“Humanitäre Hilfe” oder “Putins Trucker Show”?

by f.luebberding on 13. August 2014

Im Krieg um die Ost-Ukraine gab es seit Monaten einen Vorwurf seitens der Regierung in Kiew und des Westens. Die lange Grenze zwischen Russland und der Ukraine sei praktisch nicht zu kontrollieren. Über diese Grenze erhielten die Separatisten im Bürgerkrieg Nachschub für ihren Konflikt mit der Zentralregierung. Das ist durchaus plausibel. Ohne die Unterstützung aus Russland hätten die Separatisten kaum so lange durchhalten können. Wie aber mittlerweile der Westen seiner eigenen Propaganda zum Opfer fällt, lässt sich an der Posse um die Hilfslieferungen aus Russland für die Zivilbevölkerung in Lugansk und Donezk erkennen. Es könnte sich bei “Putins Trucker-Show” um ein “trojanisches Pferd” handeln, so der Vorwurf. Russland wolle statt humanitäre Hilfe militärischen Nachschub an die Separatisten schicken. Oder dieser Konvoi solle sogar eine militärische Intervention Russlands in die Ost-Ukraine vorbereiten.

In Wirklichkeit hat der Westen ein Problem mit seiner eigenen Wahrnehmung. Er ist so in der Logik des geopolitischen Konflikt mit Moskau um die Kontrolle der Ukraine gefangen, dass er die Wirklichkeit ausblenden muss, um noch handlungsfähig zu bleiben. Moskau könnte noch heute den Einmarsch in die Ost-Ukraine befehlen. Die vom Westen unterstützte ukrainische Armee wäre kein ernsthafter Gegner. Sie hat bekanntlich schon Schwierigkeiten, die Separatisten zu besiegen. Glaubt jemand ernsthaft, Russland brauchte dafür das genannte “trojanische Pferd” unter der Maskerade humanitärer Hilfslieferungen? Die Ost-Ukraine ist für Russland offen wie ein Scheunentor. Da braucht niemand die List des Odysseus. Die territoriale Integrität der Ukraine hängt alleine vom Willen des Kreml ab, wenn der Westen nicht bereit sein sollte, mit Russland einen Krieg zu beginnen. Das war zwar seit Beginn der Krise klar, ist aber im Westen in Vergessenheit geraten. Der hatte spätestens nach dem Abschuss von MH17 die Realpolitik an der Garderobe abgegeben, um stattdessen alle möglichen Bedrohungsphantasien einer wiederauferstehenden Sowjetunion zu entwickeln. Das Baltikum, so die These der westlichen Propagandisten, werde jetzt in Lugansk und Donezk verteidigt. Nur dass die Ukraine nicht zur NATO gehört. Insofern Kiew auch keinen Anspruch auf die Solidarität jenes Bündnisses hat, dem es aus guten Gründen nicht angehört. Der Westen nimmt aber diese Differenz nicht mehr zur Kenntnis, sondern betrachtet die Ukraine nur noch als den Ort eines geopolitischen Kampfes mit Russland um Einflußsphären. Er macht sich damit von der Regierung in Kiew abhängig. Diese sieht jetzt keinen Grund mehr, den Konflikt in der Ost-Ukraine als die vielbeschworene “innere Angelegenheit” zu betrachten, sondern lediglich als Ergebnis einer Intervention Russlands.

Das ist offenkundig falsch. Der Konflikt um die Ost-Ukraine war von Beginn an ein Bürgerkrieg mit Beteiligung auswärtiger Mächte. Die Regierung in Kiew hat seit dem Umsturz auf dem Maidan keine Idee davon, wie sie die desaströsen ökonomischen und sozialen Probleme des Landes lösen soll. Ihre einzige Hoffnung bestand daher in der Orientierung an die reichen Onkel aus dem Westen. Was hat sie auch ansonsten der Bevölkerung anzubieten, außer sinkende Einkommen, steigende Energiepreise und explodierende Arbeitslosigkeit? Die Fortsetzung des geopolitischen Großkonflikts mit der Mitgliedschaft in EU und NATO liegt daher im Interesse von Kiew. Ein Ausgleich mit den Interessen Russlands oder der skeptischen Minderheit in der Ost-Ukraine ist dabei nur hinderlich. Das störte nämlich die schöne Utopie, der Westen könnte für Kiew die ukrainischen Probleme lösen.

So steht die Wirklichkeit der eigenen Propaganda schon einmal im Wege. Die fixe Idee, in der Ost-Ukraine sei ohne die Russen alles in bester Ordnung, bekommt Risse. Oder wie ist es eigentlich zu erklären, dass 700.000 Menschen nach Russland geflohen sind? Im Westen sieht man darin das Ergebnis der Agitation russischer Medien. Jede andere Sichtweise nur noch als Propaganda zu deklarieren, wird allerdings selbst zur Propaganda. Und diese Posse um die russische Hilfe für Lugansk und Donezk ist ein gutes Beispiel dafür. Selbstredend hat der Kreml ein politisches Interesse an dieser humanitären Aktion. Er will in der Ost-Ukraine die Zentralregierung in Kiew bloßstellen. Bekanntlich versucht sie gerade beide Städte mit dem Einsatz militärischer Gewalt zurückzuerobern. Die Erwartung, dort als Befreier begrüßt zu werden, ist nicht gut begründet, auch wenn viele Menschen die Separatisten und den Krieg leid sind.

Die These vom “trojanischen Pferd” ist nichts anderes als der hilflose Versuch, dieses Legitimationsproblem der Zentralregierung propagandistisch zu ignorieren. Russland erzielt einen Propagandaerfolg, so die bei uns zu lesende These. Etwa bei Spon, der SZ oder FAZ. Wohl wahr: Während die Armee der Ukraine mit Artillerie Donezk und Lugansk beschießt, schickt der Kreml Lebensmittel, Medikamente und Notfall-Generatoren. Das wird der Zentralregierung in Kiew sicherlich nicht positiv angerechnet werden, selbst wenn sie am Ende die Separatisten besiegt haben wird. Dann wird aber deutlich werden, dass der Konflikt in der Ost-Ukraine vor allem ein Bürgerkrieg gewesen ist – und kein geopolitischer Großkonflikt zwischen Russland und dem Westen. Weder Russland, noch der Westen werden die Probleme der Ukraine lösen können. Auch wenn das die Regierung in Kiew und die Separatisten in der Ost-Ukraine bis heute glauben – und die Propagandisten aller Seiten diese Legende gerne erzählen, aus welchen Gründen auch immer.

Je eher das alle Seiten begreifen, umso besser vor allem für die geschundene Bevölkerung in der Ost-Ukraine. Wer was als Propagandaerfolg deklariert, kann ihr allerdings mittlerweile gleichgültig sein.

update 14:04 Uhr

In der Wirtschaftwoche gibt es eine Zusammenfassung mit Mythen über den Ukraine-Konflikt. Es ist eine Auseinandersetzung mit Propaganda. Was fehlt? Die Analyse.

Dieser Artikel von Gabor Steingart ist immer noch aktuell.

Über die ökonomischen Folgen der Sanktionen berichtet morgen auch die Zeit. Man kann sie ja politisch unterschiedlich beurteilen, aber deren Wirkungen werden andere sein als sie der Westen erwartet. Er wird von der zunehmenden Desintegration in den Weltmarkt sicher nicht profitieren.

Jetzt erst gesehen. Auch in der Wirtschaftwoche hält man jetzt die These vom “trojanischen Pferd” nicht mehr für so überzeugend. Na sowas.

Ansonsten noch die Meinung des Chef-Dilettanten in Kiew.

17:34 Uhr

Anderer Ort, nämlich Israel und Gaza, aber das gleiche Thema: Umgang mit dem Krieg. Von Stefan Schulz bei den Sozialtheoristen.

14.08.2014

Schieritz und Faigle über das Pro und Contra von Sanktionen. Dazu auch Eric Bonse. Außerdem Vera Bunse zu den Reaktionen auf den Hilfskonvoi im Westen. Die FR zur Lage in der Ost-Ukraine. Schließlich zum Wein in Russland.

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société Mai 19, 2015 um 19:57

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chabis August 26, 2014 um 15:00

Hier gibts schon ausführlichen Bericht – im grossen Kanton noch
Wowereit
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Poroschenko-und-Putin-treffen-sich-in-Minsk/story/14674507

glühwürmchen August 26, 2014 um 11:33

@Natalius
“Armageddon ist das religiöse Codewort für finalen Weltkrieg. ”

wenn ich etwas korrigieren darf: genau genommen besteht das biblische Armageddon aber nicht in einem weltumspannenden Krieg, sondern in kosmischen Ereignissen, welches man als vorbeiflug eines oder mehrerer massiver Himmelskörper deuten könnte, die nebenbei gesagt auch schon gesichtet wurden.
Dieser Krieg kündet nur die Nähe der Zeit an, in der Gott sein Volk zu sich holt.
Es stellt schon eine ziemlciche geistige Verrenkung dar, den Krieg herbeiführen zu wollen, damit man glauben könne, das Armageddon komme bald.
Interessiert das hier überhaupt jemand ;-) ?

chabis August 26, 2014 um 09:29
someone August 24, 2014 um 02:45

http://www.dailymotion.com/video/xf0otm_black-devil-moscow-ride-on-r1_auto
Im ersten Link falsches Video, das mit der Bausubstanz.

someone August 24, 2014 um 02:02
someone August 24, 2014 um 01:53

Nur Plündern war ungerecht, als gute Christen haben sie auch ihre Leichen abgeholt, soweit sie nicht als Nummern schon verscharrt waren.

someone August 24, 2014 um 00:43

Bausubstanz in Russland.
Vielleicht ein Sanierungsprogramm veranlassen, anstatt humanitäre Pänzerchen hin- und herfahren zu lassen? Nee! Lieber plündern.
https://www.youtube.com/watch?v=mn67vSHIdOs
(halt links und rechts der Straße)

"ruby" August 23, 2014 um 15:25

@ someone
;-)
Kontertaktik zum Bundesliagastart?

someone August 23, 2014 um 15:02

Nicht so voreilig. Vielleicht macht sie ja noch den Ribbentrop; dann könnt ihr sie wieder lieb haben.
http://www.polskieradio.pl/f9d43c58-17ce-4db1-81eb-a838a9204d0d.file?format=250×237

"ruby" August 23, 2014 um 14:47
someone August 23, 2014 um 14:37

Ein Witz?
Der Stadtradt von Lugansk hat sich beschwert, dass Kiew keine Löhne mehr zahlt. Scheißfaschistenjunta!

Soldat Schwejk August 23, 2014 um 13:30

Hach, da hat der Stundenzeiger die Pointe versaut…

Natalius August 23, 2014 um 13:01

@Schweijk, ein wenig rechnen können muss man schon. ;-)

Aber im Ernst: Dein Gespräch mit @Bleistift fand ich ganz gut.

Soldat Schwejk August 23, 2014 um 12:43

@ Huuh

Siehe, es dauerte nur 12 Minuten, und schon ward Dein Wunsch erhöret.

Natalius August 23, 2014 um 12:34

@Keynesianer August 23, 2014 um 07:18

“Leider regen wir uns dann doch immer wieder über die naiven “Schäflein” auf, die sich die Brutalität und Bösartigkeit dieser Kreise gar nicht vorstellen können und wollen und die Lügen und die Hetze der Massenmedien in diesen Fällen noch mit ihrem Herzblut verteidigen.”

Daraus spricht auch ein wenig Frustration. Etwa: Wie kann ein ansonsten intelligentes Schäflein denn nur sooo blind sein, Dinge nicht zu sehen, die doch so klar auf der Hand liegen. Um sich die “Brutalität und Bösartigkeit dieser Kreise” überhaupt vorstellen zu können, hilft es zunächst, die materiell-stoffliche Ursache kennenzulernen. Hier hilft Lobaczewski’s politische Ponerologie (=”über die gesellschaftlichen Folgen einer Geisteskrankheit names Psychopathie”) schon ein wenig weiter. Lobaczewski hat die Erstfassung des Buchs mehrere Jahrzehnte vor den Arbeiten von Paul Bubiak und Robert Hare verfasst und heute weiss man wesentlich mehr. Über den wichtigsten Aspekt, nämlich dass diese Krankheit in den Worten einer jüdischen Webautorin “runs in families” haben wir uns lange mit @Insider gestritten. Heute, 2014 bestehen nur noch wenige Zweifel, dass Psychopathie (im Gegensatz zu Soziopathie) ÜBERWIEGEND genetisch determiniert ist. Denen “fehlt” einfach etwas, was aber nützlich und vorteilhaft ist, um an die Spitze einer Gesellschaft zu kommen. Als genetische Krankheit wird sich Psychopathie immer dann anreichern, wenn “familiäre” Mechanismen der Partnerwahl dafür sorgen, dass sich die betroffenen Gene nicht verdünnen. “Liebesentscheidungen” machen ja auch keinen Sinn für Menschen, die von Natur aus emotional reduziert sind, und “Liebe” im gewöhnlichen Maß auf Grund ihres Defekts nicht erleben können. Die “korrekte” Partnerwahl ist bekanntlich ein Thema in Adels- und Königshäusern – der Geldadel kommt hinzu. Die “Moderne” hat in diesen Familien keine wesentlichen Änderungen in der Praxis der Partnerwahl eingeführt. Das “Privileg des Vermischens” und “die Freiheit der Liebeswahl” hatte stets das Volk. Allerdings weiss man, dass auch “einfache” Menschen bei Paar- und Familienbildung nicht ganz frei sind. Akademiker paaren sich überwiegend mit Akademikerinnen, Arbeiter mit Arbeiterinnen, usw. Ein “Zwang” zum “class breeding” besteht indessen nicht.

