Nach der Eurogroup-Tagung: Wer ist Schuld?

by f.luebberding on 17. Februar 2015

Muss Griechenland den Grexit fürchten? Keineswegs. Es hängt somit von einer Frage ab: Ob der Austritt aus dem Euro für das Land eine bessere Perspektive vermittelt als der bisherige Status quo. Daran hat sich seit 2012 nichts geändert. Welchen Sinn soll auch eine Währungsunion haben, die die fehlende ökonomische Perspektive mit der faktischen Abschaffung politischer Selbstbestimmung verbindet? Wer muss also die Regierung in Athen von einer Zukunft im Euro überzeugen? Offensichtlich ist dafür die europäische Politik in Brüssel zuständig. Wer sonst?

Es ist bemerkenswert, was dort gestern Abend in Brüssel bei der Tagung der Eurogroup-Finanzminister passiert ist. Es hatte im Vorfeld eine Einigung über ein sechsmonatiges Moratorium gegeben, die aber kurz vor Beginn der Sitzung wieder zur Disposition gestellt worden ist. Das führte zum sofortigen Abbruch der Gespräche. Das neue Angebot der Eurogroup an Athen lautete nämlich plötzlich, alles so zu lassen, wie es schon vor dem Regierungswechsel gewesen ist. Die gescheiterte Austeritätspolitik somit fortzusetzen, um sie mit den bekannten Technokratenphrasen von Fortschritt und Berücksichtigung sozialer Interessen anzureichern. Man muss nicht Paul Krugman heißen, um dieses Angebot für inakzeptabel zu halten. Was aber jetzt wirklich erstaunt: Die fehlende Professionalität der Technokraten in Brüssel.

Jeroen René Victor Anton Dijsselbloem ist als Sprecher der Eurogroup eine Fehlbesetzung. Das ist keine neue Erkenntnis. Er hat damals schon fast Zypern im Alleingang versenkt. Aber warum kann plötzlich diese als Sozialdemokrat firmierende Fehlbesetzung die Eurogroup in eine fast schon aussichtslose Lage manöverieren? Wenn man sich nämlich den gestern Abend möglich gewesenen Kompromiss genauer ansieht, wird sich dort nichts finden, was für die Regierung in Athen oder die Eurogroup ein Problem gewesen wäre. Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis hätten lediglich die Zeit bekommen, um die Plausibilität ihrer wirtschaftspolitischen Vorstellungen zu belegen. Es ging keineswegs um einen Schuldenschnitt oder dessen Umfirmierung in sogenannte Ewigkeitsanleihen. Beides braucht man nicht, um die Reformen einzuführen, die in Griechenland nach Bekunden aller Seiten unumgänglich sind. Darüber gibt es schließlich keinen Dissens. In der mit Sympathie für “Griechen-Raffkes” (Bild von heute) unverdächtigen Wirtschaftsredaktion der FAZ wird dieser Konsens heute ganz gut beschrieben.

“Zum einen habe etwa die letzte Regierung nie genug Durchsetzungskraft gehabt, zum anderen seien die Abgesandten der Troika auch nicht besonders geschickt mit der Regierung umgegangen, etwa mit Anreizen für die Reformen. Der Wirtschaftsprofessor Vettas wirft der Troika vor, sie habe sich allzu oft damit begnügt, dass Strukturreformen aufgeschoben wurden und mit zusätzlichen Einschnitten bei den Staatsfinanzen kompensiert wurden. Damit habe Griechenland zwar sehr schnell das unhaltbare Haushaltsdefizit reduziert, aber andererseits einen Absturz des Bruttoinlandsprodukts hervorgerufen. Zu den Auslösern dieser unerwünschten Entwicklung gehöre auch eine untragbare Steuerlast aus Umsatzsteuer, Vermögensteuern und Einkommensteuern vor allem für die Mittelschicht. Durchgreifendere Reformen in der Steuerverwaltung hätten dies dagegen vermeiden können.”

Die Annahme, die Troika könnte gewissermassen als wirtschaftspolitischer Statthalter Brüssels fungieren, war schon immer Blödsinn gewesen. Entweder schafft es Griechenland aus eigener Kraft, die Voraussetzungen für den Verbleib in der Eurozone zu erfüllen, oder eben nicht. Es bliebe im negativen Sezenario aus den oben genannten Gründen nur der Grexit. Ein Kompromiss kann nichts anderes bedeuten als der neuen Regierung diese Zeit zu verschaffen, um ihre wirtschaftspolitischen Vorstellungen umzusetzen. Daran hat jeder in Europa ein gemeinsames Interesse. Oder hält man es wirklich für sinnvoll, Griechenland weiterhin in dem Desaster zu belassen, indem es jetzt steckt? Es gibt keinen europäischen Vertrag, der die Verelendung breiter Bevölkerungsschichten als Zielvorgabe formuliert.

Warum sind somit alle Eurogroup Finanzminister gestern Abend so unprofessionell gewesen, einen sinnvollen Kompromiss zu kippen, der die Interessen aller Akteure für die kommenden sechs Monate berücksichtigt? Die in Deutschland zu lesenden Traktate der Markus Söder und Hans Michelbach können es ja nicht sein. Die nimmt sonst auch keiner ernst. Oder sind es die Spielregeln der europäischen Institutionen, die Athen ignoriere? So das Argument des österreichischen Finanzminsters. Er vermisst darüber hinaus “Zahlen aus Athen”. Was seltsam genug ist. Alle Zahlen sind hinreichend bekannt und wozu gibt es die Experten aus IWF, EZB und EU-Kommission? Sind die etwa zu blöd, Szenarien durchzurechnen? Oder zu sehr mit der Suche nach den Investoren für Griechenland beschäftigt, wo sie später selber einmal eine Beschäftigungsperspektive entwickeln können? Zudem, so Schelling, sei er für den eigenen Steuerzahler verantwortlich, der allerdings erst mit dem Grexit und der Athener Staatspleite Verantwortung übernehmen müsste. Bis dahin profitiert er ja durchaus von der griechischen Misere. Das alles ist so seltsam, weil so einzigartig undurchdacht, dass man sich jetzt wirklich mit Mark Schieritz fragt:

Wer ist Schuld?

Haben die Technokraten einfach nur den Überblick verloren? Hat Yanis Varoufakis die anderen Minister mit seiner Arroganz beleidigt? Lässt er sie wirklich immer spüren, wie er deren ökonomische Fachkompetenz beurteilt? Da wäre eine solche Reaktion wie gestern Abend menschlich nachvollziehbar. Wer hat schon Lust zum Deppen deklariert zu werden? Oder war es die Fehlbesetzung Jeroen René Victor Anton Dijsselbloem, der erneut nichts verstanden hat, wie damals in Zypern? Oder hat sich Wolfgang Schäuble im Hintergrund in seinen eigenen Strippen verheddert? Das wissen wir alles nicht.

Aber eines wissen wir schon. Die Brüsseler Technokraten haben jetzt noch zwei Tage Zeit, um zur Professionalität zurückzufinden. Oder der Grexit ist unvermeidbar. Dessen Folgen mögen beschränkt sein, aber eine interessante Schlittenfahrt passend zum Winter wäre es schon. Die Mächte außerhalb Europas werden diesem Schauspiel gerne zusehen. Das gilt besonders für Moskau.

Update

Der Handelsblatt-Kollege Norbert Häring hat eine andere Erklärung für die gestrigen Ereignisse anzubieten. Er sieht darin die Vorbereitung für die Einführung des Nord-Euros (Das war übrigens eine Idee von Hans-Olaf Henkel gewesen). Damit handelte die Bundesregierug so, wie es Wolfgang Streeck in der Zeit schon vorgeschlagen hatte. Siehe dazu auch meine Frühkritik vom 10. Februar.

{ 205 comments }

topi Februar 17, 2015 um 12:16

Ach komm, es ist ganz einfach.

Am Mittwoch standen wir als die Deppen da, der arme Schäuble war in Gewissheit einer Einigung abgereist, und Dijsselbloem hat es nicht geschafft, die Griechen bei der Stange zu halten.

Jetzt verarschen wir euch mal mit einem sinnlosen Angebot.
Wir können das auch.

So einfach.

Außerdem: warum sollten denn auf einmal Einigungen nicht zum letztmöglichen Termin kommen?
So kann das wieder in Rekordzeit durch die Parlamente gepeitscht werden, ohne lästige Aufmerksamkeit für die “Euroskeptiker”.

ps: Der letzte Link geht bei mir nicht.

Folkher Braun Februar 17, 2015 um 12:23

Wenn die Griechen ihre Öl- und Gasvorkommen morgen an Exxon oder Shell überschreiben würden, wäre sofort Ruhe. Aber sie wollen da ja unbedingt mitverdienen. Das geht gar nicht.

Manfred Peters Februar 17, 2015 um 12:36

@ topi 12:15
“ps: Der letzte Link geht bei mir nicht.”
Doppelpunkt und Doppel-Schrägstrich aus der Adresse am Ende löschen oder
http://www.spiegel.de/wirtschaft/griechenland-wenn-athen-den-euro-verlaesst-was-passiert-dann-a-1018664.html

Der Blogpolizist ;-)

f.luebberding f.luebberding Februar 17, 2015 um 12:45

Jetzt müsste der Münchau Link funktionieren. Und Danke an dem Freund und Helfer im Blog.

Keynesianer Februar 17, 2015 um 12:47

Die griechischen Öl- und Gasvorkommen sind das Stichwort:

Wir brauchen europaweite Regeln gegen die Ausplünderung der Staaten und Völker und die Korrumpierung der Politik. Mit den ganzen Privatisierungen und vor allem TTIP-Verträgen muss grundsätzlich Schluss sein.

Da gehört überall in die Verfassungen geschrieben, dass solche Verträge zu Lasten der ausgeplünderten Völker ungültig sind.

Es kann ja so mit der Ausplünderung und den sich verschlechternden Lebensverhältnissen nicht weiter gehen. Deutschland ist ein Beispiel für die kriminellen Methoden, mit denen da gearbeitet wurde, und deren Folgen für die Finanzen.

Alle Erfahrungen mit den Privatisierungen zeigen, dass diese grundsätzlich zu beenden und wieder rückgängig zu machen sind. Und nicht auf so teurem Wege, wie bei der deutschen Bundesdruckerei. In den meisten Fällen wird man eh Korruption nachweisen können, so dass die Verträge aufzuheben sind.

Was da gelaufen ist, glauben uns doch unsere Enkelkinder nicht mehr – bestes Beispiel das Cross-Border-Leasing und der Riester- Rürup-Rentenbetrug.

Jetzt ist dieser Bert Rürup der Vorsitzende des Kuratoriums des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und dessen Leiter, Marcel Fratzscher, soll im Auftrag des dicken Gabriel die deutschen Straßen irgendwelchen “Investoren” in die Hände spielen.

So kann es einfach mit der Eurozone nicht weiter gehen, wenn wir selbst in Deutschland schon Verhältnisse wie in einer Kleptokratie haben. Da brauchen die Griechen keinen Vergleich mehr zu scheuen.

Keynesianer Februar 17, 2015 um 13:17

Es ist durchaus richtig, dass die Probleme Griechenlands zuerst in Deutschland gelöst werden müssen. Deutschland muss die Besteuerung der Vermögen wieder einführen und möglichst eine für alle Eurostaaten gültige Regelung anstreben.

Da können wir nicht nur auf Griechenland verweisen, wo die ganze Last der Austeritätspolitik von den kleinen Leuten, den Rentnern und der Mittelschicht zu tragen war, während die Reichen ein Mehrfaches der griechischen Staatsschulden an dem Land entzogenen Profiten unversteuert im Ausland bunkern.

Ist das für die Politik zu viel verlangt?

Nein, denn die Zeiten dieses unwidersprochen die Völker ausplündernden Finanzkapitalismus mit seiner Ideologie des Neoliberalismus sind sicher vorbei.

Es ist Schande für die Menschheit genug, dass der Neoliberalismus gezielt die Krisen selber inszenieren konnte und Abermillionen Menschen ins Elend treiben, damit dessen Vertreter sich dann als dringend benötigte, Arbeit und Einkommen schaffende Investoren der korrumpierten Politik andienen konnten, unter dem Jubel der gekauften Medien – bis heute, aber nicht mehr lange.

Jeder Blick ins Internet zeigt, dass dieses kriminelle Spiel wohl inzwischen an seine Grenzen gestoßen ist und die Bürger es langsam begreifen.

Folkher Braun Februar 17, 2015 um 13:17

Meine Rede. Wir brauchen dringend einen Generalbundesanwalt zur Bekämpfung von Regierungskriminalität.

topi Februar 17, 2015 um 13:42

Um es nochmal konkret zu machen.

Langfristig ist ein Grexit sehr wahrscheinlich. Varoufakis weiß, dass das ökonomisch die beste, wenn nicht einzige sinnvolle Lösung ist (solche Konstruktionen wie allgemeine Preissenkungen können helfen, bringen aber andere Probleme; und auf hohe Lohnsteigerungen in den Hartländern zu warten ist wohl komplett albern).

Momentan sausen die Euro nur so runter von den griechischen Konten, die EZB hilft den Banken mit Zauberei. EIne Begrenzung ist meines Wissens nicht vorgesehen, es braucht 2/3 im EZB-Rat um die Nothilfen zu verweigern. Das kann noch lange so weiter gehen.

Ja was kann denn Griechenland besseres passieren als 100 Milliarden echte Euro unter den Kopfkissen?

Das gibt einen Boom ungeahnten Ausmaßes, wenn die Drachme kommt.

no.nam Februar 17, 2015 um 13:55

Korrekt.

Lina Februar 17, 2015 um 15:14

Varoufakis’ Pressekonferenz

http://youtu.be/9_8gKX5w8ko

Lina Februar 17, 2015 um 15:15

Sollte es stimmen, daß der deutsche Botschafter in Athen die Absetzung von Varoufakis verlangt hat, dann ist der Kaiser tatsächlich nackt. Splitter-Faser-Nackt.

Lina Februar 17, 2015 um 15:18

Stop financial terrorism!

#jesuisgreque

keiner Februar 17, 2015 um 15:36

Jau, der Varosuflaki macht in 2-3 Wochen spätestens den Oskar, jede Wette, und dann nehmen sie Griechenland weiter aus, notfalls kommt die europäische Schutzstaffel zum Einsatz und sorgt für Ruhe im Karton.

Lina Februar 17, 2015 um 15:42

@ keiner

Faschistenlogik

chabis Februar 17, 2015 um 15:47

@Lina
“Sollte es stimmen, daß der deutsche Botschafter in Athen die Absetzung von Varoufakis verlangt hat…”
Eine Bitte, mich würde die Quelle für diese Nachricht interessieren.

topi Februar 17, 2015 um 15:51

keiner, der Oskar machte “den Oskar”, weil er die Politik seines Chefs nicht mehr mittragen wollte.

Es müsste also erstmal Tsipras umfallen.

Ich vermute, den beiden ist der Euroaustritt auch ganz recht, sie können es nur nicht sagen oder gar aktiv betreiben.

Also Pokern sie; wenn sie gewinnen, gut, wenn sie verlieren, auch gut, ideale Ausgangsposition um richtig abgezockt vorzugehen.

ruby Februar 17, 2015 um 15:55

Zum Oskar machen ?
Als Vorschlag für ein Wortspiel.
Zum Oskar machen!

bleistift Februar 17, 2015 um 16:23

Was für ein’ Haufen Irrer (in Athen, Brüssel…)!

Hardy Februar 17, 2015 um 16:27

Ich wiederhole mich: bei Einführung eines Nord-Euros werden vornehmlich die südlichen Bundesländer einen Zusammenbruch ohne Beispiel erleben. Der neue Euro wird um mindestens 50%, eher 100%, aufwerten. Der Export bricht ein, und zwar um mehr als den jährlichen Überschuss von derzeit 1 Mrd. € pro Arbeitstag. Wenigstens hält dann (hoffentlich) der Söder sein unbeholfenes Mundwerk.

topi Februar 17, 2015 um 16:34

Unsinn Hardy.

Der Euro wird gegenüber der Drachme etwa 40% aufwerten, gegen die anderen neuen Währungen weniger.

Und D wird keine Grenze zu Ex-Euro-Ländern haben, da die Schweiz ohnehin keinen hat, und Österreich natürlich drin bleibt.

Ja der Export wird zurückgehen; aber da die Austritte schrittweise erfolgen, auch nur schrittweise, der Austritt Griechenlands wird fast gar keine Exportfolgen haben, auch Zypern und Portugal sind hier kaum spürbar, erst bei Spanien und dann Italien werden einige Milliarden anfallen.

Ansonsten leben Länder OHNE Überschussexport nicht schlecht; sondern vernünftig. :roll:

chabis Februar 17, 2015 um 16:40

@f.luebberding
Neuer Beitrag in “Deus ex Machina”, – wär doch was fürs Update ?

KommentatorX Februar 17, 2015 um 16:42

@F. L.
„Die Mächte außerhalb Europas werden diesem Schauspiel gerne zusehen. Das gilt besonders für Moskau.“

Richtig, es ist ein Schauspiel.

Aber das ist keine originelle Erkenntnis.

Das gebildete Bürgertum wusste schon immer, das die repräsentative Demokratie eine Scheindemokratie war. Deshalb hat man sie so eingerichtet.

Die (schein)demokratische Politik besteht nur aus Inszenierungen, deren Botschaft es ist, die herrschende Politik geschehe zum Wohle aller Staatsbürger bzw. von Volk und Nation.

Die aufgeklärten und intelligenten Bürger durchschauen nicht nur dieses politische Schauspiel, sondern sie halten es für notwendig, um die Massen in Zufriedenheit und Friedfertigkeit zu halten. Nichts fürchten sie mehr als eine „Diktatur des Proletariats“. Zu Recht. Nur linke Illusionisten und Utopisten glauben an die Vernunft der Massen.

Insofern ist es eine Hauptfunktion der Medien, diese Inszenierungen als Realität zu verkaufen. Herrschaftstechnisch betrachtet: um den sozialen Frieden zu erhalten, psychologisch: um die Massen zu entängstigen und ihnen ein gutes Gefühl zu geben.

Insofern gibt es nicht nur eine gesellschaftliche Spaltung in arm und reich, sondern auch eine im Bewusstsein. Die Masse durchschaut das Schauspiel und die Inszenierungen nicht, weil sie medial inszenierten Oberflächenphänomene für Realität hält.

Eine kleine Minderheit weiß, dass es Täuschung, Schwindel und Lüge ist. Aber sie hat – anders als die gemeinwohlorientierten Aufklärer – kein Interesse an Aufklärung. Im Gegenteil, sie nutzt dieses Wissen zu ihrem eignen Vorteil. Viele sehen sich als Winner, als eine Art neuen Adel.

Wenn man mit Angehörigen dieser Minderheit – den „High Potentials“ aka Führungskräfte bzw. Funktionseliten – spricht, so wird man von deren Realismus überrascht sein.

Denn ihnen ist bewusst, wie es abwärts geht, ökonomisch, im Bildungs- und Gesundheitswesen, bei der Infrastruktur, beim Rechtsstaat etc. Sie erwarten eine große Entwertung sowie einen Umbau der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur. Es ist keineswegs so, dass diese gesellschaftliche Entwicklung bei allen Führungskräften auf Zustimmung stößt. Vermutlich bei den meisten eher nicht. Aber sie opponieren dagegen nicht, um keine Nachteile zu erlangen.
Sie versuchen, sich, ihre Familien und ihre Kinder auf diesen Wandel vorzubereiten. Damit sie nach einer Systemveränderung wieder möglichst weit oben sind.

Manfred Peters Februar 17, 2015 um 16:51

“There are limits to how much austerity a society can withstand.”
Da ist nicht von Gesine Lötsch (hat sie heute Morgen im RIAS/aka DLF aber ähnlich dargelegt), sondern von einem “senior U.S. official”.
Hätte ich ja nicht gedacht, denn bisher wollte die US-Administration den Euro und Europa doch eher schaden. Aber die haben ja noch ihren Mann fürs Grobe, wenn es gegen die europäische Wirtschaft generell geht, Cameron. :-(

wunderbaaaargh Februar 17, 2015 um 16:56

Ich halte den Nordeuro mit Frankreich nicht für überlebensfähig. Dazu müssten sie massive Lohnkürzungen vornehmen um mit Deutschland mithalten zu können. Das halte ich für Hollande innenpolitisch nicht überlebbar und Marie Le Penn macht dann Schluss mit dem Spuk. Und ohne Frankreich ist das Projekt EU ohnehin gegessen.

@Topi
Ein Land braucht keine Exportüberschüsse wenn es keine oder wenig Staatsverschuldung hat. Deutschland könnte darauf also langfristig verzichten. Die Crux ist dass der Austritt der Südländer nicht allmählich sondern recht schnell gehen wird. Die Märkte sind dann recht schnell weg und alle Euro-Verbindlichkeiten natürlich auch. Italien ist dann das Kaliber dass auch für unsere Banken zu viel ist. Von Frankreich ganz zu schweigen.
Dann ist in Deutschland ganz sicher Heulen und Zähneklappern angesagt, weil Export nun mal 50% ausmacht. Dann ist wieder Gürtel enger schnallen angesagt, Agenda 2020 inkl.

Soldat Schwejk Februar 17, 2015 um 17:12

@ chabis

Keine Ahnung, was den Botschafter angeht… aber Joachim Poß vom SPD-Parteivorstand hat zumindest schon mal sowas verlauten lassen.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/marktberichte/dax-ausblick-wann-endet-die-rekordjagd/11372030.html

—> “‘Der griechische Finanzminister Varoufakis hat mit seiner bisherigen Amtsführung eindrucksvoll demonstriert, dass er den Anforderungen eines solchen Amtes nicht gewachsen ist“, erklärt Poß schriftlich in einer Rund-Mail. „Im Interesse des griechischen Volkes sollte Ministerpräsident Tsipras angesichts der schwierigen Situation erwägen, Herrn Varoufakis durch eine politisch erfahrene, realitätstüchtige Person zu ersetzen.’”

Schon ziemlich peinlich, das…

Linus Februar 17, 2015 um 17:32

@KX:
“Denn ihnen ist bewusst, wie es abwärts geht, ökonomisch, im Bildungs- und Gesundheitswesen, bei der Infrastruktur, beim Rechtsstaat etc. Sie erwarten eine große Entwertung sowie einen Umbau der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur. Es ist keineswegs so, dass diese gesellschaftliche Entwicklung bei allen Führungskräften auf Zustimmung stößt. Vermutlich bei den meisten eher nicht. Aber sie opponieren dagegen nicht, um keine Nachteile zu erlangen.”

Ich fürchte, das trifft es. Erinnert irgendwie an …

keiner Februar 17, 2015 um 17:40

@Linus

Deshalb meine Reden schon seit Jahren: MErkel ist schlimmer als der Hüttler

BB Februar 17, 2015 um 17:49

Herrje, der Varoufakis ist …

1. Spieltheoretiker

2. Keynesianer

Das muss ja schiefgehen.

(Friedrich List ist der einzige Ausweg, glaubt’s dem Jedi-Meister)

Carlos Manoso Februar 17, 2015 um 18:03

@KommentatorX Februar 17, 2015 um 16:42
„Eine kleine Minderheit weiß, dass es Täuschung, Schwindel und Lüge ist. Aber sie hat – anders als die gemeinwohlorientierten Aufklärer – kein Interesse an Aufklärung. Im Gegenteil, sie nutzt dieses Wissen zu ihrem eignen Vorteil. Viele sehen sich als Winner, als eine Art neuen Adel.
Wenn man mit Angehörigen dieser Minderheit – den „High Potentials“ aka Führungskräfte bzw. Funktionseliten – spricht, so wird man von deren Realismus überrascht sein.“

KommentatorX, von dem brutalen Realismus der „High Potentials“ war ich persönlich schon beim Platzen der Dotcom-Blase im März 2000 ziemlich überrascht.

Reflektiertere Akteure interpretierten damals die sich beschleunigenden Kaskaden der Ereignisse bereits als beginnende Anzeichen einer Gesellschaft, die sich ihrer selbst immer weniger Herr wird.

topi Februar 17, 2015 um 18:12

BB, da ist noch gar nichts schief gegangen, egal was man unter schief gehen versteht; also locker bleiben. ;-)

Carlos Manoso Februar 17, 2015 um 18:22

@topi Februar 17, 2015 um 15:51
„ der Oskar machte “den Oskar”, weil er die Politik seines Chefs nicht mehr mittragen wollte.
Es müsste also erstmal Tsipras umfallen.
Ich vermute, den beiden ist der Euroaustritt auch ganz recht, sie können es nur nicht sagen oder gar aktiv betreiben.
Also Pokern sie; wenn sie gewinnen, gut, wenn sie verlieren, auch gut, ideale Ausgangsposition um richtig abgezockt vorzugehen.“

Topi, weitere griechische Krisen-Mitverwaltung kann nur zur Komplizenschaft mit dem bewusst vollzogenen Menschenopfer führen, nur noch als bürokratische Sterbehilfe für die Massen der kapitalististisch „unbrauchbar“ gemachten – die früher oder später anomische Züge annehmen wird.

topi Februar 17, 2015 um 18:32

Na klar Carlos.

In dem Land wird deinvestiert, da neben der brutalen Senkung der verfügbaren Einkommen (welche natürlich letztlich nur eine Anpassung an die tatschlich im Lande erzielten Einkommen war; das Problem ist halt die Verteilung die sie besser hätten regeln müssen) immer der dräuende Grexit steht, also Investitionen auf einen Schlag entwertet würden.

Da gibt es also enormen Nachholbedarf für ganz normalen kapitalistischen Aufschwung, mit wachsenden Löhnen.

Selbst wenn man deine KapitalismuskurzvordemEnde – These teilt; lokal kann es da noch starke Abkopplungen geben, und vom Gewicht her ist Griechenland überhaupt kein Faktor in der Welt.

Keynesianer Februar 17, 2015 um 18:48

Es wird wieder überall verbreitet, dass Deutschland schuld sei:

Greece does battle with creationist economics: can Germany be brought into the 21st Century?


Europeans have been amused in recent weeks by the difficulty that Republican presidential candidates have with the theory of evolution. But these cognitive problems will only matter if one of these people gets into the White House and still finds himself unable to distinguish myth from reality. By contrast, Europe is already suffering enormous pain because the people setting economic policy prefer morality tales to economic reality.

This is the story of the confrontation between Greece and the leadership of the European Union. The northern European countries, most importantly Germany, insist on punishing Greece as a profligate spender. …

The result of the German program for Greece has been an economic downturn that makes the Great Depression in the United States look like a bad day. Seven years after the start of the downturn Greece’s economy is more than 23 percent smaller than its peak in 2007. …

https://rwer.wordpress.com/2015/02/17/greece-does-battle-with-creationist-economics-can-germany-be-brought-into-the-21st-century/

Ich denke nicht, dass Häring in dem Fall richtig liegt, dass zuletzt ein Nordeuro das Debakel beenden soll.

Sondern man wird das Euroelend auf die Spitze treiben und die Deutschen dafür verantwortlich machen.

Nicht dass unsere Merkel nicht dumm genug für diese Politik wäre: Leute, die sie von früher kennen, behaupten meist, sie sei wirklich nicht intelligenter, als sie aussieht. Aber sie hätte die Macht gar nicht dafür.

KommentatorX Februar 17, 2015 um 18:57

@Carlos Manoso Februar 17, 2015 um 18:03
„KommentatorX, von dem brutalen Realismus der „High Potentials“ war ich persönlich schon beim Platzen der Dotcom-Blase im März 2000 ziemlich überrascht.
Reflektiertere Akteure interpretierten damals die sich beschleunigenden Kaskaden der Ereignisse bereits als beginnende Anzeichen einer Gesellschaft, die sich ihrer selbst immer weniger Herr wird.“

Carlos Manoso, deshalb fordern sie „Leadership“, um das Chaos unter Kontrolle zu bringen. Deshalb sehen sie eine gesellschaftliche Steuerung – nach dem Modell der NS- oder de chinesischen Wirtschaftspolitik – als unausweichlich an.

In der Postdemokratie sitzen in den Kabinetten Wirtschaftsmanager und Banker, die wirtschaftlich Mächtigen steuern die Wissenschaftsentwicklung. Etc.

Nicht mehr Politiker entscheiden in D demnächst über die privatisierte Verkehrsinfrastruktur, sondern Wirtschaftsmanager und Banker.

Man kann noch viel privatisieren: Das Bildungswesen, den Sozialstaat, die Justiz und den Strafvollzug etc.
So wie es jetzt bereits im Gesundheitswesen, bei Kommunikation und Transport (früher: Post), bei Wasser- und Energieversorgung etc. bereits läuft.

Man kann die z. B. die „Bundesagentur für Arbeit“ an einen Investor verkaufen. Dann werden die HIVler zu „Kunden“ (= moderne Arbeitssklaven) von Investoren wie z. B. „Blackrock“.

Wahrscheinlich wird das zwingend notwendig und „alternativlos“. Wegen des ausgeglichenen Staatshaushaltes und der „schwarzen Null“.

Klar, mit Marktwirtschaft hat dies nichts mehr zu tun. Markwirtschaft und Demokratie werden zu Phänomenen von gestern.

Auch mit „neofeudaler Ökonomie“ lässt sich viel Geld (G -> G´) machen. Und letztendlich geht es doch nur um das arbeitsfreie Einkommen.

Carlos Manoso Februar 17, 2015 um 18:59

@topi Februar 17, 2015 um 18:32
„Selbst wenn man deine KapitalismuskurzvordemEnde – These teilt; lokal kann es da noch starke Abkopplungen geben, und vom Gewicht her ist Griechenland überhaupt kein Faktor in der Welt.“

Topi, du denkst m.E. noch sehr in nationalstaatlichen Vorstellungen.

Aus der Perspektive des Systems des Weltkapitals repräsentiert Deutschland ein privates Geldvermögen von ca. EUR 9.300 Mrd. EUR, Griechenland ein privates Geldvermögen von vielleicht max. EUR 500 Mrd. EUR

Keynesianer Februar 17, 2015 um 19:09

Die Nachdenkseiten sind auch dabei, Deutschland und den Deutschen die Schuld zu geben:

Das wird sicherlich viele Deutsche überraschen, die glauben, dass “wir die Guten sind” und überall Demokratie und Gerechtigkeit fördern. Es gibt aber einen wachsenden Groll in vielen EU-Ländern, die unter den Konsequenzen der deutschen Politik der Austerität leiden; eine Politik, die außerhalb Deutschlands als diskreditiert gilt und als pathologische Besessenheit der Deutschen angesehen wird.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=25072

Abgesehen davon, dass das nicht richtig ist:

Je mehr die Welt davon überzeugt werden kann, dass die bösen Deutschen mal wieder schuldig seien, desto schlimmer werden die Menschen unter dieser inszenierten Eurokrise leiden müssen.

chabis Februar 17, 2015 um 19:31

@BB
Vielleicht ist es in den ganzen Kommentaren untergegangen, dieser
Artikel von Varoufakis in der gestrigen NYT war schon mal verlinkt.
Varoufakis nimmt hier explizit zu den Annahmen, Gerüchten, etc Stellung, er würde bei den Verhandlungen als grosser Zocker und Bluffer, spieltheoretisch auf höchstem Niveau, agieren und stellt
seine eigentlichen Beweggründe vor.
“….
Game theorists analyze negotiations as if they were split-a-pie games involving selfish players. Because I spent many years during my previous life as an academic researching game theory, some commentators rushed to presume that as Greece’s new finance minister I was busily devising bluffs, stratagems and outside options, struggling to improve upon a weak hand.

Nothing could be further from the truth.

If anything, my game-theory background convinced me that it would be pure folly to think of the current deliberations between Greece and our partners as a bargaining game to be won or lost via bluffs and tactical subterfuge.

The trouble with game theory, as I used to tell my students, is that it takes for granted the players’ motives. In poker or blackjack this assumption is unproblematic. But in the current deliberations between our European partners and Greece’s new government, the whole point is to forge new motives. To fashion a fresh mind-set that transcends national divides, dissolves the creditor-debtor distinction in favor of a pan-European perspective, and places the common European good above petty politics, dogma that proves toxic if universalized, and an us-versus-them mind-set.

As finance minister of a small, fiscally stressed nation lacking its own central bank and seen by many of our partners as a problem debtor, I am convinced that we have one option only: to shun any temptation to treat this pivotal moment as an experiment in strategizing and, instead, to present honestly the facts concerning Greece’s social economy, table our proposals for regrowing Greece, explain why these are in Europe’s interest, and reveal the red lines beyond which logic and duty prevent us from going.

The great difference between this government and previous Greek governments is twofold: We are determined to clash with mighty vested interests in order to reboot Greece and gain our partners’ trust. We are also determined not to be treated as a debt colony that should suffer what it must. The principle of the greatest austerity for the most depressed economy would be quaint if it did not cause so much unnecessary suffering.

