben, wenn gleichzeitig durch sinkende Masseneinkommen als Folge der Austeritätspolitik, also durch das idiotische Sparen am Konsum, die Güternachfrage fehlt.

Es geht um den Realzins!

Das ist so einfach wie schon 1929-33. Aber Fußball ist den Leuten halt wichtiger!

Keynesianer Juni 5, 2014 um 11:48

@fl

Heute haben wir aber ein ordinäres Kapitalismus-Problem namens Überakkumulationskrise.

Der gewohnte Käse. Überakkumulationskrise, aber es müsste mehr investiert werden, es fehlten Investitionen.

Es fehlt an den Masseneinkommen vor allem in Deutschland!

Durch die Agendapolitik von SPD und Grünen belaufen sich die Einkommensverluste der Arbeiter in Deutschland jedes Jahr auf mindestens 120 Milliarden Euro!

120 Milliarden Euro fehlende Konsumnachfrage!

Gleichzeitig die Zwangsverschuldung unserer Handelspartner im Euroraum in der Höhe der fehlenden Masseneinkommen in Deutschland.

Danke SPD und Grüne!

Systemfrager Juni 5, 2014 um 11:55

Richtige Zinsen?
15%
10%
5%
0%
-5%
Alles Unsinn par excellence!
Die Konjunktur hat mehr mit den Sternenkonstellation zu tun als mit den Zinsen.
Es ist Wahrhscheinlicher dass Karl ein preußischer Agent war, als dass man mit den Zinsen je etwas erreicht worden war.

Keynesianer Juni 5, 2014 um 12:06

@Systemfrager

Was ist da so schwer zu verstehen?

Wenn die Zinsen zu hoch sind, also real und nicht nominal, dann rentieren sich Lübberdings berüchtigte Investitionen zu wenig.

Weil es mehr bringt, Geld sparen zu wollen!

Ich schreibe da bewusst von “wollen”, weil das Geld sparen wollen halt nach dem Sparparadoxon nicht zu wachsenden Ersparnissen an Geld oder sonstwas führt, sondern nur zu sinkenden Einkommen.

Also zu einer Wirtschaftskrise!

Das Geld, das die Leutchens sparen wollen und darum nicht ausgeben, das Geld wird nicht verdient.

Ausgaben = Einnahmen

Das ist einfach das Sparparadoxon. Demnächst sparen sich auch noch die Franzosen und Italiener immer tiefer in die Krise. Und uns auch, weil die dann weniger Güter aus Deutschland kaufen.

Unser Klimamerkel wird dann auch in Deutschland noch mehr sparen wollen. So dumm ist sogar die nicht, sondern sie muss, sonst wird wieder irgendein Sozi Kanzler und es gibt doch noch eine Agenda 2020.

Das Sparen ist die Ursache aller Wirtschaftskrisen.

Und alle Krisen wurden mit Hochzinspolitik verursacht. Darum haben die Leutchens ja alle gespart, weil sie von ihrem Einkommen mehr Geld übrig haben wollten.

Dabei sinken aber nur die Einkommen immer mehr.

Das könnten auch alle längst kapiert haben, aber Fußball ist halt wichtiger.

holger196967 Juni 5, 2014 um 12:20

@keynesianer

ich rede auch nur von dem Realen, was auch pragmatisch angewendet wird, und auch Auswirkungen auf das Reale hat.

Hier geht es auch um Re-Finanzierungs-Zinsen.

Um das Thema Re-Finanzierung, was alle Banken machen, schert sich ja eh keiner. Dort gibt es zB Listen, was im Moment Re-Finanziert werden kann.

Das heißt, bestimmte Investitionen werden re-finanziert, und bestimmte eben nicht, da zu hohes Risiko.

Ich habs im anderen Fred schon geschrieben, der Real-zins muss für bestimmte Asset Klassen sinken. Klassisch Immobilie. Anscheinend Risiko-Arm bewertet.

In hoch Risiko behafteten Innovation investiert keiner, da keine Re-finanzierung möglich. Also bleibt da nur der neue Weg über zB Crowd funding.

Da der Deutsche ein Innovations Idiot ist (Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht) stockt hier also alles.

Das hat Tradition.

Also, es sind so viele Argumente, besonders auch das

—>>>Durch die Agendapolitik von SPD und Grünen belaufen sich die Einkommensverluste der Arbeiter in Deutschland jedes Jahr auf mindestens 120 Milliarden Euro!”

die den Topf zum Sieden bringen werden.

Da nutzt auch kein Aufruf vom Herrn Lübberding mehr. Der Peak ist schon lange überschritten.

Was mich immer wurmt ist: Das Menschen, immer etwas besser beurteilen können, was sie nicht einmal gemacht haben. Bis auf Strobl, der hat ja Investiert in ein Start-Up… wo iss er eigentlcih? immer noch bei de Saudis? :D

Keynesianer Juni 5, 2014 um 12:35

Wenn die Arbeiter, Rentner und Sozialleistungsempfänger in Deutschland mehr Geld bekommen, dann brummt die Konjunktur auch wieder. So schwierig ist das also nicht, die geben das Geld wieder aus und da braucht es keine langen Genehmigungsverfahren und Vorlaufkosten.

Es besteht nur die Gefahr, dass jetzt mehr Geld nicht in die Taschen der Bürger kommen soll, sondern dass mit dem Blödsinn von wegen fehlender Investitionen irgend ein Quatsch gemacht wird. Also zum Beispiel dass unser Klimamerkel riesige “Investitionen” zur Klimarettung und zum CO2-Sparen finanzieren will. Unter dem Jubel und der begeisterten Mitwirkung von SPD und GRÜNEN.

Derlei “Investitionen” machen dann auch noch die Wirtschaft kaputt und währenddessen wird dann in den Krisenstaaten weiter gespart, um wettbewerbsfähiger zu werden.

Dabei ist die ganze Eurokrise nur durch das Lohn- und Sozialdumping in Deutschland als Folge der Agendapolitik von SPD und GRÜNEN ausgelöst worden.

Die deutschen Hungerlöhner, Leiharbeiter, Armutsrentner und 1-Eurojobber sollen jetzt Vorbild für Lohnsenkungen und Sozialabbau und Rentenkürzungen in allen Euro-Krisenstaaten sein. Die sollen durch Deflationspolitik wettbewerbsfähig werden, statt dass in Deutschland die Agendapolitik umgehen rückgängig gemacht wird.

Das ist die Ursache der Deflation und der Absatzkrise in der gesamten Eurozone und das müsste von der EZB angeprangert werden.

holger196967 Juni 5, 2014 um 12:44

Systemfrager Juni 5, 2014 um 11:55
Richtige Zinsen?”

Lass uns pragmatisch Denke: Grund und Boden taxiert auf 200k 100% Belastungs Grenze
Output Äpfel 120.000 Stück/anno zu 1 USD

A) 15% = – 30.000
B) 10% = – 20.000
C) 5% = -10.000
D) 0% = 0tausend
E) -5% = + 10.000

Zins = Risiko auch lächerliche Behauptung

hoher Zins= weniger Bonität /Weniger Verschuldung
niedriger Zins = höhere Bonität /Mehr Verschuldung

Je niedriger der Zins, desto mehr Kredit kann vergeben werden. Bei Realzins = Null, ist die Schwelle erreicht. Der Punkt der höchsten Bonität. Der Habenden. Nicht den anderen.

erhöht man nun den Zins sinkt die Bonität und weniger Kredite werden vergeben. und viele Kredite vorfällig. Letzter Aufruf.

Weniger Kredite bedeutet weniger Investitionen.

Zinsen können nur da entstehen, wo es noch etwas zu verschulden gibt.

Wenn der Output aber nun schon am Anschlag ist. Also die Industrie Aufgrund Mensch Maschine Material am Anschlag ist. Weil einfach nicht mehr geht, weil alles Optimiert und ausgeschöpft ist.

Der Zins also das MEHR nicht mehr zu erwirtschaften ist, und das trifft zuerst die alten Industrienationen, dann braucht man den Virtuellen Zins. Weil der Reale Zins es nicht mehr schaffen kann.

Wie denn auch?

Es gibt schlicht und einfach kaum noch Investitionen die einen Realen Zins erwirtschaften können. Weil ganz einfach der Bedarf gedeckt ist. Müllhalden Käsehalden Autohalden Halden Halden Halden.

Ludwig Büchner Juni 5, 2014 um 12:47

Es fehlt ja noch der Hinweis, dass der ansonsten untadelige Schieritz via Krugman die Tage hübsch eins auf die Fresse gekriegt hat. Wie ich finde auch nicht ganz unverdient.
Denn es war ja Mark Schieritz der das Interview mit Peter Praet für die Zeit geführt hat aus dem jetzt auch Plickert zitiert. Und ausgerechnet bei diesem Interview war er nun so lammfromm weil das auch für die Zeit war und nicht für den Herdentrieb, da scheint es dann doch Unterschiede zu geben.
Er wird uns nicht verraten, was ihn da bewegt hat, ob es die Redaktion oder sogar die EZB war die die Fragen weichgespült hat, aber lustig ists schon.

Wer des Englischen mächtig ist:
http://krugman.blogs.nytimes.com/2014/06/04/very-serious-europeans-2/?_php=true&_type=blogs&module=BlogPost-Title&version=Blog%20Main&contentCollection=Opinion&action=Click&pgtype=Blogs&region=Body&_r=0

und daher der Link auf das hier:
http://ashokarao.com/2014/06/03/the-europe-issue/

und Tschö

Keynesianer Juni 5, 2014 um 13:00

Aus dem letzten Link von @Ludwig Büchner als neue Beweise dafür, dass hier sorgsam geplant wird, die Deutschen(!) für die Verheerungen der Eurokrise und die Deflationspolitik verantwortlich zu machen.

Genau gesagt die deutschen Wähler und Bürger:

In the German mind, the one and only purpose of monetary policy must be further pain and austerity.

The core elite know that austere policy is terrible for Europe as a whole. Indeed, what ignorant fools like Jens Wiedmann want is inflation that is devastatingly low for Europe and Spain, but just enough to keep the uninformed but vengeful German electorate appeased.

