Gideon Levy und der Krieg

by f.luebberding on 21. Juli 2014

Dieser Beitrag ist kurz. Er verlangt nur die Bereitschaft zum Zuhören. Es geht um die Atmosphäre in einem Israel im Krieg und den Umgang mit dem Journalisten Gideon Levy. Jemand hat die Frage gestellt, was eigentlich in Deutschland los wäre, wenn eine Maschine der Lufthansa über der Ostukraine abgeschossen worden wäre. Darüber darf jeder nachdenken.

update

Man muss den DLF-Beitrag übrigens tatsächlich hören – und nicht nur lesen. Er ermöglicht das Nachdenken.

22.07.2014

Warum Israel nicht siegen kann von Etgar Keret.

Against the background of this policy, it is not surprising that Israeli discourse has sunk to one of its lowest points ever, saturated with calls for silencing dissenting views and violence. Editorial in der Haaretz.

24.07.2014

Interview mit Gideon Levy im DLF.

25.07.2014

Aus der taz.

 

{ 35 comments… read them below or add one }

Klaus Jarchow Juli 21, 2014 um 13:58

Tscha, religiös motivierte Nationalisten auf beiden Seiten, die von irgendeinem Sieg träumen, von dem keiner weiß, wie der eigentlich aussehen soll.

In Israel fing die ‘Nationalisierungswelle’ mit der Ermordung Jizhak Rabins mal an, seither haben die Siedlerbewegung und die Groß-Israel-Rabbis dort die Oberhoheit über die Medien und Köpfe gewonnen. Am vernünftigsten sind eigentlich inzwischen die ‘Zionisten’ der Aufbaujahre, die aber längst in der klaren Minderheit sind. Die Alternative zum Gaza-Beschuss lautet derzeit wohl ‘Bürgerkrieg im Inneren’ – siehe deinen Beitrag. Das ist das israelische Dilemma.

Die Hamas wiederum hat nach der Unterstützung des syrischen Freiheitskampfes ihre ‘Sugar Daddies’ verloren, namentlich Assad, Mursi und den Iran. Selbstprovozierte Schreckensbilder kommen ihnen daher wohl recht, um endlich neue Finanziers für ihren diktatorischen Operettenstaat zu finden. Erdogan tönt ja schon lauthals herum. Militärisch macht ihr Verhalten dagegen keinen Sinn, solch ein Kampf ist nicht zu gewinnen, und die von ihnen beherrschte Bevölkerung geht denen auch komplett am Mors vorbei. In dem Punkt schenken sich beide Seiten nicht viel.

Perspektivisch lautet das Ziel für mich nicht ‘Zwei-Staaten-Lösung’, sondern ‘Ein-Staaten-Lösung’, auch wenn das heute noch völlig utopisch klingt …

Lothar Wölfel Juli 21, 2014 um 14:00

Eine einzige Stimme. Warum löst das solch ein Sturm aus?

Weil, so finde ich, diese Stimme nicht von der Vernunft, sondern nur von Bildern geleitet wird. Sie ist an Einseitigkeit wahrlich nicht von der Propaganda der Hamas zu unterscheiden. Deshalb ruft man dem Träger der Stimme “Verräter” entgegen.

Das kann man ohne Studium erkennen und die suggestive Frage “Warum löst das solch ein Sturm aus” beantworten. Diese Antwort wird Gideon Levi selbst dann nicht hören, wenn ich sie ihm hebräisch zurufen werde.

Insider Juli 21, 2014 um 14:08

@F.L.
Jemand hat die Frage gestellt, was eigentlich in Deutschland los wäre, wenn eine Maschine der Lufthansa über der Ostukraine abgeschossen worden wäre. Darüber darf jeder nachdenken.

Ich finde, die Frage ist unanständig.

Was macht es einen Unterschied, ob niederländische oder deutsche Menschen beim Abschuss eines Zivilflugzeuges getötet werden?

Im Übrigen fliegen jedes Jahr zig-tausende deutsche Fluggäste über Amsterdam nach Asien oder Australien.

