Griechenland nach der Wahl: Alter Wein in neuen Schläuchen?

by f.luebberding on 27. Januar 2015

Mit dem Regierungswechsel in Griechenland beginnt eine neue Diskussion über die Zukunft des Landes. Daher sollte man noch einmal kurz klären, was eigentlich das Problem namens “Griechenland” gewesen ist. Griechenland war nämlich nicht die Ursache der Eurokrise gewesen, sondern lediglich ihr Auslöser. Es machte die Funktionsdefizite der EWWU deutlich und stellte damit zugleich ihre Zukunft in Frage. Der Staatsbankrott Griechenlands hätte unter den damaligen Voraussetzungen die Mitgliedschaft weiterer Eurostaaten im System gefährdet. Um den weiteren Vertrauensverlust in europäische Staatsanleihen zu verhindern, entwickelte die EU eine Reihe von Instrumentarien, um den befürchteten Dominoeffekt zu verhindern. Die brauchen wir hier nicht zu erläutern, aber es sind damals alle Marktteilnehmer und Beobachter von einer Voraussetzung ausgegangen: Ein Staatsbankrott wäre nur in Verbindung mit dem Ausstieg aus der Währungsunion zu machen gewesen. Das aus einem schlichten Grund. Wenn Griechenland schon den Preis für ein solches Desaster zahlen wollte, den Verlust des Vertrauens ausländischer Investoren und damit den fehlenden Zugang zum Finanzmarkt, machte das im Euro keinen Sinn. Dann bliebe nur die reale Abwertung (Senkung der Lohnstückkosten) als Alternative zur monetären Abwertung durch Einführung einer eigenen Währung. Zudem wäre man nur mit dieser eigenen Währung in der Lage, eine vergleichsweise eigenständige Geldpolitik zu betreiben.

Bekanntlich scheiterte der Staatsbankrott Griechenlands nicht an den Griechen. Vielmehr an dessen Folgen für die Finanzmärkte. Der Abschreibungsbedarf auf griechische Anleihen – und der drohende Ausfall der Bonds weiterer europäischer Staaten – hätte nicht nur europäischen Banken und Versicherungskonzernen das Genick gebrochen. Das geschah kurze Zeit nach dem faktischen Kollaps der Weltfinanzmärkte wegen der US-Immobilienkrise. Diesen Schlag hätte das System schlicht nicht mehr verdaut. Der Dominoeffekt war somit eine reale Bedrohung. Allerdings vor allem für die Bürger, die bei Banken und Versicherungen über entsprechende Anlagen verfügten. Ob nun direkt oder indirekt über Fonds etc. Der Abschreibungsbedarf wäre gigantisch geworden. Wer somit in Griechenland gerettet worden ist, war der typische europäische (und vor allem deutsche) Mittelständler mit entsprechendem Vermögen. Die Superreichen kann man hier aus zwei Gründen ignorieren: Sie hätten sich diese Verluste leisten können und waren in ihren Investments schon immer ausreichend diversifiziert gewesen. Bei einem wohlhabenden Mittelständler (oder Arbeitnehmer) ist das zumeist nicht der Fall. Es fehlt dafür schlicht die Vermögenssubstanz und außerdem das entsprechende Fachwissen.

Wer den Preis für die Rettung Griechenlands zahlte, waren also (Wer hätte das gedacht?) weder der deutsche Staat, noch seine Bürger. Beide profitierten von der Rettung. Deutsche Finanzminister durch einmalig günstige Refinanzierungsbedingungen. Der Vertrauensverlust in Irland, Italien, Spanien etc. führte zum Vertrauensgewinn in deutsche Staatsanleihen. Sie galten in der Euro-Existenzkrise als sicherer Hafen. Den Preis dafür bezahlten die Griechen selbst. Mit den Folgen realer Abwertung, die da wären: Lohnkürzungen, Abbau staatlicher Leistungen, Verlust von Arbeitsplätzen. Das BIP ist zwischen 2008 und 2013 um sagenhafte 25 % zurückgegangen. Damit musste die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP prozentual steigen. In absoluten Zahlen wird aber erst deutlich, was Konsolidierung bedeutet. Der gestiegene Schuldenstand drückt nicht die ungebrochene Verschwendungssucht der Griechen aus. Ganz im Gegenteil: Vielmehr den im historischen Vergleich für europäische Verhältnisse nach 1945 einzigartigen Zusammenbruch der griechischen Wirtschaftsleistung.

Jede neue Regierung in Athen muss somit einen Weg aus diesem Desaster finden. Da nutzt es auch wenig, die Ursachen mit guten Gründen in Griechenland selbst zu finden. Die Stichworte sind bekannt: Korruption und Klientelismus, eine desaströse staatliche Bürokratie, ein heruntergekommenes Parteiensystem, Statistik-Fälschungen gegenüber Brüssel, fehlende private Investitionen. Ohne die Fehlanreize des Eurosystems hätte sich die Regierung aber niemals in gleicher Weise im Ausland verschulden können. Das funktionierte bis 2009 nur unter der Annahme der faktischen Risikolosigkeit griechischer Staatsanleihen. Sie profitierten von für griechische Verhältnisse historisch niedrigen Zinsen, die sie mit der Drachme als Währung nie bekommen hätten. Griechenland war somit ein vergleichbarer Fall wie die US-Häuserkäufer im Subprime-Segment gewesen. Der Markt bildete bis 2009 Risiken nicht mehr ab, sondern sorgte lediglich für die Blindheit der Marktteilnehmer.

Das ist aber der berühmte Schnee von gestern. Heute geht es darum, wie Griechenland aus der fünf Jahre dauernden Depression wieder herauskommt. Daran hat jeder ein Interesse, auch die anderen Europäer. Was bisher deutlich geworden sein sollte: Die Rahmenbedingungen der Jahre 2009 existieren heute nicht mehr. Weder gibt es eine Eurokrise, noch einen Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte wie 2008. Unter heutigen Bedingungen wäre ein Staatsbankrott Griechenlands damit eine realistische Option. Es droht kein Dominoeffekt wie damals. Griechenland muss sich damit lediglich eine Frage stellen: Wie es im Land die Investionen gibt, die es braucht, um wieder mit einem steigenden BIP rechnen zu können. Mit der bisherigen Austeritätspolitik und der realen Abwertung gegenüber den anderen Eurostaaten wird das weiterhin nicht funktionieren. Wenn sich bisher kein ausländischer Investor dazu entschließen konnte, in Griechenland zu investieren, wird er das auch in Zukunft nicht tun. Die Alternative dazu ist die Entwicklung des Binnenmarktes.

Das funktioniert im Rahmen des Euro nur unter einer Bedingung: Mit Subventionen, vergleichbar mit denen in der DDR nach der Einführung der DM. So könnte man die Einkommen stabilisieren und damit zugleich die Voraussetzungen für private Investitionen schaffen. Nichts anderes ist nämlich der Vorschlag, die Altschulden Griechenlands zu erlassen, die übrigens heute zumeist in staatlicher Hand sind, entweder beim Rettungsfonds oder der EZB. Nur wird damit nicht ein Subventionstatbestand geschaffen, wie beim Aufbau Ost, sondern die Subventionen de facto sofort ausgezahlt. Der Fiskus in Athen bekäme mit dem Schuldenschnitt die nötigen fiskalischen Spielräume, um zu investieren oder private Investitionen anzuregen. So die Theorie.

Nur änderte das nichts an dem grundsätzlichen Problem der griechischen Volkswirtschaft. Ihrer im Vergleich zu den anderen Europäern fehlenden Produktivität. Ihre Industrie konkurrierte dann immer noch mit den anderen Europäern auf Grundlage einer gemeinsamen Währung. Es gibt aber deshalb auch weiterhin keinen erkennbaren Grund, warum der griechische Bedarf an Gütern nicht durch Importe gedeckt werden sollte. Die Streichung der Schulden ändert somit nichts an dem eigentlichen Problem der Griechen: Ihrem Außenhandelsdefizit. Das muss auch nach einer Schuldenstreichung jemand bezahlen, egal wie der Regierungschef in Athen heißt (Eine Ausnahme wäre zu machen: Dagobert Duck). Ein klassisches Wechselkursregime setzt diesem Defizit automatisch Grenzen. Ein sinkender Drachme verteuert die Importe und macht damit erst Investionen in das Land attraktiv. Die einheimische Produktion zur Befriedigung der Binnennachfrage wird entsprechend stimuliert. Natürlich kann man das auch anders lösen, etwa durch Spezialisierung auf hoch-produktive Sektoren – oder eben durch Subventionierung in einem gemeinsamen Währungs- und Wirtschaftsraum wie in Deutschland nach 1990.

Aber ich habe bis heute noch keinen Vorschlag gelesen, wie eine Volkswirtschaft ohne einen der beschriebenen Mechanismen auf einen grünen Zweig kommen soll. Insofern bin ich gespannt, welche Lösungsvorschläge aus Athen, Berlin oder Brüssel präsentiert werden. Bisher habe ich allerdings dazu noch wenig gehört. Aber vielleicht war ich auch zu sehr mit Pegida beschäftigt gewesen.

{ 375 comments }

Wilma Januar 27, 2015 um 17:57

Ohne den Euro hätten einige Länder schon längst mehr Steuern von den Vermögenden erheben müssen, um ihre Staatshaushalte zu finanzieren.

keiner Januar 27, 2015 um 17:59

“Diesen Schlag hätte das System schlicht nicht mehr verdaut”

Und deshalb schade, das es anders kam. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein… Werden hinterher wieder viele auch so sehen, aber dann ist’s zu spät. (und der Wein war neu und die Schläuche alt).

Soldat Schwejk Januar 27, 2015 um 18:25

—> “Außenhandelsdefizit… muss auch nach der Schuldenstreichung jemand bezahlen”

Ist es bei einer klassischen Tourismusnation nicht viel sinnvoller, die gesamte Leistungsbilanz zu betrachten statt nur die Handelsbilanz?

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 18:30

Schwejk

Wie man diese Defizite ausgleicht, ist tatsächlich egal. Das geht auch durch Überweisungen von Griechen, die in Deutschland arbeiten. Aber der griechische Tourismus würde natürlich auch ohne den Euro funktionieren.

topi Januar 27, 2015 um 18:44

Am Ende doch noch die Kurve gekriegt zum Außenhandel, ich dachte schon. ;-)

Aber lieber Frank: Außenhandel ist das eine, es geht um die Leistungsbilanz, also mit Tourismus und Übertragungen und so.
Die war schon 2013 positiv für Griechenland, für 2014 habe ich noch nichts gefunden (ein Witz, dass die wichtigste Zahl zur Beurteilung der beschworenen “Wettbewerbsfähigkeit” nicht in der Diskussion auftaucht).

Das gigantische Leistungsbilanzdefizit hat sich vor allem durch einen Abbau der Importe abgebaut, aber immerhin.

Das jetzige ungefähre Gleichgewicht bedeutet: ganz ok, wenn ich mehr importieren will, muss ich auch mehr exportieren, um im Gleichgewicht zu bleiben.

Es ist ja eine Mr, dass jedes Land mindestens 205 Industrieproduktion als Basis für die VW haben muss. Soviel Krempel will überhaupt keiner haben.

Also braucht es keine besonders innovativen neuen Produkte oder Hightechproduktion, um überhaupt Arbeitsplätze im Land zu haben.

Sie könnten vieles von dem ganz alltäglichen Zeuch, was man so kauft, selber herstellen.
Und sowas auch exportieren.
Bei Lebensmitteln ist immer noch sehr viel Potential.
Und Energie kann man selber machen, gerade auf sonnigen Inseln, ideal für Windkraft und Solarzellen.
Wenn sie dann noch ihr Öl und Gas heben, und natürlich den Tourismus auf hohem Niveau ausbauen, kann Griechenland einen sehr ordentlichen Lebensstandard haben, ohne High-Tech oder so.

Auf eine industrielle/ landwirtschaftliche/ touristische/rohstoffliche /energieproduzierende Basis kann ja dann der Binnensektor aufsetzen.

Natürlich braucht es Investitionen. Staatliche wären in vielen Bereichen sinnvoll, dass ist derzeit schwierig. Es gibt diverse Programme und Töpfe von EU und Eurozone und so, da sind auch weitere denkbar.
Private Investitionen kommen bei Absatzerwartungen. Wenn Kostas Normalos wieder etwas mehr Geld ausgeben kann, wäre das schon ein Zeichen.

Aber man kann natürlich auch sehr pragmatisch herangehen: die fällige Krisensondervermögensabgabe kann man staffeln, Vermögen, welches investiert wird in Realwirtschaft, kriegt günstigere Sätze als anderes.

Das Kunststück muss sein, die Preise und auch die Löhne bei einem beginnenden Aufschwung im Rahmen zu halten; und dieser Rahmen ist durch die deutschen Austeritätstalibane sehr eng gesteckt.

topi Januar 27, 2015 um 18:46

* Mär, dass jedes Land 20% Industrieproduktion haben muss

holger Januar 27, 2015 um 19:12

Irgendwann bekomme ich echt nen Hals:

—>>>Ohne die Fehlanreize des Eurosystems hätte sich die Regierung aber niemals in gleicher Weise im Ausland verschulden können.”

WO DENN IM AUSLAND?

Franken? USD? Yuan?

Sind das AUSLAND EUROS?

#vollkommenbekloppte

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 19:13

topi

Der Tourismus hat, wie alle solchen Dienstleistungsbranchen, eine niedrige Produktivität mit den entsprechend niedrigen Einkommen. Wie man damit die Jugendarbeitslosigkeit von 60 % beseitigen will, muss mir jemand erklären.

holger Januar 27, 2015 um 19:15

IST DAS EURO System nun AUSLAND oder INLAND?

Die Berliner verschulden sich bei den Bajuwaren im Ausland?

Also dümmer gehts nimmer

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 19:16

holger

Exakt. Wirkten wie Fremdwährungskredite, nur in der eigenen Währung. Das war ja das Problem gewesen.

petervonkloss Januar 27, 2015 um 19:16

Ja, das mit den Eurobonds, das wissen wir schon lange, und Sie lieber Luebberding wissen es auch schon lange.
Aber wie verkaufen „wir“ die abermalig letzte Situation dem Volk der immerwährenden multikulturellen deutschen
Pop – und Teenagerkultur – die bis in das vierzigste Lebensjahrzehnt reicht – als Verpflichtung, ihre „progressive“ Grundsicherungsrente bis nach Nordafrika hin zu verteilen? Das ist doch die Frage.

petervonkloss Januar 27, 2015 um 19:19

“vierte” wäre auch nicht gut.

enrico Januar 27, 2015 um 19:20

@FL

»»»»»»»»Aber ich habe bis heute noch keinen Vorschlag gelesen, wie eine Volkswirtschaft ohne einen der beschriebenen Mechanismen auf einen grünen Zweig kommen soll. Insofern bin ich gespannt, welche Lösungsvorschläge aus Athen, Berlin oder Brüssel präsentiert werden. Bisher habe ich allerdings dazu noch wenig gehört. Aber vielleicht war ich auch zu sehr mit Pegida beschäftigt gewesen.««««««««««««««

Vorschläge gab es weiß Gott genug!!!! Aber diese kamen weder von Politikern noch von sogenannten “Experten”. Sie kamen von freien Denkern, also von solchen, die die Wahrheitspresse nicht kennt und von deren Ideen sie überhaupt noch niiiiie etwas davon gehört haben…

Nehmen wir z.B den Taxos-Vorschlag. Habe mich damals an der Ausarbeitung beteiligt. Ernst Dorfner hatte damals sogar speziell für Griechenland eine Version ausgearbeitet. Man kann ja darüber denken was man will, aber man sollte sich die Sache doch zumindest mal anhören aber keine Sau hat sich damals darum gekümmert.

Frank, warum sollte dieser ersehnte, rettende Vorschlag nicht aus dem Kommentariat deines Blogs kommen? Oder warum nicht sogar von Dir selbst?

enrico Januar 27, 2015 um 19:28

Es wird Zeit, einmal darüber nachzudenken, wie sich die freien Bürger Europas unabhängig von der EZB und deren korrupten Anhängsel ein funktionierendes Monetärsystem aufbauen können. Der Euro kann ja weiter bestehen, neben dieser auszuarbeitenden Alternative. Mein Vorschlag bleibt: ein europaweites, dezentral von den Kommunen organisiertes Girosystem, das völlig unabhängig von EBZ, EU-Diktatur und EU-Staaten ist, kurz gesagt: unabhängig von den USA-Ortslosen ist.

lh Januar 27, 2015 um 19:29

“Der Markt” wird das Problem von Griechenland (und eventuell zukünftig auch anderen) nicht lösen. Mit dem Wechselkurs und seinem Effekt auf die Wettbewerbsfähigkeit fehlt ein wichtiger Stabilisator um dem Marktchaos etwas entgegen zu setzen. Daher sollte man sich keine Illusionen machen, was für ein längerfristiges Funktionieren des Euro erforderlich ist:
1. Entweder man regelt die Wettbewerbsfähigkeit durch wirksame Absprachen über die Lohnentwicklungen in den Euro-Ländern und gleicht in diesem Rahmen durch höhere Lohnsteigerungen in den aktuell wettbewerbsfähigen Ländern wie Deutschland die Ungleichheit aus. Dabei müsste man in Kauf nehmen, dass sich die relative Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Euroland verschlechtert mit entsprechenden Effekten auf die Unternehmensgewinne und Arbeitslosigkeit. Gegenüber Nicht-Euroland hilft allerdings immer noch der Euro-Devisenkurs, allerdings würde sich auch dabei die aktuell für Deutschland extrem günstige Lage verschlechtern. Letztlich ist der relative Verlust an innereuropäischer Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands aber schon logisch notwendig, wenn sich der der anderen Länder verbessern soll.
2. Man regelt das Problem über fiskalische Transfers. Denkbar wäre eine Art europäischer Länderfinanzausgleich. Besser scheint mir allerdings noch eine europäische Arbeitslosigkeitsversicherung zu sein, weil das ein typischer automatischer Stabilisator wäre.

Unrealistisch? Ja. Bedeutet aber nur, dass die “Europäische Depression” weiter geht.

Manfred Peters Januar 27, 2015 um 19:40

Erst einmal scheint Merkels Morgentau-Plan für die Länder Südeuropas an Griechenland gescheitert.
Retsina, um beim Wein zu bleiben, ist ja auch gewöhnungsbedürftig. ;-)

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 19:41

lh

Das ist die alte Debatte nach den Ausgleichsmechanismen. Die haben wir schon im alten Blog geführt. Man kann das auch koordinierte Wirtschaftspolitik nennen, damit schwäbische Hausfrauen nicht gleich nervös werden. Es ist auch die alte Haftungsfrage mit den Eurobonds. Das Problem scheint aber die EZB lösen zu wollen … . Mir ging es aber darum, dass man die seit 2009 veränderten Bedingungen erst einmal zur Kenntnis nimmt. Und dass sich in Griechenland durch den Regierungswechsel nichts geändert hat, wenigstens an den ökonomischen Schwierigkeiten. Und eine reine Verteilungsdebatte wird daran auch nichts ändern, wenn man die ökonomischen Rahmenbedingungen nicht verändert.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 19:42

enrico

Ich habe gar nichts gegen solche Überlegungen. Dafür ist der blog ja da, um sie hier vorzustellen.

enrico Januar 27, 2015 um 19:44

Kein Staat in Europa muss sich gegenüber Ausländer verschulden. Sicher auch Griechenland nicht. Nur ist Staatsverschuldung ein Super-Geschäft für die Ortslosen. Also für Leute, die auf Kosten anderer Leute leben wollen. Und deshalb hat nun Griechenland viel Schulden gegenüber Ausländern.

Jetzt muss das nur noch einer dem Presse-Udarnik Frank Luebberding mit viel Geduld erklären, dass er nicht schon wieder anfängt von “Verlust des Vertrauens ausländischer Investoren und damit den fehlenden Zugang zum Finanzmarkt…blabla” zu schreiben.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 19:51

enrico

In eurer Welt funktioniert das alles ganz prima. Das weiß ich schon lange. Aber dummerweise lebt dort außer euch auch niemand anders.

Carlos Manoso Januar 27, 2015 um 19:56

@enrico Januar 27, 2015 um 19:28
„Es wird Zeit, einmal darüber nachzudenken, wie sich die freien Bürger Europas unabhängig von der EZB und deren korrupten Anhängsel ein funktionierendes Monetärsystem aufbauen können.“

enrico, mal im Ernst. Wieso benötigt eine Gesellschaft zum Funktionieren eigentlich sowas wie ein „Monetarsystem“?

bleistift Januar 27, 2015 um 20:04

“Wer somit in Griechenland gerettet worden ist, war der typische europäische (und vor allem deutsche) Mittelständler mit entsprechendem Vermögen. Die Superreichen kann man hier aus zwei Gründen ignorieren: Sie hätten sich diese Verluste leisten können und waren in ihren Investments schon immer ausreichend diversifiziert gewesen. Bei einem wohlhabenden Mittelständler (oder Arbeitnehmer) ist das zumeist nicht der Fall. Es fehlt dafür schlicht die Vermögenssubstanz und außerdem das entsprechende Fachwissen.”

Ja, ja. So ist das wohl.
Zum Glück wird das Land nicht von Topi und Co. regiert….

lh Januar 27, 2015 um 20:07

@fl: In Wirklichkeit hat sich an der Situation seit dem Höhepunkt der Krise sehr wenig geändert. Passiert ist nur der praktische und sichtbare Nachweis, dass die Austeritätspolitik nicht funktioniert, was eventuell die Situation und Position der deutschen Politik verändern könnte. Und die EZB unter Draghi ist stärker bereit, zu tun was sie kann. Und sie ist dabei angesichts der Inflationsraten sogar unter Druck etwas zu tun.
Das Ansteckungsrisiko eines Schuldenschnitts für Griechenland -gerne auch Staatsbankrott genannt wenn es dramatischer klingen soll- sieht zwar soweit man aktuell sehen kann geringer aus. Aber was wenn der Blick des Marktes auf die grundsätzliche Situation Italiens fällt? Und der Markt sich fragt, was eigentlich von Draghis “Whatever it takes” zu halten ist, wenn der 0 Inflation braucht um ein relative kleines QE mit allerhand Klauseln durchzubekommen? Das sind alles so Dinge, die irgendwann jenseits 5 Jahre nur gutgehen, wenn da ein politischer Prozess mit echten Lösungen in die Gänge kommt. Und das Problem ist Deutschland. Und AfD und Pegida sind nur Mittel und nützliche Idioten um im Sinne der Arbeitgeber und Finanz Druck von Rechts auf die Politik zu machen, sich der unvermeidlichen Lösung zu widersetzen.

holger Januar 27, 2015 um 20:10

f.luebberding Januar 27, 2015 um 19:51
enrico

In eurer Welt funktioniert das alles ganz prima. Das weiß ich schon lange. Aber dummerweise lebt dort außer euch auch niemand anders.”

DAS DAS DAS kommt ins Archiv \o/ \o/ \o/

Carlos Manoso Januar 27, 2015 um 20:16

@lh Januar 27, 2015 um 20:07
„AfD und Pegida sind nur Mittel und nützliche Idioten um im Sinne der Arbeitgeber und Finanz Druck von Rechts auf die Politik zu machen, sich der unvermeidlichen Lösung zu widersetzen. „

lh, dass „AfD und Pegida sind nur Mittel und nützliche Idioten (sind), um im Sinne der Arbeitgeber und Finanz Druck von Rechts auf die Politik zu machen“, gehört zum kleinen 1×1 der deutschen Politik.

petervonkloss Januar 27, 2015 um 20:17

@Carlos Manoso Januar 27, 2015 um 19:56

Ach, grüße dich Manoso! Herzallerliebster Apokalyptiker.
Du warst doch immer für den Zusammenbruch des Monetärsystems.
Ich weis, du glaubst an die globale Alternative.
Ich sehe nur lokale und durchaus kämpferische Alternativen

petervonkloss Januar 27, 2015 um 20:20

mit Putin.

lh Januar 27, 2015 um 20:20

“dass „AfD und Pegida sind nur Mittel und nützliche Idioten (sind), um im Sinne der Arbeitgeber und Finanz Druck von Rechts auf die Politik zu machen“, gehört zum kleinen 1×1 der deutschen Politik.”

Nur sollte man das denen auch mal sagen und wenn nötig erklären.

bleistift Januar 27, 2015 um 20:22

“Das Ansteckungsrisiko eines Schuldenschnitts für Griechenland -gerne auch Staatsbankrott genannt wenn es dramatischer klingen soll- sieht zwar soweit man aktuell sehen kann geringer aus. Aber was wenn der Blick des Marktes auf die grundsätzliche Situation Italiens fällt?”

Soweit ich gelesen habe ist ein Schuldenschnitt aber doch eher sinnlos?!? Oder nicht? Die Rückzahlung wurde schon so gestreckt, dass sie faktisch wie ein Schuldenschnitt wirken würde. Kann man lesen. Ein wirklicher Schuldenschnitt würde dagegen dazu führen, dass die Schuldenlast anderer Länder (Kreditgeber) sofort steigen würde. Dies würde dann auch andere Krisenländer belasten.
Inwiefern macht ein Schuldenschnitt also Sinn wenn man
a.) für Griechenland faktisch nichts erreicht und
b.) sich die Situation anderer EU Länder verschlechtern würde?

Abgesehen davon muss man natürlich auch die Situation zum Bsp. in Spanien im Blick haben. Wenn Griechenland einen Schuldenerlass bekommt, warum dann nicht auch Spanien usw?

“Das sind alles so Dinge, die irgendwann jenseits 5 Jahre nur gutgehen, wenn da ein politischer Prozess mit echten Lösungen in die Gänge kommt. Und das Problem ist Deutschland.”

Scheint schon irgendwo und irgendwie so zu sein, dass Dtl. die Löhne/Gehälter erhöhen muss/müsste.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 20:32

lh

Ein Austritt aus dem Euro wird immer von der Politik erzwungen, nicht von den Märkten. Es gibt keine Eurokrise mehr, wenn man darunter eine klassische Währungskrise versteht. Oder es gibt zugleich eine Krise des Dollar, des Yen, des Pfund etc. Der von allen jeden Tag erwartete Zusammenbruch passiert ja nicht … . Die Eurokrise war das Ergebnis der spezifischen Konstruktionsfehler dieses Modells. Was wir jetzt haben ist eine klassische Krise, die in der Realwirtschaft entsteht und nicht primär auf den Finanzmärkten. Es fehlt an Einkommen, damit gibt es keine Investitionsanreize für die Unternehmen, entsprechend stagniert die VoWi. Aus diesem Kreislauf kommen wir in der Eurozone insgesamt nicht heraus. Vor allem weil gleichzeitig der Staat (wer ist das in der EU?) nicht diese Lücke schließen kann (oder will). Deshalb ist auch die Kritik an der Geldpolitik der EZB berechtigt, wenn sie auf deren begrenzte Wirksamkeit hinweist. Sie kann mit ihrem Instrumtenkasten die Pferde nicht zum Saufen bekommen.

Ich habe die Konsolidierung in Greichenland immer für unausweichlich gehalten. Die hatten tatsächlich über ihre Verhältnisse gelebt. Aber jetzt kann es nur darum gehen, wie man in der Eurozone wirtschaftspolitisch wieder handlungsfähig wird. Gelingt das nicht, werden Mitgliedsstaaten zwangsläufig die Frage stlelen müssen, ob sie dort weiterhin Mitglied bleiben oder nicht. Wie gesagt: Das ist aber ein völlig anderes Problem als das von 2009 bis 2012, also als Draghi seine Patronatserklärung für europäische Staatsanleihen abgab.

Goodnight Januar 27, 2015 um 20:32

Yep.

jetzt kommen wider die ewigen VWLer Diskussionen: Wenn der Staat doch auf Prof. soundso gehört hätte, dann wäre Griechenland jetzt unendlich reich und alle glücklich und …Gottchen, wie viele Jahre Krise braucht Ihr noch um endlich erwachsen zu werden?

1. VWL bedeutet Volks-Wirtschafts-Lehre. Man muss kein Holger sein, um zu begreifen, dass dies ein Widerspruch ist, denn Wirtschaft ist nicht fürs Volk! Und auch das Volk im Sinne einer Nation ist in der Moderne nicht vereinbar mit dem,was wir Wirtschaft nennen. D.h. also, dass die VWL per definitionem out of time ist. Und daher völlig unbrauchbar für eine Beschreibung der Moderne.

2. In der Moderne existiert Politik und Wirtschaft. Und zwar nebeneinander. Beide verfolgen ihre eigenen Interessen.

3. Die Wirtschaft hat kein Interesse an Griechenland. Period. Der Wirtschaft ist es egal ob Griechenland existiert oder nicht. Ob da Menschen hungern oder nicht. Völlig egal. Das Land wird erst wieder interessant, wenn die für 5 €/Std. Autos bauen oder für 500€/Std. shoppen gehen. Wie das bewerkstelligt wird, das ist der Wirtschaft völlig egal. Oder auch total egal. Man kann auch sche.ß egal sagen. Egal. Die Wirtschaft hat alle Schulden an die EZB bzw. Staaten abgetreten, und solange die genügend Absatzmärkte in USA und Billigproduzenten in Asien finden, solange ist Griechenland……
jetzt alle zusammen: Völlig egal.

4. Die Einzigen, die sich für Griechenland interessieren, das sind die Politiker. Denn Griechenland ist EU und Euro und damit ein politisches Projekt und damit Teil der Machtfrage in Europa. Und für dieses Spiel wird Griechenland weiterhin genutzt bzw. kann es anderseits die EU nutzen um zu überleben. Wenn der Heiland in Athen jetzt aus dem Euro springt, dann ist er aus der Macht gesprungen und kein Schwein wird sich mehr für Griechenland interessieren. Weil es keine Funktion mehr erfüllt. Denn wie schon gesagt: Die einzigen Verbündeten der Griechen sind die Politiker in Deutscheland und Brüssel. Da ist funktionale Abhängigkeit.

5. Whatever, man kann aber auch weiterhin sich wie im Herdentrieb, Griechenland dafür benutzen, anderen Bloggern zu zeigen wie fit man in VWL ist und welche Bücher man gelesen und welche dollen Theorie man selber entwickelt hat, die doch leider nie von den dummen Politikern erhört werden.

Nur wird das nix an der Tatsache ändern, dass Griechenland noch nie in der Moderne angekommen ist sondern weiterhin vor der Tür steht und weiterhin von der dollen Zeit vor 2000 Jahren träumt.
Da wird auch in hundert Jahren kein Kapitalismus erblühen.

Egal, völlig egal, selbst wenn die Politik abspringt und der Herdentrieb nicht mehr träumt, dann werden die Menschenrechtler kommen oder Frau Gates und die Griechen mittels Spenden durchfüttern.

Mir auch völlig, total, absolute egal. Hauptsache hier geht mir keiner mehr auf die Nerven, mit dem weltfremden VWLer-Blödsinn.

holger Januar 27, 2015 um 20:34

Mein lieber Frank Lübberding

—>>> Die hatten tatsächlich über ihre Verhältnisse gelebt”

bitte erzähle mir mal, wie das geht !!! Wie kann man über seinen Verhältnissen leben?

Danke für Antwort

holger Januar 27, 2015 um 20:36

Und wenn das funktioniert,

was ist unter den Verhältnissen zu leben?

holger Januar 27, 2015 um 20:37

Und wenn du das hin bekommst…

Was sind “Verhältnisse” ?

lh Januar 27, 2015 um 20:39

@Bleistift: Der Schuldenerlass für Griechenland würde zum einen Mittel im Griechischen Staatshaushalt frei machen. Da fließen im Augenblick Rettungsgelder, die direkt wieder an die europäischen Institutionen und Banken fließen, welche die Anleihen halten.
Dadurch wird Griechenland in einem erpressbaren Zustand gehalten, aber eben auch in einer permanenten Krise, bei es irgendwann eine Lösung geben muss und bislang kein Investor abschätzen kann, wie die aussehen soll.

Ich bezog mich in dem Posting oben auch mehr auf das Ansteckungsrisiko eines Grexit als auf den Bankrott. Den Zahlungsausfall durch den Schuldenschnitt könnte sich Europa leisten. Aber ein Grexit wäre meiner Einschätzung nach immer noch ein ernsthaftes Risiko für das Vertrauen in den Bestand des Euro.

Was im Augenblick günstig für Europa ist, ist der niedrige Ölpreis und der durch QE und Dollarstärke niedrige Euro. Diese Dinge helfen wirklich, gerade auch Italien und Frankreich. Aber die USA werden den Dollar nur genau so lange stark sein lassen, wie sie es sich leisten können. Abwertung (und QE dürfte in Euroland vor allem diesen Effekt haben) geht immer zu Lasten der Handelspartner. Euroland hatte schon mit deutlich höherem Euro einen Exportüberschuss. Das heißt die jetzt anstehende günstige Situation durch den Wechselkurs wird nicht nachhaltig sein.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 20:40

Goodnight

Über den Wolken hat man den besseren Überblick. Es kann aber auch sein, dass man dann nur die Wolken sieht. Aber in einem Punkt liegst Du richtig: Es geht um Politik und wie sie mit ökonomischen Bedingungen umgeht. Ihr können die Folgen ökonomisch erzwungenener Fakten nämlich nicht egal sein, weil die Politik als Referenzrahmen mit Menschen und derem Bewusstsein zu tun hat. In der Ökonomie geht es dagegen um Flußgrößen. Einkommen, Investitionen etc.

In der Griechenland-Debatte werden die aber am Ende nicht entscheidend sein.

holger Januar 27, 2015 um 20:47

Aber wie immer,

“über den Verhältnissen”

kann keiner Beschreiben… LOL

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 20:47

lh

Ein Bankrott Griechenlands wäre für die Eurozone ökonomisch so bedeutend wie der Detroits für die USA. Natürlich kann man sich das leisten. Es geht um die politische Frage, die dahinter steht und von Bleistift angesprochen wurde. Wie soll dann die spanische Regierung ihren Wählern erklären, dass man das bei ihnen nicht machen kann? Und dann wird das schon eine andere Hausnummer, auch ökonomisch. Das hat also politische Folgen. Die sind unser Problem. Und die Idee einiger Neolibs, man brauche für die europäischen Staaten eine Insolvenzordnung, funktioniert auch nur in deren Hirn, weil sie den Unterschied zwischen Staat und Unternehmen, bzw. zwischen Ökonomie und Politik nicht verstehen.

Das hat ihnen Goodnight halt noch nicht erklärt.

lh Januar 27, 2015 um 20:48

@goodnight: Aber nur weil die Griechen “nicht in der Moderne angekommen” sein sollen, was als Behauptung übrigens eine ziemlich vormoderne Unverschämtheit ist, verschwinden sie noch lange nicht. Du magst Dich um das Problem drücken, aber für die Politik ergeben sich nach Deiner Diagnose nur 2 Möglichkeiten: Sie in die Moderne holen, wie auch immer, oder für den Unterhalt eines “vormodernen Streichelzoos” zu zahlen.

Goodnight Januar 27, 2015 um 20:50

@lübberding

Menschen sind völlig egal.

Die sind nur Mittel zum Zweck.

Du glaubst Doch nicht, dass die Merkel abends im Bett wild mit sich ringt, ob sie nun die Griechen hungern lassen oder die Deutschen enteignen soll. Die Politik als Funktionssystem funktioniert doch nur, weil solche fragen außen vor bleiben. Denn solche Fragen kann kein Mensch beantworten oder gar dort Entscheidungen treffen. In der Politik wird alles auf die Differenz Macht/Nicht Macht reduziert. Die Welt wird komprimiert auf eine Differenz, um unmögliche Entscheidungen möglich zu machen. Nur so war Stalin und Hitler möglich das zu tun, was sie taten. Die waren nicht verrückt, die haben das System nur maximal ausgenutzt.
Das muss man verstehen!

Die Politiker schultern doch nicht all die Schulden auf die Bürger um den Banken einen gefallen zu tun oder die Griechen zu retten. Die Politiker werden alles tun (und zwar wirklich ALLES!) um das Großreich EU und damit ihre Macht zu sichern.