Die Elite wüsste also, wie verheerend die Austeritätspolitik wirkt, aber der “rachsüchtige deutsche Wähler” fordere diese.

Passt bloß auf, das Spiel ist von vornherein völlig abgekartet und die Schuldigen an den Verheerungen von Krise, Deflation und Austeritätspolitik sind schon ins Licht gerückt:

Es sollen die Deutschen sein!

Danke SPD und GRÜNE!

Bruchmüller Juni 5, 2014 um 14:12

Welch ein universales Urteilsvermögen. Irland/Spanien, Griechenland, Rußland/China, alles beleuchtet und in den richtigen Zusammenhang gebracht. Ich bin einfach platt. Und in diesem Zustand trifft mich der monumentale Satz

>>>> Wobei die Analyse der Zirkulationssphäre bei den Austrians bekanntlich nicht schlecht ist.

Jetzt schnell zu FAZ, taz, WELT.

f.luebberding f.luebberding Juni 5, 2014 um 14:36

Büchner

In dem Artikel von Krugman geht es wohl mehr um die europäische, sprich deutsche Debatte als um Schieritz. Dass Letzterer das Interview mit Praet aus der deutschen Mainstream-Perspektive führt, ist allerdings nachvollziehbar. Er muss schlicht diese Kritik an der Politik ansprechen. Eine andere Frage ist, ob es in Deutschland noch eine relevante Debatte gibt, die diesen Mainstream nicht bloß abbildet. Jetzt gibt es einen Haufen Live-Chats und ähnliche Formate, die nur ein Thema haben: Was passiert mit ihrem Geld? Allerdings gibt es nichts zur Frage: Finden die Arbeitslosen in Europa jetzt einen Job?

f.luebberding f.luebberding Juni 5, 2014 um 14:37

Bruchmüller

Das mit dem Zusammenbruch tut mir leid. Aber über Pfingsten kann man sich gut erholen … .

aifran Juni 5, 2014 um 14:38

…. also ich akzeptiere kein Gesetzliches Zahlungsmittel der Zentralbank mehr. (Scheine, Münzen) Da sind mir zu viele böse Keime drauf. Ich nehme nur noch von den Geschäftsbanken mittels Kredit geschöpftes Giral/Buchgeld. Keine bösen Keime – und es gibt ja auch viel, viel, viel mehr davon. Gottes Werk eben -

übrigens ab nächster Woche wird auch Blödheit an den Börsen gehandelt ….. rasch einsteigen Kinder, das wird der Durchstarter des Jahrzehnts :-)

schöne Tage

aifran Juni 5, 2014 um 15:07

… und wer Bürgt? Der Bürge!
… und warum nennen Sie Dich Bürger? (und Du bist sogar Stolz darauf BÜRGER zu sein)

ist es nicht schön auf der Scheiben Welt zu leben :-)

holger196967 Juni 5, 2014 um 15:25

aifran

viel schöner ist doch, dass der Bürger auch dabei noch Mündelsicher ist :D

Mündel Mündel Mündel

Mündel bezeichnet
eine unmündige Person :D

Die deutschen Staatsanleihen sind Mündelsicher LOL :D

80.000.000 Mündel können nicht irren ;)

holger196967 Juni 5, 2014 um 15:34

—>>>Die einzigen Volkswirte, die nun wirklich den Kapitalismus abschaffen wollen, sind Ökonomen wie Thorsten Polleit”

Der hat se eh nicht alle der Degussa Fritze… Der ist der erste, der das Maul gestopft bekommt mit seinem Goldstandard. Sehe ihn schon flüchten den Penner auf nen Eselskarren geladen voller Gold und Silber. Und Räuber Flotzenhotz haut ihm die Keule auf de Rübe.

Der ist noch nicht mal fähig nen Loch in den Schnee zu pinkeln.

Ich empfehle nur die Edelmetall Messe zu München zu besuchen, Da laufen diese Knaller komprimiert rum, und verkaufen nebenbei Bücher und Dosenbrot. War ja 2 mal da… nur Bekloppte. Das wäre in der Tat was für @Morph LOL :D

aifran Juni 5, 2014 um 15:35

die Hersteller von Nebelmaschinen jubeln – die Produktion läuft auf Hochtouren – es wird sogar an grössere Investitionen zum raschen Ausbau der Produktionskapzität gedacht ……

Die Nebelwerferhersteller schaffen Arbeitsplätze

aifran Juni 5, 2014 um 16:04

…. und nun werde ich mal wieder einige Tage schweigen :-)

vielleicht auch wieder mal ein wenig in “Picknick am Wegesrand” schmöckern und auch den Film STALKER gucken.

http://de.wikipedia.org/wiki/Picknick_am_Wegesrand

und jetzt Kinder, rasch auf N-TV da ist gerade Pressekonerenz mit dem Deutschen Weltraumflieger auf der ISS
“Wie Träumt man den da oben” – wurde gerade gefragt :-)

schöne Tage

Gregor Keuschnig Juni 5, 2014 um 19:55

Draghi zwingt Banken, das billige Geld zum Zocken zu verwenden bzw. Fonds aufzulegen und dem Sparer, der nach Lübberding längst die Pleite verdient gehabt hätte, von der Politik aber gesagt bekommt er müsse unbedingt vorsorgen (mit Lebensversicherungen beispielsweise – daher die Superidee von gestern) in den sukzessiven Ruin zu treiben. Ob nun so oder mit Aktien- und Immobilienblasen. Diese Politik ist das Gegenteil von Brüning, führt aber genau dort hin.

Bruchmüller Juni 5, 2014 um 20:13

@ Holger

>>>> Das wäre in der Tat was für @Morph LOL

Ich wurde (zufällig) Beobachter, als Morph auf einer Müllhalde herum stieg. Er war dort auf ein System gestoßen, das nicht funktionierte. Nun wissen wir, dass ein jedes System ein Funktionssystem ist. Ein System, das nicht funktioniert, ist deshalb nicht möglich. Vertrackte Situation zweiter Ordnung. Anstrengend wie verdrießlich. Möglicherweise hat er dabei Zeit und Raum beiseite gelegt und schlussendlich vergessen.

P.S. Ich habe darüber hinaus übrigens auch nichts mehr zu sagen. Hatte ich eigentlich nie. Manchmal findet man unverhofft doch noch Gemeinsamkeiten.

holger196967 Juni 5, 2014 um 20:52

Bruchmüller

—>>>P.S. Ich habe darüber hinaus übrigens auch nichts mehr zu sagen. Hatte ich eigentlich nie. Manchmal findet man unverhofft doch noch Gemeinsamkeiten.”

Wenn jeder seine Ideologie mal für 5 Minuten sein lassen würde, nicht bei jedem Satz einen #Aufschrei politisch korrekt von sich lassen müsste. Dann hätten alle “Gemeinsamkeiten”.

Auf die sie sich auch einigen könnten. Da ist der Hooligan im Fußball weiter, als die ganze Gesellschaft Popel fressender Idioten.

Der Hooligan strebt nicht die Vernichtung des Gegners an. Weil er weiß, ohne ihn, den Anderen wäre das Leben eh öde.

Cheers Bruchmüller

Jackle Juni 5, 2014 um 21:09

“Diese Politik ist das Gegenteil von Brüning, führt aber genau dort hin.”

aka Spätkapitalismus. Am Ende entscheidet der Zufall, wann es den Umschwung gibt. Vielleicht ein AKW in Frankreich, vielleicht ein Pups von Merkel oder Tsipras.

~ Dr. Hannibal Halbgott ~ Juni 5, 2014 um 21:16

” Erst danach gab es die Ungewißheit über die Zukunft der Eurozone, die etwa Italien unter Druck setzte, obwohl dort weder ein spanisch/irisches, noch ein griechisches Problem existierte. ”

===> …Pfui, @frank … was für eine schmutzig-dreckische LÜGE!

===> … hier kömt die Wahrheit:

http://www.jjahnke.net/index_files/16969.gif

( … und tu mir bloss nett so als ob du das nicht gewusst hättest beim schreiben von dein sozialdemokratistisches ProEuro-Pamphlet .. es ist eine VORSÄTZLISCHE Lüge …. )

~ Dr. Hannibal Halbgott ~ Juni 5, 2014 um 21:33

” Die einen bejammern das niedrige Zinsniveau, das “Sparer” bestrafe. Es gibt nur kein Menschenrecht auf Rendite
—-

===> … DAS …. genau DAS …. habt ihr roten @JAKOBINER … scho’mal gesagt! .. erinnerst du disch, frank? .

===> .. damals als ihr euer “Geld” au so freigibisch verteilt habt (au damals natürlisch in erste Linie an eusch selberster …) … vielleischt erinnerst du disch au daran wie das damals ausgegangen ist mit eurem “Geld” … den ‘Assignaten’? … und wie das ausgegangen ist damals … mit … @EUSCH? … diesmal aber wird es schlimmer wer’n. mit beidem.

===> .. abba der spruch is cool! “Es gibt kein Recht auf Rendite!” …

( … den würde isch mir merken. Können die Soz’n ja dann bringen wenn der enteignete, betrogen und verarmte deutse Wutpimmelmob … vor eure Haustüre steht mit sein Sparbuch & sein Riester-Zertifikat … und … mit folkloristische Kulturgüter wie Mistgabel, Axt, Hanfseil, Brandfackel, Teer&Federn, …)

BB Juni 5, 2014 um 22:19

( Internationaler Haftbefehl der globalen Exilregierung. Gesucht wird:
Mario Draghi
EZB-Chef
Ex-Banker
gefährlich
)

f.luebberding f.luebberding Juni 5, 2014 um 22:35

W-ING

Nur zu der Tabelle über Italien: Du vergleichst ernsthaft den schon lange hohen Schuldenstand Italiens mit den Problemen Spaniens oder Griechenlands? Und glaubst, das hätte etwas mit dem Anstieg der Zinsen vor 2 Jahren zu tun gehabt?

Komm, das kannst Du aber besser.

f.luebberding f.luebberding Juni 5, 2014 um 22:53

Keuschnig

Wer was verdient, ist nun ziemlich gleichgültig. Man kann aber nun einmal nicht die Tatsache ignorieren, dass der Finanzmarkt 2008 zusammengebrochen war. Allerdings nur wegen dem Staat (sic ZB) der Crash nicht zu einer vollständigen Entwertung des durch reale Wertschöpfung ungedeckten Anlagevermögens gekommen ist. Was jetzt seit 6 Jahren passiert: Die Folgen dieser Politik abzuarbeiten.

karla Juni 5, 2014 um 23:43

Gregor Keuschnig Juni 5, 2014 um 19:55

“Draghi zwingt Banken, das billige Geld zum Zocken zu verwenden bzw. Fonds aufzulegen”

Draghi zwingt keine Bank “zum Zocken”. Die haben die Alternative eine Bearbeitungsgebühr für ihre Einlagen bei der EZB zu bezahlen und damit ihr Geld mit minimalsten Verlusten zu sichern.

Bei @fl liest sich das so: “Die Geldpolitik kann das nicht lösen, weil sie lediglich die Anreizsysteme bei den Banken beeinflussen kann.” Wüßte nicht was ich an der Aussage auszusetzen hätte.

Bei @fl ist eher diese Aussage zu hinterfragen: “Und eine solche Krise, wo das Kapital keinen Weg zu rentablen Investitionen mehr findet, ist eine ordinäre Überakkumulationskrise, wie sie es im Kapitalismus schon immer gegeben hatte.”

Das Hinterfragungswürdige an @fl`s Aussage ist: ” Überakkumulationskrise, wie sie es im Kapitalismus schon immer gegeben hatte”.
Das ist nicht falsch. Nur, ist es nur ein immer mal wiederkehrendes Problem und in nächster Zeit geht es wieder weiter wie eh und je? Oder gibt es nicht doch einen Antagonismus der Kapitalvermehrung der auf eine Auflösung der weniger lustigen Art verweist?
Die Flausen über Altersvorsorge sollte man sich nicht weiter zu eigen machen.

f.luebberding f.luebberding Juni 5, 2014 um 23:53

Karla

Das erläutert uns Carlos wirklich mit einer beeindruckenden Kontinuität:

“Nur, ist es nur ein immer mal wiederkehrendes Problem und in nächster Zeit geht es wieder weiter wie eh und je? Oder gibt es nicht doch einen Antagonismus der Kapitalvermehrung der auf eine Auflösung der weniger lustigen Art verweist?”

Thor Juni 6, 2014 um 00:18

Ihr versteht das nicht, der negative Einlagezins ist ein Investiontionsanreiz. Die Banken lassen sich sich die Knete jetzt von der Zentralbank physisch liefern. Dafür bracht es Tresore, Tresore und nochmal Tresore. Das schafft Nachfrage. Der Dragi ist schon ein Fuchs.

Thor Juni 6, 2014 um 00:19

Ein “sich” zuviel…

ruby Juni 6, 2014 um 00:33

@ thor
-;)
Freiheit, Freiheit ist das einzige was …zahlt

ruby Juni 6, 2014 um 00:43

@ fl
Vergleiche bilanzielle Aktiva mit Eigenkapital von 2014 mit 2008
Realistische Deckung?

karla Juni 6, 2014 um 00:46

f.luebberding Juni 5, 2014 um 23:53

“Karla

Das erläutert uns Carlos wirklich mit einer beeindruckenden Kontinuität:”

Soweit ich Carlos Erläuterungen im Kopf habe fehlen bei ihm die Fragezeichen (?). Aber so etwas kann man schon mal übersehen.

Zur Verdeutlichung: Der Verlauf der Krise in der Form der Deflation gehörte in den westeuropäischen Ökonomien bisher nicht zur Normalität. Diese Verlaufsform der Krise ist aber dem Antagonismus geschuldet. Das Ende kenne ich natürlich nicht, falls das so verstanden wurde.

@fl`s Beiträge diesbezüglich handeln immer davon wie der Antagonismus wieder in eine sozialverträgliche Form gebracht werden kann. Temporär klappt das. Und man muss sich nicht mehr um den Antagonismus kümmern. Den gibt es halt.

Keynesianer Juni 6, 2014 um 07:26

Die Deflation ist eine Sonderform der Hochzinspolitik zur Inszenierung von Krisen. Das Besondere an der Deflation ist, dass der normale Bürger zu dämlich ist, die absichtliche Hochzinspolitik zu erkennen, weil der Nominalzins ja ganz niedrig ist. Der Realzins ist zu hoch für eine florierende Konjunktur, weil die Preise fallen. Aber so weit müsste der brave Bürger erst einmal denken können, da ist Fußball dann doch einfacher.

Heiner Flassbeck darüber, dass die Löhne und Preise in Deutschland steigen müssten, um die Eurokrise zu beenden:

“Der Negativzins ist nur ein bisschen Rumgefummel”
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2014%2F06%2F06%2Fa0076

Die Krise im Euroraum endet erst, wenn steigende Löhne, Renten und Sozialleistungen in Deutschland das Lohn- und Sozialdumping durch die Agendapolitik von SPD und GRÜNEN wieder rückgängig gemacht haben.

In Deutschland müssten die Löhne und Sozialleistungen jedes Jahr um 5% steigen, bis Frankreich, Italien und die Krisenstaaten alle wieder wettbewerbsfähig sind.

Dort stattdessen die Löhne und Sozialleistungen zu senken, bedeutet Deflation im Euroraum und Wirtschaftskrise mit Massenarbeitslosigkeit. Die Marxisten wie @Carlos werden das dann “Dritte Industrielle Revolution” nennen und für unvermeidbar erklären. Dabei ist es wie seit jeher nur gezielte Geldpolitik, um die Völker ins Elend zu treiben.

soldatenkoenig Juni 6, 2014 um 08:35

@Keynesianer

Der Flassbeck ist in seinen Pauschalaussagen auch so ein überkanditelter Theoretiker, der überhaupt gar nicht weiss, wo die Musik spielt. Der Wettbewerb findet für uns in Südeuropa überhaupt nicht mehr statt. Versuche mal rauszukriegen, wo z.B. der VW investiert. Wir müssen uns in Osteuropa, Russland, BRIC, USA, Kanada etc. behaupten. Nun mal zu ein paar groben Relationen (Kostenkalk. grob netto):
Softwareentwickler Polen 50€/h
Softwareentwickler Slowakei (Bratislava) 50€/h
Softwareentwickler Rumänien 35€/h
Softwareentwickler Russland (Moskau) 50€/h
Softwareentwickler Deutschland 100€/h
Elektriker Osteuropa Polen/Slowakei, Tschechien ca. 10-12€/h
Elektriker Deutschland ca. 35€/h
Instandhalter Automotive Osteuropa ca. € 15.000 /Jahr
Instandhalter Automotive Deutschland ca. 50.000/Jahr
Die Qualität ist ausgezeichnet, insbesondere die der Russen, die bräuchten nur mehr Fähigkeiten im Bereich der technischen Organisation.
So dann erhöhe mal die Löhne in Deutschland um 5% pro Jahr, am besten per Gesetz.

Eagon Juni 6, 2014 um 08:38

Warum traut sich kein deutscher Journalist zu schreiben, dass Frau Merkel zurücktreten sollte oder schnell abgewählt.

Nur so läßt sich die europäische Einheit bewahren.

soldatenkoenig Juni 6, 2014 um 08:40

@Keynesianer

Übrigens weiss ich, daß ein großes Automobilwerk in Osteuropa in allen internen Konzernrankings also insbesondere Produktivität und Qualität in den letzten 10 Jahren immer unter den ersten drei war.
Also nichts mehr damit, daß die Deutschen produktiver sind und deswegen deutlich höhere Lohnniveaus wirtschaftlich darstellbar sind.
Wer mir der Einführung des EURO und vertiefenden Integration in Europa und der Globalisierung gemeint hat, daß es allen – inkl. den Deutschen besser geht, glaubt auch, daß wenn man warmes und kaltes Wasser zusammenschüttet, heißes Wasser rauskommt.

Keynesianer Juni 6, 2014 um 08:50

@soldatenkönig

Solange Deutschland Exportüberschüsse hat, sind die Löhne und Sozialleistungen in Deutschland zu niedrig und müssen im Jahr um mindestens 5% steigen, um endlich die Kurve vom Exportweltmeister zum Importweltmeister zu kriegen.

Andernfalls werden wir nämlich weiter einen Großteil der deutschen Wertschöpfung verschenken für grüne Zettel oder tolle Salden bei der Bundesbank.

Da ist es doch besser, Deutschland lässt das seine Arbeiter und seine Rentner wie seine Kinder konsumieren.

Natürlich gibt es Profiteure der Exportüberschüsse, die sich einen ganz privaten Vorteil für sich ganz persönlich ausgerechnet haben. Da profitiert einer vielleicht jeden Monat einen Fuffi extra ganz für sich persönlich und will das darum nicht einsehen und verteidigt die Exporte mit seinem Herzblut.

soldatenkoenig Juni 6, 2014 um 09:02

@Keynesianer

Für die Sozialdividende gabs früher die D-Mark. Und das hat ca. 40 Jahre funktioniert.
Und das der Scheixx-EURO genau die Probleme erzeugt, die wir jetzt haben, ist von allen Profis mit Bezug zur Realität exakt vorhergesagt worden. Ich kenne in meinem Umfeld kein mittelständisches Unternehmen und keine Person, die vom EURO profitiert hat, das Gegenteil ist der Fall. (Logisch – kaltes und Warmes Wasser zusammenschütten)

Frankie (formerly known as Bernankie) Juni 6, 2014 um 09:26

@soldatenkönig

“Ich kenne in meinem Umfeld kein mittelständisches Unternehmen und keine Person, die vom EURO profitiert hat, das Gegenteil ist der Fall.”

Ich kenne nur Firmen, die davon profitiert haben , sofern sie Exportmärkte bedienen, inklusive der, in der ich beschäftigt bin (40%Exportquote in den Euroraum) . Das sind auch alles Mittelständler.

Keynesianer Juni 6, 2014 um 09:33

Das einzige Problem mit dem Euro war die Agendapolitik von SPD und GRÜNEN.

