Griechenland nach der Wahl: Alter Wein in neuen Schläuchen?

by f.luebberding on 27. Januar 2015

Mit dem Regierungswechsel in Griechenland beginnt eine neue Diskussion über die Zukunft des Landes. Daher sollte man noch einmal kurz klären, was eigentlich das Problem namens “Griechenland” gewesen ist. Griechenland war nämlich nicht die Ursache der Eurokrise gewesen, sondern lediglich ihr Auslöser. Es machte die Funktionsdefizite der EWWU deutlich und stellte damit zugleich ihre Zukunft in Frage. Der Staatsbankrott Griechenlands hätte unter den damaligen Voraussetzungen die Mitgliedschaft weiterer Eurostaaten im System gefährdet. Um den weiteren Vertrauensverlust in europäische Staatsanleihen zu verhindern, entwickelte die EU eine Reihe von Instrumentarien, um den befürchteten Dominoeffekt zu verhindern. Die brauchen wir hier nicht zu erläutern, aber es sind damals alle Marktteilnehmer und Beobachter von einer Voraussetzung ausgegangen: Ein Staatsbankrott wäre nur in Verbindung mit dem Ausstieg aus der Währungsunion zu machen gewesen. Das aus einem schlichten Grund. Wenn Griechenland schon den Preis für ein solches Desaster zahlen wollte, den Verlust des Vertrauens ausländischer Investoren und damit den fehlenden Zugang zum Finanzmarkt, machte das im Euro keinen Sinn. Dann bliebe nur die reale Abwertung (Senkung der Lohnstückkosten) als Alternative zur monetären Abwertung durch Einführung einer eigenen Währung. Zudem wäre man nur mit dieser eigenen Währung in der Lage, eine vergleichsweise eigenständige Geldpolitik zu betreiben.

Bekanntlich scheiterte der Staatsbankrott Griechenlands nicht an den Griechen. Vielmehr an dessen Folgen für die Finanzmärkte. Der Abschreibungsbedarf auf griechische Anleihen – und der drohende Ausfall der Bonds weiterer europäischer Staaten – hätte nicht nur europäischen Banken und Versicherungskonzernen das Genick gebrochen. Das geschah kurze Zeit nach dem faktischen Kollaps der Weltfinanzmärkte wegen der US-Immobilienkrise. Diesen Schlag hätte das System schlicht nicht mehr verdaut. Der Dominoeffekt war somit eine reale Bedrohung. Allerdings vor allem für die Bürger, die bei Banken und Versicherungen über entsprechende Anlagen verfügten. Ob nun direkt oder indirekt über Fonds etc. Der Abschreibungsbedarf wäre gigantisch geworden. Wer somit in Griechenland gerettet worden ist, war der typische europäische (und vor allem deutsche) Mittelständler mit entsprechendem Vermögen. Die Superreichen kann man hier aus zwei Gründen ignorieren: Sie hätten sich diese Verluste leisten können und waren in ihren Investments schon immer ausreichend diversifiziert gewesen. Bei einem wohlhabenden Mittelständler (oder Arbeitnehmer) ist das zumeist nicht der Fall. Es fehlt dafür schlicht die Vermögenssubstanz und außerdem das entsprechende Fachwissen.

Wer den Preis für die Rettung Griechenlands zahlte, waren also (Wer hätte das gedacht?) weder der deutsche Staat, noch seine Bürger. Beide profitierten von der Rettung. Deutsche Finanzminister durch einmalig günstige Refinanzierungsbedingungen. Der Vertrauensverlust in Irland, Italien, Spanien etc. führte zum Vertrauensgewinn in deutsche Staatsanleihen. Sie galten in der Euro-Existenzkrise als sicherer Hafen. Den Preis dafür bezahlten die Griechen selbst. Mit den Folgen realer Abwertung, die da wären: Lohnkürzungen, Abbau staatlicher Leistungen, Verlust von Arbeitsplätzen. Das BIP ist zwischen 2008 und 2013 um sagenhafte 25 % zurückgegangen. Damit musste die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP prozentual steigen. In absoluten Zahlen wird aber erst deutlich, was Konsolidierung bedeutet. Der gestiegene Schuldenstand drückt nicht die ungebrochene Verschwendungssucht der Griechen aus. Ganz im Gegenteil: Vielmehr den im historischen Vergleich für europäische Verhältnisse nach 1945 einzigartigen Zusammenbruch der griechischen Wirtschaftsleistung.

Jede neue Regierung in Athen muss somit einen Weg aus diesem Desaster finden. Da nutzt es auch wenig, die Ursachen mit guten Gründen in Griechenland selbst zu finden. Die Stichworte sind bekannt: Korruption und Klientelismus, eine desaströse staatliche Bürokratie, ein heruntergekommenes Parteiensystem, Statistik-Fälschungen gegenüber Brüssel, fehlende private Investitionen. Ohne die Fehlanreize des Eurosystems hätte sich die Regierung aber niemals in gleicher Weise im Ausland verschulden können. Das funktionierte bis 2009 nur unter der Annahme der faktischen Risikolosigkeit griechischer Staatsanleihen. Sie profitierten von für griechische Verhältnisse historisch niedrigen Zinsen, die sie mit der Drachme als Währung nie bekommen hätten. Griechenland war somit ein vergleichbarer Fall wie die US-Häuserkäufer im Subprime-Segment gewesen. Der Markt bildete bis 2009 Risiken nicht mehr ab, sondern sorgte lediglich für die Blindheit der Marktteilnehmer.

Das ist aber der berühmte Schnee von gestern. Heute geht es darum, wie Griechenland aus der fünf Jahre dauernden Depression wieder herauskommt. Daran hat jeder ein Interesse, auch die anderen Europäer. Was bisher deutlich geworden sein sollte: Die Rahmenbedingungen der Jahre 2009 existieren heute nicht mehr. Weder gibt es eine Eurokrise, noch einen Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte wie 2008. Unter heutigen Bedingungen wäre ein Staatsbankrott Griechenlands damit eine realistische Option. Es droht kein Dominoeffekt wie damals. Griechenland muss sich damit lediglich eine Frage stellen: Wie es im Land die Investionen gibt, die es braucht, um wieder mit einem steigenden BIP rechnen zu können. Mit der bisherigen Austeritätspolitik und der realen Abwertung gegenüber den anderen Eurostaaten wird das weiterhin nicht funktionieren. Wenn sich bisher kein ausländischer Investor dazu entschließen konnte, in Griechenland zu investieren, wird er das auch in Zukunft nicht tun. Die Alternative dazu ist die Entwicklung des Binnenmarktes.

Das funktioniert im Rahmen des Euro nur unter einer Bedingung: Mit Subventionen, vergleichbar mit denen in der DDR nach der Einführung der DM. So könnte man die Einkommen stabilisieren und damit zugleich die Voraussetzungen für private Investitionen schaffen. Nichts anderes ist nämlich der Vorschlag, die Altschulden Griechenlands zu erlassen, die übrigens heute zumeist in staatlicher Hand sind, entweder beim Rettungsfonds oder der EZB. Nur wird damit nicht ein Subventionstatbestand geschaffen, wie beim Aufbau Ost, sondern die Subventionen de facto sofort ausgezahlt. Der Fiskus in Athen bekäme mit dem Schuldenschnitt die nötigen fiskalischen Spielräume, um zu investieren oder private Investitionen anzuregen. So die Theorie.

Nur änderte das nichts an dem grundsätzlichen Problem der griechischen Volkswirtschaft. Ihrer im Vergleich zu den anderen Europäern fehlenden Produktivität. Ihre Industrie konkurrierte dann immer noch mit den anderen Europäern auf Grundlage einer gemeinsamen Währung. Es gibt aber deshalb auch weiterhin keinen erkennbaren Grund, warum der griechische Bedarf an Gütern nicht durch Importe gedeckt werden sollte. Die Streichung der Schulden ändert somit nichts an dem eigentlichen Problem der Griechen: Ihrem Außenhandelsdefizit. Das muss auch nach einer Schuldenstreichung jemand bezahlen, egal wie der Regierungschef in Athen heißt (Eine Ausnahme wäre zu machen: Dagobert Duck). Ein klassisches Wechselkursregime setzt diesem Defizit automatisch Grenzen. Ein sinkender Drachme verteuert die Importe und macht damit erst Investionen in das Land attraktiv. Die einheimische Produktion zur Befriedigung der Binnennachfrage wird entsprechend stimuliert. Natürlich kann man das auch anders lösen, etwa durch Spezialisierung auf hoch-produktive Sektoren – oder eben durch Subventionierung in einem gemeinsamen Währungs- und Wirtschaftsraum wie in Deutschland nach 1990.

Aber ich habe bis heute noch keinen Vorschlag gelesen, wie eine Volkswirtschaft ohne einen der beschriebenen Mechanismen auf einen grünen Zweig kommen soll. Insofern bin ich gespannt, welche Lösungsvorschläge aus Athen, Berlin oder Brüssel präsentiert werden. Bisher habe ich allerdings dazu noch wenig gehört. Aber vielleicht war ich auch zu sehr mit Pegida beschäftigt gewesen.

{ 375 comments… read them below or add one }

Manfred Peters Februar 1, 2015 um 17:58

Martin Schulz schießt ab sofort – noch verbal -l zurück. Er fordert Tsipras nachdrücklich ( Diplomatischer Euphemismus für ultimativ ) auf, die Angriffe auf die Bleinerne zu beenden.
Wer hätte das gedacht, Berlusconi hatte doch Recht. :-(

ruby Januar 29, 2015 um 22:00

nochmal interessanter Stöcker-Link vom Herdentrieb
http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2015/01/zehn-argumente-gegen-qe-und-den-ankauf-von-staatsanleihen-durch-das-eurosystem/
dänische Krone mit €-Anbindung als abschreckendes “Verbund”beispiel?

ruby Januar 29, 2015 um 21:38

@SLE

TTIP ist volles Brett gegen 3. Lösung und Regionen innerhalb der Wärhungs- und Wirtschaftsgemeinschaft ?
Konsequenzen für “nationales” föderales Denken und Handeln wären damit …
https://www.youtube.com/watch?v=RGQhAIKJ07I&index=12&list=RDRGQhAIKJ07I
giantic

Huuh (hinter der Scheuerleiste) Januar 29, 2015 um 21:06

@ jschu Januar 29, 2015 um 17:29

>>>Mich würde interessieren, inwieweit die Griechen “über ihre Verhältnisse” gelebt haben, kann man das irgendwie beziffern? Wie ist das volkswirtschaftlich zu verstehen, wenn die Bewohner eines Landes “über ihre Verhältnisse” leben?<<<

Bin auch ein Huhn.

Die Bewohner eines Landes "leben über ihre Verhältnisse", wenn sie das vorhandene Warenangebot mittels des vorhandenen Kreditangebots kaufen.

Tun sie das nicht, verrottet ein Teil des Warenangebotes und man sieht dann bald, dass die Bewohner eines Landes "in ihren Verhältnissen leben.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Verhältnisse eines Landes über den Leuten leben.

Manfred Peters Januar 29, 2015 um 19:46

@ Der unwissendeHolger 18:34
http://www.amazon.de/Blauer-W%C3%BCrger-trank-die-DDR/dp/3351027303
Lies Dich mal ein, ersatzweise kannst Du Dir ja von den Dobermännern des Nachtwächters vorlesen lassen, danach diskutieren wir weiter. ;-)

ruby Januar 29, 2015 um 18:51
ruby Januar 29, 2015 um 18:41

@ holger

aber den Becherovka, die universale Geheimmischung … ;-)

holger Januar 29, 2015 um 18:34

Und @topi

was willst du eigentlich sagen? Was war denn das Export Volumen der Tätärä ? Für Universum und IKEA ?

DIE DDR das Griechenland oder besser, noch weniger als Griechenland. Ihr hattet noch nich mal Ouzo

ODER?

holger Januar 29, 2015 um 18:26

Als Importland

lieber Hardy und Topi

Müssen wir mehr Kilogramm einführen, als wir exportieren können.

Sollte einleuchten oder?

Der Rest ist der Wechselkurs und der Preis

holger Januar 29, 2015 um 18:24

Aber mach dir nix draus, das geht ganz vielen Experten auch dem Topi am Arsch vorbei.

Kann man nix machen… wofür gibt es Theorien…

Das beim topi der Export Überschuss nicht in Kilogramm erfolgt sondern nur in Geld Einheiten zeugt von fortlaufender Intelligenz.

holger Januar 29, 2015 um 18:20

Hardy

warum fragst du nicht einfach beim Zoll an, wie viel Artikel aus Asien eingeführt werden?

Dabei lass ich es ganz einfach… und auch die Bemerkungen von einer EU Kommission… vielleicht bin ich auch völlig blöd.

Aber du bist ja ein Experte im Export… Also Verkauf… vom Import Einkauf haste eben keine oder kaum Ahnung.

Manfred Peters Januar 29, 2015 um 17:49

Auch am anderen Ende Europas dräut Ungemach für die Bleinerne und ihren Morgentau-Plan für Südeuropa:
http://www.tagesschau.de/ausland/podemos-spanien-101.html
Noch pfeifen die Konservativen im dunklen Wald: “Wir sind besorgt wegen des Wahltriumphes der radikalen Linken, auch wenn ich nicht glaube, dass Ansteckungsgefahr herrscht. Spanien ist nicht Griechenland. Die Situation ist nicht übertragbar.”
Das Lügen- und Propagandapotential, dass sich im Moment auf Syriza/Griechenland konzentriert, muss wohl bald an mehreren Fronten sudeln. Es könnte ein heißer Herbst werden.

Carlos Manoso Januar 29, 2015 um 17:37

 SLE Januar 29, 2015 um 12:11
„In einer von Freihandel, aber eben auch von enormen, verfestigten wirtschaftlichen Ungleichgewichten geprägten Weltwirtschaft, hat ein Land wie Griechenland (oder Portugal oder Ungarn oder, oder…) KEINE Chance international wettbewerbsfähig zu werden – egal wie sehr seine Kosten senkt. „

 SLE, ok, sehen wir mal die „von enormen, verfestigten wirtschaftlichen Ungleichgewichten geprägten Weltwirtschaft „ ohne Tunnelblick realistisch an. DenKern des Weltsystems des Kapitals bilden die USA. Die USA sind quasi das globale „Schwarze Loch“ aus „Finanzblasen“ imaginären Kapitals,. Dieses „schwarze Loch“ zieht den „Kapitalismus“ überhaupt noch voran.

Das „Schwarzw Loch“ ist der „sichere Hafen“ für das globale Kapital, geschützt durch den militärisch-industriellen Komplex der USA , noch ermöglicht durch die Weltgeld-Funktion des US-Dollars. Das System des Weltkapitals steht auf diesen beiden Türmen.

Der Euro hat in diesem System des Weltkapitals nur eine unterstützende Funktion. Die Bedeutung Griechenland für die periphären Verteidigungsringe des „schwarzen Lochs“ ist somit gleich NULL.

Soldat Schwejk Januar 29, 2015 um 17:30

@ KommentatorX Januar 29, 2015 um 14:03

Natürlich weiß man jetzt nicht, was Syriza im Innern durchsetzen kann. Wobei immerhin Syriza eine neue politische Kraft ist, deren Personal sicher nicht so in ‘Eliten’-Netzwerken drinhängt wie das Personal der französischen Sozialisten, das ja dort großenteils auch der ‘Enarchie’ entstammt. Wobei, ich kenne mich mit den griechischen inneren Verhältnissen nicht aus, und es mag gut sein, daß das neue Personal von Syriza es da sehr schwer haben wird gegen das Beharrungsvermögen konservativer Kräfte in der politischen Exekutive.

Worauf ich hinaus wollte: Das was bisher verkündet wurde, ist zumindest völlig konsistent, und auch die Haltung zu Rußland ist für einen europäischen Linken ganz folgerichtig. Angedeuteter Verdacht politischer Korruption ist deshalb unbegründet und böswillig.

Übrigens war mein Kommentar sinnvoll schon deshalb, weil er dazu führte, daß Kamerad @Bleistift mal seine compassionate-conservative Contenance verloren und die Gegenposition deutlich dargelegt hat (“Man muss wissen wohin man gehört… Es geht um Verrat… Sympathie für das Gesindel…”) – Merci dafür :-) Solche Feedbacks mag ich.

Es ist m.E. übrigens schon sinnvoll, Syriza als Teil einer europäischen Gegenbewegung zu sehen und nicht nur als ein isoliertes griechisches Phänomen. Obwohl sie sicher v.a. eine griechische Agenda haben und die Rhetorik auch so ein bißchen Theaterdonner ist, bevor am äußeren Tisch in die Verhandlungen eingestiegen wird. Aber ob sich daraus auf gesamteuropäischer Ebene eine Alternative ergibt, hängt auch davon ab, wie sich eine kritische Öffentlichkeit in anderen europäischen Ländern zu dem Syriza-Projekt verhält. Man muß denen ja nun zugestehen, daß die neue Wege zu gehen versuchen, daß es dafür keine Landkarte gibt und daß sie in der näheren Zukunft sicher viel improvisieren müssen.

Natürlich kann immer alles schief gehen, und oft geht es schief, und man hat meistens recht, wenn man vorher sagt, es geht schief. Aber man muß doch das misanthropische Temperament auch mal überwinden :-) und der Versuchung widerstehen, alles gleich in die Scheiße zu reden.

Schlage mal so die Formel #EuropeanSpring vor…

jschu Januar 29, 2015 um 17:29

Mich würde interessieren, inwieweit die Griechen “über ihre Verhältnisse” gelebt haben, kann man das irgendwie beziffern? Wie ist das volkswirtschaftlich zu verstehen, wenn die Bewohner eines Landes “über ihre Verhältnisse” leben?

Ich bin neu hier und kein Wirtschaftswissenschaftler, und daher Danke für die Info.

BB Januar 29, 2015 um 17:19

Ufz, da hört man aber einen GroschenPfennig ganz laut fallen:

http://www.zeit.de/2015/05/ezb-staatsanleihen-ungleichheit-europa-faigle

f.luebberding f.luebberding Januar 29, 2015 um 16:23

Baba

Worauf die Jerusalem Post aktuell Wert legt, interessiert mich gerade weniger.

f.luebberding f.luebberding Januar 29, 2015 um 16:22

SLE

Guter Kommentar. Darüber lohnt sich auch die ökonomische Debatte. Die neue Regierung in Athen ist übrigens erst vier Tage im Amt.

Hardy Januar 29, 2015 um 14:05

@BB

“nicht mehr existieren” ist schlicht etwas völlig anderes als “längst bankrott”. Dass das keine Haarspalterei ist, kannst selbst Du daran merken dass viele Staaten in den letzten 100 Jahren bankrott waren, aber nicht direkt aufgehört haben zu existieren. Eigentlich hat kein bankrotter Staat aufgehört zu existieren. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Zitiere mich richtig, fertig.

KommentatorX Januar 29, 2015 um 14:03

@Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 20:33
Meine Herren, Euch scheint der Umstand aus dem Blickfeld geraten zu sein, daß Syriza eine Partei der europäischen Linken ist, welche etwa im EP durch die Fraktion GUE-NGL repräsentiert wird, zu der u.a. auch die hiesige Linkspartei gehört und deren Spitzenkandidat bei der letzten Europawahl Alexis Tsipras war. …
Überhaupt braucht die europäische Linke solche tatkräftigen Politiker. Kaum drei Tage nach der Wahl: Regierung gebildet, Privatisierungen gestoppt, und nebenbei dafür gesorgt, daß die bescheuerte Kalte-Kriegs-Front der EU gegen Rußland jetzt zu bröckeln beginnt. Eine Schwester im Geiste hierzulande ist Sahra Wagenknecht; der würde ich diese Konsequenz auch zutrauen, wenn sie im Leben noch Gelegenheit dazu kriegt.
Andauernd beklagt sich hier wer, daß Linkspolitiker alles kleinmütige Taktierer seien und bei erstbester Gelegenheit den schlechtesten Kompromiß suchen… und nu marschiert einer mal unbeirrt drauflos, aber das ist dann einigen offenbar auch wieder nicht recht…

Ob Tsipras tatsächlich unbeirrt drauflos marschiert, das wird sich zeigen.

Linksverbalradikalismus und Veränderungsillusionen gab es auch bei der Wahl von Hollande.
Was wurde in diesem Blog nicht alles in Hollande hineinprojiziert!

Außer verbalen Ankündigungen ist in Griechenland bislang noch nichts Relevantes passiert.

Die Frage ist, welche Taten folgen?

Bislang gab es in Griechenland keine Regierung, welche die griechischen Reichen und die Superreichen per Gesetz dazu gezwungen hat, einen Beitrag zur Krisenbewältigung zu leisten. Keine Regierung hat es gewagt, die Klassen- und Machtstruktur in Griechenland anzutasten.

Schuldzuweisungen und Forderungen nach außen, also gegen die gegen die EU, gegen Merkel etc., die tun den griechischen Profiteuren der neoliberalen Politik, also den griechischen Reichen und die Superreichen, nicht weh. Das ist nationalistische Wahlkampfrhetorik.

Sahra Wagenknecht – eine „Schwester im Geiste“ von Alexis Tsipras?
Eine Linksberufspolitikerin, die – wie z. B. ein Lafontaine – eine Personifikation von populistischem Linksverbalradikalismus ist.

Warten wir es ab. Bislang kommt aus Griechenland viel Linksverbalradikalismus, aber es ist noch kein umsetzbares, realistisches Handlungskonzept zu erkennen.

Insofern tendiert meine nüchterne Betrachtung eher zu der bereits zitierten Einschätzung von Christiane Schlötzer (im Tages-Anzeiger v. 25.1.15), nämlich, dass Alexis Tsipras eine weniger radikale Politik betreiben dürfte als erwartet. So habe der 40-Jährige bis zur letzten Minute hat sein Rebellen-Image kultiviert. Doch viele seiner Landsleute seien schon vor dem Urnengang sicher gewesen, dass der Linkspolitiker, einmal an der Macht, ziemlich rasch das machen wird, was die Griechen eine «Kolotumba» nennen: einen Purzelbaum.

Was angesichts der wirklichen Machtverhältnisse, keine Überraschung wäre.

BB Januar 29, 2015 um 14:01

@Hardy

Du bist ein Haarspalter. Warum so aggressiv?

Schon der erste Satz von Dir:

“Ich bin von der Situation in Bayern und BW ausgegangen, weil Hardy da behauptet hat, dass die ohne Draghi nicht mehr existieren würden.” Nee, hab ich nicht.

Du schrubst oben:

“….Was die Geldpolitik betrifft: Wie ich oben schrieb – ohne Draghi wären Bayern und BW längst bankrott. Darüber solltest Du nachdenken…..”

Der Rest deiner Argument erübrigt sich.

Hardy Januar 29, 2015 um 13:53

@Holger

“Wenn Hardy mir hier einen Bären aufbinden will, dann soll er das ruhig tun.”

“Beim Benz stecken schon 60% Importe Made in Asia drin.”

Ich warte nach wie vor auf den Beleg. na, wie siehts aus?

Hardy Januar 29, 2015 um 13:49

@BB

Oh je, das wird länger heute, ich muss trotzdem bald ins Bett. Fangen wir also an:

“Ich bin von der Situation in Bayern und BW ausgegangen, weil Hardy da behauptet hat, dass die ohne Draghi nicht mehr existieren würden.”

Nee, hab ich nicht.

“Ich hatte da gar nicht sosehr die Automobil-Industrie, sondern die Ausrüstungsindustrie vor Augen.”

Was Du vor Augen hast, ist volkswirtschaftlich gesehen völlig ohne Belang, um es höflich auszudrücken.

“Weil jeder Maschinenbauer dort in seinem speziellen Bereich ein Monopolist ist (Weltmarktführer).”

1. Weltmarktführer ist nicht gleich Monopolist.
2. “…jeder Maschinenbauer…ein Monopolist ist…” ist grandios dumm, sorry wenn ich da so direkt bin.

“Der deutsche Maschinenbau ist eine große Gruppe von Weltmarktführern, weil sie in ihrem jeweiligen spezialisierten Bereich ein Monopol haben…”

Jetzt versuchst Du, die Weltmarktführerschaft mit dem Monopol zu belegen. Liest Du Dir durch was Du schreibst? Das ist Unsinn. Klar ist der Monopolist Weltmarktführer, wer auch sonst!? Du redest wirr.

“…weil keiner dieses spezielle Produkt so gut bauen kann…”

Dann wäre der Beste automatisch der Weltmarktführer/Monopolist. Unsinn! Unsinn!! Dieser Mangel am logischem Denken macht mich echt sauer!

“Der Iran zahlt dafür jeden (!) Preis, um die in seine heimlichen Atomkraftwerke einbauen zu können)”

Unsinn. Iran zahlt nicht jeden Preis. Die Atomkraftwerke sind nicht heimlich. Im Gegensatz zu Dir mache ich Iran-Geschäft. Du redest wirr!

“Ergo: Extrem niedrige Preiselastizität!”

Ergo gar nix.

“Und nur dann kann man heute was absetzen. Wenn man in irgendeinem und sei es noch so ein spezielle Nische “Weltmarktführer” ist.”

Das sag Deinem Bäcker. Ich wiederhole mich: Du redest wirr.

“er kriegt das nur hin, wenn in seiner Fertigungsstrasse Aggregate nur von “Weltmarktführern” also von technolgischen Monopolisten eingebaut sind.”

“Du überlebst nur, wenn du “Weltmarktführer” bist.”

Das sag’ auch Deinem Bäcker

“Und das funktioniert bald nicht mehr. Da muss man sich eine Alternative für ausdenken!”

Na dann fang’ mal an, mit dem ausdenken, besser: mit dem nachdenken. Es wird echt langsam Zeit dafür.

holger Januar 29, 2015 um 13:41

SLE Januar 29, 2015 um 12:11

Mal wenigstens einer, der noch denken kann…

Dipfele Januar 29, 2015 um 13:35
holger Januar 29, 2015 um 13:33

BB Januar 29, 2015 um 13:20

ich bin im Investgüter Markt tätig… und ich bekommen immer das Grausen, wenn Einkäufer oder Investoren, bei einer AfA von 20 Jahren, die “Schraube” von 80 cent auf 79,8 cent drücken wollen.

Wenn Hardy mir hier einen Bären aufbinden will, dann soll er das ruhig tun.

Soll er mir mal einen Maschinenstundensatz 20 Jahre bei Invest 100.000 oder 200.000 erklären in Abhängigkeit von Rohstoffkosten Entwicklung.

Lach ich über… :D

BB Januar 29, 2015 um 13:20

@Holger

“…..“Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.”

1. Das ist längst widerlegter Unfug.”

Nein dem ist nicht so…….Gripsexport….”

Ich bin von der Situation in Bayern und BW ausgegangen, weil Hardy da behauptet hat, dass die ohne Draghi nicht mehr existieren würden.

Ich hatte da gar nicht sosehr die Automobil-Industrie, sondern die Ausrüstungsindustrie vor Augen.

Warum haben deren Produkte eine so geringe Preiselastizität? (und sind ergo nicht abhängig von einem “weichen” oder “harten” Dollar?

Weil jeder Maschinenbauer dort in seinem speziellen Bereich ein Monopolist ist (Weltmarktführer). Der deutsche Maschinenbau ist eine große Gruppe von Weltmarktführern, weil sie in ihrem jeweiligen spezialisierten Bereich ein Monopol haben, weil keiner dieses spezielle Produkt so gut bauen kann, wie sie (z.B. Vakuum-Pumpen, ist jetzt Hanau, also nicht Bayern, aber egal. Der Iran zahlt dafür jeden (!) Preis, um die in seine heimlichen Atomkraftwerke einbauen zu können). Ergo: Extrem niedrige Preiselastizität!

Und nur dann kann man heute was absetzen. Wenn man in irgendeinem und sei es noch so ein spezielle Nische “Weltmarktführer” ist. Der Preis spielt dann überhaupt keine Rolle, weil jeder, der das Ding braucht, ebenfalls in seinem Bereich “Weltmarktführer” werden will und das kriegt er nicht hin, wenn er bei seiner Technologie auf den Preis achtet, er kriegt das nur hin, wenn in seiner Fertigungsstrasse Aggregate nur von “Weltmarktführern” also von technolgischen Monopolisten eingebaut sind.

Kapitsche? Das Ergebnis des globalen Wettbewerbs. Du überlebst nur, wenn du “Weltmarktführer” bist.

Und das funktioniert bald nicht mehr. Da muss man sich eine Alternative für ausdenken! Wettbewerbsagenden sind dumm!

Andreas Kreuz Januar 29, 2015 um 13:02

Die Inkompetenz der SPD ist – unbeschreiblich. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.

Und die Linke täte gut daran, mit einer derart verführten Parteispitze unter keinen Umständen mehr koalieren zu wollen.

Hardy Januar 29, 2015 um 12:43

@Keynesianer

“Und auch Herr Gabriel musste lachen, während er weiter sein Handy studierte.”

–> “Und auch Hardy musste lachen, während er am Wahlabend 2017 sein lange nicht mehr benutztes Fernsehen betrachtete, in dem Gabriel erklären musste, wie er nicht nur das Rekord-Negativergebnis des bisherigen Super-Versagers Steinmeier toppen konnte, sondern sogar noch eine weitere historische Hürde durchbrechen konnte: Als SPD-Kanzlerkandidat unter 20% zu landen. Frau Dr. Merkel hingegen konnte den Rekord an Kanzlerjahren weiter ausbauen und ist mit der Auswahl an willfährigen Parteien zur Regierungsbildung – grün, AFD, SPD – so machtvoll wie nie zuvor.”

Die Inkompetenz der SPD ist – unbeschreiblich. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.

SLE Januar 29, 2015 um 12:11

Richtig. Wie Griechenland von den Leistungsbilanzdefizten wegkommt, ist die entscheidende Frage und dafür ist die Entwicklung des Binnenmarktes genau das, was gelingen muss.

Grundsätzlich gibt es in dieser Hinsicht drei Optionen:

1. Mit der Austeritätspolitik (Abwertung nach innen) kommt Griechenland auf keinen grünen Zweig.

2. Der Euro-Ausstieg , der eine Abwertung der Landeswährung möglich machen würde (Abwertung nach außen), ist – ganz unabhängig von der Frage, wie gut oder schlecht dieser Weg wirklich wäre – politisch nicht gewollt. Das wird einfach nicht geschehen.

3. Partielle und temporäre “Schutzzölle” bzw. Importzölle sind die dritte Option. Sie würden wie ein Währungsabwertung wirken, aber Griechenland könnte im Euro bleiben.

Die USA, aber auch Deutschland ist – in der historischen Rückschau – der industrielle Aufstieg oder, wie man heute sagen würde, die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch Schutzzölle gelungen.

