Der Schreihals Bild und das Poesiealbum des Journalismus

by f.luebberding on 26. Februar 2015

Im Bundestag werden Morgen wahrscheinlich fast alle Abgeordneten zugunsten der Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland abstimmen. Sogar die Fraktion der Linken hat das signalisiert. Die Bild erkennt darin eine Marktlücke und sagt Nein. Das regt viele Journalisten auf, sogar den DJV als einen ihrer Berufsverbände.

“Die Selfie-Aktion von Bild.de überschreitet aber die Grenze zur politischen Kampagne“, kritisierte Konken. Darüber hinaus sei es medienethisch bedenklich, dass ein ganzes Volk für die finanzpolitischen Fehlentscheidungen seiner Politiker diffamiert werde. „Die Verunsicherung über die Auswirkungen der Griechenland-Krise auf Deutschland ist groß“, sagte Konken. In dieser Situation sei umfassende und kritische Berichterstattung Aufgabe aller Medien, nicht jedoch der Start einer politischen Kampagne.”

Aber wann soll es einen besseren Zeitpunkt für den Start einer politischen Kampagne geben als heute? Offenkundig repräsentiert der Bundestag in dieser Frage keineswegs das ansonsten vorzufindende Meinungsspektrum in der deutschen Öffentlichkeit. Deswegen ist diese Entscheidung im Bundestag weder undemokratisch, noch fehlt es ihr an Legitimation. Aber Medien dürfen das zum Ausdruck bringen. Diese tantenhafte Diktion des DJV namens “umfassende und kritische Berichterstattung” sei “Aufgabe aller Medien” ist ein schöner Spruch aus dem Poesiealbum des Journalismus. Politische Kampagnen waren nämlich schon immer Teil des politischen Diskurses, der Morgen im Bundestag allerdings nicht in der Form stattfinden wird, wie er dem Meinungsbild in der Öffentlichkeit entspricht. Das kann noch nicht einmal der DJV bestreiten.

Was die Bild unter Kampagne versteht, ist hinreichend bekannt. In diversen Studien hat sich die Otto-Brenner-Stiftung mit der Bild beschäftigt. Deren Grundaussage lässt sich so zusammenfassen:

So präsentiert sich „Bild“ als die Stimme eines Volkes, das keine zwei Meinungen hören, keinen zusammenhängenden Gedanken lesen und seine Sprache nur im Simpel-Slang verstehen kann – und solche Eliten, die neben sich nur ‚das dumme Volk‘ sehen, glauben „Bild“. „Bild“ will keine Beiträge zur öffentlichen Meinung liefern, „Bild“ will die öffentliche Meinung selbst sein. Wer abweicht, wird abgelehnt; wer es anders sieht, sieht es falsch; wer es wagt, etwas anderes zu sagen, muss damit rechnen, ausgepfiffen, lächerlich gemacht, buchstäblich verfolgt zu werden. Für die Marke „Bild“ liegt hier die Schlüsselstelle: Wird dem Blatt der Nimbus „Volksstimme“ genommen, schrumpft es zu einem etwas lauteren Schreihals.”

So funktionierte die Bild aber schon immer. Politische Kampagnen finden trotzdem jeden Tag statt, ob nun mit Bild oder ohne, wo sich einzelne Medien mehr oder minder offen positionieren. Das kann die Ukraine sein, Russland, TTIP, Pegida, die NSA und Edward Snowden, oder eben ein anderes Thema. Der Kampagnencharakter wird aber zumeist nur der jeweils anderen Seite unterstellt. Dafür betrachtet sich jeder selbst als Teil einer “umfassenden und kritischen Berichterstattung”, deren herausragendes Kriterium mittlerweile vor allem darin zu bestehen scheint, auf der richtigen Seite zu stehen. Medienpolitisch werden diese Kampagnen aber erst dann zu einem Problem, wenn sie nicht mehr kontrovers diskutiert werden – oder Medien nichts anderes mehr tun als nach solchen Mustern zu funktionieren.

Daher lohnt sich noch ein weiterer Blick in die schon zitierte Studie. Wie die Bild funktioniert, wissen wir ja schon seit langem.

“Verloren hat „Bild“ sein Alleinstellungsmerkmal, als einziges nationales Massenmedium auf nichts als ‚Quote‘ aus zu sein. … . Die Verwandlung von Journalismus in Marktgeschrei nimmt im Funk- und Printbereich insgesamt zu, die Grenzen journalistischer Kommunikation werden ausgereizt und inzwischen auch von anderen regelmäßig überschritten. Solche Entwicklungen sind für die „Bild“-Zeitung ein großer Vorteil: Denn „Bild“ ist bereits dort, wo sich andere – publizistisch und betriebswirtschaftlich – hinbewegen. Diese Umstände machen „Bild“ zu einem Leitmedium; sie steht im Zentrum, sie ist ‚in der Mitte‘ der politischen Öffentlichkeit angekommen.”

Die Bild artikuliert eine Stimmung, die Morgen im Bundestag keinen Ausdruck finden wird, inszeniert sich selbst als Volkes Stimme, um diese Marktlücke mit ihrem Geschrei zu besetzen; und kann dann genüßlich abwarten, wie alle Kritiker den dazu passenden Chor der Empörung abliefern. Die Bild operiert dabei so geschmacklos, wie man es von ihr schon immer kannte. Manche Kampagnen-gestählten Kritiker der Bild werten sie sogar auf, indem sie Bild offensichtlich mit Volkes Stimme assoziieren – und nicht mit der von Kai Diekmann. Allerdings muss der Chor der Empörten aufpassen, nicht das eigentliche Thema namens Bild zu verpassen.

“Zugleich lässt dieser Erfolg die Zukunft für „Bild“ ungemütlich werden. Sie lebt davon, Grenzen zu überschreiten, die andere einhalten. Wenn die herkömmlichen Schranken beispielsweise zwischen Journalismus, PR und Werbung bröckeln – und im Internet beginnen sie zu verschwinden –, dann versiegt die Kraftquelle des Blattes: „Bild“ wird zu einer Veröffentlichung unter anderen – mit dem Risiko, unter ‚ferner liefen‘ zu landen.”

Mit diesem Risiko sollte man sich beschäftigen. Kai Diekmann hat seine Konkurrenz nämlich schon längst zu fürchten. Die ist mehr zu fürchten als der Bild-Chefredakteur.

{ 1539 comments }

QuestionMark Februar 26, 2015 um 18:07

Die BILD-Zeitung tut das alles aber nur aus Populismus und Trotz heraus. Am Ende ist und bleibt die BILD das Manipulationsorgan der reichen Oberschicht.
Eine qualifizierte Auseinandersetzung mit irgendeiner Thematik ist weder gewünscht noch beabsichtigt. Auch dafür sorgt das “Volksverdummungsmedium Nummer eins” im Zweifel.
Ich werde noch mal einen Post aus dem letzten Thread wiederholen. Der führt zum Kern des Problems.

QuestionMark Februar 26, 2015 um 18:10

@f.luebberding @TRSS
Natürlich sind die aktuellen Entwicklungen in der EWU alle höchst politisch. Es sind einige fundamentale Dinge geschehen. Ja, was denn eigentlich?
Die Staatsfinanzierung über die Märkte ist gescheitert. Letztere sollte das hemmungslose “Gelddrucken” und den verantwortungslosen Umgang der Staaten mit dem Geld ja verhindern.
Und gleichzeitig ist die marktorientierte Einbringung von Geld in den Wirtschaftskreislauf (via Geschäftsbanken) auch gescheitert (Thema: Fehlallokationen der Banken die zum Systemkollaps geführt hätten).
Gleichzeitig bedient man im Rahmen der “Reparaturmaßnahmen” nun ausgerechnet diejenigen die den ganzen Schlamassel angerichtet haben. Bei gleichzeitiger Ausbeutung der dummen Massen. (Sozialismus für Reiche; Vergemeinschaftung der Risiken/Verluste der reichen Oberschicht)
Zusammenfassend: Fundamentale Säulen des Systems sind in den beiden verschiedenen Varianten gescheitert.
Was wäre zu tun? Die Politik müsste ihre Arbeit machen und das Systemproblem (und es ist ja eins) angehen. Das geschieht aber nicht. Und da hilft es übrigens auch nicht weiter wenn man ständig solche Totalversager wie Merkel schönfärbt. Wir müssen hier Druck ausüben. Leute wie Murksel müssen bekanntlich zum Arbeiten geprügelt werden. Sonst läuft bei denen nichts.
Besser wäre natürlich kompetenteres Personal in den entsprechenden Führungspositionen. Griechenland ist ein Beispiel dafür das auch das möglich ist. Irgendwo lässt sich immer jemand ausbuddeln der halbwegs durchblickt.

KommentatorX Februar 26, 2015 um 18:41

„Bild“ ergreift – anders als z. B. die „FAZ“ – Partei fürs Volk.

Bild vermarktet sich als die „neue APO“.

Erster Tag für die Große Koalition – und erster Tag für BILD als APO (Außerparlamentarische Opposition)!
BILD-Chef Kai Diekmann verfolgt die Wiederwahl von Angela Merkel (59, CDU) live im Bundestag, schickt über den Nachrichtendienst Twitter: „Die GroKo schreitet zur Kanzlerwahl – die APO von BILD ist dabei!“
BILD (sc)haut der Großen Koalition genau auf die Finger, wird z. B. sogenannte „kleine Anfragen“ und „große Anfragen“ stellen – um Tricksereien, Steuergeld-Verschwendung etc. aufzudecken!

http://www.bild.de/politik/inland/grosse-koalition/hier-schaut-die-bild-apo-der-neuen-regierung-auf-die-finger-33896082.bild.html

Kai Diekmann:
Wir sind APO!
http://www.bild.de/news/standards/kai-diekmann/wir-sind-apo-33879036.bild.html

Black Bismarck Februar 26, 2015 um 18:45

@ QuestionMark

“Am Ende ist und bleibt die BILD das Manipulationsorgan der reichen Oberschicht.”

Und die Informationsquelle Nr. 1 für die meisten Zeitungsleser in Deutschland. “Die” Reichen werden wohl eher andere Presseerzeugnisse wählen, aber grade für die “kleinen Leute” gibt es nur die Bild.

Wer die Bild liest macht das freiwillig. Ich meine, es wird ja keiner dazu gezwungen. Wenn ich mich fundiert über etwas informieren will, dann muss ich dafür was machen. Das ist manchmal richtig Arbeit. Nicht wenigen Menschen reicht die Bild. Gegen Bildleser habe ich nichts.

Ich persönlich finde die Bild ………. genau wie du. Darum “Lieber tot als Bild” von Lisa Ferber:

https://vimeo.com/38105278

Soldat Schwejk Februar 26, 2015 um 18:51

Wenn “Bild” nur einer Stimmung in der Bevölkerung Ausdruck verleihen wollte, die in der Politik keine oder kaum eine Repräsentation findet, dann könnten sie etwa auch eine Kampagne gegen “die gierigen Banken” machen. Oder damals bei der ersten griechischen Umschuldung eine Kampagne gegen “die gierigen Privatgläubiger”. Warum machen sie die eine Kampagne nicht, dafür aber die andere? Die Antwort ist nicht soooo schwer…

“Bild” gibt einem öffentlichen Unbehagen nicht einfach Ausdruck, sondern kanalisiert es in eine bestimmte Richtung. Sie zeichnen einen Unterschied zwischen “uns (den Deutschen)” und “den Griechen”, der sonst ebensogut zwischen “uns (den kleinen Leuten)” und “den Eliten/ Geldvermögensbesitzern” gezogen werden könnte… oder zwischen “uns (den Bürgern)” und “der Finanzfaschistenmafia”. Der Unterschied, den sie zeichnen, ist zwar beliebig, aber nicht zufällig. Nicht nur Ausdruck schlechten Geschmacks, sondern auch eines Interesses.

Ist es auch Schwachsinn, so hat es doch Methode.

Soldat Schwejk Februar 26, 2015 um 18:54

Gebe zu, das war jetzt eine Banalität. Aber ich war ja zur Blogmerkel ernannt worden.

QuestionMark Februar 26, 2015 um 18:58

@Black Bismarck Februar 26, 2015 um 18:45
Ja, absolut richtig. Gezwungen wird niemand. Allerdings wird auch niemand über die perfide Politik (die die Springer-Presse treibt) aufgeklärt. Die BILD-Zeitung gilt doch auch (und gerade unter deutschen “Journalisten”) als Leitmedium und als theme setter.

zu den “Reichen”: Ich war der Meinung das die “Reichen” das Medium BILD-Zeitung dazu nutzen um das Volk zu manipulieren.

Black Bismarck Februar 26, 2015 um 19:19

Die Bild als Spiegel der Gesellschaft, deren Leser über ein Feuer im Asylantenheim lachen können:

https://twitter.com/BILDblog/status/543059233726824448/photo/1

@ QuestionMark

Zur Funktion der Bild / Einfach und treffend:

” Ein Banker, ein Asylbewerber und ein Bild- “Zeitung” Leser sitzen an einem Tisch.

Auf dem Tisch liegen 20 Kekse.

Der Banker nimmt sich 19 Kekse und sagt dann zum Bild Leser.:

” Pass auf , der Asylant will deinen Keks! ” ”

i.imgur.com/fxCffIs.jpg

g.w. Februar 26, 2015 um 19:23

ich hab mal ´98 vier wochen im Praktikum bei Opel in Bochum gearbeitet, die ja letztes Jahr dicht gemacht haben (damals wurde es noch gut bezahlt)
die deutschen Arbeiter sassen da in der Pause alle oder fast alle mit ihrer Bild vor der Nase
die türkischen Männer sassen auf ihren Stühlen und hielten sich alle an der Hand

BB Februar 26, 2015 um 19:29

Via Fefe:

https://www.youtube.com/watch?v=Afl9WFGJE0M

*kecker, lach*

Da ist Schäuble “fassungslos” :

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-und-eurozone-frust-ueber-giannis-varoufakis-a-1020750.html

Schäuble kommt im Video auch vor – nicht ganz politisch korrekt. Aber Schäuble ist ja auch im Juli Geschichte.

The Real Slim Shady Februar 26, 2015 um 19:37

BILD ist, aus demokratischer Sicht, hands down die beste Zeitung der Welt. No kidding. “Bild dir deine Meinung!” wird von keinem anderen Medium so ernst genommen und so knallhart umgesetzt. Der Bupräs hat gar nicht so viele Verdienstkreuze vorrätig, wie er Diekmann & Co. eigentlich anstecken müsste. Ich liebe die BILD. Manchmal lese ich sie sogar selber.

Black Bismarck Februar 26, 2015 um 19:39

@ QuestionMark

“zu den “Reichen”: Ich war der Meinung das die “Reichen” das Medium BILD-Zeitung dazu nutzen um das Volk zu manipulieren.”

Ok. Dann hab ich dich missverstanden.

Die Bild ist heute aber nicht mehr alleine. Jochen Kopp, Jürgen Elsässer und Moustafa Kashefi sind nicht besser und haben z.B. hier im Blog eine Menge Fanboys. Unter den Bildlesern gibt es nicht wenige, die die Bild oft nicht so ernst nehmen und mehr als Unterhaltung nutzen, während die Infokrieger, im Internet die Oberchecker geben und es ernst meinen.

https://twitter.com/el_fasoo/status/504686739018231809

QuestionMark Februar 26, 2015 um 19:40

@Black Bismarck Februar 26, 2015 um 19:19
Da bleibt einem fast das Lachen im Hals stecken. Aber so ist das.

Wobei der Witz wohl demnächst so aussieht:
Ein Banker, ein Asylbewerber und ein BILD-Leser sitzen an einem Tisch. Auf dem Tisch liegen 20 Kekse.
Der Banker hackt dem Asylanten und dem BILD-Leser die Hände ab und nimmt sich anschließend alle Kekse. Dann sagt der Banker: Keine Hände, keine Kekse.

QuestionMark Februar 26, 2015 um 19:56

@Black Bismarck Februar 26, 2015 um 19:39
Viele der Autoren (auch Elsässer) bewegen sich in einem Nischenbereich. Da sind Themen wie 911 einfach die Cashcow schlechthin. Ohne solche Geschichten könnten die finanziell nicht überleben. Ich halte es nicht für sinnvoll sich mit einer Kritik konzentriert auf diese Nischenunternehmer einzuschießen. Vor allem weil diese keine Macht besitzen.

Eine wirklich destruktive Kraft geht aber von den etablierten Medien aus. Da verrichten die Fernsehanstalten (gerade die öffentlich-rechtlichen) zusammen mit der etablierten Presse (BILD, Welt, FAZ usw) wirklich ein verheerendes intellektuelles Vernichtungswerk.
Da wird beispielsweise ganz unverschämt und offen Kriegshetze und Kriegspropaganda betrieben. (s.dazu auch Golineh Atai die sich anscheinend in ihrer paranoiden Welt aus Wahnvorstellungen von Putins Informationskriegern verfolgt fühlt)
So treibt man Völker in große Kriege. Und diese Methode ist nicht erst seit gestern bekannt. Niemand kann sich da rausreden. Mitgegangen, mitgefangen.

Andreas Kreuz Februar 26, 2015 um 20:57

Seht nur, wo diese ganze Hysterie hin führt:

http://www.titanic-magazin.de/news/gegen-skeptische-eltern-7112/

16 Februar 26, 2015 um 21:03

Wer ist eigentlich Schuld, daß schuld jetzt inflationär groß geschrieben wird? Und jetzt Morgen auch noch…(jaja morgen, morgen, borgen, borgen nur nicht h e u t e, sagen alle…)

Die Bild gehört zu den deutschen Tageszeitungen mit den größten Auflagenverlusten der vergangenen Jahre. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 52,4 Prozent gesunken.

Richtig so! (aber klar, daß Luebberding hier immer die Loserschreihälse bringt..)

wowy Februar 26, 2015 um 21:12

@TRRS
BILD dir deine Meinung = BILD dir meine Meinung
BILD ist übelste Propagandapostille und ein wiederliches Hetzblatt.
Mit der Zeitungskrise haben viele andere das scheinbare Erfolgsmodell kopiert, mehr oder weniger. Fakt ist, dass bei allen die Verkaufszahlen sinken, auch bei der BILD. Mit der Verlegung aller Magazine aufs Wochenende, kommt jetzt der Wohlfühljournalismus. Ich warte auf die Neugründung einer Zeitung von Journalistinnen und Journalisten die davon restlos die Schnauze voll haben. Sie wird kommen und sie wird gdlesen werden. Die eigene Marke zu ruinieren, wie bei der FAZ, ist deshalb nicht nur saudumm, sondern auch wenig fortschrittlich.

wowy Februar 26, 2015 um 21:15

Ich streiche ein e. Widerlich. Ich tausche d gegen e gelesen.
@fl Korrekturfunktion wäre super!

16 Februar 26, 2015 um 21:17

wowy, du meintest wieher…rlich…

Der Aufstand Februar 26, 2015 um 21:18

Mal so als Hinweis an einige die sowas wie Bild cool finden: Woanders sterben durch eine so befeuerte Politik Menschen, werden gedemütigt, leiden Hunger und noch mehr.
Irgendwo hatte ich mal gelesen man solle doch solche Typen mal zum Praktikum als Betroffene in so eine Gegend schicken,,,,

Black Bismarck Februar 26, 2015 um 21:20

@ QuestionMark

“Die BILD, unterstützt die Unruhen im Land, treibt Kriegshetze, ist dem Allgemeinwohl feindlich, macht US Propaganda, polarisiert durch rechtsradikale Gesinnung ( spaltet ).
Die BILD vergiftet unsere Herzen.
Und das wichtigste, die BILD lügt.
Die BILD folgt den Zielen der NWO.?” nazim1379

“Zionisten Bild ist ein Propaganda Desinformations Drecksblatt” Leon Müller

“Was für elendige arme Gestalten diese BILD Zeitungsredakteure doch sind: Sie latschen Tag für Tag in diese Zionisten-Katakomden und müssen wissentlich lügen, um ihren armseeligen Job behalten zu können. Sie fördern die von der Oligarchie ausgehende Masseneinwanderung in die EU und sie reden sie auch noch schön. Wenn aber der kleine BLÖD-Lügenschreiberling Feierabend hat, bekommt er genau wie jeder andere Deutsche von diesem Migranten-Müll in die Fresse geschlagen. Was für arme Teufel.”
MainstreamSmasher2

“Die NA(tional)ZIonisten Friede Springer, Kai Diekmann und Co. sind anscheinend so mächtig, daß sie in ihrem Blättern schon zum Mord an deutschen Bürgern aufrufen können: “Braunes Terror-Pack, 13.11.2011 — 23:50 Uhr je mehr wir über Euch erfahren, desto mehr gefriert uns das Blut in den Adern. Dass Neo-Nazis widerlich sind, darüber waren wir uns alle einig. Oft, wenn die Neo-Nazis irgendwo aufmarschierten, dachte ich: Schenke ihnen keine Aufmerksamkeit, schreib keine Zeile über sie.”
CharlieDrops

“Das Gesagt trifft doch nicht nur auf die BILD-Zeitung zu, sondern auf die gesamte Systempresse. So wie BILD für den Arbeiter, so sind FAZ, SPIEGEL usw. für den Bildungsbürger die intellektuellen Gleichschalter. Es ist in wissenden („rechten“) Kreisen ein Gemeinplatz, daß die gesamte, in jüdischen Händen befindliche Presse und auch alle anderen Medien derselben „multikulturellen“, antieuropäischen Agenda dienen.” DieWahrheit66

Das sind ein paar Kommentare unter Bild- Youtube -Videos. Unter vielleicht sämtlichen Videos auf Youtube, die sich mit der Bildzeitung beschäftigen, dürften die Anti Bild Kommentare in der Mehrzahl sein. Ich habe auch ( Schülerferienjob/ Chemiefabrik / lange her ) die Erfahrung ( @ g.w.) gemacht, dass die Bild von fast allen Fabrikarbeitern gelesen wurde. Aber ob das heute noch so ist? Vor allem bei den Jüngeren? Ich vermute, dass die Mehrzahl der Menschen in der Gruppe von 15 Jahren bis 25 Jahren , nicht die Bild liest. Die gehen ins Netz und lesen auch da nicht auf bild. de, sondern secret.TV, kenFM, allmystery.de, diversen infokrieger youtube kanälen, pi – news. net u.s.w.

Auch die Bild gilt unter PEGIDA -Anhängern als Teil der “Lügenpresse”. Die Bild ist zwar immer noch Deutschlands meistverkaufte Zeitung, verliert aber auch Leser und vertritt heute nicht mehr alleine “Volkes Meinung”. Die Konkurrenz aus dem Netz wird stetig stärker, hat die im Vergleich zu bild die jüngere Leserschaft und ist viel radikaler. Bei der Netzkonkurrenz zur Bild Zeitung handelt es sich auch nicht mehr um ein Nischenpublikum oder mediale Kleinanbieter für politisch randständige Spinner und der Kopp Verlag ist inzwischen ein Multi Millionen Euro Unternehmen.

The Real Slim Shady Februar 26, 2015 um 22:06

>BILD ist übelste Propagandapostille und ein wiederliches Hetzblatt.

Umso besser! Meinung ist DIFFERENZ, mein Lieber, nicht Einheit! Bevor du also die BILD verteufelst, schaff dir ein paar Kinder an, dann verstehst du sofort, was ich meine.

>Ich warte auf die Neugründung einer Zeitung von Journalistinnen und Journalisten die davon restlos die Schnauze voll haben.

Wird nie kommen, weil Journalisten durch die Bank Angsthasen sind, und falls doch, dann binnen 3 Monaten pleite gehen.

>Die eigene Marke zu ruinieren, wie bei der FAZ, ist deshalb nicht nur saudumm, sondern auch wenig fortschrittlich.

Warum Marke ruinieren? Sosehr ich den Nils Minkmar mag, aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Die FAZ wird mit oder ohne ihm überleben oder untergehen…

wowy Februar 26, 2015 um 22:16

@TRSS
Du bist nicht der Einzige, der Kinder hat. Man sollte sich aber bemühen Kindern kultivierte Techniken zum Austragen unterschiedlicher Meinungen beizubringen. Was die FAZ betrifft, meinte ich eher den “neuen” Stil.

Bogus Februar 26, 2015 um 22:17

“Die Bild ist heute aber nicht mehr alleine. Jochen Kopp, Jürgen Elsässer und Moustafa Kashefi sind nicht besser…”

Moustafa Kashefi = Ken FM

http://kenfm.de/blog/category/rubriken/kenfm-im-gesprach/

Man sollte in der Lage sein, zu differenzieren.

QuestionMark Februar 26, 2015 um 22:28

@Black Bismarck Februar 26, 2015 um 21:20
Wir haben ein riesen Problem mit unseren propagandadurchtränkten etablierten Massenmedien. Die Menschen suchen deshalb verzweifelt nach Alternativen und finden solche vermeintlich im Internet.

Gerade bei den Internetquellen ist es leider so, das man kaum solide Seiten benennen kann. Vielleicht legt sich das aber im Laufe der Zeit.
Erste Ansätze gibt es ja schon und einige davon stammen sogar aus dem klassischen Printbereich (The Intercept, Querschuesse, Nachdenkseiten, Ossietzky, junge Welt).

karla Februar 26, 2015 um 22:45

The Real Slim Shady Februar 26, 2015 um 19:37

“Ich liebe die BILD. Manchmal lese ich sie sogar selber.”

Verständlich, wer will sich nicht auch mal etwas Extravagantes leisten.
Dagegen “Enteignet Springer” sowie den Rest der Republik was für ein langweiliger Gedanke!
Die letzte Bild habe ich am Staffelsee beim Zelten gelesen nachdem Marylin Monroe sich umgebracht hatte. Die Marylin ist mir echt nahe gegangen. Mit der Meinungsbildung durch Bild hatte das nichts zu tun.

BB Februar 26, 2015 um 23:05

Die Beton-Frisur, die sich die Marieluise Beck heute morgen bei Udo Walz für die Illner-Show hat machen lassen, hat mindestens 380 €rOcken gekostet. Und das Zahnbleaching, das die zur Schau trägt, kriegt sie garantiert nicht für 150 €uronen mit Rabatt bei Groupon.

Na, wenigstens redet Sahra Wagenknecht als einzige Tacheles. Die rettet die Sendung. Das rote Kostüm, das die immer trägt, ist ja in jeder Show das gleiche. Das kostet nicht viel und ist proletarischen Intellekten völlig angemessen. Und zum Friseur muss die vorher auch nicht. So’n hochgesteckter Oma-Zopf, der ist schnell selbst gemacht. Sowas wirkt glaubwürdig und sieht trotzdem gut aus.

Aber die Beck, die hat in der Sendung schon dreimal was von “armen Menschen” gelabert. Die meint damit aber wohl die urbanen Sprösslinge der Oligarchen und die Kinder der ehemaligen kommunistischen Funktionärseliten, die alle im Ausland studieren konnten und sich jetzt natürlich an den Westen ranwanzen, weil sie da ihre polyglotten Lebensläufe am besten vermarkten können.

Die vielen normalen Bürger, die jetzt mit den vom IWF erpressten 40% Heizkostensteigerungen klarkommen müssen und denen demnächst die Löhne und Renten gekürzt werden, die gehen so einer Luxus-Weibse ja komplett am Arsch vorbei.

Der Heinrich Böll drehte sich dreimal im Grabe um, wenn er diese Art von Grünen heute erleben würde.

holger Februar 26, 2015 um 23:16

Ich bekommen sogar den “Stürmer am Sonntag” den “StamS” frei Haus geliefert.

Bezahle das Abo in Bar (da der Austräger das Geld echt braucht), lese Spocht und das Horrorskop…

Ich möcht nur mal wissen, was der Aufmacher wäre, wäre Israel in der gleiche Situation wie Griechenland… HALT IHR VÖGEL keine Unterstellungen bitte. :D

Ich möchte nur wissen, ob das dann PC wäre der Aufhänger?

So, nun könnt ihr weiter euch zu sülzen

Wilma Februar 26, 2015 um 23:28

Wenn man sich mit der Modernisierung und der Hilfe für Griechenland laut Bild übernimmt, wie soll das dann mit der
Ukraine funktionieren.
Da müsste Bild jetzt titeln: Ukraine gehört nicht in die EU

holger Februar 26, 2015 um 23:28

Ich will nur anfügen

Faule Griechen … Gierige Griechen… Betrüger Griechen… und und und

Der “Stürmer” hat es echt drauf. Ersetze Grieche durch was auch immer.

Wir sagen NEIN zu Griechen… Leute wehrt euch kauft nicht bei Costas…

aber alles Legitim… gewissen Leuten sollte man einfach mal eines vor das Fressbrett hauen. unabhängig von den klicks… und Morgen bedauern sie dann wieder, an irgendwelchen Denkstätten. Vergasen braucht man nicht mehr, man kann die Menschen auch anders verrecken lassen. Alles legitim… wenn das die “Demokratie” meint. und auch der “Stürmer”

Ich könnte echt Kotzen…

ruby Februar 26, 2015 um 23:41

@Morph
Wann sind die fehlenden 1000 SEITEN des Luhmannexperten zum Militarindustriekomplex geschrieben, damit das System an der Wirklichkeit gemessen werden kann?

The Real Slim Shady Februar 26, 2015 um 23:48

>Das rote Kostüm, das die immer trägt, ist ja in jeder Show das gleiche. Das kostet nicht viel und ist proletarischen Intellekten völlig angemessen.

Das erinnert mich an meinen Einkauf für eine liebe Freundin bei Agent Provocateur neulich. Da entgegnete die Verkäuferin auf meine Skepsis: “Mein Herr, Sie müssen dem Rot eine Chance geben!” Und was soll ich sagen: Sie hatte Recht!

Natalius Februar 26, 2015 um 23:53

Ein Banker, ein Grieche und ein Deutscher sitzen an einem Tisch.

Auf dem Tisch liegen 20 Kekse.

Der Banker tippt dem Deutschen auf die Schulter: “Da im Fernsehen zeigen sie gerade, wie Politiker deutsche Kekse an Griechen verschenken.”

Der Deutsche dreht sich um, der Grieche steckt 4 Kekse ein und wendet sich dann dem Fernseher zu. Der Deutsche murmelt: “Bild hat Recht”.

Als sie sich zum Tisch zurückwenden sind alle Kekse weg.
Der Banker grient mit strahlend-weissen Zähnen. Der Deutsche schreit “Ihr Schweine”. Der Grieche “Ich hab nur ganz wenige – ehrlich”. Der Banker zeigt auf den Nachbartisch, wo Politiker sitzen.

Das was die Bild gerade macht, ist nur eine paradoxe Intervention. Im Moment scheint es wichtig, die Aufmerksamkeit der Wutbürger von “finance & media” auf “politics” umzulenken.

Irgendetwas läuft im transatlantischen Hintergrund…

Morph Februar 27, 2015 um 00:30

@trss

Jetzt mal ohne Scherz: BILD ist der Name einer ziemlich erfolgreichen Organisation der Massenmedien. Aber was hat das mit Demokratie zu tun?

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 00:37

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-128101585.html

zunächst mal das als Antwort, ob die Misere der FAZ mit Minkmars Abgang begann… wohl eher nicht. Redaktionell ist die FAZ meiner Meinung nach noch immer bestens aufgestellt, quer durch die Ressorts… selbst im Wirtschaftsteil sind Braunberger, Hank und Bernau für mich eine eigene Liga – auch wenn ich oft nicht mag, was sie da schreiben. Feuilleton ist 1A, Kaube muss halt als Herausgeber ziemlich große Schuhe füllen, als Autor ist er top. Das Problem ist die Behäbigkeit des Verlags wie im verlinkten Artikel geschildert, die war auch FS ab und an ziemlich zuwider, aber er hatte sich wohl damit arrangiert. Friede seiner Seele.

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 00:44

> Aber was hat das mit Demokratie zu tun?

Natürlich nicht im systemisch-politischen Sinne. Worauf ich hinauswollte ist, dass die BILD umsomehr zur Meinungsbildung beiträgt und damit tatsächlich ihrem kommerziellen Slogan gerecht wird, umso weiter sie zuspitzt und die Dinge ins Absurde, gerne auch Geschmacklose, verschiebt. Über keine anderen Artikel wird mehr diskutiert, keine andere Zeitung hat ihren eigenen watch-Blog. Soferne man also die Auffassung vertritt, dass eine eigene Meinung der Demokratie förderlich ist (nicht mein Verständnis aber gleichwohl ein landläufiges), muss man der BILD dankbar sein. Dankbar dafür, dass sie Dinge schreibt, für die man sie hassen kann.

Morph Februar 27, 2015 um 00:59

@trss

So sehr spitzt die BILD gar nicht zu, würde ich sagen. Sie ist nicht dezent, das ist wahr. Das begründet ihre Reichweite. Aber meinungsmäßig operiert BILD in einem eher schmalen Korridor des gesunden Menschenverstandes (freilich mit all seinen Paradoxien: ein kleines bisschen Sex und ein kleines bisschen Prüderie, ein kleines bisschen Gewaltverherrlichung und ein kleines bisschen Sanftheit, ein kleines bisschen Untertanengeist und ein kleines bisschen Obrigkeitsschelte).
BILD ist interessant, weil man ihr den jeweils aktuell kleinsten gemeinsamen Nenner der ‘deutschen Seele’ entnehmen kann.

QuestionMark Februar 27, 2015 um 06:16

@The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 00:44
Also da hast du jetzt aber fleißig die BILD-Zeitung verharmlost. Ähnliches hätte man wohl auch über Streichers Stürmer sagen können, wenn man leichtsinnig genug daherreden würde.
Aber die BILD macht doch noch ganz andere Geschichten. Und darin liegt ihre Gefährlichkeit: Die BILD verdummt systematisch die Menschen und hetzt diese gegeneinander auf. Man könnte fast von einer Politisierung sprechen wenn denn die Menschen nicht nur im Sinne der Obrigkeit instrumentalisiert werden würden.
Und das dort geschriebene dumme Zeug hat auch Praxisrelevanz. Man wird damit (also im Gespräch mit Menschen) immer wieder konfrontiert. Und konsequenterweise hat der ganze Unsinn auch Auswirkungen auf das Wählerverhalten. Oder würde irgendjemand das Murksel-Ding wählen, wenn die nicht systematisch schöngefärbt werden würde von den Medien? Wohl kaum. So krank sind die Menschen eigentlich überhaupt nicht.

Und weiter: Ich nenne mal (zum Thema: Kriegspropaganda/Kriegshetze) eine BILD-Schlagzeile: “Wann stoppt die Welt endlich Putin?”. Da wird doch relativ klar zum Krieg gegen Russland aufgerufen.
Vielen hier im Blog scheint nicht so ganz bewußt zu sein, das jeder Krieg propagandistisch vorbereitet werden muß. Diese Vorbereitung übernimmt bereitwillig auch die BILD. Zwischenzeitlich machen bei diesem Spielchen auch die anderen Medien (beispielsweise hat der Spiegel die Schlagzeile fast 1:1 kopiert) mit. Und darin besteht die Gefährlichkeit solcher Blätter: In der Aufwiegelung zum Rassenhass, in der Aufwiegelung zum Krieg der Völker gegeneinander und in der Aufwiegelung zur systematischen Diskriminierung von Bevölkerungsgruppen.

Linus Februar 27, 2015 um 06:56

@?:
“Die BILD verdummt systematisch die Menschen und hetzt diese gegeneinander auf.”

Was erzählst du da? Natürlich stimmt das. Aber welche Zeitung hat das bzgl. GR nicht getan? Oder bzgl. Putin? Oder, oder …. Es gibt zig andere Beispiele.
Nicht die Bild hat ein Kommunikationsproblem, sondern die übrige “veröffentlichte” Meinung. Darauf weist die BILD jetzt hin, wenn auch verklausuliert. Klar ist die Position Müll. Klar sind die Methoden unter aller Sau. Aber die Inkonsequenz des ganzen Restes wird durchaus deutlich gemacht.

QuestionMark Februar 27, 2015 um 07:24

Aber welche Zeitung hat das bzgl. GR nicht getan?

Vielleicht passen sich die anderen Blätter auch nur dem Erfolgrezept der BILD an? Wir haben immerhin im Print-Bereich bei den meisten Tageszeitungen ein “Einnahmeproblem”.

Ich wollte weiter oben eben darauf hinweisen. Dieses Blatt sollte man nicht verharmlosen. Es wird als Leitmedium und als theme setter respektiert. Das Ding ist viel gefährlicher als angenommen. Und das Blatt richtet auch an und für sich sinnvolle Diskussionen völlig irrig aus. So kommt es dann bundesweit zu solch dämlichen Diskussionen wie der um die “faulen Griechen” obwohl damit der Kern des Problems noch nicht mal gestreift wird. Und das ist nun mal Irreführung die auch eine politische Tragweite bekommt.
Ich hatte übrigens weiter oben in einem Kommentar noch mal auf die tatsächliche Problematik zur EWU hingewiesen.
Diese betrifft immerhin grundlegende Systemkomponenten:
a) Die Art und Weise wie man Geld in Umlauf bringt
b) Die Art und Weise wie man die Staaten finanziert
Und dabei wurde noch nicht mal das grundsätzliche Problem der Freihandelszone im Zusammenhang mit einer einheitlichen Währung und völlig unterschiedlich starken Volkswirtschaften angesprochen. (Thema: Massive Ungleichgewichte in den Zahlungsbilanzen)
Also alles fundamentale Sache die man auch abarbeiten könnte. Nur: Wie soll das möglich sein, wenn die Menschen ständig verblödet werden?

Linus Februar 27, 2015 um 07:54

@?:
In der deutschen Medienlandschaft gibt es etwa ein Dutzend relevante Zeitungen. Denen mag man sogar Eigenständigkeit zugestehen. Nichtsdestotrotz ist jede einzelne Position mehr oder weniger vorhersagbarer. Aus der Sicht eines externen Beobachters füllt und vertritt jede einzelne eine bestimmte Position (das ist in der Parteienlandschaft nicht anders).

Die Grundzüge dieser einzelnen Positionen hat sich jede selber ausgesucht. Sie kann sie aber nicht beliebig wechseln. Sonst wäre sie nicht mehr diese Zeitung, sondern eine andere. Also wird diese Position adressierbar. Und dann sind die Positionen eben nicht mehr von einander unabhängig, sondern werden laufend gegenseitig referenziert und damit weiter stabilisiert. Und damit werden sie funktionalisierbar -> manipulierbar -> usw.

Jede Zeitung erfüllt eine Funktion. Das ist nicht anders als auf dem Schachbrett. Da gibt es freie und besetze Felder und eine Handvoll Figuren mit gewissen Fähigkeiten, die ihre Stellung eben NICHT beliebig wechseln können. Also kann man damit spielen und Strategien entwickeln.

Die BILD erfüllt u.a. die Funktion des Underdogs, des Rüpels, des Schgreihalses, des Prügelknaben u.ä.. Und diese Funktion/Position besetzt sie hervorragend. Sonst wäre da ein leeres Feld, was umgehend besetzt würde.

Ein absurdes Spiel? Keineswegs! Das ist eine direkte Folge der Kohärenz der Welt. Um vom Zustand A zum Zustand B zu kommen, muss ein Weg beschritten werden. Und genau das findet ständig und überall statt, und das beobachten wir.

Redundant, langweilig, ermüdend? Kann man so sehen. Besser: was wir da als ärgerlich empfinden, ist erst einmal nur der Unterschied zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Bestünde der nicht, dann wäre die Welt nicht wahrnehmbar.

NKB Februar 27, 2015 um 07:55

„Die Verunsicherung über die Auswirkungen der Griechenland-Krise auf Deutschland ist groß“, sagte Konken. In dieser Situation sei umfassende und kritische Berichterstattung Aufgabe aller Medien, nicht jedoch der Start einer politischen Kampagne.”

Interessante Aussage des Sprechers des DJV. Er gibt offiziell zu, dass die „umfassende und kritische Berichterstattung“ durchaus situationsbedingt erfolgen kann: z.B. wenn die Verunsicherung der Bevölkerung klein ist. Gleichzeitig sagt er eben auch, dass politische Kampagnen durchaus zum Tagesgeschäft gehören.

Dies hätte der Ausgangspunkt einer Diskussion in den Medien sein können – nicht unbedingt hier, denn hier besteht in dieser Frage wohl Konsens. Aber in den sogenannten Qualitätsmedien hätte man an diesem Punkt anknüpfen können. Fragen: „Wie sind politische Kampagnen eigentlich journalistisch zu bewerten?“ „Gibt es denn da wirklich noch die vielbeschworene Unabhängigkeit der Medien und ihrer Protagonisten der Journalisten?“
Natürlich gibt es sie nicht, aber sie wird immer wieder beschworen und behauptet, gerade von den Vertretern der infizierten Zunft. Daher ist diese Aussage so toll – eine bessere Bestätigung der gegenwärtigen und eigentlich unsäglichen Verhältnisse kann es gar nicht geben.

Man hackt immer etwas auf der Bild herum, aber hier im Blog wurde schon angemerkt, dass es doch sehr viel sublimere Propaganda gibt: z.B. die Bezeichnung der jetzigen griechischen Regierung als „linksradikal“. Übernommen von allen Qualitätsmedien. Man fragt sich unwillkürlich: „Was kann es denn noch Schlimmeres geben?“

Da die Selfie-Aktion von Bild wahrscheinlich bald wieder verschwinden wird, würde ich dieser sogar nur sehr eingeschränkt den Titel Kampagne zuordnen. Kampagnen werden nämlich viel diffiziler und langfristiger angelegt: damit sie unbewusst wirken. Hier wirken Medien- und Werbeprofis zusammen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine verlogene und hysterische Öffentlichkeitswahrnehmung – auch in den Qualitätsmedien. Daher auch der Schaum vor den Mündern, wenn jemand dieses Selbstbild in Frage stellt: erst letztlich mal wieder deutlich hochgekommen anlässlich des Aufrufs von Tietmeyer, Schröder, Herzog usw.

http://www.zeit.de/politik/2014-12/aufruf-friedenssicherung-statt-expansionsbelohnung

Leicht düstere Zeiten würde wohl Hannah Arendt meinen, denn die wusste was von der Verlogenheit und Infantilität der Deutschen.

Linus Februar 27, 2015 um 08:19

@?:
Auf den Punkt gebracht: Die Möglichkeit einer Funktionalisierbarkeit und damit Manipulierbarkeit ergibt sich direkt aus dem Bedürfnis einer durchgängigen, also kohärenten Adressierbarkeit, sprich dem Bedürfnis nach Identität (-> Entität).

Das kann man zunächst mal so stehen lassen. Soll man sich damit abfinden? Nein! Man kann und muss dieses Spiel systemisch betrachten. Und da wäre, wenn man denn eine Utopie formulieren will, z.B. die möglichst gleichmässige Abdeckung des Spielbretts und ein Gleichgewicht aller Kräfte ein formulierbares Ideal (da kann man natürlich auch anderer Meinung sein).

In dieser Sichtweise ist es, wie du oben schriebst: Das Problem ist nicht, wie die Bildzeitung vorgeht, sondern dass sie zuviel Einfluss hat. Sie hat die Stärke einer Dame gegen Bauern.

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 08:30

>Also da hast du jetzt aber fleißig die BILD-Zeitung verharmlost.

Junge, ich muss am Monatsersten auch die Miete bezahlen. Und die Raten für den Porsche….

>Die BILD verdummt systematisch die Menschen und hetzt diese gegeneinander auf.

Ja, Deutschlands jüngere Geschichte an blutigen Revolten und knüppelgewaltigen Massenprotesten belegt das mineralbrunnenklar. Wo man hinsieht in Deutschlands Fussgängerzonen und auf den Plätzen, überall schlägt einem der pure Hass entgegen. Ein Elend, das man sonst nirgendwo kennt. Eine deutsche Untugend. Alles nur wegen BILD

>So kommt es dann bundesweit zu solch dämlichen Diskussionen wie der um die “faulen Griechen” obwohl damit der Kern des Problems noch nicht mal gestreift wird.

In der Tat. Der Kern des Problems ist nämlich, dass Griechenland als Land offenbar verwunschen ist, zur Faulheit verdammt sozusagen, ohne dass die Griechen selbst was dafür könnten. Jeder, der nach Griechenland kommt, nach Kos zum Beispiel oder Santorin, wird umgehend von so einer Art Faulheitsbazillus befallen. Selbst emsige Deutsche, die zwischen Jever und Castrop-Rauxel 340 Tage im Jahr powerrobotten, kaum in Griechenland aus dem Flieger gestiegen, scheinen sie infiziert. Liegen nur noch den ganzen lieben langen Tag am Strand oder auf der Poolliege, lassen sich auch abends zu nichts bewegen, außer zu Mousaka und ein Glas Samos bei Alexis am Hafen. Ich getrau es mich ja fast nicht zu sagen, aber hey: Ist sogar mir schon passiert! Gestern noch schaffe, schaffe, Karriere baue, heute in Mykonos erwacht und schon eine faule Sau. Dass die BILD das thematisiert ist so schlecht also nicht, denn offenbar ist da was Größeres aus dem Lot, und die ganze Griechenland-Chose eigentlich ein Fall für die WHO. Oder noch besser, die Stiftung von Bill Gates, weil die will sich ja solcher überregionaler Pandemien gezielt annehmen und hat dafür auch Geld. Wäre toll, wenn das aufgrund der sachkundigen BIlD-Berichterstattung tatsächlich so käme. Fände ich zumindest. Das hätte die BIlD dann toll gemacht. Und alle wären dann sicher ganz glücklich darüber und würden rufen “Hurra, BILD!”. Ich auch. Ganz vorne.

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 08:46

>Was erzählst du da? Natürlich stimmt das.

Aber ja, natürlich stimmt das. Über alle, alle, alle, ob groß oder klein, ergießt sich die proletarierbunte Indoktrinationsjauche aus vollen BILD-Kübeln, intelligenzzersetzend und solidaritätsvernichtend, tagtäglich und sogar am Tag des Herrn, achzig Millionen Menschen nicht nur ausgesetzt sondern auch schon verloren, bis auf uns. Was haben wir da für ein Glück gehabt, dass wir so schlau sind!

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 08:49

>Woanders sterben durch eine so befeuerte Politik Menschen, werden gedemütigt, leiden Hunger und noch mehr.

Ja, und stellt Euch vor: Ganz woanders sterben Menschen einfach so!

ist denn schon wieder weihnachten Februar 27, 2015 um 08:51

das internet ist so eine geile scheiße, wer braucht heute noch dieses bild-dir-deinen-hirnfraß-blatt? ist doch auch schade um die lebenszeit.

die bravo erklärt das internet ( 1995 )

http://robynthinks.blogsport.de/2012/11/09/bravo-hits-11/

Werbeeinblendung Februar 27, 2015 um 09:16

“Der Kern des Problems ist nämlich, dass Griechenland als Land offenbar verwunschen ist, zur Faulheit verdammt sozusagen, ohne dass die Griechen selbst was dafür könnten.”

Liebe Mitleser,
mehr solcher Thesen, ironisch zugespitzt und direkt ins Auge des (ökonomischen) Mainstreams gerammt, findet ihr im Buch von Thomas Strobel (alias The Real Slim Shady) mit dem Titel “Ohne Schulden läuft nichts: Warum uns Sparsamkeit nicht reicher, sondern ärmer macht”:

http://www.amazon.de/Ohne-Schulden-l%C3%A4uft-nichts-Sparsamkeit/dp/3423248319

ist denn schon wieder weihnachten Februar 27, 2015 um 09:22

vielleicht taugt ja wenigstens die wettervorhersage? der axel springer verlag hat doch genug schotter. die sollen die qualitätssicherung vom kopp-verlag kaufen.

Linus Februar 27, 2015 um 09:23

@TRSS:
“Was haben wir da für ein Glück gehabt, dass wir so schlau sind!”
Schön, dass du dich da so engagierst! Ich erwarte ab sofort auch von dir ein Selfie. Vorschlag: du klebst die Schlagzeile vorne auf deinen Porsche. Das zusammen mit deinem Grinsen drauf hätte gewiss Titelblatt-Qualitäten :-D

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 09:26

@Werbeeinblendung

Danke dir sehr, werde dir aber nix für bezahlen.

16 Februar 27, 2015 um 10:15

Guten Morgen!

Schwacher Euro lässt Kaffeepreise steigen

Schmeckt der Kaffee jetzt noch bitterer…was sagt das Bild(Zeitung)?

g.w. Februar 27, 2015 um 10:28

es werden immer mehr Risse sichtbar:
erst zwischen Europa und Washington bezüglich der Waffenlieferungen an die Ukraine,
dann zwischen dem griechischen und deutschen Finanzminister
jetzt zwischen Medien und Politik

anscheinend sind die Drahtzieher selber nicht mehr einig

baba Februar 27, 2015 um 10:53

BILD lesen ist wichtig.

Denn so erkennt man, was die Masse denken SOLL und welche Themen mit welchem “spin” untergejubelt werden.

ruby Februar 27, 2015 um 10:54
KommentatorX Februar 27, 2015 um 10:54

Die BILD stand schon immer rechts und war populistisch.

Relativ neu bei der BILD ist, dass sie in gewisser Weise oppositionelle Positionen einnimmt.

Das war bereits bei der Sarrazin-Kampagne so. Da ging es gegen den herrschenden Zwang zur „Political Correctness“.

Inzwischen versteht sich – worauf ich oben bereits hinwies – die BILD explizit als neue APO.

Nun, die meisten hier im Blog sind zu jung, um die APO-Zeit miterlebt zu haben.

Auch damals ging es darum, dass es im Parlament keine relevante Opposition mehr gab. In der Regierung war eine Große Koalition. Die in der Bevölkerung vorhandene Opposition gegen die Einschränkungen und den Abbau der freiheitlich demokratischen Grundrechte durch die Notstandsgesetzgebung war nicht mehr politisch im Parlament repräsentiert.

Das war damals jedoch eine linksliberale, kritische Außerparlamentarische Opposition, deren mediales Sprachrohr hauptsächlich der SPIEGEL war. Dort kamen dann auch linksoppositionelle Intellektuelle zu Wort.

Die neue BILD-APO ist rechtspopulistisch. Sie will denjenigen aus dem Herzen sprechen, welche sich durch die herrschende Politik belogen und betrogen fühlen, da die herrschende neoliberale Politik gegen die Interessen des Volkes handelt.

Viele haben inzwischen begriffen, dass – entgegen den Verlautbarungen der Politiker und dem Mainstream der Medien – die Milliarden, welche zur „Griechenland-Rettung“ aufgewendet wurden, verloren sind und die deutsche Normalbevölkerung dafür wirtschaftlich bluten wird.

Politiker und Medien haben die Bürger verarscht und BILD positioniert sich als oppositionelles Leitmedium der belogenen und betrogenen Normalbürger.

Und die Kampagne der BILD sagt:
WIR machen diese Verarschung und Enteignung des „Volkes“ nicht mehr mit:

Neue Milliarden für Griechenland
Wir sagen NEIN!

26.02.2015 – 00:01 Uhr
Sie haben es immer wieder versprochen: „Natürlich werden wir unsere Schulden zurückzahlen, ich verspreche es.“ (Ex-Premier Antonis Samaras am 23. August 2012 in BILD); „Wir werden jeden Cent zurückzahlen. Deutschland bekommt sein Geld zurück – und zwar mit hohen Zinsen.“ (Griechenlands Ex-Ministerpräsident Giorgios Papandreou (62) am 23. März 2011).

DOCH DARAN GLAUBT KEINER MEHR!

Morgen soll der Deutsche Bundestag schon wieder neue Milliarden-Hilfen (13,7 Mrd. Euro) für Griechenland genehmigen. Zum 5. Mal!

Darum sagt BILD jetzt: NEIN zu neuen Milliarden-Geschenken an Griechenland!
http://www.bild.de/politik/inland/griechenland-krise/diese-deutschen-sagen-nein-zu-neuen-milliarden-39931320.bild.html

Früher hieß es, „BILD lügt!“, heute positioniert sich die „BILD-APO“ damit, dass Wahrheiten ausspricht, welche die regierungs- und neoliberalismuskonformen Medien verschweigen.

BILD macht sich so zum schein-oppositionellen Leitmedium des Rechtspopulismus.

Andreas Kreuz Februar 27, 2015 um 10:54

@g.w. Februar 27, 2015 um 10:28

Sie müssen abwägen.
Vielleicht kommt es mal ganz anders…

ruby Februar 27, 2015 um 11:02

Kaffeerevolution unvermeidbar
Ausschankblockade steht unmittelbar bevor
Preismanipulationen durch NSA dokumentiert
Verschwörungstheorie durch Selfies bewiesen

Linus Februar 27, 2015 um 11:08

@KommentatorX:
A: “Die BILD stand schon immer rechts und war populistisch.”
Damit vertritt sie eine Position der breiten Masse.

B: “Relativ neu bei der BILD ist, dass sie in gewisser Weise oppositionelle Positionen einnimmt.”
Damit vertritt sie eine Position in Opposition zum Parlament.

A + B: Die breite Masse befindet sich in Opposition zum Parlament.

Das ist sicher etwas verkürzt, trotzdem ist was Wahres dran.
Fehlt eigentlich nur noch, dass ein politischer Akteur auf diesen Zug springt.

Dipfele Februar 27, 2015 um 11:08
ruby Februar 27, 2015 um 11:12

Bild erklärt Sonntagskaffeetrinkverweigerung für opportunes Instrument der neuen APO-Strukturen
Spiegel, Zeit, HB und weitere Medienhäuser haben Sonderstäbe einberufen

ruby Februar 27, 2015 um 11:18

@Linus
AfK Alternative fürs Kaffeetrinken
will bei den nächsten Wahlen antreten
Spitzenkandidat könnte ein Kaffeebaron aus Costa Rica werden

ruby Februar 27, 2015 um 11:28

Wer erkennt jetzt immer noch nicht die Ernsthaftigkeit der Notwendigkeit der Griechenland-, Eurorettung?.
Bitte bei Bild bekennen…

ruby Februar 27, 2015 um 11:31

45 Nichtjasager im Bundestag
Unfassbare Uneinsichtigkeit

ist denn schon wieder weihnachten Februar 27, 2015 um 11:36

wenn es so was wie einen typischen bild – leser geben sollte, dann tippe ich auf: männlich, über 50, schnell beleidigt, neigt zur depression, nimmt gerne extrempositionen ein wie opfer oder macho und ist schnell reizbar bis aggressiv.

und so was hysterisches könnte doch aus der bild kommen? jeden tag.

“Schwarze Asylanten brüllen in Berlin: “Wir werden euch Deutsche alle töten!” Ein aktueller Bericht über den autorassistischen Asylantenwahn

Das nachfolgende Schreiben erreichte mich gestern per Email und zeigt einfach unfassbare Szenen zur Einwanderung, die man bei unseren Medien niemals sehen oder lesen könnte. Da schreien inmitten Berlin schwarze Asylanten, dass sie uns Deutsche “töten” werden. Ob sie dazu von deutschen Autorassisten (die diesen Zug begleiteten) wie der antifa oder diese unterstützende Gewerkschaften aufgestachelt worden waren oder nicht, ist sekundär. Es verbietet sich für jeden Gast, gleich ob er ein privater oder ein Staatsgast ist, solches auch nur zu denken, geschweige denn öffentlich herauszuschreien. Es wird immer klarer: Solche Asylanten braucht kein Land, sie gehören sofort dahin abgeschoben, woher sie kamen. Und jene Deutschen, die sie zu solchen Dingen aufstacheln, gehört der Prozess wegen Hochverrats gemacht. Die Zeiten werden kommen, an denen wir diese autorassistischen Linksfaschisten ihrer verdienten Strafe zuführen werden.” michael mannheimer

http://i2.wp.com/23.88.113.173/wp-content/uploads/2014/12/Asylanten-Berlin-Deutsche-toeten.jpg

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 11:51

>Unfassbare Uneinsichtigkeit

They call it “democracy”, baby! Wolltet ihr das nicht immer?

g.w. Februar 27, 2015 um 11:51

@AK
“Sie müssen abwägen.
Vielleicht kommt es mal ganz anders…”

ich weiss nicht, was Sie meinen. Anders als was?

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 11:55

>Wer erkennt jetzt immer noch nicht die Ernsthaftigkeit der Notwendigkeit der Griechenland-, Eurorettung?.

Ich erkenne nur die Fraglosigkeit der Sinnlosigkeit der Einsichtigkeit der Bodenlosigkeit der Schamlosigkeit der Aufgeregtheit. Aber immerhin…

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 11:59

>“Schwarze Asylanten brüllen in Berlin: “Wir werden euch Deutsche alle töten!”

Ich überlege ernsthaft, mir das als Filmtitel schützen zu lassen.

ist denn schon wieder weihnachten Februar 27, 2015 um 11:59

@ KommentatorX

“BILD macht sich so zum schein-oppositionellen Leitmedium des Rechtspopulismus.”

mich würd ja mal interessieren, für wie glaubwürdig die bild zeitung im afd wähler spektrum und unter der pegida anhängerschaft gehalten wird?

die bild ist pro – us amerikanisch und steht an der seite israels. deutsche rechtspopulisten kriechen aber putin in den arsch und glauben sich von jüdischen lobbyisten und zionisten umzingelt.

die bild bedient eher eine rechte folklore des nachkriegsdeutschlands, taugt aber nicht zu einer art rechten apo in zeitungsform.

bild “journalisten” werden auf veranstaltungen von hogesa und pegida genau so als lügenpresse angegangen, wie alle anderen etablierten medien.

spätestens hier ist ende gelände für das ideologische fossil aus den 50iger bis 80iger jahren: “Patriotische Europäer Gegen Die Amerikanisierung Des Abendlandes”. http://www.pegada.qpx24.com/

gelegentlich Februar 27, 2015 um 12:00

@ ist denn schon wieder weihnachten

Zu diesem „Michael Mannheimer“ alias Karl-Michael Merkle
vielleicht noch diese Einzelheit:
http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/inhalt/ermittlungen-gegen-wuegida-redner-wuerzburg-100.html

Aus dem gleichen Biotop stammt offenbar auch ein Prinz von Anhalt.
http://www.rocker-blog.to/tag/zuhalter/

Mein Eindruck: es ist noch nicht wieder Weihnachten.

ist denn schon wieder weihnachten Februar 27, 2015 um 12:08

@ The Real Slim Shady

“Ich überlege ernsthaft, mir das als Filmtitel schützen zu lassen.”

ich hab noch einen: “Wahnsinn Immigration: In sechs Jahren wäre der gesamte Kosovo in Deutschland” muahahaaaaa schenkelklopf hahahahahahaaaaaaa

“Wahnsinn Immigration:
In sechs Jahren wäre der gesamte Kosovo in Deutschland

Wenn selbst eine Botschaft vor einer Ausreisewelle warnt, dann brennt es bereits lichterloh unter dem Dach. Die deutsche Botschaft in Pristina fordert eine politische Hauruckaktion, um die drohenden 30.000 Kosovaren, die sich monatlich nach Deutschland aufmachen, abzuwehren. Bin­nen eines Jah­res wären dies etwa 300.000 Per­so­nen, ein Sechs­tel der Ge­samt­be­völ­ke­rung des Kosovo. Diese Ausreisewelle ist jedoch nicht auf den Kosovo beschränkt. Aus der halben Welt machen sich Menschen, meist Männer übrigens, auf, um ins angeblich gelobte Alemannia zu gelangen. Es sind die Gerüchte von einem Leben in Saus und Braus, ohne dafür je arbeiten zu müssen, von einem lebenslangen Aufgefangenwerden in einem paradiesischen Sozialsystem, das sämtliche Vorstellungen der Ausreisewilligen sprengt, die Menschen aller Coleur dazu bringen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Für diese Gerüchte sind einerseits reale Bedingungen verantwortlich von Sozialbezügen, die – umgerechnet auf die Herkunftsländer – oft weit über den qualifiziertesten Jobs wie denen von Medizinern oder Ingenieuren liegen. Doch wichtiger sind die Versprechungen bestimmter deutscher Politiker und Aysl-Organisationen, die ganz unverhohlen die Welt einladen, nach Deutschland zu kommen und sich dort niederzulassen. Diese Versprechungen sind unrealistisch, haben oft, wenn nicht gar meistens ein deutschenfeindliches Motiv und werden das Gesicht unseres Landes gründlicher ändern als es 1000 Jahre deutscher Geschichte vermochten. Mit den Kosovaren und Afrikanern, meist muslimischen Glaubens, wird ein ethnisches und religiöses Konfliktpotential importiert, die Deutschland sprengen werden. Die Anzeichen dafür sind jedem, der sehen kann, bereits heute ersichtlich.” michael mannheimer, 11.2.2015

Terror 2000, Christoph Schlingensief

https://www.youtube.com/watch?v=I44TrRQozoE

ist denn schon wieder weihnachten Februar 27, 2015 um 12:16

@ gelegentlich

ja. internet macht es möglich. auch kontakt aufnehmen und mit einander reden. über das internet alles ganz einfach. eine diskussion mit pegidaianern und du fühlst dich im anschluss wie irre. ein virtueller ausflug zu den bekloppten paranoikern.

gelegentlich Februar 27, 2015 um 12:44

@ ist denn schon wieder weihnachten

„eine diskussion mit pegidaianern und du fühlst dich im anschluss wie irre. ein virtueller ausflug zu den bekloppten paranoikern.“
Um mal eine Lanze für diese Paranoiker zu brechen: de Welt ist ja auch kompliziert. Vielleicht zu kompliziert? Da sind jetzt im Kosovo die Leute dort, wo die rechten Ukrainer hin wollen. Westliche Werte regieren, massiv und robust unterstützt durch Camp Bondsteel. Und statt vor Dankbarkeit in Duldungsstarre zu verharren wollen die weg, hierher! Verrückt. Wie soll diese unterbelichtete Teilpopulation aus dem Tal der Ahnungslosen, die weder Kosovaren noch Muslime überhaupt kennt, das verstehen?

ruby Februar 27, 2015 um 12:46

@ dünner schattiger des realen
DSDR
Was hilft Dialektik, wenn das Ergebnis Extreme bleiben?

wowy Februar 27, 2015 um 13:11

@TRSS
Ich hatte nicht gesagt, dass die Misere mit Minkmars Abgang begann und natürlich gibt des dort fähige Journalisten, aber es ist m.E. ein klarer Trend zur Boulevardisierung zu erkennen und das war für die FAZ früher nogo area. Wenn man das übertreibt, landet man auf dem Wühltisch, weil davon bereits heute viel zu viel existiert. #FAZ

ist denn schon wieder weihnachten Februar 27, 2015 um 13:28

@ gelegentlich

diese pegida leute kapieren nichts. ich kapiere vielleicht auch nichts. die wollen nichts verstehen und ich will die auch nicht verstehen. ein paar tage im dez.2014 mit denen diskutiert und das ergebnis für mich war: ich habe einem mieter ( türke ) von mir, keine rein gewürgt. hätte ich machen können. hätte da was für seinen fall manager im jobcenter. aber die arme sau lass ich in ruhe. hat er pegida zu verdanken.

“Westliche Werte regieren, massiv und robust unterstützt durch Camp Bondsteel.”

mit welchen “unserer” werte hast du denn ein problem?

http://www.vice.com/de/read/das-grosse-pegida-beziehungs-schaubild-880

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 13:43

>aber es ist m.E. ein klarer Trend zur Boulevardisierung zu erkennen und das war für die FAZ früher nogo area.

Kann ich nicht bestätigen. Ich hatte eher den Eindruck, dass dort wieder ein hohes professionelles Niveau Einzug gehalten hat, nachdem ich endlich weg war.

Lina Februar 27, 2015 um 13:53

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 11:51

” They call it “democracy”, baby! ”

Nope.
Wenn zwei Milliardärsfamilien fast alle Medien BESITZEN und darüber hinaus auch die dpa besetzen etc……..
you have to call it “oligarchy”, baby!

;)

Lina Februar 27, 2015 um 13:55

BILD
Ronzheimer erhält
Quand-Medien-Preis für Wirtschaftsjournalismus.
Magda Ritschel wäre stolz.

Lina Februar 27, 2015 um 13:57
Lina Februar 27, 2015 um 14:02

Quandt

“t” unterschlagen

f.luebberding f.luebberding Februar 27, 2015 um 14:26

TRSS

Auf jeden Fall haben Deine hochprofessionellen Beiträge auf mich eine belebende Wirkung.

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 14:34

>Auf jeden Fall haben Deine hochprofessionellen Beiträge auf mich eine belebende Wirkung.

Deine Beiträge waren doch auch stets sehr professionell gewesen…

Linus Februar 27, 2015 um 14:43
Linus Februar 27, 2015 um 14:46

Sehe gerade, gibt’s auch auf deutsch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Manos_Hadjidakis

wowy Februar 27, 2015 um 14:47

Wie perfide die BILD vorgeht, kann man sehr gut nachvollziehen, wenn man anschaut, was der Bundestag heute beschlossen hat
http://bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw09_angenommen_abgelehnt/361272
Es geht um die Verlängerung einer Frist für bereits beschlossene Hilfen. Es geht nicht um (neues) zusätzliches Geld, wie die BILD suggerieren möchte.
http://www.tagesspiegel.de/medien/boulevard-macht-leser-zu-anti-griechen-2-bild-setzt-kampagne-gegen-griechenlandhilfe-
fort/11429222.html
BILD wird diese Kampagne jetzt sicher bis Juni fortführen, denn dann kommt der Zeitpunkt, um den es eigentlich geht.
Erstinformationsrecht nennt man das, glaube ich.

@TRSS
Ohne dir zu nahe zu treten, aber du spielst da gar keine Rolle :-)

http://www.tagesspiegel.de/medien/boulevard-macht-leser-zu-anti-griechen-2-bild-setzt-kampagne-gegen-griechenlandhilfe-fort/11429222.html

wowy Februar 27, 2015 um 14:48

@fl
Den letzten Link aus dem vorherigen Kommentar bitte löschen.

topi Februar 27, 2015 um 14:51

danke Lina

ansonsten: wann kommen die nächsten Umfragen?

Denkt an die Zahl der vorvorletzten Woche, 15,9; +7, wegen großstadt, das ist das Merkel-bereinigte Kernklientel, der Partei, die vielleicht relativ bald auch mal eine Volkspartei gewesen war :roll:

16 Februar 27, 2015 um 14:51

aha, neues Freibier/Freikaffee für Kriechenland (und für alle anderen auch..)

Deine Beiträge waren doch auch stets sehr professionell gewesen…

nur das Leben hatte halt gefehlt…

Linus Februar 27, 2015 um 14:53

@KX:
OT (ich find den Thread nicht mehr):
Zu
https://www.woz.ch/1509/yanis-varoufakis/rettet-den-kapitalismus

Wo war denn der Übersetzungsfehler?

wowy Februar 27, 2015 um 14:54

@fl
Besser nach oben verschieben, Der erste Tagesspiegellink funktioniert nicht.

16 Februar 27, 2015 um 14:55

(Linus, aus dem FF unter Einstellungen, Extras, Erweitert, Netzwerk..)

KommentatorX Februar 27, 2015 um 15:04

@Linus
Wo war denn der Übersetzungsfehler?

Wie zum Beispiel der Übergang vom Bronze- zum Eisenzeitalter die historische Entwicklung verändert hatte; wie die Entdeckung der Stahlherstellung die historische Zeit um den Faktor zehn beschleunigt hat und wie die auf Silikon basierenden IT-Technologien sozioökonomische und historische Brüche vorantreiben.

IT-Technologien auf „Silikon“ basierend? Never ever.

„Silikon (engl.: silicone) darf nicht mit Silicium (engl.: silicon) verwechselt werden. Die im Englischen ähnliche Schreibweise führt oft zu falschen Übersetzungen.“ (Wikipedia)

Lina Februar 27, 2015 um 15:06

Linus Februar 27, 2015 um 14:43

Die Überstzung ist hundsmiserabel.
Gröbster Fehler in der vorletzten Strophe, letzter Satz.
Müßte heissen:

“…der schwarze Reiter, der uns REGIERT” und nicht “verfolgt”

V for Varoufakis Februar 27, 2015 um 15:19

Die Bild-Zeitung und ihre Anti-Griechen-Kampagne

“Seine Lederjacke ist aus der Haut deutscher Schäferhundwelpen gemacht. Er verspeist menschliche Babys.” Schlimmer noch: “Jedes Mal wenn er lacht, stirbt ein Engel.” Stern

https://www.youtube.com/watch?v=Afl9WFGJE0M#t=208

“Auftritt Varoufakis: “Doch aus der Ferne kommt ein Mann, der Rache gegen unser friedvolles Land suchen will. (…) Er ist der verlorene Sohn von Zeus, mit einem Herz aus Stein”. Stern

Linus Februar 27, 2015 um 15:29

@KX: War mir nicht aufgefallen! Danke :-D

@16: Danke :-D

@Lina:
“Die Übersetzung ist hundsmiserabel.”
Danke :-D

Für mich, der ich kein Griechisch kann, liefert sie zumindest einen Hinweis auf den Inhalt. Und der scheint ja durchaus zeitgemäss.

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 15:44

Kinders, ich hab ganz schlechte News für Euch.

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 15:56

BILD? Pahhh… es geht noch viel schlimmer

16 Februar 27, 2015 um 15:59

Griechenlands Finanzminister Varoufakis ist nach eigenen Angaben stolz auf die „produktive Ungenauigkeit“, mit der er die Reformliste des Landes formuliert hat. So habe er sich die Zustimmung der Geldgeber gesichert…

hahaha…könnte fast von mir sein…

16 Februar 27, 2015 um 16:05

Wie lange hält das “Produkt” jetzt noch mal? Wann dürfen die Abgenordetenkollegen wieder?

KommentatorX Februar 27, 2015 um 16:38

Die Kampagne der BILD lautet:

„NEIN!
Keine weiteren Milliarden für die gierigen Griechen!“

http://www.bild.de/politik/inland/griechenland-krise/diese-deutschen-sagen-nein-zu-neuen-milliarden-39931320.bild.html

Wer ist der Adressat der Kampagne?
Es sind die Volksvertreter im Bundestag.

Warum das „Nein“?

Schaut die Menschen und ihre Gesichter an, die bei der Kampagne mitmachen und ihre Fotos an BILD gesendet haben.

Diese Menschen begreifen durchaus, dass es hierbei um ihre Zukunft geht. Dass sie die „Zeche“ zahlen müssen durch Altersarmut, durch eigenen sinkenden Lebensstandard sowie ihrer Kinder und Enkel. Usf.

Die durch BILD initiierte Forderung, mit der sie sich identifizieren, lautet:
Nein! Keine weiteren Milliarden an die „gierigen Griechen“.

Die Kampagne weist gewisse Parallelen zur Geschichte der Nazis auf:
- Die Nazis waren lange Zeit lediglich eine Splitterparte unter vielen, d.h. vor allem „APO“.
- Sie waren anti-parlamentarisch eingestellt. Volksvertreter waren für sie hauptsächlich „Volksverräter“.
- Zum Sündenbock bzw. Aggressionsobjekt machten sie hauptsächlich die Juden, und zwar durch charakterliche Abwertung. Und hier sind es die „gierigen Griechen“. Ihnen wird ein gieriger Charakter zugeschrieben.

Ist damit der Tatbestand der „Volksverhetzung“ erfüllt?
http://dejure.org/gesetze/StGB/130.html

Was machen die privaten und öffentlich-rechtlichen Medien?
Was die Kirchen?
Was die professionellen Bedenkenträger?

Wird auf den faschistoiden Charakter der Kampagne hingewiesen?

Natalius Februar 27, 2015 um 16:51

Nach der GröKaZ (Grössten Koaliertheit aller Zeiten) legt der Banker 20 neue Keksovate auf den Tisch. 3-Monats-Kurzläufer mit 6% – extra für Sparsame. Emission am nächsten Montag. Der Deutsche zögert nicht. Das Schnäppchengeschenk von Mutti. Mutti ist lieb und wir sind lieb. Wir helfen den Griechen. Der Grieche sagt: Ihr habt bei Schäppchen nie gezögert. Ganz gleich, ob öffentlich oder privat, gross oder klein, arm oder reich.

Ist das nicht mal ne einvernehmlich schöne Realität? Das Volk der Sparer vereint im Kampf gegen die Krise. Banker sind lieb. Politiker sind lieb. Medien sind lieb. Nur Bild frotzelt. Und superintelligente Linksintellektuelle verschaffen sich Gehör – die haben von Keksovaten nie etwas gehört und schreiben: Bild ist böse.

TRSS indessen grient über beide Backen.

16 Februar 27, 2015 um 17:02

Wird auf den faschistoiden Charakter der Kampagne hingewiesen?

Das mache ich jetzt, X…JA, das war faschistoidest gewesen..
Aber wenn ichs richtig gesehen hatte, war weissgarnix immerhin mit keinem NEIN “abgeBILDet” gewesen..

(bei dem Namen wohl auch unmöglich gewesen, oder?)

16 Februar 27, 2015 um 17:11

und nochn Gedicht fürs Poesiealbum..

Natalius Februar 27, 2015 um 17:17

Doof ist geil!

(Tante Friede will doch selbst an die neuen Keksovate ran. Die sind risikofrei und kosten doch nur den Euro im USD-Forex. Sollen Keksovate etwa von ihren Kunden weggeschnappt werden?)