Die Agendapolitik hatte zwei Hintergründe, weshalb sie von den deutschen Krautern zusammen mit den gleichgeschalteten Medien durchgepeitscht wurde:

Die deutschen Krauter und Ausbeuter haben sich natürlich ausgerechnet, dass durch Lohndumping und Sozialabbau ihre Profite gewaltig steigen. Die Profite wollten sie dann auf den Finanzmärkten für möglichst hohe Renditen anlegen.

Dann war da noch die globale Finanzspekulation daran interessiert, durch das Lohndumping in Deutschland einen Sprengsatz für den Euroraum zu installieren. Ist ja klar, dass ein gemeinsamer Währungsraum nur funktioniert, wenn die Staaten das nicht durch Lohndumping ausnützen, dass ihre Handelspartner jetzt nicht mehr abwerten können. Die globalen Finanzspekulanten wollen mit der Eurokrise natürlich weiter machen, bis es den Euroraum zerreißt und sie sich die Filetstücke zu Schnäppchenpreisen in die eigenen Taschen schieben können.

Die deutschen Krauter kapieren natürlich nur, was nicht jenseits von ihrem eigenen Tellerrand liegt. Zuletzt werden sie selber durch die Eurokrise enteignet werden. Die gleichgeschalteten Massenmedien haben nicht das Lohndumping in Deutschland mit der Agendapolitik zu dem Zweck durchgepeitscht, um den deutschen Krautern bei der Ausbeutung ihrer Lohnsklaven zu helfen.

Sondern mit der Euroeinführung wurde gezielt auf die Sprengung des Euroraumes hingearbeitet.

holger196967 Juni 6, 2014 um 09:45

soldatenkoenig Juni 6, 2014 um 09:02
@Keynesianer

Für die Sozialdividende gabs früher die D-Mark. Und das hat ca. 40 Jahre funktioniert.
Und das der Scheixx-EURO genau die Probleme erzeugt, die wir jetzt haben, ist von allen Profis mit Bezug zur Realität exakt vorhergesagt worden. Ich kenne in meinem Umfeld kein mittelständisches Unternehmen und keine Person, die vom EURO profitiert hat, das Gegenteil ist der Fall.”

Kann ja auch keiner von profitieren, außer die “DAX” da oben.

Keynsianer hat keine Ahnung was er schreibt, weil er überhaupt nicht weiß, WARUM es erst zum Dumping-Lohn Sektor gekommen war. Dieses Dumping kam nämlich aus der Industrie heraus, und wurde fleißig von der Politik und vor allem, von den Idioten in den Gewerkschaften gefördert. Das ist die eine Sache. BWL mäßig gesehen auch normal. Steht im jeden Handbuch drin, nennt sich eben Kostenoptimierung. Von Moral steht da jedenfalls nichts drin.

Die moralische Seite haben immer die Gewerkschaften inne gehabt. Niemals der Arbeitgeber. Rein technisch gesehen. Und die moralische Instanz Gewerkschaft hat ihre eigene Brut verraten und verkauft.

Das ging von Mitte der 80er an so richtig los. Das hab ich damals schon mit 16 erkannt, was nun abgehen wird. Outsourcing etc.pp. Ich habe damals schon gesagt, das ist nicht gut, das ist nicht gut. Weil persönlich betroffen.

Dann kam die gekaufte “Wiedervereinigung” und als die ersten Trabbis (auch so ein D-Day) uns im Grenznahen Bereich besetzten, und mein Türkischer Kumpel meinte, wir lassen hier aber auch alles rein, habe ich gesagt, das wird uns das Genick brechen. Und was ist passiert? Bei uns Läden dicht 40 km östlich wieder auf, wegen Subventionen. Dann überfielen die “Alleskönner” aus der Tätärä die westdeutsche Industrie zum niedrigsten Lohntarif und verdrängten die einheimischen Facharbeiter, weil, die können Alles und Alles eben besser NÜ?

gleichzeitig schossen Sklavenverleiher aus den Boden. Gab ja genug zum abfischen. Wer sitzt bei Adecco? Eine verfaulte SPD SAU. So ein Sklave wurde zwischen 40-60 DM/h verliehen. Im VW-Werk wurden die sogar markiert. Kein Davidstern, aber man erkannte schon wer Sklave Erster Klasse war/ist. Ist dato immer noch so.

Erst dann kam später der Eurotz… was eine zusätzliche Enteignung war.

Und nun stellt sich ein Keynesianer hin und spricht von 5% Lohnsteigerung?

:D Um auf die Zustände von vor der Mauer zu kommen, das heißt um auf die Einkommen samt Kaufkraft von 1986 zu kommen müssten die Löhne um 120% sofort steigen.

Dann wären wir erst beim Lebensstandard 1986. Kann sich keiner Vorstellen wa?

Eagon Juni 6, 2014 um 09:46

Die Wirtschaftsstruktur in den Südländern ist vom Mittelstand geprägt. Von vielen kleinen und mittelständischen Betrieben, siehe z.B. Italien.
Das Unterfangen jetzt aus diesen Unternehmen Exportweltmeister zu machen konnte / kann nur scheitern.

Die deutsche Austeritätspolitik hat die Wirtschaftsstruktur dort zerstört.

Der deutsche Wirtschaftsimperialismus ist keine Konjunkturokomotive sondern ein aussser Kontrolle geratener Panzer.

holger196967 Juni 6, 2014 um 09:53

Frankie

—>>>Ich kenne nur Firmen, die davon profitiert haben , sofern sie Exportmärkte bedienen, inklusive der, in der ich beschäftigt bin (40%Exportquote in den Euroraum) . Das sind auch alles Mittelständler.”

Dann mal bitte Kennzahlen her Frankie. Oder ein Link. Dein Hoppsches “Stop-Any-Production” mal außen vor. Das ist nämlich ein aufgezwungenes Monopol. :D

Womit man auch so einige in den Selbst-Mord getrieben hatte. R-3 :D

Der typische Mittelstand ist zumeist Zulieferer. Und die haben nicht davon profitiert. So um 1994 warst Du noch nicht auf dem Markt? Dann hättest mal den Lopez bei VW wüten sehen können.

Reduziert das Ergebnis nicht einfach nur auf den Eurotz. Das wäre ein Fehler, der Eurotz hat nur noch einen oben drauf gesetzt. Auf das Spiel, was viel früher schon angefangen hatte.

holger196967 Juni 6, 2014 um 09:59

Eagon Juni 6, 2014 um 09:46
Die Wirtschaftsstruktur in den Südländern ist vom Mittelstand geprägt. Von vielen kleinen und mittelständischen Betrieben, siehe z.B. Italien.
Das Unterfangen jetzt aus diesen Unternehmen Exportweltmeister zu machen konnte / kann nur scheitern.”

STIMMT zu 100% auch das mit dem Panzer.

Es hat in europa keiner eine Chance gegen das Bollwerk Deutsche Industrie.

Frankie (formerly known as Bernankie) Juni 6, 2014 um 10:08

@holger

“Der typische Mittelstand ist zumeist Zulieferer. Und die haben nicht davon profitiert. So um 1994 warst Du noch nicht auf dem Markt? Dann hättest mal den Lopez bei VW wüten sehen können.”

Hier wird nun wieder klar, wo Du her stammst: Niedersachsen, ausm VW-Dreieck Salzgitter-Wolfsburg-Braunschweig, oder? Stamokap-Land.
Dort kann man sich halt “typische” Mittelständler nur als Zulieferer von Mega-Automobilwerken vorstellen.
Gibts hier natürlich auch, aber eben auch viele, die nicht am Tropf von BMWAUDIVWDAIMLER hängen.

Keynesianer Juni 6, 2014 um 10:16

@holger

Dass alle Ausbeuter ständig die Löhne senken wollen und sich davon höhere Profite versprechen, weil sie zu blöde sind, um gesamtwirtschaftlich zu denken und der geistige Horizont bei allen immer nur gerade noch bis zum eigenen Tellerrand reicht, also das ist mir schon bekannt.

Das ist ja die ganze Tragik des Keynesianismus, dass wir ständig mit Krautern diskutieren müssen, die mit gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen geistig völlig überfordert werden, während die Neoklassik, die herrschende Lehre der Ökonomie an der Uni, für diese Idioten genau die passenden Thesen bereit hält.

Auch dass die Lohnsteigerungen in Deutschland viel höher ausfallen müssten, um an die Verhältnisse der 70er Jahre anzuschließen. Aber 5% im Jahr wäre wenigstens etwas, der Spatz in der Hand statt der Taube auf dem Dach. ;)

Wenn die Löhne in Deutschland nicht erhöht werden, bis der Exportüberschuss weg ist, dann werden alle Massenmedien der Welt die Deutschen für die Verheerungen der Krise im Euroraum verantwortlich machen. Darüber sollten alle mal nachdenken, die sich noch einen persönlichen Vorteil von der Exportweltmeisterei erhoffen.

holger196967 Juni 6, 2014 um 10:26

Frankie

—>>>Hier wird nun wieder klar, wo Du her stammst: Niedersachsen, ausm VW-Dreieck Salzgitter-Wolfsburg-Braunschweig, oder? Stamokap-Land.
Dort kann man sich halt “typische” Mittelständler nur als Zulieferer von Mega-Automobilwerken vorstellen.
Gibts hier natürlich auch, aber eben auch viele, die nicht am Tropf von BMWAUDIVWDAIMLER hängen.”

Nein aus dem wunderschönen Gebiet Kassel-Göttingen. :D

Stimmt Meggle-Butter und Weihenstephan habe ich ja nun nicht auf der Ampel gehabt :D Auch nicht die Privat-Kliniken am Chiemsee…

Aber zB SKF oder so.

Wenn bei uns gerülpst wird von VW und Daimler, dann zittert selbst Krauss M.Wegmann LOL

Das in Bavaria und euren linken Nachbarn (mir gebbet nix) die Struktur ein wenig anders ist, bezweifel ich ja nicht. Aber das stellt nicht das Gros dar.

Keynesianer Juni 6, 2014 um 10:27

@Eagon

Die deutsche Austeritätspolitik hat die Wirtschaftsstruktur dort zerstört.