Hier geht es einzig und allein um Politik. Die Wirtschaft ist draußen!
(Da sind wir uns ja schon mal einig! Und damit weiter als der Rest der Republik )

lh Januar 27, 2015 um 20:52

@fl: Die Idee mit der Insolvenzordnung für Eurostaaten hatte ich zugegeben auch mal, so ca. 2000. Natürlich ist das Quatsch. Aber diese Front ist dank der großen Bestände europäischer Institutionen an griechischen Anleihen auch recht gut vorbereitet.

Spanien und Co wird man eben ein vernünftiges Angebot für einen europäischen Wachstumspfad machen müssen. Einen Schuldenschnitt des Staates brauchen die nicht unbedingt.

KommentatorX Januar 27, 2015 um 20:52

@Carlos Manoso Januar 27, 2015 um 19:56
Wieso benötigt eine Gesellschaft zum Funktionieren eigentlich sowas wie ein „Monetarsystem“?

Wer ist heutzutage zu einer vernünftigen Antwort auf diese Frage fähig?

In den 70-er gab es noch große Theoretiker, die erklären konnten,
- woran der Kapitalismus als Ökonomie scheitert,
- warum Wohlstand für alle im Kapitalismus eine Lüge ist,
- warum Kapitalismus aus ureigenstem Prinzip zur Verbrecherherrschaft tendiert,
- warum jede Markt-/Warenökonomie keine Alternative zum Kapitalismus darstellt
- wie die Grundzüge einer menschenfreundlichen, „nicht-entfremdeten“ Ökonomie, zu gestalten sind.

holger Januar 27, 2015 um 20:54

—>>>Die Politiker schultern doch nicht all die Schulden auf die Bürger um den Banken einen gefallen zu tun oder die Griechen zu retten. Die Politiker werden alles tun (und zwar wirklich ALLES!) um das Großreich EU und damit ihre Macht zu sichern.”

LOL du Schuljunge LOL

Da war ja schon Amschel Bauer (Rothschild) weiter LOL

Du hast doch was anner Birne…

Wilma Januar 27, 2015 um 20:54

@ lh

“Diese Dinge helfen wirklich, gerade auch Italien und Frankreich”

Mir ist das so was von egal, was jetzt Italien und Frankreich und dem Euro hilft.
Die Krönung allerdings wäre eine, wie von Ihnen vorgeschlagen, europäische Arbeitslosenersicherung.

holger Januar 27, 2015 um 20:56

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, daß aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist.”
- Gebrüder Rothschild, London 1863, Rothschild-Bankendynastie (u.a. Fed)

„Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.”
„Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder.”
- Mayer Amschel Rothschild (1744 – 1812), Begründer der Rothschild-Bankendynastie

Andreas Kreuz Januar 27, 2015 um 20:57

Was @goodnight gerade schrieb,
heißt ja nichts anderes, als dass nur Maximalprofit für wenige zählt.

Wir sind wieder bei der Eigentumsfrage.

Alle anderen Überlegungen – Zeitverschwendung.

Hätte ich jetzt nicht vermutet,
dass ich @goodnight so schnell recht geben muss… ;-)

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 20:59

Goodnight

Frau Merkel muss wiedergewählt werden. Ob Du es glaubst oder nicht. Sie wird sich sogar fragen, was ihre Politik für Folgen auf Menschen hat. Erst unterhalb des begrifflichen Konstrukts Macht/Nicht-Macht beginnt nämlich der Mensch. Das begriffen zu haben, unterscheidet auch Frau Merkel von Stalin oder Hitler. Hier beginnt nämlich Moral und Ethik. Wahrscheinlich unterscheidet das sogar Goodnight von den beiden erwähnten Personen.

Genau deshalb ist Politik auch keine Wissenschaft, sondern eine Kunst – und weshalb die meisten Fachleute in der Politik zu jämmerlichen Figuren werden.

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 21:04

Nur als Hinweis. Ich verzichte hier gerne auf Debatten über Rothschild etc. Es wird jeder wissen, was damit gemeint ist. Niemand braucht die hundertste Debatte über Juden und Antisemitsmus.

Holger

Was macht der Job?

holger Januar 27, 2015 um 21:04

HEY Lübberding

was ist denn nun mit “über den Verhältnissen?”

Antwort ?

Na dann eben nicht… Salute

holger Januar 27, 2015 um 21:07

f.luebberding Januar 27, 2015 um 21:04
Nur als Hinweis. Ich verzichte hier gerne auf Debatten über Rothschild etc. Es wird jeder wissen, was damit gemeint ist. Niemand braucht die hundertste Debatte über Juden und Antisemitsmus.”

Was soll dieser Kommentar? Habe ich die Aussagen gemacht? Oder eine Rothschild?

Ich zitiere nur… kannste mal zur Kenntnis nehmen.

Falls Du das kannst. Ich habe den Text NICHT verfasst. DAS wahren Rothschilds…

f.luebberding f.luebberding Januar 27, 2015 um 21:08

Holger

Das habe ich jetzt zur Kenntnis genommen. Mehr interessiert mich auch nicht.

holger Januar 27, 2015 um 21:08

Also dummes Gesabbel kannste dir sparen… und second… Geschäft läuft.

BB Januar 27, 2015 um 21:11

(
Die globale Exilregierung beschließt mit sofortiger Wirkung …

… folgendes Aufbauprogramm für Griechenland und fordert die EU auf, einen kompletten Schuldenschnitt unter folgenden Bedingungen zu akzeptieren und entsprechend der Realisierung der folgenden Punkte gestuft umzusetzen:

Die Regierung Tsipras …

1. schafft den Oligarchismus in Griechenland ab (wie von Syriza versprochen) sowie sorgt für die …

2. Abschaffung der Korruption in Griechenland,

3. Eintreibung aller Steuerschulden (wo Samaras Leistungsverweigerung betrieben hat),

4. Schaffung eines gerechten Steuersystems,

5. Wiederansiedlung der Textilindustrie und ähnlicher Branchen in Griechenland.

Die EU unterstützt Griechenland dabei:

1. Die EU hat, was die Punkte 1 bis 4 betrifft, bisher nie wirklichen Druck auf die Regierung Samaras gemacht und war da sehr lax. Wichtiger waren ihr Lohn-, Rentenkürzung und Privatisierung, alles komplett kontraproduktiv. Dies wird jetzt dahingehend geändert, dass sie die Einhaltung der Punkte 1 bis 4 genauestens überprüft und auf Lohn-, Rentenkürzung und Privatisierung keinen Wert mehr legt.

2. Die EU sorgt durch “intelligenten Protektionismus” dafür, dass Griechenland im Textilbereich und ähnlichen Branchen keine unnötige Konkurrenz durch Lohn-, Gesundheits- und Umweltschutzdumping aus Südostasien und ähnlichen Regionen mehr bekommt.

3. Die EU sorgt durch Implementierung von entsprechenden Mechanismen dafür, dass Griechenland zu extrem günstigen Konditionen oder sogar umsonst für die geplante Reindustrialisierung (z.B. Automatisierung im Texilbereich) Know-How von den produktiven Ländern in Europa zur Verfügung gestellt wird.

Howgh???????????, die globale Exilregierung hat gesprochen.

)

lh Januar 27, 2015 um 21:12

@Wilma: Das denken Sie. Aber in Wirklichkeit sind diese Länder in dieses Schlamassel nur geraten, weil man unter anderem Ihnen (das gilt vor allem für jeden, der im Binnenmarkt beschäftigt ist) in den letzten 10 Jahren so verdammt viel zu wenig Lohn bezahlt hat. Es geht letztlich um die Korrektur dessen.

ruby Januar 27, 2015 um 21:14

@ fl + holger
“dummerweise”
korrekt !
also ändern …

Goodnight Januar 27, 2015 um 21:20

@Lübbdering

“Genau deshalb ist Politik auch keine Wissenschaft, sondern eine Kunst – und weshalb die meisten Fachleute in der Politik zu jämmerlichen Figuren werden.”

Frank, Du alter Idealist. Das ist nicht Kunst, das ist neudeutsch” soziale Intelligenz”. Erfolgreiche Politiker können Menschen führen.
Führen bedeutet aber nicht Lieben. Sondern eher das Gegenteil. Der Politiker will die Menschen nicht glücklich machen, er will sie führen, d.h. für große Dinge nutzen. Diese großen Dinge sind immer Macht. Und wenn der Politiker in der Lage ist, die Menschen glauben zu lassen, dass die Macht auch in ihrem Interesse ist, dann ist er ein Heiland, ein Künstler, ein Gott, ein Führer. Aus der Sicht der Menschen. In Beobachtung zweiter Ordnung hingegen ist er ein Profi.

Ich bin eher der Beobachtung second order zugeneigt. Erzeugt nicht so ein Hochgefühl wie Dein Idealismus first order, aber ich habe gelernt, Emotionen über temporäre Partizipation zu simulieren. Das reicht. Mir. Und hält den Blick frei… für das Grauen.

holger Januar 27, 2015 um 21:20

ruby Januar 27, 2015 um 21:14

vielleicht kannst Du mir das ja erzählen!!!

WAS ist ÜBER den Verhältnissen zu leben?

Lübberding bekommt es ja nicht hin zu Antworten…

Manfred Peters Januar 27, 2015 um 21:21

@ “Frau Merkel muss wiedergewählt werden.
Klar, hier als Oberkommandierende mit dem Nibus mit ihren engsten Beratern bei der Manöverbesprechung zur Abwehr von Putins Angriffsplänen mit den Botschafter Vorpommerns:
http://www.cdu-vg.de/image/bildergalerie/cdu_bild_53_1816.jpg
Ich hätte auch noch das Dokument, wo Merkel gerade den Mindestlohn in Frage stellt. ;-)

ruby Januar 27, 2015 um 21:23

@ Goodnight
Schonmal was von Wirtschaftstheorie mitbekommen oder nur in der Volksmoderne hängengeblieben?

bleistift Januar 27, 2015 um 21:24

@ Holger

“… und second… Geschäft läuft.”

Zitat: “Jugendwort des Jahres: Läuft. Bei. Dir.”

http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/langenscheidt-laeuft-bei-dir-ist-jugendwort-des-jahres-a-1004562.html

So ganz jugendlich wirkst du auf dem Foto gar nicht?!
Aber schön. Es läuft. Bei Dir.

holger Januar 27, 2015 um 21:27

ICH MÖCHTE WISSEN

VON DEM HERRN LÜBBERDING

WAAAAAAAAAAAAAAAARUM

DER ALLGEMEINE GRIECHE

ÜBER SEINE VERHÄLTNISSE GELEBT HAT

DAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANKE

holger Januar 27, 2015 um 21:28

UND ICH MÖCHTE WISSEN

WARUM ES IM SAUERLAND NICHT SO WAR

holger Januar 27, 2015 um 21:30

UND WENN LÜBBERDING NICHT IN DER LAGE DAZU IST; DIESES ZU BEANTWORTEN; SOLL ER EINFACH DAS MAUL HALTEN ; DANKE BITTE

petervonkloss Januar 27, 2015 um 21:31

…..Du hast doch was anner Birne…

~ WKIII-NEWS ~ Januar 27, 2015 um 21:33

Oberhammer-Newsschocker:

La Voix de la Russie, die Stimme Rußlands:

*Das Verteidigungsministerium Rußlands wird zum ersten mal Dokumente seiner zentralen Archive veröffentlichen, betreffend die Befreiung des Lagers Auschwitz-Birkenau im Januar 1945 durch die Rote Armee*, kündigte heute die Presse- und Informationsabteilung an. Wie aus dem Communiqué hervorgeht, haben Spezialisten 15 Dokumente mit einzigartigen Inhalten vorbereitet, die bislang geheim waren und nur einer kleinen Zahl von Historikern zugänglich.*

===> … holy moly! … jetzt wird es extrem brenzlig für euch, carlosmanoso!

===> … was werdet ihr jetzt tun?? … endgültig WKIII vom zaun brechen!! … was anderes bleibt euch ja gar nicht mehr überisch!!

( … carlos, ich selberster weißß übrigens seit ~ 3 jahre bescheid. ich mein, ich bin ja kein idiot. sondern Dipl ing. und da hab ich einfach mal nachgerechnet … wenn du verstehst was ich meine … und deine spezialgechichten (stichwort: “Fettrinnen”) kannst du vielleicht besser leuten wie morph, hütt, flübber, bleistift usw erzählen … die hamn nicht ganz die intulektuellen möglichkeiten wie isch … :-) … )

===> … leute, setzt eusch nach süd-feuerland ab!! … WKIII is coming home to europe!!

@treidel …. willst du mal übersetzen:

http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=12006359

ruby Januar 27, 2015 um 21:34

@ holger
“über” bedeutet, sich, seine Lebensbedingungen langfristig zu verschlechtern an den eigenen Wunschvorstellungen gemessen; durch kurzfristigen Einsatz möglicher vorhandener Ressourcen.
z.B. Verzehr sämtlicher Saatkörner für Partybrötchen, nicht mit Sparen und Investitionen (Lutz Kruschwitz) verwechseln!
;-)
Verhältnisse sind relativ, müssen akzeptiert bzw. demokratisch vereinbart werden – aber nicht mit dem Holzlöffel …

holger Januar 27, 2015 um 21:37

petervonkloss Januar 27, 2015 um 21:31
…..Du hast doch was anner Birne2

Immerhin … kann ja nicht jeder von sich behaupten

BB Januar 27, 2015 um 21:39

Das sind doch schonmal zwei ganz vernünftige Beschlüsse:

- Hafenprivatisierung wird gestoppt

- Macht bei Sanktionen gegen Russland nicht mit

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/griechenland-neue-regierung-sparpolitik-sanktionen-russland

Hach, es geht wieder aufwärtz in’ne EU.

bleistift Januar 27, 2015 um 21:39

@ Goodnight

“Frank, Du alter Idealist.”

Goodnight, Du alter Faschist.

“Das ist nicht Kunst, das ist neudeutsch” soziale Intelligenz”.
Erfolgreiche Politiker können Menschen führen.
Führen bedeutet aber nicht Lieben. Sondern eher das Gegenteil. Der Politiker will die Menschen nicht glücklich machen, er will sie führen, d.h. für große Dinge nutzen. Diese großen Dinge sind immer Macht. Und wenn der Politiker in der Lage ist, die Menschen glauben zu lassen, dass die Macht auch in ihrem Interesse ist, dann ist er ein Heiland, ein Künstler, ein Gott, ein Führer. Aus der Sicht der Menschen. In Beobachtung zweiter Ordnung hingegen ist er ein Profi.”

Normalerweise verlinkt nur PetervonundzuDoof sowas. Aber in deinem Fall passt es wie die Faust auf’s Auge.
Der Sound zum Faschismus eines Goodnight:
https://www.youtube.com/watch?v=psEQTrbzNX0

holger Januar 27, 2015 um 21:40

ruby Januar 27, 2015 um 21:34

Also ich lebe über meinen Verhältnissen , weil Ferrari und Porsche produzieren?

LOL :D

Wilma Januar 27, 2015 um 21:42

Also, laut @lh haben wir “unter” unseren Verhältnissen gelebt und laut @fl haben die anderen über ihre Verhältnisse gelebt.
Da sind sich schon mal zwei einig.
Kann man so auch im Herdentrieb nachlesen.

Goodnight Januar 27, 2015 um 21:43

@ruby

“Schonmal was von Wirtschaftstheorie mitbekommen oder nur in der Volksmoderne hängengeblieben?”

Genau auf so einen wie Dich habe ich hier die ganze Zeit gewartet.

Also im ersten Semester, ach in der ersten Vorlesung VWL habe ich schon gemerkt, dass da was nicht stimmt mit diesem certis paribus.
Das ist ein Witz und außer mir hat das keiner gemerkt, was noch viel witziger ist. Das ist keine Wissenschaft. Das ist Inzucht, da haben sich ein Haufen Parasiten an eine Institution gekoppelt und sich und ihren devoten Nachplapperern eine stabiles Einkommen gesichert.
Nicht mehr und nicht weniger. (übrigens habe ich dann noch einige Jahre meines Lebens an so einem Lehrstuhl verplempert um irgendwelchen karrieregeilen Kids VWL-Scheine zu ermöglichen)

Nun zu Deinen Wirtschaftstheorien.
Gottchen, kann irgendeine Wirtschaftstheorie irgendeine Wirtschaftskrise erklären? Nein.
Kann irgendeine Wirtschaftstheorie irgendeinen Kursentwicklung im Dax/Forex/whatever für einige wenige Sekunden erklären? Nein.

Das ist keine Wissenschaft. Denn auch wenn sie nix erklären könnte, dann würde eine Wissenschaft wenigstens daran arbeiten, d.h. sich hinterfragen und für neue Gedanken öffnen. Aber das ist bei der VWL nicht der Fall. Da ist nix. Die sind zu, die wollen keine Wahrheit. Wahrheit ist für die eine Welt da draußen, die zu dumm ist für ihre Theorien.

Whatever, sinnlos.
Aber Du kannst gerne weiterhin nach der richtigen Theorie für diese Welt suchen oder, wie ein VWLer, nach der richtigen Welt für Deine Theorien.

bleistift Januar 27, 2015 um 21:54

“Whatever, sinnlos.
Aber Du kannst gerne weiterhin nach der richtigen Theorie für diese Welt suchen oder, wie ein VWLer, nach der richtigen Welt für Deine Theorien.”

ICH WILL! ICH WILL DASS IHR MICH GUT SEHT!

ICH WILL DASS IHR MICH VERSTEHT!

ICH WILL!

lh Januar 27, 2015 um 21:56

@goodnight: Was die akademische VWL angeht hast Du wohl recht. Hängt besonders in Deutschland vielleicht auch mit der Drittmittelfinanzierung zusammen. Aber das schließt es ja nicht aus, über das System nachzudenken.

keiner Januar 27, 2015 um 21:57

Wo, ein grich Prof. Rambo, der den Franzosen gleich auch noch vor den Koffer sch…

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/griechenlands-finanzminister-starke-sprueche-gegen-deutschland-13393858.html

Leute, da geht was, in den nächsten Wochen :-D

BB Januar 27, 2015 um 21:57

@Manfred Peters

Ich glaube, die Merkel arbeitet an ihrem Adenauer-Gesicht *kecker, lach*

Goodnight Januar 27, 2015 um 22:01

Und wenn wir schon beim straight talk sind:

Also, mal was zu den Juden.

Die Sache ist ganz einfach:
Einfach gestrickte Menschen, die unfähig sind, abstrakt zu denken, die sind nicht in der Lage, sich vorzustellen, was “Kapitalismus” bedeutet.
Die brauchen immer was Reales, einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen, d.h die müssen visualisieren um zu realisieren.
Und ein erfolgreiches Arschloch hat vor ca. 80 Jahren den Deutschen den Kapitalismus mittels des Juden visualisiert.

Und seit dem hat sich nicht viel geändert. Will der Deutsche den Kapitalismus erschlagen, dann schlägt er auf den Juden, in der Illusion damit den Kapitalismus auszurotten.

So ist er, der einfache Deutsche. Und der ist überall. Das ist das Problem.

Der Witz an der völlig unwitzigen Sache ist dabei, dass dieser einfache Deutsche wirklich glaubt, der würde hinter den Vorhang einer Illusion schauen, wenn er der Juden als das Böse hinter dem Kapitalismus erkennen könnte.

Und dann sind wir bei den von morph hier bezeichneten Bekloppten.

keiner Januar 27, 2015 um 22:02

…selber Artikel:

Der Lucke will das selbe wie du, Herr Lübberding, Schuldenschnitt und raus aus dem euro mit den Griechen! Das ist doch ein Grund zu feiern, oder?

Doktor D Januar 27, 2015 um 22:03

Dein Kunst-Begriff, @goodnight, ist bedauerlich unterkomplex. Was aber wiederum erwartbar war. Du bist in den letzten Monaten seltsam leicht auszurechnen…

petervonkloss Januar 27, 2015 um 22:07

holger Januar 27, 2015 um 21:37
petervonkloss Januar 27, 2015 um 21:31
„…..Du hast doch was anner Birne2

Immerhin … kann ja nicht jeder von sich behaupten“

Ich wollte Dir und Goodnight gleichzeitig zustimmen!!!

Ehre und Treue…

bleistift Januar 27, 2015 um 22:11

@ Goodnight

“Der Witz an der völlig unwitzigen Sache ist dabei, dass dieser einfache Deutsche wirklich glaubt, der würde hinter den Vorhang einer Illusion schauen, wenn er der Juden als das Böse hinter dem Kapitalismus erkennen könnte. ”

Na zum Glück leistest Du deinen Teil dazu diesen bedauerlichen Irrtum aufzuklären.
Wo wären wir, wenn wir dich nicht hätten…

So und nun beginnt gleich das Dschungelcamp.
Da geht es um Ironie. Nicht um Pathos.
Ich mag Ironie.
ICH WILL! *Kecker, lach*

Goodnight Januar 27, 2015 um 22:15

@Doctor D

Komplexität ist der wahre Feind der Führung.

BB Januar 27, 2015 um 22:18

@keiner

“…..Der Lucke will das selbe wie du, Herr Lübberding, Schuldenschnitt und raus aus dem euro mit den Griechen! Das ist doch ein Grund zu feiern, oder?…..”

Der Lucke und andere schmierigen Vertreter des Kapitals (Henkel) sind der Teil der Eliten, der sich an den Mob ranwanzt (Pegida), um mit dem ein Bündnis zu schließen (Man nennt es Faschismus, Hannah Arenth).

Allerdings sehe ich die Gefahr von dort im Moment nicht so krass.

Dieser Teil der Eliten – der nationalistische – ist im Moment nicht so populär, wie er durch hysterische Medien-Vermitllung erscheint.

Gefährlicher sind die globalisierten Eliten, wie sie z.B. in Davos versammelt waren. Die träumen von einer Weltregierung mit den “ganz kurzen Wegen” für Leute, die ganz oben schwimmen.

Sie träumen von Plattformen auf den Weltmeeren, auf denen keine nationalstaatlichen Gesetze mehr existieren, auf denen man experimentieren kann ohne moralische Grenzen, auf denen man den neuen Herrenmenschen erschaffen kann und von einer High-Tech-Gesellschaft ohne Staat, nur noch purer Markt.

Merke also folgende Unterscheidung:

- National orientierte Eliten: AfD ( im Bunde mit Pegida, hässlich aber harmlos)

- Globalisierte Eliten (brandgefährlich, Davos, USA, EU-Kommission, …) mit einer !heimlichen! Agenda, der “Weltregierung”

Auch deshalb genießen AfD + Pegida in den Medien nicht die allergrößten Sympathien mal von einigen Tea-Party-Käseblättern, wie Cicero und Welt.de und Teilen der FAZ abgesehen.

Die wichtigsten Medien (ÖR, Zeit, Teile der FAZ, …) stehen auf der Seite der gefährlichen globalen Eliten.

lemmy Caution Januar 27, 2015 um 22:25

Guter Artikel.
Schauen wir mal, wie sich der Volksbefreier in der Realität schlägt.
Große positive externe Effekte sind für Griechenland nicht in Sicht. Das bekommt solchen Leuten nicht.
Ich hoffe und vermute, dass sich das EU Establishment mit Zugeständnisse, die sich in zumindest temporäre Erfolgsmeldungen für Syriza ummünzen lassen, sehr schwer tun wird. Das wäre dann nämlich Wasser auf die Mühlen von Podemos.

BB Januar 27, 2015 um 22:26

@Goodnight

“….Komplexität ist der wahre Feind der Führung…..”

Komplexität! Der Freund der Anarchie!

Und Intelligenz entwickelt sich nur am Rande des Chaos!

petervonkloss Januar 27, 2015 um 22:34

@Doktor D
“Genau deshalb ist Politik auch keine Wissenschaft, sondern eine Kunst – und weshalb die meisten Fachleute in der Politik zu jämmerlichen Figuren werden.”

Der Kunstbegriff von Goodnight ist deshalb nicht unterkomplex, weil er ihn gar nicht belangbar gemacht hat.
Oder wie willst Du die Lebens-und Politikkunst eines Sir Winston Leonard Spencer-Churchill ästhetisch einordnen.

Keynesianer Januar 27, 2015 um 22:34

@holger

“I don’t care who writes a nation’s laws – or crafts its advanced treaties – if I can write its economics textbooks.”

Samuelson, 1990, p. ix

Die neueste Version. :)

keiner Januar 27, 2015 um 22:35

Ich finde es ja irgendwie herzerfrischend mit goodnight einen waschechten Vertreter der wirtschafts Führer äääh Führungsabteilung, Unterabteilung Sturm (wenig Drang, v.a. zu Menschen) hier zu haben. Da spürt man die Herzenswärme, wie sie über die Vorstandsetagen wabert, wenn zum Beispiel der hirnamputierte CEO von Bayer meint, man entwickele keine Arzneimittel für arme Inder, sondern für westliche Patienten, die sich sowas leisten können.

Da werden die WRIKLICHEN Kampflinien für einen Moment sichtbr und man wünscht sich ein wenig mehr Wärme im Kalten Winter in Kronberg etc. und sei es nur durch etwas verfeuertes Mobiliar.

In diesem Sinne, gute Nacht.

BB Januar 27, 2015 um 22:37

Intelligente Lösungen liegen ergo irgendwo weit rechts von der Mitte zwischen Führung (Ordnung) und Anarchie (Unordnung)-

bleistift Januar 27, 2015 um 22:43

“Intelligente Lösungen liegen ergo irgendwo weit rechts von der Mitte zwischen Führung (Ordnung) und Anarchie (Unordnung)-”

*Kecker, lach!*

wowy Januar 27, 2015 um 22:46
~ WKIII-NEWS ~ Januar 27, 2015 um 22:56

@goodnight
“Und ein erfolgreiches Arschloch hat vor ca. 80 Jahren den Deutschen den Kapitalismus mittels des Juden visualisiert.”
—–

===> … onkel addi war kein kapitalist, sondern offen bekennender NATIONALSOZIALIST! … und – genau wie bei onkel PUTIN jetzt – … stieg seine Popularität im Volke … mit dem WOHLSTAND der mittleren 80% der bevölkerung:

http://fastpic.ru/view/65/2015/0107/f1f4e72a395688905ad6dbe6cef4e0aa.jpg.html

“Und seit dem hat sich nicht viel geändert. Will der Deutsche den Kapitalismus erschlagen, dann schlägt er auf den Juden, in der Illusion damit den Kapitalismus auszurotten. ”

===> … da hat der Deutschjude EMIL BEHR, gelernter Elektriker und amtierender Altersheimleiter in Mannheim in den jahren 1939-1943 und Auschwitz-Birkenau-Überlebender von 1943-1945 … aber durchaus abweichendes bezeugt:

“Ich kann mich nicht erinnern”

Heutigen Lesern stockt der Atem angesichts dessen, was Behr nicht schrieb. Oder was er meinte, wenn er regelmäßig versicherte, es gehe ihm gut. In der Haft verlor er sämtliche Zähne und 50 Prozent seiner Hörfähigkeit. Als er 1969 starb, wurde eine Leberzirrhose diagnostiziert, Folge einer Gelbsucht aus der KZ-Haft.

Gleichwohl hatte Behr, wenn es so etwas in Auschwitz gab, “Glück”. Er machte sich unscheinbar, erledigte seine Arbeit schnell und kompetent. Und überlebte.

14 Jahre nach seiner Befreiung wurde Behr von einem Kriminalmeister der Sonderkommission des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg verhört. Es ging um die Anzeige eines Überlebenden gegen einen SS-Angehörigen in Auschwitz, der Behr als Zeugen genannt hatte.

Behr gab zu Protokoll: “An offensichtliche Tötungen kann ich mich nicht erinnern. Ich weiß auch nicht bestimmte Fälle, wo Häftlinge nach der Misshandlung durch einen SS-Angehörigen verstorben sind. Es geschah im Lager so viel, und man sah so viele Tote – jeden Morgen wurden Hunderte aus den verschiedenen Blocks herausgetragen – dass man schließlich abgestumpft wurde und auf Einzelfälle nicht mehr achtete. Bei den geringsten Kleinigkeiten wurde man geprügelt und mit Füßen getreten. Mir selbst ist es mehr als einmal passiert, dass mich irgendein SS-Mann zu sich gerufen hat, um mir grundlos einen Fußtritt zu geben.”

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article112371855/Mir-geht-es-gut-Briefe-aus-Auschwitz-entdeckt.html

petervonkloss Januar 27, 2015 um 23:00

@topi Januar 27, 2015 um 12:39

http://www.wiesaussieht.de/2015/01/22/welche-unterschiede-gibt-es-zwischen-dem-world-economic-forum-und-pegida-ausser-der-oekobilanz/#comment-253938

„Der erste Tag mit Syriza-Regierung ist rum;“
>>>>>>>>„Ein Knaller könnte natürlich auch noch kommen.“.

Sowas muß man können!!! Und sich nicht nur in marxistischen Spiegelfechtereien großtun.

Hast Du jemals eine Linke gesehen, die das auch in der Etappe kann? Da verwenden sie nur noch gelegentlich das
Adjektiv „progressiv“ wie ein zurecht längst entflohener Floh aus dem selben Zirkus.

Und die Griechen – ich sag dies hier aus eigener Erfahrung mit einem griechischen Autor und Regisseur – neigen eh
zur Großmäuligkeit, da sie sich mindestens als die Enkel von Platon, Sokrates und Aristoteles sehen.

Man muß den geschichtlich – ökonomischen Teig mittels viel Erfahrung zu kneten und formen wissen und einen
Charakter der Widerspenstigkeit entfalten können, den weder die Griechen noch die Besiegtendeutschen jemals ent-
faltet haben.
( Hampelmännchen-Statthalter-Regime ).

Spontan-Gedicht für die NSA ( New Stauffenberg Armee )

Wir lebten in der besten aller Welten,
Und ihr wolltet das Gute und Gerechte
Für Alle und das Cogito ergo der Unend-
lichen Metaphysik. ihrer technisch-ökonomi-
schen Verifizierung. Sie hat sich in Billionen auf-
gerauscht wie alle Formen derselben, aufgelöst und „Ort-
los“ in die schönen und kleinen Katastophen des unmerklichen
Nichts. Damit der alte Rauschebart seinen alten „Zinnober“ weitergibt
und weiter zeigt, daß Dinge so sind wie sie immer waren in neuesten
Gewährnissen der Welterzeugung, die hart und zugleich fein sein werden;
das gebrochene alte Monstrum Metaphysik kehrt heim zu seinen An-
fängen wie ein wildes Tier das sämtliche Dinge in die Einfalt reißt,
und so sich in die Spitze des Zauberstabes tief innerlich begibt
wie das eingesunkene Nachtauge der Höhlenlichtung zu
brechen in das geheimste Ziel der Ziele da alles durch-
schaut im größten Wagnis der vielen Tode,
darin selbst die beste aller Welten ihr
unheimliches Zeugnis behält.

( Mit „der alte Rauschebart“ ist M. Heidegger gemeint ).

BB Januar 27, 2015 um 23:02

“….onkel addi war kein kapitalist, sondern offen bekennender NATIONALSOZIALIST….”

Wasser nicht dabei gesagt hat, dass er mit Hilfe des Kapitals und diesem ergebenen Medien an die Macht gekommen ist.

Kapital + Mob = Faschismus (Hannah Arenth)
Lucke/Henkel + Pegida = ?

topi Januar 27, 2015 um 23:08

der GröFaZ war knallharter Nationalkapitalist.

Geht sogar aus dem Schaubild hervor, wenn man tiefer reinsieht; die Gewinneinkommen in D, also auch die Einkommensungleichheit, blieb auf dem exorbitantem Niveau der endzwanziger Jahre (während es in anderen Ländern eine deutlich gemäßigtere Verteilung gab, mit verschiedenen Maßnahmen, ergriffen zur Krisenbewältigung).

Dass der Aufschwung, getrieben von verdeckter Inflation (man W-Ing, diese Mefos müssten dir doch ganz streng gegen den Strich gehen) sehr stark war, so dass auch für Schütze Arsch noch ordentlich Krümel blieben, muss man anerkennen.

bleistift Januar 27, 2015 um 23:15

“der GröFaZ war knallharter Nationalkapitalist.

Geht sogar aus dem Schaubild hervor, wenn man tiefer reinsieht; die Gewinneinkommen in D, also auch die Einkommensungleichheit, blieb auf dem exorbitantem Niveau der endzwanziger Jahre (während es in anderen Ländern eine deutlich gemäßigtere Verteilung gab, mit verschiedenen Maßnahmen, ergriffen zur Krisenbewältigung).”

Na zum Glück gibt es viel mehr auch nicht zu bedenken.
Zum Glück wird dieses Land nicht von Verrückten regiert.
Nicht von Topi, nicht von Goodnight… usw.
Kotz, würg, spuck!
Au Mann!
Zum Glück gibt es die CSU!

bleistift Januar 27, 2015 um 23:16

ICH WILL!

jmg Januar 27, 2015 um 23:18

@ topi, Januar 27, 2015 um 18:44
“es geht um die Leistungsbilanz, also mit Tourismus und Übertragungen und so. Die war schon 2013 positiv für Griechenland, für 2014 habe ich noch nichts gefunden (ein Witz, dass die wichtigste Zahl zur Beurteilung der beschworenen “Wettbewerbsfähigkeit” nicht in der Diskussion auftaucht).”

Leistungsbilanz Griechenland (bis 2. Quartal 2014)
http://research.stlouisfed.org/fred2/series/BPBLTT01GRQ636S

Aktuellere Zahlen bis November 2014 von der Bank of Greece
http://www.bankofgreece.gr/Pages/en/Bank/News/PressReleases/DispItem.aspx?Item_ID=4851&List_ID=1af869f3-57fb-4de6-b9ae-bdfd83c66c95&Filter_by=DT
Ganz unten Excel Tabelle.

topi Januar 27, 2015 um 23:19

PvK

ähm, ja, und?
Ich könnte mir vorstellen, dass dein Beitrag mir viel sagen könnte; aber ich bin zumindest in der jetzigen Lebensituation nicht gewillt, mich auch noch in tiefe mystische Betrachtungsweisen einzuarbeiten (mich nervt schon manchmal die “weiße” Esoterik, die mir derzeit bei Recherchen verstärkt begegnet).

Also wenn du übersetzen willst, gerne.

“Sowas muß man können!!! Und sich nicht nur in marxistischen Spiegelfechtereien großtun.

Hast Du jemals eine Linke gesehen, die das auch in der Etappe kann? ”

Also wenn es jemand kann (was kann denn derzeit irgendeine “rechte” oder “Mitte”), dann die neue coole Linke wie Tsipras und seine Ökonomen, oder Iglesias von Podemos.

Soldat Schwejk Januar 27, 2015 um 23:22

@ HG Januar 27, 2015 um 21:33

Mir dröhnt immer noch gewaltig der Schädel (Nasennebenhöhlen)… und dann Du mit Deiner OT-Anfrage… Ich meine, das sind zig Seiten Dokumente, soll ich das jetzt alles übersetzen?

Aber eine Auskunft soll’s geben… Du wirst enttäuscht sein, diese Dokumente liefern, soweit ich es überblicken kann, durchaus kein Argument für Deinen Geschichtsrevisionismus, sondern ein Argument gegen den neuen polnischen Geschichtsrevisionismus.

Aus Dokument 7 etwa geht die ethnische Zusammensetzung der 60. Armee der Ersten Ukrainischen Front hervor, die Auschwitz befreit hat. Russen und Ukrainer jeweils ca. 35.000, ansonsten viele andere Volksgruppen zahlenmäßig jeweils mit einigen hundert: Tataren, Weißrussen, Armenier, Georgier, Kasachen,Tschuwaschen…

Dokument 8 ist eine Beschreibung des Lagers, wie vorgefunden, und der Abläufe dort, wie von Insassen erzählt. Auf den Seiten 11 bis 16 dort kannst Du auch eine Beschreibung der Gaskammern und Krematorien finden. Da irgendwelche Dokumentationen seitens der SS nicht vorhanden sind, versucht der Berichterstatter aus den Erzählungen der Häftlinge über die Abläufe dort ungefähr eine Vorstellung über Zahlen zu gewinnen und kommt zu der Schätzung, in Auschwitz seien zwischen 4 und 6 Millionen Menschen umgebracht worden. Soweit ich weiß, liegen heutige Annahmen deutlich darunter, aber ich kenne mich da nicht gut aus.

