Nach der Siegesfeier: Die Party ist vorbei

by f.luebberding on 16. Juli 2014

Das Internet ist schon eine interessante Sache. Wo man früher aufwändige empirische Untersuchungen brauchte, ist das jetzt in wenigen Stunden zu bekommen. Allerdings sind diese Stellungnahmen keineswegs repräsentativ, um das ZDF anzusprechen. Seit der Siegesfeier der deutschen Fußballnationalmannschaft am Brandenburger Tor geht es rund. Man muss nur auf Twitter unter #Gauchogate oder #Gaucho nachsehen. Es reicht aber auch TV-Kritik einzugeben oder meinem eigenen Accout zu folgen. Bei Facebook kocht die Volksseele noch mehr, wobei man sich fragen muss, ob es mittlerweile FIFA-Volksseele zu heißen hat. Letztere interessiert sich aber wohl mehr für die verfügbaren Einkommen der Fußball-Fans als für die Seele irgendeines Zeitgenossen, wenn er nicht Sepp Blatter heißt. Die Reaktionen auf die Kritik an der Siegesparty der Nationalmannschaft, und das betrifft vor allem meinen eigenen Artikel, machen eines deutlich: Es ist ein schwerer Fehler, wenn man den Fußball nicht mehr nur als ein gesamtgesellschaftliches Phänomen betrachtet, sondern ihn zur Ideologie verkommen lässt.

Schon nach dem Sieg im Halbfinale über Brasilien begann jene Form der Sinnstiftung, die das Auftreten der Nationalmannschaft zum Symbol für das ganze Land umdeutete. Die Bild stand dabei an der Spitze der Bewegung. Offensichtlich meinen einige Leute außerhalb der jungen Herren auf dem Platz, ebenfalls Weltmeister geworden zu sein. Ob das Fußballfans sind, ist völlig unerheblich. Wer vom “Wir-Gefühl” redet, meint nicht den Fußball. Er sieht dort ein Identifizierungsangebot, das weit über ihn hinausreicht. Diese Form der Instrumentalisierung des Fußballs betrifft zwei Sektoren. Zum einen die Ökonomie. Unternehmen nutzen die Begeisterung (nicht nur der von ausgewiesenen Fußballfans) als Marketing-Instrument. Selbst der CEO der Lufthansa ließ es sich nehmen, den Fußballern nach deren Landung persönlich die Tür zu öffnen. Zum anderen aber auch die Politik. Es ist eben nicht irrelevant, wenn sich die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident nach dem Sieg der Mannschaft äußern. Sie mit der Mannschaft einen Selfie nach dem anderen produzieren und es ansonsten als einen Sieg des ganzen Landes interpretieren.

Hier ging es schon lange nicht mehr um Fußball. Die Siegesfeier war nicht die Privatangelegenheit eines Vereins, der seinen Fans und Kunden etwas bieten möchte. Es war mit der stundenlangen Live-Übertragung in den beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zur Abschlussveranstaltung eines nationalen “Wir-Gefühls” geworden. Was dieses anzurichten vermag, kann man aus den Reaktionen auf meinen Artikel ablesen. Dort war mit keinem Wort von Nationalismus, Rassismus oder der Plastikformel der angeblichen Political Corecctness die Rede. Die Engstirnigkeit, die Nationalismus und Patriotismus gemeinsam haben, wurde allerdings in den folgenden Stunden deutlich. Die meisten Kommentare hatten Selbstoffenbarungscharakter. Man hatte dem “großen Wir” den Spaß verdorben, das, außer sich selbst, nichts anderes mehr zulassen kann. Sozialpsychologisch als Ausgrenzung ein klassisches Kriterium nationalistischer Ideologie. Das gilt auch für den unsinnigen Hinweis, was Fußballfans anderer Nationen an Gesängen zu bieten haben. Diese veranstalten nicht vor dem Brandenburger Tor Siegesfeiern des deutschen “Wir-Gefühls”.

Im Artikel ging es um den öffiziösen Charakter dieser Veranstaltung. Und eben nicht um die aus dem Ruder gelaufene Feier nach einem Pokal-Endspiel, wo ein Spieler die Fassung und die Kontrolle über seine Blase verliert. Daher ist das Argument, ob ich schon einmal auf einer Tribüne gewesen sei oder seit wann ich über Fußball berichte (übrigens nie), grandioser Unfug. Seit wann werden solche Veranstaltungen nach den Wertmaßstäben von Fußballfans ausgerichtet? Natürlich war diese Gaucho-Persiflage nichts Neues. Nur hat diese Siegesfeier einen anderen Charakter als das Gruppenverhalten von Fans. Selbst ein eher schlichtes Gemüt sollte das verstehen. Aber das hatte noch nicht einmal der DFB verstanden. Der Fußball bekommt mittlerweile eine Funktion zugewiesen, die ihn selbst und vor allem die Spieler überfordert. Die Medien haben diesen Trend aufgenommen und sogar noch verschärft. Es ist schlicht ein Unding, wenn der Regierende Bürgermeister von Berlin am Pariser Platz als ein mit Nationaltrikot ausstaffierter Fan die Einträge in das “Goldene Buch” der Stadt abholt. Geht es noch? Die Fußballer sind nur Fußballer – und keine Nationalhelden. Oder höchstens für 90 Minuten. Die Entlohnung für ihre Mühe ist übrigens nicht schlecht.

Insoweit muss sich vor allem der DFB überlegen, ob er weiterhin den Popanz der Vorbildfunktion von Nationalspielern aufrechterhalten will. Gerade in der Debatte vor der WM über Kevin Großkreutz hat es an solche Ermahnungen eines kaum erwachsen zu nennenden Spielers nicht gefehlt. Der DFB hat damit ein Interesse verbunden: Die Bedeutung des Fußballs – und das ist in Deutschland er selbst – zu unterstreichen. Von der Vorbildfunktion von Handball- oder Skatspielern ist bekanntlich nie die Rede. Das braucht er für seine Reputation in der Politik. Schließlich ist die Diskussion um die Polizeieinsätze bei Ligaspielen nie verstummt. Dort ist das Gruppenverhalten mancher Fans zu besichtigen, wie bald wieder zu erleben sein wird. Wobei der Verband  ansonsten keine Gelegenheit auslöst, das Verhalten der Fans im Stadion zu moralisieren und zu skandalisieren. Er ist aber als Veranstalter noch nicht einmal in der Lage, einen angemessenen Rahmen für eine Siegesfeier nach der Rückkehr der Nationalmannschaft zu finden. Ansonsten hätte Oliver Bierhoff gewusst, warum der Gauchotanz im Stadion seinen Platz finden kann, aber sicher nicht auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor. In meinem Artikel geht es nicht um die Spieler. Deren “Vorbildfunktion” ist dort nicht eingeklagt worden. Das kann man gerne dem DFB überlassen.

Die Party ist vorbei. Wie immer haben manche Teilnehmer danach einen Kater. Katzencontent funktioniert im Internet übrigens immer.

update 14:27 Uhr

Ein Hinweis von Stefan Niggemeier. Er liest Zeitungen und DFB-Presseerklärungen.

15:24

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat gerade folgende Presseerklärung veröffentlicht.

17:51

Im Zündfunk eine Zusammenfassung dieser kaum noch zu überblickenden Diskussion. Unter anderem mit links zum Guardian.

{ 235 comments }

Doktor D Juli 16, 2014 um 12:09

Amen! Und was diese bescheuerte Überhöhung des Fußballs zur nationalen Selbstvergewisserungs- und -bestätigungsveranstaltung mit den Menschen anrichtet, die darin eine tragende Rolle spielen müssen – nämlich Spieler und Trainer –, haben wir ja an den verstörten und hysterisierten Brasilianern gesehen.

Jackle Juli 16, 2014 um 12:13

Die ganze scheiß Show ist lächerlich. Merkel ist lächerlich. Gauck sowieso. Was der DFB veranstaltet ebenso. Das alles konnte man schon seit Ewigkeiten wissen. Der Fußball wir verkauft, verramscht und überhöht. It’s just a fucking game!
Nun steht der modernen Fußball damit aber nicht alleine herum in der Moderne.
Deine Gesellschaftskritik, die dann irgendwo dort aufhört, welche Lieder die Nationalspieler anstimmen, ist dann aber genau in dem Schemata genauso lächerlich. Geradezu erbärmlich.

Nicht die völlig desolate, katastrophale Wirtschaftspolitik, die den Süden Europas in Armut, Arbeitslosigkeit, Elend und Selbstmord treibt, ist Anlaß um Deutschland und sein Deutschsein zu kritisieren. Nein ein völlig harmloser, oft gesungener Schmähsong, wie er seit eh und je dazu gehört, soll das Bild Deutschlands nachhaltig in der Welt schädigen. Are you fucking serious?

Who the fuck gives a fuck, Frank? Oder anders gesagt: Wirklich herausragend gut, dass die ganzen Schland-Girls, ihr FAZ-Schreiberlinge, ihr 0815 “Fans”, ihr PublicViewing Bekloppten für die nächsten zwei Jahre endlich wieder eure verkackte Fresse haltet und den Fußball denen lasst, die ihn für das lieben, was er ist. Ein zauberhaftes Spiel!

Lächerliche Aufregung um Nichts. Aber nach Wulff hast Du ja genug Übung darin etwas ganz Kleines hoch zu sterilisieren.
Angesichts Dessen was Deutschland sonst so in der Welt anrichtet eine wohlfeile Übung. Geradezu grotesk, was für ein Thema das plötzlich sein soll.

Letztendlich sagt die Empörung, die lächerlichen Artikel u.a. eines Frank L.s wie verkommen die aktuelle Zeit ist. Ihr seid damit nur weiterer Teil des laufenden Schwachsinns. Ganz sozialdemokratisch also!

holger196967 Juli 16, 2014 um 12:25

Wie immer Frank…

du kannst nicht Differenzieren… Zwischen Fußball als Mittel zum Eventie…

“Wir” “echten” Fußballverrückten” sehen das anders. Ich distanziere mich von den “400.000″ Pennern (innen), die Morgens um 06:00 schon am Tor stehen. ABER ich akzeptiere das, dass selbst meine Frau Fußball geguckt hat. Und meine Frau akzeptiert, dass ich nach FFM zu Eintracht fahre.

Das, was aber aus den Federn kommt, und auch aus Deiner, ist Bullshit ^12

—>>>Von der Vorbildfunktion von Handball”

LOL :D GERADE HANDBALL das dreckichste Spiel überhaupt.

—>>>Schließlich ist die Diskussion um die Polizeieinsätze bei Ligaspielen nie verstummt. Dort ist das Gruppenverhalten mancher Fans zu besichtigen, wie bald wieder zu erleben sein wird. ”

Komm mit Lübberding Frank… komm mit zum “Randale-Weltmeister” #1 in DE komm mit ins Waldstadion… BILD dir deine eigene Meinung. Ich lade dich hiermit ein…

Schatten Juli 16, 2014 um 12:32

Die allermeisten Sportarten sind eingehegter, ritualisierter Kampf.

Auch und gerade Fußball!

Fußball also – ein Kampfspiel! Nix für Weicheier! So fängt es erstmal an!

Und zudem kommt, dass der Fußball als Spiel auch Volksfestcharakter und Volksbelustigungscharakter hat – Karneval. Und auf dem Karneval macht man sich lustig – straffrei!

Und also natürlich fordern Autoren wie @Luebberding ein, dass der Fußball nicht nur seinen Kampfcharakter verliert, sondern auch seinen Charakter als Volksbelustigung!

Und also natürlich fordern Autoren wie @Luebberding ein, dass der Fußball gereinigt werden müsse – vom Volk mit all seinen Tugenden und Schwächen.

In der “gereinigten” Sprache, die ja implementiert wird, um die Seelen zu “reinigen”, gibt übrigens gibt es kein Volk mehr, nur noch eine Bevölkerung.

Und also natürlich tritt uns damit im Autoren @Luebberding das System gegenüber, das von Goldman Sachs über Frau Merkel bis zur Antifa reicht. – So wohlfeil, wie bedrohlich!

PS Ich habe übrigens kein Spiel der FIFA-WM gesehen, war auf keine Fan-Meile und auch nicht in der Sportbar um die Ecke.

holger196967 Juli 16, 2014 um 12:34

Schatten

—>>>PS Ich habe übrigens kein Spiel der FIFA-WM gesehen, war auf keine Fan-Meile und auch nicht in der Sportbar um die Ecke.”

Das ist doch vollkommen egal! Juckt doch eh keine Sau oder? Der Lübber aber auch nicht… ;)

Gregor Keuschnig Juli 16, 2014 um 12:37

Liest sich sehr angefressen. Beispiel:

Das gilt auch für den unsinnigen Hinweis, was Fußballfans anderer Nationen an Gesängen zu bieten haben. Diese veranstalten nicht vor dem Brandenburger Tor Siegesfeiern des deutschen “Wir-Gefühls”.

Aber sie veranstalten vielleicht demnächst wieder in Rio de Janeiro, Buenos Aires, Madrid oder in Rom. Dort hatte sich meines Wissens 2006 übrigens kaum jemand über Herrn Materazzi aufgeregt, der mit einer gezielten Provokation den leicht erregbaren Zidane zur roten Karte provozierte. Und wenn Arjen Robben den niederländischen Medien mit suffisantem Lächeln die Schwalbe im Spiel gegen Mexiko eingesteht, bleibt das natürlich nach wie vor großer Sport.

Die Sinnhaftigkeit, diese Feier-Veranstaltung auf mehreren Kanälen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen zu bekommen, hat sich mir auch nicht erschlossen. Noch schlimmer ist es aber, sich diesen Blödsinn anzusehen und als “Fernsehkritik” noch zu auszuweiden. Der Einwurf, der DFB habe die Veranstaltung nicht im Griff gehabt, ist eher lächerlich. Wie sollte man das auch? Vielleicht demnächst zeitversetzt senden, und dann inkriminierende Stellen herausschneiden?

Das Geleier von der “Vorbildfunktion” kann ich auch nicht mehr hören, schon weil es so nach Sepp Herberger müffelt. Das ist im übrigen auch keine Erfindung des DFB. Sie wissen sicher, dass die Spieler gecoacht werden und das immergleiche belanglose Frage-und-Antwort-Spiel kann einem eine solche Veranstaltung schon sehr vermiesen. Der wirkliche Grund dafür liegt darin, dass dann irgendwann mal einer ausrastet – die letzten hießen Klopp und Mertesacker und der Journalismus feierte sich als wichtige Institution. In Wirklichkeit ist ein solches Fettnäpfchensuchen nur noch peinlich.

Dass man jetzt das Haar in der Suppe gefunden hat beruhigt wohl. Man hat seinen Zweck erfüllt; Tor in der Nachspielzeit sozusagen. Ab Ende August darf man dann wieder den Bayern die Lederhosen ausziehen.

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 12:40

Holger

Keine Lust auf diesen Tonfall. Den lese ich besser woanders … .

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 12:43

Keuschnig

Mit den Siegesfeiern in Südamerika können sich gerne die dortigen Kollegen beschäftigen. Was hat das jetzt mit uns zu tun? Nichts. Außerdem bin ich nicht angefressen, sondern nehme die Empörung mit Interesse zur Kenntnis … .

holger196967 Juli 16, 2014 um 12:45

f.luebberding Juli 16, 2014 um 12:40
Holger

Keine Lust auf diesen Tonfall. Den lese ich besser woanders … ”

Keine Lust auf das Geschwafel … ?

Was hat den Koeman gemacht? :D Das kannst selbst du nicht ausRADIEREN…

Das ist im Netz…

holger196967 Juli 16, 2014 um 12:47

Koeman hat sich den Arsch mit dem Trikot von Olaf Thon abgewischt BASTA

Doktor D Juli 16, 2014 um 12:50

Na ja, die Vorbldfunktion und diesen ganzen “Müffel” nimmt ja der DFB mit großer Begeisterung an. Und wenn man sich bereitwillig zur letzten Repräsentanz der Nation stilisieren lässt und auch aktiv stilisiert – u. a. weil das gut fürs Geschäft und die Lobbyarbeit in der Politik ist, dann werden aus typischen Kurvengesängen auf der großen Nationalfeierbühne seltsam revanchistisch wirkende Gesten.
Das Interessante ist ja, wie selbstverständlich auch hier davon ausgegangen wird, dass nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft ein Hochamt unter der Linden gefeiert wird. Warum eigentlich? Hätten es die Jungs nicht verdient, erstmal in den Urlaub zu fahren?

aifran Juli 16, 2014 um 13:02

Fußball und Umfeld… echt Aufragend – was ist da schon Kanonendonner und Raketenblitz dagegen .

Israel – Palästina steht übrigens 200 – 1 (?)
Kiev-Nazis – Ost Ukraine keine Angaben da der Zähler wegen Überlastung auseinandergeflogen ist

aber der liebe Frank L. wird uns sicher bald genaueres berichten
… oder doch nicht

niemand Juli 16, 2014 um 13:03

Interessant wäre noch, ob die “WGs” ihre Performances selbst erdacht haben, oder ob sie gescriptet waren.

Auch Schweinsteigers “Scheißding” erscheint so in einem interessanten Licht, ebenso sein permanentes Umhülltsein in einer Flagge – wie üblicherweise Gefallene aufgebahrt werden.

Andreas Kreuz Juli 16, 2014 um 13:05

Mir fällt da Heinz Ehrhard ein:

http://www.spruch-archiv.com/list/?autor=Heinz+Erhardt&id=12709

@fl

Was willst Du denn noch kitten?
Die Fassade?
Damit man die 90% Gehirnamputierten dahinter nicht sieht?

Das wird nix!

Frankie (formerly known as Bernankie) Juli 16, 2014 um 13:13

@Luebberding

“Ansonsten hätte Oliver Bierhoff gewusst, warum der Gauchotanz im Stadion seinen Platz finden kann, aber sicher nicht auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor.”

Genauso ist es. Und deswegen laufen @Holgers Beispiel von Koeman ( an das i mich gut erinnere, seinerzeit hat mich Fussball noch interessiert), @Keuschnigs Beispiele von Materazzi und Robben ins Leere: was in der Arena geschieht, und was ausserhalb , ist ein Höllenunterschied. Und so war die Gauchoschmähung vor dem Deutschen Tor vor 40 Mio Zuschauern einfach – unhöflich. Höflichkeit ist keine Kategorie in der Arena, draussen im Leben aber sehr wohl.

aifran Juli 16, 2014 um 13:22

Im Stadion – da darf der Nutzmensch die Sau raus lassen

ausserhalb des Stadions hat der Nutzmensch Nutzmensch zu sein – Basta!
( Kolosseum – warum wohl haben die Römer sowas gebaut und bespielt …. )

niemand Juli 16, 2014 um 13:22

“Unhöflich” fände ich da einen äußerst milden Ausdruck…

Kruard Juli 16, 2014 um 13:24

Linker Schrott auf Mülltonnenniveau.

Pascal Juli 16, 2014 um 13:25

Seien wir doch mal ehrlich. Niemand glaubt, dass der Autor diesen Schwachsinn ernst meint. Er dachte wahrscheinlich einfach nur, wie kriegen meine Beiträge die meiste Aufmerksamkeit?
Die Antwort darauf, ist Schwachsinn zu verbreiten.
Ist doch auch gut gelungen.

Doktor D Juli 16, 2014 um 13:26

@StefanSasse hat was Kluges auf Deliberation Daily zum Thema geschrieben: http://www.deliberationdaily.de/2014/07/fussball-eignet-sich-nicht-zur-sinnsuche/

riffmaster Juli 16, 2014 um 13:26

“Es ist schlicht ein Unding, wenn der Regierende Bürgermeister von Berlin am Pariser Platz als ein mit Nationaltrikot ausstaffierter Fan die Einträge in das “Goldene Buch” der Stadt abholt”

Immerhin hatte Wowereit ein ziemlich hellblaues (Yeah, Argentinien!) Sakko an. Das sollten Sie nicht unterschlagen, Herr Luebberding.

holger196967 Juli 16, 2014 um 13:33

Frankie

—>>> Und so war die Gauchoschmähung vor dem Deutschen Tor vor 40 Mio Zuschauern einfach – unhöflich. ”

Unhöflich ist es Millionen in Huren Peter Hartz zu schicken DU WICHSER

pat Juli 16, 2014 um 13:38

Was mich ja mal wirklich interessieren würde, was verstehst du unter einer “angemessenen Siegesfeier”?

Deine Kritik ging gegen die Spieler. Sollen wir deinen Duktus hier ausbreiten?
“Die Gauchos gehen gebückt, zwischen Niedergeschlagenheit und Demütigung, während Deutsche aufrecht wie Hermann, der Cherusker, den Pokal gen Himmel strecken. ”

Du hast den Subtext in die Diskussion gebracht.

Du möchtest etwas Medienkritik machen? Bitte, dann los. Bei euch in der Redaktion. Den Fußballfans, die sich nicht nur alle 2 Jahre für das Spiel interessieren, geht die Berichterstattung schon lange auf den Senkel. Wir sind schon längst abgewandert zu Guardian, Spielverlagerung.de, Collinas Erben & Co.

Wir wollen nicht den deutschen Bus sehen, über Schweinsteigers Friseur informiert werden oder eine Inszenierung am Brandenburger Tor sehen. Etwas fachliche Berichterstattung wäre nett. Taktik und so Kram.
Also bitte, macht das doch. Wer hindert euch denn daran? Die Überhöhung findet doch nur statt, weil die Medien die Klicks und die Auflage wollen.

Wenn ein paar Spieler allerdings einen klassischen Fangesang anstimmen, dann ist das in Ordnung und nicht “böse & pfui”. Das wird in jedem Stadion zwischen Flensburg und Klagenfurt angestimmt. Ja ja, die Österreicher kennen das auch. Und ja, Nationalspieler dürfen das auch singen. Das sind nämlich keine Vorbilder, das sind Sportler. Da hast du ausnahmsweise Recht.
Das war einer der wenigen Momente wo die Spieler das Event-Produkt verlassen haben. Danke dafür.

Und offen gesagt, ist mir das völlig egal, was die Argentinier davon halten könnten. Mal abgesehen davon, dass die argent. Fußballfans das mit einem Schulterzucken quittieren. Oder eben so:
“Gracias GERMANY por burlarte de Argentina y los #Gauchos, se ve que somos el único rival digno y poderoso! Gracias en Serio. Nos Honra. #ARG”

“Mit einer üblen Persiflage auf ihren Finalgegner verspielen die deutschen Weltmeister das Image der weltoffenen, toleranten Nation.

