Bismarck und Schäuble in der Berliner Wilhelmstraße

by f.luebberding on 22. Februar 2015

Was ist in der vergangenen Woche in Brüssel passiert? Nach dem Kompromiss von vergangenem Freitag hatte das zuerst nur wenige Leute interessiert. Die meisten Beobachter suchten lieber nach Siegern und Verlierern. Die heutigen Medien sind für spieltheoretische Kalküle anfällig geworden, weil sie der Logik der Aufmerksamkeitsökonomie entsprechen. Es sorgt für Dramatisierung und erleichtert die Komplexitätsreduktion ansonsten schwieriger Sachverhalte. Am Ende wird alles wie ein Fußballspiel analysiert. Schürrle flankt, Götze schießt. Tor! Man muss dann nur die Namen austauschen und das Ergebnis stimmt: Deutschland ist Weltmeister.

Jenseits dessen gibt es aber interessante Artikel, die den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren versuchen. So ist in Fortune nachzulesen, wie James Galbraith diese Verhandlungen aus der Perspektive von Yanis Varoufakis erlebt hatte. In der FAZ wird dagegen in der heutigen Titelgeschichte beleuchtet, wie es zum griechischen Antrag an die Eurogroup gekommen ist. Es zeigt zugleich, wie die Kompromissbildung in der EU funktioniert.

Die harsche Presseerklärung des deutschen Finanzministers im Vorfeld der Eurogroup-Tagung entsprach bekanntlich nicht Brüsseler Gepflogenheiten. Er habe, so ist in der FAZ zu lesen, am Donnerstag “einiges riskiert als er den Brief, mit dem Athen um eine Verlängerung der Finanzhilfen gebeten hatte, barsch zurückwies”. Das kann man so sagen, wenn das am Donnerstag wohl auch nicht jedem sofort bewusst gewesen ist. Wenn er gescheitert wäre, hätte Wolfgang Schäuble nämlich zurücktreten müssen. Seine Gründe für diese Intervention werden auch genannt:

“Doch Schäuble und seine Leute konnten kaum fassen, was sie da gelesen hatten: Der Brief war ein Meisterwerk diplomatischer Formulierungskunst. Er nannte alles, was den Geldgebern wichtig war – und öffnete überall Hintertüren. Die EU-Kommission hatte das Schreiben begrüßt. Im Finanzministerium dachten sie: Entweder wir schlagen sofort Alarm, oder wir werden von einer Konsenswelle überrollt.”

Deutschland wird von einer Konsenswelle überrollt? Das ist eine originelle Formulierung. Eine derartige Bedrohungslage ist für die deutsche Europapolitik eine neue Erfahrung; wenigstens für die nach 1945, die nicht mehr von Bismarcks Ängsten des “Alptraums der Koalitionen” geplagt gewesen war:

“Ein französisches Blatt sagte neulich von mir, ich hätte ´le cauchemar des coalitions`; diese Art Alp wird für einen deutschen Minister noch lange, und vielleicht immer, ein berechtigter bleiben”

Es ist nicht anzunehmen, dass am Donnerstag jemand in der Berliner Wilhelmstraße an Bismarck gedacht haben wird. Obwohl die Adresse des Bundesfinanzministeriums solche Assoziationen durchaus zuliessen. Dort war man so mit Brüssel beschäftigt, wie weiland Schlieffen mit Belgien:

“Was Schäuble allenfalls ahnte: Der Brief aus Athen war weitgehend in Brüssel geschrieben worden, und zwar von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Eurogruppen-Chef Dijsselbloem und ihren engsten Mitarbeitern. Mehrfach gingen Entwürfe zwischen Brüssel und Athen hin und her, am vergangenen Sonntag reisten Abgesandte nach Hellas. Der gesamte Austausch lief über private Mail-Adressen, um offizielle Festlegungen zu vermeiden. Juncker allein telefonierte 18 Mal mit Tsipras, teilweise stundenlang. Er sprach auch mit dem französischen Präsidenten und der Kanzlerin – und bekam das Signal: Wir wollen die Griechen in der Eurozone halten.”

Nun wird auch erwähnt, dass Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras “in letzter Minute ein wichtiges Wort, es bezog sich auf die Spar- und Reformauflagen, an die Athen gebunden war”, gestrichen habe. Immerhin verschickte er keine Athener Depesche. Der Antrag muss aber auch so gewirkt haben. Plötzlich schien Schäuble in der Rolle Napoleon III. Allerdings blieb im Kassel erspart.

So ist Deutschland noch einmal vom “Alptraum des Konsenses” gerettet worden. Oder doch nicht? Daran hat Werner Mussler heute ebenfalls in der FAZ seine Zweifel formuliert. Wolfgang Schäuble als “erschöpfter Europäer”. Im Rückblick wird nämlich deutlich, wo das Problem am vergangenen Donnerstag gelegen haben könnte.

“Schäuble weiß, dass die politischen Verwerfungen, die in der Eurokrise aufgebrochen sind, auf die seit vielen Jahren bestehenden strukturellen ökonomischen Unterschiede zwischen den Euro-Staaten zurückgehen. Den Schluss, dass die Währungsunion schon aus politischen Gründen ein Fehler war, zieht er daraus nicht. Genauso wenig zweifelt er an der Richtigkeit der Rettungspolitik der vergangenen Jahre.”

Eine interessante Formulierung, weil dieses Eingeständnis “politischer Verwerfungen” wegen “struktureller ökonomischer Unterschiede” bisher keineswegs zum Repertoire deutscher Regierungserklärungen gehörte. Schäuble lässt in diesem Artikel auch Spielraum für Interpretationen, die der Rhetorik der Medien über Sieger und Verlierer etwas mehr Differenzierungsvermögen entgegenhält. Schäuble ist halt doch nicht Mario Götze.

“Schäuble hat immer verdrängt, dass diese scheinbare Erfolgsbilanz mindestens zwei Schönheitsfehler hat. Zum einen ist das Abklingen der Krise vor allem den Interventionen der EZB zu verdanken, die zugleich den Reformdruck in den Eurostaaten erheblich abgeschwächt hat. Zum anderen sind die wirtschaftlichen Aussichten in Griechenland immer noch schlecht. Ironischerweise sind sich deutsche Ökonomen, die Athen den Grexit empfehlen, und der Ökonomieprofessor Varoufakis in einem einig: Das Hilfsprogramm diente und dient vor allem der Konkursverschleppung. Den Ökonomenverächter Schäuble fechten solche Argumente zwar nicht an. Aber dass auch er die Griechenland-Krise zu einer unendlichen Geschichte werden sieht, wurde selten so deutlich wie am Freitagabend. Die Brüsseler Einigung verkündete er nicht als Erfolg.”

Der “erschöpfte Europäer” Schäuble, so die Botschaft in dem Artikel, ist durchaus selbstkritisch. Im Gegensatz zu den Fanfaren in den meisten deutschen Medien, die die Ereignisse in Brüssel als einen modernen “Sedantag” feierten. Es fehlte ja nur noch die Kranzniederlegung an der Siegessäule. “Die neue griechische Regierung müsse jetzt eben lernen, dass Politik immer der „Begegnung mit der Realität“ gleichkomme, sagt der Minister”, so ist zu lesen. “Das ist nicht so besserwisserisch gemeint, wie es klingt. Es ist auch ein Hilfsangebot an die in politischer Praxis halt noch etwas unerfahrenen Griechen.”

Jetzt muss ja nur noch die deutsche Politik in der Wirklichkeit ankommen. Dann wird es auch irgendwie in Europa weitergehen. Die “Angst vor der Konsenswelle ” als zeitgenössische Variante von Bismarcks “le cauchemar des coalitions” sollte aber nicht mehr dazugehören.

Ansonsten müssen wir uns wirklich einen neuen Bundesfinanzminister suchen.

Update

Dieser Artikel von gestern ist auch interessant. Busse beschreibt den außenpolitischen Kontext der Griechenland-Debatte.

15:00 Uhr

Kalo weist gerade auf diesen Artikel von Norbert Häring hin. Er hat den Kompromiss vom Diplomatischen in das Politische übersetzt.

{ 173 comments }

QuestionMark Februar 22, 2015 um 12:24

Der Volksmund spricht: Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen all die faulen Leute.

Wolfgang Michal Februar 22, 2015 um 12:25

In einem Interview sagte Schäuble vor einigen Jahren: “Bismarck wird man erst später”. Vielleicht ist es jetzt so weit. Mit dem (vorerst) doch erfreulichen Unterschied, dass die Reichs-Einigungskriege ‘nur’ auf finanzpolitischem Boden stattfinden: mit Griechenland, demnächst vielleicht mit Spanien… (hoffentlich nicht mit Russland wg. der Ukraine).

The Real Slim Shady Februar 22, 2015 um 12:35

>“Doch Schäuble und seine Leute konnten kaum fassen, was sie da gelesen hatten:

Ihr FAZ-Schreibsis habt neuerdings alle ein Problem mit dem Plusquamperfekt. Sätze wie der obige klingen merkwürdig geschraubt, es macht keinen Sinn und schafft keinen Wert, in diesem Fall dem Narrativ von “sie konnten kaum fassen” nochmal eine temporale Ebene vorzusetzen und auch noch mit zusätzlicher Action zu versehen. Ich meine: was ist separat spannend daran, dass sie den Brief “gelesen hatten”? Der Nebensatz ist reines Dekor, Teil des Bühnenbilds, nicht der Handlung. Daher: “Sie konnten nicht glauben, was sie da lasen.” oder noch besser: “sie konnten nicht glauben, was da stand.”

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2015 um 12:43

TRSS

Futur II ist aber noch schwieriger … .

Linus Februar 22, 2015 um 13:00

Egal, was dort hätte stehen können – sie würden es nicht geglaubt haben.

Linus Februar 22, 2015 um 13:06

@fl: PS: Launige Geschichte :-D

Carlos Manoso Februar 22, 2015 um 13:15

@ F.LUEBBERDING on 22. FEBRUAR 2015
„Das Hilfsprogramm diente und dient vor allem der Konkursverschleppung. Den Ökonomenverächter Schäuble fechten solche Argumente zwar nicht an. Aber dass auch er die Griechenland-Krise zu einer unendlichen Geschichte werden sieht, wurde selten so deutlich wie am Freitagabend.“

Luebberding, aber selbstverständlich dient das „Hilfsprogramm“ der Konkursverschleppung! Denn das „Hilfsprogramm“ ist in der Tat „alternativlos“!

Die beschleunigte Metamorphose der Notenbanken (EZB, etc.) zu BAD BANKS ist nämlich unmöglich noch aufzuhalten!

So hohen ökonomischen Sachverstand traue ich sogar Deppen zu!

Klaus Jarchow Februar 22, 2015 um 13:28
ruby Februar 22, 2015 um 13:42

BAD BANK
EZB-Notenbank ist untertrieben, es muß eine Steigerung her:
WORST BLÜTENBANKS EUROPE : WBE

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2015 um 13:53

Michal

So ähnlich bewertet allerdings Fischer den Ukraine-Konflikt. Als Motor zur Vertiefung der europäischen Integration. Soros scheint das dagegen tatsächlich als einen europäischen Einigungskrieg zu betrachten. Er zwingt Deutschland zur Änderung ihrer Finanzpolitik.

Jarchow

Island war ein spannender Fall, gerade für Realisten. Sie scherten sich tatsächlich nicht um die Umstände. Ob es ein Vorbild sein kann? Island liegt mitten im Atlantik, hat 250.000 Einwohner und letztlich sind die Folgen dessen, was Island macht, zum Glück für die Insel marginal.

BB Februar 22, 2015 um 13:54
BB Februar 22, 2015 um 13:57

@Klaus Jarchow

“……Es gäbe schon Altenativen. Die ‘taz’ empfiehlt das ‘isländische Modell’:…..”

Klick, Klick, Klick, ……. Jaaaaaaa! Schuldenschnitt! Einfach nicht zurückzahlen!!!!!

Kein Wunder, dass der Mainstream uns krampfhaft das argentinische Modell verklickern will, um uns vom einzig sinnvollen Vergleich abzulenken.

Keynesianer Februar 22, 2015 um 14:05

Es geht den Finanzmärkten darum, das größtmögliche Chaos in der Eurozone auszulösen – und die Deutschen dafür verantwortlich zu machen mit Hilfe von Merkel und Schäuble.

Die TAZ ist ganz vorne dabei, wie nicht anders zu erwarten.

Das Stichwort heißt: Schuldenschnitt!

Soldat Schwejk Februar 22, 2015 um 14:17

Es ging um einige Worte in einem Formelkompromiß. Dafür daß einige Worte ausgetauscht worden sind, hat Schäuble vor der gesamten europäischen Öffentlichkeit unnötig mit dem Gummiknüppel rumgefuchtelt. Ein Unterschied zur Bismarck-Zeit liegt darin, daß wir heute einen noch größeren gesellschaftlichen Resonanzboden für solche Vorgänge haben. Die heute in Europa 20-30-jährigen gebildeten Leute werden sich das gut merken.

Wenn wir Parallelen zu militärischen Vorgängen im alten Reich suchen, wie wäre es mit der —> “Zabern-Affäre”?

http://de.wikipedia.org/wiki/Zabern-Aff%C3%A4re

Dazu:

—> „Mit dem Schwert rasseln, ohne dass die Ehre, die Sicherheit und die Zukunft des Landes bedroht sind, ist nicht nur tollkühn, sondern verbrecherisch.“ – (Thomas von Bethmann-Hollweg)

—> “Wir müssen uns dagegen verwahren, daß ein akademisches und militärisches Maulheldentum Stimmträger der deutschen Gesinnung wird.“ – (Theodor Heuss)

Zu Veränderndes sei als verändert gedacht.

@ Wolfgang Michal —> “In einem Interview sagte Schäuble vor einigen Jahren: “Bismarck wird man erst später””

Wilhelm II. wird man auch erst später.

kalo Februar 22, 2015 um 14:45

Norbert Haering hat das wesentliche getan – sich die Mühe gemacht, einmal genau nachzusehen, was sich von Montag bis Freitag in den Vertragstexten geändert hat: http://preview.tinyurl.com/qdjt3ws

Klaus Jarchow Februar 22, 2015 um 14:58

Vor allem hatten die Isländer eine eigene Währung, die sie abrauschen lassen konnten. Trotzdem – bezogen auf Island haben sich die Isländer sicherlich höchst vorbildlich verhalten.

Zur begleitenden Lektüre empfehle ich ‘Colin Crouch: Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus’.

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2015 um 15:00

kalo

Steht jetzt auch im Update. Und Danke für den Hinweis.

f.luebberding f.luebberding Februar 22, 2015 um 15:01

Jarchow

Habe ich korrigiert.

Jackle Februar 22, 2015 um 16:08

Sauber. Da scheint die geile Show doch weiter zu gehen. Die EU macht auf Inkasso Moskau. Mehr Koks nach Brüssel. Bei dem Über die Verhältnisse leben, fragt man sich ja immer an welche Verhältnisse diejenigen denken, die immer davon schwadronieren, dass die anderen über ihre Verhältnisse gelebt haben. Wenn man über den Verhältnissen der anderen lebt, sagt es sich wohl leichter, dass die anderen und nicht man selbst über die Verhältnisse gelebt haben. Sei’s drum. So sozialdemokratisches Spatzenhirne, welche sich jedesmal devot in Stellung bringen, wenn die Großmeister der Moderne ihre peinlichsten Auftritte hinlegen.
Dafür war es wieder einmal zumindest ein prächtiges Prachtkerl Beispiel, warum diese abgefuckte Generation noch Lange nicht am Ende ist und einen wahrhaftigen großen Haufen Scheiße an zerbrochenem Porzellan hinter sich lassen wird. Man wird es euch danken; Nur eben nicht so, wie ihr es in eurer grenzenlosen Selbstverliebtheit denkt. Ein Kompromiss wurde erreicht. Nope. Nichts wurde erreicht. Ah. Doch. Die Zahlung zum nächstliegenden Termin ist gesichert. Ja. Dann. Go, Moderne, Go. Der Endsieg ist so nah.

Ach, macht mal. Geschichtsbücher und so. Very wichtig. Sehr Impotent. Im Denken. Der Zeitgeist.

