Die Depressionen des David Cameron

by f.luebberding on 17. September 2014

Am kommenden Freitag könnte David Cameron zu einer historischen Persönlichkeit werden.  Als der Premierminister, in dessen Amtszeit Großbritannien selbst zur Geschichte worden war. Diese Aussicht wird ihn kaum begeistern, wohl eher Depressionen auslösen. Über den Sinn oder Unsinn einer Unabhängigkeit Schottlands kann man lange diskutieren. Die bis Morgen zu erwartende Debatte zwischen Untergangsbeschwörung und der Ausrufung eines Paradieses ist der Zuspitzung geschuldet. Ab Freitag wird aber wieder jener Pragmatismus dominieren, der sich aus einer einfachen Erkenntnis speist. Unter heutigen Bedingungen gibt es keine Unabhängigkeit mehr, sondern nur noch die Frage, wie man in Zukunft seine Kooperationsbeziehungen gestaltet. Daher kann man heute schon den schottischen Premier Alex Salmond zum Sieger ausrufen. Er wird selbst bei einer Niederlage gewonnen haben. Das Londoner Establishment (und die Medien) sind ihrer Arroganz zum Opfer gefallen, die wenige Stunden vor dem Beginn der Abstimmung sogar in Großbritannien selbst diskutiert wird. Jenseits dessen ist aber #Indyref ein gutes Beispiel, wie sich Gewißheiten durch ein solches Ereignis in Luft auflösen können.

Wer etwa Stefan Kornelius in der Süddeutschen Zeitung liest, bekommt dafür interessantes Anschauungsmaterial. Man kann sich einfach keine Welt vorstellen, die nicht mehr die sein könnte, die man bisher für selbstverständlich gehalten hat. Diese Irritation bringt Don Alphonso gut auf den historischen Punkt, indem er die Argumentation einfach umdreht:

“Der Zerfall gehört, historisch betrachtet, zur Einigung dazu, die Schotten gehen keine neuen Wege und wenn darüber auch die EU zerbrechen sollte, dann ist es eben so.”

Eine solche Perspektive ist durchaus nützlich, weil sie am Ende nichts anderes macht als die eigenen Denkblockaden zu thematisieren. Vor allem zwingt es alle dazu, sich über jene Systemlogik Gedanken zu machen, die nicht nur in Brüssel das politische Denken ersetzt hat. Luc Rosenzweig, früherer Chefredakteur der “Le Monde”, hat sich damit heute in der FAZ beschäftigt. Er sieht die “demokratische Legitimation der EU angeschlagen”, wenn sie jenes Problem nicht lösen kann, was in der #Indyref Debatte so vehement zum Ausdruck kam. Die Entfremdung zwischen den Eliten, die sich selbst als Weltbürger betrachten und schon längst nur noch in ihrem eigenen Saft schmoren,  und allen anderen, die diese Welt nur noch als Einschränkung eigener Zukunftsperspektiven empfinden. Rosenzweig:

“Man war in Europa zu sehr der Überzeugung, dass die europäische Vereinigung, die Aufhebung der Grenzen und der freie Personenverkehr diese „Anachronismen“ und überwunden geglaubten Identitäten in die Rumpelkammer der „Welt von gestern“ verdrängen würden. Aber ganz im Gegenteil: Die Globalisierung und die Wirtschaftskrise haben die Nationalismen geweckt. Dahinter steckt die Überzeugung, dass es eine wirkliche Solidarität nur in geschlossenen geographischen, kulturellen und politischen Räumen geben kann, in denen man sich über die Klassenkonflikte und die Kirchturmpolitik hinweg versteht. Zudem macht sich in breiten Schichten die Versuchung breit, nicht mehr Bürger einer „grande nation“ mit ihrem universellen, weltweiten Anspruch sein zu wollen. Ihr zieht man die Zugehörigkeit zu einer „kleinen Nation“ vor, die Ruhe und Wohlstand verheißt. Das Modell dafür ist die Schweiz.”

Die Schweiz erscheint in Deutschland als Sinnbild für Weltabgewandtheit, nämlich nichts mit den Händeln auf dieser Welt zu tun haben zu wollen. Das kann man sich nicht aussuchen. Die EU und Deutschland sind zu groß, um sich in den heimischen Schrebergarten zurückziehen zu können. Wenn es auch in Deutschland eine tiefsitzende romantische Tradition gibt, die dieses Idealbild schon immer verkörperte. Aber Europa speist sich aus einer anderen Quelle,  an die gestern Gustav Seibt in der Süddeutschen und Patrick Bahners heute in der FAZ erinnern. Europa war schon immer von der Auseinandersetzung mit seinen Hegemonialmächten geprägt worden, so die These des Historikers Brendan Simms. Bahners zieht daraus folgende Schlussfolgerung:

“Simms fragt: Wird eine deutsche Regierung in der Lage sein, die logische Konsequenz aus Henry Kissingers Einsicht zu ziehen, dass Deutschland „zu klein für die Welt und zu groß für Europa“ ist? Nur wenn Deutschland in einem demokratischen Europa aufgeht, kann es „das kritische Gewicht erlangen, das seinen Lenkern von Bismarck bis Hitler versagt blieb“.

In Schottland ist man im Gegensatz zu England pro-europäisch und sieht keinen Grund mehr, an der alten Idee Großbritanniens vom “Gleichgewicht der Kräfte” festzuhalten. Ihnen ist die Fremdbestimmung aus London unerträglicher als die Kritik an Brüssel. Wir erleben also jene Konstellation, wo Europa zwischen zwei Polen festzusitzen scheint. Der alten Konflikte im europäischen Staatensystem und der neuen Frage, wie Europa zwischen einem europäischen Zentrum und dessen Peripherie organisiert sein soll. Die Schweiz hatte das Verhältnis übrigens 1848 erst nach einem Bürgerkrieg klären können. Nur als Hinweis für die Romantiker unter den Lesern.

update

Auch die taz ist konservativ und scheut das Risiko.

Der Text von Luc Rosenzweig ist jetzt online gestellt worden.

Im WDR-Politikum über #indyref als “Schnapsidee”, aber gute Erläuterungen, warum sie auf die Tagesordnung kam.

18.09.2014

 

Von Bleistift

“@ Goodnight

“Das, was Schottland da versucht, das ist die Abgrenzung zur Moderne. Und ebenso wie die IS ist auch für Schottland nur eine Abgrenzung auf der der anderen Seite, d.h. der Vor-Moderne möglich.”

Das merke ich mir. Falls sich meine Frau mal von mir scheiden lassen möchte werde ich ihr hinterher rufen: “Warte nur..! Du exkludierst dich nur aus der Moderne! Du wirst in der Vormoderne landen!”.
Mal schauen ob es hilft…!”

“Die spinnen absolut nicht, die Schotten.”

{ 174 comments }

Keynesianer September 17, 2014 um 14:45

Die wichtigste ökonomische Frage der Zukunft lautet, wie die Ausplünderung des jeweiligen Landes durch die globale Hochfinanz verhindert werden kann.

Da ist es der wichtigste Schritt, erst mal die Verbindungen in die CoL zu kappen. Die Schotten müssen sich selbstverständlich ihre eigenen Politiker genau anschauen und im Zweifelsfall zur Rechenschaft ziehen, damit sie nicht noch für irgendeine Bank von Schottland zahlen in der nächsten Finanzkrise. Sie können ja aus dem Fall Irland lernen.

Insider September 17, 2014 um 14:50

Der Staatenbund USA umfasst derzeit teilsouveräne 50 Bundesstaaten.

Davon haben 7 Staaten über 10 Mio. Einwohner, 15 Staaten 5 – 10 Mio., 21 Staaten 1 – 5 Mio. und 7 Staaten 500.00 – 1 Mio.

Ein vereinigtes Europa als Staatenbund würde funktionieren, solange die Teilstaaten Republiken wären.

Genau dies ist in der EU nicht der Fall, die EU hat de facto eine Diktaturverfassung (Lissabon Vertrag) und ist nicht demokratisch legitimiert.

Die EU ist eine „neoliberale“ = plutokratische Diktatur zum Zwecke der Ausbeutung und Ausplünderung der Bürger.

Man spricht gern metaphorisch von „Raubtierkapitalismus“. Wenn man das Tier weglässt, dann kommt man der Wahrheit sehr nahe.

Balken September 17, 2014 um 15:55

Was unsere Schreiber der freien Presse ™ und Sprecher der öffentlich-rectlichen Sender ™ gestern an haltet-den-Dieb-typischen Schuldzuweisungen (des auf frischer Tat ertappten Diebes) abgeliefert haben, war ein neuer Höhepunkt.
Man stelle sich für einen Augenblick die Situation als eine umgekehrte vor: Janukowitsch wäre noch im Amt, nachdem er, die Tinte unter der von Steinmeier moderierten Vereinbarung mit der Opposition noch nicht rocken, geputscht hätte. Verwaltung und Loya Jirga (äh, werchowna Rada) von oppositionellen Kräften gesäubert, Parteien des rechten Sektors verboten, Kader in Verwaltung u. Rada mit Leuten der KP ersetzt. Russisch als einzige Amtssprache installiert. Sezessionsbestrebungen nichtrussophoner Ukrainer mithilfe einer aus der Osttukraine rekrutierten Nationalgarde bürgerkriegsartig bekämpft. Schließlich, ohne sich einen Dreck zu scheren um die fehlende demokratische Legitimierung sowohl seiner Regierung als auch des Rumpfparlaments, ein Assoziierungsabkommen mit der Eurasischen Union geschlossen und in der Ukraine ein gemeinsames Manöver mit Russischen, Weißrussischen, Kasachischen usw. Einheiten abgehalten.
Na? Schreiberlinge der freien Presse ™? Wie kommentiert man das? Schalter im Kopf umlegen und Los! Ihr habt das drauf, nur zu! Der Artikel steht genauso schnell da wie der zum EU-Assoziierungsabkommen.
Die Journaille unseres Landes ist verrottet bis ins Mark. Wer soll euch eines Tages entschuldigen?

Die Frustrationen Camerons sind übrigens ziemlich wurscht.

The Real Slim Shady September 17, 2014 um 15:59

>Unter heutigen Bedingungen gibt es keine Unabhängigkeit mehr, sondern nur noch die Frage, wie man in Zukunft seine Kooperationsbeziehungen gestaltet.

Das ist der entscheidende Gedanke. Warum lässt du ihn völlig brach liegen und machst nichts draus, zitierst stattdessen mal den Hinz und dann den Kunz?

Bladnoch1971 September 17, 2014 um 16:22

Danke für den Link zum Guardian. Vor allem den Satz finde ich Klasse:
“…..They know as little of the lives of the 64 million inhabiting the outer darkness as they do of the Andaman islanders”.

f.luebberding f.luebberding September 17, 2014 um 16:23

TRSS

Alles hat seine Zeit. Und für diese Debatte ist es noch etwas zu früh. Zuerst muss man nämlich wissen, mit welchen Kooperationsbeziehungen wir es bisher zu tun haben. Hinz und Kunz geben darüber Auskunft, so mein Eindruck.

NKB September 17, 2014 um 16:45

Festzuhalten ist, dass alle europäischen Sezessionsbemühungen im Rahmen der EU erfolgen, d.h. das Normengebilde der EU als fest voraussetzen. Und es ist ja auch logisch: wenn die sicherheits- und wirtschaftspolitischen Grundsätze fest sind, dann kann man sich über mögliche Regionalisierungen Gedanken machen. Insofern sind diese Bestrebungen nur Ausdruck dessen, was wir eigentlich schon alle wissen: dass die Grenzen innerhalb der EU sich aufheben.

Wer weiß, ein wie hoher Prozentsatz der Gesetze und Verordnungen der Nationalstaaten derzeit in Brüssel antizipiert werden? Dei Antwort ist die gleichzeitig die Antwort auf das gegenwärtige Geschehen: Letztendlich ist es egal, ob ich Däne oder Deutscher bin – wirtschaftlich, sicherheitspolitisch – letztendlich habe ich einen roten Pass.
Regionalisierung ist halt die Antwort auf die Homogenisierung der EU, setzt diese jedoch voraus. Auch die Schweiz und Norwegen sind da nicht außen vor: sie sind wunderbar eingebettet in die Strukturen der EU. Die Zerfallsstatten des ehemaligen Jugoslawien finden sich nun auch in der EU und sogar der Kosevoraner wird sich mit dem Serben über europäische Normen freuen dürfen.

Die Teilungsversuche der Gegenwart haben entweder den Nenner des Findens einer eigenen Identität im Rahmen fest gesetzter Normen oder die Wagenburgmentalität der Reichen gegenüber den armen Verwandten, den man zwar ausnutzt aber ansonsten meidet – ein früher Ausdruck dessen war die sattsam bekannte Lega Nord. Mich würde es nicht wundern, wenn die Bayern nicht auch mal mit ähnlichen Gedanken spielen würden…

someone September 17, 2014 um 16:53

Der Rosenzweigtext ist Stuss. Unabhängigkeit kann Schottland ja gerne haben, nur muss es dann auch mit den Konsequenzen leben. Diese Separatismusfolklore ist reine Rosinenpickerei.

someone September 17, 2014 um 16:55

Kann ja der Russkij Mir beitreten.
http://www.themoscowtimes.com/article/507303.html

Frankie (formerly known as Bernankie) September 17, 2014 um 17:08

@NKB

“Mich würde es nicht wundern, wenn die Bayern nicht auch mal mit ähnlichen Gedanken spielen würden…”

Nix da. Das würde euch Nichtbayern so passen.

Wir Bayern wollen vor allem eins – wir wollens gmiatlich ( “gemütlich”). Unabhängigkeit und Souveränität ist nicht gmiatlich. So wies ist, das passt schon: prosperierende Region inmitten grosser “”prekärpreussischer” Gebiete, kann man immer mit dem dicken Finger darauf zeigen, kann sich gut fühlen, verächtlich die anderen abtun. Uns ko koaner. Die Integration in Deutschland liefert uns dermassen wertvolle Auftrumpfrituale von immenser volkspsychologischer Hygienekraft: ob Bundesliga , ob Länderfinanzausgleich. Das ist uns die 3,4 Mrd Euro locker wert, wenn man dafür jederzeit die deutschen Volksgenossen bashen kann – ungestraft und unwidersprochen! ( btw: der kommunale Finanzausgleich innerhalb Bayerns hat übrigens ein Volumen von 8 Mrd. , da ist der LFA direkt lächerlich dagegen – vor allem wenn man ordentlich profitiert vom Bund, da haben die bayrischen Verkehrsminister schon ordentliche Arbeit geleistet die letzten Jahre). Das Politikkonzept der CSU besteht fast ausschliesslich darin, die anderen Länder verächtlich zu machen und sich so selbst zu feiern. Auf sowas alles verzichtet man doch nicht für ein bisschen Souveränität und Unabhängigkeit!