Wenn ich irgendeine Hoffnung hätte, daß es hier endlich eine Ruhe hat mit diesem immer mal wieder hineingetragenen Beklopptendiskurs, dann würde ich die entsprechenden Seiten sogar vollständig übersetzen. Aber ich habe diese Hoffnung nicht… ich vermeine schon das Gegenargument zu hören, der betreffende Berichterstatter habe schließlich nicht vorher 2 Semester Logistik studiert…

ruby Januar 27, 2015 um 23:24

@ topi
Die Herdentriebler wissen nicht mehr weiter …
Das Handelsblatt will mit neuer Serie den EURO weiter beten …
FL hat (noch) nicht die Geldtheorie ohne Investmentbanken und Gelddistribution erkannt …
Nicht aufgeben … und den enrico erklären lassen
Podemos Espana !!!

ruby Januar 27, 2015 um 23:27

bestes jmg
;-)

topi Januar 27, 2015 um 23:32

Wiki:
Als Obergrenze der Todesopfer im Konzentrationslager- und Vernichtungslagerkomplex Auschwitz wird die Zahl von 1,5 Millionen Opfern angegeben.

~ WKIII-NEWS ~ Januar 27, 2015 um 23:34

@bb
“Kapital + Mob = Faschismus (Hannah Arenth)
Lucke/Henkel + Pegida = ?”
——

…. h. ahrendt … steht bekanntlich auf meine liste von lieblingsdeutschjüdinnen ganz weit oben … gleich nach g.paltrow, c. knobloch, eva green und scarlett johansson. … weil h ahrendt … sich FÜR … ESCHTE DEMOKRATIE … eingesetzt hat. sie war damit todfeind von kissinger, hütt, soros, flübber, netanjau, morph, usw …

… ABER: ihre FASCHISMUD-DEfinition ist … nonsense. weil:


=========================================
“FASCISM … is the merger of state and corporate power!”
(b. mussolini)
========================================

…. der “mob” … hingegen … heißßt ja nur mob, weil/wenn … er sich … von state & coroporate power … und der dazugehörigen LÜGENPRESSE(!!) … aufhetzen läßßt. wohin hetzt die lügenpresse?? … di ehetzt unisono … GEGEN PEGIDA! … also ist dein mob ,bb, nicht PEGIDA .. sondern die SPD,GRÜNE,LINKE,GEW-mischpoke von NOPEGIDA!! … der aufgehetzte (Pseudo)Gutmenschenmob.

… und die AFd … wird vom KAPITAL … nun wirklich nicht gebraucht!! … die hamn doch mit ihren Blockparteien SPDCDUGRÜNEFDP … mehr als genug kontrolle über die politik. nein, die afd ist der .. VOLKSAUFTAND

KommentatorX Januar 27, 2015 um 23:38

@Goodnight Januar 27, 2015 um 20:50
Menschen sind völlig egal. Die sind nur Mittel zum Zweck.

Das ist explizit der Kern der Marxschen Kritik am Kapitalismus:
Im System des Kapitalismus ist der Mensch nur ein Mittel der Geld-/Kapitalvermehrung, anstatt dass dieses kapitalistische System als Ökonomie funktioniert, d.h. als Mittel zur Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen.

Im System de Kapitalismus verliert der Mensch seine menschliche Natur, seine Menschlichkeit. Er geht mit sich und mit anderen wie mit einer Sache um, er entfremdet sich von seinem Menschsein.

Die letzten Menschen, die sich über diese Entfremdung und Erniedrigung empörten und dagegen revoltierten, waren die sog. 68-er.

Für die Menschen danach ist dies zu einer alternativlosen Realität geworden, zu einer „zweiten Natur“ geworden.

Der Kapitalismus hat Psyche und die Gehirne der zu einem Objekt des Kapitalismus sich machenden(!) Menschen im Sinne seiner Systemlogik strukturiert.

So schreibt Walter Gerd Neumann in seinem Beitrag „Das Kapital ist die Seele des Menschen“:

„Fast jede Marxinterpretation seit der deutschen Sozialdemokratie und Lenin hat den Mangel positivistisch zu sein, weil niemand verstanden hat, dass Marx die Kategorien der Kritik der politischen Ökonomie unter dem Aspekt ihrer Aufhebbarkeit begreift. …

Die Praxis der Konsumtion und einer menschlichen Gesellschaft ist unabdingbar an die Gegenständlichkeit der Produkte menschlicher Arbeit gebunden. Wenn Marx schreibt: “Das Geheimnisvolle der Warenform besteht also einfach darin, dass sie dem Menschen die gesellschaftlichen Charaktere ihrer eigenen Arbeit als gegenständliche Charaktere der Arbeitsprodukte selbst, als gesellschaftliche Natureigenschaften dieser Dinge zurückspiegelt, daher auch das gesellschaftliche Verhältnis der Produzenten zur Gesamtarbeit als ein außer ihnen existierendes gesellschaftliches Verhältnis von Gegenständen. Durch diese quid pro quo werden die Arbeitsprodukte Waren, sinnlich-übersinnliche oder gesellschaftliche Dinge … Die Warenform und das Wertverhältnis der Arbeitsprodukte, worin sie sich darstellt, (hat) mit ihrer physischen Natur und den daraus entspringenden dinglichen Beziehungen absolut nichts zu schaffen. Es ist nur das bestimmte gesellschaftliche Verhältnis der Menschen selbst, welches hier für sie die phantasmagorische Form eines Verhältnisses von Dingen annimmt” (Kapital I, S. 86) dann sagt er über diesen Warenfetischismus dasselbe wie Sigmund Freud, wenn dieser schreibt: “Die Pathologie lehrt uns eine große Anzahl von Zuständen, in denen die Abgrenzung des Ichs gegen die Außenwelt unsicher wird, oder die Grenzen wirklich unrichtig gezogen werden; Fälle, in denen uns Teile des eigenen Körpers, Stücke des eigenen Seelenlebens, Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle, wie fremd und dem Ich nicht zugehörig erscheinen, andere, in denen man der Außenwelt zuschiebt, was offenbar im Ich entstanden ist und von ihm anerkannt werden sollte” (Freud, IX, S. 199).
Die Warenform ist demnach eine Projektion im Freudschen Sinne, also eine bloße Vorstellung, die mit ihren Voraussetzungen, Gebrauchswert und Tauschwert, ihren sinnlich-übersinnlichen, bewusst-unbewussten Charakter verliert, und verschwindet. Die Warenform existiert dann nicht mehr. …

“Das Kapital soll nach Marx nichts anderes sein als unbewusstes Bewusstsein” (H.J. Krahl, Bemerkungen zum Verhältnis von Kapital und Hegelscher Wesenslogik, in: O. Negt (Hrsg.), Aktualität und Folgen der Philosophie Hegels, S. 148), d.h. die Produktivkräfte schaffen das bedürftige Es (im Freudschen Sinn), und das “Geld heckende Geld” (Marx), also die Arbeit für Geld, die Mehrarbeit oder Lohnarbeit das moralische Über-Ich (während der schon vor dem Kapital vorhandene Staat das “Ich” schafft – tatsächlich gibt es ja die schizophrene Spaltung von Es und Über-Ich innerhalb des unbewussten Bewusstseins des Menschen (was religiös “Seele” heißt) erst seit der Moderne, also seit Beginn des modernen Kapitalismus, oder, anders gesagt, seit der Spaltung des Produkts menschlicher Arbeit in Gebrauchswert und Tauschwert bzw. der Arbeit in konkrete und abstrakte Arbeit.“

Das System des Kapitalismus schafft einen Verblendungszusammenhang, in dessen das Zentrum das Geld und Ware steht. Entsprechend werden die Gehirne und die Psyche der Menschen geformt. Projektion und Wirklichkeit können sie nicht unterscheiden.

Die 68-er wussten (noch), dass der Kapitalismus ein von Menschen gemachtes System und dass Menschen den Kapitalismus durch ein neues System ersetzen können.

Dem kapitalistischen Menschen fehlt dieses Bewusstsein.

~ WKIII-NEWS ~ Januar 27, 2015 um 23:41

@topi

… ob du zu behindert bist für den dreisatz … odda … nich, das mußßt DU wißßen.

(… solange der dreisatz im strafgesetzbuch steht … kann ich ihn dir beim besten willen nicht öffentlich vorrechnen … lies dir halt dein ABWLI-Skript nochma durch, junge … )

enrico Januar 27, 2015 um 23:42

@goodnight

»»»»1. VWL bedeutet Volks-Wirtschafts-Lehre. Man muss kein Holger sein, um zu begreifen, dass dies ein Widerspruch ist, denn Wirtschaft ist nicht fürs Volk!«««

Da hat er Recht unser Gutnachtwächter. VWL ist tot. Reden wir über Synergonomie, der Lehre der Gesetzmäßigkeiten der Zusammenarbeit.

~ LÜGENPRESSE ~ Januar 27, 2015 um 23:58

@topi

… gerade eben wieder ein grandioses REALTIME-EVENT in Sachen LÜGENPRESSE:

… Fräulein Anja RESCHKE (GEZ-ARD) hat in der Staatslügenpropagandaschau “tagesthemen” eben den Kommentar zum heutigen Holotag vorgetragen. … Sie erzählte darin von den Kammeramännern, die am tag der befreiung 27.01.1945 in auschwitz das schrecken gefilmt hätten … “und dabei die schornsteine der krematorien noch haben rauch ausstoßen sehen können “…

===> damit outed sich Fräulein Anja RESCKE erneut als ein fieses Stück Lügenpresse!!

… WEIL:

Die meisten Bilder jedoch, die es von der Befreiung von Birkenau gibt, sind wenige Tage später nachgestellt worden – auch die berühmte Filmsequenz aus einem Frauenblock. Die Realität treffen sie, nach Zeitzeugenschilderungen, trotzdem.

Allerdings muss man auch solche Berichte stets kritisch hinterfragen. Etwa das, was der seinerzeit gerade 16-jährige Kriegsfreiwillige und Dolmetscher Nikolai Politanow verschiedentlich erzählte. Seine Schilderungen sind zum Teil zwar sicher richtig, etwa wenn er sich erinnerte: “Ratlos standen unzählige Elendsgestalten mit eingefallenen Gesichtern und kahlen Köpfen draußen vor den Baracken. Sie wussten nicht, dass wir kommen. Die Überraschung darüber ließ viele in Ohnmacht fallen. Ein Bild, das jeden schwach werden lässt, der es sieht. Das Elend war entsetzlich.”

Andererseits schmückte Politanow seinen Bericht gern aus: “Schon von weitem konnten wir sehen, dass die Heizer der Krematorien im rund drei Kilometer entfernten Birkenau mit ihrer Arbeit fortfuhren. Rauch und Stichflammen schlugen dort aus den zwei Kaminen.” Er wollte auch die Krematorien selbst im Betrieb gesehen haben: “Die Öfen waren noch heiß und manche brannten noch lichterloh, als wir näher kamen. Die verrußten Heizer waren erstaunt, als sie uns Offiziere und Soldaten sahen.”

Doch das sind freie Erfindungen. Drei der vier Krematorien waren bereits seit November 1944 abmontiert worden; das vierte war am 26. Januar 1945 um ein Uhr morgens gesprengt worden.

Zwar brannte es am Nachmittag des 27. Januar 1945 in Auschwitz-Birkenau tatsächlich, und zwar durchaus in der Nähe der Krematorien: SS-Leute hatten die Baracken des “Kanada” genannten Effektenlager angesteckt. Doch das kann Nikolai Politanow nicht gemeint haben – zu detailliert sind seine Beschreibungen. Er behauptete sogar, sich an Gespräche mit Männer des “Sonderkommandos” zu erinnern, die die Leichenöfen hatten betreiben müssen.

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article136816437/So-sah-Auschwitz-am-Tag-seiner-Befreiung-aus.html

Wilma Januar 27, 2015 um 23:59

Zumindest der neue Finanzminister Yanis Varoufakis scheint
einen realistischen Blick zu haben. Er war es doch, der den Primärüberschuss anzweifelfte:
“So erhebt der Athener Wirtschaftsprofessor Yanis Varoufakis unter anderem in seinem Blog schwere Vorwürfe: So habe sich die Zentralregierung im vergangenen Jahr 5,4 Milliarden Euro von ihren Gläubigern geliehen und an die Sozialversicherungen und Regionalregierungen weitergereicht, um ausstehende Zahlungen begleichen zu können. Die hätten das Geld aber einfach gebunkert, so dass die Summe letztlich auf der Einnahmenseite verbucht werden konnte.”
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-primaer-ueberschuss-des-krisenlands-ist-ein-trugbild-a-966582.html

Falls Griechenland raus aus dem Euro will, wird die EU Griechenland nicht fallen lassen. Nettozahler war Griechenland doch nie. Hat diese Zahlungen mal wer zusammengerechnet ?

topi Januar 28, 2015 um 00:02

@ FL

“Der Tourismus hat, wie alle solchen Dienstleistungsbranchen, eine niedrige Produktivität mit den entsprechend niedrigen Einkommen. Wie man damit die Jugendarbeitslosigkeit von 60 % beseitigen will, muss mir jemand erklären.”

Also jetzt soll ICH gegenüber DIR den Euro verteidigen? Nicht im Ernst, oder? ;-)

Die Leistungsbilanz ist ein Fakt, ganz einfach. Als Basis für einen möglichen Euroaustritt.

Ansonsten habe ich das Hauptproblem oft genug genannt.
Die Löhne sind deutlich gesunken, viele auch viel zu tief.

Aber die Preise haben sich kaum nach unten bewegt.
Das würgt massiv den Binnenmarkt ab.

Man müsste allgemeine Preissenkungen umsetzen, mit vier bis fünf Klassen von Gütern, je nach Importanteil der Wertschöpfung, wäre das sogar umsetzbar. (natürlich ohne Jubel bei den Anbietern, aber iss halt so).

Die jetzt öfter geführte Diskussion um eine Parallelwährung, die die inländischen Preise zum Euro drücken soll, bewirkt dasselbe; nur außerhalb der Logik der Eurozone, Parallelwährungen offiziell wäre ein Eingeständnis, dass das Ganze ein einziger Unsinn ist.

Aber ich bin da sicher nicht dogmatisch, wenns hilft, her damit, ob jetzt KleineDrachme oder von mir aus auch Mefos (nur nicht für Rüstung, dafür um so mehr “Autobahnen”, natürlich andere Netze und erneuerbare Energien, auch Öl und Gas etc.)

enrico Januar 28, 2015 um 00:06

@Carlos Manoso

»»»»enrico, mal im Ernst. Wieso benötigt eine Gesellschaft zum Funktionieren eigentlich sowas wie ein „Monetarsystem“?««««

Man könnte auch fragen: “wieso benötigt eine Gesellschaft zum Funktionieren eigentlich sowas wie Buchführung? Ein Monetärsystem ist Buchhaltung.

sie wird benötigt (diese Buchhaltung), weil man erst produzieren muss, bevor man konsumieren kann. Dieses Problem zeigt sich dann vor allem, wenn die Arbeitsteilung innerhalb der Gemeinschaft längere Produktionsketten aufweist, wo ein Produkt vom Rohstoff bis zum Endprodukt viele Veredelungsstufen durchwandern muss. Ein Monetärsystem ist dabei ein Kommunikationsystem, das dabei hilft Produktion und Bedarf abzustimmen und das möglichst ohne viel Verschwendung von Arbeitsleistung, Materialien und sonstigen Ressourcen. Ein Monetärsystem ist ein Buchaltungsystem, genauer gesagt ein Kredit-Buchaltungssystem. So könnte man schließlich fragen, wieso eine Gesellschaft zum Funktionieren Kredite benötigt. Diese sind notwendig, weil die Arbeitenden heute nur die Endprodukte konsumieren können, die gestern hergestellt wurden. Die Arbeitenden am Anfang der Produktionsketten müssen laufend von den Arbeitenden am Ende der Produktionsketten mit bereits fertigen Produkten vor-versorgt werden.

Man könnte aber auch ganz einfach sagen: Ab einer gewissen Größe der Gruppe (Gesellschaft / Gemeinschaft) ist es nicht mehr möglich durch bloße verbale Kommunikation eine funktionierende Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten.

wowy Januar 28, 2015 um 00:11

Schaut diesen Film
http://www.arte.tv/guide/de/048881-000/schattenkrieg-in-der-sahara
Und dann überlegt, was das für Europa bedeuten könnte.
Kleiner Tip: In ca. einem halben Jahr, vielleicht auch erst in einem Jahr, wird es in Griechenland Neuwahlen geben.

topi Januar 28, 2015 um 00:19

FL
aber dazu direkt.

“Der Tourismus hat, wie alle solchen Dienstleistungsbranchen, eine niedrige Produktivität mit den entsprechend niedrigen Einkommen.”

Wie hoch ist denn die Produktivität eines Tourismusbeschäftigten?
Oder der Bäckereiverkäuferin?

Letztere ist mit 1.1.15 hier anne Ecke sicher gestiegen, die wurde vorher sicher deutlich tiefer als mit 8fuffzig pro Stunde angegeben.

Oh Wunder. Die “Produktivität” eines einzelnen Arbeitsplatzes ist doch eine reine Zuschreibung. Das ist in der Industrie nicht anders, was ist denn die Wertschöpfung des einzelnen Arbeiters im Autowerk wert?

Messbar sind sSteigerungen des Outputs, bei vielen Dienstleistungen gibt es da wenig Zuwachs.
Nur folgt daraus nicht, dass sie keine Lohnzuwächse haben können, das ist neoklassischer Unsinn. In “Dänemark” ( idealisiert) gibts das einfach nicht, da kriegt der Fleischer 18 Euro (gerne aus D importiert, da wenig Dänen so schwer so billig arbeiten), statt der kasernierte Ukrainer 3 Euro.

Griechenlands Tourismusbranche hat noch jede Menge Potenzial, einerseits auch für preiswerte Dienstleistungen, aber auch für hochpreisigere.

Aber richtig, damit alleine wird es nicht reichen.
Vermögenssonderabgabe, entweder 10%, wer sein Geld in griechische Projekte investiert zahlt nur 5, fertig.
Und alle EU-Programme ausreizen für öffentliche Investitionen.

Ohne Preissenkung bleibt dies noch ewig ein herumdümpeln, das ist klar. Und die Chance, dass die Löhne wieder hochgehen, damit das Ganze wieder zerbröselt, dürfte höher sein als die auf sinnvolle Preissenkungen, oder Parallelwährungen. Bleibt immer noch der Austritt. (Finanzminister sagt, wir haben keine Drachme im Keller, deshalb geht das jetzt nicht; interessant!)

ruby Januar 28, 2015 um 00:21

enrico erklärt investitionsrechnung und finanzierung ;-)

“6. Anleihenkaufprogramme von Zentralbanken leisten nichts gegen das Grundproblem einer hohen Verschuldung. Eine schmerzliche, aber konsequente Lösung ist die Streichung uneinbringlicher Schulden und eine damit verbundene rasche Entlastung der Bankbilanzen.”
aus:
http://blogs.faz.net/fazit/2015/01/27/eine-waehrung-ist-kein-spielzeug-5272/
werter gerald;
jetzt kombiniere das mal mit meinem vorschlag, jeder kriegt unbegrenzt soviel kredit für neue investitionen, wie er zuvor in % getilgt hat, zins zahlt er freiwillig soll hier aber erstmal geschenkt sein wegen nicht verkomplizierung ;-)

enrico Januar 28, 2015 um 00:27

@FL

»»»»In eurer Welt funktioniert das alles ganz prima. Das weiß ich schon lange. Aber dummerweise lebt dort außer euch auch niemand anders.«««

Na, dann komm doch mal auf’n Kaffee in “unsere” Welt rüber und schau dich mal um. Kannst ja dann bei “euch” berichten, wenn Du wieder in eurer Welt bist.

Nein, im Ernst: warum unterstützt Du (wenn auch nur indirekt) das falsche Spiel mit dem Trick “internationale Staatsverschuldung” indem Du in diesem Zusammenhang von ” privaten Investoren” schreibst als wäre das die normalste Sache der Welt? Glaubst Du wirklich, dass es völlig in Ordnung ist, wenn U-Boote aus deutscher Produktion an Griechenland verkauft werden und dies mittels Verschuldung des griechischen Staates geschieht? Und dann “internationale Investoren” die Gläubiger dieser Schulden werden? Und später diese Schulden als Mittel der Erpressung dazu verwendet werden, dass Volksvermögen “privatisiert” wird? Wer profitiert denn mit diesen deals, das einheimische Volk? siehste!

ruby Januar 28, 2015 um 00:30

Johannis wird Jeroen am Freitag erläutern nicht käuflich zu sein und erklären, warum sich das lohnt.
Der muß das dann dem Jean-Claude vorsprechen !
;-) sehr, sehr amüsant – bei einem Gläschen Genever? oder Campari?

~ LÜGENPRESSE ~ Januar 28, 2015 um 00:45

@treidel

===> … na danke, das ist doch schon mal was. für mich wäre dokument 8 also das interessanteste …

===> … “geschichtsrevisionismus” … mache ich in diesem fall ganz bestimmt nicht. Weil ich sonst ggf. ne Homo-Ehe mit Horscht Maler eingehen müßßte … der ist um die 80 und sitzt für meinungsverbrechen jetzt 12 Jahre im knast … das ist “Die Moderne” … mußßt du wissen ..

===> … zu der “4-millionen-Lüge von Auschwitz” (must-read!!!) :

http://www.h-ref.de/zahlenspiele/auschwitz-4-millionen.php

… da erklärt TU-Prof ( :-) ) W.Benz warum …

2 + 4 = 6 ist und …
2 + 1 au = 6 ist :-)

===> zum hintergrund:

… “Geschichtsrevisionisten” und andere “Nazis” … hoffen seit langem, dass sowohl RU als au der VATIKAN … ihre diesbezüglichen Archive öffnen … weil es – ihrer meinung nach – … zeit ist, das sich was dreht …

… heute kam die meldung, daßß der Yankee 220 Panser in die Restukraine verschiebt … es ist also krieg jetzt.

… Im Krieg und in der liebe is aber nun allet erlaubt, auch das öffnen von archiven … und ggf. au die einseitige abkehr von gentleman-agreements von Roosevelt & Stalin …

… übrigens: natürlich ist es hilfreich logistik gelernt zu haben. NOTWENDIG ist aber nur dreisatz, 1+1=2 und 2+2=4 (nicht 5) … aber wer selbst das nicht kann … kann sich au einfach nur die BILDER anschauen … und kommt ebenfalls zum ziel …

ruby Januar 28, 2015 um 00:55

Enrico, im Sauerland gibt es nur ne Rodelbahn keinen U-Boothafen …

~ LÜGENPRESSE ~ Januar 28, 2015 um 00:57

Varoufakis = Soros-Golem

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 01:44

@topi Januar 28, 2015 um 00:19

Yep… man muß es wohl immerimmerimmer wiederholen… Wir hatten das schon vor Jahren…

Das Reden von “Produktivität” bei Dienstleistungen ist eine völlig zirkuläre Sache. Steigt das Einkommen, steigt – welch Wunder – die Produktivität. Sinkt das Einkommen, sinkt die Produktivität. Wenn irgendeine industrienahe Dienstleistung outgesourct und niedriger bezahlt wird, dann sinkt damit deren “Produktivität”, auch wenn der gleiche Job wie vorher gemacht wird. Also der Statistik nach jedenfalls.

Ist die Produktivität eines Finanzangestellten in der City of London größer als die eines griechischen Touristikangestellten? Formal betrachtet und am Einkommen gemessen offenbar schon, real ist aber in der CoL gewiß nur die Destruktivität größer.

Das Reden von “Produktivität” bei Dienstleistungen ist nur eine zirkuläre Begründungsformel zur Rechtfertigung der extremen Einkommensunterschiede in diesem Sektor, die sich viel mehr mit Machtverhältnissen und mit sozialer Stratifizierung (Dienstadel) erklären lassen.

Man müßte @FLs Formulierung umdrehen, so würde ein Schuh draus: —> “niedriges Einkommen und – deshalb! – niedrige (gemessene) Produktivität.”

Wobei, wenn man der zirkulären Logik folgt und sagt: Produktiver wird der Dienstleister dann, wenn er ein höheres Einkommen durchsetzen kann… dann würde die Touristikbranche bei einer Abwertung schon im Vergleich “produktiver”. Da Einkommen teils in (aufgewerteter) Fremdwährung, Kosten v.a. in Eigenwährung.

Jackle Januar 28, 2015 um 02:11

“Der Markt bildete bis 2009 Risiken nicht mehr ab, sondern sorgte lediglich für die Blindheit der Marktteilnehmer.

Das ist aber der berühmte Schnee von gestern.”

Wie zum Henker kann man, wenn man bei geistiger Gesundheit ist, diese drei Sätze so aufeinander folgen lassen? Und dann auch noch das ganze sozialdemokratische Geschwätz. Unerträglich, Lübberding.
Ich will dem Quälgeist ja überhaupt nicht beispringen, aber hast du jetzt auch komplett den Verstand verloren? Was in Gottesnamen berechtigt Dich kleines sauerländisches Sozialdemokratenwürstchen, der es verdammt nochmal besser wissen MÜSSTE, diese oberbekloppte Formel hier mal so eben nebenbei auszuspucken: “Die hatten tatsächlich über ihre Verhältnisse gelebt.”

Junge, Junge. Es ist ja klar geworden, dass die Politik nur mal richtig Politik machen müsste, damit die Politik, wenn sie erstmal Politik macht, soviel Politik gemacht hat, dass sie anschließend RICHTIG Politik machen wird können, um ihre politische Forderungen in der Politik durchzusetzen. Dann ist Politik politische Politik ist Politik.

Recherchier mal lieber, wer wem so alles Bobbycars schenkt. Dieses entsetzliche Geseier kann sich niemand mehr anhören.

Wer sich das alles nicht mehr anhören kann, Freunde? Ihr checkt das wohl nicht. Ich dachte ja bei Zeiten, dass es hier im Altherrenclub guten Whiskey gibt, aber der größte Teil scheint schon dement zu sein. Ihr alten Säcke, die ihr massiv von der Generation über euch profitiert habt und ihr, die ihr die, die auf euch folgen, bespuckt und jeglicher Zukunft, ob wirtschaftlich, sozial oder ökologisch beraubt habt, ihr werdet dafür bezahlen. Easy as fuck!

Zieht euch warm an, ihr alten Säcke. Mit Flaschensammeln kommt man bald nicht mehr über die Runden! Habt halt alle über eure Verhältnisse gelebt. Zahltag. Game. Over.

“Mason: My friend, you suffer from the misplaced optimism of the doomed.”
- Snowpiercer

Wilma Januar 28, 2015 um 02:37

Der mischt die EU ganz schön auf

“Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama haben sich in einem Telefonat auf neue Finanzhilfen für die Ukraine geeinigt. Zuvor hatte die EU Russland mit Sanktionen gedroht – was dem neuen griechischen Premier Tsipras gar nicht gefällt.”
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-angela-merkel-und-barack-obama-versprechen-neue-finanzhilfe-a-1015364.html

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 03:42

Kann eh nich schlafen… also noch ein Einwurf…

@Goodnight schreibt hier neuerdings immer vom entscheidungsfreudigen Führer und so… Naja… Jedenfalls, der Tsipras als Newcomer hat da schon mal sehr gut losgelegt, oder?

Bevor es irgendwelche Spekulationen gab über innenpolitische Schwäche wegen verfehlter absoluter Mehrheit… und damit auch entsprechende zahlungskräftige Einflußnahme auf mögliche Koalitionspartner… da hat er gleich eine Regierung gebildet mit demjenigen inneren Mitspieler, der wohl für die härteste Linie gegenüber den Pokerspielern am äußeren Tisch steht. Einen möglichen Moment der Schwäche durch eine schnelle Entscheidung in einen Moment der Stärke verwandelt.

Dann die Regierung… Der Finanzminister Varoufakis steht ja wohl auch für die deutliche Ansprache. Und hat dazu eine recht vitale Ausstrahlung… Wußte bisher gar nicht, wie der aussieht… Der könnte ja noch vor wenigen Jahren bei den Ultras von PAOK Saloniki oder so im Fanblock gestanden haben… Wenn der dem Schäuble begegnet… also da ist klar, wer das neue und wer das alte Europa repräsentiert. Das “junge Europa” hat Tsipras damit schon rein symbolisch auf seiner Seite gegen das ‘Stabilitätsmonster’.

Und, @topi, das ist mir bei dem FAZ-Artikel auch aufgefallen… Man müßte die Aussage nun freilich im Original kennen… aber läßt es sich nicht auch so lesen? –> Wir reden hier nicht über eine Euro-Ausstiegsoption. Wir bleiben im Euro. (Und wenn wir doch aus dem Euro aussteigen, dann über Nacht und ohne großes Palaver vorher…)

Also… das wirkt auf mich doch sehr souverän, was die machen, bisher… Aber vielleicht ist der Wunsch der Vater des Gedankens…

Systemfrager Januar 28, 2015 um 06:15

Man kann es fast nicht glauben, aber auch das findet man in SPON:

“Der Aufstieg von Syriza stellt Europas von den Deutschen geführte Austeritätspolitik in Frage”, urteilt die “New York Times”.

Von den USA aus betrachtet erscheint Deutschland wie eine exotische finanzpolitische Insel, auf der mit viel Überzeugung alten Rezepten gefolgt wird. “Destruktiv und gefährlich”, hat das die “Washington Post” jüngst kommentiert. Ergebnis: Wirtschaftliche Depression in Südeuropa.

Dementsprechend gilt in Amerika das Versagen der Märkte als Ursache der Krise. Europa dagegen gibt den einzelnen Staaten die Schuld.

Was Deutschland und Amerika eint, das ist die wachsende Einkommensschere, die zunehmende soziale Ungleichheit. Ein paar Wenige profitieren deutlich mehr vom Aufschwung als die große Masse. Der US-Präsident hat das in seiner State-of-the-Union-Rede gerade als großes Thema markiert. Erst Wachstum, dann Umverteilung, so geht sein Credo. Zwar mögen die Republikaner diese Konzepte mit ihrer Mehrheit im Parlament stoppen, doch gilt auch hier wieder das spiegelverkehrte Bild: Umverteilung fordern in Deutschland nichtmal mehr die Sozialdemokraten.

weiter >>>

Keynesianer Januar 28, 2015 um 06:25

@wowy

Kleiner Tip: In ca. einem halben Jahr, vielleicht auch erst in einem Jahr, wird es in Griechenland Neuwahlen geben.

Nicht nur in Griechenland, sondern wohl in ganz Europa.

Solange hat die Linke noch Zeit, nach über vierzig Jahren geldpolitisch verursachter Wirtschaftskrisen und Massenarbeitslosigkeit und der Zerstörung von Abermillionen bürgerlicher Existenzen endlich zur Besinnung zu kommen und mit der Wertformanalyse und den Träumen von der Weltrevolution aufzuhören.

Um eine keynesianische Politik durchzusetzen und vor allem mal endgültig und für alle Zeiten die Menschheit über die Verursachung all der Krisen in der Vergangenheit aufzuklären. Die finale Beschäftigung mit der VWL also, die auch der Joker im Ärmel ist, den die Linke noch hat.

Wenn die linken Kräfte in Europa das nicht raffen, sondern vielleicht lieber CO2 sparen und die Industriegesellschaft ökologisch umbauen wollen und was weiß ich …, werden ganz andere politische Kräfte das Elend der Menschen beenden müssen.

Keynesianer Januar 28, 2015 um 06:58

@Systemfrager

Du willst es vielleicht nicht kapieren, aber die Deutschen für all das Elend der Austeritätspolitik in Europa verantwortlich zu machen, war von vornherein ein wichtiger Teil des bösen Spiels.

Dass der SPIEGEL da ganz vorne dabei ist, braucht also niemanden zu wundern. Die haben sich ja auch für die Agendapolitik und vor allem das Lohn- und Sozialdumping und den Rentenraub ihre schmutzige Seele aus dem Leib geschrieben.

Hardy Januar 28, 2015 um 07:00

@Lübbe

Frag doch mal Flassbeck – vielleicht schreibt der einen Gastbeitrag zu dem Thema?
Immerhin sitzt sein Mit-Autor inzwischen (zumindest mittelbar) in der Regierung: http://www.flassbeck-economics.de/alle-sind-wieder-griechenland-experten-und-sollten-doch-besser-schweigen/

Systemfrager Januar 28, 2015 um 07:02

Du willst es vielleicht nicht kapieren, aber die Deutschen für all das Elend der Austeritätspolitik in Europa verantwortlich zu machen, war von vornherein ein wichtiger Teil des bösen Spiels.

Nein, ich kann es nicht glauben, weil bei allen promenenten deutschen Ökonomen, also Vollidioten, diese Politik als die höchste Wahrheit der reinen Vernunft gilt.

Systemfrager Januar 28, 2015 um 07:09

Der ganze deutsche Geist beruht auf den Vollidiotien eines gewissen Platon, in ständig neuer Umkleidung
Der angelsächsiche Geist beruht auf dem Empirismus und Pragmatismus des Aristoteles … schon der Halbblinde sieht es wenn er zB die Theorie der ethischen Gefühle oder Wohlstand ließt
Platon war der erste Terrorist-Philosoph, brutal und blutgierig wie die späteren deutschen Übermensch-Philosophen
Übrigens:

Man übertreibt also kaum, wenn man Kant zu den Stammvätern des modernen liberalen Konservatismus zählt, eines Konservatismus, für den die Ethik eine Suche nach moralisch überlegenen Rechtfertigungen für Egoismus und jede andere Anmaßung der Herrschenden ist. Man ist entsetzt, wie wenig Kant vom Volk hielt. Die frühmodernen Denker und Philosophen haben bekanntlich den Untertanen zugestanden, sich gegen die Ordnung bzw. den Staat, der sich um sie schlecht kümmert, zu erheben. Dieses Recht auf bürgerlichem Ungehorsam finden wir ausdrücklich sogar bei Hobbes, der für einen absolutistischen Staat (Leviathan) plädiert, Smith meint „sowohl Rebellen als Häretiker jene unglücklichen Menschen sind, die, die, wenn die Verhältnisse zu gewissen gewaltsamen Entscheidungen führen, das Unglück haben, zu der schwächeren Partei zu gehören“, Dagegen zögert Kant nicht, den bürgerlichen Ungehorsam zum größten Verbrechen zu erklären. Er muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sein Begriff der unbedingten Pflicht einer autoritären und patriarchalischen Tradition angehört, die schon immer mit einem Fuß auf dem Gottesgnadentum und mit dem anderen auf der Vernunft stand, also auf einer elitären Tradition, die man nicht hätte rekonstruieren, sondern aufgeben sollen. Nietzsche sagte nicht ohne Grund Kants kategorischer Imperativ habe einen üblen Geruch nach Blut und Folter an sich. Wen wundert dann, dass das erzfeudale Kaiserreich seinem Kant ein großes Begräbnis mit viel Pomp bereitete, wie es bei keinem anderen Philosophen je der Fall war.

Der Ökonom mit dem Hammer

Keynesianer Januar 28, 2015 um 07:11

Wer macht denn diese Vollidioten zu prominenten deutschen Ökonomen? Wer hat denn bis zur Besinnungslosigkeit für die Agenda- und Austeritätspolitik getrommelt?

Dieselben Massenmedien, die jetzt die Deutschen für das Elend dieser Politik verantwortlich erklären wollen.

Selbst Du hast es nicht kapieren wollen bis heute, obwohl es so einfach ist:

Zinsen rauf – Wirtschaftskrise!

Zinsen runter – Boom!

Mehr ist es nicht. Aber da studieren die Schäfchen lieber die drei Bände “Das Kapital” von Marx mit so 2500 Seiten. ;)

Systemfrager Januar 28, 2015 um 07:18

Zinsen rauf – Wirtschaftskrise!
Zinsen runter – Boom!

Was kann ich dazu nur sagen. Typisch deutsch!
Als man Hegel fragte, was würde er dazu sagen, wenn die Tatsachen sich gegen seine Philosophie stämmen würden, angwortete er: Desto schlimmer für die Tatsachen.

Du hast von Keynes gerade das übernommen, wo er mit einem Fuß teif in dem Morast des Neoliberalismus steht.

Hardy Januar 28, 2015 um 07:23

@Keynesianer

Ich weiß nicht, woher Du Dein Wissen beziehst, aber

“Zinsen runter – Boom!”

wird in Europa inzwischen seit einigen Jahren, in Japan schon länger widerlegt. Neben der Geldpolitik existiert auch noch die Fiskalpolitik, schon vergessen? Und die gibts auch bei Keynes.

sadoma Januar 28, 2015 um 07:37

„Die Wirtschaft hat alle Schulden an die EZB bzw. Staaten abgetreten, und solange die genügend Absatzmärkte in USA und Billigproduzenten in Asien finden, solange ist Griechenland jetzt alle zusammen: Völlig egal.“
Über das Spannungsverhältnis Absatzmärkte/Billigproduzenten sollte man durchaus länger nachdenken. Auch der globale Finanzkapitalisums kann jedoch nur so lange funktionieren, so lange die Konsumenten die erzeugten Güter bezahlen können. Das der derzeitige Status des Finanzkapitalismus es dem Kapital ermöglicht die Absatz- und Produktionsmärkte der Welt gnadenlos gegenseitig auszuspielen und den Gelschöpfungsprozess für sich zu instrumentalisieren ändert nichts an obiger Grundthese. Es ist die uralte Verteilungsfrage die Geschichte so spannend macht. Sollten sich wesentliche Stellschrauben im Verteilungskampf nicht grundlegen ändern steuert alles auf ein Ausbruch eines „Aufstands/Revolution auf globaler Ebene“ (natürlich ohne die Deutschen) zu. Erste Vorläufer kann man schon im Nahen Osten sehen. Wahrlich keine gute Aussicht für „uns“ und die derzeit „herrschenden“ Eliten :
„ich habe die Konsolidierung in Greichenland immer für unausweichlich gehalten. Die hatten tatsächlich über ihre Verhältnisse gelebt.“
„Also, laut @lh haben wir “unter” unseren Verhältnissen gelebt und laut @fl haben die anderen über ihre Verhältnisse gelebt. Da sind sich schon mal zwei einig. Kann man so auch im Herdentrieb nachlesen.“
Wenn wir das „wir“ noch durch den Begriff „vom Kapital abhängige“ austauschen triffst den Sachverhalt noch genauer. Diese Grunderkenntnis greift leider bei uns in Deutschland nur sehr, sehr langsam um sich.
Zum Thema neuer griechischer Finanzminister „Varoufakis“ und die derzeit in der „Lügenpresse“ laufende Diffamierung empfehle ich allen (dank sei der Technik/dem Internet) die Infos aus erster Hand.
http://yanisvaroufakis.eu/
hier schreibt der Finanzminister schon seit 2008 was er von allem hält und welche Vorschläge er für Europa anzubieten hat. Die Jungs wissen sehr genau, dass ohne die Einbettung der Griechenlandfrage in einen gesamteuropäischen Strategieansatz nichts zu gewinnen ist. In diesem Jahr wird es daher vor allem darum gehen Allianzen zu schmieden (Portugal und Spanienwahl Ende 2015). Anfang 2016 sieht dann die Fragestellung schon ganz anders aus, wer sich dann noch zu entscheiden hat ist die deutsche SPD. Nibelungentreue mit Frau Merkel Kurs und damit dem Ende des Euro-Projektes oder Mut zur Gestaltung einer EIGENEN Europapolitik. Leider bin ich diesbezüglich skeptisch und denke dass Herr Varoufakis am Ende doch seine Drachmen aus dem Keller holen muss .

Keynesianer Januar 28, 2015 um 07:43

@Hardy

… wird in Europa inzwischen seit einigen Jahren, in Japan schon länger widerlegt. Neben der Geldpolitik existiert auch noch die Fiskalpolitik, schon vergessen? Und die gibts auch bei Keynes.

Es geht immer um die realen Zinsen. Bei Deflation ist auch ein Nominalzins von Null Hochzinspolitik. Deflation führt natürlich dazu, dass die Schäflein gar nichts mehr kapieren, weil “die Zinsen doch ganz unten sind”.

Und ja, die Fiskalpolitik und sogar die Lohnpolitik gehören auch zur Geldpolitik. Das könnt ihr aber den Spezialisten überlassen, wenn ihr erst mal kapieren wolltet, dass die Krisen immer nur durch Hochzinspolitik verursacht wurden!

Das wollt ihr ja schon nicht mal kapieren.

sadoma Januar 28, 2015 um 07:47

Weil es so gut zu meinem Kommentar bezüglich Verteilungsfrage passt ;-)

Von der obszönen Verteilung des Reichtums in Deutschland und der Welt (Globalisierung läßt grüßen)

http://www.jjahnke.net/rundbr110.html#3246

Systemfrager Januar 28, 2015 um 07:50

Auch der globale Finanzkapitalisums kann jedoch nur so lange funktionieren, so lange die Konsumenten die erzeugten Güter bezahlen können.

Du hast etwas vergesen.
Was tun die Amis?
Sie drucken $, die Welt liefert für ihre wertlose Papierchen richtige Güter. Sie sorgen für die Nachfrage:

Um den Amerikanern die Angst vor dem freien Handel zu nehmen, hat Friedman folgende Überlegung angestellt. „Angenommen, Japan wäre unglaublich erfolgreich in seinen Versuchen, seine Exporte in die USA zu pressen und es würde den Japanern gelingen, uns große Mengen verschiedener Waren zu verkaufen. Was würden die Japaner mit den Dollars tun, die sie aus ihren Exporten erhalten?“, fragt er. „Frische Banknoten zurück mit nach Tokio zu nehmen und sie in den Tresoren der Bank von Japan aufzustapeln? Oder lassen sie sich in den Depots der US-Banken Dollars anhäufen? Schön für uns! Können Sie sich einen besseren Handel ausdenken als schöne Textilien, chromblitzende Autos und ausgefallene Fernsehsets für eine Handvoll grün bedruckten Papiers zu erhalten? Oder für einige Eintragungen in den Bankbüchern? Wenn die Japaner doch nur willens wären, dies weiter zu tun, könnten wir dafür sorgen, daß sie all die schönen Banknoten, die sie haben wollen, auch bekommen.“ Nein, es ist unvorstellbar, dass die Japaner so naiv sein könnten, dies zu tun, folgert dann Friedman. Sie werden mit den Dollars umgehend und ohne Zeitverzug amerikanische Waren kaufen, will er damit sagen. „Alle möglichen Dinge für grüne Papierchen, die wir im Überfluss und billig produzieren können, zu bekommen“ kann es also nicht geben: „Es gibt nichts umsonst“. Heute wissen wir, dass Friedman sich doch schwer getäuscht hat. Offensichtlich begehren die Japaner die grünen Papierchen mehr als alles andere in der Welt, weshalb die Amerikaner sich kaum dagegen wehren können, von ihnen beschenkt zu werden. Auf Dauer aber, so die mahnenden Stimmen derjenigen, die als Hüter der Zukunft verstanden werden wollen, wird es so nicht gehen: das dicke Ende kommt erst noch. Versuchen wir nun anhand einer einfachen Überlegung herauszufinden, auf welcher Seite die Wahrheit steht.

Der Ökonom mit dem Hammer

Nun brauchen die Amis nicht zivile Güter zu produzieren, sondern waffen. Dann zerbomben und mördern sie überall dort, wo sich die Welt nicht dem Westen bedingungslos unterwerfen lässt. Das ist die Arbeitsteilung: Für dei deutschen Kapitalisten ist es gut, sie können Exportieren, für die Amis auch, sie brauchen nichts zu tun, sondern andere schuften für ihr Wohlstand.

Nun hat sich die Lage in der Welt geändert. Einige Nationen sind starkt geworden. Jetzt sind Amis in der Panik. Sie meinen, zuerst müssen wir Russland zerschlagen, dann kommt China an die Reihe.

Es ist aber so, dass auch Chinesen nicht dumm sind. Deshalb stehen wir vor dem WK3

Systemfrager Januar 28, 2015 um 08:01

@sadoma
Und noch etwas kann ich dir versichern. (Weil meine sprachliche Kenntnisse von Oder bis Kamtschatka reichen.)
Die Völker hennen dieses Spiel des Westens, diese Arbeitsteilung:
1) Amis produzieren wie verrückt Waffen
2) Westeuropa liefert ihnen für wertlose paierchen Konsumgüter

Was kann man aber tun? Was kann die Welt gegen eine Nation vor drei hundert Mill Söldner, die nur Waffen produziert, tun ???????

Ja, nichts. Aber es gab kein Imperium in der Geschichte, das nicht unterging. Und die Stunde schlägt auch für die USA. Deshalb ist die Lage der Welt so gefährlich. In die Ecke getrieben kölnnen Amis Bomben zünden. Wie in Japan. Und das wäre für eine blutrünstige Nation wie die Amis sind kein Problem. Trotzdem will ich immer wieder glauben, dass die Amis doch sehr empirisch und pragmatisch sind, sie werden nicht so verrückt sein, wie die Deutschen immer wieder.

holger Januar 28, 2015 um 08:13

Ich sehe schon,

es gibt keine Erklärung für “über den Verhältnissen gelebt” :D

Wäre ja noch schöner, wenn man das erklären könnte. Reicht ja aus, wenn man es in den Raum rein wirft, und sich dann vom Acker mann macht.

“Über den Verhältnissen” kann ja sein, wenn man 50% der Produzierten Lebensmittel weg werfen kann. Und selbst dann ist das noch eine Frage, ob das “über den Verhältnissen” ist. Kann ja auch nur sein, dass es zu viele Apfelbäume geben tut.

holger Januar 28, 2015 um 08:21

Ha ha

da produzieren wir wie die Ochsen auf Teufel komm raus, hoffen dass das Zeugs irgendwer auch noch kauft, um dann später zu sagen: “Hey Costas du hast aber über den Verhältnissen” :D LOL

Vielleicht haben Kineser Inder und Afrikaner etc. nur über ihren Verhältnissen gepoppt LOL :D

Und dann brauchen wir ja auch noch das Wachsdumm … sagt jedenfalls die Fürstin. Und den Äxboard …

Wie passt das zu “über den Verhältnissen” LOL :D

sadoma Januar 28, 2015 um 08:23

@systemfrager

“Und das wäre für eine blutrünstige Nation wie die Amis sind kein Problem.”

nun mal halblang. Ich verstehe ja deine Befürchtungen und auch ich halte den amerikanischen Militäretat für die größte Bedrohung. Jedoch auch die Amerikaner befinden sich im globalen Finanzkapitalismus in einem Abhängigkeitsverhältnis. Das hat uns 2008 doch deutlich vor Augen geführt! Es geht in der derzeitigen schwierigen Weltwirtschafts-Situation nicht darum die nationale Karte zu spielen sondern die grundlegenden wirtschaftlichen VWL Gesetzmäßigkeiten neu zu überdenken. Leider kommt aus der deutschen VWL Lehre dazu aus Deutschland so gut wie gar nichts. Der anglophile Sprachraum ist uns da um einige Jahre vorraus. Fortschritt besteht im erkennen der eignen Irrtümer. Die gilt auch für die derzeit herrschende “VWL-Lehre” ;-)

Schau Doch einfach mal bei dem von Soros mit unterstützen
“Institute for New Economic Thinking”

http://ineteconomics.org/

vorbei. Die haben auch noch keine “Lösung” gefunden, wissen aber, dass die derzeit “herrschende VWL-Lehre” eine Irrlehre war ;-)

Systemfrager Januar 28, 2015 um 08:24

Ich sagte schon: Platon ist das wahre Geheimnis der deutschen Seele und Geistes:

Die Klugen, die mit Schwert und Feuer herrschen sollen, sind diejenigen – so Platon – die die wahre Welt (der Ideen) sehen, die anderen sind Naivlinge, die nur Schatten der realen Welt sehen – Scheintatsachen.

So sucht auch der “Keynesianer” die letzte Wahrheit in der realen Jenseits-Welt (“reale”-Zinsen), die normale Welt der Tatsachen sein eine große Sinnestäuschung.

PS
Ich glaube nicht an die Verschwörungstheorein, die Amis zB verschwören sich nicht gegen die Welt, sie treiben einfach ihr böses Spiel immer weiter, und zwar mit ziemlich offenen Karten
Würde ich an die Verschwörung glauben, dann wäre für mich “Keynesianer” einer von den Amis maskierten Mises-ianer oder Hayek-ianer. Mit dem Ziel Keynes zu kompromitieren.

Systemfrager Januar 28, 2015 um 08:27

@sadoma

… nun mal halblang.

Hast du recht … kannst du mir glauben, ich selbst wünsceh mir immer wieder, dass ich nicht ganz recht habe … und vor allem nich bekomme. Aber ich befürchte, dass man sich an die menschliche Dummheit immer “verlassen” kann

Es gab in der Geschichte Zeiten, wo der Mensch vernünftig war …

Keynesianer Januar 28, 2015 um 08:34

Heiner Flassbeck schreibt, was wir in Deutschland politisch erreichen müssen:

… dass alle Länder ausreichend fiskalischen Spielraum haben, um die Konjunktur anzukurbeln, nachdem die Mittel der EZB weitgehend erschöpft sind. Das erfordert die sofortige Korrektur des Stabilitäts- und Wachstumspaktes, nicht mehr und nicht weniger. Alle Länder müssen dann, Deutschland voran, in großem Stil Geld am Kapitalmarkt leihen und ausgeben.
http://www.flassbeck-economics.de/alle-sind-wieder-griechenland-experten-und-sollten-doch-besser-schweigen/

Die Schuldenbremsen müssen schnellstmöglich weg!

Bei der Gelegenheit kann auch die ganze VWL als übler Unsinn entlarvt werden. Das setzt aber voraus, dass die Linke halt mit der Wertformanalyse und den Kapitallesekursen aufhört. Da sehe ich aber schwarz.

Leider ist bei Heiner Flassbeck auch immer “Deutschland” schuld und nicht die neoliberale Agendapolitik von SPD und GRÜNEN, die mit Hilfe der Massenmedien durchgepeitscht wurde, die in Zukunft auch die Deutschen für alles Unheil verantwortlich machen werden.

Des Rätsels Lösung ist wie üblich ganz einfach. ;)

sadoma Januar 28, 2015 um 08:39

@Keynesianer

wenns so einfach wäre. Ich bin auch ein grosser bewunderer von Flassbeck. Er greift schon seit Jahren einen blinden Fleck der derzeit herrschenden “VWL-Irrlehre” in Deutschland an. Es gibt aber leider auf globaler Ebene noch andere “blinden Flecke” der VWL die viel bedrohlicher sind.

Alan Taylor: Surprising New Findings Point to “Perfect Storm” Brewing in Your Financial Future

http://ineteconomics.org/institute-blog/alan-taylor-surprising-new-findings-point-perfect-storm-brewing-your-financial-future

Keynesianer Januar 28, 2015 um 08:43

Um mich selber mal zu zitieren:

Und ja, die Fiskalpolitik und sogar die Lohnpolitik gehören auch zur Geldpolitik.

Weil es eben auf den Realzins ankommt. Bei hohen Nominalzinsen kommen auch die dümmsten Schäfchen irgend wann auf die Idee, dass die hohen Zinsen für die Krise und die Massenarbeitslosigkeit verantwortlich sind. Dauert aber meist selbst dann Jahrzehnte, denn Fußball und Formel1 sind ja wichtiger!

Ganz geschickt kann man die Schäfchen mit einem hohen Realzins bei niedrigen Nominalzinsen täuschen. Da muss bloß ständig in den Massenmedien über die niedrigen Zinsen lamentiert werden. Also die niedrigen nominalen Zinsen.

Dass bei fallenden Löhnen und Immobilienpreisen wie in Japan seit 1990 der Realzins zu hoch ist, wie ja auch 1929-33, kapieren die Schäfchen nie. Das kann man auch in Europa die nächsten Jahrzehnte mal versuchen, ob die Schäfchen dahinter steigen, dass mit dem Lohndumping in Deutschland und den Schuldenbremsen gezielt eine Deflation und damit ein überhöhter Realzins verursacht wurden.

Den Systemfrager will ich gar nicht fragen, ob er das kapiert. ;)

Hardy Januar 28, 2015 um 08:45

@Keynesianer

“Es geht immer um die realen Zinsen.”

Diese kann niemand, auch eine Notenbank nicht, wirklich setzen. Hier lohnt sich ein Blick in die Debatte zum Taylor-Zinssatz auch für Dich.

“Bei Deflation…”

Wir befinden uns zwar auf dem Weg zur, jedoch noch nicht in einer Deflation.

“…ist auch ein Nominalzins von Null Hochzinspolitik.”

Der Satz ist in seiner Allgemeinheit falsch. Bei Nullinflation ist Null-Nominal-Zins gleich Null-Realzins. Hochzinspolitik sieht anders aus, frag die Spezialisten von der BuBa.

“Deflation führt natürlich dazu…”

Deflation führt zu gar nix. Sie ist nur ähnlich schwierig zu erklären wie der negative Zahlenraum. Oder, wenn der kapiert ist, der Unterschied zwischen realen und imaginären Zahlen. Egal(!) welches System du betrachtest, an einer Grenze zur Null wird es immer schwierig*.

“Und ja, die Fiskalpolitik und sogar die Lohnpolitik gehören auch zur Geldpolitik.”

Der Satz ist Unsinn. Zur Stabilitätspolitik mögen alle drei gehören – die herkömmliche Stabi lässt die Lohnpolitik außen vor – aber die Fiskalpolitik gehört nicht zur Geldpolitik!?

“Das könnt ihr aber den Spezialisten überlassen…”

Darüber habe ich mich diplomiert: Geldpolitik der EZB. Bin sicher kein Experte, aber die Einblicke waren in der Tat so tief, dass ich heute sage: Ohne Draghi gäbe es den Euro nicht mehr, den deutschen Exportüberschuss ebenfalls nicht und speziell die südlichen Bundesländer hätten ein extremes Wirtschaftsproblem. Dass vor diesem Hintergrund speziell die kriminelle Vereinigung CSU ihr mehr als großes Maul zu Griechenland und AfD nicht halten kann, ist grotesk.

“…dass die Krisen immer nur durch Hochzinspolitik verursacht wurden…”

Wenn Du Dir doch darüber so sicher bist: Schreib ein Buch dazu. Was ich weiß, ist, dass gerade in Schweden, aber auch die EZB unter Trichet wie auch die BuBa früher den einen oder anderen Aufschwung durch zu schnelle Leitzinserhöhung abgewürgt hat. Daraus würde ich aber keine Regel machen, im Gegenteil: Greenspan hat gezeigt, dass ein “zu” niedriger Leitzins langfristig ebenfalls erhebliche Probleme bereiten kann.

Gruß,

Hardy

*Holger z.B. wird dir bestätigen, dass Messgeräte im Millivolt- oder Mikroamperebereich – beispielsweise – bei gleicher Genauigkeit schnell mal ein Hundertfaches herkömmlicher UI-Messgeräte kosten. Dies nur wegen der Nähe zur Null.

sadoma Januar 28, 2015 um 08:48

Und hier die Zusammenfassung/freie Übersetzung des obigen Artikels ;-)

“Echoing many others, for example, Alan Greenspan has noted that the idea that the financial system be left to largely run itself based on enlightened self-interest is a flawed approach.”

die derzeit herrschende/dominierende VWL ist eine Irrlehre und hilft uns wenig weiter.

” But the alternative isn’t obvious. The benefits of tighter macroprudential controls on credit are, hopefully, fewer costly crises of the kind we just lived through; but a potential trade-off is there, the concern that if we tighten credit too much, we might slow down growth as the price to be paid for diminishing volatility. How to understand that set of choices, and find the best outcome, is a vexing challenge which policymakers and economists must now confront.”

…keiner hat eine Ahnung wie es weitergehen soll aber das Kredit- wesen scheint sich als das zentrales Steuerungsinstrument der Ökonomie zu etablieren.

Daraus abgeleitet ergibt sich die Machfrage: Wer schafft Kredit wozu?

topi Januar 28, 2015 um 08:49

“Über seine Verhältnisse”

Um das auchmal zu klären.

Wenn ich mehr verbrauche, als ich produziere, geht das auf verschiedenen Wegen.

Mir schenkt jemand das Zeug. Schön.
Ich habe vorher mehr produziert und hole es jetzt aus dem Lager. Ok.

Ich habe vorher mehr produziert und jemand anderem geliehen, und kriege es jetzt zurück. Ja schön.

Oder ich finde jemanden, der mir es heute leiht, mit dem Versprechen, es ihm später zurückzugeben.

Auch ok, in bestimmten Phasen sowohl individuell als auch volkswirtschaftlich sinnvoll; warum kein Haus finanzieren, oder warum nicht in Phasen aufholender Entwicklung beispielsweise Investitionen auch von außerhalb der Volkswirtschaft kreditfinanzieren lassen?

Der Punkt bei Verschuldung ist: kann ich sie zurückzahlen.

Wenn nicht, habe ich wohl “Über meine Verhältnisse gelebt”.

“Unter meinen Verhältnissen” geht natürlich vice versa.
Gibt ja immer wieder Ökonomendarsteller die behaupten, dass es volkswirtschaftlich sinnvoll sei, heute diesen riesigen Exportüberschuss zu haben, weil wir dann später dann WIndeln und Brötchen und Pflegedienstleistungen aus sagen wir mal Vietnam importieren können.
Mehr muss man dazu wohl nicht sagen :roll:
(in der Realität sieht es so aus: Porsche und Hochleistungsmaschinen gegen Lehmannzertifikate oder Targetsaldenansprüche oder Griechenbond oder generell Ansprüche in Inflationswhrungens; wenn die deutschen Anteile an Unternehmen weltweit stiegen, Rohstoffvorkommen gekauft würden oder so, ok; aber nein, wir verkloppen sogar unsere Konzerne mehr und mehr ans Ausland, weil wir nicht genug Lehmannpapiere kriegen können; dümmer gehts zwar immer, aber hier ist die untere Grenze bald erreicht)

Der gemeine deutsche Arbeitsknecht wird jedoch gar nicht gefragt, wie denn seine Verhältnisse sind, obe er drunter oder drüber leben will.
Der wird durch Änderungen der Sozialsysteme individuell gezwungen, sich an Lehmannpapieren und Kollegen zu beteiligen.

Die Bezieher der exorbitant gestiegenen Gewinneinkommen und der ebenfalls stark gestiegenen Einkommen der Funktionselite dagegen können ihre Kohle gar nicht ausgeben; und sind zu blöd, sie wenigstens sinnvoll unterzubringen. (wobei sie jetzt teilweise versuchen, sich dafür öffentliches EIgentum unter den Nagel reißen zu können).

So geht über und unter den Verhältnissen.

Systemfrager Januar 28, 2015 um 08:49

So was gibt es nicht!
Dass nämlich Teufel eine Kirche baut, um zu helfen, dass das Gottes Wort unter das Volk kommt: Die Bibelkunde auf eine “solide Grundage zu stellen”!
Da täuscht man sich aber.
:)
So was gibt es doch:

Die Bundesregierung hat entschieden, ein neues Russland- und Osteuropa-Institut zu gründen, meldet Reuters unter Berufung auf Regierungskreise. Das neue Institut soll 2015 gegründet werden und wird jährlich 2,5 Millionen Euro an laufenden Kosten verursachen.

Frank-Walter Steinmeier
© Sputnik/ Maxim Blinov
Steinmeier schließt neue Sanktionen gegen Russland nicht aus
Hintergrund ist die Ukraine-Krise und der Eindruck in der Bundesregierung, dass die Expertise in Deutschland über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion erheblich nachgelassen hat, hieß es im Umfeld von Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

“Wir wollen die Russland- und Osteuropa-Kompetenz in Deutschland auf eine solide Grundlage stellen.

topi Januar 28, 2015 um 08:51

Am stärksten unter den Verhältnissen bleibt natürlich die deutsche Mainstreamökonomie. :roll:

Wie ich schon oft sagte, wenn dieser Zyklus vorbei ist, wird man ausrechnen, wie viele Billionen “Deutschland” (als Summe seiner Wirtschaftssubjekte) durch diese idiotische Merkantilismuskacke verloren haben wird.

Und die Ökonomen, die dies Vertreten haben, gar als Vorbild für alle Welt gepredigt, als absolute Nachnummer in die Geschichte eingehen.

sadoma Januar 28, 2015 um 08:53

Sorry,

muss natürlich lauten

Daraus abgeleitet ergibt sich die Machtfrage: Wer schafft Kredit wozu?

Interssante Alternativen zum derzeit herrschenden Kredit-Erzeugungs-Wesen findet man übrigens unter:

http://www.positivemoney.org/

P.S. Auch ein deutscher lebender Ökonom ist an diesen Alternat-Überlegungen beteiligt, wer Ihn bis morgen nennt kriegt von mir ein bällchen Eis ;-)

bis morgen, muss als Lohnsklave zur Arbeit ;-)

sadoma Januar 28, 2015 um 08:55

@topi

“Am stärksten unter den Verhältnissen bleibt natürlich die deutsche Mainstreamökonomie”

bester Satz im Block für dieses Jahr. Einrahmen und über die Tür hängen!

Keynesianer Januar 28, 2015 um 08:56

@sadoma

Ich bin zunächst einmal ganz davon überzeugt, dass Soros mit seinem INET die Welt ganz bestimmt nicht vor Finanzkrisen retten will.

Er will mit seinem INET die Opposition gegen die Spielchen der Hochfinanz kontrollieren und “auf den Holzweg” umleiten.

Alan Taylor:
He finds that today’s advanced economies depend on private sector credit more than anything we have ever seen before.
http://ineteconomics.org/institute-blog/alan-taylor-surprising-new-findings-point-perfect-storm-brewing-your-financial-future

Es geht ja eben darum, die Finanzmärkte ganz kompromisslos auszuschalten. Der Mensch braucht sowas nicht, auf die ganzen neuen Finanzprodukte können wir voll verzichten. Das gehört alles einfach verboten oder mit der üblichen Steuer auf Glücksspiele belegt.

Globalisierung und unbeschränkte Finanzmärkte können selbstverständlich endlos Krisen auslösen, um die Staaten zu ruinieren und die Völker auszuplündern und ins Elend zu treiben.

Ein anderes Ziel haben die Finanzmärkte auch nicht. Aber kein Mensch braucht wirklich einen Finanzmarkt, außer den Spekulanten natürlich. ;)

holger Januar 28, 2015 um 08:58

topi

kann es vielleicht daran liegen, dass wir mehr produzieren als Notwendig wäre?

Guck dir doch die Autohalden an, voll mit Neuwagen!

Leben oder Produzieren “wir” über den Verhältnissen?

Und wenn, nochmals, was sind denn die richtigen “Verhältnisse”?

Wer schreibt die denn wieder vor? Die Partei?

—>>>Der Punkt bei Verschuldung ist: kann ich sie zurückzahlen.
Wenn nicht, habe ich wohl “Über meine Verhältnisse gelebt”.

Ach und was ist mit dem, der “meine” Verschuldung hat? Ich dachte doch immer Schulden=Guthaben oder?

Oder der viel gequasselte “Schuldenschnitt” ? Der ist ja keine “Guthabenschnitt” Ich wüsste nicht, dass ein “Onassis” beim Schuldenschnitt auch sein Guthaben verliert.

sadoma Januar 28, 2015 um 08:59

Neues von der Lügenpresse (spiegel):

“Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland ist so gut wie zuletzt im Jahr 2001: Shoppen ist in, Sparen out”

so, jetzt muss ich aber endgültig zur Arbeit, verpass noch meinen Bus. Anschliessend geht es natürlich mit den Massen zum Shoppen.

Keynesianer Januar 28, 2015 um 09:08

@Hardy

Bei Nullinflation ist Null-Nominal-Zins gleich Null-Realzins.

Die Nullinflation ist in dem Fall nicht entscheidend, sondern etwa die Entwicklung der Löhne in Griechenland oder die Entwicklung der Immobilienpreise in Spanien. Nur so als Beispiele. In Japan sind die Löhne seit 1990 nominal gesunken! Was die Infla-Statistiken dann ausweisen, interessiert mich ehrlich gesagt wenig.

In manchen Situationen, wenn also die Krise ausgebrochen ist (durch Hochzinspolitik verursacht!), ist dann auch ein Realzins von Null noch zu hoch – ist also Hochzinspolitik. Der konjunkturneutrale Zins wäre dann negativ, also ein negativer Realzins!

Aber wir wollen solche Details nicht breittreten, solange die Schäfchen noch nicht mal kapiert haben, dass es halt auf den Zins ankommt.

Darüber habe ich mich diplomiert: Geldpolitik der EZB.

Dann wundert mich gar nichts mehr.

Ich könnte in VWL noch nicht mal das Vordiplom bestehen, bei dem Unsinn, den die da lehren. :)

Hardy Januar 28, 2015 um 09:10

@topi

“Am stärksten unter den Verhältnissen bleibt natürlich die deutsche Mainstreamökonomie.”

Haaaahahaha, sehr schön.

“Und die Ökonomen, die dies Vertreten haben, gar als Vorbild für alle Welt gepredigt, als absolute Nachnummer in die Geschichte eingehen.”

Hoffentlich die Vertreter bei der Journaille gleich mit: FAZ (komplett), SZ (Beise, Piper). Aber die sind wohl eher weg als die Religion des “Ordoliberalismus”.

topi Januar 28, 2015 um 09:11

keynesianer

“Und ja, die Fiskalpolitik und sogar die Lohnpolitik gehören auch zur Geldpolitik.”

Die Definitionen sind per Definition nicht richtig oder falsch.

Aber die Verwendung von Definitionen, die allen anderen nicht widersprechen, ist nur in absoluten Ausnahmefällen zweckmäßig. :roll:

Geldpolitik steuert grob gesagt, wieviel Geld in der Volkswirtschaft herumschwirrt.
Das ist ja auch genau deine Ansicht, wenn du von Realzinsen und so redest.

Es ist aber völlig egal, wieviel Fantastilliarden auf irgendwelchen Konten liegen. Reale Nachfrage nach Gütern belebt die Wirtschaft, stupid.

Mit dem Washingtoner Konsens, harte Austerität plus Geldschleuderei, wurde die jetzige Misere quasi “wissenschaftlich” herbeigeführt.

Jeder Fünftklässler kann am einfachsten Modell sehen, wohin das führt; in zunehmende Verschuldungsstände (egal ob privat oder Staat), bis sie nicht mehr tragfähig sind (also der “Glauben” daran abfällt); dann kommt der Einbruch (gegen den sich die Notenbanken noch mit Macht und teils erfolgreich stemmen).

Nein, nicht die VWL ist tot, sondern dümmliche Modellgebilde, die aus ideologischen Gründen Verbreitung gefunden haben.
(oder weil der Kapitalismus immer seiner finalen Krise zustrebt, ja mir doch wurscht, wenn es euch so besser gefällt).

Keynesianer, deine ständige Propagierung von:
Mehr Geld—> Investitionen der Unternehmen und vorfinanzierte Löhne—> Wachstum und Prosperität
ist an Bedingungen geknüpft: es muss ABsatzerwartungen geben, und dafür muss es Einkommen bei Konsumenten/Absatzerwartungen bei anderen Investoren geben.

Der “Washingtoner Konsens” sorgt für massive Geldschleuderei.

jeder kann sich ausrechnen, wie oft sich sein Geld pro Jahr dreht, manches 12 mal, anderes viermal, einiges einmal.

Im Schnitt vielleicht viermal pro Jahr, also Geldmenge von einem Viertel des Sozialproduktes reicht aus.

Erhöht man die Geldmenge, indem man den Normalkonsumenten mit Geld ausstattet, wird es Inflation und/oder Produktionsausweitung geben (je nachdem, wie die Kapazitäten ausgelastet sind).

Erhöht man dagegen die Geldmengen, indem mehr Kohle auf “Anlagen” wartet, passiert gar nichts außer Vermögensblasenbildung.

So schwer ist das wirklich nicht.

sadoma Januar 28, 2015 um 09:12

so, mit diesem Kommentar verpass ich meinen Bus und verzichte auf einn Teil von meinem Lohn. Ist es mir wert ;-)

@Keynesianer

“Er will mit seinem INET die Opposition gegen die Spielchen der Hochfinanz kontrollieren und “auf den Holzweg” umleiten.”

schön das du weisst was andere Menscshen wollen. Ich weiss dass noch nicht einmal für mich selber.
Objektiv darf man festhalten dass mit obiger INET-Plattform VWL-Forscher in aller Welt bei Ihrer Suche nach neuen Erkenntnissen außerhalb der Mainstream VWL unterstützt werden . Die von Dir gewünschte radikale Entmachtung der Finanzmärkte (und damit der Finanzakteure) ist mehr als einmal auf den INET-Tagungen, Foren, Berichte gefordert wurden. Sie hat sich leider bis dato nur noch nicht als Erkenntnis die notwendigen Mehrheiten organisieren können. Eine Diffarmierung von Herrn Soros wie von Dir oben geäußert hilft dabei auch nicht weiter. Man sollte generell über Ideen und Ihre Auswirkungen und weniger über Menschen/Nationen sprechen, hilft beim Besprechen von schmerzhaften Veränderungsprozessen oft weiter ;-)

Systemfrager Januar 28, 2015 um 09:18

Ich bin zunächst einmal ganz davon überzeugt, dass Soros mit seinem INET die Welt ganz bestimmt nicht vor Finanzkrisen retten will.

Tja, damals war Soros ausser sich vor Wut, Milosevic unterstelle ihm, er würde die Opposition gengen ihn finanzieren, also – wie in der Ukraine – leigitim und demokratisch gewählten Präsidenten zu stürzen.
Das war Soros damals.
Nun heute ist Soros stolz, wie schlau er damals war, wie er sich große Verdeinste für den sturtz Milosevic gemacht hat, wie er auf jede Weise die “Opposition”, also die Fünfte Kollone unterstützete.
Das ist Soros heute.
Tja die westlichen Werte!

holger Januar 28, 2015 um 09:21

topi

—>>>Erhöht man die Geldmenge, indem man den Normalkonsumenten mit Geld ausstattet, wird es Inflation und/oder Produktionsausweitung geben (je nachdem, wie die Kapazitäten ausgelastet sind).”

Nein, so wird es keine Inflation geben. Nicht im 21. Jahrhundert, wo man über den “Verhältnissen” ? in der Überproduktion sich befindet. Inflation zeichnet sich dadurch aus, dass die nachgefragten notwendigen Güter eben nicht in der Masse verfügbar sind.

Mit der Geldmenge hat das im 21. Jahrhundert überhaupt nichts zu tun. Das erzählen nur noch verstaubte Bücher aus der Vergangenheit, wo man eben nicht über die Produktionsmittel verfügen konnte, die wir heute vorfinden.

Keynesianer Januar 28, 2015 um 09:21

@topi

Geldpolitik steuert grob gesagt, wieviel Geld in der Volkswirtschaft herumschwirrt.

Nein! Jetzt fang nicht auch noch mit dem Käse an. :)

Geldpolitik steuert, ob die Leute mehr sparen oder sich mehr verschulden wollen!

Wollen die Leute mehr sparen, geht das natürlich nicht, sondern es bricht die Güternachfrage ein (Sparparadoxon).

Wollen die Leute mehr Schulden machen (als sparen), geht das auch nicht, sondern die Einkommen steigen bis zum Boom.

Das steuert die Geldpolitik (natürlich immer zusammen mit der Finanz- und Lohnpolitik).

sadoma Januar 28, 2015 um 09:23

@topi

ich stimm dir ja zu, aber….

ok anderer Ansatz.

- Wer steuert das Nachschuldnerspiel genannt Kapitalismus
- Wer entscheidet wer neuen Kredit bekommt?
- Wie kriegen wir die in den Finanzmärkten gehorteten “Geldansprüche” unter Kontrolle?
- Wie ist das Machtverhältnis zwischen Zentralbank und Privatbanken derzeit, wie war es in der Vergangehneit
- Wie ist das Machtverhälnis zwischen Politik und Geldwesen, wie war es in der Vergangenheit.
- Was sind die Vor und Nahteile der einzelnen Epochen

Wir müssen nur die richtigen Fragen stellen um die Widersprüche/Paradoxien des “derzeitigen Kreditunwesens” zu erkennen.