In einer von Freihandel, aber eben auch von enormen, verfestigten wirtschaftlichen Ungleichgewichten geprägten Weltwirtschaft, hat ein Land wie Griechenland (oder Portugal oder Ungarn oder, oder…) KEINE Chance international wettbewerbsfähig zu werden – egal wie sehr seine Kosten senkt. Wie, bitte, soll es Griechenlands Wirtschaft – abseits von Reeder und Tourismus – dadurch gelingen, im globalen Wettbewerb mit General Electric, Volkswagen, IBM, Google, Procter & Gamble, GlaxoSmithKline, Nestlé, JPMorgan oder ExxonMobil zu konkurrieren? Denn genau das müsste gelingen.

Meines Erachtens wäre der dritte Weg die beste und am meisten Erfolg versprechende Lösung. Die EU muss sich überlegen, ob se wegen der vertraglichen Festlegung auf Freihandel nicht ihre Verträge ändert. Dennwenn nicht, dann wird dies unter den gegebenen Bedingungen die EU sukzessive zerlegen.

Viele Grüße
SLE

Keynesianer Januar 29, 2015 um 11:58

Michael Schlecht hat gerade im Deutschen Bundestag die Leistungsbilanzüberschüsse Deutschlands und die damit zusammenhängende Verschuldung des Auslandes zur Sprache gebracht. Als er sagte, auch Deutschland müsse sich darauf einstellen, Leistungsbilanzdefizite zu haben, wenn die anderen ihre Schulden zurückzahlen sollen, kam es in den Reihen der Abgeordneten auf der rechten Seite zu lautem Gelächter. Und auch Herr Gabriel musste lachen, während er weiter sein Handy studierte.
http://www.flassbeck-economics.de/worueber-lacht-herr-gabriel/

Mal sehen, ob die neue Regierung Griechenlands das Thema der “deutschen” Exportüberschüsse zur Sprache bringt. Zu hoffen wäre es. Es profitieren natürlich nicht “die Deutschen” von den Überschüssen.

Von Gabriel und der SPD ist allerdings in aller Zukunft nichts mehr zu erwarten.

ruby Januar 29, 2015 um 11:50

Es reicht mit der US-Hegemonie in der Ukraine!
Maidanmordjahrestag…

Bogus Januar 29, 2015 um 11:03

Hardy
“hört sich mehr nach curveball an”
So wollte ich das (“Geschichtsinterpretation”) verstanden wissen.

ruby Januar 29, 2015 um 10:58

Wer denkt im €-Währungsraum noch innergemeinschaftlichen Ex-, Import; auch in Zahlen?
Wer beendet die Büttelpolitik mit Währungshüter USA?

Hardy Januar 29, 2015 um 10:55

@Bogus

Zum verlinkten Artikel:

“Das sagt unter anderem Alexander Khodakovsky, der Befehlshaber der Spezialtruppe Alfa…”

Sei mir nicht böse, aber das hört sich mehr nach curveball an denn nach Objektivität.

Bogus Januar 29, 2015 um 10:39

OT – oder auch nicht, es hängt ja doch irgendwie alles mit allem zusammen…
Habe den Fred nur überflogen, bin dabei über Beiträge von ~HG~ und Nat gestoßen zum Thema Geschichts(neu)interpretation.

Wie Geschichtsinterpretation funktioniert zeigte vor kurzem sehr schön die ZEIT unter Berufung auf die New York Times (gefunden via broeckers.com):
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/ukraine-konflikt-maidan-viktor-janukowitsch
Nun ist deren Problem freilich, dass sie mit sowas nicht durchkommen – es gibt dank www einfach zu viele gut informierte Leute da draußen und vor allem gibt’s in diesem Falle eine Gegenseite, die an einer Gegendarstellung interessiert ist. Aber man kommt schon ins Grübeln… Was, wenn beides fehlt? Wenn es stattdessen im Sinne aller (Sieger) ist, wenn die Arithmetik ein wenig versagt…?
Alles Bogus, äh, Schwindel?
Na egal, weiter geht’s mit Griechenland und dem bösen Putinversteher Tsipras.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:33

@Holger

“Yep… das ist mir auch relativ egal. Weil ich nicht auf den Export angewiesen bin.”

Dann musst Du Dich ja auch nicht zwingend dazu äußern.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:31

@Holger:

erneut:

@Holger

Wo ist der Beleg für Deine Aussage

“Beim Benz stecken schon 60% Importe Made in Asia drin.”

?

Hardy Januar 29, 2015 um 10:26

@Holger

Wenn “es” Dir bekannt war – warum behauptest Du das Gegenteil?

Denn es hat ja nicht das Ingenieurswesen hier den Stempel geschaffen, sonder das englische was-weiß-ich Ministerium.

holger Januar 29, 2015 um 10:26
holger Januar 29, 2015 um 10:23

Hardy

—>>>Diese “In paar Jahren wirst Du nix mehr weil der Chinese…” Scheiße kann ich im Übrigen nicht mehr hören, ehrlich nicht. Das ist Wettbewerb, fertig. Wer den nicht besteht, scheidet eben aus.”

Yep… das ist mir auch relativ egal. Weil ich nicht auf den Export angewiesen bin.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:23

@Holger

Wo ist der Beleg für Deine Aussage

“Beim Benz stecken schon 60% Importe Made in Asia drin.”

?

Mehmet Can Januar 29, 2015 um 10:23

@ Systemfrager

putin ein kämpfer für die freiheit? die gesellschaftlichen machtverhältnise, auf der straße, mit dem auto, kennen lernen. genau wie bei den amis. nichts anderes in russland.

“Der ‘Hochadel’, also Neurussen und Banditen, liefert sich Statusschlachten und riskiert dabei schwere Unfälle. Je protziger das Auto, desto mehr Freiheiten nehmen sie sich heraus. Ein Mittelklassewagen darf den Lada an den Rand drängen und überholen, sollte aber nicht versuchen, einen BMW, Lexus oder ähnliche Luxusmarken von hinten zu bedrängen und sie zum Spurwechsel zu zwingen. Die Elite hat stets Vorfahrt.”

nzz.ch/feuilleton/fart-oder-glueck-gehabt-1.18470830

kosakowsis “GERMAN ANGST” wir dir sicherlich gefallen : https://www.youtube.com/watch?v=lGWFLjDE7QQ .

holger Januar 29, 2015 um 10:21

Hardy

—>>>Das war eine Kennzeichnung in Engeland, um den kopierten und minderwertigen Ramsch aus Deutschland zu kennzeichnen.”

Das ist mir durchaus bekannt.

holger Januar 29, 2015 um 10:19

Hardy

—>>>Und 60% Asien-Import bei MB halte ich für ein Gerücht, welches es zu belegen gilt.”

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/lokale-produktion-made-ich-china-so-gut-wie-made-in-germany/9984266-3.html

und was die EU dazu sagt, muss ich mal raussuchen, da ging es nämlich um “Made in Germany”

http://www.focus.de/auto/news/autoabsatz/das-steckt-in-neuen-autos-drin-made-in-germany-oder-china-schrott-wer-wirklich-unsere-autos-baut_id_3713167.html

ist zwar der Lokus, aber egal.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:06

@Holger

“Nur das Ing. Wesen hier, hat den Stempel Made in Germany geschaffen. ”

Das war eine Kennzeichnung in Engeland, um den kopierten und minderwertigen Ramsch aus Deutschland zu kennzeichnen.

Hardy Januar 29, 2015 um 10:02

@Holger

Das hört sich stark nach der “Basar-Ökonomie”-Theorie des unvergessenen Sinn an. Denk nochmal drüber nach, ob Du den hier wirklich propagieren möchtest. Danke.

Diese “In paar Jahren wirst Du nix mehr weil der Chinese…” Scheiße kann ich im Übrigen nicht mehr hören, ehrlich nicht. Das ist Wettbewerb, fertig. Wer den nicht besteht, scheidet eben aus.

Und 60% Asien-Import bei MB halte ich für ein Gerücht, welches es zu belegen gilt.

holger Januar 29, 2015 um 09:58

Und nun erkläre mir mal,

was ist für ein Land besser, was 90% erstmal Importieren muss zB Rohstoffe um überhaupt Exportieren zu können?

Eine “starke” Währung (Import “billig”) oder eine “schwache” Währung (Import “teuer”) ?

Nur das Ing. Wesen hier, hat den Stempel Made in Germany geschaffen. Der Grips im Kopf. Und der wird auch noch verramscht.

holger Januar 29, 2015 um 09:44

Hardy Januar 29, 2015 um 06:34
@BB

“Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.”

1. Das ist längst widerlegter Unfug.”

Nein dem ist nicht so…

Warum?

Weil wir nicht nur Hardware Exportieren, sondern gleich den ganzen “Grips” mit.

Du wirst nämlich in ein paar Jahren nix mehr zu exportieren haben, weil die Werkbank der Welt Kina deinen Job dann übernimmt. Das ist nicht Lustich dann.

Dann kann sich der Deutsche seinen VW in Kina bestellen.

Und nun sach mir nur ein !!! industrielles Export-Produkt, was zu 100% Made in Germany ist. Beim Benz stecken schon 60% Importe Made in Asia drin.

Und sach mir nur ein !!! industrielles Export-Produkt Made in Germany, was “billiger” geworden ist.

Sonen Golf mit beheizbarer Hutablage kostet doch schon 80.000 DM

Hardy Januar 29, 2015 um 09:42

@Topi, Nachtrag, Tsipras:

haha, sehr geil – zwei Doofe, ein Gedanke :-D

Hardy Januar 29, 2015 um 09:41

@Topi

Fasse mich kurz: kein Widerspruch.

Vernagelt sind Schäuble, deutsche Ökonomen, die Kack-Presse (was Merkantilismus betrifft, speziell: FAZ).

Lese gerade SZ: der trilaterale Kornelius kotzt seine sagenhafte Inkompetenz gerade wieder in die Öffentlichkeit. Hoffentlich bald Hartz4.

Andreas Kreuz Januar 29, 2015 um 09:37

Ein weiterer SPD-Sargnagel schlägt sich selber ein:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/martin-schulz-und-alexis-tsipras-ich-werde-tacheles-mit-ihm-reden/11297210.html

Ich verstehe auch, dass er Zitat: “…keinen Bock hat…” (über ‘ideologische’ Fragen zu reden).
Das kommt daher, dass er ein Bock ist,
den man zum Gärtner gemacht hat.

Komplette Fehlbesetzung, der Buchhändler.

topi Januar 29, 2015 um 09:37

Oh jetzt jaulen sie auf, griechenland ist Moskaus Trojaner und so. :roll:

Na dann scheint Tsipras doch alles richtig zu machen, wenn er den “großen Konsens” aufbricht.

Der besteht ja aus neoliberalem Wirtschaftsunsinn und gegen eigene Interessen gerichtete Außenpolitik.

Auf so einen “Konsens” kann an doch gerne sch..pucken.

topi Januar 29, 2015 um 09:29

“3. Wenn dem so wäre, wären +20% bei den inländischen Löhnen und Gehältern doch auch kein Problem, oder? Dann könnten sich auch wieder Deutsche nen Benz oder Miele leisten, nicht nur der Mittelschicht-Chinese.”

Ja natürlich. Wer behauptet etwas anderes?

Der Exportüberschuss von 200 Milliarden würde schrumpfen.

Nur man muss reichlich vernagelt sein, Merkantilismus als dauerhaft sinnvolle Wirtschaftspolitik anzusehen.

Richtig ist, dass der Knall beim Euro-Austritt mit stark überschießender WK-Reaktion heftig wäre.

Allerdings hat D seit Euroeinführung fast zwei Billionen Güter überexportiert; wenn da mal ein paar Milliarden zurück kämen, müsste man auch nicht weinen. :roll:

Auf der anderen Seite explodiert natürlich der Binnenmarkt bei einem 20%-Lohn-Sprung.

Das blöde Gelaber immer:” in den USA ist der Binnenkonsum ganz besonders wichtig”

Ach. Na schau mal an. Aber Binnenkonsum ist doch soooo schädlich.

Die Schweizer zeigen, wie Länder mit hohen bis sehr hohen Löhnen “Wohlstand für alle” schaffen. Gabs hier auchmal, schon vergessen?

Hardy Januar 29, 2015 um 06:34

@BB

“Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.”

1. Das ist längst widerlegter Unfug.
2. Schauen wir uns doch einfach an, wie die Schweizer Exporteure mit plötzlich +20% Kosten klarkommt – denn Kosten, nichts anderes bedeutet eine Aufwertung der eigenen Währung in den Zielmärkten.
3. Wenn dem so wäre, wären +20% bei den inländischen Löhnen und Gehältern doch auch kein Problem, oder? Dann könnten sich auch wieder Deutsche nen Benz oder Miele leisten, nicht nur der Mittelschicht-Chinese.
4. Wir reden davon, dass die neue Deutsche Mark in wenigen Wochen oder gar Tagen um locker 100% aufwertet. Und auch wenn volkswirtschaftlich ein gewisser Ausgleich durch geringere Importkosten auftritt: Das trifft die Exporteure ins Mark.
5. Selbst wenn die Produkte zum höheren Preis abgesetzt werden könnten – die Firmen wären schön doof, immer noch hier zu fabrizieren, wenn die Herstellung in den anderen Währungsräumen – Spanien in dem Fall z.B. – nur noch die Hälfte kostet.
6. und letztens: Ich arbeite ausschließlich im Export. Diese Ansicht ist typische ahnungslose ordoliberale FAZ-Kacke.

Gruß aus Neukaledonien, denn auch dorthin liefern wir,

Hardy

Systemfrager Januar 29, 2015 um 06:33

BRAVO PUTIN! ENDLICH RICHTIG AUSMISTEN!
Putin’s Ultimatum to the Russian Oligarchs

Der durch Lügenpresse kopfgewaschene Michel hat keine Ahnung was in Russland passiert. Er meint: Putin und KGB kontrollieren jedes Wort der Medien, die westlichen Medien sind unerreichbar, keiner kann etwas frei sagen oder sich frei bewegen. Nur die besonders tabferen Oligarchen, wie Chodorkowski wagten es, dann landen sie in Knast. Was ist die Wahrheit? Wir müssen unterscheiden, vor der Ukraine-Krise und danach:

Fangen wir mit den Oligarchen an. Die große Mehrhheit war mehr oder weniger im gleichen Bett mit den amerikanischen Plutokraten. Große Mehrheit der Medien war von außen gekauft und gelenkt. Die außerparlamentarische “Opposition” wurde vom Westen gekauft und gelenkt. Jeder Ganove und Schurke, der klug war zu Rufen: Putin ist ein Diktator, wurde zum großen Demokraten und Freiheitskämpfer von der westlichen Medien gekührt. Es war nur das russische Volk, das das verstanden hat und auf der Seite von Putin war.

Trotz der gekauften “Intelligenzija”, hat sich aber allmählich doch eine Diskussion entwickelt: Welches Kapitalismus wäre für das Russland der bessere: Der liberale (amerikanische) oder der autoritäre (asiatische, chinsische)?

Weil aber die Liberalen zu stark waren, konnte Putin bis jetzt nichts machen. Was hat sich nach der Ukraina-Krise geändert?

