Roland Tichy im Pulverdampf der Jauch-Debatte

by f.luebberding on 30. September 2014

Die erste Sendung von Günther Jauch nach der Sommerpause ist ein Lehrbeispiel dafür, wie Medien funktionieren. Es war nach professionellen Kriterien eine schlechte Sendung, die aber eine paradoxe Wirkung hatte. Sie ermöglichte damit zugleich eine öffentliche Debatte über das Thema, die es ansonsten unter Umständen gar nicht gegeben hätte. Wenigstens sind die Reaktionen auf die Berichterstattung beeindruckend. Sie gingen weit über die ansonsten üblichen Talk Show Rezensionen hinaus. So bei Spiegel online, der Welt, der Focus sogar mit einem Interview mit einem der Gäste, Wolfgang Bosbach, und Mediendienste wie Turi oder Meedia. Außerdem Artikel, die die Metaebene thematisieren.

Die Jauch-Sendung war gestern das dominierende Thema gewesen. Die Bild hat den Jauch-Talk sogar zum Aufmacher der heutigen Druckausgabe gemacht. Sie ist mit einem Lob der Freiheit unterwegs – und der Forderung nach Deutsch in den Moscheen. Selbst der ehemalige Chefredakteur der Wirtschaftswoche, Roland Tichy, selber regelmäßig Gast in solchen Sendungen, sah sich zu einer Fernsehkritik motiviert. Er wusste uns etwas über Stefan Buchen zu sagen, einem der Gäste in der Sendung von Sonntag.

Im Altpapier findet man heute nicht nur Anmerkungen zu Jauch, sondern zudem die moderat-selbstkritischen Töne von ARD-Aktuell zur Ukraine-Berichterstattung. Dort habe sich der Pulverdampf mittlerweile verzogen, wie deren Chefredakteur Kai Gniffke mitteilt. Es wird im besagten Altpapier auch Roland Tichy zitiert. Im Pulverdampf dieser aktuellen Diskussion formulierte er einen zeitlosen Satz:

“Aber Schweigen rettet die Freiheit nicht.”

Manchmal kann Schweigen aber durchaus sinnvoll sein. Tichy kam nämlich auf die originelle Idee, dem NDR-Redakteur und Gast in der Sendung, Stefan Buchen, ganz spezielle Vorwürfe zu machen.

“Den Vogel schießt allerdings der NDR-Nitarbeiter Stefan Buchen ab: Er wirft Bosbach vor, genauso radikal wie der Schreimam zu sein, gar “von ihm zu leben”. Er verharmlost, was nicht zu verharmlosen ist: „Nur“ 450 Deutsche unter den Kopfabhackern der ISIS, für ihn kein Grund zur Aufregung. Was für eine Absurdität: Während Bosbach versucht, unser Grundgesetz, Freiheit und Toleranz zu verteidigen, stellt ihn ein Mitarbeiter des mit Steuergeldern finanzierten Senders auf die Stufe des Haßpredigers. Vermutlich nennt er das „differenziert argumentieren“.”

Darüber ließe sich noch diskutieren. Allerdings hat Buchen lediglich darauf hingewiesen, wie solche Debatten von allen Seiten politisch instrumentalisiert werden. Das könnte etwa die Forderung nach entsprechende Gesetzesverschärfungen sein. Von einer moralischen Gleichsetzung zwischen IS und Bosbach konnte bei Buchen nicht die Rede sein. Was Tichy aber dann schreibt, ist von besonderer Qualität.

“Es war eine großartige Sendung. Sie hat gezeigt, wie schamlos die Gewaltmuslims die Wahrheit verdrehen, nennen wir es: uns belügen. Wie Journalisten wie Buchen das bereitwillig glauben, zu ihrer eigenen Sache machen, sich auf die Seite der Mörderbanden stellen.”

Ob Abdul Adhim Kamouss tatsächlich ein Lügner ist, er, wie die Bild heute schreibt, “zwei Gesichter hat. Eins für die Öffentlichkeit, das andere nach innen. Und dieses ist radikaler als das, was er in eine Kamera sagt” wird übrigens nicht belegt, sondern lediglich als Vermutung eines Verfassungsschützers artikuliert. Man kann bekanntlich auch vermuten, dass die Bild notorisch lügt, aber sollte diese Vermutung erst dann für Journalismus halten, wenn man sie belegen kann. Es ist zudem keine Spezialität von Salafisten, ihr öffentliches Erscheinungsbild anders darzustellen als das, was sie in der Realität praktizieren. Diese Differenz macht den Unterschied zwischen PR und Journalismus aus. Jauch scheiterte daran, das in der Sendung nicht deutlich werden zu lassen. Er hatte dieses Problem aber schon öfter und keineswegs nur in diesem Fall. Dafür braucht man aber nicht das Denken der Bild in der Kategorien von “Gut und Böse”. Das könnte aber damit etwas zu tun haben, dass Bild auch ansonsten auf die Differenz zwischen PR und Journalismus nicht viel wert legt.

Tichy macht aber nichts anderes als die Bild. Er bringt den NDR-Kollegen Stefan Buchen in den Verdacht des “klammheimlichen Sympathisanten” von ISIS. Oder wie ist das sonst zu verstehen, wenn ihn Tichy auf die “Seite von Mörderbanden” stellt? Es geht ihm darum, jede kritische Position zu diskreditieren, die sich im Pulverdampf der Bild-Formel von “Gut und Böse” entzieht. Man kann das für Journalismus halten. Oder für das Gegenteil. Über den passenden Begriff schweigt man lieber.

update

Mittlerweile hat Bild.de einen Zwischenruf ihres Chefredakteurs Julian Reichelt veröffentlicht. Von “Gut und Böse” ist dort nicht mehr die Rede. “Der muslimische Geistliche (Imam) Abdul Adhim Kamouss hat in der Talk-Sendung von Günther Jauch wohl keinen Satz gesagt, der die Bezeichnung „Hassprediger“ für ihn rechtfertigen würde.” Allerdings fühlten “sich Millionen Menschen unwohl mit Kamouss’ herausfordernder Art. Und dieses Unwohlsein wird oft, zu oft, als Angst vor dem Islam gedeutet.” Was jetzt eine überraschende Aussage ist, weil bei der Bild solche Deutungsmuster bisher nicht vermutet worden sind. Deshalb auch ein “paar klare Worte” von Reichelt, deren Adressat aber jetzt nicht die Schlagzeile der Printausgabe ist?

Es ist nicht der Islam“, so Reichelt, “der vielen Menschen Angst macht, nicht die Schrift des Propheten Mohammed, nicht der Ruf des Muezzin, nicht das Gebet gen Mekka, nicht der Fastenmonat Ramadan. Es sind nicht einmal strenge, uns unmodern erscheinende Regeln wie die Verschleierung der Frau.” Warum soll man auch vor reaktionären Frauenbildern Angst haben, die in fast 1.500 Jahre alten Büchern wie dem Koran formuliert worden sind? Wir leben schließlich nicht in Saudi-Arabien. Die Zustände in solchen islamischen Ländern sind dann auch bei Reichelt ein Argument.

Womit er recht hat: Seinen Hinweis auf die Modernisierungsblockaden, selbst wenn er diesen Begriff aus nachvollziehbaren Gründen nicht benutzt. Es wird tatsächlich von keinem Muslim (oder sonst wem) gefordert, Frauen (in Deutschland) zum Beispiel das Autofahren zu verbieten. Obwohl sich damit wegen des reduzierten Verkehrsaufkommens zweifellos Staus vermeiden ließen. Aber wir wollen den Bundesverkehrsminister nicht auf Ideen bringen, über deren Folgen er sich anschließend wie bei der Maut wundert.

Was einen aber wirklich an Reichelts Zwischenruf erstaunt:

Was Angst macht, ist das Gefühl, dass viele Muslime sich eine islamischere Gesellschaft hier im Westen wünschen und dabei in überwältigender Mehrheit verkennen und ignorieren, dass Muslime nirgendwo auf der Welt freier, ungestörter, friedlicher, sicherer und reicher leben als in den nicht-muslimischen Gesellschaften des Westens. (Hervorhebung von Reichelt)”

Das Bemühen um das, was Tichy “differenziertes Argumentieren” nannte, will man bei Reichelt ja anerkennen. Aber dass die Muslime in “überwältigender Mehrheit verkennen und ignorieren” ist diese Form der Unterstellung, die einem – höflich formuliert – auf die Nerven fällt. Dazu etwa die Studie der staatlich organisierten Islam-Konferenz über das “Islamische Leben in Deutschland”. Das  Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) hat sich zudem mit dieser Frage befasst: Wie ist das Verhältnis der Muslime in Deutschland zum Fundamentalismus? Es sieht bei den Muslimen signifikante Unterschiede zu fundamentalistischen Christen. Das ist tatsächlich ein Problem, mit dem sich vor allem die Islam-Verbände zu befassen haben.

Aber selbst dort ist nicht davon die Rede, dass die “überwältigende Mehrheit der Muslime” fundamentalistischen Positionen zuneigt. Das WZB nannte 30 % der deutschen Muslime, die etwa den Koran für wichtiger halten als die Demokratie. Es gibt somit keinen empirischen Hinweis darauf, dass die Aussage Reichelts irgendetwas mit der Wirklichkeit zu tun haben könnte. Sie stellt aber unter dem Deckmäntelchen der Differenzierung alle Muslime unter Generalverdacht.

Es ist nichts anderes als eine Denunziation.

17:08 Uhr

Spiegel online hat jetzt auch bemerkt, dass der Koran schon 1.400 Jahre alt ist.

19:19 Uhr

Ein interessanter Text über Abdul Adhim Kamouss von Thomas Lackmann, der ihn offenbar persönlich kennt. Er ist in den Potsdamer Neuesten Nachrichten erschienen. Mit meiner Frühkritik scheine ich also richtig gelegen zu haben.

Ansonsten scheint die Türkei einen wenig überraschenden Überraschungseffekt vorzuhaben. Den Kontext findet man hier.

19:47 Uhr

Wahrscheinlich wird man sich in den kommenden Tagen angesichts der zugespitzten Situation in Hongkong nur eine Frage stellen: Ob Ankara im Windschatten Pekings handeln wird oder doch umgekehrt? Warum westliche Medien offensichtlich nicht vorhaben, aus der Ukraine oder dem Mittleren Osten irgendetwas zu lernen, lässt sich diesem Kommentar aus der Süddeutschen Zeitung entnehmen. Im Westen wird die Mehrheit diese Protestbewegung mit Sympathie begleiten. Es ist ein Kampf um Bürgerrechte. Nur wie soll er diese Entwicklung positiv beeinflussen? Was soll er machen, wenn Peking de facto das Abkommen mit London über die Sonderrechte Hongkongs aufhebt? Soll die Royal Navy nach Asien auslaufen? Das hindert aber Kai Strittmatter nicht, die Backen aufzublasen:

“Und die Regierungen des Westens? Die schauen lieber noch weg, obwohl sie sich eigentlich fragen müssten, wie es um die Vertrauenswürdigkeit einer Regierung und ihrer internationalen Verträge bestellt ist, wenn diese ihre Versprechen so eklatant bricht wie China im Falle Hongkongs. Käme es zu wirklicher Gewalt, dann wäre es wohl vorbei mit dem Wegschauen, Peking ginge ein Risiko ein.”

Dann wäre es mit dem Wegschauen vorbei? Will der gute Mann nach der Ukraine und dem Mittleren Osten im Fernen Osten ein weiteres Fass aufmachen? Wer ginge noch einmal das Risiko ein? Peking nicht. Hier werden Erwartungen an die westliche Außenpolitik formuliert, die niemand erfüllen kann.

{ 160 comments }

Walth September 30, 2014 um 13:03

Günther Jauch mag ein brauchbarer Sportjournalist sein und ein guter Entertainer.

Im Polit-Talk-Bereich gehört er aber deutlich zu den eher dilettantisch agierenden Moderatoren. Daher tue ich mir das auch nicht an und kann zu diesem medialen Selbstbefriedigungsevent auch nix inhaltliches sagen.

Allgemein gilt: zwei unterschiedliche Positionen werden gegeneinander angesetzt und versuchen durch Argumente, Propaganda und Beleidigungen zu punkten; wie’s halt gerade so läuft. Es ist wie wenn man einem Schimpansen eine Kochsendung machen lassen würde. Mit etwas glück kommt was überraschend leckeres dabei raus. Meist nix. Wer sich damit beschäftigen will: bitte!

Bruchmüller September 30, 2014 um 13:07

Hätte der Imam, der sich vermutlich gut amüsiert hat, nicht wie wild drauflos gefistelt, dann wäre unser Großmeister des politischen Talks womöglich eingeschlafen. Ich gähnte indessen, als Bosbach zum gefühlt 50. Mal die ach so demokratische, ach so freiheitlich-gründliche Grundordnung beschwor.

Klar verkörpern Jauch und Tichy den besten Journalismus, was denn sonst. Oder den schlechtesten. Mir jedenfalls können diese beiden Verkörperer samt ihren Journalismussen gestohlen bleiben, solange sie hinter ihren Kulissen halten, was mich interessiert.

aifran September 30, 2014 um 13:32

… Tichy … Tichy ??? ach ja … – da ist doch dieser Tichy – dieser beste aller Tichys

http://de.wikipedia.org/wiki/Sterntageb%C3%BCcher

Die Sammlung Sterntagebücher, Original polnisch Dzienniki gwiazdowe, ist eine Zusammenstellung verschiedener Reisen des fiktiven Raumfahrers Ijon Tichy aus der Feder des Autors Stanis?aw Lem. Trotz des Science-Fiction-Genres (Erzählungen vor allem über Zeitreisen, Roboter usw.) und des unbestreitbar humoristischen Textes behandelt Lem als Hintergrund erkenntnistheoretische, psychologische, soziologische und ethische Fragen, wie die Intelligenz und Eigenleben von Maschinen (etwa in der Waschmaschinentragödie), der Begegnung des Menschen mit sich selbst (anhand von Zeitschleifen) oder der Relativität subjektiver Eindrücke, und durchwegs auch politische Thematiken des Kalten Kriegs, in Metaphorik gekleidet.

Systemfrager September 30, 2014 um 13:44

Es ist zudem keine Spezialität von Salafisten, ihr öffentliches Erscheinungsbild anders darzustellen als das, was sie in der Realität praktizieren.

In der Tat
Sie können den Kämpfer für “westliche Werte”, “Freiheit” und “Demokratie” noch nicht einmal Wasser reichen

holger196967 September 30, 2014 um 14:26

Um es mal deutlich zu sagen, es geht bei diesem Thema um Toleranz JA oder Nein… und darum kann es sich auch nur handeln.

Das ist bei allen „religiösen“ Themen so. Dazu muss man sich halt nur mal die einschlägigen Lektüren reinziehen, die sich mit dem idiotischen Glauben und Hoffnung befassen. Warum? Weil der Glaube und die Hoffnung, immer über dem Menschen stehen.

Dazu gehören aber alle 3 Haupt Religionen. Der „Islam“ mag zwar der Jüngste sein, aber dennoch der Dümmste unter den Dreierpack in der Beobachtung eines Ungläubigen.

Es geht gar nicht um Jauch. Was soll der denn moderieren, wenn Betonköpfe des Glaubens aufeinander treffen? Jeder Imam jeder Prediger ist ein Verkäufer eines von „Gott“ gestützten Systemes.

Genauso Argumentiert auch Tichy…

Der IS sollte gegründet werden, ein Zaun darum und sich vor den „Westlichen Ungläubigen“ schützen. (Hatten wir ja schon mal) (Antifaschistischer-Schutzwall oder so)

Das wäre die eine Idee, die andere wäre eben, diesen Gläubigen ihre Grenzen aufzuzeigen, wie weit sie mit Gottes Hilfe, hier auf dem Planeten rum spinnen können. Mit Vollbart oder ohne juckt mich nicht.

Mir als Ungläubigen, gehen diese Penner und Turmsänger und Pfaffen und Prediger incl Gauck so was von auf den Sack, wie auch die verordnete Toleranz gegenüber jedem.

WARUM? Weil diese Heckenseicher mir erzählen wollen, wie ich zu leben habe. Was soll zb die ganze Fastenkacke? Die sind doch alle im Geiste gestört… und berufen sich auf jemanden, der überhaupt nicht nachgewiesen ist.

WAS? Soll denn aus den verkackten Diskussionen überhaupt heraus kommen? Wenn man über ein Fabelwesen Namens Gott sich prügelt?!

Gott ist groß, Gott ist prächtig, krumme Nase und Einen Meter und Sechzig… mehr ist dazu nicht zu sagen.

Das ist der Pudels Kern: Wie weit muss man sich von Gott, welcher Herkunft auch immer, verarschen und verführen lassen!

Und in wie weit, ist der Mensch berechtigt im Namen Gottes töten und unterdrücken zu dürfen. Mehr oder weniger.

Es ist eben ein Glaubenskrieg

Doktor D September 30, 2014 um 15:15

“Allerdings fühlten “sich Millionen Menschen unwohl mit Kamouss’ herausfordernder Art. Und dieses Unwohlsein wird oft, zu oft, als Angst vor dem Islam gedeutet.” ”
Hier fängt doch das Problem schon an: Jeder AfD-, CDU- un SPD-”Querdenker” aka Volldepp darf sich im Politainment-Sektor produzieren und bekommt Brownie-Points für seine “Querdenkerei”, die “erfrischend quer zum Mainstream steht” (auf diesem Ticket reist ja auch Tichy gerne), aber wenn sich so ein Kanake rausnimmt, frech den Mund aufzumachen und sich vor der geballten deutschen Fernsehtantigkeit nicht ins Bockshorn jagen zu lassen, dann ist “War erlauben Struunz?!?!”

topi September 30, 2014 um 15:16

FL

>>>>Was einen aber wirklich an Reichelts Zwischenruf erstaunt:

“Was Angst macht, ist das Gefühl, dass viele Muslime sich eine islamischere Gesellschaft hier im Westen wünschen und dabei in überwältigender Mehrheit verkennen und ignorieren, dass Muslime nirgendwo auf der Welt freier, ungestörter, friedlicher, sicherer und reicher leben als in den nicht-muslimischen Gesellschaften des Westens.”

[ ]
Aber selbst dort ist nicht davon die Rede, dass die “überwältigende Mehrheit der Muslime” fundamentalistischen Positionen zuneigt.
>>>>

Ähm.
Auch wenn ich “verkenne und ignoriere”, dass ich “nirgendwo auf der Welt freier, ungestörter, friedlicher, sicherer und reicher lebe als [ ] im Westen”, neige ich doch nicht zwangsläufig fundamentalistischen Positionen zu. Was ist denn das für eine Logik?

Nun ist die ganze Figur der “Verkennens von Bla und Blub” selbst reichlich albern.
Der goodnight haut die ja auch immer raus (wenn ihn nicht gerade mal Zweifel benagen), um die Kritiker der modern(d)en Zustände zurechtzurücken.
Er macht sie dann zwar nicht zu Fundamentalisten, sondern stellt sie nur abseits der Anschlußfähigkeit; aber das ist ja in dieser Denke mindestens genau so schlimm wie der Fundamentalismusvorwurf an Muslime.

Warum nimmst du so eine beschränkt sinnige Figur auf und mischst sie noch mit dem Fundamentalismus?

someone September 30, 2014 um 15:19

Na watten Glück, dat der Dr. D. sich dem Kanaken gegenüber empören kann. Etwas, was sich Dr. D. einem Russen gegenüber niemals herausnehmen würde. Drauflostreten und dabei noch staatlich geschützt, wie geil ist das denn.

f.luebberding f.luebberding September 30, 2014 um 15:25

topi

Man sollte nun wirklich nicht zu naiv sein. Selbstredend geht es um diesen Verdacht, sich außerhalb des Verfassungskonsens zu bewegen. Ansonsten machte die Aussage Reichelts tatsächlich keinen Sinn. Natürlich ist das an sich völliger Mumpitz hier über eine Aussage eine Diskussion anzufangen, über die außer Reichelt noch niemand vorher nachgedacht hatte.

Aber glaube es mir: Die machen zwar bisweilen Sinnloses, aber nichts ohne Sinn.

Doktor D September 30, 2014 um 16:04

@someone: Sag’ mal, ist dein Ironiedetektor in letzter Zeit kaputt gegangen? Oder so die generelle Lesefähigkeit?

Carlos Manoso September 30, 2014 um 16:13

@f.luebberding September 30, 2014 um 15:25
„glaube es mir: Die machen zwar bisweilen Sinnloses, aber nichts ohne Sinn.“

„Die US-Regierung spricht jetzt erstmals von einem Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Bisher hatte sie den Kampf ausdrücklich als eine Terrorabwehr-Aktion bezeichnet und das Wort Krieg gemieden.
Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, meinte am Freitag, die USA seien in einem Krieg mit IS, «in derselben Weise, wie wir uns in einem Krieg mit Al-Kaida und deren Verbündeten rund um die Welt befinden.» „
http://www.huffingtonpost.de/2014/09/13/krieg-is-terror-obama_n_5814760.html?obref=outbrain-www-fol

„de facto werden die Deutschen von den öffentlich-rechtlichen Sendern regelmäßig für dumm verkauft. Sie sehen jede Woche aufs Neue bei Plasberg, Jauch und Gleichgesinnten, dass sich Muslime vermeintlicherweise nicht um die Werte des Grundgesetzes scheren, Gewalt verharmlosen, Terrorismus relativieren.
Schlimmer noch: Sie haben offenbar keine Manieren, verhalten sich seltsam linkisch und haben Probleme, den gesellschaftlichen Diskursen in Deutschland zu folgen. Kurz: Sie sind fremd. Das ist zumindest der Eindruck, der nach solchen Talkshows hängen bleibt. Und alle, die ohnehin schon Vorurteile über Muslime hegen, können sich schön auf ihr Sofa zurücklehnen und sich in jedem einzelnen Ressentiment bestätigt fühlen.“
http://www.huffingtonpost.de/2014/09/29/jauch-plasberg-islam_n_5899114.html?utm_hp_ref=mostpopular

holger196967 September 30, 2014 um 16:16

Topi

was ich dieses „Verkennen“ hasse… glaubst Du ja gar nicht.

Jetzt stell Dir doch mal vor, ein paar rest Christen würden sich hier fundamentalisieren :D zB Tebartz van Elster würde eine Armee von rund 40.000 „Mann“ zusammen stellen, und zB McPomm zum GS (Gottestaat) erklären wollen!

Siehste, geht nicht oder? Warum geht das nicht? Weil es unter den Fundamentalisten kaum noch „Christen“ gibt. Die Muselmanen haben dieses Gen aber noch. Nicht alle, aber die Jünger Tebachmullahs Aluhut Akbahre…

Und das wurde bei Jauch deutlich! Der „Christ“ hat dem Fundamentalismus außer Toleranz einer Claudia Roth nichts zu entgegnen. Auch die „FDGO“ nicht. Da pullert nämlich Allah im Zweifel drauf.

Rhetorisch war der Junge Abdullah was weiß ich, nämlich gut drauf. Das sollte zu denken geben. Nicht der „Wer wird Millionär“ Jauch.

Carlos Manoso September 30, 2014 um 17:07

@holger196967 September 30, 2014 um 16:16
„Rhetorisch war der Junge Abdullah was weiß ich, nämlich gut drauf. Das sollte zu denken geben.“

http://www.youtube.com/watch?v=PC7oQs26TnA

K. September 30, 2014 um 17:17

Danke für den einordnenden Kommentar und die Links auf weitere interessante Meinungen (v.a. den sehr lesenswerten von dtj-online via amepres).

Neben allen bereits genannten Aspekten und Szenen der Sendung ist mir besonders in Erinnerung geblieben, wie Bosbach vollständig ironiefrei ausführte, dass es auf der einen Seite (sinngemäß) die Deutschen gäbe, die sich auf der Grundlage der FDGO für Gesetzesvorhaben einsetzten, und auf der anderen Seite die Muslime, die aus religösen Gründen Politik beeinflussen wollten. Das war feinste Realsatire von einem Mann, der den Namen seines Erlösers im Parteibuch trägt und dessen Partei einen entsprechend einschlägigen track record, beispielsweise in Bezug auf Gleichstellungspolitik, hat.

Dirk September 30, 2014 um 17:47

” Der „Christ“ hat dem Fundamentalismus außer Toleranz einer Claudia Roth nichts zu entgegnen.”

Nur gut, dass viele Christen in “Gottes eigenem Land” schon viel weiter sind als die einheimischen @Holger. Die Amis werden’s schon richten…

http://www.youtube.com/watch?v=V1JbliGR3P4

holger196967 September 30, 2014 um 17:54

Dirk

solche Affen wie du verstehen mal wieder gar nichts, ausser gleich zu denunzieren… Grüß Gott

holger196967 September 30, 2014 um 17:55

Dirk

ich bin Ungläubiger VERSTANDEN ? Geht das in deinen dummen Hohlkörper rein?

Manfred Peters September 30, 2014 um 17:55

@ K. 17:17
Bei den CDU-Fundamentalisten steht über der FDGO die Leitkultur!
Das hat Bosbach im Eifer des Gefechts vergessen.
Ein Kulturleiter:
http://www.peter-liese.de/schwerpunkte/christliche-werte
“Kreuze dürfen in Klassenzimmern hängen bleiben” :-(

Doktor D September 30, 2014 um 17:58

Dass wir Christen friedlichere Leut’ sind, zumindest seit jüngstem, da würde ich nicht mein Geld drauf setzen. Und da lass’ ich noch nicht mal seltsame USamerikanische Christianismen der Tea Pary auffahren, sondern die Lords Resistance Army oder die militantenten, christlich motivierten Totschläger, die in Uganda, Südafrika etc. durch die Städte ziehen und homosexuelle Menschen totschlagen.

K. September 30, 2014 um 18:26

@f.luebberding: Bitte meinen obigen Kommentar löschen. Wenn hier so menschenverachtender Rotz wie der von holger196967 durchgelassen wird, bin ich hier eindeutig falsch.

holger196967 September 30, 2014 um 18:33

K. September 30, 2014 um 18:26
@f.luebberding: Bitte meinen obigen Kommentar löschen. Wenn hier so menschenverachtender Rotz wie der von holger196967 durchgelassen wird, bin ich hier eindeutig falsch.”

Eindeutig … genau Eindeutig falsch …

holger196967 September 30, 2014 um 18:38

Möchte echt mal wissen, welche Primaten hier noch aufkreuzen um nur das Denunzieren zu üben… :D

holger196967 September 30, 2014 um 18:40

Kommt demnächst noch A. B. C. ?

15 16 17 hatten wir ja schon…

egal September 30, 2014 um 18:57

Anektode zur normativen Kraft derartiger Formate.
Gestern im Fitnesstudio (wirklich so gehört):

-Ey, du bist doch…
-Genau, Bruder
-Ich wusste nicht… Aber Islam sagt nicht, dass man Bart haben muss.
-Weiß ich jetzt auch. Deshalb habe ich kurz gemacht.
-Ich sage dir, die Medien. Die Leute gucken immer nur, was die Medien sagen. Aber niemand liest Quran. Islam ist Frieden. Aber die Leute gucken Medien und wissen das nicht.
-Bruder, ich wusste auch nicht, dass man nicht Bart haben muss.
-Al Hamdu li Lah!

f.luebberding f.luebberding September 30, 2014 um 19:35

K.

Ich finde Ihren Kommentar für die Leser informativ. Warum soll ich ihn dann löschen. Holger kann zwar tatsächlich seine Wortwahl mäßigen, aber er hat nun gerade nichts geschrieben, was man jetzt “menschenverachtend” nennen könnte.

Anonsten siehe das Update. Die Türkei scheint Überraschungen zu beabsichtigen.

egal September 30, 2014 um 20:05

@ FL

Das WZB nannte 30 % der deutschen Muslime, die etwa den Koran für wichtiger halten als die Demokratie.

Das ist aber deine Interpretation, oder? In der Studie finde ich ausschließlich sinnvolle Integrationsindikatoren.

Jackle September 30, 2014 um 20:27

Ist ja furchtbar spannend, was der eine Journalist über den Anderen denkt, weil dieser den Kommentar vom dritten Journalist über die Jauch Sendung so verurteilt hat, dass man am Ende etwas über Journalismus lernen konnte. Nämlich: Ihr habt Alle fürchterlich den Arsch offen!

Währenddessen geht der Krieg der Moderne gegen den Islam(Goodnight) mit den modernsten Kriegsmitteln munter weiter. Richtiger Journalismus sieht in dem übrigens so aus: https://www.youtube.com/watch?v=K4NRJoCNHIs
Das übernehmen jetzt die Clowns, während sich die ehemaligen Journalisten nur noch gegenseitig zitieren und Twitterdebatten führen.

“Young Jack: [voice over] Where were You? You let a boy die. You let anything happen. Why should I be good ? When You aren’t.”
The Tree of Life

PS: Wo ich Goodnight anspreche. Ist ja witzig, dass der Vorkämpfer der Moderne sich von einem Spamfilter hier beileidigen lässt und erstmal beleidigt abhaut. Funny as fuck.

no.name September 30, 2014 um 20:48

Währenddessen geht der Krieg der Moderne gegen den Islam(Goodnight) mit den modernsten Kriegsmitteln munter weiter.

Also spannender finde ich ja, was zurzeit in Hongkong abläuft. Moderne II gegen westliche/alte Moderne (Hongkong). Scheint hier bei uns aber niemanden zu interessieren. Hey, da unten wird gerade über das gestritten, was den Kern unserer Gesellschaftsmodells ausmacht(e) und keinen interessierts?! Das die DW China gefällig berichtet ist ja noch verständlich (man will es sich mit den Machthabern nicht verscherzen, gute Beziehung zum waiban, etc.), aber weshalb auch sonst nur kaum hinter die Kulisse geschaut wird, verstehe ich nicht. In der chinesischen Blogszene ausserhalb Chinas gibt es einige Diskussionen, klar, ist ja ihr Land, aber ich meine, es geht dort in Hongkong um mehr als nur einen regionalen Konflikt. In der Vergangenheit wurde immer wieder argumentiert das Kapitalismus zu Demokratie führt. Und jetzt? Und hier wird über Jauch und Islam diskutiert? Ist der Begriff ‘Demokratie’ wirklich schon so hohl, dass sich das Thema nicht mehr vermarktungstechnisch in den Medien ausbeuten läßt? Oder stehen die Medien unserer Gesellschaft auch bereits mit einem Fuß in der Moderne II?

no.name September 30, 2014 um 20:53

P.S.
Ist ja witzig, dass der Vorkämpfer der Moderne sich von einem Spamfilter hier beileidigen lässt und erstmal beleidigt abhaut.
Kennt sich halt nicht jeder mit der Informationstechnologie aus. Auch wenn er hier ständig geschrieben hat, muss das ja nichts bedeuten. Oder er hat es gewusst, dass es ein Spamfilter war und er tickt nicht mehr richtig, weil er es persönlich nimmt. Vielleicht schmeißt er demnächst Tomaten gegen rote Ampeln…

wowy September 30, 2014 um 20:54

@no.name
So fleißig wie die Geheimdienste derzeit sind, müsste es bald die ersten Sezessionsbewegungen in den USA geben.

Andreas Kreuz September 30, 2014 um 20:57

@no.name September 30, 2014 um 20:53

Vielleicht schmeißt er demnächst Tomaten gegen rote Ampeln…

Hier gibt es reichlich Munition:

http://www.jungewelt.de/2014/10-01/053.php

"ruby" September 30, 2014 um 20:58

@ no.name

Wer mit Scheuklappen galoppiert, erkennt manchmal nicht, dass er in einer Sackgasse landen wird.
light your smart(phone)
;-)

niemand September 30, 2014 um 21:12

>” modern(d)en Zustände ”

Gnadenvoll.

f.luebberding f.luebberding September 30, 2014 um 21:22

no.name

In den Medien wird nicht über Hongkong berichtet? Dieser Blog ist nicht “die Medien”.

Aonsonsten ein Bericht über eine Terrorgruppe, die es nie gegeben hat.

"ruby" September 30, 2014 um 21:26

für die junge alte generation
https://www.youtube.com/watch?v=aLR_bSzPTiY
soul your blues

Manfred Peters September 30, 2014 um 21:45

@ Hongkong & Medien
In China ist
Regenschirm-Revolution!
Wo bleibt die Solidarisierung von Harms, Marieluise L. Beck und Co. mit den regen Schirmen?

no.name September 30, 2014 um 21:52

@frank

Dieser Blog ist nicht “die Medien”.
Ja, klar, so wollte ich es auch nicht gemeint haben. In diesem Blog schlagen sich bisweilen die letzten tapferen ‘Demokraten’, so scheint es mir, — und um nichts anderes geht zurzeit auch in Hongkong. Nämlich darum, um eine Diskussion im offenen Raum zu führen, welche nicht in den Medien geführt wird/werden kann. Die Gründen in Hongkong sind andere als bei uns. Klar. Aber die Diskussion darüber ist wichtig, denn, das zeigt Hongkong, Stabilität kann nur von ‘innen’ heraus erfolgen und nicht über Propaganda.

In der Blogzene wird zurzeit darüber diskutiert, ob die illegale Bewegung in Hongkong mit Gewalt niedergeschlagen werden wird. Über Whatsapp werden messages verschickt und ständig kommen neue Gerüchte auf. Nur eins scheint klar, auch diese Nacht werden viele Demonstranten durchmachen. Der Protest geht weiter, auch wenn viele von einer militärischen Intervention auszugehen scheinen. Einige Blogger, so habe ich auf einer Webseite gelesen, gehen davon aus, dass die Zentral-Führung in Peking die Proteste noch ein paar Tage fortlaufen lassen werden, wie eine Katze wartend, um jederzeit im richtigen Zeitpunkt oder wenn die Demonstranten müde wurden, oder wenn eine Schmerzgrenze überschritten wurden, einzugreifen. Erinnerungen an 89 Tiananmen werden wach.

BTW, DW hat erst kürzlich eine Journalistin, die Tiananmen miterlebte aus dem Team ‘rausgeschmissen. Begründung, in dem Medianangebot der DW soll eine ausgewogene Berichterstattung gewährleistet werden.

@ruby
Wenn Dich traust ohne Augen zu sehen, dann klappts auch mit Scheukappen die Richtung zu finden.

no.name September 30, 2014 um 21:55

@Manfred Peters

http://www.bbc.com/news/

niemand September 30, 2014 um 21:59

>”So fleißig wie die Geheimdienste derzeit sind, müsste es bald die ersten Sezessionsbewegungen in den USA geben.”

:D

no.name September 30, 2014 um 22:01

http://www.scmp.com/comment/insight-opinion/article/1604701/against-my-fear-i-see-you-hope

Sein wir realistisch, lasst uns das unmögliche fordern…

"ruby" September 30, 2014 um 22:15
bleistift Oktober 1, 2014 um 01:52

@ Frank Lübberding

Ich habe grade nur Ihren (deinen?) Artikel gelesen. Die restlichen Kommentare muss ich mir noch antun. Ich weiß also nicht ob es schon angesprochen wurde.

Zitat:
“Aber selbst dort ist nicht davon die Rede, dass die “überwältigende Mehrheit der Muslime” fundamentalistischen Positionen zuneigt. Das WZB nannte 30 % der deutschen Muslime, die etwa den Koran für wichtiger halten als die Demokratie. Es gibt somit keinen empirischen Hinweis darauf, dass die Aussage Reichelts irgendetwas mit der Wirklichkeit zu tun haben könnte. Sie stellt aber unter dem Deckmäntelchen der Differenzierung alle Muslime unter Generalverdacht.

Es ist nichts anderes als eine Denunziation.”

Sorry. Ich habe mir das PDF mal angesehen. Dort heißt es:

Zitat:
“Grafik 1 zeigt, dass religiöser Fundamentalismus in den westeuropäischen mus
limischen Gemeinschaften kein Randphänomen ist. Fast 60 Prozent stimmen
der Aussage zu, dass Muslime zu den Wurzeln des Islam zurückkehren sollten; 75
Prozent meinen, dass nur eine Auslegung des Korans möglich ist, an die sich alle
Muslime halten sollten; und 65 Prozent sagen, dass ihnen religiöse Regeln wich
tiger sind als die Gesetze des Landes, in dem sie leben. Durchgängig fundamen
talistische Überzeugungen mit der Zustimmung zu allen drei Aussagen finden
sich bei 44 Prozent der befragten Muslime. Unter sunnitischen Muslimen mit
türkischem Hintergrund (45 Prozent Zustimmung zu allen drei Aussagen) sind
fundamentalistische Haltungen etwas seltener als unter solchen mit marokka
nischem Hintergrund (50 Prozent). Unter Aleviten, einer türkischen Minder
heitsglaubensrichtung innerhalb des Islam, kommen fundamentalistische Über
zeugungen viel seltener vor (15 Prozent”

65 % der befragten Muslime in westeuropäischen Ländern sagen, dass ihnen religiöse Gesetze wichtiger sind als säkulare Gesetze!
Denunziation?
Wo?

bleistift Oktober 1, 2014 um 02:07

Im gleichen PDF heißt es weiter:

“Diese Zahlen für Einheimische sind schon beunruhigend genug, doch sie wer
den durch den Grad der Fremdgruppenfeindlichkeit unter europäischen Musli
men weit in den Schatten gestellt. Fast 60 Prozent lehnen Homosexuelle als
Freunde ab, und 45 Prozent denken, dass man Juden nicht trauen kann. Während
etwa jeder fünfte Einheimische als islamfeindlich gelten kann, ist das Ausmaß
der Phobie gegen den Westen – für die es sonderbarerweise kein Wort gibt, man
könnte sie „Abendlandphobie“ nennen – unter Muslimen viel höher; 45 Prozent
glauben, dass der Westen den Islam zerstören will. Diese Resultate stimmen mit
dem Ergebnis einer Studie des Pew Research Center aus dem Jahr 2006 überein,
wonach etwa die Hälfte der Muslime in Frankreich, Deutschland und Großbri
tannien glaubt, dass die Anschläge vom 11. September nicht von Muslimen aus
geübt wurden, sondern vom Westen und/oder von Juden geplant wurden.”

bleistift Oktober 1, 2014 um 02:53

Ok! Jetzt habe ich alle Kommentare durch.

Wirklich witzig (Realsatire?) finde ich das Folgende:

Kommentar Frank Lübberding (Nein, ich stalke dich (Sie?) nicht!):

“Ansonsten ein Bericht über eine Terrorgruppe, die es nie gegeben hat.”

Die WELT schreibt im Link dann:
“US-Geheimdienste haben ihre Luftangriffe in Syrien mit der Existenz einer neuen Terrorgruppe begründet, die gefährlicher als IS sein sollte. Jetzt stellt sich heraus – es war nur eine Al-Qaida-Zelle.”

Es war nur eine Al-Qaida Zelle! Eine Terrortruppe oder eine “Terrortruppe”?

Realsatire halt.
Ähnlich witzig:
http://www.hagalil.com/archiv/2005/11/jackson-m.htm

Keine Satire! Realsatire!
http://www.titanic-magazin.de/news/achtung-keine-satire-2563/?tx_ttnewspointer=128&tx_ttnewsbackPid=3&cHash=fdcacdcef4d19630ac7d063323525d96

“Das Magazin Hagalil.com schreibt über den Übertritt Michael Jacksons zum Islam: “In einem 12 Minuten langen Video von Osama bin Laden, im Januar 2004 bei Al Jezeera ausgestrahlt, äußerte sich der Anführer der El Qaeda entsetzt über die Möglichkeit, dass ausgerechnet Jackson Moslem geworden sei. ‘Einer wie Jackson könnte Moslems lächerlich, verrückt, bedrohlich und gefährlich erscheinen lassen. Wir brauchen keine Kerle wie ihn.’”

bleistift Oktober 1, 2014 um 04:28

“Es wird tatsächlich von keinem Muslim (oder sonst wem) gefordert, Frauen (in Deutschland) zum Beispiel das Autofahren zu verbieten.”

Richtig!
https://www.youtube.com/watch?v=3Q3YtLPABYM

Oder auch:
“Wir urteilen daher: Eine Frau, die jemanden zur Verfügung hat, der sie mit dem Auto mitnehmen kann, sollte dem den Vorzug geben. Dass allerdings eine Frau mit einem Bus oder einem Taxi fahren darf, nein, ich schwöre bei Allah, dies ist nicht erlaubt. Ich schwöre bei Allah, sie darf ein Privatauto fahren, abseits von den ganzen Freveln [d.h., ohne diese Frevel zu tun], die ich schon erwähnt habe. Dabei [beim Fahren eines Privatwagens] verschleiert die Frau ihre Augen mit einer schwarzen Brille. Nichts von ihren Augen ist so erkennbar. In diesem Zustand kann sie sehen, ohne selbst gesehen werden zu können. Ihre Hände verschleiert sie mit Handschuhen. Es wäre allerdings [noch] besser, wenn sie ihre Wohnung gar nicht verlassen würde. Ihre Angehörigen müssen [immer] wissen, wohin sie mit dem Auto gefahren ist, so dass sie nicht über eine unkontrollierte Freiheit verfügt.
Selbstverständlich man muss bei diesem Thema zwischen den einzelnen Frauen unterscheiden. Dazu müssen Frauen beobachtet und differenziert beurteilt werden, denn Frauen unterscheiden sich voneinander anhand der Familienherkunft und ihrer Umgebung [d.h., nur bestimmten, geeigneten Frauen kann das Autofahren erlaubt werden].
Was mich betrifft, so sage ich: Wer das Autofahren für Frauen für unerlaubt erklärt, müsste dies [aus den Quellen des Islam] belegen. Die Belege jedoch gestatten das Autofahren für Frauen. Diejenigen, die es für unerlaubt erklärt haben, taten dies aufgrund des [aus dem Autofahren] entstandenen Unheils. Wenn das Unheil verschwindet, hebt sich das Verbot auf.”

Aber die einzig wahre Antwort lautet:
Wieso dürfen Muslim Frauen nicht Autofahren..?

Weil sie durch den Schleier zu wenig sehen!

bleistift Oktober 1, 2014 um 04:46

Auch nicht schlecht:
“Ich kenne Muslimas die Auto fahren.”
Antwort:
“Aber nicht in Saudi Arabien.Dort ist es verboten.”
Antwort: ”
Aber das hat nichts damit zu tun, dass es Muslimas sind, das hat damit zu tun, dass es Frauen sind.”

“Warum soll man auch vor reaktionären Frauenbildern Angst haben, die in fast 1.500 Jahre alten Büchern wie dem Koran formuliert worden sind? ”

Ja, ja. Warum nur? Weil es Leute gibt die an sowas glauben? Nennt sich Islam. Ist eine Religion. Soll Leute geben die an sowas glauben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Islam

Gute Nacht! Muss jetzt wirklich in’s Bett!

Keynesianer Oktober 1, 2014 um 07:04

@bleistift

Diese Resultate stimmen mit dem Ergebnis einer Studie des Pew Research Center aus dem Jahr 2006 überein, wonach etwa die Hälfte der Muslime in Frankreich, Deutschland und Großbritannien glaubt, dass die Anschläge vom 11. September nicht von Muslimen ausgeübt wurden, sondern vom Westen und/oder von Juden geplant wurden.

Nicht schlecht, das könnten unsere Schäfchen sich mal zum Vorbild nehmen, die noch immer an das Märchen vom bösen Osama und seinen neunzehn Teppichmesser-Flugzeugräubern glauben.

Hier stehen die Muslime an der Spitze der Aufklärung!

Goodnight Oktober 1, 2014 um 07:09

@Jackle

“Wo ich Goodnight anspreche. Ist ja witzig, dass der Vorkämpfer der Moderne sich von einem Spamfilter hier beileidigen lässt und erstmal beleidigt abhaut. Funny as fuck.”

Nicht der Spamfilter ist Auslöser meiner Abwesenheit sondern das oben bei K. aktualisierte Problem: Die unkontrollierte Aktivität einzelner Personen, die hier beleidigend operieren.
Noch einmal: Eine Diskussion auf einem bestimmten intellektuellen Niveau ist nicht möglich, wenn am Tisch jemand sitzt, der durchgehend Beleidigungen benutzt. Wenn Lübberding erwartet, dass man sich das hier gefallen lässt, dann wird er bald allein mit dieser Person am Tisch sitzen. Herr Huett ist gegangen, Morph hat sich nach unten angepasst und Goodnight geht, weil er gemerkt hat, dass es nur diese beiden Möglichkeiten hier gibt: gehen oder sich an das Niveau anpassen.
Ich war nicht hier um mich wie in einer Kneipe aufzuführen. Und wer sich hier weiterhin beleidigen lässt, oder sich auf das Niveau begibt oder eine bestimmte Person weiterhin gewähren lässt, der tut mir einfach nur leid. Das hier ist langsam nur noch ein trauriger Witz falsch verstandener Toleranz.

Exit.

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 07:13

Die unkontrollierte Aktivität einzelner Personen, die hier beleidigend operieren.

SO SO
Und das kommt von einem westlichen Übermenschen
Beleidignd operieren die Misionäre der “westlichen Werte”
Punkt.
Die beleidigen auf Strich und Faden
- Wahrheit
- Würde des allen anderen
- die Gattung homo sapiens

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 07:18

Die internationale Erpressung meines Landes hat alle erdenklichen Grenzen überschritten … Die Kiewer Behörden, die bereits zahlreiche Verbrechen begangen haben, wurden indessen keinen Sanktionen ausgesetzt, sie wurden von europäischen Politikern nicht einmal gerügt. Europas Top-Politiker legen gegenüber dem Regime in Kiew eine derart bewundernswerte Nachsicht an den Tag, so dass die heutige Ukraine offenbar schon bald als ein Musterbeispiel für jede ‚alte‘ Demokratie in Europa dienen soll. Ein Musterbeispiel etwa dafür, wie schnell sich das eigene Volk mit Kampfartillerie ‚demokratisieren‘ lässt.

In den zurückliegenden sechs Monaten hat die in der neuen Ukraine entstandene Maschine des Bösen und der Gewalt an Schwung gewonnen. Niemand in den europäischen Metropolen hat aber aus welchem Grund auch immer den Wunsch gezeigt, diese Maschine zu stoppen …
Inzwischen haben bereits viele gesehen, dass unter dem Deckmantel der „Regelung“ des Ukraine-Konflikts Eroberungsziele angestrebt werden. Auf die Karte wurde eine Umverteilung der Welt gesetzt, die mit massiven Menschenrechtsverletzungen begleitet und aus einem Land direkt gelenkt wird, das mehrere Tausend Meilen von unseren Staaten entfernt ist.

Staatsduma-Chef Sergej Naryschkin

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 07:42

@Goodnight und andere Misionäre der “westlichen Werte”

Es wird mir vorgeworfen, aber t rotzdem: »J’appelle un chat un chat et Rollet im fripon – Eine Katze nenne ich Katze und Rollet einen Gauner.«

Nicolas Boileau-Despréaux

Morph Oktober 1, 2014 um 08:03

@goodnight

Stimmt. So kommen unsere Nicks doch noch zu sich selbst: Goodnight/Exit, Morph/Adaption. – Das Vertrackte anonymer Online-Debatten ist ihr virtueller Charakter. Das Gesagte hat keine soziale Verbindlichkeit. Je nach psychischer Verfassung nutzen die Teilnehmer das als Chance zum Dampfablassen oder als Chance zum Experiment. Und einige unter uns glauben erstaunlicherweise daran, das hier könne in einem spezifischen, kontrollierbaren Sinn sozial relevant sein.

Ich habe auch schon die Exit-Option getestet. Funktioniert im Virtuellen denkbar schlecht. So wie man sein Dabeisein hier nur simulieren kann, so auch das Nichtdabeisein. In der Offline-Wirklichkeit können wir uns räumlich entfernen. Die Onlineräume sind dagegen stets nur einen Klick entfernt und das virtuelle Gedächtnis des Internet kann unsere Anwesenheit nicht vergessen.

Man kann netzwerkanalytisch leicht zeigen, dass Deine Beiträge die Kommunikationen hier am stärksten informiert haben. Diese Funktion zu unterbrechen braucht ein starkes Motiv. Dass Frank Lübberding nicht die Zeit und Nerven hat, die Threads durch konsequentes Löschen des redundanten Geräuschs von Beleidigungen, Popmusik-Links, hellem Wahn und Altersstarrsinn zu kultivieren, scheint mir kein hinreichend starkes Motiv zu sein. Und ich glaube, dass man den destruktiven Kommunikationen, die sich hier teilweise etabliert haben, nicht durch eigene Exit-Kommunikationen Sinn geben sollte.

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 08:18

Etwas verloren sitzt Helen, 57, auf ihrem Klappstuhl. Sie ist rund vierzig Jahre älter als die Menschen um sie herum, aber das stört die Hongkongerin nicht. Sie protestiert gegen die Peking-Regierung.
SPON >>>

Tja
die westlichen Banditen, in ihrem neokollonialnen Plan-Barbarossa gegen den Rest der Welt müssen auf 17-jährige setzen. Die anderen, die aus dem Puubertät ausgewachsen sind, haben schon das Böse erkannt

Bogus Oktober 1, 2014 um 08:19

(Das hier denke ich nur und schreibe es nicht, und falls doch bitte ich F.L. im nächsten Post, es zu löschen – scheint ja gerade in Mode zu sein)

Och nö, Morph.
Eine alte Weisheit sagt, man solle Reisende niemals und ganz und garnicht aufhalten.

Good night Goodnight!

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 08:33

Ich habe auch schon die Exit-Option getestet. Funktioniert im Virtuellen denkbar schlecht. Die Onlineräume sind stets nur einen Klick entfernt

Bingo Morph!

Jawohl! Die Wahrheit von des Ortes des Geschehens in nur einen Klick entfernt, die westlichen Lügen-Medien sind sofort entblost. Es kann gertade hier die Hoffnung liegen, dass die verbrecherische westliche Machtelite nicht wagen wird, den dritten Weltkrieg gegen den Rest der Welt vom Zaun zu brechen.

wowy Oktober 1, 2014 um 08:39

@Morph
“Je nach psychischer Verfassung nutzen die Teilnehmer das als Chnce zum Dampfablassen/Experiment.”
Aha. Ich überlege gerade, wie man wohl psychisch drauf ist, wenn man es als beides nutzt?

holger196967 Oktober 1, 2014 um 08:44

goodnight

—>>> Die unkontrollierte Aktivität einzelner Personen, die hier beleidigend operieren.
Noch einmal: Eine Diskussion auf einem bestimmten intellektuellen Niveau ist nicht möglich, wenn am Tisch jemand sitzt, der durchgehend Beleidigungen benutzt.”

Das Problem ist, mein lieber goodnight, nicht das Niveau der Sprache, sondern das herzhafte Niveau hier ständig zu denunzieren. Argumente und Aussagen zu verdrehen. Ist aber auch nix neues hier. Und wenn sich ausschließlich das Niveau auf dem Monotheismus Luhmann beschränkt, dann muss man sich den Monotheistischen Blog Luhmann suchen, oder man geht in das Marx-Forum. Da kann man sich dann Gegenseitig beklatschen und sich voller Lob preisen.

Du bist doch ein Freund der Differenzierung. Dann akzeptiere diese doch auch einfach. Ich habe hier schon öfters gesagt, wenn es nach mir ginge, würde die Menschheit wohl ein wenig anders miteinander umgehen. Nach mir geht es aber nicht. Und wenn ich von fundamentalistischen Gläubigen und dem Glauben an diesen von Menschen gemachten Gott nichts halte, kann ich das auch begründen.

Dann muss ein virtueller Witzvogel K. mir nicht unterstellen ich wäre menschenverachtend. Dann soll der Witzvogel einfach nur mal den verstorbenen Deschner lesen, dann weiß er WER hier menschenverachtend ist. Da geben sich alle 3 Religionen überhaupt nix.

Das intellektuelle Niveau was du vermisst, ist ja eh nur ein extravagantes Geschwurbele und das nutzen von anderen Begriffen.

Auf gut Deutsch, das ach so Intellektuelle ist nur eine andere Sprache von denen, die sich vermeintlich auf hohem Niveau bewegen und sich zur Upper-Class zählen. Der einfache Sack durchdringt eben was, Intellektuelle penetrieren. Den Intellektuellen tangiert etwas und den einfachen Dödel berührt etwas.

Das Problem liegt wohl daran, dass der intellektuelle Zögling, nicht mit einer einfachen deutlichen Sprache klar kommt. Das ist ihm zu wider. Das ist unter seinem Niveau. Und ja, eine einfache deutliche Sprache, kann auch Ängste auslösen. Besonders dann, wenn man den super Intellektuellen die Hosen runter zieht. Dann steht er nämlich ziemlich nackt da, der Intellektuelle.

Daher ist mir das Intellektuelle hochwertige Niveau zu wider, es redet viel zu viel um den heißen Brei herum, und bestaunt und beklatscht sich dann Gegenseitig, ohne überhaupt etwas verstanden zu haben.

Wenn das Geschwurbele ein hohes Niveau sein soll, dann bitte schön. Ich nenne es Zeitverschwendung mit dauerhaft offenen Ergebnis.

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 08:53

Das Problem ist, mein lieber goodnight, nicht das Niveau der Sprache, sondern das herzhafte Niveau hier ständig zu denunzieren. Argumente und Aussagen zu verdrehen. Ist aber auch nix neues hier.

SUPER!

Das intellektuelle Niveau was du vermisst, ist ja eh nur ein extravagantes Geschwurbele und das nutzen von anderen Begriffen. Auf gut Deutsch, das ach so Intellektuelle ist nur eine andere Sprache von denen, die sich vermeintlich auf hohem Niveau bewegen und sich zur Upper-Class zählen. Der einfache Sack durchdringt eben was, Intellektuelle penetrieren. Das Problem liegt wohl daran, dass der intellektuelle Zögling, nicht mit einer einfachen deutlichen Sprache klar kommt. Das ist ihm zu wider. Das ist unter seinem Niveau. Und ja, eine einfache deutliche Sprache, kann auch Ängste auslösen. Besonders dann, wenn man den super Intellektuellen die Hosen runter zieht. Dann steht er nämlich ziemlich nackt da, der Intellektuelle. Daher ist mir das Intellektuelle hochwertige Niveau zu wider, es redet viel zu viel um den heißen Brei herum, und bestaunt und beklatscht sich dann Gegenseitig, ohne überhaupt etwas verstanden zu haben. Ich nenne es Zeitverschwendung mit dauerhaft offenen Ergebnis.

HUT AB!

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 08:59

@Morph
schon wieder nur einen Klick entfernt die Meldung über die Heldentaten unseren ukrainischen Faschisten-Freunde

Mehr als 400 nicht identifizierte Leichen befinden sich derzeit in Leichenhäusern von Donezk, in dessen Nähe früher Massengräber von zivilen Einwohnern entdeckt worden waren, wie der lettische Völkerrechtler Einars Graudins der „Rossijskaja Gaseta“ mitteilte.

Örtliche Frauen berichteten Einars, dass ihre Häuser ausgeraubt worden waren und ukrainische Soldaten vor einem Postamt Schlange gestanden hatten, um das Gestohlene nach Hause zu schicken.

Nach Ansicht des russischen Außenministeriums gibt es einen „ernsthaften Grund für die Annahme“, dass hinter den Morden an zivilen Einwohnern Einsatzkräfte der ukrainischen Nationalgarde stehen. Kiew weist diese Anschuldigungen zurück.

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 09:52

@Morph
Die Sprachvergewaltiger in den Sozialwissenschaften berufen sich auf die Naturwissenschaften. Auch dort kann der Laie die Relativitätstheorie nicht verstehen. Auch diese lässt sich nicht in die Sprache des Dorfmarktes übersetzen.
Nein lieber Morph. Lässt sich nicht. Das stimmt. Aber:

Jeder Depp auf dem Marfktplatz fällt sofrt ein Haufen davon ein, was die Naturwissenschaften erbracht haben. Was die geistige Onanie in den Sozialwissenschaften und vor allem in den Wi-Wi gebracht hat, wird uns nicht einmal ein Luhmann-Verstehen erklären können.

Morph Oktober 1, 2014 um 10:29

@wowy

“Ich überlege gerade, wie man wohl psychisch drauf ist, wenn man es als beides nutzt?”

Möglicherweise interessiert man sich für die soziale Wärmelehre sub specie digitalis?

Wie steht’s übrigens mit Deinem argumentativen Beitrag zu TTIP (statt Deiner üblichen virtuellen Empörungsgesten = Link + ‘Lesebefehl’)?

f.luebberding f.luebberding Oktober 1, 2014 um 10:43

Warum ich Nebengeräusche nicht lösche? Weil mir bisher noch niemand plausible Kriterien dafür genannt hat, was gerade das Neben- und was das Hauptgeräusch ist. Wenn ich erst einmal damit anfange, muss ich entsprechend solchen Kriterien handeln. Das ist relativ einfach, wenn es sich um eindeutige Beleidigungen handelt. Nur schwierig sind bekanntlich die Grenzfälle, wo sich die Aggressivität aus der Natur einer kontroversen Debatte ergibt. Es ist eben ein Irrtum zu glauben, dass solche Online-Debatten mit irgendetwas vergleichbar wären, die es in sonstigen Kommunikationsräumen bisher gegeben hat. In der Wissenschaft ist es eines der wesentlichen Ziele der Ausbildung, die Studenten mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen und Kommunikationsformen vertraut zu machen. Das Ziel ist also eine gewisse Homogenität unter den Menschen herzustellen, die sich dann Wissenschaftler nennnen. Das gilt auch für andere Subsysteme, die auch ansonsten nicht funktionieren können, etwa der Journalismus. Es ist völlig egal, was ein Journalist für Meinungen hat, wenn er sich an in seiner Berichterstattung an Regeln halten muss, die für alle Journalisten verbindlich sind.

Was hier schlicht fehlt, ist das Moment der Homogenisierung. Hier argumentieren Menschen aus völlig unterschiedlichen sozialen Bezügen mit unterschiedlichen Biographien, die gerade nicht diesen Prozeß der Professionalisierung als gemeinsame Erfahrung gemacht haben. Holger hat das sehr gut in seinem letzten Kommentar als Antwort auf Goodnight auf den Begriff gebracht. Was von mir jetzt verlangt wird, ist diesen Prozeß der Homogenisierung bei der Auswahl der Kommentatoren zu leisten. Nur nach welchen Kriterien wird das dann geschehen? Schlicht nach denen, die meinen eigenen Sozialisierungsprozeß widerspiegeln. Am Ende hätte ich wahrscheinlich am besten alleine mit Schirrmacher diskutiert.

Nur das ist nicht das, was das Potential solchen Foren wie diesen Blog ausmacht. Dann sitze ich, je nach Gusto, entweder im Gelben Forum, in einer elitären Redaktionskonferenz oder im soziologischen Seminar. Was man von mir also erwartet, ist Homogenität herzustellen. Nur ist es genau das nicht, was mich interessiert, sondern das Gegenteil namens Irritation. Nur wenn ich anfange, Kommentare exzessiv zu selektieren, bleibt mir nichts anderes übrig als Irritation zu beseitigen. Wer meine Frühkritiken regelmäßig liest, wird bemerkt haben, was das in der Praxis bedeutet. Ich sehe es unter heutigen Medienbedingungen auch als die eigentliche publizistische Leistung an, den Leser mit dieser Irritation herauszufordern. Also gerade jenem Trend etwas entgegenzusetzen, der sich vor allem darin ausdrückt, Erwartungen zu bestätigen.

Was Holger betrifft. Er ist eine Nervensäge. Aber er beleidigt eben nicht nur, sondern bringt bisweilen Aspekte in die Debatte ein, die interessant und konstruktiv sind, weil er einen Teil sozialer Wirklichkeit repräsentiert. Das ändert nichts daran, wo auch für ihn die für mich zumutbaren Grenzen erreicht sind. Aber das weiß er auch.

f.luebberding f.luebberding Oktober 1, 2014 um 10:52

bleistift

Die 30 % des WZB bezogen sich auf die Muslime in Deutschland.

ruby Oktober 1, 2014 um 10:56

form follows function
oder
function follows form
bzw.
mal so mal so
?

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 11:06

Nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Freiheit stirbt im Westen

Als „unglaublich absurd“ hat Tschechiens Ex-Präsident Vaclav Klaus die jetzige „antirussische Propaganda der USA und der EU“ bewertet. In einem Interview für das britische Magazin „The Spectator“ verweist er darauf, dass diese Feindseligkeit auf einer falschen und überholten Einstellung zu Russland beruht.

Dabei verweist Klaus darauf, dass das Andersdenken im Westen zunehmend bedroht wird. „Wenn Sie mich fragen, ob in Europa eine Offensive gegen die Freiheit im Gange ist, so würde ich ‚ja‘ sagen“, betont der tschechische Ex-Präsident. „Ich habe jetzt dauernd Probleme damit. Plötzlich, erstmals seit 20 Jahren, bin ich mit folgender Situation konfrontiert: Ich werde als Hauptredner zu einer Konferenz eingeladen, sobald aber die Veranstalter erfahren, dass ich ernsthafte Zweifel hinsichtlich der EU, der gleichgeschlechtlichen Ehen und der Ukraine-Krise habe, sagen sie mir: ‚Entschuldigung und vielen Dank, wir haben aber bereits einen anderen Redner gefunden.‘ Mit so etwas war ich unter den Kommunisten konfrontiert, nicht aber in dem sogenannten freien Europa. Als politisch korrekt wird hier nur ein schmales Spektrum von Meinungen akzeptiert.“

15 Oktober 1, 2014 um 11:21

f. luebberding im Pulverdampf der

Goodnight

äh..-Debatte (…wo bleibt Behle?)

“Kompliziert… kompliziert?!…Es ist ein Dschungel……ein unentwirrbares Dickicht! Ein falscher Schritt, eine falsche Ziffer im falschen Moment und du bist raus aus ‘m Mondscheintarif… ist das klar?”

wowy Oktober 1, 2014 um 11:24

@Morph
Erstens ging es um CETA, zweitens hatte ich gesagt, dass ich es wahrscheinlich nicht schaffe (hat nicht jeder sovielFreizeit wie du). Und ansonsonsten steht es dir auch frei dich kurz und klar auszudrücken, @holger hat das Nötige dazu gesagt.

Morph Oktober 1, 2014 um 11:29

@fl

“Was man von mir also erwartet, ist Homogenität herzustellen.”

Wie gesagt, ich denke, dass das niemand von Dir ernsthaft erwarten kann. Allerdings glaube ich, dass das weniger an den Kriterien akzeptabler Meinungsäußerungen liegt. Das Problem würde m.E. allein im Zeitaufwand der Durchsetzung liegen.

Und was die Homogenisierung angeht: So eine Kaka-Pipi-Arsch-Weltverschwörungsrhetorik bewirkt natürlich auch eine Homogenisierung, mach Dir da mal nichts vor. Der Sache nach hat @goodnight mit seiner Problematisierung des Toleranzprinzips schon recht.

"ruby" Oktober 1, 2014 um 11:36

@ 15
“Die Inflationsrate darf nicht den Mittelwert überschreiten …”
;-)
“Du hast ein konservatives Kommunikationsprofil.”
Didi – voila !

Morph Oktober 1, 2014 um 11:37

@wowy

“Und ansonsonsten steht es dir auch frei dich kurz und klar auszudrücken”

Ich probier’s mal…

http://www.duden.de/shop/duden-richtig-schreiben-kurz-gefasst

Lesebefehl!!

;-)

"ruby" Oktober 1, 2014 um 11:43

Mensch Morph, dass ist die erste Auflage von Januar 2006 …

Linus Oktober 1, 2014 um 11:46

@fl: Volle Zustimmung! Ein Standard von z.B. gleicher Grashalmlänge kann nur funktionieren vor dem Hintergrund einer ungemähten Wiese. Und solange diese ungemähte Wiese genügend Zusammenhalt und Selbstorganisation aufbringt, um nicht völlig auseinander zu fliegen, gibt es keinen Grund, die Halme auf Normlänge zu kürzen.

Die eigentliche Verwirrung (und auch Goodnights Irritation) resultiert mE aus dem, was Morph schon angemerkt hat: nämlich dass Online-Medien tatsächlich andere Formen der Disziplinierung -> von Rollen -> der Selbstorganisation entwickeln. Insbesondere gehört Exklusion erstmal nicht von Natur aus dazu!
Damit dient dieser Ort als Blaupause für Situationen, wo sich Exklusion als Default-Werkzeug für Strukturbildung eben nicht anwenden lässt.

Keiner hier kommt umhin, mit dem anderen auszukommen. Die Person des Gegenüber steht da wie ein Naturgesetz, unvernichtbar. Also muss man sich arrangieren.

Durch das Fehlen von Exklusion als zeitweiliges strukturierendes Element wird ein ganzer Entwicklungsschritt übersprungen. Das erklärt die bemerkenswerte Dynamik und ‘Zukunftsfähigkeit’ dieses Blog-Formats. Weniger ist hier tatsächlich mehr.

"ruby" Oktober 1, 2014 um 11:47

Ein Fall für Legasthenie
Von U. Humbs auf 24. Dezember 2006
Man kann es kurz machen: Dieses Heftchen ist Schutt, da der Inhalt größtenteils an den blanken Haaren herangezogen ist. Wirklich nützlich waren mir zwei, drei Wörter, der Rest jedoch (u.a. wie schreibt man Interesse, Atmosphäre, wann das/dass?)ist höchstens ein Fall für Legasthenie.

Das Heft landete nach einmaligem Durchblättern zweigeteilt im Müll.
;-)

Frankie (formerly known as Bernankie) Oktober 1, 2014 um 11:48

@Frank Lübberding

“Nur ist es genau das nicht, was mich interessiert, sondern das Gegenteil namens Irritation.”

Jo, passt doch.

Morph Oktober 1, 2014 um 11:52

@ruby

Da siehste mal, was so manche Links taugen! ;-)

"ruby" Oktober 1, 2014 um 11:56

@ Morph
;-)
http://www.faz.net/aktuell/politik/transportprobleme-deutsche-soldaten-sitzen-in-afghanistan-fest-13183163.html
Hatte vor kurzem auf die Alternative hingewiesen.
“Die” lesen hier tatsächlich mit …

f.luebberding f.luebberding Oktober 1, 2014 um 12:07

Morph

Stimmt: Dann wäre der Blog als Debattenformat tot. Was den Zeitaufwand betrifft: Den habe ich heute schon. Wir diskutieren mit schöner Regelmäßigkeit über das Thema. Ich versuche auch regelmäßig in Diskussionen einzugreifen, wenn sie völlig aus dem Ruder laufen. Nur letztlich bin ich darauf angewiesen, dass die Menschen, die diesen Blog als Plattform nutzen, ein eigenes Interesse daran haben, dessen Funktionsfähigkeit zu erhalten. Jeder Schiedsrichter braucht diese Bereitschaft, wenn seine Rolle einen Sinn machen soll. Deshalb halte ich auch jene Logik für fatal, die sich in der Debatte über die Rolle der Medien in der Ukraine-Krise gezeigt hatte. Es ist die Dominanz strategischer Kalküle, die man sich wechselseitig unterstellt. Das Problem ist ja nicht, dass es diese nicht gibt, sondern sie so einzudämmen, damit eine sinnvolle Berichterstattung überhaupt noch möglich ist. Wenn dieser Blog am Ende ist, wird das niemanden interessieren. Wenn das aber unserem Modell von Öffentlichkeit passiert, wird das letztlich die Voraussetzungen einer demokratischen Gesellschaftsordnung in Frage stellen. Eine funktionierende Öffentlichkeit ist unverzichtbar, um Konflikte und Interessenunterschiede zu regulieren. Sie schafft erst Legitimation. Deswegen scheitern auch alle Versuche, demokratische Gesellschaftsordnungen zu exportieren, wenn diese kulturellen Voraussetzungen nicht existieren. In China etwa geht es gerade wieder um diese Frage.

"ruby" Oktober 1, 2014 um 12:55

Können die Schrauber bei der BW nicht die alten Tupolev (gerade im Quartett gefunden) bekommen?
Heute ist doch Tag der Russen in Rostock!
Ansonsten die Antonov weiter benutzen :
https://www.youtube.com/watch?v=L2QhMeMSpZM
Start in Hamburg
UvL macht das schon – gelle?
zum Feiertag mal wieder ins Museum
;-)

holger196967 Oktober 1, 2014 um 12:56

Der Sache nach hat @goodnight mit seiner Problematisierung des Toleranzprinzips schon recht.”

Nein, hat er nicht. Wenn ihr ein “Intellektuelles” Format braucht, was ja auch immer @insider bemängelt, dann müsst ihr euch so ein Format basteln, was euren höheren Geiste auch entspricht. Dann müsst ihr auch die Zulassungsvoraussetzungen klären, ab wann der Vogel “Piep” machen darf.

Ihr habt doch vermutlich nur Angst um eine nicht vorhanden Reputation, wenn ich das mal so sagen darf.

Ja, ich gehe soweit zu sagen, das Internetz ist der Killer der Reputation von solchen Geistesgrößen.

Waren sie vormals nur in kleinen elitären Zirkeln und Burschenschaften, müssen se sich nun auch noch mit dem Pack auseinandersetzen.

"ruby" Oktober 1, 2014 um 13:00

@ FL
In Honkong ist heute Feiertag, Demokratie vor dem Tötungssturm des Militärs?
Who knows …
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/10/01/drk_20141001_1227_cf2aa0a1.mp3
Sonne und bürgerliche Freiheit!
Bürgererziehung – friedlich.

"ruby" Oktober 1, 2014 um 13:13

Alles klar?
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/streit-ueber-optimierungsbedarf-cdu-generalsekretaer-tauber-ceta-ist-jetzt-fertig-verhandelt/10779404-2.html
Liegt schon eine Übersetzung von CETA vor und wieso machen “die” sich zu Affen?
Wessen Interessen werden vertreten?

Morph Oktober 1, 2014 um 13:23

@Holger

“Ihr habt doch vermutlich nur Angst um eine nicht vorhanden Reputation, wenn ich das mal so sagen darf.”

Wenn das der Fall wäre, würde ich hier nicht schreiben.

“Waren sie vormals nur in kleinen elitären Zirkeln und Burschenschaften, müssen se sich nun auch noch mit dem Pack auseinandersetzen.”

Müssen sie überhaupt nicht. Und tun sie auch nicht. Und je kindisch-zotiger sich die Kaka-Pipi-Arsch-Weltverschwörer aufführen, desto weniger müssen sie rechtfertigen, dass sie es nicht tun.

Ist eine alte These von mir: Die Gesellschaft motiviert die Bewohner der (ökonomischen, politischen, rechtlichen, kulturellen etc.) Exklusionszonen, sich so zu präsentieren, dass ihre Exklusion gerechtfertigt erscheint.

Du hast keine Ahnung, WIE affirmativ Dein Geplärre im Grunde ist, @Holger!

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 13:27

Sie schafft erst Legitimation. Deswegen scheitern auch alle Versuche, demokratische Gesellschaftsordnungen zu exportieren, wenn diese kulturellen Voraussetzungen nicht existieren.

Tja,
man hat keine Ahnung
Abgesehen von den vom Westen korrumpierten Eliten, und den verschiedenen “demokratischen” Parteien die schon out sind (Ungarn ist nur der Anfang), ist die Demokratie in den ehemaligen kom Staaten ein Spott. Man sagt “Demokraten” mit einer Grimasse der Verachtung im Gesicht

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 13:32

Mitteleuropäischer Block gegen Russlandsanktionen
In Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Österreich wächst der Unmut über die außenpolitischen Vorgaben aus Brüssel
Obwohl auch die Regierung von Zypern diesen Standpunkt vertritt, reicht die Größe des Blocks der Sanktionsgegner bislang nicht für eine Sperrminorität im Rat der Europäischen Union aus: Solch eine Sperrminorität erfordert nämlich nicht nur die Gegnerschaft von mindestens vier Staaten – die Einwohner dieser Länder müssen darüber hinaus auch mindestens 35 Prozent der EU-Bevölkerung ausmachen. Tschechien, Ungarn, die Slowakei und Zypern bringen es aber gemeinsam nur auf gut fünf Prozent der über 500 Millionen EU-Bürger. Die zusätzliche Einwohneranteilsanforderung würde nur dann wegfallen, wenn sich mindestens 13 der 28 EU-Mitgliedsländer gegen Sanktionen aussprechen. Die dafür fehlenden neun Länder sind jedoch noch nicht in Sicht – lediglich in Bulgarien, wo die Abhängigkeit von russischem Gas größer ist als anderswo, regt sich auch in der Regierung Widerstand gegen den Brüsseler Kurs.

Huuh Oktober 1, 2014 um 13:34

Ich habe einfach Pech.

Kürzlich entschied ich am Wettschalter, meine Einsätze auf das Pferd ” *** ” zurückzuziehen, um auf das Pferd “Goodnight” zu setzen. Ich hatte beobachtet, mit welchem Spurtvermögen “Goodnight” zum Hals des Favoriten aufschloss und dann an diesem vorbeizog. Mehr noch, ich glaubte gesehen zu haben, wie er in einem kurzen Augenblick nach dem Rivalen biss. Das Ende kennt ihr inzwischen. Das Pferd überspurtete ” *** ” und lief dann einfach aus der Bahn.

Der Entschluss fällt mir nicht leicht. Aber in Zukunft besuche ich nur noch Windhundrennen.

holger196967 Oktober 1, 2014 um 13:36

Du hast keine Ahnung, WIE affirmativ Dein Geplärre im Grunde ist, @Holger!”

Viel Feind viel Ehr :D

wowy Oktober 1, 2014 um 13:36

@Morph
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.
Sonst noch keine Argumente? Dachte ich mir.

Insider Oktober 1, 2014 um 13:43

@f.luebberding Oktober 1, 2014 um 10:43
In der Wissenschaft ist es eines der wesentlichen Ziele der Ausbildung, die Studenten mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen und Kommunikationsformen vertraut zu machen. Das Ziel ist also eine gewisse Homogenität unter den Menschen herzustellen, die sich dann Wissenschaftler nennnen. Das gilt auch für andere Subsysteme …
Was hier schlicht fehlt, ist das Moment der Homogenisierung. Hier argumentieren Menschen aus völlig unterschiedlichen sozialen Bezügen mit unterschiedlichen Biographien, die gerade nicht diesen Prozeß der Professionalisierung als gemeinsame Erfahrung gemacht haben.

Das ist zumindest missverständlich formuliert.

Denn Wissenschaft – sofern sie kritisch und nicht affirmativ ist – ist nicht durch Homogenität, sondern durch Pluralismus und kritische Kontroversen gekennzeichnet.

Aus meiner wissenschaftlichen Biographie kenne ich noch die Streitgespräche zwischen wissenschaftlichen Experten und Experten, sei es in Oberseminaren, Doktorandenkolloquien oder Podiumsdiskussionen. Das war zu meiner Studienzeit und ist heute Geschichte.

AQllgemein ist darauf hinzuweisen, dass der wissenschaftliche Fortschritt ist Ausdruck eines menschheitsgeschichtlicher Erkenntnis- und Bewusstseinsprozesses.
Da gibt es unterschiedliche Stufen und Niveaus, man kann von Paradigmen sprechen, von niedrigeren und höherern Niveaus etc.
Häufig sind diese Stufen mit bestimmten Forschernamen verwunden. Vor Marx – nach Marx. vor Freud – nach Freud. Etc.

Der wissenschaftliche Prozess verläuft jedoch nicht unidirektional im Sinne stetigen Erkenntnisfortschritts. Was jüngeren Datums als „moderner“ angesehen wird und aktuell als wissenschaftlicher Standart gilt, muss keineswegs ein höheres Niveau aufweisen, obwohl dies immer von den aktuellen Vertretern der Wissenschaft behauptet.

Als historische Beispiele kann man hierzu die nationalsozialistische oder die stalinistische Wissenschaft anführen.

Bei der wissenschaftlichen Professionalisierung – sofern diese gelingt – kommt es bei dem/der Student/in zu einen Entwicklungsprozess vom Alltagsbewusstsein zum wissenschaftlichen Bewusstsein, wozu auch die Aneignung von Theorien, Methoden sowie wissenschaftlicher Disziplin als Instrumenten für wissenschaftliches Verständnis und Arbeiten gehört. Dies ist erforderlich, um die komplexe Wirklichkeit auf höheren Niveau zu erfassen und zu bearbeiten.

Wissenschaft ist daher nicht voraussetzungslos und wird es niemals ein können – im Gegenteil.
Daher erfordert jede Teilnahme am wissenschaftlichen Diskus oder Arbeiten erfordert Nachweis den Fortschritts in wissenschaftlichem Wissen, Denken und methodischen Arbeiten.

Anfangssemester dürfen nicht in Fortgeschrittenenseminaren teilnehmen, wer promovieren will, muss entsprechende Voraussetzungen erfüllt haben etc.

Im Vergleich zu meiner Studienzeit hat sich der Wissenschaftsbereich völlig veränder. Die Studentenzahl hat sich um den Faktor 10 erhöht. Ein Abschlussdiplom ist längst kein Beleg für wissenschaftliche Kompetenz mehr.

Nach wie vor stehen oben in der wissenschaftlichen Hierarchie stehen die anerkannten wissenschaftlichen Experten und Autoritäten.
Diese Hierarchisierung und Exklusivität von Kommunikation ist kennzeichnend für die moderne Arbeitswelt und die modernen Wissenschaften.

Daneben gibt es gesellschaftliche Bereiche, die keinerlei bildungsmäßigen bzw. intellektuellen Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Kommunikation machen.

Das gilt für den gesamten Bereich der Zirkulationssphäre.

Der Kunde kann dumm sein wie ein Eimer Wasser, wenn er eine ernsthafte Kaufabsicht und Zahlungsfähigkeit signalisiert, wird der Verkäufer mit ihm kommunizieren.

Zudem haben sich massenmediale Formate herausgebildet, welche in ihrer intellektuellen Niedrigschwelligkeit des Zuganges als „plebejisch“ bezeichnet werden können.

Das sind z. B. die volkstümlichen Sendungen, das „Unterschichtsfernsehen“ und die Talkshows fürs Volk. Sie entsprechen niveaumäßig meist dem, was als Stammtisch- oder Kaffeekränzchenniveau bezeichnet wird.

Internetblogs, die offen für alle sind und in der anonyme Avatare diskutieren, weisen eine typisch „plebejische“ Struktur auf. Sie kennen keine Experten und Autoritäten. Jeder kann mitreden. Das zieht wie ein Magnet jene an, welche im Real Life ignoriert oder veraußenseitert werden.

Diese Art von Blogs entwickeln sich eigenlogisch zu Quasselbuden, in denen das Niveau immer weiter nach unten geht. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. So wenn es Themen oder Bereiche gibt, in denen sich Diskussionsteilnehmer durch Expertenwissen profilieren können.

Experten haben grundsätzlich kein Interesse daran, Fachfragen mit fachlichen Laien zu diskutieren. Mediziner zum Beispiel machen das grundsätzlich nicht.

Wer als Wissenschaftler und Experte etwas auf sich hält, wird sich sehr gut überlegen, ob er sich in Talkshows auf das dumme Geschwätz von unqualifizierten TalkmasterInnen und TeilnehmerInnen einlassen will.

Die Kommunikation in Internetblogs mit anonymen Avatare ist ein historisch neues Phänomen. Die Teilnahme von Experten und Fachautoritäten ist die große Ausnahme. Fast überall ist zu beobachten, dass sich jene Teilnehmer zurückziehen, welche die sachlich und fachlich besten Beiträge leisteten.

Meine Annahme ist, dass sich im Internet Foren bilden werden, die eine andere Struktur aufweisen und daher auch für Experten und Fachautoritäten attraktiv sind.

Die Internetblogs mit plebejischer Struktur werden zwar nicht verschwinden werden, aber sie werden sich reduzieren und immer weniger Attraktivität „nach oben“ aufweisen.

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 13:56

@holger
Wenn ich zu pesimistisch bin, denke ich an den deutschen Soldaten Kunze (ob der Name stimmt? – egal), der vor 3 Jahrzehnten für ein paar Monate die Diskussion in einem kommunistishcen Land beherrschete

“Warum darf ein Soldat einer Besetzungsarmee auf dem Friedhof, wo die Partisanen begraben sind, begraben werden?”

Zusammengefasst: Als die Wehrmacht als Rache die Zivilbevölkerung exekutierte, legte Kunze sein Gewehr beiseite, hat sich neben den Frauen und Kinder gestellt … die Kammeraden (mit Vergnügen) haben auch ihn exekutiert …

“Aber er war ein Soldat der Besatzungsmacht!” – so das Argument. Ich galube Kunze durfte trotzdem neben den Partisanen auf Gottes Gericht warten

Die Märchen über Gott sind mir zwar fremd, aber ich denke an die Worte eines großen Mannes, A. Smith:

Es ist Vernunft, Grundsatz, Gewissen, es ist der Inwohner unserer Brust, der innere Mensch, der große Richter und Schiedsherr über unser Verhalten. Er ist es, der uns, so oft wir im Begriffe stehen, so zu handeln, daß wir die Glückseligkeit anderer in Mitleidenschaft ziehen, mit einer Stimme, die imstande ist, unsere vermessensten Leidenschaften in Bestürzung zu versetzen, zuruft, daß wir nur einer aus der Menge sind und in keiner Hinsicht besser als irgendein anderer dieser Menge … Dieser unparteiische Zuschauer allein lehrt uns die wirkliche Geringfügigkeit unseres eigenen Selbst und alles dessen, was uns angeht, erkennen und nur durch das Auge dieses unparteiischen Zuschauers können die natürlichen Täuschungen der Selbstliebe richtiggestellt werden. Er zeigt uns die Schönheit des Edelmuts und die Häßlichkeit der Ungerechtigkeit; er zeigt uns, wie schön es ist, auf den größten eigenen Vorteil zu verzichten und ihn dem noch größeren Interesse anderer Menschen aufzuopfern, und wie häßlich es ist, einem anderen auch nur das geringste Unrecht zuzufügen, um dadurch für uns selbst einen Vorteil zu erlangen, und wäre dieser auch noch so groß. Es ist nicht die Liebe zu unserem Nächsten, es ist nicht die Liebe zur Menschheit, was uns in vielen Fällen zur Betätigung jener göttlichen Tugenden antreibt. Es ist eine stärkere Liebe, eine mächtigere Neigung, die in solchen Fällen im allgemeinen eingreift: die Liebe zu allem, was ehrenwert und edel ist, das Verlangen nach Größe, Würde und Erhabenheit unseres Charakters.

egal Oktober 1, 2014 um 13:56

Ich hatte nicht bemerkt, dass FL neben der Islamkonferenzstudie noch eine Studie des WZB verlinkt hat.

Der Fundamentalismus, den das WZB misst, ist weitgehend verfassungskonform, und spiegelt vor allem das fehlende Verständnis der Demokratie und die weltanschauliche Borniertheit des WZB wieder.

„Christen [Muslime] sollten zu den Wurzeln des Christentums [Islam] zurückkehren.“
„Es gibt nur eine Auslegung der Bibel [des Korans] und alle Christen [Muslime] müssen sich daran halten.“

Es steht jedem frei normative Erwartungen an andere zu formulieren.
Und es gibt ein Grundrecht auf Borniertheit. Deshalb fordert niemand, das WZB zu verbieten.

„Die Regeln der Bibel [des Korans] sind mir wichtiger als die Gesetze [von
Deutschland; bzw. des anderen Landes, in dem die Studie durchgeführt wurde].“

Die Existenz von Normen über dem positiven Recht ist Vorraussetzung der Demokratie. Sonst würde kein Maßstab existieren, an dem das positive Recht gemessen werden kann.
Das Grundgesetz hat aus gutem Grund darauf verzichtet, das Schöne, Wahre und Gute zu normieren.
Das WZB scheint zu erwarten, dass Muslime vor Kaiserstatuen knien.

“Ich will keine homosexuellen Freunde.”

Diskriminierungsverbote gelten aus gutem Grund nicht für die private Lebensführung. Das Grundgesetzt enthält keine Regeln für die Freundesauswahl.

“Juden kann man nicht trauen.”

Das ist Rassismus.

Die Studie hätte man hirnvoller gestalten können.

holger196967 Oktober 1, 2014 um 14:02

@insider

—>>>Meine Annahme ist, dass sich im Internet Foren bilden werden, die eine andere Struktur aufweisen und daher auch für Experten und Fachautoritäten attraktiv sind.”

Wozu wurde nochmal das Internetz erfunden? GENAU!!! Für Expärten und Fachautoritäten…

Daher gibt es diese Foren auch schon. Deshalb wunder ich mich ja, warum diese “Fachautoritäten” nicht unter sich bleiben können!

Soll ich hier noch Links reinstellen, wo diese “Fachautoritäten” gefunden werden können? Und dessen Foren?

Was treibt denn solche “Fachautoritäten” immer hier her, wenn sie doch schon laaaaange unter sich sein könnten?

Doch nur, um ihre Reputation festigen zu wollen. Sonst müsste man ja nicht immer auf den Begriffen rumreiten, und seinen Status zu festigen.

Also hopp an die die elitären Foren mit Zugangsberechtigung. Mir scheint das Leben dort recht langweilig zu sein. Wie kommt es sonst, dass sich hoch gebildete Akademiker sich mit dem Pack auch noch rumschlagen.

Das entzieht sich mir einer gewissen Logik.

f.luebberding f.luebberding Oktober 1, 2014 um 14:13

Insider

Es geht um die Art und Weise, wie in der Wissenschaft Kontroversen diskutiert werden. Der Exklusionsmechanismus ist dort entsprechend ausgeprägt, sobald man dieses Subsystem verlässt, also wissenschaftliche Thesen zum Gegenstand der öffentlichen Debatte werden. Dann wird man dort das erleben, was auch hier bisweilen der Fall ist. Ansonsten kann es sich heute niemand mehr leisten, die Öffentlichkeit zu ignorieren. Wissenschaft als Elfenbeinturm ist eine Vorstellung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Allein zur Sicherung ihrer materiellen Basis sind sie auf Öffentlichkeit angewiesen, um die Finanzausstattung legitimieren zu können. Das kann dann tatsächlich Folgen haben, die den Kern des Wissenschaftssystems in Frage stellen.

Was aber etwas grotesk ist: Deine altertümliche Idee von einer Elite, die dem Bild Platons zu gleichen scheint. Aber schön für jeden, der sich ihr zugehörig fühlt … .

“Experten haben grundsätzlich kein Interesse daran, Fachfragen mit fachlichen Laien zu diskutieren. Mediziner zum Beispiel machen das grundsätzlich nicht.”

Gerade Mediziner sind wie noch nie einem extremen Legitimationsdruck ausgesetzt. Sie haben das, was sie tun, zu begründen und müssen immer befürchten, für Fehler zur Rechenschaft gezogen zu werden.

“Wer als Wissenschaftler und Experte etwas auf sich hält, wird sich sehr gut überlegen, ob er sich in Talkshows auf das dumme Geschwätz von unqualifizierten TalkmasterInnen und TeilnehmerInnen einlassen will.”

Sie werden in der Regel erst gar nicht eingeladen. Das Problem solcher Experten ist zumeist ihre fehlende Kommunikationsfähigkeit, also ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in einer für den Laien verständlichen Sprache zu vermitteln. Diejenigen, die das können, werden in Talk Shows gerne eingeladen. Die anderen benutzen das Argument ihrer wissenschaftlichen Reputation, um die Differenz zu den kommunikationsfähigen Kollegen deutlich zu machen. Talk Shows sind politisch geprägte Kommunikationsbühnen. Natürlich hätte man die Jauch-Sendung am Sonntag auch nur mit Experten besetzen können, die einen wissenschaftlcihen Dialog über den Islam in Deutschland vortragen. Nur ist Wissenschaft am Kriterium der Wahrheit orientiert, während Politik eine Handlungsdimension bedeutet. Ich kann alles über den Islam in Deutschland wissen, somit auch etwas über deren umstrittene und kontroverse Deutungen. Nur bedeutet das eben nicht Handlungsempfehlungen zu haben. Letztere bedeuten immer die Herstellung von Legitimation. Insofern war diese Sendung ein Erfolg gewesen. Die dahinter stehende Paradoxie habe ich im Artikel angesprochen.

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 14:13

Das entzieht sich mir einer gewissen Logik.

Natürlich entzeiht es sich deiner Logik nicht:

“Aber die Prolen, wenn sie sich nur ihrer Macht bewußt werden könnten, hätten es gar nicht nötig, eine Verschwörung anzutetteln. Sie brauchten nur aufzustehen und sich zu schütteln, wie ein Pferd, das die Fliegen abschüttelt.”

Orwell, 1984
Und es sieht nicht gut aus, für die plutokratische Diktatur des Westens.
PS
Traurig ist, dass sich seit Platon nichts geändert hat. Die Geschichte sei eine stendige Wiederholung von Plutokratie und Revolutionen …

holger196967 Oktober 1, 2014 um 14:30

Lübberding

—>>>Das Problem solcher Experten ist zumeist ihre fehlende Kommunikationsfähigkeit, also ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in einer für den Laien verständlichen Sprache zu vermitteln.”

So ist es. Deswegen habe ich ja auch mal gefragt, ob zB @goodnight sich im Klaren darüber ist, was “Kommunikation” überhaupt bedeutet!

Wenn ich nämlich die Masse an “Laien” erreichen will, dann muss ich zwangsläufig eine verständliche Kommunikation wählen, die der “Laie” dann auch versteht.

Das lernt man im übrigen, wenn man den Lehrgang AEVO besucht hat. Denn das Unterrichten von “Laien” Lehrlingen sorry, neudeutsch unfehlbare Auszubildende verlangt das.

Um das zu verstehen, muss man sich nur die Beipackzettel eines Arzneimittels sich anzuschauen.

99% wissen nicht, was der Beipackzettel mir gerade erzählen will.

Man kann im Zweifel auch den Apotheker fragen.

Carlos Manoso Oktober 1, 2014 um 14:38

@Insider Oktober 1, 2014 um 13:43
„Daher erfordert jede Teilnahme am wissenschaftlichen Diskus oder Arbeiten … den Fortschritt in wissenschaftlichem Wissen, Denken und methodischen Arbeiten.…
Hierarchisierung und Exklusivität von Kommunikation ist kennzeichnend für die moderne Arbeitswelt und die modernen Wissenschaften.
Daneben gibt es gesellschaftliche Bereiche, die keinerlei bildungsmäßigen bzw. intellektuellen Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Kommunikation machen.
Das gilt für den gesamten Bereich der Zirkulationssphäre.
Der Kunde kann dumm sein wie ein Eimer Wasser, wenn er eine ernsthafte Kaufabsicht und Zahlungsfähigkeit signalisiert, wird der Verkäufer mit ihm kommunizieren.“

Insider, richtig, die “moderne Arbeitswelt und die modernen Wissenschaften“ gleichen sich immer mehr an. Lübbberding, meint m.E., dass sich daraus das Ziel entwickelt, „ eine gewisse Homogenität unter den Menschen herzustellen, die sich dann Wissenschaftler nennnen“.

Diese Entwicklung enthält ein „totalitäres“ Element, das folgerichtig mit der „Niedrigschwelligkeit des Zuganges“ konform geht.

f.luebberding f.luebberding Oktober 1, 2014 um 14:58

egal

Jetzt jenseits des WZB. Es geht um die Frage nach dem Charakter unseres Rechtssystems. Ursprünglich war es als ein reines Abwehrrecht gegen den Staat zur Sicherung bürgerlicher Autonomie ausgestaltet. Mit der Staatsexpansion verband sich ein zunehmender Regulierungsbedarf bzgl. sozialer Lebensverhältnisse. Zwar ist der Staat zungunsten des Marktes zurückgedrängt worden, aber gleichzeitig hat entgegen der Annahmen der Neoliberalen der Regulierungsbedarf der gesellschaftlichen Sphäre zugenommen. Es geht immer um Marktzugang und Verhinderung von Exklusion. Hier konnten auch die liberalen Emanzipationsbewegungen seit den 1970er Jahren anschließen. Wer den Marktzugang zum relevanten gesellschaftlichen Organisationsmodell machen will, muss Diskriminierung verhindern, um die Legitimation nicht zu gefährden. Eine Gesellschaft, die wesentliche Teile (Frauen, Homosexuelle, Einwanderer etc) ausschließt, ist damit nicht vereinbar. Ob sich jetzt aber aus dem staatlichen Diskriminierungsverbot im Umkehrschluss die diversen “affirmative action” Programme begründen lassen, ist die umstrittene Frage. Sie schließen Differenz aus, weil der Staat in die Gefahr kommt, positive Leitbilder verbindlich festzulegen.

"ruby" Oktober 1, 2014 um 15:03

@ Insider

“Die Internetblogs mit plebejischer Struktur werden zwar nicht verschwinden werden, aber sie werden sich reduzieren und immer weniger Attraktivität „nach oben“ aufweisen.”

Du Seher?
http://img.tvmovie.de/imageTransfer/F1_1812400.jpg

Carlos Manoso Oktober 1, 2014 um 15:07

@f.luebberding Oktober 1, 2014 um 14:13
„Nur ist Wissenschaft am Kriterium der Wahrheit orientiert, während Politik eine Handlungsdimension bedeutet. Ich kann alles über den Islam in Deutschland wissen, somit auch etwas über deren umstrittene und kontroverse Deutungen. Nur bedeutet das eben nicht Handlungsempfehlungen zu haben“

Lübbberding, richtig, Politik kann nicht darüber entscheiden, was richtig und was falsch ist. Und das aus dem simplen Grund, dass die „Politik“ nicht wissen kann, was richtig ist und was falsch ist.

Deshalb muß die „Politik“ ein Verfahren finden, um unstreitig festzulegen, was in einer Gesellschaft gelten soll. Das Ergebnis, das dann „demokratisch“ ermittelt wurde, ist dann allerdings auch nicht in jeder Hinsicht richtig.

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 15:10

@fl

Ursprünglich war es als ein reines Abwehrrecht gegen den Staat zur Sicherung bürgerlicher Autonomie ausgestaltet. Mit der Staatsexpansion verband sich ein zunehmender Regulierungsbedarf bzgl. sozialer Lebensverhältnisse. Zwar ist der Staat zungunsten des Marktes zurückgedrängt worden, ..
usw usw usw

tja,

„Wenn jemand, der mit der Herangehensweise in der allgemeinen soziologischen Forschung vertraut ist, aber die ökonomische Literatur nicht kennt, zum ersten Mal das Buch Der Wohlstand der Nationen in die Hände nehmen würde, würde sich nicht schwer tun dieses Buch ohne zu zögern in den Bereich der Untersuchung eines Aspekts der Soziologie einzuordnen. … Smith hat neue Maßstäbe für die Erforschung der ökonomischen Bedingungen des Lebens erfunden, indem er das Leben im Ganzen als Moral erfasst hat, und den ökonomischen Prozess als Detail.“

Einer der Stammväter der amerikanischen Soziologie Albion W. Small (1854-1926)
man muss in der Tat die WiWi aus den blutigen Krallen der Fachidioten der “normalen Wissenschaft” (Kuhn) befreien. Eine Anstrengung, ein Blog dazu anzupassen, wäre (meiner Meinung nach) sehr empfehlenswert

f.luebberding f.luebberding Oktober 1, 2014 um 15:11

Carlos

Die Homogenität ergibt sich aus dem, was Studenten lernen, um anschließend als Wissenschaftler zu gelten. Die Debatte um die diversen Plagiatsaffären ging ja vor allem darum, sich dieser Standards zu vergewissern. Die andere Frage ergibt sich aus dem, was wir Bildungsexpansion nennen. Eine Gesellschaft verändert sich, wenn nicht mehr 10 % eines Jahrgangs Abitur machen, sondern 50 %. Hohe Bildungsabschlüsse also nicht mehr das Privileg einer Oberschicht sind. Es ist eben kein Zufall, wenn etwa in der Integrationsdebatte (oder auch über soziale Ungleichheit) dieses Kriterium eine entscheidende Rolle für den gesellschaftlichen Fortschritt spielt, somit der Zugang zu den Ressourcen dieser Gesellschaft damit verbunden wird.

f.luebberding f.luebberding Oktober 1, 2014 um 15:15

Carlos

“Deshalb muß die „Politik“ ein Verfahren finden, um unstreitig festzulegen, was in einer Gesellschaft gelten soll. Das Ergebnis, das dann „demokratisch“ ermittelt wurde, ist dann allerdings auch nicht in jeder Hinsicht richtig.”

Das ist auch das Argument Poppers. Es geht darum, Entscheidungen grundsätzlich revidieren zu können. Welche Grenzen das hat, wissen wir.

Insider Oktober 1, 2014 um 15:28

@f.luebberding Oktober 1, 2014 um 14:13
Wissenschaft als Elfenbeinturm ist eine Vorstellung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Allein zur Sicherung ihrer materiellen Basis sind sie auf Öffentlichkeit angewiesen, um die Finanzausstattung legitimieren zu können. Das kann dann tatsächlich Folgen haben, die den Kern des Wissenschaftssystems in Frage stellen.

Die Finanzierung durch Privatunternehmen(-> Drittmittel, Sponsering etc.) führt dazu, dass sich immer mehr Privatinteressen und immer weniger Gemeinwohlinteressen durchsetzen. Hochschulen schließen Geheimverträge mit Privaten ab. Das ist das Gegenteil von Legitimierung gegenüber der Öffentlichkeit.

Gerade Mediziner sind wie noch nie einem extremen Legitimationsdruck ausgesetzt. Sie haben das, was sie tun, zu begründen und müssen immer befürchten, für Fehler zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Das unterscheidet sie von z. B. Bankern, Politikern, Journalisten etc. Denn die sind nicht dem „System Wahrheit“ unterworfen werden und haften nicht für Schäden, die sie anrichten.

Ich kenne viele Mediziner, aber keinen, der sich gern mit dem wissenschaftlichen Unsinn von laienhaften und falschen Vorstellungen auseinandersetzt.
Grund dafür ist, dass gerade im Medizinbereich Fehlinformationen, Betrug und Täuschung dominieren, da der Medizinbereich die größte Branche in unserer Gesellschaft und für Pharmaindustrie, Krankenhauskonzerene etc. hochprofitabel ist.

Ein großes Problem für Ärzte ist, dass sie sich nicht mehr wissenschaftlich objektiv informieren können. Die meisten Studien sind getürkt, viele Professoren korrumpiert und gekauft, die Fachzeitschrifen von Pharma-Sponsoren abhängig etc.

Das ist ein ganz großes Problem gerade bei neuen Medikamenten und Behandlungsverfahren.

Das Medizingeschäft ist hochprofitabel und geht über Leichen.
Hauptsache die Profite stimmen.

Die Ärzte werden zu Objekten der Manipulation durch die Pharmagangster etc. gemacht.

Schlecht für jene, deren Gesundheit und Leben von der Qualität der medizinischen Versorgung abhängt.

Das Problem solcher Experten ist zumeist ihre fehlende Kommunikationsfähigkeit, also ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in einer für den Laien verständlichen Sprache zu vermitteln. … Talk Shows sind politisch geprägte Kommunikationsbühnen.

Nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch. Sie funktionieren wie bzw. als Schleichwerbung. Daher kommt dort auch kein einziger ernsthafter Pharmakritiker oder Kritiker dieses Gesundheitswesens zu Wort.

Ich kenne einen international renommierten, allerdings gemeinwohlorientierten und daher kapitalismuskritischen Forscher, der sich jahrzehntelang mit Gesundheitssystemforschung befasst hat und Bücher publiziert hat, der niemals zu einer Expertenkommission oder Talkshow eingeladen wurde, obwohl er ein exzellenter Kommunikator ist.

Nur ist Wissenschaft am Kriterium der Wahrheit orientiert, während Politik eine Handlungsdimension bedeutet.

Wissenschaft, sofern sie sich an Wahrheit, Objektivität und Gemeinwohl ausrichtet und politisch sowie ökonomisch unabhängig ist, operiert im „System Wahrheit“, Politik hingegen im „System Meinung“.

Heute ist Wissenschaft weder politisch noch ökonomisch unabhängig, sondern Marktmechanismen unterworfen. Wissenschaftler werden – wenn sie Erfolg haben wollen – zur Selbstvermarktung gezwungen.

Die Kommunikation in Internetblogs mit anonymen Avataren operiert im „System Meinung“. Wie beim Stammtisch dominiert „Unterhaltung“. Insofern können auch krawallige Beleidigungen durchaus Unterhaltungswert besitzen.

Carlos Manoso Oktober 1, 2014 um 15:32

@f.luebberding Oktober 1, 2014 um 15:11
„Die Homogenität ergibt sich aus dem, was Studenten lernen, um anschließend als Wissenschaftler zu gelten. Die Debatte um die diversen Plagiatsaffären ging ja vor allem darum, sich dieser Standards zu vergewissern. Die andere Frage ergibt sich aus dem, was wir Bildungsexpansion nennen. „

Lübberding, die „Homogenität“ ergibt sich m.E. mitnichten nicht aus dem produzierten Etikett von Studenten, die „anschließend als Wissenschaftler“ gelten sollen.

„Eine Institution, die den Namen Universität trägt, ist durch den Namen noch keine Universität. An einer totalitären Universität kann wohl mancher einzelne Forscher, vor allem in Naturwissenschaften und Medizin, frei arbeiten. Aber solche Universität als Ganzes ist doch keine Universität. Daher ist es eine Täuschung, wenn freie Universitäten, sich selbst nicht mehr verstehend, solche totalitären Anstalten als mit ihnen zu einer umfassenden Gemeinschaft des Geistes gehörend anerkennen.
Die Universität, frei im freien Staat, steht überstaatlich und übernational am Ort der Wahrheit, die in ihrer für unser Zeitdasein allein möglichen Gestalt alle Menschen verbinden würde, nicht in der einen nun wieder dogmatischen Gewußtheit, sondern in der Kommunikation des Vielfältigen durch unvollendbare Bewegungen. „
Karl Jaspers: „Die Idee der Universität“,

"ruby" Oktober 1, 2014 um 16:22

@ Insider
Das Gespräch in der Mensa mit unbekannten Nachbarn erfordert menschliche Verständigung. Hier am Esstisch gibt es Austausch.
Dabei überraschen fremde Ansichten, Erfahrungen oder Erzählungen zum weiteren Nachdenken.
;-)
Bei schönem Wetter am besten auf der Terrase!

Morph Oktober 1, 2014 um 16:43

@Insider

Wenn Mediziner über Wissenschaft reden.:-)
Da können wir ja gleich Theologen fragen, oder Juristen.

Aber das erklärt eben auch ein Gutteil Deiner Borniertheit. – Wenn auch nicht alles. ;-)

holger196967 Oktober 1, 2014 um 16:51

Das Problem einer jeden “Wissenschaft” ist es, einen gewissen Dogmatismus sich zu unterwerfen.

Ohne diese Unterwürfigkeit keine Weiterentwicklung. Die sogenannte “Wissenschaft” steckt in einer Stagnation tief und fest.

“Wissenschaft” bedeutet für mich, geltende Dogmatismen zu brechen. Das scheint nicht möglich.

So versuchte man ja in Cern die “Überlichtgeschwindigkeit” zu messen. Was dieser Versuch mit herkömmlichen Stofflichkeiten auf Irden soll, verstehe ich nicht. es ist schlicht nicht möglich mit unseren vorhanden Mitteln das zu tun. Weil jedes “leitende” Material genannt Materie nicht in der Lage ist, das Ereignis zu kommunizieren.

Um das wirklich zu tun, müssten wir das Gravitationsfeld Erde verlassen. Weil alles Wissen, was wir haben beruht auf der Annahme einer Gravitation. Auch die Experimente, die auf der ISS stattfinden, unterliegen einer Gravitation. Erdumlaufbahn genannt. Was außerhalb dieser geschieht, wissen wir nicht. Daher ist die Reise zum Mars überhaupt nicht vorhersehbar. Sie beruht nur auf Annahmen innerhalb der Gravitation.

Dh die sogenannte “Wissenschaft” befindet sich noch in irdischen Gravitations Kinderschuhen.

Unsere Antriebssysteme von Raketen zB sind irdischen Ursprungs. Das ist normal, denn wir haben ja hier auch keine anderen, die uns ein anderes Denken ermöglichen.

Der Witz an der Sache ist ja, man sagt, dass das Licht so und so lange von A zu B braucht. Das ist ein Irrtum. Das Licht dauert nur zu uns solange, weil wir so ein Schutzschild haben, welches das Licht abbremst und zwar auf Lichtgeschwindigkeit.

Das ist wie mit einem ICE der selbstverständlich im Bahnhof, auch anhalten sollte, wenn er denn anhalten soll.

Unser Schutzschirm ist Quasi das Abremssignal für das Licht. Und nur bestimmte Wellen erreichen uns vom Lichtspektrum.

Und darauf beruft sich dann die “Wissenschaft” dass das dann der Dogmatismus ist, “Nichts ist schneller als das Licht”. Ohne zu bedenken, dass wir ja eingeschränkt sind, hier auf Irden.

Was ich damit sagen will, ist Folgendes: Die “Wissenschaft” ist einfach nur eine dogmatische Verwaltung geworden. Mehr nicht. Es werden auf Teufel komm raus pseudo “Wissenschaftler” produziert, die mit “Wissen-Schaffen” überhaupt nichts am Hut haben. Diese Pätschelors und Masters dienen nur der Dogmatischen Verwaltung von dem Bestehenden.

Es sind gut dotierte Verwaltungsaffen. Mehr nicht.

Das was mal “Wissenschaft” war, nämlich der Traum vom Menschen Fliegen zu können, ist schon lange nur noch dreckige Verwaltung von Normen.

Echte “Wissenschaftler” sind Abenteurer, und gehen ein unbekanntes Risiko ein. Dazu ist aber nicht die Masse fähig. Sie sind nur funktionierende Plastik Prof. Dr. in einem dogmatischen Verwaltungssystem.

Echte “Wissenschaftler” brechen Regeln, alle anderen sind nur Hanseln.

Jackle Oktober 1, 2014 um 16:54

“Exit.”

“Alfredo: Living here day by day, you think it’s the center of the world. You believe nothing will ever change. Then you leave: a year, two years. When you come back, everything’s changed. The thread’s broken. What you came to find isn’t there. What was yours is gone. You have to go away for a long time… many years… before you can come back and find your people. The land where you were born. But now, no. It’s not possible. Right now you’re blinder than I am.
Salvatore: Who said that? Gary Cooper? James Stewart? Henry Fonda? Eh?
Alfredo: No, Toto. Nobody said it. This time it’s all me. Life isn’t like in the movies. Life… is much harder.”
- Cinema Paradiso

holger196967 Oktober 1, 2014 um 16:57

—>>>Ohne diese Unterwürfigkeit keine Weiterentwicklung. Die sogenannte “Wissenschaft” steckt in einer Stagnation tief und fest.”

Oh Mann… Mit dieser Unterwürfigkeit soll das heißen

no.name Oktober 1, 2014 um 18:15

@Frank

In China etwa geht es gerade wieder um diese Frage.

Nicht nur China! Sieh’ Dir doch die miserable Berichterstattung in den deutschen Medien an. Es geht hier nicht um die Erwartung, dass sich das Aussenministerium einschaltet, aber warum wird in den deutschen Medien nicht gebracht, was die Menschen denken, die dort auf die Strasse gehen. Liberation.fr ist da ein Vorbild.

Systemfrager Oktober 1, 2014 um 18:21

Warum wird in den deutschen Medien nicht gebracht, was die Menschen denken, die dort auf die Strasse gehen

Klasse! Und die auch englisch sprechen, und ihre Kinder eine der privaten Unis in den USA besuchen
Dann besser direkt die westlichen Banditen, also die sog Eliten zu fragen, was die Chinesen wollen

Carlos Manoso Oktober 1, 2014 um 18:21

@holger196967 Oktober 1, 2014 um 16:57
„—>>>Ohne diese Unterwürfigkeit keine Weiterentwicklung. Die sogenannte “Wissenschaft” steckt in einer Stagnation tief und fest.”
Oh Mann… Mit dieser Unterwürfigkeit soll das heißen“

Holger, besser wäre die Formulierung: „ohne entspannte Duldsamkeit keine Weiterentwicklung“.

Rechthaberei, intellektuelle Eitelkeit und arrogante Verachtung gegenüber den „Geringsten der Geringen“ (Inspector Barnaby) sind in der Tat zum K … n.

René Martens Oktober 1, 2014 um 18:30

Tichy kann ich ja allein schon wegen der Formulierung, der NDR werde “mit Steuergeldern” finanziert, nicht ernst nehmen.

Frankie (f.k.a.B.) Oktober 2, 2014 um 21:08

@ruby

OT
falls Du mich hörst: Du hast doch immer links auf alles mögliche.
Weisst Du wo man recherchieren kann in welchem Umfang sich die EZB aktuell Staatsanleihen ins Depot gelegt hat?

Danke.

"ruby" Oktober 2, 2014 um 21:43

@ Solon
jmg im Herdentrieb ist bestimmt eine gute Adresse;
some researchers
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/musterdepots-die-ezb-handelt-nicht-im-interesse-deutschlands/10738632.html
oder statistics
http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Service/Meldewesen/statistik_ueber_wertpapierinvestments.html

aber Du suchst das EZB Portfolio
Bei Lisa Nienhaus fragen, die hat Kontakte zur EZB…

Ihr Buch „Die Blindgänger – Warum Ökonomen auch künftige Krisen nicht erkennen werden“ ist für deutsche Verhältnisse durchaus politisch. Die Preisträgerin des Ludwig Erhard Preises für Wirtschaftspublizistik vertritt eine These, die in dieser Form auch für ihren Arbeitgeber, das zentrale Mitteilungsorgan der deutschen Wirtschaft, neu ist: Die Komplexität der internationalen Finanzwirtschaft und ihrer Produkte sei in den letzten Jahrzehnten derart gestiegen, dass die Finanzpolitiker der Parteien damit überfordert seien. Nienhaus: „Weil sie selbst immer weniger von Wirtschaft verstehen, haben sie sich immer mehr Rat von außen geholt. Nur wegen dieser Unkenntnis in Parlamenten und Ministerien konnten die ökonomischen Berater die Macht erlangen, die sie heute haben.“

Suche läuft…
Jahresabschluss der EZB?
Anlagespiegel

Keynesianer Oktober 2, 2014 um 21:52

Merkel im Bundestag (Minute 5,17):

Das Wirtschaften auf Pump soll endlich ein Ende haben!
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/stillstand-durch-schuldenbremse-100.html

Die ist doch sowas von bescheuert. Die ist genau das, was Mann immer eine dumme Kuh nennen würde. Eine Schande, ich weiß gar nicht, wie die das im Bundestag aushalten, wenn die redet.

"ruby" Oktober 2, 2014 um 22:06

@ Frankie f.k.a.B.

hier könnte das aktuellste dabei sein
http://www.ecb.europa.eu/stats/html/index.en.html
wer ist für den Kontenplan zuständig?

"ruby" Oktober 3, 2014 um 07:15

From Chris to you
https://www.youtube.com/watch?v=YG9L8sQYzrg
purpurne Wellen

"ruby" Oktober 3, 2014 um 07:39

@ Frankie f.k.a.B.
Seite 126 f erläutert die Regelungen
http://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/annrep/ar2013de.pdf
Prof. Sinn bereitet doch bestimmt den aktuellen Zahlungsstand auf dort mal suchen
;-)

topi Oktober 3, 2014 um 08:02

Wirtschaften auf Pump ist ja auch ein Übel!

Das lernt man doch in BWL I -III, oder?

"ruby" Oktober 3, 2014 um 08:16

“Um sich ein umfassendes Bild möglicher Risikoereignisse zu machen, die mit unterschiedlichen Häufigkeiten und Schweregraden auftreten können, verwendet die EZB zwei Arten von statistischen Messgrößen: den Value-at-Risk (VaR) und den zu erwartenden Ausfall (Expected Shortfall).
Beide Messgrößen werden jeweils für eine Reihe von Konfidenzniveaus berechnet. Darüber hinaus werden
Sensitivitäts- und Szenarioanalysen zum besseren Verständnis und zur Ergänzung der statistischen Risikoschätzungen durchgeführt.
Gemessen als VaR mit einem Konfidenzniveau von 95 % für einen Einjahreshorizont (VaR95%) beliefen sich die finanziellen Risiken, denen die EZB aufgrund ihrer Finanzanlagen ausgesetzt war,
zum 31. Dezember 2013 auf insgesamt 8,6 Mrd €, was einer Verminderung gegenüber den zum 31. Dezember 2012 geschätzten Risikozahlen darstellt (10,5 Mrd €).”
Seite 213 bzw. 214

Warum sind Finanzstatistiken überhaupt zu führen?
Weil daraus Erkenntnisse für langfristige gesamtwirtschaftliche Investitionsentscheidungen gezogen werden sollen, die diese Entscheidungen begründen sollen.

Übel?
Krönung!
Was ist schöner als die positiven Flüsse zu bekommen und die negativen anderen zu fliessen zu lassen ;-)

"ruby" Oktober 3, 2014 um 08:22
"ruby" Oktober 3, 2014 um 09:35

übrigens die FAZ`ke
liegen sehr, sehr falsch
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ezb-kauft-abs-geldpolitik-hilft-nicht-investitionen-sind-noetig-13186887.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-die-ezb-steht-dumm-da-13184977.html
Super Mario legt erst los :
“Whatever ist takes…”
Gell Morph, gegen diese systemische ausdifferenzierte Organisation ist ein Dummmichel kein richtiger Spassfaktor !
Weihnachtsboni stehen an
;-)

"ruby" Oktober 3, 2014 um 09:51
Frankie (f.k.a.B.) Oktober 3, 2014 um 09:52

@ruby

Ich danke Dich!
Gruss Solon

Frankie (f.k.a.B.) Oktober 3, 2014 um 09:56

@ruby

“Sie schreien so herrlich die Barzies”

Das ist CSU-Angstschweiss wegen der AfD. Wie sagte schon Strauss: “Es darf keine Partei doofer als die CSU geben!”

Ostsächsischer Papierkorb Oktober 3, 2014 um 10:06

Vom Regen durch die Traufe in die Scheixxe

Ganz Europa feiert mit uns mit. Massen von Erwerbslosen demonstrieren völlig gewaltlos in ihren Währungszwangsjacken. Demonstrativ friedfertig kehren sie ihre wirtschaftliche Teilnahmslosigkeit heraus, indem sie von nicht verdientem Geld nichts kaufen.

Man nennt das Defloration oder so ähnlich.

Frankie (f.k.a.B.) Oktober 3, 2014 um 10:34

@ruby – wie viel Staatsanleihen hält die EZB

Danke nochmal, habs gefunden, Stichwort ist SMP ( Security Markets programm). da gibts dann sogar einen Wikipedia – Eintrag.

Ummara 180 Mrd. Euro hält die EZB noch an Staatsanleihen,

http://de.wikipedia.org/wiki/Securities_Markets_Programme

"ruby" Oktober 3, 2014 um 10:45

;-)
Solon ist schon interessant in Staatsbildung!

"ruby" Oktober 3, 2014 um 12:35

Wer hätte 1977 gedacht als Klaus “The Sails of Charon” in der Niedersachsenhalle sang, dass er 2014 zur Deutschen Einheit nebenan im Kuppelsaal “Wind of Change” trällern würde…

15 Oktober 3, 2014 um 12:44

Nun, zum Schluss, noch eine simple Frage: Hat sich die Situation in den mittlerweile sechs Jahren seit dem Höhepunkt der Finanzkrise wenigstens etwas verbessert? Hat wenigstens ein Teil des nötigen Schuldenabbaus (Deleveraging) stattgefunden?

Die kurze Antwort: Nein. Im Gegenteil.

Das Schuldenvolumen ist nicht gesunken, sondern sogar noch weiter gestiegen.

Sei es in den USA, Europa, China oder anderen Schwellenländern: Das Monster lebt weiter.

Und es ist grösser als je zuvor.

Dies am Einheizztag zum Thema Pulverdampf.

someone Oktober 3, 2014 um 13:14

@Lübberding: Muss sich der Programmbeirat eigentlich auch mal für Fehlermeldungen entschuldigen oder steht er über jeder Kritik?
Feiertag der freundlichen Männer geplant, zu Führers Geburtstag am 7.10. Vom Kriegsministerium unterstützt; damit dürfte der Vorschlag wohl durchgehen.
http://izvestia.ru/news/577362

someone Oktober 3, 2014 um 13:21

Ist dieser Programbeirat eine Vorstufe einer Zensurbehörde, lübberding? Wer kennt die schon, wer wählt die schon? Aber seine Urteile sind unvoreingenommen, ausgewogen und weise. So weise, dass seine Worte nur in Auszügen veröffentlicht werden können und seine Abstimmungen geheim bleiben müssen.

Keynesianer Oktober 3, 2014 um 17:22

Es gibt einen Kerl, der noch dümmer ist als Merkel: Paul Kirchhof

In der NZZ unter Videos:
http://www.nzz.ch/finanzen/

Das übliche Geseire, wir würden mit Schulden unsere Kinder belasten, nur Firmen dürften Schulden machen usw. usf. …

Systemfrager Oktober 3, 2014 um 17:32

Tja, Kirchhoff
“Es wird bald Ihnen besser gehen …”
So unverschämt, so verlogen, so realitätsfremd …
Ein Idiot ohne Ausbildung ist ungefährlich
Ein Idiot mit der Ausbildung sehr gefährlich
Wie klug damals von Adolf, alle geschulten Idioten a la Kirchhoff aus den Ämter zu entfernen

Systemfrager Oktober 3, 2014 um 17:39

Kolomoiski, laut Forbes mit einem Vermögen von 1,8 Milliarden US-Dollar der viertreichste Ukrainer, war nach dem Februar-Umsturz in Kiew zum Gouverneur des Gebietes Dnjepropetrowsk ernannt worden. Er gilt als Sponsor der ultranationalistischen Bewegung „Rechter Sektor“ …
Das ukrainische Grundgesetz verbietet die doppelte Staatsbürgerschaft. In einem Gespräch mit dem Radiosender Svoboda gestand Kolomoiski, Staatsbürger der Ukraine, Israels und Zyperns zu sein. Auf die Frage des Korrespondenten, ob dies mit dem ukrainischen Recht im Einklang stehe, antwortete Kolomoiski:

„Die Verfassung verbietet die doppelte Staatsbürgerschaft, jedoch nicht die dreifache.“

Der Mann verteidigt großartig “westliche Werte”

wols Oktober 3, 2014 um 17:53

@someone
> Muss sich der Programmbeirat eigentlich auch mal für Fehlermeldungen entschuldigen

Kannst du die exakte Fehlermeldung (sic!) bitte benennen? Also was gesagt wurde daß falsch war, wer es gesagt hat und wann? Und zuguterletzt wieso sich der Programmbeirat sich dafür entschuldigen muss ausser dieser Beirat hat es irgendwo gesagt.

"ruby" Oktober 3, 2014 um 19:40
Bladnoch1971 Oktober 3, 2014 um 19:43

Das ist jetzt zwar OT, aber ich finde die Geschichte sehr erheiternd und selbst wenn sie nich wahr ist, so ist sie doch gut erfunden:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/warum-ben-bernanke-probleme-mit-seinem-hauskredit-hat-automatisierter-kreditcheck-13188325.html

"ruby" Oktober 3, 2014 um 20:04
someone Oktober 3, 2014 um 20:15

Dass die Krim nicht besetzt wurde.
Ncht verzweifeln wols.
http://www.youtube.com/user/Alphabetisierung

someone Oktober 3, 2014 um 20:21

War eigentlich schon vorher klar, weil es Putin selbst einräumte, aber mit dem Vorschlag zum Feiertag zu Führers Geburtstag müsste es eigentlich auch dem letzten aufgehen.
Außer man ist Programmbeirat und hat nach dreimonatiger harter Recherche es nicht geschafft, mal Putins Aussagen bezüglich der Krim zu checken.
Aber dafür ist man weise, demokratisch legitimiert und vielleicht ein nützlicher Idiot.

someone Oktober 3, 2014 um 20:25

Gut man könnte noch anführen, dass man zwei Augen Kopp haben könnte und ein Gehirn dahinter. Aber das wäre nicht ausgewogen und fair.
Ausgewogen und fair ist es, wenn man vor einer drohenden Machtübernahme der ukrainischen Nazis warnt und diese dann 0,7% bei Wahlen bekommen.

"ruby" Oktober 3, 2014 um 20:37

Dollar Euro Parität und keine Geldmengensteuerung durch Zentralbank sondern durch Geschäftsbanken mit Giralgeld
http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/devisen/geldpolitik-dollar-staerke-setzt-ezb-unter-zugzwang/10786546-2.html
Das Paradies für wen?

wowy Oktober 3, 2014 um 20:38

@someone
Du kommst mir vor wie die Reinkarnation von Joseph McCarthy.

holger196967 Oktober 3, 2014 um 20:39

someone

du bist ein Idiot… vermutlich einer der inner Stadt groß geworden ist, und über kein Grundbesitz verfügt. Und keinerlei Ahnung hat, wie man sich den aneignet.

Richtig?

Du hast von Eigentum keinerlei Ahnung von Nichts richtig?

Und dadurch kannst Du nur dummes Zeuchs Quaken richtig?

Du wohnst zur Miete, in einem Altbau… geb es zu… :D

holger196967 Oktober 3, 2014 um 20:43

someone

geb es zu, du bist der Bernau vonner “FAZ” der nicht weiß, warum man nicht investiert… richtig?

"ruby" Oktober 3, 2014 um 21:04

@ wowy
Joseph Conrad?
https://www.youtube.com/watch?v=S5AyCDE3jCw
Verdammt lang her

"ruby" Oktober 3, 2014 um 21:33

“Im Bezug auf die Schuldenquote gilt: Der Realzins abzüglich der Wachstumsrate muss man mit der aktuellen Schuldenquote multiplizieren. Daraus ergibt sich die reale Zinsbelastung. Die Steuern abzüglich der Staatsausgaben ergeben den Primärüberschuss. Wenn man dies durch das Preisniveau dividiert erhält man den realen Primärüberschuss, aber das ist nicht so wichtig.

Aktuell sind die Wachstumsraten relativ gering. Die Folge ist, dass diese Länder hohe Primärüberschüsse ausweisen müssen um die Schuldenquoten zu senken. Das ist schwierig. Gerade wenn durch die Sparanstrengungen eine Schrumpfkur des BIP erfolgen soll, kommen negative Wachstumsraten zustande. Dadurch wird die reale Zinsbelastung riesig. Dies müsste durch riesige Primärüberschüsse kompensiert werden, was einfach unrealistisch ist. Demzufolge ziehen die Schuldenquoten zwingend davon.

Die Lösung des Problems besteht entweder in höherem Wirtschaftswachstum, was allerdings derzeit nicht in Sicht ist. Insbesondere die demographische Entwicklung wird dies auch schwieriger machen. Oder man braucht eine höhere Inflation, woran die EZB auch arbeitet. Oder es braucht riesige Primärüberschüsse. Wobei man aufpassen muss, dass es durch die Sparanstrengungen nicht zur Schrumpfung des BIP kommt, da sonst die Schuldenquoten trotzdem steigen. Wenn beides nicht erreichbar ist, bleibt nur noch ein Schuldenschnitt.

Wobei man die Schuldenschnitte auch nicht zu oft durchführen sollte. Danach könnte es schwierig werden wieder an Kredite zu kommen. Zumal größere Schuldenschnitte in den Peripherieländern auch die Banken in den Kernländern ins Wanken bringen könnten.

Realistisch betrachtet bleibt fast nur die Entschuldung durch Inflation. Der todsichere Weg für Inflation ist die Finanzierung von Budgetdefiziten mittels Geldschöpfung. Dieser Weg steht allerdings nicht offen.

Für Investitionen braucht es allerdings auch Wachstumsperspektiven. Als Folge der Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes in zahlreichen Krisenländern haben zunächst die Investoren aufgrund der schlechten Zukunftsaussichten ihre Investitionspläne auf Eis gelegt. Stattdessen wenden sie sich den Wachstumsmärkten in den USA und China zu. Um die Investitionen zu stimulieren, müsste man bei den Unternehmen die Erwartungen wecken, dass es in Zukunft aufwärts geht. Die Wirtschaft also in Zukunft wächst. Mit einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung fällt das aber sehr schwer. Von dort gehen also auf absehbare Zeit keine Wachstumsimpulse aus.

Die einzige Möglichkeit um Wachstum zu erzeugen wäre also der technische Fortschritt um die Produktivität zu erhöhen. Zuletzt lagen die Produktivitätssteigerungen allerdings auch sehr niedrig.

Selbst wenn der italienische Staat durch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen einen Budgetüberschuss schafft und somit die Ersparnis erhöht, könnte dies zu einem Rückgang des BIP führen. Dadurch würde sich die italienische Schuldenquote zunächst noch weiter erhöhen. Mit der Folge, dass eventuell noch härter gespart werden muss, sodass das BIP weiter sinkt.

Übrigens führt eine steigende Ersparnis nicht zwingend zu mehr Investitionen. Deutschland ist das beste Beispiel. In Deutschland steigt durch die Ersparnis lediglich der Leistungsbilanzüberschuss. Die Investitionen liegen seit Jahren unter den Abschreibungen, sodass der Kapitalstock schmilzt. Deutschland lebt von der Substanz.

Die Lage in der Eurozone ist sehr kompliziert bis aussichtslos.”

Kommentator
Wirtschaft
im Herdentrieb

holger196967 Oktober 3, 2014 um 21:52

Kommentar Holger

—>>>Die Lösung des Problems besteht entweder in höherem Wirtschaftswachstum, was allerdings derzeit nicht in Sicht ist. Insbesondere die demographische Entwicklung wird dies auch schwieriger machen. Oder man braucht eine höhere Inflation, woran die EZB auch arbeitet”

Finde den logischen Unsinn nur in der Aussage…

wols Oktober 3, 2014 um 22:01

@someone: wieso sollte sich der Programmbeirat dafür entschuldigen?
Es wurde von der ARD immer wieder hingewiesen daß die Krim von Russland annektiert wurde. Hat der Programmbeirat diese vielen Meldungen kritisiert oder nicht? Meines Wissens nein, sie haben nur kritisiert daß einseitig zu Ungunsten Russlands berichtet wurde,d.h. aber nicht das Russland keine Fehler bzw schlechte Taten begangen hat die man nicht kritisieren darf.
Es bedeutet nur daß die schlechten Taten der Gegenseite eben nicht genauso wie die Russlands angesprochen wurden.

Wenn du solche elementaren Dinge nicht verstehst solltest du nicht andere zur Alphabetisierung schicken, was mit dem Problem des Leseverständnis nichts direkt zu tun hat. Du mein Lieber aber hast keinerlei Ahnung von Leseverständnis wie du grade eindeutig dargelegt hast.

Zu Svoboda: wenn so eine Partei also nur 0.7% bekommt, wieso hat sie dann soviele Minister und andere Posten? Wofür wird diese Partei dann gebraucht?

Natalius Oktober 3, 2014 um 22:25

wols,

wenn Du Insider-Informationen zur Entscheidungsfindung des Programmbeirats hast, dann erklär uns bitte in ausreichend verschlüsselter Form, wie es z.B. zur Trennung von Eva Hermann kam. Das ist ein “historischer Fall”, abgelegt und ohne wirkliche Brisanz. Ich habe nämlich den Verdacht, dass der Programmbeirat inzwischen nur noch eine sekundäre bis tertiäre Rolle spielt – und dass auch beim ARD eine “kalte” Machtübernahme stattgefunden hat, von der die Öffentlichkeit überhaupt nichts weiss.

Natürlich ist das VT!

"ruby" Oktober 3, 2014 um 23:22

@ Holger96

Höhere Inflation führt zu höheren Zinsen, so dass es auf die Stärke der Effekte ankommt Wachstum>Zinsen?
Und wird das Wachstum im Binnenmarkt geschaffen oder erfolgt Kapitalabfluss in Währungsattraktivere Märkte?
Welche Produktionfaktoren schaffen die Preissteigerungen?

"ruby" Oktober 4, 2014 um 08:28

Interview im DLF
S. Giegold bei J. zur Heide über Wirtschaftspolitik der EZB und “der” EU-Staaten. Ausserdem zur Anhörung designierter Kommissare.
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/10/04/dlf_20141004_0812_a1bcc7eb.mp3

"ruby" Oktober 4, 2014 um 08:30

Radio online ist schneller als Presse online?

"ruby" Oktober 4, 2014 um 10:39

Endlich praktikable Lösung der Nachfrage-, Wachstumsschwäche
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/spanien/skandal-um-schwarze-kreditkarten-bei-caja-madrid-13188217.html
Schwarzkarten für alle auf Kosten der Banken oder die richtigen Schatten werfen …
EZB bitte einsteigen

"ruby" Oktober 4, 2014 um 10:41

Aktionsname :
“C-Card” ConsumerCarryCash
CCCCC uncontroled
;-)

"ruby" Oktober 4, 2014 um 10:45

Um das Wachstum zu stimulieren,
sollte je Quartal die Hitliste der am besten genutzten Teilnehmer europaweit veröffentlicht werden; sozusagen die Championsleague der Wachstumsschaffer .

"ruby" Oktober 4, 2014 um 10:52

Zur Implementierung sollte sofort eine Unethikkommission zentralbankweit ausserhalb der EU-Gremien per Beschluss des EZB-Verwaltungsrats erfolgen.
Es ist keine Zeit zu verlieren.
Mario – starten Sie durch.
Sofortkontoeinrichtung für jeden EU-Bürger bis zum nächsten Buchungslauf steht an.
Kartenzustellung innerhalb zwei Wochen – garantiert vor Weihnachten.
Bazooka Europe now…
“Whatever it takes …”

"ruby" Oktober 4, 2014 um 10:56

Achtung an die Kartenproduzenten – bitte den Glühfaktor erhöhen, damit kein technischer “Heisslaufstillstand” auftritt.
Bitte darauf explizit durch NZBs hinweisen!

keiner Oktober 4, 2014 um 12:30

Für etwas Kleingeld und einen Babysitter musst der Wullf in’s Gras beissen, Lübberding, wenn du jetzt nicht deine Erregungsmaschine anwirfst und den Rücktritt der Bundesaussseneule forderst machst du dich endgültig lächerlich…

http://www.sueddeutsche.de/politik/geheimdienste-codewort-eikonal-der-albtraum-der-bundesregierung-1.2157432

Man wünscht sich ja irgendwie die RAF zurück, oder waren das auch nur Marionetten des tiefen Staats in Deutschland. Es wird von Tag zu Tag gruseliger.

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