Wenn man das auf dieser Ebene sieht, versteht man zumindestens, warum wir seit Jahrtausenden immer wieder phasisch von Psychopathen beherrscht werden: Lieblosigkeit korreliert mit materiellem Reichtum. Lieben heisst für einen Psychopathen Haben, Besitzen, Beherrschen, also Dinge, die mit Macht und Führung einhergehen. Die Frage, die sich stellt, ist, warum eine Gesellschaft – etwa über ihr Rechtswesen kein “Immunsystem” gegen diese Krankheit aufbaut? Die Antwort darauf: Sie tut es, u.z. stets nach Kriegen, wenn alles vernichtet ist. Die kollektive Zerstörungserfahrung fördert dann wieder Gesetze hervor, die bestimmte Familien vorsichtiger werden lässt – eine Teilentmachtung ist die Folge. Die Gier nach Macht und Größe ist damit aber nicht besiegt. “Man” trifft sich wieder hinter “verschlossenen Türen”, lebt “es” nicht offen aus, sondern küngelt es aus in Organisationsformen, die man heute “groups”, “commissions”, “think tanks” nennt, die aber nur wenig verschieden von Geheimbünden, Mafia-Treffen, Freimauereien und elitären oder gar satanistischen “Zirkeln” operieren. “Verschwören” ist für Kriminelle völlig normal – solange die Gesetze nicht so sind, dass “es” völlig offen ausgelebt werden kann. Diesem Zustand kommen wir heute ziemlich nahe. Jeder, der seine sieben Zwetschgen halbwegs zusammen hat, merkt, dass MH-17, Foley, Gaza, ISIS irgendwie zusammenhängen. Jeder erkennt, für wie blöd man uns hält, welche Märchen uns aufgetischt werden, wie unverfroren Kriegsverbrechen verschwiegen werden.

Aber warum geht das überhaupt? Wie kommt ein stolzes und grosses Land wie Amerika dazu, sich von einer kleinen Gruppe Einwanderer so an der Nase herumführen zu lassen, dass das Land in einen permanenten Kriegszustand, sowohl nach innen wie auch nach aussen gerät. Laut Wiki sind 2% der US-Bevölkerung Juden. Nehmen wir an, dass Psychopathie etwas höher als im Durchschnitt angereichert ist und bei 10% liegt. Das würde bedeuten, dass 40% der Vermögen Amerikas auf 0.2% der Bevölkerung verteilt ist. Das kann nicht funktionieren, ohne dass es Mechanismen gäbe, mit denen 99.8% “im Dunkeln” gehalten werden. Wir wissen, dass es drei Haupteinflussbereiche gibt, in denen die Anreicherung stattgefunden hat: Nennen wir diese Bereiche Finanzindustrie, Medienindustrie, “Wissensindustrie” (FMW). Wenn Eisenhower vom “militärisch-industriellen Komplex” sprach, dann ist heute mit industriell FMW gemeint und mit militärisch all das was mit Geheimdiensten zu tun hat.

Wir befinden uns aber immer noch auf der rein materiellen Ebene. Interessant wird nun die Sichtung einer Komponente, die ausserhalb des Materiellen liegt: Religion. Wie hat es diese Gruppe – noch mal: 0.2% der Bevölkerung Amerikas – hinbekommen, von einer überwiegend “christlichen Umgebung” regelrecht geschützt zu werden. Was sind die religiösen Wurzeln dieses Schutzes? Ich erwähnte schon die sog. Scofield-Bibel, eingeführt 1908, heute Standardwerk für evangelikale Christen Amerikas. Das sind etwa 50-60 Millionen Menschen, die überwiegend im bible belt leben, überwiegend konservativ-republikanisch wählen, ihre Lebensauffassung auf religiöse Prophezeiungen ausrichten und sich das Armageddon regelrecht herbeiwünschen: http://de.wikipedia.org/wiki/Christlicher_Zionismus

Es ist diese politisch-religiöse Verquickung, die es berechtigt erscheinen lässt, NEOCON mit ZIOCON gleichzusetzen. Es ist höchste Zeit, sich mit unseren jüdischen und islamischen Freunden zusammenzusetzen und eine gemeinsame Front gegen diese Krankheit aufzustellen. Keiner von uns will den Wahnsinn eines Armageddon erleben. Pro-jüdische, pro-christliche, pro-islamische sowie säkulare, atheistische und agnostische Gruppen haben ein gemeinsames Interesse. Armageddon ist das religiöse Codewort für finalen Weltkrieg. Als Idee genau so krank wie Psychopathie.

Huuh August 23, 2014 um 11:22

Wer erzählt einen noch besseren Witz?

someone August 23, 2014 um 08:46

“Rußland hat maximal den Anspruch einer Hegemonialmacht im russischsprachigen postsowjetischen Raum. Das ist alles, und das ist in meinen Augen ein legitimer Anspruch.”

Das mag ja schön und gut sein, aber dieser Anspruch steht im krassen Widerspruch zur Realität. Sibirien und der ferne Osten entsiedeln sich immer weiter, das wurde nicht gestoppt. Über die Hälfte der kommunalen Wohnungen sind verschlissen, ein Drittel der Krankenhäuser hat kein Warmwasser, die Auswanderung steigt und sogar die Rüstungsindustrie hat immense Probleme, wenn man sich die ganzen Raketen- und Flugzeugabstürze der letzten Jahre anschaut etc. pp. (GS 4-13)
Und jetzt spielt man ein wenig Großmacht, um die Seele aufzupolieren? Ehrlich, sogar wenn Putin bei der Ukraine seinen Willen bekommen hätte und sie der Hegemonie Russlands untergeordnet worden wäre, hätte es Russland überfordert. Stattdessen wendet er jetzt immense Ressourcen auf, um die Ukraine destabil zu halten, wo beide nur verlieren können. Die Kremlführung scheint mir wirklich die Flucht nach vorne angetreten zu sein und ihr Heil in außenpolitischen Abenteuern zu suchen. Das System Putin ist am Ende und er versucht es mit einer Schürung der nationalen Ressentiments zu übertunchen und geht dabei über Leichen in seinem Nachbarland. Was ist das für eine Hegemonie?
Er musste große Teile seiner Lebensmittelsanktionen schon nach einer Woche wieder streichen, noch nicht einmal dazu reicht es. Nur Destabilisierung der Nachbarländer mittels roher Gewalt.
Was ist das für ein Weg? Diesen scheint er fortsetzen zu wollen. Transnistrien hat die Mobilmachung angekündigt.

Keynesianer August 23, 2014 um 07:18

Leider regen wir uns dann doch immer wieder über die naiven “Schäflein” auf, die sich die Brutalität und Bösartigkeit dieser Kreise gar nicht vorstellen können und wollen und die Lügen und die Hetze der Massenmedien in diesen Fällen noch mit ihrem Herzblut verteidigen.

Aber die Schäflein sind nur brave und herzensgute Bürger, die sich die hier herrschende Bösartigkeit in ihrem ganzen Leben nicht vorstellen können. Lieber glauben sie sonstwas, das ihnen vorgelogen wird von Politikern, Journalisten und sogenannten Experten.

Keynesianer August 23, 2014 um 07:10

Inzwischen dürfte es an der Verantwortung für den Abschuss der MH17 keinen Zweifel mehr geben. Die Ukraine wird die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse blockieren. Man hat sich da darauf geeinigt, dass die Bürger der Welt kein Recht auf die Wahrheit haben, wenn einer der beteiligten Staaten sein Veto einlegt.

Im Giftschrank
http://www.jungewelt.de/2014/08-23/050.php

MH17 war also ein false-flag-Massenmord der üblichen Kreise, die das wie gerade auch im Fall 9/11 erlebt immer und immer wieder machen und dann mit den von ihnen gleichgeschalteten Massenmedien die braven und gutgläubigen Bürger, die sich eine derartige Verschlagenheit und Verlogenheit gar nicht vorstellen können, gegen ihre jeweiligen Gegner verhetzen.

bleistift August 23, 2014 um 03:46

@ Petervonkloss

„Der Satz vom Gescheuch. ‘Denn das Wesen der Scheuchen ist die transzendental entspringende dreifache Streuung des Gescheuchs im Weltentwurf.’ Hundert angeglichene Philosophen wandeln auf liegendem Salz, grüßen einander wesentlich: ‘Das Gescheuch existiert umwillen seiner.’“

Günter Grass, Hundejahre

@ Soldat Schwejk

Vielen Dank für Ihre Antwort.

“Hab nur was gegen religiöse Fanatiker und gegen politische Religiöse, egal welcher Glaubensrichtung, die ihre Gebote und Verbote nicht nur für sich und ihre Gemeinde, sondern für den Staat und seine Bürger gültig machen wollen.”

Das geht mir genauso. Mir gehen Menschen auf den Senkel die Gott eine Immanenz zuschreiben wollen und daraus Regeln ableiten wollen. Dich nerven Menschen die von einer Transzendenz reden und daraus Regeln ableiten wollen.
Da haben wir was gemeinsam!
Gute Nacht!

Soldat Schwejk August 23, 2014 um 00:17

@ Dipfele

Der Reinhard Lauterbach macht da bei der JW einen hervorragenden Job. Ist mir schon mehrfach aufgefallen. Bin kein uneingeschränkter Fan der Zeitung, aber ihre Ukraine-Berichterstattung lohnt die Lektüre auf jeden Fall.

Dipfele August 23, 2014 um 00:01

@Schwejk

das Interview ist übrigens hier in voller Länge übersetzt:

http://www.jungewelt.de/2014/08-22/024.php

Soldat Schwejk August 23, 2014 um 00:00

P.S., zum Katholizismus und so…

Hab nur was gegen religiöse Fanatiker und gegen politische Religiöse, egal welcher Glaubensrichtung, die ihre Gebote und Verbote nicht nur für sich und ihre Gemeinde, sondern für den Staat und seine Bürger gültig machen wollen.

Dipfele August 22, 2014 um 23:55

Vom Westen gedopt–Kraftmeierei trotz leerer Kassen: Desaster mit Ansage: Wann platzt die Politik-Blase der #Ukraine? http://t.co/WaR9dA6Tt4

Soldat Schwejk August 22, 2014 um 23:30

@ bleistift

—> „Mir ging es um die “Linken” die Russland heute noch für einen Hort des Fortschritts halten. Nur woher kommt dann die Begeisterung der “Linken” für alles was in Russland stattfindet oder für alles was Russland tut?“

Also es gibt in der ‚Linken’ ja mancherorts Begeisterung für die progressiven Regierungen in einigen Staaten Lateinamerikas. Begeisterung für „alles was in Russland stattfindet“ wohl eher nicht. Oder wo kannst Du solche Begeisterung ausmachen?

—> “Warum vergessen Sie Ungarn? Ungarn wäre ein sehr geeignetes Beispiel! Woher kommt denn die Begeisterung der deutschen Nationalkonservativen für Ungarn?“

Die deutschen Nationalkonservativen sind da wohl wenig wählerisch, weil sie hierzulande selbst in der CDU keine Rolle mehr spielen. Da nimmt man was man kriegt. Aber Du mußt da schon einen Nationalkonservativen fragen.

Sicher sind die Verhältnisse in Ungarn nicht so erfreulich. Aber auf die mediale Abschußliste ist Orban hierzulande nach meiner Wahrnehmung vor allem deshalb gelangt, weil er auch den transnationalen Finanzeliten auf die Füße getreten ist mit seiner Verstaatlichung der Rentenkassen und den Steuergesetzen zuungunsten der ausländischen Großbanken. Den Rest hätte man ihm vermutlich nachgesehen. Das Abtreibungsrecht in Irland und das Körperschaftsteuer-Dumping daselbst jucken ja auch niemanden so richtig.

—> „Von Russland kommt nun aber auch keine Unterstützung für den “zivilisatorischen Fortschritt”.

Wie man’s nimmt. Letzten Endes ist der ganze nordasiatische und nordosteuropäische Raum durch Rußland in die moderne Zivilisation geführt worden. Auf längere Zeiträume gesehen auch weniger gewaltförmig, als das bei den (west)-europäischen Kolonialismen der Fall war. Und heute noch ist die Rußländische Föderation ein Beispiel für einen funktionierenden Vielvölkerstaat, in dem es weithin ein besseres Verständnis für den Unterschied von Staatsvolk und Ethnos gibt als anderswo. (Das drückt sich u.a. in den unterschiedlichen Worten ‚russkij’ und ‚rossijskij’ aus.) Dieser Staat hat im wesentlichen auch die schwere Krise der 90-er Jahre überstanden, ohne daß es zu ethnischen Konflikten gekommen ist (den Nordkaukasus mal ausgeklammert, aber das ist ein eigenes Thema, das alle Staaten dort betrifft).