Der Russe konnte in den westlichen Medien lesen, wie Saddam und Gadafi schreckliche Tyrannen waren. Wer konnte aber wissen, ob es doch nicht wahr war? Aber Ukraine kennt der Russe wie die eigene Tasche. (Es ist das gleiche Volk, nur durch die Religion gespalten.) Und nun liest der “einfache ” Russe, was der Westen über Ukraine schreibt: die ungeheuerlichen und böswilligen Lügen. Der Russe ist ersetzt. Er erinnert sich auf einmal an Napolen, WK1, WK2 … wie der Westen immer ein Monster war. Der “gute und hochmoralische” Westen legte “böses” Russland immer wieder in Schutt und Asche, nie war es umgekehrt. Der Russe merkt, was für eine ehrliche Haut Putin ist und dass er derjenige ist der wirklich an Russland denkt. Nun ist jetzt Putin dermaßen vom Volk geschätzt und legitimiert, wie es ein westlicher Politiker nicht träumen kann. Und PUTIN sieht es richtig, dass das Volk von ihr verlangt richtig aufzuräumen.

Wer wissen wir, wie Russland am Ende dieses Jahres aussieht, soll dies lesen >>>

Natalius Januar 29, 2015 um 00:22

topi Januar 28, 2015 um 23:50

““jetzt mal im Ernst: Wieviele Kunden hast Du eigentlich? So als Körpertherapeut in Ostberlin? Würd mich interessieren.”

Hab ich doch schon mehrfach gesagt, etwa 15 Stunden pro Woche, reicht mir auch völlig (in mehrfacher Hinsicht); allerdings habe ich keine “Kunden” ;–).”

Ok, Ok! Suche einen guten Therapeuten. Der sollte wissen, dass ich ein absolutes A…ch bin! Vollnazi usw. Gebe ab und an Tips – nur um Leute wie @gelegentlich zu verunsichern – und kriege dafür “auf die Fresse” von @Holger – mir fehlt sogar ein Zahn im Frontalbereich (incentives) deswegen. Egal. In etwa einem halben Jahr werde ich soweit sein, mich identitätstechnisch zu “outen”. Verlange dafür aber auch “Minderheitenschutz” und “angemessene Therapie”. Vertraue aber weder Ärzten noch Therapeuten. Wie kann man Patienten helfen, die ihr Vertrauen in “Therapierbarkeit” komplett verloren haben und das sogar noch “systemisch” begründen können?

chabis Januar 29, 2015 um 00:01

Giorgos Chondros (Mitglied des Parteivorstandes von Syriza und Aktivist beim Solidaritätsnetzwerk) zur Koalition mit ANEL
https://www.youtube.com/watch?v=wSBM7Xn37Z0
vom 26.1.2015

ruby Januar 28, 2015 um 23:51

Wer hält Nationalisten gesamtuionistische Zahlenwerke vor die Glotzer?
Mit dem € gelten für MV, BRD und EU einheitliche Verhältnisse, Kriterien. Korinthenkacken ist kontraproduktiv?

Manfred Peters Januar 28, 2015 um 23:50

@ “Was ist an der BRD konkret so hassenswert?”
Nichts, denn Hass macht blind, wie jeder das hier an den Kommentaren zweier Dobermänner, die sie für ihren Nachtwächter schreiben, lesen kann.
Kritisieren kann man wohl einiges an der BRD, den Staat aus Nazisaat , die gut aufgegangen ist und so gut gedeiht, dass man endlich mit neuen Verbündeten das Ergebnis des WK II revidieren kann.
“Ich” wird aber wieder nichts verstehen. :-(

topi Januar 28, 2015 um 23:50

Natalius

“jetzt mal im Ernst: Wieviele Kunden hast Du eigentlich? So als Körpertherapeut in Ostberlin? Würd mich interessieren.”

Hab ich doch schon mehrfach gesagt, etwa 15 Stunden pro Woche, reicht mir auch völlig (in mehrfacher Hinsicht); allerdings habe ich keine “Kunden” ;–).
In Dresden (jeden Donnerstag) kriege ich gar nicht mehr alle Terminanfragen unter; von den Klienten her ist das dort zur Zeit deutlich spannender, als Single würde ich wohl umziehen. Daher kommen auch die Anstöße, neue Therapieformen auszuarbeiten.

topi Januar 28, 2015 um 23:32

>>>
“Auf jeden Fall gerät das alte Parteiengefüge ins Wanken, massiv; in der Folge sind auch ganz ungewöhnliche Entwicklungen denkbar.”

Zerstörung halt. Alles wird kaputt gemacht. Soll kaputt gemacht werden.>>>

Man man man.
Was ist denn an verkrusteten Parteiensystemen, in denen Politikvorschläge, so schlecht sie sein mögen, weitgehend als ALTERNATIVLOS verkauft werden, sowohl von der Regierung als auch der Opposition (die Linke im Bund kann man ausnehmen), auch nur ansatzweise erhaltenswert?

Es gibt immer Alternativen. Wer das nicht in Politikangebote umsetzt, bildet nunmal nur einen Ausschnitt der Möglichkeiten ab; und braucht dringend wenigstens Ergänzungen durch andere Kräfte.

Du hast ja einige Male das Nähkästchen etwas gelüftet. Als Therapeut begegnen mir ständig Menschen aus Systemen, die auf “Krankheit komm raus” unbedingt einen Schein aufrecht erhalten wollen.

Nein, du musst nicht die unsinnigen Werte und Normen von festgefügten und festgefahrenen Systemen übernehmen; das mag erst mal verunsichern, aber ansonsten lebst du halt zumindest teilweise nicht dein eigenes Leben.

Und schon gar nicht die alberne Aufführung von Tina-Merkel “gegen” Tina-Gabriel als das größtmögliche Spektrum an Politikalternativen ansehen. Selbst mit US-Affinität. :roll:

Natalius Januar 28, 2015 um 23:30

ruby,

“Provokationen helfen nicht weiter und Prophetentum ist auch verdächtig…”

Klar. Aber mal konkret: Ich hab euch gesagt, wann ich eingestiegen bin. In Au. Kann man nachlesen. Ich habe euch das Titelblatt zum Economist 2015 interpretiert (anders als Honigmann und andere “Esoteriker”). Ich sag euch heute, dass Big Panda (Morph) versus Small Sumo sich auf Lithium-Batterietechnologien (Lipoly, Liion) bezieht – und nicht auf “negativ”. Ich sag euch heute, dass das “Castrol”-Raketenauto den Ölpreis meint – von 50 auf 150 USD/barrel MINDESTENS. Wer nicht in Gold reingegangen ist, (nur Bleistift war zu blöd, es zu spät zu tun), geht in Öl rein.

Und mir ist es klar dabei, dass meine Tips falsch sein können. Nobody is perfect. OK?

ruby Januar 28, 2015 um 23:10

@ Natalius
Die Systemfeldforscher haben fertig ;-)
leer, hohl, verschreckt, fantasielos
Provokationen helfen nicht weiter und Prophetentum ist auch verdächtig…

ruby Januar 28, 2015 um 23:04
Natalius Januar 28, 2015 um 22:58

@topi,

jetzt mal im Ernst: Wieviele Kunden hast Du eigentlich? So als Körpertherapeut in Ostberlin? Würd mich interessieren.

Vielleicht sollten wir alle mal ne Schweigewoche in Franks Blog veranstalten. Das Feld mal @Morph, @GuteNacht und @Bleistift überlassen. Als Körperübung mit Beckenbodenanschluss. Vielleicht gesellen sich dann @gelegentlich und @peewit hinzu – die Rationalität wird grenzenlos sein und wir alle singen “Atemlos durch die Nacht”.

Von hier bis Heise…

bleistift Januar 28, 2015 um 22:51

Es ist wohl eine Religion. Man glaubt. Ist gläubig.
Ich glaube an ein Leben nach dem Tod.
Soldat Schwejk glaubt an ein Leben nach der totalen Zerstörung.
So ist das halt.
Man kann es nicht rational verstehen.

bleistift Januar 28, 2015 um 22:48

“Auf jeden Fall gerät das alte Parteiengefüge ins Wanken, massiv; in der Folge sind auch ganz ungewöhnliche Entwicklungen denkbar.”

Zerstörung halt. Alles wird kaputt gemacht. Soll kaputt gemacht werden.
Und dann? Wenn alles zerstört ist? Was passiert dann?
Die “klassenlose Gesellschaft”? Das Chaos?
Vielleicht doch eher Faschismus?
Woher kommt diese Zerstörungswut? Dieser blinde Hass?
Was ist an der BRD konkret so hassenswert?
Warum will man alles kaputt machen?
Ich verstehe das nicht. Kann es mir irgendjemand erklären?

topi Januar 28, 2015 um 22:41

“Das sagt jemand der sich permanent die DDR zurück wünscht.”

Wann sollte ich das getan haben?

Mangelndes Leseverständnis ist das eine; unsinnige Behauptungen aufstellen etwas anderes.

topi Januar 28, 2015 um 22:34

“Was müsste wohl in Deutschland alles schieflaufen damit so eine Radikalinski Braut etwas zu sagen hätte?”

Tja da müsste in der Tat einiges passieren. Schief läuft allerdings genug, das ist nicht der Punkt. .roll:
Der Linken hängen immer noch und sehr wahrscheinlich auch weiterhin diverse Etiketten an, “DDR”, “Stasi” und so, die das ganze schwieriger machen als für Neugründungen in anderen Staaten, die unbeschwert auftreten können.
So steht auf Pegida-Plakaten (oder war es Pegada) auch die Linke in der Aufzählung der “Altparteien”, staatstragend, nichtssagend Bevölkerungswillen missachtend.
(und rot rot in Berlin hat dazu beigetragen, dass da sogar etwas dran ist, wie konnte man sich so über den Tisch ziehen lassen von Wowereit in der Mietenfrage)

Wie schnell ganz alte eingespielte Zwei-Parteien-Herrschaften gekippt werden können, haben wir gerade gesehen. Syriza war vor ein paar Jahren noch Splitterpartei. Podemos ist gar brandneu und führt in den Umfragen.

Nun ist die Situation hierzulande etwas anders, der gemeine Michel fühlt sich als Krisengewinner, weil er malochen darf bis zum umfallen, dass die Kohle nicht stimmt nimmt er mittlerweile hin, dass die Infrastruktur zerfällt fällt nicht mehr auf, dass das Land insgesamt seit 1990 mindestens um drei Billionen unter seinen Produktionsmöglichkeiten realen Wohlstand hat merkt er nicht (und ihm wird ja überall erzählt, wie toll es ist).

Die Wut ist eher dumpf und noch unkanalisiert.
Deshalb sind in den Hartwährungsländern (also Lohnsenkung, Verbrauchssteuererhöhung, öff. Leistungen abbauen) auch eher rechte/rechtspopulistische “neue” Kräfte erfolgreich. Als “ordentlicher” Populist kann man da durchaus Kanäle finden.

Wenn die Euro-Tragödie einen Lauf nimmt, Griechanland Portugal Spanien, dann steht Italien auf dem Sprung, dann ist Schluss mit lustig.

“Euroskeptische”, besser Eurorealistische, Parteien werden riesigen Zulauf haben.
Man muss ja die AfD nicht mögen, aber sie haben nunmal als einzige Partei konsequent gesagt, dass dieser so konstruierte Euro irgendwann fallen muss.

Also auch in der deutschen Parteienlandschaft wird es Umwälzungen geben, Muttis Herrlichkeit vorüber sein.
Trotzdem wird der Teil “der Mitte” und rechts davon, die sich nicht zur AfD trauen, hinter der Union sammeln, die SPD also auch jene noch verlieren, dafür die Linke etwas zulegen, auch die Grünen als vermeintlich unverbrauchte Kraft könnten nun bürgerliche Wähler kriegen.

Auf jeden Fall gerät das alte Parteiengefüge ins Wanken, massiv; in der Folge sind auch ganz ungewöhnliche Entwicklungen denkbar.

karla Januar 28, 2015 um 22:26

f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:18

“Ansonsten möchte ich Holger und Natalius bitten, sich doch zwei Wochen Pause zu gönnen. Holger hatte das schon angekündigt, er muss schließlich arbeiten, und Natalius braucht das sicherlich auch. Es fällt mir schlicht auf die Nerven, wie ihr beiden schon wieder diesen thread gekapert hat. Nur zur Erinnerung: Es ging um Griechenland nach der Wahl..”

Herr Lübberding, dass Ihnen das “auf die Nerven” geht ist nicht wirklich ernst zu nehmen. Zum “kapern” gehören immer mindestens zwei. Einer der kapert und einer der sich kapern läßt. Weiterhin viel Spaß bei dieser endlosen Geschichte.

Schade um Ihre guten Themenvorlagen.

ruby Januar 28, 2015 um 22:08

Vielleicht kann Klaus Segbers etwas zu Tsipras und Putin beitragen
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/909145
einer der letzten Urgesteine
http://www.oei.fu-berlin.de/politik/mitarbeiter/lehrstuhl/segbers/index.html
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

bleistift Januar 28, 2015 um 22:00

“Aber das Land prosperierte, die Wirtschaft wuchs, die Lebensqualität der Menschen nahm beständig zu, die Arbeitszeiten reduzierten sich, etc.pp.”

Das sagt jemand der damals in der DDR gelebt hat. Vielleicht noch nicht einmal geboren war…
Das sagt jemand der sich permanent die DDR zurück wünscht.

@topi
Es ist doch wirklich erstaunlich, dass du ständig mit der BRD argumentierst. Sehr sehr selten mit der DDR.
Warum ist die heutige BRD denn so schlecht? Wo sie gestern doch noch so toll war?
Gestern waren die Menschen auch nicht deiner Meinung…!
Nur so.

ruby Januar 28, 2015 um 21:57
Natalius Januar 28, 2015 um 21:57

@bleistift Januar 28, 2015 um 21:26

“Woher kommt dieser Hass auf die Mittelschicht? Woher dieser Hass auf arbeitende Familien die etwas aufbauen (wollen)? Woher diese Sympathien für das Gesindel das nichts kann und nichts will. Abgesehen von fressen und fi***n?”

Hmm. Auch wenn ich nicht angesprochen bin: Meinst Du fiedeln? Mit Geige? Das wären doch Kulturleistungen des heiligen römischen Reiches (deutscher Nation )? Ich glaub, Du musst das noch mal erläutern.

topi Januar 28, 2015 um 21:50

Oh oh da zittert der kleine Kuponschneider und schlägt verbal um sich. :roll:

Wagenknecht “Hass auf die Mittelschicht, arbeitende Familien”, was für eine Grütze.

Das aktuelle Programm der Linken ist in etwa deutsche Mainstreampolitik (letztlich auch von der Union und FDP) der Siebziger Jahre.
Kann man wissen wenn man sich informiert.

Natürlich war damals die Einkommensverteilung nicht so scharf, und die Besteuerung progressiver als heute.
Das scheint schon zu reichen, um sich in finsterer Enteignungsqual schmoren zu sehen, eine Runde Mitleid?

Aber das Land prosperierte, die Wirtschaft wuchs, die Lebensqualität der Menschen nahm beständig zu, die Arbeitszeiten reduzierten sich, etc.pp.

Aber davor ist die Angst ja auch groß, dass der gemeine Michel vom Übervollzeitarbeitsjoch etwas befreit ist; man weiß ja nie, was der mit seiner Zeit machen könnte.

bleistift Januar 28, 2015 um 21:26

Die EU ist kein Bollwerk. Die EU ist ein Staatenverbund. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn einzelne Länder Beziehungen zu anderen Ländern pflegen ist das überhaupt kein Problem.
Das Problem bei Griechenland ist, dass es pleite ist und nun versucht Russland mit in’s Boot zu holen. Da geht es um Erpressbarkeit.

“Die konfrontative Politik der EU gegen Rußland mitsamt den Sanktionen hat nie die Zustimmung der europäischen Linken gefunden, und wenn sich Tsipras jetzt offen gegen die Rußland-Sanktionen stellt, dann ist das zuallererst mal ein konsequentes Verhalten eines europäischen Linkspolitikers. ”

Dann müsste man das über das Parlament kundtun. Die EU ist nun mal kein Staat.
Es geht hier auch nicht um Kriegskredite. Es geht wenn schon dann eher um Verrat. Man muss irgendwie und irgendwann auch mal wissen wohin man gehört.
Die Linksradikalen in Athen wollen aber nur zerstören. Das ist zumindest meine Befürchtung.

“Über “Taktieren” und so müßte man sich eher Gedanken machen, wenn Tsipras die Rußland-Sanktionen jetzt stillschweigend mittragen würde.”

Man muss wissen wohin man gehört. Man muss Prioritäten setzen.
Ohne Kompromisse kann man die EU beerdigen. Deine Argumentation ist nur linksradikales Gewäsch.
Du willst zerstören. Und bildest dir ernsthaft ein, das was danach kommt sei eine Art “klassenlose Gesellschaft”.

“Eine Schwester im Geiste hierzulande ist Sahra Wagenknecht; der würde ich diese Konsequenz auch zutrauen, wenn sie im Leben noch Gelegenheit dazu kriegt.”

Was müsste wohl in Deutschland alles schieflaufen damit so eine Radikalinski Braut etwas zu sagen hätte? Möchte man sich das vorstellen?
Woher kommt dieser Hass auf die Mittelschicht? Woher dieser Hass auf arbeitende Familien die etwas aufbauen (wollen)? Woher diese Sympathien für das Gesindel das nichts kann und nichts will. Abgesehen von fressen und fi***n?

BB Januar 28, 2015 um 21:19

*Kopfschüttel*

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/karneval-koeln-polizei-bewacht-wagen-ueber-charlie-hebdo-aid-1.4833244

Da fällt mir nix mehr zu ein

(außer, dass ich froh bin, mich mit der Frage nicht auseinanderzusetzen, weil ich höchsten zum Düsseldorfer Zug gehe. Puhhh)

no.nam Januar 28, 2015 um 20:52

@Soldat Schwejk

Die EU ist einfach nur noch Desaster. Es gibt einen Konflikt zwischen den Länder innerhalb der EU, welcher seit langem schon im Verborgenen schwappt. Diese Unstimmigkeiten schwächen die EU nach aussen. Alles hat zwei Seiten. Das, was die EU so stark macht (Binnenmarkt), schwächt sie zugleich auch (Einfallstor für USA/China/Russland). In diesem Fall geht es nicht speziell um Tsipras. Er macht nichts, was nicht auch schon seine Vorgänger getan hätten. Vielleicht ist der Grund, weshalb es jetzt in die Medien kommt, der Versuch ihn bloßzustellen. Ein konservativer griechischer Premier hätten genauso wie Tsipras gehandelt, nur wäre es wahrscheinlich nicht in den mainstrem Medien verbreitet worden. Ich beobachte die Anbahnung zwischen China und Griechenland aber in den chinesischen Blogs und da wird schon seit längerem darüber berichtet. Vielleicht ähnlich Polen/USA. Die Polen stehen in einigen Aspekten der USA näher als der EU. Oder die UK im Spannungsverhältnis EU/USA. Im Zweifel ist die EU auf Platz zwei. Gemeinsame Aussenpolitik ist bei der EU Fehlanzeige. Daher keine Kritik gegen Tsipras, sondern gegen die EU als Prinzip. Wenn jetzt auch noch TIPP eingeführt wird, sehe ich nicht mehr worin der Sinn dieser Veranstaltung besteht.

ruby Januar 28, 2015 um 20:49
holger Januar 28, 2015 um 20:43

—>>>Andauernd beklagt sich hier wer, daß Linkspolitiker alles kleinmütige Taktierer seien und bei erstbester Gelegenheit den schlechtesten Kompromiß suchen… und nu marschiert einer mal unbeirrt drauflos, aber das ist dann einigen offenbar auch wieder nicht recht…”

SOLDAT AAAAAAAAAAAAAAAAAAAACHTUNG …

lese er hier…

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-zu-maischberger-die-eigene-schuld-am-shitstorm-13394535.html

06:06 :D

ruby Januar 28, 2015 um 20:41

Falls jemand Bock hat auf Zinsdiskussionen
http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=16258
Stöcker-Link im Herdentrieb
und so laufen sie denn
;-)
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/01/28/dlf_20150128_1915_28edcab3.mp3
Zäsur oder “Weiter so”? – Die EU-Rettungspolitik nach der Wahl in Griechenland
für den der nicht genug von den Experten bekommt

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 20:33

@ bleistift —> “Das ist ein wenig arg überhöht.”

Ein wenig, ein wenig, vielleicht…

Aber, da Ihr hier über Orthodoxie und/oder Taktik oder gar Käuflichkeit gerätselt habt, auch was das griechisch-russische Verhältnis angeht…

Meine Herren, Euch scheint der Umstand aus dem Blickfeld geraten zu sein, daß Syriza eine Partei der europäischen Linken ist, welche etwa im EP durch die Fraktion GUE-NGL repräsentiert wird, zu der u.a. auch die hiesige Linkspartei gehört und deren Spitzenkandidat bei der letzten Europawahl Alexis Tsipras war. Die konfrontative Politik der EU gegen Rußland mitsamt den Sanktionen hat nie die Zustimmung der europäischen Linken gefunden, und wenn sich Tsipras jetzt offen gegen die Rußland-Sanktionen stellt, dann ist das zuallererst mal ein konsequentes Verhalten eines europäischen Linkspolitikers. Über “Taktieren” und so müßte man sich eher Gedanken machen, wenn Tsipras die Rußland-Sanktionen jetzt stillschweigend mittragen würde.

Wenn nebenbei mit Rußland vielleicht auch über Handelserleichterungen und Kredite verhandelt wird… warum nicht?

Was China angeht: Ich kann nicht erkennen, daß Tsipras Griechenland an China verkaufen will. Im Gegenteil, sein Vorgänger Samaras hat ja einige Filetstücke aus dem Staatseigentum an chinesische Investoren verscherbeln wollen, etwa den Hafen von Piräus. Und Tsipras hat diese Privatisierungen jetzt gestoppt.

Überhaupt braucht die europäische Linke solche tatkräftigen Politiker. Kaum drei Tage nach der Wahl: Regierung gebildet, Privatisierungen gestoppt, und nebenbei dafür gesorgt, daß die bescheuerte Kalte-Kriegs-Front der EU gegen Rußland jetzt zu bröckeln beginnt. Eine Schwester im Geiste hierzulande ist Sahra Wagenknecht; der würde ich diese Konsequenz auch zutrauen, wenn sie im Leben noch Gelegenheit dazu kriegt.

Andauernd beklagt sich hier wer, daß Linkspolitiker alles kleinmütige Taktierer seien und bei erstbester Gelegenheit den schlechtesten Kompromiß suchen… und nu marschiert einer mal unbeirrt drauflos, aber das ist dann einigen offenbar auch wieder nicht recht…

no.nam Januar 28, 2015 um 20:32

P.S. Dimitris Avramopoulos ist jetzt Mitglied der Kommision für Inneres. Aber das muss ich Dir wahrscheinlich nicht sagen.

no.nam Januar 28, 2015 um 20:29

@Soldat

Btw., Dimitris Avramopoulos war ja ehemals Aussenminister sowie Verteidigungsminister und ist mit der chinesichen Führung gut vertraut. Das wird helfen…

Rückblick aus 2013:
Greek Prime Minister Antonis Samaras’ upcoming visit to China is of “special significance” and is expected to further strengthen the “excellent” bilateral ties, Greek Foreign Affairs Minister Dimitris Avramopoulos said on Wednesday.

The Greek Premier is due to visit China on May 15-19 upon an invitation from Chinese Premier Li Keqiang. He will head a delegation of 50 Greek ministers and businessmen.

“Prime Minister Antonis Samaras’ upcoming trip to China is of special significance,” Avramopoulos said during a press briefing in Athens when asked to comment on the visit.

“The visit reaffirms the mutual respect and willingness to build a strategic partnership between the two countries,” he told Greek news agency AMNA.

He added that the trip will boost the “already excellent bilateral relations and open a new chapter in the sectors of the economy and investments.”

The Greek official added that the visit came in an important moment and “indicates the recognition and confidence in the policies implemented in Greece for the recovery of the Greek economy.”

Aus: Global Times (China)
http://www.globaltimes.cn/content/780392.shtml

ruby Januar 28, 2015 um 20:25

In Greece wurden die Umsatzsteuereinzieher von den Gastwirten im Keller eingesperrt …
Militär mußte helfen
;-)

no.nam Januar 28, 2015 um 20:19

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 18:44

So wie bekanntlich schon Karl Liebknecht sein Stimmrecht an die Russen verkauft hatte, als er 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite stimmte.

Was? Karl Liebknecht konnte singen?

Bezüglich China/USA/Russland und EU geht es um Einflussnahme und Wirtschaftsinteressen. So lassen sich Entscheidungen mitgestalten bzw. Verhindern (Vetorecht des Verbündeten). Das tolle an so ‘nem grossen Staatenbund wie der EU ist ja, dass man Beschlüsse nicht mit jedem Land einzelnd aushandeln muss. Sobald etwas auf EU Ebene durchgesetzt ist, gilt es für alle angeschlossenen Länder mit. Manchmal hilft aber auch schon der direkt Draht zu einem Kommisionsmiglied. Je größer die Divergenzen der Länder untereinander, desto mehr Hebelpunkte, von den von aussen angesetzt werden kann (aus: Handbuch der strategischen Kriegsführung mit unseren Handelspartnern…)

;-)

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 20:11
ruby Januar 28, 2015 um 20:00

Draghi ist US-Gesandter
FED rettet keine Bundesstaaten (Siehe Kalifornien)
Banken in Greece werden Exempel zur Statuierung sein
Politische Rettung (Wirtschaftspolitik) ist nicht konsensfähig
Märkte haben Austritt aus dem € eingepreist
Fazit: bis auf Prolongation kurzfristiger Tilgungen keine Stützung
Pech für Tsipras und Co. Griechen werden selber zahlen müssen
;-)

bleistift Januar 28, 2015 um 19:47

Oha, jetzt wird’s erbaulich….!

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 19:41

“Huntington ist tot.” ok. so untaugliche erklärungsversuche wie bei huntington machen mich traurig. weil durch diese dominanz von identiätspolitik nur noch wenig über armut , hohe jugendarbeitslosigkeit, über wut und verzweiflung geschrieben, gesprochen und diskutiert wird.

http://vimeo.com/17120260

Natalius Januar 28, 2015 um 19:31

@f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:12

“Was Natalius betrifft: Deine Interpretation Putins ist wirklich famos. Antisemiten haben nur immer ein Problem: Sie scheitern an den Fakten.”

Na, dann rück mal raus mit den Fakten und gib uns eine Erklärung, warum Putin ausgerechnet am 27. Jänner 2015 “disclosure” bzgl. Holocaust veranlasst. Im übrigen nehme ich es Dir übel, wenn Du mich als Antisemiten bezeichnest. Bei @Morph habe ich da ein gewisses Verständnis, denn da, wo meine Baureihe eine ALU (arithmetic & logic unit) verbaut bekommen hat, sitzt bei @Morph ein Quirl für Sprachschaum. Aber bei Dir, @Frank, gehe ich immer noch von einem Rest Restehrlichkeit aus, der mit den sich ändernden Verhältnissen vielleicht wachsen könnte.

Ich wollte eigentlich über Yanis Varoufakis schreiben und daran erinnern, dass sein “Gobal Minotaur” – und die damit verknüpfte Korrelation von non-US-Exportüberschüssen und US-Militärausgaben – vor einigen Jahren in diesem Blog diskutiert wurde. Wenngleich ich seiner Analyse immer noch viel abgewinnen kann, ist mir unklar, ob ein guter Theoretiker auch einen guten Praktiker hervorbringen kann. Da habe ich meine Zweifel, kann mich andererseits aber auch nicht HG/WING anschliessen, dass Varoufakis zu Soros’ Lieblingen gehört. Die Varoufakis’sche Einsicht, dass Exportüberschüsse Schutzgelderpressungen sind wurde von “Populisten” wie Andreas Popp (Wissensmanufaktur) zwar mit weiteren Zahlen hinterlegt, hilft uns im Moment aber wenig weiter, wie dieser Schlamassel friedlich beendet werden kann. Manchmal glaube ich sogar, dass Angie’s Versprecher Hilferufe sind. Auch einer Politikerin wie Angela Merkel dürfte inzwischen klar sein, dass Demokratie nicht existiert. Stattdessen herrscht eine globale Oligarchie, die uns mit “freedom of choice” beglückst. Aber wehe, wenn die Gretchenfrage gestellt wird…

bleistift Januar 28, 2015 um 19:30

@ Schwejk

“So wie bekanntlich schon Karl Liebknecht sein Stimmrecht an die Russen verkauft hatte, als er 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite stimmte.”

Das ist ein wenig arg überhöht.
Was kommt als nächstes? Jesus? Gandhi? Buddha?

ruby Januar 28, 2015 um 19:10

Zum sinnieren über Nationen, Währungen, Geldtheorie und -politik
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/geldpolitik/euro-krise-und-ezb-viel-geld-hilft-nicht-viel/11290154.html
in Zeiten und Räumenl

bleistift Januar 28, 2015 um 19:10

Huntington ist tot.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 19:07

@ kugelschreiber

“Um dir detailliert sagen zu können welche Rolle der Protestantismus hier spielt bin ich leider nicht belesen und intellektuell genug. ”

ok. aber sei nicht böse, du machst oben dazu aussagen und kannst die nicht logisch belegen. die realität widerspricht deiner linie ( max weber protestantische ethik ).

“Mustafa Kemal hat das in der Türkei bekanntlich versucht (Latein, Kalender, Sonntag als arbeitsfreier Tag…). Heute sehen wir dass er nicht so richtig erfolgreich war.”

kommt drauf an. huntington arbeitete ( lebt er eigentlich noch? ) mit einem starren kulturbegriff und auch die türkei zeigt: kultur ist etwas fließendes, ein prozess.

holger Januar 28, 2015 um 19:04
ruby Januar 28, 2015 um 19:01

Just the Opener
https://www.youtube.com/watch?v=dGca4fMKND0
;-)
“Rise Up!”
“To the Shining live long live now, do not be blinded by Fools again”

Wer versucht mit gekaufter Zeit zu agieren?
http://www.deutschlandfunk.de/us-notenbankchefin-warten-auf-die-zinsanhebung.1773.de.html?dram:article_id=309951
Nicht den Orden vergessen und den Verzicht auf den Präsidentenposten der EZB …
Chaos rules the world !

bleistift Januar 28, 2015 um 18:58

@ Khan

Also ich bin kein Huntington Fanboy oder so. Er fiel mir nur ein und ich habe es erwähnt.

“mit huntington kannst du nichts erklären.”

Natürlich nicht. Er liefert ja selbst kaum eine Erklärung. Aber was er geschrieben hat hat sich desöfteren bewahrheitet.

“welche rolle spielt dabei der protestantismus? warum ist die wirtschaft im katholischen süden deutschlands stärker, als im protestantischen norden von deutschland?”

