Das Gottvertrauen von ISIS vor Kobane

by f.luebberding on 6. Oktober 2014

Man muss kein militärisches Genie sein, um festzustellen, dass ISIS vor Kobane in der Falle sitzt. Ohne Luftunterstützung und ohne Deckung auf dem freien Feld operieren sie mit Panzerverbänden und schwerer Artillerie vor der Grenzstadt zwischen Syrien und der Türkei. Sie verschieben auch anscheinend andauernd ihre Einheiten zwischen dem Irak und Syrien. Die Kriegsberichterstattung ähnelt allerdings dem üblichen Muster aus Heldenmut der Kurden und versucht darüber hinaus, in Echtzeit den Kampfverlauf zu beurteilen. Die Stadt ist von den Zivilisten weitgehend geräumt worden, die in die nahe Türkei geflohen sind. Es blieben die kurdischen Einheiten des syrischen PKK-Ablegers PYD. Kobane erinnert zwar an eine Entscheidungsschlacht, wo die Einnahme “der Gruppe die ungehinderte Kontrolle über mehrere hundert Kilometer Grenzlinie zur Türkeiermöglichte. Wie sie das anstellen wollen, wenn gleichzeitig wenige hundert Meter hinter der Grenze eine der größten Armeen der Welt mit ihren Panzerverbänden sitzt, ist aber eines der ungelösten Rätsel.

Nur welche Entscheidung wird eigentlich in Kobane ausgekämpft? Das Problem der Allianz gegen ISIS ist scheinbar nicht nur der fehlende Name der gerade laufenden US-Operation. Es ist eher die fehlende Antwort auf die Frage, wer mit welchen Gründen die Falle für ISIS vor Kobane zuschnappen lassen soll. Es gibt die denkwürdige Situation, dass man ISIS zwar vor Kobane besiegen kann, aber in diesen Stunden niemand ein Interesse daran hat. Dieses Dickicht aus unterschiedlichen Interessen und strategischen Restriktionen versteht wahrscheinlich nicht einmal mehr Henry Kissinger.

ISIS ist kein militärischer Riese, der so unbesiegbar ist wie die legendären islamischen Reiterheere im 8. Jahrhundert. Warum die Luftwaffen der Allianz deren herumstehenden Panzer und Artilleriegeschütze nicht ausschalten, vermag vielleicht ein Militärexperte zu beurteilen. Am schlechten Wetter oder fehlender Aufklärung sollte es nicht liegen. Diese Allianz gegen die Terrormiliz ist nichts als eine Fiktion. Die syrischen Kurden der PYD wollen kein aktives Eingreifen der Türkei, weil deren Interesse gerade nicht die de facto Autonomie der Kurden im ebenfalls fiktiv gewordenen Staat Syrien sein kann. Die PYD will diese Entscheidungsschlacht mit ISIS alleine ausfechten, um nicht in politischer Abhängigkeit von Ankara zu geraten. Diese Motive ähneln durchaus denen des Warschauer Aufstands von 1944. Die polnische Heimatarmee wollte Warschau von den Nazis befreien, um ihren politischen Anspruch gegenüber Stalins Sowjetunion deutlich zu machen. Dieser ließ aber die Rote Armee vor Warschau haltmachen, um deren Vernichtung durch die deutsche Besatzungsmacht ungerührt zuzusehen. Das heutige Vorgehen Ankaras ist damit durchaus zu vergleichen.

So wollen Präsident Erdogan und sein Ministerpräsident Davutoglu zwar liebend gerne die kurdischen Autonomiebemühungen torpedieren, aber gleichzeitig nicht der Assad-Regierung über Restsyrien einen Vorteil verschaffen. Kein Wunder also, wenn diese eine solche Intervention als feindlichen Akt bewertet. Wobei allerdings nur die Schwäche Assads dieses politische Ziel der Kurden überhaupt möglich gemacht hat, was in diesem Chaos in Ankara wahrscheinlich in Vergessenheit geraten ist. Gleichzeitig droht der in türkischer Haft einsitzende PKK-Führer Öcalan mit einem Ende des Waffenstillstands in der Türkei, wenn Ankara die Niederlage seines Ablegers PYD in Kobane zulässt. Allerdings ist damit sicher nicht die Besetzung Kobanes gemeint. Ein Eingreifen der Türkei sei aber nur möglich, wenn sich die Allianz gegen ISIS gleichzeitig gegen Damaskus wendet, so ist aus Ankara zu hören. Daran hat wiederum der Westen kein Interesse, weil er keinen Zweifrontenkrieg in Syrien und dem Irak riskieren will. Das Problem wäre dann nicht nur die Assad-Regierung, sondern deren Verbündeten namens Russland, dem Iran und der libanesischen Hisbollah. Für das taktische Zaudern der Türkei gibt es somit Gründe, die den im Westen formulierten Appell an die Rolle der Türkei als Regionalmacht deklamatorisch erscheinen lassen.

“Erdogan und Davutoglu sind aber nicht nur Politiker, für die ein Bezug zum sunnitischen Islam im Mittelpunkt ihre Weltbilds steht, sondern auch die Vordenker einer Politik, die in der Türkei eine unverzichtbare regionale Ordnungsmacht sieht. Als solche hat sich das Land bisher allerdings nicht erwiesen. Will die Türkei wenigstens den Anspruch auf eine regionalpolitische Rolle aufrecht erhalten und im Westen wieder als außenpolitischer Akteur ernst genommen werden, darf sie der amerikanischen Koalition gegen den IS nicht fernbleiben. Als Pragmatiker weiß Erdogan aber auch, dass es leichter ist, eine Armee in einen Krieg zu schicken, als sie aus dem Krieg wieder herauszuholen.”

In Kobane tobt keine Entscheidungsschlacht, sondern diese Schlacht findet nur statt, weil alle Seiten die Nicht-Entscheidung für die beste Option gehalten haben. ISIS sitzt so zwar militärisch in der Falle, aber der politische Nebel über die Zukunft der Region lässt diese erst einmal nicht zuschnappen. Jeder Akteur (außer der Islamische Staat) hält das Handeln für das größere Risiko als das Abwarten. Die Dschihadisten nutzen das aus. Sie müssen aber wirklich über Gottvertrauen verfügen, dass das so bleibt. Ansonsten wäre ihre Lage desaströs. Aber vielleicht findet sich ja noch ein Henry Kissinger, der das politische Dickicht lichtet.

Update

Innenpolitische Überlegungen sind keineswegs ein Privileg der Türken, wie man im Guardian nachlesen kann.

“Clegg said states would cooperate in a “jigsaw” operation in which different countries bring different capabilities against “stateless mobile troops”. But Britain has thus far committed only to air strikes over Iraq, and Clegg said he was opposed to stepping up the British action. “I wouldn’t advocate extending the air campaign into Syria which is why we didn’t do it last week,” he said. The prime minister, David Cameron, will not propose a vote on Syrian air strikes unless the Lib Dems and Labour agree.”

19:30 Uhr

Ein Zyniker könnte natürlich fragen, warum bei ISIS funktioniert, was in der Bundeswehr nicht mehr garantiert werden kann. ISIS verfügt scheinbar über genügend Mechaniker und Ersatzteile, um die erbeuteten Waffensysteme einsatzfähig zu halten. Es ist ein Logistikwunder, wie es scheint.

“Die IS-Kämpfer verfügen über Panzer, Mörser, Haubitzen, Maschinengewehre und moderne Geländefahrzeuge, die sie von der irakischen und syrischen Armee erobert haben.”

07.10.2014

Stefan Laurin hat sich jetzt bei den Ruhrbaronen ebenfalls mit Kobane und dem Warschauer Aufstand beschäftigt. Die Idee, der Westen könnte aus der Luft Waffen abwerfen, ist aber etwas kurios. Das ginge nur mit Unterstützung der Türkei, wenn man keinen Konflikt mit Ankara riskieren will. Dann gingen Waffenlieferungen aber offenkundig einfacher, nämlich über Land an der nahen Grenze. Interessant sind ansonsten auch die Kommentare von Sascha Stoltenow.

14:30 Uhr

Zwei unterschiedliche Sichtweisen: Michael Lüders bei Radio Bremen und Hasnain Kazim bei Spiegel online. Außerdem Markus Bickel (FAZ) und Volker Perthes (SWP).

15:00 Uhr

Besonders kurios ist auch die Forderung deutscher Kommentatoren nach der Entsendung amerikanischer Bodentruppen.

{ 102 comments }

no.name Oktober 6, 2014 um 17:09

Die Kurden sind die besten Verbündeten der USA in Nahen Osten. Gleichzeitig sind sie die Erz-Feinde der Türken. Oder wie ein französicher Blogger schrieb:

Et l’armée turque regarde.

Un peu comme les russes devant Varsovie en Octobre 1944.

L’histoire se répète …

P.S., lesenswert:
http://www.newyorker.com/magazine/2014/09/29/fight-lives

rundertischdgf Oktober 6, 2014 um 18:02

Eine durchaus nachvollziehbare Analyse des Geschehens der Kämpfe in Nordsyrien. Auch uns erschließt sich nicht, warum die Amis Ölfelder und Raffinierien zerstören. Um dem IS den Geldhahn abzudrehen? Wo sollen die denn Öl hinliefern? In die Türkei? Es geht um die Zerstörung der Infrastruktur Syriens.

http://rundertischdgf.wordpress.com/2014/10/04/zerstoren-die-usa-unter-dem-vorwand-terroristen-zu-bekampfen-die-infrastruktur-syriens/

FI Oktober 6, 2014 um 18:17

Der Vergleich mit dem Warschauer Ghetto mag hinken, erklärt aber, warum diese Schlacht vielleicht eines Tages als die Bedrückendste des ISIS-Kriegs erinnert wird. Das Morden hat da ja regelrecht freies Geleit. Am Ende wird ISIS dort eine Stadt erobern, voll von Toten und leer von Lebenden. Kobane ist schon aufgegeben. Sie fällt, sie dann noch zu zerbomben, ist eventuell schon der logisch geplante letzte Schritt. Die Niederlage in kompletter Form. Jeder, der dort kämpfte, könnte am Ende tot sein, Kurden und ISIS. Und die Türkei verschärft ihre Unversöhnlickeit mit den Kurden. Das Problem ist dabei nicht die Politik als solche, sondern dass die Machthaber Politik gar nicht praktizieren. Sie denken in Kategorien von alten Unterwerfungswünschen. Wenn Erdogan politisch weitsichtig würde, würde er dann nicht zu anderen Taktiken kommen? Der Horror (“der Schlaf der Vernunft” und Goya fallen einem da ein) kommt daher, dass die Politik nicht stattfand, vielleicht auch gar nicht mehr stattfinden konnte, weil sie schon zu lange zu viel falsch gemacht hat. Politik als Interessensausgleich wird immer wieder von Okkupatoren der Macht torpediert, die nationale und religiöse Geschichtspläne verfolgen, die historisch obsolet sind. Erdogan ist dieses Verhängnis des Anti-Politischen in Reinkultur. Er löst sich jetzt komplett aus jeder Kooperationspolitik heraus. ISIS ist der Gipfel einer völlig unpolitischen Politik, aber die haben ja Sympathisanten – der Blödsinn hat Fans. Die laufen mit wehenden Fahnen in die Sackgasse, in Kobane in die Falle, da haben Sie wahrscheinlich auch Recht. Das, finde ich, ist eben nicht Politik. Und solange in der Region gar keine Politik stattfindet, solange wird das vermutlich weiter gehen.

Carlos Manoso Oktober 6, 2014 um 18:17

@F.LUEBBERDING
„Die ISIS. Sie übernehmen die Funktion des nützlichen Idioten in einem globalen Machtpoker.“

Lübberding, inzwischen ist klar, dass es nicht gelungen ist, mittels Osttrigger einen Großkieg auszulösen. Es ist mittlerweile auch klar, dass es nicht gelingt, mittels ISIS-Trigger einen Großkrieg in Nahost auszulösen.

Der globale Machtpoker der Elite ist verloren!
http://www.youtube.com/watch?v=Qr9i1WL_ppQ

f.luebberding f.luebberding Oktober 6, 2014 um 18:35

FI

Nur um ein Mißverständnis zu vermeiden: Es geht nicht um den Ghetto-Aufstand in Warschau 1943, sondern um den ein Jahr später.

gelegentlich Oktober 6, 2014 um 18:47

@CM
„Der globale Machtpoker der Elite ist verloren!
http://www.youtube.com/watch?v=Qr9i1WL_ppQ“
Wenn selbst der übergroße Durchblicker solche wolikgen Aussagen tut haben wir Normalos nur noch Nebel satt. Zwischen wem findet der Poker denn statt?
@fl
Danke für den Beitrag!
@no.name
Nein, „die Kurden“ sind nicht „die“ besten Verbündeten der USA im Nahen Osten. Teile von ihnen sind zeitweise teilweise unterstützt worden, was man mittlerweile auch ganz gut weiß.
@Alle
Einfach mal auf die Karte schauen und überlegen, wie und wohin ISIS Öl liefern kann.

topi Oktober 6, 2014 um 18:54

“Einfach mal auf die Karte schauen und überlegen, wie und wohin ISIS Öl liefern kann.”

Ja aber man kann doch nicht den Freien Handel einschränken!

Ölquellen bombardieren, ja das geht.

topi Oktober 6, 2014 um 19:11

“ISIS ist kein militärischer Riese, der so unbesiegbar ist wie die legendären islamischen Reiterheere im 8. Jahrhundert.”

Das Reiterheer war ja das modernste Waffensystem, das sieht heute etwas anders aus.
Die Gefahr besteht nicht in der militärischen Stärke, sondern in der Attraktivität für verschiedene Gruppierungen oder Bewegungen, sich anzuschließen. Bei den Kurden dürfte es wenig Interesse daran geben, wie stark solche speziellen stramm fundamentalistischen Strömungen in der Türkei sind, weiß ich nicht.

Sich vor Kobane aufreiben zu lassen, wäre natürlich recht dumm; nur für einen neuen Landstreifen, der ihnen dann zugeordnet würde bei den Fähnchensteckern.

Linus Oktober 6, 2014 um 19:17

Ein Kurdenstaat ist das, was Erdogan am allerwenigsten gebrauchen kann. Deswegen versucht er die Fragmentierung der Kurden aufrecht zu erhalten. Mit der Barsani-Seite macht er Deals, die PKK/PYD wird hingegen sogar von den Peschmergas hängen gelassen.

gelegentlich Oktober 6, 2014 um 19:23

@topi
In der Türkei gibt es zwar stramme Fundis, meinetwegen auch ein paar Verzweifelte und Abneteuerlustige. Aber das sind keine Leute die zum Sterben entschlossen sind. Die Masse der Anhänger der Fundis sind eher Opportunisten, die dem Geld folgen. Der Staat gibt zur Zeit Denen Geld, deren Richtung paßt. Vor der Nase aber irgendein erfolgreiches und attraktives säkulares Regime zu haben würde diese Situation aber mittelfristig instablil machen, zumal die geistig beweglichsten und aktivsten Leute im Land gegen die AKP eingestellt sind, aber im Alltag natürlich schon die Finger richtig herum in den Wind halten. Kobane zu dulden ist aber für das Regime eine schwer erträgliche Idee. Daher der Zustand heute: ISIS hat weitgehende Bewegungsfreiheit auch über die Grenzen, für YPG ist die Grenze zu, schwere Waffen darf heute Niemand da hin bringen. In dem Moment, in dem der politische Preis dafür für Ankara und Israel zu hoch wird, dürften die ISIS wohl fallen lassen. Die USA und der Westen insgesamt haben sich wohl zähneknirschend mit dem Fortdauern des Assad-Regimnes abgefunden und wollen dieses höchstens noch schwächen, durchaus aucch auf Kosten der syrischen Zivilbevölkerung.
In der Situation kann man nur hoffen, dass man im Westen den Gedanken der Freiheit für einen kurzen Moment jedenfalls ernst nimmt. Und das hieße konkret mindestens die geeigneten Waffen nach Kobane lassen und jegliche Infrastrukturunterstützung für ISIS sofort einzustellen.
Ist doch ein Unding: die Koalition gegen ISIS bombardiert die, freilich ganz woanders, die Tanklaster rollen aber und die können unter Polizeischutz über die Grenzen.

holger196967 Oktober 6, 2014 um 19:30

Könnte hier mal einer ne Tabelle rein stellen, wer gegen und mit wem?

Nur ne Tabelle ohne Intellektuelles Hochwertiges Niveau…

Wer ist denn nun wieder “YPS” ? Urzeitkrebse?

gelegentlich Oktober 6, 2014 um 19:49

@holger
Nein, das sind die Kurden südliche der türkisch-syrischen Grenze, die nicht identisch sind mit der PKK. Und die ist nicht identisch mit den kurdischen Gebilde im Nordirak, das unter der Hegemonie des Barzani-Clans steht, in dem es aber bedeutende Minderheiten gibt und Kurden anderer politischer Ausrichtung. Die Barzanis sind Feudalisten und können am ehesten mit der AKP auskommen, die hauptsächlich neoliberale Paper-Muslime sind..Erst muss das Geld stimmen, die Religion ist zu respektieren, zumal nur sie die Disziplin der Masse sichert. Die Leute an deren Spitze nehmen ihre Ideologie natürliiich ernster. Aber es geht ja darum was das Tun bestimmt.
Ich denke eher an eine Mind Map als an eine Tabelle. Ich hätte keine Idee wie mit einer Tabelle diese Ambivalenzen darzustellen wären.Im Übrigen warte ich nun auf Erleuchtung durch @CM. Der wird uns nicht hängen lassen.

Manfred Peters Oktober 6, 2014 um 19:54

@  f.luebberding Beitrag & 18:35
“Diese Motive ähneln durchaus denen des Warschauer Aufstands von 1944. Die polnische Heimatarmee wollte Warschau von den Nazis befreien, um ihren politischen Anspruch gegenüber Stalins Sowjetunion deutlich zu machen. Dieser ließ aber die Rote Armee vor Warschau haltmachen, um deren Vernichtung durch die deutsche Besatzungsmacht ungerührt zuzusehen.”
“Nur um ein Mißverständnis zu vermeiden”*: Das ist eine zumindest boshafte einseitige Sicht der Dinge. Man kann es auch kolportierte Geschichtsklitterung nennen, die hier eigentlich nichts zu suchen hat.
Wenn das Thema aber hier schon erwähnt wird, dann bitte auch, dass “Der Henker von Warschau” in der BRD zu Amt und Ehren kam.
Auf besonderen Wunsch verlinke ich gerne den angeblichen “DDR-Propagandafilm”, der zumindest auf “DuRöhre” in englischer Version zur Verfügung steht.
* Siehe auch Wikipedia “Warschauer Aufstand/Kontroverse um die Rolle der Roten Armee”

f.luebberding f.luebberding Oktober 6, 2014 um 19:56

holger

Das mit der Grafik wäre nicht schlecht. Erleichtert das Echtzeit-Verständnis ungemein … .

f.luebberding f.luebberding Oktober 6, 2014 um 20:06

Peters

Sicher ist das Thema Heimatarmee kontrovers, neuerdings auch wieder in Polen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Nur waren die Polen damals in einer machtpolitisch vergleichbaren Lage, wie die Kurden heute. Sie waren der schwächste Akteur, wollten aber gleichzeitig um fast jeden Preis verhindern, von Stalin einfach geschluckt zu werden. Sie wurden schließlich zwischen Deutschen und Russen zerrieben. Das war damit gemeint, wobei ich mir durchaus bewusst bin, dass es sich um keine Analogie handelt.

no.name Oktober 6, 2014 um 20:19

@FL
Nur um ein Mißverständnis zu vermeiden: sowie Richtigstellung.
Danke!

@FI
…völlig unpolitischen Politik,…
Der Unterschied zwischen Diplomatie und Politik ist, dass letztere im öffentlichen Raum stattfindet, während erstere auf die Durchsetzung eigener Interesse im Hintergrund basiert. Dazu mögen auch scheinbar politische Handlungen wie Friedensgespräche etc. gehören. In Abgrenzung zur Politik geht es bei diesen Treffen nur vordergründig um den öffentlichen verhandelten Gegenstand. Stattdessen dienen die Verhandlungen dem im Hintergrund weiterhin nicht öffentlichen weiterverfolgten eigenen Interessen. Im Gegensatz zur Politik, die notwendigerweise öffentlich, oder zumindest über die Öffentlichkeit erfogen muss, – sonst ist es keine Politik -, funktioniert Diplomatie nur im geheimen. Dabei stützt sich das Geheimnis auf drei Elemente: 1) Der Plan muss ‘dicht’ sein. Je besser die gegnerische Seite ins Kalkül gezogen wird (Presse, Blogger, Undercover, falsche Whistleblower, das ganze Repertoire der VT und Anti-VT, Plan B, Plan C, etc.), desto größer die Chance, dass der Plan aufgeht. 2) Das Element ‘Überraschung’. Das, womit die Menschen am wenigsten rechnen. Der Verrat durch den Freund. Der engste Verbündete, der mit dem Fein kollaboriert…etc. 3) Verschlossenheit. Der Plan, darf nicht an die Öffentlichkeit gelangen, aber es wird die Öffentlichkeit für den Plan benutzt.

Auf der anderen Seite ist unser Wirtschaftssystem an die Grenze seiner Reproduktionsfähigkeit gelangt. Die Schuldenstände haben sich gegenüber der Zeit vor der durch die Lehmann-Pleite indizierten Wirtschaftskrise nicht verbessert. Eine erneute Krise ist jederzeit möglich. Die Weltwirtschaft ist genauso empfindlich, wie sie es im Jahr 2007 war. Allen politischen Aussagen nach der Lehmann Krise zum Trotz, wurden keine neuen Spielregeln aufgestellt. Alle Verhandlungen auf internationaler Ebene verliefen im Sande. Es hat sich an den Regeln nichts geändert. Nur die Misere in den westlichen Staaten ist angewachsen. Die Versuche, mit Geld der Zentralbank Konjunkturprogramme aufzulegen ist ein letztes Aufbäumen dem Desaster nicht in die Augen zu schauen.

holger196967 Oktober 6, 2014 um 20:23

gelgentlich

—>>>Ich denke eher an eine Mind Map als an eine Tabelle”

Ja… auch i.O. nur mal was visuelles… da blickt doch keiner mehr durch.

no.name Oktober 6, 2014 um 20:28

@Manfred Peters

Ich hatte oben einen französischen Blogger (aus einer Seite der liberation.fr) zitiert, welcher sich auf den Warschauer Aufstand bezog. Ein Kommentator oben hatte das falsch interpretiert und Frank Lübberding hat dies richtiggestellt. So wie FL es oben darstellte, so hatte ich es gemeint. Frank hatte dies übrigens ohne eigene Bewertung (, also ob das Beispiel passend oder nicht passend ist) hier hereingestellt. Meine Bewertung dabei ist, dass dieses Geschichtsbeispiel in einem Aspekt passt, nämlich Zeit herauszuschinden und andere die ‘Drecksarbeit’ machen zu lassen, während die eigenen Interessen durch Abwarten realisert werden.

no.name Oktober 6, 2014 um 20:30

@fl

Sehe gerade Deinen Kommentar. Ja, so hatte ich es auch gemeint, bzw. hatte ich es in dem Kommentar in dem anderen Blog herausgelesen.

gelegentlich Oktober 6, 2014 um 20:36

@no.name
Genau, Zeit schinden – und ich will hinzufügen: das geht in diesem nur solange Niemand Klartext redet.
In der Realtität unterstützen die Türkei, Israel sowie Saudi-Arabien und Katar (durch Duldung resp. Nichtverfolgung der Tätigkeiten eigner Staatsbürger) die ISIS im Moment. Würde diese Unterstützung eingestellt wäre ISIS wohl schnell am Ende, da sie im Binnenland sitzen. Sie müssen ihren Grundbedarf auf dem Landweg von irgendwoher erhalten. Es ist eigentlich so einfach.
Eine graphische Darstellung traue ich mir selbst im Moment nicht zu und hätte dafür leider weder die IT-Mittel noch die Zeit.

eric Oktober 6, 2014 um 21:03

@Holger, f.luebberding
Visualisierung/Tabelle der Akteure –
Der Economist hatte so etwas im September:
http://www.economist.com/blogs/graphicdetail/2014/09/daily-chart-11

no.name Oktober 6, 2014 um 21:03

@gelegentlich
Eine graphische Darstellung traue ich mir selbst im Moment nicht zu und hätte dafür leider weder die IT-Mittel noch die Zeit.
Ich halte die Dartstellung für nicht so wichtig. Kriegstrategien sowie Diplomatie laufen meistens nach denselben Regeln ab. Du kannst z.B. ehemalige Konflikte studieren. Irgendwann werden die Archive geöffnet und es gibt viel Material, dass den Zeitgenossen damals vorenthalten war.

…und ich will hinzufügen: das geht in diesem nur solange Niemand Klartext redet.
Eben nicht. Auch dafür gibt es Strategien und Anti-Strategien. Die meisten Menschen lassen sich beeinflussen (ich schliesse mich da nicht aus). Hat es im Nachhinein jemanden gejuckt, dass der treue Powell gefälschte Beweise der UN vorlegte? Wir denken in der Regel in Schablonen zwischen Freund-Feind Beziehungen. Hat Snowden und Manning bleibende Wirkung hinterlassen? Für einem Moment, ja, aber wird TTIP sich verhindern lassen? Gab es denn wirkliche Veränderungen durch das Klar-Reden? In der Realität ist es aber viel komplexer. Da Wechseln sich die Rollen zwischen Freund-Feind beständig ab und eine eindeutige Zuordnung zu Gut/Böse ist nicht möglich. Peking bezichtet Washington die Hongkong Proteste inititiert zu haben und schon sind wir auf der Seite Pekings, weil wir die Amis nicht mögen. Den Menschen fehlt die Fähigkeit jeder Sache für sich zu betrachten. Wie denn auch, wir sind ja nicht vor Ort und wir können nicht mit jedem Beteiligten vor und hinten den Kullisen reden. Tja, und der Journalismus ist auch nur Teil, der im Hintergrund agierenden Pläne.

no.name Oktober 6, 2014 um 21:13

@eric

Der Economist hatte so etwas im September:

Wenn die Beziehung zwischen IS und Türkei rot ist, wie haben die dann über die Freilassung der Geiseln verhandelt. Über welche Kanäle? Oder gibt es in der Darstellung zwischen rot und rot noch ein halb rot rot und rot halb rot und halb halb halb rot?

gelegentlich Oktober 6, 2014 um 21:20

@no.name
Die Beziehung war so, dass die Geiseln offenbar ausgesucht gut behandelt worden sind. Das gilt auch für einige türkische LKW-Fahrer, denen man ihre Öllaster geklaut hat. Sie wurden dann freigelassen.
Wer mal wissen will wie die ticken:
http://www.gagrule.net/turkey-pro-govt-islamist-ideologue-says-muslims-cant-accept-west-eu/
Wer diesen Blog macht habe ich nicht hinterfragt, da ich den Originalartikel aus Hürriyet von damals in meinem (jetzt nicht zugänglichen) Archiv habe.
Daher weiß ich dass dies richtig wiedergegeben worden ist. So irre es klingt: aber Teile der AKP denken wirklich so.

gelegentlich Oktober 6, 2014 um 21:36

http://www.hurriyetdailynews.com/a-great-islamic-democracy.aspx?PageID=238&NID=59345&NewsCatID=398D

Das ist der Link. Ich habe ihn doch nach der Erinnerung im Internet finden können.

no.name Oktober 6, 2014 um 21:43

@gelegentlich

Danke für den Link.

Ich wollte oben kein Türkei-Bashing betreiben. Die Türkei wurde vom Westen bisher hingehalten (Aufnahme EU etc.) und hat als Dank von unserem Bundespräsidenten während dessen Türkei Besuch nur Beleidigungen und Hohn geerntet. Mit Partnern geht man anders um.

Die Kurden werden aber nur auch benutzt.

Letztendlich verlieren wir alle, auch der Westen, nämlich unsere Glaubwürdigkeit.

Übrigens, die Chinesen wollen da auch mitspielen. Ein Waffendeal mit der Türkei ist kürzlich geplatzt, aber das muss nichts heißen. Eine Abkehr der Türkei vom Westen bietet Chancen für neue Handelsbeziehungen.

Konfuzius sagt: ????,????
Wer großzügig denkt, lässt sich nicht aufhetzen. Der Kluge sorgt sich nicht.

NKB Oktober 6, 2014 um 22:35

@fl
“Dieser ließ aber die Rote Armee vor Warschau haltmachen, um deren Vernichtung durch die deutsche Besatzungsmacht ungerührt zuzusehen. Das heutige Vorgehen Ankaras ist damit durchaus zu vergleichen.”

Das ist also keine Analogie sondern halt nur ein Vergleich.
Mag sein; aber ein schlechter Vergleich. Vielleicht solltest Du mal Richard Overy “Russlands Krieg” zur Kenntnis nehmen. Oder beliebig andere Kommentatoren; sogar Montgommery hat sich da entsprechend geäußert. Stalin ließ nämlich nicht seine Truppen vor Warschau haltmachen, sondern es waren die Divisionen der Waffen SS wie Herman Göring und Wiking sowie entsprechende Einheiten der Wehrmacht, die Tschuikov zum Stehen brachten, als er über die Weichsel übersetzte und dort Brückenköpfe bildete. Und jeder militärisch einigermaßen Interessierte kann sich vorstellen, dass nach einer zweimonatigen Offensive und 1000km Vormarsch an einem größeren Fluss mit entsprechenden Verteidigungsstellungen des Gegners erst einmal Schluss ist; genau wie nach der nächsten Offensive der Russen, die erst viereinhalb Monate später begann (so lange brauchten die, um eine erneute Offensive starten zu können!), erst mal an der Oder Schluss war, obwohl derselbe Tschuikov einen Durchmarsch nach Berlin vorschlug, um dann drei Monate später in Küstrin schwer kämpfen zu müssen, bevor es endlich Richtung Berlin losgehen konnte.

Natürlich verstehe ich, was Du sagen wolltest; aber weder als nicht gewollte Analogie noch als Vergleich taugt dieses Beispiel. Die Polen wollten nicht “von Stalin geschluckt” werden, wie Du so schön schreibst. Nun gut, das galt aber vor allem für die Reste der polnischen Elite, der Rest sehnte sich vor allem nach einer Befreiung; nach drei Millionen Toten wohl auch verständlich. Dies zum einen. Und dann waren die Polen unvergleichlich schwächer als die Kurden heute. Polen war besetzt, um es mal ins Gedächtnis zurück zu holen. Von durchaus nicht zimperlichen Deutschen. So dass eine militärische und politische Schlagkraft der Polen eigentlich nicht existierte – im Gegensatz zu den kurdischen Kämpfern heute.

Mit Deiner unglücklichen Nichtanalogie bedienst Du nur alte Klischees und lenkst eigentlich nur ab von Deinem Versuch, das Geschehen des gegenwärtigen Krieges in Nordsyrien zu erhellen.

f.luebberding f.luebberding Oktober 6, 2014 um 22:54

NKB

Ob militärische oder politische Gründe am Ende den Ausschlag gegeben haben, lässt sich wohl nur durch das Studium der russischen Archive endgültig klären. Es ist übrigens ein Ausdruck für deren Verknüpfung, wie schon damals und bis heute die militärischen Gründe von der jeweils anderen Seite als Vorwand betrachtet worden sind. So hat schon Stalin das Ausbleiben der westlichen Invasion in Frankreich als Versuch der Allierten angesehen, Russland an der Ostfront ausbluten zu lassen. Falin hat das in einem Buch thematisiert. Man kann zwar Overys Argumente für überzeugend halten; nur ist die Frage, ob sich Stalin letztlich davon hat überzeugen lassen. Auf jeden Fall hatte es den von ihm gewünschten politischen Effekt. Die Londoner Exilregierung Polens spielte danach kaum noch eine andere Rolle, dafür die polnischen Kommunisten des Lubliner Kommitees. Will aber jetzt kein neues Fass aufmachen … .

Frankie (f.k.a.B.) Oktober 6, 2014 um 23:00
Soldat Schwejk Oktober 6, 2014 um 23:26

@ NKB

Wichtiger Kommentar. Die Geschichte mit dem gewollten Stehenbleiben der Roten Armee ist alles andere als eine erwiesene Tatsache. Im Gegenteil, die wahrscheinlichere Erklärung ist die von Dir genannte militärische Logik, das Nachschubproblem.

Man sollte gerade in der aktuellen Situation nicht unüberlegt irgendwelche Geschichtsmythen der polnischen ‘Eliten’ im Gewand eines historische Faktums präsentieren… auch nicht zur Konstruktion einer Analogie.

Natalius Oktober 6, 2014 um 23:58

Es gibt da schon neue Erkenntnisse, aber ich möchte es nicht wiederholen: http://www.wiesaussieht.de/2014/09/25/voelkerrechtsdogmatik-und-voelkerrechtsleugner/#comment-175087

@FL: Ich wäre wirklich dankbar, wenn Sie Ihre Quelle zu Simon Elliot einstellen könnten.

@gelegentlich: Holgers Frage ist berechtigt. Dennoch kann es sein, dass Du richtig liegst (es deckt sich mit Joe Biden’s Passagen in seinem Vortrag in Harvard last Thursday). Gibt es z.B. Logistik-Unterschiede zwischen irakischem und syrischem Öl (Pipeline vs. Laster)?

@Frankie: Man kann graphentheoretische Analysen auch überstrapazieren. Bei Glattfelder et al. wurde uns zumindestens erklärt, wie die Autoren vorgegangen sind. Hier aber nicht.

@Alle: Es scheint keinen zu geben, der hier voll durchblickt.

someone Oktober 7, 2014 um 00:29

Zu der Versorgung: Das Nachbarkaff in der Grenze, Jarabulus, steht schon seit einem Jahr unter der “Kontrolle” von Isis. Warschau und Weltkreigsvergleiche führen hier in die Irre.
Das sind größtenteils nur Lokalmatadore mit ihren Banden oder Dorfmilizen, die sich je nach Lage einer Seite anschließen.
Der Bürgerkrieg in Libanon oder die Diamantenkriege in Westafrika, wo jedes Dorf seine eigene Miliz mit einem schillerndem Volksbefreiungsnamen hatte, sind hier ziehlführender. Man könnte auch Osteuropa nach dem ersten Weltkrieg, den russischen Bürgerkrieg oder das, was Putin in der Ostukraine mit seinen Terrortouristen veranstaltet, nehmen. Die Fraktionen sind viel zersplitterter. Teilweise haben die nur 50 Anhänger. Die haben jetzt auch nicht wirklich einen ideologischen Überbau, das ist Tribalismus oder das zurückfallen in Clanwesen.
Isis ist auch nicht gesteuert, das ist eine Formation sui generis. Geld haben sie aus der Zentralbank aus Mossul, wo wohl 300 Mio. $ lagerten; das dürfte eine Weile reichen. Außerdem kann man sich ja das Hab und Gut der Vertriebenen aneignen und verschachern. Und eine kleine Kalifatssteuer erheben sie wohl auch.

http://pando.com/2014/09/28/the-war-nerd-lets-put-islamic-states-menacing-advance-into-perspective-by-looking-at-a-map/

http://www.joshualandis.com/blog/the-islamic-state-of-iraq-and-ash-sham-expands-into-rural-northern-syria/

(Achtung: Dieser Eintrag stammt vom letzten Jahr.)

PS: Die verdammten Polen. Immer reden sie die Russen schlecht. Dabei bringen sie doch nur Frieden in die Ostukraine. Man sollte die polnische Faschisteneliten mal entthronen und das polnische Volk befreien. Halbe-Halbe für Großpreußen und Russland. Als Anfang könnte man die Neiße hinter Breslau nehmen.

Natalius Oktober 7, 2014 um 00:50

PS: Ich kann bei der Lageeinschätzung in Syrien nur mein “Bauchgefühl” wiedergeben und das kann beliebig falsch sein. Ich kann die von Bennett ausgeführte Rationale einen “permanenten Krieg” zu führen aus der Logik verstehen, dass die Zeiten hart sind und jeder ein sicheres Einkommen haben will, irgendwie nachvollziehen. OK. Es entsteht eine “Industrie des Krieges”, die nur diejenigen “alimentiert”, die da voll mitmachen. D’accord. Aber Bennett geht nicht auf diejenigen ein, die möglicherweise “übergeordnete Gründe” besitzen, diesen “permanenten Krieg” überhaupt zu veranstalten. Darf man darüber nicht sprechen? Muss man das unbedingt akzeptieren?

Versetzt euch nun in die Lage von Ursula von der Leyen. Entweder sie weiss es, macht trotzdem mit oder sie spielt “naiv”.

someone Oktober 7, 2014 um 00:56

Und dass man jetzt sogar noch Warschau infrage stellt, als nächstes Katyn?
Echt, und da fragen sich Russen, warum sie so unbeliebt sind.

someone Oktober 7, 2014 um 01:01

Zu Führers Geburtstag tritt nun auch Itar-tass in neuem Gewand auf und nennt sich jetzt wieder gut sowjetisch Tass.

bleistift Oktober 7, 2014 um 01:25

Ich habe die restlichen Beiträge noch nicht gelesen.
Wollte aber einige Links posten die möglicherweise weiterhelfen könnten…

“Im Nordosten Syriens führen die kurdischen YPG-Milizen einen blutigen Krieg gegen den Islamischen Staat. Dabei erobern sie auch arabische Dörfer. Die größte Herausforderung für die kurdische Selbstverwaltung: das komplexe Verhältnis zwischen Kurden und Arabern – politisch wie militärisch. Von Nils Metzger

Ein Meer bunter Plastikblumen überdeckt die eng beieinander liegenden Erdhaufen, auf manchen sind mit kleinen Steinen die Namen der hier Begrabenen mosaikartig gelegt. Der Märtyrerfriedhof von Qamischli, der inoffiziellen kurdischen Hauptstadt Syriens, ist ein beinahe idyllischer Ort. Auf dem zentralen Platz steht eine in Stein gehauene „Flamme der Freiheit“, um die sich die frischen Gräber scharen. Angelegt wurde der Friedhof Ende 2013, seitdem wurden mehr als 1000 kurdische Milizionäre hier begraben – so viele wie an keinem anderen Ort in Rojava, wie die syrischen Kurden ihre Heimat nennen. Das von einer flachen Mauer umgebene Areal bietet reichlich Platz für weitere tote Körper. Keiner der Bauherren ging wohl von einem raschen Ende des Krieges aus.”

http://www.alsharq.de/2014/mashreq/syrien/syrien-die-kurdische-expansion-hat-ihren-preis/

“Der libysche Dominoeffekt: Die Krisenherde Nordafrika und Nahost vor dem Ersten Weltkrieg

Wo begann der Erste Weltkrieg? In Sarajevo, werden die meisten wohl antworten. Der Mord an Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich und seiner Frau am 28. Juni 1914 in der bosnischen Stadt gilt allgemein als Auslöser des Großen Krieges. Kaum jemand würde wohl Libyen als die Lunte ansehen, die das Pulverfass der europäischen Mächterivalitäten in Brand setzte. Dabei gibt es gute Gründe dafür. Von Jakob Krais”

http://www.alsharq.de/2014/iranturkei/tuerkei/der-libysche-dominoeffekt-die-krisenherde-nordafrika-und-nahost-vor-dem-ersten-weltkrieg/

bleistift Oktober 7, 2014 um 01:27

“Der Große Krieg in den Meerengen: Die islamische Welt im Konflikt der Jahre 1914 bis 1918

Der Erste Weltkrieg war mehr als ein europäischer Konflikt. Gekämpft wurde auch vom Kaukasus bis nach Ostafrika, Auswirkungen waren in Algerien ebenso spürbar wie in Iran. Im Auge des Sturms befand sich eine europäische Großmacht mit einem Kalifen an der Spitze: das Osmanische Reich. Der zweite Teil unserer kleinen Serie zum ersten Weltkrieg im Nahen Osten von Jakob Krais.”

http://www.alsharq.de/2014/iranturkei/tuerkei/der-grosse-krieg-den-meerengen-die-islamische-welt-im-konflikt-der-jahre-1914-bis-1918/

http://www.alsharq.de/uber-alsharq/

bleistift Oktober 7, 2014 um 01:59

@ someone, @ Soldat Schweig

Es wäre wirklich sehr erfreulich wenn man zumindest in diesem Thread mal über etwas anderes reden könnte als über die Ukraine und/oder das böse oder pöhse Russland.

bleistift Oktober 7, 2014 um 02:00

Gleiches gilt natürlich für das böse oder pöhse Amerika (extra für @Linus und @topi)
;-)

Morph Oktober 7, 2014 um 05:24

@Natalius

“@FL: Ich wäre wirklich dankbar, wenn Sie Ihre Quelle zu Simon Elliot einstellen könnten.”

Man muss nicht jedes Gaga-Gerücht falsifizieren, das Du hier verlinkst, @Natalius. Du bist für Dich selber verantwortlich. Wenn Du nicht davon lassen kannst, Internet-Spekulatius zu naschen, ist das wirklich Dein Problem, und keineswegs ist es unser Job, Dich immer wieder auszunüchtern.

Im Gegenteil kannst Du dankbar sein, dass die peinlichen Spuren Deiner VT-Sucht hier nicht automatisch rausgefiltert werden.

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 06:47

@bleistift
Herzlichen Dank für die Links zu Alsharq. So stellt man sich gute Reportagen vor.
@fl: mal einige FAZler, speziell die Ukraine-Spezialisten, dort ein bißchen bezahltes (!) Praktikum machen lassen.

Was die beste Deutung der Ereignisse um das Warschauer Ghetto ist weiß ich nicht. Ich hatte ja selbst eine ähnliche Deutung des vergleichsweise langsamen amerikanischen Vorstoßes in Italien durch Gerhard Zwerenz zitiert. Beides, ob richtig oder falsch interpretiert, illustriert das, was im Bezug auf Kobane gesagt werden sollte. Mit einem wesentlichen Unterschied: hier geht es nicht einfach um warten oder nicht warten. Es geht um den Fortbestand der => aktiven Unterstützung von ISIS durch die Türkei und Israel.
Wenn man die Grenzen zumacht für YPG, dann eben bitte auch für ISIS. Und es ist unerhört in solch einem Moment ISIS-Öl zu hehlen.

Natalius Oktober 7, 2014 um 07:12

@Morph Oktober 7, 2014 um 05:24

““@FL: Ich wäre wirklich dankbar, wenn Sie Ihre Quelle zu Simon Elliot einstellen könnten.”

Man muss nicht jedes Gaga-Gerücht falsifizieren, das Du hier verlinkst, @Natalius. Du bist für Dich selber verantwortlich. Wenn Du nicht davon lassen kannst, Internet-Spekulatius zu naschen, ist das wirklich Dein Problem, und keineswegs ist es unser Job, Dich immer wieder auszunüchtern.

Im Gegenteil kannst Du dankbar sein, dass die peinlichen Spuren Deiner VT-Sucht hier nicht automatisch rausgefiltert werden.”

Peinlich ist lediglich die Art Deiner Reaktion, @Morph, denn Du warst hier gar nicht angesprochen. Du solltest ein wenig Selbstbeherrschung lernen und Dir vielleicht überlegen, wie das obsessiv Kompulsive in Dich hineingelangt ist. Von aussen sieht das manchmal wie Besessenheit aus.

Frank: Betrachte meine Frage nicht als Provokation, sondern als Ausdruck von Neugier.

Morph Oktober 7, 2014 um 08:05

@Natalius

“denn Du warst hier gar nicht angesprochen.”

Wenn die vollvertrottelte Saudummheit ihr lächerlich verwarztes Hinterteil erhebt, um das Licht der Aufklärung zu verdecken, sind wir alle gefordert, @Natalius! ;-)

“Du solltest ein wenig Selbstbeherrschung lernen”

Sicher, ich muss mich nicht wegen jeder Idiotie aufregen, den Du hier hineinschreibst. Denn die macht nun wahrlich den Kohl nicht fett, angesichts des Quadratquatsches, der im Internet hin- und herschwappt. Dennoch. Wenn man länger irgendwo mitkommentiert, empfindet man da so irrationale Haushaltspflichten.

“Frank: Betrachte meine Frage nicht als Provokation, sondern als Ausdruck von Neugier.”

Als ob Dich Frank von irgendetwas überzeugen könnte! Kleiner Tipp: Geh’ nicht uns auf den Keks, sondern belästige irgendeine Suchmaschine Deines ‘Vertrauens’, @Natalius. Denn das sind Maschinen. Die fressen auch noch Deinen dümmsten Rotz!

Da habe ich sofort die Antwort auf Deine bescheuerte Frage gefunden. Aber such selbst, wenn Du gerade mal wieder Lust auf Ernüchterung hast. Dein nächster Suchtdruck kommt auch wieder. Und dann holst Du Dir wieder Stoff von Deinen Gaga-Seiten und lallst uns hier die Ohren voll von den unerklärlichen Kornkreisen, von bösen Geistwesen und der genetischen Dispositionen zur Menschheitsfeindlichkeit.

holger196967 Oktober 7, 2014 um 08:10

@eric @frankie danke… guter Stoff für Monthy Phyton

Bogus Oktober 7, 2014 um 08:18

Hihi, so bescheuert kann die Frage nicht gewesen sein, wenn der Morph sich die Mühe macht, danach zu googeln. Oder ist ihm einfach langweilig?

Bogus Oktober 7, 2014 um 08:21

Lübberdings Rede von “Gottvertrauen” und “Logistikwundern” imliziert für den nicht ganz so Gläubigen ja auch direkt die Frage nach irdischer Ünterstützung für den IS.

Bogus Oktober 7, 2014 um 08:22

impliziert

Bogus Oktober 7, 2014 um 08:23

Unterstützung , und nicht nur Duldung, wie der Text suggeriert. Dass Bidens Version (es waren die übereifrigen Araber) glatt gelogen ist, wissen wir alle.

Morph Oktober 7, 2014 um 08:31

@Bogus

VTs und deren Verbreitungsgrad und Ausbreitungsmuster zu bestimmen, gehört zu meinem Job, Schnulli!

Im Internet hat die schwergestörte Vollbeklopptheit eine historisch beispiellose Sichtbarkeit gewonnen. Leute, die sich so präsentieren wie @Natalius, @glühwürmschen und auch @Bogus, liefern alerten Postdemokraten, die vom “Grenznutzen der Demokratie” schwadronieren, die schönsten Plausibilitätseffekte.

holger196967 Oktober 7, 2014 um 09:02

Hab ichs nicht gesagt? bis vor kurzem konnte man hier noch was lesen, man konnte aber auch scrollen, Und dann Wumms der Markierer mit der Maske haut wieder was dazwischen.

So viel zu dem heutigen Niveau in der “Sendung mit dem Morph”.

“Was? EIN Geisterfahrer… Tausende!”

Bogus Oktober 7, 2014 um 09:16

“VTs und deren Verbreitungsgrad und Ausbreitungsmuster zu bestimmen, gehört zu meinem Job,”
=> Hey, das ist cool!
“Schnulli!”
=> Aber kein Grund, grob zu werden. Ich weiß, du bist an der Uni Siegen, habe aber keine Ahnung, was du da machst. Erzähl mehr davon!

Was mich mal interessieren würde wäre eine Auflistung, welche sogenannten “VTs” sich im Nachgang als wahr herausgestellt haben. Spontan fallen mir ein: Gladio, Brutkastenlüge, Massenvernichtungswaffen im Irak. So Daniele-Ganser-Themen halt, kennst du ja auch.

Wenn du über VTs forschst, kannst die diese Liste bestimmt erweitern! Oder wär’ das mal ‘ne Idee für ‘ne Diplomarbeit?

Morph Oktober 7, 2014 um 09:27

@Holger

Tja, ist’n freies Land. Ich gestehe jedem @Natalius zu, alle institutionellen Infos zu bezweifeln und alle nichtinstitutionellen Gerüchte für diskussionswürdig zu halten. Allerdings muss er dann ertragen, dass ich das als vollendete Idiotie bezeichne. Wenn ich die etablierten Institutionen der Wissensvermittlung pauschal skeptisch beurteile und alle Gerüchte als prinzipiell ernstzunehmen, dann ist das programmatischer Schwachsinn, was sonst?

Und ich nehme mir heraus, gegen das Schaulaufen dieses programmatischen Schwachsinns Einspruch zu erheben.

Deine Position: Jeder soll hier unwidersprochen sagen dürfen, was ihm durch die Rübe rauscht, ist doch nur eine Variante evangelischer Teestubenbeliebigkeit. Ey Du, ich find’s irgendwie total interessant, was Du sagst…

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 09:34

@Bogus
Noch eine, Teil von Gladio:
der Anschlag im Bahnhof von Bologna 1980, den man den Roten Brigaden in die Schuhe schieben wollte. Hat ja JHahrzehnte gedauert bis es heraus kam.
Tonkin gehört auch dazu. Das Attentat von Madrid, das ohne Hilfe der Guardia Civil nicht möglich gewesen wäre.
Der Oktoberfest-Anschlag.
Der „Selbstmord“von Barschel. Man hat das Lösungsmittel DMSO auf seiner Haut gefunden: das bedeutet mit absoluter Sicherheit dass ein Profi die Hand daran hatte; auszuschließen ist dass Barschel selbst damit zu tun gehabt haben könnte.
NSUk – noch in Arbeit, sozusagen.

Grund genug „Das ist ja VT!“ als Einwand zurück zu weisen. Aber man muss gleichzeitig sehen dass es ja massenhaft echte durchgeknallte VTs gibt. So auch hier die Frage ob der Mann an der Spitze von ISIS jüdische Vorfahren hatte. Wobei der Schwachsinn schon mit der Frage selbst startet: wenn ja – was zum Teufel sollte das besagen? Um einen sinnvollen Kontext aufzubauen müßte man ja noch tiefer in den Schwachsinn einsteigen.

Morph Oktober 7, 2014 um 09:37

@Bogus

Solche Desinformationskampagnen wie “Brutkastenlüge”, “Massenvernichtsungswaffen im Irak”, “Hufeisenplan” etc. pp. sind nie als Verschwörungstheorien bezeichnet worden.

Außerdem handelt es sich bei den aufgedeckten Geheimstrukturen im Vergleich zu den VTs über zionistische Reptilienorks from outer space, die von Leuten wie @Natalius in Umlauf gebracht werden, um regionale und zeitlich befristete Operationen.

Aber das ist OT hier. Zurück zum Thema.

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 09:38

@Morph
„Deine Position: Jeder soll hier unwidersprochen sagen dürfen, was ihm durch die Rübe rauscht, ist doch nur eine Variante evangelischer Teestubenbeliebigkeit. Ey Du, ich find’s irgendwie total interessant, was Du sagst…“
Schöne Formulierung, aber: natürlich darf hier Jeder sagen was er will. Aber er muss hinnehmen dass man nach Belegen fragt. Je schräger oder ungewöhnlicher die These ist umso höher sind die Ansprüche an Nachprüfbarkeit. Wenn Einer sagt er hätte es halt „im Urin“ kann man doch auch damit leben. Aber nur dann, wenn das dazu gesagt wird.
Es ist nun mal so dass viele klandestine Dinge erst Jahrzehnte später rauskommen, wenn überhaupt. Bis dahin ist man mit der Cui-bono-Hilfskonstruktion meistens, aber eben nicht immer, auf der richtigen Seite.

Morph Oktober 7, 2014 um 09:46

@gelegentlich

“Grund genug „Das ist ja VT!“ als Einwand zurück zu weisen.”

Kein ernstzunehmender Beobachter würde bezweifeln, dass es Verschwörungen gibt. Das Argument gegen den VT-Diskurs lautet, dass solche Debatten zu keinen Erkenntnissen führen und tendenziell entpolitisieren (weil ja ‘in Wahrheit’ sowieso die Strippen von ganz-ganz Mächtigen im Hintergrund gezogen werden).

Stattdessen wäre es wichtig, Interessen aufzudecken. Wer kontrolliert welche Ressourcen, wer möchte Zugriff auf welche Ressourcen und Absatzmärkte. Das wäre zu aufzuklären.

Dass Organisationen (Staaten und Konzerne) für die Durchsetzung ihrer Interessen machiavellistische Maschinen sind, versteht sich von selbst.

holger196967 Oktober 7, 2014 um 09:54

Morph

—>>>Deine Position: Jeder soll hier unwidersprochen sagen dürfen, was ihm durch die Rübe rauscht, ist doch nur eine Variante evangelischer Teestubenbeliebigkeit.”

Wie oft soll ich denn noch sagen, dass ich mich als agnostischen Atheisten halte? Ich gucke mir grundsätzlich erstmal alles an, und wenn ich zu einer persönlichen Meinung gekommen bin, verfolge ich das weiter oder eben auch nicht.

Eines müsste dir doch klar werden, keiner wird jemals Gedankenpolizei (Sittenwächter) spielen können. Und das verschiedene Kulturkreise gewachsen sind, mit unterschiedlichen Interessen, wirst du auch nicht verbieten können.Und das diese Kulturkreise sich meistens auf die Religion beziehen auch nicht.

Der oder die IS ist für mich nicht als “Gläubig” einzustufen. Sondern ist ein einfacher barbarisch “männlicher” Akt unter dem Deckmantel Koran. Oder einfach gesagt: Die niedrigste Stufe des Seins.

Unter dem Deckmantel der “Religion” laufen zum Teil abstruse Dinge. Die zu Markieren wäre der richtige Weg. Oder auch nicht. Und nichts aber auch gar nichts, was hier so passiert ist Zufall. Das ist meine Erkenntnis.

Weil hinter jeder Sache oder jedem Ereignis stecken Interessen. Man kann sich nun mit einer Sache gemein machen, oder auch nicht.

Mich interessiert eher die Frage: Warum ist es so, wie es ist. Oder anders gefragt: Ist der Weltenlauf vorprogrammiert. Ist das Buch bis zum Ende schon geschrieben, und wir sind nur Statisten, Schauspieler, die eine Rolle zu erfüllen haben.

Und wenn das Buch schon geschrieben ist. Wer hat es geschrieben? Und da gibt es genügend hinweise, dass hier ein bestimmtes Drehbuch abläuft. Und das nennt man dann eben VT.

Ich sage, es ist keine VT es soll so ablaufen. Selbst das Nachdenken darüber soll sein. Sonst wäre ja ein zB @Natalius nicht.

Aber auch deine Position muss natürlich so sein, wie angedacht.

Von der Sicht aus, ist jeder Dialog hier schon gewesen. Das Blog läuft so, wie es laufen soll. Und man “denkt”, so wie man denken soll. Wenn es dato nach mir ginge, und ich zurück Blicke. Dann wäre es einfacher gewesen, gewisse Entscheidungen in meinem Leben nicht gefällt zu haben. Ich hab sie aber nun mal so getan. Besonders rational waren einige Entscheidungen nicht. Also unter “normalen” Umständen dürfte man das nicht machen, was ich gemacht habe.

Und doch kann ich sagen: Ich würde alles nochmal so machen.

Und deswegen Morph gehören alle so hier her, wie sie gerade hier sind. Du, genauso wie @Natalius

Und die dementsprechenden Dialoge natürlich auch. incl. Markieren.

ott0 Oktober 7, 2014 um 10:03

@holger, steht der jap. Geheimdienst hinter dir, die geladene und entsicherte Knarre liegt unter dem linken Sofakissen!

Bogus Oktober 7, 2014 um 10:14

gelegentlich

Ach, der Stammbaum von diesem al-Baghdadi ist mir doch auch wurscht.

Aber ich seh’ das alles nicht so eng. Wenn ich eine irre Geschichte finde, dann interssiert mich die. Und die Story vom jüdischen Schauspieler, der vom israelischen Geheimdienst engagiert wird, um einen islamistischen Kalifen zu mimen, ist an Verrücktheit doch kaum zu toppen.

Kann sich so was Irres jemand ausdenken? Die besten Geschichten schreibt ja bekanntlich das Leben… :0

petervonkloss Oktober 7, 2014 um 10:16

Spontangedicht

Ach, Kinder ach, was habt ihr so schön mit Rattenschwänzen zu tun, ach tut euch zu erwachsenen Dingen hin und
sagt doch lieber die Schwänzchen binden und schaffen neue Lieder zu der altgefrommten Weise die Welt in Schlag-
schatten zu begreifen.
Ach Kinder seid der holden Mutter fern und nagt am absurden Kern eurer wunderbaren Vergängnis, und nehmt sie
stoltzt als blutendes Blühen, das alles Forthoffen verglühend im Augenpunkt zu pass das amor fatum,
reicht das nicht, so gebt weiter das WIESAUSSIEHT des ich weiß es nicht.

Bogus Oktober 7, 2014 um 10:22

Und Morph:

Sehr schön, ab sofort bezeichnet sich Bogus als “Desinformationskampagnen-Theoretiker”.
Kurzform: DTler.

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 10:27

Die Frage heute wird sein ob der internationale Druck auf Ankara und Israel ausreicht um diese zur Einstellung der Unterstützung von ISIS zu zwingen. Im Moment figurieren diese in unseren Medien ja eher als Zaungäste. Und nicht, wie es wirklich ist, als entscheidende Akteure.
Und wenn ich solche Sachen lesen muss
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/celle-muslime-und-jesiden-liefern-sich-massenschlaegerei-a-995701.html
bin ich ernsthaft der Meinung, man sollte den Tarnkappenorganisationen der Fundis in Deutschland jetzt robust auf die Füße treten. Das gilt vor Allem für Milli Görüs. Den Laden zusperren und klar machen, dass man sich nicht so einfach von deren U-Boot-Politik verar… läßt. Damit rede ich keiner bescheuerten „Islam-Kritik“ das Wort. Es geht einfach darum dass wir hier Niemanden akzeptieren können, der die Grundlagen seiner Religion irgendwo auf der Welt zur Grundlage der gesellschaftlichen Regeln machen will und dafür Unterstützung in irgendeiner Art mobilisiert. D.h. auch wenn die hier bei uns still halten: allein dass sie für die AKP-Jugendorganisation (die die Hagia Sophia unbedingt in eine Moschee umwidmen will und die o.g. Maxime formuliert) reicht aus. So wie die Dinge heute liegen ist das schon Vorbereitung von Terror, wie in Syrien zu besichtigen. Dabei ist es egal, ob es sich um ISIS, Al-Nusra oder die FSA handelt. Das sind alles Gruppen, die Anderen ihren Stiefel aufzwingen wollen – im Gegensatz zu YPG.

petervonkloss Oktober 7, 2014 um 10:34

Morph Oktober 7, 2014 um 09:46

„Dass Organisationen (Staaten und Konzerne) für die Durchsetzung ihrer Interessen machiavellistische Maschinen sind, versteht sich von selbst“

Außer Deutschland! (und Schweden).

Soldat Schwejk Oktober 7, 2014 um 10:42

@ pvk

Den Querpaß will ich mal aufnehmen.

Besoffen mit dem Rattenschwanz
sind wir dem Wissen ewig fern
und nagen am absurden Kern
des Hoffens nur in mattem Glanz

petervonkloss Oktober 7, 2014 um 10:43

Deins klingt schöner.

Eric B. Oktober 7, 2014 um 10:46

Kobane steht kurz vor dem Fall, die Türkei rührt keinen Finger, die USA und Deutschland schauen zu. Sorry, aber Deine Analyse geht an der realen Lage vorbei…

f.luebberding f.luebberding Oktober 7, 2014 um 10:48

Eric B.

“Sorry, aber Deine Analyse geht an der realen Lage vorbei… ”

Das passiert mir immer … .

Soldat Schwejk Oktober 7, 2014 um 10:50

Was heißt ‘meins’? Ist ja alles ein Produkt der Kommunikation hier. :-)

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 10:53

Ja, da muss man halt, unangenehm wie das ist, zwischen Hoffnung und Beschreibung unterscheiden. Da profitieren Einige davon, dass man bei uns die Hintergründe dort unten nicht recht versteht. Dem kann man abhelfen:
Wer das Alles verstehen will und die für die Lektüre nötige Zeit mitbringt schaue zunächst mal hier hinein:
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/02/14/a0004.text
„ Türkei – Putsch in Zeitlupe
von Yavuz Baydar
Mit seinem autoritären Auftreten verunsichert Regierungschef Erdogan seine ausländischen Partner und die eigenen Wähler. Die Einführung einer Internetzensur rückt die Türkei in die Nähe zentralasiatischer Halbdiktaturen.“
Vertiefend ein Dossier:
http://www.monde-diplomatique.de/pm/.dossier/tuerkei

Damit es sich hier mal bildhafter vorstellen kann:
Das Kopftuch ist jetzt in Schulen offiziell erlaubt. Gleichzeit wurde verboten sich die Haare zu färben, schminken dürfen sich die kleinen Mädchen auch nicht mehr. Das Alles wird jetzt schrittweise durch alltäglichen informellen Druck eingeführt. Es wird möglichst keinen in Zeitungen abbildbaren Konflikt darum geben. Lautlos, aber wirksam.
Oder so: eine Frau macht ein brillantes Examen. Sie wird zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Man einigt sich ganz schnell, am nächsten Tag soll sie anfangen. Beim Verlassen des Raums kommt die knapple Bemerkung: „Ach, übrigens, man trägt hier Kopftuch!“
Damit ist die Sache klar. Den Job gibt es nur wenn die Frau sich anpaßt.

Das geht geschickt unter der Radarschwelle der meisten Medien. Auf Deutschland übertragen sähe das so aus.
Die katholische Zentrumspartei wird stärkste Partei im Parlament, kann aber nur deshald die Regierung bilden weil die anderen Parteien perspektivlos und zerstritten sind. Niemand außer den Kernanhängern nimmt sie ernst.
Sogleich werden überall im Land katholische Kirchen mit Steuergeldern gebaut. Der Staat zahlt alle Löhne für katholische Priester, die haben praktisch Beamtenstatus. Katholische Privatschulen bekommen erhebliche Privilegien und unter der Hand auch reichlich Zuwendungen.
Da die Katholiken, jedes Kind weiß das, viel ärmer sind als die Freimaurer (Viele von denen sind Juden!), muss man anders ausgleichen. Durch geförderte Korruption werden Leute stinkreich, die einen Teil der Akquise (katholischen!) Bedürftigen zukommen lassen. Das ist natürlich illegal. Aber wenn man die 3. Gewalt an die Kandare der Regierung nimmt kann man leicht jede Strafverfolgung dieser Dinge unterbinden.
Und das Wichtigste: Aleviten (30% der Bevölkerung) und andere Religionen kriegen natürlich gar nichts. So geht halt Demokratie: wie die Mehrheit will…

Die Unterstützung von Glaubensbrüdern, die ebenfalls ihr Land in diesem Sinne voran bringen wollen, zählt natürlich auch zum Programm. Da diese Gelder, die verteilt werden, Neid erregen muss man das ein wenig unauffälig machen. Der Geheimdienst braucht dazu mehr Macht. Die hat er jetzt: gegen den darf die Justiz nur mit expliziter Erlaubnis der Regierung tätig werden.

Und hier sind wir bei ISIS etc. angekommen. Oder bei der Unterstützung Derjenigen, die in Syrien diese Giftgas-false-flag-Operation unternommen haben.

Bogus Oktober 7, 2014 um 10:56

DT: Kobane ist das Bauernopfer, um Bodentruppen in Syrien zu rechtfertigen. Das eigentliche Ziel ist nicht IS, sondern Assad. Ich gebe dem noch maximal 2 Jahre.

Schau’n mer mal, ob’s stimmt!

petervonkloss Oktober 7, 2014 um 11:00

Acta diurna

Was also, mit Wladimir Iljitsch Uljanow gefragt, tun? Tun wir, was der weltoffene Deutsche so gern tut: Schauen wir vorbildsuchend ins Ausland. Norwegen leistete sich in den Jahren 1973 bis 1990 ein geschichtlich einmaliges Sozialprojekt, mit dem man die hauptsächlich in Oslo lebenden Roma unter Bewahrung ihrer Eigenart und Kultur in die norwegische Bevölkerung zu integrieren versuchte. Berichten der Zeitungen „Aftenposten“ und „Dagbladet“ aus dem Jahr 1997 zufolge, auf die mich unlängst ein in Norwegen praktizierender deutscher Mediziner mit Blick auf die hiesigen Zustände aufmerksam machte, scheiterte das Projekt vollständig. In der Zeit des Integrationsversuches hatte sich die Kriminalität der so generös Betütelten keineswegs verringert. Von der bei den Roma dominierenden Familie der Karoli kamen im Laufe der 1990er Jahre die meisten erwachsenen Mitglieder ins Gefängnis, etwa der „Erbprinz“ Erik Martin Karoli, der eine greise Norwegerin um 500 000 Kronen betrogen hatte, oder vier andere Söhne der Familie, nachdem sie von zwei norwegischen Banken mit Hilfe falscher Diamanten insgesamt 25 Millionen Kronen (etwa 3,3 Millionen Euro) erschwindelt hatten. Die norwegischen Behörden gaben im Laufe von 20 Jahren zwischen 600 und 800 Millionen Kronen (etwa 80 bis 110 Millionen Euro) für die Integration von 345 Zigeunern auf. Heute wissen die Behörden nicht, wo diese Menschen sich befinden und was sie tun. Nur zwei Jugendliche hätten jemals das Grundschulexamen in Norwegen abgelegt, meldet „Dagbladet“. Die meisten der annähernd 40 Zigeuner-Häuser oder -Wohnungen sind heute leer, zerstört, dem Erdboden gleichgemacht oder verkauft. Hunderte von Millionen Kronen hätten überhaupt keine Resultate erbrachten, klagte der Leiter der Sozialbehörde in Oslo, Lasse Johannessen.

Und nun? Soll Deutschland mit ein paar hundert Milliönchen mehr ein da capo versuchen? Oder hat Prantl eine noch grundgütigere Idee? Oder betrachten wir das Problem einfach als unlösbar und wenden uns, um zu sinnvollen Resultaten zu gelangen, vielleicht doch besser denen zu, die es importieren?

P.S.: Ich schrieb an den erwähnten Arzt: “Warum sind die Skandinavier bei jedem Sozial- und Umverteilungsblödsinn immer vorneweg? Verbote, hohe Steuern etc. – woher kommt bei denen das schlechte Gewissen, das so etwas erst ermöglicht? (Woher es in Deutschland kommt, ist ja klar.) Es kann doch nicht nur ein durchdrehender Protestantismus sein?”

Und erhielt folgende bemerkenswerte Antwort: “Das genuine soziale Engagement und die Mitmenschlichkeit der Skandinavier muss sicher evolutionsgeschichtlich gesehen werden. Ein Überleben der Bevölkerung durch den langen Winter an der Grenze des klimatisch Möglichen hat sich durch die Jahrtausende wahrscheinlich nur durch einen starken sozialen Zusammenhalt größerer Gruppen, einem stärkeren Gleichheitsprinzip und einer starken Stellung der Frau ermöglichen lassen. Neuere genetische Untersuchungen (deren Durchführung natürlich nach allen Kräften von den Antirassisten bekämpft wird) deuten darauf hin, dass sich (möglicherweise proportional mit dem abnehmenden Abstand zum Nordpol) in verschiedenen ethnischen Gruppen verhaltenssteuernde Gene unterschiedlich häufig finden. Ein Beispiel ist eine Variante des Serotonin-Transporter-Gens (SERT), die bei Europäern und besonders Asiaten häufiger zu finden ist als z.B. bei Schwarzafrikanern. Der deutsche Sozialanthropologe Andreas Vonderach schreibt: Bei einer Variante dieses Gens neigen die betroffenen Menschen in stärkerem Maße zu Depressionen, neurotischem Verhalten und Schadensvermeidung. Sie sind ängstlicher und leichter verletzbar. Die Weltverteilung dieser Genvariante zeigt einen deutlichen Zusammenhang mit der Zivilisationshöhe (vor Ausbreitung der Europäer). Sie ist bei Naturvölkern wie Pygmäen oder Schwarzafrikanern mit Werten um 20% relativ selten, kommt bei 40 bis 50% der Europäer vor und bei 70% der Ostasiaten.
Es entzieht sich meiner Kenntnis ob es genetische Untersuchungen gibt bezüglich eines auf diesem Gebiet möglicherweise existierenden innereuropäischen Nord-Süd-Gefälles. Persönlich erlebe ich bei meinem Pendeln zwischen Deutschland und Norwegen, dass es in Norwegen mehr gutmütige (und leider auch ziemlich naive Menschen) gibt als in Deutschland. Dafür gibt es (gefühlt) einen etwas größeren Anteil von Menschen in Deutschland, die relativ unbekümmert in den Tag hinein leben, wie dies in einem noch stärkeren Maß auch in den südeuropäischen Ländern und besonders in Afrika der Fall ist. Das Schlussresultat in Norwegen wie auch in den anderen skandinavischen Ländern ist, dass in den letzten 80 Jahren bis in die 1990er hinein in jeder Weise gut funktionierende Sozialstaaten entstanden sind. Seit den Achtzigern entblößt sich aber eine inhärente Schwäche, die fatal sein und in den nächsten 20 bis 40 Jahren zum vollständigen Zusammenbruch des sozialen Gefüges führen kann. Das ist neben einigen anderen Faktoren hauptsächlich einer grenzenlos naiven, nicht tragfähigen Einwanderungs- und Asylpolitik von Menschen aus der islamischen, antidemokratischen Kultur mit anderen sozialen Prioritäten, Frauendiskriminierung, fehlenden Werten der Aufklärung, niedrigerer Agressionschwelle und ohne das Recht der freien Meinungsäußerung zu verdanken. Dabei verachten Menschen mit dieser Herkunft die Skandinavier und ihre Kultur und beuten ihre Sozialsysteme gnadenlos aus, ohne selbst ihren notwendigen Beitrag liefern zu wollen oder zu können. Schweden ist in der rigorosen Handhabung der ‘political correctnes’ und Duldung der Entwicklung von islamischen Parallelgesellschaften in den Großstädten am weitesten gekommen. Der Aufruhr und die Brände in Einwander-Vorstädten von Stockholm sind nur der Anfang. Norwegen wird mit seinem Ölvermögen von jetzt 5000 Milliarden Kronen (über 600 Milliarden Euro) noch ein wenig länger aushalten, bevor die Sozialsysteme und der soziale Frieden zusammenbrechen. Neueste Berechnungen haben gezeigt, dass für die zukünftigen sozialen Leistungen der jetzt in Norwegen lebenden fremdkulturellen Menschen – hauptsächlich aus arabisch muslimischen (besonders Pakistan) und afrikanisch muslimischen Ländern (Nordafrika und besonders Somalia) in den nächsten Jahrzehnten das gesamte jetzige Ölvermögen beansprucht wird und für die Norweger, die es erwirtschaftet haben, nicht mehr zur Verfügung steht.”

Übrigens übernimmt Spiegel online aus der zitierten Studie auch noch das Postulat, die “Islamfeindschaft” sei “das neue Gewand des Rassismus” (also doch nicht der Antiziganismus?). Nur werde “vordergründig nicht mehr biologistisch argumentiert, sondern die vermeintliche Rückständigkeit der islamischen Kultur thematisiert”. – Sollte am Ende was unsereins für karriedienlichen Opportunismus oder einen Dachschaden oder ein schwer zu trennendes Amalgam aus beidem hält, tatsächlich in bestimmten Genabweichungen eines allzu bekannten Schlages von Soziologen, Politikern und Journalisten begründet sein? Was für eine Perspektive!

Linus Oktober 7, 2014 um 11:02
Bogus Oktober 7, 2014 um 11:10

pvk

Ich erkenne das, wenn du fremde Texte hier reinkopierst. Die Rechtschreibfehler fehlen dann.

Carlos Manoso Oktober 7, 2014 um 11:10

@ no.name Oktober 6, 2014 um 20:19
„Dabei stützt sich das Geheimnis auf drei Elemente: 1) Der Plan muss ‘dicht’ sein. Je besser die gegnerische Seite ins Kalkül gezogen wird (Presse, Blogger, Undercover, falsche Whistleblower, das ganze Repertoire der VT und Anti-VT, Plan B, Plan C, etc.), desto größer die Chance, dass der Plan aufgeht. 2) Das Element ‘Überraschung’. Das, womit die Menschen am wenigsten rechnen. Der Verrat durch den Freund. Der engste Verbündete, der mit dem Fein kollaboriert…etc. 3) Verschlossenheit. Der Plan, darf nicht an die Öffentlichkeit gelangen, aber es wird die Öffentlichkeit für den Plan benutzt.
Auf der anderen Seite ist unser Wirtschaftssystem an die Grenze seiner Reproduktionsfähigkeit gelangt….
Die Versuche, mit Geld der Zentralbank Konjunkturprogramme aufzulegen ist ein letztes Aufbäumen dem Desaster nicht in die Augen zu schauen.“

no.name , dem stimme ich zu!

Das „Spiel“ ist vorbei!

Bogus Oktober 7, 2014 um 11:16

test

Bogus Oktober 7, 2014 um 11:17

pvk

Aha! Den Klonovsky kann man hier nicht verlinken!
Interessant.

Soldat Schwejk Oktober 7, 2014 um 11:25

Bei nicht funktionierender direkter Verlinkung hilft manchmal der Umweg über tinyurl. Test:

http://tinyurl.com/acta-diurna

Der Klonovsky ist ja, wie ich sehe, im erzgebirgischen Schlema geboren. Vermutlich aber trotzdem kein Wismut-Aue-Anhänger, der Snob :-)

petervonkloss Oktober 7, 2014 um 11:34

Das die wichtigen Leute Acta diurna und seinen Urheber kennen, davon gehe ich aus.

Das der kleine Bogus auch ein bisschen zu stochern hat… dies sei ihm geschenkt.

Bogus Oktober 7, 2014 um 11:41

Und ich schenk’ dir ein “s”!

Auf dass nicht nur unser schönes Teutschland, sondern auch die teutsche Sprache sauber bleibe!

petervonkloss Oktober 7, 2014 um 13:00

Soldat Schwejk Oktober 7, 2014 um 11:25

Bei nicht funktionierender direkter Verlinkung hilft manchmal der Umweg über tinyurl. Test:

http://tinyurl.com/acta-diurna

Ja, und jetzt such mal den von mir zitierten Text du Schlaumeier,
daher bitte keine (insgeheimen) Unterstellungen.

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 13:14

Vielleicht lieber zum Thema zurück und solche bräsig-agressiven Kleinbürger wie acta-diurna in ihrem elististischen Geschwafel im Staub liegen lassen?

http://www.nzz.ch/international/wuetend-vor-den-toren-kobanes-1.18397540

Soldat Schwejk Oktober 7, 2014 um 13:25

@ pvk

Mit was für Befindlichkeiten seid Ihr gerade so unterwegs? @Bogus’ Kommentar glaubte ich zu entnehmen, daß sich acta diurna nicht direkt verlinken läßt. Das gibt’s ja bei manchen Seiten. Erfahrungsgemäß hilft dann manchmal der Umweg über tinyurl. Das ist alles. Was hätte ich insgeheim unterstellen können wollen?

Und den von Dir zitierten Text finde ich dort problemlos, wenn ich bis zum 4. September runterscrolle.

Linus Oktober 7, 2014 um 13:26

@gelegentlich:
Hübscher Text. Krieg als Event, Happening und wir dürfen in der ersten Reihe dabei sein. Das ist der ‘globale’ Circus Maximus, Gladiatorenspiele im grossen Stil.

Natalius Oktober 7, 2014 um 13:41

@Morph,

zunächst sorry for the delay. Hat bestimmte Gründe.

Ich will hier nur die Wirkung Deiner Hasstiraden beschreiben. Sie haben mich aufgeheitert, das kann ich im Moment gebrauchen und dafür danke ich Dir. Ich verstehe sie auch nicht als Hasstiraden gegen mich, sondern als solche, die letztlich von Apologeten der Unwahrheit gegen den schmerzhaften, durch das Internet hervorgerufenen Machtverlust herausgewürgt werden. Intellektuelles Tourette, inneres Ausrasten bei Konfrontation mit Realitätsebenen, die nicht sein dürfen und doch da sind. Es gibt Menschen, die hinsichtlich Macht und Geld nicht zu den top 1% gehören, die aber auf Teufel komm raus Dinge gerade schreiben, die schief sind – sichtbar schief für andere, die sich bei den 99% verorten.

Mich interessiert es nicht, ob der IS-Kalif jüdische Eltern hat. Jüdische Eltern haben z.B. auch Evelyn Hecht-Galinski, Gilad Atzmon, Noam Finkelstein und viele andere, deren Sichtweise ich sehr anregend und mutig finde. Ich merke: Die wollen genau das Gleiche wie ich selbst und 99% (realistisch sogar 99.9..%), die einfach nur ein friedvolles und angstfreies Leben leben wollen und den Terror der kleiner 0.1% einfach satt haben. Den Terror durch kranke Interessen, die sich nur durch Krieg, Verhetzung, Meinungsmache, Desinformation, Verblödung der Massen durchsetzen lassen. In diesem Zusammenhang interessiert es sehr wohl, ob der Kalif ein Mossad-Mann ist – ob also die ganze Nummer als “staged event”, “scripted reality” etc. abläuft, wer da hinter steckt, wie die Finanzierungsmodalitäten aussehen und wer vom Öldiebstahl profitiert. Aus unserer “Qualitätspresse” erfährt man das nicht – die zeigen nur den Vordergrund und reagieren auf Bilder und Filmchen, die von Produzenten vom Schlage einer Rita Katz ins Internet gestellt werden. Wenn bereits jemand wie ich (ohne Spezialkenntnisse im Videohoaxen oder Faken) erkennen kann, dass die Köpfung des US-Journalisten gestellt war, dann spricht das für eine miserable Produktion. Genauso verstandesbeleidigend und miserabel wie die Videos, bei denen Leichtmetall-Airliner wie eine Messerklinge sich in Hochhauskonstruktionen aus Butter einschneiden. Noch viel beleidigender für das “Wir” ist aber, dass man so einen Scheiss glaubt.

2nd Lt. Scott Bennett – Militärspezialist für PsyOp und “institutioneller Kunde” von Booz Allen Hamilton (Carlyle Group) – kennt Brad Birkenfeld persönlich. Ich nehme ihm ab, dass Brad Birkenfeld der Banker war, der in Genf von der CIA “angeworben” werden sollte. Edward Snowden war dabei und hat laut Bennett genau diese Schweinerei miterlebt, die für Snowden Auslöser war, “jetzt reichts” zu sagen. Es ging um Bewegungen auf 19000 Schweizer Konten, mit denen die Finanzierung der ISIS-Wurzeln zweifelsfrei belegt werden konnten und mit denen die US-Regierung den Schlamassel im nahen Osten frühzeitig hätte stoppen können. Was passierte? Gar nichts, ausser dass Bennett und Birkenfeld eingebuchtet wurden und die Daten offensichtlich nicht (?) bei Geithner’s Behörde sondern bei einem privaten Kontraktor, nämlich Booz Allen Hamilton landeten. Den kennen wir von Snowden. Bennett hat nach seiner Entlassung faktisch den gesamten US-Senat sowie alle einschlägigen Ministerien über seine Kenntnisse informiert. Hier das Dokument:

http://projectcamelotportal.com/files/SHELL_GAME.pdf

Mich interessiert es nicht, dass Project Camelot auch über “Orks from outer space” berichtet hat. Um sich da einen Einblick zu verschaffen, der über “ätz kotz ich hasse Ufos” hinausgeht, bedarf es einer gewissen Intelligenz, die Bereitschaft, sich gleichzeitig mit Religion und Physik auseinanderzusetzen sowie eine gewisse Angstbeherrschung, denn dieses Thema ist für Otto-Normalos echt gruselig. Kein Wunder, dass sich z.B. @Holger als agnostischer Atheist outet – und das mit einer gewissen Wut im Bauch, die aus meiner Sicht gerechtfertigt ist. Wir haben uns daran gewöhnt, Tiere als Schnitzel, Steak, oder Keule zu betrachten aber aus anthropozentrischer Verblendung ist uns der Gedanke, dass sich hinter “Angst essen Seele auf” mehr verbergen könnte, zutiefst zuwider. D’accord. Muss nicht thematisiert werden.

Was aber unbedingt thematisiert werden sollte, ist, dass brisante konkrete Informationen über die Machenschaften eines gigantischen Netzwerkes bei Project Camelot eingestellt werden und in Qualitätsmedien schlichtweg verschwiegen werden. Bennett berichtet in seinem Interview, dass ausser Ron Paul kein einziger US-Senator reagiert hat….

Verschwörungstheorie ist ein Begriff von gestern. Dank des Internet liegen die Dinge für jeden halbwegs intelligenten Menschen offen auf der Hand. Das ist NEU in der Geschichte der Menschheit – es ist unsere Chance!

Carlos Manoso Oktober 7, 2014 um 13:41

@Natalius Oktober 7, 2014 um 07:12
„Peinlich ist lediglich die Art Deiner Reaktion, @Morph, denn Du warst hier gar nicht angesprochen. Du solltest ein wenig Selbstbeherrschung lernen und Dir vielleicht überlegen, wie das obsessiv Kompulsive in Dich hineingelangt ist. Von aussen sieht das manchmal wie Besessenheit aus.“

Natalius, Menschen mit grossen sozialen Phobien leiden normalerweise gern unter übergroßen Ängsten bei Prüfungen, Peinlichkeiten oder Demütigungen. Dagegen gibt es sehr einfache und medikamentenfreie Methoden, die das beseitigen.

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 14:01

@Natalius
„Mich interessiert es nicht, dass Project Camelot auch über “Orks from outer space” berichtet hat. Um sich da einen Einblick zu verschaffen, der über “ätz kotz ich hasse Ufos” hinausgeht, bedarf es einer gewissen Intelligenz, die Bereitschaft, sich gleichzeitig mit Religion und Physik auseinanderzusetzen sowie eine gewisse Angstbeherrschung, denn dieses Thema ist für Otto-Normalos echt gruselig.“

Wenn Attitüde des Autors und der prüfbare Inhalt eines Textes dermaßen grotest auseinanderfallen wie in Ihrem Beitrag ist es am besten ihn zuzuklappen. Dass Andere ihn dann bei Kopp o.ä. wieder aufklappen ist eine andere Geschichte. @Morph hat unbedingt recht mit seiner Einschätzung: Sie werden aus dem grotesken Scheitern auch dieses Isis-Hoax keinerlei Konsequenzen ziehen, so es wie bei den anderen von Ihnen gelieferten Anlässen auch wer. Daher sind Ihre oben zitierten Zeilen auch ein Beleg für schlichte Hochstapelei.
Das Problem, über das wir hier eigentlich reden wollen und dass mit diesem „Zeugs“ nichts zu tun hat, ist aber real, also nicht bzw. anti-esoterisch.

petervonkloss Oktober 7, 2014 um 14:52

gelegentlich

Ist dir nicht aufgefallen, daß deine “Themenberührung”, auffallend positivistisch im Sinne beliebiger (kritischer) Faktizität, letztlich in seiner geschwinden, sofortigen Bezugnahme, immer zu ausgelutscht ist, bezüglich jeglicher Themata, die en passant kommen und anscheinend per cogitio ergo sum den jeweiligen Blasebalg erblähend, ein Paradebeispiel mißlingender Aufklärung darstellt. (Der positive Gegensatz wäre der Soldat, der sich fokussiert aber auch nicht (oder nur gelegentlich) zum Denken kommt.

petervonkloss Oktober 7, 2014 um 15:06

Lieber Soldat

Weißt du was mir bei dir auf den Keks geht;
Es ist dein Wille zu Objektivität (Und nebenbei bin ich progressiv und glaube an den Fortschritt).

Morph Oktober 7, 2014 um 15:22

@Natalius

“Hasstiraden”

Die Diskussionen hier sind anonym. Im Zentrum steht, was einer schreibt, nicht, was einer denkt oder gar ‘in Wirklichkeit’ ist. Insofern ist die affektive Unterscheidung Liebe/Hass hier völlig deplaziert.

Neben Liebe/Hass gibt es noch eine Reihe weiterer Affektoppositionen: Freude/Trauer, Lust/Ekel, Hoffnung/Angst, Stolz/Scham. Ich würde den Affektgehalt meiner ‘Tiraden’ als milde Mischung von Trauer, Ekel und Fremdscham charakterisieren.

Deine 0,1%-Theorie der Weltherrschaft ist so dermaßen bekloppt, dass ich als Mitkommentator das einfach nicht als irgendeine Meinung hinnehmen möchte, die man halt so haben kann. Dein Reduktionismus, dass schlimme Verhältniss von schlimmen Menschen verursacht werden, ist eine kindliche Standardposition, die man, wenn die Sozialisation gelingt, irgendwann zwischen 16 und 20 Jahren aufgibt.

Das war mal Standard, dass die gesellschaftlichen Probleme als GESELLSCHAFTLICHE Probleme verstanden wurden, d.h. als Probleme, die aus den (mehr oder weniger veränderlichen) Regeln des Zusammenlebens erwachsen. Und nicht aus einer bösen Genetik, wie Du uns hier aufbinden möchtest.

FI Oktober 7, 2014 um 15:36

@Eric B. Die Analyse von Luebbering entspricht vielleicht nicht der Lage, aber doch der Realität. Es ist doch relativ einfach: Erdogan hätte nichts dagegen, ISIS ein bisschen kleiner zu machen, aber doch nicht um den Preis, dass die bewaffnete kurdische Freihitsbewegung dadurch stärker wird. Deshalb guckt er eine Weile zu, wie sich beide Seiten schwächen. Heute, nachdem die Stadt von Zivilisten so gut wie geräumt wurde, sagt er, da müsse man wohl mal was tun, auch mit Bodentruppen. Das Ergebnis wird dann ein Doppelsieg für Erdogan sein. Wie ich schon oben schrieb: Die Stadt wird möglicherweise aufhören zu existieren. Erdogan wird – böser Verdacht meinerseits – möglicherweise auf alles schießen und bomben lassen, was sich in der Stadt bewegt. In jedem Fall gibt es eine vernichtende Niederlage für ISIS und für YPG. Um die Menschlichkeit (“We cherish humanism”, sagt eine kurdische Freiheitskämpferin) kämpfen da höchstens die Schwächsten …

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 15:52

@pvk
In Eile, da nicht ich im Mittelpunkt dieses Threads stehe:
„… die en passant kommen und anscheinend per cogitio ergo sum den jeweiligen Blasebalg erblähend, ein Paradebeispiel mißlingender Aufklärung darstellt. “
Bei so vielen allgemeinen (d.h. nicht jeweils einzeln durch Argumente unterlegten) Behauptungen kann ich nur sagen: tja, kann sein, müsste gezeigt werden. Unter Aufklärung verstehe ich beim Thema dieses Threads zu erfahren, was da passiert und welche Hintergründe es hat.

Jeder hat hier so seine Reizpunkte, die man triggern kann. Bei mir sind das u.a. Elitismus und kleinbürgerlicher Kulturpessismus, weil die für mich (subjektiv) für viele Dinge stehen, die das Leben in Deutschland oft so nervig quälend machen. Dieser Koslovsky scheint nur ein weiteres Beispiel dafür zu sein. Der kann sich ja noch mal mit Geschmack und Anstand selbst loben. Da schüttelt es mich.

Carlos Manoso Oktober 7, 2014 um 16:11

@Morph Oktober 7, 2014 um 15:22
„Deine 0,1%-Theorie der Weltherrschaft ist so dermaßen bekloppt, dass ich als Mitkommentator das einfach nicht als irgendeine Meinung hinnehmen möchte, die man halt so haben kann.“

Morph, wenn du irgendeine Meinung ganz einfach nur deshalb nicht hinnehmen willst, weil deiner persönlichen Meinung nach bekloppt ist, solltest du einfach hinnehmen, dass das schlicht und ergreifend dein eigenes ganz persönliches Problem ist.

„Das war mal Standard, dass die gesellschaftlichen Probleme als GESELLSCHAFTLICHE Probleme verstanden wurden, d.h. als Probleme, die aus den (mehr oder weniger veränderlichen) Regeln des Zusammenlebens erwachsen. Und nicht aus einer bösen Genetik, wie Du uns hier aufbinden möchtest.“

Morph, wenn wir verstehen würden, dass „gesellschaftliche Probleme … GESELLSCHAFTLICHE Probleme“ sind, müssten wir endlich auch verstehen, daß der sogenannte Kapitalismus ein gewaltiger Denkfehler ist.

Manfred Peters Oktober 7, 2014 um 16:32

Türkei gewinnt an strategischer Bedeutung und Biden muss bei Erdogan um Entschuldigung bitten.
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, hat von der US-Administration schon mal jemand ehrlich bei Merkel für alle Schweinereien mit und über D um Entschuldigung gebeten? Warum auch, die Bleierne hat es ja nicht verlangt. Nein sie ist einst Bush noch in den Arsch gekrochen, weil D sich nicht “offiziell” am Irakkrieg beteiligt hat.
Der Stellenwert Deutschlands in den USA also weit hinter der Türkei.

gelegentlich Oktober 7, 2014 um 17:06

Man kann nur hoffen dass solche Stimmen jetzt sehr viel lauter werden:
http://www.badische-zeitung.de/meinung/kommentare/leitartikel-tuerkei-im-zugzwang–92385665.html

@Manfred Peters
Wo der Stellenwert liegt kann man schlecht erkennen, denn, wie gesagt, man hat ja nicht mal um eine Entschuldigung gebeten. Erdogan ist freilich heute sehr wichtig. Grund genug im Bereich der unverbindlichen heißen Luft ein bisserl was zu machen.

Morph Oktober 7, 2014 um 17:31

@CM

“solltest du einfach hinnehmen, dass das schlicht und ergreifend dein eigenes ganz persönliches Problem ist.”

Soweit bin ich noch nicht, zu glauben, dass @Natalius Gequatsche von den meisten hier für unproblematisch gehalten wird und ich the last man standing of enlightenment bin. Im Gegenteil wähne ich mich in der komfortablen Mehrheit der Unbekloppten. Aber, wie die Medien so sind, sie zeigen nicht die langweilige und unbekloppte Normalmeinung, sondern das exzentrische Beklopptentum. Und ich halte es für sinnvoll, die Dinge bei ihrem legitimen Namen zu nennen.

Doktor D Oktober 7, 2014 um 17:59

Eine Software, die es erlauben würde, hier die ganzen Hetzer und Schwachmathen rauszufiltern, deren Weltbild so unterkomplex ist, dass der geübte Leser ja schon weiß, was sie zu einem Thema schreiben werden, bevor sie es selbst wissen – das wäre schon was. Denn natürlich haben morph und goodnight recht, dass hier ‘ne Menge Leute vernunftbeleidigenden Unsinn von sich geben, die die Diskussion nicht weiterbringen – und genau die Idiotien reproduzieren, die es den oberen Organisationshierarchien wiederum erlauben, sie nicht nur zu ignorieren, sondern aktiv von jeder Verantwortung fernzuhalten. Besser kann man den Status Quo ja nicht zementieren.
Rauher Ton – von mir aus, aber die himmelschreiende Doofheit, die ist das Problem und verstopft hier alles.

Frankie (f.k.a.B.) Oktober 7, 2014 um 17:59

@Morph

“Und ich halte es für sinnvoll, die Dinge bei ihrem legitimen Namen zu nennen.”

Was Krampf ist, darf Krampf genannt werden, das stimmt.

Persönlich bin ich ja der Meinung, dass die VT-Apologeten gezielt von den wirklichen Weltherrschaften eingesetzt und benutzt werden, um durch Mythenbeschwörung und Konspirationslärm die wahre, grosse Weltverschwörung zu verschleiern.

Carlos Manoso Oktober 7, 2014 um 18:01

@Morph Oktober 7, 2014 um 17:31
„Soweit bin ich noch nicht, zu glauben, dass @Natalius Gequatsche von den meisten hier für unproblematisch gehalten wird und ich the last man standing of enlightenment bin. Im Gegenteil wähne ich mich in der komfortablen Mehrheit der Unbekloppten. Aber, wie die Medien so sind, sie zeigen nicht die langweilige und unbekloppte Normalmeinung, sondern das exzentrische Beklopptentum. Und ich halte es für sinnvoll, die Dinge bei ihrem legitimen Namen zu nennen.

Morph, es ging um deine Bemerkung: „„Deine 0,1%-Theorie der Weltherrschaft ist so dermaßen bekloppt, dass ich als Mitkommentator das einfach nicht als irgendeine Meinung hinnehmen möchte, die man halt so haben kann.“

In „0,1%“ zitiert Hans-jürgen Krysmanski Antonio Negri: „Nachdem wir lange glaubten, Marx überholt zu haben, beschleicht uns jetzt der Verdacht, dass er schon vor uns dort war“.

holger196967 Oktober 7, 2014 um 20:04

Doktor D Oktober 7, 2014 um 17:59

wer sagt Dir eigentlich und Morph und Goodnight auch, dass ihr nicht die Idioten sein werdet oder seid?

Immer noch so selbstsicher?

Gut, das dachten Adlige auch, bevor der Kuchen gegessen wurde. Man sollte nicht mit Eiern schmeißen, wenn man nicht weiß, wie viel zurück geschmissen werden.

Wenn ich mir die “normale” Welt angucke auch in Ballungszentren, dann frag ich mich bestimmt andere Dinge, als hier im Blog.

Wenn Morph wirklich Eier in der Buxe hätte, dann würde er in den Problemzonen der Realität mal Markieren gehen wollen. Hatte ich ihm ja mal angeboten. Nein, da sekretiert er lieber “Anonym” LOL in einem Blog.

What a Hero \o/

Carlos Manoso Oktober 14, 2014 um 15:34

@F.LUEBBERDING on 6. OKTOBER 2014
„Besonders kurios ist auch die Forderung deutscher Kommentatoren nach der Entsendung amerikanischer Bodentruppen.“

„ Einen Moment mustert der Henker konzentriert sein flach kniendes Opfer, drückt mit dem linken Zeigefinger den frei gelegten Hals noch ein wenig nach unten. Dann saust das Krummschwert herab – der Kopf fällt auf das Deckenlager, eine runde Blutfontäne spritzt aus dem Rumpf. Der Torso macht einen Satz nach vorne und schlägt auf den Boden. Hastig werden über die blechernen Lautsprecher Name und Taten des Hingerichteten heruntergeleiert, während der Scharfrichter bedächtig seine Klinge mit einem weißen Tuch abwischt….
60 Menschen hat Saudi-Arabien in diesem Jahr bereits öffentlich mit dem Schwert hingerichtet, allein im August waren es 23, im vergangenen Jahr und 2012 jeweils 79.“
http://www.handelsblatt.com/politik/international/hinrichtungen-in-saudi-arabien-die-klingen-arabiens/10830296.html

„Das IS-Propagandaheft rechtfertigt die Wiedereinführung von Sklaverei auf besonders frauenverachtende Weise. “Mehrere zeitgenössische Islamgelehrte sagen, dass das Ende der Sklaverei zu einer Zunahme von unzulässigen sexuellen Aktivitäten (Ehebruch, Unzucht et cetera) geführt hat.” Ein Mann, der sich noch keine Ehe mit einer Frau leisten könne, habe schlichtweg keine Scharia-konforme Sexalternative, schreibt das IS-Magazin.
Nun aber könne der Mann auch außerhalb der Ehe legalen Geschlechtsverkehr haben, denn, so die krude Logik der Dschihadisten: Sex mit einer Sklavin sei erlaubt, mit der Freundin jedoch nicht.
Ähnlich absurd ist auch die Empfehlung für verheiratete Männer: Das Hausmädchen zu missbrauchen, sei kein feiner Zug – es sei denn, es handele sich dabei um eine Sklavin. „
http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-verschleppt-frauen-als-sklavinnen-a-996814.html

Carlos Manoso Oktober 14, 2014 um 15:45

@holger196967 Oktober 7, 2014 um 20:04
„Wenn Morph wirklich Eier in der Buxe hätte, dann würde er in den Problemzonen der Realität mal Markieren gehen wollen. Hatte ich ihm ja mal angeboten. Nein, da sekretiert er lieber “Anonym” LOL in einem Blog.“
Holger, eines Tages wird es ihm wie Kim Jong Il gehen:
„Der Tag wird kommen, an dem Kim Jong Un erkennen wird, dass der eigentliche Fehler das System an sich ist. Meiner Einschätzung nach wird das noch drei bis fünf Jahre dauern.“
http://www.tagesschau.de/ausland/nordkorea-115.html

Keynesianer Oktober 14, 2014 um 18:54

Der gute @Morph wieder: :)

Deine 0,1%-Theorie der Weltherrschaft ist so dermaßen bekloppt, dass ich als Mitkommentator das einfach nicht als irgendeine Meinung hinnehmen möchte, die man halt so haben kann.

Wie viele Personen bestimmen wohl die Politik in den USA?

Es ist allgemein bekannt, dass die Staaten (alle Staaten) von einer kleinen Oligarchie aus wenigen Familien beherrschte werden.

Wie viele mächtige Oligarchen gab es in Russland unter Jelzin, dem korrupten Säufer?

Die 0,1 Prozent von @Natalius sind sogar noch sehr großzügig geschätzt, ich wäre da eher für 0,1 Promille oder noch weniger, die über die ganze Welt herrschen.

Dass es so ist, bezweifelt von den gut Informierten keiner, wenn er noch länger ernst genommen werden will.

Die andere Frage ist immer noch, wie es überhaupt wurde, dass auf dieser Erde eine Handvoll von Verbrechern über Abermillionen von Idioten herrscht, denen es eigentlich noch gut genug geht, um etwas unternehmen zu können, während Milliarden von Opfern dieser Verhältnisse zu arm sind und zu elend leben müssen, um sich wehren zu können.

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