Das war und ist keine deutsche Politik, aber das werden selbstredend wieder alle nachplappern. Vor allem die üblichen Linken in Deutschland. Das Merkel macht nur, was ihr gesagt wird, auch wenn sie so tun muss, als wären das ihre persönlichen Überzeugungen:

In der EU lebten sieben Prozent aller Menschen. Dort würden 25 Prozent der Wertschöpfung der Welt erwirtschaftet; es würden fünfzig Prozent der Sozialleistungen der Welt ausgegeben.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkels-votum-fuer-juncker-klartext-der-kanzlerin-12965233.html

Es ist natürlich so, dass genau wegen der fünfzig Prozent Sozialleistungen und nur genau deswegen die sieben Prozent der Menschen 25 Prozent der Wertschöpfung schaffen können. Das weiß unser Klimamerkel sicher auch, aber dann wäre sie weg, wenn sie das sagen würde.

holger196967 Juni 6, 2014 um 10:34

keynesianer

—>>>Wenn die Löhne in Deutschland nicht erhöht werden, bis der Exportüberschuss weg ist, dann werden alle Massenmedien der Welt die Deutschen für die Verheerungen der Krise im Euroraum verantwortlich machen. Darüber sollten alle mal nachdenken, die sich noch einen persönlichen Vorteil von der Exportweltmeisterei erhoffen.”

Die LÖHNE werden aber nicht erhöht. Von WEM denn?

Es hat doch gar keiner ein Interesse daran. Weder die Unternehmen noch die Politik. Der einzige der daran ein Interesse haben müsste, wäre die Finanzindustrie.

Nur damit sie weiterhin Kredite vergeben kann. Macht sie aber nicht, weil da steht sich die Hochfinanz mit den Vergaberichtlinien Kredit selber im Weg.

Gebt jedem einen unverzinsten Kredit, der nicht zurückgezahlt werden muss, nicht versteuert werden muss, von 50.000 und es brummt… Null Zinsen auf Sparvermögen.

f.luebberding f.luebberding Juni 6, 2014 um 10:48

Eagon

Wenn ich nun schreibe, Frau Bundeskanzlerin treten Sie zurück, wird sie zurücktreten?

Ansonsten zur Diskussion um den Flassbeck-Artikel. Das Problem der Lohnentwicklung in Deutschland sind weniger die Metall- oder Chemieindustrie (obwohl die Werkvertragsproblematik dort auch existiert), sondern die deregulierten und nicht Tarif gebundenen Sektoren der VoWi. Die IG Metall hat keine Lohnleitlinienfunktion mehr in Deutschland. Und in diesen Sektoren hat es praktisch seit 10 Jahren keine positive Lohnentwicklung mehr gegeben. Deswegen ist der Mindestlohn (und auch die Rentenerhöhungen) eben ein wichtiger Beitrag zum Abbau der Ungleichgewichte. Der Vergleich vom Soldatenkönig im Automotive-Sektor ist etwas irreführend. Um den geht es im Kern gar nicht. Eher um Sektoren wie die Putzfrau, die früher als Angestellte im öffentlichen Dienst eine angemessene Bezahlung bekam – und heute in Buden ausgesourct worden ist, wo es de facto nie Lohnerhöhungen gegeben hatte. Die Agenda 2010 löste eine Lohnspreizung aus, die völlig unverhältnismäßig geworden ist. Dort muss man ansetzen.

keiner Juni 6, 2014 um 10:56

Dereguliert? Das geht jetzt erst richtig los:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/140605-quer-komplett-100.html

TTIP ist Kinderkram gegen TiSA, noch geheimer, noch zerstörerischer…

Keynesianer Juni 6, 2014 um 11:06

Noch einmal Heiner Flassbeck zu dem wichtigen Thema:

Die EZB senkt die Zinsen: Eine richtige Entscheidung, aber keine Lösung für die Eurokrise
http://www.flassbeck-economics.de/die-ezb-senkt-die-zinsen-eine-richtige-entscheidung-aber-keine-loesung-fuer-die-eurokrise/

soldatenkoenig Juni 6, 2014 um 11:11

@f.luebberding
” Der Vergleich vom Soldatenkönig im Automotive-Sektor ist etwas irreführend”

Der ist nicht so ganz irreführend. Sie müssen nämlich in Bezug auf die Qualifikation einen Lohnabstand gewährleisten. Und wenn ein Top-Elektriker, der nicht nur Glühlampen auswechseln kann, sondern versteht wie eine Lichtschranke, ein berührungsloser Sensor, Stern-Dreieck-Schaltung…… funktioniert im Endeffekt NETTO!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! noch einen Stundenlohnabstand von ca. €4,00 zum Mindestlohn hat. dann können Sie gleich den DDR-Sozialismus wieder einführen, wo der Ingenieur durch die Differenzen in der Besteuerung netto so gut wie nichts mehr in der Tasche hatte als der Hilfsarbeiter auf dem Bau.

soldatenkoenig Juni 6, 2014 um 11:16

@Holger

“Dann kam die gekaufte “Wiedervereinigung” und als die ersten Trabbis (auch so ein Dür -Day) uns im Grenznahen Bereich besetzten, und mein Türkischer Kumpel meinte, wir lassen hier aber auch alles rein, habe ich gesagt, das wird uns das Genick brechen”

Denkst Du, die Ossis waren alle geil darauf, ihre Heimat zu verlassen und Dir das Leben schwer zu machen.

Die Bude, für die ich gearbeitet habe, hat sich von 9.000 er Mannschaftsstärke innerhalb von 30 Monaten nach Einführung der DM auf 450 gesundgeschrumpft. Wir waren Euch zwar 10 Jahre in der Antriebstechnik hinterher, aber von der Mechanik haben wir komplette Walzstraßen gebaut, die waren nicht schlechter als z.B. von Thyssen Krupp

holger196967 Juni 6, 2014 um 12:22

soldatenkönig

—>>>Denkst Du, die Ossis waren alle geil darauf, ihre Heimat zu verlassen und Dir das Leben schwer zu machen.”

Yep… da gehe ich auch keinen Millimeter von weg. Bin immer noch traumatisiert.

—>>> Wir waren Euch zwar 10 Jahre in der Antriebstechnik hinterher, aber von der Mechanik haben wir komplette Walzstraßen gebaut, die waren nicht schlechter als z.B. von Thyssen Krupp”

und wo sind die anderen 8.500 hin ? Im übrigen sag ich nicht, dass die Ossis dumm sind, oder keine Qualität können.

Sie wissen nur ständig alles besser, und noch ein tick mehr. 1994 habe ich jedenfalls dafür gesorgt, dass nicht einer in unsere Abteilung kommt. War ja so etwas wie ein Abteilungsleiter. Wir hatten bei uns 50 Leutchen alles. Griechen Türken Yugos alles perfetto. Und in der Instandhaltung waren nur 2 Ost-Goten… von der ersten Stunde an nur große Schnauze. Die wollten mir erklären, wie die Maschine funktioniert, die ich schon 86 in Pflege hatte.

Diese Maschine hatte immer die gleiche Macke. 2 Hydraulik-Ventile gingen immer kaputt. Und da ich nun mal in der Bude Betriebsschlosser gelernt hatte, war ich in der Abteilung auch für die Inst. zuständig. Und da brannte der Baum, als mir da Ossi “Mechaniker” mit dummen Geschwätz ankam, als das Dingen mal wieder stand. “Das müsste das sein, könnte aber auch dies… Güggen mer mol.” Ich sachte: Nö… nur die Ventile austauschen bitte, dann läuft das wieder.

Woher ich denn das so genau wüsste? Könnte ja alles gar nüschte mol so sein! Er wüsste ja genauestens Bescheid. Und überhaupt.

Da hab ich ihn mal gefragt, warum er denn mit seinem Intellekt sich nicht berufen fühlt die Tätärä wieder aufzubauen. Gab ja genug zu tün Nü!

soldatenkoenig Juni 6, 2014 um 12:39

@Holger
“und wo sind die anderen 8.500 hin ? Im übrigen sag ich nicht, dass die Ossis dumm sind, oder keine Qualität können.”

Frührente, ABM, zu Euch.

holger196967 Juni 6, 2014 um 13:08

Aber zum thema

—>>>Ansonsten zur Diskussion um den Flassbeck-Artikel. Das Problem der Lohnentwicklung in Deutschland sind weniger die Metall- oder Chemieindustrie (obwohl die Werkvertragsproblematik dort auch existiert), sondern die deregulierten und nicht Tarif gebundenen Sektoren der VoWi.”

Frank…

die nicht Tarif gebunden Sektoren einer VoWi sind überhaupt nicht das Problem.

Es kommt immer auf die Position des Vertragspartners drauf an. So konnte ich, da ich ja dem DGB meinen Mittelfinger gezeigt hatte, rein theoretisch meinen Lohn aushandeln.

Das ging aber wiederum nicht, weil dann das Murren in der Belegschaft größer geworden wäre.

Außertariflich verstehen? Mir wollte man seitens der Gewerkschaft mal verbieten Samstags zu arbeiten. Da hab ich darauf hingewiesen, dass ich nicht Nigger der Gewerkschaft bin, und sie mich nicht zu vertreten hat. Dann war der Käse gegessen, und ich habe mir an dem Samstag auf dem Stapler lustig einen geschrubbt. Einfacher konnte man keine Kohle verdienen damals.

Und seitdem, war ich endgültig bei den Roten-Rotz-Bengels unten durch. Was sich nicht positiv auswirken sollte.

Die Gewerkschaften, und das schreibst du ja zurecht, haben längst abgewirtschaftet.

Sie erfüllen schon längst nicht mehr die Aufgabe die Arbeitnehmer zu vertreten. Weil sie den Arsch nicht in der Hose haben. Und von den einfältigsten Pinseln auch noch gewählt werden.

Von Doof für Doof. Das ist das, was ich auch schon immer schreibe. Der normale Malocher ist über das “BILD” Nivea nicht zu bringen. Der will da auch gar nicht hin.

Der Malocher kurz: Hin Anstempeln rödel Kacken Bild lesen rödel rödel Händewaschen Abstempeln.

Das WAR es! Und das bitte schön 45 Jahre lang. Natürlich auch unter REFA Gesichtspunkten. Obwohl, die sind ja auch schon Humbug.

—>>> Die Agenda 2010 löste eine Lohnspreizung aus, die völlig unverhältnismäßig geworden ist. Dort muss man ansetzen.”