Ne, Kollege, das Image verspielst du und ein paar andere. Niemand hat Bock auf Menschen, die sich den ganzen Tag nur einen Kopp darüber machen, was andere über sie denken könnten.

Das positive Feedback der Brasilianer lag auch nicht an Bierhoff, der DFB-Medienabteilung oder dem Geschreibe des FAZ-Feuilleton. Da kann sich der DFB bei Podolski und seinem Instagram-Account bedanken, dass die Elf in Brasilien gut ankam. Erschreckend, oder!? Da erreicht Poldi mit seinem offenem Gemüt, wovon so mancher selbsternannte deutsche Sittenwächter nachts träumt.
Mit ein paar banalen Gesten in Sozialen Netzen. Ganz ohne Abschluss in Soziologie & gender studies. Nicht lustig!? Ich finde das großartig.

Die ganze Inszenierung war übrigens eine Frechheit gegenüber den Spielern. Früher ging es auch: Raus auf den Balkon, 3-4 Gesänge und ab in den Urlaub.

Und ja, ich erwarte, dass ein Publizist zumindest rudimentäres Wissen über einen Sachverhalt hat, bevor er bei einer großen deutschen Zeitung veröffentlichen kann. Das er im Vorfeld zumindest minimale Recherche betreibt.
Aber die FAZ ist da ja nicht alleine, bei Taz & Spiegel ist es nicht besser.

holger196967 Juli 16, 2014 um 13:44

Mit WAS verdient dein Konzern das Geld, dass sie dich such noch bezahlen können?

HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH

FRÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNKIE ?

holger196967 Juli 16, 2014 um 14:06

Da kann noch nicht mal Lübberding sein Maul Aufreißen….

Gregor Keuschnig Juli 16, 2014 um 14:28

@Doktor D
Das Hochamt musste sein, damit die Sponsoren zum Zug kommen. ARD und ZDF machten da gerne mit. Das hätte Gaucho Lübberding ausgiebiger thematisieren können. Oder, noch interessanter, dass in den zehn Minuten, die ich gesehen habe, Steffen Simon permanent Twitter-Meldungen der Fußballer verlas. War das in der ganzen Zeit so? Die ARD kommt sich dabei womöglich noch innovativ vor.

-.-

Das Dilemma, dass Medien nicht mehr nur über Vorgänge berichten, sondern diese wenn nicht selbst erschaffen, so doch beeinflussen ist übrigens beileibe kein Phänomen des Sportjournalismus.

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 14:30

Im update der Hinweis von Niggemeier. Nur das es alles schon immer so gegeben habe. Das stimmt. Die Reaktionen waren aber anders.

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 14:33

holger

Noch einmal: Ich habe auf diesen Mist keine Lust. Vor allem nicht von Dir. Es kann aber durchaus sein, dass weitere Selbstoffenbarungen anderer Kommentatoren hier stehen bleiben. Das dient aber nur Dokumentationszwecken.

Volkssport Juli 16, 2014 um 14:42

Sehr geehrter Herr Luebberding,

es ist schon interessant welche Zensur die FAZ unter Ihrem Artikel betreibt.. ZENSUR im von Ihnen hoch gelobten aufgeklärten 21.JHD (Meine Bekannten die ebenfalls betroffen waren, haben vorsichtshalber Screenshots getätigt und wurden natürlich bestätigt. Sie kritisieren Menschen in bevormundender Art und Weise und zensieren jene die Ihnen selbiges entgegenbringen – von Niveau sollten Sie in diesem Kontext Abstand nehmen).

Nichtsdestotrotz finde ich Ihre Erwiderung qualitativ weitaus hochwertiger als den eigentlichen Artikel – geht doch! Was mir jedoch leider fehlt ist die entsprechende Differenzierung zwischen den beiden Problemen die Sie ansprechen (Gaucho Song, Event Fußball). Sie vermischen beide Thematiken zu oft und können so nur eine sehr undifferenzierte Schlussfolgerung ziehen-
“Er ist aber als Veranstalter noch nicht einmal in der Lage, einen angemessenen Rahmen für eine Siegesfeier nach der Rückkehr der Nationalmannschaft zu finden. Ansonsten hätte Oliver Bierhoff gewusst, warum der Gauchotanz im Stadion seinen Platz finden kann, aber sicher nicht auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor.”

Sie scheinen auch recht wenig Sachkunde über die Fankurven Deutschlands zu besitzen, was sie jedoch auch zugegebenermaßen offen eingestehen. Ein kleiner Hinweis am Rande: In vielen Fankurven wird die Kommerzialisierung und Eventgeilheit im Fußball massiv kritisiert und verachtet. Es sind nicht nur die “bösen” Ultras sondern eigentlich alle Fans die regelmäßig die Spiele Ihres Lieblingsvereins besuchen sich darüber einig, dass die Kommerzialisierung tödlich ist für den Fußball den “Wir” so lieben. Zu diesem Fazit kommen Sie ja schlußendlich auch, jedoch unterstellen Sie der großen Masse an Fußballfans sie würden dies nicht sehen oder kritisieren. Gehen Sie wirklich mal in ein Fußballstadion und unterhalten Sie sich mit den Menschen, sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit sowas zu hören kriegen ” Alles Eventfans , sollen bloß abhauen” ; “4 Wochen sind Sie alle Deutsche und danach wird die Fahne wieder abgehangen ” ; “4Wochen sind auf einmal alle Fußballfans , danach wird wieder gepöbelt gegen Fans / Krawallmacher was das Zeug hält” etc etc etc.. Wie Sie sehen stehen Sie gar nicht so allein mit Ihrer Meinung zur Kommerzialisierung und dem ganzen Eventdreck. Hätten Sie sich auf dieses Thema beschränkt, gäbe es mit Sicherheit aus den Tastaturen richtiger Fans viel Zuspruch und Lob für Sie .. Haben Sie aber leider nicht :(

Nun zur Gaucho Thematik. Hier haben Sie sich leider komplett vergriffen, was unter anderem aber auch daran liegt, dass Sie die Thematiken nicht ordentlich getrennt haben (passiert!). Das Liedgut ist Standardreportoire in deutschen Fankurven (Nein es wird dadurch nicht besser / schlechter). Mit diesem Gesang wird symbolisiert wie die Gefühlshaltung der jeweiligen Parteien nach dem Spiel wohl sind. Und Deutschland hat nun einmal gewonnen. Die Argentinier selbst sehen dies ja auch als GAG unsererseits an und ziehen keine rote Linie .. Man sollte einfach mal überdenken wo Humor beginnt und wo Humor zur Beleidigung wird. In diesem Fall liegen wir doch offensichtlich noch im tolerablen Humorbereich der von beiden Parteien als eben jener aufgefasst wird. Es würde doch auch mal Haltung beweisen, wenn sich Reporter auch mal Fehleinschätzungen eingestehen würden.. Ich und ich denke die meisten Bürger würden Ihnen doch keinen Strick daraus drehen , wenn Sie offen eingestehen, dass Sie ein bisschen über das Ziel hinaus geschossen sind .., wo leben wir denn? Sie passen sich aber nahtlos der allgemeinen Politikerklasse und den anderen Medien an, Fehler sind “tödlich” für die Karierre und müssen zur Not mit haltlosen Ausflüchten gerechtfertigt werden. Ich bitte Sie Herr Luebberding , einfach gerade machen und schon ist die Sache vom Tisch , Sie hatten ja nicht mit allen Unrecht , wir leben im 21Jhd. , auch Sie dürfen mal Fehler machen. Geben Sie Ihrer Vernunft einen Ruck und zeigen Sie Klasse, wie ich es von einem Journalisten der FAZ übrigens auch erwarte. Herr Reich Ranicki wäre bestimmt begeistert :) Mit freundlichen Gruß ein Fußballliebhaber aus dem Pott.

Doktor D Juli 16, 2014 um 14:54

@GregorKeuschnig:
Ich fürchte auch.
Eigentlich müsste es doch echten Konservativen ein Graus sein, dass nationale Gefühle hier zum Marketing-Instrument verkommen bzw. zu etwas konsumierbarem werden. Schöner kann man ja gar nicht die These vom unauflöslichen Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Staat / Nation bebildern wie da gestern.

Und wenn es um Fußball geht, sollten wir in den Medien einfach nicht mehr von Journalismus sprechen. Das sind dann einfach Show-Ansager. So lange kann es eigentlich nicht mehr dauern, bis DFB und FIFA die Fußballberichterstattung komplett übernehmen. Konsequent wär’s.

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 15:06

Volksfreund

Interessanter Kommentar. Nur warum sind Sie so versessen darauf, wenn ich Ihnen bestätige, Sie befänden sich im tolerablen Humorbereich? Wie deutlich geworden sein sollte, habe ich gegen diese Form der Fankultur im Stadion und von Fußballfans nichts einzuwenden. Ich kann Ihnen aber gerne bestätigen, dass Ihr kritischer Kommentar zu meinen Ausführungen völlig in Ordnung ist.

Ansonsten die Reaktion in Argentinien. Dort gibt es wohl auch unterschiedliche Sichtweisen. In der Bild sieht man das übrigens so.

AdG Juli 16, 2014 um 15:07

Und warum schreibt Herr Luebberding einen solchen Artikel und “sterilisiert” so das ganze Thema künstlich nach oben? Richtig, weil er resp. die FAZ scheinheiligerweise auch von dem Kommerz profitieren und Auflage bzw. Klicks haben möchte. Und da bietet sich eine solche Plattform geradzu perfekt an. Tausende Fans, die darauf reagieren, eine handvoll, die noch mit einstimmen und schon ist eine riesgie und unnötige Diskussion (also inhaltlich unnötig, für das Wohlbefinden von FAZ und Herrn Luebberding natürlich unerlässlich, weil auflagesteigernd) am Laufen.

Aktuell suche ich noch den Artikel, in dem Herr Luebberding seine Empörung über die argentinischen Schmähgesänge gegenüber dem WM-Gastgeber zum Ausdruck gebracht hat. Kann mir da bitte jemand den Link posten?

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 15:11

AdG

Noch einmal: Wieso soll ich mich über Argentinien äußern, wenn deren Fans Brasilien beleidigen? Was hat das mit dem wohl nicht hier diskutieren Sachverhalt zu tun? Es kommt einem wirklich so vor als wenn diese Äußerungen argentinischer Fußballfans mittlerweile das letzte Argument sind, um das Geschehen vor dem Brandenburger Tor zu legitimieren. Es ist wirklich absurd.

niemand Juli 16, 2014 um 15:12

Volkssport

Man kann nicht zuerst die Mannschaft zu Botschaftern und Vorbildern stilisieren und dann unter dem Brandenburger Tor solch eine Nummer zu Gehör bringen (lassen).

Zumal vor dem Klangteppich solch bis zur Übelkeit wochenlang revolvierender Begriffe wie Leidenschaft und Willenskraft aus den Mündern blondblauäugiger Ansagerpuppen.

Die Völker üben schon für den nächsten heißen Krieg.

Insider Juli 16, 2014 um 15:12

Fußball als Massensport ist das eine, Fußball als Massenevent das andere.

Fußball als Event ist vor allem eines: ein riesiges Geschäft.

Und so lassen sich bei jedem jedes Fußball-Großevent die Beteiligten differenzieren in Gewinner, also in die Wenigen, welche danach reicher geworden sind, und die Massen, welche als zahlende Konsumenten die Ersteren durch ihr Geld reicher gemacht haben.

Der Event-Sport ist immer eng mit Werbung verbunden. TV ist das wichtigste Medium der Werbeindustrie. Event-Sport ist ein Mittel, im TV die Menschen an die Werbung zu bringen. Daher die Relevanz der „Quote“.

Sportjournalisten sind „manipulierende Verkäufer“. Daher das dumme Geschwätz von Kommentatoren und Experten.

Sportler sind Werbeträger. Mit den beworbenen Produkten soll psychologisch Erfolg assoziiert werden.

Mercedes-Stern auf der Brust
https://pbs.twimg.com/media/Bsk6otGIEAAnzzQ.jpg

Mercedes-Benz Schriftzug auf dem Rücken
https://pbs.twimg.com/media/Bsk1uReCEAEWZEZ.jpg

Und auf dem Truck:
„Weltmeister fahren Mercedes-Benz“

“Die in der Werbung und der politischen Propaganda angewandten hypnoseähnlichen Methoden stellen eine ernste Gefahr für die geistige und psychische Gesundheit, speziell für das klare und kritische Denkvermögen und die emotionale Unabhängigkeit dar. Ich bezweifle nicht, dass durch gründliche Untersuchungen nachzuweisen wäre, dass der durch Drogenabhängigkeit verursachte Schaden nur einen Bruchteil der Verheerungen ausmacht, die durch unsere Suggestivmethoden angerichtet werden, von unterschwelliger Beeinflussung bis zu solchen semihypnotischen Techniken wie ständige Wiederholung oder die Ausschaltung rationalen Denkens durch Appelle an den Sexualtrieb. Die Bombardierung durch rein suggestive Methoden in der Werbung, vor allem in Fernsehspots, ist volksverdummend. Dieser Untergrabung von Vernunft und Realitätssinn ist der einzelne tagtäglich und überall zu jeder Stunde ausgeliefert: viele Stunden lang vor dem Bildschirm, auf Autofahrten, in den Wahlreden politischer Kandidaten etc. Der eigentümliche Effekt dieser suggestiven Methoden ist ein Zustand der Halbwachheit, ein Verlust des Realitätsgefühls.” (E. Fromm 1976)

Zugleich wäre ergänzend anzumerken, macht dieser „Verlust des Realitätsgefühls“ diese Gesellschaft psychisch erträglich.

Fazit:

1. Der Event-Sport – wie überhaupt der herrschende Typus von Unterhaltung – ist ein Mittel der Realitätsflucht. Die psychische Funktion entspricht jener von Drogen, also von Mitteln, welche dazu dienen, eine ansonsten unerträgliche gesellschaftliche Realität psychisch angenehm bzw. auszuhaltbar zu machen.

Daher sind diese Formen der Unterhaltung wie auch Alkohol und Drogen für das Funktionieren in diesem Gesellschaftssystem unverzichtbar.

2. Diese Formen der Unterhaltung – und dazu gehört insbesondere der Event-Sport – fördern die Verblödung der Massen. In diesem Gesellschaftssystem ist dieser Prozess der massenhaften Verblödung unaufhaltsam fortschreitend.

3. Jeder, der eine gesellschaftlich höchst nützliche, zugleich belastende und risikoreiche, aber völlig unterbezahlte Arbeit leistet, wie z. B. Polizisten, Feuerwehrleute, Krankenschwestern, Ärzte etc., müsste sich eigentlich durch diese Sport-Events mit dieser maß- und skrupellosen Geldmachereivöllig verarscht vorkommen. Vorausgesetzt, er ist selbst noch nicht der Verblödung anheim gefallen.

wowy Juli 16, 2014 um 15:19

Journalisten befüllen gerne das Sommerloch, wenn sie sich gerade nicht mit sich selbst beschäftigen.
Ich sage nur: Wulff

AdG Juli 16, 2014 um 15:20

Absurd ist es ein ironische Randnotiz aus dem Zusammenhang zu reißen und derart aufzubauschen. Eine Einordnung der “Vorfälle” in das Große und Ganze wäre wünschenswert gewesen und hätte ich persönlich von einem seriösen Journalisten auch erwartet. Aber ok, Bildzeitungsniveau für Auflage scheint zur Zeit auch für die FAZ ein probates Mittel zu sein.

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 15:24

AdG

Interessant. Berichte über die Feier konnte man auf FAZ.net und in der Printausgabe lesen. Eine Medienkritik ist kein Bericht.

The Real Slim Shady Juli 16, 2014 um 15:27

Der Artikel in der FAZ ist ein bemerkenswertes Armutszeugnis, das theoretisch zu beleuchten gar nicht lohnt. It’s Partytime, excellent!!!!! Zwar klar, dass sich selbst auf dem rauschendsten Fest immer noch einige peoples finden, die sich ihren Weltschmerz eigenhändig zurechtzimmern; aber wen interessiert das?

Balken Juli 16, 2014 um 15:29

O.k., nach ein wenig Publikumsbeschimpfung ist das Thema denn nun aber hoffentlich endlich durch und dieses Blog wendet sich nach den Paptshochämtern wieder der Wirklichkeit zu.

Die Publikumsbeschimpfung macht allerdings ein wenig ratlos. Einerseits solche Sätze: “Die meisten Kommentare hatten Selbstoffenbarungscharakter. Man hatte dem “großen Wir” den Spaß verdorben, das, außer sich selbst, nichts anderes mehr zulassen kann. Sozialpsychologisch als Ausgrenzung ein klassisches Kriterium nationalistischer Ideologie.”
Etwas kryptisch, aber ich verstehe das jetzt mal so: Die gemeinten Kommentare waren Spielverderber, Spaßbremsen. Sie betrieben Ihre Selbstausgrenzung, und das ist sozialpsychologisch ein klassisches Kriterium nationalistischer Ideologie.”
Habe ich das richtig verstanden? Dann ist das ziemlich starker Tobak. Bitte sehr, wenn es denn guttut. Damit hast du aber den Spieß tüchtig umgedreht. Ich, wenigstens, habe meine “Selbstausgrenzung” (eben, soweit ist es denn wohl schon, wer nichtmitmacht, wer nicht auf der Fanmeile oder wenigstens vor dem Fernseher jubelt und fiebert, gehört nicht zu “uns”, er “grenzt sich aus”) nämlich genau andersherum verstanden: Als Weigerung, fremdbestimmt in diesen nationalistisch angegammelten “Wir”-Brei hineingerührt zu werden. Und gerade diese Weigerung ist also jetzt nationalistischer Ideologie verdächtig? Aha. Ich habe dich bestimmt bloß falsch verstanden.

Ein wenig später bringst du dann selbst Beobachtungen, die zu bemerken (ja, wenn du es sagst …) du den Kommentatoren vorher angekreidet hast: ” Der Fußball bekommt mittlerweile eine Funktion zugewiesen, die ihn selbst und vor allem die Spieler überfordert. Die Medien haben diesen Trend aufgenommen und sogar noch verschärft. Es ist schlicht ein Unding, wenn der Regierende Bürgermeister von Berlin am Pariser Platz als ein mit Nationaltrikot ausstaffierter Fan die Einträge in das “Goldene Buch” der Stadt abholt. Geht es noch? Die Fußballer sind nur Fußballer – und keine Nationalhelden. ”
Genau. Und das ist es, was mir ein eigentlich schönes Kampfspiel, dass man halt auch professionell und als quasi hohe “Kunst”
gut anzuschauen betreiben kann, vergrault. Allein schon, nationaaal hin oder her, weil ich aus allen Richtungen und auf allen Kanälen andauernd angeschrien werde: Guck da hin! Das ist wichtig!, tue ich es erst recht nicht.
Heute ist nicht mein Tag. Ich habe den Artikel nicht verstanden.

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 15:29

TRSS

Hier das Zeugnis vom DFB.

AdG Juli 16, 2014 um 15:41

Was soll ich bitte mit den Berichten über die Feier anfangen??
Ich spreche hier nicht von Ihrem Tellerrand “Siegesfeier”, ich spreche davon wie Fußball als Ganzes (so wie auch die meisten anderen Sportarten) funktioniert. Da gehören eben ein paar Sticheleien dazu und dass man als Betroffener seine Lehren daraus zieht und versucht das nächste Mal besser zu sein.

holger196967 Juli 16, 2014 um 15:45

Welcher Idiot hat denn mit der Moral angefangen???

holger196967 Juli 16, 2014 um 15:50

Du EVENTie Journalist

Frankie (formerly known as Bernankie) Juli 16, 2014 um 15:54

@TRSS

Ich hab keine Party bestellt. Aber wenn die Leute feiern wollen , gerne.

Aber: wenn die Nationalmannschaft in einem Meer von Schwarz-Rot-Gold unter dem Brandenburger Tor durchtanzt, dann benutzen die auch MEINE nationalen Symbole. Und die vertreten dann auch mich, vor Millionen Menschen. Und wenn die dann Verliererbashing betreiben, dann ist das einfach unhöflich – nicht nur irgendwelchen Argentiniern, sondern auch den Deutschen gegenüber , die kein Interesse haben, dass in ihrem Namen weltweit irgendwelche Finalverlierer beleidigt werden. Sowas sollen die mal schön in ihren Arenen machen, dafür werden solche Räume geschaffen für viel Geld.

party-time – omei, omei.

holger196967 Juli 16, 2014 um 15:57

—>>>dann benutzen die auch MEINE nationalen Symbole. Und die vertreten dann auch mich, vor Millionen Menschen. ”

LOL und das sagt ein Bajuware

holger196967 Juli 16, 2014 um 15:58
Balken Juli 16, 2014 um 16:00

Party?
Party findet bei uns im Keller, draußen auf der Wiese oder im Club statt.
Das war keine Party, sondern ein von wenigen Interessierten organisieres Massen_Event, die “Fans” und leider auch darüberhinaus die öffentliche Hand dabei als besoffen gemachte Geisel (und Zahlmeister) genommen.
Nationaaalevent. Wie man sieht, es funktioniert. “Wir sind Weltmeister”. Wenn statt Mercedes, Fifa, Coca Cola et tutti quanti die Trommel ruft, wird es denn wohl auch funktionieren. “Wir”. Ist doch echt ein klasse Erfolg, dieses “Wir”, in einer 0,1 % – Gesellschaft. Und weie gut es gerade bei denen wirkt, die in dieser Gesellschaft ganz unten sind, während der Besserdünkelbürger eher die Nase rümpft, ist einfach bloß zum Piepen. Herrlich.