Onkel Schorschi will auch Schnäppchen haben. Den Euro hat er schon deutlich kleiner gemacht. Wie kriegt er aber jetzt den DAX wieder auf 9000 zusammengeknüppelt? Hmmm…

topi Februar 27, 2015 um 17:18

“Zeche zahlen müssen”

oh man.
Das heutige Nachtragspäckchen schlägt mit wieviel maximal in D ins Kontor?

5 schnuffige Milliarden?

Jaja, wir werden alle störben!!!!!!

Rente komplett weg, Löhne auf Null, Straßen abreißen und als Baumaterial verkaufen, so siehts aus in der Zukunft, wegen der heutigen Abstimmung.

Dass die Bild eine Afd-Supporter-Kampagne startet, kann mich nicht überraschen (seit die Installation vom zuGuten fürstchen von der linksradikalen Mischpoke verhindert wurde).

So kanns doch nicht weitergehen im Lande!

Nachher soll der Mindestlohn auch noch umgesetzt oder in 8 Jahren mal erhöht werden, das geht doch wohl gar nicht!
Die Union braucht unbedingt Druck von recht.

Carlos Manoso Februar 27, 2015 um 17:26

@Natalius Februar 27, 2015 um 16:51
„Ist das nicht mal ne einvernehmlich schöne Realität? Das Volk der Sparer vereint im Kampf gegen die Krise. Banker sind lieb. Politiker sind lieb. Medien sind lieb. Nur Bild frotzelt… Bild ist böse.“

Natalius, irgendwer muß halt die niedrigsten Instinkte bündeln.

Sei froh, dass diese Niedriginstinkte nur ein Simpel-Blättchen für 0,30 Cent zu Bündeln versucht.

topi Februar 27, 2015 um 17:34

Carlos, also das kann nun keineswegs beruhigen.

Das hier geschnürte Bündel lässt sich vielfältig weiterverwerten.

wowy Februar 27, 2015 um 17:39
Natalius Februar 27, 2015 um 17:40

@Carlos Manoso Februar 27, 2015 um 17:26

“Sei froh, dass diese Niedriginstinkte nur ein Simpel-Blättchen für 0,30 Cent zu Bündeln versucht.”

Du weisst doch Carlos: Bild ist die Kraft, die stets das Böse will und das Gute schafft.

Carlos Manoso Februar 27, 2015 um 17:45

@topi Februar 27, 2015 um 17:34
„Carlos, also das kann nun keineswegs beruhigen.
Das hier geschnürte Bündel lässt sich vielfältig weiterverwerten.“

Topi, der Bundestag hat verstanden, dass das Bündel zusätzlich gestreckt werden muß. Und das geht halt nur durch längere Kreditketten

16 Februar 27, 2015 um 17:46

topi, Kleinvieh macht auch Zeche. Frag mal deine Arbeitgeber. Oder wird bei Dir in D noch nicht mit eisern(neo/liebe/ral)em Besen gekehrt?

16 Februar 27, 2015 um 17:57

..und das alles in D bei laufender, aktiver Schuldenbrems€€€€€€….

(hoffentlich klärt das BILD da bald auf..)

Anthrax Februar 27, 2015 um 18:00

“..und das alles in D bei laufender, aktiver Schuldenbrems€€€€€€….
(hoffentlich klärt das BILD da bald auf..)”

Unwahrscheinlich. Schuldenbremse erzwingt Privatisierung (PPP).

Cui bono?

topi Februar 27, 2015 um 18:01

16,
bei mir kehre nur ich (und meine Frau).

aber klar, macht Kleinvieh Mist.

3 Billionen realer Wohlstandsverlust ist meine Prognose für D, wenn man mal am Ende der EuroMisere abrechnet.
Aber die muss ich wohl bald ändern, wenn sich im Juli nichts ereignet.

16 Februar 27, 2015 um 18:05

Tja Anthrax, mein schrecklicher Verdacht: Die Schulden(Guthaben)bremse war von Anfang an immer nur für “die Anderen” gewesen..

16 Februar 27, 2015 um 18:11

3 Billionen (gewesen)…Lire oder Drachme? Die wird sicher der Kopper übernehmen..

ruby Februar 27, 2015 um 18:11

Was seid ihr für hemdsärmelige kleinkrämerische hinterposemokelische Bunkerseelen…
Jetzt wo BRD mal richtig das Fass aufmachen kann, die Schuldenbremse voll kwietscht – Jammergewäsch von den Volkesverstehern !
Wo bleibt die Avantgarde der Elitenweisheiten – only weissgarnix, der euch etwas Paroli bietet?

Dipfele Februar 27, 2015 um 18:12

Ist das Journalismus oder kann das weg:

http://bild-studie.de/upload/pdf/2015_27_02_PM_Bild.pdf

ruby Februar 27, 2015 um 18:14

@ 16
Kopper?
Das ist doch der, der nicht bis vier zählen kann!

Anthrax Februar 27, 2015 um 18:19

Dipfele

So viel steht fest: Bernd Ulrich, der kann weg.
http://www.zeit.de/2014/16/russlanddebatte-krimkrise-putin/seite-3

16 Februar 27, 2015 um 18:22

3 Billionen…wieviel macht das eigentlich in Franken, Schilling, Arbeitsstunden? Und wie oft muß Frank L. da zu Günter Jauch?

ruby Februar 27, 2015 um 18:24
ruby Februar 27, 2015 um 18:28

Müsst den Pitch auf 45 rpm hoch drehen ;-)

topi Februar 27, 2015 um 18:30

in den 3 Billionen ist derzeit noch das verminderte Wachstum des PP durch die Euro-Malaise enthalten, das ist eine fiktive Größe (die aber jeder sehen kann, wenn er die Entwicklung des einstigen Hochwohlstandslandes BRD betrachtet).

Den größten Teil bilden die Kapitalexporte, notwendiger Gegenposten zu den irren Überschussexporten.

Davon wird etliches direkt abgeschrieben, als uneinbringbarer Rettungsunsinn; beim Knall des Euro implodieren dann diverse Fremdwährungsgeldanlagen, so wie es die Schweiz gerade erlebt hat.

KommentatorX Februar 27, 2015 um 18:36

@Carlos Manoso Februar 27, 2015 um 17:26
Sei froh, dass diese Niedriginstinkte nur ein Simpel-Blättchen für 0,30 Cent zu Bündeln versucht.

Niedriginstinkte?

Die Massen hat man seit Jahrzehnten mit einem kommenden Wirtschaftsaufschwung vertröstet, tatsächlich ist es kontinuierlich seit den 70-er Jahren abwärts gegangen. Keine der nachfolgenden Generationen konnte wieder den Lebensstandard ihrer Elterngeneration erreichen.

Die Massen stecken voller Frust und unterdrückter Aggression. Daher die massenhaften Depressionen und der Gebrauch psychotroper Substanzen (Alkohol, Psychopharmaka, illegale Drogen). Wahrscheinlich ist es auch in Europa nur noch eine Frage der Zeit, bis der Cannabiskonsum wie in den USA legal wird.
http://www.welt.de/politik/ausland/article137867609/Washington-wird-zu-Amerikas-Kifferhauptstadt.html

Dass die BILD-Deppen mit ihrer Foto-Aktion etwas erreichen, haben sie wohl selbst nicht ernsthaft geglaubt.
Nichts weiter als eine symbolische Aktion, welche Polit-Aktivisten seit Jahren mit ihren machtlosen Demonstrationen, Petitionen, Internetblogs etc. veranstalten.

Für BILD ist es im Wesentlichen eine Marketing-Idee. Da können sich die BILD-Deppen als BILD-APO und Teil der BILD-Community imaginieren. Und kaufen weiterhin BILD.

Psychologisch ist dies primitiv, so wie es eben psychologisch primitiv ist, Fussball-, Formel1- oder sonstiger Fan zu sein.

Die Zeit, als Massen noch ein politisch relevanter Faktor waren, ist im hochentwickelten Kapitalismus längst vorbei.

gelegentlich Februar 27, 2015 um 18:36

@Anthrax Februar 27, 2015 um 18:19
“Dipfele
So viel steht fest: Bernd Ulrich, der kann weg.
http://www.zeit.de/2014/16/russlanddebatte-krimkrise-putin/seite-3“

Verrückt geworden? Wieso soll der weg? Das ist der erste echte, also nicht unterstellte, Putinversteher den ich in diesem Blog lese. Das soll schlecht sein? Oder muss man auch die anderen Seiten dort lesen?

Anthrax Februar 27, 2015 um 18:42

Kann weg:
“Die militärischen Interventionen des Westens in dieser Zeit sind für mich keineswegs Ausdruck einer imperialen Grundstimmung, die sich von Afghanistan bis Libyen jeweils andere Schauplätze gesucht hat. Ich deute sie ganz verschieden, mal als ideologisch motivierten Irrtum (Irak), mal als Tragödie (Afghanistan), mal als legitim (Libyen). “

ruby Februar 27, 2015 um 18:48
Anthrax Februar 27, 2015 um 18:51

Muss weg!
http://www.zeit.de/2015/07/ukraine-putin-europa

“Nur wer keinen Mumm hat, spricht nicht über seine Ängste. Und wenn es um die Ukraine geht, spielen besonders viele Ängste mit. Zunächst die um die Menschen dort, um jene, die zwischen den Fronten fliehen und sterben. Und um jene, die ihr Leben riskiert haben, damit die Ukraine ein freies Land werden kann, und die nun erleben müssen, wie ihnen auf Geheiß aus Moskau diese Hoffnung in Grund und Boden geschossen wird.”

Anthrax Februar 27, 2015 um 18:57

B. Ulrich ist zugegebenermaßen raffinierter als BILD, aber trotzdem:

https://www.youtube.com/watch?v=ovzC2oG4Lok

Bin weg!

ruby Februar 27, 2015 um 19:19
topi Februar 27, 2015 um 20:10

Also Ulrich ist keinesfalls “Putinversteher”, sondern Putinversteher-Versteher.

Ansonsten würde mich mal interessieren, was er so zur Sezession Jugoslawiens samt gewaltsamer Herausbrechung des Kosovo geschrieben hat.

Von wegen “Geschichte ist keine Rechtfertigungsgrund für Völkerrechtsbruch”

ruby Februar 27, 2015 um 20:20

https://www.youtube.com/watch?v=jafL5DiEFN8
Zeit die Wirtschaftswunderreserven aufzulösen …

Dipfele Februar 27, 2015 um 21:14

@topi

> Also Ulrich ist keinesfalls Putin-Versteher …

Der Schlüssel liegt im Verständnis von Ulrichs selbstgerechten Sendungsbewußtsein:

“Wenn die übergroße Mehrheit der Medien wie im Falle der Ukraine in eine ähnliche Richtung argumentiert, so ist es also alles andere als leicht, selbst für gutwillige Leserinnen und Leser, zu unterscheiden, ob es sich hier a) mal wieder um einen Hype handelt oder b) um eine unausgesprochene Volkserziehungsmaßnahme oder aber c) um einen Fall von tief sitzenden demokratischen und menschenrechtlichen Überzeugungen. Denn das gibt es natürlich auch, dass wir Journalisten uns jenseits aller branchenbezogenen Angst und Getriebenheit auf unsere innersten Werte besinnen und einfach deswegen unisono gegen einen Meinungsfreiheit und Völkerrecht missachtenden Autokraten anschreiben, weil das der tiefste Sinn unseres Arbeitens ist.”

wowy Februar 27, 2015 um 22:46

Diekmann von BILD wird konkret: BILD will den Grexit und startet ansonsten den Versuch einer Rechtfertigung.

The Real Slim Shady Februar 27, 2015 um 23:12

>Der Schlüssel liegt im Verständnis von Ulrichs selbstgerechten Sendungsbewußtsein:

Das hat er doch sehr schön formuliert. Berufung. Anspruch an sich selbst. Ja, liebe Kinder: das gibt’s tatsächlich auch außerhalb Eurer kunterbunten Sandkiste. Ihr beklagt doch hier ständig den Verlust des “Menschen”. Und jetzt steht da einer und bezeugt:”Ich bin so und kann nicht anders.” Und das passt Euch auch nicht?

Dipfele Februar 27, 2015 um 23:42

@TRSS

Es geht um sein SelbstVerständnis als Journalist Und die Fähigkeit zur Distanz. #Friedrichs

KommentatorX Februar 27, 2015 um 23:58

Die „Topless“-Aktion soll ihre Solidarität mit den Griechen zeigen.
http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/fabianmatzerath_43764699_mbqf-1425034014-39953968/2,w=985,c=0.bild.jpg

KommentatorX Februar 28, 2015 um 00:02

BILD-Diekmann:
„Den Menschen in Griechenland, „den Griechen“, wünschen wir nichts mehr als eine bessere Zukunft.“
http://www.bild.de/politik/inland/bild-kommentar/bessere-zukunft-fuer-griechenland-39957350.bild.html

petervonkloss Februar 28, 2015 um 01:16

Für die habermasisch inaugurierten Einachtel–Intellektuellen deutscher Nation, da sie so schnell – hübsch sich nur noch in quasi – wirtschaftswissenschaftlichen Verlegenheiten ein Selbstbewußtsein geben können, ab und an ein kleines Intervall über die Präliminarien der Logik zum Scheißdreck führen und stoltzesgleich ihre eigene Moralver-
wesung im Sinne des Nihihilsmus nicht zu durchdenken vermögen…….
Man hat dies alles schon kapiert, aber man behält sich in der Gutseinszone der intellektuellen Dürftigkeit der Winkler-Habermasigkeit, die schon längst vergangen ist und große Bücher hinterlegt.

Selbst der sich großartig selbstentledigende „Porsche-Marxist“ Fritz J. Raddatz,.würde hinterherspeien in dem er Gottfried Benn goutierte und das was sich durch die allgemeine Multikulturalität ergibt, verabscheuen! Aber darauf, daß einer die Antideutsche Neurose trotz des Holocaustes, ins Zentrum seiner Betrachtung schickt, darauf kommen nur wenige.
Acta Diurna:
„Auf der Webseite des Gatestone-Instituts ist zu lesen, dass Schweden dank seiner Zuwanderer inzwischen an Nummer zwei der Länder mit der höchsten Rate an Vergewaltigungen liege und nur von Lesotho übertroffen werde. Die Vergewaltigungen hätten in den vergangenen 40 Jahren – seit 1975, als das Parlament beschloss, das Land in eine multikulturelle Gesellschaft umzuwandeln – um 1472 Prozent zugenommen. Folgen wir den Ausführungen:

“Diesen Monat berichteten alle schwedischen Medien über eine brutale Gruppenvergewaltigung an Bord der finnischen Fähre Amorella, die zwischen Stockholm und der Stadt Åbo in Finnland verkehrt. In großen Schlagzeilen wurde den Lesern mitgeteilt, dass die Täter Schweden gewesen seien.
‘Etliche schwedische Männer der Vergewaltigung auf der Finnland-Fähre verdächtig’ (Dagens Nyheter), ‘Sechs schwedische Männer vergewaltigen Frau in Kabine’ (Aftonbladet), ‘Sechs Schweden wegen Vergewaltigung auf Fähre verhaftet’ (Expressen), ‘Acht Schweden der Vergewaltigung auf Fähre verdächtig’ (TT – die schwedische Nachrichtenagentur).
Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, dass sieben der acht Verdächtigen Somalier waren und einer ein Iraker. Keiner von ihnen hatte die schwedische Staatsangehörigkeit, sie waren also nicht einmal in diesem Sinne Schweden. Laut Zeugen war die Gruppe der Männer über die Fähre gestreift auf der Suche nach Sex. Die Polizei ließ vier von ihnen frei (sie sind aber immer noch Verdächtige), während vier (alle Somalier) in Gewahrsam bleiben.
Der Internetradiosender Granskning Sverige hat die Mainstreamzeitungen Aftonposten und Expressen angerufen und gefragt, warum sie die Täter als ‘schwedische Männer’ bezeichnet hatten, obwohl es sich in Wirklichkeit um Somalier ohne schwedische Staatsangehörigkeit handelte. Die Journalisten zeigten sich zutiefst beleidigt, als sie gefragt wurden, ob sie irgendeine Verantwortung fühlten, schwedische Frauen zu warnen, sich von bestimmten Männern fernzuhalten. Einer der Journalisten fragte, warum dass in seiner Verantwortung liegen solle. ‘Wenn die Frauen das gewusst hätten, hätten sie sich vielleicht von diesen Männern ferngehalten und auf diese Weise vermieden, vergewaltigt zu werden’, sagte der Reporter von Granskning Sverige. Woraufhin der Journalist den Hörer aufs Telefon knallte.”
Das Phänomen “Lügenpresse” hat naturgemäß kein deutsches copyright. Bemerkenswert bleibt, dass man sich in Schweden wie in England (Rotherham) als auch hierzulande als “Rassist” verdächtig macht, wenn man diese finsteren Tatsachen problematisiert. Nicht die Schändungen stören das Zusammenleben, sondern der Hinweis auf die ethnische Herkunft der Täter, obwohl dieser Hinweis signifikant ist. Als sich der jugoslawische Kommunist Milovan Djilas 1945 bei Stalin über die Massenvergewaltigungen von Rotarmisten beschwerte, fragte der, was denn schon dabei sei, wenn sich ein Soldat „mit einer Frau amüsiert, nach all den Schrecknissen“; auf die Gegenwart übertragen: Was ist schon dabei, wenn sich der nordafrikanische bzw. morgenländische Zuwanderer ein bisschen mit einer Blondine amüsiert, nach all den Schrecknissen der Diskriminierung? Zugleich lese ich in Birgit Kelles neuem Buch “Gender-Gaga”, dass Schweden im Zuge des Gender-Mainstreamings einen neutralen grammatikalischen Artikel als Alternative zur maskulinen und femininen Form eingeführt hat, um Sprachdiskriminierungen abzubauen. Wir haben es ersichtlich mit Wahnsinnigen zu tun, näherhin: mit tendenziell ethnosuizidären Wahnsinnigen. Doch bekanntlich ist Schweden unser aller sozialistisches Vorbild. “Geh unter Schwed’, doch werd nicht wunderlich/Im Untergang, die Zukunft sieht auf dich” (frei nach Peter Hacks).“

http://de.gatestoneinstitute.org/5223/schweden-vergewaltigung

Folkher Braun Februar 28, 2015 um 02:47

Das Land kenne ich noch von vor 40 Jahren, als ich da mit einem Lastzug herumgekurvt bin. Beim letzten Besuch fiel mir auf, dass der soziale Zusammenhalt ziemlich zerschossen ist. Ingenieure der großen Maschinenbau-Firmen sind oft mit Brasilianerinnen verheiratet, die sie dort in ihren Zweigwerken kennengelernt haben. Schwedische Frauen beschweren sich, dass die schwedischen Männer zunehmend einen Bogen um sie machen, das hat der Australier Julian Assange ja vor Ort erleben müssen, dass Nahverkehr zu seinem Nachteil ausgelegt werden kann. Das wissen die Schweden (männlich) natürlich selber auch. Da haben die Jungs aus weiter südlich natürlich einen Argumentationsvorteil. Sie wissen nichts von den Privilegien der weiblichen Bevölkerung in Schweden. Die machen schlicht das, was sie von zuhause aus gewohnt sind. Ich habe im Bekanntenkreis eine Frau, der das, was auf der Fähre passierte, in London über sich ergehen lassen musste, dort heißt das übrigens pack rape. Natürlich von blonden, blauäugigen Schweden. Die junge Dame ist seit längerer Zeit in der Psychiatrie.

Systemfrager Februar 28, 2015 um 06:49

Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen

Jesus
Tja, die Zeiten ändern sich …
Die Menschen und die Völker wachen auf …
Es ist genug, dass die USlamisten wo und wann ihnen gefällt, eine Regierug wegputschen, ein Land zerbomben, erschießen wen sie wollen, einen sozialen Genozid nach anderem durchführen, Folterlager einrichten, genug mit der Kolonisierung der Welt im Namen der “Demokratie” und “Freiheit”

Einen Mörder und Ganoven, der nur das Gesetz des Stärkeren kennt, kann man nur mit gleichen Mitteln “behandeln”

Ach so:
SPON: Nemzow in Moskau erschossen >>>

Systemfrager Februar 28, 2015 um 07:07

Zoran Djindjic
Der große “Demokrat” und “Freiheitskämpfer” der Milosevic stürtzte
Man weiß nicht genau, was dieser “Intellektueller” im Westen genau getrieben hat
Ganz bestimmt hat er nicht schwarz auf dem Bau gearbeitet
Nach seinem Mord ist seine Witwe eine der reichtsten Menschen in Serbien
Das weiß jeder Depp in Serbien. Keiner darf die Herkunft des Reichtums nachfragen, weil die USlamisten sofort die Bomben werfen … natürlich um die “Demokratie” und die “Freiheit” zu verteidigen

Systemfrager Februar 28, 2015 um 07:27

Die dritte Version:

?????? ?????? ???????? ????? ????? ???????????? ????????. … ??? ????? ???? ???????? ???????? ???? ???????? – ???? ?? ??????????? ?????? ??????????? ??????????. ??????? ? ?????????? ????????? ????? ??????? “??????” ??? ?????????????? ???????? ? ??????.

izvestija.ru >>>
Also, die USlamisten haben ihn erschossen, um die Tat Putin in die Schuhe zu schieben … eine Märtyrer zu statuieren …

Keynesianer Februar 28, 2015 um 07:46

Am Sonntag soll es die erste große Demonstration gegen Putin geben. Nemzow war einer der Hauotverantwortlichen für die massenmörderische wirtschaftsliberale Ausplünderungspolitik in Russland. Sogar die Margaret Thatcher hat den 1993 in Russland besucht:

Unter Nemzow wurde Nischni Nowgorod zum Vorreiter und Pilotprojekt für weitreichende wirtschaftsliberale Reformen und Privatisierungen in Russland. Er privatisierte den Handels- und Dienstleistungsbereich. Bei einer Bodenreform wurden Kolchosen und Sowchosen in private Agrarbetriebe umgewandelt. Staatsbetriebe gingen in Aktiengesellschaften über. Nemzow zur Seite standen der Amerikaner Robert Gale (International Finance Corporation, IFC) und der Ökonom Grigori Jawlinski. Seine Amtsdauer war gekennzeichnet von einem signifikanten Wirtschaftswachstum. Er versuchte Monopole zu zerschlagen, den wirtschaftlichen Wettbewerb anzuregen und einen neuen Mittelstand zu schaffen. Nemzows Reformen wurden von der britischen Premierministerin Margaret Thatcher gelobt, die Nischni Nowgorod 1993 einen Besuch abstattete.
http://de.wikipedia.org/wiki/Boris_Jefimowitsch_Nemzow

Von wegen “einem signifikanten Wirtschaftswachstum”: Verhungert und verelendet sind die Bürger wie überall durch die neoliberale Verbrecherbande. Wir konnten im Fernsehen damals die ehemals gutbürgerlichen Rentner als Bettler auf den Straßen sehen.

Systemfrager Februar 28, 2015 um 07:50

Wer wirklich dahinter steckt, wird wohl für immer das Geheimnis des korrupten russischen Sicherheitsapparats bleiben.

Bravo SPON!
Ganz anders im USlamistan. Der Fall Kenedy wurde rucki-zucki geklärt.
Applaus! Applaus!

Systemfrager Februar 28, 2015 um 07:55

Zu dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit soll noch der Fall kommen
Sozialer Genozid
Dann müsste man Nemzow auf dem Roten Platz aufhängen.

Russian Party Februar 28, 2015 um 09:29

“Der russische Oppositionspolitiker und frühere Vizeregierungschef Boris Nemzow ist am Freitagabend in Moskau in der Nähe des Kremls erschossen worden. Er war ein bekannter Gegner von Wladimir Putin und der russischen Ukraine-Politik. ” TG

Russian Party Februar 28, 2015 um 09:33
Systemfrager Februar 28, 2015 um 09:43

@Russian Party
Tja,
die slawischen Untermenschen
schade dass dein Opa nicht alle ausgemärzt hatte
PS
Ich dachte mir zuerst, das sind Szenen aus den Slums im USlamistan
Wie man sich nur täuschen kann

Russian Party Februar 28, 2015 um 09:45

@ Systemfrager

” Dann müsste man Nemzow auf dem Roten Platz aufhängen.”

Deine Freunde haben ihn zwar nicht auf dem roten Platz aufgehangen, aber letzte Nacht in den Rücken geschossen. Waren tödlich. Wird dich freuen.

Werde mal schauen, ob du ein ordentliches Impressum auf deiner Seite hast. Hausbesuche machen Spaß.

https://www.facebook.com/acinceacoloana/photos/a.1440966499527776.1073741825.1440966332861126/1440966506194442/?type=1&theater

Systemfrager Februar 28, 2015 um 09:56

ob du ein ordentliches Impressum auf deiner Seite hast. Hausbesuche machen Spaß.

Danke dass du dein wahres Gesicht zeigst.
Das wahre Gesicht der “Demokraten” und “Freiheitskämpfer”
Ich verstehe:
Ist die Ehre einmal ruiniert, lebt es sich leichter ungeniert!

ruby Februar 28, 2015 um 10:44
ruby Februar 28, 2015 um 10:45
karla Februar 28, 2015 um 10:52

KommentatorX Februar 28, 2015 um 00:02

“”BILD-Diekmann:
„Den Menschen in Griechenland, „den Griechen“, wünschen wir nichts mehr als eine bessere Zukunft.“
http://www.bild.de/politik/inland/bild-kommentar/bessere-zukunft-fuer-griechenland-39957350.bild.html“”

Und seinen Lesern gönnt er wieder mal die halbe Wahrheit:”Die Milliardenhilfen aus Europa – so wie sie heute wieder mal freigegeben wurden – helfen bloß, um die gigantischen Schulden zu bedienen.”
Mit dem “bloß” tut er so als ob es darauf ankäme Staatsschulden auch wieder zurückzuzahlen. Griechenlands Problem, dass es auf dem Kapitalmarkt keinen Kredit bekommt um seine Schulden zu bedienen, traut er seinen Lesern nicht zu. Sonst müsste er seine Mär die in seinem “bloß” steckt als solche benennen.
“BILD dir eine Meinung.” Blöd nur, dass die diese schon haben.

The Real Slim Shady Februar 28, 2015 um 11:11

>Und seinen Lesern gönnt er wieder mal die halbe Wahrheit:

Ja, aber heißt es nicht immer zu und über Griechenland, es müsse endlich mehr gespart werden? Da ist das doch ein guter Anfang. Nur die halbe Wahrheit zu verballern, und die andere Hälfte aufzuheben. Für später. Ich mein: auch für die BILD kommen auch mal wieder schlechtere Zeiten, wo man dann froh ist, wenn man noch ein bisschen was an Vorräten übrig hat. So machen dass doch vernünftige Menschen. Was gefällt Euch denn daran jetzt wieder nicht?

chabis Februar 28, 2015 um 11:12

Andere Zeitung, andere Funktion, verwandt in dieser Eigenheit

“Macht und Messer

“Der Vorteil, eng mit der Macht zu schreiben, ist, dass diese einem zwei Dinge liefert: Informationen. Und Leute ans Messer. Je näher die «Weltwoche» zu Blocher rückte, desto stärker wurde sie zum Investigativblatt, das enthüllte: über alle möglichen Gegner. Und das mit voller Härte. So dient die «Weltwoche» längst – wie ­SVPler sagen – auch zur parteiinternen Disziplinierung: Wer die Parteilinie verlässt, wird von ihr angegriffen.””
Constantin Seibt über Roger Köppel
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Der-rechte-Weg/story/18036110

sol1 Februar 28, 2015 um 12:09

Der letzte Eintrag von Boris Nemzow in VK.com – und eine Übersetzung ins Englische:

http://vk.com/wall247285717_14818

http://zik.ua/en/news/2015/02/28/boris_nemtsovs_last_appeal_568549

Keynesianer Februar 28, 2015 um 12:12

Hier einige Fotos, ganz oben das 23-jährige ukrainische Modell, in dessen Begleitung Nemzow war.

http://jury-tver.livejournal.com/252652.html

Wen es halt interessiert, der ist nichts passiert, ein guter Schütze.

Natalius Februar 28, 2015 um 12:16

@Frank Lübberding

Irgendwie gefällt mir Deine Analyse des Schreihalses nicht. Sie ist durchtrieft von – um einmal @PVK’s Terminologie zu benutzen – “habermasianischen” Standardstereotypien eines weichlinks aufgestellten Systemjournalisten, der sich mal wieder pharisäisch “gut” fühlen möchte und genau weiss, dass sein Kommentariat ähnlich tickt wie er selbst. Von wegen “niedere Instinkte” (@CM lässt grüssen) des Prolls. Fifty Shades of Gray. Frau masturbiert im Kino. Ha, ha, ha. Da haste Dich doch schon mal selbst aufs Glatteis geführt. Nein, die “niederen Instinkte” sind bei bekennenden Neoliberalen (etwa @TRSS) noch viel deutlicher, direkter und ungehemmter ausgeprägt als beim Proll und “neoliberal” gibt das sogar ehrlich zu und macht keinen moralischen Popanz daraus.

Was mir bei der Selfie-Aktion von Bild auffällt, ist, dass die Vorstellung einer Marktlücke der niederen Instinke, die eben für das Prolet – und Präk-Ariat selektiv bedient wird, so nicht stimmen kann – oder zumindestens nicht stimmen muss. Entweder hat Bild bei der Zusammenstellung der abgedruckten Selfies (a) totaaaaal gelogen oder (b) die Auswahl der Selfies ist zumindestens halbwegs repräsentativ, d.h. es gibt tatsächlich und überhaupt eine/n Architekten, Finanzberater, Verwaltungsleiterin, Unternehmensberater, Anästhesisten, System-Ingenieur, Qualitätsmanager, Diplom-Metereologen, Banker, BWL-Studenten, Berufsschullehrer, TV-Journalisten und Journo-Studentin, die sich für “so etwas” hergeben. Wenn die das tun, dann sicherlich nicht, weil sie sich bei ihren Untergebenen, Kunden, Patienten etc. blamieren möchten. Nein, diese Leute wissen, dass andere genau so denken wie sie selbst.

Weichlinke haben sich bereits bei der Einschätzung von PEGIDA geirrt – deshalb tippe ich auf (b). Bild übernimmt dann PEGIDA. Bild wird zu Charlie Hebdo in Deutschland:

Wir sind BILD.

Und das Ganze ist natürlich mit den einschlägigen Hintermännern geplant und gethinktanked (worden) – u.z. nicht etwa wegen einer Marktlücke. Klar, deswegen auch aber nicht primär deswegen. Es war planbar, weil es voraussehbar (gewesen) war. Der rechtliche Status von Springer gegenüber seinen transatlantischen Herren ist m.E. seit Gründung unverändert. “Bekanntlich” unterschreibt man als Springer Journalist in seinem Arbeitsvertrag einen “Transatlantik-Passus”, dem genau das gleiche Gewicht zukommt wie das Grundgesetz.

Es kann nicht angenommen werden, dass BILD in den Köpfen der Systemjournalisten weniger gleichgeschaltet wäre als die übrigen Downstream-Medien. Nein, was wir sehen ist eine “division of labour”: Ein “Hetzblatt” gegenüber einem ganzen Konglomerat von Systemmedien, das sich moralisch über das Hetzblatt empört und an sein weichlinks gespültes Klientel richtet. Das Klientel der “besseren Menschen”, die zu Toleranz gegenüber jedweder Form von Lug und Trug erzogen wurden. Bloss nicht die Hintermänner erwähnen. Die wollen und sollen “untouchable”, weil “unvisible” bleiben.

Diese Form von “division of labor” und seine Abbildung in Bewusstseinsströme ist die Weiterführung von PEGIDA und AntiPEGIDA. Divide et impera. Und jetzt muss ich einkaufen.

Keynesianer Februar 28, 2015 um 12:20

@sol1

Boris Nemzow hatte da eine ganz gefährliche VT:

“Putin annexed Crimea while giving away Siberia to Chinese”

“Putin annexed Crimea. Now he is giving Siberia away to Chinese. He has outplayed all.

Finding himself in isolation he told Chinese via Dvorkovich that he is ready to give them control over oil extraction.

Now the Chinese will start thinking. They won’t give him cash – they turned down his request for $25 bn to build the Sila Sibiri (Might of Siberia) oil pipeline. Similarly, they refused credits to Rosneft after the sanctions had been imposed by the West.

Finding himself cornered, Putin now offers the Chinese our resources.

Is Putin a traitor or a Chinese spy?”

Ob die Chinesen weitere Enthüllungen verhindern wollten?

KommentatorX Februar 28, 2015 um 12:25

Früher war – in meiner Jugend – war die BILD das typische Unterschichtenblatt, die Zeitung der handarbeitenden Malocher.

Wallraff berichtete davon, dass in der BILD-Redaktion die BILD-Leser als „Primitivos“ bezeichnet wurden.
Die psychosoziale Beziehung zwischen Journalisten und ihren Lesern war damals durch Gegenidentifiktion gekennzeichnet, typisch für hierarchische Beziehungen, wo die Herren die Knechte verachteten und die Gebildeten die Ungebildeten.

Die BILD war in meiner Jugend- und Studentenzeit in den 60er und 70er Jahren ein absolutes „No Go“ für gebildete Menschen, denn die wollten auf keinen Fall als Konsumenten jenes ideologischen Junk Foods identifiziert werden, welche die „Primitivos“ Tag für Tag in sich hineinfraßen.

Und kein anständiger Journalist wollte damals mit BILD-Journalisten und ihren Methoden identifiziert werden.

Das ist heute ganz anders. So wie sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht sehr vom privaten „Unterschichtsfernsehen“ unterscheidet, so unterscheidenden sich die großen Zeitungen, wie Spiegel, FAZ, SZ etc., nicht mehr sehr von der BILD.

BILD wird heute von allen Schichten gelesen, so wie TV von allen Schichten geglotzt wird.

Die Dummheit und Unbildung sind inzwischen klassenlos geworden.

Im Grunde reicht es auch die BILD zu lesen, in anderen Zeitungen wird man auch nicht besser informiert. Und die BILD ist unterhaltsamer.

Auch Diekmann wird heute von den Journalisten in den „Qualitätsmedien“ so behandelt, als gehöre er zum Kreis der „führenden Intellektuellen“.

Heute bilden alle affirmativen Journalisten eine große Familie.

Auch Lübberding spricht respektvoll von seinen „Kollegen von der BILD“.

Klar, es geht ja auch alles in die gleiche politische Richtung.

So hatten alle bei der von BILD initiierten Hetzjagd gegen den Bundespräsidenten Wulff mitgemacht. Alle nun hetzen alle gegen Putin. … Usf.

karla Februar 28, 2015 um 12:56

The Real Slim Shady Februar 28, 2015 um 11:11

>Und seinen Lesern gönnt er wieder mal die halbe Wahrheit:

“Was gefällt Euch denn daran jetzt wieder nicht?”

Es geht nicht darum was mir gefällt oder auch nicht. Im letzten Satz meines Beitrags hieß es:

““BILD dir eine Meinung.” Blöd nur, dass die diese schon haben.”

Diekmanns Methode nur die halbe Wahrheit zu sagen zeigt die Verachtung seinen Lesern gegenüber (sind natürlich nicht alle so blöd wie er sie behandelt). Er behandelt sie nicht als Subjekte die sich eine Meinung bilden sollen sondern bestätigt nur deren schon bestehende Meinung. So geht Kampagnenjournalismus.

“Ich mein: auch für die BILD kommen auch mal wieder schlechtere Zeiten, wo man dann froh ist, wenn man noch ein bisschen was an Vorräten übrig hat.”

Aber klar doch! Wenn die nächste Kampagne ansteht um dann mitzuteilen, dass man schon immer gewußt hat das dieses “Griechenpack” nie ihre Staatsschulden zurückzahlen können. Was für seine Adressaten dann aber auch schon wieder klar ist.

Bogus Februar 28, 2015 um 13:00

karla,
der Strobl macht doch nur Spass!

Bogus Februar 28, 2015 um 13:15

Ohne Schulden läuft gar nix, wer wüsste das besser als er?

In tiefsten Innern ist das so eine Art österreichischer Grieche. Er hat sogar die gleiche Frisur wie Varoufakis!

karla Februar 28, 2015 um 13:41

Bogus Februar 28, 2015 um 13:00

” karla,
der Strobl macht doch nur Spass!”

Kein Problem. Zum Thema waren meine Beiträge schon passend. Journalisten und ihre Leser.

The Real Slim Shady Februar 28, 2015 um 14:30

>Er hat sogar die gleiche Frisur wie Varoufakis!

Mag sein. Aber meine Frau ist deutlich heißer als seine….

wowy Februar 28, 2015 um 14:30

@KommentatorX
fl hatte bei der Wulff-Geschichte mitgemacht, nachdem Schirrmacher seinen Artikel in der FAZ veröffentlicht hatte.
Das war eher eine vemeintliche Loyalitätsaktion. Die Zeiten für Journalisten sind hart und von ein paar Fernsehkritiken wird mann icht leben können. Ich denke, dass er heute weiß, dass das total unverhältnismäßig war. Und wir wissen, er wird es wieder tun, für einen anderen Auftrag. Kann man ihm das vorwerfen? Es muss jede und jeder für sich entscheiden.

Systemfrager Februar 28, 2015 um 14:44

„Ich begrüße, dass der Kreml noch in der Nacht entschiedene Anstrengungen zur Aufklärung des Mords an Boris Nemzow angekündigt hat. Es besteht kein Zweifel: Die Urheber dieses Verbrechens müssen rasch gefasst und in einem transparenten und rechtsstaatlichen Verfahren zur Rechenschaft gezogen werden“, wird aus der Erklärung von Steienmeier auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes zitiert.

„Der Tod von Boris Nemzow macht traurig und wütend. So wie viele Menschen in Russland sind auch wir schockiert von der kaltblütigen Ermordung des prominenten Oppositionellen auf offener Straße in Moskau. Unser Mitgefühl gehört seinen Angehörigen und Freunden“, so Steinmeier.

„Mit Boris Nemzow verliert Russland einen erfahrenen Politiker, der bereit war, für sein Land Verantwortung zu übernehmen. Er trat für seine Überzeugung öffentlich ein und stellte sich gegen Korruption und Willkür, auch wenn seine eigene Freiheit darunter litt“, so Steinmeier weiter. „Nemzows brutaler Tod ist ein schwerer Rückschlag für alle, die sich mutig für ein offenes Russland einsetzen.“

Frank-Walter Steinmeier
Was für ein Zynismus!
Wer die Gewerkschaftler verbrannte, hat ihn nicht so interessiert, Wer die Demonstranten auf Maydan gemördet hat, auch nicht
Igitt! Igitt!

Natalius Februar 28, 2015 um 14:54

@Karla

“Diekmanns Methode nur die halbe Wahrheit zu sagen zeigt die Verachtung seinen Lesern gegenüber (sind natürlich nicht alle so blöd wie er sie behandelt). Er behandelt sie nicht als Subjekte die sich eine Meinung bilden sollen sondern bestätigt nur deren schon bestehende Meinung. So geht Kampagnenjournalismus.”

Auuu Mann, Karla! Ich weiss ja nicht, welches kognitive Weichspülmittel Du benutzt hast, aber es muss einen starken Effekt haben. Es ist entweder völlig naiv oder sauklug, so etwas zu schreiben. Als ob die übrigen downstream-Medien lieb sind, weil sie die volle Wahrheit sagen. Nur Bild ist böse, weil Diekmann immer nur die halbe Wahrheit sagt. Karneval ist doch eigentlich vorbei, oder? Na gut, es gibt noch die Option, dass man für schönes Schönschreiben schön bezahlt wird – aber so richtig mag ich das nicht glauben ;-).

Systemfrager Februar 28, 2015 um 15:22

“In dem Moment, in dem man mathematisiert auf der Basis von Atomismus und Individualismus, mündet das in mathematischen Modellen von Markthandel, die jeden Blick für soziale Beziehungen* verlieren” – so Varoufakis. Weiterhin führt er aus, dass Ende des 19. Jahrhunderts das starke Bedürfnis bestand, Kapitalismus als alternativlose Wirtschaftsform ‘wissenschaftich’ zu legitimieren. Entsetzlich, diese Stalinisten!

serh gut: feynsinn.org >>>

chabis Februar 28, 2015 um 15:22

@The Real Slim Shady Februar 28, 2015 um 14:30
Zu Ihrem Kommentar wie zu Keynesianers Fotolink vom Februar 28, 2015 um 12:12, sind mir sofort eine Menge Bosheiten eingefallen, die
ich besser nicht von mir gebe.

holger Februar 28, 2015 um 15:23

wowy

der Witz an der Sache ist, der „HETZER“ hat nur die Leserbriefe zusammengefasst, und daraus eine Kampagne gebastelt. Der „HETZER“ ist nur das Ab „BILD“ seiner Leserschaft. Mehr ja nicht.

Dazu muss man sich nur die „Leserbriefe“ (abgedruckte) im „Stürmer am Sonntag“ anschauen.

Ich hab es oben schon mal getippselt: ersetze das Wort Grieche durch was Du willst, es passt immer. Nur nach einem bestimmten § darf man nicht alle „Völker“ darein setzen.

Was viele „Journalisten“ um das schöne Wort mal zu benutzen VERKENNEN ist: Sie sind im Worst Case das erbärmlichste Rad am Wagen. Die haben keine Mutti One in der sie mal einsteigen und flüchten können. Die sind das schwächste Glied in der Kette. Jeder einzelne von Ihnen spielt mit dem Feuer. Und der Blogbetreiber hier, beherrscht das Spiel über die Bande fast perfekt.

Auch sag ich es nochmal, dieses Land ist so bekloppt, dass man nur ne „rechte“ Demo anmelden muss, und schon wichsen sich die „Linken“ mit den Bullen :D und es brennen Autos.

Alles aber auch alles in der Gesellschaft ist in einem Desolaten Zustand. Und Schuld und die größte Schuld trifft die, die dauernd Boomerhaft nur dummes Zeuchs daher schwätzen. Alle die älter als 50 sind, halte ich in der Masse für dumme Idioten. Da können die noch so Intellektuell tun und weiterhin dummes Zeuchs quasseln. Ich halte von denen NIX. Noch schlimmer sind aber die, die jünger sind, die den vermeintlich Intellektuellen, in den Anus kriechen müssen, weil sie ja denken, ganz tolle Hechte sein zu können.

Und ich sach es nochmals, es wird der Generationen Bruch kommen, und er wird nicht fröhlich sein. Nicht unter den jetzigen Umständen.

Da ist dann vom ollen @HAM und seiner was weiß ich, ach so tollen 68er Generation nichts mehr zu hören. Da von „Gott“ entsorgt.

Persönlich hatte ich ja die Hoffnung aufgegeben, dass sich was ändern könnte, bis ich mich mit der Auswirkung beschäftigt hatte, was passiert denn, wenn das Volk in den Werktätigen schrumpft, und die Alte immer älter werden. Genau darin liegt der Kasus Kaktus.

WIR SAGEN NEIN ZU FAULEN GIERIGEN ALTEN

Genau das wird im „HETZER“ stehen dann. Und nichts anderes.

The Real Slim Shady Februar 28, 2015 um 15:30

>Die Zeiten für Journalisten sind hart und von ein paar Fernsehkritiken wird mann icht leben können.

In Wahrheit und zu Recht dachte er, dass er mit dem ehemaligen WGN-Format, in seiner brillianten Aufmachung unerreicht und ob seiner redaktionellen Qualität von Millionen verehrt, ein paar Groschen und damit seinen ehrbaren Lebensunterhalt verdienen würde. Und ich hätte es ihm gegönnt. Au ja. Aber wer konnte ahnen, dass die intelligente Leserschaft ein so dermaßen scheues Reh ist, das sich beim leisesten Rascheln der Blätter des die Lichtung säumenden Waldes erschrickt und aus Angst um geistige Unversehrtheit flinken Fußes ins Unterholz entschwindet? Nun ist er leer, dieser einst so lebendige und im Sonnenlicht erstrahlende Hort intellektueller Sublimität, und nur das niedere Getier, die Würmer und Schnecken, vereinzelt auch ein seltener Lurch, durchpflügen die Furchen und Gräben, mühselig sich an der morastigen Oberfläche festklammernd, oft genug auch darin versinkend. Damit lässt sich natürlich kein Auskommen finden.

metepsilonema Februar 28, 2015 um 15:30

Kampagnen sind keine Aufgaben journalistischer Medien, allerdings sind sie Bestandteile des öffentlichen (politischen) Diskurses; NGOs, Unternehmen, Agenturen, Institutionen, etc., starten Kampagnen, weil sie ihre Interessen propagieren wollen und auch müssen. Das ist in Ordnung, wenn gleich diese Art von Werbung die dahinter stehenden Interessen weder transparent, noch nachvollziehbar macht: Wichtig ist eine bestimmte Angelegenheit und deren Bild in der Öffentlichkeit, nicht jedoch die Frage warum das so ist oder sein sollte. Dieses Warum, die Nachvollziehbarkeit, die nur durch Argumente gewährleistet werden kann, ist eine Aufgabe des Journalismus, der ihr nicht immer — etwa: Meinung oder Polemik — aber doch regelmäßig nachkommen muss, ansonsten passiert genau das, was im Ausgangstext angesprochen wird: Die Funktionalität der öffentlichen Debatte ist außer Kraft gesetzt, Bild ist überall.

Damit ist keine umfassende, noch notwendig kritische Berichterstattung gemeint, sondern nur ein nachvollziehbarer Weg vom Ausgang bis zum Ende, dem was in politischer oder wirtschaftlicher Hinsicht getan werden soll. Wird das so gehandhabt, dann “dürfen” Medien auch für politische Vorhaben eintreten, die wiederum von anderen kritisiert werden können (einzelne Kampagnen sind noch kein Problem, auch wenn sie vermieden werden sollten, ihre Regelmäßigkeit schon; im Zweifel hilft eine Beschränkung auf “die Sache”).

Natalius Februar 28, 2015 um 15:32

@Keynesianer

Nicht alle Profs sind korrumpierte Ar…löcher. Zum Attentat auf Nemtsov hier die Einschätzung eines US-Biologen, der sich nach seiner Emeritierung auf “Mustererkennung” bei politischen Attentaten spezialisiert hat.

“Who killed Boris Nemtsov?

Summary: In all likelihood, the February 27 assassination of Russian opposition leader Boris Nemtsov is part of the CIA’s campaign of discrediting Russian President Vladimir Putin and destablizing the nuclearly-armed Russian Federation.

A few hours ago, on the evening of February 27, 2015, Boris Nemtsov (1959-2015), former deputy prime minister of the Russian Federation and a leader of the Russian opposition, was murdered, some 200 meters away from the Kremlin. According to a CIA-sponsored publication that lost no time in updating Nemtsov’s biography, he had been “an outspoken critic of Vladimir Putin.”

Was President Vladimir Putin behind this murder—or was it someone else?

To begin with, everyone agrees that Putin is a brilliant strategist and politician. Against all odds, he has so far brought Russia from the brink of utter poverty, disintegration, and disaster. One has just to watch him improvising a press conference, calmly, competently, and tirelessly, to realize that one is dealing here with a real, almost forgotten, specimen of a lost art: superb statesmanship.

So, we need to ask ourselves: What could Putin gain from the killing of Nemtsov? On first sight, it might appear that he had plenty to gain, for the two were clearly at odds about the future direction of Russia. But with an 85% popularity rating—by far the highest of any politician on our war-ridden planet—Putin has no need to assassinate his opponents.

Moreover, according to the facts put forward by a CIA-sponsored publication, and despite attempts to lionize the likes of Kasparov and Nemtsov in the Western captive media, Nemtsov was a political small potato who posed no threat whatsoever to the immensely popular Putin. Thus, Wikipedia tells us: “In the parliamentary elections of December 2003 the Union of Rightist Forces, whose list was headed by both Nemtsov and Chubais, received just 2.4 million votes, or 4% of the total, thus falling short of the 5% threshold necessary to enter Parliament and losing all of its seats in the State Duma.” Nemtsov didn’t even manage to get elected as mayor of Sochi, winning a mere 14% of the vote in the 2009 mayoral elections of that city. Putin would have to be not only ruthless but insane to order the killing of such an obviously unpopular fifth columnist.

Putin likewise must have been aware of the assassination of the late Alberto Nisman (1963-2015), the chief prosecutor of the 1994 car bombing of the Jewish Center in Buenos Aires. Did President Cristina Fernández de Kirchner benefit from that probable assassination? Did she gain anything at all from Nisman’s death? The obvious answer is that she did not. Nisman was a mere irritant to begin with, a confidant of the American government in charge of investigating a tragic event that took place many years before the Kirchners assumed power. Moreover, owing to Nisman’s death, Cristina’s position has weakened considerably. The murder has led, among other things, to demonstrations by hundreds of thousands of gullible Argentines who listen, watch, and believe their CIA-owned mass media.

Given the Argentine experience, would an acknowledged grandmaster of political strategy shoot himself in the foot by ordering the killing of a minor irritant? Does Putin need to kill a man who says that Crimea should effectively belong to Russia’s enemies and would-be disintegrators —despite the overwhelming votes of the people of Crimea, despite the arbitrariness of Crimea ever belonging to Ukraine, despite Crimea’s critical importance to Russian security? Could a former advisor to Ukraine’s IMF-owned former President Yushchenko ever pose a threat to the patriotic and popular Putin?

As well, and contrary to everything we hear in the Western CIA-owned media, it would be totally out of character for Vladimir Vladimirovich Putin to order the assassination of political opponents. Over the years, Putin had to put up with any number of home-grown traitors, who had deliberately or naively forgotten the entire history of Western crimes against Russia, and who had been dead-set on resurrecting the disastrous, servile, Yeltsin era. And yet there is no evidence, solid or circumstantial, that Putin had ordered the assassination of dissenting voices.

Or to give another of many example: In 2008, one suspects, Putin would have liked to continue serving as president of the Russian Federation. And yet, despite his probable wishes, despite the fact that Russia needed him, he chose to play by the rules and ceded the presidency—and at least some powers—to Medvedev. Does that sound like a man who would assassinate a misguided or bribed unpopular opponent?

So, even if no candidates presented themselves for the role of Nemtsov’s would-be assassin, it would appear highly unlikely that President Putin would have been stupid enough, and heartless enough, to serve in that role.

But our story does not merely end in the exoneration of President Putin, for a likelier assassin readily presents itself: America’s shadow government. That government is either directly involved in Nemtsov’s assassination, or used one of its proxies to carry it out (the list of proxies is certainly as long as it is hideous, and includes MI6, Mossad, the Saudi dictatorship, Ukrainian Nazis, Muslim henchmen such as Al Qaeda and ISIS—none of which would have hatched such a plan without the knowledge and sponsorship of the CIA).

So let us begin our indictment by asking: Who could possibly expect to benefit from Nemtsov’s assassination? We have seen already that this murder could on balance harm President Putin and his project for Russia. On the other hand, the men in the shadows who constitute the real government of the USA (one of these of men alone, David Rockefeller, has certainly more power, by far, than the combined executive, legislative, and judicial branches of the American government). These bankers, generals, and spooks, are clearly pursuing world domination. For them, Russia is what Carthage was to Rome’s Cato the Elder. Russia under Putin’s leadership is acting forcefully, fearlessly, and yet moderately in world affairs, and has recently stopped the conquest of Syria and the transformation of Crimea into an American military base.

These shadowy figures clearly want Putin out of the way. If nothing else works, sooner or later they will surely assassinate him, but such a step would involve some unwelcome risks. After all, unlike Chile’s Allende, Italy’s Moro, Congo’s Lumumba, Venezuela’s Chavez, Indonesia’s Sukarno, America’s Franklin Roosevelt, Walter Reuther, at least six members of the Kennedy clan, and thousands of other friends of the people everywhere, Russia has an impressive arsenal of nuclear weapons and delivery vehicles. Given this bloody, incontestable history of assassinations of world leaders, given moreover Russia’s nuclear arsenal, is it not likely that the masters of the CIA would try to bring Putin down in a more subtle way?

And the Men in the Shadows have nothing to lose from such a gambit. Nemtsov’s assassins were almost certainly top professionals. In the unlikely case of exposure, they could be readily liquidated. And, in the still more improbable event of tracing the plot to the CIA, there will be no outrage in the West—because virtually all sources of information in that part of the world are controlled by the CIA and its allies.

To continue our exploration of Boris Nemtsov’s death, we can next turn to history. Is America’s shadow government capable of killing their friends, agents, and servants when such cold-blooded murders serve its long-term objectives? The entire historical record is chockfull of precisely such examples. Here, let us focus on just three recent incidents.

With much fanfare, the American government and its servile media (and Boris Nemtsov of course) immediately—and with no trace of supporting evidence–blamed Russia or Novorussian freedom fighters for the tragic downing of a Malaysian airplane and its 298 passengers over Novorussian airspace. Following an extensive and immediate baseless media barrage, it gradually came to light that this was a CIA-orchestrated false-flag event, leading the western media to drop the subject. If the CIA can order their Ukrainian puppets to kill 298 innocent men, women, and children to advance their agenda of world conquest, couldn’t they kill their Russian agent Nemtsov to advance that very same agenda?

Then we have another CIA success story, the so-called Maidan coup of 2014. Everyone knows by now that this was a CIA-sponsored event. We even know the price tag: 5 billion dollars (we may note in passing that CIA fascist coups d’état are subject to inflationary pressures too—in 1953, it only cost $100,000 to overthrow Iranian democracy). As well, to remove the elected president of Ukraine from power, the CIA had Ukrainian snipers killing their own paid protesters in order to successfully turn Ukraine into a fascist dictatorship—and a thorn in Russia’s side. If they can kill their comrades in Kiev, can’t they likewise kill comrade Nemtsov in Moscow?

For another example of American spooks’ subtlety and willingness to kill their own agents in order to smear their enemies, let us again recall recent events in Argentina. In the 1970s and 1980s, the CIA had successfully installed or strengthened vicious dictatorships in Brazil, Argentina, Chile, Uruguay, Paraguay, and Bolivia. The list of atrocities of these American-sponsored thugs is chillingly long. Besides tortures, censorship, and fake nationalism, the Southern Cone’s dictators ceded everything to Western interests and brought misery and unemployment to ordinary citizens. By the turn of the present century, Argentines had enough and managed to kick out the lackeys, oligarchs, and traitors who ruled over them. By 2003 these imperial collaborators were replaced, first, with President Nestor Kirchner. After Kirchner’s untimely death at age 60, his wife, Cristina Fernández de Kirchner won the presidential elections and continued her husband’s policies. Despite vicious Western-owned media campaigns against the Kirchners, despite oligarchic opposition at home, the Kirchners have managed to partially defy the Men in the Shadows, pursue semi-independent policies, and bring greater prosperity and liberty to their countrymen.

Things got really ugly when Cristina balked an American judge who ordered her, the head of a sovereign nation, to pay an odious debt to politically powerful American vulture funds. Another example of Cristina’s defiance is provided by the renationalization of YPF, an oil company. She crossed the line, and had to be removed from power by any means necessary.

So, to protect herself, to make her assassination a bit less likely, President Cristina Fernández de Kirchner wisely gave an emotional speech in late 2014, telling her countrymen and the world that her defiance of America might cost her life. That of course made it a bit difficult for her would-be assassins to do her in.

No one should ever underestimate the professionalism and tenacity of the Central Institute of Assassinations, who most likely came up with a diabolically ingenious stratagem to overcome Cristina’s disobedience.

The full story of this sordid Nisman affair must and will be told elsewhere. For now, suffice it to say that it is highly probable that the CIA solved that quandary creatively and professionally by killing one of their collaborators and a minor irritant for Cristina, a prosecutor of events that took place decades before. And as we have mentioned, that killing had the desired effect—aided by the Argentine prostitute media—of bringing hundreds of thousands of cynical or ignorant protesters to the streets of Buenos Aires.

Needless to say too, unscrupulousness is entirely in character for the American government. Rulers that killed, say, over one-quarter of a century, 2.5 million Iraqis on false pretenses, brought total chaos to this ancient and proud civilization, and left behind, forever, an environmental wasteland, are capable of any crimes whatsoever. They would kill 1,000,000,000 Nemtsovs to achieve their goals, without once blinking an eye or suffering a single sleepless night.

So, in my view, the probability that the Russian government is behind the killing of Boris Nemtsov is close to zero, while the probability of involvement of the CIA and its allies and stooges is well over 90%.

And this, right here and now, before the dust of the bullets that terminated the life of Boris Nemtsev settles, allows us to make two predictions.

The first prediction is this. The captive Western media will go out of their way to demonize Putin and attribute Nemtsov’s assassination to him. Day and night we shall be bombarded with stories of the defiant and heroic Nemtsov and the perfidious and murderous Putin. By the time they are done, the average Westerner or Japanese will be almost as familiar with Boris Nemtsov as she had been with Lee Oswald, Sirhan Sirhan, Patricia Hearst, or Osama Bin Laden. No real evidence will be presented against Putin, for these villains understand human psychology far better than their opponents—repeat a lie often enough and you would have succeeded in smearing your opponent and justifying your plan of murdering him.

The second prediction is this. The CIA will orchestrate anti-Putin demonstrations the world over. We shall have anti-Putin concocted marches not only in the port city commanded by Wall Street, not only in the river city commanded by the City of London, not only in the ancient city commanded by the Vatican, but everywhere the CIA can stir up trouble. More importantly—and this is one probable reason Nemtsov was killed—there would be demonstrations by traitorous, naïve, ignorant, or misinformed Russians.

If these predictions come true, they would lend further support to the assertion that, most likely, the CIA is behind the assassination of Boris Nemtsov.

_____________

Moti Nissani is the author of Lives in the Balance: The Cold War and American Politics, 1945-1991. His recent postings include analyses of recent false-flag events and of the state-sponsored assassinations or attempted assassinations of Aaron Swartz, Lucia and Leo Krim, Michael Hastings, and Imran Kahn.”

KommentatorX Februar 28, 2015 um 15:54

@wowy Februar 28, 2015 um 14:30
fl hatte bei der Wulff-Geschichte mitgemacht, nachdem Schirrmacher seinen Artikel in der FAZ veröffentlicht hatte.
Das war eher eine vemeintliche Loyalitätsaktion. Die Zeiten für Journalisten sind hart und von ein paar Fernsehkritiken wird mann icht leben können. Ich denke, dass er heute weiß, dass das total unverhältnismäßig war. Und wir wissen, er wird es wieder tun, für einen anderen Auftrag. Kann man ihm das vorwerfen? Es muss jede und jeder für sich entscheiden.

Journalist ist ein Dienstleistungsberuf.
Wie bei allen Dienstleistungsberufen, bestimmt über Inhalt und Qualität der zahlende Auftraggeber. Kritisch betrachtet, ist ein Journalist ein Meinungssöldner.

Wer zahlt, befielt heißt es. Wer über entsprechendes Vermögen verfügt, hat die Geld-Macht, Meinungssöldner für sich arbeiten zu lassen.

Mit kritischen Journalismus kann man unter den gegenwärtigen Machtverhältnissen in den Medien des Establishments kein Geld verdienen, sondern man benötigt finanzielle Unabhängigkeit, um als kritischer Journalist tätig zu sein.

Es sei denn, man hat das Glück, einen Medienunternehmer zum Chef zu haben, der eine Politik vertritt, mit der man identifizieren kann. Wie dies zu Zeiten von wie Rudolf Augstein der Fall war. Aber diese Art SPIEGEL-Journalismus ist schon lange Vergangenheit.

Heute gibt es diesen “Einheitsjournalismus”, welcher Ausdruck der realen gesellschaftlichen Vermögens- und Machtverhältnisse ist.

Man sollte diese gesellschaftliche Realität und Wahrheit endlich zur Kenntnis nehmen, statt immerzu das falsche Idealbild eines unabhängigen und kritischen Journalismus zu propagieren, der für lohnabhängige Journalisten nicht existiert.

f.luebberding f.luebberding Februar 28, 2015 um 15:59

wowy

“fl hatte bei der Wulff-Geschichte mitgemacht, nachdem Schirrmacher seinen Artikel in der FAZ veröffentlicht hatte.”

Schon die Ausgangsthese ist falsch. Jenseits dessen ist es ja rührend, wie ihr euch um mich sorgt.

Systemfrager Februar 28, 2015 um 16:27

Ich denke jedoch nicht, dass sich der Westen dazu entschließen wird, das Verbrechen für eine Zwecke zu gebrauchen. …
Nach Hintermännern des Verbrechens soll man nicht in den USA und in der Ukraine suchen, mit der Nemzow in letzter Zeit aktive Kontakte unterhalten hat, sondern in Russland

Gorbatschow
Wie unendlich dumm und naiv dieser Mensch ist … woher kann er eigentlich den Westen kennen … nur weil er dort war, um das Geld für die Zerschlagung der CCCP zu erhalten?

Natalius Februar 28, 2015 um 16:27

@The Real Slim Shady Februar 28, 2015 um 15:30

“In Wahrheit und zu Recht dachte er, dass er mit dem ehemaligen WGN-Format, in seiner brillianten Aufmachung unerreicht und ob seiner redaktionellen Qualität von Millionen verehrt, ein paar Groschen und damit seinen ehrbaren Lebensunterhalt verdienen würde. Und ich hätte es ihm gegönnt. Au ja. Aber wer konnte ahnen, dass die intelligente Leserschaft ein so dermaßen scheues Reh ist, das sich beim leisesten Rascheln der Blätter des die Lichtung säumenden Waldes erschrickt und aus Angst um geistige Unversehrtheit flinken Fußes ins Unterholz entschwindet? Nun ist er leer, dieser einst so lebendige und im Sonnenlicht erstrahlende Hort intellektueller Sublimität, und nur das niedere Getier, die Würmer und Schnecken, vereinzelt auch ein seltener Lurch, durchpflügen die Furchen und Gräben, mühselig sich an der morastigen Oberfläche festklammernd, oft genug auch darin versinkend. Damit lässt sich natürlich kein Auskommen finden.”

So, TRSS, als Neo-Neoliberaler kannste die Wahrheit ja vertragen ;-) . Vor vielen Jahren haste mal ganz vernünftige Vorschläge veröffentlichen (dürfen), z.B. dass man ja AUCH daran denken könnte, bestimmte Ebenen und Segmente des Finanzökonomiewunders – ähm – zu verstaatlichen. Wann das war, das weiss ich nicht mehr ganz genau, aber ich erinnere mich, dass es chic war über eine mögliche Trennung von Geschäfts- und Investitionsbanken zu diskutieren – so im Sinne des Schutzes kleiner Sparer. Da war WGNX aber schon in einem Akt überschäumender Entschlusskraft (typisch für Deine Baureihe) irreversibel vernichtet, die Leser- und Kommentatorschaft stand vor einem Scherbenhaufen (auch typisch für Deine Baureihe) und dann hat Frank wieder von vorn begonnen, weitergemacht mit Hans Huett und plötzlich war da ein Ding da, dass noch größer als Deins geworden ist.

Heute ärgerst Du Dich darüber. Imitierst schönbildernd den Huett und doch ist es für Lurche und andere “dwellers” erkennbar, dass da so etwas wie Intentionalität hinter steckt.

Mach aus Deinem Wunsch doch ein Angebot an Frank. Etwa so: Du kriegst von mir die ganzen WGNX-Archiv-Kommentare und ich werde bei Dir Teilhaber. Auf diese Weise stricken wir ein zeitgeschichtlich bedeutsames Ding zusammen. Wir lassen etwas Werbung vor den Kommentaren zu, so dass sich Ganze besser rechnet. Oder wir könnten auch über andere Geschäftsmodelle nachdenken und schauen mal bei erfolgreichen upstream-Kanälen rein. Oder wir machen etwas zwischen downstream- und upstream, usw…

Manfred Peters Februar 28, 2015 um 16:31

@ fl
”…  ist es ja rührend, wie ihr euch um mich sorgt. “
Noch mehr sorgt sich um uns alle der “brutalstmöglich” freiheitsliebende  Michael Hayden. :-(
Anm.: Hat einer eine Ahnung, warum solche Ausfälle nicht in den deutschen Medien thematisiert werden? Was wäre, wenn Putin das behauptet hätte? Roth, Atai und Co. hätten sich doch gar nicht wieder eingekriegt, die Blöd eine Sonderausgabe herausgebracht.

Goodnight Februar 28, 2015 um 16:37

@TRSS

“wer konnte ahnen, dass die intelligente Leserschaft ein so dermaßen scheues Reh ist, das sich beim leisesten Rascheln der Blätter des die Lichtung säumenden Waldes erschrickt und aus Angst um geistige Unversehrtheit flinken Fußes ins Unterholz entschwindet?”

Yep, völlig ungewöhnlich dieser Vorgang. All diese Türsteher, all diese Security, all diese Grenzpolizisten, all diese Einstellungsprozeduren, all diese Auswahlverfahren, all das…. wieso, warum, wie kann sein? Wie kann dann ein Blog ohne Inklusion-/Exklusion-Entscheidung plötzlich auseinanderfliegen? Völlig weltfremd diese Realität. Oder deren Beobachtung.

Whatever.

Goodnight Februar 28, 2015 um 16:49

@Natalius

“Heute ärgerst Du Dich darüber. ”

Na ja, TRSS steckt einfach nur in der Midlife Crisis. Er wechselt von Mini Cabrio zu Porsche, von Frau zu Freundin zu Frau, von sentimentalen Rückblick zu Rundumschlag zu Väterlichkeit.

Hier sucht er jetzt nach Identität. Wie wir alle. Hier können wir alle wieder die jungen Studenten voller Möglichkeiten sein. Ohne all die komplexen Strukturen, die da draußen all die Intelligenz in die Sackgasse fahren. All die Chefs, die Kollegen, die Mitarbeiter, der Krieg, die Frauen, das Geld, die Kinder, die Steuern, die Vorschriften, das Alter, der Körper, die Stadt, die Luft, die Entfernung, die Zeit,…………………….

Hier alles egal. Hier in der virtuellen Welt. Hier zählt nur “zwischen den Ohren”. Das hier ist wie Geld. Ein perfektes Medium, die maximale Entkopplung von Realität.

Hier kann TRSS noch Waldgott sein. Und den Frank begat… äh…beleben.

holger Februar 28, 2015 um 16:57

LOL

—>>>“wer konnte ahnen, dass die intelligente Leserschaft ein so dermaßen scheues Reh ist, das sich beim leisesten Rascheln der Blätter des die Lichtung säumenden Waldes erschrickt und aus Angst um geistige Unversehrtheit flinken Fußes ins Unterholz entschwindet?”

LOL LOOOOOOOOOOOL … :D

Wer konnte ahnen, dass der einstige Bestseller Autor, ZDF oder so Morgenmagazinauftreter, sich ins Unterholz verpisst? :D

Seine Gemeinde schändlich im Stich lassend fragend zurückgelassen hatte LOL :D

ER muss garantiert nicht puupsen… entfleuchte er doch mitten in der Nacht der Loser, um sich vermutlich neuen Kamasutra Quellen zu öffnen.

Nun denn in the long run LOL :D

Bogus Februar 28, 2015 um 17:00

Goodnight,
jetzt mal ohne Scheiß: Hast du dich neulich nur verplappert, als du die USA als den weltgrößten Ölexporteur bezeichnet hast, oder hast du Infos, über die ich (und das gesamte für mich zugängliche www) nicht verfüge?

Soldat Schwejk Februar 28, 2015 um 17:02

@ The Real Slim Shady Februar 28, 2015 um 15:30

Wo Rehe einst geäset hatten
kamen Käfer angekrochen
Auch ein Lurch zählt zu den Gästen

Toter Baum mit dürren Ästen
dessen grüner Trieb gebrochen
wirft nur einen schmalen Schatten

Auch sind Schweine auf der Lichtung
Doch darüber schweigt die Dichtung

(Ach @ chabis, vielen Dank übrigens noch nachträglich für die surrende Fliege.)

Rollow Februar 28, 2015 um 17:03

Vielleicht lesen noch andere in der Summe Idioten über 50 wie ich hier mit…
Vielleicht sogar dumme Handwerker- wie ich…

Stellt Euch vor: auch unter den Handwerkern ( Pläne realisieren- Ideen in die Realität umfunktionieren…) gab und gibt es sehr viele die Ihren “Wallraff” gelesen haben und Springer für das hielten was er war…

wowy Februar 28, 2015 um 17:04

@KommentatorX
Wo widersprechen wir uns? Vielleicht darin, dass es graduelle Unterschiede gibt.
@Natalius
Ich habe TRSS nicht so verstanden. Der entscheidende Punkt ist m. E. “die redaktionelle Qualität” , die Intensität der Beschäftigung und Auseinandersetzung.
@fl
https://www.wiesaussieht.de/2011/12/14/bundesprasident-wulff-trifft-die-deutsche-klassik/
verlinkt war der Artikel vom gleichen Tag
http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/wulffs-schweigen-der-kredit-des-praesidenten-11562994.html
Warum der link jetzt nicht mehr funktioniert, weiß ich nicht.

Bogus Februar 28, 2015 um 17:13

Goodnight,
tja, der Strobl…
traurig sowas. Neulich noch so ‘ne Art griechischer Finanzminister gewesen (*), dann auf die andere Seite rübergemacht und Insiderhandel mit griechischen Junkbonds betrieben…
Aber die Info bezüglich Porsche vs. Mini war mir neu. Auch die Weibergeschichten… Sehr schön, das passt gut zum Aufmacher des Threads, BILD dir deine Meinung!

(*) nachzulesen hier, Stichwort “Brücken nach nirgendwo”:

https://books.google.de/books?id=H3lynGtFbakC&pg=PA134&lpg=PA134&dq=ohne+schulden+läuft+nichts+brücken+nach+nirgendwo&source=bl&ots=x3UeHbhSSv&sig=0IsJ95D9c8H6U9rMzRD80qI_LXg&hl=en&sa=X&ei=kubxVIK8Ica_ywOsroKACA&ved=0CCIQ6AEwAA#v=onepage&q=ohne%20schulden%20l%C3%A4uft%20nichts%20br%C3%BCcken%20nach%20nirgendwo&f=false

Goodnight Februar 28, 2015 um 17:18

@Bogus

“Goodnight,
jetzt mal ohne Scheiß: Hast du dich neulich nur verplappert, als du die USA als den weltgrößten Ölexporteur bezeichnet hast, oder hast du Infos, über die ich (und das gesamte für mich zugängliche www) nicht verfüge?”

Ich habe Infos. Die vielleicht nicht für alle zugänglich sein sollten. Und dabei kann es passieren, dass man die gegenwärtige Beobachtung der Welt mit Beobachtungen der zukünftigen Gegenwartsbeobachtungen verwechselt.

Schon House of cards dritte Staffel geschaut?

f.luebberding f.luebberding Februar 28, 2015 um 17:21

wowy

Mein erster Artikel betraf die erste Bild-Meldung zum Thema. Ansonsten sollten Leute nicht über Dinge spekulieren, deren Hintergrund sie nicht kennen. Jenseits dessen ist das alles lediglich noch von historischem Interesse.

Linus Februar 28, 2015 um 17:22

Ein paar Einwürfe – drei auf einmal, ist zwar gegen die Regel, aber …

Zu Nemtsov: Es ist ziemlich egal, wer den um die Ecke gebracht hat.
Wenn sich da was erforschen lässt, dann allenfalls das Blaming.

Zu Bild: Schrieb ich oben schon
http://www.wiesaussieht.de/2015/02/26/der-schreihals-bild-und-das-poesiealbum-des-journalismus/#comment-273572
und ff

Bild agiert agiert so, wie es von ihr erwartet wird. Die SPD agiert auch so, wie es von ihr erwartet wird, sonst wäre sie nicht die SPD, usw.
Interessant, wie sich alles an der eigenen Identität festkrallt. Gestern bei Schuhmann (fand ich übrigens nicht so dolle) die ‘fiesen’ Troika-Typen angeschaut. Und wenn die Welt zusammenfällt, die sind immer noch von sich überzeugt.

Zu ‘sublimer Intellekt’: das ist was für intellektuelle Armleuchter.
Die zeigen sich gegenseitig ihr Poesiealbum.

Später mehr …

Bogus Februar 28, 2015 um 17:30

Goodnight
“Schon House of cards dritte Staffel geschaut?”

Nö, was ist das? Bogus guckt nur ARD und ZDF.

The Real Slim Shady Februar 28, 2015 um 17:40

>der Krieg, die Frauen, das Geld,

Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Ein einziges Elend. Man hat und will nicht mehr. Man will und kriegt nicht mehr. Man kriegt und braucht nicht mehr. Man braucht und kann nicht mehr. Coda.

Linus Februar 28, 2015 um 17:40

“Hier zählt nur “zwischen den Ohren”.”
Hmm … Was zählt denn das? Schäfchen?

Mir scheint, das Kommentariat ist deutlich abgebrühter geworden. Das ist zwar zunächst langweiliger. Aber vielleicht eröffnet es tatsächlich mehr Raum für second order Betrachtungen. Da ist Dünnhäutigkeit ja eher störend.

Natalius Februar 28, 2015 um 17:45

@Goodnight Februar 28, 2015 um 16:49

“Hier kann TRSS noch Waldgott sein. Und den Frank begat… äh…beleben.”

Ach so! Na das habe ich nun echt nicht gewusst. ;-) Aber ist ja auch schnurz, wer wem das Reh hier macht, odrr?

karla Februar 28, 2015 um 17:47

Natalius Februar 28, 2015 um 14:54

“Auuu Mann, Karla! Ich weiss ja nicht, welches kognitive Weichspülmittel Du benutzt hast, aber es muss einen starken Effekt haben. Es ist entweder völlig naiv oder sauklug, so etwas zu schreiben.”

