Der deutsche Hegemon in seiner Gartenzwerg-Idylle

by f.luebberding on 4. Februar 2015

Mark Schieritz und Marcus Gatzke haben heute auf Zeit online den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis interviewt. Die zentrale Passage in dem Interview betrifft die Rolle Deutschlands. Er formuliert sie als die eines Hegemon.

“Deutschland ist das mächtigste Land Europas. Ich glaube, dass die EU davon profitieren würde, wenn Deutschland sich als Hegemon verstünde. Aber ein Hegemon muss Verantwortung übernehmen für andere. Das war der Ansatz der USA nach dem Zweiten Weltkrieg.”

Nun darf man daraus eine Schlussfolgerung nicht ziehen: Varoufakis wird bei seinem Besuch in Berlin nicht als Bittsteller auftreten. Es bedeutet auch keineswegs, Deutschland als den schon aus Weimarer Zeiten bekannten “reichen Onkel aus Amerika” zu verstehen, der mit seinem Edelmut Wohltaten verteilt. Schließlich kennen Schüler noch Friedrich Dürrenmatts “Besuch der alten Dame” und wissen daher, was dabei herauskommen kann. Nur was ist unter einem Hegemon zu verstehen?

Es gab dafür immer zwei Rollenmuster. Eine Version ist die des Plünderers, der seine Macht dazu nutzt, um die unterworfenen Völker auszubeuten. Nach diesem Muster operierten etwa Deutschland und Japan im 2. Weltkrieg. Die andere die der USA nach dem Krieg. Eine Hegemonialmacht übernimmt die Verantwortung für das Funktionieren des Gesamtsystems. Dessen Erhalt ist das überragende Interesse, woraus sie am Ende auch selbst den größten Nutzen zieht. Die USA haben nach dem Kriegseintritt 1917 fast 30 Jahre gebraucht, um diese Funktion vom Britischen Empire zu übernehmen. Wobei sich die Briten nicht als Führungsmacht verstanden hatten, sondern als die Garanten eines Machtgleichgewichts. Im Kalten Krieg reduzierte sich das allerdings auf das Duopol der USA und der Sowjetunion. Die USA wurden somit die Erben eines zerrütteten und machtlos gewordenen Europas.

Eine Hegemonialmacht kann diese Rolle nur übernehmen, wenn es bereit ist, dafür einen Preis zu zahlen. Sie kann eigene Interessen und Perspektiven nur noch aus der Verantwortung für das Gesamtsystem definieren. Andere Mächte innerhalb dieser Konstellation haben das nicht in gleicher Weise nötig. Ihr Gewicht ist zu klein, um für das Gesamtsystem verantwortlich zu sein, zudem müssen sie sich gegen die Ansprüche der Hegemonialmacht behaupten. Sie geraten damit allerdings zugleich in eine psychologische Abhängigkeit von der Hegemonialmacht. Was das bedeutet, mussten die USA in den vergangenen 50 Jahren oft genug erleben. Egal, was sie machte, wurde und wird sie für die Folgen verantwortlich gemacht. Eine Hegemonialmacht ist nicht beliebt, sondern hat nur eines zu fürchten: Wenn ihre Schwäche offenkundig wird. In der größten Krise der USA in Folge des Vietnam-Krieges hatte Henry Kissinger daher nur ein Ziel verfolgt. Den Eindruck zu vermeiden, die USA könnten ihrer weltpolitische Rolle nicht mehr gerecht werden. Die Sowjetunion, die im kommunistischen Weltsystem nach 1945 eine vergleichbare Funktion hatte, scheiterte unter anderem an dieser Überforderung und dem Eingeständnis eigener Schwäche.

Eine Hegemonialmacht muss sich nämlich diese Funktion leisten können. Es ist ein ökonomisches Zuschussgeschäft, das klassische Imperialismustheoretiker schon immer ignorierten. Eine Macht, die lediglich ihren eigenen Nutzen maximieren will, wird am Ende am Widerstand der ausgebeuteten Nationen scheitern. Diese Erfahrung machte Deutschland in zwei Weltkriegen. Es hatte Europa nichts anzubieten, außer die Unterdrückung und Versklavung anderer Völker. Erst unter dem Dach der US-Hegemonie entwickelte Deutschland jene Dynamik, die mit den politischen Bedingungen in Europa vereinbar gewesen war. Die EWG war immer als Transferunion konzipiert gewesen. Deutschland setzte seine ökonomischen Fähigkeiten zugunsten des Gesamtsystems ein. Es bekam dafür den Zugang zum Weltmarkt und unterstützte in Europa die anderen Staaten, etwa die französische Landwirtschaft mit der vergemeinschafteten Agrarpolitik. Deutschland war in Europa immer Nettozahler gewesen. Es konnte es sich leisten, weil erst der Weltmarktzugang den Wiederaufstieg nach dem Krieg möglich gemacht hatte. Das war tatsächlich alternativlos gewesen. Deutschland hatte nach dem verlorenen Krieg jeden politischen Anspruch auf eine Hegemonialposition aufgeben müssen.

Varoufakis spricht jetzt politisch aus, was unübersehbar geworden ist. Deutschland muss eine politische Rolle ausfüllen, die ihr in der EU und der Eurozone zugefallen ist. Ökonomisch war das allerdings schon seit dem Zusammenbruch des Bretton Woods System 1973 so gewesen. Deutschland war mit der DM zum Garanten des europäischen Währungssystems geworden. Die Bundesbank übte dabei die Leitfunktion für die europäische Geldpolitik aus. Niemand konnte sich den Vorgaben aus Frankfurt entziehen. Wenn die Bundesbank nach der Wiedervereinigung  mit Zinserhöhungen deutsche Tarifpartner disziplinieren wollte, stürzte sie damit zugleich den Rest Europas in die Rezession. Frankreich konnte dieser Politik nur folgen, wenn es nicht in eine schwere Franc-Krise geraten wollte. Der Euro sollte diese Rolle der Bundesbank abschaffen. Sie hatte sich immer geweigert, ihre Geldpolitik an diesen europäischen Bedingungen auszurichten. Mit dem Zusammenbruch des Euro änderte sich an dieser Konstellation nichts. Deutschland wird immer diese europäische Rolle einnehmen müssen, ob mit oder ohne Euro. Allerdings wird man dann in deutschen Leitartikeln immer noch das gleiche Unverständnis über diesen Sachverhalt finden wie heute. Im Kern betrifft es immer ein Argument. Die anderen Europäer könnten ihre Probleme lösen, wenn sie wie Deutschland werden.

Es diese Ignoranz, die die deutsche Debatte prägt. Es ist exakt das Gegenteil einer Hegemonialmacht, die sich das nicht leisten kann. Deutschland hat eines nicht begriffen. Wenn es vom europäischen Wirtschaftsraum profitieren will, muss es als ökonomisch stärkste Nation die Verantwortung für den Erhalt des Gesamtsystems übernehmen. Das kann nicht Griechenland machen. Seine eigenen Interessen, die man bekanntlich unter dem Stichwort Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsbilanzüberschüsse zusammenfasst, müssen hinter dieser Verantwortung für das Gesamtsystem zurückstehen. Deutschland kann nicht einfach die desaströse Lage in Südeuropa ignorieren, weil das so schön in die eigene Gartenzwerg-Idylle hineinpasst. Ansonsten werden sich diese Länder gegen ein Regime auflehnen, das ihnen die wirtschaftliche Erholung praktisch unmöglich macht. Es hat nämlich noch niemand erklärt, wie der Süden unter den bisherigen ökonomischen Vorgaben aus Berlin aus dieser Depression herauskommen soll. Dafür gibt es in Berlin politische Motive. Man fürchtet den innenpolitischen Widerstand in Deutschland. Aber was wäre passiert, wenn die USA nach 1945 den Vorgaben deutscher Ordoliberaler gefolgt wären? Sie hätten sicherlich nicht ihre ökonomischen Ressourcen eingesetzt, um Europa wieder auf die Beine zu helfen. Man hätte in der amerikanischen Gartenzwerg-Idylle ebenfalls die Haushalte ausgleichen und die Steuern für den geplagten amerikanischen Steuerzahler senken können. Um anschließend über die unfähigen Deutschen und Europäer zu lamentieren, die halt zu blöd sind, wie die Amerikaner zu werden. Sie haben diese Idylle verlassen müssen, weil sie ihre Lektion gelernt hatten. Die ökonomische stärkste Macht muss die Verantwortung für das Gesamtsystem übernehmen. Dafür gab es politische Gründe. Man wollte verhindern, dass Westeuropa kommunistisch wird. Aber auch ökonomisch hatte sich das ausgezahlt. Die USA profitierten letztlich vom ökonomischen Wiederaufstieg Europas. Sie verhinderten so den Rückfall in die Depression der 1930er Jahre.

Dafür mussten sie aber vorher in Europa investieren. Daran hat sich nichts geändert. Dafür braucht man aber bei uns ein Bewusstsein über die deutsche Rolle in Europa. Oder will man weiterhin über das “süße Leben auf Pump in Athen” lamentieren? Jenseits dessen: Mit der DM kommt man auch nicht wieder in die Gartenzwerg-Idylle zurück. Sie war schon immer eine deutsche Illusion gewesen.

Update

Interessanter Artikel auf Spiegel online.

19:15 Uhr

Varoufakis stellt übrigens auch linke Gewissheiten in Frage. Das ist Ingo Stützle aufgefallen.

{ 256 comments }

H.K.Hammersen Februar 4, 2015 um 14:10

@Luebberding

Sie vergleichen die Rolle Deutschlands mit der der USA nach dem zweiten Weltkrieg, und sagen, D müsse als Hegemon Verantwortung für das Ganze übernehmen. Nun war aber (und ist wohl noch immer) der Hegemon USA nicht nur Hegemon in wirtschaftlicher, sondern auch in weltpolitischer und kultureller Hinsicht. Anders könnte ich mir Hegemonie auch gar nicht vorstellen. Ich schrieb im Herdentrieb, dass der Euro zu seinem Funktionieren zwingend eine einheitliche zweite Amtssprache (neben der jeweiligen Nationalsprache erfordert), damit der Arbeitsmarkt europäisch wird. Zusätzlich natürlich auch Angleichung der Steuer- und Sozialsysteme. Ich wäre sehr gespannt auf die Reaktion unserer Partner, würde D tatsächlich die Rolle des Hegemon – analog der Rolle der USA – einnehmen. Deutsch als europaweite Amtssprache, deutsches Ausbildungssystem, deutsche Sozialsysteme in ganz Europa!

Zahlmeister ist nicht Hegemon!

Keynesianer Februar 4, 2015 um 14:15

Es geht nur darum, den bösen Deutschen die Schuld an dem ganzen Elend in den Krisenstaaten aufzuladen.

Unser Klimamerkel hat zusammen mit ihrem Sparschräuble die Rolle der bösen Hexe zu spielen und am Ende werden armen Europäer gerettet, aber die bösen Nazi-Deutschen werden hart bestraft und müssen für alle Schulden in Europa bezahlen und für die zwei Weltkriege auch noch.

Die Amis sind natürlich keine Räuber, sondern wollen nur das Beste für alle Staaten in der Welt, wie auch schon im Irak und vorher in Vietnam und in ihren so etwa 150 Kriegen und Interventionen seit 1945 allein.

Wie es oben so schön heißt:

Eine Version ist die des Plünderers, der seine Macht dazu nutzt, um die unterworfenen Völker auszubeuten. Nach diesem Muster operierten etwa Deutschland und Japan im 2. Weltkrieg. Die andere die der USA nach dem Krieg. Eine Hegemonialmacht übernimmt die Verantwortung für das Funktionieren des Gesamtsystems.

Das gibt aber einen Orden von der Atlantischen Gesellschaft für den Verfasser. Oder mindestens einen Hundekeks. :)

metepsilonema Februar 4, 2015 um 14:29

Was ist mit Gesamtsystem gemeint? Ich kann mir eines auf Ebene der EU oder Europas vorstellen, aber weltweit? Dass die USA der Welt vorangehen, faktisch und theoretisch, ja, aber dass ihre Interessen immer vom Gemeinsamen oder Gesamten ausgehend gedacht werden, sehe ich nicht (im besten Fall noch eher von dem, was man als westlich bezeichnet). Und: Sind die Interessen nicht eher längst zu verschieden und ist die Welt nicht multipolar(er) geworden? Akzeptieren alle und zu jeder Zeit eine Hegemonie? Muss man nicht über das hegemoniale Denken hinausgehen und von dezentralen Zentren aus denken (das wäre nicht nur stabiler, sondern auch gerechter, demokratischer und gemeinschaftlicher)?

Keynesianer Februar 4, 2015 um 14:34

Ohne die Agendapolitik von SPD und GRÜNEN hätte es die Eurokrise gar nicht gegeben.

Erst das Lohn- und Sozialdumping dieser Agendapolitik hat dann die Zwangsverschuldung der deutschen Handelspartner in der gemeinsamen Währung bewirkt, weil die jetzt nicht mehr abwerten konnten.

Diese Agendapolitik hatte von vornherein den einzigen Zweck, den Euroraum in eine schwere Krise zu stürzen und den Hebel für eine deflationäre Depression in den Krisenstaaten zu liefern.

Denn statt die Löhne und Sozialausgaben in den Krisenstaaten zu senken, kann die Wettbewerbsfähigkeit in einer gemeinsamen Währungsunion ja auch damit wieder hergestellt werden, dass in den Ländern, die Exportüberschüsse erzielen, die Löhne und Sozialausgaben erhöht werden.

Das ist aber nicht im Sinne der Erfinder der Agendapolitik. Sondern sie wollen mit den deutschen Dumpinglöhnen die ganze Eurozone in eine deflationäre Krise treiben – und danach den Deutschen allein die Schuld daran geben.

Die Deutschen wären also zuerst durch die Agendapolitik betrogen worden und sollen dann noch die Schuld an der Eurokrise aufgeladen bekommen und für die Rettung Europas bezahlen.

Das alles wurde von den Neoliberalen seit Beginn der Währungsunion genau so geplant und Schritt für Schritt umgesetzt. Und wenn die deutschen Schäfchen nicht aufwachen, werden sie ein übles Ende finden.

Walter Brandau Februar 4, 2015 um 14:34

Einer der besten Artikel die ich von L. gelesen habe. Vielleicht sind die Amis aufgrund ihrer Übermacht nunmehr in Kurzfristdenken und strategische Spielchen verfallen. Aber ich werde ihnen nie vergessen, dass sie mir bzw. meiner Familie nach dem Kriegsende des WWII geholfen haben. Vielleicht gäbe es mich andernfalls gar nicht.
Ihre Hilfe, ihr Eingreifen damals war Ergebnis geopolitischer Weitsicht. Sie hatten Staatsmänner. Wo gibt es diese heute noch in Europa ? Unsere Politiker taktieren nur mehr populistisch. Und was macht die Presse ???

wowy Februar 4, 2015 um 14:42

@fl
Verantwortung für den Erhalt des Gesamtsystems? Vielleicht könnten wir zunächst eine Definition für “Gesamtsystem” finden? Was ist die EU heute? Was sollte sie sein und welche realistischen Möglichkeiten hat Deutschland darauf Einfluss zu nehmen?

holger Februar 4, 2015 um 14:49

solche und andere Bemerkungen und Feststellungen machen mich echt ratlos

—>>> Diese Erfahrung machte Deutschland in zwei Weltkriegen. Es hatte Europa nichts anzubieten, außer die Unterdrückung und Versklavung anderer Völker. Erst unter dem Dach der US-Hegemonie entwickelte Deutschland jene Dynamik, die mit den politischen Bedingungen in Europa vereinbar gewesen war.”

Echt… Glückwunsch kannst beim ZDF den “Prof” Guido der Geschichtsfälscher, ersetzen… der richtigen Partei gehörst Du ja schon an.

Frage mich so oder so immer, warum gerade Du auf Bismarck verweist… Der war der einzig intelligente, und hat mal die Sozialisten und angeblich Sozialdemokraten damals unter den Label “SDAP” bekannt des Landes verwiesen.

Aber egal, jeder dreht sich halt so die Geschichte hin, wie er mag.

In anderen Teilen, was ein Hegemon tatsächlich zu tun hätte, geb ich dir recht.

Dein Lob-Hudel auf die USA ist aber eher wieder zum fremd schämen. Und das ein Produzent von “Agent-Orange” nämlich der kürzlich verstorbene (RvW) nicht erwähnt wird, ist ja auch klar.

Lübberding, von Geschichte und warum, hast du absolut wenig Kenntnis. Tippst aber auf Technik herum, die im dritten Reich entwickelt worden war, “Zuse”… fliegst in Jets, deren Technik ebenfalls im dritten Reich erfunden worden war, “Horton”.

Und du sagst, auch nach den britischen “Made in Germany” als Kains Merkmal, WAS?

” Es hatte Europa nichts anzubieten, außer die Unterdrückung und Versklavung anderer Völker.”

Eigentlich biste ein Depp

Danke Bitte…

holger Februar 4, 2015 um 14:53

Das Du in Göttingen studiert hast, kann ich nicht nachvollziehen… hat man da nur so einen Wichs vermittelt? Dass es so enden muss, wie mit Dir?

Du bist eine Schande für den Standort Göttingen und allen anderen Universitäten Deutschlands so einen Müll zu postulieren…

—>>>Es hatte Europa nichts anzubieten, außer die Unterdrückung und Versklavung anderer Völker.”

klein geistiger Müll…

bleistift Februar 4, 2015 um 14:58

Guter Artikel!

holger Februar 4, 2015 um 15:06

bleistift Februar 4, 2015 um 14:58
Guter Artikel!”

In Teilen schon, in anderen ist er grotten schlecht…

Diese Schuh muss sich der Autor anziehen…

Was ist denn mit den Mächten Frankreich und England?

Da traut sich der Autor wieder nicht ran. Wer waren denn die Kolonial Mächte? Die Neger ohne ende Versklavt hatten sich Inder hielten und und und…

WAREN das keine “Europäer” ? Wer hat denn Millionen auf Sklavenschiffen verrecken lassen, wegen den Baumwoll Profit?

—>>>” Es hatte Europa nichts anzubieten, außer die Unterdrückung und Versklavung anderer Völker.”

Und dann das über “Deutschland” ?

Wo wir hier führende Universitäten hatten und immer noch haben? Wie viel Verstand steckt in dem Autor? Das zu umgehen?

Dass das natürlich hier einigen Zecken ins Bild passt, ist mir schon klar.

Popel ismus vom Feinsten… und ich reg mich auf…

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 15:15

holger

Aha.

Wunderbaaaargh Februar 4, 2015 um 15:29

Man darf hat nicht vergessen dass die USA nach 1945 mehr Angst vor dem Kommunismus und der UDSSR hatten als vor einem wiedererstarkenden militaristischen Deutschland, weil sie wussten dass sie uns diesen Zahn gezogen hatten. Das hat uns Deutsche vor gerechtfertigter Rache und dem Morgenthau-Plan gerettet und uns den Marshall-Plan und letztendlich wieder einen Platz im westlichen Bündnis eingebracht. Sie hätten uns auch deindustrialisieren und auspressen können wie ein Zitrone, aber die Vernunft hat, wie im Artikel beschrieben, gesiegt.
Auch Deutschland sollte immer noch darüber dankbar sein dass man so sanft mit uns umgesprungen ist und jetzt wo es in so einer starken Position ist Verantwortung übernehmen. Da stimme ich mit Luebberding überein. Es sollte vor allem seine bornierte Einstellung beenden und seine um Schulden kreisenden moralisierenden und juristischen Keulen einpacken sondern endlich konstruktiv in Europa an der Lösung des Problems arbeiten. Wenn es das nicht tut, wird es aus eigener Schuld politisch und wirtschaftlich isoliert dastehen und sich am Schluss des EU-Abenteuers ob dieser angeblichen Ungerechtigkeit beklagen.
Wenn man deutschen Politikern und Medien zuhört, dann ist klar dass man den Schuss noch nicht gehört hat. Und daher fürchte ich das Schlimmste und verzweifle schon jetzt daran was wohl kommen mag.

KommentatorX Februar 4, 2015 um 16:00

Deutschland als Hegemon in Europa?

„Bundeskanzlerin Angela Merkel kondolierte Abdullah II. “Mit großem Entsetzen habe ich die furchtbare Nachricht von der Ermordung des jordanischen Piloten (…) vernommen. Es ist unfassbar, dass Menschen zu einer solch grausamen Tat fähig sind”, schrieb Merkel am Dienstag in einem Telegramm an den König.“
http://www.welt.de/politik/ausland/article137089481/Jordanischer-Pilot-bei-lebendigem-Leib-verbrannt.html

„Es ist unfassbar, dass Menschen zu einer solch grausamen Tat fähig sind“ – das schreibt eine DEUTSCHE, zudem Kanzlerin.

Deutsche waren zu viel grausameren Taten fähig.
Fallen – nach Merkel – Deutsche nicht unter die Kategorie „Menschen“?

„Niklas Frank: Wir alle tragen den Doppelnamen “Auschwitz”
Niklas Frank hat sich als Journalist und als persönlich Betroffener sein Leben lang mit Auschwitz beschäftigt. Sein Vater Hans Frank war während des Krieges Generalgouverneur im besetzten Polen, im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess wurde er zum Tode verurteilt und 1946 gehängt.“
http://www.ardmediathek.de/tv/Leute-night/Niklas-Frank-Wir-alle-tragen-den-Doppel/SWR-Fernsehen/Video?documentId=26182980&bcastId=8758476

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 16:01

metepsilonema

Der Artikel bezog sich auf die Rolle der USA im Westen, also inclusive Europa und der Verbündeten in Asien, wie Japan. Ökonomisch konnten sie sich nur erholen, weil die USA bereit waren, diese Erholung mit eigenen Defiziten zu finanzieren. Das ging nur mit dem Dollar als Weltwährung. Aber bis zum Ende von Bretton Woods gab es eine permanente Debatte über die Frage, wie diese Defizite der USA ausgeglichen werden sollen. Dafür gab es zwei Wege: Entweder veränderte man die festen Wechselkurse zugunsten des Dollar, verschlechterte somit die Wettbewerbsposition der anderen. Oder über die chronischen Debatten über die Staionierungskosten für das US-Militär. Das haben wir heute alles vergessen, weil kaum noch jemand lebt, der das noch als aktiver Politiker erlebt hatte. Die heutige Generation hat davon keine Ahnung, weil sie sich nicht für Geschichte interessiert. Dass die USA ab den 1980er Jahren nicht den Weg gegangen sind, den etwa Paul Kennedy in seiner monumentalen Studie von 1987 diagnostizierte, hatte mehrere Gründe. Die Wichtigsten waren die Durchsetzung neuer Basistechnologien im Sinne Kondratieffs, außerdem der Zusammenbruch der Sowjetunion. In dieser Konstellation hatten die USA plötzlich die besten Voraussetzungen, um ihre alte Position neu zu definieren. Ihr politisch-ökonomisches Systzem erwies sich gegenüber dem der Europäer und Japaner als extrem anpassungsfähig. Zudem konnten sie die über die Finanzmärkte regulierte Globalisierung mit den bekannten Stärken ihres Modells verbinden. Das geriet allerdings spätestens ab 2007 in die Krise. Obama versucht ja nichts anderes als einen neuen Boden für die USA zu finden, um nicht in die schon von Kennedy beschriebene Falle der strategischen Überdehnung hineinzulaufen.

In der EU fehlt dieser Akteur, weil Deutschland diese Rolle des Hegemon politisch nicht ausfüllen will und Frankreich sie nicht mehr ausfüllen kann. Die Idee eines europäischen Nationalstaates wird dabei nicht helfen, weil dafür noch die Voraussetzungen fehlen. Das wäre aber die Bedingung für Dezentralisierung. Deutschland beschränkt sich heute in der Eurokrise weitgehend auf die Funktion des Veto-Spielers. Das heißt, es kann definieren, was mit Deutschland nicht zu machen ist – oder es halt zulassen, wie bei der EZB. Aber es hat keine positive Idee davon, wie man die EWWU effektiv steuert, außer mit den ordoliberalen Kindereien wie sie die meisten deutschen Ökonomen vertreten. Gleichzeitig aber das politische Interesse, den Zusammenbruch des Systems zu verhindern. Natürlich will niemand in eine Lage kommen, wo Deutschland wieder zu schwach ist, um den Kontinent zu beherrschen, aber zu stark ist, um den Kontinent ohne Deutschland zu regieren. Dann muss man aber erst einmal ein Bewusstsein darüber haben, was das konkret bedeutet als Hegemon zu operieren. Wie im Artikel beschrieben. Die USA brauchten dafür 30 Jahre. Letztlich prägte das aber vor allem eine Gruppe von Ostküsten-Intellektuellen, die von der Zeit nach 1918 geprägt worden waren. Kissinger ist dafür nur ein Beispiel. Die bisweilen selten dämliche Transatlantiker-Schelte hat schlicht keine Ahnung davon, wie diese Gattung des klassischen Transatlantikers in den USA schon längst ausgestorben ist.

Keynesianer Februar 4, 2015 um 16:12

Die Deutschen und die deutsche Regierung haben in Europa nichts zu melden. Die Aufgabe der deutschen Regierung besteht einzig und allein darin, den bösen Teufel zu spielen, der die Völker in Not und Elend treibt.

Wir werden die Folgen für uns und Europa noch alle erleben, denn solange sie die Schuld den Deutschen in die Schuhe schieben können, werden die Neoliberalen kein Ende der Verelendung in Europa erlauben.

Schließlich sind ja die Deutschen wieder schuld und da kann man unser Klimamerkel und ihr Sparschräuble weiter agieren lassen und den Hass der Völker auf die Deutschen schüren, die als Leiharbeiter und 1-Euro-Jobber und Zwangsarbeiter der Agendapolitik von SPD und GRÜNEN die Industrie ihrer Handelspartner durch Lohndumping ruinieren und die Arbeitslosigkeit durch Sparen, Kürzen, Streichen maximieren.

wowy Februar 4, 2015 um 16:17
Linus Februar 4, 2015 um 16:22

@fl: Wer ist denn der Hegemon in Südamerika?

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 16:23

Kommentator X

Deutschland ist in dieser Rolle, auch mit oder trotz dieser Geschichte. Es gehörte allerdings schon immer zur deutschen Gartenzwerg-Idylle, sich hinter der Geschichte zu verstecken. Das war auch das deutsche Problem seit dem 19. Jahrhundert: Diese Perspektive des Gartenzwergs für eine Lösung zu halten.

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 16:26

Linus

Gute Frage. Die USA wohl immer weniger.

wowy

Ich kann nicht ein europäische Bankenaufsicht befürworten und dann die Kontrolle von 28 nationalen Parlamenten verlangen. Wie soll das funktionieren?

QuestionMark Februar 4, 2015 um 16:26

@f.luebberding
Holger hat inhaltlich wohl recht bezüglich deines Nazivergleichs. Sein Tonfall war wohl ziemlich überzogen.