“Das Geldwesen muss weiterentwickelt werden sonst entwickelt sich nichts mehr weiter”

So, jetzt muss ich endgültig zum Bus, ich bin nämlich als Universaldilletant vom Geldwesen uns seinem funktionieren total abhängig, wie sicherlich die meisten hier im Forum (außer Holger, der wird sich schon zu helfen wissen ;-) ).

holger Januar 28, 2015 um 09:24

Und das das mit der künstlichen Verknappung nicht mehr hinhaut, sieht man ja am ewigen dummen Gesabbel “Peak-Oil” und den jetzigen Preis.

Den Humbux versucht man mir ja seit Anfang der 70er einzuplärren.

Systemfrager Januar 28, 2015 um 09:25

@sadoma
tut mir leid, du hast keine Ahnung, das war ein blödsinn von dir
Da hat “Keynesianer” recht
Soros sagt heute ganz offen, wenn man nicht will, dass die faschistische, rusophobe, kriminelle Junta von Volk wegen des ökonomischen Desaster zum Teufel gejagt wird, muss man mindestens mit 30 mld die Ukrainer reichlich beschänken. Dass sie sehen, wie es ihnen als eine westliche Kollonie gut gehen wird. Das würde kein Problem sein, das würde dann durch Schuldenknechtschaft sich bezahlbar machen.
Tja, die westlichen Werte!
Das erzählen in Ukraina die russischen Medein, dehalb verbietet sie die Maidan-Junta. Und für den Westen ist das nicht das geringste Problem.
Die Redefreiheit nach der westlichen Fassung

Hardy Januar 28, 2015 um 09:25

@Keynesianer:

“Die Nullinflation ist in dem Fall nicht entscheidend, sondern etwa die Entwicklung der Löhne in Griechenland oder die Entwicklung der Immobilienpreise in Spanien.”

Vielleicht interessiert Dich das: Targeting Wage Inflation, http://www.iie.com/publications/interstitial.cfm?ResearchID=2674

“Der konjunkturneutrale Zins wäre dann negativ, also ein negativer Realzins!”

Der, wie Du weißt, nicht zumsetzbar ist. Keynes sprach von der Bargeldhaltung…

“…solange die Schäfchen noch nicht mal kapiert haben…”

Deine Arroganz kannst Du Dir langsam sparen – wir haben es inzwischen alle gelesen.

“…dass es halt auf den Zins ankommt.”

1. Eine Behauptung Deinerseits, die des Beweises harrt.
2. Bin ich immer skeptisch bei monokausalen Aussagen.

“Ich könnte in VWL noch nicht mal das Vordiplom bestehen, bei dem Unsinn, den die da lehren.”

Im VD wird eigentlich gar nicht soviel Unsinn gelehrt – danach wirds dann aber richtig witzig. Bin ja von Haus aus Ing. und hab das nur aus Interesse studiert – schon geil. VWL ist wie Theologie: Glaube. Nur mit dem Unterschied, dass die deutsche VWL tagtäglich widerlegt wird, und trotzdem unverdrossen weiter gelehrt wird.

Systemfrager Januar 28, 2015 um 09:32

Geheimnistuerei und verschwörung
ist eine Sache, die kaum was mit
Zynismus und Heuchelei
zu tun hat
Die Westliche Kultur und Wertesystem beruht NICHT
auf
Geheimnistuerei und Verschwörung
sondern auf
Zynismus und Heuchelei

holger Januar 28, 2015 um 09:32

Hardy

—>>> Bin ja von Haus aus Ing. und hab das nur aus Interesse studiert – schon geil. VWL ist wie Theologie: Glaube. Nur mit dem Unterschied, dass die deutsche VWL tagtäglich widerlegt wird, und trotzdem unverdrossen weiter gelehrt wird”

Tja… :D das Los “Universalgenie” ist natürlich recht schwierig… LOL :D geht mir ja auch so. ;)

Keynesianer Januar 28, 2015 um 09:38

@Hardy

Der, wie Du weißt, nicht zumsetzbar ist. Keynes sprach von der Bargeldhaltung…

Der negative Realzins ist nur bei Deflation schwerer umzusetzen. Die Deflation muss halt beendet werden, was für eine glaubwürdige Geldpolitik aber kein Problem sein sollte in Verbindung mit der allgemeinen Politik und den Gewerkschaften.

Also Erhöhung der Mindestlöhne und Sozialleistungen und der Staatsdefizite bis zum Anschlag, während die Notenbank den Leuten erklärt, dass sie für mindestens 5 Prozent Inflation im Schnitt der nächsten 10 Jahre sorgen wird.

Schon laufen die potenziellen Häuslebauer los und sichern sich die noch niedrigen Baukosten und die Banken können bei Krediten für Immobilien mit steigenden Bewertungen der Sicherheiten kalkulieren.

holger Januar 28, 2015 um 09:43

LOL

da lernt man erst, wie man eine Industrielle Produktion aufzieht, bekommt das Diplom, dann kommt aus neugier BWL VWL Recht noch dazu, auch mit Diplom, und dann kommt man in “Schwulitäten” :D

Dann passt A zu B und C nicht mehr… :D

In meiner BWL Prüfung musste ich ein reales Mittelständisches Unternehmen “retten” “sanieren”. Ja, die Firma war real und immer noch. LOL :D

Tja… war einfach… Kostenoptimierung ohne Rücksicht auf Verluste sei dank… LOL :D

Keynesianer Januar 28, 2015 um 09:48

Zur Geldpolitik und Konjunktur wäre noch zu ergänzen:

Das “mehr sparen wollen” in der Ökonomie, lässt sich auch durch eine entsprechende Änderung der Einkommen steuern. Wenn also das Einkommen von den Armen zu den Reichen umverteilt wird, wollen die Reichen mehr Geld sparen. Es fehlt ja kein Kapital für Investitionen, weil den Armen das Geld für den Konsum fehlt.

Also kann die Politik durch Lohnsenkung und Sozialabbau bei höheren Subventionen und Steuergeschenken für die Reichen einen erhöhten Sparwunsch bewirken, der dann über das Sparparadoxon für die sinkende Güternachfrage und damit die Wirtschaftskrise sorgt.

Darum fordern unsere VWL-Professoren in jeder Krise immer die Senkung der Löhne und Sozialleistungen und die Entlastung des Kapitals:

Weil das die Krisen durch steigende Sparneigung verschärfen muss!

Systemfrager Januar 28, 2015 um 09:49

Zumindest für heute mein letztes Kommentar:
Es scheint leider so zu sein:
Den Amis wird doch gilingen, dass sich Westeuropa und Osteuropa gegenseitig ausmerzt.
Chinesen werden Russen nicht allzu viel helfen. Viel günstiger für sie wäre weiter für das Wirtschaftstswachstum zu sorgen. Und als alles zwischen dem Ärmelkanal und Ural in Schutt und Asche liegt, die pragmatischen Amis werden einfach die Welt fifti-fifti teilen.
Wenn das Ganze nicht erreichbar ist, die Hälfte ist auch ordentlich.
So zur unendlichen Dummheit der Westeuropäer, der Deutscehn vor allem.

BB Januar 28, 2015 um 09:57

@Keynesianer / sadoma / Flassbeck-Fanclub

Die Schuldenbremse ist nicht das entscheidende. Die gehört zwar nicht in die Verfassungen, aber grundsätzlich kann man sowas machen, wenn der Spielraum ausreichend groß gehalten wird.

Diese ganze finanzpolitische Regelungswut, die “linke Keynesianer” an den Tag legen, ist meiner Meinung nur ein Zeichen dafür, dass sie nie “an’s Ruder durften” und sich darüber bis heute ärgern.

In der Wirtschaftspolitik funktioniert “Regeln/Steuern” nicht. Daran scheitern aktuell Bernkanke/Draghi, daran ist Greenspan gescheitert und wenn Flassbeck am Ruder wäre, würde er auch scheitern. Grund: Die jeweiligen Machtverhältnisse verhindern immer, dass die “reine Lehre” umgesetzt wird. Und die Anwendung der halben Lehre ist dann kontraproduktiv. Es setzt sich dann durch, was Reiche noch reichter macht. Alle Welt redet im Moment davon, aber trotzdem labern sie immer weiter den gleichen wirtschaftspolitischen Schrott. Unfassbar.

Es gibt nur eine sinnvolle Strategie: Rahmenbedingungen so setzen, dass Machtoptionen eingehegt werden. Rahmenbedingungen sind statisch und gelten in der Hochkonjunktur genauso wie in der Konjunkturkrise. Da braucht dann niemand irgendwie mehr eingreifen. Wenn, dann sind Maßnahmen auf Jahrzehnte hin angelegt.

Eine der wichtigsten Rahmenbedingung, die wir schonmal hatten und die wieder neu erfunden werden muss, ist “intelligenter Protektionismus”.

Ohne “intelligenten Protektionismus” wird alles andere nur die “halbe Lehre” sein und niemals nie funktionieren und sogar die Reichen nur immer Reichen machen.

Die Grundfrage auch von Lübberding ist, wie trotz aller Maßnahmen Griechenland als Rohstoff-armes Land wieder technologisch wettbewerbsfähig werden will. Darauf hat bisher kein Politiker eine plausible Antwort.

Der Grund ist, dass in einem Wettbewerbssystem ein Land, das nicht über “technologische Ressourcen” der Spitzenklasse verfügt und das keine nennenswerten Bodenschätze zum verscherbeln hat (wie Russland), niemals wettbewerbsfähig werden kann. Schuld daran ist das Wettbewerbssystem als solches. The winner takes it all.

Ergo kann es nur aufholen, wenn es sich solange vor Wettbewerb schützt, bis er im technologischen Bereich die Spitzenposition wieder hat (z.B. in Griechenland die Textilindustrie).

Und das geht nun mal nicht mit freiem Markt, sondern nur mit “intelligentem Protektionismus”!

Dass Flassbeck, Sinn und Co. dieses niemals so deutlich und mit höchster Priorität postulieren, belegt aufgrund simpler logischer Erwägungen, dass sie ausnahmslos alle Schamanen sind, die Baströckchen tragen sollten und Regentänzchen für die Konjunktur aufführen sollten – so im Sinne folkloristischer Belustigung. Sie können dann ja den Hut rumgehen lassen.

Wir sollten in der Ökonomie nochmal bei Friedrich List anfangen.

sadoma Januar 28, 2015 um 09:57

Man sollte generell über Ideen und Ihre Auswirkungen und weniger über Menschen/Nationen sprechen, hilft beim Besprechen von schmerzhaften Veränderungsprozessen oft weiter ;-)

sadoma Januar 28, 2015 um 10:02

@BB

“In der Wirtschaftspolitik funktioniert “Regeln/Steuern” nicht.”

aha

“Ohne “intelligenten Protektionismus” wird alles andere nur die “halbe Lehre” sein”

oho

Widerspruch erkannt?

P.S. Ich hab nichts gegen “intelligenten Protektionismus” ist ne tolle Regel / Steuerungsmechanismus ;-)

P.P.S. Fan bin ich höchstens von…, ach dass lassen wir besser, der Block gleitet sonst doch wieder ab.

holger Januar 28, 2015 um 10:08

BB

—>>>Die Grundfrage auch von Lübberding ist, wie trotz aller Maßnahmen Griechenland als Rohstoff-armes Land wieder technologisch wettbewerbsfähig werden will. Darauf hat bisher kein Politiker eine plausible Antwort.”

Die Frage stellt sich doch gar nicht oder? Warum soll den GR technologisch wettbewerbsfähig werden?

Besonders dann, wenn diese Sparten schon längst besetzt sind?

GR muss nur seine eigenen Vorteile besser nutzen. Mehr doch nicht. Aber dazu sind sie leider zu dumm. Die Helenen.

holger Januar 28, 2015 um 10:11

Ich möchte echt mal wissen, welche “Themen” GR im 21. Jahrhundert noch innovativ besetzen kann?

Vorschläge?

holger Januar 28, 2015 um 10:15

Es gibt doch nur 5 “Macht-Blöcke” was “Innovationen” betrifft.

A) USA
B) Japan
C) Deutschland
D) China
E) Korea

das war es dann aber auch… man muss sich ja nur die Patentanmeldungen anschauen. Da fällt Costas überhaupt nicht auf.

BB Januar 28, 2015 um 10:17

@sadoma

Intelligenter Protektionismus ist kein Steuern/Regeln.

Intelligenter Protektionismus sieht z.B. eine Rahmensetzung vor, die mit Wirtschaftsdynamik nichts am Hut hat.

Wenn ich die Regel aufstelle “Es sollen nur Jeans in’s Land kommen dürfen, die unter Bedingungen produziert wurden (Arbeits-, Gesundheits-, Umweltschutz, Sozialstandards), wie sie bei mir im Land herrschen”, dann ist das eine vernünftige “ewige” Regel, die sich mit der Zeit selbst abschafft!

Denn indem Moment, wo Südostasien die gleichen Bedingungen geschaffen hat, wird es gar keinen Grund mehr geben, Jeans zu exportieren und zu importiern.

Es geht um die Schaffung von “ewigen” Rahmenbediungen (Umweltbedingungen), in denen sich ein bestimmtes für alle Menschen humanes ökonomisches Ökosystem evolutiv entwickeln kann.

Das ist “Evolution”, nicht “Regeln/Steuern”. Kapitsche?

(Und was der Flassbeck hier schreibt, beantwortet mit keinem Wort, wie er die Produktivität in Griechenland verbessern will. Mit seiner Forderung, “dass man begreift, dass Ströme wichtiger sind als Bestände”, begründet er nur, dass man Schulden wieder machen darf. Das reicht nichtmal ansatzweise zur Lösung. Was ist mit der Technologie? Wie soll Griechenland an die Technologie herankommen, die man braucht, um vorne mitzumischen? Mich beginnt die Beschränktheit dieser Leute zu ärgern. Diese Art von Ökonomen denkt wohl, man könne Produktivität mit Finanzpolitik schaffen. Das ist grottenfalsch.)

Keynesianer Januar 28, 2015 um 10:18

@BB

Und das geht nun mal nicht mit freiem Markt, sondern nur mit “intelligentem Protektionismus”!

Damit bin ich voll einverstanden. Bis zur Verwirklichung würde ich aber auf die Geldpolitik lieber nicht verzichten. Denn so einfach ist der intelligente Protektionismus nicht durchzusetzen.

Protektionismus ist aber nötig zum Schutz des eigenen Landes und Volkes und aller Länder und Völker vor Erpressung und Ausbeutung. Der Freihandel mit was auch immer an zum Leben nötigem Zeugs kann ja durch Kriege und Krisen auch plötzlich unterbrochen sein.

Da müssen nur ein paar große Banken ausfallen. ;)

Dann fehlen einem nicht nur die Güter, sondern auch die Technologien, um diese selber zu ersetzen. Freihandel ist also eine Bedrohung der Staaten und Völker.

BB Januar 28, 2015 um 10:21

@holger

Du sprichst in der Tat den Kausus Knacktus an.

“….Ich möchte echt mal wissen, welche “Themen” GR im 21. Jahrhundert noch innovativ besetzen kann? Vorschläge?…”

Das hätte ich jetzt gerne exakt von Flassbeck und Co. konkret beantwortet

BB Januar 28, 2015 um 10:22

Von Keynesianer gerne auch.

Keynesianer Januar 28, 2015 um 10:23

@holger

Ich möchte echt mal wissen, welche “Themen” GR im 21. Jahrhundert noch innovativ besetzen kann?

Altersruhesitze am sonnigen Meeresstrand mit gutem Essen und Musik und guter Laune. Das wäre völlig konkurrenzlos.

Außerdem haben die noch Gas und Öl, das den Griechen geraubt werden soll, darum liest man davon so wenig. Irgendwann heißt es dann bloß, das Öl und Gas habe irgendeine Regierung an irgendwelche “Investoren” für ein Schnäppchen vergeben, so ein Pech aber auch.

Die “Investoren” hätten halt besonders geschickt verhandelt. ;)

holger Januar 28, 2015 um 10:27

Keynesianer

—>>>Altersruhesitze am sonnigen Meeresstrand mit gutem Essen und Musik und guter Laune. Das wäre völlig konkurrenzlos.”

Ja, das wäre es… sag ich doch. Kernkompetenz halt.

es ging aber um die Technologie. und da gibt es nichts, was die Griechen besetzen könnten.

BB Januar 28, 2015 um 10:46

@holger

Die Griechen hatten mal eine funktionierende Textilindustrie.

Und da wir ja Europa sind, könnte man das ganze ja so organisieren, dass Griechenland zu einem High-Tech-Standort für automatisierte Textilproduktion wird und wir Deutschen liefern die Maschinen dazu und Frankreich produziert den Käse dazu, mit denen unsere deutschen Maschienbauer dann ihre Pausenbrötchen belegen, die Griechen haben ja noch ein paar Ziegen, die werden Ziegenkäse bevorzugen.

Irgendwie so sollte eine intelligente Wirtschaftspolitik doch aussehen.

Manfred Peters Januar 28, 2015 um 10:46

VG
Fragt sich denn hier keiner der sonst so gut informierten Eloquenzen, was hinter dieser Abkürzung einer Verwaltungseinheit wirklich steht?
Bisher nur sinnloses Spintisieren über die Zukunft Griechenlands, obwohl unsere weise Führerin doch schon lange alles geregelt hat. Alles was den Griechen im Moment an demokratischen Prozeduren vorgeGauckelt wird, ist Griechische Tragödie!
”Die griechische Tragödie behandelt die schicksalhafte Verstrickung des Protagonisten, der in eine so ausweglose Lage geraten ist, dass er durch jedwedes Handeln nur schuldig werden kann. Die herannahende, sich immer deutlicher abzeichnende Katastrophe lässt sich trotz großer Anstrengungen der handelnden Personen nicht mehr abwenden. Der tragische Charakter wird auch mit dem Attribut „schuldlos schuldig“ beschrieben. 
Schon 2011, kurz nach dem Beginn der griechische Staatsschuldenkrise ließ Merkel in ihrem Vassallenkreis per Vorratsbeschluss die Verwaltungseinheit VG schaffen. G stand schon damals für Griechenland, konnte damals aber aus Rücksicht auf die angeschlagene Moral der Griechen nicht veröffentlicht werden. Also bot sich Greifswald, inzwischen auch im direkten Einflussbereich der Bleiernen, an.
Hiermit ist es also öffentlich, Griechenland wird als Exklave von Vorpommern aus regiert. Das ist auch deshalb praktisch und plausibel, weil in beiden Ländern ähnlich prekäre Lebensbedingungen für die Mehrheit der Bevölkerung herrschen. Außerdem passiert in dieser/meiner Gegend alles mit einer gewissen Verzögerung – ca. 50 Jahre sind üblich – so dass die Griechen die Gewähr haben noch mindestens so lange mir ihrem Problemen leben zu können. Darum auch ein so junges Kabinett s. u..
Am 21.02.2014 stellte Merkel, leider von der Lügenpresse wenig bis gar nicht beachtet, die Regierung von Vorpommern-Griechenland vor.
Links neben Merkel die wahre griechische Ministerpräsidentin ?????? ????????* und der Außenminister ????? ????????**. Beim Letzteren hat Merkel die Gewähr, dass er mindestens genau so schnell in den politischen Wind drehen kann, wie die Bleierne selbst. Rechts neben Merkel die Staatssekretärin für die “Vorpommersch-Griechische-Freundschaft” Elleni Pommerania.

*Rigani Saganaki
** Gyros Souflaki

BB Januar 28, 2015 um 10:47

Was wir da natürlich überhaupt nicht gebrauchen können, ist der Genschrott aus den USA.

holger Januar 28, 2015 um 10:55

BB Januar 28, 2015 um 10:46
@holger

Die Griechen hatten mal eine funktionierende Textilindustrie.”

Ja… wir hatten auch mal die besten “Nudelmaschinen” im Ländle.

auch wir hatten eine “Textilindustrie” ein Affe macht aber keine Werbung mehr. ;) “TRIGEMA”

Wenn die GR schlau sind, bieten die wirklich betreutes Wohnen für deutsche Rentner an.

Hiesige Baby Boomer sind darauf bald angewiesen ;)

Hardy Januar 28, 2015 um 10:57

@Keynesianer

“Die Deflation muss halt beendet werden, was für eine glaubwürdige Geldpolitik aber kein Problem sein sollte in Verbindung mit der allgemeinen Politik und den Gewerkschaften.”

Na was versucht denn Draghi seit geraumer Zeit? Und was scheitert an genau der Politik (Wolfgang “Brüning” Schäuble spart bei Nullzins und in der Krise, selbst die Monetaristen halten das für fatal!) und genau den Gewerkschaften (bin gespannt was die IG Metall rausholt – 2%?)? Siehste. Wunschdenken, sonst nichts.

“Also Erhöhung der Mindestlöhne und Sozialleistungen und der Staatsdefizite bis zum Anschlag, während die Notenbank den Leuten erklärt, dass sie für mindestens 5 Prozent Inflation im Schnitt der nächsten 10 Jahre sorgen wird.”

Mein Reden – aber mit dieser Regierung, diesen Kack-Medien (FAZ ganz vorne dabei bei diesem Thema), unfähigen bis gekauften Gewerkschaften und verbohrten Bundesbankern nicht zu machen. Mikroökonomen im Geiste. Alles Leute, die das Wesen des Geldes nicht verstanden haben.

Hardy Januar 28, 2015 um 11:06

@BB

Ich bin mal ganz unfreundlich:

“In der Wirtschaftspolitik funktioniert “Regeln/Steuern” nicht. Daran scheitern aktuell Bernkanke/Draghi, daran ist Greenspan gescheitert…”

Bernanke, Draghi, Greenspan machten/machen Geldpolitik. Geldpolitik ist _nicht_ Wirtschaftspolitik. Ich reite ungern auf Definitionen herum, aber das sollte man tunlichst(!) trennen.

“Die jeweiligen Machtverhältnisse verhindern immer, dass die “reine Lehre” umgesetzt wird. Und die Anwendung der halben Lehre ist dann kontraproduktiv. Es setzt sich dann durch, was Reiche noch reichter macht.”

Widerspruch in sich, da “die Reichen” immer die Macht haben, eine ihnen angenehme Lehre umzusetzen, egal wer gerade am Ruder der Wirtschafts-/Geldpolitik sitzt.

Deinen Bemerkungen zum “intelligenten Protektionismus” stimme ich allerdings zu; in Südkorea wird einer der großen Verfechter davon, ein hier längst vergessener Deutscher, in VWL als Standard gelehrt. (Name vergessen, war Radiosendung vor einigen Jahren auf KBS auf der Mittelwelle).

Hardy Januar 28, 2015 um 11:10

@Holger

“es ging aber um die Technologie. und da gibt es nichts, was die Griechen besetzen könnten.”

Ja und? Dann bleibt das Land halt relativ arm, dafür sehr glücklich.

Zudem: Als das MIT aufhörte, an Lasern zu forschen kam die Firma Trumpf und macht seitdem Milliardengewinne mit eben dieser Technik. Ich kann nicht verstehen, dass alle hier glauben, alles würde bis auf ewig so bleiben wie es ist. Ich z.B. habe viele Jahre mit der Suchmaschine AltaVista verbracht. Und nun?

Keynesianer Januar 28, 2015 um 11:14

@holger

es ging aber um die Technologie. und da gibt es nichts, was die Griechen besetzen könnten.

Kreuzfahrten im Mittelmeer, Tauchkurse, Historienexkursionen, Archäologie, Unterwasserfotografieren, Surfen, Segeln …

Philosophieren auf den Spuren von Platon und Aristoteles, Mathe mit Thales, alte Astronomie …

Die Griechen müssen nichts exportieren, um Geld zu verdienen. Sie müssen nur Touristen ins Land holen. Wer will denn in der Türkei den Lebensabend verbringen, außer unseren Türken? Oder bei der Mafia auf Sizilien? Griechenland wäre es, wenn die sich jetzt ihre Stimmung und das Land nicht verderben lassen.

Griechenland steht uns kulturell viel näher, der Traum von den alten Griechen aus unserem Schulunterricht, sie könnten noch als Zweitsprache Deutsch oder Holländisch einführen.

holger Januar 28, 2015 um 11:14

Hardy

—>>>Ja und? Dann bleibt das Land halt relativ arm, dafür sehr glücklich.”

Nicht falsch verstehen. Ich mache den Helenen keine Vorwürfe. GR hat ganz andere Kern Kompetenzen, wirtschaftlich zu sein.

Wenn man aber den Fehler macht, alles zu “verdeutschen” muss man sich nicht wundern.

Nur das ist meine Aussage.

holger Januar 28, 2015 um 11:17

Keynesianer Januar 28, 2015 um 11:14

sag ich doch… GR ist ein reines kulturelles Importland. Das müssen sie nutzen, und sich nicht für Umme verscherbeln.

Keynesianer Januar 28, 2015 um 11:20

Für das Geld, das ein deutscher Rentner im Monat da unten ausgibt, müssten die zehn Hektoliter Olivenöl oder Honig exportieren. Das ist doch Käse, wenn man das auch den Urlaubern im Land zum zehnfachen Preis im Lokal vorsetzen kann. Dabei sogar noch die Transportkosten spart. Den Fisch nur vom Boot im Hafen in die Hafenkneipe bringen muss.

Deutschland muss aber die Renten wieder erhöhen, damit unsere Rentner sich das auch leisten können und nicht noch in Griechenland auf Sozialleistungen angewiesen sind. Also Schluss mit dem ganzen Riester- und Rürup-Betrug und wieder die sichere Umlagerente.

holger Januar 28, 2015 um 11:20

Ähhh kulturelles Export Land und kulturelles Importland, was Devisen betrifft. So ist es richtig.

holger Januar 28, 2015 um 11:23

Keynesianer

—>>>Deutschland muss aber die Renten wieder erhöhen, damit unsere Rentner sich das auch leisten können und nicht noch in Griechenland auf Sozialleistungen angewiesen sind.”

Ja ist ein Dingen… aber haste mal geguckt, was so betreutes Wohnen hier im Monat kostet? 1 Zimmer Wohnklo 2.000-3.000 Ocken im Monat.

Das bekommen die Helenen auch hin :D

holger Januar 28, 2015 um 11:30

Und dann noch was, du musst mal einen “deutschen” Rentner 1/2 Jahr dem mediterranen Klima aussetzen, der wird dann wieder Fit LOL :D

Das kanns ja auch nicht sein LOL ;) Das die Knochen nicht mehr so weh tun …

Und Bingo kann man auch auf Rhodos spielen

BB Januar 28, 2015 um 11:34

@Hardy

“….Deinen Bemerkungen zum “intelligenten Protektionismus” stimme ich allerdings zu; in Südkorea wird einer der großen Verfechter davon, ein hier längst vergessener Deutscher, in VWL als Standard gelehrt. (Name vergessen, war Radiosendung vor einigen Jahren auf KBS auf der Mittelwelle)…..”

Der Name war wahrscheinlich Friedrich List (s. Wikipedia 2. Absatz). Hatte ich oben schonmal verlinkt.

“Bernanke, Draghi, Greenspan machten/machen Geldpolitik. Geldpolitik ist _nicht_ Wirtschaftspolitik. “

Das ist halb richtig. Nehmen wir z.B. Draghi-cula. Der macht QE und will die Inflation treiben. Die EZB wurde nach dem Vorbild der Deutschen Notenbank geschaffen. Also “Unabhängigkeit von der Politik” und “Geldwertstabilität verpflichtet”.

Jetzt kann man darüber streiten, ob Draghi-cula mit seinem vorgeblichen Ziel, 2% Inflation zu erreichen, dem Ziel “Geldwertstabilität” noch nachkommt. Was ist damit überhaupt gemeint? Z.B. auch der Wert des Euros im Verhältnis zum Dollar? Wir hatten hatten ja früher eine “starke” Mark. Draghi will offenbar den “schwachen” Euro. Aber egal. Lassen wir ihm das mal durchgehen.

Was ist mit der Unabhängigkeit? Gut, er braucht für seine Politik grundsätzlich nicht (!) die Politik zu fragen, was er ja auch nicht tut, dieser Goldman-Sachs-Mafiosi.

Aber er wird doch wohl verpflichtet sein, wenigstens eine plausible Politik zu machen! Und wenn er denn nun unbedingt will, das QE gemacht wird, dann muss (!!!!!) er sich mit der Politik abstimmen, denn die muss mittels Erhöhung der Staatsnachfrage (inkl. Schuldenaufnahme) dafür sorgen, dass das viele Geld auch absorbiert wird. Denn sonst zirkuliert es in der Finanzsphäre.

Deshalb macht Draghi so oder so unweigerlich Wirtschaftspolitik:

Wenn er tatsächlich klassisch QE machen wollte, hätte er vorher die Staaten fragen müssen, ob die mitmachen. Hat er aber nicht und die hätten nicht!

Wenn er es trotzdem macht, hat er offensichtlich eine “geheime Agenda”, denn sonst handelt er unlogisch. Dann ist nämlich offensichtlich gewollt, was jetzt passiert:
- Die Finanzmärkte brummen, viele seiner Bankster-Freunde werden noch reicher
- Die Immobilienblase bläht sich weiter auf, viele Vermögende werden noch reicher

Ich behaupte, die geheime Agenda, die er verfolgt – und damit macht er eine “verbrecherische” Wirtschaftspolitik, und das ist keine Geldpolitik mehr, ist die, den Anteil der Super-Reichen in der Welt und damit ihre Macht noch weiter zu erhöhen. Gewisse Branchen profitieren davon, die breite Masse wird immer stärker depriviert.

Also macht Draghi Wirtschaftspolitik, so oder so, allerdings kriminelle.

….”Die jeweiligen Machtverhältnisse verhindern immer, dass die “reine Lehre” umgesetzt wird”. …
Widerspruch in sich, da “die Reichen” immer die Macht haben, eine ihnen angenehme Lehre umzusetzen, egal wer gerade am Ruder der Wirtschafts-/Geldpolitik sitzt. ….”

Na dann funktioniert ökonomische Theorie ja wohl nach deiner Logik überhaupt nicht, egal von welcher Seite. Dem kann ich nur zustimmen.

Deshalb bin ich ja auch dafür, dass eine “neue Theorie” von proletarischen Intellekten gemacht wird, die – rein taktisch bedingt, nicht böse gemeint – die oberen 10 Prozent und ihre Interessen einfach excludiert, Wirtschaftsprofessoren eingeschlossen.

(Keynesianers Idee einer Volx-Uni ist diesbezüglich durchaus ein interessanter Ansatz).

Hardy Januar 28, 2015 um 11:50

@BB

Das ist mir jetzt alles zu wirr. Fakt ist: Geldpolitik = Notenbanken; Wirtschaftspolitik = Staaten. Es ging nur und ausschließlich um die Definition. Wenn Du die Wirtschaftspolitik kritisieren willst – bitte schön, da bin ich bei Dir, Schäuble ist hierbei ein Ausnahmetalent im Versagen.

Was die Geldpolitik betrifft: Wie ich oben schrieb – ohne Draghi wären Bayern und BW längst bankrott. Darüber solltest Du nachdenken.

Eagon Januar 28, 2015 um 12:32

Was passiert denn in Griechenland wenn die Gesamtnachfrage in der Eurozone um 5% jährlich steigt. Müssen wir uns dann noch irgendeine Sorge darum machen dass die Griechen in Arbeit und Einkommen kommen?

Es ist tatsächlich so, nur Deutschland kann noch den Euro retten.

WennFrau le Pen Kontakt zu Syriza aufnimmt, dann um Merkel deutlich zu machen. Gemeinsam können wir sehr wohl aus dem Euro austreten.

Aber was wissen die Chefideologen der SPD:

In einer statischen Wirtschaft ohne Wachstum sind

a)

zusätzliche Staatsausgaben reine Strohfeuer

und

b)

fällt Wachstum vom Himmel.

http://wcco0y847.homepage.t-online.de/Aufsaetze/Vorlesung%20vdVring.pdf

Frau Merkel hat andere Chefideologen

Frau Merkel ist der Meinung die Gesamtnachfrage in der EU ist ausreichend.

Wachstum fällt vom Himmel, wenn sich die einzelnen Länder gegenseitig Marktanteile abjagen.

Aber interessant für wen die SPD eigentlich steht.

28% der Deutschen mit einem Einkommen über 3500 Euro stehen für 92% der Gesamtersparnis der Deutschen.

Das ist die Klientel von Gabriel und Co.

Eine private Altersvorsorge kann in Deutschland nicht funktionieren!

Ansonsten weiß ich wenig von Griechenland.

BB Januar 28, 2015 um 12:36

@Hardy

“….Wie ich oben schrieb – ohne Draghi wären Bayern und BW längst bankrott. Darüber solltest Du nachdenken…..”

Das ist nun absoluter Blödsinn. Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.

holger Januar 28, 2015 um 12:42

BB

—>>>Das ist nun absoluter Blödsinn. Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.”

\o/ \o/ \o/ YEP so war es immer ….

Deswegen ist ja der “Wettbewerbsvorteil” die größte Null Kommunikation

holger Januar 28, 2015 um 12:44

Und genau deswegen wurde “Made in Germany” mehrfach in Grund und Asche gebombt… LOL :D

Keynesianer Januar 28, 2015 um 13:20

Die griechische Regierung könnte ein großes Programm zur besseren Erschließung Griechenlands für den Tourismus mit Finanzhilfen der EU umsetzen. Öffentliche Verkehrsmittel, Campingplätze, günstige und einfache Mietwohnungen und Häuschen für Touristen, vor allem auch bessere Anreisemöglichkeiten nach Griechenland ohne PKW.

Wir werden bald sehen, was die neue Regierung wirklich vor hat. Es kann auch ganz anders kommen und völlig unproduktiv und zerstörerisch werden: also die staatlich geförderte Ansiedlung von Exportindustrie in steuerbegünstigten Freihandelszonen mit Sweatshops für Kostas und Frau zu niedrigsten Löhnen, um mit der Textilproduktion in Indien zu konkurrieren. Dazu Verhandlungen für einen Schuldenschnitt, den dann alle anderen Schuldner auch haben wollen, oder um deutsche Reparationszahlungen so zwischen ein- und zweihundert Milliarden für den letzten Weltkrieg.

BB Januar 28, 2015 um 13:24

Watt denn, nur 1,5% prognostiziert der Gabriel?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/konjunktur-wirtschaftswachstum-prognose-2015-bundesregierung

Aufgrund der neuen GfK-Analyse? Mann Gabriel, die GfK-Zahlen enthalten Immo-Käufe, das ist “Angstsparen”! Das hat nix mit der Konjunktur zu tun!

Aber was anderes. Die Zinsen sind niedrig und das Öl billig. Das allein müsste normalerweise eine Konjunktur-Rakete sein, die irgendwo bei 3 Prozent landet.

Wahrscheinlich werden wir, wie auch letztes Jahr, bei 0.5 Prozent Wirtschaftswachstum landen (letztes Jahr wurden ja auch 1 – 2 Prozent prognostiziert) und bei 4,5% Arbeitslosen (reale, die nicht offiziellen).

Das ist ein Armutszeugnis für die Politk. Da wird so eine jämmerliche GfK-Konsumklima-Befragung verwendet, damit sich Gabriel, ohne Leistung gebracht zu haben, in Erfolgsmeldungen baden kann *kecker, lach*.

Und wenn der Plasberg noch einmal derartig affirmativ in einer seiner Anmoderationen daherlügt: “Deutschland geht es gut, die Wirtschaft brummt, warum dann Unzufriedenheit, Pegida, blaglabla, ….” … (gibt’s weiter Zoff Herr Dr. Gniffke)

Keynesianer Januar 28, 2015 um 13:24

Eine sehr skeptische Erwartung hat Sebastian Müller:

Trotz ihres offenkundigen Scheiterns scheint daher eine griechische Abkehr von der neoliberalen Austeritätspolitik derzeit kaum durchzusetzen. Denn Tauwetter ist noch immer keines in Sicht. Im Gegenteil, auch in der jüngeren Vergangenheit haben linke Regierungen haben mehr Privatisierungspolitik und Sozialabbau betrieben als konservative Parteien.
http://le-bohemien.net/2015/01/28/syriza-zwischen-revolution-und-zwang/

Hollande ist ja inzwischen ein weiteres abschreckendes Beispiel, der alle in ihn gesetzten Hoffnungen enttäuscht hat.

holger Januar 28, 2015 um 13:30

Wer mal Spass haben will.

sollte hier anrufen: 0531 4870

:D

ott0 Januar 28, 2015 um 13:31

Produktivität hoch => Arbeit(szeit) bei vollem Lohnausgleich runter.

Wo sind die Europäischen Gewerkschaften und wie stimmen die sich europäisch ab?

Was sollen Wettbewerbsverschiebungen innerhalb der EU bringen?

Wachstum für wen und womit (Warenangebot ausreichend)?

quecalor Januar 28, 2015 um 13:34

Ende Mai sind in Spanien Kommunalwahlen, die mit Spannung erwartet werden. Sie wird als Test, der wahrscheinlich im November stattfindenden “Bundestagswahl”, gesehen. Die letzte, 2 Tage alte Umfrage, sieht Podemos bei 30,9 % , PP 25.3% PSOE(SPD) bei 14,6%.
In Portugal wurde gerade eine Podemos Partei gegründet.
In beiden Ländern steht die Linke mit offenem Mund da und versteht die Welt nicht mehr. Wie in Griechenland sind auch in Spanien bei Podemos konservative Menschen eingebunden. Nur halt keine Ordoliberalen. Es ist hier auch kein Widerspruch mit einer konservativen Partei ein Bündnis einzugehen. In Deutschland heisst das dann rechtspopulistisch. Wäre die CSU dann wohl auch und ist in der Regierung.

Manfred Peters Januar 28, 2015 um 13:37

@ Holger
… wenn schon, dann 0800 1115554 (kostenlos rund um die Uhr)
Gibt es da heute Geld umsonst?

BB Januar 28, 2015 um 13:54

Jetzt möchte ich aber dochmal genau wissen, wie die bisherigen Erklärung zu Russland und Sanktionen der EU zustandegekommen sind. Formulieren da irgendwelche Typen Erklärungen und gehen dann davon aus, dass alle Regierungen zustimmen?

“Gernot Erler, sprach von einer “schwierigen Situation”, vor der die EU nun stehe. Im ARD-Morgenmagazin sagte er: “Die einzige Stärke, die die EU bisher hatte, war ihre Einigkeit.” Es wäre bedauerlich, wenn das mit der Wahl von Tsipras ein Ende fände.”

http://www.tagesschau.de/ausland/sanktionen-russland-105.html

Der Gernot hat wohl einen an der Waffel. Wenn das die übliche Praxis in der EU ist, dann gehört dieses undemokratische Gehabe sofort gestoppt. Dann wissen wir ja, was wir von den bisherigen Erklärungen zur Ukraine zu halten haben. Wahrscheinlich werden die von den USA vorformuliert.

ruby Januar 28, 2015 um 13:58

@quecalor
Wer zu spät kommt…
Siggi + Françoise hatten ihre Chance

BB Januar 28, 2015 um 13:59

Ich erwarte von der EU, dass sie die kriegstreiberische Ukraine, die bisher 4000 Zivilisten auf dem Gewissen hat, durch Entzug der finanziellen Unterstützung stoppt.

https://www.freitag.de/autoren/bernd-murawski/ukrainekrise-und-westliche-glaubwuerdigkeit

Sollte die EU dies nicht tun, beteiligt sie sich an einem und fördert einen verbrecherischen Krieg.

BB Januar 28, 2015 um 14:07

@quecalor

Der Friedenswinter hierzulande wäre vielleicht eine Möglichkeit, konservative Menschen einzubeziehen. Pegida und AfD sind aus verschiedenen Gründen dazu weniger geeignet.

Allerdings schießen die Medien der globalisierten Eliten auch gegen dieses Phänomen (alles VTler, Spinner, Trolle, Antisemiten, …). Die globalisierten Eliten brauchen keinen Mob, mit dem sie sich verbünden (wie die nationale AfD), sie haben ja die etablierten Parteien im Sack.

Natalius Januar 28, 2015 um 14:12

@WING & Soldat Schweijk

Die offizielle Statement des russischen Präsidenten zur Erinnerung an die Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee lautet:

“The Holocaust was one of the most tragic and shameful pages in human history. Millions of innocent people fell victim to the Nazis, went through the hell of the death camps and were shot, tortured, and died from hunger and disease. The Red Army put an end to these atrocities and this ruthless barbarity and saved not just the Jewish people but also the other peoples of Europe and the world.

We must always remember firmly that any attempts to rewrite history and our country’s contribution to the great victory would be tantamount to justifying Nazism’s crimes and would open the door to the re-emergence of this deadly ideology. Forgetting the lessons of our common past could lead to a repeat of these terrible tragedies. It is therefore our duty to defend the truth about the events of World War II and stand up for the achievements, dignity, and good name of the living and the fallen.

This is our duty and a matter of honour before the generations to come.” (http://eng.news.kremlin.ru/news/23524)

Als Holocaust-Leugner gilt, wer:
(1) den Mord an 6 Millionen Juden leugnet,
(2) die Verwendung von Blausäure in Gaskammern und die Einäscherung der Opfer in angeschlossenen Krematorien im Sinne eines industriellen Massenmordes leugnet,
(3) leugnet, dass der Massenmord in dieser Form von den Nazis als sich primär an Juden richtendes Vernichtungsprogramm geplant war.

Statt (1) spricht Putin von Millionen unschuldiger Opfer.
Statt (2) spricht Putin von Erschiessungen, Folter, sowie von todbringendem Hunger sowie Seuchen.
Statt (3) spricht Putin von rücksichtsloser Barbarei nicht nur gegenüber Juden, sondern auch gegenüber anderen Völkern Europas.

Wenngleich ich hier kein Fachmann bin, könnte ich mir vorstellen, dass die Unterschlagung/Nichtbenennung dieser drei Säulen des historischen Narrativs als Holocaustleugnung ausgelegt werden kann. Putin’s statement ist zumindestens eine diplomatische Provokation, die Folgen nach sich ziehen wird.

BB Januar 28, 2015 um 14:29

@Natalius

http://www.welt.de/politik/ausland/article136842381/Putin-nutzt-Auschwitz-Gedenken-fuer-Propaganda.html

Die Tatsache, dass er vor Holocaust-Überlebenden spricht, dürfte klar machen, dass es nicht darum geht, ob er denselben leugnet oder nicht. Also das ist nun wohl die bescheuerste Interpretation, die man finden kann.

Es geht doch eher darum, wer Auschwitz befreit hat.

- Ukrainer und nicht die russische Armee, wie Polen jetzt behauptet oder tatsächlich

- Russen, Ukrainer, Tschetschenen, Tataren, Georgier, wie Lawrov betont.

Das müsste sich doch leicht überprüfen lassen. Und wenn der Lawrov recht hat, dann Pfui über die Polen und Pfui über “Die Welt”, die Putin deswegen Geschichtsrevisionismus unterstellt.

Jetzt will ich’s aber wissen. Hier im Blog. Wer recherchiert? Waren es tatsächlich nur Ukrainer oder war es die russische Armee?

quecalor Januar 28, 2015 um 14:34

Meiner Erfahrung nach hat sich, zumindest in Spanien, die lange Zeit der emotionalen Bindungen an die klassischen Parteien aufgelöst.Jeweils wo die Eltern im Bürgerkrieg bzw. in der Diktatur standen, standen meistens auch die Nachkommen. Nach der Unsicherheit der jungen Demokratie und den aus heutiger Sicht doch zweifelhaften, das heisst nicht ganz so heroischen, Einsatz des Königs für die Erhaltung der Demokratie entstand eine grosse Leere. Man wählte rechtsPP oder Links PSOE. Warum , spätestens zu Zapateros Zeiten wusste keiner mehr so genau warum. Die Wende kam, durch die quasi täglich veröffentlichten Skandale bis heute. Selbst kleinste Bürgermeister sind betroffen. Man liest in Deutschland nur die Spitze dieser Machenschaften. Durch alle Parteien, ja auch die Linke. Veruntreuungen öffentlicher Gelder, EU-Gelder für Weiterbildung, illegale Bebauungspläne und so weiter und so weiter. Die Justiz ist langsam, aber sie funktioniert, inzwischen. Die empfundene Ungerechtigkeit und Empörung geht durch die gesamte Bevölkerung und Altersgruppen. Die, die heute lieber noch eine der alten Parteien wählen machen das aus Angst vor einem Wandel. Den “wir müssen uns ändern Modus” hat inzwischen auch Rajoy erkannt. Es reicht nicht mehr. Das Vertrauen, ob alt, aber meistens jung ist verspielt.

BB Januar 28, 2015 um 14:35
ott0 Januar 28, 2015 um 14:39

War die EU intern das Thema?

ruby Januar 28, 2015 um 14:43

Repeat:
Draghi agiert mit den geplanten Ankäufen im luftleeren Nirwana.

BB Januar 28, 2015 um 14:44
BB Januar 28, 2015 um 14:47

Hab gerade gelesen, dass die Polen Frau Nahles unterstützen, auch ausländischen Fernfahrern den Mindestlohn zu zahlen *kecker, lach*

Ja wenn’s um’s Geld geht, stehen die Polen immer an forderster Front.

topi Januar 28, 2015 um 14:51

Natalius wieder mal vom blödesten.

Für Russen (vorher Sowjetunin) liegt/lag der Schwerpunkt des “Großen Vaterländischen Krieges” mit dem “great Victory” am Ende natürlich anders.

Sie haben AUCH den Holocoust beendet, aber weit darüber hinausgehend die Freiheit ihres Landes unter massivsten Opfern (auch wenn man die Millionen abzieht, die Stalin im Windschatten persönlich zu verantworten hat) verteidigt, und zahlreiche andere Länder vom Faschismus befreit.

Dass man in D quasi nur noch den Holocoust thematisiert, ist vielleicht nachvollziehbar; aber auch ohne jeden Holocoust wäre WKII kein normaler Krieg unter Nachbarn, wie er eben immer mal vorkommt.

Deine “Interpretationen “von Putin sind völlig albern.

topi Januar 28, 2015 um 14:57

“Hab gerade gelesen, dass die Polen Frau Nahles unterstützen, auch ausländischen Fernfahrern den Mindestlohn zu zahlen *kecker, lach*

Ja wenn’s um’s Geld geht, stehen die Polen immer an forderster Front.”

Ähm, die übliche (neoliberale) Reaktion wäre, dass man sich für “seine” Spediteure in die Bresche wirft, die dann dumpend durch D fahren lassen dürften.

Sorum ist es sehr sinnvoll, quasi wie eine frühere Vereinbarung auf dem Bau.

BB Januar 28, 2015 um 15:09

@topi

Ich bin ja nicht dagegen, dass ausländische Fernfahrer Mindestlohn kriegen.

Ich find’s nur bezeichnend, wie eifrig die Polen in dem Moment werden, wo’s um ihre finanziellen Vorteile geht :-)

Die Polen verraten uns bei jeder Gelegenheit an die Amerikaner. Aber Geld nehmen, da ham se keine Skrupel. Ist ja nicht die erste Gelegenheit, wo mir das auffällt, sonst wär’s mir gar nicht aufgefallen. (EU-Beitrittsverhandlungen: Mehr Geld haben wollen bis zur letzten Minute, Geld für USA-Folterknäste nehmen, …)

Natalius Januar 28, 2015 um 15:13

@BB,

“Die Tatsache, dass er vor Holocaust-Überlebenden spricht, dürfte klar machen, dass es nicht darum geht, ob er denselben leugnet oder nicht. Also das ist nun wohl die bescheuerste Interpretation, die man finden kann.

Es geht doch eher darum, wer Auschwitz befreit hat.”

Für mich ist die Tatsache, dass Putin nicht eingeladen war, von hoher symbolischer Bedeutung. Die Einladenden leugnen damit die Rolle der Roten Armee bei der Befreiung des KZ Auschwitz. Als Retourkutsche kontert Putin mit der Öffnung von Geheimdokumenten und spricht EXPLIZIT von vier Todesarten (Tod durch Erschiessung, Tod durch Folter, Tod durch Hunger, Tod durch Seuchen) aber nicht von der Todesart (Tod durch Vergasung), die in unseren Geschichtsbüchern steht.

Das ist in meinen Augen kein marginales Detail. Es wäre so zu sehen, hätte Putin keine einzige Todesart erwähnt. Warum verschweigt er aber genau diejenige Todesart, die den Holocaust zu einem einzigartigen und in der Geschichte nie dagewesenen Verbrechen macht? In den Gulags der Bolschewiken kamen Menschen doch ebenfalls durch die von Putin genannten Todesarten um. Massenweise – die Zahlen (und Putin weiss das) gehen bis 65 Millionen. Im ukrainischen Holodomor (den u.a. Russland und Deutschland im Ggs. zu vielen europäischen Ländern (immer) noch nicht als Völkermord anerkannt haben) starben 3-14 Mio Menschen – ebenfalls durch Hunger, Seuchen, Folter und Erschiessung. Es waren wieder Bolschewiken, die dafür verantwortlich sind (und Putin weiss das). Was will er uns also mitteilen? Kein Wort über die eigene Geschichte und die eigene verbrecherische Ideologie, die in der Barbarei während der Lenin- und Stalin-Zeit zur Anwendung kam. Was will er also?

wowy Januar 28, 2015 um 15:23

Falls es jemand verpasst hat.
Zur Abschaffung der Legislative und einer Weltgesetzgebung, zu der es keine Judikative geben wird: http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/ttip-amerika-soll-bei-unseren-gesetzen-mitreden-13391816.html
Früher nannte man das Totalitarismus #TTIP #CETA #TISA

Natalius Januar 28, 2015 um 15:27

PS: Was will er also? Kommt da keiner drauf? Alle noch blöder als Natalius?

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 15:40

@Natalius Januar 28, 2015 um 14:12
„Statt (3) spricht Putin von rücksichtsloser Barbarei nicht nur gegenüber Juden, sondern auch gegenüber anderen Völkern Europas“

Natalius, Putin schrieb: „alle Versuche, die Geschichte umzuschreiben und den Beitrag unseres Landes zum großen Sieg , wäre gleichbedeutend damit, den Nationalsozialismus und seine Verbrechen zu rechtfertigen und würde den Weg für das erneute Auftreten dieser tödlichen Ideologie öffnen „.

Putin trifft damit den wirklich entscheidenden Punkt.

Der staatlich organisierte Massenmord an den Juden im terrritorialen Machtbereich der deutschen Nationalsozialismus war nach den Endziel-Plänen der Nazi-Führer nur der Anfang der Vernichtung der „Untermenschen“. Zu den „Untermenschen“ zählten für die Nazi-Führer . alle fremdrassischen Menschen, also auch die Slaven. Die Menschen in Russland wären nach der abgeschlossenen Vernichtung der Juden („Endlösung“) ebenfalls „an der Reihe“ gewesen

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 15:45

@ BB Januar 28, 2015 um 14:29 —> “Es geht doch eher darum, wer Auschwitz befreit hat. – Ukrainer und nicht die russische Armee, wie Polen jetzt behauptet oder tatsächlich – Russen, Ukrainer, Tschetschenen, Tataren, Georgier, wie Lawrov betont.”

Hatten wir doch gerade… @HG hatte dies verlinkt:

http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=12006359

Ich hatte dazu um 23:22 gestern auch geantwortet, u.a.:

—> “Aus Dokument 7 etwa geht die ethnische Zusammensetzung der 60. Armee der Ersten Ukrainischen Front hervor, die Auschwitz befreit hat. Russen und Ukrainer jeweils ca. 35.000, ansonsten viele andere Volksgruppen zahlenmäßig jeweils mit einigen hundert: Tataren, Weißrussen, Armenier, Georgier, Kasachen,Tschuwaschen…”

Aus der Bezeichnung “Erste Ukrainische Front” schließen zu wollen, daß in den betreffenden Armeeeinheiten angeblich nur Ukrainer (und keine Russen u.a.) gekämpft haben, wie das jetzt anscheinend die offizielle polnische Lesart ist, das ist nun freilich solch dreiste Propaganda, da hätte es nicht extra der Veröffentlichung des Dokuments bedurft, um das zu erkennen. Offenbar möchte man in Warschau jetzt eine Art Orwellsche Geschichtsumschreibung für ganz Europa. Damnatio memoriae hieß das früher.

wowy Januar 28, 2015 um 15:45

Wenn keine Regeln mehr gelten, dann überall.
http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1015427.

wowy Januar 28, 2015 um 15:47
Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 15:55

@ Hardy Januar 28, 2015 um 07:00

Ah… der Costas Lapavitsas ist also auch bei Syriza. Der war ja immerhin 2011 ein vehementer Befürworter eines Ausstiegs aus dem Euro und eines Default.

http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/sep/19/greece-must-default-and-quit-euro

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 16:08

@holger Januar 28, 2015 um 15:58
„Natalius Januar 28, 2015 um 14:12
Das Thema geht mir persönlich echt am Arsch vorbei…
Rubel t euch doch einfach einen…“

Holger, ja, jetzt wird es “emotional”…

„Mitglieder des russischen Parlaments erwägen, die deutsche Wiedervereinigung als widerrechtlichen Akt einstufen zu lassen. Laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass denken Abgeordnete der Staatsduma darüber nach, das Zusammengehen von Ost- und Westdeutschland in den Jahren 1989 und 1990 als Annexion zu verurteilen. …
Hintergrund ist eine laufende Kontroverse im Europarat. Dort dauert das Tauziehen um die Sanktionen gegen die russische Delegation in der Parlamentarischen Versammlung an. Grund für die Strafmaßnahme war die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Moskau im Frühjahr 2014. „
http://www.spiegel.de/politik/ausland/duma-erwaegt-verurteilung-der-deutschen-wiedervereinigung-als-annexion-a-1015427.html

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 16:38

@ Wilma

vielen danke für den arte – doku – tip. war sehr interessant.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 16:41

@ holger

“600 Millionen in 3 Minuten muss halt möglich sein.

Immer rinn nach Zyklon B und in die Krematorien… nur was brennt ist eben gut.

Natalius HALT die FRESSE

und Lübberding du weisester aller Weisen DANKE für Hitler IV du bist der, den wir brauchen… unbedingt…”

bin gespannt wie lange dieser rassistische scheiss hier stehen darf.

holger Januar 28, 2015 um 16:45

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 16:41

Denk doch mal für Fünf nur 5 Minuten nach …

Ist dir zu viel Mämett ??

sik tir lang

chabis Januar 28, 2015 um 17:00

@Befreiung von Ausschwitz
Der Mann, der den Zaun von Auschwitz niederwalzte

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/kz-befreier-david-dushman-der-mann-der-den-zaun-von-auschwitz-niederwalzte-1.2321968

“David Dushman ist der 9. Mai, der “Tag des Sieges”, wichtiger als sein eigener Geburtstag. In der Israelitischen Kultusgemeinde am St.-Jakobs-Platz sagt er jedes Jahr: “Mit Stolz erinnern wir uns daran, dass die sowjetische Armee entschieden dazu beigetragen hat, Europa von der braunen Pest zu befreien.”

Zwölf, 13 weitere Veteranen feiern den Tag. 500 000 Juden kämpften in der Roten Armee. Auch wenn er die Politik Wladimir Putins kritisch sieht, sagt er: “Es ist ein Fehler, dass Putin zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz nicht eingeladen wurde.”

Russen sind Patrioten. Das war auch David Dushman, als er mit 17 freiwillig zur Armee ging, nachdem Hitler-Deutschland am 22. Juni 1941 die Sowjetunion überfallen hatte. Aber den Jungen mit schwarz gelocktem Haar und feinen Gesichtszügen trieb noch ein anderer, brennender Wunsch. Der sollte sich jedoch nie erfüllen.

Der Befreier von Auschwitz konnte den Menschen, den er über alles liebte, nicht retten. Seinen Vater Alexander, einen Militärarzt im Generalsrang und Held des Bürgerkriegs, der 1938 bei Stalin in Ungnade fiel und wie Hunderttausende andere in den Gulag deportiert wurde.”

BB Januar 28, 2015 um 17:01

@Schwejk

Ach war das hier schonmal Thema? Sorry, ich les nicht immer alles, das schaff ich nicht. Ansonsten natürlich, wie häufig, voll deiner Meinung. Aber ist noch interessant, wie Welt.de das in ihrem Teaser mal wieder schafft, es so zu formulieren, als ginge es Putin um Geschichtsrevision und nicht dem Polen Schetyna. PUDELPRESSE! PUDELPRESSE! PUDELPRESSE!

Natalius Januar 28, 2015 um 17:02

@holger Januar 28, 2015 um 15:58

“Das Thema geht mir persönlich echt am Arsch vorbei…”

Bin kein Proktologe und es wäre auch der falsche Facharzt. Aber eins ist mir klar:

@Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 15:40

Wenn wir nicht allmählich beginnen, mit beiden Augen hinzusehen, dann haben diejenigen, die uns alle als Untermenschen betrachten, bald ihr Ziel erreicht. Deutsche und Juden verbindet nämlich etwas, dessen Überwindung eine gemeinsame historische Herausforderung ist: Die Ideologie des Übermenschen. Es ist dabei völlig unerheblich ob die Wurzeln dieser Ideologie durch “göttliche” Intervention oder durch Rückbezug auf eine arische “Ahnenrasse” (etwa Atlantis) zustandekamen. Oder heute durch Intelligenz, Geld, Funktion usw. zustandekommen. Solange eine Menschengruppe A eine andere Menschengruppe B als rechtloses Nutzvieh ansieht, kommen wir aus dem Dilemma nicht heraus. Und solange es Machthabern gelingt, uns in A und B (und weiter A1, A2, A3, B1, B2, B3) einzuteilen, haben wir (Täteropfer, Opfertäter: exemplarisch Deutsche und Juden) verloren. Es geht inzwischen nämlich nicht mehr um die Emanzipation von Identitätsgruppen (Frauen, Männer, Schwule, Lesben, Muslime, Juden, Christen, Rechte, Linke, usw.) – es geht um die Emanzipation eines menschlichen Wir – später um die Emanzipation allen Lebens – und schliesslich um die Emanzipation der gesamten Lebensgrundlage: Erde, Terra, unser Planet.

Der Kapitalismus sitzt im Kopf – Kapital ist lediglich sein Fetisch.

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 17:07

@holger Januar 28, 2015 um 16:21
„—>>>„Mitglieder des russischen Parlaments erwägen, die deutsche Wiedervereinigung als widerrechtlichen Akt einstufen zu lassen. Laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass denken Abgeordnete der Staatsduma darüber nach, das Zusammengehen von Ost- und Westdeutschland in den Jahren 1989 und 1990 als Annexion zu verurteilen. …”
JAHAAAAAAAAAAAAAAAAAAA was war es denn auch sonst?
Das Miststück Kohl hat es auch unverhohlen gesagt!!!!“

holger, Kohl kannte seine Deutschen nur zu gut: anders als auf der Krim gab es in der DDR 1989 kein Referendum. In der DDR gab es normalerweile seit 1948 immer nur JAAAA. Deshalb hat Kohl 1989 den DDRlern ja auch nicht gestattett, auf den Wiedervereinigungs-Stimmzettteln mal ein „Nein“ anzukreuzen.

f.luebberding f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:07

Mehmet Can

Welcher Kommentar ist das?

wowy Januar 28, 2015 um 17:12

@Mehmet Can
Bitte, gerne #artedoku

f.luebberding f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:12

Die Kommentare von Holger und Systemkritiker habe ich gelöscht. Diesen Zynismus muss man wirklich nicht stehen lassen. Was Natalius betrifft: Deine Interpretation Putins ist wirklich famos. Antisemiten haben nur immer ein Problem: Sie scheitern an den Fakten. Diese Debatte ist hier aber jetzt beendet.

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 17:14

@Natalius Januar 28, 2015 um 17:02
„Es geht inzwischen … nicht mehr um die Emanzipation von Identitätsgruppen (Frauen, Männer, Schwule, Lesben, Muslime, Juden, Christen, Rechte, Linke, usw.) – es geht um die Emanzipation eines menschlichen Wir – später um die Emanzipation allen Lebens – und schliesslich um die Emanzipation der gesamten Lebensgrundlage: Erde, Terra, unser Planet.
Der Kapitalismus sitzt im Kopf – Kapital ist lediglich sein Fetisch.“

Natalius, absolut richtig. Den Kapitalismus muß man zuerst im eigenen Kopf überwinden.

f.luebberding f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:18

Mehmet Can

Das hat sich geklärt.

Ansonsten möchte ich Holger und Natalius bitten, sich doch zwei Wochen Pause zu gönnen. Holger hatte das schon angekündigt, er muss schließlich arbeiten, und Natalius braucht das sicherlich auch. Es fällt mir schlicht auf die Nerven, wie ihr beiden schon wieder diesen thread gekapert hat. Nur zur Erinnerung: Es ging um Griechenland nach der Wahl.

Keynesianer Januar 28, 2015 um 17:20

Heiner Flassbeck plädiert jetzt für das Ende des Euro:

In diesem Buch präsentieren die Autoren Heiner Flassbeck und Costas Lapavitsas eine Alternative: einen kontrollierten Austritt aus dem Euro und eine Rückkehr zu national souveränen Zentralbanken. Sie argumentieren, dass die politische Union und eine »Transferunion«, in der Steuern und Ausgaben zusammengelegt werden, innerhalb der Europäischen Union unmöglich sind, und dass jedes Projekt sozialer Gerechtigkeit unweigerlich mit den europäischen Institutionen in Konflikt geraten muss.
http://westendverlag.e-bookshelf.de/nur-deutschland-kann-den-euro-retten-3089236.html

holger Januar 28, 2015 um 17:40

lächerlich

bleistift Januar 28, 2015 um 17:41

Da frage ich mich ob Samuel Huntington in seinem Wälzer “Kampf der Kulturen” nicht irgendwo doch Recht hatte. Er meinte nämlich (wie ich mich wage erinnern kann), Griechenland passe aufgrund seines orthodoxen Christentums nicht in die EU.
Schon irgendwie auch erstaunlich, dass das kath. Portugal oder Irland auf die Beine kommen, während das orthodoxe Griechenland in den Fluten versinkt. Und nun auch noch das:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-will-veto-gegen-russland-sanktionen-einlegen-a-1015487.html

H.K.Hammersen Januar 28, 2015 um 17:42

Was ich mich ständig frage: Sind die Eliten in den Krisenstaaten wirklich so dämlich, dass sie glauben, die Weichheit ihrer alten, nationalen Währungen resultierte aus einer Unfähigkeit ihrer nationalen Zentralbanken? Haben die wirklich geglaubt – auch in Frankreich – sie würden D schwächen mit der Einführung des Euro?

Noch ein paar Jahre Gemeinschaftswährung, und der Rest Europas ist deindustrialisiert! Dann spielen ein paar Hundert Milliarden Abschreibungen auf Staatsanleihen keine Rolle mehr. Dann ist Monopolstellung angesagt. Freihandel innerhalb EU und TTIP sei Dank. Interne Abwertung kriegen die niemals hin. Dazu müssten die sich ja erstmal einigen, wessen Einkommen um wie viel sinkt. Wenn die Krisenländer ihre nationalen Währungen wieder einführen, werden die Menschen innerhalb dieser Länder übereinander herfallen.

Blaue Banane, ein wenig gelbe Banane und der ganze Rest: Ab dafür!

holger Januar 28, 2015 um 17:44

—>>> Nur zur Erinnerung: Es ging um Griechenland nach der Wahl.”

Du Depp Lübberding

dann verweiß doch mal darauf, was einige schon vorher gesagt haben!!!

aber du musst das ja auch noch für dein Allgemeingut münzen…

Das was Du pinselst, haben schon andere vorher gewusst… vor vielen Monden. und nun kommst Du LOL :D mit Mähmett

bleistift Januar 28, 2015 um 17:44

Ah. Wird im SPON Artikel sogar erwähnt:

“Die Verbindungen zwischen Griechenland und Russland haben historische Wurzeln: So verortete Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington Griechenland in seiner berühmten These vom “Kampf der Kulturen” auf der orthodoxen Achse, die von Russland angeführt wird.”

holger Januar 28, 2015 um 17:51
Keynesianer Januar 28, 2015 um 17:52

@bleistift

Da frage ich mich ob Samuel Huntington in seinem Wälzer “Kampf der Kulturen” nicht irgendwo doch Recht hatte.

Huntingtons Buch war keine Beschreibung einer vorgefundenen Realität, sondern ein Drehbuch, wie man die Völker nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und dem damit drohenden Weltfrieden wieder an einer neuen Konfliktlinie gegeneinander hetzen könnte.

holger Januar 28, 2015 um 17:53

sowas heuchlerisches hündisches

habe ich seit #Bobbycar Wulff nicht mehr gelesen.

Danke Bitte

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 17:54

@holger Januar 28, 2015 um 17:29
„f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:18
wie wäre es mal, weniger schlaue Erkenntnisse zu verbreiten?
Das fällt dann wieder schwer oder?“

Holger, der Weg zum Erwachsenwerden siehtm.E. so aus, daß man damit klarkommen muß, daß man Ozeane von schlichter Dummheit nur dann durchqueren und Klippen von purer Bosheit nur dann umschiffen kann, wenn man dabei immer die positive gute Laune behält und dabei immer völlig entspannt bleibt.

gelegentlich Januar 28, 2015 um 17:54

@bleistift
Zum wiederholten Male: Huntington betreibt das Geschäft eines Konstruktes. In welchem absichtlich der Religon eine Rolle zugewiesen wird, die sie im Alltag von Milliarden Menschen längst nicht mehr hat. Teilen und herrschen, spalten, Leute gegeneinander aufhetzen, sie an ganz andere sinnlose „Fronten“ schicken – darum geht es.
Dass Griechenland im Moment vielleicht taktisch die russische Karte spielt hat doch mit orthodox nichts zu tun.

bleistift Januar 28, 2015 um 18:02

Nun, Huntington hat auch prophezeit, dass die Ukraine auseinander brechen wird…
Jedenfalls musste ich an Huntington denken, als ich den Artikel las.
Der Libanon ist übrigens ein tief gespaltenes Land. Da leben Sunniten, Schiiten, Maroniten, Drusen munter nebeneinander her….

http://www.alsharq.de/2013/mashreq/libanon/libanon-ein-land-dreht-sich-um-sich-selbst/

http://www.alsharq.de/2014/mashreq/libanon/tv-sender-im-libanon-im-besitz-politischer-kraefte/

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:03

@ holga

“Denk doch mal für Fünf nur 5 Minuten nach …”

du findest dich cool nech. haste dir ein witz ausgedacht. ganz alleine. zyklon b und wie das mit den juden abgeht.

“Ist dir zu viel Mämett ??”

mir ja. fl nicht. leider.

“sik tir lang”

kennst keine türken. du wannabe.

holger Januar 28, 2015 um 18:03

Carlos

—>>>Holger, der Weg zum Erwachsenwerden siehtm.E. so aus, daß man damit klarkommen muß, daß man Ozeane von schlichter Dummheit nur dann durchqueren und Klippen von purer Bosheit nur dann umschiffen kann, wenn man dabei immer die positive gute Laune behält und dabei immer völlig entspannt bleibt.”

Damit behältst du für immer Recht…

Was soll man denn anderes machen?

Eagon Januar 28, 2015 um 18:04

Die sogenannten deutschen nicht preiselastischen Produkte sind zwingend auf ungleiche Einkommensverhältnisse in den Abnehmerländern angewiesen.

Je höher die Ausbeutungsrate desto besser.

Proletarier aller Länder vereinigt euch.

Nicht mit den Deutschen, die sind gebildete Rassisten.

Wir werden dann sehen wie preiselastisch die deutschen Produkte sind, wenn die sozialen Verhältnisse sich in den Abnehmerländern drehen.

aifran Januar 28, 2015 um 18:10

und Zufrieden lächelnd lehnt sich Onkel Sam zurück ….

Chaos, Panik …. Na klappt doch alles bestens – auf meine Transatlantischen Jungs in der EU ist eben Verlass ….. weitermachen – gibt morgen auch ein Extra-Hundekeks für euch ….

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:10

@ bleistift

es gibt heute wohl keinen politologen mehr, der huntington und seine thesen zum “clash of civilizations” ernst nimmt.

“Der Libanon ist übrigens ein tief gespaltenes Land. Da leben Sunniten, Schiiten, Maroniten, Drusen munter nebeneinander her….”

und ? warum treten dann die größten konflikte innerhalb seiner definierten kulturräume auf und nicht an den rändern?

no.nam Januar 28, 2015 um 18:18

@hammersen

Was ich mich ständig frage: Sind die Eliten in den Krisenstaaten wirklich so dämlich, dass sie glauben, die Weichheit ihrer alten,

Ich frage mich, ob es den Eliten in den Krisenstaaten schlechter geht als vor der EUR Einführung. Möglicherweise ist nur die Kluft zwischen arm und reich gewachsen und den Eliten geht es ganz gut.

Zu Griechenland:
Die griechische Premier ?????? ???????, verkauft das Stimmrecht, welches sein Land in der EU hat, an die chinesische Regierung sowie an Russland.

Im Gegenzug sind die Chinesen/Russen zu Preiszugeständnissen für Rohstoffe (Russland) und Investitionen (China) bereit. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Griechenland als Hafen zur EU taugt. Ausserdem sind die Chinesen doch dabei über Russland eine Eisenbahnstrecke zu bauen. In welche Bereiche, ausser Touristik, könnten die Chinesen investieren? Vielleicht weiss hier jemand mehr, wo die Chinesen ihr Geld investieren könnten oder geht es nur um Kredite?

bleistift Januar 28, 2015 um 18:22

@ Khan

“es gibt heute wohl keinen politologen mehr, der huntington und seine thesen zum “clash of civilizations” ernst nimmt.”

Du musst ihn ja nicht ernst nehmen. Er fiel mir nur ein.

“und ? warum treten dann die größten konflikte innerhalb seiner definierten kulturräume auf und nicht an den rändern?”

Meine Antwort bezog sich auf @gelegentlich und dessen Meinung Religion spiele im Leben der Menschen keine Rolle mehr. Der Libanon beweist das Gegenteil.
Mit Huntington hatte das nicht direkt zu tun.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:22

@ holga

“sik tir alles klar?”

wie soll das gehen?

@ bleistift

“Da frage ich mich ob Samuel Huntington in seinem Wälzer “Kampf der Kulturen” nicht irgendwo doch Recht hatte. Er meinte nämlich (wie ich mich wage erinnern kann), Griechenland passe aufgrund seines orthodoxen Christentums nicht in die EU.
Schon irgendwie auch erstaunlich, dass das kath. Portugal oder Irland auf die Beine kommen, während das orthodoxe Griechenland in den Fluten versinkt. ”

so etwas albernes. wirtschaftlicher erfolg sei von der religion abhängig. oder kultur? religion – kultur – was denn nun? wenn das logisch wäre, warum gibt es dann wirtschaftlich erfolgreiche islamische länder und länder mit mehrheitlich muslimischer bevölkerung, die nicht wirtschaftlich erfolgreich sind?

wieso gibt es wirtschaftlich erfolgreiche “protestantische” länder und genau so staaten, die nicht so erfolgreich sind, obwohl die mehrheit, evangelisch ist?

Keynesianer Januar 28, 2015 um 18:25

@bleistift

Nun, Huntington hat auch prophezeit, dass die Ukraine auseinander brechen wird…

Die von den USA und ihren Diensten gesteuerten NGOs haben seine “Prophezeihung” dann wunschgemäß und auftragsgemäß umgesetzt.

Die Prophetie war also nicht schwer, wenn man wie Huntington als Spinne mitten im Netz hockt. ;)

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:27

@ kugelschreiber

huntington ist der versuch, sozial – gesellschaftliche auseinandersetzungen, durch kulturelle konflikte zu ersetzen. das wird beim späteren huntington besser deutlich, als er eine “kultukampfthesen” auf die innenpolitik, der usa angewandt hat.

holger Januar 28, 2015 um 18:35

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:22
@ holga

“sik tir alles klar?”

wie soll das gehen?”

Weißte was?

Der dumm doofe Lübberding kann ja darauf rein fallen… Ich muss es nicht.

bleistift Januar 28, 2015 um 18:36

@ Khan

“huntington ist der versuch, sozial – gesellschaftliche auseinandersetzungen, durch kulturelle konflikte zu ersetzen. das wird beim späteren huntington besser deutlich, als er eine “kultukampfthesen” auf die innenpolitik, der usa angewandt hat.”

Das offenbart das ganze Dilemma. Huntington hat gar nichts angewandt. Man hat 9/11 eher als eine Bestätigung seiner Thesen gesehen. Der Afghanistan Krieg war eine Folge des Anschlags und der Irak Krieg das Gegenteil von dem was Huntington geschlussfolgert hat. Huntington als Anleitung für Irgendwas zu lesen ist tatsächlich dämlich. Aber als Analyse oder als Versuch die Welt ein wenig zu verstehen ist er durchaus geeignet.

“wieso gibt es wirtschaftlich erfolgreiche “protestantische” länder und genau so staaten, die nicht so erfolgreich sind, obwohl die mehrheit, evangelisch ist?”

Es ist aber tatsächlich so, dass protestantische Länder im Schnitt wirtschaftlich erfolgreicher sind als bspw. katholische Länder. Die Euro Krisenstaaten sind durch die Bank katholisch (mit Ausnahme Griechenlands). Während die erfolgreichsten Staaten der Welt fast durchweg protestantisch geprägt sind. Das hat wohl weniger mit der “richtigen” oder “falschen” Religion zu tun…. Aber man spricht nicht umsonst von “protestantischem Arbeitsethos”.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:38

@ Keynesianer

“Die von den USA und ihren Diensten gesteuerten NGOs haben seine “Prophezeihung” dann wunschgemäß und auftragsgemäß umgesetzt.”

eine kleine, klitzekleine rolle spielen z.b. die ukrainer aber auch noch? das klingt sonst so, als wenn die welt ( außerhalb der usa ) nur aus kindern bestünde, ohne eigenen willen und für alles und jeden, kann man den erziehungsberechtigten, hier die usa, verantwortlich machen.

holger Januar 28, 2015 um 18:38

Und noch was Mähmett oder alias Ottfriede inner Unnerbux

es geht mir am Arsch vorbei… was du schreibst und wer Du bist… das müsste auch den doofen Lübberdings begreifen.

holger Januar 28, 2015 um 18:40

Aber da der Lübberdings ja ein Stück ist, was nicht differenzieren kann un will, lach ich über das Hirn Genie…

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 18:44

@ no.name —> “Die griechische Premier ?????? ???????, verkauft das Stimmrecht, welches sein Land in der EU hat, an die chinesische Regierung sowie an Russland.”

So wie bekanntlich schon Karl Liebknecht sein Stimmrecht an die Russen verkauft hatte, als er 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite stimmte.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:46

@ kugelschreiber

“Aber als Analyse oder als Versuch die Welt ein wenig zu verstehen ist er durchaus geeignet.”

eine nebelkerze. mehr nicht. die meisten konflikte, nicht alle, handeln nicht von kulturellen – oder religiösen differenzen.

“Es ist aber tatsächlich so, dass protestantische Länder im Schnitt wirtschaftlich erfolgreicher sind als bspw. katholische Länder. Die Euro Krisenstaaten sind durch die Bank katholisch (mit Ausnahme Griechenlands). Während die erfolgreichsten Staaten der Welt fast durchweg protestantisch geprägt sind. Das hat wohl weniger mit der “richtigen” oder “falschen” Religion zu tun…. Aber man spricht nicht umsonst von “protestantischem Arbeitsethos”.”

welche rolle spielt dabei der protestantismus? warum ist die wirtschaft im katholischen süden deutschlands stärker, als im protestantischen norden von deutschland?

mit huntington kannst du nichts erklären.

bleistift Januar 28, 2015 um 18:58

@ Khan

Also ich bin kein Huntington Fanboy oder so. Er fiel mir nur ein und ich habe es erwähnt.

“mit huntington kannst du nichts erklären.”

Natürlich nicht. Er liefert ja selbst kaum eine Erklärung. Aber was er geschrieben hat hat sich desöfteren bewahrheitet.

“welche rolle spielt dabei der protestantismus? warum ist die wirtschaft im katholischen süden deutschlands stärker, als im protestantischen norden von deutschland?”

Um dir detailliert sagen zu können welche Rolle der Protestantismus hier spielt bin ich leider nicht belesen und intellektuell genug. Max Weber hat da aber glaube ich was zu geschrieben. Protestantisch meint hier übrigens meistens auch angelsächsisch geprägt. White Anglo-Saxon Protestants.
Bayern war bis vor wenigen Jahrzehnten dem protestantischen Teil Deutschlands weit unterlegen.
Ingesamt denke ich schon, dass die Religio die Kultur eines Volkes maßgeblich mitbeeinflusst. Völker entwickeln einen eigenen Charakter. Den kann man nicht einfach auslöschen. Mustafa Kemal hat das in der Türkei bekanntlich versucht (Latein, Kalender, Sonntag als arbeitsfreier Tag…). Heute sehen wir dass er nicht so richtig erfolgreich war.

ruby Januar 28, 2015 um 19:01

Just the Opener
https://www.youtube.com/watch?v=dGca4fMKND0
;-)
“Rise Up!”
“To the Shining live long live now, do not be blinded by Fools again”

Wer versucht mit gekaufter Zeit zu agieren?
http://www.deutschlandfunk.de/us-notenbankchefin-warten-auf-die-zinsanhebung.1773.de.html?dram:article_id=309951
Nicht den Orden vergessen und den Verzicht auf den Präsidentenposten der EZB …
Chaos rules the world !

holger Januar 28, 2015 um 19:04
Mehmet Can Januar 28, 2015 um 19:07

@ kugelschreiber

“Um dir detailliert sagen zu können welche Rolle der Protestantismus hier spielt bin ich leider nicht belesen und intellektuell genug. ”

ok. aber sei nicht böse, du machst oben dazu aussagen und kannst die nicht logisch belegen. die realität widerspricht deiner linie ( max weber protestantische ethik ).

“Mustafa Kemal hat das in der Türkei bekanntlich versucht (Latein, Kalender, Sonntag als arbeitsfreier Tag…). Heute sehen wir dass er nicht so richtig erfolgreich war.”

kommt drauf an. huntington arbeitete ( lebt er eigentlich noch? ) mit einem starren kulturbegriff und auch die türkei zeigt: kultur ist etwas fließendes, ein prozess.

bleistift Januar 28, 2015 um 19:10

Huntington ist tot.

ruby Januar 28, 2015 um 19:10

Zum sinnieren über Nationen, Währungen, Geldtheorie und -politik
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/euro-krise-und-ezb-viel-geld-hilft-nicht-viel/11290154.html
in Zeiten und Räumenl

bleistift Januar 28, 2015 um 19:30

@ Schwejk

“So wie bekanntlich schon Karl Liebknecht sein Stimmrecht an die Russen verkauft hatte, als er 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite stimmte.”

Das ist ein wenig arg überhöht.
Was kommt als nächstes? Jesus? Gandhi? Buddha?

Natalius Januar 28, 2015 um 19:31

@f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:12

“Was Natalius betrifft: Deine Interpretation Putins ist wirklich famos. Antisemiten haben nur immer ein Problem: Sie scheitern an den Fakten.”

Na, dann rück mal raus mit den Fakten und gib uns eine Erklärung, warum Putin ausgerechnet am 27. Jänner 2015 “disclosure” bzgl. Holocaust veranlasst. Im übrigen nehme ich es Dir übel, wenn Du mich als Antisemiten bezeichnest. Bei @Morph habe ich da ein gewisses Verständnis, denn da, wo meine Baureihe eine ALU (arithmetic & logic unit) verbaut bekommen hat, sitzt bei @Morph ein Quirl für Sprachschaum. Aber bei Dir, @Frank, gehe ich immer noch von einem Rest Restehrlichkeit aus, der mit den sich ändernden Verhältnissen vielleicht wachsen könnte.

Ich wollte eigentlich über Yanis Varoufakis schreiben und daran erinnern, dass sein “Gobal Minotaur” – und die damit verknüpfte Korrelation von non-US-Exportüberschüssen und US-Militärausgaben – vor einigen Jahren in diesem Blog diskutiert wurde. Wenngleich ich seiner Analyse immer noch viel abgewinnen kann, ist mir unklar, ob ein guter Theoretiker auch einen guten Praktiker hervorbringen kann. Da habe ich meine Zweifel, kann mich andererseits aber auch nicht HG/WING anschliessen, dass Varoufakis zu Soros’ Lieblingen gehört. Die Varoufakis’sche Einsicht, dass Exportüberschüsse Schutzgelderpressungen sind wurde von “Populisten” wie Andreas Popp (Wissensmanufaktur) zwar mit weiteren Zahlen hinterlegt, hilft uns im Moment aber wenig weiter, wie dieser Schlamassel friedlich beendet werden kann. Manchmal glaube ich sogar, dass Angie’s Versprecher Hilferufe sind. Auch einer Politikerin wie Angela Merkel dürfte inzwischen klar sein, dass Demokratie nicht existiert. Stattdessen herrscht eine globale Oligarchie, die uns mit “freedom of choice” beglückst. Aber wehe, wenn die Gretchenfrage gestellt wird…

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 19:41

“Huntington ist tot.” ok. so untaugliche erklärungsversuche wie bei huntington machen mich traurig. weil durch diese dominanz von identiätspolitik nur noch wenig über armut , hohe jugendarbeitslosigkeit, über wut und verzweiflung geschrieben, gesprochen und diskutiert wird.

http://vimeo.com/17120260

bleistift Januar 28, 2015 um 19:47

Oha, jetzt wird’s erbaulich….!

ruby Januar 28, 2015 um 20:00

Draghi ist US-Gesandter
FED rettet keine Bundesstaaten (Siehe Kalifornien)
Banken in Greece werden Exempel zur Statuierung sein
Politische Rettung (Wirtschaftspolitik) ist nicht konsensfähig
Märkte haben Austritt aus dem € eingepreist
Fazit: bis auf Prolongation kurzfristiger Tilgungen keine Stützung
Pech für Tsipras und Co. Griechen werden selber zahlen müssen
;-)

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 20:11
no.nam Januar 28, 2015 um 20:19

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 18:44

So wie bekanntlich schon Karl Liebknecht sein Stimmrecht an die Russen verkauft hatte, als er 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite stimmte.

Was? Karl Liebknecht konnte singen?

Bezüglich China/USA/Russland und EU geht es um Einflussnahme und Wirtschaftsinteressen. So lassen sich Entscheidungen mitgestalten bzw. Verhindern (Vetorecht des Verbündeten). Das tolle an so ‘nem grossen Staatenbund wie der EU ist ja, dass man Beschlüsse nicht mit jedem Land einzelnd aushandeln muss. Sobald etwas auf EU Ebene durchgesetzt ist, gilt es für alle angeschlossenen Länder mit. Manchmal hilft aber auch schon der direkt Draht zu einem Kommisionsmiglied. Je größer die Divergenzen der Länder untereinander, desto mehr Hebelpunkte, von den von aussen angesetzt werden kann (aus: Handbuch der strategischen Kriegsführung mit unseren Handelspartnern…)

;-)

ruby Januar 28, 2015 um 20:25

In Greece wurden die Umsatzsteuereinzieher von den Gastwirten im Keller eingesperrt …
Militär mußte helfen
;-)

no.nam Januar 28, 2015 um 20:29

@Soldat

Btw., Dimitris Avramopoulos war ja ehemals Aussenminister sowie Verteidigungsminister und ist mit der chinesichen Führung gut vertraut. Das wird helfen…

Rückblick aus 2013:
Greek Prime Minister Antonis Samaras’ upcoming visit to China is of “special significance” and is expected to further strengthen the “excellent” bilateral ties, Greek Foreign Affairs Minister Dimitris Avramopoulos said on Wednesday.

The Greek Premier is due to visit China on May 15-19 upon an invitation from Chinese Premier Li Keqiang. He will head a delegation of 50 Greek ministers and businessmen.

“Prime Minister Antonis Samaras’ upcoming trip to China is of special significance,” Avramopoulos said during a press briefing in Athens when asked to comment on the visit.

“The visit reaffirms the mutual respect and willingness to build a strategic partnership between the two countries,” he told Greek news agency AMNA.

He added that the trip will boost the “already excellent bilateral relations and open a new chapter in the sectors of the economy and investments.”

The Greek official added that the visit came in an important moment and “indicates the recognition and confidence in the policies implemented in Greece for the recovery of the Greek economy.”

Aus: Global Times (China)
http://www.globaltimes.cn/content/780392.shtml

no.nam Januar 28, 2015 um 20:32

P.S. Dimitris Avramopoulos ist jetzt Mitglied der Kommision für Inneres. Aber das muss ich Dir wahrscheinlich nicht sagen.

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 20:33

@ bleistift —> “Das ist ein wenig arg überhöht.”

Ein wenig, ein wenig, vielleicht…

Aber, da Ihr hier über Orthodoxie und/oder Taktik oder gar Käuflichkeit gerätselt habt, auch was das griechisch-russische Verhältnis angeht…

Meine Herren, Euch scheint der Umstand aus dem Blickfeld geraten zu sein, daß Syriza eine Partei der europäischen Linken ist, welche etwa im EP durch die Fraktion GUE-NGL repräsentiert wird, zu der u.a. auch die hiesige Linkspartei gehört und deren Spitzenkandidat bei der letzten Europawahl Alexis Tsipras war. Die konfrontative Politik der EU gegen Rußland mitsamt den Sanktionen hat nie die Zustimmung der europäischen Linken gefunden, und wenn sich Tsipras jetzt offen gegen die Rußland-Sanktionen stellt, dann ist das zuallererst mal ein konsequentes Verhalten eines europäischen Linkspolitikers. Über “Taktieren” und so müßte man sich eher Gedanken machen, wenn Tsipras die Rußland-Sanktionen jetzt stillschweigend mittragen würde.

Wenn nebenbei mit Rußland vielleicht auch über Handelserleichterungen und Kredite verhandelt wird… warum nicht?

Was China angeht: Ich kann nicht erkennen, daß Tsipras Griechenland an China verkaufen will. Im Gegenteil, sein Vorgänger Samaras hat ja einige Filetstücke aus dem Staatseigentum an chinesische Investoren verscherbeln wollen, etwa den Hafen von Piräus. Und Tsipras hat diese Privatisierungen jetzt gestoppt.

Überhaupt braucht die europäische Linke solche tatkräftigen Politiker. Kaum drei Tage nach der Wahl: Regierung gebildet, Privatisierungen gestoppt, und nebenbei dafür gesorgt, daß die bescheuerte Kalte-Kriegs-Front der EU gegen Rußland jetzt zu bröckeln beginnt. Eine Schwester im Geiste hierzulande ist Sahra Wagenknecht; der würde ich diese Konsequenz auch zutrauen, wenn sie im Leben noch Gelegenheit dazu kriegt.

Andauernd beklagt sich hier wer, daß Linkspolitiker alles kleinmütige Taktierer seien und bei erstbester Gelegenheit den schlechtesten Kompromiß suchen… und nu marschiert einer mal unbeirrt drauflos, aber das ist dann einigen offenbar auch wieder nicht recht…

ruby Januar 28, 2015 um 20:41

Falls jemand Bock hat auf Zinsdiskussionen
http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=16258
Stöcker-Link im Herdentrieb
und so laufen sie denn
;-)
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/01/28/dlf_20150128_1915_28edcab3.mp3
Zäsur oder “Weiter so”? – Die EU-Rettungspolitik nach der Wahl in Griechenland
für den der nicht genug von den Experten bekommt

holger Januar 28, 2015 um 20:43

—>>>Andauernd beklagt sich hier wer, daß Linkspolitiker alles kleinmütige Taktierer seien und bei erstbester Gelegenheit den schlechtesten Kompromiß suchen… und nu marschiert einer mal unbeirrt drauflos, aber das ist dann einigen offenbar auch wieder nicht recht…”

SOLDAT AAAAAAAAAAAAAAAAAAAACHTUNG …

lese er hier…

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-zu-maischberger-die-eigene-schuld-am-shitstorm-13394535.html

06:06 :D

ruby Januar 28, 2015 um 20:49
no.nam Januar 28, 2015 um 20:52

@Soldat Schwejk

Die EU ist einfach nur noch Desaster. Es gibt einen Konflikt zwischen den Länder innerhalb der EU, welcher seit langem schon im Verborgenen schwappt. Diese Unstimmigkeiten schwächen die EU nach aussen. Alles hat zwei Seiten. Das, was die EU so stark macht (Binnenmarkt), schwächt sie zugleich auch (Einfallstor für USA/China/Russland). In diesem Fall geht es nicht speziell um Tsipras. Er macht nichts, was nicht auch schon seine Vorgänger getan hätten. Vielleicht ist der Grund, weshalb es jetzt in die Medien kommt, der Versuch ihn bloßzustellen. Ein konservativer griechischer Premier hätten genauso wie Tsipras gehandelt, nur wäre es wahrscheinlich nicht in den mainstrem Medien verbreitet worden. Ich beobachte die Anbahnung zwischen China und Griechenland aber in den chinesischen Blogs und da wird schon seit längerem darüber berichtet. Vielleicht ähnlich Polen/USA. Die Polen stehen in einigen Aspekten der USA näher als der EU. Oder die UK im Spannungsverhältnis EU/USA. Im Zweifel ist die EU auf Platz zwei. Gemeinsame Aussenpolitik ist bei der EU Fehlanzeige. Daher keine Kritik gegen Tsipras, sondern gegen die EU als Prinzip. Wenn jetzt auch noch TIPP eingeführt wird, sehe ich nicht mehr worin der Sinn dieser Veranstaltung besteht.

BB Januar 28, 2015 um 21:19

*Kopfschüttel*

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/karneval-koeln-polizei-bewacht-wagen-ueber-charlie-hebdo-aid-1.4833244

Da fällt mir nix mehr zu ein

(außer, dass ich froh bin, mich mit der Frage nicht auseinanderzusetzen, weil ich höchsten zum Düsseldorfer Zug gehe. Puhhh)

bleistift Januar 28, 2015 um 21:26

Die EU ist kein Bollwerk. Die EU ist ein Staatenverbund. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn einzelne Länder Beziehungen zu anderen Ländern pflegen ist das überhaupt kein Problem.
Das Problem bei Griechenland ist, dass es pleite ist und nun versucht Russland mit in’s Boot zu holen. Da geht es um Erpressbarkeit.

“Die konfrontative Politik der EU gegen Rußland mitsamt den Sanktionen hat nie die Zustimmung der europäischen Linken gefunden, und wenn sich Tsipras jetzt offen gegen die Rußland-Sanktionen stellt, dann ist das zuallererst mal ein konsequentes Verhalten eines europäischen Linkspolitikers. ”

Dann müsste man das über das Parlament kundtun. Die EU ist nun mal kein Staat.
Es geht hier auch nicht um Kriegskredite. Es geht wenn schon dann eher um Verrat. Man muss irgendwie und irgendwann auch mal wissen wohin man gehört.
Die Linksradikalen in Athen wollen aber nur zerstören. Das ist zumindest meine Befürchtung.

“Über “Taktieren” und so müßte man sich eher Gedanken machen, wenn Tsipras die Rußland-Sanktionen jetzt stillschweigend mittragen würde.”

Man muss wissen wohin man gehört. Man muss Prioritäten setzen.
Ohne Kompromisse kann man die EU beerdigen. Deine Argumentation ist nur linksradikales Gewäsch.
Du willst zerstören. Und bildest dir ernsthaft ein, das was danach kommt sei eine Art “klassenlose Gesellschaft”.

“Eine Schwester im Geiste hierzulande ist Sahra Wagenknecht; der würde ich diese Konsequenz auch zutrauen, wenn sie im Leben noch Gelegenheit dazu kriegt.”

Was müsste wohl in Deutschland alles schieflaufen damit so eine Radikalinski Braut etwas zu sagen hätte? Möchte man sich das vorstellen?
Woher kommt dieser Hass auf die Mittelschicht? Woher dieser Hass auf arbeitende Familien die etwas aufbauen (wollen)? Woher diese Sympathien für das Gesindel das nichts kann und nichts will. Abgesehen von fressen und fi***n?

topi Januar 28, 2015 um 21:50

Oh oh da zittert der kleine Kuponschneider und schlägt verbal um sich. :roll:

Wagenknecht “Hass auf die Mittelschicht, arbeitende Familien”, was für eine Grütze.

Das aktuelle Programm der Linken ist in etwa deutsche Mainstreampolitik (letztlich auch von der Union und FDP) der Siebziger Jahre.
Kann man wissen wenn man sich informiert.

Natürlich war damals die Einkommensverteilung nicht so scharf, und die Besteuerung progressiver als heute.
Das scheint schon zu reichen, um sich in finsterer Enteignungsqual schmoren zu sehen, eine Runde Mitleid?

Aber das Land prosperierte, die Wirtschaft wuchs, die Lebensqualität der Menschen nahm beständig zu, die Arbeitszeiten reduzierten sich, etc.pp.

Aber davor ist die Angst ja auch groß, dass der gemeine Michel vom Übervollzeitarbeitsjoch etwas befreit ist; man weiß ja nie, was der mit seiner Zeit machen könnte.

Natalius Januar 28, 2015 um 21:57

@bleistift Januar 28, 2015 um 21:26

“Woher kommt dieser Hass auf die Mittelschicht? Woher dieser Hass auf arbeitende Familien die etwas aufbauen (wollen)? Woher diese Sympathien für das Gesindel das nichts kann und nichts will. Abgesehen von fressen und fi***n?”

Hmm. Auch wenn ich nicht angesprochen bin: Meinst Du fiedeln? Mit Geige? Das wären doch Kulturleistungen des heiligen römischen Reiches (deutscher Nation )? Ich glaub, Du musst das noch mal erläutern.

ruby Januar 28, 2015 um 21:57
bleistift Januar 28, 2015 um 22:00

“Aber das Land prosperierte, die Wirtschaft wuchs, die Lebensqualität der Menschen nahm beständig zu, die Arbeitszeiten reduzierten sich, etc.pp.”

Das sagt jemand der damals in der DDR gelebt hat. Vielleicht noch nicht einmal geboren war…
Das sagt jemand der sich permanent die DDR zurück wünscht.

@topi
Es ist doch wirklich erstaunlich, dass du ständig mit der BRD argumentierst. Sehr sehr selten mit der DDR.
Warum ist die heutige BRD denn so schlecht? Wo sie gestern doch noch so toll war?
Gestern waren die Menschen auch nicht deiner Meinung…!
Nur so.

ruby Januar 28, 2015 um 22:08

Vielleicht kann Klaus Segbers etwas zu Tsipras und Putin beitragen
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/909145
einer der letzten Urgesteine
http://www.oei.fu-berlin.de/politik/mitarbeiter/lehrstuhl/segbers/index.html
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

karla Januar 28, 2015 um 22:26

f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:18

“Ansonsten möchte ich Holger und Natalius bitten, sich doch zwei Wochen Pause zu gönnen. Holger hatte das schon angekündigt, er muss schließlich arbeiten, und Natalius braucht das sicherlich auch. Es fällt mir schlicht auf die Nerven, wie ihr beiden schon wieder diesen thread gekapert hat. Nur zur Erinnerung: Es ging um Griechenland nach der Wahl..”

Herr Lübberding, dass Ihnen das “auf die Nerven” geht ist nicht wirklich ernst zu nehmen. Zum “kapern” gehören immer mindestens zwei. Einer der kapert und einer der sich kapern läßt. Weiterhin viel Spaß bei dieser endlosen Geschichte.

Schade um Ihre guten Themenvorlagen.

topi Januar 28, 2015 um 22:34

“Was müsste wohl in Deutschland alles schieflaufen damit so eine Radikalinski Braut etwas zu sagen hätte?”

Tja da müsste in der Tat einiges passieren. Schief läuft allerdings genug, das ist nicht der Punkt. .roll:
Der Linken hängen immer noch und sehr wahrscheinlich auch weiterhin diverse Etiketten an, “DDR”, “Stasi” und so, die das ganze schwieriger machen als für Neugründungen in anderen Staaten, die unbeschwert auftreten können.
So steht auf Pegida-Plakaten (oder war es Pegada) auch die Linke in der Aufzählung der “Altparteien”, staatstragend, nichtssagend Bevölkerungswillen missachtend.
(und rot rot in Berlin hat dazu beigetragen, dass da sogar etwas dran ist, wie konnte man sich so über den Tisch ziehen lassen von Wowereit in der Mietenfrage)

Wie schnell ganz alte eingespielte Zwei-Parteien-Herrschaften gekippt werden können, haben wir gerade gesehen. Syriza war vor ein paar Jahren noch Splitterpartei. Podemos ist gar brandneu und führt in den Umfragen.

Nun ist die Situation hierzulande etwas anders, der gemeine Michel fühlt sich als Krisengewinner, weil er malochen darf bis zum umfallen, dass die Kohle nicht stimmt nimmt er mittlerweile hin, dass die Infrastruktur zerfällt fällt nicht mehr auf, dass das Land insgesamt seit 1990 mindestens um drei Billionen unter seinen Produktionsmöglichkeiten realen Wohlstand hat merkt er nicht (und ihm wird ja überall erzählt, wie toll es ist).

Die Wut ist eher dumpf und noch unkanalisiert.
Deshalb sind in den Hartwährungsländern (also Lohnsenkung, Verbrauchssteuererhöhung, öff. Leistungen abbauen) auch eher rechte/rechtspopulistische “neue” Kräfte erfolgreich. Als “ordentlicher” Populist kann man da durchaus Kanäle finden.

Wenn die Euro-Tragödie einen Lauf nimmt, Griechanland Portugal Spanien, dann steht Italien auf dem Sprung, dann ist Schluss mit lustig.

“Euroskeptische”, besser Eurorealistische, Parteien werden riesigen Zulauf haben.
Man muss ja die AfD nicht mögen, aber sie haben nunmal als einzige Partei konsequent gesagt, dass dieser so konstruierte Euro irgendwann fallen muss.

Also auch in der deutschen Parteienlandschaft wird es Umwälzungen geben, Muttis Herrlichkeit vorüber sein.
Trotzdem wird der Teil “der Mitte” und rechts davon, die sich nicht zur AfD trauen, hinter der Union sammeln, die SPD also auch jene noch verlieren, dafür die Linke etwas zulegen, auch die Grünen als vermeintlich unverbrauchte Kraft könnten nun bürgerliche Wähler kriegen.

Auf jeden Fall gerät das alte Parteiengefüge ins Wanken, massiv; in der Folge sind auch ganz ungewöhnliche Entwicklungen denkbar.

topi Januar 28, 2015 um 22:41

“Das sagt jemand der sich permanent die DDR zurück wünscht.”

Wann sollte ich das getan haben?

Mangelndes Leseverständnis ist das eine; unsinnige Behauptungen aufstellen etwas anderes.

bleistift Januar 28, 2015 um 22:48

“Auf jeden Fall gerät das alte Parteiengefüge ins Wanken, massiv; in der Folge sind auch ganz ungewöhnliche Entwicklungen denkbar.”

Zerstörung halt. Alles wird kaputt gemacht. Soll kaputt gemacht werden.
Und dann? Wenn alles zerstört ist? Was passiert dann?
Die “klassenlose Gesellschaft”? Das Chaos?
Vielleicht doch eher Faschismus?
Woher kommt diese Zerstörungswut? Dieser blinde Hass?
Was ist an der BRD konkret so hassenswert?
Warum will man alles kaputt machen?
Ich verstehe das nicht. Kann es mir irgendjemand erklären?

bleistift Januar 28, 2015 um 22:51

Es ist wohl eine Religion. Man glaubt. Ist gläubig.
Ich glaube an ein Leben nach dem Tod.
Soldat Schwejk glaubt an ein Leben nach der totalen Zerstörung.
So ist das halt.
Man kann es nicht rational verstehen.

Natalius Januar 28, 2015 um 22:58

@topi,

jetzt mal im Ernst: Wieviele Kunden hast Du eigentlich? So als Körpertherapeut in Ostberlin? Würd mich interessieren.

Vielleicht sollten wir alle mal ne Schweigewoche in Franks Blog veranstalten. Das Feld mal @Morph, @GuteNacht und @Bleistift überlassen. Als Körperübung mit Beckenbodenanschluss. Vielleicht gesellen sich dann @gelegentlich und @peewit hinzu – die Rationalität wird grenzenlos sein und wir alle singen “Atemlos durch die Nacht”.

Von hier bis Heise…

ruby Januar 28, 2015 um 23:04
ruby Januar 28, 2015 um 23:10

@ Natalius
Die Systemfeldforscher haben fertig ;-)
leer, hohl, verschreckt, fantasielos
Provokationen helfen nicht weiter und Prophetentum ist auch verdächtig…

Natalius Januar 28, 2015 um 23:30

ruby,

“Provokationen helfen nicht weiter und Prophetentum ist auch verdächtig…”

Klar. Aber mal konkret: Ich hab euch gesagt, wann ich eingestiegen bin. In Au. Kann man nachlesen. Ich habe euch das Titelblatt zum Economist 2015 interpretiert (anders als Honigmann und andere “Esoteriker”). Ich sag euch heute, dass Big Panda (Morph) versus Small Sumo sich auf Lithium-Batterietechnologien (Lipoly, Liion) bezieht – und nicht auf “negativ”. Ich sag euch heute, dass das “Castrol”-Raketenauto den Ölpreis meint – von 50 auf 150 USD/barrel MINDESTENS. Wer nicht in Gold reingegangen ist, (nur Bleistift war zu blöd, es zu spät zu tun), geht in Öl rein.

Und mir ist es klar dabei, dass meine Tips falsch sein können. Nobody is perfect. OK?

topi Januar 28, 2015 um 23:32

>>>
“Auf jeden Fall gerät das alte Parteiengefüge ins Wanken, massiv; in der Folge sind auch ganz ungewöhnliche Entwicklungen denkbar.”

Zerstörung halt. Alles wird kaputt gemacht. Soll kaputt gemacht werden.>>>

Man man man.
Was ist denn an verkrusteten Parteiensystemen, in denen Politikvorschläge, so schlecht sie sein mögen, weitgehend als ALTERNATIVLOS verkauft werden, sowohl von der Regierung als auch der Opposition (die Linke im Bund kann man ausnehmen), auch nur ansatzweise erhaltenswert?

Es gibt immer Alternativen. Wer das nicht in Politikangebote umsetzt, bildet nunmal nur einen Ausschnitt der Möglichkeiten ab; und braucht dringend wenigstens Ergänzungen durch andere Kräfte.

Du hast ja einige Male das Nähkästchen etwas gelüftet. Als Therapeut begegnen mir ständig Menschen aus Systemen, die auf “Krankheit komm raus” unbedingt einen Schein aufrecht erhalten wollen.

Nein, du musst nicht die unsinnigen Werte und Normen von festgefügten und festgefahrenen Systemen übernehmen; das mag erst mal verunsichern, aber ansonsten lebst du halt zumindest teilweise nicht dein eigenes Leben.

Und schon gar nicht die alberne Aufführung von Tina-Merkel “gegen” Tina-Gabriel als das größtmögliche Spektrum an Politikalternativen ansehen. Selbst mit US-Affinität. :roll:

topi Januar 28, 2015 um 23:50

Natalius

“jetzt mal im Ernst: Wieviele Kunden hast Du eigentlich? So als Körpertherapeut in Ostberlin? Würd mich interessieren.”

Hab ich doch schon mehrfach gesagt, etwa 15 Stunden pro Woche, reicht mir auch völlig (in mehrfacher Hinsicht); allerdings habe ich keine “Kunden” ;–).
In Dresden (jeden Donnerstag) kriege ich gar nicht mehr alle Terminanfragen unter; von den Klienten her ist das dort zur Zeit deutlich spannender, als Single würde ich wohl umziehen. Daher kommen auch die Anstöße, neue Therapieformen auszuarbeiten.

Manfred Peters Januar 28, 2015 um 23:50

@ “Was ist an der BRD konkret so hassenswert?”
Nichts, denn Hass macht blind, wie jeder das hier an den Kommentaren zweier Dobermänner, die sie für ihren Nachtwächter schreiben, lesen kann.
Kritisieren kann man wohl einiges an der BRD, den Staat aus Nazisaat , die gut aufgegangen ist und so gut gedeiht, dass man endlich mit neuen Verbündeten das Ergebnis des WK II revidieren kann.
“Ich” wird aber wieder nichts verstehen. :-(

ruby Januar 28, 2015 um 23:51

Wer hält Nationalisten gesamtuionistische Zahlenwerke vor die Glotzer?
Mit dem € gelten für MV, BRD und EU einheitliche Verhältnisse, Kriterien. Korinthenkacken ist kontraproduktiv?

chabis Januar 29, 2015 um 00:01

Giorgos Chondros (Mitglied des Parteivorstandes von Syriza und Aktivist beim Solidaritätsnetzwerk) zur Koalition mit ANEL
https://www.youtube.com/watch?v=wSBM7Xn37Z0
vom 26.1.2015

Natalius Januar 29, 2015 um 00:22

topi Januar 28, 2015 um 23:50

““jetzt mal im Ernst: Wieviele Kunden hast Du eigentlich? So als Körpertherapeut in Ostberlin? Würd mich interessieren.”

Hab ich doch schon mehrfach gesagt, etwa 15 Stunden pro Woche, reicht mir auch völlig (in mehrfacher Hinsicht); allerdings habe ich keine “Kunden” ;–).”

Ok, Ok! Suche einen guten Therapeuten. Der sollte wissen, dass ich ein absolutes A…ch bin! Vollnazi usw. Gebe ab und an Tips – nur um Leute wie @gelegentlich zu verunsichern – und kriege dafür “auf die Fresse” von @Holger – mir fehlt sogar ein Zahn im Frontalbereich (incentives) deswegen. Egal. In etwa einem halben Jahr werde ich soweit sein, mich identitätstechnisch zu “outen”. Verlange dafür aber auch “Minderheitenschutz” und “angemessene Therapie”. Vertraue aber weder Ärzten noch Therapeuten. Wie kann man Patienten helfen, die ihr Vertrauen in “Therapierbarkeit” komplett verloren haben und das sogar noch “systemisch” begründen können?

Systemfrager Januar 29, 2015 um 06:33

BRAVO PUTIN! ENDLICH RICHTIG AUSMISTEN!
Putin’s Ultimatum to the Russian Oligarchs

Der durch Lügenpresse kopfgewaschene Michel hat keine Ahnung was in Russland passiert. Er meint: Putin und KGB kontrollieren jedes Wort der Medien, die westlichen Medien sind unerreichbar, keiner kann etwas frei sagen oder sich frei bewegen. Nur die besonders tabferen Oligarchen, wie Chodorkowski wagten es, dann landen sie in Knast. Was ist die Wahrheit? Wir müssen unterscheiden, vor der Ukraine-Krise und danach:

Fangen wir mit den Oligarchen an. Die große Mehrhheit war mehr oder weniger im gleichen Bett mit den amerikanischen Plutokraten. Große Mehrheit der Medien war von außen gekauft und gelenkt. Die außerparlamentarische “Opposition” wurde vom Westen gekauft und gelenkt. Jeder Ganove und Schurke, der klug war zu Rufen: Putin ist ein Diktator, wurde zum großen Demokraten und Freiheitskämpfer von der westlichen Medien gekührt. Es war nur das russische Volk, das das verstanden hat und auf der Seite von Putin war.

Trotz der gekauften “Intelligenzija”, hat sich aber allmählich doch eine Diskussion entwickelt: Welches Kapitalismus wäre für das Russland der bessere: Der liberale (amerikanische) oder der autoritäre (asiatische, chinsische)?

Weil aber die Liberalen zu stark waren, konnte Putin bis jetzt nichts machen. Was hat sich nach der Ukraina-Krise geändert?

Der Russe konnte in den westlichen Medien lesen, wie Saddam und Gadafi schreckliche Tyrannen waren. Wer konnte aber wissen, ob es doch nicht wahr war? Aber Ukraine kennt der Russe wie die eigene Tasche. (Es ist das gleiche Volk, nur durch die Religion gespalten.) Und nun liest der “einfache ” Russe, was der Westen über Ukraine schreibt: die ungeheuerlichen und böswilligen Lügen. Der Russe ist ersetzt. Er erinnert sich auf einmal an Napolen, WK1, WK2 … wie der Westen immer ein Monster war. Der “gute und hochmoralische” Westen legte “böses” Russland immer wieder in Schutt und Asche, nie war es umgekehrt. Der Russe merkt, was für eine ehrliche Haut Putin ist und dass er derjenige ist der wirklich an Russland denkt. Nun ist jetzt Putin dermaßen vom Volk geschätzt und legitimiert, wie es ein westlicher Politiker nicht träumen kann. Und PUTIN sieht es richtig, dass das Volk von ihr verlangt richtig aufzuräumen.

Wer wissen wir, wie Russland am Ende dieses Jahres aussieht, soll dies lesen >>>

Hardy Januar 29, 2015 um 06:34

@BB

“Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.”

1. Das ist längst widerlegter Unfug.
2. Schauen wir uns doch einfach an, wie die Schweizer Exporteure mit plötzlich +20% Kosten klarkommt – denn Kosten, nichts anderes bedeutet eine Aufwertung der eigenen Währung in den Zielmärkten.
3. Wenn dem so wäre, wären +20% bei den inländischen Löhnen und Gehältern doch auch kein Problem, oder? Dann könnten sich auch wieder Deutsche nen Benz oder Miele leisten, nicht nur der Mittelschicht-Chinese.
4. Wir reden davon, dass die neue Deutsche Mark in wenigen Wochen oder gar Tagen um locker 100% aufwertet. Und auch wenn volkswirtschaftlich ein gewisser Ausgleich durch geringere Importkosten auftritt: Das trifft die Exporteure ins Mark.
5. Selbst wenn die Produkte zum höheren Preis abgesetzt werden könnten – die Firmen wären schön doof, immer noch hier zu fabrizieren, wenn die Herstellung in den anderen Währungsräumen – Spanien in dem Fall z.B. – nur noch die Hälfte kostet.
6. und letztens: Ich arbeite ausschließlich im Export. Diese Ansicht ist typische ahnungslose ordoliberale FAZ-Kacke.

Gruß aus Neukaledonien, denn auch dorthin liefern wir,

Hardy

topi Januar 29, 2015 um 09:29

“3. Wenn dem so wäre, wären +20% bei den inländischen Löhnen und Gehältern doch auch kein Problem, oder? Dann könnten sich auch wieder Deutsche nen Benz oder Miele leisten, nicht nur der Mittelschicht-Chinese.”

Ja natürlich. Wer behauptet etwas anderes?

Der Exportüberschuss von 200 Milliarden würde schrumpfen.

Nur man muss reichlich vernagelt sein, Merkantilismus als dauerhaft sinnvolle Wirtschaftspolitik anzusehen.

Richtig ist, dass der Knall beim Euro-Austritt mit stark überschießender WK-Reaktion heftig wäre.

Allerdings hat D seit Euroeinführung fast zwei Billionen Güter überexportiert; wenn da mal ein paar Milliarden zurück kämen, müsste man auch nicht weinen. :roll:

Auf der anderen Seite explodiert natürlich der Binnenmarkt bei einem 20%-Lohn-Sprung.

Das blöde Gelaber immer:” in den USA ist der Binnenkonsum ganz besonders wichtig”

Ach. Na schau mal an. Aber Binnenkonsum ist doch soooo schädlich.

Die Schweizer zeigen, wie Länder mit hohen bis sehr hohen Löhnen “Wohlstand für alle” schaffen. Gabs hier auchmal, schon vergessen?

topi Januar 29, 2015 um 09:37

Oh jetzt jaulen sie auf, griechenland ist Moskaus Trojaner und so. :roll:

Na dann scheint Tsipras doch alles richtig zu machen, wenn er den “großen Konsens” aufbricht.

Der besteht ja aus neoliberalem Wirtschaftsunsinn und gegen eigene Interessen gerichtete Außenpolitik.

Auf so einen “Konsens” kann an doch gerne sch..pucken.

Andreas Kreuz Januar 29, 2015 um 09:37

Ein weiterer SPD-Sargnagel schlägt sich selber ein:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/martin-schulz-und-alexis-tsipras-ich-werde-tacheles-mit-ihm-reden/11297210.html

Ich verstehe auch, dass er Zitat: “…keinen Bock hat…” (über ‘ideologische’ Fragen zu reden).
Das kommt daher, dass er ein Bock ist,
den man zum Gärtner gemacht hat.

Komplette Fehlbesetzung, der Buchhändler.

Hardy Januar 29, 2015 um 09:41

@Topi

Fasse mich kurz: kein Widerspruch.

Vernagelt sind Schäuble, deutsche Ökonomen, die Kack-Presse (was Merkantilismus betrifft, speziell: FAZ).

Lese gerade SZ: der trilaterale Kornelius kotzt seine sagenhafte Inkompetenz gerade wieder in die Öffentlichkeit. Hoffentlich bald Hartz4.

Hardy Januar 29, 2015 um 09:42

@Topi, Nachtrag, Tsipras:

haha, sehr geil – zwei Doofe, ein Gedanke :-D

holger Januar 29, 2015 um 09:44

Hardy Januar 29, 2015 um 06:34
@BB

“Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.”

1. Das ist längst widerlegter Unfug.”

Nein dem ist nicht so…

Warum?

Weil wir nicht nur Hardware Exportieren, sondern gleich den ganzen “Grips” mit.

Du wirst nämlich in ein paar Jahren nix mehr zu exportieren haben, weil die Werkbank der Welt Kina deinen Job dann übernimmt. Das ist nicht Lustich dann.

Dann kann sich der Deutsche seinen VW in Kina bestellen.

Und nun sach mir nur ein !!! industrielles Export-Produkt, was zu 100% Made in Germany ist. Beim Benz stecken schon 60% Importe Made in Asia drin.

Und sach mir nur ein !!! industrielles Export-Produkt Made in Germany, was “billiger” geworden ist.

Sonen Golf mit beheizbarer Hutablage kostet doch schon 80.000 DM

holger Januar 29, 2015 um 09:58

Und nun erkläre mir mal,

was ist für ein Land besser, was 90% erstmal Importieren muss zB Rohstoffe um überhaupt Exportieren zu können?

Eine “starke” Währung (Import “billig”) oder eine “schwache” Währung (Import “teuer”) ?

Nur das Ing. Wesen hier, hat den Stempel Made in Germany geschaffen. Der Grips im Kopf. Und der wird auch noch verramscht.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:02

@Holger

Das hört sich stark nach der “Basar-Ökonomie”-Theorie des unvergessenen Sinn an. Denk nochmal drüber nach, ob Du den hier wirklich propagieren möchtest. Danke.

Diese “In paar Jahren wirst Du nix mehr weil der Chinese…” Scheiße kann ich im Übrigen nicht mehr hören, ehrlich nicht. Das ist Wettbewerb, fertig. Wer den nicht besteht, scheidet eben aus.

Und 60% Asien-Import bei MB halte ich für ein Gerücht, welches es zu belegen gilt.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:06

@Holger

“Nur das Ing. Wesen hier, hat den Stempel Made in Germany geschaffen. ”

Das war eine Kennzeichnung in Engeland, um den kopierten und minderwertigen Ramsch aus Deutschland zu kennzeichnen.

holger Januar 29, 2015 um 10:19

Hardy

—>>>Und 60% Asien-Import bei MB halte ich für ein Gerücht, welches es zu belegen gilt.”

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/lokale-produktion-made-ich-china-so-gut-wie-made-in-germany/9984266-3.html

und was die EU dazu sagt, muss ich mal raussuchen, da ging es nämlich um “Made in Germany”

http://www.focus.de/auto/news/autoabsatz/das-steckt-in-neuen-autos-drin-made-in-germany-oder-china-schrott-wer-wirklich-unsere-autos-baut_id_3713167.html

ist zwar der Lokus, aber egal.

holger Januar 29, 2015 um 10:21

Hardy

—>>>Das war eine Kennzeichnung in Engeland, um den kopierten und minderwertigen Ramsch aus Deutschland zu kennzeichnen.”

Das ist mir durchaus bekannt.

Mehmet Can Januar 29, 2015 um 10:23

@ Systemfrager

putin ein kämpfer für die freiheit? die gesellschaftlichen machtverhältnise, auf der straße, mit dem auto, kennen lernen. genau wie bei den amis. nichts anderes in russland.

“Der ‘Hochadel’, also Neurussen und Banditen, liefert sich Statusschlachten und riskiert dabei schwere Unfälle. Je protziger das Auto, desto mehr Freiheiten nehmen sie sich heraus. Ein Mittelklassewagen darf den Lada an den Rand drängen und überholen, sollte aber nicht versuchen, einen BMW, Lexus oder ähnliche Luxusmarken von hinten zu bedrängen und sie zum Spurwechsel zu zwingen. Die Elite hat stets Vorfahrt.”

nzz.ch/feuilleton/fart-oder-glueck-gehabt-1.18470830

kosakowsis “GERMAN ANGST” wir dir sicherlich gefallen : https://www.youtube.com/watch?v=lGWFLjDE7QQ .

Hardy Januar 29, 2015 um 10:23

@Holger

Wo ist der Beleg für Deine Aussage

“Beim Benz stecken schon 60% Importe Made in Asia drin.”

?

holger Januar 29, 2015 um 10:23

Hardy

—>>>Diese “In paar Jahren wirst Du nix mehr weil der Chinese…” Scheiße kann ich im Übrigen nicht mehr hören, ehrlich nicht. Das ist Wettbewerb, fertig. Wer den nicht besteht, scheidet eben aus.”

Yep… das ist mir auch relativ egal. Weil ich nicht auf den Export angewiesen bin.

holger Januar 29, 2015 um 10:26
Hardy Januar 29, 2015 um 10:26

@Holger

Wenn “es” Dir bekannt war – warum behauptest Du das Gegenteil?

Denn es hat ja nicht das Ingenieurswesen hier den Stempel geschaffen, sonder das englische was-weiß-ich Ministerium.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:31

@Holger:

erneut:

@Holger

Wo ist der Beleg für Deine Aussage

“Beim Benz stecken schon 60% Importe Made in Asia drin.”

?

Hardy Januar 29, 2015 um 10:33

@Holger

“Yep… das ist mir auch relativ egal. Weil ich nicht auf den Export angewiesen bin.”

Dann musst Du Dich ja auch nicht zwingend dazu äußern.

Bogus Januar 29, 2015 um 10:39

OT – oder auch nicht, es hängt ja doch irgendwie alles mit allem zusammen…
Habe den Fred nur überflogen, bin dabei über Beiträge von ~HG~ und Nat gestoßen zum Thema Geschichts(neu)interpretation.

Wie Geschichtsinterpretation funktioniert zeigte vor kurzem sehr schön die ZEIT unter Berufung auf die New York Times (gefunden via broeckers.com):
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/ukraine-konflikt-maidan-viktor-janukowitsch
Nun ist deren Problem freilich, dass sie mit sowas nicht durchkommen – es gibt dank www einfach zu viele gut informierte Leute da draußen und vor allem gibt’s in diesem Falle eine Gegenseite, die an einer Gegendarstellung interessiert ist. Aber man kommt schon ins Grübeln… Was, wenn beides fehlt? Wenn es stattdessen im Sinne aller (Sieger) ist, wenn die Arithmetik ein wenig versagt…?
Alles Bogus, äh, Schwindel?
Na egal, weiter geht’s mit Griechenland und dem bösen Putinversteher Tsipras.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:55

@Bogus

Zum verlinkten Artikel:

“Das sagt unter anderem Alexander Khodakovsky, der Befehlshaber der Spezialtruppe Alfa…”

Sei mir nicht böse, aber das hört sich mehr nach curveball an denn nach Objektivität.

ruby Januar 29, 2015 um 10:58

Wer denkt im €-Währungsraum noch innergemeinschaftlichen Ex-, Import; auch in Zahlen?
Wer beendet die Büttelpolitik mit Währungshüter USA?

Bogus Januar 29, 2015 um 11:03

Hardy
“hört sich mehr nach curveball an”
So wollte ich das (“Geschichtsinterpretation”) verstanden wissen.

ruby Januar 29, 2015 um 11:50

Es reicht mit der US-Hegemonie in der Ukraine!
Maidanmordjahrestag…

Keynesianer Januar 29, 2015 um 11:58

Michael Schlecht hat gerade im Deutschen Bundestag die Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands und die damit zusammenhängende Verschuldung des Auslandes zur Sprache gebracht. Als er sagte, auch Deutschland müsse sich darauf einstellen, Leistungsbilanzdefizite zu haben, wenn die anderen ihre Schulden zurückzahlen sollen, kam es in den Reihen der Abgeordneten auf der rechten Seite zu lautem Gelächter. Und auch Herr Gabriel musste lachen, während er weiter sein Handy studierte.
http://www.flassbeck-economics.de/worueber-lacht-herr-gabriel/

Mal sehen, ob die neue Regierung Griechenlands das Thema der “deutschen” Exportüberschüsse zur Sprache bringt. Zu hoffen wäre es. Es profitieren natürlich nicht “die Deutschen” von den Überschüssen.

Von Gabriel und der SPD ist allerdings in aller Zukunft nichts mehr zu erwarten.

SLE Januar 29, 2015 um 12:11

Richtig. Wie Griechenland von den Leistungsbilanzdefizten wegkommt, ist die entscheidende Frage und dafür ist die Entwicklung des Binnenmarktes genau das, was gelingen muss.

Grundsätzlich gibt es in dieser Hinsicht drei Optionen:

1. Mit der Austeritätspolitik (Abwertung nach innen) kommt Griechenland auf keinen grünen Zweig.

2. Der Euro-Ausstieg , der eine Abwertung der Landeswährung möglich machen würde (Abwertung nach außen), ist – ganz unabhängig von der Frage, wie gut oder schlecht dieser Weg wirklich wäre – politisch nicht gewollt. Das wird einfach nicht geschehen.

3. Partielle und temporäre “Schutzzölle” bzw. Importzölle sind die dritte Option. Sie würden wie ein Währungsabwertung wirken, aber Griechenland könnte im Euro bleiben.

Die USA, aber auch Deutschland ist – in der historischen Rückschau – der industrielle Aufstieg oder, wie man heute sagen würde, die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch Schutzzölle gelungen.

In einer von Freihandel, aber eben auch von enormen, verfestigten wirtschaftlichen Ungleichgewichten geprägten Weltwirtschaft, hat ein Land wie Griechenland (oder Portugal oder Ungarn oder, oder…) KEINE Chance international wettbewerbsfähig zu werden – egal wie sehr seine Kosten senkt. Wie, bitte, soll es Griechenlands Wirtschaft – abseits von Reeder und Tourismus – dadurch gelingen, im globalen Wettbewerb mit General Electric, Volkswagen, IBM, Google, Procter & Gamble, GlaxoSmithKline, Nestlé, JPMorgan oder ExxonMobil zu konkurrieren? Denn genau das müsste gelingen.

Meines Erachtens wäre der dritte Weg die beste und am meisten Erfolg versprechende Lösung. Die EU muss sich überlegen, ob se wegen der vertraglichen Festlegung auf Freihandel nicht ihre Verträge ändert. Dennwenn nicht, dann wird dies unter den gegebenen Bedingungen die EU sukzessive zerlegen.

Viele Grüße
SLE

Hardy Januar 29, 2015 um 12:43

@Keynesianer

“Und auch Herr Gabriel musste lachen, während er weiter sein Handy studierte.”

–> “Und auch Hardy musste lachen, während er am Wahlabend 2017 sein lange nicht mehr benutztes Fernsehen betrachtete, in dem Gabriel erklären musste, wie er nicht nur das Rekord-Negativergebnis des bisherigen Super-Versagers Steinmeier toppen konnte, sondern sogar noch eine weitere historische Hürde durchbrechen konnte: Als SPD-Kanzlerkandidat unter 20% zu landen. Frau Dr. Merkel hingegen konnte den Rekord an Kanzlerjahren weiter ausbauen und ist mit der Auswahl an willfährigen Parteien zur Regierungsbildung – grün, AFD, SPD – so machtvoll wie nie zuvor.”

Die Inkompetenz der SPD ist – unbeschreiblich. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.

Andreas Kreuz Januar 29, 2015 um 13:02

Die Inkompetenz der SPD ist – unbeschreiblich. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.

Und die Linke täte gut daran, mit einer derart verführten Parteispitze unter keinen Umständen mehr koalieren zu wollen.

BB Januar 29, 2015 um 13:20

@Holger

“…..“Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.”

1. Das ist längst widerlegter Unfug.”

Nein dem ist nicht so…….Gripsexport….”

Ich bin von der Situation in Bayern und BW ausgegangen, weil Hardy da behauptet hat, dass die ohne Draghi nicht mehr existieren würden.

Ich hatte da gar nicht sosehr die Automobil-Industrie, sondern die Ausrüstungsindustrie vor Augen.

Warum haben deren Produkte eine so geringe Preiselastizität? (und sind ergo nicht abhängig von einem “weichen” oder “harten” Dollar?

Weil jeder Maschinenbauer dort in seinem speziellen Bereich ein Monopolist ist (Weltmarktführer). Der deutsche Maschinenbau ist eine große Gruppe von Weltmarktführern, weil sie in ihrem jeweiligen spezialisierten Bereich ein Monopol haben, weil keiner dieses spezielle Produkt so gut bauen kann, wie sie (z.B. Vakuum-Pumpen, ist jetzt Hanau, also nicht Bayern, aber egal. Der Iran zahlt dafür jeden (!) Preis, um die in seine heimlichen Atomkraftwerke einbauen zu können). Ergo: Extrem niedrige Preiselastizität!

Und nur dann kann man heute was absetzen. Wenn man in irgendeinem und sei es noch so ein spezielle Nische “Weltmarktführer” ist. Der Preis spielt dann überhaupt keine Rolle, weil jeder, der das Ding braucht, ebenfalls in seinem Bereich “Weltmarktführer” werden will und das kriegt er nicht hin, wenn er bei seiner Technologie auf den Preis achtet, er kriegt das nur hin, wenn in seiner Fertigungsstrasse Aggregate nur von “Weltmarktführern” also von technolgischen Monopolisten eingebaut sind.

Kapitsche? Das Ergebnis des globalen Wettbewerbs. Du überlebst nur, wenn du “Weltmarktführer” bist.

Und das funktioniert bald nicht mehr. Da muss man sich eine Alternative für ausdenken! Wettbewerbsagenden sind dumm!

holger Januar 29, 2015 um 13:33

BB Januar 29, 2015 um 13:20

ich bin im Investgüter Markt tätig… und ich bekommen immer das Grausen, wenn Einkäufer oder Investoren, bei einer AfA von 20 Jahren, die “Schraube” von 80 cent auf 79,8 cent drücken wollen.

Wenn Hardy mir hier einen Bären aufbinden will, dann soll er das ruhig tun.

Soll er mir mal einen Maschinenstundensatz 20 Jahre bei Invest 100.000 oder 200.000 erklären in Abhängigkeit von Rohstoffkosten Entwicklung.

Lach ich über… :D

Dipfele Januar 29, 2015 um 13:35
holger Januar 29, 2015 um 13:41

SLE Januar 29, 2015 um 12:11

Mal wenigstens einer, der noch denken kann…

Hardy Januar 29, 2015 um 13:49

@BB

Oh je, das wird länger heute, ich muss trotzdem bald ins Bett. Fangen wir also an:

“Ich bin von der Situation in Bayern und BW ausgegangen, weil Hardy da behauptet hat, dass die ohne Draghi nicht mehr existieren würden.”

Nee, hab ich nicht.

“Ich hatte da gar nicht sosehr die Automobil-Industrie, sondern die Ausrüstungsindustrie vor Augen.”

Was Du vor Augen hast, ist volkswirtschaftlich gesehen völlig ohne Belang, um es höflich auszudrücken.

“Weil jeder Maschinenbauer dort in seinem speziellen Bereich ein Monopolist ist (Weltmarktführer).”

1. Weltmarktführer ist nicht gleich Monopolist.
2. “…jeder Maschinenbauer…ein Monopolist ist…” ist grandios dumm, sorry wenn ich da so direkt bin.

“Der deutsche Maschinenbau ist eine große Gruppe von Weltmarktführern, weil sie in ihrem jeweiligen spezialisierten Bereich ein Monopol haben…”

Jetzt versuchst Du, die Weltmarktführerschaft mit dem Monopol zu belegen. Liest Du Dir durch was Du schreibst? Das ist Unsinn. Klar ist der Monopolist Weltmarktführer, wer auch sonst!? Du redest wirr.

“…weil keiner dieses spezielle Produkt so gut bauen kann…”

Dann wäre der Beste automatisch der Weltmarktführer/Monopolist. Unsinn! Unsinn!! Dieser Mangel am logischem Denken macht mich echt sauer!

“Der Iran zahlt dafür jeden (!) Preis, um die in seine heimlichen Atomkraftwerke einbauen zu können)”

Unsinn. Iran zahlt nicht jeden Preis. Die Atomkraftwerke sind nicht heimlich. Im Gegensatz zu Dir mache ich Iran-Geschäft. Du redest wirr!

“Ergo: Extrem niedrige Preiselastizität!”

Ergo gar nix.

“Und nur dann kann man heute was absetzen. Wenn man in irgendeinem und sei es noch so ein spezielle Nische “Weltmarktführer” ist.”

Das sag Deinem Bäcker. Ich wiederhole mich: Du redest wirr.

“er kriegt das nur hin, wenn in seiner Fertigungsstrasse Aggregate nur von “Weltmarktführern” also von technolgischen Monopolisten eingebaut sind.”

“Du überlebst nur, wenn du “Weltmarktführer” bist.”

Das sag’ auch Deinem Bäcker

“Und das funktioniert bald nicht mehr. Da muss man sich eine Alternative für ausdenken!”

Na dann fang’ mal an, mit dem ausdenken, besser: mit dem nachdenken. Es wird echt langsam Zeit dafür.

Hardy Januar 29, 2015 um 13:53

@Holger

“Wenn Hardy mir hier einen Bären aufbinden will, dann soll er das ruhig tun.”

“Beim Benz stecken schon 60% Importe Made in Asia drin.”

Ich warte nach wie vor auf den Beleg. na, wie siehts aus?

BB Januar 29, 2015 um 14:01

@Hardy

Du bist ein Haarspalter. Warum so aggressiv?

Schon der erste Satz von Dir:

“Ich bin von der Situation in Bayern und BW ausgegangen, weil Hardy da behauptet hat, dass die ohne Draghi nicht mehr existieren würden.” Nee, hab ich nicht.

Du schrubst oben:

“….Was die Geldpolitik betrifft: Wie ich oben schrieb – ohne Draghi wären Bayern und BW längst bankrott. Darüber solltest Du nachdenken…..”

Der Rest deiner Argument erübrigt sich.

KommentatorX Januar 29, 2015 um 14:03

@Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 20:33
Meine Herren, Euch scheint der Umstand aus dem Blickfeld geraten zu sein, daß Syriza eine Partei der europäischen Linken ist, welche etwa im EP durch die Fraktion GUE-NGL repräsentiert wird, zu der u.a. auch die hiesige Linkspartei gehört und deren Spitzenkandidat bei der letzten Europawahl Alexis Tsipras war. …
Überhaupt braucht die europäische Linke solche tatkräftigen Politiker. Kaum drei Tage nach der Wahl: Regierung gebildet, Privatisierungen gestoppt, und nebenbei dafür gesorgt, daß die bescheuerte Kalte-Kriegs-Front der EU gegen Rußland jetzt zu bröckeln beginnt. Eine Schwester im Geiste hierzulande ist Sahra Wagenknecht; der würde ich diese Konsequenz auch zutrauen, wenn sie im Leben noch Gelegenheit dazu kriegt.
Andauernd beklagt sich hier wer, daß Linkspolitiker alles kleinmütige Taktierer seien und bei erstbester Gelegenheit den schlechtesten Kompromiß suchen… und nu marschiert einer mal unbeirrt drauflos, aber das ist dann einigen offenbar auch wieder nicht recht…

Ob Tsipras tatsächlich unbeirrt drauflos marschiert, das wird sich zeigen.

Linksverbalradikalismus und Veränderungsillusionen gab es auch bei der Wahl von Hollande.
Was wurde in diesem Blog nicht alles in Hollande hineinprojiziert!

Außer verbalen Ankündigungen ist in Griechenland bislang noch nichts Relevantes passiert.

Die Frage ist, welche Taten folgen?

Bislang gab es in Griechenland keine Regierung, welche die griechischen Reichen und die Superreichen per Gesetz dazu gezwungen hat, einen Beitrag zur Krisenbewältigung zu leisten. Keine Regierung hat es gewagt, die Klassen- und Machtstruktur in Griechenland anzutasten.

Schuldzuweisungen und Forderungen nach außen, also gegen die gegen die EU, gegen Merkel etc., die tun den griechischen Profiteuren der neoliberalen Politik, also den griechischen Reichen und die Superreichen, nicht weh. Das ist nationalistische Wahlkampfrhetorik.

Sahra Wagenknecht – eine „Schwester im Geiste“ von Alexis Tsipras?
Eine Linksberufspolitikerin, die – wie z. B. ein Lafontaine – eine Personifikation von populistischem Linksverbalradikalismus ist.

Warten wir es ab. Bislang kommt aus Griechenland viel Linksverbalradikalismus, aber es ist noch kein umsetzbares, realistisches Handlungskonzept zu erkennen.

Insofern tendiert meine nüchterne Betrachtung eher zu der bereits zitierten Einschätzung von Christiane Schlötzer (im Tages-Anzeiger v. 25.1.15), nämlich, dass Alexis Tsipras eine weniger radikale Politik betreiben dürfte als erwartet. So habe der 40-Jährige bis zur letzten Minute hat sein Rebellen-Image kultiviert. Doch viele seiner Landsleute seien schon vor dem Urnengang sicher gewesen, dass der Linkspolitiker, einmal an der Macht, ziemlich rasch das machen wird, was die Griechen eine «Kolotumba» nennen: einen Purzelbaum.

Was angesichts der wirklichen Machtverhältnisse, keine Überraschung wäre.

Hardy Januar 29, 2015 um 14:05

@BB

“nicht mehr existieren” ist schlicht etwas völlig anderes als “längst bankrott”. Dass das keine Haarspalterei ist, kannst selbst Du daran merken dass viele Staaten in den letzten 100 Jahren bankrott waren, aber nicht direkt aufgehört haben zu existieren. Eigentlich hat kein bankrotter Staat aufgehört zu existieren. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Zitiere mich richtig, fertig.

f.luebberding f.luebberding Januar 29, 2015 um 16:22

SLE

Guter Kommentar. Darüber lohnt sich auch die ökonomische Debatte. Die neue Regierung in Athen ist übrigens erst vier Tage im Amt.

f.luebberding f.luebberding Januar 29, 2015 um 16:23

Baba

Worauf die Jerusalem Post aktuell Wert legt, interessiert mich gerade weniger.

BB Januar 29, 2015 um 17:19

Ufz, da hört man aber einen GroschenPfennig ganz laut fallen:

http://www.zeit.de/2015/05/ezb-staatsanleihen-ungleichheit-europa-faigle

jschu Januar 29, 2015 um 17:29

Mich würde interessieren, inwieweit die Griechen “über ihre Verhältnisse” gelebt haben, kann man das irgendwie beziffern? Wie ist das volkswirtschaftlich zu verstehen, wenn die Bewohner eines Landes “über ihre Verhältnisse” leben?

Ich bin neu hier und kein Wirtschaftswissenschaftler, und daher Danke für die Info.

Soldat Schwejk Januar 29, 2015 um 17:30

@ KommentatorX Januar 29, 2015 um 14:03

Natürlich weiß man jetzt nicht, was Syriza im Innern durchsetzen kann. Wobei immerhin Syriza eine neue politische Kraft ist, deren Personal sicher nicht so in ‘Eliten’-Netzwerken drinhängt wie das Personal der französischen Sozialisten, das ja dort großenteils auch der ‘Enarchie’ entstammt. Wobei, ich kenne mich mit den griechischen inneren Verhältnissen nicht aus, und es mag gut sein, daß das neue Personal von Syriza es da sehr schwer haben wird gegen das Beharrungsvermögen konservativer Kräfte in der politischen Exekutive.

Worauf ich hinaus wollte: Das was bisher verkündet wurde, ist zumindest völlig konsistent, und auch die Haltung zu Rußland ist für einen europäischen Linken ganz folgerichtig. Angedeuteter Verdacht politischer Korruption ist deshalb unbegründet und böswillig.

Übrigens war mein Kommentar sinnvoll schon deshalb, weil er dazu führte, daß Kamerad @Bleistift mal seine compassionate-conservative Contenance verloren und die Gegenposition deutlich dargelegt hat (“Man muss wissen wohin man gehört… Es geht um Verrat… Sympathie für das Gesindel…”) – Merci dafür :-) Solche Feedbacks mag ich.

Es ist m.E. übrigens schon sinnvoll, Syriza als Teil einer europäischen Gegenbewegung zu sehen und nicht nur als ein isoliertes griechisches Phänomen. Obwohl sie sicher v.a. eine griechische Agenda haben und die Rhetorik auch so ein bißchen Theaterdonner ist, bevor am äußeren Tisch in die Verhandlungen eingestiegen wird. Aber ob sich daraus auf gesamteuropäischer Ebene eine Alternative ergibt, hängt auch davon ab, wie sich eine kritische Öffentlichkeit in anderen europäischen Ländern zu dem Syriza-Projekt verhält. Man muß denen ja nun zugestehen, daß die neue Wege zu gehen versuchen, daß es dafür keine Landkarte gibt und daß sie in der näheren Zukunft sicher viel improvisieren müssen.

Natürlich kann immer alles schief gehen, und oft geht es schief, und man hat meistens recht, wenn man vorher sagt, es geht schief. Aber man muß doch das misanthropische Temperament auch mal überwinden :-) und der Versuchung widerstehen, alles gleich in die Scheiße zu reden.

Schlage mal so die Formel #EuropeanSpring vor…

Carlos Manoso Januar 29, 2015 um 17:37

 SLE Januar 29, 2015 um 12:11
„In einer von Freihandel, aber eben auch von enormen, verfestigten wirtschaftlichen Ungleichgewichten geprägten Weltwirtschaft, hat ein Land wie Griechenland (oder Portugal oder Ungarn oder, oder…) KEINE Chance international wettbewerbsfähig zu werden – egal wie sehr seine Kosten senkt. „

 SLE, ok, sehen wir mal die „von enormen, verfestigten wirtschaftlichen Ungleichgewichten geprägten Weltwirtschaft „ ohne Tunnelblick realistisch an. DenKern des Weltsystems des Kapitals bilden die USA. Die USA sind quasi das globale „Schwarze Loch“ aus „Finanzblasen“ imaginären Kapitals,. Dieses „schwarze Loch“ zieht den „Kapitalismus“ überhaupt noch voran.

Das „Schwarzw Loch“ ist der „sichere Hafen“ für das globale Kapital, geschützt durch den militärisch-industriellen Komplex der USA , noch ermöglicht durch die Weltgeld-Funktion des US-Dollars. Das System des Weltkapitals steht auf diesen beiden Türmen.

Der Euro hat in diesem System des Weltkapitals nur eine unterstützende Funktion. Die Bedeutung Griechenland für die periphären Verteidigungsringe des „schwarzen Lochs“ ist somit gleich NULL.

Manfred Peters Januar 29, 2015 um 17:49

Auch am anderen Ende Europas dräut Ungemach für die Bleinerne und ihren Morgentau-Plan für Südeuropa:
http://www.tagesschau.de/ausland/podemos-spanien-101.html
Noch pfeifen die Konservativen im dunklen Wald: “Wir sind besorgt wegen des Wahltriumphes der radikalen Linken, auch wenn ich nicht glaube, dass Ansteckungsgefahr herrscht. Spanien ist nicht Griechenland. Die Situation ist nicht übertragbar.”
Das Lügen- und Propagandapotential, dass sich im Moment auf Syriza/Griechenland konzentriert, muss wohl bald an mehreren Fronten sudeln. Es könnte ein heißer Herbst werden.

holger Januar 29, 2015 um 18:20

Hardy

warum fragst du nicht einfach beim Zoll an, wie viel Artikel aus Asien eingeführt werden?

Dabei lass ich es ganz einfach… und auch die Bemerkungen von einer EU Kommission… vielleicht bin ich auch völlig blöd.

Aber du bist ja ein Experte im Export… Also Verkauf… vom Import Einkauf haste eben keine oder kaum Ahnung.

holger Januar 29, 2015 um 18:24

Aber mach dir nix draus, das geht ganz vielen Experten auch dem Topi am Arsch vorbei.

Kann man nix machen… wofür gibt es Theorien…

Das beim topi der Export Überschuss nicht in Kilogramm erfolgt sondern nur in Geld Einheiten zeugt von fortlaufender Intelligenz.

holger Januar 29, 2015 um 18:26

Als Importland

lieber Hardy und Topi

Müssen wir mehr Kilogramm einführen, als wir exportieren können.

Sollte einleuchten oder?

Der Rest ist der Wechselkurs und der Preis

holger Januar 29, 2015 um 18:34

Und @topi

was willst du eigentlich sagen? Was war denn das Export Volumen der Tätärä ? Für Universum und IKEA ?

DIE DDR das Griechenland oder besser, noch weniger als Griechenland. Ihr hattet noch nich mal Ouzo

ODER?

ruby Januar 29, 2015 um 18:41

@ holger

aber den Becherovka, die universale Geheimmischung … ;-)

ruby Januar 29, 2015 um 18:51
Manfred Peters Januar 29, 2015 um 19:46

@ Der unwissendeHolger 18:34
http://www.amazon.de/Blauer-W%C3%BCrger-trank-die-DDR/dp/3351027303
Lies Dich mal ein, ersatzweise kannst Du Dir ja von den Dobermännern des Nachtwächters vorlesen lassen, danach diskutieren wir weiter. ;-)

Huuh (hinter der Scheuerleiste) Januar 29, 2015 um 21:06

@ jschu Januar 29, 2015 um 17:29

>>>Mich würde interessieren, inwieweit die Griechen “über ihre Verhältnisse” gelebt haben, kann man das irgendwie beziffern? Wie ist das volkswirtschaftlich zu verstehen, wenn die Bewohner eines Landes “über ihre Verhältnisse” leben?<<<

Bin auch ein Huhn.

Die Bewohner eines Landes "leben über ihre Verhältnisse", wenn sie das vorhandene Warenangebot mittels des vorhandenen Kreditangebots kaufen.

Tun sie das nicht, verrottet ein Teil des Warenangebotes und man sieht dann bald, dass die Bewohner eines Landes "in ihren Verhältnissen leben.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Verhältnisse eines Landes über den Leuten leben.

ruby Januar 29, 2015 um 21:38

@SLE

TTIP ist volles Brett gegen 3. Lösung und Regionen innerhalb der Wärhungs- und Wirtschaftsgemeinschaft ?
Konsequenzen für “nationales” föderales Denken und Handeln wären damit …
https://www.youtube.com/watch?v=RGQhAIKJ07I&index=12&list=RDRGQhAIKJ07I
giantic

ruby Januar 29, 2015 um 22:00

nochmal interessanter Stöcker-Link vom Herdentrieb
http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2015/01/zehn-argumente-gegen-qe-und-den-ankauf-von-staatsanleihen-durch-das-eurosystem/
dänische Krone mit €-Anbindung als abschreckendes “Verbund”beispiel?

Manfred Peters Februar 1, 2015 um 17:58

Martin Schulz schießt ab sofort – noch verbal -l zurück. Er fordert Tsipras nachdrücklich ( Diplomatischer Euphemismus für ultimativ ) auf, die Angriffe auf die Bleinerne zu beenden.
Wer hätte das gedacht, Berlusconi hatte doch Recht. :-(

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