Das wusste intelligente Lebewesen schon im Vorfeld, nur die NSPDA wohl nicht! und samte sozialistische Einheitsparteien.

Peterle Hartz und Gerhard hätte man aufhängen müssen, oder wenigstens des Landesverrates vor Gericht zerren. Samt der NSPDA.

Also heul net rum !

Du hast garantiert auch 88 /HEIL HARTZ unterstützt. Das ist doch mehr als Perfide.

holger196967 Juni 6, 2014 um 13:14

soldatenkönig

—>>>Frührente, ABM, zu Euch.”

Yep… ein so ein Gewächs wohnt neben mir, und hat sich meinen Schwiegervater auf Kur gekrallt. Der hat se ja auch nicht mehr alle. :D Diese heulerei geht mir auf de Wurst. Kommt gebürtig aus dem Erzgebirge. Brrrrrrrrrr…… :P

feedback loop Juni 6, 2014 um 14:29

Eine ins Schwarze treffende Analyse, Herr Luebberding. Am Anfang schreiben Sie allerdings für mich nicht völlig verständlich:

So meinten diese “Linken” die Ursache der Eurokrise in der Spekulation suchen zu müssen.

Mag sein, dass das so war. Bei denjenigen wirtschaftspolitisch kompetenten Linken aber, die ich in den letzten Jahren lese, finde ich im Wesentlichen mit Ihnen übereinstimmende, darüberhinaus sehr elaborierte und ausführlich begründete Erläuterungen der Krisenzusammenhänge. Zu diesen “kompetenten Linken” zähle ich u.a. Heiner Flassbeck, Albrecht Müller und – last but not least – Sahra Wagenknecht.

Carlos Manoso Juni 6, 2014 um 17:32

@F.LUEBBERDING on 5. JUNI 2014
„Dieses überschüssige Kapital (und jedes Kapital ist überschüssig, das nicht investiert wird) wird aber nicht abgeschöpft, weder vom Staat über Steuern und Sozialabgaben, noch über höhere Arbeitsentgelte. Es sucht vielmehr händeringend nach Anlagemöglichkeiten. Die sind aber selbst in den Schwellenländern wie Russland oder China zunehmend unsicher geworden. Jeder Einlagenzins über Null bei der EZB wäre daher immer noch besser als gar nichts. Und eine solche Krise, wo das Kapital keinen Weg zu rentablen Investitionen mehr findet, ist eine ordinäre Überakkumulationskrise, wie sie es im Kapitalismus schon immer gegeben hatte.“

Luebberding, seit Lehman 2009 fluten die Notenbanken die Ökonomien mit immer substanzloseren Geld, nehmen Schrottpapiere als „Sicherheiten), kaufen wertlose Staatsanleihen en masse, machen sich nicht einmal mehr die Mühe des Umwegs über das Bankensystem und private Kapitalanleger. Die Zentralbanken mutierten zur Endlagerstätte fauler Kredite in der Größenordnung von weltweit immer höheren Hunderten Milliarden Geldeinheiten. Längst haben die „Rettungspakete“ bereits die Größenordnungen der Kriegswirtschaften von 1914 ff und 1939ff überschritten.

Sobald die Notenbanken über die „Rettung der Finanzmärkte“ und das Bunkern der faulen Kredite hinaus DIREKT Produktion und Nachfrage „aus dem NICHTS“ finanzieren (was längst begonnen hat), wird die Entwertung des Selbstzweckmediums Geld eine völlig neue Qualität annehmen. In einer globalisierten Ökonomie kann sich die Inflation des Geldmediums auch durch Abstürze des Außenwerts von Währungen oder (schlagartige) Entwertung der Devisenreserven von Überschussländern vollziehen (oder verschärfen).

So gesehen wird die Entscheidung der EZB auch den internationalen Konkurrenzkampf mit allen Mitteln extrem verschärfen. z.b. u.a.den zwischen den USA (mit vielen Schulden) und China (mit vielen Devisenreserven).

ruby Juni 6, 2014 um 22:54

Zeit für Harmonisierung der Umsatzsteuer
15 % und 5 % deloaded
;-)
http://europa.eu/legislation_summaries/taxation/l31057_de.htm
Endlich sinnvolle Investitionen für EU-Bürger!

Balken Juni 7, 2014 um 00:03

Wir brauchen die Ukraine wirklich und ganz dringend. Da können unsere Banken endlich wieder Kredite vergeben und absahnen, statt bei der Zentralbank Strafzinsen zu riskieren.
Das wird ein Leben!
Am Ende kann sogar die Zentralbank das Geld wieder teuer machen.
Sparer! Ihr braucht keine Angst mehr zu haben vor Enteignung!

Systemfrager Juni 7, 2014 um 08:02

@Balken
bingo!

Keynesianer Juni 7, 2014 um 08:48

Ja, das ist eine ganz lange Geschichte.

Die Abwendung vom Keynesianismus begann in den 1970er Jahren mit den Staatsstreichen in Lateinamerika. Aber auch mit der “RAF” und den “Roten Brigaden”, Inszenierungen angloamerikanischer Dienste. Die Ulrike Meinhof hat ja für Konkret geschrieben, eine einschlägig bekannte Zeitschrift, deren Hintergründe hier am ehesten damit verständlich werden, dass unser Waschbär immer ganz begeistert auf Konkret verweist.

Kurz vor Beginn der Volckerschen “Stabilitätspolitik” wurde in Italien Aldo Moro ermordet:

Der Historiker Daniele Ganser sagte im Hinblick auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Anschlag und Moros politischen Plänen:

„Als Aldo Moro [...] nach Washington flog und den Außenminister von Richard Nixon, Henry Kissinger von seinen Plänen über eine Koalition mit den Kommunisten unterrichtete, hat dieser ihm dringend davon abgeraten und gesagt, er würde das bereuen. Moro wollte trotzdem die Kommunisten in die Regierung holen und dies öffentlich verkünden. Auf dem Weg zu genau jener Sitzung ist Moro dann in Rom entführt und später umgebracht worden.“

In diesem Zusammenhang erweckte der US-amerikanische Psychiater Steve Pieczenik Aufsehen, der als Vertreter der amerikanischen Regierung den Krisenstab während der Moro-Entführung beraten hatte und Jahrzehnte später behauptete:

„Ich bedaure Aldo Moros Tod, aber wir mussten die Roten Brigaden instrumentalisieren, damit sie ihn töten. (…) Man könnte sagen, dass es ein kaltblütig vorbereiteter Totschlag war. (…) Moro musste sterben. Ihm das Leben zu retten [ist] nie meine Mission gewesen. Als stellvertretender Staatssekretär der amerikanischen Regierung und persönlicher Berater des italienischen Innenministers war es meine Aufgabe, Italien zu stabilisieren, den Kollaps der Christdemokratischen Partei zu verhindern und dafür Sorge zu tragen, dass die Kommunisten durch die Entführung nicht die Kontrolle der Regierung gewinnen würden.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Aldo_Moro

Das war das Vorspiel zur neoliberalen “Stabilisierungskrise” und der Politik von Lohnkürzung und Sozialabbau und Subventionen und Steuergeschenken für das Kapital bis heute.

Das wusste ich seinerzeit allerdings noch nicht, nur dass die Krisen halt mit Hochzinspolitik absichtlich verursacht werden.

ruby Juni 7, 2014 um 09:58

Natopause, Lagarde scharrt bereits mit den Hufen.
Juncker schreibt bereits die Rücktrittspamphlete?
Poroschokolade oligarchiert mit Putin und Konsomolzen …
Welt was willst du mehr zu Pfingsten
;-)
Erdbeerkuchen schon fertig?
Zentralbanking macht wieder Spaß, weil Bares lacht !
Mittwoch kommt Graf Draghül zum Rapport zu Angela – Direktivausgabe – wer ist der Pflüsterer vom Hofe?
Bitte Antworten.

ruby Juni 7, 2014 um 14:05

Der Mythos des Kapialismus ist einfach verblichen
http://www.youtube.com/watch?v=TsT-MaCjz7A
;-)

ruby Juni 7, 2014 um 14:13

Da kriegen die New Yorker das Kotzen
http://www.youtube.com/watch?v=si55h9-MP_4
;-)

ruby Juni 7, 2014 um 20:44

Lies nach, es ist Liquidity Trap
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/ezb-direktor-coeure-zinsen-in-euro-zone-lange-zeit-niedriger-als-in-usa/10006744.html
und Europa muß darin steckenbleiben, damit die USA ihr Handelsbilanzdefizit weiterhin durch Kapitaltransfers leben können und der Dollar seine Weltleitwährungsfunktion nicht verliert …

aifran Juni 7, 2014 um 22:17

… Dollar – Euro ja Mario der Klempner weiss genau was seine Aufgabe ist. Warum er dort ist wo er ist. Und der Rest? Da sind halt auch noch einige Maulwürfe mit Koffern voller Hundekeks unterwegs die ein klein wenig Streiterei in die EU transportieren usw. usw. usw. :-)
und nix ist mit einer starken EU
und nix ist mit EU – Russland – China

und das Imperium lächelt zufrieden …….

ruby Juni 8, 2014 um 07:46
aifran Juni 8, 2014 um 08:31
aifran Juni 8, 2014 um 08:42
ruby Juni 8, 2014 um 09:41
ruby Juni 8, 2014 um 10:00

Wir brauchen keine Atomwaffen,
keine morodierenden Wanderarbeiter,
Co2 produzieren Energieträger (SolarSoddy),
http://epub.ub.uni-muenchen.de/10284/1/10284.pdf
heute schon dem Hebelmischer gehuldigt?
http://media.kuetec.de/ArticleBig/Armatur_Bad_Kueche_Wasserhahn_Ideal_standard_Chrom_Edelstahl_Niederdruck_5344_ND_5345.jpg

aifran Juni 8, 2014 um 13:57

Wachstumszwang – Klimawandel ….. aber auch eine Gesellschaft mit Ökologischer Wirtschaft die aber unter Wachstumszwang steht ist zum Scheitern Verurteilt ……

also mindestens einmal im Jahr das Öko-Smartphone usw.Verschrotten oder vielleicht besser doch mal ein wenig Nachdenken ….

http://www.monetaere-modernisierung.ch/

zurück ins Heute der Kriegstreiber

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41953/1.html

ja wenn mit dem Wachstum nicht mehr so recht klappt … dann …..

aifran Juni 8, 2014 um 15:23

… wenn alle Dächer mit Solaranlagen ausgestattet sind
…. wenn alle Windräder gebaut sind
…. wenn alle Kühlschränke Öko sind
…. wenn alle Häuser Öko sind

dann muss Verschrottet werden

WEIL OHNE WACHSTUM KRIIIISSEEEEEEE!!!!!

Intelligenz sieht anders aus

"ruby" Juni 8, 2014 um 18:42

Technischer und geistiger Fortschritt bilden immer neue Entwicklungen und Ideen ab. Stillstand ist eher nicht erwartbar?!

aifran Juni 8, 2014 um 19:00

Das eine –
Wachstum
Das andere -
Wachstumszwang

Noch nie in der Geschichte gab es ein perfekteres System der Sklavenhaltung!

WACHSTUM SONST KRIIIIISSEEEEEEEE!!!!!!

aifran Juni 8, 2014 um 19:15

Wachstum, Wachstum, Wachstum … alles kein Problem – und wenn es anders mit dem Wachstum nicht mehr klappt stellen wir halt auf Kriegs Wirtschaft um sagen die Sytemgewinner

allen schöne Tage

aifran Juni 8, 2014 um 19:22

http://www.querschuesse.de/weik-und-friedrich-zu-den-notenbanken/

Passend zur aktuellen Zinssenkung der EZB präsentiert Querschuesse einen weiteren exklusiven Auszug aus dem neuen Buch von Matthias Weik und Marc Friedrich “Der Crash ist die Lösung”, welches bereits auf Platz 9 der Spiegel-Bestseller Sachbuch liegt und damit einem größeren Publikum gut verständlich geschrieben die Thematik Finanzkrise und deren Implikationen nahebringt: ……

aifran Juni 8, 2014 um 19:28

http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=3029

Wenn die NATO die Flugsicherung lahmlegt

(8.6.2014) Man stelle sich vor, das russische Militär würde das Blockieren von Transpondersignalen üben und hätte damit Erfolg – die Reaktionen wären ganz anders, als sie es jetzt sind, wo dies eines der Ziel einer NATO-Übung in elektronischer Kampfführung in Ungarn war. Und die NATO war dabei durchaus erfolgreich, da es Ausfälle bei der zivilen Flugsicherung in Deutschland, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und in Österreich gab. Es fragt sich, wie weit diese Verletzung der Gebietshoheit der Staaten über ihr eigenes Territorium vom NATO-Vertrag gedeckt ist – in Österreich liegt jedenfalls eine Souveränitätsverletzung vor, weil wir völkerrechtlich neutral sind. ….

aus Schluss und Ende

"ruby" Juni 8, 2014 um 21:10

“Eventuell wird es in Zukunft noch einen Kern-Euro und daneben einige Parallelwährungen geben. Auf der regulativen Ebene werden wir es mit Maßnahmen wie zum Beispiel Abhebungs- und Barzahlungsbegrenzungen, Steuererhöhungen oder Zwangsabgaben zu tun bekommen. Politik und Finanzsektor wird im Zweifel jedes Mittel recht sein, um Zeit zu gewinnen. Wir Bürger werden uns bis zum finalen Crash an todernste Politikerminen, hektische Krisengipfel, undemokratische Entscheidungen, verzweifelte Rettungsaktionen und partielle Enteignungsmaßnahmen so gewöhnt haben, dass viele
Vorzeichen der sich anbahnenden Katastrophe gar nicht mehr auffallen.” aus querschüsse.de

Die Wertberichtigungen zu einem Zeitpunkt sollten im Vergleich zum Vermögensverbrauch, -verzehr im normalen Wirtschaftszyklus gesehen werden. Wieviel und wann nehmen die Rentner die “verlorenen” Anlagen in Anspruch oder brauchen sie diese garnicht und vererben sie nur? Wie ist die Alterssstruktur also die mengenmäßige reallokation?
Was gestalten die Erben z.B. mit ausgezehrten Immobilien?
Wollen sie nur Umlaufvermögen halten (Zinserträge)oder wandeln sie in Sachanlagevermögen (Aktivtausch) um?
Tritt wirklich ein finaler Crash ein oder ist das nur Einbildung bzw. Realisierung eines Tastendruckes (gefühlte Armut)
;-)
Inflation wird mit Geldvernichtung (normal und ausserordentlich) oder einsatzlosem Bunkern vermieden …
Ausserdem besteht die Möglichkeit von Konsum durch verstärkte (notwendige) Bildungsinvestitionen!

aifran Juni 9, 2014 um 06:00
ruby Juni 9, 2014 um 12:02

Levon Aronjan (31 Armenien)

“Ich denke dann, die Partie gewinnt sich von alleine. Aber das ist weniger übergroßes Selbstvertrauen, als dass ich von der Vorfreude des Siegs überwältigt bin.”

Orange Juni 9, 2014 um 16:23

Für ökonomisch interessierte Laien:

Auf edx gibt der IMF gerade nen Kurs, der sich vor allem mit Terminologie und Mechanik makroökonomischer Größen und Buchführung beschäftigt. Ich zieh mir das Zeug gerade rein, so 10 Stunden in der Woche mit den kleinen Aufgaben, rund 2 Stunden blosses Video glotzen.

BB Juni 9, 2014 um 19:01

Hiermit verleihe ich Wolfgang Münchau den styroporenen Pudel für die pudeligste Analyse seit Erfindung der Spiegel-Pudel-Kollumne:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kreditklemme-trotz-ezb-programmen-die-banken-sind-unschuldig-a-974132.html

*kecker, lach*

Uiiii, der private Sektor ist schuld, weil: er weiß nicht mehr, wo er sein Geld anlegen soll!

Ja, da seit ihr platt, ihr Salon-Keynesianer. Dass das mit den niedrigen Zinsen nicht mehr funktioniert!

Und natürlich. Europa macht alles falsch! ALLES! Und nur Münchau weiß das, denn wenn es jeder wüsste, dann müsste er es uns ja nicht mitteilen.

Mein Theorie ist ja dagegen, dass die Krise damit zusammenhängt, dass alle Wirtschaftskollumnisten, Fernseh-Professoren und Ökonomen (die sowieso alle) zu viele Prognosen und Erklärungen erstellt haben, damit viel zu viel Geld verdient haben und sie jetzt gar nicht mehr wissen, wofür sie es ausgeben sollen. Daher die Geldschemme. Nicht die Banken, sondern die Ökonomen sind schuld!

Daran wird’s liegen. Genau!

kecker Juni 9, 2014 um 20:55

@ BB “Spiegel-Pudel-Kollumne”, “Wirtschaftskollumnisten”, “Geldschemme”

Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen. (Oscar Wilde)

* kecker,lach *

holger196967 Juni 9, 2014 um 21:34

kecker

das Leben war immerhin so fair, auch dich auf die Welt zu kacken, ob das kecker war, weiß man nicht.

Das müsste man die Gebärmutter mal fragen. Die Nachgeburt sollte auch eine Chance haben oder?

BB Juni 9, 2014 um 22:54

Lass mal gut sein Holger, Oma Kecker macht hier zwar auf Dorfschule, kennt aber nicht die Regel, dass sich ein proletarischer Intellekt einen Rechtschreibfehler pro Satz gerne mal leisten tut.

aifran Juni 10, 2014 um 14:22
Insider Juni 10, 2014 um 17:05

Wie funktioniert der Kapitalismus?

http://www.youtube.com/watch?v=o0NSh9Ci_Mc#t=73

Adorno wusste, wovon er redete, er war selbst lohnabhängig.

Insider Juni 10, 2014 um 18:16
Andreas Kreuz Juni 11, 2014 um 11:53

Wie funktioniert Kapitalismus?

So vielleicht?

http://www.jungewelt.de/2014/06-11/045.php

Balken Juni 11, 2014 um 15:36

Ja wie funktioniert er denn nun, der Kapitalismus?
Er funktioniert so, dass der ‘Teufel halt immer auf den größten Haufen … Da funktioniert er so gut, dass er aus genau dem Grunde am Ende gar nicht mehr funktioniert, so dass er am Ende auf die Talmi-Demokratie, mit der er sich camoulflierte, dann halt auch noch verzichten muss. Na gut, das ist nun wirklich nichts neues,keine Ahnung, warum jetzt alle, sei es zustimmend sei es ablehnend, einem Piketty soviel Aufmerksamkeit zollen. Wahrscheinlich isses für unsere geübtes und eingelerntes Kurzzeitgedächtnis einfach schon zu lange her, dass, um mal eine Landsmännin von ihm zu nehmen, Viviane Forrester …
Er funktioniert auch ganz prima mit Mafia-Protektoraten, erst Kosovo,wo gerade ein neuer Pate von Albrights Gnaden Regierungschef wird, jetzt Ukraine, mit dem guten Olgarchen Poroschenko.
Geht doch. Failed states? Kein Problem, haben wir zu hause selber, bloß vornehmer. Lässt sich prima mit arbeiten. Freihandel! Keine nichttarifären Handelshemmnisse!

Keynesianer Juni 11, 2014 um 18:12

Der Kapitalismus, wie wir ihn durch den Einfluss der Neoliberalen seit über drei Jahrzehnten jetzt wieder haben, ist die Herrschaft organisierter Kriminalität. Oligarchenherrschaft, nicht nur in der Ukraine. Bei uns heißen die Oligarchen “Investoren”, haben die Massenmedien gleichgeschaltet und lassen den Sozialstaat abbauen, die Renten senken und private Versicherungen die Leute ausplündern. Die Politiker und Journalisten und sogar die Professoren sind nur noch käufliche Hanswursten der “Investoren”.

Soziale Marktwirtschaft ist Kapitalismus ohne Gangsterherrschaft.

Mit der sich ausbreitenden Gangsterherrschaft sinkt auch der Lebensstandard der Massen in den ausgeplünderten Ländern. Wir können die Lateinamerikanisierung Europas fortschreiten sehen.