Wenn eine Maschine der Lufthansa abgeschossen worden wäre, dann wäre m. E. die erste Frage gewesen, warum die Airlines nicht gewarnt wurden.

Wie lange weiss die Regierung der Ukraine, dass ein BUK-Raketensystem in die Hände der Aufständischen gefallen ist?

Genauso lange wissen es die NATO, ihre Geheimdienste und damit auch die Regierungen.

Warum wurden die Airlines nicht gewarnt?

Noch am Tag des Abschusses(?) flog die Lufthansa über dieses Gebiet. Erst danach wurde die Flugroute geändert.

Marc Juli 21, 2014 um 14:57

@FL
Sollte man nicht auch mal die Frage stellen, was in Deutschland los wäre, wenn ein deutscher Soldat ein Bombadement von Dutzenden Zivilisten befiehlt? Ach so, das gab es ja schon. Was war nochmal die Konsequenz? Ach ja, richtig, Beförderung.

Stephan Juli 21, 2014 um 15:02

Mich wundert dieser Umgang mit Gideon Levi nicht wirklich. Ich war bisher 3x beruflich in Israel und es war jedes Mal schrecklich. Diese unterschwellige Dauer-Paranoia gegenüber alles und jeden macht dieses Land psychisch kaputt. Jedes zweite Gespräch artet irgendwann in eine Grundsatzdiskussion über die Existenz Israels aus? Mir tun die Israelis leid. Die sind kummulativ ein Fall für die Freud’sche Couch.

Doktor D Juli 21, 2014 um 15:10

Dass eine immer stärker zunehmende Militarisierung der Gesellschaft gekoppelt mit leider nicht ganz unberechtigter Paranoia Gift für Demokratie und zivilisierte politische Umgangsformen sind, scheint mir fast zwangsläufig (Exhibit B: die post-2001 USA). Die Politiker, Militärs und Medienleute, die solche Situationen nicht zur Befestigung der eigenen Machtstellung ausnutzen, sind leider rar gesät. Ganz zu schweigen von den zahllosen Hysterikern wie dieser Moderator im O-Ton, deren Hirn vor Angst und Corps-Geist aufgefressen wird.

Schatten Juli 21, 2014 um 15:12

Mal was anderes: D liefert an die Israelis Waffen und an die Palästinenser das Geld zum Wiederaufbau des Gaza-Streifens – ist das so eine Art keynesianische Wirtschaftspolitik und Deutschlands Beitrag zur Weltkonjunktur?

Im übrigen: In D wäre nach dem Abschuss eines Lufthansa-Flugzeuges nix los! Nur von BILD über Tagesschau bis FAZ und WELT würde gehetzt, also keine Veränderung zu heute! Der Deutsche als solcher ist zu nix mehr motivierbar – er erduldet alles klaglos beim Dschungelcamp-Gucken.

Wilma Juli 21, 2014 um 15:19

Was los wäre in Deutschland ?
Möglichst schnell einen Schuldigen finden.
Und dann warten, warten, warten.

Als Beispiel: Für die Anklage im Loveparadeprozess ist noch immer kein Verhandlungstermin anberaumt.

aifran Juli 21, 2014 um 15:27

Das Geschäftsmodell der Israelischen Elite ist der des von Bösen umringten und immer wieder angegriffenen Staat der um sein Überlegen kämpft. (die Israelische Bevölkerung – die 99% sind langjährig Konditionierte Nutzmenschen)
Dieses Geschäftsmodell kann Frieden nicht gebrauchen und es wird daher jeder Friedensversuch Untergraben und Verhindert.