Soldat Schwejk Februar 22, 2015 um 16:42

Der Bethmann-Hollweg hieß natürlich THEOBALD. Wie kam ich nur auf Thomas? :-)

BB Februar 22, 2015 um 18:04

Ich muss kotzen:

http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/maidan-gedenken-105~_v-videowebm.jpg

Gauck – unser Freiheitsheld – Arm in Arm mit einem Oligarschen, der ein Wahrheitsministerium unterhält. Arm in Arm mit den Mördern des Maidan.

Wenn man sich den Gauck anschaut, dann fühlt der sich auch noch ziemlich wohl dabei.

Mir wird echt schlecht.

Carlos Manoso Februar 22, 2015 um 18:13

@f.luebberding Februar 22, 2015 um 13:53
„So ähnlich bewertet allerdings Fischer den Ukraine-Konflikt. Als Motor zur Vertiefung der europäischen Integration. Soros scheint das dagegen tatsächlich als einen europäischen Einigungskrieg zu betrachten. Er zwingt Deutschland zur Änderung ihrer Finanzpolitik.“

Luebberding, auch wenn’s richtig weh tut: Fischer und Soros sehen manches punktuell durchaus ganz richtig

ruby Februar 22, 2015 um 19:43

@ Lisa
Gut mitgelesen und aufgepasst sowie einen feinen Terminkalender!
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/neue-20-euro-scheine-fuer-mehr-faelschungssicherheit-13442445.html
Blütenzauber
;-)
ps
kann nicht eine griechenlandrettungssonderauflage gepresst werden?
seriennummern xy @zz top
https://www.youtube.com/watch?v=-2V6qGX7VRs

ruby Februar 22, 2015 um 20:03

@ fl 13:53
deutschland gehört nicht ihr …
sie hat bei einer änderung der finanzpolitik ihren tod versprochen – im bundestag – lüge oder nur dummes gesülze ?

ruby Februar 22, 2015 um 20:27
ruby Februar 22, 2015 um 20:33
Eric B. Februar 22, 2015 um 20:45

Es gab und gibt keine Koalition gegen Deutschland. Es gab eine Koalition der Institutionen (ehemals Troika) mit Griechenland. Die musste im Keime erstickt werden, weil sie den Horizont für eine andere Politik eröffnet hätte – nicht nur in Griechenland. Und wenn man schon in der Geschichtskiste kramen muss, dann bitte Brüning, nicht Bismarck.

Andreas Kreuz Februar 22, 2015 um 21:02

Hier ein aussagekräftiges Fundstück
aus der taz (Küppersbusch):

Finanzminister Schäuble schmetterte den jüngsten Hilfsantrag der griechischen Regierung ab. Ein unbarmherziger Christdemokrat?

Die Zugeständnisse: Griechenland darf sich einen lustigen neuen Namen ausdenken für „the arschlöcher formerly known as troika“ und bekommt vier Monate Zeit, die Reformversprechen sozialer zu akzentuieren: gegen Steuerhinterziehung und Korruption. Das kleinere und für Schäuble deutlich vernachlässigbare Problem nennt er: „Die griechische Regierung wird es schwer haben, dies ihren Wählern zu erklären.“ Das größere schmuggelte er im Nebensatz durch ein Deutschlandfunk-Interview: „Nein, das ist Verschwendung von Zeit.“ Dies ist also die deutsche Antwort auf den griechischen Vorschlag an alle: „Europäisches Sozialprogramm.“ Das ist die Niederlage, die er Armen in ganz Europa, Arbeitslosen, Rentnern, und durchaus auch Konjunkturverlierern in Deutschland zufügt: sich um die Aufspaltung der Gesellschaft zu kümmern sei „Verschwendung von Zeit“. Mag sein, das Tsipras keine Chance hatte. Schäuble hatte eine.

Zitat aus
http://www.taz.de/Die-Woche/!155159/

ruby Februar 22, 2015 um 21:40

ein juwel der remixe
https://www.youtube.com/watch?v=ynPadWk-1PI
;-)
das kriegen austeriker nicht hin

ruby Februar 22, 2015 um 22:00
NKB Februar 22, 2015 um 23:50

Die Heranziehung Bismarks, um das gegenwärtige Geschehen hinsichtlich Griechenlands zu verstehen, ist natürlich sehr gewagt.

Bismark hat drei Kriege gewagt, um Deutschland als Nation zu einen. Aber er hat diese vor allem gegen äußere Mächte geführt – gegen Österreich und Frankreich. Mächte, die vor 1870 über ein gewichtig Maß an Einspruchsrechten in Deutschland verfügten, ihren eigenen Machtinteressen gemäß. So kämpfte Preußen 1866 zwar beispielsweise auch gegen Sachsen, aber vor allem gegen die Macht, an die sich Sachsen klammerte, um nicht vom Preußen vereinnahmt zu werden: Österreich. Sachsen hatte nach der Niederlage Österreichs nur einen Preis zu zahlen: es musste den politischen Vorgaben aus Berlin genügen trotz der weiterhin bestehender freundschaftlichen Beziehungen zu Wien.
Auch nach der Reichsgründung ging es Bismark stets darum, die innere politische Hoheit zu behalten. Daher war ihm auch die katholische Kirche einen fast zwanzig Jahre währenden Kulturkampf wert; die römische Beeinflussung der Reichstagspartei Zentrum war ihm geradezu verhasst, und wurde von ihm gnadenlos bekämpft.

Auf die heutigen Zeiten bezogen – wenn wir schon mal bei der Analogie bleiben – sollte man sich daher einmal fragen, wer die Europäische Einigung von außen her erschwert bzw. wer in den europäischen Hauptstädten sein eigenes, machtpolitisches Süppchen kocht. Europäische Integration bedeutet naturgemäß das Zurückdrängen von äußeren Einflüssen und die Aufgabe von inneren Hoheitsansprüchen. Politisches Handeln in der Tradition von Bismark würde heute bedeuten, dass die einzelnen, europäischen Staaten von außereuropäischen politischen Einflüssen abgeschirmt würden, um dann mit guter Politik und Geld (!) die Aufgabe der jeweiligen, staatlichen Hoheitsrechte zu erlangen. Und Bismarks Angst vor äußeren Koalitionen würde in der heutigen Zeit der Befürchtung entsprechen, dass Europa auf der Welt als eigenständiger Machtfaktor isoliert würde. Die zu schließende Bündnisse mit Amerika aber auch mit Russland liegen demzufolge auf der Hand – auf der Grundlage einer noch zu schaffenden europäischen Souveränität natürlich.

Wir sind so weit weg von der Politik Bismarks.
Zum Glück haben einige Politiker noch im Blick, dass der Euro vor allem ein politisches Projekt ist. Aber dass man das Scheitern desselben auch nur in Erwägung zieht, zeigt wie krämerhaft die politische Politik verkommen ist. Eurobonds, eine europäische Sozialversicherung und eine entsprechende Wirtschaftspolitik gehörten selbstverständlich auf die Agenda sowie ein kompromissloser Kampf gegenüber allen störenden Faktoren. In dieser Hinsicht vor allem ist die Kritik von älteren Politkern zu verstehen, die vor der Schwächung der Achse Paris Berlin warnten, ist diese Verständigung doch die Voraussetzung für ein kraftvolles Auftreten innerhalb der EU.

Schäuble hat sich in der Vergangenheit stets als einer gezeigt, der europäisch denken kann; dass Finanzpolitik dazu eine Krücke ist, ist in seinem Handeln der letzten Zeit nicht aufgefallen.

QuestionMark Februar 23, 2015 um 00:27

@NKB Februar 22, 2015 um 23:50
Wen willst du mit diesem Gelalle vom tollen Europa eigentlich noch erreichen? Es gibt zwischenzeitlich genügend Leute die scheissen auf dein Europa der Reichen. Und die scheissen auch einen dicken Haufen auf deine europäische Freihandelszone und deine kack Europapropaganda. Und wenn ihr nicht ein bißchen aufpasst, dann wird der entscheidende Tropfen das Faß bald zum überlaufen bringen.

no.nam Februar 23, 2015 um 01:15

Schauble ist gescheitert. Er weiss es. Die Show geht weiter.

JHM Februar 23, 2015 um 02:26

QuestionQuark

Liebe Zeit, wenn Sie Europa so beschissen finden, dann wandern Sie doch bitte einfach irgendwohin aus. Dieses Wohlstandsbalgen-Revoluzzergequatsche, welches Sie hier an den Tag legen, war schon vor 30 Jahren nur noch altbacken und peinlich. Dieses neidzerfressene, verbitterte, törichte Gefasel über die bösen Reichen und daß man aufpassen solle wenn die erst die Revolution käme ist derart lächerlich, daß man Ihnen eigentlich wie einem Fünfjährigen einen Drops zum Lutschen schenken möchte, damit Sie aufhören, immer so einen Unsinn zu plappern, während die Erwachsenen reden.

Keynesianer Februar 23, 2015 um 05:04

@ Eric B.

Und wenn man schon in der Geschichtskiste kramen muss, dann bitte Brüning, nicht Bismarck.

Die Hauptaufgabe des Journalismus besteht darin, das Denken des Publikums zu paralysieren. Es muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass die wirklichen Probleme und dringenden Aufgaben den Menschen zu Bewusstsein kommen.

Zu diesem Zweck sind Nonsense-Diskurse zu beginnen. Wie etwa hier von f-luebberding, der sein Geld als Systemjournalist ja wirklich wert ist, ob Schäuble ein Bismarck wäre. Das ist die dringende Frage, die von jedem diskutiert werden muss.

Und nicht, ob das Merkelregime in Berlin gezielt den Hass auf Deutschland und die Deutschen in Europa schürt, ob Merkel und Schäuble mit ihrem Auftreten die Deutschen für die neoliberale Sparpolitik und das damit erzeugte Elend verantwortlich machen sollen.

Vor allem aber darf die wichtigste Frage gar nicht angesprochen werden, wie wir das Elend durch die Austeritätspolitik endlich beenden wollen. Nein, dafür muss Napoleon III. und Kassel und was weiß ich noch debattiert werden. Das Elend soll ja noch viel schlimmer werden und die Deutschen sollen den ganzen Hass aus ganz Europa mit Hilfe ihrer eigenen Regierung und der Weltmedien aufgeladen bekommen.

Damit das klappt, muss in allen Diskursen über sonstwas geschwurbelt werden, bevor die Deutschen noch zu klarer Besinnung kommen und das Schlimmste in letzter Minute noch verhindern können. Das ist die Aufgabe aller Systemjournalisten und genau dafür werden sie bezahlt, damit kein Deutscher fragt, was Schäuble mit Brüning verbinden könnte und wie wir ihm das Handwerk legen.

Keynesianer Februar 23, 2015 um 05:38

Mit Bismarck soll in die Köpfe der Schäflein insinuiert werden, dass der große Deutsche Wolfgang Schäuble hier einen Krieg gegen die Griechen, Spanier, Portugiesen … führe, um ein deutsches Reich Europa zu schaffen.

Das ganze Elend in Europa also für deutsche Großmachtinteressen wieder, wie man es den Schäflein seit der Kita eingetrichtert hat. Die Völker Europas wieder als die Opfer der bösen Deutschen, verkörpert durch die Hexe Merkel und ihr Sparschräuble. Dafür ist dann der Reichsgründer Bismarck das geeignete Symbol und die Deutschen sollen sich auch noch für Bismarck schämen müssen vor ganz Europa, weil der auch so einer wie Schäuble gewesen wäre.

Selbst die Linke in Deutschland wird dem Hass auf die Deutschen begeistert zustimmen, das haben die ja schon in der Kita so beigebracht bekommen, weswegen die SPD auch für immer mehr Kitas, Ganztagsschule und weniger Mütter im Haus bei ihren Kindern ist.

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 08:05

Schuldscheine verbrennen

” Der chilenische Aktivist Francisco Tapia hat von einer chilenischen Universität studentische Schuldscheine gestohlen und diese verbrannt. Wert der Papiere vorher: 500 Millionen Dollar. Nachher: Asche. ”

https://www.youtube.com/watch?v=upmmUzislj8

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 08:10

In Island wurden damals die Hypothekenschulden aller Einwohner gestrichen. Der Grund dafür war: die Bürger sollten nicht für die Taten von Bankstern und Politikern haftbar gemacht werden. Ich glaube ein bis heute – weltweit – einmaliger Vorgang.

https://www.youtube.com/watch?v=uyxzg58JkYI

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 08:15

“Wie Island die Krise überwand

Fünfmal schlimmer als die Griechen

Von der Rekordverschuldung in nur sieben Jahren zur Erholung:

Island kann Griechenland durchaus als Inspiration dienen.”

http://www.taz.de/!155102/

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 08:19

” Wir befinden uns im Jahre 2011 nach Christus. Ganz Europa ist von den Bankstern (=Finanzmafia) hereingelegt und unterjocht worden … Ganz Europa? Nein!

Eine von unbeugsamen Isländern bevölkerte Insel hört nicht auf, den Bankstern Widerstand zu leisten. (Quelle: Asterix und Obelix)

Der kleine Inselstaat mit seinen nur 320.000 Einwohnern war einmal sehr wohlhabend, mit einem verstaatlichten Bankwesen.

Doch im Jahre 2003 passten die Isländer nicht auf!! Urplötzlich wurden alle Banken privatisiert, denn Gier nach mehr Gewinn folgend zockten die nun privatisierten Banken maßlos und stellten im Jahr 2008 fest, dass sie sich verzockt hatten. Dabei wurden eben mal Schulden in Höhe von 900 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Island angehäuft.

Aus irgendeinem seltsamen Grund hatten die Isländer die privaten Banken dann wieder „not-verstaatlicht“, was nichts anderes bedeutet als verstaatlicht.

Die fehlende Legitimität versucht man hier mit dem Wort „Not“ zu kompensieren, als ob das nun als Grund ausreichen würde. Aber es wirkte, die Isländer ließen sich lumpen, sie hatten wieder gepatzt, private Banken mit so hoher Schulden lässt man einfach fallen! Der Staat kann dann seine eigene Bank wie vor 2003 aufmachen und das Spiel ohne die Schulden neu beginnen, wobei die Bürger dieses Mal hoffentlich auf ihre Banken besser aufpassen werden.

Wie dem auch sei, nach dem man die Banken „not-verstaatlicht“ hatte, wollte man die Bürger für die Schulden der Privatbanken haften lassen, spätestens jetzt schalteten die Isländer ihren Verstand auf „on“ und protestierten massiv dagegen, was schließlich zum Rücktritt der Regierung führte (bravo!!)

Auch die neue Regierung wollte zuerst brav zahlen, doch die massiven Proteste zogen schließlich die Führungsriege auf die Seite des Volkes (bravo!!). Schließlich weigerte sich das Staatsoberhaupt Olafur Ragnar Grimsson das Gesetz, welches Islands Bürger für die Schulden der Banker haftbar gemacht hätte, zu ratifizieren. Die Bankster, allen voran der IWF drohten den Isländern mit Isolation und sonstigen Sanktionen, aber die Isländer weigerten sich dem Druck nachzugeben und drückten ihre Unabhängigkeit mit aller Nachdruck aus, forschten nebenbei aus ihren Kreisen die Verantwortlichen der Finanzkrise aus und verurteilten sie strafrechtlich. (bravo!!)

Somit befreiten die Isländer vorerst sich selbst aus den Klauen der Finanzmafia und deren Taschenspielertrick namens Schuldensystem. (bravo!!)

Die Entwicklung in Island sollte man auf jeden Fall beobachten, gerade weil die Bankster normalerweise nichts vergessen und ziemlich nachtragend sind.

Diese Episode ist noch lange nicht abgeschlossen und bleibt weiterhin ein offenes Streitthema.

Die Isländer hätten die privaten Banken, die hoffnungslos verschuldet waren, einfach fallen lassen sollen, anstatt sie zu verstaatlichen. Dann hätten sie möglicherweise gar nicht erst diese leidige Diskussion.