—> „Natürlich sind Sie als Linker nicht in der Lage wirklich zu verstehen was in Russland gerade passiert. Das weiß ich wohl.“

Was Du nicht alles weißt :-)

Vielleicht versteh ich nicht viel. Aber doch ein bissel mehr als die russophoben Hetzer, die hier bisweilen auftreten…

—> „Die Welt funktioniert nicht so wie Sie sich das vorstellen. Tut mir leid Ihnen das mitteilen zu müssen.“

Diese Mitteilung betrübt mich. Aber ich habe sowas geahnt. Sonst hätte auch Wismut Aue heute nicht verloren. Das Bedauern weiß ich freilich zu schätzen.

—> „Ich glaube an den Himmel genauso wie du an die klassenlose Gesellschaft glaubst.“

Wenn das wirklich stimmen sollte, dann mußt Du jetzt aber ganz viel Buße tun. Ich zwar ein Linker, aber kein gläubiger orthodoxer Marxist.

—> “Wenn Sie die Absichten der kath. Kirche derart ablehnen…“

Ich hab nichts gegen die katholische Kirche. Das mit den ganzen Heiligen und Engeln find ich total cool. Ist eigentlich so ‘ne Art Polytheismus, nich? Was hat die katholische Kirche eigentlich so für Absichten? Jedenfalls, wenn ich mal das Bedürfnis nach einem Glaubensbekenntnis verspüren sollte, dann steht der Katholizismus ganz oben. Versprochen.

—> „Könnten Sie mir einfach mal erklären warum Sie betont prorussisch sind? Sie sind ja nicht einfach ein Verschwörungstheoretiker der grundsätzlich alles unterstützt was irgendwie gegen den “Westen” gerichtet sein könnte. Sondern Sie sind explizit prorussisch. Meiner Einschätzung nach sind Sie darüber hinaus ein Linker. Warum? Wie passt das zusammen?“

Hm… ein Linker bin ich wohl. Einer der ganz wenigen unbeirrten Linken hier :-)

„Prorussisch“? Vielleicht ein bissel prorussisch, aus Sentimentalität. Immerhin hab ich da mal über ein Jahr gewohnt. Deshalb entwickle ich gegen die antirussische Hetze wohl einen etwas heftigeren Groll als gegen andere Beklopptheiten.

Ansonsten bin ich gewiß nicht „prorussisch“ in dem Sinne, daß ich die gesellschaftliche Ordnung in Rußland für das Nonplusultra halte und sie gern auf Deutschland übertragen möchte. Oder daß ich Rußland irgendeine zivilisatorische Mission für Europa zuschreiben würde etc. – Aber die russische Führung hat ja nicht diesen Anspruch. Rußland hat maximal den Anspruch einer Hegemonialmacht im russischsprachigen postsowjetischen Raum. Das ist alles, und das ist in meinen Augen ein legitimer Anspruch.

Eher bin ich wohl anti-russophob.

Es gab ja mal eine ‘linke’ Erkenntnis: Der Hauptfeind steht im eigenen Land. Und natürlich muß man als Linker chauvinistische Hetze ablehnen, zumal wenn sie von den eigenen Machteliten aufgegriffen und benutzt wird. Man kann Sympathien mit den Russen haben, die den Putinismus ablehnen. Aber man kann als ‘Linker’ nicht während einer internationalen Konfrontation ins Horn der Herrschenden auf der eigenen Seite des Grabens tuten und die Gegenseite zu dämonisieren helfen. Das ist eigentlich elementar! Zumal hier, in einem relativ großen und mächtigen Staat im Zentrum einer expansiven Union.

In Deutschland links sein und russophob sein… DAS scheint mir ein Ding der Unmöglichkeit. Jedenfalls, wenn man nicht völlig weggetreten ist…

Glaubst Du, die europäischen Gesellschaften werden egalitärer, liberaler, demokratischer, wenn sie sich von einem Teil ihrer politischen Eliten ohne Not in eine Dauerkonfrontation mit Rußland hineinmanövrieren lassen? Das Gegenteil scheint mir plausibel. Und den liberalen Russen hilft eine solche Konfrontation auch nicht.

someone August 22, 2014 um 00:04

Na wenigstens bewegt sich nach Putins Einäscherung von Donezk für seine Fernsehshows auch in Russland ein wenig.- Ja, liebe Putinisten es waren natürlich die Ukrainer und es gibt auch keinen Einmarsch und die russischen Totenscheine sind gefälscht.
Diese Lüge halten wir jetzt schön bis Minsk aufrecht und dann muss man mal weiter sehen.

http://www.vedomosti.ru/opinion/news/32277551/nelzya-no-mozhno#ixzz3B3yessDL

http://www.interpretermag.com/russia-becoming-a-dangerous-nation-of-zhirinovskys-levinson-says/

Soldat Schwejk August 21, 2014 um 20:03

@ bleistift

Will gern auf die Fragen antworten, ist zur Klärung vielleicht hilfreich. Entweder heute spät oder morgen. Erst mal nur auf eine.

—> “Sind Sie ein Idiot (sorry!!!) oder habe ich was übersehen?”

Du hast was übersehen :-) (Ich duze mal einfach, ist unter anonymen Nicks ja hier so üblich.)

petervonkloss August 21, 2014 um 07:23

„Das Da- sein und die Zukünftigen des letzten Gottes

Die Zukünftigen des letzten Gottes werden in der Bestreitung dieses Streites
das Ereignis erstreiten und im weitesten Rückblick sich des größten Geschaf-
fenen als der erfüllten Einmaligkeit und Einzigkeit des Seins erinnern. Dane-
ben wird das Massenhafte alle Ränke seines Tobens loslassen und alles Un-
sichere und Halbe, alles nur mit dem Bisherigen Sichvertröstende abschwem-
men. Wird dann die Zeit der Götter um sein und der Rückfall in das bloße Le-
ben weltarmer Wesen beginnen, denen die Erde nur noch als das Ausnutzbare
geblieben?
Verhaltenheit und Verschwiegenheit werden die innigste Feier des letzten Got-
tes sein und die eigene Weise des Zutrauens zur Einfachheit der Dinge und die
eigene Strömung der Innigkeit der berückenden Entrückung ihrer Werke sich
erringen, die Bergung der Wahrheit wird das Verborgenste verborgen sein las-
sen und ihm so die einzige Gegenwart leihen.
Heute sind schon Wenige dieser Zukünftigen. Ihr Ahnen und Suchen ist kaum
kenntlich für sie selbst und ihre echte Unruhe; diese Unruhe aber das ruhige
Beständnis der Zerklüftung. Sie trägt eine Gewissheit, die vom scheuesten
und fernsten Wink des letzten Gottes getroffen ist und auf den Einfall des Er-
eignisses zugehalten wird. Wie in der verhaltenen Verschwiegenheit dieser
Wink als Wink bewahrt wird, und wie solche Bewahrung immer zugleich
steht im Abschiednehmen und Ankommen, in der Trauer und in der Freude
zumal, in jener Grundstimmung der Verhaltenen, der sich allein die Zerklüf-
tung des Seyns öffnet und verschließt. Frucht und Zufall, Anfall und Wink.

Die wenigen Zukünftigen zählen zu sich die wesentlich Unscheinbaren, de-
nen keine Öffentlichkeit gehört, die aber in ihrer inneren Schönheit das Vor-
leuchten des letzten Gottes sammeln und wieder den Wenigen und Seltenen
im Widerstrahl schenken. Sie alle gründen das Da-sein, durch das der Einklang
der Gottnähe schwingt, die sich nicht überhebt und auch nicht versinkt, son-
dern die Festigkeit der innigsten Scheu sich zum einzigsten Schwingungsraum
genommen. Da-sein Durchrückung aller Bezüge von Fernung und Nähe
(Anfall) des letzten Gottes.
Das Unmaß des nur Seienden, des Unseienden im Ganzen und die Seltenheit
des Seins, weshalb man die Götter innerhalb des Seienden sucht. Wenn man
sucht und nicht findet und daher in verzwungene Machenschaften sich ein-
zwingt, keine Freiheit des verhaltenen Wartens und Erwartenkönnens einer Be-
gegnung eines Winkes. Der Edelmut der Fügung und die Rüstigkeit des Ver-
trauens in den Wink, der aufgrollende Grimm des Furchtbaren, Da-sein sei die
innerste Ordnung, aus der erst die Bestreitung ihr Gesetz nimmt. Sie überstrahlt
alles Begegnende und läßt uns erst das Einfache des Wesentlichen erfahren.
Die Ordnung ist das Einfachste Sichzeigende und wird gern fälschlich als et-
was >nebenüber< den Erscheinungen angesehen, d. h. nicht gesehen.
Die Zukünftigen, die im gegründeten Da-sein Inständlichen des Gemütes der
Verhaltenheit, auf die allein das Sein (Sprung) als Ereignis zu-kommt, sie er-
eignet und zur Bergung seiner Wahrheit ermächtigt.
Hölderlin ihr weitherkommender und daher zukünftigster Dichter. Hölderlin
ist der Zukünftigste, weil er am weitesten herkommt und in dieser Weite das
Größte durchmißt und verwandelt.“ Martin Heidegger.

petervonkloss August 21, 2014 um 07:04
petervonkloss August 21, 2014 um 06:59

Er ist ohne den geschichtlichen Heilshorizont.

petervonkloss August 21, 2014 um 06:55

“personal Jesus” ist schon der Übergang zum “letzten Gott”.

"ruby" August 21, 2014 um 06:12

Zum guten Ende / Start
http://www.youtube.com/watch?v=4I9Qf-nHnZo
Zeit-Raum

"ruby" August 21, 2014 um 05:55

Mein Gott
Dein Gott
Götter sind für alle da
;-)
http://www.youtube.com/watch?v=4I9Qf-nHnZo

"ruby" August 21, 2014 um 05:49

Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) braucht noch Zeit, um sich der Stärke der Literatur Russlands anzunähern.
Marcel Reich-Ranicki präsentierte diese sehr gerne und begeistert.

Der erste Gott?!
und dann?

petervonkloss August 21, 2014 um 05:44

Nietzsche hatte diesbezüglich in allem recht!

petervonkloss August 21, 2014 um 05:29

spätestens mit der einsetzenden Entortung vulgo Globalisierung, oder
dem Euro als Großraumtotalisator.

Zum anderen bedarf es großer, aufgestauter Kräfte, um handeln zu
können. (alles “westliche” Linksliberale, Linke und Grüne ist fort-
hin ein spinatiger Dünnpfiff.

petervonkloss August 21, 2014 um 05:18

“ruby” August 21, 2014 um 05:00

“Asozialität pur : ………………………” Sic!

petervonkloss August 21, 2014 um 05:12

Natürlich auch in Russland.

petervonkloss August 21, 2014 um 05:10

Vielleicht von Russland ausgehend (Clowns, Bekloppte und Dostojewski);

Bei uns ist der “letzte Mensch” vorherrschend.

"ruby" August 21, 2014 um 05:00

Asozialität pur :

“Es zeige sich ein klarer Zusammenhang zwischen hohen Sozialausgaben und niedrigen Sachinvestitionen. Dabei sei die Höhe der Sozialausgaben nicht vollständig durch unterschiedliche Sozial- und Wirtschaftsstrukturen zu erklären.
Die Schuldenbremse zwinge die Länder, politische Prioritäten zu setzen. „Der Vergleich mit den Ländern auf Konsolidierungskurs kann dabei helfen, Einsparpotenziale zu erkennen, ohne die Substanz anzugreifen“, sagte PWC-Bereichsleiter Höhn. Die Länder mit hohen Sozialausgaben sollten etwa überprüfen, ob die von ihnen angewendeten Standards bei der Eingliederungshilfe, der Sozialhilfe und der Jugendhilfe tatsächlich zwingend notwendig seien oder ob sie sich nicht doch eher an den sparsameren Ländern orientieren sollten.”

von

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/dank-schuldenbremse-bundeslaender-lernen-das-sparen-13108453.html

Es gibt einen empirischen Zusammenhang zwischen hohen Renditen und Kapitalanlagen.
Die Vermögensmaximierer, die unter dem Durchschnitt liegen, sollten sich an den besser performenden orientieren -

Nochmal lesen das Kapitel Konsolidierung bei Hans Gestrich Frau Wirtschaftskorrespondentin
;-)

petervonkloss August 21, 2014 um 04:56

DER LETZTE GOTT

Der ganz Andere gegen
die Gewesenen, zumal gegen
den christlichen.

petervonkloss August 21, 2014 um 04:50

GRÜNDUNG

Da-sein
Wahrheit
Zeit-Raum

"ruby" August 21, 2014 um 04:41

Wo und wie?
Nicht in der Ukraine mit Menschentötern!

petervonkloss August 21, 2014 um 04:40

Der letzte Gott

"ruby" August 21, 2014 um 04:39
petervonkloss August 21, 2014 um 04:37

Gott wird nachbiblisch “Ort” genannt (Peter Handke),
Heidegger beschreibt ihn als Da-Sein.

"ruby" August 21, 2014 um 04:37

Haben die Späher und Schreiber der Obertusse gut mitgelesen :
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html
nur sich dann auf Verhaltensökonomie zu beschränken ist sehr, sehr reduktionistisch …
;-(

"ruby" August 21, 2014 um 03:41

virtual cruising mit 12″
http://www.youtube.com/watch?v=nya_zrO2WzE
in their second homeland
;-)

"ruby" August 21, 2014 um 03:35
petervonkloss August 21, 2014 um 02:59

bleistift August 21, 2014 um 01:58

Da Sie die Threads nicht in Gänze verfolgen, hier einige Wiederholungen meiner letzten Beiträge:

petervonkloss

BB August 15, 2014 um 17:45
„Hey, NAZI-PUDEL-MEDIEN,———–„

Du scheinst da etwas zu verwechsreln. Der Großteil der MSM empfindet sich als aufgeklärt, linksliberal, grün bis links und ist es realiter auch.
Oder Du stimmst dem Satz von Ignazio Silone zu (in einem Gespräch mit François Bondy, der im Übrigen mit E. M. Cioran befreundet war): „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus».“

Daß das jetzt von der gesamten (anti)deutschen Linken bezweifelt wird, wundert nicht.
Nochmals im Übrigen ist sein Sohn Luc Bondy mit dem „Rechten“ Botho Strauß und dem ebensosehr oft als „Rechten“ bezeichneten Peter Handke befreundet.

Die deutschen, besiegtengeistigen, avantgardistischen Linksobenreiter, mit ihrem Leib-und Magen-Philosophen
Habermas (J. Fischer), haben sich wegen dem westlichen „Weltgeist“, Bob Dylan und Pussy Riot etc. etc.,
gewaltig vergaloppiert.

petervonkloss

Gewidmet dem liberalen Reaktionär Peter Scholl-Latour.

Ich darf daran erinnern, daß vor nicht allzulanger Zeit, die Meinungsführerschaft der allgemeinen, deutschen Linken,
insbesondere die entsprechenden MSM, PSL für einen Reaktionär hielten. Seien sie getrost, sie hatten recht, er ist einer! Die linke Kümmerlichkeit der zu klein geratenen Weltbilder…….wird ersetzt werden…….sie werden auch nicht leicht werden. Eruptionenen werden a la longue wohl das Beste sein

Die Einsamkeit ist nie tief genug, man muss sie immer mehr vertiefen, um die Welt einigermaßen begreifbar zu machen, in den letzten Worten von einsamen im Gleichklang wesenden alten Männern:

http://www.welt.de/print-welt/article620822/Juenger-amp-Brecht.html ,

der niemals sowas wie übertriebene Faktenhuberei als Selbstzweck in den Weltbildvortrag ein brachte,
sondern die immer seltener werdende existentielle Erfahrung.

Dafür steht auch der liberale Reaktionär P S L R I P.

Sie gleichwohl ist zusätzlich im schwinden durch den Verlust der großen Männer und seiner dekadenten
Verweiblichung.

https://www.youtube.com/watch?v=m5vhdJJHYTs

petervonkloss

gelegentlich August 17, 2014 um 07:58

Ach „Beim Propheten“ Wikipedias und ihrer linksorientierten Präferenz.
Sie sollten gleich zu Stefan George gehen und dann versuchen zu denken und zu zeugen einen wirklichen
Sermon, der nicht die Substanz Deutschlands, hinsichtlich des übermäßig Multikulturellen, wesentlich verändert.
Denn das konnte auch ihre Existenz betreffen. Oder wie stellen Sie sich dieselbe vor?

Ach was rede ich, Ihr Weltbild ist schon lange flöten gegangen. Deswegenn versuchen Sie es mit den beiden Idioten noch immer.

petervonkloss

gelegentlich August 17, 2014 um 09:37

Ich zähle mich nicht zu Ihren „Alles vereinfachend müssenden“, außerdem bin ich (wie fast jeder intelligente Mensch) gänzlich unpädagogisch veranlagt.

Wenn in Deutschland an Sätzen reich die simplen und jeglicher Verifikation entbehrenden Worte wie Xenophobie…..Homophobie baben Sie vergessen, benutzt werden, müsste man eigentlich bescheid wissen!

George ist unpädagogisch deshalb interessant, weil er folgendes Gedicht verfasst hat:

Die Lyse des Nihilismus: Vorschlag 1 (Kairos/ Christophersen)

Paulus (der Intellektualverbrecher F. N.) und die ihm nachfolgenden (protestanischen) Theologen
sind einfach nur unwichtig; denn ihre verqueren, meist pseudomystischen Erfahrungen sind aus heuti-
ger Sicht nur als ständig interpretierte (theologische) Chiffren zu lesen.

Dagegen………………………………………………………………………………………………………………………………….

„Der ewige
Augenblick“, so George 1907 wegweisend im „Siebenten Ring“, ist
nicht Werden, nicht Entwicklung,
sondern im Moment erfülltes, diesseitiges Sein:

„Kairos / Der tag war
da: so stand der stern. / Weit tat
das tor sich dir dem herrn … / Der
heut nicht kam bleib immer fern!
/ Er war nur herr durch diesen
stern.“.

„Die Kairos-Orientierung
der George-Jünger spiegelte weit
mehr als nur die elitäre Freude des
Ästheten am erlesenen Begriff und
zielte im Kontext von Heldenbeschwörung und „Mythenschau“ auf
die Vereinigung des Endlichen mit
dem Unendlichen in einem qualitativ herausragenden Moment.
Der Kairos erhält die Funktion, die
Spannung zwischen individueller
Endlichkeit und allumfassender
Ewigkeit so aufzulösen, dass im
erfüllten Augenblick die Aufhebung aller Zeitlichkeit erfahren
wird. Zukünftiges, Vergangenes
und Gegenwärtiges fallen in ihm
vollendet zusammen.

. Ein auf Perfektibilität oder ein utopisch Neues
ausgerichtetes Geschichtsbild wird
zu Gunsten unmittelbarer Gegenwartserfahrung aufgehoben.“ Alf Christophersen.

Die ist aber wesentlich. petervonkloss

Was “ist” „der andere Zustand“ (Musil) ( nunc stans) er ist vielleicht Nichts/Sein (M.H.)

Nietzsche ging davon aus, daß es immer Sklaven gibt. Er meinte das nicht nur irgendwie soziologisch – politisch, sondern ganz lebenspraktisch, insofern jeder zur Introspektion fähig ist. Aber da gibt es gewaltige Unterschiede!… zwischen Kulturen und Einzelnen, von den durch das Christentum entwurzelten gar nicht zu
reden.

"ruby" August 21, 2014 um 02:54
bleistift August 21, 2014 um 02:21

Woher dann die Panik?
War das Satire oder ernst gemeint?

petervonkloss August 21, 2014 um 02:15

Ich arbeite im Schlaf, ich brauche keinen Weckdienst.

bleistift August 21, 2014 um 01:58

Hey, wir haben dich immer noch im Visier!
Also nur nicht frech werden!
Gestern war’s nur der Weckdienst. Morgen ist es der Geheimdienst!

petervonkloss August 21, 2014 um 01:52

Dann aber mal ran an die Soljanka.

bleistift August 21, 2014 um 01:12

Könnten Sie mir einfach mal erklären warum Sie betont prorussisch sind?
Sie sind ja nicht einfach ein Verschwörungstheoretiker der grundsätzlich alles unterstützt was irgendwie gegen den “Westen” gerichtet sein könnte.
Sondern Sie sind explizit prorussisch.
Meiner Einschätzung nach sind Sie darüber hinaus ein Linker.
Warum?
Wie passt das zusammen?
Ich wäre Ihnen wirklich dankbar wenn Sie mir das mal erläutern könnten.
Gute Nacht!

bleistift August 21, 2014 um 00:53

@ Soldat Schwejk

Sie bezeichnen sich doch selbst als russophil!? Warum?
Könnten Sie mir erklären was Sie an Russland konkret so begeistert? Das ist eine ehrlich gemeinte Frage!
Ich kann verstehen, dass man Russland respektiert, sein Handeln einkalkuliert usw.
Aber Begeisterung für Russland? Warum?
Wenn Sie die Absichten der kath. Kirche derart ablehnen, woher rührt dann Ihre Unterstützung für Russland?
Sind Sie nur verblendet oder haben Sie konkrete, nachvollziehbare Gründe dafür?
Ich persönlich würde Sie als Linken einordnen. Und nun unterstützen Sie das Dritte Rom? Respekt!
Sind Sie ein Idiot (sorry!!!) oder habe ich was übersehen?
Ich habe den Artikel gelesen den Sie hier veröffentlicht haben.

bleistift August 21, 2014 um 00:37

@ Soldat Schwejk

“Für die einen ist Rußland das klerikalkonservative Bollwerk gegen die westliche Dekadenz. Für die anderen ist es eine Verkörperung sämtlicher Bedrohungen des zivilisatorischen Fortschritts.”

Das ist dasselbe. Und das wissen Sie auch. Mir ging es um die “Linken” die Russland heute noch für einen Hort des Fortschritts halten.

“Beiden Vorstellungen gemeinsam ist, daß es reine Phantasien & Projektionen sind, die mit den gesellschaftlichen Realitäten im heutigen Rußland wenig bis nichts zu tun haben. ”

Richtig. Nur woher kommt dann die Begeisterung der “Linken” für alles was in Russland stattfindet oder für alles was Russland tut?

“In Irland (EU) und Polen (EU) etwa dürften irgendwelche nationalreligiösen Beklopptheiten in der Gesellschaft weit verbreiteter sein als in Rußland. Das irische Abtreibungsrecht scheint hierzulande aber weit weniger Kritik auszulösen als das russische Recht in bezug auf die Darstellung von Homosexualität. Obwohl ersteres viel repressiver und tatsächlich mörderisch ist.”

Da lese ich nun eine Entschuldigung heraus. Oder eine Verharmlosung.
Übrigens sind weder Polen noch Irland geeignete Beispiele.
Warum vergessen Sie Ungarn? Ungarn wäre ein sehr geeignetes Beispiel!
Woher kommt denn die Begeisterung der deutschen Nationalkonservativen für Ungarn?

“Die Gefahr für den zivilisatorischen Fortschritt im “Westen” kommt aus den westlichen Gesellschaften und ihrer politischen Verfaßtheit selbst. Nicht von Rußland her. Diese Vorstellung ist albern.”

Von Russland kommt nun aber auch keine Unterstützung für den “zivilisatorischen Fortschritt”. Eben eher das Gegenteil.
Und natürlich benutzt Putin das orthodoxe Christentum. Während Irland und Polen funktionierende Demokratien sind, kann man das von Russland und Ungarn nicht behaupten.
Natürlich sind Sie als Linker nicht in der Lage wirklich zu verstehen was in Russland gerade passiert. Das weiß ich wohl. Und trotzdem bin ich erstaunt über diese permanente Betriebsblindheit der deutschen Linken.
Die Welt funktioniert nicht so wie Sie sich das vorstellen.
Tut mir leid Ihnen das mitteilen zu müssen.

“Und Dein Unbehagen am Katholizismus mußt Du schon mit Deiner Kirche selbst klären. Am katholischen Fundamentalismus ist Putin vermutlich nicht schuld…”

Es gibt kein Unbehagen gegenüber dem Katholizismus. Ich glaube an den Himmel genauso wie du an die klassenlose Gesellschaft glaubst. Da muss man ganz fest dran glauben! Zuerst kommt der Tod und dann? Russland?

Andreas Kreuz August 20, 2014 um 23:46

@Soldat Schwejk August 20, 2014 um 22:25

Das Interview ist geeignet,
die Hoffnung zu nähren,
dass USA und EU ihre Ziele in der Ukraine nicht erreichen.

Soldat Schwejk August 20, 2014 um 22:28

Pardon… SERGATSKOVA heißt die Interviewerin, nicht Sergatskaja.

Soldat Schwejk August 20, 2014 um 22:25

Interview von Jekaterina Sergatskaja mit dem ukrainischen Generaloberst Wladimir Ruban in der “Ukrainskaja Prawda”, 20. August. Ruban ist Chefunterhändler eines von der Organisation “Offizierskorps” betriebenen Zentrums, das auf beiden Seiten der Front den Gefangenenaustausch und die Verbesserung der Lage von Kriegsgefangenen betreibt. Angehörige von Gefangenen und Vermißten können sich dahin wenden.

Ruban sagt da u.a., daß die Bedingungen für die Kriegsgefangenen sich nicht sehr unterscheiden, daß es aber auf beiden Seiten vereinzelte sinnlose Grausamkeiten gebe. Das erklärt er damit, daß einzelnen Leuten die Nerven durchgehen oder sie sowieso psychisch gestört sind.

Der Krieg hätte schon längst beendet sein können, aber es gebe offenbar Leute, die an seiner Verlängerung interessiert seien. Und bei manchem Artilleriebeschuß auf zivile Objekte scheine es so, als ob da eine ‘dritte Seite’, also irgendwelche Diversanten am Werke seien.

Und hier einige längere, interessante Passagen des Interviews. Wie gesagt, Ruban ist ein ukrainischer Generaloberst, der aber beide Seiten der Front kennt.

SERGATSKOVA: “Was sind das für Leute, mit denen Sie da Verhandlungen führen? [...] Wieso machen die das? Sie konnten sich vermutlich ein Bild machen.”

RUBAN: “Warum macht denn die ukrainische Armee Gefangene? Was sind das da für Leute in der ukrainischen Armee und den [Freiwilligen]-Bataillonen?”

SERGATSKAJA: “Soll das heißen, das ist für Sie das gleiche?”

RUBAN: “Für Sie nicht? Sind 6 Millionen Einwohner der Gebiete Lugansk und Donezk jetzt Feinde?”

SERGATSKAJA: “Nein, friedliche Leute sind keine Feinde.”

RUBAN: “Und die unter Waffen – das sind 15.000 – sind das Feinde?”

SERGATSKAJA: “Na im Grunde schon. Das sind Leute, die das Leben und die Gesundheit friedlicher Menschen bedrohen.”

RUBAN: “Die Armee bedroht das Leben und die Gesundheit friedlicher Menschen. Dafür ist sie da. Die Offiziere, die eine Militärhochschule absolviert haben, das sind professionelle Mörder, wußten Sie das nicht? [...] Ich kenne diese Leute lange. Dort gibt es Offiziere, dort gibt es Afghanistan-Kämpfer, mit denen zusammen ich auf dem Maidan gestanden habe. Auf dem Euromaidan. Nur haben wir ihn nicht so genannt.”

SERGATSKAJA: “‘Dort’, das ist wo?”

RUBAN: “Dort, auf der anderen Seite. Hinter der Linie. In den Gebieten Lugansk und Donezk.”

SERGATSKAJA: “Diese Leute standen mit Ihnen auf dem Maidan?”

RUBAN: “Ja, und jetzt kämpfen sie gegen die ukrainische Armee. Es gibt sie auf beiden Seiten.”

SERGATSKAJA: “Aber warum machen die das?”

RUBAN: “Warum hat das der ‘Rechte Sektor’ auf dem Maidan gemacht? Warum standen die Leute auf dem Maidan?”

SERGATSKAJA: “Wenn die auf dem gleichen Maidan waren, warum wenden sie sich jetzt gegen jene Leute, mit denen sie dort Seite an Seite standen?”

RUBAN: “Weil die Leute vom Maidan sich mit der Absetzung von Janukowitsch zufriedengegeben haben. Das war alles. Sonst ist keine Forderung erfüllt. Aber die anderen wollten den Weg zu Ende gehen. [...] Sie wollen reale Veränderungen. Und das meiste was sie fordern, das ist das gleiche, was auf dem Maidan verkündet wurde.”

SERGATSKAJA: “Aber das sieht doch völlig anders aus.”

RUBAN: “Dafür muß man den Journalisten danken und den anderen, die diese Leute zu Terroristen erklärt haben. Und denen, die sich den Ausdruck ‘ATO’ anstelle von ‘Krieg’ ausgedacht haben.”

SERGATSKAJA: “Aber Rußland bezeichnet das nicht als einen Krieg.”

RUBAN: “Was soll jetzt Rußland?”

SERGATSKAJA: “Nimmt Rußland Ihrer Meinung nach nicht an dem Konflikt teil?”

RUBAN: “Haben Sie dort russische Militäreinheiten gesehen?”

SERGATSKAJA: “Ich habe russische Militärs gesehen.”

RUBAN: “Haben Sie die Teilnahme russischer Militäreinheiten gesehen?”

SERGATSKAJA: “Nein, keine offiziellen.”

RUBAN: “Die werden Sie auch nicht zu Gesicht bekommen. Es gibt sie dort nicht. Wenn Sie dort irgendwen gesehen haben, der Russe oder Militär ist, dann bedeutet das keine Teilnahme Rußlands.”

S: “Wie würden Sie das nennen?”

R: “Wie Sie wollen. Wissen Sie, daß auf beiden Seiten Söldner kämpfen?”

S: “Ja.”

R: “Auf beiden. Auf der ukrainischen, aber auch auf der Lugansker und Donezker. Würden Sie sagen, daß die Staaten Polen und Schweden auf unserer Seite kämpfen?”

[...]

R: “Das ist keine Antiterroroperation. Das ist Krieg.”

S: “Was für ein Krieg?”

R: “Ein neuer, unverständlicher. Ein hybrider. Fast ein Bürgerkrieg.”

S: “Warum ‘fast’? Weil es [ausländische] Berater gibt?”

R: “Berater gibt es immer. ‘Fast’ ein Bürgerkrieg deshalb, weil es fast keine ideologischen Unterschiede gibt. Die kämpfenden Seiten wollen gut leben. Sie wollen ordentliche Straßen und eine satte Familie. Eigentlich macht es für sie keinen großen Unterschied, ob sie sich Rußland oder der EU annähern oder eigenständig bleiben. Sie wollen besser leben. Sie sind alle ins Elend geritten worden, auf dieser und auf der anderen Seite.”

someone August 20, 2014 um 20:13

Und diese brutale Offensive der Russen wird er den Ukrainern in die Schuhe schieben. Man, man, man…
Vor einigen Tagen stand die Donetsker Innenstadt noch.

Soldat Schwejk August 20, 2014 um 15:49

@ bleistift —> “ist es doch auch schön zu sehen auf welcher Seite die Möchtegern Revolutionäre hier wirklich marschieren!
The more catholic the better!”

Manche Reaktionäre und manche verhetzten ‘Progressiven’ sind sich immerhin bemerkenswert einig in einer sonderbaren Beklopptheit. Sie projizieren irgendwelche eigenen Befindlichkeiten auf Rußland, welches sie mehrheitlich gar nicht kennen.

Für die einen ist Rußland das klerikalkonservative Bollwerk gegen die westliche Dekadenz. Für die anderen ist es eine Verkörperung sämtlicher Bedrohungen des zivilisatorischen Fortschritts.

Beiden Vorstellungen gemeinsam ist, daß es reine Phantasien & Projektionen sind, die mit den gesellschaftlichen Realitäten im heutigen Rußland wenig bis nichts zu tun haben.

In Irland (EU) und Polen (EU) etwa dürften irgendwelche nationalreligiösen Beklopptheiten in der Gesellschaft weit verbreiteter sein als in Rußland. Das irische Abtreibungsrecht scheint hierzulande aber weit weniger Kritik auszulösen als das russische Recht in bezug auf die Darstellung von Homosexualität. Obwohl ersteres viel repressiver und tatsächlich mörderisch ist.

Die rußländische Gesellschaft ist in Wirklichkeit ziemlich modern. Freilich gibt es einige ererbte üble Mißstände, etwa die Zustände in den Gefängnissen und beim Militär. Die selektive Dämonisierung von Rußland und seiner politischen Führung ist aber ein Ausdruck von gewaltiger Unvernunft und zutiefst anti-aufklärerisch. Die Gefahr für den zivilisatorischen Fortschritt im “Westen” kommt aus den westlichen Gesellschaften und ihrer politischen Verfaßtheit selbst. Nicht von Rußland her. Diese Vorstellung ist albern.

Und Dein Unbehagen am Katholizismus mußt Du schon mit Deiner Kirche selbst klären. Am katholischen Fundamentalismus ist Putin vermutlich nicht schuld…

Natalius August 20, 2014 um 14:32

@glühwürmchen August 20, 2014 um 13:22

“Ich blicke durch den Markt nicht mehr durch, ist sowieso alles manipuliert ”

Egal, was man macht, man muss halt dran glauben. Langfristig tot ist daher stets die sicherste Prognose. ;-)

@Andreas Kreuz August 20, 2014 um 13:21

Superunkraut … funktioniert fast wie “gerichtete” Evolution. Irgendeine Mutante gibt es immer, die die “Behandlung” aushält. Und die wächst dann heran. Geht auch mit Bakterien nach massivem Antibiotikaeinsatz. Immer entsteht das, was man eigentlich beseitigen wollte…

someone August 20, 2014 um 14:08

Er versprach Hilfe…
https://twitter.com/MiddleEast_BRK

glühwürmchen August 20, 2014 um 13:22

@Natalius
die analyse ist von einem speziellen Banker
Karen Hudes kannte ich schon, ich denke auch, dass sie weiss, wovon sie redet, aber soll man deswegen sein EM gegen Euro oder Dollar tauschen oder gegen aktien?

Ich blicke durch den Markt nicht mehr durch, ist sowieso alles manipuliert ;-)

Andreas Kreuz August 20, 2014 um 13:21

@Natalius August 20, 2014 um 13:06

Sicher ein Faktor von vielen,
aber kein unwesentlicher:

http://www.urgeschmack.de/farmer-kmpfen-superunkraut/

topi August 20, 2014 um 13:12

“Nochmal zur russischen Truckershow: bei dieser Auslastung der Trucks hätten wohl 28 auch gereicht, da wären keine 280 notwendig gewesen. In Anknüpfung an eine alte russische Tradition handelt es sich wohl um potemkinsche LKWs…”

2000 Tonnen hieß es, von Anfang an.

Natürlich braucht man dafür keine 280 Trucks, aber bei 28 müssten es wohl die ausralischen Monsterteile sein (auch das wird knapp), mit denen fgährt es sich eher schwierig in bebautem Gebiet. ;-)

Warum sie die Trucks so “großzügig” bemessen haben?
Vielleicht dachten sie, sie kriegen sie voll, oder sie wollten demonstrieren, wieviele sie auf die Straße kriegen, oder doch Stauraum haben für ernsthaftes “Wachpersonal”; wer weiß.

Natalius August 20, 2014 um 13:06

@gelegentlich August 20, 2014 um 10:26
“Der wirkliche Grund für diesen bewaffneten Konflikt – die Reichen im Westen brauchen günstige Substrate für ihre Fressen und ihre Abdominalprobleme”
Ist sicherlich auch richtig. Aber vielleicht braucht “der Westen” ganz einfach eine neue Kornkammer? Vielleicht ist in den USA bereits jetzt schon – nach einigen Generationen Monsanto-Saatgut – zu Hause zu viel kaputtgegangen und einige wissen das schon. Insekten spüren Umweltveränderungen offenbar schneller als Menschen. Soll ja u.a. ein Bienensterben geben, über dessen Ursache man sich streitet.

Natalius August 20, 2014 um 12:17

@glühwürmchen August 19, 2014 um 17:09

An der Analyse der Goldbugs (Hartgeld) ist sicher was dran – auf der anderen Seite gibt es Gerüchte (vertreten durch Worldbank-Whisteblowerin Karen Hudes), nach denen wesentlich mehr Gold existiert und bereits gefördert ist als offiziell bekannt. Allein in Hawaii soll etwa so viel “verbunkert” sein wie Wikipedia als Weltbestand ausweist. Hier ein kürzliches Interview: https://www.youtube.com/watch?v=_8sMMjpVUak
Klar, dass man in einer Zeit, in der sich der Unterschied zwischen seriös und unseriös nicht mehr in den Unterschied zwischen wahr und falsch übersetzen lässt, immer wieder cui bono fragen muss.

Frankie (formerly known as Bernankie) August 20, 2014 um 12:02

Nochmal zur russischen Truckershow: bei dieser Auslastung der Trucks hätten wohl 28 auch gereicht, da wären keine 280 notwendig gewesen. In Anknüpfung an eine alte russische Tradition handelt es sich wohl um potemkinsche LKWs…

http://www.welt.de/politik/ausland/article131259091/Russischer-Hilfskonvoi-wird-ueberprueft.html

Vielleicht wars aber auch ein Dispositionsproblem (dabei gäbs von SAP ein sehr gutes Transportmodul mit Laderaum-Optimierung…)

holger196967 August 20, 2014 um 11:45

ohjeh Holger

ich meinte natürlich die AVA

http://de.wikipedia.org/wiki/Aerodynamische_Versuchsanstalt

Frankie (formerly known as Bernankie) August 20, 2014 um 11:45

@gelegentlich

” (Gefunden in einem Heiseforum)”

Na dann.

holger196967 August 20, 2014 um 11:40

—>>>sondern denken sich die fiesesten neuen Waffensysteme aus, und wecken dabei gleichzeitig die Begeisterung, diese auch zu bedienen.”

Übrigens… darüber sollte man auch privat intensiv mal nach denken.

holger196967 August 20, 2014 um 11:39

topi

—>>>Vorschläge, was man heute sich ausdenken und umsetzen KÖNNTE, mit intensiv eingesetzter Ingenieurkraft?”

Den WARP Antrieb (kein Scerz) :D

Übrigens hat mein Obba auch an den Wunderwaffen gebastelt in Göttingen (AfA). Fliegt heute unter Stealth… das mit der Scheibe, ist auch schon geklärt. Ist nur ein Material Problem… und weil sich gewisse Leute in die Hose machen. :D

Keynesianer August 20, 2014 um 11:39

@Linus

Poroshenko stützt sich auf amerikanische Militärberater – so heisst es. Dann frage ich mich: Warum verfügen die Rebellen offensichtlich über (russische!?) Luftaufklärung (und sind damit zu gezieltem Artillerie-Einsatz in der Lage), die Uki’s aber nicht? Nach allem, was man so liest, werden die Uki-Truppen verheizt.

Weil es nicht um den Sieg oder die Niederlage einer Seite geht, sondern darum, möglichst viel Hass zwischen den Völkern in Europa zu schüren.

Westeuropa und die Westukraine sollen die Russen hassen und die Russen sollen die “Nazis” hassen, denn die russische Propaganda stellt die Sache noch immer so dar, als ob in Kiew wie in Berlin der Konflikt in der Ukraine von “Nazis” geschürt würde.

Es glauben sogar einige in diesem Blog daran.

Das ist so wie mit der Eurokrise, wo man nicht die Löhne in Deutschland erhöht, sondern durch Massenarbeitslosigkeit die Löhne in den Krisenstaaten senken will. Dort steht dann auch in allen Zeitungen, dass das Nazi-Merkel das so wolle im Auftrag der Nazis-Deutschen.

Das wird von allein nie aufhören.

topi August 20, 2014 um 11:12

“Nun ja, ich habs ja schon immer gewusst… Krieg mit DE ist hoffnungslos. Es funktioniert einfach nichts. :D ”

Ist doch super.
Wer mag sich ausmalen, “die Deutschen” verwenden ihre Fähigkeiten nicht mehr darauf, die Welt mit feinst ausgeklügelten Autoarmlehnendesigns zu begeistern, und für ein paar bunte Zettelchen für Rentiere die anderen Länder mit Überschussproduktion zu beglücken;

sondern denken sich die fiesesten neuen Waffensysteme aus, und wecken dabei gleichzeitig die Begeisterung, diese auch zu bedienen.

Die ollen “Wunderwaffen” wurden ja nach Jahrzehnten weitgehend umgesetzt (bei der Scheibe haperts noch).
Vorschläge, was man heute sich ausdenken und umsetzen KÖNNTE, mit intensiv eingesetzter Ingenieurkraft?

holger196967 August 20, 2014 um 10:49

MUHA HAAAAAAA

Berlin (Reuters) – Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wirbt bei den Sozialdemokraten im Bundestag um Unterstützung für eine mögliche militärische Hilfe für die Kurden im Nordirak, die dort gegen die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) kämpfen.

“In Krisengebiete wie Ukraine, Syrien, Libyen liefern wir keine Waffen – und das aus guten Gründen”, schrieb Steinmeier in einem Reuters am Mittwoch vorliegenden Brief an die Mitglieder der SPD-Fraktion. “Vieles spricht dafür, dass die Krise im Nordirak anders gelagert ist.” Waffenlieferungen allein wären nach Steinmeiers “weder Anfang noch Ende der Strategie”. Der Anfang liege in der humanitären Hilfe, die mit den Hilfsflügen der Bundeswehr in der vergangenen Woche angelaufen sei.

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEKBN0GK0P420140820

Ömmel mich gewaltig… :D

“In dieser akuten Krise sind uns harte Entscheidungen abverlangt”, schließt der Außenminister sein dreiseitiges Schreiben, das am Dienstagabend an die SPD-Abgeordneten verschickt wurde.

Gnihihihihiiiiiii

wenn es ja nicht in der Realität so traurig wäre… LOL :D

gelegentlich August 20, 2014 um 10:26

Der wirkliche Grund für diesen bewaffneten Konflikt – die Reichen im Westen brauchen günstige Substrate für ihre Fressen und ihre Abdominalprobleme:
„Bestes Beispiel finde ich in diesem Zusammenhang, dass in der Ukraine
schon lange Stammzellentherapien legal sind und praktiziert werden.
Es werden dabei auch embryonale Stammzellen verwendet und wenn der
Nachschub knapp wird, werden junge Frauen bezahlt um schwanger zu
werden und abzutreiben (auch in der Ukraine illegal). Reiche Leute
können sich dann die Extrakte aus den toten Kindern in den Arsch oder
ins Gesicht spritzen lassen. Soll Wunder wirken und ein riesen
Geschäft sein.“ (Gefunden in einem Heiseforum)
Tja, die 3. Welt hat sich bis in unsere Gefilde ausgedehnt.

Andreas Kreuz August 20, 2014 um 10:21

@Linus August 20, 2014 um 09:44

Hast Du es immer noch nicht verstanden?

Alles, was hinüber ist, generiert Waxdumm!

Andreas Kreuz August 20, 2014 um 10:20

Wohin verschwindet denn der riesige Rüstungsetat,
wenn alles im Eimer ist, was gebraucht würde?

Linus August 20, 2014 um 09:44

Nachtrag an @bleistift:

Meine Wertung: Ich gehe davon aus, dass sowohl die EU als auch RU (unter den zitierten Bedingungen) an einer schnellen Beilegung des Konfliktes interessiert sind, die USA hingegen nicht. Im Gegenteil, ein in die Länge Ziehen käme den Interessen der USA sogar entgegen. Daher räume ich den Verhandlungen keine grossen Chancen ein, solange Europa nicht eigene Politik macht.

Poroshenko stützt sich auf amerikanische Militärberater – so heisst es. Dann frage ich mich: Warum verfügen die Rebellen offensichtlich über (russische!?) Luftaufklärung (und sind damit zu gezieltem Artillerie-Einsatz in der Lage), die Uki’s aber nicht? Nach allem, was man so liest, werden die Uki-Truppen verheizt.

holger196967 August 20, 2014 um 09:04

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/bundeswehr-ausruestung-kurden

Humanitäre Hilfe aus Deutscheland :D

Die Bundeswehr kann Kurden im Irak laut einem Bericht nicht wie geplant ausrüsten. Nachtsichtgeräte fehlen, Schutzwesten sind brüchig und Kleinlaster nicht einsatzbereit.

Nun ja, ich habs ja schon immer gewusst… Krieg mit DE ist hoffnungslos. Es funktioniert einfach nichts. :D

Linus August 20, 2014 um 08:48

@bleistift:
“Dann warten wir mal darauf, dass Polen sich von den USA emanzipiert! Warum sollten die das tun?”

Ich sprach von der EU, nicht von Polen.
Ich nehme hier übrigens keine Wertung vor. Nicht ich, sondern die Russen fordern das im gegebenen Kontext. Also musst du die Russen fragen.

BB August 20, 2014 um 07:52

@bleistift

“….Dann warten wir mal darauf, dass Polen sich von den USA emanzipiert! Warum sollten die das tun?….”

Ganz einfach! Weil sie der USA ständig einen blasen und deshalb Ärger mit den Deutschen kriegen ;-)

ruby August 20, 2014 um 05:13

Walter Eucken im Hans Gestrich:

“Sehr oft wird gegen die moderne Kredittheorie der Einwand gemacht, die Kreditbanken könnten vielleicht
Giralgeld schöpfen, „aber kein Kapital“. Es ist eben
vielfach der Eindruck entstanden, als stände die moderne Kredittheorie mit den Ergebnissen der Kapital
-und Zinstheorie in Widerspruch. Eine solche Auffassung wäre vielleicht gegenüber der Kapitalzinstheorie in
ihrem früheren verworrenen Zustand nicht ganz unberechtigt gewesen, und die Kredittheorie hätte bei solcher Divergenz vielleicht für sich in Anspruch nehmen können, daß sie zu klareren Ergebnissen führt. Ein solcher Gegensatz besteht aber gar nicht
mehr gegenüber den Ergebnissen neuerer kapitaltheoretischer Forschung, die W. Eucken neuerdings der Kapitalzinstheorie gegeben hat.48
„Kapital nennen wir in der Geldwirtschaft die Verfügungsmacht über Konsumgüter, soweit sie sich in Händen der Unternehmer befindet.
Diese gestattet es, heute klarzustellen, wann und in welchem Sinne Kreditschöpfung tatsächlich auch „Kapitalschöpfung“ ist
und wann sie „erzwungenes Sparen“ hervorruft.49
So faßt Eucken das Ergebnis seiner Arbeit zusammen. Die
Kapitalerscheinung tritt nun unter einem Vergangenheitsaspekt und einem Zukunftsaspekt auf.
„Unter diesem Aspekt verstehen wir unter dem Kapital unseres Landes die in Geld ausgedrückte Verfügungsmacht über Konsumgüter, die von den Unternehmern
f r ü h e r aufgewandt worden ist, um die Produktionsmittel und Konsumgüter, die ihnen im gegenwärtigen Zeitpunkt gehören, herzustellen.“ Das Kapital in diesem Sinne ist in der
Praxis der Rechnungsposten „Kapital“ in den Bilanzen der
Unternehmungen, an dem in der Geldwirtschaft der Erfolg der
wirtschaftlichen Tätigkeit gemessen wird und der für diesen Zweck
unentbehrlich ist. Keineswegs sind die gegenwärtig vorhandenen
Produktionsmittel und Konsumgüter selbst als Kapital anzusehen. (Auch Bezeichnungen wie „Realkapital“ und „Kapitalgüter“ will
Eucken mit Recht vermieden wissen.) Wenn man den Blick auf die z u k ü n f t i g e Wirtschaftstätigkeit richtet–und für unsere Fragestellung kommt in erster Linie diese Betrachtungsweise in Frage–so brauchen die Unternehmer Kapital, d. h. Verfügungsmacht über Konsumgüter, um die vorhandenen Maschinen, Werkzeuge, Rohstoffe usw. mit Leistungen der Produktionsfaktoren zu kombinieren. „Unter diesem zweiten Aspekt verstehen wir unter Kapital die in Geld ausgedrückte Verfügungsmacht über Konsumgüter, die von den Unternehmern in einem Zeitpunkt aufgewandt werden, um zukünftige Produktionsmittel und Konsumgüter herzustellen.“
Prüft man mit diesem Kapitalbegriff als Maßstab die Vorgänge, die sich bei einer Ausdehnung des Kreditvolumens abspielen, so
kann kein Zweifel darüber sein, daß die Unternehmer, die die zusätzlichen Kredite erhalten, damit Kapital im Sinne der Definition von Eucken erhalten. Denn sie erhalten damit „Verfügungsmacht über Konsumgüter“ und werden dadurch in die Lage versetzt, produktive Leistungen zu kaufen, an deren
Verkäufer sie die „Verfügungsmacht über Konsumgüter“ weitergeben. Dies ist auch dann der Fall, wenn hierdurch eine Preissteigerung hervorgerufen wird, im Fall des „erzwungenen Sparens“. In diesem Fall wird eben die „Verfügungsmacht“ anderer eingeschränkt. Insofern ist selbst in diesem Fall eine Erweiterung des Kapitalfonds gegeben. Das wichtige Merkmal ist nur, daß sie auf Kosten Anderer vorgenommen werden muß. Aber die Tatsache,
daß auch in diesem Fall der Kapitalfonds e l a s t i s c h ist, bleibt bestehen. Diese Elastizität beruht aber keineswegs nur, nicht einmal vorwiegend darauf, daß die den Unternehmen gegebene Verfügungsmacht über Güter anderen entzogen wird. Es bestehen mehrere Möglichkeiten, daß diese neue Verfügungsmacht über Güter ausgeübt wird, die vorher gar nicht vorhanden waren.50

48 Walter Eucken: Kapitaltheoretische Untersuchungen. Jena 1934.
49 Walter Eucken: Kapitaltheoretische Untersuchungen. Jena 1934, S. 125
50 Und zwar auch im Falle der Preissteigerung; denn diese bewirkt, daß Betriebe, die beim vorherigen Preisstand unrentabel und stillgelegt waren, in Gang gesetzt werden und die Gütermenge vermehren helfen. Also auch bei Preissteigerung wird nur ein Teil des zusätzlichen Kapitals durch erzwungenes Sparen verfügbar
gemacht.

weiterlesen S. 46 ff und verstehen …
Nur nicht von den Hortern / Umverteilern verarschen lassen !
;-)

“Allgemein muß festgestellt werden, daß man a l l e i n durch das Lesen von Bankbilanzen die Vorgänge in der Kreditsphäre nicht ermitteln und verfolgen kann, geschweige denn, daß man auf diesem Wege etwa zu einer Konjunkturdiagnose kommen könnte. Man muß schon eine Kenntnis von den Vorgängen haben, die auf die Bankbilanzen einwirken, wenn man ihre Veränderungen richtig deuten will. Natürlich ist die Beobachtung der Bankbilanzen auf Grund der Erkenntnis, daß Geldschöpfung und Kreditgewährung eng zusammengehören, ein wichtiges Hilfsmittel der Konjunkturbeobachtung. Aber als „Barometer“, von dem man einfach„ablesen“ kann, wie das Wetter für die Wirtschaft wird, sind die Bankbilanzen genau so wenig geeignet wie andere statistische
Feststellungen.”

soviel zur allgemeinen Theorie nun zur praktischen Wirtschaftspolitik ala holger96…in USA, Europa, Ukraine und Russland und den BRICS.

bleistift August 20, 2014 um 04:29

Das Dritte Rom erhebt sein Haupt…!

bleistift August 20, 2014 um 04:14

@ Linus

“So gesehen gibt es also eine weitere versteckte Forderung an die EU, nämlich sich von den USA zu emanzipieren.”

Dann warten wir mal darauf, dass Polen sich von den USA emanzipiert!
Warum sollten die das tun?

bleistift August 20, 2014 um 04:11

Andererseits ist es doch auch schön zu sehen auf welcher Seite die Möchtegern Revolutionäre hier wirklich marschieren!
The more catholic the better!
Wer von euch war gleich noch mal ein Linker?

bleistift August 20, 2014 um 03:59

Vielleicht sollte ich meine Kirchensteuerzahlung doch mal überdenken!
Hey, ihr Deppen!

bleistift August 20, 2014 um 03:56

Mittlerweile bejubeln sogar die Katholiken Putin:

http://gloria.tv/media/GYhaTMbvxtG

(The more catholic, the better!)

Bislang war ich der Meinung, nur Islamisten könnten “geile” Kriegsvideos drehen.

gelegentlich August 19, 2014 um 23:41

@BB

„Der Spiegelartikel hat natürlich wieder einen arschglatten Spin.“
Ja, man wird hier bei diesem Thema zum Arachnologen, wo man hinschaut nur Spin-nen. Es kostet einfach zu viel Zeit bei jedem Spin den jeweiligen Hintergrund herauszutüfteln. Das Gefühl, das etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und man besser keine Zeitung kauft, wird stärker.

BB August 19, 2014 um 21:56

Sollten Sie tatsächlich endlich verhandeln?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-merkel-und-poroschenko-treffen-sich-in-kiew-a-986908.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Krisentreffen-mit-EU-Beenden-Putin-und-Poroschenko-den-Konflikt-id31061867.html

Wird auch langsam Zeit, dass dem Poposchenka mal der Marsch geblasen wird. Dessen bisherige Destruktion ist schließlich ein Kriegsverbrechen.

Der Spiegelartikel hat natürlich wieder einen arschglatten Spin.

Da wird die Reise von der Merkel in die Ukraine als Provokation gegen Putin dargestellt.

Ist doch totaler Quatsch. Schon die Reihenfolge der Termine …
- 23.August Merkel in Ukraine
- 26.August Poposchenko in Minsk mit Putin
…. deutet auf einen Zusammenhang hin.

So was in Beziehung zu setzen lernt man aber wohl nicht mehr auf einer der vielen Journalistenschulen, die der SpOn-Pudel-Journalist laut Lebenslauf durchlaufen hat.

Stattdessen eine nüchterne Nachricht in plumpe Propaganda umwandeln, das steht garantiert irgendwo im Lehrplan des Aufbaustudiengang “Praktischer Journalismus” an der Uni München.

"ruby" August 19, 2014 um 20:13

sorry
http://www.saldenmechanik.info/index.php/literatur
dort
Hans GESTRICH, 1936: Neue Kreditpolitik (PDF; 652 KB)

"ruby" August 19, 2014 um 20:09

@ glühwürmchen

Das Vollstreckungsurteil (1936 !!!)
Schöne Sprache mit englischen Übersetzungen – das versteht sogar Ottonormalobuchhalter.

http://www.saldenmechanik.info/files/saldenmechanik/Hans%20GESTRICH%20(1936)%20Neue%20Kreditpolitik%20(Adapt.%20C.G.BRANDSTETTER%202014).pdf
Seite 29 ff :

“Ein Blick auf die bilanzmäßige Wirkung der Konsolidierung zeigt, daß die übliche Redewendung, durch die Verwandlung von kurzfristigem in langfristigen Kredit werde „Geld freigesetzt“ oder gar ein „Zufluß von Geld zu den Kreditbanken“ bewirkt, mindestens irreführend ist. Durch die Konsolidierung als solche entsteht keineswegs neues Geld, im Gegenteil: es verschwinden sogar Kreditoren.
Andererseits wäre es auch falsch, wenn man aus diesem Verschwinden von Kreditoren (alias Giralgeld) auf eine deflatorische Wirkung der Konsolidierung schließen wollte. Denn zum Ankauf von Effekten werden ja Beträge verwendet, die zum Kauf auf den Gütermärkten nicht mehr bestimmt waren, „gehortete Depositen“, also ein Giralgeld, das für die wirtschaftlichen Umsätze und die Preisbildung unwirksam war. Wenn man allerdings annimmt, daß sich dieses tote Giralgeld irgendwann einmal wieder in Bewegung gesetzt hätte, so ist diese Möglichkeit allerdings durch die Konsolidierung beseitigt.”

Link ist von rjmaris im Herdentrieb.

Die Horter werden freiwillig nutzbringende Innovationinvestitionen der Geldvernichtung vorziehen.
Ansonsten Alternative, absteuern mit Inflation und Umverteilung.
Am Ende ist alles eine Frage der Bonität und Zeit ;-)

"ruby" August 19, 2014 um 19:55

@ chabis
Wer und wo sind die Frontberichterstatter, – erstattungen?
Alles nur noch virtuell in der Tagesschau.

"ruby" August 19, 2014 um 19:51

@ Linus
Was willst du? Wer zahlt, schafft an. Das gilt auch und gerade für den Journalismus. Nachdem die Leser nicht mehr zahlen, …

Bewegung zu Lust und Leidenschaft
Krauts zahlen 5 €
taz braucht etwa 3,50 zur Flat-Kostendeckung
und ein Wochenblättchen vielleicht im Lesezirkel
Spielräume ?

chabis August 19, 2014 um 19:17

Die NZZ zum aktuellen Frontverlauf in der Ukraine
http://www.nzz.ch/international/geschoenter-frontverlauf-1.18366148

chabis August 19, 2014 um 19:02

Auch dies nicht ganz OT, – Konturen im irakischen Nebel.
Interview mit der Menschenrechtsexpertin Tirana Hassan
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Taeglich-fallen-Fassbomben-auf-Falluja/story/15382340

Linus August 19, 2014 um 18:49

leicht OT:
Sehr interessantes Interview im Spiegel. Das wirkt geradezu “halboffiziell”:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-experte-lukjanow-ueber-verhandlungen-sanktionen-und-krieg-a-986842.html

Die mE 2 Hauptforderungen:
- die Krim steht nicht zur Disposition (klar, Russland hat den Bürgern der Krim Garantien gegeben). Darüber hinaus die Zusicherung keiner weiteren territorialen Ansprüche (das ist aber nett!).
- dass die Ukraine nicht Mitglied der Nato wird, muss festgeschrieben werden. Mündliche Zusagen reichen nicht.

“Lukjanow: Andernfalls erwartet uns ein Krieg bis zur völligen Zerstörung des Landes.” Damit ist die rote Linie definiert.

Die wird mit folgender unverhohlenen Drohung unterstrichen: “Spiegel: Warum unterstützt Russland weiterhin die Separatisten in der Ostukraine?”
“Lukjanow: Weil man sich für die Verhandlungen eine gute Ausgangsposition schaffen will.”

Das ist Politik der vollendete Tatsachen. Verstörend, aber genau die Methode, wie der Westen über Jahre mit RU umgesprungen ist.

Soviel zum Konflikt auf der Ebene der “beteiligten” Schatten- /Gross-mächte (die Forderungen für die Stellvertreter-Parteien lass ich mal aussen vor).

In Summe: “Frieden gegen die Krim und Blockfreiheit der Ukraine”.
Das klingt zunächst reichlich frech. Allerdings muss man aber auch einsehen, dass dies tatsächlich den vitalen(!) Sicherheitsinteressen der RU entspricht, und das nicht erst seit gestern.

Die eigentliche Frage ist nun: Wie stellt sich RU vor, dass der Westen unter diesen Umständen sein Gesicht wahren soll?
Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass der Westen selbst schuld ist. Allerdings wäre diese Position dem Frieden nicht gerade förderlich. Hmmm.

Im Übrigen ist dieses Angebot allenfalls für die EU attraktiv. Die USA dürften darauf pfeifen. So gesehen gibt es also eine weitere versteckte Forderung an die EU, nämlich sich von den USA zu emanzipieren.

glühwürmchen August 19, 2014 um 17:09

nochmal zu den Hintergründen:

“Die Schlüsselereignisse bisher 2014- alles dreht sich um den Energiemarkt:
1. das größte Energieabkommen der Welt (Öl und Gas im Wert von über 200 Milliarden Dollar) wurde zw. Ru und China geschlossen.
USA hat nur Shell Öl (hat nur einen Bruchteil des “Wertes” von crude oil) + shell Gas, aber Ru hat mehr crude oil, das man sogar zur Produktion von shell Öl braucht) crude oil, mehr als Saudi Arabien. Und Saudi Arabien läuft trocken. Die insider wissen das und die Saudis wissen, daß ihre Zeit abläuft.
Das ist ein immenser Schlag gegen den Dollar. Saudi Arabien muß schon Wasser in die Ölblasen pumpen, um überhaupt noch etwas zu fördern.
2. Ukraine ist der Kampf um die pipelines. Besonders Katar (wichtigster Flüssig-Gasproduzent im mittleren Osten) und Saudi Arabien über die muslim brotherhood …. und sie waren beteiligt am Krieg in Syrien, weil Syrien und Ukraine große Konkurrenten für sie waren / sind. Saudis müssen diversifizieren, wenn sie kein Öl mehr produzieren können, dann wollen sie jetzt die pipelines / Infrastruktur kontrollieren. Das ist zur Zeit das Geheimnis. Deshalb profitieren sie von künstlich hoehen Ölpreisen. Deshalb will man (Saudis) auch Krieg gegen den Iran mit einem Mega Deposit an Öl. Da Iran Ru nahesteht wird es jetzt eng für die Saudis. Ru braucht zwar kein Öl aus dem Iran, kauft aber, um Maschinen / Technik / Services in den Iran zu bringen. Settelmentbasis soll Gold sein. Das hat einzig zum Ziel die USA zu schwächen. Iran hat aber keine Raffinerien und muß sein Öl erst verkaufen und Rückimportieren oder eben Atomstrom haben oder beides.
Iran – Indien – Türkei. Türkei + Indien kaufen von Iranern Öl gegen Gold. Das ist DER Schlag gegen USA.

USA verliert Macht
Als USA Syrien verlassen mußten, war das das gleiche Signal für die Welt, als die Briten damals den Suez-Kanal verließen. Es war das Zeichen, daß die Briten ihre Weltmachtstellung verloren oder aufgegeben hatten. Und die Welt änderte sich schlagartig, die Weltreaktion folgte sofort.
USA fined PNB Paribas weil sie im mittleren Osten angeblich Geldwäsche betrieben. In Wirklichkeit waren USA sauer, daß PNB in den Handelsbeziehungen involviert war, die in Nicht-Dollar abgewickelt wurden.
PNB argumentierte, JPM in dr USA mache nicht nur das gleiche, sondern helfe PNB sogar bei seinen Geschäften. JPM fiel der PNB dann in den Rücken und versuchte sich aus der Affäre zu ziehen, Und die Welt sah, daß jede Bank verklagt wird, die das gleiche macht wie straflos ausgehende US Banken. Die sind jetzt alle nicht nur verunsichert, sondern enorm verärgert.
Total plant Geschäfte in Nicht-Dollar und Dutch Shell die 2. größte Ölkompanie der Welt und die Großbanken kamen dann überein, die USA quasi links liegen zu lassen, den Dollar zu ignorieren und die Nicht.Dollargeschäfte aktiv zu fördern.
Und es werden immer mehr Nationen, die sich anschließen. Sie haben den US-Totalitarismus der USA satt.

Nebenher bilden sie die neue Seidenstrasse – physisch. Darauf soll nur militärisch – ökonomischer Verkehr laufen dürfen. S-Korea ist in der Eurasischen Handelszone das High-Tech Zentrum (= das neue Japan) und die “-stan” Länder haben die zugehörigen Bodenschätze. Auch Taiwan als zweiter High-Tech Gigant gehört dazu. Alle werden das ohne Dollar und USA durchziehen und enorm prosperieren. Die größte Party der Welt wird hier gefeiert werden und die USA ist definitiv nicht eingeladen.

USA produziert nichts mehr. Obama kümmert sich nicht um das Land, sondern spielt Golf. Die größten Computerentwicklungen kommen schon längst nicht mehr aus USA, sondern aus dem Osten und der Durchschnittsamerikaner hat keinen blassen Schimmer, sondern träumt noch immer von einer Great Nation USA.

Das Fußballspiel Brasilen – DE: DE habe hart trainiert im Vorfeld und haben sich in der Öffentlichkeit engagiert, Schulen und Geschäfte besucht… während die Brasilianer sich als Millionärs-Milchbuben verhätscheln ließen, sich überheblich isoliert haben, … mit entsprechenden Resultaten. Ebenso verhielten sich gerade die USA gegenüber dem Weltgeschehen. Die Sanktionen gegen Ru sind nicht nur ungerechtfertigt, sondern ziemlich lächerlich (Beispiele zB Credit Card System der Chinesen: Union Pay ist die größte Kreditkartenfirma der Welt und wird völlig unterschätzt bzw ignoriert von USA), weil sie jedem insbesondere USA schaden, nur nicht Ru.
F35 ist ein völlig unfähiges Flugzeug. Das einzige, was hervorragend daran ist, ist sein Marketing….
Alles Beispiele für die Ignoranz der USA gegenüber den wahren Veränderungen der Welt, der Mittelmäßigkeit der US Führung und ein absoluter Verlust der Wirtschaft verantwortet von Bernanke.

Yellen schwafelt von der Arbeitsmarktsituation, die ihr wichtig sei in nächster Zukunft, dabei hat sie und die Fed das Desaster verursacht. Das gleiche bzgl. Immobilienmarkt, der immer mehr von den Chinesen übernommen wird. Der Derivatenmarkt und die interest swaps machen einen riesigen Anteil aus und werden beim crash eine Kettenreaktion auslösen, gegen die Fukushima ein Dreck ist.

Walmarts supply chains sind die besten und plötzlich werden die Regale nur noch teilweise gefüllt, da stinkt etwas zum Himmel. Folks, we are running out of time. Geht und bereitet Euch vor.

Da der ganze Finanzmarkt manipuliert ist, sollte man die Oberkriminellen beobachten, das gibt Hinweise darauf, was sie über die Zukunft wissen.
Buffet hat letztes Jahr 40 Mrd Dollar eingecasht und Soros hat klammheimlich 80% seiner stock-investitionen “gedumpt” und 2 Mrd put auf den SAP 500 gesetzt, daß er crasht und so gut wie kein Medium hat darüber berichtet. SAP 500 ist eine Blase. Soros kaufte dafür stocks des US Energiemarktes. Der Clue ist, dass der US Energiemarkt sein Hauptgeschäft NICHT in den USA hat.
US Regulationen vertreiben die Unternehmen und das verschlimmert die Arbeitsmarktsituation (insbesondere der Automarkt – das Symbol für die Freiheit der Menschen- leidet unter den hohen Kosten für Arbeitskraft und immenser Steuerbelastung, startups und Unternehmen werden so ausgebremst) billige Arbeitskraft kreierte in den letzten zehn Jahren die größte Mittelschicht in: China!

Unverantwortliche Politiker und die FED, die Zentralbanken, haben ein unglaubliches Desaster verursacht und ein manipulierter Markt ist kein Markt, der sich korrigieren könnte. Die junge amerikanische Generation ist nicht mehr global konkurrenzfähig.

Moderator-Frage nach der Absicht hinter allem:
Man müsse verstehen, daß es hier mehrere Schichten gibt.
Yellen ist dumm und hat keine Ahnung, ist ein Systemling, eine Abnickering, die FED arbeitet mit gefälschten Daten, aber die oberste Riege, die die wahren Daten kennt, hat all das Desaster geplant, es gibt dort keine Zufälle und ja es existiert eine Agenda.”

Andreas Kreuz August 19, 2014 um 14:47

Manche können es auch ganz sachlich beschreiben:

http://www.deutschlandradiokultur.de/amputierter-kontinent-die-wirklichen-europaeer-sind-die.1005.de.html?dram:article_id=294917

@gelegentlich:

1. Ab 50 Beiträge wird’s unübersichlich – habe ich kürzlich gelernt. ;-)
2. Gute Artikel zu verlinken halte ich für sehr sinnvoll – vielleicht erreichen sie dann mehr Interessenten.
3. Mein eigener Standpunkt dürfte im Laufe der Zeit hier klar geworden sein, daher ist es aus meiner Sicht Zeitverschwendung, gut formulierte Inhalte noch einmal um des Übens Willen in eine neue Form zu gießen.
4. Schön wäre es, wenn es hier zu einem einzigen wichtigen Themenschwerpunkt unter drei Leuten einmal weniger als vier Meinungen gäbe.
5. Und noch schöner wäre es, wenn zu zwei verschiedenen wichtigen Themenschwerpunkten wenigstens einmal mehr als einer zur gleichen Sichtweise gelangen könnte.
6. Ein Progrämmchen mit drei Punkten ist der Erfahrung nach schon unter drei Autoren hier nicht mehrheitsfähig.
7. Kleine Überspitzungen sind beabsichtigt.

Linus August 19, 2014 um 09:17

@ruby:
“Der Aufstand der Fußvölker und Fußvölkerinnen in den Redaktionen ist in voller Bewegung”
Was willst du? Wer zahlt, schafft an. Das gilt auch und gerade für den Journalismus. Nachdem die Leser nicht mehr zahlen, …

"ruby" August 19, 2014 um 03:19

Jeremy Rifkin:Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus
(Übersetzung: Bernhard Schmid)
Campus Verlag

eine Rezension in Andruck:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/08/18/dlf_20140818_1915_1ce081ed.mp3
Wörter der Hoffnung
very, very awe-inspiring
http://www.youtube.com/watch?v=XjC_eczKi4c
Klänge der Vision
3.000 Kartoffelsorten gibt es Peru, sie sind genauso so göttlich wie die Sologitarrensounds …

und
für alle Kriegstreiber und Kriegstreiberinnen :
Wendy Lower: Hitlers Helferinnen. Deutsche Frauen im Holocaust (Übersetzung: Andreas Wirthensohn)
Carl Hanser Verlag

für @pvk
Byung-Chul Han:Psychopolitik. Neoliberalismus und die neuen Machttechniken
S. Fischer Verlag

Der Aufstand der Fußvölker und Fußvölkerinnen in den Redaktionen ist in voller Bewegung
;-)

"ruby" August 19, 2014 um 01:54
"ruby" August 19, 2014 um 01:13

@ xefix + QuestionMark
;-)
http://www.youtube.com/watch?v=5NVgQVEiZms

gelegentlich August 19, 2014 um 00:38

@Insider

„Es gibt Menschen, die argumentieren gegen das Erklären an sich, ohne sich mit den Inhalten des Erklärten auseinanderzusetzen, ob es richtig oder falsch, ob es wahr oder unwahr ist.“
Mag sein dass es Solche gibt. Solange sie nicht hier im Blog schreiben ist doch Alles gut.

„Der postmoderne Sozialisationsprozess produziert massenhaft diese Ich-Schwächlinge.“

Das ist doch eine messianische Botschaft, die die „Verkürzten“ für diese Ich-Schwächlinge haben: „Ich“ kann und muss gar nicht tun, denn „Es“ passiert eh oder „Es“ passiert eben nicht. Deshalb ist es auch unwichtig wer davon weiß. „Ich“ kann ja eh nichts machen.

Witzig nur, wenn der Inhalt der Botschaft der Tatsache widerspricht, dass sich Jemand die Mühe macht sie mitzuteilen.
Attitüde kann eben auch verräterisch sein. Da drängt sich einfach der Verdacht auf, Jemand möchte wegen seines universalen Durchblicks einfach mehr anerkannt werden.

Insider August 18, 2014 um 23:58

@gelegentlich August 18, 2014 um 19:30
Sorry, wieder Erklärbärkot.

Es gibt Menschen, die argumentieren gegen das Erklären an sich, ohne sich mit den Inhalten des Erklärten auseinanderzusetzen, ob es richtig oder falsch, ob es wahr oder unwahr ist.

Robert Kurz hat einmal eine lange und wütende Polemik gegen jenen modernen Typus geschrieben, der pseudokritisch oberflächlich und formal insbesondere gegen grundlegende und tiefergehende Gesellschaftskritik argumentiert.

Ich sehe dies hingegen heute eher gelassen.

Man muss kein Psychoanalytiker sein, um ein derartiges Verhalten als Form von Realitätsverleugnung zu erkennen. Kleine Kinder machen die Augen zu, wenn sie die Realität nicht wahrnehmen wollen, psychostrukturell infantil gebliebene Erwachsene kommen mit Formen von (Pseudo)Kritik, die es ihnen ermöglichen, sich nicht mit den Inhalten auseinanderzusetzen, aber trotzdem ihr Selbstbild als „kritischer Mensch“ aufrechtzuerhalten.

Es sind vor allem angepasste, kleinbürgerliche Existenzen aus dem sozialdemokratischen und grün-alternativen Milieu, welche sich so verhalten.

Das Besondere bei diesen Menschen ist nicht die Verdrängung und Verleugnung gesellschaftlicher Realität, denn dies gehört weitgehend zur gesellschaftlichen Normalität, sondern die Kombination mit einem kritischen Selbstanspruch und Selbstbild.

Das macht die kognitive Dissonanz dieser sozialdemokratischen und grün-alternativen Menschen aus, nämlich einerseits Anpassungsbereitschaft und subalterne Gläubigkeit gegenüber der systemaffirmativen Mainstreammeinung, andererseits dieses narzisstisch-selbstgerechte Selbstbild und Vorspielen eines kritischen politischen Menschen.

Jeder kennt ihn, diesen grün-alternativen und linken Typus.

Der postmoderne Sozialisationsprozess produziert massenhaft diese Ich-Schwächlinge.

Die systemischen Anpassungszwänge sind stark und der postmodern sozialisierte Mensch ist ich-schwach und von einer charakterfesten Persönlichkeit und einem mündigen Bürger weit entfernt.

Diesen grün-alternativen und linken Typen möchten gern anders sein, sind aber zu ich-schwach, um dies in die Realität umzusetzen. Sie bleiben daher Schwätzer und Blender.

BB August 18, 2014 um 23:14

MH 17 – Tagesthemen vom 18.7.2014, kurz analysiert

https://www.youtube.com/watch?v=K_b59PU1Nak

Unbedingt mindestens ab 4:50 anschauen.

Frankie (f.k.a.B.) August 18, 2014 um 22:54

@xefix

“Wo ist er denn hin, der TinMan;)”

Scheints, als habe die böse Hexe des Ostens gewonnen, anders als im Märchen.

BB August 18, 2014 um 22:46

@Frankie

Das mit dem Ostküsten-Bankster habe ich von ~HG~ geklaut. Der hat das Copyright darauf.

xefix August 18, 2014 um 22:46

Er wanderte ostwärts, bis er die Westküste erreichte, netwahr?

Und SAP folgte ihm auf der Fährte, damit er nicht mehr verdient
als ihm “zusteht” nichtwahr!

So wurde er vom TinMen zum FatMen, da es nur noch McJobs gab.

Nixfürungut

Dipfele August 18, 2014 um 22:44
karla August 18, 2014 um 22:43

someone August 18, 2014 um 17:19

@Karla und gelegentlich:

“Die Separatisten hingegen errichteten in Slawjansk ein wahres Terrorregime mit Entführungen, Folterungen und Morden;”

Es ist bis heute nicht geklärt, wer auf dem Maidan die Heckenschützen waren.

Es ist bis heute nicht geklärt wie der Absturz von MH 17 zustande kam.

Was alles in Slawansk an Sauereien stattgefunden hat ist ebenso ungeklärt.

Am August 18, 2014 um 19:28 äußerst du: “MH-17… warum kann man nicht einfach einige Wochen warten,”

Richtig, nur warum gilt das nicht auch für Slawansk? Keiner aus diesem blog war dabei. Vielleicht sind die Erkenntnisse von Human Rights Watch richtig. Später wissen wir mehr. Das gilt nicht nur für dich.

Z.B. schreibt gelegentlich im August 18, 2014 um 18:01:
“Kiew hatte jetzt einige Monate Zeit zusammen mit wirklich Unabhängigen die Identität der getöteten Sniper und ihren Hintergrund zu ermitteln. Da ist nichts passiert. Und daher sind wir gehalten die am wenigsten unwahrscheinliche Annahme für wahr zu halten: ”

Warum soll ich “gehalten” sein “die am wenigsten unwahrscheinliche Annahme für wahr zu halten? Warum nicht einfach für ungeklärt deklarieren?

“So sieht für mich keine Deeskaltion aus, obschon man, zumindest nach meiner Lesart, bereit war, Russland die Krim bis auf weiteres zu überlassen.”

Die Einverleibung der Krim ist momentan nur mit einer militärischen Konfrontation in Frage zu stellen. Das scheint man zu scheuen. Also greift man zu einer Stufe tiefer Sanktionen mit offenem Ende. Das kann man als Deeskalation verstehen, muss es aber nicht (offenes Ende).

“Außerdem kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Moskau nun das nächste Kapitel aufschlägt…… wenn es zweimal klappt, warum nicht ein drittes Mal probieren?”

Bis jetzt hat es einmal geklappt.

” man braucht noch einen Landanschluss an die Halbinsel und wenn man schon dabei ist kann man direkt bis nach Odessa durchmarschieren und Transnistrien heim ins Reich holen. Die Flugzeugindustrie in Dnepropetrowsk wäre auch noch ganz hübsch.
Ich traue Putin inzwischen alles zu.”

Wenn man ihm “alles” zutraut sollte man auch vor nichts mehr zurückschrecken.

Noch eine Anmerkung zum aktuellen Treffen in Berlin:
Steinmeier sagte lt. SPON: “Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte vor dem Gespräch vor einer direkten Konfrontation der ukrainischen und russischen Streitkräfte in der Ost-Ukraine”.

Da frage ich mich haben die EU und die USA mit der ganzen Sache überhaupt nichts zu tun? Hat die EU ihr Assoziierungsabkommen rückgängig gemacht? So geht also Deeskalation.

xefix August 18, 2014 um 22:38

@Franie:
“…Der Blechmann repräsentiert die in der US-amerikanischen Industrie beschäftigten Arbeiter.”

Wo ist er denn hin, der TinMan;)

Frankie (f.k.a.B.) August 18, 2014 um 22:34

@BB

“Diese Keynesianer, vor allem, wenn sie aus dem Ostküsten-Bankster-Milieu kommen, sind mir äußerst verdächtig.”

Ah, ein “wizard of oz” – Apologet: Paul Krugman, eine weitere Hexe des Ostens.

“Die Böse Osthexe steht für den finanziellen Einfluss der Ostküste, wo die Großbanken und -unternehmen beheimatet waren.
…Die Vogelscheuche stellt den amerikanischen Farmer dar, dem zwar eine geringe Bildung nachgesagt wird, der jedoch viel pragmatischen Verstand besitzt.
…Der Blechmann repräsentiert die in der US-amerikanischen Industrie beschäftigten Arbeiter.
…Der Feige Löwe steht für die Reformer unter den US-amerikanischen Politikern, und zwar insbesondere für William Jennings Bryan…”

xefix August 18, 2014 um 22:18

@QuestionMark

Nicht vergessen sollten wie im “soften”? Krieg die Legionäre auf beiden Seiten. Blackrock/Xing/Academi/etc. auf der einen,
und die ganzen sol1 sicherlich bekannten, auf der anderen Seite.

Reguläre Regimenter kämpfen anscheinend nicht. Nicht in der
Ukraine, nicht im Irak, neither in Afgh. noch sonstwo!

War on Civilians überall.

nixnationbuilding

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