Gregor Keuschnig September 17, 2014 um 17:09

Entscheidend wird sein, was die EU unternimmt, wenn Schottland sich abspalten sollte. Wird sie Schottland sozusagen ohne das übliche Prozedere binnen kurzer Zeit (bis 2016) aufnehmen oder nicht? Wird Schottland gar der Euro gewährt werden? Gibt es einen “Schottenrabatt”? Sollten die Aufnahmeverfahren verkürzt werden, ist die Attraktivität für andere Sezessionisten deutlich gestiegen. Und das natürlich umso mehr, je größer die Wahrscheinlichkeit besteht, dass man aus dem EU-Topf mehr erhält als man einzahlt. Vom Status im “Europäischen Rat” gar nicht erst zu reden.

Der Konservativismus speziell der deutschen Medien ist interessant: Sie haben es offensichtlich alle aufgegeben, dass demokratische Entscheidungen (Wahlen und/oder Referenden) eine irgendwie geartete Veränderung zur Folge haben können. Es scheint fast verboten zu sein, so bissig ist man, wenn allseits gewohnte Strukturen aufzubrechen drohen. Nicht auszudenken, wenn sich die Schotten nicht an die Ratschläge der deutschen Journalisten-Kommentatoren halten würden. Diese Wählerbeschimpfung…

someone September 17, 2014 um 17:22

Du scheinst die Mechanismen nicht verstanden zu haben, Spanien und wahrscheinlich einige andere werden nicht zustimmen. Punkt.

someone September 17, 2014 um 17:23

Heutige Separatisten argumentieren wie kleine Kinder… Menno! Ich will aber!

Doktor D September 17, 2014 um 17:25

Am Rührendsten an Artikeln wie die vom unsäglichen Kornelius finde ich immer, dass sie sich offensichtlich gar nicht vorstellen können, dass einem die Meinung von McCain, Greenspan und den anderen Knallchargen des Atlantizimus ernsthaft am Bobbes vorbeigehen könnten. Dass es da eine Welt gibt, in denen seine Status-Onanismen niemanden hinter dem Ofen vorlocken. Warum man aber so jemand als Journalisten bezeichnen (und bezahlen) sollte, erschließt sich mir immer weniger.

Carlos Manoso September 17, 2014 um 17:25

@Systemfrager September 17, 2014 um 14:15
„Man sollte sich das unbedingt anschauen
Was in dem Spatzenhirn eines westlichen Agitatoren und Kriegtreibers herumspuckt
Sanktionen treffen Russland hart
Geht Wladimir Putin das Geld aus?“

Systemfrager, es sollte klar sein, dass „der Westen“ mit Rußland Wirtschaftskrieg „spielt“. Bei Wirtschaftskriegen sollte man wissen, wie die „Spieler“ stehen:

Vom „Zentrum“ aus gesehen, besteht die „formale Staatenwelt” aus Ringen. Den ersten Ring bilden „Pufferstaaen“, den 2. Ring „Protektorate“, den 3. Ring „Semi-Protektorate“. 0anach kommen Staaten, die man als „terra inkognitae“ bezeichnen könnte.

Große Teile der zerfallenden Staatenwelt gehen aber nicht bruchlos in diesem Muster auf. Dazu zählen z.B. militärisch (durch die Weltpolizei“ NATO) nicht befriedbare, sondern nur auf hochgefährlich Weise post- und pseudopolitisch einzubindende atomar bewaffnete Armutsstaaten wie Rußland, China, Pakistan etc. , die nicht zum „Zentrum“ gehören, aber auch keine „Protektorate“ oder „Semiprorotektorate“ sind bzw. sein wollen.

Nur ein „Spatzenhirn eines westlichen Agitatoren und Kriegtreibers“ könnte z.B. glauben, daß Putin ab 2015 den Wechselkurs des Rubel freigeben und Rußland den Finanzmärkten zum Fraß vorwerfen könnte. Die Finanzkrise zeigt aber, wie schnell auch Putins Kriegskasse aufgebraucht sein könnte. Allerdings sollte dir klar sein, daß die „Kriegskasse“ der USA (und der NATO) schon seit Jahrzehnten aufgebraucht ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Quantitative_Lockerung

„Angesichts der tiefsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression stellen einige prominente Ökonomen die bislang vorherrschende Meinung infrage. „Es gibt keinen theoretischen oder praktischen Grund dafür, dass die Federal Funds Rate, der wichtigste US-Leitzins, nicht bei minus fünf Prozent oder wo auch immer liegen könnte . … Bei einem negativen Leitzins – zum Beispiel in der Höhe von minus fünf Prozent – müssten die Geschäftsbanken am Ende nur 95 Euro an die Zentralbank zurückzahlen… Wer sein Vermögen auf der Bank nur mit Verlust anlegen kann, wird es abheben und zu Hause horten. „Bevor man sein Geld an jemanden verleiht, der einen negativen Ertrag verspricht, tut man besser daran, sich das Geld unter die Matratze zu legen… Wer dann noch Bargeld hortet, müsste befürchten, auf einen Schlag ein Zehntel seines Vermögens zu verlieren – und damit deutlich mehr, als wenn er sein Geld bei der Bank angelegt hätte. … Die Regierung könnte zum Beispiel festlegen, dass ein US-Dollar in bar weniger wert sei als ein Dollar auf einem Bankkonto oder Sparbuch. So entstünde eine Art Wechselkurs zwischen Münzen und Scheinen auf der einen und Kontoeinlagen auf der anderen Seite. … Alternativ könne auch eine Art Bargeld-Steuer eingeführt werden. Gültig wären dann nur Geldscheine, auf denen regelmäßig gekennzeichnet wurde, dass der jeweilige Besitzer ordnungsgemäß seine negativen Zinsen bezahlt hätte. „
http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/geldpolitik-und-finanzkrise-negative-leitzinsen-das-undenkbare-denken/3179150.html

Bladnoch1971 September 17, 2014 um 17:32

@Doktor D
Wie auch schon im dem von @Luebberding verlinkten Artikel des Guardian beschrieben, köcheln gewisse Zirkel anscheined wirklich nur noch in Ihrem eigenen Saft.
Insoweit ist die von Dir aufgeworfene Frage eine sehr berechtigte…….
Bei der SZ laufen schon noch einige klassische Journalisten rum (z.B. Hans Leyendecker, Klaus Ott), allerdings werden die auch irgendwann in den Ruhestand gehen und dann bin ich mal gespannt, ob da noch gleichwertiger Ersatz kommt.

Keynesianer September 17, 2014 um 17:49

@Carlos Manoso

Es ist seit jeher bekannt, wie eine Deflation zu verhindern ist, wäre das gewollt.

Selbstverständlich senkt dazu die Zentralbank nicht den Zins von 0,5 auf 0,05 Prozent, sondern man sorgt für steigende Löhne. Man senkt auch nicht den Nominalzins der ZB in einen negativen Bereich. Die Diskussion über einen Leitzins von minus fünf Prozent ist nur eine Nonsense-Idee für die Schäfchen.

Falls jemand meint, die Tarifparteien seien doch nicht von der Geldpolitik zu beeinflussen: Man kennt da Methoden, wie man die Gewerkschaften in breite Streiks für höhere Löhne treibt, da würden manchem braven Demokraten die Tränen kommen. Aber es funktioniert sehr zuverlässig. Falls das Unternehmerlager uneinsichtig wäre, gibt es auch dafür durchschlagende Methoden.

Solange über Negativzinsen und ähnlichen Kram diskutiert wird, will man die Deflation.

Steigende Löhne sind also das Mittel, den Realzins beliebig negativ werden zu lassen. Im Ergebnis werden die Leute das Geldsparen einschränken, bis die Konjunktur rund läuft und alle beschäftigt sind.

Es gibt keinen Grund für Krisen, wenn die Geldpolitik sie nicht will.

topi September 17, 2014 um 18:29

someone September 17, 2014 um 17:23

Heutige Separatisten argumentieren wie kleine Kinder… Menno! Ich will aber!

Und wie argumentierst du?
Menno!

Die Unveränderbarkeit der Grenzen als steingemeißeltes Prinzip; was solls heute?
Das hatte seinen Wert nach dem Krieg. Das Saarland hats trotzdem geschafft, nach 89 gab es diverse Veränderungen in Osteuropa, von vollkommen friedlich in der Tschechoslowakei, bis sehr blutig in Jugoslawien. Was spricht gegen ersteres?

Der Wert bestand in Ruhe und Sicherheit, mit einem Unveränderbarkeitsprinzip sind gewalttätige separatistische oder revanchistische Tendenzen von vornherein außerhalb des common sense.
Angesichts der von Kriegen geprägten Geschichte davor durchaus sinnvoll.

Mit dem Zerfall Jugoslawiens ist klar, dass ein verbal erklärter Deckel nicht hält, wenn der Druck zu groß wird. Die Idee, einzumarschieren um die territoriale Unversehrtheit Jugoslawiens zu erhalten, habe ich zumindest nicht mitbekommen.

Friedliche Separationen im Sinne eines Selbstbestimmungsrechts der Völker, ja warum denn nicht? Was hast du für Argumente, außer einem Prinzip, und Menno! ?

someone September 17, 2014 um 18:39

Habe ich doch nicht bestritten, wenn sie morgen mit Ja stimmen ist es halt so. Aber sie haben die Konsequenz zu tragen, dass ihnen nicht alles auf dem Silbertablett serviert wird. Spanien und andere Staaten haben den Kosovo bis heute nicht anerkannt. Mit solchen Konsequenzen muss man halt rechnen und sich nicht beschweren.
Shetland und Orkney würden im übrigen wirklich besser nach Norwegen passen. Tjo, dann gerät das ganze halt in Bewegung. Meine Forderung wäre dann, die Mauer wieder aufzubauen. Keine Tributzahlungen mehr an die Russentrolle.

holger196967 September 17, 2014 um 18:41

someone September 17, 2014 um 18:39
Habe ich doch nicht bestritten, wenn sie morgen mit Ja stimmen ist es halt so. Aber sie haben die Konsequenz zu tragen, dass ihnen nicht alles auf dem Silbertablett serviert wird.”

LOL da spricht das Fachwesen… :D LOL

holger196967 September 17, 2014 um 18:43

Sach mal someone haste auch mal was gelernt?

niemand September 17, 2014 um 18:47

>”Mit solchen Konsequenzen muss man halt rechnen und sich nicht beschweren.”

Wer beschwert sich denn?

niemand September 17, 2014 um 18:55

>”LOL da spricht das Fachwesen… LOL”

Die Frustration des Ohnmächtigen spricht da:

“Was erlauben Schotte!”

Denk an frustrierte Männer, die ihrer ausziehenden künftigen Ex hinterherzetern: ‘Du wirst schon sehen, was du davon hast! Kommst ja doch wieder angekrochen!’

‘Selbst schuld!’, das protestantische Credo.

‘So whit!’ das katholische.

Andreas Kreuz September 17, 2014 um 19:00

@Frankie (formerly known as Bernankie)
September 17, 2014 um 17:08

Das gibt 8 Punkte auf der nach oben offenen Richter-Skala. ;-)

topi September 17, 2014 um 19:00

Spanien hat aber Slowenien anerkannt, oder nicht?

Die Anerkennung durch die EU ging Ratz Fatz (waren damals aber erst 12).

Mag sein, dass es spanische Kreise gibt, die sich querstellen wollen; irrelevant, gegen Fakten kann man zwar anpolemisieren, wird sie aber dadurch nicht aus der Welt schaffen.

Eine Behinderung eines raschen Beitritts Schottlands wäre albern. Schottland erfüllt ja alle Bedingungen, die es erfüllen kann (und den Euro werden sie eh nicht wollen).

Aber letztlich ist es doch völlig egal, ob sie drinnen sind oder ob es Verträge gibt, die sie in den wichtigen Fragen so stellen, als ob sie drinnen wären.

Es wird Kreise geben, die genau dieses nicht wollen, warum soll man denn dem Mist beitreten, wenn man das Positive auch so haben kann?

Und, ähh, was hat deine “Forderung” mit der Selbstbestimmung der Völker zu tun? Menno!

egal September 17, 2014 um 19:03

Du scheinst die Mechanismen nicht verstanden zu haben, Spanien und wahrscheinlich einige andere werden nicht zustimmen. Punkt.

So wie ich das verstanden habe: entweder ein unabhängiges Schottland ist Mitglied von EU und Schengen oder erstmal Mitglied von gar nichts (rechtlich und politisch ist ersteres unwahrscheinlicher, auch wenn die britische Regierung und die Kommision z. Z. anderes behaupten).

Politisches Argument: eine EU-Außengrenze, die durch Großbritannien verläuft, und keine Zollfreiheit auf der britischen Insel: das ist für Großbritannien nicht akzeptabel; das ist für Irland nicht akzeptabel; Deutschland und Frankreich stehen den Seperatismen prinzipiell wohlwollend gegenüber, weil gekürzte europäische Mittelmächte die beiden großen stärken… Spanien die letzten Jahre schon ganz andere Kröten geschluckt…

Und – es geht ja nicht nur um EU-Staaten. Großbritannien ist Vertragspartner zahlreicher zwischenstaatlicher Verträge; kann eigentlich niemand Interesse daran haben, dass Schottland nicht ebenso verpflichtet ist und z. B. seinen Atommüll in der Nordsee entsorgen darf.

egal September 17, 2014 um 19:06

…Oder nicht Mitglied von den Atomwaffensperrverträgen ist.
Isolation funktioniert also nicht.

topi September 17, 2014 um 19:09

FL

“Die EU und Deutschland sind zu groß, um sich in den heimischen Schrebergarten zurückziehen zu können.”

Das spricht sich so einfach aus. Weiß ja auch jeder.

Warum eigentlich?

holger196967 September 17, 2014 um 20:02

topi

weil Herr Luebberding wie viele andere Genossen auch, Allmachtsallüren hat :D

Groß und Prächtig hat es zu sein… ;)

holger196967 September 17, 2014 um 20:03

ohne GuP gehts halt nicht KuK war seiner Zeit auch so drauf…

HEIL Großreich … Credo der Verblendeten … EBEN…

holger196967 September 17, 2014 um 20:08

In Lübberdings GROßREICH darf niemals die Sonne unter gehen…

SIC :D Das sind Genossen… und die kämpfen dann gegen IS

AAAAABEIT MACHT FREI

holger196967 September 17, 2014 um 20:12

Lübberding träumt von einem “Europäischen Reich Deutscher (Sauerländischer) Nation”

ERDN so sieht es aus… :D

Goodnight September 17, 2014 um 21:23

Nope.