Übrigens arbeiten die Isländer an einer neuen Verfassung, mit dem Ziel, dass Banken niemals wieder über das Wohl des Landes bestimmen sollen. (bravo!!) ”

http://julius-hensel.com/2011/10/finanzkrise-in-island-und-eine-islandische-revolution/

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 08:30

Weshalb Island in den Nachrichten nicht mehr vorkommt… neue Wirtschaftsprinzipien!

http://blog.viciente.at/weshalb-island-in-den-nachrichten-nicht-mehr-vorkommt-neue-wirtschaftsprinzipien/

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 08:48

@ Keynesianer der Schäfer

Meister wechsle mal deine Metapher “Schäfchens” . In deinen Kommentaren benutzt du derart häufig Schaf, Schafe, Schäfchen und deren englische Übersetzung, auf Dauer nervt das. Nicht böse gemeint.

https://vimeo.com/7079336

Was heißt Döner auf Deutsch? – Das Schweigen der Lämmer

NKB Februar 23, 2015 um 09:10

@QuestionMark
Nur kurz drei Bemerkungen:
1. Mir ging es vor allem darum anzudeuten, worin gegenwärtig Bismarks Intentionen liegen würden, wenn man schon diese Analogie bemüht.
2. Es macht keinen Sinn, ein Europa der Reichen zu verteufeln und damit implizit ein Geflecht von Nationalstaaten der Reichen zu akzeptieren. Ich habe im Übrigen nicht auf die konkrete Ausgestaltung der EU Bezug genommen.
3. Europa politisch zu denken, heißt u.a. sich zu fragen, worin politisch die Vorteile von einem integrierten und emanzipierten Europa liegen. In einer Welt der Freihandelszonen und Großmachtblöcken – egal, wie man dazu steht – erhöht sich halt der Verhandlungsspielraum, wenn man selbst ein relevanter Akteur ist. Die Bemerkung: „Fuck of EU“ drückt dieses Faktum gegenwärtig deutlich aus.
Eine Welt von europäischen Nationalstaaten würde, nebenbei bemerkt, nur eine Anbindung an andere Großmächte bedeuten, ohne dass man deren Politik im eigenen Interesse ernsthaft beeinflussen könnte. Schön zu sehen an unseren östlichen Nachbarn.

no.nam Februar 23, 2015 um 09:37

Er habe, so ist in der FAZ zu lesen, am Donnerstag “einiges riskiert als er den Brief, mit dem Athen um eine Verlängerung der Finanzhilfen gebeten hatte, barsch zurückwies”.

Giannis Varoufakis hat super verhandelt. Welche Optionen hatte Schauble? Er haette sich von Beginn an auf die Seite Giannis Varoufakis schlagen koennen. Dies haette ihm in Deutschland einige Kritik gekostet, auf der anderen Seite haette er den Brief dann vielleicht mit Juncker und Varoufakis zusammen schreiben duerfen, anstatt von den Verhandlungen ausgeschlossen zu sein und die Ergebnisse ueber die Presse zu erfahren. Jetzt sehen, aha, der Schauble ist ja gar nicht so doof, der kann tatsaechlich rechnen, aber leider hilft das nichts, denn der kann sich ja nicht durchsetzen…. Sein Kontrollverlust in jener Situation zeigt, dass er auch nur Mensch ist. Schauble hat in den letzten Tagen nur eine Nebenrolle gespielt und er wird auch in den naechsten Verhandlungen nur eine Nebenrolle spielen.

Die Aufregung hier im Block ueber Schaubles ablehnende Haltung sowie die deutsche Presse, z.B. SPON ,,EZB rechnet Grexit durch” etc. kann nicht darueber hinwegtaeuschen, dass zu keinem Zeitpunkt ein Ausschluss der Griechen aus der EUR Zone zur Diskussion stand. Es war niemals knapp. Warum dann, hat sich Schauble von Beginn an nicht auf die Seite Varoufakis geschlagen? Wozu der Sturm im Wasserglas? Musste sich Schauble nicht im klaren sein, dass sein Widerstand nutzlos sei? Sein Verhalten ist einerseits vielleicht durch sein Mensch-Sein begruendbar. Das mag verletzter Stolz sein, vielleicht war er auch nur einfach in der Situation Ueberfordert. Und dann der Neid, dass der ,,kleine” Giannis Varoufakis ihm die Richtung zeigt und dass er, der grosse Schauble, “nur” die zweite Geige spielt. Es mag aber vielleicht auch sein, dass Schauble in jenem Momenten erkannte, wie aussichtslos dieses Unterfangen der “Rettung” ist. Mit welchen Recht wird Griechenland etwas zugebilligt, was den Spaniern, Italienern und Franzosen genauso zu schaffen macht. Kann Griechenland nicht Modell auch fuer die anderen Staaten sein? Ja, und warum sollte hier jemand auf die Bremse treten. Koennen wir nicht einfach die Schulden auf die EZB uebertragen und weiter Geld drucken? Wir koennen…., aber fuer Deutschland ist das keine Option. Daher werden wir in der Euro Zone weiterhin mit zwei Geschwindigkeiten fahren. Die Fragen, welche die Griechen sich stellen, duerfen in Deutschland nicht gestellt werden. Und wenn wir den Griechen das Geld transferieren, muessen wir sie im gleichen Zuge bemitleiden, denn harte Arbeit und Disziplin…, egal. Lassen wir das. Die Dinge sind wie sie sind. Die Postmoderne ist das Zeitalter der Banken und Oligarchen, wer darin demokratische oder europaeische Werte sieht, die es zu schuetzen gilt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Schauble ist ja kein Oekonom und er misstraut jeglicher volkswirtschaftlicher Logik, aber vielleicht, und das halte ich ihm jetzt mal zu gute, hat er in jenem Moment einfach mal einen lichten Augenblick gehabt und hat im Wutausbruch das zu Tage gebracht, was ihm schon lange im Kopfe herumging. ,,Das sind ja alles nur schoene Worte, aber es fehlen die Zahlen.”, mag er gedacht haben, und zu seinem Kollegen gewannt mag er gesagt haben, ,,Wo sind die Zahlen? Wieviel muessen wir da noch reinbuttern?” Es stimmt, das Billionen Euro Programm der EZB wird Erleichterung bringen, auch fuer die Griechen. Deswegen wollen sie ja beim Geldregen dabei sein. ,,Jetzt noch ein bisschen durchhalten”, wird vielleicht Giannis Varoufakis gedacht haben, als er durch Schauble gedemuetigt wurde. Aber das Verhandlungsergebnis hat Varoufakis Recht gegeben. Jetzt fliessen erstmal die naechsten Milliarden. Das wird Griechenland und seiner Elite ein wenig helfen. Und im Juni sehen wir dann weiter. Vielleicht hat Deutschland dann schon einen anderen Finanzminister oder vielleicht, ach egal, der Moment ist gerettet, was dann kommt, sehen wir spaeter. ;-)

no.nam Februar 23, 2015 um 09:38

GrRRrr: Jetzt sehen wir, aha, der Schauble ist ja gar nicht so doof, der kann tatsaechlich rechnen, aber leider hilft das nichts, denn der kann sich ja nicht durchsetzen…

Keynesianer Februar 23, 2015 um 09:56

@Abendland MYASS

Ist mir schon klar, dass das nervt. Aber für jemanden, der sich auskennt, wären ökonomische Probleme ganz leicht zu lösen. Aber das ist den betroffenen Bürgern nicht zu vermitteln, oder wenn, dann höchstens zufällig, dass jemand mal aufhört mit dem Sparen und alle machen es nach.

Wie haben die ab 1933 in Deutschland die furchtbare Weltwirtschaftskrise in kürzester Zeit völlig überwunden? Na, ganz einfach: Die haben nur mit dem Sparen aufgehört, mehr war gar nicht zu tun!

Hatten die Makroökonomie kapiert? Nö! Jeder Versuch, denen Makroökonomie zu erklären, wäre auf empörten Widerstand gestoßen. Das war nur Zufall, dass in der neuen Regierung halt keine begeisterten Sparer waren. Die haben einfach Geld ausgegeben und die Sparer hatten Angst, dass sie eine auf die Nuss kriegen, wenn sie das kritisiert hätten.

So haben die einfach Geld ausgegeben und noch mehr Geld ausgegeben und oh Wunder: Das Geld war nicht weg, wenn man es ausgegeben hatte, sondern es kam ganz automatisch immer wieder zurück und konnte wieder ausgegeben werden. Bis die Wirtschaft am Brummen und von Krise nichts mehr zu sehen war.

Wer das verstanden hat, darf sich Makroökonom nennen. Das hatte aber gar niemand verstanden, sondern es hatte nur niemanden gekümmert.

Systemfrager Februar 23, 2015 um 10:23

Und oh Wunder: Das Geld war nicht weg, wenn man es ausgegeben hatte, sondern es kam ganz automatisch immer wieder zurück und konnte wieder ausgegeben werden. Bis die Wirtschaft am Brummen und von Krise nichts mehr zu sehen war.

Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, dass das Gedl verschwindet. Indem es von den Bankster – von den Reichen im Allgemeinen – gestohlen wird.

Systemfrager Februar 23, 2015 um 10:29

Ostukraine:
Kiew verschiebt Abzug schwerer Waffen
SPON >>>
Die Amis bzw. der Westen lassen es nicht zu. Sie können es nicht anders. Enweder sie führen überall Kriege, oder ihre eigenen Untertanen werden Binnenkriege – Revolutionen – entfachen.
Orwell lässt grüßen

keiner Februar 23, 2015 um 11:39

http://www.sueddeutsche.de/politik/generalstaatsanwalt-unter-verdacht-man-wuenscht-sich-der-vorwurf-traefe-nicht-zu-1.2362078

…der Herr Prantl sieht wenigstens den Weg zur Staatsaffäre! Und du, Herr Lübberding warst Teil der Medienkampagne zum Rücktritt von Wulff. Liess mal nach, ich hab’s schon damals, auf dem Höhepunkt geschrieben, ich mag diesen Wulff nicht sonderlich, aber eure Aktion war eine mediale Hinrichtung,

Sollte das Merkel schaden, nach dem Rücktritt von diesem “Deutschland, Deutschland über Alles…”-Bu-Prä-Darsteller?

Erzähl doch mal, wie war das damals, wer hat wann angerufen?

chabis Februar 23, 2015 um 12:59

Das Problem auf den Punkt bringt
Christopher May
“#greek positon this morning will indicate how #Varoufakis & co will try to square democracy & technocracy – its not going to be easy!”
https://twitter.com/chrismayLU

Natalius Februar 23, 2015 um 13:03

Tja, Frank, schon super, dass Du Bismarck in diesen “Konflikt” zwischen den politischen Linien, für die Schäuble und Varoufakis stehen, einbeziehst. Das gibt mir wieder mal Gelegenheit, Informationen zum Löschen einzustellen. Wir erinnern uns – und ich glaube ich war der Erste, der hier im Blog darauf aufmerksam gemacht hat, dass es eine “institutionelle” Verbindung von Soros und Varoufakis gibt. Leider nur in einer griechischen newspump berichtet – ich habe die Info von Google Übersetzer auf englisch und deutsch eingestellt – grauselig – auf englisch hiess es “The Soros and I”.

Nun scheint sich die Geschichte der letzten 250 Jahre zwar nicht zu wiederholen, aber doch lassen sich gewisse fixe Muster einer Staats- und Machtlogik erkennen, die stets in Verbindung mit Finanzierungsproblemen stehen. Zu Bismarks Zeiten gab es einen Gerson Bleichröder. Der hatte in gewisser Weise dieselbe Rolle wie Yanis Varoufakis heute- u.z. nicht als Bankier respektive Finanzminister, sondern als “Korrespondent” einer Stimme von “ganz oben”. Laut Wikipedia heisst die Stimme Rothschild – aber ich würde sie heute eher als “Empire” bezeichnen – das verbindende Element ist die englische Sprache. Manche sehen die Wallstreet halt als Franchise-Unternehmen der CoL.

Nun gut: Es gibt einen rechtskonservativen russischen Journalisten namens Nikolai Starikov, der hat sich mit Bismarck, seinen Biographen, und dem Bismarck-Attentat auseinandergesetzt. Das deutsche Wiki bemakelt seinen “Hang zu Verschwörungstheorien” – aber das englische zitiert ihn wenigstens:

“I am often accused of inclination towards conspirology. But I have always said and will continue to say that my books are related to conspirology in the same way as astronomy is related to astrology.”

Ich stell das hier mal ein, weil der Mann interessante historische Details berichtet, die gewisse Ähnlichkeiten zur aktuellen Situation eines “zaristischen” Russlands, europäischer Integration (damals noch etwas kleiner) und dem Wechselspiel mit dem “Empire” beleuchten. Keynesianer: Selbst eine Rita Katz ist nicht neu erfunden – 12 Minuten deiner/eurer wertvollen Zeit reichen aus:

https://www.youtube.com/watch?v=q5ifQLCCkoA

Klaus Jarchow Februar 23, 2015 um 13:29

Systemfrager – der kürzeste Weg von jedem beliebigen Thema zurück in die Ukraine.

Keynesianer Februar 23, 2015 um 14:10

@Natalius

Das angebliche Attentat auf Bismarck wurde selbstverständlich inszeniert. Diesmal noch nicht von Rita Jatz, sondern vermutlich vom guten Wilhelm Stieber, den Bismarck 1866 zu seinem Feldpolizeidirektor ernannt hatte. Ähnlichkeiten des Charakters mit der Rita Katz würde ich aber nicht sofort ausschließen.

Sein verdorbener Charakter war der Grund, warum ihn der preußische König und der Schwager von Marx in ihre Dienste genommen hatte, für speziell heikle Aufgaben. Bismarck sicher auch. :)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Stieber

Der Stiefvater des Attentäters im Fall Bismarck war Karl Blind.

Der revolutionäre Landesausschuss, der nach der Flucht des Großherzogs Leopold die Regierungsgewalt in Baden übernommen hatte, entsandte Blind nach Paris, wo er die Unterstützung des Präsidenten Louis Napoléon für die Revolution in Baden erwirken sollte. Ihm wurde jedoch am 13. Juni 1849 vorgeworfen, sich mit Alexandre Ledru-Rollin gegen Louis Napoléon verschworen zu haben, was zu seiner Ausweisung aus Frankreich führte.

Der Stiefvater stand zusätzlich noch in Verbindung zu Giuseppe Mazzini, Giuseppe Garibaldi, Lajos Kossuth und Louis Blanc, um nur einige wenige zu nennen. Also ein Profi-Agent der Spitzenklasse fast wie Karl Marx und auf derselben Ebene.

Cohen-Blind wurde zum Verhör ins Polizeipräsidium gebracht, wo er sich in einem unbeachteten Moment mit einem Messer die Halsschlagader durchtrennte und kurz nach vier Uhr morgens am 8. Mai verstarb. Sein Leichnam wurde später ohne Zeremonie und nachts auf dem Nikolaifriedhof beigesetzt.

Bei den Beziehungen des Vaters und weil das Attentat inszeniert wurde ist mit ziemlicher Sicherheit zu vermuten, dass Ferdinand Cohen-Blind seinen offiziellen Selbstmord überlebt hat und unter anderem Namen mit einem neuen Pass weiter als Agent eingesetzt wurde. Vermutlich hatte er sich vorher irgendwo verbrannt und brauchte daher eine neue Identität.

Keynesianer Februar 23, 2015 um 14:30

Karl Marx hatte mit dem Stiefvater des vorgeblichen Bismarck-Attentäters selbstverständlich auch zu tun:

Im Jahre 1870 bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges, bestand wieder die Möglichkeit, daß Italien sich mit Frankreich verbünden könnte. Doch Karl Blind war auf der Wacht. “Hätte König V[iktor] E[manuel] etc.” (Seite 519). Doch wieder handelte es sich um die Mission einer nicht bestehenden Regierung an eine andere nicht bestehende Regierung. Louis-Napoleon weigerte sich, Rom Viktor Emanuel zu überlassen. Dadurch zwang er letzteren, die von den Franzosen besetzte Stadt zu nehmen und machte so auch ein Bündnis zwischen Italien und Frankreich unmöglich. Wieder wurden die Dienste und Angebote des Karl Blind, was sie auch immer wert gewesen sein mögen, abgelehnt. Und so mußte sich dieser ewige Diplomat in partibus, anstatt den Lauf der Geschichte zu verändern, mit dem “wärmsten Dank” Mazzinis begnügen.
http://www.mlwerke.de/me/me17/me17_266.htm

Da sollte der Nikolai Starikov noch etwas besser recherchieren. Es wäre leicht möglich, dass Karl Blind auch für Preußen und nicht für England gearbeitet hat, also für Bismarck.

Bismarck unterhielt ein ganz umfangreiches eigenes Agentennetz besonders unter früheren Revolutionären und den Abgeordneten der späteren SPD. Das allein lässt keinen Vergleich mit Schäuble zu, der wäre für sowas wohl zu sparsam. ;)

Keynesianer Februar 23, 2015 um 14:40

In der Auseinandersetzunbg zwischen Karl Marx und Carl Vogt stand Karl Blind auf der Seite von Marx und denunzierte den Carl Vogt als Soldfeder des französischen Kaisers Napoleon III., er war also propreußisch und antifranzösisch eingestellt.

Das habe ich in meinem Buch über Marx erwähnt. Wusste doch, dass mir der Stiefvater des angeblichen Bismarck-Attentäters bekannt war: :)

https://books.google.de/books?id=FXEaAQAAQBAJ&pg=PA212&lpg=PA212&dq=Karl+Blind+marx&source=bl&ots=mXG-MZLy7i&sig=rdlUziWMlD9At8d8CEe07aiL_OI&hl=de&sa=X&ei=kiHrVI7KFMvmUvzZgPAL&ved=0CGQQ6AEwDg#v=onepage&q=Karl%20Blind%20marx&f=false

Keynesianer Februar 23, 2015 um 14:43

Wenn man nur ein wenig recherchiert:

Im Haus der Blinds in London verkehrten regelmäßig revolutionäre Denker wie Karl Marx, Louis Blanc, Joseph Mazzini und Giuseppe Garibaldi, was Mathilde Blind nachhaltig prägte; sie selbst veröffentlichte feministische und sozialistische Schriften, ihr Bruder Ferdinand Cohen-Blind verübte 1866 ein Attentat auf Otto von Bismarck.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mathilde_Blind

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 14:54

@ Systemfrager

So angeln die Russen, die Russen angeln so…… schallalalaaa

https://www.youtube.com/watch?v=Q-lygdoU7nA

Systemfrager Februar 23, 2015 um 14:58

@Abendland MYASS
Interessant, ein Russe der gar nicht russisch spricht
Wirklich interesant
:)

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 15:00

@ Systemfrager

Aber es gibt bei euch nette, fast liebenswürdige Menschen. So 5 % der Russen.

Darum https://www.youtube.com/watch?v=TzBInt4zljQ#t=158

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 15:07

Egal. Irgendwas im Osten. Reden alle gleich. Wer kann die denn unterscheiden?

http://mogreens.de/?p=3842

Die “Lappen” kannst du durch Russen ersetzen. An der Aussage ändert das nichts.

Systemfrager Februar 23, 2015 um 15:27

Im Osten. Reden alle gleich. Wer kann die denn unterscheiden?

Ach soooooooo
Jetzt ist es mir klar, warum es Russen sein mussten, die das Flugzeug abgeschossen haben!
Und Jarchow & USlamisten haben es bestaetigt, was will man mehr.

Natalius Februar 23, 2015 um 15:28

@Keynesianer

Thanks – so wird ein Schuh daraus. Natürlich hat man auch schon vor 150 Jahren Festgenommene standardmässig nach (weiteren) Waffen durchsucht. Und natürlich lagen auch schon vor 150 Jahren keine Messer auf Tischen in Gefängniszellen oder Verhörräumen herum. Aber so wie in Deinem Wiki-Zitat oben wird es halt “erzählt”. Und Kinder glauben das – bzw. haben das Erzählte zu glauben. Ebenso wie die glorifizierte Rolle Bismarcks bei passender Gelegenheit aus der Schublade geholt wird und zu glauben ist. Seit 250 Jahren werden Nationen erst vereinigt um sie später – als Konglomerat wieder in “künstliche” Identitäten zu spalten. Offenbar gelingt mit “Volksseelen” genau das Gleiche, was mit “Einzelseelen” gemacht werden kann: die Erzeugung “multipler Bewusstseinsformen”, die für verschiedene Zwecke instrumentalisier- und evozierbar sind. Ein Lehrbuch satanischer Technologien zur Seelentransformation wird in bestimmten Kreisen vermutlich schon gelesen, für das “einfache Akademikervolk” werden diese Kreise wohl auf Edward Bernays verweisen – der ist ja auch nicht falsch (und damit operativ wie das Gesamtwerk der modernen Wissenschaften) sondern lediglich unvollständig.

keiner Februar 23, 2015 um 15:45

Herr Lübberding, das ander Hindrichtungsopfer:

http://www.fr-online.de/politik/affaere-um-nacktbilder-prozess-gegen-edathy-unterbrochen,1472596,29947616.html

…immerhin ein Ende in Sicht, auch wenn ein gesellschaftlicher Totalschaden. Immerhin schwafelt bei der FR keiner von “Ki-Po”, sondern hat die Story kapiert.

Welchem Ausschuß sass der Herr nochmal vor, bevor ihr ihn erledigt habt?

Abendland MYASS Februar 23, 2015 um 16:24

@ Systemfrager

“Jetzt ist es mir klar, warum es Russen sein mussten, die das Flugzeug abgeschossen haben!
Und Jarchow & USlamisten haben es bestaetigt, was will man mehr.”

Eure Flugzeuge braucht kein Fremder runter holen. Da drüben kriegt ihr von ganz alleine nichts gebacken. Ob im Flugzeug oder mit dem Auto: Totally crazy dieses verkackte Land.

https://www.youtube.com/watch?v=E-l4w-DIiXk#t=20

Die Russen essen auch kleine Kinder. Kinderliebe Russen, von wegen.

Natalius Februar 23, 2015 um 16:45

@Keynesianer

“Das allein lässt keinen Vergleich mit Schäuble zu, der wäre für sowas wohl zu sparsam”

Nee, nicht Schäuble, sondern Schäubles Gegner war gemeint. Den sehe ich in der gleichen Rolle, in der zu Bismarck’s Zeiten Gerson Bleichröder stand. Hinter Bleichröder stand Rothschild und das “Empire”. Hinter Varoufakis steht Soros (als Front-Mann) und das “Empire”. Und ich teile die Einschätzung Starikov’s, dass es dem Empire stets darum ging, Deutschland in Kriege gegen Russland zu verwickeln. Bismarck selbst hat das nicht gemacht – er hatte diesen “magischen” Ring mit dem russischen Wort für “nichts”. Aber der Kaiser hatte diesen Ring nicht – da war dann sozusagen keine Magie im Spiel. Und Bismarck wusste, dass seine Mission irgendwann erfüllt sein würde. Wies weiterging, wissen wir. Der Weg nach Russland führt über die Ukraine. Da sind wir heute (wieder). Wir erinnern uns daran, dass wir als Nation von Soros und Henri-Bernard Levy per FAZ Interview dazu aufgefordert wurden, der Ukraine zu helfen. Wir wurden aufgefordert und Schäuble wird erpresst – das ist meine Hypothese: Entweder ihr helft der Ukraine oder für euch wird’s richtig teuer. Wir haben den Varoufakis – und der ist ultrasmart und deutlich attraktiver im Vergleich zu eurem Schäuble. Wenn wir den gewinnen lassen, kippt auch Spanien – und dann geht das Domino erst richtig los. Die, die das wissen, etwa @TRSS mit seiner Psychopathen-Fungang aus Brüssel, wissen auch, wann sie wie ihren Einsatz setzen. Das Leben kann ja so spassig sein, wenn man käuflich ist…

Klaus Jarchow Februar 23, 2015 um 17:46
aifran Februar 23, 2015 um 17:48

Licht und Schatten … nichts fürchten die Schatten mehr als das Verlöschen des Lichts (Wachstum). … Panisch wird nach einem Ausweg gesucht … Kein Wachstum … Krieg – ja Krieg … auch die Fackeln des Krieges geben genug Licht in dem die dünnen Schatten tanzen können
Gute Nacht

Carlos Manoso Februar 23, 2015 um 17:56

@Natalius Februar 23, 2015 um 16:45
„Wir haben den Varoufakis – und der ist ultrasmart und deutlich attraktiver im Vergleich zu eurem Schäuble. Wenn wir den gewinnen lassen, kippt auch Spanien – und dann geht das Domino erst richtig los. „

Natalius, machst du gerade eine Behandlung mit weiblichen Hormon en oder was treibt dich ins „Gala“-Lager?

QuestionMark Februar 23, 2015 um 18:48

@NKB Februar 23, 2015 um 09:10
Erstmal schön das du so sachlich auf meinen kleinen Wutanfall reagierst.

Worum gings mir im Kern? Ganz einfach: Die modernen zentralistischen Institutionen (bsp. EU) dienen hauptsächlich dem Zweck einigen Wenigen noch mehr Geld zuzuspülen. Da ist es auch egal ob man die Institutionen der EU oder des Nationalstaats solche Spielchen dann machen lässt. So weit richtig.

Das Problem mit der EU (und der zugehörigen Gemeinschaftswährung) ist nun:
Man bekommt die Reichen jetzt überhaupt nicht mehr in den Griff weil durch die eingeführte Kapitalverkehrsfreiheit und den europäischen Binnenmarkt diese über nationales Recht nicht mehr beherrscht werden können. Der Durchgriff der Nationen auf die EU ist gleichzeitig auf demokratischem Wege nicht mehr vorhanden, da es sich bei der EU überhaupt NICHT um ein demokratisches Gebilde handelt. Davon abgesehen regieren in der EU bekanntlich die Lobbyisten zusammen mit einigen abgehobenen “Politikern” (zumindest der korrupten Variante davon; s.dazu Jean Claude Juncker)

D.h.: Das Großkapital hat mithilfe der EU erfolgreich die europäischen Demokratien ausgehebelt.
Deshalb: Anstatt dümmliche Europapropaganda zu betreiben sollte man eher tendenziell für eine Aufhebung der Kapitalverkehrsfreiheit, für eine schrittweise Beseitigung des europäischen Binnenraums (durch Wiederhochziehen der nationalen Grenzen wo es sinnvoll erscheint/s.dazu Griechenland) und eine Stärkung der Demokratie plädieren.
Beim europäischen Imperialismus (wie er in Form der EU auftritt) handelt es sich um ein Projekt für die Reichen und die Großkonzerne. Das Volk wird hier nur instrumentalisiert. Deshalb auch die Schwachsinnspropaganda vom “geeinten Europa”. Letzteres ist nur Infomüll für die Doofen. Es geht schlioeßlich immer nur um eins: Den Profit für einige wenige Habgierige. Wer etwas anderes behauptet, der hat wenig verstanden.

Tilo Jung Februar 23, 2015 um 19:38

Ich habe in der BPK heute zu dem Thema folgendes gefragt:
- Juncker & Tsipras sollen den griechischen Brief in Brüssel erarbeitet haben. Sie sollen 18mal telefoniert haben, teilweise stundenlang. Wie oft haben Herr Juncker & Herr Schäuble letzte Woche telefoniert?
- war der BR klar, dass der Brief größtenteils in Brüssel erstellt wurde?
- Herr Seibert, glaubt die Kanzlerin dass die griechische Krise noch auf Finanzministerebene gelöst werden wird?
- wann greift die Kanzlerin ein?

Antworten im Video: https://www.youtube.com/watch?v=1D9wQymm_jg

QuestionMark Februar 23, 2015 um 19:38

Starker Einfluss der Wirtschaft; Deutsche sagen: Wir haben keine echte Demokratie
Na immerhin 60% haben es schon erkannt. Der Rest ist vermutlich altersdement.
Allerdings bleibt dann immer noch die Frage: Warum wählen die dann CDU/CSU/SPD ?!?!? Sind die Wahlen vielleicht doch manipuliert?

JHM Februar 23, 2015 um 19:58

QuestionQuark

Klar sind alle Wahlen manipuliert, daß weiß jedes Kind, auf Befehl von Rothschild, der Wallstreet, der West-Alliierten, der NSA und der CIA. Und selbstverständlich sind sogar mindestens 70% der Schafe dement, das liegt an den Chemtrails, dem ekligen Einfluß der Homolobby, dem Fluor im Wasser und den gemeinen Verblödungssignalen, die durch die Systemmedien mit außerirdischer Technik in die unschuldigen Gehirne der Leute gesendet werden.

Das war echt mal ein interessanter Blog hier. Was ein Drama!

Natalius Februar 23, 2015 um 19:59

@Carlos Manoso Februar 23, 2015 um 17:56

“Natalius, machst du gerade eine Behandlung mit weiblichen Hormon en oder was treibt dich ins „Gala“-Lager?”

Tja, Carlos – ich weiss doch selbst nicht, ob ich Bruder oder Schwester, rechts oder links, braun oder pink bin. Auf jeden Fall will ich identity group Sonderrechte für “minority reports”. Z. B. Löschverbot für Frank, freies Bepinkeln anderer Kommentatoren usw. ;-)

QuestionMark Februar 23, 2015 um 20:01

@JHM Februar 23, 2015 um 19:58
Na, du musst es ja wissen. :-D

Goodnight Februar 23, 2015 um 20:05

@JHM

“Das war echt mal ein interessanter Blog hier. Was ein Drama!”

Nicht jammern sondern führen!

QuestionMark Februar 23, 2015 um 20:08

@JHM Februar 23, 2015 um 19:58
Wenn dir die Qualität der Kommentare nicht passt, warum wertest du nicht durch einen qualitativ hochwertigen dieses Blog auf? Stattdessen kommst du doch über eine bornierte Murksel- und Systemapologetik nicht hinaus.
Mein Tipp dazu: Einfach mal in der Meinungsfreiheit ankommen. Auch wenn es schwerfällt.

QuestionMark Februar 23, 2015 um 20:09

@Goodnight Februar 23, 2015 um 20:05
Hi Führer, auch mal wieder da?

JHM Februar 23, 2015 um 20:30

QuestinQuark

Kommentieren?! Gehaltvoll?! In einem Blog, gestopft mit altlinken Hobby-Radikalinskis und verschwörungsvertüddelten Putintrollen? Qualitätvoll?! Sind Sie meschugge? Das wäre hier in etwa so nutzlos wie sich den Kopf dauernd an die Wand zu hauen wegen dem tagtäglichen unfaßbaren Gefasel von mindestens 80% des Kommentariats. Es ist eigentlich ein Wunder, daß man hier als jahrelanger Mitleser noch nicht zum Säufer aus verzweifelter Fassungslosigkeit wurde.

Das einzig lesenswerte hier sind die Texte des Blogbetreibers, und über die kann man auch, immer wieder, sehr geteilter Meinung sein. Zumindest schreibt der Mann hier keinen totalen Schwachfug zusammen, so wie Sie es in Ihrer intellektuellen Unaufdringlichkeit tagein, tagaus tun.

Eagon Februar 23, 2015 um 20:34

Für mich sähe ein gelungener Kompromiss so aus, sowohl die Zinszahlungen als auch Schuldentilgungen werden umgehend in Griechenland wieder nachfragewirksam.

Dann können die Schulden sogar doppelt so hoch auf dem Papier sein.

Papier ist geduldig.

Wie machen die Amerikaner das mit den Saudis?

Das Problem ist und das irre, was passiert mit den Zinszahlungen Griechen?

Die schreiben sich die Finger wund in den Wirtschaftsredaktionen ohne mal was über die Zusammenhänge und die Realitäten zu liefern.

Diese Seite ist nicht sicher.

gelegentlich Februar 23, 2015 um 21:05

@JHM
Auch elektronisch gespeicherte Daten sind geduldig, nicht nur Papier. Darf ich bitte wissen wann Sie in diesem Blog sich jemals mit einem begründeten Standpunkt sich haben erwischen lassen? Ich sehe immer nur adrenalingeschwängerten Truthahnmodus. Der stets den Grundsatz mißachtet, dass die Einforderung von Niveau immer zu einem Aufruf “Zeigen Sie mal her!“ führen muss, bei dem Sie nach meiner Erinnerung stets versagt haben, weil Sie immer nur kneifen.

Bruchmüller Februar 23, 2015 um 21:14

Total panoptikal.

Huuh in der Ecke. Heult mit dem Gesicht zur Wand. Hat Angst vor so vielen neuen fremden Gespenstern.

Und ehrlisch:

Auch ich hätte das nicht für möglich gehalten: Dass der Soldat Schwejk hier am Ende mit nichts als einer Tapferkeitsmedaille vom Esel steigen wird.
.

