Revolution über Skype? Ein Gastbeitrag von Soldat Schwejk

by f.luebberding on 28. Oktober 2014

In der Ukraine ist am vergangenen Sonntag gewählt worden. Das amtliche Endergebnis steht noch nicht fest, aber die bisherigen Ergebnisse lassen eine Tendenz zugunsten der bisherigen Regierungskoalition erkennen, das im Kern aus dem Parteienbündnis des Präsidenten Poroschenko und der neuen Partei des bisherigen Ministerpräsidenten Jazenjuk besteht. Dessen Erfolg gilt als die eigentliche Überraschung des Wahlergebnisses. Dazu noch das gute Abschneiden der liberalen Partei “Selbsthilfe” um den Lemberger Bürgermeister Sadowij. In der hiesigen Kommentierung wird dieses Ergebnis zumeist als Sieg der proeuropäischen Parteien und Niederlage Putins gewertet (aber nicht immer. Einen Kontrast zur Jungen Welt findet man auf den Nachdenkseiten bei Orlando Pascheit).

Eine substantielle Wahlanalyse ist bisher nicht veröffentlicht worden, etwa mit Angaben über die regionale Verteilung der Ergebnisse und Wählerbewegungen im Vergleich zu den Parlamentswahlen von 2012. Was allerdings auffällt, ist die niedrige Wahlbeteiligung von knapp über 50 %. Inwiefern hier die fehlenden Ergebnisse aus dem Donbass ins Gewicht fallen, ist bisher unklar geblieben. Gleichzeitig ist das Bild über das Abschneiden der Oppositionsparteien diffus. Das rechte Lager ist offensichtlich weitgehend zersplittert und zugleich scheint es Jazenjuk gelungen zu sein, dessen Potential an sich zu binden, so könnte man eine These formulieren.

Was dieses Wahlergebnis politisch bedeuten wird, ist offen. Aber um so interessanter wird es sein, wie sich die Militär-Kommandeure bei den Kiewer Unitaristen und den Donbass-Separatisten verhalten werden. Soldat Schwejk hat dazu schon vor dem Wahl-Sonntag einen lesenswerten Artikel geschrieben. Ihn braucht man in diesem Blog nicht mehr vorstellen. Sein Bericht über eine Skype-Videokonferenz ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen. Schwejks Schlussfolgerung:

“Es ist höchst ungewiss, ob sich unter den bewaffneten Organen überhaupt noch welche finden, die die formale staatliche Ordnung gegen einen Aufstand militärischer Verbände verteidigen würden, und das unabhängig vom Ausgang der Wahlen.”

Genau das ist die Frage.

Revolution über Skype?

Ein Gastbeitrag von Soldat Schwejk

Die relative Waffenruhe im Donbass vor den ukrainischen Parlamentswahlen hat die Interessengegensätze innerhalb der beiden Lager deutlicher hervortreten lassen, aber auch zu einer spektakulären Verständigung über den Graben hinweg geführt. Am 20. Oktober fand eine vom kleinen Netzkanal „17“ organisierte Videokonferenz von Kombattanten beider Seiten statt, die auf Youtube zu besichtigen ist.

Teilnehmer sind seitens der Ukraine drei Vertreter des Bataillons „Dnepr“: der ehemalige Kommandeur der 5. Kompanie Wladimir Schilow sowie Kamil Waletow und Alexei Tsepko von der gleichen Kompanie. Von der neurussischen Seite Alexei Mozgovoi, Feldkommandeur der Brigade „Prizrak“ („Gespenst“) aus dem Gebiet Lugansk.

Zu deren Hintergrund einige Anmerkungen: Der Journalist Jewgeni Schibalow von „Zerkalo nedeli“ hat unlängst eine grobe Übersicht über die Akteure auf neurussischer Seite veröffentlicht und nebenbei mit dem Mythos aufgeräumt, daß da alles von Russland gesteuert sei. Eine wesentliche Unterscheidung von Schibalow ist die zwischen „Republikanern“ und „Kiew-Gegnern“. Unter Republikanern versteht er die eigentlichen Regionalisten und Separatisten, denen es um eine eigene Staatlichkeit des Donbass geht, Andrei Purgin etwa. Das Motiv der Kiew-Gegner dagegen ist die Nichtanerkennung der neuen Macht & Staatsideologie in der Ukraine. Vertreter dieses Flügels könnten durchaus einem Verbleib des Donbass in der Ukraine zustimmen, unter der Bedingung einer Mitbestimmung und einer außenpolitischen Kursänderung in Kiew.

Alexei Mozgovoi, obwohl von Schibalow nicht gesondert erwähnt, ist ein radikaler Vertreter der Kiew-Gegner, bekannt für seine „jakobinische“ Haltung gegenüber dem Oligarchat und der politischen Klasse in Kiew – und übrigens auch im Donbass selbst. Hier kann man sich ein Bild über seine Ansichten machen. Mozgovoi befand sich lange in Opposition zur politischen Führung der LVR, und eine Zeitlang sah es nach dem Beginn der Waffenruhe so aus, als könne sich in Lugansk aus dieser Konstellation ein innerer gewaltsamer Konflikt ergeben (die Kosakeneinheiten spielten auch noch eine Rolle). Am 20. Oktober kam es aber zu einer Art Burgfrieden in Lugansk, bei dem sich die dortigen Akteure zu einem gemeinsamen Vorgehen verpflichteten. Man kann dies so deuten, dass sich die „Republikaner“ vorläufig durchgesetzt haben. Mozgovois Auftritt bei der Videokonferenz am gleichen Tag wäre dann auch ein Signal nach innen, dass er immer noch ein eigenständiger Akteur ist und seine Agenda nicht aufgegeben hat.

Das Bataillon „Dnepr“ auf ukrainischer Seite ist diejenige Einheit, die am eindeutigsten dem Dnepropetrowsker Gouverneur Igor Kolomoiski zuzuordnen ist, oft auch als Kolomoiskis Privatarmee bezeichnet. Haben die „Dnepr“-Kämpfer einen solchen Schritt unternommen, ohne dass das von Kolomoiski zumindest gutgeheißen worden ist? Einerseits schwer vorstellbar. Andererseits lässt das Auftreten jener Ex-Afghanistankämpfer aber wenig Zweifel daran, dass sie ihre eigenen Ansichten vertreten und inhaltlich keinen Instruktionen folgen.

Dennoch ist es bemerkenswert, dass die Verständigung über den Graben auf ukrainischer Seite gerade vom Bataillon „Dnepr“ ausgeht. Igor Kolomoiskis Privatbank-Gruppe befindet sich in einem inneroligarchischen Clinch vor allem mit Kräften um Dmitri Firtasch und dessen RosUkrEnergo-Gruppe. Deren politischer Arm ist die Radikale Partei des nationalistischen Krawallmachers Oleg Ljaschko, die laut den Exit-Polls als fünftstärkste von sieben Parteien in die Rada einziehen wird. Ljaschko drohte unlängst auf seiner Facebook-Seite, er werde Kolomoiski umbringen, wobei es früher auch schon Drohungen in umgekehrter Richtung gegeben hat. Am 23. Oktober ließ Firtasch auf seinem Fernsehkanal „Inter“ eine halbstündige Doku-Propaganda unter dem Titel „Die Heuschrecke“ ausstrahlen, in der die Privatbank-Gruppe offen als verbrecherische Organisation dargestellt wird. – Jedenfalls, mit der mutmaßlichen Tolerierung jener Skype-Querfront mag Kolomoiski Kiew signalisieren, dass er zur Not auch anders kann.

Worüber tauschen sich die Herren aus? Mozgovoi meint, auf beiden Seiten stehe das einfache Volk und schieße aufeinander; man solle sich vielmehr zusammenschließen, auf Kiew marschieren und dort das Oligarchat und die korrupten Politiker von der Macht entfernen. Er stellt fest, dass die Forderungen seiner Leute sich nicht sehr von denen des Maidan unterscheiden. Frieden gebe es erst, wenn Kiew von den Vertretern des Ancien Régime gesäubert sei. Wenn das erreicht sei und Gerechtigkeit in der Ukraine einziehe, dann brauche es auch keine eigenständige Donezker und Lugansker Republik mehr.

Das findet durchaus Zustimmung auf seiten der „Dnepr“-Kämpfer. Nur heißt es da, es habe auf dem Maidan in Kiew einfach keine Gelegenheit mehr gegeben, die Sache zu Ende zu führen, als mit der russischen Besetzung der Krim eine äußere Bedrohung aufgetaucht sei. Sie hätten dort auf dem Maidan nicht für „Europa“ gestanden, sondern für eine einige und gerechte Ukraine. Dann habe man ihnen Waffen gegeben und sie gegen den äußeren Feind geschickt. Und die Ukraine sei nun mal ihr Staat, den sie gegen einen äußeren Gegner verteidigen müssten. Solange Russland in den Konflikt involviert sei, sei jemand wie Mozgovoi trotz aller Ähnlichkeit der Ansichten faktisch der Interessenvertreter einer auswärtigen Macht.

Sie verkehren da aber zunehmend herzlich miteinander, teilweise per Du, machen Scherze. „Aus einem Teig gebackene Leute“, wie es heißt. Die Stimmung taut immer mehr auf. Deutlich wird die gemeinsame Verachtung für die Kiewer politische Klasse und das kriminalisierte Big Business des Landes. Es ist die Rede vom alten Donezker Establishment, das jetzt in Kiew mit teuren Autos herumfahre. Am Ende sagt einer von der „Dnepr“-Seite: Einer von uns wird am Ende Kiew einnehmen, und es wäre schade, wenn wir dann nicht mehr alle am Leben wären.

Interessant sind die unterschiedlichen „geopolitischen“ Betrachtungsweisen. Die „Dnepr“-Kämpfer sind durchaus nicht prowestlich, sondern wollen eine eigenständige neutrale Ukraine, weder als Anhängsel Russlands noch des Westens. Mozgovoi beschreibt den Konflikt nicht als ukrainisch-russischen Konflikt, sondern als russisch-amerikanischen Konflikt, bei dem die ukrainischen Akteure nur Bauern auf dem Schachbrett seien. Da sind sie nicht weit auseinander. Nur meint Mozgovoi, die Ukraine könne gerade wegen ihres Ressourcenreichtums nicht neutral sein, weil sie dann ein ständiger Kampfplatz im Konflikt der beiden Großmächte bleibe. Sie müsse sich zu einer Seite orientieren, und dann beschwört er die gemeinsame slawische kulturelle Identität. (Man mag hier eine Parallele zum Dilemma von Bogdan Chmelnitskis kurzlebigem Kosakenstaat im 17.Jahrhundert erkennen.)

Friede den Hütten, Krieg den Palästen. Das einfache, das schwer zu machen ist. Das Vorhaben ist von verschiedenen Seiten her korrumpierbar. Immerhin haben sich die Gesprächspartner darauf verständigt, den Skype-Dialog fortzusetzen und um neue Teilnehmer zu erweitern. Einer der „Dnepr“-Kämpfer sagt, auf der ukrainischen Seite der Front würden fast alle so denken wie sie. Reportagen aus dem Kriegsgebiet scheinen das zu bestätigen. Es ist höchst ungewiss, ob sich unter den bewaffneten Organen überhaupt noch welche finden, die die formale staatliche Ordnung gegen einen Aufstand militärischer Verbände verteidigen würden, und das unabhängig vom Ausgang der Wahlen.

30.10.2014

Hier jetzt der Bericht von Schwejk über den zweiten Teil der Videokonferenz.

03.11. 2014

Zu den Wahlen im Donbass etwa hier und hier. Außerdem Ann-Dorit Boy über zwei Dokumentationen zum Maidan und etwas zur Schnapsidee des Tages. Sie kommt von James Kirchick und will der Ukraine mit einer neuen Monroe-Doktrin helfen. Dass die USA diese Doktrin nicht nur aus reinem Idealismus verkündet haben, ist sicherlich der wichtigste Aspekt in dem Artikel. Aber was soll diese Doktrin eigentlich helfen, außer bei der Formulierung des großen “vielleicht”?

“Wäre ein solches Prinzip schon in Kraft gewesen, bevor Wladimir Putin sein Ukraine-Abenteuer startete, hätte dies bedeutet, dass sofort schmerzhafte Sanktionen gegen Russland verhängt worden wären. Man hätte Russland diplomatisch komplett isoliert und Kiew zugleich mit Hilfsgütern versorgt. Hätte der Westen zeitig genug klar gemacht, dass Russland für den Versuch, die Ukraine zu zergliedern, einen sehr hohen Preis zahlen würde, hätte die ganze Krise vielleicht verhindert werden können.”

Hätte, hätte, Fahrradkette. Was dann noch der Unterschied zwischen einer NATO-Mitgliedschaft und der offenen Deklaration einer westlichen Einflußsphäre wäre? Nichts, außer dass man mit der Verkündung der Kirchick-Doktrin das Denken in den alten Großmachtkategorien zugegeben hätte. Schließlich richtete sich Monroes Doktrin vor allem gegen das britische Empire. Das könnte man sicherlich als einen realistischen Fortschritt betrachten. Aber am Ende hätte das an dem Grundproblem nichts geändert: Dass solche Überlegungen alle im Konjunktiv bleiben müssen, wenigstens wenn man nicht bereit sein sollte, die Verletzung solcher Doktrinen als Kriegsgrund zu definieren.

{ 883 comments }

Doktor D Oktober 28, 2014 um 11:23

“Es ist höchst ungewiss, ob sich unter den bewaffneten Organen überhaupt noch welche finden, die die formale staatliche Ordnung gegen einen Aufstand militärischer Verbände verteidigen würden, und das unabhängig vom Ausgang der Wahlen.” – Das klingt jetz etwas kassandrisch. Schreibst du da, dass du einen Putsch für nicht ganz unwahrscheinlich hälst?

Keynesianer Oktober 28, 2014 um 12:11

Das klingt gut: Unten gegen Oben oder das Volk vereint gegen kriminelle Oligarchen.

Alles sonst wie Ost gegen West oder Links gegen Rechts ist ja nur das Verwirrspiel und Divide et Impera der Herrschenden.

Da werden junge Leute in den Krieg getrieben, die nichts zu gewinnen und ihr Leben zu verlieren haben. Wenn die Offiziere beider Seiten mit ihren Leuten sich einigen und gemeinsam das Oligarchenregime in Kiew beseitigen könnten, würden sie zum Vorbild für die Menschheit.

Bruchmüller Oktober 28, 2014 um 12:48

Eine hochinteressante Schilderung dessen, was sich da alles tut, wie viele Gruppen diesen riesigen Klumpen Erde zu bewegen und zu steuern versuchen. Nun bist Du ja nicht der einzige Beobachter, und man erahnt aus den dargestellten Hintergründen auch eine Erklärung, weshalb die professionellen medialen Trommelbrigaden erstmal zum Pausentee, sprich, zu neuer Instruktion versammelt sind.

Wiederum danke, bevor es zum großen Beschweigen des restlichen Europas zurückgeht.

Soldat Schwejk Oktober 28, 2014 um 14:31

Es hat inzwischen die zweite Videokonferenz mit mehr Teilnehmern gegeben. Werde dazu später noch einen Kommentar anfügen.

@ Doktor D

Es ist viel über einen Putsch spekuliert worden. Aber Yurasumy meint jedenfalls, mit dem Wahlergebnis sei ein Putsch in der nächsten Zeit eher unwahrscheinlich geworden. Erstens sind viele der Bataillonskommandeure über Parteilisten in die Rada eingezogen. Zweitens galt Kolomoiski als möglicher Unterstützer eines Putsches, und der ist wohl eher ein Sieger der Wahl. Habe da nicht so den Überblick; der genannte pro-neurussische Blogger aus Sumy geht davon aus, daß Kolomoiski über seine Leute auf verschiedenen Parteilisten und gewonnene Einzelwahlkreise eine Art Blockade-Minderheit von bis zu 180 Abgeordneten zusammen bekommt. Das mag übertrieben sein, aber jedenfalls ist Kolomoiski ein Gewinner der Wahl, zumal die Anti-Kolomoiski-Partei von Ljaschko (Firtasch) weniger als erwartet gekriegt hat.

Ansonsten ist das Gerede von “proeuropäisch” ziemlich sinnlos. Welche Kräfte wären denn dann “antieuropäisch”?

Das Wahlsystem der UA ist ein gemischtes. Teils Verhältniswahlrecht, teils Mehrheitswahlrecht. Über die Wahlkreise ziehen meist lokale Geschäftsleute in die Rada ein, die in höchsteigener Sache dort aktiv sind und sich unter das Patronat einer der großen Fraktionen begeben. Die Parteien und Wahlblöcke sind eher kommerziellen Verbänden mit gemeinsamen Geschäftsinteressen ähnlich, sie sind keine politischen Parteien mit einer gemeinsamen programmatischen Basis.

Poroschenkos Block hat versucht, das “alte Establishment” mit zu absorbieren. Jazeniuks Block vereint eher die Teile des Establishments, die vom Umsturz profitiert haben. Beide sind klassische “Parteien der Macht”.

Die drittplatzierte Partei “Selbsthilfe” ist interessant. Da sind galizische Regionalisten (keine Rechtsradikalen), da sind Leute aus Bürgerbewegungen, auf Platz 2 der Liste ist Semjontschenko vom Bataillon “Donbass” (einer der als möglicher Putschist von Kolomoiskis Gnaden galt). Eine bunt zusammengewürfelte Truppe, zumindest auf den ersten Blick keine Oligarchenpartei, aber auch keine Extremisten. Kriegsrhetorik betreiben sie freilich auch, aber das ist nichts besonderes, das gehört da zum guten Ton.

Soldat Schwejk Oktober 28, 2014 um 14:47

P.S.
Also es ist tatsächlich zu bezweifeln, daß die offizielle Staatsmacht noch über genug loyale bewaffnete Organe verfügt, die sie gegen einen Aufstand verteidigen würden, und das unabhängig von der Wahl.

Aber das Wahlergebnis hat evtl. dazu geführt, daß diejenigen, die einen Putsch unterstützen würden, jetzt weniger Interesse an einer solchen Entwicklung haben, weil sie das Parlament als Spielfeld haben. Also die Macht der Bajonette in politisches (und ökonomisches) Kapital transformieren können.

Trotzdem kann es zu einer Insurrektion auf unterer Ebene kommen. Es ist nicht sicher, ob die Bataillonskämpfer noch loyal zu ihren Kommandeuren stehen, wenn die jetzt in der Rada sitzen und sich evtl. bereichern. Und dann… siehe oben.

someone Oktober 28, 2014 um 14:57

Im Trutherland. Yeah. Wo der Faschist? Der Faschist ist… ist… ist ein Freiheitskämpfer. Welch dialektische Leistung! Kriegst du eigentlich Geld dafür Schwejk, dass du hier jede lächerliche Kremlwendung mitmachst? Wenn nicht, würde ich mich mal an RT wenden. Die bekommen im nächsten Jahr nämlich eine Beudgeterhöhung, im Gegensatz zu den Krankenhäusern, wo die Mitarbeiter inzwischen in den Hungerstreik treten. Immer schön russische Linie fahren. Die Donteskwahlen werden zur Sicherheit von Lawrow schon mal von Vorneherein anerkannt, obschon sie gegen das Minsker Protokoll verstoßen. Aber egal. Russland hat auch keine Kontrolle über den Osten der Ukraine, es kann seine Waffenlieferungen nicht einstellen. Genausowenig kann es etwas dafür, dass ein einziges Mitglied der OSZE die Ausweitung der Grenzkontrolle der russischen Grenze blockiert. Kann man alles nichts für.

Woher kommt eigentlich dieser russische Hass gegen die Ukraine? Sind das einfach nur Untermenschen oder hat man Angst, dass sie den Russen einen Spiegel vorhalten und ihnen zeigen könnten, dass Slawen doch nicht zu doof für Demokratie sind?

Also echt, die Volte aus Kolomoiskis vermeintlichen Todesschwadronen, die du immer beklagtest, jetzt eine neue Hoffnung aufzubauen, ist wirklich zu schlecht.

Aber der nächste Russenkonvoi rollt; Ende der Woche gibt es eine neue Offensive. Nur zerhackter Dill ist guter Dill.

Soldat Schwejk Oktober 28, 2014 um 15:07

Ach so, und da hier ja ein gewisses Humorverständnis verbreitet ist, soll auch noch zitiert werden, wie Kolomoiskis Dnepropetrowsker Vize-Gouverneur sich über seinen gewonnenen Wahlkreis freut:

http://politrada.com/quotes/material/id/9047.html

—> “Nach den Daten der Exit-Polls habe ich eines der höchsten Ergebnisse im Land. Wenn nicht das höchste. [...] Rygi*, Huren, ich hasse euch trotzdem. Ihr seid nichtswürdiger Dreck, Abschaum, ihr seid erledigt. So habe ich euch auch mit vierfachem Vorsprung besiegt. An “Inter”** … und an den Kampfpäderasten***: Hängt euch auf!”

*Vertreter der “alten” Regionalpartei
**Firtaschs Fernsehkanal
***Oleg Ljaschko

Ja, das läßt vermuten, daß es im neuen “proeuropäischen” Parlament alsbald ähnlich turbulent zugehen wird wie im alten…

Doktor D Oktober 28, 2014 um 15:10

Kampfpäderasten – das ist ja auch eine schöne Bereicherung des politischen Vokabulars. @Schweijk: Herzlichen Dank für den Beitrag und deine Antworten.

Nionde Oktober 28, 2014 um 19:09

@Schweijk…. Chapeau! Danke für Deinen Beitrag @FL Klasse, solche Hintergrund Informationen von Dir zu bekommen.

"ruby" Oktober 28, 2014 um 19:13

@ someone
Bist zum gekochten Fisch mit Dillramsoße und mehligen Kartoffeln eingeladen und dann wird der Hass gegeneinander “bekämpft”!
;-)

BB Oktober 28, 2014 um 20:00

Ich frage frage mich ja bei diesem Wahlergebnis weniger, ob die Ukrainer alle in die EU wollen, sondern ob sich die USA mal wieder durchgesetzt hat, denn Hitler-Pfote-Hochstrecker Jazenjuk ist doch lupenreinste Marionette der Amis und gilt jetzt als starker Mann und zeigt jetzt “harte Kante gegen Putin”.

http://www.sueddeutsche.de/politik/wahlen-in-der-ukraine-putin-gegner-jazenjuk-steigt-zum-zweiten-starken-mann-auf-1.2192992

BB Oktober 28, 2014 um 20:06

Irgendwelche Reemtsma Liberty Award-Gewinner schreiben jetzt Elogen auf diese US-Karrieristen-Marionette:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ukraine-ministerpraesident-arsenij-jazenjuk-im-portraet-13232471.html

Systemfrager Oktober 28, 2014 um 20:06

Majdan in Budapest
Orban hat in diesem Jahr 3 Wahlen gewonnen, er will aber kein USA-Sklave sein
Nun organisiert CIA Majdan in Budapest. Der höchste Vertereter Andre Goodfriend war natürlich dabei. Die Magyaren sind aber nicht naiv und ihre Presse auch nicht. “Goodfriend schickt signal, dass die USA bereit ist Magyaren zu bombardieren, bis sie lernen richtig zu wählen” – so etwa die Kommentare.

f.luebberding f.luebberding Oktober 28, 2014 um 20:07

Dieser taz-Artikel passt auch gut zum Thema von Schwejk.

Dipfele Oktober 28, 2014 um 20:14

Prozentualer Listenanteil sagt noch nicht alles über die Sitzverteilung aus:
http://gabrielewolff.wordpress.com/2014/10/23/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-2/comment-page-1/#comment-43551

BB Oktober 28, 2014 um 20:30

Ein alter Ego von Schwejk schreibt jetzt in der Taz? Dem neuen Leib- und Magen-Blatt von Global-Oligarschi Soros?

BB Oktober 28, 2014 um 20:36

@Systemfrager

“……Die Magyaren sind aber nicht naiv und ihre Presse auch nicht. …..”

Mist, muss man Orban jetzt deswegen auch noch loben? Immer öfter setzen die Falschen auf durchaus diskussionswürdige Standpunkte.

BB Oktober 28, 2014 um 20:48

OT

aber sehr interessant für Morph, der hier gerade mitliest (er kann gar nicht anders, ist ja sein zweites Wohnzimmer), sich aber gerade nicht mehr mit proletarischen Intellekten gemein machen möchte (ausgeprägtes Distinktionsbedürfnis).

http://le-bohemien.net/2014/10/27/humanismus-der-mensch-als-mass-aller-dinge/

Schöner Artikel, der deutlich macht, warum die Postmodernen falsch liegen. Humanismus kommt wieder! Er war nie tot.

sol1 Oktober 28, 2014 um 21:25

… Hitler-Pfote-Hochstrecker Jazenjuk…

BB ist immer noch derselbe Schwachkopf wie beim letzten mal, als ich hier reingeschaut habe:

http://hinterderfichte.twoday.net/stories/jazenuk-hitlergruss-foto-als-luege-debunked-hartmut-beyerl-erfindet-wi/

Soldat Schwejk Oktober 28, 2014 um 21:36

@ Doktor D, noch einmal zu Deiner Frage

Man kann ja aus der Entfernung die Lage dort nur schwer beurteilen. Versuche mich aber soweit es geht aus verschiedenen Quellen zu informieren. Was die Stimmung in den bewaffneten Einheiten in der UA angeht, so gab es etwa eine ausführliche Reportage einer Journalistin von “Vesti”.

http://reporter.vesti-ukr.com/73436-na-plowadi-polki-temno-v-konce-stroki#.VE_P3lcluVM

Zuerst spricht sie mit Leuten der Nationalgarde. Da heißt es etwa, die Kiewer Mächtigen hätten diese Zustände im Donbass gezielt geschaffen, um ein exterritoriales Gebiet zu etablieren, ein “Loch”, über das sie ihre illegalen Geschäfte abwickeln könnten. Deshalb auch das Gesetz über den Sonderstatus. Die Wahlen würden nichts ändern, es kämen die alten Korruptionäre über die Parteilisten wieder ins Parlament.

Dann Mitglieder verschiedener Freiwilligenbataillone. Zitat:

—> “Wir verstehen das schon lange. Entweder wird Kiew uns erledigen, oder wir Kiew. Dort in der Hauptstadt ziehen sie den Krieg künstlich in die Länge, um uns alle umzulegen. Deshalb schicken sie uns auch in die Kessel. Und warum? Weil sie Angst vor uns haben. Na egal. Wir fahren nach Kiew und erschießen das Parlament. Und das nächste. Und so weiter, bis sie da die Leute mit Knüppeln hineintreiben. Anders läßt sich in diesem Land nie eine Ordnung herstellen.”

Ein anderer sagt, die Bataillonskommandeure auf den Parteilisten hätten sich von der Macht kaufen lassen, aber die einfachen Kämpfer würden sich nicht kaufen lassen.

Dann spricht sie mit Fallschirmjägern der Armee. Die sagen, sie würden sich den Freiwilligenbataillonen bei einem Marsch auf Kiew nicht anschließen. Viele von ihnen seien auf Auslandsmissionen gewesen und hätten dort gesehen, was dabei herauskommt. Aber sie würden die Macht in Kiew auch nicht nach innen verteidigen. Die Armee sei nur für die Verteidigung des Landes nach außen da.

Zum Schluß spricht sie mit Angehörigen von Sondereinheiten der Polizei. Da heißt es, wenn es in Kiew einen “dritten Maidan”, einen Aufstand gebe, dann werde man sich das im Fernsehen anschauen und lachen. Die Mächtigen hätten die Polizeieinheiten im Februar auf dem Maidan verheizt, sie dann verraten und zu Schuldigen gestempelt. Man werde das Land verteidigen, aber nicht die Macht in Kiew.

Man kann darüber denken, was man will. Aber offenbar halten die Leute unter Waffen die politische Ordnung in der UA ganz überwiegend für illegitim, und selbst die Gegner eines Putsches oder Aufstandes begründen das nur mit Angst vor einem Chaos. Aber verteidigen wollen sie die derzeitige Ordnung auch nicht.

@ FL, taz-Artikel

Interessante Ergänzung. Das Bataillon “Donbass” hat seine parlamentarische Vertretung in der “Selbsthilfe”-Partei gefunden, und diese hat von dem Semjontschenko-Kult gewiß profitiert. Aber mir war gar nicht bewußt, daß das Bataillon auch inhaltlich da solch einen Einfluß genommen und das Programm dergestalt militarisiert hat.

Zu Semjontschenko von “Donbass” ist zu ergänzen, daß der unlängst in den USA war und mit Kongreßabgeordneten über mögliche direkte Waffenlieferungen an einzelne Kampfeinheiten gesprochen hat. Außerdem hat er angekündigt, eine Partisanenarmee aufzubauen, also so eine Art Wehrsportgruppen.

P.S.
Zu der zweiten Videokonferenz kommt noch was, ist auch sehr interessant… aber das sind 2 Stunden Videodiskussion, die erst mal gesichtet werden müssen.

Linus Oktober 28, 2014 um 22:06

@Schweijk:
Ganz grosses Dankeschön für deine Bemühungen. Aus den hiesigen Medien ist nicht im mindesten zu entnehmen, was da unten eigentlich abläuft. So wird die ganze Querfront-Geschichte konsequent unter den Teppich gekehrt.

Hast du irgendwelche Tipps bzgl. deutscher oder englischer Seiten, auf denen man sich halbwegs über das aktuelle Geschehen und die zugehörigen Hintergründe informieren kann? Gerade jetzt, wo’s endlich mal ums Reden geht, ist man als Nicht-Sprachler echt aufgeschmissen. Google Translator hilft da nicht wirklich.

Es lebe unser Auslandskorrespondent!!! :-D

NB: Vielleicht findest du mal Zeit zu erklären, was in der UK bzw. RU unter “Faschisten” verstanden wird. Mir scheint, da besteht eine deutliche Diskrepanz zu unserer landläufigen Auffassung.

sol1 Oktober 28, 2014 um 22:20

…und der taz-Artikel ist zusammengeschlampt.

Der Gründer heißt nicht “Andrej Sadowoj”, sondern Andrij Sadowyj, Pawlo Kyschkar steht nicht auf Platz 3, sondern auf Platz 7 der Liste, und überhaupt sind die Militärs mit drei von den ersten 15 Plätzen dort nicht annähernd so stark vertreten wie im Artikel suggeriert:

https://uk.wikipedia.org/wiki/%D0%9F%D0%B0%D1%80%D1%82%D1%96%D1%8F_%C2%AB%D0%A1%D0%B0%D0%BC%D0%BE%D0%BF%D0%BE%D0%BC%D1%96%D1%87%C2%BB

Linus Oktober 28, 2014 um 22:25

@BB:
Ist jetzt off topic, aber ich find den Artikel zum Humanismus schwach. Man braucht keinen Humanismus, um Menschenrechte oder Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zu begründen. Das wäre ja schlimm, und würde nebenbei den Humanismus völlig überfordern.

Ich sehe den Begriff Humanismus viel entspannter: Menschheit, hilf dir selbst. Trau dich, deinen Verstand zu gebrauchen.

BB Oktober 28, 2014 um 22:26

@sol1 verlinkt auf “Hinter der Fichte”.

Wie heißen die Parteien von dem Jazenjuk? Volksfront, Vaterland, Völkische Front? Aus welchem Wörterbuch stammen diese Begriffe?

Nun ja, ob man die jetzt Nazis, Ultranationalisten oder sonstwie benennt. Bei uns würden die vom Verfassungsschutz beobachtet. Und zwar zu Recht.

Der Kern der Frage war, wieweit vertritt der die Interessen der Amerikaner.

Wenn man so in unsere transatlantische Medien schaut – gerade wieder der Kleber im ZDF – dann stellt man fest, dass dort offensichtlich zwei Ziele propagandistische Priorität haben, für die beide angeblich die Nato unverzichtbar ist:
- harte Linie gegen Putin
- Bodentruppen gegen IS

Vielleicht sehen da einige die Situation genauso wie Schweijk? Was ist, wenn die Ost-Ukrainer ge’n Kiew marschieren?

Vielleicht haben wir dann ja wieder einen Zwei-Frontenkrieg! An der Grenze der Türkei und gleichzeitig in der Ukraine. Manch Transatlantiker träumt offensichtlich genau davon.

BB Oktober 28, 2014 um 22:37

@Linus

“….Man braucht keinen Humanismus, um Menschenrechte oder Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zu begründen. Das wäre ja schlimm, und würde nebenbei den Humanismus völlig überfordern. Ich sehe den Begriff Humanismus viel entspannter: Menschheit, hilf dir selbst. Trau dich, deinen Verstand zu gebrauchen. ….”

Deine Begründung ist wie immer ein wenig chaotisch und in diesem Fall kann ich dir jetzt wirklich nicht folgen :O)

Es sind halt humanistische Ideale. Schon von der historischen Entwicklung des Humanismus her. Vor allem, wenn man die historische Entwicklung mit der postmodernen Philosophie kontrastiert.

Aber gerne kannst du Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit auch ohne Humanismus begründen. Nur musst du dann sagen, aus welcher Position heraus (der Foucault’schen?). Dann kann man darüber diskutieren. Denn sonst kann man ja gar nicht wissen, ob du nicht doch ein Humanist bist, aber du hast es vielleicht gar nicht bemerkt.

sol1 Oktober 28, 2014 um 22:41

@sol1 verlinkt auf “Hinter der Fichte”.

Nein – auf den Watchblog, der den Scheiß auf Hinter der Fichte auseinandernimmt.

sol1 Oktober 28, 2014 um 22:44

…und hier ein Video, auf dem die absurde Lüge von Fichte-Beyerl und BB offensichtlich wird:

https://www.youtube.com/watch?v=Ywfzniko4vQ

Linus Oktober 28, 2014 um 22:45

@BB:
“Was ist, wenn die Ost-Ukrainer ge’n Kiew marschieren?”

Ich frag mich was anderes. Was ist, wenn die Westukrainer gen Kiew marschieren? Genau da liegt doch das Bemerkenswerte, dass da unterschwellig eine Querfront vorhanden ist. Die gibt es übrigens auch bzgl. IS. Ich frag mich langsam, ob dies ganze Getöse von wegen “Faschisten” und “Kopfabschneider” im Grunde nicht ein riesiger Hebel ist, um die Front zu drehen, sprich die Querfront zu verhindern.

bleistift Oktober 28, 2014 um 22:51

Intelligenzbestien unter sich…!

Soldat Schwejk Oktober 28, 2014 um 23:12

@ Linus

Zu den “Faschisten”. Man verbindet das dort natürlich mit der deutschen Aggression im Zweiten Weltkrieg. Einen eigenen Faschismus hat es dort nicht gegeben. Die gedanklichen Assoziationen bei Faschismus sind eher so: militärische Aggression, Terror gegen die einheimische Zivilbevölkerung, Fremdherrschaft. Und Faschismus ist eine Bedrohung aus dem Westen.

Für viele Leute in der Ost-UA sind die westukrainischen Nationalisten mit ihrem Bandera-Kult dann eh schon des Faschismus verdächtig. Und das hat sich alles in dem Moment noch gesteigert, als die “neue” Macht Panzer in den Donbass fahren lassen hat, als Nationalgarde, Rechter Sektor und einige Bataillone in den eroberten Gebieten sich teils übel aufgeführt haben. Allein schon daß vom Westen her der Krieg kam, war wie eine Erinnerung an die Erzählung der Großeltern von ‘Großen Vaterländischen Krieg’.

Semjontschenko hat in einem Interview mal versucht, das sozusagen umzudrehen: Er sei ja im gleichen Geiste des sowjetischen Patriotismus groß geworden und habe gelernt, daß man sein Land verteidigen müsse. Seine Großväter hätten gegen den Faschismus gekämpft. Leider könne man das heutige Rußland nicht mehr mit der Sowjetunion vergleichen, es entwickle sich dort eher eine Art Klerikalfaschismus. Und die Donbass-Separatisten seien heute sozusagen die Kollaborateure, so wie die westukrainischen Nationalisten im Zweiten Weltkrieg.

Was deutsche und englische Seiten angeht: Da wird ja immer mal einiges hier reingetragen, man muß es eben alles filtern und die Herkunft bzw. Tendenz der Quelle im Kopf behalten. Wahrscheinlich können andere da besser Auskunft geben, weil ich im Zweifel natürlich einschlägige russischsprachige Sachen zu Rate ziehe. – Die Berichterstattung der “Jungen Welt” scheint mir aber alles in allem ziemlich gut zu sein, vor allem die Artikel von Reinhard Lauterbach. Sehr kritisch gegenüber der Berichterstattung in den hiesigen großen Medien, aber dabei keine Propaganda zugunsten Neurußlands.

someone Oktober 28, 2014 um 23:27

“Semjontschenko hat in einem Interview mal versucht, das sozusagen umzudrehen: Er sei ja im gleichen Geiste des sowjetischen Patriotismus groß geworden und habe gelernt, daß man sein Land verteidigen müsse. Seine Großväter hätten gegen den Faschismus gekämpft. Leider könne man das heutige Rußland nicht mehr mit der Sowjetunion vergleichen, es entwickle sich dort eher eine Art Klerikalfaschismus. Und die Donbass-Separatisten seien heute sozusagen die Kollaborateure, so wie die westukrainischen Nationalisten im Zweiten Weltkrieg.”

Dat hat der schon jut erkannt, kluger Junge.

someone Oktober 28, 2014 um 23:30

Im übrigen interessante Wahlbetrachtung hier im Blog. Anstatt Ukrainer ernstzunehmen ,wird hier als Eingang ein Aufruf zum Putsch gepostet. Sicher, dass du in der SPD noch richtig aufgehoben bist, Lübberding? Nur so als kleine Anmerkung. Aber es geht ja schließlich gegen Kalifatsfaschisten oder so und mit Russland.

someone Oktober 28, 2014 um 23:31

Man, man, man…

Linus Oktober 28, 2014 um 23:58

@BB:
“Deine Begründung ist wie immer ein wenig chaotisch und in diesem Fall kann ich dir jetzt wirklich nicht folgen”
Da ist nichts chaotisch, du musst nur genau lesen. Da steht keine Begründung!

“Es sind halt humanistische Ideale.”
Das heisst noch lange nicht, dass der Humanismus das Patent drauf hätte. Ebenso wenig wie die Physik das Patent auf die Schwerkraft.

Wie gesagt, der Humanismus beschränkt sich für mich auf die Aufforderung: Mensch, bediene dich deines Verstandes.
Daran ist zunächst nicht viel Humanes. Es heisst nur, dass wir nicht blind glauben, sondern denken und prüfen sollen, eine zutiefst szientistische Weltauffassung, die damit genau dem Zeitgeist ihrer Entstehung entspricht. Kant hat versucht, sich der Moral durch Wissenschaft zu nähern. Der Begriff der Egalité war stark inspiriert von den naturwissenschaftlichen Ideen zum Gleichgewicht (e.g. ‘actio == reactio’, aufkommende Thermodynamik).

Im Grunde haben die alle nur eines gemacht: sie haben Systemtheorie betrieben. Daraus lassen sich wunderbar moralische Grundsätze herleiten. Ich habe das neulich mal am Begriff Gerechtigkeit ansatzweise durchgeführt.

Zugespitzt folgt aus einer systemtheoretischen Begründung: liberté, égalité, fraternité liessen sich prinzipiell auch auf eine Herde Rindviecher anwenden. Warum die das jetzt nicht so machen und der Mensch schon, hängt mit der speziellen Verfasstheit des Menschen zusammen (und wohl auch der “kulturellen” Situation). Rindviecher sind vielleicht von Natur aus genügsamer und kommen daher mit einer vorgegebenen Ordnung gut zurecht. Der Mensch hingegen produziert und lebt die laufende Veränderung, da braucht es andere Organisationsprinzipien.

Zur Verfasstheit des Menschen siehe z.B. die Menschenrechte, welche rein empirisch begründet sind und sich nicht auf eine höhere Ordnung berufen.
Interessant in dem Zusammenhang ist die Wandlung von Julian Huxley vom bekennenden Eugeniker zu einer Person, die sich vehement dafür einsetzte, die Menschenrechte als reine Übereinkunft aufgrund ‘intersubjektiver’ Erfahrung zu formulieren.

Leider ist der wiki-Artikel dazu ‘dünn’:
http://en.wikipedia.org/wiki/Julian_Huxley

Linus Oktober 29, 2014 um 00:05

@Schwejk: Nochmal danke! Bis morgen …

hardy Oktober 29, 2014 um 01:10

schweijk,

ich weiss nicht, ob du den kern der sache einfach nicht verstehst: da laufen leute abstrusen ideen herum, deren einziges “recht” aus ihren knarren kommt.

diese verbrecher – und es ist mir im grunde komplett egal, welchen furz die jetzt in ihrem schädel haben – würden bei keiner freien wahl mehr als 10% in toto bekommen. für ein “mehr” müssen sie allen anderen eben diese knarren unter die nase halten.

so akkurat deine schilderung dieser verbrecherbanden und ihrer jeweiligen kleinkarierten ideen auch immer sein mag – du siehst vor lauter bäumen den wald nicht mehr … und der ist, jedenfalls für einen demokraten, der die meinungen anderer und deren recht so zu leben wie sie möchten respektiert – im grunde der anspruch, nicht ständig in knarren gucken zu müssen und ihr leben frei davon zu gestalten, daß ein paar verrückte spinner ihnen ihre weltsicht mit gewalt aufdrücken.

vielleicht solltest du dir einfach auch eine schnappen und (“geh! doch! rüber!”) statt hier maulaffen feilzuhalten, da drüben für eine dieser spinnerten ideen “kämpfen”. sprich: leute totschiessen, die nicht deiner meinung sind.

aber, ich verstehe: hier versammelt sich ja der restmüll der kpdsu und träumt von und sich in alte(n) tage(n) als die russen noch kommunisten waren …

zu blöd, daß der faschist heute nicht in kiew sondern in moskau sitzt und dich zu diesen absurd akrobatischen verrenkungen bringt, die morgen, wenn wieder frieden herrscht und die leute mit arbeit statt mit kriminalität wieder ihren lebensunterhalt gestalten werden, kein schwein mehr interessieren.

aber schön, daß du mal drüber geredet hast.

Soldat Schwejk Oktober 29, 2014 um 02:11

@ hardy

Nun, die Zustände waren so: Den Leuten sind schon immer die Knarren unter die Nase gehalten worden im übertragenen Sinn. Es gibt keine klare Trennlinie zwischen staatlichen Behörden, kriminellen Organisationen und dem Big Business. Das war in Rußland zur Jelzin-Zeit auch so, und es mag heute dort vielerorts noch ähnlich sein. Aber es war dort nie so exzessiv und zynisch wie in der UA. Daher kommt diese Wut, die Leute haben einfach genug, die Stimmung ist so, daß sie den Laden jetzt einfach mal ausmisten wollen. Daher der Radikalismus, der ganz unterschiedlich politisch aufgeladen werden kann. Die Leute, die aufeinander schießen, das sind die wütendsten unter ihnen, das sind Erniedrigte und Beleidigte, die jetzt eine Waffe in der Hand haben und die die Angst spüren, die die Mächtigen vor ihnen haben. Ich weiß nicht, womit das endet – aber die Wut der Leute ist gerechtfertigt, zwar fehlgeleitet, aber gerechtfertigt. Das ist die Wut, die die Leute während der französischen Revolution dazu gebracht hat, Aristokraten aufzuknüpfen und eine neue Ordnung zu errichten. Das bejubeln wir heute, und der jakobinische Terror gehört zu unserer Großen Europäischen Zivilisationserzählung. Ich bejubele nicht die Entwicklung in der UA, ich denke, es könnte auch ein ganz böses Ende nehmen. Aber soll man deshalb jetzt diesen besonders abstoßenden Mafiakapitalismus Kiewer und Dnepropetrowsker Spielart noch als europäische Hoffnung abfeiern und diese Gauner als Stabilitätsgaranten, nur weil es gegen den bösen Putin geht? DieVerbrecher in Kiew haben diesen Scheißkrieg vom Zaun gebrochen, um ihr kleptokratisches System über den Maidan hinweg zu retten. Es wird unter der Herrschaft der Kolomoiskis und Firtaschs keine Demokratie und keinen Friedefreudeeierkuchen geben. – Yep, und Putin ist auch keine große Hoffnung mehr, aber das ist eine Angelegenheit der Russen.

Im übrigen: Ihr habt diese Soldateska abgefeiert, als sie noch Siegesmeldungen produziert hat und als Ihr Eure Fähnchen jeden Tag ein Stück weiter im Sandkasten nach vorne stecken konntet. Kann mich ja gut daran erinnern. Der Artilleriebeschuß von Großstädten war für Euch sozusagen der Kollateralschaden in Europas Kampf im Osten. Jetzt aber wird die Soldateska zu einer Gefahr für jene Drecksbande, die sie überhaupt erst mit Waffen ausgerüstet hat. Vorher waren das wütende Leute mit Knüppeln, jetzt sind es wütende Leute mit Kriegswaffen. Und jetzt scheißt Ihr Euch plötzlich in die Hose und redet davon, daß man nicht ständig in den Lauf von Knarren gucken will und daß andere Meinungen respektiert werden sollen. Und dann kommt so einer wie @someone auch noch mit seiner französischen europäischen Zivilisation. Dabei sagt der Alexei Mozgovoi heute eigentlich nichts anderes als das, was Robespierre vor mehr als 200 Jahren gesagt hat.

hardy Oktober 29, 2014 um 03:09

und, werter schweijk, wenn du schon konferenzen zusammenfasst, wie wär’s mit dieser

https://www.youtube.com/watch?v=y9-xOM6t4Jo

sicher (!) gefälschten, in der sich ein paar leute gedanken über wahlen und so einen quatsch machen ;-)

hardy Oktober 29, 2014 um 03:45

lieber schwejk,

ich bin kein “ihr”. ich bin ich.

sowas um die 58 rum und früher mal so was wie ein “maoist”, was hier im haus, wenn ich mit meiner chinesischen mitbewohnerin über so was rede, immer zu prustenden lachanfällen führt …

[..] DieVerbrecher in Kiew haben diesen Scheißkrieg vom
[..] Zaun gebrochen, um ihr kleptokratisches System über
[..] den Maidan hinweg zu retten.

naja, wenn man das unbedingt so will, kann man das (für sich und im stillen kämmerchen) ja gerne so sehen, ich sehe es halt (komplett) anders, weil meine scheuklappen an dem punkt einfach nicht funktionieren wollen, um mir die ganze sch…ose schönreden und in quartalssäufern helden der revolution sehen zu können. in meiner, sicher sehr naiven sicht der dinge, haben sich da ein paar verbrecher zusammengefunden, die sich ihr kleines herrschaftsgebiet zusammenräubern und ausplündern wollten … und das können, weil sie halt von einem drittweltstaat, der sich für eine mittelmacht hält, logistisch und personell unterstützt werden.

die (halbwegs legitime, aber wer ist schon wirklich “legitim”) regierung des landes hat, da diese verbrecher mit waffengewalt operieren, militär dahin geschickt, um “aufzuräumen”, eine sich warum auch immer dazu berufen fühlende soldateska dubioser gestalten schließt sich dem an und das ist der punkt, an dem wir jetzt sind (grob gesprochen).

ich habe da im grunde weder sympathieen für die angeblichen “separatisten” noch für die (wahrscheinlich tatsächlich durchaus von faschistischen ideen befeuerte) soldateska. die gehören _alle_ eingesperrt.

aber daran, daß der _freie_ teil der ukraine gewählt hat, nolens volens die leute, die gerade mit aufräumen beschäftigt sind, und sich am ende herausstellte, daß wir vielleicht die meinung der wähler nicht 100% mögen, aber selbst nach unseren (49% in sachsen) maßstäben eben damit leben müssen, daß das jetzt halbwegs legitimiert ist, was die regierung dort treibt, ist ja nu nix zu ändern, oder?

in den gestohlenen gebieten fand ja keine wahl statt und ich denke mal, wenn jemand dort so blöde gewesen wäre, den mund aufzumachen und zu sagen “ich will aber die ukraine als ganzes”, läge er jetzt in stacheldraht gewickelt in einem kofferraum oder triebe einen fluss runter.

stelle ich mir in meiner grenzenlosen uninformierten naivität halt so vor. wenn also dort gewählt worden wäre, so ganz ohne stacheldraht und maschinengewehre und ohne, daß ständig irgendwelche honkt in häuserblocks schießen … dann, naja, hätte es da vielleicht andere ergebnisse als im rest des landes gegeben …

aber keines, daß die banditen dort legitimiert hätte, sich ein stück land abzugreifen und zu (ahem, lustige vorstellung) “bewirtschaften”. ich höre halt, daß die wirtschaft dort im keller ist, auf jahre ruiniert, die leute keine arbeit haben und ziemlich angepisst sind von dem ganzen tohuwabohu.

aber, was weiss ich schon? ich sollte mehr konferenzschaltungen von separatisten, die sich tagtäglich in immer kleinere grüppchen aufspalten, damit jeder was vom kuchen abbekommt und gerade über die größe der krümelchen streiten, hören.

wie gesagt, ich habe da keine ahnung, nur so einen eindruck. und mir fällt da eigentlich weniger das wort “separatist” oder “freiheitsheld” oder “revolutionär” ein, ich höre in meiner hohlen birne immer nur das wort “warlord”.

aber, hey, du kennst dich ja aus, ich bin nur von den westlichen (also, ahem, “unseren”?) medien verhetzt und desinformiert und habe einfach keine ahnung von den nuancen warlordischer kultur.

ich mag halt diesen ganzen waffenkram nicht. und irgendwie habe ich vage in erinnerung, daß die sch***se damit anfing, daß irgendwelche durchgeknallten honks mit waffengewalt öffentliche gebäude stürmte, die lokalen autoritäten absetzten und sich selbst zu chefs ernannten. also klassisch das, was man, ooooops, “putsch” nennt und, doppeloooops, ich glaube, das war im osten des landes.

danach, ich komme ja mit dem durchstreichen von namen schon gar nicht mehr mit, haben die “chefs” da am laufenden band gewechselt, als sie kurz vorm ende waren, kam brüderliche hilfe vom nachbarn und schon ging das spiel weiter.

aber, hey, was weiss ich schon? du bist doch hier der experte für warlordische petitessen und deren rechtfertigung und das vekünden einer gloriosen zukunft, in der die gangster (also, die, die den anspruch chef zu sein, bis dahin unter sich ausgeschossen haben) endlich in kiev angelangt sind um dort … ENDLICH! … “putschen” zu können, yihaw! endlich, endlich, endlich könnte man dann ja mal wirklich von einem “putsch” in kiew reden …

ja ja, geschichte im entstehen ist schon was putziges, oder?

lies mal nach, was ich im april/mai herum bei dem bösen fachistenlklaus gesagt habe von wegen pausetaste. hätte der böse onkel vlad mal besser nicht gedrückt, weil dann wäre der mist längst zuende. hat er aber nicht und so geht die scheisserei weiter, tote, tote, tote, tote.

nur, zu dumm, die rechnung, die vladi bezahlen wird müssen, wird immer länger. kein schwein, das seinen verstand beieinander hat, wird dem noch mal vertrauen, die werden ihr gas und ihren kram woanders kaufen und er kann seine klitsche bald wegen mangel an vertrauen dicht machen.

ich freu mich schon, wie du das dann deiner fangemeinde erklären wirst.

das witzige an meiner haltung ist übrigens, daß ich sie seit monaten nicht mehr korrigieren muss, keine verrenkungen, um irgendwas zurecht zu erklären. aber, hey, ich guck anderen gerne bei gehirnakrobatik zu … auch wenn sie das sie davon abhält, endlich mal “ernst” zu machen und sie weiter “maulhelderei” und “expärtärätätä” spielen durfen ;-)

ach ja, früher nannte man, experten auch “ffachidioten”. bei dir belasse ich es mal bei einem “du hast dich einem orchideenthema verschrieben, das ausser dir und ein paar verzweifelten und verwirrten im grunde keine sau interessiert”

grüße zur späten nacht!

topi Oktober 29, 2014 um 04:05

Es ist ja meist so; erst muss es schlimmer werden, bis es besser werden kann.

Nur leider weiß man nie, wann es denn schlimm genug ist.

Egal ob Otto- oder Saschanormal, irgendwann ist das Fass voll. Was dann passiert, ist unvorhersehbar; aber es wird etwas passieren.

Weil jemand anmerkte, dass “diese Verbrecher bei keiner freien Wahl mehr als 10% kriegen würden”.

Der Ottonormalmalocher hatte vor 35 Jahren den weltweit (mit) höchsten Lebensstandard, und es arbeitete idR einer in der Familie dafür.

Heute arbeiten beide, und müssen strampeln, den Standard zu halten; dabei hat sich die Produktivität vervielfacht.
Und der Nichtnormalmalocher träumt nur noch von den damaligen Verhältnissen.

10% wäre doch auch eine gute Abschätzung für das natürliche Wählerpotential für solche Politik.

Ganz ohne Knarren geht’s weiter voran.

Womit wir wieder beim Ausgangssatz wären.

Die Ukrainer haben die Schnauze gestrichen voll, wiesaussieht. Ja wie sollten sie denn nicht?
Da bringen sie Hunderttausende auf die Straße, weil die politische Kaste durch und durch korrupt ist und das Land ausblutet; und schwupps wird schnell der Oligarch gewechselt, wie schon zu orangenen Zeiten.

topi Oktober 29, 2014 um 04:18

Hardy liest du auch, oder schreibst du nur?

Der mögliche Putsch könnte laut schwejks Artikel vor allem von den “halbwegs legitimierten Truppen” bzw. der sich ihnen angeschlossenen Soldateska kommen.

Aber verdammt, wenn die Realität nicht zu meiner Meinung passt, um so schlimmer für die Realität!

Ich sehe eher keinen offenen Putsch. Da werden zig Milliarden reingeschüttet, dafür öffentliche Infrastruktur weggeschleppt, damit kann man noch einige Zeit diverse Gruppen einbinden.

Und ob dann noch jemand Bock auf einen “Maidan” hat, bleibt abzuwarten. Was kommt schon dabei raus?

hardy Oktober 29, 2014 um 04:26

topi,

was soll ich sagen? seit ich denken kann, hat nie die partei gewonnen (na gut, ein mal!), de ich gerne an der regierung gesehen hätte, statt dessen werden wir gerade von einem “alles muss so bleiben, wie es nie war” block regiert.

oder: ich bewerbe seit einem jahr ds buch “die flakhelfer” und erlebe vor zwei wochen, daß zum ersten mal, seit dieses buch auf dem markt ist, daß in einer einzigen sendung (Akte D, teil 1, zdf) erwähnt wurde, daß genscher, carstens und konsorten NSDAP mitglieder waren. und nachdem ich die arte doku “heidschi bumm beidschi” gesehen habe, verstehe ich auch, warum elvis “muss i denn zum städele hinaus” singen musste:

http://hinterwaldwelt.blogspot.com/2013/02/auf-die-gedankenautobahn.html

ich kann also ganz gut einschätzen, denke ich mal, wo, wer und was “wir” sind, kinder und enkel von nazis eben – und wie die dinge hier so gehandhabt werden, also denke ich, meine 10% sind arg optimistisch, “wir” lernen es wohl nie, aber wir reden gern viel, wenn der tag lang ist … was wahrscheinlich dazu führt, daß sich da auch nicht viel dran ändert.

ich finde auch, daß die leute wieder die möglichkeit bekommen sollten, zur arbeit zu gehen. das würde voraussetzen, daß die warlords vor ort aufhören würden, mit ihren knarren andere leute zu belästigen.

ist vielleicht ein bißchen naiv die vorstellung, wo es doch so viel mehr spaß machen kann, sich grunde dafür auszudenken, warum sie weiter mit den dingern herumfuchteln und leute einschüchtern können ja geradezu _dürfen_,

ja, ganze heldenepen in postformat zu spinnen, in denen die epigonen alle namentlich und idelogisch fein ziseliert genannt werden müssen …

und uns ein tiefer blick in ihre verrotteten herzen gwährt wird … danke internet, daß es plätze für so was gibt … und andere, wo glücklicherweise das hier wie ein bizarrer fremder planet in einem ganz anderen universum erscheint …

mit was die leute so alles ihre zeit verbringen, schon putzig.

als ob mich das auch nur eine millisekunde ernsthaft interessieren würde. mich interessiert mehr, wie offensichtlich auf derlei sagen & mythen anal fixierte mit dem ganzen mist so umgehen.

glaub mir, ich hab’ ne menge zu lachen dabei ;-)

gerade hier …

hardy Oktober 29, 2014 um 04:35

topi

[..] Hardy liest du auch, oder schreibst du nur?

aber ja doch. nur ahem, nur weil etwas im internet steht, muss ich es doch nicht für “wichtiger” oder “zwingender” (was mein interesse betrifft) halten.

ich kann mir auch sagen: sollen die idioten doch machen, wenn sie so blöd sind. scheinen ja alle nur an den moment zu denken und nicht an das “hinterher”. weil, naja, solange solche leute so ein zinnober veranstalten, kommen halt andere leute, die ihrerseits nun ihren zinnober veranstalten.

sprich: viel spaß bei der verwaltung eines “befreiten” ukrainischen ostens. viel spaß mit einer ukraine, in der wirklich mal geputscht wird. ich hoffe, da hat jemand in russland mächtig große hosentaschen und genug kleingeld für den klimbim.

ich frage mich halt, wie blöd und kurzsichtig man sein muss, einerseits seine zeit mit diesem b#llshit zu verbringen und wir gaga, ernsthaft zu glauben, irgendwas “obendrauf” würde die sache einfacher machen.

hey, in den 80ern habe ich mal gedacht, es wäre ne gute idee, die nato abzuschaffen. dank onkel vlad und vor allem stoltenberg als neuer präse, sehe ich das nicht mehr so. aber hey, der ist ja auch nur so ein “kriegstreiber”.

wenn das brett vorm kopp mal weg ist und die anwesenden restbestände der kpdsu wieder zu einem halbwegs geordneten und gedanklich aufgeräumten leben zurückkehren, wird ihnen hoffentlich das ganze ideologische gesülze hier furchtbar peinlich sein.

also mir ist mein angeblicher maoismus heute so peinlich, daß ich immer mitkichere, wenn frau wang hier zu kichern beginnt, weilich mal wieder meine maobibel zitiere ;-)

hardy Oktober 29, 2014 um 05:43

falls das untergegangen sein sollte: an einen putsch zu glauben, halte ich für den letzten strohlhalm von leuten, die sich doch noch ein “gutes ende herbeisehnen, nur um am ende doch irgendwie “recht gehabt” zu haben …

aber, schön, daß schwejk mal drüber geredet hat und luebbe ihm hier so unbekümmert die litfaßsäule stellt. ich weiss nicht, wen ich im grunde weniger ernst nehmen muss.

zurück zu “lilyhammer”, ist lustiger und weniger zeitverschwendend …

f.luebberding f.luebberding Oktober 29, 2014 um 06:56

Someone

Im Text von Schwejk ist weder der Begriff Faschismus zu finden, noch ist das ein Aufruf zum Putsch. Er macht allerdings deutlich, mit welchen Problemen die Ukraine zu kämpfen hat. Mich interessiert aber weniger Polemik, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung. So kann man durchaus über die Einordnung dieser von Schwejk dokumentierten Diskussion in die ukrainische Innenpolitik reden. Das wäre interessanter als die ansonsten üblich gewordenen Weltanschauungskriege.

Systemfrager Oktober 29, 2014 um 08:21

Ich bejubele nicht die Entwicklung in der UA, ich denke, es könnte auch ein ganz böses Ende nehmen. Aber soll man deshalb jetzt diesen besonders abstoßenden Mafiakapitalismus Kiewer und Dnepropetrowsker Spielart noch als europäische Hoffnung abfeiern und diese Gauner als Stabilitätsgaranten, nur weil es gegen den bösen Putin geht? DieVerbrecher in Kiew haben diesen Scheißkrieg vom Zaun gebrochen, um ihr kleptokratisches System über den Maidan hinweg zu retten.

so ist es
1:
katholische UK war im WKII auf der falschen Seite, und diese UK soll jetzu rekonstruiert werden
2:
Ukrainer haben, wie Idioten, um den Banditenkapitalismus zu bekämpfen, Oligarchen zu den Politikern gewählt
3:
und überlal dort, wo man Plündern und das Böse anrichten kann, kom Onkel Sam – der GROßE TEUFEL

aifran Oktober 29, 2014 um 08:48

die Panik beginnt sich auszubreiten …

ja so ist es nun mal wenn wieder einmal ein grosser Schuldgeldsystem bedingter Guthaben/Schuldenschnitt vor der Tür steht — na ja vorher machen wir zur Ablenkung von den Ursachen noch ein wenig auf Putsch, Krieg usw. usw. usw.

…. ist schon was feines dieses von Privaten Banken geschöpfte Giral/Buchgeld und der davon ausgehende Wachstumszwang

…. ein Staat der die Geldschöpfung an Private abgibt gibt damit auch seine Macht an diese ab ….

aber darüber reden wir ja nicht …. Ursachen benennen – nie und nimmer – pfui pfui pfui

also plaudert weiter über Krisensymptome

Vollgeld nimmt den Wachstumszwang aus dem System!!!

schöne Tage

BB Oktober 29, 2014 um 08:50

@Linus

“…..im Grunde haben die alle nur eines gemacht: sie haben Systemtheorie betrieben. Daraus lassen sich wunderbar moralische Grundsätze herleiten. …..”

Sorry, aber das ist zu lau.

Du wirst, wenn du dich etwas gründlicher mit dem Thema befasst hast, feststellen, dass die “Postmodernen” den “Humanismus” heftig – ja geradezu aggressiv – bekämpfen. Das geht übrigens auch aus dem sehr guten Artikel von Ulfig hervor, dass der Foucault sich eindeutig gegen den Humanismus positioniert hat, ihn also als den “philosophischen” Gegner begreift. Und manche Ausfälle von Morph, dessen Luhmann ja die deutsche Version der französischen Postmodernen darstellt, gingen hier in genau die gleiche Richtung.

Wenn du also sagst, dass man Humanismus auch “irgendwie” systemtheoretisch begründen kann, dann kann man dem nicht grundsätzlich widersprechen, es ist aber eine Binse. Letztendlich denkt jeder, der eine “Wenn-Dann”-Logik verwendet, irgendwie systemtheoretisch.

Ich persönlich, der ich mich als radikaler Humanist bezeichne, argumentiere übrigens auch häufig komplexitätstheoretisch und damit ebenfalls systemtheoretisch.

Im Gegensatz zu den Soziologen wende ich die Theorie allerdings richtig(er) an, weil ich Ingenieur bin und außerdem etwas von (den Grenzen der) Modellbildung verstehe.

Auch (populäre) Keynesianer (der “echte” natürlich immer ausgenommen, aber der spielt ja eh keine Rolle) und Neoklassiker sind Systemtheoretiker, die allerdings weniger von (den Grenzen der) Modellbildung verstehen. Sie haben nämlich keinen Prüfstand, auf dem sie ihre Modelle validieren können. Aber das ist ihnen egal. Sie behaupten dann trotzdem etwas.

Und die Soziologen sind die allergrößten Schlamper (erkenntnistheoretisch gesehen). Sie kapern nur unsauber ein paar Begriffe aus Mathematik, populären Wissenschaften und Ingenieurswesen und meinen, sie hätten dann alle Freiheiten, sich etwas zurecht zulabern.

Nein, es ist schon so, dass der Humanismus gegen diese ganzen Larifari-postmodernen Thinker von Foucault bis Luhmann verteidigt werden muss, die jetzt über viele Jahrzehnte einen hinterfotzigen Angriff auf den Humanismus gefahren haben und zwar im Schnapp und im Dienste der neoliberalen Transformation der Gesellschaft und wenn man sich das Ergebnis anschaut, dann sind sie, was diese Transformation betrifft, sehr erfolgreich gewesen, intellektuell aber grandios gescheitert.

Der Humanismus, den sie bekämpfen, ist ihnen sowas von überlegen. Die Postmodernen haben natürlich die Eliten hinter sich, die Systemlinge. Von denen kriegen sie ihr Fresschen, werden sie bezahlt. Und mit den Eliten zusammen sind sie sich einig in ihrer Ablehnung des Humanismus. Und beide zeigen sich natürlich gegenseitig dankbar.

Aber darauf werden sie sich nicht mehr lange ausruhen können. Die Wiederentdeckung des sauber nach dialektischen Regeln geführten Diskurses wird sie hinwegfegen.

(Zur Rolle der Dialektik steht ebenfalls etwas in dem sehr guten Artikel von Ulfig)

Systemfrager Oktober 29, 2014 um 08:52

Und Putin hat Recht, wenn er über das Weltbild der katholischen UK spricht. In der slawischen Mentalität zahlt derjenige, der in die Kneipe einlädt. Dass jeder das bezahlt, was er getrunken hat, das ist der westliche Mensch.
Und nun meinen die Ukrainer: Der Westen hat uns eingeladen, er zahlt alle unsere Schulden. Man muss nur zum Ausdruck bringen, wie er Putin und Russen hasst.
Man will nicht wahrnehmen, dass der Westen nach dem Wiukinger-Prinzip immer noch funktioniert. Gibt es innere Probleme, dann plündert und tötet man den Nachbarn.

Systemfrager Oktober 29, 2014 um 09:09

Die westlichen “Werte”

Eingegriffen wird nur dort, wo “unsere” Geschäftsinteressen, d.h. die der Energieunternehmen oder sonstiger multinationaler Unternehmen berührt sind. Geopolitische Interessen sind das einzige Handlungsmuster der westlichen Wertegemeinschaft, die – so auch Pfarrer Gauck – nun endlich auch von Deutschland aus mehr “Verantwortung” übernehmen soll. “Verantwortung” heißt hier natürlich “Waffengewalt”. Wenn der Pfarrer Gauck von Problemen spricht, bei denen Deutschland “Verantwortung” übernehmen soll, so fallen ihm nur Terroristen und Gewalt ein. Dass viele Afrikaner so arm sind, weil sie nicht auf den protektionistischen EU Markt mit ihren Produkten dürfen, gleichzeitig aber ihre Märkte für unsere subventionierten Produkte öffnen müssen, ist das für ihn offensichtlich kein Problem. Man kann diesen Status quo mit Recht als strukturelle Gewalt bezeichnen, die Terrorismus in nichts nachsteht, vielleicht sogar noch eine Spur perfider ist.

telepolis >>>

Kecker Oktober 29, 2014 um 09:30

@ BB “Ich persönlich, der ich mich als radikaler Humanist bezeichne, argumentiere übrigens auch häufig komplexitätstheoretisch und damit ebenfalls systemtheoretisch.”

Wenn wir alle Fremdwörter wegließen, bliebe manches Leere ungesagt. (Stefan George)

* kecker, lach *

Systemfrager Oktober 29, 2014 um 09:31

László Kövér, der Vorsitzende des ungarischen Parlaments
“Wenn Brüssel meint Ungarn mit seinen Diktaten zu verwalten, Magyaren sollen nachdenken, wie sie sich davon machen”

BB Oktober 29, 2014 um 09:38

@sol1

“……… Hitler-Pfote-Hochstrecker Jazenjuk… BB ist immer noch derselbe Schwachkopf wie beim letzten mal, als ich hier reingeschaut habe:…..”

Für mich sieht das auf dem Video trotzdem irgendwie nach Hitlergruß aus. Also wenn es in dem “Kontext” vielleicht auch als einfacher Gruß durchgeht, vielleicht eine freudsche Fehlleistung?

Andreas Kreuz Oktober 29, 2014 um 09:54

Für mich sieht das auf dem Video trotzdem irgendwie nach Hitlergruß aus. Also wenn es in dem “Kontext” vielleicht auch als einfacher Gruß durchgeht, vielleicht eine freudsche Fehlleistung?

Als Beispiel zum Analysieren vielleicht einmal
den Lokführer-und-Pilotenstreik-Sketch
aus der Heute-Show vom 24.10.2014 verwenden?

f.luebberding f.luebberding Oktober 29, 2014 um 09:56

BB

Das mit dem Hitler-Gruss ist schlichter Unfug. Damit sollte die Debatte beendet sein.

BB Oktober 29, 2014 um 10:24

Hier noch ein Interview geführt von Schwejks alter Ego in der Taz:

Bis auf die Tatsache, dass das Thema “USA-Einfluss” komplett ignoriert wird und immer nur von “proeuropäischen” Parteien geredet wird und nicht von “proamerikanischen” Parteien, die die Wahl gewonnen haben, eine ganz interessante Einschätzung der Lage. Ersteres ist wohl der Tatsache geschuldet, dass das Interview mit jemandem von der Böll-Stiftung geführt wurde und die ja mittlerweile zur transatlantischen Kamerillia gehören (Böll rotiert im Grab).

Die “Nazis” sind aber halt doch noch gefährlich in der Ukraine.

Linus Oktober 29, 2014 um 11:02

@BB:
Weiterhin off topic:

“Du wirst, wenn du dich etwas gründlicher mit dem Thema befasst hast, feststellen, dass die “Postmodernen” den “Humanismus” heftig – ja geradezu aggressiv – bekämpfen. Das geht übrigens auch aus dem sehr guten Artikel von Ulfig hervor, dass der Foucault sich eindeutig gegen den Humanismus positioniert hat, ihn also als den “philosophischen” Gegner begreift. Und manche Ausfälle von Morph, dessen Luhmann ja die deutsche Version der französischen Postmodernen darstellt, gingen hier in genau die gleiche Richtung.”

Du beschreibst hier irgendwelche Lager. Genau das führt aber tendenziell dazu, sich in mE nutzlose ideologische Grabenkämpfe zu verstricken, anstatt sich über sachliche Argumente auszutauschen. Wenn du was gegen Foucault’s oder Morph’s Position einzuwenden hast, dann geh halt auf ihre Argumente ein. Das ist die sauberste und letztlich einzige Erfolg versprechende Art, irgendwelche Pappkameraden zu demontieren.

“Letztendlich denkt jeder, der eine “Wenn-Dann”-Logik verwendet, irgendwie systemtheoretisch.”
Nein! Die spezifisch systemtheoretische Logik könnte man so formulieren: “Wenn ALLE …, dann “. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Nur so kommt man auf so spezifische Effekte wie ‘systemische Wirkung’, die sich eben keiner eindeutigen Kausalität, bezogen auf die Konstituenten, zuordnen lassen.
Eine kausale und damit logische Interpretation ist hier nur möglich, wenn man von den Konstituenten auf das Gesamtsystem abstrahiert, d.h. ein hypothetisches oder tatsächliches emergentes Phänomen in Anspruch nimmt, eben das System.

Systemfrager Oktober 29, 2014 um 11:11

Nach Ansicht von 87 Prozent der Befragten zielt die Kritik an Russland und seiner Staatsführung darauf ab, die Situation im Land zu destabilisieren. Nur vier Prozent sind der Meinung, dass diese Äußerungen auf eine Verbesserung der Situation gerichtet sind. Weitere 82 Prozent sind überzeugt, dass die Kritiker Putins den Zerfall des russischen Staates anstreben.

Die Bürger Russlands bedienen sich ausländischer Massenmedien heute öfter als vor fünf Jahren. 37 Prozent der Bürger schöpfen jetzt Informationen aus ausländischen Medien gegenüber 29 Prozent im Jahr 2009.

Zwei Drittel der Nutzer ausländischer Medien (68 Prozent) glauben, voreingenommene Berichte zu erhalten. Diesen Standpunkt vertreten vor allem die Befragten mit einem hohen Einkommen (79 Prozent). Ihnen folgen Einwohner von Moskau und Sankt Petersburg (75 Prozent) und Studenten von Hochschulen (73 Prozent).

Soldat Schwejk Oktober 29, 2014 um 11:20

@ hardy

Nur kurz zu “Orchideenthema… Maulheldentum… Litfaßsäule” etc.

Das hier ist kein Ukraine-Forum. Ich hab hier in diesem Jahr zum dritten Mal was dazu geschrieben. Ist schon skurril, daß diese Anwürfe von einem kommen, der sich drüben in Klausis “englischem Club”… äh… diskursiv engagiert… also dort wo tatsächlich immerfort nur zu dem einen Thema Holzhammerproganda betrieben wird. Wo sich die Besessenen versammeln.

Zu Warlords in der UA hatte ich hier schon vor Monaten was verlinkt…

http://russialist.org/war-from-below-and-the-warlords-of-ukraine/

Aber schön, darüber von Dir noch mal aufgeklärt worden zu sein.

Soldat Schwejk Oktober 29, 2014 um 11:47

Ach so… und hier noch mal ein Zitat aus dem letzten Beitrag. Juri Butusow forderte da in ZN die Ausrüstung der irregulären Einheiten mit Panzern und schwerer Artillerie. Damit es nicht in Vergessenheit gerät:

—> ““Einer der engen Freunde von Petro Poroschenko, ein herausragender ausländischer Staatsmann, der gut mit der Situation in der Ukraine vertraut ist, hat mir folgendes gesagt: ‘Die Herausgabe von Panzern und Artilleriegeschützen an die Freiwilligeneinheiten bedeutet keinen möglichen Putsch. Einen Putsch machen Leute mit Pistolen. Wegputschen kann man nur eine Macht, die vom Volk nicht unterstützt wird. Euer Feind, das ist Putin. Jeder Konflikt und jedes gegenseitige Misstrauen zwischen euch hilft nur Putin. Schafft euch keine Probleme – werft alles in den Kampf was ihr habt, und spart nicht am Eisen. Politik fängt in der Ukraine erst wieder nach dem Sieg an. Und wer den Sieg bringt, den wird man nicht verurteilen, und den wird niemand zu stürzen wagen.’”

http://gazeta.zn.ua/internal/dobrovolcheskie-batalony-struktura-strahi-problemy-boevogo-primeneniya-_.html

Nun darf geraten werden, wer so etwas wohl gesagt haben mag. Ich habe da eine relativ klare Vorstellung. Aber vielleicht fällt speziell @someone noch was dazu ein.

Systemfrager Oktober 29, 2014 um 12:33

Aber vielleicht fällt speziell @someone noch was dazu ein.

ich gehe nicht davon aus, dass du glauben würdest, @someone würde rot sein, wenn man ihn bei einer Lüge erwischt.
Er weiß das er lügt wie gedrückt, beim besten Wissen und Gewissen, so ist er einfach , wir wissen aber nicht warum – das ist auch unwichtig

Manfred Peters Oktober 29, 2014 um 13:06

“Irgendeiner”, hardy der Hinterwäldler, sol1; da sind ja bald alle Kanalarbeiter aus der Jauchegrube des Fäkalagitators und heimatvertriebenen Gottvaters der Russophobie hier versammelt. :-(
Der Duktus ihres Gurus würde sie auch unter Decknamen verraten.
Bsp.:
Der Meister ” … welche Chimären ihnen sonst noch durchs kleine Gehirn furzen mögen …”*
Der “sanft aber entschieden widersprechende” Schüler “hardy” sagt es hier vorerst so:
“welchen furz die jetzt in ihrem schädel haben …”.
 Es gibt aber noch viel Luft nach oben.
*Ein weiterer Auszug aus Jarchows Grube: „… diese(r) Iaah!-Iaah!-blökende Debilenfront … die Gülle prompt meterhoch … durchs kleine Gehirn furzen möge“
Eigenartig nur, dass alle o.g. hier das Recht der freien Meinungsäußerung in Anspruch nehmen, während der Herr der Jauchegrube sich damit brüstet, jeden klaren Wassertropfen auszusperren.

someoneone Oktober 29, 2014 um 22:39

Heute kam der neue russische Konvoi an, ab heute nacht ist wieder RuSSkieoffensive zur Verteidigung angesagt, aber träumt mal schön weiter.
Revolution, differenzierte Probleme und Weltbilder von irgendwelchen Hauptleuten oder Verbrechern auf Novorossijaseite und so…
Ein Lied für die Tauben aus der Steinzeit.
http://www.youtube.com/watch?v=Ipe-PH6CBa0

Putin ist inzwischen alles egal. Wir könnten auch ein wenig über Fragmentierungen in der tschechoslawikischen Armee, während der Sudetenkrise philosphieren. Unser Hasekverehrer, der uns immer weiter elbostwärts treidelt, wäre doch dafür prädistiniert.

someone Oktober 29, 2014 um 22:43

Heute kam der neue russische Konvoi an; ab heute nacht ist wieder RuSSkieoffensive zur Verteidigung angesagt, aber träumt mal schön weiter.
Revolution, differenzierte Probleme und Weltbilder von irgendwelchen Hauptleuten oder Verbrechern auf Novorossijaseite und so…
Ein Lied für die Tauben aus der Steinzeit.
http://www.youtube.com/watch?v=Ipe-PH6CBa0

Putin ist inzwischen alles egal. Wir könnten auch ein wenig über Fragmentierungen in der tschechoslowakischen Armee während der Sudetenkrise philosphieren. Unser Hasekverehrer, der uns immer weiter elbostwärts treidelt, wäre doch dafür prädestiniert.

Keynesianer Oktober 29, 2014 um 23:06

Man rechnet mit einem Angriff:

Wie aus Kiews Erklärungen hervorgeht, will es die Wahlen in der DVR und LVR verhindern. Da dies diplomatisch nicht möglich ist, und Russland schon klargemacht hat, dass es die Wahl so oder so unterstützt, bleibt nur eine Militäroperation.

Der Beginn von Kampfhandlungen vor dem 2. November ist die beste Methode um die Wahlen zu verhindern, so dass wir, wie auch die Militäraufklärung der DVR warnt, den Angriff in den nächsten Tagen erwarten.

http://www.vineyardsaker.de/ukraine/grobe-heuchelei/

someone Oktober 29, 2014 um 23:39

Man schiebt einen vor.. Keynesianer.
Hat deine Prpoagandaseite nicht stolz verkündet wie heldenhaft man Smile unter dem Schutz des Waffenstillstandes einnahm wie eine feige Mörderbande? Damit ist der Kessel bei Debaltseve fast zu. DrecksruSSen! Lügen und Betrügen, das können sie echt phänomenal und hier aplaudieren, beschwichtigen und problematisieren Menschen, die sich als menschenfreundlich begreifen. Widerlich!

someone Oktober 29, 2014 um 23:42

Auch Lübberding und Schwejk sollten sich mal Fragen wieviel Blut sie an ihren Händen haben, weil sie hier immer weiter die DrecksruSSen verteidigen!
Wie die Leute von 45, die von nichts wussten…

someone Oktober 30, 2014 um 00:02

Vielleicht sollten die Ukrainer mal etwas von den RuSSkies lernen, wie z.B. Massenerschießungen.
http://www.liveleak.com/view?i=169_1401980214
Oder Todesdekrete, wie sie Girkin verteilte, die Schweig hier als Aurechterhaltung der Ordnung beschrieb, wofür man ihm dankbar sein kann und was ihn so beliebt bei Bevölkerung machte?
Oder dann doch lieber ein paar Romapogrome, die Schweig hier in diesem Blog als Befreiung beschrieb?
Wo ist der Faschist?
Ich habe ihn gesehen.
http://www.dailymotion.com/video/x6tnk_korn-blind_music

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 00:08

So, nun zum zweiten Teil der Videogespräche. Es heißt übrigens: „Gespräche über den Frieden“, nicht „Gespräche über den Putsch“…

http://www.youtube.com/watch?v=n4w0-1bA_EI

Es sind jetzt mehr Teilnehmer, nicht nur Militärs. Auf ukrainischer Seite auch zivilgesellschaftliche Akteure, überwiegend kritisch gegenüber der politischen Ordnung im Lande. Unter anderem die Anwältin Tatjana Montian, langjährige Bürgerrechtsaktivistin und Kriegsgegnerin. Dazu weiter unten. Auf neurussischer Seite sind unter anderem auch zwei Bürger Rußlands, ein Fernsehjournalist von NTV und ein Schriftsteller. Es wird auch deutlich, daß es im Donbass durchaus unterschiedliche Ansichten gibt. Einer der Teilnehmer meint, man könne nach dem vergossenen Blut nicht mehr in einem Staat zusammenleben. Er sei für die Abspaltung, er wolle einen eigenen Staat. Dann sagt er, dessen Hauptstadt solle Charkow sein, was auf der anderen Seite natürlich Kopfschütteln auslöst. Man ahnt: Wie auch immer eine Grenze gezogen würde, es gäbe Irredentismus auf beiden Seiten.

Das Problem der Gespräche ist so das doppelte Gefälle. Auf neurussischer Seite sitzt mit Mozgovoi jemand, der dort wirklich Macht hat, auf ukrainischer Seite aber nicht. Dafür ist der Donbass ein Kriegsgebiet, der Rest der UA nicht unmittelbar. Das macht die Gespräche etwas schwierig und sorgt dafür, daß sie immer wieder an einen toten Punkt kommen. Die Ukrainer wollen praktische Verbesserungen aushandeln, etwa im Umgang mit Gefangenen. Mozgovoi meint, man müsse nicht die Genfer Konvention neu erfinden, sondern den Krieg beenden. Dazu müsse die UA ihre Truppen zurückziehen und den Beschuß von Städten beenden. Das können die ukrainischen Teilnehmer natürlich nicht bestimmen. So dreht es sich im Kreis.

Es wird wirklich fast alles verhandelt, was in dem Konflikt eine Rolle spielt. Die geopolitischen Erörterungen und die ellenlangen redundanten Abhandlungen über slawische, ukrainische oder russische Identität sind m.E. weniger interessant. Zwei Sachen will ich herausheben.

So ab 1:26:00 sagt der Journalist von der ukrainischen Seite, die Gesellschaft müsse sehen, daß diese Gespräche praktische Ergebnisse bringen, auch wenn sie den Konflikt nicht gleich lösen. Mozgovoi sagt, ja, wir lächeln uns an, wir sagen was wir alle für prächtige Leute sind, daß wir keinen Krieg wollen, aber es ändert sich nichts, solange die UA-Armee auf ihren Positionen bleibt und Leute beschießt. Tatjana Montian daraufhin: Wir müssen mit diesen Gesprächen die öffentliche Meinung erobern. Mozgovoi: Ihr werdet noch die öffentliche Meinung erobern, wenn es bei uns schon keine Gesellschaft und Öffentlichkeit mehr gibt. Ihr seid näher dran, ihr müßt Druck machen auf die Regierung. Bei uns (im Donbass) gibt es keine Moskauer Regierung, hier sitzen nur wir und die Bevölkerung und verteidigen uns. – Wieder der tote Punkt.

Daß es trotzdem irgendwie voran geht, liegt an Tatjana Montian. Kluge Frau, sagt Mozgovoi, und so wird sie dann auch immer adressiert: „die kluge Frau“. Neben ihrer Anwaltstätigkeit, die sie unter jeder Regierung in Konflikt mit der Staatsmacht gebracht hat, hat sie auch etliches an sozialwissenschaftlicher Literatur ins Ukrainische übersetzt, vor allem zu Fragen von Gemeinwirtschaft und Institutionen, etwa Elinor Ostroms „Governing the Commons“.

So zwischen 20:00 und 30:00 gibt es eine bemerkenswerte Passage. Das fängt damit an, daß es um die Volksgerichte in der LVR geht. Ja, sagt Mozgovoi, das alte Justizsystem gebe es nicht mehr, und man habe unter den Bedingungen dort noch kein neues aufbauen können. Es gebe Volksgerichte, und, ja, die könnten gegen Gewaltverbrecher auch die Todesstrafe verhängen. Das ruft auf der anderen Seite leichtes Entsetzen hervor: Wie, versammele sich da eine Menschenmenge und verkünde Urteile? Nein, sagt Mozgovoi, keine Menschenmenge. Aber wie würden die sogenannten Volksgerichte zu einem Urteil kommen, wer stimme da ab und wie? Nun, sagt Mozgovoi, man werde der anderen Seite eine Videoaufnahme von so einem Volksgericht übermitteln.

Tatjana Montian daraufhin: Der Maidan und der östliche Antimaidan seien sich da ziemlich gleich, das Volk sei ja auch das gleiche. Der Maidan wie auch die neurussischen Volksversammlungen hätten ein niedriges Niveau der Institutionalisierung. Die Feinde seien die gleichen, die oligarchische Ordnung. Man müsse voneinander lernen, Institutionen von unten her schaffen. Der Maidan in der UA sei da schon weiter, die neurussische Seite habe das noch bitter nötig. Sie werde zu Mozgovoi ins Lugansker Gebiet fahren und sich mit ihm direkt darüber verständigen. (Da gibt es viel Beifall.) „Das Volk“ sei einfach nur eine Masse von atomisierten Einzelnen, es müsse sich organisieren, es müsse alternative Institutionen von unten entwickeln.

Später meint Montian, noch seien viele durch die Kriegspropaganda wie zu Zombies gemacht worden, aber das werde sich im Winter ändern. Und Mozgovoi müsse seine Rhetorik ändern, er dürfe nicht immer nur nach Schuldigen suchen und zum Sturz der Regierung in Kiew aufrufen. Wohin es führe, wenn ohne Institutionalisierung von unten einfach nur eine Regierung gestürzt werde, das habe ja der Sturz von Janukowitsch gezeigt.

Deutlich später sagt Mozgovoi auch noch was zu Volksmacht – ein Begriff, den er gern verwendet. Er habe den Begriff der Demokratie satt, für ihn bedeute Volksmacht zuallererst Ordnung und Gerechtigkeit.

Naja, jedenfalls will Montian zu Mozgovoi in den Donbass fahren und – wie sie etwas im Scherz meint – eine Vorlesung über Institutionalismus halten. Ein „Swoboda“-Mann will auch mitkommen, mit einer Flasche Cognac statt einer Waffe. Und der russische Schriftsteller will auf der Gitarre spielen. Soweit die Ergebnisse des zweiten Gesprächs.

Vielleicht mag das vielen von hier aus jetzt etwas weltfremd und absonderlich vorkommen, aber man muß die ukrainische Vorgeschichte bedenken mit der besonders üblen Form von Günstlingskapitalismus, dem völligen Mißtrauen in die „alten“ formalen Institutionen – und übrigens auch eine gewisse Tradition des Anarchismus in der UA. Und diese Gespräche werden in der UA wohl mit großem Interesse verfolgt.

Vieles von den 2 Stunden hab ich weglassen müssen, das oben Skizzierte schien mir wichtig… und falls jetzt gleich wieder einer ankommt: Nein, ich rufe hier zu gar nichts auf. Es scheint mir aber sinnvoll, wenn man über diese Dinge urteilen will, sich so mit der Binnenperspektive dortiger Akteure vertraut zu machen. Die wollen da aus der verfahrenen Lage raus und erklären sich nicht gleich zu Feinden, das sollte man respektieren.

someone Oktober 30, 2014 um 00:28

Für Frieden sind immer alle, immer. Selbst Hüstler wollte nur Frieden.

hardy Oktober 30, 2014 um 01:17

schweijk,

weia.

natürlich halte ich mich lieber bei klaus auf als hier, wie gesagt “englischer club” – eine anspielung auf mein verständnis des spiegelforums bei compuserve anfang dr 90er, an dem ich als forist beteiligt war – es sozusagen erleben durfte, wie das ist, wenn man _miteinander_ statt _übereinander_ redet und es erträgt, daß andere menschen eben andere meinungen haben, ja haben dürfen und möglichst sollten … und man … oh schreck wie antiquiert und out of fashion … was von ihnen zu lernen bereit war.

die binäre form des miteinander, die wiederum hier zelebriert wird, dieses “ich habe recht!” “nein! ich!” “nein, ich kann dir beweisen, warum ich recht habe!” mag für die hier anwesenden der normalzustand sein, für mich ist es die krankheit.

bei klaus kann ich auch mal ausbremsen, sanft einwerfen, zu bedenken geben. da sind so wenig leute, da hört man sich ja noch zu und versteht den zwischenton. man (ich …) kann dinge zu einem zeitpunkt sagen, wo sie noch nicht verstanden werden, ohne daß ein besserwisserisches mitglied sofort beweise auftischt, warum ich keine ahnung habe. die besserwisser und die oberschlauen hocken ja glücklichweise hier.

hier wäre das schon in der masse undenkbar. es gibt nur die guten und die schlechten und die die recht haben und die, die eben komplett schiefliegen. schon okay, euer ding, haltet das ruhig mal so, ab und an komme ich hier rein, gucke mir die bizarre show an, leide mit euch, aber meistens kichere ich mir einen ab.

ich befürchte, viele sehen hier wirklich den wald vor lauter bäumen nicht mehr, sie sind nur zu gerne bereit, alles aus ihrer wahrnehmung zu drängen, was ihr weltbild gefährdet und ihr gefühl “auf der richtigen seite zu stehen”.

niemand steht auf der “richtigen seite”, wenn die konsequenz daraus ist, daß sich die einfache bevölkerung eines landstriches von bewaffneten halunken einschüchtern lassen muss, die halt irgendwelche hochtrabenden ideen haben … die du hier genüsslich ausbreitest, was ich jenseits der rein akademischen idee, daß das mal in geschichtsbüchern so später als “vorausschauend” vermerkt werden _könnte_ schlicht pervers finde.

ich finde nicht berichtenswertes daran, daß sich die soldateska, die warlords auf welcher seite auch immer verabreden, die sache noch schlimmer zu machen. für mich ist das nur propaganda, mit dem eine zunehmend verdummende horde mit futter versorgt wird.

daß sich lübberding, den ich ja bis zu einem gewissen punkt in diesem jahr als die eine hälfte dessen betrachtet habe, was meine meinung mitformt, zunehmend zu einer litfaßsäule solchen tuns entpuppt, gehört für mich sicher zu den traurigsten erfahrungen des jahres.

deinen beitrag und die dahinter stehende absicht verstehe ich wiederum so, doch noch einen “ausweg” aus der in meiner perspektive längst verlorenen auseinandersetzung zu finden, in dem “ihr” (werimemrdasseinmag, halt so eine 2% sekte) doch noch “gewinnt” und “recht behaltet”. nope, vlad hätte besser mal nichta uf die pause taste gedrückt, als “wir” (der westen) noch eingeschüchtert waren.

ich sehe die leute da sterben und mir ist jeder einzelne tote zuwider. für dich ist er nur eine statistische größe in einem politisch zu erklärenden und rechtfertigenden (propaganda)konstrukt, das ich zutiefst verachte.

das hat nicht mit meiner anwesenheit bei klaus zu tun.

das hat was mit dem zu tun, was ihr oberschlauen euch hier abhaltet, und das ist schlicht abstoßend für jemanden, der seit zwanzig jahren dabei zuguckt, wie menschen öffentlich miteinander reden.

aber hey, was weiss ich schon, du hast ja ne kiste: eineer von klaus’ leuten. schön, daß wir mal drüber geredet haben, lass dich nicht aufhalten ;-)

ach ja, auf die telefonschalte der warlords und ihr verständnis der rolle der einfachen menschen, gehst du natürlich nicht ein und wenn ich dich heute fragen würde, warum eigentlich permanent russsche flugzeuge den NATOraum überfliegen, weiss ich schond ie antwort: westliche propaganda, die wollen uns in einen krieg treiben, alles lügenmärchen.

schon okay, ich bin mir sicher, der tag kommt, an dem dir das ausblenden und die scheuklappen nicht mehr weiterhelfen und dann gilt fehlfarben:

“und wenn die wirklichkeit dich überholt hast du keine freunde nicht mal alkohol , du stehst in der fremde, deine welt stürzt ein, das ist das ende und du bleibst allein”.

bitte laut hören ;-)

keine korrektur, zeit ist ein kostbares gut …

hardy Oktober 30, 2014 um 01:34

kleines ps: ” target=”_blank”>hier, lieber frank, kannst du nachlesen, wie ich noch im juli über dich gedacht habe-

ja schon okay, meine sachen sind so schrecklich ungeordnet und man tut sich so verdammt schwer ad hov beweisbare wahrheiten zu destillieren, born this way, da ist einfach zu viel montaigne (“hau ab! geht dich nix an!”) und zu wenig parole (parole, parole) drin.

aber den dort ausgedrückten respekt hast du leider im verlauf des jahren verloren.

nicht, daß dich das beunruhigen müsste, mir fehlt einfach die relevanz. ;-)

someone Oktober 30, 2014 um 02:03

“Auf neurussischer Seite zwei Bürger Russlands und einer von NTV”(der Gaspromsender); wow, bist du durch diese Gehirnwäsche wirklich gegangen oder wirst du bezahlt? Mir fallen wirklich keine anderen Erklärungen mehr ein. Reine Russophilie kann es nicht mehr sein, denn da würden dir die Fehler noch auffallen, außer du hast dich Planeten Stalin verabschiedet wie Systemfrager, wobei ich dich bisher ernst nahm.
@hardy: Diese behäbige, selbstgerechte Art kannst du dir vielleicht auch mal sparen, das ist genau dieselbe Tour wie goodnight Lieber Novoprussia als schwäbische Bigotterie.

Wilma Oktober 30, 2014 um 02:04

“bei klaus kann ich auch mal ausbremsen, SANFT EINWERFEN”

Wer bezahlt Dich ????

Wilma Oktober 30, 2014 um 02:05

Jetzt kommt die lange Nacht von hardy und someone.

Womit putscht Ihr Euch auf ? Das will ich auch.

hardy Oktober 30, 2014 um 03:12

wilma,

programmierer. seit 30 jahren nachts wach

[..] Womit putscht Ihr Euch auf?

kein alkohol. keine pillen und kein pulver. eher thc-affin ;-)

[..] Wer bezahlt Dich ????

meine kunden. langweiliges zeugs. kassensysteme. wawi und so was.

@someone

[..] Diese behäbige, selbstgerechte Art

ooops.

eigentlich bin ich eher die type eingebildet arrogantes arschloch und rede ungeniert so, wie mir gerade ist. das einölen und das in den hintern von wem oder was auch immer zu kriechen, damit er mich mag, ist nicht so meins. bin ich einfach zu alt für.

das hat den vorteil, daß man sich nicht ständig der tagesparole oder der veränderten faktenlage anpassen muss – und die kenntnis von 20 jahren online-diskussion den, daß man die veränderung vom “englischen club” hin zu einer kneipe, in der (von ihrer eigenen bedeutung) betrunkene sich durch lautstärke zu übertreffen suchen, kennt und versteht.

das hier ist eine kneipe voller hipster-studis, die ein bißchen zu viel getankt haben, um noch klar denken zu können …

topi Oktober 30, 2014 um 04:03

Hardy

“wenn das brett vorm kopp mal weg ist und die anwesenden restbestände der kpdsu wieder zu einem halbwegs geordneten und gedanklich aufgeräumten leben zurückkehren, wird ihnen hoffentlich das ganze ideologische gesülze hier furchtbar peinlich sein. ”

Sprich dich aus, deine Rückschau auf deine maoistische Phase kann durchaus interessant sein. :roll:

Wenn man Systemfrager weglässt, gibt es hier keine “Ideologie” von “prorussischer” Seite.
Es gibt ganz offenbar einen Konflikt in der Ukraine; Konflikte kann man nur unter Einbeziehung der Konfliktparteien lösen, oder durch Auslöschung bzw. kompletter Marginalisierung von einzelnen Konfliktparteien (der bliche “humanistische” “Zivilisierungsprozess”).

Man muss kein ukrainischer Insider sein um zu sehen, dass die Ukrainer nach der Orangenen und Justschenko wieder Janukowitsch, als ausgesprochenen “Prorussen” betrachtet, zum Präsidenten gewählt haben.
Die Hunderttausende, die die Plätze bevölkerten, sind aufgestanden, weil die Ukraine abgrundschlecht regiert wird, oder weil sie einen Oligarchen durch einen anderen ersetzen wollten?
Nur der ist jetzt prowestlich, na super, das ändert ja alles (deshalb wurde nach Justschenko Janukowitsch gewählt, nur zur Erinnerung).

Wie haben Südtirol, Schottland, Katalonien, Baskenland, Flandern, etc.pp.
Natürlich sind Referenden etc. der bessere Weg zur Durchsetzung von regionalen spezifischen Interessen; nur brauchts dafür eben die Bereitschaft der anderen Seite. Hätte interessante Bilder gegeben, wenn London mit schwerem Geschütz schottische Städte bombardiert, um das Referendum zu verhindern.

So zu tun, als ob diese regionalen Interessen nicht existieren, nur von Russland erfunden sind, ist nicht “ideologiefrei”; sondern schlicht albern.
Man erinnere Kurt Beck, ausgelacht, weil er mit moderaten Taliban verhandeln wollte. Wer glaubt heute, es gibt eine Lösung in Afghanistan ohne diese Paschtunenführer? Zig Milliarden konnten die nicht wegbomben, wie auch, wenn sie in der Bevölkerung verankert sind.

Die Unterscheidung: Putsch in Kiew, toll, regionale Putsche, muss man mit massivem Militäreinsatz wegbomben, ist logisch nicht zu erklären; nur ideo-logisch.

topi Oktober 30, 2014 um 04:10

Schwejk beschreibt, dass es unter diesem Konflikt der Regionalinteressen dem normalen Ukrainer, ob nun im Westen oder Osten oder Zentrum, darum geht, dass er eine der beschissensten Regierungsformen erwischt hat, mit daraus folgenden miesen Lebensbedingungen. (wieso sind denn auf der Krim fast alle zufrieden mit ihrer Russifizierung, vielleicht weil es jetzt besseres Gesundheitswesen und Renten etc. gibt?)

Wenn man tiefer einsteigt, findet man sicher auch in der Ukraine eine krasse Gesamtverschuldungsquotenabbruchkrise.
Die Einkommen sind einfach so ungleich verteilt, dass es deutliche Verschuldung braucht, das Sozialprodukt zu halten, es ist aber keiner mehr da, der sich verschulden will oder kann oder darf.

Statt diese Verteilung zu ändern, mittels Besteuerung und Änderung der Machtverteilung zwischen Oligarchen und Sonstigen, soll nun Geld von IWF und EU reingepumpt werden, zu Gunsten der Oligarchen in erster Linie (na klar, es trickelt auch etwas runter); haften darf dafür natürlich Sascha Arsch, wenn nicht gleich dafür Infrastruktur verkloppt wird.

In so einer Situation braucht es eine Lösung. Privatisierung von Infrastruktur, wie sie ja auch im goldenen Westeuropa jetzt auf den Plan soll, kann eine zeitliche Streckung bewirken (Geldvermögen runter, dafür Sachvermögen hoch, so kann tatsächlich etwas Neuverschuldungsbedarf abgebaut werden).

Der gemeine Bürger ist hier immer der gekniffene, bis es zu einem echten Schnitt kommt (ob nun hart oder weich oder rein inflationär).
Und je stärker er gekniffen wird, desto anfälliger ist er für “Lösungsvorschläge”.

“Die Russen sind schuld!”
ist da genau eine genau so schlechte Scheinlösung wie
“Die Kiewer sind Schuld”.

Wenn sich diese Erkenntnis bei Schütze Arsch durchsetzen sollten, schön; nur glaub ich da nicht dran.
Auch Adolf war für die Deutschen eine Scheinlösung, raus aus der WWK I, durch neuen Verschuldungsaufbau (natürlich auch auf der Geldseite eine Scheinlösung, siehe Währungsreform 48)

topi Oktober 30, 2014 um 04:13

“Schwejk”
“Tatjana Montian daraufhin: Der Maidan und der östliche Antimaidan seien sich da ziemlich gleich, das Volk sei ja auch das gleiche. Der Maidan wie auch die neurussischen Volksversammlungen hätten ein niedriges Niveau der Institutionalisierung. Die Feinde seien die gleichen, die oligarchische Ordnung. Man müsse voneinander lernen, Institutionen von unten her schaffen. Der Maidan in der UA sei da schon weiter, die neurussische Seite habe das noch bitter nötig.”

Was sind das denn für institutionalisierte Maidanstrukturen?
Ändern die tatsächlich etwas, wenn jetzt das neue Parlament in Gang gesetzt wird?

Glauben die Maidanisten, glauben die normalen Ukrainer daran, dass es jetzt besser wird mit ihrer Oligarchie?

someone Oktober 30, 2014 um 08:44

Musst du mir schon verraten @Wilma, womit man sich am besten aufputscht. Du hast länger durchgehalten.

someone Oktober 30, 2014 um 08:50

Schwejk ich will deine Stiefel lecken und die russkij mir feiern. topistan rules, auch wenn Krankenhausmitarbeiter in RuSSkimir in den Hungerstreik treten, es kann nur besser werden mit Putin dem HERRN! UND SCHWEJK SEINEM STELLVERTRETER!
http://www.youtube.com/watch?v=m_72v783tlA
DrecksruSSkies! Nieder mit der Faschistenjunta!

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 09:37

@Soldat Schwejk

Herzlichen Dank und großen Respekt auch von mir für Deine Berichte und Analysen. Du warst sogar schneller als der Saker, der erst gestern das Thema gebracht hat:

Something fantastically interesting has happened in Novorussia: two senior Novorussian commanders, Igor Bezler and Alexei Mozgovoi have attempted to communicate with those Ukrainians who are on the other side.
http://www.vineyardsaker.blogspot.de/2014/10/something-very-very-interesting-has.html

Meine Befürchtung ist, dass die ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der Ukraine die Zukunft für die Länder der ganzen Eurozone werden könnten. Wir haben das ja in Deutschland schon erlebt, wie schnell das unter Schröder mit Rentensenkung und Sozialabbau und Zwangsarbeit zu Hungerlöhnen voran ging.

Daher meine Sympathie für die russische Seite. Wobei ich nicht weiß, ob sich Putin wirklich gegen die “anglozionistische” Oligarchie wehren kann und will.

Zu unserem @Hardy:

Ein klarer Fall von einem, der früher “Maoist” gewesen ist, als das zur Zeit der 68er an den Unis “in” war, und heute hat er sein warmes Plätzchen wieder begeistert inmitten der Schafsherde gefunden und blökt seinen Triumph über jeden, der nicht “in” sondern “out” ist:

werimemrdasseinmag, halt so eine 2% sekte

Wer im Unrecht ist, sieht @Hardy genau daran, ob es sich um eine Minderheit oder die Mehrheit handelt: Mehrheit hat für ihn immer Recht! Minderheit sind Spinner!

“und wenn die wirklichkeit dich überholt hast du keine freunde nicht mal alkohol , du stehst in der fremde, deine welt stürzt ein, das ist das ende und du bleibst allein”.

Außerhalb der Schafsherde allein stehen ohne Freunde, nein, das will der Hardy nicht. Das blökt er mitten aus der Herde heraus. Wer die Verhältnisse an den Unis zur Zeit der 68er nicht kennt:

Seinerzeit war “Maoismus” schick und große Mode. Bei den Vollversammlungen der Studenten ging es ehrfürchtig an der Plakaten von Stalin, Mao, Ho Tschi Minh und Pol Pot vorbei …

Nur ein absoluter Außenseiter und Spinner wie ich hielt Stalin und Mao etc. damals für Massenmörder und nicht für Götter.

someone Oktober 30, 2014 um 09:40

Und das Video meinerseits hast du auch engesehen, wie Bezler kaltblütig zwei Gefangene erschießt, Keynsianer?

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 10:00

@someone

Nein, ich habe nur kurz Dein Video mit Darth Vader und das andere mit so einer lärmenden Primitivmusik und entsprechend gräuslichen Typen kurz angeklickt.

In einem Krieg werden auch Leute erschossen, weil sie zum Beispiel marodiert haben. Ich kann das nicht näher untersuchen. Kennst Du auch das Video mit den Ermordeten im Gewerkschaftshaus?

someone Oktober 30, 2014 um 10:06

Jo, Jo.
http://www.youtube.com/watch?v=64-chmifxFQ

Wird Zeit, dass der Putin mal für Ruhe sorgt.
http://www.youtube.com/watch?v=fexV7CBLVCc

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 10:19

Der Blog war eine Zeit lang nicht erreichbar. Das Problem hat Daniel aber wie immer kompetent gelöst.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 10:21

hardy 01:34 Uhr

Danke für den Hinweis. Nachdenken hilft immer: Notfalls auch ohne Relevanz … .

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 10:38

Nur noch zu hardys Kommentar:

“ich finde nicht berichtenswertes daran, daß sich die soldateska, die warlords auf welcher seite auch immer verabreden, die sache noch schlimmer zu machen. für mich ist das nur propaganda, mit dem eine zunehmend verdummende horde mit futter versorgt wird.”

Welche Relevanz das hat, weiß niemand. Es kann daher lediglich darum gehen, die Vorgänge transparent zu machen. Warum Militärkommandeure allerdings irrelevant im Krieg sein sollen, habe ich nicht begriffen.

Man muss übrigens mit Schwejk nicht übereinstimen. Das ist auch nicht der Sinn dieser Artikel. Nur hat er einen Vorzug, den die meisten (inclusive von mir) nicht haben. Er kennt die Region aus eigener Anschauung und versteht Russisch (sowie ein wenig Ukrainisch). Insofern kann jeder mit seinen Beobachtungen etwas anfangen, jenseits dessen wie man sie interpretiert. Über die Ukraine kann man sich ansonsten auch in den Medien informieren. Interessante Artikel werden von mir bekanntlich verlinkt.

Meine Meinung zur Ukraine ist bekannt (“Finnlandisierung”). Das bedeutet zugleich einen kategorialen Rahmen, indem ich diesen Konflikt einordne. Insofern fand ich die Debatten mit Jarchow auch interessant, gerade weil er das anders sieht als ich. Dass ich das letztlich für außenpolitisch naiv halte, steht auf einem anderen Blatt.

someone Oktober 30, 2014 um 10:56

Nur Schwejk verachtet die Ukrainer und deine Finnlandisierung würde super funktionieren, wenn nicht Putin in einer Finnlannlandisierung keine Unterwanderung seiner Herrschaft sehen würde.
Schwejk ist inzwischen auf Tribalismusmodus. Er stellt die Dinge vollkommen verzerrt dar. Würde ich vielleicht auch.

someone Oktober 30, 2014 um 10:57

eine nicht keine

someone Oktober 30, 2014 um 11:16

Und wenn mal halb so russlandfreindlich wie ukrainefeindlich berichtetet würde. Wäre ich ja schon dankbar…
Wo ist der Faschist? Etwa im Sauerland? Ich möchte lieber nicht wissen, wie ein Wahlergebnis bei so einer fremden Okkupation in Deutschland ausgesehen hätte. Aber unsere Pseudolinken finden die Faschisten, auch wenn sie selber welche sind.
http://www.youtube.com/watch?v=Cgrxgp2Jp94

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 11:21

someone

Verachtung? Das lässt sich Schwejks Äusserungen nicht entnehmen. Man sollte nicht das politische System der Ukraine mit den Ukrainern gleichsetzen. Ich sehe übrigens durchaus eine demokratische Perspektive für die Ukraine, wenn der Krieg in irgendeiner Form beendet worden ist. Ob Putin das als Bedrohung seiner Herrschaft betrachtet? Bestimmt, wenn diese These auch immer an einem Widerspruch leidet. Denn die gleichen Leute, die Putin Schwäche vorwerfen, betonen zugleich seine Fähigkeit, die Opposition in Russland zu marginalisieren. Das funktioniert aber nur, wenn man gleichzeitig Russland über Druckausübung in eine Art Kriegsmentalität versetzt. Das hat politisch noch nie funktioniert, wie die Erfahrung mit der Entspannungspolitik zeigte. Die hatte gerade nicht das Ziel, das politische System in der Sowjetunion zu bekämpfen, sondern dessen Bedrohungspotential für den Westen einzudämmen. Erst als der Westen den Status quo akzeptiert hatte, musste sich die Sowjetunion mit ihren inneren Verhältnissen auseinandersetzen. Wer Russland in erster Linie als außen- und sicherheitspolitische Bedrohung betrachtet und sich zugleich weigert, deren Großmachtinteressen überhaupt wahrzunehmen, wird das Gegenteil von dem erreichen, was er ansonsten immer anzustreben behauptet: Nämlich eine Demokratisierung Russlands.

Heute hat Joffe in der Zeit einen sehr guten Artikel zur westlichen Außenpolitik, aber er kann es auch nicht lassen, diese von ihm ansonsten auch vertretenen realistischen Kalküle im Falle Russlands als 19. und 20. Jahrhundert abzukanzeln. Ich werde ihm einmal was über Gladstone und Palmerstone schicken, um zu zeigen, wie aktuell dieses 19. Jahrhundert für unsere heutige Politik ist. Die beiden haben nämlich damals die exakt gleiche Debatte geführt. Und wie schon öfter formuliert: Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein russischer Politiker auf diese Entwicklung im Kern anders reagiert hätte als Putin. Nämlich die Integration der Ukraine in westliche Bündnisstrukturen als Angriff auf die eigene Großmachtstellung zu begreifen. Aus dem Grund plädiere ich auch dafür, die Ukraine außenpolitisch zu neutralisieren, um ihr überhaupt die Luft für innere Reformen zu verschaffen. Dabei hat das natürlich einen Vorteil. Die Annahme Moskaus, die Ukraine ließe sich von Moskau aus steuern, ist absurd. Der Widerstand dagegen in der Ukraine ja offenkundig.

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 11:24

@ topi —> “Was sind das denn für institutionalisierte Maidanstrukturen? Ändern die tatsächlich etwas, wenn jetzt das neue Parlament in Gang gesetzt wird?” (zu Tatjana Montian)

Hatte das anfangs etwas mißverstanden… also sie meint nicht, daß es einen Fortschritt bei der Institutionalisierung gegeben habe, sondern es sei jetzt erkennbar geworden, daß die vom Maidan an die Macht gebrachten neuen Führer noch schlimmer seien als die alten. Aber damit Maidanisten mit den Leuten im Osten verhandeln könnten, müsse sichtbar werden, daß die im Osten da wirklich eine institutionalisierte Volksvertretung schaffen und nicht einfach ein versprengter Haufen seien (wie es jetzt noch den Anschein erwecke).

@ hardy

So, nu noch zu Deinem Video.

Weiß nicht, ob die Aufnahme echt oder ein Fake ist. Es gibt jede Menge solcher Videos, wo Stimmen etwas sagen und dazu Gesichter eingeblendet werden. Die im Ausgangsbeitrag erwähnte Anti-Kolomoiski-Doku auf Firtaschs TV-Sender enthält auch sowas. Wer Dein Video ins Netz gestellt hat, wird aber unschwer kenntlich: Der Nationale Verteidigungsrat der UA. Naja… Wenn aus einer vergleichbaren russischen Quelle was verlinkt würde, dann… ja, was dann?

Zum Inhalt. Daraus soll erkenntlich werden, daß die kommunistische Opposition in der DVR (in Gestalt eines Herrn Litvinov) in Wirklichkeit von dem Donezker Ex-Premier Alexander Borodai angeleitet wird, einem russischen Staatsbürger. Erst beschwert sich die Stimme von Vizepremier Purgin bei der Stimme Borodais über Litvinov, dieser habe bei einem Auftritt das Wahlgesetz für gesetzwidrig erklärt. Dann erkundigt sich die Stimme Borodais bei der Stimme Litvinovs, was da eigentlich los sei. Die Stimme Litvinovs sagt, die Führung der DVR bestehe aus so einem Triumvirat Purgin, Puschilin, Sachartschenko, aber unter den einfachen Leuten und auch in einigen Bataillonen gebe es viel Unzufriedenheit mit der Führung. Es brauche auch jemanden, der diesen Leuten eine politische Vertretung gebe. Wenn seine Organisation (also offenbar die Kommunisten) keine politische Opposition zu dem Triumvirat mehr bilde und nicht die Unzufriedenheit der Leute aufgreife, dann könne es einen Aufstand geben. Das scheint Borodai nachdenklich zu machen, er sagt, er werde Litvinovs Standpunkt “darlegen”.

Also das Ganze soll zu verstehen geben, das die kommunistische Opposition in der DVR von irgendwem in Rußland ferngesteuert ist.

Ansonsten, zu Deinen “2%-Sekte”. Du solltest da nicht von Deiner maoistischen Vergangenheit auf andere schließen… Aber ich spare mir mal die Polemik. Irgendwie mag ich gerade nicht mit euch spielen.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 11:30

someone

Die Faschistenthese habe ich noch nie vertreten. Insofern wende Dich an die Leute, die so ein Zeug vertreten. Ich bin nicht verantwortlich für den Quatsch, den andere Leute so erzählen. Dass es aber ein nationalistisches Lager in der Ukraine gibt, das sich vor allem aus der Abgrenzung zu Russland definiert, kann nun niemand bezweifeln. Es war ja gerade die politische Strategie Jazenjuks gewesen, die einzubinden. Vor allem weil Frau Timoschenko das nicht mehr gelungen war. Die sind natürlich auch hoch motiviert und findet man entspechend bei den ukrainischen Paramilitärs. Die westlich geprägten Maidan-Aktivisten, junge Männer und Frauen, die den Westen manchmal auch aus eigener Anschauung kennen, gehen halt nur selten zum Militär. Das ist aber typisch für solche Situationen und findet man nicht nur in der Ukraine.

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 11:31

f.leubberding

Ich werde ihm einmal was über Gladstone und Palmerstone schicken, um zu zeigen, wie aktuell dieses 19. Jahrhundert für unsere heutige Politik ist.

Da empfehle ich gleich Karl Marx: :)

The Story of the Life of Lord Palmerston
The Story of the Life of Lord Palmerston was originally published in 1853 in the New York Tribune and in England in the People’s Paper. At the close of 1853 the third chapter was published under the title “Palmerston and Russia” in the Glargow Sentinel and as a political flysheet by E. Tucker in London. This flysheet was republished by Tucker in 1854 under the title “Palmerston and Poland”. Tucker also published Chapters 4 and 5 in 1853 under the title “Palmerston, what has he done? or Palmerston and the Treaty of Unkiar Skelessi”. The whole work was republished in successive numbers of the London Free Press from November 1855 to February 1856.
http://www.marxists.org/archive/marx/works/1853/palmerston/

Karl Marx hat damals mit dem Agenten der britischen Krone David Urquhart gegen Russland kooperiert.

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 11:38

O.K., @someone, dann doch noch…

Von jemandem wie Dir, der hier ungerührt so Sachen schreibt wie “DrecksruSSen”, muß ich mir wohl nicht Tribalismus und Verachtung von Völkern vorwerfen lassen. Den Rest spar ich mir auch hier.

sol1 Oktober 30, 2014 um 11:48

Dabei sagt der Alexei Mozgovoi heute eigentlich nichts anderes als das, was Robespierre vor mehr als 200 Jahren gesagt hat.

Aha, so also kommt in diesem Blog der Terrorherrscher Robespierre zu Ehren.

Und das zeigt auch, worum es Soldat Schwejk wirklich geht – um Romantisierung politischer Gewalt. Und dafür gibt Frank Lübberding seinen Blog her. Sachen gibt’s…

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 11:51

Man sollte sich schon fragen, woher denn der Hass auf Putin und Russland kommt. Auf den ersten Blick ist diese Wut auf die Russen völlig irrational, die Betreffenden hatten nie in ihrem Leben unter Russen oder Russland zu leiden. Ganz im Gegenteil.

Was wird Putin wirklich vorgeworfen? Und was wird eigentlich befürchtet?

Putin hat die schlimmste Ausplünderung Russlands durch die unter dem Säufer Jelzin an die Macht gekommene Organisierte Kriminalität beendet. Nicht wirklich ganz beendet, aber zumindest so weit eingeschränkt, dass die Bevölkerung wieder Hoffnung hat.

Die Russen wissen natürlich heute und für lange Zeiten, wem sie das Elend unter Jelzin zu verdanken hatten. Das ist wohl der wirkliche Grund für den Hass auf Russland in gewissen Krisen.

Ja, die Russen muss man schon fürchten, nachdem wie unter Jelzin derart ins Elend geworfen wurden. Und dann hat der böse Putin auch noch den Chodorkowski eingebuchtet und enteignet, nur weil der Russland noch etwas mehr ausplündern wollte.

Das muss man wirklich fürchten. ;)

sol1 Oktober 30, 2014 um 11:59

Faschisten und Neonazis aus aller Herren Länder (Parti Communautaire National-Européen, Jobbik, British National Party) , die auf der Krim diskutieren, wie man die „faschistische Junta“ in Kiew bekämpfen könne.

Unter ihnen der von Schwejk verehrte Herr Mosgowoi:

Maxim Schewtschenko, Mitglied von Putins Menschenrechtsrat, fuhr fort mit dem Pathos, und sagte, „jede Bombe, die fällt, fällt auf uns alle“. Er ist überzeugt, dass die gesamte Ukraine von denen besetzt ist, die er „Kiewer Faschisten“ nennt.

Sowohl Schewtschenko als auch der Luhansker führende Militante, Alexej Mosgowoi, stellten fest, dass der Krieg in der Ukraine nicht nur die Menschen beeinträchtige, die dort lebten, sondern „auch die Russen, denn die Grenze zwischen beiden Teilen eines einstmals vereinten Landes ist absolut künstlich und beider Bevölkerung ist durch millionenfache Fäden miteinander verbunden.“

Diese Worte wurden gesprochen, während tausende Einwohner der Hafenstadt Mariupol Schützengräben aushoben und eine Menschenkette bildeten, um die russischen Streitkräfte abzuhalten, von denen sie annahmen, dass sie an der Einnahme der nahen Stadt Nowoasowsk beteiligt waren. Die vorgespielte Besorgnis über das „geteilte Unglück“, ist bitterer Hohn, nicht nur, weil Tausende Ukrainer in den letzten Monaten getötet oder verstümmelt wurden, sondern auch um der russischen Soldaten willen, denn viele Wehrpflichtige sind im Kampf in Russlands jüngstem ungerechten Krieg gestorben.

http://maidantranslations.com/2014/09/03/der-russische-faschistische-ideologe-dugin-warum-nach-der-eroberung-von-donezk-und-luhansk-haltmachen/

sol1 Oktober 30, 2014 um 12:06

Das “Parlament” der “Volksrepublik Luhansk” hat übrigens Gefängnisstrafen für Homosexualität eingeführt:

http://khpg.org/en/index.php?id=1412628810

Jetzt müssen das nur noch die “Volksgerichte” umsetzen – und auch dafür werden die Kommentatoren dieses Blogs viel Verständnis haben…

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 12:08

sol1

Robespierre war eben beides: Revolutionär und Terrorherrscher. Hier zeigte sich schon damals die Ambivalenz von Revolutionen. Ich will hier aber jetzt keine Debatte über die Rolle von Girondisten und Jakobinern anfangen, oder die von Mirabeau. Interessanter als Robespierre wäre übrigens der Vendee-Aufstand bis 1796. Aber solche historischen Debatten sind offenkundig zuviel verlangt, wenn man meint Robespierre hier nur noch als Chiffre benutzen zu wollen. Das erinnert an das ZDF, das sich gestern für das Hemd des Morgenmagazin-Moderators entschuldigt hat. Es war olivgrün (!) und sah im Fernsehen braun (!!!) aus. Irgendwelche Idioten meinten, daraus eine Botschaft herauslesen zu wollen.

Nur damit das klar ist: Auf solche dämlichen Debatten habe ich keine Lust. Mich interessiert eher, wie man die Aussagen der von Schwejk referierten Diskussionen beurteilt als Versuche, ihn nun in irgendeiner Form zu diskreditieren. Auch wenn das bekanntlich eine übliche Praxis ist.

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 12:09

Dass es Putin um russische Großmachtpolitik ginge, halte ich für albern. Putin ist der Mann, der als Kompromiss von beiden Seiten an die Macht gebracht wurde, als die Verbrecherherrschaft unter Jelzin nicht so weiter gehen konnte.

Da gab es auf der einen Seite die Organisierte Kriminalität und auf der anderen Seite deren Gegner, die das Elend nicht länger hinnehmen konnten. Erinnert Ihr Euch noch, wie die alten Mütter und Väter am Straßenrand standen und ihre letzten Habseligkeiten verkaufen mussten, nur um nicht an Hunger und Kälte zu krepieren?

Das war die Zeit der Verbrecherherrschaft unter Jelzin, die von Putin, na ja, reformiert wurde. Er hat die Verbrecherherrschaft nicht wirklich beenden können, aber er hat sie eingeschränkt, weil sonst noch ganz andere Kreise den Verbrechen ein Ende bereitet hätten.

Das ist es, was Putin nicht verziehen wird. Man plant immer noch eine Beseitigung Putins nach dem Vorbild der Farbenrevolutionen. Also einen Maidan auf dem Roten Platz vor dem Kreml in Moskau.

Danach kann Russland wieder ausgeplündert werden wie zu den finstersten Zeiten unter Jelzin.

Das will Putin verhindern, mehr kann er gar nicht hoffen. Die Ukraine hat hier nur so viel Bedeutung, dass sie halt ein Schritt weiter zur Übernahme Russlands durch die Organisierte Kriminalität wie unter Jelzin ist. Weicht Putin in der Ukraine zurück, geht es in Weißrussland am nächsten Tag weiter und gleich danach ist er selber im Kreml von bunten Demonstranten eingeschlossen und der Oligarch Chodorkowski oder ein anderer Verbrecher wird Präsident.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 12:14

sol1

Gefängnisstrafen für Homosexualität? Schlimm. Und jetzt? Wissen wir nun irgendetwas, außer das, was wir schon immer wussten: Dass diese sogenannten Volksrepubliken wohl nicht unserem Rechtsstaatsverständnis entsprechen?

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 12:17

sol1

“Unter ihnen der von Schwejk verehrte Herr Mosgowoi”

Wo hat Schwejk geschrieben, dass er ihn verehrt? Das ist exakt das Niveau der Leute, die in der Ukraine nur noch Faschisten am Werk sehen. Aber Du solltest so weitermachen: Eines meiner Ziele in solchen Threads ist es manchmal, die Unsinnigkeit von Argumentationsfiguren deutlich zu machen. Der Erfolg ist unübersehbar.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 12:21

Keynesianer

“Danach kann Russland wieder ausgeplündert werden wie zu den finstersten Zeiten unter Jelzin.”

Ich bin der guten Hoffnung, dass die Mehrheit der Russen nicht ausgeplündert werden will. Wobei die Ausplünderung Russlands etwas ist, was der Kamarilla um Putin wohl nicht fremd ist.

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 12:24

@ sol1

Ah, Du auch noch. Hast Du inzwischen eigentlich den Turing-Test bestanden?

—> “Romantisierung politischer Gewalt”

Erstaunlich, was man sich hier von wem anhören muß. Was ist Krieg anderes als politische Gewalt? Kannst ja mal nachschauen, was Du hier und drüben zusammen mit Klausi so für eine Ostfrontverherrlichung betrieben hast, so vor vier Monaten, ganz im Stile der Wochenschau aus Führers Zeiten. Hurra, Gorlovka ist fast eingenommen! Hurra, in Lugansk weht eine ukrainische Fahne! Hurra, die Anhöhe Saur-Mogila ist eingenommen!

Und dann kommst Du mir mit sowas… Also wenn man sich nicht erinnern würde, wie IHR so vor einem Vierteljahr drauf wart… Außer @hardy natürlich, der wollte schon immer nur auf dem Scheselong liegen.

someone Oktober 30, 2014 um 12:34

Das sparst du dir schwejk, was? Zu geil, Aber immer schön eigene Meinung anpassn. Soll ich dir mal deine Meinungssprünge vorführen, wäre sehr unangenehm. Ja, ich bin inzwischen auch auch in den Tribalismusmodus übergegangen, aber ich muss mir keine Lügen oder keine Meinungsschwenks vorwerfen lassen. Außerdem warst du der jenige, der als erste hier russische Nationalhymnen vom Stapel ließt. Scheißpreussen ihr seid doch nur Dreck, wie die Russen. Morden und verniedlichen, das könnt ihr! Friedensinitiativen und Demos diskreddiert ihr, wenn es gegen eure Führer geht!
https://pbs.twimg.com/media/B1JghwzIQAAfrLL.jpg

someone Oktober 30, 2014 um 12:35

Hoch lebe Putin!

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 12:38

someone

“Ja, ich bin inzwischen auch auch in den Tribalismusmodus übergegangen”

Was mich jetzt interessiert: Warum?

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 12:39

someone

Noch einmal: Warum? Das braucht man nicht andauernd mit unsinnigen Postings zu dokumentieren.

someone Oktober 30, 2014 um 12:45

Weil täglich dutzende von Atombombern Luftraum abtasten und heutige Bomber nur noch Raktensysteme sind, die Städte von 100o km bombadieren können, außerdem sind meine Bekekannten vom Bund sehr quirlig.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 12:45

Jenseits irgendwelcher Lappen: Mich interessiert es wirklich: Warum?

someone Oktober 30, 2014 um 12:50

Und das ist keine Westgagression Bomber loszuschicken, wär mal interessiert, was passieren würde, wenn die Nato dasselbe machen würde. Polen verlegt derzei6t einfach seine Truppen nach Osten, dasselbe Recht, worauf Russland immer pochte. Und nun ist nicht mehr mit 2 Tagen Warschau ind zwei Wochen Kiew.Aber Hauptsache Ukrainer sind Faschisten, Putin will die Konfrontation. Soll er sie haben.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 12:52

someone

Diese russischen Bomber sind uralt und keine reale Bedrohung. Wie kommst Du auf die Idee, es könnte jetzt einen russischen Angriff auf die NATO geben?

someone Oktober 30, 2014 um 12:55

Gut, dann gehen für dich Atomomber für dich in Ordnung.
Aber glaube nicht, dass du dich dem durch RuSSkiefreundlichkeit entziehen kannst.
Vom 19.9.
http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/defence/11108857/RAF-Typhoons-scramble-to-long-range-Russian-bombers.html
Gestartet am 18.9. Dem Tag des Unabhäbgigkeitsreferendums. Ein schöner Willkommensgruß…

Linus Oktober 30, 2014 um 12:56

@fl:
“Wobei die Ausplünderung Russlands etwas ist, was der Kamarilla um Putin wohl nicht fremd ist.”
Jetzt fängst du auch noch an. Ohne Belege ist sowas üble Nachrede.

Zu dem Müll, der gerade hier abgeladen wird: Unter solchen Umständen würde ich es mir dreimal überlegen, bevor ich hier einen Gastartikel schreibe.

someone Oktober 30, 2014 um 12:58

Du hast das nicht verstanden, diese Bomber tragen Raketen die 1000 Km weit reichen, das sind nur Vorträgersysteme. Und wir haben das böse Kalkül, das leidr niemand betrachten wollte. Stattdessen lesen wir lieber einige Besinnungsaufsätze von Schwejk.

Manfred Peters Oktober 30, 2014 um 12:59

@ f.luebberding Oktober 30, 2014 um 10:38
”Meine Meinung zur Ukraine ist bekannt (“Finnlandisierung”).”
Vorsicht, unter dem Begriff “Finnlandisierung” verstehen die Kanalarbeiter aus der Jauchegrube aber etwas Anderes.
Nachdem dort im März mehrfach der “Tagesbefehl” – aus wie immer einzig wahren Quellen – ausgegeben wurde, dass Russland Finnland gerade okkupieren würde, gab es im April diese Version:
“Donnerstag, April 24th, 2014
Tscha, Herr Lübberding – wat nu? 

Test, Test, Test – glaube doch keiner unserer Schafsköppe, das alles ereigne sich bloß ‘fern in der Ukraine’ …
Mein Tipp des Tages: In den nächsten Tagen werden Finnland und Schweden die Aufnahme in die Nato beantragen … und im Regierungspalast in Minsk soll es streng nach vollen Hosen duften.

Fazit: Es gibt keine Debatten mit dem (gelöscht. F.L.), denn in ihrem blinden Hass perlt jedes noch so sachliches Argument ab. Ich habe es weiter oben schon mal anders beschrieben. :-(

someone Oktober 30, 2014 um 13:04

DrecksruSSkies! Was mussten sich schon die Ukrainer hier alles anhören,wär ich Ukrainer, ich würde mal ein paar Bomben im Muskowiter Khanat legen. Respekt, dass sie es bisher nochnicht getan haben und Respekt, dass sie diese Erniedrigungen aushalten. Schande über Schwejk, Schande über RuSSkies!
http://www.youtube.com/watch?v=bHzHlSLhtmM

someone Oktober 30, 2014 um 13:05

Slawa Ukranii!

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:06

someone

Der Westen ist andauernd in der Nordsee und im Atlantik unterwegs. Es gehört auch zu den üblichen Mechanismen, dass russische Flugbewegungen im internationalen Luftraum von den NATO-Mitgliedern begleitet werden. Daran ist erst einmal nichts dramatisches, vor allem hat es keine Verletzungen des eigenen Luftraums gegeben. Dass Russland damit Machtprojektion betreibt, ist klar. Die Motive offenkundig: Nämlich über solche Manöver, den eigenen Großmachtstatus zu demonstrieren. Das ist der derzeitigen Lage geschuldet, wo beide Seiten in der Krise ihre militärischen Aktivitäten hochgefahren haben. Dazu gehört es auch die Reaktionsmuster des Gegners zu testen. Das ist im Kalten Krieg auf beiden Seiten andauernd vorgekommen. Das wieder auf ein normales Level herunterzubekommen, muss ja gerade das Ziel der Politik sein. Aber es gibt keinen Grund, daraus jetzt Angriffsvorbereitungen abzuleiten.

Was mich aber auch erstaunt. Wie in vielen Medien daraus etwas über russische Motive abzuleiten – oder das als Provokation bewerten. Das dokumentiert tatsächlich, wie beide Seiten mittlerweile in ihrer jeweiligen Propagandalogik gefesselt sind. Ob der Westen oder Russland: Man sieht überall nur noch Provokationen. Das ist tatsächlich beängstigend. Allerdings vor allem aus dem Grund, das heute in den beiden Stäben nur noch Leute sitzen, die diese Mechanismen im Kalten Krieg nicht mehr erlebt haben.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:10

Linus

Es gab hier schon schlimmere Debatten. Das wird nun wirklich niemanden erstaunen. Dass die Kamarilla im Kreml auch in die eigene Tasche wirtschaftet, ist üble Nachrede? Belege dafür kannst Du übrigens überall finden. Was Gastartikel betrifft. Das muss jeder selbst wissen.

someone Oktober 30, 2014 um 13:11

Und kann man mal für einen kurzen Moment anerkennen, dass dieses Volk in einer sehr schweren Situation, eine sehr demokratische Wahl vollzog, die viele unterschiedliche Stimmen ins Prlament ließ,anstatt direkt zum Putsch aufzurufen. (Den letzten Satz habe ich gelöscht. F.L.)

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:11

someone

Das Kalkül kommt von beiden Seiten.

Wilma Oktober 30, 2014 um 13:12

” Hurra, Gorlovka ist fast eingenommen! Hurra, in Lugansk weht eine ukrainische Fahne! Hurra, die Anhöhe Saur-Mogila ist eingenommen!”

Mich würde mal interessieren, wie die (Jarchow-Claqueure)
damals durch die Gewissenprüfung gekommen sind.
Ich wette, die haben den Kriegsdienst verweigert.

someone Oktober 30, 2014 um 13:13

Ich geb euch jettzt einfch mal euren Hass zurück, RuSSkies.- Ihr seid nämlich die Faschisten hier!

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:13

“Was mussten sich schon die Ukrainer hier alles anhören,wär ich Ukrainer, ich würde mal ein paar Bomben im Muskowiter Khanat legen.”

Weil sich die meisten Ukrainer hier etwas anhören mussten, was sie meistens gar nicht verstehen konnten? Nicht wirklich.

someone Oktober 30, 2014 um 13:17

Ja dann lass dich mal ein B-52 Bomber über der Barentsee kreisen. Alles ganz normal.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:17

someone

“Und kann man mal für einen kurzen Moment anerkennen, dass dieses Volk in einer sehr schweren Situation, eine sehr demokratische Wahl vollzog, die viele unterschiedliche Stimmen ins Prlament ließ,anstatt direkt zum Putsch aufzurufen. (Den letzten Satz habe ich gelöscht. F.L.)”

Du hast den Artikel mit meinen einführenden Bemerkungen auch gelesen? Dass Schwejk seine Beobachtungen schon vor der Wahl geschrieben hatte?

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:22

someone

“Ja dann lass dich mal ein B-52 Bomber über der Barentsee kreisen. Alles ganz normal.”

Warum dort jetzt B-52 kreisen sollen, ist mir unklar. Aber dass dort der Westen an der russischen Ostseeküste unterwegs ist, weißt Du schon? Das ist auch völlig klar, weil dort unter anderem NATO-Mitglieder zu finden sind. Es ist wirklich absurd, wenn jetzt beide Seiten (und deren Fanboys) hier andauernd Provokationen vermuten. Als die US-Navy im Schwarzen Meer Manöver veranstaltete, waren die Gründe die gleichen, wie bei den Russen gestern. Russen und deren Fanboys nannten das auch Provokation. Man sollte wirklich aufhören, hier andauernd doppelte Standards einzuführen.

someone Oktober 30, 2014 um 13:23

Tjo, Awakow hat es mit dem Mustang schon mal angedeutet. Das war der, der einen Gleitschirmflug von der Moskowiter Uni hinlegte, nachdem der Sowjetstern blaugelb bemalt wurde. Als Moskau die Auslieferung forderte, bekam er vom Innenminister eine Waffe geschenkt. Ich glaube, das verstehen sogar primitive Hunnenmuskowiter.

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 13:23

@ Keynesianer: Nee, dein Argument ist Quatsch. Die ehemaligen Maoisten sind heute meistens ‘Elsässer’ …

;-)

someone Oktober 30, 2014 um 13:24

Vielleicht der Schwejk nicht, der immernoch der Sowjetunion hinterhertrauert.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:28

Jarchow

Elsässer war Maoist? Hielt ihn immer nur für einen durchgeknallten sonstigen Linken, aber ohne Sektenerfahrung.

someone Oktober 30, 2014 um 13:29

Ging an Lübberding mit den B-52 Bombern.

Manfred Peters Oktober 30, 2014 um 13:29

Jetzt auch noch der Gottvater der Russophobie hier?
Gerade noch:
“hardy sagt:
30. Oktober 2014 um 01:49
väääärrrrrdammmddd …

jetzt haben sie mich bei lübbe als teil des jarchowschen fanclubs ausgemacht, da kann ich mich jetzt nie wieder blicken lassen ;-)

Klaus Jarchow sagt:
30. Oktober 2014 um 08:29
Tsss – wo treibt ihr euch bloß wieder herum? ;-)

Irgendwie muss die Jauchegrube undicht geworden sein. :-(

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:30

Was ging an mich?

someone Oktober 30, 2014 um 13:31

Die RuSSkies wollen die Konfrontation, die RuSSkies können sie haben.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:32

Jetzt habe ich das verstanden. Ich kann übrigens nicht klären, wer von wem bezahlt wird. Von mir auf jeden Fall wird hier niemand bezahlt.

someone Oktober 30, 2014 um 13:35

Beides, das mit den Bombern und das mit Mustang. RuSSkies wollen halt die Konfrontation. Sie bekamn den Kauksus ohne weitere Nachfragen, ok, sie bekamen die Krim ein wenig Grummeln,ok, sie bekamen den Waffenstillstnd in der Ostukraine mit Bauchschmerze,ok sie machten weiter,,,
IRGENDWANN REICHT ES!

Linus Oktober 30, 2014 um 13:35

“Dass die Kamarilla im Kreml auch in die eigene Tasche wirtschaftet, ist üble Nachrede?”

Was denn nun? Die Kamarilla Putins, oder die im Kreml? Warum wechselst du das jetzt aus? Willst du damit suggerieren, dass das alles eine Mischpoke ist? Beleg’s halt, dann brauch ich nicht immer nachzufragen. So wie du hier verfährst, wirkt das, als wolltest du Putin auch was anhängen, zwecks ausgleichender Gerechtigkeit und so. Das ist in der Form nichts anderes als mit Mist werfen, der offenbar an Putin kleben bleiben soll. An deinen Vorwürfen kann ja durchaus was dran, aber das musst DU nachweisen, nicht ich. Wenn du das nicht willst oder kannst, dann verkneifs dir halt!

“Was Gastartikel betrifft. Das muss jeder selbst wissen.”
… ob er sich gern freiwillig mit Dreck bewerfen lässt???

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 13:35

@ someone

Ich soll mich nicht provozieren lassen, wurde mir von FL angedeutet. Hat er wohl recht. Deine Kommentarlawine spricht für sich, da braucht es keine Gegenpolemik mehr.

someone Oktober 30, 2014 um 13:36

Oder wie weit willst du mit Kompromissen gehen?

someone Oktober 30, 2014 um 13:38

Ach schejk, mach mal weiter dein Kremlhörigkeitszeug, das ist schon in Ordnung.Kannst ja nichts dafür, dass er so einenMist baut.

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 13:40

Er war eines der ideologischen Schnellfeuergewehre für den ‘Arbeiterkampf’, damals das Zentralorgan des maoistischen KB (Kommunistischer Bund). Ich weiß das deshalb noch gut, weil diese zauseligen Zeugen ihres Jehovas damals immer vorm Hamburger Philosophenturm herumlungerten und einem das Pamphlet in die Hand drückten – es war mal eine Abwechslung zum ‘MAD’ mit Alfred E. Neumann. Insofern hat sich charakterlich bei ihm wohl nicht so viel geändert, außer dem Gott, für den er schreibt. Wesentliche Konstanten blieben sogar erhalten, Anti-Amerikanismus, Schimpfen auf die Gehirnmanipulation durch Medien, Volksvergottung, sofern das die richtige Meinung hatte – also seine (s. Montagsdemos) usw.

aifran Oktober 30, 2014 um 13:40

Überschuldung – Mangelnde Nachfrage – Wachstum sonst Kriiiseeee

… und wenn es mit dem Kapitalistischen (Schuldgeldsystem) Wirtschaftswachstum (Grenzen des Wachstums) nicht mehr so recht klappt basteln WIR (???) uns rasch neue Feindbilder/Sündenböcke — z.Bsp. die Russen und der böse, böse, böse Putin – ein neuer Kalter Krieg muss her –

— und wenn daraus ein Heisser wird? Egal die Rüstungsindustrie freuts …. und aus Trümmern wächst ja bekanntlich das Neue Wirtschaftswunder …

schöne Tage

someone Oktober 30, 2014 um 13:42

Großartige Analyse… bin beeindruckt.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:48

Jarchow

Danke. Guter Hinweis. Den Hintergrund kannte ich noch nicht. Ich kannte nur den Krach in der Jungen Welt. Elsässer ist wirklich eine interessante Figur in der Neuen Rechten. Der KB war im Vergleich zum KBW etc eher undogmatisch gewesen. Trittin und einige andere kommen dort auch her. Insofern ist so seine politische Flexibilität ganz gut zu erklären. Die verstanden sich schon immer auf das Erkennen politischer Widersprüche und die Suche nach eigenen Anknüpfungspunkten.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 13:52

Linus

Ich habe jetzt weder Zeit, noch Lust dazu. Die Annahme, in Putins heutigem autoritären Staat könnte es keine Korruption geben, finde ich aber schon belustigend.

Was einen Gastartikel betrifft: Dass das hier kein Uniseminar ist, hast Du mitbekommen?

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 14:07

@ Luebberding: Naja, Flexibilität war auch bei den anderen gegeben. Es ist eher die Topographie. Der KB war ‘Hamburg’, dem KBW gehörte der Beritt in Bremen und Frankfurt (Göttingen, glaube ich, auch).

Die vom KBW waren dabei nicht ganz so ‘afdreit’, vor allem organisatorisch auf Zack. Und zwar nicht nur der Trittin. Auch Ralf Fücks (Ex-KBW) leitet ja heute die Böll-Stiftung … vor allem hatten sie (Mitte der 80er) öffentlich der Gewalt gegenüber ‘dem System’ abgeschworen. Während der KB eher zur ‘Marxistischen Gruppe’ und in andere Winkel diffundierte. Bei den Hamburger Grünen spielten noch Ebermann und Trampert eine leicht militante Rolle (‘Ökosozialisten’ oder so).

Der Aufstieg der Bremer Grünen – Urzelle der Partei – wäre ohne die organisatorischen Fähigkeiten der Ex-KBW’ler nicht denkbar gewesen. Auch Tom Koenigs gehört eher in diesen Dunstkreis, Millionenerbe und später Frankfurter Stadtkämmerer, der verschenkte mal eben sein ganzes Privatvermögen. Das Geld des KBW floss übrigens in eine genossenschaftliche Stiftung und Druckerei, die m.W. bis heute floriert. Damals erschien dort die ‘Kommune’, gar kein schlechtes Blatt im publizistischen Pflasterstrand-Umfeld, lange Zeit höchst lesenswert. Kurzum – ein skurriles Volk, aber nicht alle so deppert wie der …

Linus Oktober 30, 2014 um 14:10

“Die Annahme, in Putins heutigem autoritären Staat könnte es keine Korruption geben, finde ich aber schon belustigend.”

Das hab ich nicht geschrieben! Ich hab dich nach Belegen gefragt, die es rechtfertigen würden, Putin in die Nähe dieser Korruptionsvorwürfe zu bringen. Du bist Journalist. Du solltest eigentlich begreifen, wovon ich rede.

“Dass das hier kein Uniseminar ist,”
Das ist mir durchaus klar. Ich frag mich aber, warum das zwingend in der Jauchegrube enden muss. Das geben andere vor, und du lässt es zu?

NB: Offensichtlich sind meine Anmerkungen angekommen. Das genügt vollkommen.

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 14:12

@Linus

So wie du hier verfährst, wirkt das, als wolltest du Putin auch was anhängen, zwecks ausgleichender Gerechtigkeit und so.

Putin hat sich arrangieren müssen und mit sauberen Händen kommt niemand in der Politik sehr weit. Auch bei uns nicht.

Nur dass Putin nicht zu denen gehört, die es auch noch genießen wollen, dass die braven russischen Bürger auf der Straße um ihr nacktes Leben betteln müssen, wie die Oligarchen unter Jelzin es gerne sahen.

Das lässt sich alles nicht “beweisen”, aber man weiß es halt.

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 14:17

@ Linus: Na, dann erkläre mir doch mal, wie man es mit einem Jahresgehalt von 73.000 Euro auf ein geschätztes Privatvermögen von 40 Mrd. Dollar bringt? Selbst, wenn Putin alles beiseite legt, müsste er dazu mehr als 200.000 Jahre im Amt gewesen sein.

Morph Oktober 30, 2014 um 14:19

Ich habe ja bisher @Schwejks Diagnose eines ‘russophoben’ Zweigs im öffentlichen Diskurs stillschweigend für einigermaßen abwegig gehalten und mich eher am autoritären Charakter vieler Putinversteher gestoßen. Aber @someones Kommentare machen mir deutlich, dass ich da etwas unterschätzt habe.

Ich finde, es wird immer deutlicher, dass die traditionellen thematischen Achsen des öffentlichen Diskurses: konservativ/progressiv, oben/unten, liberal/sozial, rassistisch/egalitaristisch, ökonomisch/ökologisch etc. im Zeitalter des Internets durch eine Art Meta-Achse überlagert und ausrangiert werden: hysterisch/nachdenklich.

Linus Oktober 30, 2014 um 14:24

@Klaus Jarchow: Vergisses!

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 14:28

@Klaus Jarchow

@ Keynesianer: Nee, dein Argument ist Quatsch. Die ehemaligen Maoisten sind heute meistens ‘Elsässer’ …

Unsinn: Elsässer ist immer noch Elsässer und arbeitet für seine alten Auftraggeber, nur jetzt halt an einer anderen Baustelle.

Wer mal bei Konkret und den Antideutschen war, kommt da nicht mehr raus. Er hätte ja auch zuviel zu erzählen.

Das ginge gar nicht. ;)

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 14:32

@ Linus: Nö, ich bin eben nicht vergesslich, ich kann rechnen.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 14:32

Jarchow

Interessant. Ich habe den KB im Vergleich zu den anderen K-Gruppen bisher immer eher ideologisch verortet – und weniger geographisch, obwohl ich deren Schwerpunkt in Hamburg kannte. Das betraf vor allem die organisatorischen Strukturen, die sich beim KB nicht in der gleichen Weise am Modell der Bolschewiki orientierten. Das war beim KBW wirklich extrem gewesen. Das ging bis zur Selbstkritik-Exzesse der Chinesen in der Kulturrevolution. Das war wirklich ein Laboratorium der Moderne gewesen: Wie sich nämlich antiautoritäre Vorstellungen in ihr glattes Gegenteil umkehren können. Beim KB, so mein Eindruck, waren die Strukturen offener gewesen, weshalb auch der Arbeiterkampf recht lange überlebt hatte. Das war im Gegensatz zu den KBW-Erzeugnissen nicht nur Verkündung der Parteilinie, sondern offene Debatte. Der KBW ist letztlich nicht nur an seiner Erfolglosigkeit gescheitert, sondern vor allem an der Auseinandersetzung mit der RAF. Es ging um die Frage, wie man sich als revolutionäre Organisation zwischen Legalität und Illegalität verhält. Den Schritt, wie die RAF, in den Untergrund haben die meisten gescheut.

Was aber der KBW vor allem auch war: Ein Musterbeispiel für deutsche Gründlichkeit und Organisationsvermögen. Die hatten wohl bei der Kühl KG die modernsten Druckmaschinen in Deutschland. Und haben nach der Auflösung der Partei ihr Vermögen und ihre Organisationsfähigkeit zu den hessischen Grünen übergeführt, wo sie erst dem Realo-Flügel zur Mehrheit verhalfen. Die Grünen hätten wahrscheinlich ohne die organisatorischen Fähigkeiten dieser Ex-K-Gruppen nicht überlebt.

Inofern sollte man Leute wie Elsässer nicht unterschätzen. Der hat vor allem eins gelernt. Andere Leute und Bewegungen für seine eigenen Zwecke zu instrumentalisieren.

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 14:42

Was aber der KBW vor allem auch war: Ein Musterbeispiel für deutsche Gründlichkeit und Organisationsvermögen. Die hatten wohl bei der Kühl KG die modernsten Druckmaschinen in Deutschland.

Die haben ihre eigenen Mitglieder finanziell ausgenommen.

Also nichts mit deutscher Gründlichkeit und ehrbaren Kaufleuten, sondern ohne Skrupel den Kinderchen einen Humbug von wegen Revolution erzählen und sie brutal abzocken, angeblich für die gute Sache.

Das Proletariat musste Profit abwerfen.

Keynesianer Oktober 30, 2014 um 14:50

Das lief unter Schmierer so (weil einige ja immer “Beweise” fordern):

Durch die Notwendigkeit dieses Kampfes und dieser Kampfmethode ist auch der Zeitpunkt festgelegt, an welchem der Besitz, der einige Genossen noch mit ihrer Herkunft aus der Bourgeoisie verbindet, in Eigentum der Organisation und damit der Arbeiterklasse verwandelt werden muß … Die Beseitigung von Erbschaften und dementsprechend die Verwandlung von Erben in gewöhnliche Lohnabhängige ist dann ein unumgängliches Erfordernis wenn diese Erben Mitglieder des KBW sind.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39685743.html

Die führenden Leute dieser K-Gruppen waren alle keine ernsthaften Revoluzzer, sondern hätten auch Kaffeefahrten mit Senioren veranstaltet.

Wilma Oktober 30, 2014 um 14:53

@ Keynesianer

Die wenigsten Mitglieder der K-Gruppen kamen aus dem
Proletariat. Das waren reiche Bürgerblagen.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 14:57

Wilma

Das ist richtig – und deshalb in historischer Perspektive gerade das Interessante an diesem Phänomen. Es ruinierte natürlich auch Biographien und bedeutete somit Schicksale. Das ging bis zum Suizid und sollte man nicht vergessen.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 15:03

Was die diskutierten Manöver in Ost- und Nordesee betrifft. Hier eine Übersicht über den derzeitigen Stand der Debatte. Die FAZ sollte wohl als Quelle ausreichen. Tenor: Alle Seiten bemühen sich um Entdramatisierung.

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 15:10

@ Keynesianer: Das mit dem Abschütteln der ‘bürgerlichen Vergangenheit’ war wohl bei ausnahmslos allen K-Parteien proletarische Pflicht. In der DDR durftest du keine Gesellschaftswissenschaften studieren, wenn du aus einem bürgerlichen Elternhaus stammtest. Nun ja – was war das Resultat: graue alte Männer im Politbüro, ohne Kontakt zur Wirklichkeit. Als Funktionärskind warst du übrigens von der Regel ausgenommen, auch wenn du an einem Besen nicht Stiel und Borsten unterscheiden konntest.

someone Oktober 30, 2014 um 15:18

Eine Runde Mitleid für K-Gruppen.
Eine RundeVerachtung für Bezlers Opfer:
http://www.liveleak.com/view?i=169_1401980214

BB Oktober 30, 2014 um 15:21

@Linus

“…..“Letztendlich denkt jeder, der eine “Wenn-Dann”-Logik verwendet, irgendwie systemtheoretisch.”
Nein! Die spezifisch systemtheoretische Logik könnte man so formulieren: “Wenn ALLE …, dann “. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Nur so kommt man auf so spezifische Effekte wie ‘systemische Wirkung’, die sich eben keiner eindeutigen Kausalität, bezogen auf die Konstituenten, zuordnen lassen.
Eine kausale und damit logische Interpretation ist hier nur möglich, wenn man von den Konstituenten auf das Gesamtsystem abstrahiert, d.h. ein hypothetisches oder tatsächliches emergentes Phänomen in Anspruch nimmt, eben das System……”

Nein, Linus. Denn Systemtheorie befasst sich nicht nur mit Systemen, die Emergenz-Phänomene zeigen, sondern z.B. auch mit ganz einfachen Systemen.

Wenn du mit “spezifisch systemtheoretischer Logik” natürlich “nur” die Systemtheorie nach Luhmann oder ähnlich akzeptierst, dann ist trotzdem deine Behauptung eine Binse, dass “Menschenrechte, Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit” sich auch damit herleiten lassen ….

…. und es ist gleichzeitig falsch, dass man dafür auf den Humanismus verzichten könnte.

Natürlich kannst du richtigerweise feststellen, dass “Werte” wie Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, … irgendwie emergent entstanden sind. Denn sonst benötigte man ja einen externen “Gott” oder sowas, also eine Quelle außerhalb des Systems “Menschheit”, der dem System diese Werte irgendwie diktiert. Das ist ja tatsächlich die Auffassung der “Religösen”, dass es ohne einen Gott solche Werte nicht gäbe.

Aber der Humanismus will ja das Zusammenleben von Menschen ohne Gottesbezug regeln, weil: da kamen die Kirchenlehrer des Mittelalters irgendwie nicht weiter, weil sie alles und jedes mit Gott erklären wollten.

Und das ist jetzt dein Denkfehler – bzw. das ist gar kein so uninteressantes Problem!

Der Punkt ist nämlich – und da zeigen sich die Defizite der Postmodernen, was ihr Verständnis – und auch Deins – von den Aufgaben der Modell-Bildung – denn das ist Systemtheorie – betrifft.

Systemtheorie zielt immer nur auf einen bestimmten Zweck, nämlich den, für den das Modell geschaffen wird.

Und der Zweck “deiner Aussage” ist es höchstens (!) zu erklären, dass Werte irgendwie emergent entstehen (also ohne Gott). Das ist immerhin schon etwas, aber mehr kannst du damit nicht anfangen.

Du brauchst aber dann den Humanismus, um konkret “Werte” dafür zu nutzen, menschliches Zusammenleben “vernünftig” zu gestalten. Ihre Technik, die sie diesbezüglich einsetzen, ist die “Dialektik” über die die Postmodernen gerne die Nase rümpfen.

Das möchte ich jetzt aber mal wissen, wie du dafür jetzt für diesbezügliche Probleme effektiv die “Systemtheorie” einsetzen willst. Wenn das überhaupt geht, dann macht sie die Sache komplizierter als unbedingt nötig und sie führt in die Irre (“Ist alles OK mit der Weltgerechtigkeit, ist alles supi funktional ausdifferenziert, Regt euch doch nicht so auf”).

Und da stehen halt die Systemtheoretiker – jedenfalls die soziologischen und postmodern-philosophischen, die sich zuviel zutrauen und außerdem suggerieren, dass “Werte” relativ seien und eigentlich gar nicht wirklich existieren, in einer harten Auseinandersetzung mit den Humanisten. Darum ging es in dem interessanten Artikel von Ulfig.

(Jetzt sag doch einmal, ja BB, du hast Recht, dann können wir diesen Diskursstrang erfolgreich abschließen).

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 15:22

Lernfähigkeit ist nicht Jedermanns Sache.

gelegentlich Oktober 30, 2014 um 15:44

Hier kommt ein Punkt, den ich schon einmal hier vergeblich eingefordert habe: zur Zeit kommt vom Avatar @someone nur russophober Mist. Ich kann mir Grenzfälle von Biographien vorstellen, durch die man so durchgedreht reagieren kann, wenn das passende Stichwort kommt. Und dafür kann ich auch evtl. in gewissem Umfang Verständnis haben. Aber dass muss der Avatar dann auch mal darlegen. Bisher kommt nur hysterisch keifender Schrott, den man überliest weil er sich monoton wiederholt.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 15:58

Hysteriker sitzen heute scheinbar nicht in der Politik. Die FAZ hat ihren Artikel über die Luftwaffen-Manöver aktualisiert.

Manfred Peters Oktober 30, 2014 um 16:06

“Die FAZ sollte wohl als Quelle ausreichen.”
Lieber nicht, denn die beruft sich doch auf die Kriegstreiber der NATO! Der neue Generalsekretär versucht offensichtlich nahtlos an seinen hier oft kritisierten Vorgänger anzuknüpfen.
Wenn dann noch solche Zitate wie “Denn seiner Meinung nach sei es nur eine Frage der Zeit, wann Russland sich gegen den Westen wende.” kommentarlos übernommen werden, macht sich auch die FAZ lächerlich,
Also: “Die Flüge russischer Militärflugzeuge über der Nord- und Ostsee, dem Atlantik und dem Schwarzen Meer sind nach Angaben der Deutschen Flugsicherung “völlig legal” gewesen. Die Bomber und Kampfjets hätten sich in internationalem Luftraum bewegt, sagte DFS-Sprecher Axel Raab dpa-audio. Die Russen seien auch nicht verpflichtet, ihre Transponder einzuschalten oder einen Flugplan mitzuteilen. “
Russische Flüge «völlig legal»

someone Oktober 30, 2014 um 16:19

Na dann ist doch ales in Butter Peters, wenn sie dann illegal ihre Raktenen ausfahren,kann man sie ja verklagen.

someone Oktober 30, 2014 um 16:23

DrecksruSSkies, Rachiskies…

Andreas Kreuz Oktober 30, 2014 um 16:25

Hoffentlich ist das nicht ansteckend.

Andreas Kreuz Oktober 30, 2014 um 16:36

Keine Sorge, habe Sprachkundigenausbildung in Russisch. ;-)

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 16:43

Peters

Weil man den Nato-Generalsekretär zitiert? Das sollte wohl zur Berichterstattung gehören. Außerdem wird in dem aktualisierten FAZ-Artikel auch der DFS-Sprecher zitiert. Wenn man schon Kritik an der Berichterstattung üben will, sollte man sich fragen, warum seit gestern Abend diese Manöver andauernd im Modus der Dramatisierung thematisiert worden sind. Nach dem Motto: Was will Putin damit erreichen? Um jetzt am späten Nachmittag plötzlich die Erklärung (jetzt auch bei Spiegel online) anzubieten, was aber schon vor jeglicher Berichterstattung hätte recherchiert werden können.

Nur als Beispiel etwa dieser Artikel der BILD zum Thema. Den Tenor findet man sicherlich auch in anderen Medien. Die zivile Luftfahrt wäre gefährdet. Es handele sich um eine russische Provokation und so weiter. Davon bleibt jetzt nichts mehr übrig. Es ist übrigens davon auszugehen, dass die meisten Kollegen, die über diesen Vorfall dann schreiben, keine Ahnung davon haben, was dort eigentlich passiert. Sie kennen sich weder in NATO-Regularien aus, noch mit der Geschichte des Kalten Krieges. Insofern können sie das auch nicht sicherheitspolitisch einordnen, sondern bloß in dem Denksystem ihrer Krisen-Rezeption, wo es immer um Gute und Böse geht. In früheren Zeiten hatte das Thema bis zur Drucklegung ein Fachredakteur bearbeitet, der auch nicht unter dem Zeitdruck stand, diese Meldung möglichst schnell in einem Artikel zu verarbeiten. Wir erleben hier also die Problematik des Online-Journalismus in Reinkultur, der unter den Bedingungen unvollständiger Information Plausibilität herzustellen versucht.

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 16:49

@ gelegentlich: “zur Zeit kommt vom Avatar @someone nur russophober Mist”

Das könnte schließlich auch hier am Umfeld liegen. Bei mir ist er ein ganz umgänglicher Mensch. Außerdem musst du nicht ständig Putinophobie mit Russophobie verwechseln – das sind zwei Paar Schuhe. Meine Maidanophilie ist ja – vergleichsweise – auch keine Lyashkophilie. ;-)

Was die Überflüge betrifft – ein Austesten der Alarmbereitschaft ist die Zunahme ihrer Zahl in jedem Fall. Aus welchen Gründen auch immer. Diese Absichten bergen sich (noch) im Dunkel der Kreml-Mauern. Was ich gelernt habe: Wenn Putin ‘Hü!’ sagt, stelle dich auf ‘Hott!’ ein.

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 16:56

@ luebberding: Man kann alles auch zu sehr ‘abwiegeln’ – übrigens eine Spezialität von dir. Der ‘Crime Minister’ der Folxrepupsliken fordert jetzt – Minsk hin oder her – ganz unverhohlen Mariupol ein. Und an den Grenzen, sagt zumindest das militärisch stets gut informierte Burko-Blog, bewegt sich auch so einiges.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 17:04

Jarchows

Was someones Mist mit dem Umfeld zu tun hat, ist mir ein Rätsel. Ansonsten habe ich hier heute Mittag eine plausible Erklärung zu den Luftwaffen-Manövern angeboten. Die meisten Kollegen scheinen das mittlerweile ähnlich zu sehen. Es geht bei solchen Einschätzungen übrigens nicht um Absichten und Motive, sondern um die Beurteilung von Handlungen. Ich kann über Putins Absichten nichts sagen, außer das, was er dazu äußert. Man kann aber seine Handlungsmöglichkeiten definieren. Dabei muss man einen rationalen Akteur voraussetzen, weil ohne diese Voraussetzung jede Debatte sinnlos wird, nämlich reine Spekulation. Was aber richtig ist: Man sollte grundsätzlich immer verlautbarten Motiven misstrauen. Das gilt nicht nur für den Kreml. Wie sehr die Debatte auf den Hund gekommen ist, merkt man daran, dass dieser kategoriale Unterschied zwischen Motiven und Handlungen zunehmend verloren geht. Insofern ist der Hinweis auf Putins Absichten im Modus von Verschwörungstheoretikern formuliert. Die suchen auch immer nach Motiven und Absichten.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 17:06

Jarchow

Die Information zu Mariupol hat nichts mit Ab- oder Aufwiegeln zu tun. Sie ist ein Mosaikstein.

Gregor Keuschnig Oktober 30, 2014 um 17:26

@f.luebberding
Wir erleben hier also die Problematik des Online-Journalismus in Reinkultur, der unter den Bedingungen unvollständiger Information Plausibilität herzustellen versucht.
Ernst gemeint Frage: Ist das wirklich das Problem des Online-Journalismus oder nicht des Journalismus generell (ohne Präfix)?

(Dass sich die Sache im Prinzip so schnell “entdramatisiert” hat, darf bei der Überlegung keine Rolle spielen. Ich glaube, dass diese Meldung auch in der tagesschau hätte platziert werden können, wenn es zeitlich hingekommen wäre…)

BB Oktober 30, 2014 um 17:37

@fl

“…..Ansonsten habe ich hier heute Mittag eine plausible Erklärung zu den Luftwaffen-Manövern angeboten. Die meisten Kollegen scheinen das mittlerweile ähnlich zu sehen. …..”

Was? Das ist interessant! Also Aufregung um nichts, will’st du wohl sagen und lehn’st dich gelassen zurück.

Ich reg mich aber auf. Und zwar über diese dreiste Propaganda-Strategie, uns jetzt jedes russische Schiff oder Flugzeug in der Ost-See als Aggression der Russen zu verkaufen.

Natürlich ist das Aufregung um nichts. Aber die Propaganda-Absicht dahinter der Nato und verbundenen Medien ist derartig dreist, dass einem die Spucke wegbleibt. Soll das etwa jetzt jede Woche so weitergehen über die nächsten Jahre?

Dann haben sie es nämlich geschafft, den Deutschen ihr Feind-Bild einzubleuen.

Und in den USA schwant auch nix Gutes. Der Obama wird ja wohl krachend abgewählt in Stufen von 2 Jahren. Wer wird also der nächste Präsident?

Garantiert bei dieser Interessenlage ein Kriegstreiber und für den wird der Boden aktuell vorbereitet.

Es scheint tatsächlich Kräfte zu geben, die wieder einen großen Krieg wollen (Das Soros-Interview in der FAZ war ja bezeichnend).

Und darüber soll man ganz gelassen bleiben?

Wer sind denn die einsichtigen Kollegen. In der FAZ sitzen sie offensichtlich nicht. (Nun gut, Outen muss ja nicht sein, aber aus welcher Richtung? Sauerländer Pfarrblättchen?)

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 17:37

Keuschnig

Unter heutigen Bedingungen ist es das Problem jeden Journalismus, inclusive von mir. Online setzt die Kriterien, während die Tageszeitung im Printformat nur noch für die Einordnung wichtig ist. Das funktioniert auch noch halbwegs, denke ich, wenn auch nicht immer. Aber da kann ich mich ebenfalls nicht ausnehmen. Das Beispiel mit den Manövern ist gut geeignet: Es passierte nach dem Redaktionsschluss für die Druckausgabe von heute, während noch vor dem heutigen Redaktionsschluss plausible Einordnungen zu finden sind. Man kann davon ausgehen, dass früher von der ganzen Debatte seit gestern Abend bis heute kaum was erschienen wäre. Außer in den Radio- und Fernsehnachrichten, die aber wegen der fehlenden Zeit nur die Nachricht hätten bringen können. Im heutigen Medienumfeld findet man aber das. Das bestimmt den Journalismus.

holger196967 Oktober 30, 2014 um 17:46

BB

—>>>Und in den USA schwant auch nix Gutes. Der Obama wird ja wohl krachend abgewählt in Stufen von 2 Jahren. Wer wird also der nächste Präsident?”

nur so nebenbei, der Obama muss nicht abgewählt werden, Das war schon bei der letzten Wahl klar… So gesehen ist die USA doch allen anderen voraus… :D

Der Präsi darf maximal so und so lange… ja, das haben die Oberfürsten gut bedacht.

Gregor Keuschnig Oktober 30, 2014 um 17:47

@f.luebberding
Das bestimmt den Journalismus
Ist das nicht eine Spur zu fatalistisch? Ist das ein “Gesetz”, dass sich nicht mehr umkehren lässt? Ich kenne nur Leute, die von solcher Art der hyperventilierten Mutmaßens, Panikmachens und Livetickerns abgestossen sind.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 17:53

Keuschnig

Gute Frage. Aber wie repräsentativ ist Ihr Bekanntenkreis? Mittlerweile geht es ja schon darum, dass Nachrichten zumeist auf dem Smartphone gelesen werden. Sich also journalistische Produkte dieser technologischen Bedingung anzupassen haben. Man kann nur ein Bewusstsein über die Funktionsmechanismen herstellen, denke ich.

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 18:11

@ luebberding: Der ‘someone’ hat nur versucht, sich dem Ton einiger Maulhelden hier anzupassen. Weiter oben hat er das ja auch explizit angekündigt. Mehr war das m.E. gar nicht …

Ich wurde hier ja schon als ‘Faschist’ und Schlimmeres beschimpft, nur weil ich es wagte, anderer Meinung zu sein, als dieser argumentarme Mainstream, oder – just in diesem Thread – hieß ich schon wieder “heimatvertriebener Gottvater der Russophobie”, dessen Blog die “Jauchegrube eines Fäkalagitators” ist. Gut nur, dass ich ein dickes Fell habe und ungefähr weiß, von wem es kommt. Da tritt denn die Regel von dem Schwein und der Eiche in Kraft …

Der Irrglaube ist, dass sie meinen, recht zu haben, wenn sie mit möglichst derben Schulhof-Invektiven um sich schmeißen, was aber dann die Ebene von “Du Opfer!” und ‘Du Loser!” nicht übersteigt. Mich hingegen regt es auf, wenn ich unsauber argumentiere. Das ist der Unterschied zwischen denen und mir, oder zwischen unten und oben.

topi Oktober 30, 2014 um 18:15

Gelegentlich ist ja zwischen someones Hasstiraden auch ein Funken Information.
So haben es ihm die Hungerstreikenden in einer Petersburger Klinik angetan. Allerdings ohne Fakten zu nennen.

Im Netz findet man das hier.
http://www.spzeitung.ru/2014/03/petersburger-spitalpersonal-im-hungerstreik/

Ist das gemeint? Klingt irgendwie anders als someones Darstellung, dass die da schon immer unter Putin unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften müssen und quasi verhungern. Sondern nach einer Reorganisation, die schief gegangen ist; dafür braucht man nichtmal T-System, SAP und Roland Berger, wie man sieht.

Streiken die immer noch?
Hier könnten wieder profunde Russischkenntnisse helfen.

topi Oktober 30, 2014 um 18:18

Zur Einordnung noch der Vergleich zur Ukraine: laut Reportage von der Krim kriegt dort der Arzt 70 Euro, weshalb jede Behandlung bezahlt werden muss. In Russland sind es 700, und die Behandlungen kostenlos.
Ein Punkt, weshalb die Krimer (Krimis?) gerne die neuen Pässe nahmen.

Sachliche Anmerkungen, someone, bitte mal ausnahmsweise ohne Runen-Anmutung?

Manfred Peters Oktober 30, 2014 um 18:26

@ f.luebberding Oktober 30, 2014 um 16:43
Wer gestern den todesblassen Claus Kleber in der Anmoderation des Geburtstagsständchensängers aus Brüssel gesehen hat, musste annehmen der dritte Weltkrieg steht bevor. Es hat nur noch gefehlt: Ab 00:00 wird zurückgeschossen!
Heute das Ganze etwas abgeschwächt als Flugschau.
@ Weil man den Nato-Generalsekretär zitiert?
Ich meinte Stoltenbergs Stellungnahme aus der ZDF-Mediathek oben und:
“Kurz vor den russischen Manövern hatte der neue Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag darauf hingewiesen, dass die Zahl der Nato-Jets im Luftraum der östlichen Alliierten in den vergangenen Monaten verfünffacht wurde.
Ziel sei es, die durch Russlands Verhalten in der Ukraine-Krise besorgten Nato-Partner wie die Balten und Polen zu beruhigen.Zudem hat die Allianz unter anderem weitere Nato-Schiffe ins Schwarze Meer geschickt.</b

BB Oktober 30, 2014 um 18:38

@Manfred Peters

Bei Klebers Heute-Journal kann man extrem bedenkliche Tendenzen erkennen.

Vorgestern wurde zuerst über die Türkei berichtet. Die wurde über den Klee gelobt, weil sie ja (angeblich) so unglaublich viel für die Flüchtlinge tut (das die ein Flüchtlingsproblem haben ist keine Frage).

Im nächsten Beitrag ging es dann um “Bodentruppen” “ohne die man ja die IS nicht bekämpfen könne und man der Türkei beistehen müsse (oder so ähnlich, aus dem Gedächnis).

Gestern wurde dann über das Eindringen von russischen Flugzeugen in Nato-Gebiet alarmistisch berichtet.

Im nächsten Beitrag ging es dann um den Zustand der deutschen Luftwaffe, die man ja “durchaus wieder gebrauchen könne”, “wie der vorherige Beitrag gezeigt habe” merkte Kleber dann bei der Anmoderation konnotativ süffisant an (so ähnlich).

Dahinter steckt nicht irgendwie das immer hektischere Nachrichtengeschäft, wie Lübberding glaubt, sondern das ist Propaganda in Orwell’schen Dimensionen.

Die Frage ist konkret, wie stoppt man das? Wie zeigt man Kleber und Co. ihre Grenzen auf?

BB Oktober 30, 2014 um 18:44

@Holger

dass Obama nicht wiedergewählt werden kann, weiß ich auch. Aber wenn das so weiter geht, gewinnt wieder so eine tumbe gefährlich-schlaue ultra-konservative Flitz-Pipe, wie der Busch eine war.

Und das ist brand-gefährlich.

Manche, die auch an “funktionale Ausdifferenzierung” glauben ja, dass unser “System” das schon irgendwie wuppen wird.

Ich behaupte, unser System entwickelt sich immer mehr zu einem Vulkan, der kurz vor der Explosion steht (Chaos-Theorie). Ich würde sogar die Behauptung aufstellen wollen, dass sogar wir hier in BE-ERR-DÄ nicht vor existenziellem Chaos geschützt sind. Im harmlosesten Fall droht die Mobil-Machung, um die Scheise der USA im nahen Osten und der Ukraine aufzuräumen.

QuestionMark Oktober 30, 2014 um 18:55

@Jarchow
Du hast dich zur Maulhure von Soros & Konsorten gemacht und dafür verachten dich einige Leutchen hier. Mehr ist nicht passiert. Deshalb auch der verärgerte Ton einiger Foristen.
Als Journalist hast du dich mit deiner offensichtlichen Propaganda verbrannt. Auch dein Support (deine Groupies) sind nicht wirklich überzeugend. Aber immerhin konntest du ja anscheinend zum Propagandisten aufsteigen. Immerhin hat letzteres Zukunft. Denn: Der Journalismus ist (wie du anscheinend richtig erkannt hast) tot.

@Luebberding
Mir ist immer noch nicht ganz klar weshalb du hier versuchst die ganzen fingierten Vorkommnisse (angebliche NATO-Luftraumverletzung; angebliche Ukraine-Aufteilung zwischen Polen und Russland usw. usf.) als journalistische Fehler darzustellen. Deckst du deine kriminellen Kollegen absichtlich?
Ich möchte noch einmal darauf hinweisen das mit dieser schäbigen Propaganda der MSM immerhin ein (großer?) Krieg vorbereitet werden soll. Wozu sich also zum Komplizen machen?
Einige mögen für diese schäbige Propaganda und Desinformation gut bezahlt werden. Aber: Bekommt Lübberding denn dafür etwas? Wohl eher nicht.
Übrigens wer den Propgandamist für Zufall hält dem empfehle ich mal sich beispielsweise mit der antipolnischen Propaganda der Deutschen (prä 2.WK) oder mit der antiirakischen Propaganda der Amerikaner nochmal auseinanderzusetzen. Es ist wirklich immer dasselbe Spiel.

holger196967 Oktober 30, 2014 um 19:09

BB Oktober 30, 2014 um 18:44
@Holger

dass Obama nicht wiedergewählt werden kann, weiß ich auch. Aber wenn das so weiter geht, gewinnt wieder so eine tumbe gefährlich-schlaue ultra-konservative Flitz-Pipe, wie der Busch eine war.

Und das ist brand-gefährlich.”

:D the next Präsi is JEB BUSH ;)

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 19:11

@ topi

Krymtschane. Die Übersetzung war immer etwas sperrig. Krim-Bewohner oder so. – Und zu dem Streik in St. Petersburg hab ich nichts Aktuelles gefunden, nur Meldungen aus dem März. Ja, es hat mit der Finanzreform im Gesundheitswesen zu tun, also einer Umstellung von dem alten staatsfinanzierten Modell auf ein GKV-Modell. Kann ich im Detail jetzt nichts dazu sagen.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 19:39

Jarchow

Stimmt. Diese Rhetorik “Jauchegrube eines Fäkalagitators” werde ich jetzt auch löschen.

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 19:44

“Einige mögen für diese schäbige Propaganda und Desinformation gut bezahlt werden. Aber: Bekommt Lübberding denn dafür etwas? Wohl eher nicht.”

Ich habe nur “Ruhm und Ehre der baltischen Flotte” … . Gibt es einen tollen Witz. Der Anfang geht mit “Rumbalotte” … .

Gregor Keuschnig Oktober 30, 2014 um 19:54

@f.luebberding
Mein Bekanntenkreis ist vermutlich nicht repräsentativ. Auch ich “ziehe” Nachrichten aus dem Smartphone. Aber eher so Dinge wie Fußballresultate, DAX oder Wetterbericht. Komplexe nachrichtliche Themen eignen sich nicht über das Smartphone “erklärt” zu bekommen. Daher sehe ich auch die tagesschau- und heute-Apps kritisch, weil sie eine Nachfrage bedienen, die eigentlich gar nicht da ist und erst durch ihre Existenz das erzeugen, was sie eigentlich gar nicht wollen.

Ich bin nicht sicher, ob der vorauseilend-paternalistische Ansatz der journalistischen Macher nicht nur eine Schutzbehauptung für ihre eigenen Hybris-Pläne darstellt. Selbst in öffentlich-rechtlichen Medien wird der Rezipient sicht- wie hörbar vor der Komplexität der Welt beschützt (beliebtestes Wort hierzu: “Das versteht jetzt niemand mehr” – mein Aufzeigen “Ich doch!” wurde nie zur Kenntnis genommen). Jetzt geht es darum, die journalistische Praxis auf die angeblichen Wünsche der User, Hörer, Seher auszurichten, wobei diese in Wahrheit womöglich nur genervt sind vor diesem Taktfetischismus.

Andreas Kreuz Oktober 30, 2014 um 19:55

@f.luebberding Oktober 30, 2014 um 19:44

Der Witz ist aber älter als der kalte Krieg…

sol1 Oktober 30, 2014 um 20:02

@ f.luebberding

Aber solche historischen Debatten sind offenkundig zuviel verlangt, wenn man meint Robespierre hier nur noch als Chiffre benutzen zu wollen.

Hier hat doch Soldat Schwejk Robespierre als positiv besetzte Chiffre benutzt, ohne daß von dir eine kritische Anmerkung gekommen wäre.

Wenn du das mir zum Vorwurf machen willst, betreibst du ein doppeltes Spiel.

Mich interessiert eher, wie man die Aussagen der von Schwejk referierten Diskussionen beurteilt…

Ich beurteile sie als Politromantik, die von den Bluttaten der selbsternannten Volksrepubliken ablenkt.

Wissen wir nun irgendetwas, außer das, was wir schon immer wussten: Dass diese sogenannten Volksrepubliken wohl nicht unserem Rechtsstaatsverständnis entsprechen?

Glaubst du allen Ernstes, daß sie überhaupt irgendeinem Rechtsverständnis entsprechen?

Hätte irgendwer vor einem Jahr für möglich gehalten, daß sich so etwas in einem europäischen Land abspielt, mit massiver Unterstützung der Regierung eines Nachbarlandes?

http://blog.foreignpolicy.com/posts/2014/10/21/the_banksy_of_donetsk_documents_his_torture

Eines meiner Ziele in solchen Threads ist es manchmal, die Unsinnigkeit von Argumentationsfiguren deutlich zu machen.

Ich sehe hier nur die Unsinnigkeit deiner eigenen Argumentationsfiguren, mit denen du den Konflikt in das Prokrustes-Bett der Entspannungspolitik der 1970er Jahre pressen willst.

holger196967 Oktober 30, 2014 um 20:07

Jetzt will ich euch Stinkmorchel mal was sagen:

Ihr seid allesamt unfähig, aus eurer Ideologie heraus, jemals einen Konsenz zu finden, der auch einen Sinn hat und auch Sinn für den Bürger macht. Das gilt auch für Herrn Lübberding samt seinen Genossen.

Eure Unfähigkeit ist genau das Gleiche bornierte Denken der Kirchen. Bloß nicht von der Kanzel herabsteigen. Nicht einen Millimeter über den Tellerrand schauen. Bloß nicht…

Ich zähle hier keinen auf, und keinen mehr an. Wäre ja schön blöd, das zu tun. Hier hat man es mit archaischen Denkmustern zu tun, die meinen sogar Post-Modern zu sein. Ihre Denkmuster ob West oder Ost sind aber so etwas von archaisch, da kann kein Ergebnis bei raus kommen.

Weder ist die Meinung von dem Westen richtig, noch ist die Meinung von dem Osten richtig. WARUM darf ich das schreiben? Weil ich unmittelbar an der Grenze zu Ost wohne. Hier wo ich Wohne hat sich Ost und West getroffen. Und muss bis dato zusammen LEBEN. Nicht die kack Hauptstadt Berlin, sondern das tiefste Tal… neben mir ist das katholische Eichsfeld… am südlichen Zipfel des Harzes.

Leute ich kann eure Scheixxe zu interpretieren nicht mehr lesen. Sie ist Lebensfremd. Gerade wenn es um West Ost geht. Jarchowski juckel dir einen with someone.

Während den Amis die Raketen um die Ohren fliegen, startet die Jusuf oder wie die heißt zur ISS.

Man kann ja , wenn man will

f.luebberding f.luebberding Oktober 30, 2014 um 20:07

Andreas Kreuz

Ich habe ihn im Kalten Krieg das erste Mal gehört … .

someone Oktober 30, 2014 um 20:11

Nur mal so eininigen Fragen: Die Krim ist also in die russkimir eingeordnet, wird dem Donbas auch so etwas zut Teil? Und die russkij mir ist ja glücklicherweise grenzenlos, wo hört die so ungefähr auf? Vor oder hinter Narva? Ich will lediglich nicht zu spät kommen, wenn Schwejk sich auf seinen neuesten Kremlschwenk einen herunterholt.
Oder darf schon in Kürze auf Erweiterungen des stolzen Novorossija hoffen?
Ich hoffe sie waren nicht zu antirussisch, Schwejk, unser Dillhasser, fühlt sich immer so leicht angegriffen, dabei hilft er doch nur Kleinrussen aus dem Weg zu räumen. Eine sehr ehrenvolle Aufgabe.
Slawa Ukraini. Besoa russkij. Bin ich glücklich, dass ich nicht in den Tiefzeiten meines Volkes leben mus. Ob das Muskowiter Khanat besteht? Oder ob es ein weiteres Kazan wird? Bleibt Moskau wichtig?

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 20:12

@ sol1

Das mit Robespierre war u.a. eine versteckte Polemik in Richtung @someone, weil der hier vor einiger Zeit die französische Zivilisation der russischen Barbarei gegenübergestellt hat. – Ich sehe, Du bestehst den Turing-Test immer noch nicht.

Interessant ist, daß keiner von Euch auf Tatjana Montian eingeht. Paßt nicht in Euer Schwarzweißschema, was? Da haste doch bestimmt wie wild gegoogelt, um irgendein Kompromat gegen die Dame zu finden. Und?

someone Oktober 30, 2014 um 20:13

Und wo hört die russkij mir so ungefähr auf? Klar, prinzipiell ist das die ganze Welt. Muss ja, drunter geht nicht.

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 20:21

@ someone

Und Du willst es gerade mit aller Macht erreichen, daß einige andere sich hier auf Dein schwachsinniges Niveau herunterziehen lassen, damit der Eindruck entsteht: Alles Irre hier, die sich im Schlamm balgen, und selbst Lübberdings Gastautoren machen mit. Klassisches Trollverhalten. Aber: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

someone Oktober 30, 2014 um 20:22

Und wo müssen wir eigentlich aufhören, Russland zuzujubeln? Darf Rumänien bestehen bleiben?

Klaus Jarchow Oktober 30, 2014 um 20:25

@ someone: Das heißt nicht Novorossija, das heißt Novosomalia.

someone Oktober 30, 2014 um 20:25

Warum? Russland annektiert, annektiert, annektiert. Darf man doch mal fragen wo die Grenzen sind oder? Es annektiert im übrigen mit blanker Gewalt und nicht mi Überzeugung. Aber das habt ihr Ossis eh noch nie so genau kapiert. Wollt ihr eigentlich nicht rüber? Ich könnte totql ohne diesen Ossitribut leben und ihr könntet Rusland ungestört zujubeln.

Balken Oktober 30, 2014 um 20:25

Mal was anderes zu lesen, auch vielleicht für Jarchow und seine Adepten hier, die gerade dabei sind in der Enge ihres geistigen Schützengrabens zu ersticken: http://www.heise.de/tp/artikel/43/43140/1.html

Passt gerade zu der eben gestellten polemischen Frage, “wo hört die russkij mir so ungefähr auf?” Schlag nach bei Brzezinski. Der weiß, wo die amerikanski Welt ist. Mit den Worten von @someone: Klar, prinzipiell ist das die ganze Welt. Muss ja, darunter geht ja nicht.

Was ihr hier den “Russkis”, wenn’s geht mit zwei Runen geschrieben, so nett unterstellt, das propagiert eure Seite und ihre Vormacht ganz offen – warum auch nicht, sind ja die guten.

someone Oktober 30, 2014 um 20:26

Ich hab’ Luganda gehört, fand ich auch icht schlecht.

someone Oktober 30, 2014 um 20:28

Aber darf man irgendwann aufhören, Moskau gut zu finden? Oder muss man Moskau immer weiter toll finden? Balken, sag du doch mal was dazu.

ruby Oktober 30, 2014 um 20:29
someone Oktober 30, 2014 um 20:30

Sind doch nur Fragen. Ihr macht euch eure Mir, ist das nichts? Oder ist das schon eine Provokation?

someone Oktober 30, 2014 um 20:33

Also von der Wolga bis zum Pazifik? Es ist eine einfache Frage, wo soll dieses bescheuerte russische Reich seine Grenzen haben. Dürfen wir es kritisieren?

ruby Oktober 30, 2014 um 20:36
someone Oktober 30, 2014 um 20:37

Jo schwejk, damit du mit keynesianer tiefgründig über Wirtschaft diskutieren kannst, da bin ich aber dann wiklich für eine Abspaltung, wo ihr dann eure Experimente macht. Vielleicht schenkt euch der Kreml ja auch ein paar Panzer, um Gerechtigkeit zu erlangen.
Wenn man Verbrecher rationalionalisiert, darf man Spott nicht scheuen. Wie war das nochmal mit Todesschwadronen des Kolomoiskis? Dnepr? Zu Blöd.

Balken Oktober 30, 2014 um 20:43

Ah, sehe ein: Zum Lesen hat der @someone keine Zeit. Muss schrei(b)en.

someone Oktober 30, 2014 um 20:50

Jo China gewinnt, hat der Heiseartikal ausnahmsweise Recht. Moskau verschachert sich gerade für ein ein Appel und ein Ei und? Selber schuld!

holger196967 Oktober 30, 2014 um 20:51

Zwischen Vor-Lesen und Vor-Schreiben ist wohl eine Differenz :D

someone Oktober 30, 2014 um 20:53

Man muss ja Pänzerchen durch die Gegend fahren lassen, um sich cool zu fühlen und irgendwelche Schmach wie die Existenz der Ukraine wieder wett zu machen. Aber noch mal. Hört diese russkij mir irgendwo auf? Wenn ja, wo? Gehört das Baltikum dazu? Odessa? Alles einfache Fragen.

Wilma Oktober 30, 2014 um 20:57

@ Balken

Die lesen die Seite nicht mehr. Schreiben dort auch nicht mehr.
Haben wohl zu viel Widerspruch erhalten und kamen mit ihrer Argumentation nicht durch.
Diese Seite entspricht nicht ihrem Niveau – haben sie sich auf der Jarchowseite gegenseitig bestätigt.

Hier ist ja hauptsächlich der Soldat, der versucht sie sachlich zu widerlegen, um dann angegriffen zu werden.

Der Vorwurf eines doppelten Spiels von sol1 an fl , scheint die eigene bevorzugte Spielvariante zu sein.

someone Oktober 30, 2014 um 20:57

Holger und Balken sind dann auch die oberchecker, geschenkt. Könnt ihr checker mir denn mal sagen, wo der Machthunger Moskaus aufhört?

holger196967 Oktober 30, 2014 um 21:01

sunnyboy

—>>>Könnt ihr checker mir denn mal sagen, wo der Machthunger Moskaus aufhört?”

Ich weiß, sunny das gehört sich nicht…

Wo hört denn deiner auf?

hmmm? Bitte um antwort Sunny

Manfred Peters Oktober 30, 2014 um 21:03

Für die Freunde der russischen Seele:
https://www.youtube.com/watch?v=aOSqAlICjOU

@ f.luebberding Oktober 30, 2014 um 19:39
“Stimmt. Diese Rhetorik “Jauchegrube eines Fäkalagitators” werde ich jetzt auch löschen.”
Kein Problem, aber zitieren darf ich den nicht Heimatvertriebenen “Deutschen Schöngeist” doch noch?
Bsp. Original: „… diese(r) Iaah!-Iaah!-blökende Debilenfront … die Gülle prompt meterhoch … durchs kleine Gehirn furzen möge“
Damit sind übrigens alle gemeint, die nicht seiner Russophobie folgen mögen.

BB Oktober 30, 2014 um 21:06

@Balken

…. Heise-Artikel …

“……. Das chinesische Kreditkartensystem UnionPay wird zurzeit auf dem russischen Markt eingeführt, um die Abhängigkeit von den beiden US-Anbietern Visa und Mastercard abzubauen…….”

Hey, gut Idee.

Hallo “Querfront”!Ist das jetzt nicht eine gute Idee für ein trendiges neues Start-Up, auch bei uns das Kreditkarten-System UnionPay der Chinesen einzuführen.

(Nicht labern, handeln!)

ruby Oktober 30, 2014 um 21:08

ist euch heute schon ein engel begegnet?
dann aber dalli dalli…

ruby Oktober 30, 2014 um 21:11

80% Dollardominanz auf den Weltmärkten ist zuviel !!!…???
goodbye ihr geldschöpfer

someone Oktober 30, 2014 um 21:15

Und jetzt schöpft auch mal Moskau Geld und dann wird alles gerechter?

Nionde Oktober 30, 2014 um 21:21

vielleicht könnte uns @fl aufklären aus welchen Zeitzonen Hardy und @someone hier Ihre Beiträge einstellen, IP Adressen wären auch interessant, FAZ und SZ haben sich ja verweigert, die gekauften Putinversteher anhand der IP Adressen auffliegen zu lassen. Vielleicht könntest Du ja hierzu einen Beitrag unter Achtung des Datenschutzgesetzes leisten.
Off Topics…. Wir hatten einen US Software Partner Manager in unserem Office zu Gast. Ich fragte ihn, Kaffee? Mineralwasser? Er antwortete: Besatzer-Brause….. ich war irgendwie konsterniert und habe noch mal nachgefragt! Schnippische Antwort: Coca Cola

Good night & good luck

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 21:25

@ someone

Das was Du Blog-Verschwörungstheorie nennst, ist noch eine schmeichelhafte Erklärung Deines Auftrittes hier. Die anderen möglichen Erklärungen sind weniger schmeichelhaft. Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es sage und schreibe 50 (fünfzig) someone-Kommentare in den letzten 24 Stunden, die meisten davon dümmliches Gerülpse. Ohne größere Pause. Du betrachtest es wohl als Dein Lebenswerk. Was soll man davon halten? Schön, daß Dir Jarchow beispringt, da kann das unvoreingenommene und neu hinzugekommene Publikum auch den gleich richtig einordnen.

BB Oktober 30, 2014 um 21:26

Wo krieg ich hier in Deutschland eine UnionPay-Kreditkarte? In welchen Online-Shops kann ich damit bezahlen?

gelegentlich Oktober 30, 2014 um 21:28

@ksomeone
„…, wo soll dieses bescheuerte russische Reich seine Grenzen haben. Dürfen wir es kritisieren?“
Wo hat sich hier Jemand dagegen verwahrt Russland kritisieren zu dürfen? Freilich geht man davon aus, dass man sich vorher vergewissert hat nicht vor lauter tief empfundener Empörung über Russland den Griffel nur zittrig halten zu können. Und natürlich ein wenig zu zeigen wo der eigenen Biographie eine russische Laus über die Leber gelaufen ist. Weil so wie bisher… dafür kann man sich nur schämen, nicht wahr?
Etwa wenn normale Flüge in internationalen Bereichen als Drohung stilisiert werden.
Oder ist das nur der Versuch mißliebige Meinungen dadurch zu behindern, dass man die Plattform unappetitlich macht, auf der sie veröffentlicht werden?

someone Oktober 30, 2014 um 21:34

Gut, dann rissij mir keine Grenzzen und ihr bleibt unter euch.
Keine Antwort ist auch eine Antwort. Bloß nichts Störendes.
http://www.youtube.com/watch?v=6Ejga4kJUts
Für das Gedeihen der russkij mir.

Nionde Oktober 30, 2014 um 21:44

@gelegentlich, früher gab es internationale Flugzonen und nationale Flugzonen. Heute gibt es NATO Flugzonen, nicht international definiert, somit besonders wertvoll um Rußland ans Bein zu pinkeln. Irgendwelche Ähnlichkeiten mit der westlichen Welt- und Wertegemeinschaft, wie die Welt definiert wird, sind rein zufällig. Krieg ist Frieden… Ein Kollege meinte, ohne dieser amerikanischen Außenpolitik würde die Welt unsicherer sein.

Andreas Kreuz Oktober 30, 2014 um 21:56

Na bitte!

Wertvolle Beiträge von @holger.
Und mit seiner flow-tax-Idee liegt er auch nicht ganz falsch,
wie sich an diesem durchaus prominenten Ort erkennen lässt:

http://www.egon-w-kreutzer.de/001/PaD422014.html

Ja, @BB, der Prozess der Ablösung des $ beschleunigt sich,
fast täglich… ;-)

someone Oktober 30, 2014 um 22:32

Nix mehr los hier bei den verfetteten Retnern, die eine Flattax fordern, was?

Soldat Schwejk Oktober 30, 2014 um 23:28

Sehr lesenswerter Artikel aus “Le Monde diplomatique” über die jüngere Geschichte der Ukraine bis hin zu Maidan und “ATO”.

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/10/10/a0043.text

(Bei den Freiwilligenbataillonen liegt der Autor in einem Punkt nicht ganz richtig, die sind zwar mehrheitlich formal dem Innenministerium unterstellt, aber kein Teil der Nationalgarde. Das ist da aber auch etwas unübersichtlich mit diesen ganzen Einheiten.)

someone Oktober 30, 2014 um 23:58

Die sollten die mal nach RuSSkimir schicken, wie die RuSSkies ihre ungewollten Söhne in den Donbass schicken. Aber leider ist die Kiewer Rus dafür zu ziviliisiert, im Gegensatz zum Muskowiter Khanat.

Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 00:00
Manfred Peters Oktober 31, 2014 um 00:09

Für den nicht ausgelasteten hinterwälder Nachtarbeiter und weitere Interessenten
etwas zur kritischen Betrachtung.

Das Ganze als Hörheft für für die hier mitlesenden anonymen Anal-phabeten. ;-)

someone Oktober 31, 2014 um 00:37

Wahnsinn. Ich bin beeindruckt, hast du eine deutsche Überstzung der Valdairede gefundn. Immer schön auswenig lernen, ist mmerhin vom großen Putin, eurem Führer. Könnte man 17 oder 28 noch gebrauchen.

Morph Oktober 31, 2014 um 05:42

@someone

Ich bin ja nun kein Putinversteher und glaube, dass die Fürsprecher der geopolitischen Interessen Russlands einer eigenartigen Idee von Fairness anhängen, die sich im Kontext geopolitischer Einflusssphären überhaupt nicht sinnvoll begründen lässt. Außerdem ignorieren sie die vielen russischen Intellektuellen, die von der kulturellen und politischen Entwicklung ihres Landes sehr enttäuscht sind und alles in allem das Bild eines hoffnungslosen Niedergangs zeichnen.

Aber was Du hier ablieferst, ist noch deprimierender. Du kannst nicht im Ernst glauben, dass Deine inhaltsleeren Kommentare irgendjemanden interessieren, geschweige denn zum Nachdenken animieren. Warum schreibst Du sie dann hier hin? Mir fällt nur ein Grund ein: dass Du Dir Deiner Position nicht sicher bist. Die überschnappende Dämonisierung Putins versucht sich vom Leibe zu halten, was ihr allzu ähnlich ist: die Paranoia des autoritären Charakters.

gelegentlich Oktober 31, 2014 um 08:04

@Morph
Ich glaube nicht dass es hier so sehr darum geht für die geopolitischen Interessen Russlands um Verständnis zu werben. Es ist eher so dass man keinen neuen Ost-West-Konflikt will, schon gar nicht wenn es dafür nicht mal eine rationale, ernst zu nehmende Begründung gibt. Die Krim und MH-17 geben diese nicht her.

„someone Oktober 30, 2014 um 22:32
Nix mehr los hier bei den verfetteten Retnern, die eine Flattax fordern, was?“

Aha, ein Aal, der nicht darlegen konnte, dass es sich lohnt ihn zu räuchern will hier was? Unterhaltung? Wenn Sie nicht darlegen mögen aufgrund welcher biographischer Beschädigung Sie so reagieren kann man nur damit weitermachen über Ihre „Beiträge“ drüber zu scrollen.

Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 08:48

@ Morph: Mich interessiert einzig und allein, was für ein Staatsgebilde dabei herauskommt, aus diesem ominösen Novorossija. Auch da leben schließlich Menschen, deren Lebensgrundlagen gerade zerstört werden: Die Kohleminen werden reihenweise geflutet, die Fabriken demontiert und nach Russland verfrachtet, und zwar ohne jeden militärischen Grund, eine neue Währung wird eingeführt, die nichts hat, worauf sie sich stützt, während heute dieser und morgen jener Räuberhauptmann das Kommando im Städtchen führt, usw. usf. Für das Gebilde ist ‘Banditenrepublik’ noch ein viel zu milder Ausdruck. Deswegen mein Reden von ‘Novosomalia’.

Diese Ausplünderung spricht übrigens dafür, dass Putin den Landstrich tatsächlich nicht heim zu Mütterchen Russland führen will, er schafft dort bloß ein weiteres Drogen- und Menschenschmuggler-Khanat, wie in Tschetschenien oder Transnistrien auch schon. Hauptsache, instabil und keineswegs lebenswert. Und diese Krebsgeschwüre rings um Russland herum, die werden irgendwann übergreifen. Doar teuf man op! Weswegen ich ihn ja auch für einen Trottel halte.

Das ‘geopolitische Interesse’ Russlands besteht derzeit wohl darin, dass die beauftragten Ingenieure Putin gesagt haben, die Kerscht-Brücke zur abgeschnittenen Krim wäre aus geologischen Gründen nicht zu realisieren, dass sie stattdessen für einen Tunnel plädieren, der leider bloß noch viel, viel teurer würde. Und dass die wirklich preiswerte Lösung natürlich der Landweg wäre. ‘Was tun?’, sprach schon Lenin …

Linus Oktober 31, 2014 um 09:15

@Morph:
“geopolitische Interessen Russlands”:
Vielleicht skizzierst du die kurz mal. Ich sehe da iW nur eines: Sie wollen ihr Öl und Gas verkaufen (-> Pipelines). Und andere wollen genau das verhindern. Warum eigentlich?

“Außerdem ignorieren sie die vielen russischen Intellektuellen, die von der kulturellen und politischen Entwicklung ihres Landes sehr enttäuscht sind und alles in allem das Bild eines hoffnungslosen Niedergangs zeichnen.”
Russland hat die Ära Jelzin nicht vergessen. DAS war hoffnungslos. Russland wurde vom Westen in keinster Weise unterstützt, zu einem “modernen” Land zu werden. Nein, es wurde und wird dabei regelrecht sabottiert. Auch das haben die Russen wahrgenommen.
Es ist das alte Spiel. “Westliche Werte” gibt es nur gegen Ausverkauf und Unterwerfung. Das sehen deine Wolkenkuckucksheim-Intellektuellen nicht, wollen es nicht sehen, oder verschweigen es bewusst.

Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 09:32

‘Nun Volk steh auf, nun Sturm brich los …’ – die Donezker Volksrepublik hat jetzt die totale Mobilmachung befohlen.

Bogus Oktober 31, 2014 um 09:36

Mobilmachung via Twitter?

Sehr schön, beim nächsten Krieg schmeiß ich mein iFon weg.

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 09:53

Zu dem Volksgericht. Hier ist das ganze Video:

https://www.youtube.com/watch?v=T2Ymaq4m1zY

Man muß sich das nicht in voller Länge ansehen, hab ich auch nicht gemacht. Aber man kann mal hier und da reinschauen, um zu sehen, wie das abläuft. Es wird übrigens durchaus auch die Legitimität des Gerichts selbst diskutiert, und die Frage, ob es weiterhin solche Gerichte geben solle.

Einer von den Angeklagten, ein mehrfacher Vergewaltiger, wird von den Leuten per Abstimmung zum Tode durch Erschießen verurteilt. Nun, es heißt ja bekanntlich, man dürfe nicht für die Todesstrafe sein. Ich habe aber kaum einen Zweifel, wenn es bei uns Volksgerichte gäbe, würden die auch solche Urteile fällen.

Man muß das nicht schön finden, aber das ist kein Terror. Man muß Mozgovoi nicht mögen, aber der glaubt halt an seine Sache und will Ernst machen mit der Volksmacht. Deswegen hat er das ja auch alles öffentlich gemacht samt Youtube-Video. Sicher werden diese Institutionen nicht lange Bestand haben, das ist ein Übergangsphänomen. Das findet seine Erklärung auch dahin, daß die Gerichtsbarkeit vorher allzu oft einfach ein Instrument in den Händen der jeweiligen örtlichen kommerziellen Räuber-”Eliten” war.

Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 10:07

@ Soldat Schwejk: Das ist ja genau der Grund, weshalb man dem ‘Terror der Mehrheit’ in ausgebildeten Rechtsstaaten nicht das Urteilen überlässt. Allenfalls Schöffen sind bei uns als ‘Volkes Stimme’ zugelassen – aus gutem Grund. Oder was meinst du, was passieren würde, wenn eine zusammengewürfelte Menge in einem solchen Schnellgericht ohne Verteidiger über Salafisten, Kölner Hooligans, rumänische Diebesbanden, Vergewaltiger oder Kinderschänder urteilen dürfte? So viel Holz für all die Galgen würdest auf die Schnelle gar nicht zusammenbekommen …

Dass unter Janukowitsch und auch davor die Rechtsprechung gnadenlos käuflich war, darüber müssen wir uns nicht unterhalten. In Russland ist es übrigens ähnlich …

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 10:23

@ Morph

Viele der Putin-Kritiker in Rußland sind frühere Putin-Anhänger. In den frühen nuller Jahren haben junge, “europäisch” orientierte Leute ihre Hoffnung in Putin gesetzt. Man hat von ihm die Wiederherstellung der Staatsmacht erwartet, die “Verstaatlichung des Staates”, wie ich mal hörte. Und eine gesellschaftliche Modernisierung. Das erste Ziel ist erreicht worden, das zweite nicht. Inzwischen ist Putin auf einem restaurativen Kurs.

Um zu verstehen, warum das so ist, muß man nicht blödsinnige Kreml-Astrologie betreiben wie der Jarchow, sondern sich die Situation um 2000 vor Augen führen. Es gab nicht viele gesellschaftliche Ressourcen, die sich gegen die Destruktionskräfte der Jelzin-Zeit mobilisieren ließen. Die Leute waren damit beschäftigt, irgendwie über die Runden zu kommen, sie haben sich nicht politisch organisiert. Putin hatte als Gegengewicht zu den Oligarchen nur sein Netzwerk aus Geheimdienstleuten und so, also Leute mit einer entsprechenden déformation professionnelle. Was sich als wirkungsvoll erwies, um die Exzesse des Gangsterkapitalismus der Jelzin-Zeit zu beseitigen, das war dann später ein Hindernis für die Modernisierung. Aber Putin & Co. werden nicht ewig an den Schalthebeln sitzen, und es ist die Frage, was darauf folgt. Und das wird mit beeinflußt durch die Haltung EU-Europas gegenüber Rußland.

Man kann das wie in einem Spiegel sehen: EU-Europa wird durch einen Kalten Krieg mit Rußland eher undemokratisch, militaristisch, von einer vermeintlichen Sachzwang-Logik dominiert… und es wird auch ärmer. Umgekehrt stärkt ein Kalter Krieg in Rußland nur die anti-”europäischen” Kräfte, die sich darin bestätigt sehen, daß man dem Westen nicht trauen könne und sich abkapseln oder China zuwenden müsse. Und auch Rußland wird dadurch ärmer. Und hier wie dort hat man dann einen äußeren Schurken als Erklärung dafür, daß den einfachen Leuten der Gürtel enger geschnallt wird. Der Kalte Krieg stellt die Weichen für eine weitere gesellschaftliche Entwicklung in der EU und auch in Rußland selbst in eine ungute Richtung. Das ist eigentlich nicht schwer zu erkennen.

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 10:35

@ Jarchow

Ich propagiere hier ja nicht die Einführung von Volksgerichten wie in Altschewsk. Aber das ist so ein Übergangsphänomen in Kriegs- und Revolutionszeiten und eben kein besinnungsloser Terror und auch keine Lynchjustiz. Sonst hätte Mozgovoi sich nicht um diese Publizität bemüht. Bin ja nun kein Mozgovoi-Fan, auch wenn Ihr mich hier dazu stempeln wollt. Aber dem ist dort halt die Macht in die Hände gefallen, der muß irgendwie eine öffentliche Ordnung wiederherstellen in einem Umfeld, wo der Krieg zu einer gewissen Verrohung der Sitten geführt hat.

Keynesianer Oktober 31, 2014 um 11:10

Man darf das ja auch nicht mit unseren Verhältnissen verwechseln:

Einer von den Angeklagten, ein mehrfacher Vergewaltiger, wird von den Leuten per Abstimmung zum Tode durch Erschießen verurteilt.

Es handelt sich da nämlich um einen wirklichen mehrfachen Vergewaltiger.

Es handelt sich da nicht um einen Mann, der es zum Beispiel mit zwei Schwedinnen ohne Argwohn hatte, die danach behaupten, er habe ihnen die Ehe oder sonstwas versprochen, und dann ist der arme Mann plötzlich nach schwedischem Recht ein Vergewaltiger.

Bei uns gibt es im Sexualstrafrecht den verbreiteten Missbrauch von früher eigentlich ganz klaren Begriffen. Dort sicher noch nicht.

Unter den Verhältnissen eines Krieges und Bürgerkrieges ist dann die Todesstrafe für eine wirklich mehrfache Vergewaltigung auch angebracht.

Morph Oktober 31, 2014 um 11:11

@Schwejk

“Was sich als wirkungsvoll erwies, um die Exzesse des Gangsterkapitalismus der Jelzin-Zeit zu beseitigen, das war dann später ein Hindernis für die Modernisierung.”

Das leuchtet ein.

“Aber Putin & Co. werden nicht ewig an den Schalthebeln sitzen, und es ist die Frage, was darauf folgt. Und das wird mit beeinflußt durch die Haltung EU-Europas gegenüber Rußland.”

Sicher, das Verhalten von Nachbarn, Freunden, Gegnern usw. ‘mitbeeinflusst’ das eigene Verhalten. Die Frage ist, ob es im überaus komplexen Zusammenhang der Entwicklung der politischen Kultur eines Staates Kausalitäten gibt, die über ideologisch ‘informiertes’ Raten hinausgehen. Ich bin da skeptisch.

Die NATO-Osterweiterung ist aus der Organisationslogik dieses Militärbündnisses und den politischen Entwicklungen in den Beitrittsländern quasi mechanisch abzuleiten. Ebenso dass das für die geopolitische Selbstbeschreibung Russlands eine harte Banane ist.

Ich sehe das ziemlich gelassen. Es wird keinen neuen kalten Krieg geben, geschweige denn einen heißen. Dafür ist einerseits das russische Regime viel zu schwach, und andererseits hält sich die Kriegslustigkeit bei uns in den, glaube ich, doch sehr engen Grenzen des russophoben Beklopptentums.

@Linus

“deine Wolkenkuckucksheim-Intellektuellen”

Das stimmt. Du denkst vielleicht an einen Wladimir Kaminer , dem Du zweifellos an Geschmack und Weltkenntnis turmhoch überlegen bist. Aber wie ist es mit Wladimir Sorokin ? Auch ein Wolkenkuckucksheimintellektueller? Ach, den kennst Du gar nicht? Hm. Sage mal, @Linus, könnte es sein, dass es unter Euch Putinverstehern vielleicht auch den einen oder anderen Wolkenkuckucksheimkritiker gibt? Ich frag ja bloß!

gelegentlich Oktober 31, 2014 um 11:39

@Morph
„…und andererseits hält sich die Kriegslustigkeit bei uns in den, glaube ich, doch sehr engen Grenzen des russophoben Beklopptentums.“
Dann wollen wir einfach mal hoffen dass dies wirklich so bleibt. @someone arbeitet ja mit Leidenschaft daran seine Farben nicht im Wind flattern zu lassen, sondern sie durch den Wind zu bringen. Im Übrigen warten wir ja noch auf ein Ergebnis zu MH-17, damit die NATO die Chance auf einen rationalen Moment erhält.

Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 13:24

@ Soldat Schwejk: Bei der gezielten Veröffentlichung des Videos (das wurde ja schließlich nicht ‘geleakt’) handelt es sich m.E. um gezielte Einschüchterung durch die neuen Herren (‘Herren’ ist der falsche Ausdruck, ich weiß) – vermutlich im Vorfeld sogenannter ‘Wahlen’ in diesen Operettenstaaten, um mit dem Mittel der Furcht genehme Ergebnisse zu erzielen und die Schafherde mit visualisierter ‘struktureller Gewalt’ auf Linie und an die Wahlurnen zu bringen.

Linus Oktober 31, 2014 um 13:30

@Morph:
Hier ist noch ein Artikel vom anderen Wladimir:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/wladimir-kaminer-kritisiert-seine-heimat-12833198.html

Lies dir die beiden Artikel mal durch. Mal im Ernst: Das sollen intellektuelle oder gar politische Referenzen sein?

Es gibt viel, sehr viel am heutigen System in Russland zu bemängeln, ja anzuprangern. Die beiden Herren wirken da allerdings wenig kompetent.

Zu einer Wandlung von Gesellschaft reicht es nicht, Wünsche zu formulieren. Es gehört immer auch ein Pfad dazu.
Eine fundierte Kritik sollte daher den gegebenen Umständen und auch ihren ‘historischen’ Ursachen Rechnung tragen. Das rechtfertigt nichts, aber fördert das Verständnis der Situation. Wer das einfach ausblendet, der lebt in Wolkenkuckucksheim und weiss nicht, was er anrichtet (so unlängst geschehen mit “unseren” politischen Protagonisten auf dem Maidan).

“unter Euch Putinverstehern”
Der Ausdruck ist idiotisch. Willst du den echt in dein Portfolio aufnehmen?

topi Oktober 31, 2014 um 13:46

Morph

“Ich sehe das ziemlich gelassen. Es wird keinen neuen kalten Krieg geben, geschweige denn einen heißen. Dafür ist einerseits das russische Regime viel zu schwach, und andererseits hält sich die Kriegslustigkeit bei uns in den, glaube ich, doch sehr engen Grenzen des russophoben Beklopptentums.”

Ach so.
Wie soll man denn die Berichterstattung in weiten Teilen der Großmedien anders verstehen, als dass in den Chefsesseln Russophobe sitzen?
Oder sind sie nicht russophob, sondern schüren nur dieses Ressentiment, um Auflage zu machen? Oder um Politik zu machen?
Auch nicht besser, die Wirkung ist ja die gleiche.

Und “zu schwach”.
Wer will denn einen kalten Krieg? Interessengruppen, die direkt davon profitieren, MIK bspw.
Aber natürlich auch die politische rechte in den USA bspw.; die brauchen zwingend äußere Feinde oder sonstige “weiche” Themen, um ihre klar gegen die Mehrheit der Bevölkerung gerichtete Politik mehrheitsfähig zu kriegen.

Man kann sich auch zu einem kalten Krieg gezwungen sehen; wenn man mit einem Großmachtanspruch unterwegs sein will, kann man sich nicht einfach wirtschaftlich oder militätisch sanktionieren oder einschüchtern lassen ( * ).

Dann ist Schwäche aber kein Hinderungsgrund, sondern ein Eskalationsbeschleuniger.

topi Oktober 31, 2014 um 13:56

*

Dazu passt gut diese Anmerkung.

FL
“Wir erleben hier also die Problematik des Online-Journalismus in Reinkultur, der unter den Bedingungen unvollständiger Information Plausibilität herzustellen versucht.”

Nein.
Abends 23:00 Uhr, Phoenix der Tag, überhaupt keine Aktualitätspeitsche sondern mit einer Stunde im ÖR quasi DIE Einordnungssendung der ÖR in der Glotze.

Da war zu den Flügen nur ein Militärexperte eingeladen, der sprach einfach von abgefangenen Bombern und Jagdflugzeugen. Mag ja in seiner Sprache die richtige Definition sein, ich verstehe unter dem Zwang, Bomber abzufangen, etwas ganz anderes als normale Flugbewegungen im Internationalen Luftraum.

Und dann erklärte er auf Frage der Moderatorin, dass die NATO-Flüge in der Ostsee und im Schwarzen Meer, also dicht an der Grenze zu Russland, zwar stark angestiegenen sind, aber diese seien ja etwas ganz ganz anderes.

Wer nur abends diese Einordnung gesehen hat, weil er sich von dem hektischen online-getriebenen Journalismus bewusst fernhält, wurde auch einfach nur desinformiert.

Nicht durch die Moderatorin, schlicht durch die Auswahl des einzigen Experten dazu.

Aber es gab doch auch andere Info in der Sendung, wenn auch nicht von journalistischer Seite; Merkel blieb ja völlig cool auf diverse Anfragen, ja sie fliegen halt, ist doch erlaubt (wir fliegen auch, sagte sie nicht, dachte sie aber offenbar).

Morph Oktober 31, 2014 um 14:05

@Linus

“Der Ausdruck ist idiotisch. Willst du den echt in dein Portfolio aufnehmen?”

Stimmt, “Putinversteher” bin ich ja selber auch. Sagen wir lieber: “Putinliebhaber”! Das passt auf Dich viel besser, so wie Du hier in den letzten Monaten die Vernunft und Umsichtigkeit des Herrn Putin gepriesen hast.

“Es gibt viel, sehr viel am heutigen System in Russland zu bemängeln, ja anzuprangern. Die beiden Herren wirken da allerdings wenig kompetent.”

Ich sag ja, Du bist diesem Schreiberling Kaminer intellektuell meilenweit überlegen. Das spürt man bei jedem Satz Deiner stilistisch makellosen, inhaltlich brillanten Prosa. Auch Sorokin oder Jerofejew sind in der Tat völlige Idioten, verglichen mit Deinem überwältigendem Scharfsinn (Jerofejew? Schon wieder ein neuer Name? Ach, keine Sorge, @Linus, auch diesem ‘intellektuellen’ Schreiberling musst Du Großchecker des Wolkenkuckucksheims natürlich nicht kennen).

Morph Oktober 31, 2014 um 14:13

@topi

“Wie soll man denn die Berichterstattung in weiten Teilen der Großmedien anders verstehen, als dass in den Chefsesseln Russophobe sitzen?”

Ich kann in den kommerziellen Massenmedien, wie gesagt, keine Russophobie erkennen. Gottchen, das ideologische Framing der Massenmedien ist bei uns halt liberal, antinationalistisch, rechtsstaatlich usw. Kein Wunder, dass Putins restauratives Projekt hier keine gute Presse kriegt. Das hat mit Russophobie nichts zu tun.

Du findest in den kommerziellen Massenmedien nichts, was auch nur im Ansatz mit dem Beklopptentum à la @someone vergleichbar wäre.

sol1 Oktober 31, 2014 um 14:14

…und eben kein besinnungsloser Terror und auch keine Lynchjustiz.

Ich habe ja oben schon einen Artikel über die grausame Behandlung verlinkt, die dem Künstler Serhij Sacharow von den “Separatisten” zuteil wurde. Hier ist ein weiterer:

http://www.rferl.org/content/after-detention-torture-donetsk-artist-work-turns-grim/26646035.html

Offenbar hat Soldat Chujlo nichts daran auszusetzen – gut zu wissen…

Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 14:23

@ Morph: Vorsicht mit der Ironie. Das überfordert hier viele …
;-)

gelegentlich Oktober 31, 2014 um 14:40

@Morph
Nicht „russophob“ mag sein, aber sie sind knallharte Vorreiter einer Strategie der neuen Spannung, die ohne Rührung tief in die demagogischen Trickkisten greifen. Was fällt Dir zum Beispiel von @topi ein? Der Verantwortlichen waren nur müde?
Und um es zu wiederholen: wer MH-17 runter geholt hat wissen wir nicht. Sanktionen haben deshalb überhaupt keine Grundlage.

gelegentlich Oktober 31, 2014 um 14:54

@Jarchow
Klar, wenn man sich die Wunden geleckt hat kann man nur noch den Ort der Niederlage, den Thread des Jammers, entweder vermüllen, wie @someone das versucht, oder ihn lächerlich machen. Falls man so geschickt ist diese Absciht zu verbergen könnte es zumindest für die Gelegenheitsleser klappen. Aber soweit sind wir noch nicht.

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 15:11

@ Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 13:24

Nichts könnte falscher sein als diese Interpretation. Wenn der Mozgovoi in Altschewsk ein ihm genehmes Wahlergebnis erzielen wollte – meinst Du, er würde zu diesem Zweck ein Video von einem Volksgericht ins weltweite Netz stellen, wo über zwei Gewalttäter geurteilt wird?

Nein, diese Veröffentlichung ist im Zusammenhang mit der Videokonferenz zu sehen. Der Adressat sind die Leute auf der anderen Seite der Front. Er will den von Kiew enttäuschten Maidanisten damit zeigen, daß die im Osten da keine Terroristen sind, wie es in den UA-Medien vielfach dargestellt wird, sondern daß sie wirklich neue Strukturen von unten schaffen.

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 15:15

@ Morph

Den Kaminer schätze ich als Humoristen, naja, er ist halt ein Punk. Von dem Sorokin habe ich nur “Die Schlange” gelesen, eine frühe Satire noch aus sowjetischer Zeit. Fand ich ziemlich cool. Aber der FAZ-Artikel… also lies ihn Dir noch mal durch, so als stilbewußter Zeitgenosse… Ist das nicht richtig schlechte Literatur, mit lauter schiefen Metaphern? Es ist ja nun nicht so selten, daß gute Literaten anfangen, Mist zu schreiben, wenn sie politisch werden. – Im übrigen hatte ich hier ja auch schon zu der Sängerin Zemfira verlinkt, die auch keine Anhängerin der politischen Führung ihres Landes ist. Ihre Haltung ist respektabel, aber zur außenpolitischen Beraterin der Bundesregierung würde ich sie jetzt nicht machen wollen…

Was die Russophobie angeht: Sicher ist so komplett hirntotes Zeug wie das von @someone nicht anschlußfähig, das ist insgeheim gewiß auch dem Jarchow peinlich. Aber es gibt doch erkennbar eine weichgespülte Russophobie in einigen großen Medien. In einer Überschrift ist Rußland eine Sau, die ihre Jungen frißt. In einer anderen Überschrift ist Rußland eine Katze, die mit der Maus spielt. Daß Rußland ein Bär ist, wissen wir ohnehin. Offenbar sollen wir uns das Land als eine Art Schweinekatzenbär vorstellen. Da wird eine Fremdheit überhöht, um so ein ganz bedrohliches Anderes zu konstruieren. Da wird die russische Gewaltgeschichte des letzten Jahrhunderts in Erinnerung gerufen, so als hätten wir hier keine solche. Dazu kommt diese Fixierung auf Putin. Heutzutage kann man nicht mehr sowas schreiben wie: “Gott strafe England!” oder “Jeder Schuß ein Ruß’!”. Heute geschieht das subtiler. Aber die Tendenz zur massenmedialen Konstruktion eines Feindbildes ist zu erkennen, finde ich. Die Identifikation eines Landes mit einer Person, die dann dämonisiert oder für irre erklärt wird, ist da immer ein gutes Anzeichen.

Linus Oktober 31, 2014 um 16:10

@Morph:
“Ich sag ja, Du bist diesem Schreiberling Kaminer intellektuell meilenweit überlegen.”
Und was hast du so bieten? Argumente Fehlanzeige!

Russophob? “STOPPT PUTIN JETZT!” – ah so, dass ist Putinophob, stimmt.
Davon gibt es allerdings Einiges. Dummerweise hat Putin “80% Zustimmung” (da mach ich gerne Abstriche). Meinst du, diese 80% Russen würden das nicht persönlich nehmen? Glaubst du im Ernst, die schlucken die Sanktionen, die Lügen, die Demütigungen einfach so? Nein, die fühlen sich persönlich angesprochen, die verstehen die Botschaft genau so, wie sie gemeint ist: “Zerlegt die Russen! Degradiert sie zur Drittmacht! Steckt sie in die Regionalliga. Die sind nicht gefragt. Die haben das Maul zu halten und sich unterzuordnen, sich ausbeuten, sich plündern zu lassen”. Exakt so kommt das rüber.

“Du findest in den kommerziellen Massenmedien nichts, was auch nur im Ansatz mit dem Beklopptentum à la @someone vergleichbar wäre.”
Ich finde massive Lügen und Desinformation, die es darauf anlegen, Russland als ernste Bedrohung für den Weltfrieden zu stilisieren. Ich finde Lumpen ohne Ende, die einen neuen Kalten Krieg herbeischreiben wollen, letztes leuchtendes Beispiel war Herr Soros.
Das alles ist erheblich geschickter und nachhaltiger inszeniert als someone’s Eskapaden. Aber ist es weniger bekloppt? Mir scheint vielmehr ebenso bekloppt und blind für die realen Konsequenzen.

Und ich finde einen in Wolle gefärbten Waschbären …

Bogus Oktober 31, 2014 um 16:27

Z.B. das Duo Miosga/Lielischkies in den Tagesthemen: Schlimm, schlimm, die russische Bevölkerung leidet noch nicht genug unter den Sanktionen!

https://www.facebook.com/video.php?v=10152631379619407&set=vb.193081554406&type=2&theater

Russophob oder einfach nur unsäglich dumm?

Morph Oktober 31, 2014 um 16:28

@Schwejk

“Ist das nicht richtig schlechte Literatur, mit lauter schiefen Metaphern?”

Nö, finde ich nicht. Das Bild wird ganz gut durchgehalten und entfaltet.

@Linus

“Argumente Fehlanzeige!”

Quid pro quo.

“Und ich finde einen in Wolle gefärbten Waschbären …”

Dein Scharfsinn beschämt mich!

“Meinst du, diese 80% Russen würden das nicht persönlich nehmen? Glaubst du im Ernst, die schlucken die Sanktionen, die Lügen, die Demütigungen einfach so? Nein, die fühlen sich persönlich angesprochen, die verstehen die Botschaft genau so, wie sie gemeint ist: “Zerlegt die Russen! Degradiert sie zur Drittmacht! Steckt sie in die Regionalliga. Die sind nicht gefragt. Die haben das Maul zu halten und sich unterzuordnen, sich ausbeuten, sich plündern zu lassen”. Exakt so kommt das rüber.”

Keine Ahnung, ob 80% der Russen so ticken, da bist natürlich Du der Experte! – Aber wenn dem so sein sollte und sich 80% der Russen aufs Selbstmitleid verlegen sollten: Buhuu, ausländische Mächte vergewaltigen unser schönes Mütterchen Russland!, dann ist ihnen ohenhin nicht zu helfen. Dann sind die zu 80% (was ich nicht glauben mag) nicht besser als die Vollidioten, die in Europa so Figuren wie Le Pen hinterher laufen.

Bogus Oktober 31, 2014 um 16:38

“Buhuu, ausländische Mächte vergewaltigen unser schönes Mütterchen Russland!”

Schauen die Russen eigentlich Westfernsehen? Sollten sie. Putin kann sich dann sämtliche Propaganda sparen, muss nur ARD+ZDF ins Russische übersetzen lassen.

Andreas Kreuz Oktober 31, 2014 um 17:03

@Bogus Oktober 31, 2014 um 16:38

Falls sie westfernsehen, dann nur in schwarz-weiss,
wegen anderem Übertragungssystem.
Das triftt es dann ja auch schon im Kern… ;-)

Morph Oktober 31, 2014 um 17:18

und, @Linus,

was mich ja auch immer wieder verblüfft, sind so hochkritische Anprangerungen wie Deine oben:

“Ich finde massive Lügen und Desinformation, die es darauf anlegen, Russland als ernste Bedrohung für den Weltfrieden zu stilisieren.”

denn ich kann beim allerbesten Willen den Glauben nicht mehr aufbringen, dass Massenmedien eine im Weltmaßstab faire, ausgewogene Berichterstattung über das Weltgeschehen leisten können. Habe ich hier ja auch schon gefühlte hundert Mal erläutert, warum die Publikationslogik der Massenmedien sich nicht an Werten wie Wahrhaftigkeit oder gar Wahrheit orientieren kann. Wirklich bewundernswert, wie man an einer Erwartung den Massenmedien gegenüber festhalten kann, die dermaßen unrealistisch ist und Tag für Tag enttäuscht wird.

Und weißt Du was? – Ich hoffe Du fällst jetzt nicht vom Stühlchen. – Die russischen Massenmedien, die sind da nicht viel… – stopp, ich schlucks runter. Nicht, dass Du Dir vor Schreck noch etwas antust!

Linus Oktober 31, 2014 um 17:23

@Morph:
Ich denke, die Nachteile, die Russland gerade erfahren darf, sind schon ziemlich handfest. So frag ich mich, was denn an Sanktionen bitte Selbstmitleid sein soll? Das scheint mir eine ziemlich perfiode Argumentation.

Die russische Bevölkerung hat auch die Erfahrungen nicht vergessen, die sie in den Jelzin-Jahren mit den westlichen Versprechungen machen durfte. Diese Eindrücke werden jetzt reaktiviert.

“Quid pro quo.”
Wirklich?

Genug geplaudert! Ich muss mich nicht auch noch an dir schmutzig machen.

Morph Oktober 31, 2014 um 17:42

@Schwejk

“Aber die Tendenz zur massenmedialen Konstruktion eines Feindbildes ist zu erkennen, finde ich. Die Identifikation eines Landes mit einer Person, die dann dämonisiert oder für irre erklärt wird, ist da immer ein gutes Anzeichen.”

Im Ergebnis hast Du Recht. Aber interessanterweise verfängt es ja kaum. Die Leute sind ja nicht blöd. Gerade diejenigen, auf die es ankommt, die politisch interessierten Mediennutzer übernehmen nicht das von den Medien konstruierte Bild. Es sei denn, sie sind schon ideologisch festgelegt (das Jungvolk der einschlägigen Parteien).

Und man kann die Entstehung der überschießenden Russlandkritik in den Massenmedien tatsächlich durch bestimmte, routinemäßig fungierende Berichtsprinzipien erklären: Personalisierung, Dramatisierung, Moralisierung. (Standardhinweis: Nachrichtenwerttheorie). D.h. es bedarf keiner vorgängigen persönlichen Russophobie der Journalisten oder ihrer Auftraggeber, dass in der massenmedialen Berichterstattung über den Ukrainekonflikt Russland als Feindbild entsteht.

Und wie gesagt, das Publikum urteilt, nach allem, was ich beobachten kann, sehr viel differenzierter. Und es ist damit zu rechnen, dass die Massenmedien daraus lernen. Denn die Vorstellung dicker, Zigarre rauchender Presse-Tycoons, die ihren ‘Mietmäulern’ befehlen, ihre bösartige Ideologie den dummen Lesern ins Gehirn zu tippen, hat ja mit den gegenwärtigen Medienverhältnissen sehr viel weniger zu tun, als die landläufige MSM-Kritik glaubt und glauben machen will.

Morph Oktober 31, 2014 um 17:50

@Linus

“So frag ich mich, was denn an Sanktionen bitte Selbstmitleid sein soll?”

Habe ich das behauptet? – Wir befinden uns (seit jeher) in einem globalen Kampf um Ressourcen und Absatzmärkte. Und jede Macht nutzt jede Gelegenheit, in diesem Kampf Vorteile heruaszuspielen und zu nutzen. Wenn die russische Regierung glaubt, mit Nationalismus und festen Werten regieren zu können, liefern sie dem Gegner alle Trumpfe, die der braucht. Aber klar: Putin ist voll der Schlaukopf! ;-)

Dein Fehler, schon immer: Du moralisierst, statt zu analysieren.

Andreas Kreuz Oktober 31, 2014 um 17:58

@morph
Es wird keinen neuen kalten Krieg geben, geschweige denn einen heißen. Dafür ist einerseits das russische Regime viel zu schwach, und andererseits hält sich die Kriegslustigkeit bei uns in den, glaube ich, doch sehr engen Grenzen des russophoben Beklopptentums.

Das sind ja gleich fünf Spekulationen in zwei Sätzen.

Wir werden in den nächsten Jahren sehen, welche davon richtig ist.
Ich hoffe nur, dass es nicht zum heißen Krieg kommt.
Denn unsere Kinder und Enkel werden nicht die Sieger sein.

Die Orientierung Russlands auf den asiatischen Raum
wird nach meiner Meinung Kräfte frei setzen,
die alles andere als rückwärts gewandt sind.

gelegentlich Oktober 31, 2014 um 18:19

@Morph
„ Wenn die russische Regierung glaubt, mit Nationalismus und festen Werten regieren zu können, liefern sie dem Gegner alle Trumpfe, die der braucht.“
Na ja, schlau ist es nicht was Putin da macht. Hat er aber eine Alternative? Dieser völkischen Plummquatsch a la Dugin ist sicherlich abgründig. Glück für ihn, dass die Gegenseite mit ihrer pseudoreligiösen Beklopptheit, gemeint ist der Neoliberalismus und die demagogische „Moderne“, nicht besser da steht und vor Allem außerhalb weniger Regionen ihre Glaubwürdigkeit verloren hat.
Du hattest mal gefragt warum denn trotzdem viele politisch Verfolgte dennoch gerne in die USA gehen. Ich denke das liegt daran dass das Herrschaftssystem dort einfach entspannter und toleranter ist gegenüber jedem irrelevantem Wort. Sobald es relevant wird ist uncoole Ungemütlichkeit nicht weit. Frage Dich außerdem bitte mal, wie man beschaffen sein muss um so etwas wie die gegenwärtige NSA überhaupt zu wollen. Ist das nicht schon ein Statement eigener Art?
Ok, es ist noch nicht so weit dass ein gemütlich amüsierter Affirmativer beunruhigt sein müßte.

Linus Oktober 31, 2014 um 18:44

@Morph:
“Und man kann die Entstehung der überschießenden Russlandkritik in den Massenmedien tatsächlich durch bestimmte, routinemäßig fungierende Berichtsprinzipien erklären. (Standardhinweis: Nachrichtenwerttheorie).”

Und Herr Obama und seine Entourage sind leider ebenso betriebsblind? Die Vorstellungen bei der UNO und in Estland waren ein Missverständnis? Muss man alles nicht so ernst nehmen? Ich bin beeindruckt!

Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 19:11

@ Andreas Kreuz: “Die Orientierung Russlands auf den asiatischen Raum wird nach meiner Meinung Kräfte frei setzen.”

Das ist mal richtig: Die Separatismusbestrebungen in Sibirien, auch die der Muslime an der mittleren Wolga, dazu die Turkmenen und Tscherkessen, all diese Entwicklungen sind ja nun wirklich nicht länger zu übersehen. Dazu sind die genuinen Russen demographisch ein rapide dahinschwindendes Volk …

Morph Oktober 31, 2014 um 19:19

@Linus

“Die Vorstellungen bei der UNO und in Estland waren ein Missverständnis? Muss man alles nicht so ernst nehmen? Ich bin beeindruckt!”

Ich kann Deinen Gedankensprüngen leider nicht folgen. Vergleich mal Deine Kommentare mit denen @someones. Eine ganz ähnliche Art Blindtext!

Manfred Peters Oktober 31, 2014 um 19:31

@ Morph Oktober 31, 2014 um 19:19
& “Ich kann Deinen Gedankensprüngen leider nicht folgen.
Wenn man hier mitdiskutieren will, solltest Du aber! ;-)
“Obamas historische Rede vor der UN
US-Präsident: “Russland wird für seine Aggressionen bezahlen”
Mittwoch, 24.09.2014, 18:17″

Suche selbst, die Stichworte sind vorhanden, gilt auch für den politischen Ochsenfrosch Estland.

Andreas Kreuz Oktober 31, 2014 um 19:43

@Klaus Jarchow Oktober 31, 2014 um 19:11

Wenn mir heute jemand etwas von ‘Demografie’ erzählt,
werde ich immer etwas stutzig…

ruby Oktober 31, 2014 um 19:44

@ Morph
ja fein,
hole meinen Viktor Jerofejew aus dem Bücherschrank …
nichts für ungut
;-)
http://www.lovelybooks.de/autor/Viktor-Jerofejew/Moskauer-Sch%C3%B6nheit-142760670-w/

ruby Oktober 31, 2014 um 19:52

@ Jarchow

etwas Lektüre
http://www.uni-potsdam.de/u/allg_soziologie/stoelting_pub.html
war hier schon mal verlinkt

Morph Oktober 31, 2014 um 19:52

@Manfred Peters

Ich verstehe immer noch nicht, was die Politik der Obamaregierung im Kampf um Ressourcen und Absatzmärkte mit der Logik der Massenmedien zu tun hat. Die russische Regierung glaubte, die Nationalkarte spielen und die Westorientierung der Ukraine auf dieser Basis stören zu können. Die Obamaregierung hat darauf logisch reagiert. Die westlichen Massenmedien berichten entsprechend (im Rahmen ihrer Personalisierungs-, Dramatisierungs-, Moralisierungslogik). In diesem Spiel ist nicht ein Hauch von Russophobie. So sehe ich das. Und ich kann mit irgendwelchen hereingeworfenen Stichworten: “Und der Herr Obama?!”, “betriebsblind!” nicht wirklich etwas Sinnvolles anfangen. Du?

topi Oktober 31, 2014 um 19:53

Vergessen.

“Außerdem ignorieren sie die vielen russischen Intellektuellen, die von der kulturellen und politischen Entwicklung ihres Landes sehr enttäuscht sind und alles in allem das Bild eines hoffnungslosen Niedergangs zeichnen.”

Ähm; was würden denn Intellektuelle von Format, so es sie hier denn gäbe bzw. sie sich in gesellschaftliche Debatten mischten, von der Entwicklung hierzulande halten?

Der Unfug ist ja riesengroß, wenn man mal die Scheuklappen der “Sachzwänge” abnimmt.

Wir haben ein gigantisches Produktivitätswachstum in den letzten Jahrzehnten.
Welche gesellschaftlichen Verbesserungen sind daraus erwachsen?

Kulturelle Höhenflüge?

oder wenigstens Mond-, wenn schon nicht Marsflüge?

Politische Entwicklung? Keine Alternative, was man wählt wird als egal empfunden, seit Hartz IV durch das “rot-grüne Reformprojekt” vollkommen zu recht.

Nicht mal beschi..enes Internet mit 20 MB kriegt man hin; während woanders die 100 Standart ist. (könnte ja für die moderneren Internetintellektuellen ein Thema sein)

Es gibt ganz selten mal Meinungen aus bestimmten Sachgebieten, bspw. fordert jemand massive Arbeitszeitverkürzung als Antwort auf den Produktivitätsfortschritt.
Aber eine Intellektuellen-Debatte?

holger196967 Oktober 31, 2014 um 20:02

Test

holger196967 Oktober 31, 2014 um 20:05

tut mir leid, musste mal testen, Frank bitte löschen…

Linus Oktober 31, 2014 um 20:22

@Morph:
https://www.google.ch/search?q=Stoppt+Putin+jetzt&client=firefox-a&hs=zfy&rls=org.mozilla:de:official&channel=nts&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=Kt1TVMaqMcidPfOlgZAL&ved=0CB4QsAQ&biw=1155&bih=797

Die Logik der Massenmedien, sagst du. Noch mehr, die Logik nahezu aller westlichen Massenmedien. Und das westliche Führungspersonal stösst ins gleiche Horn! Weil auch betriebsblind? Weil sie den Massenmedien auf den Leim gegangen sind? Zufall? Was gibt’s denn sonst noch im Angebot?

Einerlei. Hauptsache, den Feind im Blick.

Bruchmüller Oktober 31, 2014 um 20:26

@ topi Oktober 31, 2014 um 19:53

Du befindest Dich auf Abwegen. Um nicht zu sagen, Dein Posting ist vollkommen abwegig, da es darin ersichtlich um deutsche Befindlichkeiten geht. (Nur so als Hinweis) Sonst verirrst Du Dich noch nach West- oder Südeuropa.

Sag ich mal so als Schwarznullversteher.

BB Oktober 31, 2014 um 20:52

Hier kann man schön nachvollziehen, was bei unseren Leitmedien Nato-Propaganda-mäßig so abgeht:

http://propagandaschau.wordpress.com/2014/10/31/nato-kriegspropaganda-feuert-aus-allen-rohren-lugen-und-desinformation/

Besonders unangenehm fällt der Kleber vom ZDF auf.

Morph Oktober 31, 2014 um 20:52

@Linus

Wie gesagt, Dein Wortbrocken-Stil ist sehr @someone-mäßig. Scheint sich aufzudrängen, wenn einem partout nichts Gescheites einfällt.

Übrigns, wo Du doch so gerne mit den Nasenflügeln bebst, wenn irgendwo massenmedial “gelogen und betrogen” wird: Gibt da auch sehr schöne Beispiele aus Russland, an denen sich eine Medienkritik, wie Du sie betreibst, super hochjazzen könnte.

Viele Leute wehren offenbar die Einsicht in die funktionale Banalität der nationalen Presseberichterstattung ab, weil sie es sinnstiftend finden, sich darüber zu empören, dass sie von ‘den Medien’ betrohooogen!!! werden. Was ist das? Intellektuelles Flagellantentum?

Naja, wem’s Spaß macht… – Sehr geil auch, dass diese masochistischen Simpel das vielleicht schlechteste Sachbuch des Jahrzehnts (ihr wisst schon, über gekauften Journalismus, von diesem gruseligen Ulfkotte) in die Charts gekauft haben.

Zeiten sind das!

Linus Oktober 31, 2014 um 21:02

@Morph:
“Der Westen” argumentiert iW nicht in Russophobie, er argumentiert in Blockdenken. Hier die Guten, dort die Inkarnation des Bösen.

‘Dort’ ist dann mal Afghanistan, mal der Irak, mal der Iran, mal Venezuela, mal Libyen usw. und heute hat’s halt Russland getroffen. Die Bomben, die einem auf den Kopf fallen, die Staatsstreiche, die eingefädelt werden, die Sanktionen, die einen würgen sollen, – die darf man halt nicht persönlich nehmen, nicht wahr, Morph.

ruby Oktober 31, 2014 um 21:05

@ Holger96
Test?
Morgen gibt es richtig was auf die Glocke …
Setz Dir schonmal nen Aluhut auf …
https://www.youtube.com/watch?v=Go_R12P4zCo
haben wir 1978 so auf dem Fußballplatz von Keitum auf Sylt geübt
;-)

holger196967 Oktober 31, 2014 um 21:11

tja, ich hab ja letztens der NASA empfohlen Morph vom Ork als Berater zu nehmen… dann klappt das auch wieder mit den Raumflügen.. :D

Von Braun war eh nen NAZI LOL

holger196967 Oktober 31, 2014 um 21:12

ruby

wir verlieren eh… wir haben auch so einen Luhmann, genannt Mäh Schaaf

Andreas Kreuz Oktober 31, 2014 um 21:17

@holger196967 Oktober 31, 2014 um 21:11

Da las ich gestern auch einen netten Beitrag zur explodierten Raumtransporterrakete.
Da sagte ein amerikanischer Techniker im Ruhestand sinngemäß:
“Man darf nicht nur die 40 Jahre alte Technik von den Russen kaufen, sondern man muss auch wissen, wie man damit umzugehen hat.”

Also in mein Weltbild
samt morph und Jarchow
passt das auf’s Hundertstel. ;-)

holger196967 Oktober 31, 2014 um 21:18

1969 sollen se angeblich zum Moon heute sind se zu dämlich nen Flughafen und Flüge zur ISS zu starten zu bauen… sagt alles aus…

holger196967 Oktober 31, 2014 um 21:28

-und über was sabbelt Der Hausherr? über die PKW Maut… und NSA LOL :D

Linus Oktober 31, 2014 um 21:30

“Wie gesagt, Dein Wortbrocken-Stil ist sehr @someone-mäßig.”
Jetzt kommt also die Karte Stil-Kritik.

Ich schätze, es liegt nicht an meinen ‘Wortbrocken’, sondern daran, dass du Obama’s Auftritte nicht mitbekommen hast. Sorry, das konnte ich nicht ahnen.

“Gibt da auch sehr schöne Beispiele aus Russland, an denen sich eine Medienkritik, wie Du sie betreibst, super hochjazzen könnte.”
Das glaube ich dir gern. Du scheinst ja richtig auf dem Laufenden zu sein.

“Übrigens, wo Du doch so gerne mit den Nasenflügeln bebst, wenn irgendwo massenmedial “gelogen und betrogen” wird.”
Keineswegs! Mich persönlich lässt das inzwischen ziemlich kalt. Ich kann mir ja noch anhand anderer Quellen ein Bild machen.
Mich lässt es allerdings nicht kalt, wenn damit der Weg bereitet wird, dass andere Menschen ins Gras beissen müssen. Das scheinst du nicht begreifen zu wollen.

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 22:08

@ Morph —> “Und man kann die Entstehung der überschießenden Russlandkritik in den Massenmedien tatsächlich durch bestimmte, routinemäßig fungierende Berichtsprinzipien erklären: Personalisierung, Dramatisierung, Moralisierung. (Standardhinweis: Nachrichtenwerttheorie). D.h. es bedarf keiner vorgängigen persönlichen Russophobie der Journalisten oder ihrer Auftraggeber, dass in der massenmedialen Berichterstattung über den Ukrainekonflikt Russland als Feindbild entsteht.”

Nun, ich glaube zwar nicht daran, daß alles in den Massenmedien von oben gesteuert wird oder so. Nachrichtenwerttheorie, hm…

Ich frage mich aber… und auch Dich: Wie kommt es, daß in den großen Blättern (gerade in der FAZ), wenn russische Intellektuelle und Künstler interviewt werden, immer solche interviewt werden, die in radikaler Opposition zu ihrer Führung stehen? Wieso werden fast nie welche interviewt, die Putin unterstützen? Oder die, wenn schon nicht Putin unterstützen, dann doch die Wirtschaftssanktionen des Westens kritisieren? Die eine Putin-Kritik mit einer ebenso scharfen Kritik der “westlichen” Rußland-Politik verbinden? Gibt es solche dort nicht? Regiert Putin dort gegen die geschlossene Opposition aller Künstler und Intellektuellen, die alle totale Fans des “Westens” sind?

O.K., nun sagen wir mal, letztere haben keinen “Nachrichtenwert”…

Wenn ukrainische Intellektuelle und Künstler interviewt werden, warum werden dann aber immer solche interviewt, die die Perspektive eines ukrainischen “Wir” gegen eine Bedrohung aus dem Osten einnehmen? Gut, sie mögen die Mächtigen in ihrem Land hier und da auch kritisieren… aber es kommt hier in den Medien niemand zu Wort, der in der UA diese Fiktion eines gegen Rußland und die Separatisten stehenden “Wir”, das angeblich einfache Leute und “Eliten” einschließt, grundsätzlich nicht teilt. Wie das etwa Sorokin in Rußland macht, oder die Soldatenmütter, die ja viel und oft zitiert werden.

Aber warum wird nicht auch z.B. die Dnepropetrowsker Antikriegsaktivistin Viktoria Schilowa mal interviewt, die den vom Kiewer Regime angezettelten Krieg im Osten für ein Verbrechen hält? Die sieht dazu noch richtig gut aus, also so unter rein aufmerksamkeitsökonomischen Erwägungen könnte man die ja mal interviewen, nicht? Oder warum wird die Anwältin Tatjana Montian nicht interviewt, die es ganz ähnlich sieht, und die nun schon vor dem Maidan lange in einer grundsätzlichen Opposition zur dortigen Ordnung war? Jetzt nach deren Erklärung, sie werde in den Donbass zu Mozgovoi fahren und mit diesem sprechen, könnte man die ja mal interviewen oder über sie berichten. – Na, wir werden sehen…

Warum wurde nicht über den ukrainischen Generaloberst Ruban berichtet? Der betreibt ein Zentrum zum Gefangenenaustausch, der hat die politische Führung des Landes hart kritisiert und den Krieg für sinnlos erklärt. Ist das kein Nachrichtenwert? Wenn ein hochrangiger russischer Militär sich offen gegen die politische Führung seines Landes wenden würde, hätte das dann auch keinen Nachrichtenwert? – (Nun, die “Junge Welt” hat über Ruban berichtet, als einziges Blatt, und dankenswerterweise haben sie das ganze Interview mit ihm ins Deutsche übersetzt.)

Also mir scheint, Deine Nachrichtenwerttheorie erklärt nicht alles…

Linus Oktober 31, 2014 um 22:22

@Morph:
Zusammenfassung:
Du sagst, man könne das Verhalten der Massenmedien tatsächlich durch Nachrichtenwerttheorie erklären. Bisschen monokausal klingt das schon: als ob die Medien nur mit sich selbst beschäftigt wären und es keine Verbindungen gäbe zwischen Medien und Politik. Aber sei’s drum, knicken wir also die Massenmedien.

Dummerweise reden und handeln unsere Führungsfiguren nach eben den Leitlinien, wie sie auch von den Massenmedien verbreitet werden. Absicht oder Zufall? Sei’s drum.

Jetzt kommt es aber ganz dumm. Genau nach diesen Leitlinien werden auch Kriege vorbereitet und vom Zaun gebrochen. Es ist ja nicht so, dass das alles keine Konsequenzen hätte.

Du sagst, ich würde moralisch argumentieren, statt zu analysieren: Ich mach mir halt – offenbar im Gegensatz zu dir – auch mal die Mühe, die Konsequenzen durchzudenken. Meinst du tatsächlich, die paar Toten gehörten nicht in die Analyse, die seien allenfalls interessant für Moralisten?

Einigen wir uns doch auf Folgendes:
Nenn du mich einen Moralisten, ich nenn dich einen Fachidiot.

Bruchmüller Oktober 31, 2014 um 22:36

@ Schwejk,

bei all Deinen Fragen zu den Nicht-Interviews, ist da auch eine dabei, die Du nicht selbst beantworten kannst?

petervonkloss Oktober 31, 2014 um 22:45

Die Emergenz der Berliner Republik

„Mein Land ist weg!“

Wer das immer noch nicht begreift, der hat Deutschland nicht betreffende Interessen;

So Morph, der sofort nach dem Putin-Vortrag von

@Manfred Peters Oktober 31, 2014 um 00:09
http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/10/25/putin-beim-waldai-2014/#.VFPlmDSG9JB“ ——- sich (pflichtgemäß…ja wem gegenüber?)
außerordentlich bemüßigt fühlte:

@Morph: „die Paranoia des autoritären Charakters.“……… oder „Gottchen, das ideologische Framing der Massenmedien ist bei uns halt liberal, antinationalistisch, rechtsstaatlich usw. Kein Wunder, dass Putins restauratives Projekt hier keine gute Presse kriegt. Das hat mit Russophobie nichts zu tun.“

Dieser Vortrag klang viel zu sehr nach Prof. Dugin, als daß man da nicht sofort einschreiten müsste; und Deutschland ist immer noch der Hexenkessel sich widerstreitender, nahezu antagonistischer, geopolitischer Interessen, deren Eigenstes gar nicht mehr vorhanden scheint. Die BESIEGTENGEISTIGKEIT kommt dem
entgegen, schlimmer noch, sie befördert sie in Höhen moralischer Autorität.

Er vergisst dabei, daß solche Leute wie er dazu beigetragen haben, aus Deutschland eine willfährige Sado-Maso- Nutte zu machen, das einen Lustgewinn darin sieht, die ungeeignetsten, selbst-und fremdzerstörerischsten Menschen
bei uns WILLKOMMEN zu heißen. ( siehe das Gegenbeispiel Australiens und Kanadas (und der USA).

Degegen – etwas übertrieben – könnte man folgendes formulieren:
„….UND DAS UN-RECHT IST GAR KEIN RECHT. Die UN kann das Völkerrecht nicht vertreten, da dessen Vertretung der Völkerbund ist und die UN nicht sein Rechtsnachfolger.

Die EXISTENZGRUNDLAGE DER UN IST DER KRIEGSZUSTAND GEGEN DEUTSCHLAND!

Ohne diesen Kriegszustand muss sie erlöschen.
DIE BRD hat sich als SONDERMITGLIED DER UN, ebenfalls zum FEIND DEUTSCHLANDS ERKLÄRT.
Die BRD ist also DER FEIND JEDER NATÜRLICHEN DEUTSCHEN RECHTSPERSON und hat dafür gesorgt, dass man als BRD-MITGLIED FEIND
seiner EIGENEN RECHTSPERSON IST“. (Prof. Dugin?).

Mein Gott, es gibt noch ein Deutschlandgefühl!:

„Ich kann aber, und das ist Teil meines Deutschlandgefühls, sehr deutlich sagen, dass mir ein katholischer, übergewichtiger, sinnenfroher Pfälzer an der Spitze der Regierung jederzeit lieber ist als ein protestantischer ostdeutscher Prediger und ein Pokerface aus Mecklenburg, dessen Fühlen, Denken und Handeln mir vorkommt, als sei es von einem anderen Stern..

Die angebliche westdeutsche Mehrheitskultur, die sich in den vergangenen 25 Jahren durchgesetzt haben soll – ich kann sie nicht sehen. Die Berliner Republik ist für mich eine ostdeutsche Republik, die mit mir wenig bis nichts zu tun hat; ein zentralistischer Staat mit einer Einheitskultur, dessen föderale Struktur nur noch eine reine Verwaltungssache ist; eine aufgekratzt heitere Partyzone, in der man sich selbst feiert, bevölkert von wirtschaftlich prekären Existenzen. Ich erwarte übrigens nicht, dass mich irgendwer um Verzeihung bittet. Das scheint ohnehin keine allzu ausgeprägte ostdeutsche Stärke zu sein. Ein zarter Dreh am ostdeutschen Befindlichkeitslautsprecherregler würde schon reichen, ein Hauch weniger “Anspruchsunverschämtheit” (ein Wort von Botho Strauß, aufgewachsen in Bad Ems, beheimatet heute in den Weiten der Uckermark. Da war ich auch noch nicht).“ „Mein Land ist weg!“ von Christoph Schröder.

Doktor D Oktober 31, 2014 um 22:45

Meine Vermutung, warum die Ukraine-Berichterstattung so ein bisschen schlagseitig ist:
Aus anderen “Revolutionen” weiß ich, dass in der Berichterstattung oft PR-Agenturen und sogenannte Stiftungen eine Rolle spielen. Die organisieren Hintergrundinfos und -gespräche, beschaffen Übersetzer und Übersetzungen, fliegen die Leute nach DE oder Journos vor Ort und stellen ihr Netzwerk vor Ort zur Verfügung. Und wer da nicht drin steckt, von dem erfährt im Zweifel der deutsche Journalist auch nix. Das könnte auch die Konformität der Quellen bei den üblichen Verdächtigen erklären und den Ausreisser Neues Deutschland. Die greifen halt auf ein ganz anderes Netzwerk zu, während sich in der Ukraine Böll-Stiftung und Adenauer-Stiftung doch seltsam ähneln.

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 22:53

@ Bruchmüller

Ich sehe das Ergebnis, aber bin mir über die da wirkenden Mechanismen nicht im klaren. Insofern sind das keine rhetorischen Fragen, ich bin schon an Antworten interessiert. Wie etwa der von @Dr. D, vielen Dank, das klingt plausibel.

Doktor D Oktober 31, 2014 um 22:59

Inwieweit Journos auf dem Schirm haben, dass da nicht so ganz uneigennützig gehandelt wird oder dass sogar aktiv mitmachen, weil sie sich selbst als Protagonisten sehen… das wäre meine Frage.
Ich durfte mal Superpolit-PR-Profis von Edelmann bei der Arbeit für eine der Farben-Revolutionen zugucken (Georgien) –und das ist schon echt …. faszinierend.

petervonkloss Oktober 31, 2014 um 23:07

Doktor D Oktober 31, 2014 um 22:59

Du übertreibst.

Doktor D Oktober 31, 2014 um 23:10

Also ich fand das schon faszinierend…

petervonkloss Oktober 31, 2014 um 23:18

Dr. D

glaube ich Dir.

ruby Oktober 31, 2014 um 23:19
Keynesianer Oktober 31, 2014 um 23:25

Jetzt seids doch nicht albern:

Selbstverständlich sind alle Massenmedien von oben gesteuert und mit der Politik gleichgeschaltet. Das ist kein Zufall, weil die halt gerade nur von einem örtlichen Netzwerk informiert würden.

Morph und sein Luhmann müssen das leugnen, dass da also ganz bewusst Politik und damit Krieg und Verbrechen planmäßig in Gang gesetzt wird.

Darum die Systemtheorie, nach der das alles irgendwie ungewollt passiert, weil das System es eben von sich aus so macht.

Da dehnt sich dann das System NATO einfach nach Osten aus und niemand hat es gewollt.

Dafür gibt es zum Lohn Lehrstühle.

Aber auch nur, weil das System Uni das einfach so mit sich bringt. ;)

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 23:27

@ Dr. D

Du meinst, man verfällt da leicht so einem Demiurgenwahn… man glaubt, als PR-Söldner die Geschichte schreiben zu können?

Ist dann aber immer noch die Frage, wer die Super-PR-Abteilung bezahlt. Es handelt sich da ja wohl nicht um Freiwilligenbataillone :-)

Doktor D Oktober 31, 2014 um 23:36

Ja genau. Wobei die Edelman-Leute schon sehr, sehr professionell waren: Heute für Saakaschwili (der hatte die angeheuert, ich habe aber den starken Verdacht, dass die von einem Denk Tank o.ä. in den USA bezahlt worden sind), morgen für Karimov. Und dazwischen auch für Bill de Blasio. Deren Ethos besteht v.a. darin, den Job zu erledigen. Ein bisschen wie Spezialeinheits-Leute, denke ich mir.

petervonkloss Oktober 31, 2014 um 23:37

Acta diurna:

“Deutsche Studenten so unpolitisch wie lange nicht”, vermelden die Zeitungen das Ergebnis einer periodischen Umfrage unter Studierenden. Eingedenk der Tatsache, dass die dümmsten politischen Ideen in der Regel aus Universitäten stammen, ist das doch eine erfreuliche Nachricht.

petervonkloss Oktober 31, 2014 um 23:40

Keynesi betreffend

Doktor D Oktober 31, 2014 um 23:43

Anders gesagt: Ich habe manchmal den Eindruck, deutsche Journalisten (und vermutlich nicht nur die) unterschätzen, wie professionell auch von den glamourösen Revolutionären und Helden der Freiheit Reputation Management betrieben wird. Und dann hat ja auch keiner (mehr) Zeit, sich in das Chaos reinzuwühlen. Denn anscheinend sind Reportagen darüber, wie völlig durcheinander alles ist und dass so ne Revolution halt einfach dauert (siehe auch Revolution, französische), in die heimatlichen Redaktionsstuben nicht so gut zu verkaufen.

ruby Oktober 31, 2014 um 23:44
petervonkloss Oktober 31, 2014 um 23:47

Als alter Nihilist sage ich nur Spitze!

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 23:47

@ Dr. D

Dogs of Infowar sozusagen…

Aber interessanter in unserem Zusammenhang scheinen mir die von Dir erwähnten Stiftungen, die so der Schnittpunkt sind zwischen örtlichen Akteuren und auswärtigen Journalisten und in beiderlei Richtung eine Selektion betreiben… Wer kriegt Zugang zu welchem Netzwerk?

Soldat Schwejk Oktober 31, 2014 um 23:56

P.S. @ Dr. D

Ach so, das letzte war nun wirklich eine rhetorische Frage. Ich erwarte nicht, daß Du eine lange Liste aller Netzwerke anfügst :-)

Bin jetzt auch erst mal den ganzen gleich anbrechenden Samstag offline…

Manfred Peters Oktober 31, 2014 um 23:57

@ petervonkloss Oktober 31, 2014 um 22:45 & „Mein Land ist weg!“
Tröste Dich, es ist doch jetzt “Neuland” und wurde 1990 in einer Fischerhütte in Lobbe* von 5 Spin-Doktoren, früher nannte man die bei uns Fischer, im Beisein der Hamburgerin** Merkel konzipiert. ;-)
*Das Gemälde ist von Caspar David Friedrich und Carl Spitzweg gemeinsam gemalt worden und deshalb einmalig. Es gilt als unbezahlbar.
** Wie oft muss ich dass hier noch betonen?

Bruchmüller Oktober 31, 2014 um 23:57

@ Soldat Schwejk,

ich verfüge nicht über erinnerte Sachverhalte wie Dr. D. und nicht über Einblicke, die Du allein aus Deinen Sprach- und Landeskenntnissen ableiten kannst. Trotzdem meine ich, ein (leider) zutreffendes Gesamtbild zu haben. Und darin werden Interviews und Nicht-Interviews kaum noch eine Rolle spielen, sondern bald nur noch die blank ge(be)scheuerte Kampagne. Ich kann garnicht glauben, dass Dein Vorausblick derart eingetrübt sein soll.

Doktor D November 1, 2014 um 00:05

Adenauer-Stiftung hat den Klitschko gepäppelt, wenn ich das richtig sehe. Und die sind wiederum mit Öffrechtichen und Springer dick, zumal die auch div. Journos das Studium bezahlt haben (Stipendien). Friedrich Naumann-Stiftung (FDP) betätigt sich v.a.in Südamerika und hat da schon ganz schön grauselige Sachen unterstützt.
Der Aufbau einer kritischen Öffentlichkeit oder gerne auch Bürgergesellschaft in anliegenden Ländern ist in vielen Parteienstiftungen Stiftungsauftrag: Dann Setzen die Stipendien oder Rechercheaufenthalte aus und kriegen so ihr Netzwerk zusammen. Interessante Leute gehen die auch direkt an. Wenn man per DAAD irgendwo im östliche Europa unterwegs ist, wird man fast schon von selbst von Stiftungen angesprochen. Und wer in den 00er in der Ukraine war, auch direkt vom Bundesnachrichtendienst. Da sind die Übergäge wohl fliessend. Und die Finanzierungvon Parteistiftungen ist in DE mega intransparent: http://www.welt.de/politik/deutschland/article127783794/Wie-die-Parteien-ihre-Finanzen-verschleiern.html

Doktor D November 1, 2014 um 00:06

Zu spät @Soldat ! Schönes Allerheiligen!

topi November 1, 2014 um 01:04

Bruchmüller
“Du befindest Dich auf Abwegen. Um nicht zu sagen, Dein Posting ist vollkommen abwegig, da es darin ersichtlich um deutsche Befindlichkeiten geht. (Nur so als Hinweis) Sonst verirrst Du Dich noch nach West- oder Südeuropa. ”

Was ist denn daran nun abwegig?

Für Südeuropa stellen sich die Fragen doch noch viel krasser.
Was wurde vom Produktivitätsfortschritt in gesellschaftliche Verbesserungen gesteckt?

Welcher ernsthafte “Intellektuelle” kann die kulturelle und politische Entwicklung dort auf richtigem Wege finden?

topi November 1, 2014 um 01:10

@ Journalistische Abwege

Chefetage und Ressortleitung sitzen ganz dick in transatlantischen Netzwerken; und dann sind es nur Zufälle von angestammten Netzwerken, die eine bestimmte Auswahl an Informationsquellen etc. bewirken, welche zur transatlantischen Vorwärtsverteidigung führen müssen.

Ah geht.

Keynesianer November 1, 2014 um 06:51

Ist doch klar! Wer mit Luhmann kommt, wird dafür bezahlt, will damit Karriere an einer Uni machen.

Wenn @topi Professor für Ökonomie werden wollte, müsste er uns hier auch was von der Neutralität des Geldes erzählen und dass es die Arbeitslosen nur gäbe, weil die Löhne viel zu hoch und die Profite zu niedrig wären.

Akademische Diskurse sind alle nur vergeudete Zeit mit opportunistischen Halunken, die für die Karriere lügen müssen. Die Studenten belügen müssen. Das hat man uns auf dem Gymnasium damals auch nicht erzählt, sonst hätten schon unsere Lehrer ihren Job verloren.

Vergeudet nicht Eure Zeit mit @Morph. Lasst uns lieber überlegen, wie sich das Schweinesystem erledigen lässt.

gelegentlich November 1, 2014 um 08:45

Im Anschluß an den Beitrag von @topi oben:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/nato-kampfjets-fangen-erneut-bomber-aus-russland-ab-a-1000470.html

Ist so etwas Zufall? Oder ist schon die Frage danach VT?
Als Quelle werden „ vek/AFP/Reuters“ genannt, aber das Zusammenrühren in dieser Form ist wohl im Haus gemacht. Man braucht ja nicht die Phantasie einer geheimen übergeordneten Instanz, um
so etwas zu erklären. Es reicht die Vorstellung informell dargestellt zu haben wohin die Reise gehen soll. Dann segeln alle Domestiken dort hin, von selbst, weil es für sie gesünder ist.
Noch einmal explizit ein herzlicher Dank an @Soldat Schweijk für diesen Beitrag. Das ist genau das, weshalb sich Kommunikation im Internet lohnt. Um die schrillen Propagandafetzen muss man sich nicht extra bemühen, die affirmativen „es-ist-so-wie-es-ist“-Kommentare kommen in der Regel dann danach, wenn die Propaganda wieder einmal auf die Nase gefallen ist: erneute polnische Teilung z.B. Nein, der „Nachrichtenwert“ erklärt fast nichts hieran, schon gar nicht warum das immer nur eine Richtung hat. Albernes Ablenken, lieber @Morph, wie neulich der Verweis auf einen unwichtigen Jubelartikel über Chomsky in einer unwichtigen Feuilletonecke der New York Times, rückt da auch nichts gerade. Erkläre uns doch mal wie aus einem diffusen ungerichteten Motiv wie Nachrichtenwert ein Vektor wird, solch ein Vektor!

Andreas Kreuz November 1, 2014 um 09:25

@Keynesianer November 1, 2014 um 06:51

Lasst uns lieber überlegen, wie sich das Schweinesystem erledigen lässt.

Das Problem ist nur, so viel Konsensfähiges wirst Du auch hier nicht finden, geschweige denn draußen.

Der eine will das Ganze auf kleiner Flamme weiter köcheln,
damit sein Butterberg nicht verbrennt,
der andere will selbigen in die Luft sprengen und dann gründlich sauber machen, um eine ganz neue Hütte zu bauen.

Was nun? (Lenin)

holger196967 November 1, 2014 um 09:41

“wir” können das System eh nicht erledigen. Wie schon so oft getippselt, dass System wird sich von alleine erledigen. Weil das/dieses System am Ende ist. Es hat seine Nachschuldner eleminiert. Das Eigentum ist konzentriert. Die Herde hat nichts mehr. Das System hat sich in allem optimiert. Im Eigentum, und in den Personalkosten. Da hilft auch der Mindestlohn nichts mehr.

Das System ist im perfekten “Sozialismus” angelangt. Das ist eben das Ende, des Systemes.

Morph November 1, 2014 um 09:42

@Schwejk

“Wie kommt es, daß in den großen Blättern (gerade in der FAZ), wenn russische Intellektuelle und Künstler interviewt werden, immer solche interviewt werden, die in radikaler Opposition zu ihrer Führung stehen? Wieso werden fast nie welche interviewt, die Putin unterstützen?”

Die FAZ nennt sich “Zeitung für Deutschland”, und das ist bekanntlich auch als Wertbekenntnis zu verstehen. Die Todesjubiläumsanzeigen verdienter Wehrmachtskrieger erscheinen bei uns in der FAZ. Einen Anhänger des Putinschen Nationalismus (mit allen geschichtspolitischen Implikationen, die darin enthalten sind) zu interviewen und dem die Bühne der FAZ zu geben, das wäre wirklich ein Ding und würde die FAZ sehr viele Abos kosten. Wer weiß, einem ‘Wahnsinnigen’ wie Schirrmacher wäre so etwas zuzutrauen gewesen, einem Normaljournalisten der FAZ mit Sicherheit nicht.

“(…)Die eine Putin-Kritik mit einer ebenso scharfen Kritik der “westlichen” Rußland-Politik verbinden? Gibt es solche dort nicht?”

Keine Ahnung. Das wäre aber tatsächlich interessant und verdienstvoll. Du bist der Kenner, nicht ich (ich lese ja zwar kritisch, wie ich glaube, aber eben doch nur Westpresse). Vielleicht fällt Dir ein interessanter Name ein. Ich bin mir sicher, dass hier auch ein paar Journalisten mitlesen, die für einen entsprechenden Tipp total dankbar wären.

@gelegentlich

“Erkläre uns doch mal wie aus einem diffusen ungerichteten Motiv wie Nachrichtenwert ein Vektor wird, solch ein Vektor!”

Weil das Mediensystem genau wie das politische System segmentär differenziert ist. Das politische System zerfällt in Nationalstaaten, das Mediensystem in (weniger rigide begrenzte) sprachliche und kulturelle Reichweitezonen. Es gibt lokale, regionale, nationale Berichterstattung. Und in den unterschiedlichen Reichweiten drängen sich nachrichtenwerttheoretisch ganz unterschiedliche Publikationsentscheidungen auf.

Die Medien im euroatlantischen Raum reflektieren in ihrer Mehrheit den wertemäßigen Grundkonsens der großen Mehrheit der euroatlantischen Bevölkerung: Rechtsstaatsprinzip, bürgerliche Freiheitsrechte, marktwirtschaftliche Verfassung der Ökonomie. D.h. dass in der westlichen Medienberichterstattung die Publikationsentscheidungen entlang der Nachrichtenwerttheorie erklärt und prognostiziert werden können, allerdings unter den Bedingungen des beschriebenen Wertekonsenses und des perspektivischen Egoismus der euroantlantischen Zone, was die ressourcemäigen und absatzmarktlichen Interessen angeht.

Wobei man natürlich beachten muss, dass die euroatlantische Zone nicht spannungsfrei ist. Die USA haben andere Interessen als Europa. Und die Interessen klaffen immer weiter auseinander. Man kann das an dem Aufschwung der euronationalistischen Kritik an der unipolaren Weltordnung erkennen.

Mir persönlich leuchtet überhaupt nicht ein, warum eine multipolare Weltordnung friedlicher, gerechter, ‘menschlicher’ sein soll als eine unipolare Ordnung. Ob nun irgendeinem Beduinen eine amerikanische Drohne auf den Kopf fällt oder ob europäische FRONTEX-Bedienstete ein Boot voll Nordafrikaner ersaufen lassen, die Mächte, die das Unternehmertum und ihr Ressourcen- und Absatz-Interessen schützen, sind in ihrem Zynismus funktional äquivalent.

Aber wir sind ein freies Land. Wer so blöd ist, die berechtigte Kritik am Gebaren der USA in die ungerechtfertige Ignoranz gegenüber europäischem, russischem, chinesischem Zynismus auszumünzen, darf das tun. Und ich bin all jenen sehr dankbar. Denn ihre prima vista unerträgliche Beklopptheit ist die beste Gelassenheitsübung, die ich mir vorstellen kann.

Linus November 1, 2014 um 10:24

@Morph:
“die berechtigte Kritik am Gebaren der USA in die ungerechtfertige Ignoranz gegenüber europäischem, russischem, chinesischem Zynismus auszumünzen”

Mal wieder ein Pauschalvorwurf. Wer tut denn das hier? Du wirst schon konkrete Beispiele nennen müssen. Bis dahin fällt der Vorwurf der Ignoranz auf dich zurück.
Du ziehst hier unterirdische Diffamierungskampagnen durch. Die sind schlicht nicht mehr sachlich zu erklären. Du wirst dich doch hoffentlich nicht bei deinen Bekoppten angesteckt haben.

Keynesianer November 1, 2014 um 10:34

Ist schon klar: Nach @Morph geben die Massenmedien doch nur die Meinung ihrer Konsumenten wieder. ;)

Die Medien im euroatlantischen Raum reflektieren in ihrer Mehrheit den wertemäßigen Grundkonsens der großen Mehrheit der euroatlantischen Bevölkerung …

Darüber könnt Ihr jetzt noch 100 Jahre mit ihm diskutieren, wenn Ihr nicht gestorben seid. Der @Morph kriegt aber einen Lehrstuhl dafür, dass er seinen Nonsense erzählt. Und Ihr vergeudet nur ohne Lohn Eure Zeit mit dem Unsinn.

Linus November 1, 2014 um 10:42

@Keynesianer:
Leider muss ich dir recht geben. Nach dem, was Morph hier durchzieht, ist er entweder ein Idiot oder ein Agent :-D

gelegentlich November 1, 2014 um 10:55

@Morph
„Wer so blöd ist, die berechtigte Kritik am Gebaren der USA in die ungerechtfertige Ignoranz gegenüber europäischem, russischem, chinesischem Zynismus auszumünzen…“
Ja, wer tut denn so etwas? @Soldat Schweijk, auch @Linus, trifft das nicht. Irgendeine Sympathie für den völkischen Quatsch a la Dugin habe ich bei Denen nicht sehen können. Da müssen genuin deutsche Autochthone her, aus der Ecke des zum Glück nur noch dahin vegetierenden deutschnationalen Kleinbürgertums. Botho Strauß ist ja diesbezüglich oben erwähnt worden.
„D.h. dass in der westlichen Medienberichterstattung die Publikationsentscheidungen entlang der Nachrichtenwerttheorie erklärt und prognostiziert werden können, allerdings unter den Bedingungen des beschriebenen Wertekonsenses und des perspektivischen Egoismus der euroantlantischen Zone, was die ressourcemäigen und absatzmarktlichen Interessen angeht.“
Nun habe ich oben ein konkretes Beispiel von SPON genannt. Und dazu, mit Verlaub, taugt Deine Erklärung m.E. nicht viel. Denn der Egoismus Europas müßte eigentlich in eine ganz andere Richtung zeigen. Ich glaube zwar nicht dass es eine einzelne transatalatnische kriegshetzene Darth Vader-Persönlichkeit gibt die das bewirken. Aber mir nicht weiter bekannte Machteliten im Hintergrund geben da wohl den Ton an. Bis hin zur Gefährdung eigener Interessen. Die Topmanager scheinen ja Teil der Querfront zu sein.
Im Übrigen warte ich noch darauf dass in den MSM dieses Ulfkotte-Buch verrissen wird. Ja, falls das ausbleibt muss das als Besätigung der entsprechenden These von Ulfotte gewertet werden. Und damit ist auch klar wer eigentlich dafür sorgt dass diese „Bekloppten“ recht behalten mit ihren Deutungen. Denn natürlich schaut man sich zuerst die Oberflächen an. Die Deutung, die zum Gesehenen am bestgen paßt, gewinnt.

ruby November 1, 2014 um 11:15

@ Holger96
Mathematisch eleminiert sich das System ;
physikalisch, chemisch, materiell – realtechnisch wird Wirtschaft der Gesellschaft immer organisiert sein – klingt ziemlich soziologisch ?
Wie können “wir” individuell ändern, überzeugen, gestalten, das gemeinschaftlich besseres gelebt wird ?
Durch eine neue, moderne Geldtheorie und Geldpolitik – muß sich aus Vernunft in den Köpfen durchsetzen. Wir sind hier vielleicht ein Mosaik der Multiplikation ;-)
Joselu scored heute hoffentlich einen dreier Pack – ansonsten könnt ihr den zurück kriegen !

holger196967 November 1, 2014 um 11:22

ruby

man kann nicht auf ewig immer nur grabschen :D das haut nicht hin.

HaseLU bleibt heute blaß. Wir werden ein ganz dreckischen Sieg einfahre :D 1:2 moi Tipp

Keynesianer November 1, 2014 um 11:29

Der Saker heute zum Thema:

WANN IMPERIEN ZERFALLEN Autor Dmitry Orlov

Aus Protest auf den Straßen rumzumarschieren ist komplette Zeitverschwendung. Millionen von Leuten haben gegen den Irak-Krieg 2003 demonstriert. Hat das irgendwas bewirkt? Der Staatssekretär Alexander Haig hat während einer Friedensdemonstration in den 1980ern bemerkt: “Lasst sie protestieren soviel sie wollen solange sie ihre Steuern zahlen”. Kissinger hat erläutert, dass “Soldaten dumme, blöde Tiere zur Durchführung der Außenpolitik” sind. Und der CIA Direktor William Casey machte klar, dass die US-Öffentlichkeit komplett im Dunkeln tappt, mit seinem berühmten Spruch “Wir werden wissen, das unser Desinformationsprogramm vollständig ist, wenn alles was die amerikanische Öffentlichkeit glaubt falsch ist”.
http://www.vineyardsaker.de/analyse/wann-imperien-zerfallen/

Passt auch zu den Thesen von @Morph als Illustration. ;)

Morph November 1, 2014 um 11:57

@gelegentlich

“Ja, wer tut denn so etwas? @Soldat Schweijk, auch @Linus, trifft das nicht.”

@Schwejk sicher nicht. @Linus hat hier schon Elogen auf Putin gepostet, die ich einfach nur strange fand. @HG, @Systemfrager treten hier regelmäßig als Putinisten auf, ohne dass groß problematisiert würde. Aber gegen einen Fürsprecher der NATO wie z.B. @goodnight gerät das versammelte Kommentariat aber sowas von aus dem Häuschen. @Insider hat weiland immer wieder China als zukunftsträchtiges Gesellschaftsmodell abgefeiert. Wiederum ohne dass andere Kommentatoren dagegen Stellung nehmen würden.

Das ideologische Klima hier im Blogkommentariat ist schon sehr eindeutig einseitig (mal die Anomalie der Jarchow-Truppe außen vor gelassen). Ist ja auch nicht schlimm. Aber es wäre schon etwas peinlich, eine solche Einseitigkeit zu leugnen.

holger196967 November 1, 2014 um 12:03

Aber gegen einen Fürsprecher der NATO wie z.B. @goodnight gerät das versammelte Kommentariat aber sowas von aus dem Häuschen.

—>>>Weil er keine Ahnung hat, genau so wie Du…

@Insider hat weiland immer wieder China als zukunftsträchtiges Gesellschaftsmodell abgefeiert. Wiederum ohne dass andere Kommentatoren dagegen Stellung nehmen würden.

Muhahahaaaaa frag das Froilein Kanzlerin mal, was passiert, wenn der Export nach Kina abbricht!!!

Du bist doch weich gespült, und hast außer von der Playstation keine Ahnung… Morphilein

Morph November 1, 2014 um 12:05

@gelegentlich

“Im Übrigen warte ich noch darauf dass in den MSM dieses Ulfkotte-Buch verrissen wird. Ja, falls das ausbleibt muss das als Besätigung der entsprechenden These von Ulfotte gewertet werden.”

Super Logik! So ähnlich würde auch @glühwürmchen argumentieren, um zu belegen, dass die Realität von Aliens auf der Welt verschwiegen wird. Warum werden die vielen, vielen Bücher über die Reptilienorks from Outer Space nicht in den MSM auseinandergenommen? Klar: Weil in ihnen die Wahrheit steht!! Die kann nur totgeschwiegen werden!!! Was die Wahrheit beweist!!!!! Hurrahh!!!!!

Schau Dir das Ulfkotte-Buch in einer Buchhandlung Deiner Wahl mal für eine Virtelstunde an. Wenn Du dann nicht einsiehst, warum bisher keine seriöse Zeitung das Buch rezensiert, tja, dann kann ich Dir auch nicht helfen.

Die Rezensionen der Nachdenkseiten und von Niggemeier hast Du gelesen? Wie kannst Du dann noch so einen Unsinn dahertippen?!

holger196967 November 1, 2014 um 12:05

Also Morph

gehe wieder an deine Spielkonsole, und gut ist… nur lass den restlichen Teil der Menschheit mit deinen abstrusen Gedankengut alleine.

Schreib doch noch mal ne Diss… ließt eh keine Sau.

So einfach ist das.

Morph November 1, 2014 um 12:07

@Holger

geht das jetzt wieder los?

Okay, bin weg.

P.S.: Mach mal ‘ne Therapie, @Holger! Deine Gestörtheit ist ja wirklich nicht auszuhalten (für andere)!

holger196967 November 1, 2014 um 12:11

Morph November 1, 2014 um 12:07

@Holger

geht das jetzt wieder los? ”

Yep mein gutester Morph… geht wieder los. Nur weil ich gute Laune habe.

Du hast von absolut Nichts Ahnung. Da nützt auch deine Wort Gewandheit nichts. So einfach ist das. Du wirst markiert mein lieber… mehr nicht. Wegen Unfähigkeit.

Bogus November 1, 2014 um 12:15

“Mir persönlich leuchtet überhaupt nicht ein, warum eine multipolare Weltordnung friedlicher, gerechter, ‘menschlicher’ sein soll als eine unipolare Ordnung. ”

Um ein von TRSS und Linus kürzlich gefundenes Wortspiel zu benutzen: Es kann sicher nicht schaden, dem “fuck totum” approach – fick sie alle, frei übersetzt auch “Scheiß auf den Rest der Welt” – ein wenig multipolare Eindämmung entgegenzusetzen.

Bruchmüller November 1, 2014 um 12:19

@ topi, November 1, 2014 um 01:04,

ich erkenne an Deinem Posting, dass Sarkasmus und gleich gar nicht eine kleine Portion Ironie mehr ausreicht, der Sachlage gerecht zu werden. Natürlich hast Du recht, wenn Du hier ab und an noch versuchst, auf ökonomische Zusammenhänge zu verweisen und das, was in unserem Land und der EU als Politik verabreicht wird, mit Hilfe dieser Zusammenhänge auszuleuchten.

Anscheinend ist das vergangene Zeitalter, in dem bei ungleich niedrigerer Produktivität eine Erwerbsperson für den Unterhalt einer Familie ausreichte, im Nirwana verschwunden und auch aus dem Erinnerungsvermögen der Leute, die es noch selbst erlebten. @ Holger bringt es mal wieder auf den makroökonomischen Punkt: alles Eigentum landet bei dem einen Prozent, alles Geld fließt dort hin, wo es keiner braucht, und die Masse hechelt nach Überlebenskrümeln. Wie weit sind wir noch von diesem Entwicklungsstand entfernt?

Klaus Jarchow November 1, 2014 um 12:20

@ Keynesianer: “Nach @Morph geben die Massenmedien doch nur die Meinung ihrer Konsumenten wieder.”

Was überrascht dich denn daran – alter Materialist? Deine ‘Massenmedien’ gieren alle nach Geld, die Verleger wollen eine möglichst hohe Umsatzrendite, nichts sonst. Sie sind also keine ‘Pudel’ der EUSA, der NATO oder dessen, was euch sonst noch so durch den Kopf spuken mag, keine gesteuerten Befehlsempfänger in irgendeiner Form – anders als bspw. in Russland.

Wenn’s Auflage brächte, Putin über den grünen Klee zu rühmen, würden sie das hier auch tun. Tut’s aber nicht. Die kapitalistischen Basics sind doch wirklich nicht so schwer zu kapieren. Oder glaubst du etwa, wenn der ‘Spiegel’ etwas Russlandkritisches schreibt, träfe dort am nächsten Tag der Scheck vom Soros ein?

Die Währung, die diese Auflage bewirkt, lautet wiederum ‘Klicks’ und ‘Awareness’. Insofern bringen die Medien schon das, was die Leute hören wollen. In den letzten Jahren verstärkt sich der Trend, das wird neuerdings auch ‘Rudeljournalismus’ genannt. Wenn dir daran etwas nicht passt, beschwere dich bei der werten (Rest-)Leserschaft.

gelegentlich November 1, 2014 um 12:26

@Morph
Zunächst mal ist das ideologische Klima der am leichtesten zugänglichen Pihre eigenen ublikationen extrem eindeutig. Die paar genannten Hanseln hier fallen da nicht ins Gewicht. Und zum Urteilsvermögen gehört auch die Größenordnungen zu beachten. Die Genannten haben in der Tat ihre eigenen, nun ja, „Steckenpferde“, bringen aber darüber hinaus öfter als nicht auch Links zu interessantem, weiterführendem Material. Und über @Goodnight gerate ich auch öfter aus dem Häuschen, weil er überwiegend nur Statements a la Credo (Ich glaube) abliefert, die überhaupt nicht zum Beobachteten/Diskutierten passen. Und Jubelarien über ein nach meinem Eindruck untauglichen Werkzeugkasten.
Und ganz ehrlich: was einzelne Kommentatoren transatlantischer Orientierung bei FAZ, Süddeutscher, SPON usw. abgeliefert haben ist genauso einseitig/bescheuert wie einzelne Statements der o.g. Kommentatoren. Ansonsten hilft Pragmatismus: wenn ich mich über Marx informieren möchte nehme ich @Keynesianer nicht so ernst, der Saker muss wegen seines Begriffs „Anglozionismus“ unter Vorbehalt gestellt werden, @Jarchow und @someone benötigen keine Vorsichtsschilder, sie sind selber welche.
Mir haben der Eingangsartikel von @Schweijk und diverse Anmerkungen eine Menge Informationen gegeben, für die ich mir sonst im Netz einen Wolf gelaufen hätte. Das ist, wenn man so will, in diesen bewegten Tagen im Vergleich fast schon eine Referenz. Und bei gutem Wetter hier doch noch eine Bitte: lasse Dir diesen SPON-Artikel mal in Ruhe auf der Zunge zergehen. Russische Militärflugzeuge benutzen internationalen Luftraum – das ist der Kern, nicht mehr. Nachrichtenwert (damit hast Du angefangen!) ist zweifelsfrei im Vergleich null.

peewit November 1, 2014 um 12:26

P.S.: Mach mal ‘ne Therapie, @Holger! Deine Gestörtheit ist ja wirklich nicht auszuhalten (für andere)!

Schließe mich an!

Ohne den manischen Irrsinn von @Natalius und das deprimierende Gepöbel von @Holger H. konnte man hier tatsächlich wieder mitlesen, ohne den Speikübel bemühen zu müssen.

Ferien zu Ende – na ja, wird auch für was gut sein…

Keynesianer November 1, 2014 um 12:35

@Klaus Jarchow

Schon klar, dass Du da wie @Morph argumentierst: “Die Medien bringen doch nur, was das Publikum hören und sehen will, damit es die Zeitungen etc. kauft und die Sendungen anschaut.”

Die bekannte Verteidigungslinie für die Lügenmedien: Die Bürger sind an den Lügen schuld, denn die wollen die Lügen. :)

Ich bin kein Materialist. ;)

Außerdem weiß selbst der Materialist, dass es um wesentlich mehr geht als die Groschen der Leser.

Das ist ja auch der Grund, warum die Katholische Kirche mit ihrer Presse immer ein Verlustgeschäft gemacht hat: Presse rechnet sich nur, wenn damit politische und wirtschaftliche Interessen der ganz anderen Art verfolgt werden. Also Kriegshetze oder Betrügereien an der Börse oder eben Wirtschaftskrisen inszenieren.

Das war dann der Kirchenpresse doch immer zu unmoralisch, weswegen die mit der Konkurrenz nie konkurrieren konnten.

Die Auflage spielt keine Rolle verglichen mit den Profiten einer Ausplünderung der Ukraine und Russlands, die man sich da in bestimmten Kreisen wieder erträumt. Die Ukrainer leben nicht ohne Grund in solcher Armut.

gelegentlich November 1, 2014 um 12:35

@Morph
Ulfkotte beherrscht Verkaufsposen. Eine davon ist die Behauptung dieses geheimen Ukas durch die Verleger. Egal wie schlecht das Buch ist – @holger sagte ja, er hätte es verbrannt, aber er hat es gekauft, was mir nicht möglich war – ein Verriss hätte für genügend Leser den geforderten Nachtrichtenwert, ginge hinreichend offensiv auf die Querfrontler los und wäre um kein Miligramm überflüssiger als unzählige Dinge, die man dort findet. Paranoisch gestimmte Querfrontler denken jetzt Ulfkotte hätte recht. Dass sie das auch ohne diesen zusätzlichen Beleg vermutlich auch gedacht hätten ändert daran nichts. Der Fall liegt schon anders als bei 1001 „Büchern“ über Aliens und Kornkreisen. Um bei dem SPON-Artikel zu bleiben: die vom Kopp-Verlag sind kein bißchen weniger dreist. Und methodisch oft Zwillinge.

holger196967 November 1, 2014 um 12:41

Ach peewitsche mal wieder… :D

Der Lachkeks dieses “Forums” LOL überaus intelligent. Wenn man mal so seine überaus wichtigen Kommentare zu Gemüte führt… LOL :D

holger196967 November 1, 2014 um 12:45

gelegentlich

—>>>@holger sagte ja, er hätte es verbrannt, aber er hat es gekauft, was mir nicht möglich war”

ehrlich gesagt, ich habs meiner Mutter geschenkt, so wie das Buch vom DAX DÖRK “Crash-Kurs” mit echter Widmung durch den Dörk auch.

:D Die freut sich immer darüber, und ich hab nen Plus-Punkt gesammelt.

Keynesianer November 1, 2014 um 12:58

Für die Schäflein ist Ulfkotte sicher ein gutes Buch und der kalte Kaffee, den der da ausschenkt eine heiße Brühe:

Die FAZ könnte selbstverständlich das Schutzgeld für ihre in den Kriegs- und Krisengebieten “recherchierenden” Journalisten gar nicht aufbringen, das die da schon an die Kleinkriminellen zu zahlen hätten, damit ihnen nicht an der nächsten Straßenecke das Auto, der Laptop und die Kameras abgenommen werden. :)

Da bleibt jemand nur am Leben und arbeitsfähig durch den Schutz des MOSSAD, der CIA oder des FSB. Sonst kriegen die auch nichts mit von den Geschehnissen im Land, da könnten die genau so gut in Frankfurt am Schreibtisch sitzen. Die brauchen ja auch Kontakte.

Wenigstens so viel können die Schäflein mit Ulfkotte kapieren.

ruby November 1, 2014 um 13:28

Kriegsberichterstattung : Kurdistan
Wer kann die ganzen Kriegsverlaufsentwicklungen valide beobachten und berichterstatten ?
Was ist die Grundlage der MSM Artikel und Aussagen…
Peter Scholl-Latour, bitte melde Dich !
;-)
Wir haben genug von den Bertelsmänner und Bertelsfrauen Huren und Luden …

Bogus November 1, 2014 um 13:34

Holger
“DAX DÖRK “Crash-Kurs” mit echter Widmung durch den Dörk”

Echte Widmung? Wie’s aussieht warst du mal ein richtiger Fan des Mr. DAX?

Hier ein wenig aktuelles Crash-TV mit Müller, Otte und Schulmeister:
http://www.servustv.com/de/Medien/Talk-im-Hangar-772

ruby November 1, 2014 um 13:39

Keine 10% Eigenkapitaldeckung in den Bilanzen und Rettung durch Nicht gedecktes Eigenkapital als Luftbuchung bei den Zentralbanken in unbegrenzter Höhe, was sind das für asozialisierte Bankrotteureliten – einfach nur residuale Schweinepriester !
Macht Insolvenz und verpisst euch – aber Dalli, Dalli .
https://www.youtube.com/watch?v=zPSCKoIyuIQ

ruby November 1, 2014 um 13:45

Würstchen für Grünlinge
https://www.youtube.com/watch?v=B2I09tY_WTw
;-)

ruby November 1, 2014 um 13:47
ruby November 1, 2014 um 14:01

@ Bogus
sehr schönes Nachmittags Viiideo ;-)
was macht Menschheit mit den Gamblern?
https://www.youtube.com/watch?v=bQW235_hnbE

holger196967 November 1, 2014 um 14:06

Bogus November 1, 2014 um 13:34

Holger
“DAX DÖRK “Crash-Kurs” mit echter Widmung durch den Dörk”

Echte Widmung? Wie’s aussieht warst du mal ein richtiger Fan des Mr. DAX?”

:D LOL nö, instigativer Journalismus ;) Er hat das ja von mir abgeschrieben der Lump… Zwo mal Edelmetallmesse zu München und Bulle und Bär zu FFM :D da triffst de alle. LOL

Linus November 1, 2014 um 14:09

@Morph:
“@Linus hat hier schon Elogen auf Putin gepostet, die ich einfach nur strange fand.”
Belege bitte! Sonst bleibt das eine haltlose Unterstellung – mal wieder!

Klaus Jarchow November 1, 2014 um 14:16

@ Keynesianer: Schon klar – es gibt auch Medien, die kein unmittelbares kapitalistisches Verwertungsinteresse haben. Ich nenne hier mal ‘Compact’, Christ und Welt’, ‘Linkszeitung’, ‘Deutsche Wirtschafts Nachrichten’, ‘Vorwärts’, ‘Bayernkurier’, ‘Russia Today’ oder den ‘Wachtturm’. Das gilt aber eben nicht für alle.

ruby November 1, 2014 um 14:20

Was kommt nach der völlig verblödeten 25 Jahre DDR-Nachfolgepolitik unserer Manhattan/Mainhattan Arschkriecher?
System hat fertig !
Ist allen klar und deutlich nachvollziehbar vor Augen.
Damit können die Abwicklungen ohne großes panisches Gesabber erfolgen und die virtuellen Vermögensbestände besteuert, wertberichtigt werden .
Sechs Jahre Vorbereitung waren genug .
SystemScheisser bunkert ihr euch im EZB-Tower ein oder habt ihr Mut abzutreten?
Kollektive Implosion oder was habt ihr noch zu bieten?

ruby November 1, 2014 um 14:26

Das Paradigma des Neoliberalismus ist over – got it people?

ruby November 1, 2014 um 14:32

Nochmal Klartext, die Vermögen müssen abgebaut werden – freiwillig oder staatlich reguliert …
Es besteht ein Wahlrecht ;-)

ruby November 1, 2014 um 14:41

Was gibt es schöneres als stillliegende Bestände in reale Aktivitäten umzuwandeln?
Stocks in Flows – wie herrlich ist es das zu praktizieren – sind das denn nur Bekloppte Horter, die das nicht geniessen wollen?

Goodnight November 1, 2014 um 14:47

Nehmen wir mal an,

- dass Politik ein System ist.
- dass in der Politik ausschließlich um Macht gekämpft wird.
- dass Macht nicht die Vernichtung sondern die Unterwerfung des anderen zum Ziel hat.
- dass in der Politik somit weder militärische noch soziale Operationen Vorrang haben.

Von dieser Beobachtungsperspektive erlauben wir uns einen Blick auf die Ukraine-Krise:

Putin und sein Stab sind ebenso Profis-Politiker wie Obama und sein Stab.
Beide Seiten kämpfen um Macht. D.h. keiner will die Vernichtung des anderen sondern ausschließlich dessen Unterwerfung.
Das Interesse der Ukraine hinsichtlich sozialer Stabilität ist zweitrangig.

Dann stellen wir uns die Frage, welchen Sinn es macht, diesen Konflikt aus der Perspektive der Moral zu betrachten?
Ebenso ist die Frage nach der militärischen Überlegenheit selbst zu hinterfragen.

Nicht, dass diese Perspektiven ohne Bedeutung in diesen Konflikt sind. Nur nicht für die Entscheidungen der Politiker. D.h. nicht im Entscheidungssystem selbst. Die Perspektiven Moral und Militär werden vielmehr genutzt um die Massen via MSM zu lenken. So nutzt Putin das Militär um den Westen zu erschrecken und die Russen zu stabilisieren. Und Obama nutzt die Moral um Putin im Westen zu verteufeln und Amerika zu glorifizieren.

Soweit die Bühne.

Hinter der Bühne könnte es so aussehen:

Die USA stellt eine Falle in der Ukraine. Putin läuft wie ein sibirisches Bärenbaby rein. Er lässt seine Maske fallen und zeigt der Welt die Fratze Stalins: Er agiert zunächst militärisch und somit außerhalb der Politik…um dann erst die Machtfrage zu stellen.
Damit ist Putin isoliert. Er ist das Böse. Der West fürchtet ihn.
Das ist in der Regel Lebenslänglich. Für Putin. Da wird er aller Wahrscheinlichkeit nie wieder raus kommen.

Nach der Isolierung drosselt man die Sauerstoffzufuhr, d.h. die USA bzw. seine Verbündeten lassen den Ölpreis unter die für Russland lebensnotwendige 100 Dollar Marke sinken. Dazu all die Sanktionen und Russland droht zu ersticken.

Nun muss man aufpassen, dass man Russland einen Ausweg aufzeigt, d.h. man lenkt es in die gewünschte Richtung. Das ist die kritische Phase, denn Putin könnte seine Niederlage erkennen und wild um sich schlagen, d.h. die Ebene der Politik vollständig verlassen und zur militärische Ebene wechseln.

Nun kann man fragen, was das alles soll, warum Putin und Obama so einen Blödsinn betreiben, ob da nicht wirtschaftliche Interessen dahinter stecken. Man kann sich wie Schwejk auf die Suche nach der Wahrheit immer mehr in den Dschungel der Ukrainischen Gesellschaft verlieren. Man kann nach Moral rufen. Man kann sich einer der beiden Seiten der Macht anschließen in der Hoffnung, dass man selber eines Tages davon profitieren kann.

Aber das sind alles Fragen und Operationen die die eingangs eingeführten Annahmen nicht mitführen.

Politiker operieren wie Kapitalisten oder Wissenschaftler. Sie folgen nur einem einzigen Ziel, mit aller Konsequenz. D.h. so wie Wissenschaftler ihr Leben der Wahrheitssuche und Kapitalisten der Profitmaximierung opfern, so streben Politiker nach maximaler Macht, koste es was es wolle.

Das kann man annehmen. Oder weiterhin die Welt nicht verstehen.

“For those of us climbing to the top of the food chain, there can be no mercy. There is but one rule: hunt or be hunted.”
(house of cards)

Morph November 1, 2014 um 15:13

@Linus

Also gut. Blödes Spiel zwar, aber ich gehe drauf ein. Nur mal zwei Beispiele:

http://www.wiesaussieht.de/2014/09/03/diplomatie-in-echtzeit/#comment-148621

http://www.wiesaussieht.de/2013/09/02/posen-und-ellipsen/#comment-72778

Regelmäßig stellst Du Putin als rationalen Spieler im legitimen Eigeninteresse des russischen Machtbereichs darstellst, während westliche Politiker bei Dir ebenso regelmäßig als verantwortungslose Kriegshetzer firmieren. Vermutlich ist Dir, wie allen anderen Putin-Liebhabern, gar nicht bewusst, wie voraussetzungsreich es ist, eine solche Sicht der Dinge plausibel zu finden. Für Dich ist es eben: die Wahrheit! :-)

ruby November 1, 2014 um 15:24

Wer verklickert den systemischen Vollspackos, dass die geflüchteten 70 Billionen Schattenbankvermögen verloren sein werden, wenn diese nicht gesittet in den regulierten realen Wirtschaftskreislauf zurücktransformiert werden?
OffshorePiraterie ist nicht überlebensfähig – fragt
Kalus Störtebecker und andere ;-)

Linus November 1, 2014 um 16:11

@Goodnight:
“Politiker operieren wie Kapitalisten oder Wissenschaftler. Sie folgen nur einem einzigen Ziel, mit aller Konsequenz. D.h. so wie Wissenschaftler ihr Leben der Wahrheitssuche und Kapitalisten der Profitmaximierung opfern, so streben Politiker nach maximaler Macht, koste es was es wolle.”

Ich halte diese These für falsch, aber das tut nichts zur Sache. Ich halte sie insbesondere für unerheblich, oder zumindest für deutlich weniger erheblich. Wäre sie es nicht, dann befänden wir uns immer noch im Absolutismus.

Es ist tatsächlich im Lauf der Geschichte ein System von Checks und Balances etabliert worden, die einen solchen Machtanspruch einhegen sollen (s. z.B. Gewaltenteilung). Und das funktioniert auch bis zu einem gewissen Grad, mal besser, mal schlechter, aber immerhin. So kann Obama deshalb nur zwei Amtszeiten lang Präsident sein. Bei Putin sieht das zugegebenermassen schon wieder anders aus (und er hat ein massives Problem damit).

Nichtsdestoweniger haben beide Figuren bei weitem keine absolute Macht, sondern sind ein eingebunden in ein kompliziertes System nicht nur von instutionalisierten Checks and Balances, sondern ebenso in ein informelles Netzwerk von anderen Stakeholdern, als da wären Wähler, Abgeordnete, Wahlkampfspender, Kirche etc. pipapo., auf deren Unterstützung sie angewiesen sind.

Es scheint mir daher wesentlich angemessener, von einem Netzwerk der Macht zu sprechen. Dieses ist nicht rein hierarchisch strukturiert, sondern deutlich geprägt von wechselseitigen Abhängigkeiten. Damit kann aber der Motivation des Einzelnen nur untergeordnete Bedeutung zukommen.

Dies scheint mir ein wesentlicher Unterschied zum System der Wissenschaft und der Wirtschaft, die weit mehr Platz für das Ausleben einer individuellen Motivation lassen.

Also geht es v.a. um eine Analyse des Netzwerks der Macht und weniger um die Frage der individuelle Motivation. Dieses Netzwerk hat keine klaren Grenzen. Es umfasst vielmehr eine gesamte Gesellschaft, deren Mitglieder jeweils in unterschiedlicher Entfernung zum “Zentrum” der Macht stehen.

Im betrachteten Fall gibt es zwei Zentren, eben die Blöcke Ost und West. Mir erscheint es völlig abwegig, die Interessenlagen dieser beiden Netzwerke auf ein primordiales reines Machtbedürfnis eindampfen zu wollen. Warum sollte eine solche Reduzierung legitim oder gar plausibel sein? Die von beiden Seiten jeweils zum Ausdruck gebrachten Positionen sind doch vielmehr das Produkt einer Art gewichteten Querschnitts über alle vorkommenden Interessenlagen. Das lässt sich sicherlich nicht mehr als reiner Machtanspruch kategorisieren. Doch dann fällt dein ganzes schönes Schwarz/Weiss-Modell in sich zusammen.

Sicherlich mögen interessierte Kreise versuchen, eine Ausrichtung der Netzwerke zugunsten ihrer eigenen Interessen zu etablieren (Obama oder Putin sind das eher nicht) und damit ihre ‘Wichtung’ hintenrum zu verbessern. Aber genau für diesen Fall haben wir doch unser schönen “westlichen Werte” eingeführt, also Demokratie, Rechtsstaat etc.. Also müssten wir theoretisch nur dafür sorgen, dass diese Werte auch zur Anwendung kommen.

NB: Ob das nun Erfolg hat oder nicht, sei mal dahingestellt. Was jedoch an deiner Argumentation auffällt: Du kannst nicht einerseits “westliche Werte” predigen und andererseits einen blanken Machiavellismus vertreten. Das passt nicht zusammen. Für was entscheidest du dich?

ruby November 1, 2014 um 16:18

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ca/Vitalienbrueder.jpg
und
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/Sch%C3%A4del_Hingerichteter_Hamburg.jpg
Klaus Störtebeker wurde am 21. Oktober 1401 mit 72 Gefährten, unter ihnen sein Steuermann Humbert Grobherz, auf dem Grasbrook vor Hamburgs Hafeneinfahrt durch den Scharfrichter Rosenfeld aus Buxtehude enthauptet. Der Legende nach soll Störtebeker vom Bürgermeister der Hansestadt Kersten Miles gestattet worden sein, dass all jene Männer überleben durften, an denen er nach seiner Enthauptung noch vorbeizugehen vermochte. An elf Männern schritt der Geköpfte vorbei, bevor ihm der Henker den Richtblock vor die Füße warf (laut einigen Quellen ihm ein Bein stellte). Nach dem Sturz des Piraten brach der Bürgermeister allerdings sein gegebenes Versprechen, und alle 73 Seeräuber wurden enthauptet. Eine weitere Legende um seine Hinrichtung besagt, dass der Scharfrichter Rosenfeld alle Enthauptungen selbst und fehlerfrei durchgeführt hätte – bei immerhin 73 Enthauptungen am Stück eine ungewöhnliche Leistung. Als ihn ein Mitglied des anwesenden Rates darob lobte, soll er geantwortet haben, das sei noch gar nichts, er könne auf Wunsch auch noch den gesamten versammelten Rat abtun. Daraufhin wurde er selbst in Gewahrsam genommen und vom jüngsten Ratsmitglied enthauptet. Die Köpfe wurden zur Abschreckung längs der Elbe aufgespießt. Hinterlassenschaften Störtebekers, wie sein berühmter Trinkbecher, wurden beim Großen Hamburger Brand 1842 zerstört.

Die Sage will außerdem wissen, dass Störtebeker dem Senat, nachdem ihm das Todesurteil verkündet wurde, für Leben und Freiheit eine goldene Kette anbot, deren Länge um die ganze Stadt reichen sollte – was der Senat aber mit Entrüstung zurückwies. Als man den legendären Goldschatz der Likedeeler nicht finden konnte, wurde das Schiff an einen Schiffszimmermann verkauft. Als dieser die Säge ansetzte, um das Schiff zu zerlegen, traf er auf etwas Hartes: In den Masten verborgen war der Schatz, einer mit Gold, der andere mit Silber, und der dritte mit Kupfer angefüllt; und er ließ aus dem Gold eine Krone für den Turm der Hamburger St.-Katharinen-Kirche anfertigen.
aus wiki
;-)

Keynesianer November 1, 2014 um 16:19

@Goodnight

Die USA stellt eine Falle in der Ukraine.

Wie schon vielfach und vor allem von 7/11 bekannt: Die USA lassen MH17 in das Gebiet der Volksmilizen abstürzen und die gesamten gleichgeschalteten Weltmedien sofort Putin dieses Verbrechens beschuldigen. Dass der Zufall eines Versehens ausgerechnet schon wieder eine malaysische Maschine trifft, glaubt höchstens, wer mit Wahrscheinlichkeiten nie etwas anfangen konnte.

Der Absturz wird sofort und während die Trümmer noch rauchen von Israel zur Bombardierung von Palästinensersiedlungen und von der Kiewer Oligarchenjunta zum verstärkten Angriff auf die Städte der Ostukraine genutzt.

Von beiden Seiten musste das große Terror-Ereignis für die Weltmedien bereits weitsichtig eingeplant worden sein: Die Ukraine hat ihren militärischen Feldzug gegen die Ostukrainer in weiser Voraussicht Anti-Terror-Operation genannt und Israel musste ja auch schon Tage vorher genau die geeignete Stunde kennen.

Sonst noch Unklarheiten?

Die USA stellt eine Falle in der Ukraine. Putin läuft wie ein sibirisches Bärenbaby rein. Er lässt seine Maske fallen und zeigt der Welt die Fratze Stalins:

Was träumst Du nachts?

Morph November 1, 2014 um 16:19

@Linus

“Im betrachteten Fall gibt es zwei Zentren, eben die Blöcke Ost und West.”

Blödsinn.

Linus November 1, 2014 um 16:21

@Morph:
Es ging um das von Barroso deformationell ‘geleakte’ Telefongespräch.

“Wer die Regeln bricht, der
- weiss entweder sehr genau, was er tut: Putin
- oder er ist ein Anfänger, der die Nerven verliert: Kiew
- oder er ist ein Volldepp: Barroso”

Putin hat damit gedroht, das Telefongespräch zu veröffentlichen. Schon das war ein Bruch der Regeln. Und den konnte er sich an dieser Stelle leisten.

“Eine beeindruckende Pressekonferenz:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=J5lGXClbzrM

Putin ist gewiss kein Demokrat. Alles hängt an seiner Person und dieser Umstand birgt grosse Gefahren.
Trotzdem liefert er im Moment eine bessere Performance als das westliche ‘postdemokratische System’.”

Das sind beides Aussagen, die sich jeweils auf eine konkrete Situation beziehen, und keineswegs pauschale Elogen.
Siehst du ein, oder? Also lass solche Unterstellungen bitte bleiben.

Keynesianer November 1, 2014 um 16:25

@Goodnight

D.h. so wie Wissenschaftler ihr Leben der Wahrheitssuche … opfern …

Ja, das kenne ich von der VWL.

Genierst Du Dich denn gar nicht? :)

Morph November 1, 2014 um 16:34

@Linus

“Das sind beides Aussagen, die sich jeweils auf eine konkrete Situation beziehen, und keineswegs pauschale Elogen. Siehst du ein, oder?”

Die Frage ist, was man erwähnenswert findet und wie man Situationen einschätzt. Man könnte Barrosos Kolportage im Fall von Putins “Wenn ich wollte, könnte ich Kiew in einer Woche plattmachen” o.s.ä. für den geschickteren Spieler halten. Und man könnte auch auf die unendlich vielen Macho-Peinlichkeiten (Merkelgespräch mit Hund), Unberechenbarkeiten und offenkundigen Lügen (unmarkierte Kampfgruppen, Urlaubsmilitär etc.) abheben. Das tust Du nicht. Sondern präsentierst uns Putin regelmäßig als verfunftgeleiteten bzw. von bösartigen Westmächten zur Reaktion getriebenen Landesvater. Kann man machen. Von @HG und @Systemfrager erwarte ich auch nichts anderes. Die sind ja vollvernagelt. Bei Dir scheint es mir eher an einer gewissen Emoörungsblindheit zu liegen. Du solltest Dir wirklich mal “House of Cards” anschauen, eine Serie, die von Politikern durch die Bank für ihren Realismus gelobt worden ist.

Und dann wirst Du hoffentlich verstehen, dass Dein Hinweis auf die Checks & Balances überhaupt überhaupt kein sinnvoller Einwand gegen @goodnights Beschreibung politischer Machtorientierung ist.

ruby November 1, 2014 um 16:51

@ Morph
Fahr mal Kaffeetrinken nach Kobane statt Film zu schauen.

ruby November 1, 2014 um 16:53

@ Linus
Video ist gesperrt…

georgi November 1, 2014 um 17:11

Wer beklagt sich denn über die Wahlen morgen in Novosomalia? Und warum? Nur, weil sie ein Bruch des Minsker Memos wären? Wahlen würden evtl. eindeutige Machtverhältnisse schaffen können und das Gewaltmonopol herstellen helfen, so daß eben gerade nicht somalische Verhältnisse einzögen. Das wäre auch im Interesse all derjenigen auf der Kiewer Seite, die sich mit den Ergebnissen des Minsker Prozesses abgefunden haben, und einen berechenbares Gegenüber benötigen, auf die sie Druck ausüben könnten, falls die Novosomalier Partisanen in den Oblasten Charkow, Odessa, Saporozhe und anderen unterstützen sollten. Die anderen Kräfte auf der Kiewer Seite benötigen wohl ausländische Unterstützung, wofür sie Souveränität abgeben müßten, denn die Institutionen der UA haben sich als unfähig erwiesen, auf militärische Art mit dem Problem Novorossia fertig zu werden.

Morph November 1, 2014 um 17:18

@ruby

Warum sollte ich das Deines Erachtens tun? Und wäre das auch eine gute Idee für @Linus, damit er sich nicht immer wieder so naiv über “die werten Herren Rumsfeld, Cheney, Bush, Obama” etc. aufregen muss bzw. die “Performance” eines Putin abfeiert, nur weil der mal eine Rede hält, mit der sich irgendwelche deutschen Montagsdemobesucher identifizieren können?

Ach, ist auch wurscht, @ruby! komm’, verlink noch ein olles Schweinekrautrockvideo! Passt schon!

ruby November 1, 2014 um 17:25

“Schweinkrautrockvideo” – das wird sehr schwer – kommt Zeit kommt Idee
;-)
Wie wäre es hiermit
http://www.deutschlandfunk.de/forum-essay-2014-alles-luege-ueber-dokumentarismus.1184.de.html?dram:article_id=298336

ruby November 1, 2014 um 17:31

“Sie sprachen über die Möglichkeiten, um die das Internet das dokumentarische Arbeiten erweitert, über den Grad der Konstruktion von Wirklichkeit und welche Voraussetzungen nötig sind, damit ein Dokument als Dokument glaubhaft wahrgenommen werden kann. ”
aus
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/nachtstudio/forum-essay-2014-alles-luege-zusammenfassung-100.html

ruby November 1, 2014 um 17:37

@ Morph
Weisst doch, was ein zynischer Rationalist ist
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-die-zeitbombe-13242527.html
Deshalb manipuliert die Sterbetafeln von Doktor Heubeck!
;-)

Andreas Kreuz November 1, 2014 um 17:44

@Keynesianer November 1, 2014 um 16:25

Genierst Du Dich denn gar nicht?

Er hat doch oben geschrieben,
dass Moral Wumpe ist.
Zumal wenn sich einer auf der Seite der Sieger wähnt…

Linus November 1, 2014 um 17:49

@Morph:
Du hast den ganzen Tag noch nicht ein sinnvolles Argument gebracht. Du hast mir in einer Tour irgendwelchen Müll unterstellt und dich geriert, als müsste ich mich vor dir rechtfertigen. Das wird heute nichts mehr. Lassen wir das also, bis du wieder deine 5 Sinne beisammen hast. Gute Besserung!

Bogus November 1, 2014 um 19:20

“Schweinkrautrockvideo” – das wird sehr schwer – kommt Zeit kommt Idee”

ruby,
darf ich aushelfen? Der Hohepriester des Schweinerock:

http://www.youtube.com/watch?v=2iO8fZKAQv4

Hat allerdings überhaupt nix krautiges… Das wird schwer, sowas bei den Krauts zu finden. Deshalb muss man sie einfach lieben, die Amis, auch wenn sie total durchgeknallt sind:

http://www.youtube.com/watch?v=PhVWIeBKExs

ruby November 1, 2014 um 19:33

@ Bogus
Denke der amerikanische Bias gefällt dem Morph bestimmt sehr recht gut
;-)
Suche läuft weiter …

ruby November 1, 2014 um 19:37

@ Bogus
ha, bei der Vinylsammlung was gefunden
https://www.youtube.com/watch?v=XLU9lUKzEWM
Schicken wir Morph in die Wüste…

Linus November 1, 2014 um 19:49

@Krautrock:
Vielleicht ist das hier was (Volume bitte auf 11 von 10):

https://www.youtube.com/watch?v=H9Wtq8xvRvU

Bladnoch1971 November 1, 2014 um 20:08

@ruby
Die Heubeck-Richttafeln brauchst nicht manipulieren, das machen die schon selber. Mann lebt ja ganz gut vom Verkauf derselben. Wenn es mal wieder eng wird, dann werden halt aus den RT 2005G, die RT 2015G.

Linus November 1, 2014 um 20:22

Mit die genialste Krautrockband überhaupt – performance-mässig und so!
Ich erinnere mich an ein Konzert im Münchner Theatron am Olympiasee, wo schliesslich das gesamte Schlagzeug samt Schlagzeuger im Wasser landete und langsam vollief – Umpf Umpf!
Das ganze Theatron ist hinterher gesprungen.

ruby November 1, 2014 um 20:30
Morph November 1, 2014 um 20:33

@Linus

Sorry für den Müll. Ich bin wirklich neben der Spur. Entschuldige bitte! Auch im Namen der inkompetenten Wolkenkuckucksheimer Kaminer, Sorokin, Jerofejew. Wirklich zu schade, dass die nicht Deine Weltweisheit besitzen, um sachgerechter “viel, sehr viel am heutigen System in Russland zu bemängeln, ja anzuprangern.” (sehr geil formuliert, übrigens! Wie so oft! Mein lieber Herr Gesangsverein!).

@Linus, Du bist echt eine Marke! Immer weiter so!

Linus November 1, 2014 um 20:48

@Morph: Schon ok – ich trag’s mit Fassung ;-)

ruby November 1, 2014 um 21:03
Keynesianer November 1, 2014 um 21:14

Vielleicht mal zurück zum Thema:

Was hält die Bewaffneten in der Ukraine davon ab, sich die Oligarchen vorzuknöpfen, statt sich gegenseitig im Auftrag von Oligarchen zu massakrieren?

Hat jemand dazu weiterführende Ideen?

Sicher gibt es dort auch besoldete Leute, die den Schäfchen erzählen, das Problem wäre doch Putin und deshalb müssten sie jetzt im Osten die Bürgerwehr bekämpfen. Danach dürfen sie sich in einer Fabrik der Oligarchen oder einem Acker von Monsanto für Hungerlohn zu Tode schinden.

Warum machen die nicht kehrt und greifen sich die Oligarchen in Kiew und verhindern mit ihren Waffen die weitere Ausplünderung ihres fruchtbaren und eigentlich von Natur reichen Landes?

Keynesianer November 1, 2014 um 22:02

Eine neue Wortschöpfung aus den Kommentaren beim Saker:

EUSraEliten :)

Ja, es knirscht schon hörbar im Gebälk. Wurde auch Zeit.

Wenn man denkt, dass die meisten Schäfchen immer noch nicht verstanden haben, dass die Krisen einfach damit verursacht werden, dass sie sich ihre Leistungen gegenseitig nicht mehr abkaufen.

Nach über dreißig Jahren Krise!

So war die Paralysierung des Denkens und der Kommunikation ein Erfolg. Die Schäflein haben sich gegenseitig tot gespart, weil die Zinsen doch so hoch waren oder durch Deflation das gesparte Geld immer wertvoller wurde und die Schulden immer drückender.

Hallo Schäflein – aufwachen!

Mit dem Krieg ist es dasselbe: Die Neurussen sollten sich mal in Kiew umsehen, statt noch ein Bataillon von armen Wehrpflichtigen nieder zu machen.

gelegentlich November 1, 2014 um 22:17

@Keynesianer
Geschmackssache. Ich finde dieses ubiquitäre Berufsjudentum (…ich bin allhier) , egal in welcher begrifflichen Verkleidung, nicht so sexy. Bitte weniger Kneifzangenlinks!

ruby November 1, 2014 um 22:18

Die Annahmen und Verkündigungen dieser verpesteten drecksbrütlerischen Schweinepriesterei hier
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/steuerabkommen-schafft-ein-weltfinanzamt-13240958.html
und hier
http://www.deutschlandfunk.de/steuerabkommen-mehr-staatsglaeubigkeit-war-selten.858.de.html?dram:article_id=302014
gehört öffentlich, mehr und mehr bis sie ihre eigene Gier und moralische Verrottung selbst nicht mehr ertragen …
Die letzte Welt ist angebrochen, kommt heraus aus den Löchern und Winkeln der Selbstverlogenheit, ihr habt nichts zu bieten ausser aufgeblasenen virtuellen Kontoständen.

ruby November 1, 2014 um 22:31

Rückt die 12 Milliarden Fluchtkohle des Viktor Janukowitschs oder Gaddafis sofort raus !
Kein freier Bürger lässt euch das mehr durchgehen, der Verteilungskampf wird sehr, sehr lustig und humorvoll – ihr Versager menschlichen Vermögens und Verschwender von Werten.
Niemand glaubt euch noch die Sermone von den Kanzeln der Vergangenheit.

ruby November 1, 2014 um 22:46

Ihr Loser der Wirtschaftstheorie seid so bekloppt, dass ihr noch nicht einmal die Sprungstelle in der Liquiditätsfalle im mathematischen Modell erklären könnt – weder graphisch, verbal oder rechnerisch – verpisst euch ihr Nichtsnutze – ziehlt Leine mit den hohlen Phrasen.

Natalius November 1, 2014 um 23:53

@Frank, zunächst einmal herzlichen Dank!
Nämlich dafür, die Ehre (oder den Ritterschlag) der Sperrung in diesem Blog empfangen zu haben. Das betrachte ich in der Tat als Auszeichnung. Speziell deshalb, weil ich mich in der Fraktion der Wenigkommentierer verorte, also derer, die der Auffassung sind, ihre Zeit nicht in der Zombie-Arena des Meinungswettbewerbs optimal plaziert zu wissen. Menschliche Intelligenz ist laut Einstein ja schliesslich begrenzt, womit er (ausnahmsweise und speziell relativ viel) Recht hat.

@Soldat Schweik: Ich habe Deinen Artikel mit einer gewissen Genugtuung gelesen. Manche Dinge hätte ich vielleicht etwas schärfer zum Ausdruck gebracht. Mit ein wenig mehr Polemik und ein wenig weniger Exegese vielleicht. Vielleicht wäre mir so etwas wie die Kolomoiski-Poroshenko-JazenJukraine einjefallen – aber ich kanns ja auch nachvollziehen. Dein Artikel erschien schliesslich noch vor der Anerkennung Palästinas seitens der schwedischen Sozialdemokraten, der Auflösung diplomatischer Beziehungen zu Schweden durch Israel und der in SPON erwähnten Beleidigung Bibis durch einen höchstoffiziellen US-Offiziellen, dessen Namen weder SPON und (ein Tag zuvor) VeteransToday genannt haben.

@H2S-Fraktion: Danke für die (verbalen) Sudelköstlichkeiten! In Erinnerung an die breit in den MSM berichteten tragischen Unfälle in einer polnischen Jauchegrube sei darauf aufmerksam gemacht, dass H2S ein Fäulnisgas ist, das nur in grosser Verdünnung als widerlich und als höllischer Gestank wahrgenommen wird. Nähert man sich zu sehr der Quelle dieses Gestanks, ist mit Bewusstlosigkeit zu rechnen. So endeten z.B. die Rettungsversuche in Polen selbst als Unfälle. Das gilt auch für die politischen Implikationen einer Jauchegrube.

@BB: Danke für den Link auf den Valdai-Vortrag von Putin. Sehr diplomatisch! Er spricht von “übergeschnappten Neureichen” (oder so) und wir wissen genau wen er meint. Die Kunst hier besteht darin, abstrakt sehr deutlich zu werden , aber keine Namen zu nennen. Schon staatstragend, dieser Putin! Verglichen zu Politik-Repräsentanten westlicher Länder hat er einfach ein anderes Format.

@Ruby: Du scheinst Dich für öffentliche Hinrichtungen zu interessieren. Vor dem Hinweis auf Störtebecker gab es doch den Hinweis auf einen Platz im Südwesten Londons, auf dem gewisse Probleme (aus der gleichen Klasse) gelöst wurden. Vor langer Zeit… Ich behaupte mal bewussst, dass die freiwillig gekaufte Prekariatsfraktion (vormals H2S-Fraktion genannt) bewusst von “Vlad” (the Putler) sprechen, um an Vlad the impaler zu erinnern.

@Keynesianer: In den meisten Einschätzungen d’accord. Aber ich frage mich, was die Steuerung des Schäflein-Weltbildes heute noch mit Keynes zu tun hat. Schliesslich ist Geldpolitik nicht a priori mit Medien- und Wissenschaftspolitik verknüpft. Ist es vielleicht nicht sogar sinnvoller, anzunehmen, dass der Begriff “Geldpolitik” eine Irreleitung ist? Denn die “Herren des Geldes” sind zumeist nicht (oder nur indirekt) in der Politik verortet. Nun gut, Ausnahmen (etwa Herr Dschünkehr) bestätigen die Regel. Ansonsten aber halte ich Kryzmanski’s Beschreibung einer Zwiebelschalenstruktur der Macht für treffender. Findet ja auch empirischen Boden.

@gelegentlich: Wie wärs, die eigene pharisäische Meinung mal aus Kneifzangenperspektive zu betrachten? Die Zeiten ändern sich heute nämlich schneller als ein gottverdammter Normopath seinen Stuhl in Richtung “sicherer Mitte” verrücken kann.

@peewit: Speikübel gibt es in verschiedenen Grössen – ich rate zur Anschaffung eines grösseren Volumens. Allerdings sei aufgepasst, da nicht selbst hineinzuplumpsen. Soll schröcklich sein. Aspiration von Magensäure. Es ist allemal klüger, sich zu fragen, ob man selbst noch richtig tickt. Ich hab das gemacht, auch wenn Du’s nicht glaubst.

ruby November 2, 2014 um 01:26

@ Natalius
Immer wieder eine Inspiration:
http://ukcatalogue.oup.com/category/academic/history.do
denn, was gibt es freiheitlicheres als in der Buchhandlung einer Universitätsstadt zu schmökern
;-)

ruby November 2, 2014 um 01:33

@ Natalius
Samuel Pepys
http://www.pepysdiary.com/
each day
;-)

bleistift November 2, 2014 um 01:50

Hurrah, ich bin wieder da!
Nachdem ich mich von meiner schweren Grippe wieder erholt habe (Hatschüh!), tue ich mir das mal wieder an.

@morph

“Klar: Weil in ihnen die Wahrheit steht!! Die kann nur totgeschwiegen werden!!! Was die Wahrheit beweist!!!!! Hurrahh!!!!!”

Das ist nicht gut! Gar nicht gut!
Erstens: du hast das unter gesteigerter Erregung geschrieben
Zwotens: du hast viel zu viele Satzzeichen verwendet!

Topi wird sowas nicht gut finden! Wird sowas gar nicht gut finden! Pfui!

bleistift November 2, 2014 um 02:09

“@Frank, zunächst einmal herzlichen Dank!
Nämlich dafür, die Ehre (oder den Ritterschlag) der Sperrung in diesem Blog empfangen zu haben. Das betrachte ich in der Tat als Auszeichnung.”

Also mich hatte man ja auch mal gesperrt. Damals, bei weißgarnix. Das hatte aber weniger mit einem Ritterschlag zu tun sondern eher mit der chronischen Humorlosigkeit des damaligen Blogbetreibers. Asche auf seinHaupt!
Ehre wem Ehre gebührt!

bleistift November 2, 2014 um 02:28

“Du solltest Dir wirklich mal “House of Cards” anschauen, eine Serie, die von Politikern durch die Bank für ihren Realismus gelobt worden ist.”

Das wäre dann aber in der Tat doch sehr traurig.
Goodnight!

topi November 2, 2014 um 04:31

Bleistift

“Das ist nicht gut! Gar nicht gut!
Erstens: du hast das unter gesteigerter Erregung geschrieben
Zwotens: du hast viel zu viele Satzzeichen verwendet!

Topi wird sowas nicht gut finden! Wird sowas gar nicht gut finden! Pfui!”

Was für ein Quatsch!!!

Morph schreibt dies so, als Stilmittel.
Die gesteigerte Erregung quoll dagegen immer aus deinen Kommentaren (dir waren ja die Ausrufezeichen nicht mal bewusst); und zwar weil du eigentlich weißt, dass deine Empörung über diverse von mir geschilderte SACHverhalte schlicht daraus entspringt, dass es Sachverhalte sind.

Und jetzt kannst du wieder auf und niederhüpfen, wenn du das liest. :roll:

topi November 2, 2014 um 04:35

Morph, rückst du schon wieder mit den russischen Intellektuellen an.

Dann beantworte doch die Frage: was würden sie über die großartigen Entwicklungen im “Westen” so schreiben?

Und was würden hiesige Intellektuelle, so es sie gäbe und sie in der öffentlichen Debatte eine Rolle spielten, darüber sagen?

topi November 2, 2014 um 04:46

Und der hier noch.

“Ich kann in den kommerziellen Massenmedien, wie gesagt, keine Russophobie erkennen. Gottchen, das ideologische Framing der Massenmedien ist bei uns halt liberal, antinationalistisch, rechtsstaatlich usw. Kein Wunder, dass Putins restauratives Projekt hier keine gute Presse kriegt. Das hat mit Russophobie nichts zu tun.”

Na klar.
Liberal, antinationalistisch, rechtsstaatlich.

Deshalb sind die Ukros die guten; das leuchtet ein.
Herbeigeputschte Wahlen, die einen anderen Oligarchen an die Macht bringen, und große nationale Minderheiten im Land nicht mit ihren Interessen ernst nehmen sondern marginalisieren wollen, das ist heutzutage liberal, antinationalistisch und rechtsstaatlich.

Ja, das ist stimmig, wirklich.

Und jetzt veranstalten die auch noch Wahlen!!!!
Das muss man sich mal vorstellen!!!

Waffen liefern und den Antiterrorkampf weiterführen!!!

Denn die Wahlen sind doch gegen die Verfassung!!!!

topi November 2, 2014 um 04:53

Die Engländer sind doch einfach zu blöde.

Da machen die den Schotten vor ihrer Abstimmung so riesige Zugeständnisse, dass die gar nicht mehr raus müssen; und die hatten vorher schon sehr große regionale Vorrechte.

Die hätten doch einfach Panzer schicken können, nachdem sie mit ihrer Mehrheit die Verfassung entsprechend regeln!!!

Oder wennschon hätten alle Briten abstimmen müssen, ist doch logisch!!!

Oder die Spanier, so ein Eiertanz mit den Katalanen und Basken, aufs Maul hauen; im Sinne der richtigen Spanier, gegen die nationalistischen und illiberalen Rechtsstaatverbrecher.

Und dann endlich Schluss mit dem Sonderstatus von Südtirol, ausräuchern die Bande.

topi November 2, 2014 um 05:01

Natürlich haben die Russen militärisch mitgeholfen, dass die Separatisten den Donbass übernehmen konnten; auf der Krim ohnehin.

Aber glaubt jemand, dass sich diese Regionen bei solchen möglichen Wegen wie in Italien, Spanien, Großbritannien etc. (selbst die Honkonger sind Freiheitshelden, wenn sie ihre “Diebe, die sie bestehlen” selber aussuchen wollen) für eine Einheitsukraine ohne regionale Eigenständigkeiten ausgesprochen hätten? Samt der Zurückdrängung der russischen Sprache?

Wie verblödet muss man sein, um so etwas anzunehmen?

Auch als Ukrainer oder zumindest Ukrainestämmiger wie someone; sowas kannst du nicht im Ernst glauben.

Aber die Journaille kriegt dies problemlos hin.

Keynesianer November 2, 2014 um 07:26

Aber ich frage mich, was die Steuerung des Schäflein-Weltbildes heute noch mit Keynes zu tun hat. Schliesslich ist Geldpolitik nicht a priori mit Medien- und Wissenschaftspolitik verknüpft.

Selbstverständlich ist die Geldpolitik mit Medienpolitik, also der Steuerung des Schäflein-Weltbildes, und mit der gröbsten Manipulation der Wissenschaft verknüpft:

Man kann keine Wirtschaftskrise ohne dieses inszenieren!

Es geschieht so perfekt, dass sogar ein @Natalius sich noch instinktiv gegen seine Aufklärung wehrt und lieber mit der bezopften Dame hausieren geht, als die Geldpolitik zu thematisieren. :)

Denn die braven Kleinbürger sind doch die größten und eifrigsten Sparer und wollen zuallerletzt makroökonomisch denken.

Ich hatte es lange gar nicht glauben können, dass die 1933 immer noch nicht kapiert hatten, dass die Weltwirtschaftskrise gerade absichtlich, völlig kaltschnäuzig und skrupellos inszeniert worden war. Das hätte den Zweiten Weltkrieg verhindert, wenn die das kapiert hätten, aber sie waren halt dumme Kleinbürger und selber eifrige Sparer und schwäbische Hausfrauen, deren ökonomischer Horizont nur bis zum eigenen Tellerrand reicht..

Das war der 13-jährige Junge alles nicht, der 1967 in Millisekunden kapiert hatte, dass alle Wirtschaftskrisen nur durch die Erhöhung der Zinsen verursacht wurden. Den Rest hat der kleine Junge damals noch nicht ahnen können.

Aber als wieder so weit war, wollte er es verhindern.

Keynesianer November 2, 2014 um 08:05

Der Saker über das Geheimnis der NGOs:

“Wir sollten diese Arbeit nicht heimlich tun”, sagte Carl Gershman 1986, während er Präsident der Stiftung war. “Es wäre schrecklich für demokratische Gruppen in der ganzen Welt, wenn sie als von der CIA subventioniert erkannt werden. Wir sahen dies in den 60er Jahren, und deshalb musste es eingestellt werden. Wir konnten diese Arbeit nicht mehr weiter tun und aus diesem Grund wurde die Stiftung erstellt. “
http://www.vineyardsaker.de/analyse/ein-trojanisches-pferd-das-national-endowment-for-democracy/

Ob die Schäfchen das alles fassen können in ihren kleinen Köpfchen? :)

ruby November 2, 2014 um 08:18
Keynesianer November 2, 2014 um 08:28

@ruby

Erkläre uns doch mal, was an dieser Darstellung des angeblich keynesianischen Modells falsch und irreführend ist:

http://makroo.de/Das%20keynesianische%20Modell/ISLM/Das%20IS-LM-Diagramm.htm#Exkurs0

Das gilt natürlich auch für alle anderen. :)

ruby November 2, 2014 um 08:30

Keynesianer
sagt doch etwas zu den Karnevalisten im 25.Stock
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/umzug-hat-begonnen-doppelter-aufbruch-fuer-die-zentralbank-13241916.html
oder soll der Weidmann aktiv werden?

ruby November 2, 2014 um 08:45

@ Keynesinnianer
nix falsch;
aber Zins als alleinige vorhergehende Steuerungsgröße zu verherrlichen und dann auch noch negative berechnen zu wollen, erklärt doch den vollständigen Wahnsinn, der von Frank Schirrmacher den Verrückten vorgehalten wurde…ganz alleine
gute Zeiten für Kopfkissenverkäufer !

http://makroo.de/Einleitung/Weitere%20makro_oekonomische%20Ziele.htm

Natalius November 2, 2014 um 09:57

@Keynesianer

“Selbstverständlich ist die Geldpolitik mit Medienpolitik, also der Steuerung des Schäflein-Weltbildes, und mit der gröbsten Manipulation der Wissenschaft verknüpft.”

Ja, ja. Aber was sitzt im Zentrum und was in der Peripherie des Realitätsnetzes? Politik im Zentrum und Finanzen, Medien und Wissenschaft in der Peripherie? Rein begrifflich verstehe ich Geldpolitik als Politik zur Kontrolle des Geldes und so war’s von Keynes ja auch gemeint. Aber ist das tatsächlich so? Geld erzeugt die Illusion der Auswahl (zwischen Dingen as diverse as Parteien, Politiker, Konsumierbarem, Lebensstilen, etc.). Nur das Geldsystem selbst lässt sich nicht auswählen – das ist irgendwie “magisch” fixiert. Auch begrifflich dringt es mit einem leichten Schaudern und ner Portion Ehrfurcht in das Schäflein ein, wenn dieses von “Hochfinanz” hört. Es gibt das “Hochamt” in der katholischen Kirche, aber von Hochpolitik, Hochmedien und Hochwissenschaft sprechen wir i.A. nicht, richtig?

Natürlich schafft es die “Hochfinanz”, in uns die Illusion zu erzeugen , das Finanzwesen sei kontrollierbar. Dafür dienen sich hoch wissenschaftlich gebarende Verlautbarungen etwa zur Stabilität des europäischen Bankensystems, Stichwort “Crashtest”. Es kehrt dann wieder Ruhe auf den Schäfchenmärkten ein und es darf umgeschaltet werden vom Angst- aufs Gierprogramm. Die Hochfinanz weiss schon, dass die Schäflein lieber gierig statt ängstlich sind und dazu in sich selbst das Vertrauensproblem lösen müssen. Die Schäflein wollen gerne an das ewige Wachstum auf Erden glauben, so wie sie früher an das ewige Leben im Himmel glaubten. Und weil sie es wollen, bekommen sie es dann auch. Euer Wunsch ist uns Befehl (sagen die Magier der Hochfinanz). Wir geben euch, was ihr braucht: Euer Manna, Seelenfutter, Geld.

Tja: Keynes und Geldpolitik. Ich rege ernsthaft an, mal beim Andreas Popp reinzuhören – der hat so einen erfrischend simplen (selbstverständlich demagogisch-ketzerischen) Ansatz für ein anderes Glaubenssystem. Er meint, wir sind nämlich gar nicht “verschuldet” (von wegen deficit spending etc.) Schau da mal rein und zerpflück es. Der Popp hängt übrigens auch mit dem Hörmann zusammen, den @Carlos Manoso kürzlich empfahl. Und Popp reimt sich mit Kopp – diese ganz ganz pösen Rrrrechtsradikalinskis vom Schlager eines Ulfkötters oder einer teutonischen Eva.

https://www.youtube.com/watch?v=X0GzMWaeI3s

Keynesianer November 2, 2014 um 10:33

Popp ist kontrollierte Opposition.

Er bedient das kleinbürgerliche Denken, dass also das Problem die Schulden wären.

Nein, das Problem sind die Ersparnisse:

Wir sind nicht verschuldet – wir sind verspart!

Nun ist die schwäbische Hausfrau ja zu dumm, zu kapieren, dass die Schulden mit den Ersparnissen steigen und dass die schwäbischen Hausfrauen halt weniger sparen sollten.

Aber der Popp erzählt das den Leuten anders herum, dass es den Weltkrieg wegen der hohen Schulden gegeben hätte. ;)

Bogus November 2, 2014 um 10:46

“Popp ist kontrollierte Opposition.”

Ja. So einfach kann man sich’s machen, um sich jegliche Auseinandersetzung mit den Ideen Anderer zu ersparen.

Der 13-jährige Wolfgang war ja ein schlaues Kerlchen. Aber hat er in den seither vergangenen 5 Jahrzehnten irgendwas dazugelernt?

gelegentlich November 2, 2014 um 10:51

Wenn ich den Thread in Ruhe durchlese wird mir klar, dass ich leider einen Umweg gegangen bin. Das Argument von @Morph mit der Nachrichtenwerttheorie wurde schon von @Doktor D geschrottet:
@Doktor D Oktober 31, 2014 um 22:45
, und den sich daran anschließenden Kommentaren. Euromaidan u.ä. Seiten zählen natürlich auch dazu.
Das ist beim Thema Ukraine wohl duchgehend so. Bis eben auf Lichtblicke wie diesen Thread von @Soldat Schweijk.
Was jetzt ansteht, @Keynesianer, wäre doch mal eine gründliche Recherche darüber, wer „The Vineyard Saker“ eigentlich ist. Bisher sieht man kluge Propaganda aus dem Blickwinkel eines Menschen, der für die Ostukraine eine eigene Staatlichkeit will. Falsch?
@someone hat einen ukrainischen Migrationshintergrund? @topi: hat er so etwas gesagt?
Seinen freiheitlichen antipreußischen Impuls kann ich übrigens gut nachvollziehen. Es gibt einen wunderschönen Artikel von Helmut Hoege in der taz, leider 2005, ich finde die URL nicht mehr:
„Alles für die Hauptstadt“
Aber dann fährt man in den Lehrter Bahnhof – dem nunmehrigen Hauptbahnhof des neuen Berlin ein – und versteht sofort: Hier erhebt jetzt die alte Gutsherrlichkeit wieder ihr freches Haupt! Ihr spätestens mit der Kollektivierung der Landwirtschaft untergegangenes Wirken kann man noch heute den märkischen Dörfern ansehen: zwei Reihen grauer niedriger Hütten – für die Landarbeiter -, dazwischen eine Kirche und am Ende der Gutshof.
Zu Recht hat man die ostelbische Wirtschaftsweise mit der sklavenhalterischen der amerikanischen Südstaaten verglichen. Die DDR fügte dieser Dorfarchitektur einige urbane Plattenbauten in Gutshofhöhe und niedrige Wirtschaftsgebäude für die LPGs hinzu – um das Land auch optisch anders zu gewichten. Aber auch dabei gab es einen Hang zu der nun wieder aufgelebten Parole: “Alles für die Hauptstadt!”
Leider verpaßt @someone stets die andere Seite in seiner hirntoten antirussischen Polemik:
„Neu ist dagegen die Wiederbelebung erst der heruntergekommenen märkischen Schlösser -durch Banken- und Sparkassenverbände und dann auch der Gutshöfe – durch Anwälte, Makler, Staatsbeamte und Erben. Letztere treffen sich gerne in den von den Ersteren privatisierten Schlössern, wo jetzt regelmäßig Kulturveranstaltungen für sie stattfinden. Früher fanden diese in den Kulturhäusern der LPGs statt.“
Will sagen: zu den Oligarchen und ihrer gleitenden Verbindung zur Organisierten Kriminalität (wiederum wie im Kosovo) findet sich bei ihm nichts.

aifran November 2, 2014 um 10:52

… und auf welchem Baum wächst das Geld? …. irgendwo her muss es ja kommen oder?

Du Schuldest mir was sagt der liebe Onkel Corleone ….

Schuldfrei durch die Monetative geschöpftes Vollgeld nimmt den Wachstumszwang aus dem System. (ein erster Schritt auf dem Weg zur Problemlösung – offen bliebe natürlich immer noch die extrem ungleiche Eigentumsverteilung)

schöne Tage

Keynesianer November 2, 2014 um 11:01

Ihr könnt mir ja ein Papier von Popp zeigen, in dem er den Leuten das Problem mit dem Geld richtig erklärt. Aber bitte keine Videos, in denen er stundenlang labert und labert. Warum gibt es dem seine Erkenntnisse nicht schriftlich? Weil Schäflein vor allem hörig sind.

Der Popp&Konsorten erzählt seinen Schäflein, dass das Problem am falschen Geldsystem läge:

Unter den Kritikern des bestehenden Geldsystems kristallisieren sich zurzeit zwei wesentliche Strömungen heraus: die Befürworter einer freien Marktwährung und die Befürworter eines fließenden Geldes.

Der übliche Käse halt, vom Voll(idioten)geld bis zum Freigeld. Da können die Schäflein wild phantasieren, wie man ein Vollgeld macht, für das dann keine Zinsen zu zahlen wären. :)

Oder wie man an den Scheinen und Münzen herumkleben und schnippseln und stempeln sollte, damit es nicht “gehortet” wird.

Aber sparen wollen sie alle und mit dem Sparen nicht aufhören und Inflation soll es keine geben. :)

Der Staat, also der Steuerzahler muss nicht mehr für Geld, welches private Geldmonopolisten aus dem Nichts schöpfen, Zinsen bezahlen.

Warum senkt die Notenbank nicht einfach den Zins für immer auf Null, wenn das die Lösung der Probleme wäre?

Aber jedenfalls sind bei Popp die Schäflein mit dem Geld beschäftigt, das ist ganz wörtlich zu verstehen, nicht mit der Geldpolitik und deren Hintergründen, sondern mit dem Geld. Wie man also ein Geld machen könnte, bei dem die schwäbische Hausfrau weiter Geld sparen kann, ohne dass sich dafür der Staat verschulden muss.

Blanker Schwachsinn.

Wenn die schwäbische Hausfrau sparen will, muss sich der Staat verschulden. Nur bei Popp (und bei Kopp) lässt sich das irgendwie umgehen und die schreckliche Logik, dass Geldvermögen halt irgendjemandes Schulden sind, soll dann nicht mehr gelten. ;)

gelegentlich November 2, 2014 um 11:11

@Keynesianer
Danke, danke! Nutzen Sie Ihre brillanten analytischen Fähigkeiten aber lieber, um mit ähnlicher skeptischer Wucht die Hintergründe des von Ihnen hier oft verlinkten Sakers auszuleuchten. Denn Publikationen, die mit dem Begriff „Anglozionist“ kommen, sind doch gewiß hinterfragungsbedürftig.

Keynesianer November 2, 2014 um 11:13

@gelegentlich

Der „The Vineyard Saker“ hat wohl einen Nachrichtendienstlichen Hintergrund. Er wäre ein Militäranalytiker gewesen:

The Saker is an ex-military analyst who was born in Europe to a family of Russian refugees. He now lives in Florida where he writes the Vineyard of the Saker blog and is a regular contributor to Russia Insider. The international community of Saker Blogs includes, besides the original Saker blog, French, German, Russian, Oceania and Serbian members and will soon include a Latin American member. – Mike Whitney
http://vineyardsaker.blogspot.de/2014/10/mike-whitney-interviews-saker-for.html

Ist ja klar, dass der ein Profi ist.

Dazu gehört, dass die alle so tun, als wären sie auf Spenden angewiesen.

Nur ich habe auf meiner Website keinen Spendenaufruf. :)

Ich mache das nämlich wirklich als Privatmann und muss mich nicht tarnen. ;)

ruby November 2, 2014 um 11:18

@ Keynesianer
bei soffisticated ist die zukunftsfähige Geldtheorie kommentiert; die dazu notwendige praktische Geldpolitik im Zeitalter der elektronischen Zahlungssysteme auch global kein Hindernis mehr und die Vorherrschaft einer nationalen Weltwährung ebenfalls nur eine Verrechnungseinigung.
so what
;-)
“consider this”
http://www.youtube.com/watch?v=FQ2yXWi0ppw

Natalius November 2, 2014 um 11:35

Tja Keynesianer, das ist das Interessante bei Dir: Dass die Meinung vor der Problemrezeption da ist. Hast ja noch nicht mal reingehört! Kontrollierte Opposition ist ein keynesianischer terminus technicus für alles, was andere mit bäh, Speikübel, etc. bezeichnen.

“Er bedient das kleinbürgerliche Denken, dass also das Problem die Schulden wären.

Nein, das Problem sind die Ersparnisse:

Wir sind nicht verschuldet – wir sind verspart!”

Hallo? Soll er als “Sozialist vom Herzen her” statt des kleinbürgerlichen Denkens das “grossbürgerliche” bedienen? Das ist auch bei den meisten Linken ein einfrankfurterisiertes Fehl-Engramm: Kleinbürger = Mief + Pief. Wer ist denn “verspart”? Etwa die Schäflein? In der zweiten Hälfte seines Vortrags leitet er interessante Schlüsse aus den sog. 5 Konten einer Volkswirtschaft ab. Da tauchen die Ersparnisse selbstverständlich bei den privaten Haushalten auf (die Verteilung Klein- vs. Grossbürger wird nicht thematisiert) – und ein Teil bei den Finanzinstituten. Auch noch in 2008, 2009… Häh?

Buchungsseitig sind Unternehmen/Kapitalgesellschaften sowie der Staat (Bund Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen) verschuldet, diese Schulden stehen zusammen mit den “Exportüberschüssen” den o.g. Ersparnissen entgegen. Die Summe der Exportüberschüsse der “Dollar-Schützlingsländer” entspricht grob den US-Militärausgaben. Finde ich interessant. Sog. Exportüberschüsse sind so gesehen nicht mehr und nicht weniger als zu leistende Schutzgelderpressungen… Kennt man ja auch in mafiösen Strukturen. Da gab es doch vor zwei Jahren diesen begnadeten griechischen Ökonomen, der vom “globalen Minotaurus” sprach. Wie hiess er noch: Y. Varousakis?

Was bei Popps politischer Verortung auffällt ist, dass er sowohl in Russland, den USA, und in der EU totalitäre Strukturen erkennt! Seine Haltung zu “identity politics” (schwul/hetero, männlich/weiblich, Inländer/Ausländer, usw.) ist dieselbe wie bei Gilad Atzmon zu lesen sein wird, wenn “Left behind” erschienen ist. Finde ich fortschrittlich – btw.

Keynesianer November 2, 2014 um 11:39

Hier haben wir den Mike Whitney im Netz (bitte etwas gedulden, es kommt zuerst ein Spendenaufruf :) ), das Internet ist ja so teuer und außer mir hat noch niemand gemerkt, dass Spendenaufrufe im Netz kein Geld bringen.

Darum mache ich das nicht. ;)

http://www.eurasiareview.com/author/mike-whitney/

Jedenfalls erkennt man die Profis halt daran, dass sie wirklich professionell arbeiten.

aifran November 2, 2014 um 11:41

Was ist der Unterschied zwischen “Gesetzlichen Zahlungsmitteln” (Münzen, Geldscheine) und “Giral/Buchgeld” (von Banken mittels Kredit geschöpftes “Geld” welches bei Rückzahlung des Kredites wieder verschwindet …. woher kommt aber das “Geld” für die bei der Rückzahlung ebenfalls anfallenden Kreditkosten??? –

neue Kreditnehmer dringend gesucht …. sagt Herr Bonzi und sein System …

so genug vom Geld gebrummelt – Schweigen – und ich räume das Feld für die hier laufende Diskussion über Krieg und Chaos (Symptome des Zusammenbrechenden Bonzisystems)

schöne Tage

Keynesianer November 2, 2014 um 11:48

@Natalius

Hast ja noch nicht mal reingehört!

Mit Gelabere kann ich nichts anfangen, ich bin nämlich nicht hörig. An der Uni bin ich halb wahnsinnig geworden, weil ich da Vorlesungen anhören sollte und die Profs absichtlich kein Skript hatten, damit sich wirklich jeder den Seich anhören muss Wort für Wort.

Lesen kann ich nämlich selber und zwar sehr diagonal.

Gelabere hat natürlich System, denn Gelabere lässt sich schlecht widerlegen und diskutieren, während die Schäflein damit sogar extra leicht zu beeindrucken sind.

Wenn ich den Popp diskutieren soll, muss da schon was schriftlich kommen.

Keynesianer November 2, 2014 um 11:55

@aifran

Alles Geld ist eine Forderung und damit jemandes Schuld.

Sonst handelt es sich nicht um Geld, sondern um Papierschnipsel oder unverbindliche Bytes auf der Festplatte, mit denen Du nichts kaufen kannst, weil die keiner haben will.

Kontrollierte Opposition sorgt dafür, dass die Schäflein dazu verleitet werden, die einfachsten Regeln der Logik aushebeln zu wollen und sich damit dann die Zeit vertreiben.

Also Geld ohne Schuld und das würde gleich noch den Wachstumszwang beenden. Vorher beendet es aber noch das logische Denken und wir sind wieder im Kindergarten.

ruby November 2, 2014 um 12:01

@ aifran
“woher…Kreditkosten???”

Sie snd Kalkulationsbestandteil, -kosten der erwarteten Umsatzerlöse, der eigenen Leistungen, Produkte, die deren Käufer wiederum durch seine erzielbaren Geldsalden (auch mittels Vorfinanzierung durch Kreditnahme neben Arbeit, Stoffen, Forschung und Entwicklung, Immaterielle Güter, Gedanken) freiwillig nach eigener Beurteilung bestimmt, festlegt und transferiert. Den Kredit (-anteil) gibt es beim Geldschöpfer in der Höhe unbegrenzt solange 100% getilgt wird. Clearingstelle mit langfristigen Transaktionskosten gegen 0!
Feinheiten können detailiert werden ;-)

Ersetzt die Selbstmordstrategie der negativen Zinsen privater Banken .

aifran November 2, 2014 um 12:09

@Keynesianer

Geld ist womit Du deine Steuern bezahlen kannst …. egal ob irgendwelche Papierzettel, Goldmünzen oder Pfauenfedern

alle wollen es haben, alle müssen es haben um damit ihrer Steuern zu bezahlen …. und weil alle es haben können wir ja auch auf dem Markt das Brot und die Butter bezahlen …. usw. usw. usw.

so nun aber Stille – egal was mir an den Kopf geworfen wird …
tschau ….

topi November 2, 2014 um 12:10

“Blanker Schwachsinn”

Na wenn du den so leicht erkennst.

Natürlich kann die Geldpolitik Krisen verursachen. Wenn es nicht genug Geld gibt, um die mögliche Produktion “im Umlauf zu halten”.

Die Behauptung, dass die jetzige Krise etwas damit zu tun hat, dass es insgesamt “zu wenig Geld” auf der Welt gibt, ist natürlich auch blanker Schwachsinn.
Die Notenbanken steuern mit verschiedenen Instrumenten die Geldmenge, zunehmend auch direkt in dem sie alte Wurstbrotpapiere, äh, strukturierte Wertpapiere aufkaufen.

Aber bei einer vielfach höheren Geldmenge als nötig (alte Faustregel: “Geld” dreht sich etwa vier bis fünfmal Tendenz leicht abnehmend; kann jeder an seinen Einnahmen/Ausgaben abschätzen), kann man versuchen, noch mehr in die Welt zu schmeißen, vielleicht trifft es auch mal den Richtigen (Ausgabewilligen).

Das Problem ist doch genau dieser Punkt; Geld, welches im “Produktionsprozess” verdient wird, fließt in immer größerem Maße zu Menschen, die es nicht ausgeben wollen (oder gar können).
Aus verschiedenen Gründen, schlicht zu hohes Einkommen, Sättigung, Zwangssparen durch Abbruch des Rentensystems, Gesundheitssystems, Pflege, privat zu zahlende Ausbildungen etc.pp.

“Geldpolitik” hat da überhaupt nichts zu suchen. Das ist Machtpolitik, die die Höhe der erzielten Einkommen umverteilt hat, Steuerpolitik, welche Steuern oben senkt und unten ausweitet, Abgabenpolitik, die Quandt und co draußen lässt, dafür Klein Erna schröpft, und so weiter und so fort.

Man kann natürlich alle Politik, die sich auf das verfügbare Geld von Menschen auswirkt, “Geldpolitik” nennen; das ist allerdings äußerst unsinnig.

Ja es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung des Geldsystems; diverse “große Würfe”, eher kleinere Änderungen im aktuellen System, etliches dazwischen.

Am Ende ist es jedoch einfach: wenn die Einkommen einfach weit weg von den realen Ausgabewünschen sind, kann das Geldsystem dieses Problem nicht lösen!

Die Aufstockung der Gesamtverschuldung auf 500% wie in Japan, und der Punkt, dass es dort einfach immer noch weiterläuft, zeigen doch beachtliches Potential des jetzigen Systems, das Grundproblem beim dauerhaften Auseinanderfallen von Einnahmen und Realausgabewünschen, den Neuverschuldungszwang, für etliche Zeit auffangen zu können. :roll:

Aber das Ende, die Gesamtverschuldungsquotenabbruchkrise, wird natürlich kommen.

Wobei unsere Staatskünstler mit der jetzt öffentlich diskutierten Verschleuderung von öffentlicher Infrastruktur an Private noch ein paar Extrarunden vorbereiten.

Hat schon mal jemand einen Intellektuellen dazu gehört?

Morph November 2, 2014 um 12:15

@gelegentlich

“Das Argument von @Morph mit der Nachrichtenwerttheorie wurde schon von @Doktor D geschrottet”

Na klar!

Leute, mir geht die Denkunfähigkeit hier echt auf’s Gemüt. Da verlangst Du, @gelegentlich, eine ‘gründliche Recherche’ um herauszufinden, ob ein anonymer Blogger, der auf einer professionell gemachten Website mit fünf Länderausgaben extrem fleißig haarsträubende Propaganda veröffentlicht, eine seriöse Quelle ist.

Da wird hier eine vermeintliche Russophobie westlicher Medien beschworen, während eine der prangendsten Formen der Desinformation, die man heute im Internet bestaunen kann, nämlich Russia Today, achselzuckend hingenommen wird.

Mir, als Europäer, ist die europäische Politik im Fall der Ukrainekrise peinlich, wie einem etwas Politisches nur peinlich sein kann. Ich war der erste hier im Blog, der auf die Versuche hingewiesen hat, Klitschko von Deutschland aus aufzubauen und zu führen, der auf das durchsichtige Engagement der BILD-Zeitung in der Sache aufmerksam gemacht hat. Der gejubelt hat, als Schirrmacher dem grotesken Herrn Kleber ordentlich auf die Beklottenmütze gegeben hat.

Aber die ganzen Verfehlungen europäischer Politiker, die vielen Einseitigkeiten der massenmedialen Berichterstattung in Europa sind nichts gegen die hartnäckige Naivität vieler Kommentatoren hier, die ganz eifrig und erkenntnisselig ‘anprangern’, wie sie von westlichen Medien ‘belogen und betrogen’ werden, und andererseits der durchsichtigsten, plumpsten Imitation massenmedialer Berichterstattung (RT) und alternativ-unabhängigen Bloggens (SV) auf den Leim gehen.

Unterirdisch. Dumm.

Linus November 2, 2014 um 12:19

@gelegentlich:
“Das Argument von @Morph mit der Nachrichtenwerttheorie wurde schon von @Doktor D geschrottet.”

Was Doktor D da schreibt, ist schon richtig, aber halt nur die halbe Wahrheit. Es ist ja nicht so, dass Journalisten die Schlagseite ihrer Quellen nicht erkennen könnten.

Auch der Spin, der in der “5 vor 8″-Kolumne der ZEIT von deren Schwergewichten betrieben wurde, lässt sich nicht mehr aufmerksamkeits-ökonomisch erklären. Den hohen Herren wurden von ihren Lesern reihenweise nackte Lügen nachgewiesen. Die haben dort massiv ihre Reputation verbrannt.
Dass sie sich das leisten konnten und geleistet haben, kann nur eines heissen. Offensichtlich sind sie darauf nicht oder nur peripher angewiesen. Damit erübrigt sich aber das Argument der Nachrichtenwerttheorie, zumindest für diese Herren.

Auch auf niedrigeren Ebenen gibt es reichlich Platz für bewussten Spin und Manipulation: Die Reichweite einer Zeitung ist zwar sicherlich deutlich bestimmt von einer Nachrichtenwert-Ökonomie. Doch man schreibt den Lesern ja nicht nur hinterher (->Nachrichtenwert), man schreibt ihnen in vieler Hinsicht auch voraus, erklärt ihnen, wie sie die Welt zu interpretieren haben. Das kann auch gar nicht anders sein, da man ja an der Quelle sitzt und eben nicht wahllos weitergibt, sondern filtert. Und wenn der Leser keine anderen Quellen hat, dann merkt er davon nichts.

Deswegen braucht es eine pluralistische Presse. Nur gerade davon war beim Thema Ukraine so gut wie nichts zu sehen, obwohl die Informationslage vergleichweise gut war. Die verfügbare Information wurde von den MSM massiv gefiltert und gebiased, auch entgegen aller Nachrichtenwerttheorie. Nur so erklärt sich das eklatante Auseinanderfallen des Informationsstandes in den Massenmedien und im freien Netz.

Keynesianer November 2, 2014 um 12:23

@topi

Die Behauptung, dass die jetzige Krise etwas damit zu tun hat, dass es insgesamt “zu wenig Geld” auf der Welt gibt, ist natürlich auch blanker Schwachsinn.

Habe ich nicht behauptet. Geldpolitik hat bei mir nie(!!!) etwas mit Geldmengen zu tun, sondern mit dem Realzins.

Wenn als in Spanien die Löhne und Häuserpreise fallen, ist der Realzins zu hoch und verursacht die Krise.

Die Geldmengen dienen nur der Verwirrung der Schäfchen – äh – der Studenten. Damit der Realzins nicht zum Thema wird, mit dem das alles und besonders die Krisen so leicht zu verstehen wäre.

Die falsche Einkommensverteilung führt selbstredend auch zu einer zu hohen Ersparnis, wirkt also wie ein zu hoher Realzins. Das will ich doch gar nicht übersehen. Jetzt müssten sich die Armen sehr günstig verschulden können, damit die Konjunktur trotz falscher Verteilung der Einkommen brummt, wie während des Immobilienbooms in den USA.

Das ist aber alles Geldpolitik!

Keynesianer November 2, 2014 um 12:33

@aifran

Geld ist womit Du deine Steuern bezahlen kannst …

Ja, damit ist Geld eine Schuld des Staates: Mein Geld ist eine Forderung gegen den Staat und er muss diese Forderung gegen seine Forderung an mich – die Steuerschuld verrechnen.

Geld kann auch eine Forderung gegen Private sein. In dem Umfang, wie es durch private Verschuldung geschaffen wurde. Dann muss nämlich der Private das Geld bis zum Termin seiner Tilgung wieder verdient haben und der Bank zahlen.

Alles Geld, das nicht eine Forderung gegen Private ist und von denen zum Termin getilgt wird, ist also eine Forderung gegen den Staat. Ist das so schwer zu verstehen?

Natalius November 2, 2014 um 12:38

Keynesianer

“Mit Gelabere kann ich nichts anfangen, ich bin nämlich nicht hörig. An der Uni bin ich halb wahnsinnig geworden, weil ich da Vorlesungen anhören sollte und die Profs absichtlich kein Skript hatten, damit sich wirklich jeder den Seich anhören muss Wort für Wort.”

Auditive Aufmerksamkeitsschwäche? Na ja, soll kein Vorwurf sein. Sprache basiert nun mal auf sequentieller Informationsverarbeitung. Geht nicht anders. Manche glauben ja auch, Eidetiker zu sein. Text als Bild, Querlesen und so. Sprichst Du im Normalfall mit geschlossenen Augen? Wenn nicht, könnte auch ein Selbstwahrnehmungsproblem vorliegen. Kommt son bischen rüber – auch bzgl. Professorenhass, Lehrstuhl für @Morph etc. Ich sach immer: Lieber ein verkanntes Genie als ein erkanntes Ungenie ;-) Vielleicht hilft’s Dir ja weiter…

Wenn Du Popp lesen willst, musste zahlen. 20 Euro für den Währungscountdown finde ich auch ein bisschen viel – da höre ich lieber rein, mach mir Notizen und lerne so dazu. Ich hab da keinen, den ich anbete. Betrachte auch diesen Blog eher als Anregung denn als Kampfarena. “Rechts”, “links”, “modern” und “evangelikale Schubladen” – das passt alles nicht mehr. Und selbstverständlich gibt es Dinge, die es nicht geben darf. War’s Heidegger der auf das Denkbare abhob, also Denkbares als Mögliches und dann auch Machbares ansah?

Folkher Braun November 2, 2014 um 12:45

Ich finde, seit dem Steinbrück-Interview sollten sich gewisse Leute mit dem Noten-Verteilen an andere Leute zurückhalten.

Linus November 2, 2014 um 12:53

@Morph:
Du bist schon ein lustiges Stehaufmännchen – du solltest doch im Bett liegen!

Erst schreibst du, Journalisten könnten prinzipiell nicht wahrheitsgemäss berichten und unterschlägst dabei völlig das Argument, dass wir uns dann jegliche(!) Art von Medien schenken könnten.
Dann verfällst du darauf, den Bias in der Berichterstattung zur Ukraine-Krise allein auf Nachrichtenwerttheorie zurückzuführen.
Und wo auch das in sich zusammenfällt, kommst du mit der Neuigkeit um die Ecke, dass die Russen aber auch und so …., und überhaupt, die Einäugigkeit (Unterstellung) der anderen Kommentatoren sei unerträglich, unterirdisch, dumm.

Glaubst du wirklich, dass hier noch jemand deinen Stöckchen hinterspringt. An deiner Diskurs-Strategie lässt sich eines ablesen. Du betreibst System-Apologie. Da wäre erstmal nichts dran auszusetzen. Aber offensichtlich ist dein Standpunkt entweder nicht durchdacht, – sonst würde dir nicht ein Argument nach dem anderen um die Ohren fliegen -, oder du verschweigst bewusst die Schwächen in deiner Argumentation, in der Hoffnung, dass irgendwann schon mal was unbesehen durchgeht. Ich tendiere zu letzterem, für ersteres bist du zu schlau.

Das kann interessant sein, wenn es neue Aspekte aufdeckt und den Diskurs weiterbringt. Aber es ermüdet, wenn es gar zu durchsichtig wird. Niemand ist an deiner System-Apologetik per se interessiert, wohl aber an deinen Argumenten, wenn sie GUT sind. Vielleicht solltest du dein persönliches Nachrichtenwert-Modell nochmal an diesem Umstand nachjustieren.

Doktor D November 2, 2014 um 13:46

Falls hier Leute das Spin Doctoring als Beleg für ihre VTs und Vorstellung davon nutzen wollen, dass da eine kleine Dunkelmännerclique die Medien steuert – nein, nein, so einfach läuft das leider nicht, sonst müsste man ja keine Meinungsmacher-Behemoths wie Edelman PR einsetzen. Und natürlich selektiert eine Organisation wie das Öffrechtliche oder die FAZ die Leute, die zu ihr passen und das garnicht über einen Gesinnungscheck, sondern schon schlicht über Habitus. Das ist ja dann auch das Problem, wenn Organisationen in existentielle Krisen geraten: Es ist dann kaum jemand an Bord, der adäquat reagieren kann. Insofern war Schirrmacher schon ein Irrläufer: habituell total konform, gleichzeitig so schnell gelangweilt, das halt irgendwie Leben in die Bude musste. Der hat dann auch die seltsamen leute gefunden oder hat das Potenzial gesehen, wenn einer seiner Leute sowas angeschleppt hat. Schließlich ist das für mich das eigentlich befremdliche an homogener Berichterstattung: Gerade mit etwas, das soweit aus dem Rahmen fällt, das es als Neu wahrgenommen werden kann, würde man als Medium auch Punkte machen können.

Was ich als Diagnose auch falsch finde: Hier im Thread wird schon sehr von einer homogenen und einseitigen Berichterstattung über die Ukraine ausgegangen. Das war anfangs auch der Fall, aber mittlerweile ist das ja, sicher auch aufgrund der massiven Interventionen des zahlenden Publikums, deutlich besser geworden. Gerade bei der FAZ. Und in einem öffrecht-Sender wurde die Gefechtsstand-Parodie gesendet.
Für das Ansehen des politischen Journalismus war das Ganze sicherlich aber eher so Fukushima. Selbst mein Vater nennt Tagesschau et al. nun Aktuelle Kamera.

Morph November 2, 2014 um 13:49

@Linus

“Du betreibst System-Apologie.”

Klar, das kommt Dir so vor. Dabei verteidige ich nur eine möglicherweise sinnvolle und vernünftige Systemkritik gegen das Beklopptentum. Bzw.: Wenn das, was Du und viele andere hier veranstalten, den aktuellen Gebrauch des Wortes ‘Systemkritik’ definieren soll, dann will ich in der Tat lieber ein Systemapologet sein. Mit so einem Mumpitz will ich nichts zu schaffen haben.

Dein notorisches Problem ist, dass Du keinen Begriff von den rationalen Rechtfertigungsmöglichkeiten von Wahrheitsansprüchen besitzt, vor dessen Hintergrund ganz unabweisbar ist, dass massenmediale Nachrichtenberichterstattung immer und unvermeidbar interessengeleitet und perspektivisch ist. Selektion und Filterung ist die banalste Tatsache des massenkommunikativen Mitteilungsgeschehens. Und das Westmedien tendenziell anturussisch berichten, ist angesichts der ideologischen Selbstbeschreibung Putins und der russischen Regierung kein Wunder (wenn auch misslich, wie gesagt: Keiner hier hat Schirrmachers Kloppe auf Kleber so erleichtert zur Kenntnis genommen wie ich).

Du skandalisierst Trivialitäten und bist blind gegenüber der A-Moralität von Machtkonflikten. Und von mir aus kannst Du gern behaupten, mir flögen meine Argumente um die Ohren. Wer, wie Du, @Keynesianer und viele andere hier, interessegeleitete Aufmerksamkeitsökonomie (Westmedien) von staatlich gelenkten Desinformationsagenturen (Russia Today, Vineyard Saker) nicht unterscheiden kann, von dem ist ohnehin nur ein kindlich-naiver Bahauptungsdiskurs zu erwarten.

Hier mal ein Beispiel, an dem Du üben kannst, aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit auszusteigen:

http://www.youtube.com/watch?v=r5Ztr2LDLZo

Da habe ich schon sehr lachen müssen. Diese russische Imitation der westlichen Simulation hat schon einen ganz eigenen Reiz.

Soldat Schwejk November 2, 2014 um 14:05

@ Morph —> “Die FAZ nennt sich “Zeitung für Deutschland”, und das ist bekanntlich auch als Wertbekenntnis zu verstehen. Die Todesjubiläumsanzeigen verdienter Wehrmachtskrieger erscheinen bei uns in der FAZ. Einen Anhänger des Putinschen Nationalismus (mit allen geschichtspolitischen Implikationen, die darin enthalten sind) zu interviewen und dem die Bühne der FAZ zu geben, das wäre wirklich ein Ding und würde die FAZ sehr viele Abos kosten.”

Nun, wenn das so ist, dann bedeutet das doch wohl, daß zwar nicht die Journalisten russophob sind, daß aber ein Teil des deutschen Bürgertums russophob ist wegen des verlorenen Zweiten Weltkrieges. Das mag so sein, und dem würde sicher auch @Systemfrager zustimmen – aber es ist doch ein Argument jenseits von Nachrichtenwerttheorie, welches von einer tatsächlich vorhandenen Russophobie im deutschen Establishment ausgeht, die von konservativen Medien wie der FAZ bedient wird.

Zu dem angeblichen “Nationalismus” Putins… Wozu führen wir hier diese Unterhaltungen eigentlich? Da gab’s doch mal einen Gastbeitrag von Pawel Lokshin mit auch ganz interessanter Diskussion.

http://www.wiesaussieht.de/2014/03/31/wladimir-putin-ethnischer-nationalist-ein-gastbeitrag-von-pavel-lokshin/

Also man kann dem Putin ja manches vorwerfen, aber “Nationalismus” nun gerade nicht…

Und das mit Merkel und dem Hund deutest Du als Macho-Allüre von Putin. Hallo? Das ist kein grimmiger Kampfhund, sondern ein freundlicher Labrador. Es heißt doch immer, die Anwesenheit von Hunden und Katzen erleichtere die Kommunikation zwischen Menschen. Merkel hätte einfach nett sein können zu Conny, sie streicheln und ein paar freundliche Worte sagen. Dann wären die deutsch-russischen Beziehungen möglicherweise besser. Aber nein…

Morph November 2, 2014 um 14:10

@Schwejk

wegen Putins Nationalismus. Hast Recht, ist missverständlich/falsch. Der russische Patriotismus ist kein Nationalismus. Sondern eher einem Reichsgedanken verpflichtet. Umso problematischer.

Natalius November 2, 2014 um 14:11

Weder von Russia Today, noch vom Vineyard Saker oder anderen angeblich staatlich gelenkten Desinformationsagenturen.

Sondern vom kindlich-naiven Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger, der neben einer “echten” akademischen Karriere (Sorry @Morph) immerhin Managementerfahrungen aus seiner Zeit als Personalchef der Schering AG einbringt.

Zum Thema Ukraine – und wie das mit anderen Themen zusammenhängt:
http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/verschwiegenes-verharmlostes-vertuschtes.pdf

@Morph, Du kannst hier heulen und zähneknirschen wie Du willst – es gibt inzwischen Hunderte von ernstzunehmenden “Bekloppten” (mit dem Titel, den Du gerne hättest), die die Struktur der Wirklichkeit wahrnehmen und mutig genug sind, dies auch nach aussen vorzutragen.

Soldat Schwejk November 2, 2014 um 14:11

Zu der Vineyardsaker-Seite. Der Betreiber hat wirklich keine sehr sympathische Weltsicht. Aber es finden sich da eben auch Übersetzungen z.B. von Yurasumy, und die lohnen es. Yurasumy seinerseits ist ein ehemaliger ukrainischer Nationalist aus der Gebietshauptstadt Sumy, der dem Nationalismus abgeschworen hat, der den Maidan scharf wegen dessen nationalistischer Schlagseite kritisiert hat und der in der Folge dann zu einem Anhänger Neurußlands geworden ist. Dessen Einschätzungen haben sich auch im Detail oft als recht zutreffend erwiesen. So schrieb er noch vor dem Kessel von Ilovaisk, militärisch ergebe es für Kiew gar keinen Sinn, die ganzen Freiwilligenbataillone dort zusammenzuziehen, außer mit dem Ziel ihrer Einkesselung. Da dachte ich noch, na, das ist wohl eher Propaganda. Aber offenbar war was dran. Dann schrieb er was von der Eröffnung einer Südfront und dem Zug zum Meer. Da dachte ich, na, da ist der Wunsch der Vater des Gedankens, da fahren im Rücken der UA-Einheiten ein paar separatistische Panzer rum, und Yurasumy macht gleich eine Südfront daraus. Aber er hatte recht. – Der Vineyardsaker macht u.a. Yurasumys Einschätzungen einem englisch- und deutschsprachigen Publikum zugänglich. Das ist ein Verdienst, auch wenn man des Sakers Weltsicht nicht teilen mag.

Eine Desinformationsagentur ist Vineyardsaker nun gerade nicht. Der macht Informationen und Einschätzungen zugänglich, die es sonst schwer hätten, hierher vorzudringen. Daß er ab und zu so eine paranoische Soße drüber kippt, nervt mich auch. Aber wir wollen ja differenzierte Quellenkritik betreiben, nich? :-)

georgi November 2, 2014 um 14:20

von staatlich gelenkten Desinformationsagenturen (Russia Today, Vineyard Saker)

http://www.vineyardsaker.de staatlich gelenkt? Woher weißt Du denn das? Und dann gibt es ja noch jede Menge anderer einflußreicher Blogs und Web-Publikationen im russischsprachigen Raum. So etwas wie yurasumy, colonel cassad, anjamueller etc. Sind die alle auch alle zentralgesteuert? Könnte sein. Merkwürdigerweise sind die sich längst nicht so einig wie die Westmedien. Diese extreme Einstimmigkeit, wie wir sie von der Aktuellen Kamera oder den Westmedien gewohnt sind, gibt es da zumindestens überhaupt nicht. Da müßte man ja auch mal fragen, von wem genau sie fremdgesteuert sind. Es gibt ja nicht nur die russische Regierung, sondern auch die ukrainische Regierung und Interessengruppen aller möglichen anderen Entitäten.

Und was ist mit den SaveDonbassPeople, anna-news.info-Streamern, diesen ganzen Novorossia-Websites, Politnavigator, nahnews.com.ua, glagol.su, sharij.net u.v.a. Medien? Da ist es doch schön, wenn wir den Schwejk haben, die so etwas beurteilen können. Freilich wird so einer von den Westmedien niedergebrüllt, ihm alles mögliche unterstellt, etwa von Putin bezahlt worden zu sein, dieser oder jener Fraktion anzugehören….

no.name November 2, 2014 um 14:20

@Natalius

“Rechts”, “links”, “modern” und “evangelikale Schubladen” – das passt alles nicht mehr.
…das hat auch nie gepasst. Denn die Grenzen verlaufen vertikal, zwischen arm und reich.

@keynes

Realzins, Geldmentgenwachstum, Schulden, Vermögen…blabla…

Wenn ‘Geld’ die Steuerungsfunktion in einer Gesellschaft nicht mehr gewährleisten kann, werden die (noch) staatlichen (Un-)Sicherheitskräfte die Steuerung übernehmen müssen. Nur mal so als Anregung, dass Du nicht VWL studiert haben musst, um zu erkennen dass die Wirtschaft nicht mehr Wohlstand für alle garantiert. Den Rest Deiner Theorie kannst Du Dir dann auch sparen, denn das ist dann BWL oder Teilvolkwirtschaft, Oligarchenmonetarismus, Vermögenslehre der Reichen o.ä.., jedenfalls keine VWL.

Ich glaube, was Du bisher in Deinen Kommentaren penetrant verkennst, ist, dass mit ‘Geld’ auch stets eine Recht verbunden ist. Und dieses Recht besteht unabhängig davon, ob das diesem Recht zugrundeliegende Geld aus Schulden oder aus Vermögen generiert wurde. Wer Geld hat, gewinnt ein Stück bedingte Freiheit. ‘Bedingt’ deshalb, weil im Westen Freiheit etwas kostet, nämlich Geld. Mit Geld kannst Du Dir einen schönen Tag machen. Du kannst Dir eine Fabrik kaufen. Oder ein paar Politiker oder eine Zeitungsfirma. Du kannst Journalisten einladen und eine Pressekonferenz halten oder Du kannst Dir einen unliebsamen Journalisten vom Halse schaffen, indem Du ihn feuern lässt. Okay, das kostet Dich vielleicht einen Auftrag bei der entsprechenden Zeitung für eine Werbeserie. Aber solange Du der Cashflow Deiner Bank positiv ist, wird Dir niemand im Weg stehen. Und wenn der Cashflow negativ werden sollte gibt es den Weg zur EZB. So einfach ist das inzwischen für die Reichen geworden. Aber die sind ja gar nicht reich, weil ihr Vermögen besteht ja aus Schulden. Aber macht das einen Unterschied? In der Aggregation vielleicht ja, da können wir dann über Steuerung des Geldmengenwachstums diskutieren, aber ist Dir persönlich schon aufgefallen, dass das Wirtschaftssystem zusammengebrochen ist und das alles was in den letzten Jahren zusammengefuscht wurde/wird nur Patchwork ist? Die Wirtschaftspolitik der Gegenwart basiert nicht mehr, wie es in der Vergangenheit zumindest den Anschein nach war, auf einer ‘Lehre’. Es wird entschieden, was zum Zeitpunkt der Entscheidung opportun ist. Die Akteuere spielen auf Zeit.

Morph November 2, 2014 um 14:21

@Schwejk

Die Vorstellung vom ‘Russischen’ ist in der deutschen Mentalität des traditionellen FAZ-Klientels sehr widersprüchlich. Da geht die Bewunderung für die kulturelle Höhe und existenzielle Tiefe der ‘russische Seele’ Hand in Hand mit Kolonialgelüsten und Vergewaltigungsängsten. Auf ‘Russophobie’ lässt sich das jedenfalls nicht reduzieren.

no.name November 2, 2014 um 14:25
no.name November 2, 2014 um 14:29

P.S.
Die Akteuere spielen auf Zeit. Und die kostet Geld.

time is money

Morph November 2, 2014 um 14:34

@Natalius

Auch an Dich: Mach eine Therapie und müll hier nicht die Threads mit Links zu Leuten voll (Wissensmanufaktur), die Deinen Wahn stabilisieren! Du bist offensichtlich sehr krank und solltest Dir Hilfe suchen!

Soldat Schwejk November 2, 2014 um 14:42

@ Goodnight

O.K., verlassen wir mal den Dschungel und sehen es aus Deiner Vogelperspektive mit Blick auf Baumkronen. Also Obama und Putin und so. Da hätte ich eine konkurrierende Erzählung anzubieten.

Putin ist der Repräsentant einer Hegemonialmacht im postsowjetischen Raum. Merkel ist Repräsentantin einer Hegemonialmacht in Europa. Obama ist Repräsentant der Hegemonialmacht aller Hegemonialmächte. Die USA sind stärker als jede einzelne andere Hegemonialmacht. Die Führung der USA handelt unter dem machtpolitischen Imperativ “Teile und herrsche”. Sie muß versuchen, ein Bündnis der mittleren Hegemonialmächte zu verhindern. In diesem Sinne hat Obama mit der andauernden Ukraine-Krise natürlich gewonnen. Deutschland und Rußland haben verloren.

Vorerst. Denn wenn wir eine Etage tiefer gehen, sieht es vielleicht so aus: Die ökonomisch Mächtigen in Deutschland rechnen. Was kostet uns der Atlantismus, was bringt er uns? Was kostet und bringt uns eine Umorientierung? Wer weiß, vielleicht haben die Atlantiker ihr Blatt überreizt, und die ökonomischen “Eliten” in Deutschland beginnen im Angesicht einer drohenden längerfristigen Konfrontation mit Rußland, ihre im Spiel gemachten Einsätze zu überdenken? Die Geschichte geht verschlungene Wege. Vielleicht wird dereinst in den Geschichtsbüchern zu lesen sein, daß die Ukraine-Krise samt der desaströsen Sanktionspolitik den Anstoß gab zu einer sicherheitspolitischen Umorientierung der deutschen “Eliten”?

gelegentlich November 2, 2014 um 14:47

@Morph
„“Das Argument von @Morph mit der Nachrichtenwerttheorie wurde schon von @Doktor D geschrottet”
Na klar!
Leute, mir geht die Denkunfähigkeit hier echt auf’s Gemüt. Da verlangst Du, @gelegentlich, eine ‘gründliche Recherche’ um herauszufinden, ob ein anonymer Blogger, der auf einer professionell gemachten Website mit fünf Länderausgaben extrem fleißig haarsträubende Propaganda veröffentlicht, eine seriöse Quelle ist.“
Offenbar noch zu früh für den Honig in der Milch? Bei der Frage kam ja, wie hier zu lesen ist, durchaus was Sinnvolles heraus. Bei Deinem Nachrichtenwert-Versuch aber nicht.
Umdrehen scheint ein Hobby zu sein:
„Wer, wie Du, @Keynesianer und viele andere hier, interessegeleitete Aufmerksamkeitsökonomie (Westmedien) von staatlich gelenkten Desinformationsagenturen (Russia Today, Vineyard Saker) nicht unterscheiden kann, von dem ist ohnehin nur ein kindlich-naiver Bahauptungsdiskurs zu erwarten.“
Linus ist gemeint, ich fühle mich auch angesprochen. Die Behauptung, bei der Ukraine-„Bericht“-Erstattung ginge es um Aufmerksamkeitsökonomie, ist selber schon Apologie. Und es fehlt ein Beleg für die Behauptung. Wer Vineyard Saker bezahlt/lenkt wissen wir noch nicht. Nach dem bisher Gesehenen traue ich @Soldat eine bessere Einschätzung der Quelle zu als Dir.

„Da wird hier eine vermeintliche Russophobie westlicher Medien beschworen, während eine der prangendsten Formen der Desinformation, die man heute im Internet bestaunen kann, nämlich Russia Today, achselzuckend hingenommen wird.“

Nö, ich werde darauf verzichten bei jedem Kommentar eine
Distanzierung von Russia Today hinzuzufügen. Unnötig. Deine Apologetik hat nach meinem Eindruck keinen Erfolg. Wer „Bilder“ liefert, die besser zum Wahrgenommenen passen, hat damit Erfolg. Der o.g. SPON-Artikel ist ein kreischender Mißerfolg. Deine Beschwichtigungen ebenso.

Kecker November 2, 2014 um 14:47

@ keinsinnianer “Lesen kann ich nämlich selber und zwar sehr diagonal.”

Mit der eigenen Elle kann man nicht die Welt messen. (Jüdisches Sprichwort)

Keynesianer November 2, 2014 um 14:49

@no.name

Nur mal so als Anregung, dass Du nicht VWL studiert haben musst, um zu erkennen dass die Wirtschaft nicht mehr Wohlstand für alle garantiert. Den Rest Deiner Theorie kannst Du Dir dann auch sparen …

Vermutlich muss ich Dir heute Recht geben, vor dreißig Jahren hätte es noch Auswege und Lösungen gegeben. Jetzt ist es wohl zu spät und die Zusammenhänge sind den Schäfchen ja ohnehin nicht zu vermitteln.

Damals glaubte ich, in wenigen Monaten hätten es alle kapiert. :)

Morph November 2, 2014 um 14:54

@Schwejk

“In diesem Sinne hat Obama mit der andauernden Ukraine-Krise natürlich gewonnen. Deutschland und Rußland haben verloren.”

Und warum? Weil Obama so verdammt clever gespielt hat oder weil Putin so verdammt bekloppt gespielt hat?

Putin lässt sich offenbar lieber von den Le Pens Europas bewundern als die Kooperation mit dem liberalen Europa zu suchen. Putins Sorge vor der NATO ist völlig unbegründet, solange Deutschland und Frankreich in der NATO mitzubestimmen haben. Aber diese Sorge gärt in Form der verkorksten Ideologie des russischen Imperiums zur selbsterfüllenden Prophezeiung heran.

Natalius November 2, 2014 um 15:02

“Auch an Dich: Mach eine Therapie und müll hier nicht die Threads mit Links zu Leuten voll (Wissensmanufaktur), die Deinen Wahn stabilisieren! Du bist offensichtlich sehr krank und solltest Dir Hilfe suchen!”

Na ja, als Patient würde ich nicht zu einem Dr. Morph gehen, der wegen eines dummen Fehlers in der Öffentlichkeitsarbeit nicht mal das für seine Spezies inzwischen gebotene intellektuelle shape shifting hinkriegt.

Linus November 2, 2014 um 15:06

@Morph:
“dass massenmediale Nachrichtenberichterstattung immer und unvermeidbar interessengeleitet und perspektivisch ist.”
Das stellt doch überhaupt niemand in Frage. Es ist aber noch lang kein Freifahrtschein, um Hetze zu betreiben. Zwischen Perspektivbezogenheit, die in der Natur der Sache liegt, und Manipulation/Instrumentalisierung besteht ein himmelweiter Unterschied. Willst du das bestreiten?

“Selektion und Filterung ist die banalste Tatsache des massenkommunikativen Mitteilungsgeschehens.”
Schrieb ich was anderes?

“Und das Westmedien tendenziell anturussisch berichten, ist angesichts der ideologischen Selbstbeschreibung Putins und der russischen Regierung kein Wunder”
Echt jetzt? Dem kann ich nicht ganz folgen. Vielleicht erklärst du kurz, wie sich dE Putin und die russische Regierung selbst beschreiben. Dann liesse sich u.U. eruieren, was denn die Beissreflexe auslöst.

“Du skandalisierst Trivialitäten und bist blind gegenüber der A-Moralität von Machtkonflikten.”
Ja, mir scheint die regelmässige Kriegstreiberei nicht trivial. Das geht ja nicht erst seit heute so.
Ich bin durchaus nicht blind gegenüber der A-Moralität. Ich denke aber, man sollte gewisse ‘moralische Standards’ an sich selber anlegen, gerade wenn man sie so grossspurig propagiert. Was hätten Völker-, Menschen- oder Sonstwas-Recht sonst für einen Sinn? Du affirmierst die A-Moralität, lieferst aber kein Argument, warum das so sein und v.a. so bleiben muss.

“Wer, wie Du, @Keynesianer und viele andere hier, interessegeleitete Aufmerksamkeitsökonomie (Westmedien) von staatlich gelenkten Desinformationsagenturen (Russia Today, Vineyard Saker) nicht unterscheiden kann, von dem ist ohnehin nur ein kindlich-naiver Bahauptungsdiskurs zu erwarten.”
In der Tat, die Unterscheidung fällt schwer. Den grossen Unterschied kann ich deinem Link jedenfalls nicht erkennen. Bleibt leider nur der beschwerliche Weg, sich jede Aussage einzeln anzuschauen und zu überprüfen. Und das wird hier streckenweise auch versucht.
Aber vielleicht hast du ja ein paar Tipps zu einer effizienteren “Filterung”.

holger196967 November 2, 2014 um 15:27

Tja… außer GTA bleibt wohl nichts vom Dr. Morph übrig… :D

mein Sohn der hier mit lesen tut lacht auch nur noch… :D

gelegentlich November 2, 2014 um 15:29

@Natalius
Es geht nicht darum zu welchem Doktor Sie gehen, sondern darum dass Sie jetzt gehen.
Als Totalversager, der irgendwelchen Internet-Helden nachplappert, die sich bei näherem Hinsehen immer als Lachnummern entpuppt haben. Und die darüber jeden Restanstand verlieren, s.o., peinlicher geht es nicht.

holger196967 November 2, 2014 um 15:32
Linus November 2, 2014 um 15:39

@Morph:
“Und warum? Weil Obama so verdammt clever gespielt hat oder weil Putin so verdammt bekloppt gespielt hat?”
Ich denke auch, dass Putin auf kurze Sicht relativ verloren hat (auf lange Sicht lässt sich das kaum beurteilen). Das muss aber nicht heissen, dass er verdammt bekloppt gespielt hat. (ich hatte aus meiner Sicht Putins ‘Fehler’ schon mal länglich kommentiert – vielleicht find ich’s noch). Es kann auch heissen, dass die USA von Anfang an die besseren Karten hatten. So verfügen die USA klar über einen strategischen Vorteil: sie sitzen auf einer Insel. Hätten sie wie RU zwanzig Pulverfässer um sich rum, dann würden sie es sich dreimal überlegen, bevor sie andere Staaten destabiliseren.

“Putin lässt sich offenbar lieber von den Le Pens Europas bewundern als die Kooperation mit dem liberalen Europa zu suchen.”
Putin hat jahrelang die Kooperation mit Europa gesucht. Sie wurde ihm systematisch verweigert.

“Putins Sorge vor der NATO ist völlig unbegründet, solange Deutschland und Frankreich in der NATO mitzubestimmen haben.”
Bist du dir sicher, dass die soviel mitzubestimmen haben? Gerade die Ukraine-Krise spricht doch für das genaue Gegenteil.

holger196967 November 2, 2014 um 15:40

Ohhh das Herr Gelegentlich fordert REALITÄT LOL

—>>>Als Totalversager, der irgendwelchen Internet-Helden nachplappert, die sich bei näherem Hinsehen immer als Lachnummern entpuppt haben”

Man kann aber auch Bücher lesen… was für Helden gabs denn da?

Old Shatterhand? LOL ;) Karlson vom Dach? Pippi Langstrumpf? Michel aus Lönneberga? Donald Duck? Gustav Gans? Super MaNN? Batman? Die fantastischen 4 ? gnihihiihihihihiiiiii :D erweiter mal die Liste, Frogger mit der Maske… LOL

gelegentlich November 2, 2014 um 15:45

Den Grafen von Monte Christo zum Beispiel. Der hat einem Helden geglaubt, der einen wirklichen Treffer hatte – im Buch natürlich.

Goodnight November 2, 2014 um 15:49

@Soldat

“Wer weiß, vielleicht haben die Atlantiker ihr Blatt überreizt, und die ökonomischen “Eliten” in Deutschland beginnen im Angesicht einer drohenden längerfristigen Konfrontation mit Rußland, ihre im Spiel gemachten Einsätze zu überdenken? ”

Wird nicht passieren. Um das zu verhindern wurde Putin ja vorher moralisch isoliert. Kein deutscher Politiker kann eine Orientierung in Richtung Putin seinen Wählern verkaufen. Der Zug ist abgefahren.

Und ja, die MSM haben hier mitgespielt. Aber nicht weil sie dass selber wollten sondern weil auch ihre Operationen bedingt vorhersehbar sind.

“Something I’ve been working on for a very long time. And it’s nearly finished. ”
(house of cards)

ruby November 2, 2014 um 15:50

@ no.name

schalte die CambridgeAudios (mit doppelter Kupferkernspule, Ringkerntransformator) ein “Division Bell” im Pläjer und bastele noch etwas an einem Ausgleichmechanismus für den Länderfinanzausgleich bei den Realsteuern -Hebesätze- damit auch die nächsten … Jahre gleichwertige Lebensverhältnisse durch Finanzstatistik angestrebt werden können. Und das dummschissige Gesülze der Barzies leiser wird !
Aber Guten Tag ;-) Servus
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/kommentar-zur-erhoehung-der-grunderwerbssteuer-im-rhein-main-gebiet-13240011.html
oh oh oh
und der erst
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/warum-schaeubles-steuerabkommen-kein-grund-zur-freude-ist-13242428.html
mal sehen, ob der Azur 851C auch SteuerCD`s liest !!!

holger196967 November 2, 2014 um 15:53

gelegentlich November 2, 2014 um 15:45

Den Grafen von Monte Christo zum Beispiel.

Der wohnt in Russland der Herr Obelix

Natalius November 2, 2014 um 15:53

@gelegentlich November 2, 2014 um 15:29

“Als Totalversager, der irgendwelchen Internet-Helden nachplappert, die sich bei näherem Hinsehen immer als Lachnummern entpuppt haben. Und die darüber jeden Restanstand verlieren, s.o., peinlicher geht es nicht.”

Billiger Trick eines professionellen Lügners, der stets die Lesermitte sucht und maximal irgendetwas nachHEISElt. Sie haben nicht ein einziges Mal NÄHER hingesehen.

Und jetzt zitier ich z.B. mal den Berger – weil ich die Infos nämlich im Detail interessant finde und so in der Kombination noch nicht wusste:

“Die Presse gestaltet die Meinung der Bevölkerung mit verschiedenen Instrumenten: Verschweigen, Verunglimpfen, Verfälschen und Verharmlosen. Zu jedem dieser Instrumente einige Beispiele:

Passagierflugzeuge als Anschlagsziele

Seit 20 Jahren ist die Technik der Fernsteuerung von Flugzeugen ausgereift und einsatzbereit. Das Flugzeug wird den Piloten praktisch entwendet; sie können seinen Kurs und seine Flugmanöver nicht mehr beeinflussen; wie ein Modellflugzeug wird es von ganz woanders gesteuert.

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag am 11. September 2001 ist die Möglichkeit einer Fernsteuerung der Passagierflugzeuge, die in das Word Trade Centre geflogen sein sollen und es zum Einsturz gebracht haben sollen, nicht untersucht worden. Der Finanzjournalist Lars Schall hat eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen ausgewertet, die zeigen, dass eine dreistellige Zahl von US-Amerikanern ihr Vermögen durch diesen Anschlag innerhalb weniger Tage verhundertfachen konnte. Der frühere Leiter der Deutschen Bundesbank Ernst Welteke hat gesagt, dass solche erfolgreichen Spekulationen ohne ein bestimmtes Wissen und ohne Vorinformationen weder geplant noch ausgeführt werden können.

Wenige Tage vor dem Terroranschlag ist bekannt geworden, dass im Pentagon – dem Verteidigungsministerium der USA – 2.300 Milliarden Dollar verschwunden sind. Einige Medien waren dabei, dieses Geheimnis aufzudecken und den möglicherweise größten Finanzskandal aller Zeiten an die Öffentlichkeit zu bringen. Verteidigungsminister Donald Henry Rumsfeld hat am Tag vor den Anschlägen öffentlich zugegeben, dass dieser Betrag „verschwunden“ ist. Nun ist bei dem Anschlag aber zufällig und ausgerechnet die Buchhaltung des Pentagon zerstört worden. Dort – dicht über dem Boden – soll ein Flugzeug hineingeflogen sein und sämtliche Unterlagen zerstört haben. Eine Aufklärung ist jetzt nicht mehr möglich. Abgesehen davon hatten die Medien danach anderes zu berichten.

In der offiziellen Version zum Terroranschlag 9/11 wird erklärt, warum mehrere Flugzeuge innerhalb weniger Stunden unbemerkt in den am besten bewachten Flugraum der Welt eindringen konnten: Es haben Manöver stattgefunden. Alle Bewacher seien abgelenkt gewesen und die Sicherheitssysteme abgestellt, um die Manöver nicht zu stören.

Im Jahre 1962 haben die Stabchefs der US-Streitkräfte die so genannte Operation Northwoods geplant und Präsident John F. Kennedy vorgeschlagen, den Plan auszuführen: Eine mit Amerikanern voll besetzte Linienmaschine sollte vom US-Militär abgeschossen werden. Gefälschte Beweise sollten darauf hinweisen, dass Kuba dieses Verbrechen mit Hilfe der Sowjetunion durchgeführt habe. Die Operation hatte das Ziel, bei der Bevölkerung Verständnis für einen vernichtenden atomaren Schlag gegen die Sowjetunion zu produzieren. Kennedy genehmigte die Operation nicht.

Im Jahre 2006 hat die US-Außenpolitik das Prinzip der „Nuclear Primacy“ wieder belebt – der Fähigkeit einen atomaren Erstschlag so auszuführen, dass der Gegner zu einer Gegenreaktion nicht mehr in der Lage ist. In der Zeitschrift „Foreign Affairs“ – dem Sprachrohr der amerikanischen Außenpolitik – stand am 30. Mai 2014 ein Beitrag, der den Aufbau eines Raketenabwehrsystems auch in der Ukraine fordert, weil so die „Nuclear Primacy“ gesichert werden könne.

Malaysias Justiz im Fokus

Im Jahre 2014 sind zwei Passiermaschinen von Typ Boing der staatlichen Fluglinie Malaysias vom Kurs abgewichen. In beiden Fällen fanden alle Passagiere den Tod. Malaysia erleidet dadurch hohe Verluste, weil kaum noch Flüge mit dieser Gesellschaft gebucht werden. Wäre es eine private Gesellschaft, hätte sie Konkurs anmelden müssen. Warum gerade Malaysia? Malaysia ist der wirtschaftliche erfolgreichste islamische Staat mit dem höchsten Lebensstandard der breiten Bevölkerung.

Der oberste Gerichtshof Malaysias hat George W. Bush und Tony Blair als Kriegsverbrecher verurteilt. Die Regierung bereitet eine Anklage gegen beide beim internationalen Gericht für Menschenrechte in Den Haag vor. Die internationale Kommission zur Verfolgung von Menschenrechten (War Crimes Commission) hat ihren Sitz in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Diese Kommission hat Israel der Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Gazastreifen angeklagt.

An Bord von Flug MH 370 der Malaysia Airlines, die am 8. März 2014 von Kuala Lumpur nach Peking fliegen sollte und dort nie angekommen ist, saßen 20 Mitarbeiter der US-Firma Freescale Semiconductor Ltd. Sie alle waren chinesische Softwareentwickler. Vier von ihnen hatten ein Patent entwickelt: Eine 1,9 x 2,0 mm große Drohne – kleiner als eine Fliege, die ferngesteuert wird, aufgrund ihrer Winzigkeit fast überall unbemerkt eindringen und Spionage betreiben kann. Sie kann auch Geräte und Fahrzeuge fernsteuern und Seuchen verbreiten.

Drei Tage nach dem Verschwinden des Flugzeugs ist das Patent eingetragen worden. Patentinhaber sind zu je 20 % die vier Erfinder und die Firma Freescale Semiconductor Ltd. Die firmeninternen Verträge sehen vor, dass beim Tod eines dieser Inhaber seine Rechte an dem Patent zu gleichen Teilen auf die übrigen vier übergehen. Da alle vier Erfinder umgekommen sind, gehört das Patent jetzt der Firma allein.

Diese Firma ist eine Tochtergesellschaft der Blackstone Group L. P., einer New Yorker Investmentgesellschaft, die Beteiligungen von ca. 160 Milliarden Dollar verwaltet. Ihr größter Anteilseigner ist der britische Investmentbanker Baron Nathaniel Charles Jacob Rothschild. Die Gefahr, dass diese hochbegabten Chinesen vielleicht gegenüber ihrem Heimatland noch loyal sind und in Peking die Geheimnisse der Mikrodrohne verraten, ist gebannt. Vielleicht ist damit sogar Chinas Griff nach der Weltmachtrolle aufgeschoben.

Vom Verteidigungs- zum Angriffsbündnis

Manöver während eines Anschlags scheinen eine Konstante zu sein. Im Juli 2014 führt die NATO gemeinsam mit den ukrainischen Streitkräften ein Manöver mit dem schönen Namen „Sea Breeze“ durch. Mit der „leichten Brise vom Meer“ sollten NATO-Soldaten ukrainischen Kräften Kenntnisse in elektronischer Kriegsführung vermitteln.

Am 17. Juli 2014 haben bewaffnete ukrainische Kräfte den Kontrollturm des Flughafens Kiew gestürmt. Danach ist die Route des Flugs MH 17 der Malaysia Airlines, die das Land auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur überfliegen wollte, 200 km nach Norden – über das umkämpfte Gebiet in der Ostukraine – umgeleitet worden. Zugleich ist ein Ukrainischer Kampfjet vom Typ SU-25 mit 30 mm Kanonen an Bord im Steigflug aufgestiegen. In dem Augenblick, wo er die Boeing MH 17 erreicht, verschwindet diese vom Radar.

Ein Fluglotse hat das alles über Facebook mitgeteilt. Der Account ist inzwischen gelöscht und der Fluglotse vom Erdboden verschwunden. Ob er mit dieser Bekanntmachung sein Todesurteil gesprochen hat oder ob er untergetaucht ist, um weiter zu leben, wissen wir nicht. Russland hat die Ukraine aufgefordert, die Flugbewegungen dieses Tages zu veröffentlichen. Die Ukraine kommt dieser Aufforderung nicht nach.

Die fliegende Radarüberwachung der Ukraine durch die NATO aus großer Höhe ist lückenlos. Zudem ist zeitgleich mit der MH 17 der US-Spionagesatellit MASINT über die Ukraine geflogen, der Raketenabschüsse registriert und Flugbahnen zurückverfolgen kann. Noch am Tag des Abschusses des Flugzeugs hat der Westen Russland beschuldigt, hinter dem Abschuss zu stecken. Russland hat unmittelbar danach sämtliche verfügbaren Satellitenaufnahmen veröffentlicht. Die USA und die NATO haben für ihre Schuldzuweisungen keinerlei Beweis vorgelegt.

Doch – zwei Beweise gab es:

Satellitenbilder, die eine Raketen-Abschussrampe der Separatisten in der Ostukraine zeigen. Nachdem die genaue Analyse der Aufnahmen Kiewer Militärgerät gezeigt hat, wurden die Aufnahmen als geheim eingestuft und unter Verschluss gehalten.
Ein vom ukrainischen Geheimdienst abgehörtes und mitgeschnittenes Gespräch von Separatisten mit einem russischen Oberst vom 17. Juli 2014. Darin rühmen sich die Separatisten, ein großes westliches Passagierflugzeug abgeschossen zu haben. Westliche IT-Freaks haben nun aber entdeckt, dass dieses Gespräch bereits einen Tag vor dem Flugzeugabsturz online gestellt war.
Trotzdem erfüllt die Tragödie ihren Zweck: Die USA sind an einer Aggression gegen Russland interessiert – auch militärisch – und haben die NATO für ihre Ziele instrumentalisiert. Sie haben Sanktionen beschlossen, denen sich die Europäer zunächst nicht anschließen wollten, weil die europäische Industrie wegen der engen Verflechtung mit Russland darunter leidet. Nach dem Flugzeugabsturz, den unsere Presse mit „Es war Putins Rakete“ und der Spiegel mit „Stoppt Putin jetzt“ quittiert, trägt Europa die US-Sanktionen solidarisch mit.

Der Flugschreiber ist längst ausgewertet. Die Ergebnisse werden totgeschwiegen und vielleicht erst dann veröffentlicht, wenn sich nur noch Historiker dafür interessieren. Unserer Presse ist das keine Meldung wert. Malaysia beschuldigt die Ukraine des Flugzeugabsturzes und begründet es mit Fakten. Unserer Presse ist das keine Meldung wert.

Ein moralischer und politischer Gräuel

Am 3. September 2014 erklärte US-Präsident Barak Obama, „russische Kampftruppen mit russischen Waffen in russischen Panzern“ seien in der Ostukraine eingesetzt. Unsere Medien berichteten gar von einer Invasion russischer Truppen. Aber alle Bilder, die gezeigt worden sind, um diese Invasion zu belegen, waren falsch. Der Westdeutsche Rundfunk hat am 29. August 2014 ein Bild veröffentlicht und die zentrale Botschaft mit der Überschrift „Russland auf dem Vormarsch?” bekräftigt. Das Bild zeigte russische Kampfpanzer und der Text zum Bild erläuterte: „Russische Kampfpanzer fahren am 19.8. [...] in die Ukraine.” Eine brutale Fälschung. Das Bild stammt aus dem Jahre 2008 und zeigt den Rückzug russischer Kampfpanzer aus Georgien.

Nach vielen Protesten hat sich der Westdeutsche Rundfunk kurz entschuldigt, es sei ein Versehen gewesen, und das Bild ausgetauscht. Auf dem neuen Bild sieht man einen russischen Soldaten aus einem Panzer schauen und dieser sollte sich in der Ostukraine befinden. Aber es ist wieder Kriegspropaganda. Das Bild entstand im März 2014 auf der Krim. Es gab erneut Proteste, so dass das Bild nochmals ausgetauscht werden musste, diesmal durch das Bild eines Fernsehsprechers im Studio.

Harld Kujat, ehemaliger NATO-General und als Generalinspekteur der Bundeswehr deren ranghöchster Soldat, hat im Detail erläutert, dass sämtliche Beweise, die der Westen gegen Russland vorbringt – auch die von russischen Truppen auf ukrainischem Gebiet – gefälscht sind. Es gibt keinen Beweis für eine russische Militärpräsenz in der Ukraine. Unserer Presse ist auch das keine Meldung wert. Die NATO hat sich von einem Verteidigungsbündnis in ein Angriffbündnis verwandelt.

Jetzt wird uns berichtet, dass der Sieben-Punkte-Plan, den Putin zur Lösung des Ukraine-Konfliktes vorgeschlagen hat, vom Westen abgelehnt worden ist. Warum? Weil er den Rückzug russischer Truppen aus der Ukraine nicht vorsieht. Wie aber sollen Truppen zurückgezogen werden, die gar nicht da sind? Dieser eine Satz dient der Programmierung unseres Unterbewusstseins, dem immer eingetrichtert wird: In der Ukraine sind russische Truppen.

Weiter wird berichtet, die USA haben Russland aufgefordert, die Aggressionen zu beenden. Der tatsächliche Aggressor, der eine Regierung unterstützt, welche die eigene Bevölkerung bombardiert, massakriert und in eine humanitäre Katastrophe stürzt, beschuldigt das Land, das mit hunderten von LKW Hilfe schickt und eine Million Flüchtlinge aufgenommen hat, deren Häuser, Strom- und Wasserversorgung von ihrer eigenen, ukrainischen Regierung zerschossen worden sind, der Agression. Was ist das für eine Heuchelei?

Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit von Großbritannien entschieden. Wie hätten sie wohl reagiert, wenn England Schottland wegen seines Unabhängigkeitsstrebens in Schutt und Asche gebombt hätte? Die westliche Unterstützung für die ukrainische Regierung hat eines bewirkt: Dass aus dem Land nie mehr eine Einheit werden kann.”

no.name November 2, 2014 um 15:54

@keynisaner

Damals glaubte ich, in wenigen Monaten hätten es alle kapiert.

ja, schon klar. Dieses System ist ja nicht an der Theorie gescheitert, sondern an den Opportunisten, die in ihrer Gier alles passend machten, nur um ‘Erfolg’ vermelden zu können. Bei den Wendehälsen ist Wissen ist dann nur eine Bremse am Fortschritt.

ruby November 2, 2014 um 16:04

Habe da wohl die Kernkapitalquote mit Kupferkernspule verwechselt auf der Suche nach Spannung / Entspannung
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/monte-dei-paschi-italienische-bank-sucht-nach-milliarden/10921772.html
;-)

Andreas Kreuz November 2, 2014 um 16:05

@Morph November 2, 2014 um 14:54

Deine Aussage solltest Du noch einmal überdenken.
Nach meinem Kenntnisstand
sind sowohl Frankreich als auch Deutschland
in der Nähe von Moskau gescheitert.

ruby November 2, 2014 um 16:10

@ AK
aber den Draghi im Frankfurter EZB-Tower werden sie nie mehr frei lassen, nachdem er dort installiert wurde.
und mit SWIFT wird jede Buchung technisch kontrollierbar, das ist mehr wert als Kavallerie ;-)

gelegentlich November 2, 2014 um 16:13

@Natalius
Wie immer: Unmengen woanders Abgeschriebenes ohne Quellenangabe, nicht prüfbar… daher die Empfehlung mit dem Arzt. Noch genauer: ein Gehirnschrumpfer, der Ihre Glaubenssucht heilt. Den Anstand kann er nicht wieder bringen. Den haben sie oben weggeschmissen.

Andreas Kreuz November 2, 2014 um 16:16

Das passt ganz gut hier
in das Konzert der kognitiven Dissonanzen:

http://www.titanic-magazin.de/news/gaertners-kritisches-sonntagsfruehstueck-busted-6853/

holger196967 November 2, 2014 um 16:17

@gelegentlich November 2, 2014 um 16:13

so gesehen hat @Natalius nicht os ganz unrecht…

technisch gesehen ist und bleibt 9/11 ein Mysterium

Also klopp nich einfach druff, sondern überlege erstmal… tut nicht weh.

holger196967 November 2, 2014 um 16:18

aaaber kenn mer ja… Reutzen reutzen eben…

ruby November 2, 2014 um 16:19
Linus November 2, 2014 um 16:22

@Goodnight:
“Und ja, die MSM haben hier mitgespielt. Aber nicht weil sie dass selber wollten sondern weil auch ihre Operationen bedingt vorhersehbar sind.”

Ich habe vorhin auf die “5 vor 8″-Kolumne verwiesen. Die eigene Reputation zu demontieren, scheint mir kaum ‘bedingt vorhersehbar’. Da bedarf es mE gezielter Nachhilfe.

Gleiches gilt für den Soros-Artikel vor ein paar Tagen.

ruby November 2, 2014 um 16:25
ruby November 2, 2014 um 16:29
Manfred Peters November 2, 2014 um 16:34

Kiew meldet
“62 grüne Kamas-Lastwagen ohne Kennzeichen” 
Ich sehe auf dem Propagandafoto mindest 5 Schützenpanzerwagen mit mir unbekannter Bewaffnung.
So funktioniert die “Nachrichtenwerttheorie”!
Sicher wird die bis zur Krone im Sumpf stehende möchtegern “Deutschen Eiche” Jarchow diese Meldung in seine Grube pumpen. :-(

Natalius November 2, 2014 um 16:39

@gelegentlich November 2, 2014 um 16:13

“Wie immer: Unmengen woanders Abgeschriebenes ohne Quellenangabe, nicht prüfbar… daher die Empfehlung mit dem Arzt. Noch genauer: ein Gehirnschrumpfer, der Ihre Glaubenssucht heilt. Den Anstand kann er nicht wieder bringen. Den haben sie oben weggeschmissen.”

Papperlapapp! Billigste Rhetorik aus dem Grundseminar.

Aber ich will Ihnen schon erklären, warum ich den Berger-Aufsatz wichtig find. Bei MH370 wusste ich schon, dass da chinesische SW-Ingenieure von Freescale drinsassen. Was ich nicht wusste, war, was die da genau entwickelt hatten. Das Patent über die Mikrodrohne, die kleiner als eine Stubenfliege ist, kannte ich nicht. Wann die Anmeldung eingereicht wurde und wer die Erfinder waren, lässt sich ja jetzt eruieren. Dass Freescale zur Blackstone Gruppe gehört wusste ich ebenfalls nicht und wer den grössten Anteil des Blackstone-Kuchens besitzt, tja, das war mir auch nicht bekannt. Es sind aber gerade solche Informationen, die den Schleier etwas lüften und Einblick in die Struktur der Wirklichkeit gestatten. Jetzt können ja hauptberufliche Journos diesen Artikel mal auseinanderpflücken…

Auch die Verhundertfachung des Vermögens bei einer dreistelligen Anzahl von US-citizens via 9/11 war mir nicht bekannt. Der Name des Finanzjournalisten ist ja jetzt raus: Also hopp, hopp: Setzen Sie Ihren bequemen Pharisäer..rsch mal in Bewegung.

gelegentlich November 2, 2014 um 16:48

@Natalius
Nein, Sie Schwätzer haben die Aufgabe, entweder jede der unzähligen Behauptungen einzeln zu belegen (darum geht es, @holger, nicht ob es plausibel sein mag), oder weiterhin in Demut die Bezeichnung größenwahnsinniger zu ertragen. Jeden Zweifel mit einer noch größeren und => anderen neuen Behauptung zu zerstreuen funktioniert hier nicht.
„ Wann die Anmeldung eingereicht wurde und wer die Erfinder waren, lässt sich ja jetzt eruieren.“ Also bitte, oder halt Maul halten.

ruby November 2, 2014 um 16:51

Was machen die verfassungsgemäßen Einheitswerte?
Da sind noch einige Bescheide zu aktualiseren!
http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/index.php/85-der-hauptstadtbrief-111/191-erbschaftsteuer-landet-zum-dritten-mal-beim-bundesverfassungsgericht
und was für Steuern da noch dranhängen
;-)

BB November 2, 2014 um 16:58

Hier! der ideale Diskussionspartner für alle Morphologen Luhmannianer (klingt sowieso schon außerirdisch).

Bei einer bestimmten Fraktion in diesem Blog hat man sowieso permanent das merkwürdige Gefühl, mit dem User Interface eines mäßig weiterentwickelten Computer-Programms der 60er-Jahre zu diskutieren.

holger196967 November 2, 2014 um 17:03

gelegentlich

—>>> (darum geht es, @holger, nicht ob es plausibel sein mag)”

Sorry… das passt nicht in mein System. Nicht in meine Struktur. Wenn 3 Türmr zu Pulver verfallen, mit nur 2 Flugzuegen, in Stahlbeton B35 oder was auch immer, dann frag ich mich, kann man das bitte nochmla machen?

Ich mein, wir bauen so viele unsinnige Brücken, dann wäre es doch auch möglich 9/11 nochmal zu machen…

holger196967 November 2, 2014 um 17:05

gelgentlich

ich möchte 9/11 nochmal erleben. In was für einer Wüste auch immer. Ich möchte sehen, wie das geht. Reproduzierbar.

Allet klar Frosch?

holger196967 November 2, 2014 um 17:08

Also Gelegentlich
lass uns die Türme noch mal aufbauen… Die 2 Flugzeuge nehmen, und ich möchte sehen, dass das so nochmals passieren kann.

Kostet doch nix…

Ich will es einfach sehen… und wenn dann, das dritte Gebäude auch noch in Staub verfällt inner Wüste. Dann glaube ich allen Medien.

ruby November 2, 2014 um 17:11
gelegentlich November 2, 2014 um 17:14

@holger
Das ist aber eine andere Baustelle. Ich habe kein Problem damit eine Version, eine These, anzuzweifeln und sie als bisher nicht begründet abzulegen. Wer aber positiv formuliert muss das halt auch nachweisen. Und in diesem konkreten Kontext: es geht es um eine Vielzahl von Behauptungnen, die allesamt nicht belegt sind. Wenn man darum bittet kommt eine neue, wieder ganz andere steile These.
Wie kann man das bezeichnen? Und warum geht nur Hochstapler? Und Anstand hat der Schwätzer auch keinen. Das stinkt mir.
Bisher ist noch Alles, was er hier angeführt hat, beim Nachprüfen ins Lächerliche zerfallen.

holger196967 November 2, 2014 um 17:16

Gelegentlich

können wir das nun mal bitte nachbauen JA oder Nein?

Ich will 9/11 empirisch wissen…

holger196967 November 2, 2014 um 17:18

Gelgentlich das kostet noch nicht mal 1% vom Haushalt der US Army.

holger196967 November 2, 2014 um 17:21

Jeder Arsch fordert mich auf, reproduizierbare Ergebnisse zu liefern, dann verlange ich das von den Medien auch. PUNKT

holger196967 November 2, 2014 um 17:26

Und solange in Hollywood die Alliens landen, in Gods own Coutry, solange lach ich darüber… warum landen die nicht in der inneren Mongolei?

@gelegentlich ?

Natalius November 2, 2014 um 17:31

@gelegentlich,

“Nein, Sie Schwätzer haben die Aufgabe, entweder jede der unzähligen Behauptungen einzeln zu belegen (darum geht es, @holger, nicht ob es plausibel sein mag), oder weiterhin in Demut die Bezeichnung größenwahnsinniger zu ertragen.”

Für wie blöd halten Sie als Vertreter der Lügenpresse eigentlich die Spezies Leser? Das ist echt ne paradoxe Beweislastumkehr, die Sie da einfordern. Von wegen Anstand – hi hi. Soll ich einer Mietfeder wie Ihnen, der für Bild, Zeit, oder sonstwen schreibt mehr vertrauen als jemanden, der immerhin eine gestandene vita vorzuweisen hat und mit seiner vollen akademische Identität hinter seinem Artikel steht? Das ist doch lächerlich – das müssen se doch zugeben.

Da ist mir das verzweifelte Festkrampfen an Realitäts-Restbeständen aus einer antiquierten Denke eines @Morph fast lieber! Mit dem hat man ja sogar noch Mitleid – auch weil er sich geoutet hat.

Nein, das was Sie wollen ist der Erhalt der Deutungshoheit ohne dafür zu zahlen. Schön gemütlich am warmen Ofen der Systempresse – da wo gar nichts mehr investigativ angegangen wird und alles schön sicher ist. The dream of zero risk. Den gibt es nicht: No free lunch. Ich sehe mich als Vertreter der Spezies Leser, die sich zunehmend die Freiheit nehmen, selbst auszuwählen.

Hopp, hopp, machen Sie ihren Job, wenn Sie wieder ernstgenommen werden wollen. Als Journo. Ansonsten sind Sie nämlich heute – auch unter aufmerksamkeitsökonomischen Gesichtspunkten – eine jour null.

ruby November 2, 2014 um 17:39
peewit November 2, 2014 um 17:41

Bezüglich der zwei Flugzeuge und drei Gebäude: Warum geht ihr nicht einfach zu einem qualifizierten Baustatiker/Bauingenieur eures Vertrauens und lasst euch das Mysterium erklären. Ist gar nicht soooo schwierig, wirklich, vertraut mir!

holger196967 November 2, 2014 um 17:47

peewit November 2, 2014 um 17:41

peewitsche du wirst es mir net glaube tun… minn Fruh “leitet” ein Statik Büro… also halt dinne dumme Schnauze…

komm mit Argumenten… geht nich? Dann eben nich.

holger196967 November 2, 2014 um 17:48

Peewitsche

ich hab gesagt: Bitte neu aufbauen, und noch mal machen… WAS ist daran schwierig?

peewit November 2, 2014 um 17:50

@Holger

Na gut, weil du’s bist, ein Tipp: guck mal unter “progressiver Kollaps” nach. Kennt deine Statikbüroleiterin bestimmt auch.

holger196967 November 2, 2014 um 17:51

Stahlträger in Pulver zu verwandeln, das iss echt ne Kunst peewitchen und da 7 Zwerge.

holger196967 November 2, 2014 um 17:53

Brauch Deinen Tip nicht… habe auch das Schmieden gelernt, war damals noch inner ausbildung vor-gesehen.

gelegentlich November 2, 2014 um 17:54

@ Natalius
„Soll ich einer Mietfeder wie Ihnen, der für Bild, Zeit, oder sonstwen schreibt mehr vertrauen als jemanden, der immerhin eine gestandene vita vorzuweisen hat und mit seiner vollen akademische Identität hinter seinem Artikel steht? Das ist doch lächerlich – das müssen se doch zugeben.“
So, jetzt sind wir endlich am Punkt der Entscheidung, des Beweises.
Bitte Namen, Titel usw. Sie können wohl Ihre Reputation nur noch durch outen erhalten – und Sie haben es hier, jeder kann das lesen, selbst so gewollt. Sonst erscheinen Sie schlicht als Betrüger.

Nein, ich schreibe nicht für die genannten Blätter.

peewit November 2, 2014 um 17:55

@Holger

Mach mal. Bau auf. Spricht ja nichts dagegen. Tu dich zusammen mit allen Undichten dieser Welt und stell das Szenario nach. Viel Spaß,

holger196967 November 2, 2014 um 18:00

peewit November 2, 2014 um 17:55

peewitschen wenn man kein Ahnung von Stahl hat, sollte man das Maul halten…

Morph November 2, 2014 um 18:00

@Holger

“Dinne Fruh” und was sie ‘leitet’ interessiert uns hier überhaupt nicht. Also halt Du “dinne dumme Schnauze”! Und arbeite Dich anstatt in bekannter Manier rumzupöbeln in den Stand der Internet-Debatte zwischen Truthern und ihren debunkern ein. Immer wieder das dämliche Gesabbel von Euch VTlern auf dem Nullniveau der Auseinandersetzung!

http://debunking911.com/index.html

peewit November 2, 2014 um 18:00

@Holger

Brauch Deinen Tip nicht… habe auch das Schmieden gelernt, war damals noch inner ausbildung vor-gesehen.

Hihihi! Tolles Argument. Ich wage ja gar nicht zu fragen, ob inner Ausbildung damals auch Denken vorgesehen war.

Bogus November 2, 2014 um 18:02

Im weiter oben von Nat verlinkten Berger-PDF wird ein “Russian Aggression Prevention Act of 2014″ erwähnt. Kannte ich noch nicht.

https://www.congress.gov/bill/113th-congress/senate-bill/2277/text

http://konjunktion.info/2014/08/ukraine-us-kriegsvorbereitungen-per-gesetzesvorlage-russian-aggression-prevention-act/

holger196967 November 2, 2014 um 18:02

Genau Peewit

nachbauen und das Gleiche noch mal… unter der Aufsicht der UN oder was auch immer. Geld ist genügend da.

holger196967 November 2, 2014 um 18:04

peewitche

—>>>Hihihi! Tolles Argument. Ich wage ja gar nicht zu fragen, ob inner Ausbildung damals auch Denken vorgesehen war.”

Nö… das mussten Alle machen.

Du auch?

holger196967 November 2, 2014 um 18:06

peewitche

du erinnerst mich an den CEO von H&N Sport… der ist genau deine Geistesgröße… kann das sein?

Oder bist Du nicht beim Gustav Graf von Solms Laubach angestellt? Der nimmt nur “Pimmel”

Manfred Peters November 2, 2014 um 18:08

@ holger196967 November 2, 2014 um 17:51
“Stahlträger in Pulver zu verwandeln, das iss echt ne Kunst …
Hau nicht so auf die Kacke, was linksrum geht geht auch rechtsrum:
http://www.gleisbau-welt.de/grafix/bilder/schweissen/einleitung_der_umsetzung.jpg
Wetten? ;-)

holger196967 November 2, 2014 um 18:11

@manfred Peters

klar :D

http://www.multiplaz.com/about

holger196967 November 2, 2014 um 18:14

Manfred Peters

Welding with Vudka LOL :D

peewit November 2, 2014 um 18:25

@Holger

Aber da du ja Schmieden gelernt hast, kann ich dich das fragen: Was passiert eigentlich wenn man Baustahl stark erhitzt, sagen wir auf so auf ca. 1000 Grad Celsius? Nix oder?

Habe ich mir fast gedacht!

holger196967 November 2, 2014 um 18:29

peewit November 2, 2014 um 18:25

@Holger

Aber da du ja Schmieden gelernt hast, kann ich dich das fragen: Was passiert eigentlich wenn man Baustahl stark erhitzt, sagen wir auf so auf ca. 1000 Grad Celsius?”

Na dann überlegen wir ma weiter !!! peewitche

Q=m*c*delta T (in Kelvin)

Danach darfst du wieder vorsprechen …

Goodnight November 2, 2014 um 18:31

@holger, nautilus etc.

Was ihr immer noch nicht kapiert:
Wahrheit existiert nur in der Wissenschaft.

In der Welt der MSM geht es nur um Informationen.

Und alles zu 9/11 ist nur Information. Und nicht Wahrheit.

Und folglich mach es keinen Sinn über die Wahrheit von 9/11 zu diskutieren, solange noch keine wissenschaftliche Arbeit bezüglich 9/11 existiert.

Und solange die Information über 9/11 mehrheitlich in den MSM von einen Terrorangriff berichtet, solange wird diese Meinung die Meinung der Bevölkerung sein.

Dergleichen gilt natürlich auch für Ukraine, IS etc.

Das kann man alles bedauern. Ändern kann man es nicht.

Und zudem sollte man sich mal ernsthaft fragen, wie eine Welt aussehen würde, in der die Wahrheit maßgeblich für alle wichtigen politischen Entscheidungen wäre.

Siehe Holgers empirischer Versuch 9/11 zu verifizieren…und schon mal realisiert, dass bis dato niemand die Wahrheit über die Schuldfrage beim 1. Weltkrieg klären konnte. Oder wie das dritte Reich möglich wurde. Oder die Ursachen für die aktuelle Weltwirtschaftskrise.

Wie soll man Entscheidungen treffen wenn man erst die Wahrheit abwarten muss?

“If we never did anything we shouldn’t do, we’d never feel good about doing the things we should.”
(house of cards)

holger196967 November 2, 2014 um 18:31

aber vorher peewitche überlegst du dir bitte mal, was Kerosin so für Eigenschaften hat… danke…

holger196967 November 2, 2014 um 18:33

Goodnight November 2, 2014 um 18:31

Pass mal uff du Hirni… willste das dein Auto fährt, oder willste das nicht?

holger196967 November 2, 2014 um 18:35

Wir können auch meinetwegen sabbeln bis zum umfallen, ob ein Flugzeug fliegt oder geflogen wird.

—->>>Wie soll man Entscheidungen treffen wenn man erst die Wahrheit abwarten muss?”

Willste mich verarschen?

Geh kacken..

gelegentlich November 2, 2014 um 18:43

@Goodnight
„Wie soll man Entscheidungen treffen wenn man erst die Wahrheit abwarten muss?“
Wohl wahr, gerade am Beispiel der Ukraine.
Wer waren die Sniper? – Wissen wir immer noch nicht.
MH-17? Das Gleiche.
Da ist es dann doch besser die fertigen Pläne umzusetzen, nicht wahr?
Sieht dann zwar schräg aus, aber die Leute, die den Konsens zu fabrizieren haben, wollen auch leben.

Im Übrigen warten wir noch auf die nachprüfbaren Angaben von @Natalius: „…als jemanden, der immerhin eine gestandene vita vorzuweisen hat und mit seiner vollen akademische Identität hinter seinem Artikel steht?“
In der steten Hoffnung, dass nicht schon wieder eine neue Ausrede kommt. Mir persönlich reicht es, wenn @fl hier schreibt, er habe die diesbezüglichen Angaben von @Natalius einigermaßen geprüft. Den Namen usw. müssen wir ja nicht wissen.

Linus November 2, 2014 um 18:44

“Und solange die Information über 9/11 mehrheitlich in den MSM von einen Terrorangriff berichtet, solange wird diese Meinung die Meinung der Bevölkerung sein.
Dergleichen gilt natürlich auch für Ukraine, IS etc.
Das kann man alles bedauern. Ändern kann man es nicht.”

Naja! Die Möglichkeiten, sich zu informieren, sind heute im Vergleich zum Jugoslawienkrieg um Klassen besser. Ob dadurch schon Kriege verhindert wurden, lässt sich freilich schwer sagen. Das ist halt so mit kontrafaktischen Geschichtsszenarien.

Mal ein anderer Vergleich: Die offizielle 9/11-Version wurde tatsächlich von der Öffentlichkeit weitgehend akzeptiert.
Mit MH-17 sieht das schon ganz anders aus. Da hat ein ‘Durchdrücken’ bis dato nicht geklappt.

holger196967 November 2, 2014 um 18:49

OT

Der Bundespräsi hat Menschen aus NRW explizit hervorgehoben… #ZDF Nun denn…

peewit November 2, 2014 um 18:50

@Holger

Quatsch @Holger, das hatten wir doch schon. Aber gut. Ich erklärs dir in groben Zügen: Also, es geht los, indem ein Flugzeug in das Hochhaus kracht und der Tank explodiert. Kerosin wird freigesetzt und verbrennt. Große Hitze entsteht. Stahl verformt sich unter Hitzeeinwirkung. Dadurch verliert dann irgendeine Betondecke ihre Verankerung in den Trägern und stürzt auf die Betondecke eine Etage tiefer. Die wird mit in die Tiefe gerissen. Sind’s also schon zwei, die auf die nächste Decke krachen. Dann sind es drei. Dann vier. Und so fort. Ein Fall von progressivem Kollaps.

Kein Mysterium. Alles klar?

Bogus November 2, 2014 um 18:50

gel.

” nachprüfbaren Angaben von @Natalius: „…als jemanden, blabla…”

Nat meinte damit den Berger.

Ist doch kindisch, hier eine Offenlegung akademischer Laufbahnen zu fordern. Wenn du sowas brauchst, dann schau dir den Morph auf Xing an.

Goodnight November 2, 2014 um 18:51

Ach Holger, ich rede über “Entscheidungen treffen”, nicht darüber, dass man einfach einer Betriebsanleitung folgt und schon getroffene Entscheidungen anderer nur umsetzt.
Vielleicht warst Du noch nie in einer solche Situation, in der Du selber eigenständige Entscheidungen ohne Handbuch treffen musstest. Aber solche Tätigkeiten gibt es wirklich, die nennen sich dann Regierung und Management und so.

Und jetzt bitte der Sturm der Entrüstung über soviel Arroganz.

holger196967 November 2, 2014 um 18:53

gelegentlich November 2, 2014 um 18:43

@Goodnight
„Wie soll man Entscheidungen treffen wenn man erst die Wahrheit abwarten muss?“
Wohl wahr, gerade am Beispiel der Ukraine.
Wer waren die Sniper? – Wissen wir immer noch nicht.”

Kommt ihr euch eigentlich nicht doof vor? Frag nur?

holger196967 November 2, 2014 um 18:54

gutsnächtle

—>>>Vielleicht warst Du noch nie in einer solche Situation, in der Du selber eigenständige Entscheidungen ohne Handbuch treffen musstest. Aber solche Tätigkeiten gibt es wirklich, die nennen sich dann Regierung und Management und so. ”

LOL natürlich nicht… nimmer… muss nur die Handbücher schreiben.

Also Lesen kannste eh net… geh pennen. Du Manager LOL :D

Linus November 2, 2014 um 18:59

@Goodnight:
Noch mal zum selben Thema. Ein Blick in die Geschichte zeigt Folgendes: Die Erfindung des Buchdruckes hat die etablierten Machtstrukturen gehörig durcheinandergewürfelt.

Goodnight November 2, 2014 um 19:01

Ach holger, siehe an, Du schreibst Handbücher? Na, da schreibst Du natürlich nur die Wahrheit und nix als die Wahrheit. Und diese Wahrheit hast Du vorher auch überprüft, natürlich.

Linus November 2, 2014 um 19:02

@holger:
Könntest du bitte deinen Flieger wieder in eine halbwegs horizontale Fluglage bringen. Dein Surfen immer hart an der Strömungsabrisskante macht den Passagieren Angst!

holger196967 November 2, 2014 um 19:04

Goodnight November 2, 2014 um 19:01

Ach holger, siehe an, Du schreibst Handbücher? Na, da schreibst Du natürlich nur die Wahrheit und nix als die Wahrheit. Und diese Wahrheit hast Du vorher auch überprüft, natürlich.”

Keine Ahnung, da musste den VDE fragen. :D Ob meine Wahrheit auch Wahrheit wird… ;)

Manager du ruhig mal weiter….

holger196967 November 2, 2014 um 19:07

Linus November 2, 2014 um 19:02

@holger:
Könntest du bitte deinen Flieger wieder in eine halbwegs horizontale Fluglage bringen. Dein Surfen immer hart an der Strömungsabrisskante macht den Passagieren Angst!”

UND ? Wo iss das Problem ? Verkaufe ja KEIN Gold… iss ja auch schon was oder?

Goodnight November 2, 2014 um 19:07

@Linus

Yep, und das Internet hat die gleiche Wirkung, siehe alle Diktaturen dieser Welt: ihr größter Feind ist nicht die USA sondern das Internet.

Und daher ist es so wichtig, dass die NSA das Internet überwacht und versucht zu steuern, damit die USA die Kontrolle behält über all die Informationen. So wie die Politik zuvor die MSM steuern wollte.

Nur muss man immer unterscheiden zwischen den MSM und der Politik. So wollten die Ägypter alle weg von der Militär-Diktatur und sind dann wieder bei der Militär-Diktatur gelandet. D.h. die MSM bestimmen nicht die Politik.

gelegentlich November 2, 2014 um 19:08

@Bogus
„Nat meinte damit den Berger.“
Tja, also doch wieder nur eine Ausrede. Überrascht mich jetzt nicht. Der Gedanke, den @Natalius selber gedacht hat, muss also noch entdeckt werden. „Hochstapler“ trifft es deshalb.

Natalius November 2, 2014 um 19:08

@gelegentlich,

“Nein, ich schreibe nicht für die genannten Blätter.”
für wen Sie schreiben, interessiert mich nicht. Ebensowenig, ob ich Ihnen als Betrüger oder als Jack Nickelson erscheine. (Sollte es mal nächtens in einem Albtraum vorkommen, machen Sie einfach das Licht an oder ziehen Sie sich die Decke über den Kopf, chickenshit).

Mein Einwand bezog sich darauf, dass es euch als “Sparte” nicht mehr gelingt, jeden verordneten (oder in vorauseilendem Gehorsam selbstverordneten) Glaubensscheiss in das Hirn eurer “Kunden” zu pflanzen. Das funktioniert einfach nicht mehr – es gibt inzwischen zuviele aufgewachte Leser, die die Informationstyrannei erst schemenhaft und später immer deutlicher erkennen. Euer “house of cards” (eigentlich müsste es “house of numbers” heissen) ist als solches erkennbar geworden – beim kleinsten Windstoss stürzt es ein. Und soviele Karten gibt es gar nicht, um ständig neue Lügenburgen zu errichten.

Als Berufsstand habt ihr keine Chance gegen Wahrheit – die Kunden glauben euch Eure Märchen nicht mehr. Das Problem mit solchen Märchen ist, dass wenn sie erst einmal erzählt sind, dann steigt der Aufwand einer Plausibilitätskorrektur ins Unermessliche. Da man Unermessliches nicht bezahlen kann, wird’s ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nur noch verschwiegen, vertuscht, umgedreht. Und diejenigen, die’s dann wieder aufrollen, werden dann mit neu erfundenen Schimpfwörtern wie Truther lächerlich gemacht. Und genau mit diesem Bild hat der Berger recht! Das von mir verlinkte Paper war übrigens sein Beitrag zum Tag der Wahrheit.

Natürlich ist es so, dass auch Berger nicht frei von Fehlern ist. Ich glaube ich hab einen schon gefunden. Da war doch mal was mit Reddit, YT-Timestamping, usw. Aber darum geht es nicht. Für den Leser ist das Gesamtnarrativ entscheidend. Passt es zusammen, was da erzählt wird? Sind die Bilder plausibel? Können Gebilde aus 5mm-Leichtmetallschichten in meterdicke Stahlbetonkonstruktionen so einschlagen als ob diese aus Butter bestünden? Kann man mit einem Küchenmesser und stumpfer Seite per ritscheratsche einem Menschen den Kopf abschneiden? Unabhängig davon, ob solche Greueltaten von ISIS tatsächlich verübt wurden, war die Berichterstattung der Systempresse in diesem Fall so grottenhaft schlecht und unkritisch, dass Vertrauen verlorenging. Irreversibel.

Ihr müsst euch einfach daran gewöhnen, dass das, was verlorenging heute aus anderer Ecke bedient wird. Alternative Presse. Kopp ist top hier im deutschsprachigen Raum. Der Leser erwartet da gar nicht, dass alle Fakten 100% richtig wiedergegeben sind. 85% Wahrheit ist aber besser als 40% (oder so). Und auch der appeal to authority nützt nüscht – Experten werden sich für beide Seiten finden lassen.

Wahrheit wird letztlich nicht mehr abtrennbar von der Machtfrage – und hier – sehe ich – stehen die Leser in Kürze nicht mehr auf der Seite der wenigen Familien, die mit ihrer geballten Medienmacht Realität fabrizieren. Upstream wird immer wichtiger, während downstream an Bedeutung verliert.

Linus November 2, 2014 um 19:09

@peewit:
OT: ” Ein Fall von progressivem Kollaps.”
Schon ok. Es erstaunt aber schon, dass das mit nahezu freier Fallgeschwindigkeit passiert.

Goodnight November 2, 2014 um 19:12

@Holger

“Keine Ahnung, da musste den VDE fragen. Ob meine Wahrheit auch Wahrheit wird… ”

Na, da hab ich mal ne Frage: Wie wird denn eine Wahrheit zur Wahrheit? Entscheidet der VDE über die Wahrheit? Und wer dort? Etwa ein Manager? Oder Wissenschaftler? Oder haben die dort Handbücher? Geschrieben von anderen Holgers?

holger196967 November 2, 2014 um 19:17

Goodnight November 2, 2014 um 19:12

@Holger

“Keine Ahnung, da musste den VDE fragen. Ob meine Wahrheit auch Wahrheit wird… ”

Na, da hab ich mal ne Frage: Wie wird denn eine Wahrheit zur Wahrheit? Entscheidet der VDE über die Wahrheit? Und wer dort? Etwa ein Manager? Oder Wissenschaftler? Oder haben die dort Handbücher? Geschrieben von anderen Holgers?

Nun, es gibt da Leute, die Entscheiden darüber, was nun wie an Strom genutzt werden kann. Und letzten Endes, kommt die “Wahrheit” an deiner Steckdose an. ODER? Ansonsten bleibt nur noch andere Kommunikations Wege… Herr Manager

Morph November 2, 2014 um 19:17
Linus November 2, 2014 um 19:18

@Goodnight:
“Yep, und das Internet hat die gleiche Wirkung, siehe alle Diktaturen dieser Welt: ihr größter Feind ist nicht die USA sondern das Internet.
Und daher ist es so wichtig, dass die NSA das Internet überwacht und versucht zu steuern.”

Huch! Ich dachte, das wäre nur für Diktaturen relevant. Oder haben die die NSA gar beauftragt?

Das war jetzt ein richtig netter Freud’scher :-D . Er sei dir gegönnt.

und versucht zu steuern, damit die USA die Kontrolle behält über all die Informationen.

holger196967 November 2, 2014 um 19:20

Aber Goodnight

ich nehme an, dass dir selbst der Ausbau der Kommunikation nicht geläufig ist… Bist und bleibst eben ein armes Licht…

Wir sind ja eben in der “Post-Moderne” LOL :D und? Was macht deine Internet?

Keynesianer November 2, 2014 um 19:21

Jetzt geht es wieder mit der Klimapanikmache los:

Der Klimawandel lässt sich Pachauri zufolge mit „einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 95 Prozent“ auf den menschlichen Einfluss zurückführen, die Erwärmung sei allein durch die Wirkung der Kohlendioxidemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Industrie und Verkehr zu erklären.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/kompendium-des-klimawandels-wir-koennen-nicht-mehr-bis-2030-warten-13243466.html

Glaubt kein Wort von dem Schwindel.

holger196967 November 2, 2014 um 19:29

@keynesianer

mir ist es egal ob 40.000.000 Millionen Deppen sich in Thermoskannen bewegen wollen.

Wir haben bald 8.000.000.000 Menschen hier…

Wenn “wir” verrecken” an Hausstaub, leben immer noch 7,920 Milliarden

peewit November 2, 2014 um 19:30

@Morph

Ah, danke für den Link. Erspart mir die Mühe einer Antwort… ;-)

Das muss ich mir bei Gelegenheit genauer anschauen.

Aber die große Frage bleibt: warum nur fallen die Leute reihenweise – - und auch anscheinend begeistert – auf jeden Mist herein???

Ich habe allmählich den Eindruck, im Internetzeitalter leide eine der Fakultäten des Geistes ganz besonders: die Urteilskraft.

Linus November 2, 2014 um 19:36

@Morph: Danke! Kannte ich noch nicht. Na, das ist doch mal was!

gelegentlich November 2, 2014 um 19:36

@Natalius
Nein, ich bin kein Journalist. Ich lese hier mit und muss wieder erleben dass Sie hier Sachen, auch Links, derart auftischen dass eine Überprüfung nicht möglich ist. Behauptungen ohne Quellenangabe… wenn doch Quellen sind es nur „Quellen“ (also zurecht als unseriös geltender Qark) und immer wieder die großspurige Anmaßung eigener akademischer Meriten, auf die man dann neugierig wird.

Obwohl sie wenig besagen, da ja Jeder den Kopf verlieren kann: schwere Krankheit, biographische Krise usw.

Sie entziehen sich systematisch jeder Nachfrage, man muss nur oben lesen: stattdessen die nächste Prise Seemannsgarn, und dann gleich wieder Ausflüchte von der Art des allgemeinen Rundumschlags. Ja, man findet meinetwegen manchmal ein Körnchen auch bei Kopp. Dass @fl hier keine Links zu Kopp duldet ist aber wirklich nachvollziehbar. Ulfkottes jüngster Streich zeigte ja auch nur schon Bekanntes. Mit solchen „Quellen“ bleiben Sie besser in Ihrer Stammkneipe und mischen sich bitte nicht unter Erwachsene.

Natalius November 2, 2014 um 19:38

@gelegentlich November 2, 2014 um 19:08
@Bogus
„Nat meinte damit den Berger.“
“Tja, also doch wieder nur eine Ausrede. Überrascht mich jetzt nicht. Der Gedanke, den @Natalius selber gedacht hat, muss also noch entdeckt werden. „Hochstapler“ trifft es deshalb.”

Echt Klasse! Erst Betrüger, jetzt Hochstapler, und morgen ist @Natalius Präsident der Vereinigten Staaten. ;-)
Nee chickenshit, Dir fehlt echt Lesekompetenz.

Morph November 2, 2014 um 19:38

@Linus

http://www.youtube.com/watch?v=qLShZOvxVe4

Dein vom Hörensagen und aus dem Internet bezogenes “Wissen” über 9/11 ist ein Dokument für das intellektuelle Desaster, das die ‘alternativen Medien’ im Internet anrichten. Und Deine Naivität besteht darin zu glauben, dass Du durch das Internet und Deinen eigenen Superscharfsinn der ‘Wahrheit’ auf die Spur kommen könntest.

Sehr gut möglich, dass die offizielle ‘Geschichte’, die uns über 9/11 erzählt wird, ‘geschönt ist’, weil die USA katastrophale Fehlleistungen der Geheimdienste und anderer staatlicher Stellen nicht öffentlich machen wollten. Außerdem weiß jeder Zurechnungsfähige, dass das wirkliche Geschehen voller Zufälle und ‘Anomalien’ steckt.

Und da draußen sind sehr viele Leute wie @Natalius, die ihre persönlichen Probleme in der Form von Verschwörungstheorien ausagieren. Daher: Bitte etwas mehr Skepsis! Vor allem Selbstskepsis!

holger196967 November 2, 2014 um 19:41

Morph November 2, 2014 um 19:38

Was spricht dagegen, 9/11 noch mal zu machen?

WAS ? Dann haben wir endlich Ruhe oder?

holger196967 November 2, 2014 um 19:42

Ich will es wissen, wie sich Stahlträger in Pulver verwandeln können !!!

ruby November 2, 2014 um 19:42

Downstream
https://www.youtube.com/watch?v=PZf7AW1Q0mc
waren die 70er doch schön, anders?

ruby November 2, 2014 um 19:49
holger196967 November 2, 2014 um 19:49

Und ich will es wissen, wie sich ein drittes Gebäude schafft, auch in Staub zu verwandeln, ohne berührt worden zu sein.

Und ich möchte es wissen, warum die anderen daneben NICHT !!!

gelegentlich November 2, 2014 um 19:49

@Natalius
„Nee chickenshit, Dir fehlt echt Lesekompetenz.“

Blech. Dass ich an Spontanmüdigkeit leide sobald ich auf Beiträge von Ihnen stoße (diese Wiederholungen!) haben Sie ja hart genug erarbeitet.
Legen Sie gegenüber @fl Ihre akademischen Meriten überprüfbar dar. Der wird Ihren Namen nicht verpetzen, aber uns bestätigen können dass Sie nicht flunkern. Wenigstens das also nicht.

Wenn nicht verschwinden Sie einfach. Solch einen Sch… kann man hier nicht brauchen, die Dialoge mäandrieren genug. Ist auch unhöflich genug gegenüber @Soldat und => seinem Thread.

holger196967 November 2, 2014 um 19:53

Und jetzt hält der doofe Morph samt Versallen wieder mal seine Fresse. Genau das hab ich auch erwartet.

holger196967 November 2, 2014 um 19:54

und das gelegentlich nicht darauf eingeht, ist auch natürlich…

der hat nen köttel eh inner Hose

Morph November 2, 2014 um 19:58

Was wir zur Zeit durch das Internet erleben, ist eine massive Wissenskrise. Das Wahrheitsmedium durchläuft gerade eine Hyperinflation (gab’s schon einmal nach der Erfindung des Buchdrucks, der sich aber sehr, sehr viel langsamer gesellschaftlich durchsetzte und der Gesellschaft sehr viel Anpassungszeit lies).

Heute ist es so, dass selbst einigermaßen zurechnungsfähige Zeitgenossen glauben, dass eine Stunde Internetlektüre z.B. ein Medizinstudium ersetzen könnte. Fragt mal einen Arzt, wie das Internet das Patientenverhalten verändert hat!

Zweifellos ist die unkritische Unterwerfung unter Expertenmeinungen idiotisch. Aber noch viel idiotischer ist die Vorstellung, man könne vom Wohnsimmer-Sessel aus mit ein paar Klicks im Internet ein zutreffenderes Bild von der Weltlage gewinnen als dies die klassischen Massenmedien vermittelt haben. Einfach weil man so schlau ist und so messerrscharf Lüge und Wahrheit zu unterscheiden versteht.

Aber es hat auch etwas Vergebliches, auf solche Dinge hinzuweisen, denn wer Experten für Idioten und sich selber für den besten Experten hält, dem ist leider nicht zu helfen. Mich verblüfft, dass nicht jeder, der z.B. diese Vineyard-Saker-Seite besucht, auf einen Blick sieht, dass die Legende, die der Autor von sich verbreitet, nicht stimmen KANN. Und dass der Bezug zwischen einer RT-Produktion und ihrer us-amerikanischen Formatvorlage nicht massiv ins Auge springt. Dass da mit großem Eifer ein Format imitiert wird, auf dass dann einigermaßen unpassend Ideologeme aufmontiert werden. Eine ‘organische’ Medienproduktion sieht einfach anders aus.

holger196967 November 2, 2014 um 20:01

Morph November 2, 2014 um 19:58

Sabbel keine Scheixxe, ich will 9/11 nochmal sehen… ist das KLAR?

schnallst du sabbler eh nicht

Andreas Kreuz November 2, 2014 um 20:02

@Morph November 2, 2014 um 19:58

Fehlt jetzt nur noch: “Teufels Werk, Teufels Zeug!” :-)

Morph November 2, 2014 um 20:04

@Holger

Ich habe einfach keinen Bock auf Dein Gepöbel. That’s all! Wenn Du partout nicht wie ein Erwachsener kommentieren willst (dass Du es kannst, hast Du schon bewiesen), musst Du jedenfalls ohne meine Reaktionen auskommen.

Aber gut, jetzt, wo ich gerade dabei bin, zu reagieren: Nur weil ein paar Vollhorste an Verschwörungstheorien glauben, soll die offizielle Version praktisch geprüft werden? Was für eine Schnapsidee!

peewit November 2, 2014 um 20:05

@Holger

Du und dein Staub… Wenn du das alles wirklich wissenwillst, dann mach’ dir halt die Mühe und recherchiere nach. Ist doch kein Problem. Wikipedia genügt als Einstieg. Alle Informationen sind da. Frei verfügbar. Musst halt nur noch das nötige Hintergrundwissen haben. Physik und so, weißt schon. Dann klappt das schon. Wirst sehen. Nur Mut. Bediene dich deines Verstandes. Auf geht’s.

Morph November 2, 2014 um 20:06

@Holger

“ich will 9/11 nochmal sehen… ist das KLAR?”

:-) Ganz toll! Stell Dich doch mit Ken Jebsen, unserem @HG und 150 anderen Vollbekloppten vor, keine Ahnung, den Reichstag. Und brüllt das schön laut! Jeder macht sich zum Affen, wie er kann!

holger196967 November 2, 2014 um 20:06

Morph

—>>> Nur weil ein paar Vollhorste an Verschwörungstheorien glauben, soll die offizielle Version praktisch geprüft werden? Was für eine Schnapsidee!”

LOL Yep… wegen der Empirie LOL du bist auch ein hacken doof…

holger196967 November 2, 2014 um 20:07

Ahh das peewitsche iss auch gleich da… LOL

Bogus November 2, 2014 um 20:08

Goodnight

“Und jetzt bitte der Sturm der Entrüstung über soviel Arroganz.”

Stattdessen ein Buchtipp:
http://www.amazon.de/Management-Love-Gerd-Gerken/dp/3430131685

ruby November 2, 2014 um 20:10
gelegentlich November 2, 2014 um 20:10

@Morph
„Aber es hat auch etwas Vergebliches, auf solche Dinge hinzuweisen, denn wer Experten für Idioten und sich selber für den besten Experten hält, dem ist leider nicht zu helfen. Mich verblüfft, dass nicht jeder, der z.B. diese Vineyard-Saker-Seite besucht, auf einen Blick sieht, dass die Legende, die der Autor von sich verbreitet, nicht stimmen KANN. “
Nein, so schlimm ist es nicht. Wenn man vorsichtig vorgeht, nur Schritt für Schritt, und skeptisch-zweifelnd bleibt solange man den Charakter und den Hintergrund der Publikation und deren Protagonisten nicht kennt, geht das schon. Natürlich behandelt man die eigenen MSM-Medien genauso. Wie lange hat es gedauert bis man wußte wieviel heiße Luft Ulfkotte da absonderte? Neben anderen Dingen, natürlich.

Das Beispiel mit dem Arzt ist m.E. gut, aber auch ambivalent. Meine eigene Diagnose mit einer seltenen Krankheit konnte ich nur mit Hilfe des Internet finden, nachdem schon mehr als 1 Jahr (und einige tausend Euro) bei den jeweils angesagten Experten ergebnislos verausgabt waren. Es gibt auch hervorragende Patienten-Selbsthilfe-Webseiten, die übrigens mit spezialisierten Ärzten gut zusammen arbeiten und marktschreierische Internet-Angebote von Ärzten (sozusagen Dr. Ulfkotte, in neoliberalem Managersprech gemacht). Der gebildete, skeptische User hat durch das Internet heute viel mehr Möglichkeiten. Mit dem Risiko seine Placebo-Fähigkeit einzuschränken.

holger196967 November 2, 2014 um 20:13

Passt mal uff ihr beiden -Schnapesdrosseln Morph und peewit…

wann iss es denn gegeben mit der Empirie ? Na? Dazu seid ihr ihr wohl zu dumm!!! LOL

Wat iss Empirisch?

Unter Empirie (von gr. ???????? empeiría ‚Erfahrung, Erfahrungswissen‘) wird eine im Labor oder im Feld durchgeführte methodische Sammlung (oft Erhebung) von Daten verstanden. Auch die Ergebnisse solcher Forschungen, also Erkenntnisse aus empirischen Daten, werden manchmal kurz als Empirie bezeichnet. In der Wissenschaftsphilosophie wird der Empirie als Erfahrung, die zu einer Hypothese führt oder sie bestätigt, die Evidenz, also die unmittelbare Einsichtigkeit einer wissenschaftlichen Behauptung, gegenübergestellt.

peewit November 2, 2014 um 20:17

@Holger

Wat iss Empirisch

Das ist einfach, @Holger. Dass du eine Lachnummer bist, dat iss Empirisch. In und außerhalb des Labors, wohlgemerkt.

holger196967 November 2, 2014 um 20:19

So… und sacht mir mal, ihr Stück Scheixxe als “Avatar” (nicht als Mensch) wo habt ihr da Empirie gesammelt?

Gerade du Morph in was für Avataren auch immer?

holger196967 November 2, 2014 um 20:20

peewit November 2, 2014 um 20:17

Deine Geistigen Null Körper kann man ja schon merken… stört mich nicht, was du sabbelst.

holger196967 November 2, 2014 um 20:24

peewitchen

falls du es nicht schnallen kannst, eine kleine Hilfe, DU bezahlst mich nicht… allet klar Peewitchen ?

Morph November 2, 2014 um 20:25

@gelegentlich

“Der gebildete, skeptische User hat durch das Internet heute viel mehr Möglichkeiten.”

Klar. Das will ich auch nicht kleinreden. Andererseits ist z.B. im medizinischen Bereich das oberflächliche Selbstdiagnostizieren und der Druck auf Ärzte (“erzählen Sie mir nichts, ich weiß, was ich habe, verschreiben Sie mir xyz!”) offenbar ein ziemliches Problem geworden.

peewit November 2, 2014 um 20:28

@Holger

Siehste! Reine Empirie…

holger196967 November 2, 2014 um 20:31

peewit

so kann man sich auch raus reden…

Morph November 2, 2014 um 20:40

Ach, und weil sich die 9/11-VTler immer so gern auf Ungereimtheiten des Zusammenbruchs von WTC7 beziehen, und hier im Kommentariat Links so beliebt sind, noch ein Link in der Sache:

http://www.youtube.com/watch?v=zZrlNw-31R8

Linus November 2, 2014 um 20:45

@Morph:
“Dein vom Hörensagen und aus dem Internet bezogenes “Wissen” über 9/11 ist ein Dokument für das intellektuelle Desaster”

Das trifft es nicht ganz. Ich hab nahezu keine Ahnung von 9/11 und halte mich da gewöhnlich auch raus. Ich hab daher auch von “Erstaunen” geschrieben. Grob überschlagen würde man bei freiem Fall in 11 Sekunden ca. 550 m weit fallen (mittleres v = 0.5 * 11s * 9,83 m/s^2). So gross scheint der Unterschied zu 420 m Gebäudehöhe also nicht.
Das Ganze wird allerdings plausibel, wenn man sich überlegt, dass es sich um Beschleunigungen handelt und nicht um Geschwindigkeiten. Trotzdem muss man da schon ziemlich genau rechnen, um zu einer eindeutigen Entscheidung zu kommen. Am deutlichsten ist da die Graphik in deinem Link.

Sei’s drum. Im Prinzip hast du natürlich Recht.

“Und Deine Naivität besteht darin zu glauben, dass Du durch das Internet und Deinen eigenen Superscharfsinn der ‘Wahrheit’ auf die Spur kommen könntest.”
Das ist nun wiederum falsch. Verifikation ist schwierig, aber zu Falsifikation reicht es oft genug.

Natalius November 2, 2014 um 20:49

Chickenshit,

“Blech. Dass ich an Spontanmüdigkeit leide sobald ich auf Beiträge von Ihnen stoße (diese Wiederholungen!) haben Sie ja hart genug erarbeitet.
Legen Sie gegenüber @fl Ihre akademischen Meriten überprüfbar dar. Der wird Ihren Namen nicht verpetzen, aber uns bestätigen können dass Sie nicht flunkern. Wenigstens das also nicht.”

Kein Blech. Der Artikel ist nicht von mir – Berger habe ich von Anfang an gesagt und es ist Leuten mit Lesekompetenz (Bogus) aufgefallen. Sie lesen das rein, was Sie sich selbst zusammenflunkern und bemerken nicht einmal Ihre eigenen Phantasmen. Ich habe mich in der Rolle des Lesers klar und deutlich ausgedrückt.

Warum soll ich so blöd sein wie @Morph und meine eigenen akademischen Meriten offenbaren? Bei allem, was mir hier an den Kopf geknallt wurde? Häh? Hörmann wurde zwei Jahre zwangsbeurlaubt, weil Agenten aus üblichen Täterkreisen ihn aufs Glatteis geführt haben. Mir ist längst klar, dass wiesaussieht Kampfhandlungen zwischen bestehenden Denkströmungen abbildet – darin besteht der Wert des Blogs, nämlich Zeitzeuge eines Systemwechsels im Denken zu werden. Der Leser ist intelligent genug, das zu erkennen. Das Sie es nicht sind, dafür bin ich nicht verantwortlich.

Huuh (rrah) November 2, 2014 um 20:52

“…musst Du jedenfalls ohne meine Reaktionen auskommen”,

sprach Herr Mupph zur Welt und stürzte sie damit ins Unglück.

“Aber gut, jetzt, wo ich gerade dabei bin, zu reagieren”,

fuhr Herr Mupph fort, und die Welt atmete nicht nur postwendend auf, sondern die Börsenkurse reagierten auch und stiegen über den Teppichrand und ein Stück weit sogar das Stuhlbein hinauf.

Auf dem Stuhl saß Dr. Mupph ganz stolz, denn er merkte, dass er gerade die Welt regiert hatte.

Morph November 2, 2014 um 21:08

@Linus

Die Unterscheidung Verifikation/Falsifikation lässt sich sinnvoll nur auf Behauptungen über allgemeine Funktionszusammenhänge anwenden, nicht aber auf Behauptungen über singuläre Ereigniszusammenhänge (wie z.B. das Attentat vom 11. September oder die Genese des Ukrainekonflikts). Bei singulären Ereigniszusammenhängen geht es um die Plausibilität ihrer Nacherzählung, insbesondere um die Plausibilität der Attribuierung von Verantwortung. Und dabei geht es immer auch um Modelle von Handlungsmacht. D.h. um Weltanschauung und Politik (im Sinne von Parteinahme).

Ich finde, dass es ein Fehler ist, zu einem so entscheidenden Ereignis der jüngeren Geschichte wie dem WTC-Attentat keine Meinung zu haben oder sich ‘herauszuhalten’. Die Frage ist sehr simpel: Ist es denkbar und gibt es Indizien dafür, dass diese Anschläge von us-amerikanischen Stellen geplant worden bzw. mit Wissen der us-amerikanischen Regierung durchgeführt worden sind?

Mein Eindruck ist, dass Leute, die sich in dieser Frage nicht entscheiden, die gedanklichen Konsequenzen scheuen, die es hat, wenn man einsieht, dass NICHTS für einen Inside-Job spricht, weder theoretisch noch empirisch.

gelegentlich November 2, 2014 um 21:09

@Natalius

Blech 2. Sie wissen selber wie oft Sie hier mit Ihren angeblichen Meriten vage anspielend auf wichtig machen. Das ist nötig denn Ihre Beiträge weisen solche Meriten ins Reich der Fabeln, der wirklichen Verschwörungstheorien. Daher wäre das Vorgeschlagene sehr dringend angezeigt. Sie haben nämlich wieder was mißverstanden: die Agenten aus den üblichen Täterkreisen sind die Leute mit dem weißen Kittel, zu denen man Ihnen geraten hat.

Denn von Hochstapelei können Sie einfach nicht lassen:
„Mir ist längst klar, dass wiesaussieht Kampfhandlungen zwischen bestehenden Denkströmungen abbildet – darin besteht der Wert des Blogs, nämlich Zeitzeuge eines Systemwechsels im Denken zu werden.“
Nein, die paar Bekloppten/Esoteriker usw. gibt es schon ewig und ein paar Tage, Cagliostro war seinerzeit auch schon sehr begabt. Figuren wie Sie machen das Denken zur Notwendigkeit, nicht den Systemwechsel.

Dass Sie gesperrt sein sollen habe ich nicht mitgekriegt. So, wie sich aus das hier wieder abspielte, finde ich das zumindest nicht falsch. Ich will weder von guten noch von bösen Juden träumen müssen.

Morph November 2, 2014 um 21:11

ach, @Bruchmüller, altes Gespanst, lies mal Götz Werner, da kriegst Du die gedanklich durchgeführte und unzotige Version von @Holgers ach so originellen Wirtschaftsvorstellungen.

Keine Ursache! ;-)

Morph November 2, 2014 um 21:19

@Natalius

“Warum soll ich so blöd sein wie @Morph und meine eigenen akademischen Meriten offenbaren?”

Schatzilein, ich habe gar nichts ‘offenbart’ und was ich außerhalb des Kommentariats tue und lasse, sollte hier keine Rolle spielen. Aber es gibt hier im Kommentariat so traurige Leute wie Dich und @Holger, die sich nicht entblöden, einem nachzurecherchieren. Ich bin nun wirklich komplett unbedeutend. Dass sich hier ein paar Kommentatoren an meiner Person abrackern, ist so dermaßen peinlich. Ungefähr auf einer Stufe mit “Das goldene Blatt”. Wie kann man nur?!

Keynesianer November 2, 2014 um 21:20

Verschwörungen sollten grundsätzlich auf dem Gebiet der Ökonomie diskutiert werden. Weil Ökonomie halt einfach logisch ist.

Dass es ganz gezielte Verschwörungen gibt, beweist die VWL. Sie lehrt seit 200 Jahren die Verschärfung von Wirtschaftskrisen. Man kann dann auch schauen, von wem denn die einzelnen Brocken dieser Lehren sind.

Zum Beispiel von Friedrich August von Hayek. Dann sieht man sich das näher an, wer der denn war und wo er mit wem in Kontakt stand und wer seine Lehren gefördert und verbreitet hat. Und wer heute in Deutschland Mitglied der Hayek-Gesellschaft ist.

Die VWL hat den Vorteil, dass man da keine Expeditionen starten muss und keine Beweise sammeln muss. Das ist einfach logisch.

Zum Beispiel ist es logisch, dass Austeritätspolitik in den Krisenstaaten statt Lohnerhöhungen in Deutschland die Krise verschärfen muss. So dumm kann niemand sein, das nicht zu sehen. Also ist die Krise mal wieder volle Absicht, in die wir gerade hineinlaufen.

Und die Verantwortlichen werden behaupten, dass die Deutschen die Schuld daran hatten. Weil die doch vom Euro mit ihren Exportüberschüssen so profitiert hatten und dann für die Schulden der anderen Eurostaaten und für die bankrotten Banken nicht zahlen wollten. Die bösen Nazi-Deutschen, wird es überall in den Weltmedien heißen.

Wartet noch ein Weilchen, gleich geht es los.

Linus November 2, 2014 um 21:21

“Mich verblüfft, dass nicht jeder, der z.B. diese Vineyard-Saker-Seite besucht, auf einen Blick sieht, dass die Legende, die der Autor von sich verbreitet, nicht stimmen KANN.”
Das sehe ich durchaus wie du.

“Und dass der Bezug zwischen einer RT-Produktion und ihrer us-amerikanischen Formatvorlage nicht massiv ins Auge springt. Dass da mit großem Eifer ein Format imitiert wird, auf dass dann einigermaßen unpassend Ideologeme aufmontiert werden.”
Auch das trifft zu, wobei die Ideologeme noch zu prüfen wären.

“Eine ‘organische’ Medienproduktion sieht einfach anders aus.”
Welche ‘organische’ Medienproduktion kennst du denn? Und wieso sollte die weniger gebiased sein, nur weil sie organischer aussieht? Genau diese intuitive Regel erweist sich doch zunehmend als unzutreffend.

Wie siehts denn aus im konkreten Ukraine-Fall? Die Quellenlage ist für unsereiner Nichtsprachler dürftig. Also muss man nehmen, was man kriegt. Und da halt entsprechend vorsichtig sein.
Wenn man dann die verschiedenen Quellen miteinander vergleicht, so stellt man fest, dass unsere MSM uns nur all zu oft die Story vom Pferd erzählen (Teddy-Photo von MH17, weil’s so schön ist).

Vom Vineyard-Saker erwarte ich nicht, dass der immerzu die Wahrheit erzählt. Der hat klar die Novarossia-Fahne rausgehängt.

Bei ARDZDFFAZZEITSZ etc steht das dagegen nicht auf der Packungsbeilage. Die sagen vielmehr: “Wir sind die Guten und deswegen berichten wir gemäss höchster journalistischer Standards (kritisch, unabhängig, blabla) und daher sind wir die Guten, also genau nicht so wie RT, igitt.”
Und dann schaut man mal näher nach und stellt fest: Pustekuchen – ARDZDFFAZZEITSZ haben uns beschissen!
Als aufrechter Michel geb ich sowas natürlich gleich weiter an den Verbraucherschutz, von wegen falscher Beipackzettel und so. Und dann is die Welt wieder i.O.

Linus November 2, 2014 um 21:36

@Morph:
“Mein Eindruck ist, dass Leute, die sich in dieser Frage nicht entscheiden, die gedanklichen Konsequenzen scheuen, die es hat, wenn man einsieht, dass NICHTS für einen Inside-Job spricht, weder theoretisch noch empirisch.”

Ganz im Gegenteil! Ich kann das schlicht nicht beurteilen,
- ob es unwahrscheinlich ist, dass die Luftraumüberwachung versagt?
- ob nur deshalb nur so wenig im Pentagon passiert ist, weil die da grade umgebaut haben, um eine zusätzliche Verstärkung gegen Flugzeug-Angriffe einzuziehen?
- etc. pipapo, dieser ganze Schmonzes halt
Wär’s ihnen zuzutrauen? Absolut! Die haben schon mehr als ein False Flag-Aktion durchgezogen. Wär’s westlichen Staaten i.A. zuzutrauen? Absolut! s. Bologna, s. Oktoberfest-Attentat etc.

Genau dieses ‘NICHTS’ kann ich nach meinem sicherlich bescheidenen Kenntnisstand nicht bestätigen.

Also halte ich mich da raus und warte, bis tatsächlich einer mit der Pullitzer-Story um die Ecke kommt.

Morph November 2, 2014 um 21:46

@Linus

Alle mediale Berichterstattung ist in der einen oder anderen Weise ideologisch ‘gefärbt’. Aber es ist ein kategorialer Unterschied, ob es sich um eine geschauspielerte Medienberichterstattung handelt (wie im RT-Fall) oder um eine Berichterstattung unter aufmerksamkeitsökonomischen Konkurrenzbedingungen. ARD und ZDF haben eigenständige Redaktionen, die um Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeitseffekte konkurrieren. In einem solchen System sind Medien (in Grenzen) lernfähig. Das sind Staatsmedien wie RT prinzipiell nicht. Das ein Claus Kleber einen miesen Job macht, kann im deutschen Mediensystem selber thematisiert und kritisiert werden (Du kannst davon ausgehen, dass Schirrmachers Artikel gegen Kleber in Mainz wie eine Bombe eingeschlagen hat).

Bei aller gerechtfertigten Kritik an der deutschen Medienbegrichterstattung über den Ukraine-Konflikt. Es gibt einen Unterschied zwischen schlecht und schlechter. Und schlechter sind nun mal solche Fabrikationen wie RT oder diese alberne Vineyard-Seite.

Keynesianer November 2, 2014 um 21:51

In Europa brachen bereits am Montag den 10. September 2001 die Börsen sehr kräftig ein, was nachmittags korrigiert wurde, als die US-Börse handeln konnte. Wer die Tageskurse hat, kann das sehen. Das lief dann die ganze Woche so, dass vormittags die Börse einbrach und nachmittags alles wieder hochgekauft wurde.

Ich weiß das noch sehr gut, weil ich am Montag vor dem PC saß und mir dachte, dass da gleich etwas passieren wird.

Naja, und dann hatte halt der Silverstein die Häuser wenige Monate vorher gemietet und gleich gegen einen Terroranschlag hoch versichert.

Zufall? ;)

gelegentlich November 2, 2014 um 21:54

„Ich finde, dass es ein Fehler ist, zu einem so entscheidenden Ereignis der jüngeren Geschichte wie dem WTC-Attentat keine Meinung zu haben oder sich ‘herauszuhalten’. Die Frage ist sehr simpel: Ist es denkbar und gibt es Indizien dafür, dass diese Anschläge von us-amerikanischen Stellen geplant worden bzw. mit Wissen der us-amerikanischen Regierung durchgeführt worden sind?“

Ja, ich finde es auch denkbar. Ob nun die USA in Eigenregie eine false flag-Aktion durchgeführt haben oder befreundete Mächte eingeschaltet haben würde für mich keinen Unterschied machen.
Die technischen Einwände gegenüber der offiziellen Version kann ich nicht beurteilen. Ich sehe nur dass nicht ausschließlich Dummbeutel solche erheben. Die antisemitischen Schmeißfliegen sortiere ich eh vorher aus. Mein Zweifel richtet sich gegen die Behauptung, die dargestellten Täter seien Selbstmordattentäter gewesen. Nein, das kaufe ich nicht. Solche Leute sind anders. Ob man nach so kurzer Lernphase als Flugschüler einer Zwergmaschine einen großen Jet so genau da rein steuern kann weiß ich ebenfalls nicht. Da bleibe ich skeptisch.

Im Fall der Ukraine geht es mir ähnlich. Dass man die Identität der Sniper nicht enthüllt bestätigt die Skepsis. Im Nahen Osten bin ich nicht nur skeptisch, da weiß ich Vieles offenbar besser als das, was die MSM berichten wollen.

Von einem geschlossenen Weltbild kann da nicht die Rede sein. Aber die MSM sehe ich überwiegend auf einer Ebene mit den sogenannten Verschwörungstheoretikern. Warum ein Joffe für mich glaubwürdiger sein soll als ein Ken Jebsen oder ein Ulfkotte kann ich nicht erkennen.

Morph November 2, 2014 um 21:54

@Linus

“Wär’s ihnen zuzutrauen? Absolut! Die haben schon mehr als ein False Flag-Aktion durchgezogen. Wär’s westlichen Staaten i.A. zuzutrauen? Absolut! s. Bologna, s. Oktoberfest-Attentat etc.”

Das sind doch komplett unterschiedliche Größenordnungen! Und bedenke das Missverhältnis zwischen Anschlagsaufwand und Anschalgsertrag! Ein EXTREM riskantes Anschlagsmanöver, dessen nie dagewesene massenmörderischer Effekt an der EIGENEN Zivil-Bevölkerung wozu dienen soll? Es dem engsten Allierten im arabischen Raum, nämlich den Saudis, in die Schuhe zu schieben?

Die Amis mögen konstitutionell ja etwas verrückt sein, aber so verrückt? Vollkommen abwegig!

Wenn ein neuerlicher Irakkrieg mit einer False-Flag-Operation hätte legitimiert werden sollen, hätten die USA das sehr, sehr viel einfacher haben können. Eine ‘irakische’ Bombe in einer amerikanischen Botschaft einer europäischen Metropole wäre ungleich zweckmäßiger gewesen.

Keynesianer November 2, 2014 um 21:57

Hier haben wir es schriftlich:

Im Verlauf des 10. Septembers stürzte der DAX zeitweise sogar auf ein neues Jahrestief bei 4554 Punkten, beendete den Tag aber deutlich erholt bei 4670.
http://www.boerse.de/boersenwissen/boersengeschichte/Der-11-September-2001|55

Ein Chart wäre noch viel wert, dann würde es jeder sehen. Die haben in New York nachmittags die Kurseinbrüche in Europa wieder hochgekauft.

Keynesianer November 2, 2014 um 22:02

Wir haben also als Beweis des Vorwissens vom 9/11 bereits einen rasanten Einbruch der Börse am Vortag dem 9/10 in Europa.

Linus November 2, 2014 um 22:04

@Morph:
“Es gibt einen Unterschied zwischen schlecht und schlechter.”
Da ist wohl was dran. Aber um das beurteilen zu können, muss ich mir beides anschauen. Und da kann ich dann meinetwegen feststellen, dass RT schlechter ist. Aber ich stelle noch was für mich viel wichtigeres fest: nämlich dass ARDZDFFAZZEITSZ auch schlecht sind, und u.U. sogar wo.

Das ist dann für mich eine richtig wertvolle Erkenntnis: Ich kenne dann zwar nicht die Wahrheiten, aber ich kenne zumindest einige der Lügen (beider Seiten). Aus deren Muster lässt sich einiges bzgl. Strategie, Motive etc. ableiten.

Keynesianer November 2, 2014 um 22:04
Keynesianer November 2, 2014 um 22:06

Sauerei.

Bitte den Link von Hand kopieren mit dem “55″ am Schluss und von Hand in den Browser hinein geben.

Keynesianer November 2, 2014 um 22:11

Hier wird ausdrücklich betont, dass es bereits “im Vorfeld des 11. September” zu deutlichen Kurseinbrüchen gekommen war, am deutlichsten dann am Vortag:

Bereits im Vorfeld des 11. Septembers war es zu massiven Kursverlusten bei den großen Indizes gekommen. So verlor der DAX zwischen 27. August (5406) und dem 10. September 2001 (4670) fast 14 Prozent. Marktexperten begründeten den massiven Einbruch mit den anhaltenden Konjunktursorgen in den USA. Im Verlauf des 10. Septembers stürzte der DAX zeitweise sogar auf ein neues Jahrestief bei 4554 Punkten, beendete den Tag aber deutlich erholt bei 4670.
http://www.boerse.de/boersenwissen/boersengeschichte/Der-11-September-2001%7C55

Morph November 2, 2014 um 22:12

@gelegentlich

“Mein Zweifel richtet sich gegen die Behauptung, die dargestellten Täter seien Selbstmordattentäter gewesen. Nein, das kaufe ich nicht. Solche Leute sind anders. Ob man nach so kurzer Lernphase als Flugschüler einer Zwergmaschine einen großen Jet so genau da rein steuern kann weiß ich ebenfalls nicht. Da bleibe ich skeptisch.”

Ach, Du kennst Selbstmordattentäter? Interessant! Wie sind die denn so – ‘normalerweise’?

Wie gesagt, ob die offizielle Version der Anschläge nicht entscheidende Faktoren verschweigt, weiß ich natürlich nicht und halte das auch keineswegs für unwahrscheinlich. Nicht auszuschließen, dass z.B. der pakistanische Geheimdienst in den Anschlag verwickelt ist und die USA diese Erkenntnis unterdrücken.

Es geht aber nicht so sehr um die Frage, ob der Abschlussbericht vollständig ist, sondern ob ein alternatives Szenario denkbar ist, in dem nicht die USA angegriffen worden sind, sondern die USA einen Angriff gegen sich selber fingiert haben um Kriegshandlungen legitimieren zu können. Angesichts des katastrophalen Ausmaßes des Anschlags und seiner strategischen Unzweckmäßigkeit für alle folgenden Operationen, ist ein solches Szenario absurd.

Es gab genug andere legitime Gründe, Osama bin Laden auszuschalten und das Taliban-Regime zu stürzen. Schon Clinton hatte genügend legitime Gründe dafür. Und für eine Legitimation des Irakkriegs reichte 9/11 nicht im Ansatz aus. Da mussten bekanntlich die Massenvernichtungswaffen hinzuerfunden werden. Und Frankreich und Deutschland haben trotzdem nicht mitgemacht.

Bruchmüller November 2, 2014 um 22:13

@ Mupph

Das BGE ist ein Baustein der Zukunft. Heute wäre es nur ein verloren herumschwimmendes Holzbauklötzchen gegen die Deflation. Es wäre gar nicht zu machen, denn um Wirkung zu erzielen, müsste das Grundeinkommen weit höher sein als die Einkünfte des millionenfach “herangebildeten” Präkariats.

Aber ich sehe: Du liest noch viel mehr als ich vermutet habe. Kein Wunder also, dass Du nichts verstehst.

Was soll das “keine Ursache” in Deinem Post?

Ich sage trotzdem danke, denn Du hast mich erinnert, dass ich bei DM wieder Rasierklingen kaufen muss. So ist es manchmal doch nicht ganz vergebens, sich abzurackern an Dir.

gelegentlich November 2, 2014 um 22:14

@Morph
„Es dem engsten Allierten im arabischen Raum, nämlich den Saudis, in die Schuhe zu schieben?“
Nein, der imaginierten Terrorgruppe Al Quaida, Eigengewächs, da weiß man was man hat, und so den clash of civilizations richtig anfeuern zu können. Die bestehende Form der Globalisierung macht es ja zwingend notwendig auch gegenüber der eigenen Bevölkerung aufzurüsten.
Eine „irakische“ Bombe wäre überhaupt kein bißchen glaubwürdig gewesen. Das kauft Denen Niemand mehr ab. Genauso wenig wie die Behauptung, Janukowitsch hätte, mit dem Rücken an der Wand, soeben die Noteinigung akzeptiert, in diesem Moment seine Polizei angewiesen auf die eigenen Leute schießen zu lassen.

@Keynesianer
Hier fehlt doch die für die eilige Laufkundschaft nötige Erläuterung eines pseudowissenschaftlich in VWL gebildeten Experten was dieses Hochkaufen für politische Schlüsse zuläßt.

Bruchmüller November 2, 2014 um 22:16

ääh,..: e

Keynesianer November 2, 2014 um 22:19

@gelegentlich

… eines pseudowissenschaftlich in VWL gebildeten Experten …

Die Gründe für das Hochkaufen kannst Du Dir sicher selber zusammen reimen. ;)

Linus November 2, 2014 um 22:22

@Morph:
“Ein EXTREM riskantes Anschlagsmanöver, dessen nie dagewesene massenmörderischer Effekt an der EIGENEN Zivil-Bevölkerung wozu dienen soll?”

Ein für mich plausibles Szenario wäre nicht eine “Anordnung von oberster Stelle”, sondern eine Konspiration innerhalb hoher Regierungskreise, also Geheimdienste etc..
Gab es da Leute, denen ich sowas zutrauen würde? Ja!
Man erinnere sich, wer die treibenden Kräfte zum Irak-Krieg waren.

9/11 war das Ticket zum “war on terror”, ein Freifahrtsschein in nahezu jeden Winkel der Welt, wenn man denn nur wollte. Ein Riesen-Geschäft!

Ich hab ja schon mal – im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise – geschrieben, dass mir die amerikanische Aussenpolitik alles andere als aus einem Guss erscheint.

Nun ja, alles VT, was soll man machen? Halten wir uns an die Fakten und betreiben Body counting :-(

Jackle November 2, 2014 um 22:26

Prima, der Natalius ist wieder da und entledigt sich, nachdem er vom Herrn Lehrer in die stille Ecke gesetzt wurde, gleich mal seiner äußerten Schale. Du solltest das noch ein paar mal machen, Lübberding. Am Ende bleibt nur der widerliche kleine Antisemit übrig, der Natalius nun mal ist.
Und wie in der neuen Runde loslegt. Zunächst natürlich die eigene Stilisierung als Opfer, denn so ein Antisemit hat es natürlich im Leben immer ganz, ganz schwer. Nie darf er die Wahrheit aussprechen. Doch davon lässt sich ein Natalius, der bis zum letzten Jud für eine bessere Welt kämpft, nicht aufhalten und geht gleich wieder auf Lübberdings Blog in die Vollen, macht exakt so weiter wie zuvor und verlinkt fleißig den nächsten Schwachsinn. Was finden wir darin: Ein Jude steckt hinter dem Absturz von MH17. Nein? Doch! Oh.

Man hat Dich wirklich vermisst, Du widerlicher Vollpfosten. Ein offener Antisemit, ist einem ja eigentlich viel lieber als das jämmerliche Greisengeplärre von petervonkloss.

Ach, und holger hat die Sitzungen bei den anonymen Alkoholikern wohl schon wieder aufgegeben. Schade. Vielleicht beim nächsten mal, holgi. Wir alle, auch Deine Familie, haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Apropos Hoffnung: Wenn man sich die Kommunikation der letzten Wochen hier im Blog nochmal bewusst macht und anschaut, wo man jetzt gelandet ist und auf die bekloppte Idee kommt, diese Kommunikation als Beispiel für die gesamtgesellschaftiche Kommunikation her zu nehmen, so kann der Schluss nur lauten: We’re fucked! We’re totally fucked! Ach, wobei. Wenn Keynesianer und Natalius ihre Streitereien beigelebt haben, besteht vielleicht noch Hoffnung auf eine Welt voller Frieden, Wahrheit, Liebe und ohne psychopathische Juden.

Wilma November 2, 2014 um 22:27

Zur konkreten Einflussnahme

“Widerstand in Washington löse vor allem eine mögliche Übernahme der Firma im EU-Land Kroatien durch Gazprom aus, weil der staatliche Gas-Monopolist damit innerhalb der Gemeinschaft Fuß fassen würde.”
http://derstandard.at/2000007602323/USA-fuerchten-moeglichenGazprom-Vormarsch-in-Osteuropa

Wie ist Eure Interpretation ?

gelegentlich November 2, 2014 um 22:27

@Keynesianer
Nein, ehrlich nicht. Mit solch systemtheoretisch komplexen Details gehe ich nur äußerst vorsichtig um. Und bloßes Spekulieren? Bäh…

@Morph
Ach, alter Umdreher:
„Ach, Du kennst Selbstmordattentäter? Interessant! Wie sind die denn so – ‘normalerweise’?“
Nein, ich kenne „solche Leute“, die so vernagelt sind, dass sie nach meiner Vermutung nach irgendeiner persönlichen Krise ohne große Veränderung ihrer selbst so etwas tun könnten. Die trinken nicht am Vortag Ihres Heldentodes mit Animierdamen eine größere Menge Whisky.

Keynesianer November 2, 2014 um 22:32

Der Spatz von diesem Wochenende:

Alle politische Herrschaft läuft im Grunde darauf hinaus, Menschen in einer bestimmten Mangel-Situation zu halten. Ihnen, wenn sie gewünschte Handlungsanweisungen nicht einhalten, entsprechend Schmerzen zufügen oder die Not steigern zu können, und andere, die sich für die Herrschenden besonders verdient machen, das systemrelevante Maß an Not und Mangel zu lindern und sie so über den Rest der „Normalen“ herauszuheben. Ab einem bestimmten Maß des allgemeinverbreiteten Wohlstandsniveaus versiegt diese Art der Herrschaftsbeziehungen aufgrund des abnehmenden Grenzwertes der materiellen Wohlstandssteigerung.
http://www.spatzseite.com/2014/11/unser-taeglich-brot-gib-uns-heute/

Linus November 2, 2014 um 22:36

@Morph:
“Und für eine Legitimation des Irakkriegs reichte 9/11 nicht im Ansatz aus.”
Doch! Es hätte nicht viel gefehlt. Es wurde zunächst steif und fest behauptet, Saddam würde AlQuaida unterstützen. Ein einzelner Krankenhaus-Aufenthalt von Al-Sarkawi in Baghdad als einziger Hinweis war dann der internationalen Gemeinschaft doch zu dünn. Also hat man die WMD-Story dazugebaut und schliesslich komplett umgesattelt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ab%C5%AB_Mus%CA%BFab_az-Zarq%C4%81w%C4%AB
“Vor dem Weltsicherheitsrat behauptete der amerikanische Außenminister Colin Powell am 5. Februar 2003, Zarqawi agiere als Bindeglied zwischen Saddam Hussein und al-Qaida[8]. Diese Erwähnung machte Zarqawi international bekannt. Die angebliche Verbindung zwischen al-Qaida und Saddam Hussein diente der amerikanischen Regierung als eine der Begründungen für den geplanten Irakkrieg. Wie ein offizieller Bericht des Verteidigungsministeriums der USA am 5. April 2007 erklärte, gab es bis zu Saddam Husseins Absetzung durch die Amerikaner jedoch tatsächlich keine aktive Zusammenarbeit zwischen dem irakischen Diktator und al-Qaida.[9] Saddam Hussein duldete jedoch die Anwesenheit von Zarqawi im Irak.”

Natalius November 2, 2014 um 22:56

Chickenshit,

“Blech 2. Sie wissen selber wie oft Sie hier mit Ihren angeblichen Meriten vage anspielend auf wichtig machen. Das ist nötig denn Ihre Beiträge weisen solche Meriten ins Reich der Fabeln, der wirklichen Verschwörungstheorien. Daher wäre das Vorgeschlagene sehr dringend angezeigt. Sie haben nämlich wieder was mißverstanden: die Agenten aus den üblichen Täterkreisen sind die Leute mit dem weißen Kittel, zu denen man Ihnen geraten hat.”

Aha, es fällt Ihnen offenbar nicht mehr auf, wie Sie die Dinge verdrehen. Faszinierend – so als Fallstudie. Ich sprach von Hörmann, den aus Wien, der von @CM verlinkt wurde. Prof. Dr. Franz Hörmann, Experte für Rechnungswesen. Die Agenten aus den üblichen Täterkreisen waren in seinem Fall zwei Studenten, die sich ihrer Rolle als Gesinnungspolizisten in einem politisch korrekten Prägeumfeld nicht einmal bewusst waren, als sie den armen Hörmann in irgendeinem Auftritt aufforderten, seine Auffassung zum Holocaust kundzutun. Wie soll sich denn ein Experte für Rechnungswesen, sprich Buchhaltung, denn zum Holocaust äussern? Und genau so hat Hörmann reagiert – er könne dazu nichts sagen, denn er sei kein Historiker. Das war unseren selbsternannten Gedankenpolizisten aber zu wenig. Weil Kritik am Geldsystem muss ja antisemitisch sein – es geht ja nicht anders – man hat es ihnen ja so beigebracht. Studentenzeitung, dann Zeitung, dann Blogs, wir kennen etwas ähnliches aus dem Fall Wulff hier in Wiesaussieht. Hetz-Metz-Magie. Und so endete es auch im Fall Hörmann. Was macht ein Rektor, wenn seine Hochschule nur in den leisesten Verdacht kommt, einen Fall von Antisemitismus zu beherbergen? Er lädt den betreffenden Kollegen ein, lässt sich die Angelegenheit aus der Sicht des Kollegen beschreiben, entwickelt sogar Verständnis für den Fall aber bittet gleichzeitig um Nachsehen, dass einer temporären Suspendierung in Anbetracht der öffentlichen Verhetzung keine Alternative entgegenstünde. Auf dem Rechtsweg kam Hörmann dann schliesslich doch wieder rein, aber er was 1.5 Jahre draussen.

Tja Frank Lübberding. Hätte ich 100% Vertrauen, würde ich der Bitte von gel. sogar nachkommen. Habe ich aber nicht. Nicht wegen der Causa Wulff, sondern wegen des Falls Dilger, AfD, Wirtschaftsphilosoph, Frühjahr letzten Jahres. Vielleicht erinnert man sich noch.

Ich WERDE mich irgendwann outen, vielleicht per Biographie zu dem was war und dann kam – ich weiss es noch nicht. Ich darf nicht zu lange warten, denn das Thema Exopolitik wird mit jedem Tag Internet heisser und unübersichtlicher zugleich. Nirgendwo gibt es mehr Evidenz und gleichzeitig mehr Desinformation als hier. Aber gleichzeitig sehe ich, dass mein Wissen hier extrem begrenzt ist. Auch ich kann hier nur Hypothesen zusammenstellen, wie es sein KÖNNTE. Aus meiner Sicht. Definitiv ein Bäh-Kotz-Thema für deutsche Leser. Definitiv für Normopathen wie @Gelegentlich.

Morph November 2, 2014 um 23:07

@Linus

“Ein für mich plausibles Szenario wäre nicht eine “Anordnung von oberster Stelle”, sondern eine Konspiration innerhalb hoher Regierungskreise, also Geheimdienste etc..”

Eine solche Konspiration gegen die amtierende Regierung müsste vor allen regierungsloyalen Personen geheimgehalten werden. Extrem unwahrscheinlich, wie sich eine solche Gruppe von Verschwörern (n.b. bei einer so komplexen Verschwörung; Anschläge auf WTC + Pentagon) informationsdicht überhaupt konstituieren könnte.

“Gab es da Leute, denen ich sowas zutrauen würde? Ja!
Man erinnere sich, wer die treibenden Kräfte zum Irak-Krieg waren.”

Ein Rumsfeld macht noch keine Verschwörung. Und das ganze muss ja nicht nur ausgedacht, sondern vor allem auch ins Werk gesetzt werden!

“9/11 war das Ticket zum “war on terror”, ein Freifahrtsschein in nahezu jeden Winkel der Welt, wenn man denn nur wollte. Ein Riesen-Geschäft!”

Zu holzschnittartig, der islamistische Terror ist älter als 9/11, und der ‘war on terror’ ist eine Legitimationsgeste für alle Weltmächte geworden und insofern für die USA auch ein Problem.

“Ich hab ja schon mal – im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise – geschrieben, dass mir die amerikanische Aussenpolitik alles andere als aus einem Guss erscheint.”

Was nun für 9/11 nicht das Geringste besagt.

“Nun ja, alles VT, was soll man machen?”

Vielleicht die Tatsache Ernst nehmen, dass die USA zwar einem brutalen Machbarkeitswahn anhängen, aber überhaupt keinen Bezug zu einer völkischen Sendung haben, die ins Selbstmörderische kippen könnte.

Natalius November 2, 2014 um 23:10

@Morph November 2, 2014 um 21:19

“Schatzilein, ich habe gar nichts ‘offenbart’ und was ich außerhalb des Kommentariats tue und lasse, sollte hier keine Rolle spielen.”

Küsschen, @Morph, ich mag Dich auf eine sonderbare Weise auch. Aber ich denke, dass solche Unfälle dann passieren, wenn man seine eigene Eitelkeit nicht beherrscht. War ja auch verlockend, eine Verbindung herzustellen zwischen “hoher Politik” und “neuen Medien”. Im Endeffekt wars dann aber doch nur ein dumm gelaufenes Computerspiel, in dem man nur ein Leben hat. Die Semiose ging hier in die Hose.

Natalius November 2, 2014 um 23:29

Keynesianer November 2, 2014 um 21:51

“Zufall?”

Offenbar nicht nur Silverman ;-) Aber zuviele können es auch nicht gewesen sein. In den Dimensionen ist die Sache viel zu heiss für Pleti und Kreti als “Marktteilnehmer”.

no.name November 2, 2014 um 23:45

E I L M E L D U N G:
In der Sache des ungeklärten Todes an Rémi Fraisse gab es in Paris heute Nachmittag überraschend sechs und sechzig Verhaftungen. Nur leider befinden sich, wie unser Korrespondent gerade mitteilt, die Täter nicht darunter.

Doktor D November 2, 2014 um 23:55

@no.name: Links zum Thema? Das wäre super.

Linus November 3, 2014 um 00:02

@Morph:
Das ufert jetzt aus :-D Deswegen mein letzter Post dazu:

Zu ‘informationsdicht’ ein mögliches Szenario – Achtung! pure VT:
- AlQuaida beginnt mit den Vorbereitungen, Pilotenausbildung und so
- US-Geheimdienste bekommen Wind davon.
- Verschwörer werden vom Geheimdienst informiert und weisen diesen an, stillzuhalten, um weitere Informationen zu sammeln.
- Verschwörer erklären den Fall zu oberster Priorität, was eine Übergabe an eine Spezialabteilung (anderen Dienst) auslöst, die unter der Kontrolle der Verschwörer steht
- Verschwörer räumen den Terroristen Steine aus dem Weg, die das Projekt gefährden könnten -> inszenierter Ausfall der Luftraumüberwachung u.ä.

Wäre das Ganze vorzeitig aufgeflogen, so hätten die Verschwörer sich damit gebrüstet, es noch rechtzeitig aufgedeckt zu haben. Der schwierigste Teil war dabei vermutlich, die Luftraumüberwachung ‘glaubhaft’ auszuschalten.

Zu Sprengstoff in den Gebäuden, insbesondere WTC7. Ein Anbringen von Sprengstoff/Thermit wäre der Beweis schlechthin gewesen für einen Inside-Job und hätte daher das gesamte Projekt in Frage gestellt -> unwahrscheinlich.

“Ein Rumsfeld macht noch keine Verschwörung.”
Da gab es noch einige andere, insbesondere mit Verbindungen zu ‘Geschäften’, die sich aus einem ‘war on terror’ ergeben könnten.

“Zu holzschnittartig, der islamistische Terror ist älter als 9/11″
Das Argument entfällt bei obigem Szenario. Es ist ja eben kein Inside-Job, sondern eine echte externe Bedrohung, die insgeheim unterstützt wird. Eine doppelte Tarnung.

“und der ‘war on terror’ ist eine Legitimationsgeste für alle Weltmächte geworden und insofern für die USA auch ein Problem.”
Das mag schon sein, interessierte aber die Verschwörer nicht.

“–>>”Ich hab ja schon mal – im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise – geschrieben, dass mir die amerikanische Aussenpolitik alles andere als aus einem Guss erscheint.

Was nun für 9/11 nicht das Geringste besagt.”
U.U. doch. Die USA hatten damals erwiesenermassen Probleme mit der Koordination ihrer Geheimdienste. Diese waren keineswegs nur logistischer Natur. Und Ähnliches könnte durchaus weiterhin der Fall sein, auch in anderen Bereichen.

“Vielleicht die Tatsache Ernst nehmen, dass die USA zwar einem brutalen Machbarkeitswahn anhängen, aber überhaupt keinen Bezug zu einer völkischen Sendung haben, die ins Selbstmörderische kippen könnte.”
Das hätten in obigem Szenario die Verschwörer auch nicht.

Wie gesagt, alles komplette Hirngespinste, aber gar nicht so einfach auszuhebeln.

Viel Spass damit :-D

no.name November 3, 2014 um 00:15

@goodnight

Der Untergang der Moderne ist ihr Sieg. Die Moderne muss untergehen, wenn sie sich treu bleiben will. Die Moderne hat uns Religionen vom Leib gehalten und sie hat es uns ermöglicht, dass wir alle friedlich aneinander vorbei in unseren ‘Welten’ leben konnten. Das ging, weil wir die Wertlosigkeit als Wert erkannten und weil wir darin einen Konsens hielten, dies Aufrecht zu halten. Die Moderne funktionierte, weil wir technisch im informellen Mittelalter lebten. Botschaften wurden durch Menschen übertragen und die Kontrolle lief weitgehends über Identifizierung mit der Botschaft. Inzwischen sind wir weiter. Wir töten per Algorithmus ohne dass noch irgendein Prozessbeiteiligter den totalen Durchblick bei der Aktion hat. “Teamwork” trifft “High-Tech”. Brave-New World. Du musst nur am Team teilnehmen, der Rest macht das System. Die IT macht es möglich. Früher ging das nicht. Da brauchtest Du für den Job der Überwachung Menschen. Jetzt geschieht dies anonym und ganz leise. Ein jeder nimmt nur dran teil. Aber jeweils ohne Gesamtverantwortung.

Die Gegenbewegung siehst Du auf der Straße. Da machen nicht alle mit. Aber die sind nicht wichtig. Denn das System blendet alle aus, die in ihrer Rolle nicht relevant sind. Denn die Wertlosigkeit interessiert sich für Dich nicht als Mensch, sondern nur an Deiner Rolle mit der Du zur Wertlosigkeit beiträgst. Ob als Manager oder Hiwi, egal Du bist dabei.

Wenn da nicht diese Konflikte wären. Die aber nichts steuern, da sie nicht Teil des Systems sind. Im Gegensatz zu Dir.

Die Moderne wird dies nicht aushalten, wenn sie an ihrer Wertlosigkeit festhält. Die Menschen rebellieren weiter. Sie spüren, dass Geld kein Ersatz für die Teilnahme an einem maroden System sein kann. Geld an sich ist kein Wert. Zumal, wenn der Empfänger befindet dass er/sie das Geld durch Akte erworb, die sich mit seinen Ansprüchen an ein sinnvolles Leben in der Gesellschaft nicht decken. Dadurch erreicht die Krise das System. Denn IT läuft nicht von selbst. Die Sinnfrage stellte sich in der Wertlosigkeit nicht. Es geht/ging nur um den Cashflow. Der ist wertfrei. Aber die Leute gehen weiterhin auf die Strasse. Wenn die Moderne jetzt nachgibt, geht sie unter. Sie kann nur eins, die Modern muss jetzt hart durchgreifen. Sie muss den Menschen zeigen, dass Demokratie nur funktioniert, wenn alle an deren Spielregeln festhalten. Und sei es mit diktaorischen Mitteln…jetzt, ganz wichtig. Nicht schwach werden, keine Werte zeigen!! Wenn Du die Demokratie nicht retten kannst, dann töte sie. Die Moderne wirds überleben. Das ist ihr Wert!

:-)

Natalius November 3, 2014 um 00:23

@Jackle November 2, 2014 um 22:26

Tut mir leid, dass ich Dich nicht erwähnt habe! @Holger als Blog-Schutzengel versteht das als Experiencer im Inneren und wird Dir auf seinen Willen Hilfe anbieten können, wenn Du soweit bist.

@Holger, mir fällt auf, dass eine Entität in allen drei monotheistischen Religionen eine wichtige Rolle spielt: Gabriel. Hast Du eine Idee, wie das zusammenhängen könnte?

In jedem Fall sollten wir in diesen Zeiten nicht den Sinn für Humor verlieren, oder ;-)

Linus November 3, 2014 um 00:29

Einen hab ich noch:
Zu dem Szenario passt der Spruch wie die Faust aufs Auge:
http://www.youtube.com/watch?v=GiPe1OiKQuk

Natalius November 3, 2014 um 00:50

Ach ja, an alle.

Ich weiss nicht wieso die Einsturzursache vom WTC Thema wurde – das war nicht Gegenstand der Betrachtungen von Herrn Berger. Es gibt aus meiner Sicht hier keine gesicherten Erkenntnisse – ich selbst halte die “mini-nuke”-Hypothese für die wahrscheinlichste. Sie wurde ausführlich auf Veterans Today diskutiert.

Für Schweijks Thema ist die Extraktion von @Bogus wichtig. Wieder geht es um den atomaren Erstschlag und die Rolle der Ukraine in einem “gewinnbaren Atomkrieg” gegen Russland. @Bogus hat die offiziellen Dokumente aus dem Berger-Artikel bereits gefunden und verlinkt – m.E. sollte man hier weiterdiskutieren.

bleistift November 3, 2014 um 03:52

@ Linus

Hast du solche Weisheiten vielleicht auch bzgl. der RAF verfügbar?
Wer hat damals das Flugzeug entführt? Warum? Wieso?
Gibt es den IS gar nicht? Sind das alles nette Jungs?
Warum sind die Amis so böse?
Bin ich böse? Haben meine Landsleute so schlimme Dinge erfunden? Warum?
Warum sind meine Landsleute so böse? Warum bist du so gut? Bist du so edel?
Warum schreibt Soldat Schwejk nur objektive Wahrheiten? Warum können Menschen Bücher über die Wahrheit veröffentlichen? Warum kann man mit der Wahrheit so viel Geld verdienen? Wo doch so viele Menschen sterben mussten um eine Lüge als Wahrheit zu verkaufen? Warum macht sich der amerikanische Geheimdienst erst soviel Mühe eine Lüge als Wahrheit zu verkaufen, nur um anschließend tatenlos zuzusehen wie Menschen diese LÜGE enttarnen?
Warum werden nicht Webseiten abgestellt? Warum sterben nicht Menschen beim Fallschirmspringen? Hast du nicht Angst morgens deinen PKW anzustellen? Wo du doch der Wahrheit auf der Spur bist? Wie können denn all diese Menschen permanent die Wahrheit über eine wirklich üble, sehr üble Verschwörung rausfinden und gleichzeitig ein seelenruhiges Leben führen? Wenn die Amis dazu in der Lage sind 9/11 zu fingieren, dann sollten sich doch all die Truther mal ernsthaft Sorgen um ihre körperliche Gesundheit machen. Oder etwa nicht? Stattdessen sitzen sie dick und fett wie die Made im Speck im Westen. Brüsten sich mit all ihren Erkenntnissen. Hey ich habe dies rausgefunden. Und hey, das habe ich auch rausgefunden. Kauft mein Buch! Lest die Warheit!
Wie deppert kann man eigentlich sein? Ihr habt anscheinend wirklich zu viel Geld!

@gelegentlich

Ich spreche arabisch. Vielleicht nicht richtig gut aber es reicht doch. Vorzugsweise den ägyptischen Dialekt. Ich weiß nicht inwiefern du arabisch verstehst. Jedenfalls brüstest du dich etwas.
Es gibt nun mal eine Menge (eine wirklich ganze Menge) an arabischsprachigen Websites auf denen sich Dschihadisten mit 9/11 brüsten. Hey, wir haben das gemacht! Wir haben es denen gezeigt! Usw. Das kannst du drehen und wenden wie du willst.

peewit November 3, 2014 um 07:48

@Linus

Wie gesagt, alles komplette Hirngespinste, aber gar nicht so einfach auszuhebeln.

Wunderbar! Damit hast du in nuce Wesenskern und Widerlegung aller einschlägigen VT’s klargelegt. Gratuliere!

Keynesianer November 3, 2014 um 08:29

Es gibt viele lustige “Argumente” gegen die “Verschwörungstheorien”. Zum Beispiel, dass doch niemand ein so ungeheuerliches Verbrechen begehen würde wegen der vielen Opfer. Oder noch besser, dass sich das doch wegen der vielen Mitwisser nicht geheim halten ließe und die Medien und alle Bürger sofort alles aufdecken würden.

Das erzählen dann allen Ernstes Leute, die immer noch zulassen, dass mit der Geldpolitik Wirtschaftskrisen und Massenarbeitslosigkeit verursacht werden. Nicht irgendwo in der Dritten Welt, sondern hier bei uns und in unseren Urlaubsländern wie Spanien und Griechenland.

Jeder könnte und müsste es eigentlich wissen, was Deflation bedeutet und welche Weichen gestellt sind, wenn nicht die Löhne und Sozialleistungen in Deutschland erhöht werden, sondern Löhne und Sozialleistungen in den Krisenstaaten gesenkt werden sollen. Das ist Deflation und wird über Jahre und womöglich noch Jahrzehnte wie in Japan die schrecklichsten Folgen in all diesen Staaten für all die Abermillionen Menschen haben.

Aber Verschwörungen könne es wegen der vielen Mitwisser und der ungeheuerlichen Folgen für alle Opfer nicht geben, blöken die Schäflein und sind selber der beste Gegenbeweis.

Die Ökonomie ist der Beweis, dass die Verschwörungstheoretiker Recht haben. Dass es eine ganz offene und langfristige Verschwörung unter Mitwirkung aller Professoren der VWL an allen Universitäten der Erde gibt.

Und jeder könnte es mit etwas logischem Denken erkennen.

Sogar peewit. ;)

Andreas Kreuz November 3, 2014 um 08:33

@no.name November 3, 2014 um 00:15

Da brauchtest Du für den Job der Überwachung Menschen. Jetzt geschieht dies anonym und ganz leise. Ein jeder nimmt nur dran teil. Aber jeweils ohne Gesamtverantwortung.

Du hast noch vergessen, dass sich die Schäflein die Überwachungseinrichtungen – für viel selbstverdientes Geld – auf eigene Kosten – zum Gegenwert von ein paar bunten Überall-Wischwasch-Bildern (die auch noch kosten ;-) ) selbst beschaffen, installieren und bis zur Klobrille mitnehmen.
Ein durchaus gelungener Coup.

Keynesianer November 3, 2014 um 08:43

In Italien ist die Industrieproduktion seit 2008 um ein Viertel eingebrochen. Die Folge des Lohndumpings in Deutschland mit der neoliberalen Agenda 2010 von SPD und GRÜNEN.

Jetzt soll der Arbeitsmarkt in Italien dereguliert werden. Es sollen also die Löhne fallen und die Arbeitsbedingungen verschärft werden. Auch die Italiener sollen nach dem Vorbild der Agendapolitik in Deutschland Hungerlöhner und Leiharbeiter werden. Das wird die Güternachfrage und den Binnenmarkt in Italien auch noch einbrechen lassen.

Das ungeheuerlichste Verbrechen unserer Zeit geschieht ganz offen und jeder kann die Mitwirkenden sehen. Aber die Schäflein schweigen davon und sind alle gerade anderweitig geistig abgelenkt. Aber alle Schäflein würden sofort behaupten, dass sowas doch gar nicht möglich wäre, wegen der Mitwisser und der vielemn Opfer dieser Politik und weil die Täter sich das nicht trauen würden.

Am 12. November werden die sogenannten Wirtschaftsweisen ganz offen für diese verbrecherische Politik eintreten. Sie werden eine Pressekonferenz darüber veranstalten und das Dokument ihres Verbrechens der Bundesregierung übergeben.

Man bräuchte die Sachverständigenratsberichte nur zu lesen mit Verstand und nicht mit Schafsköpfigkeit und Schafsgläubigkeit: Da wurden seit mehr als vierzig Jahren alle Verbrechen der Geldpolitik angekündigt und gepriesen. Es ist dann immer genau so gekommen, wie es kommen musste, wenn die Geldpolitik Krisen inszeniert.

Aber noch immer blöken die Schäflein, dass die Wissenschaftler es schon richtig wissen müssten.

Übermorgen in einer Woche ist es wieder soweit. Und die Welt wird nur Euer Blöken hören …

peewit November 3, 2014 um 08:48

Und jeder könnte es mit etwas logischem Denken erkennen.
Sogar peewit.

YEP! Probieren wir es mal mit Prädikatenlogik.

@Keynesianers oberstes logisches Axiom lautet:

?e[NV(K,e) ? V(e)]

e := Ereignis
K := @Keynesianer
NV := Nicht verstehen
V: = Verschwörung

Zusammen mit der Tatsache, dass @Keynesianer, wie er hier unermüdlich unter Beweis stellt, fast nichts versteht, folgt, dass für unseren lieben @Keynesianer so ziemlich alles eine Verschwörung darstellt.

Ist doch logisch, oder?

gelegentlich November 3, 2014 um 08:50

@bleistift
Ich kann kein arabisch. Solche Webseiten zeigen auf, dass in irgendeinem Vorort von Kairo Einer sitzt, der einen PC mit einem Internet-Anschluss hat und sich darüber freut, dass angeblich Einer „von uns“ es Denen gezeigt hat. Ob das so war weiß er genauso wenig wie Du oder ich. Das ist Alles.
Ich bezweifle nicht dass man leicht zahlreiche Dschihadisten finden könnte, die bereit wären auf einen 9/11-Knopf zu drücken, um damit Tausende von Kreuzzüglern zu töten. Aber die haben keine
Ressourcen dafür. Diese feuchten Träume sind eher wie die gestern bei SPON erwähnten sexuellen Tagträume von Leuten, die u.a. wegen Ressourcenmangel nie ausgelebt werden können.
Bei den tatsächlich durchgeführten Anschlägen findet man deshalb auch immer die Finger irgendwelcher Geheimdienste. Und in den USA scheint es so zu sein, dass nur dort, wo FBI-Agenten vorher stimuliert hatten, Anschläge „in letzter Minute vereitelt“ werden konnten. Es sieht also so aus als ob der clash of civilizations und der war on terror inszeniert worden sind und werden. Das geht, weil man natürlich immer irgendeine interessierte Seite im zersplitterten und chaotischen Nahen Osten finden kann. Und wenn nicht baut man eine auf. Der gesamte Fundamentalismus ist ein Konstrukt. Ja, schon in den 20er Jahren wurden irgendwelche Büchlein geschrieben mit der gleichen Relevanz, die ein Noam Chomsky in den USA hat. Die kannte Niemand bis zu jenem Punkt, als machtvolle Interessenten einen Resonanzraum dafür schufen.

holger196967 November 3, 2014 um 08:53

Keynesianer November 3, 2014 um 08:43

Warum es jetzt Italien ergreift iss einfach… der Raubzug um die Eigentumsrechte kommt in die finale Endphase.

Weil man muss mal schauen, wie viele Italiener tatsächliches “Eigentum” nicht nur besitzen (Bank) sondern tatsächlich auch haben. Das geht so nicht. Es ist der größte Raubzug der Geschichte in “Europa” voll legitimiert.

Keiner merkt es, keiner will es wahr haben. Nur die eiserne Lady hat ihr Volk beschützt, vor diesen Nonsens. EU und Eurotz. Die Norweger sind auch noch ein wenig wach in der Birne.

Aber der Rest, wird ausgeblutet.

Andreas Kreuz November 3, 2014 um 09:00
holger196967 November 3, 2014 um 09:16

Italien ist ein reiches Land. Laut der Banca d’Italia beliefen sich die Vermögen der Familien Ende 2011 auf beachtliche 8600 Milliarden Euro. Das entspricht dem Vierfachen der Staatsverschuldung und 350.000 Euro je Haushalt. Ein Großteil davon entfällt auf Immobilien. Italien ist das Land der Hausbesitzer, viele Italiener wohnen in den eigenen vier Wänden.

Insbesondere die jungen Italiener müssen sich in der Wirtschaftskrise mit mickrigen Löhnen zufrieden geben. Teilweise reicht ihr monatliches Einkommen nicht einmal aus, um über die Runden zu kommen. Die Familien büßen erheblich an Wohlstand ein. Die Raten für die Hypothek sowie die Rechnungen für Handy, Strom und Gas bleiben offen, die Verschuldung und die Zahl der Privatinsolvenzen steigt.

http://www.welt.de/wirtschaft/article133805614/In-Italien-kann-Europa-schon-mal-die-Deflation-ueben.html

Ist das die SCHEIXX “Moderne” von dem hier immer gesabbelt wird? Von Unterbelichteten?

Man braucht gar nicht 9/11 bemühen, um zu sehen, was hier so alles los ist.

Ist es DAS, was man will? JA DAS WILL MAN.

Man will die Völker ausbluten. Das verstehen hier aber einige Waffelbäcker nicht. Weil ihre kleingeistigen Synapsen gerade mal in der Lage sind, irgendein dummes Zeuchs zu tippseln.

Morph November 3, 2014 um 09:18

@Linus

Es gibt da nichts ‘auszuhebeln’. Es geht nur um eine einzige Frage: Whodunnit? Deine Antwort: “Es ist ja eben kein Inside-Job”. Dieselbe Antwort würde ich auch geben. Alles weitere kann man Leuten überlassen, welche die entscheidenden Fragen nicht von den nebensächlichen Fragen unterscheiden können.

Hinter all unseren Diskussionen steckt letzten Endes eine weltanschauliche Frage, glaube ich. Nämlich ob man die USA für das amtierende weltpolitische SUBJEKT hält, das auf wie immer verwickelte Weise für die Weltlage alleinverantwortlich ist. Angesichts sich häufender und verschärfender Krisen kann ein solches Subjekt nur ein abgründig böser Wille sein. Oder ob man die USA für das Zentrum eines weltpolitischen PROJEKTs ansieht, dass die ambitioniertesten Menschen aus aller Welt im Guten wie im Schlechten fasziniert. Die USA verkörpern in dieser Sicht die Idee des Unternehmertums (in allen Belangen des materiellen und geistigen Produktion und Konsumtion). An den USA scheiden sich die Geister.

Man kann und sollte von diesem Zeitgeist des 20. Jh. endlich Abstand nehmen. Die Kultur der Moderne, die sich in den USA verkörpert, ist im Kern ein Brutalismus des Glücks- und Funktionsversprechens. Man kann das am nachdrücklichsten in der us-amerikanischen Ästhetik nachfühlen: Der Stromlinienform. Die Stromlinienform ist das Trugbild von Funktionalität, der ästhetische Ausdruck eines misslungenen Fortschritts und einer evolutionären Sackgasse.

Die Welt ist voll von Alternativen. Aber die werden in der weltkollektiven Liebe zur und im weltkollektiven Hass auf die USA ausgeblendet.

Zur Zeit vollzieht sich “die Abwicklung” (George Packer) der USA als eines überzeugenden Sinnbilds der gesellschaftlichen Modernisierung. Und in dieser Abwicklung kann man bewusstlos mitschwimmen wie die Teaparty-Anhänger und die Islamisten, welche die Fadenscheinigkeit des amerikanischen Versprechens als falsches Kleid des Bösen zu durchschauen glauben. Oder man kann darüber nachdenken, was eigentlich am Menschheitstraum (!) einer Stromlinienmodernisierung von Anfang an falsch war.

Die aktuelle Version der älteren kritischen Parole “Sozialismus oder Barbarei” lautet heute: Selbstkritik oder Ressentiment.

Morph November 3, 2014 um 09:26

Und noch etwas zum Schluss: Dazu gehört auch ein Abschied von der Allinclusive-Ideologie. Ich habe hier wie nirgendwo sonst die Grenzen der Kommunikation kennen gelernt. Und die Mechanismen, nach denen Leute an Kommunikation teilnehmen um nicht an ihr teilzunehmen. Sehr interessant. Danke insb. an @Holger!

Ich werde hier jedenfalls nicht mehr mitkommentieren, solange @Holger sich nicht in den Griff bekommt und @Natalius seinen Wahn spazieren führt. An alle anderes: Vielen Dank für’s oft sehr interessante und lehrreiche Gespräch!

Huhh November 3, 2014 um 09:29

@ no name

Kaum hat man sich als Gespenst @ Goodnights gespenstischer Moderne genähert, kommst Du und machst sie noch moderner.

Bruchmüller November 3, 2014 um 09:43

Hätte ich nicht gedacht: @ Morph verteidigt das Streikrecht. Na ja, er will es ja auch gleich in Anspruch nehmen.

aifran November 3, 2014 um 09:45

… wie halte ich die Masse der Nutzmenschen vom Aufstand ab???

Substitutionstherapie ist die Lösung!

also machen wir im TV knallharte Kaberettsendungen die wüst auf die verlogenen Eliten ein prügeln – so neues aus der Anstalt halt …..

und zufrieden hockt der Nutzmensch vor der Glotze …. “wauuu die haben es den Dreckskerlen aber wieder ordentlich gegeben — sehr gut sehr gut …. sowas musste ja mal wer sagen ….

und zufrieden geht der Nutzmensch ins Bettchen –

und zufrieden geht der Nutzmenschenhalter ins Bettchen – die Nutzmenschen sind wieder ruhig gestellt … Substitutionstherapie ist schon ne feine Sache – so vielfältig nutzbar …..

weitermachen :-)

peewit November 3, 2014 um 09:47

Ich werde hier jedenfalls nicht mehr mitkommentieren, solange @Holger sich nicht in den Griff bekommt und @Natalius seinen Wahn spazieren führt.

Hmm, das wäre sehr schade! Dann werden die Irrationalisten hier endgültig die Oberhand gewinnen, fürchte ich…

Wie dem auch sei: Dank zurück!!

holger196967 November 3, 2014 um 09:49

Ich werde hier jedenfalls nicht mehr mitkommentieren, solange @Holger sich nicht in den Griff bekommt”

:D LOL interessant was Du miteinander verknüpfst… ich soll mich in den Griff bekommen, damit Du noch was sagst. LOL

Ich kann dir schon jetzt sagen, dass das ein komisches Experiment ist. :D Es ist schon komisch, was Intellektuelle so alles fordern.

Andreas Kreuz November 3, 2014 um 09:53

@aifran November 3, 2014 um 09:45

So kan das schon beabsichtigt sein,
aber einige Sachverhalte werden
- entgegen vielen anderen Darstellungen in den selben Medien -,
klar und deutlich aufgezeigt.
Dabei ist außerdem zu bemängeln,
dass kritische Sendungen ziemlich ausnahmslos in den
- für Ottonormal – Nachtstunden gezeigt werden.

So kann man auf die Erfüllung der Informationspflicht verweisen,
ohne das die zu Informierenden eine reale Chance haben,
davon gebrauch zu machen.

Andreas Kreuz November 3, 2014 um 09:55

@morph

Mehr Kapitulation als Abschied?

Keynesianer November 3, 2014 um 10:06

@holger

Man will die Völker ausbluten.

Genau das ist geplant und so offen angekündigt, dass es jeder wissen sollte. Es steht sogar in der Springerpresse in einem ganz spannenden und völlig verständlich geschriebenen Artikel. Also nicht so ein geschraubtes Geschwalle, wie es sonst oft zur Verschleierung benutzt wird.

Das Ziel ist ganz einfach zu sehen:

Nur die wenigen Superreichen sollen noch ein schönes Leben führen, also etwa 1 Promille der Menschheit. Der Rest soll CO2 sparen und die Umwelt vor dem menschlichen Konsum bewahren und vor allem sparen, sparen und sparen.

Zur Durchsetzung dient einerseits der Neoliberalismus und für die linken und progressiven Schäfchen hat man die Ökobewegung vom Club of Rome inszeniert. Wir müssen doch die Erde retten vor dem Konsum der Menschenmassen.

Aber die Schäflein meinen, dass Wissenschaft und Politik schon wissen werden, was für die Schäflein gut ist. :)

Linus November 3, 2014 um 10:21

@Morph:
Alles beisst sich an 9/11 fest (ich hab wie gesagt keine abschliessende Meinung dazu), wo doch die ungleich grössere Sauerei klar zutage liegt: der Irak-Krieg.
[Man mag von body counting halten, was man will. Manchmal hilft es doch, um die eigene Perspektive zu verschieben.]

Mal jenseits aller moralischen Bewertungen ;-) und der Frage, ob es Irrtum oder Absicht war:

Es stellt sich doch primär die Frage, wie solche Monstrositäten überhaupt in die Welt kommen können (vgl. Albright sinngemäss: Die halbe Mio Kinder waren es wert). Welche psychologische Verfasstheit, welche Weltsicht braucht es dazu? Oder umgekehrt gefragt: Was braucht es, damit so etwas nicht passiert?

Ich bin mir darüber keineswegs im Klaren. Du schreibst schon Interessantes dazu:
“Die Stromlinienform ist das Trugbild von Funktionalität, der ästhetische Ausdruck eines misslungenen Fortschritts und einer evolutionären Sackgasse.”
Auch noname hat oben Einiges gesagt.

Ich komme heute nicht dazu. Daher nur vorab: Das Thema ist extrem schwierig, auch weil es leicht ins Esoterische abzugleiten droht. Ich halte es daher für angebracht, sich zunächst eine Strategie zu überlegen, wie man sich dem nähern will. Andernfalls sollte man es lassen!
Tut mir leid, mehr hab ich im Moment nicht.

gelegentlich November 3, 2014 um 10:59

@Morph
Wenn Jemand ab einem bestimmten Punkt nur noch eigene Beschimpfungen wiederholt ist ein Dialog natürlich zu Ende. Muss man nicht hinnehmen. Das geht nicht ohne löschen.

„Es gibt da nichts ‘auszuhebeln’. Es geht nur um eine einzige Frage: Whodunnit? Deine Antwort: “Es ist ja eben kein Inside-Job”. Dieselbe Antwort würde ich auch geben. “
Meine Antwort wäre: zur Zeit wissen wir das nicht. Die offizielle Version ist genauso zu bewerten wie die Truther-Stories. Als irgendwie verbogenes Gebilde.

@holger
Morph hat da recht. Diese zotigen pöbelhaften Verwünschungen muss man sich abschminken im Rahmen einer öffentlichen Diskussion. Es geht sonst zu wie wohl vor einer Trinkhalle. Es ist nicht mal lustig. Den Schweißgeruch der wirklich Arbeitenden kann man auch anders rüber bringen. @Folkher Braun kann es ja auch.

Zu Natalius:
Bei Fefe gibt es im Moment einen schönen Begriff für bestimmte Autoren:
“wie konnte er nur!1!!”-Kolumnenfestmeter
Sein erster Aufschlag hier
Natalius November 1, 2014 um 23:53
brachte gleich wieder den Ewigen Juden. Und dann das übliche Verstecken hinter Dritten und die Versicherung, über 9/11 wollte ich eigentlich gar nicht reden. Immer der gleiche Sch… Keiner, der eine vorgefaßte Meinung mit immer neuen, aber interessanten verlinkten Materialien endlos verteidigen würde, was ja auch ermüdend wäre. Noch nicht mal eigene Gedanken außer reiner Hochstapelei.
„Mir ist längst klar, dass wiesaussieht Kampfhandlungen zwischen bestehenden Denkströmungen abbildet – darin besteht der Wert des Blogs, nämlich Zeitzeuge eines Systemwechsels im Denken zu werden.“
Natalius: Denkströmung? Sie? Geht es noch? Ein lächerliches Groupie irgendwelcher schräger Webseiten, über die er im Tonfall von Teenager-Debatten über die Nagellackmarke, die gerade als „in“ zu gelten hat, berichtet, hat was mit denken zu tun?
Von diesem Urteil gehe ich erst dann weg wenn @fl, wie von mir vorgeschlagen, mal die Existenz akademischer Meriten prüft. Auch dann wäre höchstens zu konzedieren: anschlußfähigen Verstand hatte er offenbar mal.

Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach: wenn ich eine veröffentlichte Nachricht/Meinung in Zweifel ziehen will muss ich das mittels nachprüfbarer Fakten tun. Wenn ich das nicht kann ist es legitim, dann eben dem entgegenstehende bloße Meinungen aufzuführen. Nur muss ich akzeptieren dass die nicht das Gewicht harter Argumente haben.
Und wenn ich mit ganz Unerhörtem komme, die dem bisher akeptierten Weltbild ganz neu sind (Aliens, Reptilien-Zionisten usw.), dann kann ich nicht schreien wenn andere Ungläubige dafür wirklich unerhört gute Belege sehen wollen. Ein nicht mal überprüfbar zitierter Satz, den ein früherer Banker und heutiger Hobby-Antisemit aus Beaver Dam/Nebraska, in einer lokalen Webseite abgeworfen hat, reicht dafür nicht aus. Dann eben Maul halten. – Bei der sagenhaften Scheibe in einem norddeutschen Kornfeld war es auch so. Ich wäre fast hingefahren, bis dann im allerletzten Moment sich herausstellte, dass die Besitzer Fragen nach den Umständen des Fundes nicht beantworten wollten. Solange ich nicht in für mich akzeptabler Weise erfahren habe dass @Natalius dort persönlich aufgetaucht ist kann ich ihn nicht ernst nähmen. Denn bei der von ihm unterstellten Bedeutung der Sache, auch für sein eigenes Weltbild, wäre das eine Handlung, die jeder Vernünftige sofort umgesetzt hätte.
Dann also bitte löschen. So geht es nicht weiter.

Sehr schade, denn dieser Thread von @Soldat war eigentlich sehr interessant und ergiebig bisher.

H.K.Hammersen November 3, 2014 um 11:05

Morph 9:26
“Ich werde hier jedenfalls nicht mehr mitkommentieren, solange @Holger sich nicht in den Griff bekommt und @Natalius seinen Wahn spazieren führt.”

Ich bin immer wieder verwundert, wie sie sich persönlich angegriffen fühle. Sie sind es doch, der immer wieder mit Luhmann kommt. Ich habe den Eindruck, dass sie auf intellektueller Ebene davon überzeugt sind, das Institutionen mit einander kommunizieren, aber in der direkten, persönlichen Auseinandersetzung gehen Sie von individuellen Subjekten aus. Ich denke, genau hier liegt der Knackpunkt: Institutionen haben kein Eigeninteresse, weil sie kein “Eigen” haben. Es sind immer Menschen, die Interessen haben! Besonders deutlich wird das, wenn über die “Desinformation” der Medien diskutiert wird. Von der einen Seite wird behauptet, “die Medien” hätten ein Eigeninteresse an Falschinformation, wohingegen die andere Seite ( u.a. Sie) dann damit kommen, das sei nicht richtig, vielmehr gehorchten “die Medien” einer eigenen Aufmerksamkeitslogik.

Ich behaupte: Es sind immer Menschen mit persönlichen Interessen, die Nachrichten erzeugen. Woher kommen denn die ganzen Nachrichten? Doch wohl meistens von Nachrichtenagenturen. Und wo haben die diese Nachrichten her? Sitzen massenhaft Beobachter im Dienste der Agenturen oder der Medien an Ost- und Nordseestränden und beobachten mit Feldstechern den Luftraum, um uns anschl. melden zu können, “die Nato habe zum wiederholten Male russische Kampfflugzeuge abgefangen? Mitnichten! Diese s.g. Nachrichten haben sie von Institutionen wie der NATO. Und hat diese “NATO” das entsprechende Statement heraus gegeben? Auch hie wieder ein klares Nein! Es war mit Sicherheit ein hochrangiges Mitglied der Funktionselite, das die Meldung veranlasst hat. Was bringt diesen Menschen (vermutlich waren es sogar mehrere) dazu, so einen Meldung zu erzeugen? Diese Menschen beziehen ihre Bedeutung, ihre Inklusion, ihren Lebensunterhalt aus der Mitgliedschaft in dieser Institution. Um ihre eigenen Gehälter zu rechtfertigen, rechtfertigen diese Menschen die Existenz ihres Arbeitgebers, nur aus diesem Grund geben sie entsprechende Meldungen heraus. Ich bin sicher, gäbe man den selben Leuten, einen besseren Job woanders (z.Bsp. in einer entsprechenden NGO), würden diese selben Leute genau entgegen gesetzte Memoranden verfassen, dahingehend, dass die NATO erneut die sich auf einem Routineflug befindlichen russischen Flugzeuge provoziert habe.

Und genau das gleiche Verhalten beobachte ich hier. Sobald die Spielregeln, die einzuhalten Sie in der Institution, in der Sie tätig sind, verinnerlicht haben, reagieren sie mit Beleidigtsein.

Es sind immer Menschen, die aus Eigeninteresse, oder dem, was sie dafür halten, handeln. Natürlich betrifft das auch diejenigen, denen Sie vorwerfen, Spielregeln nicht einzuhalten.

Natalius November 3, 2014 um 11:13

Lieber @Morph,

die Grenzen der Kommunikation in diesem und anderen Blogs sehe ich genau so. Ich würde es aber eher als “Krieg der Baureihen” beschreiben wollen. Aus wahren, richtigen und natürlichen Menschen sind längst Schizopathen, Normopathen und Psychopathen geworden. (Für den Neueinsteiger hier noch einmal 17 Minuten Philosophie eines Mathematikers, der vor seinem Freelancing bei Springer Chief Technology Officer von IBM Deutschland war: https://www.youtube.com/watch?v=ANM2rmz4pmU)

Kommunikation in solch einer Situation bleibt dann möglich, wenn man sich bewusst ist, dass man selbst ebenfalls wahnsinnig ist. Nicht nur die anderen, die so wie so wahnsinnig sind ;-) Dann würde man auch nicht son wahnsinnig bekloppten Spruch absondern, wie “Iiih, @XYZ führt seinen Wahn spazieren – ich halt das nicht mehr aus!”

Zum Allinclusive-Prinzip. Ich wette, dass Frank das genau so sieht wie Du, @Morph. Auch er würde am liebsten die “anderen” Baureihen exkludieren, die nicht seinem Typ entsprechen. Aber: Frank ist vom Scheitel bis zur Sohle Sozialdemokrat. Und für ihn korrespondiert das Ende des Allinclusive mit dem Ende seiner parteilichen Identität.

An die Normopathen: Ich habe den Begriff “Schizopath” eingeführt, um bewusst einen Unterschied zu medizinischen Definitionen zu setzen, die in diesem Umfeld möglich werden. Schizopathen können nun mal mehr “sehen” als die anderen beiden Baureihen – sie sind daher empfänglicher für sog. Verschwörungstheorien, die in den Augen von Schizopathen eher Modelle als Theorien sind. Ich glaube, dass “man” Schizopathen “konstruiert” hat, um so etwas wie ein zivilisatorisches Immunsystem aufzubauen. Wenn ich “man” sage, dann meine ich weder das Wunder einer “allmighty” Kreation, noch das Wunder einer Darwinschen Evolution, die ungerichtet abläuft. Nein, wer oder was das auch immer verursacht hat, dass es diese “Baureihen” von uns gibt, sie waren gewollt und geplant und sind nicht aus dem Kollegen Rainer Zuphall entstanden. Und, nota bene, das sagt jemand, der andere mindestens 3 Jahrzehnte indoktriniert hat, Rainer Zuphall sei das Wichtigste im Leben!

Menschen sind lernfähig.

Frank, ich hab mir ne Kopie gemacht – ich bin Dir also nicht böse, wenn Du das hier löscht und mich für Deine Zeitwahl exkludierst. Ich werde mich daran halten. You decide.

peewit November 3, 2014 um 11:15

@gelegentlich

Meine Antwort wäre: zur Zeit wissen wir das nicht. Die offizielle Version ist genauso zu bewerten wie die Truther-Stories. Als irgendwie verbogenes Gebilde.

Ich würde diese angebliche Bewertungsgleichheit gerne überprüfen. Sine ira et studio. Das interessiert mich jetzt nämlich wirklich. Von einem erkenntnistheoretischen Standpunkt aus. Ich werde das zuhause im stillen Kämmerlein machen und hier dazu nichts schreiben. Also gib doch bitte die deiner Einschätzung zugrunde liegenden Quellen der offiziellen Version und der Truther-Stories preis.

Folkher Braun November 3, 2014 um 11:17

@H. K. Hammersen. Gut beobachtet. Das Kommentariat hatte sich seinerzeit schon gewundert über die an Servilität grenzende Zurückhaltung der Herren beim Interview mit dem putativen Kanzlerkandidaten Peer.

gelegentlich November 3, 2014 um 11:22

Boah, ey, ein Hochstapler, der selbst dieses miese Stück drittklassiger Kolportage-Parodie, die er hier ablieferte, noch als Kopie speichert, damit er in seinem Kabuff an seine Bedeutung glauben kann. Die Einschätzung von @Morph traf es wirklich, Respekt!
„…das sagt jemand, der andere mindestens 3 Jahrzehnte indoktriniert hat,…“
Das kann man erst dann glauben wenn, wie beschrieben, @fl das überprüft hat.
Heinsohn, dieser Pädagogikprofessor im norddeutschen Niemandsland, hatte fachfremd, nachdem er in seinem Metier offenbar nichts Mitteilenswertes zustande gebracht hatte, wenigstens einen Gedanken ausgewalzt. Aber das hier…

gelegentlich November 3, 2014 um 11:26

@peewit
„ Ich werde das zuhause im stillen Kämmerlein machen und hier dazu nichts schreiben. “
Werde ich auch so machen und @fl bitten Dir meine Mailadresse zu geben. Nach dem dann stattfindenden Dialog entscheiden wir zusammen einstimmig ob und was davon hier zu lesen sein soll. Ok?

peewit November 3, 2014 um 11:42

@gelegentlich

Hmm, mir wäre es aus Gründen der Anonymität lieber, du würdest hier einfach ein paar Links reinstellen. Oder Buchtitel angeben. Es geht ja wohl um öffentlich zugängliche Daten, oder? Und hier zu lesen wird nichts sein, wie gesagt. Ich habe nämlich auch keine Lust mehr auf 9/11 Diskussionen.

Morph November 3, 2014 um 11:48

@Hammersen

“Ich bin immer wieder verwundert, wie sie sich persönlich angegriffen fühle.”

Wenn z.B. @gelegentlich meine Kommentare als systemapologetisch bezeichnet oder @Linus zu dem Schluss kommt, dass ich nicht mehr bei Sinnen bin, ist das für mich die Normalform einer mitunter hitzigen Debatte. Ich bin in der Hinsicht selber kein Kind von Traurigkeit. Da geht es um Behauptungen, Gründe, Gegengründe, Versuche, die eigene Meinung zu rechtfertigen, mit allem, was da an Emotionalität hineinspielt.

Wenn aber Mitkommentatoren einen einfach nur anpöbeln, mit Klarnamenouting kokettieren und über persönliche Motive und Charakterzüge spekulieren, dann mach ich das eine Zeit lang mit, denn ich schreibe hier auch u.a. zum Zweck der Selbsterfahrung mit: Welche besonderen Erlebnisqualitäten entstehen im Online-Dasein? – Aber irgendwann ist es auch gut. In einer vergleichbaren Situation im Offline-Dasein, wenn mich Leute in einer Kneipe so anwanzen würden wie @Natalius und @Holger das regelmäßig tun, würde ich die Kneipe natürlich auch verlassen. Sie nicht? Das hat mit persönlichem Angriff nicht allzuviel zu tun, sondern ist eher eine Frage des Geschmacks und wie man seine Zeit sinnvoll und unterhaltsam verbringen möchte.

“Sie sind es doch, der immer wieder mit Luhmann kommt. Ich habe den Eindruck, dass sie auf intellektueller Ebene davon überzeugt sind, das Institutionen mit einander kommunizieren, aber in der direkten, persönlichen Auseinandersetzung gehen Sie von individuellen Subjekten aus.”

Klar. In der direkten, persönlichen Auseinandersetzung wird Kommunikation persönlich zugerechnet. Und das prägt das eigene Erleben. In der organisationsvermittelten Kommunikation ist das nicht der Fall. Leider beherrschen viele Leute diesen Unterschied nicht. Es ist ein Unterschied, ob wir uns als Personen oder als Funktionsträger einer Organisation begegnen.

“Es sind immer Menschen mit persönlichen Interessen, die Nachrichten erzeugen. Woher kommen denn die ganzen Nachrichten?”

Natürlich sind die allermeisten Nachrichtentexte, die geschrieben werden, von einer Person mit persönlichen Interessen geschrieben worden (wobei auch in diesem Bereich die Automation Fortschritte macht). Nur tritt das in den Hintergrund, sowohl für den Journalisten, der einen Nachrichtentext verfasst, als auch für den Leser der Nachricht. Und die Selektionskriterien, worüber geschrieben wird, was geschrieben wird und in welchem Format geschrieben wird, werden nicht von jedem Journalisten jedes Mal neu ‘erfunden’, sondern sind institutionelle Vorgaben. Gerade in der Nachrichtenberichterstattung ist der persönliche Anteil am Geschriebenen denkbar gering.

Bzw. wird ja auch jeder industriell hergestellte Teigling in irgendeiner Sparback-Filiale von einer Person mit persönlichen Interessen in den Ofen geschoben. Jede Autoreperatur wird von einer Person mit persönlichen Interessen durchgeführt. Wenn man sich dafür interessiert, was in unserer Gesellschaft als Brötchen oder als Autoreperatur (oder als Nachricht, for that matter) akzeptiert wird, sind die individuell-persönlichen Eigenschaften des angestellten Personals im jeweiligen Fach ohne Belang.

Frankie (f.k.a.B.) November 3, 2014 um 11:57

@Natalius

“Frank, ich hab mir ne Kopie gemacht – ich bin Dir also nicht böse, wenn Du das hier löscht und mich für Deine Zeitwahl exkludierst”

Es ist nicht zu fassen – jetzt ziehen Blog-Kommentatoren auch noch Kopien ihrer eigenen Kommentare. Quasi das Selfie der Bloggerei.
ADHS allerorten.

gelegentlich November 3, 2014 um 12:14

@holger

Auch Morph kann mal einen Fehler machen (Klarnamen outen), auf dem man ihn, im Gegensatz zu seinen intellektuellen Fehlern, aber nicht festnageln muss.

Wenn Sie sich Ihre gestern abgelieferten Pöbeleien im Lichte dieses grauen Novembertages ansehen wird nichts ästhetisch Erträgliches zu sehen sein. So was muss nicht sein und gehört nicht hierher.
Vor der Trinkhalle kriegt Niemand Haue nur weil er dummes Zeuch redet. Weil die Meisten dort nicht viel mehr können sind sie ja wohl da.

Persönliche Neugier, keine Bitte um Outing: arbeiten Sie im Rhein/Main-Gebiet oder um Kassel? Manche Sachen lassen sich manchmal einfach im persönlichen Gespräch sinnvoller klären. Kassel wäre etwas abgelegen.

@peewitt: sorry, habe die letzten Monate aus dem Koffer gelebt, seit vorgestern erst wieder Zugang zu meinen Unterlagen. Das wäre eher was für Dezember in der vorgeschlagenen Form. Das Thema ist bis dahin sicher nicht kalt.

holger196967 November 3, 2014 um 12:30

gelgentlich

—>>>Persönliche Neugier, keine Bitte um Outing: arbeiten Sie im Rhein/Main-Gebiet oder um Kassel? Manche Sachen lassen sich manchmal einfach im persönlichen Gespräch sinnvoller klären. Kassel wäre etwas abgelegen.”

Bin am 13.11 auf der Messe in München… Electronica

meine Tel Nummer dürfte bekannt sein. Ansonsten bin ich noch am Donnerstag in FFM.

holger196967 November 3, 2014 um 12:36

gelegentlich

wir könne uns am Donnerstag, gerne nach 17:00 unne im Underground im Zapfhahn (Kneipe FFM HBF) treffen. Bin für alles offen.

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 12:46

Noch einmal. Wenn jemand es nicht wünscht, mit Namen genannt zu werden, ist das von allen in diesem Blog zu respektieren. Wer das nicht macht, wird schlicht gesperrt. Wer was außerhalb dieses Blogs macht, kann ich bekanntlich nicht beeinflussen. Diese Debatten sind längst langweilig geworden. Deshalb habe ich die Bemerkungen von Holger gelöscht. Wir sind hier offensichtlich wieder an dem gleichen Punkt angelangt, den wir neulich schon einmal hatten. Die 9/11 Debatte lasse ich stehen, weil aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen schon wieder darüber diskutiert wird. In den kommenden Threads wird das allerdings ohne Kommentar gelöscht werden. Ich werde auch Holger und Natalius beide auf Spam setzen, wenn sich deren Debattenverhalten nicht ändert. Sie provozieren wirklich andauernd Konflikte, die sie bitte außerhalb dieses Blogs austragen.

Ansonsten noch mein heutiges Altpapier.

Linus November 3, 2014 um 12:48

Welch Panoptikum der Hochstapeleien und Eitelkeiten!
Eine ganze Stadt voll blinkernder, schimmernder, himmelstürmender Spiegel-Monumente.
Und unten watet man knietief staunend durch knirschenden, glitzernden, kichernden Scherbensemmelbrösel, den wegzuräumen keiner mehr Zeit gefunden hat. Wie’s wohl darunter aussieht?

H.K.Hammersen November 3, 2014 um 12:51

@Morph 11:48
“Bzw. wird ja auch jeder industriell hergestellte Teigling in irgendeiner Sparback-Filiale von einer Person mit persönlichen Interessen in den Ofen geschoben. Jede Autoreperatur wird von einer Person mit persönlichen Interessen durchgeführt. Wenn man sich dafür interessiert, was in unserer Gesellschaft als Brötchen oder als Autoreperatur (oder als Nachricht, for that matter) akzeptiert wird, sind die individuell-persönlichen Eigenschaften des angestellten Personals im jeweiligen Fach ohne Belang.”

Da scheint mir ein Denkfehler zu liegen. Mit dem Verfasser der Nachricht meinte ich nicht die Person, die die Meldung in die Tastatur hackt und den technischen Vorgang der Veröffentlichung auslöst, sondern den- oder diejenigen, der oder die sehr viel höher in der Hierarchie sitzen. Und je höher die Position, um so höher ist auch das Eigeninteresse der Person an einem Erhalt oder Ausbau seines Arbeitgebers.

“Natürlich sind die allermeisten Nachrichtentexte, die geschrieben werden, von einer Person mit persönlichen Interessen geschrieben worden (wobei auch in diesem Bereich die Automation Fortschritte macht). Nur tritt das in den Hintergrund, sowohl für den Journalisten, der einen Nachrichtentext verfasst, als auch für den Leser der Nachricht. Und die Selektionskriterien, worüber geschrieben wird, was geschrieben wird und in welchem Format geschrieben wird, werden nicht von jedem Journalisten jedes Mal neu ‘erfunden’, sondern sind institutionelle Vorgaben. Gerade in der Nachrichtenberichterstattung ist der persönliche Anteil am Geschriebenen denkbar gering.”

Gerade deshalb ist es Aufgabe der Journalisten, die Medienkonsumenten auf diese immer vorhandene Verstrickung mit Eigeninteressen hinzuweisen. Und genau das kann man den allermeisten Journalisten auch zum Vorwurf machen, dass sie nämlich selbst nicht frei über die Nachrichten berichten. Sie sind nämlich als Angestellte irgend eines Konzernes selbst in der Verquickung von Eigen- und Fremdinteressen gefangen. Journalismen ist kein Beruf wie Bäcker.

Aus diesen persönlichen Verhältnissen heraus resultiert auch das oft anzutreffende zynische und distanzierte Verhalten von Leuten, die ” irgendwas mit Medien” machen. Nach dem Motto : Ich schreibe gerne, ich zeichne gerne, ich filme gerne. Und diese Tätigkeiten sollen gefälligst von der Gesellschaft finanziell und anerkennend honoriert werden, so der Tenor. Wer seine ureigensten Begabungen und Vorlieben ausleben will, soll das tun. Er soll sich aber nicht wundern, wenn er sich plötzlich in Abhängigkeiten befindet, die ein Ausleben seiner Begabungen und Vorlieben verhindert. Ich glaube nämlich nicht daran, dass junge Menschen, die sich für den Beruf des Journalisten interessieren, das deshalb tun, weil es ihr Traum ist, Propagandist der Interessen anderer zu werden. Dann sollen doch lieber die Journalisten Brötchen backen und uns nach Feierabend darüber aufklären, warum sie nicht mehr als angestellter Journalist arbeiten wollen. Das Internet bietet reichlich Möglichkeiten dazu.

Carlos Manoso November 3, 2014 um 12:52

@Natalius November 3, 2014 um 11:13
„Kommunikation … bleibt … möglich, wenn man sich bewusst ist, dass man selbst ebenfalls wahnsinnig ist. Nicht nur die anderen, die so wie so wahnsinnig sind.“

Natalius, es gehört zum richtigen Leben, nicht vollständig bei sich selber zu Hause zu sein
http://www.recherche-online.net/theodor-adorno.html

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 12:54

HQ8150

Ich habe auf diesen Mist keine Lust mehr.

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 12:55

BB

Deinen Kommentar über Gauck darfst Du auch neu formulieren.

gelegentlich November 3, 2014 um 12:56

Fragen in die Runde:

Im „Perlentaucher“ bei SPON findet sich soeben das hier:
„Medien, 03.11.2014
Stefan Niggemeier fragt in einem längeren Artikel der Sonntags-FAZ nach Gründen für eine angebliche Medienverdrossenheit der Bürger und vermutet, es könnte daran liegen, dass nicht alle Medien seiner Meinung sind: “Seit einiger Zeit dringen führende deutsche Medien und Politiker gleichermaßen und teilweise gemeinsam darauf, dass Deutschland eine aktivere Rolle auch in kriegerischen Auseinandersetzungen übernehmen soll. Von vielen Kritikern werden die Journalisten dabei als Verbündete der Politik wahrgenommen, nicht als kritische und distanzierte Kontrolleure, und der Eindruck ist nicht abwegig.”

Das klingt für mich („…und vermutet, es könnte daran liegen, dass nicht alle Medien seiner Meinung sind“) nach einer Agenda, die der Perlentaucher damit verfolgt. Nicht das erste Mal. Weiß Jemand etwas darüber? Im Allgemeien versuchen die sonst eher neutral zu berichten.

Am 3. Oktober war doch der von Kopp ausgerufene „Tag der Wahrheit“. Hat Irgendjemand darüber berichtet?

@holger
Bitte erlauben Sie @fl mir Ihre Mailadresse mitzuteilen. Geht für mich praktischer.

holger196967 November 3, 2014 um 12:57

—>>> Ich werde auch Holger und Natalius beide auf Spam setzen, wenn sich deren Debattenverhalten nicht ändert. Sie provozieren wirklich andauernd Konflikte, die sie bitte außerhalb dieses Blogs austragen. ”

Mach das, Frank…

nur erklärt das eben nicht, warum sich einer mit Klarnamen in der “FAZ” doppelseitig breit macht, und danach, es nicht akzeptiert!

Da ich diese Ausgabe noch habe, wird wohl auch ein Recht auf Vergessen nicht möglich sein.

—>>>Noh einmal. Wenn jemand es nicht wünscht, mit Namen genannt zu werden, ist das von allen in diesem Blog zu respektieren.”

Ja, kann man… würde ich auch nicht machen. Nur ist es gerade abstrus, wie Gevatter Morph seine Anonymität schützen wollte.

Wer sich öffentlich im Massenblatt “FAZ” outet, und danach sich darüber beschwert, dass auch noch einige Idioten die Print Ausgabe gelesen haben. Das entzieht sich aller bisherigen Praktiken.

Und wer dann auch noch ständig pöbelt, der braucht sich nicht wundern, wenn der Wind etwas stärker wird.

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 13:00

gelegentlich

Selbst wenn der Perlentaucher eine Agenda haben sollte, ist es fraglich, welche Bedeutung sie tatsächlich haben könnte. Die Bemerkung würde ich schlicht als Ironie interpretieren. Zu Niggemeier findet sich etwas von mir im Altpapier.

holger196967 November 3, 2014 um 13:00

@holger
Bitte erlauben Sie @fl mir Ihre Mailadresse mitzuteilen. Geht für mich praktischer.”

gerne: hier : holger101@gmail.com

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 13:02

Holger

Das haben wir jetzt schon 100x durchgekaut. Das Thema ist beendet.

peewit November 3, 2014 um 13:02

@gelegentlich

Einverstanden!

Morph November 3, 2014 um 13:09

for the record: Meinen Klarnamen habe ich nirgendwo ‘geoutet’. Die FAZ-Redaktion hat, ohne mich zu fragen, aber publizistisch natürlich angemessen, meinen Klarnamen mit meinem Nickname verbunden. Ich habe damit auch keine Probleme, solange die Differenz respektiert wird.

In der wissenschaftlichen Kommunikation gibt es Sprachspiele des Behauptens, Begründens und Belegens, die ich hier – außerhalb des Wissenschaftsbetriebs – verletze. Politische und weltanschauliche Diskussionen funktionieren eben nach anderen Regeln als die wissenschaftliche Kommunikation. Dass ich hier auf meiner Nickname-Autorschaft insistiere, ist nichts weiter als ein Signal, dass ich mir des Unterschieds zwischen Wissenschaft und Nichtwissenschaft bewusst bin und ich hier nicht mit wissenschaftlichem Anspruch kommentiere.

Ich kann hier nur mitkommentieren, wenn mein Interesse, die Rollen als politisch interessierte Person und als Angestellter des Wissenschaftsbetriebs deutlich wahrnehmbar zu trennen, respektiert wird.

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 13:21

Holger

Mit dem Kommentar von morph ist alles gesagt. Das mag Dich überzeugen oder auch nicht. Aber man muss nicht andauernd mit solchen Diskussionen neu anfangen.

holger196967 November 3, 2014 um 13:31

War nur ne Frage Frank…

aber anscheinend ist das auch schon zu “Hoch” gegriffen…

iss schon komisch die Zeit…

gelegentlich November 3, 2014 um 13:34

@fl
„Die Bemerkung würde ich schlicht als Ironie interpretieren. Zu Niggemeier findet sich etwas von mir im Altpapier.“
Bedeutung? Ein weiteres Sandkorn, das aber wieder mal in eine bestimmte Richtung rollt. Das mit dem Altpapier habe ich erst nach dem Verfassen meines Beitrags bemerkt, sorry.
@holger
Es reicht doch wenn Morph sagt dass es ihm nicht recht ist, oder nicht? Bei @Natalius habe ich auch etwas vorgeschlagen, akzeptiere aber, wenn er darauf nicht eingehen will. Nach meinem Eindruck wäre das die letzte und einzige Chance für eine Art Rest-Reputation.
Mal sehen…

holger196967 November 3, 2014 um 13:37

@holger
Es reicht doch wenn Morph sagt dass es ihm nicht recht ist, oder nicht?”

gelegentlich

Wer in der Öffentlichkeit sich präsentiert, und sich dort etablieren will, so wie Lodda Maddäus der muss zwangsläufig damit rechnen, dann auch an den Haaren gezogen zu werden.

Jetzt zu fordern, er wolle ja nicht, das geht nicht.

Noch nicht mal nach Luhmann !!!

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 15:02

Um einmal auf das ursprüngliche Thema des Artikels zurückzukommen. Ann-Dorit Boy über zwei Dokumentarfilme zum Thema Maidan. Man kann über die Ukraine politisch unterschiedlicher Meinung sein, aber alle Seiten sollten “sich verstören lassen”. Sich möglichst nicht irritieren zu lassen, ist nämlich zumeist das, was seit Monaten in dieser Debatte zu erleben ist. Beispiele findet man auch in diesem thread.

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 15:27

Ansonsten verweise ich noch auf das Update zu Schwejks Artikel.

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 16:21

Natalius

Sicher kann ich auch ohne Kommentar löschen – und mir reicht es jetzt.

Natalius November 3, 2014 um 16:27

Lübberding,

was reicht Ihnen – dass jemand in Ihrem Blog Fakten einblendet, die zu einer anderen Lagebeurteilung führen könnten?

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 16:44

Natalius

Mein Interesse an Ihrer Lagebeurteilung ist für die kommenden 2 Wochen gedeckt.

no.name November 3, 2014 um 16:46

Die Kommunikation scheitert hier, weil Vertreter ihrer Berufs-/Lebens-Stände aufeinanderprallen, anstatt dass sich Mensch begegneten. Handwerker trifft wissenschaftlichen Mitarbeiter. SPD-Mitglied disktutiert mit LSD Therapeuten. Das kann nicht funktionieren. Dabeit böte diese Plattform unermessliches Potential. Dieses ‘Projekt’ muss aber scheitern, wenn man glaubt die Richtung vorgeben zu können. Es wäre ehrlicher die Kommentar-Funktion vollkommen zu sperren oder eine ‘whitelist’ von Benutzern zuzulassen, die die Richtung des Blogs präsentieren.

gelegentlich November 3, 2014 um 16:50

@Natalius
Da Sie permanent hier um Nachhilfe betteln:
Sie brachten hier keine Fakten. Nichts dergleichen. Sie verlinkten auf ein reines Meinungsstück einer Quelle, die zumindest einiger Nachfragen bedurft hätte. Einfach so als seriös kann man sie nicht durchgehen lassen. In dem Meinungsstück von Berger werden viele Details aufgeführt, ohne dass irgendwo angegeben wird, woher der Autor sie hatte. Wer zweifelt kann glauben (ist das das geforderte neue Denken?) oder das als Spinnerei abtun.
Können Sie nicht verstehen dass Erwachsene so etwas nicht akzeptieren können? Natürlich kann man unbestätigte Gerüchte zitieren. Fairnesshalber zeichnet man sie dann als solche aus.
Und immer noch steht aus zu wissen ob Ihre o.g. Behauptung Ihrer akademischen Lehrtätigkeit auf genauso stabilen Beinen steht wie dieses Meinungsgerüchtstück.

someone November 3, 2014 um 16:51

Schwejk verbreitet inzwischen nur noch Russenpropaganda, Kosakenrepublik Stachanow gibt es nicht mehr? Aha.
http://www.politico.com/magazine/story/2014/11/welcome-to-the-cossack-peoples-republic-of-stakhanov-112420.html#ixzz3Hy4BTJAn

Und die Wahl im Osten ist natürlich diskussionswürdig. Da erklärt sich ein Gebiet für unabhängig und beschwert sich dann, dass Kiew keine Löhne und Pensionen mehr überweist, zu blöd und echt gemein.
Humanitäre Hilfe der RuSSkies gab es gestern im übrigen nur, wenn man zur Wahl ging. Deshalb die Schlangen vor den Wahlokalen.

holger196967 November 3, 2014 um 16:51

f.luebberding November 3, 2014 um 16:44

Natalius

Mein Interesse an Ihrer Lagebeurteilung ist für die kommenden 2 Wochen gedeckt. ”

:D finde ich lustig, aber den Gauckler sich anhören müssen, oder eben auch janz Berlin… :D

Aber den kleinen Natalius Bashen… na toll typisch SPD Genosse eben ;)

Das, was uns wirklich in den Ruin (URIN) treibt, das brauche mer auch nicht anspreche. Warum auch? Das ist ja “legitim” … vom Volk so gewollt.

Na denn

Natalius November 3, 2014 um 16:53

Lübberding,

dann müssen Sie den Spamfilter aber auch einschalten!
Wer kann Frank weiterhelfen, wie man das bei WP technisch macht?

holger196967 November 3, 2014 um 16:54

übrigens gelegentlich

ich warte noch auf die e-mail…

someone November 3, 2014 um 16:58

Es gab auch mal einen Versuch vom IKRK dort humanitäre Hilfe hinzuschicken, wurde von den RuSSkies beschossen und kehrte um. Aber egal. Immer schön RuSSkiepropaganda verbreiten und immer schön verstehen, beschwichtigen, problematisieren.
Tout comprendre c’est tout pardonner.

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 16:59

Ich habe keine Lust, hier nur noch über die Themen von Natalius zu diskutieren. Es ist schon manisch, sich immer wieder mit dem Thema Antsemitismus zu beschäftigen. Er braucht nur drei Beiträge, um dann wieder dort zu landen. Wenn das sein Blickwinkel ist, heißt das nun einmal nicht, dass ich mich damit ebenfalls andauernd zu beschäftigen habe. Oder mit Aliens und Kornkreisen. Und dass wir das hier hinreichend getan haben, ist offenkundig. Wer das will, findet bestimmt auch an anderen Orten einen Spielplatz.

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 17:01

Natalius

Sie haben angekündigt, meine Entscheidung zu akzeptieren.

Bogus November 3, 2014 um 17:05

gelegentlich

Dass der Berger keine Quellen angibt, hat mich auch gestört. Aber wer zweifelt kann glauben… oder eben googeln. Wer Lust und Muse hat findet dann weiterführende Links, z.B. diese Einschätzung bezüglich des sogenannten “Russian Aggression Prevention Act”:

http://www.counterpunch.org/2014/08/04/senate-bill-preps-for-war-with-russia/

Na ja, is ja wurscht…

Andreas Kreuz November 3, 2014 um 17:13

Möglicherweise macht das Max-Planck-Institut
auch nicht mehr in Wissenschaft?

http://denkraum.wordpress.com/2014/11/02/wolfgang-streeck-moglich-dass-der-kapitalismus-an-seinen-krisen-verendet/

gelegentlich November 3, 2014 um 17:16

@holger
Ging um 13:10 Uhr an holger101@gmail.com raus. Kein bounce back.
@no.name
Die Kommunikation scheitert hier teilweise daran, dass Einige permanent Grundregeln der Kommunikation in der Öffentlichkeit mißachten. Wer hier stets nur auf wilde Gerüchteküchen verlinkt und unfähig und unwillig ist, diese gemeinsam mit den hier Mitlesenden kritisch zu hinterfragen, erzeugt Ärger. Wer als anonymer Avatar mit seiner akademischen Vergangenheit hier prunken will muss sich auf Rückfragen einstellen, die das nicht einfach so glauben, nach dem bisher Gelesenen schon gar nicht.
Wer ist denn hier der LSD-Therapeut? Habe ich als Landei da was verpaßt? Schaue ich zu selten hier rein?

Nein, hier muss Niemand eine Richtung vorgeben, höchstens das Thread-Thema. Aber man will sich nicht verar… lassen. Glaubensinhalte gehören ins private Heim oder in die Sektenversammlung, nicht in solch einen Blog.

no.name November 3, 2014 um 17:22

@Andreas Kreuz

Danke für den Link.

Auszug:
o sinkendes Wachstum,
o zunehmende Ungleichheit
o und steigende Verschuldung

Hinzu kommt:
o neue Techniken der Überwachung durch Fortschritte der IT
o sowie weltweite Vernetzungstechniken (Kommunikation in Sekunden)
o billiger Massenspeicher
o Einführung der Anti-Terror Gesetze in Folge 9/11

holger196967 November 3, 2014 um 17:25

gelegentlich hier nix angekommen… noch nicht mal im spam…

f.luebberding f.luebberding November 3, 2014 um 17:27

Die Debatte über die Studie von Uwe Krüger hatten wir bekanntlich schon vor Monaten im Blog. Das wird jetzt auch breit in anderen Medien diskutiert.

Manfred Peters November 3, 2014 um 17:33

@ f.luebberding November 3, 2014 um 12:55
Kein Bermudadreieck!*
”BB
Deinen Kommentar über Gauck darfst Du auch neu formulieren.”

Nur ein Kommentar?
Gauck gibt doch mindestens einen Beitrag mit 999 Kommentaren her.
Stichwörter gefällig?
* War vor lauter “BB-Diskussion” im falschen Beitrag gelandet. :-(

Natalius November 3, 2014 um 17:39

f.luebberding November 3, 2014 um 17:01
“Natalius

Sie haben angekündigt, meine Entscheidung zu akzeptieren.”

Haben Sie nicht vom Spam-Filter gesprochen!
Im Übrigen ist auffällig, dass Sie diesem @gelegentlich jede Form der Verdrehung gestatten – bewusst ehrenrührige Fehldarstellungen zulassen – und meine Beiträge löschen.

So geht das nicht, Lübberding! Jetzt wirds mühsam – und Leute wie Andreas Kreutz sehen, warum ich mir Kopien meiner Beiträge ziehe.

ICH BITTE DIE KOMMENTATOREN DARUM, FRANK ZU ZEIGEN, WIE MAN UNTER WP DEN SPAMFILTER EINRICHTET.

gelegentlich November 3, 2014 um 17:41

@Bogus

„…Aber wer zweifelt kann glauben… oder eben googeln.“ Verzeihung, aber dafür braucht man dann keinen Blog wie diesen. Gerade weil hier Viele, die irgendwie was mit Medien machen, mitlesen und kommentieren und einen anderen Horizont haben als Handwerker und werktätige Intellektuelle tauscht man sich aus, gerne auch zur politischen Einordnung des Verlinkten. Das gilt auch für den Agression Prevention Act. Der Text beschreibt Schlimmes, aber es ist wohl nur ein Gesetzesentwurf von unklarer Bedeutung.
Das mit dem glauben müssen nervt uns doch bei den MSM, speziell beim Thema Ukraine. Da ist solch ein Blog auch ein gemeinschaftlicher Versuch sich dagegen zu wehren. Und der wird torpediert wenn ich einem Joffe oder Nonnenmacher die Tarnkappe abnehme, das aber nicht von einem Ulfkotte oder Berger verlange oder diese Wissenssmanufaktur einführe, als ob es ein seriöses Telefonbuch sei.
@holger
Alternative ausprobiert. Ein Provider darf sich bei Mails nach meinem Wissen aber bis zu 8 Stunden Zeit lassen.

holger196967 November 3, 2014 um 17:47

gelegentlich es geht auch unter

h.lindner@live .de meine Blutgruppe ist auch bekannt. Bei G Plus findest du mich unter holger lindner oder bei Twitter unter holger101x

Facebook schalte ich nicht ein. Da geht es ja nur um Menstruationsbeschwerden und Schuhgrößen

Soldat Schwejk November 3, 2014 um 17:56

Wollte in dem Faden eigentlich nix mehr schreiben… Aber da von FL noch ein Update rangehängt wurde, kurzer Kommentar dazu:

Die Donbass-Wahlen mit Verweis auf das Minsker Abkommen zu kritisieren, wie das jetzt vielfach geschieht, ist aus meiner Sicht ziemlich unlogisch. Wer hat das Minsker Abkommen unterschrieben? Von der Seite der Ukraine Ex-Präsident Kutschma, der aktuell keine politische Funktion hat. Eine Privatperson. Von seiten Neurußlands Sachartschenko und Plotnitski, ohne die Angabe irgendeiner Funktion. Faktisch auch als Privatpersonen. Von einem staatsrechtlichen Gesichtspunkt ist das Minsker Abkommen sowieso nichts wert, es ist eine Orientierung, eher eine vage Norm für weiteres politisches Handeln, nicht aber ein verbindliches Dokument.

Und gerade die Donbass-Wahlen haben eben jenen Herren Sachartschenko und Plotnitski, die das Minsker Abkommen unterschrieben haben, sozusagen ex post eine politische Legitimität verliehen. Die Minsker Bestimmungen haben auf seiten der neurussischen Akteure durch die Wahl eher an politischer Geltung gewonnen, obwohl sie bei Lichte betrachtet natürlich so vage sind, daß man alles mögliche da hinein interpretieren kann. Noch nicht einmal das Territorium, auf das sie sich beziehen, ist festgelegt. Bis heute nicht.

Ansonsten ist m.E. zutreffend, was @georgi am 1. November um 17:11 Uhr schrieb. Durch die Wahlen gibt es jetzt erstmals dort eine formal legitimierte politische Führung, als Gegengewicht zu der vielerorts bestehenden faktischen Macht der Feldkommandeure. Jetzt gibt es legitimierte Verhandlungspartner, die ein Territorium und dessen Bevölkerung repräsentieren. Es ist nicht sicher, daß sich die Feldkommandeure tatsächlich immer unterordnen werden. Aber zumindest kann die politische Führung dort das jetzt mit einem gewissen Anspruch verlangen.

Insofern sind die Wahlen ein Schritt zu einer inneren Stabilisierung, zu einer Staatlichkeit, deren Vertreter längere Zeithorizonte haben und mit denen über alle praktischen Fragen sinnvolle Verhandlungen geführt werden können. Die reflexhafte Kritik an den Wahlen erscheint mir deshalb politisch kurzsichtig. Was für eine alternative politische Perspektive liegt dieser Kritik denn zugrunde? Ist es realistisch anzunehmen, es könne dort in Neurußland gegen die Macht der militärischen Kommandeure und gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit eine Art allmähliche Wiedereingliederung in den ukrainischen Staat zu Kiewer Bedingungen geben? Ich denke nicht. Was also dann?

Andreas Kreuz November 3, 2014 um 18:01

Nein, nicht OT.
Revolution kommt 3x vor:

http://www.egon-w-kreutzer.de/001/tk031114.html

Andreas Kreuz November 3, 2014 um 18:02

Die Auseinandersetzungen – auch hier – werden an Schärfe zunehmen.

holger196967 November 3, 2014 um 18:29

gelegentlich

angekommen… und beantwortet.

ruby November 3, 2014 um 18:59

@ no.name
prima Präsentationstechnik – Exzerpte
und sachliche Verknüpfungen im Text :
Form und Inhalt (Bestand + Fluß = Offenheit)
inspirierend
;-)

Bruchmüller November 3, 2014 um 19:05

@ Andreas Kreuz November 3, 2014 um 17:13

Eine wirtschaftswissenschaftliche Perle aus dem von Dir verlinkten Text, wörtlich oder sinngemäß immerhin einem Nobelpreisträger zugeschrieben:

“Lieber Produktion, die keiner braucht, als überhaupt keine Produktion.”

Packen wir´s an!, möchte man da rufen, wenn man nicht Angst hätte, dass es einem im Hals stecken bleibt.

Goodnight November 3, 2014 um 19:08

Babylon

Nun sitzen wir hier, mit leeren Blick und starren auf das Scheitern der Kommunikation. All diese kognitiven Verrenkungen, all das Streben und wilde Debattieren, all diese großen Gedanken, all diese Erkenntnis….und dann: Nichts.
Keine Wahrheit. Nicht einmal mehr Illusion.

Nur ein Rauschen. Mal ganz leise, dann wieder schrill und laut…und dann wieder leise. Aber ein Rauschen. Ganz viele Stimmen. Da beschreit einer immer und immer wieder das Ende des Kapitalismus, ein anderer wiederholt dauernd “Habe ich doch schon immer gesagt”, ganz viele flüstern von Verschwörung, einer ruft laut: “Die Juden sinds”, unterbrochen von zwei monotonen Lautsprechern: “Nein, es sind die Systeme”, und immer wieder geht die Kneipentür auf und einer schreit: “Idioten, hundsgemeines Pack, Dreckspack”.

Bobachten? Das ist die Frage: Beobachten wir hier die Gesellschaft? Oder sind alle vielmehr damit beschäftigt, ihre Sicht der Welt den anderen zu vermitteln.
Die moderne Kommunikation scheint dadurch geprägt, dass keiner mehr offen für Kommunikation ist. Das alle nur noch reden und schreiben um sich abzugrenzen, um ihre kleine und vermeintlich richtige Weltsicht zu schützen.
Letztlich redet Keiner mit Niemanden. Sondern nur zu sich selbst.

Aber keiner will das begreifen. Denn dann wäre er allein. Mit seiner Welt. Und deshalb redet er weiter und weiter und weiter…und sobald einer auf ihn reagiert, sei es nur mit einem “Du Idiot”, dann reicht diese Reaktion, um für kurze Zeit die Illusion einer über sich selbst hinausgehende Welt zu erfahren. Dieser Rausch reicht um weiteres Rauschen zu generieren.

So sieht sie aus, die Kommunikation ohne Funktionssysteme:

Babylon

Vielleicht sollten wir uns erst einmal unserer Wahrheit stellen bevor wir der Wahrheit der Ukraine, der EZB, etc. stellen.

“You see we all got what I call a life trap, a gene deep certainty that things will be different… that you’ll move to another city and meet the people that’ll be the friends for the rest of your life… that you’ll fall in love and be fulfilled… fucking fulfillment… and closure whatever the fuck those two fuckin’ empty jars to hold this shit storm. Nothing’s ever fulfilled, not until the very end. and closure. Nothing is ever over. ”
(tue detective)

ruby November 3, 2014 um 19:11

@ Schwejk

Kasachstan als Spiegelbild zur Ukraine – wäre sehr interessant, die völlig gegenläufige Entwicklung zu vergleichen.
Aber dafür braucht es richtige wissenschaftliche und sprachliche Möglichkeiten.
Geniese jetzt den Buchara-Teppich aus Usbekistan …

karla November 3, 2014 um 19:14

Morph November 3, 2014 um 11:48

“Wenn z.B. @gelegentlich meine Kommentare als systemapologetisch bezeichnet oder @Linus zu dem Schluss kommt, dass ich nicht mehr bei Sinnen bin, ist das für mich die Normalform einer mitunter hitzigen Debatte……Wenn aber Mitkommentatoren einen einfach nur anpöbeln, mit Klarnamenouting kokettieren und über persönliche Motive und Charakterzüge spekulieren, dann mach ich das eine Zeit lang mit..

Dem ist nichts hinzuzufügen. Selbst nur noch mitlesen ist pure Zeitverschwendung.

ruby November 3, 2014 um 19:19

@ Goodnight

empfehle Klaus Schulze Andreas Grosser
http://www.discogs.com/viewimages?release=2196326
ohne Worte nur Klänge

Keynesianer November 3, 2014 um 19:20

Ken Livingstone, Ex-Bürgermeister von London:

Everyone coming out from the political system knows: if you pose a threat to the American interest, you might be destabilized, there might be a smear campaign or you might even have a nasty accident. An awful lot of people who challenge American interest seem to die…
http://rt.com/uk/201459-uk-isis-ken-livingston/

ruby November 3, 2014 um 19:22

@ karla

Die Geldpolitik der Neoklassik ist reduktionistische Spekulation als Machtinstrument.
Unbedingt weiterzuverfolgen …

Bogus November 3, 2014 um 19:28

Natalius

dem Kollegen gelegentlich nehme ich seine Genervtheit durch die MSM durchaus ab. Er hat aber ein rotes-Tuch – das J-Thema. Auch ich reagiere da bisweilen empfindlich, wie du gemerkt haben dürftest.

“Pharisäer, Kriecher vor der Macht”… mach mal halblang, keiner von uns hier stößt eine Revolution an. Es geht lediglich darum, ein paar Infos und Meinungen mitzunehmen. Und da ist der kleine Bogus relativ unbekümmert und offen für alles – andere sehen das rote Tuch “neurechts” und machen dicht. Na ja – peinliche Überreaktionen wie den Nachweis akademischer Titel zu verlangen könnte man sich sparen, aber hey – wir schießen doch alle mal übers Ziel hinaus. Wer nicht im Glashaus sitzt werfe den ersten Stein.

Goodnight November 3, 2014 um 19:28

Eine Wahrheit über uns wäre:

Wir sind alle Gefangene unseres Bewusstseins.
Und das ist eine Monster. Was zu 99,9% damit beschäftigt ist, seine eigene Stabilität aufrecht zu erhalten.
Da ist kein Platz für Neues. Und schon gar nicht für Wahrheit.

Deswegen ist lernen so anstrengend. Weil man dabei ständig gegen sein Bewusstsein ankämpfen muss.

D.h. eine “offene Kommunikation”, bei der man anderen Gedanken annimmt, ist harte Arbeit, ist Schmerz.

Wie hoch ist die Wahrscheinlich, dass so etwas in einem Blog funktionieren sollte?

ruby November 3, 2014 um 19:30

@ Bladnoch1971
Schlussbetrachtungen beschreiben die Ursachen der Änderungen
http://www.arqus.info/mobile/paper/arqus_9.pdf
Danke für die Hinweise!

ruby November 3, 2014 um 19:32

@ Goodnight

wiesaussieht versucht es in virtual reality

Goodnight November 3, 2014 um 19:44

Eine andere Wahrheit:

Reporter, Journalisten und Redakteure sind kleine Angestellte, Sachbearbeiter, die in der Regel hinter einem Schreibtisch sitzen und von dort aus die Welt erklären sollen. In der Regel sind es nicht einmal Experten, oft ohne entsprechendes Fachstudium bzw. -ausbildung.
Blogger sind oft fachlich besser, es fehlt ihnen aber oft an der journalistischen Ausbildung.

Wenn sich nun alle darüber aufregen, dass die MSM bezüglich Ukraine nicht die immer die “Wahrheit” und “Fakten” liefern, dann ist das weniger einer Verschwörung zuzurechnen, als vielmehr dem im System der MSM zugrundeliegenden Widerspruch zwischen Anspruch und Expertise. Die Wahrheit über die NSA konnte dann auch nur ein Mitarbeiter der NSA liefern (Snoden). Die Wahrheit über 9/11 und die Urkaine wird auch nur ein “Insider” liefern können.
Folglich kann all der Protest, all die VTler und all die Blogs nur den Mangeln an validen Informationen, an Wahrheit, an Fakten und damit den systeminternen Widerspruch der MSM artikulieren. Ihn Aufheben können sie nicht.
Denn auch ein Blogger ist nur eine Person hinter einem Schreibtisch.

Vielleicht ist eine Zusammenarbeit von MSM und Bloggern und Insidern zielführend. Aber dafür müssten sie das gleiche Ziel anstreben und Kommunikation möglich sein.
Schwierig. Nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich.

no.name November 3, 2014 um 19:44

An @ruby:

Game over. Was willst Du da noch präsentieren?

Dieser Thread präsentiert sich doch selbst :-)

So ähnlich stelle ich es mir vor muss es auf der Titanic zugegangen sein.

Einer reißt die Tür auf: ,,Da unten läuft Wasser rein….” Ein Heer im weißen Anzeig zugeneigt zu seinem Tischnachbarn: ,,Immer diese VT…”. Der andere zu dem in der Tür stehenden: ,,Haben Sie denn Beweise?!” Der erste: ,,Geb’ dich nicht mit dem ab. Das ist Pack.”. Der andere: ,,Ich war früher Offizier auf einem Kriegsschiff, da hatten wir die modernst Technik…” Es gibt einen Ruck und das Schiff gerät in schieflage. Der Mann in der Tür ist verstunden. Ein paar andere Kerle mit ölverschmierten Gesichtern erscheinen in der Tür, gucken kurz in den Saal und laufen weiter. Ein Steward schreit. Der Erste ,,Es geht hier zu wie in der Kneipe. Da ist eine gepflegt Unterhaltung nicht mehr möglich.” Es erscheint der Kapitän: ,,Mir reicht’s jetzt. Wer hier weiter schreit fliegt ins Meer.” Am anderen Tisch lachen ein paar Frauen und Männer ,,…ins Meer, ja ins Meer…hihihi” Vorhang zu. Thread geschlossen. Und die Moral von der Geschicht traue keinem in Internet nicht.

Quelle: Youtube.com

holger196967 November 3, 2014 um 19:50

Übrigens, da man ja immer Tranparenz fordert.

Am Dienstag den 11.11 bin ich nicht in Köln sondern hier:

http://www.energy-decentral.com/aussteller-verzeichnis-ed.html

ruby November 3, 2014 um 19:57

@ no.name
;-)
Kollege war gerade auf Kreuzfahrt mit Kidis und hat tolle Geschichten erzählt…
That`s Life

gelegentlich November 3, 2014 um 19:58

@Goodnight
Wegen Babylon: sooo schlimm ist es dann doch nicht. Ich persönlich finde diesen Thread, jedenfalls für mich selber, vergleichsweise besonders ergiebig, was das eigentlich Thema angeht. Lästig sind redundante Längen, klar. Ich meine von Alfred Adler, zitiert aus der Erinnerung, stammt die Aussage: der Verstand sei zu 70% jeden Tag damit ausgelastet das eigene hohe Selbstwertgefühl gegen die Ansturm der Tatsachen zu verteidigen. D.h. wir Alle müssen mit dem Rest pfleglich umgehen.
„Das alle nur noch reden und schreiben um sich abzugrenzen, um ihre kleine und vermeintlich richtige Weltsicht zu schützen.
Letztlich redet Keiner mit Niemanden. Sondern nur zu sich selbst.“
Den Schuh ziehe ich mir, mit Verlaub, nicht an. Ich lese hier mit weil ichwas erfahren will. Und zwar das, was ich in den mit wenig Aufwand zu erreichenden verbreiteteren Netzmedien nicht finde. Und bin besonders angetan wenn Einer, der die Gesellschaften, über die man spricht, eine Zeitlang von innen kennt, mit darauf basierenden Einschätzungen kommt. Selbstverständlich ist bei einem Ulfkotte und einem Berger der gleiche Maßsstab anzulegen wie bei Joffe oder Anderen.
„Berger wird auf Anfrage sicherlich bereit sein, dass Belege zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Idee kommt @gelegentlich gar nicht.“ (Natalius)
Blech 3. In einem ins Netz gestellten Aufsatz haben solche Dinge von vorneherein drin zu sein. Basta. Oder man sagt bei einem Meinungsstück: ich sehe/vermute hier eine Verbindung zwischen diesen Software-Entwicklern an Bord des Flugzeugs und dem mysteriösen Verschwinden der Maschine. Aber man stellt das nicht in solch einen demagogischen Zusammenhang des Raunens und Staunens. Ulfkotte ist hinreichend diskutiert worden. Was er an längst Trivialem sensationell aufgehübscht hat ist klar geworden. Das Problem ist, da stimme ich @Morph zu: wie kann so Einer damit so viele Leser finden? Was hat das zu bedeuten?
Und eine subjektive Stellungnahme zum Schluß: nach dem, was ich jetzt von @Natalius 2-3 Jahre lang hier gelesen habe, glaube ich an dessen akademische Lehrtätigkeit erst dann wenn ich lese dass @fl, unter Bewahrung von dessen Anonymität selbstverständlich, das nachgeprüft hat. Bis dahin steht mein Eindruck: ein hochstaplerischer Schwätzer, dessen „Eingaben“ hier ausnahmslos alle genullt worden sind. Die Erfahrungen von gestern und heute reichen mir dafür.

Goodnight November 3, 2014 um 20:02

By the way

Meiner bescheidenen Meinung nach wird das Internet die Kommunikation völlig verändern.

Welches Rolle der Mensch dabei spielt?

Das können wir hier ganz gut beobachten.

Der Mensch stört.

Einer, der das “Ich” immer wieder verteidigt gegen die Übermacht der Informationen. Dieses “Ich”, welches im Internet immer kleiner und kleiner wird. So dass nur noch ein wildes Schreien und Beleidigen bleibt, ein letztes Aufbäumen des “Ichs”:

“Hallo Internet, ich bin ein Mensch, ich bin wichtig auch ohne all das Wissen und all die Informationen. Ich als Einheit mit einem echten Namen, einem echten Beruf und einem echten Leben. Mit Familie. …Hallo, Ihr Dreckspack. Ihr, Dir Euch der Realität des Internet ergibt.”

Vorhang.

Wir beobachten unsere eigenes Ende. An einer anderen Person.
Und weil er so kämpft und nicht aufgibt, obwohl er schon lange verloren hat, deshalb ist er letztlich doch sympathisch. Weil: ein Mensch. Wir wir….

Kurz bevor wir alle zum Bestandteil dieser Maschine Internet werden.

All das kann man beobachten. Hier. In Echtzeit.

Treten sie ein.

ruby November 3, 2014 um 20:02

@ no.name
“was ?”
ein neues Monopoly
:-)

holger196967 November 3, 2014 um 20:10

LLOL

—>>>Einer, der das “Ich” immer wieder verteidigt gegen die Übermacht der Informationen. Dieses “Ich”, welches im Internet immer kleiner und kleiner wird. So dass nur noch ein wildes Schreien und Beleidigen bleibt, ein letztes Aufbäumen des “Ichs””

Nun denn… was bleibt denn, wenn das “Ich” nicht mehr ist?

Du ist mir echt so ein Sclaumeier wirklich….

holger196967 November 3, 2014 um 20:12

goodnight

weisste, da hatten selbst die alten Ägypter was für übrig, für das “ICH” denn die haben sagen müssen: “Ich hab nicht”

Das fällt dir als Manager wohl etwas schwer… Denn als Manager haben alle anderen, nur DU nicht…

Jackle November 3, 2014 um 20:16

“Die Wahrheit über die NSA konnte dann auch nur ein Mitarbeiter der NSA liefern (Snoden).”

Ja, ganz genau. Und nun? Was können wir beobachten, wo die Wahrheit über die NSA nun endgültig für jedermann nicht mehr zu leugnen ist? Was passiert, nachdem nun klar ist, dass das Grundrecht auf informelle Selbstbestimmung und das Postgeheimnis der Staatsgewalt am Arsch vorbei geht und aktive Regierungsmitglieder dabei massiv geholfen oder es zumindest nicht verhindert haben? Es passiert: Nichts!

Selbst wenn also der Blogger, der Insider und der Journalist eine gemeinsame Sache machen, was ja nur gelingen kann, wenn man sich einer gemeinsamen guten Sache verpflichtet fühlt, und die Wahrheit so an das Tageslicht befördern, dass es niemand mehr sinnvoll leugnen kann.

Und nun? Wir kennen die Wahrheit, geholfen hat es nichts! Die Wahrheit ist da und keiner schert sich einen Scheißdreck darum, außer das nun alle wissen, dass alle gleichermaßen total ausgehorcht, ausgespäht und alles mitgeschnitten wird (Kanzlerin vielleicht ausgenommen), was überhaupt an Kommunikation stattfindet.

Die Wahrheit erreicht nur noch, dass der Zynismus mit breiter Brust daher kommt!

Goodnight November 3, 2014 um 20:18

@gelegentlich
“Das alle nur noch reden und schreiben um sich abzugrenzen…”
“Den Schuh ziehe ich mir, mit Verlaub, nicht an.”

Na, ist das nicht zufällig Abgrenzung?

Noch einmal: Wahrheit ist da, wo es wehtut. Wo es schmerzt.
Alles das, was sich gut anfühlt, das ist Lüge und Illusion.

holger196967 November 3, 2014 um 20:20

Jackle November 3, 2014 um 20:16

bester Beitrag ever… doch und das meine ich ehrlich…

—>>>Und nun? Wir kennen die Wahrheit, geholfen hat es nichts! Die Wahrheit ist da und keiner schert sich einen Scheißdreck darum”

So ist es… unterschreibe ich.

Genau das, verstehe ich nicht.

Goodnight November 3, 2014 um 20:31

@Jackle

“Und nun? Wir kennen die Wahrheit, geholfen hat es nichts! ”

Ja. Sehr richtig.

Wenn Wahrheit Irritation, Störung, nicht-Anschlussfähigkeit, Anderes, Neues, Unbekanntes ist.
Dann stellt sich die Frage: Wer will das?
Und: Wer kann das ertragen?
Und: Wie und wer kann da anschließen, an der Wahrheit.

D.h.:
Wer will wirklich wissen, dass all seine Daten gelesen werden können?
Wer kann das kognitiv verarbeiten ohne nicht handlungsunfähig zu werden?
Wie kann man daran anschließen? Soll man sich aus der Kommunikation via Internet und Handy auskoppeln? Stone age? Soll man alles verschlüsseln und die NSA und alle anderen Geheimdienste abschaffen? Wer soll das umsetzen? Und wer soll das wiederum überwachen ohne zu überwachen?

No exit.

Es ist eine Sache, Wahrheit zu erkennen.
Die andere ist, die Wahrheit zu ertragen. So wie sie ist: nicht anschlussfähig.
D.h. nämlich im Umkehrschluss: man selber ist von der Wahrheit exkludiert, denn man kann sie nicht leben.

An letzterem sind viele große Denker gescheitert, z.B. Marx.
Denn sie retteten sich dann in die Illusion, das man die Wahrheit leben könnte ala Sozialismus.

ruby November 3, 2014 um 20:45

Analyse : Einigkeit
Synthese : Diskussion
Reaktion : ? Multiplikation von was ?

no.name November 3, 2014 um 20:47

“Und nun? Wir kennen die Wahrheit, geholfen hat es nichts! ”

Wir kannten die Wahrheit teils schon vorher. Da war es noch VT. Na und?

Wo ist der Schmerz? Wieso müssen wir diese Wahrheit leben? Sie ist da. Wir sind da drin.

Wir sind alle nur Schauspieler hier in dieser Gesellschaft. Der eine oder andere mag dieses System ja noch vertreten. Mit dem Herzen oder mit seinem ‘ich’. Fine. Warum nicht? Es gibt schlimmere Hobbys. Aber es tut nicht mehr Not. Die IT hat den Job des treuen Bismarck-Soldaten übernommen. Die Öffentlichkeit funktioniert auch ohne diese treuen Anhänger. Was wir, ihr, Du über das System denkt ist völlig egal. Es wird auch kein Enthusiasmus gefordert. Nur Sabotage ist strafbar. So funktioniert’s….

???????????????????
großes Wissen, blablabla, kleines Wissen, lalala, große Rede, hurrah, hurrah, kleine Rede, uaaa, uahhh… (Aus: Zitat eines Bloggers aus der Zeit 500 v.Chr., Quelle wegen verfassungsrechtlichen Gründen geschützt )

ruby November 3, 2014 um 20:51

@ Goodnight
gute Fragen
müssen beantwortet werden
durch Menschen in Transparenz – bringt Akzeptanz

Leitungen physkalisch trennen, SWIFT nicht nach USA übertragen lassen : Hardwaremäßig, unsere Daten gehören uns ;-)

BB November 3, 2014 um 20:52

“……In der wissenschaftlichen Kommunikation gibt es Sprachspiele des Behauptens, Begründens und Belegens, die ich hier – außerhalb des Wissenschaftsbetriebs – verletze. Politische und weltanschauliche Diskussionen funktionieren eben nach anderen Regeln als die wissenschaftliche Kommunikation. …..”

Bullshit. Wer hier außerhalb des wissenschaftlichen Diskurses nicht einfachste Techniken desselben beherrscht, der scheitert auch wissenschaftlich.

Es ist allerdings durchaus möglich, dass in der Wissenschaft in manchen Fächern, die so abgehoben sind, dass sie nicht mehr wirklich nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilbar sind, dies keiner mehr merkt.

ruby November 3, 2014 um 20:53

@ no.name
kappen der Leitung under water nach Angleterre…

ruby November 3, 2014 um 20:56

wowy hat auf Artikel 20 GG hingewiesen
http://dejure.org/gesetze/GG/20.html

Andreas Kreuz November 3, 2014 um 21:07

@Goodnight November 3, 2014 um 20:31

Wie jetzt?
Gesellschaftliche Entwicklung ohne Alternative?

ruby November 3, 2014 um 21:07
no.name November 3, 2014 um 21:08

@ruby
Nix, kappen.

Versuch’ mal in die andere Richtung zu denken. Es geht doch nicht darum, ob das, was ist, gut oder schlecht ist. Es passiert einfach. Muß Du erst aus der Zeitung erfahren, dass Du über die Jahre veralbert wurdest? Dass, was Snowden uns auch gelehrt hat ist, dass einige VT stimmten. Das, was technisch möglich ist, wird gemacht. In der Finanzpolitik läuft es die letzten Jahre nicht viel anders. Auch da wurden die Spielregeln geändert und keinen stört es. So what? In Frankreich wurden 75 Personen verhaftet, weil ein Polizist einen Demostranten tötete. Angst macht sich breit. Das kannst Du auch in diesem Thread zwischen den Kommentaren herauslesen. Wenn Du in die andere Richtung denkst, treffen Dich die Ereignisse zumindest nicht unvorbereitet.

Soldat Schwejk November 3, 2014 um 21:08

@ Goodnight November 3, 2014 um 19:08 – Babylon

Schönes kleines Stück Literatur. Auf das mit dem Rausch und dem Rauschen bin ich richtig neidisch.

Aber ich finde, gerade dieser Faden war nicht so babylonisch. Bis nach dem 400. Kommentar war das m.E. noch eine ziemlich fokussierte Unterhaltung, eigentlich ein besseres Beispiel, und nicht nur eine Kakophonie hintereinandergestellter Monologe. Und auch das Geschrei hielt sich in Grenzen… naja, @someone natürlich, aber das war zu erwarten… Dann so zwischen Kommentar 400 und 500 ist es wieder etwas entgleist… aber bis dahin hat es den mit dem Ausgangsbeitrag verbundenen Aufwand gelohnt, finde ich.

@ ruby

Aber nach Kasachstan weichen wir jetzt besser nicht noch aus. Das kenn ich nicht aus eigener Anschauung, sondern nur aus Erzählungen von dort ausgewanderter Rußlanddeutscher. Wenn ich dazu jetzt hier nach dem 600. Kommentar noch was schreiben tät, dann käm ich mir vor wie ein verlorener Prediger, der von der Kanzel immer noch aus dem Alten Testament liest, während die Gemeinde schon lange dabei ist, sich am Meßwein zu vergnügen.

no.name November 3, 2014 um 21:10

@Andreas Kreuz

Gesellschaftliche Entwicklung ohne Alternative?

Wie nennt man ein solches System? Dann noch Entwicklung durch ‘Kontrolle’ ersetzen.

sol1 November 3, 2014 um 21:24

BBC-Bericht über das Scharia-Gericht in Altschewsk:

The video shows the battalion commander, Alexei Mozgovoi, using the opportunity to issue a warning to all residents.

“Too many women go to restaurants,” he said. “What kind of example do they show to their children? From now on, we will arrest all women we find in restaurants and cafes.”

http://www.bbc.com/news/world-europe-29876687

ruby November 3, 2014 um 21:51

“Das, was technisch möglich ist, wird gemacht.”
Habe ich vor 30 Jahren unter der Dusche im Küchenanbau beim Radiohören realisiert.

Regel können geändert, beibehalten oder abgeschafft werden :
jede Generation wird neu erzogen, sie hat nicht vergangenes implementiert – jede ist immer wieder ergebnisoffen :
sie blickt zurück – sie lebt – sie schaut nach vorne

Angst überwinden – Freiheit gewinnen
https://www.youtube.com/watch?v=xtjw3IW7Wks

gelegentlich November 3, 2014 um 21:52

@sol1
Richtig, die Komödie des Lebens muss ja weitergehen. Da man die Wahrheit eh nicht aushalten kann dann eben so etwas. Danke!

Soldat Schwejk November 3, 2014 um 21:52

@ sol1

Hab mir das Gerichts-Video nicht in Gänze angeschaut. Ist auch anstrengend, weil der Ton teilweise nicht so gut. Wobei Mozgovoi mit seiner klaren Artikulation eigentlich immer zu verstehen ist. Hast Du einen Hinweis, an welcher Stelle er das sagt? Also einen Zeitpunkt in dem Video? Oder muß man sich’s in voller Länge anschauen?

Kann mir eigentlich kaum vorstellen, daß jemand, der in der UA oder in RU die Sympathie der Bevölkerung erwerben will, so etwas verkündet. Aber bin gern bereit, die bisher eher positive Wahrnehmung dieses Herrn zu revidieren, falls der wirklich so Zeugs da im Gerichtssaal daherredet.

Linus November 3, 2014 um 22:23

Ritual

Pirat Goodnight wieder auf Kaperfahrt, in gewohnt heraklitischer Ungewaschenheit. Jeder Post eine grosse Geste, eilig zustimmendes Schweigen erfahrend durch heftiges Baumeln der abgeschlagenen Köpfe. Auch das Baumeln eine grosse Geste, mehr Baumeln, mehr Zustimmung.

Das Meer liegt blau, Blut sickert durch die Speigatten und malt dunkle Streifen auf den Monitor. Goodnight, allein auf dem von Mitkommentatoren gesäuberten Deck, starrt angestrengt in Ferne.

Da! Ein Schiff! “Rettet mich! Rettet mich!”. Tatsächlich, Rettung naht. Goodnight wischt sich das Blut von der Tastatur.

——————————————-
Hey, Leute, das ist ganz grosses Kino. Macht das nicht so runter hier.

someone November 3, 2014 um 22:28

Ein paar Zitate von der OSZE (nicht zu verwechseln mit der ASZE, welche die Freiheit verteidigt):
On 25 October, at the JCCC HQ in Debaltseve, the SMM observed a Russian lieutenant general telling members of the “Luhansk People’s Republic” (“LPR”) and the “Donetsk People’s Republic” (“DPR”) not to engage in military action on election day, and, in particular, not to target polling stations. Ukrainian military officers attached to the JCCC were present.
On 26 October in Severodonetsk…He added that 200,000 people cross back and forth between “LPR”-controlled territory and government-controlled territory every day in order to withdraw cash from banks and buy provisions.
Der feige Meuchelmord von Smile:
On 24 October the SMM noted four middle-aged women outside a military barracks in Lviv, drawing attention to the plight of their sons, whom, they said, were amongst a group of 26 Ukrainian soldiers surrounded and cut off by “LPR”-affiliated armed forces at a CP near Smile (40km north-west of Luhansk city) for the past 10 days. They said that the soldiers had run out of food and water, and had no winter clothing. An officer from the barracks told the women that appropriate measures would be taken.
Zusammenarbeit mit den RuSSkies:
The head of the Ukrainian contingent, Lt. Gen Volodymyr Askarov, said that the meeting between the Ukrainian and Russian members of the JCCC, scheduled for 28 October to discuss measures to strengthen the ceasefire in the area of Donetsk airport, would be postponed until the week beginning 3 November due to unexpected technical reasons which were not specified by the interlocutor.
Todesschwadrone der Junta an der Front:
The SMM monitored a protest against the establishment of a new Ukrainian CP aimed at protecting the bridge over the river Kalmius between Talakivka (121km south of Donetsk) and Sartana (117km south of Donetsk). The police were not present, but the SMM observed the presence of a Ukrainian Army representative. Around twenty residents of mixed gender from both villages gathered at the planned location of the CP and expressed concerns over the targeting of their houses by “DPR” forces due to the close proximity of the CP.
Unabhägigkeit(die sechste?):
On 27 October the “president” of the “Lugansk People’s Republic” (“LPR”) told the SMM in Luhansk city that ultimately the “LPR” and the “Donetsk People’s Republic” (“DPR”) would form a single state – so-called “Novorossiya”…
Freiheit:
As well as having to relocate staff and take security measures to protect remaining staff, companies operating in Donetsk region also had to contend with car-jackings and robberies, which they said were quite common there, as well as the need to pay bribes in order to pass through “DPR” CPs. They also said that businesses had to pay taxes both to the Government and to the “DPR”. The “DPR”, they added, had apparently developed its own “tax code”.

gelegentlich November 3, 2014 um 22:37

@Linus
Mehr noch als bei nur irgendeiner Kaperfahrt segelt Pirat Goodnight in vollkommen unbekannte Gewässer, an den Klippen der Sirenen ohne Ohrenstöpsel vorbei, deren Hits kennt er eh schon lange, sind bei ihm eh keine Ohrenwürmer, in die graue stürmische See, die von den namenlosen Schicksalsgöttinen regiert wird. Der Begriff der Rettung ist hier sinnlos, ist denkbar nur in diesem unserem Jammertal der Illusionen (über sinnvolle Internetkommunikation, z.B.), nicht mal Luhmann ist in der Hölle. Denn – es gibt gar keine, nur die Wahrheit, das bleierne Schicksal, das Nichts.
Sorry, Trakl konnte das irgendwie besser. Und ich wende mich jetzt ab und anderen Illusionen zu.

Manfred Peters November 3, 2014 um 22:41

@ Soldat Schwejk November 3, 2014 um 21:52
Wenn Du Dich wirklich auf die Sudeleien der hier inzwischen die Meinungsführerschaft beantragen Vertreter aus der ……grube einlassen willst, warum nicht gleich an Ort und Stelle?
Es ist nur zu befürchten, dass Du dort sofort gesperrt wirst, während Lübberding der Sudeltruppe hier bekanntlich noch beispringt, wenn die möchtegern Deutsche Eiche Klaus sich ausweint. :-(
Übrigens dort steht 16.-18. Min sollst Du Dir ansehen.

Soldat Schwejk November 3, 2014 um 22:49

@ someone

Nu mach Dich mal nützlich und such die Stelle aus dem Gerichtsvideo raus, wo der Mozgovoi so reaktionäres Zeugs redet. Das wäre ein Punkt für Eure Seite, da mußt Du Dich bemühen. Ich kann nicht auch noch Euren Job machen, dafür bezahlt mich der Kreml nicht.

ruby November 3, 2014 um 23:00

@ Soldat
Wie kann es sein, dass über SWIFT noch Zahlungen der Russen nicht sanktioniert werden?
Wer es ernst meint mit dem Putinembargo, der schaltet jetzt die Cashflows nach Osten ab.
Oder sind das nur verlogene Heuchler ?

Soldat Schwejk November 3, 2014 um 23:00

@ Manfred Peters

Ach, der Klausi hat mir da drüben schon mal Hausverbot erteilt… Ich les die Seite da drüben auch seit längerem nicht mehr. Aber O.K. … 16.-18. Minute… das ist doch ein Hinweis. Bin gleich erst mal weg, weiß nicht, ob ich heute noch dazu komme. Aber spätestens morgen eine Anmerkung.

Man muß unterscheiden zwischen Info und Propaganda. Wenn der Mozgovoi sich da wirklich so produziert hat, dann ist es eine unzweifelhafte Info, die ihn in anderem Licht erscheinen läßt.

someone November 3, 2014 um 23:14

Nö, ich unterstütze doch nicht deine Weltbildanalyse von irgendwelchen Verbrechern.
Der Unterschied beginnt hier:
http://kosmologelei.wordpress.com/2014/04/13/lagebeurteilung/
Für micxh sind das von Moskau unterstützte Verbrecher, für dich ist Girkin und sein anhang irgend so etwas wie Freiheitskämpfer und mir klar, dass bei Revolutionen es auch unscöne Szenn gibt. Dazu brauche ich keinen Dokufilm:
s.u. wg Spam ab drei Links.

someone November 3, 2014 um 23:16
no.name November 3, 2014 um 23:17

Nantes, 22. Februar:

http://www.youtube.com/watch?v=sDZ56h-wUfQ

Temoignage d’un zadiste au Testet, 3. November:
http://www.youtube.com/watch?v=Y8ICKWxmxb0

no.name November 3, 2014 um 23:25

Die nächste Präsidentin Frankreichs könnte eine Frau werden.

Marine Le Pen en Ille-et-Vilaine : 300 manifestants antifascistes pour l’accueillir

http://www.youtube.com/watch?v=AdC1HIkMpGk

no.name November 3, 2014 um 23:27

P.S. Um den Konflikt in der Ukraine einmal in das Licht europäischer Innenpolitik zu rücken.

someone November 3, 2014 um 23:40

Schöner Bruch @noname, so siehts aus. Aber der Schwejk findet den FN und den Orban ja auch ganz ok. Hauptsache gegen das anglozionistische Imperium oder so ähnlich.

BB November 3, 2014 um 23:58

“…..Vor zehn Jahren starb der größte Soziologe der Nachkriegszeit. Niklas Luhmann hat die Systemtheorie nicht erfunden, aber zu einer Superwaffe umfunktioniert. …..”

http://www.welt.de/kultur/article2674164/Luhmann-lesen-ist-wie-Techno-zu-hoeren.html

“…..Luhmann lesen ist wie Techno hören: Es schadet nicht, mal ein paar Kapitel lang innerlich abzuschalten. Alles wiederholt sich ständig. Dieselben Begriffe werden stets neu angewendet, auf die grüne Bewegung, die Massenmedien, die Weltwirtschaft…..”

Stimmt, eine Super-Waffe der Neoliberalen. Alle werden solange beknackst belabert, bis sie sich freiwillig ergeben.

Na, ihr Postmodernen? Die Tausend kriegt ihr noch voll!

*kecker, lach*

someone November 4, 2014 um 00:08

Yepp BB. zwei Mrd. Zuschauer stimmen zu:
http://www.youtube.com/watch?v=9bZkp7q19f0

hardy November 4, 2014 um 00:18

lieber keynesianer,

ich bin beglückt, daß es da draussen noch menschen gibt, die ganz genau verstehen, was ich für einer bin ;-)

@rest

als kleines abschiedsgeschenk in die runde hinterlasse ich mal einen link auf ein interview mit einem wahren helden, einem centurion, einem georgsritter und drachentöter, der die runde darüber belehrt, daß es gar nicht “faschisten” sind …

sondern “satanisten”.

http://souloftheeast.org/2014/10/31/a-russian-centurion/

und wem kann man in diesen tagen noch vertrauen, wenn nicht igor girkin/strelkow? eben.

in diesem sinne, viel spaß beim gepflegten austausch von “argumenten” ;-)

ich hab’ wrklich besseres zu tun …
in diesem sinn

hardy November 4, 2014 um 00:31

ach ja,

@ruby

wärst du früher hier aufgekreuzt, hätte ich ja noch ein bißchen mehr zeit mit dir hier über die wunderbare 27cd box king crimson “starless & bible black” geplauscht, mit der ich mir gerade die zeit versüße.

freundliche grüße über die “frontlinien” hinweg.

Folkher Braun November 4, 2014 um 01:16