Welche Unterschiede gibt es zwischen dem “World Economic Forum” und Pegida, außer bei der Ökobilanz?

by f.luebberding on 22. Januar 2015

In diesem Augenblick spricht in Davos beim World Economic Forum (WEF) die Bundeskanzlerin. Sie gehöre wegen ihrer erneuten Teilnahme “fast schon zur Familie”, so wurde sie vom Gründer des Forums, Klaus Schwab, begrüßt. Er hatte sich auch schon zu Pegida mit einigen bemerkenswerten Sätzen geäußert.

Die Welt: Meinen Sie damit Bewegungen wie die Pegida in Deutschland?

Schwab: Ja, man will sich abschirmen von dieser unverständlichen und komplexen Welt da draußen. Wer dann von außen reinwill, wird als Eindringling gesehen. Die Welt ist viel egoistischer geworden. Dieser größere Egoismus überträgt sich in Nationalismus. Und eine globale Führungsarchitektur, die geeignet wäre, diese rasanten Entwicklungen zu begleiten, gibt es nicht. Wir stehen gerade an einem Wendepunkt. Entweder wir finden einen minimalen Standard der globalen Zusammenarbeit. Oder wir verfallen in eine Art chaotische Struktur.”

Nur welchen Unterschied gibt es eigentlich zwischen Pegida und dem WEF? Eines ist gewiß: Die Ökobilanz der Pegida-Teilnehmer ist besser als die des World Economic Forum. Erstere reisen sicherlich nicht mit dem Privatjet an. Aber man sollte diese Frage unter soziologischen und demokratietheoretischen Aspekten betrachten.

Soziologisch ist die Differenz klar: Die Zusammensetzung der Teilnehmer wird sich beim WEF von denen bei Pegida unterscheiden. Die Bildungsabschlüsse sind höher, das Durchschnittseinkommen auch. Das trifft zugleich für die beruflichen Positionen zu. In Davos ist ein  hoher sozialer Status Zugangsvoraussetzung (Mittlerweile muss man für eine Premium-Mitgliedschaft beim WEF sogar 600.000 Franken zahlen). Um an Pegida-Demonstrationen teilzunehmen, gibt es diese Hürden nicht. Letztere ist somit unter demokratietheoretischen Gesichtspunkten positiver zu bewerten als Davos. Dieses Argument gilt natürlich auch für die No-Pegida Gegendemonstrationen. Beide Veranstaltungen haben dabei ein Ziel: Sich als Gruppe der eigenen Relevanz zu versichern und somit den Gruppenzusammenhalt sicherzustellen. Bei Pegida ist das der Anspruch der Teilnehmer, ihren Positionen in der Politik Gehör zu verschaffen. In Davos der Anspruch dieser von Schwab nicht zufällig “Familie” genannten Gruppe, sich “als politische Gestaltungsmacht in einer chaotischen Welt” zu inszenieren.

Der wichtigste Unterschied zwischen Davos und Pegida besteht natürlich in der Selbstwahrnehmung. Das WEF betrachtet sich als Insider und damit als einzig relevante Akteure in der Weltpolitik. Diese Familientreffen haben nur diesen einen Zweck: Diesen Anspruch öffentlich deutlich zu machen und das über die Medien zu kommunizieren. Pegida lebt dagegen von seiner Selbstwahrnehmung der Ausgrenzung. Diese Sichtweise wird durch die Berichterstattung sichergestellt. Insofern gibt es hier eine interessante Gemeinsamkeit. Die Medien dienen als Instrument zur Sicherung des jeweiligen Gruppenzusammenhalts.

Auch ansonsten sind wenige Unterschiede erkennbar. In Davos werden die klassischen politischen Schaufensterreden gehalten, die nur einen Adressaten haben. Die Zuschauer, die über die Medien diese Ansprachen verfolgen. Auf Demonstrationen haben die Reden bekanntlich den gleichen Zweck: Die Öffentlichkeit über die eigenen Forderungen zu informieren. Unter medientheoretischen Aspekten ist der Auftritt in Davos allerdings als professioneller zu bewerten. Deren Teilnehmer haben zudem zweifellos größere Chancen, von den Medien wahrgenommen zu werden. Ob die Medien ihrem Anspruch auf faire Berichterstattung und kritische Kommentierung in beiden Fällen gerecht werden, bedürfte allerdings einer gesonderten Untersuchung. Die Annahme, dass Eliten mit hohem sozialen Status in den Medien eher Verständnis finden, ist aber sicherlich eine brauchbare Arbeitshypothese.