Zum Artikel: Du hast völlig vergessen das die Nazis damals (übrigens genau wie heute die USA) einen Menge “freiwilliger” Allierter hatten die bei der Kriegführung in Europa mitwirkten.
Und: Ein Großteil des erfolgreichen deutschen Außenhandels der Nachkriegszeit geht auf Kontakte zurück die während der Zeit des nationalsozialistischen Deutschlands zustandegekommen sind. Insofern gesehen ist deine Betrachtung zur deutschen Besatzungspolitik reichlich naiv. (=die Nazis hätten den Europäern doch nichts zu bieten gehabt; s.dazu auch Stéphane Hessels Bemerkungen zur nationalsozialistischen Besatzungspolitik)

Auf den entscheidenden Punkt kommst du aber überhaupt nicht zu sprechen: Damals hatte Deutschland noch kompetente Leute. Diese fehlen heute gänzlich. Insofern gesehen ist auch personell die vorgeschlagene Struktur (Hegemonie Deutschlands) nicht sinnvoll implementierbar. Und das ohne die “historischen Altlasten” erst mal zu berücksichtigen.
Varoufakis hat doch 2013 selbst darauf hingewiesen das die Wirtschaftspolitik samt Geldpolitik der EWU eine Riesenidiotie sei die als eines der großen Verbrechen in die Wirtschaftsgeschichte eingehen wird. Diese Idiotie wurde doch vor allem von deutschem Personal mit unterstützt, gelenkt und propagiert. Die katastrophale Situation an der Peripherie der EWU fällt deshalb maßgeblich in den Verantwortungsbereich der dümmlichen Merkel-Regierung und ihrer Anhänger in Politik/Wirtschaft/Journaille/Unibetrieb. Insofern gesehen verwundert es, wenn gerade der größte Idiot (Merkel-Deutschland) jetzt laut Varoufakis den Retter spielen soll bzw als führende Nation noch mehr Handlungsinitiative zeigen soll. Varoufakis widespricht sich entweder selbst oder er taktiert. Die Sache ist jedenfalls seltsam. Ich werde noch etwas über den Herren schreiben. Chabis hat im letzten Thread auf einen Interessanten Beitrag von Varoufakis hingewiesen. Diesen sollte man sich unbedingt einmal ansehen.

holger Februar 4, 2015 um 16:30

f.luebberding Februar 4, 2015 um 15:15
holger

Aha.”

Was heißt hier “AHA” ? Du unterbuddelst (das soll dir zugestanden sein, die Sozen können nicht anders) ständig die Entwicklung “Europas”.

Du und deines Gleichen reduzierst die Deutsche Geschichte auf 12 Jahre dummen Sozialismus, wo dein “Willy Brandt” es noch nicht mal es schafft, in doppelter Zeit einen Flughafen zu dem zu machen, wozu er gebraucht wird. !!!

Und nochmal, WER hat für die Kriegskredite gestimmt WKI ? Deine glorreiche Brut. Politisch… ODER NICHT?

Klagst Du dich mit dem Leidartikel selber an?

Du reduzierst auf dumme Art und Weise das Schicksal “Europas” auf Detschland… als Hegemon… ???

Nun denn… HEIL SPAD

Wo das enden wird, wissen wir ja… fehlt nur ein N davor.

Unsere Führer Hegemon? NAHLES ? :D :D :D

hey, selbst der “liebe” Gott hat ein wenig Mitleid. Falls es ihn gibt.

—>>>Die bisweilen selten dämliche Transatlantiker-Schelte hat schlicht keine Ahnung davon, wie diese Gattung des klassischen Transatlantikers in den USA schon längst ausgestorben ist.”

Richtig Frank… es gibt keine Erben… noch nicht mal Gutti.

Und FDJ Mutti IM ERIKA ist die letzte aber auch alle letzte Vertreterin dessen. Nach Mutti werden die Karten neu gemischt.

Transatlantik hin oder her.

Linus Februar 4, 2015 um 16:32

@fl:
Linus: “Wer ist denn der Hegemon in Südamerika?”

fl: “Gute Frage. Die USA wohl immer weniger.”

Ok! Dann halt direkt gefragt: Braucht es einen Hegemon?

QuestionMark Februar 4, 2015 um 16:37

@holger Februar 4, 2015 um 16:30
Halt die Gäule zurück. Der Vorschlag kam nicht vom Lübberding sondern anscheinend von dem Varoufakis. Vielleicht war das alles auch nur so (vom Varoufakis) gemeint, das Deutschland seine saudumme verantwortungslose Politik abstellen soll (also verantwortungsbewußt handeln soll.)

holger Februar 4, 2015 um 16:43

Fragezeichen

—>>>Und: Ein Großteil des erfolgreichen deutschen Außenhandels der Nachkriegszeit geht auf Kontakte zurück die während der Zeit des nationalsozialistischen Deutschlands zustandegekommen sind. Insofern gesehen ist deine Betrachtung zur deutschen Besatzungspolitik reichlich naiv. (=die Nazis hätten den Europäern doch nichts zu bieten gehabt; ”

IST es EUCH überhaupt bewusst, dass es die Operation Paper Clip gegeben hat

Ihr könnt ja euren Enkeln Scheiße hoch 122 auf den Tisch tischen… vermutlich hat auch noch ein Ami das Auto erfunden. Das wird vermutlich Lübberding auch noch verbreiten.

eure dämliche Geschichtsleugnung und Verblödung was die Technik betrifft ist an nichts zu überbieten.

QuestionMark Februar 4, 2015 um 16:46

@Linus Februar 4, 2015 um 16:32

Ok! Dann halt direkt gefragt: Braucht es einen Hegemon?

Diese Frage führt völlig in die Irre. Wir haben es bei der EWU und der EU mit einem imperialistischen Krüppel zu tun.
Die schlichte Erkenntnis daraus: Imperialismus taugt wenig und löst sich auf kurz oder lang von selbst auf.
Und weiter: Die EWU ist dort wo sie nicht funktioniert abzuwickeln. Und das ist Aufgabe der Politik. Um so schneller man das macht desto besser für alle.

soldatenkoenig Februar 4, 2015 um 16:48

@ Holger
Patentraub

Ich kann den Unsinn auch nicht mehr hören, was uns alles an Schulden erlassen wurde. Wir zahlen seit 1918!!!!!!!!!!!!!!!

Übrigens hat die DDR mindestens bis 1985 Reparationen an die SU gleistet. Ich habe selbst Aufwendungen auf bestimmte Kostenstellen gebucht. (Diese Kostenstellen waren wunderbar, da konnte man nämlich Mehraufwendungen aus anderen Projekten intern sammeln und später auch auf so eine Spezialkostenstelle buchen, wenn aml wieder Aufträge mit Reparationsbackground anstanden. )

Eric B. Februar 4, 2015 um 16:50

Die Analyse ist richtig, die Umsetzung schwer. Es gibt weder in Deutschland noch in der EU eine Mehrheit für eine deutsche Hegemonie. Sie würde Berlin ziemlich teuer zu stehen kommen und in Paris auf Ablehnung stoßen. Mit Paris möchte man es in Berlin aber auch nicht mehr machen. Deshalb hat man sich aufs Leugnen und Tarnen verlegt: Juncker soll die Arbeit machen, die Merkel nicht machen kann oder will. Das deutsche Europa ist Realität, die deutsche Hegemonie nicht…

holger Februar 4, 2015 um 16:53

QuestionMark Februar 4, 2015 um 16:37
@holger Februar 4, 2015 um 16:30
Halt die Gäule zurück.”

Ich halte gar keine Gäule zurück… weil der Autor sämtliche Sachen nicht als Glosse abhakt… hätte er das als Glosse tituliert wäre alles i.O.

Aber so…

Ich kann es nun mal nicht ab, wenn ein Intellektueller so einen Schmarrn schreibt. Besonders dann nicht, wenn er in der “wissenschaftlichen” Stadt Göttingen studiert hat. Da hat er alles in den Archiv zu finden, was es zu dem Thema gibt. Vom Kaiser Wilhelm Institut (KWI) über die AfA bis hin zu der DLR.

Aber so einen Schmonz kann man nicht im Raum stehen lassen. Das grenzt echt, halt… das grenzt nicht, DAS ist Verarschung.

QuestionMark Februar 4, 2015 um 17:00

@holger Februar 4, 2015 um 16:53
Ich hatte auch erstmal einen kurzen Schreck bekommen bei der entsprechenden Textstelle. Auf der anderen Seite liefert Lübberding hier weitestgehend überdurchschnittliche Artikel ab. Und von uns bekommt er dann regelmäßig Haue wenn hier oder da ein Fehler drin ist. Insofern gesehen muß man das alles in Relation setzen. Du weißt ja wie der unerträgliche Mainstreambrei aussieht.

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 17:09

holger

Nur einmal zur Klarstellung: Du bist nicht zu einer strukturierten Argumentation in der Lage, stattdessen reihst Du sinnlos einen Haufen Fakten (oder was Du dafür hälst) aneinander. Du kannst froh sein, dass Du hier überhaupt noch schreiben kannst. Ansonsten interessierte sich kein Mensch dafür. Und ich habe weder die Zeit, noch die Lust, auf jeden Unfug, den Du hier hinterlässt, zu antworten.

Ansonsten kannst Du gerne wieder einen Blog aufmachen. Allmählich habe ich nämlich keine Lust mehr.

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 17:10

Question Mark

Das gilt in gleicher Weise für Dich.

soldatenkoenig Februar 4, 2015 um 17:12

Was mich aber am meisten erschreckt ist, daß Strategen wie Herr Lübberding oder Herr Bonse oder Herr Schieritz, etc. der Meinung sind, Deutschland hätte das ökonomische Potential Hegemon in Europa zu sein.

Wir sind im Prinzip schon fast im Arsch. Vielleicht sollten sich die 3 Herren mal die Eigentümerstrukturen der großen Konzerne und des gehobenen Mittelstandes anschauen.

QuestionMark Februar 4, 2015 um 17:23

@soldatenkoenig Februar 4, 2015 um 17:12
Es gibt vor allem auch das Problem der extremen deutschen Abhängigkeit von der Konjunktur in Asien. Und obwohl die deutsche Exportkonjunktur extrem gut läuft gibt es nur ein vergleichweise lächerliches Wirtschaftswachstum in D. Man kann sich vorstellen was das für den ganzen Bereich der binnenlastigen deutschen Wirtschaftsbereiche bedeutet.

zur Exportkonjunktur: Hat sich schon mal jemand den aktuellen Baltic Dry-Index angeschaut? Der ist jetzt auf dem tiefsten Stand seit über 20 Jahren.

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 17:27

holger

Wie gesagt. Es reicht.

Manfred Peters Februar 4, 2015 um 17:33

?????? – Führer!
Geht es nicht eine Nummer kleiner oder soll am deutschen Wesen schon wieder was genesen?
Mit der Mannschaft unter Führung der Bleineren kommt, ich wiederhole mich, allenfalls ein Morgentau-Plan 2.0 für Südeuropa raus. :-(

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 17:42

Wie gesagt: Ich habe keine Lust mehr auf diesen Mist.

Wunderbaaaargh Februar 4, 2015 um 17:53

Wie bei einigen Vorrednern bin ich auch der Meinung dass es niemanden in der EU gibt der den Job als Hegemon übernehmen kann. Und vielleicht ist das auch ein Begriff der nicht mehr in unsere Zeit passt, weil er vorbelastet ist. Man denkt da sofort an Kaiser, Diktatoren und Atommächte und nicht an demokratische Staaten die in Partnerschaft mit anderen Ländern Erster unter Gleichen ist. Deutschland könnte dass momentan theoretisch sein, aber dazu bräuchte es Politiker und Ökonomen die über den ordoliberalen Tellerrand gucken können. Wenn es sie gibt, dann haben dennoch keine Chance an die Regierung zu kommen. Und Mangels einer Vision in Deutschland, die jenseits von Austerität und Schuld(en) und Sühne geht, glaube ich dass nur über den Weg der normativen Kraft des Faktischen eine nachhaltige Lösung gefunden wird, die den Deutschen sicherlich nicht schmecken wird.

Natalius Februar 4, 2015 um 18:05

FL.

Wie im Vorgängerthread bereits erwähnt, gehört Varoufakis zur “Soros Gruppe”. Mit seinem globalen Minotaurus ist die Hegemonialmacht USA gemeint und die operiert mit Wumme (> 700 Miltärbasen) und Druckerpresse (für FED-Noten). Deutschland kontrolliert weder Wumme noch Druckerpresse (was Weidmann immer wieder bestätigt) und kann daher auch nicht in die Rolle eines “lokalen Minotaurus” schlüpfen. Das Ganze läuft wieder auf ein abgekartetes Spiel hinaus, bei dem es um eine Wette – diesmal gegen den Euro geht (ich erwähnte bereits das britische Pfund im Vorgängerthread und gab Hinweise, wer Soros ist!!!). Die deutsche Regierung ist höchstzuverlässig, wenn es um die Aufrechterhaltung der rührenden Idee einer europäischen Integration geht. Den Kräften am Casinotisch geht es um mehr und das Thema des dritten grossen Kriegs ist die Neuordnung des globalen Währungsraumes.

f.luebberding f.luebberding Februar 4, 2015 um 18:06

Natalius

Hinweise darauf, wer Soros ist? Bin beeindruckt.

H.K.Hammersen Februar 4, 2015 um 18:16

Ein Nordeuro hätte das Zeug dazu, die Dollarhegemonie einzuschränken. Ein solcher Währungsraum könnte auch Hegemon in der EU sein.

Linus Februar 4, 2015 um 18:17

@fl: Die Frage war durchaus ernst gemeint. Also nochmal :-D
Braucht es überhaupt einen Hegemon?

wowy Februar 4, 2015 um 18:19

@fl
Es ging um den Kontext und die Frage, welche Möglichkeiten Merkel realistisch hat.

Carlos Manoso Februar 4, 2015 um 18:37

@F.LUEBBERDING on 4. FEBRUAR 2015
„ Im Kern betrifft es immer ein Argument. Die anderen Europäer könnten ihre Probleme lösen, wenn sie wie Deutschland werden. Es diese Ignoranz, die die deutsche Debatte prägt. Es ist exakt das Gegenteil einer Hegemonialmacht, die sich das nicht leisten kann. Deutschland hat eines nicht begriffen. Wenn es vom europäischen Wirtschaftsraum profitieren will, muss es als ökonomisch stärkste Nation die Verantwortung für den Erhalt des Gesamtsystems übernehmen. Das kann nicht Griechenland machen. Seine eigenen Interessen, die man bekanntlich unter dem Stichwort Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsbilanzüberschüsse zusammenfasst, müssen hinter dieser Verantwortung für das Gesamtsystem zurückstehen. “
Luebberding, aktuell funktioniert das System des Weltkapitals so, dass im Zentrum ein „schwarzes Loch“ (USA) existiert.

In der betriebswirtschaftlichen Globalisierung sind es neben japanischen und europäischen transnationalen Konzernen vor allem US-Konzerne selbst, die diem Eurozone und Länder wie China als Drehscheiben für transnationale Wertschöpfungsketten benutzen und von dort aus Märkte in den USA und weltweit beliefern. Die europäischen transnationalen Konzerne liefern nicht nur wie andere Weltmarktregionen einen Teil ihrer Überschüsse in die USA selbst, sondern exportieren gleichzeitig –das gilt v.a. für deutsche transnationale Konzerne- in wachsendem Ausmaße Produktionskomponenten für die chinesische Exportwalze.

Die reale ökonomische Schwäche der „nationalen Ökonomie“ USA auf den Weltmärkten frisst sich sich seit vielen Jahren voran. Die akkumulierten gigantischen US- Außendefizite werden immer bedrohlicher. Teure Krisen in der Peripherie des Systems (Ukraine, Griechenland) sind aus der Sicht des „schwarzen Lochs“ als Ablenkung hochwillkommen. Denn sie schwächen mit dem Euro nur die Konkurrenz des Dollar.

„Verantwortung für das Gesamtsystem“ heißt daher im klaren Klartext: Stärkung des US-Dollars, Schwächung des Euro.

Bogus Februar 4, 2015 um 18:45

Hmm… Ist die Situation der USA nach Bretton Woods als Inhaber der Weltleitwährung denn vergleichbar mit der Deutschlands heute?

Der kleine Bogus kennt sich hiermit ja nicht so aus, aber es scheint, als gäbe es da ein paar Unterschiede, die auch ein Lübberding berücksichtigen sollte…

Keynesianer Februar 4, 2015 um 18:47

Die Wirtschaftspolitik der Neoliberalen hat die Eurostaaten in diese Krise getrieben und jetzt wird auf breiter Front versucht, in einer Medienkampagne die Deutschen verantwortlich zu machen und den Leuten einzureden, dass es nicht eine neoliberale, sondern eine deutsche Politik gewesen wäre.

Haben die Deutschen die Wirtschaftsstatistik gefälscht, mit der Ökonomen bewiesen haben wollten, dass eine hohe Staatsverschuldung schädlich für das Wachstum wäre?

Kontrollieren die Deutschen weltweit die Medien, mit denen die Agendapolitik in Deutschland durchgesetzt und der Neoliberalismus als einzige maßgebliche Ökonomische Lehre propagiert wurde?

Aber zuletzt werden sich alle darauf einigen, dass die Deutschen die Schuld hätten und die deutsche Linke wird voll darauf abfahren. Das hat man denen ja schon in der Kita so beigebracht, dass die Deutschen schuld sind.

QuestionMark Februar 4, 2015 um 18:54

@Keynesianer Februar 4, 2015 um 18:47
Der ganze Schwachsinn der jetzt an der EWU-Peripherie abgeht, der geht selbstverständlich hauptsächlich auf die deutsche Kappe. Sogar die Amerikaner haben im Zusammenhang mit der aufgewärmten schwachsinnigen Brüning-Politik regelmäßig resigniert abgewunken. Auch du solltest dich daran noch erinnern können. Ihr solltet eure Nibelungentreue zu dieser idiotischen deutschen Führung (bzw Führungslosigkeit durch “sich vom Mainstream treiben lassen”) aufgeben. Oder wollt ihr wieder mal die bedingungslose Kapitulation haben?

Keynesianer Februar 4, 2015 um 18:57

Das Problem für die Griechen ist, dass es ihnen um so dreckiger gehen wird, je mehr die Weltöffentlichkeit von den Massenmedien davon überzeugt werden kann, dass die Deutschen daran die Schuld hätten. Dann wird es nämlich gar keine Hemmungen mehr geben, die Griechen ins Elend zu treiben, weil doch die Deutschen verantwortlich wären.

Wir müssen allerdings möglichst schnell den Griechen helfen, indem in Deutschland so lange die Löhne und Sozialleistungen erhöht werden, bis der deutsche Außenhandel im Gleichgewicht ist und wir unsere Handelspartner im Euroraum nicht mehr durch Lohn- und Sozialdumping nieder konkurrieren. Außerdem müssen wir uns bei unseren Handelspartnern im Euroraum offen dazu bekennen, dass mit der Agendapolitik von SPD und GRÜNEN ein in einer Währungsunion absolut unerlaubtes Lohndumping betrieben wurde, das den anderen Ländern geschadet hat.

Allerdings nicht auf Wunsch der deutschen Bürger, sondern durch die Neoliberalen und ihre Handlanger in der Politik und den gleichgeschalteten Massenmedien. Wir müssen die anderen Völker bitten, uns bei der Forderung nach höheren Löhnen, Renten und Sozialleistungen gegen die Ausbeuter in Deutschland zu unterstützen, so wie wir umgekehrt diesen anderen Völkern helfen werden, weitere Senkungen der Löhne und Sozialleistungen zu verhindern. Wir müssen in Europa gemeinsam die Neoliberalen bekämpfen und dürfen uns nicht gegeneinander hetzen lassen.

Keynesianer Februar 4, 2015 um 19:04

@QuestionMark

Der ganze Schwachsinn der jetzt an der EWU-Peripherie abgeht, der geht selbstverständlich hauptsächlich auf die deutsche Kappe.

Wie kannst Du diesen Unsinn behaupten? Es waren nicht Deutsche, sondern Neoliberale, die gegen die Deutschen die Agendapolitik durchgesetzt haben. Mit Hilfe der gleichgeschalteten Massenmedien, die auch nicht von den Deutschen kontrolliert werden.

Die Deutschen waren durch die Hartzgesetze mit dem Lohndumping, Rentenraub und Sozialabbau die ersten Opfer der Poilitik der Neoliberalen und jetzt sollen die Deutschen auch noch für deren Folgen von den Neoliberalen verantwortlich erklärt werden.

Was meinst Du denn, wer diese Kampagne jetzt gegen die Deutschen betreibt? Genau dieselben Massenmedien, die zuvor für die Agendapolitik zur Verarmung der Deutschen getrommelt haben.

enrico Februar 4, 2015 um 19:08

in welcher Sprache antwortete Varoufakis in diesem Interview eigentlich, weiß das jemand?
“??????” könnte eine etwas andere Bedeutung haben als das Wort “Hegemon” in unserem Sprachgebrauch verstanden wird.

Wie auch immer, einen Hegemon Europas gibt es schon seit langem es ist nicht Deutschland, sondern offensichtlich die US-Oligarchie mit der CoL + Ortslosen & Co. als Hilfsschergen.

Leider!

Europa braucht sicher keinen Hegemon! Varoufakis hat da wahrscheinlich nur etwas Honig ums deutsche Maul schmieren wollen. Eine deutsche Hegemonie über Europa ist Unsinn. Und: Was um Gottes Willen ist den überhaupt “Deutschland”? Das deutsche Volk? die Steuerzahler in D, die “deutsche Regierung”? Also bitte!

Reden wir doch endlich wieder von Eurotopia, von dem, wie wir uns unser Europa wünschen. Da gefällt mir der Heineken -Vorschlag mit dem Europa der Regionen. (auch wenn dessen Bier voll sch…e schmeckt.)

so etwa könnten die europäischen “Kantone” gestaltet und verteilt sein:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/80/Heinekenwesseling.jpg/220px-Heinekenwesseling.jpg

Die Gestaltung eines Europas der Menschen mit einem demokratischen Mindesstandard, der mindestens dem der Schweiz entspricht, das wünsche ich mir. Reden wir endlich wieder vom Aufbau einer Alternative zum EUDSSR-Modell à la Büssel!
Warum nicht eine Konföderation europäischer Regionen nach schweizerischem Vorbild? Eine neutrale “Confederatio Europea”? (CE)

(als Servirvorschlag die Europäische Confederations-Flagge: Goldenes [Schweizer-]Kreuz auf blauem Grund)

Ein neutrales, fiedensstiftendes, freies Europa ohne Nato und US-Besatzer! Durch die Aufteilung der flächengroßen Länder Europas werden Staaten wie z.B. Frankreich und auch Deutschland in europäische Kantone aufgelöst. Deutschland gibt es dann völkerrechtlich nicht mehr, samt der noch bestehenden Forderungen gegen D wg. “Wiedergutmachung”. Die heutige bereits ethnisch weit vermischte Generationen in D können wirklich nicht mehr dafür verantwortlich gemacht werden, was in den Kriegszeiten vor 1945 geschah.

Mögen unsere guten Träume wahr werden!

ruby Februar 4, 2015 um 19:09
ruby Februar 4, 2015 um 19:14

@ enrico

Träume werden wahr – ganz, ganz wunderbar
;-)

Soldat Schwejk Februar 4, 2015 um 19:28

Hm… also ich zweifle daran, daß es in Europa die Hegemonie eines einzelnen Staates geben kann. Das ist immer auch eine Frage von Symbolen und Ideen. Amerikanische Hegemonie kommt u.a. daher, daß das amerikanische Englisch Wissenschaftssprache ist, daß die Funktionseliten vielerorts u.a. in Amerika studiert haben, und daß es – nicht nur über Hollywood – auch eine gewisse kulturelle Dominanz Amerikas gibt. Im gleichen Sinne gibt es im postsowjetischen Raum eine russische Hegemonie (alles oben zu Amerika Gesagte trifft im kleineren Rahmen auf Rußland in “Eurasien” zu). Man kann jetzt die amerikanische oder die russische Hegemonie oder beide ganz schlimm finden, aber es gibt für beide immerhin einige Voraussetzungen.

Nichts davon trifft aber auf irgendeine Nation innerhalb Europas zu. Versuche, Europa in der Neuzeit hegemonial zu ordnen, sind auch alle sehr kurzlebig gewesen.

Was Deutschland im speziellen angeht, so gibt es ja auch derzeit gar keine intellektuellen Ressourcen, die für eine Hegemonialpolitik mit längeren Zeithorizonten stehen könnten. Wie @topi unlängst schrieb, die deutsche Wirtschaftswissenschaft vertritt mehrheitlich einen eigenartigen Neo-Merkantilismus, also Weisheiten des 17. Jahrhunderts eigentlich, und am Ende des laufenden Kreditzyklus wird man ausrechnen können, was für einen immensen Schaden in Deutschland selbst diese Wirtschaftsideologie angerichtet haben wird. Woher soll sie also kommen, die Hegemonie? Sicher nicht aus dem Merkantilismus.

Es ist also wohl sinnvoller, sich über ein dezentrales Europa Gedanken zu machen (“Decent Europe”, das Wortspiel gefiel mir eigentlich ganz gut). Über Institutionen, die Europa ohne Hegemonie möglich machen.

Es kann wohl helfen, sich mit den Gedanken von Varoufakis im Detail vertraut zu machen. Man muß ja nicht mit allem einverstanden sein, aber man muß anerkennen, daß er sich beizeiten, nach 2008, schon sehr umfassende Gedanken über europäische Institutionen gemacht hat.

Hier etwa entschieden gegen den Brüsseler europäischen Zentralismus… und er grenzt seinen Ansatz da auch von dem einiger ‘linker’ Denkfabriken wie der “Glienicker Gruppe” ab, die er etwas provokativ dem Lager der ‘Austeritäts-Föderalisten’ zuschlägt.

http://yanisvaroufakis.eu/2014/10/03/centralisation-without-representation-a-reply-to-frances-coppola-simon-wren-lewis-and-niall-ferguson/

Und hier eine sehr lohnenswerte wirtschaftshistorische Betrachtung zur deutsch-französischen Hegemonie in Europa im Rahmen des Bretton-Woods-Systems.

http://yanisvaroufakis.eu/2014/08/29/why-is-europe-not-coming-together-in-response-to-the-euro-crisis/

Seine These ist, wenn ich es recht verstehe, daß die europäischen ökonomischen Institutionen entstanden sind und funktionieren konnten unter den Bedingungen eines amerikanischen Handelsüberschusses, daß sie aber dysfunktional wurden und daß ihre Anpassungen immer neue Dysfunktionalitäten erzeugten unter dem veränderten globalen Regime eines amerikanischen Handelsdefizits. Auch wenn deutsche und französische Banken schnell ihre Rolle in der neuen Welt der umgedrehten Güter-und Kapitalflüsse fanden.

Die institutionelle Ordnung Europas sei aber bereits von ihrem Design her demokratiefrei, oder, besser gesagt, politikfrei gewesen, sie sei vielmehr die korporatistische Ordnung eines deutsch-französischen Schwerindustrie-Kartells. Ein Teil der oligopolistischen Profite sei als Subvention zu den französischen Bauern umverteilt worden, das sei sozusagen die Rationalität hinter den Römischen Verträgen. Diese korporatistische Ordnung Europas hält Varoufakis offenbar nicht für demokratisch reformierbar.

Natalius Februar 4, 2015 um 19:33

@H.K.Hammersen Februar 4, 2015 um 18:16

“Ein Nordeuro hätte das Zeug dazu, die Dollarhegemonie einzuschränken. Ein solcher Währungsraum könnte auch Hegemon in der EU sein.”

Vorstellbar ist das schon, wenn wir jetzt noch mehrere Jahre hätten, die eine kontrollierte vertragliche Abwicklung des Gesamt-Euros in Anspruch nehmen dürfte. Die, die jetzt ins Casino gehen, sind vermutlich schon ganz wild darauf, ihren Einsatz zu wetten. Viel Zeit bis zum ersten rien ne va plus dürfte nicht bestehen.

BB Februar 4, 2015 um 19:39
QuestionMark Februar 4, 2015 um 19:40

@Keynesianer Februar 4, 2015 um 19:04
Deine Differenzierung zwischen “den Deutschen” und “den Neoliberalen” kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sowohl SPD als auch CDU/CSU als auch “B90/Die Grünen” haben sich ganz offen (also nicht klandestin) über Jahre hinweg (bis zum heutigen Tag) zu dieser Politik bekannt und sind von “den Deutschen” mehrheitlich gewählt worden. (Die Mehrheit ist übrigens gerade wenn man “Die Grünen” noch prozentual hinzurechnet auch aus heutiger Sicht überwältigend).
Du kannst aktuell diese neoliberale Politik explizit mit dem demokratischen Willen der Deutschen gleichsetzen. Auch wenn die meisten Sheeples (wie du sie ja zu Recht nennst) sich dessen nicht bewußt sind was sie mit dieser Wahl da gerade für ein Verdikt über sich und andere sprechen.

ruby Februar 4, 2015 um 19:49

Stellt euch der Hegemonbüttel Europa treibt mit seinen U-Booten vor den Häfen die Steuern der Yachteigentümern ein ;-)

ruby Februar 4, 2015 um 19:53

Wer fünf Jahre Krise verspielen liess, dem kann man in fünf Minuten die Lösungen auf den Tisch legen !!!

Bogus Februar 4, 2015 um 19:59

“…es scheint, als gäbe es da ein paar Unterschiede, die auch ein Lübberding berücksichtigen sollte…”

Stichworte zur Nachkriegs(währungs)ordnung / Bretton Woods:
- Interventionspflicht der Zentralbanken zur Abschöpfung der Dollar-Überschüsse
- “Importierte” (besser: reingepresste) Inflation

Der Hegemon USA war nicht so selbstlos, wie uns der Artikel da oben gerne suggerieren möchte. Nicht gut.

Mich deucht, der Gartenzwerg heißt Lübberding.

ruby Februar 4, 2015 um 20:01

@ topi
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/13-zentralbanken-lockern-ihre-geldpolitik-13409865.html
Die Einladung zum Plauschen auf der Bank vor der Bank in Kopenhagen gilt noch immer … bei einem süssen Plunderstück !!!

ruby Februar 4, 2015 um 20:06
Natalius Februar 4, 2015 um 20:06

Schweik,

“Amerikanische Hegemonie kommt u.a. daher, daß das amerikanische Englisch Wissenschaftssprache ist, daß die Funktionseliten vielerorts u.a. in Amerika studiert haben, und daß es – nicht nur über Hollywood – auch eine gewisse kulturelle Dominanz Amerikas gibt.”

Schön ausgedrückt – aber die Realität ist härter. Hegemonialmacht im 21. Jahrhundert erfordert die Kontrolle sämtlicher Informationsflüsse (nur noch 5 media corporations, die sich spezialisiert haben – sowie Totalüberwachung jedes Bürgers), sämtlicher Geldflüsse, sowie sämtlicher Waffenflüsse. Wirtschaftsgüter werden sekundär, wenn mit Wumme, Geldpresse und Medien geballert wird und das Ziel NWO lautet.

Keynesianer Februar 4, 2015 um 20:06

@QuestionMark Februar 4, 2015 um 19:40

Seit 35 Jahren bekämpfe ich die Neoliberalen und daher lasse ich mir ungern einreden, dass deren Politik die Politik der Deutschen wäre.

Dass die es mit ihren gleichgeschalteten Medien geschafft haben, dass die Schäfchen unsere CDU/CSU/SPD/GRÜNE wählen, ist ja kein Beweis des Gegenteils, sondern zeigt die Macht der Massenmedien über die Köpfe der Menschen.

Außerdem ist dieser Staat nicht souverän und seine Regierung hat den Weisungen aus Washington und London zu folgen. Dazu gehört natürlich auch die völlig absurde Sparpolitik zum Schaden Europas. Das geschieht auf Weisung, nicht auf Wunsch der Deutschen, und wir sollten uns schwer hüten, eine andere Darstellung zu dulden, die uns noch die Schuld an diesen Sauereien gibt.

ruby Februar 4, 2015 um 20:15

Wegen der niedrigen Zinsen in der Liquiditätsfalle könnten selbst Investitionsstaus riesigen Ausmaßes nachgeholt werden, weil deren zukünftige Wirtschaftlichkeit gegeben sein wird, wenn solide kalkuliert ist.
Fiktive Kostensteigerung in ÖPP-Projekten und deren Zinsfestschreibungen auf Basis manipulierten Finanzmarktzinssätzen und hohen Eigenkapitalrenditen der Unternehmergewinne, versuchen die Wertschöpfung unangemessen den privaten Gläubigern zu zurechnen.
Achtung Barwertrechnungen sind keine echten Zahlungsströme bzw. Euros sondern fiktive geschaffene Entscheidungswerte.
Hier hilft die Totale Liquiditätsanalyse von Michael Kroll.
Leasing-Handbuch für die öffentliche Hand (Kommunal-Leasing) – 11. Auflage 2010
Vor- und Nachteile – Rahmenbedingungen – Vergleichsrechnung – umfangreicher Anhang
Diese gibt den jeweiligen Kassenbestand der Aktivseite der Bilanz an.

Bogus Februar 4, 2015 um 20:20

Wer – wie der kleine Bogus vor der Finanzkrise und offenbar auch Lübberding, Letzterer bis gerade eben, – nie etwas von Bretton Woods und der Interventionspflicht der Zentralbanken gehört hat, dem sei folgendes Video empfohlen:

https://www.youtube.com/watch?v=rAmBJj9RbwU#t=7628
Ab ca. 1:10:30

Oder zum Lesen:

http://www.amazon.de/Nebel-Geld-Zinsproblematik-Währungssysteme-Wirtschaftskrisen/dp/373161085X/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1423077382&sr=1-2

QuestionMark Februar 4, 2015 um 20:20

@Keynesianer Februar 4, 2015 um 20:06
zum Thema “gleichgeschaltete Medien” und neoliberale Politik: Es gab noch vor Jahren intensivste Diskussionen dazu in den Medien. Leidenschaftlich haben Leute wie Ottmar Schreiner (RIP) oder auch Engelen-Kefer die Lanze für die “linke Sache” gebrochen. Auch Lafontaine hat sich in vielerlei Hinsicht an und mit diesem Thema aufgerieben. Wagenknecht versucht bis zum heutigen Tag den Leuten die Dinge zu erklären. Daneben ist auch eine kleine “Protestbewegung” in Internet (s.dazu Nachdenkseiten) entstanden die für eine Gegenöffentlichkeit sorgen wollte.
Ich habe damals die Ereignisse auch vor Ort (in Veranstaltungen der Gewerkschaften etc) mitverfolgen können.
Ergebnis: Null Interesse und null Akzeptanz für die linke Gegenbewegung. Das geistig intellektuelle Niveau in D war schon damals unterirdisch und hat sich seitdem leider nicht gebessert (s. Pediga).
Ich empfehle in diesem Zusammenhang: Unterhalte dich mal regelmäßig mit Studenten. Das ist nicht nur ernüchternd. Es ist ein Grauen. Wir haben einen furchterregenden Rechtsruck hierzulande mitzumachen. Die Doofen haben die Macht schon übernommen. Und das Volk passt sich den Doofen an und kommt sich dabei auch noch ganz schlau vor.

BB Februar 4, 2015 um 20:23

@Schwejk

“…..Es ist also wohl sinnvoller, sich über ein dezentrales Europa Gedanken zu machen (“Decent Europe”, das Wortspiel gefiel mir eigentlich ganz gut). Über Institutionen, die Europa ohne Hegemonie möglich machen……”

Genauso isses!

Allerdings ist die wesentlich Frage dabei, wie sich ein “Decent Europe” gegen seine aggressivsten Wettbewerber, vor allem die knallharte USA und mit denen im Verbund gegen die mittlerweile immer mehr mit nationalstaatlicher Souveränität ausgestatteten Weltkonzerne schützen kann.

Ich behaupte ja: Nur mit “intelligente Protektionismus”! Wer was anderes behauptete, der soll das bitteschön begründen.

Das Scheitern der TTIP, CETA und sonstiger Abkommen wäre da nur ein absolut notwendiger “Hygiene”-Faktor.

Was zusätzlich benötigt wird, ist ein leistungsfähiger Schutzschild gegen Sozial- Umwelt- und Gesundheitsdumping.

In diesem Zusammenhang sehr interessant diese Arte-Doku “Natur: Spekulationsobjekt mit Zukunft”.

Dort werden so dystopische Vorstellungen unserer globalisierten Eliten dokumenitert wie …. Weltkonzerne sollen sich auf gleicher Augenhöhe mit Staaten den Umweltproblemen des Globus annehmen, … Nur Privatwirtschaftliche Lösungen könnten helfen, … Green Ecology – also Umweltpolitik als Markt – sei die Lösung …

Wer diese Doku sieht, den gruselt es nur noch, welche Ideen unsere Eliten haben.

Es sind übrigens die gleichen Ideen, von denen unsere EU-Kommission durchseucht und brainwashed ist.

Diese verbrecherische Thinke verhindert und ruiniert Europa!

lh Februar 4, 2015 um 20:30

Die Angst der Deutschen vor der Rolle des Hegemons und dem Missverständnis als Zahlmeister rührt auch aus diesem Denken der schwäbischen Hausfrau. Die USA fahren ökonomisch nicht so schlecht mit der Rolle des Hegemons.
Die Rolle der USA hat sich in der Nachkriegswelt einmal radikal gewandelt: Direkt nach dem Krieg hatten die USA Exportüberschüsse mit fast allen und sie füllten die Rolle als Hegemon dadurch aus, dass sie diese Überschüsse jeweils wieder in den Defizitstaaten investiert haben, in Deutschland etwa. Das war sehr profitabel und hat die Macht der USA mit ökonomischen Mitteln auf lange Zeit gesichert.
Aber die USA sind schließlich von der Überschuss- zur Defizitnation geworden. Sie haben die Rolle als Hegemon dann so verstanden, dass sie die Defizite fahren mussten, die den anderen (Deutschland!) ihre Überschüsse erlauben. Diese Position kann sich wahrscheinlich nur ein Hegemon mit entsprechend vorher erarbeiteter Nettoauslandskapitalposition leisten. Die Rendite auf das Auslandskapital ermöglicht dann nachhaltige Defizite. Diese Situation ist für die Bürger des Hegemons eigentlich die günstigste, denn ein Defizitland bekommt ständig mehr Waren, als es Gegenleistungen produziert und liefert. Deshalb haben die Amis die dickeren Fernseher.

Im Prinzip hätte Deutschland die nötigen Voraussetzungen, um den Hegemon bis zur Rolle des Defizitgebers zu spielen. Und wir könnten dickere Fernseher haben..

Bogus Februar 4, 2015 um 20:34

Holger
Stimmt. Es ist wirklich vermessen von einem kleinen Schwindler, den Großmeister des Weichspülens harter Fakten dergestalt zu titulieren…!

Bogus Februar 4, 2015 um 20:41

lh
“Aber die USA sind schließlich von der Überschuss- zur Defizitnation geworden.”
Nicht einfach so “geworden”. Den Mechanismus, der dazu geführt hat, beschreibt Bernd Senf sehr anschaulich im oben verlinkten Video.

Im Buch, erschienen ca. 1996, sagt er auch die Eurokrise voraus. Süß und sehr sympathisch, wie er sich im Video fast entschuldigt für seine damalige Hellsichtigkeit.

Keynesianer Februar 4, 2015 um 20:41

@lh

Das wäre selbstverständlich eine gute Idee, dass Deutschland vom Export- zum Importweltmeister wird und damit den Eurostaaten die Konjunkturlokomotive spielt.

Wie ich allerdings die Neoliberalen und die angloamerikanische Politik kenne, ist genau das Gegenteil geplant:

Deutschland soll weiter durch niedrigste Löhne und Zwangsarbeit Exportüberschüsse produzieren, von denen die Eigentümer und Aktionäre der Konzerne profitieren. Dafür sollen die deutschen Steuerzahler, also der kleine Mann, mit Transferleistungen oder Schuldenschnitten und Bürgschaften an die Defizitländer diese Exportüberschüsse noch aus den eigenen Niedriglöhnen und -renten finanzieren.

So ist das wohl gedacht und unser f.luebberding hat ganz klar von den erwarteten Investitionen des deutschen Hegemons gesprochen. :)

BB Februar 4, 2015 um 20:47

@lh

“…..Im Prinzip hätte Deutschland die nötigen Voraussetzungen, um den Hegemon bis zur Rolle des Defizitgebers zu spielen. Und wir könnten dickere Fernseher haben……”

Was für ein grandioser Unsinn, vor allem die Begründung: Früher USA Überschüsse in Defizitländer exportiert, dann offensichtlich seine Rolle umgekehrt gesehen … “…..Sie haben die Rolle als Hegemon dann so verstanden, dass sie die Defizite fahren mussten, die den anderen (Deutschland!) ihre Überschüsse erlauben. ….”

Sie haben es offensichtlich so verstanden?

Diese Art der “verbiegenden Argumentation” dient nur dazu, irgendeine nochso an den Haaren herbei gezogene Begründung dazu zu verwenden, Deutschland die Rolle des Hegemons schmackhaft zu machen USA braucht vielleicht einen Statthalter in Europe? Weil:

Die globalen Eliten tendieren bekanntlich dazu, aus Effizienzgründen die Zahl ihrer Ansprechpartner weltweit zu minimieren. Muss man nur mit einem Land in Europe sprechen, kann man alles im kleinen Kreis geheim bekakeln.

Nee, die Erklärung dafür, dass USA von einer Exportnation zu einer Importnation geworden ist, um die Rolle des Hegemons zu behalten, hat nur damit zu tun, dass Hegemon sein “teuer” ist. Und dann bleibt am Ende nichts, als Geld zu drucken. Und die Konkurrenz schläft nicht. Und dann ist man am Ende nur noch wettbewerbsfähig, weil man Geld drucken kann.

Nee, Danke. Diese trickreiche List, dass wir uns bessere Fernseher kaufen könnten, wenn wir Hegemon werden, die wird für uns nicht funktionieren.

Gregor Keuschnig Februar 4, 2015 um 20:48

Wie schon richtig im Artikel angemerkt, hat Deutschland die ökonomische Hegemonrolle schon seit langer Zeit inne. Aber dies auch politisch zu wollen, haben sich bisher alle Regierungen verboten. Kohl hatte sogar die Ökonomie zu Gunsten der Politik (Europäische Einigung!) verworfen und Mitterrand den Euro zugestanden, der natürlich mittelfristig eine Abkehr der deutschen Finanzpolitik einläutete. Die Einführung der DM in die DDR und dann später der Euro waren immer politische Projekte. Deutsche Ökonomen und Banker hat das immer verschreckt. Immerhin bekam Deutschland – das schreibt Luebberding – über den Euro die ersehnten Exportmärkte (innerhalb der EU). Politisch hatte dies keine Folgen: Deutschland blieb Primus Inter Pares – zusammen mit Frankreich und – gelegentlich (Blair!) – Großbritannien. Schon als Schröder den Irakkrieg nicht mitmachte (zusammen mit Russland und Frankreich) wurde Rapallo beschworen und von deutschen Sonderwegen geschwafelt.

Die Euro-Krise hatte die Angelegenheit leicht verändert. Zwar sind die Maßnahmen der EU vordergründig ökonomischer Natur, tatsächlich aber höchst politisch. Deutschland hatte zum ersten Mal sein ökonomisches Gewicht politisch eingesetzt. Prompt gab es hübsche Merkelbildchen in Naziuniformen. Sie kamen von den Wählern, deren Finanzminister nun D als Hegemon implementieren möchte. Varoufakis’ Rede ist nichts weiter als eine strategische Volte. Was man schon daran erkennt, dass zur gleichen Zeit Tsipras in Paris Frankreich eine zentrale Rolle in der EU attestiert. Das alles sind Spielchen, die mit Politik und politischen Perspektiven wenig bis nichts zu tun haben, sondern nur den Zweck verfolgen, die EU-Institutionen nachhaltig zu verunsichern. Nicht auszudenken, wenn die griechische Regierung irgendwann einmal von den Reisen ermattet nach Hause kommt und feststellt, dass sie zu regieren hat.

BB Februar 4, 2015 um 20:49

Ich will lieber Arbeitszeitverkürzung, statt Hegemon sein!

Gregor Keuschnig Februar 4, 2015 um 20:52

@lh
Die USA fahren ökonomisch nicht so schlecht mit der Rolle des Hegemons.
Ich schlage Ihnen mal die Lektüre des Buches von George Packer vor: “Die Abwicklung – Eine innere Geschichte des neuen Amerika”. Danach sieht man die Situation in den USA leicht anders. Das Buch ist übrigens auch dahingehend lehrreich, weil es zeigt, was in D bzw. der EU noch passieren kann oder sogar wird.

Keynesianer Februar 4, 2015 um 20:52

Die Trotzkisten sind übrigens ziemlich skeptisch in Bezug auf die Absichten der neuen Regierungsmannschaft in Athen:

Tsipras used his American tour to reassure the US ruling establishment that if that happens it can count on him and SYRIZA to serve as pillars of capitalist stability, working to suppress the revolutionary strivings of the Greek working class.

“I hope I’ve convinced you that I’m not as dangerous as some people think I am,” Tsipras declared ingratiatingly to an audience in Washington assembled by the Brookings Institution think tank.
https://www.wsws.org/en/articles/2013/01/26/tsip-j26.html

Sie könnten damit richtig liegen.

BB Februar 4, 2015 um 20:58

Au ja, gute Idee Tzripas.

Frankreich macht ab jetzt den Hegemon:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-02/eurozone-griechenland-frankreich-fuehrungsrolle-krisenzeiten-sparkurs

Puuuuuh, nochmal davon gekommen.

Machen wir jetzt intelligenten Protektionismus! Kaufen wir keinen neuen größeren Fernseher! Leisten wir uns Arbeitszeitverkürzung!

Auh und was wir dann mit der freien Zeit anfangen würden. Endlich mal Zeit haben, das gesparte Geld auch auszugeben. Endlich mal Muße, darüber nachzudenken, wie man unsere korrupten Politiker austauscht. Endlich mal sich an freiwilligen Publikumsbeiräten der ÖR beteiligen können. Endlich mal Zeit für Demokratie!

lh Februar 4, 2015 um 21:05

@Gregor Keuschnig: Die Forderung nach Deutschland als verantwortungsvollem Hegemon ist keine neue griechische Erfindung. In der angelsächsischen Finanzsphäre ist das seit Beginn der Krise die große Forderung. Varoufakis steht dem internationalen Denken nur näher als die deutschen Finanz-Taliban.

@Keynesianer, Bogus, BB: Wer ist denn nun eigentlich der Zahlmeister? Der mit dem Exportüberschuss, der seine Überschüsse verantwortlich investieren (und sei es via Transferunion) muss, um seine Überschüsse erhalten zu können, oder der Defizit-Hegemon, der zwar ständig mehr Schulden aufhäuft, aber dafür immer mehr Waren bekommt, als er liefert (und zwar ohne dadurch in Gefahr zu geraten)? Mir scheint, da steckt eine irrationale Angst dahinter.
Natürlich gibt es in Deutschland Profiteure der jetzigen Situation, deshalb wird daran ja festgehalten. Aber es sind nicht so sehr die einfachen Lohnempfänger. Das derzeitige Modell läuft tatsächlich darauf hinaus, mehr zu erarbeiten, als man zurückbekommt und für die Differenz nochmal via “Rettungsgelder” zu bezahlen. Profitieren tun die Exportindustrie und die Banken, welche die Überschüsse wieder anlegen dürfen und die so bis zur Finanzkrise das Geld wieder in die Defizitländer geleitet haben. Aber die Banken könnten genauso gut (wie Wall Street) davon leben, dass sie die Schulden produzieren, die alle als Anlagevehikel brauchen.

Und wenn Euch die Unterordnung unter die USA stört, dann besteht die ökonomisch in der Produktion eines ständigen Überschusses dorthin. Und Deutschland wird das nur los, wenn es die Rolle als europäischem Hegemon übernimmt und ein so gestärktes Europa den USA Paroli bieten und politisch souveräner agieren kann.

BB Februar 4, 2015 um 21:21
BB Februar 4, 2015 um 21:23

@lh

“…..@Keynesianer, Bogus, BB: Wer ist denn nun eigentlich der Zahlmeister? Der mit dem Exportüberschuss, der seine Überschüsse verantwortlich investieren (und sei es via Transferunion) muss…..”

Nee, derjenige, der erst gar keine Überschüsse produziert.

BB Februar 4, 2015 um 21:24

Zahlmeister ! Einer der rechnen kann!

Wir müssen uns häufiger über ursprüngliche Wortbedeutungen klar werden.

BB Februar 4, 2015 um 21:26
QuestionMark Februar 4, 2015 um 21:32

@lh Februar 4, 2015 um 21:05

Und wenn Euch die Unterordnung unter die USA stört, dann besteht die ökonomisch in der Produktion eines ständigen Überschusses dorthin.

Das geht von der irrigen Annahme aus man hätte sich den USA untergeordnet als es um die Währungspolitik in der EWU ging. Tatsächlich hat die USA die europäische Austeritätspolitik lediglich mit Kopfschütteln bedacht und wiederholt davor gewarnt. Haben sie das nicht bemerkt?
Es ist die Unfähigkeit unseres Personals die uns hier auf die Füße fällt. Und die Unfähigkeit unserer Journalisten die Dinge beim Namen zu nennen.
Das Problem heißt: Merkel und Mitläufer. Dumm und dümmerer.

BB Februar 4, 2015 um 21:35

Schon rührend, wie sich Gabriel um die rechten “verlorenen” Kinder sorgt:

http://www.sueddeutsche.de/politik/spd-chef-ueber-pegida-gabriel-es-gibt-ein-recht-deutschnational-zu-sein-1.2336763

Die linken dagegen, die kommen ihm (und Oppermännsche) nie mehr über die Türschwelle.

Tscha, ich wette übrigens, die haben jetzt riesige Panik, dass ihnen mal eine deutsche Syriza das Wasser komplett abgraben könnten:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-02/ralf-stegner-alexis-tsipras-griechenland

*kecker, lach*

Also der Stegner, das ist auch so ein typischer SPD-Pudel. Der kläfft immer lauthals links, aber wenn’s drauf ankommt, dann stimmen sie mit dem Wirtschaftsflügel.

BB Februar 4, 2015 um 21:52
Keynesianer Februar 4, 2015 um 21:54

@QuestionMark

Tatsächlich hat die USA die europäische Austeritätspolitik lediglich mit Kopfschütteln bedacht und wiederholt davor gewarnt.

Wenn die US-Regierung mit dem Finger schnippt, kommt Merkel angekrochen und wird jeden Wunsch erfüllen. Natürlich brauchen die USA für ihre Politik gegen den Euro und gegen Europa einen Sündenbock, den man den Opfern als Schuldigen präsentieren kann: Die Deutschen und Merkel.

Interessant ist übrigens das Interview von Yanis Varoufakis in der ZEIT, wenn er das wirklich so meint, könnte es eine Wende in Europa geben.

Denn es wurde tatsächlich an den Rentnern und Putzfrauen gespart und nicht an den Reichen. Die Putzfrauen wieder einstellen und die teuren Berater rauswerfen, könnte sich als erfolgreichere Strategie des Haushaltsausgleichs erweisen. Falls er das umsetzt, wäre er ein sehr guter Mann.

ruby Februar 4, 2015 um 22:06

Deutsche Austeritätspolitik ist gescheitert.
Europäische Subordninationspolitik ist nicht gestaltbar.
Weltweite Hegemoniepolitik ist ist nicht gewollt.
Und nun?

QuestionMark Februar 4, 2015 um 22:06

@Keynesianer Februar 4, 2015 um 21:54
Manchmal hab ich den Eindruck das in D alle Michels im tiefsten Winterschlaf vor sich hinvegetieren. Hier nur mal eine (der vielen Meldungen) zum Thema “USA warnt vor Austeritätspolitik in Europa” aus dem Jahr 2012 (darüber wurde übrigens jahrelang immer wieder mal berichtet):

Tagesschau, 18.05.2012, 19:30 Uhr
USA empfiehlt Europa Wachstumspolitik
Eine Wachstumspolitik solls richten, glauben die USA, und legen Europa ein Wegkommen von der Austeritätspolitik nahe. Ökonomen und Experten sprechen von einem schmalen und steinigen Weg.
http://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/usa-empfiehlt-europa-wachstumspolitik?id=8e6cc3a6-35d5-4cf1-8b4e-87ada121a18a

Keynesianer Februar 4, 2015 um 22:12

Außerdem müsse Griechenland Häfen, Energieversorger und Wohnungsgesellschaften privatisieren mit dem Ziel, dadurch in diesem Jahr 2,2 Milliarden Euro einzunehmen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/berlins-wunschliste-fuer-griechenland-13409509.html

Jetzt kommt es halt darauf an, dass Yanis Varoufakis die deutschen Bürger, die für solche Privatisierungen auch kein Verständnis hätten, auf seine Seite bringt. Dann kann er dem Klimamerkel und ihrem Sparschräuble den Mittelfinger zeigen unter dem Jubel der Mehrheit der Deutschen.

Staatsschulden werden eh nie zurückgezahlt, läuft eine Anleihe aus, gibt es eine neue. Es wäre also ein Fehler und völliger Blödsinn, über Schuldenschnitte oder dergleichen für die Griechen zu debattieren. Da würden die Sparer nur um ihr Geld fürchten. Die EZB könnte aber die neuen Anleihen der Griechen für die auslaufenden Anleihen aufkaufen, nachdem die Finanzmärkte wegen der Diskussion um Schuldenschnitte schon mal verunsichert sind.