Balken Juni 11, 2014 um 20:05

@Keynesianer
Nicht, das unser Klagen irgendetwas verändert, aber: Immerhin zu sehen, was ist, ist die Bedingung von Veränderung. Der Rest kommt, eventuell, oder auch eventually, wenn es denn soweit ist, ganz wie von selbst.
Und selbst das Sehen ist schon eine Leistung. Denn, zu sehen was ist, wird mit allen Mitteln zu verhindern versucht. Da ziehen Marxisten und Luhmaniacs sogar als nützliche Idioten am selben Strang.

Auf die normative Kraft des Faktischen kann man vertrauen. Eine extrem ungleiche Gesellschaft ist in der Tat eine sehr stable Ordnung, weil mit dem Vermögen auch das Vermögen extrem ungleich verteilt ist (das Wort ‘Vermögen’ hat eine sehr bezeichnende Doppelsinnigkeit). Fakten kann man gezielt setzen, behutsam und langsam, ehe es einer bemerkt (hieß früher in Europa mal Methode Monnet, aktueller Methode Juncker). Das hat gut funktioniert. Man gehe durch eine Vorstadt, in der die Unterschicht wohnt (das Wort ist wieder hoffähig), man versetze sich gedanklich dreißig Jahre zurück, stelle sich die Veränderungen als von einem Tag auf den anderen geschehen vor, damit sie einem in ihrer Extremheit bewußt werden. Fakten können aber auch wie ungeplant auftreten, als Nebeneffekt geplanten Privatisierens (siehe http://de.wiktionary.org/wiki/privare). Arm aber sauber? Ja,m davon träumt der betuchte Bürger. Es ist aber womöglich ein feuchter Traum. Denn andererseits gilt: Je ungleicher eine Gesellschaft, je unmöglicher Veränderungen erscheinen (es ist egal, wen ihr wählt und wer unter uns Kanzler ist), desto größer wird die Spannung, die sich aufbaut, desto schlimmer das reinigende Gewitter. Wie sicher bleibt das Privteigentum, soweit es sich immer deutlicher im allgemeinen Bewußtsein als Raub kenntlich macht? Narrenhände beschmieren Tisch und Wände, weiß ich noch (bin halt schon ein altes Holz). Heute ist Vandalismus eine gesellschaftlich längst hingenommene Tatsache. Vandalismus, Kupferklau u. dgl. wendet sich allerdings noch gegen Gemeingut. Die Kleinen machen die Großen einstweilen noch bei Steuerbetrügereien gegen die Allgemeinheit nach. Signalstörung, sagt die Bahn als Grund der Verspätung. Die Berliner U-Bahn “wehrt” sich gegen Scheibenkratzer, indem sie gleich selbst vorsorglich die Fenster nahezu undurchsichtig macht mittels aufgespritzer Brandenburger Tore kreuz und quer. Autoscheiben und Lacke werden in der Regel noch geschont. Wer kann versprechen, dass das faktisch so bleibt? Der Kapitalismus sorgt dafür, dass der gesellschaftliche Komment kaputtgeht. Wenn der letzte Idiot gemerkt hat, dass seine ohnmächtige Wut trickreich gegen die falschen “Feinde” gewendet wurde, gegen die GEZ, gegen die Immigranten, gegen die Alten, gegen die Sozialumlagesysteme, name it, könnten plötzlich ganz andere Fakten eintreten. Dann “Bürger auf die Barrikaden”? Viel Glück!
Seufzend fragt man sich mit Blick in die Geschichte: Warum eigentlich muss es immer wieder dazu kommen? O.k., weil der Kapitalismus so funktioniert. Das war ja das Thema hier.
Also:
Mehr Gleichheit organisieren.
Der Staat, die öffentliche Hand, kann investieren, ohne einen “Investor” ganz nebenbei und leistungslos dabei verdienen lassen zumüssen.
Genossenschaften sind eine Nische. Warum eigentlich?

Natalius Juni 11, 2014 um 20:28

Nett formuliert funktioniert er als kreative Zerstörung zum Mitmachen:

“Jeder Mensch hat Ziele im Leben. Diese passen sich mit der Zeit an die jeweiligen individuellen Bedürfnisse an, wie der Bedarf an finanziellen Mitteln für deren Realisierung. Ganz gleich, ob es sich um Vermögensaufbau handelt, oder einer Investition mit regelmäßigen Erträgen für den Lebensunterhalt. Für risikobewusste Anleger bieten Aktienfonds mit hohen Dividendenausschüttungen eine relevante Perspektive. Doch wo findet man die vielversprechendsten Dividenden? Unsere Antwort: Setzen Sie auf Europa.”
http://www.blackrockinvestments.de/finanzberater-und-banken/fonds/fonds-im-fokus/bgf-european-equity-income-fund

Als Hauptgang empfehlen wir heute Filet Allemand an Draghi-Erbsen und Sauce Bruxelloise…

Nur böse Zungen behaupten, er funktioniere als Pathokratie….

Balken Juni 11, 2014 um 20:39

@Natalius

Danke, ja sehr komisch! Schick das mal dem Volker Pispers, der macht daraus einen Lacher. Braucht er ja nichts am Wortlaut zu ändern, einfach wörtlich vorlesen, und die LEute liegen brüllend am Boden – oder auch: gucken doof. Je nachdem. Wissen nicht, wo die Stelle zum Lachen ist. Von Anfang bis Ende, in diesem Falle. Nochmal lesen, das Zitat. Nein? Na dann!

Bogus Juni 12, 2014 um 22:35

Off topic

Tja, da wollte nun der kleine Bogus sein Gespartes, ob des niedrigen Zinses und ganz im Sinne von Muttis Energiewende, in einen Stromspeicher investieren. Aber so wird das nüscht:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/eeg-umlage-eigenerzeuger-muessen-einheitliche-oekostromumlage-zahlen-12985095.html

Bin mal gespannt, auf welchem Industriepöstchen der Gabriel in
3 1/2 Jahren seinen fetten Hintern platzieren wird. Wetten, es wird bei einem der großen Energieversorger sein?

Natalius Juni 16, 2014 um 12:08

@Bogus,
Nicht nur das – aus tagesaktuellem Grund (gescheiterte Verhandlungen über nicht gezahlte Gasrechnungen der Ukraine) auch das: http://www.veteranstoday.com/2014/06/12/eu-sanctions-on-russia-could-double-gas-prices-world-bank/

"ruby" Juni 16, 2014 um 20:40

kein Autor
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/neue-abstimmungsregel-sorge-um-deutschen-einfluss-auf-die-ezb-geldpolitik-12993658.html
Wer hat die Formulierungen für die EU-Vertragsreform bereits formuliert?
Auch wenn Schäuble abwinkt …

"ruby" Juni 17, 2014 um 23:00

Master of the Universe
http://future.arte.tv/de/finanzwelt#article-anchor-17341
mit Stabat Mater
surreal

"ruby" Juni 17, 2014 um 23:15

leer krass diese luftige Hohlheit
8-)

"ruby" Juni 18, 2014 um 23:41

Gedanken des Abgesangs?
http://blogs.faz.net/fazit/2014/06/18/die-grosse-ratlosigkeit-sintra-4-4169/
wegen Wirtschaftswissen von Wiesaussieht

Natalius Juni 19, 2014 um 09:43

@”ruby” Juni 17, 2014 um 23:00
Master of the Universe
http://future.arte.tv/de/finanzwelt#article-anchor-17341
mit Stabat Mater
surreal

Danke für die Empfehlung. Gut gemachte Innenperspektive. Mit 100k/Monat war er sein Geld als “Produkterfinder” sicherlich wert.

"ruby" Juni 19, 2014 um 20:33
"ruby" Juni 21, 2014 um 22:06

Im Juli wird Italien Europa regieren.
Eine Große Koalition zur Besetzung der Spitzenpositionen ist in Konferenz. Die Stabilitätskriterien werden narrativer Humbuk in dem sich Sozialdemokraten tummeln und die Konservativen assistieren…
Die gewünschte Eurogeldpolitik zeigt ihre kompletierte Ergebnislosigkeit für Wirtschaftspolitik insbesondere bei Jugendarbeitslosigkeit.
Wer will sich das weiter wiedervorlegen lassen?
Das Handeln der Bankenaufsicht wird zu einer beschönigenden Farce …
Goodbye

muneratti März 4, 2015 um 20:02

Hallo ich habe ein Zeugnis, das Sie machen: Es ist eine christliche Organisation gegründet, um Menschen auf Hilfe, z. B. finanzielle Unterstützung zu helfen. Also, wenn Sie finanzielle Schwierigkeiten oder in jeder finanziellen Schlamassel, und Sie brauchen finanzielle Mittel, zu starten Ihr eigenes Geschäft, oder benötigen Sie Darlehen für Ihre Schulden zu begleichen oder Zahlen Ihre Rechnungen, eine nette Geschäft, oder haben Schwierigkeiten, Kapital Darlehen von lokalen Banken zu erhalten, anfänglich keinen AugenblickDa die gut gemeinten Bösen des Darlehens im Internet mich völlig leer hatte, aber meine Neugier schob mich ein zweites Mal zu versuchen. Ich konnte endlich dem Darlehen, das meine Version von dieser Sackgasse in
denen ich lebte. Ich habe mehrere Kollegen, die ebenfalls erhaltene Darlehen auf seinem Niveau ohne Probleme statt Sie tun haben, von böswilligen Personen nehmen um die Unschuldigen zu betrügen, ich diesem Beitrag zu veröffentlichen, weil sie mich gut mit diesen Kredit hat und Sie entmutigt nicht, weil ich ich war mit, aber ich traf diese ehrlichen und großzügigen Damen also Kontakt mit ihnen nehmen:
(Rodionovaelenna@katamail.com)
Die Bibel sagt: “” Luke 11:10 jeder Bittende empfängt, wer sucht, und ihm wer klopft, öffnet sich die Tür. “. Also nicht diese Möglichkeiten, die Sie übergeben, dass Jesus nicht ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Bitte täuschen Sie nicht weil es noch ernste Menschen, aus Furcht vor Gott und Geist… Es ist eine christliche Organisation gegründet, um zu helfen. Ihre Kernaussage hat dies genug Sie ansprechen, die Ihr Leben für immer verändert

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