Wie man den Krieg verhindert

by f.luebberding on 6. Februar 2015

Manchmal gibt es erhellende Momente. Während die Bundeskanzlerin mit dem französischen Staatspräsidenten nach Moskau fährt, hat der ehemalige schwedische Ministerpräsident Carl Bildt der FAZ anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz ein Interview gegeben. Er bringt dort zum Ausdruck, was in der Ukraine-Krise das Problem ist.

Ist ein Krieg zwischen dem Westen und Russland noch undenkbar?

Leider nicht. Wir sollten ihn mit allen Mitteln vermeiden. Aber die Lage ist sehr gefährlich. Der Konflikt hat eine sehr grundsätzliche Natur: Es geht nicht nur um die Zukunft der Ukraine, es geht um die Zukunft Russlands und die Zukunft Europas. Wenn wir es schaffen, die russische Aggression zu stoppen, eine souveräne und demokratische Ukraine zu erhalten, wird dies auch Russland mit der Zeit verändern. Wenn es dem Kreml aber gelingt, die Ukraine zu destabilisieren und es in eine Zone der Konfrontation zu verwandeln, wird das Militarismus und Revisionismus in der russischen Politik stärken. Und dann wird die Aggression auch nicht in der Ukraine enden. Deswegen entscheidet sich dort die Stabilität von Europa.”

Der Konflikt habe eine sehr grundsätzliche Natur, so Bildt. Aus dieser Perspektive kann es keine diplomatische Lösung des Konflikts geben. Es bedeutet zwangsläufig in den Kategorien von Sieg und Niederlage zu denken. Zugleich argumentiert Bildt auf der Grundlage eigener Schwäche. Wo Russlands Aggression endet, ist bekanntlich keine autonome Entscheidung des Kreml. Diplomatie wird so zum Nullsummenspiel. Russland wird nämlich seine eigene Erzählung über Grundsätze anzubieten haben. An diese wird er wohl auch in gleicher Weise festhalten, wie der Westen an sein eigenes Narrativ.

Warum das so ist, kann man man in meiner Frühkritik von heute Nacht nachlesen: Wie man den Krieg verhindert? Mit dem Ansatz von Bildt nicht. Er macht die Konfrontation unausweichlich.

{ 386 comments }

Linus Februar 6, 2015 um 13:10

“Das Opfer ist aber die Ukraine, die unter diesen Verhältnissen nicht erreichen wird, worauf sie laut Stoltenberg einen Anspruch hat: Nämlich selbst zu entscheiden, was sie will. Ein durch den Krieg zerrüttetes Land mit einer ruinierten Wirtschaft wird das nicht sein.”

Niemand zwingt Kiew dazu, den Osten des Landes mit Krieg zu überziehen. Es liegt allein an Kiew, zu entscheiden, ob es weiterhin Krieg oder einen pragmatischen Frieden will.
Das Problem dabei: die einzelnen Akteure machen jeweils ihre eigene, persönliche Rechnung auf und nicht eine Rechnung im Sinne der Ukraine. Kiew vertritt de facto nicht die Interessen der gesamten Ukraine, sondern Partikularinteressen. Das schwant inzwischen auch den West-Ukrainern.
Begründet wird die Durchsetzung dieser Partikularinteressen mit der angeblichen demokratischen Legitimation der Regierung. Als ob Wahlen dazu legitimieren könnten, jemand anderem Bomben auf den Kopf zu werfen.

ruby Februar 6, 2015 um 13:17

Gartenzwerge für Europa marschieren lassen, Armeen von Gartenzwergen…

Keynesianer Februar 6, 2015 um 13:19

Ein neoliberales Oligarchenregime ist niemals in der Lage, einen Krieg erfolgreich zu führen. Wer sollte denn für die Neoliberalen seinen Kopf hinhalten wollen? Die einzige Möglichkeit wäre noch ein Krieg mit Söldnern, aber da riskieren die Oligarchen, dass sie eher früher als später von Warlords um ihre Macht gebracht werden.

In der Ukraine ist das sehr schön zu sehen. Es gewinnt, wer die Menschen hinter sich hat, also nicht der Oligarch in Kiew.

Das gilt heute natürlich nicht nur für Kiew, sondern ebenso für Berlin und Paris und London und Washington. Der Neoliberalismus konnte die Macht übernehmen, als der Kommunismus sich für gescheitert erklärt hat, und er hat die Macht gleicht so übernommen, dass die Menschen im Westen ganz sicher nicht mehr für ihre Regierungen in einen Krieg ziehen werden.

Unsere Olivgrünen können ja mal versuchen, ob sie aus ihren Parteisoldaten noch eine kampfstarke Brigade zusammen bekommen. Unter der Führung von Merkel dürfen sie dann gegen Russland marschieren, wir besorgen uns Bier und Popcorn und schauen am TV zu. :)

ruby Februar 6, 2015 um 13:26

Wer denkt den mörderischen Militaristen mit Worten zu stoppen?
Die Wahrheit ist sehr häßlich.

Gregor Keuschnig Februar 6, 2015 um 13:29

@Linus
Naja, jeder Staat verteidigt seine territoriale Integrität. Wobei man diskutieren kann, was das Gebilde “Ukraine” ausmacht. Im Fall von jugoslawien war der Westen 1991 sehr schnell bei der Hand, die Sezessionsbestrebungen von Slowenien, Kroatien und Mazedonien zu Lasten Jugoslawiens anzuerkennen. Im Fall der Ukraine überraschte Putin mit dem Husarenstück der Annexion der Krim und begnügte sich nicht damit. Ob aktiv oder passiv: Russland hat ein Interesse am Osten der Ukraine und zwar weniger aus ökonomischen, sondern aus politischen Gründen.

Die Zerreissprobe mit der Ukraine hatte Brzezinski schon 1997 vorausgesagt: “Der springende Punkt ist, und das darf man nicht vergessen: Ohne die Ukraine kann Rußland nicht zu Europa gehören, wohingegen die Ukraine ohne Rußland durchaus Teil von Europa sein kann. Sollte Rußland beschließen, sich mit Europa zusammenzutun, liegt es letztendlich in seinem ureigenen Interesse, daß die Ukraine in ein größer werdendes europäisches Haus aufgenommen wird. Tatsächlich könnte die Beziehung der Ukraine zu Europa der Wendepunkt für Rußland selbst sein.” (aus: Z. B., “Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft”)

Russland die Frage inzwischen beantwortet. Die Gründe hierfür wurden in diesem Blog vielfach diskutiert. Der Dialog mit der NATO blieb auf Förmlichkeiten beschränkt; eine Strategie für den Umgang mit Russland hat die NATO nie gefunden. Dabei geht es darum, Russland einzubinden ohne dass es eine Art Veto-Recht bekommt. Eine solche Herausforderung nannte man früher Politik, noch früher Diplomatie. Inzwischen ist da der Zug längst abgefahren.

Linus Februar 6, 2015 um 14:14

@Gregor Keuschnig:
“Naja, jeder Staat verteidigt seine territoriale Integrität.”
Territoriale Integrität ist nach aussen definiert, aber nicht nach innen. Nach innen ist ein Staat “seine Bürger”, nicht mehr und nicht weniger. Wenn dieser nun denen Bomben auf den Kopf wirft, dann ist er nicht mehr deren Staat, er ist überhaupt nicht mehr, er hat sich in Luft aufgelöst. Die Bürger haben alles Recht der Welt, sich dagegen zur Notwehr zu setzen. Da braucht es keine demokratische Legitimation, jeder einzelne hat das Recht dazu, da er unmittelbar betroffen ist.
Kiew handelt dagegen nicht aus Notwehr, sondern aus Partikularinteressen diverser Akteure.

Man kann es auch viel einfacher sehen: Gewalt sticht Recht. Aber dann muss man auch verlieren können.

Was die externen Stakeholder anbetrifft:
“Tatsächlich könnte die Beziehung der Ukraine zu Europa der Wendepunkt für Rußland selbst sein.” unter der Ägide der einzigen “Weltmacht – Amerika”.
Russland erkennt diesen Anspruch Amerikas nicht an. Und nun?

Keynesianer Februar 6, 2015 um 14:33

Der Carl Bildt könnte auf der Sicherheitskonferenz als Komiker auftreten:

… als die Ukraine mit Verteidigungswaffen zu unterstützen. Das ist sicherlich gefährlich.

Sicher, die Waffen werden schnell dem Gegner in die Hände fallen oder gar von den zwangsrekrutierten Ukrainern selbst gegen das Regime in Kiew eingesetzt werden.

In seinen Reden und in den Staatsmedien ist ein Russland auferstanden, das revisionistisch ist, das sich reaktionär verhält. Das sich gegen Modernität wendet.

Hallo Goodnight, bist Du es?

Deswegen ist das beste, was wir tun können, der Ukraine zu helfen. Wir müssen sie vor allem weit mehr ökonomisch und finanziell unterstützen.

Aber wir müssen doch sparen, sagt Schäuble, die schwarze Null! Außerdem haben die Oligarchen in Kiew genug Geld, wir geben nix.

Was wir bisher in die Ukraine investiert haben, ist ein Bruchteil dessen, was die Euro-Länder bereit sind für die Griechen zu riskieren.

Da werden die Griechen dem Putin aus Dankbarkeit gleich einen Flottenstützpunkt anbieten.

Es geht nicht nur um die Zukunft der Ukraine, es geht um die Zukunft Russlands und die Zukunft Europas.

Genau, um die Zukunft der Neoliberalen in Europa ist es schlecht bestellt. Je mehr Erfolg Putin hat, desto schlechter.

Und es wird ja auf allen Wegen versucht, besonders durch Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Sie versuchen unermüdlich Putin zur Vernunft zu bringen, allerdings nicht gerade mit durchschlagendem Erfolg.

Das kann ich mir vorstellen.

Wir müssen den Dialog mit Iran pflegen, auch wegen der Situation im Irak.

Nanu, wollte man den Iran nicht gerade noch bombardieren?

Wir brauchen eine Informations-Offensive im Netz, wir müssen unsere Werte im Netz besser verteidigen …

Die Werte kennen wir doch: Lohnsenkung und Sozialabbau zur Finanzierung von Subventionen und Steuergeschenken für die reichen Oligarchen – äh “Investoren”, also unser Hartzer Roller weiß schon, für wen alles Geld ist.

Information warfare, die Informationskriegsführung, ist viel wichtiger geworden.

Noch mehr Lügenpresse? Klappt nicht, keine Chance.

Schauen Sie sich das Programm von Russia Today an.

Da hat er auch mal Recht.

Die Sony-Attacke, die von Nordkorea ausging, zeigt eine solch gefährliche neue Dimension.

Genau, die Hochtechnologie-Nation Nordkorea hat es Sony mal richtig gezeigt, wer die besseren Programmierer hat, Kim Sonstwer von Nordkorea nämlich – oder war es doch nur Filmwerbung? :)

So, nach diesen einleitenden Worten dürfen unsere OlivGRÜNEN das Freikorps “Ökofeministinnen” unter Führung von Claudia Roth und für die übrigen Geschlechter der Ökos eine schnelle Fahrradbrigade (mob.) unter dem Kommando von Cem Özdemir aufstellen, die von der Leyen sucht noch nach funktionsfähigen Waffen beim Bund, die CSU sichert mit dem Kommando Seehofer unter dem Motto “Maut für russische Panzer” unsere Autobahnen, die Merkel bildet das Freikorps “Sparschräuble” aus den schwäbischen Hausfrauen von der CDU und wir, wie schon geschrieben, holen uns Bier und Popcorn und harren der Dinge. ;)

Dipfele Februar 6, 2015 um 14:36

Was in Vergessenheit geraten ist und von Walther Stützle aufgehoben wurde – ist aber wohl nur noch für Historiker interessant:

Aus dem Beschluss des NATO-Gipfels von Bukarest, 3. April 2008Ziffer 23: D

ie NATO begrüßt die euro-atlantischen Bestrebungen der Ukraine und Georgiens, die dem Bündnis beitreten wollen. Wir kamen heute überein, dass diese Länder NATO-Mitglieder werden. Beide Staaten haben wertvolle Beiträge zu Bündnisoperationen geleistet. Wir begrüßen die demokratischen Reformen in der Ukraine und in Georgien und hoffen auf freie und faire Parlamentswahlen in Georgien im Mai. MAP Status ist für die Ukraine und Georgien der nächste Schritt auf ihrem direkten Weg zur Mitgliedschaft. Heute machen wir deutlich, dass wir die MAP-Anträge dieser Länder unterstützen. Daher werden wir jetzt mit beiden in eine Phase intensiven Engagements auf hoher politischer Ebene eintreten, um die noch offenen Fragen im Zusammenhang mit ihren MAP-Anträgen zu lösen. Wir haben die Außenminister gebeten, auf ihrer Tagung im Dezember 2008 eine erste Bewertung der Fortschritte vorzunehmen. Die Außenminister sind befugt, über die MAP-Anträge der Ukraine und Georgiens zu entscheiden.

http://www.nato.diplo.de/Vertretung/nato/de/06/Gipfelerklaerungen/GipfelerklBukarest__Seite.html

Darauf verwies Walther Stützle in der DLF-Sendung Kontrovers vom 29.12.2014 und sagte zu dessen Bedeutu:

Bis zu diesem Zeitpunkt War es die Kunst der Allianz, eigene Sicherheitsinteressen mit denen Russlands in Übereinstimmung zu bringen Und darüber zu reden durch die Russlandakte 1997 und die Einrichtung des NATO-Russland-Rats 2002. Dadurch sei der Beitritt von Polen, Ungarn usw. unfallfrei vonstatten gegangen. Im Fall der Ukraine sei die Sache dann 2008 entgleist, weil man nicht mehr mit Russland gesprochen habe. Dem vielberufenen Recht der Ukraine, um Mitgliedschaft nachzusuchen, stehe das Recht und die Pflicht gegenüber, das Ansinnen sehr sorgfältig zu prüfen und dabei die eigenen Sicherheitsinteressen in die Waagschale zu werfen um zu prüfen, ob das für die Sicherheitsordnung Europas ein sinnvoller Schritt sein kann. das sei aber nicht geschehen. Henry Kissinger spreche zu Recht von einer institutionellen Feindseligkeit zum Schaden der euro-atlantischen Sicherheitsstruktur.

Im Dezember 2008 wurde die Unsetzung des Beschlusses zwar auf Eis gelegt – was Deutschland und Frankreich auch immer wieder zugeschrieben wird -, der eigentliche Beschluss, dem auch Deutschland zugestimmt hat, aber geflissentlich verschwiegen. Wann immer es heißt, ein NATO-Beitritt stehe nicht auf der Agenda, wird Russland sich an Bukarest erinnern.

Walther Stützle war bis 2002 Staatssekretär des Verteidigungsministeriums. Heute ist er freier Publizist in Berlin, Honorarprofessor an der Universität Potsdam und Senior Distinguished Fellow der Stiftung Wissenschaft und Politik.

BB Februar 6, 2015 um 15:04

Streicht dem Ischinger die Subventionen für seine gemeingefährliche Münchener Sicherheitskonferenz, aber pronto:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/muenchner-sicherheitskonferenz-die-doppelte-null-loesung-fuer-die-ukraine-13412010.html

“…. Um den Konflikt in der Ukraine diplomatisch zu beenden, muss der Westen über militärische Hilfe für Kiew laut nachdenken und debattieren. Auch im Kalten Krieg vor 30 Jahren hat die Nachrüstungsdebatte gegenüber Moskau eine verblüffende Wirkung gezeigt. Ein Gastbeitrag
06.02.2015, von Wolfgang Ischinger und Tobias Bunde ….”

Wer so einen Stuss schreibt, hat ganz eindeutig einen an der Waffel.

Das ist die Logik der tapperten Eskalationsspirale, die irgendwann nicht mehr gestoppt werden kann.

Ist doch so.

Sehen wir es einmal ganz nüchtern und sachlich und (!) militärisch (das haben diese Deppen von der Konferenz offensichtlich einfach nicht drauf).

Putin kann jetzt die Bedingungen stellen, weil er gewonnen (!) hat.

Die ukrainische Armee ist desolat und geschlagen und die einzige Hoffnung von der USA-Marionette Jazunjek ist, dass die USA noch Waffen liefern.

Schoko-Poposchenko ist mittlerweile komplett ausgefallen, weil, der hat ganz eindeutig ein Alkohol-Problem, das akut ist (sieht man ihm an).

Es heißt, es sollen Drohnen *kecker, lach* und ein paar Panzerabwehr-Raketen geliefert werden.

Es dürfte doch klar sein, dass die Jüngelchen, die jetzt noch rekrutiert werden, schon derartig schlottern, dass sie beim Anblick von bisschen Technik z.B. für den Abzug nur noch Panik kriegen.

Diese Art von Bewaffnung wird der ukrainischen Armee gegen die professionellen und gehärteten Ost-Ukrainer gar nichts helfen.

Wer sich in dieser Situation nicht geschlagen gibt, fährt einen Kamikaze-Kurs, denn dann müsste die nächste Eskalationsstufe lauten, Nato-Soldaten in die Ukraine.

Und das ist Groß-verbrecherisch und völkerrechtswidrig, denn es gibt keinerlei Rechtsgrundlage dafür.

Außerdem besteht die Kiew’er Regierung aus Oligarschen und Ultra-Nationalisten, der Jaz, diese erbärmliche USA-Marionette, ist selbst einer davon und es würde gegen jede sogenannten westlichen Grundwerte verstoßen – egal, was Nato, Rüstungslobby und terroristische Vorfeldorganisationen der USA bis reaktionärer Flügel von der CDU da heucheln – diese Verbrechertypen zu unterstützen.

Die haben offensichtlich auch keine Unterstützung durch das Volk – von wegen, demokratische Wahlen. Da sieht man, was Wahlen im Krieg organisiert Oligarchen im Verbunde mit CIA und Soros wert sind, nämlich nichts!

Mit anderen Worten. Es gilt die Niederlage einzugestehen. Teilt die Ukraine, denn es sind offensichtlich immer zwei Staaten gewesen, die sich nicht vertragen. Man muss natürliche Grenzen akzeptieren, verlogenes Völkerrecht hin oder her.

Wer da jetzt noch auch nur ein bisschen Öl in’s Feuer gießt und diesen Konflikt weiter treiben möchte, der ist ganz klar Kriegshetzer und Verbrecher.

Das gilt auch für jeden deutschen Journalisten, der der Meinung ist, Waffenlieferungen seinen jetzt sinnvoll. Da gibt es ja tatsächlich noch ein paar Idioten unter deutschen Pudelmedien, die so ticken.

Kecker Februar 6, 2015 um 15:26

@BB “Teilt die Ukraine, denn es sind offensichtlich immer zwei Staaten gewesen…”

Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit. (Goethe)

BB Februar 6, 2015 um 15:45

Hahaha, Jaz hat eine Wunschliste für Waffenlieferungen vorgelegt:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-angela-merkels-last-minute-diplomatie-und-ihre-folgen-a-1017114.html

Und unsere Pudelmedien nehmen das ernst.

Was will er dann damit machen, ohne mutige Soldaten? Muss er am Ende die Granaten selber schmeißen.

Keynesianer Februar 6, 2015 um 16:08

Putin freut sich bestimmt, wenn in der Ukraine bald moderne Waffen aus den USA erbeutet werden können. :)

Nach neuesten Erkenntnissen der USA soll Putin das Asperger Syndrom zeigen.

http://www.theguardian.com/world/2015/feb/05/vladimir-putin-aspergers-syndrome-pentagon-studies

Das heißt, er kann logisch denken und unser Merkel geht im auf den Sack. :)

ruby Februar 6, 2015 um 16:47
ruby Februar 6, 2015 um 16:53

Sicherheitskonferenz?
Mörderstrategienbude?
https://www.youtube.com/watch?v=YUy08TBJgR0
wie es dir gefällt

ruby Februar 6, 2015 um 17:07

ja wäre 1978
https://www.youtube.com/watch?v=WNvPGp_W9Y8
und zeit die ganzen menschenverachtenden mörder zu verhindern, jetzt spielen diese verbrecher ihre widerwärtigen spiele weiter
nehmen wir ihnen den einfluss
so cool and easy

ruby Februar 6, 2015 um 17:21

so
https://www.youtube.com/watch?v=lWYn6JUiD1Y
übrigens Podemus Portugal ist in Gründung mit Ambition zum Wahlsieg …

ruby Februar 6, 2015 um 17:40
abatos Februar 6, 2015 um 17:41

“Wenn es dem Kreml aber gelingt, die Ukraine zu destabilisieren und in eine Zone der Konfrontation zu verwandeln ….”, so der alte Schwede.
Man reibt sich die Augen. Ist die Ukraine also noch nicht destabilisiert? Ist sie zur Zeit eine Zone ohne Konfrontation?
Die von keinem geleugnete Tatsache ist doch, dass wir nirgendwo in der Welt eine so instabile und konfrontationsgeladene Lage haben als augenblicklich in eben dieser Ukraine.
Geleugnet wird lediglich, dass die United States Of Aggression diese Lage verursacht haben

Soldat Schwejk Februar 6, 2015 um 17:56

Die Aussichten auf einen baldigen Frieden in der Ostukraine scheinen mir leider gering. Auf beiden Seiten gibt es Anreize weiterzumachen. Das Regime in Kiew hat massenhaft Leute in irregulären Einheiten unter Waffen gesetzt, die sich bei Frieden im Osten gegen Kiew selbst wenden können. Neurußland in seinen derzeitigen Grenzen dagegen ist ein kaum lebensfähiges Gebiet, ohne Zugang zu einem Seehafen und mit der Frontlinie direkt vor der Millionenstadt Donezk. In Neurußland sind die Anhänger einer Eigenstaatlichkeit des Donbass die Gemäßigten, aber in den derzeitigen Grenzen haben sie es schwer mit der ‘zivilen’ Eigenstaatlichkeit.

Moskau hat nun offenbar versucht, die ‘Machnowtschina’ im Donbass, also das Durcheinander mit den Kosakeneinheiten und freien Feldkommandeuren dort zurückzudrängen und die Entstehung einer staatlichen Ordnung zu fördern. Angefangen schon im letzten Sommer mit der faktischen Ausschaltung Strelkows. Aber es scheint noch nicht gesichert, daß dieser faktischen ‘Staatwerdung’ des Donbass ein Erfolg beschieden ist.

Umgekehrt gibt es die ‘Machnowtschina’ auch in der Restukraine. Unlängst hat der Führer des “Rechten Sektors” Dmitrii Jarosch angekündigt, zusammen mit einigen Freiwilligenbataillonen einen eigenen Generalstab zu gründen, zu dem auch Offiziere des regulären Generalstabs übertreten könnten. Jarosch ist einer der Kettenhunde Kolomoiskis, und die Ankündigung ist ein unmißverständliches Signal aus Dnepropetrowsk nach Kiew: Mir, dem Benja, ist es vollkommen wurscht was ihr da in Kiew verhandelt, ich will meinen eigenen Staat und meine eigene Armee… und zur Not führe ich auch Krieg auf eigene Rechnung…

Wenn ‘der Westen’ wirklich auf ‘seine’ Primärpartei im Sinne eines Friedens einwirken will, dann könnte man ja sämtliche Finanzhilfen an die Ukraine davon abhängig machen, daß alle irregulären Einheiten, also die inzwischen über 30 Freiwilligenbataillone plus der Rechte Sektor vollständig aus dem Kriegsgebiet abgezogen und entwaffnet werden. Und wenn der Benja in Dnepropetrowsk sich querstellt, dann könnten dessen Aktiva und Finanzströme ‘im Westen’ blockiert werden, so daß es ihm richtig weh tut. Wahrscheinlich wäre das derjenige einzelne Schritt, der von ‘unserer’ Seite her am meisten zugunsten eines Friedens in der Ostukraine bewirken könnte.

topi Februar 6, 2015 um 18:41

Mit der Offensive der Ukros hat die militärische Logik übernommen, folgerichtig die Gegenoffensive der Separatisten.

” Neurußland in seinen derzeitigen Grenzen dagegen ist ein kaum lebensfähiges Gebiet, ohne Zugang zu einem Seehafen und mit der Frontlinie direkt vor der Millionenstadt Donezk. ”

So siehts aus. Insofern kaum anzunehmen, dass es ein Angebot geben kann, welches die Separatisten zum jetzigen Zeitpunkt annehmen wollen.

Unsere Wahrheitspresse erzählt ja nahezu nichts über die Kiewer Probleme.
Angesichts derer spielt die Zeit gegen Kiew. Nun gut, beim Zusammenbruch wären jetzige Abkommen ohnehin Makulatur.

Die eingekesselten 8000 stabilisierun Kiew auch nicht besonders.

Sachartschenkov hat ja kürzlich erklärt, wo er die Grenzen sieht, den gesamten Donbass. Danach hat er zwar schon zwei Varianten erklärt, wann er Minsk wieder aufnehmen würde, aber derzeit sehe ich eher die Ausdehnungsversuche als naheliegendste Variante.

NKB Februar 6, 2015 um 19:31

Interessant auch dieser Beitrag aus der Zeit:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-02/ukraine-waffen-russland-wettruesten
Er dokumentiert deutlich das Freund /Feind Denken der westlichen Welt. Wer soll uns denn noch vertrauen, wenn so gedacht wird. Es ist eine Schande.

Dass Merkel jetzt in Moskau ist; gut. Aber wer kann ihr noch glauben, dass es mehr ein Versuch darstellt, sich nach dem Scheitern der Mission hinstellen und laut zu rufen zu können: “Siehe da, ich habe alles versucht.” Sie hatte Zeit gehabt, anders aufzutreten und zu handeln.

Was wir derzeit beobachten können, ist Big Game. Und da Europa sich nicht von Amerika emanzipieren will/kann, Amerika aber kein Interesse an der Deeskalation in der Ukraine hat, ist kein Fortschritt zu erwarten. Europa kann in diesem Konflikt nur zuschauen und dabei registrieren, wie sich eigene politische Träume in Luft auflösen. Notfalls die Scherben aufräumen.

Dass Russland keine Exit-Strategie hat, mag richtig sein. Aber bisher hat noch niemand sagen können, inwiefern sich Russland besser stellte, wenn es den westlichen Forderungen nachkommen würde. Es wäre das Warten auf die zu erwartende Destabilisierung des eigenen Landes – nach den anderen Despotien der Eurasischen Union. Die entsprechende Scheibchentaktik hat der Kollege Thumann von der Zeit für alle ungewollt offen gelegt.

Die russische Unterstützung für den Donbass, die Krimannexion: alles kleinere Scharmützel, die durchaus repariert werden können; nicht ganz so wichtig. Die entscheidende Frage ist einfach: Wird der Westen Russland als Feind behandeln oder nicht? Die Amerikaner haben sich entschieden und dementsprechend handelt Russland. Es ist die Abkehr vom gemeinsamen Haus Europas und eine Persiflage des kalten Krieges. Die Aussagen von Herrn Bildt dokumentieren dies schön; sie wirken aus der Zeit gefallen, sind fast schon komisch zu nennen. Zukunft sieht anders aus und hört sich anders an.

Sicherheitsinteressen der USA: diese Worte haben wir in vielerlei Hinsicht gehört und die daraus folgenden Schritte zur Kenntnis nehmen können. Solange sich jedoch die Sicherheit eines Landes auf der Destabilisierung der anderen beruht, kann es keine Sicherheit geben. Nur Kriege – und diese sehen wir, wohin wir schauen.

Es ist wahrscheinlich noch zu früh, in diesem Konflikt den Abgesang des Westens zu konstatieren. Vielleicht hat er noch einmal die Kraft zu gewinnen. Dass es in diesem Fall ein Pyrrhussieg sein wird, scheint jedoch klar: zu rückwärtsgewandt sind seine Ziele und seine Vertreter.

NKB Februar 6, 2015 um 19:38

Noch was vergessen:
@fl
Gestern las ich, dass Du manchmal keine Lust verspürst, diesen Blog weiter zu führen. Kann ich verstehen, denn manchmal geht es hier doch zu weit unter die Gürtellinie.

Aber: es gibt nicht mehr viele Orte, wo man einfach einmal politisch und ökonomisch diskutieren kann. Und die Zeiten sind zu heiß, um es nicht zu tun.
Ich bin jedenfalls froh, hier ab und an Soldat Schweijk und den anderen zuhören zu können.

ruby Februar 6, 2015 um 20:11

@ NKB

Zur Komplexitätareduktion den PSL machen, Ukraine ist nicht Europa, “unser” Europa – die Wiege Rußlands.
Und es sind keine 900 km bis Moskau .
http://www.krieger-des-nordens.de/kiewerrus.htm

ruby Februar 6, 2015 um 21:00
~ Dr. Hannibal-Arminius Halbgott-van-Höllsing ~ Februar 6, 2015 um 21:48

Denkverbot
vor 23 Minuten

18. Die EU ist ein fragiles Wirtschaftsbündnis

Die EU ist ein fragiles Wirtschaftsbündnis, welches ob seines Demokratiedefizits und der von oben verordneten Schuldenunion kurz vor der Implosion steht.

Keynesianer Februar 6, 2015 um 22:41

Die Rita Katz hat mal wieder ein Video produziert:

Moaz al-Kasasbeh execution: Isis had lone wolf campaign waiting to pounce at Jordanian response

By Rita Katz
February 6, 2015 15:40 GMT

http://www.ibtimes.co.uk/moaz-al-kasasbeh-execution-isis-had-lone-wolf-campaign-waiting-pounce-jordanian-response-1486931

Das cluesforum hat es schon als Fabrikat analysiert:

Hinter dem Käfig ist bei der angeblichen Verbrennung eine Mauer zu sehen und nach einem Schnitt folgt eine Aufnahme von genau dort, wo vorher noch die Mauer war. :)

Wie man einen Krieg verhindert?

Indem man solche Fakes analysiert und nichts mehr glaubt, was unsere Massenmedien melden.

Keynesianer Februar 6, 2015 um 22:46

Haha, das Internet:

Wow. What the hell is wrong with her face? Was she burned?

+++++++++++++++++++++++++++

Ha! You’d think she would use her own video hoaxing to make herself look better.

https://twitter.com/rita_katz

Thor Februar 7, 2015 um 01:24

Wie den Krieg verhindern. Ganz einfach. Man trägt die Prügeleien im Parlement aus, anstatt die Zivilvevölkerung mit euren verfickten ideoligischen Debatten zu terrorisieren.

https://www.youtube.com/watch?v=p6dmI3t29Do

Systemfrager Februar 7, 2015 um 05:21

Das Regime in Kiew hat massenhaft Leute in irregulären Einheiten unter Waffen gesetzt, die sich bei Frieden im Osten gegen Kiew selbst wenden können.

Genau. Deshalb kann Kiew nie mehr den “Totalen Krieg” einpacken.

Systemfrager Februar 7, 2015 um 06:20

UNGLAUBLICH GUT:
Das deutsche Narrativ (8): Krieg gegen Auschwitz
Feynsinn >>>

Keynesianer Februar 7, 2015 um 08:19

Die Schäfchen bräuchten nur mal bei der Google-Bildersuche

isis burning man

einzugeben, um auf den ersten Blick zu sehen, wie sie von unseren Massenmedien verarscht werden. Da ist nämlich der burning man aus verschiedensten Richtungen gefilmt worden, aber natürlich sind aus keiner Richtung die vielen anderen Kameras zu erkennen.

Das Isis-Kamerateam hatte die Kameras wohl alle an Schwenkarmen befestigt oder schnell die Szene für die nächste Aufnahme umgebaut. Zum Beispiel die Wand wieder entfernt, damit die Kamera für die nächste Aufnahme Platz findet.

Ansonsten jordanische Soldaten in deren Uniformen mit einem schwarzen Fleck an der Stelle des üblichen Hoheitszeichens.

Aber die Schäflein wollen nicht denken sondern glauben und ihr Mämähmäh blöken. Jedenfalls merkt jeder bescheidenste Pressefotograf mit einem Blick die Inszenierung, sagt aber seinen Sheeple natürlich nichts darüber.

https://www.google.de/search?q=isis+news&rlz=1C1YBKB_enDE527DE536&espv=2&biw=1920&bih=955&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=m7rVVKLuFPLW7Qap34GIBw&ved=0CAgQ_AUoAw#tbm=isch&q=isis+burning+man

Linus Februar 7, 2015 um 08:29

Zeit, mal Zwischenbilanz zu ziehen:

“Die Aussichten auf einen baldigen Frieden in der Ostukraine scheinen [...] gering. Auf beiden Seiten gibt es Anreize weiterzumachen.”

—————–
“Neurußland in seinen derzeitigen Grenzen [...] ist ein kaum lebensfähiges Gebiet, ohne Zugang zu einem Seehafen und mit der Frontlinie direkt vor der Millionenstadt Donezk.”
“Sachartschenkov hat ja kürzlich erklärt, wo er die Grenzen sieht, den gesamten Donbass.”

“Moskau hat [...] versucht, die ‘Machnowtschina’ im Donbass, also das Durcheinander mit den Kosakeneinheiten und freien Feldkommandeuren dort zurückzudrängen und die Entstehung einer staatlichen Ordnung zu fördern.”

—————–

“Umgekehrt gibt es die ‘Machnowtschina’ auch in der Restukraine. Unlängst hat der Führer des “Rechten Sektors” Dmitrii Jarosch angekündigt, zusammen mit einigen Freiwilligenbataillonen einen eigenen Generalstab zu gründen [...]. Jarosch ist einer der Kettenhunde Kolomoiskis [...:] zur Not führe ich auch Krieg auf eigene Rechnung…”

“Das Regime in Kiew hat massenhaft Leute in irregulären Einheiten unter Waffen gesetzt, die sich bei Frieden im Osten gegen Kiew selbst wenden können.”

“Deshalb kann Kiew nie mehr den “Totalen Krieg” einpacken.”

“Die eingekesselten 8000 stabilisieren Kiew auch nicht besonders. Unsere Wahrheitspresse erzählt ja nahezu nichts über die Kiewer Probleme. Angesichts derer spielt die Zeit gegen Kiew.”

————–

“Wenn ‘der Westen’ wirklich auf ‘seine’ Primärpartei im Sinne eines Friedens einwirken will, dann könnte man ja sämtliche Finanzhilfen an die Ukraine davon abhängig machen, daß alle irregulären Einheiten, also die inzwischen über 30 Freiwilligenbataillone plus der Rechte Sektor vollständig aus dem Kriegsgebiet abgezogen und entwaffnet werden.”

—————-

“Was wir derzeit beobachten können, ist Big Game. Und da Europa sich nicht von Amerika emanzipieren will/kann, Amerika aber kein Interesse an der Deeskalation in der Ukraine hat, ist kein Fortschritt zu erwarten. Europa kann in diesem Konflikt nur zuschauen und dabei registrieren, wie sich eigene politische Träume in Luft auflösen. Notfalls die Scherben aufräumen.
Dass Russland keine Exit-Strategie hat, mag richtig sein. Aber bisher hat noch niemand sagen können, inwiefern sich Russland besser stellte, wenn es den westlichen Forderungen nachkommen würde. Es wäre das Warten auf die zu erwartende Destabilisierung des eigenen Landes – nach den anderen Despotien der Eurasischen Union. ”

“Die russische Unterstützung für den Donbass, die Krimannexion: alles kleinere Scharmützel, die durchaus repariert werden können; nicht ganz so wichtig. Die entscheidende Frage ist einfach: Wird der Westen Russland als Feind behandeln oder nicht? Die Amerikaner haben sich entschieden und dementsprechend handelt Russland. Es ist die Abkehr vom gemeinsamen Haus Europas und eine Persiflage des kalten Krieges.”

“Sicherheitsinteressen der USA: [..] Solange sich jedoch die Sicherheit eines Landes auf der Destabilisierung der anderen beruht, kann es keine Sicherheit geben. Nur Kriege – und diese sehen wir, wohin wir schauen.

Es ist wahrscheinlich noch zu früh, in diesem Konflikt den Abgesang des Westens zu konstatieren. Vielleicht hat er noch einmal die Kraft zu gewinnen. Dass es in diesem Fall ein Pyrrhussieg sein wird, scheint jedoch klar: zu rückwärtsgewandt sind seine Ziele und seine Vertreter.”

Danke an die Beitragenden

================
Mein Fazit (u.a): ‘der Westen’ hat sich mit Räuberbanden eingelassen, die jetzt keiner mehr eingefangen kriegt, er hat diese Situation sogar selbst aktiv befördert. Das ist klassisches ‘divide et impera’.
Man kann sich das nur leisten, wenn man selbst räumlich weit genug entfernt ist, sodass einen das entstehende Chaos nicht berührt. Deshalb kann dies nicht Europas Strategie sein.
Formuliert innerhalb eines Denkens in Machtbereichen (das ich mir nicht zueigen machen will): Die Amis zündeln in unserem Hinterhof.

Manfred Peters Februar 7, 2015 um 10:49

@ Linus 08:29

Man kann es auch kurz zusammenfassen: Libische Zustände in der Mitte Europas!
Kein Wort in Speichel-Beitrag über die führende Rolle der USA beim Sturz Gaddafis, gar nicht zu sprechen von den Grünen-Kriegstreibern in D, die unter Führung der üblichen Verdächtigen in den Krieg ziehen wollten.
Und so ist es auch nur folgerichtig, dass die Grünen-Quislinge mit Marielou Beck, Harms, Schulz, “Fücks-Panzer”, …, Tscharchoff im Auftrag des US-Imperialismus auch die Ukraine zum Schlachtfeld machen wollen. :-(
Wo das in Europa hinführt …?

ruby Februar 7, 2015 um 10:50

@ Linus
“Räuberbanden”

Bei den Militärausgaben kann Mensch das Zusammenkommen in Münchener Mörderkonferenz umtiteln.

Europa wird sich anders zusammenfinden – friedlich, handelnd – vielleicht. Generation Landslide
https://www.youtube.com/watch?v=tolpiIqX_Zw

Keynesianer Februar 7, 2015 um 12:59

Der Saker bringt es auf den Punkt:

The fact is that even in the 21st century what wins wars is not money or fancy gear, but courage, determination, moral strength, will power and the rage which seizes you when faced with brute, ugly evil.

The junta forces have none of that. Their death squads (Aidar, Azov) can’t fight a real ugly battle, and the regular military is demoralized. You can throw all the money and fancy gear at these guys, but they will never have the will power of the soldiers of Givi, Motorola or Mozgovoi.

The real reason why US weapon deliveries to the junta would be a big deal is not military, but political – it would be a visible sign of direct US aggression against Novorussia and, through it, Russia herself. That is why the Russians that the consequences of such deliveries on a large scale would be very serious. But in purely military terms, it would change very little.
http://vineyardsaker.blogspot.de/2015/02/about-us-weapons-deliveries-and.html

peewit Februar 7, 2015 um 13:02

@Keynesianer

Die Schäfchen bräuchten nur mal bei der Google-Bildersuche
isis burning man

Der Verschwörungstheoretiker spricht

Ihr glaubt, der Mann im Käfig sei verbrannt?
Ihr Schafe! Googelt unter Sonnenbrand!

In aufrichtiger Verachtung.

Pink Putin Februar 7, 2015 um 13:25

“AGORÁ – Von der Demokratie zum Markt

Griechenland in der Krise – wie kam es dazu? Der Filmemacher Yórgos Avgerópoulos portraitiert die Eurokrise aus griechischer Sicht über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren. Er fängt die politischen und sozialen Auswirkungen in intensiven, teilweise erschütternden Bildern ein und spricht sowohl mit politischen Entscheidungsträgern als auch mit den direkt Betroffenen. ”

http://www.ardmediathek.de/tv/Kinozeit-Dokumentarfilm/AGOR%C3%81-Von-der-Demokratie-zum-Markt/WDR-Fernsehen/Video?documentId=26269514&bcastId=15447312

Pink Putin Februar 7, 2015 um 13:47

Abschiedsbrief von Dimitris Christoulas

„Die Besatzungsregierung Tsolagoglou* hat wortwörtlich die Möglichkeit meines Überlebens auf null gesetzt, die sich auf eine menschenwürdige Rente stützte, für die ich 35 Jahre lang eingezahlt habe (ohne jeglichen Zuschuss vom Staat).

Weil ich ein Alter erreicht habe, wo ich nicht mehr in der Lage bin, aktiv zu intervenieren (ohne jedoch auszuschließen, dass wenn ein Grieche eine Kalaschnikow ergriffen hätte, ich dann der zweite gewesen wäre), finde ich keine andere Lösung als ein würdiges Ende, bevor ich die Mülltonnen durchwühle um mich zu ernähren.

Ich glaube, dass die Jugend ohne Zukunft eines Tages die Waffen ergreift, und am Platz der Verfassung die nationalen Verräter mit dem Kopf nach unten aufhängen wird, wie es die Italiener 1945 mit Mussolini taten (am Platz Loreto in Mailand).“

http://fhecker.me/2012/05/02/abschiedsbrief-von-dimitris-christoulas/

Keynesianer Februar 7, 2015 um 13:53

@peewit

Die Verachtung ist ganz meinerseits.

Du bist sofort bereit zu glauben, dass Moslems aus religiösem Wahn und Bösartigkeit Menschen lebendig verbrennen.

Du kommst aber niemals auf die Idee, dass womöglich ein Filmteam der Rita Katz solche Videos faken könnte, um Muslime vor der Welt als die letzten brutalen Fanatiker und gefährlichen Verrückten darzustellen und für die Politik Israels gegen seine Nachbarn und die Palästinenser Zustimmung zu gewinnen.

Das Internet ist voll mit Analysen, da kannst Du unter

Rita Katz fake video

googeln. Aber wir sollen das ja alles glauben wie die letzten Deppen.

Zumindest zweifeln sollte jeder, wäre ja möglich, dass es altbewährte Gräuelpropaganda ist. Wenn man bedenkt, dass die antideutsche Propaganda zum Beispiel im Ersten Weltkrieg behauptet hat, dass der deutsche Kaiser aus den Leichen seiner Soldaten Seife fabrizieren würde.

http://en.wikipedia.org/wiki/Kadaververwertungsanstalt

Und heute sollen die Deutschen für das Elend in Griechenland verantwortlich sein.

peewit Februar 7, 2015 um 14:14

Das Internet ist voll mit Analysen

Ich kenne die Qualität dieser “Analysen”. Ein Haufen Schrott für Schafsköpfe von Schafsköpfen. Lächerlich! Das Allertollste aber ist, dass du, der du auf jeden, aber auch jeden Mist, bereitwilligst hereinfällst, andere als gutgläubige Schafe denunzierst.

Irre!

Lina Februar 7, 2015 um 15:01

Wenn Ihr wissen wollt, für welche Regierung Deutschland und andere “europäische-Werte-Verteidiger” lautstark kämpfen, dann seht Euch dieses Video an. Schaut genau hin!

https://www.youtube.com/watch?v=-AgwDfzZp6E

Pink Putin Februar 7, 2015 um 15:31

Die 130 min. ( AGORÁ – Von der Demokratie zum Markt ) sind vorbei. In der Szene mit dem obdachlosen Vater und seiner Tochter, die mit ihm auf der Straße überleben muss, sind Tränen, in meine Augen gestiegen. Jetzt spüre ich starken Hass in mir. Mein Hass auf Nazis, Neoliberale und Nazis, skrupellose, verbrecherische Wissenschaftler und Nazis, korrupte Politiker und Nazis, charakterlich – verkommene Technokraten und Nazis.

http://vimeo.com/99610151

Linus Februar 7, 2015 um 15:58

Völlig OT, könnte aber einige interessieren:
http://eh.net/encyclopedia/the-american-economy-during-world-war-ii/

Systemfrager Februar 7, 2015 um 16:04

Soros:

Die Europäische Union befindet sich derzeit im Stadium eines Zerfalls

Richtig, Herr Soros. Weil Griechenland, Portugal, Spanien ….
STOP! STOP! STOP!
Nun erklären sie Herr Soros:
Weil Ukraine (die, wenn ich mich nicht täusche, nicht zur EU gehört) zerfällt, und zwar weil man ih nicht genug Geld schänken will, damit Ukrainer viel begeisterter ind den “Totalen Krieg” ziehen
Vielen Dank Herr Soros, wo wäre die Menscheit heute ohne ihre übermenschliche Weisheit
weiter >>>

Pink Putin Februar 7, 2015 um 16:14
Keynesianer Februar 7, 2015 um 22:05

Der Saker über Lavrov in München:

Dishonesty, intellectual and moral, has been elevated to an ontological principle and foundation of the modern western political thought and culture, it is what these societies do best and all they can do. Not only are “right and wrong” gone in a moral sense, they are now also gone in a logical sense. Something both deeply immoral and completely absurd can now be elevated to an axiomatic status and then be used as “the measure of all things”.

