Abendland, Manndeckung und Europa: Blockierte Transformation. Ein Gastbeitrag von Gerald Fricke.

by f.luebberding on 30. Januar 2015

Die neue Regierung in Athen ist noch nicht einmal eine Woche im Amt. Aber die Aufregung, die sie auslöst, könnte sicher den Empörungsjahresbedarf so manches Ministers in Berlin decken. Ein gutes Beispiel dafür war gestern Abend die Sendung von Maybrit Illner gewesen. Dort erlebten wie jenes Schauspiel, das uns auch in den kommenden Wochen und Monaten noch oft genug begegnen wird. Während man in Deutschland über die niedrigen Zinsen stöhnt (“private Vorsorge!”), hat man in Griechenland andere Sorgen, wie die hohe Arbeitslosigkeit oder den Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Insofern war bei Frau Illner die Mainzer Ökonomin Beatrice di Mauro ein Lichtblick zu nennen. Sie litt nicht an der selektiven Wahrnehmung der Politiker. Warum es also nicht mit Wissenschaft versuchen? Damit fangen wir sofort an! In dem Gastbeitrag von Gerald Fricke geht es um die “blockierte Transformation” als Charakteristikum der europäischen Politik. Sie findet, so seine These, nicht aus einer Logik heraus, die nur ein Ziel zu kennen scheint: Zum Status quo vor der Krise zurückzukehren. Es lohnt sich die Debatte. Wer soll sie auch sonst führen, wenn nicht wir? Günther Oettinger?

Abendland, Manndeckung und Europa: Blockierte Transformation.

Ein Gastbeitrag von Gerald Fricke

In meiner Jugend, unter Helmut Kohl, hieß das Abendland noch „geistig-moralische Wende”, Alfred Dregger verteidigte es in Hessen und an der Oder-Neiße-Grenze und zum Sendeschluss wollte Gerhard Mayer-Vorfelder partout alle drei Strophen des Deutschlandliedes im ZDF singen, singen lassen. Oder so ähnlich. Mit dem Rotfunk sollte bald Schluss sein, denn in unserer Bungalow-Siedlung würde das Privatfernsehen demnächst auf Versuchssendung gehen, auch das war Abendland, späterhin von Ed Stoiber auf die kongeniale Formel „Laptop und Lederhose“ gebracht.

Das „konstruktive Misstrauensvotum“ im Bundestag und die Wahl Helmut Kohls gegen den natürlichen Bundeskanzler Helmut Schmidt verfolgte ich im Fernsehkeller meines Bolzplatz-Freundes Ullo. Zum Fernsehen wurde hier noch gepflegt in den Keller gegangen, denn im holzvertäfelten und latent überheizten Wohnzimmer standen alle Karajan-Aufnahmen von „Deutsche Grammophon“, die Werke René Kollos, Rudolf Pörtners „Mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit“, antike Bildbände und braune Ledergarnituren und eine Nordmende-Stereokompaktanlage, aber selbstverständlich kein Fernseher. Als Elf-, Zwölfjährige hatten wir schon in den frühen Achtzigern von den Gewissensprüfungen für Kriegsdienstverweigerer im Kreiswehrersatzamt gehört – und den Fangfragen der alten Wehrmachtsgeneräle, die natürlich immer den Vorsitz im Gewissens-Ausschuss übernahmen, im Zweifel aber trotzdem argumentativ eher auszuhebeln waren als der verschlagene Militärpfarrer.

Das Abendland war bis zum Mauerfall Bestandteil und Kronjuwel des großen anti-bolschewistischen Abwehrkampfes. Menschen mit Migrationshintergrund hießen noch „Gastarbeiter“, es wurde um ihre Rückführung debattiert, und CDU/CSU-Politiker hießen Lummer, Geißler, Stoltenberg, Strauß. Franz Josef Strauß, „Franz Josef“, ohne Bindestrich! Carl Carstens war früher auch mal in einer anderen Partei namens NSDAP, aber er unterschrieb als wandernder Bundespräsident zackig-demokratisch und mit wertkonservativer Grund-Überzeugung meine „Jugend trainiert für Olympia“-Urkunde, die ich immer schon mal auf Instagram posten wollte, wie mir gerade einfällt.

Heute weiß ich natürlich, was für ein Quatsch dieses Abendland ist. It’s the economy, stupid. Der Weltkapitalismus ruckelt immer weiter, Überbau hin oder her, und wenn es sein muss, dann bekennen sich die Abendländler auch zu Atomkraft und Raubtierkapitalismus und allem, was irgendwie passend gemacht wird. Große Krisen, und damit sind wir beim Thema, führen zu Rundum-Erneuerungen und kapitalistischen Transformationen, das habe ich als Politikwissenschaftsstudent in der „Großen Transformation“ von Karl Polanyi gelesen, das den Übergang eines eingebetteten Kapitalismus zu reinen Marktgesellschaften im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschreibt. Das keynesianische Zeitalter, wir springen ins 20. Jahrhundert, der Wohlfahrtsstaat und der rheinische Kapitalismus sind nicht aus Jux und Dollerei entstanden, sondern als Antwort auf das krachende Versagen der klassischen Nationalökonomie in der Großen Depression. Die Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1932 brachte das keynesianisch-korporativistische Akkumulationsregime hervor, wie wir in der Vorlesung von Gilbert Ziebura hörten. Anfang der siebziger Jahre schon, mit Ölschock und der Weltverflechtungskrise 1973/74, endeten die Goldenen Siebziger. Der Paradigmenwechsel im Zuge der neoliberalen Konterrevolution und die Schlagworte zur Rettung des Kapitalismus lauteten: Von Maynard Keynes zu Milton Friedman, von der Globalsteuerung zum Monetarismus, von der Nachfrage- zur Angebotspolitik, Deregulierung der Kapitalmärkte, Liberalisierung und Privatisierung.

Unter Helmut Schmidt bedeutete das gute alte „Modell Deutschland“ die Krise aus Stagnation und Inflation („Stagflation“) mit weltmeisterlichen Exportüberschüssen, nunja, zu exportieren. Die europäische „Währungsschlange“ von 1979 war die Antwort auf den Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems. Die Koppelung der D-Mark an die „schwachen“ Währungen in der Europäischen Gemeinschaft sollten mögliche Aufwertungen der D-Mark konterkarieren und das Modell Deutschland retten. Eine ähnliche Krisenüberwindungspolitik erleben wir nach der Weltfinanzkrise 2008 in der Europäischen Union, nur ganz anders. Diese Große Krise hätte nun endlich das Ende des neoliberalen Paradigmas einläuten müssen, wenn es nach den Lehrbüchern der Regulationsschule gegangen wäre.

Blicken wir zurück: In Ullos Fernsehkeller wussten wir damals schon, dass Grundigs „Video 2000“ das bessere System ist. Und dass sich trotzdem die Japaner mit ihrem VHS wahrscheinlich und ungerechterweise durchsetzen würden. Genau so, wie bei den Zweitwagen: Toyota Starlet, statt VW Käfer. Auch hier war das Abendland in höchster Not, gebannt von der „gelben Gefahr“. Als Antwort darauf und die allgemeine „Eurosklerose“ transformierte der Mantel der Geschichte, wie es Kohl nannte, die EWG zum europäischen Binnenmarkt (1986) und schließlich zur Europäischen Union. Den dräuenden Übergang von Manndeckung zur Viererkette im postmodernen Weltfußball konnten wir aufgeweckten Zwölfjährigen und Könige auf dem Bolzplatz allerdings nicht ahnen. Manndeckung und laufarmer Feldherrenfußball schienen uns und den Millionen Bundestrainern die natürliche Ordnung auf dem Platz, auf immer. Heute wissen wir: Eine jahrzehntelang blockierte Transformation, von Günter Netzer Selbsteinwechslung bis zur Europameisterschaft 2004. Die Deutschen rumpelten sich durch die achtziger und neunziger Jahre, 1982 und 1986 bis ins Finale, wurden mit Libero Lothar Matthäus 1990 sogar Weltmeister und 1996 mit klassischem Mittelstürmer Bierhoff Europameister, aber erst das Klinsmann-Projekt „Weltmeisterschaft 2006“ sollte die Blockade lösen und den Weg nach Rio 2014 weisen.

Und in Europa? Immer neue überkeynesianische Banken-Rettungspakete müssen durch die postdemokratischen Sparkommissionen und Parlamente geschleust werden, die europäische Austeritätspolitik führt sich als selber ad absurdum. Eine Rückkehr zum Keynesianismus ist genau so undenkbar wie Spenglers Abendland, aber ein neues post-neoliberales Akkumulationsregime ist ebenfalls nicht in Sicht. Stattdessen lautet die „alternativlose“ Herrschaftssynthese: Zurück zum Status quo ante 2008. Und zwar egal, was die Griechen wählen. Nennen wir das mit gutem Grunde eine „blockierte Transformation“ des Weltkapitalismus.

Dr. Gerald Fricke arbeitet am Institut für Wirtschaftsinformatik der TU Braunschweig. Er ist Politikwissenschaftler und Berater für Digitale Transformation. Sein Blog ist hier zu erreichen. Auf Twitter unter Ballkultur.

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f.luebberding f.luebberding Februar 1, 2015 um 16:24

QM

Ich bin auch humorlos … .

KommentatorX Februar 1, 2015 um 17:30

Herr Fricke hat immer noch nicht auf die Frage geantwortet, was er konkret meint, wenn bei ihm von einer „blockierten Transformation des Weltkapitalismus“ die Rede ist?

Auf seiner dienstlichen Website ist zu lesen:

Dr. Gerald Fricke, TU Braunschweig, über den Übergang zur Webgesellschaft

“Ich forsche und lehre über die Große Transformation zur Webgesellschaft und die Gestaltung des Social Webs. Dabei verbinde ich die Politik- und Medienwissenschaften mit der Wirtschaftsinformatik und stützte ich mich auf meine umfassenden Beratungs-, Projekt- und Agenturerfahrungen. Mir geht es darum, den digitalen Wandel und eine gute nachhaltige Entwicklung zu gestalten. Der Übergang von einer Massengesellschaft zu einer Webgesellschaft hat bedeutende Auswirkungen auf die Politik, die Demokratie und die Unternehmen. Mit diesen Herausforderungen können wir am besten umgehen, wenn wir die Geschichte einer neuen Kooperation in der Webgesellschaft erzählen.” (Gerald Fricke)

Also offensichtlich geht es ihm im die „Große Transformation“ zum „Weltwebkapitalismus“.