Weder noch. Ich habe nur den Schreihals bewertet. Nichtschreihälse standen beim Thema nicht zur Diskussion.

“Nur Bild ist böse, weil Diekmann immer nur die halbe Wahrheit sagt. Karneval ist doch eigentlich vorbei, oder? Na gut, es gibt noch die Option, dass man für schönes Schönschreiben schön bezahlt wird – aber so richtig mag ich das nicht glauben ;-).”

Da schließe ich mich Dir an. Ich glaube das auch nicht.

Natalius Februar 28, 2015 um 18:00

@Goodnight –> @Bogus

Etwas kryptisch. Meinst Du das hier mit dem Plasma driller?:
http://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/Roman-Abramovich-Invests-15M-in-New-US-Fracking-Technology.html

Goodnight Februar 28, 2015 um 18:07

@TRSS

“Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Ein einziges Elend. Man hat und will nicht mehr. Man will und kriegt nicht mehr. Man kriegt und braucht nicht mehr. Man braucht und kann nicht mehr. Coda.”

Yep, die neuste Studie besagt ja, dass mit 35 sowieso alles aus und finito ist bei der Karriere. Wer bis dahin nicht CEO, der wird nimmer.
Mit 19 soll ja das mit der Potenz am Zenit sein und mit 27 das mit dem ganzen Körper. Und der Verstand soll ab 40 auch nichts Wesentliches mehr generieren können.
D.h. vom Prinzip könnten wir Schluss machen, mit der ganzen Jagd nach Frauen, Geld, Ruhm und Wulf.

Goodnight Februar 28, 2015 um 18:38

Wer erschoss Boris Nemzow?

Das wäre vor 20 Jahren keine Frage wert gewesen: Der KGB/FSB.

Eine einfache Information.

Und heute? Da kann es auch die CIA gewesen sein, weil die CIA ist seit 2001 überall.
Es kann auch die Ukraine gewesen sein. Weil reiche Oligarchen sind seit 1991 immer und überall.
Es kann auch Israel gewesen sein, weil der Mossad und der Jude überhaupt waren schon immer und überall.
Vielleicht war es aber auch gar nicht. Sondern nur ein Fake. Denn Hollywood ist …immer und überall.
Vielleicht war es aber auch der Lübberding, denn der Frank hat ja schon den Wulff zur Strecke gebracht.

Whatever, die wirklich wichtige Frage und damit zurück zum Thema:
Wie kann die Presse in einem solchen Gemengelage noch irgendwelche Informationen liefern? Wo die Presse doch niemals Wahrheit liefern konnte? Wo die Information immer die strukturelle Kopplung an das Naheliegende mit sich führen musste um nicht Lüge zu sein. Wie soll Presse heute sich von Lüge entkoppeln könne?
Wie kann Presse anders agieren als Bild?
Technisch ist das völlig unmöglich.

Bogus Februar 28, 2015 um 19:08

Natalius,
meine Frage bezog sich auf das hier:

http://www.wiesaussieht.de/2015/02/20/die-blindheit-der-europaeer/#comment-269289

Also Iststand, nicht irgendwelche Zukunftsprojekte. Aber interessant, was du da ausgegraben hast.

Natalius Februar 28, 2015 um 19:41

Boris Nemtsov

Na ja, die BBC erwähnt:
“‘Putin’s aggression’
In his last tweet, Mr Nemtsov sent out an appeal for Russia’s divided opposition to unite at an anti-war march he was planning for Sunday.
“If you support stopping Russia’s war with Ukraine, if you support stopping Putin’s aggression, come to the Spring March in Maryino on 1 March,” he wrote.
Speaking earlier this month to Russia’s Sobesednik news website, he had spoken of his fears for his own life.
(!!!!)
“I’m afraid Putin will kill me,” he said in the article (in Russian) on 10 February.
(!!!!)
“I believe that he was the one who unleashed the war in the Ukraine,” he added. “I couldn’t dislike him more.”
(http://www.bbc.com/news/world-europe-31669061)

Und jetzt passiert genau das, was Nemtsov am 10. Feb. erwähnt hat. Auch der nette Senator McCain ist gleich wieder dabei zu kommentieren. Der ist ja immer wieder dabei. Als ob er einen Riecher hätte für interessante Nachrichtenlagen, die mit Krieg und Terror zu tun haben.

Wenn Nemtsov seine eigene Ermordung durch Putin’s Hintermänner (FSB) bereits 17 Tage zuvor vorraussieht, dann kann es ja nur Putin sein. Oder? Eben nicht – und deshalb ist die Frage nach Motiven wichtig. Cui bono? spricht gegen Putin, wie Nissani oben (15:32) m.E. richtig analysiert. Wer es letztlich war, wird im Trüben bleiben.

Für die Presse sollte es heissen: Erst mal abwarten und Tee trinken. Und genau das wird nicht geschehen, wie Nissani vorhersagt….

Natalius Februar 28, 2015 um 19:56

@Bogus

Habe ich schon verstanden, das mit “USA als zur Zeit grösster Ölexporteuer”. Nur Goodnight’s Antwort habe ich nicht verstanden. Wenn Fracking tatsächlich ohne Chemikalien möglich wird, dann ändert sich natürlich auch seine Anwendungsperspektive….

Bogus Februar 28, 2015 um 20:16

Du kannst Goodnight’s Beobachtungsgeschwurbel nicht einordnen? Das überrascht mich jetzt.

Er hat gepfuscht (Export statt Produktion), kann das aber nicht zugeben, der Herr Super-Manager.

ruby Februar 28, 2015 um 20:39

@ Boris Nemtsov`s Mörder
http://classicrock.net/wp-content/uploads/2014/05/judas-priest.jpeg
Die widerwärtigen Motive werden euer Schicksal !

Goodnight Februar 28, 2015 um 21:07

@Bogus

“Er hat gepfuscht (Export statt Produktion), kann das aber nicht zugeben, der Herr Super-Manager.”

Kannst Du den letzten Teil, das mit dem “Super-Manager” bitte wiederholen? Mehrfach!
Ist gut für mein Ego.

Keynesianer Februar 28, 2015 um 21:20

In Venezuela konnte gerade mal wieder ein Putsch verhindert werden. Ein Flugzeug sollte den Präsidentenpalast bombardieren und danach wollte man eine neue Regierung ausrufen:

It was on February 6, 2015. Washington was finishing developing the plan for the overthrow of the democratic institutions of Venezuela. The coup was planned for February 12.

By tracking these conspirators, Military Intelligence discovered “Operation Jericho”. On the night of February 11, the main leaders of the plot and a Mossad agent were arrested and aviation security was enhanced. Others were rounded up on the 12th. On the 20th, confessions obtained permitted the arrest of an accomplice, the mayor of Caracas, Antonio Ledezma.

http://www.voltairenet.org/article186879.html

ruby Februar 28, 2015 um 22:06

Die schwule Rampensau Rob wird euch und eure Geister in den Höllentrip singen
https://www.youtube.com/watch?v=JUA5eguZf6I
no words no music no plaisure – just nothing and not
“another thing coming” ;-)
aber bis zu dieser erlösung seid ihr verflucht, so richtig ganz+gar …
;-)

chabis Februar 28, 2015 um 22:11

Goodnight Februar 28, 2015 um 18:07
and now…the news:
louie louie
oh baby i gotta go
the communist world is fallin apart
the capitalists are just breakin hearts
money is the reason to be
it makes me just wanna sing louie louie
….
but. ..hey
life after bush & gorbachev
the wall is down but something is lost
turn on the news it looks like a movie
it makes me wanna sing louie louie
louie louie
oh baby i gotta go
let’s go
https://www.youtube.com/watch?v=ZhSFV_M1Hv8&list=RDZhSFV_M1Hv8#t=0

ruby Februar 28, 2015 um 22:38
ruby Februar 28, 2015 um 23:26

“Reaktionen auf Nemzow-Mord
Merkel und Obama fordern restlose Aufklärung”
Hatten die nicht schonmal Aufklärung für den Abschuss des Passagierflugzeuges angekündigt?
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nemzow-mord-in-moskau-merkel-und-obama-bestuerzt-13455756.html

chabis Februar 28, 2015 um 23:28
Natalius März 1, 2015 um 00:01

Bogus Februar 28, 2015 um 20:16
“Du kannst Goodnight’s Beobachtungsgeschwurbel nicht einordnen? Das überrascht mich jetzt.
Er hat gepfuscht (Export statt Produktion), kann das aber nicht zugeben, der Herr Super-Manager.”

Na ja, wir sind in unseren Baureihen verschieden. Ich hatte im Kontext von@ Goodnights Gesamtäusserungen das Wörtchen “potentiell” vor “grössten Erdölexporteuer” mental “ergänzt”, denn @Goodnight glaubt ja wirklich an die technologische Überlegenheit der USA. Filmzitatdatenbank, yep, nope, usw. Deswegen habe ich mich gefragt: Warum? Und das Gefundene gefunden. Du dagegen hast genau den Wortlaut beachtet, und @goodnight bestätigt Dir das sogar aus der Ego-Perspektive (Flight statt Fight in diesem Fall). Fazit: Unterschiedliche Baureihen sehen Realität verschieden – und können in Superposition GLEICHZEITIG wahre – aber unterschiedliche Facetten erkennen. Spock würde sagen: Faszinierend! Was mit drei Perspektiven möglich ist – sollte per Induktion auch mit mehreren möglich sein.
Habe mir zwischendurch Cloud Atlas (3Sat) angeschaut und hätte den Film 2012 noch nicht verstanden. Heute meine ich, dass Chase Brandon’s Nachfolger einen guten Job macht, um uns auf Realitäten vorzubereiten, die für einige spooks schon längst wieder trivial sind. Aber Mann-o-mann, die Weichlinke in D-Land ist echt vernagelt – ich weiss nicht, ob ich meine Mission hier eines Tages als total gescheitert deklarieren muss.

Natalius März 1, 2015 um 00:27

PS: Nicht “in Superposition” sondern besser “aus der Superposition heraus” – schliesslich wird gemeinsame Realität durch Abgleich mehrerer Beobachter “materialisiert”. Der Abgleich dauert leider oft viel zu viel Zeit. Dinge passieren heute schneller, als zur Verständigung notwendig ist. Die Metapher der “vollendeten Tatsachen” überholt und erschlägt uns alle.

ruby März 1, 2015 um 00:28

Mit etwas Abstand:
Mensch muss sich einmal verdeutlichen, mit welchem Verblödungsfaktor die Mächtigen in Paris in einer Sackgasse demonstrieren und mit Hilfe der Medien den Eindruck erwecken wollten an der Spitze der normalen Bürger zu marschieren!!!
Unbelievable im Rückblick…
Oder was ?

QuestionMark März 1, 2015 um 00:45

@ruby März 1, 2015 um 00:28

Mensch muss sich einmal verdeutlichen, mit welchem Verblödungsfaktor die Mächtigen in Paris in einer Sackgasse demonstrieren und mit Hilfe der Medien den Eindruck erwecken wollten an der Spitze der normalen Bürger zu marschieren!!!

Und die Reaktion von Kai Gniffke auf die willfährige Propaganda der öffentlichen-rechtlichen Medienanstalten hatte es auch in sich. Der war nämlich der Meinung: Ist doch alles ganz normal. Politik ist immer eine Inszenierung. Und die Medien? Helfen einfach bei der Merkel-Propaganda mit. Business as usual. Null problemo.
Die Medien als Propagandaapparat der “Herrscher”. Anscheinend längst common sense im “journalistischen” Kreisen: Korrupt aus Überzeugung.

Und zum Boris: Auf die US-Marionette ist doch geschissen.

ott0 März 1, 2015 um 00:46

Was wird passieren, wenn Otto Normalo als Gruppe auf der einen Straßenseite flaniert und beobachten muss (darf), dass der gefährdete Staatslenker die Straßenseite wechselt, um nicht in Kontakt mit der Bevölkerung zu kommen?

Man wird den Staatslenker nachdrücklich nach seinen Gründen befragen.

Natalius März 1, 2015 um 00:52

@ruby März 1, 2015 um 00:28
“Mit etwas Abstand:
Mensch muss sich einmal verdeutlichen, mit welchem Verblödungsfaktor die Mächtigen in Paris in einer Sackgasse demonstrieren und mit Hilfe der Medien den Eindruck erwecken wollten an der Spitze der normalen Bürger zu marschieren!!!
Unbelievable im Rückblick…
Oder was ?”
Ich möchte einladen, darüber nachzudenken, ob unsere Politiker tatsächlich “die Mächtigen” sind. Meine nur so. Könnte ja sein, dass andere Kräfte Mehrmacht statt Mehrwert erzeugen, und dass es für G –> G’ etwas in Richtung M –> M’ gibt, für das noch nichtmal eine Theorie existiert.

ruby März 1, 2015 um 00:54

Was ist den Gehirnen der Inszenierern alles zu zutrauen, um ihre Ziele zu verwirklichen?
Offenheit und Klarheit im Sinne der Wahrheit legen das durch Distanz in der Beobachtung und Beschreibung dar.

QuestionMark März 1, 2015 um 01:11

@Natalius März 1, 2015 um 00:52

[...]etwas in Richtung M –> M’ gibt, für das noch nichtmal eine Theorie existiert.

Sehr gut. Tatsächlich ist Geld nur ein Mittel zum Zweck. Und man bekommt durch mehr Geld auch mehr Macht. Geld ist damit tatsächlich nicht der Zweck (wie man so oft hört) sondern vielmehr wiederum nur Mittel zum Zweck.
Damit ist auch implizit ein Verständnis dafür gegeben warum es in einem marktwirtschaftlichen System niemals Demokratie geben kann. Was bekommt man stattdessen? Man bekommt die Herrschaft der Reichen, die Plutokratie, den Neofeudalismus.

Natalius März 1, 2015 um 01:43

@QuestionMark März 1, 2015 um 01:11

Macht und Geld verhalten sich zueinander wie Qualia und Quantia – und zu diesen Begriffen gibt es erst einen Aufsatz in den kognitiven Neurowissenschaften, der zudem wenig zitiert ist. Vielleicht auch deshalb weil Quantia als Quanta oder elementar sogar als Quantum geschrieben werden müsste. In jedem Fall schliesse ich mich Dir an, Geld als Mittel zur Erreichung von Macht als Zweck zu betrachten. Macht wird durch Geld messbar. Die Konsequenzen aus dieser Einsicht sind allerdings schwer zu vermitteln.

Natalius März 1, 2015 um 01:59

PS: Die Messbarkeit von Macht durch das (akkumulierte) Geld ist aber eine Glaubensfrage. Der Lottomillionär wird nicht mächtig durch seine Lottomillion. Solange aber alle glauben, dass die Gleichung Geld=Macht aufgeht, wird sich der Machtgeile stets um die Vermehrung seines Geldes bemühen (müssen). Hier gibt es mehrere Widersprüche, die durch Klärung der Rolle der Macht einer Idee auflösbar sein könnten.

Systemfrager März 1, 2015 um 06:26

Der arme Nemzow. Ein dürftiges Hundeleben ist es, wenn man nur von ein bisschen Aktien übeleben muss:

?????? ???????, ??? ? ???? ??????? ????? ??? „???-14“ ????; ??? „???-9“ ?????, ??? „???“ ??????, ??? „?????????? ??? (???-13)“ ??????????, ??? „?????????????“ ????????, ??? „???-11“ ???????????, ??? „???-1“ ?????-?????????, ??? „???-2“ ?????????, ??? „???-4“ ?. ????, ??? „???-5“ ?????, ??? „???-6“ ?. ????????, ??? „????? ???-8“ ?. ??????-??-????, ??? ”????? ??? ???“ ??????, ??? „???-2“ ??????, ??? „???-4“ ??????, ??? „???-6“ ??????, ??? „???-???“ ??????, ??? „?????????????? c?????? ???????“ ?????????, ??? „???-1“ ?. ??????, ??? „????????“, ??????, ??? „??????? ????“ ??????, ??? „?????????“ ??????, ??? „???-3“ ??????, ??? „???-5“, ??? „???????? ???“ ??????, ??? „????? ??????“ ??????, ??? „?????-???????????????? ???????? „?????????? ??????“ ??????, ??? „???-10“ ?????????; ??? „???????? ??“ ??????».

Systemfrager März 1, 2015 um 06:39

Naja, wo gibt es Reiche, die nicht ihre noblen Huren haben. Insoweit nichts besonderes – man erinnert sich an den Ökonomen Schumpeter. Nun Nemzow war eben sehr bekannt, dass er solche Sünden sehr gern praktiziert hatte. Das Mädchen neben ihm (???? ????????) war eine ukrainische noble Hure.

? ???? 2011 ???? ?? ???????? 2012 ???? ???????? ?????????? ? ????????????? ????????? Join Up (????), ? ? ???? 2012 ???? — ? ????????? ????????? «???????» (????). ???? ?? ?????, ??? ????????? ????????????? ????????????? ???????? ??????–?????? ???????. ??????? ??????? ?? ?????????. ????? ??? ????, ??? ?????????? ?????? ??????? ??????, ??????? ??????? ?? ??????? ?????? ? ???????. ? ????? ??????? ?? ??????? ??????? ???? ????? ?????????? ? ???????????. ???? ?????????? ? ???????? ????????.

Mit einem Wort: Nemzow war ein Mensch, dem am nächsten die Bezeichnung Chicago-Bandit entspricht. Kein Vergelich mit Schumpeter. Und als solcher war Nemzow der richtige Mann für eine westliche Fünfte Kollone.

Pro Nation März 1, 2015 um 07:35

„Ich bin ein religionsfreundlicher Atheist. Ich glaube an keinen Gott, aber Christentum, Judentum oder Buddhismus stören mich auch nicht. Nur der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle. Mich stören Zwangsheiraten, ‚Friedensrichter‘, ‚Ehrenmorde‘. Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben. Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Islam wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen! Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht.“

bild.de /news/standards/religionen/islam-als-integrationshindernis-36990528.bild.html

Nikolaus Fest ist für diesen Kommentar gegangen worden? Auch die Bild, die regelmäßig die Jagd auf Kinderschänder und Sozialschmarotzer eröffnet, möchte andererseits lieber nicht über islamofaschistische Verbrechen sprechen und verbeugt sich vor einem islamischen Kollektiv.

Aggressionen aus der deutsch – islamistischen Unterschicht gegen Rechtsstaatlichkeit und persönliche Freiheit sollen ignoriert werden. Die Bild ist keine rechte Apo. Die Bild lässt sich von selbstethnisierten Zwangskollektive erpressen. Die deutschen etablierten Parteien, inklusive die großen Medienhäuser und grade auch der Bild Zeitung, fördern aktiv ein institutionalisiertes Community-Unwesen.

Nikolaus Fest hat sicher unrecht, wenn er ein Muslim – Gen identifiziert. Denn türkische – und arabische Eltern sind da schon weiter, als linke – und rechte Multikulturalisten, weil sie ihre Kinder vor Salafisten schützen wollen, während auf deutscher Seite nicht einmal eine Bestandsanalyse gemacht wird. Ja die deutsche Linke und Rechte lieben Kultur mehr als ihre Nation.

Integration bedeutet Arbeit und islamische Funktionäre, die Unterschichtkulturen verwalten, sind die bequemere – und billigere Lösung.

https://www.youtube.com/watch?v=PyylN6BWwF8

Pro Nation März 1, 2015 um 07:58

Islamofaschistische Gewalt wird in Deutschland von Parteien und Medienhäusern systematisch kleingeredet und die Bild hat das Nationale lange aufgegeben. Das moderne Europa ist feige und zynisch. Jeder weiß, dass die islamistischen Attacken keine Einzelfälle sind. Die Etablierten in Deutschland schweigen, weil sie ein schlechtes Gewissen haben.

Beispiel: Rotherham Kindersexskandal

Die über Jahre systematisch und massenhaft vergewaltigten Kinder und Frauen im britischen Rotherham ( wikipedia.org/wiki/Rotherham_child_sexual_exploitation_scandal )
, sind ein Beleg dafür, dass die nichtmuslimischen Frauen und Kinder Freiwild sind. Ohne die Vertuschung der islamischen Herkunft der Täter und ohne die Selbstzensur in Politik und Medien, wären sehr sicher viele Mädchen und Frauen nicht zu Opfern geworden.

https://www.youtube.com/watch?v=eWTsR8B4D6M

Systemfrager März 1, 2015 um 08:33

Moreover, according to the facts put forward by a CIA-sponsored publication, and despite attempts to lionize the likes of Kasparov and Nemtsov in the Western captive media, Nemtsov was a political small potato who posed no threat whatsoever to the immensely popular Putin. Thus, Wikipedia tells us: “In the parliamentary elections of December 2003 the Union of Rightist Forces, whose list was headed by both Nemtsov and Chubais, received just 2.4 million votes, or 4% of the total, thus falling short of the 5% threshold necessary to enter Parliament and losing all of its seats in the State Duma.” Nemtsov didn’t even manage to get elected as mayor of Sochi, winning a mere 14% of the vote in the 2009 mayoral elections of that city. Putin would have to be not only ruthless but insane to order the killing of such an obviously unpopular fifth columnist.

With much fanfare, the American government and its servile media (and Boris Nemtsov of course) immediately-and with no trace of supporting evidence–blamed Russia or Novorossiya freedom fighters for the tragic downing of a Malaysian airplane and its 298 passengers over Novorossiya airspace. Following an extensive and immediate baseless media barrage, it gradually came to light that this was a CIA-orchestrated false-flag event, leading the western media to drop the subject. If the CIA can order their Ukrainian puppets to kill 298 innocent men, women, and children to advance their agenda of world conquest, couldn’t they kill their Russian agent Nemtsov to advance that very same agenda?

Moti Nissani, Wayne State University >>>

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 09:43

Oha – die Mörder Nemzows wurden sogar von der Polizei zum Tatort eskortiert: https://www.youtube.com/watch?v=21zBRBPKdxM

Das nenne ich doch mal Service!

QuestionMark März 1, 2015 um 09:53

Der Klausi ist auch schon der Jauchegrube entstiegen. Na, dann kann es ja jetzt richtig losgehen. :-)

Ist etwa einer seiner neoliberalen Freunde gerichtet worden? Der Ärmste!

Systemfrager März 1, 2015 um 09:59

Herr Jarchow. Jetzt aber wirklich!
Ist CIA auf Austerität gestellt. Kann sie sich kein Geld für Agenten mehr leisten, die etwas taugen? Muss sie nur billig shoppen gehen und das unterste Niveau anwerben die nur blanken Blödsinn erzählen.
Das wird nicht gut enden.
Ich bin schon sehr besorgt.

QuestionMark März 1, 2015 um 09:59

Da muß ich nun mal glatt eine Trauersekunde für den großen Nemzow hier einlegen. Huch, ist schon vorbei die Sekunde. :-D

Pro Nation März 1, 2015 um 09:59

Die politischen Grundsätze des Axel – Springer – Konzerns:

“1. Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas.

2. Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes.

3. Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.

4. Die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus.

5. Die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.”

http://www.axelspringer.de/artikel/Grundsaetze-und-Leitlinien_40218.html

Zumindest in Punkt 4 versagen die heute gnadenlos. Die Bild betreibt Appeasement gegenüber den Kräften des Totalitarismus. Von der Bild bis zu den angeblich seriösen Medien wie dem Lieblingsmedium für Pastoren und Lehrer, dem Deutschlandfunk, über all nur Dhimmitum. Wer sozial – und ökonomisch deklassiert ist, für den geht schon eine Kompensationsreligion in Ordnung. Islamisch inspirierte Erziehung und islamische Binnenmoral werden bei Bild und Co genauso ausgeblendet, wie auch bestimmte Sprachvorstanzungen angewendet werden, um jeglichen Islambezug zu leugnen. So wird „islamkritisch“ oftmals mit rassistisch gleich gesetzt.

Über Scharia-Polizisten und Islamofaschisten schweigen bzw. einfach relativieren. Exemplarisch die FAZ nach dem Charlie Hebdo – Massaker:

“In Paris haben Terroristen der ‚Lügenpresse‘ das Maul gestopft: Journalisten und Zeichner der Satirezeitschrift Charlie Hebdo liegen in ihrem Blut [...]. Im Vorwurf ‚Lügenpresse‘ steckt auch der Versuch, im Namen der Meinungsfreiheit die Meinungsfreiheit eines pluralistischen Pressewesens zu beschneiden, das, obwohl auch seine Angehörigen nicht unfehlbar sind, in der Welt keinen Vergleich zu scheuen braucht. Hinter der Tat von Paris steht keine andere Absicht, nur ihre Mittel waren extremer.“

FAZ, 08.01.2015

“Von diesen Extremen, die der Islam heute zeigt, darf aber nicht auf dessen Mitte geschlossen werden – so wie von seinen Ketzern und Fanatikern auch nicht auf die Mitte des Christentums geschlossen werden kann. Die Muslime haben eine solche Mitte, haben einen gemäßigten, zeitgemäßen Islam hervorgebracht, der gerne mit dem Wort ‚Wasatiya‘ bezeichnet wird. In dem Wort steckt ebendieser Begriff der ‚Mitte‘. Damit gemeint ist nicht ein statischer Mittelpunkt, sondern ein flexibles Verhalten, das äußere Einflüsse, die man nicht beeinflussen kann, integriert. ”

FAZ, 10.1.2015

Mit Islamofaschismus hat das alles nichts zu tun. Hauptsache nicht anecken. Political correctness von der Bild über Deutschlandfunk bis zur FAZ. In Zukunft kann die Bild auch unter islamisierten Umständen noch mit Erotik, Geld verdienen. Eine Bilderstrecke mit nackten Frauen, die als “Schlampen” durch islamisierte Städte gepeitscht werden. Morgen schreibt man über die Schwulen, aufgehängt am Baukran und übermorgen über das schöne, friedvolle Zusammenleben unter der Scharia. Die Bild gewinnt immer.

https://www.youtube.com/watch?v=y4h_dBqNcCM

QuestionMark März 1, 2015 um 10:01

@Systemfrager März 1, 2015 um 09:59
Hast du die Nutte vom Nemzow gesehen? Ich glaub wir müssen alle beim CIA anheuern. Da gibts anscheinend die heißeren Bräute.

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 10:10

@ Nanana, bestes Systemfragezeichen: Ich habe dort doch nur ein Video deines russischen Fernsehens verlinkt. Dort biegen nun mal erst das Mörder-Töfftöff, und direkt dahinter zwei Polizeiautos absichernd Richtung Tatort ein. Warum das im russischen TV niemandem auffällt? Ja, ich weiß auch nicht, das könnte ja vielleicht am Geisteszustand dort liegen?

Aber schon klar: Du würdest mit dem Kopf immer wieder vor einen Laternenmast rennen, nur damit damit du sagen kannst, dort wäre gar kein Laternenmast.

QuestionMark März 1, 2015 um 10:10

@Pro Nation März 1, 2015 um 09:59
Die Nation ist tot. Die Ablösung der Deutschen durch Ausländer ist längst beschlossene Sache. Bedank dich bei den beiden Rattenparteien CDU und SPD.
Man hat die Deutschen in ihren Lebensgrundlagen derart fertig gemacht, das du heute die Bevölkerung zahlenmäßig nur noch durch den Import von Ausländern stabil halten kannst. Das ist das Ergebnis von jahrzehntelanger bevölkerungsfeindlicher Politik hier in D.

QuestionMark März 1, 2015 um 10:12

@Klaus Jarchow März 1, 2015 um 10:10
Keynesianer wird auch gleich da sein. Dann könnt ihr gemeinsam die Videoanalyse tätigen. Ich sag schon mal im voraus: Alles fake! :-D

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 10:20
QuestionMark März 1, 2015 um 10:24

@Klaus Jarchow März 1, 2015 um 10:20
Tja, wie die Statistik schon sagt, die meisten Taten sind eben Beziehungstaten.

sol1 März 1, 2015 um 10:28

@ QuestionMark

Der Klausi ist auch schon der Jauchegrube entstiegen.

Nein – er hat sich kurz in die Jauchegrube des Wiesaussieht-Kommentarbereichs begeben.

Vermutlich geht es ihm so wie mir – wenn ich hier zehn Minuten lang das Gefasel der hiesigen Altstalinisten, Antisemiten und sonstigen VT-lern gelesen habe, sehne ich mich nach einer Dusche.

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 10:30

@ Question Mark: Schon klar – ‘Beziehungstaten – auf Wunsch neuerdings auch unter Polizeischutz. Ein aktueller Service Ihrer russischen Sicherheitskräfte!’

Deutschstunde März 1, 2015 um 10:31

Pro Nation

Die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift verlangt ständiges Üben. Der nachfolgende Satz ist unvollständig und daher unverständlich – bitte fehlende Satzglieder ergänzen und dann zehn Mal schreiben. In Schönschrift!

“Denn türkische – und arabische Eltern sind da schon weiter, als linke – und rechte Multikulturalisten, weil sie ihre Kinder vor Salafisten schützen wollen, während auf deutscher Seite nicht einmal eine Bestandsanalyse gemacht wird.”

QuestionMark März 1, 2015 um 10:36

@Klaus Jarchow März 1, 2015 um 10:30
Klausi, wo hast du dich zum Zeitpunkt der Tat eigentlich aufgehalten? Ich hab da so einen Verdacht.

Bogus März 1, 2015 um 10:37

Natalius

“Na ja, wir sind in unseren Baureihen verschieden. Ich hatte im Kontext von@ Goodnights Gesamtäusserungen das Wörtchen “potentiell” vor “grössten Erdölexporteuer” mental “ergänzt…” etc.

Kleine Unschärfen können zu Fortschritt führen, aber auch in eine Sackgasse. Funktioniert so nicht auch die biologische Evolution?

Den Baureihenkram braucht’s dafür nicht.

Pragmatika März 1, 2015 um 10:50

Jarchow,

das Ganze hat vielleicht auch sein Gutes. Wenn es der US-Administration gelingt, Putin mittels politisch motivierter Morde und einer Farbenrevolution platt und damit die russischen Ressourcen den amerikanischen Konzernen wieder zugänglich zu machen, dann bleibt dem Westen der Ukraine und dem Rest Europas ein offener Krieg mit Russland vielleicht erspart.

ruby März 1, 2015 um 10:52

Jegor Timurowitsch Gaidar der ehemalige Wirtschaftsminister westlicher Kontingenz ?
http://de.wikipedia.org/wiki/Jegor_Timurowitsch_Gaidar
Von Putin ausgelöscht?

Anthrax März 1, 2015 um 10:57

Pro Nation,

darf ich an diese Aktion der BILD kurz vor Weihnachten erinnern? Das dürfte nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, die PEGIDA-Leute auf die Straße zu bringen:

http://www.bild.de/politik/inland/weihnachten/weihnachts-gottesdienst-mit-muslimischen-lieder-39069240.bild.html

http://www.taz.de/!151764/

ruby März 1, 2015 um 10:58

@ Pragmatiker
“ein offener Krieg mit Russland”
Was ist das für eine Doktrin transatlantischer, europäischer Politik?
Krieg im Sinne von (Wirtschafts-) Macht als der Ausdruck geheuchelter, verlogener offensiver Staatenmaxime!
STAMOKAP reloaded …

Natalius März 1, 2015 um 10:59

@Bogus März 1, 2015 um 10:37

“Kleine Unschärfen können zu Fortschritt führen, aber auch in eine Sackgasse. Funktioniert so nicht auch die biologische Evolution?

Den Baureihenkram braucht’s dafür nicht.”

Sackgassen gibt’s in der Evolution nicht (NASA’s “Failure is NOT an option”)

…sagen die, die den Materialismus noch nicht als Religion erkannt haben.

Pro Nation März 1, 2015 um 11:02

@ QuestionMark

Rechte und linke Kulturrelativlisten und Multikulturalisten neigen dazu, sich selbst ( den Westen ), die Schuld an allem zu geben und außerhalb von Deutschland gibt es nur Opfer. Opfersein ist immer traurig und z. B. muslimische Opfer sind dann auch immer die Guten. Wer also an der islamischen Welt etwas kritisiert, ist islamfeindlich und rassistisch.

Auch bei dir habe ich noch nie ein kritisches Wort an nicht westlichen Kulturen gelesen. Wer Islamofaschisten nicht kritisiert, weil Muslime geschont werden müssten und auf Kritik vielleicht aggressiv reagieren könnten, behandelt diese nicht auf gleicher Augenhöhe. Menschen die gegen Vernunftverachtung, Totalisierung des Wahns und Aufklärungsfeindschaft kämpfen, wie Ayaan Hirsi Ali, Seyran Ates oder Necla Kelek, werden vor allem von linken Deutschen mit viel westlichem Selbsthass angefeindet.

Egal wie oft wir von gesellschaftlich – institutionalisiertem Kinderficken, Ehrenmorden, Scharia – Urteilen hören, lesen wir in der Bild, dass das alles nicht mit dem Islam zu tun habe und Menschen wie du nehmen das auf und plappern es in Internetforen nach. Der linke Pseudofeminismus beantwortet Kritik an Frauenunterdrückung in westlichen – islamischen Communities damit, dass es ja auch so was wie “Mackertum” bei Deutschen gäbe. Es ist solch eine, wie bei dir hier oft gelesen, falsche Toleranz, die Menschen in Gefahr bringen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=gTxVfEL5PnM

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 11:03

@ Pragmatika: Die Mehrheit der ertragreichsten Ölquellen in Sibirien haben sie ja gerade für’n Appel und ein Ei an die Chinesen verhökert. So’n Krieg kostet halt …

Wenn’s also um Konzerne und Rohstoffe geht, würde ich nicht auf die USA, sondern getrost mal nach Osten schauen. Das erweitert die Perspektive – tief hinein ins Globale.

ruby März 1, 2015 um 11:08
Manfred Peters März 1, 2015 um 11:09

@ solei(ns) 10:28
” … sehne ich mich nach einer Dusche.
Zum Glück gibt es ja in D die Arbeitsstättenverordnung im Allgemeinen und im Besonderen die für Jauchegruben:
”Waschräume nach § 6 Abs. 2 Satz 2 sind … mit einer ausreichenden Anzahl geeigneter Duschen zur Verfügung zu stellen, wenn es die Art der Tätigkeit oder gesundheitliche Gründe erfordern.
Ob virtuelle Jauchegruben, wie die vom Fäkalagitator, auch dazu gehören und Personen mit einem Hang zur Schizophrenie überhaupt Zugang haben sollten, klärt gerade das jüngste Gericht.

Natalius März 1, 2015 um 11:10

Systemfrager März 1, 2015 um 08:33

Ich hatte den Nissani gestern aus VT (“Military Foreign Affairs Journal for the Clandestine Community”) eingestellt. Da hat eine Kommentatorin gerade etwas geschrieben, was einleuchtend ist:

“Two Points:”

First, there are security cameras up the wazoo all around the Kremlin. This murder had to be caught on video. Where are the tapes? I hope some journalists are trying to figure this angle out because it could be worth much valuable investigative information.

And second, IF Mossad had anything to do with this let’s be clear that Mr. Nemtsov’s funeral and the subsequent demonstrations will take all the anti-Netanyahu demonstrations happening in D.C. against his speech on March 3rd before Congress and his activities speaking before AIPAC off the front pages and out of the news.

Anti-Putin demonstrations in Russia trump anti-Netanyahu news in the U.S.”

sol1 März 1, 2015 um 11:13

@ Klaus Jarchow

Die Mehrheit der ertragreichsten Ölquellen in Sibirien haben sie ja gerade für’n Appel und ein Ei an die Chinesen verhökert.

Und wer hat das am Freitag in einem Artikel auf Facebook/VK.com angeprangert?

Boris Nemzow:

http://zik.ua/en/news/2015/02/28/boris_nemtsovs_last_appeal_568549

Zufälle gibt’s…

sol1 März 1, 2015 um 11:16

I hope some journalists are trying to figure this angle out because it could be worth much valuable investigative information.

Die gibt es tatsächlich, wenn auch natürlich nicht auf dem Nazi-Portal Veterans Today:

http://ukraineatwar.blogspot.de/2015/02/analyzing-cctv-footage-that-seemed-to.html

Und jetzt bin ich mal gespannt auf die Spekulationen von Natalius, wie der Mossad ein Fahrzeug der Moskauer Stadtreinigung einsetzen könnte.

ruby März 1, 2015 um 11:17
Deutschstunde März 1, 2015 um 11:22

Pro Nation

Wortzusammensetzungen mittels Bindestrich bitte OHNE Leerzeichen.
Also “Scharia-Urteil”, nicht “Scharia – Urteil”.

QuestionMark März 1, 2015 um 11:26

@Pro Nation März 1, 2015 um 11:02
Der Islam ist im Westen unwichtig. Das Christentum spielt keine Rolle mehr. Es gibt eine neue Religion und die heißt: Markt. Der Götze, der heutzutage von allen angebetet wird ist der Markt. Die Demokratie ist marktkonform. Der Wert eines Menschen richtet sich nach dem Marktwert. Und wenn etwas schief läuft? Dann muß wieder Vertrauen am Markt hergestellt werden.
Der Islam? Das Christentum? Ja, was ist damit? Es ist nichts weiter als ein verzweifelter Versuch der Reaktionären vor dem neuen Götzen zu flüchten.

Natalius März 1, 2015 um 11:28

@sol1 März 1, 2015 um 11:13

“Die Mehrheit der ertragreichsten Ölquellen in Sibirien haben sie ja gerade für’n Appel und ein Ei an die Chinesen verhökert.

Und wer hat das am Freitag in einem Artikel auf Facebook/VK.com angeprangert?

Boris Nemzow:”

Gähn! Google mal nach “russia china oil deal” – das ist ewig lange im Gespräch.

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 11:34

>Yep, die neuste Studie besagt ja, dass mit 35 sowieso alles aus und finito ist bei der Karriere.

Überzeugt mich nicht. Präsident der USA wirst du formal schon nicht unter 35, und in der Praxis erst jenseits der 50. Es gibt also immer noch was zu erreichen.

Natalius März 1, 2015 um 11:40

@sol1

“Die (Videos) gibt es tatsächlich, wenn auch natürlich nicht auf dem Nazi-Portal Veterans Today:”

Sorry – Rita Katz macht da einen besseren Job. Da sieht man wenigstens, was man sehen soll! Die Ukies sollten sich mehr Mühe geben.

:-D

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 11:41

Naja, hier der Tathergang nach meiner unmaßgeblichen Meinung: Die beiden Polizeifahrzeuge auf der Brücke hielten zunächst den Verkehr ein wenig auf. Derweil fuhr dieser Müllwagen vom naheliegenden Parkplatz und näherte sich Nemzow. Der Mörder sprang kurz vom Trittbrett herab, erschoss diesen ‘Vaterlandsverräter’, und fuhr dann als biederer Müllmann wieder unbeachtet davon. Interessant ist ja auch, weshalb die vielen Kameras auf der Brücke nichts gesehen haben wollen … der stolz präsentierte Mondeo aber ist vermutlich nur ein ‘red herring’. Praktischerweise haben die sauberkeitsbewussten russischen Kripo-Beamten das Pflaster dann sofort mit Hochdruckschläuchen von all diesem Unrat wieder gereinigt. Unser Dorf soll eben schöner werden …

Möglicherweise aber ist das alles auch viel zu komplex für einen russischen Ermittlungsrichter.

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 11:51

@ Natalius: Es geht nicht um diesen bemoosten Öl-Deal samt Pipeline aus dem letzten Jahr, von dem du sprichst. Es geht heute um den direkten Verkauf ertragreicher Ölquellen in Sibirien an chinesische ‘Investoren’. Das wurde justamäng deshalb eingetütet, weil Rosneft im Schuldensumpf versinkt, der Winterschlussverkauf des russischen Staates hat begonnen. Und zwar geht der Jackpot an China, nicht an die USA … und ob die neue chinesische Provinz ‘Sibirien’ irgendwann noch formal zu Russland gehört, scheint da doch völlig unerheblich.

Pro Nation März 1, 2015 um 11:51

@ Deutschstunde

Keine Argumente? Was verstehst du inhaltlich ( neben dem Satzbau ) nicht?

@ Anthrax

In dem Bild – Artikel gibt es keine Wertung oder einen eigen Standpunkt und für den TAZ Autor Daniel Bax ist vielleicht auch das tragen der Kipa in Berlin risikolos? “Sie fragten “Bist du Jude?” – und schlugen zu. Vier Jugendliche haben am Dienstagabend in Friedenau einen Rabbiner im Beisein seiner Tochter brutal attackiert.” ( tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/rabbiner-zusammengeschlagen-das-war-eine-attacke-auf-die-religionsfreiheit/7067800.html)

In der Bild darf der Bruder von Nordine Amrani ausführlich sprechen. Nordine war fleißig und ein toller Schweißer. Hat nie Drogen ( Cannabisplantage im Haus ) genommen. Trank nie Alkohol und sei angeblich kein gläubiger Muslim gewesen. Internet ( trotz Facebook Account ) hatte der liebe Nordine auch nicht. Den Opfern wurde keine Gelegenheit zu sprechen gegeben. Die Bild – Zeitung und ihr Mythos von “Islam ist Frieden”.

bild.de/news/ausland/amoklauf/bild-sprach-mit-bruder-des-amoklaeufers-21579658.bild.html

@ QuestionMark

Traditionslinke und Vulgärmarxisten können sich noch so verbiegen: es gibt z.B. für Frauen nichts vergleichbar perverses und wahnsinnigeres wie den Jungfrauenkäfig Islam. Die Frauenunterdrückung ist im Islam am effektivsten. Hier ist eine Gruppendynamik geschaffen worden, die allen Frauen gegenüber misstrauisch ist., Die Schande der Frau beschmutzt immer auch das männliche Familienoberhaupt und die Brüder.

https://www.youtube.com/watch?v=CN6kACvnPxI

ruby März 1, 2015 um 11:59

@ Shady-Strobl
Präsident zu mimen macht keen Spaß bei der aktuellen Guidance ;-)
Mach mal den Moneykommissar:

http://www.deutschlandradiokultur.de/bitcoins-utopische-hoffnung-auf-virtuelles-geld.1270.de.html?dram:article_id=312881

Wie wäre es, wenn die NSA norwegischgekühlte Rechnerleistung zur allgemeinen Verfügung stellt bei sieben Milliarden Privatkonten plus Unternehmenskonten der Weltwirtschaft?
Das Projekt könnte der E. Snowden aus Russland doch leiten!
Vorbild an intrinsischer Moral ;-)

Natalius März 1, 2015 um 11:59

@Klaus Jarchow März 1, 2015 um 11:41

Wow! Jetzt haste Dich aber selbst übertroffen. Ich sehe da auf dem Video so gut wie gar nix. Allerdings auch nicht den weissen PKW aus dem Reuters Video.

QuestionMark März 1, 2015 um 12:02

@Pro Nation März 1, 2015 um 11:51
Willst du zum Islam übertreten? Was ist eigentlich dein Problem? Du schwätzt andauernd vom Islam. Hast du paranoide Wahnvorstellungen, oder was? Der Islam spielt KEINE Rolle.
Und zu deiner Frauenunterdrückung: Was soll das? Bist du Feminist?

Andreas Kreuz März 1, 2015 um 12:21

Also – mir gefällt diese Variante bisher am besten:

http://www.egon-w-kreutzer.de/002/tk150301.html

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 12:22

>Wie kann dann ein Blog ohne Inklusion-/Exklusion-Entscheidung plötzlich auseinanderfliegen.

Du kannst bloggen für die Tiefe oder du kannst bloggen für die Breite. Kannst debattieren mit wenigen Interessanten oder eine Quasselplattform anbieten für die Vielen aus dem unoriginellen Rest. Das Schlimmste, was dir im Web passieren kann, ist die Kreuzung. Sodass du dich plötzlich in einer Nische für einige wenige Schwachköpfe wiederfindest, deren immergleiche Meinungskonserven zu moderieren du eines Tages überdrüssig wirst.

Ich musste gestern mal wieder einen Clip mit Schirrmacher gucken, in welchem er genau das prophezeite: dass der Friedhof ehemals anspruchsvoller Webformate unter wachsendem Platzbedarf leiden würde, während es Zeitungen auch morgen und übermorgen noch gäbe. In welcher Form und welcher Zahl auch immer. Wie in vielem anderm hatte er damit Recht.

Natalius März 1, 2015 um 12:24

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 11:51

Du beziehst Dich wohl auf diesen deal: http://sputniknews.com/analysis/20150228/1018894130.html
und teilst lediglich nicht seine Analyse. Das ist ok. Das hat Nemtsov auch gemacht. Dass die Sanktionen gegen Russland wirken und Putin gezwungen ist, Liquidität andersweitig zu erzeugen – etwa durch Veränderung der Konditionen in längst – gähn – etablierten Kontrakten mit China: http://en.wikipedia.org/wiki/Eastern_Siberia%E2%80%93Pacific_Ocean_oil_pipeline
das ist doch auch klar – mir jedenfalls.

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 12:29

PS: Der Handvoll Übriggebliebener, deren publizistisches Durchhaltevermögen ihrer explorativen Tiefe und schreiberischen Originalität in Nichts nachsteht, sollte man deshalb umso mehr Respekt zollen. Das tue ich.

ruby März 1, 2015 um 12:45

@ Schattige Kleinrealität
Was hat denn der FS zum pushen der chosen few vorzuschlagen.
Was, was wir hier nicht alles versuchen “populär” zu machen.
Du hast Dich ja verpieselt …
Also raus mit Deinen Exzerpten!

QuestionMark März 1, 2015 um 12:47

@The Real Slim Shady März 1, 2015 um 12:29

[...]publizistisches Durchhaltevermögen[...]

Nimm deine rosarote Brille mal ab. Dein Kumpel Lübberding ist da übrigens schon wesentlich weiter. Der Frank hat zu Recht hin und wieder vom “Journalismus im Verfallsstadium” gesprochen. Und da war nicht vom Kommentarbereich die Rede. Diese Erkenntnis steht dir noch bevor. Falls du jemals in diese Arena eintreten darfst.

ruby März 1, 2015 um 12:48
Soldat Schwejk März 1, 2015 um 13:00

Au fein. Heute wieder das Feature “Unsere Youtube-Tatortermittler lösen jeden Fall”. Lange sah es so aus, als würde Inspektor Keynesianer (“Der Alte”) in dieser Disziplin unerreicht bleiben. Unvergessen sein Einsatz auf den Straßen von Paris, ein wahrer Blockbuster. Nun aber stellt sich mit Kommissar Klausi & Robocop Sol ein neues Ermittlerduo dem Publikum vor. Wir wünschen weiterhin spannende Unterhaltung.

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 13:02

>“Journalismus im Verfallsstadium”

Eine ganz und gar unhaltbare These. Der Erklärungsbedarf der Welt wird grösser, nicht kleiner. Die Nachfrage nach immer neuen Weltkonstruktionen steigt beinahe in der Vertikalen. Das Angebot zieht nach, differenziert dabei aber aus. Tengelmann verdrängt Tante Emma, ALDI verdrängt Tengelmann, Amazon verdrängt ALDI, ….

Nur Einfaltspinsel verwechseln die Form mit dem Medium.

QuestionMark März 1, 2015 um 13:12

@The Real Slim Shady März 1, 2015 um 13:02
O.k., ich muß mich korrigieren: “Journalisten” im Verfallsstadium. :-)

Pro Nation März 1, 2015 um 13:14

@ Deutschstunde

“Wortzusammensetzungen mittels Bindestrich bitte OHNE Leerzeichen.”

Mein Strich / Dein Strich. Mimimimimimiiiiiiii. Wie lang ist dein Schwanz?

https://www.youtube.com/watch?v=wiGufGASsts

@ QuestionMark

“Der Islam ist im Westen unwichtig. Das Christentum spielt keine Rolle mehr. ”

Wenn es mal so wäre. In fast allen islamischen Staaten und islamisch-migrantischen Communities des Westens, gibt es eine Re – Islamisierung. Wahrscheinlich würden Antiimperialisten den Westen für das perverse islamische Verständnis von Ehre und Schande verantwortlich machen. Die antiwestliche Sklavenmoral der Linken ist doch jämmerlich. Wer den Ehrbegriff und die Gruppendynamik aufbrechen will, muss sich von Linken anhören: solange auch nur einer Frau in Deutschland hinterher gepfiffen wird, darf niemand gegen islamische Clanstrukturen sein.

QuestionMark März 1, 2015 um 13:21

@Pro Nation März 1, 2015 um 13:14
Meine Güte, ist das wieder mal so schwer zu verstehen? Dein Gesindel von der altkonservativen CDU hat die Gastarbeiter hier ins Land gebracht um die Löhne zu drücken. Ist das wieder echt so kompliziert? Die wollen einfach niedrigere Löhne haben (auf dem Bau, im Schlachthof, anywhere) damit die Reichen mehr Profit machen können. Auf deinen Islam scheißen die einen riesengroßen Haufen. Der interessiert hier niemanden. Und dein Christentum interessiert auch niemanden. Und wer schuld an allem oder an irgendwas ist interessiert auch niemanden. Die wollen Money, Knete, Zaster, Macht. Du versteh? Oder, guckst du nur? Ja, da guckst du nur dumm aus der Wäsche mit deinem abendländischen abgefuckten Kulturkreis. Auf den ist nämlich längst geschissen.

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 13:25

>Falls du jemals in diese Arena eintreten darfst.

Dass sowohl Spieler, während sie sich im Dreck wälzen und keuchen und ihre Knochen schinden, als auch Zuschauer auf den Rängen, während sie ihre zusammengepferchten Ärsche mit einem Becher Billigbier, einem Fließband-Hotdog und besserwisserischem Gebrüll zum Spielverlauf bei Laune halten, diejenigen nicht bemerken, die oben in den Logen gerade überlegen, ob sie als nächstes Champagner oder einen Wodka-Martini zu sich nehmen sollen, während sie sich von der reizenden Hostess aus Litauen einen blasen lassen, heißt nicht, dass letztere nicht da wären.

QuestionMark März 1, 2015 um 13:29

@The Real Slim Shady März 1, 2015 um 13:25
Dein Formulierungstalent in allen Ehren. Aber inhaltlich solltest du etwas aufrüsten.
Ganz nach dem Motto unseres allseits geliebten Ex-Pornodarstellers: Fakten, Fakten, Fakten. :-)

Natalius März 1, 2015 um 13:31

@Pro Nation März 1, 2015 um 11:51

“Traditionslinke und Vulgärmarxisten können sich noch so verbiegen: es gibt z.B. für Frauen nichts vergleichbar perverses und wahnsinnigeres wie den Jungfrauenkäfig Islam. Die Frauenunterdrückung ist im Islam am effektivsten. Hier ist eine Gruppendynamik geschaffen worden, die allen Frauen gegenüber misstrauisch ist., Die Schande der Frau beschmutzt immer auch das männliche Familienoberhaupt und die Brüder.”

Schau mal auf das hier:
http://www.laenderdaten.de/bevoelkerung/bevoelkerungspyramiden.aspx
und vergleiche die Golfstaaten (Vereinigte Arabische Emirate, Katar und Bahrein) mit dem Iran und Israel (als nicht-islamische Referenz im selben geographischen Raum). Was fällt Dir da auf? Wo kann man von einem “Genderozid” als extremste Form der Unterdrückung eines Geschlechts sprechen?

Die zuerst genannten islamischen Länder sind Freunde des Westens, der Iran ist es nicht. Iran und Israel haben aber hohe Ähnlichkeiten in der Bevölkerungspyramide. Zwar hat man in der westlichen Presse auch schon einmal von Steinigungen von Frauen im Iran gehört aber in den Golfstaaten werden offenbar nur Internetaktivisten gepeitscht.

Oder glaubst Du etwa, dass Golfstaaten-Araber/innen einen genetischen Schaden erlitten haben, der sich in der Asymmetrie der Bevölkerungspyramide ausdrückt? Sorry, ich nicht.

Im übrigen haben Leute wie Sarazzin und Ulfkotte durchaus recht, wenn es um weichlinks gespülte Multikulturalität und klar erkennbare Mängel in der Integrationspolitik geht – aber das hat nix Genuines mit Islam zu tun, denn sonst gäbe es diese gewaltigen Unterschiede nicht zwischen islamischen Ländern.

Und darüberhinaus eine Frage zum medialen Troublemaker: Wer hat denn den Aufbau der Terrormilizen des Islamischen Staates finanziert?

Keynesianer März 1, 2015 um 13:43

@QuestionMark März 1, 2015 um 10:12

Keynesianer wird auch gleich da sein. Dann könnt ihr gemeinsam die Videoanalyse tätigen. Ich sag schon mal im voraus: Alles fake!

Mal abwarten, was die Analysten im Cluesforum bringen. ;)

@sol1 März 1, 2015 um 11:16

Und jetzt bin ich mal gespannt auf die Spekulationen von Natalius, wie der Mossad ein Fahrzeug der Moskauer Stadtreinigung einsetzen könnte.

Das kostet 50 Dollar für den Fahrer, damit der sich einen schönen Abend machen kann. Du hast aber wirklich kein Talent für sowas.

@ Klaus Jarchow März 1, 2015 um 11:41

Praktischerweise haben die sauberkeitsbewussten russischen Kripo-Beamten das Pflaster dann sofort mit Hochdruckschläuchen von all diesem Unrat wieder gereinigt.

Da war nichts.

http://jury-tver.livejournal.com/252652.html

Nur ein symbolischer Akt der Straßenreinigung für die Trauernden am nächsten Tag, die sich sonst vielleicht geekelt hätten.

Manfred Peters März 1, 2015 um 13:45

Nur mal so, für die Vtler aller Art und besonders den Gottvater der Russophobie
Zitat Fäkalagitator: ”Derweil fuhr dieser Müllwagen vom naheliegenden Parkplatz und näherte sich Nemzow. Der Mörder sprang kurz vom Trittbrett herab, erschoss diesen ‘Vaterlandsverräter’, und fuhr dann als biederer Müllmann wieder unbeachtet davon.”
Es handelt sich um eine Kehrmaschine! Wie man hier aus verschiedenen Perspektiven sehen kann, haben Kehrmaschinen im Allgemeinen und Besonderem weltweit auch aus Sicherheitsgründen keine Trittbretter und schon keine auf der zum Fußweg zeigenden Seite, das sollte auch ein Fäkalagitator wissen.
Die von “Solei” verlinkte Seite zeigt zur Irreführung vordergründig ein Müllfahrzeug mit zwei Podesten für die Müllmänner.

sol1 März 1, 2015 um 13:48

Soldat Chujlo muß sich natürlich auf Beschimpfungen verlegen, weil ihm keine kreml-konforme Lösung des Mordfalls in den Sinn kommt.

So let me get this straight. It involved 2 vehicles, at least 3-4 killers and stopping the traffic for 20 seconds. In an area filled with security cameras and FSB agents. Yep, probably some love-drama.

http://www.reddit.com/r/UkrainianConflict/comments/2xjrcl/analyzing_the_cctv_footage_that_seemed_to_have/cp0rfma

Pro Nation März 1, 2015 um 13:49

@ QuestionMark

“Willst du zum Islam übertreten? Was ist eigentlich dein Problem? Du schwätzt andauernd vom Islam. Hast du paranoide Wahnvorstellungen, oder was? Der Islam spielt KEINE Rolle.
Und zu deiner Frauenunterdrückung: Was soll das? Bist du Feminist?”

Das ist dein Job. Du hast in der Vergangenheit viel Appeasement mit den Mullahs jeder Couleur gezeigt. Die Bild – Zeitung und deine Einschätzung damals zu den Paris – Attentaten sind multikulturalistisch und kulturrelativistisch verfasst.. Eure Techniken eignen sich hervorragend zur Elendsverwaltung. Der Herr @ QuestionMark steht dann am Straßenrand und feiert den Karneval der Kulturen. Sozial benachteiligte Assis feiern ihre „kulturelle Differenz“. Die Grünen und andere “Linke” wollen bei ihrem „Dialog der Kulturen“ mit iranischen Mullahs auch nicht gestört werden. Iranische Exil – Oppositionelle bleiben bitte draußen.

Ob linken FAZkes oder die Bild – Zeitung:

http://www.bild.de/politik/inland/dr-kristina-schroeder/sorgt-mit-pegida-tweet-fuer-empoerung-und-shitstorm-39223604.bild.html

Erstmal den Aufstand der Anständigen ausrufen und von Nazis reden. Die Bild möchte nicht gerne daran erinnert werden, dass die Synagoge in NRW ( 2000 ) von Islamisten attackiert wurde.

ruby März 1, 2015 um 13:51

Up here in space I’m looking down on you
My laser’s trace Everything you do

You think you’ve private lives Think nothing of the kind
There is no true escape I’m watching all the time

I’m made of metal My circuits gleam
I am perpetual I keep the country clean

I’m electric, electric spy I’m protective electric eye

Always in focus You can’t feel my stare
I zoom into you You don’t know I’m there

I take a pride in probing All your secret moves
My tearless retina Takes pictures that can prove

I’m made of metal My circuits gleam
I am perpetual I keep the country clean

I’m electric, electric spy I’m protective electric eye

Electric eye In the sky
They feel the stare So always there

There’s nothing you can do about it Develop and expose
I feed upon your every thought And so my power grows

I’m made of metal My circuits gleam
I am perpetual I keep the country clean

I’m electric, electric spy I’m protecting electric eye

I’m electric, electric spy I’m protecting
Protective, detective Electric eye

https://www.youtube.com/watch?v=b1B_pZC8aWU

Und wer verdient an den Verkäufen von Waffen am “besten”?

KommentatorX März 1, 2015 um 13:55

@QuestionMark März 1, 2015 um 01:11
Tatsächlich ist Geld nur ein Mittel zum Zweck. Und man bekommt durch mehr Geld auch mehr Macht. Geld ist damit tatsächlich nicht der Zweck (wie man so oft hört) sondern vielmehr wiederum nur Mittel zum Zweck.

Selbstverständlich ist Geld nur Mittel zum Zweck.

Dies nicht (mehr) begreifen zu können ist das deutlichste Zeichen einer soziokulturen Regression der Menschen in den kapitalistischen Gesellschaften in vormodere Entwicklungsstadien, welche durch ein magisches Denken gekennzeichnet waren.

Die Frage ist, ob die Menschen im Rahmen der kapitalistischen Sozialisation sich aus diesem Geld-Fetischdenken noch aus eigener Kraft befreien können oder ob sie diesem Denken im Prozess einer soziokulturellen Dekadenz immer tiefer verfallen?

Die Macht des Geld endet dort, wo man das, was man will, nicht kaufen kann.
Weil es nicht als Ware existiert.
So echte Liebe, echte Freundschaft, Verwirklichung der eigenen Begabungen, kreatives Schaffen, ein erfülltes Leben …

Mit Geld kann man Macht kaufen, allerdings nur physische Macht: Schläger, Söldner, Mörder, Waffen …

Aber keine eigene(!!!) geistige Macht, kein Wissen, kein Können, keine Intelligenz, keine Kreativität, keine Originalität …

Geld und Macht sind sowohl Mittel der Bedürfnisbefriedigung wie auch Voraussetzung von Freiheit.

Wer in dieser Gesellschaft kein Geld hat, muss – um zu überleben – sich zum Arbeitssklaven, Bettler oder Kriminellen machen. So ist der systemische Zwang. Daher diese massenhaften Sklavencharaktere.

Geld ist eine Voraussetzung dafür, sich von diesem Zwang zur Lohnarbeit zu befreien.

Macht ist wichtig, um ein freies Leben führen zu können .und nicht von anderen vergewaltigt oder versklavt zu werden.

In einer freiheitlichen bürgerlichen Gesellschaft verfügt jedes Individuum über Macht vermittels seiner Rechte. Garant ist der Rechtsstaat. Der ursprüngliche und echte Liberalismus trug noch die Idee und das Ziel der Befreiung der Menschen von Herrschaft in sich (s. freies bürgerliches Individuum; weder Herr noch Knecht).

Eine freiheitliche sozialistische Gesellschaft wird die Menschen mit Geld (s. BGE für alle) versorgen und die Individuen vom Zwang zur fremdbestimmten Lohnarbeit befreien.

Damit ist auch implizit ein Verständnis dafür gegeben warum es in einem marktwirtschaftlichen System niemals Demokratie geben kann.

Und niemals Freiheit für alle. Sondern die meisten Menschen werden gezwungen, ein entfremdetes Leben als Lohnarbeitssklave zu führen. Man besser, mal schlechter bezahlt. Und für die vermögenden Herrschenden verbleibt nur ein Leben als menschenfeindliche Sozialdarwinisten, sofern sie nicht “ihre Klasse verraten” und zu revolutionären Humanisten werden.

Zur Kritik der Marktwirtschaft:
https://www.youtube.com/watch?v=Vv1B8_pASOE&feature=youtu.be&t=1h19m30s

Wer nach diesem Vortrag es noch immer nicht begriffen hat, warum Marktwirtschaft der ökonomischen Vernunft widerspricht, wird es nie begreifen. Und dumm sterben.

Wilma März 1, 2015 um 13:59

Kann hier jemand den “Fenstersturz” aus dem 17. Stock von
Mykhailo Chechetov einordnen ?

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 14:03

>warum Marktwirtschaft der ökonomischen Vernunft widerspricht

Markwirtschaft ist perfekte ökonomische Vernunft. Sie mag gleichzeitig einer Vernunft widersprechen, womöglich sogar allen denkbaren Vernünften. Aber nicht der ökonomischen.

Systemfrager März 1, 2015 um 14:06

Nemzows Weggefährte und Putins Ex-Ministerpräsident Michail Kassjanow. Nemzow habe den Preis dafür gezahlt, “dass er jahrelang dafür kämpfte, dass Russland ein freies und demokratisches Land wird”.

Gott sei gnädig allen, die von der westlichen Dumokratie und Freiheit gesegnet sind: Kosovo, Iraq, Syrien, Libyen … und nun Ukraine

QuestionMark März 1, 2015 um 14:07

@Pro Nation März 1, 2015 um 13:49
Mir war nicht ganz klar das du mit der Wirtschaftspresse nicht so ganz vertraut bist. Aber ich kann dir da vielleicht sogar weiterhelfen.
Wie gesagt, deine Kulturdiskussionen finden heutzutage in elitären Kreisen nicht mehr statt. Das gab es tatsächlich früher mal. Ist allerdings schon etwas her. (historische Richtung -> Mittelalter)
Heutzutage geht es darum wie man möglichst viel Profit erwirtschaftet. Und dann stellt sich die Frage für die Kapitalisten wie man kulturübergreifend erfolgreich zusammenarbeitet UM MEHR PROFIT ZU ERWIRTSCHAFTEN. Und in diesem Zshg wird dann interkulturelle Kompetenz eingefordert.
Denn: Die Wachstumsmärkte liegen heute in Asien (also: nix mit arischer Rasse und so; und auch idR nix mit Christentum und so)
Linke Philosophien spielen dabei keine Rolle. PROFITMAXIMIERUNG und Wachstumsmärkte sind die zentralen Begriffe. Ich hoffe, das war jetzt deutlich genug.

KommentatorX März 1, 2015 um 14:16

@The Real Slim Shady März 1, 2015 um 14:03
Markwirtschaft ist perfekte ökonomische Vernunft. Sie mag gleichzeitig einer Vernunft widersprechen, womöglich sogar allen denkbaren Vernünften. Aber nicht der ökonomischen.

Im Alter nimmt man es gelassen hin, dass viele Menschen bestimmte Zusammenhänge in ihrem Leben nie begreifen.

Denn dies ist nichts Neues in der menschlichen Evolution.

Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass auf der/den nächsten Evolutionsstufe/n die zuvor nicht begriffenen gesellschaftlichen Zusammenhänge zum Allgemeinwissen gehören.

#Paradigmenwechsel#
#Menschwerdung des Affen#

Systemfrager März 1, 2015 um 14:16

Nehmen wir an, die Fünfte Kolonne hat Geld genug um 50.000 zusammenzuballen

50.000 / 12 Mill = 0.42%
anders gesagt: jeder 24 (vier und zwanzigster) in Moskau

Nun SPON labert von 50.000 aber Bilder zeigt er nicht

ruby März 1, 2015 um 14:18

Der deutsche ist am liebsten ein nationaler völkischer Stammesbruder an dessen Wesen die Welten genesen .
Der deutsche versteht die modernen Maximierer nicht so gerne.
Der deutsche pudelt lieber aus der Ferne.

Systemfrager März 1, 2015 um 14:20

Im Alter nimmt man es gelassen hin, dass viele Menschen bestimmte Zusammenhänge in ihrem Leben nie begreifen. Denn dies ist nichts Neues in der menschlichen Evolution.

excellent!
Es ist aber ein schmerzhafter Prozess sich von dem Gutmenschen in dem eigenem Bewusstsein zu trennen, und sich damit abfinden, dass Hobbes Recht hatte, vielleicht sogar nicht, er hat maßlos untertrieben, wenn man zB an einige Kommentatoren da denkt
(die Namen muss ich nicht aussprechen)

ruby März 1, 2015 um 14:21

@ Dünn-Schatten
Systemiker Du, der sich auf Ökonomie beschränkt ist wahrlich real schmaaal.

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 14:22

>dass viele Menschen bestimmte Zusammenhänge in ihrem Leben nie begreifen.

Man sollte nicht über Zusammenhänge sprechen, solange man die Differenzen im Dunkeln lässt.

Soldat Schwejk März 1, 2015 um 14:23

@ Robocop Sol

Mir kämen vielleicht 5 denkbare “Lösungen” Deines Falls in den Sinn, wobei die von Dir wohl präferierte mir am unwahrscheinlichsten vorkommt. Aber ich hab nicht den Ehrgeiz, Dir und Klausi das Drehbuch zu schreiben. Man muß schon ziemlich einen an der Waffel haben, um am Sonntagmittag im Internet als Fernfuchtler einen Mordfall aufklären zu wollen. Freilich gilt als mildernder Umstand, daß Ihr das Feature hier nicht erfunden habt. Also weitermachen…

@ Wilma

Naja, Chechetov… Mitte der nuller Jahre war er Chef des FGIU, also der ukrainischen Behörde für Staatsvermögen, die u.a. für die Privatisierungen zuständig war. Seine Nachfolgerin im Amt war Valentina Semeniuk-Samsonenko. Diese ist im letzten August mit einem Jagdgewehr erschossen worden. Auch da ging man zuerst von Selbsmord aus. Die Parallele ist zumindest erwähnenswert.

Systemfrager März 1, 2015 um 14:24

50.000 / 12 Mill = 0.42%
anders gesagt: jeder 24 (vier und zwanzigster) in Moskau

DONNERWETTER!
Was schreibe ich da !!!!!!!!!
Das ist jeder 240 (zwei hundert vierzigste) in Moskau

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 14:30

>Systemiker Du, der sich auf Ökonomie beschränkt ist wahrlich real schmaaal.

1) hast du, soweit es mich betrifft, von “real” keine Ahnung
2) ich beschränke mich nicht auf Ökonomie, auch nicht in dem obigen Statement. Ich wiederhole mich: ökonomisch gesehen ist Marktwirtschaft perfekt. Und zwar reinste Marktwirtschaft, noch sehr viel stärker auf das Differenzenpaar “Preis/Leistung” fokussiert, als sich das die so gerne und fleißig gescholtenen “Neoliberalen” in ihren feuchtesten Träumen auszumalen getrauten. Ich behaupte nicht, dass darin auch die Zukunft des Wohlfahrtsstaates oder der Quell menschlicher Brüderlichkeit gesucht werden müsse. Obwohl ich, das muss ich zugeben, einige neuere dysfunktionale Tendenzen im Arbeitsmarkt sehe, insbesondere in den Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer, denen man mit der Parole “mehr Markt” besser begegnen würde, als mit dem Gegenteil. Aber das ist eine andere Debatte.

Pro Nation März 1, 2015 um 14:31

@ Natalius

Du hast sicherlich recht, wenn du an die Mitverantwortung der USA erinnerst. Aber das reflexartige ( bei euch Linken ), immer alles an Verantwortung, den westlichen Regierungen zu zu schieben, zieht das noch? Warum und wohin fliehen denn die talentierten und jungen Menschen aus z.B. Afrika? Die wollen nur in den Westen.

Die Hauptschuldigen sind afrikanische Regierungen. Als junger , ehrgeiziger Mensch wirst du in diesem Ländern nur gebremst. Die Universitäten, Schulen, die öffentliche Verwaltung, das Gesundheitssystem, der öffentlichen Verkehr,… alles scheiße.

Einen Job bekomme ich nur mit Vitamin B oder ich zahle Schmiergeld. Wenn ich eine Arbeit bekommen habe, dann darf ich mein Geld in der Verwandtschaft verteilen. Will ich heiraten, kostet das auch Geld. Ich muss so sein wie alle anderen. Konformismus und Traditionalismus überall. Sexismus für die Frauen. Für alle Aberglaube und Autoritarismus.

Was sagen oder machen die afrikanischen Regierungen dagegen?

Systemfrager März 1, 2015 um 14:34

Tja,
der slowakische neoliberale Bullterrier Ivan Mikloš (einer sozusagen aus der slowakischen CSU) ist der Berater der ukrainischen Regierung
Mikloš radí Ukrajincom >>>

QuestionMark März 1, 2015 um 14:39

@The Real Slim Shady März 1, 2015 um 14:03

Sie mag gleichzeitig einer Vernunft widersprechen, womöglich sogar allen denkbaren Vernünften. Aber nicht der ökonomischen.

Das war jetzt aber wirklich dumm. Denn: Wirtschaften ist auch jenseits von Märkten möglich. Erst Hirn einschalten und dann schreiben.

sol1 März 1, 2015 um 14:43

@ Soldat Chujlo

Man muß schon ziemlich einen an der Waffel haben, um am Sonntagmittag …

…in einem Internetforum zu schreiben, in dem du, Natalius, Systemfrage und ähnlich degenerierte Gestalten ihr Unwesen treiben.

Danke, daß du mich daran erinnert hast, den Tag auf eine schönere Weise zu verbringen. Viel Spaß noch bei eurem virtuellen Gruppenwichsen!

The Real Slim Shady März 1, 2015 um 14:58

>Denn: Wirtschaften ist auch jenseits von Märkten möglich.

Man kann den Atlantik auch auf einer Luftmatratze überqueren, statt das Flugzeug nach New York zu übernehmen.

Mein Statement oben benannte “Perfektion”. Damit schloss es nicht aus, dass auch anderes “möglich” sei.

KommentatorX März 1, 2015 um 14:58

Zum Thema „Alte“ in den Medien

@holger Februar 28, 2015 um 15:23
der Witz an der Sache ist, der „HETZER“ hat nur die Leserbriefe zusammengefasst, und daraus eine Kampagne gebastelt. Der „HETZER“ ist nur das Ab „BILD“ seiner Leserschaft. Mehr ja nicht. Dazu muss man sich nur die „Leserbriefe“ (abgedruckte) im „Stürmer am Sonntag“ anschauen.

Das ist sicherlich zum Teil zutreffend, aber erfasst nicht die Komplexität.

Und ich sach es nochmals, es wird der Generationen Bruch kommen, und er wird nicht fröhlich sein. Nicht unter den jetzigen Umständen.

Nein. Die gesellschaftliche Spaltung findet nicht zwischen den Generationen („Rassen“, Ethnien, Geschlechter …), sondern zwischen den Klassen statt, also zwischen arm und reich, Herr und Knecht.

Da ist dann vom ollen @HAM und seiner was weiß ich, ach so tollen 68er Generation nichts mehr zu hören. Da von „Gott“ entsorgt.

Diese Generation ist längst Geschichte, da ohne bleibenden Einfluss. Karriere haben nur die 68-er-Konvertiten gemacht. Die meisten der 68-er-Generation sind heute im Rentenalter und haben eine noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 10 Jahren.

Und kaum jemand ist heute an dem Wissen und den Erfahrungen der 68-er-Generation interessiert. Im Gegenteil, die meisten Menschen aus den Nach-68-er-Generationen wollen von kritischer Gesellschaftsanalyse nichts wissen. Diese Theoriefeindlichkeit begann schon in den 70-er Jahren.

Persönlich hatte ich ja die Hoffnung aufgegeben, dass sich was ändern könnte, bis ich mich mit der Auswirkung beschäftigt hatte, was passiert denn, wenn das Volk in den Werktätigen schrumpft, und die Alte immer älter werden. Genau darin liegt der Kasus Kaktus.

Was soll sich denn groß ändern?

Dagegen sprechen zwei Gründe.

Zum einen werden die Alten nicht immer älter, das ist ein Irrtum und eine massenmedial verbreitete Lüge. Tatsächlich ist zu erwarten, dass sich die Rentenbezugsdauer verkürzt, weil die Rentenaltergrenze erhöht wird und zugleich die Lebenserwartung bei der Arbeitsbevölkerung sinkt. Die haben sich in der kapitalistischen Dauerkrise kaputt arbeiten müssen, sind krank geworden und haben ihren Frust und ihre Depressionen mit Alkohol, Rauchen etc. kompensiert.

Worum geht es hier bei dieser Diskussion?

Doch um die Prognose, dass die Alten in Zukunft zunehmend eine drohende ökonomische Belastung für die Arbeitsbevölkerung werden.

Was ich an Deutschland besonders widerlich finde, ist diese ständige Hetze gegen Teile der Bevölkerung, so gegen die Alten, die Beamten, die Ärzte, die HIVler etc. Also gegen jene, die sich angeblich auf Kosten der Allgemeinheit ein gutes Leben machen.

Das ist Nazi-Style.