Yet again and again, I come to the conclusion that what we are seeing here is truly a deep civilizational clash between two civilizational realm who have grown so far apart as to make them virtual extraterrestrial aliens to each other. Lavrov would have had a much better experience speaking to some little green men on another Galaxy, these the people he addressed today in Munich.

I am going to say something which will trigger the usual spike in hate mail and outraged comments, but what I see today is struggle very similar to the one which opposed the Pharisees and Christ 2000 years ago. You could also refer to it as a struggle between “Conchita Wurst vs Saint George”. Or “Hizb Shaitan vs Hizb Allah”. These are all metaphors for the same reality. And since what is at stake today is really the future of the entire international order you can say that we are living one of the most dangerous and crucial moment in history.

I don’t see how this conflict could be resolved by negotiations. On a short-term, tactical level, yes, sure. But fundamentally this is an existential struggle for both sides and only one will be left standing. We might well have reached the kind of historical nexus which will determine the future (or lack thereof) of the entire human race. This is the conclusion I have personally come to.
http://vineyardsaker.blogspot.de/2015/02/listening-to-lavrov-in-munich.html

Conchita Wurst gegen den Heiligen Georg? :)

Ein treffendes Bild. Oder Picasso gegen Michelangelo, die Gangsta Rappa gegen Beethoven oder Mussorgsky:

https://www.youtube.com/watch?v=DXy50exHjes

Das Imperium der Lüge und des Betrugs gegen die Logik und Kultur der Menschheit. Da wird es keine Verhandlungslösung geben und keinen Kompromiss.

QuestionMark Februar 8, 2015 um 00:54

@Keynesianer Februar 7, 2015 um 22:05
Lustigerweise hat (wenn auch etwas weniger leidenschaftlich) Paul Craig Roberts sich ganz ähnlich geäußert. (Paul Craig Roberts: Russland im Fadenkreuz)
Ich hatte schon mal im Vorgängerthread darauf verlinkt.

QuestionMark Februar 8, 2015 um 02:33

@Natalius Februar 8, 2015 um 02:07
Da bist du wohl lediglich auf die Merkel-Propaganda hereingefallen. Diese Art der “Führerpropaganda” läuft nun schon seit einiger Zeit. Erst wieder kürzlich ein Artikel im SPON dazu: “Jetzt kommt es auf Frau Merkel an”.
Merkel kriecht einfach den aktuellen Machtverhältnissen in den Arsch. Wenn du glaubst es würde sich etwas drehen bei der Dame dann entdeckst du wohl nur einen anstehenden Wechsel der Taktik in der EU. Oder es handelt sich um eine Finte. Merkel gehört mit zu den großen Volksverrätern hierzulande. Diese Frau macht jedes Verbrechen mit. Die ist der häßliche Deutsche in Person: Ein skrupelloser Mitläufer.
Siehe dazu auch die Eurokrise. Diese Frau hat im Zusammenarbeit mit ihrem neoliberalen Gesindel in Europa massiven strukturellen Schaden angerichtet.

QuestionMark Februar 8, 2015 um 02:41

@Natalius Februar 8, 2015 um 02:07
Ach ja, vielleicht noch ein kleiner Tipp: Den Fernseher einfach aus lassen. Das hilft schon massiv weiter. So wird man nicht so leicht Opfer von Suggestionen und Manipulationen. Wobei es schon etwas lustig ist, wenn es ausgerechnet dieser Person gelingt Suggestionen zu platzieren.
Von Guttenberg habt ihr euch auch manipulieren lassen. Bei etwas Menschenkenntnis konnte man auch da bereits lange vor der Plagiatsaffäre den Blender erkennen. Man muß nur relativ emotionslos die Fakten betrachten. Und die sprechen doch sehr oft eine eindeutige Sprache.

Systemfrager Februar 8, 2015 um 06:56

Wie Westen unendlich verlogen ist
Genscher & Baker
Der Betrug an Russland >>>

BB Februar 8, 2015 um 08:34

Wie wichtig es ihnen ist, immer und immer zu wiederholen, die Russen sind schuld:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-konflikt-madeleine-albright-fordert-waffenlieferungen-a-1017303.html

Hier das Beispiel eines alten Waschweibs, das ihrem Kumpel Soros dabei hilft, seine schmierigen Renditen aus dem Ukraine-Investment einzufahren.

Nein. Die USA sind der Aggressor. Russland verteidigt sich. Da können diese Deppen auf der Münchener Sicherheitskonferenz, die nichtmal die militärische Lage seriös einschätzen können, ihre Argumente noch so verbiegen.

Keynesianer Februar 8, 2015 um 09:02

@Natalius

Noch was: Ich glaube, dass sich Frau Merkel im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr vernünftig und deeskalierend verhält.

Ganz im Gegenteil, unser Klimamerkel will immer noch Deutschland kaputtsparen und mit unserem letzten Geld das Weltklima retten.

Zuvor sollen uns aber noch alle Griechen hassen und meinen, dass nur die Nazi-Deutschen für all ihr Elend heute verantwortlich wären. Dafür sorgt unser Klimamerkel zusammen mit ihrem Sparschräuble mit vollem Einsatz und allem Engagement, dafür hat sie den Job ja auch bekommen.

Wenn wir das Klimamerkel (schaut mal aus dem Fenster und merkt Euch das, bis wieder in den Lügenmedien behauptet wird, das sei der heißeste Winter seit der Erfindung der Thermometer gewesen und das Eis am Nordpol wäre geschmolzen!) noch lange so weiter machen lassen, wird ganz Europa die Deutschen hassen und für die Austeritätspolitik verantwortlich machen und noch mit alten Rechnungen aus zwei Weltkriegen wieder anfangen.

Mit Russland spielen die jetzt nur guter Bulle – böser Bulle. Merkel darf mit dem, was sie für ihren Charme hält – dem armen Putin auf den Sack gehen. :)

Keynesianer Februar 8, 2015 um 09:12

Die Vorstellung, die Merkel gerade auf der Weltbühne in München geben darf, sie wäre unabhängig und würde gegen die USA ihren eigenen Kopf durchsetzen, dient eigentlich einem ganz anderen Ziel:

Die Welt soll meinen, dass Europa von Deutschland und den Deutschen beherrscht werde. Die kommende Verschärfung der Krise soll dann ebenfalls auf Deutschland zurückgeführt werden. Alle Arbeitslosen und Jugendlichen Europas sollen die Deutschen hassen und meinen, dass Merkel und ihr Sparschräuble Politik in deutschen Interesse betreiben würden.

Außerdem müssen immer die, die zu Putin gesandt werden, den guten Bullen spielen, ist ja klar. Sonst hätten Obama und die Frau Albright zu Putin müssen. ;)

QuestionMark Februar 8, 2015 um 10:19

@Keynesianer
Zustimmung was die Einschätzung zu Merkel angeht. Trotzdem ist die Gleichschaltung bei den großen Leitmedien auch in diesem Zusammenhang schon beeindruckend. Es wird ja wiederholt (und realtiv subtil) so getan als ob Merkel ein guter Kanzler wäre. Aber außer Aussitzen und Populismus und Arschkriechen haben wir von der Frau die letzten Jahre (!) de facto nichts gesehen. Es sind viele Probleme komplett unbearbeitet liegengeblieben oder im riesen Merkelmurks geendet (s. dazu Gesundheitsreform).
Aufgabe des Restjournalismus (sofern noch irgendeiner da ist) wäre es jetzt die Geldflüsse nachzuweisen die zu dieser massiven Desinformation führen. Bei den unsinnigen Schlagzeilen (auch wieder zuletzt zum Ukrainekrieg) wird die absichtliche (als nicht eigendynamische) Desinformation der Bevölkerung wieder ganz deutlich. Hier fließt Geld. Und das kann man sicherlich auch mit etwas Recherchearbeit nachweisen. Wo sind die Journalisten die diese Bezeichnung noch verdient haben? Müssen wir erst ein Crowdfundingprojekt zum Thema loseisen?

QuestionMark Februar 8, 2015 um 10:33

Übrigens die sogenannte “Führerpropaganda” (also: die Verherrlichung von politischem Führungspersonal) geht bis weit in die Kaiserzeit zurück.
Ich hatte in diesem Zusammenhang früher nie verstanden was Kohl unter der politisch historischen Kontinuität verstanden hat.
Heute verstehe ich das. Das bedeutet in Deutschland schlichtweg: Es ändert sich über die Jahrhunderte politisch gesellschaftlich nichts Wesentliches. Alles bleibt beim Alten. Auch die Führerpropaganda.
Man konnte das übrigens auch bei Schröder beobachten. Bis circa 8 Monate bevor er abserviert worden ist (bzw seinen politischen Selbstmord begangen hat) waren die Schlagzeilen über ihn positiv überzeichnet. Sein großes “Reformprojekt” wurde und wird positiv dargestellt. Und das obwohl es uns allen massiv geschadet hat (durch den damit verbundenen Lohndruck). Dasselbe geschieht im Zusammenhang mit der Stasi-Vergangenheit von Merkel. Letzteres wird wohl erst bei der Entsorgung dieser Type zum Thema werden.

QuestionMark Februar 8, 2015 um 10:44

Zur aktuellen antirussischen Propaganda hier auch noch mal ein Artikel: Ukraine: Das Lügengespinst über angeblich russische Waffenlieferungen wird weiter entblößt
Unser Soldat hier hat sich ja etwas auf den Ukraine-Konflikt spezialisiert. Kannst du den Artikel aus der Propagandaschau mal kurz qualitativ einsortieren?

QuestionMark Februar 8, 2015 um 10:58

Stefan Niggemeier zitiert Kai Gniffke in seinem Artikel “Die Tagesschau-Routine“.

Unser mediales Umfeld hat sich tiefgreifend verändert. Die Möglichkeiten für jedermann, unsere Arbeit zu überprüfen und nachzurecherchieren, haben sich durch Internet und soziale Netzwerke erheblich ausgeweitet. Das ist ein wesentlicher Grund für das gewaltig angewachsene Feedback.

Ja, es ist doch wirklich bedauerlich das nicht mehr so unverschämt schlampig gelogen werden kann wie früher. Wirklich tragisch wenn solche Privilegien wegfallen. Und demnächst fallen dann auch noch die Jobs weg. Ooopsi! :-)

Der Dialog mit dem Publikum nimmt viel Zeit in Anspruch und ist auch nicht immer vergnüglich.

Auch die Propagandisten sollen mal leiden. Sonst muß es immer nur der kleine Ottonormalverbraucher ausbaden. Jetzt sind die Komplizen und Helfershelfer mal dran.

Keynesianer Februar 8, 2015 um 11:28

@QuestionMark

Aber außer Aussitzen und Populismus und Arschkriechen haben wir von der Frau die letzten Jahre (!) de facto nichts gesehen. Es sind viele Probleme komplett unbearbeitet liegengeblieben oder im riesen Merkelmurks geendet (s. dazu Gesundheitsreform).

Du gehst immer noch von der falschen Annahme aus, dass die Merkel unsere Probleme lösen soll, aber nichts zu deren Lösung tun würde.

Die Merkel soll unsere Probleme aber maximieren!

Den Job macht sie mit allem Eifer, vom Kaputtsparen der Schulen, Universitäten und Infrastruktur bis zum Schüren des Hasses der Völker Europas gegen Deutschland und seine Bürger.

Da wird nichts ausgesessen, sondern nicht geruht, bis die Griechen wieder mit dem letzten Weltkrieg anfangen, weil unsere Merkel die Menschen dort unten noch mehr ins Elend treiben will und das als deutsche Politik verkaufen lässt. Natürlich in Kooperation mit den Weltmedien, die pausenlos verkünden, dass Deutschland alle Hilfen für die Griechen blockiere.

Merkel schadet den Deutschen ohne Ruhepause!

Manfred Peters Februar 8, 2015 um 11:32

Wenn hier schon zum Thema und OT dauernd auf den “Speichel” und andere fragwürdige Quellen verlinkt wird, darf es vielleicht auch mal eine unabhängige, seriöse Quelle sein?
Aktuell wird der Hilfskonvoi wird zu Anlass übler Hetze (u.a. n-tv*) genommen. Es ist ja auch viel schöner, Hungernde und Frierende in der Ostukraine zu zeigen. :-(
*n-tv 07.02. “Angst und Verzweiflung in Lugansk Versorgungslage der Menschen wird immer katastrophaler”

Keynesianer Februar 8, 2015 um 11:36

Hier nur ein Beispiel für das Zusammenspiel von Merkel und Schäuble mit den Massenmedien gegen die Deutschen:

Squeezed By Austerity Imposed By Germany, Greece and Spain on Verge of Revolt

…But the European Union, steered by Germany, blocked that option by threatening to cut off credit and loans to southern Europe unless those governments enacted major cuts in spending. Cowed, that’s what the governments of Greece and Spain did. …
http://prospect.org/article/squeezed-austerity-imposed-germany-greece-and-spain-verge-revolt

Und so geht das pausenlos durch alle Weltmedien und unsere depperte Mainstream-Linke in Deutschland selber klagt auch schon alle Deutschen an, für das Elend verantwortlich zu sein.

Den Soros freut das, da können sie die Griechen gleich noch viel mehr leiden lassen.

ruby Februar 8, 2015 um 11:43

@ ?
Das ist nicht “unser” Soldat sondern die nützliche, grenzkostenmäßige Abschöpfung der Idioten, Beklopptenfraktion, VT`ler, Systembekämpfer, Marxistenkombo oder was sonst noch hier grassiert …
;-)
Lobe Besserung bei deinem B-Status, sonst wirst du weiter geoutet !!!
https://www.youtube.com/watch?v=RY_NQZyBc3g
love for gilberto : podemus portugueeesch

http://cinema.arte.tv/de/artikel/der-grosse-crash-margin-call-von-jc-chandor-sonntag-08-februar-um-2015-uhr
@ all Turmgeistigenliebhaber

ruby Februar 8, 2015 um 11:49

https://www.youtube.com/watch?v=al_Odqp_Ad8
Hat einer die Stratgie der Buffalojagd der Indiander / Nativamericans gepostet?

QuestionMark Februar 8, 2015 um 11:53

@Keynesianer Februar 8, 2015 um 11:28

Merkel schadet den Deutschen ohne Ruhepause!

Aufgepasst! Der Mehrheit der Deutschen schadet sie. So weit richtig. Aber: Die kleine reiche Oberschicht profitiert massiv vom Merkelregime. Nicht nur das Lohndumping (ohne Merkel hätte es ja bekanntlich auch die großen “Reformprojekte” unter Schröder nicht geben können) sondern auch Gesundheitsreform sowie die Verschlechterung der Lebensverhältnisse in der EU bedienen ja bekanntlich die Interessen der reichen Oberschicht.
Beispielsweise zu Europa: Wenn du heutzutage über Liquidität verfügst dann kannst du zu Billigpreisen in Europa einkaufen. Die Immobilienpreise in Spanien sind seit ihrem Höchststand um circa 50% gefallen. Da kann man zwischenzeitlich tolle Geschäfte machen. Und weiter in Europa: Auch der Ausverkauf Griechenlands wird ja aktiv betrieben.

In Deutschland dasselbe Spiel: Privatisierungsprojekte zu allem was das Volk für viel Geld über Steuern finanziert hat.

Auch akademisches Personal kann man zu Niedrigstpreisen einkaufen. So gibt es jetzt schon Fälle (wie der bei BMW in der Entwicklungsabteilung) wo in D ausgebildete Ingenieure für unter 500,- Euro brutto beschäftigt werden. Also: Hervorragende Zeiten für finanzstarke Akteure.
Auch passend zum Thema: Die Vergemeinschaftung der Verluste und Risiken der reichen Oberschicht. Letzteres hat schon verschwörerische Züge.

ruby Februar 8, 2015 um 12:00

“Die Götter dürften weinen, wenn sie auf Europa schauen. Sie dürften weinen, weil man noch immer Theorien über die Funktionsweise einer Geldwirtschaft anhängt, die für den klar erkennbaren Niedergang Europas – sichtbar an inakzeptabel hohen Arbeitslosenzahlen und einem massiven Abbau des Sozialstaates – verantwortlich sind und zu Ängsten Anlass geben, die völlig unbegründet sind. Wenn der Staat hier einmal aufklären würde, könnten endlich die wahren Probleme in Europa angegangen werden.

Die Lohnpolitik in Deutschland hat zumindest an der wirtschaftlichen Misere der Griechen und anderen Ländern in Europa eine Mitschuld, und die den Griechen von der Troika aufoktroyierte „Sparpolitik“ Griechenland unverantwortlich in die Depression getrieben hat und dass es für die wirtschaftliche Gesundung nicht nur Investitionen in Griechenland, sondern in der gesamten Eurozone bedarf.

Das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angekündigte Programm zum Ankauf von Staatsanleihen wird vermutlich anders, als von der EZB erhofft, kaum zu mehr Wachstum in der Eurozone führen. Aber es zeigt, dass eine Zentralbank, wenn sie nur will und darf, die Schulden ihres Staates refinanzieren kann, ohne Rücksicht auf die Meinungen von Ratingagenturen und Stimmungen von Wertpapierhändlern nehmen zu müssen.

Anstatt dass ein Staat nun Verbindlichkeiten gegenüber einer Bank oder gegenüber einem privaten Investor hat, hat er nun Verbindlichkeiten gegenüber seiner Zentralbank. Da aber auch die Zentralbanken Europas staatliche Institutionen sind, schuldet der Staat sich selbst Geld. Mit solchen Schulden lässt sich leben.

Freilich fragt man sich, warum auf solche Art von Schulden ein Zins erhoben wird, wenn man weiß, dass die Zentralbanken die Zinserträge dann über die Gewinnausschüttung an die entsprechenden Finanzministerien weitergeben. Es stellt sich gar die Frage, ob man solche Schulden überhaupt Schulden nennen sollte.

Während es für eine Zentralbank also denkbar einfach ist, Geld zur „Refinanzierung“ ihres Staates zu schöpfen, gibt es natürlich dann ein Problem, wenn man es der Zentralbank anheimstellt, ob und für was sie bereit ist, Geld zu schöpfen.

Sie kann dann – wie z.B. in Griechenland, aber auch in Portugal und Irland geschehen – ihr Geldschöpfungsprivileg zur Durchsetzung einer politischen Agenda gebrauchen, die demokratisch nicht legitimiert ist.

Kein Problem aber bereitet es einer Zentralbank, Forderungen gegenüber ihrem Staat abzuschreiben. Denn das Geld zur Finanzierung ihres Staates hat sie von niemandem erhalten (auch von keinem Steuerzahler!), sondern sie hat es geschaffen, indem sie auf der Aktivseite ihrer Bilanz eine Forderung gegenüber dem Staat eingebucht hat und auf der Passivseite einen gleich hohen Betrag für die Ausgabe von Zentralbankgeld an den Staat.

Und da eine Zentralbank, anders als eine Geschäftsbank, auch dann, wenn ihr Eigenkapital negativ sein sollte, nicht Konkurs gehen kann, kann sie die Schulden des Staates einfach streichen. Der Steuerzahler ist von dieser Operation in keiner Weise betroffen, da keine andere staatliche Organisation und schon gar nicht die Steuerzahler dazu verpflichtet sind, die „Verluste“ einer Zentralbank auszugleichen. Die Steuerzahler haben also jeden Grund sich zu entspannen. „Staatschulden“ gegenüber der eignen Zentralbank sind kein Problem und können tatsächlich mit einem Federstrich beseitigt werden. Bei der sogenannten Staatsschuldenkrise in Europa handelt es sich also um eine Chimäre. Aber darüber wird man in unseren sog. Qualitätsmedien nicht aufgeklärt, oder nur unzureichend? Dann wäre es sehr schnell vorbei mit dem deutschen Mythos “Schwäbische Hausfrau?”

aus dem Herdentrieb vom
7. Februar 2015 um 10:02 Uhr
H.Ewerth
in : Niedrige Löhne = gut, niedriger Euro = schlecht?

QuestionMark Februar 8, 2015 um 12:23

@Natalius Februar 8, 2015 um 11:26

Was ist, wenn hinter dem gesamten Ukraine-Konflikt das Primärinteresse steht, die Ukraine in ein zweites “gelobtes Land” zu transformieren?

Du meinst Israel möchte seine “Platzprobleme” mittels einer Art Kolonie (der Ukraine dann) lösen? Und deswegen die aktuelle westliche Ukraine-Politik? Dazu musst du aber eine Primärquelle vorlegen. Die Idee klingt schon etwas spektakulär.

Keynesianer Februar 8, 2015 um 12:23

@ruby

Entschuldige bitte, aber das ist selbstverständlich Quatsch!

Der Staat macht ja Schulden, um mit dem Geld jemanden oder etwas zu bezahlen. Bei dem, der das Geld bekommt, ist der Staat dann auch verschuldet. Denn alles Geld ist eine Forderung.

Der käse mit dem schuldbefreiten Notenbankgeld wird nicht umsonst von Typen wie dem Lord Adair Turner propagiert. Um die Sheeple wieder zu verarschen, denn mit dem Käse wäre unser gesamtes Verständnis des Geldes wieder in Frage gestellt.

Denn wenn Geld keine Schuld ist, dann kann doch die schwäbische Hausfrau wieder Geld sparen und sparen und sparen ….

Die Schäflein fallen selbstverständlich auf jeden Scheiß sofort herein, wenn es Ihre Lordschaft (guter Hirte!) verkünden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Adair_Turner,_Baron_Turner_of_Ecchinswell

Da können wir Keynesianer dann mit der Diskussion von vorne anfangen, aber uns glauben die Schäflein nicht, weil wir ja nicht seine Lordschaft sind, sondern nur nichtadelige Keynesianer.

peewit Februar 8, 2015 um 12:37

@Keynesianer

Da können wir Keynesianer dann mit der Diskussion von vorne anfangen, aber uns glauben die Schäflein nicht, weil wir ja nicht seine Lordschaft sind, sondern nur nichtadelige Keynesianer.

Im Jahr 1942, vier Jahre vor seinem Tod, wurde Keynes als Baron Keynes of Tilton in the County of Sussex geadelt und erhielt einen Sitz im House of Lords. (wikipedia)

ruby Februar 8, 2015 um 12:53

@ Keynesianer

Mit der Übernahme der Forderungen / Einbuchung in die EZB / Rekapitalisierung der Schuldner hat eine Umverteilung de facto stattgefunden! Die Umwandlung von Kreditgeld in Schuldlosigkeit wird durch diese “Technique” perfektioniert !!!
Den Steuerzahler für Junk (heisse Kartoffeln) weiter haften zu lassen ist asozial wegen der allokativen Effekte, die Knechtschaft bewirken – und der globalisierten Kapitalbilanzbewegungen Vorschub leisten – d´accord?

ruby Februar 8, 2015 um 12:56

@ Keynesianer

Und wie bereits erläutert, führt die weitere Sparverfolgung nach Junkverwertung (NettoSchuldenfortführung) zur Doppelzahlung/Haftung – kapitsche?

Keynesianer Februar 8, 2015 um 13:03

@ruby

Du bringst da irgendetwas völlig durcheinander:

Wenn der Staat Geld ausgibt, dann hat das Geld einen Empfänger und ist solange eine Forderung an den Staat, bis es etwa als Steuerzahlung wieder an den Staat zurück fließt.

Es geht um die Logik und gerade wir sollten uns nicht vorwerfen lassen, Probleme mit “Geld drucken und falsch verbuchen” lösen zu wollen. Das wäre ein Geschenk für unsere Gegner, so etwas zu propagieren.

Keynesianer Februar 8, 2015 um 13:11

Nochmal zur antideutschen Propaganda der Meyersöhne in den USA und nicht nur dort:

A similar understanding of the economics of depression and under-development could have yielded more successful economic outcomes in the European south over the past few years. German Chancellor Angela Merkel also could have learned a lesson closer to home: It was the austerity policies enacted by Chancellor Heinrich Brüning in the early 1930s that plunged Germany deeper into depression and paved the way for the Nazi takeover. Say this for the German misunderstanding of macroeconomics: It’s consistent.

While a neo-Nazi party (Golden Dawn) has also sprung up in Greece, polls show the Greeks favoring the neo-Keynesian Syriza. That’s an eminently sane response to the insane immiseration that the Germans have inflicted on them.
http://prospect.org/article/squeezed-austerity-imposed-germany-greece-and-spain-verge-revolt

Der Verfasser sollte doch wissen, dass Brüning an der LSE Ökonomie studiert hat und damals auch keine deutsche Politik in der Weimarer Republik verfolgt wurde. Die wirklich deutschen Ökonomen waren alle Keynesianer:

http://www.saldenmechanik.info/files/saldenmechanik/Der%20Streit%20um%20J.%20M.%20Keynes%C2%B4%20Theorie%20%281937%29%20LAUTENBACH%20Wilhelm.pdf

ruby Februar 8, 2015 um 14:23

@ Keynesianer
Solange zu geringer Binnenkonsum, zu geringe Löhne (Sparquote > 10%) und Eigenkapitalrenditeabflüsse aus dem Binnenmarkt in die globalisierten Steuer-, Finanzoasen und ungenügende Besteuerung des trotzdem anwachsenden Vermögens des Klientels, Dezils
http://de.wikipedia.org/wiki/Quantil
Zahlungsströme abbilden, kannste lange auf Änderungen warten.
Das noch mit Währungskursschwankungen “garniert”, da mußten der Oskar und Heiner doch einfach verschwinden !!!

ruby Februar 8, 2015 um 14:30

@ Keynesianer
Na dann, ran an die Wertberichtigungen und Abschreibungen sowie das Nichtrekapitalisieren der Banken und ihrer Finanzinvestoren …
Fünf Jahre verloren in nachhaltige revolvierende Realinvestionen zu positionieren !

QuestionMark Februar 8, 2015 um 14:31

Jarchow zur Lawrow-Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz:

Dass ich noch nie eine hohe Meinung von dem Mann mit den Dackelfurchen auf der Stirn hatte, ist bekannt. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz aber hat er sich vollends um jede Glaubwürdigkeit gequatscht. Vielleicht sollte er bei Russia Today seine Talente zeigen, aber sich von jenen Orten fernhalten, wo anständige Leute verkehren …

Guttenberg war übrigens auch dort. Lauter anständige Leute halt. :-D

Systemfrager Februar 8, 2015 um 15:22

Jarchow zur Lawrow-Rede …

@Question
Ich bitte dich! Du erwartest nicht etwa, dass der Teufel betet!?

Systemfrager Februar 8, 2015 um 15:35

Ein Referendum über ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen in der Slowakei ist wegen zu geringer Beteiligung gescheitert. Nach Angaben der nationalen Statistikbehörde beteiligten sich nur etwas mehr als 21 Prozent der Stimmberechtigten. Damit wurde das Quorum von 50 Prozent klar verfehlt. Die Befürworter der Homo-Ehe hatten zum Boykott der Abstimmung aufgerufen.

Mehr als 90 Prozent derjenigen Slowaken, die wählen gingen, stimmten gegen die Homo-Ehe. Das Referendum hatte jedoch nur symbolische Bedeutung, da eingetragene Partnerschaften oder Ehen homosexueller Paare in der Slowakei ohnehin nicht erlaubt sind.

Warum blasen die EU-”Eliten” ständig zum Kampf für die Privilegien und Rechte der Schwulen und anderen mit eingeborenen Deformationen. Ganz einfach. Mit diesem Thema lässt sich das Volk hervorragend spalten und ablenken:
Divide et impera

Systemfrager Februar 8, 2015 um 15:40

Es gab einmal Kosovo, erinnert sich noch jemand, weswegen Serbien mit Kassetenbomben und Bomben mit angereicherten Uran bombardiert wurde ….
Wer wissen wollte, was die Zukunft Ukraine ist, das lesen
SPON >>>
Wo die Amis ihre “Demokratie” und “Freiheit” durchgesetzt haben, blieb hinten nur verbrannte Erde, Armut und Tod

Manfred Peters Februar 8, 2015 um 15:47

Victoria Fuck- Nudelmann ist wieder da, im Kampf gegen die Europa. Wer jetzt noch hier daran zweifelt, dass die US-Administration jede friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt torpedieren wird, zieht seine Hose mit der Kneifzange an oder heißt Tscharchoff.

peewit Februar 8, 2015 um 15:55

@Systemfrager

Warum blasen die EU-”Eliten” ständig zum Kampf für die Privilegien und Rechte der Schwulen und anderen mit eingeborenen Deformationen.

Ach ja, die eingeborenen Deformationen… Die gab’s unter Stalin natürlich nicht. Mit solchem Untermenschentum macht unser Ameisenfreund – ja was wohl?

BB Februar 8, 2015 um 16:16
BB Februar 8, 2015 um 16:18
BB Februar 8, 2015 um 16:35

(
Die globale Exilregierung verhängt mit sofortiger Wirkung folgende Sanktionen gegen die USA wegen ihrer aggressiven kriegstreiberischen Handlungen gegen Russland:
- Ausreiseverbote für den US-Skinhead und peinlichsten Amerikaner aller Zeiten Mc Cain,
- Ausreiseverbote für die Chaos-Diplomatin mit dem vergifteten Mundwerk Victoria Nuland,
- Vermögenseinzug aller im Ausland tätigen Familienmitglieder von Joe Biden,
- Schließung aller Consulting-Firmen von Madeleine Albright und Joschka Fischer,
- Investitionsverbot für George Soros überall im nichtamerikanischen Ausland,
- sowie weiterer Schlüssel-Personen wegen wegen Unzurechnungsfähigkeit und Kriegshetze und die
- verfassungsrechtliche Beobachtung aller Teilnehmer der Münchener Sicherheitskonferenz und des Davoser Weltwirtschaftsforums.

Diese Liste wird bei Zunahme der Eskalation in der Ukraine erweitert.

)
-

gelegentlich Februar 8, 2015 um 16:52

@fl

HIlfe! Bitte, bitte diesen permanenten Judenscheiß von @Natalius löschen. Sonst werden zuviele Mitleser, ich auch, am Ende noch Antisemiten aus schierem Überdruß.

Sven Februar 8, 2015 um 17:19

Was einigen hier verloren geht: Weder Putin, noch Merkel, noch Obama sind Despoten. JEDE Regierung, sei es Demokratie, Monarchie oder Diktatur, hat ein regierungstragendes Establishment, eine Nomenklatura, eine Ministerialbürokratie, ein Beziehungsgeflecht mit gemeinsamen Grundinteressen. Bürstet Nr. 1 komplett gegen den Strich, ist sie ruckzuck draußen, wenn sie es überhaupt bis dahin erstmal nach ganz oben geschafft hat. Somit ist die Ukraine u.a. kein Spielfeld Putins, sondern russischer eben Interessen(gruppen). Und wenn er diese Interessen aus den Augen verliert, ist er die längste Zeit Präsi gewesen. Da nutzt es nichts, ihn persönlich zu belatschern und zu beschimpfen.

Und so verhaftet wie er ist auch Merkel, nur eben deutscher Staatsräson. So blöd wie das im Falle neoliberaler Bebrilltheit ist, so angenehm ist das in der aktuellen Ukrainefrage. Staatsräson sind die Westbindung, das Augenmerk auf ständige Einbindung v.a. der kleineren Staaten in Europa in deutsche Außenpolitik, Aufrechterhaltung der Einbindbarkeit der europäischen Player und Einbindbarkeit Deutschlands für diese. Mal abgesehen davon, dass natürlich niemals alles in Reinkultur nach Plan oder Wunsch verläuft: Mit Verlaub, wer Merkel für eine Kriegstreiberin oder in mitteleuropäischen Krieg-und-Friedens-Angelegenheiten für ein amerikanisches Schoßhändchen hält, hat sie nicht mehr alle. Ich bin überzeugt, im militärischen E-Falle wird sie den Amerikanern die Gefolgschaft schrödermäßig verweigern. Sonst wird sie vom deutschen Establishment vor die Tür gesetzt.

KommentatorX Februar 8, 2015 um 17:31

@QuestionMark Februar 8, 2015 um 11:53
@Keynesianer
>>>Merkel schadet den Deutschen ohne Ruhepause!<<<
Aufgepasst! Der Mehrheit der Deutschen schadet sie. So weit richtig. Aber: Die kleine reiche Oberschicht profitiert massiv vom Merkelregime.

Die meisten Menschen denken noch „völkischen“ Kategorien: die Deutschen, die Europäer, die US-Amerikaner, die Russen, die Polen, die Juden, die Griechen …

Das sind vormoderne politische Denkformen, so wie das tribalistische oder rassistische Denken. Man denkt in Blutsverwandschaften und Abstammung, man wähn sich in „Volksgemeinschaften“.

Aber moderne Gesellschaften sind keine „Volksgemeinschaften“, es gibt auch keine „Nationalökonomie“ mehr, sondern es handelt sich um Klassengesellschaften. Die kapitalistische Ökonomie ist international organisiert. Supranationale Global Players beherrschen die Ökonomie.

Die polit-ökonomische Macht liegt in den Händen einer kleinen Oligarchie der Superreichen.

Das polit-ökonomische Bewusstsein der meisten Menschen hinkt jedoch weit hinter der tatsächlichen historisch-gesellschaftlichen Entwicklung hinterher, denn das polit-ökonomische Zeitgeschehen wird nur von Wenigen – auch nur von Wenigen hier im Blog – realistisch erfasst, nämlich als Kampf und Krieg zwischen Klassen.

Manfred Peters Februar 8, 2015 um 17:35

Gestern habe ich es noch befürchtet, heute ist es schon passiert,
Marielou kann in ihrem Alter auch nicht mehr dass Wasser halten. :-(
Fehlt nur noch Kodderschnauze Harms, die zweite Osteuropa-Spezialistin der Grünen für verdeckte Kriegsführung.
Übrigens, die Idee mit den Blauhelmen finde ich gar nicht so schlecht.

g.w. Februar 8, 2015 um 18:14

Merkel ist doch zusammen mit Hollande zu Putin gefahren. Aber ich habe aus den deutschen Pudelmedien kein einziges mal erfahren, wie Hollande´s Meinung zu den Waffenlieferungen ist. War er nur ihr Kofferträger? Er wird mit Sicherheit dagegen sein, genau wie vermutlich jede andere europäische Regierung. Welche Regierung möchte schon einen eskalierenden militärischen Konflikt im eigenen Hinterhof.
Merkel würde sich m.E. gegen ganz Europa stellen, wenn sie den amerikanischen “Interessen” nachgeben würde.

Ansonsten ist ihr Widerstand vielleicht Taktik, dann kann sie hinterher sagen, sie habe alles versucht, aber das glaube ich eher weniger.

ruby Februar 8, 2015 um 18:43

ot
@ hardy
http://ecx.images-amazon.com/images/I/91JL5Q0jBjL._SL1488_.jpg
bereits auf auto rip?
Götterhämmerung!
UUUllliii back in the homestudio …
;-) ;-) ;-)

ruby Februar 8, 2015 um 19:01

@ Manfred Peters; Morgen kocht Merkel Obama einen Nudelmännereintopf zum Verdruß der Minderheiten deutschen Vermögens oder was ?

@ Sven
“neoliberaler Bebrilltheit” ;-)
aber wach auf Junge …
oder hast Du zuviel Bertelsmann-Indoktrination genossen, die Dir die Sicht vernebelt vor dem deutschen Establishment; wer will das sein?
“Das polit-ökonomische Bewusstsein der meisten Menschen hinkt jedoch weit hinter der tatsächlichen historisch-gesellschaftlichen Entwicklung hinterher, denn das polit-ökonomische Zeitgeschehen wird nur von Wenigen – auch nur von Wenigen hier im Blog – realistisch erfasst, nämlich als Kampf und Krieg zwischen Klassen.”
Marx is back?
Was kommt nach dem Sieg?
https://www.youtube.com/watch?v=rdlCxLTKe_s
Cool wie Eis

ruby Februar 8, 2015 um 19:07

@ g.w.
Hollande hat die Finger am Atombombendrücker, do not underrate Le Grand Nation .

ruby Februar 8, 2015 um 19:16
Manfred Peters Februar 8, 2015 um 19:27

@ ruby Februar 8, 2015 um 19:01

Merkel wird Obama ein Lied singen
https://www.youtube.com/watch?v=3M4r-9eFtgk
da sie fleißen russisch spricht in Originalsprache
https://www.youtube.com/watch?v=H0NDDdfWyDs

ruby Februar 8, 2015 um 19:42

den faz´lern schlackern die ohren an der schmerzgrenze
;-)
https://www.youtube.com/watch?v=HyfVQOkNAFQ

g.w. Februar 8, 2015 um 19:47

@ ruby
“Hollande hat die Finger am Atombombendrücker, do not underrate Le Grand Nation .”

das mit dem Kofferträger war ja auch ironisch gemeint, weil die Pudelmedien nichts über Hollande´s Meinung zu den Waffenlieferungen bringen

ruby Februar 8, 2015 um 19:51

@ all Krauts
https://www.youtube.com/watch?v=nK0PfQXgxuw
mach den schnautzer

ruby Februar 8, 2015 um 19:53

@ g.w.
nicht vergessen :
Medwedjev hat Gorbatschow verraten als der aus dem Urlaub nach Moskau zurück geflogen ist – der ist ein U-Boot!

Natalius Februar 8, 2015 um 20:04

@gelegentlich Februar 8, 2015 um 16:52

https://www.youtube.com/watch?v=N60UMzC41JY

ruby Februar 8, 2015 um 20:09

Noch garnicht gesehen gehabt :
http://www.faz.net/aktuell/politik/sicherheitskonferenz-2015/der-ungleiche-kampf-um-die-deutungshoheit-13417093.html
faz´ler verlieren die lufthoheit und geraten in schnappatmung
;-)

Wilma Februar 8, 2015 um 20:20

@ Systemfrager

Kosovo ohne Kosovaren

Massenflucht aus dem Kosovo
Andrej Ivanji
8. Februar 2015, 17:53
Bis zu 50.000 Albaner sollen sich seit Jahresbeginn über Ungarn in den Westen abgesetzt haben

http://derstandard.at/2000011430050/Massenflucht-aus-dem-Kosovo

Systemfrager Februar 8, 2015 um 21:33

@Wilma
So wird jedem ergehen, der den Lügen des Westens glaubt
Die nächsten sind UKRAINER

ruby Februar 8, 2015 um 22:18

Nicht Nudelmännereintopf eher Soljanka ?
Gabi, Kujat, Schulz und Kornblum alle einig?
Spielen P+P mit?

ruby Februar 8, 2015 um 22:29

no more weapons
no more sancions
no more oilpriceprofits
what else will be the return of investment to the oligarchs on both sides of the story?
https://www.youtube.com/watch?v=FaN1YYNILUI

Manfred Peters Februar 9, 2015 um 00:20

@ BB Februar 8, 2015 um 16:16
Wie schnell hässliche Politik die Menschen auch äußerlich zum Negativen verändert, zum Vergleich:
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Victoria_Nuland_State_Department.jpg
Aber dazu gibt es zu Hause ja auch ein Musterbeispiel. ;-)

Systemfrager Februar 9, 2015 um 06:27

Die Freiheit wie sie der Westen versteht
tja
wei abschuelich diese Menschen sind, verlogen und heuchlerisch bis zum Wahnsinn, böswillig, moralische Monster kreuz und quer

Der Fernsehsender RT hat seine Empörung über die skandalösen Erklärungen des Redakteurs des britischen Magazins „The Economist“, Edward Lucas, zum Ausdruck gebracht. Dieser hatte Außenminister und ranghohe Beamte bei der Münchner Sicherheitskonferenz aufgerufen, die RT-Journalisten zu boykottieren.

Die Journalisten des TV-Senders sollten „an den Rand des Medienraums verdrängt werden, damit man sie nicht als echte Journalisten betrachtet und lediglich als Käuze und Propagandisten ansieht“. Lukas versprach, seinen gesamten Einfluss einzusetzen, um einen Karriere-Aufstieg von Journalisten mit RT-Erfahrung zu verhindern.

weiter >>>
Jarchow, herzliche Grüße von Lucas
Ach ja
Orwell lässt die westliche “Demokratie” und “Freiheitsordnung” grüßen

Systemfrager Februar 9, 2015 um 06:52

Ach so, das Buch von dem Scheusal Lucas wurde in dem “Reich der Tyranei und Unfreiheit” auf russisch übersetzt und kann jeder kaufen
Das bedeutet die Unterdrückung der Meinunsfreiheit
Das Verbot von dem, was nich in den ranken Kopft von Lucas passt, heißt: Unterdrückung der Meinungsfreiheit
Orwell lässt Amerika grüßen

Systemfrager Februar 9, 2015 um 07:17

korr
Das Verbot von dem, was nich in den kranken Kopft von Lucas passt, heißt: Meinungsfreiheit

E31 Februar 9, 2015 um 08:18

@ Sven

Perlen vor die Säue. 70 % der Komms hier sind Querfrontler. Die Artikel sind ok. Allerdings im Kommbereich beteiligen sich immer weniger Leser. Inzwischen ein Rotz aus offenem Rassistenscheiß, Judenhass und jede Menge VTler

http://vimeo.com/118817587

Systemfrager Februar 9, 2015 um 08:35

Allerdings im Kommbereich beteiligen sich immer weniger Leser.

Und wie sieht es bei dem Atlantiker und Russenhasser Jarchow aus?

Keynesianer Februar 9, 2015 um 09:00

@E31

Come to Frankfurt and join the fight against capitalism.
Let´s smash the ecb opening!

Die Nicht-Querfrontler (also “Nazis” und “Antifa”) sind bekanntlich eine bei Opportunisten und Schwachköpfen beliebte Veranstaltung der V-Leute des Systems, um die Opfer der herrschenden Verhältnisse gegeneinander zu hetzen.

Die Methode war gerade mit Anti-PEGIDA gegen PEGIDA zu erleben.

Auf gleicher Ebene befinden sich die pseudorevolutionären Dada-Aktivitäten in Frankfurt gegen die EZB oder eigentlich nur gegen den EZB-Turm, den von der Geldpolitik ist ja keine Rede. Die Krisen und das Elend wären ja unvermeidbar, nur gegen EZB-Türme zu demonstrieren sei sinnvoller revolutionärer Aktivismus.

Nämlich völlig enthirnt wie alles von Blockupy bis Destroika.

Anstatt den Menschen zu erklären, dass und wie die Geldpolitik Krisen und Elend erzeugt und in der Geschichte immer wieder erzeugt hat, wollen da die üblichen Deppen gegen die Eröffnung der EZB demonstrieren. Vermutlich wird es jede Menge Randale geben und kein normaler Mensch wird verstehen, was das nun soll.

Genau das ist der Zweck:

Sinnlose Randale statt Aufklärung und echter Systemkritik!

Keine Kritik der Geldpolitik der EZB, schon gar keine Erklärung der Wirtschaftskrisen, sondern Wände beschmieren und Feuerwerk zündeln.

Aber vorher gibt es für diese revolutionären Menschenfreunde noch Dresden mit “Bomber Harris do it again”. Das wird besonders gut honoriert und sorgt für die spätere Karriere im System.

Systemfrager Februar 9, 2015 um 09:07

Das wird besonders gut honoriert und sorgt für die spätere Karriere im System.

Ich weiß nicht, warum mir jetzt der Name Joschka einfällt
:)

Systemfrager Februar 9, 2015 um 09:41

Tja,
das wahre Gesicht des Kämpfers für die westlichen “Werte”

Der Generalsekretär von Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow, bewertete die Erklärung von Lucas als eine „Drohung an Kollegen“. „Dies klang ungeheuerlich – jemandem den Mund zu verbieten und dazu noch zu versprechen, Journalisten zu Parias zu machen. Und all das nur weil sich jemand erlaubt, Ansichten zu äußern, die sich von seinen Ansichten unterscheiden.“

Wie Kisseljow betonte, verbreitet Lucas nicht zum ersten Mal antirussische Äußerungen. Lucas‘ Worte, in Russland gebe es keine Redefreiheit, widersprechen den Fakten, fügte er hinzu: Das Buch des „Economist“-Redakteurs, in dem er die Politik des Kremls kritisiert, wurde ins Russische übersetzt und veröffentlicht.

gelegentlich Februar 9, 2015 um 09:58

Frage in die Runde: seit wann und wo ist die Tatsache, dass es bei Minsk I eine Zusatzvereinbarung gab (Kiew hätte den Flughafen räumen müssen) bekannt?

E31 Februar 9, 2015 um 10:04

@ Systemfrager @ Keynesianer alder die Oberspammer hier

Exemplarisch für Propaganda im Kommbereich bei Wiesaussieht: Ukraine – Russland. Bei euch beiden herrscht die Tendenz vor, allet watt abstoßend und grausam ist, einem Lager einseitig zuzuordnen.

Bei allen verfeindeten Gruppen, können Beispiele für Antisemitismus, Faschismus und Homophobie belegt werden. Aber ihr könnt es vielleicht auch nicht raffen. Ihr habt es nicht so mit der Fähigkeit des Differenzierens. Heult hier oft über einen Mangel an unabhängiger Berichterstattung und schreibt dabei selbst einem Totalitarismus das Wort.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=9GCsd2TJKjQ

Systemfrager Februar 9, 2015 um 10:11

@E31
Tja,
jetzt als die Maske gefallen ist, versuchst du unschudig mit dem Spielchen:
Wer ohne Sünde ist, soll der erste den Stein werfen.
Worum es bei dir und solchen geht ist etwas anderes:
Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in deinem Auge bemerkst du nicht?
Deine Masche ist aufgeflgon mein Liebster.

Keynesianer Februar 9, 2015 um 10:21

@E31

Deine Videos zeigen nur Randale: U-Bahnen beschmieren, irgend etwas abreißen, zuschmieren und zuletzt das tolle Ziel: Polizeikongress sabotieren.

Wie revolutionär! Das haben jetzt alle Bürger kapiert – dass diese Revoluzzer Deppen sind, bei denen es zu nicht mehr als Randale und Kaputtmachen reicht.

Ahnt Ihr überhaupt, wie weit Ihr damit jede wirkliche Kritik am System sabotiert? Aber vermutlich ist Euch das egal, weil zu mehr als Randale und irgendwo herumschmieren reicht es wohl im Kopf eh nicht.

Linus Februar 9, 2015 um 10:27

@gelegentlich:
Die entmilitarisierte Zone von 15 km Breite war offizieller Bestandteil der Zusatzvereinbarungen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-regierung-und-rebellen-beschliessen-pufferzone-a-992731.html

Dabei blieb jedoch die Situation im Bereich des Flughafens unklar. Siehe am 23.11. hier:
https://alternativepresseschau.wordpress.com/2014/11/24/presseschau-vom-23-11-2014/
“Ria.ru: Die Regierung der nicht anerkannten DVR schlägt vor, den Flughafen von Donezk und die Stadt Stschastje in der LVR zu neutralen und entmilitarisierten Zonen zu machen, in die Beobachter der OSZE kommen könnten, erklärte er ständige bevollmächtigte Vertreter der DVR bei den Minsker Verhandlungen und stellvertretende Sprecher des Volkssowjets der DVR, Denis Puschilin, gegenüber Journalisten. „Eine unserer Vorschläge ist, das Gebiet des Flughafens zu einer entmilitarisierten Zone zu machen. Damit sowohl sie (die ukrainischen Truppen) von dort weggehen als auch wir nicht hineingehen. Und dorthin könnte die OSZE mit Kontrolleuren kommen, sowohl bezüglich von unserer Seite als auch von den Truppen der Ukraine“, erklärte Puschilin. Dann könnte sich nach seiner Meinung eine Situation bilden, in der „wer auch immer schießen würde, auf die Vertreter der OSZE schießen wird“, sagt er.”

Keynesianer Februar 9, 2015 um 10:28

Außerdem wird eben solches Revoluzzertum vom System gefördert, oder meint Ihr wirklich, die würden Euch nicht alle kennen und schon an Eurer Haustür abgreifen können, wenn Ihr nicht so nützlich für das System wäret.

Die lassen Euch noch nicht mal für die Schäden bei der Randale zahlen und fördern vermutlich noch die Anreise von weit her. Denn mit Euch haben die Medien dann das tollste Thema, dass die Kritiker der Geldpolitik und der absichtlichen Verursachung der Eurokrise durch die Agendapolitik von SPD und GRÜNEN ja auch nur alles kaputt machen wollten.

Der Joschka Fischer, den könntet Ihr mal zusammen mit seinem Freund Cohn-Bendit besuchen, letzterer ist immer mal wieder im Westend bei Kaffee und Kuchen zu sehen, also der Joschka Fischer hat es auch mit Randale zu was gebracht im Dienst des Systems. Vermutlich ist das so Typen wie Euch sogar voll klar.

https://www.google.de/search?q=Joschka+Fischer+Putztruppe&rlz=1C1YBKB_enDE527DE536&es_sm=93&biw=1920&bih=955&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=jH3YVJCtAsPj7QbeqYDQCQ&ved=0CC0QsAQ

Linus Februar 9, 2015 um 10:30

@gelegentlich: Der Flughafen war mE damals ein “Kessel”.

E31 Februar 9, 2015 um 10:35

@ Keynesianer

“Sinnlose Randale statt Aufklärung und echter Systemkritik!”

Tastenwichser, Sesselfurtzer und überhaupt arrogante, alte Säcke sind ein Vorbild? Du bist, glaube ich der Typ, der gerne von den Menschen da draußen, als Naivlinge, alles dumme Schafe spricht? Die pro russische – als auch die pro westliche Propaganda nervt. Du verkaufst dich gerne hier als “absolut unabhängige Beobachter” und hast dabei aber genauso eine politische Orientierung.

Es gibt Konflikte, die eine soziale Logik haben und die sich nicht so direkt in politischen Farben abbilden. Das leugnest du und bist, egal welches Thema, sofort dabei, eindeutig Freund und Feind zuzuordnen.

In deiner Welt, ist vielleicht KenFM eine gute Wahl, um beim Thema Militanz, für eine differenziertere Wahrnehmung zu werben:

https://www.youtube.com/watch?v=C1yOSKvTOPU&feature=youtu.be

Klaus Jarchow Februar 9, 2015 um 10:36
Keynesianer Februar 9, 2015 um 10:54

@E31

Es gibt Konflikte, die eine soziale Logik haben und die sich nicht so direkt in politischen Farben abbilden.

Soso, alles ehr unüberschaubar kompliziert.

Und jetzt erzähl uns doch mal, wie Ihr ausgerechnet darauf gekommen seid, gegen den EZB-Turm zu randalieren. :)

Der hat nämlich was mit der Geldpolitik und der Eurokrise zu tun, aber das ist für Euch ja eh viel zu komplex. Anderen ist das nicht zu komplex, die erklären den Leuten, wie die Geldpolitik und das Lohndumping in Deutschland das Elend in Griechenland verursacht haben.

Und damit denen möglichst niemand zuhört, dafür hat man Euch gegen den EZB-Turm mobilisiert. Ihr sollt nämlich jede inhaltliche Kritik der Geldpolitik sabotieren mit Eurem Blödsinn.

Sonst könntet Ihr in Frankfurt doch auch gegen den Eisernen Steg randalieren oder gegen den Frankfurter Zoo. Ist doch auch alles irgendwie Kapitalismus. ;)

E31 Februar 9, 2015 um 11:04

@ Keynesianer

“Ahnt Ihr überhaupt, wie weit Ihr damit jede wirkliche Kritik am System sabotiert? Aber vermutlich ist Euch das egal, weil zu mehr als Randale und irgendwo herumschmieren reicht es wohl im Kopf eh nicht.”

Flugblätter verteilen. Latschdemos. 1. Mai, DGB und den Teller Erbsensuppe abholen. Wobei – war einmal. Heute nur noch völkisch verhetztes Irres im Internet absondern.

“Deine Videos zeigen nur Randale”

Gibt immer mehr, wo nur draufschlagen hilft. So als List der Vernunft. So lange bis Ruhe ist und Vernunft einkehrt. Dein extremismustheoretischer Nazi-vergleich passt auch. Die Mitte kennt keinen Extremismus. Klar. Schau dich ein wenig auf altermedia.deutschland.info um: die argumentieren und fordern das selbe wie du.

http://magazine.good.is/articles/intermission-the-best-picture-from-the-vancouver-hockey-riots

gelegentlich Februar 9, 2015 um 11:05

@Linus
Danke! Mir ging es darum ob, wie gestern erneut herumposaunt wurde, die „Separatisten“ einseitig sich nicht an getroffene Verabredungen gehalten haben oder nicht.
@E31
Der Kritik am Erklärbärwesen stimme ich zu. Den Rest halte ich für krawalligen Quatsch. Nachdem ich eben 3 Zeitungen gelesen habe frage ich mich schon, wo die „Querfrontler“ sitzen.

E31 Februar 9, 2015 um 11:24

@ Keynesianer

“Soso, alles ehr unüberschaubar kompliziert.”

Das ist bei dir ganz einfach, weil reflexhaft die Freunde und Feinde auswählen. Jeder, der im Ukraine – Russland – Konflikt differenziert analysieren möchte, wird von dir als Minibrzezinski verunglimpft. Du hast diese kindliche Einstellung, das jede Aussage, in der Welt, instrumentell, ferngesteuert und abhängig ist. Mir ist in solchen Diskussionen, oft dieses das-sagst-Du-nur,-weil-du-von-der-Gegenseite-bist, über den Weg gelaufen. Geradezu exemplarisch ist hier @ Systemfrager. Mal ehrlich, diese Unterstellung hat doch was paranoides.

http://instagram.com/p/sy9fDzstoL/

gelegentlich Februar 9, 2015 um 11:30

@E31
Nicht falsch, aber was ist dann das hier?
http://www.faz.net/aktuell/politik/sicherheitskonferenz-2015/der-ungleiche-kampf-um-die-deutungshoheit-13417093.html
Dem Herrn werden exzellente Geheimdienstkontakte nachgesagt.

Natalius Februar 9, 2015 um 11:31

Eine starke Dokumentation des Krieges aus der Sicht der im Donbass lebenden Menschen. Das muss aufhören:
https://www.youtube.com/watch?v=7GzOaIXnkPs

Ich bleibe übrigens bei meiner Auffassung, dass Frau Merkel im Rahmen ihrer Möglichkeiten (als Spielball) das beste macht, was mit Diplomatie überhaupt noch erreicht werden kann. Würde es nach den Kräften gehen, für die Ficktoria Nuland steht, kämen wir schnell an den Punkt, an dem überhaupt nicht mehr deeskaliert werden kann. Nulands ad hominem Angriffe auf Merkel sind nach meiner Auffassung daher nicht staged sondern echt. Die “PNAC-Fraktion” ( – Nuland ist Ehegattin des PNAC-Architekten Kagan und Kagan heisst angeblich “König” im Khasarischen – ) hat sich tatsächlich in der US-Regierung in eine Position manövriert, die dem Zitat von Yossi Sarid voll gerecht wird: “And if in the past, we (die “Klasse der Superreichen”) ran the show from behind the scenes, now we’re doing it openly, from center stage.”

Systemfrager Februar 9, 2015 um 11:44

Es gibt eine Hoffnung für Russland:

Die antiwestlichen Stimmungen haben in Russland ihren historischen Höhepunkt erreicht, ergibt eine Umfrage des Lewada-Zentrums für Meinungsforschung. 81 Prozent der Befragten verhalten sich negativ zu den USA – gegenüber 44 Prozent vor einem Jahr. Um das Zehnfache – von vier auf 42 Prozent – stieg die Zahl der Russen, die die Beziehungen zwischen Russland und den USA als feindselig bezeichnen. 71 Prozent der Befragten verhalten sich schlecht gegenüber der EU, während 24 Prozent die Beziehung Russland-EU als feindselig bewerten — vor einem Jahr war es nur ein Prozent gewesen.

Wie hieß es:

„Man kann alle Menschen eine gewisse Zeit und gewisse Menschen die ganze Zeit, aber niemals alle Menschen die ganze Zeit täuschen.“

Abraham Lincoln

E31 Februar 9, 2015 um 11:45

@ gelegentlich

“Den Rest halte ich für krawalligen Quatsch. Nachdem ich eben 3 Zeitungen gelesen habe frage ich mich schon, wo die „Querfrontler“ sitzen.”

Dieser Hassgesang aus die USA sind an allem schlechten in der Welt schuld, die großen Medienhäuser und die deutsche Regierung sind ihre Marionetten und Putin verteidigt sich doch nur gegen ukrainische Faschisten, kommt nicht nur von Nazis. Im Kommbereich hier sind jede Menge alternative Rechte und linke- wie rechte Esoteriker unterwegs. Ich verstehe unter Querfrontler, wenn von rechts der Antisemitismus mit der von links, Pro – Russland – Idee gemischt, mit dem gemeinsamen Amerikahass zusammengehalten, sowie mit irren Welterklärungsgedanken aus der politischen Esoterik gewürzt wird.

https://www.youtube.com/watch?v=pc6_ov6GK68

Keynesianer Februar 9, 2015 um 11:47

@E31

Mal ehrlich, diese Unterstellung hat doch was paranoides.

http://instagram.com/p/sy9fDzstoL/

Blumentöpfe auf dem Fußweg umschmeißen? Das soll jetzt revolutionär sein? So schaut Ihr aus.

Und ja, der Klaus Jarchow, den wir ja gut kennen, der irgendwie seine Buchstaben gegen Putin verkauft, der hat Dich gleich als Spießgesellen erkannt und hoch erfreut hier begrüßt.

Der ist nämlich auch ganz revolutionär wie ihr. ;)

Und ja, bei den (ehemaligen wie aktuellen) Revolutionären in Frankfurt (wie schon Joschka und Daniel) sollten wir vorsichtig sein:

Lange war das CIA-Büro im Frankfurter IG-Farben-Haus ein verschlafener Außenposten. 2001 ändert sich das schlagartig. Zunächst ziehen die US-Amerikaner aus dem Gebäude im Frankfuert Westend aus. Und nach dem 11. September 2001 sind die Frankfurter Agenten laut ihrem damaligen Chef Kyle Foggo die Männer für die Operationen, die dem Hauptquartier zu heikel sind – wie die Geheimgefägnisse.
http://www.fr-online.de/politik/cia-buero-im-ig-farben-haus-verschlafener-aussenposten-wacht-auf,1472596,3158018.html

gelegentlich Februar 9, 2015 um 12:13

@E31
Sie müssen einfach mal verstehen dass die Abwehr von Propaganda, die brutal auf einen neuen Ost-West-Konflikt und das Geschäftsmodell der Kiewer Putschisten setzt, zunächst mal gar nichts mit rechts oder links zu tun hat. Man will einfach nicht weiter verarscht werden, von den MSM-Medien, von Propaganda-Instrumenten a la Euro-Maidan, von Leuten wie @Klaus Jarchow. Klar, es gibt Antisemiten, Säusel-Nazis, Eso-Bekloppte bei den Leuten, die diese Haltung teilen. Die sind zäh im Internet, aber dabei eben nur eine winzige Minderheit. Ebenso klar ist, dass Russland auch mit Propaganda arbeitet und dass der FSB sicher auch in der Ukraine den einen oder anderen dirty trick angebracht hat. Aber man muss doch, wenn man hier lebt, einfach mal die Größenordnungen im Auge behalten. Und solch groteske Dinge wie Sanktionen gegen Russland nach MH-17, wo bis heute Niemand weiß, wer das Flugzeug abgeschossen hat. Allein schon bei solch einem Vorgang muss doch ein Licht aufgehen! Für mich war die regelmäßige Lektüre dieses Blogs, nicht zuletzt wegen der Einschätzungen von @Soldat Schwejk, und von Telepolis die einzige Chance, einigermaßen zeitökonomisch zu verstehen was da eigentlich passiert. Dass ein Blumencron so rumjammern muss ist ja nicht das Verdienst von @Natalius oder @Keynesianer, um es einmal so auszudrücken.

E31 Februar 9, 2015 um 12:14

@ Keynesianer

Bei dir ist echt Hopfen und Malz verloren. Die Putinisten mit ihrer Querfront bilden also die eine Seite. Auf der anderen Seite das böse Imperium, die USA samt Verbündete. Primitives Freund – Feind – Denken. Mehr nicht.

“Blumentöpfe auf dem Fußweg umschmeißen? Das soll jetzt revolutionär sein? So schaut Ihr aus.”

Na klar. Aber bitte nicht die Aufstände in Marmeladengläsern verschweigen.

http://www.whokilledbambi.co.uk/2011/01/riots-jam-jars-by-james-cauty/

Ekel Alfred Februar 9, 2015 um 12:23

Passt vielleicht zur Frage, wie man die militärische Eskalation verhindert, besser als die überflüssige Querfrontdiskussion:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ukraine-konflikt-viktor-janukowitschs-letzte-tage-13388710.html
Offensichtlich versucht die FAZ, nachdem sogar Fr. Merkel endlich die Opposition in der relevanten Mitte der Wählerschaft bemerkt hat, ihre Leser über die tatsächlichen Abäufe dieser “Revolution” aufzuklären, also ein wenig Ursachenforschung zu betreiben. Mich hat die Theorie vom Doppelspiel Putins (einerseits versöhnlich auftreten, andererseits zur maximalen Härte beim Niederschlagen des Maidan raten) wenig überzeugt. Auch Obamas Aussage, dass man Putin auf dem kalten Fuß erwischt habe, spricht dagegen. Vielleicht kann der Soldat etwas dazu sagen. Von E 31 und Jarchow habe ich außer Rabulisitik und Destruktion im Stile von SPON-Foristen hier leider noch nichts gelesen. Dem Keynesianer oder natalius mag man mit Recht die Einseitigkeit ihrer Welterklärungsmuster vorhalten können. Eine solche herausfordernde Opposition ist aber allemal konstruktiver als die selbstverliebte Eitelkeit der olivgrünen Systemkonformisten.

E31 Februar 9, 2015 um 12:32

@ gelegentlich

Du willst nicht auf Propaganda hereinzufallen: Kann ich nachvollziehen. Gerade beim Thema Ukraine ist es schwer, woran man seine eigene Interpretation festmachen soll. Typen wie @ Keynesianer haben natürlich zu allem eine Meinung. Egal wie unübersichtlich die Lage ist.

http://vimeo.com/13366725

Keynesianer Februar 9, 2015 um 12:50

@E31

Die Kräfte, die von Dir als Querfront bezeichnet und abgelehnt werden, sind genau diejenigen, die keine primitiven Feindbilder pflegen. Die machen bei dem Spalten von Links gegen Rechts und Anti-PEGIDA gegen PEGIDA nicht mit.

Und Du? Du bist Dir sicher, wo Deine Freunde und Feinde zu suchen sind, Deine Freunde bei den Spaltern und Deine Feinde bei der Querfront und Putin.

Manfred Peters Februar 9, 2015 um 13:02

Gülle und Galle (richtig E311)

Nicht genug, dass der Fäkalagitator hier eine/n mehr oder weniger sachliche(n) Diskussion/Streit stört, jetzt giftet auch noch ein Galli, der nicht einmal seine 3 Nickzahlen geordnet wiedergeben kann, man nennt es auch Dyskalkulie, im Forum.
”E311 ist auch unter dem Namen Octylgallat bzw. nur Gallat bekannt und gehört zur Klasse der Antioxidationsmittel. … Die erlaubte Tagesdosis liegt bei 0,5 mg…”
Ich denke er hat das Forum schon mit einigen Kg seiner Galle verpestet und es wird einige Zeit dauern bis das wieder beseitigt ist.
Fazit und Bitte: Es bringt nichts mit einem, der an Dyskalkulie und sicher anderen Übeln leidet, hier weiter zu diskutieren; einfach nicht mehr antworten. :-(

Keynesianer Februar 9, 2015 um 13:04

Lustiges Beispiel dieser Destroika:

Gestern Nacht hat es beim Verwaltungsgericht in Frankfurt ordentlich gekracht. Das waren wir. Mit Steinen, Farbflaschen und Eisenstangen haben wir den schicken Neubau ordentlich bearbeitet. Unseren Rückzug haben wir mit brennenden Mülltonnen gedeckt. Die Bullen tauchten nicht auf. War auch besser für sie. Das nächste mal reißen wir die Hütte ab.
http://destroika.noblogs.org/post/2014/11/15/angriff-auf-verwaltungsgericht-in-frankfurt/

Die meinen noch wirklich, dass sie sowas in Frankfurt verabreden und durchführen könnten, ohne dass die Sicherheitsorgane davon wissen. :)

Was glauben die, in wessen Auftrag sie handeln und warum da keine “Bullen” kamen? ;)

Was meinen die, wer sich sowas ausdenkt?

Kinderchen – ihr werdet von V-Leuten geführt.

E31 Februar 9, 2015 um 13:09

@ Ekel Alfred

“Dem Keynesianer oder natalius mag man mit Recht die Einseitigkeit ihrer Welterklärungsmuster vorhalten können. Eine solche herausfordernde Opposition ist aber allemal konstruktiver als die selbstverliebte Eitelkeit der olivgrünen Systemkonformisten.”

Darum geh es mir nicht. Auf Wiesaussieht . de geht es meist um Volkswirtschaftliches. Das zieht dann auch die Rechten an. Leute, die für ihr homogenes Volk, Gerechtigkeit wollen. @ Keynesianer schreibt doch fleißig Kommentare im Stil von wir-gegen-die-da-oben oder gegen die Volksverräter. Außerdem werden hier die Putinfans angezogen. Die Autoritären, die Führersehnsucht haben und mit dem Westen, vor allem Dekadenz verbinden. Das hat allerdings nicht mit dem Betreiber dieser Seite zu tun. Als letzte Gruppe sind da noch Arbeitslose und Frustrierte, für die solche Seiten wie hier, als eine Art Stammkneipe fungieren.

https://www.youtube.com/watch?v=2cF8oA0zn7A#t=44

E31 Februar 9, 2015 um 13:16

@ Manfred Peters

“Nicht

…..

antworten.”

So ein Lagerdenken ist schon watt praktisches: Selbstentlastung durch Feindbildkonstruktion.

https://www.youtube.com/watch?v=Ejd2rsXoQSI

KommentatorX Februar 9, 2015 um 13:16

@Ekel Alfred

Danke für den Hinweis!

Der Artikel ist ein Beispiel für FAZ-Journalismus:
Konrad Schuller: „Ukraine-Krise Die letzten Tage des Präsidenten Janukowitsch“ (9.2.2015)
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ukraine-konflikt-viktor-janukowitschs-letzte-tage-13388710.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Aus dem FAZ-Artikel:

„Gegen acht Uhr geriet der Majdan außer Kontrolle. Schüsse peitschten, Massen wogten.“

Man nutzt das Passiv:

„geriet der Majdan außer Kontrolle“
Warum, wer sind die Täter?

„Schüsse peitschten“
Schüsse fallen nicht vom Himmel wie der Regen. Wer schoß?

„Am Nachmittag ging dann die Welle der Videos durchs Internet: Frauen und Männer blutend zusammengesackt, ohne Deckung auf offener Straße, während maskierte Täter Schuss um Schuss abgaben, systematisch, erbarmungslos. Zuletzt waren einschließlich der Opfer der vergangenen Tage 115 Menschen tot, unter ihnen 13 Polizisten. Bis heute ist unklar, wer schoss und wer die Schüsse befahl.“
Warum ist dies bis heute unklar? Wer hat die Identifizierung der Täter durch mangelnde Untersuchungen verhindert?

„Von den Depressionen der vergangenen Tage war nichts an ihm [=Janukowitsch] zu bemerken, er schien kontrolliert und leugnete, das Massaker angeordnet zu haben.“
Die Wortwahl “er leugnete” unterstellt, dass Janukowitsch lügt.
Wenn Janukowitsch das Massaker nicht angeordnet hat, dann leugnete er nichts, im Gegenteil, dann sprach er die Wahrheit.

Die gleiche Vorgehensweise wie bei MH 17. Die Identifizierung der Täter wird verhindert. Die Schuldzuweisung erfolgte ohne Beweise.

Man erinnere sich an die angeblichen „Massenvernichtungswaffen“ des Saddam Hussein, die erlogen wurden, um den Angriffskrieg gegen den Irak zu rechtfertigen.

gelegentlich Februar 9, 2015 um 13:27

@E31
Hier geht es nicht darum, ob man es hier gerne so hätte wie in Russland. Die verzweifelte Kategorie des Putinfans greift deshalb ins Leere.
„Als letzte Gruppe sind da noch Arbeitslose und Frustrierte, für die solche Seiten wie hier, als eine Art Stammkneipe fungieren.“
Stimmt. Stuttgart etwa hat schon seine Fußgängerzonen gesäubert. Sollen wir hier jetzt auch? Aber wie nur?

Natalius Februar 9, 2015 um 13:28

EILMELDUNG
EU legt weitere Russland-Sanktionen auf Eis
Die geplante Ausweitung der EU-Sanktionen gegen ukrainische Separatisten und russische Politiker wird wegen der deutsch-französischen Friedensinitiative vorerst auf Eis gelegt. Bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel sei beschlossen worden, die neuen Strafmaßnahmen nicht sofort in Kraft treten zu lassen, sagten Diplomaten am Montag in Brüssel.
09.02.2015
Mehr in Kürze auf FAZ.NET.

Wusste ich doch, dass ich mit meiner “einseitigen” Einschätzung zu Frau Merkel vs. Frau Nuland richtig liege!

E31 Februar 9, 2015 um 13:31

@ Keynesianer @ Manfred Peters @ Sstemfrager

Vielleicht solltet ihr euch weniger mit der Gosse abgeben und stattdessen, einen Kommunikationskanal zur Mehrheits – Gesellschaft öffnen.

@ Ekel Alfred

Eitelkeit? Ich ? Soll ich dir ein paar Zitate aus Kommentaren selbstverliebter Kryptofaschisten und ( proto-) antisemitischer Verschwörungseiferer bringen?

https://www.youtube.com/watch?v=OKy09uuQ7y4#t=12

BB Februar 9, 2015 um 13:35

Hey Pudel-Online *kecker, lach*

Auf die wievielte Meldung dieser Art aus dem “Wahrheitsministerium” von Schoko-Poposchenko / CIA fallt ihr eigentlich noch rein? Die tausendsiebenhundertdreiunzwanzigste?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-kiew-meldet-einmarsch-von-1500-soldaten-a-1017479.html

KommentatorX Februar 9, 2015 um 13:36

@Ekel Alfred Februar 9, 2015 um 12:23
Offensichtlich versucht die FAZ, nachdem sogar Fr. Merkel endlich die Opposition in der relevanten Mitte der Wählerschaft bemerkt hat, ihre Leser über die tatsächlichen Abläufe dieser “Revolution” aufzuklären, also ein wenig Ursachenforschung zu betreiben.

Die Medien haben ein Glaubwürdigkeitsproblem. Die Wahrnehmung als „Lügenpresse“ findet sich auch in Teilen der „relevanten Mitte“ der Gesellschaft.

Zudem begreifen immer mehr Menschen aus der „relevanten Mitte“, dass Merkel keine Politik für die „Mitte“, sondern gegen diese macht.

2007 rief Merkel die CDU als Partei der Mitte aus.
In ihrer Grundsatzrede grenzte Merkel ihre Partei klar von der SPD ab. „Hier ist die Mitte, und in der Mitte sind wir – und nur wir“, rief sie den Delegierten zu.
http://www.focus.de/politik/deutschland/parteitag_aid_228133.html

Nicht nur die Medien, auch Merkel hat ein Akzeptanz- und Glaubwürdigkeitsproblem.

BB Februar 9, 2015 um 13:36

Erst prüfen, dann schreiben gilt heute ja wohl nix mehr. Einfach rauskloppen, was aus dem Ticker kommt, auch wenn Till Eulenspiegel und Münchhausen persönlich unterschrieben haben.

BB Februar 9, 2015 um 13:37

@E31

Wir sind das Volk! Wir sind das Volk! Wir sind das Volk!

f.luebberding f.luebberding Februar 9, 2015 um 13:48

Ich kann nicht immer sofort reagieren. Aber ich habe die von gelegentlich angesprochenen Postings von Natalius gelöscht. Er hat tatsächlich schon wieder mit diesem Mist angefangen. Das ist die letzte Warnung. Ansonsten fliegt er raus. Ansonsten hier mein heutiges Altpapier. Dort wird auch thematisiert, was hier bzgl. der Kommentare angemerkt worden ist.

Klaus Jarchow Februar 9, 2015 um 13:49

@ BB: “Wir sind das Volk!” War das jetzt ein Pluralis maiestatis?

topi Februar 9, 2015 um 14:08

>>>
“EU legt weitere Russland-Sanktionen auf Eis”

Wusste ich doch, dass ich mit meiner “einseitigen” Einschätzung zu Frau Merkel vs. Frau Nuland richtig liege!

Ach was Merkel.

Wenn an in Reihenfolge aufstellt, wer in Europa Sanktionen will, steht Merkel an welcher Stelle?

topi Februar 9, 2015 um 14:22

Man könnte ja leicht veränderte Beschreibungen zum Ukraine-Konflikt aus der Wahrheitpresse lesen. Aber der Spin hat sich doch nicht geändert, es wurden nur die dümmlichsten Kiewer Lügen etwas reduziert.

Man liest und hört sofort, dass die bösen “Pro-Russen” Zivilisten in Mariopol beschossen haben. Was zumindest die Frontlage plausibel erscheinen lässt.
Die ganzen toten Zivilisten im Separatistengebiet werden genannt, ohne zu sagen, dass sie offenbar von der Armee beschossen wurden.

Oder die unkommentierte Wiedergabe der offiziellen Kiewer Position, es muss nur die Grenze geschlossen werden und alle ausländischen Soldaten und die Technik raus, dann wird alles gut.

Was passiert dann?
Es gibt sofort eine humanitäte Katastrophe in den Gebieten.
Und eine militärische Offensive, massiver Beschuss der Zivilbevölkerung inclusive. Bis alles in Schutt undAsche liegt, mit Tausenden weiteren Toten.

Na wenn das nicht die humanitäre Lösung ist, die sich die aufrechten Demokraten aller Länder so wünschen.

Keynesianer Februar 9, 2015 um 14:26

Eine interessante Spekulation:

What’s inside in the Debaltsevo cauldron? Why did the leaders of Europe rush to Russia?


And yet, there are theories that in the arsenals of Debaltsevo one will find phosphorous and cluster shells and bombs, banned by international conventions, but used by the Ukrainian armed forces during the shelling of cities and towns. This could be evidence of war crimes…

http://fortruss.blogspot.co.uk/2015/02/what-is-debaltsevo-cauldron-hiding.html

Keynesianer Februar 9, 2015 um 14:34

Was Merkel betrifft:

Die Verantwortlichen der USA sind sich längst klar darüber, dass die besten und modernsten Waffen aus US-Beständen die Lager der Kiewer Truppen nicht verbessern könnten.

Jetzt brauchte man noch jemanden, der das öffentlich sagt und damit die Wut der Russophoben auf sich zieht:

Merkel!

Während die Vertreter der USA weiter so tun, als wollten sie dem Regime in Kiew modernste Waffen liefern, muss Merkel die böse Hexe spielen, an deren Einspruch das scheitert.

Damit haben die Deutschen über Merkel wieder die Arschkarte gezogen und zugesteckt bekommen, denn in Polen oder anderen den Russen feindlich gesonnenen Staaten wird man nicht erfreut sein.

Wieder heißt es: Die Deutschen sind schuld!

Dass die Russen uns dafür nicht allzu freundlich gesonnen werden, darum wird man sich bei der nächsten Gelegenheit kümmern. Die kommt bestimmt bald.

topi Februar 9, 2015 um 14:35

“interessante Spekulation”

da ständig Fahrzeuge rein- und rausfahren, halt teils unter Beschuss, würde mich wundern, wenn man da noch sehr aufregendes fände.

Außerdem ist es doch wurscht, was die Separatisten irgendwo finden, interessiert doch die Wahrheitspresse ohnehin nicht.

Natalius Februar 9, 2015 um 14:36

@f.luebberding Februar 9, 2015 um 13:48

Jetzt gehen Dir aber die Nerven durch, Frank! Im übrigen bin ich Dir dankbar für deine Editierfunktion. Ich lag offenbar auch mit meiner Einschätzung der strategischen Motive hinter dem Ukraine-Konflikt richtig. Und diejenigen, die es gelesen haben, werden sich später daran erinnern, wenn es offiziell rauskommt. Denn – wie sagt man: Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen. Auch wird dann klar, welch jämmerliches Bild sich hinter einem @gelegentlichen Denunzianten dieses Blogs verbirgt, der hier als Weltbild-Stasi einen völlig inkompetenten Job macht und alles bekämpft, was nicht in die Enge seines eigenen Gedankengefängnisses passt. (Gerademal von hier bis Heise – Vielleicht lernt wenigstens @Holger darüber, dass das Treffen mit ihm ein Fehler war).

Ich danke dir noch dafür, dass Du so gründlich gelöscht hast, dass die verbleibenden Fragmente den Avatar @Natalius geradezu als Regierungssprecher erkennen lassen ;-)

Die Drohung des Rauswurfs lässt mich kalt – wenn Du Deinen Blog auf normopathische Exsudate eines @gelegentlich reduzieren willst, steht Dir keiner im Wege.

Eagon Februar 9, 2015 um 14:42

Gute Gelegenheit für die Amerikaner Atomwaffen in die Ukraine zu schmuggeln.

Systemfrager Februar 9, 2015 um 15:26

Von Minsk I zu Minsk II?

Die Katastrophe war kein Gottesgericht, sondern Menschenwerk. Man hätte sie noch abwenden können, als die damalige Kiewer Regierung – vor der Wahl Petro Poroschenkos zum Präsidenten am 25. Mai 2014 – glaubte, sie müsse den Aufstand in der Ostukraine gewaltsam niederschlagen und einen Teil des eigenen Volkes damit zur Räson bringen. Warum wurde Angela Merkel nicht in diesem Augenblick in Kiew und Moskau vorstellig? Warum hat sie sich stattdessen von das Kiewer Obsession vereinnahmen lassen, ein „terroristisches Komplott“ zerschlagen zu müssen?

Es wird in diesen Tagen offenbar, was vor der Eskalation absehbar war: Wirtschaftssanktionen können Russland nicht beugen, weil der Ukraine-Konflikt seine Kerninteressen berührt. Die ukrainische Armee verliert an Boden und droht, im Osten aufgerieben zu werden. Damit geht der Kiewer Administration nicht nur Staatsgebiet verloren, es verschärft sich zugleich die ohnehin schon desaströse ökonomische Situation. Deren soziale und politische Konsequenzen werden der Regierung Poroschenko nicht mehr Zulauf verschaffen – im Gegenteil, entweder werden die Ultranationalisten um Premier Jazenjuk die Oberhand gewinnen oder es winkt ein neuer Maidan.

der Freitag >>>

Keynesianer Februar 9, 2015 um 15:33

Die Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow bei der 51. Münchner Sicherheitskonferenz am 7. Februar 2015 übersetzt auf deutsch:

http://www.russland.ru/lawrow-auf-der-muenchner-sicherheitskonferenz/

Jackle Februar 9, 2015 um 15:47

“Er hat tatsächlich schon wieder mit diesem Mist angefangen. Das ist die letzte Warnung.”

Wie unfassbar lächerlich du doch bist, Frank. Seit Jahren räumst du hier den Nazis, VTlern, Judenhassern, Holocaustleugnern breiten Raum ein und du wunderst dich verdammt nochmal, dass die einfach so weiter machen? Dazu fällt einem wirklich nichts mehr zu ein. Aber wie auch immer. Schreib mal ruhig weiter deine belanglosen Artikel für deinen kleinen sozialdemokratischen Naziblogfans, du Oberpfeife. Du hättest vor 2-3 Jahren die Chance gehabt diesen Blog zu retten. Wie jeder tapfere Sozialdemokrat hast du aber lieber daher schwadroniert. Jetzt hast du deinen Naziblog. Lern damit zu leben, Schwachmat!

Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 16:02

@KommentatorX Februar 9, 2015 um 13:36
„2007 rief Merkel die CDU als Partei der Mitte aus.
In ihrer Grundsatzrede grenzte Merkel ihre Partei klar von der SPD ab. „Hier ist die Mitte, und in der Mitte sind wir – und nur wir“, rief sie den Delegierten zu.
http://www.focus.de/politik/deutschland/parteitag_aid_228133.html
Nicht nur die Medien, auch Merkel hat ein Akzeptanz- und Glaubwürdigkeitsproblem.“

KommentatorX, ich erwähnte schon, dass Deutschland das unwahrscheinlich große Glück hat, eine so intelligente Frau wie Angela Merkel an ihrer Spitze zu haben.

Ein von mir sehr geschätzter Mann urteilte schon vor 150 Jahren, dass die Deutschen zwar zu sehr großen Dingen fähig seien, wegen vermutlich zu großer innerer Angst aber nicht tun können.

Natalius Februar 9, 2015 um 16:04

@Keynesianer Februar 9, 2015 um 14:34
“Was Merkel betrifft:

Die Verantwortlichen der USA sind sich längst klar darüber, dass die besten und modernsten Waffen aus US-Beständen die Lage der Kiewer Truppen nicht verbessern könnten.”

Klar könnten sie das! Nur weiss inzwischen jeder, dass die Kommadoeinheiten für Drohnen und Fernlenkkörper nicht in Kiew sondern in den USA stationiert sind. Jeder Einsatz solcher “besten und modernsten” Waffen spräche für eine direkte Mitbeteiligung der USA, was von Putin nicht unbeantwortet bleiben könnte. Und schon hätten wir die heisse Phase, deren Eskalation nicht mehr kontrolliert werden könnte.

Natürlich ist Merkel ein Spielball oder ein “puppet on the strings”. Aber es gibt nicht nur einen Puppenspieler und sie entscheidet, wo “es” stärker zieht. D.h. Merkel hat durchaus Spielraum für eigene Interpretationen dieses Konflikts. Und sie macht das, was viele andere auch machen würden, nämlich Zeit gewinnen, um per Diplomatie zu deeskalieren. Sie hat in der Cunctator-Rolle ehe ihre Stärken und gerade jetzt werden genau diese Stärken gebraucht.

Sie macht das gut – und der Groll russophober Länder wie Polen ist vergleichsweise unbedeutend.

Natalius Februar 9, 2015 um 16:18

@Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 16:02

“KommentatorX, ich erwähnte schon, dass Deutschland das unwahrscheinlich große Glück hat, eine so intelligente Frau wie Angela Merkel an ihrer Spitze zu haben.”

Na ja, ich würd’s nicht übertreiben – aber gerade jetzt, wo es um die Verhinderung eines Kriegs mit dem Potential eines katastrophalen Ausgangs geht, sollten wir ihr mental beistehen und sozusagen beten, dass es klappt.

BB Februar 9, 2015 um 16:19

Schöne Bilder von Merkel aus ihrer Frühzeit:

http://www.griechenland-blog.gr/2015/02/anonymous-ueber-merkel-von-der-fdjlerin-zur-kanzlerin/2134428/

Hmmmmm, war sie mal Sozialarbeiterin oder sowas? Bundesprogramme gegen Rechts? *?*

Natalius Februar 9, 2015 um 16:29

@Frank Lübberding:

Hiermit stelle ich den Antrag, den Beitrag von @Jackle Februar 9, 2015 um 15:47 zu löschen und ihm die rote Karte zu zeigen.

Grund: Wüste ad hominem Attacke mit ungerechtfertigten Beleidigungen und Unterstellungen. Gleiches Recht für alle. @Holger wurde wegen solcher Dinge rausgeworfen.

Keynesianer Februar 9, 2015 um 16:32

Mach Euch über “Mutti” mal keine Illusionen:

Alle Leute, die früher mal mit ihr geredet haben, behaupten, dass sie nicht intelligenter wäre, als sie aussieht.

Und das will was heißen. ;)

aifran Februar 9, 2015 um 16:35

…. “Man kann zehnmal sozial orientierte Parteien wählen – wenn man einen Job will, muss man sich den Bedingungen “des Marktes”, seinen Preisen und Zumutungen, seiner Konkurrenz und Unkontrollierbarkeit unterwerfen.

Gegenüber als Herrschende und Beherrschte stehen sich in diesem Sinne vor allem die inzwischen zur Redewendung gewordenen “99 Prozent” der Menschheit und das “andere 1 Prozent”, also jene, die über große Teile des Weltvermögens und der globalen Produktionsmittel verfügen – und all die anderen, deren materielle Verfügungsgewalt bei der Verfügung über die eigene Arbeitskraft bereits mehr oder minder beendet ist.

Wenn also eine Handvoll internationaler Konzerne die weltweite Nahrungsmittelindustrie beherrscht und entscheidet, was wir im Supermarkt zu kaufen vermögen, und wenn 147 internationale Konzerne die gesamte Weltwirtschaft kontrollieren, lässt sich erkennen, dass deren sowie der Einfluss ihrer jeweiligen Eigner auf die sozialen und ökonomischen Verhältnisse weltweit entscheidender als jener von demokratisch legitimierten Parlamente und Regierungen ist. Das brachte auch Warren Buffet, der drittreichste Mensch der Welt, auf den Punkt, als er unlängst feststellte:

“Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.”

Wenn dem aber so ist: Wieso wehren sich die 99 Prozent dann so selten? Welche Techniken wendet Herrschaft an, um sich gegen Kritik zu immunisieren und vor Angriffen zu schützen? Aktuell dürften dies vor allem die Techniken der Propaganda, der indirekten Steuerung vermittels Angst sowie der strategischen Einbindung sein. …..”

http://le-bohemien.net/2015/02/09/die-ideologische-mobilmachung-der-republik/

QuestionMark Februar 9, 2015 um 16:43

@aifran Februar 9, 2015 um 16:35

Wenn dem aber so ist: Wieso wehren sich die 99 Prozent dann so selten?

Vielleicht weil die noch damit beschäftigt sind der Merkel hinten reinzukriechen? Sie ist aber auch so intelligent und – ach – so wunderschön.

aifran Februar 9, 2015 um 16:45

“10 Strategien der Manipulation
le Bohémien am 16. Juni 2011
Der Franzose Sylvain Timsit zeigt in seinem Text „10 Strategien der Manipulation“ auf satirische Weise, wie eine Gesellschaft manipuliert werden kann, ohne dass eine kritische Masse an Menschen dies realisiert.

Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen von der „plötzlich“ anwachsenden Brisanz politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen überrascht sind, ist es besonders interessant, sich mit Timsits Einsichten auseinanderzusetzen.

Sylvain Timsit zeigt auf, wie die Gesellschaft beeinflusst wird und welche Informationen für relevant gehalten werden. Da Information immer zu Wahrnehmung führt und Wahrnehmung die Grundlage jedes Handelns ist, begründet Information letztendlich auch die soziale Realität. Ebenso den Wandel dieser.

1. Kehre die Aufmerksamkeit um
Das Schlüsselelement zur Kontrolle der Gesellschaft ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf unwesentliche Ereignisse umzulenken, um sie von wichtigen Informationen über tatsächliche Änderungen durch die politischen und wirtschaftlichen Führungsorgane abzulenken. Jene Strategie ist der Grundstein, der das Basisinteresse an den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Psychologie, Neurobiologie und Kybernetik verhindert. Somit kehrt die öffentliche Meinung dem wirklichen gesellschaftlichen Problemen den Rücken zu, berieselt und abgelenkt durch unwichtige Angelegenheiten. Schaffe es, dass die Gesellschaft beschäftigt ist, beschäftige sie, beschäftige sie so, damit sie keine Zeit hat über etwas nachzudenken, entsprechend dem Level eines Tieres.

2. Erzeuge Probleme und liefere die Lösung
Diese Methode wird die „Problem-Reaktion-Lösung“ genannt. Es wird ein Problem bzw. eine Situation geschaffen, um eine Reaktion bei den Empfängern auszulösen, die danach eine präventive Vorgehensweise erwarten. Verbreite Gewalt oder zettle blutige Angriffe an, damit die Gesellschaft eine Verschärfung der Rechtsnormen und Gesetze auf Kosten der eigenen Freiheit akzeptiert. Oder kreiere eine Wirtschaftskrise um eine radikale Beschneidung der Grundrechte und die Demontierung der Sozialdienstleistungen zu rechtfertigen.

3. Stufe Änderungen ab
Verschiebe die Grenzen von Änderungen stufenweise, Schritt für Schritt, Jahr für Jahr. Auf diese Weise setzte man in den Jahren 1980 und 1990 die neuen radikalen sozio-ökonomischen Vorraussetzungen durch (Neoliberalismus): Ein Minimum an Zeugnissen, Privatisierung, Unsicherheit, und was der nächste Tag bringt, ist Elastizität, Massenarbeitslosigkeit, Einfluss auf die Höhe der Einkünfte, das Fehlen von Garantie auf gerechte Lohnarbeit. ……… ”

http://le-bohemien.net/2011/06/16/10-strategien-die-gesellschaft-zu-manipulieren/

Klaus Jarchow Februar 9, 2015 um 16:48

@ Jackle: ‘AAA+’ – es läge alles in seiner Hand. Tscha, vermutlich Märchenstunde: Es war einmal. Was war das mal für ein toller Blog!

Keynesianer Februar 9, 2015 um 16:51

Wieso wehren sich die 99 Prozent dann so selten?

Propaganda und Angst um die Existenz.

Massenarbeitslosigkeit in Ländern, in dem man nur mit ausreichend viel Geld überleben kann, bedeutet klar gesagt, dass Millionen Menschen und ihre Familien durch das herrschende System existenziell mit nicht weniger als Verelendung oder gar dem Tod bedroht werden.

Die 99% haben Angst und das nicht ohne Grund.

Dazu kam in der Vergangenheit noch die Vereinzelung: Die Propaganda in den Massenmedien hat ja den Abermillionen Opfern der absichtlich zu diesem Zweck inszenierten Krisen eingeredet, dass jeder selber für sich verantwortlich und damit an seinem Elend schuld sei. Das System würde doch sein Bestes für das Wohl der Menschen tun und außerdem gäbe es Demokratie und die freie Presse.

Heute haben wir Internet und können uns endlich informieren und organisieren. Das löst bei den Herrschenden Panik aus. Bisher konnte man die Massen belügen und betrügen ohne auch nur befürchten zu müssen, dabei öffentlich erwischt zu werden. Die Propagandamedien waren alle fest unter der Kontrolle der kriminellen Oligarchen und “Investoren”.

Der Grund für den Erfolg der “russischen Propaganda” ist einfach, dass die Russen heute die reine Wahrheit über unser System erzählen können. Das wirkt sympathisch und echt und menschlich:

09.02.2015 Ukrainian crisis news. Latest news of Ukraine, Russia, USA, Europe, Munich
https://www.youtube.com/watch?v=tByOzryAwww

QuestionMark Februar 9, 2015 um 16:52

@aifran Februar 9, 2015 um 16:45
Die Strategien der Manipulation funktionieren. So kann man Gut zu Böse machen. Und aus Schwarz wird Weiß. Und aus Dummheit wird Intelligenz. Die Menschen sind dem einfach nicht gewachsen. Weiter oben kann man sehen wie jemand Merkel als intelligent bezeichnet hat. Diese “intelligente Frau” hat kürzlich in der Öffentlichkeit ernsthaft die Frage gestellt warum ein 2-jähriges Kind nicht in der Schule ist(!).
Von den von der Frau angerichteten Strukturschäden in D und Europa mal ganz abgesehen. Und trotzdem wird hier im Forum die Führerpropaganda einfach nachgeplappert. Da bleibt einem echt die Spucke weg.

ruby Februar 9, 2015 um 16:54

Beten?
Entscheidungsgewalt und -durchsetzung sind wohl eher gefragt.
Was hat die Nato, die EU, die Eurowährungsgemeinschaft mit der Ukraine und USA Kriegswünschen zu tun?
Die kann Pleite gehen, die kann sich im Bürgerkrieg verstricken, die kann ihre Handelspartner und Waffenlieferanten auswählen.
Ukraine und die Beziehungen zu einer friedlichen, verteidigungsfähigen Europäischen Union, was hat das mit Atombombenstationierung und moderner Drohnenkriegführung zu tun?
Sind die Initiatoren überhaupt noch zurechnungsfähig?
Wer will die EU zur Mördergemeinschaft anstiften und einsetzen?

Systemfrager Februar 9, 2015 um 16:59

Es war einmal. Was war das mal für ein toller Blog!

@Jarchow
Fast habe ich gesagt: Herr Jarchow sollte lieber sein Sandspielkästchen nicht verlassen, dass wäre doch nicht wünschenswert. Was wäre ein Hof ohnen einen Narren.

ruby Februar 9, 2015 um 16:59

Rebellion
https://www.youtube.com/watch?v=whpzhJrkrP8
Sieger Groß und Klein…

QuestionMark Februar 9, 2015 um 17:08

Weiter oben wurde die sinkende Qualität des Blogs angesprochen. Wer in den letzten Jahren ein bißchen aufmerksam gewesen ist der hat das auch andernorts mitverfolgen können. Der Grund dafür liegt schlicht im Frust der politischen Beobachter. Durch die nachhaltige Propaganda und die Entpolitisierung während der bisherigen Zeit des Merkel-Regimes ist die Resignation bei den (noch verbliebenen) poltischen Beobachtern stetig angewachsen. Dieser Frust entlädt sich in den Foren in Form von lächerlich kindischen Streitereien.

Der Witz bei der ganzen Geschichte: Durch die Zweiparteiendiktatur (CDU/SPD) in D kann eine kleine Kamarilla hierzulande tun und lassen was sie will. Inhalte zählen schon lange nicht mehr. Auch das ist übrigens eines der Verdienste dieses Kretins im Bundeskanzleramt.

ruby Februar 9, 2015 um 17:08

Liberos
https://www.youtube.com/watch?v=RzKxoS6vMNo
Leben und leben lassen

KommentatorX Februar 9, 2015 um 17:10

@Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 16:02
KommentatorX, ich erwähnte schon, dass Deutschland das unwahrscheinlich große Glück hat, eine so intelligente Frau wie Angela Merkel an ihrer Spitze zu haben.
Ein von mir sehr geschätzter Mann urteilte schon vor 150 Jahren, dass die Deutschen zwar zu sehr großen Dingen fähig seien, wegen vermutlich zu großer innerer Angst aber nicht tun können.

Die Deutschen, als autoritäre Charaktere sowie politisch und kulturell rückständiges Volk haben schon immer ihre Rettungs- und Erlösungsphantasien in ihre Führer bzw. den Staat („Vater Staat“) hineinprojiziert.

Jetzt, wo der Lügenbaron out ist, bleibt nur die Merkel übrig.

Bei irrationalen Projektionen dieser Art spielt Angst eine zentrale Rolle (cf. z. B. Stockholm-Syndrom).

Für kleine Kinder sind vor allem die Eltern ihre Schutzpersonen.
Später werden Schutzbedürfnisse auf sog. „Übergangsobjekte“ wie Teddys projiziert, welche psychologisch eine Schutzfunktion innehaben. Die Religiösen projizieren es in den Himmel, dann glauben sie, dass Gott-Vater über sie wacht.

Und jetzt schätzen die einfältigen Deutschen sich glücklich, weil sie glauben, eine „Mutti“ zu haben, welche für sie sorgt und sie beschützt.

Okay, ich bin sicherlich kein Anti-Deutscher, im Gegenteil, ich war lange Zeit – mein geamtes Berufsleben lang – ein Patriot, der sich fürs Allgemeinwohl eingesetzt hat, selbst unter Inkaufnahme persönlicher Nachteile.

Es gab unter den welt-historischen Persönlichkeiten, welche wesentliche Beiträge zur Entwicklung der Menschheit geleistet haben, unzweifelhaft auch großartige deutsche Menschen.

Nach dem Ersten Welt wurden in Deutschland viele großartige Menschen verfolgt und ermordet, später, während der NS-Zeit, wurde nahezu die gesamte kritische Intelligenz vertrieben oder ermordet.

Was die intellektuelle, die politische und kulturelle Entwicklung insgesamt betrifft, so waren die Deutschen im Vergleich zu ihren westlichen Nachbarn ein rückständiges Volk.

Wenn ich aus biographischer Perspektive die letzten fünf Jahrzehnte betrachte, so haben sich die Deutschen verhalten wie der bekannte „Hans im Glück“ im Märchen.

Die Notstandgesetze waren der historische Wendepunkt, danach ging es nur abwärts, mit der Verfassung, mit dem Bildungswesen, den Wissenschaften, mit dem ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung, dem Rechtsstaat, der Infrastruktur …

Und die kritische Intelligenz wurde mit dem Radikalenerlass von 1972 zu Dissidenten gemacht und politischer Repression unterworfen, indem sie mit Berufsverbot bedroht wurden.

Heute ist Deutschland gesellschaftlich ein Steinbruch und es wird weiter abwärts gehen.

Aber von mir aus träumt weiter, dass die Mutti Euch schützt und rettet.
Das entängstigt und so kann man beruhigt weiterschlafen.

Klaus Jarchow Februar 9, 2015 um 17:12

@ Systemfrager: “Was wäre ein Hof ohnen einen Narren.”

Das ist schon richtig. Mir ist aber historisch kein Hof bekannt, wo sich gleich dreißig Narren tummeln durften … das gab’s allenfalls auf Brants ‘Narrenschiff’.

aifran Februar 9, 2015 um 17:12

… und wenn es mit dem Bip-Wachstum nicht mehr so recht klappt – kein Problem – neue Bilanzregeln und schon stimmt sie wieder die Systemische Erfolgsbilanz ….

“”Wachstum” durch Drogenhandel, Prostitution und Tabakschmuggel
Ralf Streck 13.06.2014
Durch die Einbeziehung von illegalen Geschäften in die Wirtschaftsleistung werden auch Defizit und Schuldenstand aufgehübscht

Spanien, Irland, Italien und Großbritannien bekommen nun einen scheinbaren Wachstumsschub. Durch die Einbeziehung von illegalen Geschäften wie Drogenhandel, Prostitution, Tabakschmuggel, Waffenhandel, Verkauf von Diebesgut, Schwarzarbeit… wird statistisch Wachstum und Wirtschaftsleistung geschaffen, womit das Defizit und auch die Gesamtverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung gesenkt wird.

“Illegale wirtschaftliche Vorgänge gelten als Transaktionen, wenn alle beteiligten Einheiten einvernehmlich an ihnen teilnehmen. Beim illegalen Kauf, Verkauf oder Tausch von Drogen oder Diebesgut handelt es sich daher um Transaktionen, bei Diebstahl dagegen nicht.” So steht es in der neuen Fassung des Europäischen Systems VolkswirtschaftlicherGesamtrechnung (ESVG) von 2010, die im September für alle EU-Staaten verpflichtend wird, wenn sie die Zahlen ihres Bruttoinlandsprodukt (BIP) vorlegen. ….”
http://www.heise.de/tp/news/Wachstum-durch-Drogenhandel-Prostitution-und-Tabakschmuggel-2221439.html

OECD warnt vor Dauer-Konjunkturschwäche
9. Februar 2015, 12:09
Nur wirklich tiefgehende Reformen könnten die Konjunktur ankurbeln und die wachsende Ungleichheit bekämpfen

Istanbul – Der Weltwirtschaft droht nach Einschätzung der Industriestaaten-Organisation OECD eine anhaltende Stagnation. Nur mit ehrgeizigen Strukturreformen ließen sich die Konjunktur ankurbeln und die wachsende soziale Ungleichheit in vielen Ländern bekämpfen, machte OECD-Generalsekretär Angel Gurria am Montag kurz vor einem G20-Finanzministertreffen in Istanbul deutlich. “Es besteht die Gefahr, dass wir in eine langandauernde Phase geringen Wachstums geraten”, warnte er. ……
http://derstandard.at/2000011452221/OECD-warnt-vor-Dauer-Konjunkturschwaeche

…. wenn alles nichts mehr hilft – rasch ein Feindbild zum Prügeln, Kriegstreiberei und Krieg – nur Schreddern schafft Bedarf – ohne Trümmer kein neues Wirtschaftswunder …. (so ein Schuldgeldsystem ist schon was feines …. Wachstum sonst Kriiiiissseeeeeeee)
schöne Tage

QuestionMark Februar 9, 2015 um 17:15

@KommentatorX Februar 9, 2015 um 17:10
Zustimmung. Es handelt sich um eine Projektion. Deshalb sind die entsprechenden Äußerungen auch immer komplett argumentbefreit.

QuestionMark Februar 9, 2015 um 17:21

@Natalius Februar 9, 2015 um 17:12

Na, ja – ob das ihre zentralen Stärken sind? Machtpolitisch ist sie ein ziemliches Monster – das weiss ein Dutzend Politiker, das durch sie zu Hans verwurstet wurde.

Ach, Natalius, warum reden wir eigentlich hier immer so viel über die Medien? Die Medien haben Merkel schöngefärbt und dabei geholfen die Konkurrenten zu beseitigen. Das hier Geld geflossen ist (vermutlich aus Bundesmitteln) dürfte klar sein. Über das grundsätzliche Verfahren bei dieser Art von Korruption kann man sich im Zshg mit dem Fall Guttenberg einen Überblick verschaffen. Der hatte damals Gelder aus dem Bundesverteidigungsministerium zur Bild-Zeitung umgeschleust. A propos Guttenberg, auch der wurde über die Medien nach oben gespühlt. Die Piratenpartei auch und zeitweise die FDP (wer erinnert sich noch an die guten Wahlergebnisse? Keiner?).
Das Kapital spielt mit seiner Macht. Der ganze Rest ist nur eine Anhäufung von Symptomen.

QuestionMark Februar 9, 2015 um 17:25

@Natalius Februar 9, 2015 um 17:12
In Washington wird überhaupt nichts bezwungen. Die EU war (im Gegensatz zu Merkel) gegen einen weiteren Konfrontationskurs. Und deshalb hat man Merkel nach Russland geschickt und deshalb geht die jetzt nach Washington. Bezwungen wird hier überhaupt nichts. Es hat sich einfach die Erkenntnis durchgesetzt das das amerikanische Treiben hier in Europa schädlich fürs europäische Kapital ist. Das ist schon alles.
Habt ihr nicht mitbekommen das Merkel selbst betont hat sie sei im EU-Auftrag unterwegs? Sie hat sich doch relativ klar (wenn auch noch diplomatisch) von der aktuellen Deeskalationspolitik distanziert.

Natalius Februar 9, 2015 um 18:05

@ruby Februar 9, 2015 um 16:54
“Beten?”
JA BETEN!
“Was hat die Nato, die EU, die Eurowährungsgemeinschaft mit der Ukraine und USA Kriegswünschen zu tun?
Ukraine und die Beziehungen zu einer friedlichen, verteidigungsfähigen Europäischen Union, was hat das mit Atombombenstationierung und moderner Drohnenkriegführung zu tun?
Sind die Initiatoren überhaupt noch zurechnungsfähig?
Wer will die EU zur Mördergemeinschaft anstiften und einsetzen?”

All diese Fragen sind inzwischen beantwortbar. Ebenso die Frage, die ich mir zuvor selbst gestellt hatte und die dann gelöscht wurde. Ich hatte vorher nicht gesucht, weil mir die keywords fehlten. Dann habe ich meine Gedanken in eigenen Worten formuliert und nach der Löschung durch Frank rieselten mir die englischen keywords entgegen. Welch eine Synchronizität: Oh Schreck – ich bin nicht als Erster darauf gekommen – da ist was dran!

Nimm lieber die blaue Pille.

Es gibt keinen Wahrheitsstempel (100% truth guaranteed). Das wollten die Downstream-Medien mal für sich beanspruchen, als man noch von “vierter Gewalt” sprach. Inzwischen sieht jeder, dass diese Zeiten vorbei sind. Wir befinden uns im Krieg: Informationskrieg, Währungskrieg, Wissenskrieg, Glissenskrieg, Glaubenskrieg. Man nutze seinen Verstand für das Auffinden logischer Inkonsistenzen und sein Herz zur Resonanzprüfung.

Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 18:36

@KommentatorX Februar 9, 2015 um 17:10
„Die Religiösen projizieren es in den Himmel, dann glauben sie, dass Gott-Vater über sie wacht.
Und jetzt schätzen die einfältigen Deutschen sich glücklich, weil sie glauben, eine „Mutti“ zu haben, welche für sie sorgt und sie beschützt.“

KommentatorX, einfältige „Religiöse“ könnten jetzt glauben, dass Gott – den sie abstrakt für einen Mann halten- ganz konkret eine Frau ist.

Natalius Februar 9, 2015 um 18:44

Question Mark
“Es hat sich einfach die Erkenntnis durchgesetzt das das amerikanische
Treiben hier in Europa schädlich fürs europäische Kapital ist.”

Mal schädlich, mal nützlich. Denn alle “major hubs” auf Farmland 147 sind transnational und interkontinental. Zumindestens im Finanz- und Medienbereich (einschl. Internet, software usw) und das sind inzwischen die tonangebenden Bereiche. Diesem “Kapital” steht “Kapital” aus realer Ökonomie entgegen (aus der Produktion und dem Handel mit physisch/physikalisch “fassbaren” Waren, Rohstoffen, Energieträgern), für welche Handelszonen, Kontinente, Länder (also Räume unterhalb des Globalen) eher bedeutsam sind. Und genau da sollte auch die politische Grundfrage ansetzen. Wollen wir eine Welt, die von “fluiden Medien” (Geld und Information) beherrscht ist, oder eine Welt, in der Mensch, Natur, Produktion, Handel, sinnvolle Arbeit usw. Priorität eingeräumt wird?

ruby Februar 9, 2015 um 18:55

@ Natalius
“Man nutze seinen Verstand für das Auffinden logischer Inkonsistenzen und sein Herz zur Resonanzprüfung.”

“”vierte Gewalt””

Das waren noch hoffnungsvolle Zeiten als das versucht wurde …
Selbst dem N. Minkmar fiel das in seiner Kritik zu Schulz bei Jauch auf !
Wird das im Zeitalter der Überwachung nocheinmal als Motto in den Institutionen und Positionen mach(t)bar ?
Bleibt es trotz Multiplikatoren Randerscheinung in Foren der Ausspähung?
Wird sich zeigen, wer überzeugt.

Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 18:57

@ Natalius Februar 9, 2015 um 18:05
„Wer will die EU zur Mördergemeinschaft anstiften und einsetzen?”
All diese Fragen sind inzwischen beantwortbar. Ebenso die Frage, die ich mir zuvor selbst gestellt hatte und die dann gelöscht wurde. Ich hatte vorher nicht gesucht, weil mir die keywords fehlten. Dann habe ich meine Gedanken in eigenen Worten formuliert und nach der Löschung durch Frank rieselten mir die englischen keywords entgegen. Welch eine Synchronizität: Oh Schreck – ich bin nicht als Erster darauf gekommen – da ist was dran!“

Natalius, Angelika Merkel reichte lt. Wikipedia „am 8. Januar 1986 … ihre Dissertation „Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden“ ein. Die Arbeit wurde mit „sehr gut“ (magna cum laude) bewertet.”

Ich denke, Angela Merkel kennt die „Mechanismen von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch“ nicht nur auf der Ebene der Quantenmechanik.

BB Februar 9, 2015 um 19:00

Obama kündigt “geeinte starke Antwort” an

http://www.faz.net/aktuell/politik/pressekonferenz-zur-ukraine-obama-kuendigt-geeinte-starke-antwort-an-13418731.html

Hey Obama. Lass es. Kommt hier nicht gut. Ist zu amerikanisch großmäulig. Und als Aggressor sollte man sowieso ganz kleinlaut sein.

Hier wird in Zukunft gar nichts mehr “geeint” laufen. Ihr habt’s verplempert.

Ihr Amis bleibt auf eurem Kontinent und könnt eure Hinterhöfe kehren. Wir hier in Europa kehren unsere und zwar ohne euch.

Wir werden gut mit den Russen klarkommen. Auf jeden Fall zehn mal besser, als wenn ihr euch einmischt.

Nehmt eure Nato mit. Die braucht niemand. Die wird sowieso nur noch von Rüstungsfirmen gesponsert und promoted. Big Business mach Weltpolitik und bestimmt, wo der nächste heiße Konflikt die guten Geschäfte bringt. So nicht!

Als erstes steht auf der Tagesordnung, dass sich die Nato aus allen Ländern an der Ost-Grenze der EU zurückzieht. Sie darf höchstens noch in der zweiten Reihe, z.B. bei uns oder in Frankreich, Holland, Belgien, etc. ein paar Stützpunkte unterhalten mit abnehmender Tendenz. Aber Polen, Finnland, Tschechei, ….. sind verboten. Alles was ihr dort habt, wird zusammengepackt und abtransportiert. Ist das klar!

Deutsche Soldaten. Kämpft nicht für McCain. Diese Leute haben die falsche Agenda. Verweigert den Dienst, wenn er irgendwie gegen unsere Freunde in Russland gerichtet ist.

Und wehe, die Merkel verkauft ihre paar Verhandlungstage gegen besonderen Einsatz für TTIP und ähnlichen US-Schwachsinn.

Was ist das überhaupt für ein erpresserischer Basar, der da aufgemacht wird. Wenn Obama jetzt nicht Waffen liefern dar, verlangt er besonderen Einsatz von Merkel bei TTIP. Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Ihr Politiker seid nur noch bekloppt und bescheuert. Kein vernünftiger Mensch würde so argumentieren. Aber euch ist ja nichts zu peinlich.

Wir haben die Schnauze gestrichen voll! Ami go home!

Soldat Schwejk Februar 9, 2015 um 19:05

@ gelegentlich Februar 9, 2015 um 09:58 —> “Frage in die Runde: seit wann und wo ist die Tatsache, dass es bei Minsk I eine Zusatzvereinbarung gab (Kiew hätte den Flughafen räumen müssen) bekannt?”

Also am 19. Januar war es offenbar noch nicht bekannt, sonst hätte diese Seite es sich wohl nicht entgehen lassen, darauf zu verweisen:

http://de.sputniknews.com/politik/20150119/300671476.html

Sie zitieren da ja einen Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, der genau das Gegenteil behauptet.

Vier Tage später, am 23. Januar, erschien dann der ZN Artikel…

http://gazeta.zn.ua/article/print/internal/topografiya-krovyu-_.html

… aus dem hervorgeht, daß das UA-Außenministerium da schlicht gelogen hat, und wo das Zusatzprotokoll auch einzusehen ist.

Vollständig eingekesselt war das Flughafengelände auch im Herbst offenbar nicht, zumindest lassen die Karten-Darstellungen anderes erahnen. Und im Januar dann sind die Ukros ja von dort abgezogen, nachdem das Terminalgebäude teils eingestürzt war.

Keine Ahnung was von @Natalius zwischenzeitlich geschrieben und wieder gelöscht worden ist, aber den von ihm um 11:31 Uhr verlinkten Film sollte man auf jeden Fall mal reinschauen. Das Leben in Donezk unter den Bedingungen ständigen ukrainischen Beschusses, und auch Aufnahmen vom Flughafen.

Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 19:08

@Natalius Februar 9, 2015 um 18:44
„Mal schädlich, mal nützlich. Denn alle “major hubs” auf Farmland 147 sind transnational und interkontinental. Zumindestens im Finanz- und Medienbereich (einschl. Internet, software usw) und das sind inzwischen die tonangebenden Bereiche. Diesem “Kapital” steht “Kapital” aus realer Ökonomie entgegen (aus der Produktion und dem Handel mit physisch/physikalisch “fassbaren” Waren, Rohstoffen, Energieträgern), für welche Handelszonen, Kontinente, Länder (also Räume unterhalb des Globalen) eher bedeutsam sind. Und genau da sollte auch die politische Grundfrage ansetzen. Wollen wir eine Welt, die von “fluiden Medien” (Geld und Information) beherrscht ist, oder eine Welt, in der Mensch, Natur, Produktion, Handel, sinnvolle Arbeit usw. Priorität eingeräumt wird?“

Natalius, ich empfehle dir sehr, sehr dringend die Lektüre eines sehr, sehr wichtigen Buches:
http://www.amazon.de/Die-große-Entwertung-Spekulation-Staatsverschuldung/dp/3897714957

Natalius Februar 9, 2015 um 19:14

@CM
KommentatorX, einfältige „Religiöse“ könnten jetzt glauben, dass Gott – den sie abstrakt für einen Mann halten- ganz konkret eine Frau ist.

Ja, da ist sogar etwas dran an der Pistis Sophia aus den Nag-Hammadi-Schriften: Wörtlich und “überwörtlich” Frau, Lebensbringer, Ursprung, Portal…

Jetzt höre ich aber schon wieder die Löffel an die Gitterstäbe in einigen Gedankengefängniszellen klopfen: Gnostisches ist hier verboten – das kann man bei Heise nicht nachlesen!

g.w. Februar 9, 2015 um 19:14

Im christlichen Glauben besteht die göttliche Trinität aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Der weibliche Aspekt fehlt da.

Der Osten kennt auch die Trinität, aber als Schöpfer, Bewahrer und Zerstörer.

f.luebberding f.luebberding Februar 9, 2015 um 20:03

Frau Nuland hat einen anderen Vornamen.

KommentatorX Februar 9, 2015 um 20:11

@Natalius Februar 9, 2015 um 18:05
Wir befinden uns im Krieg: Informationskrieg, Währungskrieg, Wissenskrieg, Glissenskrieg, Glaubenskrieg. Man nutze seinen Verstand für das Auffinden logischer Inkonsistenzen und sein Herz zur Resonanzprüfung.

Ja, in einem Krieg, der im Zustand von geistiger Verwirrung und Identitätsdiffusion stattfindet.

Die Kampflinien verlaufen kreuz und quer, ohne soziologischen Verstand und menschliche Vernunft.

Klares Bewusstsein über die Frontlinie gibt es nur oben bei den „1%“. Die führen einen Klassenkampf um die Erhaltung ihres Vermögens und des kapitalistischen Systems.

Bei den 99% gibt es vor allem Konfusion und Idiotie. Das Gemeinsame bei ihnen ist, dass diese 99% – trotz ihrer Kontoversen – bis auf wenige Ausnahmen Systembefürworter sind.

Lübberding sagte im Steinbrück-Interview:
Ich bin ein großer Anhänger des Kapitalismus, gerade wegen seiner Dynamik und seiner Anpassungsfähigkeit.

Lübberding stellt sich offen in die Front bei den Kapitalisten. Selbstverständlich weiß er, dass der Neoliberalismus Ausdruck eben dieser „Dynamik und Anpassungsfähigkeit“ des Kapitalismus ist. Und dass angesichts der realen gesellschaftlichen Machtverhältnisse dieser neoliberale Kurs fortgesetzt werden wird.

Okay, Lübberding hat sich zu dieser Parteinahme entscheiden. Das ist in diesem Blog nicht die Ausnahme, sondern die Regel, denn meisten sind Befürworter der kapitalistischen Marktwirtschaft und stehen in der Front mit den Kapitalisten.

Viele können nicht begreifen, dass das System die Menschen zu Kapitalisten macht. Obwohl sie doch wahrnehmen müssten, dass fast alle Menschen im System davon träumen, zu Reichtum zu kommen und dann als Kapitalist ein arbeitsfreies Einkommen zu generieren.

Es gibt sogar Leute, die wollen Marktwirtschaft statt Kapitalismus. Von der Logik her ist das natürlich idiotisch.

Andere imaginieren eine Verschwörung. Tatsächlich gibt es Netzwerke der Kapitalisten, aber anders als kriminelle Vereinigungen operieren Kapitalisten im Rahmen der Legalität. Es gibt Grauzonen und Vermischungen mit dem organisierten Verbrechen. Klar, wenn imperialistische Kriege geführt, Diktaturen errichtet werden etc., dann ist dies verbrecherisch.

Aber selbstverständlich geht es den Reichen und Superreichen um die Aufrechterhaltung der Rechtsordnung, denn so schützen ihr eigenes Vermögen und sich selbst vor Angriffen von Kriminellen.

Die VTler leben vom soziologischen Verständnis her noch im Mittelalter, denn längst ist in der Moderne die personale Herrschaft durch eine systemische abgelöst worden, wo die Gewalt in den Strukturen (Produktionsverhältnisse, Rechtsordnung) verborgen ist.

Wenn jüdische Menschen prozentual vermehrt in den Netzwerken der Reichen und Mächtigen zu finden sind, so gibt es zugleich über 99% unserer jüdischen Mitmenschen, die NICHT zu den Netzwerken der Reichen und Mächtigen gehören. So ist die israelsche Gesellschaft eine knallharte Klassengesellschaft.

Trotzdem gibt es noch jene, deren Denken auf eine jüdische Weltverschwörung fixiert ist.

Wie viel Prozent der Reichen und Mächtigen sind Europäer und Amerikaner mit europäischen Vorfahren?

Wäre es da nicht angemessener von einer christlich-europäischer Weltverschwörung zu reden angesichts der Geschichte von Kolonialismus und Imperialismus und der nicht endenden imperialistischen Kriege?

ruby Februar 9, 2015 um 20:32

Margin Calls continues
https://www.youtube.com/watch?v=Uz5drVSwxig
No Bailout darf nicht wieder passieren ist die Maxime, die nicht realistisch sein wird.
Es ist unglaublich mit welcher Realitätsresistenz die Unmöglichkeit der Schulden- und Zinsbedienung beredet wird.
Das fördert die persönlich Unglaubwürdigkeit fortschreitend.

ruby Februar 9, 2015 um 21:25

Es ist der Anfang, dass die korrupten Politikerkasten, Oligarchenführungen verschwinden, um realistische Lebensverhältnisse menschennah zu praktizieren.
Das neue Europa ist Frieden und nicht Zerstörung.
http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/22/analytischer-blick-auf-ein-zeitalter-der-extreme-lehrreiche-interviews-mit-dem-historiker-eric-j-hobsbawm-werkstattnotiz-lix/
Wir werden doch das gemeinsame Miteinander nicht kurzfristigem Gierstreben opfern ;-)

topi Februar 9, 2015 um 21:56

Kleber wieder mal mit einem Musterbeispiel.

“Sehen wir uns die Menschen an, um die es doch gehen sollte”
Bericht aus Donezk, Kriegszerstörungen, Tote Zivilisten vermeldet, klagende Frauen.

Kein Wort, wer da Donezk beschießt.

Warum nur kann die Wahrheitspresse nicht die Deutungshoheit gewinnen, fragt sie sich.

ruby Februar 9, 2015 um 22:28
bleistift Februar 9, 2015 um 22:49

@ topi

“Warum nur kann die Wahrheitspresse nicht die Deutungshoheit gewinnen, fragt sie sich.”

Yep. Das sagt der Richtige.
Kannst ja Russia Today schauen.
Da kriegste dann deine die Wahrheit präsentiert.

Manfred Peters Februar 9, 2015 um 22:53

Wer schreibt, verdammt noch mal, den Vornamen von Frau Fuck-Nudelmann hier verkehrt? :-(
Interessant dürfte auch und besonders der politisch-geistige Zustand ihrer besseren Hälfte sein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Kagan
Bleibt die Frage, warum sich Obama so ein republikanisches U-Boot in die Regierung holt?

Natalius Februar 9, 2015 um 23:05

@QuestionMark Februar 9, 2015 um 17:21 + 17:25

“Die Medien haben Merkel schöngefärbt und dabei geholfen die Konkurrenten zu beseitigen. Das hier Geld geflossen ist (vermutlich aus Bundesmitteln) dürfte klar sein. Über das grundsätzliche Verfahren bei dieser Art von Korruption kann man sich im Zshg mit dem Fall Guttenberg einen Überblick verschaffen. ”

Natürlich haben die Medien Merkel schöngefärbt und dabei geholfen, die Konkurrenten zu beseitigen. Das bezweifelt keiner, zumal es sogar in diesem Blog Beispiele dazu gibt. Der Punkt, der mir wichtig erschien war, Merkel’s Schwäche (cunctatorism – falls es das Wort noch nicht gibt, bitte ich um Verzeihung) in der aktuellen Situation als Stärke zu bewerten. Vermutlich nicht nur in der aktuellen Situation. Man/frau kann erst “vernünftige Politik” machen, wenn man zuvor ausreichend Zeit hatte, über die Konsequenzen seines Handelns nachzudenken – Vernunft gibt es nicht zum Nulltarif: Gedanken brauchen Zeit. Politik ist ein psychopathischer Job: Shnell, shnell, shnell – avanti – Entscheidung sofort. Wer jeden Tag das Leben einer Frau Merkel lebt, hat keine Zeit – die Frau ist eine Getriebene. Dass sie trotzdem erfolgreich ist, liegt glaube ich darin – die Macht zur Mitwirkung an einer Entscheidung an sich zu reissen, aber dann nicht zu entscheiden!!! Das klingt kafkaesk – ist aber genau der richtige Weg in einer Situation, in der einem der Laden um die Ohren fliegen könnte: Erfolg durch Procrastination.

QuestionMark Februar 9, 2015 um 23:15

@Natalius Februar 9, 2015 um 23:05
Oder einfacher formuliert: Der Erfolg von Blendern resultiert auch aus der Bereitwilligkeit der Opfer sich betrügen lassen zu wollen.

Ich find es ja auch schön das ihr unbedingt etwas Positives in eine Person hineininterpretieren wollt. Nur warum eigentlich immer beim Führungspersonal? Bei den Normalos läuft die Interpretation oft genau ins Gegenteil.
Vielleicht wäre es besser Solidarität für die eigenen Leute zu entwickeln als ständig die Obrigkeit idealisieren und anbeten zu wollen.

Natalius Februar 9, 2015 um 23:21

@Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 18:57

@Carlos, stell Dir vor ich habe mir ihre Doktorarbeit runtergeladen und mal reingeschaut. Mir fiel nichts Negatives auf. Die Arbeit entstand in einer Zeit, in der es noch kein LaTex gab und mathematisch-physikalische Formeln und Symbole noch von Hand “gesetzt” werden mussten.

QuestionMark Februar 9, 2015 um 23:22

@Natalius Februar 9, 2015 um 23:05
Zum “Raisonieren über Politik” hat man schon vor Jahren in diversen Interviews die Dame befragt. Ergebnis: Sie hat keine Vision oder politische Leitlinie (was sich dann auch als wahr erwiesen hat). Sie hat in den Interviews damals relativ deutlich zum Ausdruck gebracht das sie bereits mit dem Tagesgeschäft überfordert ist.
Es gibt bei der Dame kein gründliches oder langes Nachdenken über irgendwas. Die Frau rettet sich über die Runden und stümpert sich durch den Tag.
Alles andere ist nur das Ergebnis eurer Phantasie. Ihr versucht verzweifelt in die Untätigkeit und Unfähigkeit der Merkel etwas hineinzuinterpretieren. Nur um weiterhin die Erkenntnis verdrängen zu können das ihr einen Versager mitzuverantworten habt. (Letzteres natürlich nur sofern ihr das Ding gewählt habt.)

Dipfele Februar 9, 2015 um 23:28
bleistift Februar 9, 2015 um 23:37

“Es gibt bei der Dame kein gründliches oder langes Nachdenken über irgendwas. Die Frau rettet sich über die Runden und stümpert sich durch den Tag.”

Jajajaja.
Kein gründliches Nachdenken….
Sagt der Weltmeister in Steine auf Polizisten schmeißen…

“Nur um weiterhin die Erkenntnis verdrängen zu können das ihr einen Versager mitzuverantworten habt. ”

Na zum Glück bist du ja ein Gewinner…

Natalius Februar 9, 2015 um 23:52

@Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 19:08

“Natalius, ich empfehle dir sehr, sehr dringend die Lektüre eines sehr, sehr wichtigen Buches:
http://www.amazon.de/Die-große-Entwertung-Spekulation-Staatsverschuldung/dp/3897714957

Mache ich, sobald ich Zeit finde. Auf dem ersten Blick (“Nichts ist analytisch so naiv und ideologisch so gemeingefährlich wie die Dolchstoßlegende, eine gesunde Realwirtschaft sei der grenzenlosen Habgier einer Handvoll Banker und Spekulanten zum Opfer gefallen. Umgekehrt wird ein Schuh draus.”) schliesse ich, dass wohltätige Spielcasinos (Finanzmärkte, Derivatehandel, virtuelle Ökonomie) in den Augen der Autoren gierigen Realkapitalisten zum Opfer fielen und frage mich, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war. Es geht offenbar um die Sünden Lüge Versus Gier. Tja, da bilde ich mir meine Meinung aus der Umwandelbarkeit von Spielgeld in Eigentumstitel – und solange Spielgeld nicht von Realgeld unterschieden werden kann, sind für mich die Hauptschuldigen der Misere klar.

Natalius Februar 10, 2015 um 00:02

@Alle: Ich muss jetzt ins Bett und bin wieder ein paar Tage verhindert – melde mich später.

bleistift Februar 10, 2015 um 00:06

@ Natalius

“@Alle: Ich muss jetzt ins Bett und bin wieder ein paar Tage verhindert – melde mich später.”

Oh je! Das klingt gar nicht gut!
Einmal zwinkern wenn alles ok ist. Zweimal zwinkern wenn du (von der CIA?) entführt wirst.
Dreimal zwinkern falls es nach Guantanamo geht…
http://www.arte.tv/guide/de/046156-000/5-jahre-leben?autoplay=1?autoplay=1

Mache mir Sorgen!
Willst du uns eine Botschaft senden? Welche?
Bitte zwinkern!

topi Februar 10, 2015 um 03:49

@Carlos Manoso

“Natalius, ich empfehle dir sehr, sehr dringend die Lektüre eines sehr, sehr wichtigen Buches:
http://www.amazon.de/Die-große-Entwertung-Spekulation-Staatsverschuldung/dp/3897714957”

Carlos, unbedingt auch die Rezension von rubesco und seine Anmerkungen lesen, EXIT gegen Krisis, Krisis gegen EXIT, und gegen alle anderen Nichtsblicker sowieso.

topi Februar 10, 2015 um 04:02

Bleistift

“Russia today”

Bist du eigentlich des Lesens UND Verstehens mächtig?

Wer einen Bericht aus dem Separatistengebiet sendet, und das Leid der Zivilbevölkerung thematisiert, besser instrumentalisiert, ohne dabei zu sagen, dass es die von Kiew befehligte Armee ist, die mit schwerer Artillerie und teils geächteten Waffen täglich vielfach auf die Zivilbevölkerung schießt, lügt einfach durch Auslassung eines relevanten teils der Wahrheit.

Was rt dazu sagt ist dabei egal; denn in den Mainstreammedien gibt es durchaus Berichte von Reportern vor Ort, die die Lage relativ realistisch beschreiben. (Man muss ja auch nur auf die Karte schauen, um zu wissen, wer in welche Richtung schießt, dabei offen zu lügen bringt eben nicht jeder fertig)

Darauf reden sie sich ja hinaus: im Bericht am Tag xx.yy. gab es auch einen Bericht aus dem Donbass, in dem nicht wie in jeder Nachrichtensendung, den Kommentaren und den großen Artikeln der Spin von bösen Prorussen gegen arme Ukrainer die Grundlage war, also berichten wir doch “ausgewogen”.

Aber für den Bleistift, der zwingend ein “gut” gegen “böse”, “wahr” gegen “falsch”, “links” gegen “rechts”, also in “bester” amerikanischer Tradition eine Unterscheidung in “Demokraten” gegen “Republikaner” zur Komplexitätsreduktion braucht, weil sonst das Denken zu weh tut, ist ein durchgängig durchgehaltener parteilicher Standpunkt ja gerade richtig, nicht wahr?

rubyq Februar 10, 2015 um 04:55

@topi
Dr Kritiikus danach ist doch noch viel besser!

Systemfrager Februar 10, 2015 um 06:10

… und frage mich, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war. Es geht offenbar um die Sünden Lüge Versus Gier.

So lange man auf der Suche ist, wer schuld ist, hat man stillschweigend aktzeptiert, dass das System in Ordnung ist, nur die Menschen nicht gut genug isnd.
Das ist die Vormoderne.
Das ist die Theorie/Auffassung/Übereugung den Menschen sollte man besser machen.
Das ist Quatsch.
Wird nie funktionieren

Keynesianer Februar 10, 2015 um 06:21

@Systemfrager

So lange man auf der Suche ist, wer schuld ist, hat man stillschweigend aktzeptiert, dass das System in Ordnung ist, nur die Menschen nicht gut genug isnd.

Wir haben es hier mit Räubern, Dieben und Betrügern zu tun.

Ihre Ausrede ist, dass das System schuld sei und wir sollten endlich das Privateigentum abschaffen, damit wären alle Probleme gelöst und ihre Taten nicht länger Verbrechen. ;)

Systemfrager Februar 10, 2015 um 06:25

Insoweit hat @Keynesianer Recht, wenn eine Gruppe im System attakiert wird, da sind nur Narren – insoweit sie keine neue Idee haben
Solche Menschen sind die zukünftigen Joschkas und Schröders
Sobald sie die Vorigen verjagten, treten sie auf ihre Stelle und alles wiederholt sich

Systemfrager Februar 10, 2015 um 06:27

wir sollten endlich das Privateigentum abschaffen

Das war der fundamentale und fatale Fehler des klassischen Sozialismus/Kommunimsus

„Wie immer haben auch heute ehrenwerte, eifrige Theoretiker, die sich vorgenommen haben, die Gesellschaft umzugestalten, schöne Bilder eines Lebens gemalt, wie es sein könnte unter Institutionen, welche sie sich in ihrer Phantasie mühelos ausdenken. Aber es ist eine verantwortungslose Phantasie, weil sie auf der unberechtigten Annahme beruht, dass sich die menschliche Natur unter dem Einfluss der neuen Institutionen so schnell ändern würde, wie es vernünftigerweise nicht einmal im Lauf eines Jahrhunderts zu erwarten wäre, selbst unter günstigsten Bedingungen. Wenn die menschliche Natur in so idealer Weise veränderbar wäre, so würde wirtschaftliche Großzügigkeit sogar unter den bestehenden Institutionen des Privateigentums herrschen. Und das Privateigentum, dessen Notwendigkeit bestimmt nicht tiefer reicht als die Eigenschaften der menschlichen Natur, wäre in dem Augenblick ungefährlich, in dem es unnötig würde.“

Alfred Marshall

Keynesianer Februar 10, 2015 um 07:44

@Carlos Manoso Februar 9, 2015 um 19:08

Natalius, ich empfehle dir sehr, sehr dringend die Lektüre eines sehr, sehr wichtigen Buches:

Das ist die Krisentheorie nach Marx: :)

Angeblich gehe es bei der Güterproduktion nicht um die Güter und was man dafür als deren Eigentümer (Kapitalist) bekommen kann, von viel Geld bis jungen Weibern, sondern um den Wert, also genauer gesagt: den Mehrwert!

Der Kapitalist interessiert sich nämlich nicht für viel Geld oder Villen am Strand oder Macht über gekaufte Politiker oder Parties mit jungen hübschen Mädels.

Nein!

Der Kapitalist interessiert sich allein für den Mehrwert! :)

Um das zu begreifen, muss man Marx genau studiert haben, sonst weiß jemand gar nicht, was einen Mehrwert haben soll. Geld hat keinen Mehrwert, Villen am Strand auch nicht, noch nicht mal junge Weiber haben einen Mehrwert. Das ist alles nur Fetisch! Zum Beispiel der Geldfetisch, der Villenfetisch, der Fetischismus mit den Weibern:

Das hat alles keinen echten Mehrwert!

Mehrwert ist die Mehrarbeit, gerechnet in Stunden! Haben wir das einmal begriffen, sehen wir das Ende des Kapitalismus deutlich vor uns. Denn wie kommt der Kapitalist an den Mehrwert, also die Mehrarbeit? Nehmen wir einmal an, der Kapitalist ist Fuhrunternehmer:

Früher reichte es, wenn er einen Holzkarren mit zwei PS hatte, also mit zwei Gäulen. Damit konnte er einen Arbeiter ausbeuten und sich die Mehrarbeit aneignen, zum Beispiel 6 Stunden Mehrarbeit am Tag. Und heute? Da sehen wir die Krise des Kapitalismus deutlich vor uns:

Heute braucht der Kapitalist einen LKW mit Überlänge, Überbreite, Überhöhe und Anhänger, um damit jeden Tag noch 6 Stunden Mehrarbeit aus einem Proleten heraus zu pressen. Heute braucht er schon 1000 PS statt früher nur 2 PS um 6 Stunden Mehrarbeit zu erhalten.

Und jetzt kommt Google mit mikroelektronisch gesteuerten vollautomatischen Fuhrparks und Amazon mit der Paketdrohne ohne Piloten.

Da freut sich der Kapitalist über seinen Profit nicht länger und ist verzweifelt und kriegt die Krise und alle Villen am Strand und sämtliche gekauften Politiker und Journalisten und die jungen Weiber können ihn nicht mehr retten, denn: die Mehrarbeit des Fahrers fehlt! :)

Systemfrager Februar 10, 2015 um 08:02

Da freut sich der Kapitalist über seinen Profit nicht länger und ist verzweifelt und kriegt die Krise und alle Villen am Strand und sämtliche gekauften Politiker und Journalisten und die jungen Weiber können ihn nicht mehr retten, denn: die Mehrarbeit des Fahrers fehlt!

Ja, schon damals hat man Marx verspottet, über seine Theorie des Zusammenbruchs des Kapitalismus wegen dem tendentiellen Fall der Profitrate:
Der Kapitalist wird sich umbringen, weil seine Profitrate fellt!

adi Februar 10, 2015 um 08:36

“Alexander Dugin in Deutschland? Neurechter Verlag lädt rechtsradikalen Guru ein

In diesem Jahr möchte die neurechte Zeitschrift „Zuerst!“ mit einem ganz besonderen Highlight aufwarten. Zu ihrem regelmäßigen „Lesertreffen“, das vom 6. Bis 8. März in einem noch nicht genauer bezeichneten „Tagungshotel in Franken“ stattfinden soll, wurde der russische Rechtsradikale Alexander Dugin angekündigt – gewissermaßen als Stargast. Der Esoteriker gilt als einflussreichster Vertreter einer krypto-faschistischen und bellizistischen Ideologie, die den Hass auf alles angeblich „westliche“ oder „liberale“ ins Groteske übersteigert, deshalb aber keineswegs als Quatsch abgetan werden sollte. Von ihren Anhänger*innen werden bewusst Kontakte in verschiedene politische Lager gesucht. Aufsehen erregten aktuell die ominösen Verbindungen Dugins und des mit ihm befreundeten Oligarchen Konstantin Malofejew zur neuen griechischen Regierung [1].

