Welche Unterschiede gibt es zwischen dem “World Economic Forum” und Pegida, außer bei der Ökobilanz?

by f.luebberding on 22. Januar 2015

In diesem Augenblick spricht in Davos beim World Economic Forum (WEF) die Bundeskanzlerin. Sie gehöre wegen ihrer erneuten Teilnahme “fast schon zur Familie”, so wurde sie vom Gründer des Forums, Klaus Schwab, begrüßt. Er hatte sich auch schon zu Pegida mit einigen bemerkenswerten Sätzen geäußert.

Die Welt: Meinen Sie damit Bewegungen wie die Pegida in Deutschland?

Schwab: Ja, man will sich abschirmen von dieser unverständlichen und komplexen Welt da draußen. Wer dann von außen reinwill, wird als Eindringling gesehen. Die Welt ist viel egoistischer geworden. Dieser größere Egoismus überträgt sich in Nationalismus. Und eine globale Führungsarchitektur, die geeignet wäre, diese rasanten Entwicklungen zu begleiten, gibt es nicht. Wir stehen gerade an einem Wendepunkt. Entweder wir finden einen minimalen Standard der globalen Zusammenarbeit. Oder wir verfallen in eine Art chaotische Struktur.”

Nur welchen Unterschied gibt es eigentlich zwischen Pegida und dem WEF? Eines ist gewiß: Die Ökobilanz der Pegida-Teilnehmer ist besser als die des World Economic Forum. Erstere reisen sicherlich nicht mit dem Privatjet an. Aber man sollte diese Frage unter soziologischen und demokratietheoretischen Aspekten betrachten.

Soziologisch ist die Differenz klar: Die Zusammensetzung der Teilnehmer wird sich beim WEF von denen bei Pegida unterscheiden. Die Bildungsabschlüsse sind höher, das Durchschnittseinkommen auch. Das trifft zugleich für die beruflichen Positionen zu. In Davos ist ein  hoher sozialer Status Zugangsvoraussetzung (Mittlerweile muss man für eine Premium-Mitgliedschaft beim WEF sogar 600.000 Franken zahlen). Um an Pegida-Demonstrationen teilzunehmen, gibt es diese Hürden nicht. Letztere ist somit unter demokratietheoretischen Gesichtspunkten positiver zu bewerten als Davos. Dieses Argument gilt natürlich auch für die No-Pegida Gegendemonstrationen. Beide Veranstaltungen haben dabei ein Ziel: Sich als Gruppe der eigenen Relevanz zu versichern und somit den Gruppenzusammenhalt sicherzustellen. Bei Pegida ist das der Anspruch der Teilnehmer, ihren Positionen in der Politik Gehör zu verschaffen. In Davos der Anspruch dieser von Schwab nicht zufällig “Familie” genannten Gruppe, sich “als politische Gestaltungsmacht in einer chaotischen Welt” zu inszenieren.

Der wichtigste Unterschied zwischen Davos und Pegida besteht natürlich in der Selbstwahrnehmung. Das WEF betrachtet sich als Insider und damit als einzig relevante Akteure in der Weltpolitik. Diese Familientreffen haben nur diesen einen Zweck: Diesen Anspruch öffentlich deutlich zu machen und das über die Medien zu kommunizieren. Pegida lebt dagegen von seiner Selbstwahrnehmung der Ausgrenzung. Diese Sichtweise wird durch die Berichterstattung sichergestellt. Insofern gibt es hier eine interessante Gemeinsamkeit. Die Medien dienen als Instrument zur Sicherung des jeweiligen Gruppenzusammenhalts.

Auch ansonsten sind wenige Unterschiede erkennbar. In Davos werden die klassischen politischen Schaufensterreden gehalten, die nur einen Adressaten haben. Die Zuschauer, die über die Medien diese Ansprachen verfolgen. Auf Demonstrationen haben die Reden bekanntlich den gleichen Zweck: Die Öffentlichkeit über die eigenen Forderungen zu informieren. Unter medientheoretischen Aspekten ist der Auftritt in Davos allerdings als professioneller zu bewerten. Deren Teilnehmer haben zudem zweifellos größere Chancen, von den Medien wahrgenommen zu werden. Ob die Medien ihrem Anspruch auf faire Berichterstattung und kritische Kommentierung in beiden Fällen gerecht werden, bedürfte allerdings einer gesonderten Untersuchung. Die Annahme, dass Eliten mit hohem sozialen Status in den Medien eher Verständnis finden, ist aber sicherlich eine brauchbare Arbeitshypothese.

Zuletzt wäre noch eine Frage zu klären: Welches Politik- und Demokratieverständnis bringen Pegida und das World Ecomic Forum zum Audruck? Bei Pegida hört man immer wieder ein Argument. In den Parlamenten und den dort vertretenen Parteien kämen ihre sogenannten “Ängste und Sorgen” nicht mehr vor. Mit dieser Enttäuschung wird von ihnen die geringe Wahlbeteiligung erklärt und als Ausweg etwa mehr direkte Demokratie gefordert. Schwab hält allerdings auch nicht sehr viel von etablierten demokratischen Verfahren. Etwa die berühmten “Schicksalsfragen” einer Gesellschaft in den Parlamenten von den vom Volk gewählten Vertretern entscheiden zu lassen

Schwab: Es ist zu einfach, den Eliten allein die Verantwortung zuzuschieben. Die Wählerschaft in den modernen Demokratien wird immer älter. Sie bringen Politiker eher dazu, zu konservieren, anstatt sich auf die neuen Herausforderungen durch Reformen einzustellen. Hinzu kommt, dass die Entscheider fast nur noch mit Krisenbewältigung befasst sind. Dabei haben wir explosionsartige Innovationssprünge vor uns – im Internet, bei der künstlichen Intelligenz, in der Nanotechnologie.

Die Welt: Wie lässt sich das globale Governance-Problem lösen?

Schwab: Mit dem World Economic Forum zum Beispiel. Nur bei uns kommen alle wichtigen Einflussgruppen einer Gesellschaft zusammen – Politiker, Manager, Wissenschaftler, Nichtregierungsorganisationen.

Um schließlich hinzuzufügen:

Schwab: Mehr denn je bin ich davon überzeugt, dass in der Grundidee des Forums auch ein Lösungsansatz für die Probleme dieser Welt liegt. Politiker können allein doch kaum mehr etwas entscheiden, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft müssen immer mit am Tisch sein. Es gibt kein Primat der Politik mehr. Das einzige Rezept ist die Zusammenarbeit all dieser Akteure – eine Zusammenarbeit und nicht nur Begegnungen.

Schwab ernennt Davos und sein Forum zu dem Ort, wo in Zukunft “Zusammenarbeit” stattfinden soll, um die Probleme der Welt zu lösen. Das ist genauso lächerlich, wie der Anspruch von Pegida namens “Wir sind das Volk.” Bei Schwab kommt allerdings die Ignoranz einer sozialen Schicht zum Ausdruck, die es sich angewöhnt hat, die einzig legitimen demokratischen Verfahren für unnötigen Ballast zu halten. Die sich selbst fast schon wie bei Plato zur Elitenherrschaft berufen sieht. Das WEF dient auch nur dazu, sich in dieser Rolle alljährlich zu bestätigen. Warum Pegida kaum den Anspruch erheben kann, das Volk zu sein, muss nicht mehr begründet werden. Am Ende zeigt sich in den Parlamenten nach demokratischen Wahlen, wer das Volk repräsentiert und wer nicht.

So gibt es zwischen Pegida und dem WEF zwar soziologische Unterschiede bezüglich des Status und der Herkunft der Teilnehmer. Gruppensoziologisch sind aber bei beiden die gleichen Mechanismen festzustellen: Selbstbestätigung. Wo sie zudem übereinstimmen, ist in ihrem Demokratieverständnis. Parlamente und die Mühsal der Ebene, sich demokratisch legitimieren zu müssen, scheuen beide. Nur hält sich Pegida irrtümlich für das Volk. Das WEF hat dagegen den durch nichts legitimierten Anspruch, der Ort zu sein, wo die Politik von den Eliten für das Volk gemacht werden sollte.

Wer über Politikverdrossenheit reden will, sollte über die Eliten und ihr Politikverständnis nicht schweigen. Was bei Pegida schief läuft, wissen wir ja schon.

{ 422 comments }

BB Januar 22, 2015 um 16:26

Merkel bietet Russland in Davos eine Freihandelszone an

http://www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-konflikt-bundesregierung-will-putin-freihandel-anbieten-1.2316286

Ist die Blöd? Das ist doch keine Angebot, das ist eine Drohung!

(Russland wird nicht wirklich so blöd sein)

keiner Januar 22, 2015 um 16:59

Dem Wahnsinn eine Gasse:

http://www.derwesten.de/politik/nrw-stellt-385-neue-polizisten-zur-terrorbekaempfung-ein-id10262932.html

…385 Leute… zur TERRORBEKÄMPFUNG… in einem bankrotten Bundeland. Irre.

Hauke Januar 22, 2015 um 17:16

Frank Lübberding

Ist nicht einer Unterschiede zwischen WEF und PEGIDA, das auf dem einen Treffen Mernschen mit Gestaltungsmacht, d.h. Funktions- und Entscheidungsträger mit Gestaltungsspielraum, zusammen kommen, während in Dresden sich Menschen versammeln, die weder Funktions- noch Entscheidungsträger sind und sich versammeln, weil sie für sich keine oder schwindende Partizipationsmöglichkeiten in der Gesellschaft sehen? Und liegt der Unterschied zwischen Davos und Dresden nicht darin, dass in Dresden ein ideologischer Überbau den identitätsstiftenden Rahmen bildet und in Davos die Zugehörigkeit zu einer faktischen Machtelite? Und liegt nicht auch ein Unterschied darin, dass das wirklich wichtige in Davos die vertraulichen Gesprächen der Teilnehmer in kleiner Runde sind und die öffentlichen Statements lediglich taktische Finessen, während in Dresden Inhalte überhaupt keine Rolle spielen, sondern einzig und allein die öffentliche Wirkung der versammekten Masse? Und schließlich: Welchen Erkenntnisgewinn könnte ein Vergleich von WEF und PEGIDA bringen und welchen Erkenntnisgewinn stiftet Ihr Beitrag? Mir ist insgesamt nicht klar, worauf Sie eigentlich hinauswollen.

wowy Januar 22, 2015 um 17:31

@Hauke
Zustimmung.
Wie das die WEC Fraktion macht kann man hier lesen:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/ezb-mario-draghi-kommentar
Herr Schieritz empfindet rechtliche Bedenken wegen des Budgetrechts des Bundestages und des Eigentumsrechts der Bürger als Gejammer. Von europarechtlichen Regelungen ganz zu schweigen.

KommentatorX Januar 22, 2015 um 17:36

Welche Unterschiede gibt es zwischen dem “World Economic Forum” und Pegida?

Beim WEF treffen sich die „Herrenmenschen“ – eine neue Geld- und Macht-Aristokratie.
Eine Pseudo-Aristokratie, denn die ursprüngliche Wortbedeutung von Aristokratie ist „Herrschaft der Besten“.

Bei Pegida trifft sich „Volk“. Das sind Herrschaftsunterworfene, die keinen wirklichen Einfluss auf die politische Gestaltung der Gesellschaft besitzen.

In der griechischen Antike bezeichnete man solche Personen als „Idiotes“. Dazu gehörten Frauen, Kinder und Sklaven, sie waren von der politischen Gestaltung des Gemeinwesens ausgeschlossen.

Heute kann das Volk Kreuzchen auf dem Wahlzettel machen und demonstrieren gehen. Aber letztlich sind diese Menschen von einer wirklichen politischen Gestaltung des Gemeinwesens ausgeschlossen wie damals die „Idiotes“.

Die Idiotes in der griechischen Antike hatten ein realistisches Bewusstsein über die tatsächlichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse, sie waren folglich keine „Idioten“ im heutigen Wortsinne.

f.luebberding f.luebberding Januar 22, 2015 um 17:41

Hauke

Nur als Antwort auf die Fragen.

1. Ist nicht einer Unterschiede zwischen WEF und PEGIDA, das auf dem einen Treffen Mernschen mit Gestaltungsmacht, d.h. Funktions- und Entscheidungsträger mit Gestaltungsspielraum, zusammen kommen, während in Dresden sich Menschen versammeln, die weder Funktions- noch Entscheidungsträger sind und sich versammeln, weil sie für sich keine oder schwindende Partizipationsmöglichkeiten in der Gesellschaft sehen?

Gute Beobachtung. Nur hat das nichts mit Davos zu tun, weil diese Menschen diese Gestaltungsmacht auch ohne das WEF haben. Davos ist nichts anderes als eine Interessengemeinschaft. Andere sammeln Briefmarken, machen Musik oder treffen sich zu “Das Kapital” Lektürekursen. Gruppendynamisch ist das alles gleich zu bewerten. Was aber die soziale Funktion in demokratisch verfassten Gesellschaften betrifft, ist das natürlich anders zu beurteilen. Das ist aber das Thema der klassischen Themen “Macht” in der Politikwissenschaft oder “Ungleichheit” in der Soziologie.

2. Und liegt der Unterschied zwischen Davos und Dresden nicht darin, dass in Dresden ein ideologischer Überbau den identitätsstiftenden Rahmen bildet und in Davos die Zugehörigkeit zu einer faktischen Machtelite?

Der ideologische Überbau beim WEF nennt sich Neoliberalismus. Oder glaubt irgendjemand, dass die dortigen Teilnehmer ernsthaft die Einkommens- und Vermögensverteilung diskutieren wollen? Phrasen wie “Herausforderungen mit Reformen bewältigen” (Schwab) sind intellektuell auch nicht anders zu beurteilen als die Parole “Wir sind das Volk” bei Pegida. Dass Eliten ihren “identitätsstiftenden Rahmen” in den Medien besser vermitteln können als Demonstranten in Dresden, ist unumstritten. Deshalb treffen sie sich ja auch in Davos. Die 600.000 € Eintrittsgebühr sollen ja als Argument dienen, dass wir es in Davos nicht mit breit getretenen neoliberalen Quark zu tun haben.

3. Und liegt nicht auch ein Unterschied darin, dass das wirklich wichtige in Davos die vertraulichen Gesprächen der Teilnehmer in kleiner Runde sind und die öffentlichen Statements lediglich taktische Finessen, während in Dresden Inhalte überhaupt keine Rolle spielen, sondern einzig und allein die öffentliche Wirkung der versammekten Masse?

Das erzählt Schwab gerne. Warum soll er sonst soviel Geld nehmen? Nur ist es zum einen nicht die Aufgabe demokratischer Politik, sich den taktischen Finessen von Neoliberalen auszuliefern. Sie können in Deutschland eine Partei gründen, wenn sie ihre Interessen vertreten wollen. Zum anderen ist das einer der schönen Mythen, die solchen Treffen vorangehen. Oder soll das jetzt ein Argument sein, warum die VTler mit den Bilderbergern recht haben?

4. Und schließlich: Welchen Erkenntnisgewinn könnte ein Vergleich von WEF und PEGIDA bringen und welchen Erkenntnisgewinn stiftet Ihr Beitrag? Mir ist insgesamt nicht klar, worauf Sie eigentlich hinauswollen.

Sie beantworten lauter Fragen, die Sie sich bisher gar nicht gestellt haben. Und ihre Antworten sprechen ja nicht unbedingt dafür, das WEF weiterhin so unkritisch zu betrachten, wie es die Medien gerade wieder einmal tun.

f.luebberding f.luebberding Januar 22, 2015 um 18:03

Keiner

NRW ist nur aus der Sicht der Neoliberalen bankrott. Es ist also Unfug.

keiner Januar 22, 2015 um 18:20

..iss ja nur erstaunlich WOFÜR plötzlich Geld da iss… Für so einen Mumpitz. Würde mich nicht wundern, wenn die anit-riot equipment incl Wasserwerfer bekämen… Terroristen,… wissen schon…

Soldat Schwejk Januar 22, 2015 um 18:26

Schwab: —> “Politiker können allein doch kaum mehr etwas entscheiden, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft müssen immer mit am Tisch sein. Es gibt kein Primat der Politik mehr.”

Fein, Zivilgesellschaft. Das was bei einem progressiven Sozialwissenschaftler wie Robert Putnam noch Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie war, das wird bei einem Postdemokraten wie Schwab zu einem Schleier, in den die beabsichtigte Abschaffung der Demokratie eingehüllt wird.

Bei Putnam bezeichnet “Zivilgesellschaft” INKLUSIVE Vereinigungen von Bürgern UNTERHALB der staatlichen Ebene, durchaus auch Sport- und Gesangsvereine und so, die für sozialen Zusammenhalt sorgen, die so etwas wie “generalisiertes Vertrauen” in einer Gesellschaft hervorbringen.

Der Ausdruck “Zivilgesellschaft” wurde natürlich nicht ganz einheitlich gebraucht. Aber man sieht, daß er bei Schwab gegenüber dem ursprünglichen Gehalt vollständig semantisch enteignet wird; nun bezeichnet er EXKLUSIVE Vereinigungen OBERHALB der staatlichen Ebene, eine Welt von Vertretern transnationaler Großorganisationen. Diese Art “Zivilgesellschaft” soll keine Funktionsvoraussetzung für demokratische Institutionen mehr sein, sondern sie soll diese zerstören und ersetzen.

Eine “Zivilgesellschaft” in diesem Sinne wäre eine exklusive Gesellschaft von Executives aller Art, in deren Sprache und in deren Routinen der Funktionscode von hierarchischen Großorganisationen eingeschrieben ist. Zwar auch eine “Gesellschaft der Ähnlichen”, die von einem gewissen sozialen Kitt zusammengehalten wird… aber eben gerade keine Bürgergesellschaft, sondern eine Dienstadelsgesellschaft. – Daran ändert es nichts, wenn die Großorganisationen miteinander konkurrieren oder gegensätzliche Zielvorgaben haben wie Ölindustrie vs. Greenpeace. Die strukturelle Konvergenz ist hier wichtiger als die programmatische Divergenz.

Ein gutes Beispiel dafür, wie der Elitendiskurs Begriffe mit einstmals progressivem Gehalt sozusagen ‘umdreht’ und manipulativ einsetzt.

Eine Dienstadelsgesellschaft statt einer Bürgergesellschaft – das ist es, was den postdemokratischen ‘Eliten’ vorschwebt. Daher auch das verbreitete Reden von der vermeintlichen ‘Weltgesellschaft’. Da es keinen Weltbürger gibt (nein, gibt es nicht, auch wenn mancher sich so fühlen mag), kann eine Weltgesellschaft nur eine Dienstadelsgesellschaft sein.

Wenn es dann heißt, daß es kein Primat der Politik mehr geben könne, dann dient das nur dazu, die staatenübergreifende Dienstadelsgesellschaft aus der institutionellen Bindung an die einzelstaatlichen Bürgergesellschaften zu befreien und letztere zu delegitimieren. Und sei es mit dem blödsinnigen Argument, daß die Wähler älter werden. So als würde der Dienstadel die Jugend repräsentieren…

Ansonsten noch mal der Verweis auf Norbert Härings lesenswerte Seite… ein Dissident beim Handelsblatt! Hier mit einer Betrachtung zur Erpressung gewählter staatlicher Repräsentanten durch die “fünfte Gewalt” (ein Ausdruck von Rolf Breuer).

http://norberthaering.de/index.php/de/newsblog2/27-german/news/136-sinn-zu-berlusconi#1-weiterlesen

f.luebberding f.luebberding Januar 22, 2015 um 18:34

Schwejk

Tatsächlich haben Schwab und andere diesen Begriff “Zivilgesellschaft” für sich gekapert. Ein wichtiger Aspekt in dieser Debatte.

Hauke Januar 22, 2015 um 18:47

Frank Lübberding

>>> Davos ist nichts anderes als eine Interessengemeinschaft.

Ja eben nicht. Sie können doch nicht ernsthaft Herrn Poroschenko, Herrn Putin, Herrn Gates und Philipp Rösler als Interessensgemeinschaft betrachten. Was sollte denn deren gemeinsames Interesse sein? Damit fangen die Mythen (Bilderberger) doch an. Das Treffen in Davos ist gerade nicht mit dem Kleintierzuchtverein vregleichbar. Die Teilnehmer in Davos müssen sich nicht ihrer selbst versichern. Vielmehr sind sie in Davos, weil sie sich ihrer selbst sicher sind. Wer nicht zur Machtelite gehört, für den ist der Eintrittspreis rausgeworfenes Geld.

>>> Der ideologische Überbau beim WEF nennt sich Neoliberalismus.

Neoliberalismus ist keine Ideologie, sondern eine Wirtschaftstheorie, bzw. eine ganze Sammlung teilweise sehr heterogener wirtschaftstheoretischer Ansätze deren gemeinsames Merkmal die Abgrenzung zu Kommunismus/Sozialismus und Marktfundalismus(ja ja!) ist. Unter dem Begriff Neoliberalismus versammeln sich nahezu alle seit den 30er Jahren entwickelten wirtschaftstheoretischen Ansätze: Österreicher, Ordoliberalismus und Soziale Marktwirtschaft, Chicagoer Schule, etc. Der Washington Census, häufig irrtümlicherweise mit dem Neoliberalismus gleichgesetzt, war das wirtschaftspolitische Programm, das auf den wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen des Neoliberalismus (genauer: der Chicagoer Schule) basiert. Wo sind die Kennzeichen einer Ideologie? Ich sehe im WEF in Davos ein Treffen von Menschen mit höchst unterschiedlichen Interessen mit dem Bestreben, Interessenskollisionen auszuloten, sofern zielführend Interessenskoalitionen einzugehen und – im Idealfall – sich auf Lösungen bei Interessenskonflikten zu verständigen. Beim Kleintierzuchtverein werden dagegen die schönsten Rammler gekürt.

>>> Sie können in Deutschland eine Partei gründen, wenn sie ihre Interessen vertreten wollen.

Jaja, in Deutschland schon, nur ist der Operationsradius multinationaler Konzerne ja etwas größer als Deutschland. Sie kommen doch nicht umhin anzuerkennen, dass es auf internationaler Ebene an legitimierten Institutionen mangelt. Die Welt ist ein Dorf, aber die Institutionen haben mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten. In Europa scheint es nicht einmal möglich, sich auf eine gemeinsame europäische Verfassung mit einer europäischen Regierung und einer europäischen Legislative, die diesen Namen auch verdient, zu einigen. Vom Weltmaßstab gar nicht zu reden. Welche Institution sollte also im Weltmaßstab Ansprechpartner für multinationale Konzerne sein? So lange es keinen gibt, haben informelle Treffen ihre Berechtigung, auch ohne dass man daraus eine Weltverschwörung basteln müsste.

Hauke Januar 22, 2015 um 18:52

Zur Rhetorik von Schwab: Geschenkt. Der muss halt was Schönes sagen, wenn ihm ein Mikrofon vorgehalten wird und macht da ordentlich Marketing. Ich leg doch auch die Werbespots von Coca Cola nicht auf die Goldwaage.

Hauke Januar 22, 2015 um 18:58

wowy

Naja, rechtliche Bedenken hat am Ende das Bundesverfassungsgericht zu prüfen und da sieht es so aus, als ob die rechtlichen Bedenken nicht schlagend sind. Ich finds schade, muss man aber wohl akzeptieren.

enrico Januar 22, 2015 um 19:06

Schwab:»»»»»Entweder wir finden einen minimalen Standard der globalen Zusammenarbeit. Oder wir verfallen in eine Art chaotische Struktur.” «««x

Schon wieder dieses ominöse “Wir”!
Um was geht es denn?
Wir, die Obertanen? Wir, die Untertanen, Wir, die Hintertanen?

Zu welcher Gruppe die Pegida-Demonstranten gehören, weiß ich nicht, ist mir auch egal. Und was die Verbrechertreffen der Halbhintertanen, diese widerliche Verhöhnung der Ohnmächtigen betrifft, ist es nicht viel anders. Ich beachte sie nicht mehr. Kotzen ist auf Dauer ungesund.

Wenn ich mich aber frage zu welcher von den genannten Gruppen ich wohl gehöre oder gehören will, finde ich keine Antwort, weil ich zu keiner dieser Gruppen gehören will. Was wäre dann aber mein “Wir”? Die Freitanen! Aber, wie können sich Freitanen organisieren, ohne untereinander wiederum in ein System der Ober-, Unter-, und Hintertanen zu verfallen? Ich weiß nicht, wie es dauerhaft möglich wäre, letzteres zu vermeiden. Vielleicht gibt es da auch nur einen Kompromiss, den man noch ertragen könnte. Warum also nicht ein paar Obertanen ohne Hintertanentum?

Das größte Hindernis welches sich einer gerechten globalen Zusammenarbeit und mithin einem gerechten Zusammenleben entgegen stellt, so denke ich, ist die überkommene Idee namens “Staat”, deren Verwirklichung erfahrungsgemäß meistens Richtung eines korrupten Beherrschungsmonstrums mutiert. Bei den einen Staaten geht der Verfallsprozess vielleicht sehr langsam, bei anderen wiederum sehr schnell.

Die Form “Staat” als politische Großorganisation kann man aber leider nicht abschaffen, man müsste vorher erst einmal alle Waffen auf diesem Planeten abschaffen. Und so ist es schon ein wenig heuchlerisch überhaupt von globaler Zusammenarbeit zu sprechen. Die Menschheit hat den Planeten mit einem Teppich von gnadenloser Grausamkeit überzogen. Das ist die tatsächliche Realität. Zusammenarbeit gibt es da am Ende nur innerhalb der jeweiligen, verfeindeten Lagern.

Wie die Form “Staat” auch für Deutschland aussehen wird, falls die Entwicklung so weiter geht, kann man schon einmal in Mexiko erleben, wo sich private mit staatlicher Kriminalität verbündet hat.

Wie kann sich nun in einer solchen gefährlichen Umwelt ein einigermaßen sicheres Freitanentum bilden und längerfristig behaupten? Viele Beispiele gibt es nicht in der Geschichte. Trotzdem finden wir Ansätze, die in diese Richtung gingen. Was Europa betrifft, könnte man die Bildung von Städten nennen, wo sich “Bürger” ein bisschen von ihren Obertanen emanzipieren konnten. Etwas Ähnliches finden wir in der Geschichte Südamerikas: Die Jesuiten-Reduktionen, die im Grunde (unbeachtet der Religionsbezogenheit) eine Verteidigungsstrategie gegen Sklaverei, Leibeigenschaft und Staatsterror war. Aber wie gesagt, das waren nur Ansätze zu dem, was den Freitanen in der Welt von heute fehlt.

Neben dem Terror, der von den Ober- und Hintertanen ausgeht, müssen sich die Freitanen in Zukunft wohl auch noch vermehrt gegen gewöhnliche Kriminelle schützen.

Die (potentiellen) Freitanen werden wohl kaum “den Staat” abschaffen können, aber sie könnten eine ganz neue Form politischen Zusammenlebens formieren. Und diese müssten nicht einmal immer territorial definiert sein. So gäbe es dann neben Familie, Kulturnation, und Staat, eine “Germanitas”, als Wehr- und Wertegemeinschaft von Freitanen und ihren Familien.

“Germanitas (von lat. Germanos = Geschwister) ist ein anderes, ebenfalls lateinisches Wort für “Fraternitas”, das allerdings auch die Schwestern mit einbezieht. Es hat nichts mit Wort “Germanen” zu tun. Letzteres kommt von Geer-Männer ? Speermänner )

Eine solche Germanitas wäre auch eine unabhängige Wirtschaftsgemeinschaft, die alle Germanitas-Mitglieder versorgen kann. Ebenso wäre sie gleichzeitig auch so etwas, wie eine Universität, die das Wissen und die Erkundung der Welt als Ganzes pflegt und lehrt. Eine Universität, die auch für den Landbau und das Handwerk ausbildet. Also ALLES lehrt, was für die Germanitas wichtig ist aber auch Alles, was darüber hinaus spannend und interessant ist.

Ich denke Menschen können nur in kleinen, überschaubaren politischen Gemeinschaften ein menschenwürdiges, naturbehütendes Leben führen. Und nur indem sie in ihren überschaubaren Gemeinschaften sicher zu Hause sind, können sie überhaupt eine faire Zusammenarbeit mit anderen überschaubaren Gemeinschaften aufbauen. Je mehr sich also die “Germanitas” als vernetzte Oasen, des sinnbietenden, ernährenden und welterkundenden Zusammenlebens durchsetzt, desto weniger Raum wird für die Rolle des “Staates” übrig bleiben. Desto unwichtiger wird “Staat” sein.

Platon hat einmal eine Idealgröße für eine Politeia genannt: 5040 Einwhner (= die Fakultät von 7). Diese Größenordnung erscheint mir als eine gute Zielgröße für eine stabil funktionierende Germanitas.

Klaus Jarchow Januar 22, 2015 um 19:11

Der Unteschied ist gering: Beides vernachlässigenswerte Events …

wowy Januar 22, 2015 um 19:11

@Hauke
Das, was das BVerfG bisher entschieden hat -auch das, was im Herbst vom EuGH entschieden werden wird – hinkt doch Jahre hinterher. Das Spiel geht so(frei nach Juncker) Wir machen was und bis das beim BverfG gelandet ist, sind wir schon5 Schritte weiter.
Aber jetzt hat der Bundestag faktisch sein Budgetrecht an die EZB abgegeben, die Geldpolitik betreiben darf u d nun Fiskalpolitik betreibt, was Aufgabe der Exekutive ist. Das muss man mal zu Ende denken!

Pipi Langstrumpf Januar 22, 2015 um 19:15

Na ja, allein die Ausrichtung ist komplett unterschiedlich

Pegida – der Versuch die Vergangenheit rückgängig zu machen (geht immer schief)
.
WEF – der Versuch die Zukunft zu gestalten (definitiv besser)

Das einzige gemeinsame Ziel ist es die Welt im Sinne der eigenen Interessen zu verbessern, die ersteren aber von der falschen Seite her, denn Vergangenheit lässt sich weder verändern noch rückgängig machen, nur die Zukunft hat Gestaltungsspielraum

BB Januar 22, 2015 um 19:20

Hallo Schwejk, wo du gerade da bist …

tust du mir mal “Intelligenter Protektionismus” in’s russische übersetzen (hier schon mal dein Honorar).

Ich glaube, das käme russisch besser rüber.

Von Putin stammt ja auch das Konzept “Multipolare Weltordnung”. Was so megamäßige Weltzukunftskonzepte betrifft, ist Putin wohl der Klarsichtigste im Moment. An dem kommt aktuell keiner vorbei. Für das Niveau reicht’s bei diesem Davoser Kindergarten lange nicht.

Mir kommt da gerade wieder eine Idee für eine Kampagne, für die ich meine Slogans gerne etwas modisch aufpäppen würde. Amerikanisch is ja im Moment sowas von out!

Hauke Januar 22, 2015 um 19:20

Pipi Langstrumpf

>>> Das einzige gemeinsame Ziel ist es die Welt im Sinne der eigenen Interessen zu verbessern

Welches ist das gemeinsame Interesse aller Teilnehmer des WEF in Davos?

Hauke Januar 22, 2015 um 19:23

BB

?????????

wowy Januar 22, 2015 um 19:30

Wenn Holger Stltzner nicht Herausgeber der FAZ wäre, würde er am liebsten laut schreien.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/kommentar-wie-die-ezb-vertrauen-zerstoert-13385351.html

f.luebberding f.luebberding Januar 22, 2015 um 19:32

Hauke

Der Neoliberalismus, wie er in Davos zu erleben ist, ist nichts anderes als eine heruntergekommene Ideologie. Mit der Wirtschaftstheorie hat er noch den Namen gemeinsam. Oder glauben Sie ernsthaft, viele Teilnehmer hätten Hayek oder Eucken gelesen? Es geht tatsächlich nur um die soziale Funktion, die die meisten Teilnehmer repräsentieren. Sie vertreten zu 99 % Unternehmerinteressen. Und zwar von den Unternehmern, die von der Globalisierung besonders profitieren. Das ist nicht der Handwerksbetrieb um die Ecke. Der hat dafür weder Zeit, noch Geld.

Wieso ist es eigentlich so schwierig zu verstehen, dass Davos eben kein unabhängiges Forum ist, sondern das von Lobbyisten? Dass Politiker dort hingehen, weil sie deren Machtposition kennen, und sie damit in gewisser Hinsicht jeder Jahr wieder ihre Unterordnung unter diesen Interessen zum Ausdruck bringen? Es war keine Zufall, wenn Tietmeyer sich damals ausgerechnet Davos als den Ort ausgesucht hatte, wo er den Primat der Märkte über die Politik verkündete.

Warum lädt Schwab nicht Snowden ein? Weil er die Aufmerksamkeit auf sich zöge, wie es Schwab so scheinheilig behauptet? Lassen wir die rechtlichen Fragen eines amerikanischen Auslieferungsersuchens an die Schweiz beiseite. Natürlich widerspricht Snowden dem PR-Gerede, was dort Google-Chefs über ihre Zusammenarbeit mit der NSA ablassen.

Das 19. Jahrhundert war vom Geniekult geprägt. In Davos erleben wir den Elitenkult des 21. Jahrhunderts, allerdings mittlerweile dessen Verfallsstadium.

Pipi Langstrumpf Januar 22, 2015 um 19:33

@Hauke

Globalisierung

f.luebberding f.luebberding Januar 22, 2015 um 19:37

Hauke

Natürlich sind die genannten Herren eine Interessengemeinschaft. Nämlich der Leute, die den Anspruch haben, den Gang der Welt entscheidend beeinflussen zu können. Was Politiker wie Poroschenko betrifft: Die sind dann wieder weg, wenn es einen neuen Herren in Kiew gibt. Großkapitalisten wie Gates sind allerdings für ihren sozialen Status nicht auf die Politik angewiesen. Was Rösler betrifft: Keine Ahnung, warum der jetzt dort arbeitet. Vielleicht hat Schwab auch Mitgefühl.

BB Januar 22, 2015 um 19:39

@Hauke

Deine Antwort entlarvt dich als unverbesserlichen Neolib.

f.luebberding f.luebberding Januar 22, 2015 um 19:39

Pipi

Es gibt nichts Rückwärtsgewandteres als das WEF. Sie erzählen seit ihrer Gründung immer das Gleiche. Aber sicher wollen die Teilnehmer ihre eigene Zukunft positiv gestalten.

f.luebberding f.luebberding Januar 22, 2015 um 19:44

Hauke

Das Beispiel mit dem schönsten Rammler ist nicht schlecht. Der Papst hatte ja auch schon unter Protest der Kaninchenzüchter mit ihnen zu tun. Vielleicht sollten die in Davos auch den schönsten Rammler küren. Kai Diekmann bringt den dann in der Bild auf Seite 1 … .

ruby Januar 22, 2015 um 19:49

Idiotes setzen sich doch nicht mit asozialen Zockern an den Monopolytisch.

ruby Januar 22, 2015 um 20:01

@ wowy
Werde demnächst zum Steltznerfan
;-)
“Mit diesem Beschluss beerdigt Europas mächtigste Behörde in eigener Machtvollkommenheit die Prinzipien der Währungsunion.”
Irrtum : die EZB hat überhaupt garkeine Macht sie spielt diese gefühlte nur vor.
“So zerstört die Europäische Zentralbank das Vertrauen in den Euro.”
Korrekt : Geld ist das Vertrauen in die Erfüllung einer Vereinbarung – dieses Vertrauen in den EU-Vertrag ist vollständig fertig !

Wirtschaftswurm Januar 22, 2015 um 20:08

Richtige Analyse, @luebberding. Schwab bereichert mit seinen Aussagen den “postdemokratischen Mythos” (Eigenzitat ausHelmut Kohl lag schon 1989 falsch) um eine weitere Variante.

Doktor D Januar 22, 2015 um 20:17

Wunderbarer Text. Und danke an @Schweijk für den Kommentar. Du hast mir super erklärt, was mich an diesem Zivilgesellschaftsgelabbere so nervt.
Und warum Merkel immer noch dahin fährt, obwohl das immer mehr zu einer Has Beens-Parade verkommt (und zum Außenbüro der Gates Foundation), erschließt sich mir nicht. Das ist doch eine Jobbörse.

Soldat Schwejk Januar 22, 2015 um 20:23

@ Hauke

Schwab muß vielleicht was Schönes sagen, aber seine Rhetorik kommt ja nicht aus dem Nichts. Der ganze Diskurs hat eine gewisse Tradition. Die vermeintliche Antiquiertheit des demokratisch verfaßten Einzelstaates als Ordnungsrahmen. Die Politikunfähigkeit der Politik wegen der altenden Wähler. Die Unausweichlichkeit von globaler Governance (‘Governance without Government’). Die Weltgesellschaft. Zu diesem Text von 1996 hatte hier vor längerer Zeit mal jemand verlinkt…

http://www.jura.uni-frankfurt.de/42828668/BUKOWINA_DT.pdf

Der Autor hat es da schon 1996 mit der “zivilen Weltgesellschaft”, für die er die k.u.k. Bukowina als Referenz heranzieht, und er stellt das sich herausprägende Richterrecht übernationaler Schiedsgerichte als Ausdruck solcher Art Weltzivilgesellschaft dar.

Da ist eine wenigstens 20-jährige Kontinuität eines im Kern antistaatlichen, antidemokratischen Diskurses im ‘zivilgesellschaftlichen’ Samthandschuh.

@ BB

Also den Ausdruck „protektionism“ gibt es auch, ich weiß aber nicht, wie sehr er auf den akademischen Diskurs beschränkt ist. Vielleicht würde ich zu einer Umschreibung raten:
p??????? ???? ????????? ????????????? ?????????????? – razumnye mery podderzhki otechestvennykh proizvoditelei – intelligente/ vernünftige Maßnahmen der Unterstützung inländischer Produzenten

Bevor sich jemand aufregt: “otechestvennykh” bedeutet wörtlich zwar “vaterländisch”, hat aber nicht zwangsläufig diesen archaisch-patriotischen Beiklang wie im Deutschen, sondern wird auch schlicht im Sinne von “inländisch” verwendet…

wowy Januar 22, 2015 um 20:53

@Schwejk
“Da ist eine wenigstens 20-jährige Kontinuität eines im Kern antistaatlichen, antidemokratischen Diskurses im ‘zivilgesellschaftlichen’ Samthandschuh.”
Und bisher war das nur Zuckerwatte. Das geht jetzt erst richtig los.

keiner Januar 22, 2015 um 21:23

@Herr Lübberding

Du klingst ein wenig sarkastisch, wie wenn du wüsstest, dass du nicht recht hast, es aber nicht wharhaben wolltest. Die Privatflieger werden auch noch in 100 Jahren die Strippen mit Politclowns dran ziehen, wie es ihnen gefällt. Da wird sich nichts ändern. Revolution ist abgesagt. Terrorismus… wissen schon!

ruby Januar 22, 2015 um 23:00

Realwirtschaft vs. Virtual Wealth – was leistet eine Weltzentralbank um einheitliche Lebensverhältnisse in den Weltwirtschaftsregionen zu ermöglichen ?
Zinspolitik – auf nationaler Denk- und Handlungsweise (Staatsanleihen) – relativ, rudimentär … hoffnungslos ->
Eliten in Davos

ruby Januar 22, 2015 um 23:43

Anreicherung der Stocks durch EZB bei Umverteilung der Flows durch untertarifliche Postloehne, was sind das für asozialistische Nomenklaturisten der Finanzelite…
Tag der bedingungslosen Offenbarung!

chabis Januar 23, 2015 um 09:59

Kritische Kommentare zu WEF15? Hier ein schon 2 Monate alter
Artikel von Constantin Seibt
«Es gibt keinen schlechteren Ort für eine politische Botschaft als Davos», sagt EVB-Sprecher Oliver Classen. Classen hatte mehrere Jahre das Public Eye organisiert und das Schmähpreiskonzept erfunden. Und verabschiedet es nun wieder: «Naming und Shaming ist nicht mehr das effizienteste Konzept, wenn man mit Konzernkritik etwas ­erreichen will. Und das wollen wir.»

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/world-economic-forum/Davos-verliert-sein-Auge/story/30732605?dossier_id=2521?dossier_id=2521

BB Januar 23, 2015 um 10:00

@Schwejk

Thanks ???????, ??????.

Nun, für ‘ne Kampagne noch etwas umständlich. Das muss noch geschliffen werden.

chabis Januar 23, 2015 um 10:12
BB Januar 23, 2015 um 12:13

“…. Hinzu kommt, dass die Entscheider fast nur noch mit Krisenbewältigung befasst sind. Dabei haben wir explosionsartige Innovationssprünge vor uns – im Internet, bei der künstlichen Intelligenz, in der Nanotechnologie….”

Das ist schon richtig! Nur wenn man die Davoser Deppen die Lösungskonzepte dafür entwickeln lässt, kommt garantiert sowas dabei raus:

http://cyborgs.cc/?p=597

https://transhumanismus.wordpress.com/2014/12/17/transvision-2014-james-hughes-what-is-technoprogressive-thought-origins-principles-agendas/

Das Problem ist, dass es gemeingefährlich wäre, diesen Eliten inklusive der völlig wertbefreiten Merkel das Heft des Handelns zu überlassen.

Es wird in Zukunft viel restriktiver zu entscheiden sein, welche Technologien zu fördern sind und welche man blockiert (genau das ist nämlich notwendig, Beispiel “Kernkraft”).

Maßstab kann dabei nur sein, inwieweit Technologien den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen gerecht werden.

“Marktkonformität” ist dafür der völlig sogar katastrophal falsche Ansatz.

Beispielsweise müssen Marketing-Technologien extrem restriktiv blockiert werden, weil die Massivität der heute verfügbaren Beeinflussungstechnologien für die Menschen schädlich ist.

Beispielsweise muss die weitere Effizenzisierung der betrieblichen Prozesse, soweit diese Auswirkungen auf Mitarbeiter hat, von der Politik blockiert, ja sogar zurückgefahren werden.

In heutigen Arbeitsprozessen wurde der Wettbewerb so stark vorangetrieben, dass Menschen immer mehr Olympia-Sportlern gleichen, die nur noch dann Medaillien-Chancen haben, wenn sie sich dopen. In der Arbeitswelt sieht es mittlerweile genauso aus. Wir brauchen zum Schutz der Menschen also wieder mehr Bürokratie statt mehr Wettbewerb. Entsprechende Technologien sind zu entwickeln (z.B. technische Möglichkeiten für Büroschlaf, ohne von Kollegen und Vorgesetzten dafür gemobbt zu werden).

Beispielsweise brauchen wir im Agrar-Bereich schon aus Umweltgründen Technologien, die regionale Besonderheiten bei der Sortenwahl berücksichtigen und nicht den Trend zu immer größeren Anbauflächen. Die Freihandelsabkommen würden letzteres befördern, sind also von daher schon grundsätzlich inhuman und schädlich.

Beispielsweise müssen wir Technologien fördern, die es ermöglichen, dezentrale möglichst autonome Wirtschaftskreisläufe zu realisieren.

Z.B. ist es nicht verständlich, dass wir Textilien aus Südostasien beziehen. Wir könnten diese Technolgien arbeitsplatzschaffend, Umwelt- und Sozialstandards-schonend im eigenen Land nur unwesentlich teurer herstellen unter Ausnutzung von Automatisierungspotentialen. Erforderlich dafür wären “intelligente von der Einhaltung definierter Umwelt- und Sozialstandards abhängiger Zölle”, also “intelligenter Protektionismus”.

Wir könnten die Russen und Entwicklungsländer teilhaben lassen, indem wir nicht den “Freihandel” durchsetzen, sondern “Frei-KnowHow” praktizieren, also im Idealfall umsonst Länder, die sich nicht auf unserem Produktivitätsniveau befinden, möglichst schnell in die Situation bringen, z.B. Textilien auf ähnlichem Automatisierungsniveau im eigenen Land für die eigene Bevölkerung herzustellen.

Die Interessen der Großkonzerne sind diesbezüglich natürlich kontraproduktiv, da sie in der Regel mehrere Länder brauchen, um ihre Massenware abzusetzen. Diese sind ergo zu zerschlagen. Maßstab für die richtige Unternehmensgröße kann also in Zukunft nur das eigene Land oder alternativ – wir sind ja nicht mehr nationalistisch – eine überschaubare Region ausreichender Größe sein. Auch dies ist intelligent und rational zu planen und umzusetzen.

Nur noch entsprechende Technologien, die solche Ansätze ermöglichen, sind von der Politik zu unterstützen (OpenSoftware, OpenHardware, Fabrikator, Arduino-gesteuerte-Socken- und Pullover-Strickmaschinen, …)

Eine solche Technologieentwicklung ist human und an den Menschen orientiert.

Die Davoser Eliten haben sich von dieser Richtung schon lange entfernt. Ihre tumbe Wichtigtuerei führt höchsten in die Cyborg-Gesellschaft. Teert und federt sie, zerstückelt ihre Vermögen, zerrt sie fort von ihren Pfründen, lacht sie aus und bedeutet ihnen, dass sie sich in Zukunft nur noch hinten anstellen dürfen.

peewit Januar 23, 2015 um 12:21

@BB

Die Davoser Eliten haben sich von dieser Richtung schon lange entfernt. Ihre tumbe Wichtigtuerei führt höchsten in die Cyborg-Gesellschaft. Teert und federt sie, zerstückelt ihre Vermögen, zerrt sie fort von ihren Pfründen, lacht sie aus und bedeutet ihnen, dass sie sich in Zukunft nur noch hinten anstellen dürfen.

Hmm, warum machst du das nicht selber? Na los, bedeute schon mal…

Stan Marsh Januar 23, 2015 um 12:35

@ KommentatorX

“Aber letztlich sind diese Menschen von einer wirklichen politischen Gestaltung des Gemeinwesens ausgeschlossen…”

PEGIDA, als angebliche Repräsentanten der Bevölkerung, mit politischer Gestaltungsmacht ausgestattet? Da werd ich zum Flüchtling.

“Traue nie einer Umfrage, wenn sich zwei Drittel des Zielpublikums verweigern. Am Mittwoch präsentierte die TU Dresden das Ergebnis einer Studie über die Teilnehmer der “Pegida”-Aktionen in der Stadt an der Elbe. Demnach gehören die “Pegida”-Gänger eher zum Mittelstand und weniger zum rechten Rand oder gar dem Prekariat desselben (Der typische PEGIDA-Demonstrant gehört der Mittelschicht an). Abgesehen davon, dass auch die Menschen der frühen NSDAP – entgegen des Begriffs “Arbeiterpartei” – und jene des italienischen Faschismus mehrheitlich dem damaligen Mittelstand angehörten, stehen verschiedene lokale und regionale Ableger der “Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” (Pegida) dem extrem rechten Rand näher, gehören selbst dazu oder scheinen diesen magisch anzuziehen.” Michael Klarmann heise.de/tp/artikel/43/43883/1.html

In einer Stadt wie Dresden, in der nur wenige Muslime leben, mag das vielleicht nicht jedem klar sein, aber Muslime gehören auch zur Bevölkerung. Es ist beispielsweise auch hier im Internet sehr einfach, mit PEGIDA – Anhängern und Sympathisanten ins Gespräch zu kommen. Meine Erfahrung dort: eine fremdenfeindliche Einstellung gehört fast immer zum guten Ton, statt Fakten – die absurdesten Vorurteile liefern und eben diese Haltung, man repräsentiere die schweigende Mehrheit der Mitte. Eher laute Minderheit vom rechten Rand.

Besonders dieser Panoramabeitrag ( Interviewrohmaterial , https://www.youtube.com/watch?v=Bl0KPaLPL7g und teil zwo https://www.youtube.com/watch?v=a7f2YOgLtco Mitte Dez. 2014 ), wo ich zum ersten Mal PEGIDA – Anhängern zu gehört habe, hat in mir den Eindruck erzeugt, das da viel Irrationalität “unterwegs” ist. Etwa wenn in dem Beitrag Teilnehmern gesagt wurde, das es so viele Muslime gar nicht in DD gibt und dann die Antwort “das glaube ich nicht”. Oder wenn Interviewte sagen, es gäbe die BRD nicht und alles sei aus Tel Aviv und Washington gesteuert. Auch dieser Scheiß, das die großen Medienhäuser in DE von Linken kontrolliert werden. Dann gibt es aber auch wiederum PEGIDA – Anhänger die absurd erweise beides für möglich halten: Also die “Lügenpresse” wird sowohl von Amis und Zionisten, wie Linken beherrscht. Meine Fresse. Fuck you logic.

Stan Marsh Januar 23, 2015 um 12:36

Abgesehen davon, das auch beim Begriff “Lügenpresse”, diese Heuchelei viele PEGIDA – Anhänger typisch ist, wenn Presse überall da angeblich lügt, wo es ihnen nicht passt und auf der anderen Seite, Medienberichte wie der der Bild mit den Weihnachtsliedern und den Kirchen, geglaubt werden.

PEGIDA und “Lügenpresse” ist so bipolar eh nicht: http://www.danielflorian.de/wp-content/uploads/2014/12/141221_spiegel-mekka-deutschland.jpeg

topi Januar 23, 2015 um 12:47

Xgida = WEF ?

Da gibt es schon seinen erheblichen Unterschied.
Die Stimmung unter den Menschen, dass sie von ihren Volksvertretern nicht vertreten werden, kommt daher, dass quasi alle entscheidenden Weichenstellungen der letzten Jahrzehnte nicht im Interesse der großen Mehrheit der Menschen erfolgt sind, sondern zugunsten einer kleinen Elite.

Ratschläge wie : “Schreiben sie ihrem Abgeordnetem” oder “gehen sie doch in eine Partei und verändern etwas” wirken wie blanker Hohn. Basisdemokratische Unterwanderung der Union um Hartz IV abzuschaffen, so etwa? :roll:

WEF und co. beklagen, dass die gewählten Repräsentanten noch viel zu viel Rücksicht auf den Wahlpöbel nehmen, statt ihre Ideologie, die letztlich nur dazu dient die Interessen der Kapitaleigner und der davon genährten oberen Dienstklasse durchzudrücken, vollends umzusetzen.

Also ich sehe da schon einen gewissen Unterschied.

topi Januar 23, 2015 um 12:56

Stan Marsh,

mit der Wahrheitspresse ist das schon so eine Sache.
Wo hast du dich denn informiert über die konkreten Politikvorhaben der vom “Westen” so bejubelten, vom Volksaufstand Maidan ins Amt getragenen neuen Führung?

Die Nicht- und Desinformation zu diesem Thema ist unglaublich (wenn man es nicht live erleben würde). So langsam sieht man erste vorsichtige Abrückbewegungen, weil wohl manchen auffällt, dass sich auf Dauer nicht einfach alles behaupten lässt, wenn die Realität anders aussieht (und “Yaz” ja auch kein Freund der diplomatischen Verklausulierung ist).

16 Januar 23, 2015 um 13:01

Ich habe den Unterschied gefunden:


Ohne unser Eingreifen wäre alles noch viel schlimmer gekommen…

Das geht noch bis St.Nimmerlein sein so….. hey, das könnte auch (Achtung, Morph, Luebberding, Argument!) der Grund sein, hier ab und zu etwas reinzuschreiben….dann wird das Schlimme doch gleich wieder etwas weniger schlimm, gell..

Stan Marsh Januar 23, 2015 um 13:09

Deutsche dürfen im Stehen pinkeln:

https://elalemelalem.files.wordpress.com/2012/08/lichtenhagen_martin_langer.jpg

Geht dabei um einen Rechtsstreit, geführt in Düsseldorf, zwischen Vermieter und Mieter und ob im Stehen pinkeln erlaubt sei oder nicht.

“Urinieren im Stehen sei weit verbreitet, die Gefahren für Böden aber kaum bekannt. Der Vermieter hätte auf die Empfindlichkeit des Bodens hinweisen müssen (Az.: 42 c 10583/14).”

sueddeutsche.de/panorama/duesseldorfer-amtsgericht-mieter-duerfen-im-stehen-pinkeln-1.2315935

Abendland gerettet.

Linus Januar 23, 2015 um 13:11

@topi:
“Die Stimmung unter den Menschen, dass sie von ihren Volksvertretern nicht vertreten werden, kommt daher, dass quasi alle entscheidenden Weichenstellungen der letzten Jahrzehnte nicht im Interesse der großen Mehrheit der Menschen erfolgt sind, sondern zugunsten einer kleinen Elite.”

Da sprichst du was Wichtiges an: Die “Mehrheit” beklagt sich NICHT in erster Linie darüber, dass sie nicht entscheiden darf, sondern dass gegen ihre Interessen entschieden wird.

Linus Januar 23, 2015 um 13:15

Slightly OT:
https://archive.org/details/ThePowerOfNightmares-Episode1BabyItsColdOutside
Mit reichlich Vorsicht zu geniessen, aber auch deshalb interessant.

BB Januar 23, 2015 um 13:20

“……Hmm, warum machst du das nicht selber? Na los, bedeute schon mal……..”

Ich arbeite daran. Vorher müssen sich natürlich Pegida, AfD, etc. die Hörner abstoßen.

Die Eliten können natürlich einen Pakt mit dem Pöbel eingehen, um sich zu wappnen. Man nennt das dann Faschismus (Hannah Arenth).

Wenn man sich den Henkel und so Typen, die bei der AfD vorne mitmischen, ansieht, gibt es ja schon Reflexe in die Richtung (trotz scheinheiliger Distanzierungen). Pegida wäre dann so’ne Art Soft-SS.

Stan Marsh Januar 23, 2015 um 13:23

@ topi

Na logen. Klar wird bei Konzernmedien auch desinformiert. Aber ist das im Internet anders?

Zu den Sprechchöre “Lügenpresse auf die Fresse”

Ich habe “die” nach Alternativen gefragt und bekomme dann als Antwort: RT, Ken Jebsen oder Jürgen Elsässer mit COMPACT. Ich sage hier nicht, es wird nicht gelogen, sondern, das bei PEGIDA – Anhängern pauschalisiert wird. Egal zu welchem Thema.

Ob “Lügenpresse” bei PEGIDA oder den Schlägern vom deutschen Widerstand , wie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=y6zridE1Iwk

Wer nicht exakt meiner Meinung ist, mit dem rede ich nicht ( PEGIDA ) oder den mache ich platt ( siehe Hausbesuch in dem Video ).

BB Januar 23, 2015 um 13:27

@16

“EZB….”

Vor dem Hintergrund sind natürlich Relativierungen von linker Seite, wie die von Jens Berger, zu kritisieren:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=24700

“….. Da hat Frau Wagenknecht im Kern natürlich Recht. Die Frage ist jedoch, ob es auch im Sinne der Umverteilung von unten nach oben nicht noch schlimmer wäre, wenn die EZB die Euro-Staaten durch Nichtstun in die nächste Krise schicken würde?…..”

Die richtige Logik ist doch, wenn es nix hilft, dann kann es auch nicht schlimmer werden. Und außerdem: Wenn es nur die Aktien- und Vermögensmärkte treibt, dann ist es sogar kriminell.

Die EZB-Maßnahme würde nur Sinn machen, wenn die Staaten das Geld, dass sie sich so leihen können, direkt investieren und damit die fehlende Nachfrage aus der Wirtschaft ausgleichen, also klassischer Keynesiansimus.

Da die Staaten das aber garantiert nicht tun, Draghi sein Programm aber trotzdem durchzieht, ist die Haltung von Berger komplett unlogisch.

Draghi-cula macht mit seinen Maßnahmen nur seine Banksterfreunde und Vermögende noch reicher. Das ist in dem Maßstab ein Weltverbrechen und das sollte man auch so deutlich sagen.

BB Januar 23, 2015 um 13:29

Sorry, ich wollte schreiben “Soft-SA”, dann wird’s logisch.

aifran Januar 23, 2015 um 13:57

Wodurch Unterscheiden sich Nutzmenschenhalter von Nutzmenschen?

Stan Marsh Januar 23, 2015 um 14:02

Logo für Pegida

https://twitter.com/DerBulo/status/557973585042481152

Obwohl. Jetzt ohne Lutz Bachmann? Vielleicht nicht mehr so aktuell. Aber PEGIDA klagt gegen LEGIDA – sehr schön und die Hools von HOGESA, möchten auch nicht mehr mit PEGIDA.

http://www.vice.com/de/read/jetzt-sind-auch-noch-die-hooligans-gegen-pegida-373

Stan Marsh Januar 23, 2015 um 14:26

“Werde ein echtes Pegida-Girl in weniger als 5 Minuten: Mit ein paar einfachen Tricks seid ihr der Star auf der nächsten Montagsdemo!”

https://www.youtube.com/watch?v=5Zv-cN9-ea4&x-yt-ts=1421914688&x-yt-cl=84503534#t=115

KommentatorX Januar 23, 2015 um 14:27

Wen trifft die gegenwärtige Politik der EZB?

Vor allem die besserverdienenden Mittelschichten.

In alten Lexika ist noch zu lesen: Inflation ist ein Mittel der Enteignung von Mittelschichten.

Es trifft die Sparer mit größerem Vermögen, die Anleger in Lebens- und Rentenversicherungen, einen großen Teil der Immobilienbesitzer, weil sie höhere Zinsen bezahlen müssen und/oder nicht mehr entsprechende Mieten erzielen können usf. …

Einkommen, Pensionen und Renten werden einen erheblichen Kaufkraftverlust erleiden. Dabei trifft es die sog. Besserverdienenden umso mehr, weil die Preissteigerungen bei den „Luxusgütern“ überproportional hoch sind, z.B. Luxusautos, -wohnungen, -boote etc. Schon seit längerem sehen wir eine unterschiedliche Preisentwicklung zwischen den Billigwaren des Massenkonsums und sog. „Luxuswaren“.

Diese Teile der Mittelschichten sind keine bildungsfernen und politisch desinteressierten proletarischen Schichten, keine lohnarbeitenden Kleinbürger ohne relevantes Vermögen, sondern es trifft auch erfolgreiche „Besserverdiener“, wie z.B. Juristen, Steuer- und Anlageberater, mittlere Manager, höhere Beamte, erfolgreiche Klein- und Mittelunternehmer etc., also Menschen, die durch ihre Intelligenz, Bildung und Berufserfahrung tiefere Einblicke in gesellschaftliche und ökonomische Zusammenhänge haben, mit Geldanlagen und der Verwaltung ihrer Vermögen vertraut sind und sich daher von den Wahrheitsmedien und ihren Journalisten, durch Politikergeschwätz und pseudo-wissenschaftliche Irreführung nicht so leicht verarschen lassen.

Die EZB betreibt ein Programm zur (Teil)Enteignung der besserverdienenden und vermögenden Mittelschichten.

P.S.
„Pegida“ setzt sich m. E. aus Angehörigen anderer Schichten zusammen.

keiner Januar 23, 2015 um 14:44

Groooooßartige Idee: Für jede 6 km, die die Fettgeldsäcke in Davon laufen (eifnach so, durch die Gegend), spendet die USB ein Fahrrad nach Afrika, damit “ein Kind besser zur Schule kommt”. Nur kein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein Riesending für das gute Gefühl vorm Einschlafen, wenn der Hunger äääääh das schlechte Gewissen nagt. Und ide Benzos gerade alle sind…

keiner Januar 23, 2015 um 14:45

Groooooßartige Idee: Für jede 6 km, die die Fettgeldsäcke in Davos laufen (einfach so, durch die Gegend), spendet die USB ein Fahrrad nach Afrika, damit “ein Kind besser zur Schule kommt”. Nur kein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein Riesending für das gute Gefühl vorm Einschlafen, wenn der Hunger äääääh das schlechte Gewissen nagt. Und ide Benzos gerade alle sind…

Andreas Kreuz Januar 23, 2015 um 14:59

Hier noch einmal für jeden verständlich, der des Lesens kundig ist:

http://www.egon-w-kreutzer.de/002/PaD032015.html

Stan Marsh Januar 23, 2015 um 15:04

Hier der Drohbrief von Al-Qaida Sachsen , gegen die PEGIDA Veranstaltung am vergangen Montag und auf dessen Grundlage, alle Demos, an dem Tag verboten worden sind.

http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!153093/

Huuh Januar 23, 2015 um 15:14

Es ist ein Wandel des Kommentariats zu beobachten, und zwar ganz deutlich zugunsten der Unbekloppten. Als jüngster Beleg dient mir beispielsweise, was zwei Stufen höher auf hervorragende Weise der Kommentator X herausgearbeitet hat.

Aber die Nicht-Rechnungsfähigen und Bekloppten müssen nun nicht gleich ihre Flinten ins Kornfeld schmeißen. Die Winterpause ist zu Ende, und am Spielfeldrand erscheint auch wieder der Trainer Klopp.

ruby Januar 23, 2015 um 15:34

@ Huuh
Nicht-Rechnungsfähigen BeKloppten
Bitte!

Stephan Januar 23, 2015 um 15:39

Telegraph: “What is the point of Davos?” http://goo.gl/Mr4Y4q

f.luebberding f.luebberding Januar 23, 2015 um 15:43

Huuh, Kommentator X

Wichtiger Kommentar um 14:27 Uhr. Es verbindet nämlich die ökonomische mit der politischen Perspektive. Sie ist damit anders als die übliche deutsche ordoliberale Selbstbespiegelung, die uns seit fünf Jahren mit den immer gleichen Argumenten wie “Vertrauensverlust” langweilt. Der Euro wird erst dann ein Problem bekommen, wenn die Politik aus welchen Gründen auch immer den Stecker ziehen sollte. Das werden die meisten deutsche Ökonomen und Wirtschaftsjournalisten nie begreifen, weil sie lauter Wahngebilden hinterherlaufen. Was ist eigentlich aus der Inflation geworden, die den deutschen Sparer enteignen wird? Bekanntlich war das der Grund für den Vertrauensverlust in die EZB im Jahr 2009 gewesen. Heute wird der Vertrauensverlust mit dem Gegenteil begründet, was aber niemanden stört. Wen interessiert schon das Geschwätz von gestern? Oder die Angst vor der Staatsverschuldung und einer drohenden Währungsreform? Beides hat man auch beerdigt, weil diese Angst nur im Hirn der Leute exitierte, die darüber Bücher geschrieben haben. So lange Draghi aber mit solchen Unfug kritisiert wird, muss er sich keine Sorgen machen, selbst dann nicht, wenn sein QE wirkungslos verpuffen wird. Was natürlich das Gegenteil von dem ist, was ihm deutsche Kritiker gerne vorwerfen. Der Euro braucht zwei Voraussetzungen, um makroökonomisch zu funktionieren. Eine gemeinsame Haftung für Staatssschulden und auf dieser Grundlage eine vergemeinschaftete Wirtschaftpolitik mit klassischer antizyklischer Konjunktursteuerung. Erst auf dieser Grundlage kann man Inflations- und Einkommenserwartungen positiv beeinflussen, damit Unternehmen im Süden wieder investieren. Den Euro herunterzuprügeln, nutzt allerdings vor allem der deutschen Exportindustrie. Das gilt in gleicher Weise für die Zinseffekte von Draghis Programmen. Es ist so, wie es in der Eurokrise schon immer gewesen ist. Von der Politik der EZB profitieren vor allem die, die sich am lautesten darüber beschweren: Die Deutschen. Während für den dahinsichenden Euro-Süden lediglich die Krümel übrig bleiben werden. Insoweit sollte sich der deutsche Mittelstand gut überlegen, welche politische Konsequenzen er ziehen will.

enrico Januar 23, 2015 um 15:45

@aifran
»»Wodurch Unterscheiden sich Nutzmenschenhalter von Nutzmenschen?««

Nutzmenschen treffen sich z.B. in Dresden und machen Pegida, während sich die Nutzmenschenhalter in Davos vertreten lassen.

enrico Januar 23, 2015 um 15:49

@FL

»»»Den Euro herunterzuprügeln, nutzt allerdings vor allem der deutschen Exportindustrie. «««

sehr richtig. Nur so ganz deutsch ist sie dabei gar nicht, diese Exportindustrie. Wem gehört sie wohl? Den Deutschen? Ha!

enrico Januar 23, 2015 um 15:59

@BB

»»»»Die Interessen der Großkonzerne sind diesbezüglich natürlich kontraproduktiv, da sie in der Regel mehrere Länder brauchen, um ihre Massenware abzusetzen. Diese sind ergo zu zerschlagen. Maßstab für die richtige Unternehmensgröße kann also in Zukunft nur das eigene Land oder alternativ – wir sind ja nicht mehr nationalistisch – eine überschaubare Region ausreichender Größe sein. Auch dies ist intelligent und rational zu planen und umzusetzen.«««««

Richtig! Nur Sätze wie “diese sind zu zerschlagen” sind leider etwas naïv. Sind es doch genau die Großkonzerne, die gerade dabei sind, erfolgreich unsere Nationen zu entmündigen und zu zerschlagen. In Davos besprechen sich gerade ihre Vertreter, wie sie diese Zerstörung noch effektiver voran treiben könnten. We are f…ed! Dät’s de Prabblem.

16 Januar 23, 2015 um 16:08

Es ist so, wie es in der Eurokrise schon immer gewesen ist. Von der Politik der EZB profitieren vor allem die, die sich am lautesten darüber beschweren: Die Deutschen. Während für den dahinsichenden Euro-Süden lediglich die Krümel übrig bleiben werden…

Genau! Wohin man auch nur blickt in D….Overall dolce vita……der RolandBergerSpezialdemokratenAgenda sei Dank..

holger Januar 23, 2015 um 16:09

f.l.

—>>>Was ist eigentlich aus der Inflation geworden, die den deutschen Sparer enteignen wird?”

dies hat ein unbekannter Welt “Ökonom” ;) schon vor Jahren geklärt, dass “Inflation” als solche abgesagt werden musste. :D Auch hat dieser unbekannte Welt “Ökonom” erklärt, warum die Zinsen nicht steigen können.

Da man ja Eurotz/USD Richtung 1:1 treibt und treiben will, wird das Einkaufen und Aufkaufen von Eigentumsrechten günstiger. Jedenfalls für Fremdwährungs-Investoren-Institutionen.

Die Einzigen die sich Eurotz-Europa nicht mehr leisten können sind dabei die Eurotz Europäer daselbst.

Die Folgen, die daraus entstehen, kann sich jeder halbwegs “Gebildete” am nicht vorhandenen Daumen abzählen.

—>>> Erst auf dieser Grundlage kann man Inflations- und Einkommenserwartungen positiv beeinflussen, damit Unternehmen im Süden wieder investieren. ”

Mit Verlaub, das kann so leider nicht richtig sein. Weil der Makronese überhaupt keine Ahnung hat, wann und wo und unter welchen Umständen man Investiert. Das sollte der Makronese doch bitte dem Mikronesen (KMU) überlassen. Und nicht irgendwelchen verstaubten Büchern.

Es gibt nur zwei Arten der Investition

A) weil die Investition notwendig ist
B) weil die Investition einen Profit abwirft

f.luebberding f.luebberding Januar 23, 2015 um 16:10

Enrico

Was meinst Du eigentlich, wie man die nicht schlechten Gehälter in dieser Branche bezahlen kann und wer davon profitiert? Die schlechte deutsche Lohnentwicklung hat ihre Gründe nicht in diesem Sektor, sondern in der Abkopplung der anderen Sektoren von der Lohnentwicklung. M. a. W. Es ist das Ergebnis des gespaltenen Arbeitsmarktes.

Keynesianer Januar 23, 2015 um 16:13

@Stan Marsh

Auch dieser Scheiß, das die großen Medienhäuser in DE von Linken kontrolliert werden. Dann gibt es aber auch wiederum PEGIDA – Anhänger die absurd erweise beides für möglich halten: Also die “Lügenpresse” wird sowohl von Amis und Zionisten, wie Linken beherrscht. Meine Fresse. Fuck you logic.

Das ist ein wichtiger Teil des Verwirrspiels der herrschenden Klasse: Nämlich die Bevölkerung zu spaletn und “Linke” gegen “Rechte” zu hetzen und wieder zurück. So wie @Stan Marsh und die von der Anti-Pegida halt überall “Nazis” am Werk sieht, sehen die von der Pegida überall “Linke”.

Aber so, wie @Stan Marsh kein Linker ist, sind das keine “Nazis”. :)

Denn Linke grölen natürlich nicht “Bomber Harris do it again” und haben nicht die geringste Sympathie für solche Antifa-Deppen und sonstigen Spalter, die nicht die Herrschenden als Gegner sehen, sondern irgendwelche Hooligans oder PEGIDA-Demonstranten.

Gell? :)

Dipfele Januar 23, 2015 um 16:22

Transnationale Weltanschauungsgemeinschaft
Eine Kategorie, die aber bei weitem nicht nur für WEF gilt:

http://bibliothek.wzb.eu/artikel/2005/f-12522.pdf

KommentatorX Januar 23, 2015 um 16:29

Die EZB kauft Staatsanleihen auf, deren Emittenten überschuldete Krisenstaaten sind. Vermutlich zum Nennwert.

Gekauft wurden diese Papiere von den Anlegern zum Kurswert, der vielleicht nur 50% oder sogar weniger ausmachte. Auf den Nominalwert gab es dann hohe Zinsen (z.B. 10% p.a.).

Wer sind die Eigentümer der Staatsanleihen?
Privatanleger, institutionelle Anleger und Banken.

Eigentlich sind es immer Privatanleger, denn bei den institutionellen Anlegern und Banken sind es deren Anteilseigner und Investoren.

Kauft die EZB diese Staatsanleihen auf, so haben deren Eigentümer dieser Papiere auf doppelte Weise profitiert, nämlich
1. durch die hohen Zinsen
2. durch die Differenz zwischen niedrigem Kurswert beim Kauf und Erhalt des Nennwertes beim Verkauf.

Würde die EZB diese „toxischen Papiere“ nicht aufkaufen, was wäre dann deren Marktwert?

Dieser Profit der Eigentümer der Staatsanleihen durch Aufkauf durch die EZB geschieht auf Kosten eben der oben genannten Mittelschichten, denn die bezahlen mit Kaufkraftverlust (Inflation) und Währungsverlust des Euro.

Was auch immer erzählt wird, es handelt sich bei der Aktion der EZB in Wirklichkeit um einen Vermögenstransfer von den vermögenden Mittelschichten zu den Superreichen.

Man könnte es auch als formaldemokratisch legalisierten Raubzug bezeichnen.

holger Januar 23, 2015 um 16:40

f.l.

—>>>Der Euro wird erst dann ein Problem bekommen, wenn die Politik aus welchen Gründen auch immer den Stecker ziehen sollte. Das werden die meisten deutsche Ökonomen und Wirtschaftsjournalisten nie begreifen, weil sie lauter Wahngebilden hinterherlaufen.”

Das was die Protagonisten nie begreifen ist:

A) gibt es eine Richtlinie wie und wann und wofür und unter welchen Umständen, Banken Kredite gewähren können. Immer auch in Hinblick Refinanzierung. Nenn es Basel I II oder III

B) gibts eine unterschiedliche Insolvenzverordnung im Eurotzutopia.

Da haben die USA mit ihren Insolvenz Chaptern gegenüber den Eurotznesen die Nase Meilenweit voraus.

Das könnte man als Mann Männin von Welt endlich mal zur Kenntnis nehmen. Jedenfalls im globalisierten “Wettbewerb”.

Der Eurotzraum ist schon alleine wegen der unterschiedlichen Rechtsprechung Fiskal bis sonst wohin, für eine Einheitswährung nicht tauglich.

Das kann jeden und muss auch jedem Star-Ökognom absolut klar sein.

Und somit bleibt die Erkenntnis, dass der Eurotz ein Wahn, nicht nur von Politikern war, (die haben eh keine Ahnung) sondern knallharte finanzielle Interessen hinter dem Eurotz stecken. Und die Finanzgurus im Gegensatz zu den “Gewählten”, haben schon ein wenig mehr Grips in der Hirse.

Die Politik wird den Eurotz nicht fallen lassen, das können höchstens die Finanzgurus.

aifran Januar 23, 2015 um 16:48

kleine Liedchen über Nutzmenschenhaltung

Georg Kreisler – Meine Freiheit Deine Freiheit
https://www.youtube.com/watch?v=u8-4n9yxZ_s

Georg Kreisler – Kapitalistenlied
https://www.youtube.com/watch?v=fkaYbUcqFU8

schöne Tage
(Bio-Bauern lieben die Freilandhühnerhaltung … also kommt wohl sicher auch bald die Bio-Freiland-Nutzmenschenhaltung)

enrico Januar 23, 2015 um 17:15

@FL

»»»»»»»Die schlechte deutsche Lohnentwicklung hat ihre Gründe nicht in diesem Sektor, sondern in der Abkopplung der anderen Sektoren von der Lohnentwicklung. M. a. W. Es ist das Ergebnis des gespaltenen Arbeitsmarktes.««««««««««

Das ist richtig, die Gehälter der Exportindustrie (Großbetriebe)sind relativ höher im Vergleich zu der “Binnenindustrie”, die dort Beschäftigten sind somit im Verhältnis zu den Arbeitnehmern der Nicht-Exportindustrie privilegiert. Nur muss man hier die Produktivität berücksichtigen. Der reine Arbeitskostenanteil am Preis der exportierten Produkte ist relativ gering. Hohe Produktivität eben. Aber dieser Produktivität hat oder hatte einen Preis und der wird und wurde nur zu einem vergleichsweise winzigen Teil von der Exportindustrie übernommen. Bildung noch Infrastruktur. Im Übrigen sollte man auch einmal die ganze Produktionskette zurück verfolgen. Vom Rohstoff bis hin zum fertigen Exportprodukt. Wie sehen dort die Löhne aus? Im Endeffekt profitiert die Exportindustrie eben doch von den viel zu niedrigen Löhnen entlang dieser Zulieferer-Kette.

Soldat Schwejk Januar 23, 2015 um 17:16

@ Huuh, KommentatorX

Die inhaltliche Aussage des unbekloppten X-Kommentars würde ich aber auch anzweifeln. Mit generell steigenden Verbraucherpreisen infolge von QE dürfte kaum zu rechnen sein. Eher mit steigenden Vermögenspreisen, etwa im Immobiliensektor. Die EZB pumpt Zentralbankgeld in den Finanzsektor und nimmt die Risiken aus den Bilanzen der privaten Geschäftsbanken in ihre eigene Bilanz (bzw. die nationalen Notenbanken tun das). Dort könnten sie im Grunde bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag liegen, oder? Die Operation dient offensichtlich auch zur Stabilisierung des privaten Banken- und Versicherungssektors und damit gerade zur Aufrechterhaltung der Geldvermögensillusion. Freilich wird der sogenannte Anlagenotstand zunehmen und die Zinsen weiter sinken. Der Geldvermögensbesitzer kann nicht alles haben: Risikoübernahme durch öffentliche Institutionen UND dazu noch Zinsen über der Inflationsrate.

Bzw., weil er doch beides will, und weil die Politik seinen Wünschen folgt, da wird es jetzt ja zunehmend Public Private Partnerships geben, wo Versicherungskonzerne gegen Garantieverzinsung irgendwelche öffentlichen Infrastrukturprojekte betreiben.

http://www.versicherungsbote.de/id/4802953/Sigmar-Gabriel-Expertenbeirat-Infrastruktur-Ergo-Allianz/

Daß ein sinkender Eurokurs gerade den Vermögensbesitzern schaden soll, erschließt sich mir auch nicht. Die Vermögenseinkünfte aus Immobilien oder Aktien im Nicht-Euro-Raum steigen, gemessen in Euro. Und übrigens dürfte der aktuelle Euro-USD-Kurs so ungefähr die Kaufkraftparitäten widerspiegeln, nachdem der Euro in der Hinsicht lange überbewertet war. Oder?

Ich denke, es ist immer schwer so pauschal zu sagen, diese oder jene Bevölkerungsschicht oder Region wird von einer Auf- oder Abwertung verlieren oder gewinnen. In Berlin etwa ist ein schwächerer Euro gut für die große Tourismus- und Hotelbranche, während der Aufwärtsdruck auf die Mieten aber weiter zunehmen dürfte.

Es ist m.E. sinnvoller, die EZB-Politik im Kontext sämtlicher europäischer Institutionen und Akteure zu betrachten, wie Norbert Häring (s. Link weiter oben) das tut, vor allem auch ihre Rolle als Teil einer “fünften Gewalt” von Finanzmarktakteuren zur Unterwerfung einzelstaatlicher Regierungen. Die faktische Erpressung zur Verhinderung von Papandreous Referendum in Griechenland. Die Operation zusammen mit der Bank von Italien (der damals Draghi vorstand) zum Sturz von Berlusconi, weil jener offenbar eine Art Südallianz mit Option auf Euro-Ausstieg schaffen wollte. Die unmittelbare Einmischung in die spanische Wirtschafts- und Sozialpolitik (Brief an Zapatero).

Hier noch mal der bei Häring verlinkte Forderungskatalog an Berlusconi.

http://www.corriere.it/economia/11_settembre_29/trichet_draghi_inglese_304a5f1e-ea59-11e0-ae06-4da866778017.shtml

Ich meine, da kann man sich wirklich die Diskussion sparen, ob das noch von einem geldpolitischen Mandat gedeckt wird…

Dagegen führt die einseitige Fixierung auf ihre geldpolitischen Maßnahmen (QE) und das Beschwören von Inflationsgefahren nicht viel weiter. Schon deshalb nicht, da es eine spezifische ordoliberale deutsche Befindlichkeit widerspiegelt und unter progressiven Kräften in anderen europäischen Staaten kaum anschlußfähig sein dürfte.

enrico Januar 23, 2015 um 17:31

@FL

apropos große Unterschiede bei den Gehältern: So lange “der Markt” die Höhe der Gehälter bestimmt, wird die Verteilung dieser Einkommen, je nach Branchen, zwangsläufig ungerecht verteilt bleiben, da sie sich immer nach der Produktivität richtet. Deshalb ist es falsch, wenn die Unternehmen die Gehälter an die Beschäftigen bezahlen. Das sollen die Kommunen übernehmen! Die Kommunen sollten für die Einkommen der Arbeitenden zuständig sein. Den Unternehmen sollten dann diese Arbeitskosten in Rechnung gestellt werden. Die Unternehmen höherer Produktivität müssen dann höhere, und denjenigen mit niedrigerer Produktivität entsprechend niedrigere Arbeitskosten begleichen. Während die Einkommen der Arbeitenden völlig unabhängig von der jeweiligen Produktivität ihrer Branchen ausfallen. Die Einkommen der Arbeitenden richten sich nach Kriterien, wie z.B. Alter, Anzahl der Kinder, Anzahl der zu versorgenden Personen etc.

holger Januar 23, 2015 um 17:39

enrico

—>>>Deshalb ist es falsch, wenn die Unternehmen die Gehälter an die Beschäftigen bezahlen. Das sollen die Kommunen übernehmen! Die Kommunen sollten für die Einkommen der Arbeitenden zuständig sein”

Bitte…? Erstens zahlen nicht die Unternehmen die Gehälter, sondern der Kunde mit Bonität, ermöglicht bei Kauf einer Ware dem Unternehmer, Löhne auszahlen zu können.

Ein Vertriebler mit Fixum und Provision bekommt sein Einkommen vom Amt? :D Der arme Junge verhungert ja, bis die das berechnet haben LOL :D

Aber ok ich hake das mal unter den “Deutschen” in dir ab. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. ;)

holger Januar 23, 2015 um 17:46

und enrico

—>>>: So lange “der Markt” die Höhe der Gehälter bestimmt, wird die Verteilung dieser Einkommen, je nach Branchen, zwangsläufig ungerecht verteilt bleiben, da sie sich immer nach der Produktivität richtet.”

Diese Annahme ist in der Lohnfindung nicht richtig.

no.nam Januar 23, 2015 um 18:09

@Soldat

Eher mit steigenden Vermögenspreisen, etwa im Immobiliensektor.
Die Frage ist ja, wie sich die steigenden Vermögenspreise auswirken. Steigende Preise im Immobiliensektor betreffen beispielsweise nicht nur Wohnungseigentümer, die ihre Immobilie selbst nutzen, sondern z.B. auch Büroraum (Startups Berlin), vermietete Wohnungen etc. In der zweiten Runde ist zu erwarten, dass Vermögenbesitzer erwarten, dass Markthemmisse abgebaut werden, damit die Eigentümer in den Genuß der Früchte ihres Eigentums gelangen.

BB Januar 23, 2015 um 18:37

Tony Abbot will 12 hypermoderne U-Boote von Merkel kaufen für 14 Mrd. Euro?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spiegel-exklusiv-merkel-will-u-boot-deal-mit-australien-a-1014664.html

Wozu braucht der die eigentlich?

Nun ja, er erweckte ja im Zusammenhang mit MH17 durch seine aggressive und kriegstreiberische Rhetorik den Eindruck, Russland stünde an seinen Grenzen. Aber irgendwie irre, dass Australien 12 Uboote dieser Klasse haben will. Der Typ schien mir schon immer aus dem gleichen verrückten Holz gestrickt wie der Cameron. Stock-konservativ ergo unzurechnungsfähig.

Aber wir Deutschen verzichten lieber auf die 12 Mrd. Frau Merkel.

Ändern Sie Ihre Prioritäten! Wir wollen stattdessen Arbeitszeitverkürzung! UBoote einfach nicht bauen und die Arbeitszeit, die hierdurch wegfällt, einfach auf alle in Form von Freizeit umlegen.

Muss doch machbar sein in einer intelligenten Gesellschaft. Wozu für UBoote schuften, die niemand braucht?

BB Januar 23, 2015 um 18:39

Natürlich bei vollem Lohnausgleich. Geldbeschaffung ist ja kein Problem.

topi Januar 23, 2015 um 18:45

Sehr richtig, Schwejk!

Manche definieren gar
Inflation = Ausweitung der Geldmenge

und wundern sich.

Natürlich geht es nur um die Teile der Geldmenge, die überhaupt nachfragewirksam werden. Deshalb Preiserhöhungen auf dem Aktion- und Immobilienmarkt, andere “assets” hängen dran, der Hüpfer beim Gold ist so zu erklären, ja auch der Anstieg des Franken.

Die Argumentation der Notenbanker ist doch geradezu pervers; weil sich die Aktien- und Immobilienbesitzer reicher fühlen, geben sie doch hoffentlich ein bisschen mehr aus, auch die Verbraucherpreise steigen etwas. Also selbst wenn es so wirkt, ist ganz klar: Umverteilung von unten nach oben.

Da jeder Blödmann wissen könnte, wie die sich verschärfende Einkommensverteilung auf die wirtschaftliche Entwicklung wirkt, kann man solche Maßnahmen auch sehr leicht einordnen.

Die Privatisierungen und PPPs sind der Knackpunkt; sind zwar auch nur Verträge und wieder rückholbar, wenn man wöllte, aber erstmal fließen da garantierte risikofreie Gewinne zu den Vermögensbesitzern.

Das wäre die Linie für eine Basisbewegung mit sinnvollem Anliegen:

Keine Privatisierung ohne bindenden Volksentscheid!!!

enrico Januar 23, 2015 um 18:57

@Hohlger

»»»»Bitte…? Erstens zahlen nicht die Unternehmen die Gehälter, sondern der Kunde mit Bonität, ermöglicht bei Kauf einer Ware dem Unternehmer, Löhne auszahlen zu können.««««

Falsch. Die Unternehmen verschulden sich, erst dabei entsteht das Geld um die Gehälter zu bezahlen. Werden diese Gehälter ausgegeben, dann kommen diese Gelder wieder in die Hände der Unternehmen. Womit ihre Kredite wieder getilgt werden können. Geld kommt somit sozusagen von der Zukunft in die Gegenwart.

enrico Januar 23, 2015 um 18:59

@nochmal Holger

»»»»»Diese Annahme ist in der Lohnfindung nicht richtig.«««««

klar, deshalb sind ja auch die Löhne in der Landwirtschaft so unglaublich hoch und in der Automobilindustrie so wahnsinnig niedrig, gell ;-)

holger Januar 23, 2015 um 19:27

enrico

—>>>Falsch. Die Unternehmen verschulden sich, erst dabei entsteht das Geld um die Gehälter zu bezahlen.”

Nein, sie Verschulden sich nicht, sie Investieren unter anderem auch mit Krediten… Dafür gibt es die Eigenkapitalquote.

Verschulden tun sich nur die Endkonsumenten. Die dann die Erwartungshaltung der Unternehmen erfüllen sollen, indem sie diese Güter abkaufen.

Da kannste mal Differenzieren.

—>>>klar, deshalb sind ja auch die Löhne in der Landwirtschaft so unglaublich hoch und in der Automobilindustrie so wahnsinnig niedrig, gell”

Wenn keiner mehr Spargel stechen will, muss der Spargelbauer mit Bäuerin eben selber ran ;)

Den Lohn bestimmt nicht die Produktivität, sondern nur die Anzahl derer, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und auch für den “Job” geeignet sind.

Das habe ich als Industriemeister dann Dir wohl doch voraus :D

Noch merkt man es nicht, hier stimmt der Satz “Angebot und Nachfrage”.

Deswegen Automatisation um möglichst unabhängig von dem Faktor Human-Kapital unabhängig zu sein.

Danke, Bitte ;)

no.nam Januar 23, 2015 um 19:49

@topi

Wie oft haben wir das hier diskutiert. Es geht doch nicht um irgendwelche Erkenntnisse der Volkswirtschaftslehre. Es geht um Fantasie und um Vertrauen.

Durch das neue Programm der EZB wird Macht von der Zentralbank hin zu Privatbankiers verteilt. Die Privatbankiers erleichtern ihre Bilanz und können die nächste Runde einleiten. Die Begründung weshalb, warum dient für die Propaganda, ….für die Medien. Du schreist ,,rechts” und biegst links ab. Konjunktureffekte erhoffe ich mir von dem Programm nicht. Allenfalls kurzfristig, bzw. es werden die Statistiken geschönt.

Damit Griechenland (oder Italien, Spanien..) seine Wirtschaftsprobleme löste, müssten die Europäer dort einen neuen Industriezweig ansiedeln. Beispielsweise Startups für Elektroartikel oder Rakentenindustrie. Irgendetwas, sehr kreatives. Keine Touristikbranche. Und auch nicht Autozulieferant. Etwas, dass zwar mit Risiko behaftet ist, welches aber, wenn es Fuß fasst, zündet. Und etwas, dass die Menschen auf diesen Planeten bräuchten.

Der billige EUR lockt allenfalls die Nicht-Europäischen Touristen eine zeitlang. Strukturell wird sich in den Krisenländern nichts ändern. Aus Quark wird Käse.

Deutschland wird ja überall gelobt und ganz sicher ist D. konjunkureller Gewinner in der EU, indem es durch die Billiglöhne die Arbeitslosigkeit senken konnte (die Armut bleibt, aber zumindest sind die Menschen beschäftigt), während die Arbeitslosigkeit in den anderen europäischen Ländern stieg. Die Kostenreduktionstrategie Deutschlands kann den Industriestandort aber nicht langfristig garantieren. Kostenreduzierung wirkt immer nur kurzfristig und es schafft keine neuen Produkte.

Die Märkte werden durch kreative Ideen entwickelt. Durch Menschen, die motiviert sind. Berlin ist da ein gutes Beispiel. Aber das muss gepflegt werden, sonst ist das ganz schnell wieder kulturelle Wüste. Deutschland (Europa) hat ja beispielsweise den Anschluss an die IT verpasst. Hardwaremäßig hängen wir an Asien und die Software kommt aus den USA. Durch den billigen EUR ist zu befürchten, dass dieser Trend sich noch verschärfen wird. Denn der billige EUR verschafft der Automobilindustrie eine verlängerte Renaissance. Aber benötigt diese Welt wirklich noch 300PS Schlitten, die 60Minuten im Stau stecken, um eine Entfernung von 20 Km zurückzulegen? Während in den USA bereits das intelligente Auto von morgen entwickelt wird? (Welches dann in Asien hergestellt werden wird.) Welche Produkte, außer Luxusartikeln, haben wir in Europa denn noch so im Angebot? Und wie hilft der schwache EUR dazu, diese wenigen Industrien attraktiver zu machen? Der Witz ist ja, dass die Schweiz uns vormacht, wie es anders geht. Dadurch, dass wir uns ,,verbilligen” wird es nicht besser. Wie gesagt, ich denke, darum ging es auch nicht. Die Absicht war, die Bilanzen der Banken zu puschen. Das ist gelungen. Zu den Nebeneffekten bitte die Packungsbeilage lesen :-)

holger Januar 23, 2015 um 19:49

enrico

oder anders: Hat ich ja schon mal gepinselt:

Der Arbeitnehmer, gibt den Arbeitgeber einen Kredit, indem er seine Fähigkeiten zunächst auf Vertragsbasis anbietet (Trau Schau Wem ;) kenn ich ja nun LOL ) Nun muss der Arbeitnehmer darauf hoffen, dass Vertriebler den Mist den du gewerkelt hast, an Omma X verscherbelt. Und das Omma X auch in der Lage ist, den Preis zu wuppen, wie auch immer.

Nur Omma X löst alle “Kreditversprechen” ein in der Kette. Und hebt die vermeintliche Verschuldung (Investition Arbeitnehmer auf Treu und Glaube) auf.

Verstehen?

enrico Januar 23, 2015 um 20:14

@Holger

mit den Gehältern von heute werden die (End-)Produkte von gestern erworben. Die Produktion von heute ist ja noch gar nicht beendet.

Die Arbeitnehmer geben somit tatsächlich (indirekt oder direkt) Prestationen an die Unternehmen. Einmal indem sie sparen (oder horten) sowie einmal mehr, indem sie voraus arbeiten und ihren Lohn erst am Monatsende erhalten.

ruby Januar 23, 2015 um 20:20

@ aifran
beim discounter pute statt schwein nicht nicht erkannt – fuck
gute tarnung vom hersteller …
http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/landwirtschaft/140108_bund_landwirtschaft_fleischatlas_2014.pdf
;-)

ps
glückliche schweine, wo gibt es die wieder?

keiner Januar 23, 2015 um 20:27

Aber Herr Lübberding, was der dt. Mittelstand für “politische Konsequenzen” zieht ist völlig belanglos! Spätestens seit “Rot-Grün” mit Schröder-Fischer die übelsten neoliberalen Projekte aller Zeiten durchgezogen haben ist doch klar: Das Großkapital kauft sich noch jeden, der ihm “seine” Politik liefert.

Das ist doch auch das tolle bei Mutti: so tun, als sei sie um Sparer und Mittelstand besorgt (die sie täglich fickt und dabei noch lacht) und in Wahrheit die Interessen des Großkapitals wahren (wie du ja selbst richtig bemerkt hast). Das nenne ich mal, die Dinge vom Ende her denken. Wenn morgen einer “Vorratsdatenspeicherung” ruften, dann springt die. Und übermorgen einer “Amnestie für NSU-”Unterwanderer”, dann springt die (huch, das war ja gestern).

Und übermorgen: “Sparguthaben weg” (weil die Reichen längst in Immobilien, Gold, US-Dolar etc sind, dann springt die. Wie sonst sollte man die Sklaven am laufen halten? Da schaden Guthaben und Reserven nur. Die sollen schwitzen bei DHL und sonsitgen sweat-shops, bis sie mit 60 tot aus den Latschen kippen.

Für die Leute bist du eine Nummer zu klein, Herr Lübberding. Schau dir mal an, wie deutscher KApitalismus funktioniert:

http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/krankes-system-die-brutalen-methoden-der-autokonzerne-gegen-zulieferer/11238074.html

Vom 3. Reich nur noch einen Hauch entfernt….

holger Januar 23, 2015 um 20:38

keiner Januar 23, 2015 um 20:27

der Link ist gut :D

KOSTENOPTIMIERUNG since 1986 :D :D :D

Hyper Master Ignazio Lopäzzzzzz 1994 LOL :D radierte Zulieferer aus… VW

NEVER CHANGE A WINNING TEAM :D

KommentatorX Januar 23, 2015 um 20:40

@Soldat Schwejk Januar 23, 2015 um 17:16
Die inhaltliche Aussage des unbekloppten X-Kommentars würde ich aber auch anzweifeln. Mit generell steigenden Verbraucherpreisen infolge von QE dürfte kaum zu rechnen sein. Eher mit steigenden Vermögenspreisen, etwa im Immobiliensektor.

Meine These ist doch eine ganz andere. Eben nicht, dass es eine einheitliche generelle Preissteigerung geben wird.
Denn der gesellschaftlichen Klassenspaltung entspricht das Vorhandensein von unterschiedlicher Kaufkraft und daraus resultiert eine unterschiedliche, gewissermaßen „schichtenspezifische“ Preisentwicklung.
Waren zur Befriedigung des Massenkonsums, wie Billig-Lebensmittel, -Kleidung, Schuhe, Uhren, Fahrräder, Autos etc., weisen wenig Preissteigerung auf, zum Teil werden sie sogar billiger.

Aber das gilt nicht für die Konsumgüter der besserverdienenden Mittelschichten. Damit meine ich nicht ausgesprochene Luxusgüter wie Uhren für mehrere 10.000 Euro oder Ferraris, auch keine Immobilien in 1a-Wohnlagen. Im oberen Luxussegment sind die Preise in überproportional gestiegen, manchmal geradezu explodiert.

Ich meine den Konsum der besserverdienenden Mittelschicht mit ihren Mittelklassefahrzeugen, wie einen Mercedes E oder ein BMW-Motorrad, mit für diese Schicht typische Marken-Kleidung, Schuhe, Uhren etc., ihre Ski-Urlaube und Fernreisen etc.

Wer zu dieser Schicht gehört, wird aus eigener Erfahrung den Preisanstieg bestätigen.

Auf die Probleme dieser Schicht, den Wertverfall des angesparten Vermögens in Grenzen zu halten, will ich hier gar nicht eingehen. Das Gleiche gilt für die Altersversorgung.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung handelt es sich um eine relativ kleine Schicht, aber es sind jene Menschen, welche als Funktionseliten tätig sind. Weil sie für das Funktionieren der Gesellschaft in verantwortlicher Stellung sorgen, besitzen sie aufgrund ihrer Funktionsmacht auch potentielle politische Macht.

@f.luebberding Januar 23, 2015 um 15:43
Insoweit sollte sich der deutsche Mittelstand gut überlegen, welche politischen Konsequenzen er ziehen will.

Welche Konsequenzen er ziehen wird, ist m. E. derzeit nicht prognostizierbar. Ich kann mir vorstellen, dass dies im Verlaufe der zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklung Veränderungen unterworfen ist. In der Vergangenheit war diese Mittelschicht auf der rechtskonservatíven FAZ-Schiene. Aber diese Menschen werden immer mehr merken, dass auch sie sich auf der Verliererstraße befinden. Ob dies irgendwann zur Systemkritik und Stellung der Systemfrage führt?

Huuh Januar 23, 2015 um 20:57

Ich poste das mal unter dem Nick Huuh, weil es ein Thema derer hinter der Scheuerleiste ist.

Natürlich reichen Banken quantitativ gelockertes Geld als Kredite an Unternehmen weiter. Was denn sonscht! Man muss nur mitbekommen haben, dass als Unternehmen nicht mehr die Händler mit Heu fungieren, sondern Händler, die mit dem Schrecken handeln.
Sie kaufen mit den von Heli-Ben abgeworfenen Zetteln das letzte Werthaltige auf: Immobiles, Beteiligungen an Produktivvermögen, Staats-, das heißt Volksvermögen und Rechte aller Art. – Das Recht, hätte ich beinahe gesagt. Zu welchem Zweck? Um die Preise all dieser letzten Habhaftigkeiten gegen unendlich zu treiben.

Wohin das führt? Weiß nicht. Male ich lieber nicht aus. Auf jeden Fall zu einem Ende, auf das ein Anfang folgen wird.

QuestionMark Januar 23, 2015 um 21:00

@KommentatorX Januar 23, 2015 um 20:40

Denn der gesellschaftlichen Klassenspaltung entspricht das Vorhandensein von unterschiedlicher Kaufkraft und daraus resultiert eine unterschiedliche, gewissermaßen „schichtenspezifische“ Preisentwicklung.

Sehr richtig. Die Klassengesellschaft wird vollumfänglich restauriert.

Wer zu dieser Schicht gehört, wird aus eigener Erfahrung den Preisanstieg bestätigen.

Aber woher kommt wohl der Preisanstieg? Vielleicht weil sich einige Leute überhaupt keine Gedanken ums Geld machen müssen und bereit sind die steigenden Preise zu bezahlen? Vielleicht deshalb? Oder hat dich schon mal irgendjemand dazu gezwungen den Schrott von Mercedes zu kaufen?

Gemessen an der Gesamtbevölkerung handelt es sich um eine relativ kleine Schicht, aber es sind jene Menschen, welche als Funktionseliten tätig sind.

Man hört aber hauptsächlich den Jammerlappen aus dem Text herausklingen. Wer in diesem Land Geld hat (bsp: obere Mittelschicht) hat wirklich keinen Grund sich zu beklagen. Bestenfalls über die Höhe der Steuern/Abgaben. Denn: Neben dem Preisanstieg bei “Luxusgütern” haben wir doch auch einen enormen nachhaltigen Preisanstieg bei den Anlagemöglichkeiten (s. dazu aktueller DAX). Wer Geld besitzt hat hier sehr viele Möglichkeiten sein Vermögen relativ problemlos zu vermehren.
Wirklich arm dran ist das Gros der Menschen: Die Mittelschicht und die Unterschicht.

Und zur EZB: Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen das die EZB eure Kack-Marktwirtschaft wieder einmal für die nächste Zeit gerettet hat? Warum jammert ihr eigentlich? Ihr wollt doch alle diese Marktwirtschaft.

holger Januar 23, 2015 um 21:03

Huuuh

—>>>Natürlich reichen Banken quantitativ gelockertes Geld als Kredite an Unternehmen weiter.”

Eben nicht…

ruby Januar 23, 2015 um 21:10

Wochenendtänzchen zur Erinnerung an vergangene nordische Club-Zeiten
https://www.youtube.com/watch?v=shZn0_e679U
ob der jens es an der leine liebt ?

@ huuh
“das letzte Werthaltige” oder was sie dafür halten …

Huuh Januar 23, 2015 um 21:11

@ Kommentator X

Du meinst also, die Trennlinie besteht aus Edelklamotten, Automarken, Luxusuhren. Eventuell noch der Verfügbarkeit von Bewachungspersonal…

Zugegeben, vielleicht hast du morgen noch recht.

holger Januar 23, 2015 um 21:14

Huuh

doch hast recht, wenn die Unternehmung, yep… das sind ja auch Unternehmen.

Huuh Januar 23, 2015 um 21:19

holger Januar 23, 2015 um 21:03
@ Holger

>>> Huuuh

—>>>Natürlich reichen Banken quantitativ gelockertes Geld als Kredite an Unternehmen weiter.”

Eben nicht…

Hast du das bißchen Senf von mir nicht mal zu Ende gelöffelt? Wenn doch, dann erkläre mal das >>> Eben nicht.

holger Januar 23, 2015 um 21:21

Huuh Januar 23, 2015 um 21:19

hat ich um 21:14 ZULU nachgereicht ;)

Huuh Januar 23, 2015 um 21:23

@ Holger

Manchmal versteht man sich eben auch, wenn man derselben Meinung ist.

QuestionMark Januar 23, 2015 um 21:28

@Huuh Januar 23, 2015 um 20:57

Wohin das führt? Weiß nicht. Male ich lieber nicht aus. Auf jeden Fall zu einem Ende, auf das ein Anfang folgen wird.

Wohin wird es wohl führen? In den nächsten Megacrash. Wohin denn sonst? Und die Folgen dieser Politik werden auf die kleinen Leute umgelegt. So wie immer. Und anschließend geht derselbe Scheiß von vorne los. That’s it.
Wir sind alle Teil eines großen Schildbürgerstreichs. Und deswegen ist Merkel hierzulande auch Kanzler.

ruby Januar 23, 2015 um 21:33

Verpasst ?
http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/magazin/180200/index.html
Sonntag 6:15 Uhr für Frühaussteher

Doktor D Januar 23, 2015 um 21:39

Seamus Milne im Guardian findet #WEF auch mehr so:
“The thinking person’s Davos oligarch realises that allowing things to carry on as they are is dangerous. So some want a more “inclusive capitalism” – including more progressive taxes – to save the system from itself.
But it certainly won’t come about as a result of Swiss mountain musings or anxious Guildhall lunches. Whatever the feelings of some corporate barons, vested corporate and elite interests – including the organisations they run and the political structures they have colonised – have shown they will fight even modest reforms tooth and nail.”
http://gu.com/p/454jq/sbl

holger Januar 23, 2015 um 21:48

Fragezeichen

—>>> So wie immer. Und anschließend geht derselbe Scheiß von vorne los. That’s it.”

Tja… das ist die Frage der Fragen:

Wie denn? Wie? Wenn die Eigentumsrechte (Grund&Boden samt Wasser und Öl/Gaz) konzentriert verbrieft sind?

Das geht nur, wenn man die “Eigentumsrechte” die Verbrieften, auflöst. Oder die “Macht” das RECHT, auf die “Eigentumsrechte” nicht mehr durchsetzen kann. Mangels Personal. Und somit Gewaltandrohung.

“Wo kein Kläger da kein Richter”

Bruchmüller Januar 23, 2015 um 21:49

Ich hoffe, dass ich mir das wieder abgewöhnen kann. Ich zitiere einen oft präsenten Autor der Sächsischen Wahrheitspresse. Aus einem Essay, der Pegida herunterpresst.

Sie (die Menschen) sind vielleicht mit bestimmten Entwicklungen unzufrieden, sie verzweifeln manchmal daran, dass der Bundeslandwirtschaftsminister von der CSU kommt und nicht von den Grünen…

Weiter habe ich es nicht geschafft.

ott0 Januar 23, 2015 um 22:21

Wie werden sich die 80 reichsten Menschen der Welt jetzt fühlen, nachdem sie wissen, dass 3600 Millionen Menschen ihr Vermögen verdoppeln könnten, wenn diese 80 ihr Vermögen auf nachdrückliches Zureden eben diesen ärmsten 50% der Weltbevölkerung zur Verfügung stellen würden.

Da sieht man mal wieder wie viel Gutes man mit Vermögen tuen könnte.

QuestionMark Januar 23, 2015 um 22:24

@holger Januar 23, 2015 um 21:48
Der Eigentumsbegriff ist lediglich ein Herrschaftsinstrument. In einem echten “Zusammenbruchsszenario” spielt der keine entscheidende Rolle mehr. Dazu kannst du als Beispiel die Situation der vergemeinschafteten Verluste bei den CDS betrachten. Oder auch die schleichende Entkopplung der Staatsfinanzierung von den Finanzmärkten.

Einige Leutchen werden darauf bedacht sein an der Macht zu bleiben. Sprich: Dem wird alles untergeordnet werden.

Problematisch dabei: Man wird weiterhin in marktwirtschaftlichen Kategorien denken und arbeiten. Das heißt: Die Eingriffe ins marktwirtschaftliche Chaos sind nur temporär und dienen hauptsächlich dem Machterhalt einiger schäbiger Oberschichtler.

Anschließend beginnt wieder alles von vorne.

ruby Januar 23, 2015 um 22:28

“Dabei wäre es doch recht einfach, die europäischen Krisen abzufedern. Den passenden Plan dafür hat sich Soros schon ausgedacht, er beruht auf mehr innereuropäischer Solidarität bzw. gemeinschaftlicher Haftung:

Die Eurozone solle einen gemeinsamen Haushalt aufbauen, der etwa vier Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht. Das Budget soll aus Unternehmenssteuern finanziert werden. Diese Einnahmen fließen in eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung. Wenn die Arbeitslosigkeit in einem Land steigt, erhält es höhere Zahlungen aus der gemeinsamen Versicherung. Zudem spricht Soros sich auch für Euro-Bonds aus, einer Vergemeinschaftung der Schulden in der Euro-Zone.”

Das wird nicht funktionieren Schorsch … think it over !!!
Und das mit der gemeinsamen Steuer habe ich hier doch längst erklärt – alter Ignorant ;-)

QuestionMark Januar 23, 2015 um 22:35

@ruby Januar 23, 2015 um 22:28
Der Soros bereitet da wohl schon mal seinen nächsten Raubzug vor. Dieser Type gehört langsam das Handwerk gelegt. Währungen bewußt ruinieren gehört bei dem dazu.
Hat eigentlich jemand mal recherchiert wer hinter den Währungsturbulenzen mit den Schweizer Franken und dem russischen Rubel steckt? Soros kämpft ja bekanntlich auch der ukrainischen Front mit. Die Ratte bekommt anscheinend den Rachen nicht voll.

holger Januar 23, 2015 um 22:41

QuestionMark Januar 23, 2015 um 22:24
@holger Januar 23, 2015 um 21:48
Der Eigentumsbegriff ist lediglich ein Herrschaftsinstrument. In einem echten “Zusammenbruchsszenario” spielt der keine entscheidende Rolle mehr”

Wenn das “Herrschaftsinstrument” nicht aufrecht erhalten werden kann. Da geb ich dir recht, denn wenn keiner da ist, der das Recht auf Eigentum des Verbrieften durchsetzt, dann ist es Quasi wieder “Vogelfrei” dann besetzt es wer?

Die, die es können. Oder?

holger Januar 23, 2015 um 22:43

Fragezeichen

Aber solange es noch “Gerichtsvollzieher” gibt, die mit der “Staatsmacht” den Willen des Gläubigers durchsetzen können, ist dieser Gedanke hinfällig. Und nur wirklich im “Endzeit” Szenario denkbar.

MAD MAX halt.

QuestionMark Januar 23, 2015 um 22:57

@holger Januar 23, 2015 um 22:43
zum Gerichtsvollzieher: Nur solange der Anspruch auch durchsetzbar ist. Sprich: Solange es beim Schuldner etwas zu holen gibt.
Ziel ist es ja den Schuldner auszubeuten (beispielsweise über den Zins). Diese Herrschaft (und auch der Zins ist ein Herrschaftsinstrument) funktioniert nur so lange wie es beim Schuldner etwas zu holen gibt und der Schuldner auch zum Arbeiten motiviert ist. Deshalb auch beispielsweise das eingeführte Privatinsolvenzrecht. Es ist immer noch besser für den Gläubiger das letzte aus dem Schuldner herauszuholen als von einem resignierten Sklaven nichts mehr zu bekommen.

Aber ich glaube wir reden etwas aneinander vorbei. Ich hatte weiter oben NICHT die Meinung vertreten das man die Oberschicht enteignen wird. Man wird bestenfalls vorübergehend für die “kleinen Leute” Erleichterungen schaffen (im Falle eines Kollapses). Anschließend würde dann alles wieder von vorne beginnen.
Ziel unserer Politiker ist es ja nicht für die Bevölkerung eine bessere wirtschaftliche Situation zu erreichen. Ziel ist es dieses Herrschaftssystem zu stabilisieren: Die Wenigen sollen weiterhin auf Kosten der Vielen wie im Paradies leben können.

BB Januar 23, 2015 um 23:42

Was sagen uns die Eliten-Tröten Pudelmedien, wenn sie über das Slum-Orchester in Nairobi berichten? (z.B. heute abend im Fernsehen, Sender vergessen)

“Es ist ihre Chance, aus dem Elend herauszukommen. Lerne Geige, dann hast du etwas, WAS NUR WENIGE KÖNNEN.”

Aber wo kämen wir dann hin, wenn jetzt jeder Slumbewohner Geige lernen wollte? Dann müsste man schon die Systemfrage stellen.

KommentatorX Januar 23, 2015 um 23:43

@QuestionMark Januar 23, 2015 um 21:00
Aber woher kommt wohl der Preisanstieg? Vielleicht weil sich einige Leute überhaupt keine Gedanken ums Geld machen müssen und bereit sind die steigenden Preise zu bezahlen? Vielleicht deshalb? Oder hat dich schon mal irgendjemand dazu gezwungen den Schrott von Mercedes zu kaufen?

Woher kommt der Preisanstieg? Ganz einfach: Weil es genügend Leute gibt, die über entsprechend viel Geld verfügen und bereit dafür sind, für völlig überteuerte Autos den Preis zu zahlen. Schrott sind fast alle Autos, weil Obsoleszenzproduktion. Fahrkomfort und Sicherheit sind bei einem Mittelklasse-Mercedes vergleichsweise gut.
Natürlich ist ein Mercedes ein Statussymbol und der Warenfetischismus spielt eine entscheidende Rolle.

Der Warenfetischismus wird im Kapitalismus den Menschen schon als Kinder ankonditioniert und macht die Menschen zu Psychopathen und Idioten.
Der Warenfetischismus verunmöglicht den Menschen ein gelingendes Leben, denn es dieser Warenfetischismus pervertiert ihre menschliche Natur, macht sie zu primitiven und antisozialen Egoisten und Egozentrikern. Die Menschen werden zu Objekten und Sklaven des ökonomischen Systems.

Eine Kritik am Kapitalismus, welche sich nur an der ungerechten Verteilung festmacht, verfehlt das Wesentliche.

ruby Januar 24, 2015 um 00:07

@ ?
Schlechtes kann nur durch Gutes geheilt werden.
Der Organisation dazu sind die Vereinten Nationen.
Paul Kennedy berschreibt es :
http://www.quazoo.com/q/The_Parliament_of_Man
oder @ wowy kann uns weiterhelfen…
Generationen-,
Währungen-,
Nationen-,
Naturregionenübergreifend
Werden Menschen in der Zukunft wie selbstverständlich leben.
WEF-Zeiten sind geschlossen.
Zauber liegt in der Luft ;-)

Wilma Januar 24, 2015 um 00:41

Gabriel sagt in Davos:

“Reich und hysterisch”

Ihr Vize Sigmar Gabriel (SPD) wurde bei einer Diskussion auf den Widerstand gegen TTIP angesprochen: Er verwies darauf, dass das Thema “auch in Österreich sehr schwierig” sei. “Vielleicht ist es manchmal schwieriger in Deutschland, weil wir ein Land sind, das reich und hysterisch ist.”

http://derstandard.at/2000010815662/TTIP-USA-hoffen-auf-neuen-Schwung

Morph Januar 24, 2015 um 01:48

Leute, ich will Euch ja nicht die Jammer- und Empörungslaune verderben, aber solange Ihr die herrschenden Zustände unter dem Gesichtspunkt ökonomischer Individualinteressen kritisiert (Buhuu, meine Pension verliert ihre Kaufkraft!!) wird das nichts mit der Politisierung, und zwar aus folgendem Grund: Das ökonomische Individualinteresse kann kein Bestimmungsgrund der Kritik an Zuständen sein, die durch die Absolutsetzung des ökonomischen Individualinteresses entstanden sind.

Mir scheint ja das ökonomische Eigeninteresse kein alternativloser Gesichtspunkt zu sein, aber wer weiß, vielleicht täusche ich mich (Naivling, der ich bin). Aber diese sieben Zwetschgen habe ich schon beieinander, um zu kapieren, dass wenn das ökonomische Eigeninteresse tatsächlich absolut gilt, dann @goodnight richtig liegt mit seiner Führungsoffensive. Dann werden auch zukünftig die ökonomisch einflussreichsten Eigeninteressen per Verwaltungsmacht und Blödrhetorik die Lage bestimmen.

Mit Schirrmacher selig gesprochen: Ich beginne zu glauben, dass @goodnight Recht behalten wird…

H.K.Hammersen Januar 24, 2015 um 08:53

@Morph
“Mit Schirrmacher selig gesprochen: Ich beginne zu glauben, dass @goodnight Recht behalten wird…”

Haben Sie allen Ernstes jemals geglaubt, die Leute interessieren sich für ein abstraktes “Allgemeinwohl”? Gespräche über Politik und/oder Wirtschaft laufen üblicherweise auf den Tenor “Der hat aber mehr Pudding in sein Schälchen bekommen!” hinaus. Wenn Sie die Leute hinter sich scharen wollen, müssen Sie darauf antworten: “Ja stimmt, und das ist ja so ungerecht! Dagegen muss unbedingt etwas getan werden!” Meistens endet die Chose dann damit, dass der Anführer am Ende der Einzige ist, der mehr in seinem Schälchen hat. Natürlich zu Lasten seiner Anhänger.

"Vermögenswirksame Leistung" LOL Januar 24, 2015 um 09:16

@ H.K.Hammersen

“Haben Sie allen Ernstes jemals geglaubt, die Leute interessieren sich für ein abstraktes “Allgemeinwohl”? ”

Die Nazis haben das hin bekommen. Mit Solidarität und ohne Ausgrenzung ist heute die Herausforderung.

Nanuk Januar 24, 2015 um 10:00

Demokratie ist ein Prozess kein absoluter zustand!
Das nur mal so in die Runde…

no.nam Januar 24, 2015 um 10:19

@Hammerson

Haben Sie allen Ernstes jemals geglaubt, die Leute interessieren sich für ein abstraktes “Allgemeinwohl”? Gespräche über Politik und/oder Wirtschaft laufen üblicherweise auf den Tenor “Der hat aber mehr Pudding in sein Schälchen bekommen!” hinaus.

Deswegen ist soziale Gerechtigkeit wesentlicher Inhalt einer sonstwie gerichteten sozialdemokratisch Politik. Natürlich kann man an die Menschen appelieren eigene status quo Verluste billigend in Kauf zu nehmen, wenn stattdessen ein anderer Wert angeboten wird. Nun erleben wir aber in Europa und in der Welt einigen Jahren (mit Beginn des Monetarismus, Zusammenbruch des Ostens, Wiedervereinigung D., Einführung EUR, etc.) genau das Gegenteil, nämlich eine kontinuierlich wachsende Kluft zwischen arm und reich. Insofern hat @goodnight Recht. Diese Gesellschaft wird sich dann spätestens in ein paar Jahren nur noch diktaorisch führen lassen. Demokratien basieren auf Konsens und der läßt sich nur herstellen, wenn die Beteiligten das Geschehene als gerecht empfinden. Der Begriff Sozialgerechtigkeit kann als Grad des Sozialkonsens in der Gesellschaft bezeichnet werden.

An diesen Punkt setzt die Sozialpsychologie ein. Nämlich die Fähigkeit zu glauben, Menschen täuschen zu können. Durch die Abwertung des EUR werden Dirketinvestionen attraktiver. Eine qm2 Immobilienfläche in Berlin verbilligt sich. Die Kaufkraft einer Arbeitsstunde in Europa hat im internationalen Vergleich durch die Entscheidung der EZB abgenommen. Solange das den Menschen nicht auffält und sie darin Vertrauen haben, dass diese Maßnahme wirtschaftliche Vorteile bringt, sind sie zufrieden. Die Probleme entstehen dann aber vielleicht nächstes Jahr, wenn die Mieten steigen. Oder wenn bestimmte Produkte, nämlich solche, bei denen Vorleistungen aus den nicht-europäischen Ausland eingehen, teuerer werden. Spätestens dann, wird die Illusion der Sozialgerechtigkeit über die Entscheidung der EZB bei den Menschen schwinden.

Morph Januar 24, 2015 um 10:42

@Hammersen

“Haben Sie allen Ernstes jemals geglaubt, die Leute interessieren sich für ein abstraktes “Allgemeinwohl”?”

Es ist politisch einigermaßen unerheblich, was die Leute ‘wirklich’ interessiert. Es kommt darauf an, ob eine politische Bewegung es schafft, die hegemonialen Deutungsmuster zu bestimmen.

Die Leute interessieren sich auch nicht ‘wirklich’ für Naturschutz, aber die Ökobewegung hat es erstaunlicherweise geschafft, bestimmte ziemlich voraussetzungsreiche Vorstellungen über prekäre natürliche Fließgleichgewichte moralisch aufzuladen und gesellschaftsweit durchzusetzen, so dass keine politische Kraft es sich heute mehr leisten kann, auf ein umweltpolitische Positionierung zu verzichten.

Politik wird in der Politik gemacht, nicht im ‘Volk’ und schon gar nicht in den Köpfen ‘der Leute’.

no.nam Januar 24, 2015 um 10:44

Fortsetzung
Schwund der Sozialgerechtigkeit, während gleichzeitig TIPP eingeführt wird. Banken wieder fette Gewinne erzielen. Der Reichtum bei den Oligarchen steigt und steigt.

Und alles, was die Modernisten dem entgegenhalten können ist, zu sagen, dass Politik Abstinenz ist. Nämlich Abwesenheit von Aktionismus. Verkannt wird bei den Modernisten, dass diese Verhältnisse durch politische Entscheidungen herbeigeführt wurden. Diese Ungleichgewichte sind nicht zufällig entstanden. Es wird nur jeweils in den Medien und in der Politik versucht, die Auswirkung zum Zeitpunkt B von den politischen Entscheidung des davorliegenden Zeitpunkts A zu verschleiern. Statt einer Politik der sozialen Gerechtigkeit wird eine Politik der Sozialillusion betrieben.

Wir erinnern uns, Banken Peer rettet das Finanzsystem. Merkel verspricht Änderungen der Regeln auf Finanzmärkten, die Macht der Banken soll eingeschränkt werden. Dann das ,,Durchpeitschen” diverser Beschlüsse im Bundestag. Umwandlung der EZB zu einer bad Bank, die ausserhalb demokratischer Kontrolle steht. Demokratische Strukturen der EU konnte bis heute erfolgreich abgewährt werden. In Brüssel tagt weiter das Politbüro.
Verhandlungen zu TIPP finden im Verborgenen statt. All’ dies wurde und wird durch die Politik sanktioniert und vorangetrieben. Die Abstinenz der Politik kommt immer dann zum Wirken, wenn wirtschaftlichen Interesse einer politischen Entscheidung entgegenstehen. Insofern ist Abstinenz auch nicht dass, als was es oft beschrieben wird, nämlich die Unfähigkeit mit nationalen Mitteln internationale Schieflagen zu korrigeren, sondern Abstinenz ist nur die andere Seite des national politisch Aktionismus mit dessen Entscheidungen internationale Schieflagen entstanden bzw. weiterhin entstehen (Bankenrettung, Ermächtigungsgesetz EZB, TIPP, ….). Jeweils dann, wenn die Konsequenzen aus diesen nationalen Entscheidung negative Wirkungen im Land zeigen, zieht sich Politik zurück. Mich wundert nur, dass dieser Verfall so langsam geschieht. Im grossen und ganzen scheint mir die Zustimmung der Menschen zu dieser Politik der Banken durchaus vorhanden zu sein. Eine Trendwende nicht in Sicht. Wir leben immer noch in einer goldenen Zeit. Den Mercedes werden wir uns auch noch mit 20% Aufschlag leisten können ;-)

Morph Januar 24, 2015 um 10:47

@Hammersen

aber wenn wir hier so weiterschreiben (Skandal, ich kann mir bald nicht mehr meinen winterlichen Asienurlaub leisten! Dabei gehöre ich doch zur Elite!! Die Superreichen rauben uns aus!!!), wird die Politik nie auf den Gedanken kommen, andere Ideen von Eigentum zu politisieren als das geldwerte Individualvermögen.

no.nam Januar 24, 2015 um 10:50

Es kommt darauf an, ob eine politische Bewegung es schafft, die hegemonialen Deutungsmuster zu bestimmen.
Danke, das passt. Diese hegemonialen Deutungsmuster treiben das voran, was ich oben als Sozialillusion bezeichnete voran.

Keynesianer Januar 24, 2015 um 11:28

Unser @Morph weiß selbstverständlich sehr gut, dass die Menschen nur zu erreichen sind, wenn wir uns für deren konkrete Interessen wie guten Lohn und ausreichende Rente und menschenwürdige Arbeitsplätze einsetzen.

Darum möchte @Morph stattdessen lieber abgehobenes Geschwurbel und intellektuelle Glasperlenspiele über

die hegemonialen Deutungsmuster

oder gar

voraussetzungsreiche Vorstellungen über prekäre natürliche Fließgleichgewichte

uns als Diskursthemen andienen. :)

Die Ökobewegung wurde selbstverständlich durch die gleichgeschalteten Massenmedien gepuscht und den Schäflein mit Horrorthemen wie atomarer GAU, Waldsterben, Ozonloch und Klimakatastrophe in die Birnen getrommelt.

Wir können ohne Verfügungsgewalt über die Massenmedien da nicht mithalten. Darum also kein abgehobenes und sekundäres Geschwurbel. ;)

Keynesianer Januar 24, 2015 um 11:48

Die Ökobewegung ist übrigens das beste Beispiel dafür, wie Menschen mit ganz dreisten Horrorlügen manipuliert werden:

Unsere Ressourcen gehen zu Ende!
Wir werden ab 2010 kein Öl mehr haben!
Unsere Kinder werden durch die AKW den Strahlentod erleiden!
Das Ozonloch wird uns alle umbringen!
Die Klimakatastrophe wird uns im Meer versenken!

Also unter dem Massentod hat es die Ökopropaganda gar nicht erst versucht, irgendeine Wirkung bei den Schäflein zu erzielen.

Aber wir sollten es damit versuchen,

andere Ideen von Eigentum zu politisieren als das geldwerte Individualvermögen. :)

KommentatorX Januar 24, 2015 um 11:49

@H.K.Hammersen Januar 24, 2015 um 08:53
Haben Sie allen Ernstes jemals geglaubt, die Leute interessieren sich für ein abstraktes “Allgemeinwohl”?

Wie das Allgemeinwohl wahrgenommen wird, ob als „abstrakt“ oder „konkret“, ist eine Frage des Erlebens von Gesellschaft.
Wird die Umwelt als durchgehend als Konkurrenz, als bedrohlich, feindlich und unsolidarisch wahrgenommen – und das ist das Normalerleben für die ausgebeuteten und beherrschten Klassen im Kapitalismus -, dann entwickeln sich kein Wir-Erleben und Wir-Gefühl, sondern als Grundgefühl gegenüber der Allgemeinheit dominieren Gleichgültigkeit, Angst und Feindseligkeit. Der Kapitalismus ist eine Gesellschaft der vereinzelten Einzelnen

Anders verhält es sich bei Banden, bei Stämmen etc. hier erfolgt eine positive Identifikation mit der Gemeinschaft, das Kollektiv wird als schützende, sinn- und lustvolle Gemeinschaft wahrgenommen und selbst erlebt man sich als Teil eines „Wir“.

Im Kapitalismus kommen heutzutage jedoch nur noch „Banden“ zustande. Die herrschende Klasse bildet eine „Bande“, nicht selten vermischt und „verbrüdert“ mit dem organisierten Verbrechen. Zum Teil kommen auch Abstammung und religiöser Bezug als „Kitt“ hinzu.

Die herrschende kleine Minderheit führt einen „Klassenkrieg“ (W. Buffett) und besitzt daher ein ganz anderes Wir-Erleben als „Herrenmenschen“ gegenüber dem Rest der Menschheit.

Eva Kreisky, Professorin für Politikwissenschaft, schreibt: „Neoliberalismus ist eine Strategie, die in ihrem Ergebnis Arme ärmer und Reiche reicher macht. Noam Chomsky (2000, 50) veranschaulicht ihn daher als ‚Sozialismus für die Reichen’“

Die beherrschten und ausgebeuteten Klassen hingegen erleben sich emotional nicht als „Wir“, entwickeln kein emanzipatorisches Klassenbewusstsein und sind unfähig, sich zu solidarisieren.

QuestionMark Januar 24, 2015 um 11:50

@KommentatorX Januar 23, 2015 um 23:43

Schrott sind fast alle Autos, weil Obsoleszenzproduktion.

Zur Erinnerung: Die Mercedes-Fahrzeuge waren früher mal zu Recht legendär für ihre sehr hohe Qualität.

Der Warenfetischismus wird im Kapitalismus den Menschen schon als Kinder ankonditioniert und macht die Menschen zu Psychopathen und Idioten.

Schöner hätte man es wohl nicht sagen können. Vollste Zustimmung!

Noch mal zu den Fahrzeugen: Falls es ihnen Probleme bereitet die hohen Kosten noch tragen zu können, dann folgende Tipps von mir:
1) Kaufen sie generell nur Gebrauchtfahrzeuge. Lassen sie die anderen die doofen Betatester für halbfertigentwickelte Fahrzeuge machen
2) Kaufen sie NIE ein Fahrzeug einer Premium-Marke. Sie bezahlen bei allem (Werkstatt, Ersatzteile etc.) immer fürs Logo mit drauf. Die Wartungskosten können so (bei nur geringen qualitativen Unterschieden) aufs Doppelte und Dreifache im Vgl zu herkömmlichen Modellen steigen.
3) Kaufen sie nach Möglichkeit ein Fahrzeug das in hohen Stückzahlen produziert worden ist. (=> viele Erfahrungswerte über Fahrzeugstärken und -schwächen vorhanden; in der Regel relativ preisgünstige Ersatzteile)
4) Kaufen sie kein gebrauchtes Fahrzeug das jünger als 8 Jahre ist. Anhand einer Begutachtung der Karosserie können sie bei einem älteren Fahrzeug sehen ob gutes Material verwendet und ob dieses gut verarbeitet worden ist. Außerdem sind die Kinderkrankheiten (bis hin zu “serienmäßig” eingebauten Motor-/Getriebeproblemen) zwischenzeitlich bekannt. Sie können also schon bei der Vorselektion das “richtige” Modell herausfinden. Der jährliche Wertverlust (und natürlich auch der Zinsverlust) ist außerdem bei älteren Automobilen wesentlich geringer. Die Wartungskosten hingegen können stark steigen. Letzterem kann man entgegenwirken indem man die oben genannte Vorselektion sauber durchführt.

Im Kontrast dazu: Bei einem Neuwagen kauft man immer die Katze im Sack.

BB Januar 24, 2015 um 12:11

@Keynesianer

“…..Wir können ohne Verfügungsgewalt über die Massenmedien da nicht mithalten. Darum also kein abgehobenes und sekundäres Geschwurbel. …..”

Nicht zufällig deswegen versuchte jede revolutionäre Guerillia in den lateinamerikanschen Statthalter-Konflikten der 70er zuerst die Fernseh- und Rundfunksender zu kapern.

Heute geht das natürlich nicht mehr. Man stelle sich vor, jemand wollte die Fahne der “Humanistischen Internationale” auf dem Dach von ARD und ZDF hissen.Das wäre heute kein revolutionärer Akt mehr sondern höchstens noch ein postmodernes “Statement” und die Akteure würden vielleicht sogar in den Massenmedien als “Aktionskünstler” gefeiert.

Trotzdem gibt es eine Alternative. Man kann die System-Medien z.B. einfach kurzschließen! Das Internet bietet Raum für unendlich viele Informations-Universen. Am Ende wird sich durchsetzen, wer die Bedürfnisse der Menschen tatsächlich kennt und berücksichtigt.

Dies werden garantiert nicht die Eliten-Netzwerke sein. Wer sein Ohr am Puls des Volkes hat, spürt, dass diese und ihre Ideen schon lange von der Mehrheit abgelehnt werden. Die haben das nur noch nicht selbst gemerkt.

Es fehlen allerdings Plattformen, die nicht von Medien-Verlagen oder Internet-Übermensch-Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Letztere werden nur solange von den Menschen angenommen, wie es keine Alternativen gibt.

Blogs gegen Facebook oder Burda? Das ist nichtmal ein David, … das ist eine Maus gegen Goliath, zumal die Protagonisten und deren Wasserträger selbst Blogs betreiben *kecker, lach*.

Da ist es schön zu beobachten, dass sie jammern, selbst keine Zeit mehr zu haben, all die vermeintlichen Trolle und Verschwörungstheoretiker aus dem Internet durch Argumentation (? hahahaha) “Seid nett zueinadner”-Kommunikation zu verbannen.

Sollen sie ruhig ihre Whitelists einführen! Je elitärer die Eliten-Diskurse und deren Marketing-Fuzzi-Abklätsche, umso eher gehört das Internet wieder dem Volk.

Warum also diese pessimstischen Töne hier? Bringt doch alles nix. Ist doch sowieso alles nur “Sozialillusion”.

Im Moment tut sich viel. Und wenn manches auch noch hässlich und chauvinistisch daherkommt. Hauptsache, erstmal Bewegung! Die Gegenseite ist zutiefst verunsichert.

Und das ist gut so. Das kann gar nicht anders sein. Und die Auseinandersetzung muss noch viel härter werden.

Parole: Seid Werdet frech wie Oskar!

BB Januar 24, 2015 um 12:14

Sorry, das Durchstreichen gilt nur bis kurz vor ‘Seit nett zueinander”

no.nam Januar 24, 2015 um 12:58

Es geht nicht darum pessimistisch oder positiv in die Zukunft zu sehen. In diessem Schlamassel muss jeder seinen Weg finden. Mir ging es oben in den Posts darum, aufzuzeigen, dass das gegenwärtige Chaos nicht vom Himmel gefallen ist, sondern dass dies die konsequente Fortsetzung einer Politik für die Reichen ist. Die Weichen dieser Politik wurden in den 80er und 90er Jahren mit der damals unter den Bezeichnungen ,,Thatcherism” und ,,Reagonomics” geführten Doktrin gestellt, indem das damals gültige Paradigma der sozialen Marktwirtschaft aufgegeben und zugunsten eines System neoliberal geführter Märkte ersetzt wurde. Aus sozial wurde Illusion. Aus BILD wurde Spiegel. Aus Bürgern wurde Pegida. Die nächsten Entwicklungen bleiben abzuwarten. Trotzdem hat diese Entwicklung auch positive Seiten. Im schlimmsten Fall ist es immer auch möglich in das Auswand abzuwandern. An den ehemaligen DDR Gebieten erkennt man, was passiert, wenn Gebieten wirtschaftlich veröden.

no.nam Januar 24, 2015 um 13:01

Das ist aber ein schleichender Prozess. Die Veränderungen kommen nicht abrupt, sondern in Schüben. Festzuhalten, für das Protokoll hier, bleibt nur, dass die Verursacher auch die Profiteure dieser Krise sind. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein Goldman Sachs Funktionär die EZB leitet?

BB Januar 24, 2015 um 13:25

@no.nam

Das mit der Sozialillusion ist ja richtig. Ich halte nicht für richtig:

“….In diessem Schlamassel muss jeder seinen Weg finden. ….”

Das ist mir zu individualistisch. Präferiert werden müssen in Zukunft wieder solidarische Systeme (gesetzliche Renten, Genossenschaftliche Finanzinstitutionen, öffentlich-rechtliche oder alternativ genossenschaftliche Versorgungsunternehmen: Wasser, Energie, Infrastruktur, …)

Soviel zu Morphs Einwand: “Jammern über Sparbücher, die nichts mehr einbringen, hilft nix”. Das ist richtig, Aber leider bleibt er uns immer den Lösungsansatz schuldig. Was hilft denn? (Na, immerhin beschäftigt er sich ja jetzt mit Chomsky, das ist ja schonmal ein Fortschritt).

Es wäre im Zusammenhang mit dem Thema allerdings hier interessant, wie wir Alternativen zum ausschließlichen “Eliten”-Diskurs zum Thema: “Welche Technologien, welche Zukunftszenarien sollen forciert werden.” (Davos).

Wie kann Volk / Mob hier den Eliten-Diskurs, dessen Lösungsalternativen offensichtlich nur am Mammon orientiert sind und nicht an “Humanität”, ablösen. Welche Plattformen gibt es dafür, wie ist der Diskurs ohne Eliten zu organisieren.

Das ist doch wohl der Kasus Knacktus.

PS: #

Z.B. wird in diesem Artikel fleißig an der “Sozialillusion” daran gearbeitet:

http://www.zeit.de/2015/02/kapitalismus-depression-untersuchung-studie/seite-2?commentstart=1#cid-4368622

(hab mal direkt auf den interessantesten Kommentar dort verlinkt, der eigentlich alles sagt, aber ich meine in dem Zusammenhang hier den Text: “Macht Kapitalismus depressiv”)

holger Januar 24, 2015 um 13:51

BB

—>>>Wie kann Volk / Mob hier den Eliten-Diskurs, dessen Lösungsalternativen offensichtlich nur am Mammon orientiert sind und nicht an “Humanität”, ablösen. Welche Plattformen gibt es dafür, wie ist der Diskurs ohne Eliten zu organisieren.

Das ist doch wohl der Kasus Knacktus.”

Mag sein, aber sobald man sich im “öffentlichen” Sektor bewegt, wird man unweigerlich selbst zur “Elite” oder wird so gesehen.

Am besten konnte man das am Scheitern der “Piraten” beobachten. Oder eben auch am Scheitern dieses angeblichen “Führer” in Dresden. Rechne einfach nicht mit irgendeiner Intelligenz anderer. Denn im Inneren, können viele nicht über ihren Schatten springen.

—>>>Es wäre im Zusammenhang mit dem Thema allerdings hier interessant, wie wir Alternativen zum ausschließlichen “Eliten”-Diskurs zum Thema: “Welche Technologien, welche Zukunftszenarien sollen forciert werden.” (Davos).”

Da hast du keinen Einfluss drauf. Es sei denn, wie geschrieben, Du wirst selbst zur “Elite”. Und kannst auf Entscheidungen Einfluss nehmen.

Ein Tipp: Als erstes gründet man einen Verein. Der wiederum mit “Lobbyisten”/”Juristen” aufgefüllt wird. Lobbyisten findet man genug, man muss halt nur mal mit den Verbänden telefonieren.

Dieser Verein schließt sich dann einem noch größeren Verband an. Hierbei ist es wichtig die Fachkompetenz für ein bestimmtes Thema besetzen zu können. Dh der Verein wird im Verband eine Art “Kommission”. Wie “wir” zB bei dem VDE sind. Oder demnächst in einem mächtigen Bauernverband (nicht unterschätzen, die Bauern :) ) werden.

D h die geplante Organisation muss schon das Bestreben haben, zu der “Elite” gehören zu wollen. Sonst bringt das alles nichts.

no.nam Januar 24, 2015 um 14:47

@BB

Das ist mir zu individualistisch.

Letztendlich ist jeder für sich verantwortlich. Gerade in solchen Zeiten, die wir erleben. Ich kenne Lehrer öffentlicher Schulen (und als Beamte leben sie von öffentlichen Geldern), die ihre Kinder auf Privatschulen schicken. Deutschland ist ein Hybrid System, welches einerseits soziale Systeme zuließ andererseits die privaten System stützte. Vielen halten dieses Land ja für sozial, aber ich hatte einmal Untersuchungen gelesen aus denen klar hervorging, dass beispielsweise in den UK die Auftstiegschanchen für ein Arbeiterkind größer sind als in Deutschland. Dieses Ergebnis deckte sich mit meinen damaligen Erfahrungen an der Universität. Meine Kommilotenen kamen damals entweder aus Elternhäusern, die finanziell sehr gestellt waren (Kinder fahren mit dem BMW der Mama zur Uni) oder aber die Eltern hatten an der Uni studiert. Die typischen Arbeiterkinder waren eher die Ausnahme.

Die immer wieder gestellt Forderung nach Solidarität sowie der penetrante Apell auf den Verzicht individualistischer Partikularinteressen und Hinwendung zur größeren Ausrichtung in Richtung der Interessen des Allgemeinwohls gehört zum festen Bestandteil der Propaganda in Deutschland mit welcher die Sozialillusion aufrecht erhalten werden soll.

Ich lese die Standardmedien in Deutschland kaum noch. Weder Online noch Printmedien. ZEIT, Spiegel, BILD unterscheiden sich nur in den Nuancen, finde ich. Was in diesem Land geschieht, verfolge ich teilweise über die Blogszene (u.a. hier) bzw. über die Auslandsmedien (das hat den Nebeneffekt, dass zeitgleich auch die Fremdsprachenkenntnisse geschult bleiben).

BB Januar 24, 2015 um 14:59

“…..Mag sein, aber sobald man sich im “öffentlichen” Sektor bewegt, wird man unweigerlich selbst zur “Elite” oder wird so gesehen…..”

Ja das ist ein Problem. Das fängt sogar noch viel früher an. Die “Korruption” beginnt nämlich genau in dem Moment, wo du einen persönlich kennst. Denn dann wirst du diesen nicht mehr offen kritisieren.

Die “soziale Intelligenz” auf beiden Seiten verhindert, dass ab dem Zeitpunkt wirklich “offen” gesprochen wird. Nicht zuletzt deswegen degenerieren “Netzwerke”, in denen “viele” “viele” kennen, grundsätzlich zu lobbyistischen Kraken.

Deswegen bin ich für klare Fronten, um dem Problem aus dem Weg zu gehen. Wir (die wir weniger als 4500 Ocken Brutto verdienen) entwickeln “die Zukunft” ohne die “da oben”. Das sehe ich als einzige Lösung. Die haben recht. Wir haben kein Interesse an Diskussion mehr mit ihnen. Wir haben soviel Potential, dass sich 90 Pr0zent intelligent auf die Zukunft einigen können ohne die oberen 10 Prozent zu fragen.

Wie sagte Warren Buffet: “Wir haben Klassenkampf. Und eine Klasse ist es, die gewinnt”. Neeee, das ist noch lange nicht abgemacht. Das mit dem Klassenkampf ist allerdings richtig.

BB Januar 24, 2015 um 15:11

no.nam

“…Letztendlich ist jeder für sich verantwortlich. Gerade in solchen Zeiten, die wir erleben. …”

Die meisten versuchen natürlich, sich so gute es geht einzurichten. 4,5% Kaufkraftverlust in 11 Jahren (2000-2011) sind streckenweise weniger als 1/2 Prozent pro Jahr. Das merkt man ja fast kaum. Aber auf 25 Jahre gesehen ist dass dann schon 20% Kaufkraftverlust.

Nun, die ganzen Wutbürger kommen ja nicht von ungefähr! Die Frage wird sein, ob es der Elite noch einmal gelingt, diese Dynamik für sich zu nutzen (Faschismus = Bündnis von Elite und Mob, Hannah Arenth). Wenn man das durchkreuzt, sieht die Welt vielleicht anders aus, als bisher. Unter den Nazis gab es nur Massenkommunikation in eine Richtung. Heute gibt es zumindest technisch die Möglichkeiten der Umsetzung von Brechts Radiotheorie.

Keynesianer Januar 24, 2015 um 15:26

@BB

Wie kann Volk / Mob hier den Eliten-Diskurs, dessen Lösungsalternativen offensichtlich nur am Mammon orientiert sind und nicht an “Humanität”, ablösen. Welche Plattformen gibt es dafür, wie ist der Diskurs ohne Eliten zu organisieren.

Der nächste Schritt ist ganz einfach:

Die braven Bürger brauchen eigene Medien und müssen die von oben gesteuerten Diskurse ignorieren.

Das kann eigentlich im Internet mit vertretbarem Aufwand heute realisiert werden.

Zusätzlich müssen wir eigene Bildungseinrichtungen als Ersatz für die Universitäten schaffen. Also eine VWL im Netz zum Beispiel, die den verlogenen Unsinn, den die bestellten Professoren lehren, erledigt. Mit E-Books und Videos im Netz ist das kein Problem, da braucht es auch keine riesige Professorenschaft.

Nur darf halt nicht jeder, der sich irgendwo auskennt, ganz allein um die Aufmerksamkeit für sich kämpfen müssen. Das ist heute noch ein Problem, weil die Schäflein sich immer noch lieber über den dümmsten Artikel in SPIEGEL/ZEIT/FAZ kollektiv aufregen, statt den Käse zu ignorieren und die guten Leute auf der eigenen Seite zu beachten und deren Thesen ihre Zeit zu widmen.

holger Januar 24, 2015 um 15:33

BB

—>>>Deswegen bin ich für klare Fronten, um dem Problem aus dem Weg zu gehen. Wir (die wir weniger als 4500 Ocken Brutto verdienen) entwickeln “die Zukunft” ohne die “da oben”. Das sehe ich als einzige Lösung.”

Könnt ihr ja machen, nur habe ich noch keine Organisation erlebt, die tatsächlich auch das durch hält. Sagen wir es anders, die unter die Sozialversicherungspflicht fallen, fehlen einfach die Möglichkeiten. Aus dem Bereich wird nichts kommen können. Das ist nämliche die “träge” Masse.

—>>>Ja das ist ein Problem. Das fängt sogar noch viel früher an. Die “Korruption” beginnt nämlich genau in dem Moment, wo du einen persönlich kennst. Denn dann wirst du diesen nicht mehr offen kritisieren.”

Genau das kann ich auf mich leider nicht anwenden. Ich kann höchstens meine Meinung über denjenigen im anderen Lichte betrachten.

—>>>Die “soziale Intelligenz” auf beiden Seiten verhindert, dass ab dem Zeitpunkt wirklich “offen” gesprochen wird.”

Mag auch sein, kommt auf den Charakter drauf an. Nur weil ich einen persönlich kenne, heißt das noch lange nicht, dass ich dann keine Kritik mehr üben würde, im Gegenteil. Dann erst recht. Genau so erwarte ich es dann auch anders herum.

Denn erst dann, kann auch ein “Netzwerk” vernünftig funktionieren. Wenn man sich aber vor lauter Höflichkeit die Taschen voll lügen muss, dann wird das nichts. Im Gegenteil. Das platzt dann irgendwann wie eine Bombe. Siehe Piraten…

no.nam Januar 24, 2015 um 15:53

@BB

Das Leben besteht ja nicht nur aus Geld. Zur Lebensqualität zählt auch die Stimmung am Arbeitsplatz, Arbeitszeiten etc.

Jungen Menschen empfehle ich ein Praktikum in Ausland zu machen. Als Arbeitsplatz ist Deutschland nicht mehr so interessant, nach meiner Ansicht. Aber das liegt nicht am Geld, sondern daran, dass neue Ideen aus anderen Ländern kommen. Warum z.B. nicht in Indien studieren? In silicon valley kommen Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Stuttgart hingegen bleibt Deutsch. ,,Die kommen alle nach Deutschland” gilt nur für die Billig-Löhner. Für Akademiker ist Deutschland nicht interessant.

Wenn hier die Stimmung einmal kippt und sich die Geschichte wiederholt, würde ich versuchen wieder in das Ausland zu gehen. In meinem privaten Umfeld finde ich die Menschen ganz okay. Aber inzwischen kann ich mir vorstellen, dass es in Deutschland wieder zu Exzessen kommen kann. Das Problem ist auch nicht die sinkende Kaufkraft an sich, sondern die wachsende Kluft zwischen arm und reich. Im Vergleich zur DDR geht es den Menschen im Osten ja nicht schlecht, aber die Ungerechtigkeiten sind gewaltig gestiegen. Im Westen hingegen ist die Unzufriedenheit zwar auch da, aber wir haben uns hier an die Verhältnisse gewöhnt. Der Westen hat durch die Vereinigung mehr verloren als die Menschen im Osten. Im Gegensatz zu den Wutbürgern der ehemaligen DDR haben die Menschen im Westen seit der Vereinigung nur Einschnitte hinnehmen müssen, aber im Westen ist die Stimmung trotzdem stabil geblieben. Wenn der Funke aus dem Osten auf den Westen übergreift, wird es ungemütlich werden. Das sieht man auch virtuell hier im Blog.

ruby Januar 24, 2015 um 16:31

Edgar Froese hat sich mit 70 in den Elektronikhimmel verabschiedet :
https://www.youtube.com/watch?v=qsApXLYXdb4
so, so long ;-)

Manfred Peters Januar 24, 2015 um 16:34

@ Für den ehemaligen “no.nam”!
Ansonsten, Der Osten lebt.
Mehr Infos für “Ehemalige Deutschverderber” und ewig gestrige, stabile Westsozialisierte durch anklicken der Bilder und Diagramme. :-(

KommentatorX Januar 24, 2015 um 16:54

@no.nam Januar 24, 2015 um 12:58
Es geht nicht darum pessimistisch oder positiv in die Zukunft zu sehen. In diessem Schlamassel muss jeder seinen Weg finden. Mir ging es oben in den Posts darum, aufzuzeigen, dass das gegenwärtige Chaos nicht vom Himmel gefallen ist, sondern dass dies die konsequente Fortsetzung einer Politik für die Reichen ist. Die Weichen dieser Politik wurden in den 80er und 90er Jahren mit der damals unter den Bezeichnungen ,,Thatcherism” und ,,Reagonomics” geführten Doktrin gestellt, indem das damals gültige Paradigma der sozialen Marktwirtschaft aufgegeben und zugunsten eines System neoliberal geführter Märkte ersetzt wurde. Aus sozial wurde Illusion.

Das ist die typisch sozialdemokratische Sicht, welche völlig ignoriert, dass der Kapitalismus eine systemische Eigendynamik aufweist, welche von F. Engels und R. Luxemburg mit der Alternative: „Sozialismus oder Barbarei“ klar formuliert wurde.
Der Kapitalismus entwickelt sich systemisch-eigenlogisch zur Barbarei. Eine Politik, welche den Kapitalismus aufrechterhält, führt alternativlos in die Barbarei.

Um den Kapitalismus aufrechtzuerhalten,
- brauchte es in den 60-er Jahren die Obsoleszenz-Produktion und den Vietnamkrieg – musste zwangsläufig das Bretton-Woods-System kollabierten
- brauchte man den Kalten Krieg und viele heiße Kriege
- führte man 1973 den blutigen Militärputsch in Chile durch mit anschließenden Pinochet-Faschismus
- brauchte man die die ,,Reagonomics” und den ,,Thatcherism”
- war der „Neoliberalismus“ alternativlos …

Es ist eine Illusion, zu glauben, dass der Kapitalismus ohne Krisen, ohne Obsoleszenz-Produktion, ohne Arbeitslosigkeit, ohne Kriege, mit allgemeinem Wohlstand oder dauerhaft als „soziale Marktwirtschaft“ funktionieren kann.

„Wohlstand für alle im Kapitalismus“ war schon immer eine Illusion und die Propagierung dieser Illusion eine Lüge.
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43786/1.html

Nicht alle, die dies propagierten taten es im Bewusstsein, dass sie lügen.
Gegenüber dem Papagei, dem Gläubigen, dem Neurotiker und dem Idioten hat der Lügner den Vorteil, dass er die Wahrheit kennt (cf. Hannah Arendt).

Im Gegensatz zu seinen linkssozialdemokratischen Kritikern wusste der Kanzler Schröder, was getan werden muss, um den Kapitalismus am Laufen zu halten, denn Schröder war erstklassig marxistisch geschult.

Guang, siehst Du nicht, dass eine Kritik, dass der Neoliberalismus „die konsequente Fortsetzung einer Politik für die Reichen“ Nonsens ist?

Denn das System des Kapitalismus hat den Zweck, die Reichen reicher zu machen.
Deshalb wird dieses System von jenen, die davon profitieren, mit allen Mitteln verteidigt.

Nur im kapitalistischen System können die Reichen als Unternehmer und Kreditgeber fungieren und so einen Mehrwert und ein arbeitsloses Einkommen realisieren.

Jene, die durch ihre Arbeit den gesellschaftlichen Reichtum schaffen, sind in diesem System immer die Übervorteilten und Betrogenen.

Die Rolle der Sozialdemokratie ist die eine Mediators. Sie hat dafür zu sorgen, dass die Arbeiter nicht revoltieren und Revolution machen. Sie bekämpft die systemkritische Intelligenz. Sie führt jene prokapitalistischen (Gegen)Reformen durch, welche bei einer schwarz-liberale Regierung stärkeren Widerstand hervorrufen würden.

Die Kernbotschaft der linkssozialdemokratischen Propagandisten von sozialer Marktwirtschaft und Keynesianismus ist: eine andere Politik ist im Kapitalismus möglich.
Das jedoch ist eine Illusion bzw. Lüge, mit der die tatsächlichen Systemverhältnisse verschleiert werden und die Systemfrage ausgeklammert werden.

Ein Teil dieser Propagandisten wird bezahlt und belohnt …

Keynesianer Januar 24, 2015 um 17:25

@KommentatorX

Im Gegensatz zu seinen linkssozialdemokratischen Kritikern wusste der Kanzler Schröder, was getan werden muss, um den Kapitalismus am Laufen zu halten, denn Schröder war erstklassig marxistisch geschult.

Die Weltrevolutionäre enden immer damit, den Neoliberalismus ganz vernünftig und alternativlos zu finden. ;)

Die Kernbotschaft der linkssozialdemokratischen Propagandisten von sozialer Marktwirtschaft und Keynesianismus ist: eine andere Politik ist im Kapitalismus möglich.

Die Marxisten wollen lieber auf die Weltrevolution warten und bis dahin die neoliberale Politik unterstützen. :)

no.nam Januar 24, 2015 um 17:42

@KommentatorX

Ich bin wahrscheinlich schon zu tief in die chinesischen Klassiker eingetaucht, als dass ich die Neuzeit verstünde. Bei mir auf den Tisch liegen ein paar Bücher aus einer anderen Zeit und ich finde es immer wieder verblüffend, wie sich die Problem damals und heute ähneln. Der Faktor ,,Mensch” ist gültig geblieben.

Mit Deiner Kapitalismus Kritik stimme ich mit Dir überein. Krise, Kriege gehören zum System wie Schatten zur Sonne. Ersetze ,,Macht” durch Wirtschaft und das Verständnis weitet sich noch weiter hinaus. Wir leben in der Wirklichkeit. Es gibt nur eine. Aber die einzige Gerechtigkeit in der Gesellschaft ist der Tod.

Weshalb ich die Situation trotzdem nicht pesssimistisch sehe, ….es wird etwas neues entstehen. Krisen sind Katalysatoren für Veränderungen. Draghi hat das System gerade noch einmal gerettet. Ein paar Jahre…., aber der Fall wird umso härter kommen. Anscheinend hat man sich in der Politik für eine harte Landung entschieden. Nun gut…wir werden sehen. (Und ich bin mir fast sicher, dass wir in der Prognose was kommen wird vielleicht gar nicht soweit auseinander liegen werden…..)

KommentatorX Januar 24, 2015 um 17:52

@Keynesianer Januar 24, 2015 um 17:25
Die Marxisten wollen lieber auf die Weltrevolution warten und bis dahin die neoliberale Politik unterstützen.

Deshalb haben Revolutionäre wie Lenin, Trotzki, Mao, Fidel Castro, Che Guevara, Salvator Allende, Hugo Chávez usf. auf die Weltrevolution gewartet und nichts unternommen …

Ganz anders der „Keynesianer“. Er weist darauf hin, dass Marx ein Agent der preußischen Regierung war und dass Marxisten als Reformgegner sowie anti-marktwirtschaftliche Verschwörer einen allgemeinen Wohlstand verhindern.

Wenn es im kapitalistischen System nicht zu einem „Wohlstand für alle“ kommt, dann gibt es für den Keynesianer als einem überzeugten Liberalen als Hauptgrund jene Verschwörer, die verhindern, dass die Marktwirtschaft zu einem „Wohlstand für alle“ führt.

Keynesianer Januar 24, 2015 um 18:26

@KommentatorX

Ganz anders der „Keynesianer“. Er weist darauf hin, dass Marx ein Agent der preußischen Regierung war und dass Marxisten als Reformgegner sowie anti-marktwirtschaftliche Verschwörer einen allgemeinen Wohlstand verhindern.

Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen?

Für die größten Verbrechen sind wenige Dutzende oder Hunderte mächtige Oligarchen verantwortlich. Das sind so wenige, die hätten gar keine Chance gegen die Menschheit.

Es sei denn, es gelingt denen, dieser Menschheit einzureden, dass “der Kapitalismus” für ihre Verbrechen verantwortlich sei und nur die Weltrevolution etwas ändern könnte. Dass es also nicht reiche, mal mit einigen Spezialisten gegen die wenigen Oligarchen vorzugehen, sondern dass vorher dem Huberbauern der Hof, der Oma das Häuschen, dem Dorfwirt seine Schenke und dem Malermeister sein Betrieb enteignet und vergesellschaftet werden müssten.

Schon haben die Handvoll Verbrecher die Mehrheit der Bürger und Bauern auf ihrer Seite und brauchen die wenigen Proleten nicht mehr zu fürchten.

Das haben sich der Schwager des preußischen Innenministers und der vom preußischen Militär schwärmende und daher liebevoll “General” titulierte Fabrikantensohn genau so gedacht. Es gibt übrigens Artikel in der damaligen Presse von Engels, in denen er Vorschläge zur Stärkung der preußischen Armee unterbreitet hat. Aber das kommt bei der Wertformanalyse natürlich nie zur Sprache. ;)

no.nam Januar 24, 2015 um 18:31

@KommentatorX

Ich habe in meinem Leben viele Kommunisten kennengelernt. Einige ganz lustige Mädels und Kerls, aber auch verbissene Menschen. Jeder Couleur. Der erste Satz den meine chinesische Freundin mir in Peking beibrachte war, ,,Nieder mit der sozialistischen Revolution, es leben die Konterrevolutionäre” und nachdem ich mehrmals den Satz aussprach und sie mich jedesmal in der Aussprache korrigierte, wurden wir plötzlich von einigen Passanten ganz dumm angesehen und sie brach in Lachen aus. Ich fragte sie, weshalb sie lachte und sie meinte, meine Aussprache würde zu schnell gute Fortschritte machen. Erst danach übersetzte sie mir den Satz, den sie mir gerade beigebrachte hatte ins Englische und ich musste auch lachen. Sie war Mitglied der Partei. ;-)

Deutschstunde Januar 24, 2015 um 19:15

Kapitalismuskritik
Rettet die Zusammenschreibung!

peewit Januar 24, 2015 um 19:53

Das jedoch ist eine Illusion bzw. Lüge, mit der die tatsächlichen Systemverhältnisse verschleiert werden und die Systemfrage ausgeklammert werden.

Die Systemfrage

Wer stellt sie bloß? Wer stellt sie bloß?
Mein Gott! Mein Gott! Da wär’ was los!
Der Schrecken wäre riesengroß!
Die Reichen schissen sich in’d Hos’.
Wir kämen endlich auch zu Moos!

Doch ach! Doch ach! Wir sind zu schwach!
Die Frage fällt mal wieder flach!
Wir sind ja leider nicht vom Fach.
Wir machen lieber sinnlos Krach
Und laufen schönen Frauen nach.

Ze fix! Ze fix! So wird das nix!
Das schafft nur unser Blog-Phoenix.
So pfiffig wie der Obelix,
So riesig wie der Asterix:
Sie stell’n die Frage Mister X!

Auf los geht’s los!

Ostsächsischer Papierkorb Januar 24, 2015 um 20:16

@ peewit

So kommst du nicht an Wolf Biermann vorbei.

Als Papierkorb sage ich: Kein Platz frei. Vielleicht weht dich der Wind noch bis zur Bahnhofstoilette.

KommentatorX Januar 24, 2015 um 20:29

@no.nam Januar 24, 2015 um 17:42
Weshalb ich die Situation trotzdem nicht pesssimistisch sehe, ….es wird etwas neiues entstehen. Krisen sind Katalysatoren für Veränderungen. Draghi hat das System gerade noch einmal gerettet. Ein paar Jahre…., aber der Fall wird umso härter kommen. Anscheinend hat man sich in der Politik für eine harte Landung entschieden. Nun gut…wir werden sehen. (Und ich bin mir fast sicher, dass wir in der Prognose was kommen wird vielleicht gar nicht soweit auseinander liegen werden…..)

Sicher wird etwas Neues entstehen. Im Rahmen der „neoliberalen (Konter)Revolution“ ist bereits viel „Neues“ entstanden. So der Abbau von Rechts- und Sozialstaat, Verarmung großer Teile der Bevölkerung etc.

Das ist eine andere Gesellschaft geworden, mit anderen Menschen, anderen Wert- und Zielorientierungen, einem anderen Bildungsystem, einem anderem Gesundheitswesen etc.

Wie wird die gesellschaftliche Realität in 5 Jahren, im Jahre 2020, aussehen?

Dabei geht es nicht nur um die ökonomischen Aspekte.

Die zivilgesellschaftlichen Strukturen werden eine Ruine sein.

Viel wird vom Rechtsstaat nicht übrig geblieben sein. Der Blick in die USA und auf ihre Politik zeigt, dass der Staatsterrorismus zugenommen hat: Folter, Entführungen, Drohnenmord etc. werden als neue Realität akzeptiert.

Die bürgerlichen Freiheiten werden weiter eingeschränkt sein, der kritische Journalismus unterdrückt werden.

TV-Bericht:
Investigative Journalisten in den USA. Es versiegen nach und nach die Quellen. Verfolgung und Überwachung behindern ihre Arbeit.
http://www.ardmediathek.de/tv/Zapp/USA-Investigative-Journalisten-unter-Ve/NDR-Fernsehen/Video?documentId=26008116&bcastId=3714742

Dazu aktuell:
http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Stratfor-Hack-US-Journalist-muss-ins-Gefaengnis,stratfor104.html

Mich wundert, dass bei „Je suis Charlie“ kaum jemand über die Situation der Medien in Frankreich recherchiert hat. Fast alle Printmedien befinden sich in der Hand von „Oligarchen“. In Frankreich wurde für die Meinungsfreiheit der Plutokratie demonstriert. Daher die Solidaritätsdemonstration der Polilitiker.

Schon seit vielen Jahren wird auf eine drohende „Brasilianisierung“ hingewiesen. Nicht nur die Politik, sondern auch Polizei und Justiz sindkorrupt und verfilzt mit dem organisierten Verbrechen und mit Geheimdiensten. Genauso der Beamtenapparat.

Aber man muss nicht nach Südamerika schauen. In Italien ist dies schon lange Normalität und in vielen anderen europäischen Ländern auch. Und in Deutschland? Hier ist dies Tabuthema.ändert.

Es wird etwas „Neues“ entstehen. Zu befürchten ist das Entstehen eines modernisierten Menschenfressersystems, wie es der Faschismus und der Stalinismus waren.

KommentatorX Januar 24, 2015 um 20:33
no.nam Januar 24, 2015 um 21:22

@Komm.X
Es wird etwas „Neues“ entstehen. Zu befürchten ist das Entstehen eines modernisierten Menschenfressersystems, wie es der Faschismus und der Stalinismus waren.

Diese Befürchtung ist nicht aus der Luft gegriffen. Die Ansätze hierzu sind bereits gelegt. Nun meine ich aber, dass auch ein solches Menschenfressersystem nicht langfristig von Bestand sein wird.

Betreffend der Situation der Medien. Die Pressefreiheit in der Schweiz scheint ja auch nicht so besonders zu sein. Was ist denn da los bei Euch? Vielleicht magst Du dazu ja mal etwas aus Deiner insider Sicht posten.

La liberté de la presse en Suisse soulève des vives inquiétudes

ASSISES DU JOURNALISME — Déjà malmenée par des recettes financières à la baisse, la presse doit aussi craindre pour sa liberté en Suisse. Les troisièmes Assises du journalisme ont montré mercredi à Lausanne à quel point les inquiétudes sont vives dans la profession.

http://www.lematin.ch/suisse/La-liberte-de-la-presse-en-Suisse-souleve-des-vives-inquietudes/story/29519003

sowie hier auf deutsch:
GARANTIE DER MEDIENFREIHEIT IN DER SCHWEIZ

Auszug:
In letzter Zeit haben Fälle von Medienzensur immer wieder für Schlagzeilen gesorgt: in Neuchâtel wurde das Haus des Journalisten Ludovic Rocchi durchsucht, um an seine Quellen zu gelangen. Im Wallis wurde eine Fernsehreportage des Journalisten Yves Steiner nicht realisiert, weil er Informationen über einen lokalen Weinproduzenten recherchiert hatte.
http://www.amnesty.ch/de/laender/europa-zentralasien/schweiz/dok/2014/emrk-die-schweiz-am-scheideweg/journalismustagung-2014-garantie-der-medienfreiheit-in-der-schweiz

KommentatorX Januar 24, 2015 um 22:17

@KommentatorX
Der erste Satz den meine chinesische Freundin mir in Peking beibrachte war, ,,Nieder mit der sozialistischen Revolution, es leben die Konterrevolutionäre” und nachdem ich mehrmals den Satz aussprach und sie mich jedesmal in der Aussprache korrigierte, wurden wir plötzlich von einigen Passanten ganz dumm angesehen und sie brach in Lachen aus. Ich fragte sie, weshalb sie lachte und sie meinte, meine Aussprache würde zu schnell gute Fortschritte machen. Erst danach übersetzte sie mir den Satz, den sie mir gerade beigebrachte hatte ins Englische und ich musste auch lachen. Sie war Mitglied der Partei.

Nette Anekdote.

Als ich meine erste China-Rundreise machte, erwartete ich aufgrund des medial vermittelten China-Bildes ein diszipliniertes Verhalten von Menschen in einem autoritären Regime.

Völlig überrascht war ich, als ich in Shanghai beobachte, wie respektlos und gerade zu anarchistisch sich Chinesen gegenüber Polizisten im Verkehr verhielten. Sie ignorierten deren Verkehrsregelung und gingen über Straßen und Kreuzungen, so wie sie gerade wollten.

Wenn dies jemand in der Schweiz wagen würde, hätte er jede Menge Ärger.

ruby Januar 24, 2015 um 23:15

Aus der Zukunft:

“Wenn du die Entstehung der Entwicklung verstehen willst, dann lies bei “wiesaussieht” nach, der führte “weissgarnix” fort . Dort wurde gebloggt, was später über den Mainstream unaufhaltsam den Paradigmenwechsel beschleunigte. Da wurde auch über den Tellerrand hinaus hart, offen, fantasievoll tiefgründig argumentiert und diskutiert – besonders Morph dieser stinkende Waschbär – manchmal bis zur Verstümmelung eines Buchstabens.
Hast du eine Quelle – ja die Datei von @wat, dort ist alles dokumentiert …”

So ähnlich könnte es sich anhören, als die positive Alternative zu Eric J. Hobsbawm
http://www.stern.de/wirtschaft/news/maerkte/eric-hobsbawm-es-wird-blut-fliessen-viel-blut-700669.html
sich durchsetzte.
Denn der Kapitalismus hatte sich nach der Finanzkrise und den Zinssatzmanipulationen (LIBOR und EURIBOR) selbstgemordet. Jemand der durch Steuerzahler und Eigenbetrug des Zinsinstruments überlebt, hat jegliches Vorbild preisgegeben und seine geistige Wirkung nähert sich dem Nullpunkt asymptotisch.

Es stehen goldene Zeiten bevor – jeder wird seinen positiven Anteil beitragen.
Was für ein Vergnügen.
Alt, Jung und Du !

Schon 2 einhalb Jahre her – Grausamkeiten auf der gesamten Polit- und Wirtschaftsschiene. Erschreckend mit welcher Kaltschnäuzigkeit der Neokonservativenkapitalismusblock seine Interessen militärisch durchzieht. Entlarvender geht nicht!
Wer ist noch nicht überzeugt und “konvertiert” zu freieren, friedlicheren Standpunkten?
Selbst der Papst ist dabei
;-)

NWO, der CIA und Disneyland Januar 24, 2015 um 23:17

@ ~ 1001 Reichskristallnächte 2015 ~

HG wir kriegen dich. Die Zeitungen kontrollieren wir! Die Radiosender beherrschen wir ! Und die Fernsehsender ,die kontrollieren wir !

Spürst du auch dieses dumpfe dröhnen im Kopf? Mein Denken in deinem Kopf HAHAHA

Ich wetzt schon mal die Kartoffelmesser, es gibt bald Bratkartoffeln – Skalarhaubitzen sei Dank!?

NWO, der CIA und Disneyland Januar 24, 2015 um 23:38

@ Keynesianer

Der permanent irgendwo da draußen “das Böse” sucht.

Wir werden eine Israel – oder USA-Fahne, als Dauerwerbefläche vor deiner Plattenbau – 1 – Zimmer – Mietzelle aufstellen lassen.

ruby Januar 24, 2015 um 23:45
niemand Januar 25, 2015 um 06:15

>Tony Abbot will 12 hypermoderne U-Boote von Merkel kaufen für 14 Mrd. Euro?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spiegel-exklusiv-merkel-will-u-boot-deal-mit-australien-a-1014664.html

Wozu braucht der die eigentlich?

Nun ja, er erweckte ja im Zusammenhang mit MH17 durch seine aggressive und kriegstreiberische Rhetorik den Eindruck, Russland stünde an seinen Grenzen. Aber irgendwie irre, dass Australien 12 Uboote dieser Klasse haben will. Der Typ schien mir schon immer aus dem gleichen verrückten Holz gestrickt wie der Cameron. Stock-konservativ ergo unzurechnungsfähig.”

Letzteres mag sein, allerdings hat Australien ein objektives Problem: die Einwohnerdichte ist geringer als diejenige Russlands, aber Australien ist reich an Bodenschätzen. Nachbar Indonesien hat diese Australien bisher nicht streitig gemacht, China könnte aber Motive und Mittel entwickeln, dies zu tun. Anläßlich dieser Einschätzung sind maßgebliche Kreise Australiens (nicht nur ein “verrückter Premier”) der Auffassung, daß sämtliche Streitkräfte Australiens eine zu “gutmenschliche” Größe aufweisen.

Und wenn Deutschland es sich mit Rohstofflieferant R nahezu verscherzt, kann es sinnvoll sein, mit Rohstofflieferant A den Schulterschluß zu festigen. Einzig, daß Merkel sich bei solchem Deal neutral ggü. China fühlen solle, hielte ich für eine Legende.

Daß auch der Bundesmarine das eine oder andere zusätzliche Boot gut zu Gesicht stünde, ist eine andere Geschichte.

NWO, der CIA und Disneyland Januar 25, 2015 um 08:39

@ Ostsächsischer Papierkorb

Wann kommt die Flut https://www.youtube.com/watch?v=lUUdni8fTxw

holger Januar 25, 2015 um 09:38

niemand Januar 25, 2015 um 06:15

Also der Aussie ist schon der größte Exporteur nach China. Der hat eher mimimi davor, dass der Kineser nicht weiter boomen sollte.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/schwierige-verhandlungen-china-und-australien-schliessen-freihandelsabkommen/10990216.html

sollte man nicht glauben was? Da gibts sogar ein Freihandelsabkommen.

Also wozu die U-Boote? Auf dem Landweg ist Australien schwer zu erreichen. Bleibt eben nur zu Wasser und Luft. Da täte ich auch meine Marine auf neuesten Stand der Technik bringen. Auch um die Seewege und Exporte zu “schützen”.

—>>>Daß auch der Bundesmarine das eine oder andere zusätzliche Boot gut zu Gesicht stünde, ist eine andere Geschichte.”

Nun ja, dafür ist kein Geld da. :D

NWO, der CIA und Disneyland Januar 25, 2015 um 09:47

@ Ostsächsischer Papierkorb

“Die Ministerpräsidenten mehrerer ostdeutscher Bundesländer setzen sich für verstärkte Zuwanderung ausländischer Fachkräfte ein.

Sachsens Ministerpräsident Tillich betont allerdings auch, dass der Islam nicht zu Sachsen gehöre.”

sueddeutsche.de/politik/debatte-um-islam-ostdeutsche-ministerpraesidenten-fordern-mehr-zuwanderung-1.2319721

Und einen morgendlichen Gruß @ Keynesianer und @ HG. Special Grüße ,mit der 3. Strophe, ihr Schnuckis:

https://www.youtube.com/watch?v=xwsOi0ypuSI

Morph Januar 25, 2015 um 10:01

@BB Januar 24, 2015 um 13:25

“Soviel zu Morphs Einwand: “Jammern über Sparbücher, die nichts mehr einbringen, hilft nix”. Das ist richtig, Aber leider bleibt er uns immer den Lösungsansatz schuldig.”

Die Probleme, die wir hier diskutieren, sind m.E. ‘ewige’ Probleme, für die es nur Teillösungen geben kann, und auch die sind, wegen der Natur der Probleme, notwendigerweise umstritten. Mir scheint heute wichtiger, denn je, genau dies einzusehen und anzuerkennen. Alle politisch motivierte Gewalt in der Welt hat ihren Grund in der Ignoranz gegenüber der Natur ‘ewiger’ Probleme.

Ganz grundsätzlich gilt: Für kein Problem gibt es eine Komplettlösung oder gar eine einzig wahre Komplettlösung. Probleme gliedern sich immer in Teilprobleme, die auf verschiedene Weise gelöst werden können. Oder eben auch NICHT: Manche Probleme stellen sich permanent, z.B. das Problem der Verteilung knapper Mittel.

Und Teillösungen werfen sehr oft, um nicht zu sagen: immer, spezifische Folgeprobleme auf.

Aber es gibt in der Tat einen (und tatsächlich nur einen!) sinnvollen LösungsANSATZ, und der hört auf den schönen Namen: Aufklärung.

Wir leben heute nicht in einer Zeit, in der es NICHT darauf ankömmt, die Welt zu verändern, sondern sie besser (d.h. perspektivenreicher) zu interpretieren und diese Fähigkeit den Menschen zu vermitteln. Nur so kommen lässt sich die monoperspektivische Orientierung der Wachstumsgesellschaft: Profit und Karriere, relativieren. Wir alle, die wir hier schreiben, sind in diese Wachstumsgesellschaft hineingeboren worden und in ihr sozialisiert. Aber die fundamentalen Paradoxien dieser Wachstumsgesellschaft verlieren heute ihren Latenzschutz. Dennoch sind unsere Gegenwartsdiagnosen noch durch und durch geprägt von den Persönlichkeitskonzepten, den Rationalitätsvorstellungen, den Begierden, den Hoffnungen und Moralvorstellungen der Wachstumsgesellschaft. Wir müssen uns einen neuen Reim auf die Wirklichkeit machen, in der wir leben.

https://www.youtube.com/watch?v=KvjGOncSyHM
https://www.youtube.com/watch?v=1C315x8T0zU

topi Januar 25, 2015 um 10:02

Wer meinte, die “Unbekloppten” hätten Zulauf? :roll:

Aber egal. Die Wahllokale öffnen.
Dämmerung für Merkantilus und Austeritätus, Götter der schwäbischen Hausfrauen und ihrer Verwandten im Geiste?

Morph Januar 25, 2015 um 10:03

“Wir leben heute nicht in einer Zeit, in der es NICHT darauf ankömmt, die Welt zu verändern”

Ärrks, muss natürlich heißen: “Wir leben heute in einer Zeit, in der es NICHT darauf ankömmt, die Welt zu verändern”

topi Januar 25, 2015 um 10:06

Es scheit ausgeschlossen, dass es eine Mehrheit gegen Syriza im griechischen Parlament gibt; ND mit Kommunisten und Faschisten, das dürfte schwer werden.

Insofern hat der taktische Wähler nur die Hoffnung, die ND so stark zu machen, dass Tsipras keine stabile Regierung hinkriegt und es eine schnelle Neuwahl gibt. Diese Motivation dürfte geringer ausfallen als die für all jene, endlich etwas zu ändern im Land des Nepotismus und der Kleptokratie.

Also wenn sich die letzten Umfragen noch deutlicher verschieben, dann eher zugunsten von Syriza, prognostiziere ich mal.

Manfred Peters Januar 25, 2015 um 11:10
Andreas Kreuz Januar 25, 2015 um 11:15

@Morph Januar 25, 2015 um 10:01

Manche Probleme stellen sich permanent, z.B. das Problem der Verteilung knapper Mittel.

An welcher Stelle sind ‘die Mittel’ warum knapp?

Gibt es vielleicht irgendwo ‘Mittel’,
die gar nicht wissen – wohin?

Und wie sind die dahin gekommen, wo sie sind?

Fragen über Fragen …

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 11:55

@morph
“Ganz grundsätzlich gilt: Für kein Problem gibt es eine Komplettlösung oder gar eine einzig wahre Komplettlösung. Probleme gliedern sich immer in Teilprobleme, die auf verschiedene Weise gelöst werden können. Oder eben auch NICHT: Manche Probleme stellen sich permanent, z.B. das Problem der Verteilung knapper Mittel.”
—–

===> … deine pseudophülosophischen Allgemeinplätzchen … kannst du dir bitte retrograde integrieren.

===> … eines steht abba fest: … nach der revolution … wirst du arrrbeiten müssen! … sehr, sehr, sehr viel & hart arrrbeiten müßßen! … dann … wird sich mittelfristig … bei dir auch so etwas wie “denkfähigkeit” … ergeben.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 12:03

@frank

… ich weißß, nicht ob du es mitbekommen hast: der Rußße steht jetzt 3 Tagesmärsche vor Grafenwöhr. Vier tagesmärsche vor Stuttgart-Africom, Wiesbaden-Daggersdorf, Ramstein & dem Hochschlauerleschandkreis.

===> Die Rote Armee … wird Deutschland wieder einmal vom Faschismus befreien. Deutschland & Europa wird also ethisch vom US-Amerikanismus … gesäubert werden (-> Ethical Cleansings, the).

===> … für eusch “Sozial”-”Demokraten” wird ett also allerhöxte Eisenbahn, sisch mitsamt Sippe nach Nord-Skaagerak oder besser noch nach Süd-Feuerland abzusetzen.

NWO, der CIA und Disneyland Januar 25, 2015 um 12:06

@ ~ hg ~

Schreibst du lustisches kleines Briffchen an Putin ? Er wird sich kümmern.

Schau mit deinen VSA NWO GEMA Gebühren machen wir so interessante Sachen wie das hier: Kreml-Propaganda in den Medien

https://www.youtube.com/watch?v=dxt8E_eRUBY

NWO, der CIA und Disneyland Januar 25, 2015 um 12:09

@ ~ hg ~

Putin und Ivo haben doch das Jesus Organ als Geheimwaffel?. Bekommst du deine Kohle eigentlich von der russischen Botschaft?

https://www.youtube.com/watch?v=T4efeaW6kSo&x-yt-ts=1421914688&x-yt-cl=84503534

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 12:32

… ui, ui, ui … jetzt wird man sogar … “ganz oben” … schon nervös:

“Zentralrat der Juden warnt vor Gefahr durch Pegida”

===> … Deutscher Volksaufstand … ante portas!!!

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 12:59

… noch besser als PEGIDA: PEGADA !!

” Pegada in Erfurt: Hunderte demonstrieren gegen “Amerikanisierung des Abendlandes

Es war die erste Demonstration der selbst ernannten “Patriotischen Europäer gegen die Amerikanisierung des Abendlandes”: Rund tausend Pegada-Anhänger sind in Erfurt auf 600 Gegner getroffen. Es kam zu Pfeifkonzerten und Gerangel.”
—–

33. Für folgendes steht PEGADA:
Simoneke heute, 21:18 Uhr


1. FÜR den sofortigen Austritt der BRD aus der NATO!
2. GEGEN das Abhören und Ausspionieren privater Daten europäischer Bürger!
3. KEIN Fracking auf europäischen Boden!
4. FÜR ein ENDE des ständig ansteigenden Wachstums- und Konsumwahns!
5. GEGEN die Vergiftung unserer Lebensmittel durch Monsanto, Nestlé, und Co.!
6. EIN ENDE der Ausbeutung der 3. Welt, FÜR fairen Handel! 7. FÜR freie und neutrale Medien, GEGEN Kriegshetze!
8. FÜR die sofortige Aufhebung der Russlandsanktionen!
9. GEGEN TTIP, TISA, CETA usw.! Freihandelsabkommen dienen nur den Großkonzernen!
10. FÜR Frieden, Einhaltung des Völkerrechts und sofortiges Ende des Drohnenkrieges!
11. FÜR ein stabiles und faires Finanzsystem sowie deutsche Goldreserven auf deutschem Boden!
12. FÜR die Erforschung/Entwicklung/Förderung freier und erneuerbarer Energien!
13. FÜR den Stopp der Krankmacherei und Abzocke durch die Pharmalobby und Klinikkonzerne!
14. FÜR ein souveränes und neutrales Deutschland, Friedensvertäge und Abzug der Besatzer!
15. FÜR direkte Demokratie, Volksentscheide und eine Regionalisierung! Gegen Zentralismus!
16. FÜR den Rücktritt der BRD Schandregierung! FÜR eine Verfassung für das deutsche Volk! ——– Die Punkte finde ich jetzt nicht verwerflich. Die “Verschwörungstheoretiker und Nazikeule” des SPIEGELS ist allmählich jedoch ausgelutscht… ;)

===> BRAVO! Applaus! Applaus! Applaus!

BB Januar 25, 2015 um 13:11

@Morph

“…Die Probleme, die wir hier diskutieren, sind m.E. ‘ewige’ Probleme, für die es nur Teillösungen geben kann, und auch die sind, wegen der Natur der Probleme, notwendigerweise umstritten. Mir scheint heute wichtiger, denn je, genau dies einzusehen und anzuerkennen. Alle politisch motivierte Gewalt in der Welt hat ihren Grund in der Ignoranz gegenüber der Natur ‘ewiger’ Probleme. Ganz grundsätzlich gilt: Für kein Problem gibt es eine Komplettlösung oder gar eine einzig wahre Komplettlösung.”

Ewige Problem? Das ist nicht richtig. Es gibt Paradigmen, nach denen die Politiker handeln. Diese sind erschreckend primitiv. Z.B. “Privat kann alles besser”, “Niedrige Steuern führen zu Wirtschaftswachstum”, “Bürokratie ist zu hoch (wobei jede noch so sinnvolle Einschränkung zum Schutz der Allgemeinheit als Bürokratie definiert wird) und muss abgeschafft werden”, “Finanzmärkte dürfen nicht irritiert werden”, ….

Das sind die großen Erzählungen, die von den Massenmedien verbreitet werden und die dann die entsprechenden “Teillösungen” hevorrufen:
- Privatisierung,
- Steuersenkung,
- Abschaffung von Arbeitsschutz und Arbeitnehmerrechten, Gesundheits- und Umweltschutz
- Finanzmarktliberalisierung

In diese Richtung gehen dann “alle Teillösungen”. Am Ende steht die Dystophie!

Deine Auffassung von “ewigen Problemen” setzt eine Statik der Verhältnisse voraus, die tatsächlich nicht existiert. Wir haben eine hochdramatische Dynamik. Und jedes signifikant wahrnehmbares Ereignis wird von den Eliten als Hebel benutzt, die Verhältnisse zu ihren Gunsten zu ändern (Schock-Doctrine von Naomi Klein).

Ansonsten ist das mit den Teillösung von dir eine Binse. Selbstverständlich habe ich Teillösungen vorgestellt (Rente, Genossenschaftsbanken, OpenHardware, Frei-KnowHow statt Freihandel….).

Auf deine Paradigma (außer: es ist alles so kompliziert, lasst nur die Funktionsträger machen) und deine Teillösungen warte ich noch.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 13:29

@bb

… hattu immer noch nicht begriffen, daßß der morph ein … HASBARA-morph is?? … genauso wie der FRank ein Hasbara-Frank is? … und der Hütt ein Hasbara-Hütt?

… “Hasbara” is jiddisch … und heißßt soviel wie “erklären”. Es geht dabei ausschließßlisch darum … den Nutztiergojimsheeples … eine “Erklärung” für ihr Ausgenutztwerden unterzuschieben, die die dann so blöde sind zu glauben. Obwohl sie natürlich hanebüscherner Nonsense und infame Volksverräterlügen sind.

… praxisbeispiel – Ein gewißßer “Frank Lübberding (SPD)” schreibt oben:

===========================================
” Von der Politik der EZB profitieren vor allem die, die sich am lautesten darüber beschweren: Die Deutschen. Während für den dahinsichenden Euro-Süden lediglich die Krümel übrig bleiben werden. ”
===========================================

===> … DAS … ist natürlich eine dummdreistmöglichst dummdreiste … Dreckslüge!! … und das weiß der gute Frank au nur zu genau! … aber … er wird halt dafür bezahlt, dem deutschen Nutztiersheeplegojims einen solchen Lügendreck aufzutischen – tag um tag, von morgens bis abends.

===> … ansonsten könnte der Hasbara-Frank von der Hasbara-SPD ja auf nachfolgende schautafel mal die Stellen einzeichnen, wo die deutschen – seine Meinung nach – von der faschistischen drecks-betrügerwährung “EURO” ach so sehr profitieren sollen:

http://fastpic.ru/view/54/2013/0322/a906468e0c7d4be5890be8016606c653.jpg.html

Morph Januar 25, 2015 um 13:31

@BB

“Ansonsten ist das mit den Teillösung von dir eine Binse.”

Sicher. Aber erstaunlicherweise wird diese Binse weder in den regierenden, noch in den oppositionellen Paradigmen artikuliert, jedenfalls nicht in wünschendwerter Deutlichkeit.

Für einige wenige, sehr spezifische gesellschaftliche Belange, die hier in den Blogdiskussionen nur selten Thema sind, traue ich mir zu, durchaus Lösungsvorschläge zu machen. In den Fragen, die hier vor allem diskutiert werden: Finanz- und Geldpolitik, fühle ich mich allenfalls befähigt, argumentative Inkonsistenzen zu erkennen, wenn sie formuliert werden. Aber von der Materie selbst habe ich keine Ahnung.

Ich engagiere mich hier nicht, weil ich fianz- und wirtschaftspolitische Kompetenz reklamiere, sondern weil mich der argumentative Absolutismus mancher Diskutanten stört, und, natürlich, stoße ich mich am grassierenden Rassismus und dem VTlertum.

ruby Januar 25, 2015 um 13:34

Also jetzt mal Tacheles
unter Einbeziehung von
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/staatsanleihenkauf-willkommen-in-der-weichwaehrungswelt-13388650.html
Wenn sich Staatsbankrotte mit Euroaustritten einstellen wird es keine Gemeinschaftshaftung auch über die EZB geben!
Alle Drohungen sind hohler Hokuspokus – jedes Land wird für seine Schulden gerade stehen müssen, ob in € oder neuer/alter Währung.
Denn wenn nicht, gibt es keine neuen Kredite, Schuldenschnitte und zukünftige Finanzierungen gehören zusammen bewirtschaftet.
Tilgung ist Versprechen kommender Rückzahlungen : Annuität = Zins und Tilgung, zeitpunktgenau und verläßlich!
Wer nocheinmal den Märchenonkel von der Bundesbank hören möchte : heute im Bericht aus Berlin…
Wurde in der EZB überhaupt abgestimmt über die Staatsanleiheaufkäufe – ist für eine verfassungsrechtliche Beurteilung interessant ?
Italien und Frankreich werden Ausgaben nicht ohne Besteuerung der Vermögen und Einkommen zulasten des unflexiblen EURO der Währungsteilnehmer durchsetzen können. Dieses Dilemma trifft die Finanzelite mit voller Front.
;-)

Morph Januar 25, 2015 um 13:43

@BB

“dein Paradigma (…) es ist alles so kompliziert, lasst nur die Funktionsträger machen”

Ich bin tatsächlich der Überzeugung, dass das gesellschaftliche Institutionengefüge wahnsinnig kompliziert und voraussetzungsreich ist. Aber den Appell: Lasst nur die Funktionsträger machen! wirst Du in meinen Kommentaren nicht finden.

Im Gegenteil glaube ich, dass selbst die Leute, die in den großen Organisationen die größte Entscheidungsmacht haben, ziemlich überfordert sind, und dass es überhaupt keinen Grund gibt, auf deren ‘Weisheit’ zu vertrauen. Ich halte sehr viel vom Subsidiaritätsprinzip und der Streuung von Entscheidungsmacht. – Andererseits kann ich mich aber auch nicht mit der Sicht identifizieren, dass es sich bei diesen Leuten um bösartige Monster handelt. Und von direkter Demokratie, also der faktischen Auflösung von Entscheidungsmacht, halte ich gar nichts.

f.luebberding f.luebberding Januar 25, 2015 um 14:05

W-ING

Interessant, welche Begriffe Du so findest. Was Deine inhaltliche Kritik betrifft: Die Verteilungsfrage ist eine Frage, die wir hier bei uns klären müssen. Das kann man nun wirklich nicht dem Euro in die Schuhe schieben.

f.luebberding f.luebberding Januar 25, 2015 um 14:09

W-ING

Als Forderung Nummer 17 würde ich noch ergänzen: Für Freibier für alle. Was sagen dann bloß die dazu, die kein Bier mögen? Also Freibier für alle, die Bier mögen? Pegida erstickt allmählich wirklich an ihrer eigenen Blödheit.

f.luebberding f.luebberding Januar 25, 2015 um 14:11

NWO und so

Wenn der W-ING von jemandem bezahlt werden sollte, fragte ich mich wirklich wofür … .

f.luebberding f.luebberding Januar 25, 2015 um 14:12

W-ING

Den Post bzgl. Holger habe ich gelöscht. Auch an den Dadaismus von rechts werden hier Qualitätsansprüche gestellt.

Wilma Januar 25, 2015 um 15:12

@ ruby

Es wurde NICHT abgestimmt.

“Was hinter den Türen des EZB-Rates vor sich geht

Die EZB kauft Staatsanleihen in großem Stil. Abgestimmt haben die Notenbanker über das Billionen-Programm nicht. Wie kommen die Entscheidungen der Notenbank zustande? ”

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wie-die-ezb-ihre-entscheidungen-trifft-13387083.html

holger Januar 25, 2015 um 15:35

WING

ich weiß nicht, was FL da gelöscht hat… nur mal zu den Punkten…

1. FÜR den sofortigen Austritt der BRD aus der NATO!
Muhahaha :D

2. GEGEN das Abhören und Ausspionieren privater Daten europäischer Bürger!
Muhahaha :D Tratschen wird beim Friseur auch verboten LOL

3. KEIN Fracking auf europäischen Boden!
Kann drüber reden…

4. FÜR ein ENDE des ständig ansteigenden Wachstums- und Konsumwahns!
LOL :D Muhahaha echt Krass… LOL

5. GEGEN die Vergiftung unserer Lebensmittel durch Monsanto, Nestlé, und Co.!
Yep… das gehört mal auf den Teller…

6. EIN ENDE der Ausbeutung der 3. Welt, FÜR fairen Handel!
Das wäre wenn, auch unter Freihandelsabkommen zu setzen, aber du wirst wohl dem Peruanischen Kaffee Sammler… ach lassen wir das mit “Fair trade” :D

7. FÜR freie und neutrale Medien, GEGEN Kriegshetze!
Wie war das mit der Musik?

8. FÜR die sofortige Aufhebung der Russlandsanktionen!
Dafür bin ich auch…

9. GEGEN TTIP, TISA, CETA usw.! Freihandelsabkommen dienen nur den Großkonzernen!
Bin ich mir nicht sicher… als Importeur

10. FÜR Frieden, Einhaltung des Völkerrechts und sofortiges Ende des Drohnenkrieges!
Nun ja…

11. FÜR ein stabiles und faires Finanzsystem sowie deutsche Goldreserven auf deutschem Boden!
LOL MUHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA :D

12. FÜR die Erforschung/Entwicklung/Förderung freier und erneuerbarer Energien!
Kann man machen… diskutiere ich nicht drüber.

13. FÜR den Stopp der Krankmacherei und Abzocke durch die Pharmalobby und Klinikkonzerne!
Müsste Differenziert werden… zu allgemein.

14. FÜR ein souveränes und neutrales Deutschland, Friedensvertäge und Abzug der Besatzer!
Friedensverträge JA, Abzug der Besatzer NEIN. Souverän JA… Neutral NEIN.

15. FÜR direkte Demokratie, Volksentscheide und eine Regionalisierung! Gegen Zentralismus!
Direkte Demokratie Nein, ich unterwerfe mich nicht dummen Massen Deppen mit einem IQ unter 50

16. FÜR den Rücktritt der BRD Schandregierung! FÜR eine Verfassung für das deutsche Volk! ——– Die Punkte finde ich jetzt nicht verwerflich. Die “Verschwörungstheoretiker und Nazikeule” des SPIEGELS ist allmählich jedoch ausgelutscht…

Verfassung JA 146 GG sollte machbar sein.

Stephan Januar 25, 2015 um 15:50

Also lieber @~ hg ~. Ein bisserl enttäuscht bin ich schon von dir als selbsternannten echten deutschen Patrioten.

Hasbara ist nicht Jiddisch sondern Hebräisch. Auf Jiddisch heißt erklären und Ratschläge geben “Eizes geben”. Wird auch weiterhin gerne von meinen arischen Landsleuten in Wien verwendet. Wir sind uns nur uneinig ob wir uns lieber Eizes oder Eezes geben.

topi Januar 25, 2015 um 16:12

Stephan, wo du gerade mal da bist: steht der Sekt schon kalt? ;~)

Stephan Januar 25, 2015 um 16:31

@topi
Als echter ausländischer Syriza-Agitator werde ich den Endsieg über das Kapital natürlich mit griechischem Wein und Ouzo feiern.

chabis Januar 25, 2015 um 16:39
holger Januar 25, 2015 um 16:48

Stephan Januar 25, 2015 um 16:31
@topi
Als echter ausländischer Syriza-Agitator werde ich den Endsieg über das Kapital natürlich mit griechischem Wein und Ouzo feiern.”

LOL :D im Zapphahn mim Alex zusammen LOL :D

Nun denn… ;)

topi Januar 25, 2015 um 17:02

Heute Abend kommt echt griechischer Feta ans Gemüse-Gratin. :D

Aber Stephan, Endsieg über das Kapital, bist du da wirklich in der richtigen Partei?

topi Januar 25, 2015 um 17:07

Chabis, wie vermutet, der Abstand dürfte sich eher vergrößern als verringern.

Auch für Unentschlossene ist es ja viel leichter, das Kreuz bei den “Anderen” zu machen, wenn die schon in den Umfragen klar führen.

Neben dem Abstand sind die Prozente noch wichtig.
Aber wenn nicht viele ND-Umfrage-Angeber zu anderen Parteien abgewandert sein sollten (welche, PASOK, Der Fluss, Faschisten? unwahrscheinlich), müsste es auch einen sehr hohen Prozentsatz für Syriza geben, also gute Chancen auf die absolute Mehrheit.

Wilma Januar 25, 2015 um 17:08

@ ruby

Noch einmal zur EZB-Abstimmung.

Hier ein Kommentar aus der FAZ von Rüdiger Noll
“Ohne Abstimmung gibt es keinen Beschluß und somit keine Rechtskraft dieser Entscheidung. Vermutlich hat dies mit dem Urteil des BVerfG vom Febr. 2014 zu tun. Nach dessen Wortlaut könnte das BVerfG der Bundesbank verbieten, einen von den EZB-Gremien verabschiedeten Beschluß zum Ankauf von Staatsanleihen zu folgen und auszuzführen. Jetzt gibt es keinen formalen Beschluß, keine Rechtskraft und würde die Bundesbank jetzt Staatsanleihen kaufen, täte sie dies aus eigener Entscheidung. Das darf sie, das BVerfG wäre dann machtlos – es wurde schlichtweg ausgetrickst.”

Vielleicht weiß @wowy mehr dazu

topi Januar 25, 2015 um 17:11

Die SPD sollte sich einfach die Entwicklung von PASOK und PSOE anschauen.

Wenn es drauf ankommt, braucht niemand rechte Sozialdemokraten.

Von daher wäre eine Eindämmung der rechten Zirkel und Vereinigung mit der LINKEN das anzustrebende Ziel.

aber so eine Einheitspartei dürfte wohl kaum kommen, absehbar

topi Januar 25, 2015 um 17:14

Wilma, sowas mögen Verfassungsrichter im Allgemeinen gar nicht, wenn ihre Entscheide durch Formalien umgangen werden sollen, oder?

Dürfte dann schnell ein Heilungsversuch unternommen werden; wenn sie denn noch wollen.

Man muss ja die Entwicklung nach dem absehbaren Erdbeben in Griechenland sehen; Merkel könnte bald sehr froh sein, für eine goldene Brücke, weg von ihrer gesamten Europapolitik der letzten Dekade.

holger Januar 25, 2015 um 17:19

Ich bin ja gespannt, was nach den “Wahlen” für Taten folgen werden :D

topi Januar 25, 2015 um 17:42

Morph

“Ich halte sehr viel vom Subsidiaritätsprinzip und der Streuung von Entscheidungsmacht. – Andererseits kann ich mich aber auch nicht mit der Sicht identifizieren, dass es sich bei diesen Leuten um bösartige Monster handelt. Und von direkter Demokratie, also der faktischen Auflösung von Entscheidungsmacht, halte ich gar nichts.”

Ob bösartige Monster oder knallharte Vertreter nur weniger Partikularinteressen entgegen der Interessen der übergroßen Mehrheit, der Unterschied ist im Ergebnis relativ egal.

Der größte Unterschied dürfte sein, dass manche meinen, man kann die wenigen Monster beseitigen, und alles wird gut; das ist natürlich Quatsch.

“Streuung von Entscheidungsmacht”, schön; nur wenn alle, die in Entscheidungspositionen sind, den gleichen Paradigmen folgen, was bringt das dann?

Der Volksentscheid streut doch die Entscheidungsmacht, wieso dann dagegen?

Und wenn uns nur der Euro erspart geblieben wäre durch Volksentscheid (und dadurch auch den anderen Ländern Europas, ohne D wäre das ganze ja sinnlos gewesen), na dann wäre es doch bestens.

Aber es ist anzunehmen, dass auch die Steuerverschiebung von Unternehmens- Vermögens- und Spitzeneinkommen hin zu Mehrwert- und anderen Verbrauchssteuern keine Mehrheit gefunden hätte.
Oder HartzIV; oder dass es diverse Initiativen zur Verhinderung des Lohndumpings gegeben hätte. etc.pp

topi Januar 25, 2015 um 17:43

Wie wäre denn ein Volksentscheid über den Euro gelaufen?
Zunächst braucht es Ankreuz- Alternativen. Schon durch die weitreichende Diskussion wäre der Euro, wenn er denn gekommen wäre, ein besserer gewesen, steht zu vermuten (wobei es auch albern ist, graduelle Scheiße zu diskutieren).

Man will ja für seine alternative möglichst viele Stimmen.
Der Euro entspringt ökonomisch (auch Politiker brauchen einen Ökonomen, wenn sie so ein Ding anschieben, aber man findet ja für alles einen) der “Konvergenztheorie”; die gemeinsame Währung zwingt die Länder in ihrer Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik zu konvergieren.
Die Bundesbanker hatten das ja in eine Broschüre der BZ für politische Bildung reingeschrieben, der Euro wirkt “als Peitsche” oder so. :roll: (danke afrain für das Fundstück)

Mit so einer Position in eine öffentliche Diskussion zu gehen wäre eher schwierig geworden.

Die ökonomischen Gegner des Euro sprachen von der “Krönungsthese”. Die gemeinsame Währung als Krönung einer Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik, die sich stark angenähert hat.
Damit wäre klar, dass keineswegs so viele Länder hätten starten können. Dürfte deutlich zustimmungsfähiger gewesen sein.

Und von diesem Punkt aus hätte man ja Konvergenzschritte diskutieren können, was wäre denn nötig für eine Einheitswährung.

Eine Kompromissalternative wäre gewesen, den damals bestehenden D-Mark-Raum mit Holland und Österreich einfach zum Euroraum zu machen; und wer sich den Bedingungen unterwirft, kann beitreten. (also diverse Freiheitsgrade aufgeben, auf verschiedenen Politikfeldern; dann kann ja eine Währungsunion funktionieren)

Natürlich wird so eine öffentliche Diskussion auch schnell gekapert (“ohne Umtausch nach Malle, cool”).

Nur gerade da hätte ja auch die Kontra-Seite ansetzen können: den Menschen bringt der Euro im Alltag etwas, das hätte man ja auch ohne Euro nahezu so hinkriegen können (absurde Umtauschgebühren abschaffen, Währungsrechner für zweifuffzig verkaufen, in den Tourismusorten mehrere Währungen akzeptieren, etc.pp)

Das “Argument”: der Euro ist gut für uns, weil wir mit Lohndumping drei Millionen Überschussexportarbeitsplätze zu Lasten der Südländer aufbauen können, dürfte wohl kaum in die europäische Debatte geworfen worden sein. :roll:

topi Januar 25, 2015 um 17:50

Holger, na erstmal gibts PAAAAAARTIIIIEEE!!!

Und dann wird sich zeigen, was Schäubles Experten schon ausgearbeitet haben.
Vielleicht sogar schon abgestimmt mit Tsipras.

Wahrscheinlicher dürfte aber ein ordentliches Chicken Race werden.

Und auf beiden Seiten gibt es ordentliche Pokerfaces.

Die Troikaner haben ja ein Interesse an Lösungen, die die Griechen in nächster Zeit eher schlecht aussehen lassen; um die Ansteckung zu verhindern, Podemos steht bereit in Spanien, Grilli und Berlusconi könnten auch ganz schnell Schluss mit Trauerspiel machen.

no.nam Januar 25, 2015 um 17:56

“Ohne Abstimmung gibt es keinen Beschluß und somit keine Rechtskraft dieser Entscheidung. Vermutlich hat dies mit dem Urteil des BVerfG vom Febr. 2014 zu tun. Nach dessen Wortlaut könnte das BVerfG der Bundesbank verbieten, einen von den EZB-Gremien verabschiedeten Beschluß zum Ankauf von Staatsanleihen zu folgen und auszuzführen. Jetzt gibt es keinen formalen Beschluß, keine Rechtskraft und würde die Bundesbank jetzt Staatsanleihen kaufen, täte sie dies aus eigener Entscheidung. Das darf sie, das BVerfG wäre dann machtlos – es wurde schlichtweg ausgetrickst.”

Die Bundesbank muss ja keine Anleihen aufkaufen. In Deutschland besteht dazu vielleicht auch nicht die Notwendigkeit. Jede Zentralbank nach ihrem Gustus.

holger Januar 25, 2015 um 17:59

topi Januar 25, 2015 um 17:50
Holger, na erstmal gibts PAAAAAARTIIIIEEE!!!

Und dann wird sich zeigen, was Schäubles Experten schon ausgearbeitet haben.
Vielleicht sogar schon abgestimmt mit Tsipras.”

:D Party iss immer gut … ;)

Goodnight Januar 25, 2015 um 18:01

@morph

“Im Gegenteil glaube ich, dass selbst die Leute, die in den großen Organisationen die größte Entscheidungsmacht haben, ziemlich überfordert sind, und dass es überhaupt keinen Grund gibt, auf deren ‘Weisheit’ zu vertrauen. ”

Yep.

topi Januar 25, 2015 um 18:07

35% bis 39% für Syriza, also noch offen, ob es die absolute Mehrheit gibt.

3 Jahre später Januar 25, 2015 um 18:15

Hallo Topi

Milchmädchenrechnung. Das gr. Parlament hat 300 Sitze. 151 wären dann abs. Mehrheit. 50 erhält automatisch die stärkste Partei!
Dann braucht die Syriza noch 101 Sitze. Könnte klappen.
Bin mir aber nicht sicher.

topi Januar 25, 2015 um 18:18

40% von 250 sind 100.

bei 35% kommt es darauf an, wieviel Prozent Parteien kriegen, die nicht reinkommen; bei 39,5%, wie eine Nachwahlbefragung ergab, ist die absolute Mehrheit nahezu sicher.

Goodnight Januar 25, 2015 um 18:26

@morph

“Im Gegenteil glaube ich, dass selbst die Leute, die in den großen Organisationen die größte Entscheidungsmacht haben, ziemlich überfordert sind, und dass es überhaupt keinen Grund gibt, auf deren ‘Weisheit’ zu vertrauen. ”

Yep.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr was ich schreiben soll.

Ende des Jahres ist da kein EURO mehr.

Ich suche gerade verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten. Da ist nix.
Also denke ich mir, ich könnte mich doch einfach mal total verschulden, das hatte ich noch nie. Und so habe ich die tägliche Post von den Banken mal geöffnet und mir diese Kreditangebote angeschaut. Da will ne große deutsche Bank für schon für schlappe 5000 € sage und schreibe 7,9% Zinsen p.a. !!!

Ich wollte das eigentlich der EZB schicken, mit der Frage, wie die sich das so vorstellen, mit der Inflation und Aufschwung in Europa, wenn die Geschäftsbanken das Geld weiterhin so fleißig unter die Leute bringen….

Es ist alles nur noch völlig absurd. Selbst die Hardcore-fraktion der VWLer im Herdentrieb hat jetzt die Waffen gestreckt….

Endgame….hoffentlich ist da Ende des Jahres noch ein Europa.

topi Januar 25, 2015 um 18:27

Ohhh, stirbt der Euro, stirbt Europa, schnüff

3 Jahre später Januar 25, 2015 um 18:27

topi

1% von 250 sind 2,5. 2,5 * 39,5 sind 98,75. 101 brauch die Syriza.

Wie gesagt eine Milchmädchenrechnung, kenne das gr. Wahlrecht und die Hintertüren nicht.

topi Januar 25, 2015 um 18:31

Goddnight, was meinst, was deine Euronen im Anlagenotstand sind?

Genau, das überschüssige Geld, und die Gegenbuchung zu den überzähligen Schulden.

Die müssen weg, soll es eine Lösung geben, ganz einfach.

Bau dir ein Blockheizkraftwerk, Solarzeug und ordentliche Akkus ins Haus ein, Autarkie ist doch auch ein Wert an sich. :roll:

topi Januar 25, 2015 um 18:35

“1% von 250 sind 2,5. 2,5 * 39,5 sind 98,75. 101 brauch die Syriza.

Wie gesagt eine Milchmädchenrechnung, kenne das gr. Wahlrecht und die Hintertüren nicht.”

Es ist auszuschließen, dass es nahezu keine Stimmen gibt, die unter der Dreiprozenthürde bleiben.

Die Nachwahlumfragen sprechen von 146 bis 156 Sitzen für Syriza, bei 35,5 bis 39,5 Prozent.

3 Jahre später Januar 25, 2015 um 18:42

Um 20:30 sollen die ersten offiziellen Hochrechnungen kommen.

Wenn die Syrizia die absolute Mehrheit bekommt, somit durchregieren kann, was hieße das für Brüssel? Wäre da ein Unterschied zu einer Koalitionsregierung mit einer starken Syrizia.

KommentatorX Januar 25, 2015 um 18:53

@ Goodnight Januar 25, 2015 um 18:26
Ich suche gerade verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten. Da ist nix.

So ist das, wenn Enteignung der Mittelschichten angesagt ist.

Natürlich kann man im Finanzsektor etc. noch gute Gewinne machen.

Aber dazu braucht man Insider-Informationen. Und die haben nur die 1%, jene denen die großen Banken gehören, die über die riesigen Investmentfonds bestimmen, welche die PolitikerInnen an ihren Marionettenfäden haben etc.

Die Gewinne der 1% sind immer die Verluste der 99%.
Was auch bedeutet; dass die Gewinne eines Goodnight zu Lasten der 1% gehen würden.

Weil dies so ist, sucht G. verzweifelt nach profitablen oder zumindest sicheren Anlagemöglichkeiten und findet keine.

holger Januar 25, 2015 um 18:55

goodnight

—>>>Ich suche gerade verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten. Da ist nix.”

Dann bewege deinen Arsch, sabbel nicht, sondern RAN an das Werk… du Oberführer Du LOL :D

ruby Januar 25, 2015 um 18:59

Danke @ wilma
hier noch etwas Geschäftsordnung
Artikel 4
https://www.ecb.europa.eu/ecb/legal/pdf/l_08020040318de00330041.pdf
lesen im Gesetz/Text hilft immer weiter
;-)

ruby Januar 25, 2015 um 19:05

Bitte auch nicht die Macht der Protokollführung unterschätzen…
Deshalb ist dessen Form und Öffentlichkeit eine beinflussbare Größe formaljuristischer Anforderungen.
Hatte früher auf die Regelungen der FED verlinkt.

Goodnight Januar 25, 2015 um 19:05

@topi

Deutsche enteignen. Yep, gute Idee! Wirklich, grandios!

Hatten wir schon einmal.

1929.

und folgend…

Das ist die Richtung.

“There’s a storm coming, Mr. Wayne. You and your friends better batten down the hatches, because when it hits, you’re all gonna wonder how you ever thought you could live so large and leave so little for the rest of us.”
(dark knight rises)

ruby Januar 25, 2015 um 19:08

@ holger + goodnight

Schorsch Schorosch schucht auch schon nach schönen schicheren Investments für scheine 26 Milliarden plus/minus xsch …

KommentatorX Januar 25, 2015 um 19:11

Nachtrag:

1% ist natürlich nur symbolisch gemeint. Real sind dies 1.000 bis 10.000 Personen auf dieser Welt.
Selbst 100.000 wären bei über 7 Mia. Weltbevölkerung rund 0,001%.

ruby Januar 25, 2015 um 19:11

@ topi
“Bau dir ein Blockheizkraftwerk, Solarzeug und ordentliche Akkus ins Haus ein, Autarkie ist doch auch ein Wert an sich. ”

heute scho nett?
;-)
Schmartlöschungen nicht vergessen !

ruby Januar 25, 2015 um 19:14

Wenn die Finanzinveschtoren schich untereinander erscht in die Wolle kriegen und den Franken schpielen … oLa La

KommentatorX Januar 25, 2015 um 19:25

#Griechenland#

Was soll sich in Griechenland schon groß ändern, wenn Syriza gewinnt?

Zum einen sind in einer repräsentativen Demokratie Abgeordnete und Politiker korrumpierbar, gerade in Griechenland dürfte dies nicht besonders schwer sein.

Zweitens ist Griechenland nicht autark und kann daher keine souveräne Politik machen.

Glaubt jemand, dass Griechenland versuchen wird, sich den BRICS anzuschließen?
Dann würde Chile 1973 grüßen.

Wer glaubt ernsthaft, dass beispielsweise die Schweiz souverän ist?
Vermutlich noch nicht einmal W-ING/Halbgott.

chabis Januar 25, 2015 um 19:28
Wilma Januar 25, 2015 um 19:32

ruby, ist 4.7 gemeint:
“4.7. Beschlüsse können auch im schriftlichen Verfahren gefasst werden, es sei denn, mindestens drei
Mitglieder des EZB-Rates erheben Einwände dagegen. Ein schriftliches Verfahren setzt voraus, i) dass jedem
Mitglied des EZB-Rates in der Regel mindestens fünf Arbeitstage zur Verfügung stehen, um sich mit der
Angelegenheit zu befassen, ii) dass jedes Mitglied des EZB-Rates (oder der jeweilige, gemäß Artikel 4.4
benannte Stellvertreter) persönlich unterschreibt und iii) dass jeder derartige Beschluss im Protokoll der
nächsten Sitzung des EZB-Rates festgehalten wird.”

Das würde ja bedeuten, dass kein Mitglied Einwände hatte.

P.S. Übrigens glaube ich, dass auch Syriza national und patriotisch denkt.

Goodnight Januar 25, 2015 um 19:32

Was nicht verstanden wird.

Konstrukte. Die leben von Sinn. Ohne Sinn sind die nicht. Nur solange wir in ihnen Sinn erkennen wollen, nur solange sind sie.

Diese Sinn-Zuweisung ist äußerst stabil. Daher äußerst zäh. Ist jedoch einmal eine andere Differenz in dieser Sinn-Zuweisung eingedrungen, dann ist es oft zu spät. Dann ist da kein zurück, dann ist die Instabilität genauso stabil wie vorher die Stabilität.

Und genau das ist jetzt gerade passiert. Das hier ist der Anfang vom Ende. Wir haben hier alle schon jahrelang über das Ende des EURO und die Sinnlosigkeit der EZB-maßnahmen diskutiert. Aber das Konstrukt EURO war in unserem Sinn weiterhin stabil.
Das ist jetzt anders. Der EURO ist jetzt ohne Sinn. Er ist nur noch eine Hülle. Er ist aus unseren Sinn verschwunden obwohl er da draußen noch ist. Er ist nur noch eine Ramschware, die jetzt im Schlussverkauf verhökert wird. Das war es, aus und vorbei. Den holt keiner mehr zurück. Sinnlos.

Und dann springt diese Differenz in unser Konstrukt von EU. Und dann ist Domino-Day….

chabis Januar 25, 2015 um 19:34

Noch keine offiziellen Wahlresultate, Übersicht:
http://ekloges.ypes.gr/current/v/public/index.html?lang=en#{%22cls%22:%22main%22,%22params%22:{}}

Soldat Schwejk Januar 25, 2015 um 19:39

Wer’s verfolgen will…

http://www.electograph.com/2015/01/greece-25-january-2015-legislative.html

Weiter unten gibt’s einige Exit-Polls. Absolute Mehrheit von Syriza nicht unwahrscheinlich, aber auch nicht sicher.

Rechts oben jetzt die Ergebnisse anhand der ausgezählten Stimmen, da sieht’s etwas anders aus. Aber offenbar ist das keine Hochrechnung mit Berücksichtigung regionaler Besonderheiten, sondern einfach eine Aufaddierung der bereits vorliegenden Ergebnisse. Derzeit ja noch nicht mal 10% ausgezählt.

NWO, der CIA und Disneyland Januar 25, 2015 um 19:44

@ ~ hg ~

Nation. Volksgemeinschaft. Grenzen. Deutsche Rasse. Wir brauchen die Veränderung. Das ist erwiesen. Dieser Rassenwahn bringt doch nichts. Ist doch wie bei Kassen – und Hunderassen. “Bastarde leben länger und sind gesünder”. Wir vom Kommando Rothschild und Rockefeller stehen an deiner Seite kleiner Halbgott. Wir werden dich von deinem Antiwest Wahn heilen. Versprochen ! :)

https://www.youtube.com/watch?x-yt-ts=1421914688&v=m3U38xBdw8k&x-yt-cl=84503534

HEIL NWO?

Keynesianer Januar 25, 2015 um 19:49

Worüber hat Tsipras mit Asmussen verhandelt?

Schuldenschnitt?

Interessierte und sehr einflussreiche Kreise wollen den Euro sprengen. Die neue Regierung in Griechenland könnte unter dem Jubel aller Linken einen großen Schuldenschnitt fordern. Die Linken haben ja bis heute die Wertform analysiert und verstehen nichts von der Geldpolitik.

Die anderen Krisenstaaten im Euro werden sich der Forderung nach einem Schuldenschnitt anschließen. Man wird auch den Schuldenschnitt für die Privaten und Unternehmen fordern. Im Spiegel wurde das Thema heute schon propagiert:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-schuldenschnitt-unter-syriza-waere-sinnvoll-a-1014875.html

Während die Schäflein den Schuldenschnitt diskutieren und dass der doch nur sozial gerecht wäre und die Reichen treffen werde, wird die Kapitalflucht aus dem Euro beginnen.

Die EZB wird dann die Zinsen anheben müssen, um die Kapitalflucht aus dem Euro zu stoppen.

Den Rest könnt Ihr Euch sicher selber denken. Goodnight ist ja auch schon darauf gekommen:

Und dann ist Domino-Day….

ruby Januar 25, 2015 um 19:53
Wilma Januar 25, 2015 um 19:54

@ Keynesianer

Was hat denn der Asmussen da zu verhandeln ?
Der gehört doch zum Minsterium Nahles.

Wilma Januar 25, 2015 um 20:00

Asmussen scheint viel unterwegs zu sein.

Rentenabkommen mit Albanien

“Staatssekretär Jörg Asmussen hat in Tirana gemeinsam mit dem albanischen Minister für Soziales und Jugend Erion Veliaj den Startschuss für die Verhandlungen über ein deutsch-albanisches Sozialversicherungsabkommen gegeben und den Willen zu einem zügigen Abschluss bekräftigt, um Rentenansprüche von Menschen, die in beiden Staaten gearbeitet haben, zu sichern.”
http://www.bmas.de/DE/Themen/Soziales-Europa-und-Internationales/Meldungen/verhandlungsstart-sozialversicherungsabkommen-albanien.html

Ist zwar OT – aber trotzdem interessant.

konrad Januar 25, 2015 um 20:15

Also der Mario inclusive Qualitätspresse und Politiker haben schon was von David Copperfield.
Frei aus dem Gedechtniss: Das Anleihenprogramm umfasst 1,14 Billionen. 920 Milliarden sind für Staatsanleihen gedacht. Diese 920 sind ganz schlimm obwohl am Sekundärmarkt aufgekauft, obwohl es sehr selten Staatsanleihen ausgefallen sind (Argentinien kann auch ein Lied davon singen).

Und jetzt kommt die Frage an die Moderne und an die Beschwörer der Representative:
WAS WIRD MIT DEN 220.000.000.000€ gekauft und WER ENTSCHEIDET das???

@Holger
Denkst du dass bei einer direkten Demokratie die Leute denen du Intelligenz absprichst, dieses durchgehen lassen würden?
Du hast mich enttäuscht: Du denkst du wirst von Dummen eher betrogen als von Kleveren?

f.luebberding f.luebberding Januar 25, 2015 um 20:18

Goodnight

Lege Dein Geld in Kinder an. Mit dieser Anlage kann man sogar reden. Ansonsten ist Dein Beispiel mit der DeuBa gut gewählt. So wird das nichts mit der Blase. Nur ist das durchaus gesund. Die Banken können ihr Geld nicht mehr mit dem Casino verdienen, also brauchen sie auskömmliche Zinsen für ihre Kredite. War das nicht das, was alle immer verlangt haben?

konrad Januar 25, 2015 um 20:18

Übrigens: Habe noch keinen einzigen Kommentar lesen können (Presse, Blogs…) der sich mit den 220 Md. auseinandersetzt.
Wenn Ihr was kennt bitte mitteilen.

Keynesianer Januar 25, 2015 um 20:22

@Wilma

Das passt, Asmussen weiß sicher, wer sich die Gelder aus dem Rentenabkommen dann in Tirana in seine Taschen leiten wird.

https://jaessl.wordpress.com/2011/01/15/albanien-drogen-und-merkwurdige-tote/

topi Januar 25, 2015 um 20:23

Schwejk

Danke für den Link

“Rechts oben jetzt die Ergebnisse anhand der ausgezählten Stimmen, da sieht’s etwas anders aus. Aber offenbar ist das keine Hochrechnung mit Berücksichtigung regionaler Besonderheiten, sondern einfach eine Aufaddierung der bereits vorliegenden Ergebnisse. Derzeit ja noch nicht mal 10% ausgezählt.”

Bei solchen Umwälzungen wäre das auch sehr schwer mit den repräsentativen Bezirken, ist zu vermuten.

Jetzt 20%, Syriza stabilisiert sich.
Und Papandreus Ü-Ei bleibt bei 2,5% also wahrscheinlich draußen.
Dann rund 8,5 % der Stimmen unter der Hürde. Wenn man rechnen könnte, könnte man jetzt eine Vermutung über die Grenze zur absoluten Mehrheit aufstellen. Ich tippe mal auf rund 37%.

topi Januar 25, 2015 um 20:28

konrad

“WAS WIRD MIT DEN 220.000.000.000€ gekauft und WER ENTSCHEIDET das???”

Die Amis haben beispielsweise faule Hyothekenpapiere der Banken aufgekauft, Unternehmensanleihen die vor sich hin siechen.

So ergibt QE durchaus einen Sinn, der marode Immobilienmarkt in den USA wurde vor dem Totalzusammenbruch bewahrt.
Und die Banken von richtigem Mist befreit. (das ist nur unter einem Systemeigenen Blickwinkel sinnvoll, aber immerhin das).

Der Aufkauf von Staatsanleihen dagegen ist albern. (die Ankündigung, dies nötigerweise zu tun, dagegen nicht).

holger Januar 25, 2015 um 20:30

konrad

—>>>@Holger
Denkst du dass bei einer direkten Demokratie die Leute denen du Intelligenz absprichst, dieses durchgehen lassen würden?
Du hast mich enttäuscht: Du denkst du wirst von Dummen eher betrogen als von Kleveren?”

Ja… Denk einfach mal darüber nach… WER “DUMM” und wer “CLEVER” ist.

holger Januar 25, 2015 um 20:34

konrad

und das kotzt mich an… Das ich von den aller Dümmsten in dieser REPUBLIK beschissen und betrogen werden kann.

NUR Aufgrund eines Gesetzes…

konrad Januar 25, 2015 um 20:35

@Holger
Les dir deine Aussage über die direkte Demokratie durch. Denk auch darüber nach was deine Aussage bedeutet. Du bist auch nicht weit von der Moderne entfernt.

holger Januar 25, 2015 um 20:39

konrad Januar 25, 2015 um 20:35
@Holger
Les dir deine Aussage über die direkte Demokratie durch”

Die brauch ich nicht mehr durchlesen, die hab ich getippt. Falls der Zufallsgenerator es schafft wieder Wörter zu tauschen fine by me….

ICH halte von Demokratie nichts….

chabis Januar 25, 2015 um 20:40

20.36 Uhr

Die Hochrechnung ist da: Syriza hat sechs Prozent Vorsprung und soll auf 149 bis 151 Sitze kommen. Das wird ganz knapp mit der absoluten Mehrheit. 151 Sitze wäre nötig.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Kann-Syriza-alleine-regieren/story/27820877

holger Januar 25, 2015 um 20:41

Und das ich von Demokratie nichts halte, sollte hier Allgemeinwissen sein.

Nicht das einer kommt und behauptet…

Goodnight Januar 25, 2015 um 20:49

@Lübberding

das letzte mal, als ich mir solche Angebote angeschaut habe, da war es noch 20 Jhd. oder so . Und da waren die Zinsen für Konsumkredite auch bei 7,9% . irgendwie ist diese ganze Krise der Banken an den Banken völlig vorbei gegangen. Das ist der Witz. Da gab es keine Entlassungswelle, nix. Vielmehr wurden Unsummen in die Banken gepumpt, ohne das da etwas am anderen Ende rauskam. und folglich wurde entschieden, noch viel, viel mehr reinzupumpen.

Beobachten wir gerade den größten Raub der Weltgeschichte?

Nein, kein Bankraub. Sondern Banken, die Staaten ausräumen.

ruby Januar 25, 2015 um 20:58

Sehr gut beobachtet :
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/griechenland-spanien-eine-verlorene-generation-13388690.html
Die spanischen Daten haben sich nur durch das Auskehren der Arbeitskräfte gebessert. Dafür werden z. B. Peruaner im eigenen Land von einkömmlichen Arbeitsplätzen verdrängt. Das geht nicht lange gut.
Informationen vom gestrigen IberoAmericaGipfel direkt demokratischer Menschen ;-)

holger Januar 25, 2015 um 21:03

gooodnight

—>>>Beobachten wir gerade den größten Raub der Weltgeschichte?

Nein, kein Bankraub. Sondern Banken, die Staaten ausräumen.”

Sach mal, musst Du bei mir im Archiv bei dünner Schatten klauen?

Andreas Kreuz Januar 25, 2015 um 21:03

@Goodnight

Die Banken sind doch nur die Werkzeuge…

topi Januar 25, 2015 um 21:03


Beobachten wir gerade den größten Raub der Weltgeschichte?

Nein, kein Bankraub. Sondern Banken, die Staaten ausräumen.”

Diese Frage, mindestens 7 Jahre zu spät.

Und sowas will Führer spielen, man das ist doch so lächerlich.

Keynesianer Januar 25, 2015 um 21:06

Die EU-Spezialdemokratten und sogar die AfD in Gestalt von Lucke sollen den Griechen jetzt schon den Schuldenschnitt angeboten haben. Das geht ja schneller als sogar ich es für möglich hielt:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/25/eu-sozialdemokraten-bieten-syriza-schuldenschnitt-an/

keiner Januar 25, 2015 um 21:07

goodnight entdeckt den un-sinn im euro… das ich das noch…

die hirten im herdentrieb haben keine wetten für dieses jahr… ein schlechtes omen? :-D

keiner Januar 25, 2015 um 21:09

@keynes :das muss GANZ schnell gehen, wenn die herde losläuft, gibt es kein halten mehr…

topi Januar 25, 2015 um 21:12

keiner, die hätte Wetten anbieten müssen, die sie vielleicht gar nicht anbieten durften.

Ich hatte da einen recht ausführlichen und fundierten Kommentar zur OECD-Studie zum Einfluss der Entwicklung der Einkommensungleichheit auf die wirtschaftliche Prosperität geschrieben. (wieso der behauptete Zusammenhang, Bildung, Unsinn ist; putzigerweise ist der nämlich insignifikant)

Der wurde gelöscht, mit dem Verweis, das sei Off Topic. Tief unten in den Kommentaren, wo nun wirklich jeder alles schreibt.

Außer bewusster Zensur nach Vorgaben fällt mir da wenig als Erklärung ein.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 21:14

@goodnight
“—>>>Ich suche gerade verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten. Da ist nix.””
—-

===> … PSSST! … hey du! … genau! … machsch du ASYLANTENHEIM auf!

Keynesianer Januar 25, 2015 um 21:17

Wenn wir zum Jahresende oder schon vorher eine neue Währung in Deutschland einführen, sollten wir eine aussagekräftige Bezeichnung wählen:

Schulden-Taler

Damit die schwäbischen Hausfrauen beim Sparen merken, dass ihre Schulden-Taler auf der Bank irgend jemandes Schulden sind, die der jetzt nicht tilgen kann, solange die schwäbische Hausfrau das Geld nicht wieder ausgibt. :)

Das Schulden-Streichen wird ja sicher auch wieder von den Leuten gefordert, die gar nicht wissen, dass diese Schulden ihr Geld sind. Die wollten die Schulden ja auch immer wegsparen und jetzt sollten sie halt gleich gestrichen werden. Hauptsache ist doch: die Schulden sind weg!

Die wissen nicht, was sie tun. :)

chabis Januar 25, 2015 um 21:17

Petra Reski, zu Griechenland und Italien
“Hast du je eine so schöne Katastrophe gesehen?”
http://www.petrareski.com/2015/01/25/die-schoenste-aller-katastrophen/
(leider funktioniert das Video hier nicht)

ruby Januar 25, 2015 um 21:19

220 Milliarden € zur freien Verfügung?
Davon kann doch ein neues dezentrales Europa von den jungen Arbeitskräften gebaut, organisiert, institutionalisiert werden – so als Vision der Hoffnung vor statt Abfluss over the Counter !!!
Euronale Transformationen :
https://www.youtube.com/watch?v=eblFQppJfyg
;-)

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 21:22

@Keynesianer Januar 25, 2015 um 21:06
“Die EU-Spezialdemokratten und sogar die AfD in Gestalt von Lucke sollen den Griechen jetzt schon den Schuldenschnitt angeboten haben. Das geht ja schneller als sogar ich es für möglich hielt:”
————

===> … wenn die AfD einen “Schuldenschnitt ” will … und die Rothschildsozn au ein “Schuldenschnitt ” wollen … dann sind das zwei völligst sperrangelweitst-diametralste Paar Stiefel!!

===> … der afd-Schuldenschnitt wird derselbe sein, den Eschtökonom w.hankel bereits 2010 in einer BR3-Talkschau verlangte: rel. groszügischer Schuldenschnitt … PLUS … Euroaustritt!!

===> … der “SPD”-Schuldenschnitt der Rothschildsozn is ein völlig anderer: EUROPAWEITE “NEUSTRUKTURIERUNG” der Schulden (“EUROBONDS”) … zu lasten von deutse Exportniggersklaven!!! … bei gleichzeitige dauerversklavung au der anderen Europavölker unter das Joch der EUdssr-Institutionen und damit der angelsächsische Schmeißßbänkstercamorra! … davor müssen wir unsere europäischen Brudervölker unbedingt SCHÜTZEN! … fuck the NWO!!

===> … u see da difference ??

no.nam Januar 25, 2015 um 21:22

Alexis Tsipras könnte die absolute Mehrheit schaffen.

Die Menschen in Frankreich sind begeistert. Die Politik Merkels ist gebrochen. Auf France3 läuft gerade eine Sendung über Auschschwitz…

no.nam Januar 25, 2015 um 21:26

@HG

===> … u see da difference ??

Ja, der SPD Vorschlag wird angenommen werden, weil realistischer.

Die Deutschen können sich freuen, wenn sie überhaupt noch gefragt werden. Nach dem heutigen Sieg in Griechenland ist das Spiel aus. Natürlich steht es uns frei auszutreten, aber dann müssten wir zahlen.

topi Januar 25, 2015 um 21:28

Goodnight

“Deutsche enteignen. Yep, gute Idee! Wirklich, grandios!

Hatten wir schon einmal.

1929.

und folgend…

Das ist die Richtung.”

Jetzt musst du mal ganz ganz stark sein, goodnight.

Dem ganzen Geld”vermögen” was so durch die Welt geistert, steht kein kaufbarer Wert gegenüber. Nur “Sinn”, wie du so schön sagst, wenn alle etwas zuschreiben.

Lehmann und Kollegen haben bis zum Platzen trotzdem “Wert”papiere aufgelegt, womit Geldvermögensbesitzer “Rendite” erwirtschaften konnten, reines Schneeballsystem; die Zinsen kamen einfach aus neu geschöpftem (ein Teil wurde auch Schütze Arsch und Klein Erna entwendet).

Man muss wirklich kein Genie sein, um das zu verstehen; sobald mal eine Blase irgendwo platzt, wird der Anlagenotstand auffällig; bis die Herde die neue Blase, ähhh, ganz sichere Anlageform, gefunden hat.

Es geht also nicht um “Deutsche enteignen”, sowas dummes. Das ist noch dümmer, als Geldvermögensbesitzersager zu “strukturellen Antisemiten” zu machen.

Wo nichts ist kann auch nichts einteignet werden, goodnight. Nullen gestrichen, schön.

Aber ich verrate dir noch etwas; deine Elitenfreunde (aufdichherabseher) wissen das schon seit Jahren; die arbeiten hart daran, das überflüssige Geldscheinvermögen in Hartes umzuwandeln.

Da es keine kaufbaren Güter dafür gibt (jedem Kauf einer Aktie/Kunstwerks/Goldstücks steht ja ein Verkauf gegenüber, das Geld wird bei “gebrauchten” Gütern also nicht weniger), bleibt nur der Ausweg, sich das verbliebene Gemeineigentum unter den Nagel zu reißen.

Und du kannst, wenn du ganz brav bist, einen kleinen Kupon von den fetten Kapitalsammelstellen in die Hand kriegen, den du dann schneiden kannst.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 21:29

@topi
“OECD-Studie zum Einfluss der Entwicklung der Einkommensungleichheit auf die wirtschaftliche Prosperität geschrieben. (wieso der behauptete Zusammenhang, Bildung, Unsinn ist; putzigerweise ist der nämlich insignifikant)”
—–

===> … klar, “BILDUNG!” … datt is eine der LIEBLINGS-LÜGEN der Sozn! … klar daßß du die nich dekonschtruieren derfsch!

QuestionMark Januar 25, 2015 um 21:34

@holger Januar 25, 2015 um 20:41

Und das ich von Demokratie nichts halte, sollte hier Allgemeinwissen sein.

Tatsächlich ist die Demokratie in Deutschland wieder mal gescheitert. Man kann das auch an der Wahl einer Idiotin wie Merkel zum Kanzler sehr schön dokumentieren: Idioten wählen Idioten.
Du mußt allerdings auch bedenken das die Menschen hier in D systematisch von den etablierten Massenmedien verdummt worden sind. (neben der Dummheit die die Leute schon so mitgebracht haben). Insofern gesehen wurde die Demokratie auch systematisch korrumpiert.
Daneben sind auch alle anderen Systeme (und man hat schon so einiges durchprobiert – gerade auch in Griechenland) konsequent gescheitert. Das alles ist wohl eine Menschheitstragödie. Die Menschheit hat noch kein tragfähiges politisches System gefunden.

Keynesianer Januar 25, 2015 um 21:36

@hg

… u see da difference ??

Ja, Deine AfD will uns auch noch die ganzen griechischen Öl- und Gasfelder und die sonnigen Inseln rauben. ;)

Bin überhaupt gespannt, wann der Tsipras endlich diese Reichtümer Griechenlands entdeckt oder ob er sie vorher still und leise an “Investoren” vergeben will.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 21:41

@no.name
“Ja, der SPD Vorschlag wird angenommen werden, weil realistischer.”

===> … was wieselwort “realistischer” ?? … es ist in dem sinne realistischer, daßß es schon eine weile nach eine komplott der eu-bolschewisten aussieht!! … Renzie, Draghi(!), Junker(!), MOSCOVICI(!!!) … schon MOSCOVICI sein Ur-Opa war ein hungarojiddischer Deutsenhasser vor dem Herrn (-> Wikipedia) …

“Die Deutschen können sich freuen, wenn sie überhaupt noch gefragt werden.”

===> … ja … wir erinnern uns: 1923/24 !! … selber plott! … nimmersatter FRANZMANN sein Raubmord-Überfall auf Deutseschland! … um seine Sklaventribute einzutreiben! … aber wehe wehe wenn ich auf ende sehe …

( … “deutseland … hat heute keine Armee mehr!”, sagst du? … ändert nix! … unsere verbündeten … die rote armee … steht vor den Toren von grafenwöhr … )

===> … im übrigen … schau dir die historische Währungsunion von Franzmann & Grieschenmann an … -> … is nix, war nix & wird nie watt werden!

Nach dem heutigen Sieg in Griechenland ist das Spiel aus. Natürlich steht es uns frei auszutreten, aber dann müssten wir zahlen.”

Goodnight Januar 25, 2015 um 21:48

@topi

“Dem ganzen Geld”vermögen” was so durch die Welt geistert, steht kein kaufbarer Wert gegenüber. Nur “Sinn”, wie du so schön sagst, wenn alle etwas zuschreiben.”

Yep, aber das gilt auch für das Vermögen von Bill Gates und all den anderen Wohltätern. Und auch wenn die jetzt alle in real estate investieren so kommen die aus dem System Kapitalismus nicht heraus. Denn da müssen am Ende irgendwo die Mieter stehen, die 1500 € Kaltmiete hinlegen können. Und da wird es dann etwas dünn auch in Süddeutscheland.

Am Ende gehen alle drauf.

Die Witz an der Sache ist doch: Hätten wir vor 7 Jahren einige Banken beerdigt, dann müssten wir nicht in einem Jahr Europa beerdigen.

(und nein holger, dass mit den Banken habe ich auch zuerst gesagt, damals, als Du noch gar nicht hier warst! )

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 21:49

@noname
“Nach dem heutigen Sieg in Griechenland ist das Spiel aus. Natürlich steht es uns frei auszutreten, aber dann müssten wir zahlen.””
————-

===> … FALSCH! … DOPPELFALSCH!!

===> … “bezahlt” … hamn die deutsen exportniggers … schon lange!! … nämlich mit ihrer Arrrbeit für die exportgeschenke jeden tag von 1998 bis heute … und weiter bis zum tag des D-EXIT!! … diese verluste sind … bygones – spilled milk!

===> … sogenannte … “SUNK COSTS”, @Junge! … kannst du mangels Finanzerausbildung aber nicht wissen: SUNK COSTS … sind aber völlig irrelevant(!!!) für ZUKÜNFTIGE Finanzentscheidungen!

===> … für die europäischen Betrügervölker geht es nun darum … das Süßße Leben auf kosten der Deutsen Arrrbeiterschaft … möglichst lange fortzusetzen! … dazu brauchen sie den Euro. Stirbt der Euro … endet die Knechtschaft (der deutsen)!!

no.nam Januar 25, 2015 um 21:52

@HG

===> … im übrigen … schau dir die historische Währungsunion von Franzmann & Grieschenmann an … -> … is nix, war nix & wird nie watt werden!

Die grossen Unternehmen sind nicht an den EUR gebunden. Bilanzierung nach IFRS, Kursabsicherungssgeschäfte, Derivate etc., das ganze Toolkit um z.B. in USD zu bilanzieren. Der EUR nichts mehr wert? So what? Das interessiert die Industrie nicht (mehr). Und die Menschen auf der Strasse? Die Demonstrieren lieber gegen den Islam. Demo gegen Banken? Nö, lieber nicht, bin doch kein Linker…

Soldat Schwejk Januar 25, 2015 um 21:57

@ topi

Beim jetzigen Stand bringen etwa 0,364% der Stimmen einen Parlamentssitz. D.h. absolute Mehrheit für Syriza wäre wohl so oberhalb von 36,8% drin. Derzeit bei knapp der Hälfte ausgezählter Stimmen 35,8%, aber stetig steigend.

@ HG

Du mit Deinem Glauben an die AfD… Deren Abstimmungsverhalten im EP zur Ukraine-Resolution & Änderungsanträgen ist Dir aber schon bekannt, ja?

holger Januar 25, 2015 um 22:00

goodnight

—>>>(und nein holger, dass mit den Banken habe ich auch zuerst gesagt, damals, als Du noch gar nicht hier warst! )”

Allet klar Alder Führer :D

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 22:06

@kenyesianer

“Ja, Deine AfD will uns auch noch die ganzen griechischen Öl- und Gasfelder und die sonnigen Inseln rauben”

===> … kansttu … vergessen! … komplett! … get real! … der euro ist ein versklavungs und ausplünderungskonschtrukt zum nachteil der deutsen!

===> d.h. … spätestens(!!) … wenn die NEHMER-Länder (FR, GR, I, IR usw) mal in die verlegenheit kämen .. . AU NUR EINEN EINZIGEN EURO(!!) … netto, in REALGÜTERN(!) … nach deutseschland zu liefern … führen die sofort ihre eigene Währung wieder ein! … ich mein: … die sind ja net doooof!

no.nam Januar 25, 2015 um 22:22

===> d.h. … spätestens(!!) … wenn die NEHMER-Länder (FR, GR, I, IR usw) mal in die verlegenheit kämen .. . AU NUR EINEN EINZIGEN EURO(!!) … netto, in REALGÜTERN(!) … nach deutseschland zu liefern … führen die sofort ihre eigene Währung wieder ein! … ich mein: … die sind ja net doooof!

Ja, sehe ich auch so.

Tatsächlich hat die deutsche Regierung aber im letzten Jahr zugestimmt, dass sie in der EZB nicht mehr vertreten ist und dass die EZB machen kann, was sie will. Sogar mit eigener Gerichtsbarkeit. Es gibt da seitens der deutschen Regierung nichts mehr zu intervenieren. Was immer beschlossen wird, können die Deutschen allenfalls zustimmen oder sie müssen die Konsequenzen tragen. Und wie gesagt, der Industrie ist es egal. Eher noch freuen sich die Bosse über die verbilligten Lohnkosten. Was andererseits, ich hör’ den SPD Gerd schon lachen, so was wie ‘ne Agenda 2020 ist. Läuft doch Supi für die Industrie.

Der Punkt ist nur, in Griechenland wurde Frau Merkel abgewählt. Die Deutschen stehen jetzt allein da.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 22:23

@no.name
“Die grossen Unternehmen sind nicht an den EUR gebunden. ”

===> … EBENT!!!!

===> … GENAU DAS … habe ich mir ja schon 1998 gedacht!! … als ich an der TU Berlin gerade geldpolitik und corporate finance gerlernt hab! … verschiedene währungen sind ja eigentlich … gerade eben … KEIN … Problem!! … für den gelernten Finanzer!

“Bilanzierung nach IFRS, Kursabsicherungssgeschäfte, Derivate etc., das ganze Toolkit um z.B. in USD zu bilanzieren.”

===> … deswegen habe ich mich damals gefragt was das ganze beknackte gerede von wegen “man müßße den euro einführen um der wirtschaft w-absischerungskosten und umtauschkosten zu ersparen” usw. was das eigentlich soll … weil im lehrbuch ja genau das gegenteil steht …

” Der EUR nichts mehr wert? So what? Das interessiert die Industrie nicht (mehr).”

===> FASLCH!! … wie gesagt: die Mega-Konzerne brauchten den Euro NIE im Sinne einer einheitswährung an sich!

===> … aber sie brauchen ihn … als MACHTPOLITISCHES ZWINGJOCH gegen die Völker und ihre souveränen Nationalstaaten! … das war der Trick! … das ist der trick! … der Euro ist keine Währung. Oder nur im “nebenjob”. Er ist – im Hauptjob! – ein ZWINGJOCH! … ein neoliberaler PUTSCH!

===> … endet der Euro … dann enden die anonymen, nicht gewählten “Europäischen Institutionen” … und damit die Faschistische Herrschaft der Schmeißßbänkster + Konzerne über die Völker europas!!

===> Hastu jetzt verstanden ??

“Und die Menschen auf der Strasse? Die Demonstrieren lieber gegen den Islam. Demo gegen Banken? Nö, lieber nicht, bin doch kein Linker…”

===> … FALSCH! .. sowohl bei PEGIDA wie au bei M-Demos … viele Plakate gegen EUdSSR / EURO & Enteignung durch die EZB !!

topi Januar 25, 2015 um 22:24

Hier nochmal das griechische Ergebnis von 2009.
alles Grün (PASOK).
http://ekloges.dol.gr/Ekloges.aspx?elid=14

Als Warnung an diverse Sozialdemokraten, die meinen, mit “bürgerlicher” Politik irgendwie relevant zu sein. :roll:

no.nam Januar 25, 2015 um 22:24

…und in Frankreich freut sich Manuel Valls.

no.nam Januar 25, 2015 um 22:33

Tsipras : «L’avenir commun de l’Europe n’est pas celui de l’austérité»
http://www.liberation.fr/monde/2015/01/25/tsipras-l-avenir-commun-de-l-europe-n-est-pas-celui-de-l-austerite_1188223

Allein das Erscheinungsbild der Schlagzeilen auf den Webauftritten französischer Zeittung, beispielsweise der liberation.fr (verglichen mit SPON/FAZ), macht den Unterschied deutlich, den die französischen Medien diesem Sieg zuschreiben.

keiner Januar 25, 2015 um 22:36

@topi das ganze kommentariat von hier ist persona non grata bei den deppen-hirten, frankie fkab hat dort auch eine off-topic rote karte erwischt. fürchterlicher selbstverliebter alt-englischer debattierklub mit den immer selben 5 spinnern und dazwischen dieser wermuth (“Leute verschuldet euch!”), der wohl eher “Absinth” heissen müsste, das zerfrisst auch das hirn. Genug ad hominem.

@goodnight

Ich habe direkt nach dem kräsche gesagt: freitag nachmittag banken zusperren, kasino dicht machen, realwirtschaftlich relevante teile montags wieder aufmachen. Alles ander ist des teufels und führt geradewegs in die HÖLLE. Heute sind wir kurz vor dem tor angekommen.

topi Januar 25, 2015 um 22:36

das könntest du ja mal den nichtfrankophonen erläutern

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 22:47

nonam
“Tatsächlich hat die deutsche Regierung aber im letzten Jahr zugestimmt, dass sie in der EZB nicht mehr vertreten ist und dass die EZB machen kann, was sie will. Sogar mit eigener Gerichtsbarkeit.
——–

===> … von welsche “deutsche regierung” redest du da?? … DDR-Kasi/Foltermeier/Gollum?? … das sind 32.448%-tische US-Mahjongnetten!

“Es gibt da seitens der deutschen Regierung nichts mehr zu intervenieren. ”

===> … das Deutsche Volk interveniert doch gerade. Hörsch du net seine rufe: “volksverräter! Volksverräter!” … es geht los jetzt …

===> … und davon ganz abgesehen: die Draghi’sche “EURO-LIRE” funktioniert sowieso nicht! … tailored to fail! … if da history is any gauge …

===> … und bei dem resultierenden Mega-Chaos … hamn au die Bänkster & Konzernbosse … nix zu lachen … die sozn noch viel weniger …

Wilma Januar 25, 2015 um 22:48

Alexis Tsipras hat einen Sieg eingefahren, weil er nur für Griechen denkt. Nicht an die EU und nicht an den Euro.
Das sollte mal einer unseren Sozialdemokraten erzählen.
Aber da erzählt ja lieber Gabriel, dass die Deutschen reich und hysterisch sind. Das nennt sich dann Volksvertreter.
Das werden spannende Zeiten.
Das links-rechts-Schema verschiebt sich.

no.nam Januar 25, 2015 um 22:54

Griechenland ist für Frankreich der Befreiungsschlag. Die EU ist eine Kooperation der Franzosen mit den Deutschen. Ohne diese Doppelspitze läuft in Brüssel nichts. Die Franzosen hätten daher die Austeritätspolitik nicht abwehlen können ohne ein Verwürfnis mit den Deutschen Partnern zu provozieren. Sarkozy hat sein Amt verloren,weil er im Schatten Merkels stand und Holland konnte nichts umsetzen, da seine Worte leer blieben. Das Thema wird sich jetzt aber mit der Wahl in Griechenland erledigt haben. Die Franzosen brauchen nur zusehen und im entscheidenden Punkt als Mediator einspringen. Die deutschen Standpunkte sind jedenfalls nicht mehr die entscheidenden und da bringt Luft für die französiche Regierung, die dringend eine Lockerung der Sparmaßnahmen benötigt. Griechenland ist nur Nebenschauplatz. Die Krise kocht in Frankreich.

no.nam Januar 25, 2015 um 22:56

Holland konnte nichts umsetzen, da seine Worte leer blieben
arrrgsssss, muss heissen: da im hierfür die finanziellen Mittel fehlten.

no.nam Januar 25, 2015 um 23:01

Alexis Tsipras hat einen Sieg eingefahren, weil er nur für Griechen denkt. Nicht an die EU und nicht an den Euro.

nein,nein,nein. Tsipras hat an die Menschen gedacht. Und deren Bedürfnisse sind überall dieselben. Da geht es gar nicht um so viel. Ein ruhiges Leben, die Familie, Feierabend und Wein. Tsipras vertritt eine Politik gegen die Banken. Davon könnten die Deutsche Sozialdemokratie sich ein Beispiel nehmen. Bei uns sind die Genossen in den Banken engagiert (Peer kann gebucht werden, Gerd im Aufsichtsrat der Rothschild Bank) , alles andere ist die Sozialillusion, die große Solidarität, damit die Banken weiter Gewinne machen..

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 23:03

Tsipras : «L’avenir commun de l’Europe n’est pas celui de l’austérité»

===> … wie sieht dem FRANZMANN seine … “austérité” … denn aus??

Teilen Sie die Länder der EU in zwei Gruppen ein!

GRUPPE I:

… hier bitte alle Länder einsortieren, die KEINEN “Austeritätskurs” betreiben, sondern sich vollsaftig zusätzlich verschulden, i.a.R. um sich damit auch weiterhin einen irrational-überschwenglichen Lebensstandard auf Pump zu gönnen.

GRUPPE II:

… hier bitte das Land einsortieren, das EINEN brutalstmöglichen “Austeritätskurs” gegen das eig’ne Volk betreibt (Stichwort: “zu Tode sparen”) und zwar seit mindestens 1998 unter dem (späteren) Rothschild-Mann Gerhard “Brüning 2.0″ Schröder (SPD) und seit 2005 unter der us-hörigen Angela “Brüninghilde 3.0″ Merkel (CDU)

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/250355/umfrage/haushaltssaldo-der-eu-laender/
——————–

Und zum Schluss noch was zum aktuellen Stand der innereuropäischen “Austeritäts”-Entwicklungen:

o “Deutschland senkt Schulden um 34 Milliarden Euro”

o ” … dass Frankreich in diesem Jahr wohl bei 4,1 Prozent (~80 Milliarden!!!) Neuverschuldung liegen wird und damit über der eigentlichen Zielvorgabe läge. Diese hatten EU und Frankreich im Sommer dieses Jahres vereinbart.”

Gruß!

Der letzte Mitdenker

topi Januar 25, 2015 um 23:07

“Holland konnte nichts umsetzen, da ihm hierfür die finanziellen Mittel fehlten.”

Nein.
Bzw. egal.

Auch wenn er sich mit Schulden die finanziellen Mittel hätte besorgen können, es kann nichts bringen, solange die französischen Löhne den deutschen einfach zu weit davon gelaufen sind (bzw. die deutschen zurückgeblieben).

Hollande hatte diverse Maßnahmen im Programm, die für einen Schub auf dem Binnenmarkt hätten sorgen können; aber wenn deine Währung einfach 20% gegenüber dem europäischen Dickschiff überbewertet bist, bist du halt am Ar..h. Punkt.

Die Griechen haben diverse Lohnkürzungen hingenommen in den letzten Jahren. Wenn sie jetzt einfach auf Lohnerhöhungen setzen, zumindest in Branchen, in denen es einen Markt gibt, würgen sie sich selbst schnell wieder ab. Falls sie denn im Euro bleiben.

Nee, das Schuldenspektakel kann keine Lösung für die Eurokrise ergeben.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 23:13

@noname
“nein,nein,nein. Tsipras hat an die Menschen gedacht. Und deren Bedürfnisse sind überall dieselben. Da geht es gar nicht um so viel. Ein ruhiges Leben, die Familie, Feierabend und Wein.”

===> o.k. … und wer macht die arbeit?

topi Januar 25, 2015 um 23:19

“und wer macht die arbeit?”

Natürlich machen die Griechen auch “ihre” Arbeit.

Weniger kapitalintensiv als die Deutschen im Schnitt, also insgesamt weniger produktiv, und damit ein geringerer Lebensstandard.

Aber sie arbeiten nicht weniger, das ist Unsinn. Nur die auseinandergelaufenen Inflationsraten haben zu den irren Außenhandelssalden geführt, nicht irgendeine “Faulheit” der Griechen.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 23:21

@keiner
” keiner Januar 25, 2015 um 22:36

@topi das ganze kommentariat von hier ist persona non grata bei den deppen-hirten, frankie fkab hat dort auch eine off-topic rote karte erwischt. fürchterlicher selbstverliebter alt-englischer debattierklub mit den immer selben 5 spinnern und dazwischen dieser wermuth (“Leute verschuldet euch!”), der wohl eher “Absinth” heissen müsste, das zerfrisst auch das hirn”
———–

===> … kleine anekdote: im Jahr 2006 … hat Flübber-Kumpel Robert von heusinger da einen Jubel-Artikel geschrieben und die beste aller Ökonomik-Welten über Jahre prognostiziert. Wegen “der nun endlich angesprungenen Kreditvergabe!” … ich habe ihm damals vehement im kommentariat widersprochen …

Wilma Januar 25, 2015 um 23:23

Was mich so maßlos wütend an der Bemerkungs Gabriels macht, ist,
dass er in Davos doch damit signalisiert, wir könnten noch ein Schüppchen (an Arbeitsleistung, Steuern etc.) drauf legen, um die Forderungen anderer Länder (Banken) abzusichern. Das tut uns nicht weh.

P.S. Menschen ist das bessere Wort.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 23:24

@treidel

… wegen AFD und Ukraine:

==> … das eu-”parlament” ist doch irrelevant – eine show-veranstaltung voller vaterlandsloser korruptniks.

===> … außßerdem hamn lucke, starbatty & henkel wohl durchaus KONTRA von der heimatfront bekommen odda.

bleistift Januar 25, 2015 um 23:27

@ Goodnight

“Und genau das ist jetzt gerade passiert. Das hier ist der Anfang vom Ende. Wir haben hier alle schon jahrelang über das Ende des EURO und die Sinnlosigkeit der EZB-maßnahmen diskutiert. Aber das Konstrukt EURO war in unserem Sinn weiterhin stabil.
Das ist jetzt anders. Der EURO ist jetzt ohne Sinn. Er ist nur noch eine Hülle. Er ist aus unseren Sinn verschwunden obwohl er da draußen noch ist. Er ist nur noch eine Ramschware, die jetzt im Schlussverkauf verhökert wird. Das war es, aus und vorbei. Den holt keiner mehr zurück. Sinnlos. ”

Glaube ich nicht. Etwas ähnliches hat vor Jahr und Tag schon Weißgarnix geschrieben. Wie gesagt, vor Jahr und Tag…
Habe grade Gold gekauft. Denke das wird sich lohnen.
Habe vor ein paar Monaten schon bei einem auslaufenden Sparkassenbrief (so konservativ-spießig bin ich) US-Dollar gekauft.
Zusammen brechen wird trotzdem nix. Trotzdem wäre eine mitteprächtige Krise wünschenswert. Sonst lohnt sich mein Gold Kauf schließlich nicht.
Als Lust Kauf habe ich mir grade noch das hier gegönnt:
http://www.muenzkurier.de/epages/muenzkurier.sf/seccf9b34b464/?ObjectPath=/Shops/muenzkurier/Products/91005050000_00

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 23:27

@topi
“und wer macht die arbeit?”
Natürlich machen die Griechen auch “ihre” Arbeit.
——————

===> … blödsinn! 25% der griechen arbeiten nich.

===> … im übrigen kannst es drehen und wenden wie du willst: die griechen leben nach wie vor deutlich über ihre verhältnisse. dank dem betrüger-euro. deswegen wollen sie ihn ja auch unbdeing behalten.

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 23:33

@topi

===> … schau dir mal die TV-Bilder aus GR an: … da sihet KEINER … ärmlich aus! … da sieht keiner abgemagert aus! … gute klamotten! … gute autos! … Athen sieht au ziemlich schnieke aus! und die sehen auch im gesicht ziemlich entspannt aus. Vergleich nur mal die Griechen-Gesichter mit den Gesischtern in der Berliner U-Bahn morgens um 6:30 …

===> … die Griechen sind SCHLITZOHREN! … weiß ich aus 5 jahre Studentenwohnheim in B.

KommentatorX Januar 25, 2015 um 23:35

„Die Zukunft Griechenlands liegt nun wohl in den Händen des Sozialisten Alexis Tsipras. Er dürfte eine weniger radikale Politik betreiben als erwartet.

Bis zur letzten Minute hat der 40-Jährige sein Rebellen-Image kultiviert. Doch viele seiner Landsleute waren schon vor dem Urnengang sicher, dass der Linkspolitiker, einmal an der Macht, ziemlich rasch das machen wird, was die Griechen eine «Kolotumba» nennen: einen Purzelbaum.“

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Wenn-Zorn-eine-Welt-einstuerzen-laesst/story/20483369

Nüchterne Analyse. Die Autorin weiß, wie die Reformlinken ticken.
Links blinken, rechts abbiegen.

Die Politik der parlamentaristischen Linken war nie anders.

Oder gibt es ein historisches Beispiel für das Gegenteil?

Blair – Schröder – Hollande – Tsipras?

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 23:39

@topi
“Aber sie arbeiten nicht weniger, das ist Unsinn. Nur die auseinandergelaufenen Inflationsraten haben zu den irren Außenhandelssalden geführt, nicht irgendeine “Faulheit” der Griechen”
———–

===> mensch topi!! … da hattest du wirklich das SELTENE(!!!) Glück einen wirklich guten VWL-Prtof zu haben … und dann haust du so einen Blödsinn raus … von “auseinandergelaufenen Inflationsraten”??? … wie sind die denn “auseinandergelaufen” ??? … wo laufen sie dennß wo laufen sie denn ? … “laufende Inflationsraten” = deus ex maccina ???

ruby Januar 25, 2015 um 23:41

Insolvenzverschleppung, Vertragsbrüche, Versprechensausreden sind nicht mehr tolerabel durch Wahlen zu präsentieren
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/griechenland-nach-der-wahl-13389813.html
Jetzt wird die nächste Stufe des Zwangseuropa von oben notwendig .
In den Tagesthemen wurde von Abwahl der korrupten Nomenklatura gesprochen!
Warm anziehen ;-)

~ hg ~ Januar 25, 2015 um 23:41

@topi

… lebt eigentlich lechner noch?

===> … hattu mal mit ihm über das desaster – was er ja 1998 in der vorlesung angekündigt hat – gesprochen in den letzten jahren?

ruby Januar 25, 2015 um 23:43

By the way :
TROIKA
is over !

bleistift Januar 25, 2015 um 23:56

” … schau dir mal die TV-Bilder aus GR an: … da sihet KEINER … ärmlich aus! … da sieht keiner abgemagert aus! … gute klamotten! … gute autos! … Athen sieht au ziemlich schnieke aus! und die sehen auch im gesicht ziemlich entspannt aus. Vergleich nur mal die Griechen-Gesichter mit den Gesischtern in der Berliner U-Bahn morgens um 6:30 …”

Dumm, dümmer, noch dümmer, Keynesianer, QuestionMark und dann: Halbgott.
Fett, fetter, völlig verfettet und dann: Halbgott.

topi Januar 25, 2015 um 23:58

“wo laufen sie denn”

bist doch selber der große Grafikbastler, in D läufts den Bach runter mit Reallöhnen, andere Länder hatten normale Lohnsteigerungen wie Frankreich, die Griechen hatten “griechische” Lohnsteigerungen (für Drachmenverhältnisse noch deutlich moderat, aber das ist ja egal im Euro).

So ließ man sie eben laufen. Und wenns erstmal läuft, dann läufts, oder so. Bis es nicht mehr läuft, dann gibts Stillstand, siehe Griechenland.

Lechner ist immer noch da und hält Lehrveranstaltungen.

Über das Desaster muss man ja nicht reden, wir wussten ja genau, was passieren wird.

bleistift Januar 25, 2015 um 23:58

“By the way :
TROIKA
is over !”

Yep, jetzt wird griechischer Kaffee (ist der irgendwie berühmt?) serviert und dann geht es ab nach Hause.
Morgen kommt der Weihnachtsmann…
Und dann bricht endlich (endlich!) die klassenlose Gesellschaft aus!

ruby Januar 25, 2015 um 23:58

@ hg

läufst heute zu guter form auf
;-)
mach doch den nachfolger für helmut schmidt bei den zeitlern …
so als antiantivisionär im neuen europacenter !

topi Januar 26, 2015 um 00:00

griechischer Wein natürlich, nicht Kaffee

bleistift Januar 26, 2015 um 00:14

@ topi

In einem SPON Artikel war die Rede von Kaffee. Finde den Link nicht.
“Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde….”

https://www.youtube.com/watch?v=55HcPt_pcGc

Wilma Januar 26, 2015 um 00:23

“Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde….”
komm, schenk dir ein.

Neue Fassung – komm, schenk mir ein

bleistift Januar 26, 2015 um 00:33

Ah, wer lange sucht wird endlich fündig.

Hier der Link:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/wahl-in-griechenland-analyse-zum-sieg-von-syriza-a-1014914.html

Da heißt es:

“Die erste Auslandsreise von Tsipras soll nicht nach Brüssel oder Berlin, sondern ins ebenfalls von der Krise getroffene Zypern führen. Außerdem hat er angekündigt, die Troika der internationalen Geldgeber nach Hause zu schicken – nachdem er ihnen zum Abschied griechischen Kaffee servieren werde. Nach Tipras’ Ansicht sollte Griechenland nicht mit Mittelsmännern verhandeln, sondern nur direkt mit seinen Gläubigern.”

Warum unbedingt Kaffee?

~ hg ~ Januar 26, 2015 um 00:34

@bleistift
“Dumm, dümmer, noch dümmer, Keynesianer, QuestionMark und dann: Halbgott.
Fett, fetter, völlig verfettet und dann: Halbgott.”
—-

===> … widerliches yankee-faschistenschwein!!

( … und fett bin ich nimmer! … -15kg in den letzten 2 jahren! … meine muskeln explodieren geradezu … dank … calisthenics … )

Wilma Januar 26, 2015 um 00:55

Also in Athen laufen die schon schnieke rum. Zumindest in bestimmten Vierteln. Da is die Kö nix dagegen. Das haben mir Freunde und Freundinnen (Griechen) erzählt. Viele junge, sehr gut angezogene Frauen. Richtig was fürs Auge.

Vielleicht ist aber wie überall. Politiker kommen nicht wirklich aus ihrem Elfenbeinturm und sehen sich außerhalb ihres Umkreises um.

Soldat Schwejk Januar 26, 2015 um 01:19

Wiesaussieht bleibt’s 1 oder 2 Sitze unterhalb der absoluten Mehrheit stehen.

Jedenfalls ist keine Mehrheit gegen Syriza denkbar.

Wer käme als Koalitionspartner in Frage, “der Fluß” oder die ANEL?

Ansonsten: Natürlich weiß man nicht, was draus wird. Aber immerhin ist es eine progressive Kraft, die gewonnen hat und die sich der eurokratischen Sachzwanglogik (vulgo: der Erpressung durch die Finanzoligarchie) nicht ohne weiteres unterordnet. Ohne jetzt den detaillierten Einblick zu haben, denke ich ähnlich wie @no.name, daß der Syriza-Wahlsieg überall in Europa diejenigen Kräfte befördern wird, die den Status Quo und dessen Herrschaftsdiskurs (wie gestern noch von Martin Schuuuulz zur Schau gestellt) nicht mehr hinnehmen. Und, @Wilma, sicher denkt Tsipras als griechischer Politiker v.a. für Griechen, aber eben dort für diejenigen, die wegen der Troika-Zwangspolitik der letzten Jahre in der Scheiße sitzen. Ob sich daraus eine europäische Allianz “Unten gegen Oben” ergeben kann oder ob sich alle in nationalen Bunkern einigeln, hängt davon ab, wie sich die Öffentlichkeit in anderen europäischen Staaten dazu positioniert… oder positionieren läßt…

Und es kommt auch darauf an, wie der Syriza-Wahlsieg und die jetzt wohl beginnenden Verhandlungen von einer kritischen Öffentlichkeit hierzulande in D reflektiert werden. Wird der diffuse Frust gegen die politökonomische Ordnung ganz im Sinne der Herrschenden kanalisiert zu einer chauvinistischen Rhetorik gegen Syriza und “die Griechen” und deren vermeintlich unberechtigte Forderungen nach einem Schuldenschnitt und einer Aussetzung der Sparprogamme? Oder kommt es zu einer Solidarisierung mit der neuen griechischen Regierung, wenn diese die Eurokraten und die Kräfte des Status Quo herausfordert?

Man müßte verstehen, daß Schütze Arsch in GR und Schütze Arsch in D eigentlich keine so sehr voneinander verschiedenen Interessen haben, aber offenbar ist das alles nicht so einfach. Der Bruch mit einer Sparpolitik, die zu Lasten der unteren 50% geht, sollte weithin konsensfähig sein. Und wenn man – wie der Schreiber dieser Zeilen auch – Euroskeptiker ist, dann sollte man m.E. hierzulande die Syriza-Verhandlungsposition gegenüber der Eurokratie auch dann unterstützen, wenn sie nicht unmittelbar auf einen Bruch mit der Währungsunion hinausläuft.

Soldat Schwejk Januar 26, 2015 um 01:39

@ Wilma —> “Also in Athen laufen die schon schnieke rum. Zumindest in bestimmten Vierteln. [...] Viele junge, sehr gut angezogene Frauen.”

Also ich kenne Griechenland überhaupt nicht. Aber solche Beobachtungen zur Beurteilung eines allgemeinen Wohlstandsniveaus heranzuziehen, führt, mit Verlaub, oft zu schweren Fehleinschätzungen.

Man konnte auch in den 90-er in Rußland fast nur gut gekleidete Damen antreffen, mit Pelzteilen und so… trotz allgemeiner Armut. Ist dann eben die Frage, wo man/frau sich zuerst einschränkt…und wo zuletzt. Die Kleidung, die für eine Russin eine Selbstverständlichkeit selbst in Zeiten von materieller Notlage war, die hätte hier in Berlin schon immer als Zurschaustellung eines besonderen Status gegolten.

Möglicherweise neigen manche Gesellschaften mehr zur Repräsentation von Wohlstand nach innen, im Privaten, also in den eigenen vier Wänden. Andere dagegen nach außen, im öffentlichen Raum. Das macht solche Vergleiche nach dem Augenschein schwierig.

Wilma Januar 26, 2015 um 01:57

Nun ja, das ist sehr nett beschrieben, dass für Viele das Äußerliche wichtig ist und man dann auch anderes verzichtet.
Was man vermittelte, war, dass es in Athen viel Reichtum gibt.
Es geht nicht nur um das gut Angezogen sein, sondern um die Tatsache, dass man sich nicht scheut, diesen Reichtum trotz Krise auch zu zeigen.
Deshalb verwies ich auch auf Denken vieler Politiker im Elfenbeintum, die sich wahrscheinlich eben meist in diesen Kreisen bewegen und nicht wirklich mitbekommen, wo der Schuh drückt.
Das Beispiel mit den Russinen passt hier nicht. Auch bei uns gibt es ältere Damen, die kein Geld für z.B. Medikamente haben, wenn sie aber aus der Haustür kommen, aussehen als gingen sie in die Oper. Da stylt man sich noch mit Stil aus Altbeständen.
Und so lange Griechen untereinander nicht solidarisch sind,
wird das nichts. Da setze ich schon Syriza.

Wilma Januar 26, 2015 um 02:04

Und wenn es so ist, wie der Spiegel schreibt, Linke aus ganz Europa in Athen feiern, dann wünsche ich erst einmal eine gemeinsame Linie.
Und ich frage mich, wer zu diesen Linken. Die Euroanhänger können es wohl nicht sein.

ruby Januar 26, 2015 um 03:24

Gute Nacht Austerität fliehender Nomenklatur – Brüssel wartet nicht !

no.nam Januar 26, 2015 um 06:54

Schade, Alexis Tsipras hat die Wahl verloren. Es wird nicht ändern. In den deutschen Medien wird es eine zeitlang einen Rummel geben, aber glaubt hier jemand ernsthaft, dass Griechenland aus der EUR Zone geschmissen wird? Alexis Tsipras wird für sein Land herausholen, was möglich ist und dann wird es ein neues Schuldenpaket geben.

@hg
Zur Frage, wer die Arbeit macht. Hast Du Dich schon gefragt, warum das so ist? Hat Lechner dazu was gesagt?

no.nam Januar 26, 2015 um 07:36

Nach der lemonde.fr ist das Rennen noch offen, Tsipras könnte die Wahl doch gewonnen haben. Vielleicht reicht es ganz knapp. Dann hätte sich mein obiger Kommentar erledigt und es kommt doch zu einer Änderung in der EUR-Zone. Die Spannung bleibt….

Les projections en siège donnent au parti d’Alexis Tsipras, qui deviendra le plus jeune premier ministre grec en plus d’un siècle, 150 sièges au Parlement, à un siège de la majorité absolue. « Il y a un énorme suspense sur la majorité absolue », a dit Michalis Kariotoglou,
http://www.lemonde.fr/europe/article/2015/01/25/grece-victoire-historique-du-parti-de-gauche-radicale-syriza_4563125_3214.html

no.nam Januar 26, 2015 um 07:48

@topi

«Il est l’heure de l’alternance européenne»
Die Stunde des Wechsels in Europa ist gekommen

von: Cécile Duflot (franz. Politikerin)

Le succès de Syriza est devenu une responsabilité européenne. La France aura un rôle particulier à jouer : celui d’être le premier soutien du changement grec.
Der Erfolg Syriza’s ist eine europäische Verantwortung geworden. Frankreich wird dabei eine besondere Rolle spielen…, diejenige den griechischen Wechsel zu unterstützen

Quelle http://www.liberation.fr/politiques/2015/01/25/syriza-l-heure-de-l-alternance-europeenne_1188473

Der Witz ist ja, dass die Franzosen im Hintergrund den Prozess in Griechenland längts unterstützten, denn es geht um ihre eigene Haut. Die Franzosen können sich den offenen Konfront mit den Deutschen nicht leisten, deswegen schicken sie ihre Freunde in Griechenland vor.

Alles wird daran hängen, ob es zur absoluten Mehrheit in Griechenland reicht. Wenn nicht, wird es auf einen Kompromiß heraus laufen. Großzügige Geschenke, Schuldenerlass und ein Mix aus neuen Auflagen und erzwungenen Reformen. Knapp daneben ist auch daneben.

topi Januar 26, 2015 um 08:03

Es fehlen nur wenige Stimmen an 150 Sitzen, bei 36,04% ist es auf 149 Sitze umgesprungen. Ja manchmal kann es auch noch sehr spät Veränderungen geben.
Dass noch zwei Sitze möglich wären, wenn 99,8 ausgezählt sind, scheint erstmal unwahrscheinlich.

Es gibt vier potenzielle Koalitionspartner.

“Der Fluss” wird als “proeuropäisch” beschrieben, “Kraft der Mitte”; jedenfalls deutlich in Abkehr von der alten Nepokratie aus ND und PASOK und Friends.

Anel wurde von einem sich einer Austeritätsabstimmung verweigerndem ND-Politiker gegründet.
Das ließt sich, as ob W-Ing persönlich dort die Parolen raushaut, Verschwörung und so.
“Rechtspopulistisch” dürfte schon passen.

Aber dazu gehört hier eben antitroikanisch und antiestablishmentisch.

Dann die Kommunisten.
Die wollen aus dem Euro raus. Aber auch da sind viele Schnittmengen, gegen Troika etc.

Schließlich die PASOK.
:muhaha: sorry, ein Witz; wenn er das macht, ist er sofort durch.

Also es gibt drei Koalitionspartner, die alle deutlich gegen Troika und gegen das alte griechische Establishment positioniert sind, also eine deutliche Umwälzung in Griechenland mittragen würden.

topi Januar 26, 2015 um 08:08

Tsipras hat drei Tage Zeit, eine Regierung zu bilden.

Er wird eine bilden. Alle drei möglichen Koalitionspartner stehen auch bei ihren Wählern im Wort, dass sich endlich etwas ändert.

Und wenn die Koalition nicht klappt, kann er trotzdem weitermachen mit einer anderen Partei, oder auch Minderheit, er muss halt die wichtigen Abstimmungen gewinnen.

Schließlich dürft auch bei einer möglichen Neuwahl das Ergebnis eher noch klarer ausfallen, jetzt ist ja die Wahl klar: Syriza oder unregierbar.

Soldat Schwejk Januar 26, 2015 um 08:32

@ Wilma

In vielen Fragen gibt es ja die gemeinsame Linie der Linken: Schluß mit der Sparpolitik, Entmachtung der Troika, Besteuerung der Vermögen und höheren Einkommen statt Kürzung von Renten und Sozialleistungen, keine Privatisierungen öffentlicher Infrastruktur…

Was den Euro angeht, ist es schwieriger. Da gibt es ja auch höchst unterschiedliche Ansichten innerhalb der Linkspartei in D. Ich denke, man sollte sich das (als Organisation) nicht vor der Zeit als Spaltpilz-Thema aufdrängen lassen. Zwar würde ich mir eine noch deutlich eurokritischere deutsche Linke wünschen, einerseits. Andererseits verstehe ich, daß man sich mit dem Thema nicht zu sehr profilieren kann, solange südeuropäische Partner wie Syriza, von deren Erfolg eine gesamteuropäische Neuorientierung wesentlich abhängt, den Euro-Ausstieg nicht selbst unmittelbar zum Ziel ihrer Politik machen. Wenn sich in Sachen Währungsunion bzw. deren Auflösung was tut, dann von Süden her. Die hiesige Linke sollte das Ende der Währungsunion aber zumindest nicht programmatisch ausschließen. Nun ist das jetzt nicht die Aussage eines Euroanhängers :-)

Einen Euroanhänger würde ich fragen: Hältst du es für möglich, daß die Währungsunion erhalten wird, ohne daß ihre Erhaltung wie bisher zur Zerstörung von Demokratie und Sozialstaat führt und ohne daß das Krisenmanagement zu Lasten der einfachen Leute geht?

Wenn ja: Wie sollte so ein alternativer Weg zur Erhaltung der Währungsunion möglich sein, ohne daß eine mehrheitsfähige politische Kraft wie Syriza die Zerstörung von Demokratie und Sozialstaat zunächst bei sich im Lande stoppt und dabei Bereitschaft zur Konfrontation mit den Kräften des Status Quo zeigt?

Wenn nein: Weshalb sollte man solch eine Währungsunion dann noch befürworten? Ist der beschissene Euro mehr wert als Demokratie und Sozialstaat?

@ no.name

Nein, absolute Mehrheit ist nicht mehr drin, aber in dem von Dir verlinkten Artikel steht ja was von der Möglichkeit einer Minderheitsregierung. Da bräuchte es aber irgendwen von den anderen, der ihn zum Ministerpräsidenten mitwählt.

@ topi

Die KKE erschiene von außen betrachtet irgendwie logisch als Partner, aber da ist mir eine kategorische Aussage in Erinnerung, nie und nimmer würden sie mit einer ‘bürgerlichen Partei’ koalieren… Und das sind in deren Sicht offenbar alle außer ihnen selbst. Zwar ist das Hammer-&-Sichel-Emblem bei ihnen im Parteienlogo vom Design her unübertroffen… aber wenn das dann zu solch einem Sektierertum führt, das ist gar nicht gut…

topi Januar 26, 2015 um 08:33

Ausblick.

Syriza kann die Lebensrealität vieler Griechen verbessern. Gesundheitssystem, staatliche Unterstützung für Arbeitslose (wer keine Eltern/Großeltern/Freunde hat, kann verrecken), Mindestbedingungen für Arbeit (80 Stunden pro Woche für 700 Euro im Monat brauchts nicht für “Wettbewerbsfähigkeit”, sondern für höhere Gewinne der Unternehmen).

Umschichtungen im Steuersystem sind denkbar, Mehrwertsteuer runter, dafür muss es aber andere Einnahmen geben, schließen von den riesigen Steuerlöchern bspw

Vermögensabgabe für Infrastrukturmaßnahmen.

Das kann eine gewisse Vorbildwirkung für andere Länder haben.
Für die Eurozone und namentlich die Eurkrise insgesamt ist das allerdings belanglos.

Dort kommt es auf die Relationen der Löhne und Preise in den verschiedenen Ländern an. Durch expansive Maßnahmen gibt es tendenziell Lohn- und Preiserhöhungen; das bedeutete also eher eine Verschärfung der Eurokrise, wenn der Süden jetzt wie sonst expansive Fiskalpolitik betreibt. Sie muss dringend von Preissteigerungen entkoppelt werden.

Das wichtigste kann der Süden nicht selber tun: Lohnerhöhungen in D durchsetzen.
Sie könnten aber Leistungsbilanzüberschüsse deutlich begrenzen, das wäre ein Weg in der Eurozone. Aber da sehe ich bisher gar keine Bewegung, das kapiert ja auch kaum jemand.

topi Januar 26, 2015 um 08:38

Minderheitsregierung hatte ich ja gestern schon erwähnt; zwei Abgeordnete von 151, in 6 Parteien unterschiedlichster Ausrichtung, sollten immer drin sein.

Die Perspektive Parteiwechsel besteht ja auch.

keiner Januar 26, 2015 um 09:33

Eyy, cool, das ist die Steigerung von TTIP, ACTA sonstwas-Neokolonialismus:

Obama is also expected to push Modi to make changes to liability legislation in India that has prevented US companies from capitalising on a landmark civil nuclear agreement between the two countries in 2008.

http://www.theguardian.com/world/2015/jan/25/obama-warm-welcome-india-narendra-modi

In der Abo-Version werden sie noch deutlicher, es geht um HAFTUNGSBEGRENZUNG für US-Firmen als Atomkraftbetreiber im Fall von Atomunfällen in Indien. Die Inder wollen von 4% auf 25% Atomstrom bis 2050 aufstocken. Krank.

So eine Scheixxe, diese Amis sind der Teufel in Person…

chabis Januar 26, 2015 um 10:13

Jetzt kommen die Mühen der Ebene

Helena Smith @HelenaSmithGDN
#Greece Talks at Syriza HQ will focus on who gets what – the nitty gritty of power-sharing.

no.nam Januar 26, 2015 um 10:22

@Soldat

Einen Euroanhänger würde ich fragen: Hältst du es für möglich, daß die Währungsunion erhalten wird, ohne daß ihre Erhaltung wie bisher zur Zerstörung von Demokratie und Sozialstaat führt und ohne daß das Krisenmanagement zu Lasten der einfachen Leute geht?

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass ein Austritt Deutschlands aus dem EUR die ehrlichste Antwort wäre.

In Griechenland wurde nicht nur Fr. Merkel abgewählt, sondern auch der EUR nach deutscher Struktur. Gewählt wurde der EUR nach Art des ehemaligen französischen Franc oder die Lira. Direkter Zugriff der Politik auf die Zentralbank mit einem Funktionär Golman Sachs an der Spitze.

Frankreich wird seine Probleme durch die Poltik Draghi’s sowie durch die Wahlen in Griechenland vielleicht gelöst bekommen, aber für die Menschen auf der Strasse in Deutschland bedeutet dies nichts Gutes.

Einen Befürworter der neuen Politik der Eurozone würde ich fragen, ob er/sie meint, dass sich die Verhältnisse in den unteren Schichten Deutschlands, da wo jetzt bereits der Schuh drückt,….ich würde ihn/sie fragen, ob sie/er glaubt, dass sich da etwas in Deutschland durch diese neue Politik verändern wird? Werden die gemachten Reformen in Deutschland rückgängig gemacht werden oder wird es lediglich einen Aufschub der Reformen in Süd-Europa geben? Reden wir jetzt nur über Erleichterungen Griechenlands und Frankreichs, Italien sowie Spanien, oder kommen die Sorgen der Menschen in Deutschland mit auf den Tisch? Rente ab 55, 35 Stunde Woche, Abschaffung HartzIV etc….

Bereits jetzt ist der soziale Druck in Deutschland enorm hoch. Versuch’ beispielsweise einen Termin beim Fachartz zu bekommen, wenn Du Kassenpatient bist. (Die geheimen Handy-Nummern werden nur an Privatpatienten gegeben.) Die Menschen sind bei der Arbeit überlastest, weil es aus Kostengründen an Personal fehlt. Die Mieten steigen. Immobilien können sich viele nicht mehr leisten, etc. Und von diesen Menschen forderst Du Solidarität für Länder, in denen die Lebensqualität höher als in Deutschland ist?

Eine Linke, die die einfachen Menschen vertritt fehlt hier in diesem Land. Die SPD hat enttäuscht. Die abstrakten Ideen der Solidarität der Linken können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zeche von den Leuten in den unteren Schichten bezahlt werden muss. Für die Banken hat sich in der Krise nichts geändert. Das Spiel geht weiter wie bisher. Dazu kommt das Problem der Korruption in den Süd-Ländern sowie die Tatsache, dass die Schere zwischen arm und reich größer geworden ist und weiterhin größer werden wird. Wir brauchen uns dann in Deutschland auch nicht über den Zulauf der Rechten wundern.

Ein EUR Austritt Deutschlands wäre daher eine ehrliche Antwort. Herr Kohl hat damals dem Beitritt zum EUR zugestimmt, damit Frankreich im Gegenzuge die Wiedervereinigung Deutschlands zustimmte. Ich glaube, wir stehen gegenseitig einander nicht mehr in der Schuld. Versaille ist vorbei. Beide Länder, Frankreich und Deutschland, sollten als souveräne Partner gesehen werden. Und das geht nur, wenn wir den gegenseitigen Zwang, dass der eine dem anderen etwas vorschreibte, was er zu tun habe, auflösen.

Was haben wir denn zu verlieren, wenn wir aus den EUR austreten?

Die Süd-Länder wären frei, ihre eigene Politik zu bestimmen und Deutschland wäre ebenso frei. Eine freiwillig Kursbindung beider Währung, des neuen französische EUR sowie der neuen deutschen Währung, wäre möglich, aber sobald es zu starken wirtschaftlichen Ungleichgewichten käme, könnte die Kursbindung jederzeit wieder aufgelöst werden. Ähnlich der ehemaligen Anbindung des CHF an den EUR.

Wir sollten uns in Deutschland nicht durch die Angst steuern lassen. Zwar haben wir uns von der Exportindustrie abhängig gemacht, aber das Kapital eines jeden Landes sind die Menschen und ihre Kreativität.

Was haben die Menschen in Deutschland zu verlieren, wenn wir aus den EUR austretenn? Unsere Export-Produkte werden weiterhin verkauft werden. Und wenn nicht? Dann ist es vielleicht an der Zeit darüber nachzudenken, andere Produkte zu erfinden. Die Zeit der grossen Automobile 4×4 mit 450 PS ist vielleicht vorbei. Jedenfalls macht es keinen Sinn diese über Pump an das europäische Ausland zu verkaufen. Und wir sollten uns auch nicht von VW abhängig machen, die ihren Polo in ganz Europa verkaufen wollen.

Der Zwang des EUR ist ein künstlicher. Wirtschaftlich ist dieser Zwang schon lange nicht mehr zu begründen und die einzigen die davon profitieren sind die Banken.

topi Januar 26, 2015 um 10:44

Oh das ging schnell, die Anel verkündet eine Koalition mit Syriza!

Da sie außer Antitroikanismus wenig gemein haben, dürfte es spannend werden.

ruby Januar 26, 2015 um 10:57

Die Zeit der Krawatten ist vorüber!
;-)
60 Milliarden monatlich sind 200 € je Eurobürger…

@ soffi + FfkaB
Wer seine Schulden tilgt, bekommt wieder Kredit in der Höhe die er tatsächlich vertrauensvoll oder als Schuldendruck erwirtschaftet!

KommentatorX Januar 26, 2015 um 11:07

Sorry, aber Rechenspiele mit parlamentarischen Mehrheiten – das ist doch politischer Kindergarten.

Warum?

Weil eine Wahl gewinnen das eine ist – und über gesellschaftliche Macht verfügen, das andere.

Diese Differenz zu verstehen, ist das Entscheidende.

So war z. B. 1933 keine Machtübernahme durch die Nazis, wie politisch Unaufgeklärte meinen, sondern eine Machtübergabe an Hitler.
Das Märchen von der Machtübernahme wird erzählt, weil es die Demokratieillusion aufrechterhält, nämlich in einer repräsentativen Demokratie grundlegende gesellschaftliche Veränderungen durch Wahlen herbeiführen zu können.

Merkel ist zwar Kanzlerin, aber die Macht liegt nicht bei ihr, sondern im Zentrum des Imperiums. Ob schwarz-rote oder schwarz-gelbe Kanzlerin, ob rot-grüner Kanzler etc. – aufgeklärte politische Erwachsene wissen, dass eine Politik gegen das Machtzentrum des Imperiums einen Konflikt bedeuten würde, der gegebenenfalls zum Krieg führt.

Was hatte ein Obama alles an positiven Veränderungen versprochen – vielleicht hat er selbst daran geglaubt – und was wurde alles an Wünschen und Hoffnungen in Obama hineinprojiziert – letztendlich hat er die Politik derer gemacht, welche über die Macht im Imperium verfügen.

Das Gleiche bei Hollande.

Viele sehen den Wald vor Bäumen nicht.

topi Januar 26, 2015 um 11:17

Meldung aus dem Kindergarten :roll:
Laut Agenturen hat Syriza die Koalition bestätigt.

Das sind straffe Antitroikaner, rhetorisch sehr scharf.

Man sieht hier schon, das Chicken Race beginnt.
Haben sich die Konservativen Kommentatoren vor der Wahl noch eingeredet, Sysriza müsse Zugeständnisse an einen Koalitionspartner machen, sieht es jetzt eher andersrum aus; mit Anel wird es schwerer, statt leichter, für Troika und co.

Wobei bei Anel meines Erachtens am stärksten die Gefahr besteht, dass sie die alte Elite zwar weghaben wollen, aber nur, um selber die Posten einzunehmen. Nur spielen sie eben mit zwei nötigen Stimmen keine große Rolle.

topi Januar 26, 2015 um 11:27

Ansonsten ist es albern, Syriza mit Blair, Schröder oder auch Hollande zu vergleichen.

Natürlich kann es sein, dass sich auch Syriza schnell korrumpieren lässt.

Oder am “Machtzentrum” scheitert.

Müssen sie aber nicht, wenn sie bereit sind, not- oder gegebenenfalls auf den Euro zu verzichten.

Sind sie es nicht, stehen dieses Jahr rund 20 Milliarden Rückzahlungen an EZB und IWF an, die sich absolut stur stellen, erstere aus Prinzip, letztere solange noch ein Grashalm im Land nicht privatisiert ist.

Das wissen natürlich EU und Eurozone (die Troika ist realistisch betrachtet tot, niemand braucht den IWF angesichts der Rettungsschirme, und die EZB hat ja selber erklärt, dass sie sich raushalten will, das geht natrlich nur in beide Richtungen).

Aber die wissen auch was passiert, wenn es keine Einigung gibt.
Die Banken lassen sich diesmal noch retten, die Schirme sind groß genug; aber mit der Aussicht auf Spanien und Italien werden die Finanzmärkte implodieren.

Natalius Januar 26, 2015 um 11:27

Hatten Syriza und ANEL nicht schon mal klammheimlich eine “Front” gebildet, als es um die “Rettung”der zypriotischen Banken ging?
Altes = Neues Programm: Bankenrettung PLUS Haircut durch “Nazi-Finanzierung”.
(Die Nazis sind natürlich die d-EU-tschen und ihr Furhherr Merkel).
Und nichts an alledem ist und war je geplant.

KommentatorX Januar 26, 2015 um 11:35

@no.nam Januar 26, 2015 um 10:22
Meine persönliche Meinung dazu ist, dass ein Austritt Deutschlands aus dem EUR die ehrlichste Antwort wäre.

Wir leben doch nicht mehr im Zeitalter des Nationalliberalismus, wo es noch souveräne Staaten und Nationalökonomien gab und die Kapitalisten gemeinsam mit ihren Völkern imperialistische Kriege gegen andere Staaten und Nationalökonomien ausfochten.

Die EU und der Euro sind Teil des globalen, neoliberalen Projektes.

Und der Euro wird solange aufrechterhalten blieben, wie er ein profitables Projekt für die neoliberale Plutokratie ist.

Nationalliberale Politik kennzeichnete eine mit dem WK II untergegangene Zeitepoche.
Danach existiert ein US-dominiertes Imperium, in den Medien meist als „Staatengemeinschaft“ bezeichnet. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob die inkludierten Staaten formal Mitglied der NATO oder EU sind.

Nur als Gedankenexperiment: Was würde passieren, wenn Deutschland sich den BRICS anschließen würde?

Der Zwang des EUR ist ein künstlicher. Wirtschaftlich ist dieser Zwang schon lange nicht mehr zu begründen und die einzigen die davon profitieren sind die Banken.

Dass die „Banken davon profitieren“ ist so eine verschleiernde Redewendung, wie sie auch von den Wahrheitsmedien benutzt wird. Es profitieren oder verlieren immer Privateigentümer.

no.nam Januar 26, 2015 um 11:48

@topi
Müssen sie aber nicht, wenn sie bereit sind, not- oder gegebenenfalls auf den Euro zu verzichten.

Nochmal, das wird in Paris entschieden werden.

Zurzeit sieht es so aus: Die neue Regierung wird den Mindeslohn auf 750EUR anheben. Plus ein paar Erleichterung für Rentner sowie Steuersenkung. Das wird 12 Mrd. kosten. 6 Mrd. kommen aus einen EU Fond. Die Regierung selbst versucht 3 Mrd. aus irgendwelchen Steuerschlupf-Löchern zu holen (nur Versprechen, muss sich nicht tatsächlich realisieren) und für die restlichen 3 Mrd. erhofft sich die Regierung eine Lösung von Seiten der europäischen Freunde. Hey, drei Milliarden sollte das uns doch wert sein? Plus 26 Milliarden Schuldenerlass.

Also alles im Rahmen.

Die Franzosen stehen aber schon in den Startlöchern und möchten ein neues Konjunkturprogramm auflegen. Da wird etwas für alle dabei sein. In Frankreich denkt man darüber nach die Reformen teilweise zurückzunehmen. Finde ich eine gute Idee. Nur in Deutschland ist das natürlich Tabu. Also läuft alles auf ein Europa der zwei Geschwindigkeiten hinaus. Die einen reformieren, die anderen mit Konjunkturprogramm. Zusammengehalten wird das durch die EZB.

Okay, von mir aus. Sichert ja die Arbeitsplätze in Deutschland ;-)

@KommentatorX

Korrekt. Ich habe die selbe Einschätzung. Es wird weiterlaufen. Mit ein paar Kompromissen. Da gibt es nur eine Richtung.

topi Januar 26, 2015 um 12:02

no.nam

Nochmals, durch expansive Fiskalpolitik lässt sich die Eurokrise nicht lösen, sondern nur ein Schleier über das Problem legen; da kann die EZB zaubern wie sie will (was sie nicht mal tut mit dem aktuellen QE).

Wenn in D die Preissteigerungsrate 0,9 % beträgt, und in einem Südland 0,0 %, ist das zwar immerhin ein Unterschied in der richtigen Richtung; aber lächerlich gering. Es bräuchte zwanzig Jahre solchen Unterschied, damit Frankreich wieder “dran” ist.

Und je expansiver die Fiskalpolitik in Frankreich, um so mehr steigen die Löhne und Preise. So schwer ist das doch nicht, oder, das ist ja auch genau der Grund, weshalb man das macht!

Die Franzosen müssten administrativ ihre Preise senken, auch das ein äußerst unwahrscheinlicher Fall, nahezu ausgeschlossen.

Nein, solange D und die anderen “Harten” weiterhin massivste Austerität betreiben, kann die Eurokrise nicht gelöst werden, sondern verschärft sich weiter.

Nur das Lametta, was über den Problemen liegt, wird dicker. Hält aber nicht lange.

no.nam Januar 26, 2015 um 12:03

Wir leben doch nicht mehr im Zeitalter des Nationalliberalismus, wo es noch souveräne Staaten und Nationalökonomien gab..

Den Punkt allerdings sehe ich anders. Frankreich möchte souveräne Politik machen, nur fehlen die finanziellen Mittel. Ein paar kleine Staaten, Schweiz, Dänemark machen souveräne Geldpolitik und haben sich bewusst gegen den Euro entschieden. Great Britain, ganz grosse Bühne souveräner Politik. Griechenland sehen wir gerade, souveräne Politik.

Eine Verpflichtung zu einer gemeinsamen Währung gibt es nicht.

Deutschland kann einen Austritt verkraften. Der Zeitpunkt ist nur noch nicht gekommen, aber er wird kommen. Weil der Unternehmen Eurozone wirtschaftlich nicht machbar ist. Dies ist kein Problem der Kommunikation, sondern ein Problem wirtschaftlicher ungleicher Bedingungen in den einzelnen Ländern.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich hoffe aber mal, dass ich nicht Recht behalten werde und dass sich dieses Schlamassel irgendwie löst. Falls nicht, mein Tipp mittelfristige Kurssteigerungen zum Wechsel aus den Euro in andere Währungen für die private Vorsorgung zu nutzen.

So, jetzt schalten ich ersmal wieder ab. …Tschüß

no.nam Januar 26, 2015 um 12:06

Weil der Unternehmen
GGRrrr:
Weil das Unternehmen der Eurozone

topi Januar 26, 2015 um 12:08

Anels Chef redet gerne von ausländischer Verschwörung als Ursache des griechischen Problems; die Juden müssen keine Steuern zahlen hat er auch schon gesagt. (durchaus möglich, dass es auch unter den griechischen Oligarchen einige Juden gibt, hat aber damit natürlich nichts zu tun).

Und Deutschland soll seine im WK II eingetriebene Zwangsanleihe zurückzahlen, bei Heise hat das jemand auf 11 Milliarden hochgerechnet.

Wenn man das Spiel-Szenario weitertreibt, taucht also Tsipras als gemäßigter “Guter” auf, während Panos Kammenos den Bösen gibt.

(im letzten Wahlspot hat Kammenos einem kleinen “Alexis” gezeigt, wie man eine elektrische Eisenbahn richtig steuert, soviel zur Selbsteinschätzung :roll: )

Systemfrager Januar 26, 2015 um 13:09

Bei der Frage, ob linke und rechte Politik in Griechenland zusammenpasse, dürfe nicht in alten Kategorien gedacht werden. … Die Führung der rechtspopulistischen Partei, einer Abspaltung der konservativen Nea Dimokratia, sieht das Land “besetzt” von den Geldgebern. Daher müsse Griechenland “befreit” werden.

Das darf historisch als großartig gesehen werden. Dass nämlich Links und Rechts zusammenversuchen. Weil sonst sind die Linken immer nur nützliche Idioten der Herrschenden, die sich gegen Rechts erschöpfen und kompromitieren. Und übrigens:
Welche rechte Partei in Deutschlad hätte größere Schaden anrichten können als die SPD?

Soldat Schwejk Januar 26, 2015 um 13:34

@ no.nam Januar 26, 2015 um 10:22

Oh je… was für ein Unterfangen… also der Reihe nach…

—> “Meine persönliche Meinung dazu ist, dass ein Austritt Deutschlands aus dem EUR die ehrlichste Antwort wäre.”

Meine persönliche Meinung dazu ist, daß die europäische Währungsunion erkennbar gescheitert ist und ein Weiterleben nicht verdient. Daß überkommene Institutionen trotzdem oft lange weiterleben, sozusagen als Zombies. Daß ‘ehrliche Antwort’ keine politische Kategorie ist, und daß man sich schon etwas mehr Gedanken darüber machen muß, in welchen Konstellationen die Währungsunion zu ihrem wohlverdienten Ende gelangen kann und was für alle Beteiligten die voraussichtlichen Konsequenzen sind.

—> “In Griechenland wurde nicht nur Fr. Merkel abgewählt, sondern auch der EUR nach deutscher Struktur. Gewählt wurde der EUR nach Art des ehemaligen französischen Franc oder die Lira. Direkter Zugriff der Politik auf die Zentralbank mit einem Funktionär Golman Sachs an der Spitze.”

Äh… aber wir haben doch derzeit eine formal unabhängige Zentralbank in Frankfurt, und schon jetzt mit einem Ex-Goldmann-Sachs-Funktionär an der Spitze. Diese EZB verkörpert bereits jetzt den direkten Zugriff… aber nicht “der Politik”, sondern umgekehrt der Finanzoligarchie AUF DIE Politik. Siehe die Links weiter oben zu Norbert Härings Seite. Muß man da dann plötzlich noch Angst davor entwickeln, daß “die Politik” Zugriff auf die Notenbank erhalten könnte? Das ist ein Chimäre, diese vermeintliche Gefahr für die Notenbank durch die Politik. Im ordoliberalen Wolkenkuckucksheim stellt man sich das wohl so vor, daß da ein rechtschaffener weiser Opa über die Geldpolitik gebietet wie einst ein aufgeklärter Absolutist über seine Ländereien. Und kein Parlament redet ihm rein. Während in Wirklichkeit schon längst der Geldadel über die Ländereien herrscht.

Ich zitier mal den Norbert Häring aus seinem Buch “Markt und Macht”. Er bringt da etliche Beispiele für das Zusammenwirken von Notenbankern, privaten Geschäftsbanken und Bankenlobbyisten in der Politik… und er schließt:

“Ein wichtiger Teil jeder ernsthaften und dauerhaften Reform muss sein, die Zentralbanken unabhängiger von den Geschäftsbanken zu machen. [...] Emmanuel Farhi von Harvard und Jean Tirole von der Universität Toulouse gehören zu den ganz wenigen, die sich dieses Themas angenommen haben. Sie schelten ihre Zunft dafür, dass sie zwar viele Bände mit Forschungen und Meinungen über die Unabhängigkeit der Zentralbanken vom Staat gefüllt, die Frage der Unabhängigkeit von der Finanzbranche aber völlig ignoriert haben. [...] Zentralbanker dürfen nicht zu viel Einfluß auf die Grundentscheidungen der Finanzregulierung haben. Dafür sind sie viel zu sehr Banker. Es muss entsprechenden Sachverstand und Vorgaben von demokratisch Verantwortlichen außerhalb der Zentralbanken geben.”

So, geht gleich weiter im Text… setze mal kurz aus… Mir dröhnt der Schädel, aber nicht wegen Retsina, sondern wegen heftiger Erkältung.

pegida+nopegida Januar 26, 2015 um 14:02

… anbei ein paar multifunktionale, Dual-use-Winkelementel,

wo man sowohl zu PEGIDA, wie au zu NOPEGIDA mitnehmen kann. :-)

http://fastpic.ru/view/59/2015/0126/f7fa269d34adf70e1c4e6a728966555a.jpg.html

http://fastpic.ru/view/58/2015/0126/1b74a6f9077ba3c12a2c69a93e452f5a.jpg.html

no.nam Januar 26, 2015 um 14:54

@Soldat

Mir dröhnt der Schädel, aber nicht wegen Retsina, sondern wegen heftiger Erkältung.

Du brauchst hierauf nicht zu antworten. Bitte ruh’ Dich erst einmal richtig aus. Vielleicht hilft warme Mich und ein Schuß 70% Rum. Und dann dick einpacken.

Äh… aber wir haben doch derzeit eine formal unabhängige Zentralbank in Frankfurt,
Die formalen Strukturen reichen zur Beschreibung oft nicht aus. Korruption läuft über Beziehungen, die die formalen Strukturen überwinden. Wen hat Draghi seine Position zu verdanken? Aus meiner Sicht wird er den Schulterschluss mit der Politik suchen, so wie auch ehemals es der Fall der französichen und italinienischen Zentralbank und deren Chefs im Bezug zur Politik war. In Frankreich haben viele auf diesen Moment gewartet. In 2017 sind in Frankreich wieder Präsidentschaftswahlen und bisher konnte Herr Hollande nichts von seinen Versprechungen einlösen. Draghi könnte helfen.

Du hast natürlich Recht damit, dass überkommene Institutionen oft lange weiterleben. Ich stelle mich auf langwährige schwere Zeiten ein.

Hier noch etwas schwere Kost, vielleicht für später, wenn es Dir wieder besser geht:
The seventeenth century was one of the most dramatic and crisis-filled periods of China’s long history. Turbulent decades filled with droughts and floods, peasant uprisings, the corruption of powerful eunuchs at court, and foreign threats to national borders led to the collapse of the last native Chinese imperial dynasty, the Ming (1368–1644). This was followed by traumatic years of foreign conquest by the Manchus, who established the Qing dynasty (1644–1911). It was also an era of extraordinary artistic achievement.

At the forefront of these historic changes were China’s educated elite, the scholar-officials known as literati (wenren), who managed the empire’s extensive governmental bureaucracy. These public servants — who had to pass rigorous exams in history, literature, and philosophy so they could hold office — were also some of China’s most accomplished poets, calligraphers, and painters. These arbiters of taste were threatened by both the politics of the seventeenth century as well as the rise of a merchant class seeking to join what the literati considered their own sophisticated social milieu.

http://asiasociety.org/new-york/exhibitions/artful-recluse-painting-poetry-and-politics-17th-century-china

chabis Januar 26, 2015 um 15:21
Soldat Schwejk Januar 26, 2015 um 15:42

Nochmal @ no.nam Januar 26, 2015 um 10:22

—> “Werden die gemachten Reformen in Deutschland rückgängig gemacht werden oder wird es lediglich einen Aufschub der Reformen in Süd-Europa geben? Reden wir jetzt nur über Erleichterungen Griechenlands und Frankreichs, Italien sowie Spanien, oder kommen die Sorgen der Menschen in Deutschland mit auf den Tisch? Rente ab 55, 35 Stunde Woche, Abschaffung HartzIV etc…. [...] Und von diesen Menschen forderst Du Solidarität für Länder, in denen die Lebensqualität höher als in Deutschland ist?”

Wenn Tsipras mit Draghi verhandeln sollte, dann werden sie sicher nicht über Rente und Sozialgesetzgebung in Deutschland verhandeln. Eine Rücknahme der sogenannten Reformen hier in Deutschland wird es dann geben, wenn sich hierzulande eine politische Mehrheit dafür mobilisieren läßt, so wie es Tsipras in Griechenland für den Moment gelungen ist. Du kannst ja das Parteienspektrum in D und dessen Personal mal daraufhin untersuchen, wer sich wie zu den sogenannten Reformen verhält und wer sich in der Vergangenheit dazu wie verhalten hat. Das ist ja nun alles nicht so schwer, überfordert aber offenbar doch so manche.

Ansonsten, was zum Deibel ist das für eine verquere Alternative, die Du da auftischst? -”Werden die gemachten Reformen in Deutschland rückgängig gemacht werden oder wird es lediglich einen Aufschub der Reformen in Süd-Europa geben?”-

Ich stelle mir das so vor: Schütze Arsch (D)… oder sagen wir Schütze Namenlos (D)… der hat von ein paar Banditen auf die Fresse gekriegt. Von seinen ganz eigenen Banditen, ohne Troika. Da trottet er zurück in die Reihe und sieht: Jetzt kriegt der nächste auf die Fresse, nämlich Schütze Arsch (GR). Und die gleichen Banditen sind wieder mit dabei. Schütze Arsch (GR) will aber plötzlich nicht mehr auf die Fresse kriegen und wehrt sich. Da sagt Schütze Namenlos (D): Schau mal wie ich auf die Fresse gekriegt hab! Das mußt du erst mal aushalten! Und dann stiert er zu Boden und reiht sich ein und wartet, bis er selbst, Schütze Namenlos (D), wieder dran ist mit dem Auf-die-Fresse-kriegen… Das scheint mir eine vorzügliche Haltung, wenn man es darauf anlegt, von Zeit zu Zeit immer mal wieder auf die Fresse zu kriegen.

—> “Ein EUR Austritt Deutschlands wäre daher eine ehrliche Antwort. [...] Was haben wir denn zu verlieren, wenn wir aus den EUR austreten. [...] Die Süd-Länder wären frei, ihre eigene Politik zu bestimmen und Deutschland wäre ebenso frei. Eine freiwillig Kursbindung beider Währung, des neuen französische EUR sowie der neuen deutschen Währung, wäre möglich, aber sobald es zu starken wirtschaftlichen Ungleichgewichten käme, könnte die Kursbindung jederzeit wieder aufgelöst werden. Ähnlich der ehemaligen Anbindung des CHF an den EUR. Wir sollten uns in Deutschland nicht durch die Angst steuern lassen.”

In allem völlig einverstanden! Nur die Frage: Welche politischen Akteure in D sollten einen Euro-Austritt bewerkstelligen? Unter welchen Abwägungen?

Gegen einen Euro-Austritt stehen in D die Interessen der mächtigen exportorientierten Industrie. Außerdem wäre ein Austritt von D und 2-3 anderer ‘Hartwährungsländer’ wohl schnell verbunden mit der Auflösung auch der übrigen Eurozone, da die Euro-Logik der Zinskonvergenz zur alten DM damit erledigt wäre (credits an @topi für das Argument von vor vier? Jahren… man lernt hier ja doch was von den Lechner-Schülern :-) ) In der Konsequenz müßte die Politik auch in D also die nächste große Bankenrettung kommunizieren… das mag keiner mehr tun.

Was für Interessen stehen in D wirklich für einen Euro-Austritt? Und ich meine jetzt nicht “unsere” Interessen als gemeine Schützen und Bürger, sondern die politisch wirksamen korporativen Interessen? Ich sehe keine… da ist nur so ein bissel ordoliberale Hysterie und Beleidigtsein von Lehrstuhlinhabern (die aber auch kein bissel sozial orientiert, sondern vielmehr von einem elitären Dünkel zerfressen sind)… Dann gibt’s noch das Gegreine der Versicherungskonzerne über zu niedrige Zinsen… aber die wollen natürlich nicht raus aus dem Euro, sondern beschweren sich nur über die Nebenwirkungen der Eurorettungspolitik.

Also, eine These: In Deutschland ist (A) unter den gegebenen Bedingungen keine aktive Euroausstiegspolitik möglich, sondern man sollte sich lieber Gedanken machen über eine – progressive – Reaktion auf ein chaotisches Euroauflösungsszenario.

Wenn aber (B) unter unseren derzeitigen Verhältnissen doch eine aktive deutsche Euroausstiegspolitik denkbar ist, dann nur in einer ultrareaktionären Variante. Es würde voraussetzen, das Pokerspiel zwischen Eurotechnokraten, südlichen Aufständischen und deutschen Ordoliberalen führt in D zu einer Art Palastrevolte, der auch Fraktionen des Großkapitals zuarbeiten, die schon einen Plan B für die Nach-Euro-Zeit im Schrank haben. Dann wäre Merkel weg und es käme etwa zu einer CDU-AfD-Koalition unter de Maiziere und Lucke. Oder so. Mal angenommen.

Ich halte das nicht für wahrscheinlich, aber auch nicht für undenkbar. Und nun, @Namenloser, meinst Du, daß all die Antireformen vom Hurenpeterle und so dann zurückgedreht würden, wenn eine technokratische CDU und eine rechtsliberale AfD einen deutschen Euroausstieg hierzulande politisch “gestalten” würden? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, daß es dann eine neue Kampagne geben wird? Lieb Exportvaterland ist in Gefahr, ihr alle alle müßt den Gürtel noch enger schnallen! Also @Schütze Namenlos, wieder vortreten zum Fressehauen!

Man sollte versuchen, nicht nur bis zum nächsten, sondern auch bis zum übernächsten Zug des Gegners zu denken :-)

Wie gesagt, ich bin nicht ganz glücklich mit der Haltung der deutschen Linken in der Eurofrage… aber ich verstehe zumindest die Zurückhaltung, solange die aktuell stärkeren progressiven Kräfte im Süden dazu keine einhellige Position haben.

P.S. – Die polemischen Momente kannst Du, wenn Du willst, dem dröhnenden Schädel zuschreiben… Nimm’s nicht allzu persönlich… Mußte hier aber mal zu Protokoll gegeben werden…

Carlos Manoso Januar 26, 2015 um 15:54

@Soldat Schwejk   Januar 26, 2015 um 13:34
“Meine persönliche Meinung dazu ist, daß die europäische Währungsunion erkennbar gescheitert ist und ein Weiterleben nicht verdient. … Daß ‘ehrliche Antwort’ keine politische Kategorie ist, und daß man sich schon etwas mehr Gedanken darüber machen muß, in welchen Konstellationen die Währungsunion zu ihrem wohlverdienten Ende gelangen kann und was für alle Beteiligten die voraussichtlichen Konsequenzen sind. „

Soldat Schwejk, der wirkliche Punkt ist, daß die Entwicklung in Griechemland nur eine von unendlich vielen Stadien der jetzt reif werdenden Weltkrise ist. Hinter der sich abzeichnenden Unbewältigbarkeit der neuen globalen Krisenkonstellationen lauert aber die Gefahr einer irrationalen „Flucht nach vorn“ oder ganz konkret: ins NICHTS.

Der Euro wäre niemals in der Lage gewesen, den schrittweise abstürzenden Rüstungs-Dollar zu ersetzen und die EU war deshalb auch niemals in der Lage, die überschüssigen globalen Geldkapitalströme umzukehren und die globale Überproduktion aufzusaugen

Wenn erst mal das Schwungrad des pazifischen Defititkreislaufs zum Stillstand gekommen ist und sich die Weltdepression ausbreitet, werden als erste das Gazprom- und Geheimdienstregime eines Putin, und die chinesische Exportbürokratie – leider noch vor dem „Satan USA“ über die Klinge springen, möglicherweise noch vor der Euro-Zone.

topi Januar 26, 2015 um 16:06

“Ich stelle mir das so vor: Schütze Arsch (D)… oder sagen wir Schütze Namenlos (D)… der hat von ein paar Banditen auf die Fresse gekriegt. Von seinen ganz eigenen Banditen, ohne Troika. Da trottet er zurück in die Reihe und sieht: Jetzt kriegt der nächste auf die Fresse, nämlich Schütze Arsch (GR). Und die gleichen Banditen sind wieder mit dabei. Schütze Arsch (GR) will aber plötzlich nicht mehr auf die Fresse kriegen und wehrt sich. Da sagt Schütze Namenlos (D): Schau mal wie ich auf die Fresse gekriegt hab! Das mußt du erst mal aushalten! Und dann stiert er zu Boden und reiht sich ein und wartet, bis er selbst, Schütze Namenlos (D), wieder dran ist mit dem Auf-die-Fresse-kriegen… Das scheint mir eine vorzügliche Haltung, wenn man es darauf anlegt, von Zeit zu Zeit immer mal wieder auf die Fresse zu kriegen.”

Schon.
Aber Schütze namenlos wird ja erzählt (und zwar von allen, samt seinen Oberschützen), wie groß doch sein Zuckerbrot ist, dass er nach der Peitsche gekriegt hat. Und wenn er weiter ganz brav ist, dann kriegt er auch erstmal etwas weniger auf die Fresse als vorher; also eine deutliche Verbesserung!

Du hast recht, es sieht alles andere als gut aus für einen “guten” Euroausstieg Deutschlands.

Lafontaine mit Flassbeck und Wagenknecht könnten die LINKE übernehmen als Frontfiguren; aber so richtig mag man sich das auch nicht ausmalen; es ist anzunehmen, dass mit dem Aufbruch des Euro-Schlamssels massiv die AfD gewinnt.

Es gibt noch eine Möglichkeit für ein nicht ganz so negatives Szenario wie von dir beschrieben:

Mutti ruft wieder mal “Klar zur Wende!!” und alle ziehen den Kopf ein.
Womöglich wird sie dann später weggemobbt, aber so schnell geht das auch nicht, wer könnte denn überhaupt?
und erst recht wegen der Euro-Frage, da steht die Union doch wie ein Wichtelmann hinter Mutti.

Die SPD dürfte jedenfalls weiter zerrieben werden, die “Kräfte der Mitte” werden im Fall eines Falles doch den Teufel tun, das rote Gesocks, und wenn es sich noch so schwarz gibt, zu wählen.
Und die Kernklientel ist weg, wird durch Sigmar-tja-die-Schiedsgerichte-sind-vielleicht-doch-nicht-so-schlimm-Gabriel sicher nicht zurückgeholt.
Könnte so aussehen, dass dann AfD, Grüne, SPD und Linke auf einem Niveau sind, die Union mit dem doppelten; was dann als Politik rauskommen kann, dürfte klar sein.

topi Januar 26, 2015 um 16:11

Ich gehe davon aus, dass Merkel und Schäuble schon mit Experten gesprochen haben, was denn passiert, wenn die Griechen hart bleiben, der Grexit kommt, und dann Spanien folgt.

Zu diesem Zeitpunkt kann Italien jederzeit durch eine politische Laune blitzschnell folgen, und dann ist Schluss mit jeglichen Rettungsphantasien.

Es gäbe ja kreative Lösungen, den deutschen Sparer mit ins Boot zu holen.
Ewigkeitskonten bei der Notenbank oder so.

Aber solange hier und dort Stabilitäts-Taliban sitzen, kann das nix werden.

KommentatorX Januar 26, 2015 um 16:17

@no.nam Januar 26, 2015 um 12:03
Deutschland kann einen Austritt verkraften. Der Zeitpunkt ist nur noch nicht gekommen, aber er wird kommen. Weil der Unternehmen Eurozone wirtschaftlich nicht machbar ist. Dies ist kein Problem der Kommunikation, sondern ein Problem wirtschaftlicher ungleicher Bedingungen in den einzelnen Ländern.

Europa und der Euro sind neoliberale Konstruktionen.

Die EU ist kein Staat, das wären die „Vereinigten Staaten von Europa“, sondern ein Pseudo-Staat – von vornherein als bürokratische Diktatur konzipiert.

Der Euro ist eine Währung ohne Staat. Das Problem sind nicht die ungleichen wirtschaftlichen Bedingungen in den Euro-Ländern, sondern das Fehlen von gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen, was dem Missbrauch, der Ausbeutung, dem Betrug, dem Raub und der Manipulation Tür und Tor öffnet.

Daher ist sowohl bei der EU wie auch beim Euro die oberste Frage: „Cui bono?“

Es wurden riesige „Spekulationsgewinne“ – meist durch Insider-Geschäfte – sowie Profite mit Finanzkonstrukten gemacht, es wurde ein kreditfinanzierter Exportimperialismus betrieben zu Lasten der Arbeitsbevölkerungen sowohl in den Export- wie auch Importländern.

Wo haben sich die Vermögen akkumuliert? Man muss die „Spur des Geldes“ verfolgen, um die Interessen und Mächte hinter EU und Euro zu verstehen.

Es ist naiv zu glauben, dass es den „Terror der Ökonomie“ und die massenhafte Verarmung ohne den Euro nicht gegeben hätte, Großbritannien und die USA belegen das Gegenteil.

Der Kapitalismus ist zur Aufrechterhaltung der Kapitalakkumulation in ein wirtschaftsfaschistisches Stadium eingetreten. Das ist die tabuierte Diagnose.

Ob Teil der Euro-Zone, ob EU-Mitglied oder NATO-Mitglied oder Nicht-Mitglied, alle Länder des US-imperialistischen Blocks – des US-Imperiums – machen die gleiche Politik gegenüber der Ukraine, Russland und Putin. Gegenüber China ist es ähnlich.

Alle „Block-Staaten“ mussten die SWIFT-Kontrolle sowie der Überwachung durch NSA etc. akzeptieren, alle mussten die US-amerikanischen Vorgaben der Übermittlung von persönlichen Daten an die USA sowie die Regeln im Bankverkehr mit US-Bürgern übernehmen etc.

Nirgendwo wird anders über MH17 berichtet. Wer konfrontiert die USA wegen ihrer Menschenrechtverletzungen, Kriegsverbrechen etc.?

Was die Situation der arbeitenden Bevölkerung (Einkommen, soziale Sicherung, Bildungssystem, Gesundheitswesen etc.) in den USA und GB betrifft, so ist diese nach meinen Kenntnissen nicht besser, sondern schlechter als in Deutschland, obwohl die USA und GB eine eigene Währung besitzen.

Der deutschen Arbeitsbevölkerung geht es im US-Imperium zwar kontinuierlich schlechter, aber bislang noch relativ besser als der Mehrzahl der Bevölkerungen.

Deutschland betreibt eine aggressive exportimperialistische Politik und tritt seit der Regierung Merkel als neoliberale Disziplinarmacht gegenüber den anderen Völkern auf.

Im Grund wurde seit der Regierung Merkel fast alles, was in den halben Jahrhundert zuvor an positiven Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn aufgebaut wurde, kaputt gemacht.

Der „hässliche Deutsche“ ist wieder da.

topi Januar 26, 2015 um 16:27

Ein gewisser Frank L., als politikbeobachtender Blogger bekannt, bringt es fertig, heute ein ganzes Altpapier mit zig Links zu schreiben, ohne “Griechenland” oder ein verwandtes Wort zu benutzen; nicht schlecht. ;-)

Carlos Manoso Januar 26, 2015 um 16:33

@topi Januar 26, 2015 um 16:06
„Du hast recht, es sieht alles andere als gut aus für einen “guten” Euroausstieg Deutschlands. „

topi, Angela Merkel schätze ich aus 2 Gründen: 1. ist sie eine sehr intelligente Frau und 2. ist sie eine sehr intelligente Frau, die die finale Auflösung eines kompletten ökonomisch-politischen Systems sehr hautnah erlebt hat.

Deutschland kann sich sehr glücklich schätzen, in einer historischen KrisenPeriode, die der Zwischenkriegszeit zu ähneln beginnt, eine so intelligente Frau an der Spitze zu sehen

ruby Januar 26, 2015 um 16:40

@ soldat + carlos

Versicherungswirtschaft ist die private Rentenanlagenlüge, die platzt weil sie nur als Zusatz volumenmäßig real erwirtschaftbar ist.

Diese Bürgerverblödung auf Gierbasis ist sehr, sehr asozial !

gelegentlich Januar 26, 2015 um 16:42

@topi
Vielleicht versucht er nach dem Motto handeln, dass man erst nachdenken und dann schreiben sollte? Fakten zu sortieren wäre dann ein Schritt noch vor dem Denken.

no.nam Januar 26, 2015 um 16:48

@Soldat Schwejk

Okay, ich gehe einen Schritt zurück und setze an dem Punkt an, welcher aus meiner Sicht maßgeblich an dem Schlamassel ist, nämlich der Theorie optimaler Währungsräume (siehe auch Diskussion bei WGNX zum Ausbruch der Griechenland Krise).

Die Kriterien zum Beitritt in die gemeinsame Eurozone waren gefälscht, wie wir alle wissen. M.a.W., die Voraussetzungen waren nicht erfüllt.

Durch die Lehmann Pleite ist das Kartenhaus zusammengefallen. Auschlaggebend für die anschliessende Staatskrise waren 1) die Tatsache, dass die Staaten Milliarden von EUR zur Rettung der Banken verwenden mussten sowie 2) der Umstand, dass durch den Einbruch der Wirtschaft die Steuereinnahmen zurückgingen. Die Verschuldungen der Staaten waren aber dynamisch geplant, d.h. die Planer gingen von kontinuierlich wachsenden BIP und damit einhergehenden stetig steigenden Steuereinnahmen aus, welche in den Verschuldungsplan bereits eingerechnet waren. Dadurch der Fall.

Er wäre ohne Lehmann Pleite vielleicht später gekommen. Tatsächlich aber wichen die Staaten in der Bankenkrise von ihrem Paradigma (keine Einmischung vom Staat in die Wirtschaft) ab und transferierten Finanzmittel vom Staatshaushalt in den Bankensektor. Die geplatzten Finanzwetten wurden vom Staat sozialisiert.

Zur Theorie optimaler Währungsräume. Die Architekten der Eurozone gingen davon aus, dass selbst wenn die Kriterien nicht erfüllt sein, dies von der Politik nachgeholt würde. Auf eine bailout Klause wurde daher bewusst verzichtet, um den Druck auf die Politik zum Angleich der nationalen Wirtschaftsräume zu schaffen. Das Ganze war zwar auf dem gestellt; nämlich erst Eurozone, dann Voraussetzungen schaffen, anstatt logischerweise umgekehrt, erst Voraussetzungen schaffen, dann Euroraum, aber okay, die Ökonomen waren damals (noch) optimistisch.

In einem optimalen Währungsraum fehlt eine Voraussetzung zum Ausgleich wirtschaftlicher Ungleichgewichte, der Ausgleich über den Währungskurs. Die Bedingungen u.a. des Arbeitsmarktes müssen sich anders als in einem System schwankender Kurse einen Ausgleich verschaffen.

Bis hierher langweilige ich Dich wahrscheinlich nur, weil Dir das wahrscheinlich bereits alles bekannt ist.

Der Punkt ist jetzt aber, dass trotz aller Krisen es nicht zu einem Angleich der wirtschaftlichen Ungleichgewichte gekommen ist und es inzwischen auch unwahrscheinlicher geworden ist, dass es hierzu überhaupt noch kommen wird. Weshalb dies so ist, hast Du selbst geschrieben. Die politischen Akteure scheren sich nicht um irgendeine Theorie. Es wird gemacht, was jeweils opportun in dem eigenem nationalen Umfeld ist.

Eine Rücknahme der sogenannten Reformen hier in Deutschland wird es dann geben, wenn sich hierzulande eine politische Mehrheit dafür mobilisieren läßt, so wie es Tsipras in Griechenland für den Moment gelungen ist. Du kannst ja das Parteienspektrum in D und dessen Personal mal daraufhin untersuchen, wer sich wie zu den sogenannten Reformen verhält und wer sich in der Vergangenheit dazu wie verhalten hat. Das ist ja nun alles nicht so schwer, überfordert aber offenbar doch so manche.

Vollkommene Zustimmung. So sieht es aus. Du schreibst weiter und das ist der entscheidende Punkt:
Ansonsten, was zum Deibel ist das für eine verquere Alternative, die Du da auftischst? -”Werden die gemachten Reformen in Deutschland rückgängig gemacht werden oder wird es lediglich einen Aufschub der Reformen in Süd-Europa geben?”-

Ja, aber genau das wäre in dieser Situation notwendig. In Deutschland müssten die Reformen rückgängig gemacht werden, damit sich die wirtschaftlichen Bedingungen zwischen Deutschland und Süd-Europa wieder anpassten. Ich sehe ja auch, dass es dazu nicht kommen wird. Aber genau das wird die Krise in den nächsten Jahren verschlimmern. Die Ungleichgewichte innerhalb der Euroraumes laufen weiterhin auseinander.

Hinzu kommt, dass die EZB durch ihren Kurswechsel den Druck zur integrierten Poltik der einzelnen Länder genommen hat. Durch den massiven Ankauf von Schulden durch die EZB und dem gleichzeitigen Transfer frischen Geldes an die Geschäftsbanken fehlt der Druck, von dem die Architekten der Eurozone ausgingen, dass er sich auch ohne die erfüllte Voraussetzung zum Beitritt der Eurozone einstellen würde und zu einem optimalen Währungsraum führen würde. Der Zusammenhalt der unterschiedlichen nationalen Ökonomien in einem gemeinsamen Währungsraum kann nur dann aufrechterhalten werden, wenn kontinuierlich Geld von dem einem Bereich in den anderen Bereich fliesst. Dies wiederum bedeutete, dass in Deutschland die Austerität beträchtlich verschärft werden müsste. Ansonsten geht der Euroraum auf wie ein verlaufender Hefekuchen.

In meinem letzten Post hatte ich vergessen zu erwähnen, dass Du zur warmen Milch und dem Rum viel Honig hinzutun solltest. Honig, ganz wichtig. Das hilft ;-)

Carlos Manoso Januar 26, 2015 um 16:49

@KommentatorX Januar 26, 2015 um 16:17
„Europa und der Euro sind neoliberale Konstruktionen.
Die EU ist kein Staat, das wären die „Vereinigten Staaten von Europa“, sondern ein Pseudo-Staat – von vornherein als bürokratische Diktatur konzipiert.
Der Euro ist eine Währung ohne Staat.“

KommentatorX, richtig, Europa ist etwas völlig anderes als die Währungseinheit Euro.

 „Es ist naiv zu glauben, dass es den „Terror der Ökonomie“ und die massenhafte Verarmung ohne den Euro nicht gegeben hätte, Großbritannien und die USA belegen das Gegenteil.
Der Kapitalismus ist zur Aufrechterhaltung der Kapitalakkumulation in ein wirtschaftsfaschistisches Stadium eingetreten. Das ist die tabuierte Diagnose.“

KommentatorX, deine ” tabuierte Diagnose” ist einerseits völlig richtig, aber andererseits völlig antiquiert. Was ich sehe, sind nahezu komplette flächendeckende Denksperren, die man am Beispiel Euro besichtigen kann.

no.nam Januar 26, 2015 um 16:49

Das Ganze war zwar auf dem gestellt

soll heißen:

Das Ganze war zwar auf den Kopf gestellt

Ich hoffe da sind nicht noch mehr Fehler drin.

Sorry, muss jetzt auch weg. ;-)

Gute Besserung!

KommentatorX Januar 26, 2015 um 16:58

@Carlos Manoso Januar 26, 2015 um 16:33
Deutschland kann sich sehr glücklich schätzen, in einer historischen KrisenPeriode, die der Zwischenkriegszeit zu ähneln beginnt, eine so intelligente Frau an der Spitze zu sehen.

Die Behauptung, Angela Merkel wäre eine sehr intelligente Frau habe ich zwar bereits bei vielen HofschreiberInnen gelesen, aber keine Belege dafür.

Im Gegenteil, was ich an Texten, Reden, Interviews etc. von Merkel gelesen habe, hätte mich nie zu Annahme veranlasst, es handele sich um eine sehr intelligente Frau.

Merkel besitzt zweifelsohne machtpolitisches Raffinesse, aber dieses ist kein Beleg für Intelligenz, sondern im Normalfalle eher für Skrupellosigkeit.

Also, Carlos Manoso, her mit Hinweisen und Belegen für Merkels hohe Intelligenz!

Carlos Manoso Januar 26, 2015 um 17:18

@no.nam Januar 26, 2015 um 16:48
„Der Zusammenhalt der unterschiedlichen nationalen Ökonomien in einem gemeinsamen Währungsraum kann nur dann aufrechterhalten werden, wenn kontinuierlich Geld von dem einem Bereich in den anderen Bereich fliesst. Dies wiederum bedeutete, dass in Deutschland die Austerität beträchtlich verschärft werden müsste. Ansonsten geht der Euroraum auf wie ein verlaufender Hefekuchen. „

no.nam , antiquierten Interpretationsmustern a la „nationalen Ökonomien“ ist im System des Weltkapitals die Grundlage entzogen worden. Wenn z.B. „die Linke“ zu derart antiquierten Interpretationsmustern regrediert, driftet sie in eine schiefe reaktionäre Ebene.

Selbst wenn die EZB kontinuierlich Geldkapital von einer Stelle zur nächsten fliessen lassen würde, würde eine zeitlich gestreckte Austeritätspolitik die Systemkrise weiter so lange verschärfen, bis das komplette System sich real auflöst.

pegida+nopegida Januar 26, 2015 um 17:30

… au die NATO gratuliert Alexis Cypressis-Erpressys zur Wahl mit ein spezieller Gruß:

Spanien: Mindestens zwei Tote bei Absturz eines Kampfjets

Beim Absturz eines griechischen F-16-Kampfjets auf einem spanischen Luftwaffenstützpunkt in Albacete sind am Montagnachmittag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zehn Menschen seien verletzt worden, berichtet die spanische Nachrichtenagentur Efe. Offenbar war die Maschine mit parkenden Flugzeugen zusammengestoßen.

Es habe eine Explosion gegeben und der Kampfjet sei in Flammen aufgegangen, berichtet die Zeitung “El País”. Die genaue Unglücksursache ist jedoch noch unklar. Der griechische Kampfjet sei im Rahmen eines Ausbildungsprogramms der Nato in Spanien gewesen.

Carlos Manoso Januar 26, 2015 um 17:34

@KommentatorX Januar 26, 2015 um 16:58
“Also, Carlos Manoso, her mit Hinweisen und Belegen für Merkels hohe Intelligenz!“

KommentatorX, Angela Merkels „ hohe Intelligenz“ erkennt man allein schon daran, daß sie es -im Unterschied zu einem ihrer Amtsvorgänger (der sich selbst mitsamt Eva B. erschoss)- geschafft hat, den „normalen“ Deutschen einzuimpfen, sie „Mutti“ (und nicht „mein Führer)“ zu nennen.

KommentatorX Januar 26, 2015 um 17:49

@Carlos

Merkel hat sich ja nicht selbst Mutti genannt, sondern die Deutschen wie Kinder angesprochen (cf. Roger Willemsen).

Die politisch infantilisierten Deutschen haben dann – i. S. einer psychoanalytischen Übertragung – Merkel als Mutti erlebt.

„Und warum wir Deutschen ausgerechnet “Mutti” zu einer kinder-, gnaden-, plan-, bedenken- und emotionslosen Karrieristin sagen, frage ich mich seit diesem Hörbuch erst recht…“
http://www.audible.de/get-author-review?customerID=A13QLLP08U4B2Z&page=1

Mich wundert es nicht.

KommentatorX Januar 26, 2015 um 17:55

@Carlos Manoso Januar 26, 2015 um 16:49
KommentatorX, deine ” tabuierte Diagnose” ist einerseits völlig richtig, aber andererseits völlig antiquiert.

Carlos Manoso, die Diagnose, dass der Kapitalismus in ein wirtschaftsfaschistisches Stadium eingetreten ist, ist nicht neu. Aber warum soll sie „andererseits völlig antiquiert“ sein?

enrico Januar 26, 2015 um 18:08

@Kommentatorix

»»»»Deutschland betreibt eine aggressive exportimperialistische Politik und tritt seit der Regierung Merkel als neoliberale Disziplinarmacht gegenüber den anderen Völkern auf.««««

vergessen wir nicht, dass D kein freier und unabhängiger Staat ist. Die genannte, zerstörende Politik, die von Deutschland ausgeht geschieht NICHT im Interesse der (denkenden) Deutschen!

»»»»»»»»»»Im Grund wurde seit der Regierung Merkel fast alles, was in den halben Jahrhundert zuvor an positiven Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn aufgebaut wurde, kaputt gemacht.««««««««««

Das ist natürlich richtig. Leider. Aber eben, auch das geschieht nicht im Interesse der bedeuerlicherweise, gehirngewaschenen Deutschen. IM Erika ist dabei nur eine korrupte, widerliche Zonenmarionette. Das einzig besondere an ihr ist ihr krankhaftes, über tausende Leichen gehendes, kaltblütigstes Machtstreben. Merkel ist ein gefährlicher Autist ohne jegliche Fähigkeit für Fünkchen Empathie.

QuestionMark Januar 26, 2015 um 18:15

@KommentatorX Januar 26, 2015 um 17:49

„Und warum wir Deutschen ausgerechnet “Mutti” zu einer kinder-, gnaden-, plan-, bedenken- und emotionslosen Karrieristin sagen, frage ich mich seit diesem Hörbuch erst recht…“

Merkel nutzt eine Suggestivtechnik um ein hierarchische Ebene zu ihren Untergebenen aufbauen zu können.
Das läuft dann beispielsweise so ab: Der (ehemalige) Wirtschaftsminister Glos wird vor dem Reichstag von Merkel dazu aufgefordert seinen Mantel anzuziehen damit er sich keine Erkältung holt.
Ziel dieser Sache: Der Wirtschaftsminister Glos soll sich unterbewußt in die Rolle des Kindes begeben (und die offensichtlich schwachsinnige Anweisung kritiklos von der Mutter übernehmen). Merkel übernimmt dabei die Mutterrolle (Führungsrolle). Wenn dies oft genug geschehen ist, dann übernehmen die “Kinder” anschließend von “Mutti” gehorsam sämtliche Anweisungen. (Im Unterbewußtsein hätte sich dann das Rollenverständnis verankert)
Obiges Beispiel ist übrigens tatsächlich so passiert. Glos hatte damals sinngemäß darauf geantwortet (im Spaß): “Ja, Mutti”.
Solche Manipulationstechniken werden übrigens in Seminaren für Führungspersonal propagiert. Dasselbe gilt für die sogenannte “Raute”. Diese zielt darauf ab die Nervosität desjenigen zu vertuschen der im Rampenlicht steht. Die Nervosität wäre ansonsten anhand der zittrigen Finger sichtbar.
Das die Raute von der dämlichen Journaille als “Symbol der Macht” interpretiert wird zeigt wohl nur wie dumm und unerfahren unsere Schreiberlinge sind.

Vielleicht soviel zur Genesis von “Mutti” und “Raute”.

no.nam Januar 26, 2015 um 18:19

@topi und alle anderen frankophoben ;-)

http://www.liberation.fr/politiques/2015/01/26/l-ump-francaise-et-la-cdu-allemande-flirtent_1189086

Bitte einmal die beiden Tee- /Kaffeekannen auf dem Tisch beachten. Sachlich, schlicht, ich vermute, dass sind Tschibo Kannen für EUR 19,99

Das werden ihr die Kommunikationsberater empfohlen haben. Die Personen geraten zu diesen Kannen fast schon in den Hintergrund. Geniales Foto! Wie aus einem Tschibo Prospekt. Und die Wirkung ist klar, => hier geht es um den Inhalt. ,,Wir verschwenden kein Geld und Luxus ist uns fremd.”, scheint das Foto uns zu sagen. Lediglich die Beinhaltung der beiden Politiker ist nicht ganz geschickt. Während Frau Merkel jederzeit lostreten könnte, hat Herr Sarkozy eine Abwehrhaltung eingenommen, um seine Weichteile für diesen Fall zu schützen. Nun denn, für eine Alternative zum Wechsel wird es wohl dennoch nicht reichen. Merkel unterschätzt, dass es in Frankreich für ihre Politik keine Mehrheit gibt.