Israel Eliten brauchen den “Krieg” sie brauchen die Raketenangriffe der Hamas usw. – ohne diese Angriffe bricht das Geschäftsmodell zusammen!
————
Die verdrängte Realität des Gaza-Kriegs

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42323/1.html

aifran Juli 21, 2014 um 15:34

Überleben – nicht Überlegen

Freigesetzter Juli 21, 2014 um 15:50

Wenn man schon die deutschen Befindlichkeiten bei einem fiktiven Abschuß bedenken soll, so kommt da wirklich nichts.
In den 70ern haben noch hunderttausende gegen Atomkraft demonstriert, gegen den zweiten Irakkrieg nur noch hunderte.
In herzlicher, gegenseitiger Abneigung haben die Deutschen und ihre Politiker ein Gentlements Agreement ausgehandelt.
“Du läßt mich in Ruhe und ich tue so, als wäre alles in Butter.”
Vor einiger Zeit, es war zur Zeit als die UKR noch nicht zu den Guten gehörte, gab es im ZDF ein interessantes Umfragergebnis, das meiner Meinung alles, aber auch alles über aktuelle deutsche Gr0ßmachstträume aussagte:
“Befürchten Sie das die Krise in der UKR zum dritten Weltkrieg ausufern könnte ?”

Ja: 17 %
Nein: 52%
Ist mir egal: 31%

31% der Befragten glaubten wohl ernsthaft, ein dritter Weltkrieg gehen ihnen am Allerwertesten vorbei.
Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.
Das ist das aktuell beruhigenste, abgesehen von ein paar Psychopathen oder Hartz-IV Beziehern, die einmal richtig Geld verdienen wollen, wird der WK III von deutscher Seite mangels Teilnahme abgesagt.

BB Juli 21, 2014 um 16:24

Ein Beitrag zur Psychologie von “Falken” und “Tauben”

http://phsblog.at/versteherinnen-versteherinnen/

Nina Tabai Juli 21, 2014 um 16:54

Die Reaktionen auf Gideon Levi erinnern mich an Jean Jaurès, jenen großen französischen Sozialisten und Pazifisten der verzweifelt versuchte den aufziehenden Weltkrieg zu verhindern – und dafür wenige Tage vor Kriegseintritt von einem Nationalisten ermordet wurde.

Levi sollte in der Tat vorsichtig sein, denn das politische Klima in Nahost ist Heute ähnlich vergiftet wie es vor 100 Jahren in Europa war.

sol1 Juli 21, 2014 um 17:14

Der Kommentar in der heutigen SZ weist darauf hin, daß die Scharfmacher in Israel nicht die Militärs, sondern populistische Politiker sind:

http://www.sueddeutsche.de/politik/israel-im-gaza-konflikt-zivile-scharfmacher-1.2054475

sol1 Juli 21, 2014 um 17:27

Ansonsten ist diese im letzten Jahr auf ARTE ausgestrahlte Dokumentation sehr aufschlußreich:

https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6te_zuerst

Freigesetzter Juli 21, 2014 um 17:46

Das in diesem “Krieg” das Kräfteverhältnis etwas einseitig ist hat ja sogar die FAZ dokumentiert, „Kino Sderot“ sorgt für Empörung :

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/israel-kino-sderot-sorgt-fuer-empoerung-13050441.html

Man kann ja über den 2. Weltkrieg sagen was man will, doch Fälle von “Kriegstourismus” sind auf keiner Seite dokumentiert.
Aber ich denke das Ammenmärchen von der “chirugischen Präzision”, daß im ersten Golfkrieg in die Welt gesetzt wurde, zeigt Wirkung. Die Verwüstung eventuell gerade noch, die Toten und Verletzten werden aber garantiert nicht mit den schönen Bildern der Explosionen in Verbindung gebracht.
Insofern geht auch die Anklage von Gideon Levi ins Leere. Da Kampfpiloten und noch mehr Drohnenführer, die eh maximal 30 Jahre alt sind, mit Hollywood Blockbustern und Videospielen aufgewachsen sind, werden die allenfalls den Mangel an Blut in ihrer “Virtual Reality” vermissen.
Und das meiste auch noch in Schwarzweiß auf einem Smartphone großen Bildschirm beim Kampfpiloten.
Ja, das ist Zynismus, aber meine einzige Waffe gegen das übermächtige Verlangen mich zu übergeben, wenn ich sehe, das Menschen auf Gartenstühlen anderen beim Sterben zusehen.
Ob die auch klatschen wie bei einem gelungenen Feuerwerk ?