Was will dieser Dugin?

Die Grundzüge seines Weltbildes legte Dugin bereits Anfang der 1990er Jahre in seinem Buch „Der Große Krieg der Kontinente“ dar, das vorab in der ultranationalistischen Zeitschrift „Den“ (dt. Der Tag [2]) erschien: Seit Jahrhunderten bereits bekämpfen sich, Dugins Ansicht nach, die geheimen Orden der „Atlantiker“ und der „Eurasier“ in einem „okkulten punischen Krieg“ [3]. Erstere, auch die „Seemächte“ genannt, zeichnen sich durch Dekadenz und Selbstvergessenheit aus. Sie werden heute von den USA angeführt, gehen aber bis auf das versunkene Atlantis zurück. Unter Letzteren versteht Dugin jene Kulturen, die mit ihren traditionellen Wurzeln verbunden geblieben sind. Russland stellt aktuell die Speerspitze dieser „Landmächte“ dar, die im Wesentlichen die Länder Kontinentaleuropas und Asiens umfassen. Sie haben ihren Ursprung in einem mystischen, nordischen Land namens „Hyperborea“. In unserer Zeit bahnt sich die finale Entscheidungsschlacht dieser antagonistischen Mächte an. Russland muss sich daher bereit machen und eine nationale Wiedergeburt einleiten, um im apokalyptischen Dritten Weltkrieg zu siegen – der vollkommen unvermeidbar ist

adi Februar 10, 2015 um 08:37

Wie bitte? Ja, richtig gelesen.

Vor und kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bewegte sich Dugin in nationalistischen, antikommunistischen Dissident*innenzirkeln. Zu dieser Zeit bezog er sich noch offen positiv auf den europäischen Faschismus und Nationalsozialismus [ebd.]. Ab Ende der 1990er Jahre jedoch hielt er sich mit dezidiert profaschistischen Äußerungen in der Regel zurück. Der gemäßigte Ton dürfte darin begründet sein, dass er in dieser Phase versuchte, mithilfe seines neu entwickelten „Neoeurasismus“ Zutritt zum politischen Establishment zu erhalten. [5] Das blieb nicht ohne Erfolg: Von 2008 bis 2014 leitete Alexander Geljewitsch Dugin einen Lehrstuhl an der angesehenen Moskauer Lomonossow-Universität. Sein Buch „Grundlagen der Geopolitik“ wird heute in der Offiziersausbildung der russischen Streitkräfte als Lehrbuch genutzt. Obwohl er keineswegs unumstritten ist, verfügt Dugin zweifellos über einflussreiche Kontakte in die russische Machtelite [6].

Professor Dugin bemüht sich, seine kruden Weltanschauungen auf russische Wurzeln zurückzuführen, namentlich auf die antiwestliche Eurasismus-Ideologie, die in den 1920er/30er Jahren von einer kleinen Zahl russischer Emigranten vertreten wurde. Tatsächlich prägender sind aber die Einflüsse der sogenannten „Konservativen Revolution“ der Weimarer Republik und der westeuropäischen „Neuen Rechten“ der Nachkriegszeit, des Weiteren esoterisch-verschwörungstheoretische Denker wie Julius Evola, René Guenon, Aleister Crowley u.a. [7]. Dugin verschleiert also systematisch, dass er seine Weltanschauung zum größten Teil eben gerade aus dem von ihm so gehassten Westen importiert hat… Und dorthin möchte er sie nun offenbar mit Hilfe seiner hiesigen Anhänger*innen auch wieder zurückbringen.

Die Zeitschrift „Zuerst!“ erscheint im Verlag von Dietmar Munier als Nachfolgeprojekt der „Nation & Europa“, die 2009 eingestellt wurde. Als Chefredakteur fungiert der ehemalige Redakteur der „Jungen Freiheit“ Manuel Ochsenreiter. Die jährlichen „Zuerst!-Lesertreffen“ stellen eine beliebte Kontaktbörse und Schnittstelle für diverse Nationalkonservative, Militaristen, Verschwörungsgläubige und offene Neonazis dar [8]. Der im deutschen Mainstream praktisch unbekannte Manuel Ochsenreiter wird Zuschauer*innen des russischen Propaganda-TV-Senders RT (vormals RussiaToday) regelmäßig als Kommentator und angeblicher Deutschlandexperte vorgeführt [9]. Als Publizist hat er Dugin bereits mehrfach wohlwollend interviewt [10]. Kürzlich brachte „Zuerst!“ ein neues Buch Dugins auf Deutsch heraus, es wird über den neurechten „Verlag Antaios“ von Götz Kubitschek vertrieben [11].

Der russische Chefdenker des „Neoeurasismus“ soll seinen Vortrag am zweiten Veranstaltungstag des „Lesertreffens“ halten, das geht aus einem an die Leser*innen verschickten Flyer hervor [12]. Danach im Programm folgt Akif Pirinçci. Der Katzenfreund und Islamhasser Pirinçci hat sich nach seiner Rede bei der „Bogida“ [13] nun also endgültig in die Gefilde des organisierten Rechtsradikalismus begeben. Desweiteren tritt AfD-Stadtrat Menno Aden [14] auf und der kanadische Revisionist James Bacque wird Gelegenheit bekommen, seine haltlosen Theorien zu den „Rheinwiesenlagern“ zu verbreiten [15]. Weitere Redner*innen: FPÖ-„Hausfrau“ Babara Rosenkranz [16], Bundeswehr-Oberst a.D. Klaus Ulrich Hammel, der bei der Jungen Freiheit und Compact beliebte Historiker-Mystiker Jan von Flocken [17] u.a.

Zwar haben sich mehrere Politiker*innen bereits gegenüber dem Auswärtigen Amt dafür ausgesprochen, Dugin ein Einreiseverbot zu erteilen, z.B. Volker Beck [18]. Momentan sieht es aber so aus, als würde die Tagung tatsächlich stattfinden können. Und am 7.3., noch vor dem Mittagessen, wird ein Hauch der jahrtausendealten Weisheit von Hyperborea über dem beschaulichen Franken wehen.”

https://www.facebook.com/kentrails/posts/589375967873844:1

adi Februar 10, 2015 um 08:47

Alexander Dugin, März 2015 in Deutschland

https://www.flickr.com/photos/95575441@N04/8718200355/in/photolist-ow3Mjw-ehp4ee-8cJp1y-oiAkde

im Namen des Systems und der gesamten Rothschild-Familie wünsche ich ihm einen passenden Empfang . Seit kreativ, passt auf euch auf, aber lasst euch auch nichts gefallen.

Linus Februar 10, 2015 um 09:17

@adi: So what? Ich verstehe nicht :-(

Systemfrager Februar 10, 2015 um 09:22

Der Fernsehsender CNN hat die ukrainischen Truppen als „proamerikanisch“ (pro-U.S. troops) bezeichnet. Dies geschah während einer Nachrichtensendung, in der Präsident Barack Obama zitiert wurde, der Waffenlieferungen an Kiew nicht ausschloss.

Fotos und Streenshots, auf denen die Laufschrift mit den Worten „Krise in der Ukraine: Obama erwägt Waffenlieferungen auf proamerikanische Truppen“ zu sehen ist, verbreitete sich schnell über soziale Netzwerke. Auf der Webseite des Senders war allerdings diese Formulierung nicht zu finden. Etwaige Kommentare zu dem Vorfall blieben aus.

In meinem rückständigen, vormodernem Weltbild würde man dies als Zensur bezeichnen. Aber so was gibt es natürlich nicht in einer Welt der “Freiheit”, “Menschenrechte” und “Demokratie”.
Ich bin ratlos, beim Verzweifeln
:)

Bogus Februar 10, 2015 um 09:36
peewit Februar 10, 2015 um 09:36

@Systemfrager

Der Troll meint:
Verzweifle nicht mein Freund, hier ist ein Rat:
Für Stalins Gulag fechte als Soldat.

Bogus Februar 10, 2015 um 09:42

Der peewet macht sich reimend nass
und hält das für ‘nen großen Spass!

tätää tätää tätää

Keynesianer Februar 10, 2015 um 09:47

Der Text vom @adi ist eine Kopie von hier:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/134153

Anscheinend irgendwelche Freunde von “Links gegen Rechts” und “Freiheit statt Sozialismus – äh nein: statt Russland!”, egal – jedenfalls pro Israel oder woher auch immer das Geld dafür kommt. ;)

Wäre doch gelacht, wenn man nicht irgendwie Stimmung gegen die bösen Russen machen könnte, z.B. mit diesem Dugin oder wie der heißt – klingt ja fast so ähnlich wie Putin.

Also los und Shalom/Gruß nach Kiew – Kampf jeder Querfront und allen antiamerikanischen Esoterikern! :)

g.w. Februar 10, 2015 um 09:53

@adi, geht´s vielleicht auch mal ohne die Titulierung “rechtsextrem” ?
vor allem, wenn man keine Zitate hat, die diese Bezeichnung rechtfertigen.

H.K.Hammersen Februar 10, 2015 um 10:03

@Keynesianer et. al.
Den Kapitalisten interessiert nicht, dass durch Produktivitätssteigerung weniger Leute (aus denen Mehrwert gepresst werden kann) beschäftigt sind. Der Mehrwert muss dann eben aus den High Potentials geholt werden. Nur die Gesellschaft (und damit die Politik) bekommt ein Problem mit den Low Potentials, die im System des Kapitalismus nicht mehr existieren. Die sind quasi außerhalb des Systems. In den Kernzonen des Systems zur Kapitalverwertung werden diese Low’s (zwecks inneren Friedens) auf niedrigem Niveau mitgeschleppt, aber in der Peripherie ist das nicht mehr möglich. Es geht den Kernzonen nur noch darum, die High’s der Welt anzuziehen, um die Akkumulation weiter zu drehen.

Der Konflikt, den wir beobachten, ist kein Konflikt innerhalb des Kapitalismus; der funktioniert besser denn je, zumindest innerhalb seiner eigenen Logik. Die Vermögen wachsen trotz Krise. Der Konflikt besteht darin, dass die Eliten in der Peripherie, deren Aufgabe es war, die Menschen systemkonform bei der Stange zu halten, Probleme bekommen, ihre Villen und jungen Frauen zu finanzieren. Wo kein Mehrwert zu realisieren ist, benötigt das System keine Kofferträger mehr.

Der Konflikt um den Euro ist Folge davon. Wer von den Krisenländern den Euro aufgibt, entfernt sich weiter vom Zentrum. Für die meisten Menschen in den Krisenländern würde sich dadurch nicht viel ändern. Die sind eh schon so weit vom kapitalistischen Zentrum entfernt, dass ein Euroaustritt daran nichts ändern würde. Aber die Eliten in den Ländern klammern sich verzweifelt daran, zum Zentrum zu gehören und reden deshalb den Menschen ihrer Länder ein, auch den einfachen Leuten bringe der Euro Vorteile. Scheint ja auch noch zu funktionieren. Die wollen alle mehrheitlich den Euro behalten und raffen z. Bsp. in GR nicht, dass sie die Immo-Steuer genannten Kopfsteuern dann auch in einer (für ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) konvertiblen Hartwährung erbringen müssen. Für Drachmen bekommt man eben keine weltmarktfähige Qualitätsware, da sind heimische Produkte angesagt. Ob aber die griechischen Eliten damit zufrieden wären? Ich schätze, selbst der smarte griechische Finanzminister hätte dann ganz schnell einen Job außerhalb seiner Heimat.

adi Februar 10, 2015 um 10:04

@ Keynesianer ein Friedenstäubchen aller Friedenswinter

Faschisten können auch für Frieden sein. Mit Hitler und Mussolini, kennst du dich doch aus. Dein KAMPFGESCHREI nach Frieden ist so glaubwürdig. Wir sind immer für Frieden, aber erstmal müssen wir siegen. Was für ein Heuchelei.

adi Februar 10, 2015 um 10:13

@ Keynesianer

“Also los und Shalom/Gruß nach Kiew – Kampf jeder Querfront und allen antiamerikanischen Esoterikern!”

Das du kein Problem hast, mit Faschisten für den Frieden zusammen zu arbeiten, geschenkt. Gibt da noch viel zu tun. Wie wäre es damit: du kollaborierst mit der NPD, für den Umweltschutz oder Heimatschutz heißt das da. Das ist für dich sicher kein Problem.

Keynesianer Februar 10, 2015 um 10:45

@adi

Ihr seid Spalter, keine Linken. Ihr seid nicht links mit “Kampf gegen Rechts”, sondern werdet in der Regel vom System gesponsert für die Spalterei und Ablenkerei. Lohnsenkung, Sozialabbau, Rentenraub, Verelendung in Griechenland und bald auch hier und ihr?

Ihr habt was gegen irgendeinen Dugin und wollt den hier nicht einreisen und reden lassen. Mit welchem Recht? Findet ihr dessen Argumente so gefährlich? Oder wisst ihr nichts besseres zu tun?

adi Februar 10, 2015 um 10:47

@ Keynesianer

“Also los und Shalom/Gruß nach Kiew – Kampf jeder Querfront und allen antiamerikanischen Esoterikern!”

Ja. Auch deine geistigen Freunde von “nachdenkseiten” bieten den Schulterschluss zwischen rechts und links. Lars Schall fragt dann mal: “Ist der BND lediglich eine Tochtergesellschaft oder Zweigstelle des US-Geheimdienstapparats?”

http://www.nachdenkseiten.de/?p=24073

Keynesianer Februar 10, 2015 um 10:56

@adi

Selbstverständlich ist der BND nur ein Teil und Dienstleister der Five Eyes. Das brauche ich mich nicht erst zu fragen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Five_Eyes

Die Nachdenkseiten stellen die tatsächlichen Probleme der Menschen in den Vordergrund ihrer Diskussion, das finde ich richtig und das wird von mir unterstützt.

Genau dagegen habt ihr irgend etwas, gell?

Und wehe, jemand zweifelt an der offiziellen US-Version zu 9/11, gell? :)

adi Februar 10, 2015 um 11:06

@ Keynesianer

Hör auf einen auf bürgerlich zu machen.

“Ihr seid Spalter, keine Linken. Ihr seid nicht links mit “Kampf gegen Rechts”, sondern werdet in der Regel vom System gesponsert für die Spalterei und Ablenkerei. Lohnsenkung, Sozialabbau, Rentenraub, Verelendung in Griechenland und bald auch hier und ihr?”

Gut. Bring mir ein Zitat von dir, wo du in der Art oben, über NPD, Elsässer, Pegida, Tea Party, Hogesa oder Jebsen geschrieben hast. Wo schreibst du gegen rechts?

Wo leugne ich Kriegshetze, imperialistische Geopoltik der USA / NATO, Drohnenmorde oder die Lügen um die Ukraine? Aber es gibt nichts, was eine Kumpanei mit Nazis rechtfertigt!

Keynesianer Februar 10, 2015 um 11:26

@adi

Ich erkenne eine Menge Probleme auf der Welt, aber darunter bestimmt keine “NPD, Elsässer, Pegida, Tea Party, Hogesa oder Jebsen”, zu denen ich mich unbedingt äußern müsste.

Das ist genau der Unterschied zwischen echten “linken” Themen und den vom Staat/System unterstützten Aktivitäten “Gegen Rechts”, für die ja auch Geld fließt und V-Leute aktiv sind. ;)

Die sollen nämlich spalten. Die meisten Demonstranten bei der PEGIDA sind brave Bürger, die auch lieber gegen Sozialabbau und Rentenraub demonstrieren würden, wenn das System sie ließe. Aber es gibt nur die PEGIDA ganz zufällig oder nicht. Weil das System dagegen wieder die “Antifa” mobilisieren kann und dann kloppen sich die Schäflein gegenseitig, statt die Geschäfte der Regierung zu gefährden.

Im Moment geht es um Kriegsgefahr und die soziale Lage der Menschen im Euroraum. Euch geht es um einen Dugin. Aber nicht mit mir!

adi Februar 10, 2015 um 11:46

@ Keynesianer

“Die Nachdenkseiten stellen die tatsächlichen Probleme der Menschen in den Vordergrund ihrer Diskussion, das finde ich richtig und das wird von mir unterstützt.”

Die nachdenkseiten, das ist “der Sozialismus der dummen Kerle” ( publikative.org/2014/11/23/kenfm-und-der-sozialismus-der-dummen-kerle/ ). Such dir mal raus, was Müller über Montagsdemos sagt. Was der oder Jens Berger,über ökonomische Zusammenhänge bringt, ist ja gut, aber ansonsten sind die für mich unten durch. Auch aufgrund der Kommentare über Medien wie RT deutsch und Weltnetz.tv, ist nachdenkseiten. de für mich nicht links.

Links, linker, am linkesten

Du personalisierst Konflikte, wenn du das an Familien und einzelnen Personen festmachst. Deine Heldenverehrung im Zusammenhang mit Putin, dein personalisiertes Affektverhalten, ist links? Sind Dogmatismus und Linientreue, Ausdruck von freiem Denken?

“So postete beispielsweise die baden-württembergische SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle Ende September auf ihrer Facebook-Seite den Film „Die Macht der Rothschilds“. Inhalt: Die jüdische Familie kontrolliere die Medien, hätte „Kriege dirigiert“ und „Nationen in den Bankrott getrieben“. Weiter wird in dem Machwerk behauptet, die Rothschilds seien für den „Massenmord und die Verarmung von Millionen“ verantwortlich. Juden als Erklärung für Krieg, Wirtschaftskrisen und soziale Missstände. ” ( publikative.org/2014/11/23/kenfm-und-der-sozialismus-der-dummen-kerle/)

KommentatorX Februar 10, 2015 um 11:56

@H.K.Hammersen Februar 10, 2015 um 10:03
Den Kapitalisten interessiert nicht, dass durch Produktivitätssteigerung weniger Leute (aus denen Mehrwert gepresst werden kann) beschäftigt sind. Der Mehrwert muss dann eben aus den High Potentials geholt werden. Nur die Gesellschaft (und damit die Politik) bekommt ein Problem mit den Low Potentials, die im System des Kapitalismus nicht mehr existieren. Die sind quasi außerhalb des Systems. In den Kernzonen des Systems zur Kapitalverwertung werden diese Low’s (zwecks inneren Friedens) auf niedrigem Niveau mitgeschleppt, aber in der Peripherie ist das nicht mehr möglich. Es geht den Kernzonen nur noch darum, die High’s der Welt anzuziehen, um die Akkumulation weiter zu drehen.

Es ist zutreffend, dass die Kapitalisten und ihre Manager nur die Plusmacherei (G -> G´) interessiert und denen die Zukunft ihrer Nation und Gesellschaft sowie das Schicksal der Massen völlig gleichgültig ist. Daher machen sie Deutschland zum Steinbruch und leben in der schönen Schweiz oder im warmen Florida.

Die Arbeit der „Lows“ wird zunehmend durch wesentlich billigere Maschinenarbeit ersetzt, selbst in China. Dazu und zum Management benötigen sie die „Highs“.

In den Kernzonen des Systems zur Kapitalverwertung werden diese Low’s (zwecks inneren Friedens) auf niedrigem Niveau mitgeschleppt, ja es wird sogar eine staatliche Parallelökonomie geschaffen: die Armutsökonomie. Das ist eine staatlich regulierte Planwirtschaft, ein Zwangsarbeitssystem, in der Millionen von Menschen tätig sind, weil sie auf Sozialfürsorge angewiesen sind.

Der Konflikt, den wir beobachten, ist kein Konflikt innerhalb des Kapitalismus; der funktioniert besser denn je, zumindest innerhalb seiner eigenen Logik. Die Vermögen wachsen trotz Krise.

Auch dies ist zutreffend. Zugleich zeigt sich aber auch, dass selbst in den Kernzonen des Kapitals Zweitdrittel der Bevölkerung zu den Verlierern gehören. Diese Tendenz ist steigend.

Gerade in den Mittelschichten zeigt sich eine zunehmende politische und ökonomische Unzufriedenheit, und diese Mittelschichten tendieren nach rechts, also zu der nationalen Rechten.

Das Kapital fürchtet nicht die Linken, denn diese bestehen hauptsächlich aus angepassten Aufsteigern, die leicht zu korrumpieren sind, sondern das Kapital fürchtet die Faschisten, welche den Staat erobern und umstrukturieren wollen in ein streng hierarchisches Führersystem mit de facto Planwirtschaft.

Dann ist es aus mit Lobbyismus und Abgeordnetenkauf und mit „freien“ Medien. Die Kapitalisten können dann nicht mehr mittels ihres Geldes Medienmacht und politische Macht ausüben.

topi Februar 10, 2015 um 12:01

Tagesschau meldet russisches Fernsehen meldet Kessel Debalzewo ist zu.

adi Februar 10, 2015 um 12:19

@ Keynesianer

“Im Moment geht es um Kriegsgefahr und die soziale Lage der Menschen im Euroraum. Euch geht es um einen Dugin.”

Natürlich bin ich gegen Krieg. Natürlich bin ich gegen diesen Raubzug an den Massen, um Banken zu retten. Aber ich lehne dabei jegliche Bündnisse mit rechts ab. Die haben dazu gelernt. Sind nicht mehr so ideologisch wie in den 80igern. Die sind Strategen geworden. Soll ich schweigen, wenn Jens Berger von nachdenkseiten. de, auf seiner eigenen Seite, einem Maskulinsten, wie Arne Hoffmann, ein Forum gibt?

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8167/eckpfeiler-einer-linken-mannerpolitik

Geh da mal in den Kommentarbereich: ist das links? Auf der selben Seite gibt es auch einen Artikel, der aus einer verständlichen – und wohlwollenden Perspektive, die Scharia Gesetzgebung betrachtet. Irgend einer hat hier auf wiesaussieht . de, mal von der “Sehnsucht nach dem Totalitären ” geschrieben.

” Die meisten Demonstranten bei der PEGIDA sind brave Bürger,..”

Für die meisten Jugendlichen ist rechts heute nicht mehr so ein Tabu, wie noch vor 20, 30 Jahren. Also von daher sind die Wahnmachen, PEGIDAS und Putin-Fans erst der Anfang.

Sog. akzeptierende Jugendarbeit mit Nazis hat nichts gebracht und genauso gibt es für mich keine akzeptierende Erwachsenenarbeit. Die Neu Rechten sind aus einem einzigen Grund gut: politisches Denken ist wieder in. Wir haben jetzt 40 Jährige, die das erste mal in ihrem Leben anfangen, sich politisch zu informieren. Heute sind von Armut oder Krieg nicht mehr nur ein paar “Assis” betroffen, sondern viel mehr Menschen.

no.nam Februar 10, 2015 um 12:24

Wieso wird in deutschen Eliten Medien eine bereits hinter den Kullissen laufende finanzielle Rettung der bankrotten Ukraine nicht ins Spiel gebracht? GDP -4,3% . Inflation 22% . USD 1:16 (Schmarzmarkt 22~24).

In 2015 Verpflichtung zur Rueckzahlung von 28 Mllrd. USD ausl. Schulden.

Keynesianer Februar 10, 2015 um 12:25

@adi

Du personalisierst Konflikte, wenn du das an Familien und einzelnen Personen festmachst. Deine Heldenverehrung im Zusammenhang mit Putin, dein personalisiertes Affektverhalten, ist links?

Hä? Wenn hier jemand pausenlos personalisiert, dann seid das. Mich interessiert weder Ken Jebsen, noch kenne ich die Sabine Wölfle oder gar deren Einträge auf Facebook und habe sicher Besseres zu tun.

Noch nicht mal den Film über die Rothschilds kenne ich.

Dafür weiß ich aber und kann das mit Zitaten von Keynes belegen, dass die Weltwirtschaftskrise 1929-33 absichtlich von der Geldpolitik mit dem Goldstandard verursacht wurde. Das war nicht mal ein Geheimnis, sondern schon seit 1918 im britischen Parlament geplant:

Interim Report of the Cunliffe Committee, 1918:

Report on Currency and Foreign Exchanges After the War. As the First World War drew to an end, the British Government commissioned a report on the war’s consequences for the currency and foreign exchange markets. The Committee, reflecting the consensus opinion of British financial and commercial sectors, unanimously recommended a return to the gold standard, the reduction of government debt and borrowing, and the accumulation of sufficient reserves to underpin the system. The excerpts below include the analysis of the pre-war situation and the disturbances caused by the war as well as the recommendations of the Committee.
https://www.gold.org/sites/default/files/documents/1918aug15.pdf

Da wurde die Rückkehr zu den Goldparitäten von 1913 geplant, weil die angloamerikanische Rentiersklasse die Inflation der Kriegsjahre für eine ungerechte Minderung ihrer Kriegsprofite hielt. Welche Folgen eine solche Deflationspolitik haben musste, nämlich den Tod und die Verelendung von Abermillionen Menschen, war allen Fachleuten klar.

In den Essays von Keynes ist das bis heute nachzulesen, der hat davor ganz deutlich gewarnt:

The Bank of England is compelled to curtail credit by all the rules of the gold standard game. It is acting conscientiously and »soundly« in doing so. But this does not alter the fact that to keep a tight hold on credit – and no one will deny that the Bank is doing that – necessarily involves intensifying unemployment in the present circumstances of this country. What we need to restore prosperity to-day is an easy credit policy. We want to encourage business men to enter on new enterprises, not, as we are doing, to discourage them. Deflation does not reduce wages »automatically«. It reduces them by causing unemployment. The proper object of dear money is to check an incipient boom. Woe to those whose faith leads them to use it to aggravate a depression.
Keynes, »The Economic Consequences of Mr. Churchill« (1925), Essays, S. 259.

Die internationalen Bankiers haben diese mörderische Krise tatsächlich mit voller Absicht zum Vorteil von Spekulanten und der angloamerikanischen Rentiersklasse durchgezogen bis 1933. Mit allen Konsequenzen, auch den politischen Folgen in Deutschland.

Die Neoliberalen haben seit über vierzig Jahren keine andere Politik verfolgt und durchgesetzt. Darum geht es.

gelegentlich Februar 10, 2015 um 12:32

@adi Februar 10, 2015 um 11:46
Ein Rätsel! Sie wollen also eine Ihrer Ansicht nach schräge Polemik (Ken Jebsen) mit einer andersartigen, aber mindestens ebenso schrägen (Antilopen…) bekämpfen?
Auf der von Ihnen verlinkten Seite wird doch im Ernst die Internetkloake Achgut (Broder usw.) positiv erwähnt.
Nachdem gestern am Beispiel des Zusatzprotokolls zu Minsk 1 wieder mal die Rolle der Propagandisten klar wurde muss ich Ihnen sagen: weniger (von Ihrer Sorte) wäre entschieden mehr! In diesem Blog reichen @Klaus Jarchow und @sol1 als Platzhalter dafür meiner Ansicht nach aus.

g.w. Februar 10, 2015 um 12:33

immer noch kein Zitat von Dugin´s Rechtsextremismus lol

no.nam Februar 10, 2015 um 14:30

Dugin wird zur Gruppe der Faschisten gezaehlt, weil er die Idee eines vom Westen seperaten Raums ,,Eurasien” idoelogisch unterstuetzt. Aehnliche Ideen gab es vor 80 Jahren in Japan. “Rechtsextremismus” zielt auf etwas anderes ab. Treffender ist es Dugin als Nationalisten zu bezeichnen. ,,Faschist” trifft es (teilweise), weil (1) er moeglicherweise auch nicht vor einer gewalttaetigen Auseinandersetzung zurueckschrecken wuerde, meine ich. (Allerdings gibt es hierfuer keine Zitate, man kann es nur erahnen). (2) Seine Ideen teilweise sehr totalitaer sind und weil (3) seine Gedankten teilweise in ethnologischen Besonderheiten Zuflucht nehmen. Letzteres unterscheidet ihn von den ,,Kommunisten”, die mit ihren Vorstellungen die Welt vereinen wollten.

Russian Nationalism Today: The Views Of Alexander Dugin
by Dmitry Shlapentokh
http://theinfounderground.com/smf/index.php?topic=15000.0

Andreas Kreuz Februar 10, 2015 um 14:38

OT oder doch nicht?

Wie will einer Krieg verhindern,
der das Drumherum nicht begriffen hat?

http://www.egon-w-kreutzer.de/002/tk150210.html

- zumindest Bestätigung von @holgers Erklärungen zum Thema.

Carlos Manoso Februar 10, 2015 um 14:48

@Keynesianer Februar 10, 2015 um 12:25.
„Noch nicht mal den Film über die Rothschilds kenne ich.
Dafür weiß ich aber und kann das mit Zitaten von Keynes belegen, dass die Weltwirtschaftskrise 1929-33 absichtlich von der Geldpolitik mit dem Goldstandard verursacht wurde. „

Keynesianer , der Wandel des Staates zu einem in die ökonomischen Prozesse aktiv eingreifenden Staates a la Keynes bedeutet vor allem, dass die staatlichen Instanzen historisch aktiv dazu übergingen, sich offensiv an der Schaffung von fiktivem Kapital zu beteiligen. Sie taten dies auf zweierlei Weise: zum einen trat der Staat als Eigentumstitelverkäufer auf dem Kapitalmarkt auf, zum anderen wurden die Zentralbanken aktiv und gewährten den Geschäftsbanken Kredite, womit sie künftig im großen Stil als Eigentumstitelverkäufer an der Vermehrung von fiktivem Kapital beteiligt waren. Auf welche Weise die Verschuldung der Staaten die Reakakkumulation ankurbelte, sollte dir bekannt sein.

Das bedeutet:
Solange ein kapitalistischer Staat seine Ausgaben aus den laufenden Steuereinnahmen finanziert, zieht er schon vorhandenen Geldreichtum aus der AKTUELLEN GEGENWART, d.h. aus dem aktuell vorhandenen privaten Geldreichtum ab.

Finanziert ein kapitalistischer Staat seine steigenden Ausgaben dagegen auf Pump, zapft er KÜNFTIGEN Geldreichtum aus einer FIKTIVEN ZUKUNFT ab. Die wirkliche Quelle des privaten zukünftigen Geldreichtums ist in diesem Falle also das geglaubte Vertrauen in die kapitalistischen Finanzmärkte.

Systemfrager Februar 10, 2015 um 15:02

“Wir dürfen uns nicht in Konflikt mit Rußland ziehen lassen!”

Der ehemals ranghöchste General der Nato, Harald Kujat, warnt den Westen, sich von der Ukraine in einen Konflikt mit Rußland hineinziehen zu lassen. Äußerungen ukrainischer Politiker trügen ebenso wie das zum Teil rücksichtslose Vorgehen der ukrainischen Streitkräfte gegen die eigene Zivilbevölkerung im Osten des Landes zur Eskalation des Konflikts mit bei, sagte Kujat gegenüber Panorama.
youtube >>>

g.w. Februar 10, 2015 um 15:03

@no.nam
danke, aber trotzdem wären mir Original-Zitate von Dugin lieber.

Klaus Jarchow Februar 10, 2015 um 15:14
peewit Februar 10, 2015 um 15:18

@g.w.

danke, aber trotzdem wären mir Original-Zitate von Dugin lieber.

Vielleicht wirst du hier fündig.

P.S. Bei mir hier scheint die Sonne. Aber leider nur eine. Bis wann kann man denn mir dem Eintreffen der zweiten rechnen?

no.nam Februar 10, 2015 um 15:41

@g.w.
trotzdem wären mir Original-Zitate von Dugin lieber.
Dazu muesste ich dann russisch koennen. Ausserdem waere es notwendig den Kontext zu verstehen, in welchem diese Aussagen gefallen waeren.

Dieser Artikel trifft es vielleicht besser als mein Post oben, ist aber auch nur Sekundaerliteratur:

Bassin argues strongly that the racial doctrines that defined so much of the Nazi variant of fascism were ultimately incompatible with the environmental determinism and materialism of Geopolitik, and that this incompatibility was an important component in the demise of the German geopoliticians. Similarly, Dugin repeatedly criticizes the Nazis for their prioritization of race over space, again enabling him to avoid the narrow fascist label, and side with the ‘dissidents of fascism.’ He has also criticized the post-Soviet Russian National Unity movement, a national–socialist organization loosely based on the Nazi model. If racial doctrine is an essential component of fascism, then Dugin is certainly not a fascist. But Dugin certainly makes reference to many writers (such as Carl Schmitt and Oswald Spengler) from whom fascists draw considerable inspiration, and recycles several other fascist themes. If Dugin cannot be considered a fascist in the narrow historical sense of the word, he certainly inhabits a closely related ideological space, referring to the supremacy of will as well as environmental determinism.
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0962629801000439

—–
Was wir zurzeit erleben ist der schrittweise Zusammenbruch des Westens in dessen Vakuum sich neue geopolitische Allianzen herausbilden. Die USA, die in der Vergangenheit eine alleinige Fuehrungsrolle inne hatten, werden diese Konflikte nicht ohne eine staerkere Einbindungen ihrer “Kolonialstaaten” oder Parnter (was immer Du treffender findest) ausfechten koennen. Es ist beispielsweise Militaerdoktrin der Amis zwei geopolitische Konflikte gleichzeitig zu fuehren. Inzwischen brennt es aber in diversen Regionen. Mit China sind die Beziehungen abgekuehlt. Russland wurde zum Feind. Vor wenigen Jahren sah das noch ganz anders aus. China schickte seine Generaele in den USA und Putin laechelte an der Seite Bush’s. Es waere aber verfrueht darauf zu schliessen, dass die Europaer einen Nutzen zoegen. Allenfalls werden die USA einen groessen Tribut von den Europaeern fuer einen unter den USA gefuehrten Weltfrieden zu fordern.

Ich weiss nicht, ob es Zufall ist, aber gleichzeitig mit dem Zusammenbruch des Westens kam naemlich auch die Lehmann Pleite sowie die anschliessende Finanzkrise und der schrittweise Zusammenbruch des EUR. Obama trat damals ein schweres Erbe an und obwohl er als ,,Friedenstaube” bejubelt wurde, finde ich es erstaunlich, dass einstige Feindlaender, die unter Busch zu fast Freundesstaaten wurden infolge der Obama Legislatur sich von Amerika wieder abwandten (oder wurden sie von den USA wieder abgestossen…). Eine zeitlang sah es so aus, als ob Europa als Verbuendeter der USA an Attraktivitaet verloren haette, inzwischen sind wir hier die letzte Allianzburg/-kolonie in dem von den USA dominierten ,,Westen”.(1)

Was bleibt uebrig vom Westen, wenn das Geldsystem zusammenbricht? Ein Krieg muss her, ganz dringend.

Wir werden sehen, ob die Europaeer es verhindern koennen, dass es dazu in Europa kommt. Wichtig waere es, sich von den USA zu distanzieren und eine eigene Position aufzubauen. Wie aber soll das mit den Pudeln in Bruessel funktionieren? Nochmal: In dem Konflikt zwischen Russland und Ukraine geht es nicht um europaeische Interessen. Der Konflikt besteht zwischen Russland un der USA.

——
(1) Mit diesen Zitaten koenntest Du mich jetzt auch als Faschisten bezeichnen und ich wuerde diese Gedanken hier auch nicht so schreiben, wenn ich eine oeffentliche Rolle einnehmte und ich fuerchten muesste, das dieses ,,Geschreibsel” dann in die mainstream Medien kaeme. Als ,,Privatperson” sind einzelne Gedanken halt schneller geschrieben und ich muss nicht abwegen, welche Konsequenzen meine Ideen haetten, wenn sie von der breiten Oeffentlichkeit gelesen wuerde.

Wilma Februar 10, 2015 um 15:53
KommentatorX Februar 10, 2015 um 15:56

Die Linken haben sich von der Idee des Sozialismus verabschiedet.
Die Liberalen haben als wirtschaftliche Egoisten und überzeugte Sozialdarwinisten den Sozialismus immer bekämpft.

Nur bei der nationalen Rechten lebt noch die Idee von der Nation als Solidar- und Schutzgemeinschaft.

In Deutschland war der Begriff der Nation immer rassistisch konnotiert.
Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht basierte auf „Blut und Boden“, also auf Abstammung.

Nicht so in Frankreich und schon gar nicht in der Schweiz, die ein Vielvölkerstaat ist.

So betont Marine Le Pen:
„Der Front National steht für die Nation und gegen die Globalisierung ein. Das ist weder rechts noch links. …
Rassisten, die in den Front National kommen, haben sich in der Partei geirrt. Wir definieren uns nicht über die Rasse oder die Hautfarbe, sondern nach der Nationalität.“

http://www.cicero.de/weltbuehne/front-national-die-npd-ist-rechtsextrem-wir-nicht/54983

Nationale Gemeinschaft ist etwas anderes als „Volksgemeinschaft“. Deutsche verstehen meist nicht den Unterschied, weil sie Nation „völkisch“ verstehen, nämlich als durch Abstammung definiert.

In Deutschland herrscht noch ein vormodernes, vorbürgerliches Verständnis von Volk und Nation. Deutschland war nie eine moderne, bürgerliche Gesellschaft.

Zwar ist es zutreffend, wenn H.K.Hammersen oben schreibt:
Der Konflikt, den wir beobachten, ist kein Konflikt innerhalb des Kapitalismus; der funktioniert besser denn je, zumindest innerhalb seiner eigenen Logik. Die Vermögen wachsen trotz Krise.

Wenn wir dies in die Alltagssprache übersetzen, dann bedeutet es, dass die Kapitalverwertung funktioniert. Sie funktioniert deshalb noch, weil neoliberale Strukturreformen durchgeführt wurden.
Leute wie z. B. Lübberding sollten sich dies bei ihrer Parteinahme fürs Kapital bewusst machen.

Die Folge der Aufrechterhaltung der Kapitalverwertung ist eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft: Die Massen verarmen, sie haben keine Macht, politische Entscheidungen zu beeinflussen, weil die Demokratie zur Pseudo- bzw. Postdemokratie geworden ist.

In Frankreich ist der Front National erfolgreich mit der Idee der Nation als bürgerliche Solidargemeinschaft.

Nun kann man sich Europa anschauen und analysieren, wo es überhaupt noch linke Regierungen gibt. Offensichtlich nur noch in Frankreich, aber Hollande macht keine linke Politik.. Die neue griechische Regierung ist eine „Querfront-Koalition“ und ob sie „linke“ Politik machen wird oder nicht, wird sich zeigen.

Auch wenn die Kapitalverwertung unter neoliberalen Bedingungen noch funktioniert, so ist die Folge davon eine zunehmende Klassenspaltung der Gesellschaften. Ob damit eine politische Kräfteverschiebung einhergeht, wie in Frankreich, ob sich Protest und Widerstand in der Bevölkerung entwickelt und ob die politischen Systeme politisch instabil werden, wird sich zeigen.

In solchen Zeiten konstruieren die Herrschenden gern eine Außenbedrohung (früher: Kommunismus, heute: Terrorismus, Islamismus, Putinismus etc.), um sich selbst als Schutzherren darzustellen.

Offensichtlich funktioniert das hinsichtlich des Bedrohungsszenarios durch Putin und Russland nicht so, im Gegenteil, die Medien und die „politische Klasse“ machen sich unglaubwürdig.

KommentatorX Februar 10, 2015 um 16:16

Manchmal trifft es die BILD besser als alle anderen Medien:
Merkel bei Obama im Weißen Haus
Vereint gegen Putin

http://www.bild.de/politik/ausland/barack-obama/vereint-gegen-putin-39701688.bild.html

Genau darum geht es, nämlich eine gemeinsame Strategie gegen Putin zu finden.

Merkel ist verbal gegen Waffenlieferungen, weil sie weiss, dass diese von der Mehrheit ihres Volkes abgelehnt werden.

Natürlich will auch die US-Regierung stabile politische Verhältnisse in Europa, jedenfalls keine, die gegen US-Interessen gerichtet sind.

Und Waffenlieferungen an das Verbrecherregime würden den Gegnern von US-Imperialismus und NATO Auftrieb geben.

topi Februar 10, 2015 um 16:25

“Kreise: EU-Kommission will Griechenland sechs Monate mehr Zeit geben”

Hammermeldung. “Kreise” ist immer gut als Quelle. :roll:

Soldat Schwejk Februar 10, 2015 um 16:26

Oh Gott, schon wieder Dugin. Es bleibt einem aber auch gar nichts erspart…

Hier ein Zitat von ihm, das mal in einem russischen Blog verlinkt war (allerdings ohne Angabe, wann und wo er’s gesagt hat). – Weil’s sicher dem allgemeinen Amüsement dient…

http://a.disquscdn.com/uploads/mediaembed/images/1377/5157/original.jpg

—> “Da dreht sich einer die Kappe nach hinten, zieht weite Hosen an, und los geht’s. Was bedeutet das? Er befindet sich im Zustand der Besessenheit vom Geiste des Atlantismus. Er rappt, er bohrt sich selbstzufrieden in der Nase, er hängt ab – alles verständlich. Das ist der Leviathan. Natürlich ist das noch nicht die totale Versenkung in den Leviathan, aber im Prinzip ist das schon ein Objekt, das einer sorgfältigen Klärung bedarf. Wenn wir mehr sein werden, dann werden wir es solchen Personen nicht mehr gestatten, auf unseren Straßen herumzulaufen. Sie sollen sich an bestimmten Orten sammeln wie in einem Ghetto für Kranke, dort können sie ihre Hosen runterlassen, MTV-artige Grimassen machen und mit diesen scheußlichen Brettern springen, wo Räder drunter sind. Das wird ein atlantisches, leviathanisches Ghetto sein für Rollschuhläufer, Rapper und Skateboardfahrer. Aber das schrecklichste Ghetto gibt es für die Surfer. Es gibt nichts Abstoßenderes, als mit solchem weißen Lächeln auf dem entsetzlichen Brett herumzugleiten. Mit einem Wort: Der Atlantismus ist unser absoluter Feind.”

Erinnert mich entfernt an… na lassen wir das… :-)

Der Dugin ist sowas wie ein belesener Clown, der sein Publikum verarscht. Wer weiß, wie sehr er wirklich spinnt und wie sehr er nur sein Publikum verarscht. Aber sein Publikum, das sind einige postmoderne Intellektuelle, die so manichäische Clownerien mögen und kichern, wenn der Krawallo mal wieder was Krawalliges gesagt hat…

Und natürlich ist Dugin den hiesigen Russophoben der allerliebste Russe, und er ist ja auch ein Bruder im Geiste. Für den Manichäer Dugin ist der Atlantismus das Reich des Bösen, für unsere Russophoben ist Rußland das Reich des Bösen. So wie Dugin seine ‘europäisch’ orientierten Landsleute als „fünfte Kolonne“ diffamiert, so mögen ‘unsere’ Russophoben alle entspannungsorientierten Leute hier gern als Kreml-Propagandisten oder Querfrontler diffamieren.

Wann immer es zu demonstrieren gilt, daß es das Böse in Russland gibt, dann wird wie ein Zirkusbär der bärtige Dugin ins Bild gezerrt, gern dann noch vorgestellt als „Putins Chefideologe“. Was natürlich völliger Unfug ist. (Genauso könnte man etwa behaupten, Sloterdijks steuerpolitische Vorstellungen seien so was wie eine deutsche Staatsdoktrin.)

Man muß solchem Diskurs nun wahrlich nicht auch noch auf den Leim gehen und in dem zotteligen Zirkusbären Dugin sowas wie einen emanzipatorischen Denker erkennen wollen. :roll:

Pardon, muß mal ‘nen älteren Kommentar recyceln…

http://www.wiesaussieht.de/2014/10/28/revolution-ueber-skype-ein-gastbeitrag-von-soldat-schwejk/#comment-211920

topi Februar 10, 2015 um 16:33

“Mehrwert ist die Mehrarbeit, gerechnet in Stunden! Haben wir das einmal begriffen, sehen wir das Ende des Kapitalismus deutlich vor uns. Denn wie kommt der Kapitalist an den Mehrwert, also die Mehrarbeit? Nehmen wir einmal an, der Kapitalist ist Fuhrunternehmer:

Früher reichte es, wenn er einen Holzkarren mit zwei PS hatte, also mit zwei Gäulen. Damit konnte er einen Arbeiter ausbeuten und sich die Mehrarbeit aneignen, zum Beispiel 6 Stunden Mehrarbeit am Tag. Und heute? Da sehen wir die Krise des Kapitalismus deutlich vor uns:

Heute braucht der Kapitalist einen LKW mit Überlänge, Überbreite, Überhöhe und Anhänger, um damit jeden Tag noch 6 Stunden Mehrarbeit aus einem Proleten heraus zu pressen. Heute braucht er schon 1000 PS statt früher nur 2 PS um 6 Stunden Mehrarbeit zu erhalten.

Und jetzt kommt Google mit mikroelektronisch gesteuerten vollautomatischen Fuhrparks und Amazon mit der Paketdrohne ohne Piloten.

Da freut sich der Kapitalist über seinen Profit nicht länger und ist verzweifelt und kriegt die Krise und alle Villen am Strand und sämtliche gekauften Politiker und Journalisten und die jungen Weiber können ihn nicht mehr retten, denn: die Mehrarbeit des Fahrers fehlt!”

Das scheint mir eine gute Zusammenfassung zu sein, warum der Kapitalismus gerade wegen fehlendem Mehrwertes “zusammenbrechen muss”.

@ Carlos, wenn du schon eine “dringende Leseempfehlung” gibst, dann sag doch mal was zu den Kommentaren dort. Krisis gegen Exit, und den Rest der Welt.

Soldat Schwejk Februar 10, 2015 um 16:36

Hier, im Gespräch mit einem liberalen Gegenspieler, kann man Dugins Thesen ganz gut verfolgen, da verzichtet er auch auf das allzu Versponnene.

http://www.4pt.su/en/content/vladimir-posner-interviews-alexander-dugin

Man mag davon halten was man will, mehrheitsfähig ist sowas in Rußland gewiß weder unter den “Eliten” noch im Volk.

topi Februar 10, 2015 um 16:37

@ Schwejk

Könnte mir vorstellen, dass sie den Dugin genau aus diesem Grund auch am Hof halten.

g.w. Februar 10, 2015 um 17:08

@peewit
P.S. Bei mir hier scheint die Sonne. Aber leider nur eine. Bis wann kann man denn mir dem Eintreffen der zweiten rechnen?

ich hab die Bilder hier schon verlinkt, wenn du bisher damit nichts anfangen konntest, ist es wahrscheinlich auch nichts für Dich ;-)

topi Februar 10, 2015 um 17:24

Muss ja auch nicht, g.w.
Behaltet doch eure zweite Sonne ganz für euch alleine, dann habt ihr auch mehr davon, oder?

topi Februar 10, 2015 um 17:32

In der Ukraine geht es wirklich voran!

Mit dem Vorschlag, einen Tausend-Griwna-Schein mit dem Konterfei Banderas in Umlauf zu bringen, könnten die armen inflationsgebeutelten Ukrainer endlich wieder richtig Geld ausgeben!

Und sich jedesmal freuen, in einem solch tollen Land zu wohnen, mit dem Volkshelden Bandera auf dem Tausi.

Carlos Manoso Februar 10, 2015 um 17:33

@topi Februar 10, 2015 um 16:33
„@ Carlos, wenn du schon eine “dringende Leseempfehlung” gibst, dann sag doch mal was zu den Kommentaren dort. Krisis gegen Exit, und den Rest der Welt.“

Topi, derartige Kommentare sind die notwendige Begleitmusik der Selbstfindung –x gegen y- von sich als „links“ etikettierenden Spätpubertären. Dergleichen unreifer Kram hat mich seit dem Ende meiner Pubertät noch nie besonders interessiert. Komm 2015 jetzt endlich auf den Kern!

Als erwachsener Mensch habe ich mir zwecks Klärung meines Kopfes 2015 ein Abonnement der Theoriezeitschrift “ EXIT! „ genehmigt, die ich hiermit nur allerwärmstens empfehlen kann.
http://www.exit-online.org

g.w. Februar 10, 2015 um 17:36

sehr lesenswertes Spiegel-Interview. So redet kein Rechtsextremist.

g.w. Februar 10, 2015 um 17:46

Rechtsextremisten oder Nazis

sind erstens völlig ungebildet
zweitens neigen sie zu Drogen und Alkoholkonsum
drittens pöbeln sie rum und beleidigen sie Leute, die anderer Meinung sind
viertens brauchen sie Feindbilder, um ihre Minderwertigkeitskomplexe auszuleben,
fünftens halten sie sich selbst für die Elite der Gesellschaft
und sechstens haben sie nur dümmlichste Propaganda im Kopf, die zu repetieren sie gerade noch imstande sind,
ohne siebtens auch nur einen einzigen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Rechtsextremisten sind das, was in der Ukraine an die Macht gekommen ist und Krieg gegen die eigenen Bürger führt,
unterhalb dessen gibt es nichts mehr.
Also bitte etwas Vorsicht mit den Totschlagwörtern.

topi, sonnen sind für alle da :-)

G.M. Februar 10, 2015 um 17:48

@ g.w. Februar 10, 2015 um 12:33

“immer noch kein Zitat von Dugin´s Rechtsextremismus lol”

und

“trotzdem wären mir Original-Zitate von Dugin lieber.”

Fauler Sack !

Eagon Februar 10, 2015 um 17:51

Die Merkel hat eine Verbrecherin aus dem Gefängnis geholt.

Die Timoschenko.

Bestimmt sieht sie sich in der Mitschuld an den Vorgängen auf dem Maidan.

Bundeskanzlerin zu sein hat den Vorteil, als erste aus der Kampfzone ausgeflogen zu werden.

Eagon Februar 10, 2015 um 17:55

Scholz & Friends baut gerade einen neue Firmenzentrale in Hamburg für 1000 Mitarbeiter.

Es gibt viel dem blöden Volk zu erklären.

topi Februar 10, 2015 um 17:56

Carlos, bei deinem Amazon-Link gibt es den Kommentator Rubesco, der den Dissenz zwischen Krisis und Exit thematisiert, anhand dem Trenkle/Lohoff. Mit einem Kommentar und sieben Antworten darauf.

Nur fehlt mir jetzt die Lust, mich da hineinzuarbeiten, deshalb frag ich dich als den mit der Kompetenz-Kompetenz in diesen Fragen hier. ;-)

g.w. Februar 10, 2015 um 18:06

G.M.
“immer noch kein Zitat von Dugin´s Rechtsextremismus lol”
und
“trotzdem wären mir Original-Zitate von Dugin lieber.”

Fauler Sack !”

diese Sätze galten vor allem E31: Wer andere diffamiert, soll die entsprechenden Beweise dazu liefern.
Er kann nicht erwarten, dass die Leser sich die Beweise selber suchen.

chabis Februar 10, 2015 um 18:31

Heute in “The Irish Times”
“Fintan O’Toole: In the battle over Greece’s debt, German idealism is pitted against Greek realism
‘Those who believe the evidence are heretics. Angela Merkel is the pope; Alex Tsipras is Galileo’”
http://www.irishtimes.com/opinion/fintan-o-toole-in-the-battle-over-greece-s-debt-german-idealism-is-pitted-against-greek-realism-1.2097111

Carlos Manoso Februar 10, 2015 um 18:32

@ topi Februar 10, 2015 um 17:56
„Carlos, bei deinem Amazon-Link gibt es den Kommentator Rubesco, der den Dissenz zwischen Krisis und Exit thematisiert, anhand dem Trenkle/Lohoff. Mit einem Kommentar und sieben Antworten darauf.
Nur fehlt mir jetzt die Lust, mich da hineinzuarbeiten, deshalb frag ich dich als den mit der Kompetenz-Kompetenz in diesen Fragen hier. “

Topi, den Kommentar des Kommentators „Rubesco“ zu Trenkle/Lohoff zu hab ich gerade gelesen und mein erstes Urteil lautet: leider eine wirre Mixtur aus interessanten Verbalinjurien und völlig Unverstandenem.

Du solltest deshalb zur fundierten Urteilsbildung einfach selbst das Buch von Trenkle/Lohoff in die Hände nehmen und -wenn du einige Monate lang noch tiefer einsteigen willst- zur wirklichen Fundierung dein Hirn tränken mit:
http://www.amazon.de/Geld-ohne-Wert-Transformation-politischen/dp/3895023434

topi Februar 10, 2015 um 18:34

Ach komm schon Carlos, die wird doch etwas einfallen zu Krisis gegen Exit, außer zwei Buchempfehlungen.

Keynesianer Februar 10, 2015 um 18:37

@Carlos Manoso

Als erwachsener Mensch habe ich mir zwecks Klärung meines Kopfes 2015 ein Abonnement der Theoriezeitschrift “ EXIT! „ genehmigt, die ich hiermit nur allerwärmstens empfehlen kann.

Du willst uns wohl veralbern? Viel Spaß bei der Kritik der verkürzten Wertkritik. :)

Die Essays von Keynes zur Deflationspolitik kannst Du sicher im Original selber lesen:

Thus the author of these essays, for all his croakings, still hopes and believes that the day is not far off when the Economic Problem will take the back seat where it belongs, and that the arena of the heart and head will be occupied, or re-occupied, by our real problems—the problems of life and of human relations, of creation and behaviour and religion. And it happens that there is a subtle reason drawn from economic analysis why, in this case, faith may work. For if we consistently act on the optimistic hypothesis, this hypothesis will tend to be realised; whilst by acting on the pessimistic hypothesis we can keep ourselves for ever in the pit of want.
http://www.gutenberg.ca/ebooks/keynes-essaysinpersuasion/keynes-essaysinpersuasion-00-h.html

chabis Februar 10, 2015 um 18:38

Hörenswert
Live-Mitschnitt der Rede von Tsipras gestern in Wien mit genialer Simultanübersetzung.
http://bit.ly/1Ccq1fA

topi Februar 10, 2015 um 18:51

“Pasokification”

Habe ich auch schon beschrieben, Labour hat jetzt ein Wort dafür gefunden.

Wäre ja nicht schlecht, wenn “Links” endlich nicht mehr mit den Sozialdemokratischen Staatsparteien in verunglimpfenden Zusammenhang gebracht würde.

Nur haben die natürlich ein Problem: die Mitte ist schlicht besetzt von den Konservativen, es braucht kein Mensch mehr einen etwas gemäßigten Abklatsch, wenn es eine Alternative gibt (die auch Regierungen übernommen hat, wie man sieht).

topi Februar 10, 2015 um 18:55

chabis

“winds of changes” wäre dann wohl einem Deutschmuttersprachler eingefallen. ;-)

Was sind eigentlich so die Sprachbilder, die Merkel und co verwenden?

Keynesianer Februar 10, 2015 um 18:56

Die Krisentheorie von Marx ist der Golem, der jede Nacht aus seinem Prager Grab steigt, um die Kinder zu erschrecken.

Die Alten beschwören ihn und rühmen seine Gewalt und seine erschütternde Weisheit. Sogar bei der Wertabspaltung will man ihn einst gesehen haben.

Aber sobald ihn jemand zu fassen kriegt, zerfließt er zu Staub und ist schon wieder verschwunden.

BB Februar 10, 2015 um 19:04

Pasokifikation

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-02/podemos-madrid-linkspartei-syriza

Genau das dräut bald auch unseren Spezialdemokraten. Ich hab da auch schon eine ziemlich konkrete Vorstellung, wie eine Syriza oder Podemos-Bewegung bei uns aussehen könnte.

Da bei uns die soziale Not noch nicht so groß ist, würde diese Bewegung (Partei) natürlich auch einen anderen Charakter als in Spanien oder Griechenland haben müssen. Trotzdem würde sie sich gut mit Syriza oder Podemos ergänzen.

Pegidia jedenfalls wäre es nicht und AfD auch nicht.

Die Linke wär’s auch nicht und die Grünen / FDP ? Paaah!
Für eine solche neue Bewegung als Partei wäre natürlich die Linke koalitionsfähig.

Oder die Piraten? *kecker, lach*

Eher so HfD oder HPD (Humanistische Alternative für Deutschland, Humanisten für Deutschland, Humanistische Partei Deutschlands, …)

Allerdings von unseren vorhandenen vielen humanistischen Vereinen e.V. wäre da nicht viel drin. Es gibt ja auch schon humanistische Parteien zur Europa-Wahl und so. Sind aber alle schon zu eingefahren.

Da muss was ganz neues her. Was ganz radikales! Es wird diese ganzen populistischen Parteien wie CDU, SPD und Grüne hinwegfegen.

Sie haben Grund, sich zu ängstigen.

Carlos Manoso Februar 10, 2015 um 19:12

@ Keynesianer Februar 10, 2015 um 18:37
„Die Essays von Keynes zur Deflationspolitik kannst Du sicher im Original selber lesen:“

Keynesianer, ich wiederhole mich gerne: der Wirkungsgrad keynesianischer Wachstumsförderung hängt von der Form ab, in der das zusätzlich kreierte Geldkapital bei seinem Eintritt in die Realwirtschaft verausgabt wird. Die Therapiearznei von Keynes vor über 50 Jahren wirkte damals noch so gut, weil damals nahezu das gesamte fehlende zusätzliche Geldkapital, das in die Hände privater Akteure gelangte, als „fungierendes Kapital“ real verwendet werden konnte.

Doch etwa ab den 1970erJahren war der Kapitalismus aber mit einer ganz anderen Problemlage konfrontiert. Das kapitalistische Weltsystem steuerte in die Krise hinein, weil es keine ganz neuen großen Verwertungsfelder mehr gab, die es noch zu erschließen galt.

Die Verschiebung von der investiven zur konsumtiven Verausgabung des staatlich geschöpften „fiktiven Kapitals“ begann global, – anfangs fast unmerklich- die Weltgeldrolle des US-Dollars zu untergraben.

Keynesianer Februar 10, 2015 um 19:27

@chabis

The Germans hold to a utopian view of how international financial markets work – that the market is a moral universe where everybody keeps their word and all debts are paid. But the overwhelming weight of empirical evidence is that this is a fantasy. Not only are debt write-offs quite common, but they work.
http://www.irishtimes.com/opinion/fintan-o-toole-in-the-battle-over-greece-s-debt-german-idealism-is-pitted-against-greek-realism-1.2097111

Die Iren sind selbstverständlich die ersten, die gleich mit den Griechen ihre Schulden gestrichen bekommen wollen.

Damit der Schaden für Deutschland möglichst hoch wird, lässt Merkel ihre schwarze Null im Finanzministerium noch etwas an den Ausgaben für unser Land sparen und seine Infrastruktur möglichst schnell noch an “Investoren” verhökern. Die Deutschen sollen doch den größten Schaden von ihrer Regierung haben.

Darum wird Merkel alles dafür tun, um das Thema der griechischen Schulden hochzukochen, statt einfach die EZB die nächsten Monate die griechischen Anleihen kaufen zu lassen. Staaten zahlen nie ihre Schulden zurück, darum wären die Schulden Griechenlands oder Irlands auch kein Problem für die Eurozone.

Aber Merkel wird ein Problem daraus machen und zur Bankenrettung dann die Steuern in Deutschland erhöhen und die Schuldenbremse durch hartes Sparen einhalten.

Keynesianer Februar 10, 2015 um 19:36

@Carlos Manoso

Es gibt noch genug Armut in der Welt, um reales Wachstum zu ermöglichen, diese zu überwinden, sogar in unserem eigenen Land und gar in der Eurozone.

Gegen die konsumtive Verwendung geschöpfter Gelder habe ich auch nichts und sollten wir mal an sinnvolle Grenzen des Wachstums stoßen, machen wir einfach bezahlten Urlaub und lassen die Roboter für uns arbeiten. ;)

Nur die Rentiers haben etwas dagegen, dass für ihr Geld sich niemand mehr zu Tode schinden muss und die Inflation es bald wieder verschwinden lässt, aber wir werden ihren Verdruss sicher überleben.

Carlos Manoso Februar 10, 2015 um 19:41

@Keynesianer Februar 10, 2015 um 18:56
„Die Krisentheorie von Marx ist der Golem, der jede Nacht aus seinem Prager Grab steigt, um die Kinder zu erschrecken.
Die Alten beschwören ihn und rühmen seine Gewalt und seine erschütternde Weisheit. Sogar bei der Wertabspaltung will man ihn einst gesehen haben.
Aber sobald ihn jemand zu fassen kriegt, zerfließt er zu Staub und ist schon wieder verschwunden.“

Keynesianer, der Schöpfer des „Golem“, Rabbi Löw war einer der bedeutendsten Denker und Rabbiner des Judentums. Auf dem Dachboden der Prager alten Synagoge soll er der Sage nach aus Lehm den Golem geformt und einem menschlichen Wesen nachgebildet haben..

Rabbi Löw glaubte, Israel bilde die Form, in der seelische Kräfte wirken, während andere Völker die Materie bilden, in der physische Kräfte wirken.

G.M. Februar 10, 2015 um 19:59

@ g.w.

“diese Sätze galten vor allem E31: Wer andere diffamiert, soll die entsprechenden Beweise dazu liefern.
Er kann nicht erwarten, dass die Leser sich die Beweise selber suchen.”

Schwätzer ! Nach dir haben vier andere sich über den Russenspinner informiert.

Carlos Manoso Februar 10, 2015 um 20:00

„Gegen die konsumtive Verwendung geschöpfter Gelder habe ich auch nichts und sollten wir mal an sinnvolle Grenzen des Wachstums stoßen, machen wir einfach bezahlten Urlaub und lassen die Roboter für uns arbeiten. “

Keymesianer, du hast es immer noch nicht gecheckt. „Die konsumtive Verwendung geschöpfter Gelder“ führt in allerletzter Konsequenz zur finalen Auflösung des Geldmediums des Systems des Weltkapitals selbst.

Ein Zwischenvorschlag wäre, dass „Deutschland“ anteilig griechische „Schulden“ von ca. 70 Mrd. Euro sofort übernimmt, während im Gegenzug jeder der 80 Mio. deutschen Bürger jeweils Gutscheine für einen freien Griechenland-Urlaub für z.B. 50% des aktuellen Preises, einlösbar in den nächsten 10 Jahren, bekommt.

Keynesianer Februar 10, 2015 um 20:17

Kann sich noch jemand erinnern?

The International Criminal Court’s chief prosecutor says there is evidence that Libyan leader Col Muammar Gaddafi ordered the rape of hundreds of women as a weapon against rebel forces.

Luis Moreno-Ocampo said rape was a new aspect of Colonel Gaddafi’s repression.

He said he was also looking at possible evidence that pro-Gaddafi security forces had been given medication such as Viagra to enhance their sex drive.
http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-13705854

Bin gerade im Internet darüber gestolpert. Unglaublich diese dreisten Lügen in unseren Massenmedien. Dabei glauben das die meisten Sheeple immer noch. dass der Gaddafi solch ein Strolch gewesen wäre und die Libyer vor ihm gerettet werden mussten wie jetzt die Ukrainer vor Putin.

g.w. Februar 10, 2015 um 20:30

wenn man ihnen die Propaganda nicht abkauft, werden sie pampig, das kennt man schon ;-)

Keynesianer Februar 10, 2015 um 20:36

Die Wahrheit über das US-Regime und die Terroristen:

Es ist ein gefährliches Spiel, das die USA mit den islamistischen Terrormilizen spielen, nicht nur für Libyen, sondern für die ganze Welt, insbesondere auch für Europa. Statt zu verhindern, dass der IS die libyschen Ressourcen kontrolliert, entstehen unter den Augen der USA beziehungsweise mit deren Hilfe immer weitere Trainingslager für islamistische Kämpfer in Libyen.
https://www.freitag.de/autoren/gela/eine-unheilige-allianz

@g.w.

Ja, die haben überhaupt kein Ehrgefühl, das sie am Lügen hindern würde.

Die sind wirklich der Meinung, dass jede Lüge, die ihren Interessen dient, damit geheiligt wäre. Wer dagegen die Wahrheit sagt, die ihren Interessen schadet, ist ihnen ein Verbrecher und sollte eingesperrt werden.

topi Februar 10, 2015 um 20:40

BB

“Pasokifikation”

“Genau das dräut bald auch unseren Spezialdemokraten.”

Die SPD hat einen Vorteil; sie hat die Hälfte des Weges schon hinter sich.

Ich hab da auch schon eine ziemlich konkrete Vorstellung, wie eine Syriza oder Podemos-Bewegung bei uns aussehen könnte.

“Eher so HfD oder HPD (Humanistische Alternative für Deutschland, Humanisten für Deutschland, Humanistische Partei Deutschlands, …)”

Ach was. Das ist doch nun wirklich eine alberne Vorstellung, dass Humanisten hier eine Massenbewegung starten, die in einer mächtigen Partei mündet. Mit welchen Slogans denn?

Nein, von “links” ist hier nichts zu erwarten, außer Nopegida oder ähnliches.
Durch die niedrige Preissteigerung (auch wenn die gemessene sich anders darstellen kann als die gefühlte oder auch die realistische für bestimmte Einkommensgruppen) gab es Reallohnzuwächse im letzten Jahr, auch dieses Jahr sind die zu erwarten, ganz unten wirkt für viele der Mindestlohn (mal sehen, wieviel davon auf die Preise durchschlägt, aber wohl nicht alles).

Dem Michel geht es also im Vergleich zum letzten Jahr etwas besser; wie gut es ihm gehen könnte, gemessen an den Produktivitätsfortschritten, ausgedrückt in Einkommen und niedrigeren Verbrauchssteuern und mehr öffentlichen Leistungen statt Exportüberschusswahn, kann er ja nicht wissen; will er auch nicht wissen, sonst würde er ja bekloppt.

Aber wenn der Euro kracht, also die jetzt noch verdeckten Abschreibungsbedarfe auf Auslands”vermögen” sichtbar werden, oder wenn erst ausrechenbar sein wird, was die Zugeständnisse an Griechenland/Spanien/Italien und so weiter letztlich an realen Milliarden kosten, werden in den Hartwährungsländern Eurokritische Parteien Zulauf erhalten.

Da braucht es nichtmal eine Straßenbewegung zur Gründung, die gibt es ja schon, ob in Finnland oder Ösiland oder D oder Belgien oder Niederlande.
Könnte aber sein, dass die AfD auch ordentliche Kundgebungen zu dem Thema hinkriegt. Der erwachte Konservative kann da ja guten Gewissens hingehen. :roll:

Die Linke hat einerseits einen Geruch als DDR-Partei und den schon teils staatstragenden Auftritt in den Ländern, ist also nicht neu und unverbraucht.
Und hat die Euofrage leider auch weitgehend verkackt; eine Ablehnung der Troika ist keine Lösung des Europroblems (die Austrittsforderung der AfD dagegen schon).
Im Zuge von Syriza und Podemos könnte es einen gewissen Aufschwung geben, aber keineswegs so wie im Süden.

“Da muss was ganz neues her. Was ganz radikales! Es wird diese ganzen populistischen Parteien wie CDU, SPD und Grüne hinwegfegen.

Sie haben Grund, sich zu ängstigen.”

Naja. 20 % AfD, 15% Linke sehe ich jetzt mal als Maximum. Da bleibt absehbar noch genug übrig für die Altparteien, um miteinander zu koalieren und so weiter zu machen.

Keynesianer Februar 10, 2015 um 21:02

@BB und @topi

Neue Parteien werden es nicht bringen. Die sind zu leicht angreifbar und zu unterwandern und zu zersetzen und zu kriminalisieren. Bevor die Einfluss gewonnen hätten …

Nein, das wird ganz anders laufen: Wissen um die Zusammenhänge und die Geschichte wird sich ausbreiten. Die Lügen der Massenmedien werden immer schneller auf die Auftraggeber zurück fallen. Die Panikmache und Verarsche der Menschen (erinnert sich noch jemand an die Vogelgrippe und die Schweinepandemie?) wird immer weniger gelingen.

Eines Tages wird der Gabriel von der SPD einige Kilo abgenommen haben und im Reichstag von selber darauf gekommen sein, dass die Reichen endlich wieder Vermögensteuer zahle sollten, dass seine Idee, mit staatlich garantierten Höchstrenditen für private Investoren, nur ein dummer Scherz war. Er wird sich noch öffentlich dafür entschuldigen oder freiwillig aus der Politik ausscheiden.

Die Wähler müssen nur mal vernünftig mit ihrem Abgeordneten reden, wie es immer wieder heißt, wenn die Bürger unzufrieden sind. Die dürfen sich nur nicht gleich mit frechen Lügen abspeisen lassen, wie es heute noch üblich ist. ;)

Keynesianer Februar 10, 2015 um 21:14

Es ist ja nicht so, dass die Zusammenhänge nicht längst bekannt wären:

Es war nicht, weil die Finanzmärkte die Macht hatten, den Euro zum Zusammenbrechen zu bringen, als sie den Ertrag der 10-Jahres-Staatsanleihen Italiens und Spaniens auf das unhaltbare Niveau von 7 % trieben. Sondern es war, weil die EZB bewusst diesen Markt-Akteuren erlaubte, für den Euro eine existentielle Krise zu schaffen, um von den Regierungen Italiens, Spaniens, Griechenlands, Portugals und Irlands Konzessionen zu erzwingen.Diese Konzessionen drehten sich nicht nur um Bezahlung der Schulden, sondern auch um “strukturelle Reformen”, die in den schwächeren Länder ein Remake des europäischen Wohlfahrtstaates bezweckten, wozu das Schrumpfen des Staates gehörte, Einsparung im Gesundheitswesen, den Pensionen und der Arbeitslosengelder sowie der Änderung der Arbeitsgesetze, die den Arbeitern zugute kamen.
http://vineyardsaker.de/russland/der-neueste-angrif-auf-die-griechische-demokratie-euro-banker-treten-syriza-ins-gesicht/#more-2618

Nur noch nicht allen Bürgern, aber das geht schnell, wenn es einmal so weit ist.

BB Februar 10, 2015 um 21:48

@topi

“…..Ach was. Das ist doch nun wirklich eine alberne Vorstellung, dass Humanisten hier eine Massenbewegung starten, die in einer mächtigen Partei mündet. Mit welchen Slogans denn?….”

So so, ja sicher, Slogans sind wichtig

https://www.youtube.com/watch?v=Hs2zFlBSZLQ

ott0 Februar 10, 2015 um 22:00

Heute habe ich in einer Email an eine Behörde von meinen Verhältnissen schreiben wollen sollen, aber mein Finger wurde mit traumwandlerischer Sicherheit vom n zum b umgeleitet. Fand es dann treffend und hab’s so stehen lassen.

Wie verhindert man den nächsten Krieg, die Regionalkriege, den großen Krieg, den täglichen Kleinkrieg oder Propagandakrieg?

Mich beißt man auf alle Fälle wieder in den ……..

topi Februar 10, 2015 um 22:04

Na dann schildere doch mal einen realistischen Plot wie sich etwas “ganz radikales” und humanistisches hier auch nur Gehör verschaffen könnte, BB.

In Griechenland und Spanien gab es aus bitteren sozialen Anlässen Massendemonstrationen mit Hunderttausenden, insgesamt sicher Millionen.
Grillo hat sich ebenfalls extrem Anti-Establishment positioniert und damit viele Prozente geholt.

Wer soll denn hier so eine Position vertreten? Und damit Relevanz erzeugen?

Pegida ist quasi tot, Oertel, vor kurzem noch bei Jauch auf der Couch, wurde mit ihrer Truppe nichtmal erwähnt in den Mainstreammedien.

Es braucht für solche Bewegungen also eine “echte” Straßenbewegung, die kommt nur aus wirklich tief empfundenen Problemen; hier rödelt doch noch fast jeder, um im Hamsterrad zu bleiben.

Dass die Wahrheitspresse eine linke Bewegung (gibt ja genug Demos) zu einem Pegida-Hype treibt, kann man ausschließen.

karla Februar 10, 2015 um 22:22

Keynesianer Februar 10, 2015 um 19:36

“Es gibt noch genug Armut in der Welt, um reales Wachstum zu ermöglichen, diese zu überwinden, sogar in unserem eigenen Land und gar in der Eurozone.”

Die Armut auf der Welt als eine Möglichkeit ihrer “Überwindung” zu betrachten ist schon beachtlich. Dass unter kapitalistischen Bedingungen Reichtum und Armut sich bedingen scheint für dich ein Hirngespinst zu sein.
Mit keynesianischer Politik kann man sicherlich Auswirkungen von Armut veringern. Der Antagonismus von Armut und Reichtum wird damit nicht überwunden. Der Antagonismus wird sich neue Verlaufsformen suchen und finden.
Dann schlägt wieder die Stunde keynesianischer Politik. Wem das reicht der braucht sich keine weitergehenden Gedanken mehr zu machen.

topi Februar 10, 2015 um 22:44

“Die Armut auf der Welt als eine Möglichkeit ihrer “Überwindung” zu betrachten ist schon beachtlich. Dass unter kapitalistischen Bedingungen Reichtum und Armut sich bedingen scheint für dich ein Hirngespinst zu sein.”

Wenn mit hoher Produktivität (gemessen in realem Output) produziert wird, kann es Reichtum geben, ohne das jemand arm sein muss.
Ein “freier” Kapitalismus kriegt das natürlich nicht hin, richtig.

Es geht auch um die Behauptung, dass keine Märkte mehr erschlossen werden können, also kein Wachstum mehr möglich sei, schon theoretisch.
Und das ist volkswirtschaftlich Unsinn, solange es nicht überall ein hohes Wohlstandsniveau gibt.

Man kann diskutieren, ob es Ausnahmeumstände braucht, damit sich ein hohes Produktivitätsniveau mit großem Reichtum für die Kapitalseite aber auch ordentlichen Lebensumständen für den Rest ergeben kann.

Aber die behauptete mathematische Unmöglichkeit ist einfach falsch.

Keynesianer Februar 10, 2015 um 22:58

Genau das ist zu vermuten:

Woher wissen wir eigentlich, dass der Streit zwischen Merkel & Cie. und Obama & Co. kein abgekartetes Spiel ist? Als Hilfe bei der Beantwortung der Kriegsschuldfrage, bevor er begonnen hat.

Verantwortlich: Albrecht Müller


Angela Merkel profiliert sich mit ihrem vorläufigen Nein zu Waffenlieferungen an Kiew als Friedensfreundin. Sie und Außenminister Steinmeier erreichen damit Menschen in Deutschland, die sonst weit jenseits ihres Zugriffs verortet sind. Sie korrigieren zwischendurch damit auch Images, die auf bisherigen Äußerungen und Taten beruhen. Dazu gleich mehr.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=24965#more-24965

KommentatorX Februar 10, 2015 um 23:35

@topi Februar 10, 2015 um 20:40
Nein, von “links” ist hier nichts zu erwarten, außer Nopegida oder ähnliches.

Die Linke hat einerseits einen Geruch als DDR-Partei und den schon teils staatstragenden Auftritt in den Ländern, ist also nicht neu und unverbraucht.

Alle bestehenden linken Parteien sind „sozialdemokratisiert“, das heißt, sie sind systemintegriert und systemintegrierend. Sie verfolgen keine anderen Ziele als systemimmanente Reformen. Doch nicht einmal diese – wie z. B. eine Steuerreform – können sie angesichts der gesellschaftlichen Machtverhältnisse realisieren.

Den linken Parteien fehlt die Radikalität im wortwörtlichen Sinne, nämlich die gesellschaftlichen Probleme an der Wurzel anzugehen, also die Systemfrage zu stellen.

Der Vorteil der nationalen Rechten ist, dass sie radikale (Schein)Lösungen anbietet. So wie z.B. Marine Le Pen die nationale Ökonomie – das Sozial- und Bildungssystem – von den Kosten für arbeitslose Ausländer entlasten will, kriminelle Ausländer schnell ausweisen, aus dem EURO-System austreten oder dieses verändern will. Usf.

Mit dieser Politik – so die Propaganda der nationalen Rechten – würde die Nation als Solidargemeinschaft sofort profitieren. Zugleich offeriert die nationale Rechte „Sündenböcke“, auf die das Volk seinen Frust und seine Aggressionen projizieren kann.

Das ist die gleiche bzw. eine ähnliche Entwicklung wie zwischen den Weltkriegen.

Die nationale Rechte wird stärker werden. Und sie werden Staat und Ökonomie neu organisieren im Sinne eines „postmarktwirtschaftlichen, diktatorischen Staatskapitalismus“ bzw. eines „Wirtschaftsfaschismus“ oder eines „Neofeudalismus“– name it!

Die Manager haben schon lange ein Faible für das „chinesische Modell“ entwickelt, zumindest für das, was sie darunter verstehen.

Vorstellungen von einem „Zusammenbruch des Kapitalismus“ mit anschließendem Übergang zum Sozialismus, wie sie zum Teil in linken Köpfen herumspuken sind völlig realitätsfremd.

Der Kapitalismus bricht nicht zusammen. Nicht von alleine. Das System erfährt Veränderungen. That´s all.

Damit es zu einem grundlegenden Systemwechsel mit neuen Strukturen kommt, bedürfte es des Willens von mächtigen Gruppen in der Gesellschaft, insbesondere in den Intelligenzschichten, weil diese entscheidenden Einfluss auf die Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft besitzen.

Aber die heutigen Intelligenzschichten sind ganz überwiegend prokapitalistisch ausgerichtet. Die früher oppositionelle und revoltierende 68-er-Generation passte sich mehrheitlich an und machte Karriere. Und die Generationen nach ´68 revoltierten nicht mehr gegen das System, sie forderten nie einen Systemwechsel.

Das heutige Schul- und Hochschulsystem sowie die Medien sind auch nicht so, dass Hoffnung besteht, dass in absehbarer Zukunft eine kritische Intelligenz in Europa oder den USA entsteht.

So ist die Realität.

Herc Februar 10, 2015 um 23:49

@KommentatorX

wie geht das heute, “die gesellschaftlichen Probleme an der Wurzel anzugehen, also die Systemfrage zu stellen.”

Wir brauchen da ganz konkrete Vorschläge!!! Die Feststellung der Misere reicht nicht!!! Sondern zieht nur den Verdacht auf sich, ‘kritische’ Bequemlichkeit zu pflegen!!!

ruby Februar 11, 2015 um 02:42

@ herc
Ganz konkret die Reaktivierung einer verfassungssicheren Vermögenssteuer auf Länderebene und die transaktionskostenarme Neueinführung der europäischen Finanztransaktionssteuer. -> umverteilende Abgaben; harte Wahrheiten in praktischer Finanz- und Wirtschaftspolitik kluger Bürgervertreter!

ruby Februar 11, 2015 um 03:06

@ herc
Geglättete progressive Einkommenssteuer Zahllasttarife ohne kalte Progression und Ausnahmeregelungen sowie eine akzeptable einheitliche Erbschaftssteuer für Unternehmen und Personen. -> konsensfähige Steuerpolitik

Reduktion der 370 Milliarden € Agrarsubventionen um 50% und mitgliedsstaatlich differenzierte Umsatzsteuern zur eigenständigen Finanzierung und Verfügung der Ebenen EU, Bund, Länder, Kommunen durch Erhebungsberechtigung der verschiedenen Anteilssätze. -> staatenrechtlich Finanzausgleichrechtliche Innnovationseinführung

ruby Februar 11, 2015 um 03:16

@ herc
Wenn Du dass nicht kannst oder willst, bleibst Du im interessengeleiteten Lobbyismus des bisherigen “modernen” Systemapologeten hängen oder?

G.W_ Februar 11, 2015 um 06:46

@ g.w.

Wo mache ich hier Propaganda? Fauler Sack und Schwätzer reicht nicht?

Keynesianer Februar 11, 2015 um 07:04

@karla

Mit keynesianischer Politik kann man sicherlich Auswirkungen von Armut veringern.

Dann sollten wir doch gemeinsam damit mal anfangen. Sozusagen als ersten kleinen Schritt zur Weltrevolution, die später die Herrschaft der Eigentümer der Produktionsmittel über die Lohnabhängigen beendet.

Wenn aber die Linke nicht bald zu Potte kommt, sondern weiter mit Nopegida und “Kampf gegen rechts” oder gar der Wertformanalyse und der Rettung des Weltklimas sich die Zeit vertreiben will, während die Menschen immer mehr durch die Neoliberalen ins Elend getrieben werden, dann hat die Linke politisch ausgespielt.

Die Rechten haben ja noch nicht wirklich kapiert, wie es zu den schrecklichen Wirtschaftskrisen der Menschheitsgeschichte wie 1929-33 gekommen ist. Die haben schwere Verständnisprobleme, zumindest deren führende Kreise, wie schon in der 30er Jahren zu sehen war.

Das wird sich aber sicher beheben lassen, wenn die Linke lieber weiter von der Weltrevolution phantasiert. Uns wird nämlich bald der Geduldsfaden endgültig reißen. Dann werden halt die Rechten die Krise wieder mal überwinden.

G.W_ Februar 11, 2015 um 07:07

@ g.w.

“Rechtsextremisten oder Nazis

sind erstens völlig ungebildet
zweitens neigen sie zu Drogen und Alkoholkonsum
drittens pöbeln sie rum und beleidigen sie Leute, die anderer Meinung sind
viertens brauchen sie Feindbilder, um ihre Minderwertigkeitskomplexe auszuleben,
fünftens halten sie sich selbst für die Elite der Gesellschaft
und sechstens haben sie nur dümmlichste Propaganda im Kopf, die zu repetieren sie gerade noch imstande sind,
ohne siebtens auch nur einen einzigen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.”

So stellt sich der kleine Jonathan ( Antifa Jugendgruppe ) also Nazis vor. Das linke Pack ist demnach genau das Gegenteil deiner Fantasie?

G.W_ Februar 11, 2015 um 07:09

@ Keynesianer

“Dann werden halt die Rechten die Krise wieder mal überwinden.”

Und das ist warum ein Problem?

Systemfrager Februar 11, 2015 um 07:12

Wenn aber die Linke nicht bald zu Potte kommt, sondern weiter mit Nopegida und “Kampf gegen rechts” oder gar der Wertformanalyse und der Rettung des Weltklimas sich die Zeit vertreiben will, während die Menschen immer mehr durch die Neoliberalen ins Elend getrieben werden, dann hat die Linke politisch ausgespielt.

Im Klartext:
Sollte die “Linke” nicht im Auftrag von den Plutokraten ihren Kampf gegen Rechts fšhren, dann gibts nur eine einzige M?glichkeit:
Die “Linke” ist eine Bewegung der Vollidioten

Systemfrager Februar 11, 2015 um 07:19

„Ich gehe nach Minsk, damit das Feuer unverzüglich und ohne Bedingungen eingestellt wird“

Also:
Die Faschisten und Söldner in der Ostukraine sind wieder im A*. Man braucht eine Pause, bis Obama weitere Blackweter schickt, dann kommt wieder die Rede: “Wolt ihre den totalen Krieg?”

Systemfrager Februar 11, 2015 um 07:19

Ja, das war Poposchenko

Keynesianer Februar 11, 2015 um 07:21

@G.W_

Und das ist warum ein Problem?

Dass die ab 1933 in Deutschland einfach mit dem Sparen aufgehört und dadurch die Krise überwunden haben, heißt ja nicht, dass sie die ökonomischen Zusammenhänge wirklich verstanden hätten. Damals nicht und heute noch weniger.

Die würden doch alle viel lieber zusammen mit der Merkel und dem Schäuble das Sparschweinderl füllen, wenn sie nicht Angst davor hätten, dass die Merkel damit zuletzt für alle Schulden Europas aufkommen wird und ihr ganzes Geld weg ist.

Es wird also nicht einfach sein für uns Keynesianer, aber bevor die Menschheit nur wegen der Neoliberalen immer weiter ins Elend getrieben wird, werden wir uns was einfallen lassen und es auf uns nehmen.

Systemfrager Februar 11, 2015 um 07:21

Rund 1,3 Millionen wehrpflichtige Ukrainer haben sich bislang vor der Mobilmachung in ihrer Heimat in Russland versteckt. Wie der Chef des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, am Dienstag in Moskau sagte, halten sich derzeit insgesamt 2,5 Millionen ukrainische Bürger auf dem Territorium Russlands auf.

G.W_ Februar 11, 2015 um 07:22

@ Systemfrager

“Die “Linke” ist eine Bewegung der Vollidioten”

Da ist eine Staatsantifa unterwegs. Gewalt von links wird verharmlost und die Lügenmeiden tanzen ihren Tanz um eine angeblich rechte Gefahr. Derzeit läuft eine Petition, die Antifa als kriminelle Vereinigung verbieten zu lassen. Sehr schön.

G.W_ Februar 11, 2015 um 07:32

@ KommentatorX

“Nur bei der nationalen Rechten lebt noch die Idee von der Nation als Solidar- und Schutzgemeinschaft.

In Deutschland war der Begriff der Nation immer rassistisch konnotiert.
Das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht basierte auf „Blut und Boden“, also auf Abstammung.

Nicht so in Frankreich und schon gar nicht in der Schweiz, die ein Vielvölkerstaat ist.”

Bist du ein Opfer der Lügenpresse? Der Front National unter Marine Le Pen ist keine rechte Partei. Im FN spielen in der Parteihierarchie , Schwule eine entscheidende Rolle. Ist Sébastien Chenu schwul oder nicht? Florian Philippot, die Nr. 2 nach M. Le Pen, lebt mit einer Frau oder mit seinem Gay Freund zusammen? Wie sieht es mit Steeve Briois aus?

Systemfrager Februar 11, 2015 um 07:34

Derzeit läuft eine Petition, die Antifa als kriminelle Vereinigung verbieten zu lassen. Sehr schön.

Eine tolle Taktik, in der Tat!
Man ging also berechtigterweise davon aus, dass jetzt die “Linke” ihren Kampf gegen Recht mit einem noch höheren Eifer durchsetzen wird.
Und zugleich wird man mit eingeschleusten Randalierern auch die “Linke” kompromitieren
Die Frauen beherrschen diese Taktik mit Bravour, seit Jahrtausenden:
Die Frau tut es so, als sie würde es ablehnen, nicht wollen … und kann eigentlich nicht erwarten bis es passiert

G.W_ Februar 11, 2015 um 07:35

@ Keynesianer

“Es wird also nicht einfach sein für uns Keynesianer, aber bevor die Menschheit nur wegen der Neoliberalen immer weiter ins Elend getrieben wird, werden wir uns was einfallen lassen und es auf uns nehmen.”

Ihr werdet nichts ändern. Ihr seit genau wie die Linken, Kosmopoliten und die nationale Sache ist euch als provinziell verhasst.

G.W_ Februar 11, 2015 um 07:38

@ Systemfrager

Laber keine scheiße. Das hat nichts mit dem Staat zu tun.

Keynesianer Februar 11, 2015 um 07:55

@G.W_

Da ist eine Staatsantifa unterwegs.

Da gibt es wohl reichlich gefüllte Finanztöpfe und ganze Karrieren bauen sich darum herum.

Deshalb ist es denen egal, wenn die Griechen durch die Sparpolitik verkommen. Aber sobald ein Dugin kommt und eine Rede halten will, sind die plötzlich alle zur Stelle und hoch aktiv. Wird sicher gut bezahlt aus den öffentlichen und geheimen Töpfen.

Nebenbei noch etwas die keynesianische Kritik an der Geldpolitik mit Krawallen gegen den neuen EZB-Turm beim Bürger in Verruf bringen und sich für ganz besonders aufrechte Bürger halten.

G.W_ Februar 11, 2015 um 08:07

@ Keynesianer

Was hat unser Land mit dem Elend der Griechen zu tun? Wenn es uns nicht gut geht, denkst du, wir bekommen finanzielle Hilfe aus Griechenland? Wenn ein Land nicht mit dem auskommen will, was es hat, woher kommt dieser moralische Anspruch, andere sollen Geld schicken?

Was hat ein Dugin hier für Reden zuhalten? Der kann seinen Leuten helfen und soll sich aus der deutschen Politik raus halten.

Systemfrager Februar 11, 2015 um 08:12

@ Systemfrager: Laber keine scheiße.

Die Linke !!!!!
Hat die europäische Linke noch was zu bieten, als die Menschheit vor den Rechten zu retten? Und was bedeutet es?
Nicht alle werden es mir glauben, aber DE ist nicht allein auf unserem Planeten. Und in DE ist Rechts immer blutdefinierter Rassismus.

»Man befahl uns [Deutschen] den Patriotismus und wir wurden Patrioten; denn wir tun alles was uns unsere Fürsten befehlen. Man muß sich aber unter diesem Patriotismus nicht dasselbe Gefühl denken, das hier in Frankreich diesen Namen führt. Der Patriotismus der Franzosen besteht darin daß sein Herz erwärmt wird, durch diese Wärme sich ausdehnt, sich erweitert, daß es nicht mehr bloß die nächsten Angehörigen, sondern ganz Frankreich, das ganze Land der Zivilisation, mit seiner Liebe umfaßt; der Patriotismus des Deutschen hingegen besteht darin daß sein Herz enger wird, daß es sich zusammenzieht wie Leder in der Kälte, daß er das Fremdländische haßt, daß er nicht mehr Weltbürger, nicht mehr Europäer, sondern nur ein enger Deutscher sein will.«

Heinrich Heine

Die Sprachen Frankreichs und Englands haben Begriffe wie pu-eblo espanol, popolo italiano, deutsches Volk in analoger Bedeutung nicht. Frankreich und England sind durch ihre Staatsideen geprägt. Common-wealth und nation formten ein Sphäre der Öf fentlichkeit, der Bürgerlichkeit und der Gemeinschaft aus dem Geiste des Rechts, die im Gegensatz zum bloßen volkhaften Da sein jeden, der für sie eintritt, als Gleichberechtigten aufnimmt. Franzose und Engländer ist man, auch wenn von Geburt, immer im Hinblick auf eine Entscheidung. Franzose und Engländer kann einer werden. Dugin behauptet das für die Russen – mit Recht.

Weiter:
Die Linke bekämft den Rechten, weil er ein “Kleinbürger”, ein “Spießer” ist. Tja, weil er sich seiner niedrigen Sünden und Leidenschaften nicht schämt, weil er sie mag, weil er sich mit ihnen gut fühlt, weil er sie mehr schätzt als irgendwelche große Ideen, die für Ewigkeit und die Menschheit gelten würden
Ach neeeeeeeeeeeeee!
Und der Linke mag das alles nicht? Schwachsinn!
Und welche “Verwirklichung” der sog. Menscheit hat der heutige Linke im Sinne.
Ach so! Er führt zB den Kampf für die Privilegien der Menschen mit angeborenen Defekten. ZB Schwule. Was für eine großartige Idee!!! Werden wir alle Schwulen und Lesben sein, die Menschheit würde eine höhere Entwicklungsstufe erreichen … Ups, da fällt mir das Woert Kinder ein … weiß ich nicht warum, vielleicht bin ich einfach nur durcheinander ….

Und jetzt im Ernst: Nehmen wir an, ich täusceh mich auf der ganzen Linie? Wer erklärt mir wo ich mich täusche. Werde ich ihm dankbar sein.

G.W_ Februar 11, 2015 um 08:17

@ Systemfrager

Zuerst: aus welchem Land kommst du?

Systemfrager Februar 11, 2015 um 08:19

Zuerst: aus welchem Land kommst du?

Wen interessiert das!
Ich kann dir nur sagen, dass meine Sprachkenntnisse von Oder bis Kamtschatka reichen. Das ist wichtig, dass du weiß, von wo meine Inforamtionen kommen. Mehr ist für dich scheißegal!

Systemfrager Februar 11, 2015 um 08:26

Tja: typisch deutsch:
“Zuerst: aus welchem Land kommst du?”
Also “zuerst”!
Das ist die Voraussetzung, ob man jemanden gleichberechitg findet, diskussionswürdig.
Applaus! Applaus!

G.W_ Februar 11, 2015 um 08:29

Geklärt.

Wo wohnst du? In meinem Land?

G.W_ Februar 11, 2015 um 08:33

Falls du in meinem Land lebst, dann solltest du nicht so abfällig über Linke reden. Denen hast du viel zu verdanken. Bei mir hättest du nichts zu lachen.

Systemfrager Februar 11, 2015 um 08:34

“Wo wohnst du? In meinem Land?”
Tja. Typisch deutsch. Man würde fast glauben, den Deutschen wäre es angeboren, es gäbe ein “an sich” deutsches Land und das Blut ist sowiese ein völlig anderes.
PS
Ja, ich habe drei Jahrzehnte in “deinem” Land gelebt, ich habe sogar (auch) “deine” Staatsangehörigkeit … ein glücklicher Umstand: Ich weiß nämlich ganz genau, dass die “deinen” doch nicht alle wie du, peewit, Jarchow … sind.

peewit Februar 11, 2015 um 08:34

@Systemfrager

Wer erklärt mir wo ich mich täusche.

Na, das ist oft genug passiert!

Werde ich ihm dankbar sein?

Da kann ich aus eigener Erfahrung sagen: NEIN.

Linus Februar 11, 2015 um 08:46
G.W_ Februar 11, 2015 um 08:49

@ Systemfrager

Die Vorteile linker Politik nimmst du an und gleichzeitig lästerst du hier über linke Ideen und das deutsche Volk. Genau darum mag ich euch nicht.

G.W_ Februar 11, 2015 um 08:52

“Tja. Typisch deutsch. Man würde fast glauben, den Deutschen wäre es angeboren, es gäbe ein “an sich” deutsches Land und das Blut ist sowiese ein völlig anderes.”

Tolle Dankbarkeit. Aber du lebst nicht mehr in meinem Land. Sehr schön.

Systemfrager Februar 11, 2015 um 08:57

Die Vorteile linker Politik nimmst du an und gleichzeitig lästerst du hier über linke Ideen

Ach neeeeeeeeeeeeeeeeeeeee

Die Marktwirtschaft ist als ein so genanntes spontanes Gleichgewicht vieler mikroökonomischer Kräfte nirgendwo entstanden, und auf diese Weise wird sie auch langfristig nicht überleben können. Es war immer viel staatliche Macht im Spiel. Die historische Erfahrung zeigt genauso eindeutig, dass die sozialen Zugeständnisse des klassisch-liberalen Staates nicht allein durch kollektivistische Ideologien hervorgerufen worden sind, sondern es handelte sich sehr oft um verzweifelte und erzwungene letzte Versuche die kollabierenden Marktwirtschaften zu retten. Es war ein adliger Konservativer, Bismarck, der in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Deutschland die Renten- und Krankenversicherung einführte. „Der Glaube an die Harmonie der Interessen“, sagte er damals, „hat in der Geschichte bankrott gemacht. Gewiss kann der einzelne viel Gutes tun, aber die soziale Frage lösen kann nur der Staat“. Es war der Sohn eines britischen Herzogs, Churchill, der im Jahre 1911 die erste Arbeitslosigkeitsversicherung für alle aufbaute. Es war ein Patrizier, Präsident Roosevelt, der mit dem Wohlfahrtsstaat den amerikanischen Kapitalismus vor dem Kollaps bewahrte. Keiner von ihnen hätte so gehandelt, wenn er nicht um die Existenz des Kapitalismus gebangt hätte. Allen diesen großen konservativen Staatsmännern war klar geworden, dass soziale Zugeständnisse als Wiedergutmachung für die Sünden des Liberalismus nicht zu vermeiden waren. Eigentlich hat schon Adam Smith in aller Deutlichkeit davor gewarnt, dass die „Schicht der Arbeiter“ nicht nur verarmen, sondern unweigerlich auch in eine Lage von völliger geistiger Verwahrlosung geraten würde, „wenn der Staat nichts unternimmt, dies zu verhindern“ . Er hat zwar nicht konkret erklärt, wie der Staat dies verhindern soll, dass aber der Markt dazu niemals im Stande sein würde, daran hat er nicht im Geringsten gezweifelt.

Der Ökonom mit dem Hammer

G.W_ Februar 11, 2015 um 09:05

@ Systemfrager

“Ich weiß nämlich ganz genau, dass die “deinen” doch nicht alle wie du, peewit, Jarchow … sind.”

Lass mich raten: linke Deutsche. Deine Freunde, sind linke, deutsche Multi -Kulti – Freunde. Menschen, die Multi – Kulti aus dem Urlaub und wenn sie mit der Nobelkarosse, zum Edelitaliener fahren, kennen. Und Du lästerst hier über politische Linke. Anstand, Ehre und Freundschaft bedeuten dir was?

G.W_ Februar 11, 2015 um 09:09

LMA oder geh doch mit @ Keynesianer die Griechen retten. Mit deutschem Geld.

Systemfrager Februar 11, 2015 um 09:22

“geh doch mit @ Keynesianer die Griechen retten”
Was für eine Ignoranz, was für eine Frechheit, was für ein Schwachsinn

Seit Jahren haben ihre Stellvertreter [die EU-Eliten] die Menschen betrochen. Ihnen wurde gesagt, dass die von ihnen gewährte Darlehen, ein Zeichen der europäischen Solidarität mit den faulen Griechen, Spanier, Portugiesen, Iren, die Peripherie des Kontinents. Und die Wahrheit ist anders – das war eigentlich ein Zeichen der Solidarität mit den Banken in Nordeuropa, wo es tatsächlich 90 Prozent des Geldes abfoll, das uns gegeben wurde.

Janis Varoufakis vor dem griechischen Parlament

G.W_ Februar 11, 2015 um 09:28

Hat Deutschland, die Griechen, zur Annahme von Darlehn gezwungen? Wird das griechische Volk von Erwachsen, mit eigenem Willen regiert? Regieren in Griechenland deutsche – oder griechische Politiker?

G.W_ Februar 11, 2015 um 09:33

@ Systemfrager

Ist es ein gutes Gefühl, wenn man als Grieche, nur mit deutschem Geld, existieren kann?

topi Februar 11, 2015 um 10:08

Na das ist doch ein Musterbeispiel an aktueller deutscher Argumentation, G.W.

Die Griechen retten mit deutschem Geld; also das geht natürlich gar nicht!!

Das “deutsche Geld” ist längst geflossen; und zwar in erster Linie, um deutsche Banken und sonstige Kapitalsammelstellen, also auch die Einlagen der deutschen Sparer, rauszuhauen.

Die wären sonst weg. Wenn man sie nicht hier gerettet hätte, mit deutschem Geld, womit denn sonst.

Das ist heute anders; es hängen keine Banken etc. mehr drin, sondern der deutsche Staat direkt (oder über Institutionen).

Sobald man die Griechen “nicht rettet”, ist das Geld weg; wie hoch wird wohl die Quote nach einer griechischen Staatspleite, vielleicht 10%, wieviel sollten sie denn zurückzahlen können, wenn sie aus dem Euro raus sind.

Spanier, Portugiesen könnten ihren Anteil an der griechischen Pleite kaum stemmen; selbst für Italien und Frankreich wären das harte Schläge.

Die nächsten Milliarden wären weg; dann geht es in die Hunderte.

Rational würde man schauen, wie man aus dem Rettungswahnsinn wieder herauskommt. Statt “mir gebe nix” zu brüllen.

Dafür müssen die Griechen wieder auf die Beine kommen; es ist offensichtlich, dass Troikanismus nicht dazu geführt hat.

Systemfrager Februar 11, 2015 um 10:17

tja
@topi
die Frage aller Fragen:
Wollen die Menschen diese Tatsache nicht verstehen, oder sind sie wirklich so überfordert, dass sie das wirklich nicht verstehen können
?????

Systemfrager Februar 11, 2015 um 10:23

Alexis Tsipras über die Bundeskanzlerin
“Merkel will uns zur Schuldenkolonie machen!”
youtube KLARTEXT >>>

Jackle Februar 11, 2015 um 10:49

Ach, schau an, Frank. Dein Naziblog zieht neue Nazis an. Prima.

no.nam Februar 11, 2015 um 10:58

Ach Schreck, die Regional Faschisten maschieren wieder und ihre Brueder ihm Geister die liberalen Freilichter des Solidaritaetsfluegels pusten in dieselbe Richtung.

Betreffend der Systemfrage, also ob Marktwirtschaft, Kapitalismus..etc., ob das Debakel, welches sich vor unseren Augen in realtime abspielt, ob diese Tragoedie menschlich verursacht ist oder ob dies eine Frage des ,,richtigen Systems” ist…., versuche ich hier vielleicht ein paar Stichwoerter einzubringen und dies ohne auf Anspruch auf Vollstaendigkeit oder Richtigkeit.

@Kommentar X. Und damit in direkten Bezug zu Deinem Post oben. Ich sehe da viele Ueberschneidungen mit meiner eigenen Sicht der Dinge, aber der wesentliche Unterschied unserer Auffassungen scheint mir Dein uneingeschraenkter Fortschrittlichkeitsglaube zu sein. Wir stimmen ja wahrscheinlich darueber ein, dass dieses System sich allmaehlich und schrittweise aufloest, aber die Frage muss doch lauten, … wann und wo, in welcher Region, in welchem Land zu welcher Zeit gab es ein ,,System” in dieser Welt, welches als Ideal eines als optimale Lebensbedingungen seiner Einwohner zusichernden System gelten koennte. Oder anders gefragt, kannst du mir (falls du hier noch mitliest) ein Land nennen, dass als politisch vorbildlich gelten koennte? Und wenn nicht, warum gab es bisher ein solches System noch nicht, bzw. was muesste passieren, damit es in die Existenz kommen koennte.

Nun glaube ich nicht, dass in der Zukunft irgendwelche menschen wesentliche Ideen entstehen koennten, die es nicht bereits auch bereits schon im Altertum als Gedanken gab. Wir machen grandiose technische Fortschritte, aber menschlich mutieren wir zu Robertern. Wir passen uns unseren eigenen technischen Erfindungen an. Alles, was nicht funktional ist wird zur Balast. Daher wahrscheinlich die Differenz in unseren Auffassung, denn anders als Du, sehe ich die Loesung nicht in der Zukunft. Daenemark ist beispielsweise ein Land, dass mir aus politischer Perspektive betrachtet gefaellt. Aber in einem grossem Land wie Deutschland zu leben hat auch Vorteile. Okay, die Leute drehen hier allmaehlich durch. Deutschland gehoert vielleicht auch zu den regionalen Verlieren. Aber sieh sieh’ sie dir doch an, wie sie hier in diesem Blog beispielsweise aus der rechten Ecke heraus argumentieren….ich kann da kein Mitleid empfinden….letztendlich werden sich die Regionen mit den menschen durchsetzen, welche die besseren Ideen haben.

KommentatorX Februar 11, 2015 um 11:03

@Herc Februar 10, 2015 um 23:49
wie geht das heute, “die gesellschaftlichen Probleme an der Wurzel anzugehen, also die Systemfrage zu stellen.”

Im Prinzip ganz einfach.

Am Anfang steht die Erkenntnis, dass vom Stand des wissenschaftlich-technischen Fortschrittes in einem anderen System ein ganz anderes Leben möglich wäre: mehr Wohlstand, mehr Sicherheit, mehr Demokratie – bei einer Arbeitszeit von 10-20 Std. pro Woche und Familie.
Es nicht schwer zu begreifen, dass die kapitalistische Ökonomie eine Vergeudungsökonomie ist (s. Obsoleszenzproduktion, nicht reparierbare Wegwerfprodukte).
Und dass das System so konzipiert ist, dass diejenigen, welche die gesellschaftlich notwendige Arbeit leisten und den gesellschaftlichen Reichtum erarbeiten, die Loser sind.

Bei einem mental gesunden Menschen würde auf Basis dieser Erkenntnisse der Wille zu einem Systemwechsel entstehen. Dann gäbe es an der Systemfrage in der Gesellschaft eine Polarisierung, nämlich zwischen denjenigen, welche eine Systemveränderung wollen und jenen, die – wie z.B. Lübberding – Partei für die Kapitalisten ergreifen.

Wir brauchen da ganz konkrete Vorschläge!!! Die Feststellung der Misere reicht nicht!!! Sondern zieht nur den Verdacht auf sich, ‘kritische’ Bequemlichkeit zu pflegen!!!

Wer ist „Wir“? Und was für „Vorschläge“ sollen das sein, wer soll diese machen?

Mein Eindruck ist, die meisten Menschen warten auf eine Partei, einen Führer oder eine Mutti, die ihnen das Bett macht, in das sie sich dann hineinlegen können. Die Gesellschaft als „Hotel Mama“.

Am liebsten wäre ihnen ein Wahlzettel, wo sie wählen können zwischen
a) das System beibehalten, immer mehr arbeiten für immer weniger Geld, mit Erwartung von Altersarmut usf.
ODER
b) mehr Wohlstand, mehr Sicherheit – bei einer Arbeitszeit von 10-20 Std. pro Woche und Familie.

Eine solche Alternative wird auf dem Wahlzettel jedoch niemals anzukreuzen sein.

Aber diese Systemalternative ist keine Utopie, sondern als verwirklichbare Möglichkeit in der Realität vorhanden.

Die Frage ist, warum äußern so wenige Menschen ihren Willen nach einer Systemtransformation?

Wo man sich umschaut, bei Verwandten, Bekannten, Arbeitskollegen etc. – es gibt ganz selten Kritik am System.

Auch hier im Blog sind ca. 90% für Marktwirtschaft, also für den Kapitalismus.

Welches sind die Gründe dafür?

Angst? Feigheit? Opportunismus? Geistiges Unvermögen? Charakterschwäche?

Die meisten Menschen sind unfähig, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie passen sich an, sie benötigen andere Menschen, die für sie denken und für sie das Leben organisieren.
Sie brauchen Führung, sie brauchen die Institutionen, die ihnen die Strukturen vorgeben und die sie versorgen.

Sie sind unfähig geworden für ein Leben in Freiheit. Sie sind eine Art „menschliches Haustier“ geworden.

ruby Februar 11, 2015 um 11:23

@ herc + KX
Habe vier konkreteste Vorschläge gemacht!!!!.
Und was bringen die derzeitigen Funktionsträger in ihren Positionen?

Systemfrager Februar 11, 2015 um 11:26

Nun glaube ich nicht, dass in der Zukunft irgendwelche menschen wesentliche Ideen entstehen koennten, die es nicht bereits auch bereits schon im Altertum als Gedanken gab.

Ja, nennen wir diese Erkrankung des Geistes Links-Syndrom
Bei Marx offensichtlich im Fortgeschrittenen Stadium:

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern 11. These über Feuerbach

Marx, 11. These über Feuerbach
Im Klartext: Wir wissen zwar nicht wie, aber wir tun es, wir verwandeln die Welt zu einem besseren Wort.
Und nun ein “Konservativer”:

Ich bin überzeugt, dass die Macht erworbener Rechte im Vergleich zum allmählichen Durchdringen von Ideen übertrieben ist. Diese wirken aber nicht immer sofort … Aber früher oder später sind es Ideen, und nicht erworben Rechte, von denen die Gefahr kommt, sei es zum Guten oder zum Bösen.

Allgemeine Theorie, S. 323
Und nun:
Wer war das?

ruby Februar 11, 2015 um 11:31

Korrektur:
Sechs 6 Vorschläge !!!!!!

g.w. Februar 11, 2015 um 11:36

vor siebzig Jahren glaubten die meisten Menschen den Pfarrern auf der Kanzel. Was der sagte galt, auch in weltlichen Angelegenheiten.

Heute sind die meisten Menschen den elektronischen Medien, Radio und Fernsehen hörig.
Man wird schon als Kind so erzogen und in diese kritiklose Hörigkeit mitgenommen.
Beispiele:
Neulich gab es eine Schlagzeile auf Welt online, das ja nicht gerade als systemkritisch bekannt ist, dass Paare sich zueinander so verhalten, wie sie es im Fernsehen erleben.
Wenn tour de france tagelang über die glotze flimmert, sieht man auch draussen ganze Horden von knalleng- und bunt angezogenen Radfahrern auf ihren Hochleistungsbikes.
Die Menschen reden, denken und tuen das, was sie im Fernsehen vorgeführt bekommen. Damit meine ich nicht nur Nachrichten, sondern auch Werbung und Spielfilme etc.
Was nicht im Fernsehen erscheint, dass existiert für die meisten Menschen gar nicht.
Die Schafsmentalität wurde vermutlich durch die Kirche implementiert.

g.w. Februar 11, 2015 um 11:40

g.m. im übrigen war meine Nazi-Beschreibung auf die Antifa gemünzt, die z.B. Wahlplakate zerstören und keine Meinungsfreiheit mehr gelten lassen wollen.

Keynesianer Februar 11, 2015 um 11:40

@KommentatorX

Eine solche Alternative wird auf dem Wahlzettel jedoch niemals anzukreuzen sein.

Aber diese Systemalternative ist keine Utopie, sondern als verwirklichbare Möglichkeit in der Realität vorhanden.

Sicher ist das keine Utopie. Es wäre sogar ganz leicht zu erreichen mit keynesianischer Politik. Schritt für Schritt und mit der Kenntnis dert ökonomischen Zusammenhänge und mit der Unterstützung der Mehrheit der Bürger im Kampf gegen den Feind: die Neoliberalen!

Es bleibt aber Utopie, wenn die Sheeple stattdessen die Wertform analysieren und auf der Straße randalieren und Barrikaden bauen und den Bolschewismus ausrufen und dem Huberbauern den Hof, dem Dorfwirt seine Kneipe, dem Malermeister seine Firma und der Oma das Häuschen vergesellschaften wollen.

So geht es halt nicht, weil das die Mehrheit der Bürger nie unterstützt, oder aber es geht nur, wenn die heutigen Neoliberalen dann im hohen Rat für den großen Plan sitzen, um jedem Menschen zu diktieren, was er nach seinen Fähigkeiten und ihrem Plan zu arbeiten und nach seinen Bedürfnissen und ihrem Plan zu bekommen hat.

Der Neomarxismus der 68er war nur ein Mittel, die von den Neoliberalen inszenierten Krisen wieder möglich zu machen. Und die 68er wollen das bis heute nicht sehen, sondern betreiben lieber die hohe Wertabspaltungskritik und sonstigen Unsinn.

topi Februar 11, 2015 um 11:58

>>>Eine solche Alternative wird auf dem Wahlzettel jedoch niemals anzukreuzen sein.

Aber diese Systemalternative ist keine Utopie, sondern als verwirklichbare Möglichkeit in der Realität vorhanden.>>>

“Sicher ist das keine Utopie. Es wäre sogar ganz leicht zu erreichen mit keynesianischer Politik. ”

Nein wäre es nicht.
Nehmen wir mal an, “deine” keynesianische” Politik würde umgesetzt; also expansive Geldpolitik und Fiskalpolitik, die für steigende Masseneinkommen (Löhne, Lohnersatzleistungen) sorgt, Geldsparen unattraktiv gemacht.
Dann gäbe es konventionelles Wachstum, der Kuchen würde größer, und geglättete Verteilung. Immerhin.

Aber damit kommt man nicht auf “10 bis 20 Stunden Arbeitszeit”.

Dafür muss einerseits die geplante Obsoleszenz verhindert werden.
Technisch machbar, prinzipielle ein Optimierungsproblem zwischen Produktionsaufwand (Rohstoffe, Energie, Arbeitszeit), Lebensdauer, Reparierbarkeit, Energieverbrauch während des Betriebs.

Statt einer staatlichen Superbehörde kann man recht einfach Benchmarks nehmen mit gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen, in X jahren muss alles so gut sein, bei weiteren Verbesserungen.

Ist letztlich nichts keynesianisches (es senkt ja das gemessene Wachstum!). Aber machbar, mit zunehmenden Preisen für abnehmende Ressourcen wird dies auf Rohstoffseite ohnehin absehbar auch im aktuellen System sinnvoll (wenn die Müllgebühren für den verbauten Mist ordentlich hoch wären, gäbe es das jetzt schon)

Das Einsparpotenzial ist allerdings begrenzt; es geht ja nur um einen Teil der Industrieproduktion, selbst wenn die Hälfte wegfiele ist das nicht sooo viel.

Es müssten die ganzen Bullshit-Jobs weg!
Das geht nun gar nicht keynesianisch, das geht schlicht nicht innerhalb des Systems.
Für das Unternehmen sind die Bullshitter nämlich rational, man muss sich am Markt durchsetzen, rechtlich besser beraten sein, etc.pp.

topi Februar 11, 2015 um 12:03

Es wird keinen plötzlichen Systemumbau “von oben” geben. Wie soll das gehen? Volksbewegung, Riesendemos, Generalstreiks, und dann übernimmt der Rat der Weisen?

Nein, man braucht eine Verbesserung der Gesamtsituation, also durchaus “keynesianische” Politik.

Und Projekte von unten, größere Kooperativen, die zeigen, wie man zu besseren konkreten Lebensumständen kommen kann.

chabis Februar 11, 2015 um 12:15

Varoufakis im Stern-Interview
“As Finance Minister, one single word from you is enough to move the markets. What does that feel like?
It’s a power I don’t want to have. Power is something I don’t want to have, generally speaking. That might sound hypocritical, but I mean it in all sincerity. And the same can be said of many of our cabinet members. They preferred life in the opposition, after all it’s quite comfortable being a left-wing minority (laughs).”
http://www.stern.de/politik/ausland/greek-finance-minister-varoufakis-we-will-smash-them-2172498.html

peewit Februar 11, 2015 um 12:17

@Systemfrager

Allgemeine Theorie, S. 323
Und nun:
Wer war das?

War Keynes ein “Konservativer”? Und was ist ein “Konservativer”?

no.nam Februar 11, 2015 um 12:25

Mich erinnert diese Glaube an das System von ,,Morgen” an die Buddhisten, welche (aus meiner Sicht durchaus sympathisch) postulieren, dass wenn eines Tages alle Menschen in sich gehen und wirklich nachdenken und wenn sich dann die Menschen von Gier und ,,Festhalten”, …die Welt sich in eine bessere veraendern wird, in welcher es keinen Schrecken und Krieg geben wird. Wie durch ein Wunder! Buddhisten essen beispielsweise kein Fleisch und sie leben in vieler Hinsicht vorbildlich, so dass auch ohne den ,,Erloesungsgedanken” es lohnt, sich mit den Buddismus auseinanderzusetzen,…aber zu glauben, dass sich aus der buddhistischen Idee eine weltveraendernde Bewegung entwickeln koennte, ist, mit Verlaub, n a i v. Aehnlich auch jede Vorstellung in ein besseres System naiv ist. Welch’ Nebelkerze! Wo soll denn diese Bewegung herkommen? Von Twitter? Oder vernetzen wir uns mit Like-it Druckknoepfen auf Facebook? Gibt es da eine Softwar zu kaufen oder koennen wir die neue Welt auf einem iPad unseren Kindern naeher brigen? Es wird Kriege geben und vielleicht auch wieder Exzesse. Und danach werden sich die Menschen wieder besinnen und ein ehemals bereits existierendes System wieder ausgraben. Aber etwas ganz Neues? Was sollte das sein? Jedenfalls war in dieser Hinsicht der Sozialismus genial. Meines Wissens, war dies der einzige und erste Versuch aus dem Labor heraus eine Gesellschaft mit wissenschaftlichen Mitteln zu entwickeln. Alle andere Systeme waren nur auf Macht und Gewalt, nicht jedoch auf Erkenntnis gestuetzt. Andererseits ist meine Einschaetzung, dass sich eine aehnliche intellektuelle Entwicklung in den naechsten Jahren nicht wiederholen wird. Und schon gar nicht, weil ein paar Intellektuelle (berechtigterweiser) mahnen und den Crash bereits voraussehen. Die Menschen auf der Strasse finden sich doch noch immer in einen Rausch und auch in diesem Blog meinen viele, dass das ganze Problem nur eines der Verteilung von Guetern und finanziellen Mitteln an alle ist, damit ein jeder wie ein kleiner Koenig lebte. Na gut, ich kann mich ja irren. :-)

karla Februar 11, 2015 um 12:25

topi Februar 10, 2015 um 22:44

“Wenn mit hoher Produktivität (gemessen in realem Output) produziert wird, kann es Reichtum geben, ohne das jemand arm sein muss.
Ein “freier” Kapitalismus kriegt das natürlich nicht hin, richtig.”

Mit “hoher Produktivität” die Armut beseitigen. Reichtum für wenige aber Wohlstand für alle.

Im un”freien” Kapitalismus wird dem Kapital dann wohl seine Freiheit bestritten über sein Kapital und seinen Einsatz (Investitionen wofür und wo) selbst zu entscheiden.
Arbeitskräfte werden eingestellt und nicht entlassen unabhängig von einer erwarteten Rendite.
Falls doch entlassen kommt der Wohlstand für alle auch nach der Entlassung und wenn man nicht mehr arbeitsfähig ist bleibt der Wohlstand weiterhin erhalten.
Diese schöne neue Welt ist möglich? Erinnert mich an den attac-Slogan und an den gerechten Lohn. So wird der Lohn zu einem Verteilungsproblem erklärt.
Für das Kapital ist er nur ein Kostenfaktor und der gehört gemindert. Eine andere Rechnung kennt das Kapital nicht.

Das Fragezeichen erlaube ich mir auch weiterhin. Und mit Mathematik hat mein Einwand nichts zu tun.

Keynesianer Februar 11, 2015 um 12:27

@topi

Es müssten die ganzen Bullshit-Jobs weg!
Das geht nun gar nicht keynesianisch, das geht schlicht nicht innerhalb des Systems.
Für das Unternehmen sind die Bullshitter nämlich rational, man muss sich am Markt durchsetzen, rechtlich besser beraten sein, etc.pp.

Da hast Du schon Recht, dass es nicht allein durch die Bezeichnung keynesianische Politik getroffen werden kann.

Diese schafft aber erst mal die Voraussetzung dafür, die Bullshit-Jobs zu beseitigen: Weil die Bürger jetzt keine Angst um ihre Jobs mehr haben müssen und die Entlassenen nicht in der Gosse landen. Man kann sich also gemütlich überlegen, welche Arbeit es in Zukunft wirklich braucht und welche abgeschafft und verboten werden sollte.

Ob die ganze Werbung einfach verboten werden kann, die närrische Verteilerei von Prospekten, den juristischen Aufwand mit Abmahnungen und sonstigem Blödsinn, die vielen Gesetze, Regeln, Normen, die nur bestimmte Interessenten begünstigen.

Das ist dann sicher mehr als keynesianische Politik, aber ohne diese gar nicht durchzusetzen, wie wir ja seit über vier Jahrzehnten erleben. Wir waren ja schon mal bei der 35-Stunden-Woche und der Rente mit 60 und könnten schon längst bei der 30-Stunden-Woche und der Rente mit 55 sein, wenn es die Neoliberalen nicht gegeben hätte und die Spinner mit der Weltrevolution und der Wertformanalyse.

Im Prinzip sind wir uns ja völlig einig. ;)

Systemfrager Februar 11, 2015 um 12:29

Und was ist ein “Konservativer”?

Tja,
jetzt habe ich den ganzen Schlamassel.
Wenn ich besser nachdenke, ich weiß wirklich nicht, was ein Konservativer ist.
Ein Grüner? Der würde es mit Empörung zurückweisen.
Ein Spezialdemokrat? Der würde es mit Empörung zurückweisen.
Ich gebe auf,
lieber beschäftige ich mich mit der posmodernen Poesie

peewit Februar 11, 2015 um 12:40

@Sytemfrager

Wenn ich besser nachdenke, ich weiß wirklich nicht, was ein Konservativer ist.

Immerhin eine Einsicht. Bravo!

Ich gebe auf

Sehr schön!

KommentatorX Februar 11, 2015 um 12:40

@no.nam Februar 11, 2015 um 10:58

@Kommentar X. Und damit in direkten Bezug zu Deinem Post oben. Ich sehe da viele Ueberschneidungen mit meiner eigenen Sicht der Dinge, aber der wesentliche Unterschied unserer Auffassungen scheint mir Dein uneingeschraenkter Fortschrittlichkeitsglaube zu sein. Wir stimmen ja wahrscheinlich darueber ein, dass dieses System sich allmaehlich und schrittweise aufloest, aber die Frage muss doch lauten, … wann und wo, in welcher Region, in welchem Land zu welcher Zeit gab es ein ,,System” in dieser Welt, welches als Ideal eines als optimale Lebensbedingungen seiner Einwohner zusichernden System gelten koennte. Oder anders gefragt, kannst du mir (falls du hier noch mitliest) ein Land nennen, dass als politisch vorbildlich gelten koennte? Und wenn nicht, warum gab es bisher ein solches System noch nicht, bzw. was muesste passieren, damit es in die Existenz kommen koennte.

Menschen sind aus meiner Sicht potentiell kreative und vernünftige Wesen.

Potentiell kreativ und vernünftig bedeutet jedoch auch, dass die Potentiale entwickelt werden müssen und dazu bedarf es sozialer Systeme, in denen dies gefördert wird.

Die Entwicklung bei den Menschen ist anders als bei den Tieren nicht instinktmäßig determiniert, sondern sie ist entwicklungsoffen. Auch zum Bösen und Destruktiven.

Das Beispiel von Kindersoldaten in Afrika zeigt, dass sich bei diesen regelrecht eine Lust am Töten, Menschen jagen, Quälen, Foltern, Vergewaltigen etc. entwickelt. Bei einem Teil entsteht geradezu ein suchtartiges Verlangen danach.
“Das ist bei 10 bis 15 Prozent aller demobilisierten Kinder der Grund dafür, dass sie freiwillig zu den bewaffneten Gruppen zurückgehen.” so der Forscher Tobias Hecker.
“Über mehrere Studien hinweg haben wir beobachtet, dass 60 Prozent freiwillig wieder zu den Waffen greifen”, so Hecker

Und die Milgram-Experimente zeigen, wie wir in diesem System sozialisiert sind. Und dass die zivilisatorische Verhaltensstruktur sehr oberflächlich ist.

So verstehen wir die Mörder und Folterer aus der Nazi-Zeit und jene mit US-Sozialisation besser.

Wie die Menschen sich entwickeln, ist eine Frage der „Selbstsozialisation“ (cf. Luhmann) im System.

Selbstverständlich gab es menschheitsgeschichtlich insgesamt Fortschritt, aber auch Zeiten des Rückschritts und schlimmster Barbarei.

Mein Fortschrittlichkeitsglaube beinhaltet lediglich, dass das Potential zum Fortschritt vorhanden ist, nicht dass es einen automatischen menschlichen Fortschritt gibt.

die Frage muss doch lauten, … wann und wo, in welcher Region, in welchem Land zu welcher Zeit gab es ein ,,System” in dieser Welt, welches als Ideal eines als optimale Lebensbedingungen seiner Einwohner zusichernden System gelten koennte

Die Frage halte ich in dieser Allgemeinheit für falsch. Denn es gab und gibt Entwicklungsdiktaturen, welche für die betroffenen Generationen ein schweres Lebenden, jedoch für die Nachkommen einen Fortschritt darstellen.
China ist m. E. so ein Beispiel.

warum gab es bisher ein solches System noch nicht, bzw. was muesste passieren, damit es in die Existenz kommen koennte.

Die meisten vormodernen Gesellschaften waren Mangelgesellschaften. Durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt wurde erstmalig in der Menschheitsgeschichte eine Überflussproduktion möglich.
Sie macht eine neue Entwicklungsstufe in der Geschichte der Menschheit potentiell(!!!) möglich, aber zur Realisierung bedarf es einer Veränderung des „Überbaus“ (Produktionsverhältnisse, Rechtssystem etc.).

P.S.
Das Erreichen dieser Entwicklungsstufe in der Geschichte der Menschheit – in der Vergangenheit wurde diese als „Sozialismus“ bezeichnet – war nach der russischen Revolution nicht möglich, denn der russischen Gesellschaft fehlte der industrielle „Unterbau“.
Die gleiche Situation war bei der chinesischen Revolution gegeben. Aber die KP China ist dieses Problem in der Nach-Mao-Ära anders angegangen als die KPdSU in der Stalin-Ära und danach.

Keynesianer Februar 11, 2015 um 12:43

@karla

Im un”freien” Kapitalismus wird dem Kapital dann wohl seine Freiheit bestritten über sein Kapital und seinen Einsatz (Investitionen wofür und wo) selbst zu entscheiden.

Ja klar, wir sind keine Liberalen oder Neoliberalen. Die Eigentümer von Kapital sollen im Rahmen einer für sinnvoll gehaltenen Ökonomie über dieses Kapital verfügen können.

Aber Obereigentümer allen Kapitals ist das Staatsvolk. Näheres regeln die Gesetze.

Es gibt auch gar keinen Kapitalmangel, man kann also notfalls auf Kapitalisten samt ihrem Eigentum verzichten, wenn denen etwas nicht passt. Sollen sie doch ihre Fabrik in der Sahara aufstellen und mal schauen, was ihr privates Kapital da noch wert ist ohne die Menschen drum herum.

Die Menschen verleihen dem Kapital erst einen Wert und darum ist da nicht nur ein privater Eigentümer, der auf Wert und Ertrag Anspruch hat. Das ist gar keine Frage.

Die Marxisten stellen sich die Marktwirtschaft immer genau so vor wie die Neoliberalen, nur scheinbar von der anderen Seite.

Aber wenn wir dem Huberbauern den Hof wegnehmen wollten, kommen wir nicht zu besseren Verhältnissen, sondern schützen nur die Oligarchen, die dann auf den Huberbauern zählen können.

Das war wohl auch der Sinn des ganzen Marxismus. ;)

Keynesianer Februar 11, 2015 um 13:06

@topi

Wie soll das gehen? Volksbewegung, Riesendemos, Generalstreiks, und dann übernimmt der Rat der Weisen?

So ungefähr haben die 68er sich die Weltrevolution vorgestellt. Wir rennen alle auf die Straße, veranstalten einen Riesenlärm, randalieren und erklären den Kapitalismus für abgeschafft, dann wählen wir unsere Räte und die ihre Oberräte und die den allerobersten Rat und da – reiben wir uns die Augen – sitzen dann der Joschka Fischer mit dem Daniel Cohn-Bendit und den üblichen Verdächtigen und planen unser aller Schicksal, wie damals in der UDSSR.

Während die Bürger sowas in den 70ern mit allen Mitteln verhindern wollten, konnten die Neoliberalen ganz ungestört die Macht übernehmen. Das war auch der ganze Sinn und Zweck der 68er Weltrevolutionäre gewesen.

KommentatorX Februar 11, 2015 um 13:45

@Keynesianer Februar 11, 2015 um 13:06
So ungefähr haben die 68er sich die Weltrevolution vorgestellt. Wir rennen alle auf die Straße, veranstalten einen Riesenlärm, randalieren und erklären den Kapitalismus für abgeschafft, dann wählen wir unsere Räte und die ihre Oberräte und die den allerobersten Rat und da – reiben wir uns die Augen – sitzen dann der Joschka Fischer mit dem Daniel Cohn-Bendit und den üblichen Verdächtigen und planen unser aller Schicksal, wie damals in der UDSSR.

Nun, ich habe schon viel Schwachsinn über die 68-er gelesen, aber der Keynesianer schafft es immer wieder, dies mit seinen irren Projektionen noch zu toppen.

Durch Literaturangaben kann der Keynesianer dies nicht belegen. Wie auch, denn es handelt sich lediglich um seine Phantasiewelt.

no.nam Februar 11, 2015 um 13:55

@Kommentaro X

Potentiell kreativ und vernünftig bedeutet jedoch auch, dass die Potentiale entwickelt werden müssen und dazu bedarf es sozialer Systeme, in denen dies gefördert wird.

Genau in diesem Punkt unterscheiden sich unsere Auffassungen und alle anderen Differenzen leiten sich dann infolgedessen aus dieser Differenz ab.

Die Potentiale des Menschen werden nicht in sozialen Systemen gefoerdert. Der Mensch muss sich in sozialen Systemen zurechtfinden. Es gibt soziale Systeme/Umfelder die die Individuen in ihrer Entwicklung wenig einschraenken und es gibt solche, die Menschen brechen. Der Mensch ist Teil seines Umfeldes, aber sie ist zugleich mehr. Sie, der Mensch, ist auch nicht von sozialen Systemen abhaenging. Sie braucht Menschen, aber nicht Systeme. In unterschiedlichen Gruppen wird es unterschiedliche Codexe geben und eine sensible Menschin wird in der Lage sein, diese Codexe zu erlernen und sich darueber mit den anderen Mitgliedern der Gruppe zu verstaendigen. Daraus kann aber nicht abgeleitet werden, dass die Potentiale der Menschen mit dem Grad elaborativer Komplexitaet des Codex in der Gruppe anstiege. Wie sollten die ,,Potentiale” der Menschen denn auch gemessen werden? Ist jetzt das Potential eines Einwohners des Ur-Walds in Brasilien hoeher als das einer Fabrikarbeiterin in Wolfsburg? Waren die Potentiale der Roemer groesser als die der Menschen im Mittelalter oder sind wir heutzutage auf der Spitze unserer Potentiale angelangt? Ich denke, technischer Fortschritt darf nicht mit ,,Potential eines Menschen” verwechselt werden.

Wie sollten soziale Systeme auch dazu beitragen, die Potentiale der Menschen zu foerdern? Ich vertrete da eine ganz andere Meinung als Du in Deinem Post oben. Derjenige Mensch waechst an Potential, welcher sich zwar in sozialen Systemen zurechtfindet und wer diese Systeme achtet, interpretiert etc., welcher aber , und das ist der wesentliche Punkt, welcher meine Ansicht von der deinigen trennt -, wer von diesen Systemen nicht seelisch abhaengig ist, sondern, wer in der Lage ist diese Systeme mit seinen inneren Vorstellungen zu parallelisieren und im Zweifel aufzuloesen. Einer ,,Integrationspolitik” eines optimalen Systems setzte ich eine Abwesenheit des Zwanges sich sozialen Systemen anpassen muessen entgegen. Oder dort, wo dieser Zwang von dem aeusseren System dem Anschein auferlegt wird, eine ,,Poltik des Ueberlebens” (Titel entlehnt, aber in anderer Bedeutung, naemlich die Faehigkeit flexibel zu reagieren ohne Kerne des ,,Ichs” aufzugeben). Wer bereits die Erfahrung Opfer rassistischer Ansichten zu sein gemacht hat, wird diese Ansicht vielleicht leichter teilen, als eine Frau, die stets in ihrer homegroup blieb und die in ihrem Umfeld stets mit positiven Feedback belohnt wurde. Es geht daher nicht darum, das richtige System zu finden, sondern der Punkt ist, Systeme als notgedrungenes Uebel zu erkennen und zu versuchen mit ihnen zu leben. :-)

Wir brauchen das jetzt nicht ausdiskutieren. Vielleicht spaeter einmal. Anderseits wuesste ich auch nicht, was wir hier noch gegenseitig beitragen koennte. Ich glaube, Deine Position inzwischen verstanden zu haben. Ich will damit auch nicht sagen, dass Deine Position falsch waere oder dass Deine Ansicht der Dinge in die falsche Richtung ginge. Meine Auffassung ist einfach nur eine andere als die deinige und ich freue mich, Deine Auffassung kennengelernt zu haben.

Ich goenne mir auch ersteinmal eine off Zeit. Viel Spass hier noch weiterhin !

Systemfrager Februar 11, 2015 um 14:32

Daraus kann aber nicht abgeleitet werden, dass die Potentiale der Menschen mit dem Grad elaborativer Komplexitaet des Codex in der Gruppe anstiege.

Was für ein Schwachsinn. Sollche Sätze hört man bestimm auch im Irrenanstalt.

Systemfrager Februar 11, 2015 um 15:06

Die EU allein kann die Ukraine nicht gegen Russland sanieren. Und sterben für und mit Kiew wollen die Europäer auch nicht.

Erhard Eppler in einem Beitrag für die „Süddeutsche Zeitung“
UPS!!!!!!!!!!!!!!!!
Wachen die Deutschen allmählich aus dem Komma?

topi Februar 11, 2015 um 16:33

@ no.nam
(oder besser nonamine?, ich bin überrascht)

“Wie sollten soziale Systeme auch dazu beitragen, die Potentiale der Menschen zu foerdern?”

Menschen werden von ihren Sozialen Umfeldern geprägt, oder nicht?
Und von unterschiedlichen Umfeldern auch unterschiedlich?

Natürlich gibt es keinen Automatismus. Aber ich stelle, zwar nicht statistisch relevant, erhebliche Unterschiede zwischen Menschen mit unterschiedlichen Grundprägungen durch ihr Elternhaus fest.
Als Körpertherapeut begegnen mir sehr viele Menschen mit nicht richtig ausgeprägtem Urvertrauen, da damit recht direkt der Zugang zum Körper ganz allgemein verbunden ist, auch nicht verbunden ist.

Die Menschen sind auch in vielen Aspekten sehr unterschiedlich, es gibt keinen Determinismus; aber es gibt auch Gemeinsamkeiten, Schwierigkeiten mit bestimmten Anforderungen gerade des “modernen” Lebens umzugehen.

Nur ist ja die Haltung, wir müssen erst die Menschen in besseren Systemen “besser machen”, dann wird alles gut, eher albern; zumindest wenn da ein “ansonsten kann man ja nix machen” mitschwingt.

Es ist in kleinen Systemen nur bedingt möglich, die ganzen Reserven der heutigen Bullshitwirtschaft zu heben.
Autarkie ist nicht möglich, außerdem ist die Abkehr von Spezialisierung mit deutlichen Effizienzverlusten verbunden.
Man muss also prinzipiell “offen” sein, in Austausch mit der real existierenden Welt treten, also auch nach deren Regeln spielen.

topi Februar 11, 2015 um 16:35

Aber was wäre möglich, realistisch?
Industrie in Kooperativen? Eher nicht. Als Massenproduktion ohnehin nicht, und prinzipiell ist dort die Effizienz (mit ihrer Kehrseite der Menschenfeindlichkeit) sehr hoch, da gibt es kaum Reserven, die man nutzen könnte.

Also um damit etwas für den “Außenhandel” herzustellen.

Andererseits dürfte man in absehbarer Zeit mit einem 3D-Drucker schon einiges anfangen können, was man heute industriell gefertigt einkaufen muss.

Sehr gut in lokalen Kooperativen geht natürlich Energieerzeugung.
Und Landwirtschaft.
Das gibt es ja alles schon, kann man intelligent zusammenbringen.

Dazu Handwerk. Ausgehend bspw. von einem alten Gut oder so baut man Häuser samt Inneneinrichtungen weitgehend selber, handwerkliche Möbel kann man nach außen verkaufen, oder auch Dienstleistungen.

Kita, Altenbetreuung, bei entsprechender Größe auch Schule macht man selber.