QuestionMark Januar 26, 2015 um 18:19

Das die Deutschen mittlerweile auf solch plumpe Manipulationstechniken (wie derjenigen von Merkel) hereinfallen liegt wohl daran das die Generation Grenzdebil hierzulande überall das sagen hat.

ruby Januar 26, 2015 um 18:23

Heaven and Hell
zum Einstieg
https://www.youtube.com/watch?v=fzBkcyu-tNU
The Sign of the Southern Cross
continues
https://www.youtube.com/watch?v=sTAdjNUF0Ig
;-)
Selbst bei Einigung von France Germany Italy … werden andere über die EinheitsWährungsraumKlinge ohne gemeinsamen Staat springen, daß werden die Europakünstler lernen.
Der bundesdeutsche Länderfinanzausgleich ist doch ein aktuelles Anschauungsbeispiel.
Übrigens zahlt die Kirche in Greece keine Steuern, aber der EU-Steuerzahler soll einstehen für diese Unterlassungen – absolut no go !
Jeder EU-Staat kann seine Umsatzsteuern selber differenzieren, aber dazu sind die Staatslenker zu blöde, zu feige, zu langweilig .
Subsidiarität – hatten wir hier bereits – wo ist sie geblieben?

ruby Januar 26, 2015 um 18:27

@ enrico

Ganz, ganz heftige Rüge …

ruby Januar 26, 2015 um 18:38

In Europa wird jetzt “Das Große Lügen” zu den Kriterien für Stabilität ablaufen.
Hans Hütt`s Stabilitätsanker gerät ins wanken .
http://www.hans-huett.de/?tag=stabilitatsanker-und-wachstumslokomotive

no.nam Januar 26, 2015 um 18:40

Zum Foto oben, betreffend der Frau Merkel mit Herrn Sarkozy. Wenn die Merkelsche dann lostritt könnte es so aussehen (dann helfen auch keine Kaffeekannen von Tschibo mehr):

legs gun:
https://storify.com/cbccommunity/ai-weiwei-instagram-users-brandish-leg-gun-in-arti

pegida+nopegida Januar 26, 2015 um 18:50

jetzt: Livebericht Pegida Berlin (Bärgida) am HBF-B

http://www.mmnews.de/index.php/politik/34731-pegida-livestream-heute

KommentatorX Januar 26, 2015 um 18:51

@Enrico Januar 26, 2015 um 18:08
…vergessen wir nicht, dass D kein freier und unabhängiger Staat ist. Die genannte, zerstörende Politik, die von Deutschland ausgeht geschieht NICHT im Interesse der (denkenden) Deutschen!

Was die zerstörerische Politik betrifft, so gilt dies für einen großen Teil der deutschen Geschichte im letzten Jahrhundert.
Im 19. Jahrhundert haben die Herrschenden denkende Deutschen ins Exil getrieben.
1972 wurden denkende Deutsche vom SPD-Kanzler Brandt mit Berufsverbot belegt.
Und in der Nachkriegs-BRD, aber auch in der DDR erlitten sie politische Repression und Verfolgung und kamen zum Teil in den Knast.
http://www.sopos.org/aufsaetze/41a6df71cd03f/1.phtml

Das ist natürlich richtig. Leider. Aber eben, auch das geschieht nicht im Interesse der bedeuerlicherweise, gehirngewaschenen Deutschen. IM Erika ist dabei nur eine korrupte, widerliche Zonenmarionette.

Ich frage mich, wie es dazu kam, dass aus einer kritischen Jugend zur 68-er Zeit die unkritischen und politisch desinteressierten Post-68-er entstanden sind.
Wie kann man z.B. für teures Geld kaputte Hosen kaufen und damit rumlaufen?

Da muss sich doch etwas Entscheidendes die psychosoziale Entwicklung dieser Menschen verändert haben.

Was ist da passiert?

Gehirnwäsche? Wie soll die stattgefunden haben?

Am ehesten scheint mir Erich Fromm darauf plausible Antworten zu geben.

P.S.
Erlebst Du große Unterschiede bei den Menschen in anderen Ländern?

holger Januar 26, 2015 um 18:53

Was mich ja überrascht/freut ist:

und da ist ja die jetzige GR Regierung Vorbild:

“Links” und “Rechts” Ultras sind sich näher, als sie denken…

pegida+nopegida Januar 26, 2015 um 19:01

kommt-x
“Im 19. Jahrhundert haben die Herrschenden denkende Deutschen ins Exil getrieben.”
———–

… falls du damit infamerweise die Sozn meinst, zwei wischtische Korrekturen:

1.) “denkende” Deutsche ? … die Sozn?? … aber nie im leben!!

2.) ins “Exil”? … ich werde dir sagen wo se hin sind: in die City of London!!! … zu ihren Hintertanen!! … der Schmeißßbänkstermafia!

ruby Januar 26, 2015 um 19:02

Ihr ahnt noch garnicht welche Presswahrheiten aufkommen werden…
bis die Balken brechen!

pegida+nopegida Januar 26, 2015 um 19:04

… oh weh! …. DAS … hat ja nun wirklich keiner voraussehen können:

==================================
Bericht: USA sollen Mitspracherecht bei neuen EU-Gesetzen bekommen

Die Europäischen Union, die Mitgliedstaaten und die Bundesländer sollen laut eines Berichts der F.A.Z. (Montagsausgabe) nach dem Inkrafttreten des geplanten Freihandelsabkommens mit den Vereinigten Staaten (TTIP) wichtige Gesetze und neue Standards vorab mit den USA abstimmen. Mindestens einmal im Jahr sollen Europäer wie USA eine Liste der – auf zentraler und nicht-zentraler Ebene – geplanten Gesetzesvorhaben veröffentlichen, heißt es der Zeitung zufolge in dem internen Verhandlungsvorschlag der Europäischen Kommission zur regulatorischen Zusammenarbeit in TTIP. Die Liste der Vorhaben soll ebenso Zuschnitt und Ziele nennen wie einen Zeitplan und Angaben zu den Folgen für den transatlantischen Handel und Investitionen enthalten. Auf dieser Basis sollen die Handelspartner ihrer Ansicht nach bedenkliche Gesetzesvorhaben oder geplante Standards identifizieren und bei der vorgesehenen zentralen Anlaufstelle der Gegenseite Beratungen darüber beantragen können.

Die Beratungen sollen so früh wie möglich beginnen und im Bedarfsfall bis zur endgültigen Annahme des Gesetzes oder Standards weiterlaufen.
===================

Soldat Schwejk Januar 26, 2015 um 19:35

Na, das ist nicht so neu, das war schon Anfang Dezember 2013 via corporateeurope geleakt worden:

http://corporateeurope.org/sites/default/files/ttip-regulatory-coherence-2-12-2013.pdf

Immerhin, was fast 14 Monate lang im Netz zu lesen war, das ist jetzt auch von der FAZ dank gründlicher Recherche herausgefunden worden. Herzlichen Glückwunsch, liebe Tante FAZ!

ruby Januar 26, 2015 um 21:04

@ wilma
sorry lese erst jetzt den post

Bei 4.7 ist ein echter Beschluss abgestimmt worden.
Änderungen der Beschlussvorlage sind da wegen der Fristen und Vollständigkeit sehr kompliziert einzuarbeiten.

Bei QE-Sitzung hat wahrscheinlich tatsächlich keine Abstimmung stattgefunden. Was hat Draghi eine Woche vorher mit Merkel “abgestimmt” versprochen, damit Weidmann auf eine Abstimmung verzichtete ?

Wird die Genehmigung des Protokolls in der nächsten EZB-Sitzung dokumentieren ;-)
Was wenn Deutschland nicht stimmberechtigend teilnimmt?
Fragen über Fragen …
wowy, bitte melden !

enrico Januar 26, 2015 um 21:32

@Kommentator x

»»»»Ich frage mich, wie es dazu kam, dass aus einer kritischen Jugend zur 68-er Zeit die unkritischen und politisch desinteressierten Post-68-er entstanden sind.«««««

Bin zehn Jahre später als die 68er geboren, habe aber Geschwister als ehem. “68er”. Na ja, Na ja…da gab es ein paar rebellische Kerle aus der Oberschicht, die gerne so mächtig sein wollten wie ihr Herr Papa und weil das nicht so leicht ging, war man revolutionär, hat große Reden gehalten, während die Mädels das ganz toll fanden. Und als die tollen 68er-Redner es dann doch geschafft haben nach oben zu kommen, war das mit der Revolution und den ehemaligen Reden bald irgendwie gar nicht mehr so gemeint. Und die dazugehörenden Mädels fanden das dann auch irgendwie in Ordnung. Nein, sind wir doch mal ehrlich, so toll waren die 68er nun wirklich nicht. Das waren in ihrem Herzen doch recht spießige “Revolutionäre”. Wir, die 10 Jahre später dazu kamen, waren natürlich auch nicht viel heldenhafter. Bekifft in Ami-Armeejacken herumlaufen und so…na ja zumindest sind wir etwas mehr in der Welt herum gekommen. Habe damals trotz Abitur lieber ein Handwerk erlernt, weil ich ja eh nach Neuseeland auswandern wollte…wo ich aber nie angekommen bin. Was uns an D am meisten gestört hat, war ehrlich gesagt nicht die Politik sondern vor allem diese ewige Scheißkalte Wetter…

»»»»Da muss sich doch etwas Entscheidendes die psychosoziale Entwicklung dieser Menschen verändert haben.««««

Da wird wohl das Fernsehen den größten Einfluss gehabt haben. Und nicht zuletzt auch die damals bereits überverweiblichten Bildungseinrichtungen.

»»»»»»»»»»»P.S.
Erlebst Du große Unterschiede bei den Menschen in anderen Ländern?«««««««««
Auf eine gewisse Art sind die Deutschen tatsächlich viel eingeschüchteter. Denke das hat schon etwas damit zu tun, dass D besiegt und für immer (kulturell) besetzt wurde. Einen gesunden Patriotismus gibt es heute noch nicht.
Und heute will jeder nur noch seine Ruhe haben. In Frankreich wollen sie zwar auch nur ihre Ruhe haben, sind aber viel eher dazu bereit bereit dafür auch zu kämpfen. Und hier in Venezuela reden alle durcheinander, fahren alle durcheinander und denken alle durcheinander…Es gibt dann viel Lärm, ein paar Tote und das Leben geht dann eben weiter…und der Lärm auch…

Wilma Januar 26, 2015 um 21:44

@ ruby
Spiegel 4/2015
Interview – “Wir können nicht alle Probleme lösen”: Der niederländische Notenbankchef Klaas Knot, 47, fordert Kompromisse in der Auseinandersetzung um Anleihekäufe.

Knot: Es gibt noch keine konkrete Vorlage.

“Das Interview wurde am vergangenem Mittwoch geführt, einen Tag vor der turnusmäßigen Schweigeperiode des EZB-Rates.”
So steht es unter dem Interview.
Zur Erinnerung:
4.7. Beschlüsse können auch im schriftlichen Verfahren gefasst werden, es sei denn, mindestens drei
Mitglieder des EZB-Rates erheben Einwände dagegen. Ein schriftliches Verfahren setzt voraus, i) dass jedem
Mitglied des EZB-Rates in der Regel mindestens fünf Arbeitstage zur Verfügung stehen, um sich mit der
Angelegenheit zu befassen, ii) dass jedes Mitglied des EZB-Rates (oder der jeweilige, gemäß Artikel 4.4
benannte Stellvertreter) persönlich unterschreibt und iii) dass jeder derartige Beschluss im Protokoll der
nächsten Sitzung des EZB-Rates festgehalten wird.

Jetzt ist die Frage, ob die Frist von fünf Arbeitstagen eingehalten wurde.

Wilma Januar 26, 2015 um 21:46

@ ruby

oh, 4.7 falsch verstanden.

ruby Januar 26, 2015 um 22:04

@ Wilma

Draghi zieht eine gute Show durch – ohne Beschluss ab März 60 Milliarden : geben ist seeliger als nehmen !

ott0 Januar 26, 2015 um 22:42

WISSENSCHAFT BELEGT: GEBEN IST SELIGER ALS NEHMEN
Kanadische Studie belegt Zusammenhang zwischen Spenden und Glück
„Geben ist seliger als nehmen.“ Dieses Bibelwort (Apostelgeschichte 20,35) ist jetzt auch wissenschaftlich untermauert. Wie das in Washington erscheinende Magazin Science (Wissenschaft) berichtet, hat die kanadische Sozialpsychologin Elizabeth Dunn (Vancouver) in mehreren Studien herausgefunden, dass ein Zusammenhang zwischen persönlichem Glück und dem Weggeben von Geld besteht.

ott0 Januar 26, 2015 um 23:04

Wo stehen wir heute nach weiteren 5 Jahren “Politik”?

https://www.youtube.com/watch?v=BxRm5wvlWbM

topi Januar 26, 2015 um 23:05

Na sicher Otto.

Deshalb muss man ja erstmal Milliarden einnehmen, um so richtig geben zu können. ;-)

Die Beschränkung auf “Weggeben von Geld” ist verzichtbar. Man kann vieles Geben; vieles sogar deutlich wichtiger als Geld.

enrico Januar 26, 2015 um 23:25

»»»Bericht: USA sollen Mitspracherecht bei neuen EU-Gesetzen bekommen««

que impertinentia! Como on poterea acceptar isto?

Le “Union Europee” et su politicos obviamente es nihil plus que un cavallo troyanic del USA !

Vamos a defender nos!
Pro un libre Confederation de Europa!
Pro un Europa independente et neutral!
Basse con le imperio anglo-american!

(diese Sprache ist übrigens Interlingua)

Folkher Braun Januar 27, 2015 um 00:20

Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen. Im Straßengüterverkehr Europas bekommen wir wieder die 12 Volts-Beleuchtung. Dann werden unsere elektronisch geregelten pneumatischen Bremssysteme abgeschafft, denn die sind den Americanos zu kompliziert. Für die Installation und Reparatur braucht man eine Ausbildung. Beim Antiblockiersystem gehen wir zurück auf 2S/1M, dass heißt, es kann nicht mehr seitenweise präzise geregelt werden, sondern wir lassen die 40 Tonnen-Schleuder einfach länger rutschen. In der Fahrzeugtechnik sind unsere Vorbilder so etwas vom hinterm Mond, aber die Freiheit, ihren Billigkram bei uns einzuklagen, die geht natürlich vor.

Wilma Januar 27, 2015 um 01:11

Habe mal kurz in HAF reingeschaut. Was mir immer wieder auffällt, dass man gar nicht mehr den Kohäsionsfonds erwähnt.
Daraus erhalten Länder wie Griechenland doch schon seit Jahren Aufbauhilfe.
Wo ist das Geld denn hin ?

Systemfrager Januar 27, 2015 um 04:32

“Gestern ist die Linke mit Tsipras ins Bett gegangen und heute wacht sie mit den Rechtspopulisten auf”, teilte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt schadenfroh mit.

Gestern wollten die SPDler und Grünen den Kapitalismus abschaffen, heute kriechen sie ihm in Arsch
Gestern wollten die SPDler und Grünen den ewigen Frieden, heute jetzt kuscheln sie im Bett mit der faschistischen rusophoben ukrainischen Junta, die die Russen aumerzen will

Systemfrager Januar 27, 2015 um 05:26
NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 09:22

@ Systemfrager

Putin Fans nix rechts. Putin voll krass anti Faschist. Wir Russen machen anti Faschismus bis zum Endsieg . @ Systemfrager machen du mit, damit unsere Kinderchen nicht schwul werden?

http://www.ardmediathek.de/tv/Doku-am-Nachmittag/Nackte-Angst-Russische-Jagd-auf-Schwul/Einsfestival/Video?documentId=25989394&bcastId=13980890

Also @ Systemfrager kommst du mir mit Buk in nowo Rossija HEIL PUTIN! Für die Schluuuusss: ich lieben geile Podruga von RT und gruss auch an mein Kontackt Ofizirr.

@ HG

Der SEK Einsatz steht unmittelbar bevor. Allerdings überlegen wir noch, ob wir dich nach Dresden einweisen lassen.

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 09:32

@ ~ hg ~

” ===> … widerliches yankee-faschistenschwein!! ”

Halbgöttchen mit deinem HEIL PUTIN! HEIL DER HEILIGE PATRIARSCH KYRILL ist es bald vorbei. Kannst du nur noch schreiben und ist nichts mehr mit podruga in naschi lebensborn dann vill gutte soldatten machen? Kommando Peretz Smolenskin

Manfred Peters Januar 27, 2015 um 09:37

@ Systemfrager 04:32
Die militante Betschwester sollte sich lieber Gedanken machen machen , warum es im Agrar- und Beamtenland* Griechenland so wenig Sympathie für die ????????? ???????? gibt.
Tsipras geht doch mit der Koalition wenig Risiko ein. ??????????? ??????? steht für den Schuldenschnitt, wie übrigens auch noch im Frühjahr 2014 die deutschen Grünen. Wenn die ANEL nicht pariert, könnte Tsipras bei Neuwahlen doch nur gewinnen.
Tsipras könnte mehr Probleme in seinem eigenen Bündnis bekommen, denn eigentlich ist jeder Grieche von Geburt eine eigene mehr oder weniger demokratische Partei.

*Übrigens, wer sich mal bei der Bundeszentrale für politischen Bildung informiert, wird feststellen, dass die Grünen Deutschlands Beamten-/Besserverdienendenpartei ist.

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 09:45

http://www.likecool.com/Putin–Pic–Gear.html Uuuuha. Hot. Sexy. Butch boobs.

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 09:53

http://xn—–7kcjjbecbv1ciby9bp.xn--p1ai/

Iiich erwarte neue befell von mein kontakt offizirr heil putin!!! In Rrruuusland wir haben normal nix Schwule und jetz wir wlle freie Blig auf heilige Krim.

gelegentlich Januar 27, 2015 um 10:24

@NWO, der CIA und Disneyland
Tausend Dank! Caspar David Friedrich als Action-Bild?
Gut, dass es Leute gibt die sich so kümmern.

ruby Januar 27, 2015 um 10:41

Putin bereitet Obama richtig Kopfschmerzen?
EU-Gesetze nach US-Vorabzensur; wieder etwa Neues Regieren!
Befehlsausgabe neomodern…

Ekel Alfred Januar 27, 2015 um 10:58

1.
Ein vom Zentrum des Imperiums unabhängigeres Festlandseuropa und weniger grüne Phrasendrescherei: Sehr einverstanden! Aber hier schreiben doch angeblich die “Aarbeiderkinder” – was soll also das elitäre Protzen mit der Kenntnis fremder Sprachen.
2.
Thema war mal, dass die Eliten in Davos, angeführt von Bilderberger Schwab, auch nicht klüger sind als PEGIDA. Letztlich fahren die angeblich alle nur “auf Sicht” und versuchen (erfolgreich) sich Politiker zu kaufen, um die eigenen Taschen noch erfolgreicher voll stopfen zu können. Hier auf der Spielwiese können wir nur mutmaßen; sicher denkt der gewöhnlichen Oligarch / Milliardär erst einmal ans Geschäft. Aber in Davos treffen sich auch Leute, die im Gegensatz zu Pegida wie der brave Soldat Schach spielen können. Diese Leute finanzieren nicht nur die Wahlkämpfe der Parteien der Mitte(lmäßigkeit), sie besetzen mit ihrem Geld auch die politischen Ränder bis hin zum “Terrorismus” (historisch gut belegt, siehe z.B. Ganser). Und diese Leute besitzen die Medienimperien sowie die Think Tanks. Fr. Merkel gehört da nicht wirklich dazu. Eben nur “fast Familie”. Weiß noch nicht einmal mit Messer und Gabel umzugehen und erkennt nicht die kleinen Unterschiede. Bourdieu hat mit der Elite studiert und konnte dadurch auch die Elite studieren. Frau Merkel nicht.
3.
Nicht nur Merkel gehört nicht wirklich dazu. Auch Deutschland gehört nicht zum Westen (Emmanuel Todd 2012 insoweit ganz richtig im Spiegelinterview). Da helfen keine Atlantikbrücken. Selbst eine Elitentusse wie vdL kann bei den Großen immer nur die 2. Geige spielen. Denn heute denken wir wieder an Auschwitz. Die Nachkriegsordnung ist 1990 nicht wirklich beseitigt worden. Wir sind noch weniger souverän als z.B. Frankreich oder Polen. Wir sind schuldig und stehen unter Beobachtung. Man lässt uns noch nicht einmal bei den five eyes mitspielen.
4.
Es gäbe durchaus ein paar Möglichkeiten für Realpolitik. Z.B. könnte man mit dem billigen Geld die Infrastruktur stärken, das Bildungs- und Gesundheitssystem sanieren etc. All das wird von keiner Partei wirklich zielstrebig verfolgt. Stattdessen reden wir über die “großen” Themen, EURO, Weltpolitik usw. Das könnte nun wirklich etwas mit dem Nationalcharakter zu tun haben. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

ruby Januar 27, 2015 um 11:38

Infrastruktur, Bildung, Gesundheit sehr gut + günstig !
Gehören auf die Realagenda, immer wieder.
Geschöpft mit frischem Geld im nationalen subsidären Rahmen.
Phantasien und Ideen praktizieren mit den Menschen.

Andreas Kreuz Januar 27, 2015 um 12:01

@Ekel Alfred Januar 27, 2015 um 10:58

Da gibt es Unterstützung:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/959775.als-ich-das-wwf-programm-sah.html

topi Januar 27, 2015 um 12:39

Der erste Tag mit Syriza-Regierung ist rum;

und die Akropolis steht noch, Europa ist nicht im Meer versunken, und selbst “die Märkte” sind nicht kollabiert.

Na sowas.

Mein Bild des Chicken Race haben mittlerweile diverse Kommentatoren aufgenommen: wer zuerst zuckt, verliert.

Na mal sehen.

Ein Knaller könnte natürlich auch noch kommen. Tsipras, mit Anel schon auf Zypern engagiert, zaubert ein Abkommen mit Russland und China aus dem Hut: langlaufende günstige Kredite um die diesjährigen 20 Mrd an EZB und IWF zurückzahlen zu können, dafür werden die jeweiligen Staatskonzerne an den neuen Projekten zur Gas und Ölförderung beteiligen.

Bis jetzt war noch nichts zu lesen, über Treffen mit einschlägigen Russen oder Chinesen. Wir sitzen hier zwar ab vom Schuss, aber ein solcher Spielzug wäre ja nur dann sinnvoll, wenn er auch bekannt wird, also das sollte schon kolportiert werden.

topi Januar 27, 2015 um 13:07

Ein anderer Knaller wäre eine Vermögensabgabe für alle vermögenden Griechen sagen wir mal ab Millionär.

Und zwar samt der ins Ausland verschafften unversteuerten Gewinne in nepotistisch geschützten Branchen der Vergangenheit.

Das bräuchte natürlich lange Vorlaufzeit und Kooperation der Geldfluchtländer. Es ist wohl auszuschließen, dass es bisher Maßnahmen in diese Richtung gab.

Machbar wäre das.
Die Zyprioten haben erfahren, wie über Nacht ihre Bankkonten auf einmal um X Prozent entwertet wurden.

Bei anderen Vermögensarten wäre es schwieriger, aber durchaus machbar, wenn entsprechend Ermittler eingesetzt werden.

Hier könnten sich die Ex-Troikaner auch kaum wehren, mit Sachverstand und Experten auszuhelfen.

Von den Konten sofort zehn Prozent, bei anderen Vermögensarten richtet man Übergangsfristen ein (Notverkäufe sind ja auch nicht sinnvoll).
Da die horrenden Schulden Griechenlands ziemlich gut verpackt sind (der Schuldendienst ist bei weitem niedriger als früher, trotz deutlich höheren Schuldenstandes, durch die runtersubventionierten Zinssätze und sehr langen Laufzeiten), wäre sehr schnell richtig viel Geld für soziale Projekte, aber auch für Investitionen in Infrastruktur etc frei.
Und man müsste nicht das Gemeineigentum billigst verramschen in der Hoffnung auf ein paar Investitionen, wenn man sie selber stemmen kann.

topi Januar 27, 2015 um 13:30

Hat jemand aktuelle Zahlen zur Euro-Auswanderung aus Griechenland?

Zwei Banken haben schon vorige Woche 5 Milliarden aus einem Notfallfond bei der griechische Notenbank beantragt (EZB muss da zustimmen, wird sie wohl getan haben, sonst hätten wir davon gehört).

Der Stichtag für die Vermögensabgabe ist natürlich mindestens auf die Ankündigung der Präsidentenwahl zurückzuverlegen. (wie gesagt, ich wäre für 2007 oder so)

BB Januar 27, 2015 um 13:40

@NWO, der CIA und DisneylandSchreibtisch-Academi

Brauchst gar nicht so zu radebrechen. Manch Slave spricht erstaunlich gut englisch:

https://www.freitag.de/autoren/jens-bernert/academi-soeldner-in-der-ukraine-in-news-video

(ab Minute 2:25)

EU will neue Sanktionen?

Das ist doch wohl nur gegen die Ukraine sinnvoll, denn die hat vor Mariupol eine massive miltärische Offensive gegen die Ost-Ukraine begonnen und damit das Minsker Abkommen krass verletzt! Die haben angefangen!

Allerdings sollte da schon klar gewesen sein, dass die Separatisten ihnen militärisch überlegen sein würden.

Der einzige Sinn dieser ukrainischen Offensive konnte also nur sein (logisch gefolgert):

- entweder von USA und Polen soviel Waffen und Support zu erhalten, um gewinnen zu können, was nicht der Fall war, oder

- durch diese Offensive den Konflikt ohne Aussicht auf Erfolg so zu verschärfen, dass die Separatisten keine Verhandlungen mehr wollen.

Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten vor dem Hintergrund des Zustandes der Ukrainischen Armee und der Verlauf der Ereignisse belegt, dass der zweite Punkt zutrifft.

Deshalb steckt zwangsläufig die USA dahinter, die jeden europäischen Verhandlungsversuch mit dieser miesen, trickreichen kriegsverbrecherischen Strategie unterläuft.

Es geht vielleicht noch nicht einmal darum, den Konflikt zu gewinnen, sondern nur darum, permanent die EU zu zwingen, die wirtschaftlichen Sanktionen zu verschärfen.

Die USA betreiben hier eine kriegsverbrecherische heuchlerische Strategie. Der Einsatz von Blackwater und auch die neue chancenlose Offensive der Ukrainer (vor Mariupol) beweisen das eindeutig.

Wenn die EU da mitmacht, ist sie nicht mehr souverän. Sie ist genauso wie die Ukrainische Regierung nichts anderes als ein Hampelmännchen-Statthalter-Regime der USA.

ruby Januar 27, 2015 um 13:48

@topische
Neuer FM in GR kann Kapitalverkehrskontrollen und kennt die Abflüsse!
Schuldenhalbierung durch Vermögenseinnahmen gut realistisch.
Beispiel für EU-Steuerpolitik; Podemus to come …

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 14:23

@ BB aka Mr. Selbstgespräche ( Stimmenhören ist ungesund )

Wir machen es kürzer: Mich interessieren weder eure ukrainisch – faschistischen – noch russisch – faschistischen Rollkommandos. Nur wenn, wie oben, Zar Putins Reich, als antifaschistisch bezeichnet wird, finde ich das geil.

Russland in 15 Sekunden:

https://www.youtube.com/watch?x-yt-cl=84503534&v=jBqtQjJqSQw&x-yt-ts=1421914688

BB Januar 27, 2015 um 14:48

@NWO-Selber-Selbstgespräch

Kannst du dich auch einigermaßen klar artikulieren, außer ein paar russophobe Bildchen und Videos zu verlinken? Weil, sonst weiß keiner, was du meinst. (Das Wort “antifaschistisch” kommt bei dir zum ersten Mal vor).

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 16:08

@ BB aka Mr. Selbstgespräche ( Stimmenhören ist ungesund )

Falsche Adresse. Ich habe hier keinen Gegensatz aus Ukraine gleich faschistisch und dem starken, antifaschistischen Vladi aufgemacht.

“…außer ein paar russophobe Bildchen und Videos zu verlinken?”

Gut das du mich daran erinnerst: Währenddessen in Russland

https://www.youtube.com/watch?x-yt-ts=1422327029&x-yt-cl=84838260&v=i3FWQcO8plk

Systemfrager Januar 27, 2015 um 16:51

Nur wenn, wie oben, Zar Putins Reich, als antifaschistisch bezeichnet wird, finde ich das geil.

Ja weil du ein Vollidiot bist. Wie viele slawische Untermenschen hätte dein Großvater noch töten wollen, um seine Niedrigwertigket- Komplece zu befriedigen
Und noch etwas du Vollidot
Ginge es darum “Auge um Auge” dann frage ich mich wie vielle Jahrhuderte müssten die Detuschen Kinder zeugen (sie können es schon jetz nicht mehr, kenne ich sehr gut, die Spermien sind zu träge wie die Gehirne von einigen wie du), bis die Rechnung ausgeglichen wäre
fl ich BITTE DICH DIESMAL WIRKLICH UM EINE GNADE; MICH JETZT NICHT LÖSCHEN – dieser hat es verdient

Soldat Schwejk Januar 27, 2015 um 17:19

@ BB

Das Zurschaustellen russophober Neigungen scheint hier ohnehin immer einherzugehen mit einer Regression auch auf der sprachlichen Ebene; das Kindergartengelalle kommt einem ja schon vertraut vor. Würde deshalb die Hypothese in den Raum stellen, daß die Russophobie nur das Symptom einer umfassenderen hirnphysiologischen Störung ist, welche sich auch auf das Sprachvermögen auswirkt. Hoffentlich reversibel.

Das um 9:45 Uhr verlinkte Bild hat übrigens nix mit CDF zu tun, die Vorlage ist Iwan Schischkin, hier das Original:

http://www.kunstkopie.de/kunst/iwan_iwanowitsch_schischkin/schischkin.jpg

Dürfte dort ebenso bekannt sein wie CDF hier, und die Montage ist nix als eine kleine Spielerei, wo man sich schon sehr bemühen muß, um die Ironie zu übersehen.

@ Disney-NWO

Das um 16:08 verlinkte Filmchen fand ich aber sehr erheiternd. Nun ja, das ist eine abgelegene und kaum befahrene Dorfstraße da. Der Auftrag, dort eine Mittellinie zu ziehen, war offensichtlich einigermaßen sinnlos. Die Ausführenden haben ihn aber immerhin recht kreativ interpretiert. Ich hoffe, sie hatten eine gute Zeit dabei. Würde sie für einen Aktionskunstpreis vorschlagen. Erinnert mich an den Film “Prince Avalanche”.

Systemfrager Januar 27, 2015 um 17:51

Ach ja, die “deutsche Sprache schwere sprache”
Ist man ein einziger Tag in Deutschland, hat man das schon gehört, und eine Ausstrahlung in den Geschichtern gesehen, wie diese Sprache allen anderen hoch überlegen ist.
Ach was:
Nur in Deutsch muss man Substantiv groß schreiben, weil sons ist nicht von Adjektiv zu unterscheiden, zumindes geschriebene Sprache soll diesen Mangel irgendwie kaschieren. Aber wenn es nur diese Schwäche gäbe?????????
1) Weil die Deklinationen auf dem Neandertal-Niveau sind (so schlecht wie in Eglisch oder Ungarisch ist es doch nicht), muss man Worte zusammekleben, so enstehen unendlich lange äußerst schwerfälige Konstrukte
2) Nun zur Rettung der steinzeit-hintergebleibenen Deklination hat man der-die-das, ein-eine-ein, nix-nix-nix – es gibt keinen Linguistik-Doktor der da eine Logik herausgefudnen hat
3) Weil der Anfang von Verb am Ende des Satzes kommt, und sätze unendlich lang sind, muss man verzweifeln bis man versteht, was gemeint wurde
4) Man hat alle mögliche Tempus, vielleicht wolle man nicht zugeben, dass die deutsche Sprache hinter der Lateinischen steht, es gibt aber keinen Doktor der Liniguistik, der eine Ahnung hat, wozu das alles und wann soll was “richtig” gebraucht werden. (Das da eine Ordnung geben kann, siehe englische Spache.)
FAZIT: DEUTSCHE SPRACHE EINE DURCHEINANDER-SPRACHE
=====
gut gut gut
Jede Sprache hat Vorteile und Nachtele, ich kenne aber keine Sprache der Welt, wo man stolz wäre, dass eine schrecklich durchkonstruierte Sprache eigentlich ein Zeichen wäre, wie die Sprache allen anderen überlegen wäre
insoweit nix gegen die deutsche Sprache
aber gegen die Idioten, die so wie dieser oben so stolz ist, wie er Deutsch kann, habe ich schon was

petervonkloss Januar 27, 2015 um 17:59

@topi Januar 27, 2015 um 12:39

„Der erste Tag mit Syriza-Regierung ist rum;“
>>>>>>>>„Ein Knaller könnte natürlich auch noch kommen.“.

Sowas muß man können!!! Und sich nicht nur in marxistischen Spiegelfechtereien großtun.

Hast Du jemals eine Linke gesehen, die das auch in der Etappe kann? Da verwenden sie nur noch gelegentlich das
Adjektiv „progressiv“ wie ein zurecht längst entflohener Floh aus dem selben Zirkus.

Und die Griechen – ich sag dies hier aus eigener Erfahrung mit einem griechischen Autor und Regisseur – neigen eh
zur Großmäuligkeit, da sie sich mindestens als die Enkel von Platon, Sokrates und Aristoteles sehen.

Man muß den geschichtlich – ökonomischen Teig mittels viel Erfahrung zu kneten und formen wissen und einen
Charakter der Widerspenstigkeit entfalten können, den weder die Griechen noch die Besiegtendeutschen jemals ent-
faltet haben.
( Hampelmännchen-Statthalter-Regime ).

Spontan-Gedicht für die NSA ( New Stauffenberg Armee )

Wir lebten in der besten aller Welten,
Und ihr wolltet das Gute und Gerechte
Für Alle und das Cogito ergo der Unend-
lichen Metaphysik. ihrer technisch-ökonomi-
schen Verifizierung. Sie hat sich in Billionen auf-
gerauscht wie alle Formen derselben, aufgelöst und „Ort-
los“ in die schönen und kleinen Katastophen des unmerklichen
Nichts. Damit der alte Rauschebart seinen alten „Zinnober“ weitergibt
und weiter zeigt, daß Dinge so sind wie sie immer waren in neuesten
Gewährnissen der Welterzeugung, die hart und zugleich fein sein werden;
das gebrochene alte Monstrum Metaphysik kehrt heim zu seinen An-
fängen wie ein wildes Tier das sämtliche Dinge in die Einfalt reißt,
und so sich in die Spitze des Zauberstabes tief innerlich begibt
wie das eingesunkene Nachtauge der Höhlenlichtung zu
brechen in das geheimste Ziel der Ziele da alles durch-
schaut im größten Wagnis der vielen Tode,
darin selbst die beste aller Welten ihr
unheimliches Zeugnis behält.

( Mit „der alte Rauschebart“ ist M. Heidegger gemeint ).

KommentatorX Januar 27, 2015 um 18:26

@Enrico Januar 26, 2015 um 21:32
Bin zehn Jahre später als die 68er geboren, habe aber Geschwister als ehem. “68er”. Na ja, Na ja…da gab es ein paar rebellische Kerle aus der Oberschicht, die gerne so mächtig sein wollten wie ihr Herr Papa und weil das nicht so leicht ging, war man revolutionär, hat große Reden gehalten, während die Mädels das ganz toll fanden. Und als die tollen 68er-Redner es dann doch geschafft haben nach oben zu kommen, war das mit der Revolution und den ehemaligen Reden bald irgendwie gar nicht mehr so gemeint. Und die dazugehörenden Mädels fanden das dann auch irgendwie in Ordnung. Nein, sind wir doch mal ehrlich, so toll waren die 68er nun wirklich nicht. Das waren in ihrem Herzen doch recht spießige “Revolutionäre”. …

Erstaunlich, welch falsches Bild von den „68-ern“ heute in den Köpfen ist!

Ich bin Abi-Jahrgang 1967 und in dieser Zeit politisiert worden. Ideologisch war unser humanistisches Gymnasium wie eine Käseglocke, man bezog sich auf die Zeit der Aufklärung und die Deutsche Klassik, so als könnten wie als „mündige Bürger“ mit „Zivilcourage“ daran direkt anknüpfen, an eine Epoche, die bereist anderthalb Jahrhunderte untergegangen war und auf die ein Jahrhundert reaktionäre Restauration und anschließend barbarische Jahrzehnte mit Weltkriegen und Faschismen folgten.

Unsere Lehrer ermöglichten uns eine geistige Entwicklung von Wissen, Denken und Können, welche den Zugang zu einer geistigen und wissenschaftlichen Welt eröffnete, der uns aufgrund unserer Klassenzugehörigkeit ansonsten versperrt gewesen wäre. Dafür bin ich meinen Lehrern noch heute dankbar.

Nur 2 meiner Klassenkameraden hatten einen Akademiker zum Vater. Der Rest kam aus dem „unteren Mittelstand“, meist kleine Angestellte und kleine Beamte ohne höhere Bildung. Ursprünglich waren wir in der Sexta (5. Klasse) 27, mit 9 gingen wir ins Abitur. Es war damals normal, dass 50% oder mehr scheiterten.

Vorbilder an Zivilcourage waren diese Lehrer nicht, aber sie ließen die Entwicklung von kritisch-oppositionellem Denken und Argumentieren in gewissem Rahmen zu.

Von Marx und Freud haben wir nichts gehört, der Begriff „Kapitalismus“ ist nie gefallen, von der „Arbeiterbewegung“ haben wir nie etwas erfahren. Wir wurden zu Idealisten der „Demokratie“ erzogen.

Die „68-er“ sind in Deutschland aus der APO entstanden. Das Ziel der APO war die Verteidigung unserer freiheitlich-demokratischen Verfassung gegen die Einschränkung der Grund- und Freiheitsrechte durch die Notstandgesetze, wie von der Großen Koalition aus CDU-CSU und SPD geplant.

Die APO war eine bürgerliche, freiheitliche und demokratische Bewegung zur Erhalt der Verfassung gemäß Grundgesetz.

Mit der APO entstand ein Prozess der Politisierung insbesondere von Intelligenzschichten. Unter „Politisierung“ verstehe ich vor allem die Entwicklung eines Bewusstseins über gesellschaftliche Zusammenhänge. Durch die Rezeption von kritischen Theorien wurde verstanden, dass individuelle Freiheit und Demokratie im Widerspruch zum kapitalistischen System stehen.

Eine Behauptung der Nazis war „Arbeit macht frei!“.
Und genau diese Behauptung findet sich heute in der Propaganda der neuen Faschisten, nämlich der Wirtschaftsfaschisten, wenn sie die Arbeit idealisieren und „Arbeit, Arbeit, Arbeit!“ zum Ziel setzen.

Aber kapitalistische Lohnarbeit macht nicht frei, sondern macht die Menschen zu Sklaven von „entfremdeter Arbeit“. Dies war damals jedem politisch bewussten 68-er klar und vor allem dagegen richtete sich die Systemkritik.

Die einen wollten dem „System der entfremdeten Arbeit“ – was das ist, verstehen wahrscheinlich heute über 99% nicht mehr – entkommen durch Flucht aus der Gesellschaft und Führung eines selbstbestimmten Lebens in Kommunen (z.B. die Hippies), andere wollten das System durch ein neues, nämlich ein freiheitlich-sozialistisches System ersetzen.

Letzteres wollten weder die Kapitalisten noch die Kommunisten und die SPD machte wieder einmal die konterrevolutionäre Drecksarbeit (cf. Niederschlagung der deutschen Revolution 1918/19 – SPD-Noske: „Einer muss den Bluthund machen …“).

Die revolutionäre, freiheitlich-demokratische-sozialistische Bewegung der 68-er wurde nicht – wie nach dem WK I – blutig durch Polizei und Militär niedergeschlagen, sondern durch den „Radikalenerlass“ des SPD-Kanzlers Brandt 1972.

In der eigenen Biographie habe ich es erfahren:
Man begann als idealistischer, mündiger Bürger mit Zivilcourage, der sich für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Verfassung einsetzte, dann begriff man die gesellschaftlichen Zusammenhänge und wurde zum Systemkritiker des Kapitalismus und als dieser wurde man vom Establishment unter Führung der SPD politischer Repression unterworfen und zum politisch Verfolgten gemacht, dem eine Berufsaufübung nicht nur in privaten Wirtschaftsunternehmen, sondern auch im Öffentlichen Dienst verunmöglicht werden sollte.

Heute versteht man unter „68-er“, was die Schreiberlinge der Springer-Presse von ihnen darstellten: Kommune I mit Uschi Obermeier, wichtigtuerische Radikalinskis, Psychopathen, Neo-Stalinisten, Terroristen etc.

All das, was an kritischem Bewusstsein über gesellschaftliche Zusammenhänge und die Möglichkeiten eines anderen und besseren Lebens damals existierte, ist heute tot.

Eine Auslöschung von humanistischen und kritischen Theorien, ähnlich wie bei den Nazis, dabei ohne Bücherverbrennungen etc. auskommend.

Die 68-er-Generation ist eine gebrochene Generation, die meisten von ihnen haben ihr früheres Bewusstsein verdrängt und sind so geworden, wie sie niemals haben werden wollen, zum Teil schlimmer als die damals von ihnen Kritisierten.

Typisch für Letzteres die rotgrüne Regierung Schröder-Fischer. Und die neoliberale Entwicklung von Ex-68-ern in der SPD und den Grünen sowie in den Medien und in der Wissenschaft.

Was die jene Entwicklung der Bevölkerung betrifft, welche als „Verblödung“, „Gehirnwäsche“ etc. bezeichnet wird, so ist mein Eindruck ist, dass diese in allen westlich-kapitalistischen Gesellschaften ähnlich ist.

Wenn man den Bewusstseinszustand der deutschen Bevölkerung – insbesondere der Jugend – betrachtet, so stellt sich die Frage, wo dieser besser und fortschrittlicher ist, wo es mehr und bessere Bildung, kritisches Denken und Oppositionsgeist gibt?

P.S.
Die 68-er mit ihren Theorien sind nicht vom Himmel gefallen.
Sondern sie hatten akademische Lehrer, welche diese Theorien vermittelten.
Ohne diese hätte es die Theorieentwicklung im SDS und nicht die 68-er gegeben.
Heute ist die Vermittlung von kritischer Theorie aus den Hochschulen verschwunden.

gelegentlich Januar 27, 2015 um 18:35

@pvk
Das „eingesunkene Nachtauge der Höhlenlichtung“ wird man sich merken müssen. Wie zum Teufel soll die NSA ( New Stauffenberg Armee ) damit zielen, und gar nachts?

Ekel Alfred Januar 27, 2015 um 18:52

@andreas kreuz
Novo-Viren für die über uns in Helis schwebenden “Exponenten” ist mir zu destruktiv. Das bewirkt wenig – außer vielleicht eine Ausweitung des Terrorismusbegriffes. Auch die Querfrontphantasien erscheinen wenig realistisch. Linke und AfD verbindet hierzulande wirklich nichts außer interner Zwist und Bedeutungslosigkeit.
Nur die Mitte, der außerhalb der etablierten Parteien (oder gar der rückwärtsgewandten AfD) eine organisatorische Alternative aufzuzeigen ist, könnte einen Kurswechsel erzwingen. Mitte interpretiere ich sehr weit (nicht wie BB mit 4.500 EUR). Denn ein hochqualifiziertes Doppelverdienerpaar in MUC wird sich auch mit 10 T netto nie eine anständige Hütte leisten können, wenn nicht einer erbt. Die wirklichen Gewinner des Systems sind die 0.001 %. Solange die Mitte aber zwischen Sexting und Dschungelcamp im politischen Tiefschlaf döst und die tägliche Propaganda glaubt, werden die Eliten leichtes Spiel haben.
Das liegt nur im Einzelfall an hirnphysiologischen Störungen. Denn selbst sonst besonnene Akademiker sind für plumpe Hasspropaganda fast ebenso empfänglich wie PEGIDA, sobald ihnen täglich mit Wort und Bild eingehämmert wird, dass die faulen Südländer, Assad, ISIS, Putin oder andere Projektionen ihre gefährlichsten Feinde sind. Erlebe ich in meinem Umfeld ständig, wo man schnell als Verschwörungstheoretiker / Amerikahasser gilt, wenn man auch nur vorsichtig zum Hinterfragen der Narrative ermuntert oder an Filme wie wag the dog, Ghostwriter und viele andere “Satiren” erinnert.

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 18:54

@ BB @ Systemfrager – heult doch.

Ziemlich sichere Sache: hätte ich hier geschrieben, was für ein geiler und toller Typ Putin ist und das ganze noch mit ein bisschen üblem Weltfinanzjudentum ergänzt, hätte keiner reagiert.

Da ihr beiden euch öfters über Mainstream Medien beklagt, gebt ihr mir, insgeheim, alleine, doch Recht, das Antiwestliche, Antisemitische und Verschwörerblödsinn, hier und überall im Netz Mainstream sind.

Mit Putin in die Gay Bar

https://www.youtube.com/watch?v=ORSgkBz09-Q&x-yt-ts=1422327029&x-yt-cl=84838260#t=98

NWO, der CIA und Disneyland Januar 27, 2015 um 19:08

@ BB

“…außer ein paar russophobe Bildchen und Videos zu verlinken?”

Noch schnell was zum lästern: und was die da für Autoooos fahren. Nein.

https://www.youtube.com/watch?x-yt-ts=1422327029&v=Eyase-RQT_I&x-yt-cl=84838260

@ Systemfrager

Genau. Schütze die russische Gesellschaft vor Verunglimpfung. Faschismus in Russland? Datt gibbet nur bei uns!

Andreas Kreuz Januar 27, 2015 um 21:30
worms Januar 28, 2015 um 02:34

Bißchen enttäuschend, angenehm kühl.
Mal drüber schlafne ….

topi Februar 2, 2015 um 17:43

Pegida-Abtrünnige gründen “Verein für direkte Demokratie”.

Rechts von der Union, soll er stehen. Na dann mal los.

Es dürfte stark davon auszugehen sein, dass es hierum keinen Hype geben wird.
Denn wie sollte man zigtausende Gegendemonstranten gegen “direkte Demokratie” mobilisieren.?

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