I am often asked: What if the only way you can secure funding is to cross your red lines and accept measures that you consider to be part of the problem, rather than of its solution? Faithful to the principle that I have no right to bluff, my answer is: The lines that we have presented as red will not be crossed. Otherwise, they would not be truly red, but merely a bluff.

But what if this brings your people much pain? I am asked. Surely you must be bluffing.

The problem with this line of argument is that it presumes, along with game theory, that we live in a tyranny of consequences. That there are no circumstances when we must do what is right not as a strategy but simply because it is … right.

Against such cynicism the new Greek government will innovate. We shall desist, whatever the consequences, from deals that are wrong for Greece and wrong for Europe. The “extend and pretend” game that began after Greece’s public debt became unserviceable in 2010 will end. No more loans — not until we have a credible plan for growing the economy in order to repay those loans, help the middle class get back on its feet and address the hideous humanitarian crisis. No more “reform” programs that target poor pensioners and family-owned pharmacies while leaving large-scale corruption untouched.
….”
http://www.nytimes.com/2015/02/17/opinion/yanis-varoufakis-no-time-for-games-in-europe.html?_r=0

ruby Februar 17, 2015 um 19:54

@ topi + Carlos Manoso

Das Geldvermögen ist Virtual Wealth, das als Bestandsvermögen weitere Virtual Flows erzielen will.
Das ist real garnicht zu erwirtschaften, es passiert garnix, wenn diese Illusionen wertberichtigt werden – ausser Ehrlichkeit bzw. Bilanzwahrheit!
Die Schweizer haben den EURexit durchgerechnet, was soll also passieren, was nicht eh die Realität darstellt?

Empfehlung Frederick Soddy “Wealth, Virtual Wealth and Debt” 1926
http://abob.libs.uga.edu/bobk/wvwd/
for free mit DjVu plug-in

Systemfrager Februar 17, 2015 um 20:21

Wir brauchen europaweite Regeln gegen die Ausplünderung der Staaten und Völker und die Korrumpierung der Politik. Mit den ganzen Privatisierungen und vor allem TTIP-Verträgen muss grundsätzlich Schluss sein.

Da gehört überall in die Verfassungen geschrieben, dass solche Verträge zu Lasten der ausgeplünderten Völker ungültig sind.

Es kann ja so mit der Ausplünderung und den sich verschlechternden Lebensverhältnissen nicht weiter gehen. Deutschland ist ein Beispiel für die kriminellen Methoden, mit denen da gearbeitet wurde, und deren Folgen für die Finanzen.

Alle Erfahrungen mit den Privatisierungen zeigen, dass diese grundsätzlich zu beenden und wieder rückgängig zu machen sind. Und nicht auf so teurem Wege, wie bei der deutschen Bundesdruckerei. In den meisten Fällen wird man eh Korruption nachweisen können, so dass die Verträge aufzuheben sind.

Unglaublich gut!
Tja, ich erzähle überal, die Menschen sind überall gleich (die Umstände und die Kulturgewohnheiten machen sie anders) , und es sind überall nur wenige, die ein normales “Level” überschreiten … Hoffentlich reicht es, Ganover, Zyniker, Unmenschen … wie etwa Jarchow & Co … zu überwinden

BB Februar 17, 2015 um 20:23

@chabis, topi

Na, dann lassen wir uns mal überraschen.

Ich persönlich habe hier ja direkt zu Beginn der Krise schon für einen Schuldenschnitt plädiert, weil mir – übrigens weil ich mal beruflich in Griechenland mit dem Thema zu tun hatte – schon damals klar war, dass Griechenland die Schulden nie zurückzahlen wird und ich habe damals schon behauptet – übrigens entgegen der Meinung der meisten keynesianischen Blogs, dass ein sofortiger Schuldenschnitt die billigste Lösung ist und dass unsere Regierung uns anlügt, wenn sie behauptet, die Schulden würden irgendwann zurückgezahlt.

Damals waren sie sogar so frech, zu behaupten, dass wir dann sogar einen Gewinn machen würden.

Nun, letzteres kann man sehen wie man will. Manche behaupten ja, dass wir mit der jetzigen Situation ganz komod fahren. Allerdings um den Preis, dass in Griechenland und anderswo das nackte Elend herrscht.

Natürlich ist auch heute noch richtig, dass ein sofortiger Schuldenschnitt die billigste Lösung ist.

Wir werden also immer noch von Schäuble, Merkel und Co. ganz frech angelogen.

Schäuble kann wohl nie mehr von seinem Fetisch der schwarzen Witwe Null lassen. Was für ein Schwachsinn. Und mit jedem Tag ohne Schuldenschnitt wird Griechenland teuer.

Nur, weil Schäuble in eine schwarze Witwe Null verliebt ist.

Jagt unsere Eliten zum Teufel. Je eher umso besser. Sie können es nicht.

bleistift Februar 17, 2015 um 20:54

@ BB

Na zum Glück kannst du es… nicht

topi Februar 17, 2015 um 21:05

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/griechenland-yanis-varoufakis-pierre-moscovici

Eine Erklärung, wie es gelaufen ist (sein soll).

Kurz: Die Kommission hat ein Papier verfasst, was die Harten der Eurozone nicht wollten.

BB Februar 17, 2015 um 21:10

@bleistift

Die Frage ist nicht, ob ich es kann oder nicht. Die Frage ist, warum es überhaupt Leute gibt, die offensichtlich komplett intelligenzbefreit sind und was anderes behaupten:

https://www.google.de/search?q=Schuldenwachstum+Griechenland&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=6J7jVNOPNs7kasnGgMAC#q=Schulden+Griechenland

Wer diese Kurve sieht, der kann eigentlich gar nicht anders, als die Aussage zu treffen:

“Die Griechen werden so die Schulden nicht zurückzahlen. Im Gegenteil, sie geraten immer tiefer in die Traufe.”

So, und jetzt hätte ich gerne von dir! Ganz konkret, ob du das irgendwie anders siehst und wie du das begründest. Hast du vielleicht einen anderen Chart, der zeigt, dass die Schulden seit der Rettung Griechenlands gesunken sind?

Her mit dem Argument. Dann geh ich heute vielleicht schlauer zu Bett.

Aber ich fürchte, außer unintelligenten Bemerkungen der saudümmsten Art hast du nichts auf der Pfanne.

Carlos Manoso Februar 17, 2015 um 21:10

@ruby Februar 17, 2015 um 19:54
„Das Geldvermögen ist Virtual Wealth, das als Bestandsvermögen weitere Virtual Flows erzielen will.
Das ist real garnicht zu erwirtschaften, es passiert garnix, wenn diese Illusionen wertberichtigt werden – ausser Ehrlichkeit bzw. Bilanzwahrheit!
Die Schweizer haben den EURexit durchgerechnet, was soll also passieren, was nicht eh die Realität darstellt?
Empfehlung Frederick Soddy “Wealth, Virtual Wealth and Debt” 1926”

Ruby, Marx sah den Zusammenhang bedeutend klarer. Die menschlichen und stofflichen Ressourcen (Arbeitskraft, Werkzeuge, Maschinen, Rohstoffe und Materialien) können im System des Kapitals nicht mehr schlechthin in den Stoffwechsel mit der Natur zum Zwecke der Bedürfnisbefriedigung eingebracht werden. Sie dienen im System des Kapitals nur noch einer tautologisch- unendlichen Mehr-Geld-Maschine.
Soddy hat recht darin, dass die konkrete Seite den Gesetze der Thermodynamik gehorcht, während die abstrakte Seite, die Geldmaschine, einzig den Gesetzen der Mathematik gehorcht.
Was Soddy als „virtuellen Reichtum“ bezeichnet, der „über die Zeit und unbegrenzt wächst“, bezeichnete Marx im 3, Band als „virtuelles Kapital“. „Virtuelles Kapital“ entsteht, indem Erwartungen von Gewinnen in der Zukunft zur Ware gemacht wird, z.B. konkret in „Finanzprodukten“, die Finanzblasen aufblasen, die die „Realwirtschaft“ nach vorn ziehen können.

Von der offiziellen „Ökonomie“ wird dieser zentrale Aspekt der heutigen Realität aber nicht begriffen. Das Fehlen einer „Geldtheorie“, die das begreifbar macht, ist Ausfluss dieser selbst gewollten totalen Blindheit.

Carlos Manoso Februar 17, 2015 um 21:20

„Der Mythos, dass Griechenland von der EU „gerettet“ wurde, ist genau das: Ein Mythos. Das meiste Geld kam nie in Athen an, sondern floss an deutsche und französische Banken, deren Existenz durch ihr Griechenland-Abenteuer bedroht war. Sie wurden gerettet. Das einzige, was die Griechen erhielten, waren neue Schulden.“
http://www.nachdenkseiten.de/?p=25072

Die Nachdenkseiten erfassen den Mythos vollig klar.

BB Februar 17, 2015 um 21:28

Man könnte es auch so ausdrücken. Die Schuldenkurve Griechenlands zeigt objektiv und eindeutig, dass Schäuble mit seiner Politik grandios gescheitert ist.

Ziehe er sich zurück, damit Menschen, die nicht verbissen beweisen müssen, dass sie recht gehabt haben, mit frischen intellektuellen Ressourcen ausgestattet seinen Platz einnehmen können.

bleistift Februar 17, 2015 um 21:30

Beispielsweise mit dir?

Eagon Februar 17, 2015 um 21:30

Herr Lübberding die SPD ist doch so sozial oder?

Wird das gemeinsame Inflationsziel der neue rechtliche Rahmen des EU-Vertrages ist Sozial- oder Lohndumping in der Währungsunion nicht mehr möglich.

Die Banken die die SPD beraten wissen ganz genau dass die Inflation hauptsächlich von den Nominallohnsteigerungen abhängen.

Erzählen dummen Abgeordneten aber gerne etwas über die Geldmenge.

Die Blödheit kreiselt.

Banken halten Abgeordnete für doof – Abgeordnete halten die Wähler für doof die Wähler halten die Medien für doof.

Der Nordeuro.

Häring hält die AFD ja auch für sozial, wenn diese den prekär Beschäftigten die Abgabenlast senkt.

Genauer den Lukeschen Vorschlag aus dem Hamburger Appell umsetzt es den Unternehmern tief hinten rein zu blasen.

Auch der Nordeuro entwertet Auslandsvermögen in Billionenhöhe.

Sind die Deutschen heroisch äh blöd genug für die Banken , wie die Iren beide Arschbacken zusammenzukneifen.

Es gibt durchaus soziale und humane Alternativen siehe oben.

Agenturensohn Februar 17, 2015 um 21:30

test

Agenturensohn Februar 17, 2015 um 21:31

ok. geht wieder

wowy Februar 17, 2015 um 21:32

Auf arte läuft gerade “Abstieg oder Fall? Die französische Mittelschicht” in drei Teilen.

Carlos Manoso Februar 17, 2015 um 21:34

@BB Februar 17, 2015 um 20:23
Manche behaupten ja, dass wir mit der jetzigen Situation ganz komod fahren. Allerdings um den Preis, dass in Griechenland und anderswo das nackte Elend herrscht.
Natürlich ist auch heute noch richtig, dass ein sofortiger Schuldenschnitt die billigste Lösung ist.
Wir werden also immer noch von Schäuble, Merkel und Co. ganz frech angelogen.

BB, „Schäuble, Merkel und Co.“ Wollen es nicht besser wissen.

Das „nackte Elend“ wird sich von Griechenland bis nach Deutschland hinein durchfressen. Griechenland wird m.E. brutal in eine völlig neue Welt ohne Geld springen müssen . Das historisch gänzlich NEUE wird noch sehr spannend für Deutschland werden!

Eagon Februar 17, 2015 um 21:42

Die Schuldfrage.

Um welche Wähler wird in Deutschland gekämpft?

Um die die noch wählen gehen.

Das sind die Alten unabhängig vom ökonomischen Status.

Die erreichen die Medien noch.

Und die Sparer.

Das sind 28% der deutschen Haushalte die für 92% der deutschen Ersparnisse stehen.

Um die kämpft Gabriel.

100% der deutschen Haushalte sollen Nutzungsgebühren an die 28% die sparen entrichten.

Der sogenannte Schäuble und Gabrielplan.

Sparen hat etwas religiöses.

Wer spart ist moralisch überlegen usw.

chabis Februar 17, 2015 um 21:50
topi Februar 17, 2015 um 21:53

Oh Carlos, eine Welt ohne Euro ist keine Welt ohne Geld; kannste glauben.

bleistift Februar 17, 2015 um 22:13

“Oh Carlos, eine Welt ohne Euro ist keine Welt ohne Geld; kannste glauben.”

Naja. Das sagt einer der den US Dollar für “grüne Scheinchen” hält.
Für die Drachme kann man sich aber was kaufen?
Ostberliner Hobbyökonmen halt. Ostalgiker. Können nicht verwinden, dass Mauer, Trabi und Ostmark den Weg alles Irdischen gegangen sind.
Haben Angst vor der Globalisierung. Träumen vom sozialistischen Spießerparadies….

BB Februar 17, 2015 um 22:17

@CM

“…..Das „nackte Elend“ wird sich von Griechenland bis nach Deutschland hinein durchfressen…..”

Das wird aber noch lange dauern. Das kann zäh werden.

@Bleistift

Ich danke für das Vertrauen.

topi Februar 17, 2015 um 22:21

Quatsch mich nicht dümmlich von der Seite an, Bleistift, wenn du keine Argumente hast, klar?

Grüne Scheinchen sind grüne Scheinchen, und rote Scheinchen sind rote Scheinchen.

Und selbst für Afghani kann man alles kaufen; wenn man nur genug Säcke findet, sie zu transportieren. :roll:

chabis Februar 17, 2015 um 22:21

Jetzt hab’ ich mal ne’ vernünftige Seite von Spon verlinkt, und nu
is se plötzlich wech, was machen die nur ?

topi Februar 17, 2015 um 22:23

chablis, du musst nur das “ich” vom link hinten entfernen, dann geht er. ;-)

bleistift Februar 17, 2015 um 22:24

Na wahrscheinlich werden die Griechen ihre Öfen bald mit Drachmen befeuern….
Ist billiger als Öl zu importieren…
Nur leider kann man Drachmen nicht essen. Wussten schon die Indianer…

chabis Februar 17, 2015 um 22:27

@topi
Danke !
Man sollte halt immer zuerst den Fehler bei sich selbst suchen.
(Alte Handwerkerweisheit)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/eurokrise-hat-die-eu-griechenland-gerettet-oder-banken-a-1018964.html

ruby Februar 17, 2015 um 22:29
ruby Februar 17, 2015 um 22:36

“Banken halten Abgeordnete für doof – Abgeordnete halten die Wähler für doof die Wähler halten die Medien für doof.”
;-)

bleistift Februar 17, 2015 um 22:38

Dilettanten:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/athen-vor-dem-kurswechsel-griechenland-will-rettungsprogramm-verlaengern/11387170.html

Wer weiß was sie in einer halben Stunde erzählen….
Man bekommt eine Ahnung davon was in Deutschland los wäre wenn Wagenknecht, Lafontaine und Co. die Regierung stellen würden…

ruby Februar 17, 2015 um 22:39

1926 das Ende der Lateinische Münzunion (offiziell Union monétaire latine)
http://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_M%C3%BCnzunion

topi Februar 17, 2015 um 22:52

Ja die lateinische Münzunion.

Generell sind Metallwährungen deutlich besser geeignet für Währungsunionen als metallose; man kann aus dem Fluß der Metalle ganz einfach sehen, wenn jemand bescheißt, also zuviel Papier für seine eingebrachten Metalle in Umlauf bringt.

Das Äquivalent (also Austauschverhältnisse killend) im Euro wäre das Herumpfuschen an den realen Wehselkursen; deutlich schwieriger zu verstehen für die “Logik” der schwäbischen Hausfrau.

Aber wenn die Target und ELA-Salden explodieren, dann weiß die Oberhausfrau ganz schnell, was faul ist.

Dabei sind das nur Buchungssätze.
Die durch Papiergeldschwälle gepfuschten Milliarden in der Münzunion veränderten ja nicht die realen Austauschverhältnisse, zumindest nicht direkt; es schmierte also kein Land zwangsläufig ab, nur deshalb konnte sie sich so lange halten.

BB Februar 17, 2015 um 22:56

Herr Schäuble lügt, dass sich die Balken biegen. Er behauptete gerade bei Roth in den Tagesthemen:

“Ich habe meinem amerikanischen Kollegen gesagt, dass er wohl was übersehen habe, Griechenland weise gerade ein hervorragendes Wachstum aus ….”

Nun, das ist nun mal so, wenn die Wirtschaft schrumpft und man hat eine Deflation, dann weist man ein formales Wirtschaftswachstum aus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-tsipras-sieht-schoenung-der-wachstumszahlen-zu-recht-a-1012765.html

Interessant übrigens, wie Pudel-Online in dem Artikel trotzdem den Tsipras dumm aussehen lässt:

“Rein formal mag Tsipras also im Unrecht sein. In der Sache trifft er aber durchaus einen Punkt. …”

Also auf die Formulierung muss man erst mal kommen. Das ist Spin-Doctoring vom fiesesten. “Rein formal mag Tsipras im Unrecht sein. ” Tsipras = Unrecht. ….. *kecker, lach* …. Das muss man bei der eindeutigen Faktenlage erstmal hinkriegen, so eine Verbiegung.

Denn: Formal hat Tsipras höchstens unrecht, wenn man extrem spitzfindig ist. Pudel-Online definiert nämlich vorher mal ganz dummspratzig-schlau, wann eine Statistik geschönt ist:

“Das mag ungewohnt sein – geschönt ist die Statistik deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil. Geschönt wäre die Statistik gerade dann, wenn plötzlich eine zuvor stets verwendete Berechnungsmethode geändert würde. “

Also diese Argumentation ist derartig hinterfotzig, dass ich für diese Trickserei sogar Bewunderung empfinden könnte, wenn ich ein Winkel-Advokat wäre, bin ich aber nicht. Deshalb Schande über diese Art von manipulativem Journalismus. Das ist mal wieder Orwell nach Drehbuch. Pfui, Pfui, Pfuuuuiiiiii!

Und BTW, Herr Schäuble, treten Sie ob dieser faustdicken frechen Lüge bitte morgen zurück.

bleistift Februar 17, 2015 um 22:58

@ topi

Mal abgesehen vom Geld drucken..
Kannst du da auch noch was anderes?

bleistift Februar 17, 2015 um 23:01

“Also diese Argumentation ist derartig hinterfotzig, dass ich für diese Trickserei sogar Bewunderung empfinden könnte, wenn ich ein Winkel-Advokat wäre, bin ich aber nicht.”

Better call Saul!
https://www.youtube.com/watch?v=dcMLjIrBIe0

bleistift Februar 17, 2015 um 23:03
BB Februar 17, 2015 um 23:40

Ist doch klar:

- die Schuldenkurve Griechenlands

- die faustdicke Lüge Schäubles in der ARD

Ergo: Schäuble hat fertig!

Oder sieht das jemand anders? Ich versteh nicht! Was gibt es da noch zu diskutieren. Die Fakten liegen doch auf dem Tisch. Man muss nicht immer groß schwafeln, um klar zu sehen.

bleistift Februar 17, 2015 um 23:45

@ BB

Das Problem ist dass du ein schrecklicher Pathetiker bist. Dein Pathos ist aber völlig von Gestern.
Du bist einer dieser Uraltlinken.
Selbst Syriza ist schon weiter als du.

BB Februar 17, 2015 um 23:57

@bleistift

Im anderen Thread verortest du mich von ganz weit rechts und hier bin ich ein Uralt-Linker.

Aber das ist in der versimplifizierten Weltsicht gläubiger Libertärer ja sowieso das Gleiche.

Ich würde sagen, klarer Fall von Tilt. Kugel außer Kontrolle ?

BB Februar 17, 2015 um 23:59

Pathetisch? Soll das ein Gegenargument sein?

Was euch alles einfällt, um einer Antwort auszuweichen *kecker, lach*

bleistift Februar 18, 2015 um 00:08

@ BB

Im anderen Thread habe ich @Wilma als @BB nur von rechts verortet (Zitat:”So und jetzt kommt BB von ganz weit rechts.”).
Du bist ganz weit links.

“Aber das ist in der versimplifizierten Weltsicht gläubiger Libertärer ja sowieso das Gleiche.”

Nee. @ Schwejk hat mich hier mal als “linken Konservativen” bezeichnet. Trifft es eher. Libertär? Nee.

“Pathetisch? Soll das ein Gegenargument sein?”

Ein Pathetiker ist für mich jemand der sich selbst todernst nimmt. Der bereit ist seine Ansichten (wenn er die Möglichkeit dazu hätte) in letzter Konsequenz durchzuziehen.
Und natürlich ist das ein Argument. Wir leben heute glücklicherweise in Europa nicht mehr in Verhältnissen in denen Pathetiker glücklich werden könnten. Sich selbst infrage stellen, seine eigenen Auffassungen hinterfragen… gehört in Europa heute eigentlich wie selbstverständlich dazu.
Deine Moralisieren wird noch nicht mal mehr vom aktuellen Papst geteilt.

chabis Februar 18, 2015 um 00:22
bleistift Februar 18, 2015 um 00:50

Gefängnis!
Kein Gulag. Kein Köpfen. Kein Verbrennen.
Da wird BB nicht glücklich sein…

Wilma Februar 18, 2015 um 01:21

So, so, Wilma ist also recht und BB kommt von links.

Man, man, so einfach kann das Weltbild sein.

bleistift Februar 18, 2015 um 01:29

@ Wilma

Stell’ dir einfach vor (vor deinem geistigen Auge) ich wäre Türke.
Wie wäre deine Reaktion dann?
Stichwort: Pawlowscher Hund und so.

Keynesianer Februar 18, 2015 um 02:36

@BB Februar 17, 2015 um 20:23

Natürlich ist auch heute noch richtig, dass ein sofortiger Schuldenschnitt die billigste Lösung ist.

Du bist ja kein Keynesianer und noch stolz darauf, darum müssen wir auf mildernde Umstände plädieren. ;)

Bereits die Diskussion über Schuldenschnitte wird im ganzen Euroraum die Zinsen hochjagen. Weil das ja gleich für andere Länder dann auch befürchtet wird. Das Geldvermögen wird zuerst nach Deutschland flüchten und danach aus dem Euroraum.

Der Schuldenschnitt ist also der Sprengsatz für den Euro, darum wird der auch gerne von Wallstreet und der CoL jetzt thematisiert. Die linken Nicht-Keynesianer fallen auch sofort drauf rein, sind ja auch so etwas wie schwäbische Hausfrau: die bösen Schulden müssen weg, das löst die Probleme (natürlich nicht!).

Die Neoliberalen würden selbstredend sofort zum Ausgleich für den Schuldenschnitt die kleinen Leute mit höheren Steuern, Abgaben und Leistungskürzungen belasten. Das Geld muss ja im Staatshaushalt abgeschrieben werden.

Es gibt kein Problem mit Schulden für Staaten, weil Staaten ihre Schulden eh nie zurückzahlen. (Aber das verstehen nur Keynesianer und Keynesiander sind für manche Linke ja bäh.)

no.nam Februar 18, 2015 um 02:38

In 2013 gab es ein Wachstum i.H. 0,4% der Autoverkaeufe in Griechenland. Interessant, Mercedes schaffte es in Griechenland in 2013 auf 47%., BMW 33%.

http://www.best-selling-cars.com/greece/2013-full-year-greece-best-selling-car-brands/

Was waere die Alternative zum EUR? Ein Blick nach Daenemark koennte Hinweise liefern, allerdings verkaufen sich BMW/Merecedes nicht so gut.

D.h. auch bei der jetzt anstehenden Rettung helfen wir nicht den Griechen, also nicht den Griechen auf der Strasse, sondern wir helfen der deutschen Industrie und ihren Luxusprodukten. Also die ganze Geschichte werden wir bei der uebernaechsten Rettung in zwei drei Jahren im Faktencheck 2017 in der SPON nachlesen koennen.

keiner Februar 18, 2015 um 07:57

Hallo Herr Lübberding!

Kannste mal übersetzen und deinen Altpapier-Chefs zum unterschreiben vorlegen, passt 1:1 auch in’s Merkelsche 4. Reich…

keiner Februar 18, 2015 um 07:57
Systemfrager Februar 18, 2015 um 08:19

Leider, Nationalismus fördert Nationalismus, was nun zu einem wesentlichen politischen Problem werden könnte. Bisher waren die EU-Bürokraten und die Banken für viele Europäer nicht gerade greifbare Schuldige für diese Fehlpolitik – Deutschland nun schon. Die gegenwärtige Kompromisslosigkeit der deutschen Regierung gegenüber Griechenland bestätigt diese Wahrnehmung von der Arroganz und Gier Deutschlands. Diese Tendenz entwickelt sich rapide.

Woher weiß das Spiegelfechter?
Ich weiß es nicht woher.
Er weiß es aber.
Die süd- und osteuropäische Ländern sind sich immer mehr bewusst, dass sie Sydamerika für die Westeuropäer geworden sind. Sie sind ausgeplündert und die Schulden wachsen mit Lichtgeschwindigkeit, sie haben nichts zu sagen, Demokratie ist eine gigantische Lüge, ihre Freiheit besteht aus der Freiheit für nichts zu schuften und zu verhungern …

keiner Februar 18, 2015 um 08:27

…alles alternativloser Fake, im Merkel-Reich:

https://lists.freebsd.org/pipermail/freebsd-current/2015-February/054580.html

Der Putin macht sich in die Hose. Vor Lachen…

keiner Februar 18, 2015 um 08:27
topi Februar 18, 2015 um 09:00

“”dass während der Übung […] in Norwegen das Rohr an der Waffenanlage des GTK BOXER mit schwarz angestrichenem Besenstiel simuliert wurde, da keine Rohre für die Waffenanlage verfügbar waren.”

Das Problem sei auch noch nicht gelöst”

also ich kann dem nicht zustimmen; das Problem wurde doch gelöst, kreativ, preiswert und untödlich, was kann man denn besseres von Waffensystemen verlangen?

topi Februar 18, 2015 um 09:05

“Stell’ dir einfach vor (vor deinem geistigen Auge) ich wäre Türke.
Wie wäre deine Reaktion dann?”

Dümmliches argumentbefreites Gequatsche bleibt selbiges; der Absender ist dabei irrelevant.

Wenn es Aussagen und Argumente gibt, dann kann es auch sinnvoll sein, den Absender mit seiner Herkunft in die Bewertung einzubeziehen; aber das ist ja kaum der Fall.

Keynesianer Februar 18, 2015 um 09:17

@keiner

Vorsicht! Ihr glaubt doch nicht, was die Medien erzählen, oder?

Mit solchen Geschichten soll für eine Erhöhung der Militärausgaben im Volk Stimmung gemacht werden. Darum findet man sowas plötzlich überall in den Lügenmedien. Nach einiger Zeit beschließt dann der Bundestag einen gewaltig gesteigerten Wehretat.

Vermutlich ist von dem Quatsch kein einziges Wort wahr.

Keynesianer Februar 18, 2015 um 09:25

Hier noch ein sehr wichtiges Thema angesichts von TTIP:

Landgrabbing in Kambodscha – NachDenkSeiten Spezial
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/131286/landgrabbing-in-kambodscha-nachdenkseiten-spezial

Läuft bei uns auch, nur mal zuerst mit dem Fernstraßennetz, das der fette Gabriel in die Hand der Konzerne spielen will. Hört aber damit nicht auf. Wohnungsgesellschaften in vormals öffentliche Hand wurden ja auch schon “privatisiert” für Appel und Ei, damit wir vom Erlös Schulden zurück zahlen können, bevor sie mit Eurobonds alle europäisiert werden. Damit die Deutschen da möglichst wenig Schulden in die Eurobonds einbringen und nur die Schulden aller anderen Länder übernehmen. Manchmal wundert man sich, dass unsere Politiker noch frei rumlaufen.

Weil wir doch sparen müssen und keine Schulden machen dürfen, um in die Straßen für 2% Zinsen zu investieren, darum müssen das Private für von uns garantierte Höchstrenditen übernehmen. Wir haben doch die Schuldenbremse, aber zum Glück gibt es ja private “Investoren”.

Systemfrager Februar 18, 2015 um 09:33

Was Europa eindeutig fehlt, sind neue, bessere Ideen der Krisenbewältigung. Anders ausgedrückt umhüllen sich Griechenlands Gläubiger –einschließlich des Internationalen Währungsfonds – zwar mit der Aura überlegener fachlicher Kompetenz. Doch die bisherigen Ergebnisse ihrer Krisenpolitik haben berechtigte Zweifel daran aufkommen lassen. Dass Yanis Varoufakis ihnen das so unverblümt sagt, schmeckt ihnen natürlich nicht.

Doch was wollen sie schon dagegen tun? Das bis Freitag gesetzte Ultimatum ist de facto eine Drohung an die europäischen Steuerzahler. Denn die müssen die Milliardenverluste schultern, wenn die Verhandlungen platzen, Griechenland in die Pleite geschickt wird und die gewährten Kredite abgeschrieben werden müssen. Um zu dem Schluss zu gelangen, dass das niemand in der Euro-Gruppe wollen kann, schon gar kein Regierungspolitiker, braucht man kein Spieltheoretiker zu sein. Und was eine griechische Pleite letztlich für die Währungsunion und für die Finanzmärkte bedeutet, wer will das austesten und im Zweifel dann auch politisch verantworten – in der Euro-Gruppe?

querschuesse.de >>>

Manfred Peters Februar 18, 2015 um 09:38

@ Kenianer Landgrabbing in …
Warum in die Ferne schweifen, wo doch das Böse ist so nah?

BB Februar 18, 2015 um 09:50

So groß ist der Krach schon. Schäuble will schon den Kopf von Varoufakis. Und hat Pudel Frankreich zum Mitmachen angestiftet.

http://www.griechenland-blog.gr/2015/02/griechenland-moniert-verunglimpfung-des-finanzministers-varoufakis/2134485/

*kecker, lach*

Dabei könnte man dem sogenannten Euroretter Schäuble, wenn er jetzt lernfähig wäre und jetzt einem Schuldenschnitt zustimmte, zugute halten, das Griechenland mit einem ausgeglichenen Haushalt an den Start geht. Hätte seiner harte Haltung bis jetzt vielleicht sogar einen Nutzen gehabt. Eine einmalige historische Chance, die man eigentlich nicht verpassen sollte. Aber Schäuble bringt sich selbst um eine mögliche Anerkennung dafür.

Schäuble ist unbelehrbar. In Wahrheit geht es deshalb um seinen Kopf.

@Keynesianer

“…..Bereits die Diskussion über Schuldenschnitte wird im ganzen Euroraum die Zinsen hochjagen. …..”

Das ist das gleiche Argument wie damals. Das kann schon sein, ist aber trotzdem Schwarzmalerei.

Es kommt auf die Realwirtschaft an und auf die technologische Entwicklung, die einem Land ermöglicht wird.

Diese technologische Entwicklung ist in einem System der globalisierten “befreiten” Märkte nur dem Wettbewerbsführer möglich. Alle anderen gehen Pleite, bevor sie überhaupt was entwickeln können.

Deshalb bleibt nur der Ausweg einer intelligenten Zollunion (Friedrich List) um den Ausdruck “intelligenter Protektionismus” zu vermeiden, der auch berechtigt wäre. Das Gegenteil von TTIP, CETA, und ECETERA wäre also notwendig.

Die Finanzmärkte sind da völlig unwichtig. Orientiert sich die Politik endlich an den Erfordernissen der Realwirtschaft, werden sich die Finanzmärkte entsprechend justieren. Freilich machen Banker dann nicht mehr das große Geschäft und das wäre gut so.

Die Geldpolitik mit ihren wenigen und damit scheinbar einfachen Steuerungsreglern hat die Keynesianer völlig blind gemacht gegenüber den Erfordernissen der Realwirtschaft.

keiner Februar 18, 2015 um 09:52

…das die Bundeswehr mit SAP zu Ende optimiert wurde ist nicht nur aus den “Meeeedien” bekannt.

The Real Slim Shady Februar 18, 2015 um 10:00

Zustimmung. Und wie mir meine Freunde in Brüssel zuflüstern: rein internes Machtgerangel zwischen der Juncker-Fraktion und den Eurozone-Granden. Letztere fühlen sich zudem massiv verarscht und sinnen auf Rache.

Manfred Peters Februar 18, 2015 um 10:17

Fakten, Fakten, Fakten!
77 Prozent der Hilfen gingen an Finanzsektor und da fragt sich der gemeine Gebührenzahler was für einen Demagogen als Finanzminister er täglich in den Propaganda-Medien ertragen muss?

BB Februar 18, 2015 um 10:23

Hier der NYT-Artikel von Varoufakis in Deutsch (via Nachdenkseiten):

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/150218_yanis_varoufakis_offener_brief.pdf

Keynesianer Februar 18, 2015 um 10:48

@BB

Die intelligente Zollunion würde ich ja voll unterstützen. Aber doch jetzt keinen Schuldenschnitt!

Das wird ganz gezielt derzeit hochgekocht von den Spielern aus Wallstreet und CoL. Denn damit haben sie den Euroraum gesprengt und die Staaten ruiniert und können die Völker ungehindert ausplündern.

Daran kann man die Leute erkennen, die heimlich als “Linke” für die Gegenseite arbeiten; nur bei Dir gehe ich mal davon aus, dass Du von den Fragen der Geldpolitik wirklich keine Ahnung hast. ;)

topi Februar 18, 2015 um 11:00

“Hier der NYT-Artikel von Varoufakis in Deutsch (via Nachdenkseiten):

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/150218_yanis_varoufakis_offener_brief.pdf

Also aus spieltheoretischer Sicht doch ein Super Schachzug. *
;-)

Auf jeden Fall können sich Tsipras und Varoufakis nichts vorwerfen lassen, sollte es doch keine Einigung geben. Sie haben mit ihrem ganz anderen Politikansatz sehr viel versucht. Das sollte ihnen zu Hause den nötigen Rückenwind geben.

Denn natürlich müssen sie einen Plan B haben, wie sie den Griechen klar machen, dass es auch ohne Euro gehen wird.

* Go-Satz versteht man hier wohl leider kaum

topi Februar 18, 2015 um 11:01

@ Schuldenschnitt

Zu einem richtigen Schuldenschnitt gehört natürlich auch, dass die Kapitalsammelstellen alle Pleite sind; und verstaatlicht werden müssen statt mit Steuergeld zugeschissen.

Dann gibt es gar keinen Bedarf an Sparmaßnahmen bei Klein Erna und Schütze Arsch.

Keynesianer Februar 18, 2015 um 11:09

@topi

Richtig: Vergesellschaftung der Banken nach dem Vorbild der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Verbot aller Phantasiepapiere und Finanzinnovationen in dem Bereich, privat darf natürlich jeder mit seinem eigenen Geld kaufen, was er will, aber nur mit dem, nicht mit dem Geld der Kommune oder der Berliner S-Bahn (400 Millionen Euro-Abzocke!).

Dann kriegt jeder Kredit für sein Häuschen oder reale Investitionen in seine Firma hier im Land. Aber niemand kauft mehr US-ABS für Landesbanken etc. und macht damit Verluste auf Kosten der Steuerzahler. Dann noch niedrige Zinsen und alles ist geregelt.

Bis auf die intelligente Zollunion natürlich, die braucht es auch, damit wir nicht eines Tages alle hungern, weil unser Brot zuletzt nur noch vorgebacken aus China kam und dann plötzlich nichts mehr.

Carlos Manoso Februar 18, 2015 um 12:01

@BB Februar 17, 2015 um 22:17
„“…..Das „nackte Elend“ wird sich von Griechenland bis nach Deutschland hinein durchfressen…..”
Das wird aber noch lange dauern. Das kann zäh werden.“

BB, das musst –und willst du – ganz sicher glauben.

Wie gesagt repräsentiert das private Geldvermögen Deutschlands eine Summe von ca. EUR 9.300 Mrd. Es kann also u.U. noch sehr zäh werden, bis sich die ca. EUR 9.300 Mrd. im Nic hts aufgelöst haben.

Wir sollten bei dieser Vermutung allerdings bedenken, dass sich große Teile dieser ca. EUR 9.300 Mrd. im Internetzeitalter nur noch wenige Mouseclicks vom –astronomisch gesprochen- „Schwarzen Loch“ entfernt befinden.

Wie schon mehrmals gesagt ist -geographisch gesprochen- das „Schwarze Loch“ transatlantisch lokalisierbar.

topi Februar 18, 2015 um 13:08

Aufmacher im Mittagsmagazin des ZDF:

Mit dem Fall von Debalzewo gibt es eine durchgängige Landverbindung nach Russland, jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie die Landverbindung zur Krim haben.

Wie verblödet kann man eigentlich sein?

Die paar Quadratkilometer zwischen Luhansk und Donetzt sind das gleiche wie die 300 Kilometer bis zur Krim.

ruby Februar 18, 2015 um 13:11

@Carlos Manoso
Das skurile der Vermögensphantasmata ist der Wahnsinn der Transzendenz aus den schwarzen Löchern einen Datensatz des Guthabens ins Himmelreich zu senden.
Bargeld ist dort verboten…

Keynesianer Februar 18, 2015 um 13:19

Nur zur Erinnerung:

Börsenexperte Dirk Müller Griechenland verfügt über immense Gas u Ölvorkommen
https://www.youtube.com/watch?v=eRdhDKue1pQ

Der GREXIT ist unter Umständen ganz im Interesse großer Ölkonzerne und des globalen Finanzkapitals, weil man den Griechen in so einer Lage dann den fast bedingungslosen Verkauf der Explorations- und Förderrechte unterjubeln kann.

Vorher braucht es natürlich noch den Schuldenschnitt für Griechenland, damit niemand auf die Idee kommt, wenigstens die paar Milliarden für die griechischen Schulden aus den Öl- und Gasvorkommen zwischen den griechischen Inseln finanzieren zu wollen.

AdamCartwright Februar 18, 2015 um 13:23

Fakten zum Aussenhandel:

Zitat: “Der dt. Handelsbilanzüberschuss lässt sich nur noch etwas mehr als zur Hälfte (54,8%) auf den Ausfuhrüberschuss gegenüber den EU-28-Ländern zurückführen; knapp ein Drittel des Überschusses(29,7%) entfällt auf die Eurozone.
Nach Ländern wies Deutschland den höchsten Handelsbilanzüberschuss ggü. den USA(+39,8 Mrd. Euro bzw. 20,2%), Frankreich (+36,1 Mrd. Euro bzw. 18,3%), Großbritannien (+33,4 Mrd. Euro bzw. 16,9%) und Österreich (+19,3 Mrd. Euro bzw. 9,8%) auf. ”

In der Rangfolge der Handelspartner liegt Italien auf Platz 7, Spanien auf Platz 14. Der Rest ist nicht unter den Plätzen 1-28 zu finden.

Alles zu finden unter:

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/F/fakten-zum-deutschen-aussenhandel-2013,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Sprich, rein exporttechnisch betrachtet, braucht D die Südschiene kaum. Allein der der Handel mit den USA, GB, F und Ö ergibt schon einen Handelsbilanzüberschuss von fast 130 Mrd. Euro. Das einzige, was aus D massenhaft in die Südschiene in den letzten 15 Jahren exportiert wurde, ist Kapital :-(.

ruby Februar 18, 2015 um 13:29

“Athen geht langsam das Geld aus.”

Was für eine Vollspackengeldtheorie drückt sich mit diesem Satz aus?

Keynesianer Februar 18, 2015 um 13:31

Vermutlich ist das Öl und Gas auch der Grund, warum Merkel und Schäuble so knallhart auf einen GREXIT hin arbeiten für ihre wahren Auftraggeber.

Denn europäische Öl- und Gasfelder lassen sich nicht ganz so leicht von der Hochfinanz privatisieren, wie etwa libysche nach Gaddafi oder griechische nach dem GREXIT und dem Schuldenschnitt. Mutti zahlt dann mit dem Geld der deutschen Rentner und Arbeiter die Schulden der Griechen und die Hochfinanz kriegt dafür das griechische Öl und Gas geschenkt.

Die Rolle der Merkel ist dabei besonders wichtig:

Die wirkt schon auf den ersten Blick so richtig doof, eben wie eine schwäbische Hausfrau, die höchstens von der Tapete bis zur Wand denken kann. Der glaubt man das später, dass sie das alles nur aus reiner Dummheit zum größten Schaden der Deutschen so betrieben hat. Bei anderen Politikern würden wir es doch eher für Berechnung und eine finstere Verschwörung halten, aber bei Mutti sieht jeder auf den ersten Blick: die ist doof wie die Nacht finster, das war keine böse Absicht, sondern die wusste es halt nicht besser!

Das ist später für die Geschichtsbücher wichtig.

KommentatorX Februar 18, 2015 um 13:41

@Carlos Manoso Februar 18, 2015 um 12:01
@BB
„…..Das „nackte Elend“ wird sich von Griechenland bis nach Deutschland hinein durchfressen…..”
Das wird aber noch lange dauern. Das kann zäh werden.“
@CM
Wie schon mehrmals gesagt ist -geographisch gesprochen- das „Schwarze Loch“ transatlantisch lokalisierbar.

Das „Schwarze Loch“ ist die Dollar-Ökonomie. Richtig.
Es mag zwar oberflächlich so erscheinen, als ob sich das „‚nackte Elend’ von Griechenland bis nach Deutschland hineindurchfrisst“, aber die Ursache liegt nicht in Griechenland, sondern im US-dominierten Kapitalismus.

Und solange US-Herrschaftssystem stabil ist, wird es für Europa weiterhin abwärts gehen.

Denn Europa ist keineswegs wirtschaftlich ausgeblutet. Es gibt noch viel materiellen Reichtum und viel zu privatisieren. Da locken profitable Investments. Auch in Griechenland: Inseln, Flugplätze, Häfen, Bodenschätze, Agrarland …
Tourismus ist ein gutes Investment.
Warum nicht Solarstrom in GR erzeugen?

Auch D bietet gute Investments. Und die werden nach TTIP, CETA etc. noch besser werden. Dann kann man weiterhin Firmen, Immobilien, Land etc. mit Kasino-Dollars kaufen.

Und noch viel kann in D privatisiert werden: Das Bildungswesen, den Sozialstaat, die Justiz und den Strafvollzug etc.
So wie es jetzt bereits im Gesundheitswesen, bei Kommunikation und Transport (früher: Post), bei Wasser- und Energieversorgung etc. bereits läuft.

Genial im Sinne von kapitalistischer Denke wäre, wenn ein Investor die „Bundesagentur für Arbeit“ aufkaufen würde. Und dann könnte er die Arbeitskraft seiner HIV-„Kunden“ für Aufgaben des Öffentlichen Dienstes an den Staat vermieten.
Wow, was für Idee! Aus der staatlich organisierten Armutsökonomie eine Profitmaschine machen! Und zugleich Arbeit, Arbeit, Arbeit … schaffen.

Deutschland befindet sich im Schlussverkauf. Diese nüchterne Diagnose stellt (nicht nur) Prof. Otte.

Besonders gut haben mir Beispiele aus GR vom eingangs zitierten Niels Kadritzke gefallen. “Privatisierung um jeden Preis” und Verramschen öffentlichen Eigentums gehören zu Kernpunkten des neoliberale Projekts:
„Wie ineffektiv und asozial dieser Ausverkauf ist, lässt sich an den wenigen “gelungenen” Privatisierungsprojekten zeigen. Die nominell größte Einnahme erzielte der Staat bislang mit dem Verkauf ihrer Anteile an der Lotto-Gesellschaft Opap, für die 652 Millionen Euro eingelöst wurden. Dabei ist die Opap eine Gewinnmaschine, die dem Fiskus jährlich rund 200 Millionen Euro eingespielt hat. Der Staat hätte sich langfristig mehr Einnahmen gesichert, wenn er die Opap nicht verscherbelt hätte.

Der Käufer, ein Konsortium aus osteuropäischen und einem griechischen Oligarchen, war im Übrigen der einzige Bieter und konnte so den Preis diktieren. Das gilt auch für alle weiteren Privatisierungen, etwa für die gigantische Immobilie des früheren Athener Flughafens Ellinikon. Das Konsortium, das sie erwarb – der griechische Oligarch Spyros Latsis mit arabischen und chinesischen Teilhabern – zahlte für das küstennahe Areal mit 577 Millionen Euro gerade mal die Hälfte des Schätzpreises.“

Otte:
…deutsche Aktien waren vor 10 Jahren noch zu 70% in deutschen Besitz, heute sind die DAX-Konzerne zu 70% in ausländischen Besitz. Ähnlich ist es mit dem Mittelstand, der größtenteils von Private Equity Firmen aufgekauft wird. Entscheidungen über deutsche Firmen fallen zunehmend im Ausland und ich finde dies sehr bedenklich.“

Vermutlich dauert es keine 10 Jahre bis südeuropäische Elendsverhältnisse auch in D zur Normalität geworden sind.

topi Februar 18, 2015 um 13:42

Adam Cartwright

“Sprich, rein exporttechnisch betrachtet, braucht D die Südschiene kaum. ”

Ach komm.

Ohne die “Südschiene” wäre der Kurs des “Harteuero” erheblich höher, also die Exportüberschüsse zu den anderen Ländern deutlich niedriger. Mit unmanipuliertem WK bleibt er Exportüberschuss in geringem Rahmen, zumindest mittelfristig (sehr kurzfristig gibt es natürlich mal Abweichungen, weil der WK nicht nur von den Preisen bestimmt wird)

So schwer ist das nicht, oder?

Reicht das? Sonst erklär ich das nochmal ganz ausführlich, als Drohung. ;-)

ruby Februar 18, 2015 um 13:49

@KX
Du sprichst zu real.
Hier wird virtuelle Theorie quantifiziert.
Geschäfte gehören in die Buchhaltung – GoB…

Huuh Februar 18, 2015 um 13:58

Heute Vormittag habe ich über mich selbst den Kopf geschüttelt, (wie so oft) habe dann aber doch dieses Experiment gestartet:

Ich sprach also im Stadtzentrum zwei Männer an und sagte: “Meine Herren, ich muss Sie dringend, nein, dringendst darum bitten, mich um Hilfe zu bitten!”

Wie erwartet gab es lange Gesichter. Nun ja, ich wollte das nur mal gesehen haben. Als die beiden mich außer Hörweite wähnten, fasste sich der eine ein Herz. Anscheinend hatte er eine Erklärung gefunden. Er sagte: “Das muss wohl ein Wirtschaftsweiser gewesen sein…”

f.luebberding f.luebberding Februar 18, 2015 um 14:10

TRSS

Den Eindruck versucht man gerade in Brüssel zu verwischen. Dafür veröffentlicht jetzt Varoufakis seine Vorlesungen.

Keynesianer Februar 18, 2015 um 14:22

Wenn Dirk Müller Recht hat, ist das alles ein ausgekochtes Komplott:

“Griechenland sitzt auf Öl- und Gasfeldern, die denen Libyens entsprechen”
https://www.youtube.com/watch?v=eRdhDKue1pQ#t=568

Und unsere Politiker versuchen mit allen Tricks, die ganzen Öl- und Gasfelder, die Europa auf Jahrzehnte versorgen könnten, aus der Eurozone zu werfen.

Natürlich nur, weil Mutti so dumm ist und die schwarze Null so verbohrt – wird es später heißen, wenn die Sheeple sich wundern, wie in aller Wekt die Politik so einen Fehler machen konnte. ;)

In der Diskussion von Markus Lanz kann man lebhaft verfolgen, wie der Dirk Müller mit seinen wichtigen Infos untergebügelt werden soll.

f.luebberding f.luebberding Februar 18, 2015 um 14:32

Keynesianer

Originell wäre es übrigens, wenn Du nur einmal nicht von einem Komplott ausgingest. Dann wären die Chancen größer, die tatsächlichen auch zu finden. Gilt auch für Natalius.

JHM Februar 18, 2015 um 14:39

Keynesianer

Dirk Müller ist ein ausgebuffter Profiteur, der Wasser predigt und Wein säuft. Da geht es nur ums Geld, und um sonst gar nichts. Die ganze Marke Müller ist ein sehr lukratives Geschäftsmodell, und ein extrem erfolgreiches, das muß gesagt sein.

Keynesianer Februar 18, 2015 um 14:55

Schon bei der Zypernkrise war auffällig, mit welchem Eifer unser Klimamerkel zusammen mit dem Sparschräuble die zypriotischen Gasfelder verärgern und vergraulen wollten. Unser @f.leubberding sucht derweil nach den tatsächlichen Komplotten wohl unter seinem Bett. Dabei finden wir sie hier:

http://www.theguardian.com/business/2014/nov/10/oil-gas-reserves-cyprus-greece-turkey

Keynesianer Februar 18, 2015 um 15:06

Wikipedia:

An estimated 7 trillion cubic feet of gas lies in Block 12 of Cyprus’s Exclusive economic zone. Noble Energy and Delek Group are the most competitive companies bidding for offshore exploration licenses in both Cyprus and Israel. The two companies, along with other explorers, have discovered a reported 26 trillion cubic feet of gas in the Leviathan and Tamar fields worth some 200 billion euros at today’s prices. This is enough gas to supply Israel’s needs for 150 years and Cyprus for 200 years. Large oil and natural gas reserves are anticipated to be located in the Ionian Sea and Libyan Sea; within Greece’s territorial waters. Preliminary survey results regarding the size and locations of the deposits are expected to be released in late 2013.
http://en.wikipedia.org/wiki/Energy_Triangle

Merkel und Schäuble müssen sich beeilen, um die Griechen noch aus dem Euro zu werfen, ehe sich das mit den riesigen Öl- und Gasfeldern herum spricht.

Letzte Chance jetzt noch, unter dem Jubel der deutschen Schäflein die faulen Griechen aus dem Euro zu werfen. Unsere Medien schweigen selbstverständlich über alles Wesentliche und fordern, dass das mit den faulen Griechen nicht so weitergehen darf. Die Medien in Griechenland hetzen zum Ausgleich gegen die Deutschen. Ist aber alles gut abgesprochen untereinander.

topi Februar 18, 2015 um 15:22

Misis
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/griechenland-euro-schaeuble-varoufakis

und Schulmeister
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/griechenland-interview-schulmeister

letzterer offenbar noch durch und durch Euro-Fanboy.

Hallo Herr Schulmeister, das können sie besser, trauen sie sich, loslassen…

topi Februar 18, 2015 um 15:27

“Den Eindruck versucht man gerade in Brüssel zu verwischen. Dafür veröffentlicht jetzt Varoufakis seine Vorlesungen.”

Scheint die neuen Scheinchen schon entworfen zu haben.

Oder, wie man es in Griechenland erwarten kann, erstmal die unabwischbaren Stempel vorbereitet. :roll:

Wie wäre es denn mal mit der Betrachtung von Sekundär- und Tertiärinteressen?

Natürlich schwierig, was ist primär?
Wiederwahlchancen? Ja wovon hängen die denn ab?
Hartbleiben und darauf bauen, dass man die Rechnung der Nachnachfolgeregierung anhängen kann?

Aber auf jeden Fall gehören die Motive : “Menno!” und “das ist mein Förmchen!” mal unbedingt beleuchtet. :roll:

Keynesianer Februar 18, 2015 um 15:51

Tsipras über Merkel:

Außerdem habe Merkel mit Griechenland ein übles Spiel gespielt: “Griechenland war das Versuchskaninchen der Krise. In Griechenland wird das Experiment einer harten Politik, einer Schock-Politik durchgeführt. Das Ziel de Experiments ist nicht der Defizit- bzw. Schuldenabbau, sondern die Auflösung des sozialen Vertrags, so wie er im Europa der Nachkriegszeit entwickelt wurde.” Das Ziel von Angela Merkels Strategie sei nicht Hilfe, sondern die dauerhafte Schwächung Griechenlands: “Frau Merkel hat weder das Ziel, die strukturellen Schwächen des griechischen Staates noch die Schuldenproblematik in den Griff zu bekommen. Sie will in Griechenland und im europäischen Süden eine Niedriglohn-Zone schaffen.”
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=VXjGJd-aCMg

Der tut wirklich so, als ob unsere schwäbische Hausfrau in Europa die Politik bestimmen würde. Man kann ihm nicht trauen.

Natalius Februar 18, 2015 um 16:00

@f.luebberding Februar 18, 2015 um 14:10
“TRSS

Den Eindruck versucht man gerade in Brüssel zu verwischen. Dafür veröffentlicht jetzt Varoufakis seine Vorlesungen.”,

die natürlich von Schorschi gesponsert sind. Hier dazu ein paar nicht ganz taufrische Zusatzinformationen, die ihre Gültigkeit nicht durch Unterbrechung der Kühlkette verloren haben:

http://translate.google.com/translate?depth=1&hl=en&prev=search&rurl=translate.google.com&sl=el&u=http://www.newsnowgr.com/article/71694/g-varoufakis-o-Soros-kai-ego.html

Natalius Februar 18, 2015 um 16:16

PS: Hier in deutsch – die Übersetzung ist grauselig aber dennoch informativ genug, um die Grundverstrickung der Interessen zu erkennen:
http://translate.google.com/translate?hl=en&sl=el&tl=de&u=http%3A%2F%2Fwww.newsnowgr.com%2Farticle%2F71694%2Fg-varoufakis-o-Soros-kai-ego.html&sandbox=1

Systemfrager Februar 18, 2015 um 16:52

Griechenland war auf gutem Weg?
Der Bundesfinanzminister verweigert sich der Realität und Griechenland steht am Scheideweg
Flassbeck >>>

Manfred Peters Februar 18, 2015 um 16:53

Es sieht eher so aus, als ob die neue Regierung das Schicksal der Regierung Papandreou erleidet, weil der Demagoge Schäuble und die bleinerne Europavernichterin aus Hamburg es so wollen. Wählerbeschimpfung und faktischer Aufruf zum Staatstreich durch Schäuble, wenn das der neue Schulterschluss der Euroländer ist, …?
Was sagt eigentlich Kohl zu seinem Mädchen?

chabis Februar 18, 2015 um 16:57
Natalius Februar 18, 2015 um 17:15

Also, Varoufakis = Soros
Aber:
Soros = ?

Um diese Gleichung zu lösen, muss man sich in Bibliotheken begeben, die sich als pleyadisch ausweisen. Zuvor sollte man sich noch einmal die Vita des Philantropen anschauen, das offizielle Narrativ seines grössten Coups nachvollziehen versuchen und sich dann die simple Frage stellen, wie man seine Teller spülen muss, um vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen. Wenn man die letzte Frage nicht beantworten kann und eher zum Schluss kommt, dass es sich um ein Märchen handeln muss, ist man schon mal einen Schritt weiter. Wenn man dann die Story seines grössten Coups nicht richtig versteht und selbst auf die “absurde” Frage kommt, ob hier gegen oder mit der Bank of England spekuliert wurde, dann darf man sich erst mal ausheulen, weil man offensichtlich gar nichts mehr rafft…. ;-)

BB Februar 18, 2015 um 17:21

@chabis

Varoufakis spielt kein Chicken game. Er hat das ja in seinem Aufsatz in der NYT klar dargestellt. Im Grunde praktiziert er klassischen Humanismus:
1) Kleine Leute weiter quälen geht gar nicht
2) Humanitäre Krise hat Vorrang

Alle Lösungen, die diesen axiomatisch evidenten Werturteilen widersprechen, kommen nicht in Frage

3) Wer jetzt keinen Schuldenschnitt macht, hat in der Zukunft mehr Verluste. Kein Schuldenschnitt schadet Griechenland und den anderen EU-Ländern.

Eine Frage der Rationalität. Lösungen, die irrational sind, kommen deshalb auch nicht in Betracht.

Ergo: Es werden nur Lösungen im verbleibenden Lösungsraum gesucht.

Das hat nichts mit Spieltheorie zu tun. Humanismus ist:
- Mensch kommt zuerst (Humanität)
- Der Ratio wird wieder Geltung verschafft.

chabis Februar 18, 2015 um 17:34

???
“The Greek debt crisis proved a persistent headache for Timothy Geithner when US Treasury Secretary, and his successor wants to avoid a repeat.

US Treasury Secretary Jack Lew on Wednesday urged Greek finance minister Yanis Varoufakis to “find a constructive path forward in partnership” with the International Monetary Fund and European finance ministers.

The two spoke by phone over Greece’s ongoing negotiations with its international creditors.

In a statement the Treasury said:

Secretary Lew noted that failure to reach an agreement would lead to immediate hardship in Greece, that the uncertainty is not good for Europe, and that time is of the essence.

Eurozone officials are hoping to clinch a deal by next week, when the country’s European financial backstop expires.”

http://www.ft.com/fastft/279823/us-treasurys-lew-prods-greeces-varoufakis-on-deal

soldatenkoenig Februar 18, 2015 um 18:04

http://www.tradesignalonline.com/charts/news.aspx?id=379936&filter=&catid=0

Wo überall Minen gelegt sind!!

Grexit-Szenario lässt Berlin bei Handelsabkommen mit Kanada aufhorchen!!!!

BERLIN–Die steigende Furcht vor einem Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro lässt die Bundesregierung genauer auf das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA blicken. In dem fertig ausgehandelten Vertragstext findet sich nämlich ein Detail, das aus Sicht Berlins zur gemeinsamen Haftung für Staatsschulden in der EU führen könnte……

Keynesianer Februar 18, 2015 um 18:29

@BB

Wer jetzt keinen Schuldenschnitt macht, hat in der Zukunft mehr Verluste. Kein Schuldenschnitt schadet Griechenland und den anderen EU-Ländern.

Das ist schwäbische Hausfrau von links: Oh Gott, die schlimmen Schulden! Die müssen unbedingt weg!

Nur dass die schwäbische Hausfrau von rechts meint, man könne Schulden einfach wegsparen, während die von links glaubt, man könne Schulden einfach wegstreichen.

BB Februar 18, 2015 um 19:00

@Keynesianer

Diese Art von Schulden sind nichts anderes als Preise für Risiken, die eingetreten sind und jetzt bezahlt werden müssen.

Streichen ist “bezahlen”!

Das ist der Deal zwischen Gläubiger und Schuldner gewesen. Wenn die Gläubiger ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sind bei der Prüfung, ist das ihr Problem.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Wenn die Schulden nicht erlassen werden, wird Leuten etwas geschenkt! Nämlich den Gläubigern Zinsen (=Risikoprämien), auf die sie kein Recht haben, weil es für sie gar keine Risiken gab (weil der Steuerzahler sie gerettet hat).

Das Problem ist nur, dass die Leute, die hätten bezahlen müssen, ihre Rechnungen auf den Steuerzahler überschrieben haben und der so doof war, dass mitzumachen (Schäuble: “da kriegen wir am Ende sogar noch einen Gewinn raus”). Das ist der große gigantische Betrug gewesen.

e.c. Februar 18, 2015 um 19:14

Wird hier immer noch verwischt?

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/europa/4666260/Griechenland_JeanClaude-Juncker-kritisiert-Troika-uberraschend-hart

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Arbeit der internationalen Gläubiger-Troika in Griechenland ungewöhnlich deutlich kritisiert. “Man hat wirklich gegen die Würde der Völker verstoßen, gerade in Griechenland”, sagte Juncker am Mittwoch vor dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, der ein Beratungsgremium der EU ist. “Es hat Fehler gegeben, klar.”

Da er zu der Zeit Chef der Eurogruppe gewesen sei, müsse er sehr selbstkritisch sein. Man müsse aus der Geschichte Lehren ziehen, sagte Juncker. Der Luxemburger deutete zudem an, für seine Behörde mehr Mitspracherechte einzufordern. “

Manfred Peters Februar 18, 2015 um 21:08

Habe ich etwas übersehen oder warum ist dieser Beitrag hier bisher nicht erwähnt?
http://blogs.faz.net/deus/2015/02/17/die-rechnung-fuer-griechenland-bitte-2419/

Michael Februar 18, 2015 um 21:21

Es ist keine Alternative zum Rausschmiss der Griechen aus dem Euro zu erkennen. Natürlich kann auch Deutschland austreten. Das würde nichts daran ändern, dass Griechenland nicht wettbewerbsfähiger würde. Griechenland hat im Euro überhaupt keine Chance. Die Staatsschulden sind völlig egal, das Land war, ist und bleibt im Euro bankrott. Also heißt die Lösung Austritt mit Schuldenschnitt. Ohne Rückkehroption. Wenn in GR “Steuern sparen” das Geschäftsmodell der Reichen ist, kann das niemals geduldet werden. Die Griechen zahlen ihre 76 Mrd. € ausstehenden Steuern oder das Land fliegt raus! So einfach ist das.

Es sind nicht die Kleinen oder Ärmeren, es sind die wirklich gut Betuchten, die keine Steuern zahlen. Wen sie als Aushängeschild (be-)nutzen, ist Wurst.

ruby Februar 18, 2015 um 21:22

@ Manni P

Der Don hat den Unterschied zwischen Risikoabbildung bei Unternehmen und Privaten Haushalten sowie dem Staat nicht verstanden, denn diese sind nicht vergleichbar. Aber wenn das nicht gesehen werden soll – was dann ;-)
Die Bewertung von Rückstellungen ist bei soffi intensiv abgehandelt.
Sollte der Don mal durch scrollen…

soldatenkoenig Februar 18, 2015 um 21:36
QuestionMark Februar 18, 2015 um 22:01

@Michael Februar 18, 2015 um 21:21
Die europäische Währungsunion funktioniert nicht, weil es erhebliche Ungleichgewichte innerhalb dieses Systems gibt. Die Ursache dafür ist mit dem Rausschmiss der Griechen nicht lösbar.
Stattdessen stehen noch die viel gewichtigeren Fälle Italien und Spanien im Raum. Nur mit einem Entfernen Deutschlands liese sich die Sache ansatzweise wieder ins Lot bringen.
Dummerweise ist Deutschland die größte Volkswirtschaft in diesem Verbund und hat dazu auch politisch kein Interesse an diesem Aspekt.

Nebenbei bemerkt: Man hat jetzt wirklich eine Menge Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Die letzten sieben Jahre hätte man die Angelegenheit abarbeiten können. Stattdessen haben es Murksel & Konsorten wieder mal einfach ausgesessen. Warum solche Versager immer wieder gewählt werden, wird wohl das ewige Geheimnis der Deutschen bleiben.

Zu den Reichen: An die kommst du innerhalb eines marktwirtschaftlichen Systems nicht ran. Wenn du die drastisch besteuern wolltest, dann würden die genug Ausweichmöglichkeiten finden (Kapitaltransfers ins Ausland, evtl Emigration). Nur der arme Sklave ist unflexibel und muß sich abzocken lassen. Der Reiche ist nicht zwingend an ein Land gebunden, da er die materielle Potenz zum Ausweichen hat.

chabis Februar 18, 2015 um 22:02

Varoufakis begrüsst Sch(r)äuble, fehlt noch Dusselduck Dijsselbloem
http://cdn1.spiegel.de/images/image-812744-panoV9free-ffnp.jpg

chabis Februar 18, 2015 um 22:17

Wow – Varoufakis twittert
“US Treasury Sec did indeed tell me that nonagreement would damage Greece. He added that it would also damage Europe. Advice to both sides!”
https://twitter.com/yanisvaroufakis/status/568095969461600256

Manfred Peters Februar 18, 2015 um 22:52

@ ruby Februar 18, 2015 um 21:22
Die Ökonomen haben die Welt nur verschieden interpretiert, jede Menge Nobel-Preise kassiert, nichts gebracht; es kommt drauf an, sie zu verändern!
Die Karre ist so verfahren, da lobe ich mir jeden Kwerdenker, alles Andere langweilt nur. :-)

chabis Februar 18, 2015 um 23:51

“The embattled Greek government has been thrown a lifeline by the European Central Bank after the ECB agreed to €3.3bn more emergency funds for the country’s banks.

The move came as the US warned Greece that it had to be constructive and find a deal, and Athens confirmed that it will seek an extension to its rescue loans on Thursday.

The US Treasury secretary Jack Lew told the Greek finance minister Yanis Varoufakis in a phone call that Greece would face “immediate hardship” without an agreement and said the current deadlock was not good for Europe, despite signs that a compromise might be reached ahead of Friday’s deadline. “Time is of the essence,” Lew said.

The Greek government has promised to submit a request for a loan extension to officials in Brussels, but leaked documents showed that Varoufakis will not give up on plans to repeal austerity measures such as public sector job cuts.

Despite insistence from Brussels that Greece had to stick to cost cuts outlined under its bailout plan, Varoufakis said on Wednesday night he was confident his government’s proposed extension would be approved. “I believe the proposal will satisfy the Greek side and the Eurogroup president,” he said.

The clock is ticking down to a eurozone-imposed deadline of Friday to reach an agreement, before Greece’s €240bn bailout – brokered by the ECB, the EU and the IMF – expires at the end of the month.

But with Greece and the eurozone having failed twice in five days to bridge their differences, the Fitch credit ratings agency warned that “continued brinkmanship” could do lasting damage to the Greek economy. ”
http://www.theguardian.com/world/2015/feb/18/greece-lifeline-ecb-agrees-extra-emergency-funds

Systemfrager Februar 19, 2015 um 05:41

Zu den Reichen: An die kommst du innerhalb eines marktwirtschaftlichen Systems nicht ran. Wenn du die drastisch besteuern wolltest, dann würden die genug Ausweichmöglichkeiten finden (Kapitaltransfers ins Ausland, evtl Emigration). … Der Reiche ist nicht zwingend an ein Land gebunden, da er die materielle Potenz zum Ausweichen hat.

Tja, dass ist die Masche, mit der Reiche die anderen verdummt. Natšrlich dass man die Reichen besteuern kann, man muss es nur wollen. Die Voraussetzung ist aber, dass man die unbeschränkte Freiheiten zurücknimmt.
- Es müssen Zolle her, der Staat muss entscheiden, was wer importieren darf
- Und wenn der Reiche nach Kongo will, weil dort keine Steuer zahlen muss, soll es hingeghen. Die Staatsangehörigkeit weg und er soll sich verpissen.

vv Februar 19, 2015 um 07:49

t ert rr

Systemfrager Februar 19, 2015 um 07:51

Lieber USlamischer Staat gebt euch bitte etwas mehr Mühe
die westlichen Werte >>>
Ein Schlem, wer diese westlich-journalistische “seriöse” Arbeit in Zweifeln ziehen würde
Kleine Hilfe für Jarchow & Co.:
Es sind nicht fehlende Personalausweise, welche die “Terroristen” in Paris ganz ordentlich hinterlassen haben …

peewit Februar 19, 2015 um 08:08

@Systemfrager

Ach, das verstehst du nicht? Bitte sehr!

Hier findest du die Erklärung.

Gerne geschehen!

topi Februar 19, 2015 um 08:11

BB


Varoufakis spielt kein Chicken game. Er hat das ja in seinem Aufsatz in der NYT klar dargestellt. Im Grunde praktiziert er klassischen Humanismus:
1) Kleine Leute weiter quälen geht gar nicht
2) Humanitäre Krise hat Vorrang

Alle Lösungen, die diesen axiomatisch evidenten Werturteilen widersprechen, kommen nicht in Frage”

Kann schon sein BB.

Und mit solcher moralischen Überlegenheit spielt sich das chicken game, welches ja real existiert, noch viel besser. :–D

Systemfrager Februar 19, 2015 um 08:26

Ach, das verstehst du nicht?

Pech gehabt!
Was dort dargestellt ist, sind die Perspektiven, wenn das licht von vorne kommt. Und das ist in Ordnung.
Die Bilder der USlamischen Terroristen haben ganz klare Schatten die einmal von links und anderes mal von rechts kommen.
Wenn jemand lügt, dann muss er intelligenter sein. Nun zumindest bei den lügenden Kommentatoren hier habe keine besondere Intelligenz feststellen können.

Systemfrager Februar 19, 2015 um 08:32

Ach so!
Deine “Erklärung” zeigt überall Schatten, die weit nach hinten reichen, weil sonst die gewünschte Perspektive nicht so auffällig wäre. Deshalb hat dein Münchhausen ganz dühne und hohe Gegenstände genommen.
Und wo sind bitte schön die Schatten hinten den Rücken der USlamischen Terroristen?

peewit Februar 19, 2015 um 08:39

@Systemfrager

Kannst du lesen? Siehst du schlecht?

Keynesianer Februar 19, 2015 um 08:45

@peewit

Du kannst uns sicher auch gleich erklären, warum die angeblichen Islamisten von der US-IS ihre Gefangenen ebenfalls in so komisch gefärbte Klamotten stecken, wie die US-Folteropfer in Guantanamo:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Camp_x-ray_detainees.jpg

Systemfrager Februar 19, 2015 um 08:45

Die Westukrainer haben doch kein Bock gegen Ostukrainer zu kämpfen. Der Junta-Präsident Poposchenko hat wieder einmal eine Idee:

„Wir sehen, dass das beste Format für uns eine Polizeimission der EU wäre. Wir sind sicher, dass dies der effektivste und optimalste Garant in der entstandenen Situation wäre.“

Im Klartext:
Die Westeuropäer marsch auf die Ostfront!
Unlogisch ist es doch nicht. Ukraine ist de facto eine EU-Kollonie, dann sollen bitte schön dei Westeuropäer ihre Kollonie verteidigen.

peewit Februar 19, 2015 um 08:55

@Keynesianer

Klar könnte ich! Nichts leichter als das. Cui bono? Na also…

Keynesianer Februar 19, 2015 um 09:42

@peewit

Dann sind wir uns ja mal einig: vermutlich die Lieblingsfarbe der Rita Katz von den Intel-Filmstudios. ;)

Keynesianer Februar 19, 2015 um 09:50

Die haben bei SITE wirklich Talent für gelungene Aufnahmen:

https://pbs.twimg.com/media/B96TRepCIAA3Nlc.jpg

Oder das erst:

https://twitter.com/Rita_Katz/status/567048725525434368

Man sollte der Rita Katz unbedingt auch einen Oskar verleihen. :)

Systemfrager Februar 19, 2015 um 09:57

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Ob das stimmt? Bis 3,5 Tausend tote Soldaten, weil die Kiew-Junta nicht erlaubte, dass sie ohne Waffen aus Debalzewo abziehen.

Keynesianer Februar 19, 2015 um 10:02

Weiber! Die Rita muss es doch immer übertreiben:

Hier habe sich das Meer vom Blut rot gefärbt. :)

https://pbs.twimg.com/media/B96OcLrCAAAYcJR.jpg

Die grelle Kleidung ist mit Brusttaschen und eine Hüftnaht sehr aufwändig geschneidert, da wird bei der Rita nicht gespart für ihre edlen Aufnahmen. Lumpen oder billige Lappen wie in Guantanamo würden auch gleich die Bilder abwerten. Da merkt man wieder den Einfluss der Frau.

Keynesianer Februar 19, 2015 um 10:02
Systemfrager Februar 19, 2015 um 10:07

Tja, was die “seriösen” Journalsiten und Kant Nachfolger alles wissen. Wirklich echte Aus_Augen-Leser:
Depressiv … fett, faul und desillusioniert
Eine Perle der ZDF-Berichterstattung >>>
Ein Kommentator dazu:

Für einen depressiven Menschen ist der Putin doch sehr agil und fleißig. Ein Mensch der richtig schwere Depressionen hat, der zieht sich komplett von der Außenwelt destruktiv isoliert zurück, weil er gar nicht mehr die Kraft hat, noch etwas zu tun und zu arbeiten, weil er vollkommen über eine lange Zeit erschöpft müde und kraftlos ist, und dann gehört ein Mensch auch zur intensiven Beobachtung in eine Psychiatrie um dort wieder mit Medizin und Geprächen und verschiedenen Therapieformen richtig eingestellt zu werden, damit die Lebensfreude wieder kommt. Wie lange das dauert…kann niemand vorhersagen.Das kann von minimal von 1 Jahr bis Ultimo dauern.

So eine Diagnose können nur fachkompetente professionelle Fachärste oder Psychologen anfertigen, wenn sie persönlich mit einem Patienten sprechen, und gewisse analytische Testverfahren vollziehen. Das Thema Depressionen ist viel zu komplex für unerfahrene Menschen, um sich darüber ein Urteil oder eine Bewertung erlauben zu dürfen. Und mit Küchenpsychologie ist niemanden gedient.

Die Wahrheit ist, dass Putin voll von Elan und Kraft ist, überzeugt in seine Mission aus Russland eine Suppermacht zu schaffen, und zwar eine die nicht durch Oligarchen und Lügen beherrscht wäre. Und das Volk traut ihm das, weil es ihn schon lange genug kennt.

peewit Februar 19, 2015 um 10:19

@Systemfrager

Die Wahrheit ist, dass Putin voll von Elan und Kraft ist, überzeugt in seine Mission aus Russland eine Suppermacht zu schaffen

Das Beste an dir sind deine Verschreiber. Da lacht das Herz eines jeden Etym-Jägers.

Systemfrager Februar 19, 2015 um 10:25

Das Beste an dir sind deine Verschreiber. Da lacht das Herz eines jeden Etym-Jägers.

Das verdankst du meiner Gutmütigkeit. Ich bin eine große slawische Seele, die ab und zu auch den hirnlosen Kleingeistern eine Freude machen will.
Die sind auch Gottesgeschöpfe.
:)

Natalius Februar 19, 2015 um 10:27

@Keynesianer Februar 19, 2015 um 10:02

Wo wir gerade bei Rita Katz sind: Eigentlich passt auch http://www.wiesaussieht.de/2015/02/16/ist-minsk-2-gescheitert/#comment-268157 hier besser hin.

peewit Februar 19, 2015 um 10:29

@Systemfrager

… die ab und zu …

Na, das ist die Untertreibung des Jahres.

N.B. Das Jahr ist noch jung. Ich hoffe auf mehr…

Systemfrager Februar 19, 2015 um 10:52

Immer mehr Zuwanderer kommen aus Osteuropa

Sie stammen vor allem aus Rumänien, Polen und Bulgarien: Allein im ersten Halbjahr 2014 zogen 667.000 Menschen nach Deutschland – das bedeutet eine Steigerung um 20 Prozent

SPON >>>
Nachdem der Westen in den neuen östlichen und südlichen Kollonien alles zerstört oder geklaut hat, was die Kommunisten in wenigen Jahrzehnten noch geschaffen haben, werden die Lebensumstände immer mehr den afrikanischen ähnlich. Man kann sich gut vorstellen, was in einigen Jahren in der EU passieren wird. Grexit ist nur eine Vorspeise

Systemfrager Februar 19, 2015 um 11:59

Da das ukraninische Volk nicht mehr viel Interesse zeigt, sich weiter selbst zu zerfleischen, werden nun US-Söldner geschickt:

Das US-Verteidigungsministerium greift beim weltweiten “Krieg gegen den Terror” verstärkt auf Söldnerfirmen wie Academi zurück. Im Jahr 2010 hatte das US-Militär bereits mehr Söldner im Auslandseinsatz als reguläre Truppen. Eine parlamentarische Aufsicht über die Söldnerheere ist unmöglich. So verlieren die Staaten die Kontrolle über Kriege auf ihrem Territorium.

Die Ausgaben des Pentagons für Privatarmeen stiegen zwischen 1999 und 2008 von 165 Milliarden auf 466 Milliarden Dollar. Das Pentagon ist mittlerweile so abhängig von den Privat-Armeen, dass es nicht mehr ohne sie auskommt.

weiter >>>

Carlos Manoso Februar 19, 2015 um 12:15

@Systemfrager Februar 19, 2015 um 10:07
„Die Wahrheit ist, dass Putin voll von Elan und Kraft ist, überzeugt in seine Mission aus Russland eine Suppermacht zu schaffen, und zwar eine die nicht durch Oligarchen und Lügen beherrscht wäre. Und das Volk traut ihm das, weil es ihn schon lange genug kennt.“
Systemfrager, absolut richtig. Putin ist als Jugendlicher in St. Petersburg in einer 1-Zimmer Kommunalwohnung aufgewachsen, ist von Jungenbanden auf den Straßen St. Petersburg in Bandenkämpfen stark gemacht worden und holte ich den letzten „Schliff“ in Judo-Sportclubs.

Auf der Gegenseite stehen aktuell “bürgerliche Weicheier“ wie Merkel,. Hollande oder Obama,

no.nam Februar 19, 2015 um 12:21

Chicken game kann noch bis 2. maerz 6:00h laufen (1. Maerz ist Sonntag). Die EZB wird entsprechend zur Seite springen. Was aber, wenn die Griechen gar kein Interesse an irgendwelchen Auflagen und Hilfprogrammen haben? Damit sie im EUR blieben, wird ein Schuldenschnitt nicht ausreichen… Es geht hier um mehr. Mindestens sollte den Griechen in Bruessel dieselbe Macht zugebilligt werden, wie den Franzosen, Italienern und Deutschen. Warum nicht ein Grieche als Vertreter Draghi’s? In einen noch zu bewilligenden EUR Investionsprogramm sollten die Greichen besonders beruecksichtigt werden.

Ansonsten droht der EUXIT:
It’s all just words and digits on paper folks, left brain social constructs, a place holder everybody believes in,..for now! And since one can’t get blood out of a stone, Greece should default 100%, leave the EU, drop the Euro and adapt the U$D for it’s domestic currency, (plenty of them floating around for immediate use) while prepping for a new Drachma, promote their number one industry: Tourism, and move on.
Trees will still grow tall and the sun will still shine.

http://www.nakedcapitalism.com/2015/02/greek-government-faces-cash-crunch-next-week.html

Zur Not wird die USA in Europa wieder einmaschieren muessen….

Systemfrager Februar 19, 2015 um 12:32

Noch etwas prägt die Lebenseinstellung von Putin. Die ERfahrung mit den westlichen “Demokraten” und “Freiheitskämpfer”:

Zu Beginn dieses “Reformprozesses” meinte einer der Haupttäter, Gaidar, vor der Presse – lachend -, dieser Prozess werde wohl Millionen Tote kosten. Er hat recht behalten, die Bevölkerungsverluste der Jelzin-Gaidarzeit, in der die Menschen in den Wintern erfroren und zwischendrin an Unterernährung und Krankheiten umkippten, bei gestrichener medizinischer Versorgung, und in der die Lebenserwartung von 72 auf ca. 55 Jahre sank, werden auf 10-15 Millionen geschätzt, das sind mehr als Stalin auf dem Gewissen hat.

chabis Februar 19, 2015 um 12:59

Varoufakis-Brief laut Guardian im Wortlaut

“Greek finance minister Yanis Varoufakis has written to the president of the eurogroup, Jeroen Dijsselbloem, to put the bailout extension request into context.

Dear President of the eurogroup,

Over the last five years, the people of Greece have exerted remarkable efforts in economic adjustment. The new government is committed to a broader and deeper reform process aimed at durably improving growth and employment prospects, achieving debt sustainability and financial stability, enhancing social fairness and mitigating the significant social cost of the ongoing crisis.

The Greek authorities recognise that the procedures agreed by the previous governments were interrupted by the recent presidential and general elections and that, as a result, several of the technical arrangements have been invalidated. The Greek authorities honour Greece’s financial obligations to all its creditors as well as state our intention to cooperate with our partners in order to avert technical impediments in the context of the Master Facility Agreement which we recognise as binding vis-a-vis its financial and procedural content.

In this context, the Greek authorities are now applying for the extension of the Master Financial Assistance Facility Agreement for a period of six months from its termination during which period we shall proceed jointly, and making best use of given flexibility in the current arrangement, toward its successful conclusion and review on the basis of the proposals of, on the one hand, the Greek government and, on the other, the institutions.

The purpose of the requested six-month extension of the Agreement’s duration is:

(a) To agree the mutually acceptable financial and administrative terms the implementation of which, in collaboration with the institutions, will stabilise Greece’s fiscal position, attain appropriate primary fiscal surpluses, guarantee debt stability and assist in the attainment of fiscal targets for 2015 that take into account the present economic situation.

(b) To ensure, working closely with our European and international partners, that any new measures be fully funded while refraining from unilateral action that would undermine the fiscal targets, economic recovery and financial stability.

(c) To allow the European Central Bank to re-introduce the waiver in accordance with its procedures and regulations.

(d) To extend the availability of the EFSF bonds held by the HFSF for the duration of the Agreement.

(e) To commence work between the technical teams on a possible new Contract for Recovery and Growth that the Greek authorities envisage between Greece, Europe and the International Monetary Fund which could follow the current Agreement.

(f) To agree on supervision under the EU and ECB framework and, in the same spirit, with the International Monetary Fund for the duration of the extended Agreement.

(g) To discuss means of enacting the November 2012 Eurogroup decision regarding possible further debt measures and assistance for implementation after the completion of the extended Agreement and as part of the follow-up Contract.

With the above in mind, the Greek government expresses its determination to cooperate closely with the European Union’s institutions and with the International Monetary Fund in order: (a) to attain fiscal and financial stability and (b) to enable the Greek government to introduce the substantive, far-reaching reforms that are needed to restore the living standards of millions of Greek citizens through sustainable economic growth, gainful employment and social cohesion.

Sincerely,

Yanis Varoufakis

Minister of Finance

Hellenic Republic”
http://www.theguardian.com/business/blog/live/2015/feb/19/greece-to-seek-bailout-extension-after-33bn-lifeline

ruby Februar 19, 2015 um 12:59

@no.nam
Sosiehtsaus, wenn doofe die Moneypumpe an die Finanzmafia abtreten und deren Interesse opportunistisch promoten!
Ein bischen mehr Demut gefällig.
Aschermittwoch is over.
Ab März läuft QE der EZB,
alles bleibt gut!

no.nam Februar 19, 2015 um 13:05

@ruby
??

chabis Februar 19, 2015 um 13:12

Huch – und hier schon eine Kopie des Briefes als PDF
(Spon bessert sich)
http://www.spiegel.de/media/media-35954.pdf

chabis Februar 19, 2015 um 13:30
ruby Februar 19, 2015 um 13:31

Der GREXIT ist eingetreten!
Deutschland wirft Athen aus dem Euro…
So so long

chabis Februar 19, 2015 um 13:34

@ruby
Da ist US Treasury Sec vor.

ruby Februar 19, 2015 um 13:37

@chabis
Hier ist Europa !
Hier ist EURO !

KommentatorX Februar 19, 2015 um 13:37

@QuestionMark Februar 18, 2015 um 22:01
Die europäische Währungsunion funktioniert nicht, weil es erhebliche Ungleichgewichte innerhalb dieses Systems gibt. Die Ursache dafür ist mit dem Rausschmiss der Griechen nicht lösbar.

Man hört und liest immer wieder die Kritik am „Nicht-Funktionieren“.
So beim Währungs-, Rechts-, Schul-, Hochschulsystem, beim Gesundheitswesen. Usf.

Dabei wird gerade von linker Seite so argumentiert, als sei das Ziel dieser Systeme das Gemeinwohl. So als würden wir in einer Gesellschaft mit sozialistischer Zielsetzung leben.

Richtig wäre hingegen wäre, zu fragen, für wen das Systeme funktioniert und für wen nicht.

So wäre die Gegenthese formuliert werden, dass das Währungs-, Rechts-, Schul-, Hochschulsystem, das Gesundheitswesen usf. hervorragend funktionieren, und zwar im Interesse der herrschenden Klasse.

Die Reichen werden reicher und mächtiger dabei. Das lässt sich unschwer aus den publizierten Statistiken erkennen.

Das Bildungssystem produziert genau die völlig unkritischen und angepassten Arbeitskräfte, die sich alle Zumutungen gefallen lassen und dafür noch „Danke!“ sagen, wenn sie für immer weniger Geld immer mehr arbeiten müssen.

Eine intelligente linke Kritik würde folglich darauf hinweisen, dass Euro-System, EU, PPP, TIPP, CETA usf. hervorragend funktionieren für eine herrschende Minderheit.

Hingegen besitzt der der Hinweis auf das Nichtfunktionieren einen affirmativen Charakter, weil er eine gemeinwohlorientierte Zielsetzung unterstellt, welche die herrschende Politik jedoch nie hatte.

Allerdings findet man eine intelligente linke Politik äußerst selten.

Nach der Niederlage der revolutionären Linken in den 70-er Jahren, haben sich die Intelligenzschichten nach rechts orientiert. Sie kritisieren nicht mehr das System, sondern machen Karriere im System.

Für einen Menschen mit klarem und kritischem Verstand sollte erkennen, dass EU und Euro-System als neoliberales Projekt konzipiert und entsprechende verrechtlicht sind.

Insofern ist es Traumtänzerei zu erwarten, dass in D oder in der EU ohne eine Strukturrevolution ein gemeinwohlorientiertes System entsteht oder so etwas wie ein „intelligenter Protektionismus” jemals stattfinden wird.

Selbstverständlich würde ein „intelligenter Protektionismus” auch die Regulierung der Zufuhr ausländischer Arbeitskräfte umfassen. Andernfalls würde man Arbeitslosigkeit zum Zwecke der Lohndrückerei importieren.

Aber was passierte, als sich das Wahlvolk in der Schweiz bei einer Volksabstimmung für Regulierung der Zufuhr ausländischer Arbeitskräfte aussprach?

Da schrieen die Linken gleich: „Ausländerfeindlichkeit!“

Tatsächlich ist der zur Lohnsenkung und Arbeitslosigkeit führende (Über-)Import ausländischer Arbeitskräfte Ausdruck von tatsächlicher „Inländerfeindlichkeit“.

Fazit:
Die Mehrzahl der heutigen Linken betreiben eine systemimmanente Pseudokritik, die affirmativ ist, wenn dem System gemeinwohlorientierte Zwecke und Ziele unterstellt werden, die dieses niemals hatte und ohne Strukturrevolution niemals bekommen wird. Diese Sorte von Linken macht sich so zu nützlichen Idioten der Herrschenden.

P.S.
Das soll lediglich eine sachliche Kritik sein und keineswegs eine ad personam.

ruby Februar 19, 2015 um 13:41

Jetzt werden Banken abgewickelt.
Wochenend und Feiertag, Sonderschichten!

chabis Februar 19, 2015 um 13:42

@ruby 13:37
Ich meinte die (Treasury Sec) ja auch nur als Sprecher, dahinter
stehn noch andere …

chabis Februar 19, 2015 um 13:43

@ruby
Was macht Dich so sicher ?

ruby Februar 19, 2015 um 13:45

“Strukturrevolution”
ok

ruby Februar 19, 2015 um 13:47

@chabis
Gibt fast nur noch griechische Konten mit weniger als 100.000€.

chabis Februar 19, 2015 um 13:55

Liegt es tatsächlich a u c h daran ?
“Da hat einer ein kluges Konzept für die Sanierung seines Landes, versteht aber nicht die Spielregeln des politischen Betriebs.”
https://twitter.com/HansHuett

ruby Februar 19, 2015 um 14:01

Giannis Varouakis hat morgen 15:00 Uhr seinen historischen Moment?
Was der Camerone wohl sagt, wo die meisten Fluchtgelder deponiert sind!

ruby Februar 19, 2015 um 14:13

@chabis
Jo,
HH,
MS
und die
BIZ
haben die
Londonerkontoauszüge bereits eingesehen…

ruby Februar 19, 2015 um 14:17

Macht mal jemand einen Info-Link zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich?

chabis Februar 19, 2015 um 14:19

@ruby
Bitte etwas weniger kryptisch …

ruby Februar 19, 2015 um 14:24

PS
Heute gibt es noch AG-Treffen in Bruexxles zur Vorbereitung – schätze der JC Cluncker gibt um 5:00 Uhr noch ein Interview im Dlf!
Bye for Now

Soldat Schwejk Februar 19, 2015 um 14:26

Daß das deutsche Finanzministerium sofort und so reagiert, scheint doch eher dafür zu sprechen, daß sie in der Eurogruppe für ihre Haltung eigentlich keine Mehrheit haben und deshalb gleich ihre Claims abstecken, bevor jemand in Brüssel auf die Idee kommt, so einem Formelkompromiß zuzustimmen, dem eigentlich alle zustimmen können müßten.

Oder? Ansonsten, wenn es wirklich diese antigriechische Front in der Eurogruppe gäbe, dann könnte Berlin ja eine Reaktion aus Brüssel abwarten und müßte nicht gleich losballern.

Schäuble als Geisterfahrer… Nur daß er in einem großen Truck unterwegs ist… In der Ukraine-Krise wird Merkel ja mittlerweile Bismarcksche Klugheit zugeschrieben… Aber das was ihr Finanzministerium gerade anrichtet, so als Büttel Europas… das ist nicht “Bismarck”, das ist irgendwas anderes…

Vielleicht hat Sahra Wagenknecht recht, und es geht überhaupt nicht mehr primär um das Schuldenmanagement. Sondern um eine reine Machtdemonstration jenseits aller ökonomischen Rationalität. Darum, daß, koste es was es wolle, eine neue politische Kraft niedergemacht werden soll, bevor sie auch anderswo in Europa an Einfluß gewinnt und die vermeintliche Alternativlosigkeit unserer ‘Postdemokratie’ in Frage stellt.

ruby Februar 19, 2015 um 14:30

@chabis
Die Buchungen der Konten sind bereits ausgeführt, so dass Gutschriften in GB bestätigt. Kapitalverkehrskontrollen greifen dann morgen zu spät, hatte Bernd Klehn im Herdentrieb erklärt.

Doktor D Februar 19, 2015 um 14:40

Was @Soldat Schweijk sagt. Und auch ich denke, dass es Schäuble (und Merkel) hier ums Prinzip geht. Keine echte linke Verhandlungsposition in EU zulassen.

chabis Februar 19, 2015 um 14:53

@Schwejk
Was die Ukraine betrifft und Merkels kluges Agieren, sollte man
nicht vergessen, dass es da auch Leute und Kräfte wie
https://de.wikipedia.org/wiki/Eckhard_Cordes dahinter gibt,
der Cordes hat neulich in einer Talkshow ganz deutlich seinen Tarif
durchgegeben (seltsamerweise gab es wenig öffentliche Resonanz darauf), bei Griechenland und Syriza liegen die (nationalen Kapital) Interessen anders.

KommentatorX Februar 19, 2015 um 15:26

Vermutlich ist alles schon ausgehandelt. Was jetzt passiert, ist eine mediale Inszenierung fürs Volk.

Alexis Tsipras ist verbalradikaler Reformlinker und kein Salvator Allende.

Auch Gerd Schröder war früher Linksaußen. Und Sarah Wagenknecht Kommunistin.

Man gewöhnt sich schnell ans privilegierte und gute Leben als BerufspolitikerIn, zumal wenn man höchste Etagen erklommen hat.

Auch Hummer-Sarah dürfte längst Millionärin sein.
http://www.sueddeutsche.de/geld/reden-wir-ueber-geld-sahra-wagenknecht-ich-habe-schon-oefter-mal-hummer-gegessen-1.581304

ruby Februar 19, 2015 um 15:30

Hummeressen mit Sarah.
Why not?

Illoinen Februar 19, 2015 um 15:40

Alles, was im Euroraum produziert wird, wird in Euro gemessen und versteuert. Man sollte eigentlich meinen, dass daher alle Beteiligten aufpassen, dass dieses Kernprodukt so gut wie möglich dasteht. Zumindest sollte es halbwegs stabil und als von allen getragen wirken – im Moment sieht es aber eher so aus, als würden sich die Partner des Projekts gegenseitig die Pest an den Hals wünschen.

Das war so natürlich nicht gedacht, der Euro sollte alle stabilisieren und überall fette, reiche, geliebte Regierungen an die Macht bringen, die den Kapitalismus walten lassen. Krawattenlose Punks wie Gianis „V wie“ Varoufakis und Alexis Tsipras hätte es nie geben dürfen. Jetzt sind sie da, sie sind nicht handzahm und bislang nicht so korrupt wie ihre Vorgänger, und sie kommen nicht in Kotau-Haltung: Das vorläufige Scheitern der Verhandlungen des gestrigen Abends ist teuer für die Gemeinschaftswährung. Und wenn Griechenland austreten muss – wie würde man in der Wirtschaft das Versagen des Managements bewerten, eine tragbare und vorzeigbare Lösung zu finden?

Der Euro ist eben nicht nur ein Anlageprodukt, dessen Risiken sich berechnen lassen. Er ist aktuell das Ergebnis einer gescheiterten Fusion. Es gibt ein massives Managementproblem in einem Konglomerat diverser letztlich immer noch volkseigener Betriebe, genau an der Stelle, da eigentlich eine starke und stabile Gemeinschaft verkauft werden sollte.

Man liefert dem Weltmarkt ein ganz anderes Produkt als eigentlich versprochen, und fairerweise müsste man wirklich auch einmal darüber reden, was das Misstrauen in Produkt und Konstrukt kostet. Und ob es nicht insgesamt gesehen billiger wäre, Griechenland, Italien, Spanien und Portugal vom Haken der Schulden zu lassen, wenn man partout der Währung nicht entsagen will – oder als Exportnation und Profiteur nicht entsagen kann.

Jeder nicht ganz von allen guten Geistern verlassene Groß Konzern würde jetzt ein paar Volkswirtschaftler beauftragen, solche Berechnungen zu machen und zu überlegen, welches Resultat insgesamt für alle am besten ist, und mit den Teilhabern – hier den Völkern – offen reden.

Den schleichenden Bank Run in Griechenland bitte nicht vergessen, den Umstand, dass die Griechen über das Target-System dieses Geld aus Europa bekommen, das Ansehen der Politiker berücksichtigen und vielleicht auch noch mit einbeziehen, dass man bei der nächsten EU-Subvention, bei Flüchtlingsströmen und der Ukraine wieder miteinander wird reden müssen, und auch jedes Revanchefoul – man denke an Maggie Thatcher – teuer werden kann. „Wir hatten zwar etwas anderes vereinbart, aber zusammen angesichts der Entwicklungen nachgedacht, das alles neu berechnet und sind nun zu dieser für keinen voll befriedigenden, aber tragbaren Lösung gekommen“ – das zu beschließen und daheim zu vermitteln, war 1932 in Lausanne trotz der Erinnerungen an den Weltkrieg möglich.

Damals zugunsten von Deutschland, und ich bezweifle, dass es uns heute schlechter gehen würde, wenn jemand in Griechenland nicht stirbt, wenn er sich den Arzt nicht leisten kann, in Italien nicht aus der Mülltonne essen muss oder in Spanien nicht die Koffer packt, um hier bei uns auf den Arbeitsstrich zu gehen.
Quelle NDS

KommentatorX Februar 19, 2015 um 16:05

@ruby
>>>Hummeressen mit Sarah.
Why not?<<<

Sinn nicht verstanden?

ruby Februar 19, 2015 um 16:08

Schlage den Küting/Weber
“Der Konzernabschluss”
12. Auflage
heute nochmal auf!

ruby Februar 19, 2015 um 16:13

@KX
Volles Brett!
Aber gönne uns doch etwas HUMOR, ein Schmunzeln.
Ausserdem mag ich Hummer, habe einen persönlich in den Kchtopf gesetzt !!!

KommentatorX Februar 19, 2015 um 16:14

@Illoinen Februar 19, 2015 um 15:40
Krawattenlose Punks wie Gianis „V wie“ Varoufakis und Alexis Tsipras hätte es nie geben dürfen. Jetzt sind sie da, sie sind nicht handzahm und bislang nicht so korrupt wie ihre Vorgänger, und sie kommen nicht in Kotau-Haltung …

Hatten wir schon alles:
einen krawattenlosen Minister in Turnschuhen, zudem sogar ehemaliger politischer Gewalttäter, der Molli auf Polizisten geworfen hatte

Wechsel der politischen Parteinahme durch Aufstieg ist ein altbekanntes Polit-Phänomen, gerade bei Linken. Vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ehernes_Gesetz_der_Oligarchie

chabis Februar 19, 2015 um 16:25

@KommentatorX
Die Welt ist schlecht

ruby Februar 19, 2015 um 16:25

Btw
Exnachbar Rudi hat noch eine Flasche VEB Tomatenketchup den Sarah geerntet hat!

Manfred Peters Februar 19, 2015 um 17:01

@KommentatorX Februar 19, 2015 um 15:26
… und was ist so besonderes an Hummer, dass Linke ihn nicht essen dürfen? Außerdem ist er rot, also eigentlich die Leibspeise der Linken.
Und Dir wünsche ich, dass Du eine schwere Hummerallergie hast, das nicht weißt und trotzdem Hummer isst! Dann hätte wir hier mindestens ein paar Tage Ruhe vor Deinen Kommentaren.

KommentatorX Februar 19, 2015 um 19:37

@Manfred Peters
Und Dir wünsche ich, dass Du eine schwere Hummerallergie hast, das nicht weißt und trotzdem Hummer isst!

Dass ist wirklich ein linker Wunsch. Im Sinne von „link“.

Kritik von links können die meisten Linken gar nicht vertragen. Dann werden nicht wenige zu Linksfaschisten.

chabis Februar 20, 2015 um 20:00

Libération von 18.02.2015, gut erfunden oder Fakt ?
Zur Atmosphäre bei den Verhandlungen am Montag
“RÉCIT
Après l’altercation lundi entre le ministre grec des Finances et le président de l’Eurogroupe, le gouvernement Tsípras doit annoncer ses requêtes dans le but de trouver un accord de financement.

«Menteur !» hurle Yánis Varoufákis, fou de rage. Jeroen Dijsselbloem, habitué à la courtoisie qui règne habituellement au sein du club des ministres des Finances de la zone euro, est livide.
Le Néerlandais, président de l’Eurogroupe, paraît bien fragile face au massif ministre grec des Finances au physique à la Bruce Willis. «C’était incroyable. On a vraiment cru qu’ils allaient en venir aux mains», raconte un témoin de la scène. ”

http://www.liberation.fr/economie/2015/02/18/grece-le-mauvais-plan-de-bruxelles_1205426

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