Zuletzt wäre noch eine Frage zu klären: Welches Politik- und Demokratieverständnis bringen Pegida und das World Ecomic Forum zum Audruck? Bei Pegida hört man immer wieder ein Argument. In den Parlamenten und den dort vertretenen Parteien kämen ihre sogenannten “Ängste und Sorgen” nicht mehr vor. Mit dieser Enttäuschung wird von ihnen die geringe Wahlbeteiligung erklärt und als Ausweg etwa mehr direkte Demokratie gefordert. Schwab hält allerdings auch nicht sehr viel von etablierten demokratischen Verfahren. Etwa die berühmten “Schicksalsfragen” einer Gesellschaft in den Parlamenten von den vom Volk gewählten Vertretern entscheiden zu lassen

Schwab: Es ist zu einfach, den Eliten allein die Verantwortung zuzuschieben. Die Wählerschaft in den modernen Demokratien wird immer älter. Sie bringen Politiker eher dazu, zu konservieren, anstatt sich auf die neuen Herausforderungen durch Reformen einzustellen. Hinzu kommt, dass die Entscheider fast nur noch mit Krisenbewältigung befasst sind. Dabei haben wir explosionsartige Innovationssprünge vor uns – im Internet, bei der künstlichen Intelligenz, in der Nanotechnologie.

Die Welt: Wie lässt sich das globale Governance-Problem lösen?

Schwab: Mit dem World Economic Forum zum Beispiel. Nur bei uns kommen alle wichtigen Einflussgruppen einer Gesellschaft zusammen – Politiker, Manager, Wissenschaftler, Nichtregierungsorganisationen.

Um schließlich hinzuzufügen:

Schwab: Mehr denn je bin ich davon überzeugt, dass in der Grundidee des Forums auch ein Lösungsansatz für die Probleme dieser Welt liegt. Politiker können allein doch kaum mehr etwas entscheiden, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft müssen immer mit am Tisch sein. Es gibt kein Primat der Politik mehr. Das einzige Rezept ist die Zusammenarbeit all dieser Akteure – eine Zusammenarbeit und nicht nur Begegnungen.

Schwab ernennt Davos und sein Forum zu dem Ort, wo in Zukunft “Zusammenarbeit” stattfinden soll, um die Probleme der Welt zu lösen. Das ist genauso lächerlich, wie der Anspruch von Pegida namens “Wir sind das Volk.” Bei Schwab kommt allerdings die Ignoranz einer sozialen Schicht zum Ausdruck, die es sich angewöhnt hat, die einzig legitimen demokratischen Verfahren für unnötigen Ballast zu halten. Die sich selbst fast schon wie bei Plato zur Elitenherrschaft berufen sieht. Das WEF dient auch nur dazu, sich in dieser Rolle alljährlich zu bestätigen. Warum Pegida kaum den Anspruch erheben kann, das Volk zu sein, muss nicht mehr begründet werden. Am Ende zeigt sich in den Parlamenten nach demokratischen Wahlen, wer das Volk repräsentiert und wer nicht.

So gibt es zwischen Pegida und dem WEF zwar soziologische Unterschiede bezüglich des Status und der Herkunft der Teilnehmer. Gruppensoziologisch sind aber bei beiden die gleichen Mechanismen festzustellen: Selbstbestätigung. Wo sie zudem übereinstimmen, ist in ihrem Demokratieverständnis. Parlamente und die Mühsal der Ebene, sich demokratisch legitimieren zu müssen, scheuen beide. Nur hält sich Pegida irrtümlich für das Volk. Das WEF hat dagegen den durch nichts legitimierten Anspruch, der Ort zu sein, wo die Politik von den Eliten für das Volk gemacht werden sollte.

Wer über Politikverdrossenheit reden will, sollte über die Eliten und ihr Politikverständnis nicht schweigen. Was bei Pegida schief läuft, wissen wir ja schon.

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topi Februar 2, 2015 um 17:43

Pegida-Abtrünnige gründen “Verein für direkte Demokratie”.

Rechts von der Union, soll er stehen. Na dann mal los.

Es dürfte stark davon auszugehen sein, dass es hierum keinen Hype geben wird.
Denn wie sollte man zigtausende Gegendemonstranten gegen “direkte Demokratie” mobilisieren.?

worms Januar 28, 2015 um 02:34

Bißchen enttäuschend, angenehm kühl.
Mal drüber schlafne ….

Andreas Kreuz Januar 27, 2015 um 21:30
NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 19:08

@ BB

“…außer ein paar russophobe Bildchen und Videos zu verlinken?”

Noch schnell was zum lästern: und was die da für Autoooos fahren. Nein.

https://www.youtube.com/watch?x-yt-ts=1422327029&v=Eyase-RQT_I&x-yt-cl=84838260

@ Systemfrager

Genau. Schütze die russische Gesellschaft vor Verunglimpfung. Faschismus in Russland? Datt gibbet nur bei uns!

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 18:54

@ BB @ Systemfrager – heult doch.

Ziemlich sichere Sache: hätte ich hier geschrieben, was für ein geiler und toller Typ Putin ist und das ganze noch mit ein bisschen üblem Weltfinanzjudentum ergänzt, hätte keiner reagiert.

Da ihr beiden euch öfters über Mainstream Medien beklagt, gebt ihr mir, insgeheim, alleine, doch Recht, das Antiwestliche, Antisemitische und Verschwörerblödsinn, hier und überall im Netz Mainstream sind.

Mit Putin in die Gay Bar

https://www.youtube.com/watch?v=ORSgkBz09-Q&x-yt-ts=1422327029&x-yt-cl=84838260#t=98

Ekel Alfred Januar 27, 2015 um 18:52

@andreas kreuz
Novo-Viren für die über uns in Helis schwebenden “Exponenten” ist mir zu destruktiv. Das bewirkt wenig – außer vielleicht eine Ausweitung des Terrorismusbegriffes. Auch die Querfrontphantasien erscheinen wenig realistisch. Linke und AfD verbindet hierzulande wirklich nichts außer interner Zwist und Bedeutungslosigkeit.
Nur die Mitte, der außerhalb der etablierten Parteien (oder gar der rückwärtsgewandten AfD) eine organisatorische Alternative aufzuzeigen ist, könnte einen Kurswechsel erzwingen. Mitte interpretiere ich sehr weit (nicht wie BB mit 4.500 EUR). Denn ein hochqualifiziertes Doppelverdienerpaar in MUC wird sich auch mit 10 T netto nie eine anständige Hütte leisten können, wenn nicht einer erbt. Die wirklichen Gewinner des Systems sind die 0.001 %. Solange die Mitte aber zwischen Sexting und Dschungelcamp im politischen Tiefschlaf döst und die tägliche Propaganda glaubt, werden die Eliten leichtes Spiel haben.
Das liegt nur im Einzelfall an hirnphysiologischen Störungen. Denn selbst sonst besonnene Akademiker sind für plumpe Hasspropaganda fast ebenso empfänglich wie PEGIDA, sobald ihnen täglich mit Wort und Bild eingehämmert wird, dass die faulen Südländer, Assad, ISIS, Putin oder andere Projektionen ihre gefährlichsten Feinde sind. Erlebe ich in meinem Umfeld ständig, wo man schnell als Verschwörungstheoretiker / Amerikahasser gilt, wenn man auch nur vorsichtig zum Hinterfragen der Narrative ermuntert oder an Filme wie wag the dog, Ghostwriter und viele andere “Satiren” erinnert.

gelegentlich Januar 27, 2015 um 18:35

@pvk
Das „eingesunkene Nachtauge der Höhlenlichtung“ wird man sich merken müssen. Wie zum Teufel soll die NSA ( New Stauffenberg Armee ) damit zielen, und gar nachts?

KommentatorX Januar 27, 2015 um 18:26

@Enrico Januar 26, 2015 um 21:32
Bin zehn Jahre später als die 68er geboren, habe aber Geschwister als ehem. “68er”. Na ja, Na ja…da gab es ein paar rebellische Kerle aus der Oberschicht, die gerne so mächtig sein wollten wie ihr Herr Papa und weil das nicht so leicht ging, war man revolutionär, hat große Reden gehalten, während die Mädels das ganz toll fanden. Und als die tollen 68er-Redner es dann doch geschafft haben nach oben zu kommen, war das mit der Revolution und den ehemaligen Reden bald irgendwie gar nicht mehr so gemeint. Und die dazugehörenden Mädels fanden das dann auch irgendwie in Ordnung. Nein, sind wir doch mal ehrlich, so toll waren die 68er nun wirklich nicht. Das waren in ihrem Herzen doch recht spießige “Revolutionäre”. …

Erstaunlich, welch falsches Bild von den „68-ern“ heute in den Köpfen ist!

Ich bin Abi-Jahrgang 1967 und in dieser Zeit politisiert worden. Ideologisch war unser humanistisches Gymnasium wie eine Käseglocke, man bezog sich auf die Zeit der Aufklärung und die Deutsche Klassik, so als könnten wie als „mündige Bürger“ mit „Zivilcourage“ daran direkt anknüpfen, an eine Epoche, die bereist anderthalb Jahrhunderte untergegangen war und auf die ein Jahrhundert reaktionäre Restauration und anschließend barbarische Jahrzehnte mit Weltkriegen und Faschismen folgten.

Unsere Lehrer ermöglichten uns eine geistige Entwicklung von Wissen, Denken und Können, welche den Zugang zu einer geistigen und wissenschaftlichen Welt eröffnete, der uns aufgrund unserer Klassenzugehörigkeit ansonsten versperrt gewesen wäre. Dafür bin ich meinen Lehrern noch heute dankbar.

Nur 2 meiner Klassenkameraden hatten einen Akademiker zum Vater. Der Rest kam aus dem „unteren Mittelstand“, meist kleine Angestellte und kleine Beamte ohne höhere Bildung. Ursprünglich waren wir in der Sexta (5. Klasse) 27, mit 9 gingen wir ins Abitur. Es war damals normal, dass 50% oder mehr scheiterten.

Vorbilder an Zivilcourage waren diese Lehrer nicht, aber sie ließen die Entwicklung von kritisch-oppositionellem Denken und Argumentieren in gewissem Rahmen zu.

Von Marx und Freud haben wir nichts gehört, der Begriff „Kapitalismus“ ist nie gefallen, von der „Arbeiterbewegung“ haben wir nie etwas erfahren. Wir wurden zu Idealisten der „Demokratie“ erzogen.

Die „68-er“ sind in Deutschland aus der APO entstanden. Das Ziel der APO war die Verteidigung unserer freiheitlich-demokratischen Verfassung gegen die Einschränkung der Grund- und Freiheitsrechte durch die Notstandgesetze, wie von der Großen Koalition aus CDU-CSU und SPD geplant.

Die APO war eine bürgerliche, freiheitliche und demokratische Bewegung zur Erhalt der Verfassung gemäß Grundgesetz.

Mit der APO entstand ein Prozess der Politisierung insbesondere von Intelligenzschichten. Unter „Politisierung“ verstehe ich vor allem die Entwicklung eines Bewusstseins über gesellschaftliche Zusammenhänge. Durch die Rezeption von kritischen Theorien wurde verstanden, dass individuelle Freiheit und Demokratie im Widerspruch zum kapitalistischen System stehen.

Eine Behauptung der Nazis war „Arbeit macht frei!“.
Und genau diese Behauptung findet sich heute in der Propaganda der neuen Faschisten, nämlich der Wirtschaftsfaschisten, wenn sie die Arbeit idealisieren und „Arbeit, Arbeit, Arbeit!“ zum Ziel setzen.

Aber kapitalistische Lohnarbeit macht nicht frei, sondern macht die Menschen zu Sklaven von „entfremdeter Arbeit“. Dies war damals jedem politisch bewussten 68-er klar und vor allem dagegen richtete sich die Systemkritik.

Die einen wollten dem „System der entfremdeten Arbeit“ – was das ist, verstehen wahrscheinlich heute über 99% nicht mehr – entkommen durch Flucht aus der Gesellschaft und Führung eines selbstbestimmten Lebens in Kommunen (z.B. die Hippies), andere wollten das System durch ein neues, nämlich ein freiheitlich-sozialistisches System ersetzen.

Letzteres wollten weder die Kapitalisten noch die Kommunisten und die SPD machte wieder einmal die konterrevolutionäre Drecksarbeit (cf. Niederschlagung der deutschen Revolution 1918/19 – SPD-Noske: „Einer muss den Bluthund machen …“).

Die revolutionäre, freiheitlich-demokratische-sozialistische Bewegung der 68-er wurde nicht – wie nach dem WK I – blutig durch Polizei und Militär niedergeschlagen, sondern durch den „Radikalenerlass“ des SPD-Kanzlers Brandt 1972.