QuestionMark Februar 4, 2015 um 22:18

Es bleibt einem hierzulande wirklich nichts erspart. Da wird von Seiten unzähliger Ökonomen, von Seiten des IWF und sogar von der amerikanischen Regierung jahrelang vor der dämlichen Austeritätspolitik à la Brüning gewarnt und das Einzige was der deutschen Journaille einfällt ist: Wie geben wir den Versagern in Berlin und Brüssel mehr Macht? Wie belohnen wir die Versager noch und machen diese zu Hegemonen?
Man kann wirklich nicht mehr so viel essen wie man kotzen möchte. Tschuldigung.

Natalius Februar 4, 2015 um 22:19

Schweijk,

“Es ist also wohl sinnvoller, sich über ein dezentrales Europa Gedanken zu machen (“Decent Europe”, das Wortspiel gefiel mir eigentlich ganz gut). Über Institutionen, die Europa ohne Hegemonie möglich machen.

Es kann wohl helfen, sich mit den Gedanken von Varoufakis im Detail vertraut zu machen. Man muß ja nicht mit allem einverstanden sein, aber man muß anerkennen, daß er sich beizeiten, nach 2008, schon sehr umfassende Gedanken über europäische Institutionen gemacht hat.

Hier etwa entschieden gegen den Brüsseler europäischen Zentralismus… und er grenzt seinen Ansatz da auch von dem einiger ‘linker’ Denkfabriken wie der “Glienicker Gruppe” ab, die er etwas provokativ dem Lager der ‘Austeritäts-Föderalisten’ zuschlägt.”

Ja, mir hat sein Decent Europe (=Decentralzed Europeanisation, 2011) auch gut gefallen, bevor mir dann bewusst wurde, dass auch Varoufakis eine erfolgreiche Installation gewisser stakeholder mit globalen Interessen sein könnte. Ich halte allerdings Varoufakis für intelligent genug, seine eigene Instrumentalisierung zu erkennen. Ergo: Entweder Varoufakis hat erkannt, dass im Moment keine andere Möglichkeit besteht, als ein doppeltes Spiel zu spielen (auch – je nach Ausgang des Spiels – gegen seinen Förderer) oder er sieht (mit Bezug auf sein “modest proposal for the transformation of Europe”) dass Austeritätspolitik nur ein Tarnname ist für das Herauspressen von Zinsen und Kapitalrückflüssen an deutsche Investoren, die mit hohen Renditeversprechen in griechische Anleihen gelockt wurden. Kandidaten sind Kapitalsammelbecken auf der Basis von Lebensversicherungen oder Kämmerern aus öffentlicher Hand. Es wäre zu blamabel für Merkel, zuzugeben, dass ein grosser Teil des Problems “hausgemacht” ist.

QuestionMark Februar 4, 2015 um 22:19

Wie wärs eigentlich wenn man langsam mal mit der Arschkriecherei aufhören und bei der Bereinigung des Personaltableaus mithelfen würde?

Keynesianer Februar 4, 2015 um 22:20

@QuestionMark

Hier nur mal eine (der vielen Meldungen) zum Thema “USA warnt vor Austeritätspolitik in Europa” aus dem Jahr 2012 (darüber wurde übrigens jahrelang immer wieder mal berichtet).

Ja klar, die sagen der Merkel, dass sie die Sparhexe für Europa spielen muss und melden gleichzeitig den Medien, dass sie entsetzt über diese Politik von Merkel sind und dass nur die Deutschen alle Schuld an den desaströsen Folgen dieser Austeritätspolitik haben.

So läuft das. Wenn die Amis das wollen, beschließt die Merkel gegen die Interessen der deutschen Wirtschaft Sanktionen gegen Russland und die US-Konzerne machen das Geschäft, das die deutschen Firmen wegen der Sanktionen aufgegeben haben. So läuft das, steht aber nicht in der Zeitung.

Die Sheeple sollen doch glauben, dass die Deutschen so blöde wären …

Thor Februar 4, 2015 um 22:20

Die Sozialisten sind immer recht großzugig, wenn es ums verteilen fremder Gelder geht.

Deutschland als Hegemonialmacht zu propagieren ist doch einfach nur lächerlich. Bischen Honig ums Maul schmieren, wa?
Wer ist also von wem abhängig. Hat De die Macht die Schulden einzutreiben?

Besser ein deutscher Gartenzwerg, als ein Jim-Knopf-Eu-Scheinriese.

QuestionMark Februar 4, 2015 um 22:30

@Natalius Februar 4, 2015 um 22:19
Chabis hat im letzten Thread einen interessanten Videolink gepostet. Varoufakis hält in dem Clip seinen Vortrag “Confessions of an erratic marxist”. Darin hat er sich indirekt als Trotzkist geoutet.
Wenn man sich die Sache genauer anhört, so scheint es wohl eher so zu sein das er das linke Spektrum unterwandert hat. Genaueres weiß man nicht. Seine Argumentation war jedenfalls nicht gerade überzeugend. Also: Aus keiner Perspektive überzeugend.

Mein Eindruck von dem Mann (stichpunktartig):
- Vertritt Sozialdemokratismus gepaart mit Konformismus
- Will Keynesianismus ohne weiterführendes Konzept
- Argumentativ widersprüchlich
- Möchte Kapitalismus retten, da sonst die Rechten profitieren würden und hat sich dabei gleichzeitig als Marxfan(?) bezeichnet

Keynesianer Februar 4, 2015 um 22:35

Man muss sich einmal vorstellen, welchen Hass solche Meldungen bei den Griechen gegen Deutschland hervorrufen werden. Das wird von unserer Merkel-Regierung ganz gezielt betrieben im Interessen der Hintertanen:

Griechenland soll die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Bereich wie vereinbart um 150.000 Stellen verkleinern. Die neue Regierung hat bislang angekündigt, entlassene Staatsbedienstete wieder zurückholen zu wollen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/berlins-wunschliste-fuer-griechenland-13409509.html

So schürt unsere Regierung den Hass gegen uns Deutsche im Ausland. Die 150.000 Entlassenen würden völlig ruiniert und um ihre Existenz gebracht samt Familie. Das werden die Medien in Griechenland entsprechend ausschlachten.

BB Februar 4, 2015 um 22:36

Die Zeit sieht nur noch Extremisten und Radikale in Europa am Werk

http://www.zeit.de/feature/populismus-extremismus-europa

Huhuhuhu, da fürchtet sich aber die Zeitung der “Mitte”, das Laib- und Magenblättchen deutscher CIA-Agenten im Rentenalter.

Aber was soll man von einer Zeitung halten, die Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater als “Mittelschicht” bezeichnet?

http://www.zeit.de/angebote/premium/Bilder/ausgabenseite/ausgabenseite-06-2015/cover-diezeit-06.jpg

Nein, liebe Pudeljournalisten der Zeit mit den Frei-Logenplätzen an den Buffets der Transatlantischen Gesellschaften.

Diese Berufsgruppen gehören zu den oberen 10 Prozent und sind mitnichten “Mittelschicht”.

Aber wer so rechnet, als kalkuliert seine Zielgruppe natürlich falsch und ist unweigerlich zum Untergang verurteilt und das ist gut so.

BB Februar 4, 2015 um 22:39

Diese Zielgruppe ist allerdings auch nicht sehr groß …

http://www.zeit.de/kultur/musik/2015-01/atari-teenage-riot-reset

Man lese nur die Kommentare *kecker, lach*

… aber trotzdem großartig.

QuestionMark Februar 4, 2015 um 22:44

@BB Februar 4, 2015 um 22:39
Die Zeit gehört zu einem der wenigen Blätter mit tendenzieller Auflagensteigerung. Man konnte also die Auflage nicht nur stabil halten (was heutzutage schon eine Leistung ist) sondern diese auch leicht über die Jahre steigern.

BB Februar 4, 2015 um 22:44

Saldenmechanischer Spreizeffekt:

http://www.querschuesse.de/zu-nachlassenden-unternehmensinvestitionen-teil-3/

Warum der Washington Consenus (alles da, was unsere verbrecherischen Eliten (USA, EU-Kommission, Merkel) wollen), am Ende nichts anderes als Konzerndiktatur bedeutet.

(Dat mit der deutschen Hegemonie und die Diskussion darum ist wat, um das Fäuleton zu beschäftigen)

BB Februar 4, 2015 um 22:46

@QM

Echt? Mit was für einer Strategie?

Weil die sich an unbedarfte Studenten ranwanzen?

Ich fass es nicht.

Keynesianer Februar 4, 2015 um 22:54

@BB

Die ZEIT wird in der Regel von Beamten (vor allem Lehrer und dergleichen) gekauft, die immer über die gerade korrekte politische Haltung informiert sein müssen, um nicht Job und Karriere zu gefährden.

Das Geschäft wird für die ZEIT in härter werdenden Zeiten natürlich immer besser. :)

BB Februar 4, 2015 um 22:59

Haha und die Internationale der Steuerhinterzieher feiert auch schon wieder Party:

http://www.taz.de/LuxLeaks-Affaere/%21154048/

So wird das nie was mit unique europe! Die einzig einzigartigen sind hier die Steuerhinterzieher und -vermeider.

(Der Scholz *kecker, lach*, dieser Arbeiterverräter)

BB Februar 4, 2015 um 23:02

@Keynesianer

Aber die Gruppe der Beamten und Lehrer werden doch immer weniger (immer weniger Staat, am besten gar keinen mehr, nur noch Markt). Das kann kein wachsender Markt sein.

OK, vielleicht der Konformitätsdruck innerhalb der Gruppen. Man will noch besser bescheid wissen, wie man sich der USA andienen kann …. Oder so ähnlich …

QuestionMark Februar 4, 2015 um 23:12

@BB Februar 4, 2015 um 22:46
Mein Eindruck war, das man in den besseren Artikeln versucht hat krampfhaft (also: es wirkte tatsächlich vom Schreibstil sehr verkrampft) eine ausgewogene Darstellung zu erreichen – auch wenn der massenmediale Mainstream gerade mal völlig anders gelaufen ist. Ansonsten: Ziemlich spießig insgesamt gesehen.
Habe aber keinen detaillierten Überblick mehr, da ich das Blatt schon seit Jahren nicht mehr auf dem Schirm habe. Just my two cents.

Wilma Februar 4, 2015 um 23:13

Die ZEIT hat noch ein Zückerchen für die Mittelschicht:

“Diese Woche: Die Lüge von der armen Mittelschicht. Sie sind Ärzte, Lehrer oder auch Angestellte – viele gut verdienende Bürger halten sich für die Zahlmeister der Nation. Und sie sind es auch. Doch niemand profitiert von den Abgaben mehr als sie selbst. ”

http://services.zeit.de/ausgabenseite/?wt_zmc=fix.int.zonpme.zeitde.hpteaser.ausgseite.bildtext.zeitung.zeitung%26utm_medium=fix%26utm_source=zeitde_zonpme_int%26utm_campaign=hpteaser%26utm_content=ausgseite_bildtext_zeitung_zeitung

Natalius Februar 4, 2015 um 23:16

@QuestionMark Februar 4, 2015 um 22:30

Den Link von Chabis werde ich mir anschauen – ich erinnere mich an >1h. Was die Person Varoufakis anbelangt: Mir geht es weniger um “rechts” versus “links” und Unterwanderung, sondern um die Frage “Kann ich diesem Menschen vertrauen?”. Das reduziert sich für mich primär auf seine “Baureihenzugehörigkeit” oder “evidence for psychopathy”. Ich habe da schon meinen Verdacht, möchte diesen aber nicht in Entwarnung oder Warnung einfliessen lassen, bevor ich selbst (und ich kann mich irren wie jeder von uns) Klarheit und Konvergenz gewonnen habe. Im Moment ist Varoufakis für mich ein Rätsel.

BB Februar 4, 2015 um 23:20

Also der Varoufakis plädiert für ein System, bei dem Staaten hhere Zinsen zahlen, wenn sie Handelsungleichgewichte haben. Mit diesen Zinsen aus Überschüssen werden dann Beschäftigungsprogramme in Ländern mit Defiziten finanziert. Das alles wird gesteuert über einen ICU (International Clearing Union)

http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/jan/30/syriza-finance-minister-big-idea-will-germany-accept-it

Nun, ich bin skeptisch gegen diese Art von Versuchen, Wirtschaft zentral steuern und regeln zu wollen.

Ich bevorzuge für komplexe Systeme die gezielte Einhegung durch Rahmenbedingungen, z.B. mittels “intelligentem Protektionismus”.

Das ist nachhaltiger, entdynamisierend und ermöglicht eine evolutive Entwicklung weniger nach dem Kriterium “Wirtschaftswachstum” (ist sowieso zweifelhaft), sondern eher nach Kriterien, wie höhere Gesundheit, bessere Umwelt, hohe soziale Sicherung (durch Zölle auf alle importieren Waren nach diesen Kriterien).

Jedem müsste einleuchten, dass ein solches System praktikabel und handhabbarer wäre, als der Blödsinn von Keynes.

Fangen wir also bei unserer Wirtschaftstheorie nochmal bei Friedrich List an.

http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_List

BB Februar 4, 2015 um 23:34

@Wilma

Ah danke für den Link, ich hatte aus dem Gedächnis zitiert.

Also nicht Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater sondern Arzte, Lehrer und Angestellte sind “Mittelschicht”

Schätze aber, dass aber bei der Aufzählung mehr als 50 Prozent mehr als 4500 Euro im Durchschnitt verdienen, z.B. Gymnasiallehrer in NRW:
Min: 2.163€
Durchschnitt: 3.959€
Max: 6.178€

Dann die Ärzte reingemischt und dann ist die Behauptung, das sei Mittelschicht, schon ziemlich gewagt.

Sagen wir, es sind die oberen 30 Prozent und nehmen die oberen 20 Prozent wieder raus und dann ist es immer noch nicht Mittelschicht!

Wilma Februar 4, 2015 um 23:53

Wichtig ist aber das Signal:

Ihr profitiert, die Mittelschicht profitiert – also fast alle profitieren.
Das ist ein Befehl – UNS GEHT ES GUT

QuestionMark Februar 4, 2015 um 23:59

@BB Februar 4, 2015 um 23:20
Also eine Methodik um Transferzahlungen einzuführen. Dummerweise sind die Beträge volumentechnisch bekannterweise nicht mehr stemmbar. Da hilft wohl auch nicht die (an und für sich) gute Idee weiter. Desweiteren ergibt sich die Problematik das man ein solches System (eben gerade wegen Deutschlands außereuropäischer Bedeutung) nicht sinnvoll allein für Europa einführen könnte. Der deutsche Außenhandelsüberschuß ist ja nicht nur innereuropäisch ein Problem, sondern er ist generell ein Problem, so wie es eben alle Handelsungleichgewichte sind. Um noch einen Schritt weiter zu gehen: In der Marktwirtschaft werden alle Ungleichgewichte (auch innerhalb der Gesellschaft und innerhalb einzelner Märkte) zu einem Problem. Wenn man das begriffen hat und gleichzeitig weiß das sich dieses Kacksystem niemals regulieren lässt, genau an dem Punkt fängt man an die Marktwirtschaft abzulehnen.
Varoufakis versucht sich hier an der Quadratur des Kreises. Wir wünschen ihm viel Glück dabei und hoffen darauf das er uns widerlegt.

Natalius Februar 5, 2015 um 00:16
Natalius Februar 5, 2015 um 00:29

PS (0:16): (N)Draghi(ta) contra Soros: Never, ever, believe such a shit!

Soldat Schwejk Februar 5, 2015 um 00:35

Hab mal diese “Glienicker Gruppe” gesucht, von der sich Varoufakis abgrenzt… die kannte ich noch gar nicht…

http://www.glienickergruppe.de/

Aha. Also definitiv keine ‘linke Denkfabrik’. Vielmehr ein neoliberales Programm mit etwas pseudo-solidarischer Rhetorik . Etwa die Passage zur europäischen Arbeitslosenversicherung.

—> “Teilnehmen könnten diejenigen Länder, deren Arbeitsmärkte so organisiert sind, dass sie das geordnete Funktionieren der Währungsunion unterstützen. Man würde somit die Einführung einer gemeinsamen Versicherung dafür nutzen, lange verschleppte Reformen in den Arbeitsmärkten anzugehen.”

Also mit anderen Worten: Die einzelstaatlichen Institutionen nach unten hin abschleifen, Niedriglohnsektor allüberall, und das was dann noch an Lohnersatzleistungen nötig sein sollte, das kann man vergemeinschaften. Am Ende zahlt Schütze Arsch Niedriglöhner Beiträge für Schütze Arsch Arbeitsloser, aber das immerhin europaweit solidarisch.

Das ganze Programm dieser Glienicker Gruppe ist von solcher Art, wenn man es Punkt für Punkt durchgeht. Durchtränkt vom technokratischen Geist einer Exekutive, der die einzelstaatlichen Institutionen, sozialen Schutzrechte und demokratischen Verfahren ein Dorn im Auge sind.

Man möchte hoffen, daß das nicht als intellektuelle Fundierung eines deutschen Hegemonialanspruches gedacht sein soll :-(

Ansonsten ist es ja erfreulich, daß der Syriza-Wahlsieg und die Personalie Varoufakis jetzt für den Moment so ein breites Interesse wieder auf die politische Ökonomie der Finanzmarktkrise lenken. Erstmals wieder seit 2008/2009, scheint mir. Man muß sich nur davor hüten, allzuviel europäische Heilserwartungen in die konkreten Schritte der griechischen Regierung hineinzuprojizieren, nur weil sie mit Varoufakis einen wirtschaftswissenschaftlichen Rockstar in ihren Reihen haben. Die betreiben zunächst mal Schuldenmanagement und können nicht im Handstreich Europa reformieren. Für einen institutionellen Umbau Europas bräuchte es eine länderübergreifende Bewegung von unten, die sich nicht unter nationalen Fahnen gegeneinander ausspielen läßt. Immerhin sind einige alternative Ideen jetzt im öffentlichen Raum präsent, die es vor 2 Wochen noch nicht waren. Die Lage ist insofern besser als vorher. Aber wenn ich der Unterhaltung hier folge, dann will ich gleich auf eine Gefahr hinweisen: Offenbar fragen sich einige, ob Varoufakis der erwartete Messias ist, und sie sind bei nächster Gelegenheit bereit ihn symbolisch zu kreuzigen, wenn er nicht Wasser zu Wein machen kann. Aber so wird das nichts. Es rettet uns kein höh’res Wesen, nicht Kaiser noch Tribun… Es muß eine gesamteuropäische Gegenbewegung gegen den Status Quo geben. Und es ist dabei nicht hilfreich, immerzu vom Schaf zu reden und darin einen Grund zu suchen, daß man mit der jeweils eigenen Ansprache nicht durchdringt…

Soldat Schwejk Februar 5, 2015 um 01:16

Ach, noch ein bissel TaZ-Nachlese…

Jan Feddersen mit einem Hetzartikel.

http://www.taz.de/Nach-Syriza-Wahlsieg-in-Griechenland/!153767/

“Redakteur für besondere Aufgaben”, soso. Entblödet sich nicht, auch noch den bösen Wolf Dugin in seinem Text unterzubringen.

Immerhin gab’s dann eine Gegenposition von Margarita Tsomou:

http://www.taz.de/!153908/

—> “Die progressiven Kräfte in Deutschland müssen entscheiden, ob sie in der Griechenlandfrage weiterhin zum Lager des Merkelismus gehören wollen oder zu diesem Europa, das gerade im Süden mit hohem Risiko versucht, sich einen Spielraum zu schaffen. Statt antigriechischer Rhetorik gilt es in einer transnationalen Logik, den letzte Woche begonnenen Riss im neoliberalen Block der EU – ähnlich wie in Griechenland – zu nutzen.”

QuestionMark Februar 5, 2015 um 01:16

@Natalius Februar 4, 2015 um 23:16
zu Varoufakis: Im Vortrag meinte er, das die Marxschen Ideen erst einmal zurückstehen müssten, da die Linke aktuell zu schwach sei. Deshalb wolle er (aus humanistischen Gründen) mit den rechten Ökonomen (right-wing economists) zusammenarbeiten um für die Menschen das Beste herauszuholen. Dabei ginge es quasi im Kern um keynesianische Modelle die die Abwärtsspirale in der EWU-Peripherie ins Gegenteil verkehren sollen.

Insgesamt gesehen also nichts Neues. Die Nachdenkseiten vertreten das nun schon seit einiger Zeit. Die USA haben es letztlich auch anempfohlen. Es ist dafür wohl jetzt aber bereits zu spät mMn.

Ob man Varoufakis trauen kann? Gute Frage. Im Vortrag hat er bereits ganz offen gesagt, das er trotzkistisch arbeitet (“Immanente Kritik”). Er wollte als Wissenschaftler aus dem System heraus für Veränderungen sorgen und hätte sich deshalb angepasst und sei auch nur so an seine einstige Professorenstelle herangekommen.

Wir wissen was in D aus dieser Art der Systemveränderungsmethodik hervorgegangen ist. Lauter 150prozentige rotgrüne Systemdeppen.

Mein oberflächlicher Eindruck von Varoufakis: Da ist nicht viel Substanz.

topi Februar 5, 2015 um 02:19

“Also der Varoufakis plädiert für ein System, bei dem Staaten hhere Zinsen zahlen, wenn sie Handelsungleichgewichte haben. Mit diesen Zinsen aus Überschüssen werden dann Beschäftigungsprogramme in Ländern mit Defiziten finanziert. Das alles wird gesteuert über einen ICU (International Clearing Union)

http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/jan/30/syriza-finance-minister-big-idea-will-germany-accept-it

Nun, ich bin skeptisch gegen diese Art von Versuchen, Wirtschaft zentral steuern und regeln zu wollen.”

Die Einführung einer gemeinschaftswährung ist kein Versuch, sondern ein gigantisches Projekt, “Wirtschaft zentral zu steuern und zu regeln”.

Man schaue sich an, welche Steuerungsmaßnahmen zwingend notwendig wurden durch diese Euro-Chose.

Also wenn man eine Währungsunion will, muss man sicherstellen, dass die Inflationsraten (und als wichtigster Teil die Löhne) nicht dauerhaft auseinanderlaufen (bzw. nur im Rahmen von wirklichen Produktivitätsverbesserungen, nicht in Löhnen gemessenen, reine Rückkopplung[Mist das war wieder zu knapp, tut mir Leid Bruchmüller]).

Dafür kann es verschiedene Wege geben.

Der natürliche: es finden sich nur Länder zusammen, die ohnehin ähnliche Lohnsteigerungen haben.
Oder es treten Länder mit einem großen Land in eine Währungsunion ein und akzeptieren, dass sie damit diverse Politikfreiheiten aufgeben, weil es sonst früher oder später knallen muss (so wie Holland und Austria, die sich an die DM fix banden).

Ansonsten kann man Vorschriften über Lohnsteigerungen machen; kommt nicht so gut an.

Aber Vorschriften über die Höhe von Leistungsbilanzungleichgewichten sind durchaus möglich. Zumal im deutschen GG das wirtschaftliche Gleichgewicht erwähnt wird, im Stabilitätsgesetz ausdrücklich dass außenwirtschaftliche Gleichgewicht als Politikziel genannt wird.

Wer also eine Währungsunion schließt, braucht einen Mechanismus, der funktioniert. Die Behauptung, “die Märkte” richten dass, wird ja heute keiner mehr vertreten; erst nach den Lehmannverwerfungen flog der ganze Verchuldungs-Unsinn auf, die drastischen Leistungsbilanzdefizite und -Überschüsse auf der anderen Seite blieben dagegen einfach folgenlos auf Markt-Seite.

Also, Strafzahlungen für Leistungsbilanzüberschussländer habe ich schon zu Krisenbeginn als eine Möglichkeit genannt, wie man den Euro retten könnte (soll ja Nostalgiker geben).
Wenn Deutschland jetzt 50 Milliarden zahlen müsste, würde der Ruf nach Lohnerhöhungen vielleicht stärker werden (naja, erst nachdem sie die Gürtel noch fester gezogen haben, die 50 Mrd müssen ja rein; aber dadurch steigen die Strafzahlungen, irgendwann reißt einfach die Schnalle)

Ist aber einfach naheliegend, also da kann der V. auch selber drauf gekommen sein. :roll:

“Ich bevorzuge für komplexe Systeme die gezielte Einhegung durch Rahmenbedingungen, z.B. mittels “intelligentem Protektionismus”.”

Mach ruhig.
Löst aber das eine Problem der Eurokrise, die jetzt krass unterschiedlichen “Wettbewerbsfähigkeiten”, also aufgelaufenen Preisdifferenzen, überhaupt nicht.

topi Februar 5, 2015 um 02:44

Kurze Nachricht vom aktuellen Eurozonen-Hegemon EZB: die griechischen Staatsanleihen werden nicht mehr als Sicherheiten zur Refinanzierung akzeptiert.

Damit besteht akuter Lösungsbedarf, sonst ist sehr bald Schluss mit lustig in griechischen Banken.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 05:56

@Question

Du kannst aktuell diese neoliberale Politik explizit mit dem demokratischen Willen der Deutschen gleichsetzen. Auch wenn die meisten Sheeples (wie du sie ja zu Recht nennst) sich dessen nicht bewußt sind was sie mit dieser Wahl da gerade für ein Verdikt über sich und andere sprechen.

Wohl wahr,
wie damals bei Adolf, als sie sich vorgenommen haben, den minderwertigen Rest des Planeten auszumerzen

Systemfrager Februar 5, 2015 um 06:02

@Question

zu Varoufakis: Im Vortrag meinte er, das die Marxschen Ideen erst einmal zurückstehen müssten, da die Linke aktuell zu schwach sei. Deshalb wolle er (aus humanistischen Gründen) mit den rechten Ökonomen (right-wing economists) zusammenarbeiten um für die Menschen das Beste herauszuholen. Dabei ginge es quasi im Kern um keynesianische Modelle die die Abwärtsspirale in der EWU-Peripherie ins Gegenteil verkehren sollen.

BINGO!
Wieder einmal hast du Recht,
und der “Keynesianismus” ist die einzige marktkonforme und erfolgreiche Wirtschaftspolitik, weil
Der freie Mark die Nachfrage verliert und bricht in sich zusammen
Aber warum er die Nachfrage verliert hat Keynes nicht erklärt
Das lässt sich nur mit dem Kreislaufmodell v3.x erklären

Die wellenförmige Funktionsweise der (laissez-faire) Marktwirtschaft
Wie wächst sie, warum stürzt sie ab und wann beginnt alles wieder von vorne

Die Ökonomen sind sich weitgehend einig, dass die Angebotstheorie nur das Gleichgewicht (Aufschwung und Hochkonjunktur) und die Nachfragetheorie nur das Ungleichgewicht (Abschwung und Depression) erklären kann. Diese Theorien sind aber nicht zwei Hälften, die ein Ganzes ergeben. Folglich lässt sich ihnen keine schlüssige Erklärung des zyklischen Verlaufes der Marktwirtschaft abgewinnen. Das Kreislaufmodell bietet einen paradigmatischen Bezugsrahmen von Annahmen und analytischen Mitteln zur Lösung dieses Problems. In den folgenden Beiträgen zeigen wir, warum eine stabil funktionierende Marktwirtschaft abstürzt, wie sie sich dann erholt und vorwärts kommt, bis sie dann erneut abstürzt.

weiter >>>

Systemfrager Februar 5, 2015 um 06:38

@topi

Nun, ich bin skeptisch gegen diese Art von Versuchen, Wirtschaft zentral steuern und regeln zu wollen.

Dank der Kybernetik sind die Begriffe steuern udn regeln genau definiert. Also man hat sie den Dummschwätzern wie Luhmann usw. entnommen. Also:
Entweder steuert man (ein System/Prozess) – dann ist es zentral/subordinativ
Oder man lässt (ein System/Prozess) regeln – dann ist dezentral

Systemfrager Februar 5, 2015 um 06:42

@topi
Beilage:
Soziopolitische Erklärung der zwei Lenkungsarten: Regelung und Steuerung
weiter >>>

Keynesianer Februar 5, 2015 um 07:03

@BB

Jedem müsste einleuchten, dass ein solches System praktikabel und handhabbarer wäre, als der Blödsinn von Keynes.

Makroökonomie ist Makroökonomie – so wie Mathe Mathe ist und nicht der Blödsinn von Euklid. ;)

Das Verständnis der makroökonomischen Zusammenhänge ist überhaupt die Basis, von der aus man das credo quia absurdum der VWL erst richtig erfassen und dessen Urheber ahnen kann.

Keynesianer Februar 5, 2015 um 07:08

PS:

Keynes und die Makroökonomie sind sozusagen der Schlüssel für das Tor zur Hölle, wo die VWL ganz gezielt zur Beleidigung der menschlichen Intelligenz geschaffen wurde. ;)

Keynesianer Februar 5, 2015 um 07:12

Wenn wir schon bei der Beleidigung der menschlichen Intelligenz sind:

Wie üblich geht es darum, den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren, die Lohnnebenkosten zu senken etc. pp. Wirtschaftskommissar Moscovici, ein französischer Sozialist, redet schon wie sein liberaler Vorgänger Rehn.
http://lostineu.eu/strukturreformen-statt-sanktionen/

Dem “französischen Sozialisten” Moscovici macht das wohl auch große Freude.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 07:13

@BB

Ich bevorzuge für komplexe Systeme die gezielte Einhegung durch Rahmenbedingungen, z.B. mittels “intelligentem Protektionismus”.

Jedem müsste einleuchten, dass ein solches System praktikabel und handhabbarer wäre, als der Blödsinn von Keynes.

So so: Rahmenbedingungen:
Schon ein halbes Jahrhundert hat “Rahmenbedingungen” elaboriert, unzählige Doktorarbeiten … und weiß du warum daraus NIX wurde?
Weil es sich um ein nichtssagendes Wort handelt. “Rahmenbedingungen” ist ein reiner SCHWACHSINN!
Und wenn du vielleicht von der WiWi keine Ahnung hast, dann solltes du zumindest wissen, dass 3 Jahrzehnte der keynesianischen Wirtschaftspolitik die einzige erfolgreiche Jahrzehnte des Kapitalismus waren. Also bitte weniger Blödsinn hineinschwätzen

Bogus Februar 5, 2015 um 07:26

Hegemon…?
“Erwarten Sie nicht zu viel von den Historikern – ich bringe hier ganz einfache Beobachtungen. Aber diese Beobachtungen muss man auch heute zur Kenntnis nehmen.” Das sagt Daniele Ganser und würde wohl auch an dieser Stelle hier in Bezug auf die USA eher vom “Imperium” sprechen als von einem Hegemon:
http://www.youtube.com/watch?v=cgkQXJ3mugY

Die Diskussion um einen “Hegemon” Deutschland hat sich damit ganz schnell erledigt.

Für Leute, die Ganser schon kennen, ist der Vortrag ziemlich redundant. Interessant für unsere Akademiker hier ist vielleicht der Schluss, wo er kurz über seinen Werdegang spricht (ab ca. 1:15:24): Von der ETH Zürich – wo man ihn rausgeschmissen hat – über Basel – wo man ihn auch rausgeschmissen hat – hin zu seinem eigenen Institut SIPER.

Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, ob Ganser in Bezug auf WTC 7 Recht hat oder seine Gegner. Allein schon die Art und Weise, wie mit ihm und anderen Fragenstellern umgegangen wird, spricht schon Bände. Aber er sieht das inzwischen relativ gelassen; auch seine Medienkritik fällt sehr pragmatisch aus: Jeder ist für die Information, die er konsumiert, selbst verantwortlich. Schaltet ab, wenn sie euch verblöden.

Bogus Februar 5, 2015 um 07:34

Apropos verblöden – Lübberding schreibt:

“Der Artikel bezog sich auf die Rolle der USA im Westen, also inclusive Europa und der Verbündeten in Asien, wie Japan. Ökonomisch konnten sie sich nur erholen, weil die USA bereit waren, diese Erholung mit eigenen Defiziten zu finanzieren. Das ging nur mit dem Dollar als Weltwährung.”

Das ging nur mit dem Dollar? Woher weiß der Lübbberding das? Der Vorschlag von Keynes wurde meines Wissens nie probiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bancor

Keynesianer Februar 5, 2015 um 07:46

@Soldat Schwejk

Hab mal diese “Glienicker Gruppe” gesucht, von der sich Varoufakis abgrenzt… die kannte ich noch gar nicht…

Danke, die Gruppe kannte ich unter der Bezeichnung auch noch nicht. Die beteiligten Figuren sollte man sich gut einprägen:

Armin von Bogdandy, Christian Calliess, Henrik Enderlein, Marcel Fratzscher, Clemens Fuest, Franz C. Mayer, Daniela Schwarzer, Maximilian Steinbeis, Constanze Stelzenmüller, Jakob von Weizsäcker, Guntram Wolff.
http://www.glienickergruppe.de/

Vor allem den Marcel Fratzscher, DIW-Präsident und “Chefökonom” der Bundesregierung und “Gabriels Geheimwaffe”. :)

Der passt zu Merkel wie zu Gabriels SPD und wird noch viel Schaden auf der Welt und unter den Menschen anrichten.

Keynesianer Februar 5, 2015 um 08:11

@Soldat Schwejk Februar 5, 2015 um 00:35

Und es ist dabei nicht hilfreich, immerzu vom Schaf zu reden und darin einen Grund zu suchen, daß man mit der jeweils eigenen Ansprache nicht durchdringt…

Mea culpa:

Damit hast Du natürlich Recht. Man sollte die braven Leute nicht kränken, sondern baldmöglichst dafür sorgen, dass wir hier eine Gesellschaft bilden können, in der die Gutmütigen und Vertrauensvollen nicht den Halunken, Menschenschindern und Betrügern ausgeliefert bleiben, sondern die Gutmütigkeit und das Vertrauen wieder positive menschliche Eigenschaften sein können und gerade das Leben in der Gemeinschaft besonders angenehm machen.

Wir müssen den Weg aus der Räuberhöhle finden und freikämpfen.

BB Februar 5, 2015 um 08:39

@topi

“….Also, Strafzahlungen für Leistungsbilanzüberschussländer habe ich schon zu Krisenbeginn als eine Möglichkeit genannt, wie man den Euro retten könnte (soll ja Nostalgiker geben).
Wenn Deutschland jetzt 50 Milliarden zahlen müsste, würde der Ruf nach Lohnerhöhungen vielleicht stärker werden (naja, erst nachdem sie die Gürtel noch fester gezogen haben, die 50 Mrd müssen ja rein; aber dadurch steigen die Strafzahlungen, irgendwann reißt einfach die Schnalle)

Ist aber einfach naheliegend, also da kann der V. auch selber drauf gekommen sein. :roll:

“Ich bevorzuge für komplexe Systeme die gezielte Einhegung durch Rahmenbedingungen, z.B. mittels “intelligentem Protektionismus”.”

Mach ruhig.
Löst aber das eine Problem der Eurokrise, die jetzt krass unterschiedlichen “Wettbewerbsfähigkeiten”, also aufgelaufenen Preisdifferenzen, überhaupt nicht…..”

Doch topi, ließ mal bei Friedrich List nach. Die Asiatischen Tigerstaaten haben den als Wirtschaftbibel ihren Studenten verklickert und es ging genau um das gleiche Problem wie für Griechenland, Russland, etc.:

Wie hole ich im globalen Wettbewerb bei niedriger “Wettbewerbsfähigkeit” auf?

Sie waren erfolgreich!

Nicht mit Keynes sondern mit Friedrich List!

Und der modernen Form einer “Zollunion” habe ich einfach mal den Namen “Intelligenter Protektionismus” gegeben! Gemeint ist damit die Verknüpfung mit “modernen” wirtschaftlichen Zielsystemen, die den wirklichen Fortschritt abbilden: Zölle auf Waren, die nicht den höchsten Sozial-, Umwelt- und Gesundheitsstandards genügen.

Ich versteh nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 08:50

@BB

Ich versteh nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.

Nicht nur, dass du völlig theoretisch überfordert bist, sondern du bist Lichtjahre von den empirischen Tatsachen entfernt.
Für die Zollunion war nichts so sehr wichtig, als die gigantische staatliche Investiotionsprogramme. Und vor allem in die Rüstig, die am effizientesten die Nachfrage schaffen.
Also die Zollunion war ein Keynesianismus in Reinkulutur.
Und er hat, wie immer hervorragend funktioniert.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 08:53

Die Gewohnheit der Liberalen, mikroökonomische Schlussfolgerungen einfach linear auf makroökonomische Verhältnisse zu übertragen, wurde früher vor allem von deutschen Nationalökonomen heftig kritisiert. „Wie? Die Weisheit der Privat-Oekonomie say auch Weisheit in der National-Oekonomie? … Nein! in der National-Oekonomie kann Weisheit sein, was in der Privat-Oekonomie Torheit wäre und umgekehrt, aus dem ganz einfachen Grunde, weil ein Schneider keine Nation und eine Nation kein Schneider ist; weil eine Familie etwas ganz Anderes ist, als ein Verein von Millionen Familien, ein Haus etwas ganz Anderes, als ein großes National-Territorium“, prangert Friedrich List (1789-1846) diese Denkweise heftig an. Die Ablehnung dieser betriebswirtschaftlichen Sichtweise führt ihn zu einer staatsinterventionistischen und protektionistischen Wirtschaftspolitik. Gerade durch sie hat sich zum Beispiel Amerika, unter ihrem ersten Finanzminister Alexander Hamilton, industrialisiert. List hat diese Wirtschaftspolitik, das so genannte American System, bei seinem Aufenthalt in Amerika studiert. Danach hat er als Erster das systematische Strategiemodell einer „nachholenden“ Entwicklung formuliert, das nationale System der Politischen Ökonomie, durch das es Deutschland, der „verspäteten“ Nation, gelungen ist den englischen Entwicklungsvorsprung aufzuholen. Warum gerade dieses nichtliberale oder sogar antiliberale „System“ der Industrialisierung auch später überall erfolgreich war und warum sich eine rückständige Wirtschaft nie anders entwickeln konnte, muss noch geklärt werden. Die nachdrücklich wiederholte allgemeine Behauptung, das Ganze sei mehr als die Summe seiner Teile, so dass die gleichen Prinzipien, die den individuellen Interessen dienen, nicht zugleich auch den kollektiven Wohlstand der Nation vergrößern, reicht nämlich alleine nicht aus. Mit dieser Art der Liberalismuskritik hat sich zum Beispiel schon damals in Amerika der Ökonom John Rae (1796-1872) hervorgetan. Doch weder ihm noch List ist es gelungen, ein alternatives System theoretisch zu formulieren. Kritik alleine war eigentlich noch nie im Stande etwas Neues zu schaffen. Sie steht nicht auf eigenen Füßen.

Lists gesellschaftliche, sozialpolitische und historische Auffassung der „Nationaloekonomie“, die den Prinzipien des liberalen Individualismus krass widerspricht, wurde später zum Ausgangspunkt für die so genannte deutsche Historische Schule. Im analytischen Sinne hat diese Schule zur Kritik des Sayschen Gesetzes zwar nicht viel beigetragen, sie hat aber trotzdem einiges bewirkt. Es ist ihr gelungen, dass sich im Laufe der Zeit immer mehr Ökonomen der Kritik am Sayschen Gesetze angeschlossen haben. Theoretisch immer weniger ernst genommen und von den Tatsachen nicht gestützt, wurden die überzeugten Liberalen, die damals allesamt Verfechter des Sayschen Gesetzes waren, immer mehr in die Defensive gedrängt. Sie wurden schließlich gezwungen, einen besseren Beweis der Existenz der spontanen Ordnung für die freie Marktwirtschaft zu suchen. Dieser Beweis wurde dann am Ende des 19. Jahrhunderts in Form des mathematischen Modells des allgemeinen Gleichgewichts erbracht. Dieser dritte liberale Anlauf, die Idee der spontanen Ordnung zu begründen, verdient auch deshalb besondere Aufmerksamkeit, weil die liberale Theorie bis zum heutigen Tage nichts Besseres zu bieten hat.

Der Ökonom mit dem Hammer

BB Februar 5, 2015 um 09:01

@Systemfrager

Bei trieft aus jeder Pore der dogmatische Keneyisianer.

“….Und wenn du vielleicht von der WiWi keine Ahnung hast, dann solltes du zumindest wissen, dass 3 Jahrzehnte der keynesianischen Wirtschaftspolitik die einzige erfolgreiche Jahrzehnte des Kapitalismus waren. Also bitte weniger Blödsinn hineinschwätzen….”

“…

@topi

BB:Nun, ich bin skeptisch gegen diese Art von Versuchen, Wirtschaft zentral steuern und regeln zu wollen.

Dank der Kybernetik sind die Begriffe steuern udn regeln genau definiert. Also man hat sie den Dummschwätzern wie Luhmann usw. entnommen. Also:
Entweder steuert man (ein System/Prozess) – dann ist es zentral/subordinativ
Oder man lässt (ein System/Prozess) regeln – dann ist dezentral
…”

Hör mal Systemfrager, wie blöd muss man eigentlich sein, erst Luhmann als Dummschwätzer zu bezeichnen (was richtig ist) um sich dann auf ihn zu berufen, um mit seiner Hilfe die Begriffe “Steuern” und “Regeln” definieren zu wollen.

Sorry, aber ich hatte früher die Vorlesung “Regelungstechnik” (übrigens auch VWL), ich weiß wovon ich sprechen! Du willst Schwanzvergleich? Kannst du haben!

“Steuern/Regeln” wird als zentralistischer Ansatz hier am Beispiel von Varoufakis/Keynes von mir abgegrenzt gegen den evolutiven Ansatz einer “intelligenten Zollunion” (nennen wir es mal so) in Anlehnung an Friedrich List.

Warum evolutiv? Weil ohne Berücksichtigung des inneren Zustands des Wirtschaftssystem (aktuelle Ungleichgewichte: Wettbewerbsfähigkeit, Schulden, Wirtschaftswachstum, …) Regeln nur für den Import (nicht für den Export, ergo einfach) definiert werden, die sich zum einen an “echtem Fortschritt” (Soziales, Umwelt, Gesundheit) orientieren und zum anderen automatisch (evolutiv, für sehr Spitzfindige meinetwegen “selbstregelnd”) zu einer Angleichung der Ungleichgewichte führen.

Hinzukommen muss allerdings noch ein Mechanismus für den freien Austausch von KnowHow (OpenSource, OpenHardware, Niedrige Patent und Lizenzgebüren, ….), die es den Ländern, die bisher ihr Wachstum durch Sozial-, Umwelt- und Gesundheitsdumping durchgesetzt haben, ermöglichen, ohne “dumpenden” Export ihre eigene Bevölkerung durch “anständiges” Wirtschaften zu versorgen.

Da diese Länder mit KnowHow versorgt werden, brauchen sie auch nicht mehr das Expressungsinstrument “Dumpinglöhne und Dumping-Produktionsbedingungen”, um sich durchzusetzen.

Am Ende dieser Homöostase produziert jedes Land seine eigenen Autos, Textilien und sonstigen industriellen Produkte auf hohem Automatisierungsniveau. Die Forderung sogar von Fassbeck und Co., es solle keine Handelsbilanzungleichgewichte geben, wären erfüllt.

Natürlich würde dann auch der “echte” Ricardo (nicht der vulgäre neoliberale Sozial-Dumping-Ricardo) wieder zur Geltung kommen. Weil: Selbstverständlich gibt es auch Austausch bei den Gütern, die tatsächlich regional gebunden sind (Rohstoffe, Energie, bestimmte Tiere, Pflanzen, …), aber das wär’s dann.

Der Verbrauch dieser Ressourcen würde übrigens durch eine rasante mit diesem Konzept verbundene Technologieentwicklung auf fast Null reduziert.

Kaptischte?

Nur weil Du – Systemfrager – dein ganzes Leben lang das falsche an der Uni gelernt und gelehrt hast (Keynes), sind alternative intelligente Ideen noch lange nicht “Blödsinn”!

Systemfrager Februar 5, 2015 um 09:03

Man findet eigentlich kein Beispiel für den liberalen Mythos, wonach der Kapitalismus nur durch die Förderung des Freihandels entstanden ist, im Gegenteil. Montesquieu, der historisch aus nächster Nähe die Entwicklung des Frühkapitalismus in Europa betrachten konnte, hatte nicht den geringsten Zweifel, dass „gerade in den freiheitlichen Ländern der Handelsmann auf Einreden und Widerstände ohne Zahl stößt. Nirgends kommen ihm die Gesetze weniger in die Quere als in geknechteten Ländern.“ Auch die Vereinigten Staaten „wurden im 19. Jahrhundert gerade deshalb zu Industrieländern, weil sie nicht zu einem Freihandel übergingen, sondern darauf bestanden, ihren Industrien zu schützen“. Sie waren „historisch betrachtet, das Land der hohen Zölle“ (Paul A. Samuelson) und haben in ihrer ganzen Geschichte stets einen weit geringeren Anteil ihrer Produktion exportiert bzw. ihr Verbrauch importiert als die europäischen Industrienationen. Das fast provokative Beispiel für den Erfolg der protektionistischen Entwicklungspolitik aus der frühen Geschichte der Marktwirtschaft bietet vielleicht wieder einmal die „verspätete Großmacht“ Deutschland. „Deutschland ist im Laufe von zehn Jahren in Wohlstand und Industrie, in Nationalselbstgefühl und Nationalkraft um ein Jahrhundert vorgerückt. Und wodurch? … Es war hauptsächlich der Schutz, den das Zollvereinssystem den Manufakturartikeln des gemeinen Verbrauchs gewährte, was dieses Wunder bewirkte“, schreibt der seinerzeit bekannteste amerikanische Gegner des Laissez-faire Henry C. Carey (1793-1879). Sein älterer Kollege Henry George (1839-1897) hat dies auf den Punkt gebracht: „Daß England seit der Abschaffung der Schutzzölle an Reichthum zugenommen hat, beweist nicht mehr für den Freihandel, als die Zunahme [des Reichtums] der Vereinigten Staaten unter einem Schutzzolltarif für den Schutzzoll“. Auch „in Japan wurde die Industrialisierung – wie in Deutschland und Italien während des 19. Jahrhunderts – vom Staat gefördert und ausdrücklich zur Aufrechterhaltung der staatlichen Macht betrieben.“

Der Ökonom mit dem Hammer

BB Februar 5, 2015 um 09:06

Das ist wohl tatsächlich das Problem der Volkswirte. Haben nie ein geregeltes System in der Hand gehabt aber schwätzen permanent darüber.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 09:07

@BB
Einfach peinlich
Deie Taschentrickspielchen
Poppers-Stückwertechniker, man muss alles ändern, damit alles gleich bleibt
Einfach peinlich

Systemfrager Februar 5, 2015 um 09:10

@BB
nimm es nicht persönlich
Du bist jetzt für mich nur eine gute Projektion für all diejenigen, die kein vollständiges Bild haben, keinen theoretischen Kern (Paradigma) und nur im Nebel herumstechen
Ein Diletantismus der feinsten Art

BB Februar 5, 2015 um 09:17

@Systemfrager

“….Nicht nur, dass du völlig theoretisch überfordert bist, sondern du bist Lichtjahre von den empirischen Tatsachen entfernt.
Für die Zollunion war nichts so sehr wichtig, als die gigantische staatliche Investiotionsprogramme. Und vor allem in die Rüstig, die am effizientesten die Nachfrage schaffen.
Also die Zollunion war ein Keynesianismus in Reinkulutur.
Und er hat, wie immer hervorragend funktioniert…..!”

Frechheit!

Wer plädiert denn hier die ganze Zeit für eine Art “Zollunion”?

Ich! Nicht du!

Und du wirfst mir Ahnungslosigkeit vor und bezeichnest Zollunion gleichzeitig als geniale kenesianische Idee?

Am Ende hast wohl Du noch die Idee gehabt?

Ich glaub es hackt!

Das scheint ein Problem von dir zu sein, genauso wie mit dem Luhmann, der deiner Auffassung bekloppt ist, aber dann verwendest du seine Definition von Regeln/Steuern gegen mich, den Experten für Regelungstechnik (Vorsicht Schwanzvergleich).

*kecker, lach*

Wenn einer ein kompletter akademischer Wichtigtuer und Dummschwätzer ist, dann haben wir mit dir hier ein Prachtexemplar vorliegen :-)

Systemfrager Februar 5, 2015 um 09:22

Das ist wohl tatsächlich das Problem der Volkswirte. Haben nie ein geregeltes System in der Hand gehabt aber schwätzen permanent darüber.

Noch einmal @BB. Du bist unbelehrbar, dein blödes Geschwätz gegen die Regeln. Noch einmal, mitschreiben:
Dank der Kybernetik wissen wir, was Regelung (Regeln bzw Regelungen) und Steuerung bedeutet.
Was “Ordnungsrahmen” betrifft, darüber wird schon seit mehr als einem Jahrhudnert gelabert, keiner hat etwas Bestimmtes dazu gesagt. Du auch nicht. Alles nur Rauch und Nebel.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 09:26

Und du wirfst mir Ahnungslosigkeit vor und bezeichnest Zollunion gleichzeitig als geniale kenesianische Idee?

Ließ noch einmal. Die Zölle sind eine Sache, die staatlich geforderte, geförderte und gesteuerte Industrialisierung eine andere Sache.
Bei der Industrialisierung der rückständigen Staaten wurde das eine mit dem anderen kombiniert. Heute lässt sich mit “intelligentem” Protektionismus nichts erreichen. Wie sollte er aussehen?????

BB Februar 5, 2015 um 09:30

@Systemfrager

Ersetze bei mir einfach

“staatlich geforderte, geförderte und gesteuerte Industrialisierung eine andere Sache.” durch “OpenSource, OpenHardware, niedrige subventierte Patent- und Lizenzgebüren, ….” dann sollte auch deine Logik wieder stimmen.

Verstaubtes Bücherwissen muss gelegentlich an moderne Verhältnisse angepasst werden.

Das sollte selbst dem dogmatischsten Elfenbeintürmler zumindest in seltenen selbstkritischen Momenten einleuchten.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 09:35

“OpenSource, OpenHardware, niedrige subventierte Patent- und Lizenzgebüren, ….” dann sollte auch deine Logik wieder stimmen.

Sollte eben nicht
So so … ein typischer Linker Unsinn, die Enteignung (KLAU) des neuen technischen Wissens …
Ja ja … die Linken … sie wissen wo es was zum Holen ist … NICHT WAHR?

chabis Februar 5, 2015 um 09:35

Zum gestrigen Schachzug der EZB
“So, all together, the move from the ECB should have very little immediate effect on the Greek banks—provided there is not a complete loss of confidence in the Greek banking system in the coming days—and should be viewed as what it is: The ECB is pressuring the Greek government.

Greece’s finance minister, Yanis Varoufakis, has been agitating for Greek debt relief since his appointment after January’s election. Today the ECB gave its answer to his moves. If the Greek government does not agree to reenter a program, the ECB will not allow its debt to be used as collateral.

The immediate effects should be seen as limited to the debt market but huge within the political realm.

The ECB has often been accused of placing too much political pressure on governments. Today’s moves shows that it has chosen to ignore those accusations once again and do what it feels is right.”
http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-02-04/what-the-ecb-s-move-on-greek-government-debt-is-really-all-about

Systemfrager Februar 5, 2015 um 09:38

Da fällt mir gleich ein
Du hast Linux, Open Sorce … warum hat es sich nicht durchsetzt?
Du würdes lieber Windows enteignen
Ja, dann würde auch Windows auf dem Niveau Linux für die Ewigkeit bleiben, weil eine harte Programmierarbeit, die bei MS unterbezahlt bemacht wird, keiner freiwillig machen würde

gelegentlich Februar 5, 2015 um 09:47

@Systemfrager
Aus Zeitmangel habe ich mich bei der Einschätzung Ihrer Webseite herausgehalten. Aber wenn Ihre Bemerkungen zu OpenSource der Maßstab wären sollte man sie wegen Inkompetenz verschrotten. Bei Opensource arbeiten weltweit erheblich mehr Programmierer mit als bei den großen Softwarefirmen, unbezahlt, aber nicht umsonst: sie erhalten CopyLeft-Lizenzen. So sind die Produkte besser als die proprietären.
Nicht durchgesetzt – ja, genauso wie aus Ihrer Sicht ja weltweit die Schafe sich durchgesetzt haben (dumme Wesen, die sich von Erklärbären nicht erleuchten lassen wollen).

BB Februar 5, 2015 um 09:51

@Systemfrager

“…..Sollte eben nicht
So so … ein typischer Linker Unsinn, die Enteignung (KLAU) des neuen technischen Wissens …
Ja ja … die Linken … sie wissen wo es was zum Holen ist … NICHT WAHR?….”

Damit befinden wir uns – fürwahr – am Kern des Problems!

Die “linken” Keynesianer betätigen sich nämlich nur als Reparatur-Mechaniker des in seine finale Krise gekommenen kapitalistischen Systems.

Selbst wenn Flassbeck und Co. sich durchsetzen mit ihren Ideen, bleibt am Ende immer noch ein knallhartes inhumanes globales Wettbewerbssystem, das immer größere Schichten der Bevölkerung immer stärker depriviert.

Man muss halt “größer” (!) Denken, wenn man diese Krise überwinden will!

Das wirkliche Problem des Kapitalismus ist, das Wissen eigentlich keinen “Marktwert” hat ja sogar haben darf.