„Webgesellschaft“ erscheint hier als typischer Pseudo-Begriff einer marktkonformen Pop-Soziologie.

Modernen Pseudo-Wissenschaften geht es primär um die erfolgreiche Selbstvermarktung ihrer Akteure. Diese folgen den Gesetzen der Warenästhetik, indem sie erkenntnis- und begriffsleere Inhalte mit einer für das Massenbewusstsein attraktiven, pseudowissenschaftlichen Verpackung umhüllen.

gelegentlich Februar 1, 2015 um 17:44

@KommentatorX
„Modernen Pseudo-Wissenschaften geht es primär um die erfolgreiche Selbstvermarktung ihrer Akteure. Diese folgen den Gesetzen der Warenästhetik, indem sie erkenntnis- und begriffsleere Inhalte mit einer für das Massenbewusstsein attraktiven, pseudowissenschaftlichen Verpackung umhüllen.“
Tatsächlich wäre es drauf angekommen zu zeigen, dass und warum Fricke einer von diesen bösen Burschen ist. Das Zitat gibt nur her, dass er sich seiner lokalen Sprachfolklore gewachsen gezeigt hat. So muss man da offenbar reden können.

ruby Februar 1, 2015 um 18:12

@ Natalius
Habe das 1975 bereits in echt erlebt, als wir im Palast der Republik zum Mittagessen gastierten und anschliessend das dortige Kulturprogramm als Wessies infiltrierten. Kaffee gab es dann im Hotel von wo der Barschel seine Waffendeals organisierte – sehr, sehr interessante Beobachtungen ;-)
Im Rückblick – Gähn…
Deshalb Sicht nach vorne !!!
Yanis bei den Frenchmen – mal lesen, was die ausbaldovern ;-)

holger Februar 1, 2015 um 18:13

Humorlos?

Durch den verstärkten Einsatz von Robotern soll der Nachteil des Hochlohnstandorts Deutschland ausgeglichen werden, sagte Neumann. “In der deutschen Automobilindustrie liegen die Arbeitskosten bei mehr als 40 Euro pro Stunde, in Osteuropa sind es elf, in China gegenwärtig noch unter zehn Euro. Niemand glaubt ernsthaft, dass wir den Wettbewerbsnachteil dieses Hochlohnniveaus nennenswert verringern können.”

Der Personalvorstand hatte bis ins kleinste Detail die anfallenden Kosten beim Einsatz von Fertigungsautomaten im VW-Konzern berechnen lassen. Fazit: Ein Roboter am Band kostet je nach Einsatz und Maschinenart drei bis sechs Euro pro Stunde – “Kosten etwa für Instandhaltung oder Energiekosten inklusive”, rechnet Horst Neumann vor. Das heißt: “Der ,Ersatzmann’ für Routinearbeiten in der Fabrik kostet bereits heute nur etwa fünf Euro je Stunde.” (…) “Der Glücksfall, dass die Babyboomer in Rente gehen, erlaubt es uns, ergonomisch ungünstige Arbeitsplätze abzubauen und zu automatisieren, ohne Mitarbeiter zu entlassen”, so Neumann. (…) “Wir haben nun die Möglichkeit, Menschen durch Roboter zu ersetzen und trotzdem in bisherigem Umfang Nachwuchskräfte einzustellen. Umgekehrt könnten wir diesen Rentnerabgang auch gar nicht durch junge Mitarbeiter ersetzen”, sagte Neumann. “Um die Rentnerabgänge aufzufangen, müssten wir schon in wenigen Jahren in Deutschland pro Jahr 10.000 neue Mitarbeiter einstellen. Diesen Abgang werden wir wegen des Automatisierungsschubs nicht voll ersetzen.”

http://www.welt.de/wirtschaft/article136984738/Volkswagen-ersetzt-die-Babyboomer-durch-Roboter.html

Muss man dazu noch was sagen oder tippseln ?

Wohl kaum oder?

KommentatorX Februar 1, 2015 um 18:21

@gelegentlich Februar 1, 2015 um 17:44
Tatsächlich wäre es drauf angekommen zu zeigen, dass und warum Fricke einer von diesen bösen Burschen ist. Das Zitat gibt nur her, dass er sich seiner lokalen Sprachfolklore gewachsen gezeigt hat. So muss man da offenbar reden können.

Mir geht es gerade NICHT um eine Argumentation ad personam. Zumal es sich um einen Gastautor handelt.

Die Pop-Soziologie erfindet immer neue pseudo-wissenschaftliche Begriffe.
Wie z. B. Freizeitgesellschaft, Spaßgesellschaft …

Der große Renner war der soziologische Pseudo-Begriff „Risikogesellschaft“, welcher seinen Erfinder(?) zum großen Pop-Star der (Pseudo)Soziologie machte.

Auch „Multioptionsgesellschaft“ erzückte als ideologische Verpackung der neoliberalen Transformation das deutsche Feuilleton.

Carlos Manoso Februar 1, 2015 um 18:27

@Keynesianer Februar 1, 2015 um 16:07
„Der von Marx übersehene Punkt, der für ihn dann zum großen Problem wurde, war einfach, dass die Kapitalisten sich gegenseitig auch Güter abkaufen.
Würden die Kapitalisten ihre Güter nur an die Arbeiter verkaufen, könnten sie tatsächlich keinen Gewinn dabei erzielen, sondern nur das für Lohn ausgezahlte Geld wieder einnehmen. Höchstens noch, dass sie den Arbeitern Kredit geben, womit der Gewinn durch die Verschuldung der Arbeiter möglich wäre.
Aber die Kapitalisten kaufen sich gegenseitig Güter ab für Konsum und Nettoinvestition. Dabei nehmen sie nicht nur alles Geld, was sie ausgeben, wieder ein. (Ausgaben = Einnahmen wie in der Makroökonomie) Sondern sie erzielen damit ihren Gewinn!
Wenn jeder Kapitalist 1000 Geld für Löhne ausgibt und 1000 Geld für den eigenen Konsum und seine Nettoinvestition, hat jeder Kapitalist 2000 Geld Einnahmen und 1000 Geld Profit erzielt (jeweils im Schnitt).
So leicht ist das Rätsel der Quelle des Profits von Marx gelöst, was dem in drei Bänden “Das Kapital” mit so 2500 Seiten nicht recht gelungen ist. 
Dass die Arbeiter auch alles erarbeiten müssen, was die Kapitalisten sich gegenseitig abkaufen, also Mehrarbeit leisten müssen, sei dabei nicht verheimlicht oder gar bestritten. „

Keynesianer, erstaunlich! Du beweist immer wieder neu, daß du nichts weiter als ein ignoranter Dummkopf bist, der bevorzugt anderen Menschen die Dummheit unterstellt, die in deinem eigenen Hirn existiert.

Manfred Peters Februar 1, 2015 um 18:33

@ Natalius Februar 1, 2015 um 16:17
Aber die Favoritin Deiner feuchten Träume, Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch*, geborene Herzogin von Oldenburg, lädst Du doch sicher zur Käseverkostung auch ein. Die möchte nicht nur an die Alu-Chips, sondern an die Ostelbischen-Junkergüter.
* https://afdwatchafd.wordpress.com/2014/12/20/beatrix-von-storch/

Keynesianer Februar 1, 2015 um 18:41

@Carlos Manoso

Na komm schon, das kannst Du doch besser, Carlos.

Du musst jetzt damit anfangen, dass alle Güter, auch die Ware Arbeitskraft, immer zu ihrem Wert gehandelt würden. Aber bei der Nutzung der Arbeitskraft entstünde mehr Wert, als die Ware Arbeitskraft den Kapitalisten gekostet hat. …

… :)

Systemfrager Februar 1, 2015 um 18:48

Keynesianer, erstaunlich! Du beweist immer wieder neu, daß du nichts weiter als ein ignoranter **** bist

Carlos Manoso

Etwas vorweg: Die Marx schriften kenne ich (höchstwahrscheinlich) besser als alle hier zusammen, und den Sozialismus/Sozialismen aus direkter Erfahrung.
Nun frage ich den Carlos:
Wo liegt dein Problem mit dem Profit?

ruby Februar 1, 2015 um 18:56

Manndeckung ? Libero !
Setz die Segel
https://www.youtube.com/watch?v=f829ekU-U-8
für ne freie Welt

Carlos Manoso Februar 1, 2015 um 18:59

 @Keynesianer Februar 1, 2015 um 18:41
„Na komm schon, das kannst Du doch besser, Carlos. Du musst jetzt damit anfangen, dass “
2aufmanteln“

Keynesianer, da du schon das kleine 1×1 nicht kapiert hat, gebe ich dir jetzt den guten Rat, dich zum Anfang der Debatte besser nicht wie ein Exhibitionist derart dümmlich auzufmanteln.

Bogus Februar 1, 2015 um 19:00

Zur Überwindung der “Transformationsblockade” wird wohl die ein oder andere heilige Kuh geschlachtet werden müssen – beispielsweise das Verbot der DIREKTEN Staatsfinanzierung durch die EZB. Und Lübberding, sag jetzt bloß nicht wieder, das sei aber doch verboten!

Was ganz sicher NICHT weiterhilft ist so’n geFrickel über VHS und Video2000. Aber war ganz amüsant zu lesen, immerhin.

“Es will den Deutschen einfach nicht in den Kopf, dass Griechenland ein Versuchslabor des Neoliberalismus ist. Hier wird oder wurde geprobt, wie weit den Europäern eine Politik der sozialen Kälte zuzumuten ist. Der Kahlschlag in Griechenland und überall in Südeuropa ist ein Bumerang des Sozialdumpings, der unter dem Narrativ der Wettbewerbsfähigkeit auch wieder auf Deutschland zurückschlagen wird. Eigentlich müssten sich die deutschen Arbeitnehmer dringend solidarisch mit Syriza erklären.

Dabei gäbe es Wege, wie alle Beteiligten glimpflich aus der Krise herauskommen könnten. Die Lösung liegt im Geschichtsbewusstein. Indem man sich erinnert, wie Europa den Weg aus dem bisher dunkelsten Kapitel seiner Geschichte zu Frieden und Wohlstand finden konnte. Und es braucht endlich den Mut, unsinnige orthodoxe Glaubenssätze über Bord zu werfen. So zum Beispiel das selbst bei der Linken verbreitete Tabu der direkten Staatsfinanzierung durch die EZB.

Es braucht einen Schuldenschnitt nicht nur für Griechenland, einen Lastenausgleich, der das Vermögen der Reichen und Reichsten heranzieht und ein groß angelegtes Konjunkturprogramm – also genau das Gegenteil von der gegenwärtigen Politik. Flankiert und finanziert werden könnte ein solches europaweites Konjunkturprogramm durch die EZB, sprich einerseits durch die bisherige Geldpolitik des Niedrigzinses und einem Aufkauf von Staatsanleihnen auf dem Primärmarkt, was der staatlichen und bisher verpönten Direktfinanzierung gleichkäme. Es wäre gleichzeitig die Beendigung der Abhängigkeit von den Finanzmärkten.

Das will Syrzia, das will auch Podemos, die derzeit als einzige Kräfte in Europa in der Lage sind, eine alternative Politik zu skizzieren.”

http://le-bohemien.net/2015/01/31/schuldenschnitt-die-mythen-des-deutschen-michels/

gelegentlich Februar 1, 2015 um 19:01

@holger
„Muss man dazu noch was sagen oder tippseln ?
Wohl kaum oder?“
Doch, man muss dazu sagen dass man wohl um eine Art Msdchinensteuer nicht herum kommt, wenn es nicht genügend nachwachsende sozialversicherungspflichtige Beschäftigte geben wird (soll).

Natalius Februar 1, 2015 um 19:08

Manfred Peters Februar 1, 2015 um 18:33
“@ Natalius Februar 1, 2015 um 16:17
Aber die Favoritin Deiner feuchten Träume, Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch*, geborene Herzogin von Oldenburg, lädst Du doch sicher zur Käseverkostung auch ein. Die möchte nicht nur an die Alu-Chips, sondern an die Ostelbischen-Junkergüter.
* https://afdwatchafd.wordpress.com/2014/12/20/beatrix-von-storch/

Jau, Beatrix von Storch. Der wäre die Idealvertretung für Rosa von Praunheim, wenn diese mal verhindert ist…

holger Februar 1, 2015 um 19:14

gelegentlich Februar 1, 2015 um 19:01

Warum jetzt genau eine Maschinensteuer?

Ich hab sie mal grob ausgerechnet… willst Du die bezahlen?

bleistift Februar 1, 2015 um 19:21

@ Question Mark

“Alles klar? Der sitzt im akademischen Rat einer Uni. Worüber soll man sich da hierzulande noch wundern?”

Wo genau sitzt du denn? Diese ad hominem “Argumentation” (ausgerechnet von einem Vollpfosten wie du einer bist) ist indiskutabel.
Abgesehen von Steine auf Polizisten schmeissen, rumjammern und klagen und Geld von anderen Leuten fordern kannst du glaube ich wirklich nichts.
Das ist doch wirklich blamabel was du hier ablieferst.
Hier mal die Art und Weise wie du dich benimmst plastisch dargestellt:

https://www.youtube.com/watch?v=57a58xZsRwc

Carlos Manoso Februar 1, 2015 um 19:23

@ Systemfrager Februar 1, 2015 um 18:48
„Etwas vorweg: Die Marxschriften kenne ich (höchstwahrscheinlich) besser als alle hier zusammen, und den Sozialismus/Sozialismen aus direkter Erfahrung.
Nun frage ich den Carlos:
Wo liegt dein Problem mit dem Profit?“

Systemfrager, daß du den „Sozialismus/Sozialismen aus direkter Erfahrung“ kennst, mag sein. Daß du „die Marxschriften … (höchstwahrscheinlich) besser als alle hier zusammen“ kennst, bezweifle ich aber aus nachvollziehbaren Gründen.

ruby Februar 1, 2015 um 19:27

Tacheles

http://www.theguardian.com/business/2015/feb/01/greece-problems-eurozone-fiscal-policy-germany

“What’s more, the lesson from the last five years is that those countries that use the euro are paying a heavy price for the lack of a common system for transferring resources from one part of the single-currency area to another. There is one currency and one interest rate, but there is no fiscal union to stand alongside monetary union.”

Die Staaten Europas werden eine gemeinsame Fiskalpolitik demokratisch legitimiert umsetzen müssen und können diese nicht durch einen Sezessionskrieg wie in den USA etablieren.
Ob soviel Konsens und Kompromis zustande kommt ?
Die aktive Politikerkaste hat ihre Unfähigkeit in den letzten fünf Jahren dokumentiert. Ihre Zeit läuft ab, warum gehen diese nicht einfach – andere können besser?

Systemfrager Februar 1, 2015 um 19:30

Daß du „die Marxschriften … (höchstwahrscheinlich) besser als alle hier zusammen“ kennst, bezweifle ich aber aus nachvollziehbaren Gründen.

Die “nachvollziehbaren Gründe” sind deine Meinung, behalte sie, sie ist für dich gut genug. Ist voll unwichtig! Aber wie wäre es, dass du mir auf die Frage beantwortest:
Welche Probleme gibt es mit dem Profit?

Keynesianer Februar 1, 2015 um 19:42

@Bogus

Die fangen jetzt wieder mit dem dämlichen Schuldenschnitt an.

Vor der Debatte kann ich nur warnen, weil wir eine Kapitalflucht und hohe Zinsen auf Anleihen bekommen, wenn jetzt im Euroraum nicht mal mehr Staatsanleihen sicher sein sollen.

Mit 5% Inflation ist die aktuelle Realverschuldung auch in 10 Jahren schon halbiert. Außerdem zahlen Staaten nie ihre Schulden zurück, sondern geben halt neue Anleihen aus, wenn die alten auslaufen. Das ist für Griechenland nicht anders.

Das Außenhandelsungleichgewicht wird mit einem Schuldenschnitt überhaupt nicht behoben und eine Belebung der Wirtschaft bringt das ebenso nicht. Da wird also gezielt eine völlig abwegige Debatte angestoßen, die den Euroraum in die nächste Finanzkrise stürzen kann.

ruby Februar 1, 2015 um 19:43

Die Transformation wird schneller stattfindet als erwartet
http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-kompromiss-juncker-will-die-troika-abschaffen/11311970.html
Europa ist doch mehr als eine Zwangseinheitswährungsgemeinschaft die technisch durch ein perfektioniertes EWS wie vor dem € zu lösen ist … Hart- und Weichwährungsregionen – Europa der zwei, mehreren Geschwindigkeiten.

ruby Februar 1, 2015 um 19:48

Bei QE ist Kapitalflucht doch Peanuts oder?
Dann druckt der Draghi doch drastischer doloses Dollarderivat …
;-)

bleistift Februar 1, 2015 um 19:54

@ ruby

“Die Staaten Europas werden eine gemeinsame Fiskalpolitik demokratisch legitimiert umsetzen müssen…”

Demokratisch legitimiert.
Mach mal….
Hat Kohl sich nicht gebrüstet? Warum hat man nicht zuerst einen Rahmen geschaffen und dann eine Währung etabliert?
So wird der Staat rund um die Wirtschaftsprobleme geschaffen. Gewerkschaften sind machtlos. Gesetze werden erst geschaffen…
Hast Recht. Lincoln war klüger.
Aber heute gilt auch nicht mehr: Cotton is King!

H.K.Hammersen Februar 1, 2015 um 19:58

@Carlos Manoso
“Keynesianer, erstaunlich! Du beweist immer wieder neu, daß du nichts weiter als ein ignoranter Dummkopf bist, der bevorzugt anderen Menschen die Dummheit unterstellt, die in deinem eigenen Hirn existiert.”

Woraus sollte den der Gewinn der Unternehmer (in Summe, Einzelne können auch mehr machen, wenn andere dafür – temporäre – Verluste fahren) bestehen, wenn nicht in Eigenkonsum und Kapitalstockzuwachs (Nettoinvestitionen). Klassische Gewinnermittlung bei Bilanzierung. Alles andere führt nur zu Schuldenexpansion, die irgendwann ihre eigene Bereinigung (Fianzabschreibungen) erzwingt. Selbst diese blödsinnige Frage, woher denn die Zinsen (für die ja kein Geld geschöpft wurde) kommen, beantwortet sich dadurch. Auch Banken müssen ihre Gewinne investieren oder über ihre Eigner verkonsumieren, ansonsten folgt ebenfalls Schuldenexpansion.

karla Februar 1, 2015 um 20:01

Keynesianer Februar 1, 2015 um 10:39

“Der Unternehmergewinn im Saldo ergibt sich aus dem Konsum der Unternehmer, den Investitionen und ……

Das alles ist bei Marx kein Thema, da entsteht der Gewinn durch die lebendige (Mehr)Arbeit.”

6 Stunden später: Keynesianer Februar 1, 2015 um 16:07

“Dass die Arbeiter auch alles erarbeiten müssen, was die Kapitalisten sich gegenseitig abkaufen, also Mehrarbeit leisten müssen, sei dabei nicht verheimlicht oder gar bestritten.”

Ja , was denn nun?

ruby Februar 1, 2015 um 20:08
QuestionMark Februar 1, 2015 um 20:10

@bleistift Februar 1, 2015 um 19:21
Er sitzt als akademischer Rat an einer Uni. Ich hab das weiter oben bereits korrigiert. Bleistift, du solltest deine Transformationsblockade überwinden! :-D

@fl
Du hast einen meiner besten Kommentare gelöscht. Ungläubiger!

Keynesianer Februar 1, 2015 um 20:33

@karla

Ja , was denn nun?

Die keynesianische Formel für den Unternehmergewinn, die oben noch um den Export (=Gewinn) ergänzt werden müsste, ist fundamental. Die Höhe der Löhne ist ja nicht auf ein Existenzminimum oder einen objektiven Aufwand für die Reproduktion der Arbeitskraft festgelegt, sondern sie ergibt sich aus Verteilungskämpfen und Marktentwicklungen.

Darum das Lohndumping in einer Währungsunion, Austeritätspolitik oder die durch Geldpolitik inszenierten Krisen. Es geht dabei immer darum, den Anteil der Arbeiter am Produkt der Ökonomie möglichst zu Gunsten des Kapitals zu senken. Dafür ist etwa die Hochzinspolitik gut oder neoliberaler Sozialabbau.

Selbstverständlich kann man hinterher berechnen, wie viele Stunden die Arbeiter für ihr Einkommen und für den Profit des Kapitals gearbeitet haben.

bleistift Februar 1, 2015 um 20:34

@ Question Mark

“Er sitzt als akademischer Rat an einer Uni. Ich hab das weiter oben bereits korrigiert.”

Ist das ein Verbrechen? Ist es überhaupt ein Argument? Ist es überhaupt irgendwas?
Wie gesagt, du bist nur irgend so ein Steinewerfer.
“Bullenschweine, Bullenschweine…”.
Und weiter?
Weiter reicht der Verstand halt leider nicht.

Eagon Februar 1, 2015 um 20:34

O heilige Transformation.

Gib mir den Glauben und die nötige Kraft.

Es ist unsinnig Styropor an Hauswände zu kleben anstatt den Menschen selbst so zu optimieren, dass er tiefere Temperaturen ertragen kann.

Da liegt viel ökologisches und ökonomisches Potential brach.

Wie erklären wir es dem Volk?

Mit der Spieltheorie und dem Chickenrun.

Lassen wir zwei Parteien auf einem Feld Chicken einsammeln (der sogenannte Chickenrun) finden wir wissenschaftlich exakt bis auf die dritte Kommastelle genau ,Zusammenarbeit durch gegenseitigen Wettbewerb bringt mehr Chicken auf den Küchentisch als Zusammenarbeit durch freiwillige Kooperation.

bleistift Februar 1, 2015 um 20:38

@ Keynesianer

“Darum das Lohndumping in einer Währungsunion, Austeritätspolitik oder die durch Geldpolitik inszenierten Krisen.”

Da kann man nun aber so und so argumentieren. Die Löhne in Griechenland sind gefallen. In Deutschland gestiegen.
Der reinen Lehre nach sollten sie in Griechenland fallen und in Deutschland steigen.
“Lohndumping in einer Währungsunion” ist so tralala.
Würde Deutschland die DM wieder einführen würde es vermutlich erst recht zu Lohndumping kommen.
Wettbewerbsfähigkeit in einem Hartwährungsland usw. usf.

Keynesianer Februar 1, 2015 um 20:41

@ruby

Bei QE ist Kapitalflucht doch Peanuts oder?
Dann druckt der Draghi doch drastischer doloses Dollarderivat …

Kapitalflucht bedeutet real, dass es Exportüberschüsse aus der ganzen Eurozone geben wird. Wir arbeiten dann immer mehr für den Export statt für uns selbst, also zu immer schlechteren Bedingungen. Es gibt dann zwar mehr Arbeit, aber dafür nichts zu beißen.

holger Februar 1, 2015 um 20:45

@Keynesianer @ruby

könntet ihr euch mal darauf festlegen, dass es keine Kapital Flucht ist, sondern Taler Taler Du musst wandern? erst wandert die DM dann wandert der Eurotz…

Ich hab schon mal gesacht: Echte Kapitalflucht möchtet ihr gar nicht erleben… Dann ist nämlich euer Bäcker wech…

Keynesianer Februar 1, 2015 um 20:46

@bleistift

Würde Deutschland die DM wieder einführen würde es vermutlich erst recht zu Lohndumping kommen.

Darum bin ich ja für den Euro bei kräftig steigenden Löhnen in Deutschland. Der Euro ist unsere Chance, zusammen mit den Italienern, Franzosen, Spaniern und Griechen die Stabilitätspolitik für alle Zeiten zu beenden und mit der Geldsparerei aufzuhören.

QuestionMark Februar 1, 2015 um 20:47

@bleistift Februar 1, 2015 um 20:34
Das Verbrechen ergibt sich daraus, das jemand den Bullshit-Generator angeworfen hat und damit an einen Job rangekommen ist der vielleicht einem talentierten Wissenschaftler jetzt fehlt. War das deutlich genug? Oder gibt es immer noch Verständnisprobleme? Das hätte man übrigens alles aus dem weiter oben geschriebenen bereits herauslesen können. Meine Güte!

bleistift Februar 1, 2015 um 20:55

@ Question Mark

Du bist wirklich größenwahnsinnig.
Du meinst du wärst die hellste Leuchte am Firmament.
Dabei bist du nur so ein kleiner Knecht.
Ein kleiner Diener. Leider fehlen dir die Manieren.
Du solltest Bescheidenheit lernen.
Es gibt Menschen auf der Welt die können viel mehr als Du.
Es ist einfach peinlich den Autor des Artikels derart persönlich anzugreifen.

Carlos Manoso Februar 1, 2015 um 20:58

@ Systemfrager Februar 1, 2015 um 19:30
„wie wäre es, dass du mir auf die Frage beantwortest:
Welche Probleme gibt es mit dem Profit?“

Systemfrager, diese einfache Frage läßt sich sehr einfach beantworten: Dein Problem mit dem Profit besteht ehrlich meist darin, daß er -quantitativ betrachtet- meistens zu niedriger ausfällt als du hoffst.

QuestionMark Februar 1, 2015 um 21:08

@bleistift Februar 1, 2015 um 20:55
Die Eskalation war völlig unnötig, da bereits weiter oben alles gesagt worden ist. Deine Begriffsstutzigkeit hat das aber provoziert.

bleistift Februar 1, 2015 um 21:10

@ Keynesianer

“Darum bin ich ja für den Euro bei kräftig steigenden Löhnen in Deutschland. Der Euro ist unsere Chance, zusammen mit den Italienern, Franzosen, Spaniern und Griechen die Stabilitätspolitik für alle Zeiten zu beenden und mit der Geldsparerei aufzuhören.”

Soweit ich das verstehe (und ich habe von diesen Dingen wenig Ahnung) sollten die Löhne in den sog. Hartwährungsländern steigen.
Weniger in Spanien, Italien oder Griechenland.
Vermutlich muss man aber dazu auch an das Bestehen der Währungsunion glauben.
Ich denke eben da gibt es Verbesserungsbedarf.

bleistift Februar 1, 2015 um 21:14

@ Question Mark

“Die Eskalation war völlig unnötig, da bereits weiter oben alles gesagt worden ist. Deine Begriffsstutzigkeit hat das aber provoziert.”

Ist ok. Ich Depp war leider zu blöd dich Genie zu verstehen.
Mea culpa.
Ave, Caesar, morituri te salutant.

QuestionMark Februar 1, 2015 um 21:15

@bleistift Februar 1, 2015 um 21:14
Na, geht doch. Du könntest übrigens auch noch etwas an deinen Manieren arbeiten, nur so.

Carlos Manoso Februar 1, 2015 um 21:17

@Keynesianer Februar 1, 2015 um 20:46
„Der Euro ist unsere Chance, zusammen mit den Italienern, Franzosen, Spaniern und Griechen die Stabilitätspolitik für alle Zeiten zu beenden und mit der Geldsparerei aufzuhören.“

Keynesianer , in Debatte um die „Euro-Krise“ wird die überbordende Staatsverschuldung gern als Sonderproblem der „Südschiene“ gesehen. Nichts ist absurder.

Z.B hat die tickende US-Zeitbombe eine wesentlich größere Sprengkraft als die Wehwehchen in der Eurozone.

Systemfrager Februar 1, 2015 um 21:19

Dein Problem mit dem Profit besteht ehrlich meist darin, daß er – quantitativ betrachtet – meistens niedriger ausfällt als du hoffst.

Aber natürlich! Eigentlich geht es auch ohne Profit.
Und du wirst mir jetzt nicht glauben!
Den Trick beherrschen mit Bravour schon längst die Oligarchen in den ex-sozialistischen Ländern. Irgendwie, offiziell verdienen sie gar nichts. Ihre tolle Wagen, Jachten, Heuser sind irgendwie ihre Betriebskosten, die großverdiener sind ihre Frauen, Bekanten, … die auf der Lohnliste als Manger, Brater … und in jeder anderen Sicht als Leistungsträger bestens verdienen. Obwohl man sie in der Firma nie gesichtet hat.
Das ist das wahre Geheimnis des Profits. Hat schon Walras mathematisch streng nachgewiesen, dass es Profit nicht gibt.
:)

QuestionMark Februar 1, 2015 um 21:21

@Carlos Manoso Februar 1, 2015 um 20:58
Es war weiter oben alles zum Thema Profit und zugehöriger Problematik geschrieben worden. Da waren einige wohl einfach zu faul sich die entsprechenden Sachen durchzulesen.
Auch der zitierte Heinrich-Text führt doch sehr gut und leichtverständlich ins Thema ein.

Es macht keinen Sinn sich über die Borniertheit der Leute aufzuregen. Es ist einfach kein tiefergehendes Interesse an Wirtschaftsthemen da.

bleistift Februar 1, 2015 um 21:51

@ Question Mark

“Na, geht doch. Du könntest übrigens auch noch etwas an deinen Manieren arbeiten, nur so.”

Könnte ich. Klar. Nur warum?
Ich bin im realen Leben kein Diener. Habe auch nicht vor einer zur werden.
Du bist dagegen jemand der ständig jammert. Ständig klagt.
Vermutlich bist du im alltäglichen Leben also jemand der eine eher dienende Funktion einnimmt. Du bist sehr vermutlich ein Diener.
Da würde ich dir ganz konkret raten eine etwas vernünftigere Position einzunehmen.
Dann erreichst du möglicherweise auch mal was.
Mit deinem ständigen Aufbegehren und deinem ständigen Gejammer und Geklage wirst du auf keinen grünen Zweig kommen.

Ich lese deine Postings schon etwas länger. Was dir fehlt ist jede Achtung vor dem menschlichen Leben oder auch jede Empathiefähigkeit.
Du hast hier Postings getätigt die an Menschenverachtung kaum mehr etwas zu wünschen übrig lassen.
Du bist ein ziemlicher Narzisst. Ein selbstverliebtes Arsch***h.
Du bist bereit ohne mit der Wimper zu zucken Menschen zu töten.

Im realen Leben bist du ein Diener. Ein Hündchen. Man wirft ein Stöckchen und das Fragezeichen springt.

Ich finde dich fürchterlich. Da mache ich keinen Hehl draus.
Meiner Meinung nach bist du ein Monster.

Das dürfte dich aber vermutlich kaum belasten….

topi Februar 1, 2015 um 21:53

“stromausfall in Teilen Berlins”

scheint eher ein lokales Problem zu sein, weshalb Jauch heute keine neuesten Griechenlandweisheiten eruieren kann :roll:

Keynesianer Februar 1, 2015 um 21:57

Sehr interessantes Paper:

The Global Minotaur

JOSEPH HALEVI AND YANIS VAROUFAKIS

In his 1982 memoir, Years of Upheaval, Henry Kissinger said categorically that the push to increase oil prices came from the United States. It is now well accepted that Kissinger’s memoirs impart quite accurately the manner in which U.S. decision makers seized upon the OPEC-imposed embargo to push for a sharp increase in oil prices, well beyond what OPEC planned. The aim was to redress the balance of payments situation between the three major zones: the United States, Europe, and Japan. The basic assumption here was that, in the estimation of the U.S. authorities,
both Japan and Western Europe would find it much harder than the United States to deal with a significant increase in oil prices.

http://uadphil.econ.uoa.gr/UA/files/121759885..pdf (S. 61/62)

ruby Februar 1, 2015 um 21:59

@ Eagon
Wie haben Indianer Nordamerikas eine Bisonherde am zahlreichsten für den Wintervorrat erlegt?

Keynesianer Februar 1, 2015 um 21:59

Nochmal der Link:

http://uadphil.econ.uoa.gr/UA/files/121759885..pdf

Sonst von Hand kopieren bis zu ..pdf einschließlich.

QuestionMark Februar 1, 2015 um 22:03

@bleistift Februar 1, 2015 um 21:51
Keine Angst, bleistift, so schlimm bin ich gar nicht. Aber was konkret hat dich besonders gestört? Ich nehmen zukünftig gerne Rücksicht auf deine Befindlichkeiten.

Keynesianer Februar 1, 2015 um 22:11

Aus dem gleichen Paper S. 62:

A second silver lining, for the United States, following the uncontrollable rise in oil prices in the 1970s, was the massive rise in interest rates spearheaded by spiraling inflation. As central banks struggled to keep the lid on prices, interest rates went through the roof. Setting aside, for the moment, the world-wide, overwhelming recessionary effects of this development, the rise of interest rates world wide were more effective in destroying the enemies of U.S. foreign policy around the globe than any military operation the United States could ever imagine. Arguably, the chain of events that led to the implosion of communism in Poland and Yugoslavia began in the seventies with the sharp rise in interest rates soon after these countries had accepted offers of substantial loans from Western financial institutions. Similarly, with third world countries, where national liberation movements had gained power despite the best efforts of the United States, and had borrowed on the international market for the purpose of underwriting much needed new infrastructure. These economies were to be plunged in a crippling debt crisis following the rise of interest rates from 3 to 30 percent in a few, short years. In fact, they have never quite recovered since.
Den Link oben bitte von Hand kopieren und eingeben.

Die Analyse in dem Paper ist ein ökonomisch-geopolitisches Meisterwerk. Mit solchen Politikern in Griechenland könnte es sehr positive Überraschungen geben. Mal sehen.

Keynesianer Februar 1, 2015 um 22:23

Das Paper gibt eine gute Idee, was die US-Politik mit der Eurozone geplant haben könnte, in Anlehnung zu der Politik Englands mit Indien. Nämlich aus den Menschen der Eurozone Exportniggersklaven werden zu lassen, wie es unser @HG immer formuliert. Man lässt die Eurostaaten also Exportüberschüsse erzielen und raubt denen dann durch Wallstreet und die CoL die Erträge mit den neuesten Finanzinnovationen:

This is very similar to the situation that Britain established in relation to India. From the end of the nineteenth century until the Great War, Britain ran a huge balance of payments deficit. The way it managed to maintain it was by having India export to the rest of the world and by taxing away, in one way or another, the surplus that India generated through its exports. These capital flows and taxes made it back to the City of London thus clearing the deficit.

Link von Hand kopieren, geht leider nicht anders (S. 63):

http://uadphil.econ.uoa.gr/UA/files/121759885..pdf

ruby Februar 1, 2015 um 22:30

“Auf einer “Roadshow” wollen Varoufakis und Tsipras außer in Frankreich in den nächsten Tagen auch in Zypern und Italien für ihre Politik werben. Ein Stopp in Berlin ist bislang nicht vorgesehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Forderungen nach einem Schuldenschnitt am Wochenende erneut eine Absage erteilt.

Auch der Fraktionschef von CDU und CSU, Volker Kauder, wandte sich im ARD Bericht aus Berlin deutlich gegen einen einen Schuldenschnitt: “Es kommt jetzt darauf an, dass Griechenland seinen Kurs weiterführt. Für die politischen Entscheidungen in Griechenland können nicht alle Steuerzahler in Europa haften.” Es bleibe dabei, dass “Leistung und gegenleistung sich gegenseitig bedingen”, sagte Kauder.”
aus:
http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-finanzkrise-107.html

Wenn das das bundesrepublikanische Verständnis einer Währungsunion mit No-Bailout-Rechtsbruch ist bei 175 % BIP Schuldenquote, was sollten wir Bundesbürger dazu tun?

@ holger
Beim Praktikum bei der Bank hat mein Leiter die Zeiten der Inflation abschaulich mit eigenen Erfahrungen erklärt.
Reiseweltmeister Deutschland transferiert etliche Milliarden freiwillig in die Welt, wie die Dienstleistungsbilanz ausweist.
“Größter Bestandteil des Dienstleistungsverkehrs ist der Reiseverkehr mit einem negativen Saldo von -33,5 Mrd. Euro (2006). Dieser Saldo fiel 2006 jedoch geringer aus als in den Vorjahren, weil auf der Einnahmenseite zusätzliche Einkünfte durch die im Sommerhalbjahr in Deutschland ausgetragene Fußball-Weltmeisterschaft eine wesentliche Rolle spielten.”
aus Wiki…
Mal sehen was 2014 mit der WM in Brasilien bringt!
;-)

ruby Februar 1, 2015 um 22:40

@ Keynesianer

Dann brauchen die Eurozinsen nur niedriger den US-Zinsen hinterherlaufen, nachdem die steueroptimierten Offshorgewinnströme gen Westen fliessen.
;-)
Liquiditätsfalle und Austerität bringen Zeit zur Strategieoptimierung.

KommentatorX Februar 1, 2015 um 22:50

@Systemfrager Februar 1, 2015 um 19:30
>>> Welche Probleme gibt es mit dem Profit? <<<

Profitgenerierung ist das Grundprinzip der marktwirtschaftlich-kapitalistischen Ökonomie.

Profit ist das ist Motiv und Ziel der als Privateigentümer tätigen Wirtschaftssubjekte.

G -> G´ist nur eine Formel, in Worten geht es um die „Plusmacherei“ (Marx).

Im Kapitalismus kein Unternehmen und kein Geschäft initiiert, ohne die Erwartung eines Plus, kein Lohnarbeiter wird eingestellt, wenn er nicht mehr einbringt, als er kostet.

Wohin dieses profitgesteuertes System führt, habe ich oben an Beispielen ausgeführt, wie z. B.
Obsolenzenzproduktion,
Rüstungsproduktion;
Kriege um Nachfrage nach Rüstungsgütern zu schaffen
millionenfach verhungernde Menschen trotz Überproduktion.
http://www.wiesaussieht.de/2015/01/30/abendland-manndeckung-und-europa-blockierte-transformation-ein-gastbeitrag-von-gerald-fricke/#comment-255825

Eine profitorientierte Pharmaindustrie will eine möglichst viele Pillen fressende Bevölkerung, selbst wenn es den Menschen schadet.

Jedes Jahr stirbt von der Zahl eine größere Mittelstadt an Arzneimittelnebenwirkungen (ca. 60.000 laut MHH-Studie).

Ist dies dem „Ökonom mit dem Hammer“ nicht bekannt?

ruby Februar 1, 2015 um 22:54
enrico Februar 1, 2015 um 22:55

Wie die Sache sich bezüglich G-W-G’ verhält ist hier ja bereits ausgiebig erklärt worden. Was aber bisher zu wenig beachtet wurde, ist die volkswirtschaftliche Berücksichtigung der unterschiedlichen Branchenproduktivität. Landwirtschaft ist z.B. IMMER viel weniger produktiv als z.B. der Maschinenbau. D.h. die produktiveren Branchen müssen die weniger produktiven Branchen subventionieren. Als z.B. Bayern noch vorwiegend ein Agrarstaat war musste dieses Gebiet via Länderfinanzausgleich subventioniert werden. Das gleiche finden wir z.B. auch beim Verhältnis Norditalien verso Mezzogiorno. Und das, was damals die BRD bzw. Italien war, ist heute eben der ganze EURo-Raum. Aus dem gleichen genannten Grund benötigt ein Gebilde wie Euroland natürlich und unbedingt einen ständigen Finanzausgleich. Dass man das bei der Konstruktion des Eurosystems einfach missachtet und sogar explizit verhindert hat, kann eigentlich nur darauf schließen lassen, dass der Euro nicht im Interesse der Bürger Europas erschaffen wurde, sondern Anderen oder Anderem dienen sollte.

Schauen wir in die ach so marktwirtschaftliche USA , dann sehen wir dass es dort sehr wohl Finanztransfers gibt und das sogar in einem nicht unerheblichen Ausmaße. Und das auch noch mittels Buchungen innerhalb des Netzes der zwölf FED-Banken. Schon komisch Amiland darf und Euroland darf nicht! Anscheinend gilt hier: Quod licet iovi non licet bovi …oder was?

Wenn es nach mir ginge, würde man nicht die entsprechenden Regionen subventionieren sondern die Gehälter der weniger produktiven Branchen. Zulasten der produktiveren Branchen. Und das europaweit. Das würde aber nur gehen, wenn nicht mehr die Unternehmen die Gehälter an die Arbeiter überweisen, sondern eine dazwischen geschaltete Instanz. So wäre dann das Einkommen der Arbeitenden pro Zeiteinheit europaweit mehr oder weniger gleich aber die Arbeitskosten der Unternehmen (sehr) unterschiedlich von Land zu Land.

Aber, na ja, wenn man das mit dem Vorgang G-W-G’ nicht kapiert hat, wie soll man dann diesen ziemlich unbekannten Vorschlag verstehen können. Und: Wie @Goodnight einmal richtig bemerkt hat, gibt es eh keine “Volkswirtschaft” sondern nur Elitenwirtschaft [sinngemäß zitiert].

Und dann kommt noch hinzu, dass es eben leider nicht nach mir geht… wie schade doch ;-(

QuestionMark Februar 1, 2015 um 23:07

@enrico Februar 1, 2015 um 22:55
Es ging Marx überhaupt nicht daraum G W G’ oder irgendetwas sonst in der Marktwirtschaft effizienter zu gestalten. Ziel war es (im Buch “Kapital – Kritik der politischen Ökonomie”) durch Darstellung des Systems eben dieses System zu kritisieren und damit eine Systemablösung zu initiieren.
Das heißt: Die Marktwirtschaft zu beseitigen und damit (im Idealfall) auch die Klassengesellschaft zu beseitigen. Es geht nicht daraum das Geld “besser zu verteilen”. Es geht auch nicht darum den Profit besser zu verteilen. Es geht auch nicht darum die Finanzierung von irgendetwas (sei es nun Griechenland, die Deutsche Bank oder dem Sozialstaat) sicherzustellen. Es geht darum NICHT mehr in Kategorien von Geld, Ware und Profitmaximierung zu denken. Beim Wirtschaften geht es um die Güterversorgung. Dazu braucht man weder Geld noch Zins noch Kapital noch Ware. Letztere Kategorien sind einfach nur ein Zeichen von Kontrollverlust.

Das war jetzt aber wirklich Marx für Dummies.

enrico Februar 1, 2015 um 23:25

@?mark

vergessen wir “Marx”, vergessen wir “Wirtschaften”, vergessen wir “Kapitalismus”. Reden wir vom Arbeiten. Vom Arbeiten der Menschen und vom Arbeiten des “Maschinals”. Je näher die betreffende Produktion in Richtung Natur angesiedelt ist, desto weniger kann die Arbeitsleistung vom Maschinal übernommen werden und je näher sie Richtung Geist angesiedelt ist, desto besser kann dabei die Arbeit vom Maschinal übernommen werden. Fakt.

Mir geht es also nicht um irgendwelche ideologischen Kategorien, sondern um eine Tatsache der Arbeits-Praxis.

Und wenn man nun so etwas wie eine Konsenswirtschaft aufbauen will, dann kann man diese Tatsache nicht einfach ignorieren.

QuestionMark Februar 1, 2015 um 23:49

@enrico Februar 1, 2015 um 23:25
Du meinst Automatisierung von Arbeit? Die ist doch prinzipiell eine super Sache. Dadurch wird einem eine Menge beschwerlicher Tätigkeit abgenommen.
Lediglich in diesem Wirtschaftssystem wird die Sache zum Problem: Um so mehr Arbeit von Maschinen getätigt wird, desto geringer tendenziell der Tauschwert des Arbeiters auf dem Sklavenmarkt. (Sofern der Verlust an Arbeitsplätzen nicht durch “neue Märkte” kompensiert werden kann; was dann wieder zum nächstem Problem – dem Wachstumsparadigma führt)
Und damit sind wir wieder beim Wirtschaftssystem und den dazugehörigen Produktionsverhältnissen. Die Ursache aller Probleme ist die Marktwirtschaft. So wird sogar die eigentliche Erleichterung (durch Automatisierung) schließlich zum Problem für die Menschen die sich auf dem Sklavenmarkt verkaufen müssen (=Tauschwirtschaft).
Solange man in Kategorien von Ware, Tausch, Zins und Geld denkt wird man keines der vorhandenen gesellschaftlichen Probleme lösen können. Stattdessen dreht man sich nur im Kreis.

Systemfrager Februar 2, 2015 um 06:46

Profite, westliche Monopole und die westliche Terrorherrschaft
Mit TTIP gegen den Rest der Welt >>>
Wie war es noch einmal:

Die Expropriation vollzieht sich durch das Spiel der immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktion selbst, durch die Zentralisation der Kapitale. Je ein Kapitalist schlägt viele tot. … Mit der beständig abnehmenden Zahl der Kapitalmagnaten, welche alle Vorteile dieses Umwandlungsprozesses usurpieren und monopolisieren, wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der Ausbeutung, aber auch die Empörung der stets anschwellenden und durch den Mechanismus des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, vereinten und organisierten Arbeiterklasse. Das Kapitalmonopol wird zur Fessel der Produktionsweise, die mit und unter ihm aufgeblüht ist. Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unverträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt.

Karl Marx
PS
Nach 150 Jahren strahlt dies immer noch eine intellektuelle Kraft aus, nach der man heute oft vergeblich sucht.

Systemfrager Februar 2, 2015 um 06:54

Eine verrückte Welt:
Die bürgerliceh Ökonomie, die mathematisch so umfangreich und präzise aufgebaut ist, wie die technische Wissenschaften, liefert nur Unsinn, in Bezug auf die Realität
Eine Theorie mit großen (mathematischen) Fehlern* erzeugt immer noch, nach 150 Jahren, richtige Prognosen.
_____
*
Das Band 2 des Kapitals: “Transformationslösung” ist eideutig mathematisch falsch
Das Band 3 – Das “Akkumulationsgesetz” (die steigende organische Zusammensetzung des Kapitals) ist eindeutig mathematisch falsch

Systemfrager Februar 2, 2015 um 07:18

Das größte (nichtmathematische) Fehler bei Marx war, dass er die Kapitalherrschaft durch die Arbeiterherrschaft besiegen wollte. Aber nach 150 Jahren ist leicht kluger zu sein.
Sollte die Menschheit eine humane Zukunft haben, kann dies nur geschehen, wenn die Politik (Staat) über das Kapital (Ökonomie) herrscht.
Nun wer behielt hier Recht. Ist schon klar:
Machiavelli, Hobbes, Spinoza …
Die Marktwirtschaft bzw. die Konkurrenz frei wie möglich, der Staat demokratisch und stark wie möglich

Systemfrager Februar 2, 2015 um 08:21

Ach neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee !!!!!!!!!!!!!!!!!
Schon wieder eine richtige “Verschwörungstheorie”! Russlands Präsident Wladimir Putin

„hat seinen Beschluss zur Krim und zur Ukraine nicht infolge einer großen Strategie getroffen, sondern weil er von den Protesten auf dem Maidan und der Flucht des ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch überrascht war, nachdem wir die Machtübergabe (in der Ukraine) durchgesetzt hatten“,

so der US-Präsident.

Bogus Februar 2, 2015 um 10:00

QuestionMark
Sehr schöne Diskussion hier mit dem Keynesianer.

Ein großes Fragezeichen habe ich allerdings vor Augen, wenn ich diesen deinen Satz hier lese:
“Die Güter müssen nach benötigten Resourcen und nach Qualität des Bedarfs produziert und verteilt werden. ”

Wer entscheidet in der schönen neuen D?R über die “Qualität des Bedarfs”? Darf der kleine Bogus dorten weiterhin seine Art von Musik spielen
https://www.youtube.com/watch?v=jxjeqCd6Zm0
oder muss er dort brav “seinen Drachen steigen” lassen?
https://www.youtube.com/watch?v=4ez_d_U7YuU

Linus Februar 2, 2015 um 10:19

@Systemfrager:
“Eine Theorie mit großen (mathematischen) Fehlern* erzeugt immer noch, nach 150 Jahren, richtige Prognosen.”
Ich finde das nicht sooo erstaunlich.
- ““Transformationslösung” ist eindeutig mathematisch falsch”,
weil sie den Mehrwert als fixe Grösse annimmt anstatt als Variable in einem System gekoppelter Differentialgleichungen (durch diese “Fixierung” lässt sich der Mehrwert für den Verteilungskampf instrumentalisieren).
- “das “Akkumulationsgesetz” (die steigende organische Zusammensetzung des Kapitals) ist eindeutig mathematisch falsch”,
weil es davon ausgeht, dass steigende Mechanisierung (Einsparung von Arbeitskräften) immer die Profitrate erhöht. Das ist in dieser Absolutheit falsch, in der Mehrzahl der Fälle scheint es jedoch zu stimmen.

Das “Akkumulationsproblem” als Grundroblem des Kapitalismus basiert aber auf einem viel einfacheren und fundamentaleren Zusammenhang (s. mein Post Januar 30, 2015 um 22:18), nämlich der Geschlossenheit des Systems (die Einnahmen der einen sind die Ausgaben der anderen), was Marx zutreffend als zentral hervorgehoben hat (erkannt war es schon früher). Daraus leitet sich ein Grossteil der Prognosen ab.

holger Februar 2, 2015 um 10:45

Enrico

Du sprichst schon das Richtige an. Aber auch hier leider der Trugschluß, ein Unternehmer hätte Kosten oder der Unternehmer bezahlt seine Sklaven aus eigener Tasche. Das mag ja in einer Start-Up Phase so sein. Aber auf Dauer ist das nicht so. Da trägt eben der Kunde alle Kosten, die ein Unternehmer hat, plus den kalkulatorischen Gewinn/Zins etc.pp. Das nennt sich dann eben Umsatz. Hierbei kann es sich auch um Subventionierte Einnahmen handeln.

Der Unternehmer nimmt also Geld ein, und leitet das dann eben weiter, in Form von Lohn Steuern Abgaben Kredittilgung etc.pp. Kosten außer den Zeitaufwand, hat ein erfolgreicher Unternehmer nicht. Sonst wäre er Pleite. Deswegen mag ich das Wort „Kosten“ eigentlich nicht zu 100%, und sage dazu lieber öfter mal „Aufwand“.

Was hat das also für Folgen, wenn der Lohn nicht mehr vom Unternehmer ausgezahlt werden würde? Dann müsste der Unternehmer den Lohnkosten Anteil irgendeinen Bürokraten überweisen, der dann bestimmt, wie viel jeder Knecht zu bekommen haben darf.

Gut, wäre ja ne tolle Idee, könnten einige doch ihre Lohnbuchhaltung schließen. Und die Lohnbuchhalter fangen bei der Lohn-Auszahlungs-Verwaltungs-Behörde an. Wie gesagt, gerade in Deutschland müsste das diskutabel sein. Da gibt’s dann wieder ganz viele hochwichtige Angestellte bei der neuen Behörde und alle sind froh wichtig zu sein. Und man kann wieder Durchschläge endlich wieder tackern.

Ich weiß zwar nicht, warum hier einige immer nach dem Staat rufen, aber irgendwie ist das wohl mit der Muttermilch weiter gegeben worden. Ich denke der allgemeine Michel ist froh, wenn er verwaltet wird. Kaiser Führer Mutti Hauptsache man wird verwaltet. Am besten jeder noch ne Uniform mit hochwichtigen Orden und Abzeichen, dann läuft es wieder rrrrrrrrund.

So richtig habe ich ja gar nichts dagegen. Ein Staat hat nun mal auch eine Verwaltung. Nur bin ich der festen Überzeugung, man kann es auch übertreiben. Man könnte es ja mal wagen 16 Jahre oder so, den „Staat“ ruhen zu lassen. Oder brauchen wir tatsächlich eine Dauer Präsenz von Politik? Auch bin ich der Meinung, dass diese Form der permanenten Politik auf Dauer schädlich ist. Denn die Politik muss Probleme schaffen, die es ohne die Politik vermutlich nicht geben würde.

Es ist doch erstaunlich, dass die Todesrate nahezu unverändert bleibt, trotz Rauchverbot am Bahnsteig, Arbeitsplatz und Kneipe. Im gleichen Zeitraum die Anzahl der depressiver Sklaven gestiegen ist. Und dabei noch die Geburtenrate sinkt.

Wie viel Anteil daran wird wohl die „Politik“ haben? Mir gehen die Penner da Oben wirklich auf den Sender. Warum sollen die auch noch Löhne verwalten? Das musste mir mal erklären.

Das einzige, was die Politik Eurotzraumweit einführen könnte, wäre ein „BGE“ oder nenn es wie du willst. Diese „Parallelwährung“ ist nicht frei handelbar, wird nicht Verzinst und hat nur Kaufkraft im Eurotzraum. Hier könnte man einen Ausgleichsmechanismus schaffen.

Dieses „kostet“ auch nichts, da wir ja ein Steuer und Abgaben System haben, das in kürzester Zeit den Eurotz II wieder aufsaugt. Dieser Eurotz II ist lediglich Bit und Byte, Cash gibt es davon nicht. hortbar bis maximal 15.000/Person. Darüber hinaus gibt’s nichts mehr. Wie gesagt, gibt auch keine Zinsen.

Die Geldmenge ergibt sich über die Anzahl der Köpfe im Eurotzraum. Da das „Geld“ eine Kennung bekommt, kann man es immer wieder zu ordnen. Das wäre optimal für den Überwachungsstaat.

Eine Geldflucht wäre auch nicht möglich, da es nur im Eurotzraum eingesetzt werden kann. Und auch nur dort „legales“ Zahlungsmittel ist.

Somit brauche ich auch keinen Länderfinanzausgleich. Mit dem Eurotz I kann man weiter so verfahren wie bisher. An diesen kommt der Michel oder der Costas oder der Luigi nur über den Lohn dran. Der Unternehmer verbucht Eurotz II so, als ob dieser Eurotz I wäre. Das Geld hat aber eben immer noch die Kennung. Dh, auch der Unternehmer kann es nicht im Ausland investieren.

Erst bei Auszahlung eine Lohnes mutiert der Eurotz II zum Eurotz I

Der Unternehmer kann nun wählen, Investieren oder Löhne erhöhen. Somit bleibt das heilige Recht auf Aaaabeit erhalten. Die Küchenpüchologie und Glaskugel sagt mir: Dass der Mensch zum Eurotz I drängt. Ach wir Armen :D Denn nur den gibt es in Cash mit Verzinsung. Und was ist schöner, als Scheinchen zu zählen.

Die Kaufkraft von I zu II ist 1:1 . Nur das €II nicht die „Vorteile“ hat, wie €I… ;)

Dh den €II gibt es Bedingungslos zum Leben, den €I gibt es nur unter der Bedingung AAAABEIT.

Da der Eurotz II keinerlei Verzinsung kennt, weder positiv noch negativ, in der Hortung limitiert, und nur im Eurotzraum Kaufkraft hat, kann man in Bedenkenlos ausgeben, bzw. Investieren.

Der Unternehmer bekommt durch den €II im Umsatz, eine zinslose Einnahme. Nur durch die Auszahlung von Löhnen/Gehälter, wandelt er den €II in €I um. Sein sonstiger Aufwand/Kosten wird in €II verbucht.

Davon profitieren insbesondere Personal intensive Unternehmen. Die Vollautomaten Bäckerei weniger, da es hier zu weniger Lohnzahlungen kommt, oder diese eben ziemlich hoch sein müssten, um Eurotz I haben zu wollen. Und da grabscht Väterchen unbarmherzig wieder zu. In seiner unendliche Güte :D

Dh ich schaffe einen Anreiz mit einer „Guten“ Währung und einer „Schlechten“.

Die Frage: Ob ich mir mit dem €II einen Kredit aufnehmen kann, muss schlicht und einfach mit NEIN beantwortet werden. Der Eurotz II dient lediglich der „erweiterten“ Existenzsicherung von Geburt bis zum Sensemann. Ohne Anträge ohne Verwaltung und sonst welchen Schmock.

In den Genuss Kredite aufnehmen zu können, komme ich nur über den Eurotz I und der ist eben mit der Menschlichen Aaaabeit und Lohnauszahlung verbunden. Dadurch wird auch die „Rente“ besser gestellt. Diese gibt es zum „BGE“ oben noch als Hundekeks drauf.

Da ich ja meine liebenswerten Artgenossen kenne: Eurotz I HABEN WOLLEN…

Und dann möchte ich mal die Lohnverhandlungen sehen :D

Jeder Europäer erhält die gleichen Möglichkeiten, was das einzelne Individuum daraus macht, ist vollkommen dem Individuum überlassen. Und das schöne daran ist: REICH kann man nur über den Eurotz I werden. Und den gibt es bekanntlich nur über die Lohnauszahlung.

Und wer jetzt meint, das wäre zu teuer, oder die Frage stellt, wer soll das bezahlen, der braucht wirklich 1000 Peitschenhiebe. Da wären die durchaus angebracht.

Linus Februar 2, 2015 um 11:00

@Systemfrager Februar 2, 2015 um 08:21:
https://www.youtube.com/watch?v=bmUNCsT8TjU

ruby Februar 2, 2015 um 11:23

@holger
Systematik OK
Aber Vereinfachung der Abgaben unrealistisch
Registrierte direkte Geldschöpfung und -Zahlung ist ausreichend
EZB-Konto für Jeden mit Clearing

ruby Februar 2, 2015 um 11:27

@holger
Mit Kreditgewährung in Höhe der %ualen Tilgung fällt Unterscheidung Betrieb Arbeiter weg!

Systemfrager Februar 2, 2015 um 13:07

Schon wieder einmal. Die ganze Welt hat wieder einmal was gegen Deutschland. Die böse böse böse böse Welt

“Sie können Länder, die sich mitten in einer Depression befinden, nicht immer weiter ausquetschen”, sagte Obama am Sonntag im Interview mit dem US-Fernsehsender CNN. Bei einer Wirtschaft, die sich “im freien Fall” befinde, brauche es vor allem eine Wachstumsstrategie. Nur so könne ein Land seine Schuldenlast reduzieren.

Carlos Manoso Februar 2, 2015 um 15:54

@Systemfrager Februar 2, 2015 um 06:54
„Eine Theorie mit großen (mathematischen) Fehlern* erzeugt immer noch, nach 150 Jahren, richtige Prognosen.
_____
*
Das Band 2 des Kapitals: “Transformationslösung” ist eideutig mathematisch falsch
Das Band 3 – Das “Akkumulationsgesetz” (die steigende organische Zusammensetzung des Kapitals) ist eindeutig mathematisch falsch“

Systemfrager., dieses „Gesetz“ bzw. die „Kritik“ daran wird meistens -oft aus Nichwissen oder sogar Dummheit-in einen falschen Zusammenhang gestellt. Tatsächlich zeigt dieses „Gesetz“ nur die historische Präsenz des inneren Selbstwiderspruchs des Kapitalverhältnisses an, auch im Wirken des historischen Kpmpensationsmechanismus und trotz der historisch erscheinenden äußeren bzw. inneren Expansionsbewegungen des Kapitals.

Der Grund der Krise liegt letztlich darin, daß die gesamtgesellschaftliche Wert- und Mehrwertmasse, um die sich die Konkurrenzteilnehmer bewußtlos und dumm balgen, schrumpft.

Systemfrager Februar 2, 2015 um 16:03

Der Grund der Krise liegt letztlich darin, daß die gesamtgesellschaftliche Wert- und Mehrwertmasse, um die sich die Konkurrenzteilnehmer bewußtlos und dumm balgen, schrumpft.

Sollte dies eine Marx-Interpretation sein, hast du keine Ahnung.
- Die Mehrwertmasse kann nicht schrumpfen, insoweit die Zahl der Arbeiter nicht schrumpft, vorausgesetzt die Mehrwertrate blieb gleich.
- Bei Marx gibt es keine Theorie der ökomischen Zyklen, es sei, die angebliche Marktanarchie alleine würde zu ihnen führen.
- Der Akkumulationsprozess hat bei Marx Probleme deshalb, weil die org. Zus. des Kapitals wächst. (Unsinn!)

Carlos Manoso Februar 2, 2015 um 16:10

@ Linus Februar 2, 2015 um 10:19
“die steigende organische Zusammensetzung des Kapitals) ist eindeutig mathematisch falsch”,
weil es davon ausgeht, dass steigende Mechanisierung (Einsparung von Arbeitskräften) immer die Profitrate erhöht. Das ist in dieser Absolutheit falsch, in der Mehrzahl der Fälle scheint es jedoch zu stimmen.“

Linus, die „steigende organische Zusammensetzung des Kapital“ vermindert auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene pro eingesetztem Geldkapital den Anteil der allein Neuwert schöpfenden Arbeitskraft relativ, während die Kosten des Sachkapitals- die sich auf das rein dingliche Aggregat beziehen und hinsichtlich der weiteren Akkumulation von „abstraktem Reichtum“ steril bleiben – relativ ansteigen.

enrico Februar 2, 2015 um 16:16

@ holger

Du sprichst schon das Richtige an. Aber auch hier leider der Trugschluß, ein Unternehmer hätte Kosten oder der Unternehmer bezahlt seine Sklaven aus eigener Tasche. Das mag ja in einer Start-Up Phase so sein. Aber auf Dauer ist das nicht so. Da trägt eben der Kunde alle Kosten, die ein Unternehmer hat, plus den kalkulatorischen Gewinn/Zins etc.pp. Das nennt sich dann eben Umsatz. Hierbei kann es sich auch um Subventionierte Einnahmen handeln.

Nein, dieser Trugschluss besteht nicht (zumindest bei mir nicht)! Die Unternehmen -und damit sind alle Unternehmen einer VoWi gemeint- verschulden sich um die Gehälter zu bezahlen. In der Regel (um nicht das Wort “idealtypisch” zu verwenden, das Du ja so scheiße findest) entsteht bei dieser Verschuldung erst das Geld um die Arbeitenden zu bezahlen. Natürlich sollte dann am Ende der Kunde alle Kosten der Produktion übernehmen.

Wenn es nach mir ginge, dürfte das Unternehmen aber dann nicht mehr einnehmen, wie es vorher ausgegeben hat, also keine Gewinne machen. Der UnternehmeR-Profit muss dabei also ein Teil der Produktionskosten werden und ebenso vor-Finanziert werden. Nur so kann es ohne ständige Inflation und Preisinstabilität Geld für Profit geben. Die Keynesianer sehen das z.B. und bevorzugen ständige Inflation durch laufende Lohnerhöhungen. Geht natürlich auch, ist aber nur eine Pfusch-Lösung. Und die “Marxisten” wissen noch immer nicht um was es eigentlich geht. Und wie gesagt, leider geht es nicht nach mir.

Der Unternehmer nimmt also Geld ein, und leitet das dann eben weiter, in Form von Lohn Steuern Abgaben Kredittilgung etc.pp. Kosten außer den Zeitaufwand, hat ein erfolgreicher Unternehmer nicht. Sonst wäre er Pleite. Deswegen mag ich das Wort „Kosten“ eigentlich nicht zu 100%, und sage dazu lieber öfter mal „Aufwand“.

Auch hier müsste die Reihenfolge umgekehrt sein: Zuerst Ausgeben, dann Einnehmen. Steuern, Löhne, Gebüren, Tilgung von Investitionskrediten, Erwerb von Sparguthaben, alles das müsste ZUERST mittels Verschuldung vor-finanziert werden. Der Verkauf der Produkte muss dann diese Verschuldung unbedingt vollständig tilgen. Und wenn es nach mir ginge, möglichst ohne Überschuss!

Was hat das also für Folgen, wenn der Lohn nicht mehr vom Unternehmer ausgezahlt werden würde? Dann müsste der Unternehmer den Lohnkosten Anteil irgendeinen Bürokraten überweisen, der dann bestimmt, wie viel jeder Knecht zu bekommen haben darf.

Zugegeben, ich bin auch kein Freund von Behörden und bin mir noch nicht ganz sicher, wie man das am angenehmsten lösen könnte. Was mir aber gefällt an dieser Idee ist, 1. dass die Unternehmen unabhängig von der familiären Situation ihrer Beschäftigten immer den gleichen Preis für die Arbeitseinsätze zahlen müssen und die Beschäftigten ein unterschiedliches Einkommen erhalten können, das sich je nach der familiären Belastung richtet und 2. dass das Verhältnis Unternehmer – Arbeitsleister (fälschlicherweise “Arbeitnehmer” genannt) eine ebenbürdigere Form annimmt. Es ist dann kein “ich-bezahledich-also-mach- was-ich-dir-sage-Verhältnis mehr sondern eher ein professionelles Ausführen eines Diensleistungs-Auftrages und eben 3. dass man damit die naturgegebne unterschiedliche Produktivität der Branchen ausgleichen kann, ohne dies auf die Gehälter abzuwälzen. Dann vedient die Krankenschwester und der Landarbeiter auch genausoviel, wie die Arbeiter in der (sagen wir) KFZ-Industrie. Also, jetzt müssen wir nur noch das Problem “Behördendödelei” lösen. Wie sollte die zwischengeschaltete Instanz organisiert sein? Gute Ideen sind hochwillkommen.

enrico Februar 2, 2015 um 16:18

@ quest-mark

»»»»Du meinst Automatisierung von Arbeit? Die ist doch prinzipiell eine super Sache. Dadurch wird einem eine Menge beschwerlicher Tätigkeit abgenommen.«««««

Nein, ich schreibe von etwas, worum sich Carlos Marx nicht groß gekümmert hat:

Ich schreibe von der Subventionierung der Arbeitskosten für weniger produktive Branchen durch die Branchen von höherer Produktivität.
Um damit einen Ausgleich innerhalb einer VoWi oder auch zwischen den VoWi’s zu schaffen.

Branchen von niedrigerer Produktivität sind z.B. die Landwirtschaft, Pflegedienste und vielleicht auch Gastronomie etc. also alles, was “näher an der Natur” liegt. Branchen höherer Produktivität sind alle Arbeiten, die “näher am Geist” sind, also high tech-Dinge, Maschinenbau, KFZ-Produktion etc.

Linus Februar 2, 2015 um 16:28
Linus Februar 2, 2015 um 16:39
holger Februar 2, 2015 um 16:44

enrico

—>>>Wenn es nach mir ginge, dürfte das Unternehmen aber dann nicht mehr einnehmen, wie es vorher ausgegeben hat, also keine Gewinne machen”

Dann stelle ich dich einfach nicht an… Musste halt dir einen anderen Ochsen suchen, der die ganze “Verwaltung” und “Zukunftsperspektiven” für dich übernimmt.

Schwachsinn hoch 12 ehrlich…

Das kann man meinetwegen in einer Kommune machen… selbst da klappt das noch nicht mal…

Entweder hast du tatsächlich keine Ahnung vom Geist eines Unternehmers, oder du tust nur so.

Wenn du diesen Krams haben willst, dann fang beim Staat an… Wärst vermutlich der Erste, der sich bei der dann errichteten Lohn-Verwaltungsbehörde am wohlsten fühlt.

—>>>Zugegeben, ich bin auch kein Freund von Behörden und bin mir noch nicht ganz sicher, wie man das am angenehmsten lösen könnte.”

Dann versuch es mal zu lösen.

—>>>Dann vedient die Krankenschwester und der Landarbeiter auch genausoviel, wie die Arbeiter in der (sagen wir) KFZ-Industrie.”

Falscher Ansatz… müsstest du merken…

Bei meinem Ansatz werden Personalintensive Unternehmen bevorzugt. Das Bedingungslose Grundeinkommen ist gleich… nur der Zusatz unterschiedlich. Und dieser entwickelt sich nach Bedarf oder Nachfrage.

Man fällt nicht in das Bodenlose, sondern kann sich neu Orientieren.

Wenn man denn will. Wenn nicht dann eben nicht. Dann bleibt man eben in dem Eurotz II “BGE”.

holger Februar 2, 2015 um 16:48

enrico

—>>>Auch hier müsste die Reihenfolge umgekehrt sein: Zuerst Ausgeben, dann Einnehmen. Steuern, Löhne, Gebüren, Tilgung von Investitionskrediten, Erwerb von Sparguthaben, alles das müsste ZUERST mittels Verschuldung vor-finanziert werden. Der Verkauf der Produkte muss dann diese Verschuldung unbedingt vollständig tilgen. Und wenn es nach mir ginge, möglichst ohne Überschuss!”

Wenn du genau gelesen hättest, würdest du bei mir auch die “Start-Up” Phase gelesen haben…

Da geht es um die “Vorfinanzierung” nichts anderes machen “Start-Up” Unternehmen, wenn sie private Kohle einsammeln. Auch zB von der Frau Quandt.

Aber danach, müssen sie auf eigenen Füßen stehen können, und ohne weitere Kredite auskommen (Beleihungsgrenze)

Bewertung… etc.pp.

Carlos Manoso Februar 2, 2015 um 16:48

@Linus Februar 2, 2015 um 16:39
„Carlos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Reswitching“

Linus, und ???

ruby Februar 2, 2015 um 18:38

@ enrico 16:16

isch liebe Disch

und holger wird auch noch konvertieren (da er soviel versteht, darf er auch Betriebsabrechnung/Kostenrechnung zu den Leistungen dokumentieren, was und wie wird jährlich überprüft – Benchmarking)

habe die “behördliche” organisatorische Lösung, Verwaltung bereits entworfen !
und preisrechtliche, kalkulatorische Leitsätze zu Selbstkosten existieren bereits, die gefallen auch Unternehmern ;-)

ruby Februar 2, 2015 um 18:43

@ holger

Frankie Bernankie kriegt doch mit seiner betrieblichen Erfahrung die passende individuelle Programmierung hin oder?
;-)

Systemfrager Februar 2, 2015 um 19:01

Vier-Billionen-Dollar-Haushalt: Obama pfeift aufs Sparen
SPON >>>
Ist das nicht eine nachfrageorientierte Maßnahme, ein Keynesianismus ohne Keynes?
Es gibt zwar bessere nachfrageorientierte Maßnahmen, aber die “zweitbeste” ist doch besser als nichts. Die deutschen Ökonomen-Vollidioten würden das natürlich nie begreifen.

karla Februar 2, 2015 um 22:21

Linus Februar 2, 2015 um 10:19

“….weil sie den Mehrwert als fixe Grösse annimmt anstatt als Variable in einem System gekoppelter Differentialgleichungen”

Da sich erst bei der Realisierung auf dem Markt (Konkurrenz) erweist was ein Einzelkapital tatsächlich sich an Mehrwert aneignen konnte, sind Überlegungen wie ” in einem System gekoppelter Differentialgleichungen” Sandkastenspiele (wenn es der Zufall so will kann das auch mal deckungsgleich sein).

Der Anarchie des Marktes läßt sich nicht mit Differentialgleichungen beikommen. Auch nicht mit der Umterscheidung von fixen und variablen Größen. Fix ist da natürlich gar nichts. Nicht mal der Gewinn oder Profit. Wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre industrielle Anwendung unter kapitalistischen Gegebenheiten ändern sich weltweit ununterbrochen.

Warum sich also immer wieder positiv zu den Problemen des Marktes stellen? Man versucht, so weit man sich dazu selbst in der Lage sieht, dies zu erklären und gut ist.
Dem tagtäglichen Ärger versucht jeder nach seinem Verständnis sich zu stellen. Kann man auch organisiert z.B. in Gewerkschaften, attac, Occupy etc. betreiben. Aber auch das hat alles seine Grenzen am Markt, welcher der Anarchie entkleidet, kein Markt mehr wäre.

bleistift Februar 3, 2015 um 19:55

Hier ein Link zu einem Beitrag von Hans Hütt.
Ich denke der Artikel passt gut zu dieser Diskussion:

http://www.anlasslos.de/?p=581

worms Februar 8, 2015 um 14:16

Unfassbar-, wo stünde man heute, wäre schon in den 1960´ern eine 10-Stunden-Woche angegangen worden—

Zeit ist Zeit, Geld ist Geld – ersteres hat man und letzteres bekommt man irgendwann. Idealerweise vertragen sich beide für mich miteinander und ich kann irgendwo dazwischen leben. So viele Eindrücke, Fragen und Ideen vs. zu wenig Zeit ist doch das eigentliche Dilemma, sich Schritt für Schritt von Lebenszeit raubenden Dingen zu befreien, der eigentliche Fortschritt.

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