Volkssport Juli 16, 2014 um 16:08

Herr Lubberding,

den von Ihnen verlinkten Artikel bezüglich der Argentinischen Reaktionen finde ich doch recht lesenswert, vor allem weil Ihr Kollege dort eigentlich mehr oder weniger aufzeigt , welche Menschen in Argentinien einen Affront erkennen und welche eben nicht. Ein Reporter wie Morales der sich so polemisch und gelinde gesagt asozial ausdrückt, kann doch kein richtiger Maßstab für das Echo Argentiniens bilden? Zudem seine regierungsaffine Haltung zu Frau Fernández de Kirchner schon ein gesellschaftliches Pulverfass an sich bildet (Korruptionsvorwürfe vom Feinsten .. fragwürdig fallengelassen, Proteste mit 100 000 Teilnehmern ) , glauben Sie dieser Mann repräsentiert auch nur einen halbwegs klar denkenden Argentinier mit dieser Polemik? Auch die Boulevard Presse a la “Ole” ist ja wohl kein guter Maßstab für unsere Auseinandersetzung, ich zitiere ja auch nicht die Bild oder die englische Sun, wozu auch , jeder 5Klässler schreibt sachlich besser fundierte Artikel. Ihr Kollege hat das eig ziemlich gut zusammengefasst, indem er auch anerkennt, dass zum Beispiel eine neo liberale Zeitung (Sollte zumindest Qualität besitzen) dies als “gesunde Ironie” betitelt. Fehlt nur noch, dass das argentinische Vorbild in Sachen Moral und Anstand Diego “ich bin der geilste und habe mit Faschismus und Drogen kein Problem” Maradonna sich dazu äußert . Des Weiterem sollten gerade die Argentinier aufhören in deutschen Wunden zu bohren und uns als eine immer noch geltungssüchtige “Herrenrasse” zu beschimpfen. Schließlich vergleichen wir Sie ja auch nicht mit Ihren Vorfahren, die diese “Verrückten” damals in Scharen aufgenommen hat und bis zu Ihrem Tod tausende Nazi Verbrecher geschützt hat aus SYMPATHIE! Wer uns keine Veränderung zugesteht, sollte dann auch mal überdenken ob er jene überhaupt vollzogen hat (Natürlich haben beide Nationen das längst hinter sich gelassen!!!).

Um noch einmal auf den tolerablen Humorbereich zurückzukommen: Das ist meine persönliche /subjektive Wahrnehmung aller Einflussbereiche die mich zu der Überzeugung kommen lässt , dass sich eben jener tolerable Humorbereich hier anwenden lässt. Ihre eigene persönliche / subjektive Wahrnehmung hat offensichtlich zu einem anderen Schluss geführt und ich habe lediglich versucht ein paar mehr Einflussfaktoren für Sie zu liefern um Sie eventuell umzustimmen :) So Wie mir das erscheint ist meine subjektive Wahrnehmung anscheinend näher an der des deutschen Volkes (die Allgemeinheit soll ja die mögliche Objektivität bilden). By the way ist Objektivität sowieso ein logischer Kausalfehler den alle beudetenden Philosophen für ein Individuum ausgeräumt haben. Mit anderen Worten begrüße ich sogar Ihre Kritik , verlange jedoch dass Sie sich sachlich und differenziert mit den Kritiken auseinandersetzen und eventuell zu einer anderen Haltung gelangen, sollte dies nicht geschehen, dann müssen wir das akzeptieren, es ist ja noch lange kein Grund sich hier diffarmierend zu äußern, wie manch anderer es hier tut. Am Ende gewinnt so oder so die logisch konsistentere Haltung , wir werden sehen wie die intelektuelle Elite unseres Landes dies beuurteilt, falls Sie sich äußern. Wäre doch mal ein Klasse Interview Vorschlag , nachdem das Ding sowieso schon Wellen geschlagen hat kann man ja wenigstens mal ein paar Experten aus der Philosophie ,Geschichte oder Psychologie heranziehen. Herr Precht würde mir zum Beispiel einfallen, sympathischer Mann mit Köpfchen.

@ Niemand

Ich denke Ihre Kritik ist völlig haltlos, dieses sterilisieren ist so oder so abartig ,weil es den richtigen Fans jeglichen Reiz nimmt, es ist völlig belanglos in welcher Art und Weise das getan wird. Finden Sie sich doch einfach mal damit ab, dass ein deutscher auch ein Nationalstolz hat /haben darf, ganz egal zu welcher fachlichen Beuurteilung Sie im allgemeinen zu diesem Begriff kommen. Nationalstolz ist ein globale “Vereinbarung” seit dem 19Jhd. , anderweitig müssten Sie Nationalstaaten abschaffen um jenen Stolz auch zu eliminieren (Alles ohne Wertung !!). Gestehen Sie anderen diesen zu , müssen sie den Deutschen auch jenen zugestehen. So ist das mit ungeschriebenen Vereinbarungen pacta sunt servanda.

Einen geruhsamen Nachmittag noch.

holger196967 Juli 16, 2014 um 16:09

Lübber neulich beim BVB

:D Götze ist ein Hurensohn

https://www.youtube.com/watch?v=NtfrGGNouyE

riffmaster Juli 16, 2014 um 16:15

„Mit den Siegesfeiern in Südamerika können sich gerne die dortigen Kollegen beschäftigen. Was hat das jetzt mit uns zu tun? Nichts.“

„Ansonsten die Reaktion in Argentinien. Dort gibt es wohl auch unterschiedliche Sichtweisen.“

Ja, was denn jetzt, Herr Luebberding? Nach Argentinien schauen oder nicht?

peewit Juli 16, 2014 um 16:22

@Volkssport

–>”By the way ist Objektivität sowieso ein logischer Kausalfehler den alle beudetenden Philosophen für ein Individuum ausgeräumt haben”

Weltmeisterlich formuliert! Mindestens 11:0 vor Verlängerung. So schreib’n die Deutschen, die Deutschen schreiben so. So formulieren Sieger, Sieger formulieren so. Hipp hipp hurrah bzw. Humba humba tätärä.

Ach je, ach je…

The Real Slim Shady Juli 16, 2014 um 16:24

>Und wenn die dann Verliererbashing betreiben, dann ist das einfach unhöflich

Im Sport geht es aber nicht um Höflichkeiten, sondern um Sieg oder Niederlage. Und nein: der Sieger muss dem Verlierer nicht anerkennend auf die Schulter klopfen. Über die funktionale Bedeutung des Sports in der Moderne ist genug geschrieben worden, daher mein Tipp: vielleicht das eine oder andere mal in Ruhe lesen! Und ja: wenn das ganze dermaßen zum “historischen Ereignis” hochstilisiert wird, noch dazu auf nationaler Ebene, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass die Jungs im Siegerglück ein wenig über die Stränge schlagen. Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter. Nur die FAZ nicht, in der fragt sich ein Frank Lübberding, ob Götze und Klose womöglich Großväter in der Waffen-SS hatten.

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 16:28

riffmaster

Wiederholung ist ein gutes pädagogisches Instrument: Ihnen ist der Unterschied zwischen der Reaktion auf eine Siegesfeier in Deutschland und dem Verhalten von Fans in Argentinien schon klar? Ich bin nicht für argentinische Innenpolitik zuständig – oder für die deutsche Empörung über Argentinier. Das überlasse ich der Bild. Und meines Wissens hat es keine offzielle Siegesfeier des argentinischen Fußballverbandes gegeben, die Anlaß zur Beschwerde gegeben hat. Aber das kann sich nach der WM 2018 unter Umständen ändern. Melde mich dann … .

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 16:30

TRSS

Es hat, außer Dir, niemand vor nach Großvätern zu fahnden.

Frankie (formerly known as Bernankie) Juli 16, 2014 um 16:58

@TRSS

“Im Sport geht es aber nicht um Höflichkeiten, sondern um Sieg oder Niederlage.”

Das stimmt, aber im Leben gehts schon um Höflichkeit.
Ich sagte ja bereits: was in der Arena passiert – da ist es so wie Du sagst: keine Höflichkeit, kein Relativieren, in die Haare spucken, Beissen, Kopfstoss, beschimpfen – in der Arena ist es gut , da muss es so sein. Aber nicht mehr, wenn in Berlin eine nationale Skulptur errichtet wird.

holger196967 Juli 16, 2014 um 17:00

f.luebberding Juli 16, 2014 um 16:30
TRSS

Es hat, außer Dir, niemand vor nach Großvätern zu fahnden.”

LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL

Auf was bezieht sich denn der “Nationalismus der Moderne”? Wenn nicht auf 33-45

Sabbelsäcke … LOL

aifran Juli 16, 2014 um 17:01

Deutschland ist Weltmeister – aber ist der Deutsche Fußball auch Bio und fairtrade???

holger196967 Juli 16, 2014 um 17:02

Ohne Hitler meine lieben Freunde wäret ihr NIX…

enrico Juli 16, 2014 um 17:17

»»»Ohne Hitler meine lieben Freunde wäret ihr NIX…«««««

na, aber immerhin hätten wir dann zumindest noch Holger, Eintracht F und Mörsedes Bens…
http://vimeo.com/72718945

PS: wann gibt es mal wieder ein Thema, das man ernst nehmen kann?

holger196967 Juli 16, 2014 um 17:29

enrico Juli 16, 2014 um 17:17
»»»Ohne Hitler meine lieben Freunde wäret ihr NIX…«««««

na, aber immerhin hätten wir dann zumindest noch Holger, Eintracht F und Mörsedes Bens…”

Das Du nix raffst ist mir schon lange klar…

holger196967 Juli 16, 2014 um 17:35

enrico

bleib doch in deiner Gutmenschen Kommune, steht die überhaupt schon? A-Mish? Wo sich alle Lieb haben und Ringelpietz mit anfassen ausüben?

enrico Juli 16, 2014 um 17:39

««Das Du nix raffst ist mir schon lange klar…»»

hä? was ist jetzt damit gemeint, ich raffs mal wieder nich…

enrico Juli 16, 2014 um 17:42

»»»bleib doch in deiner Gutmenschen Kommune, steht die überhaupt schon? A-Mish? Wo sich alle Lieb haben und Ringelpietz mit anfassen ausüben?«««

klar, Holger…und wir pflanzen uns jetzt sogar mächtig fort…Ringelpietz mit Anfassen ist in den Tropen einfach geiler…

aifran Juli 16, 2014 um 17:46

mein Gott – Podolski schwingt das Kölner Wappen und stösst so abermillionen Deutsche vor den Kopf … Erst ist nicht WIR erst ist KÖLN

ran an die Tastatur lieber Frank L. – dieser Verrat am Wir muss mit Deinen Buchstaben beworfen werden ….

(und nicht vergessen – bei Bio und fairetrade Bezug strömen auch die Bobos und Lohas massenhaft auf deine Seite)

schöne Tage

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 17:53

Wer das update nicht mitbekommen hat.

Insider Juli 16, 2014 um 17:55
Goldkäferhochzeit Juli 16, 2014 um 18:00
EineGanzNormaleDeutsche Juli 16, 2014 um 18:01

Ich darf zitieren “Ansonsten die Reaktion in Argentinien. Dort gibt es wohl auch unterschiedliche Sichtweisen. In der Bild sieht man das übrigens so.” Die argentinische Sichtweise finde ich sehr interessant: „ekelhafte Nazis“. Na davon sollten die Argentinier wohl Ahnung haben. Wie vielen wirklichen Nazi-Größen haben die Zuflucht gewährt? Ich hasse Doppelmoral und ich mag Menschen nicht, die sowas auch noch breit treten. Herr Lübberding, Sie haben über das Ziel hinausgeschossen. Warum muss die Feierlaune von ein paar Jungen (die übrigens auf dem Höhepunkt ihre Lebens sind) nicht einmal unkommentiert lassen. Weltmeister wird man in der Regel nur einmal im Leben. Also nicht alles auf die Goldwaage legen. Und vor allem: Lasst uns endlich in Ruhe mit der “deutschen Schuld”! Ich bin 70er Jahrgang und fühle mich nicht schuldig!!!! Warum auch?

Carlos Manoso Juli 16, 2014 um 18:12

@.LUEBBERDING on 16. JULI 2014
„ Die Engstirnigkeit, die Nationalismus und Patriotismus gemeinsam haben, wurde allerdings in den folgenden Stunden deutlich. Die meisten Kommentare hatten Selbstoffenbarungscharakter. Man hatte dem “großen Wir” den Spaß verdorben, das, außer sich selbst, nichts anderes mehr zulassen kann. Sozialpsychologisch als Ausgrenzung ein klassisches Kriterium nationalistischer Ideologie.“

Luebberding , die Deutschen haben eine zivilisierte Gesellschaft, deren Institutionen unter normalen Bedingungen niemanden mehr demütigen müssen. Denn Demütigung, ist ein sehr starkes Gefühl, nämlich das Gefühl der Ausstoßung aus der Gesellschaft der Menschen. Es besteht ein großer Gegensatz zwischen der Demütigung anderer und Selbst-Demütigung. Die Demütigung anderer soll zwischen einem selbst und den anderen eine Kluft aufreißen, während die Selbst-Demütigung eine menschliche Gemeinsamkeit mit anderen herstellen soll.

So gesehen war die inszenierte Demütigung der argentinischen Fußballmannschaft während der WM-Siegesfeier in Wirklichkeit eine Selbst-Demütigung der deutschen Fußballmannschaft.

f.luebberding f.luebberding Juli 16, 2014 um 18:13

Eine Deutsche

Wer hat in diesem Artikel (oder in der FAZ) von der “deutschen Schuld” gesprochen? Der Autor nicht. Außerdem ist es nicht die Aufgabe der Medien, etwas unkommentiert zu lassen, außer die privaten Feiern von Fußballspielern, Handwerkern oder Landwirten. Ansonsten ein interessanter Nick. Als GanzNormaleDeutsche hat sich bei mir noch niemand vorgestellt. So lernt man dazu.

keiner Juli 16, 2014 um 18:23

@TRSS bot: Was machen die Shell-Aktien?

Zu SO einem Scheixxthema hier haust du was in die Tastatur? Lange kein Urlaub, oder? :-D

holger196967 Juli 16, 2014 um 18:28

enrico

—>>>klar, Holger…und wir pflanzen uns jetzt sogar mächtig fort…Ringelpietz mit Anfassen ist in den Tropen einfach geiler…”

Sexmonster ? :D

Jörg B. Juli 16, 2014 um 18:32

Für mich ist das eine durch die Medien weitestgehend selbst inzenierte Geschichte.

Medien erfahren praktischerweise durch Klickzahlen (Bannerwerbung, IWV) und
absatzförderd (BLÖD-Zeitung & Co.) dadurch ein ordentliches Zubrot!

Hier ein Kommentar eines Argentiniers, der nach lediglich 18 Stunden 980(!) Zustimmungen und viel positive Reaktionen auf einer eher unbekannten Webseite erfuhr:

matu – Ich gratuliere die Deutsche Mannschaft. Ich bin Argentinier, wohne in Deutschland seit ein paar Jahre und ich finde es nicht schlimm, die Deutsche Jungs wollen nur feiern. Wir die Gauchos sind ein bisschen traurig natürlich, aber ich finde es gar nicht rassistisch oder offensiv. LG.

Quelle: http://www.mobilegeeks.de/kommentar-die-gaucho-affaere-da-ist-er-wieder-der-haessliche-deutsche/

Alles klar?

holger196967 Juli 16, 2014 um 18:32

f.luebberding Juli 16, 2014 um 18:13
Eine Deutsche

Wer hat in diesem Artikel (oder in der FAZ) von der “deutschen Schuld” gesprochen? Der Autor nicht.”

Siehste Lübber das Problem? Der AUTOR !!! hat niemals NIEMALS etwas gedacht und geschrieben… DER hat ja noch nicht mal eine eigene Meinung… DER AUTOR

Man kann sich alles hindrehen, wie es DIR passt.

Und das ist das, was ausradiert gehört. Entweder hast du eine Meinung oder nicht.

Weiden Juli 16, 2014 um 18:33

Einladung

Spiel BvB – Bayern mit Blinden und Sehbehinderten Menschen des BvB
Anschließend Diskussion im Stadion Bereich mit den Spielern,
die den Schlimmen Tanz gemacht haben
Eintrittsgelder gegen an die Stiftung von Sebastian Kehl
Moderator:
Meine Wenigkeit
Stefan Weiden
Schwerbehindertenvertreter in Dortmund
0173 885 886 7

aifran Juli 16, 2014 um 18:34

Dienern ist eine eigene Meinung Untersagt

Weiden Juli 16, 2014 um 18:34

Seihen Sie Mutbürger

holger196967 Juli 16, 2014 um 18:38

Anstatt du als Frank Lübberding schreibst, schreibst du als Autor…

LOS DU SACKRATTE was hast du gedacht, als die Junx den Gaucho tanzten?

Ich hab gedacht… oh jeh… muss das sein? In högschter Fokussierung?

ABER DU Frank Lübberding warst ja niemals jung und übermütig. WA? DU garantiert nicht.

Du bist als Fäuletong schon geboren worden. Nicht war?

holger196967 Juli 16, 2014 um 18:39

DU Lübberding hast vermutlich die ganze Weisheit gefressen, so wie der Hütten Hans und das Morph Gesicht auch oder?

EineGanzNormaleDeutsche Juli 16, 2014 um 18:41

Nun, wenn junge Bundesbürger als Nazis beschimpft werden… da stellt sich die Frage nach der aufgezwängten Schuld automatisch. Sicher wurde in dem Artikel nicht direkt darüber geschrieben. Lesen kann ich auch. Aber Sie weisen in Ihren Kommentaren doch selbst auf die Reaktionen in Argentinien hin. Und da ist mal ganz primitive Pöbelei darunter. Es ist beleidigend Menschen als Nazis zu beschimpfen und es ist das letzte, auch noch auf diese Welle aufzuspringen. Wo können wir uns jetzt über die Argentinier beschweren? Bieten Sie uns dafür auch eine Lobby? Tut mir leid, aber ich bleibe bei meiner Meinung. Leben und leben lassen. Was passiert eigentlich, wenn eine deutsche Mannschaft das singt, nachdem sie eine andere deutsche Mannschaft geschlagen hat? Man muss doch die Kirche im Dorf lassen. Das war Entertainment und so sollte man das auch verstehen. Ob offizieller Anlass oder nicht. Es war ein Heidenspass und so sollte man das auch interpretieren und nicht den Zeigefinger heben. Es ist so deutsch, sich auf so etwas zu stürzen und das beschämt mich. Die Fans sind nicht auf die Fanmeile geströmt, um pädagogisch wertvolle Beiträge zu genießen. Die wollten Party machen und die Mannschaft, insbesondere eine der WGs, hat ihnen Party geboten. Wo ist jetzt der Fehler?

Marc Juli 16, 2014 um 18:45

Junge Junge, möchtest du unbedingt in Talkshows eingeladen werden mit deinen geistlichen Ergüssen ? Bei manchen sollten man wirklich mal das Vakuum im Kopf durch Stroh ersetzen, schaden kann das nicht…..

Soldat Schwejk Juli 16, 2014 um 19:00

Eigentlich find ich das ganz amüsant. Die Politik will sich im Lichte des Sports und Sportfanatentums sonnen. Dann aber benehmen sich die Sporthelden so, wie sie das bei ihren Ritualen gewöhnlich machen. Nicht aber so wie die Politik bei den ihren. Nu isses peinlich.

Aber da hat @Jackle weiter oben schon recht. Politik und Medien fordern im Namen der “Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften” von unseren Nachbarn, daß diese ihre sozialen Institutionen schleifen. Gegen diesen subtilen Chauvinismus der Politik-und Wirtschaftsredaktionen ist so ein etwas aus dem Ruder gelaufenes Humba-Täterä bei einer Sportparty ja harmlos und morgen vergessen.

Aber immerhin gut, daß der Finalgegner nicht Frankreich oder Italien war, sondern von der anderen Seite des Globus kommt.

Huuh Juli 16, 2014 um 19:03

Hier noch die Stellungnahme von Huuh, einem im wahrsten Wortsinn Zurückgebliebenen. Ich war echt erschrocken, als der bisherige Weltmeister nach nur einem Spiel quasi aus dem Turnier gefegt war wie eine welke Pusteblume. Ich erlebte das in einer Kneipe knapp einen Kilometer entfernt vom Camp Nou. Aber das war nichts gegenüber dem Schock, den der Anblick der Nationalmannschaft Brasiliens in mir ausgelöst hat. Auch Brasilien bot einen Trainer auf, der schon Weltmeister gewesen war. Aber nicht nur das. Brasilien brachte über Jahrzehnte fast jede Innovation des Weltfußballs hervor. Was sie nun auf den Rasen schickten, war ein drauflos flatternder Hühnerhaufen ohne auch nur eine Spur von Intelligenz und Können, ein grausames Abbild des Zerfalls einer Tradition.

Deutschland gewann alles in allem verdient. Somit gelang dann doch der Return des gewaltigen Investments. Der Fußball des neuen Weltmeisters blieb allerdings weit hinter dem zurück, was Pep Guardiola vor vier, fünf Jahren in Barcelona auf den Rasen zu zaubern vermochte. Nach dem verstört herumjubelnden Gauck und Mutti auf der Tribüne habe ich dann abgeschaltet und wissend, was da kommt, die Inszenierungen der folgenden Tage mir nicht antun müssen.

holger196967 Juli 16, 2014 um 19:12

Marc

—>>> Bei manchen sollten man wirklich mal das Vakuum im Kopf durch Stroh ersetzen, schaden kann das nicht…..”

Brüderchen Dödel Marc… bevor man etwas tippt, sollte man sich seiner geistigen Unfähigkeit bewusst sein… :D

Insider Juli 16, 2014 um 20:10

Der “Gaucho-Tanz” war peinlich, weil unbedacht-infantil und unhöflich. Aber kaum jemand wird dies ernst nehmen, zumal es von den Spielern auch nicht ernst gemeint war.

Dem Ansehen der Deutschen im Ausland hat dies nicht geschadet.

Im Gegensatz zu Merkels Politik. Diese hat das positive Bild und das Vertrauen in Deutschland nachhaltig geschädigt.

Daher wäre es angebracht, statt “Gaucho-Tanz” die Internet-Attacke gegen Merkel zu thematisieren:
https://news.google.com/news?ncl=dCPfacRpFRreO9M86s_oakh9T-QlM&q=Merkel&lr=German&hl=de&sa=X&ei=B7DGU5PdHKmp7Aa_14H4AQ&ved=0CCsQqgIwAg

@EineGanzNormaleDeutsche Juli 16, 2014 um 18:41
Nun, wenn junge Bundesbürger als Nazis beschimpft werden… da stellt sich die Frage nach der aufgezwängten Schuld automatisch.