Um dir detailliert sagen zu können welche Rolle der Protestantismus hier spielt bin ich leider nicht belesen und intellektuell genug. Max Weber hat da aber glaube ich was zu geschrieben. Protestantisch meint hier übrigens meistens auch angelsächsisch geprägt. White Anglo-Saxon Protestants.
Bayern war bis vor wenigen Jahrzehnten dem protestantischen Teil Deutschlands weit unterlegen.
Ingesamt denke ich schon, dass die Religio die Kultur eines Volkes maßgeblich mitbeeinflusst. Völker entwickeln einen eigenen Charakter. Den kann man nicht einfach auslöschen. Mustafa Kemal hat das in der Türkei bekanntlich versucht (Latein, Kalender, Sonntag als arbeitsfreier Tag…). Heute sehen wir dass er nicht so richtig erfolgreich war.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:46

@ kugelschreiber

“Aber als Analyse oder als Versuch die Welt ein wenig zu verstehen ist er durchaus geeignet.”

eine nebelkerze. mehr nicht. die meisten konflikte, nicht alle, handeln nicht von kulturellen – oder religiösen differenzen.

“Es ist aber tatsächlich so, dass protestantische Länder im Schnitt wirtschaftlich erfolgreicher sind als bspw. katholische Länder. Die Euro Krisenstaaten sind durch die Bank katholisch (mit Ausnahme Griechenlands). Während die erfolgreichsten Staaten der Welt fast durchweg protestantisch geprägt sind. Das hat wohl weniger mit der “richtigen” oder “falschen” Religion zu tun…. Aber man spricht nicht umsonst von “protestantischem Arbeitsethos”.”

welche rolle spielt dabei der protestantismus? warum ist die wirtschaft im katholischen süden deutschlands stärker, als im protestantischen norden von deutschland?

mit huntington kannst du nichts erklären.

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 18:44

@ no.name —> “Die griechische Premier ?????? ???????, verkauft das Stimmrecht, welches sein Land in der EU hat, an die chinesische Regierung sowie an Russland.”

So wie bekanntlich schon Karl Liebknecht sein Stimmrecht an die Russen verkauft hatte, als er 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite stimmte.

holger Januar 28, 2015 um 18:40

Aber da der Lübberdings ja ein Stück ist, was nicht differenzieren kann un will, lach ich über das Hirn Genie…

holger Januar 28, 2015 um 18:38

Und noch was Mähmett oder alias Ottfriede inner Unnerbux

es geht mir am Arsch vorbei… was du schreibst und wer Du bist… das müsste auch den doofen Lübberdings begreifen.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:38

@ Keynesianer

“Die von den USA und ihren Diensten gesteuerten NGOs haben seine “Prophezeihung” dann wunschgemäß und auftragsgemäß umgesetzt.”

eine kleine, klitzekleine rolle spielen z.b. die ukrainer aber auch noch? das klingt sonst so, als wenn die welt ( außerhalb der usa ) nur aus kindern bestünde, ohne eigenen willen und für alles und jeden, kann man den erziehungsberechtigten, hier die usa, verantwortlich machen.

bleistift Januar 28, 2015 um 18:36

@ Khan

“huntington ist der versuch, sozial – gesellschaftliche auseinandersetzungen, durch kulturelle konflikte zu ersetzen. das wird beim späteren huntington besser deutlich, als er eine “kultukampfthesen” auf die innenpolitik, der usa angewandt hat.”

Das offenbart das ganze Dilemma. Huntington hat gar nichts angewandt. Man hat 9/11 eher als eine Bestätigung seiner Thesen gesehen. Der Afghanistan Krieg war eine Folge des Anschlags und der Irak Krieg das Gegenteil von dem was Huntington geschlussfolgert hat. Huntington als Anleitung für Irgendwas zu lesen ist tatsächlich dämlich. Aber als Analyse oder als Versuch die Welt ein wenig zu verstehen ist er durchaus geeignet.

“wieso gibt es wirtschaftlich erfolgreiche “protestantische” länder und genau so staaten, die nicht so erfolgreich sind, obwohl die mehrheit, evangelisch ist?”

Es ist aber tatsächlich so, dass protestantische Länder im Schnitt wirtschaftlich erfolgreicher sind als bspw. katholische Länder. Die Euro Krisenstaaten sind durch die Bank katholisch (mit Ausnahme Griechenlands). Während die erfolgreichsten Staaten der Welt fast durchweg protestantisch geprägt sind. Das hat wohl weniger mit der “richtigen” oder “falschen” Religion zu tun…. Aber man spricht nicht umsonst von “protestantischem Arbeitsethos”.

holger Januar 28, 2015 um 18:35

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:22
@ holga

“sik tir alles klar?”

wie soll das gehen?”

Weißte was?

Der dumm doofe Lübberding kann ja darauf rein fallen… Ich muss es nicht.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:27

@ kugelschreiber

huntington ist der versuch, sozial – gesellschaftliche auseinandersetzungen, durch kulturelle konflikte zu ersetzen. das wird beim späteren huntington besser deutlich, als er eine “kultukampfthesen” auf die innenpolitik, der usa angewandt hat.

Keynesianer Januar 28, 2015 um 18:25

@bleistift

Nun, Huntington hat auch prophezeit, dass die Ukraine auseinander brechen wird…

Die von den USA und ihren Diensten gesteuerten NGOs haben seine “Prophezeihung” dann wunschgemäß und auftragsgemäß umgesetzt.

Die Prophetie war also nicht schwer, wenn man wie Huntington als Spinne mitten im Netz hockt. ;)

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:22

@ holga

“sik tir alles klar?”

wie soll das gehen?

@ bleistift

“Da frage ich mich ob Samuel Huntington in seinem Wälzer “Kampf der Kulturen” nicht irgendwo doch Recht hatte. Er meinte nämlich (wie ich mich wage erinnern kann), Griechenland passe aufgrund seines orthodoxen Christentums nicht in die EU.
Schon irgendwie auch erstaunlich, dass das kath. Portugal oder Irland auf die Beine kommen, während das orthodoxe Griechenland in den Fluten versinkt. ”

so etwas albernes. wirtschaftlicher erfolg sei von der religion abhängig. oder kultur? religion – kultur – was denn nun? wenn das logisch wäre, warum gibt es dann wirtschaftlich erfolgreiche islamische länder und länder mit mehrheitlich muslimischer bevölkerung, die nicht wirtschaftlich erfolgreich sind?

wieso gibt es wirtschaftlich erfolgreiche “protestantische” länder und genau so staaten, die nicht so erfolgreich sind, obwohl die mehrheit, evangelisch ist?

bleistift Januar 28, 2015 um 18:22

@ Khan

“es gibt heute wohl keinen politologen mehr, der huntington und seine thesen zum “clash of civilizations” ernst nimmt.”

Du musst ihn ja nicht ernst nehmen. Er fiel mir nur ein.

“und ? warum treten dann die größten konflikte innerhalb seiner definierten kulturräume auf und nicht an den rändern?”

Meine Antwort bezog sich auf @gelegentlich und dessen Meinung Religion spiele im Leben der Menschen keine Rolle mehr. Der Libanon beweist das Gegenteil.
Mit Huntington hatte das nicht direkt zu tun.

no.nam Januar 28, 2015 um 18:18

@hammersen

Was ich mich ständig frage: Sind die Eliten in den Krisenstaaten wirklich so dämlich, dass sie glauben, die Weichheit ihrer alten,

Ich frage mich, ob es den Eliten in den Krisenstaaten schlechter geht als vor der EUR Einführung. Möglicherweise ist nur die Kluft zwischen arm und reich gewachsen und den Eliten geht es ganz gut.

Zu Griechenland:
Die griechische Premier ?????? ???????, verkauft das Stimmrecht, welches sein Land in der EU hat, an die chinesische Regierung sowie an Russland.

Im Gegenzug sind die Chinesen/Russen zu Preiszugeständnissen für Rohstoffe (Russland) und Investitionen (China) bereit. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Griechenland als Hafen zur EU taugt. Ausserdem sind die Chinesen doch dabei über Russland eine Eisenbahnstrecke zu bauen. In welche Bereiche, ausser Touristik, könnten die Chinesen investieren? Vielleicht weiss hier jemand mehr, wo die Chinesen ihr Geld investieren könnten oder geht es nur um Kredite?

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:10

@ bleistift

es gibt heute wohl keinen politologen mehr, der huntington und seine thesen zum “clash of civilizations” ernst nimmt.

“Der Libanon ist übrigens ein tief gespaltenes Land. Da leben Sunniten, Schiiten, Maroniten, Drusen munter nebeneinander her….”

und ? warum treten dann die größten konflikte innerhalb seiner definierten kulturräume auf und nicht an den rändern?

aifran Januar 28, 2015 um 18:10

und Zufrieden lächelnd lehnt sich Onkel Sam zurück ….

Chaos, Panik …. Na klappt doch alles bestens – auf meine Transatlantischen Jungs in der EU ist eben Verlass ….. weitermachen – gibt morgen auch ein Extra-Hundekeks für euch ….

Eagon Januar 28, 2015 um 18:04

Die sogenannten deutschen nicht preiselastischen Produkte sind zwingend auf ungleiche Einkommensverhältnisse in den Abnehmerländern angewiesen.

Je höher die Ausbeutungsrate desto besser.

Proletarier aller Länder vereinigt euch.

Nicht mit den Deutschen, die sind gebildete Rassisten.

Wir werden dann sehen wie preiselastisch die deutschen Produkte sind, wenn die sozialen Verhältnisse sich in den Abnehmerländern drehen.

holger Januar 28, 2015 um 18:03

Carlos

—>>>Holger, der Weg zum Erwachsenwerden siehtm.E. so aus, daß man damit klarkommen muß, daß man Ozeane von schlichter Dummheit nur dann durchqueren und Klippen von purer Bosheit nur dann umschiffen kann, wenn man dabei immer die positive gute Laune behält und dabei immer völlig entspannt bleibt.”

Damit behältst du für immer Recht…

Was soll man denn anderes machen?

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 18:03

@ holga

“Denk doch mal für Fünf nur 5 Minuten nach …”

du findest dich cool nech. haste dir ein witz ausgedacht. ganz alleine. zyklon b und wie das mit den juden abgeht.

“Ist dir zu viel Mämett ??”

mir ja. fl nicht. leider.

“sik tir lang”

kennst keine türken. du wannabe.

bleistift Januar 28, 2015 um 18:02

Nun, Huntington hat auch prophezeit, dass die Ukraine auseinander brechen wird…
Jedenfalls musste ich an Huntington denken, als ich den Artikel las.
Der Libanon ist übrigens ein tief gespaltenes Land. Da leben Sunniten, Schiiten, Maroniten, Drusen munter nebeneinander her….

http://www.alsharq.de/2013/mashreq/libanon/libanon-ein-land-dreht-sich-um-sich-selbst/

http://www.alsharq.de/2014/mashreq/libanon/tv-sender-im-libanon-im-besitz-politischer-kraefte/

gelegentlich Januar 28, 2015 um 17:54

@bleistift
Zum wiederholten Male: Huntington betreibt das Geschäft eines Konstruktes. In welchem absichtlich der Religon eine Rolle zugewiesen wird, die sie im Alltag von Milliarden Menschen längst nicht mehr hat. Teilen und herrschen, spalten, Leute gegeneinander aufhetzen, sie an ganz andere sinnlose „Fronten“ schicken – darum geht es.
Dass Griechenland im Moment vielleicht taktisch die russische Karte spielt hat doch mit orthodox nichts zu tun.

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 17:54

@holger Januar 28, 2015 um 17:29
„f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:18
wie wäre es mal, weniger schlaue Erkenntnisse zu verbreiten?
Das fällt dann wieder schwer oder?“

Holger, der Weg zum Erwachsenwerden siehtm.E. so aus, daß man damit klarkommen muß, daß man Ozeane von schlichter Dummheit nur dann durchqueren und Klippen von purer Bosheit nur dann umschiffen kann, wenn man dabei immer die positive gute Laune behält und dabei immer völlig entspannt bleibt.

holger Januar 28, 2015 um 17:53

sowas heuchlerisches hündisches

habe ich seit #Bobbycar Wulff nicht mehr gelesen.

Danke Bitte

Keynesianer Januar 28, 2015 um 17:52

@bleistift

Da frage ich mich ob Samuel Huntington in seinem Wälzer “Kampf der Kulturen” nicht irgendwo doch Recht hatte.

Huntingtons Buch war keine Beschreibung einer vorgefundenen Realität, sondern ein Drehbuch, wie man die Völker nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und dem damit drohenden Weltfrieden wieder an einer neuen Konfliktlinie gegeneinander hetzen könnte.

holger Januar 28, 2015 um 17:51
bleistift Januar 28, 2015 um 17:44

Ah. Wird im SPON Artikel sogar erwähnt:

“Die Verbindungen zwischen Griechenland und Russland haben historische Wurzeln: So verortete Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington Griechenland in seiner berühmten These vom “Kampf der Kulturen” auf der orthodoxen Achse, die von Russland angeführt wird.”

holger Januar 28, 2015 um 17:44

—>>> Nur zur Erinnerung: Es ging um Griechenland nach der Wahl.”

Du Depp Lübberding

dann verweiß doch mal darauf, was einige schon vorher gesagt haben!!!

aber du musst das ja auch noch für dein Allgemeingut münzen…

Das was Du pinselst, haben schon andere vorher gewusst… vor vielen Monden. und nun kommst Du LOL :D mit Mähmett

H.K.Hammersen Januar 28, 2015 um 17:42

Was ich mich ständig frage: Sind die Eliten in den Krisenstaaten wirklich so dämlich, dass sie glauben, die Weichheit ihrer alten, nationalen Währungen resultierte aus einer Unfähigkeit ihrer nationalen Zentralbanken? Haben die wirklich geglaubt – auch in Frankreich – sie würden D schwächen mit der Einführung des Euro?

Noch ein paar Jahre Gemeinschaftswährung, und der Rest Europas ist deindustrialisiert! Dann spielen ein paar Hundert Milliarden Abschreibungen auf Staatsanleihen keine Rolle mehr. Dann ist Monopolstellung angesagt. Freihandel innerhalb EU und TTIP sei Dank. Interne Abwertung kriegen die niemals hin. Dazu müssten die sich ja erstmal einigen, wessen Einkommen um wie viel sinkt. Wenn die Krisenländer ihre nationalen Währungen wieder einführen, werden die Menschen innerhalb dieser Länder übereinander herfallen.

Blaue Banane, ein wenig gelbe Banane und der ganze Rest: Ab dafür!

bleistift Januar 28, 2015 um 17:41

Da frage ich mich ob Samuel Huntington in seinem Wälzer “Kampf der Kulturen” nicht irgendwo doch Recht hatte. Er meinte nämlich (wie ich mich wage erinnern kann), Griechenland passe aufgrund seines orthodoxen Christentums nicht in die EU.
Schon irgendwie auch erstaunlich, dass das kath. Portugal oder Irland auf die Beine kommen, während das orthodoxe Griechenland in den Fluten versinkt. Und nun auch noch das:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechenland-will-veto-gegen-russland-sanktionen-einlegen-a-1015487.html

holger Januar 28, 2015 um 17:40

lächerlich

Keynesianer Januar 28, 2015 um 17:20

Heiner Flassbeck plädiert jetzt für das Ende des Euro:

In diesem Buch präsentieren die Autoren Heiner Flassbeck und Costas Lapavitsas eine Alternative: einen kontrollierten Austritt aus dem Euro und eine Rückkehr zu national souveränen Zentralbanken. Sie argumentieren, dass die politische Union und eine »Transferunion«, in der Steuern und Ausgaben zusammengelegt werden, innerhalb der Europäischen Union unmöglich sind, und dass jedes Projekt sozialer Gerechtigkeit unweigerlich mit den europäischen Institutionen in Konflikt geraten muss.
http://westendverlag.e-bookshelf.de/nur-deutschland-kann-den-euro-retten-3089236.html

f.luebberding f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:18

Mehmet Can

Das hat sich geklärt.

Ansonsten möchte ich Holger und Natalius bitten, sich doch zwei Wochen Pause zu gönnen. Holger hatte das schon angekündigt, er muss schließlich arbeiten, und Natalius braucht das sicherlich auch. Es fällt mir schlicht auf die Nerven, wie ihr beiden schon wieder diesen thread gekapert hat. Nur zur Erinnerung: Es ging um Griechenland nach der Wahl.

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 17:14

@Natalius Januar 28, 2015 um 17:02
„Es geht inzwischen … nicht mehr um die Emanzipation von Identitätsgruppen (Frauen, Männer, Schwule, Lesben, Muslime, Juden, Christen, Rechte, Linke, usw.) – es geht um die Emanzipation eines menschlichen Wir – später um die Emanzipation allen Lebens – und schliesslich um die Emanzipation der gesamten Lebensgrundlage: Erde, Terra, unser Planet.
Der Kapitalismus sitzt im Kopf – Kapital ist lediglich sein Fetisch.“

Natalius, absolut richtig. Den Kapitalismus muß man zuerst im eigenen Kopf überwinden.

f.luebberding f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:12

Die Kommentare von Holger und Systemkritiker habe ich gelöscht. Diesen Zynismus muss man wirklich nicht stehen lassen. Was Natalius betrifft: Deine Interpretation Putins ist wirklich famos. Antisemiten haben nur immer ein Problem: Sie scheitern an den Fakten. Diese Debatte ist hier aber jetzt beendet.

wowy Januar 28, 2015 um 17:12

@Mehmet Can
Bitte, gerne #artedoku

f.luebberding f.luebberding Januar 28, 2015 um 17:07

Mehmet Can

Welcher Kommentar ist das?

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 17:07

@holger Januar 28, 2015 um 16:21
„—>>>„Mitglieder des russischen Parlaments erwägen, die deutsche Wiedervereinigung als widerrechtlichen Akt einstufen zu lassen. Laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass denken Abgeordnete der Staatsduma darüber nach, das Zusammengehen von Ost- und Westdeutschland in den Jahren 1989 und 1990 als Annexion zu verurteilen. …”
JAHAAAAAAAAAAAAAAAAAAA was war es denn auch sonst?
Das Miststück Kohl hat es auch unverhohlen gesagt!!!!“

holger, Kohl kannte seine Deutschen nur zu gut: anders als auf der Krim gab es in der DDR 1989 kein Referendum. In der DDR gab es normalerweile seit 1948 immer nur JAAAA. Deshalb hat Kohl 1989 den DDRlern ja auch nicht gestattett, auf den Wiedervereinigungs-Stimmzettteln mal ein „Nein“ anzukreuzen.

Natalius Januar 28, 2015 um 17:02

@holger Januar 28, 2015 um 15:58

“Das Thema geht mir persönlich echt am Arsch vorbei…”

Bin kein Proktologe und es wäre auch der falsche Facharzt. Aber eins ist mir klar:

@Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 15:40

Wenn wir nicht allmählich beginnen, mit beiden Augen hinzusehen, dann haben diejenigen, die uns alle als Untermenschen betrachten, bald ihr Ziel erreicht. Deutsche und Juden verbindet nämlich etwas, dessen Überwindung eine gemeinsame historische Herausforderung ist: Die Ideologie des Übermenschen. Es ist dabei völlig unerheblich ob die Wurzeln dieser Ideologie durch “göttliche” Intervention oder durch Rückbezug auf eine arische “Ahnenrasse” (etwa Atlantis) zustandekamen. Oder heute durch Intelligenz, Geld, Funktion usw. zustandekommen. Solange eine Menschengruppe A eine andere Menschengruppe B als rechtloses Nutzvieh ansieht, kommen wir aus dem Dilemma nicht heraus. Und solange es Machthabern gelingt, uns in A und B (und weiter A1, A2, A3, B1, B2, B3) einzuteilen, haben wir (Täteropfer, Opfertäter: exemplarisch Deutsche und Juden) verloren. Es geht inzwischen nämlich nicht mehr um die Emanzipation von Identitätsgruppen (Frauen, Männer, Schwule, Lesben, Muslime, Juden, Christen, Rechte, Linke, usw.) – es geht um die Emanzipation eines menschlichen Wir – später um die Emanzipation allen Lebens – und schliesslich um die Emanzipation der gesamten Lebensgrundlage: Erde, Terra, unser Planet.

Der Kapitalismus sitzt im Kopf – Kapital ist lediglich sein Fetisch.

BB Januar 28, 2015 um 17:01

@Schwejk

Ach war das hier schonmal Thema? Sorry, ich les nicht immer alles, das schaff ich nicht. Ansonsten natürlich, wie häufig, voll deiner Meinung. Aber ist noch interessant, wie Welt.de das in ihrem Teaser mal wieder schafft, es so zu formulieren, als ginge es Putin um Geschichtsrevision und nicht dem Polen Schetyna. PUDELPRESSE! PUDELPRESSE! PUDELPRESSE!

chabis Januar 28, 2015 um 17:00

@Befreiung von Ausschwitz
Der Mann, der den Zaun von Auschwitz niederwalzte

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/kz-befreier-david-dushman-der-mann-der-den-zaun-von-auschwitz-niederwalzte-1.2321968

“David Dushman ist der 9. Mai, der “Tag des Sieges”, wichtiger als sein eigener Geburtstag. In der Israelitischen Kultusgemeinde am St.-Jakobs-Platz sagt er jedes Jahr: “Mit Stolz erinnern wir uns daran, dass die sowjetische Armee entschieden dazu beigetragen hat, Europa von der braunen Pest zu befreien.”

Zwölf, 13 weitere Veteranen feiern den Tag. 500 000 Juden kämpften in der Roten Armee. Auch wenn er die Politik Wladimir Putins kritisch sieht, sagt er: “Es ist ein Fehler, dass Putin zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz nicht eingeladen wurde.”

Russen sind Patrioten. Das war auch David Dushman, als er mit 17 freiwillig zur Armee ging, nachdem Hitler-Deutschland am 22. Juni 1941 die Sowjetunion überfallen hatte. Aber den Jungen mit schwarz gelocktem Haar und feinen Gesichtszügen trieb noch ein anderer, brennender Wunsch. Der sollte sich jedoch nie erfüllen.

Der Befreier von Auschwitz konnte den Menschen, den er über alles liebte, nicht retten. Seinen Vater Alexander, einen Militärarzt im Generalsrang und Held des Bürgerkriegs, der 1938 bei Stalin in Ungnade fiel und wie Hunderttausende andere in den Gulag deportiert wurde.”

holger Januar 28, 2015 um 16:45

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 16:41

Denk doch mal für Fünf nur 5 Minuten nach …

Ist dir zu viel Mämett ??

sik tir lang

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 16:41

@ holger

“600 Millionen in 3 Minuten muss halt möglich sein.

Immer rinn nach Zyklon B und in die Krematorien… nur was brennt ist eben gut.

Natalius HALT die FRESSE

und Lübberding du weisester aller Weisen DANKE für Hitler IV du bist der, den wir brauchen… unbedingt…”

bin gespannt wie lange dieser rassistische scheiss hier stehen darf.

Mehmet Can Januar 28, 2015 um 16:38

@ Wilma

vielen danke für den arte – doku – tip. war sehr interessant.

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 16:08

@holger Januar 28, 2015 um 15:58
„Natalius Januar 28, 2015 um 14:12
Das Thema geht mir persönlich echt am Arsch vorbei…
Rubel t euch doch einfach einen…“

Holger, ja, jetzt wird es “emotional”…

„Mitglieder des russischen Parlaments erwägen, die deutsche Wiedervereinigung als widerrechtlichen Akt einstufen zu lassen. Laut der Nachrichtenagentur Itar-Tass denken Abgeordnete der Staatsduma darüber nach, das Zusammengehen von Ost- und Westdeutschland in den Jahren 1989 und 1990 als Annexion zu verurteilen. …
Hintergrund ist eine laufende Kontroverse im Europarat. Dort dauert das Tauziehen um die Sanktionen gegen die russische Delegation in der Parlamentarischen Versammlung an. Grund für die Strafmaßnahme war die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Moskau im Frühjahr 2014. „
http://www.spiegel.de/politik/ausland/duma-erwaegt-verurteilung-der-deutschen-wiedervereinigung-als-annexion-a-1015427.html

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 15:55

@ Hardy Januar 28, 2015 um 07:00

Ah… der Costas Lapavitsas ist also auch bei Syriza. Der war ja immerhin 2011 ein vehementer Befürworter eines Ausstiegs aus dem Euro und eines Default.

http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/sep/19/greece-must-default-and-quit-euro

wowy Januar 28, 2015 um 15:47
wowy Januar 28, 2015 um 15:45

Wenn keine Regeln mehr gelten, dann überall.
http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1015427.

Soldat Schwejk Januar 28, 2015 um 15:45

@ BB Januar 28, 2015 um 14:29 —> “Es geht doch eher darum, wer Auschwitz befreit hat. – Ukrainer und nicht die russische Armee, wie Polen jetzt behauptet oder tatsächlich – Russen, Ukrainer, Tschetschenen, Tataren, Georgier, wie Lawrov betont.”

Hatten wir doch gerade… @HG hatte dies verlinkt:

http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=12006359

Ich hatte dazu um 23:22 gestern auch geantwortet, u.a.:

—> “Aus Dokument 7 etwa geht die ethnische Zusammensetzung der 60. Armee der Ersten Ukrainischen Front hervor, die Auschwitz befreit hat. Russen und Ukrainer jeweils ca. 35.000, ansonsten viele andere Volksgruppen zahlenmäßig jeweils mit einigen hundert: Tataren, Weißrussen, Armenier, Georgier, Kasachen,Tschuwaschen…”

Aus der Bezeichnung “Erste Ukrainische Front” schließen zu wollen, daß in den betreffenden Armeeeinheiten angeblich nur Ukrainer (und keine Russen u.a.) gekämpft haben, wie das jetzt anscheinend die offizielle polnische Lesart ist, das ist nun freilich solch dreiste Propaganda, da hätte es nicht extra der Veröffentlichung des Dokuments bedurft, um das zu erkennen. Offenbar möchte man in Warschau jetzt eine Art Orwellsche Geschichtsumschreibung für ganz Europa. Damnatio memoriae hieß das früher.

Carlos Manoso Januar 28, 2015 um 15:40

@Natalius Januar 28, 2015 um 14:12
„Statt (3) spricht Putin von rücksichtsloser Barbarei nicht nur gegenüber Juden, sondern auch gegenüber anderen Völkern Europas“

Natalius, Putin schrieb: „alle Versuche, die Geschichte umzuschreiben und den Beitrag unseres Landes zum großen Sieg , wäre gleichbedeutend damit, den Nationalsozialismus und seine Verbrechen zu rechtfertigen und würde den Weg für das erneute Auftreten dieser tödlichen Ideologie öffnen „.

Putin trifft damit den wirklich entscheidenden Punkt.

Der staatlich organisierte Massenmord an den Juden im terrritorialen Machtbereich der deutschen Nationalsozialismus war nach den Endziel-Plänen der Nazi-Führer nur der Anfang der Vernichtung der „Untermenschen“. Zu den „Untermenschen“ zählten für die Nazi-Führer . alle fremdrassischen Menschen, also auch die Slaven. Die Menschen in Russland wären nach der abgeschlossenen Vernichtung der Juden („Endlösung“) ebenfalls „an der Reihe“ gewesen

Natalius Januar 28, 2015 um 15:27

PS: Was will er also? Kommt da keiner drauf? Alle noch blöder als Natalius?

wowy Januar 28, 2015 um 15:23

Falls es jemand verpasst hat.
Zur Abschaffung der Legislative und einer Weltgesetzgebung, zu der es keine Judikative geben wird: http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/ttip-und-freihandel/ttip-amerika-soll-bei-unseren-gesetzen-mitreden-13391816.html
Früher nannte man das Totalitarismus #TTIP #CETA #TISA

Natalius Januar 28, 2015 um 15:13

@BB,

“Die Tatsache, dass er vor Holocaust-Überlebenden spricht, dürfte klar machen, dass es nicht darum geht, ob er denselben leugnet oder nicht. Also das ist nun wohl die bescheuerste Interpretation, die man finden kann.

Es geht doch eher darum, wer Auschwitz befreit hat.”

Für mich ist die Tatsache, dass Putin nicht eingeladen war, von hoher symbolischer Bedeutung. Die Einladenden leugnen damit die Rolle der Roten Armee bei der Befreiung des KZ Auschwitz. Als Retourkutsche kontert Putin mit der Öffnung von Geheimdokumenten und spricht EXPLIZIT von vier Todesarten (Tod durch Erschiessung, Tod durch Folter, Tod durch Hunger, Tod durch Seuchen) aber nicht von der Todesart (Tod durch Vergasung), die in unseren Geschichtsbüchern steht.

Das ist in meinen Augen kein marginales Detail. Es wäre so zu sehen, hätte Putin keine einzige Todesart erwähnt. Warum verschweigt er aber genau diejenige Todesart, die den Holocaust zu einem einzigartigen und in der Geschichte nie dagewesenen Verbrechen macht? In den Gulags der Bolschewiken kamen Menschen doch ebenfalls durch die von Putin genannten Todesarten um. Massenweise – die Zahlen (und Putin weiss das) gehen bis 65 Millionen. Im ukrainischen Holodomor (den u.a. Russland und Deutschland im Ggs. zu vielen europäischen Ländern (immer) noch nicht als Völkermord anerkannt haben) starben 3-14 Mio Menschen – ebenfalls durch Hunger, Seuchen, Folter und Erschiessung. Es waren wieder Bolschewiken, die dafür verantwortlich sind (und Putin weiss das). Was will er uns also mitteilen? Kein Wort über die eigene Geschichte und die eigene verbrecherische Ideologie, die in der Barbarei während der Lenin- und Stalin-Zeit zur Anwendung kam. Was will er also?

BB Januar 28, 2015 um 15:09

@topi

Ich bin ja nicht dagegen, dass ausländische Fernfahrer Mindestlohn kriegen.

Ich find’s nur bezeichnend, wie eifrig die Polen in dem Moment werden, wo’s um ihre finanziellen Vorteile geht :-)

Die Polen verraten uns bei jeder Gelegenheit an die Amerikaner. Aber Geld nehmen, da ham se keine Skrupel. Ist ja nicht die erste Gelegenheit, wo mir das auffällt, sonst wär’s mir gar nicht aufgefallen. (EU-Beitrittsverhandlungen: Mehr Geld haben wollen bis zur letzten Minute, Geld für USA-Folterknäste nehmen, …)

topi Januar 28, 2015 um 14:57

“Hab gerade gelesen, dass die Polen Frau Nahles unterstützen, auch ausländischen Fernfahrern den Mindestlohn zu zahlen *kecker, lach*

Ja wenn’s um’s Geld geht, stehen die Polen immer an forderster Front.”

Ähm, die übliche (neoliberale) Reaktion wäre, dass man sich für “seine” Spediteure in die Bresche wirft, die dann dumpend durch D fahren lassen dürften.

Sorum ist es sehr sinnvoll, quasi wie eine frühere Vereinbarung auf dem Bau.

topi Januar 28, 2015 um 14:51

Natalius wieder mal vom blödesten.

Für Russen (vorher Sowjetunin) liegt/lag der Schwerpunkt des “Großen Vaterländischen Krieges” mit dem “great Victory” am Ende natürlich anders.

Sie haben AUCH den Holocoust beendet, aber weit darüber hinausgehend die Freiheit ihres Landes unter massivsten Opfern (auch wenn man die Millionen abzieht, die Stalin im Windschatten persönlich zu verantworten hat) verteidigt, und zahlreiche andere Länder vom Faschismus befreit.

Dass man in D quasi nur noch den Holocoust thematisiert, ist vielleicht nachvollziehbar; aber auch ohne jeden Holocoust wäre WKII kein normaler Krieg unter Nachbarn, wie er eben immer mal vorkommt.

Deine “Interpretationen “von Putin sind völlig albern.

BB Januar 28, 2015 um 14:47

Hab gerade gelesen, dass die Polen Frau Nahles unterstützen, auch ausländischen Fernfahrern den Mindestlohn zu zahlen *kecker, lach*

Ja wenn’s um’s Geld geht, stehen die Polen immer an forderster Front.

BB Januar 28, 2015 um 14:44
ruby Januar 28, 2015 um 14:43

Repeat:
Draghi agiert mit den geplanten Ankäufen im luftleeren Nirwana.

ott0 Januar 28, 2015 um 14:39

War die EU intern das Thema?

BB Januar 28, 2015 um 14:35
quecalor Januar 28, 2015 um 14:34

Meiner Erfahrung nach hat sich, zumindest in Spanien, die lange Zeit der emotionalen Bindungen an die klassischen Parteien aufgelöst.Jeweils wo die Eltern im Bürgerkrieg bzw. in der Diktatur standen, standen meistens auch die Nachkommen. Nach der Unsicherheit der jungen Demokratie und den aus heutiger Sicht doch zweifelhaften, das heisst nicht ganz so heroischen, Einsatz des Königs für die Erhaltung der Demokratie entstand eine grosse Leere. Man wählte rechtsPP oder Links PSOE. Warum , spätestens zu Zapateros Zeiten wusste keiner mehr so genau warum. Die Wende kam, durch die quasi täglich veröffentlichten Skandale bis heute. Selbst kleinste Bürgermeister sind betroffen. Man liest in Deutschland nur die Spitze dieser Machenschaften. Durch alle Parteien, ja auch die Linke. Veruntreuungen öffentlicher Gelder, EU-Gelder für Weiterbildung, illegale Bebauungspläne und so weiter und so weiter. Die Justiz ist langsam, aber sie funktioniert, inzwischen. Die empfundene Ungerechtigkeit und Empörung geht durch die gesamte Bevölkerung und Altersgruppen. Die, die heute lieber noch eine der alten Parteien wählen machen das aus Angst vor einem Wandel. Den “wir müssen uns ändern Modus” hat inzwischen auch Rajoy erkannt. Es reicht nicht mehr. Das Vertrauen, ob alt, aber meistens jung ist verspielt.

BB Januar 28, 2015 um 14:29

@Natalius

http://www.welt.de/politik/ausland/article136842381/Putin-nutzt-Auschwitz-Gedenken-fuer-Propaganda.html

Die Tatsache, dass er vor Holocaust-Überlebenden spricht, dürfte klar machen, dass es nicht darum geht, ob er denselben leugnet oder nicht. Also das ist nun wohl die bescheuerste Interpretation, die man finden kann.

Es geht doch eher darum, wer Auschwitz befreit hat.

- Ukrainer und nicht die russische Armee, wie Polen jetzt behauptet oder tatsächlich

- Russen, Ukrainer, Tschetschenen, Tataren, Georgier, wie Lawrov betont.

Das müsste sich doch leicht überprüfen lassen. Und wenn der Lawrov recht hat, dann Pfui über die Polen und Pfui über “Die Welt”, die Putin deswegen Geschichtsrevisionismus unterstellt.

Jetzt will ich’s aber wissen. Hier im Blog. Wer recherchiert? Waren es tatsächlich nur Ukrainer oder war es die russische Armee?

Natalius Januar 28, 2015 um 14:12

@WING & Soldat Schweijk

Die offizielle Statement des russischen Präsidenten zur Erinnerung an die Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee lautet:

“The Holocaust was one of the most tragic and shameful pages in human history. Millions of innocent people fell victim to the Nazis, went through the hell of the death camps and were shot, tortured, and died from hunger and disease. The Red Army put an end to these atrocities and this ruthless barbarity and saved not just the Jewish people but also the other peoples of Europe and the world.

We must always remember firmly that any attempts to rewrite history and our country’s contribution to the great victory would be tantamount to justifying Nazism’s crimes and would open the door to the re-emergence of this deadly ideology. Forgetting the lessons of our common past could lead to a repeat of these terrible tragedies. It is therefore our duty to defend the truth about the events of World War II and stand up for the achievements, dignity, and good name of the living and the fallen.

This is our duty and a matter of honour before the generations to come.” (http://eng.news.kremlin.ru/news/23524)

Als Holocaust-Leugner gilt, wer:
(1) den Mord an 6 Millionen Juden leugnet,
(2) die Verwendung von Blausäure in Gaskammern und die Einäscherung der Opfer in angeschlossenen Krematorien im Sinne eines industriellen Massenmordes leugnet,
(3) leugnet, dass der Massenmord in dieser Form von den Nazis als sich primär an Juden richtendes Vernichtungsprogramm geplant war.

Statt (1) spricht Putin von Millionen unschuldiger Opfer.
Statt (2) spricht Putin von Erschiessungen, Folter, sowie von todbringendem Hunger sowie Seuchen.
Statt (3) spricht Putin von rücksichtsloser Barbarei nicht nur gegenüber Juden, sondern auch gegenüber anderen Völkern Europas.

Wenngleich ich hier kein Fachmann bin, könnte ich mir vorstellen, dass die Unterschlagung/Nichtbenennung dieser drei Säulen des historischen Narrativs als Holocaustleugnung ausgelegt werden kann. Putin’s statement ist zumindestens eine diplomatische Provokation, die Folgen nach sich ziehen wird.

BB Januar 28, 2015 um 14:07

@quecalor

Der Friedenswinter hierzulande wäre vielleicht eine Möglichkeit, konservative Menschen einzubeziehen. Pegida und AfD sind aus verschiedenen Gründen dazu weniger geeignet.

Allerdings schießen die Medien der globalisierten Eliten auch gegen dieses Phänomen (alles VTler, Spinner, Trolle, Antisemiten, …). Die globalisierten Eliten brauchen keinen Mob, mit dem sie sich verbünden (wie die nationale AfD), sie haben ja die etablierten Parteien im Sack.

BB Januar 28, 2015 um 13:59

Ich erwarte von der EU, dass sie die kriegstreiberische Ukraine, die bisher 4000 Zivilisten auf dem Gewissen hat, durch Entzug der finanziellen Unterstützung stoppt.

https://www.freitag.de/autoren/bernd-murawski/ukrainekrise-und-westliche-glaubwuerdigkeit

Sollte die EU dies nicht tun, beteiligt sie sich an einem und fördert einen verbrecherischen Krieg.

ruby Januar 28, 2015 um 13:58

@quecalor
Wer zu spät kommt…
Siggi + Françoise hatten ihre Chance

BB Januar 28, 2015 um 13:54

Jetzt möchte ich aber dochmal genau wissen, wie die bisherigen Erklärung zu Russland und Sanktionen der EU zustandegekommen sind. Formulieren da irgendwelche Typen Erklärungen und gehen dann davon aus, dass alle Regierungen zustimmen?

“Gernot Erler, sprach von einer “schwierigen Situation”, vor der die EU nun stehe. Im ARD-Morgenmagazin sagte er: “Die einzige Stärke, die die EU bisher hatte, war ihre Einigkeit.” Es wäre bedauerlich, wenn das mit der Wahl von Tsipras ein Ende fände.”

http://www.tagesschau.de/ausland/sanktionen-russland-105.html

Der Gernot hat wohl einen an der Waffel. Wenn das die übliche Praxis in der EU ist, dann gehört dieses undemokratische Gehabe sofort gestoppt. Dann wissen wir ja, was wir von den bisherigen Erklärungen zur Ukraine zu halten haben. Wahrscheinlich werden die von den USA vorformuliert.

Manfred Peters Januar 28, 2015 um 13:37

@ Holger
… wenn schon, dann 0800 1115554 (kostenlos rund um die Uhr)
Gibt es da heute Geld umsonst?

quecalor Januar 28, 2015 um 13:34

Ende Mai sind in Spanien Kommunalwahlen, die mit Spannung erwartet werden. Sie wird als Test, der wahrscheinlich im November stattfindenden “Bundestagswahl”, gesehen. Die letzte, 2 Tage alte Umfrage, sieht Podemos bei 30,9 % , PP 25.3% PSOE(SPD) bei 14,6%.
In Portugal wurde gerade eine Podemos Partei gegründet.
In beiden Ländern steht die Linke mit offenem Mund da und versteht die Welt nicht mehr. Wie in Griechenland sind auch in Spanien bei Podemos konservative Menschen eingebunden. Nur halt keine Ordoliberalen. Es ist hier auch kein Widerspruch mit einer konservativen Partei ein Bündnis einzugehen. In Deutschland heisst das dann rechtspopulistisch. Wäre die CSU dann wohl auch und ist in der Regierung.

ott0 Januar 28, 2015 um 13:31

Produktivität hoch => Arbeit(szeit) bei vollem Lohnausgleich runter.

Wo sind die Europäischen Gewerkschaften und wie stimmen die sich europäisch ab?

Was sollen Wettbewerbsverschiebungen innerhalb der EU bringen?

Wachstum für wen und womit (Warenangebot ausreichend)?

holger Januar 28, 2015 um 13:30

Wer mal Spass haben will.

sollte hier anrufen: 0531 4870

:D

Keynesianer Januar 28, 2015 um 13:24

Eine sehr skeptische Erwartung hat Sebastian Müller:

Trotz ihres offenkundigen Scheiterns scheint daher eine griechische Abkehr von der neoliberalen Austeritätspolitik derzeit kaum durchzusetzen. Denn Tauwetter ist noch immer keines in Sicht. Im Gegenteil, auch in der jüngeren Vergangenheit haben linke Regierungen haben mehr Privatisierungspolitik und Sozialabbau betrieben als konservative Parteien.
http://le-bohemien.net/2015/01/28/syriza-zwischen-revolution-und-zwang/

Hollande ist ja inzwischen ein weiteres abschreckendes Beispiel, der alle in ihn gesetzten Hoffnungen enttäuscht hat.

BB Januar 28, 2015 um 13:24

Watt denn, nur 1,5% prognostiziert der Gabriel?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/konjunktur-wirtschaftswachstum-prognose-2015-bundesregierung

Aufgrund der neuen GfK-Analyse? Mann Gabriel, die GfK-Zahlen enthalten Immo-Käufe, das ist “Angstsparen”! Das hat nix mit der Konjunktur zu tun!

Aber was anderes. Die Zinsen sind niedrig und das Öl billig. Das allein müsste normalerweise eine Konjunktur-Rakete sein, die irgendwo bei 3 Prozent landet.

Wahrscheinlich werden wir, wie auch letztes Jahr, bei 0.5 Prozent Wirtschaftswachstum landen (letztes Jahr wurden ja auch 1 – 2 Prozent prognostiziert) und bei 4,5% Arbeitslosen (reale, die nicht offiziellen).

Das ist ein Armutszeugnis für die Politk. Da wird so eine jämmerliche GfK-Konsumklima-Befragung verwendet, damit sich Gabriel, ohne Leistung gebracht zu haben, in Erfolgsmeldungen baden kann *kecker, lach*.

Und wenn der Plasberg noch einmal derartig affirmativ in einer seiner Anmoderationen daherlügt: “Deutschland geht es gut, die Wirtschaft brummt, warum dann Unzufriedenheit, Pegida, blaglabla, ….” … (gibt’s weiter Zoff Herr Dr. Gniffke)

Keynesianer Januar 28, 2015 um 13:20

Die griechische Regierung könnte ein großes Programm zur besseren Erschließung Griechenlands für den Tourismus mit Finanzhilfen der EU umsetzen. Öffentliche Verkehrsmittel, Campingplätze, günstige und einfache Mietwohnungen und Häuschen für Touristen, vor allem auch bessere Anreisemöglichkeiten nach Griechenland ohne PKW.

Wir werden bald sehen, was die neue Regierung wirklich vor hat. Es kann auch ganz anders kommen und völlig unproduktiv und zerstörerisch werden: also die staatlich geförderte Ansiedlung von Exportindustrie in steuerbegünstigten Freihandelszonen mit Sweatshops für Kostas und Frau zu niedrigsten Löhnen, um mit der Textilproduktion in Indien zu konkurrieren. Dazu Verhandlungen für einen Schuldenschnitt, den dann alle anderen Schuldner auch haben wollen, oder um deutsche Reparationszahlungen so zwischen ein- und zweihundert Milliarden für den letzten Weltkrieg.

holger Januar 28, 2015 um 12:44

Und genau deswegen wurde “Made in Germany” mehrfach in Grund und Asche gebombt… LOL :D

holger Januar 28, 2015 um 12:42

BB

—>>>Das ist nun absoluter Blödsinn. Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.”

\o/ \o/ \o/ YEP so war es immer ….

Deswegen ist ja der “Wettbewerbsvorteil” die größte Null Kommunikation

BB Januar 28, 2015 um 12:36

@Hardy

“….Wie ich oben schrieb – ohne Draghi wären Bayern und BW längst bankrott. Darüber solltest Du nachdenken…..”

Das ist nun absoluter Blödsinn. Die deutschen Produkte (Ausrüstung) haben aufgrund ihrer hohen Qualität nur eine geringe Preiselastizität. Die exportieren, egal ob der Euro stark oder schwach ist.

Eagon Januar 28, 2015 um 12:32

Was passiert denn in Griechenland wenn die Gesamtnachfrage in der Eurozone um 5% jährlich steigt. Müssen wir uns dann noch irgendeine Sorge darum machen dass die Griechen in Arbeit und Einkommen kommen?

Es ist tatsächlich so, nur Deutschland kann noch den Euro retten.

WennFrau le Pen Kontakt zu Syriza aufnimmt, dann um Merkel deutlich zu machen. Gemeinsam können wir sehr wohl aus dem Euro austreten.

Aber was wissen die Chefideologen der SPD:

In einer statischen Wirtschaft ohne Wachstum sind

a)

zusätzliche Staatsausgaben reine Strohfeuer

und

b)

fällt Wachstum vom Himmel.

http://wcco0y847.homepage.t-online.de/Aufsaetze/Vorlesung%20vdVring.pdf

Frau Merkel hat andere Chefideologen

Frau Merkel ist der Meinung die Gesamtnachfrage in der EU ist ausreichend.

Wachstum fällt vom Himmel, wenn sich die einzelnen Länder gegenseitig Marktanteile abjagen.

Aber interessant für wen die SPD eigentlich steht.

28% der Deutschen mit einem Einkommen über 3500 Euro stehen für 92% der Gesamtersparnis der Deutschen.

Das ist die Klientel von Gabriel und Co.

Eine private Altersvorsorge kann in Deutschland nicht funktionieren!

Ansonsten weiß ich wenig von Griechenland.

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