Denn so dachten die Nazis. Eine ihrer Ideen war, die Rentenbezugsgrenze möglichst nahe an die Lebensaltersgrenze zu legen. Was ja die Wirtschaftsfaschisten – die neoliberal-sozialdarwinistischen Menschenfeinde mit demokratischer Maske – auch inzwischen längst machen.

Die Original-Nazis sprachen von „Ballastexistenzen“. So bei den Geisteskranken, die sie dann als „unnütze Esser“ umbrachten. Die Wirtschaftsfaschisten sprechen davon, für die Älteren einen „Arbeitsmarkt“ zu eröffnen. So als ob „Lohnarbeit“ ein Geschenk wäre.

Der zweite Grund ist, dass man in Zukunft immer weniger menschliche Arbeitskraft benötigen wird. Und zudem gibt es mehr als genug ungenutztes Arbeitskraftpotential.

In den 90-er Jahren bezeichnete ein Professor die Massenhochschulen als Warteschleifen für Arbeitslose. Seit meiner Abiturszeit hat sich die Zahl der Studierenden verzehnfacht(!). Aber die Zahl der Arbeitsplätze, wo wissenschaftliche Methoden in der Alltagsarbeit und für Führungsaufgaben benötig werden, hat sich nicht erhöht.

Jahr für Jahr hat sich der Anteil der studierunfähigen Studenten erhöht. Als „Ausgleich“ senkt man die Anforderungen an Studienleistungen und gibt bessere Noten. Was soll man mit den Massen an untauglichen und überflüssigen Akademikern machen?

Welchen ökonomischen Sinn machen 50% Abiturienten mit 13-jähriger Schulbildung?
Was wird aus ihnen?
Für die meisten berufspraktischen Tätigkeiten reichen 6-8 Jahre Schulbildung, so wie es früher war, zumal heute die meisten Tätigkeiten aus repetitiven Teilarbeiten bestehen.
Wo werden heute noch Facharbeiter mit echtem umfangreichen Facharbeiterwissen und –können benötigt?

Wenn in Zukunft Arbeitskraftangel zum Problem werden (sollte), dann wird man neue Ausbildungsmodelle entwickeln. Z. B. 8 Jahre Schulbildung plus 1 -3 Jahre berufspraktische Ausbildung, statt 13 + 5 wie bei Abitur und Studium.

Das faschistoide Aufhetzen gegen die angeblich „faulen und gierigen Alten“ wird sicherlich versucht werden und die Verlängerung der Lebensarbeitzeit sowie Rentenkürzungen sind längst im Gange.

Es gibt ja die These von den Deutschen als die „ewigen Nazis“. So wird Deutschland heute immer mehr vom Ausland gesehen. Faschistoide Barbarei gibt es zwar überall in den kapitalistischen Gesellschaften zu Krisenzeiten, aber möglicherweise haben in Deutschland die oberen Schichten eine größere Affinität dazu, weil sie nie durch eine bürgerliche Revolution auf eine höhere und moderne Kulturstufe gelangt sind.

Generationenkonflikte und Hass zwischen Generationen mögen zwar mehr oder weniger häufig in Familien auftreten. Gesellschaftlich sind Generationenkonflikte jedoch irrelevant. Warum sollte man die Alten generell schlecht behandeln, wo jeder weiß, dass er selbst einmal alt wird?

Sicherlich wird kommen, dass – und dies zeichnet sich schon jetzt ab – sich die Klassengegensätze verschärfen werden, sofern es nicht zu einer Strukturrevolution kommt. Die zwangsläufige Folge der Austeritätspolitik werden Einsparungen beim Sozialstaat sein (müssen): niedrigere Sozialleisten bei HIV, niedrigere Renten, längere Lebensarbeitszeit etc.

Die Folgen werden bei der Arbeitsbevölkerung Altersarmut, medizinische Unterversorgung, Verelendung der Pflegebedürftigen etc. sein.

Und eine Minderheit der Reichen wird ihr Alter im Luxus verbringen.

Systemfrager März 1, 2015 um 14:58

Nach den letzten Angaben der Polizei hat die Fünfte Kolonne etwa 16.500 Menschen aufgetrieben
das ist ca. jeder 727-te Moskauer

ruby März 1, 2015 um 15:01
ruby März 1, 2015 um 15:31

Ihr werdet euch noch alle wundern, was die Zerstörungskraft des absoluten Machtwillens und -strebens noch hervorbringen wird.
Das lernen Generationen immer wieder neu.
https://www.youtube.com/watch?v=TuHa2DvpAmY

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 15:31

Och, Systemfrager, hier gibt’s den Livestream für dich:

http://www.welt.de/videos/article137195669/Jetzt-live-Trauermarsch-fuer-Nemzow-in-Moskau.html

Allenfalls ein Dutzend Hanseln …

Walter Brandau März 1, 2015 um 15:35

Zu Metterichs Zeiten -also der geltenden Zensur nach – durfte nichts veröffentlicht werden, das den Systemerhalt gefährden könnte.
Andererseits wäre es problematisch die Presse als Erziehungsmedium der Masse zu begreifen oder nur die Stammtische zu bedienen.
Trotzdem: sich auf die Griechen einzuschiessen dürfte wohl ein
hübsches Ablenkungsmanöver von einer sich anbahnenden Krise zu sein.
Zurück zum journalistischen Ethos “truth well told” !

Pragmatika März 1, 2015 um 15:50

Jarchow

Du bist mir hier
http://www.wiesaussieht.de/2015/02/26/der-schreihals-bild-und-das-poesiealbum-des-journalismus/#comment-275035
zwar ausgewichen, hast aber nicht widersprochen.

Was denkst du – könnte mein obiger Gedanke
http://www.wiesaussieht.de/2015/02/26/der-schreihals-bild-und-das-poesiealbum-des-journalismus/#comment-275027
die Basis bilden zum Verständins von Merkels Appeasement-Politik gegenüber den USA?

holger März 1, 2015 um 16:07

@kommentatorX

—>>>Dagegen sprechen zwei Gründe.

Zum einen werden die Alten nicht immer älter, das ist ein Irrtum und eine massenmedial verbreitete Lüge. Tatsächlich ist zu erwarten, dass sich die Rentenbezugsdauer verkürzt, weil die Rentenaltergrenze erhöht wird und zugleich die Lebenserwartung bei der Arbeitsbevölkerung sinkt. Die haben sich in der kapitalistischen Dauerkrise kaputt arbeiten müssen, sind krank geworden und haben ihren Frust und ihre Depressionen mit Alkohol, Rauchen etc. kompensiert.”

Das ist schlicht und einfach nicht richtig. Ich rede hier speziell von der kommenden Boomer Altershorde… Die jetzt und in den kommenden 15 Jahren Massenhaft in Rente und !!! Pension gehen werden, und die ohne Zweifel wohl das Metusalem Alter von 85 wohl erreichen werden… Agil oder im Pflegeheim mit Schnuller ist mir wurscht. Das müsstest Du als Dottore ja wohl wissen. Weil die Pharmaindustrie ja reichlich damit verdient.

Diese Horde muss nicht länger. Aaaabeiten… NEIN, die kann nach der 20 Semester Studentin Piipi Nahles die erste (Da sieht man mal was für Honks in die Politik kommen und gefördert werden) mit jetzt sogar noch 63 in Rände. Dieser Horde stehen nun die nicht Geborenen gegenüber. So einfach ist das, da muss ich noch nicht mal studiert für haben.

Wir können das auch an einem Modell mit Erbsen auswiegen. Jeder Boomer der in Rände geht verlässt das Körbchen in da Rände-Körbchen und jeder Neugeborene ab Berufsseinstig, kommt in das Aaaabeitskörbchen. Da werden wir sehen, dass das Körbchen weniger Gewichtskraft aufzeigen wird. In the long run.

Hinzu kommt noch, dass rund 20% aller Schulabgänger gar nicht tauglich sind, irgendeinen Job zu erledigen. Die rechne ich aber nicht mit ein.

Wenn der “Hetzer” dato also über die faulen Griechen hetzt, dann wird er in 15 Jahren über die faulen Rändner hetzen müssen. Weil ja die Hetzer der BLÖD ja auch in Pension und Rände gehen. Daher stirbt das Journalistische Pack der Hetze auch aus. Und neue Hetzer werden kommen müssen. Oder auch nicht.

Wilma März 1, 2015 um 16:08
holger März 1, 2015 um 16:12

und @kommentatorX

Mitbekommen das BMW in DE 5.000 Hochqualifizierte sucht? Die fallen nicht vom Himmel, BMW wird anderen zB KMU diese entlocken.

Und das sind garantiert keine aus dem BOOMER Bereich…

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 16:22

@ Pragmatika: Appeasement-Politik treibt der Westen derzeit zwar, aber nicht in Richtung USA.

Systemfrager März 1, 2015 um 16:23

Russlands Strategische Raketentruppen sind laut dem Chef des Zentralkommandos, Andrej Burbin, bereit, einen Befehl über einen Einsatz von Atomwaffen „ohne Zögern“ zu erfüllen.

„Die Aufgabe wird ohne Zweifel und Zögern erfüllt werden”, antwortete der General am Samstag auf die Frage des Radiosenders RSN, ob die diensthabenden Soldaten bereit wären, auf den Atomknopf zu drücken, wenn ein entsprechender Befehl kommen sollte.

Bravo!
Wie soll man den blutrünstigen, rafgierirgen und rücksichtslosen Banditen von seinen teuflischen Absichten abbringen. Nein, die Russen werden nie neue uslamischen Indianer werden.

Bogus März 1, 2015 um 16:24

Wilma,
für Boris:
https://www.youtube.com/watch?v=jdG3SumO8AU
Das Tempo ist dem Altherrenclub hier angepasst. Und Boris war ja auch nicht mehr der Jüngste.

Aber groovt wie Sau, auch auf 33 rpm.

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 16:28
Pragmatika März 1, 2015 um 16:34

Jarchow
“…. aber nicht in Richtung USA.”
Sondern?

Bogus März 1, 2015 um 16:46

Aus Wilmas Link:
“According to the Speaker for Prosecutor General Office, the “Ukrainian trace” of the brazen murder is one possible motive of the crime because of Ms. Duritskaya’s origin and recent arrival from Kiev.
Other motives include a hit by his political enemies, including Russian nationalists and Islamic terrorists; business deals of the victim; and even the variant of Mr. Nemtsov’s murder being the ‘sacred sacrifice’ by the Russia enemies that want to destabilize the political situation in the country.”

Immerhin, der Observer erwähnt die letzte Möglichkeit zumindest; wenn auch mit einem vorangestellten “and even”.

Wir sind ja hier im BILD-Thread, dann darf ich auch deren Artikel zum Thema Boris N. verlinken:
—————————————————————————
ACHTUNG BILD-LINK! Aufruf auf eigene Gefahr! Spontane Verblödung nicht ausgeschlossen! Es wird keinerlei Haftung übernommen!

http://www.bild.de/politik/ausland/moskau/boris-nemzow-tot-39966932.bild.html

Natalius März 1, 2015 um 16:46

Pro Nation März 1, 2015 um 14:31

“bei Euch Linken”
Na, da weiss ich nicht genau, ob das für meine Wenigkeit stimmt. Jedenfalls werde ich vom Morphel, ein Mitkommentator, der in der Frankfurter Großschulkirche die Sekte der Luhmannianer vertritt, gerne und immer wieder als Säuselnazi und Antisemiten betitelt. Und das Morphel muss es ja wissen, wo die Luhmann’sche Differenz, ab der Exklusion betrieben werden muss, denn genau liegt. Schliesslich zahlt ihm seine Sekte dafür ein kleines Predigergehalt, das zwei anderen Luhmannianern hier wohl kaum genügen würde. Wer Gilad Atzmon gut findet (nicht nur als Jazzmusiker) und ausserdem regelmässig VeteransToday besucht, der ist aus der Frankfurter Großschulkirche wohl exkommuniziert. Aber das macht mir gar nix. Rechts bin ich auch nicht, sondern eher so etwas wie “quer” (Querulant, Querdenker, Querfront etc.).

Afrika ist ein ernstes und extrem schwieriges Thema, zu dem ich nicht viel sagen kann. Hier fehlen mir Einblicke. Aber es ist klar, dass man den Flüchtlingsströmen mittel bis langfristig nicht durch ein Weiterwurschteln wie bisher begegnen kann.

Systemfrager März 1, 2015 um 17:05

Herr @Jarchow, die Fünfte Kolonne macht es jetzt wirklich ernst:

Nach Angaben der Polizei nahmen 21.500 Menschen an dem von der Opposition organisierten Trauermarsch teil.

Nicht schlecht:
Das ist jetzt jeder 558-er Moskauer
Nächstes Mal müssen sie das in ihre Hände nehmen. Diese slawischen Untrermenschen bringen nichts zustande.
:(

And the winner is... ? März 1, 2015 um 17:21

Hübsch, Hübsch. Die Neo Stalinisten bekommen auf @ Wiesaussieht.de Gegenwind. Welch seltenes Ereignis. Sehr fein.

Manfred Peters März 1, 2015 um 18:00

Ach Tscharchoff, Dir ist wohl kein Schwachsinn zu blöd um ihn nicht für Deine Fäkalagitation zu verwursten und wenn es der “Lokus” ist. :-(
Aber der hat in diesem Fall ja nur ungenau berichtet, denn Kehrmaschinen gehören in gesitteten Gegenden zu den kommunalen Entsorgungsunternehmen vulgo Müllabfuhr. Sicher nicht in der Hochburg der Schweinezucht Rethem, wo Dir der Güllegestank offensichtlich die Sinne vernebelt.
”Ein Mann verfolgt die beiden. Eine Kehrmaschine verdeckt dann die Sicht auf das Paar und den Mann.”
oder
”Thanks to Ms. Duritskaya, the police have been able to establish the chronology of the events of this tragic night. … As they were crossing the Big New-Moskva Bridge, an unidentified man ran out of the underpass of the bridge and shot Mr. Nemtsov multiple times. Then he jumped into the passing white car without a license plate.”
Ich habe ja inzwischen einen anderen Verdacht, es war ein Güllefahrzeug, dass Du den Mordbuben zur Verfügung gestellt hast, wenn Du nicht sogar der Mastermind hinter dem Komplott bist?

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 19:03

@ Wolfgang Peters: Ich sehe, du hast mal bei der russischen Straßenreinigung gearbeitet und dir den dort üblichen Tonfall bewahrt. Probiere es doch mal damit:

http://ukraineatwar.blogspot.nl/2015/02/analyzing-cctv-footage-that-seemed-to.html

Systemfrager März 1, 2015 um 19:08

Wie teuflisch verlogen ein Mensch sein kann:

Konrad Schuller, renommierter Ukraine-Korrespondent der FAZ, hat letzte Woche in einem längeren Artikel nun erneut versucht zu belegen, dass Präsident Janukowitsch nicht Opfer eines Putsches geworden sei. So schreibt er: Janukowitsch ist nicht gewaltsam aus dem Amt getrieben worden. Er ist von sich aus geflohen (…). Warum er das tat, ist unklar.

Diese Linie wird wider besseres Wissen auch bis heute gehalten – und die Realität des Staatsstreichs schlicht ausgeblendet. Überraschend ist das nicht, denn akzeptierte man, dass ein illegaler Putsch stattgefunden hat, dann stellten sich natürlich auch die nachfolgenden Ereignisse auf der Krim in sehr anderem Licht dar. Das Schwarzweiß-Movie vom bösen Putin und den edlen Demokraten im Westen mit ihrem friedlichen Schützling in Kiew erlitte einen abrupten Filmriss, den alle Darsteller dringend vermeiden möchten.

Der Putsch, der keiner sein darf >>>

Natalius März 1, 2015 um 19:09

Ist schon seltsam. Immer wieder diese bösen Islamisten:
http://www.focus.de/tagesthema/kriminalitaet-kremlkritiker-erschossen-kreml-spricht-von-auftragsmord_id_4509906.html
Jetzt kommen die schon aus Inguschetien und ich wusste noch nicht einmal, dass es ein Land mit diesem Namen gibt…

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 19:09

@ Systemfrager: Du kannst ja mal durchzählen …

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-03/boris-nemzow-trauermarsch-moskau

ruby März 1, 2015 um 19:10

Neo-Stalinisten
soviel Bindung sollte sein
https://www.youtube.com/watch?v=8IGbjPqFFvA

Systemfrager März 1, 2015 um 19:18

Tja,
würde man auf 50.000 lügen, das wäre dann gerade noch das, was man erwartet habe. Nun muss die Fünfte Kolonne doch ein bisschen besser sein als “man es erhofft hatte”. Also erzählen wird dem westlichen Lügenpresse-Konsumenten die Zahl 55.000
Also
jeder 212-te Moskauer
Würde das für einen Putsch gegen Putin reichen?

ruby März 1, 2015 um 19:22
Systemfrager März 1, 2015 um 19:24

EILMELDUNG:
Nemzow Mord aufgeklärt!!!
Geheimdienst bestätigt, das der Mord aufgeklärt ist. Agenten spielten nun endlich Beweisfoto zu, dass Putin der Mörder ist. Der Verdacht bestätigt sich also das es Putin gewesen ist, welcher Nemzow genau vor dem Kremmel ( Putin’s Haustür) erschossen hat. Haben Touristen dieses Beweisfoto während der Tat gemacht, welches in die Hände des Geheimdienstes gespielt wurde.
mehr >>>

ruby März 1, 2015 um 19:36

@ Systemfrager
Ist das nicht Obama?
https://www.youtube.com/watch?v=hBgKBJVm1p0

ruby März 1, 2015 um 19:38
ruby März 1, 2015 um 19:54

Da geben sich islamistische Mörderhorden soviel Mühe und bis auf Pegida +Co nimmt die keiner mehr ernst …

holger März 1, 2015 um 20:40

Ich frag mich ja immer noch, was die Altersstarrsinnigen hier in diesem Blog bezwecken wollen…

Vermutlich der Verlust der eigenen Identität und Einflussnahme?

Keine Ahnung…

Bin schon am überlegen, so manche Schlachten mit Lego Figuren plastisch nach zu bauen.

holger März 1, 2015 um 20:44

Ich mein,

was hier einige bieten, lässt mich vermuten, dass sie doch zu höheren geboren sind, ganze Völkerschlachten zu führen. zB. Bleibt ja nicht aus, wenn man mit Bajonett und Stahlhelm im Keller sitzt, die alte am kleinen nicht mehr rumzerrt…

Da bekommt man schon Langeweile…

Natalius März 1, 2015 um 22:44

Holger, willkommen bei den Frühalten!

Klaus Jarchow März 1, 2015 um 23:13
Klaus Jarchow März 1, 2015 um 23:20

Nebenbei – bei der Parlamentswahl in Estland hat Putins Lobsänger-Partei just komplett vergeigt und ihre Rolle als führende Partei ein für allemal verloren. Große Preisfrage: Warum wohl?

Und jetzt kommt mir bitte nicht mit der EUSA …

Manfred Peters März 2, 2015 um 00:37

@ Tscharchoff & ”… den dort üblichen Tonfall …”
Die russischen Straßenreiniger könnten doch bei Dir und „… diese(r) Iaah!-Iaah!-blökende Debilenfront … (der) die Gülle prompt meterhoch … durchs kleine Gehirn furzen möge“ noch etwas lernen.
Wenn Du jetzt auch noch der Ikone der russophoben Propaganda Golineh Atai Lügen strafen willst, haut es ja alle Rethemer Güllefahrzeuge aus der Kurve. Gar nicht daran zu denken, wenn das Dein Freund Hardy Rupp erfährt. Ich verstehe ja, dass jemand der in einem Schweinedorf sozialisiert wurde mit Kommunalfahrzeugen so seine Schwierigkeiten hat. Du musst das aber doch nicht an die große Glocke hängen. :-(

topi März 2, 2015 um 03:59

“Yep, die neuste Studie besagt ja, dass mit 35 sowieso alles aus und finito ist…
Mit 19 soll ja das mit der Potenz am Zenit sein und mit 27 das mit dem ganzen Körper. Und der Verstand soll ab 40 auch nichts Wesentliches mehr generieren können.”

Och der arme alte goodnight, eine Runde Mitleid?

Die geistige Vergreisung mit 40? Mag für den normalen Kleingeit zutreffen, die wirklich Begabten pubertieren doch bis mindestens 35, alles andere wäre ja auch blöd. :roll:

Und kleiner Tipp; wenn du dich mit tantrischem Sex dem “kosmischen Orgasmus” annäherst, wirkt die Potenz des 19-jährigen reichlich langweilig.
(aber dafür brachst natürlich richtige Frauen statt aufgehübschte “Mädchen”)

topi März 2, 2015 um 04:07

“Markwirtschaft ist perfekte ökonomische Vernunft. Sie mag gleichzeitig einer Vernunft widersprechen, womöglich sogar allen denkbaren Vernünften. Aber nicht der ökonomischen.”

Da spricht wieder mal der Betriebswirt.

Hach früher, als er noch ein Sozialökonom war. :roll:

Systemfrager März 2, 2015 um 06:52

?????? ??? ??????? ? ??????????? ???????????, ??????????? ? ?????? ??????? ???????, ??????? ?????????? ????????? ?????????, ????????? ?????. ???? ??????? ??????????? ????????????. ??? ?????? ? 1992 ????, ?????? ???????????? ????????????? ???????, ?? ?????? ????????? ??????? ?????????, ??????, ??? ?? ?? ????????? ????????. ??? ?????? ???????????? ?? ?????? ????????? ? 1993 ???? ???? ???????. ??? ?? ??? ??????? ??????????? ?????????????? ???????, ????? ????? ????????????? ????????????? ??????????????? ?????????? ?? ??????? ?????????? ? ??? ?????. ?????????? ????????????? ?????????? ? ??????????????? ????????, ??????? ? ?????? ???????????? ??????? ?? ???????? ??????????? ?????????? ??????????.

Nemzow war ein harter und rücksichtsloser Gaidar der russischen Schock-Terapein, die die sowjetischen Industrie, die sowjetischen Lebensweise zerstört haben. Es wurde ein Regime der Oligarchenherrschaft erstellt. Im Jahre 1992 als Gouverneur der Region Nischni Nowgorod, hat er nicht eine Delegation von russischen Schriftstellern empfangen, sagte, dass er keine Nazis akzeptieren kann. Er triumphierte über die Beschießungim Jahre 1993 des Hauses der Sowjets. Er war der Autor des berühmten monarchischen Projekt, die Knochen von zweifelhafter Herkunft, als Überresten des Kaisers und seiner Familie zu präsentieren. Eine feierliche Beisetzung in der Peter-und-Paul-Festung, die bis heute die orthodoxe Kirche nicht als eine Beerdigung des letzten Kaisers erkennt.
Mit einem Wort:
In diesem Menschen war die Ganze Bösheit und Verdorbenheit versammelt, die in einem Menschen ohne Charakter und Moral innewohnen kann. Mit einem Wort: Einer der excellentesten Exemplare der Gattung Fünfte Kolonne & USlamist.

Systemfrager März 2, 2015 um 06:53

(Ich habe hir nur die Google-Übersetzung ein bisschen korrigiert – merh Zeit habe ich nicht.)

Systemfrager März 2, 2015 um 07:08

Nach den verschiedene russischen Medien:

?? ????? ??????????? ????????, ??????? ?????? ???????? ?????? ?? ?????? ??????? ?? 16,5 ?? 23 ????? ???????.

Also, zur Fünften Kolonne kann man höchstens
jeden 435-en Moskauer zählen
Herr Jarchow
Kann man mit ihnen Putin wegputschen und Russland in den Rachen den westlichen Plutokraten werfen?

Systemfrager März 2, 2015 um 07:11

Ein weiterer Grund, warum die USlamisten ihren eigenen Söldner erschossen sollten:
Eine einfache Demonstration, die man für den 1. Mai schon längst ankündigte und plante, schien zum Fiasko zu werden. Nun erschoss man den eigenen Söldner, damit man die Emotionen der Russen weckt.

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 08:01

@ Systemfrager: Das Problem bei dir ist doch nicht, dass du’s liest, sondern dass du’s auch noch glaubst.

@ Wolfgang Peters: Jetzt kapier ich’s – du kannst gar nicht anders.

Systemfrager März 2, 2015 um 08:26

Das Problem bei dir ist doch nicht, dass du’s liest, sondern dass du’s auch noch glaubst.

Wirklich?
Dir und deinen USlamisten glaube ich gar nichts. Nich ein einziges Wort. Und der westlichen Lügenpresse auch schon längst nicht mehr.
Zufrieden?

Keynesianer März 2, 2015 um 08:32

Zum beliebten Thema

“Kapital ist ein scheues Reh”

der sachdienliche Bericht einer Rechtsanwaltskanzlei zum Thema

SachsenFonds Indien I und II:

http://www.kaelberer-tittel.de/SachsenFonds-Indien-I-und-II.239.0.html

Es ist wirklich so, dass nur Vollidioten ihr Geld einem Fonds anvertrauen sollten, der ihnen verspricht, dieses im Ausland für hohe Renditen zu investieren. Garantiert – das Geld ist weg, das scheue Reh brutal geschlachtet.

Systemfrager März 2, 2015 um 08:35

“Kapital ist ein scheues Reh”
Und dieses Reh will auch in Russland seine Orgien feiern.
Nun der “Diktator” Putin lässt es nicht zu.
Man muss alles tun um diesen “Diktator” zu beseitigen.

Keynesianer März 2, 2015 um 08:39

Das gilt auch für die Investments großer Banken, wie etwa der berühmten Hypo Alpe Adria, an der ein gewisser Stoiber unbedingt das Geld der bayrischen Steuerzahler beteiligen musste.

Da stellt jemand gerade unter höchster Gefahr für sich einen Überblick über die Kredite und Sicherheiten ins Netz. Bitte um Beachtung:

http://www.mauricepointner.at/hgaa.php

Wir brauchen für die Zukunft unbedingt ein geschütztes Reginalbankensystem, bei dem der Bank jede Kreditvergabe in ferne Länder und an fremde Firmen, für die ihre Kundengelder haften, verboten sind. Bei Investitionen in den USA müsste eine Bank in Europa sofort ihre Lizenz verlieren. Mit seinem eigenen Geld darf selbstverständlich jeder Trottel investieren wo er mag.

Systemfrager März 2, 2015 um 08:44

Wir brauchen für die Zukunft unbedingt ein geschütztes Reginalbankensystem, bei dem der Bank jede Kreditvergabe in ferne Länder und an fremde Firmen, für die ihre Kundengelder haften, verboten sind.

Ja,
wir brauchen keinen marxistishcen Internationalismus und schon gar nicht den neoliberalen Globalismus. Die Nation muss zurück. Alles andere war ein Wahnsinn und Betrug.
Wenn jede Nation für sich sorgt ist für alle besorgt!

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 09:02

@ ruby März

“Neo-Stalinisten
soviel Bindung sollte sein
http://www.youtube.com/watch?v=8IGbjPqFFvA

Ist der Herr Putin schon pultoniumverseucht ? Der ist in dem Video nicht wieder zuerkennen.

@ Systemfrager

OMG! OMG! OMG! Warum läuft dieser Mann noch frei rum? ?
Wann kommt der Mann mit dem Käscher??

@ Wolfgang Peters

“Ich verstehe ja, dass jemand der in einem Schweinedorf sozialisiert wurde mit Kommunalfahrzeugen so seine Schwierigkeiten hat. Du musst das aber doch nicht an die große Glocke hängen. ”

Kühe, Schweine, Ostdeutschland.

@ Putinisten

“Das zaristische Russland war ein krummer Machtspieler wie jeder andere auch: Rückständig, diktatorisch und angeführt von gierigen, leichtgläubigen Aristokraten. Es ließ sich naiv im ersten Weltkrieg gegen Deutschland einbinden in der Hoffnung, hinterher mit England und Frankreich die Beute zu teilen. Ohne ihre britischen und amerikanischen Partner hätten anschließend die Bolschewisten niemals die Zaren stürzen und das Sowjetreich etablieren können. Auch unter Stalin, der fast alle ursprünglichen Revoluzzer-Brüder beseitigt hatte, gingen die Technologietransfers aus dem Westen unverändert weiter und das ineffektive System UdSSR konnte mächtig rüsten. Wenn die westliche Elite es beabsichtigt hätte, hätte man die junge Bolschewisten-Herrschaft frühzeitig zerquetscht und erstickt.

Stattdessen sollen wir uns heute von den modernen Polit-Sektierern, Figuren wie Stalin, Putin und die Zaren als ruhmreiche Ritter gegen London und Washington anpreisen lassen. Den Deutschen tischt man heute längst vergangene historische Begebenheiten auf, wie die Hilfe der Zaren Russlands an das Deutsch Reich, um den Deutschen heute zu suggerieren, dass die direkten Nachfolger der Sowjets dabei helfen würden, Deutschland von dem angloamerikanischen Establishment zu befreien. Ausgerechnet die konservativen deutschen Erben des alten Preußens erhoffen sich heute die Rückkehr zu Glanz und Gloria mit Hilfe der russischen Machthaber, deren direkte Vorfahren Preußen vernichtet und die DDR auf deutschem Boden etabliert hatten! Genauso hoffen die Kinder und Enkel der deutschen Soldaten an der Ostfront im zweiten Weltkrieg heute, dass sie dank Russland bessere Zeiten erleben werden. Verkehrter geht es nicht mehr. Gerade WallStreet und die City of London pumpten Geld in die Sowjetunion unter Stalin, damit jener letztendlich Deutschland vom Osten aus bezwingen und halbieren würde.”

deutscher-freiheitskampf.com/2014/01/02/das-sind-die-neuen-propaganda-tricks-des-putin-kultes/

LOL. Die Putin-Liebchen ziehen alle möglichen Schießhausfliegen an. Rechter Autoritarismus, linker Autoritarismus,…

https://www.youtube.com/watch?v=cqdC6RznSmc

Systemfrager März 2, 2015 um 09:05

OMG! OMG! OMG! Warum läuft dieser Mann [@ Systemfrager] noch frei rum? ? Wann kommt der Mann mit dem Käscher??

Tje,
das wahre Gesicht eines USlamisten, Demokraten, Freiheitskämpfer

Keynesianer März 2, 2015 um 09:09

Das ZDF bemüht sich gerade, das Bild der Griechen von den Deutschen in die gewünschte Richtung zu lenken:

http://www.videoman.gr/74203

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 09:12

@ Systemfrager

“Ja,
wir brauchen keinen marxistishcen Internationalismus und schon gar nicht den neoliberalen Globalismus. Die Nation muss zurück. Alles andere war ein Wahnsinn und Betrug.
Wenn jede Nation für sich sorgt ist für alle besorgt!”

Frag doch einfach mal Maria!

https://www.youtube.com/watch?v=8gW-8nak0qk#t=35

Natalius März 2, 2015 um 09:28

Danke, Keynesianer, 2.3.2015, 8:39
Die verlinkte Info unbedingt sichern für den Fall des Falles!

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 09:38

Ich liebe @ Systemfrager ?? ??? ????? ?????????. ? ? ???? ?????????

Fakten, Fakten, Fakten

Ja die Fakten lieben uns. Die Fakten haben es uns angetan. Ja ja. Je mehr wir davon bekommen, um so besser für uns – denken wir. Hach. Aber mein Schatz bei so vielen Fakten und auch daraus resultierenden Erkenntnissen frage ich mich dennoch , an stillen einsamen Tagen, was ist mit den Attributen? Alle Welt redet von Fakten und Erkenntnissen. Die Attribute werden vergessen. Ja so ist das mein Geliebter. Die Attribute spielen eine wesentliche Rolle. Unsere beiden Weltbilder und unsere beiden Körper haben Berührungspunkte. Aber ich erkenne immer noch kein schlüssiges Ganzes. Wir sollten unsere Gemeinsamkeiten bei einem Tässchen Tee auf uns wirken lassen. Ich weiß doch auch nichts über Putin. Über Putin lesen wir Meinungen, die nicht frei von gewissen Sichtweisen und Einschätzungen sind. Mit der Wahrheit hat das alles herzlich wenig zu tun. Die Realität? Verzerrte Sichtweisen, die nur spalten wollen. Jawohl! Dieses spaltende Prinzip hat seinen Ursprung vielleicht im Chaos. Die Liebe hat auch viel mit Chaos zu tun. @ Systemfrager ich liebe dich. In Russland geht mächtig was ab und unsere Liebe steht unter einem guten Stern.

https://www.youtube.com/watch?v=bBcw4VBiSb0

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 09:51

@ Systemfrager: “Dir und deinen USlamisten glaube ich gar nichts. Nich ein einziges Wort. Und der westlichen Lügenpresse auch schon längst nicht mehr.”

Yep – ein Weltbild, wie in Beton gegossen … aber wenn du dich in deinem Käfig wohlfühlst, warum denn nicht?

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 09:58

Wir vertrauen auf unseren lieben Herrn Präsident Putin und seine LIEBE Und WEISHEIT! Der Herr Präsident Putin liebt die Vielfalt der Natur und all deren Bewohner. So richtet er seine Außenpolitik nach den Gänsen aus.

Die Weisheit der Gänse oder die beschützende Flugformation:

https://www.youtube.com/watch?v=l4doRSDYb3s#t=46 .

Frieden über alle Grenzen. @ Systemfrager Schatz guck doch in dein Herz. Naaaaaaa und? Überrascht? In deinem Herzen ist alles schon vorhanden und wartet auf dich.

MfG

Die frisch enthaarte Freundin von @ Systemfrager

Keynesianer März 2, 2015 um 10:13

Wo kommen eigentlich die vielen völlig enthirnten Anti-Putin-Trolle ständig her?

Können die Oligarchen und “Investoren” für ihr gutes Geld niemand Besseres finden?

Oder sind das die ersten Exerzitien hier für das angehende Volontariat der Systemmedien?

Pragmatika März 2, 2015 um 10:28

Na ja. Man kann zu Systemfragers manchmal etwas radikalen Ansichten durchaus geteilter Meinung sein. Seine Infos stellen aber einen oft interessanten Gegenpol zur in den gängigen Medien verbreiteten Darstellung her.

—-

Rein rhetorische Frage: Liest sich eigentlich irgend jemand Beiträge von Nutzern mit Namen wie “Friedensmarsch in Putins Arsch” durch?

—-

Jarchow,
du schuldest mir noch eine Antwort:
http://www.wiesaussieht.de/2015/02/26/der-schreihals-bild-und-das-poesiealbum-des-journalismus/#comment-275186

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 10:39

@ pragmatika: Ich ‘schulde’ dir gar nichts. Aber hier hast du dein Happihappi: Ich meine natürlich das große Appeasement vor jedweden kapitalistischen ‘Wirtschaftsinteressen’ – vom Gas-Gerd übers Handelsblatt bis hin zum Ostausschuss der deutschen Wirtschaft.

sol1 März 2, 2015 um 10:48

Liest sich eigentlich irgend jemand Beiträge von Nutzern mit Namen wie “Friedensmarsch in Putins Arsch” durch?

Genauso wenig wie die von Nutzern mit Namen wie Pragmatika.

Wiesaussieht ist nur ein Projekt der Maus-Industrie, um Scrollräder Härtetests zu unterwerfen.

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 10:57

@ Keynesianer

“Können die Oligarchen und “Investoren” für ihr gutes Geld niemand Besseres finden?”

Its all true!!!!? Bleib besser bei der Wirtschaft. Deine politischen Einschätzungen ( Beklopptensport in Deutschland ) strotzen nur so von VT und Volksverdummung. Rein als Unterhaltungswert für dich: Botschaft eines Außerirdischen https://www.youtube.com/watch?v=DsM75N5hVaQ

@ Pragmatika

“Na ja. Man kann zu Systemfragers manchmal etwas radikalen Ansichten durchaus geteilter Meinung sein.”

Etwas?! Bist du @ BB und mit einer Zweit IP unterwegs? @ Systemfrager hat in den letzten Wochen so Klopper rausgehauen wie:

– Schwule könnten auch Kinderschänder sein

– russische Oppositionelle gehören öffentlich erhängt

– Freiheit ist definitiv überbewertet

– Schwule leiden an einem GEN – Defekt

– ………………………………………………….

Und du erwartest zu dieser Figur ernsthafte Kommentare? Der Typ wurde bestimmt nur verarscht und das gehört sich in diesem Fall auch so.

“Rein rhetorische Frage: Liest sich eigentlich irgend jemand Beiträge von Nutzern mit Namen wie “Friedensmarsch in Putins Arsch” durch?”

Definitiv. Ja. Du. Mindestens einer.

Systemfrager März 2, 2015 um 11:03

@Arsch
du erwartest nicht etwa, dass ich auf deinen Schwachsinn beantworte

Systemfrager März 2, 2015 um 11:08

Bei den gestrigen Parlamentswahlen in Estland blieb die regierende wirtschaftsliberale Reformierakond (“Reformpartei”) stärkste Kraft, verlor aber drei ihrer bislang 33 Mandate im insgesamt 101 Sitze zählenden Riigikogu. Um ein Mandat von 26 auf 27 Sitze zulegen konnte dagegen die wichtigste Oppositionsgruppierung – die sozialliberale Keskerakond (“Zentrumspartei”), die vom Tallinner Bürgermeister Edgar Savisaar angeführt und traditionell von der Mehrheit der ethnischen Russen in Estland gewählt wird.

Nachdem auch der Koalitionspartner der Reformpartei, die Sotsiaaldemokraatlik Erakond (SDE), vier Sitze abgeben musste und jetzt statt über 19 nur mehr über 15 verfügt, hat das bisherige Regierungsbündnis keine absolute Mandatsmehrheit mehr.
1/
EUSlamistischen Lügen werden immer mehr durchschaut
2/
SPEZIALDEMOKRATEN überall im A*

ruby März 2, 2015 um 11:10

Sindsosüß -;)
und zeigen ihr Sein sehr fein!

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 11:11

@ Systemfrager: Kauf dir mal ‘ne Grammatik. ‘Gepflegte Ausdrucksweise’ kommt dann in der zweiten Lektion. Dafür hat sich übrigens Wolfgang Peters auch schon angemeldet.

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 11:14

Klar, Systemfrager, einen Kursus in Mathematik solltest du natürlich auch mal belegen. Aus der ‘Tagesschau’:

‘Estlands Wahlsieger Taavi Roivas: “Mehr NATO, weniger Russland.” Die prowestlichen Parteien haben die Wahl in Estland gewonnen.’

Manfred Peters März 2, 2015 um 11:31

Ach Tscharchoff
bist Du bei Jochen Oestmann, 27336 Rethem (Aller) als Schweinesortierer rausgeflogen, dass Du so viel Zeit hast hier permanent rumzusudeln?
Wenn das Karl-Eduard von noch erlebt hätte.
“Zur Ausdrucksweise”: Ich mache mal eine Ausnahme: und verlinke auf eine äußerst unappetitliche Seite.
Du bist und bleibst das unerreichbare Normativ der Fäkalagitation. :-(

Pragmatika März 2, 2015 um 11:38

Jarchow
“das große Appeasement vor jedweden kapitalistischen ‘Wirtschaftsinteressen’ – vom Gas-Gerd übers Handelsblatt bis hin zum Ostausschuss der deutschen Wirtschaft.”

Na, vielleicht sollten wir zuerst den Begiff klären:

“Der Begriff Appeasement-Politik (Beschwichtigungspolitik, von englisch to appease, französisch apaiser, ‚besänftigen‘, ‚beschwichtigen‘, ‚beruhigen‘) bezeichnet eine Politik der Zugeständnisse, der Zurückhaltung, der Beschwichtigung und des Entgegenkommens gegenüber Aggressionen zur Vermeidung von Konflikten.”

http://de.wikipedia.org/wiki/Appeasement-Politik

Welchen Konflikt trägt Merkel mit den von dir erwähnten Personen bzw. Institutionen aus?

——

sol1
“Genauso wenig wie die von Nutzern mit Namen wie Pragmatika.”

Fällt dir was auf?

ruby März 2, 2015 um 11:38

Reicht nicht bis zu vor Stalingrad,
vom Häuserkampf ganz zu schweigen!
Abmarsch nach Little Big Horn …

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 11:41

@ Manfred Peters: Süsswoll, du merkst schon gar nicht mehr, dass du bloß mit deinem Spiegel redest.

holger März 2, 2015 um 11:43

Natalius März 1, 2015 um 22:44
Holger, willkommen bei den Frühalten!”

Yep… :D wobei ich bei der Alterspyramide mit Jahrgang 69 eh immer der angeschissene sein werde.

Und ich freu mich nur noch, dass dieser Verwaltungs und Bürokraten Staat seinen Ende entgegen gehen wird. Mangels Nachwuchs… wie gesagt, das betrifft auch die “Sicherheitskräfte” in diesem Lande.

Und das die Alten einen an der Waffel haben, beweist General von Jarchow tag täglich. LOL

Das Eurobba Deutsch Detscher Nation geht seinen Ende entgegen. General von Jarchow macht das Licht aus.

Ich stelle mir die Diskussionen die hier geführt werden inner Kneipe vor, da schmeißen sie sich dann You-Toube an den Kopf und lesen sich Geschichten von den Blogs vor. LOL :D

Das SAT1 noch nicht darauf gekommen ist, so ein “New-Topia” unter Greisen zu veranstalten, das wäre was. :D

topi März 2, 2015 um 11:59

“Klar, Systemfrager, einen Kursus in Mathematik solltest du natürlich auch mal belegen. Aus der ‘Tagesschau’:

‘Estlands Wahlsieger Taavi Roivas: “Mehr NATO, weniger Russland.” Die prowestlichen Parteien haben die Wahl in Estland gewonnen.’”

So ähnlich habe ich das auch im Radio gehört, war das Wochenende in Hamburg.

Und was liest man dann über das tatsächliche Ergebnis:http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Estland_2015#Wahlergebnis

Die “Nachrichten”verbreiter sollten einen Mathematik-Kurs belegen.

Aber nein, da geht es ja um “Information”, also Aufarbeitung und “Einordnung” der Ereignisse.
Da muss man schon mal von den tatsächlichen zahlen absehen, wenn es “der Wahrheit” dient. :roll:

(nur der gemeine Rezipient sollte sich nicht so dämlich verhalten, einen Satz aus der Tagesschau als “Wahrheit” verkaufen zu wollen, wenn man doch schon die richtigen Zahlen nachlesen kann; wobei, es passt natürlich perfekt ins Bild)

ruby März 2, 2015 um 12:06

@topi
Bei der Tagesschau vorbeigeschaut?
Oder Harfencity besucht?
-;)
Nächstes mal auf einen Tee zu Messmer …

Systemfrager März 2, 2015 um 12:12

Es ist aber nicht alles so schwarz in unserer Dumokratie. Eine erfreuliche Nachricht, wie man in USlamistan die Konkurrenzfähigkeit der freien Welt stärkt:

Polizisten in Los Angeles haben am Sonntag einen Obdachlosen erschossen, nachdem dieser Widerstand gegen seine Festnahme geleistet hatte. Nach Angaben der Zeitung „Los Angeles Times“ war der Mann möglicherweise geistesgestört.

Der Polizist Andrew Smith teilte mit, dass der Mann körperliche Gewalt angewandt habe, nachdem die Ordnungshüter auf ihn zugekommen seien und ihn angesprochen hätten. Die Polizisten hätten zunächst versucht, den Mann mit einem Elektroschocker zu überwältigen. Doch dieser habe weiter Widerstand geleistet. „Dann wurde um die Waffe des einen Polizisten gekämpft und es fielen Schüsse“, sagte Smith. Drei Beamte hätten auf den Mann geschossen. Dieser sei auf der Stelle tot gewesen. Nach Angaben der „Los Angeles Times“ starb der Obdachlose im Krankenhaus.

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 12:12

@ topi: Eben, und wenn man dann sieht, dass mit der EVA und EKRE zwei niegelnagelneue Parteien ins Parlament kamen, und zwar mit 15 niegelnagelneuen Sitzen, Parteien, die programmatisch alles sind, nur eben nicht russlandfreundlich, dann relativiert sich deine Einlassung doch wieder ganz erheblich.

@ pragmatika: Lade mich vor, dann kannst du deine ewige Fragerei fortsetzen. Außer dir dürfte jeder wissen, was ich meine. Und du vermutlich längst auch. Deine Spiegelreflex-Spielchen darfst du aber gern beim Encounter weiter durchexerzieren …

Pragmatika März 2, 2015 um 12:17

Jarchow
“Außer dir dürfte jeder wissen, was ich meine. ”

Nö.
Na komm, im Gegensatz zu deinem Kumpel sol1 bist du doch ein cleveres Kerlchen, also lass mich nicht hängen. Nochmal: Welchen Konflikt trägt Merkel mit den von dir erwähnten Personen bzw. Institutionen aus?

Ist es nicht vielmehr so, dass sie sich mit ihrem Beharren auf Sanktionen gegenüber Russland, die auch der deutschen Wirtschaft schaden, einem Diktat aus Übersee fügt? Auf Letzteres träfe der Begriff “Appeasement” wohl zu. Ebenso wie auf das nahezu widerspruchslose Erdulden der NSA-Abhöraktionen und das Verweigern eines Asyls für den Whistleblower Snowden. Noch nicht mal dessen Befragung auf deutschem Boden traut man sich zu.

Also nochmal: Appeasement gegenüber wem?

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 12:23

@ Pragmatika: Guck mal, schon wieder drei Fragen in nur zehn Zeilen. Gewöhn dir erst einmal das da ‘?’ ab …

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 12:34

@ Klaus Jarchow

Das ist gemein. @ Systemfrager ist nicht in Deutschland geboren worden. Jedenfalls kann er fremdsprachentechnisch mehr als ich. Für mich hört sich die russische Sprache sehr schön an. Er kann Hochdeutsch und ich versteh ihn besser als z.B. den Stoiber Edmund.

Weeste Wat ? So ein 5 stündiges, ausgiebiges Bild-Dokument, mit den Kommentaren von @ Keynesianer, @ Systemfrager und @ BB würde mir gefallen. Ungeschnittene Fantasterei und vertont das ganze. So ne heiße Videoblamagen mit jede Menge Zeugs von Rothschild-Fantasten dazu. Sofa, Popcorn und richtig klasse zum beömmeln.

Pragmatika März 2, 2015 um 12:38

Jarchow
Schade. Komm, du kannst das besser! Oder ist der Unterschied zu sol1 vielleicht doch nicht so groß, wie ich dachte?

Egal, ich beende meine Fragerei mit der Wiederholung meines obigen Statements, das bisher unwidersprochen geblieben ist:
—-
Das Ganze hat vielleicht auch sein Gutes. Wenn es der US-Administration gelingt, Putin mittels politisch motivierter Morde und einer Farbenrevolution platt und damit die russischen Ressourcen den amerikanischen Konzernen wieder zugänglich zu machen, dann bleibt dem Westen der Ukraine und dem Rest Europas ein offener Krieg mit Russland vielleicht erspart.

Dieses Kalkül dürfte die Basis bilden für Merkels Appeasement-Politik (s.o. 12:17) gegenüber den USA.

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 12:40

@ Friedensmarsch: Aber vorm Popcorn bitte ‘nen Tütchen verlöten …

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 12:46

@ Pragmatika: Ich schließe aus deinem fraglosen Text messerscharf, dass du glaubst, Nemzow und all die anderen russischen Mordopfer wären der CIA zum Opfer gefallen, weil alle Spuren nun mal nach Washington und auf die Teppichetagen zu führen haben.

Tscha, Hermeneutik ist schon ein Teufelszeug … und die größte Weltgefahr bleiben die ‘terribles simplificateurs’.

ruby März 2, 2015 um 12:55

Amis bomben aus der Ferne.
Verantwortung für Taten nicht bekennbar.
Machtgier und Herrschaftssucht des Überlegenen sollen spüren die verwegenen.
Boring minds …
So so long

karla März 2, 2015 um 12:58

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 09:02

Hat der Betreiber @fl die webadresse:

“deutscher-freiheitskampf………”

im oben angegebenen heutigen Beitrag noch nicht zu Gesicht bekommen?

Die komplete Webadresse habe icht angegeben .Betreibe keine Werbung für Faschisten. @fl sollte sich überlegen ob so etwas in seinem blog stehenbleibt.

karla März 2, 2015 um 13:00

muss heißen:

Die komplete Webadresse habe ich nicht angegeben.

Pragmatika März 2, 2015 um 13:03

Jarchow
“dass du glaubst, Nemzow und all die anderen russischen Mordopfer wären der CIA zum Opfer gefallen”

Im Fall Nemzow halte ich das für möglich, ja. Eine unter vielen weiteren Möglichkeiten, die dadurch, dass sie in unseren Medien kaum Erwähnung findet, nicht an Wahrscheinlichkeit verliert.

Manfred Peters März 2, 2015 um 13:09

@ Karla 12:58
Vielleicht liegt der Blogherr unpässlich mit einer Influenza im Bett
https://influenza.rki.de/Maps/2014_2015/2015-08.png
und kann sich nicht um Deine profanen Bedenken kümmern. :-(

Pragmatika März 2, 2015 um 13:18

Aber Jarchow,
du hat recht. Das “Wenn es der US-Administration gelingt,” war von mir unsauber formuliert – danke für den Hinweis!
“Gelingen” muss nicht bedeuten, dass der Mörder ein CIA-Mann war, es kann auch eine wie auch immer geartete Unterstützung anderer, am Putsch interessierter Gruppen gemeint sein. Beispiele hierfür finden sich in der Historie ja durchaus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende#Rolle_der_USA

Pragmatika März 2, 2015 um 13:19

“du hast recht”, so muss es heißen…

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 13:20

@ karla

Ich kann autoritäre Rechte und Linke nur miteinander vergleichen, wenn ich deren Aussagen gegenüberstelle. Anders geht es nicht. Wir sind hier alle über 18 und wenn dir bestimmte Quellen nicht gefallen ist das nicht mein Problem. Unter meinem Zitat mache ich mich selbst über diese Leute lustig. Hast du auch @ Systemfrager verpetzt? Oben wünscht er einem russischen Politiker den Tod. Nein? Haste nicht? Gelernte Lehrerin und jetzt frühverrentet ? An Nazipropaganda kommst du in 3 Sekunden ran. Das ist das Internet liebe Frau Mutter.

karla März 2, 2015 um 13:29

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 13:20

“An Nazipropaganda kommst du in 3 Sekunden ran. Das ist das Internet liebe Frau Mutter.”

Erkläre doch einfach mal warum zur Kritik von “Putinisten” ein link einer neonazistischen Webseite hilfreich sein soll?

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 13:36

SKANDAL-KARLA-SKANDAL

Die Augen zu machen. Die Nazis gib es dann nicht mehr.

https://www.youtube.com/watch?v=XRNkVSuvNC4

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 13:44

@ karla

“Erkläre doch einfach mal warum zur Kritik von “Putinisten” ein link einer neonazistischen Webseite hilfreich sein soll?”

Angst vor Augenkrebs? Du wirst nicht zur Faschisten, nur weil deren Seite besuchst und einen Text da liest. Ne Schwester echt mal. Ich möchte dir das nicht erklären, sondern dich bitten, ein paar Kommentare von @ Systemfrager zu lesen und dazu auf die von mir verlinke Seite zu gehen. Sieht auch keiner. Du bist doch alleine jetzt? Dann kannst du vielleicht erkennen, welchen Sinn eine derartige Gegenüberstellung macht.

Klaus Jarchow März 2, 2015 um 13:48

@ Pragmatika: Zwischen ‘möglich’ und ‘wahrscheinlich’ gibt es gewisse semantische Unterschiede. Möglich wäre es auch, dass es ein entsprungener Psychiatrieinsasse aus Uganda war.

Für ‘wahrscheinlich’ halte ich es übrigens, dass man uns irgendwann einen verwirrten und aussagegebrieften ‘Einzeltäter’ präsentieren wird – mit dicken Beulen und unübersehbaren Schwellungen im Gesicht, ganz so, wie ich den juristischen Saftladen dort in Russland seit Jahren erlebe. Und das trotz dieser beiden Polizeiwagen, die praktischerweise kurz den Verkehr aufhielten, trotz des bereitgehaltenen Fluchtwagens und trotz der Kehrmaschine, die exaktemäng just zum Tatzeitpunkt dort die Sicht versperrte. Naja, vielleicht waren es ja auch fünf oder sechs ‘absolute Einzeltäter’. Möglich ist schließlich alles …

Pragmatika März 2, 2015 um 13:59

Jarchow,
möglich ist vieles, auch eine ganz banale Beziehungstat. Soll ja kein Kind von Traurigkeit gewesen sein, der Boris.

Interessant wird sein, die mediale Darstellung des Falles zu beobachten. Von wem wird der Mord wie instrumentalisiert? Auch das kann Hinweise auf die Täter bzw. deren Hintermänner liefern. Zugegeben, Nutznieser muss nicht immer gleich Täter sein… Aber eine gewisse Korrelation dürfte es geben. Müsste man auf Basis historischer Fallbeispiele mal untersuchen! Leider, so fürchte ich, mangelt es mir hierfür an der nötigen Zeit.

f.luebberding f.luebberding März 2, 2015 um 13:59

Ich liege auch diesen Montag nicht mit Grippe im Bett, sondern bin mit dem Altpapier beschäftigt. Den Nick über den Friedensmarsch finde ich zwar nicht sehr originell, aber die links sollen offenkundig keine nazistische Propaganda verbreiten, sondern die Thesen des Kommentators illustrieren. Man kann es aber jetzt damit auch sein lassen. Es ist offensichtlich deutlich geworden, was damit gemeint ist.

Systemfrager März 2, 2015 um 14:18

Die ukrainische Stahl- und Hüttenindustrie befindet sich ohne Exporte nach Russland im freien Fall, schreiben die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ (DWN) am Montag. Die Regierung in Kiew habe bisher nichts unternommen, um gegenzusteuern.

DWN haben keine Ahnung wie es geht.
:(
Man hätte sich nur informieren sollen, wie die Amis die serbische Stahl- und Hüttenwerke gerettet haben, naja zumindest kurzfristig alber was will man mehr:
1/ Zuerst haben die neuen oragenen Revolutzen & Demokraten die Stahl- und Hüttenwerke (Železara Smederevo) den Amis zugeschoben und ihnen freihe Hand gelassen.
2/ All die von den Amis zerschossene Panzer, Kanonen (das ist der beste Stahl) usw. verschmolzen.
3/ Weil Serbien keine Armee braucht, wenn sie schon von dem großen Brüder aus dem Weißen Haus geschützt wird, konnten alle Panzer, Kanonen usw. verschmolzen werden.
4/ Nachdem haben sie die Stahl- und Hüttenwerke an den serbischen Staat, natürlich jetzt in einem “besten Zustand”, wie das sonst die Fremdinvestoren tun, wieder verkauft, sage und schreibe für 1$.
Tja,
die Amis.
Wenn die nicht wissen was sie tun, wer dann!
Und stellen wir uns vor, wie das “Investitionsmodell” in Ukraine und Russland funktionieren würde.

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 14:24

Yo und ich distanziere mich noch einmal ausdrücklich vom Inhalt der von mir verlinken Seite. @ karla wünsche ich trotzdem einen guten Start in die Woche. Gastronome Antifa – Nazischweine holt der Küchenchef. Ups vielleicht verpetzt mich jetzt die vegane Attacke Kreuzberg e.V. ? Egal. Scheiß auf Nazis.

“Hitler war eine vollkommene Null, in jeder Hinsicht eine Fehlanzeige. Seine Verlobte Eva Braun verdorrte auf dem Frigidaire, während Hitler ums Bett paradierte, deutsch grüßte und Reden schwang. Mit nichts, was am Leben schön ist, hatte Hitler eine Verbindung. Er liebte nicht, Freundschaft kannte er nicht, er rauchte und trank nicht, und fanatischer Vegetarier war er auch. Dieses Detail ist deshalb schön, weil in bestimmten Kleinkreisen streng vegetarische oder sogar vegane Ernährung als Grundvoraussetzung für tipptoppen Antifaschismus ausgegeben und gehalten wird. Dabei war Kitsch mit Tieren dem Führer nun gar nicht fremd: Seiner Schäferhündin Blondie war er treu bis in den Tod. Dennoch kommen Tierschützer gern damit angelaufen, Fleisch sei Faschismus, und Hühner lebten im KZ. Sechs Millionen Tierversuche jährlich in Deutschland erinnerten sie an sechs Millionen ermordete Juden, schrieb allen Ernstes Alice Schwarzer in ihrer Emma, doch kein 16-Tonnen-Gewicht fiel vom Himmel, keine Erde tat sich auf und verschlang die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. So konnte Alice Schwarzer ein paar Jahre später ihr Herz für Leni Riefenstahl entdecken, die sie in einer Emma-Titelgeschichte als große Künstlerin und als Opfer der Männer zeichnete, als Powerfrau mit kleinen Fehlern.”

http://www.caricatura.de/Kassel/archiv/greser/nachwort.htm

wowy März 2, 2015 um 14:39

@fl
Bei so vielen Fragen im Altpapier fällt mir gleich auch noch eine ein: Warum wird dieser hervorragende Film von der Fernsehkritik komplett ignoriert?
https://m.youtube.com/watch?v=xYUqpijQI04
#Troika #Verschweigepresse

Keynesianer März 2, 2015 um 15:17

@Altpapier

Der Journalismus als Randexistenz im Mediensystem sucht weiterhin ein Geschäftsmodell. Die Süddeutsche Zeitung versucht es ab März mit bezahlten Inhalten.

Und wir dachten immer, die würden für die Lügen bestens bezahlt, die sie verbreiten. Reicht das Geld der Pharmakonzerne für eine Kampagne zur Vogelgrippe zum Beispiel oder das Geld der russischen Oligarchen für eine Kampagne gegen Putin etwa nicht mehr für die Randexistenzen des Journalismus?

Muss man unbedingt noch die Leser schröpfen wollen für den Seich?

Keynesianer März 2, 2015 um 15:23

Die Lügenmedien könnten auch mal wieder etwas zur katastrophalen Klimaerwärmung bringen, vielleicht hört das Schneetreiben draußen mit Eis und Kälte dann endlich auf und es wird einem wenigstens wärmer vor Wut. Nicht immer erst bis zum Sommer warten und dann erzählen, dass das jetzt wieder der heißeste Winter seit der Erfindung der Thermometer gewesen sei.

Oder gibt es dafür gerade keine Sponsoren?

Soldat Schwejk März 2, 2015 um 15:36

@ wowy März 2, 2015 um 14:39

Zumindest wird die Doku noch zweimal gezeigt. Am 9. März in der ARD, und am 24. März im prekärpreußischen Rundfunk rbb. Jeweils um 22:45 Uhr. Also so als Tipp für alle die (wie ich) bei längeren Filmbeiträgen doch lieber ein anderes Format mögen.

http://presseservice.rbb-online.de/highlights/das_erste/2015/03/20150309_die_spur_der_troika.phtml

Immerhin. Vermutlich wäre ohne Syrizas Wahlsieg die Doku so aufmerksamkeitsökonomisch völlig in der Versenkung verschwunden.

Soldat Schwejk März 2, 2015 um 15:40

Naja, und die Krimistunde hier im Blog ist ja öde geworden. Die früheren Folgen mit Altmeister Keynesianer hatten eine bessere Dramaturgie. Der hätte sich nicht so lange mit den Fahrzeugen aufgehalten, sondern zu diesem Zeitpunkt schon erste geheimnisvolle Zeugen vernommen, zum Beispiel eine Frau namens Katze oder so.

Und Robocop sollte mehr Szenen bekommen, finde ich. Diese Figur ist doch extra für die jüngsten Zuschauer eingeführt worden, aber das Drehbuch geht etwas lieblos mit ihr um. Die jüngsten Zuschauer wollen bessere Running Gags als immer nur “Putins Arsch”.

Und auch aus dem Plot ließe sich mehr machen. Schon gibt es wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung auf Sex als Motiv und auf ein Land hinter den sieben Bergen namens Inguschetien. In diese Richtung könnte doch nu mal ein bissel ermittelt werden.

In manchen Detektivgeschichten endet der Spannungsbogen dann freilich wieder an seinem Ausgangspunkt. Es könnte sich etwa zum Schluß herausstellen, daß es doch ein Komplott der Müllabfuhr war. Nur so als Idee.

ruby März 2, 2015 um 15:46

@SoldatS
Morgen ist gelber Sack.
Werde die Fahrzeuge mal unter die Lupe nehmen!!!

ruby März 2, 2015 um 15:54

Übrigens der Gerald B. war zur Fortbildung mit Thema MMT und Mister Turner (faz-blog)
Jetzt geht es los. ;-)
Helikopter aufgepaßt!

wowy März 2, 2015 um 15:54

Zu Edathy sollte man heute die Sueddeutsche lesen
http://www.sueddeutsche.de/politik/edathy-gestraft-auch-ohne-urteil-1.2373896
Die FAZ besser nicht.

wowy März 2, 2015 um 16:00

@Schwejk
Nein, nicht dieser. Die Wiederholung in der ARD ist auf 45 Minuten, also die Hälfte, zusammengekürzt.

Soldat Schwejk März 2, 2015 um 16:04

@ ruby —> “Morgen ist gelber Sack.”

Diesem Satz ist für sich genommen bereits eine solche poetische Schönheit eigen, daß bei jeglichem Zweitverwertungsversuch eher etwas verlorengeht. Aber dennoch:

Das Morgen ist ein gelber Sack
und in der Zukunft drinnen:
Verbundstoffmüll von Tetra Pack
So zieht das Sein von hinnen

KommentatorX März 2, 2015 um 16:13

@wowy März 2, 2015 um 14:39
Warum wird dieser hervorragende Film von der Fernsehkritik komplett ignoriert?

So fragen Schüler oder subalterne Existenzen, aber keine aufgeklärten Bürger.

Denn es ist eine typisch affirmative Fragestellung, da sie gesellschaftliche Verhältnisse unterstellt, die nicht oder nicht mehr existieren, wie kritische Presse, Demokratie, , gemeinwohlorientierte Politik, klassenlosen Rechtsstaat etc.

Der Fragesteller weiß, dass er entweder keine Antwort oder eine die realen Verhältnisse verschleiernde Antwort bekommt.

Das macht das Affirmative und Untertänige dieser Art des Fragens aus. Der Fragesteller mag sich für kritisch halten, aber realiter macht er das Gegenteil.

Ob ein derartiger Fragesteller sich bewusst dumm stellt oder so dumm ist wie seine Fragen, kann natürlich nur im Einzelfall analysiert werden.

Natalius März 2, 2015 um 16:18

“LOL. Die Putin-Liebchen ziehen alle möglichen Schießhausfliegen an. Rechter Autoritarismus, linker Autoritarismus,…”

Jau, das ist es! Für was steht Putin wohl?

Lieber die Freiheit der Lüge als die Autorität der Wahrheit.
Lieber die Lüge der Freiheit als die Wahrheit der Autorität.
Lieber die Autorität der Lüge als die Freiheit der Wahrheit.
Lieber die Lüge der Autorität als die Wahrheit der Freiheit.

Denkt mal drüber nach.

aifran März 2, 2015 um 16:24

Sie kennen keine Gnade diese Kämpfer für den Erhalt der Dollarhegemonie (Weltleitwährung)

https://www.youtube.com/watch?v=gWTjjm-Gg3c

ruby März 2, 2015 um 16:55

@SSchweijk
Das Original der App lautet:

Gelber Sack
Di. 3.März 2015
Ort
Straße

der Korrektheit halber

Historika März 2, 2015 um 16:59

Kom.X
“Ob ein derartiger Fragesteller sich bewusst dumm stellt oder so dumm ist wie seine Fragen, kann natürlich nur im Einzelfall analysiert werden.”

Nicht jeder Kommentator hier war früher mal Professore oder gar Insider! Somit sollte man sich in Nachsicht üben, was gewisse kleine Dummheiten angeht. Eine genaue Einzelfallanayse könnte weit größere Peinlichkeiten zu Tage förden als das Fragen einer rein rhetorischen Frage.

ruby März 2, 2015 um 17:04

Das Drummherum und Drinnen des gelben Sacks sind eine Kurzgeschichte wert…
Arbeite bereits daran
Danke für die Inspiration Deiner Dichtung, die sehr sehr tief gründet!

karla März 2, 2015 um 17:05

Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 13:44

“Angst vor Augenkrebs? Du wirst nicht zur Faschisten, nur weil deren Seite besuchst und einen Text da liest. Ne Schwester echt mal. Ich möchte dir das nicht erklären,”

Nicht der Besuch war mein Argument sondern der Werbeeffekt. Diskutiert man über Neonazis kann ein solches verlinken sinnvoll sein.
Statt die “Putinisten” zu erklären also mal herleiten aufgrund welcher Überlegungen sie zu Freunden russischer Politik werden “illustrierst” Du nur – wie @fl angemerkt hat – mit einem Vergleich der oberflächlichen Erscheinungen zwischen Faschismus und Putinismus.

“sondern dich bitten, ein paar Kommentare von @ Systemfrager zu lesen und dazu auf die von mir verlinke Seite zu gehen.”

Systemfragers Kommentare kenne ich. Mittels einer Gegenüberstellung einer Neonazi-webside kommst Du seinen Gedanken nicht nahe.

“Friedensmarsch in Putins Arsch März 2, 2015 um 13:20

“Gelernte Lehrerin und jetzt frühverrentet ? ”

Schau Dir mal Deine Glaskugel genauer an. Scheint einen Sprung zu haben.

peewit März 2, 2015 um 17:13

@Historika

Nicht jeder Kommentator hier war früher mal Professore oder gar Insider

Nicht zu vergessen der herrliche Auftritt als Positivist: Ein Kabinettstück.

wowy März 2, 2015 um 17:46

@KommentatorX
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.
Bist du pensionierter Lehrer?

Natalius März 2, 2015 um 17:47

“Weeste Wat ? So ein 5 stündiges, ausgiebiges Bild-Dokument, mit den Kommentaren von @ Keynesianer, @ Systemfrager und @ BB würde mir gefallen. Ungeschnittene Fantasterei und vertont das ganze. So ne heiße Videoblamagen mit jede Menge Zeugs von Rothschild-Fantasten dazu. Sofa, Popcorn und richtig klasse zum beömmeln.”

Allgemein unbemerkte Fantastereien:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/familien-rockefeller-und-rothschild-verwalten-gemeinsam-vermoegen-a-835972.html
Das gemeinsame Vermögen des “Ro^2-Pools” ist schwer zu erfassen, es gibt Schätzungen, die jenseits der 500 Billionen USD (= US-Trillionen) liegen. David geht auf die 100 zu, Jacob auf die 80. Es darf keinen Streit geben. Verständigen sich beide Patriarchen auf einen gemeinsamen Nachfolger/”Vermögensverwalter”, so ist dieser die mächtigste Person der (diesseitigen ;-) ) Welt. Seine Auswahl und die damit verbundene Festlegung der Dynastiefrage dürfte die wichtigste Celebrity-Entscheidung seit ewig langer Zeit sein. Natürlich geht es dabei nur ums Geld (und seine Annehmlichkeiten) und nicht etwa um Macht. Kubrick’s “Eyes wide shut” soll ja schliesslich für gewöhnliche Menschen weiterexistieren. Aber vielleicht kann sich ja unser @TRSS für diesen Job bewerben, sein Kundalini-Level scheint im Moment die kritischen Voraussetzungen zu erfüllen, um die Elite mal von innen kennenzulernen. So wie Tom Cruise, der nach dieser Produktion reif war für die Scheidung von Nicole Kidman. Ach ja: Nicht nur die von Kidman gespielte Frau war echt – auch die Kulisse des Films, Mentmore Towers, war es. Hollywood’s schönste “heiße Videoblamage mit jede Menge Rothschildt-Fantasten”. Nur Idioten haben sich bei diesem Meisterwerk mit “Popcorn auf dem Sofa” beömmelt.

KommentatorX März 2, 2015 um 18:23

Kritik an der affirmativen Kritik mag man hier gar nicht gern.

ruby März 2, 2015 um 18:56

@ Soldat Schweijk

War in deutsch nie gut (gewesen!) aber gerne ;-)

Natalius März 2, 2015 um 20:04

Appropos “Eyes Wide Shut” und der Fall Nemzow. Eine gute Analyse versteckter Symbole und Realitäten in Kubrick’s letztem Meisterwerk (AI war ein Abstieg) http://vigilantcitizen.com/moviesandtv/the-hidden-and-not-so-hidden-messages-in-stanley-kubriks-eyes-wide-shut-pt-i/ hat mich dazu gebracht, eine Frage zu stellen, die eigentlich naheliegend ist: Könnte Anna Durizkaja ein MK Beta Kitten sein, so wie die Prostituierte, die Cruise letztlich rettet? Dann wäre sowohl der Reinigungswagen als auch der weisse PKW letztlich überflüssig und dem Kollegen Zufall zu verschulden. Aber wie wurde dann der einprogrammierte Killer aktiviert. Handy-Call? Nur so am Rande…

Garfield März 2, 2015 um 21:11

Lieber die Freiheit der Lüge als die Autorität der Wahrheit.
Lieber die Lüge der Freiheit als die Wahrheit der Autorität.
Lieber die Autorität der Lüge als die Freiheit der Wahrheit.
Lieber die Lüge der Autorität als die Wahrheit der Freiheit.

Junge, Junge, ich kann ja echt nicht mehr.

Einigen Kommentaren hier ging’s in ihrem Leben offenbar viel zu gut. Ich würde mal ne Dosis der eigenen autoritären Medizin “Wahrheit” empfehlen.

aber solang dank Lübberding & Co. ja wenigstens die Leute auf der Straße sicher sind…

ruby März 2, 2015 um 21:58

Eine musikalische Ära, die in Poesie zu Ende geht
https://www.youtube.com/watch?v=3mO9S-Z0i4A
@ all Schreihälse
catch the rainbows

Natalius März 2, 2015 um 22:37

@Garfield März 2, 2015 um 21:11

Es ist unbestritten ein Erfolg der Frankfurter Großschulkirche, dass der Term “autoritärer Charakter” negativ konnotiert und als Mem im Hirn des Empfängers festgebrannt werden konnte. Aber was ist eigentlich ein autoritärer Charakter? Bitte jetzt Selbsterdachtes benennen statt Erlesenes irgendwelcher Autoritäten (Horkheimer, Habermas, Adorno) abspulen.

Natalius März 2, 2015 um 23:02

PS: Oder anders – ausserhalb des o.g. Kerns: Warum bekam Wilhelm Reich mit Sigmund Freud Probleme? Was hat Margarete und Alexander Mitscherlich veranlasst, wider besseren Wissens von den “Unfähigkeit zu trauern” zu sprechen? Oder war es nicht wider besseren Wissens und wir alle wurden Opfer von Lügen, die anfänglich einfache Übertreibungen (unter dem Druck der Verhältnisse) waren, aber dann irgendwann nicht mehr korrigiert werden konnten – einfach weil es opportun und machterhaltend war. Man mag es sich wirklich nicht vorstellen, dass dieses “Prinzip Lüge” nicht nur die jüngere sondern die ganze Menschheitsgeschichte durchzieht! In allen Bereichen!

Klar sind solche Fragen “abgedreht”. Aber nicht ungerechtfertigt!

karla März 2, 2015 um 23:06

by f.luebberding on 26. Februar 2015

““Zugleich lässt dieser Erfolg die Zukunft für „Bild“ ungemütlich werden. Sie lebt davon, Grenzen zu überschreiten, die andere einhalten. Wenn die herkömmlichen Schranken beispielsweise zwischen Journalismus, PR und Werbung bröckeln – und im Internet beginnen sie zu verschwinden –, dann versiegt die Kraftquelle des Blattes: „Bild“ wird zu einer Veröffentlichung unter anderen – mit dem Risiko, unter ‚ferner liefen‘ zu landen.”
Mit diesem Risiko sollte man sich beschäftigen. Kai Diekmann hat seine Konkurrenz nämlich schon längst zu fürchten. Die ist mehr zu fürchten als der Bild-Chefredakteur.”

@fl nimmt das Griechenlandbashing von Diekmann als Material für die Problematisierung der “herkömmlichen Schranken beispielsweise zwischen Journalismus, PR und Werbung”.

Warum “seine” Konkurrenten schon längst mehr zu fürchten sei als die Person Diekmann verwundert, da Konkurrenz doch das Lebenselixier unserer Gesellschaft ist.

Was stört @fl nun? Ob es um Griechenland, Ukraine, Mindestlohn oder “Gott weiß was” geht, an Konkurrenz selbst fällt ihm nichts auf.

Nochmals zum personifizierten Konkurrenten Diekmann :

unter: http://www.bild.de/politik/inland/bild-kommentar/better-future-for-greece-39962798.bild.html

schreibt der Konkurrent auf griechisch.Habe mir den gr.Text (ca. zur Hälfte) mit google übersetzt:

? ????????? BILD ??? ?? ????????? ?? ?????????? ?? ?????????? ???????? ??? ????????? ??? ??? ??????? ??? ??? ??????.

? ????????? BILD ?? ?? ?????????? ?? ??????????? ?? ???????, ??? ? ?????????? ???? ??? ????? ??? ??? ??? ??? ??????? ????????? ??? ?????????

Die BILD-Zeitung unermüdlich nach Griechenland kritisieren die falsche Politik in Deutschland und Europa.

Die BILD-Zeitung wird weist auf die Tatsache zu stoppen, dass die Versprechungen der sowohl unsere eigenen und die griechischen Politiker nicht eingehalten wurden.

? ???? ??? ?????????? BILD ????? ???????? : ? ?????? ?????????? ??? ?????????? ???????? ????? ?? ????.

???? ? ????????? BILD ??? ???????? ???? ??? ?????? ??? ????????? ???? ??? ??? ?????? ??? ???????? ???

Die Position der BILD-Zeitung ist klar: Griechenland braucht einen Neuanfang ohne den Euro.

Aber die BILD-Zeitung steht nicht nur auf der Seite von Deutschland, sondern auch auf der Seite der Menschen in Griechenland.

? ????????? BILD ?????? ?????????? ???????? ??? ??? ?????????? ??????? ???? ??? ?? ?????? ??? ???? ??? ??? ??????????? ??? ???????.

Die BILD-Zeitung schrieb sogar einen Artikel über die wirtschaftliche Armut und die Kühnheit der Eliten und den Regierungen von Griechenland.

??? ????? ?????? ?? ??????? ????????? ???? ???????? ??????????? ???? ?????? ?????????? ?? ????????, ?? ???? ??? ????????? ??? ??????? ????????? ?? ????? ?? ??? ????????? ?????????? , ??? ????? ?????? ?? ??????? ?????????? ???? ?? ??????? ????? ???? ??? ??????, ??? ?????????, ??? ????????????? ???????? ??? ??????? ??? ?????????? ??????? ?????????.

Es ist nicht leicht zu verstehen, wenn Sie zeigen, Demonstrationen, bei denen verspottet die Deutschland, in allen Angriffen auf griechischen Politiker in Bezug auf die deutsche Solidarität, ist es einfach, Solidarität zu zeigen, wenn die Menschen sich für rechte, linke, radikalen Parteien Griechenland nach einer solchen Politik.

??? ????? ??????? ?????? ??? ???? ????????? ????????? ?? ???????????? ????????????? ?????????. ???? ??? ????? ??????? ???????? ??? ??????????????: ????? ????????? ??? ??????? “???? ???????”, ????????? ??? ???????? ??????.

Es ist nicht unser Ziel, weil der politischen Korrektheit zu destruktiven Entwicklungen zu ignorieren. Aber eines ist klar und eindeutig: die Menschen in Griechenland “Greek” wollen wir eine bessere Zukunft.

??? ??????, ??? ????? ?? ?????? ?? ??????? ?? ?????????? ?? ?????? ???? ??? ?? ???? ?? ??? ?????????? ???? ????????.

??? ??????, ??? ????? ??? ?????????? ?????? ?????? ?? ????? ?????????? ???? ????????? ???.

??? ?????? ?????? ????? ?? ???????? ??? ??? ??????, ???? ????????? ??? ??? ??? ??????.

Eine Zukunft, in der die Eltern kümmern sich um ihre Kinder und Jugendliche nicht in Verzweiflung zu versinken.

Eine Zukunft, in der ein finanzstarker Griechenland werden die Menschen stolz sind.

Eine solche Zukunft ist das Beste für Griechenland, seine Menschen und Europa

@fl
“… mit dem Risiko, unter ‚ferner liefen‘ zu landen.”
Mit diesem Risiko sollte man sich beschäftigen.”

Wars das?

Bogus März 2, 2015 um 23:09

Natalius’ Freiheit/Lüge-Poem habe ich zwar nicht so ganz kapiert (vermutlich andere Baureihe), aber es erinnert mich an etwas, worüber ich neulich schon mal gestolpert bin:

“Freiheit statt Demokratie: Russlands Weg und die Illusionen des Westens

‘RUSSLAND IST EIN ÄRGERNIS’ – Zu diesem Schluss kommen die westlichen Eliten in Politik und Medien. Russland stört spätestens seit der Ukraine-Krise 2014. »Russland-Versteher« ist zum Schimpfwort verkommen. Eindrucksvoll schildert Thomas Fasbender, wie anders Russland in der Tat ist. Anders als die westeuropäischen Vorurteile glauben machen und anders als das westeuropäische Ideal einer zeitgemäßen Demokratie. In dreizehn abwechslungsreichen Kapiteln erzählt Fasbender vom Alltag in Russland und von seiner dramatischen Geschichte. Er beschwört die Urtümlichkeit des riesigen Landes zwischen Ostsee und Pazifik, zwischen Arktis und Kaukasus, und er vermittelt intime Einblicke in die schicksalsgeprüfte Mentalität seiner Bewohner. Sein Fazit: Russland will den Weg des Westens nicht gehen, und Russland wird ihn nicht gehen. Und das beileibe nicht wegen seines Präsidenten. Der russische Mensch hat sein eigenes Verständnis von Freiheit, und das verträgt sich nicht mit der europäischen Verliebtheit in Vernunft- und Gesetzestreue. Fasbender hat ein Buch mit Herz und Verstand und in einer besonders schönen Sprache geschrieben, ein Buch gegen den Strom, das eine fremde, nahe Welt erschließt.”

http://www.amazon.de/Freiheit-statt-Demokratie-Russlands-Illusionen/dp/3944872061

Der Autor Thomas Fasbender war heute bei RT deutsch mit ein paar unaufgeregten Statements zum Fall Boris Nemzow zu hören (ab ca. 5:29):
http://www.rtdeutsch.com/13428/der-fehlende-teil/der-fehlende-part-nemzows-tod-eine-inszenierung-e-76/

Systemfrager März 2, 2015 um 23:25

Russland will den Weg des Westens nicht gehen, und Russland wird ihn nicht gehen. Und das beileibe nicht wegen seines Präsidenten. Der russische Mensch hat sein eigenes Verständnis von Freiheit, und das verträgt sich nicht mit der europäischen Verliebtheit in Vernunft- und Gesetzestreue.

Fast richtig.
Das ist total richtig:

Russland will den Weg des Westens nicht gehen, und Russland wird ihn nicht gehen. Und das beileibe nicht wegen seines Präsidenten. Der russische Mensch hat sein eigenes Verständnis von Freiheit, und das verträgt sich nicht mit der europäischen …

Das ist ganz falsch:

… Verliebtheit in Vernunft- und Gesetzestreue.

Das war wirklich zu viel des Lobes. Nen! Die westliche Freiheit ist nichts anderes als: Fressen oder gefresst zu sein. Fachlich ausgesprochen: Sozialdarwinismus. Nein! Das verträgt sich nicht mit der russischen Seele.

Systemfrager März 2, 2015 um 23:32

europäisches Verständnis von Freiheit als Verliebtheit in Vernunft- und Gesetzestreue

Der beste Witz des Jahres
Applaus! Applaus!

wowy März 2, 2015 um 23:35

@Karla
Bild will den Grexit. Was wäre wenn? Was würde das für Europa bedeuten?

Natalius März 3, 2015 um 00:00

Für @Ruby, @TRSS, @Topi:
Hier eine “zentrale” Filmmusik aus Kubrik’s “Eyes Wide Shut” (= Augen maximal geschlossen. Auch: Ohren zugedeckt, Mund will nix sagen, 3-Affen-Thema): https://www.youtube.com/watch?v=Zvdw-CWDmVM)

Ist das von hier?

Natalius März 3, 2015 um 01:00

@Bogus März 2, 2015 um 23:09
“Natalius’ Freiheit/Lüge-Poem habe ich zwar nicht so ganz kapiert (vermutlich andere Baureihe), aber es erinnert mich an etwas, worüber ich neulich schon mal gestolpert bin:

“Freiheit statt Demokratie: Russlands Weg und die Illusionen des Westens”

Bogus, ich habe nicht behauptet, dass die Superposition vollständig ist. Neben:
Lieber die Freiheit der Lüge als die Autorität der Wahrheit.
Lieber die Lüge der Freiheit als die Wahrheit der Autorität.
Lieber die Autorität der Lüge als die Freiheit der Wahrheit.
Lieber die Lüge der Autorität als die Wahrheit der Freiheit.
gibt es die Bewertungsinversion:
Lieber die Autorität der Wahrheit als die Freiheit der Lüge.
Lieber die Wahrheit der Autorität als die Lüge der Freiheit.
Lieber die Freiheit der Wahrheit als die Autorität der Lüge.
Lieber die Wahrheit der Freiheit als die Lüge der Autorität.
Vielleicht kann man jetzt besser erkennen, wo Putin verortet werden könnte, wenn wir glauben genug zu wissen.

Systemfrager März 3, 2015 um 06:23

Hobbes hatte also doch Recht:

Berlin (dpo) – Sie mögen es schon immer geahnt haben, jetzt ist es endlich offiziell: Bei der gesamten Menschheit handelt es sich durchweg um Idioten und nutzlose Nichtskönner – mit Ausnahme von Ihnen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berliner Humboldt-Universität, in deren Rahmen 600 repräsentativ ausgewählte Personen auf Kompetenz, Wissen und Leistungsfähigkeit getestet und anschließend mit Ihnen verglichen wurden.

Wissenschaftlich erwiesen >>>

Systemfrager März 3, 2015 um 06:59

europäische Freiheit: Verliebtheit in Vernunft- und Gesetzestreue.

Es gib zwei Prinzipien, die “in die Freiheit verleibten” zu den Menschensrechten zählen
1/ Das Recht auf Selbstbestimmung
2/ territoriale Unversehrtheit des souveren Staaten

Und jetzt:
- Die “europäische Verliebtheit in Vernunft” ist also eine Idiotie: Diese zwei Prinzipien sind alles andere als kompatibel (widerspruchstfrei) – also mit der Vernunft NIX!
- Und wie sieht es mit der europäische Verliebtheit in Gesetzetreue?

BESIPIEL 1:
In dem damaligen Jugoslawien, als man es kolonnisieren und ausplündern wollte, galt “Selbnstbestimmung der Völker”. Milosevic war ein Tyran, weil er sich eingebildet hat, dass die “territoriale Unversehrtheit” gilt.

BEISPIEL 2:
Weil die Westler Ukraine kolonnisieren und asplündern wollen, da gilt auf einmal “territoriale Unversehrtheit”. Putin ist ein Tyran weil sich eingebildet hat, dass die “Selbnstbestimmung der Völker” gilt.

ICH KANN NCIHT SO VIEL KOTZEN …

Systemfrager März 3, 2015 um 07:00

Anders:
ICH KANN NICHT SO VIEL ESSEN …

Orospu März 3, 2015 um 08:45

Warum wird die Lebensgefährtin von am abgeknallten Russen von jedem als Nutte angesprochen? Weil es hier um die Bild geht?

https://www.youtube.com/watch?v=sWob6QZEIZg

Systemfrager März 3, 2015 um 09:04

Warum wird die Lebensgefährtin von am abgeknallten Russen von jedem als Nutte angesprochen?

Weil sie in “eskort servis” gearbeitet hat, wie man die “Dienstleistungen” im Osten nennt. Den Reichen, vor allem aus dem Westen, den “Investoren” wird eine schöne Begleitschaft zur Verfügung gestellt. Die alle Wünsche erfüllt

Orospu März 3, 2015 um 09:06

Eine seriöse Quelle?

Orospu März 3, 2015 um 09:10

Zum Attentatszeitpunkt war sie immer noch im Milieu aktiv?

Systemfrager März 3, 2015 um 09:14

Zum Attentatszeitpunkt war sie immer noch im Milieu aktiv?

Das ist kein Milieu. Es sind die noblen Einrichtungen für die reichste und ansprüchsvollste Klientell

Orospu März 3, 2015 um 09:25

Gäbe es ohne die reichen, westlichen Ausländer diese Erotikagenturen in Russland nicht?

Systemfrager März 3, 2015 um 09:34

Gäbe es ohne die reichen, westlichen Ausländer diese Erotikagenturen in Russland nicht?

Das sit nciht dein Ernst.
Solche wie Nemzow haben schon alles, was die Kommunisten aufgebaut haben, geklaut. Und sie sind buchtstäblich über Lerichen gegangen. Stalin konnte diesen “Demokraten” udn “Freiheitskämpfer” nicht einmal Wasser reichen. Richtige menshcliche Bestien.

Orospu März 3, 2015 um 10:02

Gut. Aber woher wissen die Anderen und Sie hier, dass die Frau aktuell als Prostituierte arbeitet?

karla März 3, 2015 um 10:06

wowy März 2, 2015 um 23:35

“@Karla
Bild will den Grexit. Was wäre wenn? Was würde das für Europa bedeuten?”

Da kann man nur Vermutungen anstellen.

Die gr. Bevölkerung (weit über die Syrizaanhänger hinaus) will im Euro bleiben. Wie es in 4 Monaten weitergeht einfach abwarten.

Ob in Spanien sich Podemos durchsetzt ist auch offen.

Und für Frankreich gilt in zwei Jahren dasselbe für den Front National.

Auf jeden Fall wird die Währungsunion ständig mit Erpressungen aufrecht erhalten. Wie lange das tragfähig ist wird man sehen. Die “Institutionen” (Troika, IWF und Eurogruppe) sind sich auch nur oberflächlich einig.

karla März 3, 2015 um 10:12

@wowy

Wie in Deutschland mit Griechenland weiterhin unbeirrt umgegangen wird kann man hier schön nachlesen:

http://norberthaering.de/index.php/de/newsblog2/27-german/news/284-ard-zdf#1-weiterlesen

keiner März 3, 2015 um 10:16

Ääääh, Herr Lübberding, der Altenbockdumm macht jetzt das Föjedong bei der FAZ? Bist du raus? :-(

Die FAZ ist sowas von tot…

Orospu März 3, 2015 um 10:47

Kein Beleg für die “bezahlte ukrainische Nutte”? Ihr Kreml-Jungs seit das selbe Denuniantenpack wie Eure Ami-Kollegen.

KommentatorX März 3, 2015 um 11:19

@keiner

TV-Kritik „Hart aber fair“
Der „röhrende Hirsch“ und der Untergang des Feminismus
03.03.2015 von Frank Lübberding
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-hart-aber-fair-der-roehrende-hirsch-und-der-untergang-des-feminismus-13460420.html

Systemfrager März 3, 2015 um 11:19

Unter den Trauenden waren neben Nemzows Mutter, Dina Nemzova, zahlreiche russische Oppositionelle und der US-Botschafter in Russland, John Tefft. “Er stand für das Beste in Russland, repräsentierte die russischen Menschen und ihre Ideale”, wird der Diplomat zitiert.

Auch der litauische Außenminister Linas Linkevicius sowie die FDP-Politiker Wolfgang Gerhardt und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wurden erwartet. Zudem hat der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), sein Kommen zugesagt, “um ein Zeichen zu setzen, dass wir glauben, dass es ein anderes Russland gibt”, wie er zuvor im “Morgenmagazin” des ZDF sagte.

Aber natürlich. Was die Russen “wirklich” wollen, müssten sie von diesem abscheulichen westlichen Pack erfahren. Logo! Und auf jeden Fall wollen die Russen genau das, was ihren die westlichen raffgierigen, rücksichtslosen und blutrünstigen Eliten bieten.

Orospu März 3, 2015 um 11:27

In dem kopierten Text steht an keiner stelle etwas darüber, dass Anna Durizkaja als Nutte arbeitet.

Systemfrager März 3, 2015 um 11:30

@Orospu
Ließ die russische Internetseiten, wenn dich das so interessiert

ruby März 3, 2015 um 11:35

@karla
Grexit kommt auf jeden Fall, weil das Eurosystem keine Mechanismen zum Ausgleichen der Disparitäten konsensual langfristig einigbaut hat, es somit weiterentwickelt werden muss!
Dysfunktionalität gegen Bürger wird von den erkennenden Menschen abgewählt. Neues Denken der Bewegungen steht auf den Strassen und in den Rechnern.
;-)

Orospu März 3, 2015 um 11:40

Nicht doch. Sie interessieren sich sehr dafür und haben keine Beweise.

Orospu März 3, 2015 um 11:42

Selbst wenn es stimmen sollte warum bringen Sie das hier?

Systemfrager März 3, 2015 um 12:02

Selbst wenn es stimmen sollte warum bringen Sie das hier?

Ich verstehe. Es ist ziemlich peinlich, wenn einer, der das neue “demokratische” und “freie” Russlad verkörpern sollte, in Wahrheit ein rücksichtsloser Oligarch ist, der noch, als er erschossen wurde, mit einer noblen Hure war. Sie 23 und er 55 – das war doch so etwas wie Romeo und Julia – nicht wahr?

Orospu März 3, 2015 um 12:02

Ein Mann bucht eine Nutte um guten Sex zu haben. Aber hat diese Information einen politischen Erkenntnisgewinn?

Systemfrager März 3, 2015 um 12:04

SPD-Politiker Peer Steinbrück arbeitet künftig mit ukrainischen Oligarchen. Als Kanzlerkandidat musste er für seine hohen Honorare viel Kritik einstecken, nun meldet das “Handelsblatt”: Peer Steinbrück arbeitet künftig im Auftrag ukrainischer Oligarchen. Er soll Kiews Staatsfinanzen neu ordnen

SPON >>>

Orospu März 3, 2015 um 12:07

Sie haben keine Beweise, dass die Dame eine Prostituierte ist. Ihre moralischen Maststäbe gelten nicht für andere Menschen. Beurteile sie einen Politiker politisch und nicht danach, wie jung seine Freundin ist.

ruby März 3, 2015 um 12:08

@ Soldat Schweijk
http://www.faz.net/-gum-80hb6
Backgroundinfo zu Tüten + Säcken
;-)

Orospu März 3, 2015 um 12:10

“Sie 23 und er 55 – das war doch so etwas wie Romeo und Julia – nicht wahr?”

Er sah gut aus, hatte vermutlich guten Sex und Geld. Also nur neidisch.

topi März 3, 2015 um 12:14

Karla
“Die gr. Bevölkerung (weit über die Syrizaanhänger hinaus) will im Euro bleiben. Wie es in 4 Monaten weitergeht einfach abwarten.”

Laut deutscher Übersetzung soll die Frage geheißen haben: Wollen sie um jeden Preis im Euro bleiben?

Daraufhin 75 Prozent ja oder eher ja.

“eher ja” als Antwortmöglichkeit auf die Frage “um jeden Preis” ist schon logisch ein Ding der Unmöglichkeit.

Der gemeine Grieche verbindet mit dem Euro halt die enorme Lohnsteigerung im Euro, die nicht wie vorher durch Inflation und ggü. dem Ausland durch Abwertung weitestgehend nivelliert wurde.

Importgüter wurden billiger, und im Ausland konnte man sich etwas leisten, wer wünscht sich das nicht.

So eine Frage kann man sinnvoll nicht “um jeden Preis” stellen, sondern mit einer konkreten Alternative.

In vier Monaten (eigentlich wird ja in zwei Monaten schon geschaut, ob sie “lieb” sind in Athen, aber da wird eben das nächste blumige Papier aufgesetzt) könnte es so eine Alternativenentwicklung geben.

Es wird ein maximales Verhandlungsergebnis mit der Eurozone geben (EZB ist logisch raus, und IWF, wtf soll der IWF noch da).

Das könnte einem Programm mit Neodrachme und eigener Notenbank gegenübergestellt werden.

Und im Volksentscheid muss Kostas die Hosen runterlassen, wie lieb ihm sein Euro denn ist, wenn dafür weiter Löhne, Renten, medizinische Versorgung oder was auch immer gekürzt werden “müssen”. Und das Land weiterhin zwingend in der Abwärtsspirale bleibt, diese Erfahrung haben sie ja jetzt gemacht.

Da Varoufakis ja gesagt hat, dass sie erst die Drachmen drucken müssen (also wörtlich meinte er, sie können jetzt nicht austreten, weil es keine Drachmen gibt; als alter Ossi weiß man das natürlich einzuordnen :roll: ), sollten die Vorbereitungen jetzt laufen (und wenn man nur Stempel beschafft, um die in den Banken lagernden Noten umzuwerten; für das elektronische Geld gibt es ja schon alle Möglichkeiten).

“Ob in Spanien sich Podemos durchsetzt ist auch offen.”

Die Entwicklung in Griechenland wird dies massiv beeinflussen.
Nach dem Grexit wird es Bestrebungen geben, die Griechen richtig bluten zu lassen, als Exempel; so einfach wird das allerdings nicht, einerseits gibt es EU-Verträge, die kann man nicht so einfach ausblenden, wenn man sich nicht lächerlich machen will.
Andererseits dürften die anderen “nichtharten” Länder kein Interesse daran haben, die Griechen über ihren Bankrott hinaus bluten zu lassen, und das sind mit Spanien Italien Frankreich auch Schwergewichte.

“Und für Frankreich gilt in zwei Jahren dasselbe für den Front National.”

Für Frankreich gibt es im Euro auch keine große Hoffnung, sollte der Mindestlohn nicht einen erheblichen Lohnschub in D auslösen.
Und wer würde eine solche Wette eingehen?

Alles andere, auch riesige Investitionsprogramme durch die EU, wären nur Lametta; und was davon kommt, steht noch in den Sternen.

ruby März 3, 2015 um 12:22

Das Verbrennen der gelben Säcke erhöht die Temperatur und die Stoffumwandlung des Prozesses. Damit sinkt auch das Verbrennungsentgeld. Hamburg hat gerade die MVA Moorburg in Betrieb genommen.
Was haben abbaubare Säckestoffe für Perspektiven gerade bei wachsenden Versandhandel …

Natalius März 3, 2015 um 12:34

@Nemzow

Eine Seite, der man nicht so ganz trauen kann, hat Hintergrundinformationen zur Person Nemzow’s ins Netz gestellt, die vielleicht etwas Licht in die Motive seiner Ermordung bringen:

“Dr. Nemtsov, this report notes, earned his PhD in quantum physics and mathematics in 1985 from Ural State University (aka State University of Gorky), was the author of more than 60 academic publications related to quantum physics, thermodynamics and acoustics, and invented an acoustics laser and a novel design of antennas for space apparatus.

During his student years at university, this report continues, Nemtsov was recruited by the Committee for State Security (KGB) and continued in his capacity as a scientific analyst with them until 1991, after which he became a counter-intelligence officer with the Federal Security Service’s (FSB) Scientific and Technical Service (STS) division in 1995.

Of Dr. Nemtsov’s greatest value to the Federation, this report notes, was his long association with US-double agent KGB General Oleg Kalugin (who considered Nemtsov his protégé), who betrayed Russia to the Central Intelligence Agency (CIA) and orchestrated the installment to power of Boris Yeltsin as President in 1991.

Upon Yeltsin coming to power, this report says, General Kalugin successfully installed Dr. Nemtsov into government leading former British premier Margaret Thatcher to name his as a future leader of Russia and President Barack Obama, in 2009, to describe him as a “tireless advocate” for the rights of Russian citizens after they met in 2009.

In his “double agent” role with the FSB, however, experts in this report say, Dr. Nemtsov was at the forefront of the global race to perfect quantum teleportation having been allowed access to Western (i.e. CIA) technologies supplied to him by his American handlers, but which in turn were then “technologically inspected” by the FSB.

Quantum teleportation, this report explains, is a process by which quantum information can be transmitted from one location to another, with the help of classical communication and previously shared quantum entanglement between the sending and receiving location. Once perfected, quantum teleportation satellites would allow spies to pass large amounts of information back and forth and create unhackable codes.”

Kurz: Satellitenkommunikation via abhörsicherer Photonenverschränkung a la Zeilinger (Quantenteleportation) ist natürlich ein heisses Eisen für jeden Geheimdienst einschliesslich des russischen. Dieser Teil von http://www.whatdoesitmean.com/index1842.htm macht also Sinn und ist weiterrecherchierbar. Der Rest sollte als esoterische “Umverpackung” interpretiert werden, da es die Rockband “fallen angels” in der allgemein geteilten Realität ja nicht gibt.

ruby März 3, 2015 um 12:38

@topi
Das mit dem Exempel kann nicht funktionieren, da es für beide Positionen negative Wirkungen bringt. Rational unsinnig wäre.
Also assoziierte Eigenwährungen zu einem harten Kerneuro.
Mit den verbundenen Risiken der Währungsspekulation bei kleinenteiligen Notenräumen.
Anpassung oder Unterschiedlichkeit!

Manfred Peters März 3, 2015 um 12:49

Hört die Hetze gegen die Chinesen hier bald mal auf? ;-)

topi März 3, 2015 um 12:50

ruby, du argumentiert ökonomisch.

Es geht um Politik!
Solange die “Harten” den Euro so halten wollen, mit der Zwangsausterität für alle, haben sie ein riesiges Interesse, dass

a) keiner austritt bzw.
b) wenn schon einer austritt dass er dann auf die Fresse fliegt.

Wie groß die Dummheit, den eigenen ideologischen Erzählungen wirklich zu glauben ist, ist quasi egal, jeder kann wissen, dass nach einem Euroaustritt die Welt nicht untergeht; sowas darf man nicht sagen, weil dann die Hosen runter sind, die Billionenverluste realisiert werden müssen.

topi März 3, 2015 um 12:55

die “bösen Chinesen” schotten jetzt ihren IT-Markt ab, erzählt uns die Zeit.

In dem ganzen Artikel kein Wort darüber, dass es auch nach der Öffentlichkeitswerdung des NSA-Skandals keine Anstalten gibt, die Hintertüren zu schließen, sondern sogar offene Forderungen (und zwar von Spitzenpolitikern) , dass die Behörden von vornherein einen Schlüssel für jede Technik kriegen sollen.

Also echt ihr Chinesen, wie könnt ihr euch da nur protektionistisch verhalten???

Nicht dass das jemand falsch versteht; bei Chinesischer Hardware und Software würde ich selbstverständlich auch davon ausgehen, dass hinten diverse Tore auf sind.

ruby März 3, 2015 um 12:59

Topics:
Gemeinsame Währung, gemeinsame WiPo, Transfers – Finanzausgleich, Marktbereinigungen, Wachstumsentwicklungen, Kapitaleinsatzmöglichkeiten.
Binnenkonsum Erhaltung Fortschritt Lebensverhältnisse.
Bin bleibe Ökonom
;-)

ruby März 3, 2015 um 13:03

Gruß vom offenen HUAWEI

Soldat Schwejk März 3, 2015 um 13:11

Na, da es hier jetzt doch auch inhaltlich weitergeht… gerade erst drauf gestoßen: In der letzten deutschsprachigen Ausgabe von “Le Monde diplomatique” was zu Podemos in Spanien. Paßt auch zu dem Metathema “Rinks & lechts”.

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2015/02/13/a0039.text

—> “Podemos bemüht sich, den traditionellen linken Diskurs in Argumentationslinien zu “übersetzen”, um größtmögliche Zustimmung zu erreichen, erläutert Largo: “Wir sprechen zum Beispiel nicht von Kapitalismus. Wir sind für die Idee einer ökonomischen Demokratie.” Auch die Unterscheidung links/rechts spielt keine Rolle, wenn man Reden von Pablo Iglesias hört: “Die Bruchlinie verläuft von nun an zwischen denen, die wie wir die Demokratie verteidigen, und denen, die auf der Seite der Eliten, Banken und des Markts stehen.” Die Konfrontation verläuft also zwischen “Elite und Mehrheit”.”

—> “Doch die Podemos-Gründer haben ihren Gramsci gelesen und gehen davon aus, dass der politische Kampf nicht auf den Umsturz der existierenden sozialen und ökonomischen Strukturen beschränkt sein darf. Er müsse auch auf das Feld der Kultur ausgeweitet werden, wo die Mächtigen ihre Herrschaft legitimieren und ihre Codes, ihr Vokabular und ihre Dramaturgie durchsetzen. Das gilt vor allem für das entscheidende Medium: das Fernsehen.”

—> “Nach Darstellung von Pablo Iglesias ist das Programm von Podemos “alles andere als maximalistisch”. Es sieht vor: eine verfassunggebende Versammlung direkt nach der Regierungsübernahme, eine Steuerreform, die Restrukturierung der Schulden, die Herabsetzung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre, den Übergang zur 35-Stunden-Woche, ein Referendum über die Monarchie, industriellen Wiederaufbau und die Rückforderung der an Brüssel abgetretenen Souveränitätsrechte und Selbstbestimmung für die spanischen Regionen.”

ruby März 3, 2015 um 13:13

@ topi
Wertberichtigungen auf Illusionen sind doch sehr phantasievoll und unterhaltsam.
Gerade bei Stocks/Beständen, die nur vererbt werden sollen!
Jeder Mensch startet und endet bei, als Null 0
;-)

Systemfrager März 3, 2015 um 13:23

Eigene Bevölkerung im Visier: EU bereitet sich auf Niederschlagung von Unruhen vor.

Von Medien und Öffentlichkeit unbemerkt werden jetzt überall in Europa Sondereinsatzkräfte darauf vorbereitet, erwartete soziale Proteste mit Gewalt niederzuschlagen.

mehr >>>

Anthrax März 3, 2015 um 13:47

“Eigene Bevölkerung im Visier: EU bereitet sich auf Niederschlagung von Unruhen vor.”

Dient das der Vorbereitung auf die “Bankruptocracy”?

“Wie erklärt sich der Abrutsch von Europas Sozialdemokratie in die reaktionäre Politik und damit ins Vergessen? Meine Antwort lautet, dass irgendwann in den 1990ern Europas „offizielle“ sozialdemokratische Linke in die Falle tappte zu glauben, dass der Wohlfahrtsstaat nicht länger der Finanzierung durch einen Teil jener Profite bedürfe, die durch politische Mittel von Industrie und Handel abgeschöpft werden. Sie glaubten, sie könnten den Wohlfahrtsstaat stattdessen finanzieren durch ein Anzapfen der Ströme von privat geprägtem Geld, das der Finanzsektor druckte (während Lohnarbeit ausgepresst wurde und Immobilienpreise boomten).

Lieber als immerzu in Konflikt zu geraten mit Industriellen und Händlern, um ihnen einen Anteil ihrer Profite zu entziehen, glaubten sozialdemokratische Regierungsparteien an einen faustischen Handel mit den Financiers schlagen zu können, der (a) mehr Gelder für Sozialprogramme abwerfen, (b) ihr konflikthaftes Verhältnis mit der Industrie beenden und (c) es ihnen erlauben würde, mit den Reichen und Mächtigen zu klüngeln, und trotzdem öffentliche Krankenhäuser, Schulen, Arbeitslos, Kunst und Kultur großzügig finanzieren zu können. Ein Traum schien wahr zu werden für die Männer in Anzügen, die zwar die Arbeiterklasse nicht sich selbst überlassen wollten, aber schon längst genug hatten vom Klassenkampf.

Ein faustischer Handel kommt jedoch mit Klauseln, die in Blut geschriebenen sind. Europas Sozialdemokraten, gelockt von der Kakophonie der Geldmacherei im Finanzsektor, eingelullt durch den Mythos einer „Großen Moderation“ und erregt von der mystischen Vorstellung eines „risikolosen Risikos“, erklärten sich dazu bereit, die Finanzwelt nach Belieben agieren zu lassen im Austausch für Zuwendungen zur Stütze von Wohlfahrtsstaaten, die Relikte längst vergangener Nachkriegs-Sozialverträge waren. Das also war das Spiel der Sozialdemokraten. Dies schien ihnen eine bessere und fassbarere Idee zu sein als andauernde Konflikte mit Industriellen um Besteuerung zwecks Umverteilung. Eine angenehme Beziehung mit Bankern fanden sie im Gegensatz dazu flexibler und entspannter. Und so lang die „linken“ Politiker sie nach Gutdünken agieren ließen, überließen ihnen die Finanziers gerne ein paar Krümel ihrer gigantischen Mahlzeit.
[...]
Sollte es einer wiedererstarkten Linken nicht gelingen, EuropäerInnen dazu zu bewegen die toxischen Politiken, die den Angelpunkt von Europas Dekonstruktion bilden, herauszufordern, werden Rassismus, Nationalismus und ein aufkommendes Regime, dass ich Bankruptocracy nenne, die einzigen Gewinner sein.”

Das schreibt V wie Voraoufakis.

http://www.zeitschrift-luxemburg.de/das-scheitern-der-europaeischen-sozialdemokratie-in-der-eurokrise/

(via NDS)

Carlos Manoso März 3, 2015 um 14:39

@topi März 3, 2015 um 12:14
„In vier Monaten (eigentlich wird ja in zwei Monaten schon geschaut, ob sie “lieb” sind in Athen, aber da wird eben das nächste blumige Papier aufgesetzt) könnte es so eine Alternativenentwicklung geben.
Es wird ein maximales Verhandlungsergebnis mit der Eurozone ….“

Topi, mit der Wahl Tsipras zum Regierungschef in Griechenland wurde m.E. ein unumkehrbarer Prozess der gesamten Eurozone angestoßen. Tsipras und sein Team geben den hunderten Millionen Opfern der Austeritätspolitik in Europa endlich eine klare Stimmlage: Es wird jetzt klarer, wohin in Europa die Reise gehen wird.

Die Institutionen der EU bekommen die Chance, jetzt endlich wieder unter die Kontrolle einer demokratisch legitimierten Politik zu kommen! Die Wirtschafts- und Schuldenkrise in Griechenland bietet der Eurozone die historische Chance, die europäischen Institutionen (u.a. Europäisches Parlament, EU-Kommission) zu stärken und die Umrisse einer gemeinsamen europäische Öffentlichkeit heraus zu kristallisieren.

Die Medien bietet sich jetzt die Chance, Verständnis dafür zu wecken, von welch extremer historischer Tragweite für unser aller Zukunft die Verhandlungen zwischen Griechenland und dem Rest der Eurozone sind.

Carlos Manoso März 3, 2015 um 14:50

@Anthrax März 3, 2015 um 13:47
„Europas Sozialdemokraten, gelockt von der Kakophonie der Geldmacherei im Finanzsektor, eingelullt durch den Mythos einer „Großen Moderation“ und erregt von der mystischen Vorstellung eines „risikolosen Risikos“, erklärten sich dazu bereit, die Finanzwelt nach Belieben agieren zu lassen im Austausch für Zuwendungen zur Stütze von Wohlfahrtsstaaten, die Relikte längst vergangener Nachkriegs-Sozialverträge waren. Das also war das Spiel der Sozialdemokraten. Dies schien ihnen eine bessere und fassbarere Idee zu sein als andauernde Konflikte mit Industriellen um Besteuerung zwecks Umverteilung. Eine angenehme Beziehung mit Bankern fanden sie im Gegensatz dazu flexibler und entspannter. Und so lang die „linken“ Politiker sie nach Gutdünken agieren ließen, überließen ihnen die Finanziers gerne ein paar Krümel ihrer gigantischen Mahlzeit.
[...]
Sollte es einer wiedererstarkten Linken nicht gelingen, EuropäerInnen dazu zu bewegen die toxischen Politiken, die den Angelpunkt von Europas Dekonstruktion bilden, herauszufordern, werden Rassismus, Nationalismus und ein aufkommendes Regime, dass ich Bankruptocracy nenne, die einzigen Gewinner sein.”

Anthrax, denk dran: nicht nur Sozialdemokraten haben Janus-Gesichter!

topi März 3, 2015 um 15:31

Carlos

“Die Institutionen der EU bekommen die Chance….

Die Medien bietet sich jetzt die Chance…”

Ist ja schön, Carlos.

Nun nimm mal wieder die rosa Brille ab.

Warum sollten die “Chancen” denn genutzt werden?

Zumal es für die, die bisher den Ton angaben, keine Chancen sind, sondern knallharte Bedrohungen ihrer Privilegien?

Es ist ein ganz normaler Vorgang: die Schuldscheinbesitzer klammern sich an die Schuldscheine und wollen deren Zerreißung bis aufs äußerste verhindern.

Heutzutage mit einem massiv ausgebautem “Rechts”system samt Zwangsvollstreckung im Rücken.

Erst wenn der Euro-Homunculus weg ist, bieten sich realistische Chancen in den einzelnen Ländern, für alternative Politikansätze.

Dann ist auch eine Änderung der europäischen Institutionen denkbar. Aber auch nicht so einfach, wenn dann Grillo, Iglesias, Tsipras mit Le Pen, AfD und Wahren Finnen verhandeln.

topi März 3, 2015 um 15:37

@ Anthrax

Ich denke nicht, dass Varoufakis hier den Nagel auf den Kopf trifft.

Der “Washingtoner Konsens”, mit dem neoliberalste Wirtschaftspolitik unter Begleitung von extremster Geldschleuderei der Notenbanken zum Allheilmittel erklärt wurde, bietet doch gar keine Ansatzpunkte dafür, dass es Krümel aus der Finanzindustrie gibt, die bei den Sozialkassen oder Normalarbeitern ankommen.

Es dürfte viel einfacher sein; so wie nahezu alle, die noch Meinungen veröffentlichten, waren auch die “Sozialdemokraten” überzeugt, dass der Chinese kommt, und uns alle platt macht, wir deshalb die Löhne (und Unternehmenssteuern und Kapitalertragssteuern etc.) senken müssen, öff. Leistungen abbauen, Sozialkassen verkleinern und Privat”vorsorge” gepusht werden müssen.

Bzw. als Politiker überzeugt, nur mit Frontmännern gewinnen zu können, die dies auch dem eigenen Stimmvieh verklickern können, als neue soziale Marktwirtschaft.

ruby März 3, 2015 um 15:43

@ topi
Olivenöl ist kaltgepresst am werthaltigsten!
Ob griechisch, spanisch, italienisch …

ruby März 3, 2015 um 15:57

Direkte Kredite und Konten bei der Geldschöpfungsnotenbank für Jeden als Instrument neuer Monetärtheorie!
;-)

Wilma März 3, 2015 um 16:13

OTDmitrij Firtasch finanziert wird.

Spindelegger wird bei der sogenannten Agency for the Modernisation of the Ukraine (AMU) beschäftigt, die bereits mehrere prominente Mitglieder aufweist – etwa den deutschen SPD- Abgeordneten und Ex- Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, den ehemaligen EU- Kommissar Günter Verheugen oder den französischen Ex- Außenminister Bernard Kouchner.

Auch Österreichs ehemaliger Innenminister Karl Schlögl (SPÖ) ist dem Vernehmen nach im Gespräch. Zu den Hauptinitiatoren der AMU gehören weiters der französische Philosoph Bernard- Henry Levy und der deutsche CDU- Abgeordnete Karl- Georg Wellmann.”
http://www.krone.at/Oesterreich/Spindelegger_wird_jetzt_Ukraine-Modernisierer-Neuer_Job-Story-441794

So viele hochkarätige Modernisierer für die Ukraine

Wilma März 3, 2015 um 16:14

Da ist was verrutscht.

ruby März 3, 2015 um 16:31

Finanzkrise: Das große Schuldendilemma

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-03/finanzkrise-schulden-wolfgang-schroeter-schulden-bumerang

Die Zeit kopiert unseren Diskussionstrang in Realtime!
;-)

Keynesianer März 3, 2015 um 16:41

Unser Peer Steinbrück hilft jetzt den Kiewer Oligarchen, die Ukrainer auszuplündern. Das wird bestimmt noch heiße Diskussionen geben.

Hoffentlich bleibt uns der @Frank Lübberding erhalten und wird nicht Pressechef vom Peer. Für den Weissgarnix wäre doch sicher auch noch ein Job in Kiew zu haben, oder? Der könnte später erklären, wo die viele Kohle abgeblieben ist. :)

FwF März 3, 2015 um 16:41

@ Orospu

“Ihr Kreml-Jungs seit das selbe Denuniantenpack wie Eure Ami-Kollegen.”

Bingo. Innerhalb der Anhängerschaft von Putin, Orbán, Erdogan und Berlusconi hat sich das noch nicht herumgesprochen. Diese Anhänger sind Staatsapologeten. Der Staat als Organisationsform der Steuerfarm. Es geht nur darum, wer die NWO verwaltet. Putin gehört den selben Eliten an, die mit dem Geldsystem eine Matrix geschaffen haben, um die Völker zu versklaven.

Dipfele März 3, 2015 um 16:44

@topi

> Es dürfte viel einfacher sein …

Henning Venske Hat es verraten: Die sozialdemokratische Reformpolitik seit Schröder & Co. ist die Rache der 68er Generation an d Arbeiterklasse, weil sie deren Flugblätter nicht verstanden haben.

http://t.co/vu7Ql149ue

FwF März 3, 2015 um 16:47

@ Keynesianer

“Unser Peer Steinbrück hilft jetzt den Kiewer Oligarchen, die Ukrainer auszuplündern.”

Der Unterschied zwischen Kiewer Oligarchen und Moskauer Oligarchen ist welcher?

Reden, streite, diskutiere mit Ukrainern, aber lass sich nicht gegen sie aufhetzen. Lasst euch nicht von Putin und Obama auseinander dividieren – so etwas freut die Geldeliten. Putin ist genau so ein Verräter, wie all die Anderen.

topi März 3, 2015 um 16:48

dipfele, das klingt plausibel

@ Steinbrück-Ukraineberater

Da fürchten die Oligarchen wohl, vom IWF nicht geung abzubekommen, und gründen ihr eigenes Gremium, um die anstehenden Grausamkeiten für Dimitri und Natalja bestmöglich in ihre aschen umzuleiten.

Beim Personal haben sie offenbar eine gute Hand dafür. :roll:

Wilma März 3, 2015 um 16:48

@ Keynesianer

Nicht nur Steinbrück. Wie oben verlinkt sind es noch einige mehr, die einen Zuverdienst benötigen.
Wahrscheinlich wird die Liste honoriger Berater noch länger.

Anthrax März 3, 2015 um 16:52

topi
“…bietet doch gar keine Ansatzpunkte dafür, dass es Krümel aus der Finanzindustrie gibt, die bei den Sozialkassen oder Normalarbeitern ankommen.”

Krümel vielleicht nicht, aber Anleihen, für die es dank der wundervollen Symbiose von Staaten und Banken willige Käufer gab (danke, ruby!):

“So haben sie den Banken, Schattenbanken und institutionellen Anlegern ihre eigenen Anleihen als risikoloses Investment angeboten. Damit haben sie das – scheinbar – beste Pfand geschaffen, mit dem Banken und Finanzmarktakteure selbst neue Schulden eingehen konnten. So entstanden wechselseitige Abhängigkeiten und symbiotische Beziehungen zwischen Staaten, Banken und Finanzmarktakteuren. Ohne diese Symbiose hätte sich weder die Schuldenspirale in Staaten noch in den Finanzmärkten so weit nach oben drehen können.”

KommentatorX März 3, 2015 um 16:56

Welche Richtung die Politik von Varoufakis & Co. einschlagen wird, wird doch im Text von Yanis Varoufakis: „Rettet den Kapitalismus!“ deutlich.
https://www.woz.ch/1509/yanis-varoufakis/rettet-den-kapitalismus

Nicht nur, dass dieser Text in sich konfus und widersprüchlich ist, er ist im Prinzip nichts anderes als ein Remake der falschen sozialdemokratischen Krisenstrategie des „Arztes am Krankenbett des Kapitalismus“.

Das wird so laufen wie all das Verbalrevoluzzertum von Linken, so wie bei Mario Soares in Portugal, bei den marxistischen Jusos (z.B. Carsten Voigt, Gerd Schröder) oder bei den Sponti-Revolutionären (z.B. Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bendit).

José Manuel Barrosos „politische Karriere begann in seiner Studentenzeit, noch vor der Nelkenrevolution vom 25. April 1974. Er war einer der Parteiführer der PCTP-MRPP, einer maoistischen Partei. Er wandte sich bald davon ab und trat im Dezember 1980 der Partido Social Democrata (PSD) bei, der er bis heute angehört.“ (Wikipedia)

Der Kommunistische Bund Westdeutschland (KBW), der von 1973 bis Anfang 1985 bestand, war damals die größte, wichtigste und finanzstärkste revolutionäre K-Gruppe.
Wer sich statt mit revolutionären Träumereien mit der gesellschaftlichen Realität befassen will, sollte sich die Karrieren von bekannten Ex-KBW-Mitgliedern anschauen und zur Kenntnis nehmen, welche politischen Positionen diese heute vertreten!
http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistischer_Bund_Westdeutschland#Bekannte_Mitglieder

Nach einem halben Jahrhundert Erfahrung mit linkem Revoluzzertum wäre es überhaupt nicht überraschend, wenn auch die griechischen Verbalrevolutionäre die Politik als reiche Leute verlassen. Denn es handelt sich um den normalen Weg, um eine soziologische Gesetzmäßigkeit (s. R. Michels).
Ein Beispiel:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/joschka-fischers-neuer-beraterjob-die-gruene-raupe-nimmersatt-a-580872.html

KommentatorX März 3, 2015 um 16:58

Welche Richtung die Politik von Varoufakis & Co. einschlagen wird, wird doch im Text von Yanis Varoufakis: „Rettet den Kapitalismus!“ deutlich.
https://www.woz.ch/1509/yanis-varoufakis/rettet-den-kapitalismus

Nicht nur, dass dieser Text in sich konfus und widersprüchlich ist, er ist im Prinzip nichts anderes als ein Remake der falschen sozialdemokratischen Krisenstrategie des „Arztes am Krankenbett des Kapitalismus“.

Das wird so laufen wie all das Verbalrevoluzzertum von Linken, so wie bei Mario Soares in Portugal, bei den marxistischen Jusos (z.B. Carsten Voigt, Gerd Schröder) oder bei den Sponti-Revolutionären (z.B. Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bendit).

José Manuel Barrosos „politische Karriere begann in seiner Studentenzeit, noch vor der Nelkenrevolution vom 25. April 1974. Er war einer der Parteiführer der PCTP-MRPP, einer maoistischen Partei. Er wandte sich bald davon ab und trat im Dezember 1980 der Partido Social Democrata (PSD) bei, der er bis heute angehört.“ (Wikipedia)

Der Kommunistische Bund Westdeutschland (KBW), der von 1973 bis Anfang 1985 bestand, war damals die größte, wichtigste und finanzstärkste revolutionäre K-Gruppe.
Wer sich statt mit revolutionären Träumereien mit der gesellschaftlichen Realität befassen will, sollte sich die Karrieren von bekannten Ex-KBW-Mitgliedern anschauen und zur Kenntnis nehmen, welche politischen Positionen diese heute vertreten!
http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistischer_Bund_Westdeutschland#Bekannte_Mitglieder

Nach einem halben Jahrhundert Erfahrung mit linkem Revoluzzertum wäre es überhaupt nicht überraschend, wenn auch die griechischen Verbalrevolutionäre die Politik als reiche Leute verlassen. Denn es handelt sich um den normalen Weg, um eine soziologische Gesetzmäßigkeit (s. R. Michels).

KommentatorX März 3, 2015 um 16:59
Keynesianer März 3, 2015 um 17:09

Jens Berger findet deutliche Worte:

Das Finanzressort untersteht niemand anderem als dem ehemaligen Finanzminister und Vizekanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Finanziert wird das Vorhaben von den drei wohl reichsten und mächtigsten Oligarchen der Ukraine – ein erstaunliches Triumvirat aus Korruption, Mafia-Kontakten und politischer Wandlungsfähigkeit. Offenbar hat Steinbrück endgültig jede Scham verloren und verkauft seine Haut wie eine Bordsteinschwalbe an jeden, der bereit ist den – sicher nicht geringen – Preis zu bezahlen. Von Jens Berger.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=25269

Anthrax März 3, 2015 um 17:16

topi
Na, zumindest für sich selber finden sie doch immer ein paar Krümel!

topi März 3, 2015 um 17:37

klar Anthrax, aber dann stimmt ja die Varoufakische Analyse nicht.

Wobei als Nichtgrieche nicht wirklich die Motivation hinter den auch politisch gemeinten Texten klar wird; als Mitglied der Linkspartei wäre eine Analyse der Sozialdemokratie auch nicht “rein” von bestimmten Interessen: die sollen schlecht aussehen, aber die sozialdemokratische Idee an sich (man ist ja quasi die “echte”) soll nicht diskreditiert werden.

KommentatorX März 3, 2015 um 17:41

„Offenbar hat Steinbrück endgültig jede Scham verloren und verkauft seine Haut wie eine Bordsteinschwalbe an jeden, der bereit ist den – sicher nicht geringen – Preis zu bezahlen.“ (Jens Berger).

Das ist die Normalität in den heutigen kapitalistischen Gesellschaften und Ausdruck des totalen Niederganges der bürgerlichen Hochkultur.

Ein Bürgertum mit bürgerlicher Kultur, welches diesen Namen verdient, existiert nicht mehr.

Nahezu alle – unten wie oben – sind käuflich, korrupt, Politiker, Journalisten, Wissenschaftler …
Es hebt ihr Selbstwertgefühl, wenn sie sich teuer verkaufen können. Oben verachten sie diejenigen, die sich unten billig verkaufen. Und unten bewundern sie jene oben, die hohe Preise erzielen.

Der Sozialisationsprozess produziert einen Sozialcharakter, welcher von Fromm als „Marketing-Charakter“ bezeichnet wurde.

Scham erleben allerhöchstens die Loser, die sich billig oder billigst verkaufen müssen und in Armut leben. Die Winner hingegen sind stolz auf ihren Erfolg. Dies unterscheidet die Edelnutte von der Billignutte.

Umso mehr verdienen jene Menschen Anerkennung und Hochachtung, die sich nicht verkaufen, sondern charakterfest an humanistischen Werten festhalten und Widerstand leisten.

Keynesianer März 3, 2015 um 17:49

@FwF

Der Unterschied zwischen Kiewer Oligarchen und Moskauer Oligarchen ist welcher?

Die Moskauer Oligarchen sind weit weg und die Kiewer sind eng verbandelt mit den “Investoren” bei uns.

Wie weit Putin zu trauen ist, weiß ich auch nicht. Aber ich lasse mich da noch überraschen. Jedenfalls haben wir es mit global organisierter Kriminalität zu tun und wo finden wir die Leute, es mit der Sorte OK aufzunehmen? Mir ist egal, wo, meinetwegen auch Russen.

keiner März 3, 2015 um 18:00

…hirnverbrannter Symbol”politik”ersatz allerorten

https://www.lawblog.de/index.php/archives/2015/03/03/edathys-geld-ist-nicht-erwuenscht/

Detuschland im Fieberwahn zwischen immerwährendem Reichsparteitag und Valxgerichsthof. Wie konnte dieses LAnd so auf den Hund kommen? Wenn DAS die Führerin wüsste…

Keynesianer März 3, 2015 um 18:07

@FwF

Putin gehört den selben Eliten an, die mit dem Geldsystem eine Matrix geschaffen haben, um die Völker zu versklaven.

Es ist gar nicht so sehr das Geldsystem, das wäre mit der richtigen Geldpolitik schon brauchbar. Natürlich lassen sich mit der Geldpolitik gezielt Krisen erzeugen, aber die sind nur ein Teil des Problems. Ich empfehle die Geldpolitik nur darum speziell zum Studium, weil das ein Tor zur Hölle ist.

Ohne Wirtschaftskrisen würden die Völker halt in Kriege getrieben, es würden Revolutionen und Klassenkämpfe inszeniert. Oder man würde den Schäfchen erzählen, dass der Wald sterbe, ein Ozonloch uns alle bedrohe, die Klimakatastrophe den Verzicht auf CO2 erfordere, wir uns jetzt alle gegen Vogelgrippe und Schweinepandemie impfen lassen müssten, oder aber die globalisierte OK würde einfach auf allen Schulhöfen Drogen verkaufen wie einst in China oder Völkerwanderungen organisieren mit anschließenden Bürgerkriegen zwischen Christen und Islamisten in Dresden oder Berlin oder Paris …

Wir haben es also mit einer globalen Verbrecherherrschaft zu tun und brauchen Leute, die uns aus dieser Lage befreien können.

Soldat Schwejk März 3, 2015 um 19:34

@ Kommentatorix

Fällt Dir auf, daß die von Dir angeführten Biografien wenig mit der von Varoufakis gemein haben? Jene (Barroso, Fischer, Cohn-Bendit etc.) waren in jungen Jahren Radikalinskis, als es chic und billig war, bevor sie dann ins Establishment aufstiegen und ihre alten Ideale um dieses Aufstiegs willen verrieten.

Varoufakis war schon längst Establishment, bevor er einen schwierigen Posten in einer progressiven Regierung annahm, den er für irgendeinen Aufstieg gewiß nicht mehr nötig hat.

Die sind da in wahrlich keiner einfachen Situation, in einem kleinen peripheren Land der EU; sie müssen da quasi auf zwei Ebenen zugleich operieren, und sie haben dabei für keinen ihrer Schritte irgendein Handbuch. Aber @Kommentatorix maßt es sich natürlich prompt an, die aus seiner Schweiz heraus zu belehren, sie würden “einer falschen Strategie” folgen und nichts anderes sein wollen als Arzt am Krankenbett des Kapitalismus.

Mal ganz davon abgesehen, daß es da m.W. eine starke Basisbewegung gibt, die auf lokaler Ebene sowas wie solidarische Ökonomie versucht, etwa auch im Gesundheitswesen, und die Syriza erst zu dieser Unterstützung in der Gesellschaft verholfen hat.

—> “Ein Bürgertum mit bürgerlicher Kultur, welches diesen Namen verdient, existiert nicht mehr.”

Das braucht es auch alles gar nicht, schließlich existiert der bürgerliche Dünkel noch, wie Du immer mal wieder eindrucksvoll vorführst. Und der Dünkel ist doch das gestaltgebende Merkmal des Bürgers, so wie es der buschige Schwanz für das Eichhorn ist.

Carlos Manoso März 3, 2015 um 19:41

@Keynesianer März 3, 2015 um 18:07
„Es ist gar nicht so sehr das Geldsystem, das wäre mit der richtigen Geldpolitik schon brauchbar. Natürlich lassen sich mit der Geldpolitik gezielt Krisen erzeugen, aber die sind nur ein Teil des Problems. Ich empfehle die Geldpolitik nur darum speziell zum Studium, weil das ein Tor zur Hölle ist.“

Keynesianer , das System des Kapitals ist ein hoch flexibles und hoch innovatives System, das die Menschen sogar glauben machen kann, ein „Tor zur Hölle“ sei in Wirklichkeit ein „Tor zum Paradies“.

Deine These, das Geldsystem des Kapitals “wäre mit der richtigen Geldpolitik schon brauchbar“ wird aktuell von der Wirklichkeit fundamental widerlegt!

Checkst du das eigentlich nicht?

Systemfrager März 3, 2015 um 19:48

Ich bin ein russischer Okkupant
youtube >>>

Systemfrager März 3, 2015 um 19:52

Jetzt stellt man im Baltikum Sprotten her
und ein Teil der Bevölkerung reinigt Klos in Europa

Alles läuft nach dem Plan

Morph März 3, 2015 um 20:10

@Schwejk

“schließlich existiert der bürgerliche Dünkel noch, wie Du immer mal wieder eindrucksvoll vorführst.”

Eindrucksvoll? He he. Was @HAM hier seit Jahr und Tag vorführt, ist eine sehr, sehr fadenscheinige und traurig bemühte Simulation von Bildungsbürgertum. Schmalstes kulturelles Repertoire. Morschhölzerne Diktion. Unsicher. Unstet in der Selbstbenamung. Gute Güte, der Eigenname ist der ganze Stolz des Bürgers! Außerdem sidn wir hier eben nicht in der Lungenklinik, sondern im long tail of the internet. Hier schreibt kein Bildungsbürger. Apriori nicht.

Hast Du mal wirkliche Bildungsbürger kennengelernt? Durchaus eindrucksvolle Leute!

Morph März 3, 2015 um 20:27

@Schwejk

Bürgerlicher Dünkel spricht nicht. Bürgerlicher Dünkel schweigt. Du erkennst bürgerlichen Dünkel an einem zur Schau getragenen, bei genauem Hinschauen etwas schleimig wirkenden, Wohlwollen gegenüber ‘kleinen’ Leuten. Ein Wohlwollen, das von jetzt auf gleich entzogen werden und in Eiseskälte umschlagen kann. Der bügerliche Dünkel artikuliert sich nicht in einer angestrengten Suada gegen das ‘Kleinbürgertum’, sondern in einem Zucken der Augenbraue.

Wilma März 3, 2015 um 20:34
ruby März 3, 2015 um 20:37
ruby März 3, 2015 um 20:42
ruby März 3, 2015 um 20:47

Ein echter Schreihals
https://www.youtube.com/watch?v=riMTjJMytpc
zum mitgröhlen
;-)

ruby März 3, 2015 um 20:53

It Says Here
It says here that the Unions will never learn
It says here that the economy is on the upturn
And it says here we should be proud
That we are free
And our free press reflects our democracy

Those braying voices on the right of the House
Are echoed down the Street of Shame
Where politics mix with bingo and tits
In a strictly money and numbers game

Where they offer you a feature
On stockings and suspenders
Next to a call for stiffer penalties for sex offenders

It says here that this year’s prince is born
It says here do you ever wish
That you were better informed
And it says here that we can only stop the rot
With a large dose of Law and Order
And a touch of the short sharp shock

If this does not reflect your view you should understand
That those who own the papers also own this land
And they’d rather you believe
In Coronation Street capers
In the war of circulation, it sells newspapers
Could it be an infringement
Of the freedom of the press
To print pictures of women in states of undress

When you wake up to the fact
That your paper is Tory
Just remember, there are two sides to every story

Wilma März 3, 2015 um 20:54

@ Morph

OT
Deshalb kein Botox- Und wichtig: Nur eine Augenbraue leicht hochziehen.
Meine Tochter meint, damit verscheucht man auch die aufdringdlichsten Kerle oder kommentiert mit dem Zucken
dumme Angeberei.

Morph März 3, 2015 um 21:05

@Wilma

Die Botoxspritzerei ist wirklich ein interessantes Phänomen und ein sehr drastisches Beispiel dafür, dass wir das bürgerlich-kapitalistische Zeitalter verlassen haben.

Wir leben, glaube ich, nicht mehr im Einzugsbereich der sozialen Frage (Eigentum vs. Allgemeinwohl), sondern im Einzugsbereich der existenziellen Frage (technologische Machbarkeit vs. Naturkatastrophe). Das Problemthema, ob und wie wir das herrschende Finanzregime stabilisieren sollten, ist heute schon antiquiert.

#Akopalütze

merle März 3, 2015 um 21:14

“Da kann Edathy ja froh sein, dass er nur Kinderpornos runtergeladen hat und keine Musik. Sonst hätten sie ihn ja richtig drangekriegt.”
twitter.com/felicitatem

Russen

https://www.youtube.com/watch?v=_8ZH_NQSVto#t=27

ruby März 3, 2015 um 21:19

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/ezb-stuetzt-griechische-banken-regierung-leiht-sich-geld-aus-der-rentenkasse/11453810-2.html

All you fascists are bound to lose
You fascists are bound to lose
You fascists are bound to lose
You’re bound to lose, you fascists
Are bound to lose

I’m going into this battle, take my union gun
Gonna end this world of slavery before this war is won
You’re bound to lose
You fascists are bound to lose

All you fascists are bound to lose
You fascists are bound to lose
You fascists are bound to lose
You’re bound to lose, you fascists
Are bound to lose

https://www.youtube.com/watch?v=W1Ib0-yKmoA

ruby März 3, 2015 um 21:22

@ Morph

“antiquiert”?

Du wirst aufwachen und denken – wohau wie konnte ich das verpassen
;-)

merle März 3, 2015 um 21:23

Und im Osten

“Ausländerhass und Gewaltfantasien

Audio – Legida intern: “Radio Blau” zeichnet Aussagen im Demonstrationszug auf

Man muss schon genau hinhören, wenn man den knapp über 5-Minuten-Mitschnitt von „Radio Blau“ vom Montag, den 23. Februar in seiner Gänze begreifen will. Ein Reporter des Leipziger Bürgerradios hat etwas getan, was Journalisten nur begrenzt offensteht. Er ist vor einer Woche mit einem laufendem Mitschnittgerät bei Legida in Leipzig mit“spaziert“. Was er dabei quasi illegal aufgezeichnet hat, veranlasste am 2. März Silvio Rösler auf der Bühne zu der Aussage, man möge sich nicht provozieren lassen. Provozierend sind jedoch einzig die Aussagen der Legida-Demonstranten.

Denn was der Legida-Vorstand Silvio Rösler bei dem Begriff „Provokation“ am 2. März bei der Erwähnung von “Radio Blau” als “linkes Radio” wegließ: Der Bürgerreporter hatte nichts weiter getan, als die Aussagen seiner Legida-Anhänger mitzuschneiden, ohne sich selbst zu beteiligen. Und diese Ansagen haben es in sich. Denn sie zeigen, wie sich ein Teil von Legida selbst definiert.

Radio Blau hat den Mitschnitt als „Creative Commons“ zur Verfügung gestellt, weshalb auch dieser Beitrag selbstverständlich frei verfügbar bleiben wird.

In der Beschreibung dessen, was zu hören ist, schreiben die „Radio Blau“ – Macher selbst: „Unser Reporter ist zwei Stunden bei Legida mitgelaufen und hat einfach nur Gespräche bei dem Aufmarsch mitgeschnitten. Zwischen dem ganzen “Wir sind das Volk”- “Jung muß weg”- und Neonazi-Gegröle war weniges zu verstehen, aber das hat es in sich.“

So bleibt es erstmal “nur” bei menschenverachtenden Parolen, wie die Aufforderung, man möge „den Müll von der Straße kehren“. Gemeint ist die Gegendemonstration, ein Mitredner schlägt vor, den Flammenwerfer hineinzuhalten, ein anderer möchte gern einen Panzer senden und jemand meint, es ginge schneller, wenn Männer „im wehrfähigen Alter nach vorne gelassen würden“. Arbeitslager für missliebige Politiker gehören hier ganz selbstverständlich zum „guten“ Ton.

Geballte Gewaltfantasien von Menschen, die immer wieder betonen wollen, gewaltfrei für ihre Belange einzustehen. Gleich zu Beginn taucht die Idee auf, dass jede Frau 10 Kinder bekommen müsste, damit es “wieder was wird mit Deutschland” – das eiserne Mutterkreuz ist da nicht mehr weit.

„Radio Blau“ zu diesen Passagen: „ … wie den Legidisten das über die Lippen kommt, locker-flockig, ja fröhlich, das lässt tief blicken. Vor allem zwei ältere Herren machen ihrem Menschenhass mehrfach Luft, wollen Protestler_innen abfackeln, Asylbewerber_innen per “unserem 11. September” umbringen, Politiker_innen lynchen und alles und jeden ins Arbeitslager, den Steinbruch, oder was auch immer stecken.“

Und ja, auch der gute Deutsche würde seine Lieder kennen, das Horst Wessel-Lied “Die Straße frei” wäre doch dran. Dieses Lied sei zu singen, so ein Legida-Teilnehmer.

„Das ist eine Anhörwarnung.“ schließen die Radiomacher. Eher nicht. Wenn man wissen möchte, wer bei Legida mitläuft und sich fragt, wo die Grenze zwischen Dummheit und Volksverhetzung liegt, muss es eher als Anhörempfehlung empfinden.”

http://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2015/03/audio-legida-intern-radio-blau-zeichnet-aussagen-im-demonstrationszug-auf-78453

Mit dem Flammwerfer Ausländer grillen. “Viehzeug” heißt es da. Dummes, aggressives Ossigelaber.

merle März 3, 2015 um 21:31

Bitte schon mal die Kamine anwerfen. Schreibt einer dieser ostzonalen Zombinazis auf FratzenBuch. Diese Altnazi-Hackfressen kommen mit der Freiheit nach 89 offensichtlich nicht klar. Kackköppe mit Neidproblem.

merle März 3, 2015 um 21:37

Welchen Teil von diesem braunen Räumkommando muss man abschlagen, um diesen Organismus zur Strecke zu bringen? Der Kopf wird es wohl sicher nicht sein….

https://twitter.com/lvzonline/status/572484504138457089/photo/1

ruby März 3, 2015 um 21:48
Keynesianer März 3, 2015 um 21:50

@merle

Mal wieder links gegen rechts statt unten gegen oben?

Die kleinen Leute sind die Gefahr?

Andreas Kreuz März 3, 2015 um 21:50

@merle

Du machst es Dir damit zu einfach.
25 Jahre Lügen und Betrügen hinterlassen Spuren.

Wilma März 3, 2015 um 22:01

@ merle

Hier ist nicht TAZ. Meine dort viele Kommentare von #merle
gelesen zu haben.

Glaube den Aufzeichnungen, dort laufen eben solche mit.

Mäuschen spielen sollte man dann aber auch bei der Antifa.

Da kämen bestimmt ebenso interessante Äußerungen, die besser nicht gedruckt werden.

Keynesianer März 3, 2015 um 22:09

In diesem System hetzen V-Leute systematisch die kleinen Leute gegeneinander auf. Das kommt dann dabei raus:

Schreibt einer dieser ostzonalen Zombinazis auf FratzenBuch. Diese Altnazi-Hackfressen kommen mit der Freiheit nach 89 offensichtlich nicht klar. Kackköppe mit Neidproblem.

Klingt zuerst nach Antifa, aber dann wird ganz brav und leichtgläubig die Systempresse “Leipziger Volkszeitung” zitiert und das “Bürgerradio” mit Tonaufnahmen, bei denen bestimmt niemand geschummelt hat von den Redakteuren – wie kurz zuvor das Filmteam, das einen Kollegen anonym bei einer Demo der Pegida mit bösen Sprüchen auftreten ließ.

Sie wollen die Opfer der herrschenden Verhältnisse gegeneinander aufhetzen. Bezahlen dazu irgendwelche Hanseln, die dadurch auffallen, dass sie wie Antifa tönen wollen, aber den Systemmedien andächtig alles glauben. Vermutlich ein angehender Volontär der Leipziger Internet Zeitung. :)

Natalius März 3, 2015 um 22:24

@ruby März 3, 2015 um 21:48
Danke – jetzt weiss ich endlich, wie das heisst, was man bei unserem Griechen um die Ecke hört, wenn er ne Runde Ouzo auf’s Haus spendiert. :-D

Linus März 3, 2015 um 22:41

“Wir leben, glaube ich, nicht mehr im Einzugsbereich der sozialen Frage (Eigentum vs. Allgemeinwohl), sondern im Einzugsbereich der existenziellen Frage (technologische Machbarkeit vs. Naturkatastrophe).”

Sonderbarer Gedanke.

Bei “Eigentum vs. Allgemeinwohl” geht es um die Stellung des Individuums in der Gesellschaft – eine ‘autopoietische’, nach innen gerichtete Frage.

“Technologische Machbarkeit vs. Naturkatastrophe” beleuchtet hingegen das Verhältnis Gesellschaft vs. Lebensraum. Das ist per se kein Thema, wo das Individuum überhaupt Erwähnung fände.

Das hinterlässt mich etwas ratlos :-(

Soldat Schwejk März 3, 2015 um 22:44

@ Morph

Na was Du mit dem schweigenden Augenbrauenaufhub meinst, das ist wohl eher großbürgerlicher Dünkel. Grenzadelig. Es gibt aber auch wortaufwendigeren bemühtbürgerlichen Dünkel.

—> “traurig bemühte Simulation von Bildungsbürgertum.”

Vielleicht war das sogenannte Bildungsbürgertum immer nur eine Simulation seiner selbst. Ich denke an Thomas Manns überaus instruktive Kurzgeschichte “Tristan”, wo er das Besitzbürgertum nebenbei gleich mit erledigt. Und der kannte seine Pappenheimer…

Egal, hier sind wir alle nur Simulanten :-)

Natalius März 3, 2015 um 22:47

@K: “Vermutlich ein angehender Volontär”. Glaube ich auch. Scheint sich rumgesprochen zu haben, dass man bei Lübberdings gut üben kann. Sozusagen Häschenschule im Sauerland, wo bald jeder zweite röhrende Hirsch an der Wand gegen eine Hirschkuh ersetzt wird, damit alles wieder korrekt ist. Schützengrüne Jacke mit weisser Hose bleibt aber. Sollte sich der Tony aus Bayern mal zum Vorbild nehmen: Sauerländer Chic statt krachledern Depp.

Wilma März 3, 2015 um 22:57

@ Soldat Schwejk

Man könnte es auch Blasiertheit nennen.
Als Frau kann so ein Verhalten manchmal nützlich sein, um sich Rüpel vom Leib zu halten.

Nicht meine Art, bin da so eher ein “Ruhrgebietstrampel”.

Deshalb meiner Tochter machmal peinlich. Aber man kann ja noch lernen.
Besser ist es, mit Bildung zu punkten.

Natalius März 3, 2015 um 23:00

Seh grad: Auch das Morphel ist wieder da – Tra lala.
Jetzt muss noch der Holger her, dann wird’s folgenschwer.

Morph März 3, 2015 um 23:32

@Linus

“Das ist per se kein Thema, wo das Individuum überhaupt Erwähnung fände.”

Es gibt keine sinnvolle Individualisierung mehr. Die gesellschaftlichen Institutionen, die das Individuum emanzipieren, sind gedacht und rechtlich verbrieft. Okay, in der Durchführung/Durchsetzung gibt’s da und dort Probleme. Aber prinzipiell ist das Thema Emanzipation durch. Jede weitergehende emanzipatorische Pathosformel ist leer.

Rasismus, Klassismus, Sexismus, diese Schlachten sind siegreich geschlagen und werden nur noch im Clownsmodus weitergefochten. Wir operieren heute im Horizont des Speziezismus. Ich weiß, klingt albern, ist aber so.

“Das hinterlässt mich etwas ratlos”

Kein Ding. In, sagen wir, zehn Jahren wirst Du die Dringlichkeit dieser Konfliktlinie verstehen.

@Schwejk

“Vielleicht war das sogenannte Bildungsbürgertum immer nur eine Simulation seiner selbst.”

Es gibt immer den Abstand zwischen Anspruch und Wirklichkeit, klar. Aber es ist ein Unterschied, ob einer erkennbar im Sinnhorizont eines lebensstilistschen Anspruchs lebt (auch wenn dieser Ansppruch immer Ideal bleiben wird), oder ob einer einem Kreis von Beobachtern, der mit diesem Anspruch überhaupt gar nichts am Hut hat, vorkaspert, er wisse, was es mt diesem Anspruch auf sich hat.

Wilma März 3, 2015 um 23:39

“Wir operieren heute im Horizont des Speziezismus. Ich weiß, klingt albern, ist aber so.”

Ist albern, z.B.

Fülle die Grafik mit Sex-/Genderarten und ihrer Entwicklung aus.

http://www.cobocards.com/pool/de/card/3z9gp1011/online-karteikarten-fuelle-die-grafik-mit-sex-genderarten-und-ihrer-entwicklung-aus-pic1-/

ruby März 3, 2015 um 23:41

@ Morph
Erhöhe auf 50 Jahre …
Weder Du noch irgendjemand kann aus der Zukunft sprechen.
Aber schau in die Vergangenheit der Rentenversicherung so etwa 150 Jahre…
Was siehst Du heute, was Du vor 20 Jahren meintest zu sehen und was siehst Du neues ?

The Real Slim Shady März 3, 2015 um 23:48

>Jens Berger findet deutliche Worte:

Nur Habenichtse wie Jens Berger glauben ernsthaft, dass es Leuten wie Steinbrück bei sowas ums Geld geht.

Morph März 3, 2015 um 23:55

@ruby

“Weder Du noch irgendjemand kann aus der Zukunft sprechen.”

Natürlich nicht. Ich bin einfach beeindruckt von Szenarien, die bekannte, empirisch bestens belegte Wachstumsraten in die Zukunft fortschreiben und Kipppunkte feststellen. Und zwar Kipppunkte, die unverfügbar sind. Bevölkerungswachstum. Ressourcenverbrauch. Das sind unverhandelbare Gegebenheiten. Und wenn in da unvereinbare Entwicklungen kollidieren, werden sich die gesellschaftlichen Institutionen anpassen müssen, so oder so. Aber die traditionellen Vorstellungen und Konfliktdiskurse von Produktivitätswachstum und Verteilungsgerechtigkeit werden angesichts der absehbaren Problemstellungen aussehen wie aus heutiger Sicht die theologischen Diskurse des Mittelalters. Davon bin ich schon ziemlich überzeugt.

Mir ist das ganze Geldwesen einfach zu substanzlos. Die Musik spielt, glaube ich, woanders.

Wilma März 4, 2015 um 00:07

Steinbrück

“„Die Ukraine braucht so etwas wie einen Marshall-Plan im möglicherweise dreistelligen Milliardenbereich“, sagte Wellmann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. ”

“„Wir arbeiten nicht für Geschäftsleute oder Oligarchen“

Wellmann erwartet, dass die Kosten für die Beratergruppe mitsamt Mitarbeitern zwischen fünf und zehn Millionen Euro liegen werden. Er strebt darüber eine Finanzierung durch die Europäische Union an.”

“Auch die Unternehmensberatung Roland Berger soll zuarbeiten.”
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/steinbrueck-verraet-details-zu-ukraine-engagement-13462076.html

Morph März 4, 2015 um 00:08

@trss

die Reaktion des ‘Kommentariats’ auf Steinbrücks Verpflichtung war absehbar. Ich kann’s nicht beweisen, war aber mein erster Gedanke, als ich es heute im Radio hörte: Die Online-Deppen werden das entweder als persönliche Raffgier oder als Element einer Verschwörungstheorie deuten. Dass ein Politiker fleißig, guten Willens und im wohlverstandenen Sinne ehrgeizig sein könnte, ist dem Kommentariat offenkundig undenkbar.

Was einigermaßen tief blicken lässt.

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 00:14

@ Morph —> “Rasismus, Klassismus, Sexismus, diese Schlachten sind siegreich geschlagen und werden nur noch im Clownsmodus weitergefochten. Wir operieren heute im Horizont des Speziezismus. Ich weiß, klingt albern, ist aber so.”

Das klingt auf den ersten Blick tatsächlich albern.

Auf den zweiten Blick erinnert es an Luis Bunuels Schilderungen vom spanischen Bürgerkrieg, als die Anarchisten irgendwo ihre idealen Kommunen zu organisieren versuchten und sich darüber in die Haare gerieten, während hinter dem übernächsten Hügel schon Francos Truppen standen.

Wir haben in Europa gerade eine barbarische Konterrevolution… man kann natürlich vorgeben, sie nicht zu sehen… sie findet ja vorerst hinterm übernächsten Hügel statt… Und in den immer weniger werdenden Inklusionszonen reden wir stattdessen über… äh… einen Speziesissimus?

Edgar Allan Poes “Maske des Roten Todes” fällt mir so als literarische Parallele ein.

Morph März 4, 2015 um 00:22

@Schwejk

“Na was Du mit dem schweigenden Augenbrauenaufhub meinst, das ist wohl eher großbürgerlicher Dünkel. Grenzadelig.”

Ich komme noch mal darauf zurück, ist ja ein interessantes Thema, finde ich. Also, ich glaube, dass die minimalistische Kommunikation, dass die geltenden Regeln verletzt wurden (Augenbraue), ganz und gar nicht adelig, sondern zutiefst bürgerlich ist. Die Aristokratie ist, ihrem Anspruch nach, leger. Aristokratisch ist die Kunst des Darüber-hinweg-Sehens, nicht die gouvernantenhaft gehobene Augenbraue.

Adorno hatte eine Schwäche für den Adel, genau aus diesem Grund. Der Adel ist schlampig, weil seine Herrschaft auf Gottesgnadentum beruht. Das Bürgertum ist züchtig, weil seine Herrschaft auf persönlicher Leistung beruht.

Wilma März 4, 2015 um 00:25

Das mit der “Beratergruppe” halte ich für einen geschickten Schachzug, die Ukraine näher an die EU zu binden.

So viele Berater dort einzubeziehen musss andere Gründe haben, als die der Modernisierung.

Wir werden da als EU-Bürger immer mehr in Verantwortung genommen.
Eine Verantwortung, die ich nicht tragen will.

ruby März 4, 2015 um 00:26

@ Morph
Du ahnst gar nicht welch grundlegende Erkenntnisse Deine zwei letzten Sätze ganz unbewusst kundtun.
Volltreffer und Versenkungen ;-)

Natalius März 4, 2015 um 00:30

“Rasismus, Klassismus, Sexismus, diese Schlachten sind siegreich geschlagen und werden nur noch im Clownsmodus weitergefochten. Wir operieren heute im Horizont des Speziezismus. Ich weiß, klingt albern, ist aber so.”

Wow, @Morph, das hätte ich jetzt echt nicht gedacht! Aber d’accord. Der Anthropozentrismus ist in uns einfach zu tief verankert, was soll man denn auch anderes erwarten? Es gibt genug Indiegogo, aber zu wenig Indigos. Wir sind gerade in dem Moment auf die Differenz fixiert, wo es um ihre Überwindung geht. Man hat uns “gesnatched” – nicht auf der körperlich-materiellen, aber auf der geistig-spirituellen Ebene. Wenn taktischer Nuklearkrieg machbar wird, wird er auch durchgeführt. Die Logik der Differenzerhaltung (Macht) lässt gar keine andere Option mehr zu. Kein “Führer” ist bereit, da auszubrechen und sich selbst zu exkludieren, verliert er doch dadurch den Status “distinguished”. Aus weiterer Entfernung betrachtet ist es der Kampf des individuellen Egos gegen das kollektive. Von dieser Entscheidung wird abhängen, ob #Akopalütze eine terminale oder nur temporäre Auslöschung von uns allen (=Menschheit wie wir uns sehen) sein wird, die #Akopalütze selbst ist vermutlich nicht mehr vermeidbar.

Als “Häretiker des Materialismus (als Religion)” fällt es mir leicht, Alois Irlmayer nicht als “Irren” zu betrachten. Wir wissen zu wenig über das “Talent des Sehens” (Du erinnerst dich an den Vortrag des US-Neurobiologen über Schahmanismus, den Du selbst eingestellt hast). Wenn so etwas in einer neuen Physik nun möglich wird, steht unser Weltbild auf dem Kopf! Hollywood (CIA, Chase Brandon’s Nachfolger) bereitet uns darauf vor: Schau Dir “Interstellar” an – das wird Deine Diskussion mit Goodnight verändern.

Morph März 4, 2015 um 00:32

@Schwejk

“Wir haben in Europa gerade eine barbarische Konterrevolution”

Zweifellos. Aber wir haben ja nicht nur Europa. ;-)

Mag sein, dass ich mich täusche, aber mir scheint, dass man angesichts der ökonomischen Globalisierung die Lage nicht mehr so beurteilen kann, als wäre Europa ein Ganzes ohne Umwelt.

(Wie schon oft gesagt, ich bin ökonomisch total naiv, Ihr seid alle viel, viel klüger als ich)

ruby März 4, 2015 um 00:35

Wertlose Geldschöpfung durch politische Institutionalierung für einen unabhängigen Lebensalltag.

ruby März 4, 2015 um 00:45

Daher unbegrenztes kostenloses Freemoney für Jeden in Höhe seiner Tilgungsquote!
;-)

Morph März 4, 2015 um 00:47

@Natalius

‘Interstellar’ habe ich gesehen. Hat mich nicht so begeistert. Schon toll, filmisch, klar. Aber es hat mich nicht berührt. Im Grunde hat mich schon 2001 von Kubrick nicht berührt, obwohl natürlich Meisterwerk usw. Das ist alles, irgendwie, Quatsch. Ich habe einen Widerwillen gegen die Behauptung des Unmöglichen, in Schrift, Bild und Ton.

Zuletzt habe ich ‘Inherent Vice’ gesehen. Den fand ich ziemlich großartig! (Wie übrigens auch ‘Eyes Wide Shut’, aber vermutlich aus ganz anderen Grümden als Du).

P.S. Das mit den Juden und den Außerirdischen: Vergiss es! Du bist da wirklich auf einem bekloppten Trip. Und ich glaube, dass Dir das sporadisch auch immer mal wieder klar ist. Vertraue auf diese sporadischen Lichtblicke.

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 01:00

@ Morph —> “Also, ich glaube, dass die minimalistische Kommunikation, dass die geltenden Regeln verletzt wurden (Augenbraue), ganz und gar nicht adelig, sondern zutiefst bürgerlich ist. Die Aristokratie ist, ihrem Anspruch nach, leger. Aristokratisch ist die Kunst des Darüber-hinweg-Sehens, nicht die gouvernantenhaft gehobene Augenbraue.”

Hm… also wir kennen das ja nur aus dem Fernsehen. Oder? Also ich kenne die echte Aristokratie nur aus dem Fernsehen und so. Das wird wohl den meisten so gehen, außer natürlich @Goodnight :-)

Und auch diese Augenbrauenbewegung… sie ist wohl universell gebrauchbar… Also sie wurde halt zu so einem Zeichen…

Die alte Aristokratie war wahrscheinlich leger. Aber man kennt auch die nur aus der Literatur. Und die heutigen Soziologen erforschen ja nur die Mißmutsmimik des Pöbels, nicht aber die seiner ‘Eliten’ :-)

Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, daß Statussicherheit keiner demonstrativen Abgrenzung bedarf, während Statusunsicherheit solches Verhalten immer und immer wieder hervorruft. Die dezente mimische Abgrenzung wäre dann so eine Art Zwischending…

wowy März 4, 2015 um 01:01

Steinbrück dachte er könnte Kanzler, obwohl er nie gewählt worden war. Deshalb liegt der Weltpolitiker jetzt auf der Hand #Hybris

Natalius März 4, 2015 um 01:06

@Morph
“Ich habe einen Widerwillen gegen die Behauptung des Unmöglichen, in Schrift, Bild und Ton.”
Wer/was definiert die Differenz zwischen Möglichem und Unmöglichem?
Unser Weltbild, klar! Und wenn sich das verändert, verändert sich auch diese Differenz!
Appropos Juden: Ich finde es klasse, dass immer mehr – mit jedem Tag mehr – jüdische Mitkämpfer auf unserer Seite stehen und damit besagte Differenz zum Verschwinden bringen: Wir sind sie und sie sind wir. Man wird es Emanzipation des Judentums nennen.

Wilma März 4, 2015 um 01:15

Die österreichische PRESSE – etwas genauer:

“Im Oktober trat der Oligarch erstmals bei einer illustren Konferenz in Wien in Erscheinung, dem Business Ukraine Forum. Firtasch erklomm das Podium in seiner Eigenschaft als Präsident des ukrainischen Arbeitgeberverbands. Um ihn herum wimmelte es nur so von prominenten Teilnehmern in der Hofburg: Der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück war ebenso angereist wie Lévy. Schon damals war klar, dass sie alle dem Ruf von Dimitri Firtasch gefolgt waren.”

“Spindeleggers Aufgabe wird es sein, rasch Kontakt zur Investitionsbank, zur EU-Kommission und zu anderen europäischen Institutionen herzustellen. Wie viel er dafür kassiert, wollte der Ex-Finanzminister gegenüber der „Presse“ nicht preisgeben. „Ich mache das als selbstständiger Unternehmer.“

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4676542/Wie-Michael-Spindelegger-die-Ukraine-modernisieren-soll?_vl_backlink=/home/index.do

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 01:38

@ Morph —> “Mag sein, dass ich mich täusche, aber mir scheint, dass man angesichts der ökonomischen Globalisierung die Lage nicht mehr so beurteilen kann, als wäre Europa ein Ganzes ohne Umwelt.”

Die sogenannte ökonomische Globalisierung hat es bereits im 18. Jahrhundert gegeben.

Europa ist heute ein institutioneller Raum, es ist verbunden durch aufeinander bezogene Spielregeln (so fragwürdig sie im einzelnen auch sein mögen) Der Globus ist aber kein institutioneller Raum und kann es nicht sein. Der Verweis auf den Globus dient allzuoft nur dazu, möglichst niedrige institutionelle Standards zu rechtfertigen und akute sozialökonomische Mißstände in Europa selbst zu rechtfertigen. (Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen wegen Schiehhiena!)

Das Globalgerede ist teils konterrevolutionäre Ideologie im kuscheligen weltmusikalischen Samthandschuh. Darüber hinaus ist das Globalgerede aber auch anfällig für imperiale Projektionen, wie sie jetzt etwa zur Rechtfertigung von TTIP & Co. ins Feld geführt werden.

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 02:03

@ Wilma

Naja, der Firtasch ist Kolomoiskis Intimfeind. Das sind die beiden Herren, die so am deutlichsten für die mafiakapitalistische Ordnung in der UA stehen. Und die gehen sich gegenseitig an die Gurgel. Firtaschs Fernsehkanal “Inter” hat jenen Dokumentarfilm gezeigt, wo Kolomoiskis Privatbank-Gruppe als verbrecherische Organisation dargestellt wurde. Die Parlamentswahlen aber gingen dann eher zur Zufriedenheit von Kolomoiski aus, während der von Firtasch aufgebaute Krawallheini Ljaschko mit seiner Radikalen Partei weniger Stimmen erhalten hat als erwartet. Firtasch will nun offenbar andere Ressourcen mobilisieren… also solche Sachen erklären sich auch aus einem innerukrainischen Machtkampf…

Wilma März 4, 2015 um 02:12

@ Soldat Schwejk

Also ich versteh das so, dass ein Oligarch dafür bezahlt,
dass hoch dotierte europäische Berater versuchen sollen, Geld von der EU für die
Ukraine locker zu machen.

Keynesianer März 4, 2015 um 04:07

@Linus

Bei “Eigentum vs. Allgemeinwohl” geht es um die Stellung des Individuums in der Gesellschaft – eine ‘autopoietische’, nach innen gerichtete Frage.

“Technologische Machbarkeit vs. Naturkatastrophe” beleuchtet hingegen das Verhältnis Gesellschaft vs. Lebensraum. Das ist per se kein Thema, wo das Individuum überhaupt Erwähnung fände.

Das hinterlässt mich etwas ratlos

Du solltest etwas weniger kompliziert denken:

Die neoliberale Verbrecherherrschaft krimineller Oligarchen erzeugt eine globale soziale Katastrophe, von der mit dem Ökoquark Naturkatastrophe wie etwa Waldsterben, Ozonloch, Klimakatastrophe abgelenkt werden soll.

Dann können die Neoliberalen weiter die Völker ausplündern, ungestört, während Merkel das Klima rettet. Das ist schon alles und interessant daran vielleicht die Schafsgläubigkeit der Massen:

Die Neoliberalen müssen nur in den von ihnen kontrollierten Medien, die sonst jeden Tag Lohnsenkung und Sozialabbau fordern oder gegen die Arbeitslosen hetzen, vorgebliche “Wissenschaftler” auftreten lassen, die den Schäfchen erzählen, dass ab dem Jahr 2000 fast alle Ressourcen der Erde endgültig verbraucht sind – ach so: da sind wir ja schon längst drüber und der Ölpreis fällt. :)

Keynesianer März 4, 2015 um 04:21

@TRSS

Nur Habenichtse wie Jens Berger glauben ernsthaft, dass es Leuten wie Steinbrück bei sowas ums Geld geht.

Das ist beim Oligarchen-Peer sicher ein innerer Drang und tiefer Wunsch, in den Kreis der ganz großen Banditen aufgenommen zu werden und mit denen am Tisch zu sitzen. Geld braucht der Peer schon lange nicht mehr und sicher will er auf dem Weg doch noch bei der Ausplünderung der Deutschen helfen, wenn es auch vorerst nur um eine halbe Milliarde geht.

Deutschland soll doch für 500 Millionen an “Investitionen” für die Ukraine garantieren.

Keynesianer März 4, 2015 um 04:32

@Soldat Schwejk

Wir haben in Europa gerade eine barbarische Konterrevolution… man kann natürlich vorgeben, sie nicht zu sehen… sie findet ja vorerst hinterm übernächsten Hügel statt… Und in den immer weniger werdenden Inklusionszonen reden wir stattdessen über… äh… einen Speziesissimus?

Dann solltest Du aber als Erster nicht mehr mit @Morph debattieren, der ist nämlich die 5. Kolonne der barbarischen Konterrevolution und mit Eifer bei seiner Aufgabe, hier Nonsense-Diskurse anzuregen.

Darum fabuliert @Morph über die furchtbare Bedrohung der menschlichen Spezies durch angebliche Ökoprobleme, aber redet nicht über die Gefahr durch die neoliberalen Banditen hinter Deinem übernächsten Hügel. ;)

H.K.Hammersen März 4, 2015 um 06:57

@TRSS
“Nur Habenichtse wie Jens Berger glauben ernsthaft, dass es Leuten wie Steinbrück bei sowas ums Geld geht.”

Natürlich geht es ihm ums Geld. Nicht im Sinne von Aneignung zusätzlicher Kaufkraft, sondern im Sinne von Anerkennung. Was glauben sie denn, was 80jährige mehrfache Milliardäre antreibt, weitere Milliarden anzustreben? Geld ist in unserem System der ultimative, weil universelle, Fetisch. Das Geld ist sozusagen der Joker unter den Fetischen. Jemand wie Steinbrück, der auf der ganz großen Bühne gescheitert ist, muss sich halt mit Provinzbühnen begnügen. Der Applaus aus Wählerstimmen blieb ihm versagt, also muss als Ersatz der Applaus aus Geld her.

Systemfrager März 4, 2015 um 07:11

Das muss man einfach nur wiederholen:

Natürlich geht es ihm ums Geld. Nicht im Sinne von Aneignung zusätzlicher Kaufkraft, sondern im Sinne von Anerkennung. Was glauben sie denn, was 80jährige mehrfache Milliardäre antreibt, weitere Milliarden anzustreben? Geld ist in unserem System der ultimative, weil universelle, Fetisch. Das Geld ist sozusagen der Joker unter den Fetischen. Jemand wie Steinbrück, der auf der ganz großen Bühne gescheitert ist, muss sich halt mit Provinzbühnen begnügen. Der Applaus aus Wählerstimmen blieb ihm versagt, also muss als Ersatz der Applaus aus Geld her.

Jay-Z März 4, 2015 um 07:19

“Nur Habenichtse wie Jens Berger glauben ernsthaft, dass es Leuten wie Steinbrück bei sowas ums Geld geht.”

Mister Real Motherfucker Shady,

Stop talking, start makin’ money! You suckin’ have-not, drivin’ a piece of shit! (*)!

http://www.youtube.com/watch?v=JSR38m5V3ns

(*) Mini Convertible

Systemfrager März 4, 2015 um 07:27

Wen vergöttlicht die hirnose Masse?
In Theorie der ethischen Gefühle beschäftigt sich Adam Smith damit ausführlich, sehr ausführlich. Antwort:
Die Reichen.
Warum denn.
Ein hirnloser Mensch weiß, dass er keine Fähigkeiten hat, etwas zu “beweisen”, außer er werde reich. Dann werden VIELE um ihn tanzen. Dann wird er “etwas sein”.
Deshlab ist der Sinn des Reichtums nicht, dass man sich etwas leisten kann, sondern dass der andere ihn beneidet und vergöttert.
Das ist der evolutive Stand der Gattung homo sapiens
Nur wenige haben ein höheres Niveau erreicht. ZB Russel und Wittgenstein, die ihr Reichtum einfach abstoßen konnten
PS
Ob die ukrainische noble Hure mit Nemzow wäre, wenn er nicht reich wäre?

Systemfrager März 4, 2015 um 07:33

»Sind nicht alle Vorteile der Gesellschaft für die Mächtigen und Reichen? Sind nicht alle einträglichen Ämter für sie bestimmt? Sind ihnen nicht alle Auszeichnungen und alle Vorrechte vorbehalten? Steht ihnen nicht stets die Autorität des Staates zur Verfügung? Wenn ein Mann von Rang seine Gläubiger bestiehlt oder andere betrügerische Handlungen begeht, ist er nicht der Straflosigkeit sicher? Die Stockstreiche, die er verteilt, die Gewalttaten, die er begeht, selbst Totschlag und Mord, machen ihn nicht schuldig; es sind Dinge, die man vertuscht und von denen im Lauf von sechs Monaten niemand mehr spricht. Wenn aber dieser selbe Mann bestohlen wird, so gerät sogleich die gesamte Polizei in Bewegung, und wehe dem Unglücklichen, auf den er seinen Verdacht wirft. Wenn er einen gefährlichen Ort zu passieren hat, so schreiten alsbald Eskorten vor ihm her, – wenn seine Sänfte bricht, so eilt ihm alles zu Hilfe … Findet sich ein Karrenschieber auf seinem Wege, so macht man Anstalt, ihn zu ermorden – und fünfzig anständige Fußgänger, die ihren Geschäften nachgehen, werden eher zur Seite geschoben und erdrückt, als daß ein Nichtstuer in seiner Equipage auch nur den geringsten Aufenthalt erfährt. All diese Rücksichten kosten ihn nicht einen Heller; sie sind das Recht des reichen Mannes und nicht der Preis des Reichtums.«

J.-J. Rouseau

Systemfrager März 4, 2015 um 07:40

Was kann man also über
The Real Slim Shady

folgern?
Er hat viel Geld, wie jeder der Reich ist, will er “wissen”, dass er sich nicht durch Geld identifizieren will. Er will nicht der “dumme Reiche” oder “vom Beruf Sohn” sein, deshalb sinniert er hier, wie den Reichen nicht um Geld geht.
Natürlich geht es jedem Reichen um Geld, weil er ohne Geld das wäre was er wirklich ist: NICHTS!

Systemfrager März 4, 2015 um 07:50

In den postkommun. Ländern kann man genau beobachten, wie sich die Klasse der Reichen, die “Elite” bildet, weil man sich vorher gut kannte.
Reich sind verschiedene Schieber, Kriminelle, Betrüger … geworden. Also negative Selektion fand statt. Sie haben noch keine Manieren. Aber die zweite und dritte Generation wird jede Erzieher bekommen, die man sich wünscht, man wird private Schulen besuchen, wo jeder Idiot durchkommt (zB wie Bush)
Dann werden diese Menschen sich unendlich höher fühlen als der Rest der Menschheit.

The Real Slim Shady März 4, 2015 um 07:55

>Dass ein Politiker fleißig, guten Willens und im wohlverstandenen Sinne ehrgeizig sein könnte, ist dem Kommentariat offenkundig undenkbar.

Das auch, aber soweit will ich gar nicht gehen. Eitelkeit scheint mir da völlig ausreichend.

The Real Slim Shady März 4, 2015 um 08:00

>Natürlich geht es ihm ums Geld.

OK, dann brauchen wir darüber nicht zu diskutieren.

The Real Slim Shady März 4, 2015 um 08:02

>(*) Mini Convertible

Yep. Und das war noch nicht mal mein eigener.

Wilm März 4, 2015 um 08:02

@ BB1

In Russland gibt es keine kriminellen Oligarchen? Klingt nach @ HG und seiner Märchenstunde.

“ROSNEFT – AUS DEM INNENLEBEN DES KREML UND DER OLIGARCHEN

Treffen zwischen Igor Setschin (heute Rosneft-Chef und dem Oligarchen Oleg Deripaska

Das Treffen fand Ende Februar 2008 in Moskau statt. An dem Treffen nahmen neben Igor Setschin auch der Kaderchef des Kreml, Victor Iwanow sowie der Chef der Sondereinheit des Justizministerium, Alexander Bastrygin, sowie der Leiter des Direktorates 1 der GRU teil. Um dieses Treffen hatte Oleg Deripaska gebeten. Am Treffen nicht teil nahmen Putin und Dmitri Medwedjew. Nach Aussagen des Informanten waren beide auch nicht von dem Treffen unterrichtet. Setschin begründete dies damit, dass beide durch die anstehende Präsidentenwahl nicht in der Lage wären, an diesem Termin teil zu nehmen. Deripaska kam ohne große Umschweife auf sein zentrales Anliegen zu sprechen. Er erklärte, dass er Kenntnis davon bekommen habe, dass neben ihm auch nachfolgend genannte Personen im “Fadenkreuz” intensiver Ermittlungen stehen würden, die vom Kreml initiiert worden seien:

- Wladimir Lissin, Trans- World- Group, Russian Steel, Eurasholding ( Stahlmagnat, Oligarch, Milliardär)

- Alisher Usmanow, VA Invest, Gasprominvest- Holding, Milliardär, Usbeke

- Alexander Abramow, Stahlmogul, Milliardär

- Andrej Melnitschenko, Bankier

- Iskander Machmutow, Stahlmogul, Milliardär.

Er wisse auch, dass die Kreml Administration , alle Anstrengungen unternehme, den georgischen Wirtschaftsminister und Milliardär, Kara Bendukidse, unter Druck zu setzen. Oleg Deripaska verblüffte seine Gesprächspartner damit, dass er ihnen vorhielt, sie stützten sich dabei vor allem auf Aussagen seiner persönlichen Feinde Michail und Lew Tschernoy (Chernoy), sowie den Multimillionär Arkadi Gaidamak, der wie Michail Tschernoi in Israel lebe. Außerdem habe er Kenntnis erlangt, dass der inhaftierte Mogljewitsch sowie Wladimir Kumarin alias Bursakow, Chef der Tambower Mafia in St. Petersburg, gegen ihn aussagen würden. Oleg Deripaska führte seine Verhaftung in Israel im November 2007 darauf zurück, dass russische Geheimdienste ihm eine Falle gestellt hätten und Tschernoi eine anonyme Anzeige gegen ihn an den Israel Strategic Affairs Minister gerichtet habe. Er erklärte, dass er glaube, seine Zeit in Russland sei “abgelaufen”. Der Kreml habe sich unter Putin seiner bedient und er habe weitgehende Freiheiten erhalten. Niemand könne ihm aber heute die weitere Immunität garantieren. Dies treffe auch auf Tschubais zu, der ähnliche Gedanken ihm gegenüber geäußert habe. Deripaska erklärte, dass auch die Familie Jumaschew ( Schwiegersohn von Jelzin – Tanja und Walja) unruhig wären, welche Entwicklung Russland gegenüber den Oligarchen unter dem neuen Präsidenten gehen werde.Deripaska erklärte, dass er nicht glaube, dass Putin auf lange Sicht weiter der starke Mann in Russland bleiben werde.

Außerdem habe er Informationen, dass es im Kreml genügend Material gegen Putin gebe, welches diesen “Schach Matt setzen” könne, insbesondere aus seiner St. Petersburger Zeit.Weiter führte er aus, er habe sich natürlich abgesichert, wisse jedoch, dass er in einem Kampf gegen die Interessen des Kreml chancenlos sei. Er deutete an, dass er ein Dossier kenne, welches der ukrainische Geheimdienst über Putin habe.

Deripaska unterbreitete den Gesprächspartner, die bis zu diesem Zeitpunkt Zuhörer waren, folgenden Vorschlag:

1. Er sei bereit, sein Aluminium- Imperium “Russisches Aluminium” sowie weitere Beteiligungen im Inland dem Staat kostenlos zurück zu geben.

2. Er wolle seine Auslandsbeteiligungen an der österreichischen Strabag und dem kanadischen Autozubehör- Zulieferer Magma behalten sowie auch einige kleinere Beteiligungen.

3. Er wolle sein privates Vermögen, sofern noch nicht im Ausland, behalten und auch späterhin keine Probleme mit dem russischen Staat auf strafrechtlicher Ebene haben.

4. Er wolle seinen Wohnsitz mit seiner Familie in Österreich nehmen und bei Einreisen nach Russland keine Probleme haben.

Dieses Angebot hielte er für fair und er glaube, dass auch Wladimir Putin und Dmitri Medwedjew darauf eingehen würden, insbesondere deshalb, weil er in den letzten Jahren seine Loyalität gegenüber dem Kreml bewiesen habe. Setschin, der in erster Linie als der starke Mann der Gruppe von Deripaska angesprochen worden war, äußerte sich nicht als erster, sondern der Sonderstaatsanwalt Alexander Bastrygin. Er erklärte dabei folgendes:

1. Über den Vorschlag Deripaskas könnten die Gesprächspartner nicht entscheiden. Eine solche weitreichende Entscheidung könne nur vom Präsidenten getroffen werden, zumal Deripaska keine unbedeutende Größe in der russischen wirtschaftlichen Hierarchie sei. 2. Eine Übergabe seines Aluminiumkonzerns an den Staat und auch weiterer Beteiligungen sei die eine Seite. Bisher seien jedoch auch theoretische Überlegungen möglich, nach dem Ursprung des Unternehmens und damit auch des Privatvermögens zu fragen. 3. Es stimme, dass die Brüder Tschernoi eine Anzeige gegen ihn erstattet hätten, weil er ihnen nach wie vor viel Geld schulde und bisher auf keinen der vorgeschlagenen Vergleiche eingegangen sei. 4. Es gäbe aber nicht nur von Seiten der Tschernoi- Brüder Anzeigen gegen ihn, sondern es ginge auch um Kapitalverbrechen ( Auftragsmorde), die Mitte der neunziger Jahre begangen worden seien und in deren Zusammenhang auch sein Name aufgetaucht sei. Fazit von Bastrygin war, dass man zumindest über einen Teil des privaten Kapitals von Deripaska reden müsse.

Igor Setschin betonte, eine so weitreichende innen- und außenpolitische Entscheidung könne erst nach der Präsidentenwahl getroffen werden. Er, Deripaska, müsse verstehen, dass ein solcher Schritt zwangsläufig dazu führen könnte, dass auch andere Oligarchen nachziehen wollten, nicht zuletzt, um ihr auf kriminelle Art und Weise erworbenes Vermögen sicher ins Ausland zu bringen und sich eventuellen strafrechtlichen Verfolgungen zu entziehen. Der außenwirtschaftliche Aspekt sei, dass man im westlichen Ausland von einer Investitions-, wenn nicht gar von einer rechtlichen Unsicherheit in Russland sprechen könnte.

Er, Deripaska, habe doch sicher von der Rede des künftigen Präsidenten Dmitri Medwedjew vor dem Krasnojarsker Wirtschaftsforum gehört und hier seien von Medwedjew Dinge angesprochen worden, die in der Kreml- Administration aufmerksam gehört worden seien. Die jetzige Kremladministration sehe sich als Garant der Weiterführung der Politik des Präsidenten Putin, auch in der Amtszeit des neuen Präsidenten.Unter der Führung des Ministerpräsidenten Wladimir Putin gehe es in erster Linie darum, die Exekutive zu stärken und den Präsidenten in einigen Dingen zu entlasten. Vorerst stünden Umstrukturierungen an, die wichtiger seien, als die Wünsche eines Einzelnen. So zum Beispiel müsse der FSB aus dem Verantwortungsbereich des Präsidenten wieder in die Verantwortung des Premiers überführt werden und man strebe zielstrebig die Eingliederung des SWR (Auslandsgeheimdienst) in den FSB an. Er könne sich natürlich eine von Deripaska vorgeschlagene Lösung vorstellen, stimme allerdings dem Sonderstaatsanwalt Bastrygin zu, dass vorher alle strafrechtlichen Probleme geklärt seien müssten. Victor Iwanow gab an, dass er Momentan keinen Handlungsbedarf hinsichtlich des Vorschlages von Deripaska sehe, zumal er eine Sogwirkung sehe im Falle, dass man auf seine Vorschläge eingehen würde. Natürlich werde man zu gegebener Zeit darüber mit dem Präsidenten reden müssen, nicht zuletzt wegen der Verdienste von Deripaska und seiner Loyalität gegenüber dem Präsidenten und der Administration. Aber im Moment seien die Prioritäten anderer Natur.

Deripaska erklärte abschließend, sein Vorschlag sei nicht auf eine kurzfristige Realisierung gerichtet, sondern als mittelfristig gedacht. Er werde selber mit diesen Vorschlägen sowohl den neuen, als auch den alten Präsidenten konfrontieren.

Im Anschluss an dieses Gespräch trafen Iwanow und Setschin zusammen a. um die Hintergründe für Deripaskas Vorschläge zu untersuchen und b. um die bestmögliche Strategie festzulegen.

Moskau. 6. März 2008
Veröffentlicht: September 11th, 2014 · Autor: Jürgen Roth · Kategorie: Organisierte Kriminalität, Politische “Eliten” ·”

http://www.juergen-roth.com/blog/rosneft-aus-dem-innenleben-des-kreml-und-der-oligarchen/

Bogus März 4, 2015 um 08:07

“Yep. Und das war noch nicht mal mein eigener.”

Also stimmt das, was dein Kumpel Goodnight so über dich rumerzählt?

Wilm März 4, 2015 um 08:10

@ BB1

“Über die symbiotische Beziehung von Politik, Wladimir Putin und die Sankt Petersburger Mafia

Viel ist über den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschrieben worden. Aber kaum etwas ist über seine Zeit in St. Petersburg bekannt. Sieht man einmal davon ab, dass der Putin-Biograf Alexander Rahr ihn folgendermaßen zu würdigen weiß: „Einen Freund vertraute er nach ein oder zwei Glas Bier an: „Ich habe ein zweites deutsches Wesen in mir entdeckt.“ Und weiter: „Sobtschak bestellte Putin, der sich bei den Reisen nach Deutschland und in andere westliche Länder so hervorragend bewährt hatte, zum Vorsitzenden des „Komitees für Außenbeziehungen“ der Regierung von St. Petersburg, zu einer Art Außenminister seiner demokratischen Administration…Putins rasanter Aufstieg symbolisierte eine Symbiose zwischen Finanzclans und Sicherheitsdiensten, eine Verschmelzung von Geld und Macht die es in dieser Form in Russland noch nicht gegeben hat.“33 Wusste der Putin-Biograf nichts von den Strukturen in St. Petersburg zur damaligen Zeit? Und damit wäre man auch noch bei Ex-Bundeskanzler Gehard Schröder und seiner Geburtstagsfeier in Sankt Petersburg.

Ein kurzer Exkurs. Im November 1989 ist die Mauer gefallen. Der KGB-Agent Wladimir Putin, damals in Dresden im Einsatz, kehrt nach Leningrad zurück. „Für den Reservisten Putin findet sich ein Plätzchen an der Universität. Er soll ausländische Studenten überwachen. Wladimir Putin, der treue Diener, der aufrechte Patriot, ein Spion aus Überzeugung, ist tief gekränkt. ‚Ich werde es allen noch zeigen’, sind die Worte, die ihm in diesem elenden Moment über die Lippen kommen.“34

Er bleibt nicht lange an der Uni, tritt in die Dienste des Reformers Anatolij Sobtschak, der 1990 zum Vorsitzenden der Leningrader Stadtverwaltung gewählt wurde. Im Schatten seines Mentors macht er schnell Karriere. 1991 übernimmt er als Sobtschaks Stellvertreter das „Komitee für außenwirtschaftliche Beziehungen“. Er gilt als „Grauer Kardinal“, ohne den nichts Wichtiges beschlossen wurde. Natürlich war er immer noch dem KGB verbunden. Einmal KGB immer im Dienste, lautet die Lebenserfahrung in Russland. In diesem Zusammenhang sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bereits im Dezember 1990 der damalige KGB-Chef Wladimir Kurschkow anordnete: „Kommerzielle Strukturen aufzubauen, um sie, sollte es in der UdSSR die Situation wie in der Ex-DDR geben, als Dach für hochrangige Parteimitglieder und Mitarbeiter der Geheimdienste nutzen zu können.“ Und es gab ein Dokument des ZK der KPdSU „über unaufschiebbare Maßnahmen zur Organisierung der kommerziellen und außenwirtschaftlichen Tätigkeit der Partei.“ In ihm war zu lesen: „Auszuarbeiten sind Vorschläge für die Schaffung neuer „vermittelnder“ Wirtschaftsstrukturen (Fonds, Assoziationen…), die bei minimal „sichtbaren“ Verbindungen zum ZK der KPdSU zu Zentren der Herausbildung einer „unsichtbaren“ Parteiwirtschaft werden können.“35 Hinzu kam, was Anatolij Tschubais, auch gerne „Vater der russischen Privatisierung“, genannt und erster Vizepremier Russlands, 1998gegenüber einem Journalisten sagte: „Wir hatten ja nicht die Wahl zwischen einem idealen und einem kriminalisierten Übergang zur Marktwirtschaft. Wir standen vor der Alternative: kriminalisierter Übergang oder Bürgerkrieg.“

Und St. Petersburg war die erste russische Stadt, in der Eigentum privatisiert wurde. Auch Anatoli Tschubais war zuerst in St. Petersburg tätig. Der Kampf um die Umverteilung von staatlichem Vermögen, auch unter kriminellen Strukturen, hat in St. Petersburg daher früher begonnen und ungleich größere Ausmaße als in anderen russischen Städten angenommen.

St. Petersburg war schon zu Sowjetzeiten eine Art Versuchslabor, wo die kriminelle Welt Methoden ausgearbeitet und ausprobiert hatte, um sie später auf ganz Russland zu übertragen. Durch seine ideale Lage, die Nähe zum und die guten Verbindungswege in den reichen Westen, bot die Stadt schon immer gute Aussichten für das Geldverdienen aller Art. Und welche andere große russische Stadt verfügt über diese Voraussetzungen und liegt zudem recht weit außerhalb des Blickwinkels der staatlichen Machtorgane?

Putin hatte nun in diesem St. Petersburg viele Möglichkeiten, zum Beispiel Lizenzen erteilen und die Quotierung von Exportgütern festzulegen. Das führt zu einem ersten großen Skandal.

Als ich versuchte den Bericht zu bekommen, der diesen Skandal dokumentierte, erhielt ich aus St. Petersburger eingeweihten Kreisen folgende Nachricht: „Die Person Marina Salie steht unter Kontrolle und die damals erfolgten offiziellen Untersuchungen und offiziellen Unterlagen sind „offiziell“ nicht mehr zugänglich. Die Beschuldigungen von Marina Salie waren lange Zeit im Internet auf der Webseite der Glasnost-Foundation in Moskau nachzulesen. Inzwischen ist diese Seite vom Netz genommen worden.

Marina Salie hatte im Januar 1992 im St. Petersburger Stadtparlament eine Arbeitsgruppe von Abgeordneten eingesetzt, die die Vorwürfe überprüfen sollten. Sie war in dieser Zeit Vorsitzende der „Kommission Lebensmittel“ im Stadtparlament von St. Peterburg. Gegenstand der Untersuchungen war die „Rechtmäßigkeit, die Art und Weise sowie die Ergebnisse der in den Jahren 1991 und 1992 abgeschlossenen Verträge zur Beschaffung von Lebensmitteln, die durch den Verkauf von Waren aus Staatsbeständen aus dem Ausland importiert“ werden sollten. Dabei ging es um Lizenzen und Quoten zum Verkauf von Ölprodukten, Holz, wertvollen Metallen sowie Baumwolle. An vier Verträgen soll der Putin direkt mitgewirkt haben.

Hier ein Auszug aus dem Untersuchungsbericht:

„Neben der Prüfung der Rechtmäßigkeit der unterzeichneten Verträge sollte außerdem untersucht werden, ob der Vorwurf von Machenschaften und Amtsmissbrauch bei der Realisierung dieser Verträge durch verantwortliche Leiter und Mitarbeiter des Komitees für Außenwirtschaftsbeziehungen beim Bürgermeisteramt von St. Petersburg zutraf.“

Immerhin ging es um einen Schaden von über 22 Millionen US-Dollar für die St. Petersburg.

Wladimir Putin soll dabei, entgegen den Bestimmungen der russischen Regierung (Verordnung Nr. 90 vom 31. Dezember 1991) verstoßen haben, indem er keine öffentliche Ausschreibung vorgenommen hatte.

Aufgefallen war, dass bei allen abgeschlossenen Verträgen Unterschriften und Stempel, bei einigen Ort und Datum der Vertragsunterzeichnung fehlten. „Bei vier unterzeichneten Verträgen durch das Komitee für Außenwirtschaftsbeziehungen steht die Formulierung „im Auftrage von Wladimir Putin“, unterzeichnet wurden diese Verträge vom Stellvertreter des Komitees für Außenwirtschaftsbeziehungen. Wo lagen die Probleme?

Das Komitee für Außenwirtschaftsbeziehungen hatte kein Recht zur Vergabe der erforderlichen Lizenzen. Wladimir Putin unterzeichnete persönlich zwei Lizenzen. Dies betrafen die Ausfuhr von 150.000 Tonnen Ölprodukte durch die Fa. Newski Dom (Wertvolumen 32 Mio. US$), sowie

Die Ausfuhr von 50.000 Kubikmeter Holz durch die Fa. „Fiwekor“. Beide Lizenzen wurden noch vor Festlegung der Ausfuhrquoten für diese Produkte durch russische Regierung ausgestellt. Die Fa. „Newski Dom“ ist offiziell unter der Adresse St. Peterburg, Prospekt Juri Gagarin registriert. Die Unterzeichnung der Lizenz mit der Fa. „Newski Dom“ erfolgte jedoch unter Eintragung der Adresse St. Peterburg, Nabereshnije Fontanika 113. Bemerkenswert ist außerdem, dass der Vertrag „im Auftrage“ von Anikin (Komitee für AW) und dem Stellv. Direktor der AG „Newski Dom“ W.M. Wittenberg gezeichnet wurde. Unterschrieben wurde der Vertrag von völlig anderen (nicht zu identifizierenden Personen). Es wurde eindeutig festgestellt, dass sowohl der Akt als auch die Ausstellung der Lizenzen sowie die Verfahrensweise durch Wladimir Putin ungesetzlich waren. Das Gemeinschaftsunternehmen „Dshikop“ erhielt eine Ausfuhrlizenz für 13.997 Kilo seltener Metalle. Der Wert dieser Metalle wurde um das zwanzigfache niedriger angegeben als er tatsächlich war. Die „Dshikop“ wurde am 17. September 1991 in St. Peterburg gegründet. Hauptaktionär war der Bürger der BRD, Peter B. mit 33 Prozent. Direktor eines anderen Unternehmens war G. Miroschnik (Ölexporte im Wert von 32 Millionen US-Dollar), ein bekannter Krimineller der Stadt. Er war 1991 in betrügerische Machenschaften mit der Westgruppe einbezogen und wurde später in den USA festgenommen.

Bis zum heutigen Tag ungeklärt ist der Verbleib von Warenbeständen die veräußert wurden (ohne Belege) aus dem Staatshaushalt:

997 Tonne AS (hochreines Aluminium, Wert von etwa 700 Mio. US$); 20.000 Tonnen Zement; 100.000 Tonnen Baumwolle (Wertvolumen 120 Mio. US$) um nur einiges zu nennen.

Er habe keine Zeit gehabt, alles nachzuprüfen, wehrte sich Putin damals gegen die Vorwürfe. Die „dramatische Lage habe rasches, unbürokratisches Handeln verlangt.“

Im April 1992 wurde die Untersuchungskommission auf Druck von Moskau aufgelöst. Als Marina Salie ankündigte, es dabei nicht bewenden zu lassen, soll ihr Putin geantwortet haben: “Das dürfte Ihnen nicht gut bekommen.“ Marina Salie jedenfalls kritisierte in der Vergangenheit Wladimir Putin deshalb massiv: „Förderungvon Korruption und organisierter Kriminalität und nicht der Kampf dagegen ist Putins Stempel. Seine Verbindungen mit Kriminellen sind durch verschiedene Tatsachen geprüft. Zwischen 25-bis 50 Prozent betrugen die Einnahmen durch solche gefälschten Vereinbarungen.“ „Das war der Beginn des korrupten Systems in St. Petersburg“, sagt der ehemalige Vorsitzende des St. Petersburger Stadtrates Alexei Belyaev.

Wladimir Putin hatte demnach, gerade auf Grund seiner Position, in dem staatlich-kriminellen Machtgefüge St. Petersburg von Anfang an keine unbedeutende Rolle gespielt. Und das während seiner Zeit in St. Petersburg insbesondere eine kriminelle Organisation, die Tambovskaja, einen rasanten Aufstieg nehmen konnte, dürfte ihm ebenfalls nicht verborgen geblieben sein.

Unabhängig davon waberte die Gerüchteküche in St. Petersburg trotzdem. Geschrieben wurde, dass Wladimir Putin verantwortlich für die Lizenzvergabe für Casinos gewesen sei und für jede Lizenz zwischen 100.000 und 300.000 Dollar bezahlt werden musste. Einer der es wissen muss erzählte mir: „Die Stadt suchte damals Einkünfte. Das hatte nichts mit Putin zu tun. Für die Lizenzvergabe war das Komitee für Wirtschaft und Finanzen zuständig.“

Im Zusammenhang mit dem Vorwurf Bestechungsgelder kassiert zu haben geriet der georgische Unternehmer Michail Mirilashvili ins Visier. Er soll Putin dafür monatlich 20.000 Dollar bezahlt haben. Das Kompromat, aus dem die Vorwürfe zitiert wurden, stammte aus dem FSB und zirkulierte seit 1999 in Moskau. Demnach sei es der Sicherheitsdirektor eines Unternehmens in St. Petersburg gewesen, der persönlich das Geld für die Lizenzen der Kasinos eintrieb. Nach diesem Kompromat zu urteilen, habe er 1995 an Putins Ehefrau einen Diamanten geschenkt. Der Mann habe seine Dienste Putin angeboten als Ausgleich dafür, dass Putin seine Aktivitäten „deckt“.

Alles Kompromat – es wäre in dem Machtpoker in St. Petersburg kein Wunder. Die Versorgung von Günstlingen mit Hilfe von Tipps oder die Destabilisierung von potentiellen und tatsächlichen Gegnern und Konkurrenten durch Gerüche – das hat nicht nur in Russland Hochkonjunktur. „Willkür der Beamten, zahllose Verletzungen von Gesetz und Menschenrechten im Bereich der Rechtsschutzorgane, die Verwandlung der Generalstaatsanwaltschaft in eine Brutstätte bestellter politischer Straftaten, Informationskriege zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen und Clans, Auftragsmorde an Politikern und Geschäftsleuten – so sieht heute das reale politische Leben in Russland aus.“36

Dabei hatten in den letzten sechs bis sieben Jahren durchaus widersprechende Interessen den entscheidenden Einfluss auf das politische Kräfteverhältnis in St. Petersburg, gerade im Zusammenhang mit der Umverteilung des staatlichen und städtischen Eigentums. Andererseits waren sowohl Politiker, wie Unternehmer und kriminelle „Autoritäten“ auf allen Ebenen miteinander verflochten.

Das Unternehmen PTK

Im Jahr 1994 wurde von der St. Petersburger Stadtregierung die PTK (Peterburgskaja Tobliwnaja Kampagnija) gegründet, die das Exklusivrecht zum Handel mit Brennstoffen in der Stadt erhielt. Den Vertrag unterzeichnet hatte Wladimir Putin.

Die Geschichte der PTK in St. Peterburg und im Leningrader Gebiet ist in der Anfangsphase mit reinen kriminellen Machenschaften verbunden gewesen. Ihren heutigen wirtschaftlichen Status und ihren beträchtlichen Einfluss in Politik und Wirtschaft konnte die PTK jedoch nur dank ihrer personell und geschäftlich sehr engen Beziehungen in den Regierungsapparat hinein erreichen. Die Geschäftsführung der PTK nutzte dabei gezielt die im breiten Maße existierende Korruption innerhalb des Beamten- und Verwaltungsapparates der Stadt St. Peterburg. In einem internen Dokument des FSB ist darüber folgendes zu erfahren: „Die “gegenseitige“ Interessenlage der PTK-Führung und führenden Mitarbeiter der Petersburger Regierung mit kommunalen und staatlichen Firmen zeigt sich darin, dass entscheidende Bereiche der St. Petersburger Regierung (darunter die Vermögensverwaltung ‚Kug’), Gründungsgesellschafter der PTK sind, beziehungsweise im Firmenverbund der “Tambower Gruppierung“ als Mitgesellschafter oder personell in Führungspositionen vertreten sind.“

Die finanzielle Grundlage der PTK basierte darauf, dass es vertraglich abgesicherte Staatsaufträge gab, die gegenüber der Konkurrenz sehr günstig waren. Diese langfristige Auftragslage sowie die zur Verfügung stehenden Finanzmittel zur Abwicklung der Aufträge war für die PTK ein stets berechenbarer Faktor, um entsprechend profitabel agieren zu können.

Die Staatsaufträge der St. Petersburger Administration wurden jährlich über das „Komitee für Transportfragen“ mit der PTK unterzeichnet. Dabei ging es um die Versorgung des öffentlichen Fahrzeugparks der Stadt St. Peterburg mit Diesel, Benzin und anderen Treibstoffen durch das firmeneigene Tankstellennetz der PTK. Praktisch bedeutete das, dass alle174 Buslinien (auf jeder Strecke verkehren im Minimum fünf Busse), der Autopark der Stadtverwaltung für Inneres, der Krankentransport, die Spezialtransportfahrzeuge (Müllentsorgung), der Pkw-Park der Stadtregierung exklusiv von der PTK versorgt wurden.

Den Umfang dieser Geschäfte lässt sich erahnen, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die öffentlichen Transportmittel der Stadt St. Peterburg für 5,5 Millionen Menschen ausgerichtet sind. Die für die Bezahlung der Treibstoffe erforderlichen Finanzmittel wurden aus dem Haushaltsbudget der Stadt direkt (und ausschließlich) auf Konten von PTK-Firmen bei der “Petersburger Stadtbank“ überwiesen.

Von der Petersburger Stadtbank wiederum wurden, auf der Grundlage eines festgelegten Schemas, größere Beträge auf Konten von “Off-Shore-Firmen“ des PTK-Firmengeflechtes überwiesen. Über diese “Off-Shore-Firmen“ wurden dann die benötigten, frei verfügbaren Barmittel “produziert“. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Staatsaufträge sind dem direkten unangemeldeten Zugriff im Falle eventueller Kontrollen seitens der Justiz entzogen. Haupteinnahmequelle der PTK (Barmittel) war jedoch das eigene Tankstellennetz, sowie die Autoservice-Stationen und Werkstätten.

Es ist nicht falsch davon auszugehen, dass eine Tankstelle des PTK-Netzes in einem Zeitraum von 24 Stunden im Durchschnitt etwa 2000 US-Dollar Reingewinn erwirtschaftet. Pro Monat bedeutet das etwa 60.000 US-Dollar. Praktisch wurden daher monatlich Reingewinne in Millionenhöhe erwirtschaftet. Die täglichen Einnahmen wurden dann auf Konten der Hausbank der PTK, der “St. Petersburger Stadtbank“ eingezahlt. Eine große Konkurrenz zur PTK war das finnische Unternehmen „Neste“. Im September 1997 wurde Valerij Mandrykine, der Vizepräsident von „Neste“ in St. Petersburg erschossen. Und das obwohl es lange Zeit unter dem „Dach“ der Tambovskaja einigermaßen arbeiten konnte. Als es der Firmenleitung gelang, immerhin es war ein finnisches Unternehmen, sich vom „Dach“ zu befreien, folgte die Antwort.

Kennzeichnend für weitere Entwicklung innerhalb der “Tambovskaja“ war überhaupt die Tatsache, dass in der Zeit von 1995 bis 2002 selbst einzelne Führungskräfte der Tambovskaja “eliminiert“ wurden, ein anderer Teil sich systematisch eine “legale Geschäftsbasis“ aufbaute und wiederum andere sich ganz aus der Gruppe zurückzogen. Mit ein Grund war eine lang anhaltende Mordserie, die in den Jahren 1997 und 1998 St. Petersburg zur „Hauptstadt der Kriminalität” gemacht hat.

Sie hing wiederum damit zusammen, dass die letzten internen Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Machtblöcken ausgetragen wurden und die letzten Säuberungen stattfanden. Und der Kreml hatte ein großes Interesse in St. Petersburg endlich für Ruhe zu sorgen. Der Weg dorthin war blutig.

Es begann mit der Ermordung des St. Petersburger Vizegouverneurs Michail Manewitsch. Er wurde im August 1997 in der Nähe vom Newski Prospekt in seinem Auto erschossen. Manewitsch war für die Privatisierung des Staatseigentums im Leningrader Gebiet zuständig. Einer seiner Mörder saß mit einem Gewehr auf dem Dachboden eines Hauses (das Szenario erinnert an die Ermordung Kennedys), an demManewitschs Wagen vorbeifuhr. Sechs Schüsse durch das Dach des Autos ließen dem Politiker keine Chance.

Im September 1998 wurde Jewgeni Agarjow, ein hoher Stadtbeamter, der für Friedhöfe, Badeanstalten und Friseursalons zuständig war, in seinem Haus in die Luft gesprengt. Und einen Monat später wurde, ebenfalls in seinem Haus, der im Erdölgeschäft tätige stadtbekannte Unternehmer und persönliche Freund des Dumavorsitzenden Selesnjow Dimitri Filimonow durch eine Bombe getötet. Im Oktober wurde auch auf Michail Oscherow, den Assistenten Selesnjows in St. Petersburg, ein Mordanschlag verübt. Wie Galina Starowoitowa wurde er in den Kopf geschossen, er hat aber überlebt. Galina Starowoitowa wurde am 20. November 1998 erschossen, als sie in ihre Wohnung gehen wollte. Die Ermordung der Dumaabgeordneten und Führerin der Partei „Demokratisches Russland“ erschütterte das Land.

Seit Ende der 90er Jahre wurde eine systematische und erfolgreiche Etablierung von Mitgliedern der “Tambovskaja“ in Industrie und Wirtschaft der Stadt St. Peterburg und des gesamten Umlandes durchgeführt. Dabei wurde strikt darauf geachtet, auf gesetzlicher Grundlage zu arbeiten, strafrechtlich belastete Personen wurden nicht mehr eingesetzt. Qualitativ neu war auch die Tatsache, dass erwirtschaftete finanzielle Mittel durch Firmen und Organisationen (der “Tambower“) in den Wirtschaftskreislauf wieder zurückgeführt wurden (im Gegensatz zur Praxis Anfang und Mitte der 90er Jahre, wo große Summen dieser Gelder ins Ausland “transferiert“ wurden).

Mitglieder“ der Führungsclique der “Tambovskaja“ hatten entsprechende Lobbyarbeit geleistet oder rückten durch ihre Aktivitäten und personellen Verstrickungen mit Mitarbeitern staatlicher Behörden in einflussreiche Positionen auf. Danach war alles geklärt. Engste Vertraute von Kumarin über einen längeren Zeitraum waren Mischa der “Ukrainer“ (“Chochol“) (Michael Gluchtschenko) und “Babuin“ (Valerij Ledowskij). Beide zeichneten bis zum Jahre 1999 für “Sicherungs- und Strafmaßnahmen verantwortlich. Kumarin selbst hat sich 1999 im Zuge seiner umfangreichen, legalen Geschäftsaktivitäten von nahezu allen “offen und direkt belasteten“ (strafrechtlich) kriminellen Personen in der Führungshierarchie der “Tambow“ distanziert. Gluchtschenko ist heute Abgeordneter der Duma der Russischen Föderation (für die Liberal-Demokratische Partei von Schirinowski). Wer ist dieser Abgeordnete. Das erzählte mir einer aus seiner Truppe: „Michail Gluschenkow ist ein wichtiger Mann der Tambow. Er ist eine Person, die den Leuten Angst einjagt. Bis 1992 war er sehr aggressiv. Er hatte immer zwei Leute aus Zentralasien um sich, die auf sein Wort hin ein Schaf oder auch einen Menschen schlachten konnten. Er war immer bewaffnet Neugierig war er und interessierte sich für alles Neue und Unbekannte, wenn es Macht oder Profit bringen konnte. Seine Idee war es: ‚Wir müssen International sein und uns in den Westen bewegen’. Geld war ihm gleichgültig. Das heißt nicht, da er das Geld nicht haben wollte. Sein Ziel war aber vielmehr die Erniedrigung. 1992 wurde auf ihn geschossen. Danach verlor er ein paar seiner ihm nahe stehenden Leute und er wurde ruhiger, war nicht mehr so wild. Für Außenstehende kann er sehr sympathisch sein. Aber was Autorität betrifft, spricht er nur mit Leuten, die ihm gleichgestellt sind.

In der kriminellen Welt hatten viele vor ihm Angst und Respekt. Er wiederum hat großen Respekt vor über ihn stehenden Autoritäten und über ihn stehenden Offizieren der Sicherheitsorgane. Alle anderen waren für ihn Müll. Er wusste zu bestimmten Gelegenheiten aus seiner Vergangenheit und von grausamen Erlebnissen zu erzählen und genoss fast fanatisch seinen Platz in der Tambow.“

Die “Tambower“ kontrollierten inzwischen fast vollständig den “Morskoi Torgowy Port“ (Handeishafen St. Peterburg), sowie die „Sewerno-sapadnoje Parochodstwo“ (Nord-Westliche Schifffahrtsgesellschaft), bedeutende Teile des Energieunternehmens “Lenenergo“, sowie etwa siebzig Prozent des gesamten Brennstoffmarktes von St. Petersburg. In der Leicht- und Fleischindustrie hatte sie quasi eine Monopolstellung erreicht. Sie verfügte zudem über ein umfangreiches Handelsnetz und private Klubs. Verankert ist sie außerdem im Bauwesen und im Immobiliengeschäft. Ein Beamter der RUOP, der Einheit zur Bekämpfung Organisierter Kriminalität, berichtet: „Die Analyse der Tätigkeit der “Tambower“ Gruppierung, ihre Methoden, insbesondere ihre ausgeprägten personellen Verflechtungen und Positionen in Wirtschaft und Behörden lassen den Schluss zu, dass sich die kriminelle Struktur zu einer Art “Schattenregierung“ entwickelten. Das würde bedeuten, dass sie der dominierende Faktor in der Stadt St.Petersburg geworden ist.

Ein Ergebnis davon war sicher, was Boris Gryslow im August 2001 beklagte, dass „über einhundert Firmen in St. Petersburg von der Tambow-Mafia kontrolliert werden und achtzig Prozent des gesamten Handels, der die wichtigsten Häfen der Region, einschließlich St. Petersburg gegenwärtig unter Mafiakontrolle“ stehen. Außerdem würden kriminelle Gruppen den Export von Rohstoffen sowie den Import von Alkohol und Tabak kontrollieren.“46

Und Yakov Gilinsky sagt düster: „Ich glaube, Russland ist im Augenblick eine kriminalisierte Gesellschaft und ein krimineller Staat.“

Gilinsky muss es wissen. Er ist in St. Petersburg einer der wenigen der versucht, Einblicke in die dort herrschenden kriminellen Strukturen zu geben. Der Professor, Vorsitzender des Institutes für Soziologie und abweichendes Verhalten der russischen Akademie für Wissenschaften, sowie Dekan der juristischen Fakultät der St. Petersburger internationalen Universität für Ökologie, Wirtschaft und Recht, führte seit 1993 eine kriminologische Studie über die Schwarzmarktwirtschaft und die organisierte Kriminalität in St. Petersburg durch. Er lebt in einem Hochhauskomplex am Rande von St. Petersburg in einer kleinen drei Zimmerwohnung. Sein Verdienst reicht gerade aus, um das Nötigste zu besorgen.

Bei seiner Forschungsarbeit beschrieben ihm seine Interviewpartner ihre Situation folgendermaßen: „Man kommt ohne illegale Geschäfte nicht aus“, „legale und illegale Methoden sind ineinander verzahnt“. Das bestätigten ihm auch führende Polizeioffiziere. „Die mittleren Geschäftsleute sind äußerst kriminalisiert… man muss für alles Bestechungsgelder zahlen… die Schulden müssen eingetrieben werden, indem man Gewalt anwendet… man kann nicht Steuerprüfungen abwickeln, ohne Bestechungsgelder zu bezahlen… Mafiosi können unter den Vorstandsmitgliedern von Banken angetroffen werden“. Und so weiter. Gilinsky listete danach auf wie die Tätigkeiten aussehen, die von der Banditen in den Banken selbst verübt werden: „Bankmaschenschaften, fiktive Transaktionen im Immobiliensektor, Autodiebstähle –und Wiederverkäufe, illegale Exporte von nicht eisenhaltigen Metallen, Schwarzmarkt-Transaktionen mit „humanitärer Hilfe.“, Produktion und Schmuggel von schwarz produziertem Alkohol, Waffenhandel, Geldfälschungen, Agenturen, die sexuelle Leistungen anbieten, Drogengeschäfte.“49

Fazit des Wissenschaftlers: „In Russland gibt es keine legale Wirtschaft mehr“. Und er fügte dann hinzu: „Wenn wir alle Verbrecher einsperren, bricht die Wirtschaft zusammen.“

Denn seit Anfang der neunziger Jahre haben kriminelle Organisationen erfolgreich die „legale Wirtschaft unterwandert“, so Yakov Kostjukowski, Mitarbeiter von Gilinsky und auch ein Kenner der organisierten Kriminalitätin St. Petersburg. „Das Lösen von Problemen mit Gewalt ist auch in den legalen Betrieben zur Regel geworden.“ Das ist unter anderem Putins Vermächtnis in Sankt Petersburg an das man noch einmal erinnern sollte.

Veröffentlicht: May 1st, 2014 · Autor: Jürgen Roth · Kategorie: Organisierte Kriminalität, Politische “Eliten””

http://www.juergen-roth.com/blog/uber-das-symbiotische-beziehung-von-politik-wladimir-putin-und-die-sankt-petersburger-mafia/

Goodnight März 4, 2015 um 08:10

@morph

Über die Oberschicht hatte ich schon geschrieben:

Sie operiert über nichtweltlich/weltlich, d.h. sie grenzt sich von weltlichen Problemen konsequent ab. Und zwar aktiv in ihrer Kommunikation. D.h. jede Kommunikation über weltliche Probleme ist in der Oberschicht tabu und outet den Operator als weltlichen nicht-Obeschichtler.
Konkret redet man in der Oberschicht niemals über Geld, Politik, Liebe, Sex, körperliche Gebrechen etc. Man kommuniziert über Kunst, Kultur, Sport, Reisen, Design, etc. Zudem wird niemals geklagt, gejammert oder geschimpft sondern man bleibt immer positiv und unterhaltsam. D.h. das Dasein ist vom “realen Leben” entkoppelt. Ansonsten wäre es keine Oberschicht.
Das kann alles sehr anstrengend sein, insbesondere, da auch Menschen in der Oberschicht Probleme mit Geld, liebe, Sex, Körper etc. haben. Nur niemals darüber reden können.

Whatever, ich muss jetzt leider arbeiten, da ich Geld brauche … ich Weltlicher.

“Newton’s third law. You’ve got to leave something behind.”
(Interstellar)

Systemfrager März 4, 2015 um 08:13

In Russland gibt es keine kriminellen Oligarchen?

Natürlich sind die russischen Oligarchen nicht anders entstanden wie überall. Ich habe keine Ahnung, alber ich glaube nicht, dass zB Putin ärmer als Nemzow ist. Der Unterschied ist:
Nemzow, in seinem Charakter über Leichen zu gehen, wollte an die Macht, indem er aus Russen neue amerikanische Indiander machen würde. Putin will ein selbstständiges, starkes Russland, und zwar auch ohne den westlichen Armut.
Das ist der Unterschied.
Und die Russen erkennen ihn.
Das reicht.

The Real Slim Shady März 4, 2015 um 08:16

>Also stimmt das, was dein Kumpel Goodnight so über dich rumerzählt?

Alles was Goodnight erzählt stimmt. Alles was ich erzähle ist gelogen.

Systemfrager März 4, 2015 um 08:29

Und Yakov Gilinsky sagt düster: „Ich glaube, Russland ist im Augenblick eine kriminalisierte Gesellschaft und ein krimineller Staat.“

Ohne diese Kriminellen wäre heute Russland in den Händen der westlichen Kriminellen.
Und noch etwas.
Die neoliberalen Reformen Geidar … Nemzow … haben Russland so zugerichtet, wie WK2 … Als der Staat kollabierte, was gewollt wurde, damit das Russland von Westen übernommen wird, haben die Kriminellen eine gewisse Ordnung geschaffen
In der nächsten Stufe, die spontan folgen wird, werden die Kriminellen immer mehr Gesetze schaffen, weil auch sie wollen eine Sicherheit haben …
Insoweit ist alles nur Schwachsinn was über die “korrumpierte Putin-System” geschreiben wird … es ist alles nur ein Mittel, aus Russen neue amerikanische Indianer zu machen

Bogus März 4, 2015 um 08:38

TRS Strobl
“Alles was ich erzähle ist gelogen.”
Na, daran hatte ich ohnehin keinen Zweifel.

Wilm März 4, 2015 um 08:39

@ BB1

In Russland gibt es keine kriminellen Oligarchen? LOL. Russland verfolgt im Kaukasus auch keine aggressive Geopolitik. Russen können keine Imperialisten sein, weil Antifa. In Moskau regieren lupenreine Demokraten und unfrei sind wir hier im Westen.

Es lebe der Placebo Effekt !!!!?

Ps.: wirkt aber nur bei extremen Schwachmaten wie Dir.

@ Wilma

” Mäuschen spielen sollte man dann aber auch bei der Antifa.

Da kämen bestimmt ebenso interessante Äußerungen, die besser nicht gedruckt werden.”

Seit dem Anschluss sind durch die linksradikale Spasten von der Antifa 0 Menschen ermordet wurden und durch rechtsradikale Spasten 175. Besser etwas Geld in gute Sachbücher investieren, als in die Lippen Deiner Tochter?!

@ Systemfrager

“Putin will ein selbstständiges, starkes Russland, und zwar auch ohne den westlichen Armut.”

Du bist bizarrerweise der Beweis, dass der Placebo-Effekt auch funktioniert , wenn der Patient weiß, dass das ein Placebo ist.

@ Keynesianer

“Mal wieder links gegen rechts statt unten gegen oben?

Die kleinen Leute sind die Gefahr?”

Nicht wenige Alibabas gehören auch zu den kleinen Leuten. Kannst du es nach voll ziehen, dass diese Menschen es als Gefahr empfinden, wenn der selbsternannte deutsche Widerstand, Brandbomben ins Schlafzimmer wirft? Der NSU hat ausnahmslos, “kleine Leute ” gekillt. Aber das es dir nur um Ideologie geht und nicht um die Menschen, hast du beim Thema IS schon zu genüge bewiesen.

https://www.flickr.com/photos/7527334@N05/3915761849/in/photolist-6Y2izk-esaTVW-esaY7A-esaHXw-esaRhf-esaFPY-esaNrb-esbKhU-esbCJ1-esb8ro-esbpEJ-esbhNY-esbH7S-esbVJj-esbab1-esbbSw-esb11u-esbQ3W-esbML1-esbd6o-esbezq-esb3AU-esbkMA-esbuTQ-esbAcE-N5YET-N5YER-N5YEn-N5YEH-N5YEP-LVNCv-esbXbW-esaW7S-esbrC1-esbSNN-esbFm3-esbZUm-esb6KC-eTC7oS-eTqGkg-eTqGMF-eTqGrV-eTC7vS-eTqGUk-er2dX4-mGpTJi-mGsJou-eTqGe4-eTC6Y3-esa8Zf

Morph März 4, 2015 um 08:47

@trss

“Eitelkeit scheint mir da völlig ausreichend.”

Eitel wäre, wenn er die Medienbühne suchen würde. Und Eitelkeit wäre ohnehin nur ein Seitenmotiv. Denn mit Eitelkeit kann man vieles werden: Frisör, Twitter-Favstar, Fitnessmodel. Aber nur mit Eitelkeit wird man gar nichts.

Systemfrager März 4, 2015 um 08:51

@Wilm
Placebo Effekt!
Wie gelehrsam das klingt. Bist du ein Weiser?
Nein:
Ein einfacher Russe hat keine Ahnung was Placebo Effekt ist. Er ist so dumm, dass er nur vergleichen kann:
- Wie lebte er in Geidar-Nemzow Zeiten der Reformen: “Demokratie” und “Freiheit”
- Wie lebt er in der “Putin-Diktatur”
Und er schenkt Putin 85% Vertrauen.
Was für ein dummer slawischer Untrermensch!

Wilm März 4, 2015 um 08:56

@ Manfred Peters

Die virtuelle Wiederauferstehung von Karl-Eduard von Schnitzler. Der Westen ist verlogen, dekadent, aggressiv, verbrecherisch …. einfach die Hölle auf Erden. UND DU MEINST DAS ALLES ERNST!

https://www.youtube.com/watch?v=OyF0bgRAOp8

@ merle

Wenn Legida demonstriert, sind deren Gegner 3 bis 4 mal so viele. Leipzig ist noch lange nicht so rot-braun versifft wie Dresden.

Wilm März 4, 2015 um 09:08

Zur seltsamem Gedankenwelt linker Putin-Versteher:

“In der Ukraine hat eine politisch heterogene Protestbewegung, in der die vielbeschworenen Rechten eine Minderheit waren und deren geringer gesellschaftlicher Rückhalt in den ukrainischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen offenbar wurde, ein autoritäres Regime gestürzt, dessen Führer sich schamlos selbst bereichert hatten. Putin legitimierte die militärische Intervention in Russlands Nachbarland mit völkisch-nationalen Argumenten und tut alles, um eine demokratische Entwicklung sowohl in der Ukraine als auch in Russland zu verhindern. Für Linke, so müsste man meinen, gäbe es in der Ukraine einiges zu entdecken, in Russland derzeit eher wenig.”

http://www.klett-cotta.de/ausgabe/MERKUR_Heft_03_M%C3%A4rz_2015/58816?bereich_subnavi=zusammenfassung&artikel_id=59551

peewit März 4, 2015 um 09:13

@Sytemfrager

Was für ein dummer slawischer Untrermensch!

Du meinst, er verdient nichts besseres als Putin? Ach, komm!
Was würde wohl Adam Smith dazu sagen? Von Hobbes ganz zu schweigen. Und Machiavelli erst. Mein lieber Mann.

Systemfrager März 4, 2015 um 09:25

Du meinst, er verdient nichts besseres als Putin?

Ich meine nur, den Westen verdient niemand, nicht einmal der Westen.

peewit März 4, 2015 um 09:31

@Systemfrager

Ich meine nur, den Westen verdient niemand, nicht einmal der Westen.

Was ist der Westen? Freiheit, Demokratie? Stimmt natürlich, die muss man sich erst einmal verdienen. Die bekommt man nicht geschenkt.

Systemfrager März 4, 2015 um 09:36

Die Freiheit, Demokratie bekommt man nicht geschenkt.

Die wird duch USlamisten gebracht, indem man eine Volk aus der Luft (mit uranhaltigen Geschossen) zerbomt, durch vom Westen organisierten Putsch, mit Hilfe der Fünften Kolonne.
Das sind die schon längst bewährten Rezepte der Demokratie und Freiheit.

Klaus Jarchow März 4, 2015 um 09:38

Endlich begreife ich den ‘Systemfrager’: Vladimir Putin sei von der Liebe des Volkes an die Macht getragen worden. Gut, dass er mich aufklärt …

Systemfrager März 4, 2015 um 09:40

Gut, dass er mich aufklärt …

Nein, dir kann niemand was erklären. Und mach dich bitte nicht so wichtig, ich würde wollen dir etwas zu erklären

Systemfrager März 4, 2015 um 09:46

Nach dem Zusammebruch des Kommunismus wird es zwei Arten der Länder bleiben:
- Diejenigen die mit Russland bleiben, die werden sich industrialisieren und entwickeln
- Diejenigen in der EU: Das werden die Länder der Reservearmee für den Westen sein: Kloputzer, Bauarbeiter, Spargelstecher – im besten Fall Fließbandarbeiter.
:)

Systemfrager März 4, 2015 um 09:48

Das eine solche EU überleben wird: Das können nur EUSlamisten glauben, aber vielleicht nur die dümmsten unter ihnen

Wilm März 4, 2015 um 09:48

Ukraine, Russland und die EU

“Die Annexion der Krim im März 2014 und der hybride Krieg gegen die Ukraine waren die Antwort der russischen Führung auf die Revolution auf dem Maidan. Eine harte Bewährungsprobe für die Europäische Union. Ein Jahr nach der Krim-Annexion und wenige Wochen nach der brüchigen zweiten Minsker Vereinbarung fand in Berlin eine internationale Ukraine-Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Expertinnen und Experten aus Europa und den USA haben die mögliche Antwort Europas auf die russische Intervention in der Ukraine analysiert und diskutiert, darunter Timothy Snyder und Bernard Kouchner. Wir fragen Stefan Meister vom Zentrum für Mittel- und Osteuropa der Robert-Bosch-Stiftung unter anderem, welche Fehler Europa im Umgang mit der Ukraine gemacht hat. ”

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=49783

@ Natalius

“Rechts bin ich auch nicht, sondern eher so etwas wie “quer” (Querulant, Querdenker, Querfront etc.).”

Auf ein Gläschen gequirltes Uriella Wässerchen.

Systemfrager März 4, 2015 um 09:52

@fl
Danke, dass sie mich nicht löschen.
Michel bekommt ein bisschen Einblick, wie die Diskussionen in den exkomm. Länder verlaufen.
Was Michel in den Medien bekommt, dass ist eine Propaganda, die schlimmer ist als die in Adolf Zeiten
PS
Es kann nur gut sein, wenn ein Volk die Wahrheit erfährt, wie die anderen über es sprechen.
(Adam Smith würde sagen: Nur so kann ein Mensch moralisch und vernünftig werden – seine Sympathei als die Methode.)

peewit März 4, 2015 um 10:00

@Systremfrager

Michel bekommt ein bisschen Einblick, wie die Diskussionen in den exkomm. Länder verlaufen.

Das meinst du im Ernst, oder? Mein Lieber, du leistest von allen hier Schreibenden die überzeugendste Propaganda für den “Westen”. Wer dich zum Freund hat, na du weißt schon…

Wilm März 4, 2015 um 10:02

@ Systemfrager

“Nach dem Zusammebruch des Kommunismus wird es zwei Arten der Länder bleiben:
- Diejenigen die mit Russland bleiben, die werden sich industrialisieren und entwickeln
- Diejenigen in der EU: Das werden die Länder der Reservearmee für den Westen sein: Kloputzer, Bauarbeiter, Spargelstecher – im besten Fall Fließbandarbeiter.”

Putin steht für Big Business und nicht für Mittelschicht und Gewerbetreibende.