Noch kürzer und noch schmerzvoller:

Unser Gehirn braucht Sinn. Deshalb versuchen jetzt 5 Trilliarden Journalisten und Blogger der anstehenden Entscheidung Schottlands einen Sinn zu geben. Was in Beobachtung 2. Ordnung folglich sinnlos ist….wie auch die ganze Aktion der Schotten aus Sicht der Moderne völlig sinnlos ist. Nach unseren Kriterien ist da kein Vorteil: Schottland wird nicht freier, nicht reicher und nicht schöner durch die Eigenständigkeit.

Ergo kann man die Aktion nur außerhalb der Sinnhaftigkeit der Moderne erfassen. Also kann man nicht. Man kann eine Ahnung haben von einer vor vielen langen Jahren mal bedeutsamen Idee einer Nation oder so nen Gedöns.

Ich für meine bescheidene völlige und ewige Ahnungslosigkeit bezüglich Gesellschaft und Mensch und so, ich tippe weiterhin auf PROTEST: Die Schotten wollen einfach raus aus der Moderne. Wie wir alle, die keine Milliarde oder Multimillionäre sind. Uns ist das alles schlicht und einfach zuviel: Diese ganze Konnektivität, diese vielen Kooperationen und Abhängigkeiten und Chancen ohne jegliche Sicherheit.

Das muss man ernst nehmen. Die Menschen kommen nicht mehr mit, sie wollen ein Stop. Stop ist der Sinn. Der einzige Sinn all dieser Aktivitäten, von Grenzen ziehen, Heimatlieder singen, NeuRussLand träumen und Köpfe abschneiden.

“All I know is that first you’ve got to get mad. You’ve got to say, ‘I’m a HUMAN BEING, God damn it! My life has VALUE!’ So I want you to get up now. I want all of you to get up out of your chairs. I want you to get up right now and go to the window. Open it, and stick your head out, and yell, ‘I’M AS MAD AS HELL, AND I’M NOT GOING TO TAKE THIS ANYMORE!’ ”
(network)

"ruby" September 17, 2014 um 21:33

Aye, das Ponzispiel ist zu Ende – ohne Krieg.
Goodnight!

Goodnight September 17, 2014 um 21:43

Um es mal ganz kurz und totally painful zu machen:

Das, was wir da beobachten, das ist vielleicht das Endgame der Vormoderne … oder aber die Geburt einer Postmoderne.
Je nach Ausgang.

Noch ist da kein Ausweg aus der Moderne, außer der Rückwärtsgang. Aber bei all den Versuchen wird irgendeiner vielleicht einen Vorwärtsgang finden. Wie immer in der Geschichte…

Father: “What’s on your mind?”
Clark: “I don’t know where to start.”
Father: “Wherever you want.”
(man of steal)

topi September 17, 2014 um 21:45

Die Argumentation von Kornelius ist ja gar nicht so weit entfernt.

“In einer Zeit, in der die Größe und Geschlossenheit eines Landes oder eines Bündnisses über die Konkurrenzfähigkeit auf der Welt entscheiden, wäre das ein fatales Signal.”

Aha.
Die “Moderne” wird wohl nur rausgeholt, wenn man sie braucht, ansonsten die Truppen gezählt.
Und Singapur und die Schweiz erzittern vor einer EU ohne abgespaltetem Schottland, ich spüre es schon.

Und was ist eigentlich die Konkurrenzfähigkeit eines Landes?
Woran hängt der BMW-Absatz im Ausland, an Schottland oder Flandern?

Europa ist vor einiger Zeit dazu übergegangen, seine Rohstoffe zu kaufen statt mit der Knarre rauszuholen. (Ist auch billiger, könnte man anmerken).
Wenn man Angst hat, dass die mal alle sind, soll man sich angucken, wie China halb Afrika aufkauft; da ist viel Platz für europäisches Engagement, für ganz große Projekte können auch Länder kooperieren.

Und Europa bietet ordentlich Nachgefragten Krempel an, muss also auch kein Land mehr opiumabhängig zu machen, um etwas dorthin exportieren zu können (jaja, das gute alte Empire, schön wars).

Wen juckt es da irgendwo, ob es sich aus 28 oder 33 oder 50 Ländern zusammensetzt?

Ökonomisch ist das also Käse.

Militärisch wird Restbritannien geschrumpft, na und? Was wäre denn eine militärische Konkurrenzfähigkeit, wir können in 2 Stunden jeden Ort der Welt zerbomben?

Für die EU böte gerade die Austrittsdiskussion um Mittelbritannien eine Chance. Gut, man wird sie wahrscheinlich gnadenlos verkacken, absurde Angebote zum Verbleib raushauen.
Statt einfach zu sagen: Machts gut, endlich der größte Störenfried raus, der eh nur eine Freihandelszone wollte, das Erdöl bleibt sogar bei uns, na alles bestens.

niemand September 17, 2014 um 21:51

>”‘I’M AS MAD AS HELL, AND I’M NOT GOING TO TAKE THIS ANYMORE!’”

Und das warn die Siebziger!

topi September 17, 2014 um 21:52

Goodnight, du bist wieder mal auf dem Holzweg.

Grenzen sind unmodern?
Sie sind in Europa heute weitgehend irrelevant. Wen juckt also die Anzahl?
Niemanden, richtig. Weitermachen.

” Schottland wird nicht freier, nicht reicher und nicht schöner durch die Eigenständigkeit. ”

Reicher wird es, wenn sie es nicht verkacken (aber wie immer, die Chance ist groß), und zumindest theoretisch besteht die Chance, etwas freier zu werden.

Aber mal weg von dem Krümelkäse.

Du als Obermoderner, welche zweckmäßigen Kriterien für sinnvolle Grenzen hast du denn? Außer irgendwelche in Blut und Eisen Zeiten herausgeschundenen?

niemand September 17, 2014 um 21:55

>”Militärisch wird Restbritannien geschrumpft, na und? Was wäre denn eine militärische Konkurrenzfähigkeit, wir können in 2 Stunden jeden Ort der Welt zerbomben?”

Hoffentlich wird London die territoriale Integrität des atomwaffenfreien Schottlands wahren.

BB September 17, 2014 um 22:02

Ach Leutz, macht euch nicht in’s Hemd. Ich sach euch, wie die Wahl ausgeht.

Die Schotten werden morgen knapp gegen die Unabhängigkeit entscheiden. Warum weiß ich das?

Weil ich halt so’ne Ahnung habe, wie die Dinge heute laufen.

Im Grunde ist das wie mit jeder Wahl, die irgendwie wichtig ist für die Eliten. Für die, die Geld haben, lässt sich jedes gewünschte Wahlergebnis erzielen.

Und da diese Leute es natürlich so billig wie möglich haben wollen, ist das billigste Wahlergebnis zu Gunsten der Eliten eben eine knappes Votum gegen eine Abspaltung.

Jedes “Mehr” an Abstand würde “mehr” Auftritte von Promis und “mehr” lokale Veranstaltung und Aktionen zur Beeinflussung der Unentschlossenen bedeuten und das würde das “Produkt” nur unnötig verteuern.

Deshalb, wie fast jede “wichtige” Wahl in der neueren Vergangenheit halt am Ende eben nur ein knappes “No”.

Warum ist das so?

Ein große Rolle spielen dabei die “Unentschlossenen”. Da wir in einer entpolitisierten (luhmannisierten) Gesellschaft leben, in der jeder nur noch für sich selbst kämpft, wird dieses Heer von Leuten “ohne Meinung” eben immer größer.

Und das ist die Stunden der “Campaigner”. Das sind die entscheidenden Typen.

In der Regel arbeiten sie teuer für die Eliten. Ist die Gegenseite gut organisiert, haben auch die ihre “Campaigner” z.B. im Obama-Wahlkampf, aber letztendlich gewinnt immer, wer das größere Budget hat.

Was sind “Campaigner”? Das sind Typen, die rennen vor so einem Ereignis wochenlang den ganzen Tag mit ihrem Laptop herum und die haben da ein Excelsheet drauf und bekommen außerdem laufen Feedbacks von permanent durchgeführten Umfragen. Natürlich nicht die, die uns über die Medien zur Kenntnis gebracht werden, sondern jede Menge privat finanzierter Umfragen.

Und wenn da dann gerade der Stand ist, dass die Unabhängigkeitsbewegung “eine Nasenlänge voraus” liegt, dann machen die direkt ein Drilldown per Data-Mining und können dann erkennen, dass es in Dundee einen Pub gibt, in dem gerade 45 Unentschlossene abhängen und dann geht da sofort jemand hin und hält eine britsh-patriotische Rede und verspricht außerdem unwahrheitsgemäß, dass der Cameron nicht noch einmal zu Wahl antritt, dann gibt’s noch ein paar Pint’s, noch eine kleiner Check, ob die Aktion auch Erfolg hatte und schon stimmt das Excel-Sheet des Campaigners wieder.

Gab’s eigentlich in der Vergangenheit eine für die Eliten und deren Interessen wichtige Wahl auf dem Globus, bei der es am Ende nicht ungefähr fifty-fifty gestanden hat, die Wahl aber trotzdem für die Eliten ausgeangen ist?

Wie war das doch gerade in Thüringen? Da ging’s doch um Marx oder Merkel! Fifty-Fifty, aber die “konservative Koalition” liegt eine Nasenspitze vorne.

Das ist das komplexitätstheoretische Muster. Mit dem kann man erkennen, wie in zukunft “wichtige” Wahlen ausgehen werden:
1) Ist die Wahl wichtig für die Eliten?
2) Wenn ja, dann geht sie fifty-fifty aber immer geradeso für die Eliten aus.

Ich drücke trotzdem der Unabhängigkeitsbewegung die Daumen, weil: “Macht kaputt, was euch kaputt macht” und nur dieses Motto hilft noch bei dieser kaputten EU. Sláinte!

Goodnight September 17, 2014 um 22:09

@Topi

Die Schotten wollen keinen Staat “Schottland”. Die AFD Wähler wollen nicht zurück in die 50er. Putin will keine neue UDSSR. Die IS Kämpfer wollen nicht zurück in die Steinzeit.

Sie wollen alle nur eine Grenze ziehen….zur Moderne.

Diese Grenze erscheint ihnen sinnvoll. So sinnvoll, dass sie dafür ihren Reichtum riskieren, wieder Heimatlieder singen, Weltkriege riskieren und sogar in die Steinzeit marschieren.

Hauptsache raus aus der Moderne. Egal was es kostet.

“You have no idea what’s coming!”
(Godzilla)

BB September 17, 2014 um 22:16

*kecker, lach*

Goodnight hat das Wort “Postmoderne” in den Mund genommen.

Ist gewissermaßen ein intellektueller Fortschritt. Allerdings ist die Datierung abwegig.

Die Postmoderne beginnt nicht, wenn die die Schotten morgen für die Unabhängigkeit stimmen, sondern sie begann schon 1973, als die Moderne im Dezember 1972 endete, als zum letzten Male Menschen ihren Fuß auf den Mond gesetzt haben.

Danach war für sowas nie wieder Geld da und genau daran erkennt man die Postmoderne.

Eagon September 17, 2014 um 22:17

@Keynsianer

Was hindert die Staaten Derivate mit denen auf Staatsanleihen spekuliert wird zu verbieten. Und die Hoheit über den Kapitalmarkt wiederzugewinnen?

Wie können in England die Löhne real um 20% sinken aber der Konsum um 120% steigen?????

Cameron pumpt den Immobilienmarkt auf.

Was wird passieren 2015 ist 2007!!!!

Eagon September 17, 2014 um 22:21

Was passiert wenn sich Schottland weigert für die Schulden der Vergangenheit mit den Einnahmen aus den Rohstoffeinkommen mit aufzukommen?

Das ist der sofortige Zusammenbruch der Londoner Banken.

Usw.

BB September 17, 2014 um 22:24

@Eagon

“Wie können in England die Löhne real um 20% sinken aber der Konsum um 120% steigen?????”

Die Statistiker bräuchten nur die Immobilien (also das Angstsparen) aus dem Konsum rauszurechnen und schon hätten die Eliten ein Propaganda-Instrument weniger, um die Leute hinter’s Licht zu führen.

Genau das gleiche Problem haben wir mit unserem GFK-Index.

Aber sie werden auf diesen üblen Trick, die Leute hinter die Fichte zu führen, nicht verzichten wollen.

topi September 17, 2014 um 22:28

“Hauptsache raus aus der Moderne. Egal was es kostet.”

Aber die Moderne marschiert doch und bringt allen unendlichen Wohlstand, sogar den Exkludierten! :roll:

Oder doch nicht?

(was soll es eigentlich kosten, den Schotten? )

Jedenfalls ist es keine besonders treffende Problembeschreibung, überall Nägel zu sehen, nur weil man einen tollen Hammer hat (gibt doch bestimmt was ganz modernes, den Turbonagler 3000 oder so).

Nein die Schotten wollen nicht raus aus der Moderne.
Und deine Moderne schert sich nicht um einen Grenzzaun mehr oder weniger. Da wirst du doch kaum widersprechen können, ernsthaft.

Keynesianer September 17, 2014 um 22:42

@Eagon

Was hindert die Staaten Derivate mit denen auf Staatsanleihen spekuliert wird zu verbieten. Und die Hoheit über den Kapitalmarkt wiederzugewinnen?

Das Finanzkapital kontrolliert die Regierungen der Staaten. Wie es richtig zu machen wäre, ist längst bekannt. Wir brauchen keine Spekulanten und “Investoren”, im Gegenteil zu dem Unsinn der VWL fehlt es nirgendwo an Kapital oder Investitionen, außer natürlich dort, wo die Politiker bewusst das Land kaputtsparen, um dafür nach “Investoren” und Privatisierung zu rufen, wie bald bei unseren Autobahnen.

Der Siggi Pop hat jetzt als seine Geheimwaffe zur Verschleuderung des Volksvermögens an “Investoren” den Marcel Fratzscher zum Chefökonomen des Merkel-Regimes ernannt.

Sogar für das Problem, dass die Regierung ihre Finanzreserven schon für die Rente verfrühstückt hat, weiß Fratzscher eine Lösung: Er will für Bau und Erhalt von Verkehrswegen privates Kapital mobilisieren.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/diw-praesident-marcel-fratzscher-ist-das-neue-oekonomische-gewissen-der-nation-13151775.html

Man könnte wieder meinen, das wären Vollidioten: Bei niedrigsten Zinssätzen für langlaufende Anleihen soll der Staat nicht selber Kredite aufnehmen, sondern privaten “Investoren” hohe Renditen garantieren (und natürlich die Mitsprache und ein Vorkaufsrecht bei der Privatisierung der deutschen Straßen).

Der Fratzscher ist natürlich ein U-Boot der angloamerikanischen Hochfinanz.

Keynesianer September 17, 2014 um 22:51

@BB

Danach war für sowas nie wieder Geld da und genau daran erkennt man die Postmoderne.

Ich weiß nicht, was die mit dem Geld gemacht haben, aber zum Mond geflogen sind sie sicher nicht.

Denen war das aber noch richtig peinlich. Hier das Interview der Helden: :)

https://www.youtube.com/watch?v=-RcKLAo62Ro&list

topi September 17, 2014 um 23:02

In der Phoenix-Runde heute keine Ukraine, kein ISIS, kein Putin, kein Schottland (kommt sicher morgen).

Sondern Ebola; sogar die Westafrikaner wollen offenbar geschlossen raus aus der Moderne.

someone September 17, 2014 um 23:05

“Gab’s eigentlich in der Vergangenheit eine für die Eliten und deren Interessen wichtige Wahl auf dem Globus, bei der es am Ende nicht ungefähr fifty-fifty gestanden hat, die Wahl aber trotzdem für die Eliten ausgeangen ist?”

Krim.

someone September 17, 2014 um 23:15
BB September 17, 2014 um 23:32

@someone

Krim.

Da konnten sie aus diversen Gründen keine “Campaigner” platzieren :-)

someone September 17, 2014 um 23:35

Die eine Seite schon.

BB September 17, 2014 um 23:36

Aber bei der Ukraine-Wahl, da war das wieder möglich und da ist die Wahl dann entsprechend wieder zu ihren Gunsten ausgegangen (und bei der bald stattfindenden ebenfalls).

BB September 17, 2014 um 23:38

Allerdings in der Ukraine, da sehen die Campaigner dann so aus.

BB September 17, 2014 um 23:45

Aber der Zusammenhang dürfte klar sein. Je größer der Anteil der Nichtwähler oder zumindest der Unentschlossenen, umso größer die Chance, die Wahl mit Excelsheet-Campaigning zu gewinnen. In einer solchen Situation ist es außerdem besonders erfolgreich, wenn eine Seite bei der Strategie der asymetrischen Demobilisierung besonders erfolgreich ist. Und deshalb kriegen wir die Merkel auch nicht so leicht wech.

someone September 17, 2014 um 23:48

Andere Länder, andere Sitten.
Campaigning im Russkij Mir:
http://www.liveleak.com/view?i=169_1401980214

Der ist jetzt eine der führenden Figuren in der Novo-Novoarmee.

someone September 17, 2014 um 23:49

Und das mit den zwanzig zu tötenden Zivilisten für jeden Milizionär hast du hoffentlich auch mitbekommen.

Folkher Braun September 18, 2014 um 01:28

@someone: Und was soll unsereins jetzt wo lesen?

bleistift September 18, 2014 um 01:57

@ Frank Luebberding

Sorry, sorry, sorry!
Habe gerade zwei Postings im falschen Thread getätigt.
Bitte hier stehen lassen und im anderen Thread löschen!

bleistift September 18, 2014 um 01:58

“Mich würde es nicht wundern, wenn die Bayern nicht auch mal mit ähnlichen Gedanken spielen würden…”

Nix da. Das würde euch Nichtbayern so passen. ”

Das wird schon deshalb nicht passieren, weil das Bundesland Bayern nicht identisch ist mit dem Volksstamm der Bayern.
Im Bundesland Bayern leben heute:

Bayern 5,6 Mio.
Franken 4,1 Mio.
Schwaben 1,78 Mio.
Pfalz 1,08 Mio.

Hier in Nordbayern kenne ich niemanden der für einen unabhängigen bayerischen Staat stimmen würde. Warum auch? Hier gibt es keine Bayern.
Nur so.

bleistift September 18, 2014 um 02:00

@ Goodnight

“Das, was Schottland da versucht, das ist die Abgrenzung zur Moderne. Und ebenso wie die IS ist auch für Schottland nur eine Abgrenzung auf der der anderen Seite, d.h. der Vor-Moderne möglich.”

Das merke ich mir. Falls sich meine Frau mal von mir scheiden lassen möchte werde ich ihr hinterher rufen: “Warte nur..! Du exkludierst dich nur aus der Moderne! Du wirst in der Vormoderne landen!”.
Mal schauen ob es hilft…!

bleistift September 18, 2014 um 02:17

“Mag sein, dass es spanische Kreise gibt, die sich querstellen wollen; irrelevant, gegen Fakten kann man zwar anpolemisieren, wird sie aber dadurch nicht aus der Welt schaffen.
Eine Behinderung eines raschen Beitritts Schottlands wäre albern. Schottland erfüllt ja alle Bedingungen, die es erfüllen kann”

Spanien hat aber Eigeninteressen. Die wird es wahren wollen. Genauso wie Russland keine euopäische Ukraine akzeptiert. Sondern stattdessen Probleme macht. Um seine Interessen zu wahren. Das wird Spanien nicht anders handhaben. Frankreich (Korsika) auch nicht. Italien auch nicht. Belgien ebenfalls nicht.

“Aber letztlich ist es doch völlig egal, ob sie drinnen sind oder ob es Verträge gibt, die sie in den wichtigen Fragen so stellen, als ob sie drinnen wären.”

Wo gibt es diese Verträge denn? Und warum sollte es solche Verträge geben wo doch eh alles “Mist” ist?
Klugscheißer!

bleistift September 18, 2014 um 02:30

“Deutschland und Frankreich stehen den Seperatismen prinzipiell wohlwollend gegenüber, weil gekürzte europäische Mittelmächte die beiden großen stärken… ”

Woher nimmst du diese Gewissheit? Wer sagt dir denn dass Frankreich und Deutschland automatisch die gleichen Interessen haben müssen? England ist ständiges Mitglied im UN Sicherheitsrat, hat ein Vetorecht. Ist mithin also eine wichtige Macht. Welches Interesse sollte Frankreich haben die weltpolitische Stellung Englands zu gefährden?

“Europa ist vor einiger Zeit dazu übergegangen, seine Rohstoffe zu kaufen statt mit der Knarre rauszuholen. (Ist auch billiger, könnte man anmerken).”

Tja die blöden Amis. Warum sind die nicht schon lange auf diese Idee gekommen?
Vielleicht wegen der “Zettel”?
Dollar = nix wert. Braucht man Armee.
Euro = super wahnsinnig viel wert. Braucht man keine Armee.

bleistift September 18, 2014 um 02:34

“Für die EU böte gerade die Austrittsdiskussion um Mittelbritannien eine Chance. Gut, man wird sie wahrscheinlich gnadenlos verkacken, absurde Angebote zum Verbleib raushauen.
Statt einfach zu sagen: Machts gut, endlich der größte Störenfried raus, der eh nur eine Freihandelszone wollte, das Erdöl bleibt sogar bei uns, na alles bestens.”

Ein geeintes Europa ohne Britannien?
Tja, dann sind wir wohl genauso gescheitert wie Napoleon oder Hitler.
Wat ein Dummfug!
Dieses Europa gäbe es ohne England gar nicht! Wer meint man könnte ein geeintes Europa ohne England aufbauen der hat wirklich nicht den Schuss gehört!

bleistift September 18, 2014 um 02:45

Oder er träumt von einem Großdeutschland!

Goodnight September 18, 2014 um 07:03

Meldung SPON:

“In Australien hat die Polizei einen Anschlag von Anhängern der Terrorgruppe Islamischer Staat verhindert. In einem Großeinsatz haben 800 Beamte 15 Verdächtige festgenommen. Die Männer hatten offenbar Exekutionen auf offener Straße geplant. Die Geheimdienste gehen davon aus, dass sechzig Kämpfer mit australischem Pass für den IS in Syrien im Einsatz sind.”

….es beginnt….

“There’s a storm coming, Mr. Wayne. You and your friends better batten down the hatches, because when it hits,…”
(dark knight rises)

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 07:24

Goodnight

Man sollte Phantasie nicht mit der Wirklichkeit verwechseln. Das passiert in der Moderne öfter. Die Zahl der geplanten Amokläufe an Schulen ist auch eine andere als die der umgesetzten Pläne.

Goodnight September 18, 2014 um 07:35

@Lübberding

Phantasie?

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/is-anfuehrer-ordnete-enthauptungen-in-australien-an-13159772.html

….dank der Behörden wurde aus Phantasie keine Wirklichkeit.

Da draußen kämpfen schon einige den Kampf gegen IS….und ermöglichen Dir weiterhin Heimatlieder zu singen und von einer friedlichen Welt zu phantasieren ;-)

Hoffen wir alle, dass es so bleibt…

“The arrogance of men is thinking nature is in their control and not the other way around.”
(Godzilla)

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 07:52

bleistift

Wenn die Moderne auszurufen, Ehescheidungen verhindert, machen wir aus dem Blog eine kostenpflichtige Eheberatung.

W. Buck September 18, 2014 um 07:54

Da dies ohnehin nur ein gegacker um ungelegte Eier ist (was überhaupt keine negative Wertung sein soll :-) ) hier nur gaaanz kurz:

Ich hoffe für die Schotten auf Unabhängigkeit. Kleinere “Verwaltungseinheiten” sind viel demokratischer, die Menschen dort glücklicher und freier. Siehe die Schweiz, in der ich arbeite.

Und der EU tut das keinen Abbruch. Die Politiker wollen doch immer eine EU der Regionen.

Reißt auch Deutschland nieder! Ein freies Europa der Provinzen und Stadtstaaten ohne einen derart überbordenden Regulierungs- und Besserwisserwahn. Ein Traum.

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 08:18

Goodnight

„Wir glauben, dass diese Gruppe mit den Planungen für willkürliche Gewaltakte gegen ganz normale Bürger begonnen hatte“

Dass es vergleichbare Aktionen schon gegeben hatte, vor allem in China, wissen wir. Dort geht es aber um den Separatismus in den Regionen mit muslimischer Mehrheit. Wir wissen aber nichts von den Umständen dieses Falls in Australien. Wir sollten uns jetzt nicht von der Neigung zur Hysterisierung anstecken lassen.

Das gilt auch für diesen Bullshit, der via Süddeutsche Zeitung über ein Telefongespräch Poroschenkos mit Putin erzählt wird. Putin soll ihm gesagt haben, er könne in zwei Tagen in Warschau sein. Wir erinnern uns: Gegenüber Barroso hatte er bekanntlich von den zwei Wochen gesprochen, die er brauche, um in Kiew zu sein. Diese Story wird jetzt von allen Medien aufgenommen. Kontextlos steht das dann dort als Schlagzeile mit dem entsprechenden Spin. Putin droht in Warschau einzumarschieren. Dabei geht es in Wirklichkeit nur um diesen einen Satz:

“Er könne durch bilaterale Kontakte Einfluss nehmen und eine “Sperrminorität” im Europäischen Rat bewirken, die für Russland negative Entscheidungen verhindere, soll Putin demnach gesagt haben.”

Natürlich gibt es in der EU Differenzen über den zukünftigen Umgang mit der Ukraine. Es geht schlicht darum, die Kritiker an der Linie der Hardliner in der EU zu diskreditieren. Es werden im Artikel der SZ “Länder wie die Slowakei, Bulgarien, Ungarn und Zypern” genannt, die “die Sanktionspolitik nur noch widerwillig” mittragen. Letztlich geht es aber nicht nur um diese Länder, sondern zugleich Druck etwa auf die Bundesregierung auszuüben, um sie zu einer klaren Positionierung zu zwingen. Das alles ist durchsichtig, wie nur was.

Man sollte schon wissen, wie heutige Mediensysteme funktionieren – und sie von allen Seiten instrumentalisiert werden. Das gilt auch für die Story aus Australien.

Linus September 18, 2014 um 08:47
Frankie (f.k.a.B.) September 18, 2014 um 08:50

@bleistift

“Hier in Nordbayern kenne ich niemanden der für einen unabhängigen bayerischen Staat stimmen würde. Warum auch? Hier gibt es keine Bayern.”

Ach was. Das ich nicht lache.
Diese Schwaben, Franken, Oberpfälzer (?), die es angeblich geben soll, haben allesamt das altbairische Identifikations-Kindchenschema, das ihnen die CSU bietet, mit Wonne übernommen. Wenns ernst wird, pfeifen sie auf ihre Stammesherkunft, schenken sofort der altbairischen Strausstochter Hohlmeier einen Wahlkreis, wenn die einen braucht, und jagen sofort den einzigen fränkischen Ministerpräsidenten , den es je gab, nach einem Jahr aus dem Amt. Weil er nicht dem Miesbacher-Lederhosenseppel-Image entspricht, hinter dem man sich als Franke dann doch gern versteckt. Weil der Franke offensichtlich doch das Oberbairische anschlussfähiger hält an den “Weltgeist” als seine eigene Kultur.
Ich hab überhaupt keinen Respekt mehr vor der angeblichen kulturellen Substanz der Franken. Die haben sich mit Leib und Seele der “Mia san mia” – Breitbeinigkeit des bairischen Oberlandes an den Hals geworfen.

Keynesianer September 18, 2014 um 08:52

@f.luebberding

Man sollte schon wissen, wie heutige Mediensysteme funktionieren – und sie von allen Seiten instrumentalisiert werden.

Das war früher nicht besser.

Damals hat es nur mangels Internet von den Schäfchen niemand bemerkt.

Und die wenigen, die es bemerkt und kritisiert hatten, deren Leserbriefe flogen halt in die Papierkörbe der Redakteure.

Aber der Müll und die Lügen in der Presse waren damals dieselben. Die übliche Kriegs- und Nachkriegshetze mit dreist erfundenen Gräuelgeschichten, schamlos und ungeheuerlich für jeden, der die Wahrheit kannte oder ahnen konnte.

Und die Wirtschaftskrisen und Massenarbeitslosigkeit waren natürlich die Folge überhöhter Löhne und Sozialleistungen und unzureichender Profite für die “Investoren”. Das lief so über Jahrzehnte bis heute. Aber die Deppen, die noch eine Zeitung kaufen, werden immer weniger.

Frankie (f.k.a.B.) September 18, 2014 um 08:57

@goodnight

Du zitierst zunehmend aus dem Monsterhonkmovie “Godzilla”. Küchenpsychologisch interpretiere ich das als leise Zweifel an der Moderne, die da Raum greifen.

Oder ists der Godzillaclaim “Size does matter” – weil Moderne und Kapitalismus ja auch nur ein Ziel haben, nämlich dass ihre Subjekte immer grösser werden?

wowy September 18, 2014 um 08:58

@Frankie
Aber jetzt bitte nicht noch Ober-, Mittel-, Unterfranken :-)
Leute, wir waren schon mal weiter.

Ich hoffe übrigens, dass heute in Schottland “No” gewinnt. So sehr ich viele “Yes” Argumente verstehen kann, für Europa wäre das nicht gut.
Divide et impera!

Keynesianer September 18, 2014 um 09:22

Das gilt auch für diesen Bullshit, der via Süddeutsche Zeitung über ein Telefongespräch Poroschenkos mit Putin erzählt wird.

Nachdem die Leserkommentare abgeschaltet wurden, kann die Süddeutsche jetzt den größten Müll erzählen.

Man sollte dieses Krampfblatt gar nicht mehr beachten und in den Blogs auch nicht mehr kommentieren.

Huuh September 18, 2014 um 09:33

Im astralischen Dundee besiegte auf offenem Markt ein beherzter Halsabschneider im Alleingang 15 Krokodile, bevor ihm endlich ein Behördensprecher zu Hilfe kam.

Ganz anders die Situation hier in Yurop. Potemkin sprang in nur zwei Wochen von Moskau nach Kiew, überrannte zwei Tage später Warchow, nahm im Handstreich die Süddeutsche Zeitung und schlug heute nur 4 Kilometer vor Brüssel sein Zeltlager auf. Zwei zweite Beobachter meldeten morgengrauens, dass seine Armee in gepanzerten Schottenröcken mit geschulterten Paddelbooten in den nördlichen Nebel hineinrückt.

Andreas Kreuz September 18, 2014 um 09:36

Immer lesenswert:

http://www.egon-w-kreutzer.de/001/PaD362014.html

Schön, wenn es auch ein paar Schotten lesen würden… ;-)

glühwürmchen September 18, 2014 um 10:49

vielleicht haben die Schotten ja auch mitbekommen, was Prinzessin Diana ihrer Freundin Fitzgerald anvertraut haben soll, dass die Königsfamilie aus “Reptilien” besteht und “nicht menschlich” sei ;-)
Und da Lady Di nicht mehr physisch lebt, kann sie dieses Gerücht auch nicht mehr aus der Welt schaffen.
Das könnte vielleicht auch einen Teil des schottischen Separatismus erklären.

Keynesianer September 18, 2014 um 11:24

Es ist immer kaum zu glauben, wie die Medien die Schäflein verhetzen können.

Die Geschichte mit den “geplanten Enthauptungen” braver Bürger durch böse Islamisten in Australien scheint voll in den Köpfen der Schäfchen einzuschlagen.

Dabei kann sich ein Geheimdienst solche Sachen beliebig aus den Fingern saugen und meist ist selbst das Geschwätz über sowas, das dann als Plan vor Gericht ausgelegt wird, noch durch eigene V-Leute der Dienste überhaupt erst entstanden.

egal September 18, 2014 um 12:08
f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 12:09

Bei den Kollegen vom Tagesanzeiger gibt es ein Szenario, was eine Unabhängigkeit Schottlands für den Pfund als gemeinsame Währung bedeutete. Sie sehen ein ähnliches Problem, wie in der Eurozone. Nur unterliegen sie dabei einem entscheidenden Irrtum. Tatsächlich handelte es sich um das Szenario, was Hans-Olaf Henkel immer als “Nord-Euro” vertreten hat. Den hat es auch zu Vor-Euro-Zeiten gegeben. Es war die feste Anbindung des Schilling und des Gulden an die DM. Daher wird nur eines nach der heutigen Entscheidung passieren: Es wird nichts passieren, selbst wenn Schottland unabhängig werden sollte. Weder London, noch Edinburgh haben ein Interesse daran, diese Pfund-Zone aufzulösen. Es schwächte beide. Was die Schotten dann allerdings nicht machen können: Eine eigene Währungs- und Geldpolitik. Nur das konnten selbst Österreich und die Niederlande schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Es ist wirklich politisches Geplänkel vor der Wahlentscheidung, was in dieser Debatte zu erleben ist.

Insider September 18, 2014 um 12:19

Die bisherige Diskussion hat bislang noch wenig Inhaltliches hervorgebracht.

Mehr Souveränität, mehr Demokratie, mehr Autonomie etc. sind auf jeden Fall ein gesellschaftlicher Fortschritt und keineswegs „anti-modern“. Die Frage ist allerdings, ob dies in Schottland der Fall sein wird?

Unabhängigkeitsbestrebungen grundsätzlich mit „anti-modern“ zu assoziieren, ist Schwachsinn.

Kleine Staaten sind nicht besser, weil sie klein sind. Die Schweiz ist nicht besser, weil sie klein ist, sondern weil sie der demokratischte Staat auf der Welt ist, die Schweizer eine gemeinwohlorientierte nationale Kultur entwickelt haben und daher über den größten allgemeinen Wohlstand mit breitem Mittelstand verfügen.

Das Argument mit klein vs. groß trifft es nicht. Z. B. Griechenland ist klein, aber wurde und wird von einer räuberischen Oligarchie beherrscht. Und mit der Demokratie und dem Rechtsstaat ist es z.B. in Schweden keineswegs besser als in D.

Auch das Argument mit „divide et impera“ für ein No-Votum überzeugt in keiner Hinsicht, weil zu abstrakt. Neben „teile und herrsche“ gibt es auch noch „zentralisiere und herrsche“ wie früher in der Sowjetunion und heute in der EU.

Also wiederhole ich noch einmal meine Fragen von vorgestern:

Für mich stellt sich die Frage, worum es beim Referendum in Schottland überhaupt inhaltlich geht?

Was sind die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ziele derer, welche für Unabhängigkeit streiten?

Welche gesellschaftlichen Kräfte und Machtgruppen stehen dahinter, wer kämpft entschieden dagegen?

Welches Gesellschaftsmodell (z.B. Niederland, Norwegen, Schweiz?) wird von jenen angestrebt, welche Unabhängigkeit wollen? Wollen sie überhaupt eine Republik?

Gibt es dazu Analysen und Recherchen?

Was findet man an qualitativ guter Recherche und Analyse in den sog. Qualitätsmedien mit ihren Qualitätsjournalisten?
Was kommt z. B. vom ISM, dem Institut Solidarische Moderne, das sich großmäulig als linker Think Tank darstellt?

BB September 18, 2014 um 12:31

OT – Nachtrag zur MSM-Diskussion neulich

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html

Tom Buhrow haut sich seitdem die doppelte Tagesdosis Betablocker rein *kecker, lach*’

https://www.freitag.de/autoren/meyko/tendenzioes-mangelhaft-und-einseitig

In den MSM liest man natürlich nix. Mucksmäuschenstill sind sie.

topi September 18, 2014 um 13:06

Sehr gut Frank. ;-)

Aber es kann doch etwas passieren: die Restbriten betreiben massivste Lohnsenkung, jetzt befreit vom Labourlastigen Norden.

Dann zwingen sie die Schotten in die Knie, wenn diese mit der angeschlossenen Währung einfach normale Preissteigerungen haben.

Die Blaupause müssen sie dafür nicht lange suchen. :roll:

Nur: kein Schotte wird so dämlich sein, sich bis aufs Blut ans Pfund zu binden, oder knebeln zu lassen, wie Griechenland und co. an den Euro. Insofern geht der Plan schief.

Eagon September 18, 2014 um 13:34

“Wird ökonomisch nichts passieren?”

Direktinvestitionen des Auslands in England dürften Mangelware werden.

http://www.huffingtonpost.de/2014/09/10/grossbritannien-schottland-unabhaengig_n_5797950.html

Wenn England beginnt tatsächlich zu sparen und sein Leistungsbilanzdefizit zu reduzieren ist auch die Eurozone am Ende!

Mit einem Währungsverfall läßt sich kein produzierendes Gewerbe aufbauen.

Da das Know How aus dem Ausland kommt.

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 13:48

topi

Klar. Alles kann passieren. Es kann uns sogar der Himmel auf den Kopf fallen.

Frankie (f.k.a.B.) September 18, 2014 um 14:28

@Lübberding

“Was die Schotten dann allerdings nicht machen können: Eine eigene Währungs- und Geldpolitik. Nur das konnten selbst Österreich und die Niederlande schon seit Jahrzehnten nicht mehr.”

Hier habe ich Zweifel – weisst Du, wo man da was recherchieren könnte?

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 14:34
holger196967 September 18, 2014 um 14:36

Ah ja…

was für ein #mimimi sich wieder durch die Deutschen Medien schlängelt, ist schon Fantastisch. Es könnte dies, es könnte jenes, ja, der Himmel fällt wieder mal auf den Kopf. Das Abendland geht unter. Ich habe so die Schnauze voll von diesen Heinis, das glaubt man ja nicht. Bloß kein Stück vorwärts schauen. Nein, Besitzstand, das ist das was zählt. Diese Moderne ist so etwas von Stock Konservativ es ist zum Heulen. Wichtig ist das Goodnight Jodeldiplom, da hat man was eigenes.

Das Europäische Reich Deutscher Nation kotzt mich einfach nur noch an. Sie Lügen dir die Hucke voll, und schämen sich nicht eine Sekunde dafür. Abschaum einfach nur Abschaum, was sich da um die Währung Eurotz versammelt. Widerliche Kreaturen ohne Verstand.

Und die Hofschranzenedelfedern blasen in jedes Horn mit rein, was sie denn Blasen sollen. Schmierfinken und Sabbler ohne einen Funken Ehre. Durch Zwangsabgaben gefüttert. Aber keine Bange, es wird der Tag der Abrechnung kommen. Und dieser Tag wird vor nichts Halt machen. Dann wird dieses Land gesäubert. Dann werden die Lügner aufgesucht geteert und gefedert und Nackt ins Affengehege eingesperrt. Der Tod wäre zu gnädig. Wasser und Brot reicht.

Da sitzen sie dann, die dann Ü70ger und werden schön gehalten. Schön im Ghetto, schön umzäunt bei betreuten Fressen. Ja, das Brot wird von dressierten Schimpansen vorgekaut. Denn Geld für die rausgeschlagene Knabberleiste ist leider nicht da. Leider Leider Leider… wir müssen eben Sparen. Die Liste ist lang, und wird immer länger. Aber egal, in den Berliner Zoo passen genügend rein. Schöne Kuppel noch darüber und gut ist.

Tja, noch mögen sich die „Edelfedern“ in Sicherheit wiegen. Die kommende Altersarmut wird es richten.

In Mainz, in Frankfurt, und beim WDR mögen sie noch lachen. Obwohl das 2DF ja den „Aufstand der Alten“ ja schon verfilmt hat. Es wird der Tag kommen, in 15-20 Jahren, dann wird das Fell über die Ohren gezogen.

Ich habe das gewissen Leuten hier in „meiner“ Samtgemeinde schon angedroht. Ob ich denn keinen Respekt hätte, fragt mir das Bürgermeisterin (63). Nööö habe ich nicht. Genau so wenig, wie die alten Säcke gegenüber kommenden Generationen. Es wird keiner mehr da sein, der diese Generation verteidigen könnte. Kein Dorf-Bulle kein gar keiner. Weg reduziert. Nicht nach gewachsen. Ich komm mir vor, wie mein Opa 1948… man muss sich das Recht nehmen, denn bekommen tut man sonst keines. Der hat den Bauamtsleiter vom Hof geschmissen, und die Axt hinter her. Mit der Drohung: er würde des Nachts nicht überleben. Gut, mein Opa war ja auch auf den Rheinwiesen im Erdloch erwachsen geworden.

Systemfrager September 18, 2014 um 15:04

Ach @holger
mein Gott nicht so
das sind doch die westlichen Werte

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 15:22
f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 15:31

Zur Kritik des Programmbeirats der ARD. Nur falls jemand wieder meint, das falle unter den Tisch.

keiner September 18, 2014 um 15:36
holger196967 September 18, 2014 um 16:09

Systemfrager September 18, 2014 um 15:04
Ach @holger
mein Gott nicht so
das sind doch die westlichen Werte”

Horsche mol, mir ist es egal, ob die saudisch westlich nördlich oder östlich sind… zum Schluss ist sich jeder selbst der nächste…

“et nomini kuraz amen ” :D

someone September 18, 2014 um 16:30

@luebberding: Natürlich wird Schottland nicht mehr Mitglied der Pfundzone sein. Die können das Pfund weiter benutzen wie Montenegro den Euro, das war es dann aber auch. Wenn ’17 ein neues Parlament gewählt wird, haben Schotten auch keinen Einfluss mehr auf die Politik der BoE.

Insider September 18, 2014 um 16:42

Ein Artikel von Jens Berger über Schotten-Referendum in den NDS.

Dazu im Blog:
Mordred:
toller, breitgefächerter artikel mit tiefgang.
hast du dazu auch noch ein paar links/quellen, wo man sich tiefer einlesen kann?
der mainstream liefert dagegen einen sch… an infos.
Jens Berger:
Da muss ich leider passen. Ich hatte mir rund 60 Seiten aus größtenteils englischsprachigen Artikeln zur “Recherche” ausgedruckt. Etwas wirklich umfassendes war jedoch auch nicht darunter.

Im vorigen Thread schrieb ich dazu:

„Das Problem ist, dass es kaum noch Qualitätsjournalisten gibt, die diesen Namen verdienen. Die meisten schreiben nur ab, was die Presseagenturen liefern oder was sie sich im Internet zusammengeklaubt/-geklaut haben. Oder übernehmen Texte von PR-Agenturen.

Entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung haben die Zeitungen selbst, und zwar aus zwei Gründen.

Zum einen haben sie sich zu Propagandamedien der sie besitzenden Plutokratie entwickelt und heraus kommt nur minderwertiger Tendenzjournalismus.
Zum anderen fördert die vorherrschende Praxis der McDonaldisierung des Pressewesens mit überwiegend „freien“ Journalisten und Bezahlung mit Zeilenhonorar einen „Billigjournalismus“ mit entsprechend niedriger Qualität.

Klar, dass immer weniger Leser und Abonnenten diesen „Informationsmüll“ bezahlen wollen.“

glühwürmchen September 18, 2014 um 16:47

holger 14.36
spricht mir aus dem Herzen
aber 15 Jahre dauert hier gar nix mehr

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 17:17

someone

Die BoE kann weiterhin eine Geldpolitik für einen gemeinsamen Währungsraum machen. So wie vorher auch. Und die Schotten haben heute auch keinen Einfluss auf die Geldpolitik. Diese Debatte um das Pfund ist ökonomischer Stuss, um das einmal klar zu sagen. Der wirtschaftspolitische Handlungsspielraum einer unabhängigen Regierung in Edinburgh ist so begrenzt, wie er es für hoch vernetzte Volkswirtschaften unter heutigen Bedingungen nun einmal ist. Wo sie mehr Spielraum haben, ist etwa in der Sozialpolitik. Oder was die Rolle des Staates in der Infrastruktur betrifft. Edinburgh wird diese Akzente aber auch mit einem Prozess der Föderalisierung setzen können. Deshalb ist Salmond, wie im Artikel beschrieben, schon längst der Sieger. Wo es tatsächlich bei einer Unabhängigkeit Probleme geben wird, ist in der Verteidigungspolitik. Dort wird er von seinem hohen Ross herunterkommen müssen. Glaube nämlich kaum, dass er in Zukunft eine eigene Armee und Flotte finanzieren will. Und weil die Schotten natürlich in der EU und der NATO bleiben wollen, werden sie hier Kompromisse machen müssen.

Hier wird ja bisweilen der Mainstream kritisiert. Allerdings sind dessen Kritiker noch bornierter.

Carlos Manoso September 18, 2014 um 17:17

@Insider September 18, 2014 um 12:19
„das Argument mit „divide et impera“ für ein No-Votum überzeugt in keiner Hinsicht, weil zu abstrakt.“

Insider, eineVersion der „Divide et impera-Strategie“ heißt „Ethnisierung der Krise“. „Ethnisierung der Krise-Strategie“ läuft auch in der Ost-Ukraine.

Keynesianer September 18, 2014 um 17:22

Die FAZ zieht alle Register:

Heute stimmen die Schotten über ihren Staat ab: Entscheiden sie für die Unabhängigkeit, könnte der Whisky teurer werden. Viele kaufen aus Angst schon jetzt deutlich mehr.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/referendum-in-schottland-whisky-liebhaber-decken-sich-ein-13158823.html

Da kann man nur hoffen, dass nicht auch der Korrespondent Marcus Theurer in London der FAZ immer teurer wird. Es heißt ja, es müssten gerade Stellen bei der FAZ abgebaut werden, das wäre doch ein geeigneter Kandidat. :)

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 17:30

Und was den Berger-Artikel betrifft. Ich kann dort nichts finden, was nicht auch ansonsten zu lesen gewesen ist. Er wiederholt sogar den Unsinn über das Pfund. Was soll das sein? Eine eigene Geldpolitik für Schottland? Und was das schottische Bankensystem betrifft: Die RBS ist keine lokale Sparkasse, die die Ersparnisse der schottischen Arbeiter verwaltet. Das Interesse der BoE betrifft die systemische Bedeutung von Banken. Und die RBS hat diese Bedeutung, völlig unabhängig von ihrem Standort.

Keynesianer September 18, 2014 um 17:39

Nun ja, eine eigene Geldpolitik für Schottland sähe so aus, dass der Staat eine Regulierung für Banken erlässt, mit denen es nur noch kleine lokale Sparkassen und Genossenschaftsbanken gibt. Der Rest muss sich in die CoL verpissen und in der nächsten Finanzkrise nicht mehr von Schottland gerettet werden.

Die lokalen Sparkassen dürfen dann nur noch günstigste Kredite an die lokalen Unternehmen für lokale Projekte und an die Bürger vergeben. Schon wäre die eigene Geldpolitik für eine florierende Konjunktur in Schottland fertig. :O:

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 17:43

Keynesianer

Sicher. Meine Kinder haben auch immer hübsche Bilder gemalt. Die hängen bei mir alle im Büro.

Frankie (f.k.a.B.) September 18, 2014 um 17:50

@Lübberding

” Frankie
Eine ältere Quelle habe ich nicht gefunden.”

:-)

keiner September 18, 2014 um 17:58

Wie wär’s mal mit sowas wie Innenpolitik, also irgendwas wirklich Relevantes

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ttip-gabriel-will-kritisch-ueber-freihandelsabkommen-verhandeln-a-992393.html

Wirtschaftswurm September 18, 2014 um 18:12

Der Zerfall des VK wäre mal eine gute Gelegenheit, das VN-Vetorecht Großbritanniens einem anderen zu geben. Infrage käme Indien, das ja eigentlich schon seit langem größter Erbe des Commonwealth von 1945 ist.

someone September 18, 2014 um 18:26

“Die BoE kann weiterhin eine Geldpolitik für einen gemeinsamen Währungsraum machen. So wie vorher auch.”

Kann sie tun, kann sie aber auch sein lassen.

“Und die Schotten haben heute auch keinen Einfluss auf die Geldpolitik.”

Die BoE ist nicht so extrem unabhängig wie die BuBa oder die EZB. Sie ist dem britischen Unterhaus verantwortlich und kann ohne weiteres auf neue Ziele verpflichtet werden. Die heutige Konzentration auf Geldwertstabilität ist auch erst in den 90′ern eingeführt worden. Nicht jede Zentralbank ist so sakrosankt wie die Buba oder EZB.

“Diese Debatte um das Pfund ist ökonomischer Stuss, um das einmal klar zu sagen.”

Die Finanzdienstleistungen aus Edinburgh nach London zu transferieren, läge schon im Interesse Englands. Wieso sollte man bei einer Unabhängigkeit Schottlands noch Rücksicht auf Edinburgh nehmen? Man steht schließlich dann im internationalen Standortwettbewerb. Die Begrenzung des Mandats der BoE auf englische Bedürfnisse wäre hierbei ein adäquates Mittel, um den Finanzsektor zu einem Umzug zu bewegen.

“Der wirtschaftspolitische Handlungsspielraum einer unabhängigen Regierung in Edinburgh ist so begrenzt, wie er es für hoch vernetzte Volkswirtschaften unter heutigen Bedingungen nun einmal ist. Wo sie mehr Spielraum haben, ist etwa in der Sozialpolitik. Oder was die Rolle des Staates in der Infrastruktur betrifft. Edinburgh wird diese Akzente aber auch mit einem Prozess der Föderalisierung setzen können. Deshalb ist Salmond, wie im Artikel beschrieben, schon längst der Sieger.”

Schottland jetzt auch noch Föderalisieren, noch kleinere Einheiten, wunderbar. Salmond wäre bei einem Nein der unbestrittene Sieger, weil er dann weitere Forderungen stellen kann, aber nicht bei einem Ja. Das ist ja das Paradoxe, dass Salmond sich zwar der Unabhängigkeitsfolklore bediente, um weitere Kompetenzen und mehr Zuweisungen zu fordern, ihm das Referendum von Cameron aber aufgedrückt wurde. Salmond war zunächst gar nicht begeistert und diese Unabhängigkeit macht ja auch keinen Sinn.

“Wo es tatsächlich bei einer Unabhängigkeit Probleme geben wird, ist in der Verteidigungspolitik. Dort wird er von seinem hohen Ross herunterkommen müssen. Glaube nämlich kaum, dass er eine eigene Armee und Flotte in Zukunft finanzieren will. Und weil die Schotten natürlich in der EU und der NATO bleiben wollen, werden sie hier Kompromisse machen müssen.”

Die Vorraussetzungen sehe ich nicht gegeben: Schottland wird sich sowohl bei der EU als auch bei der NATO neu bewerben müssen.

“Hier wird ja bisweilen der Mainstream kritisiert. Allerdings sind dessen Kritiker noch bornierter.”

Ich gehöre nicht zu den MSM-Verächtern, ich hatte lediglich den Meinungsartikel kritisiert. Wobei mir die deutschen Medien und auch Bundesregierung in der Ukrainefrage zu beschwichtigend sind.

Russland entführt ja jetzt sogar schon Menschen in Estland und ermöglicht in seinen baltischen Botschaften den Durchfluss neuer Donbassbefreier.

"ruby" September 18, 2014 um 18:28

@ Frankie
im Mainstream :
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/09/18/dlf_20140918_1707_c9281214.mp3
Schottland allein zu Haus? Vier Wege zur Klärung der Währungsfrage

"ruby" September 18, 2014 um 18:34

Etwas sachlicher Realismus
http://www.deutschlandfunk.de/referendum-schottland-waere-der-29-eu-mitgliedsstaat.694.de.html?dram:article_id=297816
Übrigens im Mai und Oktober wird der Jensi von de BuBank aus der EZB herausbefördert … was meint wohl das BVerfGericht dazu ?
Draussen vor der Tür ;-)

Systemfrager September 18, 2014 um 18:42

Sicher. Meine Kinder haben auch immer hübsche Bilder gemalt.

Und hoffentlich haben sie vom großen Papi auch rechtzeitig gehört wie es im Leben läuft: Keine Alternative.

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 18:47

Systemfrager

Meine Kinder haben ich im Geist dieses Blogs erzogen: Sie sollen sich ihre eigene Meinung bilden. Egal welche, erwarte lediglich eine fundierte Begründung. Ein gutes Beispiel findet man hier.

Insider September 18, 2014 um 18:51

@Carlos Manoso September 18, 2014 um 17:17
Insider, eineVersion der „Divide et impera-Strategie“ heißt „Ethnisierung der Krise“. „Ethnisierung der Krise-Strategie“ läuft auch in der Ost-Ukraine.

Carlos Mandoso, diese Strategie läuft jedoch nicht Schottland. Im Gegenteil, das große Geld und seine Marionetten wollen keine Unabhängigkeit.

Je mehr „Krise“, desto mehr wird auch in D Ethnisierung eingesetzt werden und Menschen gegeneinander aufhetzt werden. Divide et impera.

Gesellschaftliche Spaltungen und Bildung von Sündenböcken als Ziele von Aggressionen sind alte Herrschaftsstrategien. Die traditionellen Sündenböcke kommen dazu nicht in Frage, die Juden nicht und auch nicht die Kommunisten.

Bürgerkriegszustände in D kann sich derzeit noch kaum jemand vorstellen. Aber die meisten kennen nicht einmal die die Geschichte ihres Landes aus dem vorigen Jahrhundert.

holger196967 September 18, 2014 um 18:55

someone

—>>>Die Vorraussetzungen sehe ich nicht gegeben: Schottland wird sich sowohl bei der EU als auch bei der NATO neu bewerben müssen.”

Klar, wie die Griechen du Spacko :D

Insider September 18, 2014 um 18:56

@f.luebberding September 18, 2014 um 17:30
Und was den Berger-Artikel betrifft. Ich kann dort nichts finden, was nicht auch ansonsten zu lesen gewesen ist. Er wiederholt sogar den Unsinn über das Pfund. …

Sehe ich auch so. Hier zeigen sich die Grenzen einer schnellen Recherche aus dem Internet.
Das zeigt sich auch beim vorherrschenden „Billig-Journalismus“, mit denen „freie“ JournalistInnen ihr Zeilenhonorar verdienen (müssen).

holger196967 September 18, 2014 um 18:56

Ich weiß schon warum die meisten Anonym schreiben… man könnte ihnen ja die Holzlatte vor das Hirn schlagen LOL :D

Systemfrager September 18, 2014 um 18:57

fl
dies ist besser
Volker Pispers about USA (english subtitles)
>>>

holger196967 September 18, 2014 um 19:00

BoE LOL :D CoL Yeah \o/

holger196967 September 18, 2014 um 19:05

f.luebberding September 18, 2014 um 18:47
Systemfrager

Meine Kinder haben ich im Geist dieses Blogs erzogen: Sie sollen sich ihre eigene Meinung bilden. Egal welche, erwarte lediglich eine fundierte Begründung.”

Kann ich nur unterstreichen … das ist mir zutiefst sympatisch…

Insider September 18, 2014 um 19:17

Die Schotten wollen Unabhängigkeit, aber die Königin behalten.

Es darf gelacht werden!

“Sie ist die Königin von Australien, Kanada – sie sollte auch die Königin der Schotten sein, wenn das die Schotten wollen”, sagt Vernon Bogdanor, Politikprofessor und Verfassungsexperte an der Universität Oxford. “Die Schotten haben gesagt, dass sie eine schriftliche Verfassung ausarbeiten werden mit der Queen als Staatsoberhaupt”, sagt er. …
Der schottische Erste Minister Alex Salmond hat immer wieder betont, dass er die Queen in ihrer bisherigen Rolle behalten möchte – ebenso wie ihre Nachfolger. Er würde sich darüber freuen, wenn sie “Königin der Schotten” würde, dafür gebe es grundsätzliches Wohlwollen und Unterstützung in Schottland, sagte Salmond vor wenigen Tagen.

http://www.rp-online.de/politik/ausland/was-ein-unabhaengiges-schottland-fuer-die-queen-bedeuten-wuerde-aid-1.4536153

Falls die Schotten seinem Wunsch folgen, sollen die politischen Folgeverhandlungen mit London am 24. März 2016 in die Unabhängigkeit münden. Salmonds Lager will zwar weiterhin die britische Königin als Staatsoberhaupt einer konstitutionellen Monarchie behalten, Schottland soll auch EU- und Nato-Mitglied bleiben.

Unter prominenten Kommentatoren des Votums schienen die Gegner einer Unabhängigkeit zuletzt Übergewicht zu haben. Auch auf den Finanzmärkten herrschte offenkundig Erleichterung über den Umfragevorsprung des “Nein”-Lagers: Das britische Pfund erreichte am Freitagmittag seinen höchsten Kurs gegenüber dem Euro seit August 2012.

http://www.stern.de/news2/aktuell/schotten-entscheiden-in-referendum-ueber-unabhaengigkeit-2139224.html

Das Ganze ist eine Farce und Inszenierung. Nur Polittheater.
So wird es auch ausgehen …

"ruby" September 18, 2014 um 19:29

@ Insider
Mit einem Nein wäre der Widerstand durch Volksbefragung für immer manipuliert gebrochen – gerade bei einer absoluten Mehrheit.
Die Euroklatura würde “elitär” gesteuert regieren wie geplant?
Kein Theater sondern Testfall auf der Zielgeraden!

Systemfrager September 18, 2014 um 19:33

Ach sooooo
Das mit der “fundierten Begründung” ist eine recht sympatische Sache:
Man begründet fundiert, dass Kosovo sich abspalten kann, weil das Völkerrecht ist
Man begründet fundiert, dass Donezk sich nicht abspalten darf, weil die Souverenität des Staates das höchste Recht ist

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 19:42

Insider

Manche haben eine einzigartige Fähigkeit zur Blindheit.

holger196967 September 18, 2014 um 19:52

Ja… zu empfehlen ist der “Herdentrieb” mir Schieritz… auch so ein Dingen :D

holger196967 September 18, 2014 um 19:53

Aber komisch, dass die meisten Blinden echt studieren “konnten” LOL :D

Eagon September 18, 2014 um 20:01

Ich denke auch die Banker sind hochvernetzt.

Was das Soziale angeht.

In England wird soll vernetzt das Soziale geschlachtet. Es bringt die letzten Milliardenprofite.

Hochvernetzt verkaufen die sich gegenseitig Aktien zu immer höheren Kursen.

Der eigentliche Sinn von Aktiengesellschaften als besondere Form der Kapitalsammlung ist vollkommen verloren gegangen.

Die gleichen , die immer höhere Schuldenspiralen zur Konsumfinanzierung auftürmen sind die gleichen die die Aktienkurse in schwindlige Höhen nach oben treiben.

Das ist Oligarchie auf bankisch.

Kein Unterschied.

Es gab keinen Grund nach der Finanzkrise, das Personal in den Banken zu behalten.

Und die Machtfrage wurde zugunsten der alten Oligarchie entschieden.

Warum.

Weil sich so viele keine eigene Meinung bilden?

Insider September 18, 2014 um 20:05

@”ruby
Mit einem Nein wäre der Widerstand durch Volksbefragung für immer manipuliert gebrochen …

Welcher Widerstand?

Die schottischen Nationalisten um Alex Salmond wollen die Königin und das Pfund behalten, in der EU bleiben …

Im Grunde wollen sie alles so lassen, wie es ist. Nur schottischer soll es werden.

Typisch sozialdemokratisch. :-D

Goodnight September 18, 2014 um 20:10

@Keiner

“Mal was anderes, nur ganz kurz:
Wie passt das hier wieder zusammen?”

Yep, gut aufgepasst.

“You’re not fooling anybody …You’re lying!… Because what’s really happening is that you’re hiding something out there! And it is going to send us back to the Stone Age! God help us all…”
(Godzilla)

holger196967 September 18, 2014 um 20:23

Goodnight

“You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.”

Abraham Lincoln

Insider September 18, 2014 um 20:27

Erstaunlich, was die Leute alles in das Referendum hineinprojizieren und fantasieren, ohne kritische Recherche und Analyse.

Linkes Wunschdenken.

Mit dem andererseits eine rechte Paranoia korrespondiert, als ginge es mit eine „Yes“ in Richtung Stone Age.

Projektionen bestimmen die Diskussion.

"ruby" September 18, 2014 um 20:30

“Das Los hat entschieden:
Wer und wann im EZB-Rat aussetzen wird.
Jens Weidmann, ein erklärter Gegner des Kaufs von Staatsanleihen durch die Notenbank, wird bei zwei Entscheidungen des EZB-Rates im kommenden Jahr nicht beteiligt sein. Hintergrund ist eine Rotationsregel in dem Gremium, die im Januar greift, wenn mit Litauen das neunzehnte Land der Eurogruppe beitritt. Wie schon im Jahr 2003 beschlossen, haben dann einzelne Mitglieder abwechselnd kein Stimmrecht, damit soll die Entscheidungsfindung erleichtert werden. Deutschland gehört zu einer Gruppe fünf großer Länder, die sich gemeinsam vier Stimmen teilen. Per Losentscheid wurde nun entschieden, dass der deutsche Vertreter im Mai und Oktober 2015 aussetzen wird. Als Erste haben im Januar die Notenbankchefs aus Spanien, Estland, Irland und Griechenland kein Stimmrecht. Nicht von der Rotation betroffen sind die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums, darunter ist die Deutsche Sabine Lautenschläger.”
aus:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/geldpolitik-draghis-neue-kreditkanone-klemmt-13160833.html

Da sitzen echte Spaßmatiker an den Hebeln — … ??? !!!
Glücksspiel ist garnichts dagegen
;-)
weitermachen

holger196967 September 18, 2014 um 20:32

Insider September 18, 2014 um 20:27

Wie wäre es mit Symbolik?

"ruby" September 18, 2014 um 20:39

@ Insider

Widerstand für Pluralität demokratischer Entscheidungsprozesse und Entscheidungsregeln mit den Möglichkeiten direkter Einflussnahme auf indirekte vorgelegte Politiken (Geld-, Finanz-, Steuer-, Wirtschafts-, Währungs- …) aus der Exekutive.
Selbst die Judikative wird durch Nachläufigkeit irreversibel ausgehebelt .

someone September 18, 2014 um 20:50

@ruby: Du bist ein Bubafan? Ich fand im Gegenteil ihr Verhalten zunehmend anmaßender; als wäre sie ein Staat im Staate.

glühwürmchen September 18, 2014 um 20:51

“Das eine Instrument, das wichtiger ist als alle andern, ist der Geist (nicht das Gehirn), der Treffpunkt der inneren und äußeren Sinne. Der Geist ist im gesamten physischen Körper verteilt und errichtet um sich herum die notwendigen Camouflagen für die Existenz auf der physischen Ebene. Der Geist empfängt Daten durch die inneren Sinne…
Das Gehirn setzt sich ausschließlich mit Camouflagemustern auseinander, während sich der Geist mit den grundlegenden Prinzipien abgibt, die allen Ebenen eigen sind.”

Jane Roberts, Seth, Träume und Projektionen des Bewusstseins

someone September 18, 2014 um 21:00

Wunderbar.
Gut, dass das geklärt wurde, glühwürmchen.

egal September 18, 2014 um 22:27

@FL

Zur Kritik des Programmbeirats der ARD. Nur falls jemand wieder meint, das falle unter den Tisch.

Äh… natürlich fällt es unter den Tisch.

Die Sitzung, auf der der Prgrammbeirat die Kritik äußerte, war laut Telepolis im Juni!!!

Jetzt haben wir September. Auf den Tagesspiegelbericht von gestern Nachmittag haben bisher laut bing-news-Suche nach “Programmbeirat” an größeren Medien nur das Handelsblatt und das neue Deutschland reagiert, also die Medien, die in der Ukrainefrage ohnehin eine von den MSM abweichende Meinung vertraten.

Falls du meinst, die Kritik des Programmbeirates sei nicht unter den TIsch gefallen, weil sie uns beiden (unabhängig voneinander übrigens) nach zwei Monaten (!!!) via MSM zur Kenntnis gelangt sei, ist dem folgendes entgegenzuhalten:

Der ARD-Chefredakteur zu den Vorwürfen laut Tagesspiegel: „Es gab und es gibt zahlreiche Beiträge, Sendungen und Sondersendungen im Ersten Programm, die in der Summe die Lage in der Ukraine und die Ursachen der Krise differenziert und unter verschiedenen Aspekten thematisiert haben und thematisieren“

Tatsächlich hat die ARD alle Tatsachen berichtet, deren Unterschlagung hier im Blog und im Programmbeirat kritisiert wurde.
Mal in einem Monitorbeitrag, mal kam im DLF ein Kritiker zu Wort…
Nur, das Gesamtbild der ARDberichterstattung war nicht ausgewogen.

Ebenso ist die Breite der Berichterstattung über die Kritik des Programmbeirates objektiv dem Nachrichtenwert nicht angemessen. Sie verlässt die Putinversteherfilterbubble nämlich nicht.

Zum Vergleich eine Newssuche nach: in zwei Wochen könnte ich in … sein.

Medien müssen nicht nur in ihrer Gesamtheit das politische Meinungsspektrum abbilden. Wenn in der Welt nahezu ausschließlich CDU-Politiker zu Wort kämen, würde man von einer einseitigen Berichterstattung über parteipolitische Themen sprechen.
Der ÖRR ist der Repräsentativität des Meinungsbildes in besonderer Weise verpflichtet.

Daher herrscht bezüglich der Kritik des Programmbeirates Berichtspflicht. Das mit Abstand meistdiskutierte Thema des letzten halben Jahres war die Ukraine. Ich kann mich an keinen Tag erinnern, an dem die großen Zeitungen nicht eine Titelschlagzeile zum Thema brachten (ich kaufe kaum Zeitungen, betrachte aber interessiert Zeitungsständer). Die besondere Bedeutung dieses Themas ergab sich nicht nur aus außenpolitischen Gründen. Gefühlt jeder zweite Leserkommentar auf Zeitungsportalen beklagte die einseitige Sichtweise.

Die Zeitungen blasen jede Kritik an dem Konkurrenten ÖRR auf. Normalerweise reicht ein dümmlicher Kommentar von Tom Hanks aus, um wochenland im Feullieton die Niveaumängel des ÖRR zu beklagen. Aber, wenn die einzige mittelbar demokratisch legitimierte Programmkontrolleinrichtung der ARD wirklich fundierte und schwerwiegende Kritik vorbringt, und nur drei Zeitungen berichten…

Berichtete die Presse in der Sowjetunion nicht ziemlich umfassend und ausgewogen? Es heißt, wer viel Zeit investierte und zwischen den Zeilen lesen konnte, bekam das wichtigste mit. Der Georgienkrieg Anfang der 50er? Fiel unter den Tisch? Es erschienen doch vermehrt Artikel über die russisch-georgische Freundschaft! Da hättest du dich als Journalist auch hinstellen können und die geringe Medienkompetenz der Sowjetbürger beklagten können.

"ruby" September 18, 2014 um 23:00

Last Call
Every thing said and done

f.luebberding f.luebberding September 18, 2014 um 23:18

egal

Die Umstände dieser Stellungnham des Beirats der ARD sind tatsächlich interessant. Ich habe erst heute davon gehört.

BB September 19, 2014 um 00:10

So, ich hab mal wieder voll richtig gelegen mit meinen komplexitätstheoretischen Abschätzungen der Erfolgschancen der schottischen Seps.

Nur so als Ergänzung. Es ist übrigens ein alter Trick der Eliten, kurz vor so einer für sie wichtigen Abstimmung etwa eine Woche vorher irgendeine windige Umfrage durch die Medien ziehen zu lassen, in der behauptet wird, die Gegner lägen vorne.

Das ist natürlich in der Regel komplett gelogen und erstunken. Es geht dabei hauptsächlich um asymetrische Mobilisierung und Demobilisierung.

Die eigenen Leute kriegen nochmal einen Tritt in den Arsch, wenn sie nicht zur Wahl gingen, dann passiere die Katastrophe und der Gegner soll sich in Sicherheit wiegen, so dass der eine oder andere meint, er könne zuhause bleiben. Genau diese beiden Reaktionen löst so eine Umfrage aus und genau das ist kalkuliert.

An solchen Wahlen ist nichts mehr demokratisch. Alles ist nur noch Excelsheet-Campaigning. Ihr seid soooooooo berechenbar!

BB September 19, 2014 um 00:13

Den Trick konnte man auch in Thüringen beobachten. Da wurde der Ramelow ja von den MSM schon fast als Ministerpräsident gehandelt. Alles Kalkül. Und ich meine, bei der letzten Bundestagswahl hätte es auch so einen Effekt gegeben.

BB September 19, 2014 um 00:15

Genau, ich erinnere mich. Trittin wurde als Finanzminister gehandelt. Es sind immer die gleichen simplen Muster, die aber funktionieren.

Insider September 19, 2014 um 00:23

@BB September 19, 2014 um 00:10
Nur so als Ergänzung. Es ist übrigens ein alter Trick der Eliten, kurz vor so einer für sie wichtigen Abstimmung etwa eine Woche vorher irgendeine windige Umfrage durch die Medien ziehen zu lassen, in der behauptet wird, die Gegner lägen vorne.

Darauf wurde schon gestern hingewiesen:
Bei Referenden wird häufig mit positiven Umfragen getrickst, um bei den Initiatoren und Supportern falsche Siegesgewissheit hervorzurufen. Das ist ein bekannter Trick, der auch bei sonstigen Wahlen eingesetzt wird.
http://www.wiesaussieht.de/2014/09/15/wer-ist-peter-macleod/#comment-159211

Und auch:
Eine Prognose:
Die Befürworter der Unabhängigkeit werden eine deutliche Niederlage erleiden.
Es ist unmöglich, gegen das große Geld und gegen die britischen Geheimdienste zu gewinnen.

http://www.wiesaussieht.de/2014/09/15/wer-ist-peter-macleod/#comment-159126

bleistift September 19, 2014 um 01:31

Ich habe den Rest der Postings (noch) nicht gelesen. Wollte aber kurz mal auf einen Beitrag von heute morgen antworten.

@ Frankie

“Ach was. Das ich nicht lache.
Diese Schwaben, Franken, Oberpfälzer (?), die es angeblich geben soll, haben allesamt das altbairische Identifikations-Kindchenschema, das ihnen die CSU bietet, mit Wonne übernommen. Wenns ernst wird, pfeifen sie auf ihre Stammesherkunft, schenken sofort der altbairischen Strausstochter Hohlmeier einen Wahlkreis, wenn die einen braucht, und jagen sofort den einzigen fränkischen Ministerpräsidenten , den es je gab, nach einem Jahr aus dem Amt. Weil er nicht dem Miesbacher-Lederhosenseppel-Image entspricht, hinter dem man sich als Franke dann doch gern versteckt. Weil der Franke offensichtlich doch das Oberbairische anschlussfähiger hält an den “Weltgeist” als seine eigene Kultur.
Ich hab überhaupt keinen Respekt mehr vor der angeblichen kulturellen Substanz der Franken. Die haben sich mit Leib und Seele der “Mia san mia” – Breitbeinigkeit des bairischen Oberlandes an den Hals geworfen.”

Ich bin kein Lokalpatriot. Weil das immer ein wenig peinlich ist (“Gott sei Dank, Ich bin a Frank!”). Du ja anscheinend auch nicht.
Was ich feststellen kann ist dass das Bayerische etwas hipper, moderner rüberkommt. Der Nockherberg. Bruno Jonas. Ottfried Fischer. Django Asül.
Sowas hat Franken nicht. Wir haben höchstens Erwin Pelzig anzubieten.
Frank Markus Barwasser inszeniert sich aber durchaus bewusst als Franke.
Auch wenn er soweit ich weiß in München (!) lebt.
In Franken gibt es keine glitzernde, schillernde (mehr oder weniger) Weltstadt wie München. Der fränkische Fussball taugt auch nicht viel.
Da ist es doch naheliegend, dass man sich ein wenig mit den ungleich hipperen Bayern identifiziert.
Solange Bayern ein Bundesland ist funktioniert das wunderbar. Aber du glaubst doch nicht im Ernst, dass der Masochismus der Franken soweit gehen würde für einen eigenständigen bayerischen Staat zu stimmen?
Hier in Nordbayern sieht man den fränkischen Rechen als Fahne im Wind wehen. Nicht das weiß-blau der Bayern. In den Leserspalten der Lokalmedien wird das Schicksal des Herzogsschwerts leidenschaftlich diskutiert.
http://wuerzburgwiki.de/wiki/Fr%C3%A4nkisches_Herzogsschwert
Der geplante fränkische Tatort Krimi wird in den Wochenendausgaben der Lokalzeitungen auf Sonderseiten thematisiert.
Mittlerweile darf auch die fränkische Fahne wieder an Behördenmasten wehen.
http://www.mainpost.de/regional/bayern/Fraenkische-Fahne-darf-wehen;art16683,6739715

Ich kenne die Situation in Altbayern nicht. Du scheinst ziemlich genervt zu sein von dem Größenwahn der da möglicherweise herrscht. Solange wir von einem Bundesland sprechen sehe ich aber keine Probleme. (Die Bevölkerung interessiert sich nicht wesentlich für Landespolitik. Sieht man an der Wahlbeteiligung in Thüringen oder in Sachsen). Abgesehen von ökonomischen Nachteilen. Der bayerischen Landesregierung scheint es ziemlich egal zu sein wenn in Schweinfurt ein Industrieunternehmen pleite geht. Desweiteren habe ich den Eindruck, dass die CSU Regierung gezielt den Großraum München fördert. Daher würde ich persönlich ein Bundesland Franken befürworten. Aus ökonomischen Gründen. Nicht aus Lokalpatriotismus.
Wenn es aber um die Frage geht ob Bayern ein eigener Staat werden sollte so kann ich mir nicht vorstellen, dass das in Franken eine nennenswerte Zahl von Menschen gut finden würden. Da würde ich vorschlagen mal darüber abstimmen zu lassen ob Franken ein eigenes Bundesland werden sollte.
Ob es dafür in Franken eine Mehrheit geben würde, weiß ich nicht.
Ich kann aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass sich die Franken eher als Deutsche fühlen denn als Bayern.

bleistift September 19, 2014 um 02:14

@ wowy

“Aber jetzt bitte nicht noch Ober-, Mittel-, Unterfranken :-)
Leute, wir waren schon mal weiter.”

Man muss Gott für alles danken, auch für Ober-, Mittel und Unterfranken.
Oder auch:
Man muss Gott für alle danken, besonders für die Unterfranken.

Der beste Spruch ist aber der hier:
It’s nice to be a Preiss
It’s higher to be a Bayer
But the most important Rank
is to be a Frank.

“Ich hoffe übrigens, dass heute in Schottland “No” gewinnt.”

Hoffe ich auch. Laut Euronews liegt das ‘No’ Lager vorne.

bleistift September 19, 2014 um 02:27

Schenkelklopfer, ich weiß.
Ich sag’s ja: Lokalpatriotismus ist meistens peinlich.
Da orientiert man sich lieber an der hippen Großstadt München.

topi September 19, 2014 um 06:04

54% für No nach 23 Stimmbezirken, das wars.

Ob eine Umfrage, die den Gegner nach vorn schiebt, dem eigenen Lager hilft, ist übrigens nicht klar.

Gerade wenn es die ganze Zeit laut Umfragen nicht reicht für eine Kampagne, kann das dazu führen, dass sie ihr Stimmenpotential nicht ausschöpfen kann, weil einige denken, es hat eh keinen Sinn.

“Der trend ist your friend”; insofern würde ich eher die letzten Umfragen so manipulieren, dass meine Kampagne vorn liegt, wenn ich es denn wöllte und könnte.

topi September 19, 2014 um 06:28

Bleistif

Na da hattest du ja gestern wieder einen besonders aufgeregten Tach, wa?

Mit dem No ist es müßig; nach Legung des Pulverdampfes wird klar werden, dass es der E wurscht ist, ob es Separationen geben wird.
Der Binnenmarkt regelt ohnehin vieles. Und Außen- und Militärpolitik entfaltet ohnehin nur Relevanz (wenn man von sehr unwahrscheinlichen Kleinkriegen absieht), wenn es auf europäischer Ebene eine Einigkeit gibt.

“Wo gibt es diese Verträge denn? Und warum sollte es solche Verträge geben wo doch eh alles “Mist” ist?
Klugscheißer!”

Dummschwätzer!
Man kann auch fragen, wenn man etwas nicht weiß, statt rumzurüpeln. :roll:

Es sind auch Nicht-EU-Mitglieder in wichtige EU-Strukturen eingebunden. (die schweizer Begrenzung der Zuwanderung verstößt dagegen, deshalb haben sie jetzt ein Problem mit den Verträgen bspw.).
Dass es neben sinnvollen Abmachungen zwischen den Staaten der EU und weiteren Staaten auch viel Mist gibt, dürfte nicht ein einziger Brüsseler Chefdiplomat bestreiten. Aber mach ruhig.

>>>“Europa ist vor einiger Zeit dazu übergegangen, seine Rohstoffe zu kaufen statt mit der Knarre rauszuholen. (Ist auch billiger, könnte man anmerken).”

Tja die blöden Amis. Warum sind die nicht schon lange auf diese Idee gekommen?
Vielleicht wegen der “Zettel”?
Dollar = nix wert. Braucht man Armee.
Euro = super wahnsinnig viel wert. Braucht man keine Armee.>>>>

Die Amis kaufen ihre Rohstoffe übrigens auch, oder haben sie direkte Kolonien?
Mit ihrer großen Knarre sorgen sie nur dafür, dass ihre Firmen das Zeug explorieren und die Gewinne kassieren, und dass in Dollar fakturiert wird.

Aber ich sprach gar nicht von den USA, sondern von der Abkehr der Europäer vom Kolonialismus. Auch wenn das nicht ganz freiwillig geschah, letztlich spielte die Erkenntnis, dass es sich wirtschaftlich nicht lohnt, eine entscheidende Rolle sich nicht weiter in Kolonialkriege zu verbeißen.

“Ein geeintes Europa ohne Britannien?
Tja, dann sind wir wohl genauso gescheitert wie Napoleon oder Hitler.
Wat ein Dummfug!
Dieses Europa gäbe es ohne England gar nicht! Wer meint man könnte ein geeintes Europa ohne England aufbauen der hat wirklich nicht den Schuss gehört!

Peng.
Wat eine Argumentationssimulation.

Wenn “wir” als EU wie Napoleon oder Hitler Europa einigen wöllten, dann wäre ja jedes Land mehr als bescheuert, wenn es da nicht austreten würde, bei passender Gelegenheit. Nicht alles was hinkt, ist schon ein Vergleich, nicht wahr.

Europa gäbe es ohne England nicht? Wie jetzt, geographisch, oder wäre alles Westsibirien, oder was?

Wir reden von einer EU, die sich immer weiter integriert hat. Die Briten wollten das nie, waren quasi nur dabei, um das schlimmste (für sie) zu verhindern.
Die EU wurde ohne GB gegründet und könnte ohne GB funktionieren. Man schlösse Freihandelsverträge ab, Freizügigkeit, und besucht sich zum Mittagessen, fertig.

topi September 19, 2014 um 06:31

Ein “Argument” der Art:

“Das darf aber nicht sein, weil es noch nie so war, und weil ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann!!!!”

ist zwar sehr meinungsstark vorgetragen; aber einfach leer.
Nun werden die Schotten die Briten bei der Abstimmung in der EU halten, der Weltgeist wieder mal mit seinem Sinn für Humor. :roll:

someone September 19, 2014 um 06:51

Armes Mittelengland; Schottlnd kriegt als reiche Region jetzt noch weitere Sonderrechte und -knete, die irgendwo herkommen muss.
Die SNP wird die nächsten Jahre als Wahrer der schottischen Interessen richtig fest im Sattel sitzen und gibt sich dabei noch einen sozialen Anstrich. Eigentlich auch nichts anderes als UKIP. Was der Farange auf europäischer Ebene macht, macht der Salmond auf britischer.

Keynesianer September 19, 2014 um 06:53

Die Wertschöpfungskette bei schottischem Whisky ist mit der Produktion von Textilien in Asien zu vergleichen:

Hochwertiger schottischer Whisky kostet zwar häufig 40 Euro und mehr je Flasche, aber der Großteil des Preises erklärt sich durch Vertriebs- und Marketingkosten. Selbst bei hochwertigem Single-Malt-Scotch liege der für den Zoll relevante Exportwert nur bei etwa 3 Euro je Liter, …
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/referendum-in-schottland-whisky-liebhaber-decken-sich-ein-13158823.html

Wie macht das der “freie Markt” nur, dass kein Whiskyliebhaber seinen edlen Whisky für 3 Euro ohne “Vertriebs- und Marketingkosten” in Schottland beim Hersteller kaufen kann?

someone September 19, 2014 um 07:04

Und das will der Cameron also noch mal wiederholen mit seinem EU-Referendum. Man könnte wirklich auf die Idee kommen, dass er die Tories zerstören will. Insofern ist der Titel des Artikels ja recht gelungen.

Keynesianer September 19, 2014 um 07:13

Zerohedge hat das Rohergebnis der Abstimmung veröffentlicht:

http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user5/imageroot/2014/09/Scotland%20CNN.jpg

;)

ruby September 19, 2014 um 07:31

business as usual?
;-)

"ruby" September 19, 2014 um 07:32

sorry

"ruby" September 19, 2014 um 07:47

@ Keinsinnianer

Alleinschon die Behandlungskosten der Maltmaster nach Verköstigung der Zusammenstellung und Vermählung neuer Abfüllungen sind dermaßen exzessiv, damit eine akzeptable Qualität verkauft werden kann ;-)
Alles andere reinste Verschwörungstheorie !

"ruby" September 19, 2014 um 07:53
keiner September 19, 2014 um 08:32
f.luebberding f.luebberding September 19, 2014 um 09:35

keiner

Wie schön, dass jeder genau weiß, welche Machtfragen gerade gestellt werden.

Frankie (formerly known as Bernankie) September 19, 2014 um 09:35

@bleistift OT

“Da orientiert man sich lieber an der hippen Großstadt München.”

München ist nicht wirklich “hipp”. Letztlich verteilt sich in dieser Stadt zuviel Geld auf zuwenig Menschen, das fördert Spiessertum, nicht Hippstertum.

Es gibt in München praktisch überhaupt keine Flecken mehr, die ein bisschen schmuddelig sind oder unaufgeräumt wirken – alles, wirklich alles ist geschleckt mittlerweile.

“Ich kenne die Situation in Altbayern nicht. Du scheinst ziemlich genervt zu sein von dem Größenwahn der da möglicherweise herrscht.”

Die Bayern waren mal ein ziemlich lässiges Völkchen. Durchaus tolerant, a bisserl hinterkünftig ( ein positiverer Ausdruck für hinterhältig ), und selbstbewusst , wenns drauf ankam. Das Selbstbewusstsein ist zunehmend einer auftrumpfenden Selbstgerechtigkeit gewichen, mit stark oberlehrerhafter Attitüde gegenüber den Restdeustchen. Nicht so sympatisch.

“Wenn es aber um die Frage geht ob Bayern ein eigener Staat werden sollte so kann ich mir nicht vorstellen, dass das in Franken eine nennenswerte Zahl von Menschen gut finden würden.”

Meine Meinung: im alten Bayern auch nicht, siehe http://www.wiesaussieht.de/2014/09/17/die-depressionen-des-david-cameron/#comment-159380

Frankie (formerly known as Bernankie) September 19, 2014 um 09:36

@Lübberding

“Wie schön, dass jeder genau weiß, welche Machtfragen gerade gestellt werden.”

Nein,nein, nicht jeder weiss, welche Machtfragen gerade gestellt werden, keiner weiss es.

Andreas Kreuz September 19, 2014 um 09:46

Und welche Sau wird heute durch’s Dorf getrieben?

keiner September 19, 2014 um 10:15

@Frankie, Danke, wenigstens EINER hat’s kapiert…

NKB September 19, 2014 um 10:16

Wenn ich über die ganze schotische Sache nachdenke, so bleibt vor allem die Steuerhoheit als legitime politische Forderung der Schotten übrig, denn in NATO, EU und Commonwealth wollten sie bleiben, das Pfund behalten. Zusätzlich kommt natürlich die kulturellen Selbstvergewisserung, die in Zeiten zunehmender Homogenisierung natürlich einen enormen Mobilitätsschub auslösen kann, tatsächlich aber mehr vergangenheitsorientiert ist.
Die Frage der Steuerhoheit wird an Bedeutung zunehmen.

Die Ohrfeige, die der Programmbeirat der ARD seinem Sender hinsichtlich seiner Ukraineberichterstattung gegeben hat, hat es natürlich in sich. Und es ist kein Wunder, dass diese totgeschwiegen wurde: Denn die Medien haben eigentlich nur die Argumentation und Politik der Bundesregierung (eigentlich der gesamten westlichen Welt) in dieser Sache abgebildet. Insofern ist diese Kritik eine Kritik der Wahrhaftigkeit unserer Regierung, der EU und des westlichen Verteidigungsbündnisses. Tolle Sache für unsere moralischen Saubermänner.
Der Vorgang zeigt jedoch auch: wir sind noch nicht ganz gleichgeschalten. Sehr erfreulich.

keiner September 19, 2014 um 10:17

@Herr Lübberding:

Wenn der Obama nicht schon ein Ablaufdatum hätte, wäre es langsam Zeit für einen kurzen Besuch in Dallas, nüch? So lösen sich doch dort die Probleme…

Insider September 19, 2014 um 10:35

Ergebnis wie erwartet und prognostiziert.

Natürlich ein Sieg für den Neoliberalismus, die City, die Reichen, den GB- und EU-Zentralismus usf.

Aber die YES-Leute wollten gar keine grundlegende Gesellschafts- und Wirtschaftsreform, keine Republik, keine Souveränität, keine echte Demokratie – das war ein Sammelsurium, dominiert von Sozialdemokraten.
Wirklich gesellschaftlich progressiv waren deren Ziele nicht.

Bis auf die nationalistischen Rechte und die folkloristische Retros sind daher jetzt alle zufrieden.

BB September 19, 2014 um 11:45

Uiiiii, wie das jetzt wieder alle so toll finden. Alle haben gewonnen! Ahahahallehehe!

Wahlen als regionale Folklore sind ihnen doch die liebsten. Hauptsache weiter so mit der libertären Transformation der Gesellschaft.

BB September 19, 2014 um 12:22

Kein einziges Versprechen wird Cameron halten

http://www.taz.de/Kommentar-Schottland/!146263/

Die Eliten sind heute so gestrickt. Sie lügen, dass sich die Balken biegen, wenn sie kurz vor einem möglichen kritischen Phasenübergang stehen.

Ist dieser nicht eingetreten, wollen sie sich nicht mehr an ihre Versprechen erinnern. Warum auch? Bis zur nächsten “Instabilität” dauert es womöglich weitere 300 Jahre.

Frankie (f.k.a.B.) September 19, 2014 um 18:27

@Andreas Kreuz

“Und welche Sau wird heute durch’s Dorf getrieben?”

Im Nürnberger Definarium erwartet Delfin “Sunny” Nachwuchs. Es wird in 4 bis 6 Wochen mit der Niederkunft gerechnet – Tierpark, Stadt, Medien, urbi und auch orbi sind in nervös-freudiger Erwartung. Die heutige Schwangerschaftsübung im Nebenbecken wurde landesweit übertragen und verdrängte sogar das Aufwärmtraining des FC Bayern vom Bildschirm.

Jackle September 19, 2014 um 23:16

Antilopen Gang – Der goldene Presslufthammer
http://youtu.be/hvYekgsFWJQ

Natalius September 20, 2014 um 08:55

Evidenz für Wahlfälschung: Organisiert oder nicht-organisiert (call it stupidity) – das ist hier die Frage:
http://www.veteranstoday.com/2014/09/19/scotland-referendum-rigging-caught-in-secret-video/

wowy September 27, 2014 um 13:29

Im November dann die Katalanen und bald Ba-Wü
http://www.amazon.de/dp/384481146X/ref=nosim?tag=telepolis0b-21

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