Natalius Juli 21, 2014 um 20:14

Mich stimmt das Audio traurig. Ich habe Freunde in Israel, die als Intellektuelle noch “selbst denken”, die aber zusehen müssen, wie ihr Umfeld zunehmend “verhetzt” wird. Natürlich ist das getragen von täglichen Terrorbotschaften und Erfahrungen. Aber es ist auch von diesem religiös verankerten Chauvinismus motiviert, der viele Ähnlichkeiten zum arischen Chauvinismus aufweist. Goyim und “Untermenschen” haben andere Rechte als “Auserwählte” und “Herrenmenschen”. Wann werden die Isrealis begreifen, dass man sich Nazi-Deutschland nicht zum “Vorbild” machen sollte? Warum muss sich Geschichte in frappanter Weise wiederholen? Wie zu Hitlers Zeiten ist nicht das “Volk” das Problem, sondern die wenigen egomanen Psychopathen, die die Macht ergreifen, weil man sie nicht daran hindert. Wer heute klar denken kann, ist ZUGLEICH Philosemit UND Antizionist! Die Wurzeln des Problems müssen auf den Tisch – sie haben (sorry) eine religiös/exopolitische Dimension – und (sorry again) erst wenn man das “sieht” kann man als Deutscher helfen. Grundfrage: Wer waren die Elohim?

"ruby" Juli 21, 2014 um 22:16

Amazing
TOM
http://www.youtube.com/watch?v=BGiC6x9Vhj0
“I Hope Life is good for You”

wowy Juli 21, 2014 um 23:50

@fl
Gideon Levy

petervonkloss Juli 22, 2014 um 06:51

„Eine einzige Stimme!“,

Moral ist gut, und kostet nichts! Das weiß jeder Geheimdienst.

Trotzdem für Gideon Levy.

f.luebberding f.luebberding Juli 22, 2014 um 07:41

wowy

Stimmt.

Freigesetzter Juli 22, 2014 um 10:12

@natalius:
Zum Thema was in Israel los ist, empfehle ich Alternativlos 26 von Frank und Fefe.
Es geht in erster Linie um Gaby Webers Buch , “Eichmann wurde noch gebraucht”
http://alternativlos.org/26/
Das Gespräch dauert 2h 14min, ist aber ein echter Augenöffner, weil man endlich ein paar Hinweise bekommt, wie die Zionisten, die in den 40er und 50er Jahren auch unter den Juden als radikale Minderheit galten, noch während der Shoa den Grundstein legten, sich eben dieses Israel unter den Nagel zu reißen.

Freigesetzter Juli 22, 2014 um 12:26

Jetzt werden wir die Reaktionen sehen.
“Deutsche Familie offenbar bei israelischem Luftangriff getötet”

http://www.spiegel.de/politik/ausland/gaza-krieg-deutsche-familie-wohl-bei-israel-luftangriff-getoetet-a-982238.html

Natalius Juli 22, 2014 um 14:01

@Freigesetzter Juli 22, 2014 um 10:12

Danke für den Tip! Ist nicht nur ein Augenöffner, sondern zugleich spannend erzählt. Werde mir das Buch von Gaby Weber zulegen, auch weil die letzten Tage Eichmanns im Interview ausgelassen sind.

Lupus Juli 22, 2014 um 14:36

Diese deutsche Familie gilt nicht als “echte” deutsche Familie. Die sind braun statt weiß und heißen auch nicht “Müller”.

Weder die Politik, noch die Medien, noch die dt. Öffentlichkeit werden darauf reagieren.

f.luebberding f.luebberding Juli 22, 2014 um 16:17

Lupus

Ist das so?

Wilma Juli 22, 2014 um 16:36

Ich vermute, dass Lupus da richtig liegt. Der getötete Familienvater war erst mit einer deutschen Frau verheiratet (2 Kinder), die in Deutschland blieb und ist dann zurückgezogen.
Er lebte mit neuer Frau und 5 Kindern schon lange wieder in seiner alten Heimat.
Und eigentlich sollte es egal sein, ob eine deutsche oder andere Familie getötet wurde. Schlimm bleibt schlimm.

Zu den Protesten:
Gideon Boess
http://boess.welt.de/2014/07/22/event-antifaschismus-und-pogromstimmung/

f.luebberding f.luebberding Juli 22, 2014 um 16:40

Wilma

SZ und FAZ haben es auf der Homepage. Wenn es denn ein Kriterium sein sollte.

Nina Tabai Juli 22, 2014 um 19:42

Als ich das letzte Mal in Israel war hat mich das gesellschaftliche Klima sehr an die fiktive militaristische Gesellschaft der Föderation im Roman “Starship Troopers” von Heinlein erinnert. Die Armee hat Vorrang vor Allem. So extrem ist es selbst in den USA nicht annähernd – eben die Konsequenz von jahrzehntelanger Feindschaft mit allen Nachbarn.

Erstaunlicherweise sind es gerade mal wieder jene Männer die selbst nicht gedient haben welche diesen Mangel in ihrer Biografie durch besonders harte Scharfmacherei und Hetze kompensieren müssen um im aktuellen politischen Klima als harte Kerle da zu stehen. Wer Naftali Bennett oder Avigdor Lieberman zuhört fühlt sich an die Propaganda in Heinleins Buch erinnert – die einzige gute Kakerlake ist eine tote Kakerlake.

Für diese Männer leben die Kakerlaken in Gaza und sie wollen dass dort endlich richtig ausgekärchert wird. Jede moralische Überlegenheit gegenüber der Kriegsrhetorik der Hamas ist mit diesen Worten dahin.

Goodnight Juli 22, 2014 um 22:00

Solange die Presse nicht einmal die Hamas dafür kritisiert, dass sie sich feige hinter Familien versteckt und folglich deren Tod letztendlich provoziert, solange brauche ich keine Kritik an Israel zu lesen.
Die Medien lassen sich von der Hamas an der Leine führen: Sie folgen den Opfern, ohne zu fragen, wie die Opfer entstehen.

Whatever, Israel ist kein 8 Mio. Einwohnerland mit einer Armee… Israel ist eine Armee mit 8 Mio. Soldaten. Deswegen kann das obige Audio nicht wirklich verwundern. Und wer die Geschichte des jüdischen Volkes kennt (und als Deutsche sollte man diese in der Schule gelernt haben), der wird auch verstehen warum dies so ist.

Und auch wenn man es nicht versteht oder verstehen will, es bleibt ein militärisches Faktum. Welches einzig in dieser Funktion von Bedeutung, denn Israel ist es völlig egal ob es geliebt, respektiert oder akzeptiert wird. Diese Ebene hat es vor ca. 70 Jahren schon verlassen. Israel will nur überleben. Und auf dieses Ziel ist all sein Handeln gerichtet. Und folglich wird es immer konsequenter und damit erfolgreicher als seine Feinde sein.

Der aktuelle Zeitpunkt ist für ein endgültiges Vorgehen gegen die Hamas optimal, da die Stone-ager gerade in Ägypten keine wirkliche Sympathie mehr genießen.

“In this game, the most committed wins.”
(the siege)

Linus Juli 22, 2014 um 22:23

@Goodnight:
“Israel ist eine Armee mit 8 Mio. Soldaten”
Na, wenn du das sagst: Sieg oder Tod – zu was sonst soll eine 8 Mio Armee nütze sein? Wenn das nicht stoneaged ist, was dann?

Du redest Müll, Israel ist keine Armee mit 8 Millionen Soldaten.
Deine Aussage ist nicht mehr als eine Demonstration deines holzschnittartigen Weltbilds – mal wieder.

holger196967 Juli 22, 2014 um 22:24

—>>>Und auch wenn man es nicht versteht oder verstehen will, es bleibt ein militärisches Faktum. Welches einzig in dieser Funktion von Bedeutung, denn Israel ist es völlig egal ob es geliebt, respektiert oder akzeptiert wird. Diese Ebene hat es vor ca. 70 Jahren schon verlassen. Israel will nur überleben. Und auf dieses Ziel ist all sein Handeln gerichtet. Und folglich wird es immer konsequenter und damit erfolgreicher als seine Feinde sein.”