In der eigenen Biographie habe ich es erfahren:
Man begann als idealistischer, mündiger Bürger mit Zivilcourage, der sich für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Verfassung einsetzte, dann begriff man die gesellschaftlichen Zusammenhänge und wurde zum Systemkritiker des Kapitalismus und als dieser wurde man vom Establishment unter Führung der SPD politischer Repression unterworfen und zum politisch Verfolgten gemacht, dem eine Berufsaufübung nicht nur in privaten Wirtschaftsunternehmen, sondern auch im Öffentlichen Dienst verunmöglicht werden sollte.

Heute versteht man unter „68-er“, was die Schreiberlinge der Springer-Presse von ihnen darstellten: Kommune I mit Uschi Obermeier, wichtigtuerische Radikalinskis, Psychopathen, Neo-Stalinisten, Terroristen etc.

All das, was an kritischem Bewusstsein über gesellschaftliche Zusammenhänge und die Möglichkeiten eines anderen und besseren Lebens damals existierte, ist heute tot.

Eine Auslöschung von humanistischen und kritischen Theorien, ähnlich wie bei den Nazis, dabei ohne Bücherverbrennungen etc. auskommend.

Die 68-er-Generation ist eine gebrochene Generation, die meisten von ihnen haben ihr früheres Bewusstsein verdrängt und sind so geworden, wie sie niemals haben werden wollen, zum Teil schlimmer als die damals von ihnen Kritisierten.

Typisch für Letzteres die rotgrüne Regierung Schröder-Fischer. Und die neoliberale Entwicklung von Ex-68-ern in der SPD und den Grünen sowie in den Medien und in der Wissenschaft.

Was die jene Entwicklung der Bevölkerung betrifft, welche als „Verblödung“, „Gehirnwäsche“ etc. bezeichnet wird, so ist mein Eindruck ist, dass diese in allen westlich-kapitalistischen Gesellschaften ähnlich ist.

Wenn man den Bewusstseinszustand der deutschen Bevölkerung – insbesondere der Jugend – betrachtet, so stellt sich die Frage, wo dieser besser und fortschrittlicher ist, wo es mehr und bessere Bildung, kritisches Denken und Oppositionsgeist gibt?

P.S.
Die 68-er mit ihren Theorien sind nicht vom Himmel gefallen.
Sondern sie hatten akademische Lehrer, welche diese Theorien vermittelten.
Ohne diese hätte es die Theorieentwicklung im SDS und nicht die 68-er gegeben.
Heute ist die Vermittlung von kritischer Theorie aus den Hochschulen verschwunden.

petervonkloss Januar 27, 2015 um 17:59

@topi Januar 27, 2015 um 12:39

„Der erste Tag mit Syriza-Regierung ist rum;“
>>>>>>>>„Ein Knaller könnte natürlich auch noch kommen.“.

Sowas muß man können!!! Und sich nicht nur in marxistischen Spiegelfechtereien großtun.

Hast Du jemals eine Linke gesehen, die das auch in der Etappe kann? Da verwenden sie nur noch gelegentlich das
Adjektiv „progressiv“ wie ein zurecht längst entflohener Floh aus dem selben Zirkus.

Und die Griechen – ich sag dies hier aus eigener Erfahrung mit einem griechischen Autor und Regisseur – neigen eh
zur Großmäuligkeit, da sie sich mindestens als die Enkel von Platon, Sokrates und Aristoteles sehen.

Man muß den geschichtlich – ökonomischen Teig mittels viel Erfahrung zu kneten und formen wissen und einen
Charakter der Widerspenstigkeit entfalten können, den weder die Griechen noch die Besiegtendeutschen jemals ent-
faltet haben.
( Hampelmännchen-Statthalter-Regime ).

Spontan-Gedicht für die NSA ( New Stauffenberg Armee )

Wir lebten in der besten aller Welten,
Und ihr wolltet das Gute und Gerechte
Für Alle und das Cogito ergo der Unend-
lichen Metaphysik. ihrer technisch-ökonomi-
schen Verifizierung. Sie hat sich in Billionen auf-
gerauscht wie alle Formen derselben, aufgelöst und „Ort-
los“ in die schönen und kleinen Katastophen des unmerklichen
Nichts. Damit der alte Rauschebart seinen alten „Zinnober“ weitergibt
und weiter zeigt, daß Dinge so sind wie sie immer waren in neuesten
Gewährnissen der Welterzeugung, die hart und zugleich fein sein werden;
das gebrochene alte Monstrum Metaphysik kehrt heim zu seinen An-
fängen wie ein wildes Tier das sämtliche Dinge in die Einfalt reißt,
und so sich in die Spitze des Zauberstabes tief innerlich begibt
wie das eingesunkene Nachtauge der Höhlenlichtung zu
brechen in das geheimste Ziel der Ziele da alles durch-
schaut im größten Wagnis der vielen Tode,
darin selbst die beste aller Welten ihr
unheimliches Zeugnis behält.

( Mit „der alte Rauschebart“ ist M. Heidegger gemeint ).

Systemfrager Januar 27, 2015 um 17:51

Ach ja, die “deutsche Sprache schwere sprache”
Ist man ein einziger Tag in Deutschland, hat man das schon gehört, und eine Ausstrahlung in den Geschichtern gesehen, wie diese Sprache allen anderen hoch überlegen ist.
Ach was:
Nur in Deutsch muss man Substantiv groß schreiben, weil sons ist nicht von Adjektiv zu unterscheiden, zumindes geschriebene Sprache soll diesen Mangel irgendwie kaschieren. Aber wenn es nur diese Schwäche gäbe?????????
1) Weil die Deklinationen auf dem Neandertal-Niveau sind (so schlecht wie in Eglisch oder Ungarisch ist es doch nicht), muss man Worte zusammekleben, so enstehen unendlich lange äußerst schwerfälige Konstrukte
2) Nun zur Rettung der steinzeit-hintergebleibenen Deklination hat man der-die-das, ein-eine-ein, nix-nix-nix – es gibt keinen Linguistik-Doktor der da eine Logik herausgefudnen hat
3) Weil der Anfang von Verb am Ende des Satzes kommt, und sätze unendlich lang sind, muss man verzweifeln bis man versteht, was gemeint wurde
4) Man hat alle mögliche Tempus, vielleicht wolle man nicht zugeben, dass die deutsche Sprache hinter der Lateinischen steht, es gibt aber keinen Doktor der Liniguistik, der eine Ahnung hat, wozu das alles und wann soll was “richtig” gebraucht werden. (Das da eine Ordnung geben kann, siehe englische Spache.)
FAZIT: DEUTSCHE SPRACHE EINE DURCHEINANDER-SPRACHE
=====
gut gut gut
Jede Sprache hat Vorteile und Nachtele, ich kenne aber keine Sprache der Welt, wo man stolz wäre, dass eine schrecklich durchkonstruierte Sprache eigentlich ein Zeichen wäre, wie die Sprache allen anderen überlegen wäre
insoweit nix gegen die deutsche Sprache
aber gegen die Idioten, die so wie dieser oben so stolz ist, wie er Deutsch kann, habe ich schon was

Soldat Schwejk Januar 27, 2015 um 17:19

@ BB

Das Zurschaustellen russophober Neigungen scheint hier ohnehin immer einherzugehen mit einer Regression auch auf der sprachlichen Ebene; das Kindergartengelalle kommt einem ja schon vertraut vor. Würde deshalb die Hypothese in den Raum stellen, daß die Russophobie nur das Symptom einer umfassenderen hirnphysiologischen Störung ist, welche sich auch auf das Sprachvermögen auswirkt. Hoffentlich reversibel.

Das um 9:45 Uhr verlinkte Bild hat übrigens nix mit CDF zu tun, die Vorlage ist Iwan Schischkin, hier das Original:

http://www.kunstkopie.de/kunst/iwan_iwanowitsch_schischkin/schischkin.jpg

Dürfte dort ebenso bekannt sein wie CDF hier, und die Montage ist nix als eine kleine Spielerei, wo man sich schon sehr bemühen muß, um die Ironie zu übersehen.

@ Disney-NWO

Das um 16:08 verlinkte Filmchen fand ich aber sehr erheiternd. Nun ja, das ist eine abgelegene und kaum befahrene Dorfstraße da. Der Auftrag, dort eine Mittellinie zu ziehen, war offensichtlich einigermaßen sinnlos. Die Ausführenden haben ihn aber immerhin recht kreativ interpretiert. Ich hoffe, sie hatten eine gute Zeit dabei. Würde sie für einen Aktionskunstpreis vorschlagen. Erinnert mich an den Film “Prince Avalanche”.

Systemfrager Januar 27, 2015 um 16:51

Nur wenn, wie oben, Zar Putins Reich, als antifaschistisch bezeichnet wird, finde ich das geil.

Ja weil du ein Vollidiot bist. Wie viele slawische Untermenschen hätte dein Großvater noch töten wollen, um seine Niedrigwertigket- Komplece zu befriedigen
Und noch etwas du Vollidot
Ginge es darum “Auge um Auge” dann frage ich mich wie vielle Jahrhuderte müssten die Detuschen Kinder zeugen (sie können es schon jetz nicht mehr, kenne ich sehr gut, die Spermien sind zu träge wie die Gehirne von einigen wie du), bis die Rechnung ausgeglichen wäre
fl ich BITTE DICH DIESMAL WIRKLICH UM EINE GNADE; MICH JETZT NICHT LÖSCHEN – dieser hat es verdient

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 16:08

@ BB aka Mr. Selbstgespräche ( Stimmenhören ist ungesund )

Falsche Adresse. Ich habe hier keinen Gegensatz aus Ukraine gleich faschistisch und dem starken, antifaschistischen Vladi aufgemacht.

“…außer ein paar russophobe Bildchen und Videos zu verlinken?”

Gut das du mich daran erinnerst: Währenddessen in Russland

https://www.youtube.com/watch?x-yt-ts=1422327029&x-yt-cl=84838260&v=i3FWQcO8plk

BB Januar 27, 2015 um 14:48

@NWO-Selber-Selbstgespräch

Kannst du dich auch einigermaßen klar artikulieren, außer ein paar russophobe Bildchen und Videos zu verlinken? Weil, sonst weiß keiner, was du meinst. (Das Wort “antifaschistisch” kommt bei dir zum ersten Mal vor).

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 14:23

@ BB aka Mr. Selbstgespräche ( Stimmenhören ist ungesund )

Wir machen es kürzer: Mich interessieren weder eure ukrainisch – faschistischen – noch russisch – faschistischen Rollkommandos. Nur wenn, wie oben, Zar Putins Reich, als antifaschistisch bezeichnet wird, finde ich das geil.

Russland in 15 Sekunden:

https://www.youtube.com/watch?x-yt-cl=84503534&v=jBqtQjJqSQw&x-yt-ts=1421914688

ruby Januar 27, 2015 um 13:48

@topische
Neuer FM in GR kann Kapitalverkehrskontrollen und kennt die Abflüsse!
Schuldenhalbierung durch Vermögenseinnahmen gut realistisch.
Beispiel für EU-Steuerpolitik; Podemus to come …

BB Januar 27, 2015 um 13:40

@NWO, der CIA und DisneylandSchreibtisch-Academi

Brauchst gar nicht so zu radebrechen. Manch Slave spricht erstaunlich gut englisch:

https://www.freitag.de/autoren/jens-bernert/academi-soeldner-in-der-ukraine-in-news-video

(ab Minute 2:25)

EU will neue Sanktionen?

Das ist doch wohl nur gegen die Ukraine sinnvoll, denn die hat vor Mariupol eine massive miltärische Offensive gegen die Ost-Ukraine begonnen und damit das Minsker Abkommen krass verletzt! Die haben angefangen!

Allerdings sollte da schon klar gewesen sein, dass die Separatisten ihnen militärisch überlegen sein würden.

Der einzige Sinn dieser ukrainischen Offensive konnte also nur sein (logisch gefolgert):

- entweder von USA und Polen soviel Waffen und Support zu erhalten, um gewinnen zu können, was nicht der Fall war, oder

- durch diese Offensive den Konflikt ohne Aussicht auf Erfolg so zu verschärfen, dass die Separatisten keine Verhandlungen mehr wollen.

Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten vor dem Hintergrund des Zustandes der Ukrainischen Armee und der Verlauf der Ereignisse belegt, dass der zweite Punkt zutrifft.

Deshalb steckt zwangsläufig die USA dahinter, die jeden europäischen Verhandlungsversuch mit dieser miesen, trickreichen kriegsverbrecherischen Strategie unterläuft.

Es geht vielleicht noch nicht einmal darum, den Konflikt zu gewinnen, sondern nur darum, permanent die EU zu zwingen, die wirtschaftlichen Sanktionen zu verschärfen.

Die USA betreiben hier eine kriegsverbrecherische heuchlerische Strategie. Der Einsatz von Blackwater und auch die neue chancenlose Offensive der Ukrainer (vor Mariupol) beweisen das eindeutig.

Wenn die EU da mitmacht, ist sie nicht mehr souverän. Sie ist genauso wie die Ukrainische Regierung nichts anderes als ein Hampelmännchen-Statthalter-Regime der USA.

topi Januar 27, 2015 um 13:30

Hat jemand aktuelle Zahlen zur Euro-Auswanderung aus Griechenland?

Zwei Banken haben schon vorige Woche 5 Milliarden aus einem Notfallfond bei der griechische Notenbank beantragt (EZB muss da zustimmen, wird sie wohl getan haben, sonst hätten wir davon gehört).

Der Stichtag für die Vermögensabgabe ist natürlich mindestens auf die Ankündigung der Präsidentenwahl zurückzuverlegen. (wie gesagt, ich wäre für 2007 oder so)

topi Januar 27, 2015 um 13:07

Ein anderer Knaller wäre eine Vermögensabgabe für alle vermögenden Griechen sagen wir mal ab Millionär.

Und zwar samt der ins Ausland verschafften unversteuerten Gewinne in nepotistisch geschützten Branchen der Vergangenheit.

Das bräuchte natürlich lange Vorlaufzeit und Kooperation der Geldfluchtländer. Es ist wohl auszuschließen, dass es bisher Maßnahmen in diese Richtung gab.

Machbar wäre das.
Die Zyprioten haben erfahren, wie über Nacht ihre Bankkonten auf einmal um X Prozent entwertet wurden.

Bei anderen Vermögensarten wäre es schwieriger, aber durchaus machbar, wenn entsprechend Ermittler eingesetzt werden.

Hier könnten sich die Ex-Troikaner auch kaum wehren, mit Sachverstand und Experten auszuhelfen.

Von den Konten sofort zehn Prozent, bei anderen Vermögensarten richtet man Übergangsfristen ein (Notverkäufe sind ja auch nicht sinnvoll).
Da die horrenden Schulden Griechenlands ziemlich gut verpackt sind (der Schuldendienst ist bei weitem niedriger als früher, trotz deutlich höheren Schuldenstandes, durch die runtersubventionierten Zinssätze und sehr langen Laufzeiten), wäre sehr schnell richtig viel Geld für soziale Projekte, aber auch für Investitionen in Infrastruktur etc frei.
Und man müsste nicht das Gemeineigentum billigst verramschen in der Hoffnung auf ein paar Investitionen, wenn man sie selber stemmen kann.

topi Januar 27, 2015 um 12:39

Der erste Tag mit Syriza-Regierung ist rum;

und die Akropolis steht noch, Europa ist nicht im Meer versunken, und selbst “die Märkte” sind nicht kollabiert.

Na sowas.

Mein Bild des Chicken Race haben mittlerweile diverse Kommentatoren aufgenommen: wer zuerst zuckt, verliert.

Na mal sehen.

Ein Knaller könnte natürlich auch noch kommen. Tsipras, mit Anel schon auf Zypern engagiert, zaubert ein Abkommen mit Russland und China aus dem Hut: langlaufende günstige Kredite um die diesjährigen 20 Mrd an EZB und IWF zurückzahlen zu können, dafür werden die jeweiligen Staatskonzerne an den neuen Projekten zur Gas und Ölförderung beteiligen.

Bis jetzt war noch nichts zu lesen, über Treffen mit einschlägigen Russen oder Chinesen. Wir sitzen hier zwar ab vom Schuss, aber ein solcher Spielzug wäre ja nur dann sinnvoll, wenn er auch bekannt wird, also das sollte schon kolportiert werden.

Andreas Kreuz Januar 27, 2015 um 12:01

@Ekel Alfred Januar 27, 2015 um 10:58

Da gibt es Unterstützung:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/959775.als-ich-das-wwf-programm-sah.html

ruby Januar 27, 2015 um 11:38

Infrastruktur, Bildung, Gesundheit sehr gut + günstig !
Gehören auf die Realagenda, immer wieder.
Geschöpft mit frischem Geld im nationalen subsidären Rahmen.
Phantasien und Ideen praktizieren mit den Menschen.

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