So ist es.

Die „Kollektivschuld-These“ war und ist Psychoterror.

Die Psychological Warfare Division unternahm eine psychologische Propaganda-Kampagne, um eine deutsche kollektive Verantwortung zu entwickeln.
Am 20. Juli 1945 – dem ersten Jahrestag des gescheiterten Versuchs, Hitler zu töten – wurde das Attentat überhaupt nicht erwähnt. Der Grund dafür war, dass man glaubte, wenn die deutsche Bevölkerung daran erinnert würde, dass es aktiven deutschen Widerstand gegen Hitler gab, so würde dies die alliierten Bemühungen, der deutschen Bevölkerung ein Gefühl der kollektiven Schuld zu vermitteln, untergraben.
Als Teil der Kollektive Bestrafungsphilosophie wurde US-Truppen die Bereitstellung von Hilfe, insbesondere von Nahrungsmitteln an hungrige Deutsche verboten. Amerikanische Haushalte im besetzten Deutschland wurden angewiesen, deutschen Hausangestellten keine Speisereste zu überlassen; alle überschüssigen Lebensmittel mussten vernichtet oder ungenießbar gemacht werden. Hilfssendungen nach Deutschland mit Lebensmitteln wurden von den Alliierten bis Dezember 1945 verboten. Die Cooperative for American Remittances for Europe (CARE) schickte Versorgungs-Pakete, aber bis zum 5. Juni 1946 war es verboten, CARE-Pakete nach Deutschland zu schicken.
(Wikipedia)

Die „Kollektivschuld-These“ ist nicht nur historisch falsch, sondern verdeckt die wahren Schuldigen für Faschismus und Krieg und nimmt – im Widerspruch zu den historischen Tatsachen – stattdessen die Deutschen in Kollektivhaftung.

Im Nebenthread schreibt „Balken“:
Ich finde es übrigens bezeichnend, dass man als Deutscher in englischen Pubs noch immer mit so Nazi-Zeugs belästigt wird, in russischen dagegen nicht.

Es ist die Folge von psychologischer Manipulation und Gehirnwäsche mit der „Kollektivschuld-These“, basierend auf Geschichtsverdrehungen und –fälschungen.

Im Osten war die geschichtliche Darstellung und Aufklärung über die Schuldigen für Faschismus und Krieg, über Hintermänner und Profiteure der Nazi-Herrschaft völlig anders. Und deshalb verhält sich die russische Bevölkerung, obwohl sie mit 35 Mio. Toten das Hauptopfer des faschistischen Krieges war, ganz anders gegenüber den normalen Deutschen.

metalhead Juli 16, 2014 um 20:42

@Soldat Schweijk Volle Zustimmung!

xxHyFoxx Juli 16, 2014 um 20:53

Zitat von:

f.luebberding Juli 16, 2014 um 17:53

“Wer das update nicht mitbekommen hat.”

Ich habe mir das Update durchgelesen Herr Luebberding und komme zum Schluss, dass die Ueberschrift verkehrt gewaehlt worden ist. Richtig muss sie lauten: “Ein Tanz spaltet die veroeffentlichte Meinung.”.
Ein tosender Sturm im Medienwasserglas. Na wenn Ihr sonst keine Sorgen habt.

muede,
xxHyFoxx

Frankie (f.k.a.B.) Juli 16, 2014 um 21:00

@Insider

Wer schwingt denn jetzt die Nazi-Keule?

Interessante Entwicklung der Nazi-Keule: früher wurde sie von linken, antinationalistischen Kräften gern benutzt. Mittlerweile wird “rekursiv” genutzt von denjenigen, die schon mal irgendwelche Begebenheiten prophylaktisch verteidigen wollen gegen Nazismus-Vorwürfe, welche noch gar nicht formuliert wurden. Schon hat man die Lufthoheit über die Auseinandersetzung, oder zumindest einen Tempogewinn. Nicht ungeschickt. @Inisiders Post ist von dieser Art.

Frankie (f.k.a.B.) Juli 16, 2014 um 21:03

@xxHyfoxx

“Na wenn Ihr sonst keine Sorgen habt.”

Du bist wohl nicht auf dem Laufenden? Natürlich gibts keine anderen Sorgen mehr.
Die Sorge, ob Hummels gesundet bis zum nächsten Spiel, ist ja nicht mehr relevant.

Da ist wieder Platz in den bundesdeutschen Sorgenzellen.

petervonkloss Juli 16, 2014 um 21:13

Luther würde sagen, man kann doch mal einen Furz lassen, auch wenn´s ein deutscher ist, und weltoffen ist er alle-
mal!
Hier schimmert noch die längst obsolete linke Ideologiekritik durch, die in ihrem ewigen Dahinter längst hinterwäld-
lerisch ist;
Nicht unbedingt im Gegensatz zur deutschen Politik, die sich in vielerlei Hinsicht wie ein Bückling bückt.

Außerdem haben die das mit dem Bücken von Rammstein abgeguckt.

Die anscheinend verobjektivierte Klausel (die „normative Kraft des Faktischen” Habermascher Prägung ) des deutschen Volkes lautet:

Du darfst das nie wieder sein, weder so noch so!

Deswegen hätte uns eine metaphorisch dekonstruierte, emanzipatorische Siegesfeier gut getan, die in einer Übersteigerung der Deutschen Mythen einmünden sollte:

Man hätte das Ganze nach der Regie von Leni Riefenstahl und den Wagner-Töchtern mit Rammsteins „Sonne“
kathartisch inszenieren sollen:

http://www.youtube.com/watch?v=KxwYsWn7DNM ;

anschließend hätten die für das Volk stellvertretenden Helden den goldenen „Heldenstern“ (Rammstein) in Gestalt
des goldenen Globus auch den Musikern von Rammstein zu Händen geführt (die Communio und säkulare Trans-
substantiation);

abschließend spielten dann Rammstein mit plötzlicher Rundumbeschallung (amerikanische Botschaft )
„We’re all living in Amerika“

http://www.youtube.com/watch?v=35OcbGg1l-E

Das hätte Stil gehabt und auch Theweleit wäre noch mal zusammengezuckt, und alle wären friedlich und still (Brat-
wurstessend etc.) nach Hause gelaufen. Das hätte, zumindest ein bischen, Stil gehabt; aber das geht nur mit
Leuten, die einen haben.

(Rammstein ist die international bedeutendste deutsche Rockband, hart aber ehrlich, der Event schlechthin.
Die Wagner-Töchter wollten sie in Bayreuth inszenieren lassen, aber die deutsche Politik…………………….).

petervonkloss Juli 16, 2014 um 21:18

sorry, kleiner Fehler.

Andreas Kreuz Juli 16, 2014 um 21:20

Ich komm’ ja vor Lachen nicht mehr in den Schlaf!

Von wegen – alles vorbereitet und inszeniert!
Eine ganz spontan anberaumte kleine Feier war das,

http://www.noz.de/lokales/werlte/artikel/490330/krone-baut-fahrzeug-fur-wm-helden

http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/490174/krone-baut-paradefahrzeug-fur-wm-mannschaft

u.a. mit einem Kindergarten-Lied.

Insider Juli 16, 2014 um 21:20

@Frankie (f.k.a.B.) Juli 16, 2014 um 21:00
Wer schwingt denn jetzt die Nazi-Keule?
Interessante Entwicklung der Nazi-Keule: früher wurde sie von linken, antinationalistischen Kräften gern benutzt. Mittlerweile wird “rekursiv” genutzt von denjenigen, die schon mal irgendwelche Begebenheiten prophylaktisch verteidigen wollen gegen Nazismus-Vorwürfe, welche noch gar nicht formuliert wurden. Schon hat man die Lufthoheit über die Auseinandersetzung, oder zumindest einen Tempogewinn. Nicht ungeschickt. @Inisiders Post ist von dieser Art.

Was ist das für ein Nonsens!

Wo wird denn hier eine „Nazi-Keule“ geschwungen? Und gegen wen oder was soll diese gerichtet sein?

Das Gegenteil ist doch der Fall. Ich wende mich gegen die große Nazi-Keule, nämlich die Kollektivschuld-These, welche entgegen den historischen Tatsachen ALLE Deutschen zu Mittätern und Mitschuldigen macht und ALLE Deutschen, auch jene Generationen, die später geboren wurden, unter Nazi-Generalverdacht stellt.

Genau das ist der Psychoterror und die Gehirnwäsche gegen die ich mich wende.

David Juli 16, 2014 um 22:02

Sehr geehrter Herr Lübberding,

viele Menschen fragen sich wie Sie überhaubt an eine Stelle als “Journalist” bri der FAZ gekommen sind. Ihr Schreibstil ist so ausgereift das man noch während des Lesens eines Satzes dessen Inhalt vergessen hat.
Natürlich muss die Presse alle Meinungen vertreten und veröffentlichen. Aber Sie propagieren Links, das ist sogar meinem 12 Jährigen Sohn aufgefallen. Wer soviel Macht hat wie Sie sollte auch darauf achten Neutral zu schreiben und alle Informationen und Tasachen miteinzubeziehen.
Mit Ihren Propagierenden Artikel beleidigen Sie direkt Deutsche mit Migrationshintergrund (ja ich meine unsere Nationalspieler) als Nationalisten.
Diese haben von Ihnen eine entschuldigung verdient, oder Sie einfach nicht diese einflussreiche Position in der Gesellschaft.

Ich denke Sie dürfen sich bald als Reporter bei der Bild bewerben. Aber selbst der ist das Niveau Ihrer Meinung und Schreibstil zu niedrig.
Journalisten wie Sie machen Deutschland kaputt, nicht der Fangesang. Bitte teilen Sie Ihre Meinung in Zukunft nur noch Ihrer lieben Mutter mit und verschonen Sie die breiten Masse….

niemand Juli 16, 2014 um 22:05

Mich nachgeborenen Deutschen hat noch nie eine Menschenseele unter Nazigeneralverdacht gestellt, bedaure.

Mein Nachgeborensein war wohl weniger knapp als das des Pangloss.

Der Schoß jedoch, aus dem das kroch…

niemand Juli 16, 2014 um 22:09

http://www.noz.de/lokales/werlte/artikel/490330/krone-baut-fahrzeug-fur-wm-helden

>„Die hochmotivierten Mitarbeiter verwirklichten jegliche Herausforderungen direkt im Fertigungsprozess am Fahrzeug selbst.“

Man ahnt bereits: jede Form der Entlohnung wurde empört von sich gewiesen.

Andreas Kreuz Juli 16, 2014 um 22:24

@niemand Juli 16, 2014 um 22:09

Da kann sich jetzt jeder aussuchen, wonach es eher klingt:

“Räder müssen rollen für den Sieg!”

oder

“Mit erfüllten Plänen zum Weltuntergang!”

…buenas noches!

Andreas Kreuz Juli 16, 2014 um 22:37

Und kauft Euch ein Windows Phone von ehemals Nokia,
dann könnt Ihr beim nächsten Mal
ohne Herzinfarkt schon vorher feiern und singen… ;-)

http://bilder4.n-tv.de/img/incoming/origs13190311/8138259033-w778-h550/Cortana-Prognosen.jpg

wowy Juli 16, 2014 um 22:50

ENDE!!! Die Party ist zuende.

wowy Juli 16, 2014 um 22:51

zu Ende

Schatten Juli 16, 2014 um 23:03

@Insider

Aus welchem Buch ist Dein Fromm-Zitat? Google spuckt aus “Haben oder Sein”, aber da gibt es wohl verschiedene: nämlich “Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft” oder, so ähnlich, “Vom Haben zum Sein: Wege und Irrwege der Selbsterfahrung “.

@petervonkloss

Dieses Ramstein-Konzert in Nimes ist ja wohl das beste Konzert, das es jemals gab!

C. Albrecht Juli 16, 2014 um 23:28

Herr Lübberding,

ich finde Ihren Artikel arrogant, unseriös und lächerlich. Wahrscheinlich hatten Sie keinen anderen Themen oder einfach nur “deutsche” Komplexe. Lassen Sie den Leuten doch einfach Ihren Spaß.

@FAZ – Wer solchem Schwachsinn eine Plattform bietet, braucht meine Leserschaft nicht. FAZ – für mich ab heute nicht mehr!

MfG CA

Soldat Schwejk Juli 16, 2014 um 23:46

Also Rammstein, das sind doch nur Laibach-Epigonen. Wenn schon, dann das Original.

http://www.youtube.com/watch?v=IjNAV9QMkmg

Unter Nazi-Generalverdacht gestellt hat mich auch noch niemand. Obwohl ich es ständig mit ausländischen Berlin-Besuchern zu tun habe. Sich heute noch immer unter Nazi-Verdacht gestellt zu fühlen, das scheint mir eine etwas paranoische Disposition zu sein, die vermutlich was mit einer bestimmten westdeutschen Sozialisation zu tun hat. :-)

thomas Juli 16, 2014 um 23:48

Oh man, wie konnte das nur einem Redakteur passieren.naja, eine öffentliche entschluldigung ist hier wohl angebracht.im sinne der faz. Ach ja es läuft eine klage gegen Herrn lübberding. Ach so und ich für meinen teil.Ich bin stolz ein deutscher zu sein.

Lg

Wilma Juli 17, 2014 um 00:17

Nur wer mal losgelöst Spaß hat, kann den Unterschied erkennen, in welchen Situationen man nachdenklich sein sollte.
Ich will nicht alles durchchoreographiert haben.
Einfach mal nen netten Abend haben, geht wohl nicht in
Deutschland.
Mich würde eher interessieren, wie Brasilien Olympia 2016 stemmen kann.

wowy Juli 17, 2014 um 00:29

@fl
Hat hier jemand die Bildfläche gehackt?

Alejandro Juli 17, 2014 um 00:35

Herr Lübberding,
Sie können niemandem die Party versauen und Sie auch nicht beenden. Es waren viele Deutsche und auch Deutsche mit Migrationshintergrund, die die Heimkehr der WM-Sieger gefeiert haben und sich immer noch darüber freuen.
Es gab viele deutsche Fahnen, ein Zusammengörigkeitsgefühl (inkl. Deutschen mit Migrationshintergrund), eine deutsche Feier mit deutschem Gesang, ein Titel übrigens vorgetragen von einem deutschstämmigen Ägypter, und die Nation hat sich gefreut wie Bolle – aber das geht natürlich nicht. Da wird es Leuten wie Ihnen sofort übel, denn genau das hat Ihnen nicht gefallen. Da könnte sich ja wieder ein bisschen Nationalstolz einschleichen……………………………………………
Den bösen deutschen Nazis (Ihr Gedankengut nicht meines) wird keine Freude gegönnt, sie müssen für immer gebückt laufen und sich schämen…………..von wegen!
Die Nazi-Keule können Sie sich sparen und ganz nebenbei die wirkt nicht mehr. Stumpf geworden ist sie durch Leute wie Sie, die sie auch benutzen bei Vorkommnissen wie einem Fußballspiel, absolut unangebracht und sinnfrei.

Wir Deutschen (das ist die Mehrheit) sind diesen Mist leid.
Wir waren mit Ghana zusammen die fairste Mannschaft bei der WM und haben gewonnen. Wo ist Ihr Problem Herr Lübberding?
Kein einziger Bericht darüber wie übel die Argentinier die deutsche Mannschaft gefoult haben und damit davonkammen. War da etwa Bestechung im Spiel? Es sah jedenfalls danach aus.

Ganz egal wie sehr Sie “in den Krümeln suchen” – seine Heimat zu lieben, eine Fahne zu schwenken, stolz zu sein auf eine faire gut spielende Fußballmanschaft – das werden Sie mir und vielen anderen Deutschen nicht mies machen und nicht verbieten, jetzt nicht und nicht in Zukunft.
Wir Deutschen haben historisch viel Dreck am Karren, andere Nationen auch. Das alles hat aber nichts mit einer Fußballfeier zu tun und auch nichts damit daß man ein Volk ständig mit der N-Keule niederzuknüppel versucht.

Ich jedenfalls – wie viele andere auch – liebe mein Deutschland und werde dies auch weiterhin nicht verheimlichen. Stolz bin ich auf dieses Deutschland, genauso wie ich viele andere Länder und Menschen auch leidenschaftlich liebe.
Alle meine nicht deutschen Freunde lieben ihr Heimatland, ich liebe meines.

Widerlich finde ich die ständigen Anti-Deutschland-Hetzer – vor allem dann wenn es ohne Grund geschieht.

Die Party war gut und die Party wird weitergehen!
Daran wird auch keine linksextreme Propaganda etwas ändern oder eine Antifa die alles kurz und klein schlägt.

Die FAZ, die ich immer sehr geschätzt habe, ist jetzt auf einem Niveau mit der BLÖD-Zeitung und Sie natürlich damit auch.
Herr Diekmann freut sich ganz bestimmt über Ihre Bewerbung.

Viva Argentina und Viva Alemana.

wowy Juli 17, 2014 um 00:47

Bei Anne Will gab es heute gebührenfinanzierte Werbezeit für NSA und CIA.

niemand Juli 17, 2014 um 01:03

“Nachdenklich”?!

Genau da liegt das Mißverständnis: Ich wünsche mir keine “nachdenklichen” medialen Identifikationsfiguren, sondern solche, die wegen gutem, liebendem Elterhaus selbst alkoholisiert schlechterdings nicht auf die Idee kommen Unterlegene zu verhämen und verhöhnen, deren sie persönlich angesichtig waren – und nicht bloß etwa, wie wir, am Fernsehschirm.

Darüber kann man verzweifeln.

Ein weiteres Mißverständnis ist, daß der einfache Mann auf der Straße kein gutes Herz haben könnte. Mitgefühl ist keine Frage des IQ.

Darüber, wer wann was sagt, hätte sagen sollen, besser nicht gesagt hätte – also die Äußerung an sich – brauche ich nicht zu reden.

Wenn der Sumpf noch immer dumpf ist, wird selbst ein Patriotismus, wie ihn Herr Gauck zu pflegen geruht, außer Kontrolle geraten. Die geballte “Manwirdjawohlnoch”-Lingo ist ein wohl unvermeidliches Indiz für den Verdacht.

“Brasilien niedergemacht” schwätzte er übrigens wörtlich ins Mic… Der Mann ist außer Rand und Band…

Insider Juli 17, 2014 um 01:03

@Schatten

aus:
Erich Fromm: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft.

niemand Juli 17, 2014 um 01:05

Lingo – aus dem Kommentariat.

“Schwätzte er” = schwätzte Gauck.

petervonkloss Juli 17, 2014 um 01:24

Soldat Schwejk Juli 16, 2014 um 23:46

Ich schätze natürlich Laibach!
Sie haben aufgerüstet, aber das nutzte ihnen wenig, eine großartige Entwicklung hatten sie nie.
Also die Schlechtweg gekommenen dürfen sich als Avantgarde fühlen?

bleistift Juli 17, 2014 um 02:08

Oh Herr, schmeiß Ironie vom Himmel!

bleistift Juli 17, 2014 um 02:15
bleistift Juli 17, 2014 um 02:33

….und Wagner Allüren:

http://blog.pantoffelpunk.de/wp-content/uploads/2008/02/siegheil.jpg

Rammstein, Laibach, Wolfsheim, Böhse Onkelz unzensiert….!
Garniert mit ein wenig Pathos kommt sowas raus:
http://www.wiesaussieht.de/2014/03/07/vorstellungen-ueber-russland-ein-gastbeitrag-von-soldat-schwejk/
Wurgs! Kotz! Würg!

petervonkloss Juli 17, 2014 um 02:45

Schatten Juli 16, 2014 um 23:03

„@petervonkloss

Dieses Rammstein-Konzert in Nimes ist ja wohl das beste Konzert, das es jemals gab!“

So ist es!

http://www.youtube.com/watch?v=rr7ymJwx4-Q

bleistift Juli 17, 2014 um 02:48

Wenn schon, denn schon:

http://www.youtube.com/watch?v=vU8lujeZxuk

Das wäre echt Punk gewesen, hätte man das auf der Fanmeile aufgeführt.
Da hätte die “ganznormaleDeutsche” etwas so reagiert:

http://bc03.rp-online.de/polopoly_fs/iranian-women-pray-as-one-holds-1.3001338.1348147417!httpImage/2967085403.jpg_gen/derivatives/d540x303/2967085403.jpg

Höhöhö!
Das war’s von mir! Gute Nacht an alle strammen Deutschen und Putin-Versteher!
Und vor allem an alle “ganznormaleDeutsche”, völlig wurscht ob männlich oder weiblich!
God bless you and God bless America!

bleistift Juli 17, 2014 um 03:07

Slime – Schweineherbst:

http://www.youtube.com/watch?v=cY6fC7oivcM

Jetzt aber wirklich: Gute Nacht and God bless you and God bless Germany and God bless America!

http://www.youtube.com/watch?v=sAUFnrQD6fk

Keynesianer Juli 17, 2014 um 09:01

@Alejandro

Den bösen deutschen Nazis (Ihr Gedankengut nicht meines) wird keine Freude gegönnt, sie müssen für immer gebückt laufen und sich schämen…………..von wegen!

Dieses Lübber-Ding in der FAZ mit seiner Kritik an dem Frewudentaumel irgendwelcher Fußballfans ist doch nicht “links”, sondern es soll der Linken schaden!

Das alte Spiel, die Linken gegen die Rechten und die Rechten gegen die Linken aufzuhetzen, wofür sich die Systempresse einen Lübberding hält.

Linke sind gegen die Verheerung des Euroraumes durch Lohndumping und Sozialabbau in Deutschland, wie von SPD und GRÜNEN betrieben. Linke waren außerdem dagegen, dass die Libyer in die Steinzeit zurückgebombt und um die Einnahmen aus ihrem Öl bestohlen werden.

Hier soll mal wieder ein falsches Bild von der Linken aufgebaut werden, um die einfachen Leute, die sich halt für Fußball begeistern, gegen links aufzuhetzen. Das war der Sinn dieses Artikel und zu dem Zweck musste ihn unser Lübberding in der FAZ verfassen.

Damit das Volk dann für Mutti, die noch einige U-Boote verschenken will, und den Bundesgauckler schwärmt, der in Indien für mehr Einwanderung nach Deutschland wirbt. Brave Patrioten, sollen die Leute glauben und die Linken ganz tief hassen, weil die ihnen in Gestalt des Lübber-Dingens in der FAZ (ausgerechnet, weil die neoliberale Propagandaschleuder FAZ ja gaaaaanz links ist, wie wir alle wissen!) die Freude an der Weltmeisterschaft versauen wollen.

So läuft das Spiel in den System-Medien.

Keynesianer Juli 17, 2014 um 09:41

Nur noch ein Beispiel für die Reaktionen auf den Artikel:

Von der facebook DFB-Seite:

“.. die nächste Fanmeile wird organisiert vom Protokoll-Chef der Vereinten Nationen und der EU. Deutschlandfahnen werden verboten und durch EU-Fahnen am Eingang ersetzt. Zuvor spricht ein Rabbi ein Gebet und erinnert an die Toten des Holocaust, danach folgt eine Schweigestunde. Im Anschluss daran betreten (ruhig und langsam) die Spieler die Tribüne, gekleidet im Trikot der Deutschen (das zuvor vom design natürlich so gestaltet wurde, dass die Farben schwarz, rot und Gold auf keinen Fall vorkommen), darüber ein schwarzes Jackett und bedanken sich höfflich, aber ruhig, für die ihnen erbrachte Zuneigung. Den Abschluss der Feier bestreiten Kinder (ausgesucht vom UN Flüchtlingsrat) und erinnern an die deutsche Schuld und das Elend in der Welt. Die Fanmeile ist – um einen größeren Menschenauflauf gar nicht erst zuzulassen, verlegt worden in das Eingangsterminal des stillgelegten BER und ist begrenzt auf eine Zahl von 150 Leuten – der Rest sind ausgesuchte Leute aus der ganzen Welt – um unsere Verbundenheit zu symbolisieren.”

Das ist aber von den Auftraggebern genau so geplant. Die Leser der FAZ, also die “Rechten”, und die einfachen Leute, die sich halt für Fußball begeistern, sollen für den Lübberding-Artikel jetzt die “Linken” hassen. Dafür darf (muss!) der den Quatsch in der FAZ publizieren.

Im “Gelben” ist allerdings nicht jeder darauf reingefallen:

Dann klappt`s auch mit der deutschen Ami-System-Presse. :)

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=317937

Frankie (f.k.a.B.) Juli 17, 2014 um 10:02

@bleistift

“Oh Herr, schmeiß Ironie vom Himmel!”

Bitte sehr:

Herr: es ist Zeit. Die WM war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Teilnahmslosen
und auf den Fanmeilen laß die Winde los.

Befiehl den Redakteuren stolz zu sein;
gib ihnen noch zwei hysterische Tage,
dräng sie zur Huldigung hin und jage
die letzten Zweifler in die Südkurve hinein..

Wer jetzt nicht stolz ist, wird es nimmer sein.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Postings schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Fans ihn jagen..

Heinrich Juli 17, 2014 um 10:49

Herr Lübberding,

0:1 verloren mit Eigentor!

Wo ist Ihr journalistischer Sachverstand geblieben?
Wenn ich zu einer Siegesfeier einen kritischen Artikel schreibe, der
in der FAZ veröffentlicht wird, dann sollte man zunächst eine ausführliche Recherche zum Thema Fussball, Fankultur und Fangesang betreiben. Sie haben nichts dergleichen gemacht und als
Schreiberling ohne Sachverstand aus einem offensichtlichen Selbstdarstellungstrieb einigen Deutschen die Feierlaune verdorben. Das Thema “Weltmeister Deutschland” ist eine Nummer
zu groß, bitte wenden Sie sich anderen Themen zu.
“Respektlos ist, den Gegner keiner Schmähung für würdig zu befinden.”
und: Wer meint, es ist eine historische Ironie, die Siegesfeier für den „4. Stern“ auf den Trikots der Nationalmannschaft am Brandenburger Tor abzuhalten, ist selbst in nationaler Mission unterwegs !

Hardy Juli 17, 2014 um 11:01

Sorry, Lübbe – hier stehe ich auf der Gegenseite:

http://www.ef-magazin.de/2014/07/17/5548-fussball-willkommen-in-der-wirklichkeit

Es reicht langsam mit der Selbstkasteiung.

bilbo Juli 17, 2014 um 11:17

“Spötteleien gehören zum Sport dazu, sie haben sogar mit einer unausgesprochenen Anerkennung des starken Gegners zu tun. Ein Skandal ist der „Gaucho-Tanz“ jedenfalls nicht. Ein Beitrag zur Abregung in einer aufgeregten Debatte.”

Ein Beitrag von Michael Horeni in der FAZ von heute. Wirklich alles was es dazu zu sagen gibt.

Insider Juli 17, 2014 um 11:26

@Soldat Schwejk Juli 16, 2014 um 23:46
Unter Nazi-Generalverdacht gestellt hat mich auch noch niemand. Obwohl ich es ständig mit ausländischen Berlin-Besuchern zu tun habe. Sich heute noch immer unter Nazi-Verdacht gestellt zu fühlen, das scheint mir eine etwas paranoische Disposition zu sein, die vermutlich was mit einer bestimmten westdeutschen Sozialisation zu tun hat.

Was ist das für ein seltsames, unlogisches Denken, was meint, die These vom Nazi-Generalverdacht mit der subjektiven Erfahrung widerlegen zu können, selbst noch nicht unter Generalverdacht gestellt worden zu sein.

Denn logischerweise richtet sich dieser Generalverdacht nicht gegen jedes konkrete deutsche Individuum, sondern es handelt sich um eine Generalisierung, welche natürlich weiß, dass es Ausnahmen von der Regel gibt und es auch Deutsche gab, die gegen den Nazi-Faschismus mit dem Einsatz von Leib und Leben gekämpft haben.

Die westdeutsche Sozialisation hat im Gegensatz zur DDR-Sozialisation sicherlich zu einem sensibleren und kritischeren Umgang mit der Nazi-Vergangenheit geführt. Mit Paranoia hat dies nichts zu tun.

Die Assoziation „deutsch“ und „Nazi“ kam den Ossis gar nicht in den Sinn.
Denn sie lebten ja hinter einem „antifaschistischen Schutzwall“ und waren per Staatsdoktrin Anti-Faschisten.

Wenn die Bevölkerung in Stacheldraht und Todestreifen eingesperrt war, so hatte dies im Bewusstsein der Ossis nichts mit Faschismus zu tun, sondern es war eine Maßnahme zum Schutz und der Erhaltung des Sozialismus.

Wenn Terrorurteile in der DDR gegen Andersdenkende und Systemkritiker gefällt wurde, dann dies antifaschistischer Kampf gegen den Klassenfeind und keine faschistoide Repression.

Die Gleichsetzung von Stalinismus und Faschismus war in der DDR absolut tabu. Wer in der DDR wusste davon, dass von freiheitlichen Sozialisten und Rätekommunisten der Stalinismus als „roter Faschismus“ bezeichnet wurde?

Allerdings ist es unangemessen, die poststalinistische DDR mit dem deutschen Faschismus gleichzusetzen. Aber faschistoide Züge trug das DDR-System allemal.

Es ist erstaunlich, wie selbst ein Vierteljahrhundert nach Ende der DDR – zum Beispiel auf Reisen – Menschen mit DDR-Sozialisation erkennbar sind. Auffällig ist die Bereitschaft zur chamäleonhaften, äußeren Überanpassung an die jeweiligen Kontexte und Meinungen. Man schwimmt opportunistisch im Mainstream, hängt sein Mäntelchen in den Wind und meidet Opposition.

Klar, dies war in der DDR erforderlich, um nicht Nachteile zu erfahren oder gar der Repression anheim zu fallen. Das ist ein typisches Mehrheitsverhalten in Diktaturen.

Und dieses Verhalten zeigt sich bei vielen DDR-sozialisierten Ossis, egal ob ehemals links-oppositionell und oder SED-konform, bei Leuten wie Biermann, Gysi, Merkel, Gauck usf.

Interessant ist auch das Phänomen des Neo-Nazismus gerade in der Ex-DDR.

Was den Nazi-Generalverdacht gegen Deutsche betrifft, so empfehle ich, unter „Deutsche ewige Nazis“, „der hässliche Deutsche“ sowie „Vansitarissmus“ und „Anti-Deutsche“ zu googeln. .

Dazu als ein Beispiel:

Zuerst waren es nur einige griechische Linksextreme, die bei Protesten gegen den Sparkurs ihrer Regierung wenig feinfühlige Plakate mit SS-Runen und Fotomontagen von Angela Merkel in Nazi-Uniform in die Höhe hielten. …

Überall dort in Europa, wo gegen harte Einschnitte in Folge der Schuldenkrise protestiert wurde, war er auch da, der hässliche Deutsche – oder genauer gesagt die hässliche Deutsche. Denn im Zentrum des Unmuts steht Angela Merkel.

“Aufstieg des Vierten Reichs”

Deutschland, so lautet die steile These, nutze seine Schlüsselrolle bei der Lösung der Euro-Krise, um dem Rest des Kontinents seinen Willen aufzuzwingen. Nach dem Motto: Was Deutschland im vergangenen Jahrhundert mit Waffen nicht geglückt ist, gelingt ihm jetzt mit seinem Geld. “Wenn Clausewitz Recht hat und Krieg die Weiterführung von Politik mit anderen Mitteln ist, so ist Deutschland wieder im Krieg mit Europa”, ätzte unlängst die konservative “Times”. …

Da mochte man sich noch damit trösten, dass das German bashing eben zur britischen Folklore gehört. Aber inzwischen fallen uns auch unsere französischen Erzfreunde in den Rücken. Seit Staatspräsident Nicolas Sarkozy in seiner finanziellen Not Deutschland zum Vorbild ausgerufen hat und seinen Landsleuten mit Verweis auf den großen Nachbarn großzügig Blut, Schweiß und Tränen verspricht, ist es vorbei mit der Sympathie.
http://www.rp-online.de/digitales/der-haessliche-deutsche-ist-wieder-da-aid-1.2640702

Das war Ende 2011.

Inzwischen macht die deutsche Politik gemeinsame Sache mit Faschisten in der Ukraine.

Nun, ich habe die normalen Deutschen nie für ewige Nazis gehalten, eher als ewige Untertanen, die nur allzu bereit sind, sich den Herrschenden anpassen.

Das Jahr 1969 mit dem Sieg der SPD wurde damals als Ende der Adenauerzeit und des Postfaschismus angesehen. Tatsächlich war es nur eine Übergangszeit zu einem modernen Faschismus, zu einen „sanften Faschismus“, wie es Sennett bezeichnet.

Ist die Agenda 2010 nicht Ausdruck eines Wirtschaftsfaschismus?

Zum einen werden die Menschen in Deutschland mit den HartzIV-Gesetzen beleidigt und erniedrigt sowie mit Zwangsarbeit gequält.
Zum anderen betreibt Deutschland nach außen einen Exportimperialismus, zum Schaden der europäischen Nachbarn und Mitbürger.

Noch schlimmer wäre es, wenn Deutschland wieder eine Militärmacht besäße, mit der es andere Staaten bedrohen könnte.

Die politische Propaganda möchte jedoch nach außen ein ganz anderes Deutschland-Bild vermitteln und die deutsche Fußballnationalmannschaft dafür als Sympathieträger instrumentalisieren. Deshalb die mediale Aufregung über den „Gaucho-Tanz“.

Jens Juli 17, 2014 um 11:33

Herr Lübberding, haben Sie etwa die Reaktionen auf ihre dümmliche Medienkritik gewundert? Wer aberwitzige Schlüsse aus einer harmlosen Feier zieht und diese dann so zum Ausdruck bringt, muss schon ein naives Gemüt haben, um zu glauben, diese Kritik würde nicht entsprechende Reaktionen nach sich ziehen! Ihre heutige Antwort beweist dann auch, dass Sie als Kritiker mit Kritik sehr schlecht umgehen können. Sie haben ihrer Zeitung einen Schaden zugefügt und dafür sollte man sich dann auch verantworten! Der heutige Artikel in der FAZ beweist uns doch, selbst im eigenen Haus rudert man kräftig zurück!

wowy Juli 17, 2014 um 11:37
wowy Juli 17, 2014 um 11:46
f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 12:02

Jens

Es gab in der FAZ schon immer zu Sachverhalten unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen. Das wird sich auch nicht ändern. Was die Reaktionen betrifft: Da wundert mich gar nichts mehr. Über den Begriff” dümmlich” sollte man vor dem Hintergrund noch einmal diskutieren. Franz-Josef Wagner würde ich übrigens nicht naiv nennen.

Walter Müller Juli 17, 2014 um 12:07

Mann dieses Gelaber macht es auch nicht besser. Es zeigt nur nochmal, dass Sie es es einfach nicht checken. Mit dem Gaucho-Gag “verspielten die deutschen Weltmeister das Image der weltoffenen, toleranten Nation” haben Sie geschrieben. Und die FAZ. hat´s veröffentlicht. Die Zeitung, dieses todgeweihte, weil politkorrekte Langweiler-Blatt, das seit Jahren Verluste macht tut mir leid. Aber hat man etwas Besseres verdient, wenn man solche Lübberdinge als Redakteure beschäftigt… ?

Bladnoch1971 Juli 17, 2014 um 12:10

@Frankie

Schönes Stück Ironie, an Dir ist ja ein kleiner @Schwejk verloren gegangen. Wird Dir wohl bloß leider nichts helfen, wenn sie Dich durch die Straßen jagen.

http://www.youtube.com/watch?v=YsmTLkTRQdk

Metalhead Juli 17, 2014 um 12:16

Frank, jetzt bitte nicht weinen wegen “Post von Wagner”, Anda und anderen. Die Kritiker des Gaucho-Tanzes, wie Du haben ungewollt das Geschäft der anderen Seite vollendet. Warum? Die blöde Inszenierung des WM-Siegs als nationaler Staatsakt samt aller “Jetzt ein Ruck durch Deutschland”-Leitartikel ist durch die Kritik an der FORM ihrer Durchführung erst manifest geworden. Weil ihr sie mit dem Hinweis auf die ungebührliche Durchführung als eben jenes staatspolitisch so überaus bedeutende Ereignis geadelt habt. Das ist die Katastrophe an der Geschichte.
Am allerpeinlichsten legte Daniel Bax aus der taz nach, der nur scheinbar ironisch seine Meinung in “Funktionärsdeutsch” tarnte: “Die Nationalspieler sind hier an exponierter Stelle ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht geworden.” Wahrscheinlich musste dieser Rest an Ironisierung der Formulierung rein, weil einem wachen Rest von ihm der Inhalt peinlich bleibt.
Jetzt ist die Büchse des Gaucho mit all ihren ekligen Beigaben geöffnet. Darum meinte ich, Frank: nicht jammern. Kommunikation löst eben auch etwas aus.
Also: lasst Fußballfans in Ruhe, keine staatliche Inszenierung drumherum und auch kein Knigge. Da gebe ich sogar Holger recht. Auch wenn mir seine “Ey, ich bin der Checker-Art” auf den Nerv geht. Nach 15 Jahren Frankfurt und häufiger begletiung meines 10jährigen Eintrachtfan-Sohns ins Stadion weiß ich allerdings auch, warum viele Eintracht-Fans so daher reden. Da sind ja pro Ultra 27 Werbetexter drumherum, die meinen, jeden Pups in allen Variationen der geneigten Welt verkünden (“Randalemeister” etc.) zu müssen. Bringt by the way übrigens interessierte Fahnder genauso auf die Spur wie #Gauchogate die Kreaturen aus Sarumans Turm nach oben treibt.
Zum Ende als rein sachliche Darstellung ein Beispiel von Gegnerverhöhung aus der letzten Bundesligasaison. Nur zur Info für Nicht-Kenner: die Zaunfahne ist die höggschdbedeutsamste Monstranz jeder Kurve. Jede/r darf bewerten: Widerlich? Ein cooler Akt der ewig Unterlegenen gegen ein übles Imperium? Gehört zum Spiel? Nicht? Phantasievoll bis Minute 1:30? Böse ab Minute 2:10? Hätte da der Kommunikationschef des Vereins mäßigend eingreifen müssen? Was meint ihr?… http://www.youtube.com/watch?v=jWyEm-bP62w

niemand Juli 17, 2014 um 12:16

>”Franz-Josef Wagner würde ich übrigens nicht naiv nennen.”

Selbst er vermag keine Rehabilitation ohne die Akteure “Kinder” zu nennen.

Und mehrere Lager kämpfen um die Autorität, diese Kinder erziehen zu dürfen.

“Papi hats aber erlaubt!”

niemand Juli 17, 2014 um 12:23

>”Weil ihr sie mit dem Hinweis auf die ungebührliche Durchführung als eben jenes staatspolitisch so überaus bedeutende Ereignis geadelt habt. Das ist die Katastrophe an der Geschichte.”

Das ist ziemlich billig.

Die politische Anbiederung der Vortage konnte man spätestens seit dieser Entgleisung nicht länger gleichmütig ignorieren.

Aber wer nicht sehen will, der sieht eben nicht.

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 12:32

niemand

“Die politische Anbiederung der Vortage konnte man spätestens seit dieser Entgleisung nicht länger gleichmütig ignorieren. Aber wer nicht sehen will, der sieht eben nicht.”

Warum das so ist, sieht man auch an einigen Kommentaren hier im Blog. Sie sprechen für sich.

Metalhead

Wagner nehme ich zur Kenntnis. Nur gibt es keinen Grund, das auf die leichte Schulterzu nehmen. Der Mann ist nicht mehr 10 Jahre alt und weiß, was er macht. Der Kommentar von Bela Anda war völlig in Ordnung. Niemand muss meine Sichtweise teilen, wie der DFB eine solche Siegesfeier ausrichtet.

holger196967 Juli 17, 2014 um 12:36

Metallkopf

–>>>Da gebe ich sogar Holger recht. Auch wenn mir seine “Ey, ich bin der Checker-Art” auf den Nerv geht. Nach 15 Jahren Frankfurt und häufiger begletiung meines 10jährigen Eintrachtfan-Sohns ins Stadion weiß ich allerdings auch, warum viele Eintracht-Fans so daher reden.”

Sabbel keinen Scheixx… kannst in 15 Jahren mal wieder sabbeln… #Gauchogate da lach ich drüber…

Ich hab Lübber es angeboten mal mit zu kommen, und da stehe ich zu. Dann darf er auch mal mitreden. Diese Diskussion hätte nicht stattfinden müssen. Ich kann nur die Moralpisser net mehr hören.

Und somit ist für mich das Gate ZU!

Und ich hoffe, dass gewisse “Schmierfinken” was dazu gelernt haben. Könnte ja auch sein. Die Rulez im Fußball sind hart, und manchmal auch bitterlich. “Gender-Fuck” ist das Letzte was der Fäuletong fordern kann.

Ebenso #Aufschrei #Femen und #Empörung.

Wenn ihr das nicht glaubt, geht in die Kurve ihr HURENSÖHNE !

#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 12:48

Vor dem … VOLKSAUFSTAND: Die Party … fängt erst an!

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10000 auf Mahnwache am Samstag in Berlin erwartet

Eins vorweg, obwohl über 10.000 Menschen erwartet werden, schweigen die Mainstreammedien wieder einmal über die bundesweite Mahnwache, die am 19.07.2014 ab 18:00 Uhr auf dem Potsdamer Platz in Berlin stattfinden wird (Es handelt sich um eine zentrale Veranstaltung in Berlin, bei der alle Mahnwachen zusammen kommen).

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http://informisten.de/m/newsinfos/view/1-BUNDESWEITE-MAHNWACHE-AM-19-07-2014-IN-BERLIN

Hardy Juli 17, 2014 um 12:49

Haha, Lübbe:

“Es gab in der FAZ schon immer zu Sachverhalten unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen.”

Außer zu Amerika (Freund!), Russland (Feind!), Inflation (kommt!). Was aber ob der Mitgliedschaften der jeweiligen Redakteure, äh: Edelfedern kein Wunder ist. Wer in der Trilateralen ist, weiß was er schreiben darf und was nicht.

“Das wird sich auch nicht ändern.”

Doch, wird es – schneller als man denkt. Der FAZ mit ihrem Hang zum Leser (Kunden) anlügen gebe ich noch vielleicht 10 Jahre. Es ist bald Schluss.

“Was die Reaktionen betrifft: Da wundert mich gar nichts mehr.”

Ich auch nicht. Schon bei der WM in Deutschland meinten die Schreiberlinge, der neue deutsche Nationalismus (TM) würde alles überrollen. Und nach der WM war der ganze Spuk – Fähnchen etc. – wieder verschwunden. Genau so übrigens, wie es jeder halbwegs klare Mensch erwartet hatte.

“Über den Begriff” dümmlich” sollte man vor dem Hintergrund noch einmal diskutieren.”

Dies gilt vor allem für den Berufsstand der Journaille, der nun wirklich jeden Knall der letzten 20 Jahre überhört hat.

“Franz-Josef Wagner würde ich übrigens nicht naiv nennen.”

Ach Gott, ja – ein Hetzer in Diensten der BILD. Über Abitur könnte der sich mehr freuen – hat er aber nicht. Seis drum.

Stephan Juli 17, 2014 um 12:52

Die Kommentare bisher: Weltmeisterlich! Ich brauche mehr Popcorn.

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 13:00

Hardy

Was in 10 Jahren sein wird? Wer weiß das schon? Außer dass Rio Reiser dann nicht König von Deutschland sein wird. Aber vielleicht gibt es ja bis dahin wieder Straftatbestand der Majestätsbeleidigung.

#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 13:07

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1. BUNDESWEITE MAHNWACHE AM 19.07.2014 IN BERLIN

Treffen ab ca. 15:00 Uhr Alexanderplatz (wer laufen mag).

1. BUNDESWEITE MAHNWACHE AM 19.07.2014 IN BERLIN

Beginn der Veranstaltung am Potsdamer Platz 18:00 Uhr

AUFRUF ZUM FRIEDLICHEN WIDERSTAND!
FÜR FRIEDEN! IN EUROPA! AUF DER WELT!
FÜR EINE UNABHÄNGIGE PRESSE!
GEGEN DIE POLITIK DES IWF, DER WELTBANK, DER FED, DES ESM, DER EZB

FÜR EINE WELTWEITE ÜBERWINDUNG DES VERZINSTEN SCHULDGELDSYSTEMS UND DER GIRALGELDSCHÖPFUNG!

=======================

#VOLKSAUFSTAND1706

(~ Anmerkung ~: …. gut also das mit der “Überwindung des Schuldgeldsystems” is natürlisch noch diskussionsbedürftig :-) … aber der Rest is supi!! … vor allem: … ~ FÜR ESCHTE DEMOKRATIE JETZT! ~ und … NIEDER MIT DER US-”SPD” !!!)

aifran Juli 17, 2014 um 13:08

Alarmstufe Rot

Willy Wimmer 17.07.2014 Ein Gastkommentar des ehemaligen verteidigungspolitischen Sprechers der CDU/CSU und Ex-Vizepräsidenten der OSZE zum Ukraine-Konflikt

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42283/1.html

Jens Juli 17, 2014 um 13:13

Herr Lübberding, einfach mal ein bisschen Selbstkritik, einfach mal ein kleines Zugeständnis, ich habe bei meiner Kritik etwas überzogen, einfach mal zugeben, dass dieser Kommentar zu einer harmlosen WM-Feier absolut überzogen war, nur mal ein kleines Eingeständnis! Nein, Sie reagieren wie ein Schüler, dessen Aufsatz nicht so benotet wurde wie gedacht! Und das ist naiv! An anderer Stelle wurde geschrieben, ob ein Sportredakteur bei ihnen auch einen Kommentar zu den Wagner-Festspielen schreibt!?

keiner Juli 17, 2014 um 13:16

Samma, Herr Lübberding, haben wir keine wirklichen Problem las diesen Enten-scheiss äääh -tanz von ein paar Balla-Balla-Millionären?

http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-russland-russland-schiesst-ukrainisches-kampfflugzeug-ab,26429068,27870196.html

keiner Juli 17, 2014 um 13:20

…oder das hier:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Skandal-Provider-hilft-BND-angeblich-beim-Zugriff-am-Internet-Knoten-DE-CIX-2261805.html

Sollte für mindestens EINEN Rücktritt eines Ministers gut sein, wenn man es nicht mit rückgratlosen Vaterlandsverrätern und geschmierten Marionetten zu tun hätte.

Ein Blog wie bei den Demenzkranken, kein Spannungsbogen kann länger als 3 Tage gehalten werden, dann muss ein Fußball-sonstwas-Schwachsinns-Post dazwischengeknallt werden.

Furchtbar.

aifran Juli 17, 2014 um 13:21

http://derstandard.at/2000003177815/Schwellenlaender-stricken-Sicherheitsnetz-ohne-Westen

http://derstandard.at/2000003115527/BRICS-Staaten-gruenden-eigene-Entwicklungsbank

…. Schwellenländer einigen sich auch auf Währungsfonds als Gegengewicht zu IWF und Weltbank

Fortaleza – Die Gruppe der aufstrebenden Schwellenländer (BRICS) hat eine eigene Entwicklungsbank gegründet. Die Bank mit einem Kapital von 50 Milliarden Dollar (etwa 37 Milliarden Euro) soll ihren Sitz in Schanghai haben, teilten die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika am Dienstag bei ihrem Gipfeltreffen im brasilianischen Fortaleza mit. …..

#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 13:22

So …. tansen die … OST-UKRAINER,
die OST-UKRAINER tansen so!

So tansen die Kiever US-Faschopathen,
die Kiever US-Faschopathen tansen so!!

Un’ … WARUM … tansen die Ost-UKRAINER … so?

Weil die Kiever US-Faschopathen um Zionzar Petro Porkoschenklo & Vladimir Klitschklo … ihr eig’nes Volk in der Ost-Ukraine mit Ami-Bomben aus der Luft beschmeißßen !!!

#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 13:27

…. ‘tschuldigung! … ~ isch ~ … mußß müsch korrigieren! … rischtisch … mußß ett heißßen:

“Weil die Kiever US-Faschopathen um den von CIA & Mossad an die Macht geputschten Zionzar Petro Porkoschenklo & Vladimir Klitschklo … ihr eig’nes Volk in der Ost-Ukraine mit Ami-Bomben aus der Luft beschmeißßen !!! “

aifran Juli 17, 2014 um 13:30
keiner Juli 17, 2014 um 13:33

PS: Wurde die Seite gehackt oder was soll das aparte .jpg auf der Startseite ***glotz***

aifran Juli 17, 2014 um 13:38

http://internetz-zeitung.eu/index.php/2164-un-kritisiert-apartheid-und-ethnische-s%C3%A4uberungen-der-israelis

http://principiis-obsta.blogspot.se/2014/07/der-ukrainische-prasident-geht-in-der.html

Erfolgt der von dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko angeordnete Militäreinsatz in der Ostukraine nach einem von der US-amerikanischen RAND Corporation erstellten Stufenplan?

Geheimdokument der RAND-Corporation über das weitere Vorgehen in der Ukraine durchgesickert. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko befolgt einen von RAND-Analysten vorgeschlagenen Aktionsplan.

Hardy Juli 17, 2014 um 13:38

haha, es geht weiter:

http://www.rottmeyer.de/politisch-korrekte-gaucho-panik/

“Ja, unvergessen die Schlacht der Germanen gegen die Argentinier seinerzeit. Wie schafft man es bloß in den paar Zeilen so viel pädagogisch angehauchte Bitterkeit unterzubringen?”

Wieder eine Schlacht, die die BILD gewonnen hat. Tolle Strategie, FAZ!

#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 13:42

“Russland soll ukrainischen Kampfjet abgeschossen haben
Ein ukrainischer Kampfjet ist in der Ostukraine abgestürzt. Nach Angaben der ukrainischen Armee wurde das Flugzeug von einem russischen Militärjet abgeschossen. ”

===> LooooL !!!

====> … “RIGHT2PRÖTÖKT!” … anyone? … @Flübber?? :-)

aifran Juli 17, 2014 um 13:49

… so und lieber Frank L. gebe ich Ruhe und Ihr könnt wieder Ballschupfen – sonst ist ja nichts los auf der großen Kugel die sich Erde nennt. ….
– alle Mittel sind recht um die Nutzmenschen von WICHTIGEM fernzuhalten … machst deine Sache gut lieber Frank L. – da fallen sicher einige Extra-Hundekekse für dich ab ….

also ran an den Ball, ran an Deine Aufgabe lieber Frank L.

Frankie (f.k.a.B.) Juli 17, 2014 um 13:57

@metalhead

“Also: lasst Fußballfans in Ruhe, keine staatliche Inszenierung drumherum und auch kein Knigge….Zum Ende als rein sachliche Darstellung ein Beispiel von Gegnerverhöhung aus der letzten Bundesligasaison. ”

Auch Dir sage ich: in der Arena, das ist das eine – unterm Brandenburger Tor, stellvertretend für uns alle – das ist was anderes. Da erwarte ich schon etwas Knigge.
Dazu stehe ich, auch wenns nicht der neuen “political Nationalfreuden-Correctness” entspricht.

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 14:06

Jens

“Selbstkritik”. Interessanter Kommentar. Sie stammen nicht zufällig aus einer maoistischen K-Gruppe seligen Angedenkens, wo Selbstkritik bei Abweichen von der Parteilinie gefragt war?

Nur damit Sie verstehen, was Journalismus ist: Es geht in Debatten um den Austausch von Argumenten. Ziel ist, sich über einen Sachverhalt zu verständigen. Das kann auch im Dissens geschehen. Jeder Leser kann diese Argumente bewerten, sogar Herr Wagner von der Bild. Die Aufforderung zur Selbstkritik gehörte meines Wissens bisher nicht dazu. Noch nicht einmal bei Axel Springer. Was zum Journalismus dazu gehört: Falsche Sachverhalte zu korrigieren oder Gegendarstellungen zuzulassen. Zudem auf beleidigende Äußerungen zu verzichten. Das fällt aber manchen schwer, wie heute zu lesen war.

Und damit das auch endlich klar wird. Hier ging es nicht um die Kommentierung eines Fußballspiels. Die Bewertung der dort erbrachten sportlichen Leistungen. Es ging um die kritische Betrachtung eines in den öffentlich-rechtlichen Sendern an herausragender Stelle übertragenen Ereignisses, bisweilen “Event” genannt. Die sportlichen Leistungen auf der Siegesfeier standen offensichtlich nicht im Mittelpunkt. Insofern war es ein klassisches Feuilletonthema, durchaus vergleichbar mit einer allerdings in diesem Fall mißglückten Theaterinszenierung. Und dass diese Siegesfeier eine Inszenierung war, wird wohl niemand bestreiten.

Noch Fragen? Oder wollen sie jetzt “Selbstkritik” üben? Das halte ich allerdings für unnötig.

Insider Juli 17, 2014 um 14:08

Der eine pisst ins Hotel, andere führen den „Gauchotanz“ auf.
Sie sind Multimillionäre in einem Alter, wo andere noch im „Hotel Mama“ wohnen.
Sie fahren die teuersten Autos, wohnen in Luxusvillen und ficken die schönsten Mädels.

Geistig befinden sich einige allerdings noch im Pubertätsalter.

Doch für geistige Entwicklung kann man sich im Gegensatz zu sportlicher Kunst in dieser Gesellschaft nicht viel kaufen. Dafür wird man nicht mit Spitzeneinkommen belohnt, im Gegenteil, sie ist arbeitsaufwendig und kostenintensiv. So ist heute das Jahresgehalt eines Uni-Professors niedriger als der Wochenverdienst eines Spitzensportlers.

Deshalb sind Sportler die größten Idole der Massen. Weil jeder davon träumt, Millionen zu besitzen, teure Autos zu fahren, in Luxusvillen zu wohnen und …
http://www.youtube.com/watch?v=VyVbNKD7Xdw

Und daher stört es die Fans und Partyteilnehmer nicht, wenn der eine Sport-Popstar ins Hotel pisst und andere den „Gauchotanz“ aufführen. Und die mediale Außenwirkung der BRD geht diesen Stars und ihren Fans sowieso am Arsch vorbei.
Auch wenn Nationalspieler bei der WM-Party laut mitgrölen, so weigern sich dennoch einige, bei der Nationalhymne mitzusingen.

Die Loyalität zum Verein und zur Nation ist begrenzt. Sie spielen dort, wo sie die größten Vorteile für sich sehen. Sehr zum Ärger der Fans, wenn ihre Lieblinge trotz zuvor gegenteiliger Bekundungen den Verein wechseln und dorthin gehen, wo sie am meisten Geld verdienen.

So läuft das Spiel …

Deshalb war der staatstragende Artikel des F. L. ein Griff ins Klo.

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 14:09

keiner

Du darfst gerne mit aifran und Keynesianer einen Blog mit Spannungsbogen machen. Drei Leser hättet ihr dann schon … .

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 14:12

Insider

Nur zu Deinem Thema. Johannes Schneider und Klaus Kocks.

#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 14:17

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Nina P.
vor 41 Minuten

18. “Warum braucht Ukraine den Osten ?”

Weil
a) die Nationalisten und Rechtsradikalen grundsätzlich keinen Krümel Erde an die verhassten Russen abgeben wollen und lieber alles in Trümmer legen, als einen Kompromiss zu suchen
b) in der Ostukraine ein relevanter Teil des BIP erarbeitet wird (wovon v.a. die Kiewer Bonzen leben)
c) die Niederschlagung des ostukrainischen Aufstandes, egal wie, Bedingung für die “Hilfskredite” (bzw. einstieg in die unendliche Schuldknechtschaft) des IWF waren
d) sich in den umkämpften Gebieten Fracking-Felder befinden, für die der ukrainische Staat bereits Konzession vergeben (u.a. Chevron) hat und die im Fall einer gelungenen Seperation neu verhandelt werden müssen.
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Jens Juli 17, 2014 um 14:29

Warum zitieren Sie eigentlich ständig Herrn Wagner? Ist ihr Job nach dem misslungenen Kommentar jetzt schon so gefährdet, dass Sie nach anderen Zeitungen Ausschau halten müssen? Übrigens lässt sich niemand den Spaß an einer Sache nehmen, nur weil ein weltfremder Kolumnist bei der FAZ einen schrägen Kommentar abgibt. Nur dieser Kolumnist sollte auch mal entspannter damit umgehen, wenn er Gegenwind erhält! Aber zumindest haben Sie doch jetzt auch eine gewisse Berühmtheit erreicht, ist doch auch was!

Hardy Juli 17, 2014 um 14:32

Lübbe:

Der Klaus Kocks schafft es tatsächlich, aus einem belustigenden Tanz die Dolchstoßlegende (1. WK) und “Volksschädlinge” (2. WK) zu extrahieren. Mal unter uns Lübbe: Schämst Du Dich nicht langsam ein wenig? Zum einen für den dämlichen Link, zum anderen für solche Leute Deines “Standes” (haha: “so gehn Journalisten, Journalisten gehen so…”)?

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 14:32

Jens

Ich sehe: Sie haben verstanden.

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 14:37

Hardy

Warum soll ich mich für Klaus Kocks schämen? Ich schäme mich ja auch nicht für die Kommentatoren hier. Wenn Du Kritik an ihn hast, richte sie an ihn. Es ging bei Kocks übrigens um die PR-Wirkung, und weniger um die Frage, wie man den Tanz zu beurteilen hat. Wie Kocks so etwas formuliert, ist bekannt.

Jens Juli 17, 2014 um 14:52

Ich sehe: Sie nicht!

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 14:53

Jens

Schön: Dann sind wir uns ja einig … .

#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 15:07

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LiRaWiWi
vor 1 Stunde 6 Minuten

33. Ich kann mir nicht helfen, aber die Muster ähneln sich ……

erschreckenderweise sehr :

1964 als die Johnson Regierung direkt in Vietnam intervenieren wollte, aber keine Zustimmung des Kongreses hatte – vermeldete das US Militär an zwei unterschiedlichen Tagen im August, dass Schiffe der US Armee von nordvietnamesischen Schiffen beschossen wurden. Daraufhin kam es zur “Tonkin-Resolution” im US Kongress und die USA schickte Bodentruppen nach Vietnam – der Beginn des Vietnam-Krieges.
Wie David Ellsberg dann in den 70-ern anhand von Original Unterlagen zeigen konnte, haben die Angriffe nie stattgefunden . Es war einfach eine kolossale Lüge – das Ergebnis Millionen toter Vietnamesen und von 50-tsd GIs.

In 2003 wiederholte sich das traurige Schauspiel. Nachdem die UN nicht davon überzeugt werden konnte, dass ein Krieg gegen den Irak geführt werden muss, wurden auch hier nachweislich gefälschte Beweise fabriziert und der Weltöffentlichkeit präsentiert – das Ergebnis ist bekannt. Ein völkerrechtswidriger Krieg.

Jetzt berichtet die Kiewer Regierung innerhalb von zwei Tagen, dass zwei ihrer Flugzeuge von Russen aus russischem Territorium heraus abgeschossen wurden – Beweise keine !
Werden auch hier einmal mehr Beweise konstruiert um die Welt in einen Krieg zu hetzen – mein Gefühl sagt ja .

Und das Personal vor Ort hat die USA ja handverlesen ausgewählt.

Herr Jatzeniuk – seit Jahren der Liebling von Frau Nuland und offiziell NATO / US Außenministerium gesponsert.
Herr Poroschenko – bewährter Informant der US Botschaft in Kiew.
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Mintarder Jung Juli 17, 2014 um 15:19

Ein Journalist, der sich über infame Sportler beschwert, die als Fußballmillionäre nicht in das verbitterte, humorlose Weltbild desselbigen passen…wenn es darum geht, dass jemand mit Scheisse Geld verdient (entschuldigen Sie den Ausdruck), stellt sich die Schlange hinter Herrn Lübberding an. Die FAZ hat es leider geschafft, durch diesen Auftrag und die Veröffentlichung der TV-Kritik einen weiteren Leser zu verlieren.

Und dass Sie Humor haben, zeigen Sie, indem Sie vehement Ihre verqueren Ansichten im Gleichschritt mit Rieke Havertz verteidigen! Gibt es dort verwandschaftliche oder sonstige private Beziehungen?

UND DIE DEUTSCHEN, DIE GEH’N SO!

#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 15:30

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B. Kunder
vor 1 Stunde 11 Minuten

60. Rußland hätte sofort eine Flugverbotszone

über der Ostukraine einrichten sollen. Dann würden Dutzende, wennn nicht sogar Hunderte Zivilisten noch leben.

In Libyen gab es weitaus weniger Grund, militärisch einzugreifen, und trotzdem wurde die reguläre Armee des Landes vom Westen zusammengebombt.

Fällt im übrigen niemandem auf, daß das Geschrei der Putschisten nach Sanktionen stets dann lauter wird, wenn sie militärisch gegen die Föderalisten ins Hintertreffen geraten?
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#VOLKSAUFSTAND1706 Juli 17, 2014 um 15:47

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DWKN
gestern 16:00 Uhr

1. ……….

“Der Westen muss die Ukraine retten”

Erst der Westen hat die Ukraine in diesen zustand gebracht, genauso wie Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen ….

“Russlands Vorgehen gegen die Ukraine stellt die internationale Ordnung und das Wertesystem der EU infrage.”

Welche internationale Ordnung, etwa die dass alle nach der Ami Pfeife tanzen müssen? Werte System der EU sieht man sehr schön in Saudi-Arabien und anderen verbündeten des Westens.
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Hardy Juli 17, 2014 um 15:58

Lübbe:

“Es ging bei Kocks übrigens um die PR-Wirkung…”

Dieser Tanz juckt schon jetzt, während wir hier schreiben, außerhalb Deutschlands kein Schwein mehr. Und in Deutschland wäre das ohne entsprechende Journaille, die diese Sau noch ein wenig durch Dorf treiben will, auch schon der Fall.

Davon abgesehen sind Dolchstoß- und Schädlingsvergleiche sowas von unfassbar dumm – da können die noch Wochen tanzen.

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 16:02

Hardy

Man muss zwischen Anlass und Wirkung unterscheiden. Aber die New York Times ist irrelevant … .

Hardy Juli 17, 2014 um 16:25

Ach Göttchen, Lübbe,

eine amerikanische Zeitung braucht halt etwas länger bis sie merkt, was in Europa/Deutschland so los ist. Das ist systemimmanent und kein echter Widerspruch zu meiner Aussage.

Insider Juli 17, 2014 um 17:17

@ F. L.

Kein Journalist schreibt einen Artikel, auf den er ganz überwiegend negative Resonanz erhält.

Was waren die Gründe für die Fehleinschätzung des Leserverhaltens?

Welches Fazit lässt sich daraus ziehen?

Vgl. Johannes Schneider, Klaus Theweleit …

Keynesianer Juli 17, 2014 um 17:30

@Insider

Jetzt mach Dich doch nicht lächerlich! Das war keine Fehleinschätzung, sondern ist ein altbekanntes Spiel. Diverse Pseudolinke von FAZ bis TAZ hetzen die braven Bürger und die rechte Leserschaft der FAZ mit irgendwelchem Nonsense gegen die wirkliche Linke auf. Sonst könnten die braven Bürger ja noch merken, dass weder Linke noch Rechte für Rentenkürzung, Lohndumping und Sozialabbau in Deutschland oder für den Einsatz von Panzern, Artillerie und Luftwaffe des Putschistenregimes in Kiew gegen wehrlose Bürger der Ostukraine sind.

Das läuft so seit Jahrzehnten und ist ein ganz alter Hut. Auch die Beteiligung der TAZ, die ja keine wirklich linke Zeitung ist, an dem Spiel, “Links” gegen “Rechts” und umgekehrt aufzuhetzen.

Damit das Morden des Kiewer Putschistenregimes in der Ukraine ungestört weitergehen kann und das Lohndumping und der Sozialabbau im Euroraum mit deflationärer Depression demnächst.

Carlos Manoso Juli 17, 2014 um 17:53

@Insider Juli 17, 2014 um 17:17
„@ F. L.
Kein Journalist schreibt einen Artikel, auf den er ganz überwiegend negative Resonanz erhält.
Was waren die Gründe für die Fehleinschätzung des Leserverhaltens?
Welches Fazit lässt sich daraus ziehen?
Vgl. Johannes Schneider, Klaus Theweleit …“

Insider, Volker Schlöndorf im Nachruf auf Frank S. in der FAZ: „In einer Zeit, in der Deutschland nicht begreift, dass die Probleme der Welt seine eigenen sind, gemahnt Frank Schirrmachers Beispiel daran, mit Verve die Debatten zu führen, auf die es ankommt…. Werte sind Werte, sie können gar nicht links oder konservativ sein. Sonst sind es keine Werte, sondern Ideologien. Und von denen war Schirrmacher frei. … Verantwortung zu übernehmen, die Probleme der Welt als unsere zu begreifen – das ist der Preis, den der Exportkönig bezahlen muss. Schirrmachers Tod schreit danach, die Gespräche fortzuführen, sich zu artikulieren, persönliche Meinungen laut und deutlich auszudrücken, sich Debatten, auch Streit zu stellen.“
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/frank-schirrmacher/volker-schloendorff-ueber-frank-schirrmacher-12991939.html

keiner Juli 17, 2014 um 18:20

Wenn du deiner BUNTEN für Neulandbewohner etwas Tiefgang geben willst, kannst du ihr ja einen “Nebenstrang” für wichtige weltpolitische/geschichtliche Ereignisse verpassen, die der chronologischen Dokumentation der Ereignisse (mit/ohne Kommentierung) dienen. Den eFlation lässt du ja auch Buchstaben verschweden…

Die Geschichtsschreibung des 22. Jahrhunderts wird es dir vielleicht danken!

aifran Juli 17, 2014 um 18:22

http://kurier.at/politik/weltchronik/malaysisches-flugzeug-mit-295-insassen-abgestuerzt/75.367.756

…. Die Maschine sei abgeschossen worden, teilte Anton Geraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministeriums, nach Angaben der russischen Agentur Ria Nowosti mit. Alle 280 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder seien tot. Absturzsötelle sei das von ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten umkämpfte Konfliktgebiet Donezk ….

… etwas Öl ins Feuer ja kann nicht schaden – Verschrotten dann gibts auch wieder Wirtschaftswachstum

Hans-Henning Juli 17, 2014 um 18:24

Herzlichen Glückwunsch Herr Lübberding,

mit Ihrem Artikel haben Sie wahrscheinlich mehr “Klicks” generiert als je zuvor. Natürlich ist dies vollkommen nebensächlich, und der Artikel nur der eigenen Meinung geschuldet.

Trotzdem habe ich allerdings fast das Gefühl, dass hier mit dem wahrlich großen Erfolg ebenso ein wenig der Anstand verloren gegangen ist. Ich wäre nämlich beinahe der Überzeugung, dass auch, und das trotz des guten Hauses, von Ihnen, nach einem Glas mittelmäßigem Weines, der “Gaucho” seinen Namen erhält.

Nun steht der “Gaucho” als Stellvertreter für das Übel des politisch inkorrekten, und so hatten wir bereits in der Schule einen Namen für Leute wie Sie. Spießer!

Viele Grüße,
Ein zumeist stiller und doch langjähriger Leser

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 19:29

Spießer. Nun ja.

f.luebberding f.luebberding Juli 17, 2014 um 19:39

Insider

“Nun ist die Kritik an den Massen ein klassischer konservativer Topus, den schon die Kritische Theorie pflegte. Sie hat eine Begründung, wenn sie sich dem Konformitätsdruck widersetzt, den Massen zweifellos ausüben können.”

Aus dem vorherigen Blogeintrag über Theweleit. Das ist manchmal mein Job. Ein anderer macht das nicht.

gelegentlich Juli 17, 2014 um 20:14

@f.l.
Ach, da sind ein paar junge Leute, nach einer bemerkenswerten, aber erschöpfenden sportlichen Leistung, mehr als 24 Stunden zwischen Alkohol und Schlaf, prollig etwas ausgerutscht. Mehr nicht. Und zeigen Verhaltensweisen aus ihrem Milieu, auf die Kameras selten gerichtet werden. Na und?

Zum Glück sieht man das im Ausland sehr viel entspannter. Der Guardian wurde ja erwähnt. Dort fragt sich einer, er möge sich gar nicht vorstellen was passierte, wenn solch ein Triumph die eigene Mannschaft heimsuchen würde. Um dann festzustellen: zum Glück werden wir das wohl niemals wissen! So geht man damit um. Ich habe mich auch für einen Moment peinlich berührt gefühlt. Na und?

ruby Juli 17, 2014 um 21:22
Insider Juli 17, 2014 um 22:34

@f.luebberding Juli 17, 2014 um 19:39
„Nun ist die Kritik an den Massen ein klassischer konservativer Topus, den schon die Kritische Theorie pflegte.“ Das ist manchmal mein Job. Ein anderer macht das nicht.

Die kulturellen Normalitätserwartungen und Grenzen haben sich verändert. Es dominiert – wie Horst Baier schrieb – eine „proletarisch-kleinbürgerliche Mischkultur“. Kulturell unterscheidet sich daher die Leserschaft der FAZ nicht sehr von jener der TAZ oder der BILD.

So sehen es Schweizer:

So gehen die Gauchos – haben Klose & Co übertrieben?

27 % Ach was. Völlig harmlos, andere Nationen hätten bestimmt noch viel leichtsinniger gefeiert.

11 % Ja, diese Aktion war nicht ganz korrekt. Aber ich störe mich nicht daran.

35 % Komplett daneben und einfach nur unanständig. Man sollte sich nie über die Verlierer lustig machen. Das würde es bei anderen Sportarten nicht geben.

27 % Ein paar junge Kicker machen Party – muss man nun darüber ernsthaft eine Grundsatzdiskussion führen, ob die Deutschen eine weltoffene und tolerante Nation sind?!?

Anzahl Teilnehmer: 7973
Diese Umfrage ist nicht repräsentativ.
http://www.bluewin.ch/de/sport/fussball/teleclub-artikel/2014/07/so-gehen-die-gauchos.html

aifran Juli 17, 2014 um 22:41

Israels Führer starten Putztage im Lager (Reinlichkeit ist nunmal erste Bürgerpflicht)
http://derstandard.at/2000003238681/Netanjahu-Israel-startet-mit-Bodenoffensive-in-Gaza

… Reuters-Reporter und Bewohner des Palästinensergebiets berichteten an der Gaza-Grenze von schwerem Artilleriefeuer und Beschuss von See aus. Ein Militärsprecher sagte, es würden im gesamten Gazastreifen Ziele der Extremisten angegriffen. …

schöne Tage -

Soldat Schwejk Juli 18, 2014 um 00:44

OT

http://signor-antonio.livejournal.com/378722.html

Die Quelle “flightaware” scheint seriös. Man kann da runterscrollen und die Screenshots anklicken. Offenbar ist MH17 fast 200 km weiter nördlich geflogen als normalerweise.

Bladnoch1971 Juli 18, 2014 um 07:06

@Schwejk

Was willst Du uns damit sagen? Shit happens oder das MH17 ein verkapptes Spionageflugzeug war?

Andreas Kreuz Juli 18, 2014 um 08:51
Natalius Juli 18, 2014 um 09:05

OT – aus aktuellem Anlass:
John Dawson Winter III – Stranger:
https://www.youtube.com/watch?v=WMHZWvPcRqY

Natalius Juli 18, 2014 um 09:21

OT – MH17 – Hintergrundinformationen:
http://www.veteranstoday.com/2014/07/17/777-shot-down-over-ukraine/
@Holger: Ein Kommentator behauptet in der Diskussion, dass die Separatisten das IFF-System (internationale Freund-Feind-Erkennung) an der Buk ausgeschaltet haben müssten, um einen Einsatz gegen eine Zivilmaschine überhaupt durchführen zu können. Dies sei aber schwierig. Kommentar?

Keynesianer Juli 18, 2014 um 09:22

@Schwejk

Offenbar ist MH17 fast 200 km weiter nördlich geflogen als normalerweise.

Die Fluggesellschaft soll finanziell ziemlich angeschlagen und bedürftig sein.

Ein neuer Fall Lusitania:

Am 22. April 1915 veröffentlichte die Kaiserliche Deutsche Botschaft eine Warnung in den fünfzig größten amerikanischen Zeitungen, die direkt neben die Abfahrtszeiten der Transatlantikdampfer gesetzt wurde … Außerdem berichtet die New York Times in ihrer Ausgabe vom 8. Mai 1915 von anonymen Telegrammen an einzelne Passagiere, die die Warnung enthielten, dass das Schiff torpediert werden würde.

Wohl ein Werk des damaligen deutschen Marineattaches in den USA, Franz von Papen, der mit ziemlicher Sicherheit für die Briten gearbeitet hat. Denn niemand konnte wissen, dass die Lusitania auf dieser Fahrt versenkt werden würde, der nicht dafür sorgen konnte, gell? Selbst hier gibt es immer noch ganz ungeklärte Hintergründe, die mit etwas Logik ganz plötzlich deutlich sichtbar werden.

Der Erfolg zum Schaden Deutschlands war wie gewünscht:

Im Ersten Weltkrieg wurde die Lusitania am 7. Mai 1915 von einem U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine vor der Südküste Irlands versenkt, wobei rund 1.200 Menschen ums Leben kamen. Die Proteste der USA über den Tod von 128 US-Amerikanern (Lusitania-Affäre) führten zur Einstellung des uneingeschränkten U-Boot-Kriegs durch das Deutsche Reich bis zum Februar 1917.
http://de.wikipedia.org/wiki/RMS_Lusitania

Keynesianer Juli 18, 2014 um 11:09

Es geht schon los – wie zu erwarten in der ZEIT:

Indizien deuten darauf hin: Von Russland unterstützte Separatisten haben das Passagierflugzeug in der Ukraine abgeschossen. Der Konflikt erreicht damit eine neue Stufe. von Carsten Luther

Da wollen einflussreiche Kreise Krieg und hier bei uns diskutieren Pseudolinke von FAZ und TAZ irgendeinen Fußballkrampf!

~ WKIII-NEWS ~ Juli 18, 2014 um 11:28

Solche Luftabwehrsysteme sind ziemlich komplexe Systeme (Ortungsradar, Leitradar, Abschussrampen, Stromgeneratoren, Nachrichtentechnik). Zur Bedienung und Wartung braucht es augebildete Experten. Dass unausgebildete Rebellen eine gefundene Anlage erfolgreich ohne Training einsetzen koennen, waere nur durch Zufall moeglich.

Ich kenne selbst das Newa-System (aus dem Zwangsdienst bei der NVA, hatten die Jungs aus Jagel und Eggebeck damals im Kalten Krieg staendig auf dem Radar, Gruss an @Hasso). Das Buk ist zwar wesentlich moderner, aber wenn ich die Bilder sehe, sieht es wesentlich komplexer aus mit viel mehr Knoepfen und Anzeigen.

===> @holgi, du bisch doch au FACHMANN! vom Fla-Fache! … wie is deine Einschätzung?

( … au interessant dürfte mal wieder die Einschätzung vom Wiss’nschafts-Clown Morph sein! … der hat zwar – wie üblisch – KEINE AHNUNG vom Fache … abba … das hat ihn ja noch nie davon abgehalten uns die Welt zu erklären. Mehr als den LUHMANISMUS braucht man seine Ansicht nach ja au net. Der Luhmanismus ist ja eine allgemeine Heilsleere, a General Theory of Employment, Interest and Money … and everything & anything … )

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 12:52

http://www.schweizmagazin.ch/nachrichten/ausland/deutschland/20170-Gaucho—Gate-Nicht-mehr-alle-Tassen-Schrank.html

Sie, Hr Lübberding, haben dem deutschen Image in der Welt mehr geschadet, als ein kleines Gaucho Liedchen! In diesem Sinne: Setzen, 6!

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 13:15

Lübberding kann nichts dazu, es ist die falsche Erziehung seiner Eltern, während der NS-Diktatur wohl Täter, die ihn zu solchen Texten verleitet. Ihm wurde von klein auf eingetrichtert, dass man als Deutscher nicht in der Öffentlichkeit für nationale Erfolge feiern darf. Gott sei Dank Herr Lübberding stirbt Ihre Generation bald aus und wir können uns auf die glorreiche lange Geschichte unseres Landes berufen und nicht alles auf 12 schwarze Jahre reduzieren

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 13:19

Btw. Viele Grüße aus San Telmo, Buenos Aires. Die Hauptstadt Argentiniens, Herr Lübberidng. Hier nimmt uns niemand etwas übel, über die von Ihnen ausgelöste Diskussion gibt es nur Kopfschütteln und Unverständnis. Was mich freut ist, dass ich mir in Zukunft das Geld für die Ausgaben der FAZ sparen kann… die kostet hier ungefähr so viel wie ein kleines Steak. Und ein kleines Steak hat weitaus mehr Inhalt als ihr Geschreibsel.

Keynesianer Juli 18, 2014 um 13:21

Die FAZ ist auch nicht schlecht:

Massenmord über der Ostukraine

Aber es gibt Indizien, die es plausibel erscheinen lassen, dass es ein rücksichtsloser, ruchloser militärischer Akt war, verübt von prorussischen Separatisten in der Ostukraine, die das Flugzeug auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur mit einer Boden-Luft-Rakete abschossen; …

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/abschuss-von-mh-17-massenmord-ueber-der-ostukraine-13052563.html

Da haben wohl einige noch nicht kapiert, dass die Zeiten der Brutkastenlügen und der von den USA erfundenen Massenvernichtungswaffen samt angeblicher Beweisbildchen etc. etc. etc. endgültig durch das Internet vorbei sind.

Wenn es wirklich die Separatisten gewesen wären, hätten die USA uns längst die schärfsten Luftaufnahmen der Abschussrampe geliefert. Dass da nichts kommt, kann eigentlich fast nur noch bedeuten, dass es das durchgeknallte Oligarchenregime in Kiew selber gewesen sein dürfte, das damit die NATO für seinen Krieg mobilisieren wollte.

Wahrscheinlichkeit für den Abschuss durch die Ukraine zur Zeit 99% und 1% für einen Defekt in der Maschine zufällig genau in der Gegend!

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 13:29

Kolumna

Meine Eltern sollten sie heraushalten. Oder sollen die Anmerkungen dazu, die Substanz ihrer sonstigen Ausführungen dokumentieren? Über die Reaktion in Argentinien gibt es durchaus widersprüchliche Berichte. Das ist auch nicht erstaunlich. Warum soll man eigentlich irgendwo auf der Welt zu einem Sachverhalt einer Meinung sein? Was mich an dieser Geschichte am meisten erstaunt, ist die Forderung von einigen Deutschen, dass man jetzt unbedingt ihre Sichtweise teilen müsse. Dafür gibt es keinen Grund. Weder hier, noch in Argentinien.

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 13:38

Wer Grüße aus Argentinien bestellt, sollte wenigstens eine solche IP-Adresse benutzen.

Natalius Juli 18, 2014 um 14:42

Also Leute, äährlich, jetzt muss ich auch mal den Frank verteidigen.
Denn: Als ich die Bilder live sah, fand ich es auch daneben. Da regrediert ne Gruppe von 5 Erwachsenen zu 5 Jungs im Kindergarten, denen die Kindergärtnerin das Lied von den Zwergen und den Riesen beigebracht hat. Auch fand ich’s nicht so passend, weil die Argentinier wirklich gut gespielt hatten – mal von so ein paar Fouls abgesehen. Es hätte ebenso wie im Halbfinale ARG/NED auf ein Elfmeter ARG/GER hinauslaufen können – Götze war “Glücksretter”, der uns das erspart hat. Aber selbst eine Kindergartennummer wäre nicht “angestossen”, wenn das ganze Ding mit der Siegesfeier nicht durch die “Verortung” in der Symbolumgebung zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule stattgefunden hätte. Diese “Überladung” eines überaus verdienten Sieges (der nach 24 Jahren statistisch gesehen ehe fällig war) mit Symbolen der deutschen Reichsgeschichte und Insignien deutscher Exportweltmeisterschaft (Weltmeister fahren Mercedes) war die eigentliche Peinlichkeit, für die unsere Jungs nix können. Und auch wieder dieser BER-Bär Wowereit und die Eintragung ins goldene Zauberbuch zuvor war irgendwie daneben. Wenn sich Politik in den Sport reinhängen will, dann kann man es ja auch so machen, dass man den Jungs nen kleinen Orden verpasst am Tag danach und die Siegesfeier im Grüngürtel mit Rockkonzert, Bierwagen, Würstchen und Döner fürs Volk veranstaltet. Nein, stattdessen Primat der Politik. Dass sich dann jemand wie Frank gewissermassen “vorauseilend” vor der “internationalen Beobachterschaft” der FAZ für eine kleine symbolische Entgleisung entschuldigt, ist zumindestens vor dem Hintergrund der herrschenden Doktrin einer “politischen Korrektheit” verständlich. Denn diese Doktrin hat mit Siegesfeier nichts zu tun.

Natalius Juli 18, 2014 um 15:09

PS: Falsch in Erinnerung. Es waren sechs.

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 16:13

Ich bin seit gestern wieder hier in FFM Herr Lübberding und verbringe nun meine Semesterferien im Land des Weltmeisters, bevor ich Mitte August wieder zurück nach Bs As ins Land meiner Mutter fliegen werde. Bis zu meinem Abflug am späten Mittwoch Abend konnte ich in Argentinien keinerlei Groll gegen den Tanz vernehmen. Man trägt das mit Humor und feiert den 2ten Platz um einiges ausgelassener als wir unseren Weltmeistertitel. Mit dem Verweis auf Ihre Eltern habe ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Herr Lübberding schämen Sie sich nicht, auch mein Großvater war ein Nazi, Sie sind nicht allein.

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 16:29

“Weltmeister fahren Mercedes” oder auch “Dahinter steckt immer ein kluger Kopf” beides Slogans, die so nicht ganz stimmen . Wobei zumindest die Weltmeister an dem Tag, anstatt Lamborghinis und Ferraris, einen Mercedes gefahren haben. Kluge Köpfe sehe ich seit dem Tod von Herrn Schirrmacher LEIDER keine mehr. Die Entwicklung geht eher zu arroganten, selbstherrlichen, mit ihrer Bedeutungslosigkeit unzufriedenen, kleinen Menschen wie dem vorliegenden Autor.

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 16:40

Kolumna

Dann haben wir das geklärt. Sie haben keinen wunden Punkt getroffen, sondern meine Eltern waren keine Nazis. Meine Großväter habe ich nie kennengelernt. Jenseits dessen würde ich es nicht wagen, mich in solche haltlosen Spekulationen zu ergehen. Was die Medienreaktionen in Argentinien betrifft, waren sie durchaus unterschiedlich. Soweit das Ausland aber die Siegesfeier wahrgenommen hat, stand sie schon längst unter dem Eindruck der deutschen Debatte. Wie sie ohne diesen Hintergrund verlaufen wäre, ist nicht zu klären. Dass sie bei uns solche Ausmaße angenommen hat, konnte man nun wirklich nicht ahnen. Das sagt aber etwas über die Atmosphäre aus, die sich bei uns entwickelt hatte. Zwar wurde ich immer zur Lockerheit aufgefordert (von den unhöflicheren Formulierungen will ich absehen), aber davon war nun wirklich nichts bei meinen Kritikern zu spüren. Für sie war ihre Lockerheit eine überaus ernste Angelegenheit. Wobei ich gegen Kritik gar nichts einzuwenden habe. Aber das sollte bekannt sein.

Schöne Grüße nach Frankfurt – und genießen Sie den Aufenthalt.

Frank Lübberding

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 16:48

Kolumna 16:29 Uhr

Nur ein Hinweis. Sie sind ja Student. Solche Charakterisierungen sind kein Argument. Sie haben vor allem immer das Problem, etwas über den Absender und nicht den Adressaten zu sagen.

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 17:01

Eine kurze Frage noch Herr Lübberding. Stört es Sie denn persönlich, dass profane Fußballer und ihre Fans seit 2006 mehr für die positive Außendarstellung unseres wunderschönen Landes getan haben, als Politiker und andere damit beauftragte Personen seit 1945? Ein Kniefall in Warschau, schön! Reparationszahlungen, gut! Gebracht hat uns das nicht wirklich was! 70 Jahre im Ausland gebeugt gehen und hoffen, dass man nicht auf das NS Regime angesprochen wird, vorbei! Während Frau Merkel im Ausland Assoziationen zu Hitler hervorruft (Griechenland), wird die Nationalmannschaft (unsere Repräsentanten) für ihr mehr als sympathisches Auftreten und ihren Teamgeist gefeiert. Der Fußball ist die einzig funktionierende Imagekampagne Deutschlands!

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 17:09

Kolumna

“Der Fußball ist die einzig funktionierende Imagekampagne Deutschlands! ”

Der Fußball. Aber nicht die Inszenierungen, die um ihn veranstaltet werden. Das war auch das Thema des Artikels gewesen. Der Adressat waren nicht die Spieler gewesen, sondern der DFB, ARD/ZDF – und alle anderen, die von dem “Kuchen namens Begeisterung” (Zitat aus FAZ-Artikel) etwas abbekommen wollen. Sobald man den Fußball instrumentalisieren will, geht es schief. Dann gelten andere Kriterien als die der Fankurve.

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 17:14

Der DFB, ARD/ZDF und alle anderen haben dem Volk genau das gegeben, was es wollte und vllt. auch brauchte! Sie und einige wenige Ihrer Kollegen haben versucht es dem Volk wieder zu nehmen und damit im Ausland hauptsächlich Unverständnis und Gelächter ausgelöst…

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 17:15

Wir belassen das nun… Ich gehe kicken!

karla Juli 18, 2014 um 17:41

Karl Kolumna Juli 18, 2014 um 17:14

” Der DFB, ARD/ZDF und alle anderen haben dem Volk genau das gegeben, was es wollte und vllt. auch brauchte! Sie und einige wenige Ihrer Kollegen haben versucht es dem Volk wieder zu nehmen…”

Die Vetreter obiger Vereine sind auch die Propagandisten der Kampagne “RESPEKT”. Und ihre Kicker die Staffage dazu.
@fl`s Artikel ist mit einem banalen Thema ein guter Treffer gelungen.

thorsten Juli 18, 2014 um 18:22

karla

Na ja … . Er hat halt Hermann den Cherusker gegen die Blutkrieger ins Feld geschickt und dabei vielleicht nicht “alle”, aber doch die ein oder andere Grenze überschritten.

Ein Treffer wars dann ja auch eher nicht, auf Schalke hätte es einer werden können:

http://www.youtube.com/watch?v=w09SkXS7Mso

Mainbube Juli 18, 2014 um 18:50

“Der Adressat waren nicht die Spieler gewesen, sondern der DFB, ARD/ZDF – und alle anderen, die von dem “Kuchen namens Begeisterung” (Zitat aus FAZ-Artikel) etwas abbekommen wollen. Sobald man den Fußball instrumentalisieren will, geht es schief. Dann gelten andere Kriterien als die der Fankurve.”

Und wohin es führt, wenn man Sport instrumentalisiert, haben wir doch 1936 erlebt … “Triumpf des Willens” etc. p.p.

Markus Gerbersmann Juli 18, 2014 um 19:37

In diesem Bericht schreiben Sie:
“Dort war mit keinem Wort von Nationalismus, Rassismus oder der Plastikformel der angeblichen Political Corecctness die Rede.”
In Ihrem Artikel, der vollkommen zurecht eine Welle der Empörung ausgelöst hat schreiben Sie aber:
“Es ist nicht ohne HISTORISCHE Ironie, die Siegesfeier für den „4. Stern“ auf den Trikots der Nationalmannschaft an diesem Ort abzuhalten.”
Dies ist kein Bezug, oder eine Anspielung darauf, dass der harmlose “Tanz” rassistisch, patriotisch oder politisch inkorrekt war?

Weiter schreiben Sie:
” Selbst ein eher schlichtes Gemüt sollte das verstehen. Aber das hatte noch nicht einmal der DFB verstanden.”
Mit anderen Worten…der DFB ist noch schlichter als schlichte Gemüter?

Und schließlich:
” Deren “Vorbildfunktion” ist dort nicht eingeklagt worden. Das kann man gerne dem DFB überlassen.”
Zum einen wieder eine Breitseite gegen den DFB.
Zum anderen…und das wiegt “schwerer”…wenn Sie Vorbildfunktion nicht einklagen…warum setzen Sie diese dann in Anführungszeichen und warum holen Sie explizit noch ein mal das Beispiel “Großkreutz” aus der Schublade?
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen noch mal diesen Link empfehlen (Es geht hierbei um rund 400.000 Euro)

http://www.sport1.de/de/fussball/fussball_dfbteam/newspage_922843.html

Ich bleibe dabei…die einzigen, die nach dieser WM ein Eigentor geschossen haben, sind Sie Herr Lübberding und eine zum Glück verschwindend kleine Anzahl Ihrer Kollegen.

Mal ehrlich…warum diese Hetze? Haben Sie ein persönliches Problem mit dem DFB? Waren Sie nicht eingeladen zur Feier? Hatten Sie keine Akkreditierung? Wo ist/war das Problem?
Gönnen Sie den Leuten dieses neue “Wir Gefühl” nicht?
Es würde mich freuen, wenn sie offen und ehrlich antworten würden…ohne diese Häme und durchaus auch Arroganz, die man hier und dort durchaus in Ihren Antworten lesen kann (mein Gefühl..keine handfeste Meinung)

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 21:17

Gerbersmann

Der Hinweis auf das Brandenburger Tor bezog sich auf den zentralen Ort der deutschen Identitätsbildung. Von der Siegessäule bis zum Holocaust-Mahnmal. Daraus jetzt den Vorwurf des Rassismus oder Nationalismus abzuleiten, ist tatsächlich das Problem mancher Leser gewesen. Nur gibt es im weiteren Text keinen Hinweis darauf, sondern er bezog sich lediglich darauf, in einem solchen Kontext eine offizielle Feier eben nicht als reine Party wie in einem Hotel in Rio zu betrachten. Wie soll man diesen Veranstaltungsort Brandenburger Tor sonst charakterisieren? Die Übertragungen von ARD und ZDF? Den Anspruch des DFB, hier der Nation mitzuteilen, dass der Fußball wie nichts anderes ein “Wir-Gefühl” ausdrückt? O-Ton Niersbach. Was allerdings wirklich tief blicken lässt: Zwar habe ich in meinem Text mit keinem Wort die Fans kritisiert, etwa als Rassisten oder Nationalisten tituliert (Im Gegenteil. In meinem Text zu Theweleit habe ich gegen diese Form der Kritik sogar argumentiert), aber offensichtlich fühlten sich genug Fans als solche angesprochen. Nur was habe eigentlich ich damit zu tun, wenn mir jetzt Kommentatoren erklären, sie hätten mit den Nazi-Verbrechen nichts zu tun? Eine Aussage, die ich allerdings auch nie gemacht habe. Wie soll ich jetzt mit Menschen umgehen, die Dinge in Texte interpretieren, die dort gar nicht zu finden sind?

Und dann der Vorwurf der Arroganz. Der wird üblicherweise von Leuten erhoben, die nicht argumentieren, sondern lieber mit Unterstellungen arbeiten. Ich nenne Ihnen einmal ein Beispiel. Es gibt sicherlich auch andere.

“Mal ehrlich…warum diese Hetze? Haben Sie ein persönliches Problem mit dem DFB? Waren Sie nicht eingeladen zur Feier? Hatten Sie keine Akkreditierung? Wo ist/war das Problem? Gönnen Sie den Leuten dieses neue “Wir Gefühl” nicht?”

Jetzt einmal etwas arrogant: Wie blöd muss jemand sein, der auf solche Unterstellungen nicht verzichten kann, von meiner Arroganz faselt, um aber dann auch noch eine Antwort von mir zu erwarten? Das alles natürlich anonym. Die Antwort habe ich jetzt gegeben, wo es sachlich begründet war. Mehr bekommen sie aber nicht. Wie gesagt: Dieser Thread ist eine Dokumentation.

Andreas Kreuz Juli 18, 2014 um 21:34
Markus Gerbersmann Juli 18, 2014 um 21:56

1. bin ich keineswegs anonym..mein vollständiger Name ist erkenntlich.
2.kann Wo wenn nicht am Brandenburger Tor ” der Weltmeister das Image der weltoffenen, toleranten Nation” besser zeigen? Zumal dieser Weltmeister mit Spielern aus unterschiedlichsten Nationen gespickt ist.
3. IST Satz wie “bei den Reatkionen wundert mich nichts mehr ” arrogant.
4.ist “wie blöd muss jemand sein” nicht arrogant, sondern beleidigend. Ich habe Sie keinster Weise in dieser Art angegangen.
5. haben Sie,wie ich durchaus erwartet habe, meinen Link zu Mesut Özils (ein deutscher Nationalspieler türkischer Herkunft) grandioser VORBILLICHER Aktion gänzlich unkommentiert lassen.
6.ist es richtg, dass Sie in Ihrem ersten Artikel die Fans nicht kritistiert haben, aber sehr wohl in diesem. “Unsinnig” und “schlichte Gemüter” (und da können Sie sich drehen wie Sie wollen, das IST an die Fans gerichtet) sind da nur einige Beispiele.Auch das latente lächerlich-machen des “Wir-Gefühls” spricht für sich.
Lieber Herr Lübbering,
berichtigen Sie mich bitte erneut, sollte ich falsch liegen, aber diese Ihre Antworten an mich und auch die an andere Kommentatoren zeugen doch bei genauerer Betrachtung ein wenig von “Angekratztheit”.
Ich meine das doch alles nicht böse, aber wäre es so schlimm, ein wenig einzulenken, und vllt, mal darüber nachzudenken, dass dieser eine Artikel alles andere als eine Glanzleistung war?

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 22:34

Gerbersmann

Tatsächlich? Und Ihre angegebene Mailadresse stimmt mit Ihrem Nick nicht überein? Die veröffentliche ich grundsätzlich nicht. Was soll der Unsinn?

Jetzt zu den Inhalten. Sie haben den Hinweis auf Mesut Özil gegeben. Nur was hat das jetzt mit meinem Text zu tun? Nichts. Was Herr Özil spendet oder nicht, war überhaupt nicht Gegenstand der Debatte. Wenigstens habe ich mich bisher nicht dazu geäußert. Sie können aber gerne andere Beispiele bringen. Die Herren Lahm und Mertesacker haben etwa Stiftungen gegründet. Nur was hat das jetzt mit mir zu tun?

Was das Brandenburger Tor betrifft. Hier ging es nicht um die Zusammensetzung der Nationalmannschaft, sondern um die Organisation der Siegesfeier.

Und jetzt zu dem von mir zitierten Absatz in Ihrem Kommentar. Sie halten das für völlig normal mit Unterstellungen zu arbeiten? Fehlende Akkreditiierung etc. Die alles nichts mit dem Thema zu tun haben, sondern lediglich dazu dienen, etwas zu insinuieren. Das halten Sie für selbstverständlich? Interessant. Ich nenne das Blödheit. Sie arbeiten nicht zufällig für die Bild?

Und was die schlichten Gemüter betrifft. Eben haben Sie sich noch auf den FAZ-Text mit der entsprechenden Reichweite bezogen, jetzt wechseln Sie den Standort. Tatsächlich können selbst schlichte Gemüter begreifen, dass in dem FAZ-Text nicht das zu finden ist, was dort manche zu finden meinen. Wo ist das Problem? Schlichte Gemüter findet man übrigens in allen Schichten der Bevölkerung.

Wie Leser meinen Artikel beurteilen? Das Urteil überlasse ich den Lesern. Und Angekratztheit? Dann hätte ich Sie schon längst gelöscht. Ich habe ja Spass an Debatten. Auch wenn jemand versucht, mit den alten Tricks der Sophisten zu arbeiten. Übrigens eine interessante Lektüre für jeden, der sich mit den Grundsätzen der Rhetorik beschäftigt.

Und ob mein Artikel eine grandiose Leistung war? Auch das Urteil überlasse ich anderen. Ob jeder Kommentator eine solche abgeliefert hat? Nun wie immer Sie auch heißen: Das hier ist eine Dokumentation.

Markus Gerbersmann Juli 18, 2014 um 22:50

Herr Lübberding,
nun reicht es aber….für die BILD arbeiten?
Nein..ganz bestimmt nicht. :D
Aber auf eine gewisse Art und Weise nehme ich das sogar als Kompliment.
Was mir aber tatsächlich reicht, ist Ihr “Tonfall”.
Ich habe so höflich es mir möglich ist, versucht mit Ihnen eine Debatte zu führen und ,meiner ganz bescheidenen Meinung nach, weitestgehend den Ton gewahrt.
Das kann ich umgekehrt mit wenigen Einschränkungen nicht behaupten.
Deshalb klinke ich mich nun aus dieser “Diskussion” aus, freue mich immer noch über einen vierten Stern, liebe weiterhin Fußball mit all seinen Facetten, werde den Gaucho-Tanz nach wie vor lustig finden, fiebere dem 03.09.2014 entgegen, und wünsche Ihnen von Herzen, dass sich der Shitstorm gegen Sie und Ihre unglücklichen Kollegen, die ähnliche Beiträge verfasst haben, zeitnah legen wird.
Mit freundlichsten Grüßen
Markus Gerbersmann
(Liebhaber des neuen Wir-Gefühls)

wowy Juli 18, 2014 um 22:51

@fl
Nu komm mal wieder runter.

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 23:12

Gerbersmann

Völlig in Ordnung. Höflich fand ich Ihren Tonfall in einem Fall nicht. Das wurde deutlich. Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Spass beim Fußball. Den habe ich nämlich auch. Wenn es sich denn auf den Fußball beschränkt … . Alles andere habe ich Ihnen gerade mitgeteilt.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Lübberding

f.luebberding f.luebberding Juli 18, 2014 um 23:14

wowy

Ich war noch nie auf den Bäumen. Aber es gibt Grenzen.

wowy Juli 18, 2014 um 23:24

@fl
Ich mach mir langsam Sorgen, so wie du hyperventilierst :-)

bleistift Juli 18, 2014 um 23:36

“Das hier ist keine Anklage. Es ist keine Suche nach einem Sündenbock, oder eine Wutschrift. Das hier ist einzig und allein der Versuch zu verstehen, warum ich so fühle, wie ich fühle.

Das Land, dessen Staatsbürgerschaft ich trage, ist außer sich. Hunderttausende empfingen ihre Mannschaft auf der Fanmeile. Ja, die deutsche Nationalelf hat das Finale der WM verdient gewonnen und ein ganzes Land in einen kollektiven Freudentaumel versetzt…..”

http://www.alsharq.de/2014/weltweit/europa/wir-sind-weltmeister/

alex Juli 19, 2014 um 09:22

Herr Gerbersmann, stimme Ihnen in den meisten Punkten zu. Was mich ebenfalls stört und ich scheine nicht der einzige zu sein, ist diese latente Arroganz in Ihren Antworten Herr Lüberding. Sie können und werden es anders sehen, müssen aber meine Meinung bzw. Empfindungen ebenso akzeptieren. Leider konnte auch Ihr hervorragender Kollege Horeni eines nicht verhindern, meine Kündigung des FAZ Abonnements für alle Kanzleien. Wegen Ihrem Artikel? Nein, Ihrer Art des Umgangs mit Kritik. – subjektive Empfindungen? Sicherlich. Aber es geht um meine Befindlichkeiten, auch wenn diese subjektiv sein sollten. Ich möchte Sie einfach nicht mehr lesen und gebe deshalb einer Zeitung im SüddeutschenRaum an sofort den Vorzug. :-)

f.luebberding f.luebberding Juli 19, 2014 um 11:49

Alex

Sie haben recht: Es geht um Emotionen. Das ist das Problem.

Frank Lübberding

f.luebberding f.luebberding Juli 19, 2014 um 12:07

Hier jetzt der schon des öfteren angesprochene Klaus Theweleit in der heutigen http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2014/07/19/a0066. Eine Polemik bringt Emotionen zur Sprache.

f.luebberding f.luebberding Juli 19, 2014 um 12:12

Den Schuh von Theweleit mit dem Hinweis auf die EM 2008 und die Rolle des DFB ziehe ich mir übrigens an. Mir war das nicht aufgefallen.

karla Juli 19, 2014 um 12:38

thorsten Juli 18, 2014 um 18:22

” Ein Treffer wars dann ja auch eher nicht,…”

Und was für einer? Wie ein Wespennest sind sie aufgeschreckt.

Warum hört man von fl`s Kriikern nur beleidigte Kommentare angesichts ihrer Freude am Sieg der deutschen Mannschaft..

Einfach Freude über ein gutes Spiel – zweier Mannschaften – das kommt so gut wie nie vor. Da sind sich die Nationalisten aller Länder von Argentina bis Zaire immer einig.

Ohne nationale Identität ist es halt nur kicken.

Insider Juli 19, 2014 um 17:04

Ein großes Missverständnis

Frank Lübberding kritisierte in seinem Artikel die Inszenierung der WM-Feier, allerdings in einer Art und Weise, welche bei den Fans Kritik und Widerstand hervorrief.

Den Fans waren die Siegessäule und das Brandenburger Tor als nationale Symbole gleichgültig. Trotz des Meeres von Schwarz-Rot-Gold hatte dies bei den meisten Menschen nichts mit Nationalismus/Chauvinismus zu tun. Das waren lediglich die Farben der eigenen Mannschaft.

Sie wollten sich dem Gefühl der Sieger-Ekstase hingeben. Und dies lassen sie sich nicht durch eine Kritik nehmen, welche sie als spießig und verklemmt erleben.

Eskstase mit einem Verschmelzen in einem „WIR“ ist ein elementares menschliches Bedürfnis. Weil Menschen nicht jene berechnenden, gegeneinander konkurrierenden und feindseligen Einzelwesen sind, wie sie sie von der liberalistischen Ideologie („homo homini lupus“) dargestellt werden.

Ekstase mit einem Verschmelzen zu einem WIR gehört zu einem gelingenden und lustvollen Gemeinschaftsleben wie der Orgasmus zum sexuellen Höhepunkt.

Nach des Ekstase kehrt – wie auch beim Orgasmus – dann wieder die Nüchternheit der Normalität ein.

Man sollte wieder die „Massenpsychologie des Faschismus“ von W. Reich lesen, um die Menschen besser zu verstehen und um diese nicht zum Gegenstand der eigenen Projektionen zu machen.

So schreibt Deniz Yücel in der TAZ:

Verständnisvoller zeigt sich Frank Lübberding auf faz.net: Der Spott sei “nachvollziehbar”, hätte aber “nicht vor einem Millionenpublikum ausgebreitet werden müssen”. Der Autor scheint zu wissen, welches Liedgut vor ein paar Jahren bei FAZ-Redaktionsfeiern angestimmt wurde. So klingt sein Rat, als spräche ein Alter Herr zu jungen Burschenschaftlern: Jungs, so was nur unter euch.

Quatsch! Wer sich über die Spieler aufregt, war noch nie im Stadion. Und wer ihnen vorwirft, dem nationalen Ansehen geschadet zu haben, ist selber in nationaler Mission unterwegs. [Hervorh. v. mir]

P.S.
Nur eine Minderheit derjenigen Menschen, die von den Massenveranstaltungen begeistert waren, welche von den Nazis organisiert wurden, waren selbst begeisterte Nazis und/oder nationalistische Chauvinisten.

karla Juli 20, 2014 um 00:05

Insider Juli 19, 2014 um 17:04

” Ein großes Missverständnis….
Und wer ihnen vorwirft, dem nationalen Ansehen geschadet zu haben, ist selber in nationaler Mission unterwegs. [Hervorh. v. mir]”

Das wär mal ein Argument um @f’s Artikell zu kritisieren.

“Nur eine Minderheit derjenigen Menschen, die von den Massenveranstaltungen begeistert waren, welche von den Nazis organisiert wurden, waren selbst begeisterte Nazis und/oder nationalistische Chauvinisten.”

Wenn Mensch keinen Pass hat ist das ein handicap. Ein stinknormaler Nationalist muss man deshalb nicht sein. (Siehe deine Anmerkung zu @fl: ” in nationaler Mission unterwegs”)

Insider Juli 20, 2014 um 10:17

@karla Juli 20, 2014 um 00:05
” Ein großes Missverständnis….
Und wer ihnen vorwirft, dem nationalen Ansehen geschadet zu haben, ist selber in nationaler Mission unterwegs. [Hervorh. v. mir]”
Das wär mal ein Argument um @f’s Artikel zu kritisieren.

Dafür – also für die „nationale Mission“ – würde ich F. L. keineswegs kritisieren. Im Gegenteil. Wenn die Deutschen mehr Verantwortung für ihr Gemeinwesen hätten, dann würden sie nicht zulassen, dass ihr Land wie ein Steinbruch behandelt wird.

Aber sie haben noch nicht einmal wahrgenommen, dass und wie aus ihrer Nationalmannschaft eine Mercedes-Benz-Mannschaft gemacht wurde (vgl. Theweleit).

Trotz Schminkens und der Kostümierung mit den Nationalfarben fehlt den meisten Fans ein Nationalbewusstsein im Sinne der Mitverantwortung für Deutschlands Zukunft. Die wenigsten Deutschen fühlen und denken in diesem Sinne national.

Völlig anders als z. B. die Schweizer.

Mir geht es um die Analyse des gegenseitigen Missverständnisses zwischen F. L. und seinen Lesern. Die Leser haben den Artikel als Angriff erlebt. Das kann F. L. keineswegs intendiert haben. Denn die Leser sind die Kunden des Journalisten. Der GAU ist für ihn, wenn er Leser und Abonnenten vergrault.

Insider Juli 20, 2014 um 12:02

P.S.
Im Übrigen glaube ich nicht, dass die FAZ auch nur einen einzigen Abonnenten wegen F.L.´s Artikel verliert.

Wie gesagt, ein Missverständnis.

F.L. wurde als „Spaßbremse“ wahrgenommen, was m. E. gar nicht dessen Intention war.

karla Juli 20, 2014 um 23:24

Insider Juli 20, 2014 um 10:17

“Dafür – also für die „nationale Mission“ – würde ich F. L. keineswegs kritisieren. Im Gegenteil.”

Was war dann der Grunddas Zitat von Yüzel (TAZ) extra hervorzuheben ohne jede Erklärung?

“Trotz Schminkens und der Kostümierung mit den Nationalfarben fehlt den meisten Fans ein Nationalbewusstsein..”

Gegen Schminke und Kostüm ist nichts einzuwenden. Eine solch einheitliche “Kostümierung” hat einen zusätzlichen Grund. Den nicht zu hinterfragen ist nur nachvollziehbar, wenn man ihm selbst anhängt. Z.B. so: “…fehlt den meisten Fans ein Nationalbewusstsein im Sinne der Mitverantwortung für Deutschlands Zukunft.”

petervonkloss Juli 22, 2014 um 06:10

Acta diurna

„Der mit dem Begriff “Gauchogate” verniedlichte Berliner Auftritt der deutschen Nationalmannschaft war keineswegs nur peinlich oder geschmacklos, wie manche Zeitungskommentatoren verharmlosend schrieben, sondern aggressiv, diskriminierend, rassistisch, chauvinistisch und ewiggestrig. So hat sich eine deutsche Mannschaft, so haben gerade wir als Deutsche uns nicht zu benehmen! 100 Jahre nach dem von Deutschland maßgeblich mitangezettelten Ersten Weltkrieg und 75 Jahre nach dem Überfall auf Polen stellen sich Deutsche kampffähigen Alters in Herrenmenschenpose über einen geschlagenen Gegner, verhöhnen ihn und stacheln Millionen sogenannter Fans zur Völkerverachtung an. Man muss dergleichen scharf bekämpfen; diesem Eklat sollten Maßnahmen folgen.

Ein paar Vorschläge zur Güte und Beruhigung des zu Recht hellauf empörten Auslands sowie der eigenen Presse:
1. Deutsche Tore werden künftig nicht mehr bejubelt. Stattdessen begeben sich die Spieler gesenkten Kopfes und möglichst unauffällig zurück in ihre Hälfte. Freudentrauben und ähnliche Kundgebungen fehlender Anteilnahme und Empathieferne sind verboten. TV-Moderatoren informieren nach deutschen Treffern das Publikum über die sozialen Probleme im Land des Konkurrenten.
2. Nach einer gewonnenen Partie entschuldigt sich jeder deutsche Akteur bei seinem Gegenspieler. Interviews werden in einem dem Ernst der Lage angepassten Ton gegeben. Der Bundestrainer bittet auf der Pressekonferenz im Namen der Mannschaft die gegnerischen Anhänger um Vergebung.
3. Nach jedem Sieg legt der Kapitän der deutschen Mannschaft im gegnerischen Strafraum einen Kranz nieder. Fällt ein deutscher Sieg mit mehr als zwei Toren Unterschied aus, organisiert der DFB Soforthilfen für die Opfer und ihre Angehörigen. Die Mannschaft versteigert ihre Trikots und spendet die Einnahmen an die Kinder der Unterlegenen.
4. Hat sich die deutsche Nationalmannschaft für eine Welt- oder Europameisterschaft qualifiziert, durchläuft jeder Kicker ein Antidiskriminierungsprogramm. Findet das Turnier in einem von Deutschland früher einmal besetzten Land statt, haben die Spieler dort entweder in der Landessprache zu sprechen oder zu schweigen.
5. Hat die deutsche Nationalmannschaft in einem Turnier das Viertelfinale erreicht, wird in allen TV- und Radiosendern jede zweite Stunde die Hymne des Gegners gespielt, im Halbfinale jede Stunde. Erreicht Deutschland das Finale, lernen die Schulkinder die Hymne des Endspielgegners auswendig. Boateng, Khedira und Özil singen die gegnerische Hymne im Stadion vor dem Spiel mit.
6. Nach einem gewonnenen Turnier bildet die Bevölkerung im gesamten Land Lichterketten der Solidarität mit den Geschlagenen. Auf öffentlichen Plätzen und in den evangelischen Kirchen werden die Namen der unterlegenen Spieler verlesen. Freudenkundgebungen sind untersagt. Die Frauenfußballnationalmannschaft kann als Klagechor eingesetzt werden. Die deutschen Fahnen vor offiziellen staatlichen Einrichtungen sind entweder auf Halbmast zu setzen oder durch Fahnen der auf dem Weg ins Finale besiegten Länder zu ersetzen. Die Spieler haben bei der Heimkehr Trauerbinden an den Armen zu tragen und öffentlich ihren Anteil an der kollektiven Schuld zu bekennen. Die Siegesprämien werden an Bedürftige in den Ländern der geschlagenen Kontrahenten abgetreten.
7. Beim Gewinn des Weltmeistertitels herrscht mindestens eine Woche Staatstrauer.“.

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