Yep… erinnert mich an Bayern München…

Natalius Juli 23, 2014 um 12:10

Ich möchte diesen Thread zum Anlass nehmen, um über die oben gestellte Grundfrage (Wer waren die Elohim) hinaus auf eine Facette eines Problems hinzuweisen, das auch die deutsche Geschichtsschreibung zum Thema Shoa tangiert. Um es gleich vorwegzunehmen, ich sehe die Gräueltaten der Nazis als Verbrechen gegen die Menschheit an, bezweifle den Holocaust nicht, könnte mir aber auf Grund von Recherchen im Bereich Nazi-Technologieentwicklung vorstellen, dass nach 1942 Vernichtungsmethoden zur Anwendung kamen, die noch grausamer und menschenverachtender als in der offiziellen Geschichtsschreibung waren (!) Dazu vielleicht später mehr. Auf der anderen Seite gibt es Verbrechen gegen die Menschheit von alliierter Seite aus, die die Vernichtung der deutschen Zivilbevölkerung zum Ziel hatten, und die bis heute nicht adäquate Formen von Entschuldigung gefunden haben.

Im April dieses Jahres fand an der University of Illinois eine kleine Konferenz zum Thema “Academic Freedom: Are there limits to inquiry? statt. “Mutige” US-Akademiker haben gefragt, welche inneren Widersprüche im offiziellen Narrativ zu JFK, 9/11 und Holocaust stecken und wie man diese ggf. auflösen könnte. Besonders “merkwürdig” (im eher direkten Sinne des Wortes) fand ich den Vortrag eines “distinguished” Emeritus der Wissenschaftstheorie, der als Gründer der 9/11-Wahrheitsbewegung gilt,
Jim Fetzer: http://www.newsfollowup.com/videos/academic_freedom_conference_james_fetzer_jfk_9-11_holocaust_4.mp4

Während ich mich als deutscher Staatsbürger bzgl. der Infragestellung von 6 Millionen Opfern während des Holocausts Fetzer NICHT anschliessen kann, bleibt meine Verwunderung, warum VOR dem Holocaust (zwischen 1900 und 1942) die Zahl von 6 Millionen Opfern insgesamt 236mal in Zeitungsberichten, Lexika und Büchern genannt ist. Ich habe selbst hier nicht Quellenstudium betrieben und nachgezählt, gehe aber davon aus, dass Fetzer kein Interesse hat, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Es geht um Wahrheitsfindung. Wie kann man sich das also erklären? Fetzer ist der Auffasung, dass es sich um eine self-fulfilling biclical prophecy handelt: Jahweh verlangt (in kabbalistischer Interpretation) 6 Millionen Opfer von seinem Volk, bevor es ins gelobte Land zurückkehren darf.

Ich frage mich: Welcher “Gott” verlangt so etwas? Welcher “Gott” verpasst seinem Volk ein Glaubenssystem, in dem Rassismus und Chauvinismus, Opfer und Mord integrale Bestandteils sind? Wir sehen es grade wieder im Gaza-Streifen. Ich kann mich an dieser Stelle nur Richard Dawkins anschliessen, dass “Gotteswahn” ein zivilisatorisches Problem ist. Gleichzeitig schliesse ich mich der Kritik seines Widersachers Rupert Sheldrake an, dass materialistisches “Filetieren” von Wissen Bereiche abschneidet, die, wenn sie nicht auf den Tisch kommen, “Wissenschaftswahn” entstehen lässt.

Wer waren DIE Elohim (Carlos: Plural von Eloha!)?

crono Juli 23, 2014 um 18:27

Goodnight
Ja, genau

Linus
Ab einem bestimmten Punkt, funktioniert die Welt nur noch holzschnittartig, weil immer irgendwann eine Entscheidung getroffen werden muss.

wowy Juli 26, 2014 um 17:18

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