Ein Allgemeinmediziner wird kaum ausgelastet sein; kann ja entweder noch etwas anderes machen oder arbeitet halt auch noch “außerhalb”, bringt “Devisen”.

Naheliegend sind alternative Heilmethoden, die den Menschen als Menschen betrachten statt als Körpermaschine mit Symptomen, die man bekämpfen muss. Dürfte auch Devisen bringen.

Künstler braucht man natürlich.

Um etwas nach außen zu verkaufen, braucht es natürlich Marketing, also eigentlich Bullshit. Aber es macht sich aus menschlicher Sicht viel leichter Marketing für etwas, von dem man in erster Linie die Qualität darstellen muss, statt irgendwelchen Unsinn über irgendwelchen Schrott erzählen zu müssen.

Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas in absehbarer Zeit entstehen wird.

Menschen mit Startkapital wären natürlich hilfreich, mit Krediten starten wäre eher nicht so doll.

KommentatorX Februar 11, 2015 um 16:46

@no.nam Februar 11, 2015 um 13:55
Die Potentiale des Menschen werden nicht in sozialen Systemen gefoerdert. Der Mensch muss sich in sozialen Systemen zurechtfinden. Es gibt soziale Systeme/Umfelder die die Individuen in ihrer Entwicklung wenig einschraenken und es gibt solche, die Menschen brechen.

In der post-68-er Zeit dominierten in der Erziehungsdiskussion liberalistische Vorstellungen der Art, dass man glaubte, die Kinder würden sich am besten und freiesten entwickeln, wenn man auf deren Entwicklung nicht einwirke. Damit legitimierte man eine permissive Erziehung, die eigentlich eine Nicht-Erziehung ist. Später wunderte man sich darüber, dass daraus narzisstische Psychopathen, egoistische und egozentrische Menschen, entstanden.

Der Mensch ist erziehungs- und bildungsfähig, aber auch zugleich erziehungs- und bildungsbedürftig.

Ist jetzt das Potential eines Einwohners des Ur-Walds in Brasilien hoeher als das einer Fabrikarbeiterin in Wolfsburg? Waren die Potentiale der Roemer groesser als die der Menschen im Mittelalter oder sind wir heutzutage auf der Spitze unserer Potentiale angelangt?

Aus der Perspektive der Genetik betrachtet, liegen die vererbbaren Unterschiede beim Menschen im körperlichen Bereich.

Damit ist auch klar, dass die Potentiale hinsichtlich psychosozialer, kultureller und Intelligenz-Entwicklung nicht durch die Abstammung oder durch „Rassen“ bestimmt sind, sondern dass bei der Entwicklung der Potentiale die Interaktion zwischen Subjekt und menschlicher Umwelt (gesellschaftliches System, menschliche Beziehungen, Erziehung, Bildung) entscheiden ist.

Ich denke, technischer Fortschritt darf nicht mit ,,Potential eines Menschen” verwechselt werden.

Aber mangelnder technischer Fortschritt limitiert das Entwicklungspotential von Menschen.

Inwieweit der Mensch seine Potentiale entwickeln kann und welche Potentiale er entwickelt, ist abhängig von dem sozialen Kontext.

Man kann sagen: Die Menschen machen einander.

Wer in einem bildungsfernen Kontext aufwächst, dessen Chancen sind geringer, zu einem gebildeten Menschen zu werden.

Wie sollten soziale Systeme auch dazu beitragen, die Potentiale der Menschen zu foerdern? Ich vertrete da eine ganz andere Meinung als Du in Deinem Post oben. Derjenige Mensch waechst an Potential, welcher sich zwar in sozialen Systemen zurechtfindet und wer diese Systeme achtet, interpretiert etc., welcher aber , und das ist der wesentliche Punkt, welcher meine Ansicht von der deinigen trennt -, wer von diesen Systemen nicht seelisch abhaengig ist, sondern, wer in der Lage ist diese Systeme mit seinen inneren Vorstellungen zu parallelisieren und im Zweifel aufzuloesen. Einer ,,Integrationspolitik” eines optimalen Systems setzte ich eine Abwesenheit des Zwanges sich sozialen Systemen anpassen muessen entgegen. Oder dort, wo dieser Zwang von dem aeusseren System dem Anschein auferlegt wird, eine ,,Politik des Ueberlebens” (Titel entlehnt, aber in anderer Bedeutung, naemlich die Faehigkeit flexibel zu reagieren ohne Kerne des ,,Ichs” aufzugeben). … Es geht daher nicht darum, das richtige System zu finden, sondern der Punkt ist, Systeme als notgedrungenes Uebel zu erkennen und zu versuchen mit ihnen zu leben.

Es ist zutreffend, dass wir uns hier unterscheiden. Deine Meinung entspricht dem gegenwärtig herrschenden liberalistischen Zeitgeist.

Als Kinder sind alle Menschen zunächst von ihren sozialen Kontexten seelisch abhängig und ihr Denken, Fühlen und Handeln wird von ihrer Umwelt geprägt.

Die primäre Beziehung zur sozialen Umwelt ist Abhängigkeit und nicht Autonomie.

Sofern die Umwelt nicht zu repressiv ist und die Subjektivität der Kinder nicht beschädigt/gebrochen wird, besitzen die Heranwachsenden die Möglichkeit, in der Adoleszenz in reflexive Distanz zu ihrem Gewordensein zu treten und sich selbstbestimmt weiterzuentwickeln. Das geht in der Regel nicht ohne Ablösungs- und Autonomiekonflikte.

Liberale sehen soziale Systeme vor allem als „notwendiges Übel“ an, weil soziale Systeme Anpassungszwänge mit sich bringen.

Zugleich eröffnen jedoch soziale Systeme Freiheiten.

Das Leben eines alleinlebenden Trappers in Kanada ist keineswegs ohne Zwänge, im Gegenteil, die Naturzwänge, denen das Leben ausgesetzt ist, können sehr hart und sehr einengend sein.

Noch extremer wird es, wenn ein Mensch krank wird und er auf medizinische Hilfe angewiesen ist. Denn dann bedeutet das soziale System für ihn Befreiung von der Krankheit und Rettung seines Lebens.

Früher waren es der Hunger und die Infektionskrankheiten, welche das Leben von Menschen bedrohten und häufig verkürzten.

Heute ist der Mensch zum größten Feind und zur größten Bedrohung des Menschen geworden, und zwar deshalb, weil er zu einem egoistischen und antisozialen Wesen in einem menschenfeindlichen System sozialisiert wird, wo der Mensch in Art des „homo homini lupus“ zu anderen Menschen in einen „bellum omnium contra omnes“ tritt.

KommentatorX Februar 11, 2015 um 17:54

@no.nam

Vom Erleben her kann ich Deine Position:
Es geht daher nicht darum, das richtige System zu finden, sondern der Punkt ist, Systeme als notgedrungenes Uebel zu erkennen und zu versuchen mit ihnen zu leben.
durchaus nachvollziehen.

Insbesondere die Arbeitswelt habe ich zunehmend als „notgedrungenes Übel“ wahrgenommen.

Das hat sich im Verlaufe meines Lebens stark verändert. Denn der Terror der kapitalistischen Ökonomie und die damit verbundene Unvernunft und Menschenfeindlichkeit haben mich immer mehr belastet.

Ich kann es verstehen, wenn immer mehr Menschen versuchen, das „notgedrungene Übel“ zu minimieren und sich gesellschaftlichen Zwängen und Frustrationen durch Rückzug ins Private und Unpolitische zu entziehen.

Aber zugleich bedeutet dies, politisch zu kapitulieren und sich den herrschenden Verhältnissen ohnmächtig auszuliefern.

Dir eine gute Zeit!

praepersonal Februar 11, 2015 um 18:51

Ich möchte KommentatorX mal zur Seite springen, denn ich sehe vieles, was er über die Entwicklungsfähigkeit der menschlichen Persönlichkeit und den damit verbundenen Potentialen sagt, ähnlich. Aus meiner Sicht könnte die ernsthafte Betrachtung dieses Aspekts vieles über den Zustand und die Entfaltungsmöglichkeiten einer Gesellschaft erklären.

In der Entwicklungspsychologie gibt es den Konsens, dass sich die menschliche Persönlichkeit stufenartig entfaltet. Piaget ist hier mit seinem Modell der Pionier gewesen und aktuell gibt es mit Robert Kegan, Cook-Greuter oder Loevinger Forscher, die dieses mit neuen Erkenntnissen anreichern und weiter denken. Laut Kohlberg entfaltet sich die Moral ebenfalls stufenartig und die Bedürfnispyramide nach Maslow ist wohl den meisten hier auch ein Begriff. Diese Modelle haben eine wichtige Gemeinsamkeit: wie Menschen, die sich auf unterschiedlichen Stufen befinden, miteinander kommunizieren und das Weltbild des jeweils anderen „verstehen“, wenn es ihnen von dem jeweiligen Standpunkt des Gegenüber erklärt wird. Oder wie die Argumentation des einen auf Stufe x von einem anderen auf Stufe y überhaupt verstanden werden KANN. Nämlich entweder mit Ablehnung oder gar nicht.

Entwicklung bedeutet eine Erweiterung des Bewusstseins mit jedem Schritt, was wiederum nur heißt, dass die Realität immer reicher und vielfältiger wird. Gleichzeitig wird es immer komplizierter, alle Faktoren zu berücksichtigen, um ein Ding oder einen Prozess zu beschreiben. Ein Objekt wird von Menschen unterschiedlicher Entwicklungsstufen qualitativ grundverschieden wahrgenommen.

Zum Beispiel das Objekt Patriotismus. Wer sich als Patriot sieht, identifiziert sich nicht mehr nur mit allen Menschen seines Blutes (Familie, Sippe), sondern fühlt sich verbunden mit allen Menschen, die seine Sprache sprechen und seine Kultur leben. Das ist ein Fortschritt! Gleichzeitig empfindet diese Person Unverständnis gegenüber vaterlandslosen Kosmopoliten, also Leuten, die sich mit allen Kulturen und allen Menschen auf der Welt verbunden fühlen. Die drei hier angesprochen Stufen kann man auch als egozentriert (mein), ethnozentriert (unser) und weltzentriert (wir alle) beschrieben. Man stelle sich eine zwischen Vertretern dieser Stufen geführte Globalisierungsdebatte vor (oder schalte die Glotze ein oder lese sich Onlinekommentare durch). Die drei der genannten Stufen sind quasi willkürlich. Je nach Schule gibt die unterschiedlichsten Differenzierungen aber sie haben das Stufenmodell als Grundlage.

Auf jeder Stufe empfindet jeder Mensch einen Zustand des „JETZT habe ich die Welt verstanden.“ Dieser Moment ist jedoch im Idealfall nur eine Übergangsphase zu dem Empfinden, dass nun doch wieder etwas nicht stimmen kann; man also zu zweifeln und zu differenzieren beginnt. Die Momente des Zweifelns sind es dann auch, die eine Empfänglichkeit für die Definitionen der nächsten Stufe entstehen lassen. Man erkennt die Grenzen seines momentanen Standpunkts der Erkenntnis (“da ist viel mehr, das meine Weisheit dann DOCH nicht erklären kann”) und ebenso dramatisch ist, dass die momentane Stufe, deren Logik so viele Probleme der vorherigen Stufe hat lösen können, nicht ausreicht, um zu erklären, warum plötzlich so viele neue Probleme aufgetaucht sind. Dies ist eine weitere Definition des Stufenmodells. Probleme einer Stufe lassen sich mit der Logik der darauf folgenden Stufe lösen. Gleichzeitig erzeugt die neue Stufe durch seine neue Wahrnehmung der Welt neue Probleme, die zur Lösung dann den nächsten Entwicklungsschritt einfordern. Ein Prozess also, bei dem ein als vollständig erscheinendes Ganzes durch Zweifel und Differenzierung in seine Bestandteile zerlegt wird, diese Bestandteile dann gesiebt und nach erhaltenswert und verzichtbar eingeteilt werden und das Ergebnis bildet dann das Ganze der nächsten Stufe.

Zurück zu der Überlegung, wie Menschen unterschiedlicher Stufen über ein Thema diskutieren und der Behauptung, sie würden sich nicht verstehen oder gar verachten. Da jeder die gleiche Abfolge an Stufen durchleben muss, war also jeder irgendwann einmal hoffnungslos egozentrisch und bewertete mit dieser Brille auf der Nase die Realität. Das Durchleben jeder Stufe bedeutet jedoch nicht, dass jeder jede Stufe in seinem Leben leben wird. Der Durchschnittsmensch erreicht auch nur eine durchschnittlich komplexe Ebene der Entwicklung.

Man stelle sich vor, ein Stammeshäuptling beobachtet die Diplomatie eines Patrioten, der endlich die zermürbenden Kleinkriege zwischen den Stämmen beenden möchte, um sie in einem größeren Ganzen (Nation z.b.) aufgehen zu sehen. Schließlich gibt es viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen den verfeindeten Parteien und es würde z.B. ein großes Potential des Wirtschaftens frei. Der Stammeshäuptling wird die Ideen und Motive des Patrioten nicht nachvollziehen können, denn er ist nicht in der Lage, seinen Stamm aus einer umfassenderen Perspektive zu betrachten. Und dafür wird der Patriot nur Verachtung übrig haben. Für ihn ist das einfach kein erwachsenes Denken, sondern kleingeistig und dumm. Er kann sich auch kaum erinnern, dass es eine Phase in seinem Leben gab, während der er die Welt ähnlich beschränkt bewertete, was ihn die Sache wohl viel toleranter betrachten ließe. Trifft der Patriot nun auf eine Person mit weltzentristischer Perspektive, ergibt sich die gleiche Situation erneut. Nur dass die Rollen vertauscht sind. Der Patriot ist nicht in der Lage, den Argumenten des Kosmopoliten zu folgen und dieser wiederum belächelt den Patrioten für seine kindische oder gar rassistische Betrachtungsweise der Welt.

So wie Menschen ihren momentanen Schwerpunkt in der Entwicklung haben, gilt dies auch für Gesellschaften. Das Stufenmodell hilft zu verstehen, warum es auf unserer Weltkugel Gesellschaften wie im Yemen neben Gesellschaften wie die in Skandinavien geben kann, obwohl diese von Menschen gebildet werden, die alle das selbe humane Potential inne haben. Hier ist wichtig zu sagen, dass sich der Schwerpunkt der Entwicklung innerhalb einer Gesellschaft im Laufe der Zeit verschiebt. Idealerweise natürlich in Richtung besser, weil umfassender und versöhnlicher. Dieser Schwerpunkt entspricht der Entwicklung der größten bzw. einflussreichsten Gruppierung innerhalb der Masse.

Das Stufenmodell liefert eine Erklärung dafür, warum es IMMER Menschen geben wird, die den Nationalstaat als Heil über Allem sehen und warum es auch IMMER Menschen geben wird, die die Ethnozentriertheit überwunden und Lösungen für lokale Probleme im globalen Kontext suchen und finden.
Für das IMMER gilt jedoch eine Einschränkung. Die Entwicklung muss gefördert werden. Ob nun bewusst oder als Nebenprodukt. Es braucht Bildung! Und Vorbilder, die als Beispiel für eine weit entwickelte Person da stehen. Es sollte Ziel sein, so vielen Menschen einer Gesellschaft wie möglich die Gelegenheit zu geben, sich in der Welt zu entfalten. Je umfassender das Bewusstsein, je mehr Menschen, Kulturen, Gesellschaften oder je umfassender das Leben selbst bei der Betrachtung der Realität Relevanz hat, desto besser für alles Betrachtete und alles bis dahin noch nicht einmal als existent Registrierte.

ruby Februar 11, 2015 um 19:25

Mercury Rising
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-kunst-des-wirtschaftens-lasst-es-krachen-13415694.html
“Aber jetzt, da der Kapitalismus einen Weg gefunden hat, ist von der Linken kein Beifall zu hören.”
https://www.youtube.com/watch?v=CZgXYCf3Qz4
Vorbilder…

KommentatorX Februar 12, 2015 um 17:18

@praepersonal

Sie haben auf drei wichtige Aspekte hingewiesen:
1) Menschliche Entwicklung verläuft stufenförmig
2) Menschen in unterschiedlichen Entwicklungsstufen haben ein Verstehensproblem.
3) Entwicklung bedarf der Förderung.

Stufenmodelle und –vorstellungen von menschlicher Entwicklung finden sich nicht nur in der Psychologie und Pädagogik, sondern auch in der Sozialphilosophie (cf. „mündiger Bürger“, Erziehung zur Mündigkeit), im Recht (Geschäftsfähigkeit, Strafmündigkeit, Teilnahme am motorisierten Verkehr) und in der Kulturanthropologie (niedrigere/höhere Kulturen). Usf.

Bei den Theoretikern der Entwicklungspsychologie sollten m. E. noch mindestens drei Namen berücksichtigt werden, weil mit ihnen Pionierleistungen hinsichtlich wissenschaftlicher Erkenntnis verbunden sind.
- S. Freud (Phasenmodell)
- M. Erikson (Stufen der Identitätsbildung)
- S. Fromm („Sozialcharakter“)

Fromms Modell besitzt einen besonderen Stellenwert, weil er nicht nur die individuelle Entwicklung thematisiert, sondern den Zusammenhang zwischen sozio-ökonomischen System und kollektiver psychosozialer Entwicklung.

Sollte „no.nam“ noch mitlesen, so könnte ich ihm unter Bezug auf Fromm seine Annahme (Februar 11, 2015 um 10:58) widerlegen:
„Ich sehe da viele Ueberschneidungen mit meiner eigenen Sicht der Dinge, aber der wesentliche Unterschied unserer Auffassungen scheint mir Dein uneingeschraenkter Fortschrittlichkeitsglaube zu sein.“

Nein, Fortschrittsglaube ist bei mit nicht zu finden. Ich setzte Zukunftshoffnungen in die revolutionäre linke Bewegung (sog. 68-er). Die Aussichtlosigkeit einer freiheitlich-demokratischen Transformation zeigte sich nicht nur beim „Radikalenerlass“ 1972, sondern insbesondere durch das Beispiel Chile 1973. Es war klar, dass das kapitalistische Imperium jeden Versuch einer gesellschaftlichen Transformation mit militärische Gewalt, mit Terror und faschistischer Diktatur bekämpfen würde.

Die linksrevolutionäre Bewegung endete Mitte der 70-er Jahre dann auch in einer totalen Niederlage, in totaler Kapitulation und Resignation. Es gab keine relevanten systemtransformativen Kräfte mehr, und daher war meine damalige Zukunftserwartung „Kapitalismus Forever“ und kontinuierlicher soziokultureller Niedergang in Richtung Barbarei.

Da war bei mir überhaupt nichts mehr mit „Fortschrittsglaube“.
Ein guter Freund ließ sich damals im Alter von 27 Jahren sterilisieren, weil er keine Kinder in diese barbarische Welt hineinsetzen wollte. Viele der revolutionären 68-er-Linken, die ich kenne, haben – wie auch ich – aus diesem Grund keine Kinder gezeugt.

Fromm zeigt, dass der moderne Massenmensch im Vergleich zu Menschen in nicht-industriellen Gesellschaften hinsichtlich seiner psychosozialen Entwicklung und seiner praktischen Kompetenzen defizitär ist. d.h. sich auf einer niedrigeren Kultur- und Kompetenzstufe befindet.

Es ist die Folge einer „Rundumversorgung“ durch die Dienstleistungsindustrie und den Sozialstaat (cf. H. Baier) sowie die totale Fremdbestimmung und Entmündigung in der Arbeitswelt und im politischen Leben.

Die meisten Menschen sind durch die Veränderungen in der Arbeitswelt (Taylorisierung, Spezialisierung, Roboterisierung, Computerisierung) nur noch zu repetitiver Teilarbeit in der Lage und die Allgemeinbildung ist zur „Unbildung“ (cf. Liessmann) bzw. zur „Partial-Intelligenz“ degeneriert.

Blender und Dilettanten (cf. Rietzschel) sind zum Normotyp geworden.

Diese Menschen sind unfähig, als Eltern ihre Kinder die Kompetenzen für die Gestaltung der Zukunft zu vermitteln (cf. A. Mitscherlich: „Vaterlose Gesellschaft“).

Man könnte ironisch von einer „Verhausschweinung“ (K. Lorenz) des modernen Menschen sprechen. Der Begriff der „Infantilisierung“ trifft es m. E. besser.

Unschwer ist – soweit noch ein intellektuelles Restpotential vorhanden ist – zu erkennen,, dass dies die Folge des Wandels in der kapitalistischen Ökonomie ist, und war eines Prozesses der in den USA bereits in den 60-ern und in Europa ums Jahr 1970 eingesetzt hat.

So findet sich bei Erich Fromm auch keine Fortschrittsgläubigkeit und wenig Zukunftshoffnung, sondern die Erwartung der Fortsetzung des soziokulturellen Niederganges.

Die europäische und die US-amerikanische Zivilisation (= das kapitalistische Imperium) befinden sich in einer „blockierten Transformation“. Die Gesellschaften sind unfähig, diese Entwicklungsblockade von innen heraus zu überwinden.

Befände sich die Menschheit nicht in einem Übergang zu einer multipolaren Welt, sondern gäbe es nur eine vom kapitalistischen Imperium beherrschte Welt, so wäre – so (nicht nur) meine These – der Untergang der Menschheit in eine selbstzerstörerische Barbarei unaufhaltsam.

Linus Februar 12, 2015 um 18:54

@praepersonal:
Also ungefähr so:

Familie/Sippe < Patria < Welt

wobei's nach rechts in Richtung 'besser' geht.

Ganz ehrlich, mir scheint das ein bisserl simplistisch.
Streichen wir doch mal Familie – wir haben ja 'Welt' dafür.
Meinst du wirklich, es käme was Vernünftiges bei rum, wenn wir Kinder jetzt nicht mehr bei ihren Eltern aufziehen?

Es gibt eine Reihe durchaus vernünftiger Prinzipien wie Föderalismus oder Subsidiarität, die einer 'bottom up' Organisierung gegenüber einer 'top down' Struktur den Vorzug geben (KX hat noch ein paar andere Beispiele gegeben, wo gerade die Globalität, also die 'Nicht-Lokalität' zu erheblichen Problemen führt).

Natürlich wirst du jetzt sagen, ich hätte dich falsch verstanden. Aber wenn es so leicht zu Missverständnissen kommt, dann scheint mir der Stein der Weisen eben alles andere als offen zutage zu liegen oder gar gewissermassen von innen heraus zu leuchten.

Im Übrigen denke ich, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse wesentlich von den Daseinsbedingungen geprägt sind. Ein Yanomami-Stamm dürfte für seine Umgebung eine halbwegs angemessene Organisationsform gefunden haben, die Industrialisierung hat die Massengesellschaft hervorgebracht.
Man kann nun geteilter Meinung sein, welcher Form man den Vorzug gibrt. In jedem Falle gilt aber, dass die Gesellschaftsform zu den Umgebungsbedingungen passen muss.

Wenn wir nun aus ideelen Erwägungen eine Utopie dafür entwickeln, so beinhaltet dies auch und wesentlich eine menschengemachte Veränderung der Umgebung. Solch ein massiver Eingriff in die natürliche Umgebung war früher schlicht nicht machbar. Heute ist er alltäglich.

Die Folge ist eine beschleunigte Dynamik der gesellschaftlichen Veränderung und damit auch eine erhöhte Möglichkeit von Fehlgriffen. Ganz ehrlich, mir scheint die Menschheit umso ratloser ist, je mehr Möglichkeiten sie hat.

Noch etwas: Mir scheint ein wesentlicher Aspekt des Phänomens Gesellschaft nicht so sehr in ihrer Struktur, sondern in ihrer Dynamik zu liegen. Mit Stufen weiss ich da wenig anzufangen, eher schon mit Betrachtungen bzgl. Diversität etc..

Schliesslich: Gesellschaft ist mE kein Subjekt, sondern setzt sich wesentlich aus dem zusammen, was in den Köpfen ihrer Bürger steckt. Und da bin ich tatsächlich bei dir: dazu sind Erziehung und Bildung (im besten Sinne des Wortes) der Schlüssel.

ruby Februar 12, 2015 um 21:00

“Der Beschluss wurde in einer Telefonkonferenz am Donnerstag gefällt.” Wie läuft das technisch … ab?
aus:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/ela-notkredite-ezb-erhoeht-not-liquiditaetshilfen-fuer-griechenland-um-5-milliarden-euro-13425302.html
so gibt es praktisch mal 5 Milliarden
;-)

ruby Februar 12, 2015 um 21:05

hier wird uns geholfen
https://www.youtube.com/watch?v=QV-L9A2bGFQ
nicht geeignet für schwachnervige …
;-)

praepersonal Februar 12, 2015 um 21:14

@ Linus

Nein, missverstanden hast Du nicht, das zeigt Deine Reaktion. Du hast ja zum Verstehen nur das zur Verfügung, was ich Dir an theoretischem Material liefere. Und das war einfach nicht gut genug. Die Thematik ist viel zu umfangreich, um sie in einem Posting darzustellen. Hinzu kommt, dass meine Fähigkeit, dialektisch strukturiert Texte zu schreiben, sehr dürftig ausgeprägt ist – ich habe es nie gelernt.

Deine Kritik, das wäre alles viel zu reduziert ist berechtigt! Auch, dass Du herausgelesen hast, bei der Stufenfolge Familie < Nation < Welt würde man die jeweils vorherigen Stufen "überwinden" und dann ablehnen. Damit kritisierst Du jedoch meine verkürzte Darstellung der Theorie.

Im Grunde habe ich von diesem Modell hier gesprochen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Spiral_Dynamics

ruby Februar 12, 2015 um 21:28

“Kapitalflucht, Notbeschluss des Eurosystems:

Der Rat der Europäischen Zentralbank musste den griechischen Rahmen für Not-Liquiditätshilfen (Ela) um 5 Milliarden Euro auf rund 65 Milliarden Euro erhöhen. Dabei hatte er ihn erst sehr sehr großzügig vor einer Woche auf 60Mrd. erweitert Der Beschluss wurde in einer Telefonkonferenz am Donnerstag (heute) gefällt.

Wie hoch mag mittlerweile wieder das Target2-Defizit sein? Eine Kapitalverkehrskontrolle muss her!!!”

Bernd Klehn im Herdentrieb

Was soll das bedeuten ?
;-)
LaufLiquiditäten die richtig trocken oder soll nur wieder

ruby Februar 12, 2015 um 21:30

GREXIT ?

KommentatorX Februar 12, 2015 um 23:29

@praepersonal Februar 12, 2015 um 21:14
Die Thematik ist viel zu umfangreich, um sie in einem Posting darzustellen.

So ist es.

Zudem ist dieser Blog von der Thematik her auch nicht geeignet.

Am besten wären Diskussions- und Arbeitsgruppen, wo Menschen miteinander kommunizieren, die von der Sache etwas verstehen. Wo man nicht ständig bei Adam und Eva anfangen muss und sich mit selbstgestrickten Theorien, die längst widerlegte Vorurteile oder Irrlehren beinhalten, auseinandersetzen muss. Meist wird in stammtischartigen Diskussionen nur viel Zeit vertan.

Der Vorteil von Blogs dieser Art ist, dass man sich ein Meinungsbild zu machen kann und interessante Hinweise bekommt.

praepersonal Februar 13, 2015 um 00:03

@KommentatorX

Zustimmung. Viel mehr, als darauf aufmerksam zu machen, dass es eine Form der Deutung von sozialen und kulturellen Zuständen gibt, die mir hier im Blog noch über den Weg gelaufen ist, wollte ich gar nicht.

praepersonal Februar 13, 2015 um 00:09

Die Deutung ist mir hier im Blog noch nie* über den Weg gelaufen. :)

no.nam Februar 13, 2015 um 04:14

@Linus
Danke! Super Posting oben als Antwort auf das Stufenmodell. Dem habe ich nichts hinzuzufuegen, ausser dass Du den Kern getroffen hast :-)

@Kommentator X
Ich habe hier aufmerksam mitgelesen und ich finde, dass hier eine sehr interessante Diskussion zu Stande gekommen ist. Ich denke aber auch, dass das Thema zu gross ist, um es in einem Blog zu diskutieren. Ausserdem disktutieren wir aus verschiedenen Ecken heraus. Mein uspruengliches Posting bezog sich darauf, dass wir (Menschen) nicht warten sollten, bis wir wissen, wie wir Gesellschaft sinnvoll organiseren koennen. Ob Sozialismus, Kapitalismus, Marktwirtschaft… ist daher nicht entscheidend, meine ich. Wenn ein System nicht dem Wohl der Menschen dient, sollten wir es durch ein anderes ersetzen. Dabei ist die Frage, ob das neue System von einem wissenschaftlichen Standpunkt betrachtet wesentlich besser ist, unerheblich. Ich sehe nicht, wie sich Gesellschaftssysteme ueber die Zeit verbesserten. Die betrifft insbesondere die realwirkenden Verhaeltnisse in der EU sowie das unnoetige Leid der Menschen, welches durch dieses System verursacht wird. Die Ruecknahme neoliberaler Reformen, waere fuer mich daher bereits ein Fortschritt. Aber ich sehe auch nicht, wie dies geschehen sollte. Zurzeit macht Frau Merkel in der Ukraine Krise einen guten Job, finde ich, aber der Eckpunkt wird sein, ob sie TIPP einfuehrt oder nicht. Und das Bankendesaster hat sich auch noch nicht eindaemmen koennen. Das Karussel geht weiter und die Banken gewinnen gegenueber den Staaten an Macht. Das Spiel scheint letztendlich noch nicht entschieden. Aber ich bin wenig positiv. Andererseits, wenn das schlimmste eintritt, wird dieses System sich vielleicht auch schnell wieder aufloesen. Nichts ist fuer die Ewigkeit.

Vom Erleben her kann ich Deine Position:
Es geht daher nicht darum, das richtige System zu finden, sondern der Punkt ist, Systeme als notgedrungenes Uebel zu erkennen und zu versuchen mit ihnen zu leben. durchaus nachvollziehen.

Insbesondere die Arbeitswelt habe ich zunehmend als „notgedrungenes Übel“ wahrgenommen.

Es gibt Untersuchungen darueber wie eine Betriebstaette gestaltet sein muss, damit die Arbeitnehmer sich wohl fuehlen. Google ist darin wahrscheinlich ein Vorbild. Ich sitze hier gerade im Ausland hinter einer Firewall und kann das nicht verlinken. Aber wenn es dich interessiert gebe in der Suchmaschine einmal google Hamburg ein. In der Trefferliste dann auf ,,Map” oder aehnlich gehen. Du gelangst in die Streetview und von dort gibt es einen neuen Knopf, wo Du in die Innenansicht des Google Bueros in Hamburg gelangts. Das Buero ist wirklich sehr chic! Und nicht nur das Buero, sondern auch die anderen Arbeits Bedingungen sind motivierend. Ebenso ,,Googleplex”. Okay, nur ein Beispiel. Es gibt viele Betriebsstaetten, wo die Arbeitnehmer gern arbeiten. Ich hatte eine zeitlang z.B. einmal in einem Buero gearbeitet, wo die Mitarbeiter nach Feierabend zusammen essen gingen und danach wieder ins Buero fuhren, um noch ein bisschen (freiwillige Basis) weiterzuarbeiten. Oder einige fuhren am Wochenende noch mal ins Buero. Ich brauche nicht zu sagen, dass das nicht mein ,,Ding” war. Man sollte sich als Arbeitnehmer stets ueber die Herrschaftsverhaeltnisse im Klaren sein. Da koennen auch Inneneinrichtung und andere Annehmlichkeiten nicht darueber hinwegtaeuschen. Wenn so ein “Schuppen” verkauft wird, gehen die Arbeitnehmer leer aus und sind oft enttaeuscht von ihrem Chef, dem sie halfen, das Unternehmen aufzubauen. Einmal integriert im Grosskonzern gibt es dann auch schnell Entlassungen…

Das Beispiel gibt aber einen Denkansatz, naemlich den, nicht auf die richtige Arbeitsstaette zu warten, sondern eine Arbeitsstaette zu wechseln, wenn sie Deinen Anforderungen nicht genuegt. Dabei koennte ich im Einzelfall selbst eine rueckstaendige Betriebsstaetten gegenueber einem fortschrittlichen Unternehmen vorziehen. Warum? Wegen der Taetigkeit, der Arbeitszeit, oder weil-ich-meinen-Weg-gehe,…. etc. Ich halte das ,,Ich” naemlich genauso wichtig wie Familie, Land, Welt. Wenn das ,,Ich” nicht funktioniert, brauche ich mich nicht um die Welt sorgen, ich sollte zunaechst mich um mein ,,Ich” sorgen.

Was ist damit sagen will, alles ist relativ. Es erfordert eine Einzelbetrachtung. Es gibt nicht “das” System und es wird es nicht geben. “Politik” ist Fiktion. Andererseits sollte wir es dem Establishment nicht zu einfach machen. Wichtig war mir oben in dem Ausgangspost lediglich, darauf hinzuweisen, wie wir als Individuen mit dieser Situation umgehen. Oder im Beispiel gesprochen, wenn Du als Betroffener unter der Arbeitssituation in einer bestimmten Betriebsstaette leidest, was nuetzten Dir in einer solchen Situationen die betriebspychologischen Erkenntnisse, wie eine Arbeitsstaettte gestaltet sein sollte. In vielen Betriebsstaetten ist dazu auch noch der Betriebs-/Personalrat Teil des Problems. In einer theoretischen Betrachtung koenntest Du daher den Eindruck gewinnen, dass in deutschen Betrieben AN Interessen vertreten werden, aber real sieht dies ganz anders aus. Wie also sollte ein Betroffener dann handeln? Wird Dir in einer solchen Situation Dein Gehirn mit Weltsicht helfen (koennen)? (polemik.off) Mein Ansatz ist, dass wir aus unseren Problemen lernen und wachsen. Es gibt immer einen Weg…. ;-)

Mach’s gut. :-)

Hier noch ein Filmzitat zu unserem Thema:
A: Why did you do that? (complain)
B: I wanted to make things better… (shows some uncertainty)
A: You cant make things better. Things are just things. They always will be things… (very angry, going away…)

P.S. Sorry, dass ich hier keine Umlaute tippen kann. An diesem PC laesst sich das Gebietsschema nicht umschalten. Dazu muesste ich ein Softwarepaket installieren, was ich nicht moechte, da dies nicht mein PC ist.

no.nam Februar 13, 2015 um 05:54

@Kommentator X
Oben das Posting bezog sich nicht direkt auf das Thema. Ich hatte dies als Beispiel gewaehlt, weil nach meiner Ansicht alles in dieser Welt relativ ist. Die Menschen sollten sich nicht von einer bestimmten Umgebung, Umfeld, Situation abhaengig machen. Wichtig ist es, sich eine ,,innere” Freiheit zu erhalten, finde ich. Statt gegen die ,,Waende” zu rennen, sollten wir die Tueren suchen. Und nicht immer ist das, was wie eine Tuer aussieht auch wirklich eine Tuer. Manchmal verhaelt es sich paradox, die Wand entpuppt sich als Tuer, die Tuer ist eine Wand. Ob Betriebsstaette oder Gesellschaft, wir sollten nicht darauf warten, dass sich die aeusseren Umstaende aendern. Du hast das gemacht und so wie ich es in Deinen Postings herausgelesen hast, lebst Du in der Schweiz. Ich vermute, Du bist dort nicht geboren. Damit hast Du eigentlich bereits mit Deiner Vita bestaetigt, was ich oben schrieb.

no.nam Februar 13, 2015 um 06:52

Ein anderes Beispiel. William Klein (Fotograf). Aus meiner Sicht ist der Typ genial, aber leider verschwendete er den Grossteil seiner Zeit mit Modefotografie (seine Auftraggeber, die ihm sein Leben finanzierten). Trotzdem ist er genial. Ich hatte letztenz ein Interview mit ihm gelesen. Das Leben besteht aus Kompromissen. Darueber gibt es keine Theorie, das (den Kompromiss) muss man im Bauch haben.

Zurueck zur Gesellschaft. Da ist etwas faul. Wir spueren es und alles, was mir aus meiner Sicht tun koennen ist, es aufzeichnen. Ich warte aber nicht darauf, bis dies der letzte Depp das kapiert hat und sie oder er wird es vielleicht auch nie kapieren. Egal —–, das, was Du als Rueckzug ins Private bezeichnest…., das ist aus meiner Sicht die Oeffentlichkeit. Fuer mich findet das Private findet in der Oeffentlichkeit statt. Hier in diesem Blog, in Fotografien, in Biografien, in Buechern und in Roman…das Leben ist voll davon. Du kannst es an jeder Ecke aufgreifen… ;-)

KommentatorX Februar 13, 2015 um 09:33

Zu unserem Thema möchte ich noch eine Anmerkung machen.

Dabei gehe ich davon aus, dass der Begriff der „blockierten Transformation“ Zustimmung findet. Vgl.
http://www.wiesaussieht.de/2015/01/30/abendland-manndeckung-und-europa-blockierte-transformation-ein-gastbeitrag-von-gerald-fricke/#comment-255825

Im Marxismus ging man davon aus, dass die Arbeiterklasse die gesellschaftstransformative Kraft (= das potentiell revolutionäre Subjekt) sei.

Diese irrige Annahme – man könnte auch sagen: dieser Glaube – hielt sich über ein Jahrhundert bis zur Selbstliquidierung der kommunistischen Parteien und Sekten. In Deutschland geschah dies Mitte der 70-er Jahre (cf. KBW, KPD-AO etc), in Italien Anfang der 90-er.

Die KP Italien war mit etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Parteiangehörigen und einem durchschnittlichen Stimmenanteil von rund 27 % die mitglieder- und wählerstärkste kommunistische Partei Westeuropas gewesen. Noch vor der KPF, die zwar heute noch existiert, aber nur noch marginale politische Bedeutung besitzt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Parti_communiste_fran%C3%A7ais#Parlamentswahlen

Die marxistische Revolutionstheorie ist inzwischen auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet.
Außer ein paar Sektierern glaubt niemand heute noch daran, dass die Arbeiterklasse die gesellschaftstransformative Kraft darstellt.

Welche Gründe werden heute für die „blockierte Transformation“ angeführt, sofern man sich überhaupt mit dieser Frage beschäftigt und nicht die gesellschaftliche Situation als „alternativlos“ ansieht?

Meist wird als Hauptgrund ein Bewusstseinsdefizit auf Seiten der Massen angegeben.
Oder generell: Der Mensch sei nicht in der Lage, die von ihm geschaffenen Produktivkräfte bzw. Technik zu beherrschen.

Die zugrunde liegende Annahme ist, dass eine Transformation des Systems nur von der demokratischen Mehrheit, also „von unten“, kommen kann. Auch wenn der Glaube an die Revolution der „Arbeiterklasse“ keine Anhänger mehr hat, so ist der demokratische Glaube an eine transformative Bewegung „von unten“ nach wie vor weit verbreitet.

Die Menschen brauchen Führung, schrieb unlängst „Goodnight“ in diesem Blog.

Nur ist es so, dass unsere Gesellschaft gar keine Führungspersönlichkeiten (s. Funktionseliten) besitzt, welche die Kompetenz zur Gesellschaftstransformation aufweisen.

Gibt es diese Menschen nicht, weil unsere Gesellschaft diese nicht mehr hervorbringt oder lässt man solche Menschen nicht in Positionen kommen, wo sie Wirkung entfalten können?

Beide Gründe treffen sicherlich zu. Denn solche Menschen werden vom reaktionären Establishment bekämpft und klein gehalten (vgl. z. B. Radikalenerlass).

Doch scheint mir der Hauptgrund zu sein, dass es dieser Gesellschaft an institutionalisierter Erziehung und Bildung fehlt, welche geeignet wäre, diese fortschrittlichen Führungspersönlichkeiten hervorzubringen.

Denn dazu taugen die heutigen Gymnasien noch Hochschulen nicht. Diese Institutionen produzieren vor allem Mittelmaß für den Arbeitsmarkt. Und die privaten Schulen und Hochschulen sind nicht besser, sondern meist schlechter, weil sich dort eher leistungsschwache Schüler und Studierende von besserverdienenden oder reichen Eltern ansammeln.

Die klassischen Gymnasien und klassischen Universitäten im Humboldtschen Sinne, die in den 60-er Jahren mit den Bildungsreformen abgeschafft wurden, vermittelten zwar eine bessere Allgemeinbildung (z. B. Geschichte, Sozialphilosophie, breiteres Fächerspektrum), aber waren insgesamt konservativ und nur systemimmanent ausgerichtet.
So mussten die damaligen „68-er-Studenten“ Bildungsprozesse selbst organisieren, um überhaupt revolutionäre Theorien studieren zu können (vgl. „Gegen-Universität“, „Kritische Universität“, „Rote U.“).

Das heutige Bildungssystem bringt keine Führungspersönlichkeiten in spe hervor, welche vom Bewusstsein und ihren Kompetenzen her in der Lage wären, die mögliche und notwendige gesellschaftliche Transformation durchzuführen.

Eine interessante Frage ist, in welchen Ländern heute Führungspersönlichkeiten mit dem Ziel herangebildet werden, dass sie später in der Lage sind, grundlegende gesellschaftliche Transformationsprozesse durchzuführen?

KommentatorX Februar 13, 2015 um 11:23

@no.nam

Der Psychologe Klaus Holzkamp hat einmal gesagt, dass die Menschen nicht wie in einem Käfig sich im Kapitalismus befinden.
http://www.kritische-psychologie.de/publikationen/projekt-digitalisierung/einfuhrungstexte-interviews-vortragsmitschriften-einzelthemen/holzkamp-1984-die-menschen-sitzen-nicht-im-kapitalismus-wie-in-einem-kafig/

Dem kann ich zustimmen. Es gibt Spielräume. Meine eigne Studien- und Berufsbiographie zeigt es. Eine berufspraktische Ausbildung, drei Studiengänge, zwei davon formal abgeschlossen, drei unterschiedliche Berufe habe ich ausgeübt und an mehr als 15 Orten gelebt. Dies erinnert an den „flexiblen Menschen“ von R. Sennett.

Was die Veränderungen betrifft, so war ich nie dazu gezwungen, sondern es waren eigene Entscheidungen. Nicht immer führten diese Veränderungen zur Verbesserung. Der Hauptgrund dafür war der allgemeine Niedergang der Gesellschaft, so auch und besonders in meinen Arbeitsfeldern Gesundheitsversorgung und Hochschulsystem.

Der Umzug in die Schweiz war bedingt durch den Job meiner Frau, ich selbst pendelte berufsbedingt zwischen CH und D.

Es ist schon interessant, welche Auswirkung ein Wechsel ins nahe Ausland im gleichen Sprach- und Kulturraum haben kann.
Ich kenne einige Leute, wo dies eine Lebensentscheidung zwischen einer Hartz IV-Perspektive und einem guten mittelständischen Lebensstandard bedeutete.

Dass Deutschland und Europa so abgewirtschaftet werden, habe ich selbst in den 80-iger Jahren nicht erwartet, genauso wenig wie den Aufstieg Chinas. Beides steht in kausaler Beziehung.

„…weil nach meiner Ansicht alles in dieser Welt relativ ist. Die Menschen sollten sich nicht von einer bestimmten Umgebung, Umfeld, Situation abhaengig machen. Wichtig ist es, sich eine ,,innere” Freiheit zu erhalten, finde ich. Statt gegen die ,,Waende” zu rennen, sollten wir die Tueren suchen. Und nicht immer ist das, was wie eine Tuer aussieht auch wirklich eine Tuer. Manchmal verhaelt es sich paradox, die Wand entpuppt sich als Tuer, die Tuer ist eine Wand. Ob Betriebsstaette oder Gesellschaft, wir sollten nicht darauf warten, dass sich die aeusseren Umstaende aendern.“

Wenn sich ein System im zivilisatorischen und ökonomischen Niedergang befindet, dann bleibt – solange sich keine kollektiven Lösungen entwickeln – für die Menschen nur übrig, zu versuchen, auf individuellen Wegen aus ihrem Leben das Beste zu machen.

Das mag der Rückzug aus der Gesellschaft sein, um die schlechten Zeiten abzuwettern, so wie es viele Menschen in schlimmen Zeiten machten. Andere machen sich auf dem Weg in andere Gesellschaften.

Mach’s gut und viel Glück!

no.nam Februar 13, 2015 um 15:24

Vielen Dank fuer die interessante Diskussion.

Ich hoffe, Du hast eine gute Zeit. Mach es gut.

no.nam Februar 13, 2015 um 15:31

P.S.
Ich finde Deinen letzten Kommentar so gut, ich kann da nichts hinzufuegen. Ich habe mein Leben auch stets aus eigenen Entscheidungen veraendert.

Comments on this entry are closed.

{ 2 trackbacks }

Previous post:

Next post: