Die Zeit und die Realpolitik

by f.luebberding on 28. November 2014

In Deutschland hatte Realpolitik immer einen schlechten Klang. Das hatte auch einen guten Grund. Sie betrachtete man am Ende nicht mehr als Funktionsweise eines Systems rivalisierender Mächte, sondern als ein zynisches Modell zur Durchsetzung eigener Interessen. Da war der Krieg nur ein Mittel der Politik gewesen. Dafür fand man auch immer passende ideologische Begründungen. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges waren das die “Ideen von 1914″ gewesen. Deutschland im heroischen Kampf gegen die westliche Demokratie. Solche ideologischen Begründungen sind allerdings austauschbar. Man kann auch mit den Ideen der westlichen Demokratie eine solche zynische Realpolitik legitimieren. Insofern sollte man vorsichtig sein, wenn Ideologen realistisch argumentieren. Ein gutes Beispiel ist Bernd Ulrich in der aktuellen Zeit. In dem Artikel mit Adam Soboczynski “Zufrieden, aber verdammt allein” findet man genau das: Einen Realismus, der nicht in Machtkonstellationen denkt, um die Kalküle beider Seiten einzubeziehen, sondern sich einzig darüber Gedanken macht, ob man nicht zu den eigenen Interessen und Kalkülen stehen sollte.

Ulrich argumentiert seit dem Beginn der Ukraine-Krise ideologisch. Er sieht den Westen in einem Abwehrkampf gegen den Expansionskurs Russlands. Jede Argumentation, diese Interessen überhaupt erst einmal als legitim anzuerkennen, wurde bisher von Ulrich ignoriert. Ohne diese Voraussetzung kann man allerdings auch keine politische Lösung finden. Sie setzt diese Anerkennung voraus und bedeutet dabei keineswegs auf die Formulierung eigener Interessen zu verzichten, oder auf die Anwendung politischer Druckmittel wie Sanktionen. Die Ostpolitik der 1970er Jahre beruhte immer auf dieser Erkenntnis. Der innenpolitische Streit ging damals nicht um Appeasement oder die selten dämliche Formel “Lieber rot als tot”. Sondern ob man die Interessen der damaligen Sowjetunion und die Realität der Nachkriegsordnung anerkennt oder nicht. Es gab eben kein politisches (inclusive des Krieges) Mittel, um diese Ordnung (man benannte sie gerne mit dem Stichwort “Jalta”) zu eigenen Gunsten zu verändern. Der Vorwurf des “Appeasement” oder “Jalta” war vielmehr ein polemisches Argument von Kalten Kriegern und Scharfmachern im Westen gewesen. Das beinhaltete auch solche Figuren, die am liebsten noch den 2. Weltkrieg nachträglich gewonnen hätten.

In der gleichen Ausgabe der Zeit ist unter dem Titel “Was würde Willy Brandt tun?” eine groteske Darstellung der damaligen Ostpolitik zu finden. Es ist die Version, die uns schon in den 1970er Jahren die Kalten Krieger aufgetischt haben. Den politischen Sinn dieses Pamphlets findet man in diesem Zitat.

“Männer wie Egon Bahr oder Matthias Platzeck glauben, dass sie mehr Lösungen anbieten als andere. Platzecks Vorstoß einer nachträglichen völkerrechtlichen Anerkennung der Krim allerdings klingt nur nach Befriedung – wäre de facto aber ein Freibrief für eine weitere territoriale Expansion Russlands. Solche Scheinlösungen verraten eine Sehnsucht. Sie legen nahe, dass man zu einer Normalität zurückkehren könne, wenn man nur ein bißchen milder mit Russland umginge. Sie suggerieren, dass deutsche Ostpolitik alten Stils nach der Krim-Annexion noch möglich sei. Aber sie ignorieren, dass Russland seine Politik fundamental geändert hat. Und dass deshalb klassische Ostpolitik nicht mehr möglich ist.”

Die beiden Autoren, Peter Dausend und Michael Thumann, reden wie damals Alfred Dregger. Der betrachtete die Ostpolitik auch als Schwäche, als den genannten “Freibrief”, der dem russischen Expansionsdrang nichts mehr entgegenzusetzen habe. Wo hat Egon Bahr jemals behauptet, dass man dem “russischen Expansionsdrang” nichts entgegensetzen sollte, wenn er nach Polen oder in das Baltikum übergreifen sollte? Das ist nichts anderes als eine Lüge. Oder wie soll man das sonst nennen? Aus der Krise um die Ukraine einen weiteren russischen Expansionsdrang zu schließen, entspricht übrigens, nur spiegelverkehrt, der russischen Wahrnehmung des Konflikts. Putin interpretiert ihn als einen Beweis für westliche Aggressivität. Aber das ist, so bekanntlich Bernd Ulrich, russische Paranoia.

So haben wir es mit wechselseitigen Wahnsystemen zu tun, die den anderen nur noch als Bedrohung betrachten können. Das ist für einen Realisten wenig überraschend. Ideologen aller Seiten neigen zur Paranoia. Dazu gehören auch Autoren, die ausgerechnet in der Zeit einer Gräfin Dönhoff Artikel schreiben, die man damals nur in der Welt gefunden hätte. Welche Katastrophen das auslösen kann, formuliert Bernd Ulrich in aller Schlichtheit, allerdings über Warschau.

“Die eigentümliche Unklarheit, die Vernebelung handfester Interessen ist womöglich nur ein Grund für die gerade diskutierte Isolation des Landes, das nach dem Irakkrieg und der NSA-Affäre weder eine gute Beziehung zu den Amerikanern pflegt noch zu den großen Ländern in Europa und erst recht nicht zu den Russen. Manche beschwören sogar wieder Sonderwegsszenarien: In Polen empfindet man die diplomatischen Anstrengungen gegenüber Russland als viel zu nachgiebig und das Tabu im Osten militärisch einzugreifen als regelrecht fahrlässig.”

Nun richtet sich das vor allem gegen den Bundesaußenminister. Es gehörte schon damals zum Standardprogramm der Rechten, Brandt in den Dunstkreis des Sonderweges und der Isolation zu stellen. In Wirklichkeit waren die deutschen Kalten Krieger international isoliert. Aber der Satz, man empfinde in Polen “das Tabu, im Osten militärisch einzugreifen, als regelrecht fahrlässig” hat schon eine besondere Qualität. Wer die deutsch-polnischen Beziehungen ruinieren will, sollte das noch öfter formulieren. Oder denkt man in Warschau wirklich an einen Krieg mit Russland? In der Zeit scheint man das aber wohl nicht mehr auszuschließen zu wollen. Wenigstens wenn man die heutige Ausgabe als einen Beitrag zu seiner Enttabuisierung betrachtet. Sicher hält man das jetzt in Hamburg für Realpolitik. Es ist ein Moment zum Fürchten.

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Manfred Peters Dezember 12, 2014 um 08:45

Klaus Naumann, 75, war Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des Nato-Militärausschusses
und er weiß natürlich als Insider, dass Russland zu schwach ist, um sich gegen die NATO zu wehren.
Die Kriegstreiber der Grünen unter Führung von Kodderschnauze Harms sowie Beck & Co sind im Schulterschluss in vorderster Front dabei und das ist dann auch nur konsequent.

Klaus Jarchow Dezember 6, 2014 um 21:49

Yep – alles Geisterfahrer, außer Papa.

Manfred Peters Dezember 6, 2014 um 12:53

Die Zeit und die Realpolitik
Da ist es nicht verwunderlich, dass Einer , der sich in raren Momenten der einigermaßen geistigen Klarheit selbst richtig als “Dummschwätzer” charakterisiert, Amok läuft.
Sonst aber, alle Anderen Wahnsinnige mit Aluhüten, außer wir von der Jxxxxegrube! :-(

holger Dezember 5, 2014 um 23:30

NUR FÜR MORPH

https://www.youtube.com/watch?v=DO2ghmMVE0Y

guck mal rein

sol1 Dezember 5, 2014 um 22:55

Und all die Stöcke, die Mülleimer-Schilde, die Molotov-Cocktails und das herausgerissene Straßenpflaster, die wurden sicherlich auch direkt von der CIA finanziert.

Natürlich!

Während die Rebellen ihre Buk-Raketen und T72-Panzer mit ihrem eigenen Geld im Baumarkt von Rostow am Don gekauft haben…

Klaus Jarchow Dezember 5, 2014 um 09:11
Andreas Kreuz Dezember 4, 2014 um 17:19

Weil kein direkter Link existiert,
er es aber genau auf den Punkt bringt,
zitiere ich hier mal http://www.egon-w-kreutzer.de/
vom 04.12.2014:


08.30 Uhr Was ist Nationalismus?

Versucht man sich darüber definitive Klarheit zu verschaffen, steht man vor einem Haufen sich zum Teil widersprechender Auffassungen, von denen man sich seine persönliche Lieblingsdefinition aussuchen kann.

Nun hat Barrack Obama Russlands Präsident Putin vorgeworfen, er sei ein Nationalist und verfolge eine rückwärtsgewandte Politik. Er nennt Putin also bewusst nicht einen Patrioten, der sich mit seinem Vaterland identifiziert und seine Interessen vertritt, sondern einen Nationalisten, und versucht damit offensichtlich ein bisschen Schmutz aus dem Dritten Reich an Putins Jacke zu kleben.

Auf der Suche nach dem Unterschied zwischen Patriotismus und Nationalismus findet man dann allerdings ein bedeutsames Unterscheidungsmerkmal:

Patriotismus wird heute allgemein von Nationalismus und Chauvinismus unterschieden, insofern Patrioten sich mit dem eigenen Land und Volk identifizieren, ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker implizit abzuwerten.

Der Nationalist stellt also, dieser Abgrenzung folgend, sein eigenes Land über andere und wertet andere implizit ab.

Was ist dann die korrekte Bezeichnung für den Präsidenten eines Staates, der alle anderen Staaten dieser Welt nicht nur implizit, sondern explizit abwertet, indem er alle Mittel einsetzt, um zu verhindern, dass ihm irgendwo auf der Welt ein Staat wirtschaftlich und militärisch “gleichrangig” werden könnte?

Das ist offizielle und öffentlich verkündete US-amerikanische Staatsdoktrin.

Und die wird exzessiv gelebt, nicht nur durch die globale Überwachung der gesamten Kommunikation, nicht nur durch die Finanzierung destabilisierender Kräfte, sondern auch und vor allem durch einen Krieg nach dem anderen, der mit vorgeschobenen und erlogenen Behauptungen begründet wird und mit der Zerstörung der staatlichen Ordnung des überfallenen Landes endet.

Das ist ein bisschen mehr als Nationalismus. Das ist Hegemonialismus in Reinkultur und, wenn Obama Putin lediglich einen Nationalisten nennt, bringt damit ebenfalls die Überheblichkeit der USA zum Ausdruck. Der Hegemonialist steht schließlich in der Hierarchie der Weltherrschaftsphantasten klar über dem Nationalisten.

Über die rückwärtsgewandte Politik braucht man nicht zu streiten. Das stimmt, vorausgesetzt, man sieht den Westen als “Vorne” und den Osten als “Hinten” an. Dann hat Barrack Obama Recht. Putin hat sich vom Westen enttäuscht wieder abgewandt und kehrt ihm, weil er sich China (und vielen anderen) zuwendet, ganz und gar ungeniert den Rücken zu.

Aus Putins Sichtweise ist das sicherlich eine Vorwärts-Strategie, und wenn Obama richtig hinschauen würde, müsste er feststellen, dass er im Grunde in der gleichen Richtung unterwegs ist, nur eben weniger auf Basis gleichberechtigter Kooperationen, sondern mit mehr oder minder deutlich erkennbaren Formen der Gewaltandrohung und -anwendung.

Balken Dezember 4, 2014 um 13:46

Schnelle Einbürgerung um Staatsämter übernehmen zu können? Da fällt einem doch ein berühmt-berüchtigtes Vorbild ein, oder?
http://www.spiegel.de/einestages/schwierige-einbuergerung-wie-hitler-deutscher-wurde-a-946762.html
Scheint aber in der Ukraine, nun ja, mit den potenteren Bestimmern im Hintergrund, viel einfacher zu laufen, und im Dutzend billiger.

gelegentlich Dezember 4, 2014 um 11:47

Damit sind, verehrter @Jarchow, Ihre Propagandafelle nicht nur weg geschwommen. Sie sind hinter dem Horizont! Und Ihr österreichischer Kollege Eric Frey kann sich jetzt entspannt auf den Trümmern seiner Reputation ausruhen. Tja, wie bringen Sie das nun Ihren Knirpsen bei?

aifran Dezember 4, 2014 um 10:34

so geht “Marktkonforme Demokratie” (Nutzmenschenhaltung!!!)

…. Die Rede ist von der Amerikanerin Natalia Jaresko, die vor Kurzem im Eilverfahren die ukrainische Staatsbürgerschaft erhalten hat, damit sie vom amtierenden ukrainischen Ministerpräsident Arsenji Jazenjuk schnell zur Finanzministerin gekürt werden kann. Diesen Vorgang muss man sich einmal vorstellen!

Jaresko ist nicht die einzige AusländerIn, die im Eilverfahren in die Ukraine eingebürgert wurde, damit sie als Minister installiert werden können.

Der Litauer Aivaras Abromavicius wird ukrainischer Wirtschafts- und Handelsminister. Der Georgier Alexander Kwitaschwili wird Gesundheitsminister.

Interessant: Zwei, der drei neuen (ausländischen) Minister sind Investment-Banker! Aivaras Abromavicius kommt vom skandinavischen Private Equity Unternehmen East Capital.

Natalia Jaresko, die ukrainische Finanzministerin wird, ist eine US-amerikanische Investment-Bankerin! Sie ist CEO beim staatlichen amerikanischen Finanzinvestor Horizon Capital und gleichzeitig CEO beim staatlich finanzierten Private Equity Fonds WNISEF. Hier war Jaresko bereits für Investments in der Ukraine und in Moldawien zuständig. Davor war sie sogar Angestellte beim US-Außenministerium, unter anderem Leiterin der Wirtschaftsabteilung der US-Botschaft in Kiew.

Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten wissen: Doch als gute Bankerin ist Jaresko für alle Entwicklungen offen: Ihre Investment-Bank ist einer der Förderer des Stiftung „Open Ukraine“ von Premier Arseni „Jaz“ Jazenjuk. Diese Stiftung wird unter anderem von der Bankenlobby Chatham House, der Nato, dem German Marshall Fund und dem US-Außenministerium finanziert. Die Stiftung sorgt sich um die richtige Verteilung des Wohlstands in der Ukraine…Es ist unschwer zu erraten, welche Politik die neue Jazenjuk-Regierung verfolgen wird: Die Schulden-Krise des faktisch insolventen Staates soll vermutlich durch zahlreiche Verkäufe an ausländische Investoren gelöst werden. Dies ist ein klassisches Modell der Enteignung der Völker, welches greift, wenn korrupte und unfähige Regierungen ihr Land an den Abgrund gesteuert haben.” ….

https://guidograndt.wordpress.com/2014/12/04/ukraineusa-das-entlarvte-mainstream-medien-kabarett-osterreichischer-journalist-blamiert-sich/

Manfred Peters Dezember 3, 2014 um 17:33

@ niemand 17:06
Und die von den deutschen Propagandamedien ausgezeichnete Schande für die Geschichten aus ” Tausend und eine Nacht”, G. Atai, verkündet, dass neben Gas auch noch Elektroenergie aus Russland bezogen werden müsste:
http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-atai-101.html
Bleibt nur noch die Frage, ob Merkel für ihre US-& Faschistenfreunde auch dafür noch das Geld hat und sie gleichzeitig die “Schwarze Null” bleiben kann? :-(

niemand Dezember 3, 2014 um 17:06

Am Rande bemerkt:

Billiges russisches Original verbiegt und beschädigt die teure amerikanische Kopie:

http://www.tagesschau.de/ausland/brennstaebe-ukraine-101.html

Haben wir es nicht geahnt?

Eagon Dezember 3, 2014 um 17:06

Wie leidensfähig sind die Ukrainer?

http://www.rottmeyer.de/heuschreckenalarm-in-der-ukraine/

Was bedeutet das für das Ansehen der EU?

Keynesianer Dezember 3, 2014 um 15:31

Wenn wir schon gerade bei Realpolitik sind:

Die ISIS-Gefahr war von Anfang an die NATO
http://www.vineyardsaker.de/usa/nachschublinien-der-isis-laufen-durch-nato-land-tuerkei-video/

Manfred Peters Dezember 3, 2014 um 13:17

135 Mrd. mal 20 Jahre gleich 2,7 Billionen an US-Zahlungen an andere Länder
So steht es bei Jarchow in dem von mir weiter oben verlinkten Beitrag!
Die Fakten unter Verwendung der Daten,die auch Jarchow für seine Propagandarechnung nutzte:
1. Das nominale Volumen der (angeblichen!*) USA-Entwicklungshilfe beträgt im Jahr 2013 also nicht 135 Mrd, sondern nur 31,5 Mrd US $. Damit reduziert sich die abenteuerliche Hochrechnung entsprechend.
2. Noch schlimmer wird es für das reichste Land auf Erden, wenn es um den prozentualen Anteil der Entwicklungshilfe in Bezug auf das Bruttonationaleinkommen geht. Das s1970 versprochene Leistungen heute noch nicht erreicht werden, spricht für sich.

*3. Die angebliche Entwicklungshilfe der USA
Bei Heise findet man unter “Die “Phantomgelder” der Entwicklungshilfe;Florian Rötzer 29.05.2005” eine interessante allgemeine Analyse.
Aber schauen wir uns mal konkreter unter Zuhilfenahme eines unverdächtigen Diskussionspapiers des “Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik”die “Enwickliungshilfe” der USA für Pakistan an.
”Seit 2001 überwiesen die USA 9,97 Mrd. US$ Budgethilfe, die das Land überwiegend ungebunden verwenden kann. Es werden
0,9 Mrd. US$ (9 %) für Entwicklungszusammenarbeit
1,62 Mrd. US$ (16,2 %) für Haushaltsunterstützung
1,81 Mrd. US$ (18,3 %) für Unterstützung des Sicherheitswesen
5,64 Mrd. US$ (56,6 %) für Coalition Support Funding
ausgegeben (Cohen/Chollet 2007).
Darüber hinaus leisten die USA 300 Mio. US$ Militärhilfe pro Jahr für Ausrüstung und Ausbildung

Als Gegenleistung für den Coalition Support Funding-Posten erhielten die USA Überflugrechte, Rechte zur Nutzung dreier pakistanischer Luftwaffenbasen, entsendeten bis zu 50 militärische Berater und durften weitere kleinere Militärbasen einrichten. Im Zusammenhang mit
dem War against Terror kam es zu zahlreichen Grenzverletzungen von in Afghanistan
operierenden US-Truppen, die die pakistanische Regierung nicht kommentierte. Bei Luftangriffen
am 13. Januar und 30. Oktober 2006 auf den Ort Damadola in der Bajaur Agency,
wo al-Qaida-Angehörige vermutet wurden, kamen ca. 100 Menschen ums Leben.”

Jetzt kann sich jeder selbst ein Bild von der “USA-Entwicklungshilfe” machen.
Schwieriger wird es bei der Motivation Jarchows. Die Bandbreite geht von bezahlten Agitator bis zum unbedarften Dummschwätzer. Aber das letzte Zeugnis hat er sich in seinem Beitrag schon selbst gegeben. ;-)

gelegentlich Dezember 3, 2014 um 10:10

@ Manfred Peters Dezember 2, 2014 um 16:19

„Achtung, Ausnahmsweise mal ein Link in die Jxxxxegrube:“

Danke! ;-)
Ist zwar ein anderes Thema. Aber die Grube ist schon ein Beleg für die These, dass das Internet auch zur Vereinsamung führen kann. Für so etwas braucht man nicht das Netz. Dafür genügen eine halbe Stunde in der Kneipe, am kleinen Ecktisch da hinten.
Ja, wir wissen: Lenin in der Schweiz war zeitweilig auch so drauf…

Soldat Schwejk Dezember 3, 2014 um 09:52

P.S.
Also wenn ich nicht irre, kann die Rada die Zentralbankchefin nicht direkt absetzen, aber sie kann den Präsidenten dazu auffordern.

Soldat Schwejk Dezember 3, 2014 um 01:13

Häh? “Awaiting Moderation”? Sind doch nur zwei Links drin. Oder funktioniert der Filter jetzt anders?

Soldat Schwejk Dezember 3, 2014 um 01:11

@ georgi

Hintergrund scheint das zu sein:

http://vlasti.net/news/203379

Die Zentralbankerin Gontareva will offenbar Kolomoiskis “Privatbank” nicht mehr weiter wie bisher refinanzieren, zumal jener vorgeworfen wird, mithilfe des Zentralbankgeldes gegen die Griwna spekuliert zu haben. Scharii hat auch schon mal was dazu geschrieben, da sieht man auch, was dem Benja so auf der Krim alles gehörte (jetzt als “Kollateral” bei der NBU).

http://sharij.net/1661

Die Gontareva ist ja offenbar eher im Poroschenko-Lager zu verorten, und sie hat sich mit Benja und anderen Bankiers angelegt. Jetzt gibt’s Gerüchte, daß sie von der Rada per Beschluß abgesetzt werden könnte. Was aber noch nicht geschehen ist.

gelegentlich Dezember 2, 2014 um 19:33

@Der Aufstand
Interessanter Beitrag, den ich mir gleich aufhebe. Zeitgeschichte!

Auch wenn es um das ZDF geht und nicht um die Zeit darf ich mir mal erlauben länger zu zitieren, da auf eine interessante Notwehr-Neuerung verwiesen wird:

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43483/1.html
ZDF: Bedauerlicher Einzelfall Nr. 35
Malte Daniljuk 02.12.2014
Dass in Lwow heute wie einstmals ukrainische Nazis kämpfen, wollte das ZDF wieder einmal nicht deutlich genug sagen. Das bringt erneut eine Programmbeschwerde ein
https://publikumskonferenz.de/forum/viewtopic.php?f=30&t=258

„ Schön, dass Armin Coerper einen Einblick in den politischen Mainstream der Westukraine bot. Dass er vergaß, Ivan Mamtschur als das vorzustellen, was er ist, nämlich zumindest ein guter Freund der SS, bringt dem ZDF wieder einmal eine Programmbeschwerde ein. “Sie unterschlagen, dass diese Bewegung stark am Holocaust beteiligt war”, argumentiert die Ständige Publikumskonferenz und verweist auf einschlägige Historiker. Nach Informationsstand der Bürgerinitiative handelt es sich um den “bedauerlichen Einzelfall” Nr. 35 in diesem Jahr.“

Das rief folgenden Leserkommentar auf den Plan:

„2. Dezember 2014 08:05
Die geben sich den Rest
Artur_B (mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.04)

Mal Frage: wäre so eine Sendung vor zehn Jahren möglich gewesen?
Nein, das war absoluter Konsens, dass man seitens der deutschen
Medien um Pfeilkreuzler, Ustascha und OUN einen riesigen Bogen
machte. Auch noch vor fünf Jahren. Anders ist es nun seit genau einem Jahr, dem Beginn des Maidan. Weil man da Gewalttäter brauchte, denn die Orangene Revolution hatte nicht das gebracht, was sie sollte:
dauerhafte Westmarionetten in Kiew. Auch die fünf Milliarden Dollar zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung hatten das nicht vermocht.
Die Ukrainer wählten schon wieder falsch. Gewalt musste her, die
Bandereas eben. Dass man dazu die gesamte Geschichte des Zweiten Weltkriegs und des Nachkriegs komplett umschreiben musste, was soll’s? Kein Problem für das ZDF.

Die Ukrainer haben die Lektion, die ihnen da zuteil geworden ist,
durchaus kapiert. Zum Jahrestag des Maidan sollen “Tausende” nach
Kiew gekommen sein. Tut mir leid, ich sehe etwa hundert. Und “unser”
Vitali? War nicht da. Es wäre zu peinlich geworden.
http://www.n-tv.de/politik/Kiew-Russland-schickt-erneut-Waffen-articl
e14063536.html

Aber man hat durchaus etwas Dauerhaftes geschaffen. Die Westukraine
ist fest in den Händen von marodierenden Nazihorden, die nun
zunehmend auch die Polizei- und Justizfunktion übernehmen. Ohne Witz:
das ist eigentlich nur zu bereinigen, indem die NATO oder Russland
einmarschieren. Kein Mensch investiert in so ein Land und wie RT
deutsch neulich herausfand, nicht einmal die Oligarchen. 91 Prozent
der Erträge wandern sofort ins Ausland. Die Ukraine ist eine
stinkende Kloake, die nun systematisch übelriechende Nachrichten
produziert. Indem sie diese auch noch schönredet, gibt sich die
Westpresse den Rest.

Die Heinrich-Böll-Stiftung, die Reporter ohne Grenzen, ARD und ZDF,
die NATO-Presse, Femen, Pussy Riot, Memorial, die Soldatenmütter,
alle sind als bezahlte US-Propaganda-Einheiten enttarnt. Ich finde
das ausgesprochen positiv. Die machen in den nächsten hundert Jahren
garantiert keinen Nazi-Putsch mehr. Es fehlt ihnen die
Propaganda-Artillerie. Die würde nur noch Gelächter ernten.

Gruß Artur“

georgi Dezember 2, 2014 um 16:58

????????? ???. ??????????? ??????????. ????????? ???????. ???????? ????????? ??????? ?????????? ?? 10 ????????… http://t.co/1UUazJaSjL— ???????? ????? (@anatoliisharii) 2. Dezember 2014

Was bedeutet das jetzt? Was passiert denn jetzt? Räumt Benja Poro aus dem Wege?

Was sind das für komische Geschichten wegen Waffenlieferungen an Bezler von Poro? Weshalb schuldet Poro Feldkommandeur Bezler von der Neurussischen Armee Waffen … ??? …

Balken Dezember 2, 2014 um 16:22

Die neuesten Entwicklungen zu South Stream haben ja durchaus etwas mit dem Ukraine-Übernahmeversuch der USA und ihrer europäischen Hintersassen zu tun.
Der Spin, mit dem unsere staatsmedien das Thema rüberbringen, ist einmal mehr atemberaubend, und zwar atemberaubend merkbefreit – noch nicht gemerkt, dass eine solche Propaganda fide nicht einmal mehr im Vatikan oder sonstwo in der katholischen Kirche funktionieren würde, geschweige denn in einer nicht mehr ideologisch abschirmbaren Medienwelt, in der man nicht einmal mehr auf gestörte oder sonstwie verrauschte Kurzwellen-Feindsender angewiesen ist, um verschiedene Sichten wahrzunehmen, darunter auch weniger blockdenkenbefangene als die unserer freien Presse ™.
In den Mittagskommentarsendungen zweier großer Nachrichtensendungen fiel heute Mittag nicht ein einziges Mal das Wort”Bulgarien”. Beachtliche Leistung.
Gute Kurzfassung der Zusammenhänge siehe z.B. http://www.broeckers.com/ . Die dort am Schluss referierten Gedanken von pepe muss an allerdings nicht unbedingt nachdenkenswert finden, meine ich. Verlockend ist es allerdings, ich habe es anderswo angedeutet, zu vermuten, dass die USA ein Teilungskalkül von Anfang an im Köcher der möglichen Szenarien hatten. Die naive Vorstellung, die Ukraine ganz, samt den zu SU-Zeiten bloß innerstaatlich-verwaltungsmäßig aus Rusland ausgegliederten Gebiete der Ostukraine und der Krim wiederstandslos in das eigene Lager herüberholen zu können, sollte man demPentagon nicht unterstellen. Natürlich, wenn Russland sich das hätte gefallen lassen -o.k., dankend angenommen. Aber erwartet hatte man das wohl kaum. Insofern ist das hysterische Geschrei darüber, dass es so eben nicht kam, bloß Theaterdonner mit viel geschütteltem Blech und viel künstlichem Nebel, hinter dem einige Nebeneffekte versteckt werden sollen: Russland als den Schuldigen an der Teilung darstellen (blamegame gehörte bei allen Teilungen zum festen Repertoire), die EU wegbeißen (die sich tatsächlich brav von ihrem östlichen Nachbarn wegsanktionieren lässt, das war zu erwarten und Schwierigkeiten von dieser Seite nicht zu befürchten) und schließlich: Russland wirtschaftlich, und hier insbesondere in seinen Außenbeziehungen, zu schaden.
Was davon überhaupt funktioniert, ist fraglich. Am besten scheint der Programmpunkt “EU-Europa schaden” zu funktionieren, denn es gehören zum “schaden und schaden lassen” immer zwei dazu. “rofl”

.

Manfred Peters Dezember 2, 2014 um 16:19

Achtung, Ausnahmsweise mal ein Link in die Jxxxxegrube:
http://www.stilstand.de/die-nuland-sch-sse/
“Der Beitrag wurde am Dienstag, dem 02. Dezember 2014, um 12:40 Uhr veröffentlicht und unter Dummschwätze*  abgelegt.”

Ich hatte weiter oben die bisher unbeantwortete Frage gestellt: “@ irgendeiner 21:06 aus Jarchows …

Du und Dein obskurer Chef sollten mal offen legen auf welcher Paylist Ihr steht.”

Mit seinem Elaborat hat der Gottvater bewusst oder unbewusst die Frage für sich wohl beantwortet.
Wer wie Klaus nicht an Dyskalkulie leidet, sollte seine neue üble Propagandalüge selbst finden. Sonst kommt die Auflösung später.
Hinweis: Die verlinkten Diagramme ansehen!
Übrigens, für die USA ist Entwicklungshilfe ein Synonym für Militärhilfe zur Durchsetzung der geostrategischen Interessen. :-(
* Eigene Blödheit, sofern es nicht bewusstes Kalkül ist, wäre richtig!

Der Aufstand Dezember 2, 2014 um 09:16

Ich denke nicht das das eine vorläufige Speerspitze wird, eher ein bösartiges Geschwür was eine oder beide Seiten eindämmen oder vernichten müssen um nicht selbst draufzugehen.
Das ist für mich der Moment zum Fürchten und das nicht erst seit heute.
Ich erinnere mich des öfteren immer wieder an einen Artikel aus dem Vorgängerblog von einem Herrn Lübberding, in dieser Geschichte saß ein frisch gekündigter Reporter in einem öffentlichen Verkehrsmittel und las Zeitung oder so. Ich finde den leider nicht mehr aber genau das charakterisiert die schon seit längeren anhaltende Situation.
Die zugrundeliegenden Mechanismen erklärt uns Holger auf, sagen wir mal, etwas rabiate Art, er hat aber im wesentlichen recht.
Interessant ist in diesem Zusammenhang das hier (wenn das so stimmt, wir sind hier im Internet), das es Entscheider gibt die so denkfaul sind solchen Leuten nicht zuzuhören. Das Ergebnis wird sein das davon ein gewisser Prozentsatz irgendwann feststellen wird das der Porsche vor der Tür nicht eßbar ist.

Bogus Dezember 2, 2014 um 07:46

OT

Weiter oben wurde Herrhausen erwähnt. Dazu gab’s gestern ‘ne ARD-Doku – die Bombe kam von den Libanesen. Relativ langweilig für den ambitionierten VTler.
Da wurde auch gesagt, “Beziehungen der RAF in den Libanon gab es seit Ende der 60er Jahre”. Hmm… Seit wann gab’s denn die RAF?

Frankie (f.k.a.B.) Dezember 1, 2014 um 22:27

@keiner

“Kommt jetzt noch dein Gesetzentwurf zu den Ewigkeitskosten der Atomenergie, bald isses zu spät, dann werden Atomkraftwerke dem Steuerzahler zur Rettung anvertraut”

Ja, es wird eng, zeitlich.
Zudem ermüdet das Material zusehends:

http://netzfrauen.org/2014/11/30/akw-tihange-3-nach-explosion-stillgelegt/

Zu den Netzfrauen muss man mittlerweile verlinken, wenns in Belgien einen Brand im Atomkraftwerk gibt. Naja, was ist das schon wenn so ein Umspannwerk im AKW explodiert – kann ja höchstens der Strom ausfallen.

Manfred Peters Dezember 1, 2014 um 17:59

”Im nächsten Frühjahr geht die NATO mit einer “vorläufigen Speerspitze” an den Start, …” dann können wir auch wieder “Blitzkrieg”. Unsere oberste Barbarin soll schon freudig erregt sein, etwa so wie bei ihrem Statement zur Ermordung Bin Ladens. :-(

Oder war's der olle Jarchow? Dezember 1, 2014 um 17:07

Oder war’s der olle Jarchow?

someone Dezember 1, 2014 um 14:56

Sauerländischer Humor…
Hat was.
Wir moderieren jetzt alles.

test Dezember 1, 2014 um 13:13

Ich sehe die Kommentare nicht mehr, auch die alten . Geht das nur mir so?

test Dezember 1, 2014 um 13:12

test2

test Dezember 1, 2014 um 13:12

test

gelegentlich Dezember 1, 2014 um 11:11

@karla

Ach, tagsüber ist es hier relativ sicher. Es geht nach dem Motto: der Tag geht, der Unflat kommt. Aber mein Gott: an einer Trinkhalle kommt man auch heil vorbei.
Hezlichen Dank für den Link! So etwas zu bekommen ohne selber lange suchen zu müssen ist für mich eine wesentliche Motivation. Die angesagten Truthähne kann ich dafür leicht ignorieren.

karla Dezember 1, 2014 um 10:55

someone Dezember 1, 2014 um 10:01

” Sowok!”

Beim googeln nach ” Sowok” bin ich darauf gestossen:

http://www.newropeans-magazine.org/content/view/12146/360/lang,sp/

Ob dieser Einzelbericht relevant ist für die soziale Situation in der UA kann ich nicht wirklich beurteilen.

Für meine Urteile halte ich mich an die soziale Situation von Arbeitnehmern der EU durch die Politik der EU und was Arbeitnehmer der UA in der EU daraus zu erwarten haben.

An den Diskussionen sich hier weiter zu beteiligen habe ich eingeschränkt. Selbst das lesen der Kommentare die zunehmend nicht mehr ohne üble Herabsetzung von Personen auskommt macht keinen Appetit auf weitere Beteiligung.

Klaus Jarchow Dezember 1, 2014 um 10:49

@ Folkher Braun: Wenn Russland das Geld für die geraubte Krim an die Ukraine überwiesen hat, dann sind die Gasrechnungen der Ukraine nur noch ‘Peanuts’.

someone Dezember 1, 2014 um 10:02

Dreckspreusse! Um es ins Deutsche zu übersetzen.

someone Dezember 1, 2014 um 10:01

Und die ganzen Lügen oder falschen Behauptungen übergehen, schöne neue Welt! Lügen und behaupten ohne Ende, man kann sich ja an schejk wenden…. Du hast nicht einen Punkt widerlegt. Stattdessen die Autorität angerufen.
Sowok!

someone Dezember 1, 2014 um 09:52

Hauptsache schöne Pupswelt beisammenhalten, nicht?

someone Dezember 1, 2014 um 09:50

Wahnsinn! Über Argumente hinweggehen und weiterbehaupten! Was ist mit dem Bukarestgipfel 2008? Egal, passt nicht wird ignoriert! Was ist mit Girkin, wird ignoriert, egal! Wahnsinn!

H.K.Hammersen Dezember 1, 2014 um 09:36

@someone
“Der direkte Nachbar ist Polen und nicht Russland. Die haben eine schärfere Sicht auf die Dinge als ich. Soweit zu deinem Besinnungsgefasel. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal…”

Es ist erstaunlich, mit welcher Gewissheit sie jemandem, von dem Sie nichts wissen, Unwissenheit unterstellen. Gerade im Fall Polen kann ich Ihnen vergewissern, dass ich ganz gut dessen Lage einschätzen kann. Meine Vorfahren kommen von dort und ich habe dort auch heute noch Blutsverwandte. Ich kenne das Land also von innen. Sowohl vor, während und nach dem Zusammenbruch des Ostblocks.

Russland ist einer der wichtigsten Handelspartner Polens, bei Importen auf Platz 2 und bei Exporten Platz 5. Seien Sie gewiss, vom Embargo gegen Russland wird Polen relativ härter betroffen sein, als z. Bsp. Deutschland. Mal sehen, wie lange dann dort die Zustimmung für eine harte Gangart gegen Moskau anhält. Und wenn gar die Ukraine EU-Mitglied wird, ein Teil der EU-Subventionen dann weiter im Osten versickert und der polnische Arbeitsmarkt von Ukrainern überschwemmt wird, dann sollen Sie mal sehen, wie schnell man sich dort wünscht, zu einer Verständigung mit Russland zu kommen.

@Schwejk
“Gibt ja nun inzwischen auch galizische Regionalisten, die nach Europa wollen, und wenn es sein auch ohne Kiew.”

Dann sollen die sich doch abspalten und nach Westen orientieren. Aber das darf ja auch nicht sein, weil dann ein Präzedenzfall für den Osten geschaffen wird. Die Oligarchen brauchen die Gesamtukraine, um ihr Vermögen über die Wirren zu retten.

Nach dem Zerfall der SU ist die Ordnung in einem riesigen Gebiet zerfallen. Die Gebiete mit einer homogenen Bevölkerung haben es geschafft, eine neue Ordnung zu etablieren auf Basis eines Nationalbewusstseins. Eine solche Ordnung muss erst einmal vorhanden sein, um in einem zweiten Schritt Kompetenzen an supranationale Institutionen abzugeben. Dieser Schritt soll in der Ukraine übersprungen werden. Das kann nie und nimmer gut gehen. Was soll die Ukraine in der Nato, wenn sie nicht mal in der Lage ist, ihr eigenes Land zu befrieden. Tschechen und Slowaken haben sich auch friedlich getrennt.

keiner Dezember 1, 2014 um 09:32

@frankie fkab
Kommt jetzt noch dein Gesetzentwurf zu den Ewigkeitskosten der Atomenergie, bald isses zu spät, dann werden Atomkraftwerke dem Steuerzahler zur Rettung anvertraut

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/atom-gas-kohle-sollen-weg-eon-zerschlaegt-sich-selbst/11055412.html

Manfred Peters Dezember 1, 2014 um 09:29

@ gelegentlich
Sei nachsichtig mit Klausi. Ihn quälen Alpträume, dass die Russen vor seiner Hütte in Hedern stehen und ein T34 verkaufen wollen, wenn dann noch der Harndrang dazu kommt …
http://www.senioren-ratgeber.de/multimedia/44/220/111/32697294865.jpg

gelegentlich Dezember 1, 2014 um 09:22

@Jarchow
„Ihr liegt – cum grane salis – alle daneben. Aber es ist schwer, sich das einzugestehen. Das verstehe ich wiederum, so auf einer rein menschlichen Ebene …“
Dann sagen Sie uns doch bitte wo man richtig liegt. Und helfen Sie unserem Verständnis auf. Aber bitte nicht so sehr auf der menschlichen Ebene, eher auf der sachlichen. So wie hier:

http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/43/43462/1.html

Dass dieser Herr Bittner nicht weiß worüber er hier redet kann man ausschließen, oder?

someone Dezember 1, 2014 um 08:07
Der Aufstand Dezember 1, 2014 um 07:24

Das mit dem danebenliegen ist eine sogenannte Killerphrase. Alle liegen falsch außer einem, rofl.

Folkher Braun Dezember 1, 2014 um 00:58

@Jarchow: Natürlich liegen wir alle daneben. Genau so wie die, welche sich auf dem Maidan in den Rücken geschossen haben. Oder die sich im Gewerkschaftshaus in Odessa selber abfackelten. Und dass der Putin auch eine Blackwater-Armee hat wie die USA ist natürlich unverschämt, den Blackwater/Akademi dürfen nur wir, die Guten. Nun will ich nur wissen: wer zahlt die Schulden von UKR an RUS bezüglich Gas? Ist das UKR, und wenn ja, wovon? Was macht der Biden-Kothen da bezüglich Fracking? Warum kommen bezüglich MH17 seit Monaten keine neuen Fakten von den Guten? Könnte es sein, dass die Guten etwas Dreck am Stecken haben? – O.k. Soros ist das egal, dessen Schleimspur ist ja schon etwas länger.

Soldat Schwejk Dezember 1, 2014 um 00:46

—> “Die waren nie Teil des russischen Staates…”

Äh… Wolhynien natürlich doch, für ein gutes Jahrhundert nach 1793/95 und dann nach dem Wiener Kongreß. Aber nie groß russisch geprägt.

Soldat Schwejk Dezember 1, 2014 um 00:38

@ someone —> “In seiner Denke ist die Ukraine der Spaltpilz, der russischen und nichtrussischen Nationalismus befeuert und Russland zerstören kann.”

Das Problem ist nicht, was für Staaten es da gibt und wie die heißen, und auch gar nicht mal, wo genau deren Grenzen verlaufen. Der ganze postsowjetische Raum ist ethnisch gemischt besiedelt. Das Problem entsteht dort dann, wenn Staaten einer Logik der europäischen Nationalstaatsgründung des 19. Jahrhunderts folgen und ein mehr oder weniger ethnisch und einseitig ‘geschichtspolitisch’ aufgeladenes ‘Nation Building’ betreiben. – Eine multinational definierte Ukraine, ohne staatlich betriebenen Sprach- und Geschichtsnationalismus, wäre kein Spaltpilz. Und wie schon mal geschrieben: die historisch, menschlich, ökonomisch problematische Ostgrenze der UA hätte nicht in der Perspektive zu einer Art Blockgrenze werden dürfen.

@ bleistift —> “Die k und k Monarchie ist auch nicht untergegangen weil jemand soziale Spannungen demagogisch missbraucht hätte. Sondern weil die Zeit schlicht vorüber war.”

Das letzte ist reine Tautologie. Es ist vorbei, wenn es vorbei ist. Ansonsten ist der Vergleich mit k.u.k. nicht unpassend. Gewiß sind soziale Spannungen in den k.u.k. Kronländern demagogisch von Nationalisten mißbraucht worden, die Endphase des Reiches ist voll davon. Nachdem das Habsburgerreich zerfallen war, gab es einige Ansätze zu einer teilweisen Reintegration, etwa in Gestalt einer Konföderation oder Wirtschaftsunion. Diese Ansätze sind u.a. an der Dominanz der Nationalstaatsidee gescheitert. Wobei das in der Zwischenkriegszeit eigentlich alles noch ethnisch gemischte Staaten waren mit vielen zentrifugalen Bestrebungen im Innern; zum Teil “entmischt” wurden sie dann im Zweiten Weltkrieg, der ohne diese zerbröckelte Welt einander feindseliger k.u.k. Nachfolgestaaten möglicherweise so nicht hätte stattfinden können.

Wenn wir eine Parallele zum Zerfall des k.u.k. Reiches ziehen, dann sollte die Schlußfolgerung sein, daß solche multinationalen Räume nur auf destruktivem und katastrophalem Wege als eine Welt von sich gegeneinander abgrenzenden ‘Nationalstaaten’ neugeordnet werden können. Und daß eine teilweise Reintegration auf niedrigerem Niveau vielleicht die bessere Lösung ist.

@ H.K. Hammersen —> “Um so unverständlicher ist mir der Drang der Westukraine nach Westen.”

Nun, was die eigentliche Westukraine angeht (Galizien, Wolhynien), da ist die Sache relativ klar. Die waren nie Teil des russischen Staates, die sind wirtschaftlich weniger mit RU verflochten, da gehen sehr viele Leute arbeiten in den angrenzenden ostmitteleuropäischen EU-Staaten, wo die Lage doch etwas besser ist. Eine EU-Annäherung bedeutet dort sicher in manchen Dingen tatsächlich eine Erleichterung.

Ich vermute, in Kiew z.B. sind die mit “Europa” verbundenen Hoffnungen eher etwas illusorisch. Aber ganz im Westen des Landes sind sie schon begründet. Gibt ja nun inzwischen auch galizische Regionalisten, die nach Europa wollen, und wenn es sein auch ohne Kiew.

someone Dezember 1, 2014 um 00:31

Leg mir nicht Worte in den Mund, die ich nie getätigt habe Hammersen. Wo ich habe ich geschrieben westliche Politiker sinds edel hilfreich und gut? Stattdessen könntest du einfach masl einige von deinen hahnebüchenen Behyauptungen überprüfen. Griechenland und Ukraine auf einem Niveau, aha. Drang der Ukraine nach Westen unverständlich? Dann schaui mal nach Polen, Ukraine und Polen begannen auf vergleichbarem Niveau Ukraine krebst da immer noch immer noch, währendf es Polen besser geht. Bürgerkrieg in der Ukraine wird umgedeutet ion eine Invasion? Selbst Girkin, wobei ich mal davon ausgerhe, dass du keine Ahnung hast, wer das ist, sagt, dass es ohne ihn keinen Krieg gegeben hätte.
Natomitgliedschaft Ukraine? Leider 2008 von Deutschland/Frankreich abgelehnt6. Undf hej, sogar das kleine Griechenland kann den Beitritt Fyroms verhindern.
Der direkte Nachbar ist Polen und nicht Russland. Die haben eine schärfere Sicht auf die Dinge als ich. Soweit zu deinem Besinnungsgefasel. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal…

Importsubstitionen sind möglich und Russland autark überlebensfähig. Tolle Sache das. Was gibt man doch nicht alles für das große starke Russland, wo im Gegensatz zu allen anderen Ländern, die Feinde nicht im Inneren sitzen.

@Kremlins: Merkt ihr das eigentlich noch, wie ihr zunehmend Scheiße labert oder seid ihr in der Lage, jedes Hinterfragen der eigenen Position auszublenden? Würde mich wirklich interessieren.

BB Dezember 1, 2014 um 00:30

Sollte sich Deutschland jemals an diesem Krieg beteiligen – und sei es nur durch die Lieferung von LKW-Motoren, dann gilt Art. 20 Absatz 4 GG.

ruby Dezember 1, 2014 um 00:17

Lustig, wie West Politiker und Journalisten sich von einer ostmerkel lächerlich vorführen lassen
;-)

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