QuestionMark Februar 23, 2015 um 21:28

@JHM Februar 23, 2015 um 20:30
Deine Enttäuschung über die Qualität der Blogkommentare ist (vielleicht sogar berechtigterweise) groß. Nur, wenn du nicht genau sagst was dich konkret stört, dann kann auch kaum darauf eingegangen werden. Weiter oben beispielsweise merkst du an, das dich die Verschwörungstheorien hier im Blog stören. Leider sprichst du mit mir damit wohl den falschen Forumsteilnehmer an. Meine Spezialität ist das nun mal nicht.
Verschwörungen gibt es aber tatsächlich. Siehe dazu hier eine relativ aktuelle Sache.
Überhaupt: Wenn man sich mal mit der CSU bzw CDU näher beschäftigt, dann beschleicht einem ständig das Gefühl sich gerade mit organisierter Kriminalität auseinandersetzen zu müssen.

QuestionMark Februar 23, 2015 um 21:29

@JHM Februar 23, 2015 um 20:30
Deine Enttäuschung über die Qualität der Blogkommentare ist (vielleicht sogar berechtigterweise) groß. Nur, wenn du nicht genau sagst was dich konkret stört, dann kann auch kaum darauf eingegangen werden. Weiter oben beispielsweise merkst du an, das dich die VTs hier im Blog stören. Leider sprichst du mit mir damit wohl den falschen Forumsteilnehmer an. Meine Spezialität ist das nun mal nicht.
Verschwörungen gibt es aber tatsächlich. Siehe dazu hier eine relativ aktuelle Sache.
Überhaupt: Wenn man sich mal mit der CSU bzw CDU näher beschäftigt, dann beschleicht einem ständig das Gefühl sich gerade mit organisierter Kriminalität auseinandersetzen zu müssen.

Carlos Manoso Februar 23, 2015 um 22:37

@Tilo Jung Februar 23, 2015 um 19:38
„Ich habe in der BPK heute zu dem Thema folgendes gefragt:
- Juncker & Tsipras sollen den griechischen Brief in Brüssel erarbeitet haben. Sie sollen 18mal telefoniert haben, teilweise stundenlang. Wie oft haben Herr Juncker & Herr Schäuble letzte Woche telefoniert?
- war der BR klar, dass der Brief größtenteils in Brüssel erstellt wurde?
- Herr Seibert, glaubt die Kanzlerin dass die griechische Krise noch auf Finanzministerebene gelöst werden wird?
- wann greift die Kanzlerin ein?“

Tilo Jung, seit die Krise andauert, verwenden Jounalisten jeder Couleur jede Menge Druckerschwärze darauf , ihren Kunden auszumalen, dass die Krise unweigerlich der Ausländer- , Europa- und Demokratiefeindlichkeit Auftrieb geben würden. Konkret sehen wir aber jetzt das Erstarken von Linksparteien wie Syriza in Griechenland und Podemos in Spanien.

Offensichtlich optieren die Menschen in Europa für etwas, das ihnen wie eine vernünftige Alternative erscheint. Die Menschen wollen nach 6 Jahren Krise offensichtlich eine Eurozone, die Solidarität beweisen kann und nach einer win-win- Logik funktioniert. Die Menschen in Europa entdecken jetzt -zu ihrer Überraschung vieler- ein Europa, das debattiert, nachdenkt, Lösungen sucht und sich nicht mehr hinter einer technokratisch – finanztechnischen Herrschaftssprache versteckt.

Das verbleibende Problem sind wieder mal diejenigen Jounalisten, die Sturm laufen gegen Syriza in Griechenland und nicht verstehen, wie wichtig die laufenden Verhandlungen zwischen Griechenland und dem Rest der Eurozone sind und wie gewaltig die Komplexität des unser aller Zukunft konkret bestimmendes Reformprojekts ist, an dem gerade alle europäischen Akteure (EZB, Eurozone, Griechenland, Europäische Kommission und nationale Regierungen) arbeiten.

Über derart sich ahnungslos gebende Fragen wie: “- Herr Seibert, glaubt die Kanzlerin dass die griechische Krise noch auf Finanzministerebene gelöst werden wird? – wann greift die Kanzlerin ein?“ kann ich mich nur noch sehr amüsieren

ruby Februar 23, 2015 um 23:05

@ Carlos Manoso
klare Ansage : für Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit ist die Zeit abgelaufen, es wird nicht mehr durch Bürgerauspressung finanziert werden. Vermögensverwertung steht akut auf der Agenda!
Ob mit dem Euro oder mit Euroanbindung eigener Währung und Schwankungsbreiten ändert nicht die realen Relationen und Tragfähigkeiten.

QuestionMark Februar 23, 2015 um 23:14

@Tilo Jung Februar 23, 2015 um 19:38
Interessanter wären wohl die Fragen gewesen: Wann kriegt Frau Murksel endlich mal den Arsch hoch und fängt an zu arbeiten? Oder geht es weiter nach dem Motto: Morgen, morgen, nur nicht heute…

Carlos Manoso Februar 23, 2015 um 23:44

ruby Februar 23, 2015 um 23:05
“klare Ansage : für Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit ist die Zeit abgelaufen, es wird nicht mehr durch Bürgerauspressung finanziert werden. Vermögensverwertung steht akut auf der Agenda!
Ob mit dem Euro oder mit Euroanbindung eigener Währung und Schwankungsbreiten ändert nicht die realen Relationen und Tragfähigkeiten.”

ruby, also ich seh das so: die “schwäbische Hausfrau” ist gedanklich sehr eingeengt die kleine Welt der “privaten Schulden”. Max Weber nannte diese kleine Welt das “stählerne Gehäuse”. Das “System des Weltkapitals” kann aber heute nur noch als solches existieren in einer “erweiterten Welt”, die die kleine enge Welt, das “stählerne Gehäuse” des Geldes der “schwäbischen Hausfrau” um viele Dimensionen hinter sich gelassen hat.

Mittels der “Finanzprodukte” der “Finanzinindustrie” werden Zukunftserwartungen, bezogen auf letztlich reale “Hofffnungsträger”zu auf Finanzmärkten handelbaren Waren transformiert. Dies -in globalen Dimensionen- entfesselte die wahre (neoliberale) Revolution.

ruby Februar 24, 2015 um 00:00

Mathematische Abstraktheit entspricht zeitlicher und eine Bindung an reale Projekte nicht mehr vermittelbar.
Eine Entkoppelung zu mittel- und langfristigen Zielen wird das Ergebnis. Finanzwirtschaft löst sich auf.

Klaus Jarchow Februar 24, 2015 um 00:41

Oh, oh, oh – das wird ja vollends schröcklich: “Mathematische Abstraktheit entspricht zeitlicher und eine Bindung an reale Projekte nicht mehr vermittelbar. Eine Entkoppelung zu mittel- und langfristigen Zielen wird das Ergebnis. Finanzwirtschaft löst sich auf.” Wenn sie’s doch täterätetätää, aber sie tut’s blöderweise nicht …

@ JHM: Das ist hier so eine Art Disneyland für Alu-Hüte …

Soldat Schwejk Februar 24, 2015 um 00:59

@ Bruchmüller —> “Auch ich hätte das nicht für möglich gehalten: Dass der Soldat Schwejk hier am Ende mit nichts als einer Tapferkeitsmedaille vom Esel steigen wird.”

Der Esel macht I-Ah!, I-Ah!
und der Soldat ist auch noch da
Es hindert nichts des Esels Lauf
und sieh! der Schwejk, er sitzt noch drauf!

JHM Februar 24, 2015 um 01:39

Klaus Jarchow

“Das ist hier so eine Art Disneyland für Alu-Hüte …”

Ich fürchte Sie haben leider recht. Und genau deswegen auch genieße ich hier so gut wie immer jedes Ihrer Worte. Sie sind ja eine der wenigen Stimmen, bei der man nicht umgehend das starke Gefühl verspürt, in ein … ähm … Sanatorium … zwangsteleportiert worden zu sein. :-D

topi Februar 24, 2015 um 08:04

JHM

Jarchows Geschreibe hat mit Qualität gar nichts gemein.
Er vertritt eine Meinung, dies sehr stark; kann man gut finden, wenn man die Meinung teilt, aber als Mensch, der Qualitätsurteile abgibt, macht man sich so schlicht lächerlich.

Erinnert stark an den “klaren Klassenstandpunkt”, den man früher in Statements als positiv bewertete.

Freundschaft!

Damit seit ihr bei eurer Mutti ja auch gut aufgehoben. :roll:

chabis Februar 24, 2015 um 08:07

Reading The Greek Deal Correctly
by James K. Galbraith on 23 February 2015
http://www.socialeurope.eu/2015/02/greek-deal

topi Februar 24, 2015 um 08:14

Carlos Manoso

“dass die Krise unweigerlich der Ausländer- , Europa- und Demokratiefeindlichkeit Auftrieb geben würden. Konkret sehen wir aber jetzt das Erstarken von Linksparteien wie Syriza in Griechenland und Podemos in Spanien.

Offensichtlich optieren die Menschen in Europa für etwas, das ihnen wie eine vernünftige Alternative erscheint. Die Menschen wollen nach 6 Jahren Krise offensichtlich eine Eurozone, die Solidarität beweisen kann und nach einer win-win- Logik funktioniert.”

Also Carlos!

Natürlich wird in “Nehmerländern”, die Freude an europäischer “Solidarität” groß sein, ist doch logisch!
Gäbe es in D oder Holland oder Österreich Podemos und Syriza, dann könnte man dieser These etwas abgewinnen.

So ist es einfach unsinnig.

Gegenthese: in den besonders extrem austeritätisierten Ländern verfängt die neoliberale Gehirnwäsche auf allen Kanälen einfach nicht mehr, es gibt zu viele, die ganz klar sehen, dass das behauptete Heilsversprechen durch Neoliberale Theorie schlicht falsch ist.

Und traut sich, auch mal “Alternativlosigkeiten” in Frage zu stellen.

Und lass mal den Tilo Jung in Ruhe, der sitzt da in der Bundespressekonferenz und stellt Fragen, die die üblichen dümmlichen Statements mal erschüttern.

Nein, dort ist nicht der Ort, die Revolution auszurufen, will mir scheinen. ;-)

Keynesianer Februar 24, 2015 um 08:21

@Carlos Manoso

Offensichtlich optieren die Menschen in Europa für etwas, das ihnen wie eine vernünftige Alternative erscheint. Die Menschen wollen nach 6 Jahren Krise offensichtlich eine Eurozone, die Solidarität beweisen kann und nach einer win-win- Logik funktioniert.

Es braucht aber keinen Propheten, um die finstere Zukunft und die baldige Enttäuschung der Menschen heute schon zu sehen. Klar, dass die Menschen bis zuletzt für sinnvolle und friedliche Alternativen sind.

Aber die treibenden Kräfte sind es eben nicht und werden sich nicht mehr ändern können zum Guten. Sie werden den Griechen weiteres Elend bringen und die Deutschen in den Weltmedien dafür verantwortlich erklären mit Hilfe der maßgeblichen Politiker in Berlin.

Für Optimismus sehe ich keinen Anlass, das würde ich lange vorher schon erkennen können: Überall werden die Deutschen zu den Schuldigen erklärt, also werden die Griechen noch viel mehr zu leiden haben, solange die Welt das glaubt und noch glaubt sie es willig. Die bösen Deutschen kennen ja alle aus Hollywood.

Systemfrager Februar 24, 2015 um 08:50

Jarchows Geschreibe hat mit Qualität gar nichts gemein … erinnert stark an den “klaren Klassenstandpunkt” …

Kratzt man nur ein bisschen an einem westlichen Christen, westlichen Demokraten, westlichen Freiheitskämpfer, westlichen Kantianer … kommt raus ein Monster, der Kinder, Frauen, Gewerkschaftler, Alte … wie Kaninchen abschießt, verbrennt, vergast … und auch noch mit einem Gefühl der moralischen Überlegenheit, Übermensch-lichkeit

Systemfrager Februar 24, 2015 um 08:53

Man übertreibt also kaum, wenn man Kant zu den Stammvätern des modernen liberalen Konservatismus zählt, eines Konservatismus, für den die Ethik eine Suche nach moralisch überlegenen Rechtfertigungen für Egoismus und jede andere Anmaßung der Herrschenden ist. Man ist entsetzt, wie wenig Kant vom Volk hielt. Die frühmodernen Denker und Philosophen haben bekanntlich den Untertanen zugestanden, sich gegen die Ordnung bzw. den Staat, der sich um sie schlecht kümmert, zu erheben. Dieses Recht auf bürgerlichen Ungehorsam finden wir ausdrücklich sogar bei Hobbes, der für einen absolutistischen Staat (Leviathan) plädiert, Smith meint „sowohl Rebellen als Häretiker jene unglücklichen Menschen sind, die, wenn die Verhältnisse zu gewissen gewaltsamen Entscheidungen führen, das Unglück haben, zu der schwächeren Partei zu gehören“. Dagegen zögert Kant nicht, den bürgerlichen Ungehorsam zum größten Verbrechen zu erklären. Er muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sein Begriff der unbedingten Pflicht einer autoritären und patriarchalischen Tradition angehört, die schon immer mit einem Fuß auf dem theologischen Gottesgnadentum und mit dem anderen auf der metaphysischen Vernunft stand, also auf einer elitären Tradition, die man nicht hätte rekonstruieren, sondern aufgeben sollen. Nietzsche sagte nicht ohne Grund Kants kategorischer Imperativ habe einen üblen Geruch nach Blut und Folter an sich. Wen wundert dann, dass das erzfeudale Kaiserreich seinem Kant ein großes Begräbnis mit viel Pomp bereitete, wie es bei keinem anderen Philosophen je der Fall war.

Der Ökonom mit dem Hammer

Smith, A.: Theorie der ethischen Gefühle, S. 233.
“Wider das gesetzgebende Oberhaupt des Staates gibt es also keinen rechtmäßigen Widerstand des Volks; denn nur durch Unterwerfung unter seinen allgemein-gesetzgebenden Willen ist ein rechtlicher Zustand möglich; also kein Recht des Aufstands (seditio), noch weniger des Aufruhrs (rebellio), am allerwenigsten gegen ihn, als einzelne Person (Monarch) unter dem Vorwande des Mißbrauchs seiner Gewalt (tyrannis).“

Die Metaphysik der Sitten, 2.1 – Das Staatsrecht.

Keynesianer Februar 24, 2015 um 09:11

James K. Galbraith über das böse Deutschland, das sogar die Weltmedien hereinzulegen vermag:

On Friday as news of the Brussels deal came through, Germany claimed victory and it is no surprise that most of the working press bought the claim.
http://www.socialeurope.eu/2015/02/greek-deal

Der will da unser Klimamerkel mit ihrem Sparschräuble zu den großen Beherrschern Europas hochschreiben. Da lachen zwar die Hühner, aber die Welt wird es glauben und die Griechen werden noch viel mehr leiden müssen, solange die Welt das glaubt.

They have high authorities to quote and to rely on.

Klar, die zittern alle vor der Frau Merkel, die noch das Weltklima retten wird mit dem Geld der Deutschen, die ja auch an das Waldsterben geglaubt haben. :)

Systemfrager Februar 24, 2015 um 09:12

Am 12. Februar verkündete Christine #Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, der IWF habe sich mit der ukrainischen Regierung auf ein neues “wirtschaftliches Reformprogramm” geeinigt. Die Bekanntgabe der Nachricht erfolgte nur wenige Minuten nach Beendigung der Friedensgespräche … Die USA waren von den Friedensgesprächen ausgeschlossen worden und reagierten nun, in dem sie der Welt durch ihre mächtigste Finanzorganisation EINE KLARE BOTSCHAFT

youtube dazu >>>

chabis Februar 24, 2015 um 09:14

http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-tsipras-reformliste-hat-bruessel-erreicht/11415134.html
und
“Encouraging news for Athens. The eurozone’s chief hawk, Wolfgang Schäuble, has asked German MPs to Greece’s bailout extension.

The Handelsblatt newspaper has a copy of a four-page letter sent by Germany’s finance minister to the speaker of the Bundestag, asking for the chamber’s support for the four-month extension. ”
http://www.theguardian.com/business/live/2015/feb/24/greek-bailout-reform-plan-eurogroup-live-updates

jmg Februar 24, 2015 um 09:57

Paul Mason interviews German Deputy Finance Minister Stefan Kampeter:
Kampeter: “The program delivers a positive growth and budgetary perspective. It has proven(!!!) to be a right -äh,äh -
economic development for the greek economy.”
https://www.youtube.com/watch?v=zKZn7OIbRMQ&feature=youtu.be
Keine Ahnung, warum die Griechen das nicht genau s0 sehen. Vielleicht liegt es hieran:
http://www.economist.com/blogs/graphicdetail/2015/02/daily-chart-6?fsrc=scn/tw/te/bl/ed/theagonyofgreece

Mein Nazinachbar mit der thailändischen Ehefrau Februar 24, 2015 um 10:57

Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Friedrich von Schiller

@ Systemfrager

“Kratzt man nur ein bisschen an einem westlichen Christen, westlichen Demokraten, westlichen Freiheitskämpfer, westlichen Kantianer … kommt raus ein Monster, der Kinder, Frauen, Gewerkschaftler, Alte … wie Kaninchen abschießt, verbrennt, vergast …”

Der Westen, der Westen, der Westen, … hat Russland nicht genug eigene Probleme?

Nur mal die Armee: ein Drittel der Wehrpflichtigen, werden aufgrund von Unterernährung wieder nach Hause geschickt, 140 000 Straftaten pro Jahr in allen Streitkräften zusammen oder ein nicht kleiner Anteil des Militärhaushaltes geht durch Korruption verloren. Diebstähle nehmen seit Jahren zu. Mitunter werden Panzerfahrzeuge gleich zum Altmetallhändler gefahren. An die 1 000 Militärangehörige werden jährlich wegen Diebstahls verurteilt.

Putin macht tolle Außenpolitik? Bringt es für das flächenmäßig jetzt schon größte Land der Erde etwas, wenn es um ein paar ost – ukrainische Quadratkilometer erweitert wird? Lohnt sich das alles für 5 Millionen verelendete Menschen, die zusätzlich alimentiert werden müssen und eine veraltete, am Boden liegende Schwerindustrie? Der Rubbel fällt, Investoren sind abgeschreckt, Kredite werden knapp. Gut für die russische Bevölkerung?

Putins geopolitisches Handeln spielt der NATO in die Hände. Russlands Nachbarstaaten haben Angst und werden sich noch enger an die NATO binden. Putins Politik wird international nur von Kuba, Transnistrien, Armenien – Bergkarabach, Venezuela, Abchasien und Südossetien unterstützt. Ob selbst Diktatoren wie die in Kasachstan und Weißrussland mit Grenzverschiebungen einverstanden sind? Die dürften wohl mehr Angst vor russischem Vormachtstreben haben, als dass die das begrüßen. Jedenfalls haben die Bürger der Republik Moldau gegen ein Bündnis mit Russland gestimmt.

An den Welt – Energiemärkten läuft es auch nicht gut und überhaupt hat Russland keine gute Industrie und erwirtschaftet mit seinen 144 Millionen Einwohnern, grade mal gut das doppelte an BIP, wie das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit seinen 17 Millionen Menschen. Wenn Orban, Erdogan und Nordkoreas Kim der 3. Sympathien für Putin haben, dann doch nicht wegen seiner Expansionsstrategie, sondern, weil sie wie er, demokratische rechtsstaatliche Systeme verachten.

Wenn Russen Putin feiern, dann denke ich dabei an die Palästinenser, die in Gaza, auf den Ruinen ihrer Städte, die Hamas feiern. Fühlt es sich für Menschen wirklich besser an, wenn sie im grooooßen, staaarken Russland leben oder wenn sie im kleinen Luxemburg?

Jedenfalls macht mir persönlich Angst, dass das Umfeld von Putin sehr genau wissen wird, das die bisherige Politik, was Kosten – Nutzen – Rechnung angeht, keine Vorteile gebracht hat. Im Gegenteil und dass die russische Bevölkerung diese Wahrheit nicht wissen darf. Also wird mit Propaganda und Triumphgeheul diese Politik weiter gefahren. Was ist also, wenn die vom Nationalismus besoffenen Menschen mehr wollen? Noch mehr “Siege “? Litauen mit seiner großen russischen Minderheit wäre ein gutes Ziel für einen weiteren von Separatisten inszenierten Aufstand.

Systemfrager Februar 24, 2015 um 11:03

Der Westen, der Westen, der Westen, … hat Russland nicht genug eigene Probleme?

Mein lieber USlamist.
Zuerst Balken (pl.) aus den eigenen Augen rausholen, dann Splitter in den Augen von Putin suchen.

chabis Februar 24, 2015 um 11:11

Constantin Seibt zum Deal
“Andererseits haben die Sparpolitiker fast nichts gewonnen. Nur dasselbe wie immer: etwas Zeit. Und die Befriedigung, dass die Regeln eingehalten werden.

Doch etwas haben sie verloren: die Macht der Erklärung. Denn Medien und Ökonomen ausserhalb Deutschlands sind sich langsam einig: Die Regeln sind verheerend. Sechs Jahre Sparen haben nicht nur Griechenland in die Massenarmut geführt – sie haben dem Kontinent keine Perspektive gegeben. Das Einzige, was passierte, war, dass die Kredite der Banken in den Krisenstaaten durch Kredite der Steuerzahler ersetzt wurden. Ansonsten hat sich niemand erholt: Die Krise zieht sich wie ein Schwelbrand von Land zu Land; die Rettung für die Banken zahlten die kleinen Leute, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind; bei den Wahlen legen Extremisten zu; der Euro, gedacht als Zement für Europa, ist Dynamit.

Es ist eine Bilanz, bei der sich die Frage stellt, wer ausserhalb der Realität steht. Die Deutschen nennen die Griechen. Der Rest der Welt hat zunehmend einen anderen Blick.”
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Pokern-um-Realitaet/story/28569825

chabis Februar 24, 2015 um 11:22
chabis Februar 24, 2015 um 11:24

“Gimme a ticket for an aeroplane
..”

Keynesianer Februar 24, 2015 um 11:25

@chabis

Mich wundert nur, wie die Schreiberlinge in den Medien plötzlich verstanden haben sollten, dass das Sparen die Ursache der Krisen ist, dabei aber plötzlich alle in den Chor der Weltmedien einstimmen, wonach die Deutschen und nicht die Neoliberalen das Sparen fordern würden.

Dass in Deutschland mit der neoliberalen Politik und dem Sparen aufgehört würde, ist denen allen auch nicht so wichtig. Komisch – oder ist es Absicht?

ruby Februar 24, 2015 um 11:28

@ chabis + jmg

schön, dass ihr euren humor nicht verloren habt …
denke, merkel + co fallen bei der abstimmung im bt vom stuhl und die gesamte lügenbaronerei wird beendet sein – christliches gottesurteil so zusagen ;-)

ruby Februar 24, 2015 um 11:34

Die Rache der Medien + Journalisten wird grausam und unerbittlich werden…
Gibt es bereits Entwürfe aus der Schublade?
G. Höhler : Bitte melden!

chabis Februar 24, 2015 um 11:35

Keynesianer Februar 24, 2015 um 11:25
Keine Erklärung, nur mal ein Bruckstück auf die Schnelle hingeworfen:
Die Welt ist bunt und widersprüchlich, die Interessen vielfältig. Procter&Gamble, Nestlé, Johnston&Johnston, …machen im Saldo eher minus mit der Austeritätspolitik, .Massenarmut kauft nicht.

ruby Februar 24, 2015 um 11:41

18 Mrd Überschuss : damit scheissen wir die Griechen doch zu und ein Gratisurlaubsschein beim nächsten Steuerbescheid ist auch inklusive … Ouzo für Proletarier .
Hauptsache die teutschen Waffen zerstören nicht unsere Restinfrastrukturen in den verkommenen Städten und Gemeinden vor Ort, dann lieber exportieren und die Gewinne an die Finanzinvestoren transferieren am besten steuerfrei … weiter so !

jmg Februar 24, 2015 um 12:55
wowy Februar 24, 2015 um 13:08
g.w. Februar 24, 2015 um 13:49
Soldat Schwejk Februar 24, 2015 um 14:10

Hab die Liste mal schnell gelesen… nun ja, da ich mit diesem Formulierungskram nicht so vertraut bin wie etwa der Norbert Häring, kann ich nicht im einzelnen einschätzen, was da was meint und inwieweit sich Formeln da auf vergleichbare Formeln in früheren Texten beziehen.

Aber alles in allem scheint mir Syriza da doch einen recht großen Handlungsspielraum zu bewahren, und in vielen Passagen gibt es starke Commitments zugunsten einer sozialen Verantwortung gegenüber denen, die es in den letzten Jahren besonders übel getroffen hat.

Was Erhöhungen des abgesenkten Mindestlohns angeht, da mußten sie sich allerdings an leider an “die Institutionen” binden, nennen unter diesen aber auch die ILO… schöner kleiner Affront gegen die Ex-Troika…

Also wenn das so durchgeht, dann hat Syriza m.E. nicht kapituliert… (Oder überseh ich da was?)

—> “Oh Death Where Is Thy Sting? Oh Schaeuble Where Is Thy Victory?”

chabis Februar 24, 2015 um 14:13

g.w. Februar 24, 2015 um 13:49

Da entstehen ja temporär ganz neue Koalitionen im Parlament, wird
eine interessante Debatte (um nicht das vernutzte Wort spannend zu gebrauchen, – jemand ein anderes im Angebot ?).

Es derbröseln ja zur Zeit einige gängige Mären (mal die purzelnden Figuren des Politfilzes und potentielle Nachfolger von Seehofer in Bayern beiseite gelassen) über NSU, Datensicherheit, Wulff, Edathy, vom Segen der Austeritätspolitik, fast zuviel aufeinmal, wie kann das alles verkraftet werden?

wowy Februar 24, 2015 um 14:21
wowy Februar 24, 2015 um 14:22

Verlängerung

chabis Februar 24, 2015 um 14:47

Nun, den Segen vom obersten Boss haben sie schon mal, da kommt
Chief ‘Sitting Hawk’ S. nicht gegen an (das mit dem ‘Sitting’ ist nicht
so bös gemeint, war ein Grund für mich, dafür einzutreten, dass
er statt Köhler Buprä wird, wär ein gutes Zeichen gewesen, aber kann
ja noch werden, Tsipras hats mit seiner Präsidentenwahl vorgeführt).

“Bishop Anthimos of Thessaloniki, among the country’s most hardline clerics, heaped praise on the two politicians saying, firstly, both have a:

“high intellectual calibre, secondly they believe in what they are trying to achieve, and thirdly they have the persistence and clarity to continually change what they want so that they arrive at a good result … that is, they are two men who are fighting and struggling. We have to recognise that.”

49m ago11:59 ”
http://www.theguardian.com/business/live/2015/feb/24/greek-bailout-reform-plan-eurogroup-live-updates#block-54ec6ea3e4b029b59292106e

Carlos Manoso Februar 24, 2015 um 15:10

@Keynesianer Februar 24, 2015 um 08:21
„@Carlos Manoso, die Menschen wollen nach 6 Jahren Krise offensichtlich eine Eurozone, die Solidarität beweisen kann und nach einer win-win- Logik funktioniert.
Es braucht aber keinen Propheten, um die finstere Zukunft und die baldige Enttäuschung der Menschen heute schon zu sehen. Klar, dass die Menschen bis zuletzt für sinnvolle und friedliche Alternativen sind.
Aber die treibenden Kräfte sind es eben nicht und werden sich nicht mehr ändern können zum Guten. Sie werden den Griechen weiteres Elend bringen und die Deutschen in den Weltmedien dafür verantwortlich erklären mit Hilfe der maßgeblichen Politiker in Berlin.
Für Optimismus sehe ich keinen Anlass, das würde ich lange vorher schon erkennen können: Überall werden die Deutschen zu den Schuldigen erklärt, also werden die Griechen noch viel mehr zu leiden haben, solange die Welt das glaubt und noch glaubt sie es willig. Die bösen Deutschen kennen ja alle aus Hollywood.“

Keynesianer, ich bin zwar kein Prophet, doch –aus dialektischer Sicht- kann ich logischerweise die sehr „ finstere Zukunft und die baldige Enttäuschung der Menschen heute schon “sehr klar sehen.

Es ist völlig zutreffend, was du scheibst, „klar, dass die Menschen bis zuletzt für sinnvolle und friedliche Alternativen sind. Aber die treibenden Kräfte sind es eben nicht und werden sich nicht mehr ändern können zum Guten. Sie werden den Griechen weiteres Elend bringen und die Deutschen in den Weltmedien dafür verantwortlich erklären mit Hilfe der maßgeblichen Politiker in Berlin.“

Mutti (Angela Merkel) hat die „schwäbische Hausfrau“ gar im Krisenstadium 2009 gar zum „Modell für das Wirtschaften auf der Welt“ (FAZ vom 14.01.2009) erklärt. DB-Vorstand Robert Ackermann pflichtete ihr generös bei, „der Wirtschaft“ täte es gut, ein bisschen „mehr schwäbische Hausfrau“ (Tagesspiegel vom 25.05.2010) zu sein. Eingängig ist das Bild von der „schwäbischen Hausfrau“ nicht nur deshalb, weil es sich mit der beschränkten Sicht des Alltagsverstandes begnügt und die alltägliche Erfahrung des idealisierten Privathaushalts auf die Volkswirtschaft überträgt. Vielmehr wird zugleich auch die gängige populäre Vorstellung transportiert, die „Marktwirtschaft“ sei dem Prinzip der Güterproduktion verpflichtet und Geld stelle seinem Wesen nach nichts anders dar als ein pfiffiges Mittel zur Vermittlung von Tauschtransaktionen.

Die gewaltige Verschuldung Griechenlands lässt sich –ebenso wenig wie die Schulden anderer Staaten- in den Kategorien subjektiver „Schuld“ erklären. ! Die vorhandenen strukturellen Disparitäten in der EU wurden durch die Gemeinschaftswährung Euro schlicht noch weiter verschärft. Griechenland kam schlicht und ergreifend unter die Räder der stärkeren Konkurrenz. Unter den nun mal gegebenen Umständen war Verschuldung der einzige Weg, sich erst einmal über die nächsten Runden zu retten.

ruby Februar 24, 2015 um 15:50

“Die vorhandenen strukturellen Disparitäten in der EU wurden durch die Gemeinschaftswährung Euro schlicht noch weiter verschärft. ”

Die Hoffnung, dass die gemeinsame Währung das Gegenteil bewirkt ist an der Wirklichkeit gescheitert : 1. Erkenntnis

Wie das zu korrigieren ist kann die Gemeinschaft oder jedes Einzelmitglied bewerkstelligen.

Griechenland und die Währungsteilnehmer stehen vor dieser Entscheidung – “alternativlos” ;-)
Das wird vielleicht Thema der hoffnungslosen Koalition in Berlin heute Abend.
Ansonsten wird die 2. Erkenntnis greifen …

chabis Februar 24, 2015 um 15:56
g.w. Februar 24, 2015 um 16:13

@chabis
“Da entstehen ja temporär ganz neue Koalitionen im Parlament, wird
eine interessante Debatte (um nicht das vernutzte Wort spannend zu gebrauchen, – jemand ein anderes im Angebot ?).”

für merkel ist die Koalition offenbar immer gross genug ;-)

aber ich wäre dafür, die Begriffe “spannend”, “interessant” und “erklären” zu rehabilitieren :-)

Soldat Schwejk Februar 24, 2015 um 16:32

Aus @chabis’ Heise-Link:

—> “Kostas Lapavitsas, ein weiterer Ökonomieprofessor in den Reihen von SYRIZA, stellte einen Thesenkatalog und Fragen in seinen Blog.”

Lapavitsas, der Euro-Gegner. Würde mich sehr interessieren, was der dazu meint. Leider gibt’s das nicht in einer englischen Übersetzung, sondern nur im Original; vermutlich ist es das hier?

http://costaslapavitsas.blogspot.gr/

Es wäre zu schön, wenn jemand mit Sprachkenntnis das kurz zusammenfassen könnte.

g.w. Februar 24, 2015 um 16:40

@chabis
“Da entstehen ja temporär ganz neue Koalitionen im Parlament,”

Bosbach und wer?

topi Februar 24, 2015 um 18:52

Schwejk

@ Inner-Syrizanische Opposition.

Es ist ja unsinnig Tsipras und Varoufakis etwas vorzuhalten, was sie nicht alleine entscheiden konnten. (also der politische Gegner macht das natürlich, aber innerparteilich sollte man das weniger erwarten)

Also müsste es bei substanzieller Kritik darum gehen: die Wahlversprechen werden nicht alle gehalten, es sollen alle gehalten werden, also totale Konfrontation mit EU und co.

Daraus folgt der Rauswurf aus dem Euro durch sehr schnelle Zudrehung des Eurohahns für griechische Banken (aktueller Stand des Bankenspaziergangs wohl 3Milliarden pro Woche)

Logisch wäre irgendwann ein Referendum. Mal sehen.

Systemfrager Februar 24, 2015 um 20:27

Das Ergebnis der jüngsten Umfrage des litauischen Fernsehsenders TV3 zur „russischen Propaganda“ hat die Moderatorin Renata Šakalyt?-Jakovleva stutzig gemacht. „Das ist keine Propaganda, Russland sagt die Wahrheit“, urteilten 82 Prozent der Teilnehmer, wie das Internetportal ruposters.ru am Dienstag unter Berufung auf TV3 berichtete.

Der einzige der lügt wie gedrückt ist der Westen!”

Systemfrager Februar 24, 2015 um 20:38

In Budapest hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán dazu aufgerufen, schnellstmöglich das Verhältnis zwischen der EU und Russland wieder zu normalisieren. Dabei könnte Ungarn eine „glaubwürdige, hilfreiche und friedensstiftende Rolle“ einnehmen, sagt Jan Mainka, Chefredakteur und Herausgeber der „Budapester Zeitung“.

Hauptverantwortlich für die Krise sind für Mainka eindeutig die USA: “Deswegen wurde der Maidan ja erst von den Amerikanern verursacht. Sie haben kein Interesse an einer stabilen Ukraine, wie sie unter Janukowitsch bestand. Also eine Ukraine als Brückenland, als Nicht-Nato-Mitglied. Und damit ergo nicht als Stützpunkt-Land. Und jetzt zu glauben, dass wenn der Amerikaner am Verhandlungstisch sitzt, eine friedliche Lösung herauskommt, das gehört in das Reich der Illusionen. Deswegen ist Ungarn sehr, sehr skeptisch.”

ruby Februar 24, 2015 um 20:57
JHM Februar 24, 2015 um 21:00

Systemfrager

Man kann ja nur hoffen, daß Sie sich wenigstens teuer verkauft haben an den Kreml und Sie die ganze Russen-Propaganda hier nicht umsonst hinschmieren.

Folkher Braun Februar 24, 2015 um 21:34

@JHM: bei Sarah Palin in der Tea-Party- Grundschulung gewesen? Was kostet das? Würde mich gern anmelden.

Klaus Jarchow Februar 25, 2015 um 01:05

@ JHM: Nee, der Systemfrager ist nicht geschmiert, der ist so, wie er ist. Eigentlich ein Fall für die Weißkittel.

Klein-Erna und ihre Mutter gehen an der Alster entlang. Fragt Klein-Erna: Was machen die Schwäne denn da? Sagt die Mutter: Ach, die Schwäne, die lass man.

Leider ein Witz, der sich nur Norddeutschen erschließt …

Wilma Februar 25, 2015 um 01:34

Jarchow

Zicke Zacke Hühnerkacke

Systemfrager Februar 25, 2015 um 06:51

@Jarchow, @JHM & USlamisten

Hört ein Fahrer im Radio eine Warnung:
Vorischt! Vorsicht” Ein Verrückter fährt die fahlsche Spur, ihnen entgegen!
Der Fahrer:
Ein Verrückter? Ich sehe da eine ganze Kollone.
:)

Systemfrager Februar 25, 2015 um 07:46

Der Politologe Doug Bandow, Senior Fellow am Cato-Institute, in Forbes:

„Die US-Außenpolitik wird von Narren gesteuert“, so der frühere Sonderassistent in der US-Administration unter Ronald Reagan. „Egal wie katastrophal das Ergebnis der Einmischung sein wird, wird die Kriegslobby sowieso darauf bestehen, dass dieses Vorhaben begründet gewesen ist.“

Bandow merkt ironisch an, aus der Sicht der Washingtoner Elite müssten sich die Amerikaner in jeden Konflikt einmischen, jede Gesellschaft umgestalten, jeden Feind besiegen und sich über jede Kritik hinwegsetzen.

Systemfrager Februar 25, 2015 um 08:38

Die USA haben am Dienstag eine Militärparade in der estnischen Stadt Narva abgehalten. Der Ort befindet sich nur wenige hundert Meter von der russischen Grenze entfernt. Mit Flaggen geschmückte Kampffahrzeuge rollten am Morgen durch die Grenzstadt, wie die “Washington Post” berichtet.

An der Parade, die anlässlich des estnischen Nationalfeiertags stattfand, nahmen Soldaten des 2. US-Kavallerieregiments teil. Außer US-Soldaten nahmen auch britische, holländische, spanische, lettische, litauische und estnische Soldaten an der Militärparade teil.

Was für ein Glück für die Russen, dass sie genug A-Bomben haben, den Westen in Schutt und Asche zu verwandeln, weil die Ganoven, Banditen und Dämonen sich schon “genommen hätten, was ihren gehört”.

micha Februar 25, 2015 um 08:58

@ Systemfrager

“Hört ein Fahrer im Radio eine Warnung:
Vorischt! Vorsicht” Ein Verrückter fährt die fahlsche Spur, ihnen entgegen!
Der Fahrer:
Ein Verrückter? Ich sehe da eine ganze Kollone.”

egal wie dumm deine”beweise” noch werden, du wirst für immer davon überzeugt sein, dass deine argumente die richtigen sind. alle anderen sind geisterfahrer, nur du nicht. selbst wenn man dich in ne gummizelle sperren würde, würdest du noch sagen, die anderen sind alle eingesperrt und du bist frei. der einzige freie.

micha Februar 25, 2015 um 09:10

@ Folkher Braun

“…bei Sarah Palin in der Tea-Party- Grundschulung gewesen? Was kostet das? Würde mich gern anmelden.”

scheint ne art russische tea-party zu geben.

jedenfalls braucht @ Systemfrager keine hilfe von dir. selbst wenn den typen alle kritisieren, macht das ihn nicht stutzig. er würde das sehr wahrscheinlich als bestätigung sehen und darauf pochen, das selbst seine dämlichsten behauptungen richtig sind. @ Systemfrager sieht nicht einen geisterfahrer, er sieht hier hunderte.

Systemfrager Februar 25, 2015 um 10:08

@micha
Wie wäre es mit Argumenten, oder da bist du maßlos überfordert …

topi Februar 25, 2015 um 13:45

Holger

Am Samstag sind wir nach Bonn gefahren, zum Turnier.

Da hatte ich einen sehr interessanten Mitfahrer, Künstler und Kleindarsteller und alles mögliche;

so auch “freier Wissenschaftler”, Unilaufbahn beendet wegen Ignoranz der Profs oder so.

Gibt es eigentlich Achmeds “Vollmond-Stammtisch” noch? Da würde ich ihn gerne mal hinschicken, wenn ja.

holger Februar 25, 2015 um 13:59

topi

den gibt es noch… ich schicke dir die nächste Rund-Mail…

biste Du nicht im Verteiler? Dann sag ich mal Achmed Bescheid…

P.S. im März bin ich in Berlin. 18/19/20 wenn Du Zeit hast?

topi Februar 25, 2015 um 14:35

Donnerstag fahre ich immer nach Dresden, und da ich am 12. nicht kann wegen der Europameisterschaft, habe ich am 19. bis spät abends zu tun

Mittwoch Abend sollte gehen; wenn du hier nicht so rumflegelst, trifft man dich doch gerne. :D

JHm Februar 25, 2015 um 19:49

micha

Hübsch, daß Sie auf hier auf die in Reaktion auf meinen Kommentar weiter oben ergangenen Bemerkungen von Systemfrager und Folkher Braun geantwortet haben, aber zur Not kann ich das auch durchaus selbst tun. Zudem möchte ich nur äußerst ungern in den Ruch geraten, hier unter mehreren Namen zu erscheinen.

Andre Februar 26, 2015 um 10:50

Der verdeckte Skandal ist, dass Varoufakis interne Dokumente aus den Verhandlungen mit einem befreundeten Ökonom aus den USA geteilt hat. Wie kann es sein, das nicht EU-Bürger Teil des griechischen Verhandlungsteams sind und Dokumente aus den Verhandlungen geleakt werden, und keine Konsequenzen gezogen werden?

“Galbraith and the Greek team then attempted to combine portions of the two drafts into a document acceptable to both sides. “My day from that point, along with some other people, was taken up with trying to turn either of those texts into something that could be signed. In another half hour, we could have done it.””

Manfred Peters März 14, 2015 um 10:14

Hier geht es um Griechenland @ Hammersohn & Co.!
Die Hetze gegen “Die Griechen” und die griechische Regierung in den deutschen Medien trägt laut aktuellen Meinungsumfragen Früchte. Die Deutschen … sind Schäuble!!!
Sonst noch: ”„Der Lebensstandard in Griechenland ist der niedrigste in Europa. … Aber wir Griechen haben die gefährliche chirurgische Operation schon hinter uns, wir haben den Kommunismus beseitigt. …
Die Griechen sind sowohl für eine Balkan-Union als auch für eine europäische Vereinigung. … „Wir sind eine sichere Bastion gegen den Kommunismus auf diesem südlichsten Punkt Europas“, sagen sie. „Wir sind bereit, Europa zu verteidigen!“”

Die Auflösung wann und wo das zu lesen ist bei Interesse gerne später. Übrigens die unrühmliche Rolle des Klerus in Griechenland wurde noch gar nicht thematisiert.

ruby März 14, 2015 um 11:51

@ MP + @ Hammersohn & Co.!
Die Systematik des “unendlichen” Schuldenaufbaus kann beim US-Haushaltsdefizit mit den jährlichen Schuldengrenzenverhandlungen als politischer Verhandlungsprozeß im einheitlichen Währungsraum mit Bundesstaaten verfolgt werden.
Wie soll die EU zukünftig gestaltet werden, um – mit einer Währung und nationalen – binnen- uns aussenmarktliche Finanz- und Wirtschaftspolitik theoriegeleitet zu kommunizieren und zu verwalten?
Wieder Subsidiarität oder was …
Das politische Gestaltungsdefizit geht nicht mehr von der Agenda ;-)

Manfred Peters März 14, 2015 um 17:55
Manfred Peters März 15, 2015 um 10:20

Kommen wir zum Klerus
 ”Das amerikanische Religion Data Archive, das das Ausmaß der Begünstigung einer bestimmten Religion in allen UN-Staaten verglichen hat, ordnet Griechenland deshalb zwischen Iran, Saudi-Arabien und Malaysia ein.”
Kein Wort im Zeit-Beitrag davon, dass sich die Kirche nach Ende des Bürgerkrieges 1949 mit kriminellen Methoden den Grundbesitz der vertriebenen Kommunisten angeeignet hat. Auch die unrühmliche Rolle der USA und GB im Bürgerkrieg wird nicht erwähnt (Joffe-Syndrom).
Aber gewarnt hat die Kirche 1980 vor dem Eintritt in die EU: “Der erzkonservative Bischof von Florina, Augustinos, meinte sogar, “unser geliebtes Vaterland wird zu einem internationalen Bordell werden”. & “Selbst wenn die EG unsere Straßen mit Gold pflastern sollte, dürfen wir den moralischen Verfall und den Ausverkauf nicht zulassen. Lieber arm mit Christus, als Millionäre mit dem Teufel.””
Ob der von Gott einen Hinweis auf Schäuble erhalten hatte???

Manfred Peters März 15, 2015 um 23:43

Hier geht es um Griechenland, Merkels Blumen sind unwichtig/verwelkt/stinken im faulendem Wasser!
Merkel ist abgetaucht wie Putin, hat nichts mehr, wenn überhaupt je, zur politischen Gestaltung zu sagen.
Mit so einem undiszipliniertem und selbstverliebten Kommentariat ist die Welt nicht besser zu machen. :-(
Zur Entspannung,
gute Nacht ;-)

Natalius März 16, 2015 um 01:33

Manfred Peters März 15, 2015 um 23:43

Sagen wir mal so: V. ist intellektuell grosse Klasse – vor mehreren Jahren haben wir das schon diskutiert. Popp hat noch eins draufgelegt und die Exportüberschüsse der “Liefernationen” mit den Militärausgaben des globalen Minotaurus in Beziehung gesetzt. Auch interessant. Aber von wegen “Selbstverliebtheit”: V. ist reingefallen, als er Paris Match gestattete, ihn zu besuchen. Was lernen wir: “Eitelkeit ist eine Zier, doch besser lebt’s sich ohne ihr”

Manfred Peters März 16, 2015 um 09:26

@  Natalius März 16, 2015 um 01:33
Hast mich wohl falsch verstanden? Versuch den Text meines letzten Kommentars noch mal verstehend zu lesen. Ein Hinweis: OT-Kommentare!
Zwischenzeitlich dies als Anregung.
Dass bei Jauch der RIAS-Sozialisierte Hassprediger Elitz und der neuen König von Griechenland Söder zu Wort kommen, macht das Ganze auch nicht viel besser.

?????! ;-)

Natalius März 16, 2015 um 10:39

@Manfred Peters März 16, 2015 um 09:26

Falsch verstanden? Nee, glaube ich nicht – denn zur ((Anregung)) habe ich schon im Nachbarthread meinen Kommentar gegeben. Ticke aber anders, denn mich interessieren weder Stinkefinger als Empörungskatalysatoren, noch Zwergdarsteller wie Söder, der übers Subnationale nicht hinausdenken kann. Mich interessieren auch nicht die Frauengeschichten von V als Salonmarxist, das ist Keynesianer’s Spezialität (der damit mehr über sich selbst aussagt als über V ;-) ). Ich halte V als Intellektuellen für klüger als das Keynesianer tut, sehe aber auch V’s Achillesverse. Die Paris Match Story war für mich Beleg, dass man in Infowar-Zeiten in der Rolle eines “Politikers des kleinen Mannes” besser nicht seinen Exhibitionistenorgasmus herausstöhnt. Das macht erpressbar und benutzbar. Eitelkeit und Psychopathie – das kennen wir ja vom Steinbrück. Milgram Logik: Mit der Annahme kleiner Geschenke fängt es an – dann werden die Honorare immer größer und mit jedem Bissen steigt der Hunger nach mehr. Zum Schluss zuckt eine Marionette bei jedem “Geldschlag” und freut sich sogar darüber!

Was mich interessiert ist V als Schachfigur. Wer benutzt ihn als Marionette – wer drückt auf den Knopf? Mir scheint, dass es in diesem Spiel um die Verfrühstückung Europas geht. Ganz Europa soll gaaanz, gaaanz Wenigen gehören.

Carlos Manoso März 16, 2015 um 11:04

@Natalius März 16, 2015 um 10:39

„Die Paris Match Story war für mich Beleg, dass man in Infowar-Zeiten in der Rolle eines “Politikers des kleinen Mannes” besser nicht seinen Exhibitionistenorgasmus herausstöhnt. Das macht erpressbar und benutzbar. … Was mich interessiert ist V als Schachfigur. Wer benutzt ihn als Marionette – wer drückt auf den Knopf? „

Natalius, schön für dich, dass „V“ dich nur als Schachfigur interessiert.

Ich denke allerdings, viele Millionen normale & unbefriefriedigte deutsche Frauen interessieren sich nur für den die andere „Substanz“ dieses Mannes.

Keynesianer März 16, 2015 um 11:44

@Natalius

Was mich interessiert ist V als Schachfigur. Wer benutzt ihn als Marionette – wer drückt auf den Knopf?

Der Knopf ist längst gedrückt, Griechenland wird der erste Stein im Domino-Spiel, der umfällt. Und alle anderen umreißt.

Dazu wird V hierzulande den Linken als neuer Hoffnungsträger aufgebaut. Ich wage ja kaum mal, etwas gegen diese Illusionen zu argumentieren. Natürlich kommt kein Politiker in eine Regierung, der nicht mitspielt.

Und ja, das Ziel ist, dass den Völkern Europas in ihren eigenen Staaten – ehemaligen Staaten – der Staub unter den Füßen nicht mehr gehört. Sondern es gehört alles ganz wenigen “Investoren” aus den Kreisen der Neoliberalen. Die lassen sich dann feiern als “Arbeitgeber” und “Philanthropen” und wehe jedem, der da widerspricht.

Natalius März 16, 2015 um 11:56

@Carlos Manoso März 16, 2015 um 11:04

“Ich denke allerdings, viele Millionen normale & unbefriefriedigte deutsche Frauen interessieren sich nur für den die andere „Substanz“ dieses Mannes.”

Gute Anregung, Carlos! Soros feeds Eurowomen. Lieber Sex als Zahlen. Haben wir auch gleich einen guten Namen für das kommende Spiel. Schlage “The Continental Breakfast” vor.

Carlos Manoso März 16, 2015 um 12:19

@Keynesianer März 16, 2015 um 11:44
„was mich interessiert ist V als Schachfigur. Wer benutzt ihn als Marionette – wer drückt auf den Knopf?
Der Knopf ist längst gedrückt, Griechenland wird der erste Stein im Domino-Spiel, der umfällt. Und alle anderen umreißt.“

Keynesianer, es ist doch völlig klar: den Knopt drückt das „automatische Subjekt“ (Marx)! Auch wenn du dies unbedingt ignorieren willst: Der Knopf ist längst irreversibel gedrückt.

Aber ich bin da absolut optimistisch: Griechenland war mal die Wiege der Demokratie und wird es zum Ende des Systems des Kapitals wieder die Wiege der Demokratie werden!

Natalius März 16, 2015 um 12:42

@Keynesianer

“Der Knopf ist längst gedrückt, Griechenland wird der erste Stein im Domino-Spiel, der umfällt. Und alle anderen umreißt.”

Der Knopf, den Du meinst, hat erst die Sicherungskappe weggezogen und den eigentlichen Knopf freigelegt. Es geht nicht um Griechenland sondern um viele saftige, fette Fische im deutschen Karpfenteich. Eigentlich um den ganzen Karpfenteich und den französischen und den italienischen. Da haben ganz wenige einen Riesenappetit. Angelsächsisch-imperialen Schlinghunger. Das Problem ist ein logistisches. Wie schlundet man in kürzester Zeit ganze Becken leer – ohne dass es auffällt? Was muss passieren, dass Anleger in ganz Europa panisch ihre Aktien verkaufen – weil sie noch viel Schlimmeres befürchten? Welche Bilder braucht der Euromann dafür – der kleine Fisch, der nicht gefressen werden will? Ein Putin, der vom Atomwaffeneinsatz spricht, reicht offenbar noch nicht. Was muss passieren?

Manfred Peters März 16, 2015 um 12:53

@ “Was muss passieren?”
Für den konkreten Fall erst einmal:
Birgit Breuel nach Griechenland!
Damit wäre der nächste Feldversuch, wie weit der Neoliberalismus/Neokolonialismus gehen kann gestartet, einen Haufen Adressen von Kleptomanen hat sie sicher auch noch zur Hand! :-(

Carlos Manoso März 16, 2015 um 12:59

@Natalius März 16, 2015 um 12:42
„Was muss passieren, dass Anleger in ganz Europa panisch ihre Aktien verkaufen – weil sie noch viel Schlimmeres befürchten? „

Natalius, „Dax-Anleger im Kaufrausch: Erstmals in seiner Geschichte hat der deutsche Leitindex am Montag die Marke von 12.000 Punkten durchbrochen.

Er kletterte um bis zu 1,1 Prozent auf 12.032,96 Zählern. Investoren greifen angesichts der ultralockeren Geldpolitik im Euroraum immer häufiger bei Aktien zu. Wer auf der Suche nach Rendite sei, habe keine Alternative mehr, sagte ein Börsianer. Zugleich steigt das Risiko einer heftigen Korrektur. “Zu groß ist die Verführung, die seit Jahresbeginn aufgelaufenen Gewinne (…) mitzunehmen”, warnte Andreas Paciorek, Analyst bei CMC Markts.
Der Dax kommt seit Jahresbeginn dagegen auf ein Plus von mehr als 21 Prozent. Erst Mitte Februar hatte der Leitindex, der die Aktien der 30 wichtigsten deutschen börsennotierten Unternehmen enthält, die 11.000-Punkte-Marke geknackt. Der EuroSToxx50 kletterte zum Wochenstart um 0,9 Prozent auf 3690 Zähler, den höchsten Stand seit fast sieben Jahren

Am Anleihenmarkt drückten die Bondkäufe der EZB die Renditen der Staatspapiere immer tiefer in den Keller. Grund dafür ist die Geldpolitik der EZB. Um die Konjunktur in der Euro-Zone anzukurbeln, wollen die EZB und die Notenbanken der einzelnen Euro-Länder bis voraussichtlich September 2016 Staatbonds und andere Wertpapiere im Volumen von monatlich rund 60 Milliarden Euro erwerben.

Am Rentenmarkt markierten die Renditen vieler Staatsanleihen in den vergangenen Tagen ein Rekordtief nach dem nächsten. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Papiere war mit 0,993 Prozent zuletzt unter die Marke von einem Prozent gefallen. Zehnjährige portugiesische Papiere warfen zeitweise nur noch 1,523 Prozent ab, zehnjährige Bundesanleihen gerade einmal 0,193 Prozent.
Deutlich bergab ging es erneut für den Euro, der angesichts der EZB-Geldschwemme mit 1,0456 Dollar zeitweise ein frisches Zwölf-Jahres-Tief markierte. Aus Sicht vieler Analysten dürfte es bis zu Parität, bei der Anleger für einen Euro einen Dollar bekommen, nicht mehr lange dauern.

Vor allem die sich verstärkenden Spekulationen auf eine baldige Zinswende in den USA sollten den Dollar für Anleger zunehmend attraktiver machen.“
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEKBN0MC11H20150316?pageNumber=2&virtualBrandChannel=0

Keynesianer März 16, 2015 um 13:23

@Carlos Manoso März 16, 2015 um 12:19

Keynesianer, es ist doch völlig klar: den Knopt drückt das „automatische Subjekt“ (Marx)! Auch wenn du dies unbedingt ignorieren willst: Der Knopf ist längst irreversibel gedrückt.

Das würde Dir und Deinen Freunden so passen, dass nichts mehr zu machen wäre und wir Keynesianer halt zusehen müssen, wie Deine Freunde, die Neoliberalen, die Völker bis auf die Knochen ausplündern und ins Elend treiben.

Keynesianer März 16, 2015 um 13:40

Roland Berger will da wirklich eine Treuhandanstalt zur Verschleuderung des griechischen Volksvermögens an die “Investoren” gründen, wie die Wirtschaftswoche berichtet:

Treuhand-Modell
Der Masterplan für Griechenland

http://www.wiwo.de/politik/ausland/treuhand-modell-der-masterplan-fuer-griechenland/5222076-all.html

Roland Berger müsste längst ein Geschäftsverbot für die ganze EU erhalten.

Keynesianer März 16, 2015 um 13:53

Wir haben ihn ja so vermisst, aber es geht ihm gut und wir brauchen uns keine Sorgen zu machen: :)

https://www.youtube.com/watch?v=C4edvZ0dpJA

ruby März 16, 2015 um 14:39

@ MP
Birgit und Norman…
” In dem später von Birgit Breuel bei Ullstein herausgegebenen Tagebuch „Treuhand intern” heißt es über einen Prototypen dieser Spezies, der alsbald, als kluger Ossi natürlich immer in der zweiten Linie, in der ersten hat sich keiner gehalten, zur obersten Instanz der „Reprivatisierung” wurde: „Zwei Wochen nach Dienstantritt am Alexanderplatz sieht van Scherpenberg”, Intimus, rechte Hand und schließlich Generalbevollmächtigter der Treuhandanstalt bis zu ihrem Ende, „sich völlig überraschend mit dem Vorstandsbeschluß konfrontiert, nun auch für die Unternehmensreprivatisierung der Treuhandanstalt zuständig zu sein. Keine 24 Stunden später öffnet sich die Tür, herein tritt der Leiter einer van Scherpenberg zugeordneten Arbeitsgruppe zur Unternehmensreprivatisierung. Dessen Dresdner Vorbildung und ein erstes Gespräch machen bald klar, dass sein Helfer ein guter Kenner der Materie ist. Er kennt alle Gesetze, er kennt alle Leute, er kennt alle Probleme und die Sorgen in puncto Praktikabilität des neuen Vermögensgesetzes.” Viele solcher Helfer, die sich noch genau erinnern konnten, was und wen sie spätestens seit dem berüchtigten Ministerratsbeschluss 1972 sozialisiert hatten, auch in Halle, haben seit 1990 mit ihren Kenntnissen dazu beigetragen, dass das ungeheure Pensum der Konvertierung einer ganzen Volkswirtschaft überhaupt gelingen konnte.”
aus:
http://www.klausklamroth.de/im%20Dienste%20der%20Treuhandanstalt.htm

ruby März 16, 2015 um 14:57
Carlos Manoso März 16, 2015 um 15:06

@ Keynesianer März 16, 2015 um 13:40
„Roland Berger will da wirklich eine Treuhandanstalt zur Verschleuderung des griechischen Volksvermögens an die “Investoren” gründen, wie die Wirtschaftswoche berichtet:
Treuhand-Modell
Der Masterplan für Griechenland
http://www.wiwo.de/politik/ausland/treuhand-modell-der-masterplan-fuer-griechenland/5222076-all.html
Roland Berger müsste längst ein Geschäftsverbot für die ganze EU erhalten.“

Keynesianer, tssssst, „Geschäftsverbot für die ganze EU“! Ist das etwa alles, was den Deutschen 25 Jahre nach der „Treuhandanstalt“ zu diesen hochkriminellen Verein noch einfällt?

„Wenn wir uns die Bilanz Griechenlands anschauen, dann haben wir hohe Schulden und eine viel zu kleine Erfolgsrechnung“, analysiert der Chef von Roland Berger kühl und schlägt vor, „was man in jeder anderen Sanierung auch machen würde: Man schaut, welche Vermögensbestandteile nicht betriebsnotwendig oder schlecht genutzt sind und sucht nach Lösungen, diese möglichst geschickt zu verwerten…. Der Clou dabei: Der Gegenwert des griechischen Staatsschatzes bereichert die Staatskasse in Athen nur für eine logische Sekunde. Danach fließen 60 Milliarden Euro in die Tilgung der griechischen Schulden bei den Euro-Ländern und 65 Milliarden Euro an den Rettungsfonds EFSF, der damit der Europäischen Zentralbank die von ihr aufgekauften hellenischen Staatsanleihen abnehmen soll und, soweit das Geld dann noch reicht, weitere Staatsanleihen aufkauft… Der Effekt wäre ein doppelter: Griechenlands Staatsverschuldung, so rechnet Eureca-Urheber Krall vor, würde „auf einen Schlag von derzeit 145 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf rund 90 Prozent sinken“. Die Frankfurter Notenbank wäre einen Großteil ihrer Sorgen los, sie hätte dann „kein direktes Risiko aus Griechenland-Anleihen mehr“.“
http://www.wiwo.de/politik/ausland/treuhand-modell-der-masterplan-fuer-griechenland/5222076-all.html

Carlos Manoso März 16, 2015 um 15:14

@Keynesianer März 16, 2015 um 13:23
„Keynesianer, es ist doch völlig klar: den Knopt drückt das „automatische Subjekt“ (Marx)! Auch wenn du dies unbedingt ignorieren willst: Der Knopf ist längst irreversibel gedrückt.
Das würde Dir und Deinen Freunden so passen, dass nichts mehr zu machen wäre und wir Keynesianer halt zusehen müssen, wie Deine Freunde, die Neoliberalen, die Völker bis auf die Knochen ausplündern und ins Elend treiben.“

Keynesianer, du hast m.E. wirklich einen an der Waffel!

Soldat Schwejk März 16, 2015 um 15:31

Was ist denn heut bei Findigs los? … (Das verstehen nur Zonis)

Nachdem uns zuletzt der Putin erklärt wurde, wird uns jetzt der Varoufakis erklärt. Wobei, die Putin-Erklärer waren etwas phantasielos. Da gab es nur die drei Varianten: Putin ist a) schwul, b) Hitler und c) einfach ein Arsch. Die Varoufakis-Erklärer haben etwas schillerndere Varianten im Gepäck.

Es sollte hier eine Abstimmungsfunktion geben, zur Auswahl stehen drei Versionen von drei Varoufakis-Erklärbären:

a) Varoufakis ist ein kleiner Professor und Minister geworden, um die Syriza-Wähler zu verraten, dabei reich zu werden und in die Oberschicht aufzusteigen (K-X) – ( )

b) Varoufakis ist schon Oberschicht und Minister geworden, damit der deutsche Michel ihm weiterhin seinen Oberschichten-Lifestyle finanzieren muß (Hammersen) – ( )

c) Varoufakis ist eine Marionette von George Soros und Minister geworden, damit die Aktienkurse fallen. Falls ihm das nicht gelingt, setzt Soros als nächstes die Atombombe ein (Natalius) – ( )

Stimmen Sie im Geiste ab, welche Varoufakis-Erklärbärversion Ihnen am besten gefällt. Jeder bitte nur ein Kreuz…

Auch sonst bleibt es spannend und rätselhaft auf der Wiese. Wen – nach Mozgovoi und Putin – wird unser Coroner @Klausi wohl als nächstes für tot erklären?

@ Keynesianer

Zu dem Lapavitsas-Interview kam ich noch nicht. Vielleicht später noch mal im anderen Faden. Er beruft sich also auf Minsky und vertritt eine Geldtheorie, die der eines gewissen ‘Dottore’ ähnelt? Da kenn ich aber einen Ex-Rockstar der hiesigen Bloggerszene, auf den das auch zutrifft :-)

ruby März 16, 2015 um 16:35

Wenn den Protagonisten das
http://www.mpifg.de/pu/mpifg_book/mpifg_bd_32.pdf
als Entwiklungsstartpunkt unter die Nase hält und das aktuelle Ergebnis bewertet, muss doch gefragt werden, wie ein Roland Berger überhaupt noch einen Piep von sich geben will.
Da kommt das ganz, ganz große Kotzen darüber, was diese Generation aus der Gesellschaft geschaffen hat.
Bildet Euch eigene (Wert-) Urteile.
;-)

Manfred Peters März 16, 2015 um 20:02

Die permanente Hetze unter Führung des neuen Heilands der Internationale der Kleptokratie Siggi Pop und des “Lagerführers” Schulz zeigt Wirkung: “Seit der Parlamentswahl in Griechenland Ende Januar sind nach den Worten des Athener Botschafters in Berlin, Panos Kalogeropoulos, hunderte von gegen Griechenland gerichteten Hassmails bei der Botschaft eingegangen.”
http://www.neues-deutschland.de/artikel/964961.hunderte-hassmails-an-athens-botschaft.html

Manfred Peters März 17, 2015 um 09:27

Auch Schäuble kann die Maske fallen lassen,
die permanente Giftspritze hat Wirkung gezeigt!
T-Online schaltete diese Umfrage: ”Sollte Deutschland den Griechen die Schulden von 1942 zurückzahlen?”
Ergebnis: 89,8% antworten mir “Nein”. Sicher nicht repräsentativ, aber bei 123883 Stimmen …
Fehlt nur noch die Frage, sollte Deutschland Griechenland den Krieg erklären, wenn es sich weiterhin so aufmüpfig verhält?

ruby März 17, 2015 um 11:04

Selbstverständlich – Hurra – Attacke !!!
https://www.youtube.com/watch?v=LNmyQahcOTw
Weltmacht, schmiegt sich jedem Arsch angenehm an, Olé …
;-)

Manfred Peters März 17, 2015 um 12:49

Sonst noch
Wir bitten, dieses Versehen zu entschuldigen.
Dass das Versehen inzwischen in die Festplatten, soweit vorhanden, von Michel und Chantalle eingebrannt ist, ist kein versehen und zeigt sich an den Ergebnissen der Umfragen (es gibt inzwischen eine weitere mit ähnlichem Ergebnis wie oben zitiert). :-(
Manipulation allerorten, ob bei Jauch, Thomas Roth, der seine Fälschungs- und Hetzexpertise aus der Ukraine-Berichterstattung nutzen kann, usw. …

Manfred Peters März 17, 2015 um 18:08

Dem Hammer sein Sohn schriebt an falscher Stelle:
”Sie bringen die Griechen in die Rolle von unmündigen Kindern, die machen dürfen, was sie wollen und am Ende von Papa aus der Bredouille geholt werden. “
Das ist falsch, denn wie wir von der “Mutter der kalten Fütterhand” – igittigitt – wissen, die Kinderlein werden erst einmal von Hand gefüttert und wehe wenn sie beißen.
Dass Mutter Hasselacker offensichtlich schon Anzeichen von Alzheimer manifestiert, da sie diese “Alte Weisheit” gebetsmühlenartig wiederholt, ist ein anders Thema. :-(

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