Wilm März 4, 2015 um 10:16

Anne Applebaum und was der Westen falsch macht:

“Eigentlich hatten alle US-Regierungen seit George Bush dem Älteren dieselbe Herangehensweise: Sie dachten, wenn man mit den Russen nur auf die richtige Weise redet und sie in westliche Institutionen einlädt, wird man sie zivilisieren. Doch das Gegenteil geschah: Während der letzten 15 Jahre gab es dort eine Art Gegenrevolution. Nun wird das Land von einer Clique früherer KGB-Leuten regiert. Der Fehler aller amerikanischen und auch der meisten europäischen Politiker war es, dies nicht früher erkannt zu haben. Nun haben Obama und seine europäischen Partner jeden Schritt sechs Monate zu spät gemacht.”

http://bazonline.ch/ausland/europa/Russland-will-einen-neuen-Kalten-Krieg-/story/27054194

Systemfrager März 4, 2015 um 10:19

Putin steht für Big Business und nicht für Mittelschicht und Gewerbetreibende

Ich diskutiere nicht mit denen, die aus den weestlichen Medein besser wissen wie es in Russland vor sich geht, als die Russen selbst … Und auch deine ökonomische Ausbildung ist sehr neoliberal vergiftet

Die Erfahrungen der ehemaligen kommunistischen Länder bei ihrem Übergang – der so genannten Transition – zum Marktwirtschaften, haben ebenso wenig die von den Liberalen favorisierten Rezepte der Schocktherapie bestätigt. Vor allem Russland, das die neoliberale Doktrin des schwachen Staates so leichtsinnig übernommen hat wie vor einem Jahrhundert die marxistische, ist in ein gewaltiges Desaster geraten. „Russland erlitt größere volkswirtschaftliche Verluste – gemessen am Rückgang des BIP – als während des Zweiten Weltkriegs.“ Hat Russland nach diesem Krieg in weniger als einem Jahrzehnt das vorige ökonomische Niveau erreicht, wird der Wideraufbau jetzt zumindest doppelt so lange dauern. Neben dem kolonialen Indien ist somit das neue Russland zum zweiten gigantischen Denkmal liberalen Misserfolgs geworden. Alles zusammen genommen ist die Bilanz der ehemaligen kommunistischen Länder nach anderthalb Jahrzehnten des Experimentierens mit dem Liberalismus negativ. Abgesehen von wenigen Superreichen geht es den Menschen kaum besser als früher, vielen aber schlechter. Was enorm zugenommen hat, sind Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Prostitution. „Lebten in den ehemaligen Ostblockstaaten 1986 vier Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze, sind es heute schon 120 Millionen.“ Und diese Menschen fragen sich immer lauter, worin die Freiheit eines Arbeitslosen oder eines Arbeitnehmers, der tagtäglich um seine Arbeit bangen muss, bestehen kann. „Der neuen Ordnung fehlt es immer noch an Akzeptanz. Wenn ein Aufstand gegen sie bisher ausgeblieben ist, so ist dies wohl eher dem Mangel an Alternativen zu verdanken – und der Angst vor dem Gespenst der Gewalt, von der die Vergangenheit so tief geprägt war.“ Klarer Sieger scheint jedoch China zu sein, das offensichtlich die paternalistische Marktwirtschaft seiner erfolgreichen Nachbarn fleißig kopiert, aber nicht mit dem konfuzianischen, sondern mit dem marxistischen Ethos. War das Bruttosozialprodukt von China und der Sowjetunion unmittelbar vor dem Zusammenbruch des Kommunismus (1989) etwa gleich, so stand China, nach nur einem Jahrzehnt, fünf mal besser da. Sein Bruttosozialprodukt hat sich nämlich mehr als verdoppelt und das von Russland mehr als halbiert.

Schon diese wenigen Beispiele bezeugen die abstoßende Einseitigkeit der liberalen Theorie und ihrer doktrinären Blindheit gegenüber den allgegenwärtigen Tatsachen. „Die Geschichte der Marktregulierung gibt kaum Anlaß zu der Behauptung, der Einsatz der Staatsgewalt hätte irgendeinen Wirtschaftssektor Šzerstört‹, auf dem Ordnung zu schaffen sie berufen wurde. … In manchen kapitalistischen Volkswirtschaften ist die politische Maschine sehr mächtig; in anderen ist sie schwach. Das Versäumnis der radikalen Kapitalismustheorien ist, daß sie dieses Problem weder erklären – noch überhaupt in Betracht ziehen.“ Die Marktwirtschaft ist als ein so genanntes spontanes Gleichgewicht vieler mikroökonomischer Kräfte noch nirgendwo entstanden, und auf diese Weise wird sie auch langfristig nicht überleben können. Es war immer viel staatliche Macht im Spiel. Die historische Erfahrung zeigt genauso eindeutig, dass die sozialen Zugeständnisse des klassisch-liberalen Staates nicht allein durch kollektivistische Ideologien hervorgerufen worden sind, sondern es hat sich sehr oft um verzweifelte und erzwungene letzte Rettungsversuche der kollabierenden Marktwirtschaften gehandelt. Es war ein adliger Konservativer, Bismarck, der in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Deutschland die Renten- und Krankenversicherung einführte. „Der Glaube an die Harmonie der Interessen“, sagte er damals, „hat in der Geschichte bankrott gemacht. Gewiss kann der einzelne viel Gutes tun, aber die soziale Frage lösen kann nur der Staat“. Es war der Sohn eines britischen Herzogs, Churchill, der im Jahre 1911 die erste Arbeitsversicherung für alle aufbaute. Es war ein Patrizier, Präsident Roosevelt, der mit dem Wohlfahrtsstaat den amerikanischen Kapitalismus vor dem Kollaps bewahrte. Keiner von ihnen hätte so gehandelt, wenn er nicht um die Existenz des Kapitalismus gebangt hätte. Allen diesen großen konservativen Staatsmännern war klar geworden, dass soziale Zugeständnisse als Wiedergutmachung für die Sünden des Liberalismus nicht zu vermeiden waren. Eigentlich hat schon Adam Smith in aller Deutlichkeit davor gewarnt, dass die „Schicht der Arbeiter“ nicht nur verarmen, sondern unweigerlich auch in eine Lage von völliger geistiger Verwahrlosung geraten würde, „wenn der Staat nichts unternimmt, dies zu verhindern“. Er hat zwar nicht konkret erklärt, wie der Staat dies verhindern soll, dass aber der Markt dazu nie im Stande sei, daran hat er nicht im Geringsten gezweifelt.

Der Ökonom mit dem Hammer

Manfred Peters März 4, 2015 um 10:19

@ Wilm März 4, 2015 um 08:56
Schnitzler wurde auch Sudelede genannt und wenn Du die Diskussion mit “Tscharchoff” verstehend gelesen hättest, habe ich mich auf seine permanenten Sudeleien bezogen. Aber wie ich erfreut feststellen konnte, ist auch ein Schweinesortierer lernfähig; er kennt inzwischen nicht nur Güllefahrzeuge sondern sogar Straßenkehrmaschinen.
@ ”Der Westen ist verlogen, dekadent, aggressiv, verbrecherisch …. “
Wenn Du es so sagst, wird schon etwas Wahres daran sein. :-(
Übrigens, die Mauer wurde 1961 gebaut. Du solltest bei der Verlinkung von Quellen etwas sorgsamer sein. Die jungen Mitleser kommen hier sonst in den Wald.

Wilm März 4, 2015 um 10:24
Systemfrager März 4, 2015 um 10:34

@Wilm
1:
Du bist ein unveschänter Verleumder, nichts davon lässt sich beweisen
2:
Ich habe nachgezehlt. Es sind deutlich weniger als im Auftrag von CIA auf Maidan erschonnen wurden
3:
Geschweige denn, die Zahl der in dem Flugzeug, die im Auftrag von CIA die Ukrainer erchossen haben
4:
Wie viele CIA nur in den letzten Jahrzehnten in der Welt ermördet aht
5:
und viele Millionen, die durch die Verbreitung der “Demokratie” und “Freiheit” um Leben gekommen sind, die unendliche Armut usw

Bogus März 4, 2015 um 10:49

Wilm (ohne a)

Anne Applebaum sollte mehr Kochbücher schreiben!

Manfred Peters März 4, 2015 um 10:57

@ Bogus
Frau Apfelbaum ist offensichtlich ein Klon von Frau Fuck-Nudelmann und Wilm versteht sich als bestallter Pressesprecher beider hier, ersatzweise auch als Handelsvertreter von Scrollrädern. :-)

Bogus März 4, 2015 um 11:03

“Handelsvertreter von Scrollrädern”
Ja, mein Wischfinger ist auch schon ganz wund!

Keynesianer März 4, 2015 um 11:06

@Wilm

Der NSU hat ausnahmslos, “kleine Leute ” gekillt.

Du erwartest doch nicht im Ernst, dass ich auch nur ein Wort der offiziellen Geschichte von diesem “NSU” glaube?

Wilm März 4, 2015 um 11:13

@ Manfred Peters

“@ ”Der Westen ist verlogen, dekadent, aggressiv, verbrecherisch …. “
Wenn Du es so sagst, wird schon etwas Wahres daran sein.”

Ich bin im Westen geboren und leide nicht daran.

“Übrigens, die Mauer wurde 1961 gebaut. Du solltest bei der Verlinkung von Quellen etwas sorgsamer sein. Die jungen Mitleser kommen hier sonst in den Wald.”

Anti-Westler und Appeaser eben. Die nehmen nichts genau.

@ Systemfrager

Quintessenz deiner Aussage: es waren weniger politische Morde unter Putin und die CIA macht doch das selbe.

topi März 4, 2015 um 11:25

@ Morph

besser: “Malthus” Morph

“Ich bin einfach beeindruckt von Szenarien, die bekannte, empirisch bestens belegte Wachstumsraten in die Zukunft fortschreiben und Kipppunkte feststellen. Und zwar Kipppunkte, die unverfügbar sind. Bevölkerungswachstum. Ressourcenverbrauch. Das sind unverhandelbare Gegebenheiten.”

“unverhandelbar” war bspw. peak oil. Das flüssige Öl in leicht zugänglicher Lage hat lange gepeakt, und… es geht einfach weiter.
Tiefseeöl, Teersande, Fracking, durch gestiegene Ölpreise und verbesserte Technologien jetzt hebbar.

Und die gestiegenen Preise (das aktuelle Tief wird nicht sehr lange halten, wenn nicht die Weltwirtschaft insgesamt abschmiert) führen nicht dazu, dass alles zusammenbricht; sondern dass die Abhängigkeit von dem Rohstoff abnimmt, Ersatztechnologien gefunden werden, Energieeffizienz steigt.

Wie im Lehrbuch der neoklassischen Ressourcenökonomen. Da steht sehr viel Mist drin, wegen ideologischer Verblendung; so ist es dort egal, ob der Chemiefabrikant die Verschmutzungsrechte an einem See hat, oder die Anwohner die Sauberkeitsrechte, am Ende wird das Ergebnis gleich sein, und zwar im “Optimum” zwischen gewünschter ökologischer Qualität und wirtschaftlicher Aktivität bei implementiertem Umweltschutz. Dabei spielt die Zahlungsfähigkeit keine Rolle, natürlich eine unsinnige Behauptung, wie man weltweit auf Müllkippen etc. besichtigen kann.

Aber mir fällt kein Beispiel ein, bei dem die Substitution eines knappen Rohstoffs nicht gelungen ist; hast du denn etwas anzubieten, “Malthus” Morph, außer deinem Glauben?

Und je knapper (teurer) Rohstoffe werden, desto mehr werden Produktionsverfahren sinnvoll, bei denen sie sparsam eingesetzt aber auch leichter wiedergewonnen werden können. Das reduziert das Senken-Problem.

Bei freigesetzten Giftstoffen, die keine Wertstoffe darstellen, gilt diese betriebswirtschaftliche Logik nicht.

Womit wir beim Thema sind.

” Und wenn in da unvereinbare Entwicklungen kollidieren, werden sich die gesellschaftlichen Institutionen anpassen müssen, so oder so. Aber die traditionellen Vorstellungen und Konfliktdiskurse von Produktivitätswachstum und Verteilungsgerechtigkeit werden angesichts der absehbaren Problemstellungen aussehen wie aus heutiger Sicht die theologischen Diskurse des Mittelalters. Davon bin ich schon ziemlich überzeugt.”

Je stärker die betriebswirtschaftliche Logik als alleinseeligmachend gilt, desto weniger kann die Gesellschaft antworten auf solche Senkenprobleme finden.

Das ist wirklich nicht so schwer, oder?

“Mir ist das ganze Geldwesen einfach zu substanzlos. Die Musik spielt, glaube ich, woanders.”

Ja schmeißen wir es weg, das “ganze Geldwesen”, bzw. Unwesen.
Nur so wie es heute in der Gesellschaft und Ökonomie steht, mag es “substanzlos”, aber der mit Abstand wichtigste Einflussfaktor auf substanzliche Vorgänge sein.

Klaus Jarchow März 4, 2015 um 11:26

Systemfragers sportliche Bilanztechnik:

Putin: //// //// USA: //// //// ////

“Ich habe nachgezehlt. Es sind deutlich weniger als im Auftrag von CIA auf Maidan erschonnen wurden.”

Wilm März 4, 2015 um 11:31

@ Keynesianer

“Du erwartest doch nicht im Ernst, dass ich auch nur ein Wort der offiziellen Geschichte von diesem “NSU” glaube?”

Dann erzähl mir die inoffizielle Geschichte. Wenn die arbeitslosen, deutschen Lebensversager es nicht waren, die die erfolgreichen, nicht weißen Kleinunternehmer ermordet haben, wer war es dann?

@ Manfred Peters

“Frau Apfelbaum ist offensichtlich ein Klon von Frau Fuck-Nudelmann und Wilm versteht sich als bestallter Pressesprecher beider hier, ersatzweise auch als Handelsvertreter von Scrollrädern.”

Meine Frage an dich ist: Wer steckt hinter allem?

@ Bogus

“Ja, mein Wichsfinger ist auch schon ganz wund!”

Adblock Plus. Für ein Web ohne nervige Beschwichtigter.

Natalius März 4, 2015 um 11:35

@Wilm
“Auf ein Gläschen gequirltes Uriella Wässerchen.”
Richtig. Ein Prost auf den Placebo-Effekt.

Ansonsten, danke für das Einkopieren Roth’scher Beiträge, die hier durchaus informativ sind. Sie ergänzen sehr schön Krysmanski’s Beiträge zur Oligarchie des Westens. Ob die eine oder andere Form von Pathokratie humaner ist, hängt davon ab, wie man selbst zu oben gestellten Grundfragen steht, die sich auf Lüge, Wahrheit, Freiheit und Autorität beziehen.
http://www.wiesaussieht.de/2015/02/26/der-schreihals-bild-und-das-poesiealbum-des-journalismus/#comment-275873

Keynesianer März 4, 2015 um 11:45

@Wilm

Dann erzähl mir die inoffizielle Geschichte.

Die ist fast vollständig im Internet zu finden. Einfach suchen.

Wenn die arbeitslosen, deutschen Lebensversager es nicht waren, die die erfolgreichen, nicht weißen Kleinunternehmer ermordet haben, wer war es dann?

Dir scheint es an geistiger Reife zu fehlen. Das waren V-Leute, die von der Gegenseite ermordet wurden. Du bist natürlich so einfältig zu glauben, dass böse deutsche Dienste noch bösere Nazis unterstützt haben, damit die aus reiner Nazi-Mordlust unschuldige ausländische Dönerbrater ermorden. Und deswegen mussten die Dienste ihre Akten schreddern, oder: das glaubst Du doch noch brühwarm?

Meinetwegen kannst Du ja dumm sterben, aber bitte woanders.

Keynesianer März 4, 2015 um 11:47

Und überhaupt:

die arbeitslosen, deutschen Lebensversager

Wer bezahlt Dich denn so?

Morph März 4, 2015 um 11:55

@topi

““Malthus” Morph”

Ja, das haben wir hier ja immer mal wieder mit den immer gleichen Argumenten diskutiert. Und mit dem Stichwort ‘Malthus’ verscheuchen ökonomische Modellfetischisten wie Du sehr gern ökologisch motivierte Reflexionen von Wachstumsgrenzen als wären es lästige Fliegen.

Mir geht es nicht um eine malthusianische Ökonomie, wie gesagt, von Ökonomie habe ich ohnehin keine Ahnung. Mir geht es um die Realbedingungen, unter denen bestimmte Kategorien der Weltbeschreibung plausibel sind bzw. ihre Plausibilität verlieren, z.B. die Kategorie ‘Fortschritt’, welche das gesellschaftliche Selbstverständnis (und seine ökonomische Praxis!) seit dem 18 Jh. prägt, und zwar durch die Bank, da nehmen sich Liberale, Nationale und Sozialisten gar nichts.

Klar gibt’s technologische ‘Substitutionen’, wenn die Voraussetzungen einer bestimmten Technik nicht mehr gegeben sind, klar gibt’s soziale Anpassungen, wenn sich die Umstände ändern, klar spricht, rein ökonomisch betrachtet, nichts gegen die Möglichkeit eines unaufhörlichen Wirtschaftswachstums, klar ist es letztlich gleichgültig, ob Menschheitskatastrophen wie Gulag, Auschwitz, Hiroshima in Zeiten des allgemeinen Bevölkerungswachstums stattfinden oder in Zeiten der Stagnation oder gar des Rückgangs.

Ich frage mich nur, was passiert, wenn der technologische Fortschritt und das Wirtschaftswachstum nicht mehr als eine Verbesserung des Lebensalltags der Leute erlebt werden, gleichzeitig aber auch keine alternative Organisationsform der Gesellschaft erkennbar ist, die eine solche Verbesserung überzeugend in Aussicht stellt. Wenn also substanziell die Grenze des Fortschritts erreicht zu sein scheint. UND wenn dann auch noch Naturkatastrophen zunehmen.

Nun, wir werden es erleben…

Bogus März 4, 2015 um 11:58
Wilm März 4, 2015 um 12:05

Eine subjektive Zusammenfassung von 615 Kommentaren

Da gibt es zwei, die seit drei Tagen über die Abholtermine von gelben Säcken plaudern. Einer führt hier Selbstgespräche mit einem Fantasiewesen namens Schweinezüchter. Die beiden “sprechen” über Schweinemast und Klärschlamm. Beim Nazithema ist es deutsche Tradition, dass immer eine Trulla schreit:: “vergesst mir die Antifa nicht. Die Antifa ist genauso schlimm.” Ein Kommentator teilt uns mit: ” in Russland gibt es keine kriminellen Oligarchen”. Ein anderer sagt uns, dass das mit den politischen Morden nicht schlimm sei, weil die Amerikaner selber morden. Über Kochrezepte von Anne Applebaum möchte man lieber diskutieren, als über die Ukraine und es wird sich über die weibliche Mimik, das Lippenspiel von pubertierenden Töchtern ausgetauscht.

Wilm März 4, 2015 um 12:11

@ Bogus

“Wicht Wilm,
Mahlzeit!”

“Ja, mein Wichsfinger ist auch schon ganz wund!”

Gicht-Bogus-von-zu-viel ….

sol1 März 4, 2015 um 12:22

Geschweige denn, die Zahl der in dem Flugzeug, die im Auftrag von CIA die Ukrainer erchossen haben

***

Du erwartest doch nicht im Ernst, dass ich auch nur ein Wort der offiziellen Geschichte von diesem “NSU” glaube?

Und ewig dreht sich das Scrollrad über den VT-Müll…

Morph März 4, 2015 um 12:31

@topi

“Je stärker die betriebswirtschaftliche Logik als alleinseeligmachend gilt, desto weniger kann die Gesellschaft antworten auf solche Senkenprobleme finden. Das ist wirklich nicht so schwer, oder?”

Nein, das ist soweit einleuchtend und trifft eigentlich genau den Punkt, auf den ich hinaus will. Du musst nur Deinen Bedingungssatz “Je stärker die betriebswirtschaftliche Logik als alleinseeligmachend gilt, …” in seiner ganzen Brutalität Ernst nehmen. In der Tat, die betriebswirtschaftliche Logik ist dasjenige, was wirtschaftlich GILT, was wirtschaftliches Entscheiden alternativlos motiviert. Eine Entscheidung, die entgegen dieser Geltung optiert, ist wirtschaftlich (!) NICHT und NIEMALS zu rechtfertigen. Eine volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung ist ein rein akademisches Thema. Und natürlich informieren sich Wirtschaftsakteure auch über die gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und beziehen diese Informationen in ihre Entscheidungen ein. Aber wirtschaftliche Entscheidungen werden unbeschadet davon allein nach betriebswirtschaftlichem Kalkül gefällt. Und dieser Einsicht kann sich auch eine Wirtschafts-, Finanz- und Geldpolitik mit begrenzter (!) Reichweite nicht entziehen.

Daher halte ich es für sinnvoller, über die Fluchtlinien verschiedener Trends nachzudenken als über die Möglichkeiten einer vernünftigen gesamtwirtschaftlicher Steuerung. Man bekommt, wenn man mit Katastrophen rechnet, einfach anderes in den Blick als nur das ewig gleiche ‘Versagen’ der amtierenden Politik.

Insbesondere entgeht man dem desaströsen Fehlschluss, den schätzungsweise 90% des Kommentariats hier und anderswo begehen, nämlich eine unterdrückte Sache eo ipso für eine gute Sache zu halten. Die fallen einfach auf den modernen Emanzipationsmythos herein.

Keynesianer März 4, 2015 um 12:52

Mal ein Beispiel für den Einfluss der OK und warum manchmal die Dienste ihre V-Leute verlieren und sogar noch aus politischen Rücksichten (etwa als böse Nazis) verleumden lassen müssen, wozu sich die Antifa immer gerne einspannen lässt (neben ZEIT, SPIEGEL, SZ … wird ja gut honoriert aus diesen Kreisen):

Am 19. Dezember 2011, sieben Jahre nach dieser BND-Analyse, empfing Thaci, inzwischen ist er Ministerpräsident des Kosovo, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Und er freute sich: „Ich möchte mich bei Ihnen für Ihren Einsatz für die europäische Zukunft und der Zukunft der ganzen Region bedanken.“

Jetzt kontrollieren diese Lichtgestalten der westlichen Demokratie, mit offizieller Billigung auch der deutschen Bundesregierung, den gesamten Kleinstaat Kosovo, der von Sicherheitsbehörden als europäischer Mafiastaat beschrieben wird, in dem die Korruption Teil der politischen Kultur ist. Und die Politiker in Berlin und Brüssel hüllen sich in vornehmes Schweigen. Wahrscheinlich wird das Kosovo bald EU-Mitglied. Das passt.

http://www.juergen-roth.com/blog/die-dunkle-vergangenheit-des-premierministers-hashim-thaci-im-kosovo/

Klaus Jarchow März 4, 2015 um 12:56

Noch etwas zu ‘Systemfragers’ vergleichender Weltbetrachtung auf arithmetisch-lethaler Basis. Gleich zu Beginn seiner ersten Amtszeit hat der Putin mit geschätzten 80.000 Opfern – zumeist Zivilisten – sich durch den zweiten Tschetschenien-Krieg gemetzelt. Dagegen war der amerikanische Schorsch Dabbeljuh fast schon ein Waisenknabe … was ich sagen will: Der Putin hat sich keineswegs ‘gewandelt’, der war schon immer ein gewaltaffiner Zyniker.

Bogus März 4, 2015 um 13:06

Wilm, der Wicht der nicht lesen kann

“Gicht-Bogus-von-zu-viel ….”
Du glaubst wohl echt jeden Scheiß. Früher hat man den Kindern was von Rückenmarkschwund erzählt, wenn sie an sich rumgespielt haben. Ist es derzeit die Gicht?

Manfred Peters März 4, 2015 um 13:06

@ Wilm März 4, 2015 um 11:31

@ ”Meine Frage an dich ist: Wer steckt hinter allem?”
Kann ich nur mit einiger Gewissheit vermuten, hilft aber uns nicht weiter. Besonders, da Du offensichtlich zu den wechselnden Nick-Fabelwesen gehörst, die hier kurzzeitig auftauchen um nur zu provozieren und nicht einmal Gülle/Jauche von Klärschlamm unterscheiden können. :-(
Sonst noch: “Wird … ein amerikanischer Lkw -Konvoi (in der Ukraine) angehalten, muß Moskau angegriffen werden”!
Entschuldige, dass ich keine Werbung für Deinen Scrollrad-Vertrieb mache, der Spiegel-Beitrag könnte unverbohrten Geistern zumindest einen Hinweis geben, wer dahinter steckt. Den Hinweis zur Suche habe ich aus Deinen dämlichen bis gefährlichen Kommentaren erhalten, sozusagen ein Kollateralnutzen. ;-)
Muss ich noch schreiben, dass ich auf weitere Provokationen nicht mehr antworten werde?

Systemfrager März 4, 2015 um 13:08

Meine Nackenhaare stellen sich auf und mein Mistrauen wächst, wenn ich den TTIP-Befürwortern zuhöre.

Paul Krugman
Es gibt keine Begriffe in unseren Zeit die so verlogen und zynisch sind, keine die so viel Blut und Elend gebracht haben, wie die “Demokratie” und “Freiheit”.

Klaus Jarchow März 4, 2015 um 13:33

@ Systemfrager: Natürlich ist das so. China, Nordkorea, Russland, Zimbabwe, Kasachstan, Turkmenistan usw. – es gibt ja weltweit keine Despotie mehr, die noch mit den Begriffen ‘Diktatur’ und ‘Sklaverei’ durch die Weltgeschichte eiern würde, um damit auf Zuspruch zu hoffen.

“Paul Krugman
Es gibt keine Begriffe in unseren Zeit die so verlogen und zynisch sind, keine die so viel Blut und Elend gebracht haben, wie die “Demokratie” und “Freiheit”.

KommentatorX März 4, 2015 um 13:33

@Soldat Schwejk März 3, 2015 um 19:34
Fällt Dir auf, daß die von Dir angeführten Biografien wenig mit der von Varoufakis gemein haben? Jene (Barroso, Fischer, Cohn-Bendit etc.) waren in jungen Jahren Radikalinskis, als es chic und billig war, bevor sie dann ins Establishment aufstiegen und ihre alten Ideale um dieses Aufstiegs willen verrieten.
Varoufakis war schon längst Establishment, bevor er einen schwierigen Posten in einer progressiven Regierung annahm, den er für irgendeinen Aufstieg gewiß nicht mehr nötig hat.

Wer mit „Verrat“ argumentiert, begreift nicht, dass es sich um ein soziologisches Phänomen handelt. Die Individuen erleben sich nicht als „Verräter“.
Der Typ des flexiblen Menschen wechselt seine Identität entsprechend den institutionellen Kontexten (-> Marketing-Charakter).

Insofern macht es nicht den großen Unterschied, dass Varoufakis zuvor schon einen Professorenjob hatte. Er ist nicht der erste Professor, der in die Politik geht. Man denke beispielsweise aktuell an Bernd Lucke oder früher an Horst Ehmke oder Karl Schiller.

Es gibt die legendäre Club 2-Diskussion vom 13. Juni 1978 unter der Leitung von Günther Nenning mit Rudi Dutschke, Daniel Cohn-Bendit, Kurt Sontheimer und Matthias Walden. Sontheimer sagt dort, dass er nur ein „kleiner Professor“ sei.
(„Retro spezial 1968 Jahr des Aufstands“ bei YT)

Auch Varoufakis war vorher nur ein „kleiner Professor“, jetzt ist er ein international bekannter Politstar.

Es wird hier nicht die These vertreten werden, dass sich Tsirpas und Varoufakis (nur) nach Publicity streben und/oder sich persönlich bereichern wollen oder werden. Um das beurteilen zu können, müsste man diese Personen und deren Biographien näher kennen.
Unstrittig dürfte allerdings sein, dass dies heute der Normalfall bei Politikern ist, also die wahrscheinlichste Entwicklung. Was spricht dagegen, dass genau so laufen wird?

Die sind da in wahrlich keiner einfachen Situation, in einem kleinen peripheren Land der EU; sie müssen da quasi auf zwei Ebenen zugleich operieren, und sie haben dabei für keinen ihrer Schritte irgendein Handbuch. Aber @Kommentatorix maßt es sich natürlich prompt an, die aus seiner Schweiz heraus zu belehren, sie würden “einer falschen Strategie” folgen und nichts anderes sein wollen als Arzt am Krankenbett des Kapitalismus.

Das geht m. E. klar aus dem Text von Varoufakis hervor. Der ist konfus und widersprüchlich.

Fakt ist: Es ist noch nie gelungen, eine entwickelte kapitalistische Gesellschaft von innen her zu transformieren.

Dies müsste man thematisieren und die Gründe dafür analysieren. Warum geschieht es nicht?

Ohne theoretische Klarheit kann daraus nur eine linke Krisenpolitik des „muddling through” resultieren, also ein Weg, der bislang immer gescheitert ist und letztendlich der Wegbereiter für faschistische Diktaturen war. So wie bei der deutschen Sozialdemokratie.

Gerhard Stapelfeldt z. B. führt wichtige Gründe für das Scheitern aller Emanzipationsbewegungen im entwickelten Kapitalismus an.
http://www.conne-island.de/nf/171/27.html

—> “Ein Bürgertum mit bürgerlicher Kultur, welches diesen Namen verdient, existiert nicht mehr.”
Das braucht es auch alles gar nicht, schließlich existiert der bürgerliche Dünkel noch, wie Du immer mal wieder eindrucksvoll vorführst. Und der Dünkel ist doch das gestaltgebende Merkmal des Bürgers, so wie es der buschige Schwanz für das Eichhorn ist.

Für Dich als im „Arbeiter- und Bauernstaat“ Sozialisierter war „bürgerlich“ immer negativ konnotiert. „Bürgerlich“ waren die „Feinde des Sozialismus“.

Du kannst wie die meisten Leute nicht unterscheiden zwischen dem dünkelhaften egozentrischen Besitzbürger und seiner Variante als „Bildungsbürger“, jenem arrogant-narzisstischen Selbstdarsteller (hier im Blog gibt es einige Demonstrationsexemplare), und einem humanistisch gebildeten, emanzipatorischen Bürger, der sich als Citoyen fürs Gemeinwohl engagiert.

Um heute verstehen zu können, was emanzipatorische Bürgerlichkeit ausmachte und warum diese untergegangen ist, müsste man z. B. Christopher Caudwells Werke „Bürgerliche Illusion und Wirklichkeit“ und „Studien zu einer sterbenden Kultur“ gelesen haben. Aber wer kennt diese Bücher?

Wer weiß denn noch, was die bürgerliche Hochkultur kennzeichnete?

Heute wird das gesellschaftliche Leben von einer proletarisch-kleinbürgerlichen Mischkultur dominiert.

Und auch jene lächerlichen, lohnabhängigen Journalisten von der FAZ, die so gern Bürgerlichkeit für sich reklamieren, wissen doch gar nicht, was einen freien Bürger ausmacht. Sie sind keine freien Bürger, sondern subalterne Dienstleister und in ihnen ist auch kein einziger Funken von dem vorhanden, was den Geist der bürgerlichen Emanzipation charakterisierte.

Natalius März 4, 2015 um 13:40

@Morph März 4, 2015 um 00:47

“P.S. Das mit den … Außerirdischen: Vergiss es! Du bist da wirklich auf einem bekloppten Trip.”

Ob man dazu Alien, Engel, Teufel, Schutzengel, Dämon etc. sagt ist für den Durchschnittsmenschen schnurz. “Kosmische Hierarchie” wird in den sog. Religionswissenschaften noch nicht gelehrt. Früher sprach man vom Himmel und von Erscheinungen, heute nennen wir es Weltraum und Ufos. Es ist genau so wenig bekloppt und genau so real wie die Kirchensteuer. Einige von uns haben “Kontakt” – andere nicht. Hat sich nie etwas dran geändert.

Man hat Kirchen, Synagogen und Moscheen gebaut, um der Bedeutung von “Kontakt” materiellen Ausdruck zu geben und die Kontaktaufnahme selbst in Rituale zu giessen, deren Form und Inhalt von weltlichen Herrschern kontrolliert werden konnte. Die Säkularisierung diente dazu, Platz für eine neue, mächtige Religion zu schafften: Die Religion des Materialismus, deren Gott die Materie ist, und deren Hohepriester heute Wissenschaftler heissen. Gigantische Kirchen stehen etwa in Genf oder in Cape Canaveral.

Ich finde diese Religion super! Aber trotzdem ist mir klar, dass sie nicht vollständig ist: Der Geist bleibt bisher draussen, er muss aber wieder rein! Und das geschieht zur Zeit auch – massiv sogar. Einstein’s Absolutätsanspruch (er nannte es fälschlich Relativität) WIRD fallen. Wenn Einstein aber fällt, dann wird er butterweich fallen, so wie Newton fiel, als er durch Einstein “erweitert” wurde. Die Lichtgeschwindigkeit ist nur eine Grenze, wenn wir unsere Welt rein materiell verstehen. Meistens haben wir ja auch (scheinbar) jeden Grund dafür, das so zu sehen. Schliesslich funktioniert es ja, wenn wir uns selbst darauf reduzieren oder reduzieren lassen. Aber einige von uns sehen es inzwischen anders. Und die sind nicht unzufrieden damit.

Das Thema “Ufo bäh” ist daher nur Symptom einer allgemeinen Wahrnehmungsverengung, die der letztgenannten Religion entspringt. Wir SOLLEN das und anderes nicht sehen. Würden wir es nämlich tun, könnte “Kontakt” dazu führen, dass wir uns unserer Fesseln und unserer Herrscher bewusst werden, die für uns noch unsichtbar sind.

Keynesianer März 4, 2015 um 14:04

@KommentatorX

… und einem humanistisch gebildeten, emanzipatorischen Bürger, der sich als Citoyen fürs Gemeinwohl engagiert.

Wer sollte denn das in historischen Zeiten gewesen sein?

Der Schwager des preußischen Innenministers und sein Kumpan? :)

Wilm März 4, 2015 um 14:36

@ Bogus, die Gicht lässt uns virtuell halluzinieren

“Wilm, der Wicht der nicht lesen kann”

Korrekt. Du hast “Wischfinger” und nicht “Wichsfinger” geschrieben. Jedenfalls war da was wund bei dir. Korrekt. Ob nun offiziell vom wischen oder inoffiziell von was anderem, tut nichts zur Sache. WTF. Das ist ja immer noch der Thread über die Bild-Zeitung.

@ Manfred Peters

Mensch Manne, ob nun Gülle, Jauche oder Klärschlamm – ist mir schnulli. Jetzt sei kein Sorgenfresser. Es bleibt dabei: du machst weiterhin Werbung für meinen Scrollrad-Vertrieb und ich mach dir ein sexy Date mit Sarah Palin klar. Klar?

@ Keynesianer

” Wer bezahlt Dich denn so?”

Jedenfalls nicht die Habenichtse aus dem Osten. Mit Pseudowissenschaft und brauner Esoterik könnte auch gut Geld zu machen sein. Auch wir beide könnten ins Geschäft kommen. Wir könnten zusammen ordentlich VT-Zeug produzieren und das an ARTE und den BR (planetwissen) verticken. Deal?

“Dir scheint es an geistiger Reife zu fehlen. Das waren V-Leute, die von der Gegenseite ermordet wurden. Du bist natürlich so einfältig zu glauben, dass böse deutsche Dienste noch bösere Nazis unterstützt haben, damit die aus reiner Nazi-Mordlust unschuldige ausländische Dönerbrater ermorden. Und deswegen mussten die Dienste ihre Akten schreddern, oder: das glaubst Du doch noch brühwarm?”

Wir brauchen uns nicht gegenseitig zu agitieren. In diesem Fall glaube ich auch nicht an die Staatsversion. Mich haben oben zwei Sachen gestört: 1. immer wenn es um Nazis geht, hast du garantiert eine, die die Kurve zur Antifa kriegt. Egal welche Nazithema – immer gehört die Antifa mitdiskutiert. 2. Nazis für ungefährlich zu erklären, bloß weil man selbst nicht zu deren potentiellen Zielen gehört.

topi März 4, 2015 um 14:45

Morph

“Nein, das ist soweit einleuchtend und trifft eigentlich genau den Punkt, auf den ich hinaus will. Du musst nur Deinen Bedingungssatz “Je stärker die betriebswirtschaftliche Logik als alleinseeligmachend gilt, …” in seiner ganzen Brutalität Ernst nehmen. In der Tat, die betriebswirtschaftliche Logik ist dasjenige, was wirtschaftlich GILT, was wirtschaftliches Entscheiden alternativlos motiviert. Eine Entscheidung, die entgegen dieser Geltung optiert, ist wirtschaftlich (!) NICHT und NIEMALS zu rechtfertigen. Eine volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung ist ein rein akademisches Thema.”

Nein.
Wirtschaftssubjekte operieren innerhalb vorgegebener Rahmen. Diese Rahmen werden seit Jahrtausenden gesetzt. Inwieweit in früheren Zeiten “volkswirtschaftliche” Überlegungen eine Rolle spielten, kann diskutiert werden. Letztlich geht es den Herrschenden um Absicherung ihrer Macht, klar; aber auch zum Ausbau der Macht gegenüber anderen Staaten o.ä., dafür reicht es eben nicht, Betriebswirtschaft Betriebswirtschaft sein zu lassen, man fällt schlicht hinter andere Staaten zurück.

In der Anfangsphase des Kapitalismus setzte die Entfesselung von mittelalterlichen Rahmen enorme Produktivkräfte frei, zusätzlicher Wohlstand, verteilbar auf die Herrschenden, die Unternehmen, die militärische Stärke, auch ein paar Krümel für die Arbeitenden wenn es sein musste (der Stabilität diente).

Aber das “Zeitalter der Produktion” liegt lange zurück.
Damals reichte es, ein gutes Produkt herzustellen, der Absatz war gesichert, auch die Gewinne. Die heftigen zyklischen Krisen konnte man glätten, musste man aber nicht zwingend.

Heute ist es weitgehend wumpe, ob du ein gutes Produkt herstellst, um erfolgreich zu sein auf dem Markt braucht es ganz andere Bedingungen.

Fordismus und Keynesianismus schufen Bedingungen für weiteres starkes Wachstum, durch “Wohlstand für viele”. Ohne staatliches Handeln im Sinne volkswirtschaftlicher Prosperität wäre die wirtschaftliche Entwicklung in den 50er, 60er und 70er Jahren weit geringer ausgefallen.

Auch die Kehrtwende mit der Durchsetzung des Neoliberalismus (in seiner hayek-dumpfen Form) wird volkswirtschaftlich begründet. Die Logik, geht es dem Unternehmer gut, geht es dem Unternehmen gut, geht es allen gut, ist zwar empirisch falsifiziert; wird aber als Lüge aufrecht gehalten. Muss man auch, wenn es um Mehrheiten geht.

Genau das beinhaltete doch die Schlagzeile auf den Konservativen Flagschiffen: Die Linke hatte doch recht. Gesamtwirtschaftlicher Wohlstand funktioniert nicht mit drastischer Einkommensspreizung, Punkt (die wenigen Gegenbeispiele beruhen alle auf spezifischen Besonderheiten).

” Und natürlich informieren sich Wirtschaftsakteure auch über die gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und beziehen diese Informationen in ihre Entscheidungen ein. Aber wirtschaftliche Entscheidungen werden unbeschadet davon allein nach betriebswirtschaftlichem Kalkül gefällt.”

Ja natürlich entscheidet der Unternehmer ökonomisch; nur ist dafür der herrschende rahmen entscheidend, da sind die Konzerne extrem flexibel: kämpfen wie verrückt um politische Änderungen, und haben Pläne für alle möglichen Entscheidungen längst ausgearbeitet. (man sieht gelegentlich, wie die Politik noch für “ihre” Unternehmen kämpft, die schon längst weiter gezogen sind)

“Und dieser Einsicht kann sich auch eine Wirtschafts-, Finanz- und Geldpolitik mit begrenzter (!) Reichweite nicht entziehen.”

TINA TINA TINA.

Deshalb mussten alle in den Euro.

Außer die, die nicht rein mussten. :roll:

Wie immer: hinter der eigenen Währung bleiben die meisten Politikmöglichkeiten auch in der durchglobalisierten Welt schlicht und einfach: möglich.

“Daher halte ich es für sinnvoller, über die Fluchtlinien verschiedener Trends nachzudenken als über die Möglichkeiten einer vernünftigen gesamtwirtschaftlicher Steuerung. Man bekommt, wenn man mit Katastrophen rechnet, einfach anderes in den Blick als nur das ewig gleiche ‘Versagen’ der amtierenden Politik.”

Denk doch.
Und wende deinen Blick nach Island. Ein völlig unmöglicher Vorgang, nach deinen AUsführungen, was dort geschehen ist.

Wilma März 4, 2015 um 14:46

Aha, @Wilm der edle Ritter, der hier nach @merles Beitrag
wild um sich schlägt.

Andreas Kreuz März 4, 2015 um 14:53

Ja – Gottchen,
wie dünn muss die Kruste sein,
wenn hier inzwischen so viele kleine Jauche-Quellen sprudeln.

Da wilm an sich schnell die Nase zu halten…

Natalius März 4, 2015 um 14:57

PS: (@Morph)

Dein Begriff “Speziezismus” (Anthropozentrismus) hat zwei Aspekte:
(a) die Art und Weise wie wir mit anderen Spezies umgehen, die wir als Nahrung oder Nutzform betrachten.
(b) die Art und Weise wie wir von anderen Spezies behandelt werden, die uns als Nahrung oder Nutzform betrachten.

Korporationen können als “Superorganismen aus Menschen als Zellen” (oder in Glattfelder und Vitali’s Terminologie “Superentitäten”) gesehen werden. Aber Korporationen sind keine Spezies sondern wie der Schleimpilz Dictyostelia Aggregationsformen. Mit Option (b) meine ich daher Existenzformen, die uns weit überlegen sind. So weit, dass wir sie nur in Ausnahmefällen wahrnehmen können. So wie etwa Tiere, die in einem vollautomatisierten Tierstall aufgezogen werden, nur in Ausnahmefällen mit Menschen Kontakt haben.

KommentatorX März 4, 2015 um 15:01

@Keynesianer März 4, 2015 um 14:04
>>>… und einem humanistisch gebildeten, emanzipatorischen Bürger, der sich als Citoyen fürs Gemeinwohl engagiert.>>>
Wer sollte denn das in historischen Zeiten gewesen sein?

Ich vermute, Ihre Frage ist ernst gemeint und Sie wissen es wirklich nicht.

Morph März 4, 2015 um 15:13

@topi

Weißt Du, nicht ich bin in der Begründungspflicht, zu zeigen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Europa ohne die Einführung des € sozialverträglicher gelaufen wäre und nach einer Rückkehr zu nationalen Währungen wieder sozialverträglicher laufen würde. Ich habe da meine laienhaften Zweifel.

Und mich überzeugt Deine modelltheoretische Politik im Konjunktiv nicht, denn sie ignoriert, wie das real existierende Institutionengefüge funktioniert, wie es auf die betriebswirtschaftlichen Interessen der faktischen Akteure reagiert bzw. von denen funktionalisiert werden kann.

Die Entscheidungen von Wirtschaftsorganisationen (Banken, Konzernen) sind heute weniger durch die Entscheidungen von politischen Organisationn (Parteien, Regierungen) konditioniert als umgekehrt.

Wie gesagt, man kann diese simple Tatsache ignorieren, ich sehe aber nicht, wozu das gut sein soll. Oder anders gesagt: Wenn es Dir mit Deinen Überzeugungen Ernst ist, dann solltest Du Dich um einpolitisches Amt bemühen! Im long tail of the internet herumzuschimpfen, dass sich die Wirklichkeit nicht nach den Empfehlungen irgendwelcher hübschen Theoriemodelle verhält, ist läppisch.

Wilm März 4, 2015 um 15:17

Mein lieber @ Natalius, der ist für dich:

Schlager für Verschwörungstheoretiker

https://www.youtube.com/watch?v=0cWoSADvt2M

Parole des Tages: Die Sonne ist kalt.

Muss noch schnell meine Zähne putzen. Natürlich nur mit einer Zahnkreme ohne Flur und dann nichts wie weg. Ein Date mit einer Mossad-Agentin ist für 19.00 h terminiert. Auf dem Weg dahin muss ich noch meine Kohle in der amerikanischen Botschaft abholen.

@ Wilma

“Aha, @Wilm der edle Ritter, der hier nach @merles Beitrag
wild um sich schlägt.”

Den gibt es nicht, alles von den Amerikanern kontrolliert.

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 15:35

@ Wilm —> “Über Kochrezepte von Anne Applebaum möchte man lieber diskutieren, als über die Ukraine” …etc. …

Die Ukraine ist hier über Wochen und Monate rauf und runter diskutiert worden. Dies hier war eigentlich ein Faden über Griechenland und die “Bild”.

Daß Rußland heute noch unter dem Erbe der kriminellen Wirtschaftstransformation der 90-er Jahre leidet, ist unbestritten, und daß Putin da in seiner Petersburger Zeit unter Sobtschak einige Innenansichten erhalten haben dürfte, kann auch angenommen werden. Dein erster Link, wo es um Deripaskas Aluminiumimperium geht, zeigt ja aber gerade, wie mit informellen Deals, sozusagen Zuckerbrot und Peitsche, versucht wird, jene kriminellen Tycoons zumindest von den Schalthebeln der russischen Wirtschaft zu verdrängen.

Völlig absurd wird es, wenn die heutige Situation in der Ukraine irgendwie als positive Alternative zu Rußland dargestellt wird. Während sich das in Rußland vielleicht als eine Art Gleichgewicht von kriminellen Günstlingskapitalisten und Staatsmacht darstellen läßt, gibt es in der UA von jeher einen destruktiven Kampf verschiedener Oligarchenfraktionen gegeneinander, der auch auf der politischen Bühne ausgetragen wird. Und im Zuge des Umsturzes 2013/2014 sind dort die übelsten mafiakapitalistischen Elemente nach oben gespült worden; wie es Tatjana Montian sagte: Eine Regierung von Dieben ist verjagt worden, und eine Regierung von Mördern wurde eingesetzt.

Daß russische Akteure in der UA wirtschaftliche Interessen haben, ist eine Banalität. Daß die russische Ukraine-Politik von “national-völkischen” Motiven bestimmt sei, ist dagegen Blödsinn.

Das benachbarte russische Gebiet Rostow war auch ein Bergbaugebiet, dort wurden die Gruben fast alle stillgelegt, während sie im ukrainischen Donbass vom Staat subventioniert werden. Die ganze russische Haltung im ukrainischen Bürgerkrieg läßt erkennen, daß sie sich durchaus nicht den Donbass einverleiben wollen, weil sie dann dort entweder die Kohleindustrie weitersubventionieren oder die Gruben wie in Rostow schließen müßten. Bei letzterem würden sie sich die Bevölkerung zu Feinden machen. Alles läuft darauf hinaus, daß RU einen Verbleib des Donbass im ukrainischen Staat bei weitgehender Autonomie anstrebt, plus eine Teilrevision des EU-UA-Assoziierungsabkommens, sofern es russische Interessen tangiert.

Da Tschetschenien auch eingeworfen wurde: Es ist erstaunlich, wie hier damit argumentiert wird. Tschetschenien war ein Sezessionskonflikt, der in manchem dem Donbass-Konflikt vergleichbar ist. Das Vorgehen der russischen Armee in Tschetschenien war vergleichbar dem Vorgehen der ukrainischen Armee jetzt im Donbass. Wie man die russische Zentralmacht in Tschetschenien verteufeln, die ukrainische Zentralmacht im Donbass aber rechtfertigen kann, das ist nur mit einer russophoben Verblendung zu erklären. Außerdem gibt es bei allen Parallelen doch auch einen Unterschied: Tschetschenien hätte schon unter Dudajew eine ganz weitgehende Autonomie in der Russischen Föderation haben können, Dudajew wollte aber die völlige Abspaltung. Wäre dem Donbass von Kiew beizeiten nur annähernd ein solcher Autonomiestatus (Föderationsvertrag mit dem Zentrum) angeboten worden wie seinerzeit einigen russischen Regionen, dann wäre es zu dem jetzigen Konflikt überhaupt nicht gekommen.

Weiter. Klar läßt sich das in Rußland mit der Machtvertikale als eine “defekte Demokratie” beschreiben, in der es keine richtige Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exekutive gibt. Es gibt keinen Grund, die Staatsordnung der Russischen Föderation als ein irgendwie überlegenes Modell darzustellen. Es gibt m.E. aber auch wenig Grund für eine ‘europäische’ Überheblichkeit. Wir haben keine solche Machtvertikale, aber eine richtige Gewaltenteilung haben wir auch nicht. Wenn man daran denkt, daß Gesetzentwürfe nicht im Parlament, sondern in der Ministerialbürokratie oder gleich in privaten Anwaltskanzleien formuliert werden. Auf der EU-Ebene haben wir ohnehin nur eine Pseudodemokratie, die mit dem Begriff “Defizit” sehr euphemistisch umschrieben ist. Nun, und das, was die “Troika” in ihrem Einflußbereich so exekutiert – und wie sie es tut -, das wäre selbst in Putins Rußland nicht möglich. Wir brauchen da nicht über “Demokratie” reden und uns hier aufs hohe Roß setzen. Es wäre hier in EU-Europa erst mal vor der eigenen Tür zu kehren, bevor man in Sachen “Demokratie” und so den Russen Vorträge halten will.

Überhaupt frage ich mich, was eigentlich der Unsinn soll, daß jeder Faden hier zunehmend von irgendwelchen Blödmännern mit einem beständigen Putin-Gerede zugekleistert wird. So als wolle man von der Zerstörung von Demokratie und Sozialstaat in Europa und von unserem Günstlingskapitalismus dadurch ablenken, daß man fortwährend den bösen Teufel Wladimir an die Wand malt und von dessen Günstlingskapitalismus redet.

Also könntet Ihr ganzen Bekloppten & Behämmerten in den hinteren Bankreihen vielleicht mit dem Putin-Getröte erst dann weitermachen, wenn der Lehrer das Thema mal wieder drannimmt? Das wäre hilfreich.

Sven März 4, 2015 um 15:40

“Die Online-Deppen werden das entweder als persönliche Raffgier oder als Element einer Verschwörungstheorie deuten. Dass ein Politiker fleißig, guten Willens und im wohlverstandenen Sinne ehrgeizig sein könnte, ist dem Kommentariat offenkundig undenkbar.”

Und Bundestagsabgeordneter als Nebenberuf, falls man Zeit hat, aber auch nur dann?

Wilma März 4, 2015 um 16:29

Griechenland – BILD

Varoufakis – nix “kleiner Professor”. Er gehörte schon längst zum Establishment. Hat reich geheiratet.

“Hier entspannt sich der Minister mit seiner Frau, einer Installationskünstlerin aus wohlhabender Industriellenfamilie”
http://www.bild.de/politik/ausland/yanis-varoufakis/hier-entspannt-der-griechische-finanzminister-vom-schulden-stress-39962192.bild.html

Keynesianer März 4, 2015 um 16:30

@KommentatorX

Ich vermute, Ihre Frage ist ernst gemeint und Sie wissen es wirklich nicht.

Ja, mir fallen dazu nur die bekannten “Philanthropen” ein. Also die Räuberbarone in den USA, Verbrecher, die sich als große Wohltäter feiern ließen von ihrer gekauften Presse für ihre “Stiftungen”, die meist noch der Durchsetzung ihrer politischen Ziele dienten.

Wie wäre es mit einigen Namen? :)

Morph März 4, 2015 um 16:36

@Sven

Schon mal eine Parlamentsdebatte verfolgt?

Zu Steinbrück ganz aufschlussreich ist übrigens Nils Minkmars Reportage-Essay “Im Zirkus. Ein Jahr im Innersten der Politik”

KommentatorX März 4, 2015 um 16:46

@Wilma März 4, 2015 um 16:29
Varoufakis – nix “kleiner Professor”. Er gehörte schon längst zum Establishment. Hat reich geheiratet.
“Hier entspannt sich der Minister mit seiner Frau, einer Installationskünstlerin aus wohlhabender Industriellenfamilie”

Auf der kleinen Insel Ägina, 27 Kilometer vor Athen, besitzt Varoufakis’ zweite Ehefrau Danae Stratou (50) ein wunderschönes, 170 Quadratmeter großes Designer-Ferienhaus, entworfen von dem in Griechenland bekannten Architekten Aris Zambikos. (BILD ebd.)

Das Haus gehört seiner Frau. Und das Geld logischerweise auch.

Wenn es den normalen griechischen Gang geht, wird unser Yanis auch bald reich sein.

Lina März 4, 2015 um 17:01

KommentatorX März 4, 2015 um 16:46

“Das Haus gehört seiner Frau. Und das Geld logischerweise auch.
Wenn es den normalen griechischen Gang geht, wird unser Yanis auch bald reich sein.”

Nope.
Varoufakis stammt selbst aus einer sehr reichen Familie.
Burschenschafter Diekmann weiß es gewiss, will aber hier das BILD eines raffgierigen, korrupten Betrüger-Griechen zeichnen. Wie gehabt.

Und was macht unser Möchtegern-Humanist? Macht den Papageien des deutschen Rassisten-Arschloch-Oligarchen-Blatts.

Weitermachen!

chabis März 4, 2015 um 17:03

KommentatorX März 4, 2015 um 16:46
Schlecht ist die Welt.

keiner März 4, 2015 um 17:04

“Es gibt Leute, die sagen, unsere Politiker, das sind alles Verbrecher. Das ist natürlich Unsinn. Das wirklich orgaanisierte Verbrechen, das arbeitet auf höherem Niveau. Da werden Menschen auch mal zur Verantwortung gezogen”

Matthias Belz

Lina März 4, 2015 um 17:04
Bogus März 4, 2015 um 17:14

Dem Varoufakis seine Frau ist hübsch und hat ein schönes Haus?
Mrs. Bogus auch!
Da haben der große V. und der kleine B. ja was gemeinsam.

Bis jetzt scheint Varoufakis alles richtig zu machen. Weiter so!

Carlos Manoso März 4, 2015 um 17:21

@Soldat Schwejk März 4, 2015 um 15:35
„das, was die “Troika” in ihrem Einflußbereich so exekutiert – und wie sie es tut -, das wäre selbst in Putins Rußland nicht möglich. Wir brauchen da nicht über “Demokratie” reden und uns hier aufs hohe Roß setzen. Es wäre hier in EU-Europa erst mal vor der eigenen Tür zu kehren, bevor man in Sachen “Demokratie” und so den Russen Vorträge halten will.“

Soldat Schwejk , genauso ist es. EU-Europa sollte erst mal vor der eigenen Haustür kehren, bevor es in Sachen “Demokratie” den Russen Vorträge hält !

topi März 4, 2015 um 17:25

man kann auch noch die Plünderung von Volksvermögen (oder Staatseigentum) im Rahmen der Troikaner-Herrschaft dazunehmen, dann hat man neben den “Schwächen” in der Demokratie auch das klassische Oligarchen-Building im Postsozialismus.

Sven März 4, 2015 um 17:40

@Morph

Ja, mehr als eine. Die (zeitaufwendigere, und darauf wollte ich hinaus) Arbeit findet aber in den Ausschüssen statt. Ich verstehe nicht, wie der alles unter einen Hut kriegen will, wenn er jede seiner Tätigkeiten ernst nimmt und die des MdB sollte Priorität haben.

Danke für den Tipp: http://www.deutschlandfunk.de/der-akrobat-peer-steinbrueck-im-wahlkampf.1310.de.html?dram:article_id=266864

topi März 4, 2015 um 17:50

Morph

“Weißt Du, nicht ich bin in der Begründungspflicht, zu zeigen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Europa ohne die Einführung des € sozialverträglicher gelaufen wäre und nach einer Rückkehr zu nationalen Währungen wieder sozialverträglicher laufen würde. Ich habe da meine laienhaften Zweifel.”

Lieber Laie, empirische Daten sind vorhanden; nirgends lief es so beschissen wie in der Eurozone.

Meine Aussagen dazu sind: es musste so beschissen laufen, für die Länder die sich in eine Währung mit dem Spar-Riesen stürzten. Entweder sie betreiben auch Lohnsenkung etc.pp., oder sie fallen selbst bei “normaler” (Inflationsrate entsprechend Inflationsziel der gemeinsamen Zentralbank) Entwicklung (Frankreich) hoffnungslos zurück bei preislicher Wettbewerbsfähigkeit mit allen logischen Folgen.

Und in Deutschland wurde die “relative Lohnsenkung” ggü anderen Ländern (die gab es immer) nicht mehr durch WK-Anpassung ausgeglichen, der Michel war jetzt richtig gearscht.

Ohne Euro wäre für die Beteiligten die Situation besser, ganz einfach; der Süden hätte eben auf seinen Crack-Boom verzichten müssen, da würden sie wohl heute gerne zustimmen.

Eine Euro-Krise könnte es schlicht ohne Euro nicht geben, das ist auch nicht sonderlich schwer.

Dass die inländische Änderung der Verteilung besser gelaufen wäre, habe ich nicht behauptet, du musst schon richtig lesen, bzw. keine Pappkameraden aufstellen und umhauen.

Sondern: mit einer eigenen Währung kann ein Land auch in Zeiten der Globalisierung weitestgehend eigene Wirtschaftspolitik anhand von eigenen Zielen umsetzen.

Dass das in den letzten Jahren nicht sonderlich weit verbreitet war, ob inner- oder außerhalb des Euro, ist ja eine Binse.

Aber wie gesagt, die Empirie zeigt, dass nicht jedes Land extreme Lohnsenkungen (relativ) hatte, und trotzdem weiter an Welthandel und internationaler Arbeitsteilung teilnimmt, und zwar im außenwirtschaftlichen Gleichgewicht.

“Und mich überzeugt Deine modelltheoretische Politik im Konjunktiv nicht, denn sie ignoriert, wie das real existierende Institutionengefüge funktioniert, wie es auf die betriebswirtschaftlichen Interessen der faktischen Akteure reagiert bzw. von denen funktionalisiert werden kann.”

ISLAND ISLAND ISLAND

“Die Entscheidungen von Wirtschaftsorganisationen (Banken, Konzernen) sind heute weniger durch die Entscheidungen von politischen Organisationn (Parteien, Regierungen) konditioniert als umgekehrt.”

Ja, das war in Zeiten des “freien” Kapitalismus immer so, bis zur WWK I 29-33. Der Erfolg lag auf der Hand. Krise folgte auf Krise.

Und die deutliche Änderung in ALLEN kapitalistischen Ländern in Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise sollte auch dir bekannt sein, sowie die Rückdrehung seit 1970.

KommentatorX März 4, 2015 um 17:52

@Lina März 4, 2015 um 17:01

Ach, unsere Lina.

Vor ein paar Tagen wollte unsere TINA-Lina uns weismachen:
Wenn Ihr daran glaubt, dass das kapitalistische System jemals überwunden wird, dann glaubt Ihr auch daran, dass Raub und Raubmord eines Tages überwunden wird.
Lest Aristoteles.

http://www.wiesaussieht.de/2015/02/24/was-griechenland-mit-dem-berliner-koalitionsvertrag-zu-hat/#comment-272489

Kapitalismus forever! Kapitalismus als allerletztes und ewiges Stadium menschlicher Entwicklung – das Dogma der Reaktionäre.

Offensichtlich handelt es sich bei Lina nicht um eine Humanistin.

Wie schreibt Varoufakis , der linke Politstar, in „Rettet den Kapitalismus!“:

„Als ich 1982 meine Dissertation begann, wählte ich bewusst ein hochmathematisches Thema, für das das Denken von Karl Marx unerheblich war. Als ich später eine akademische Karriere als Lehrbeauftragter in herkömmlichen wirtschaftswissenschaftlichen Instituten verschiedener Universitäten einschlug, bestand das implizite Einverständnis zwischen mir und meinen Jobgebern darin, dass ich jene Art Wirtschaftswissenschaft lehren würde, in der Marx nicht vorkam. In den späten achtziger Jahren wurde ich beispielsweise von der Universität Sydney angestellt, um einen linken Kandidaten zu verhindern (was ich damals allerdings nicht wusste).

Nachdem ich im Jahr 2000 nach Griechenland zurückgekehrt war, verbündete ich mich mit dem damaligen Pasok-Aussenminister Giorgios Papandreou, da ich hoffte, verhindern zu helfen, dass die wiedererstarkte Rechte an die Macht zurückkehrte, die in Griechenland sowohl innen- wie aussenpolitisch eine fremdenfeindliche Politik durchsetzen wollte. Wie jedermann weiss, scheiterte Papandreous Partei nicht nur dabei, die Xenophobie zu stoppen. Sie führte auch eine strikte neoliberale Politik durch, die die sogenannten Bail-outs in der Eurozone einläutete, was, unbeabsichtigt, dazu führte, dass Nazis auf die Strassen von Athen zurückkehrten. Zwar trat ich Anfang 2006 als Papandreous Berater zurück und wurde zu einem der heftigsten Gegner seiner Politik, mit der er die Implosion Griechenlands nach 2009 noch verschlimmerte. Dennoch haben meine öffentlichen Interventionen in die Debatten um Griechenland und Europa, etwa der «Modest Proposal for Resolving the Eurozone Crisis»?1, den ich mittrug, keinerlei marxistischen Anstrich.

Vor diesem Hintergrund mögen Sie vielleicht überrascht sein, wenn ich mich als Marxist oute. Tatsächlich hat Karl Marx meine Sicht auf die Welt geprägt, und zwar seit meiner Kindheit bis heute.“

Von der Universität Sydney wurde Varoufakis angestellt, um einen linken Kandidaten zu verhindern.

Danach verbündete er sich mit Pasok-Aussenminister Giorgios Papandreou.

Jetzt propagiert er: Rettet den Kapitalismus!

Und behauptet, dass Karl Marx seine Sicht auf die Welt geprägt habe, und zwar seit seiner Kindheit bis heute.

Nun ja, das kann glauben, wer will. Offensichtlich gibt es in diesem Blog mindestens eine.

KommentatorX März 4, 2015 um 17:58

@chabis März 4, 2015 um 17:03
Schlecht ist die Welt.

chabis, nicht die Welt ist schlecht.
Nur das System ist schlecht.

Manfred Peters März 4, 2015 um 18:05

“Demokraten” billigen ihren eigenen Regierungen eine “Schonfrist” von 100 Tagen zu. Das gilt offensichtlich nicht für linke Regierungen (Bsp. Thüringen und Griechenland).
Vom erzreaktionären Gesindel wie den Springer- und Mohn-Clan und ihren politischen Claqueuren und Marionetten habe ich auch nichts Anderes erwartet. Die hier diskutierenden pseudolinken Spaltpilze überraschen mich eigentlich auch nicht.
Traurig ist das aber schon.

KommentatorX März 4, 2015 um 18:11

@Keynesianer März 4, 2015 um 16:30
Ja, mir fallen dazu nur die bekannten “Philanthropen” ein. Also die Räuberbarone in den USA, Verbrecher, die sich als große Wohltäter feiern ließen von ihrer gekauften Presse für ihre “Stiftungen”, die meist noch der Durchsetzung ihrer politischen Ziele dienten.

Kennen Sie keine großen Denker, Dichter, Künstler, Forscher, Entdecker, Pädagogen, Ingenieure etc., welche ihr Leben zum Wohle der Menschheit einsetzten?

Es gibt unzählige Menschen, „große“ und „kleine“. Dazu nur drei Beispiele:

Kennen Sie den Arzt, der einen revolutionären Impfstoff entwickelte und das Patent an die Menschheit verschenkte, damit alle Menschen damit versorgt werden können?

Kennen Sie den Erfinder, der einen revolutionären Motor mit dem Ziel entwickelte, dass dieser allen Menschen zugute kommt?

Kennen Sie den Namen der Frau, welche mutig gegen den WK I kämpfte und dafür eine Gefängnisstrafe in Kauf nahm?

ruby März 4, 2015 um 18:22

“From an unknown land and through distant skies came a winged warrior. Nothing reminded sacred, no one was safe from the Hellion as it uttered the battle cry … Screaming for Vengeance.”

Oder Reziprozität in Soziologie sowie Mathematik !
;-)

https://www.youtube.com/watch?v=ss5uhrzXI-s

ruby März 4, 2015 um 18:44

Das Kapitalismussystem Amerika geht eindeutig bankrott:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/schuldengrenze-obama-geht-das-geld-aus/11458840.html
Lasst es noch etwas unter der Schuldengrenze Lambada tanzen
;-)
Kluge Wirtschafter drehen den Geldhahn Kapitaltransfer langsam zu …

g.w. März 4, 2015 um 18:47

Was vermutlich nicht in der Bild stand:

Am 27. Februar titelte eine von den Medien und der Öffentlichkeit weitgehend ignorierte Meldung der Nachrichtenagentur Reuters
»Chinesischer Diplomat fordert Westen auf, die russischen Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Ukraine ernst zu nehmen«. Qu Xing, der chinesische Botschafter in Belgien (Brüssel ist ja praktisch die heimliche Hauptstadt der Europäischen Union) erklärte, der Westen sei die »eigentliche Ursache und der Kern« des Ukraine-Konflikts. Der »Westen sollte seine Nullsummen-Mentalität ablegen und die realen Sicherheitsbedenken Russlands ernst nehmen«.
http://www.reuters.com/article/2015/02/27/us-china-ukraine-idUSKBN0LV0H120150227

ist zwar nicht rund, aber hell :-) :

http://www.addicted-sports.com/webcam/ammersee/herrsching/#/2015/03/04/0610/webcam/webcams

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 19:02

@ Kommentatorix

Ist schon ein zweifelhafter Kerl, der Varoufakis. Da macht er mal dies, mal das. Und vielleicht, man glaubt es kaum, macht er auch mal das Schlechte. Während der @Kommentatorix bekanntlich schon bei seiner Geburt von den Weisen aus dem Morgenland mit Weihrauch und so heimgesucht wurde, immer Gutes tat und mit 33 Jahren ans Kreuz gezimmert wurde. Daher auch das “X”, das er heute noch trägt.

Was den betreffenden Varoufakis-Text angeht, so weiß ich nicht, wie man übersehen kann, daß es sich dabei nicht um einen ökonomischen und auch nicht um einen geschichtsphilosophischen Text handelt. Sondern um eine persönliche Begründung für seine Parteinahme und sein (damals noch publizistisches) Engagement in einer für sein Land schwierigen Situation, in der Verbalradikalismus kein Stück weiter führt. Und dabei ist es sicher auch ein taktisch gemeinter Versuch, Unterstützung und Zustimmung in möglichst vielen unterschiedlichen progressiven Milieus in seinem Land zu finden. (Man muß ja auch die Heterogenität von Syriza berücksichtigen.) – Heute wäre das auf Europa zu erweitern.

Ansonsten stimmt es schon: Keine 100 Tage ist die neue Regierung dort im Amt, und schon heulen einige Verbalradikalinskis hier mit der “Bild” im Gleichton. – Wobei, eigentlich keine Überraschung.

Laßt Euch kein “X” für ein “V” vormachen :-)

g.w. März 4, 2015 um 19:23

“laßt Euch kein “X” für ein “V” vormachen :-)”

Soldat S , wie schön, dass Du auf uns aufpasst, und schön, dass du das mit den 100 tagen auch richtig findest, aber wer schützt uns vor so einem Gelalle wie von Dir um 19.02 Uhr ?

ruby März 4, 2015 um 19:23

Rote Karten für Bürgerverbrecher
http://www.deutschlandfunk.de/merkel-bei-juncker-klar-gemacht-dass-wir-ttip-wollen.1783.de.html?dram:article_id=313291
Rote Karten für Bürgerverbrecherinnen

Klarmachen, dass wir umverteilende Vermögensabzocke stoppen.

ruby März 4, 2015 um 19:29

@ Manfred Peters
Mohnkuchen statt Mohn-Clan
;-)

ruby März 4, 2015 um 19:33

@ KX
“… nicht die Welt ist schlecht …”
https://www.youtube.com/watch?v=jvPjfoZckY0

ruby März 4, 2015 um 19:39
ruby März 4, 2015 um 19:48

Für Ben Bernanke und seine childish monetary politics
https://www.youtube.com/watch?v=pl0L1qEZUVE
sorry Frankie f.k.a.B
;-)

keiner März 4, 2015 um 19:49

“luddisback 04.03.2015 | 15:10

so sehr sich der artikel bemueht, nicht nach der vernunftsblinden hysterie zu klingen, die diesen fall waehrend seiner dauer medial ans volk verkauft hat, muss ich fuer mich darauf beharren, dass der skandal nicht eventuelle sexuelle vorlieben des beschuldigten sind. es ist vielmehr empoerend, dass vorwurf und anklage aus sehr wahrscheinlich grundgerechtswidrig erlangten informationen stammen. dass der apparat, der solche informationen sammelt, uns staendig erzaehlt, seine existenz begruende sich mit terrorbedrohung und schwerster kriminalitaet. und dann erleben wir, im ersten oeffentlich relevanten fall hierzulande, wie einer, der sich mit genau diesen diensten angelegt hat, schnipp, erledigt wird. das wird es fuer mich bleiben, und das ist wohl nun die zukunft: halt dein maul oder wir finden einen weg.”

https://www.freitag.de/autoren/julian-heissler/nichts-ist-aufgeklaert

Die SPD bezahlt den Anwalt für diesen Hartmann. Geht’s noch? Whatt’S next? Ein Amnestiegesetz?

Wir leben in einem Geheimdienststaat der ein paar Luschenvereine aka “Parteien” und ein “Wahlen” toleriert. Traurige Wahrheit.

NKB März 4, 2015 um 19:56

@Soldat Schwejk 15.35 Uhr
Zustimmung; sehe ich genauso.

Wobei ich in der Beurteilung der Separatistenbewegung hinsichtlich Russlands sogar noch einen Schritt weitergehen würde. Meiner Meinung nach sind die Separatisten eigentlich nur der Unterpfand Russlands, damit man überhaupt mit ihnen redet. Ohne den Donbass würde es nämlich gar keine Unterhandlungen geben. Ich behaupte mal, dass wenn die Ukraine neutral würde bzw. die NATO dort kein Thema, sich die Donbassrepubliken sehr schnell friedlich wieder in die Ukraine integrieren würden.

Auch hier im thread gibt es ja Leute, die behaupten, dass die Ukraine machen kann, was sie will, und Russland da gar nicht mitzureden hätte. Hübsche Umschreibung der Wirklichkeit, die ignoriert, dass auch derzeit die Ukraine nicht macht, was sie will, sondern nur in einem anderen Netz zappelt.
Wer Sicherheitspolitik verstehen will, schaue sich mal die Iran Verhandlungen an. Wieso gibt es denn überhaupt Verhandlungen? Darum, weil Iran nicht machen kann, was es will, sondern Rücksicht nehmen muss auf die Belange der Anderen. Wieso man Russland solche elementaren Bedürfnisse nicht zugestehen will, ist mir bei unseren Politikern ein Rätsel, denn diese sollten es besser wissen. Bei den Leuten hier im tread ist es mir ein Indikator für das Verständnis geschichtlicher und politischer Prozesse.

Morph März 4, 2015 um 20:01

@topi

“Lieber Laie, empirische Daten sind vorhanden; nirgends lief es so beschissen wie in der Eurozone.”

Lieber Experte, da höre ich gleich nach dem ersten Satz auf, weiterzulesen. Wenn Du tatsächlich was drehen willst, dann schneide Dir mal eine Scheibe von Varoufakis ab. Der kann richtig gut erklären! So gut, dass selbst Laien wie ich interessiert zuhören!

1. Definiere ‘beschissen’! Operationalisiere ‘beschissen’! Entkräfte Argumente, die unter beschissen etwas anderes verstehen, z.B. Japan oder USA oder Cuba oder Kongo. Oder auch: Solange es anderen beschissen geht und mir nicht, ist gar nichts beschissen, sondern alles in Butter.
2. Begründe, warum die Entwicklung Europas ohne die Euro-Einführung sozialverträglicher gelaufen wäre, insbesondere unter Berücksichtigung der Vermögensspreizung weltweit!

@KommentatorX

Dein Stil wird wieder so nervös-abkanzelnd. Ein schlechtes Zeichen. Das hat in der Vergangenheit immer Deinen Abgang angekündigt. Ich fürchte, schon in wenigen Tagen wirst Du wieder mitteilen, dass hier im blog keine wirkliche Debatte, wie sie die Gebildeten und Intelligenten zu führen, möglich sei.
Und dabei habe ich mich dieses Mal extra zurückgehalten, denn ich weiß ja, wie verletzlich Du bist.

Ich weiß, es ist vermessen, dass Du die Meinung einer solch subalternen Randexistenz wie ich sie bin, in Erwägung ziehst: Aber bitte, bitte bleib doch, Du natur- und sozialwissenschaftlich sehr beschlagener, menschlich höchst vernünftiger, immer anständig gebliebener und den linken gesellschaftstheoretischen Kanon von 68 rauf und runter aus dem Effeff beherrschender Vollbürger! ;-)

Du kannst ja auch einfach mal so den Nickname wechseln, wenn es hilft, ohne die übliche mehrwöchige Pause. Wie wäre es mit: @Bürgermeister ?

Keynesianer März 4, 2015 um 20:02

Der US-Kongress hat den mächtigsten Mann der USA angehört:

Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, bei den Demokraten und Republikaner, für Ihre gemeinsame Unterstützung für Israel, Jahr für Jahr, Jahrzehnt um Jahrzehnt. Ich weiß, dass, egal, auf welcher Seite des Hauses Sie sitzen, Sie zu Israel stehen. Die bemerkenswerte Allianz zwischen Israel und den Vereinigten Staaten war stets mehr als Politik.
http://haolam.de/artikel_20131.html

Andreas Kreuz März 4, 2015 um 20:11

@NKB März 4, 2015 um 19:56

Zustimmung; sehe ich genauso.

Goodnight März 4, 2015 um 20:14

Kurz und schmerzvoll vor der Guten Nacht:

- Wer Nemzow liquidiert hat, das werden wir nie erfahren. Außer er/sie/es liquidieren den Liquidator oder einen, den wir dafür halten sollen. Folglich können wir nicht sagen:”Putin lässt seine Feinde liquidieren”. Was wir aber feststellen können, das ist: Weltweit werden Gegner von Putin von Profikillern liquidiert. Und da der gemeinsame Nenner der Opfer die Feindschaft zu Putin ist, so könnte nicht nur der gesunde Menschenverstand eine gewisse Kausalität konstruieren. (yep, natürlich nicht hier in diesem Blog)
- Whatever, schauen wir nach Griechenland: Na ja, eigentlich sinnlos, da es dort weiter wie bisher laufen wird. Oder erwartet hier wirklich einer jemals den goldenen Schnitt, den Austritt, die Schuldenbefreiung, den Aufschwung, das Wunder, den Moment wo die Reichen zu Kasse geben werden, die Banken zahlen müssen, die Revolution….Gottchen.
- Zur Ökonomie: Was viele nicht verstehen, das ist, dass der Kapitalismus nicht das ist, was als der Kapitalismus bezeichnet wird.Im Kapitalismus existiert nix, was man Bruttosozialprodukt nennt. Im Kapitalismus existiert kein Griechenland. Im Kapitalismus existiert keine Krise. All solche Beobachtungen sind Konstrukte von VWLern. Der Kapitalismus ist eigentlich das, was die VWLer nicht beobachten. Das ausgeschlossen Dritte.

Keynesianer März 4, 2015 um 20:17

Einigen Kongressmitgliedern wird der kalte Schweiß auf der Stirn gestanden sein bei dem Versuch, die ernste Miene beim Zuhören nicht aufzugeben:

Heute steht das jüdische Volk erneut vor einem Versuch eines persischen Herrschers, uns zu vernichten. Irans oberster Führer Ayatollah Khamenei speit den ältesten Hass heraus. Er spuckt den ältesten Judenhass mit neuester Technologie. Er twittert, dass Israel vernichtet werden muss. Er twittert! Er zwitschert! Wissen Sie, im Iran ist das Internet nicht gerade kostenlos. Dennoch zwitschert er im Internet auf Englisch, dass Israel zerstört werden muss.

Es ist ja wieder Purim zu gedenken.

Und jetzt der böse Iran:

Khamenei.ir @khamenei_ir · 2. März

The day when Western ppl realize that their problems result from #Zionism’s hegemony over govts they will make an inescapable #hell for them
https://twitter.com/khamenei_ir

Ein frommer und weiser Mann. :)

Systemfrager März 4, 2015 um 20:31

Weltweit werden Gegner von Putin von Profikillern liquidiert.

@Goodnight, mach dir keine Sorgen um deinen geistigen Zustand. Das ist schon Jahrhunderte so, dass im Westen immer genug Idioten gebeoren werden, die ihr ganzes Leben lang nur darüber träumen, Russland zu erbeuten. Es wird aber auch diesmal nicht gelingen. Als Terapie für dich:

Ich bin ein russischer Okkupant
weiter >>>

Lina März 4, 2015 um 20:41

:D @ KommentatorX März 4, 2015 um 17:52

Abkanzeln und auftrumphen ist….ist….typisch….hmmmm….typisch…..shit, hab ich vergessen.
Mach nix. Hab mich draußen mit dem Hund ausgetobt.
Also….jetzt nochmal von vorne:

1. Ich schrieb:
“Wenn Ihr daran glaubt, dass das kapitalistische System jemals überwunden wird, dann glaubt Ihr auch daran, dass Raub und Raubmord eines Tages überwunden wird.
Lest Aristoteles.”

Du schließt daraus:
“Kapitalismus forever! Kapitalismus als allerletztes und ewiges Stadium menschlicher Entwicklung – das Dogma der Reaktionäre.”

Etwas vorher sagte ich in etwa (bin zu faul zum Suchen), daß die Linke sich in pseudowissenschaftlichen Analysen und Debatten verliert, während sie neoliberal gevögelt wird.
(Das sagt übrigens auch V., wenn Du genau “hinhörst”)

Und wenn “wir” sie so weiter lassen, werden wir nochmal dort landen, wo Europa schon mal war. Es wird dann ganz offen über lenbsunwertes Leben, da kapitalistisch nicht ausbeutbar, gesprochen und enstsprechend gehandelt werden.

2. “Offensichtlich handelt es sich bei Lina nicht um eine Humanistin.”

Lina, mein Spatz, ist ein ungebildetes Nichts.
Aber jemand, der sich selbst “Humanist” nennt und offensichtlich die Schriften des Aristoteles und des Platon gar nicht oder nur aus Sekundärliteratur oder so, kennt ist ein Hochstapler.

3. Zurück zur BILD und Co.
Friedel und auch Lizzy haben reich geheiratet und gehören heute zu den größten Oligarchinnen Europas, die es verstehen ihr Geld verdammt gut zu verstecken und von sich selbst und ihren Interessen und den Interessen ihrer Oligarchen-Freunde abzulenken.

Die neue griechische Regierung hat nun der Korruption den Kampf angesagt. Nun sind aber in 80% der fettesten Korruptionsfälle deutsche Firmen involviert.
Autsch…..
Das wird in Auge gehen.
Für GR natürlich ;)

Lina März 4, 2015 um 20:42

Bin wieder weg.
Ist nicht meine Art Romane zu quatschen.

ruby März 4, 2015 um 20:48

@ Morph

topi hat wunderbar die Pigou vs. Coase Problematik erklärt und gelöst:

https://www.wiwi.uni-muenster.de/ioeb/Downloads/Studieren/Veranstaltungen/WS0405/041311/Pigou_Coase.pdf

“Das flüssige Öl in leicht zugänglicher Lage hat lange gepeakt, und… es geht einfach weiter.
Tiefseeöl, Teersande, Fracking, durch gestiegene Ölpreise und verbesserte Technologien jetzt hebbar.

Und die gestiegenen Preise (das aktuelle Tief wird nicht sehr lange halten, wenn nicht die Weltwirtschaft insgesamt abschmiert) führen nicht dazu, dass alles zusammenbricht; sondern dass die Abhängigkeit von dem Rohstoff abnimmt, Ersatztechnologien gefunden werden, Energieeffizienz steigt.

Wie im Lehrbuch der neoklassischen Ressourcenökonomen. Da steht sehr viel Mist drin, wegen ideologischer Verblendung; so ist es dort egal, ob der Chemiefabrikant die Verschmutzungsrechte an einem See hat, oder die Anwohner die Sauberkeitsrechte, am Ende wird das Ergebnis gleich sein, und zwar im “Optimum” zwischen gewünschter ökologischer Qualität und wirtschaftlicher Aktivität bei implementiertem Umweltschutz. Dabei spielt die Zahlungsfähigkeit keine Rolle, natürlich eine unsinnige Behauptung, wie man weltweit auf Müllkippen etc. besichtigen kann.

Aber mir fällt kein Beispiel ein, bei dem die Substitution eines knappen Rohstoffs nicht gelungen ist; hast du denn etwas anzubieten, “Malthus” Morph, außer deinem Glauben?

Und je knapper (teurer) Rohstoffe werden, desto mehr werden Produktionsverfahren sinnvoll, bei denen sie sparsam eingesetzt aber auch leichter wiedergewonnen werden können. Das reduziert das Senken-Problem.

Bei freigesetzten Giftstoffen, die keine Wertstoffe darstellen, gilt diese betriebswirtschaftliche Logik nicht.”

;-)

Manfred Peters März 4, 2015 um 20:51

@ ruby März 4, 2015 um 19:29
Mohn-Clan nach Dubai abschieben!

ruby März 4, 2015 um 21:06

;-)
;-)
;-)
;-)
;-)

Goodnight März 4, 2015 um 21:07

@morph

“Ich frage mich nur, was passiert, wenn der technologische Fortschritt und das Wirtschaftswachstum nicht mehr als eine Verbesserung des Lebensalltags der Leute erlebt werden, ..”

Yep, die Arbeiterschicht. Stabilisiert sich über Szenarien des jüngsten Gerichts. Entweder Revolution oder Untergang. Immer ein großer Kracher, der hinter der nächsten Ecke lauert. Der Putin der den Kapitalismus platt macht, der griechische Finanzminister der die Banken, den Euro und …äh…den Kapitalismus zerstört. Die Umweltverschmutzung, die die Umwelt zerstört, die Erderwärmung, die die Umwelt zerstört, das Ende des Fortschritts, welches den Fortschritt zerstört, etc…..

Nope, noch mal ins Kino und Interstellar gucken … und verstehen!

“We will find a way Professor, we always have.”
(Interstellar)

The Real Slim Shady März 4, 2015 um 21:35

>Kurz und schmerzvoll vor der Guten Nacht:

There are two kinds of pain….

Und für Sinnloses habe ich einfach keinen Nerv.

ruby März 4, 2015 um 21:36
ruby März 4, 2015 um 21:44

“Das Schlimme an der Politik gegenüber diesen Krisenländern ist, dass dort unterstellt wird, es sind allein die Bürger dieser Länder. Und die Politiker und Bürger dieser Länder sind allein schuld an der Misere, die entstanden ist mit der Überschuldung. Wenn man sich aber die Geschichte der Überschuldung anguckt, dann gab es natürlich immer eine Mitverantwortung – auch von uns aus, oder von Frankreich aus, oder von Großbritannien aus. Wer hat denn diesen korrupten, unsoliden Regierungen in Griechenland viel zu lange Kredit gegeben? Es waren deutsche, französische, britische, amerikanische Banken in erster Linie.

Wer hat denn in Griechenland bestochen wie wild? Siemens, Rheinmetall, Thyssen. Wer hat denn den Immobilienboom in Portugal und Irland finanziert? Deutsche Investoren und deutsche Anleger! Sie hätten wissen müssen, dass es absurd ist, wenn die Immobilienpreise innerhalb weniger Jahre um hundert Prozent steigen. Wer hat denn die Iren gezwungen, alle Gläubiger ihrer Pleitebanken auszuzahlen, obwohl sie das nicht wollten? Sie haben anfänglich eine Garantie ausgesprochen, aber nach zwei Jahren wollten sie diese Garantie zurückziehen. Dann hat die EZB sie gezwungen, es zu tun, und auf einen Schlag hatte Irland 80 Milliarden mehr Schulden. Und an wen flossen diese 80 Milliarden? An Investoren aus Deutschland und Frankreich in erster Linie! Diese Mitverantwortung für die Misere in Schuldenstaaten wird von der hiesigen Politik komplett ignoriert.

Warum ignorieren die das?

Weil es so natürlich viel leichter zu verkaufen ist. Man muss sich doch nur mal vorstellen, damals als das alles losging, im Frühjahr 2010, hätte Schäuble gesagt: Wir müssen den Griechen jetzt leider 80 Milliarden Kredit geben, denn wenn wir das nicht tun, ist Griechenland insolvent und dann verlieren unsere Banken 17 Milliarden, die französischen verlieren 20 Milliarden. Die britischen Banken verlieren 20 Milliarden und so weiter. Das bringt das ganze europäische Finanzsystem dermaßen durcheinander, das können wir nicht riskieren. Also müssen wir die Griechen irgendwie solvent halten. Eigentlich sind sie pleite, aber wir tun einfach mal so vorübergehend, als hätten sie Liquiditätsschwierigkeiten. So ist es objektiv gewesen.

Das ist auch nicht zu bestreiten. Das haben damals ganz viele Ökonomen so gesehen. Man hat sich Zeit gekauft. Das Bankensystem war noch labil. Man darf nicht vergessen: 2010 war die letzte Finanzkrise erst zwei Jahre her, viele Banken waren angeschlagen. Unter Umständen hätte es eine Systemkrise gegeben, die man nicht riskieren konnte. Aber wenn man den Menschen die Wahrheit gesagt hätte, hätten die gesagt: Moment mal, das ist doch eigentlich unser Geld! Wir gehen in Haftung für ein eigentlich bankrottes Griechenland? Und die Profiteure sind die, die in Griechenland falsch investiert haben? Können wir uns das Geld nicht langfristig über eine Sonderabgabe, Vermögensabgabe, Finanztransaktion…? Wir müssen uns das Geld irgendwie wiederholen von denen, die davon profitieren. Stattdessen hat man das alles verschwiegen und den Leuten gesagt: Wir helfen großzügig den Griechen, damit es denen nicht so schlecht geht. Dafür müssen sie sich endlich mal ordentlich reformieren. Deswegen machen wir Auflagen. Und darüber hat sich Frau Merkel als Vertreterin deutscher Tugenden in Europa verkauft. Dies war ein sehr erfolgreiches Konzept, weil die große Mehrheit der Deutschen glaubt dieses Märchen.”
H.Schumann / T.Jung

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 22:06

@ g.w. —> “wer schützt uns vor so einem Gelalle wie von Dir um 19.02 Uhr ?”

Falls das eine ernstgemeinte Frage ist: Ich bin erkennbar der falsche Adressat, aber es wird Dir nicht schwer fallen, den richtigen herauszufinden. :-)

Goodnight März 4, 2015 um 22:12

@TRSS

Gedenkst Du denn jemals hier wieder Sinn zu erfahren?

Für uns gibt es nur noch einen Weg. “All in” in die funktionale Differenzierung, mit all den Konsequenzen.

Wir sind hier nicht mehr zu Hause, unsere Gespräche sind nur noch Anekdoten, Verweis auf all das Wissen welches nun abgestanden schmeckt, Spielereien, verzweifelte Suche nach neuen Formen für das immer wieder Gleiche.
Wir sind schon weiter. Nur nicht weiter gegangen. Da wo wir hin müssen, da wird nicht mehr gesprochen. Da wird operiert.
Wir verharren, da wir den Preis sehen und fürchten.
Werden wir ängstliche alte Männer, die ihre Weisheiten jeden Tag aufs Neue zitieren, bis sie schon längst überholt sind.
Oder springen wir?

“Do not go gentle into that good night; Old age should burn and rave at close of day. Rage, rage against the dying of the light.”
(Interstellar)

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 22:27

@ Goodnight —> “Nope, noch mal ins Kino und Interstellar gucken … und verstehen!”

Das hab ich sogar ganz gegen meine Gewohnheit getan… also das Gucken… Was ich glaube verstanden zu haben: Nichts ist neu unter der Sonne und selbst weit jenseits von ihr. Sie klauen alle von Stanislaw Lem.

Und das Ethos der räumlichen Erweiterung… also Möglichkeitssinn derart mit räumlichen Vorstellungen zu verbinden, das ist heute wahrscheinlich nirgends in Europa noch so darstellbar. Nur in Amerika, wo auch die heroische Darstellung der Entdeckung & Erschließung des eigenen Westens so ihre Tradition hat. Meine ich gar nicht negativ… man kann russophil sein, ohne deshalb einem kulturellen Antiamerikanismus anhängen zu müssen :-)

Dramaturgisch gut gemacht, aber deswegen “noch mal” ins Kino? Eher seh ich noch mal sämtliche Filme von Bunuel.

H.K.Hammersen März 4, 2015 um 22:30

@Morph
“2. Begründe, warum die Entwicklung Europas ohne die Euro-Einführung sozialverträglicher gelaufen wäre, insbesondere unter Berücksichtigung der Vermögensspreizung weltweit!”

Ob es in anderen Ländern sozialverträglicher ohne den Euro gelaufen wäre, muss mich nicht interessieren, da ich auf die Zusammensetzung der dortigen Parlamente keinen Einfluss habe. Aber eines weiß ich: Die Agenda 2010 wäre ohne den Euro nicht möglich gewesen.

QuestionMark März 4, 2015 um 22:30

@Soldat Schwejk
Hab gerade den Artikel “Bericht eines Panzer-Soldaten So kämpfen die Russen in der Ukraine” gesichtet. In den westlichen Medien findet man leider kaum etwas Qualifiziertes über die Sache. Da du die entsprechenden Sprachkenntnisse hast: Kannst du etwas über die Seriösität der Quelle (“Nowaja Gazeta”) sagen? Beziehungsweise über die Seriösität der Journalistin Elena Kostjutschenko? Ist der Artikel inhaltlich eine propagandistische Meisterleistung oder hat das Substanz?

Wilma März 4, 2015 um 22:55

Heute Abend bei Anne Will wird wahrscheinlich der “Experte”
Boris Reitschuster sein Expertenwissen zu dem Panzer-Soldaten
beisteuern.

The Real Slim Shady März 4, 2015 um 22:59

>Oder springen wir?

Ich hab mir zumindest mal beide Staffeln von House of Cards reingezogen. Binnen nicht ganz 72 Stunden. Das lasse ich jetzt setzen, danach sehen wir weiter…

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 23:20

@ Question Mark

Da gibt’s ja leider keinen Link zum Originalartikel. Heute such ich nicht mehr nach dem, vielleicht morgen irgendwann. Generell muß man mit all solchen Sachen vorsichtig sein. Egal ob es um Academi-Söldner auf der einen oder reguläre russische Militäreinheiten auf der anderen Seite geht. “Nowaja Gazeta” ist eine recht große Zeitung, die zweimal wöchentlich rauskommt. Stark oppositionell ausgerichtet, also mit einer sehr klaren Tendenz, aber doch recht hohen journalistischen Standards. Lese russische Medien aber seltener als ukrainische. Weiß nicht, ob der Geschäftsmann Alexander Lebedew heute dort noch redaktionellen Einfluß hat. Manchmal haben sie bei NovG wohl auch eine Neigung zu eigenartigen Verschwörungstheorien; so etwa geht der hier schon mal erörterte Spiegel- & Tagesschau-Betrag zum Krim-Szenario auf Mutmaßungen des NovG-Chefredakteurs Muratow zurück.

Soldat Schwejk März 4, 2015 um 23:27

Und, man sollte nicht jeden Faden hier immerfort zweckentfremden… Reicht ja schon, daß das hier jetzt immer mehr zum Streichelzoo wird, wo das interessierte Publikum zottige Manager in ihrer Midlife-Crisis anfassen kann, die sonst eigentlich zum @topi müßten :-)

petervonkloss März 4, 2015 um 23:50

topi März 4, 2015 um 14:45

„Morph
Denk doch.
Und wende deinen Blick nach Island. Ein völlig unmöglicher Vorgang, nach deinen AUsführungen, was dort geschehen ist.“

Lieber fortschrittsgläubiger Topi,
bei Island „handelt“ es sich um das nordisch- hyperboräische (siehe G. Benn) Idealland der Griechischen Antike (Pythagoras),
welches auch A. Dugin für die zukünftige, eurasische Elite, als Orientierungspunkt ansieht.
Dieses Andenken daraufhin mittels heideggerischen Methoden und Motiven, welche den Rassismus und Klassismus abgelegt haben, wäre für den überlebenden Teil der Menschheit ein neuer Anfang.

Aber das werden Morph, Topi, Soldat und die anderen klugen Geister hier nicht mehr erleben, da es – im wahrsten
Sinn – zu kata-strophalen Auseinandersetzungen kommen wird!
D. h. niemals wird es eine polit.-ökonomische Rettung geben und schon gar nicht durch neue Techniken.
Die verzögern durch ihre unerkannte metaphysische Herkunft noch ein Weilchen die heraklitische Kompensation der tellurischen Geister.
Inzwischen sollte man darüber nachdenken, wie man sich und seine Nation einigermaßen schützen kann.

Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, daß à la longue nicht eine exklusive Beziehung zu den USA für
Deutschland von Vorteil wäre, sondern eine solche zu Russland!!!

Nietzsche und das Gesetzbuch des Manu.

-Alte und neue Nietzschefreunde legen viel Wert auf den ,Anti-Antisemitismus’ des Philosophen. Dies versteht sich angesichts einer – in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten wahrnehmbaren – Tendenz zur hermeneutischen Glättung des Nietzscheschen Werkes. Zahlreiche Zeitungsbeiträge zum 100. Todestag Nietzsches ließen ihn geradezu als Musterphilosophen der liberalen Demokratie erscheinen; Manfred Riedel bestritt im Spiegel-Interview 34/2000 gar jegliche politische Lesbarkeit des ,Willens zur Macht’.-
Gleichwohl gibt es dichte Quellenpräsentation von antijüdischen „Nietzsche-Peinlichkeiten“, die an der Stellung
des Philosophen zum Judentum wenig Zweifel lassen.
In seiner Wahrnehmung jüdischer Menschen scheint Nietzsche eher ein Juden-Verächter denn ein Juden-Hasser oder auch nur -Gegner. Seine Reaktionen sind primär ästhetischer Natur, seine Urteile (die auch Bewunderung für die Selbstbehauptungskraft des jüdischen Volkes einschließen) sind vitalistisch fundierte Geschmacksurteile – ein Grundcharakter des Nietzscheschen Werkes.
Auch bezeichnete er seinen Freund Paul Rée, der Rittergutsbesitzer jüdischer Herkunft war, gelegentlich als einen „auch“ Zweimalgeborenen!
Man könnte also sagen, bei Nietzsches handelt es sich – ähnlich wie bei Heidegger – eher um einen
seinsgeschichtlichen „Antisemitismus“!

Chandala.

„Nietzsche verwendet den Begriff in seinen Schriften Götzen-Dämmerung[1] und Der Antichrist.[2] Darin stellt er das „Gesetzbuch des Manu“ mit dessen Kastensystem als Beispiel für eine intelligent geplante „Züchtung“ von Menschen gegen den Versuch des Christentums, den Menschen zu „zähmen“.

Besondere Aufmerksamkeit widmet Nietzsche dabei dem „Tschandala“, den er bei Manu als ein Produkt der unkontrollierten Mischung aus Rassen und Klassen sieht, oder, wie Nietzsche Manu zitiert, als „die Frucht von Ehebruch, Incest und Verbrechen“.[3]

Nietzsche beschreibt zunächst Methoden der christlichen Menschenverbesserung. Zentrale Metapher ist dabei das dressierte Raubtier in der Menagerie, das scheinbar verbessert, in Wirklichkeit geschwächt und seiner Lebendigkeit beraubt sei. Als Entsprechung sieht Nietzsche den vom Christentum dressierten Germanen.

Das Gesetzbuch des Manu sei dagegen auf Züchtung einer hohen Menschenrasse aus und müsse daher unnachgiebig gegen jede Rassenmischung sein. Nietzsche beschreibt diese Gesellschaftsorganisation als „furchtbar“ und „unserem Gefühl widersprechend“, aber als reinsten und ursprünglichen Ausdruck „arischer Humanität.“ Er legt die brutalen Vorschriften zum Umgang mit den Tschandala, die im Grunde auf Demütigung und physische Vernichtung hinauslaufen, als Kampf der Starken gegen die Masse der Schwachen aus:

„Aber auch diese Organisation hatte nöthig, furchtbar zu sein, – nicht dies Mal im Kampf mit der Bestie, sondern mit ihrem Gegensatz-Begriff, dem Nicht-Zucht-Menschen, dem Mischmasch-Menschen, dem Tschandala. Und wieder hatte sie kein andres Mittel, ihn ungefährlich, ihn schwach zu machen, als ihn krank zu machen, – es war der Kampf mit der ‚grossen Zahl‘.“[4]
Laut Nietzsche ist nun allerdings das Christentum, entstanden aus dem Judentum, die Religion des Tschandala. Er deutet an, dass das Judentum tatsächlich von den „Tschandalas“ kommt:

„Das Christenthum, aus jüdischer Wurzel und nur verständlich als Gewächs dieses Bodens, stellt die Gegenbewegung gegen jede Moral der Züchtung, der Rasse, des Privilegiums dar: – es ist die antiarische Religion par excellence: das Christenthum die Umwerthung aller arischen Werthe, der Sieg der Tschandala-Werthe, das Evangelium den Armen, den Niedrigen gepredigt, der Gesammt-Aufstand alles Niedergetretenen, Elenden, Missrathenen, Schlechtweggekommenen gegen die ‚Rasse‘, — die unsterbliche Tschandala-Rache als Religion der Liebe …“[5]
In seiner Schrift Der Antichrist lobt Nietzsche noch einmal das Gesetzbuch des Manu. Zwar verwende es wie jede Moral die „heilige Lüge“ als Mittel, aber sein Zweck sei unendlich viel höher als der des Christentums. Nietzsche stellt die Weltanschauung der „geistigsten“ und „stärksten“ Menschen, die alles, sogar die Existenz der Tschandalas, bejahen können, gegen den neidischen und rachsüchtigen Instinkt der Tschandalas selbst (vergleiche Herrenmoral und Sklavenmoral). Der Begriff Tschandala wird von Nietzsche noch auf verschiedene Gegner gemünzt, etwa auch auf sozialistische Strömungen seiner Zeit.

Auch in einigen nachgelassenen Aufzeichnungen Nietzsches findet sich seine Beschäftigung mit dem Gesetzbuch des Manu, das er stellenweise auch kritisiert. In einem Brief an Heinrich Köselitz vom 31. Mai 1888[6] erklärte Nietzsche die Juden zur „Tschandala-Rasse“, die die „arische“ Ethik der Veden zu einer Priester-Ethik umfunktioniert und damit den ursprünglichen Sinn zerstört habe.“!!!

Kein Geringerer als der wesentliche Mit-Herausgeber der Nietzsche-Gesamtausgabe Giorgio Colli — dessen Lebensmotto nach Platons Phaidros „Enthusiazon de lelethe tus pollus“ lautete, was soviel heißt: „… daß er aber begeistert ist, merken die Leute nicht“; gemeint ist derjenige, welcher ständig im Zustand der eleusischen Ekstase lebt und welchen folglich die meisten („hoi polloi“) für verrückt halten – schrieb folgende Sätze:

HYPERBORÄER

„Die jüngsten Studien über die griechische Religion haben einen asiatischen und nordischen Ursprung des Apollo-
kultes nachgewiesen. Von daher ergibt sich eine neue Beziehung zwischen Apollo und der Weisheit. Ein Fragment
von Aristoteles belehrt uns, daß PYTHAGORAS – EIN WEISER ALSO – VON DEN EINWOHNERN KROTONS DER HYPERBOREISCHE APOLLO GENANNT WURDE. DIE HYPERBOREER GALTEN DEN
GRIECHEN ALS EIN SAGENHAFTES VOLK IM ÄUSSERSTEN NORDEN.
Von dort scheint der mystische, ekstatische Charakter Apollos zu stammen, der sich in der Besessenheit der Pythia,
in den delirierenden Worten des DELPHISCHEN ORAKELS kundtut. IN DEN EBENEN DES NORDENS
UND ZENTRALASIENS IST EINE LANGE FORTDAUER DES SCHAMANISMUS, EINER BESONDE-REN TECHNIK DER EKSTASE BEZEUGT.
DIE SCHAMANEN ERREICHEN EINE MYSTISCHE VERZÜCKUNG, EINEN EKSTATISCHEN ZU-
STAND, IN DEM SIE FÄHIG SIND, WUNDERTÄTIGE HEILUNGEN ZU VOLLBRINGEN, DIE ZU-
KUNFT ZU SCHAUEN UND PROPHETIEN ZU VERKÜNDEN.
Das ist der Hintergrund des delphischen Apollokultes. Ein berühmter Passus bei Platon liefert uns hierüber Auf-
klärung. Es handelt sich um die Rede über die MANIA, den Wahnsinn, die Sokrates im PHAIDROS hält. Gleich
zu Beginn findet sich die Entgegensetzung des Wahnsinns und der Mäßigung, der Selbstbeherrschung, und für uns
Moderne paradoxen Umkehrung wird jener als überlegen und göttlich gerühmt. So heißt es im Text:
„Die größten Güter enstehen uns aus dem Wahnsinn, der jedoch durch göttliche Gunst verliehen wird. Denn die
Prophetin zu Delphi und die Priesterinnen zu Dodona haben im Wahnsinn unserer Hellas viel Gutes in privaten
und öffentlichen Angelegenheiten zugewendet.“
Die Verbindung zwischen MANIA und Apollo wird also von Anfang an klar hervorgehoben. Dann werden vier
Arten des Wahnsinns unterschieden: der prophetische, der mysterienhafte, der poetische und der erotische; die
beiden letzten sind Varianten der beiden ersten. Der (so verstandene) Wahnsinn ist der Ursprung der Weisheit!

Die Moderne in der Gestalt des technichen Herstellens und Besorgens von Allem in seiner entäußerten Hyper-Mystik des globalen Gestells, ist der jüdisch-christliche Irrweg seit langem und daher der Inbegriff des nichtigen
Nichts, das unweigerlich in die KATASTROPHE führt.
Es gilt daher für einzelne Völker Sicherheitsmaßnahmen vernünftig vorauszuplanen.
Dugins „Ansichten eines Clowns“ sind (mit Einschränkungen) zu bejahen:

???????? ???????? DAS ARKTOGEA-MANIFEST

http://freies-oesterreich.net/2014/06/04/alexander-dugin-das-arktogea-manifest-russischdeutsch

KommentatorX März 5, 2015 um 00:21

@Soldat Schwejk März 4, 2015 um 19:02
Ansonsten stimmt es schon: Keine 100 Tage ist die neue Regierung dort im Amt, und schon heulen einige Verbalradikalinskis hier mit der “Bild” im Gleichton. – Wobei, eigentlich keine Überraschung.

Das ist doch kompletter Blödsinn. Niemand heult hier mit der BILD im Gleichton.

Für jemanden, welcher über einen politischen Durchblick und ein entsprechendes theoretisches Fundament verfügt, ist doch klar, dass hier ein abgekartetes Spiel läuft. Eine Inszenierung, wie diese in allen repräsentativen Demokratien gespielt wird.

Nach außen scheint es, dass Konfliktparteien hart aufeinander treffen, aber tatsächlich gibt es Kollusion.

QuestionMark März 5, 2015 um 00:44

@Soldat Schweijk
Das ist anscheinend der referenzierte Originalartikel: http://www.novayagazeta.ru/society/67490.html
zum “Bericht eines Panzer-Soldaten So kämpfen die Russen in der Ukraine” (FAZ).
Ist anscheinend westfinanzierte Proapaganda. Deswegen wohl bei der FAZ der Artikel auch ohne Kommentarfunktion.

Carlos Manoso März 5, 2015 um 00:49

@H.K.Hammersen März 4, 2015 um 22:30
„eines weiß ich: Die Agenda 2010 wäre ohne den Euro nicht möglich gewesen.“

H.K.Hammersen, dieser Zusammenhang war logisch sehr vielen damals vollkommen klar !

topi März 5, 2015 um 02:17

Carlos, H.K. Hammersen, Morph

>>>„eines weiß ich: Die Agenda 2010 wäre ohne den Euro nicht möglich gewesen.“

H.K.Hammersen, dieser Zusammenhang war logisch sehr vielen damals vollkommen klar !>>>

Das ist nicht richtig.
Auch ohne den Euro hätte die Agenda 2010 (und die anderen Maßnahmen zum Lohndumping und zur Einkommenskonzentration in D) genau so installiert werden können, wie ich oben schon sagte.

Allerdings wären die Auswirkungen anders gewesen.

a) sie hätten nicht die Basis für eine unauflösbare Krise des Euro gelegt; wer wöllte dem widersprechen, wenn er bei Verstand ist? :roll:

b) die Lohnsenkung hätte zu deutlicher Wechselkursänderung geführt, also die ganzen Überschussexportarbeitsplätze (locker 3 Millionen) hätte es nicht geben können, aber durch sinkende Importpreise wäre die inländische Nachfrage nicht so massiv eingebrochen

und c) der dümmliche Glaube, dass es “gut für Deutschland” sei, wenn es in recht kurzer Zeit Exportüberschüsse von Gütern und Kapital von 2 Billionen anhäuft, die natürlich beide weg und nicht wieder eintreibbar sind, würde nicht existieren (faszinierend wie Merkantilismus von der Karikatur sinnvoller Wirtschaftspolitik zum Fetisch wurde)

Wie oben gesagt, die Agendapolitik war voll im Sinne des herrschenden ideologischen Mainstreams, also nicht abhängig vom Euro.
Aber in Kombination mit der Einheitswährung sind die Auswirkungen katastrophal.

topi März 5, 2015 um 02:47

@ pvK

“Aber das werden Morph, Topi, Soldat und die anderen klugen Geister hier nicht mehr erleben, da es – im wahrsten
Sinn – zu kata-strophalen Auseinandersetzungen kommen wird!
D. h. niemals wird es eine polit.-ökonomische Rettung geben und schon gar nicht durch neue Techniken.”

(Um Rettung durch Techniken ging es nie.)

Richtig, es wird katastrophale Entwicklungen geben. Sowohl die Eurokrise als auch die Gesamtverschuldungsaufbauabbruchkrise sind mit einer Fortsetzung der Politik der letzten Jahrzehnte nicht zu lösen; wie auch, sind sie doch nur (vor allem) dadurch entstanden.

Da beide Krisen sich auch noch überlagern und verstärken, wird es irgendwann eine Lösung geben müssen; das kann dauern, da alle etablierten Parteien TINA vertreten, aber wie wir sehen, kommen dann eben irgendwann “nichtetablierte” Politikangebote.

Schaut man sich die Krisen an, liegen die Lösungen auf der Hand; Krise durch eine Gemeinschaftswährung (installiert ohne Kontrolle der Inflationsdifferenzen, egal ob über Inflationsraten oder Handelsbilanzen o.ä.) ???
Die Lösung liegt ja nun auf der Hand, weg damit, und gut.

Krise durch zu hohe Gesamtverschuldung, der natürlich zwingend genau so hohes Geldvermögen gegenübersteht?

Auch da braucht es keinen außergewöhnlichen Scharfsinn, um die prinzipielle Lösung zu sehen; man muss nur die Scheuklappen abnehmen.

Nach WWK I haben wir diverse Möglichkeiten gesehen, wie man die Gesamtverschuldung zurückführen kann; harter Schnitt, oder weicher Schnitt über Vermögensabgaben, Einkommensunterschiedsglättung, finanzielle Repression, Inflation, usw. usf.

Natürlich gibt es starke Interessengruppen, die das nicht wollen, und lieber Umwege über Kriege etc. gehen; ist aber nicht zwingend, dass es so kommt, wer hat schon Bock auf eine Knarre und Schützengraben.

“Die verzögern durch ihre unerkannte metaphysische Herkunft noch ein Weilchen die heraklitische Kompensation der tellurischen Geister.”

Ach. Ich weiß nicht. Weiß jemand anderes?

“Inzwischen sollte man darüber nachdenken, wie man sich und seine Nation einigermaßen schützen kann.”

Das sollte man zweifellos.

Nur ob dabei ein endloses Nitzsche-Zitat irgendwie hilfreich sein kann?

topi März 5, 2015 um 02:49

Nochmal kurz: es gibt polit-ökonomische Lösungen der aktuellen Krisen.

Island.
Kein Euro.
Schuldenstreichung (sie mussten nur ihre Banken Pleite gehen lassen).

Und viel mehr ist es nicht gewesen (doch, noch einige Verteilungsmaßnahmen). Von wegen undurchdringliche Kompexitätsverschwurbelungen.

topi März 5, 2015 um 03:00

“Stadt- und Gemeinderäte dürfen sich nicht mit dem geplanten europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP beschäftigen. Tun sie es doch, verhalten sie sich rechtswidrig. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages…

Demnach gestattet es das im Grundgesetz festgelegte Recht auf kommunale Selbstverwaltung, dass Gemeinden sich mit bestimmten Sachgebieten nur dann beschäftigen, wenn dieses einen “spezifisch örtlichen Bezug” aufweise. Sei dieser nicht klar ersichtlich, markierten “symbolische Entschließungen” wie auch “bloße Befassungen” der Kommunalvertretungen mit sogenannten “allgemeinpolitischen Angelegenheiten” einen Verstoß gegen geltendes Recht.

Im konkreten Fall des geplanten Freihandelsabkommens seien zwar erhebliche “Auswirkungen auf gemeindliche Belange zu erwarten”, heißt es im Gutachten. Doch werde die kommunale Zuständigkeit nicht tangiert, da nicht ersichtlich sei, dass bestimmte Gemeinden im Vergleich zu anderen besonders betroffen seien. Folglich habe bereits die “Befassung als solche” der kommunalen Vertreter als Rechtsbruch zu gelten.”

Weil alle Gemeinden vom Ausverkauf ihrer kommunalen Infrastruktur betroffen sein werden, geht es die Gemeinden nichts an!

Das ist bestechende Logik. Und bestochene, natürlich.

Es wird einen gewaltigen Knall geben, und TINA sich in Luft auflösen. Schön wird es wahrscheinlich nicht.

Keynesianer März 5, 2015 um 07:25

@topi

faszinierend wie Merkantilismus von der Karikatur sinnvoller Wirtschaftspolitik zum Fetisch wurde

Mit Merkantilismus hat das nichts zu tun, sondern mit Neoliberalismus und Geldpolitik.

Lohn- und Sozialdumping darf es in einer Währungsunion nicht geben. Wer das trotzdem politisch durchsetzt, will die Eurozone in die Krise treiben und die Völker ins Elend.

Das ist nicht Merkantilismus, sondern typischer Neoliberalismus. Man will eine möglichst schlimme Krise, um die Staaten zu destabilisieren und die Völker ausplündern zu können.

Die Merkantilisten wollten wirklich ihr Land und ihre Wirtschaft stärken, die Neoliberalen wollen eine Krise nach der anderen inszenieren und dann den Deutschen die Schuld dafür geben.

Goodnight März 5, 2015 um 07:35

@TRSS

“Ich hab mir zumindest mal beide Staffeln von House of Cards reingezogen. Binnen nicht ganz 72 Stunden.”

Die letzte Szene der zweiten Staffel:
Das Oval Office als Beute. Erlegt.

Wundert mich, dass das nicht zensiert wurde. Nie wurde dem Amt des Präsidenten solch eine Respektlosigkeit entgegengebracht. Nicht einmal von Nixon.

Also in Russland hätten die schon wieder Räumfahrzeuge losgeschickt….

Goodnight März 5, 2015 um 07:42

@Schwejk

“Nur in Amerika, wo auch die heroische Darstellung der Entdeckung & Erschließung des eigenen Westens so ihre Tradition hat”

Yep, wenigstens Dir ist das Thema des Films nicht entgangen. Interstellar ist ja eigentlich kein Science Fiction Movie. Es ist ein Heimatfilm in anderer Umgebung. Sozusagen die euphemistische Version von “No country for old men”.

Llewelyn: “If I don’t come back, tell mother I love her.”
Carla: “Your mother’s dead, Llewelyn.”
Llewelyn: “Well then I’ll tell her myself.”
(no country for old men)

Eagon März 5, 2015 um 08:08

Die griechen sind eine grosse Bedrohung für die SPD.

Die Griechen sind die Chance endlich, die Schandtaten der SPD publik zu machen.

Einfach weil viele Menschen in Deutschland die nicht mehr wählen gegangen sind fühlen, dass sie doch etwas ändern können.

Änderung ist möglich.

Das würde die SPD unter 10% katapultieren.

“Woran liegt es, dass die Menschen das jahrzehntelange Bäumchen-wechsel-dich-Spiel zwischen Neoliberalismus in konservativer Verpackung und Neoliberalismus in sozialdemokratischer Verpackung nicht schon lange (nach links) verlassen haben, wo doch so viele Schandtaten so offensichtlich und so viele Cover-Stories lang schon zerbröselt sind?”

http://www.maskenfall.de/?p=8391#more-8391

Bogus März 5, 2015 um 08:11

Goodie Goodnight
“Also in Russland hätten die schon wieder Räumfahrzeuge losgeschickt….”

Du meinst zur Beseitigung des Fettflecks, nachdem du gesprungen bist?

F.Hellen März 5, 2015 um 08:52

Ein Spiel für deutsche Sandkastenstrategen

Als Blog-Switcher fällt mir immer mal wieder auf, dass die politisch interessierten Ausländer fehlen. Ob nun Griechenland, Russland oder Israel, es ist eine rein deutsche Debatte. Ob auf spiegelfechter . com, wiesaussieht. de oder ad-sinistram.blogspot. de, es ist nicht ein einziger Grieche dabei. Die Stammkommentatoren sind ausnahmslos Deutsche. In Deutschland leben 316.331 Griechen und 216.291 Russen.

Eine oft sehr generell, theoretisch und ideologisch geführte Debatte ( Putinisten versus Neocons) und da fehlen mir die Stimmen aus der Binnenperspektive.

Vor Wochen gab es hier einen tschetschenischen Kommentator. Brzezinskis Schachbrett und die Putinisten gerieten da etwas durcheinander. Ein vielsagendes Schweigen. Die Neocons haben gar nicht mitgemacht und von den Putinismus-Anhängern haben sich nur die Parolenschleuder @ Systemfrager und der Soldatenpfarrer @Soldat Schweijk beteiligt. Schweijk argumentierte ( russische Vormachtstellung im Südkaukasus ) wie George W. Bush argumentiert wenn es darum geht, die US-amerikanische Hinterhof-Politik für die Karibik und Mittelamerika zu verteidigen. Aber ansonsten schweigen in den ideologischen Lagern auf beiden Seiten.

Wirklich schade, dass die Opfer aggressiver Geopolitik kaum in solchen Debatten vorkommen. Selbst zu PEGIDA und Islam in Deutschland hast du selten Kommentare von deutschen Muslimen in den Kommentarspalten von freitag. de oder spiegel. de. Woran liegt so etwas?

Systemfrager März 5, 2015 um 09:06

Ein weiterer USlamisten betritt die Bühne

die US-amerikanische Hinterhof-Politik für die Karibik und Mittelamerika

Wie niedlich und rührend:
Und Georgein, Baltikum, Ukraine … gehören auch irgendwie zu Karibik und Mittelamerika
Es ist so, als USslamistan in Baltikum die Raketensysteme installiert um sich von Iran zu schützen
;-)
Die Dreistheit der USlamisten übertrifft sich selbst immer wieder

wowy März 5, 2015 um 09:08

@F.Hellen hat zum Ausgleich einen wirklich substanziellen Beitrag geleistet #Nicht

OT
#TTIP
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-03/ttip-freihandelsabkommen-gutachten

mick März 5, 2015 um 09:49

@ F.Hellen

“Tschetschenien – Vergessen auf Befehl

Im Dezember 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Tschetschenienkriegs zum 20. Mal. Ende 1994 marschierten russische Truppen in Tschetschenien ein, um den Souveränitätskurs der kaukasischen Republik zu beenden. In diesem Krieg kamen bis zu 80.000 Menschen ums Leben. Heute werden die Spuren des Krieges systematisch ausgelöscht.

Im Dezember 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Tschetschenienkriegs zum 20. Mal. Für das tschetschenische Volk eine 20 Jahre andauernde, endlose Geschichte der Auslöschung. Zehntausende starben in den Kriegsjahren und insbesondere Männer zwischen 14 und 70 Jahren auch im Namen des Kampfes gegen den Terror. Über ein Jahr lang filmte Manon Loizeau das von Wladimir Putin angeblich befriedete Tschetschenien: ein Land des Verdrängens. Jeder, der versucht, sich zu erinnern, wird vernichtet. Denn der junge vom Kreml eingesetzte Präsident Ramsan Kadyrow regiert mit eiserner Hand. Als neuer Landesvater träumt er von einer Gesellschaft ohne jegliche Erinnerung, deren Vorbilder Putin und Stalin sind.

Mit scheinbar endlos hohen Türmen in Grosny City, Einkaufszentren und Luxusautos ähnelt Grosny heute Dubai. Porträts von Wladimir Putin zieren die Fassaden. Die Straßen der tschetschenischen Hauptstadt tragen die Namen ehemaliger Henker. Lächelnde Tschetschenen flanieren über die neuen Gehsteige der Putin-Allee und andere Straßen, die nach russischen Generälen oder Panzerdivisionen, die Tausende Zivilisten töteten, benannt wurden.

Zur Feier von Putins Geburtstag ziehen jedes Jahr Hunderttausende durch die Straßen der kleinen kaukasischen Republik. Ein ganzes Volk mit gespaltenem Bewusstsein. Hinter der funkelnden Fassade des neuen Grosny traf Manon Loizeau auf Frauen und Männer, die heute in viel größerer Angst leben als während all der Jahre des Krieges und der russischen Besatzung. Sie sammelte die seltenen Äußerungen derer, die noch Widerstand leisten, die versuchen, sich zu erinnern.

Die Dokumentation zeigt heimlich gedrehte Aussagen, den Kampf der wenigen noch in Tschetschenien präsenten NGOs, Aufnahmen von Prozessen, die der Stalin-Zeit würdig gewesen wären. Dabei enthüllt sie das Bild eines brutalen Systems: eines Polizeistaates, der entführt, foltert und alle aus dem Weg schafft, die sich der neuen Kreml-Ordnung widersetzen.”

http://www.arte.tv/guide/de/048888-000/tschetschenien-vergessen-auf-befehl?autoplay=1

mick März 5, 2015 um 09:55

Moderatorin Andrea Fies spricht mit der französischen Journalistin Manon Loizeau über ihren Dokumentarfilm “Tschetschenien – Vergessen auf Befehl”.

http://www.arte.tv/guide/de/059167-004/gespraech-mit-manon-loizeau

ott0 März 5, 2015 um 10:04

@Topi
2:17 Punkt c) die 2 Billionen sind weg ….

Wie immer hat sie nur jemand anders! Es fehlt ein Zwischenschritt, die Bezahlung des Exporteurs.

- 2 Billionen Export finanziert von Banken gezahlt an Exporteur
- mit Finanzanlagen von z.B. von Exporteuren
- Rauskauf der Banken (Exporteuren) durch Staaten
- 2 Billionen wieder bei den Banken (Exporteuren)
- 2 Bilionen Staatsguthaben finanziert vom Steuerzahler

Das der Export einen Fetischstatus erhält sollte nicht wundern (Threat-Thema), denn die Importeure haben ja das Geld bekommen.

Im Ergebnis:

- Unternehmer + Arbeitnehmer = 2 Billionen Wertschöpfung
- Ware im Ausland
- 50% Arbeitgeber Erlös + 0,9 Billionen
- 10% Arbeitnehmervergütung + 0,1 Billionen
- Abschreibungsbedarfs – 2 Billionen für Staat (Steuerzahler / Arbeitnehmer)

- Arbeitnehmerbilanz minus 1,9 Billionen, aber zufrieden, denn haben ja die Tage gut mit Arbeit vertan.

Systemfrager März 5, 2015 um 10:08

Mit scheinbar endlos hohen Türmen in Grosny City, Einkaufszentren und Luxusautos ähnelt Grosny heute Dubai. Porträts von Wladimir Putin zieren die Fassaden. Die Straßen der tschetschenischen Hauptstadt tragen die Namen ehemaliger Henker. Lächelnde Tschetschenen flanieren über die neuen Gehsteige der Putin-Allee und andere Straßen, die nach russischen Generälen oder Panzerdivisionen, die Tausende Zivilisten töteten, benannt wurden.

Ach neeeeeeeeeeeeeeee
Wie konnte ich mich nur so täuschen. Ich dachte, die Tschetschenen sind irgendwo hoch in der Bergen und krepieren wie die Fleigen, so wie die USlamistischen Indianern, die etwas zum Fressen bekommen, wenn sie einem Touristen irgendwelchen Souvenir verkaufen. Na sowas aber!
Aber die uslamischen Indianer haben Freiheit bekommen.
Tja,
Auch die Ukrainer werden solche haben:
Die Hälfte wird Souvenire verkaufen und die andere Hälfte in der EU Klos putzen.
Wie heißt das auf Westlich: Menschenrechte, Demokratie, Freiheit, …

mick März 5, 2015 um 10:24

@ Systemfrager

Ist ok und jetzt Fresse halten.

Morph März 5, 2015 um 10:28

@topi

“Richtig, es wird katastrophale Entwicklungen geben.”

Besser: “Es gibt katastrophale Entwicklungen.” Ansonsten keine Einwände.

“Auch da braucht es keinen außergewöhnlichen Scharfsinn, um die prinzipielle Lösung zu sehen.”

Ja, weshalb die Debatten über prinzipielle Lösungen eben auch strukturell dumm und dämlich sind.

Die prinzipielle Lösung z.B. eines militärischen Konflikts ist die Einstellung der Kriegshandlungen, die kontrollierte Entwaffnung, Gefangenenaustausch, Amnestien und die Institutionalisierung eines Verhandlungsprozesses zwischen den Konfliktparteien. Nicht wahr, @topi, “es braucht keinen außergewöhnlichen Scharfsinn, um diese prinzipielle Lösung zu sehen.” – Und genau deshalb ist sie eben bloß ‘prinzipiell’. Der Teufel (das eigentlich Interessante und Scharfsinnbedürftige!) steckt, wie immer, im Detail.

” [@pvk:] “Inzwischen sollte man darüber nachdenken, wie man sich und seine Nation einigermaßen schützen kann.” Das sollte man zweifellos. [@topi]”

Zunächst einmal sollte man darüber nachdenken, was es eigentlich genau ist, wovor wir reflexhaft glauben uns schützen zu müssen. Und wir sollten darüber nachdenken, wer es genau ist, den wir mitmeinen wollen, wenn wir ‘wir’ sagen. Meine Vermutung ist, dass bei genauerer Betrachtung jedem von uns auffallen wird, dass es das gar nicht gibt, was wir ‘unsere Nation’ nennen könnten. Es gibt nur die Nationen der Deutschen, der Franzosen, der Italiener usw. Eine Nation, von der wir, d.h. alle diejenigen, die ich im Grunde genommen mitmeine, wenn ich ‘wir’ sage; von der WIR sagen könnten, es sei unsere Nation; diese Nation ist vielleicht nur eine Denkmöglichkeit; die Nation einer stets nur kommenden Demokratie.

@Goodnight

“Yep, wenigstens Dir [Schwejk] ist das Thema des Films nicht entgangen.”

Das liegt daran, dass @Schwejk Pink-Floyd-Fan ist. Mir ist das Thema tatsächlich insofern entgangen, als mich der Film nicht berührt hat, gerade weil er das Thema hat, das er hat. Und das ist übrigens nicht das Thema des Heimatfilms (den Wilderer in die Zivilisation – das Gefängnis – zurückholen), sondern das Thema des Western (die Zivilisation in die Wildnis – die faszinierend-bedrohliche Natur – bringen). Der lonesome ranger, far away from home, stellt mit Waffengewalt das Recht her, wo vorher Rechtlosigkeit herrschte. So kann die Zivilisierung, anfällig für Barbarei, weitergehen, die Viehwirtschaft expandieren (Tod den Viehdieben!) und der Eisenbahnbau weitergehen (Tod den Indianern!). Das ist der amerikanische Mythos.

An diesem Plotmuster ist die Übertreibung besonders interessiert, das Element des losgelassenen Angebertums, wie es sich in den überlebensgroßen Tall-Tale-Helden des Westens auf groteske Weise personifiziert. Und auch das Element der erotischen, ästhetischen und komischen Relativierung ist klasse: die sexy-schlampig-souveräne Saloonbesitzerin, der Mann am Klavier, der verrückte Fallensteller, der komische Chinese, der ständig besoffene Kumpel vom Sheriff.

All das findet sich in ‘Interstellar’ nicht, wir haben es mit einem durch und durch Ernst gemeinten Helden zu tun, ohne jede Relativierung. Gruselig.

Am ehesten erinnert mich das an einige Westernfilme, in denen der Held mit der Kugel des Viehdiebs im Bein und dem Indianerpfeil im Oberarm schier endlos durch die Prärie reitet, der letzte Wassertropfen aus der Feldflasche verdunstet ist. Irgendwann die Erlösung: Ihm wird am Lagerfeuer mit viel Whiskey und einem Holzklotz zwischen den Zähnen das feindliche Projektil von Hand aus dem Körper gepult.

Na, wenn das Dein Din ist – bitteschön!

ruby März 5, 2015 um 10:42

@ottO
H.Schumann hat Namen der Exporteure genannt – er hat bestimmt mehr und die Listen der Importeure – Amtshilfe und Regress wegen Korruption.

Und wie steuert die Troika / Institution?
Und wer wird das andern?
Und wann fliessen die reziproken Zahlungsströme zurück?
Oder wird Varoufakis an die Kette gelegt beim nächsten Treffen?

Morph März 5, 2015 um 10:46

@Goodnight

Wenn sich Praktiken nur noch im Modus der Durchhalteparole motivieren lassen, ist es Zeit, aufzugeben. Zeitdiagnostisch treffender als ‘Interstellar’ ist Lars von Triers ‘Melancholia’.

https://www.youtube.com/watch?v=eUIjoYDKETM

ruby März 5, 2015 um 10:54

@ Morph
Dead Man (Soundtrack) by Neil Young:
http://youtu.be/n6aCMgy0ES4

Bogus März 5, 2015 um 11:01

Morph
“…wir haben es mit einem durch und durch Ernst gemeinten Helden zu tun, ohne jede Relativierung.”

Du beschreibst Goodie Goodnight, so wie er sich sieht! Jetzt ist mir auch klar, woher die Manie mit den Filmzitaten kömmt.

The Real Slim Shady März 5, 2015 um 11:10

>Das Oval Office als Beute. Erlegt.

That is exactly the problem. Denn “watt nu?” fragt man sich, nachdem der Bär erlegt ist. Die Macher der Serie erweisen sich und ihrer legacy keinen Gefallen, darauf jetzt noch eine dritte Staffel folgen zu lassen. Was sollte darin groß passieren? Underwood is “President of the USA”, aka mächtigster Mann der freien Welt. Das ist Orgasmus! Dafür hat er gelogen und betrogen und intrigiert und gemordet: Das war geiles Vorspiel! Aber jetzt? Was wollen uns Fincher, Schoemacher und Co als Zigarette danach anbieten?

Iconographisch sind wir mit Underwood doch durch! Mit seiner Frau auch. Einzige Option: Das Hervorzaubern eines echten Antipoden. Godzilla gegen King Kong. Alien vs. Predator. Aber wer sollte das sein? Vladi? Please…. Eine solche Storyline hätte gegen das Problem anzukämpfen, dass die echten USA in der echten Welt längst alles klar gemacht haben. Ich mein: dass Underwood im US Kongress halbwegs anspruchsvolle Gegner findet, das glaubt man ja noch. Aber dieselbe Fama im interkontinentalen Maßstab? Anno 2015? Lächerlich!

ruby März 5, 2015 um 11:14

Was gibt es für Insolvenzverschleppung?
Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit

Morph März 5, 2015 um 11:20

@trss

“Was wollen uns Fincher, Schoemacher und Co als Zigarette danach anbieten?”

https://www.youtube.com/watch?v=kK62tfoCmuQ

The Real Slim Shady März 5, 2015 um 11:26

>Mir ist das Thema tatsächlich insofern entgangen,

Ich fand den Film so verfahren, dass ich Eure beiden Deutungen, aber mühelos auch noch zwei Dutzend andere unterbringe. Interstellar war in jeder Hinsicht multidimensional, nicht nur beim Happy-End, das wirklich für jede verletzte Seele des Plots ein Schmerzmittelchen übrig hatte. Ich empfand diese eine Szene, in der sich die wackeren Zeitreisenden selbst die Häbde schütteln, in der irrigen Ansicht, es handle sich beim anderen um “die Anderen”, als besonders ergiebig für eigene Ansätze.

The Real Slim Shady März 5, 2015 um 11:30

@Morph

Klar – als übergeordnetes Thema. Medium sozusagen. Aber welche Form? Bedient sich der Niedergang anderer Differenzen als der Aufstieg? Von den umgekehrten semantischen Vorzeichen mal abgesehen? Macht Underwood das was Underwood macht – nur dieses Mal ohne Fortune?

Da richte dann doch besser schon mal ein paar Bücher her…

Morph März 5, 2015 um 11:34

@trss

Nur im Schema der Heldenmythos braucht man einen Antipoden. Leider sind die Massenmedien derart vollgestopft mit Heldenmythen, dass viele Leute glauben, man könne gar nicht anders erzählen.

Aber z.B. die klassische Tragödie und die klassische Komödie sind weniger in der Auseinandersetzung mit einem Antipoden charakterisiert als in der Auseinandersetzung mit sich selber. Die Komödie erzählt, wie einer über seine eigenen Füße stolpert (das wird vermutlich das Schicksal Underwoods sein, denn HoC ist nun einmal im Wesentlichen eine saukomische Komödie), die Tragödie erzählt, wie einer an den moralischen Geltungen seiner Zeit zerbricht und alles mit sich reißt (das wäre im Fall von HoC eine m.E. unwahrscheinlicher, schwer zu vermittelnder Genrewechsel).

Morph März 5, 2015 um 11:37

@trss

“Macht Underwood das was Underwood macht – nur dieses Mal ohne Fortune?”

Genau. Das ist, würde ich sagen, die Formerwartung, die die ersten Staffeln erzeugen. Und wie sind gespannt wie ein Flitzebogen, WIE diese Formerwartung zu unserem wohligen Grusel befriedigt werden wird.

Morph März 5, 2015 um 11:59

@trss

Underwood ist ja eine doppelte Differenz: Claire/Frank, und dann noch einmal (aus der Perspektive Claires): Frank/Francis. Bisher operiert dieses System als Einheit. Sein plausibler Zerfall wird über die Bruchlinien seiner Differenzen laufen müssen, würde ich sagen.

D.h. Frank wird sich irgendwann gewzungen sehen, Claire opfern zu müssen. Und damit wird das System Underwood so oder so kollabieren.

The Real Slim Shady März 5, 2015 um 13:23

>ist ja eine doppelte Differenz: Claire/Frank

Maybe. Ich denke die Differenz Claire (die Frau)/Claire (Teil des Power-Couples) wird ergiebiger sein, zumal sich die möglichen Bruchstellen bereits in den ersten beiden Staffeln klar abzeichnen. Allerdings glaube ich nicht wirklich daran, dafür ist Claire die Powerfrau zu deutlich markiert. Dieser Teil wird weiterhin dominant sein, wenn der Plot nicht unglaubwürdig werden will. Ich mein: immerhin ist sie jetzt first lady, und da kann sie Fotografen und sonstige Spielgefährten auch so bumsen, ohne die Grundlage ihrer sozialen Existanz (= Frank) zu gefährden.

Aber der Hinweis ist trotzdem gut, denn die anderen Akteure sind wie bereits gesagt weitgehend konturlos. Die eigentliche Differenz ist Underwood/Rest der Welt. So gesehen kann es eigentlich tatsächlich nur so ausgehen, wie du oben geschrieben hast. Gerne natürlich mit Claire’s (unbeabsichtigter) Hilfe, so etwa nach dem Muster des Herakles’schen Endes durch die naive Hand seiner Deianeira.

We’ll see…

ruby März 5, 2015 um 13:31

Macht Europa durch die Instition EZB Schluss mit Insolvenzverschleppung, Einzelstaatlicher Wirtschaftsförderung.
Wer schreibt den weiteren Institutionen ihre EU-Vertragsbrüche auf die Stirne?
Keine Finanzministersitzung im Lügengebäude der selbstversichernden Falschversprechungen – ihr habt fertig!
Dazu braucht es keine Rechtsprechung, nur gebildete Bürger.
Die schicken euch über den Atlantik
;-)

KommentatorX März 5, 2015 um 13:56

Burkhard Schröder:
„Wer verdient eigentlich am Krieg in der Ukraine? Wer gewinnt – und wer verliert? Wer hat welche Interessen? Das sind Fragen, die ich in den Medien beantwortet haben möchte. Mich interessiert nicht, was Putin, Merkel oder jemand anderes angeblich “wollen”. “Große Männer” (und auch Frauen) machen nicht die Geschichte. So dachte man im 19. Jahrhundert, und so “erklärte” man die Weltläufte. [] Große Männer sind Getriebene, die innerhalb der ihnen durch die Produktionsverhältnisse und dem Stand der Produktivkräfte vorgegebenen Grenzen agieren. Wie sollte es anders sein?[]
Ich habe kurz die gängigen deutschen Wirtschaftsmedien zum Thema durchgesehen. Da findet man kaum etwas dazu. (Nicht, dass ich das erwartet hätte.) Die Wirtschaftswoche berichtet zum Beispiel: “Mittlerweile ist der Mindestlohn in der Ukraine unter das Niveau von Ghana gefallen. Rund 43 Euro im Monat – mehr gibts nicht.”
In den Deutschen Wirtschaftsnachrichten:
Die Ukraine besaß bis 2011 die weltgrößten Lagerstätten für Eisenerz. Diese Vorkommen konzentrieren sich in der Region Krywbass, im Zentrum des Landes. Überwiegend kann das Erz dort im Tagebau gewonnen werden. Und neben den bekannten Steinkohlevorkommen im nun umkämpften Donbass-Gebiet sind vor allem die Manganvorkommen der Ukraine bedeutend. Hier besitzt die Ukraine ein Viertel der Weltreserven. Zentrum des Manganabbaus ist die Region Nikopol im zentralen Süden des Landes. Weitere wichtige Erzvorkommen gibt es für Titan, Aluminium und nicht zuletzt Uran.
Damit kommen wird der Sache schon näher. Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft spricht von 400 deutschen Firmen, die in der Ukraine Geschäfte machten.
Land und Erze. Was wird also damit geschehen? Die Stahlindustrie liegt im umkämpften Osten der Ukraine und ist ohne Russland nicht überlebensfähig. Daran sind das europäische und das US-Kapital nicht interessiert.
Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berufen sich auf eine parlamentarische Anfrage der “Linken” unter dem Titel “Landgrabbing”:
Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Anfrage der Links-Partei zugegeben, dass nationale und internationale Konzerne in der Ukraine EU-Subventionen und Kredite erhalten. Es findet ein Transfer von fruchtbaren Ländereien an ukrainische Oligarchen und internationale Saatgut-Konzerne statt. Im Gegenzug erhält die Regierung in Kiew internationale Kredite.
Die Ukraine könnte zum zweitgrößten Getreideexporteur der Welt nach den USA aufrücken. Was lesen wir also konsequenterweise im Handelsblatt?
Die Ukraine verfügt über riesige Ackerflächen. In einem einzigartigen Deal will sich China den Zugriff auf dieses Land sichern. Es geht um eine Fläche so groß wie Brandenburg. Und das ist erst der Anfang.
Zum Mitschreiben: Die korrupte Oligarchie in der Ukraine, denen sozialdemokratische deutsche Prominenz jetzt beiseite steht, bekommt die Gelder der Steuerzahler der EU, um sich die Taschen zu füllen. Als Kompensation erhalten die internationalen Konzerne die Ressourcen des Landes. Das nennen unsere Kapitalismus-affinnen Medien “Westorientierung”. Die Arbeiterklasse und die kleinen Leute werden natürlich ruiniert; das war schon immer so.
Die Ukraine hat im vergangenen Jahr Milliarden-Kredite vom IWF und von der EU erhalten. Doch diese versickern oftmals in dunklen Kanälen oder werden nicht zweckgemäß eingesetzt. Die Oligarchen profitieren auch von der Politik der Notenbank in Kiew. (…) Die Zentralbank hat sich bisher stets hilfsbereit gezeigt, wenn es um die Stützung der Oligarchen ging: Erst vor wenigen Tagen hat die Notenbank verkündet, dass sie der “Privatbank” einen Liquiditäts-Kredit von umgerechnet 62 Millionen Euro (zwei Milliarden Hryvnia) für zwei Jahre zur Verfügung gestellt. Als Sicherheit für den Kredit wurden Immobilien der Bank und eine Bürgschaft eines Anteilseigners akzeptiert. Igor Kolomoiski und Gennadi Boholjubow halten je 37 Prozent der Bankanteile. 16,23 Prozent gehören einer Firma auf den British Virgin Islands. (…) Das Staatliche Statistikamt der Ukraine meldet, dass zwischen Oktober und Ende November 2014 90,6 Prozent aller ukrainischen Investitionen nach Zypern geflossen sind. Ukrainische Oligarchen legen ihre in der Ukraine wirtschaftlich erzielten Gewinne in Steuer-Oasen an.
[]
Ich finde dieses neue Geschäftsmodell des Kapitals interessant. Im 19. Jahrhundert wurden die Kolonien direkt ausgeplündert. Im “klassischen” Zeitalter des Imperialismus bekriegten sich die Staaten gegenseitig, um den Zugriff auf Rohstolle zu bekommen. Der traditionelle Nationalstaat hat jetzt aber offenbar ausgedient, vor allem an der Peripherie.>/b>
Er war ohnehin ein künstliches Konstrukt, das vor allem in Deutschland weltanschaulich überhöht werden musste (“Befreiungskriege“), um sowohl die gescheiterte politische Revolution des Bürgertums zu kaschieren als auch, um das Volk nicht auf dumme Gedanken kommen lassen – mit der Egalité war es eben in der Realität nicht weit her.
Der Nationalstaat hat ausgedient, weil jetzt internationale Konzerne die Geschicke des Kapitalismus bestimmen, denen “Nationen” schnurzpiepegal sind und die das Bruttosozialprodukt eines ganzen kleineren Staates aus der Portokasse bezahlen könnten. Der Profit kennt eben kein Vaterland. [„fett“ von KX, Links zu den Quellen im Originaltext]
https://www.burks.de/burksblog/burkhard-schroder-zur-person

Endlich einmal etwas anderes als diese ständige, oberflächliche Kriegsberichtserstattung.

KommentatorX März 5, 2015 um 13:58
BeatzTools Lp März 5, 2015 um 14:24

“ruby März 1, 2015 um 19:10

Neo-Stalinisten
soviel Bindung sollte sein”

“Neo-Stalinisten”? Noch nie gehört. Im Prinzip das selbe wie Neo-Nazis.

Systemfrager März 5, 2015 um 15:24

MH17-Absturz:
Der Auftragsgebere: USlamistan
Der bezalte Killer: Ukrainischer Pilot

Ukrainische Medien hatten berichtet, dass die internationale Ermittlungskommission, die den MH17-Absturz vom Juli 2014 untersuchen, festgestellt hätten, dass die Maschine der Malaysia Airlines mit einem Flugabwehr-System des Typs Buk abgeschossen worden sei, das kurz davor aus Russland in die Ukraine gebracht worden sei.

Daraufhin bat der russische TV-Sender RT die niederländische Staatsanwaltschaft um eine offizielle Stellungnahme. Die Behörde wies die ukrainischen Berichte als falsch zurück. „Ich kann mit Sicherheit sagen, dass sie falsch liegen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wim de Bruin. „Wir ermitteln weiter zu den Umständen des Absturzes und können vorerst noch keine Schlüsse ziehen.“

Systemfrager März 5, 2015 um 15:27

Medienwandel
Trau keinem von der [westlichen] Presse!

SPON >>>

Putingrad März 5, 2015 um 15:35

Hassklima

“Das ist der Abschluss eines Kapitels und der Beginn eines neuen. Das heißt, der russische Staat und diejenigen, die ihm dienen, schrecken auch nicht davor zurück, Blut zu vergießen. Wohin die Entwicklung unter Putin geht, wissen wir nicht. Doch die Machthaber haben die Gesellschaft in einem Geist des gegenseitigen Hasses erzogen. Die Staatsmacht hatte es gar nicht nötig, den Befehl zu geben, Nemzow zu ermorden. Denn der Hass liegt schon in der Luft. Dieser Bazillus des Hasses, der Grausamkeit und Feindseligkeit hat sich in der Mentalität der Menschen eingenistet. Selbst wenn der Kreml diesen Bazillus jetzt aufhalten wollte, wäre das sehr schwierig.”

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2015%2F03%2F05%2Fa0143&cHash=c8dfbfcb14650fa9b5563c1ec614def0

Systemfrager März 5, 2015 um 15:42

@Putingrad
Jawohl,
die Russen haben es satt, sie hassen es aus der tiefen Seele, dass jeder Wahsinnige aus Westen, sobald erst die kleine Chance sieht, versucht Russland zu unterjochen, erbeuten. Ja, die Russen hassen es.

Ach was!
Der Westen hasst Russland nicht wegen Putin, sondern er hasst Putin wegen Russland.
Auch dass wissen die Russen mittelrweile sehr gut.

peewit März 5, 2015 um 15:42

@Systemfrager

„Ich kann mit Sicherheit sagen, dass sie falsch liegen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wim de Bruin. „Wir ermitteln weiter zu den Umständen des Absturzes und können vorerst noch keine Schlüsse ziehen.“

Schön, so ein eklatanter Selbstwiderspruch innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Sätzen. Eine richtige Logikgranate. Ich vermute ja, so hat der Mann das nie gesagt. Außer in einem umnachteten Moment. Tolle Infos leiferst du da.

Systemfrager März 5, 2015 um 15:44

@Putingrad
Jawohl,
die Russen haben es satt, sie hassen es aus der tiefen Seele, dass jeder Wahsinnige aus Westen, sobald erst die kleine Chance sieht, versucht Russland zu unterjochen, erbeuten. Ja, die Russen hassen es:
Polaken, Franzosen, Deutsche (2x), jetzt USlamisten

Ach was!
Der Westen hasst Russland nicht wegen Putin, sondern er hasst Putin wegen Russland.
Auch dass wissen die Russen mittelrweile sehr gut.

Systemfrager März 5, 2015 um 15:47

Schön, so ein eklatanter Selbstwiderspruch innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Sätzen.

Du bist offensichlich ein Dummkopf: IQ 50
Wim de Bruin sagte:
1: Die ukrainische Darstellung ist falsch.
2: Was wirklich passiert ist, weiß man noch nicht genau.

peewit März 5, 2015 um 15:50

Ah. Kein Widerspruch. Mangelnde Lesekompetenz. Sechs! Setzen!

peewit März 5, 2015 um 15:52

@Systemfrager

MH17-Absturz:
Der Auftragsgebere: USlamistan
Der bezalte Killer: Ukrainischer Pilot

Yep! Ich 50. Und du?

Putingrad März 5, 2015 um 16:02

Nordkoreanische Arbeitssklaven, vermietet an russische Unternehmen

“Kim Jong-il hat eine neue Möglichkeit gefunden, Geld in sein isoliertes Land strömen zu lassen: Er exportiert nordkoreanische Arbeiter, um sie in den Wäldern Sibiriens als Sklaven schuften zu lassen. VICE-Gründer Shane Smith ist die Reise nach Russland angetreten, um sich die nordkoreanischen Arbeitslager in Sibirien anzusehen. Aber in diesen hintersten Winkel Russlands zu kommen, bedeutet, erstmal eine lange Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und Unmengen Wodka.”

http://www.vice.com/de/video/north-korean-labor-camps-part-1

Soldat Schwejk März 5, 2015 um 16:08

Der Faden ist ja wie eine Wochenzeitung, die jetzt so ziemlich bis zum Ende durchgeblättert ist. Nach dem Fortsetzungskrimi und @Goodnights Lifestyleberatung für Dienstadelige nun der Kulturteil mit Film- und Fernsehrezensionen. Fehlt noch Sport.

Aber noch drei Nachträge…

@ F.Hellen —> “…von den Putinismus-Anhängern haben sich nur die Parolenschleuder @ Systemfrager und der Soldatenpfarrer @Soldat Schweijk beteiligt. Schweijk argumentierte ( russische Vormachtstellung im Südkaukasus ) wie George W. Bush argumentiert…”

Das mit dem Soldatenpfarrer ist zwar gut beobachtet, der Rest dagegen nicht. Weder bin ich ein “Putinismus-Anhänger”, noch habe ich seinerzeit mit “russischer Vormachtstellung im Südkaukasus” argumentiert. Das schon allein deshalb nicht, weil ich einen Atlas habe und Tschetschenien richtig lokalisieren kann…

@ QuestionMark März 5, 2015 um 00:44

Bei NovG muß man zwar manches mit Vorsicht genießen, dieses Interview wirkt aber authentisch. Es sind ja genaue Angaben zu seiner Identität samt Militärmarkennummer gemacht, also wenn das falsch wäre, ließe es sich einfach widerlegen. Im Kommentarteil, wo kontrovers diskutiert wird, zweifelt auch niemand die Authentizität an (im Gegensatz zu einem ähnlichen Artikel vom letzten September).

Also laut seinen Angaben ist aus längerdienenden Vertragssoldaten auf freiwilliger Basis ein spezielles Panzerbataillon zusammengestellt worden, in das er als Zeitsoldat wegen seiner guten Ergebnisse mit einbezogen wurde. Die sind ins Gebiet Rostow verlegt worden und haben dort drei Monate Manöver gemacht, also sie waren nicht ständig im Donbass und es war auch nicht klar, ob sie dort wirklich zum Einsatz kommen sollten. Schließlich sind sie Anfang Februar gezielt zur Schließung des Kessels von Debalzewo dorthin geschickt worden, so als zusätzlicher Stoßtrupp, weil die Separatisten es allein wohl nicht geschafft hätten, u.a. mangels militärischer Disziplin und Koordination. Wie er sagt.

@ KommentatorX März 5, 2015 um 13:56 —> “Endlich einmal etwas anderes als diese ständige, oberflächliche Kriegsberichtserstattung.”

Zweifellos richtig. Anzumerken ist, daß die Stahlindustrie zwar im äußersten Osten angesiedelt ist, aber das sind ja vertikal integrierte Großunternehmen mit verschiedenen Standorten. Das meiste im Gebiet von DVR und LVR, aber zwei der wichtigsten Betriebe am Ende der Wertschöpfungskette, Asowstahl und “Iljitsch”, beide von Achmetows Metinvest-Gruppe, befinden sich in Mariupol, wo auch der Seehafen ist. Falls es dort doch wieder losgeht, wäre Mariupol das logische Ziel der Rebellen, zur wirtschaftlichen Arrondierung ihres Gebiets. Man kann annehmen, daß Rinat Achmetow hinter den Kulissen auf beiden Seiten einiges versucht, um eine Schlacht um Mariupol zu verhindern und einen Modus vivendi zu finden, der seiner Metinvest-Gruppe ein Funktionieren über die Demarkationslinie hinweg ermöglicht. Daß es aber auch Akteure mit genau gegensätzlichen Interessen gibt…

Keynesianer März 5, 2015 um 16:42

Vom Saker:

How MH17 was shot down – analysis by Colonel Cassad


My disagreement with Colonel Cassad is that I believe that the R-60M missile was used first to hit one engine and slow down MH17 and that the SU-25s guns were used later to finish off the airliner. Still, this difference is trivial. We both agree that missiles and canon fire were used and that no Buk-M1 was used (other than to cue the SU-25 to the correct intercept trajectory, in my hypothesis).

It is important, crucial really, that we NOT allow the AngloZionist to just gently a