Nur Leute, die genau über diese Frage nachdenken, sind die wirklichen “Realisten”.

Alle anderen sind Träumer und ängstliche Konservative, die vergrellt aber erfolglos und mit der Folge unendlich verlängerten Leids unglaublich vieler Menschen auf dem Globus an der Restauration basteln.

Das gilt auch für große Teile der Linken, die sich verweigern “groß” zu denken.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 09:58

So sind die Produkte besser als die proprietären.

Geh in einen beliebigen Dorf. Jeder Bauer wird behaupten, dass seine Wurst die beste auf der ganzen Welt ist.
Was das Programmieren betrieft, etwas verstehe ich davon. (sogar C-objektorientiert ist mir ein bissle bekannt) Aber ist unwichtig.

Wenn Linux so gut wäre, weiß ich nicht warum Russen schon seit geraumer Zeit über die Entwicklung des alternativen BS denken.

Man nimmt nur Linux und die Sache ist gegessen
Tja @gelegentlich
dumm gelaufen (für dich)
:(

BB Februar 5, 2015 um 10:03

@Systemfrager

Mit großer Wahrscheinlichkeit lauft der Server, auf dem du hier deinen Blödsinn postest, unter Linux :-)

Keynesianer Februar 5, 2015 um 10:04

@chabis

Greece’s finance minister, Yanis Varoufakis, has been agitating for Greek debt relief since his appointment after January’s election. Today the ECB gave its answer to his moves. If the Greek government does not agree to reenter a program, the ECB will not allow its debt to be used as collateral.

Blommberg erklärt leider nicht, was sich wirklich hinter dem bösen Spiel der EZB verbirgt:

Griechenland soll in die Forderung nach einem Schuldenschnitt getrieben werden als letzten Ausweg, wenn die EZB selbst ihr die Refinanzierung der auslaufenden Anleihen unmöglich macht. Dann bleibt nämlich nur der Schuldenschnitt, während die Schulden gar kein Problem sind, solange die auslaufenden Anleihen einfach mit neuen Anleihen ersetzt werden, wie es jeder Staat der Erde macht:

Es zahlt nämlich kein Staat seine Schulden ab wie der private Häuslebauer es muss, das wäre makroökonomisch auch völlig mörderisch für die Wirtschaft, weil die Privaten ja Geld sparen wollen!

@Natalius hat die Entscheidung der EZB mit “Wartime” oben richtig kommentiert. Wir müssen leider davon ausgehen, dass wie üblich alles geschieht, um die Probleme im Euroraum auf die Spitze zu treiben bis zum ganz großen Knall.

peewit Februar 5, 2015 um 10:04

@Systemfrager

Wenn Linux so gut wäre, weiß ich nicht warum Russen schon seit geraumer Zeit über die Entwicklung des alternativen BS denken.

Linux ist sehr gut! Kann ich nur empfehlen. Und die Russen, tja…

Systemfrager Februar 5, 2015 um 10:05

Mit großer Wahrscheinlichkeit lauft der Server, auf dem du hier deinen Blödsinn postest, unter Linux

Wo du Recht hast hast du recht
Und mit noch einer größeren Wahrscheinlichketi mit dem Apache
und nicht mit dem Ding von MS (weis ich nicht wie es heißt)
:)

BB Februar 5, 2015 um 10:06

@Systemfrager

Der Header von Lübberdings Blog sagt folgendes:

Server: gws

Wikipedia: Google Web Server

Google Web Server (GWS) ist der Name der Web-Server-Software, die Google für seine Web-Infrastruktur benutzt. Googles Webserver wird ausschließlich für alle Google Domains und Webseiten verwendet. GWS basiert auf Linux und ist kein Ableger des im Internet am weitesten verbreiteten Apache-Servers.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 10:06

@peewit
Eine Schwalbe macht nicht den Sommer!

BB Februar 5, 2015 um 10:08

@Systemfrager

Ohne OpenSource würde es das Internet nicht geben.

BB Februar 5, 2015 um 10:09

Das Internet ist OpenSource.

BB Februar 5, 2015 um 10:10

Und würde unsere Wirtschaft auf OpenSource basieren, wir hätten schon längst den Mars besiedelt.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 10:11

@BB
die wirklich große und epochemachende Ideen/Entdeckungen wurden schon immer von denen gemacht, die von ihnen nicht profitiert haben
Auch gut bekannt
Selbst Einstein hat einmal gesagt, als Hausierer würde er im Leben mehr verdienen

BB Februar 5, 2015 um 10:13

…. wir hätten schon längst den Mars besiedelt

… und ich – BB – ein Jedi jetzt wäre.

Keynesianer Februar 5, 2015 um 10:13

@BB

Die “linken” Keynesianer betätigen sich nämlich nur als Reparatur-Mechaniker des in seine finale Krise gekommenen kapitalistischen Systems.

Die Kräfte, mit denen wir es zu tun haben, lassen sich durch einen Systemwechsel nicht bändigen. Sie sitzen im Sozialismus dann im Rat für den großen Plan und schaffen es wieder, dass in Baku die Menschen im Winter wegen Ölmangel erfrieren und in der Ukraine die Kinder im Herbst nach der Ernte verhungern, weil ihre Eltern für das nötige Brot kein Getreide haben.

Das liegt selbstverständlich auch nicht am Sozialismus, sondern wird im Kapitalismus ebenso zu erleben sein, wenn niemand etwas unternimmt. Es liegt nicht am System.

Wenn du Keynes und die VWL studierst, kannst Du aber sehen, woran es liegt: an der Beleidigung der menschlichen Intelligenz. :)

peewit Februar 5, 2015 um 10:17

@Systemfrager

Selbst Einstein hat einmal gesagt, als Hausierer würde er im Leben mehr verdienen

Wieder Quatsch!

Wäre ich noch einmal ein junger Mensch und stünde ich erneut vor der Entscheidung über den besten Weg, meinen Lebensunterhalt zu verdienen, so würde ich nicht ein Wissenschaftler, Gelehrter oder Pädagoge, sondern eher ein Klempner oder Hausierer werden wollen, in der Hoffnung, mir damit jenes bescheidene Maß von Unabhängigkeit zu sichern, das unter den heutigen Verhältnissen noch erreichbar ist. (Albert Einstein)

Da geht es nicht um Geld, sondern um Freiheit. Tja…

Systemfrager Februar 5, 2015 um 10:30

stünde ich erneut vor der Entscheidung über den besten Weg, meinen Lebensunterhalt zu verdienen,

So wie ein Taliban überall Zeichen Alah sieht
so sieht ein neoliberaler Taliban überal Ruf und Durst nach Freiheit
wie sagte Einstein
er sei sich nicht sicher ob Universum undendlich wäre, die menschliche Dummheite wahrscheinlich

BB Februar 5, 2015 um 10:35

@Keynesianer

“…Die Kräfte, mit denen wir es zu tun haben, lassen sich durch einen Systemwechsel nicht bändigen. Sie sitzen im Sozialismus dann im Rat für den großen Plan und schaffen es wieder, dass in Baku die Menschen im Winter wegen Ölmangel erfrieren und in der Ukraine die Kinder im Herbst nach der Ernte verhungern, weil ihre Eltern für das nötige Brot kein Getreide haben…..”

Lass uns mal ganz klein anfangen. Nur mal ein bisschen testen, ob das funktioniert.

Lass uns mal an den Grenzen der EU Zölle auf Jeans erheben und zwar gegen Null gehend, wenn Produzenten in Südost-Asien und sonst zu unseren Löhnen, Umwelt- und Gesundheitsstandards produzieren. Wenn nicht, werden die Differenzkosten auf die importierte Ware auferlegt.

Ein einziges populäres Produkt dürfte eine Zertifizierungsbehörde (bitte nicht privatisiert) nicht überfordern.

Und dann schauen wir mal, was passiert. Wie schnell hier in Europa z.B. in Griechenland wieder eine Textilindustrie entsteht und wie wenig teuer die produzierte Ware gegenüber der bisherigen Dumpingware ist.

Alleine für unsere Textilindustrie in Europa (und entsprechende Ausrüstungsindustrie in Deutschland) wäre dieser Zoll ein Segen verbunden mit der Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze.

Es kostet wenig, man kann klein anfangen und das System mit zunehmender Erfahrung ausbauen.

Was passiert in den Produzenten-Ländern? Die verlieren erstmal einen Markt. Dabei könnten wir es belassen. Was geht es uns an. Wir haben auf jeden Fall schonmal Vorteile.

Aber tatsächlich wäre es nur fair, ihnen das bei uns wiederentdeckte bzw. reaktivierte KnowHow mit ihnen zu teilen, so dass sie Jeans für ihren Eigenbedarf herstellen können.

Das schöne an dem Konzept ist nicht zuletzt, dass man ganz klein anfangen kann und es funktioniert sofort im kleinen und dann kann man es bequem ausbauen.

peewit Februar 5, 2015 um 10:40

@Systemfrager

Eine Schwalbe macht nicht den Sommer!

Auch deine Ausführungen zu naturwissenschaftlichen Theorien sind Unsinn. Man braucht keine nichtklassische Logik für die Erklärung mikrophysikalischer Phänomene. (Versuche in der Hinsicht haben sich nicht durchgesetzt.) Das kann man eigentlich schon daran ersehen, dass die Mathematik, in der die Quantentheorie formuliert ist, auf der klassichen Logik beruht.

BB Februar 5, 2015 um 10:40

Ich verlange von jedem deutschen Soldaten, dass er sich diesem verbrecherischen Projekt verweigert:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/krise-zwischen-russland-und-ukraine-nato-will-eingreiftruppe-ausbauen-a-1016817.html

peewit Februar 5, 2015 um 10:42

@Systemfrager

wie sagte Einstein er sei sich nicht sicher ob Universum undendlich wäre, die menschliche Dummheite wahrscheinlich

Vermutlich hat er eine Zeitreise in die Zukunft unternommen und ist auf deine Website gestoßen.

Keynesianer Februar 5, 2015 um 10:44

@BB

Gegen Deine kleinen Schritte nach Friedrich List habe ich doch keine Einwände, sondern unterstütze das voll. Nur eben nicht als Alternative zu Keynes und der Makroökonomie und nicht die Aussage, dass das kapitalistische System halt am Ende wäre und es da ein besseres System geben würde als den Markt, der halt geregelt sein muss.

Dass es keine Patente auf Wissen und dergleichen geben darf, vertrete ich auch. Das wird ja das Geschäftsmodell der USA, Apple lässt sich dann den Apfel schützen und jeder Obstbauer muss Lizenzgebühren in die USA zahlen, zumindest an Monsanto. ;)

Systemfrager Februar 5, 2015 um 10:45

@peewit
ich wiederhole mich ungern, jetzt tue es und dann zeitlang wieder nicht mehr:
Das einzige wo du wirklich überdurchschnitlich bist, ist zu Verleumden und Lügen, ganz allgemein, wie ein richtiger Trottel

peewit Februar 5, 2015 um 10:49

@Systemfrager

Das einzige wo du wirklich überdurchschnitlich bist, ist zu Verleumden und Lügen, ganz allgemein, wie ein richtiger Trottel

Bitte etwas genauer: Wo habe ich gelogen?

ruby Februar 5, 2015 um 11:02

@BB
Bezollte chinesische Solarkollektoren (Höhe?)
oder
Europäische auskömmlich kalkulierte (Höhe?)

BB Februar 5, 2015 um 11:04

Ganz schön frech, dieser Varoufakis:

„Stellen Sie sich die Szene vor, wenn ein Schaf von Finanzminister in Berlin das Büro der Bundeskanzlerin betritt. Unter dem Arm hat er eine Platte, auf der sich ein gelber und ein roter Knopf befinden. Er sagt ihr, dass sie sich entscheiden müsse, welchen der Knöpfe sie drücken werde. Er erklärt ihr, was jeder der Knöpfe bewirken wird: … “

*kecker, lach*

http://www.fr-online.de/schuldenkrise/griechenland-varoufakis-weiss–wie-s-geht,1471908,29756772.html

BB Februar 5, 2015 um 11:06

@ruby

“auskömmlich”?

Nee, den Spielraum gibt es nicht. Knallhart die Differenzkosten für Umwelt-, Sozialen- und Gesundheitsverbraucht berechnet. Mit wissenschaftlicher Kälte!

Hände unter Betten aus der Kanalisation Februar 5, 2015 um 11:09

@ Systemfrager

“So wie ein Taliban überall Zeichen Alah sieht
so sieht ein neoliberaler Taliban überal Ruf und Durst nach Freiheit”

Oder so wie SystemAB, der über all nur deutsche Latenznazis sehen möchte.

https://twitter.com/MadDaniels1/status/438589158949277697/photo/1

@ Keynesianer

“Außerdem ist dieser Staat nicht souverän und seine Regierung hat den Weisungen aus Washington und London zu folgen. ”

Eben. Die BRD gibt es gar nicht. Ein deutscher Bundeskanzler, muss nach gewonnener Wahl, als erstes sich seine Mappe in Washington abholen, nech.

https://www.youtube.com/watch?v=Uet_BW65gmY&feature=youtu.be

Die Reichsdeutschen sind da ehrlicher.

gelegentlich Februar 5, 2015 um 12:02

@Systemfrager

„Dumm gelaufen“ ist jetzt gründlich in den Senkel gestellt worden. Sie können nach diesem Fiasko wieder ihre Schuhe zubinden und anfangen Ihren Kram zu korrigieren.

Hände unter Betten aus der Kanalisation Februar 5, 2015 um 12:17

@ Systemfrager

Magste die Freiheit nicht? “Kontslager” hießen die damals bei den Sowjetkommunisten ? Mit Arbeitssklaven und GULAG- System ( 18 Millionen Menschen, nach Unterlagen des NKWD ) , habt ihr eure Industrialisierung auch gebacken bekommen. Wie beim Thema Terror / Islamisten, wo du genau wie George W. Bush argumentierst, passt dein Verachtung für Freiheit hier zu Merkels „marktkonformer Demokratie“.

Und wegen einem solchen Fossil wie @ Systemfrager:

“Unser deutsches Volk steht in tiefer Trauer an Stalins Bahre. Jetzt, wo wir ihn durch den Tod verloren haben, fühlt jeder fried- und vaterlandliebende Deutsche erst recht, wieviel Stalin unserem Volke gegeben hat. Mit der Sowjetarmee sind Friede und Freiheit in Deutschland eingezogen, und wo heute der Sowjetsoldat steht, erklingt die Sprache des Friedens und der Freiheit, der Völkerfreundschaft und des Vertrauens in die Kraft der fried- und freiheitliebenden Völker. Stalin hat uns eine neue Moral gelehrt. Er hat uns gelehrt, das Verwerflicho zu verwerfen, das Verehrungswürdige zu verehren. Stalin war wahrhaft der beste Freund des deutschen Volkes. Unser Volk wird das nie vergessen und in ewiger Freundschaft mit dem sowjetischen Volk Stalin ewige Treue halten.”

sascha313.wordpress.com/2014/12/20/dr-lothar-bolz-dankbarkeit-und-trauer-1953/

Wichtig ist einzig, welcher Ideologie man anhängt. “Gerecht” handelt, wer der eigenen Ideologie zugehörig ist, egal wie bösartig und verkommen dieses Handeln auch ist. Tolle linke Welt.

Mich widern Guantanamo, CIA Autobomben, Iraq Liberation Act oder die methodische Asozialität des Neoliberalismus an, aber genauso Massenmord, Folter, Terror, Umerziehung und Freiheitsberaubung in allen Formen, in diversen sozialistischen Gesellschaftsexperimenten.

http://murdelta.soup.io/post/490005875/Freedom-here

sadoma Februar 5, 2015 um 12:24

Die EZB hat die ultimative Erpressungswaffe aus Ihrem “Waffen- Arsenal” aktiviert:

“Setzt die EZB aber genau wie 2013 im Falle Zyperns jetzt in Griechenland die geldpolitischen Daumenschrauben an, kann Alexis Tsipras eigentlich nur zurücktreten, weil er seine Wahlversprechen hundertprozentig bricht. Dann aber kann politisches Chaos in Griechenland ausbrechen. Und möglicherweise setzt sich dann auch andernorts sehr schnell die Überzeugung durch, dass es mit der EWU nicht so weiter gehen kann und man sein Schicksal am besten in die eigenen Hände nimmt. Alle denkbaren Schreckensszenarien rücken dann in greifbare Nähe.”

Zitiert von http://www.flassbeck-economics.de/griechenland-unter-druck/

sadoma Februar 5, 2015 um 12:41

Interview mit Yanis Varoufakis: “Wie der Kanarienvogel in der Kohlegrube”

“Die eine Sache, um die wir bitten, ist, dass wir nicht mit einem Ultimatum unter Druck gesetzt werden. Gebt uns bis Ende Mai, bis zum Anfang des Sommers, damit wir unsere Lösungsvorschläge auf den Tisch bringen können, um mit unseren Partnern darüber zu beraten. Dann können wir im Sommer neue Absprachen zwischen Griechenland und Europa treffen….”

Die einzige Bitte wurde gestern von der EZB ausgeschlagen.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 13:47

@Kanalisation-Gehirn

18 Millionen Menschen, nach Unterlagen des NKWD

Das wäre fast, aber nur fast richtig. Es waren bestimmt schon ein paar Millionen mehr. Ich meine, wenn man dazu die Kinder, Frauen, Alte zuammenzählt, die dein Großvater und seine Kameraden asugemerzt haben. Zieht man diese historisch einmalige Leistung der Übermenschen ab, sieht es ein wenig anders aus:

In American Historical Review (1993) schreiben die Historiker auf 33 Seiten, dass zB in den Jahren 1921–1953, es sind 33 Jahre, gab es in Gulag ca 2,3 Mill Tote – also nicht mehrere zehn Millionen. Die Geamtsumme der Exekutierten in der Stalin-Zeit war ca 800 Tausend. Im Jahre der großen Säuberungen 1939, die Spitze: 2 022 976 Gefangenen. (J. Arch Getty, Gabor Rittersporn, Victor Zemskov: Victims of the Soviet Penal System in the Pre-War Years: A First Approach on the Basis of Archival Evidence. American Historical Review, 98 (October 1993) 1017-1049)

The Gki Archipelago >>>
Ach ja, und die westliche Demokratisierung und Freiheit-Berieselung Russlands:

Die Leute, die vom Zusammenbruch des chinesischen Staates träumen, sind in meinen Augen Verbrecher und Träumer vom Massenmord. Sie wünschen sich so etwas wie den Zusammenbruch der UdSSR. Zu Beginn dieses “Reformprozesses” meinte einer der Haupttäter, Gaidar, vor der Presse – lachend -, dieser Prozess werde wohl Millionen Tote kosten. Er hat recht behalten, die Bevölkerungsverluste der Jelzin-Gaidarzeit, in der die Menschen in den Wintern erfroren und zwischendrin an Unterernährung und Krankheiten umkippten, bei gestrichener medizinischer Versorgung, und in der die Lebenserwartung von 72 auf ca. 55 Jahre sank, werden auf 10-15 Millionen geschätzt, das sind mehr als Stalin auf dem Gewissen hat. Übrigens wurden diese Vorgänge in China sehr aufmerksam registriert, auch, was der Westen mit einem Land anstellt, das neben seinem Wirtschaftssystem auch seine nationale Unabhängigkeit preisgibt.

Lieber Kanalisation-Gehirn, dass die Söhnchen und Onkelchen der “Opas-Kammeraden” es anders sehen ist menschlich so verständlich, der Rest der Welt und vor allem Russen, sehen es anders.
Sei mir bitte bitte bittt nicht böse, ich weiß dass du ein netter Mensch bist
:)

Systemfrager Februar 5, 2015 um 13:51

O du [Freiheit, du] fröhliche

“Der Neoliberalismus hat eben nicht hie und da ein paar Flunkereien oder Lügen verwandt: Er war eine einzige Lüge über die Welt, die Lüge, wir alle müssten “unser Leben als Unternehmen begreifen”, die Lüge vom vollständig rationalen Markt, die Lüge vom “Kostenfaktor Mensch”, die Lüge von der Rendite, die “immer gut für alle” sei. Und er war der Versuch, die reale, diffuse, widersprüchliche, aber auch bunte Welt dieser Abstraktion mit aller Gewalt anzupassen. Sie inaugurieren ein weiteres Mal eine längst gescheiterte Schein-Welt, eine Lügen-Welt.”

Thurow, L. C.: Wirtschaft – Das sollte man wissen, Campus Verlag , Frankfurt, 2002

wowy Februar 5, 2015 um 13:56
keiner Februar 5, 2015 um 14:13
sadoma Februar 5, 2015 um 14:33

Mal schaun wie lange es noch dauert bis der Euro (bis zu dessen Ende) in der Ukraine als einziges Zahlungsmittel gilt.

“Die ukrainische Zentralbank (????????????? ????? ???????) hat heute den Leitzins um +5,5 Prozentpunkte auf 19,5% angehoben. Zuletzt im Dezember 2014 waren die Verbraucherpreise um +24,9% zum Vorjahresmonat angezogen. Die Währungsreserven schmelzen wie Schnee in der Sonne und der Krieg in der Ostukraine richtet die Volkswirtschaft endgültig zu Grunde. Die Ukraine ist ein failed state. ”

Quelle: http://www.querschuesse.de/

Keynesianer Februar 5, 2015 um 14:56

Wenn Putin schlau ist, lässt er noch schnell den Tsipras in den Kreml einfliegen.

http://meta.tagesschau.de/id/94963/merkel-und-hollande-reisen-in-ukraine-und-nach-moskau

Dann können Hollande und Merkel sich mit dem Tsipras in Moskau unterhalten und Putin krault derweil seinen sibirischen Tiger. :)

KommentatorX Februar 5, 2015 um 15:03

Kapitalismus tötet.

Nicht nur durch Kriege, durch Hunger, durch krankmachende Arbeits- und Lebensbedingungen, gesundheitsschädliche Lebensmittel, Kleidung etc.

So kann man auch am Beispiel des Gesundheitswesens – auch in der BRD – nachweisen, dass im Kapitalismus um des Profits willens Tote in Kauf genommen werden, so durch z. B. durch Arzneimittelnebenwirkungen, bedingt durch die Geschäftspraktiken der Pharmaindustrie. Das ist alles schon x-mal belegt und bewiesen worden. Es gab unzählige „Arzneimittelskandale“.

Die „Shareholder-Value Medizin“ in den privatisierten Kliniken kostet Menschenleben.
Einsparungen beim ärztlichen und Pflegepersonal führen zu Behandlungsfehlern, Unterversorgung. Hygienemängeln etc. Durch die Fallpauschalen erhöhen vorzeitige („blutigen“) Entlassungen den Gewinn.
Es kommt zudem zu „Rosinenpickerei“, man sucht sich in privatisierten Krankenhäusern z. B. bei den OPs nur relativ gesunde und risikoarme Patienten heraus, die möglichst früh entlassen werden können, (= Profit mit Fallpauschalen). Die anderen („teuren“) Patienten überlässt man den Kliniken in öffentlicher Trägerschaft (z.B. Uni-Kliniken).

Wer z.B. nach einem Unfall in ein deutsches Krankenhaus eingewiesen wird, hat ein viel höheres Risiko an einem resistenten Krankenhauskeim zu sterben, als z.B. in einer Schweizer Klinik.

Wer es wissen will, weiß, dass sich das deutsche Gesundheitswesen nach den „Seehofer-Reformen“ gravierend verschlechtert hat. So kam es mit dem Gesundheitsstrukturgesetz aus dem Jahr 1993 zu einem Systemwechsel im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung, nämlich „von einer ausgabenorientierten Einnahmepolitik zu einer einnahmeorientierten Ausgabenpolitik“, d.h. die Ausgaben waren mit vorgegebenen Budgets limitiert und richteten sich nicht mehr nach dem medizinischen Bedarf der Patienten.

Der Kapitalismus ist ein leichenträchtiges Geschäft.

Soldat Schwejk Februar 5, 2015 um 15:46

WDR, heute 23:15 Uhr. “Agora” von Yorgos Avgeropoulos.

http://programm.ard.de/?sendung=2811114039806528&first=1

Die Beschreibung des Regisseurs ist noch etwas prägnanter.

http://www.agorathedoc.com/about-directors-note

Andreas Kreuz Februar 5, 2015 um 15:58

Spricht man da nicht von ‘Verdunkelungsgefahr’,
wenn alle interessanten und informativen Sendungen im Nachtprogramm laufen?… :roll:

Hände unter Betten aus der Kanalisation Februar 5, 2015 um 16:14

@ Systemfrager

“Der rote Power Ranger hat angeblich seinen Mitbewohner mit einem Schwert getötet” vice.com/de/read/

Mal gleich die Cops anrufen. Hab da einen tipp.

Hände unter Betten aus der Kanalisation Februar 5, 2015 um 16:22

@ Systemfrager

“Die Sowjet Story

Ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2008 über den sowjetischen Kommunismus und die sowjetisch-deutsche Zusammenarbeit vor 1941.”

http://gloria.tv/?media=235054&language=oe7Kk4CL1hU

Obwohl. Gloria TV benötig ein update, denn Putin und die organisierten Hirnfäule im Volk, lieben Schwule so, wie die christliche Nächstenliebe von Gloria. TV

KommentatorX Februar 5, 2015 um 16:29

Die Ökonomie der Vormoderne war „einfache Reproduktion“, das, was die Gesellschaft produzierte, wurde verzehrt.

Die Ökonomie der Moderne hingegen ist gekennzeichnet durch „erweiterte Reproduktion“, d.h. ein Teil dessen, was die Gesellschaft produziert, wird zur technologischen Innovation (-> Industrialisierung, moderne Infrastruktur wie Bildungswesen, Wissenschaft, Verkehrs-, Transport-, Kommunikationswege etc.) aufgewendet.

Logischweise war und ist der Übergang von einer vormodernen zu einer modernen Ökonomie für die arbeitende Bevölkerung grausam, denn diese muss nicht nur die Güter zur Reproduktion erarbeiten, sondern zudem Arbeit zur technologischen Innovation (-> Industrialisierung) leisten.

Diese Übergangsära nennt Marx ursprüngliche Akkumulation. Mit welcher Brutalität, welchen Grausamkeiten und welchem Elend sie in England einherging, kann man hier nachlesen:
http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_741.htm

Wie viele Menschenleben kostete zum Beispiel der Eisenbahnbau in den USA?
Bei den Indianern, bei den Arbeitern?

Der Bau des Panamakanals kostete 28.000 Menschenleben.
http://www.welt.de/geschichte/article131232436/Diese-Wasserstrasse-kostete-28-000-Menschenleben.html

Man sollte die Geschichte von Russland und China unter dem Aspekt des Überganges von einer vormodernen Ökonomie zu einer modernen Industriegesellschaft betrachten.

Die KP China hat den stalinistisch-maoistischen Weg verlassen und sich für den Weg einer – wie sie es nennen – „sozialistischen Marktwirtschaft“ entschieden. Daher auch die vielen Parallelen zur ursprünglichen Akkumulation hinsichtlich der chinesischen Arbeitsbevölkerung.

Das Problem der westlich-kapitalistischen Länder ist, dass sie immer noch in den Produktionsverhältnissen des 18. und 19. Jahrhunderts gefangen sind.

In diesen Produktionsverhältnissen – juristisch gesehen: in dieser Eigentumsordnung, kognitiv: Denkformen – werden die Produktivkräfte zu Destruktivkräften. Daher das barbarische 20. Jahrhundert.

So ist in den westlich-kapitalistischen Ländern die Entwicklung im 21. Jahrhundert durch fortschreitenden Niedergang gekennzeichnet.

Eigentlich müsste wissenschaftlich-technischer Fortschritt zu wachsendem Wohlstand, zur massiven Arbeitszeitverkürzung und zu verbesserter Infrastruktur führen. Aber es geschieht genau das Gegenteil.

Eben weil aufgrund der „blockierten Transformation“ in diesen Produktionsverhältnissen die Produktivkräfte zu Destruktivkräften werden.

Das betrifft auch die Intelligenz und geistige Gesundheit der Bevölkerungen in den westlich-kapitalistischen Ländern.

Systemfrager Februar 5, 2015 um 17:10

Eigentlich müsste wissenschaftlich-technischer Fortschritt zu wachsendem Wohlstand, zur massiven Arbeitszeitverkürzung und zu verbesserter Infrastruktur führen. Aber es geschieht genau das Gegenteil.

Bisher war es so, und es hat gewissermaßen funktioniert:
Bricht das “Freiheit”-System zusammen, dann ist das einzige, was den Kanalisation-Gehirnen, der selbstbenannten Eliten einfällt, den Rest der Welt in Schutt und Asche zu legen. Nun das wird nicht mehr funktionieren, weil der Rest der Welt almählich in jeder Hinsicht stärker ist wie der Westen.
Die Frage ist, ob die wesltichen Kanalisation-Gehirne nicht A-Krieg beginnen. Für sie es es bekanntlich kein Problem (Hiroschima, …)

Zur Tür schreitend, dreht sich Dr. Goebbels noch einmal um und schreit: „Aber wenn wir abtreten, dann soll der Erdkreis erzittern!”

Systemfrager Februar 5, 2015 um 17:29

Die Sonne der Freiheit scheint endlich auch auf Ukraine

Das ukrainische Parlament hat am Donnerstag für ein Gesetz gestimmt, das die Bestrafung von Armeeangehörigen bis hin zur Erschießung durch Vorgesetzte wegen Verstöße gegen die Armeedisziplin und das Ungehorsam vorsieht.

f.luebberding f.luebberding Februar 5, 2015 um 17:33

Es gibt genügend Möglichkeiten, sich online zu artikulieren. Es ist nicht notwendig an diesen Blog gebunden.

sadoma Februar 5, 2015 um 18:09

so viel “Sprach-Agression” was hat man Euch nur angetan :-(

Vielleicht einfach mal nen Boxsack kaufen ;-)

Keynesianer Februar 5, 2015 um 18:18

Nicht nur Merkel und Hollande waren/sind heute in Kiew, sondern auch Kerry und Nuland. Anscheinend sind große Teile der noch kampffähigen Einheiten der “ATO” in Neurussland eingekesselt:

So Kerry and Nuland are in Kiev, and tomorrow Merkel and Hollande will be in Moscow. This is probably the strongest evidence that the Debaltsevo cauldron is closed and the surrounded junta forces desperate and defeated (one Russian military analyst stated in an interview that he believes that about half of all the truly combat capable junta forces are in the Debaltsevo cauldron – in other words, the junta army has been defeated again). In other words, the AngloZionists are again intervening to save their sorry little Nazi buddies and their failed regime in Kiev. How noble of them.
http://vineyardsaker.blogspot.de/2015/02/intermedia-ukraine-mini-sitrep.html

Merkel und Hollande sollen wohl Putin betteln, dass er den Kessel wieder aufmachen lässt. Da wird der Putin erstaunt schauen und versichern, dass er damit gar nichts zu tun und keinen Einfluss habe. ;)

sadoma Februar 5, 2015 um 18:21

der “Herr Fatzke” weiss einfach kultivierter mit der Sprache umzugehen, dass scheint bei Dir einen wunden Punkt zu treffen und dein Stammhirn eher zu aktivieren als dein Großhirn.

Dass wir uns nicht missverstehen “kultivierte Sprache” ist noch kein inhaltiche Bewertung, aber höchst angenehmer zu lesen als Vulgärsprache. Ich habe ja selber in Diskussionen Probleme nicht laut zu werden und damit meine Zuhörer weg vom Inhalt und leider eher auf die Form zu lenken. Wenn das menschliche Stammhirn jedoch einmal angesprochen ist fällt jeder Verstand hinten runter :-(

sadoma Februar 5, 2015 um 18:26

@f.luebberding

Wen schon Zensur, dann doch bitte tranparent !

Ich habe keine Probleme damit dass Sie beleidigende Beiträge zensieren, aber dann sollte dass der Fairnisshalber auch sichtbar sein und vor Veröffentlichung geschehen.

Mein Beitrag verliert ansonsten jeden Bezug ;-)

f.luebberding f.luebberding Februar 5, 2015 um 18:30

sadoma

Holger wird gelöscht. Es lohnt daher nicht auf ihn einzugehen. Seine Anhänglichkeit ehrt mich aber.

QuestionMark Februar 5, 2015 um 18:33

@Keynesianer Februar 5, 2015 um 18:18

Anscheinend sind große Teile der noch kampffähigen Einheiten der “ATO” in Neurussland eingekesselt.

Oder man möchte die Kameraden von Blackwater (resp. Xe, Academi ) da raushauen.

sadoma Februar 5, 2015 um 18:41

@f.luebberding

“Es lohnt daher nicht auf ihn einzugehen”

Ich ging nicht nur auf Ihn, sondern auf Ihren Kommunikationsstil in diesem Blog ein. Wenn Sie Beiträge einfach eliminieren ohne dies für die anderen kenntlich zu machen ist das in meinen Augen “Kommunikations-Machtmissbrauch”. Die Spielregeln in einem Blog sollten für Alle und transparent bleiben!

Ich habe das Gefühl die Hass-Liebe zwischen Ihnen und Holger war zweiseitig :-(

f.luebberding f.luebberding Februar 5, 2015 um 18:52

sadoma

Es gibt wohl wenige, die bzgl. der Kommentare so großzügig gewesen sind wie ich. Ich habe das Holger auch angekündigt. Er hat trotzdem sein Verhalten nicht geändert. Damit war es das.

Bogus Februar 5, 2015 um 18:57

fl
Brauchste für eine Vollsperrung deinen Admin Eflatsch?

sadoma Februar 5, 2015 um 19:07

@f.luebberding

“Es gibt wohl wenige, die bzgl. der Kommentare so großzügig gewesen sind wie ich.”

stell ich nicht in Frage. Mir waren Sie viel zu großzügig aber die Entscheidung was wer hier schreiben darf bleibt dennoch intransparent und von Ihrer Willkür bestimmt. Das halte ich für keine gute Kommunikations-Konstellation innerhalb eines Blogs.

P.S. Ich kenne jedoch für die derzeitige Blog-Konstellation auch keine ökonomische Lösung :-)

f.luebberding f.luebberding Februar 5, 2015 um 19:10

sadoma

Das ist sehr transparent. Außer Holger kann hier jeder kommentieren. Natalius etwa hält sich an Regeln. Es geht mir bekanntlich nicht um die inhaltliche Bewertung von Beiträgen. Aber Holger macht jede sinnvolle Debatte unmöglich. Er dominiert und ruiniert jeden thread.

QuestionMark Februar 5, 2015 um 19:20

@sadoma Februar 5, 2015 um 19:07

Mir waren Sie viel zu großzügig aber die Entscheidung was wer hier schreiben darf bleibt dennoch intransparent und von Ihrer Willkür bestimmt.

So ist das mit den Hierarchien. Der Hierarch muß sich niemals rechtfertigen.
Allerdings ist Lübberding wirklich tolerant mit uns allen hier. Im Gegenzug gehen wir ja auch sehr tolerant mit ihm um. :-)

Bogus Februar 5, 2015 um 19:28

@?
Jeden Gartenzwerg sein Hegemoniechen?

Bogus Februar 5, 2015 um 19:29

Jedem!

f.luebberding f.luebberding Februar 5, 2015 um 19:38

Bogus

Ich lebe im Sauerland. Hier gibt es nur Waldzwerge … .

Bogus Februar 5, 2015 um 20:04

fl
Die sind sicher ein touristisches Highlight!

Das würde mich auch noch interessieren:

http://www.wiesaussieht.de/2015/02/04/der-deutsche-hegemon-in-seiner-gartenzwerg-idylle/#comment-259245

Warum nur mit dem Dollar?

Sorry für die rüpelhafte Ansprache, “verblöden” und so…

Bogus Februar 5, 2015 um 20:56

fl
Das dauerhafte Sperren scheint echt nicht so einfach zu sein. Witzig, wie H. immer wieder kurz auftaucht und dann verschwindet.

Ansonsten: Keine Antwort ist auch eine Antwort.
Meiner Beobachtung nach ist es genau dieses ignorante Verhalten, was den armen Holger immer wieder auf die Palme bringt. “Dies nur als Hinweis”, hihihi…

QuestionMark Februar 5, 2015 um 21:09

@Bogus Februar 5, 2015 um 20:56
Holger ist jetzt das Bloggespenst. Deshalb taucht er immer wieder mal auf und verschwindet dann irgendwohin. Wohin nur? :-)

bleistift Februar 5, 2015 um 21:31

“Wohin nur?”

mv ./*holger* /dev/null

gelegentlich Februar 5, 2015 um 22:16

Aus Rücksicht auf unsere PCs ist ja
mv .(*bleistift* /dev/bleistift
nicht möglich. Besser so! So bleiben uns die guten Deutschen, auch die Hilfsassistenten des Klassenstrebers, erhalten.

bleistift Februar 5, 2015 um 22:39

@ gelegentlich

“mv” steht für “move”. Punkt und slash stehen für das aktuelle Verzeichnis. Sternchen bedeutet “alles”.
“/dev/null” steht für das Datennirvana. Also das Löschen der Daten.

Was dein (Phantasie?) Befehl bedeuten soll (“mv .(*bleistift* /dev/bleistift”) ist mir aber nicht klar.

Ein Streber war ich in der Schule schon. Gebe ich zu. Klassischer Nerd. Gut in der Schule. Grottenschlecht in Sport. Lieblingssendung: Star Trek – Next Generation.
Ein guter Deutscher? Naja…. Als Jugendlicher war ich mal sehr links.
Auch heute bin ich glaube ich nicht das was du unter einem “guten Deutschen” verstehst.
Aber wenn wir schon mal dabei sind: wer bist du denn eigentlich?
Abgesehen davon, dass Linux nicht deine Stärke zu sein scheint…

gelegentlich Februar 5, 2015 um 22:47

@bleistift

„Was dein (Phantasie?) Befehl bedeuten soll (“mv .(*bleistift* /dev/bleistift”) ist mir aber nicht klar.“

War nur ein Versuch. Hat nicht geklappt, wie ich einräume. ;-)

Mit Streber meinte ich eigentlich die submissive Leidenschaft, die in Ihrem obigen Beitrag deutlich wird.
Wer ich bin?
Davon verschieden.

bleistift Februar 5, 2015 um 23:19

Aus der aktuellen “TITANIC”:

Sie: “Muß man wirklich Karikaturen machen, die die religiösen Gefühle von anderen – ”

Er: “Ja! Gott selbst hat es mir befohlen!”

bleistift Februar 5, 2015 um 23:24

Aus der aktuellen “TITANIC”:

Ein Huhn sitzt auf einem Stuhl und pickt wild auf eine Computertastatur ein.
Dazu der Kommentar: “Wir streuen Körner über die Tastatur, so dass sie wild auf sie einhackt. Auf diese Weise beantwortet sie die Leserkommentare der Online-Ausgabe.”.

Hashtag: #Lügenpresse
#Holger

gelegentlich Februar 5, 2015 um 23:27

@bleistift

Verifiziert – Hilfsassistent des Klassenstrebers.

bleistift Februar 6, 2015 um 00:18

@ gelegentlich

“Verifiziert – Hilfsassistent des Klassenstrebers.”

Du hast früher schon mal nahe gelegt, Fleischhauer sei eine Art “Schwiegermuttis Liebling”. Ich finde du hast ein beschränktes Bild von Menschen die (deiner Meinung nach) eine andere politische/wirtschaftspolitische Auffassung haben als du selbst. Dabei kenne ich deine politische Auffassung nicht wirklich.
Es ist aber doch ziemlich infantil in Kategorien wie “Liebling der Schwiegermutter” oder “Klassenstreber” zu denken.
Es legt nahe, dass ein “Langhaariger” ein “cooler Typ” ist. Während ein “Kurzhaariger” höchstens Bankkaufmann sein kann. Ein Bankkaufmann muss aber natürlich “uncool” sein.
Ist das nicht etwas arg pubertär?
Rudi Dutschke war doch wahrscheinlich auch eine Art “Klassenstreber”. Aber gut, du meinst das wahrscheinlich systemisch.
Ich habe bislang immer die SPD gewählt. Sehe im Moment auch keinen Grund das zu ändern. Ich mag die Herangehensweise der Sozialdemokraten. Sie wollen das System hin zu einer menschlicheren Welt ändern. Vergessen aber nicht wozu Menschen fähig sein können.
Das ist das Problem bei den revolutionären Ansätzen. Man will alles beseitigen. Alles kaputt machen. Man hat keine Vorstellung davon, dass der Mensch auch eine Bestie sein kann. Man hat keine Ehrfurcht vor dieser Bestie die man möglicherweise wecken könnte.
Revolutionen sind meistens sehr blutig.
Fahre mal nach Auschwitz und schaue dir an wozu Menschen fähig sind.
Ich habe großen Respekt vor dieser Bestie und möchte sie nur ungern wecken. Deshalb bevorzuge ich die Sozialdemokratie. Da scheint man ansatzweise Respekt zu haben vor der Bestie Mensch.
Bislang hatte ich eine eher negative Meinung von Syriza. Mittlerweile wünsche ich ihnen alles Gute. Ich hoffe, dass es den Jungs und Mädels gelingt sich in wesentlichen Punkten durchzusetzen.

bleistift Februar 6, 2015 um 00:37

Nun kann man das Spießbürger nennen. Oder Biedermeier. Oder “röhrender Hirsch” oder sonstwie.
Es gibt eine Schnittmenge zwischen Auschwitz und Biedermeier. Das ist schwer zu leugnen.
Ich bin da selbstkritisch genug.
Nur kann ich halt auch nicht anders.

chabis Februar 6, 2015 um 09:45

Constantin Seibt über Yanis Varoufakis
“Der Blog des Motorrad fahrenden Professors wurde zum Programm der siegreichen Syriza-Partei. Und er Finanzminister. Die griechische Worst-Case-Strategie ist dort praktisch vorbeschrieben: Varoufakis sieht nicht nur die Alternative des Sparens und Kreditnehmens oder den Austritt aus der Eurozone, sondern auch eine dritte Möglichkeit: den Staatsbankrott im Euro. Da Griechenland (ohne Schuldendienst) ein Plus macht, bliebe der Staat auch ohne Kredit operabel. Ausser, die Sparer geraten in Panik und stürmen die Banken.

Der Plan

Der grosse Vorteil Griechenlands ist, dass es nur noch wenig zu verlieren hat. Momentan jedoch, so Varoufakis, will Griechenland diesen Vorteil nicht zur Erpressung nützen, sondern zur Debatte: «Es geht nicht um ein Pokerspiel oder ein Duell, es geht um eine neue Erzählung.»

Und die ist auf Griechenland bezogen folgende: Es macht keinen Sinn, weiter Kredite in ein Loch zu werfen, auch wenn die Alternative auch nicht billig ist. Sondern man müsse «wie ein guter Insolvenzverwalter arbeiten»: Also dort Kredite geben, wo die Wirtschaft wächst: Er schlägt eine Kombination von endlosen Krediten und Papieren vor, deren Rendite ans Wirtschaftswachstum gekoppelt ist. («Wäre das nicht grossartig? Dann wären Gläubiger und Schuldner echte Partner.»)

Um den exakten Plan auszuarbeiten, die Gläubiger wenigstens zum Teil auszahlen zu können, brauche die Regierung kurzfristige Kredite bis zum Sommer. Das sei die einzige Forderung.”
http://www.derbund.ch/wirtschaft/konjunktur/Minister-in-der-Economyclass/story/16955855

chabis Februar 6, 2015 um 10:24

Lesenswertes über “Der Globale Minotaurus”
http://titel-kulturmagazin.net/2015/02/06/in-aufloesung-befindlich/

Bogus Februar 6, 2015 um 10:40

Lübberding

Ein wenig schade finde ich, dass du so gar nicht auf meine Frage nach der Alternative für den US-Dollar als Leitwährung der Nachkriegsordnung eingehen magst. Dabei ist das Thema durch die Vorschläge des griechischen Finanzministers, die stark an das Keynes’sche Konzept für Bretton Woods angelehnt sind, doch gerade brandaktuell!
Nun gut, wenn nicht dich, dann interessiert es vielleicht einen deiner 2000 Leser:

(Möglicherweise wurde der Text aus dem Guardian hier schon mal besprochen, sorry… Aber am Schluss kommt was, das die meisten noch nicht kennen dürften…)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=24844

„In seinem kürzlich veröffentlichten Buch “Der Globale Minotaurus” sagt Varoufakis, die Vorstellung eines Überschuss-Umwälz-Mechanismus sei in der Theorie einfach und in ihren Implikationen revolutionär. Keynes entwickelte sie in den frühen 1940er Jahren während seiner Zeit als unbezahlter politischer Berater am britischen Finanzministerium. Der Ansatz erwuchs aus Keynes Frustration mit den Limitationen des Goldstandards in den 1920er Jahren. Damals gab es einen Goldabfluss aus Großbritannien in die USA zum Ausgleich für das britische Handelsdefizit. Normalerweise hätte durch den Goldzufluss die Geldmenge in den USA expandieren müssen, womit die Wettbewerbsfähigkeit der britischen Exporte erhöht worden wäre. Aber die USA führte eine Politik zur Vermeidung eines Inflationsdrucks ein.
[...]
Keynes Vorschlag zur Meisterung des Problems war, globale Regeln zu schaffen, die gleichermaßen Druck auf Gläubiger- und Schuldnerländer ausüben würden, ihre jeweiligen Handelsungleichgewichte auszugleichen, wodurch die von den Schuldnerländern getragene Bürde leichter würde. Er schlug vor, dass jedes Land, das versäumte seinen Handelsüberschuss unterhalb eines bestimmten Prozentsatzes seines Handelsvolumens zu halten, Zinsen zahlen und so seine Währung aufwerten müsste. Diese Zinszahlungen sollten bei der Finanzierung des zweiten Zweigs von Keynes Vorschlag helfen: der Schaffung einer International Clearing Union (Verrechnungsstelle). Die ICU würde als eine Art “globaler Überschuss-Umwälz-Mechanismus” funktionieren, um Varoufakis Begriff zu verwenden.

Wie Varoufakis betont, machen die einzelnen Länder das schon intern. Sie verteilen ihren Überfluss entweder durch direkte Transfers (Zahlung von Arbeitslosenunterstützung in Glasgow oder Idaho durch in London oder New York erhobene Steuern) oder durch direkte Investitionen – gezielter Bau von mehr Fabriken und besserer Infrastruktur in geschwächten Gebieten.
Keynes war der Ansicht, so etwas würde auch auf globaler Ebene gebraucht.
[...]
Als Keynes seinen Vorschlag unterbreitete, zeigte die amerikanische Delegation in Bretton Woods wenig Interesse an einem Plan, der ihre Fähigkeit, unbegrenzt Überschüsse zu machen, einschränken würde. Nach intensiven Verhandlungen (*) erreichten die Delegierten in Bretton Woods ein Abkommen, das weitgehend den Interessen der amerikanischen Delegation unter Leitung von Harry Dexter White entsprach.“

Soviel zur Lübberding’schen Alternativlosigkeit des US-Dollars als Leitwährung der Nachkriegszeit.

——
(*) Zum Abschluss dieser „intensiven Verhandlungen“ habe ich noch ein nettes Detail gefunden:

“Wer heute der Frage nachgeht, wie der US-Dollar zur Weltleitwährung wurde, stößt meist auf die gleiche Antwort, wonach sich die Länder der westlichen Welt 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods auf die Einsetzung des US-Dollars als Weltleitwährung geeinigt hätten. Diese Darstellung ist jedoch falsch, denn weder hatten sich die Länder auf den US-Dollar als Weltleitwährung geeinigt, noch wurde dieser Punkt in Bretton Woods überhaupt verhandelt! Es lief ganz anders: In den über Jahrzehnte unter Verschluss gehaltenen Tagebüchern von Morgenthau sowie Aufzeichnungen der Federal Reserve kann heute nachgelesen werden, dass die USA die Vertragsdokumente während der Konferenz – genauer: in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1944 – heimlich umgeschrieben hatten. Als die aus 44 Nationen stammenden Konferenzteilnehmer den Vertrag schließlich unterzeichneten, ahnten sie nicht, dass die USA in dem Dokument u.a. das Wort »Gold« jeweils um den Zusatz »oder US-Dollar« erweitert hatten. Es dauerte Monate, bis das eigentliche Ergebnis der Konferenz ans Licht kam und unter anderem zu heftigen Protesten der britischen Regierung führte, die das Vorgehender USA als Betrug bezeichnete und den Vertrag zunächst nicht ratifizieren wollte, schließlich jedoch dem US-amerikanischem Druck nachgeben musste.”

In der Nacht heimlich umgeschrieben! Fast unglaublich – VT? Der zugehörige Link geht zum Bayerischen Staatsministerium:

http://www.clashofcurrencies.org/wp-content/uploads/2013/04/Zoche-Georg-Krieg-und-Schulden.-In-aviso-22013-–-Zeitschrift-für-Wissenschaft-und-Kunst-Bayerisches-Staatsministerium-für-Wissenschaft-Forschung-und-Kunst-Hrg.-München-2013-10-15.pdf

Im Text (und im diesem zugrunde liegenden Buch des Autors Georg Zoche, Welt Macht Geld) wird auch erklärt, warum die USA einen Schuldenberg aufbauen MUSSTEN, wenn die Weltwirtschaft flutschen sollte (Triffin-Dilemma).

DAS war dann allerdings alternativlos, Lübberding!

egal Februar 6, 2015 um 11:17

Westdeutschland hat auch jahrzehntelang von den Exportüberschüssen einiger Länder gelebt, z. B. NRWs. Führte das zu einer politischen Dominanz von NRW?
Politisch war NRW gemessen an wirtschaftlicher Leistungfähigkeit und Bevölkerungszahl unterrepräsentiert (formell in Institutionen wie dem Bundesrat und informell wie im Verbandsproporz der Parteien).

Gemeinsame Institutionen können folglich verhindern, dass wirtschaftliche Ungleichheit zu entsprechender politischer Ungleichheit führt. Das Modell für Europa liegt daher eher in der Stärkung seiner gemeinsamen Institutionen als in der nationalstaatlichen Machtpolitik des 19 Jhdts.

Die USA sind ja gerade damit gescheitert, ihre Hegemonie zu institutionalisieren (um den Preis eines Machtverlustes). Der IWF z. B. war immer auch unübersehbar Front End der Wallstreet.
Europa hingegen hat schon Institutionen und Verfahren, die Deutschland übergehen könnten (den entsprechenden politischen Willen vorausgesetzt).

Der Preis für den Vorteil, den Deutschland aus der EWU zieht, ist nicht notwendig, dass Deutschland Europa gestalten muss. Es kann auch dazu kommen, dass Europa Deutschland gestaltet.

gelegentlich Februar 6, 2015 um 13:41

@bleistift Februar 6, 2015 um 00:37

Lassen Sie meine politische Position mal beiseite. Ich bezog mich auf Ihr Nachtreten gegenüber @holger, das ich eben submissiv-devot streberassistentenhaft fand. Dass diese Haltung ubiquitär ist weiß ich, sie kommt aber bei Deutschnationalen und => rechten Sozialdemokraten (z.B. Karst, die Aufrechten Vier in Hessen, Gabriel) gehäuft vor.

ruby Februar 6, 2015 um 18:27

Danke an jmg
https://www.ecb.europa.eu/ecb/orga/decisions/govc/html/votingrights.en.html
@ chabis
ein bankensturm macht für die griechen keinen sinn
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/griechenland-krise-berlin-gibt-athen-nachhilfe-im-steuereintreiben/11338492.html
wenn europa will kommt es sehr schnell an die guthaben seiner bürger
wie können asozial verhältnisse überhaut europatauglich akzeptiert werden …
augen auf und hinein

ruby Februar 6, 2015 um 18:46

Die Master-Zeiten sind bei Monetary-Easing mit 60 Milliarden ab März vorbei
http://www.ardmediathek.de/tv/Dokumentarfilm/Der-Banker-Master-Of-The-Universe/SWR-Fernsehen/Video?documentId=26302142&bcastId=1105036
Gartenzwerge brauchen keinen Kompost…

topi Februar 6, 2015 um 19:25

BB

“Doch topi, ließ mal bei Friedrich List nach. Die Asiatischen Tigerstaaten haben den als Wirtschaftbibel ihren Studenten verklickert und es ging genau um das gleiche Problem wie für Griechenland, Russland, etc.:

Wie hole ich im globalen Wettbewerb bei niedriger “Wettbewerbsfähigkeit” auf?

Sie waren erfolgreich!

Nicht mit Keynes sondern mit Friedrich List!

Und der modernen Form einer “Zollunion” habe ich einfach mal den Namen “Intelligenter Protektionismus” gegeben! Gemeint ist damit die Verknüpfung mit “modernen” wirtschaftlichen Zielsystemen, die den wirklichen Fortschritt abbilden: Zölle auf Waren, die nicht den höchsten Sozial-, Umwelt- und Gesundheitsstandards genügen.

Ich versteh nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.”

Na dann höre einfach mal auf Argumente.

Griechenland hat ein Problem INNERHALB der Eurozone.

Wenn sich die Eurozone insgesamt durch Erziehungszölle oder was auch immer in eine bessere Position bringt, löst das das inner-Euro-Problem kein bisschen.

Angenommen, es würden de chinesischen Gift-Jeans draußen bleiben; dann würden sie nicht in Griechenland, sondern in Rumänien oder gleich in Deutschland produziert werden.

Man braucht also immer eine Lösung innerhalb des Währungsraumes.

Und wenn man die hat, bracht man auch nicht zwingend Protektionismus; wobei der anhand von Umwelt- und Sozialvorschriften durchaus wünschenswert sein könnte.

Natalius Februar 6, 2015 um 22:00

@holger Februar 6, 2015 um 21:02

“Wozu hab ich eigentlich ein Telefon?”

Hmm…
Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich,
so lange ich hier wohn’, ist es fast wie Hohn, schweigt das Telefon.
Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich,
und ich frage mich, denkt @gelegentlich jemand mal an mich.

Den Zustand find’ ich höchst fatal, für heut’ge Zeiten nicht normal,
wo jederman darüber klagt, das Telefon an Nerven nagt.
Ich trau’ mich kaum mehr aus der Tür, denn stets hab’ ich vermutet,
das kaum, das ich das Haus verlass, es klingelt oder tutet.

Doch kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich,
so lange ich hier wohn’, ist es fast wie Hohn, schweigt das Telefon.
Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich,
und ich frage mich, denkt @gelegentlich jemand mal an mich.

Vielleicht, das manche mich im Land der Dänen wähnen,
oder fern von hier, wo die Hyänen gähnen.
Denn kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich,
doch liegt es nicht an mir, ich zahle monatlich die Telefongebühr.

Das war für mich kein Zustand mehr, es musste eine Lösung her,
das war für mich sofort der Anrufbeantworter.
Und als ich dann nach Hause kam, war ich vor Glück und Freude lahm,
es blinkte froh der Apparat, dass jemand angerufen hat.

Die sanfte Stimme einer Frau verrät mir und erzählt:
Verzeihen Sie, mein werter Herr, ich habe mich verwählt.

https://www.youtube.com/watch?v=VK7qqU_W3Ug

Wer austeil’n will im Zonenrand,
muss einstecken im ganzen Land…

;-)

Natalius Februar 6, 2015 um 23:00

Und überhaupt – wo wir soweit sind: MaxRaabe passt 2014/2015 vieel besser als in 92/93, auch weil z.B. “der Kaktus” rauskam, als die Weimarer Zeit längst zu Ende war – das als Nachtrag zum Inhalt gewisser Kommentare von @Holger, die o f f e n b a r nicht so gut ankamen: https://www.youtube.com/watch?v=TjMw0kEw6B0

~ Dr. Hannibal-Arminius Halbgott-van-Höllsing ~ Februar 6, 2015 um 23:14

@egal
“Der Preis für den Vorteil, den Deutschland aus der EWU zieht, ist nicht notwendig, dass Deutschland Europa gestalten muss. Es kann auch dazu kommen, dass Europa Deutschland gestaltet.”
—-

===> … vielleicht kannst du mir mal die Stelle in folgendem Schaubild mit einem roten Kreis markieren, wo die Deutschen so wahnsinnig am profitieren sind:

http://fastpic.ru/view/54/2013/0322/a906468e0c7d4be5890be8016606c653.jpg.html

===> … die Deutschen Arrrbeiter sind die vollständig entmündigten Exportniggersklaven der europäischen Betrügervölker! …

http://fastpic.ru/view/54/2013/0322/a906468e0c7d4be5890be8016606c653.jpg.html

~ Dr. Hannibal-Arminius Halbgott-van-Höllsing ~ Februar 6, 2015 um 23:19

“Die USA sind ja gerade damit gescheitert, ihre Hegemonie zu institutionalisieren (um den Preis eines Machtverlustes). Der IWF z. B. war immer auch unübersehbar Front End der Wallstreet.
Europa hingegen hat schon Institutionen und Verfahren, die Deutschland übergehen könnten (den entsprechenden politischen Willen vorausgesetzt). ”
———

===> … bistu blind & gehirnkrank? … die EU ist auch unübersehbar Front End der Wallstreet.!!!

bleistift Februar 6, 2015 um 23:31

@ Dr. Hannibal Höllenschlund

Tja. Dat war’s dann mit PEGIDA, LEGIDA, Deppen und Co.

Hihihihihi!

~ Dr. Hannibal-Arminius Halbgott-van-Höllsing ~ Februar 6, 2015 um 23:34

… aus dem link über buch von griechenfinmin:
“Neues Licht

Yanis Varoufakis stellt das Zwanzigste Jahrhundert auf die Füße. Wer wollte heutzutage noch allen Ernstes behaupten, dass die USA nach Kriegsende den Marshallplan aus moralisch noblen Motiven durchgeführt hätten. Ach der gute Uncle Sam. Irgendwann wird auch der Neffe erwachsen, die Zeit von Osterhase und Weihnachtsmann ist abgelaufen, und nun will er wissen, was wirklich geschah.”

===> … nun, der aufrechte Sozialdemokrat will uns genau das erzählen: … das wahrlich grenzdebile SPD-Lügenmärchen vom Guten US-Imperialismus und vom guten UK-Imperialismus. Und Frankreich ist ja sowieso über jeden Ausbeuter-Zweifle erhaben.

bleistift Februar 6, 2015 um 23:37

Filmtipp (aber nicht für Dr. Hannibal Lecter!):

http://www.arte.tv/guide/de/046156-000/5-jahre-leben

~ Dr. Hannibal-Arminius Halbgott-van-Höllsing ~ Februar 6, 2015 um 23:37

@bleistift
“Tja. Dat war’s dann mit PEGIDA, LEGIDA, Deppen und Co.
Hihihihihi!”

… mach dir keine Hoffnung! … der hass auf euch amis ist europaweit schon dermaßßen großß … das kriegt ihr nichmer zurück in die Tube.

… und was die asylantenflut angeht: … schau einfach mal in den polizeibericht deiner Stadt. Es wird in Mord & Totschlag enden und nicht in “wachstum” ….

bleistift Februar 6, 2015 um 23:38

“das wahrlich grenzdebile SPD-Lügenmärchen vom Guten US-Imperialismus und vom guten UK-Imperialismus. Und Frankreich ist ja sowieso über jeden Ausbeuter-Zweifle erhaben.”

Biste neidisch?
Du Loser einer Loser Nation?
God Bless America!

~ Dr. Hannibal-Arminius Halbgott-van-Höllsing ~ Februar 6, 2015 um 23:45

@bleistift

… nur fürs protokoll: … ich war keineswegs imme rschon ein ami-hasser! … das hat sich erst in den letzten 5 Jahren so ergeben. Ein wirklicher ami-gutfinder war ich aber au nie …

… ihr amis seid jetzt übrigens in derselben funktion wie die russen im endstadium der SU: … zwar der dominierende Gewaltherrscher … aber eben verhaßßt bei den versklavten völkern.

… und für dich als Lincoln-Fan noch ein Lincoln-Zitat als Nachtgedanken:

“The US can rape some of da people some of da time! …. but the us can’t rape all of da peoples of da time! … and one fine unlucky day the peoples of da world will revolt against us and burn the fascist-shit out of our heads!” (A. LINCOLN)

~ Dr. Hannibal-Arminius Halbgott-van-Höllsing ~ Februar 6, 2015 um 23:53

@bleistift

… sogar beim cia-spiegel is man was die (an-)erkenntnis eurer hoffnungslosen lage schon weiter als du:

“Neue US-Sicherheitsstrategie Die Grenzen einer Supermacht

Die USA wollen führen – aber sie sagen nicht wie: Bei der Vorstellung der neuen Sicherheitsstrategie blieb Washington konkrete Antworten schuldig. An den aktuellen globalen Brandherden machen zur selben Zeit andere Politik. Von Marc Pitzke”

===> … ihr habt jetzt bald fertisch!

bleistift Februar 6, 2015 um 23:55

“… nur fürs protokoll: … ich war keineswegs imme rschon ein ami-hasser! … das hat sich erst in den letzten 5 Jahren so ergeben.”

Yep. Und jüdische Freunde haste bestimmt auch…

“… ihr amis seid jetzt übrigens in derselben funktion wie die russen im endstadium der SU: … zwar der dominierende Gewaltherrscher … aber eben verhaßßt bei den versklavten völkern.”

Ich habe noch nicht einen einzige Sklaven in Deutschland gesehen. Die laufen da frei rum. Ich bin oft in Deutschland und habe deshalb ein anderes Bild, das glaube ich realistischer ist.

““The US can rape some of da people some of da time! …. but the us can’t rape all of da peoples of da time! … and one fine unlucky day the peoples of da world will revolt against us and burn the fascist-shit out of our heads!” ”

Griechische Version:
“Germany can rape some of da people some of da time! …. but the Germans can’t rape all of da peoples of da time! … and one fine unlucky day the peoples of europe will revolt against Germany and burn the fascist-shit out of your heads!”

bleistift Februar 7, 2015 um 00:14

@ Dr. Höllenschlund

“ihr habt jetzt bald fertisch!”

Ist schon recht. Ist ja nicht so, dass ich ein Problem damit hätte wenn andere Länder auch mal ein wenig Verantwortung übernehmen würden…
Als Rom damals fertisch hatte kam anschließend die Völkerwanderung. Chaos. Barbarei. Anarchie.
Aber es ist natürlich schön wenn man ein konkretes Feindbild hat. Dann muss man sich nicht der Realität stellen.

F.Luebberding schreibt das doch ganz konkret und sehr wahr:
” Sie geraten damit allerdings zugleich in eine psychologische Abhängigkeit von der Hegemonialmacht. Was das bedeutet, mussten die USA in den vergangenen 50 Jahren oft genug erleben. Egal, was sie machte, wurde und wird sie für die Folgen verantwortlich gemacht. Eine Hegemonialmacht ist nicht beliebt, sondern hat nur eines zu fürchten: Wenn ihre Schwäche offenkundig wird. ”

Psychologische Abhängigkeit… Wie die konkret aussieht kann man an Deppen intelligenten Menschen wir dir erleben.
Was wäre die Welt wenn man sich nicht an den USA oder den Juden abarbeiten könnte…

bleistift Februar 7, 2015 um 00:16

Wie die konkret aussieht kann man an Deppen intelligenten Menschen wir dir erleben.

bleistift Februar 7, 2015 um 00:16

Ah! So war’s gemeint.

Bogus Februar 7, 2015 um 00:20

~ HG ~,
mach dir ‘nen Joint an, alles wird gut:
http://www.youtube.com/watch?v=nPmrWwNeuKE

Bleistift,
sing uns die griechische Version!

Natalius Februar 7, 2015 um 00:48

@bleistift Februar 6, 2015 um 23:38

Bleistift, ähm, wie soll ich sagen. Soll kein Vorwurf sein, aber dir fehlen einfach gewisse Kenntnisse. “van Höllsing” meint “van Helsing” -Du selbst hast dich ertappen lassen, der story von “Vlad the impaler” nachzugehen. Im November oder Dezember warst Du voll von Dracula Vlad (Putin erschüttert) – hast aber die Zeichen nicht erkannt, die Dir als aufrichtiger Frankencowboy mitgeteilt wurden. Allso noch mal von vorne. Es gibt ein “verbotenes Buch” – darin ist garantiert etwa 50% falsch und folglich etwa 50% richtig. Es geht um Geheimgesellschaften und ziemlich esoterische Dinge einschliesslich Satanismus. Eine im ÖR erschienene Dokumentation dazu wirst Du erglauben können, weil sie vom ÖR ausgestrahlt wurde. Ich werde sie später einstellen. Im Moment geht es darum, die Basisinformationen wahrzunehmen. Wie gesagt: 50% falsch – finde selbst heraus, die 50% richtig zu identifizieren. Das hängt nur noch von Dir selbst ab – manche von uns wollen es wissen und manche eben nicht. Jeder von uns hat das Recht, seine Neugier zu bekämpfen und auf unseren Hirten, unsere Politiker, unser System usw. zu vertrauen. Steigt man ein in diesen Tunnel, wird man zwar Held (der Wahrheit), aber man wird nicht glücklich davon! 100% guaranteed! Man endet in völliger Frustration. Man hat es zwar erkannt, aber man kann es nicht vermitteln! Es ist wie in diesem Hollywood-Schinken (“Interstellar”, von Goodnight vielfach zitiert aber zu 0% verstanden), in dem der Held im Tesserakt gefangen seiner Tochter Zeichen zu vermitteln versucht, diese aber den Raum verlässt, womit der Übermittlungsversuch wirkungslos verbleibt.

Es gibt inzwischen soviele Widersprüche im historischen Narrativ, dass es ein Leichtes für einen Wahrheitssoldaten wäre, diese zu vermitteln, wenn die Empfänger dieser Information einen offenen und zugleich kritischen Geist hätten. Vielleicht habe ich aufgegeben.

bleistift Februar 7, 2015 um 02:28

@ Natalius

“Bleistift, ähm, wie soll ich sagen. Soll kein Vorwurf sein, aber dir fehlen einfach gewisse Kenntnisse.”

Heißt soviel wie: “Bleistift, du Depp!”.
Kein Problem.

““van Höllsing” meint “van Helsing””

Stell’ dir vor… das war mir bekannt.

“Du selbst hast dich ertappen lassen, der story von “Vlad the impaler” nachzugehen. Im November oder Dezember warst Du voll von Dracula Vlad (Putin erschüttert) – hast aber die Zeichen nicht erkannt, die Dir als aufrichtiger Frankencowboy mitgeteilt wurden.”

Vielleicht ist das wirklich ein Problem für einen (guten!) Psychologen. Es gibt (vor allem) Frauen die beklagen irgendwelche Männer würden ihnen hinterherlaufen. Die Männer sagen dann: “Sie hat mir Zeichen gegeben!”.
Ich kann dir jedenfalls versprechen, dass mein “Vlad, der Pfähler” nix Geheimes an sich hatte. Das war kein Hilfeschrei. Auch kein geheimer Versuch irgendwas heraus zu finden. Mehr so ein leicht dämlicher Verarschungsversuch.

” Steigt man ein in diesen Tunnel, wird man zwar Held (der Wahrheit), aber man wird nicht glücklich davon! 100% guaranteed! Man endet in völliger Frustration. Man hat es zwar erkannt, aber man kann es nicht vermitteln! Es ist wie in diesem Hollywood-Schinken (“Interstellar”, von Goodnight vielfach zitiert aber zu 0% verstanden), in dem der Held im Tesserakt gefangen seiner Tochter Zeichen zu vermitteln versucht, diese aber den Raum verlässt, womit der Übermittlungsversuch wirkungslos verbleibt.”

Hm. Wir sind hier nicht in Matrix oder so. Hier gibt es keine rote oder blaue Pille. Allerdings solltes du vielleicht wirklich mal Pillen probieren… Man weiß es nicht.
Keine Ahnung von welchem Buch du da redest.
Geheimbotschaft an dich: welchem Kaninchen soll ich folgen? Dem roten, dem grünen oder dem gelben Kaninchen? Achtung: Fangfrage!

“Es gibt inzwischen soviele Widersprüche im historischen Narrativ, dass es ein Leichtes für einen Wahrheitssoldaten wäre, diese zu vermitteln, wenn die Empfänger dieser Information einen offenen und zugleich kritischen Geist hätten. Vielleicht habe ich aufgegeben.”

Machen wir uns nichts vor! Wir können hier nicht offen reden!
Wir verstehen uns! :*

Natalius Februar 7, 2015 um 11:41

@Bleistift

“Keine Ahnung von welchem Buch du da redest.”

Zitat Wiki:
“Juristische Auseinandersetzungen[Bearbeiten]
1996 wurden beide Bücher Geheimgesellschaften nach einem Beschlagnahmebeschluss des Amtsgerichts Mannheim wegen Volksverhetzung vom Markt genommen.[11]
In der Anklageschrift des darauf folgenden Strafverfahrens gegen Holey und seinen Mitverleger heißt es unter anderem:
„In dieser durchgängig antisemitischen Schrift wird, in der Absicht, emotional feindselige Haltungen unter anderem gegenüber den in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Juden zu erwecken und zu schüren, in bewusster Verdrehung historischer Tatsachen, unter anderem zur Begründung der Thesen, die Juden würden die Weltherrschaft und die Zerstörung Deutschlands anstreben, gestützt auf sachliche Unwahrheiten, unter Verwendung entstellter, erfundener oder nicht nachvollziehbarer Zitate […]“
– Staatsanwaltschaft Mannheim[12]
Wegen mangelnder örtlicher Zuständigkeit wurde das Strafverfahren wegen Volksverhetzung gegen ihn am 11. Februar 1998 eingestellt, Rechtsmittel blieben ohne Erfolg, das Oberlandesgericht Karlsruhe verwarf die Beschwerde der Staatsanwälte.[11]
In der Schweiz wurden Holeys Bücher wegen des Verstoßes gegen das neue Anti-Rassismus-Gesetz von 1995 verboten.[13]
Infolgedessen war der Autor bemüht, in der Einleitung und im ersten Teil seiner Schrift das Verbot seiner Bücher durch eigene Interpretation als verfassungsrechtlich bedenklich hinzustellen.[14] Auf Seite 14 des ersten Teils schrieb er dazu seine persönliche Rechtsauslegung:
„[Das Buch…] richtet sich vielmehr ausschließlich gegen die Hintergrundmächte, Weltverschwörer, Freimaurer, Rotarier, […] diese Gruppen sind aber kein Teil der deutschen Bevölkerung i. S. § 130 StGB und damit nicht Tatobjekt dieser Vorschrift […]“
2001 hob das Landgericht Mannheim den Beschlagnahmebeschluss wieder auf.[15] Die Indizierung in beiden Ländern wurde nicht aufgehoben.” (–>Geheim1.pdf)

Ich rede also von einem “Neoklassiker”, der die Richtigkeit des Voltaire’schen Satzes (“Wenn Du wissen willst, wer Dich beherrscht, so finde heraus, wen Du nicht kritisieren darfst!”) unterstreicht.

Wie Frank L. gegenüber @Holger zum Ausdruck gebracht hat, ist die Aufzählung wirrer Fakten nicht zielführend. Man darf sich dieser Schundliteratur aber nähern, wenn man sie als missratenes “dadaistisches” Werk eines Geisteskranken betrachtet. Vor 70-80 Jahren sprach man von “entarteter Kunst”. Nach heutigem Verständnis bezieht sich Entartung physikalisch (materialistisch) auf die Energiegleichheit von Quantenzuständen. Man sollte solche Werke also als Quanten-Superposition lesen, was viele überfordern dürfte. Hier der Beginn, der gleich anzeigt, dass der Autor “verrückt” (und zugleich unverschämt) ist, weil es Ausserirdische ja nicht gibt (und daher nicht mal in fiktiven Beispielen auftauchen sollten):

“Stellen Sie sich einmal vor, Sie sind ein Außerirdischer, haben mit ihrem Raumschiff gerade unzählige Lichtjahre hinter sieh gelassen und steuern auf den Planeten Erde zu. Ihre Mission ist es, diesen Planeten zu erkunden, mit den Bewohnern Kontakt aufzunehmen, um Wissen und Informationen jeglicher Art auszutauschen. Falls dies alles positiv verlaufen würde und Sie sich von der Aufrichtigkeit und Friedfertigkeit der Bewohner überzeugt hätten, könnte die Erde in den Verband der intergalaktischen Föderation aufgenommen werden. Infolge dessen wäre es dann möglich, daß Kontakte mit den Bewohnern anderer Planeten auf offener Basis stattfinden, was eine sprunghafte Entwicklung im Bewußtsein der Erdenbürger, aber auch in den Bereichen der Technologie und des Gesundheitswesen, zur Folge haben könnte.
Nachdem Sie jetzt in die Erdumlaufbahn eingedrungen sind, schalten Sie Ihren Monitor ein, um etwaige Sendewellen aufzufangen. Sie erwischen auch prompt einen Nachrichtensender, der Ihnen über die Vorgänge auf der Erde berichtet. Dabei werden Sie erkennen, daß Sie es hier mit einem kriegerischen Planeten zu tun haben, dessen Bewohner sich seit Jahrtausenden, nicht wie man zuerst annehmen sollte, gegen einen feindlichen Planeten verteidigen, sondern sich gegenseitig umbringen.
Sie stellen fest, daß auf den ersten Blick kein Konzept hinter den Kriegen ersichtlich ist, da die einen wegen ihres Glaubens kämpfen, die anderen wegen ihrer Hautfarbe. Es gibt welche, die mit der Größe ihres Landes nicht zufrieden sind, andere kämpfen ums Überleben, da sie nichts zu essen haben. Manche haben nur das Geld im Sinn, aber insgesamt geht es jedem zuerst einmal um sich selbst. Sie merken, daß dieser Planet noch gar nicht reif für die Informationen und die Technologie ist, die Sie anzubieten haben. Egal in welchem Land Sie niedergehen würden, man würde Ihre Geschenke ganz bestimmt nicht zum Wohle der gesamten Erdenbewohner benutzen, sondern wieder nur für die
eigensüchtigen Interessen der entsprechenden Führer des Landes.
Womöglich werden Sie an ihren Heimatplaneten zurückdenken und an die Zeit, als Ihr Planet auch noch Kriege hatte. Da das jedoch seit ein paar tausend Jahren überstanden ist und Sie dieses Szenario
nicht noch einmal miterleben möchten und dazu noch feststellen müssen, daß ein paar »Missiles« in Richtung Ihres Raumschiffes abgefeuert wurden, kommen Sie sehr schnell zu der Entscheidung, doch lieber einen anderen Planeten zu besuchen.”

Bart Marley Februar 7, 2015 um 13:24

Test

Bart Marley Februar 7, 2015 um 13:34

Man fragt sich ja, wieso Spanien derzeit einerseites angeblich ein tolles Wachstum haben soll, andererseits die Podemos-Bewegung immer stärker wird. Die Lösung: Das “Wachstum” ist die Folge geänderter Rechenregeln:

http://www.heise.de/tp/news/Wachstum-durch-Drogenhandel-Prostitution-und-Tabakschmuggel-2221439.html

Also, liebe Griechen: Ihr müsst mehr kiffen!

Den Groove dazu gibt’s kostenlos
http://www.youtube.com/watch?v=G3jtfsJdy8s

peewit Februar 7, 2015 um 14:04

@Natalius

Nach heutigem Verständnis bezieht sich Entartung physikalisch (materialistisch) auf die Energiegleichheit von Quantenzuständen. Man sollte solche Werke also als Quanten-Superposition lesen, was viele überfordern dürfte.

Der mikrophysikalische Antisemit
Ein Judenfeind? Wer? Ich? – Was wisst ihr schon
Von meiner Quantensuperposition.

Natalius Februar 7, 2015 um 14:20

@Bleistift,

Wie durch Folter, Terror, Ekel und Todesangst Kinder in multiple Persönlichkeiten transformiert werden und welcher Kontext mit Satanismus und pädophilen Geheimgesellschaften besteht, ist in folgender Dokumentation des HR zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=gGuHwkWJEfs

Extremtraumatisierungen, bei denen Menschen sterben wollen, aber nicht können, finden auch in Foltergefängnissen wie Guantanamo statt. Ich persönlich glaube daher, dass solche Gefängnisse nicht dazu dienen, Geständnisse zu erpressen (die ja ohnehin keinen Wert besitzten) sondern um die Psyche der Insassen durch Persönlichkeitsspaltungen so in Fragmente zu spalten, dass diese später auf Abruf (per posthypnotischem Befehl) militärisch instrumentalisiert werden können. Foltergefängnisse sind dann Fabriken zur Erzeugung von Terroristen, die dann von Söldnerfirmen wie Academi später “ausgebildet” und schliesslich an Kunden wie ISIL “vermittelt” werden…

Natalius Februar 7, 2015 um 15:02

@peewit Februar 7, 2015 um 14:04

Schönes Gedicht.

Ich sehe es so wie die jüdischen “Judenfeinde” Gilad Atzmon, Israel Shahak, Noam Finkelstein, oder Evelyn Hecht-Galinski u.v.a., die die Wurzeln vieler Probleme auf diesem Planeten in einem religiösen Engramm in sich selbst entdeckt haben und die Emanzipation von diesem Engramm als Befreiung erleben.

Ich sehe es nicht so wie Victoria Nuland, John Kerry, Arsenij Yazeniuk, Victor Poroshenko und viele andere jüdischen Politiker, die aus diesem Engramm einen Herrschaftsanspruch ableiten, der für Goyim (Nicht-Juden) weder nachvollziehbar noch akzeptabel ist. Ebenso wenig nachvollziehbar und ebenso wenig akzeptabel wie die Rassenideologie der Nazis.

Lina Februar 7, 2015 um 16:52

Frank

Neoliberale, anti-intellektuelle Buchhalter-Gartenzwerge eignen sich weder für den Job “Staatsmann” noch “Politiker” und erst Recht nicht für den Job des “Hegemons”.
Sie können nur gehorsamst ihren Oligarchen folgen.

Beispiel
Einer größten Oligarchen Europas – Bertelsmann – schreibt:

http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Randale-eines-Alkoholkranken-article14463211.html

Der Rest der deutschen Journalisten-Zunft folgt. Wenn auch in milderen Tönen, aber er folgt. Untertänigst.

Lina Februar 7, 2015 um 16:54
Lina Februar 7, 2015 um 16:58

Und NOCHMAL

Wenn Ihr wissen wollt, für welche Regierung die deutsche Oligarchen-Presse kämpft, dann seht Euch das an. Schaut genau hin!

https://www.youtube.com/watch?v=-AgwDfzZp6E

Lina Februar 7, 2015 um 17:04

“anti-intellektuelle”

LOL!

#wütendesTippen

Keynesianer Februar 7, 2015 um 17:10

@Lina

Der Guardian verfolgt ebenso die Agenda, die bösen Deutschen für das Elend in Griechenland verantwortlich zu machen.

Squeezing Syriza and humiliating Greece further, as appears to be the strategy in Germany and other powers in the EU, could be the straw that breaks the eurozone’s back. Cutting Greece any slack is opposed by a majority of Germans …
http://www.theguardian.com/commentisfree/2015/feb/06/stop-squeezing-syriza-europe-greece-eurozone-crisis

Es sind selbstverständlich keine deutschen Interessen, die damit verfolgt werden, sondern die von Wallstreet und der CoL. Merkel handelt in deren Auftrag und wäre anders nicht Kanzlerin geworden.

Wir sollten uns sehr vorsehen, diese antideutsche Hetze in den Medien zu fördern, denn sie schadet auch den Griechen. Die werden nämlich umso mehr leiden, je mehr die Welt glaubt, dass die Deutschen dafür verantwortlich seien.

Lina Februar 7, 2015 um 17:50

keynisaner

“Es sind selbstverständlich keine deutschen Interessen, die damit verfolgt werden, sondern die von Wallstreet und der CoL. Merkel handelt in deren Auftrag und wäre anders nicht Kanzlerin geworden.”

Na, mal jut dass deutsche Oligarchen keine müden Cent besitzen.
#ArmeSockenalles

https://www.bcgperspectives.com/content/articles/financial_institutions_business_unit_strategy_global_wealth_2014_riding_wave_growth/?chapter=2#chapter2_section3

Comments on this entry are closed.

{ 4 trackbacks }

Previous post:

Next post: